Über Web 2.0 zur virtuellen Universität

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Name der Autoren: Yannik Neidiger, Christian Lind, Laura Kreß
Titel der Arbeit: "Über Web 2.0 zur virtuellen Universität"
Hochschule und Studienort: FOM Düsseldorf


Inhaltsverzeichnis

1 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
1Erscheinungsformen virtueller Hochschulen
2Umfrage in Moodle
3Interaktives Skript
4Beispiel eines Online-Campus
5XML-Syntax eines PORTIKO Dokuments
6Bestätigung zur Prüfungsanmeldung
7Einer Veranstaltung zugewiesene Ressourcen
8Zentrales Student Consulting

2 Einleitung

In Zeiten der permanenten Verfügbarkeit des Internets wird es zunehmend leichter, über physikalische Grenzen hinweg mit anderen in Kontakt zu treten. Web 2.0 hebt diese Grenzen fast komplett auf, indem neue Kommunikationswege und -arten geschaffen werden, die den Nutzern neben dem reinen Zugriff auf Informationen nun auch aktives Teilhaben von überall aus ermöglichen. Während das Internet ursprünglich zur Informationsbereitstellung beziehungsweise zur reinen Informationsbeschaffung genutzt wurde, kann mittlerweile jeder Benutzer aktiv am Geschehen teilhaben und Inhalte einstellen, verändern, kommentieren, etc.. Prozesse sind so stark vereinfacht, dass es beinahe jedem gelingt, problemlos Zugang zu Informationen zu erhalten oder diese auf verschiedenste Weisen bereitzustellen [1].

Diese Entwicklung bringt auch für die Weiterentwicklung der Bildung und den generellen Zugang zu Bildung wesentliche Fortschritte und Vorteile mit sich. Das Internet kann sowohl zur einfacheren Bereitstellung von Informationen bis zu interaktiven Lerninhalten als auch zur direkten Kommunikation zwischen Dozenten und Studierenden genutzt werden und diese maßgeblich verbessern. Es ist nun nicht mehr notwendig, "vor Ort" zu sein; Fragen können direkt online in Diskussionsforen geklärt werden, sodass alle Benutzer an den Informationen aktiv teilhaben können.

Die folgenden Ausführungen sollen einen Überblick über die Möglichkeiten und Chancen sowie die Grenzen und verschiedenen Ausprägungen der Realisierung virtueller Universitäten mit Web 2.0 geben sowie diese kritisch betrachten.

3 Definition

3.1 Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 wurde vom Verleger Tim O’Reilly geprägt, jener hat in einem Workshop im Jahre 2004 versucht die Kernkompetenzen der Unternehmen zu benennen, welche die Krise der New Economy überstanden haben. Die Produkte und Angebote jener Unternehmen zeichneten sich demnach durch die aktive Einbeziehung des Benutzers aus[2].

Christian Stöcker definierte das Web 2.0 als „Das demokratische Netz, an dem alle teilhaben und zu dem alle beitragen.“[3], dass grundliegend neue am Web 2.0 ist also die Partizipation des Benutzers. Somit geht es beim Web 2.0 nicht in erster Linie um eine technische Weiterentwicklung, sondern eher um die Weiterentwicklung rund um das Netz und seine Nutzer[4].

Um das Web 2.0 näher zu beschreiben muss auch der Begriff des Web 1.0 abgegrenzt werden, dies ist am besten möglich in dem die allgemeinen Veränderungen aufgezeigt werden. Bevor alle begannen vom neuen interaktiven Internet zu sprechen diente das World Wide Web hauptsächlich der Informationsbeschaffung von statischen Seiten, welche von den Betreibern mit Inhalten versorgt worden sind. Es kann also von einseitiger Nutzung gesprochen werden, der Benutzer hat lediglich konsumiert und die Inhalte selten mitgestaltet[5]. Gründe für die einstige starre Nutzung liegen nahezu auf der Hand, denn in den Anfangsjahren des Internets waren Faltrates und schnelle Breitbandverbindungen noch nicht allgemeiner Standard. Ein Internetanschluss war ein kostspieliger Luxus und erst durch die DSL-Verbreitung und die sinkenden Preise wurde die Internetnutzung für jeden erschwinglich[6]. Die Nutzung des Internets wurde schnell Bestandteil des Lebens der jüngeren Generationen, darin liegt auch der Wille zur Mitgestaltung begründet. Eine einseitige Nutzung bedeutet keine Neuerung, der passive Konsum von Informationen ist im Medienbereich schon klassisch von je her Standard. Eine aktive Einbeziehung des Benutzers in die Wertschöpfungskette hat das Internet wahrscheinlich revolutioniert[7].

Die Web 2.0 Produktpalette wird in folgende Teilbereiche unterteilt:

  • Social Networking Communities (z.B MySpace, Xing und Studivz)
  • Webblogs und Twitter
  • Filesharing Communities (z.B. YouTube, MyVideo, Flickr, Clipfish)
  • Knowledge Communities (z.B. Wikipedia)
  • Consumer Communities (z.B. Ciao)
  • Game Communities (z.B. Comunio, World of Warcraft)[8]

Anhand dieser Auflistung verschiedener Produkte und Anwendungen aus dem Web 2.0-Bereich ist erkennbar, dass in erster Linie Communities entstanden sind. Dies liegt wohl darin begründet, dass Communities dem Benutzer die wohl ausgeprägteste Partizipation ermöglichen [9]. Der wohl wichtigste Grund für den vorbildlichen Erfolg vom Web 2.0 ist die Einfachheit mit der ein Benutzer teilnehmen kann, denn es sind keine weitreichende technische Vorkenntnisse erforderlich[10]. Auch die Unternehmen haben sich gegenüber der New Economy Phase stark verändert, heute ist ihr Aufgabengebiet nicht mehr die Bereitstellung von Informationen sondern die Bereitstellung von Plattformen, welche es den Usern ermöglichen zu partizipieren[11]. Unternehmen die dies frühzeitig erkannt haben sind heute sehr Erfolgreich auf dem Markt, ihre Unternehmensphilosophie ist es meist die kommerziellen und sozialen Bedürfnisse zu vereinen[12].

Von Kritikern des Begriffs Web 2.0 wird alles nur als Marketingkampagne verstanden, denn sie sehen keinen Grund dafür die aktuellen Entwicklungen im World Wide Web durch einen neuen Begriff zu erklären. Auf der anderen Seite gibt es eine Gruppe, die im Web 2.0 bahnbrechende Veränderungen gegenüber dem alten Web sehen. Im großen und ganzem hängt die Meinung aber von der Betrachtungsweise ab, denn für beide Standpunkte lassen sich gute Argumente finden[13]. Es scheint jedoch unumstritten zu sein, dass sich das Internet in seiner Ausprägung geändert hat und mehr denn je Chancen für Unternehmen bereithält[14].

3.2 Virtuelle Universität

Aufgrund der technologischen Modernisierung der Hochschullehre rückt der Begriff virtuelle Universität in den Focus der Diskusionen in Wissenschaft und Praxis[15] .

Virtuelle Hochschulen bieten dabei die Möglichkeit eines Studiums unabhängig von räumlichen und zeitlichen Vorgaben. Der Grad der Virtualisierung kann anhand folgender Kriterien bestimmt werden[16]:

  • Überwindung räumlicher und zeitlicher Distanzen
  • Interaktivität
  • Multimedia

Ziel einer virtuellen Universität ist sowohl die Verwaltung und Administration traditioneller Hochschulen zu vereinfachen und das vorhandene Budget zielgerichtet einzusetzen, als auch den Studierenden eine zeit- und ortsunabhängige Vorlesung mit den erforderlichen Kommunikationsmitteln zum Wissensaustausch anzubieten[17].

Virtuelle Lernräume ersetzen Hörsäle und Seminarräume. Aus Sicht des Studierenden erscheint eine virtuelle Universität von außen jedoch weiterhin als ein reales Objekt[18] [19].

Aus institutioneller Sicht ergeben sich vier verschiedene Erscheinungsformen virtueller Universitäten[20]:

  1. Typ: Neben der traditionellen Universität wird eine neue unabhängige Institution gegründet, welche die Aufgaben der virtuellen Universität übernimmt.
  2. Typ: Die virtuelle Universität ist Bestandteil einer traditionellen Universität. Verwaltung und Betrieb der beiden Universitäten werden zusammengefasst. Die virtuelle Universität stellt somit eine Erweiterung der traditionellen Universität dar.
  3. Typ: Mehrere traditionelle Universitäten gründen eine neue virtuelle Universität, die gemeinsam geleitet und betrieben wird.
  4. Typ: Universitäten, die im Besitz einer virtuellen Universität sind schließen sich zusammen, um Synergieeffekte zu nutzen. Die virtuellen Universitäten bleiben unabhängig voneinander, die technische Administration ist aber z.B. zentralisiert.
Erscheinungsformen virtueller Hochschulen (Vgl. Schäfer (2001), S. 23)
Erscheinungsformen virtueller Hochschulen (Vgl. Schäfer (2001), S. 23)

Darüber hinaus existiert eine Vielzahl verschiedener Ausprägungen der Umsetzung einer virtuellen Universität. Hierbei kann man von rein organisatorischer Natur über zusätzlich zu Präsenzveranstaltungen unterstützende Angebote bis zum vollständig virtuellen Studium, bei welchem lediglich die Prüfungen in Präsenz abgelegt werden, unterscheiden. Im Rahmen der virtuellen Universität werden also sowohl unterstützende als auch ersetzende Funktionen und Möglichkeiten geschaffen, die es ermöglichen weitestgehend unabhängig von Ort und Zeit zu studieren[21].

4 Web 2.0 zur Realisierung virtueller Universitäten

4.1 Allgemeines

Über den Einsatz durch Web 2.0 geschaffene Anwendungen ergeben sich für Studierende und Hochschulen völlig neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Studierende nehmen nun nicht mehr nur von der Hochschule bereitgestelltes Wissen auf, sie haben die Möglichkeit, dieses Wissen aktiv mit zu gestalten. Der Einsatz des Mediums Internet in dieser Ausprägung schafft also völlig neue Handlungsfelder einer Hochschule, da sowohl die direkte Kommunikation mit der Hochschule als auch die Bereitstellung des eigenen Wissens für Dritte sowie der aktive Wissensaustausch durch diese Entwicklung einen Wandel erfahren[22].

Die Vielzahl verschiedener neuer Ressourcen vereinfacht das Auffinden von Informationen, den Kontakt zu Dozenten und die Diskussion mit anderen Studenten. Darüberhinaus kann je nach Ausprägung der virtuellen Universität sogar der Lernweg und Lernzeiten individuell gestaltet werden[23].


Dieses Kapitels soll einen Überblick über die wichtigsten neuen Möglichkeiten durch Web 2.0 und deren Einsatz im Zusammenhang mit virtuellen Universitäten geben.

4.2 Blogs

Ein Blog ist im einfachsten Sinne eine Webseite, welche regelmäßig mit neuen Beiträgen gefüllt wird. Eigentlich ist der Begriff Blog nur die Kurzform von Weblog, diese Vokabel setzt sich aus zwei einzelnen Wörtern zusammen. Der erste Begriff ist Web, jener klassifiziert den Blog als etwas digitales und bringt ihn mit dem Internet in Verbindung, der zweite Begriff lautet Log und ist der englische Begriff für Logbuch oder Protokoll. Ein Blog besitzt viele Ähnlichkeiten mit dem klassischen Tagebuch, welches jedoch nicht in digitaler Form im Internet veröffentlich wird. Der Blog war aber erst in aller Munde als es jedem ohne großartige technische Vorkenntnisse möglich war einen solchen einzurichten und selbst mit Inhalten zu versehen. In den Anfangsjahren des Bloggings waren die Inhalte meist privater Natur, heutzutage tauchen die verschiedensten Themen in Internet auf.[24]

Man unterscheidet z.B. zwischen folgenden Blogs:

  • „Watchblogs, die Medien und Firmen kritisch beobachten
  • Litblogs, die sich mit Literatur beschäftigen
  • Corporate Blogs von Firmen
  • Blawgs, Blogs mit juristischen Themen
  • Fotoblogs, in denen vor allem Fotos veröffentlicht werden
  • und viele mehr“[25]

Das neue an Blogs ist, dass man nur einen Computer benötigt und die Grundfähigkeiten im Umgang mit dem PC um einen jenen zu erstellen[26]. Dies offeriert dem Internetbenutzer die Möglichkeit mit Hilfe eigener Blogs mit anderen Benutzers in Verbindung zu Treten. Blogs wären jedoch nicht so erfolgreich geworden, wenn nicht die wichtigste Web 2.0-Eigenschaft erfüllt wäre, denn es ist dem Leser in vielen Blogs erlaubt aktiv an einer Diskussion teilzunehmen und die Einträge zu kommentieren. In der Literatur wird sogar davon gesprochen das ein Blog nur ein echter Blog ist wenn es dem Benutzer erlaubt ist Kommentare zu hinterlassen[27].

Diskussionen in Blogs können durch ein schönes Features lebendiger gemacht werden, denn in vielen Blogs ist eine aktive Verlinkung nicht nur erlaubt sondern auch gerne gesehen. Den Benutzern ist so möglich andere Blogbeiträge mit einzubeziehen und eigene Argumente durch Beiträge von z.B. Nachrichtenseiten zu stützen.[28] Das Kommentieren von Blogs ist somit viel dynamischer als z.B. das Schreiben von Leserbriefen an die Herausgeber von Printmedien.

Viele Kritiker von Blogs stellen immer wieder die Frage was ist eigentlich so neu an Blogs, denn auch in den Anfangsjahren sei das Internet schon frei gestaltbar gewesen. Wenn man dies allerdings unter der Tatsache betrachtet, dass es früher für den Laien äußerst schwierig war selber Internetseiten zu erstellen und zu pflegen, ist der Blog eine Revolution im Internet. Denn erst durch die benutzerfreundlichen Systeme zum Erstellen von Blogs wurde die Eintrittsbarriere zum aktiven Blogging überwunden. Dies ist wohl ein großer Schritt in Richtung des Web 2.0-Ideals und somit dem Internet für jedermann.[29]

Jeden Tag entstehen viele tausend neue Blogs, auch wenn es häufig Jungendliche sind die diese erstellen so gibt es natürlich auch journalistisch ernst zunehmende qualifizierte, die häufig zitiert werden. Die Gemeinschaft der Blogs wir auch als Blogosphäre bezeichnet, da viele von ihnen durch Links miteinander verknüpft sind. Durch diese Verlinkungen halten sich die Blogs gegenseitig am Leben und bereichern somit die Blogosphäre.[30]

Blogs können auch unterstützend in der Bildung genutzt werden, dies erfolgt in Deutschland im Moment jedoch noch sehr selten. In die USA hingegen sind Blogs in der Bildung schon länger etabliert. Dabei liegen die Vorteile von Blogs in der Bildung auf der Hand, denn sie fördern in erster Linie die Medienkompetenz der Studenten. Des Weiteren sind Rückfragen an die Dozenten und Professoren auch über die Präsenzveranstaltung hinaus möglich und die Nachbearbeitung kann von den Lehrkräften begleitet und gesteuert werden, so gibt es z.B. die Möglichkeit ergänzende Materialien in Blogs zu stellen, Aussagen zu korrigieren oder gar Lösungen einzustellen. Der Blog ist für die Studenten auch von überall erreichbar, dass einzige was benötigt wird ist ein Computer mit Internetzugang. Auch die Studenten untereinander können über Blogs kommunizieren und z.B. Gruppenarbeiten koordinieren und steuern. Die fremden Blogs in der Blogosphäre können die Studenten auch beim Lernen und Nachbereiten unterstützen, denn viele Studiengänge gibt es an mehreren Universitäten. Im Bloggen liegt also auch eine Chance für die Bildung, dennoch scheitert die besten Vorsätze an der Tatsache das die Studenten den meisten Dozenten technisch weit voraus sind. Abschließend lässt dich jedoch sagen das mit etwas Hartnäckigkeit und Interesse der Blog in der Bildung gut unterstützen kann.[31]

4.3 E-Learning mit Web 2.0

Der Begriff E-Learning beschreibt digitale Lernmethoden, welche am Computer vollzogen werden. Es erfolgt häufig eine Unterscheidung zwischen:

  • durch den Computer unterstütztes E-Learning, welches auch unter dem Begriff Computer-Based-Training(CBT) zusammengefasst wird
  • und dem internetgestützten Web-Based-Training(WBT).[32]

Im klassischen Fall werden E-Learnings von einem Lehrkörper erstellt und für den Lernenden zugänglich gemacht, dies ist ein gutes Beispiel für die sogenannte Einwegkommunikation. Der Lernende bekommt Materialien, Aufgaben oder Informationen, welche er selbständig bearbeiten, erlernen oder verarbeiten muss[33]. Bauer und Phillipi haben den Begriff durch vier Kriterien definiert:

  • Nutzung moderner Medientechnologien
  • Möglichkeit autonom und interaktiv zu Lernen
  • Persönliche Betreuung während des Lernprozesses
  • Integration und Nutzung moderner Kommunikationswege.[34]

Mit Hilfe dieser vier Kriterien lässt sich der Begriff E-Learning sehr gut definieren dennoch ist einen konkretere Erläuterung notwendig.

Durch die schon im Unterpunkt 3.1 beschriebenen Web 2.0-Ausprägungen ergeben sich jedoch völlig neue Chancen für das E-Learning. Der Lernende kann zum Beispiel in Portalen selbst Inhalte erstellen; es erfolgt somit eine aktive Teilnahme an der Wissensgewinnung und seine Ergebnisse können besser vom Betreuer eingesehen werden. Somit kann das Internet den Dialog zwischen dem Bearbeiter und dem Ersteller von E-Learnings revolutionieren und vereinfachen. Durch die neuen mobilen Internetzugänge kann der Lernende von überall auf die Inhalte zugreifen und seine Aufgaben bearbeiten, jenes erlaubt es Freiräume an nahezu jedem Ort effektiv zum Lernen zu Nutzen. Zusätzlich können Lehrkräfte mit den einfachen Web 2.0-Techniken den Lernprozess effektiv unterstützen, denn Blogs und Podcasts ermöglichen es Hilfestellungen und Kommentare allen digital zugänglich zu machen.[35]

Die beschriebenen neuartigen Unterstützungsmethoden für die Lehre erfordern jedoch in jedem Fall auch die Medienkompetenz des Bearbeiters, denn dies ist immer die Grundalge für erfolgreiche E-Lerning-Projekte. Des Weiteren muss der Ersteller die technischen Fähigkeiten besitzen verständliche E-Learnings zu erstellen. Auch die Zeitkomponente darf nie außer Betracht gezogen werden, denn die Erstellung von E-Learnings ist zeitlich sehr aufwendig, denn eine gewisse Routine beim Anlegen kann erst über einen längeren Zeitraum entstehen. D.h. das E-Learnings nicht unbedingt eine zeitliche Ersparnis für den Lehrkörper sind, aber sie können in jedem Fall unterstützend in der Lehre viel bewirken.[36]

4.4 Blended Learning

Den Ansatz, Vorteile einer Präsenzveranstaltung mit denen des E-Learnings zu verbinden wird als Blended Learning bezeichnet. Dem Studierenden stehen online oder offline Aufgaben zur Verfügung, die er in Eigenverantwortung bearbeitet. Präsenzveranstaltungen dienen dazu, das in Eigenverantwortung erarbeitet Wissen zu festigen, bzw. zu ergänzen. Weiterhin ermöglichen Präsenzveranstaltungen soziale Kontakte zu knüpfen, oder zu erhalten, so dass eine bessere Kommunikation auch außerhalb der Präsenzveranstaltungen erreicht werden kann[37].

4.5 Teleteaching

Teleteaching setzt sich zusammen aus dem griechischem „Tele“ („Fern“, „Vermittlung“) und dem englischem „Teaching“ („Lehren“) und steht somit für „Fern-Lehren“. Im Unterschied zu E-Learning, welches in Anlehnung an E-Mail eng mit dem Computer verbunden ist, ist Teleteaching unabhängig vom Trägermedium[38]. Im Vordergund steht der wissensvermittelnde Prozess und, wenn auch nur selektiv, eine Kontrolle durch den Lehrenden[39].

Technisch unterschieden wird Teleteaching in synchrones und asynchrones Teleteaching. Beim synchronen Teleteaching findet der Austausch, sowohl der Kommunikation, als auch der Informationen online in Echtzeit statt. Es handelt sich also um eine Live-Übertragung. Asynchrones Teleteaching hingegen findet Zeitversetzt statt. So stellen Autoren und Techniker eine Umgebung zum eigenständigen Lernen zur Verfügung. Die Zeitspanne zwischen Erstellung einer Lektion und deren Nutzung ist somit nicht bestimmt[40].

Organisatorisch wird zwischen 4 Arten unterschieden[41]:

  • Televorlesung: Vorlesungen werden aus einem Hörsaal zeitgleich in andere Standorte übertragen. Eine Interaktion ist unter Umständen durch Video- und Audioverbindungen möglich.
  • Teleseminar: Eine Präsentation wird an mehrere Standorte übertragen die untereinander vernetzt sind. Die Seminarteilnehmer haben mehr Interaktionsmöglichkeiten, als dies bei Televorlesungen der Fall ist. So besteht z.B. die Möglichkeit über Whiteboards Skizzen und Texte auszutauschen.
  • Teleübung: Eine Erweiterung der Televorlesung, die eine höhere Interaktion zwischen Dozenten und Lernenden zulässt. So werden z.B. Whiteboards oder sonstige vernetzte Systeme genutzt.
  • Teletutoring: Entspricht einer Teleübung mit einer stark begrenzten Anzahl Teilnehmer (max. 2-3 Lernende), so dass wesentlich intensiver auf die Teilnehmer und ihre Fragen eingegangen werden kann.

4.6 Podcasts

Podcasts sind selbsterstellte Audiodateien, die meistens gratis im Internet angeboten werden, ihre Länge kann stark variieren. Benutzer können viele Podcasts im Internet abonnieren, dies zeigt eine nahe Verwandtschaft zu den im Unterpunkt 4.2.4 beschrieben Blogs. Podcasts sind eine Serie von Audiodateien; das Podcasting hingegen beschreibt die Erstellung und Veröffentlichung, der Begriff ist eine Zusammensetzung aus dem Produktnamen des bekannten MP3-Players von Apple „iPod“ und dem Begriff Broadcasting, dem englischem Wort für Rundfunk. D.h. jedoch nicht das Apple das Podcasting entwickelt hat, denn das Unternehmen hat durch ein reichhaltiges Angebot auf der Plattform iTunes jenem nur zur Popularität verholfen. Die Beliebtheit dieser neuen Technik liegt wahrscheinlich auch in den vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten begründet.[42]

Für die Erstellung von Podcasts sind lediglich triviale Computerzubehörteile notwendig, dennoch gibt es für Profis hochwertige Soft- und Hardware um qualitativ ansprechende Ergebnisse zu erzielen. Nach der Erstellung dieser neuartigen Audiodateien stellt sich jedoch noch die Frage wie diese im Internet den Benutzern zugänglich gemacht werden können, dazu bietet sich natürlich der eigene Server an; für Laien gibt es jedoch auch Dienstleistungsservices, welche die Publikation übernehmen. In der Podcastingszene haben sich gewisse Regeln entwickelt, so spricht man erst von einem Podcast wenn dieser schon häufiger erschienen ist. [43]

Mit dem Vormarsch von Internetbreitbandanschlüssen wurden Video-Podcasts zusehends populärer, diese unterscheiden sich eigentlich nur durch das zusätzliche Bild von Audio-Podcast. Dennoch offerieren sie auch ganz neue Möglichkeiten, denn durch Bild und Ton lassen sich ja bekanntlich noch mehr Inhalte kommunizieren als nur mit Ton.[44]

Auch in der Bildung offerieren Podcasts neue Chancen die Unterrichtsbegleitung noch effektiver zu gestalten. In vielen amerikanischen Universitäten werden Podcasts auch schon zur aktiven Vorlesungsbegleitung verwendet, so können z.B. zusätzliche Inhalte über das Internet verbreitet werden oder gar ganze Vorlesungen als Video-Podcasts veröffentlicht werden. Auch für Fernuniversitäten bietet dieses Konzept Chancen den Studentenalltag lebendiger und aktiver zu gestalten.[45]

Abschließend lässt sich sagen, dass das Podcasting wie auch das Blogging den Lernenden ungeheuer viele Vorteile bringen kann.

4.7 Social Software

Der Begriff Social Software umschreibt Systeme mit denen Menschen miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können, dies erfolgt selbstverständlich über das Medium Internet. Ein wichtiges Kriterium für Social Software ist, dass die Wartung und lebendige Bespeisung mit Daten vom Benutzer und nicht vom Betreiber erfolgt. Im Gegensatz zu Blogs und Podcast ist Social Software nicht erst in Folge der Web 2.0-Entwicklungen aufgekommen, denn Chats und Messenger gab es auch schon vorher.[46] Es kann eine Aufteilung von Social Software in zwei Teilbereiche erfolgen:

  • in Social Software die der Kommunikation zwischen den Benutzern dient
  • und in Social Software die wie eine Community aufgebaut; sie lebt von der Kommunikation zwischen den Benutzern und den von den Benutzern geschaffenen Inhalten.[47]

Beispielhaft für den ersten Teilbereich sind Web-Messenger und Web-Chats, diese können vom Benutzer ideal für die reine Kommunikation über das Internet verwendet werden.(T Alby S. 90/91)[48]

In den zweiten Teilbereich fallen die sogenannten Communities, jene dienen dem Beziehungsaufbau und der Kommunikation zwischen Benutzern. Es wird durch sie ein sozialer Kontext gefördert, welcher es den Benutzern erlaubt eigene Inhalte zu publizieren und zu diskutieren. Somit sind Communities Plattformen mit denen Benutzer Inhalte austauschen und Beziehungen aufbauen können. Im Gegensatz zu älteren Communities ist heute eine Kommunikation unter vielen möglich und damit ist die klassische Einwegkommunikation überwunden.[49]

Einige bekannte Beispiele für Social Software sind:

  • Wikipedia ist eine kostelose Open Source Enzyklopädie
  • Skype ist ein Instant Messenger mit der Voice-over-IP-Telefonie möglich ist
  • Mit XING können Geschäftskontakte in einer Community verwaltet werden
  • StudiVZ ist eine Community für Studenten
  • YouTube erlaubt es den Benutzern Videos hochzuladen und somit vielen zugänglich zu machen
  • Twitter ist ein Blogging-Service, die Einträge sind jedoch auf 140 Zeichen begrenzt[50]

Die aufgeführten Social Software Angebote polarisieren Millionen von Internetbenutzern, dies wirft unweigerlich die Frage auf warum diese Angebote sich einer solchen Beliebtheit erfreuen. Beachtlich ist z.B. auch das große Engagement von Benutzern an der Internet-Enzyklopädie Wikipedia, denn diese Arbeit wird im Normalfall nicht vergütet. Am wahrscheinlichsten ist, dass sich viele durch das Gemeinschaftsgefühl im Internet angespornt fühlen selbst mitzuwirken.[51]Christian Stöcker fasste dieses Kuriosum zusammen: „Wer etwas produziert/ausgräbt/als erster entdeckt, das auch andere interessant finden, der darf stolz auf sich sein. Er bekommt Punkte. Sein Wort gilt in Zukunft mehr“[52]. Das Internet und damit seine Benutzer spornen sich gegenseitig an Probleme zu lösen und Wissen zu vermehren, dies ist ein schöner lebendiger Prozess von dem alle profitieren können. Vorbei sind die Zeiten in denen Wissen wie die englischen Kronjuwelen beschützt wurden, denn unbeschütztes Wissen kann sich vermehren und arbeiten und einen größeren Wert für die Menschheit generieren.

4.8 Digitale Bibliotheken

Eine klassische Bibliothek ist eine Zusammenstellung von Medien an einem realem Ort, d.h. Bücher, Zeitschriften und andere Dokumente können nur auf dem herkömmlichen Wege eingesehen werden. Eine digitale Bibliothek ermöglicht den Zugang zu gewissen Informationen über den Computer mit Internetanschluss. Viele Bibliotheken besitzen bereits heute einen Onlinekatalog, welcher einen ortsunabhängigen Zugang zu z.B. Beständen und weiteren Informationen erlaubt. Leider hat auch dies zur Folge, dass die eigentliche Informationsbeschaffung offline erfolgen muss.[53]

Vorteile der digitalen Bibliotheken sind die Beschaffungswege, so kann ein Student von seinem Arbeitsplatz aus Literaturrecherche betreiben, danach muss er sich die ausgewählten Quellen lediglich noch aus der Bibliothek abholen. Man spricht auch von hybriden Bibliotheken, wenn zusätzlich zum herkömmlichen Aufgabengebiet digitale Unterstützungstools vorhanden sind.[54]

Digitale Bibliotheken haben eine aussichtsreiche Zukunft, da sie die Kehrseiten der Offline-Bibliothek durch zusätzliche Funktionen zunichte machen. Da digitale Bibliotheken nichts eigenständiges sind wird es wahrscheinlich noch lange dauern bis sie sich darüber hinwegsetzen. Dennoch haben heutige digitale Bibliotheken schon einen Wandel gebracht, dies scheint in gewisser Weise ein Schritt in Richtung kompletter Informationsbeschaffung im Internet sein.[55]

4.9 Kursmanagementsysteme (Moodle)

Ein Kursmanagementsystem dient dazu neben administrativen Funktionen, wie Personal- und Studentenverwaltung das eigentliche Kurmanagement abzubilden und zu unterstützen[56].

Als exemplarisches Beispiel eines Kurmanagementsystems soll Moodle dienen, es hat mit über 56.000 registrierten Seiten in mehr als 200 Ländern einen recht hohen Verbreitungsgrad[57].

Der Name Moodle leitet sich ursprünglich aus dem Akronym für Modular Object-Oriented Dynamic Learning Environment ab[58].

Technisch setzt Moodle auf die Scriptsprache PHP (rekursives Akronym für „PHP: Hypertext Preprocessor“), in Verbindung mit einer SQL-Datenbank, wie z.B. MySQL. Es ist unter der GNU Public License Quelloffen für Windows, Mac und viele Linux-Varianten verfügbar[59]. Das System ist Modular aufgebaut und somit einfach erweiterbar. Zurzeit stehen auf der Seite der Moodle Community mehr als 500 Module und Plugins zur Erweiterung der Standardfunktionen zur Verfügung[60].

Zentrum des Systems ist der Kursraum, in dem alle Einheiten eines Kurses, die einem Teilnehmer zugeordnet sind angezeigt werden. Erfasst werden Kurse durch einen Trainer. Dabei stehen bei der Erstellung eines Kurses eine Vielzahl an Einstellungen zur Verfügung. So können Teilnehmer einem Kurs hinzugefügt werden, Materialien und Aktivitäten erfasst werden und das Kursformat (Themenstruktur, Wochenstruktur, Forenformat oder SCORM-Format) bestimmt werden[61] [62].

Als Ressourcen für Kurseinheiten stehen Arbeitsmaterialien und Aktivitäten zur Verfügung[63].

Arbeitsmaterialien stehen dem Teilnehmer zur Informations- und Wissensvermittlung zur Verfügung, sie verlangen keine Aktivität und es sind keine Rückschlüsse auf eine Teilnahme möglich. Arbeitsmaterialien sind z.B. Dateien, Textdokument oder Links auf Webseiten[64].

Aktivitäten erwarten eine Aktion vom Teilnehmer, teilweise auch mit dem Lehrenden oder anderen Teilnehmern. Zu den Aktivitäten zählen z.B. Tests, Umfragen oder Foren[65].

Umfrage in Moodle
Umfrage in Moodle

Zur Bewertung der einzelnen Aktivitäten und somit der Teilnehmer stehen Skalen zur Verfügung. Dabei besteht die Möglichkeit neben bereits vorhandenen Punkteskalen von 0 bis 100, verbale Skalen zu erfassen[66].

4.10 Das interaktive Skript

EMargo war ursprünglich als reine Randspalte für Notizen an Dokumenten gedacht und wurde als Tool zum interaktiven Skript weiterentwickelt. Studenten haben die Möglichkeit, während des Lesens unverständliche Stellen direkt für den Autor zu markieren, den Text mit Kommentaren zu versehen und sich gleichzeitig noch in einer Spalte am Rand mit anderen in einem Diskussionsforum über gerade gelesene Inhalte auszutauschen[67].

Die Technische Universität Darmstadt setzt dieses Skript zur Unterstützung des Lernens neben den Präsenzvorlesungen ein. Grund für die Einführung war der Wunsch nach einem Skript, das hinterfragt, verbessert und aktiv mitgestaltet wird. Desto mehr Leser des Skriptes z.B. Fragezeichen oder Kommentare zur Unverständlichkeit setzen, desto besser kann der Autor sein Skript durch die Kollaboration verbessern. Zusätzlich dazu werden Vorlesungen aufgezeichnet und verfügbar gemacht, um den Studierenden die Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, interessante Teile der Vorlesung zur Unterstützung des Lernens im interaktiven Skript zu öffnen und zu verfolgen[68].

Interaktives Skript (eMargo)
Interaktives Skript (eMargo)

Die Abbildung zeigt beispielhaft die Ansicht eines Skriptes. Dort kann vom Studenten zwischen verschiedenen Ansichten und zugehörigen Vorlesungen gewählt werden. So können Lesezeichen und Notizen zum eigenen Nutzen sowie für andere gesetzt werden.

4.11 Sicherheit im Web 2.0

Zur Realisierung einer virtuellen Universität, d.h. zum Zugriff auf Daten von überall her, gehört auch die Realisierung eines entsprechenden Sicherheitssystems.

So muss dafür gesorgt werden, dass nur derjenige Informationen einsehen oder veröffentlichen kann, der dafür autorisiert ist.

Je nach Konzept der Universität, also nach Realisierung von virtuellen Studienangeboten, muss auch das Sicherheitskonzept der Hochschule stimmen. Desto vielfältiger das Angebot im Rahmen des virtuellen Studiums ist, desto mehr Sicherheitslücken können auftreten[69].

Bereits eine Hochschule mit nur verwaltungstechnischem Charakter auf der virtuellen Ebene muss sicherstellen, dass nur der angemeldete Benutzer interne Informationen zu Seminaren, Klausurergebnissen etc. einsehen kann.

Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass jeder nur seine eigenen Informationen einsehen kann. Dies ist besonders bei Klausurergebnissen, Adressdaten und persönlichen Nachrichten relevant. Der Zugang zu Materialien wie Skripten muss ebenfalls gesichert und nicht für Dritte zugänglich sein. Im Zusammenhang mit der Erbringung oder Abgabe von Prüfungsleistungen auf der virtuellen Ebene gewinnt die Sicherheit noch zusätzlich an Bedeutung. Es muss gewährleistet sein, dass erbrachte Prüfungen tatsächlich an der richtigen Stelle ankommen und dort auch abgelegt und gesichert werden[70].

Insgesamt muss bei der virtuellen Universität also auf Zugriffsrechte auf den internen Bereich, individuelle Zugriffsrechte pro Student sowie Schutz der internen Kommunikation und der Übermittlung von Daten geachtet werden.

5 Bestehende virtuelle Universitäten

5.1 Organisationsformen

Die Spanne der angebotenen Leistungen innerhalb der Lehre erstrecken sich von Organisationen mit reinen Präsenzveranstaltungen, über Mischorganisationen, bis hin zu rein virtuell aufgestellten Universitäten[71].

Die FernUniversität Hagen repräsentiert eine Universität, die sich darauf spezialisiert hat, sowohl die Organisation, als auch die Lehre in einem Höchstmaß virtuell zu gestalten. Es werden zwar auch Präsenzveranstaltungen angeboten, diese bilden aber lediglich einen ergänzenden Charakter[72].

Die Studienangebote erstrecken sich über Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften, Mathematik und Informatik, bis hin zu Kultur- und Sozialwissenschaften[73]. Als interdisziplinärer Studiengang wird in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen ein Masterstudiengang aus den verschiedenen Gebieten der Umweltwissenschaften angeboten[74].

Mit insgesamt 55.450 Studierenden[75] ist die FernUniversität Hagen die größte Universität Deutschlands. Den größten Anteil bilden hierbei mit 40% der Studierenden, Studiengänge in dem Bereich Wirtschaftswissenschaften[76].

Im Gegensatz zur FernUniversität Hagen stellt die FOM (Fachhochschule für Oekonomie & Management) eine Mischorganisation dar. Als einen wichtigen Faktor zur Motivation, sieht die FOM Präsenzveranstaltungen an. So erreichen nach eigener Aussage 80% der Studierenden einen Hochschulabschluss, was als Erfolg der Präsenzveranstaltungen gegenüber der reinen Lehre an Fernuniversitäten gedeutet wird[77].

Grundsätzlich bietet die FOM zwei Studienzeitmodelle an. Es besteht die Möglichkeit eines klassischen Abend- und Wochenendstudiums, an denen die Präsenzveranstaltungen in der Regel dreimal wöchentlich von 18:00 Uhr bis 21:15 Uhr, bzw. freitags von 18:00 Uhr bis 21:15 und samstags von 08:30 Uhr bis 15:45 stattfinden[78]. Neben dem Abend- und Wochenendstudium besteht die Möglichkeit eines Tages-Trainee-Studiums[79].

5.2 Unterstützung der Studierenden auf der organisatorischen Ebene

Fast jede Hochschule ist heutzutage eine virtuelle Universität auf der organisatorischen Ebene, da Skripte, Termine, Semesterpläne, Prüfungsergebnisse u.ä. auf einer internen Seite bereitgestellt werden. Darüber hinaus bieten manche Hochschulen sogar die Anmeldung zu Prüfungen sowie Diskussionsforen an. Den Studierenden werden hierfür Zugangsdaten bereitgestellt, mit denen sie jederzeit die für sie relevanten Informationen abrufen können.

Bereits die Virtualisierung dieser organisatorischen Komponenten erleichtert den Studierenden den Zugang zu Informationen und das Bewältigen administrativer Aufgaben enorm. Auch das Vorbestellen und Aussuchen von Büchern der Bibliothek über jeden beliebigen Internetzugang an jedem Ort ist deutlich komfortabler, da man direkt weiß, ob ein Buch verfügbar ist oder nicht und sich so unnötige Wege zur Bibliothek vermeiden lassen.


Die folgenden Ausführungen basieren auf dem der Fachhochschule für Ökonomie und Management bereitgestellten Online-Campus. Das klassische "schwarze Brett" in der Hochschule, an dem besondere Seminare oder Veranstaltungen, Kleinanzeigen und Klausurlisten zu finden waren, besteht nun in digitaler Form. Die wichtigsten Informationen stehen dort bereit und können von überall abgerufen werden, man braucht sich nicht mehr auf den Weg zur Hochschule zu machen, um Klausurergebnisse in Erfahrung zu bringen. Es werden Foren bereitgestellt, in denen sowohl über Vorlesungsinhalte, klausurrelevante Themen oder Erfahrungen, als auch Nützliches für den Alltag diskutiert wird.

Vorteilhaft ist darüber hinaus, dass Dozenten ihre Skripte und Materialien für die Vorlesungen stets aktualisieren können und diese mit zusätzlichen Informationen und Hinweisen versehen können. Der Studierende kann bei Änderungen bei Bedarf direkt per E-Mail informiert werden, sodass er stets auf dem aktuellen Stand ist. Auch bei veränderten Vorlesungszeiten oder Ausfällen erhalten die Studierenden direkte Informationen im Online-Campus, sowie per E-Mail und SMS[80].

Beispiel eines Online-Campus(FOM)
Beispiel eines Online-Campus(FOM)

Die Abbildung zeigt den internen Bereich, den die Studenten sehen, wenn sie sich mit ihren Benutzerdaten einloggen. Man erhält zunächst eine Übersicht über aktuelle Neuigkeiten, private Nachrichten, hochgeladene Dokumente und aktuelle Termine. Weitere Informationen wie z.B. Klausurergebnisse oder Semesterpläne sind dann im Menü zu finden.


Die Bereitstellung dieser Informationen und Services wird erst durch die Realisierung von Web 2.0 ermöglicht. Das Hochladen von Dateien sowie das Teilnehmen in den Foren und das Versenden von Nachrichten über den Online-Campus erfordern keinerlei technische Kenntnisse; es ist jedem Studierenden ohne größere Probleme möglich, diese Möglichkeiten zu nutzen. Den Studierenden entsteht hierdurch ein wesentlicher Mehrwert, da relevante Informationen rund um das Studium einfach und schnell gefunden, abgerufen oder sogar publiziert werden können.

5.3 Unterstützung der Studierenden im Bezug auf Lernprozesse

5.3.1 Televorlesungen an der Universität Würzburg

Televorlesungen bieten die Möglichkeit Vorlesungen aufzuzeichnen und live, oder Zeitversetzt wiederzugeben. Durch ein solches dezentrales Konzept, ergibt sich die Möglichkeit, ohne großen Aufwand, eine hohe Anzahl Konsumenten zu bedienen[81].

An der Universität Würzburg besteht z.B. die Möglichkeit, das Wahlfachfach Logistik zu belegen, welches von Prof. Dr. Peter Klaus gelesen wird und live nach Würzburg übertragen wird. Während der Übertragung besteht für Hörer in Würzburg die Möglichkeit über ein Mikrofon Fragen an den Dozenten zu stellen[82].

Neben den Televorlesungen finden im Abstand von vier Wochen Präsenstermine statt. Unterstützt werden Dozenten und Studierende durch das Open Source Kursmanagementsystem Moodle[83].

5.3.2 Interaktionssteigerung an der Universität Würzburg

Versuche zeigen, dass gerade in stark besuchten Vorlesungen die Interaktion zwischen Studierenden und Dozenten sehr gering ist. Es ist zu beobachten, dass je kleiner eine Gruppe ist, desto höher ist die Bereitschaft sich aktiv in eine Veranstaltung einzubringen. Im Bereich des Blended Learnings kann die Hemmschwelle zur Beteiligung aufgrund des unterschiedlichen Kentnisstandes noch einmal höher liegen[84].

Zur Steigerung der Interaktion zwischen Studierenden und Dozenten wurde am Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik der Universität Würzburg ein System mit dem Namen Ping-Pong (Prüfung des inhaltlichen Grundverständnisses in problemorientierten Netzwerkgemeinschaften) entwickelt[85].

Ping-Pong ist ein System, das die Möglichkeit bietet, während einer Vorlesung, anonyme Ad-hoc-Feedbacks einzuleiten. Der Dozent initiiert während einer Vorlesung eine solche Feedbackanfrage, die dann von den Studierenden in Echtzeit bearbeitet wird.

Der Dozent kann hierbei auf einen Datenpool zugreifen, den er vor einer Vorlesung anlegt. Zusätzlich stehen Fragen anderer Dozenten im Pool zur Verfügung. Diese Fragen werden zu sogenannten Collections zusammengefasst, die dann Bestandteil der eigentlichen Feedback-Anfrage sind[86].

In der Nachbereitung besteht für den Dozenten die Möglichkeit, die Ergebnisse zu analysieren. In eine Integrierte Statistikfunktion fließen sowohl alle gestellten Fragen, als auch das Antwortverhalten der Teilnehmer ein. Somit besteht die Möglichkeit, Stärken und Schwächen zu analysieren, bzw. durch das Stellen gleicher Fragen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eine Lernkurve zu ermitteln[87].

5.3.3 PORTIKO zur Skripterstellung

Neben multimedialen Angeboten sind aber nach wie vor Skripte ein wichtiger Bestandteil der Lehre[88].

Dabei ergeben sich bei der Erstellung und Bereitstellung vorlesungsbegleitender Skripte je nach Nutzer unterschiedliche Anforderungen. Dozenten haben den Anspruch einer einfachen Erstellung und Pflege der jeweiligen Skripte. Für Studierende ist es dabei wichtig, auf Dokumente Systemübergreifend Zugriff zu haben und über eine Volltextsuche die für sie nützlichen Dokumente zu finden. Aus diesem Anlass heraus wurde unter Mitwirkung der Technischen Universität Dresden ein System namens Portiko entwickelt, welches versucht. Den oben genannten Anforderungen zu entsprechen[89].

Als Dateiformat dient ein XML-Syntax (Extensible Markup Language), der die jeweiligen Informationen, wie Autor, Titel und den eigentlichen Text aufnimmt[90].

XML-Sytanx eines PORTIKO Dokuments (Lehner (2007), S.249)
XML-Sytanx eines PORTIKO Dokuments (Lehner (2007), S.249)

Durch Konverter besteht die Möglichkeit Portiko-Dokumente in verschiedene Zielformate zu überführen. Als Zielformate stehen dabei sowohl weitere XML-Varianten, als auch Seitenbeschreibungssprachen wie Postscript, PDF oder LaTex zur Verfügung[91].

Mithilfe von JavaScript ist eine Cross-Browser-Fähigkeit gewährleistet, so dass eine systemunabhängige Betrachtung möglich ist. Besonderer Wert wird dabei auf die Darstellung mathematischer Ausdrücke gelegt, da diese in der wissenschaftlichen Lehre eine große Bedeutung haben[92].

5.3.4 Studium an der FernUniversität Hagen

Studierende der Fernuniversität Hagen belegen je nach Studiengang Module oder Kurse, wobei ein Modul aus mehreren Kursen besteht. Nach Anmeldung zu einem Kurs oder Modul erhält der Teilnehmer die Arbeitsmaterialien per Post zugeschickt, bzw. erhält Zugriff auf im Netz vorhandene Materialien oder virtuellen Kurse. Neben gedruckten Studienbriefen stehen je nach Kurs ergänzend CD-ROM Kurse, DVDs, Computerlernprogramme, Audio- und Videokassetten, Videokonferenzen, Seminare, Internet-Diskussionsgruppen oder Heimlabore (E-Technik) zur Verfügung[93].

Zur Leistungskontrolle stehen Übungsaufgaben, Selbstkontrollaufgaben, Einsendeaufgaben sowie Prüfungen und Klausuren zur Verfügung. Übungs- und Selbstkontrollaufgaben dienen der Eigenkontrolle. Sie werden vom Studierenden in Eigenregie durchgeführt und sollen ihm bei der Einschätzung der eigenen Leistung helfen. Einsendeaufgaben müssen meist zu einem terminierten Zeitpunkt eingeschickt werden, woraufhin sie korrigiert an den Studierenden zurück geschickt werden. Prüfungen und Klausuren finden in der Regel am Ende eines Semesters statt. Bis auf wenige Ausnahmen sind Prüfungen und Klausuren Präsenztermine, die Leistung muss somit an einem der angebotenen Prüfungsorten erbracht werden[94].

Zentraler Bestandteil des Studiums an der Fernuniversität Hagen ist der eigene PC. Über einen Lernraum, der „Virtuellen Universität“, hat der Studierende Zugriff auf Lehrmaterialien wie Multimedia-Kurse, interaktive CD-ROMs, computerbasierte Trainingseinheiten, Simulationspakete, Experimentiersoftware und Animationen. Es besteht die Möglichkeit mit Kommilitonen und Dozenten in Kontakt zu treten und Aufgaben in der Gruppe zu bearbeiten. Ergänzend steht Moodle als Kursmanagementsystem zur Verfügung[95].

Zusätzlich verfügt die Fernuniversität Hagen über eine Universitätsbibliothek, die ca. 792.000 Bände umfasst. Der Studierende kann online auf diese Datenbank zugreifen und Informationsmaterial oder Kopien von Büchern und Aufsätzen anfordern. Neben der Universitätsbibliothek bieten auch einige Studienzentren eine Bibliothek an, die mit Grundlagenliteratur ausgestattet ist, bzw. es besteht die Möglichkeit die Bibliothek einer angeschlossenen Universität zu nutzen[96].

5.3.5 Studium an der FOM (Fachhochschule für Oekonomie und Management)

Zentraler Bestandteil des Studiums ist der Online-Campus. Aktuelle Informationen rund um die belegten Veranstaltungen werden in einem Blackboard präsentiert. Es besteht die Möglichkeit online eine fristgerechte Prüfungsan- und Abmeldung durchzuführen. Nach erfolgreicher Anmeldung erhält der Studierende eine Bestätigung per E-Mail. Über ein integriertes Studienbuch wird der Studierende jederzeit über die Prüfungstermine, den Ort der Leistungserbringung und die bereits erbrachten Leistungen informiert[97].

Bestätigung zur Prüfungsanmeldung
Bestätigung zur Prüfungsanmeldung

Jede belegte Veranstaltung wird innerhalb des Online-Campuses durch einen eigenen Bereich repräsentiert. Je nach Fach stehen Literaturempfehlungen, Skripte oder Internetlinks zur Verfügung. Über ein integriertes Forum können Informationen zwischen Dozenten und Kommilitonen, welche das entsprechende Fach belegen, ausgetauscht werden. Veranstaltungen vergangener Semester stehen in einem Archiv zur Verfügung[98].

Die Abbildung zeigt die einer Veranstaltung zugewiesenen Ressourcen
Die Abbildung zeigt die einer Veranstaltung zugewiesenen Ressourcen

Als Vorbereitung auf die Bachelor Thesis dienen der FOM Scientific Abstracts. Sie sollen helfen, Studierende mit wissenschaftlichen Arbeiten vertraut zu machen. Ein Scientific Abstract ist eine Zusammenfassung wissenschaftlicher Inhalte verschiedener Quellen. Zum Semesterbeginn gibt der Dozent 4-5 Themen vor, die in einer Bearbeitungsdauer von mindestens zwei Monaten eigenständig außerhalb der Vorlesung bearbeitet werden müssen. Am Prüfungstag muss ein vom Dozent vorgegebenes Thema auf zwei DIN A4 Seiten innerhalb von 60 Minuten wiedergegeben werden. Die durch das Scientific Abstract erbrachte Leistung fließt zu 20% in die jeweilige Modulnote ein[99].

Um zu verhindern, dass der Studierende sich darauf festlegt rein für Klausuren zu lernen, soll er während des Semesters beim Lernprozess durch ein Student Consulting unterstützt werden. Unterschieden wird zwischen einem zentralem Student Consulting und einem dezentralem Student Consulting[100].

Das zentrale Student Consulting wird durch den Modulleiter erstellt und dem Studierenden über den Online-Campus zur Verfügung gestellt. Es besteht aus Multiple-Choice-Fragen, die außerhalb der Vorlesung in Eigenverantwortung bearbeitet werden müssen. Bei Fragen steht der jeweilige Dozent zur Verfügung. Die Bewertung erfolgt lediglich durch eine Unterscheidung zwischen bestanden und nicht bestanden. Nachdem der Studierende der Meinung ist, alle Fragen beantwortet zu haben, lädt er sie über die Software an einen Server der FOM. Daraufhin erhält er das Ergebnis. Bei nicht bestehen hat der Studierende die Möglichkeit das Student Consulting ein zweites mal zu bearbeiten, wobei ihm im zweitem Versuch nur die falsch beantworteten Fragen zur Bearbeitung zur Verfügung stehen. Sollte auch der zweite Versuch nicht erfolgreich sein, so muss die Leistung komplett im nächsten Semester erneut erbracht werden. Ein Student Consulting gilt als bestanden, wenn mindestens 50% der Fragen richtig beantwortet wurden. Ein bestandenes Student Consulting ist Voraussetzung zur Prüfungszulassung. Die Leistung muss mindestens zehn Tage vor dem Prüfungstermin erbracht sein[101].

Zentrales Student Consulting
Zentrales Student Consulting

Das dezentrale Student Consulting besteht aus 1-2 Rechercheaufgaben, die der Dozent vor Ort vergibt. Es soll dazu dienen einen Theorie-Praxistransfer zu ermöglichen. Das dezentrale Student Consulting findet nur in ausgewählten Modulen statt[102].

6 Virtuelle Universitäten aus Studentensicht

6.1 Anforderungen

Studierende haben eine Vielzahl von Anforderungen an eine virtuelle Universität. Obwohl die Voraussetzungen zur Nutzung eines virtuellen Lernraumes, wie z.B. Kenntnisse im Umgang mit dem PC und der vorhandene Internetzzugang bei nahezu allen Studenten erfüllt sind, nutzt eine Vielzahl der Studenten diese Ressourcen nur in geringem Maße. Um eine virtuelle Universität erfolgreich zu führen, müssen Wünsche und Anforderungen der Studenten in Betracht gezogen werden[103].

Während Studenten an Fernuniversitäten eine beinahe vollständig virtuelle Universität zur Verfügung gestellt werden kann, da dort keine Präsenzvorlesungen stattfinden und selbstständig gelernt wird, wünschen sich Studenten an Präsenzuniversitäten die Lernplattform eher als unterstützendes Medium zusätzlich zu den regulären Vorlesungen[104].

Studenten sehen ihre Vorteile hauptsächlich in der Unterstützung der Präsenzvorlesung, den zusätzlichen Lerneinheiten durch E-learning sowie der Verwaltung. So können z.B. Vorlesungsinhalte durch Diskussionsforen zum Austausch mit anderen aufgenommen werden oder der Dozent über zusätzliche Kommunikationswege erreicht werden. Ergänzende oder ersetzende Einheiten sollen unabhängig von Ort und Zeit zusätzliches Wissen vermitteln und beim Lernen unterstützen. Außerdem wollen die Studenten Verwaltungsaufwände durch Online-Angebote reduzieren[105].

6.2 Auswirkungen des E-Learnings

Bei der Betrachtung der verschiedenen Systeme im Bereich E-Learning stellt sich die Frage, welche Auswirkungen E-Learning auf den Studenten hat.

Ein wichtiger Anhaltspunkt sind dabei die Untersuchungen zum Einfluss von Lernort und Lernmedium auf Lernerfolg und Lernzufriedenheit der Ruhr-Universität Bochum[106].

Die Teilnehmer der Untersuchung wurden in vier verschiedenen Gruppen aufgeteilt, die jeweils die gleichen Themen bearbeiten mussten. Dabei unterschieden sich sowohl die Medien (Aufsatz oder Selbstlerneinheiten), als auch der Lernort (Universität oder zu Hause). Der Lernerfolg wurde anhand von Tests, die jeweils vor und nach den Lerneinheiten durchgeführt wurden ermittelt. Die Lernzufriedenheit wurde anhand ausgewählter Fragen bestimmt[107].

Dabei stellte sich heraus, dass der Lernort „zu Hause“ einen höheren Lernerfolg aufwies, als der Lernort Universität. Weiterhin konnte durch einen Aufsatz ein größerer Erfolg, als bei einer multimedial unterstützten Lerneinheit erzielt werden[108].

Im Falle der Lernzufiedenheit erwies sich die multimedial unterstütze Lerneinheit dem Aufsatz als vorteilhaft, der beliebteste Lernort war der heimische Arbeitsplatz[109].

Durch im Vorfeld zur Verfügung gestellte Skripte besteht für den Studenten die Möglichkeit, das Thema vorzubereiten. So können Notizen dazu dienen aktiv an einer Veranstaltung teilzunehmen. Durch das im Vorfeld erarbeitete ergibt sich für den Studenten allerdings eine geringe Spannungskurve während der Vorlesung, durch reichhaltige multimediale Inhalte kann ein passives Verhalten des Studenten gefördert werden. Es tritt ein "Berieselungseffekt" ein[110].

Durch eine Interaktion zwischen Dozenten und Studierenden kann einem solchen "Berieselungseffekt" entgegengewirkt werden. Durch ein ständiges Feedback ist der Dozent in der Lage den aktuellen Wissensstand der Studierenden zu erfassen und die Veranstaltung gegebenenfalls anzupassen[111].

Dabei ist zu beobachten, dass der Grad der Interaktion abnimmt, je mehr Teilnehmer eine Veranstaltung besuchen. Diese geringe Interaktion kann durch eLearning noch einmal verstärkt werden. Sind die technischen Hürden für eine Interaktion zu hoch, so sinkt diese ab. Somit ist es für den Dozenten nur schwer möglich seine Veranstaltung an die Studierenden anzupassen[112].

Aus diesem Mangel an Kontakt zwischen Kommilitonen und Dozenten in Lehrveranstaltungen ergibt sich für den Studierenden an einer virtuellen Universität gegenüber einem Präsenzstudium unter Umständen eine Leistungsminderung, daher steht das eLearning auch im Verdacht, aus rein ökonomischen Gründen betrieben zu werden. Das klassische Fernstudium kann durch die Nutzung neuer Medien allerdings eine Verbesserung erfahren. So werden dem Studierenden mehr Möglichkeiten eingeräumt mit Dozenten und Kommilitonen in Kontakt zu treten, als dies durch den reinen Versand der Skripte per Post in der Vergangenheit möglich war[113].

7 Kostenstrukturen virtueller Universitäten

Zu den Aufwendungen einer virtuellen Hochschule gehören Mittel zur Produktion der Fernstudieneinheiten und derer zur Durchführung des Fernstudiums[114].

Bei den Produktionskosten ist anzumerken, dass einmal erstellte Kurseinheiten beliebig oft reproduziert werden können. Am Beispiel der Fernuniversität Hagen ergibt sich, dass eine Kurseinheit 4-5 Jahre genutzt werden kann, bevor sie erneuert werden muss. 10% - 20% der Herstellungskosten fallen als variable Druckkosten an[115].

Durch den modularen Aufbau des Studiums und der oftmals einhergehenden Spezialisierung auf wenige Studienfächer wird versucht das Management und die Distributionsprozesse zu optimieren. Die Tendenz geht dabei zu Studiengängen mit einer hohen Studierendenzahl, in der Regel sind dies Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Durch den konsequenten modularen Aufbau der Kurse und der erst späten Spezialisierung auf die eigentlichen Bereiche können Module studiengangübergreifend eingesetzt werden, wodurch sich ein weiterer Synergieeffekt ergibt[116].

Ein weiterer Kostenfaktor stellt die Betreuung der Studenten durch einen Mentor dar. Traditionelle Telemedien bieten nur eine geringe Möglichkeit der Interaktion. Durch die Nutzung des Internets, hier speziell der Web 2.0 Technologie, wird eine weitaus höhere Möglichkeit der Interaktion geboten, so dass die Kosten zur Betreuung der Studierenden steigen. Durch den hier angesprochenen erhöhten Aufwand zur Betreuung zerschlagen sich ursprüngliche Erwartungen hinsichtlich sehr geringer variabler Kosten[117].

Dennoch haben virtuelle Universitäten und Fernhochschulen einen erheblichen Kostenvorteil gegenüber traditioneller Präsenzuniversitäten. Die Kosten pro Student sind deutlich niedriger. So kann anhand der Fernuniversität Hagen erkannt werden, dass die variablen Kosten einen sehr geringen Anteil an den Gesamtkosten der Universität haben, wodurch sich der Trend viele Studierende zu gewinnen erklären lässt. Dabei ist aber zu bemerken, dass die Abschlussquote an vergleichbaren Präsenzhochschulen höher ist (Faktor 6 bis 7). Die Gründe sind allerdings nicht genauer untersucht, so dass dies nicht mit der Qualität der Fernuniversität in Zusammenhang stehen muss. Ein Grund könnte die höhere Belastung sein, da Fernuniversitäten generell mehr auf ein berufsbegleitendes Studium ausgelegt sind[118].

Aus den oben stehenden Ausgeführungen ergeben sich die folgenden vier Kostenkomponenten einer virtuellen Universität[119].

  • Multimedialer Lerncontent: Kosten zur Erstellung der Lerneinheiten wie Skripte oder Multimediadateien. Aufgrund der personalintensiven Produktion setzen sie sich zu 90% aus Personalkosten zusammen.
  • Lernplattform: Kosten zur Erstellung und Pflege der Plattformen, die den Lerncontent zur Verfügung stellen. Die Kosten können variieren, je nachdem welches System eingesetzt wird. So kann durch die Nutzung eines Open-Source-Systems, oder durch Partnerschaften der Aufwand verringert werden.
  • Netzkosten: Darunter zählen sowohl Kosten für die Nutzung fremder Netze (Internet), als auch der Aufbau und Betrieb eines eigenen Netzes (Intranet).
  • Betreuung der Studierenden: Kosten zur Betreuung der Studierenden durch einen Mentor oder Dozenten.

8 Grenzen und Chancen einer virtuellen Universität

Grenzen ergeben sich für eine virtuelle Universität im Bezug zur Abhängigkeit von Technik. Somit muss das Lehrmaterial zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Es muss gewährleistet sein, dass die Technik funktioniert und nicht aufwändig in der Handhabung ist[120].

Besondere Anforderungen an die Technik ergeben sich im Blickpunkt der Barrierefreiheit. Virtuelle Universitäten können Menschen mit Einschränkungen dabei unterstützen eine Lehrveranstaltung erfolgreich zu bestreiten. So stehen z.B. sehgeschädigten Studierenden eine Vielzahl an Hilfsmittel zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit über Sprachausgabe Dokumente zur Verfügung zu stellen, oder durch das vergrößern von Schaubildern einen besseren Überblick zu gewährleisten. Weiterhin ist es allerdings erforderlich grafische Darstellungen durch beschreibenden Text zu ergänzen, um diese Blinden zugänglich zu machen[121].

Neben den bereits erwähnten Problemen im Bezug auf Interaktivität zwischen Dozent und Studierenden muss der zu lehrende Inhalt für virtuelles Lernen geeignet sein. Es gibt nach wie vor Studienfächer, die eine Präsenzphase erfordern. Auch wenn es z.B. die Möglichkeit virtueller Labore gibt, so kann es nötig sein, Versuche in einem realen Umfeld durchzuführen. Dazu gehören auch Veranstaltungen in den Bereichen Kunst, Musik und Sport. Multimediale Inhalte können allerdings ergänzend durch Simulationen oder Videobeiträge eingesetzt werden[122].

Soll eine virtuelle Veranstaltung eine Präsenzvorlesung ersetzen, so genügt es nicht das begleitende Skript im Internet anzubieten. Skripte beinhalten in der Regel keine vom Dozenten während der Vorlesung geäußerten Anmerkungen. Es ist also eine didaktische Aufbereitung der vorhandenen Skripte nötig, um diese im rein virtuellen Umfeld einzusetzen. Ist eine solche didaktische Umsetzung gelungen, so ergeben sich allerdings z.B. durch Simulationen, Visualisierung von Algorithmen oder der Präsentation Historischer Dokumente in Schrift, Bild und Ton neue Möglichkeiten, die die Lehre bereichern[123].

Im Zuge der didaktischen Aufbereitung muss außerdem die Darstellung der Lernplattform betrachtet werden. Gerade das Lernen im multimedialen Umfeld erfordert ein hohes Maß an selbsttätigem und selbstgesteuertem Lernen. Somit sollte der Schwerpunkt weg von der Übermittlung von Schriftstücken, hin zur Unterstützung des entdeckenden Lernens gelegt werden. Gerade weil der Studierende eigenverantwortlich multimediale Lernmaterialien bearbeitet, ist ein hohe Maß an Motivation erforderlich[124].

Durch die Nutzung des Internets, zur Realisierung einer virtuellen Universität können zusätzliche Probleme auftreten. So gibt es nach wie vor „weiße Flecken“ auf der Landkarte der Breitbandverfügbarkeit, in denen ein breitbandiger Internetanschluss gar nicht, oder nur für einen geringen Teil der Bevölkerung zur Verfügung steht[125].

Anzumerken ist, dass diese technischen Probleme, durch gezielte Investitionen, etwa im schulischen oder privaten Bereich gelöst werden können. Weitaus differenzierte sind Probleme sozialer und kultureller Hinsicht[126].

So gibt es neben den Teilen der Bevölkerung, die nicht die technischen Voraussetzungen für einen breitbandigen Internetanschluss besitzen, ein nicht zu vernachlässigenden Teil, der das Internet nicht nutzen will. Darunter fallen auch Personen, die das Internet bereits genutzt haben, aber aus persönlichen Erfahrungen kein weiteres Interesse an diesem Medium haben[127].

Doch auch die Gruppe derer, die das Internet regelmäßig nutzt, ist nicht gleichzusetzen mit potentiellen Kunden. So ist es abhängig vom Nutzer selbst, welche Dienste er in Anspruch nimmt. Nicht das Medium, sondern der Nutzer selbst entscheidet über die Verwendung[128].

Auch wenn das Medium Internet die Möglichkeit bietet, soziale und kulturelle Grenzen zu überschreiten, so ist doch festzustellen, dass die in der realen Welt vorherrschenden schichtenspezifischen Unterschiede in das Internet übertragen werden. Weiterhin gibt es Anzeichen dafür, dass diese Unterschiede durch das Internet noch einmal verstärkt werden[129].

9 Fazit und Ausblick

Mit Hilfe von Web 2.0 kann ein wesentlicher Mehrwert für das Studium an einer Hochschule sowohl für Studierende, Dozenten als auch für die Verwaltung generiert werden. Auf der organisatorischen Ebene werden verwaltungstechnische Prozesse beschleunigt, indem z.B. wichtige Informationen in einem Blog oder per E-Mail ausgetauscht werden und in Foren über Skripte und Unterlagen zu den Vorlesungen diskutiert wird. Klausurergebnisse können zeitnah eingetragen und eingesehen werden, ohne in der Hochschule selbst zu sein. Lehrende können ihre Materialien wesentlich einfacher bereitstellen und so direktes Feedback bekommen. Darüber hinaus erhalten sie z.B. mit Podcasts völlig neue Möglichkeiten effektiv Wissen zu vermitteln.

Außerdem erleichtern Blogs den Kontakt zu den Studierenden. Studierende bekommen jetzt Wissen nicht mehr nur vermittelt, sie nehmen aktiv daran teil, indem sie selbst Inhalte verbessern oder sogar eigene veröffentlichen und so Wissen vermehren. Sie können in digitalen Katalogen von überall aus nach Literatur recherchieren. Darüber hinaus steht ihnen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung, wie z.B. Diskussionsforen zur Verfügung. Ebenfalls die Kommunikation mit Kommilitonen fällt um einiges leichter.


Generell ist also zu sagen, dass das Web 2.0 völlig neue Möglichkeiten für Hochschulen eröffnet. Wichtig ist hierbei jedoch, den richtigen Weg zu finden. So ist der Gedanke an eine virtuelle Universität ohne jegliche Präsenzveranstaltung betrachtet unter dem Aspekt der Zeitersparnis aufgrund der permanenten Verfügbarkeit zwar attraktiv, stellt sich jedoch aus Studentensicht als eher uninteressant bzw. schwierig heraus, da eben diese totale Flexibilität bei vielen eher kontraproduktiv wirkt.

Interessant ist dieses Modell wiederum für Fernstudenten und nebenberufliche Studenten, da diese an einer möglichst flexiblen Gestaltung des Studiums interessiert sind. Es scheint also die optimale Lösung zu sein, durch Web 2.0 erschaffene Möglichkeiten zur Unterstützung oder Ergänzung bereits vorhandenen Wissens zu nutzen. Dieses Konzept wird bereits an mehreren Hochschulen eingesetzt. Die Phoenix University lässt ihren Studenten z.B. die Wahl, ob diese in Präsenz, Online, oder sogar in einer Mischung aus beidem studieren wollen.


Im Zuge der ständigen Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung und Beliebtheit von Online-Communities, Blogs, Podcasts und Foren wird wohl ein Großteil der Hochschulen auf lange Sicht gesehen virtuelle Angebote zur Verfügung stellen. In welcher Form und in welchem Ausmaß dies geschieht, wird von Hochschule zu Hochschule aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen der dort Studierenden sehr unterschiedlich und individuell zu entscheiden sein.

10 Fußnoten

  1. Vgl. Huber (2008), S.10.
  2. Vgl. Alby (2008), S. 15.
  3. Spiegel (2009a)
  4. Vgl. Alby (2008), S. 18.
  5. Vgl. Kilian (2008), S. 4.
  6. Vgl. Kilian (2008), S. 9.
  7. Vgl. Kilian (2008), S. 7.
  8. Vgl. Kilian (2008), S. 12ff.
  9. Vgl. Kilian (2008), S. 12ff.
  10. Vgl. Kilian (2008), S. 10ff.
  11. Vgl. Kilian (2008), S. 10.
  12. Vgl. Kilian (2008), S. 17.
  13. Vgl. Alby (2008), S. 16.
  14. Vgl. Kilian (2008), S. 19.
  15. Vgl. Uhl (2003), S. 7.
  16. Vgl. Uhl (2003), S. 10.
  17. Vgl. Schäfer (2001), S. 20f.
  18. Vgl. Schäfer (2001), S. 21.
  19. Vgl. Uhl (2003), S. 10.
  20. Vgl. Schäfer (2001), S. 22f.
  21. Vgl. Steinmetz (2005), S.67.
  22. Vgl. Arnold (2004), S.35.
  23. Vgl. Arnold (2004), S.39f.
  24. Vgl. Alby (2008), S. 21.
  25. Vgl. Alby (2008), S. 21 Z. 14-19.
  26. Vgl. Alby (2008), S. 21f.
  27. Vgl. Alby (2008), S. 22.
  28. Vgl. Alby (2008), S. 22f.
  29. Vgl. Alby (2008), S. 24ff.
  30. Vgl. Alby (2008), S. 28ff.
  31. Vgl. Alby (2008), S. 44f.
  32. Vgl. Ulm (2008), S. 14.
  33. Vgl. Bernhardt (2007), S. 20ff.
  34. Vgl. Bauer (2001), S. 108ff.
  35. Vgl. Bernhardt (2007), S. 20ff.
  36. Vgl. Ulm (2008), S. 17f.
  37. Vgl. Lehner (2007), S. 200.
  38. Vgl. Schäfer (2001), S.17.
  39. Vgl. Schäfer (2001), S.17.
  40. Vgl. Schäfer (2001), S.18.
  41. Vgl. Schäfer (2001), S.18f.
  42. Vgl. Alby (2008), S. 73ff.
  43. Vgl. Alby (2008), S. 77ff.
  44. Vgl. Alby (2008), S. 84f.
  45. Vgl. Alby (2008), S. 80ff.
  46. Vgl. Alby (2008), S. 89.
  47. Vgl. Alby (2008), S. 90f.
  48. Vgl. Alby (2008), S. 90f.
  49. Vgl. Kilian (2008), S. 25ff.
  50. Vgl. Alby (2008), S. 91ff.
  51. Vgl. Alby (2008), S. 116ff.
  52. Spiegel (2009b)
  53. Vgl. Hehl (2001), S. 12f.
  54. Vgl. Will (2002), S. 15.
  55. Vgl. Gerold (2007), S. 6.
  56. Vgl. Schulmeister (2001), S. 165.
  57. Vgl. http://moodle.org/stats/
  58. Vgl. http://docs.moodle.org/en/About_Moodle
  59. Vgl. http://docs.moodle.org/en/About_Moodle
  60. Vgl. http://moodle.org/mod/data/view.php?id=6009
  61. Vgl. Moodle Features (2008), S. 5.
  62. Vgl. Lind, S.10.
  63. Vgl. Lind, S. 17 + 27.
  64. Vgl. Lind, S. 17.
  65. Vgl. Lind, S. 27.
  66. Vgl. Lind, S. 85f.
  67. Vgl. eMargo (2009)
  68. Vgl. Geraskov (2005), S. 153-158.
  69. Vgl. Nistor (2003), S.131.
  70. Vgl.Nistor (2003), S.137f.
  71. Vgl. Kysela-Schiemer (2002), S.12.
  72. Vgl. FernUniversität Hagen (2009), S.5 + 39.
  73. Vgl. FernUniversität Hagen (2009), S.10ff.
  74. Vgl. FernUniversität Hagen (2009) S.26.
  75. Stand November 2008
  76. Vgl. FernUniversität Hagen (2009) S. 5 + 41.
  77. Vgl. http://www.fom.de/fom_wichtige_fragen.html#7865
  78. Vgl. http://www.fom.de/abend_und_wochenendstudium.html
  79. Vgl. http://www.fom.de/studienzeitmodelle.html
  80. Vgl. FOM (2009b)
  81. Vgl. Lehner (2007), S. 199.
  82. Vgl. Lehner (2007), S. 199.
  83. Vgl. Lehner (2007), S. 200.
  84. Vgl. Lehner (2007), S. 201f.
  85. Vgl. Lehner (2007), S. 202.
  86. Vgl. Lehner (2007), S. 202f.
  87. Vgl. Lehner (2007), S. 204f.
  88. Vgl. Lehner (2007), S. 247f.
  89. Vgl. Lehner (2007), S. 248.
  90. Vgl. Lehner (2007), S. 248.
  91. Vgl. Lehnert (2007), S. 249.
  92. Vgl. Lehnert (2007), S. 250f.
  93. Vgl. FernUniversität Hagen (2009) S. 37.
  94. Vgl. FernUniversität Hagen (2009) S. 38.
  95. Vgl. FernUniversität Hagen (2009) S. 39.
  96. Vgl. FernUniversität Hagen (2009) S. 40.
  97. Vgl. FOM (2009a), S.8f.
  98. Vgl. FOM (2009a), S.9f.
  99. Vgl. FOM (2009a), S.33ff.
  100. Vgl. FOM (2009a), S.38ff.
  101. Vgl. FOM (2009a), S.38ff.
  102. Vgl. FOM (2009a), S.41.
  103. Vgl. Steinmetz (2005), S.71.
  104. Vgl. Hanekop (2003), S.61f.
  105. Vgl. Steinmetz (2005), S.72.
  106. Vgl. Lehner (2007), S. 75.
  107. Vgl. Lehner (2007), S. 79.
  108. Vgl. Lehner (2007), S. 85.
  109. Vgl. Lehner (2007), S. 86.
  110. Vgl. Lehner (2007), S. 198.
  111. Vgl. Lehner (2007), S. 198.
  112. Vgl. Lehner (2007), S. 198f.
  113. Vgl. Schulmeister (2001), S.223.
  114. Vgl. Uhl (2003), S.155f.
  115. Vgl. Uhl (2003), S.155.
  116. Vgl. Uhl (2003), S.156f.
  117. Vgl. Uhl (2003), S.158+162.
  118. Vgl. Uhl (2003), S.157+160f.
  119. Vgl. Uhl (2003), S.162f.
  120. Deussen (2004) S.71.
  121. Vgl. Deussen (2004), S.71.
  122. Vgl. Schulmeister (2001), S. 228.
  123. Vgl. Schulmeister (2001), S. 228.
  124. Vgl. Schulmeister (2001), S. 229f.
  125. Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
  126. Vgl. Schäfer (2007), S.129 + 132.
  127. Vgl. Schäfer (2007), S. 129.
  128. Vgl. Schäfer (2007), S. 129.
  129. Vgl. Schäfer (2007), S. 130ff.

11 Literatur- und Quellenverzeichnis

Alby (2008) Alby, Tom: Web 2.0 - Konzepte, Anwendungen, Technologien, Carl Hanser Verlag, München 2008
Arnold (2004) Arnold, Patricia; Kilian, Lars; Thillosen, Anne; Zimmer, Gerhard: E-Learning, BW Bildung und Wissen, Nürnberg 2004
Bauer (2001) Bauer, Robert; Philippi, Tillmann: Einstieg ins E-Learning: Die Zukunftschance für beruflichen und privaten Erfolg, BW Bildung und Wissen, Nürnberg 2001
Bernhardt (2007) Bernhardt, Thomas; Kirchner, Marcel: E-Learning 2.0 im Einsatz, Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg 2007
Breitner (2007) Breitner, Michael; Bruns, Beate, Lehner, Franz: Neue Trends im E-Learning, Physica Verlag, Heidelberg 2007
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