Überwachung und Unterstützung von Kranken im Smart Home
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| Name des Autors / der Autoren: | Evgenij Scharypov, Björn Wranik |
| Titel der Arbeit: | "Überwachung und Unterstützung von Kranken im Smart Home" |
| Hochschule und Studienort: | FOM Essen |
1 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| RFID | Radio Frequency Identification |
| MHD | Mindesthaltbarkeitsdatum |
| BDSG | Bundesdatenschutzgesetz |
| PC | Personal Computer |
| WLAN | Wireless Local Area Network |
| SD | Smart Disc |
| ICC | Intelligent Careing Unit |
| EKG | Elektrokardiogramm |
| DGSM | Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin |
| IPMS | Institut für Photonische Mikrosysteme |
| ICD | Implantierter Cardioverter Defibrillator |
| VDE | Verband der Elektrotechnik |
| ICD-10 | International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10. Revision der Klassifikation |
2 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Lebenserwartungen in den Bundesländern |
| 2 | Selbsteinschätzung der Gesundheit nach Alter und Geschlecht |
| 3 | Krankheitskosten 2002 in Milliarden Euro nach ausgewählten Krankheitsklassen |
| 4 | Veränderung der Bettenanzahl nach Fachabteilung von 1993 bis 2003 |
| 5 | Beispiel Smart Home |
| 6 | Nutzungsabsichten |
| 7 | Vor- und Nachteile |
| 8 | Beispiel Cardio Messenger von der Firma Biotronik |
| 9 | System SleepBee®, Projekt Mobiles Schlaf-Diagnose |
| 10 | Beispiel Sprachsteuerung |
3 Einleitung
Der aktuelle Gesundheitsstand der deutschen Gesellschaft fordert alternative Methoden der Behandlung. Die klassischen Behandlungsarten belasteten die Kostenträger in den vergangenen Jahren wesentlich stärker, da die Bevölkerung immer älter wird. Das Ziel dieser Studie ist es zu zeigen, dass bestimmte Krankheitsbilder in unserer hoch modernisierten Welt auch mit Hilfe von modernster Technologie behandelt werden kann. Die Begriffe Smart Home, Telemedizin und Telediagnostik sind bekannt, jedoch in unserer Gesellschaft noch nicht weit verbreitet und von geringerer Bedeutung. Die Entwicklung in diese Richtung ist in den letzten Jahren in eine neue Phase eingetreten. Smart Home bietet chronisch kranken Menschen die Möglichkeit, ihr Leben mit dem Einsatz der neuen Technologien kontrollierter und optimaler zu führen. Smart Home verfolgt den Ansatz, den stationären Aufenthalt zu minimieren und ins eigene Heim zu verlagern, ohne negative Beeinträchtigung der Therapie. Damit ist es möglich, den heutigen Einsatz der kostspieligen Ressourcen zu minimieren und den Behandlungsprozess effizienter in Hinsicht auf finanzielle, medizinische und soziale Aspekte zu realisieren.
4 Situation im deutschen Gesundheitswesen
Der Gesundheitsstand der deutschen Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren immer weiter verbessert. Diese Entwicklung hat jedoch eine Kostenexplosion im Gesundheitswesen mit sich gebracht, welche zu Lasten der Kostenträger und deren Mitglieder geht. Die steigende Lebenserwartung und das Grundbedürfnis nach physischer und psychischer Zufriedenheit beschreiben die Entwicklung der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung in den vergangenen Jahren. Die Lebenserwartung in der Bundesrepublik Deutschland hat sich zwischen 1990 und 2004 in allen Altersgruppen jeden Geschlechts erhöht. Bei Frauen stieg die Lebenserwartung um durchschnittlich 2,8 Jahre und bei Männern um 3,8 Jahre. Die Frauen werden inzwischen durchschnittlich über 81 Jahre alt. [1]
Bei der Selbsteinschätzung der Gesundheit zeichnet sich ein durchaus positives Bild ab. So empfinden ¾ der über 18-jährigen Frauen und Männer ihren eigenen Gesundheitszustand als „sehr gut“ oder „gut“. Tendenziell ist seit Mitte der 90er Jahre der Anteil jener Personen leicht gestiegen, die ihre Gesundheit als „sehr gut“ einschätzen. [3]
Die insgesamt positiven Gesundheitstrends der letzten Jahre relativieren sich jedoch durch den demografischen Wandel. Nicht allein Krebserkrankungen, sondern auch Leiden wie Diabetes mellitus, Osteoporose, Schlaganfall und Demenz nehmen mit steigendem Lebensalter zu. So kann die deutsche Bevölkerung zwar mit einem langjährigen und über lange Zeit in Gesundheit verbrachten Leben rechnen. Gleichzeitig benötigen immer mehr ältere Menschen mit chronischen Krankheiten eine intensivere Behandlung, mit einem erhöhten Pflegeaufwand. Der demographische Wandel der Gesellschaft ist daher eine der größten Herausforderungen des heutigen Gesundheitssystems.
4.1 Krankheitsbilder der Bevölkerung
„Auf den ersten drei Plätzen liegen unsere Zivilisationskrankheiten, die von Bequemlichkeit, zuwenig Bewegung und zuviel Stress herrühren.“ Dr. Andreas Baum
In Deutschland leben rund vier Millionen diagnostizierte Diabetiker, jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leidet an chronischen Rückenschmerzen, über 400 000 Menschen erkranken jährlich an Krebs und fast ebenso viele sterben an einer Krankheit des Herz-Kreislauf-Systems. Diese Fakten werfen ein deutliches Licht auf die Krankheitsbelastung der deutschen Bevölkerung.
Mindestens einer von 20 Menschen in Deutschland ist zuckerkrank. Die Anzahl von Menschen mit Diabetes ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. 80 bis 90 Prozent leiden von diesen an einem so genannten Typ-2-Diabetes, welcher mit steigendem Lebensalter häufiger auftritt. Durch den wachsenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung hat sich folglich auch die Zahl der Diabetiker in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht. Die Entstehung eines Typ-2-Diabetes wird durch Übergewicht und Bewegungsmangel sowie ein schwaches soziales Umfeld begünstigt. [1]
Der Diabetes mellitus umfasst eine Gruppe von Krankheiten, deren gemeinsames Merkmal der chronisch erhöhte Blutzucker ist. Die Krankheit beruht auf einer autoimmunen Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Bei fortgeschrittenem Verlust der Inselzellen kommt es zu einem Insulinmangel, der unbehandelt zum Tode führt. In diesem Fall ist Insulin durch mehrmaliges tägliches Spritzen zuzuführen. Die Folge sind Störungen des Zuckerhaushaltes und anderer Stoffwechselsysteme, beispielsweise des Fettstoffwechsels, das Alter und das Geschlecht, sowie das soziale Umfeld beeinflussen das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken.
Oft bestehen neben Diabetes weitere Erkrankungen: Die typische Kombination aus Übergewicht, hohem Blutdruck, Störungen des Fett- und Glukosestoffwechsels in Verbindung mit einer Insulinresistenz wird als Metabolisches Syndrom bezeichnet. Dieses steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebsleiden machen rund 70 Prozent aller Todesfälle in Deutschland aus.[1] Herz-Kreislauf-Krankheiten sind sogar die häufigste Todesursache bei Frauen und Männern. Zudem gehören Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Leiden zu den meistgestellten Diagnosen in allgemeinmedizinischen und internistischen Praxen. Die Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems wird durch steigenden Zigarettenkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels und Diabetes mellitus begünstigt.
Psychische und neurodegenerative Erkrankungen werden von immer größerer Bedeutung. Psychische Erkrankungen sind in der Bevölkerung, vor allem bei Frauen, weit verbreitet. Sie nehmen bei Arbeitsunfähigkeitsfällen sowie Frühberentungen einen wachsenden Sektor ein. 15 Prozent der Frauen und 8 Prozent der Männer durchleben innerhalb eines Jahres eine depressive Phase. Tragischste Folge einer Depression ist der Selbstmord oder der Selbstmordversuch. Es versterben circa 15 Prozent der Patienten mit schweren depressiven Erkrankungen durch Suizid. Eine weitere psychische Erkrankung ist die Angststörung, innerhalb eines Jahres leidet jede 5. Frau und fast jeder 10. Mann an ihr. [1]
Die häufigste Form der neurodegenerativen Erkrankungen ist die Demenz. Die Pflege erkrankter Menschen stellt hohe Anforderungen an das Gesundheitssystem und an die pflegenden, meist weiblichen Angehörigen.
Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems gehören zu den häufigsten und kostenträchtigsten Leiden der deutschen Bevölkerung. Bezogen auf die Behandlungskosten rangieren sie unter allen Krankheitsgruppen an dritter Stelle. Zudem führen sie zu hohen volkswirtschaftlichen Folgekosten. So verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen insgesamt die meisten Arbeitsunfähigkeitstage und sie sind bei Männern und Frauen der zweithäufigste Grund für gesundheitsbedingte Frühberentungen. 22 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer in Deutschland leiden an chronischen Rückenschmerzen.[1]
Krebsleiden sind nach den Herz-Kreislauf-Krankheiten die zweithäufigste Todesursache bei Frauen und Männern in Deutschland. Durch bösartige Tumore versterben viele Betroffenen noch vor dem 70. Lebensjahr. Insgesamt sind die Überlebenschancen bei Krebs heute besser als vor 20 Jahren.[1]
Ein wesentlicher Faktor der sich verändernden Krankheitsbilder der deutschen Bevölkerung ist der demographische Wandel. So wird sich durch den wachsenden Anteil der älteren Bevölkerungsschichten die Häufigkeit von Demenzerkrankungen bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Ebenso werden die Erkrankungszahlen an weiterer Krankheitsbilder, wie beispielsweise Krebs, Diabetes, Osteoporose und Schlaganfall, mit zunehmendem Alter der deutschen Bevölkerung noch steigen.
4.2 Behandlungskosten
In Deutschland werden jährlich beträchtliche finanzielle Mittel für den Erhalt und die Wiederherstellung der Gesundheit der Bevölkerung aufgewendet. Im Jahr 2002 entstanden Kosten in Höhe von 223,6 Mrd. Euro[4], insbesondere für die ambulante, stationäre und teilstationäre Versorgung, den Gesundheitsschutz und die Verwaltungsleistungen sowie die Gesundheitsausgaben der privaten Haushalte.
In dieser Summe sind die in der Gesundheitsausgabenrechnung nachgewiesenen Beträge für die Ausbildung und die Forschung sowie die im Gesundheitssektor getätigten Investitionen noch nicht berücksichtigt. Die letztgenannten Größen werden in der Krankheitskostenrechnung wegen ihres speziellen Vorleistungscharakters keinen einzelnen Krankheitsbildern zugerechnet. Betrachtet man die Anteile der einzelnen Krankheitsklassen an den Krankheitskosten insgesamt, stehen die Krankheiten des Kreislaufsystems im Jahr 2002 mit 35,4 Mrd. Euro und einem Anteil von 15,8% auf dem ersten Platz.[4]
Von den 35,4 Mrd. Euro entfallen 8,1 Mrd. Euro auf Hochdruckerkrankungen (Hypertonie), 7,8 Mrd. Euro auf zerebrovaskuläre Krankheiten und 7,0 Mrd. Euro auf ischämische Herzkrankheiten. Im Zusammenhang mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) betragen die Kosten rund 2,7 Mrd. Euro.[4]
Mit 13,9% der Gesamtkosten (31,1 Mrd. Euro) folgen an zweiter Stelle die Krankheiten des Verdauungssystems. Ein großer Teil der Kosten ist auf Krankheiten der Mundhöhle, Speicheldrüsen und Kiefer zurückzuführen (20,2 Mrd. Euro), dabei handelt es sich insbesondere um die Kosten für zahnärztliche Behandlung und Zahnersatz.[4]
Die Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes nehmen mit 25,2 Mrd. Euro bzw. 11,3% Rang drei ein, wobei die Schwerpunkte bei den Dorsopathien (8,4 Mrd. Euro) und der Arthrose (7,2 Mrd. Euro) liegen.[4]
Auf dem vierten Rang sind die Störungen der Psyche und des Verhaltens mit 22,4 Mrd. Euro (10,0%). Zu den bedeutenden Krankheiten gehören neben der Demenz (5,6 Mrd. Euro) und der Depression (4,0 Mrd. Euro) die neurotischen, die Belastungs- und die somatoformen Störungen (2,8 Mrd. Euro).[4]
Des Weiteren sind die Neubildungen mit 14,7 Mrd. Euro (6,6%) und Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen mit 12,9 Mrd. Euro (5,8%) anteilig vertreten. Bei den letztgenannten wirken sich insbesondere die Kosten zur Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) aus, auf den im Jahr 2002 40 % der ernährungs- und stoffwechselbedingten Krankheitskosten entfallen.[4]
Insgesamt verteilen sich die Krankheitskosten etwa zu gleichen Teilen einerseits die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und andererseits Kinder, Jugendliche und alte Menschen. Im Jahr 2002 beträgt der Anteil der Krankheitskosten bei Personen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren rund 115 Mrd. Euro bzw. 51,5% der gesamten Krankheitskosten. Bei den Personen außerhalb des erwerbsfähigen Alters konzentrierten sich die Krankheitskosten erwartungsgemäß überwiegend auf die über 65-Jährigen (43,0%). Der auf Kinder und Jugendliche entfallende Anteil beläuft sich auf 5,6%.[4]
Im Gegensatz dazu liegt der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter an der Gesamtbevölkerung bei 67,6%, derjenige der Kinder und Jugendlichen bei 15,2% und der der 65-Jährigen und Älteren bei 17,2%.[4]
Die Situation auf dem Markt der Leistungserbringer hat sich in den vergangenen Jahren ebenfalls unabhängig deutlich verändert. Die Anzahl der Krankenhäuser und der Krankenhausbetten hat sich klar vermindert. Der Hintergrund der rückläufigen Zahlen stehen ersatzlose Schließungen und Fusionen von zuvor getrennten Häusern. Ursache des Konzentrationsprozesses sind vor allem Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die auf eine leistungsorientierte Krankenhausfinanzierung abzielen. Unterdessen steigt die Anzahl der Behandlungsfälle, dabei ist der Anteil älterer Patienten in den Kliniken deutlich angewachsen, die Liegezeit hat sich hingegen verkürzt. Dies geht mit einer enormen Herausforderung für die Beschäftigten der Krankenhäuser einher. Von dem generellen Abbau der Bettenkapazität in den letzten zehn Jahren waren nicht alle Fachrichtungen gleichermaßen betroffen. In der Kinderheilkunde und der Psychiatrie ist der Bettenbedarf erheblich gesunken. Einige Abteilungen wurden sogar geschlossen, um die Leistungsfähigkeit der betreffenden Klinik zu erhalten. In der plastischen und in der Neurochirurgie sowie der psychotherapeutischen Medizin ist das Bettenangebot dagegen ausgeweitet worden.
Neben dem sinkenden Angebot im Akut-Bereich lässt sich ein deutlicher Zuwachs von Pflegeheimen beobachten. Die Anzahl der Pflegeplätze erhöhte sich von 1999 bis 2003 um 10,5 Prozent auf rund 713.000[7] Dessen ungeachtet werden nur ⅓ aller Pflegebedürftigen in Pflegeheimen versorgt, ⅔ leben dagegen mit Unterstützung ihrer Angehörigen oder ambulanter Pflegedienste zu Hause.
4.3 Potenzial der medizinischen Entwicklung
Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wird wieder vermehrt von der Krise der Medizin gesprochen. Die sichtbarsten Zeichen sind die Finanzierungsproblematik, der Rationalisierungsdruck und die Verrechtlichung. Bei sorgfältiger Betrachtung sind viele weitere kritische Entwicklungen in der Medizin festzustellen. Der Abstand zwischen dem Potenzial der Medizin und dem der praktischen Realisierung wird immer größer. Die neuen Technologien können den Erkrankten viele bislang ungenutzte Chancen bieten, sich in die Gesellschaft konstruktiver und effektiver einzubringen. Es entsteht die Forderung, das Potenzial der Medizin in Zukunft wesentlich effizienter zu nutzen.
Das deutsche Gesundheitssystem hat eine breite Basis für die Weiterentwicklung. Der Einsatz der neuen Technik kann bei bestimmten Krankheitsbildern die vorhandenen Ressourcen optimaler verwenden. Insbesondere die sogenannten Volkskrankheiten benötigen eine dauerhafte Behandlung, welche Kontrollen der laufenden Behandlungsprozesse voraussetzen.
5 Smart Home Grundlagen
In der heutigen Zeit sind die Möglichkeiten der Anwendung von Smart Home vielfältig. Der technische Fortschritt ermöglicht die immer weitergehende Steuerung, Kontrolle und Automatisierung von elektrischen Geräten in einem Heim. Im folgenden Kapitel werden die Grundlagen von Smart Home näher erläutert und es wird speziell auf den Anwendungsbereich Gesundheit eingegangen.
5.1 Definition
Eine exakte und wissenschaftlich anerkannte Definition zum Thema Smart Home gibt es nicht. Smart kann übersetzt werden mit intelligent, klug oder schlau. Home kann übersetzt werden mit Haus, Wohnort, Wohnung oder Heim. Also ist ein Smart Home ein Intelligentes Heim? Was unterscheidet nun ein normales Heim von einem intelligenten Heim. In einem intelligenten Heim sind die elektronischen Geräte mit einander vernetzt und können untereinander kommunizieren. Der Anwender hat nun die Möglichkeit, die Kommunikation durch selbst definierte oder von den elektrischen Geräten gelernten Regeln zu steuern und die elektrischen Geräte können auch überwacht werden. Die Kommunikation kann durch Kabelverbindungen (Koaxialkabel, Glasfaser usw.) oder durch kabelfreie Verbindungen (WLAN, Bluetooth usw.) erfolgen. Es stehen viele verschiedene Anwendungsgebiete für ein Smart Home zur Verfügung. Diese Anwendungsgebiete sind:
- Sicherheit (Schutz vor Umwelteinflüssen und Einbruch)
- Kommunikation (Beispiel Home Office Infrastruktur, Internet, Telefon)
- Gesundheit (automatisches Überwachen der Gesundheit der Bewohner)
- Home Automatisierung (Beispiel Klima, Licht, Überwachung der Infrastruktur)
- Komfort (automatisches Erledigen von Aufgaben)
- Unterhaltung (Multimedia, Bilder, Musik, Video)
Das Intelligente Heim hat also die Aufgabe, das Leben der in dem Heim lebenden Personen zu vereinfachen, Hilfestellung zu geben oder das Leben in relativ normaler Umgebung zu ermöglichen. Daraus leitet sich ab, dass ein Smart Home eine Unterstützung für die in dem intelligenten Heim lebenden Personen ist. Dies zeichnet sich auf vielseitige Weise in unterschiedlichen Bereichen der Kommunikation mit elektronischen Geräten, die das Leben vereinfachen sollen, ab.[9][10]
5.2 Anforderung von Kranken an das Smart Home
An ein Smart Home gibt es die unterschiedlichsten Anforderungen, je nachdem welches der primäre Anwendungsbereich ist. Folgende Bereiche sind im Smart Home denkbar: Komfort, Sicherheit, Kommunikation und Gesundheit. Das Anwendungsgebiet Gesundheit ist Inhalt dieser Studie.
Die Anforderungen an das Smart Home entstehen durch die Bedürfnisse der Zielpersonen, welche im Wesentlichen ältere Personen sind. Die Nutzungsabsichten sind insbesondere die Überwachung des Krankheitsverlaufes und die Unterstützung der Kranken im eigenen Heim, beispielsweise sturzmeldender Boden und mobile Patientenüberwachung.
Neben den genannten Vorteilen eines Smart Home im Anwendungsbereich Gesundheit für die Patienten existieren gerade von diesen auch Bedenken bezüglich der Zuverlässigkeit und der entstehenden Kosten. Das Ziel ist es, den potentiellen Nutzern die Unsicherheit zu nehmen und von einem intelligenten Heim zu überzeugen, um somit die Grundlage für ein funktionierendes Smart Home zu schaffen.
Die folgenden Anforderungen sind dabei von besonderer Wichtigkeit:
- Unterstützung bei der Genesung und der Therapie
- Die erkrankte Person fühlt sich wohler im eigenen Heim als im Krankenhaus. Die Angehörigen können besser in den Genesungsprozess mit eingebunden werden. Das Smart Home ermöglicht der erkrankten Person mehr Mobilität im und in der Umgebung des eigenen Heims.
- einfache Bedienung
- Die technischen Endgeräte sind vor allem für ältere und nicht technisch versierte Personen erlernbar und steuerbar. Es ist kein deutlicher Mehraufwand, ein Smart Home heißt Zeitersparnis für Patient, Angehörige und Arzt.
- Zuverlässigkeit
- Die Grundbedingung für ein Smart Home System ist die Fehlerfreiheit. Es steht rund um die Uhr zur Verfügung, da es lebenskritische Situationen erfassen und verarbeiten kann.
- Sicherheit
- In einem Smart Home ist eine erkrankte Person sicher aufgehoben, da jederzeit Fachpersonal erreichbar ist. Die technischen Endgeräte sind nur von den berechtigten Personen nutzbar.
- Datenschutz
- Die Daten der erkrankten Person sind in einem Smart Home besonderes geschützt und nur von berechtigten Personen einsehbar. Alle Daten unterliegen den Datenschutzgesetzen.
- Kostenreduzierung
- Die Kosten in einem Smart Home stehen den Kosten bei einer stationären Behandlung gegenüber, dies gilt für die Patienten und für die Krankenkassen.
6 Überwachung von Schwerkranken im Smart Home
„Im Jahre 2057 wird Ihr persönlicher Arzt, der zugleich Ihr Apotheker und Krankenpfleger ist, kein Mensch sein, sondern eine ICC: eine Intelligent Caring Unit namens Dr. Zuzu. Sie vereinigt in sich das Wissen der 1000 besten Ärzte, Apotheker und Krankenpfleger verschiedener Fachrichtungen, traditioneller Medizin aus 50 Kulturkreisen, und ihr Büro wird im Cyberspace sein. Sie können Dr. Zuzu zu jeder Zeit an jeden Ort teleportieren – wo immer Sie gerade sind.“ Christian Thielscher Eine solche Situation ist heutzutage schwer vorstellbar. Die wichtigsten Aspekte sind die Fragen, wann die Menschheit so weit sein wird, die Gesundheit in die Hände der Technologie zu geben und wann ist eine rechtliche Basis dafür vorhanden. Das sind die Fragen, die wir uns schon jetzt stellen, wenn wir über moderne Medizin sprechen. Der Einsatz von intelligenter Technologie ist bereits in den verschiedensten Branchen verbreitet und der Medizinsektor ist keine Ausnahme. Die modernen Technologien bieten eine ganze Menge von vielfältigen Instrumenten, die die ärztliche Arbeit erleichtern bzw. kostengünstiger ergänzen oder ersetzen können. Die intelligente Technik begleitet die Ärzte von der ersten bis zur letzten Minute der Behandlung und darüber hinaus bei weiteren Rehabilitationsmaßnahmen. Viele schwerkranke Menschen benötigen eine ständige Überwachung zur Unterstützung der notwendigen ärztlichen und therapeutischen Korrekturmaßnahmen im Behandlungsprozess. Die Aufenthalte in den Krankenhäusern sind kostenintensiv und manchmal nicht nötig, daher bleiben die Kranken unter Begleitung von Fachkräften teilweise Zuhause. Die wesentliche Rolle spielt bei solchen Prozessen die Telemedizin.
6.1 Telemedizin
Die Telemedizin bezeichnet die Möglichkeit, medizinische Daten (Texte, Tabellen, Befunde und Bilder) über große Entfernungen elektronisch auszutauschen bzw. zu versenden, um eine diagnostische oder therapeutische Interaktion zu ermöglichen. Der Arzt und der Patient stehen über die Telemedizin im engen Kontakt, ein Besuch in der Arztpraxis ist daher nicht notwendig. Wichtige medizinische Daten können direkt überwacht und analysiert werden. Der Arzt und der Patient stehen bei der Telemedizin über das so genannte Telemonitoring fortwährend miteinander in Verbindung. Der Patient wird zu diesem Zweck mit Geräten zur Messung der Vitaldaten ausgestattet. Medizinische Sensoren am Körper eines Herzkranken erfassen zum Beispiel rund um die Uhr den Herzschlag und die Blutdruckwerte. Bei auffälligen Veränderungen informiert das mobile Messgerät automatisch, z.B. über das Mobilfunknetz, umgehend ein telemedizinisches Zentrum, den Hausarzt oder das Krankenhaus. Durch dieses Verfahren, ohne unnötigen Zeitverlust, kann in kritischen Situationen das Leben des Patienten gerettet werden. Die Telemedizin bewährt sich vor allem bei der räumlichen Trennung von Arzt und Patient und verhilft besonders chronisch Kranken zu mehr Sicherheit und Lebensqualität. Insbesondere Herz-Kreislauf oder Diabetes-Patienten profitieren von den technischen Möglichkeiten der Telemedizin. Aber auch Personen, die an Bluthochdruck, Asthma oder bestimmten Lungenkrankheiten leiden, werden mit Hilfe der ununterbrochenen drahtlosen Überwachung besser betreut. Die Ärzte analysieren die regelmäßig einlaufenden Daten, um die Behandlungen zu verbessern und Diagnosen zu präzisieren.
6.1.1 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Die Ursache von circa der Hälfte aller Todesfälle in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, diese stehen somit nach wie vor an der Spitze der Volkskrankheiten. Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter, weit mehr als z. B. an Krebs und Rheuma.
Rund 30 Prozent der Menschen, die in Deutschland einen Herzinfarkt erleiden, versterben noch bevor sie im Krankenhaus eintreffen.
Mit dem Einsatz moderner Telemonitoring-Systeme kann die Anzahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen drastisch reduziert werden. Diese Systeme überwachen rund um die Uhr, anhand Sensoren am Körper des Patienten, lebenswichtige Daten wie Herzschlag und Blutdruck. Bei starken Abweichungen der Daten wird ein Alarm ausgelöst, welcher die Zeitspanne bis zur Ersthilfe stark verkürzt.
Angst ist der ständige Begleiter für Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie fürchten einen Herzinfarkt und in dieser lebensgefährlichen Situation hilflos und allein zu sein. Dementsprechend verzichten sie darauf Sport zu treiben, sie vermeiden es zu verreisen und sie schränken ihre sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten ein. Die Folge ist ein enormer Verlust an Lebensqualität.
Beim Telemonitoring senden medizinische Sensoren am Körper des Patienten rund um die Uhr Vitalparameter wie Blutdruck, Puls und EKG über ein spezielles mobiles Gerät. Bei Bedarf kann dieses Gerät manuell über eine Notfalltaste eine Sprechverbindung zu einem telemedizinischen Zentrum aufbauen.
Bei überaus auffälligen Veränderungen informiert das mobile Gerät etwa über das Mobilfunknetz umgehend automatisch ein telemedizinisches Zentrum, den Hausarzt oder ein Krankenhaus.
Zeitgleich können die genauen Positionsdaten des Patienten übermittelt werden.
Die aufgenommenen Messdaten werden gespeichert und können von einem Internisten oder Kardiologen ausgewertet werden. Er entscheidet, ob und welche weiteren Schritte notwendig sind und kann diese dem Patienten umgehend per Rückruf mitteilen.
Die moderne Telemedizin ist insbesondere Hoffnungsträger für chronisch Kranke, da sie eine bessere medizinische Versorgung möglich macht. Arzt und Patient stehen über Telemonitoring-Systeme fortwährend miteinander in Verbindung, ohne dass ein Termin vor Ort notwendig ist. Die Akzeptanz des Telemonitoring ist enorm. Bei über 80 Prozent der Patienten steigt das Gefühl der Sicherheit und es sinkt die Angst vor dem individuellen Risiko, im Notfall keine schnelle Hilfe zu erhalten. [11]
6.1.2 Telemonitoring bei den Stoffwechselerkrankungen
In den Industriegesellschaften führt ein Nahrungsüberangebot in Kombination mit deutlichem Bewegungsmangel zum vermehrten Auftreten von Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus und Fettleibigkeit. Durch mögliche Folgeerkrankungen können diese chronischen schwereren Erankungen ohne regelmäßige Therapien zum Tod führen.
Der Diabetes mellitus bezeichnet eine Stoffwechselkrankheit, bei der vor allem der Kohlenhydrat-, jedoch auch der Fett- und Eiweißstoffwechsel gestört ist. Es können zwei Hauptgruppen des Diabetes mellitus unterscheiden werden, der Diabetes mellitus Typ 1 und der Diabetes mellitus Typ2.[12]
Beim Diabetes mellitus Typ 1 werden die Insulin produzierenden B-Zellen der Bauchspeicheldrüse durch Autoimmunvorgänge oder andere nicht genauer bekannte Ursachen zerstört. Daraus resultiert ein absoluter Insulinmangel. Insulin ist im Körper notwendig, um Glukose aus der Nahrung über das Blut in die Körperzellen zu transportieren. Ca. 5 % aller Diabetiker, hauptsächlich Kinder und Jugendliche, erkranken an dieser Form des Diabetes. [12]
Neben der erblichen Veranlagung sind bei der Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 vor allem Übergewicht, falsche Ernährung und Bewegungsmangel sowie ein fortgeschrittenes Lebensalter von Bedeutung. Die Patienten entwickeln einen relativen Insulinmangel, d.h., es wird in den Insulin produzierenden B-Zellen der Bauchspeicheldrüse die normale Menge an Insulin produziert, aufgrund der erhöhten Körpermasse oder einer Insulinresistenz der Körperzellen ist jedoch die Menge dieses Insulins, in Relation zum tatsächlichen Bedarf, zu gering.
Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 sowie im fortgeschrittenen Stadium des Diabetes mellitus Typ 2 ist eine Insulintherapie unabwendbar. Die Patienten messen daher mehrmals täglich ihren Blutzuckerspiegel, um sich dementsprechend die benötigte Menge an Insulins ins Unterhautfettgewebe zu spritzen. [12]
Mit Hilfe von Telemonitoring-Systemen kann der Patient durch die regelmäßige Übertragung der Blutzuckerwerte und die Dokumentation seiner Lebensgewohnheiten beim Management seiner Erkrankung besser unterstützt und intensiver betreut werden. Die Messwerte werden vom Blutzuckermessgerät automatisch per Bluetooth an das Handy des Patienten übertragen. Von dort werden sie umgehend automatisch per Internetverbindung an das Betreuungszentrum weitergeleitet. In einer Datenbank erfolgt eine zentrale und langfristige Dokumentation der aufgezeichneten Werte. Hilfreiche Zusatzinformationen, wie die aufgenommenen Broteinheiten, der getätigte Sport oder der Einfluss von anderen Ereignissen können außerdem schnell und unkompliziert über die Mobiltelefonsoftware eingegeben werden.
Dies ermöglicht einerseits eine akkuratere Analyse des Krankheitsbildes und fördert andererseits das Krankheitsverständnis des Patienten. Die angestrebte optimale Einstellung der Blutzuckerwerte führt zu einer langfristigen Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.
6.1.3 Schlafdiagnostik
Schlafstörungen, die u. a. zu krankhaften Zuständen führen können, häufen sich in der heutigen Zeit. Immer mehr Menschen leiden darunter, dass sie keinen erholsamen Schlaf finden. Erste Anzeichen für die Betroffenen sind Müdigkeit am Tag, Kopfschmerzen, Sekundenschlaf und eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Wenn die Ursachen nicht untersucht werden, kann es längerfristig zu schweren chronischen Folgeerkrankungen kommen. Die Einweisung der Patienten in ein Schlaflabor mit eingehenden Untersuchungen ist die logische Konsequenz.
Im Fraunhofer IPMS (Projekt Mobiles Schlaf-Diagnose-System SleepBee®) wurde ein neues mobiles Schlafdiagnosesystem entwickelt, welches zusätzlich für die Anwendung im eigenen Bett konzipiert wurde. Es ist insbesondere für eine erste Voruntersuchung gedacht, wobei bereits alle von der DGSM (Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin) vorgegebenen Signale erfasst und ausgewertet werden können. Die häusliche Umgebung erübrigt die Berücksichtigung einer Eingewöhnungsphase, welche in Schlaflaboren durch das fremde Umfeld erforderlich ist. Die Testperson kann im eigenen Bett schlafen und dabei die Untersuchung durchführen lassen.
Das eingesetzte System besteht aus 5 Konzentratoren, die am Körper (Kopf, Brust, Arm und Beine) befestigt werden. Diese nehmen die Signale auf und übertragen sie drahtlos zur Basisstation. Dort werden die Signale auf einer SD-Karte gespeichert und können anschließend von einem Standardprogramm ausgewertet werden. Zusätzlich kann der Nutzer durch Drücken einer Taste an der Basisstation eine Markierung im Datensatz für die spätere Auswertung einfügen. Im Datenstrom wird die Umgebungslichtstärke protokolliert, die ebenfalls an der Basisstation gemessen wird. Hieraus ergeben sich Indizien für Beginn und Unterbrechungen des Schlafes.
Ein weiterer Vorteil des Systems ist die ausgefeilte Nutzerführung, das Anlegen der Konzentratoren und der Elektroden wird unterstützt. Jeder Nutzer oder dessen Angehörige sind somit in der Lage, alle Komponenten richtig am Körper zu befestigen. Das System kontrolliert dabei ständig die Signalqualität und gibt ggf. entsprechende Hinweise. Dies sind optimale Vorraussetzungen für den Einsatz über mehrere Tage hintereinander.
6.2 Kommunikation
Die Möglichkeiten der Telemedizin und die weiteren nicht-stationären medizinischen Eingriffe sind in der Regel nicht in der Lage das benötigte Behandlungsspektrum vollständig abzudecken. Vielfach erfordern die jeweiligen Krankheitsbilder eines Patienten die operative Betreuung durch einen Arzt, dazu zählen ebenfalls persönliche Gespräche und die Verordnung von Therapien. Diese werden von den ensprechenden Fachkräften fernüberwacht und gesteuert. Nur durch die Umsetzung solch eines Maßnahmenpakets kann der Patient effektiv behandelt werden und die gewünschten Resulate aufzeigen.
6.2.1 Tele - Arztvisite
Ergänzend zu den bereits beschriebenen Verfahren kann die ärztliche Televisite eingesetzt werden. Die Televisite ist eine Anwendung der Telemedizin, die eine Kommunikation des Patienten nach dem Klinikaufenthalt mit dem Arzt im Krankenhaus ermöglicht. Es entsteht eine zeitlich und räumlich entkoppelte Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Diese poststationäre Patientenversorgung ist mit der Endphase der stationären Behandlung vergleichbar.
Für die Dauer der Nachbehandlung wird der Patient zu Hause mit einer Kamera und einem Kommunikationsgerät ausgerüstet. Auf diese Weise ist es dem Patienten und dem Arzt möglich, die Behandlung und Rehabilitation fortzusetzen. Das Kommunikationsgerät verfügt über eine benutzerfreundliche Oberfläche, die es dem Patienten ermöglicht, einfache Fragen z.B. zu dessen Wohlbefinden zu beantworten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Sprachmitteilungen und Bilder sowie Videosequenzen zu übermitteln.
Dieses System hat den Vorteil, dass der Patient den Arzt nur in dringenden Fällen persönlich im Krankenhaus aufzusuchen hat. Die Routineuntersuchungen können demnach mit Hilfe der Telekommunikation durchgeführt werden.
Vor der Entlassung aus dem Krankenhaus erhalten die Patienten eine Schulung und den Televisitenkoffer. Dieser enthält einen mobilen PC mit Touchscreen, Lautsprecher, Mikrofon und integriertem Card Phone, sowie eine hoch auflösende Digitalkamera und eine Informationsmappe. Dieser Patientenrechner ist durch die intuitive Benutzeroberfläche relativ unkompliziert zu bedienen, gut lesbar und somit auch für ältere Patienten geeignet.[13]
Über ein integriertes Mikrofon ist eine hochwertige Sprachaufzeichnung möglich. Der Zustand einer betroffenen Körperregion wird mit Hilfe der Digitalkamera unter standardisierten Bedingungen festgehalten. Die gesammelten Daten werden unter Verwendung der Mobilfunktechnik übertragen. Die Auswertung erfolgt durch einen Arzt in der Klinik, welcher dem Patienten eine Rückmeldung über das weitere Vorgehen der laufenden Behandlung über den PC gibt.
Durch die Verwendung der Televisite wird der sonst notwendige Aufenthalt im Krankenhaus verkürzt und somit werden die Aufenthalts- und Verpflegungskosten reduziert. Die Genesungsphase kann umfangreicher ins heimische Umfeld verlagert werden. Potentielle Arztbesuche mit unterschiedlich aufwendigen An- und Abtransporten können auf ein Minimum reduziert werden, ohne die Qualität der ärztlichen Nachsorge zu mindern. Die Wartezeiten im Krankenhaus entfallen gänzlich.
6.2.2 Therapeutische Unterstützung
In der poststationären Patientenversorgung ist für die Patienten nicht nur die ärztliche Begeleitung von Bedeutung. Im weiteren Behandlungsprozess spielen die therapeutischen Maßnahmen eine erhebliche Rolle. Nachdem sich der Patient in der Klinik unter vollständiger Kontrolle befunden hat, ist er nach der Entlassung relativ hilflos alleine zu Hause.
Viele Krankheiten verlangen jedoch eine längere Behandlungsdauer als den tatsächlichen Krankenhausaufenthalt. In dieser Situation bleibt der Patient meistens alleine mit seiner Krankheit. Der Patient allerdings hat die Möglichkeit, die Hilfe bzw. Unterstützung von externen Fachkräften anzufordern. Zu diesem Zweck ist das Aufsuchen von Praxen oder Kliniken zu bestimmten Terminen notwendig. Dies ist jedoch nicht immer allen Patienten möglich. Viele Patienten sind bettlägerisch oder stark in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Ein Smart Home System bietet diesen Patienten neben den Televisiten vom Hausarzt und der vollständige Kontrolle der Vitalparameter eine Unterstützung durch therapeutische Fachkräfte. Die therapeutische Begleitung in der poststationären Behandlung ist meist von großem Belang, da der Patient ggf. durch neurologische Erkrankungen die komplette Wahrnehmung neu entwickelt. Die Rückkehr eines Patienten in das normale Leben ist das Ziel des deutschen Gesundheitssystems.
Der Patient hat im Smart Home die Möglichkeit, die direkten Anweisungen von einem eigenen Therapeuten zu erhalten. Die Daten der Sensoren, die den Gesundheitszustand des Patienten fixieren, dienen dem Therapeuten als Anhaltspunkte für die Planung des Ablaufs und die notwendige qualitative und quantitative Art der Therapie. Die individuelle Abstimmung der Therapie auf den jeweiligen Patienten ermöglicht den Therapeuten, der Krankheit schneller und effektiver entgegenzuwirken.
Neben den typischen therapeutischen Maßnahmen im Smart Home existieren auch spezielle Therapien, z. B. ICD-Therapien (implantierbarer Cardioverter Defibrillator). Der Einsatz eines ICD ist eine effektive Therapieform zur Prävention des plötzlichen Herztodes. Der sogenannte Defi erfüllt den Zweck, das Herz im Notfall per Stromstoß wieder in den richtigen Takt zu bringen. Zur Sicherstellung der einwandfreien Funktion ist eine regelmäßige Kontrolle für dieses Gerät notwendig.
Der behandelnde Arzt kann direkt am Monitor von der Praxis aus erkennen, ob bei seinem Patienten der Defi aktiv geworden ist, um eine gezielte Behandlung zusteuern, z. B. durch Anpassung der Medikamente oder Umprogrammierung des Implantats. Aber auch ohne eine unmittelbar erforderliche Reaktion hilft eine solche Kontrolle, die Therapie ständig zu verbessern. Die kontinuierlich abgerufenen Daten zum Herzrhythmus oder zum Implantat registrieren Veränderungen des Herzrhythmus frühzeitig und der Arzt kann seine Behandlung adäquat optimieren und individuell einstellen. Durch den regelmäßigen Datenfluss ist der Arzt über Veränderungen des Herzrhythmus ständig informiert. Er kann den Patient anhand dessen zusätzlich bzw. vorzeitig zu einer ambulanten Untersuchung bitten, bzw. den Abstand zwischen den aufeinander folgenden Terminen verlängern. Diese Betreuungsform bietet den Patienten mehr Sicherheit im Umgang mit ihrer Krankheit und eine erhöhte Lebensqualität.
6.2.3 Not- und Serviceruf
Ein Smart Home bietet den Patienten eine vollautomatische Überwachung. Die unterschiedlichen Sensoren registrieren alle relevanten Vitalparameter ständig oder in festgesetzten Zeitabständen, ohne die Bewegungsfreiheit des Patienten einzuschränken. Die gewonnenen Daten werden in einem am Körper zu tragenden Signalverarbeitungssystem ausgewertet und komprimiert an eine Basisstation zwecks Weiterverarbeitung gesendet. Diese Übertragung der Daten erfolgt drahtlos. In der Basisstation werden die empfangenen Daten mittels intelligenter Mustererkennungsalgorithmen analysiert, das Resultat löst ggf. eine Notfallalarmierung aus. Beim Eintreffen des Alarms entscheidet der betreuende Arzt bzw. die medizinische Fachkraft, ob eine umgehende Einweisung notwenig ist. Andernfalls kann der Arzt auch umgehend in Kontakt mit dem Patienten treten und die entsprechenden Anweisungen geben. Direkte Eingriffe anhand der integrierten Sensoren sind ebenfalls möglich.
Davon unabhängig ist der Patient im Smart Home über Visualisierungssysteme überall begleitet. Die Sensoren, die in allen Räumen integriert sind, orten die aktuelle Position des Patienten. Die aufgenommenen Daten werden von einem System analysiert, das eine intelligente Klassifizierung der Signale vornimmt, um im Notfall selbständig einen Rettungsdienst oder Angehörigen zu alarmieren. Die Sprachgesteuerten Geräte, wie Telefon oder Handy bieten weitere Möglichkeiten, das betreuende Personal zu informieren.
7 Unterstützung von Behandlungsprozessen im Smart Home
Bei einer erkrankten Person, die in einem Smart Home betreut wird, liegt der Fokus auf der Überwachung der Vitalparameter bzw. des aktuellen Krankheitszustandes. Dies ist jedoch nicht ohne die Unterstützung der entsprechenden Hilfsmittel möglich. Diese dienen dazu, der erkrankten Person überhaupt zu ermöglichen, in den eigenen 4-Wänden behandelt zu werden. Die Hilfsmittel können z. B. spezielle Geräte zur Fortbewegung (Fahrstuhl, Rollstuhl oder Gehhilfen), die die Mobilität der erkrankten Personen in eigenem Heim erhöhen, oder Eingabegeräte zur Steuerung des Smart Home, sowie andere elektrische Geräte (Terminplaner, Tagesplaner) sein. Die elektrischen Hilfsgeräte (Lichtanlagen, Multifunktionsmöbel) können ebenfalls bei der Durchführung der Behandlung durch einen Therapeuten behilflich sein oder vorbereitende Maßnahmen für einen Besuch in einer Arztpraxis treffen.
7.1 Mobilität
Der Wunsch der Patienten nach Mobilität ist ein bedeutender Aspekt des Smart Home. Nur die wenigsten Wohnungen und Häuser sind Kranken oder Behinderten gerecht gebaut. Es existieren Systeme, die den Barrieren im Haushalt entgegenwirken. Die so erreichte Mobilität steigert die Lebensqualität, was zugleich einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf haben kann. Zusätzlich sind solche Personen durch den Einsatz dieser Systeme nicht mehr von ihrer Umwelt abgekapselt, sondern können wieder an dem sozialen Leben teilnehmen.
7.1.1 Visite beim Arzt
In einem Smart Home wird eine erkrankte Person nicht ausschließlich im eigenen Heim behandelt, es sind ebenfalls Besuche bei Fachärzten nötig. Hierbei kann ein Patient, je nach Krankheitsbild unterschiedlich stark unterstützt werden. Diese Unterstützung kann bei gehbehinderten oder gehandicapten Personen, z. B. durch einen Fahrstuhl oder einen Rollstuhl erfolgen. Ein intelligenter Rollstuhl hat eine so genannte Sondersteuerung, darauf sind speziell die Personen angewiesen, die physische Probleme haben. Der Rollstuhl soll durch ein Assistenzprogramm das Ziel des Benutzers erkennen und ihn beim Erreichen dieses Ziels helfen. Ein Fahrstuhl bzw. ein Treppenlift ermöglicht einer erkrankten Person, die unterschiedlichen Ebenen eines Hauses zu erreichen. Die neu gewonnene Mobilität der Person ermöglicht es ihr sich nicht nur innerhalb der eigenen 4-Wände fortzubewegen.
7.1.2 Visite von Therapeuten
Zur Unterstützung des Behandlungsprozesses ist es notwendig, dass die erkrankten Personen nicht nur ärztlich, sondern auch von speziellen Therapeuten behandelt und betreut werden. Damit die Patienten keinen beschwerlichen Weg zum Therapeuten zurückzulegen brauchen, wird ein Smart Home bei Bedarf einen speziellen Therapiebereich besitzen. Dieser integrierte Bereich bietet Platz für Übungen und die Unterbringung von Geräten für die Therapie. Des Weiteren kann die Therapie durch eine spezielle Licht- und Tonanlage oder multifunktionale Möbel unterstützt werden. Die erkrankte Person kann darüber hinaus bei ihren Übungen durch Tele-Rehabilitation unterstützt werden, hierbei werden visuelle Medien mit Leitfäden zur Durchführung der Aktionen eingesetzt.
7.1.3 Servicedienste
Für eine erkrankte Person kann es sinnvoll sein, dass sie bei den täglichen Tätigkeiten von geschultem Personal unterstützt werden. Dieses kann dann die Aufgaben erledigen, die die erkrankte Person nicht alleine ausführen kann. Dazu zählt beispielsweise das Zubereiten von Nahrung, das Einkaufen von Lebensmitteln oder Hilfestellung bei der täglichen Hygiene. Selbstverständlich können diese Tätigkeiten nicht nur von Servicediensten ausgeführt werden, sondern ebenfalls von geschulten Verwandten.
Ein Hausnotrufsystem bietet den erkrankten Personen die Möglichkeit, in kritischen Situationen 24 Stunden am Tag Hilfe zu erhalten. Die Patienten tragen einen Funksender, den sie im Notfall betätigen können. Es wird unmittelbar eine Sprechverbindung zur Zentrale aufgebaut, wodurch unverzüglich notwendige Maßnahmen zur Hilfeleistung eingeleitet werden können. [14]
7.2 Erweiterte Assistenzsysteme
Das Smart Home bietet neben dem Standard auch auf spezielle Krankheitsbilder zugeschnittene Assistenzsysteme. Diese Systeme sind in die direkte Unterstützung des Patienten eingebunden sowie in der Zuarbeit der Therapeuten.
7.2.1 Sprachsteuerung
Die elektrischen Geräte werden standardisiert durch manuelle Eingaben gesteuert. Dies ist jedoch, je nach Krankheitsbild, nicht allen Patienten möglich. Um solchen Personen trotzdem die Nutzung zu ermöglichen, gibt es Systeme, die die elektrischen Geräte mit Hilfe der Sprache steuern.
Die Funktionsweise eines solchen Systems basiert auf den unterschiedlichen, aber bestimmten Frequenzmustern der gesprochenen Worte einer Person. Ein akustisches Empfangsgerät wird benötigt, das die entsprechenden Worte bzw. die Frequenzmuster wahrnimmt. Diese werden dann analysiert und falls das Muster hinterlegt ist wird ein zugeordneter Befehl an das zu steuernde elektrische Gerät gesendet. Somit ist es zum Beispiel mit einem Telefon möglich den Fernseher zu bedienen, das Licht einzuschalten, die Heizung zu steuern oder die Türen zu öffnen. Dabei können alle zu steuernden Geräte, je nach Typ über unterschiedliche Medien angesteuert werden. Diese Medien sind Infrarot, Bluetooth, WLAN oder verschiedene Kabelverbindungen. [16]
7.2.2 Roboter-Assistenzsysteme
Erkrankte Personen sind im eigenen Heim bei den immer wiederkehrenden Tätigkeiten im Tagesablauf auf Hilfe angewiesen. Es existieren Roboter Assistenzsysteme, die einige der anfallenden Tätigkeiten übernehmen können. Für den Haushalt gibt es schon Staubsauger, die völlig selbstständig arbeiten können. Sie erkennen anhand von Sensoren, wo Staub aufgesammelt werden muss, und reagieren entsprechend. Es existieren auch bereits erste rudimentäre Ansätze für Pflegeroboter. Diese Roboter sollen einerseits die Pflege der erkrankten Person unterstützen, z. B. indem sie Getränke oder Medikamente anreichen, andererseits können die Roboter z. B. bei der körperlichen Pflege helfen oder beim Aufstehen und zu Bett gehen. [17]
7.2.3 Elektronische Patientenakte
Die elektronische Patientenakte speichert alle medizinischen Daten einer Person, so dass sie überall und jederzeit von allen Berechtigten abrufbar sind. Dieses hat zum Beispiel für chronisch Kranke den Vorteil, dass die verschriebenen Medikamente lückenlos aufgelistet werden und so besser überprüft und überwacht werden können. Dies zielt insbesondere auf die Vermeidung von gefährlichen Wechselwirkungen bei Einnahme der unterschiedlich verordneten Medikamente. Zusätzlich können in der Akte je nach Bedarf Aufzeichnungen der Korrespondenz der Ärzte gespeichert werden. Sie dient jedoch auch für die Online-Prüfung der Versicherungsstammdaten.
Eine solche elektronische Patientenakte ist nur von Vorteil, wenn sie in allen möglichen Einsatzgebieten genutzt wird. Um eine effiziente Gesundheitsvorsorge des Patienten zu gewährleisten, ist eine lückenlose Dokumentation der Erkrankung, Medikation und Therapie unerlässlich.[18]
7.3 Meldesysteme
Durch den Wechsel eines Patienten aus einem ständig überwachten Krankenhaus in das eigene Smart Home entfallen die besonderen dauerhaften Sicherheitsmaßnahmen. Zur Kompensierung und zum Schutz vor krankheitsbedingten und externen Sicherheitsrisiken werden spezielle Meldesysteme eingesetzt.
7.3.1 Krankheitsbedingte Sicherheitsrisiken
Spezielle Sensoren im Boden können den Sturz einer Person erkennen und so automatisch und umgehend Hilfemaßnahmen einleiten, zum Bespiel die Benachrichtigung eines Verwandten. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme, insbesondere für Demenzkranke, ist die automatische Herdabschaltung, diese wird nach einer kurzen Zeitspanne aktiviert, wenn der Patient das Smart Home verlässt, ohne vorher selbst daran zu denken. Des Weiteren erfolgt die Zugangskontrolle zum Smart Home über biometrische Merkmale der Bewohner, wodurch ein normales Schloss mit Schlüsseln überflüssig wird, die biometrischen Schlüssel können nicht vergessen oder verloren werden. Da alle Sicherheitssysteme miteinander vernetzt sind, kann ein intelligentes Smart Home aus den persönlichen Anforderungen der Benutzer lernen und dadurch automatisiert gelernte Situationen ohne Eingriff von außen meistern.
Je nach Krankheitsbild ergeben sich weitere Anforderungen an ein Smart Home. Für demenzkranke Personen ist die richtige, ausgewogene Ernährung eine der Herausforderungen des täglichen Lebens, da sie selbst dies meistens vergessen. Es kommt ziemlich oft vor, dass diese Personen dehydrieren, da sie einfach vergessen zu trinken. Ein Lösungsansatz ist der Einsatz eines Erinnerungssystems, welches mit Sensoren an Tassen und Gläsern arbeitet. Ein weiterer Aspekt bei dieser Krankheit ist der Umgang mit Lebensmitteln und deren Mindesthaltbarkeitsdauer. Ein intelligenter Kühlschrank kann mit Hilfe von RFID Chips, auf denen das MHD gespeichert ist, abgelaufene Lebensmittel erkennen und dessen Aussortierung anraten.[19]
7.3.2 Externe Sicherheitsrisiken
Ein intelligentes Haus bietet viele Möglichkeiten, die Sicherheit bzw. das Sicherheitsgefühl der Bewohner zu erhöhen. Es können Brandmelder, Gasmelder oder Wassermelder miteinander verbunden und an ein Sicherheitssystem angeschlossen werden, das bei Bedarf automatisch die Feuerwehr oder andere Hilfskräfte anfordert. Zum Schutz vor Einbrechern können Bewegungs- oder Glasbruchmelder zusätzlich an das Sicherheitssystem angeschlossen werde, die im Notfall Licht anschalten oder Lärm ertönen lassen.[19]
8 Datenschutz und Sicherheit für die Anwendungen
Zur Gewährleistung einer effizienten Gesundheitsversorgung im Smart Home spielt die Sicherheit bei der elektronischen Vernetzung eine immer größere Rolle. Es werden hoch sensible Daten gesammelt, analysiert, versendet und empfangen. Der Datenschutz und die Datensicherheit sind daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein funktionierendes Smart Home.
Der Datenschutz verteidigt personenbezogene Daten vor Missbrauch durch Dritte. Personenbezogene Daten sind Informationen über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten Person. Sie sind bei der Datenverarbeitung besonders schützenswert und dürfen nicht ohne Genehmigung der entsprechenden Person erhoben, verändert, gespeichert oder genutzt werden. Die rechtliche Grundlage bildet das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Alle Programme, Anwendungen oder sonstige informationsverarbeitenden Systeme haben diesen Gesetzen zu folgen.
Die Datensicherheit schützt die Daten einer bestimmten Person vor nicht autorisierten Zugriffen. Die Realisierung erfolgt anhand der Hilfe von technischen Lösungen. Die Problematik in der heutigen Zeit liegt in der Übermittelung der Informationen über das World Wide Web. Ein unautorisierter Zugriff kann ohne besonders geschützte Datenübertragungsarten relativ simpel erfolgen. Die möglichen Gefahren bei der Datensicherheit sind Spionage, Virenangriffe, Computerkriminalität, Botnetz-Angriffe oder die Verwendung von offenen Systemen. Um diese Gefahrenquellen zu beseitigen oder zu minimieren, ist sowohl die Hardware, als auch die Software in einem Smart Home dementsprechend einzurichten bzw. zu programmieren.[20]
8.1 Funktionssicherheit
Die Funktionssicherheit ist von besonderer Bedeutung, da alle technischen Systeme fehleranfällig sind. Ein System gilt als funktionssicher, wenn es trotz auftretender Fehler nicht in unkontrollierbare Zustände gerät, es also nicht zu einer Gefahr für sich oder seine Umwelt wird. Durch eine immer höhere Technisierung des eigenen Heims ist das Gefährdungspotential deutlich gestiegen. Eine Minimierung ist durch die Implementierung von Überwachungssystemen möglich. Ein Benutzer eines technischen Gerätes darf sich jedoch nicht völlig darauf verlassen, dass der Sensor und die Analyse der Daten korrekt sind. Es obliegt seiner Verantwortung, die technischen Geräte mit der entsprechenden Vorsicht zu nutzen. Nur in der Interaktion zwischen Mensch und technischem Gerät wird eine effiziente Funktionssicherheit erreichbar.[21]
8.2 Informationssicherheit
Im Rahmen der Informationssicherheit werden technische Systeme untersucht, um den Schutz vor potentiellen Angriffen zu betrachten. Die Bedeutung der Informationssicherheit ist mit der gestiegenen Kommunikation gewachsen. Der Schutz vor Viren, Trojanern oder manipulierten Webseiten ist ein wesentlicher Bestandteil für eine sichere Kommunikation aller Teilnehmer. In einem Smart Home spielen folgende Sicherheitsfunktionen ein wichtige Rolle[21]
- Identifikation und Authentisierung
- Ein ordnungsgemäßes Benutzerkonzept verwaltet die Rollen und die dazugehörigen Rechte für identifizierte und autorisierte Benutzer innerhalb eines Smart Home Systems.
- Kommunikation
- Unter einer authentischen Kommunikation ist die Sicherstellung der berechtigten Instanzen zur Durchführung des Datenaustausches zu verstehen.
- Schutz der Benutzerdaten
- Regelung der kontrollierten Informationszugriffe auf die Daten des Anwenders zwecks Differenzierung der Rechte unter den Benutzern.
- Privatheit
- Anonymisierung der Benutzer zur Vermeidung von Datenmissbrauch durch andere Benutzer.
- Sicherheitsprotokollierung
- Sicherheitsrelevante Ereignisse werden festgehalten, um nachträglich analysieren zu können, welcher Benutzer diese initiiert hat.
8.3 Datenschutz
Im eigenen Heim sind die Informationen der Anwender vertraulich und schützenswert. Ein besonderer Schutz benötigt ein Smart Home für die Gewährleistung der Überwachungssysteme. Die anderen Benutzer oder dritte Personen dürfen nicht ohne Zustimmung der beteiligten Person an diese Daten gelangen. Die einzuhaltenden Maßnahmen für den Informationsschutz sind im Datenschutzgesetz und insbesondere in den gesetzlichen Grundlagen der Telemedizin geregelt.[21]
9 Perspektiven vom Smart Home im Gesundheitswesen
Es existiert ein breites Spektrum an Krankheiten in Deutschland. In den letzten Jahren ist eine quantitative Verlagerung von den akuten zu den chronischen Erkrankungen erfolgt. Insbesondere Menschen im hohen und sehr hohen Alter leiden an chronischen und zumeist irreversiblen Krankheiten, die eine lebenslange medizinische Behandlung erfordern können. Normalerweise steigt der Schweregrad dieser Krankheiten mit zunehmendem Alter, das heißt, dass sich das Gesamtbild dieser chronischen Erkrankungen verschlechtert.
Diese Entwicklung führt dazu, dass die klassischen Behandlungsformen nicht mehr effizient sind. Es werden vielmehr dauerhaft die Bereiche des Pflegesektors benötigt, wie bspw. Rehabilitationszentren, Pflegeheime und mobile Pflegedienste, sowie weitergehende Unterstützung bei diversen Prozessen zu Hause. Lösungsansätze bietet die Telemedizin, in Form von Smart Home und Ambient Assisted Living, da sie dauerhafte Behandlungen mit relativ geringem Aufwand ermöglichen.
Die für diese Lösungsansätze benötigte Technik bedeutet heutzutage weniger Kosten. Die aktuelle Technologie ist in der Lage, die Datenmengen ohne Verlust auch über längere Entfernungen zu transportieren. Die heutige Medizin kann auf bestimmte Krankheitsprozesse direkt und effektiv zugreifen, um deren Entwicklung positiv zu beeinflussen.
Den Herausforderungen des Gesundheitswesens kann in Zukunft nur mit innovativen Lösungen begegnet werden. Es ist an der Zeit, die Telemedizin als wesentlichen Bestandteil neuer Behandlungskonzepte in flächendeckendem Maßstab umzusetzen und in den entsprechenden Leitlinien der Fachgesellschaften festzuschreiben.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht gesehen bieten die benötigten telemedizinischen Entwicklungen deutschen Unternehmen die Chance, zukunftsweisende Geräte, Systeme und Dienstleistungen zu kreieren. Je nach Qualität der Entwicklungen können diese dann auf dem Weltmarkt angeboten werden.
9.1 Entlastung der Kostenträger
Die Tendenz der Krankenkassen geht ebenfalls in Richtung Telemedizin. Sie sehen die Vorteile von telemedizinischer Versorgung insbesondere bei chronischen Erkrankungen. Das angestrebte Ziel ist die Vermeidung bzw. Minimierung von unnötigen teuren Krankenhausaufenthalten. Die Vorraussetzungen dafür sind einerseits dem Patienten mehr Sicherheit im Alltag zu geben und andererseits ihren Krankheitsverlauf zu stabilisieren.
„Chronisch herzkranke Patienten liegen im Vergleich zu Patienten mit anderen Krankheiten im Jahresdurchschnitt am längsten im Krankenhaus. Gerade für unsere Versicherten, nämlich Landwirte und ihre Familien, sind das Ausfallzeiten, die wir gerne auf ein Minimum reduzieren wollen“, erklärt Detlef Hinz von der LKK Niedersachsen-Bremen.
Die ökonomischen Vorteile bei der Behandlungen im Smart Home sind eindeutig. Laut der VDE-Analyse betragen die durchschnittlichen Gesamtkosten einer Therapie einer chronischen Herzinsuffizienz mit telemedizinischer Begleitung 3065 Euro und da bei einer Erfolgsrate von 75 Prozent. Im Gegensatz dazu kostet die Behandlung ohne Telemonitoring 6397 Euro bei einer Erfolgsquote von nur 59 Prozent.
Die Anzahl der Patienten, die mit Instrumenten des Smart Home behandelt werden können, steigt jährlich. Viele Kostenträger haben einige Vorschläge und Möglichkeiten zur heimischen Behandlung in ihr Angebot aufgenommen. Das sind jedoch heutzutage nur Insellösungen. Um dauerhaft effektiv zu agieren, bleibt den Kostenträgern nur die Option der Verbreiterung ihres Leistungskataloges, wie die des Smart Home und ihren telemedizinischen Möglichkeiten.
9.2 Interesse der Leistungserbringer
Der Einsatz des poststationären Smart Home bringt zusätzlich zur finanziellen Entlastung der Kostenträger auch Vorteile für die Leistungserbringer, also dem Personal der Krankenhäuser. Für viele chronisch Erkrankte ist die Behandlung via Telemedizin qualitativ vergleichbar mit der stationären und durchweg effektiver als bei nachstationären sporadischen Arztbesuchen. Der Arzt hat den ständigen Überblick über den Gesundheitszustand des Patienten, denn je früher er in die Behandlung des Patienten eingreifen kann, bspw. die Neudosierung von wichtigen Medikamenten, desto umgehender ist eine Heilung, beziehungsweise eine Linderung der Beschwerden möglich. Die Therapie aus der Ferne ersetzt die sonst ggf. notwendigen häufigen Krankenhausaufenthalte von chronischen Patienten. Die Kommunikation des behandelnden Arztes mit Fachkollegen spielt bei dem Konzept eine weitere wichtige Rolle, je nach Bedarf kann er bei Televisiten fachlichen Rat einfordern, z. B. über Telekonferenz. Diese Möglichkeit erlaubt den Austausch über stationäre Abteilung und Krankenhausmauern hinweg, was sich im Rahmen einer Krankenhausvisite unter Umständen nur äußerst aufwendig bewerkstelligen lässt. Der Patient kann größtenteils zu Hause bleiben, wo er sich höchstwahrscheinlich wohler fühlt und wodurch er mehr private Zeit zur Verfügung hat. Das alles wirkt sich überaus positiv auf den Behandlungsprozess aus. Darüber hinaus erfolgt eine stärkere Auseinandersetzung der Patienten mit den notwendigen Behandlungsprozessen, welche den Krankenhauspatienten manchmal fehlen kann, wodurch dem Betreuungspersonal ein höherer Überwachungsaufwand entsteht. Des Weiteren wird das Betreuungspersonal in den Krankenhäusern durch den Wegfall der dauerhaften Pflege der chronisch Erkrankten entlastet, wodurch Freiräume für neue oder pflegeintensivere Patienten geschaffen werden.
9.3 Soziale Aspekte
Abgesehen von den vielen Vorteilen erfolgt durch den Einsatz des Smart Home ein unbegrenzter Zugang zur Privatsphäre eines Menschen. Die Autonomie des Patienten ist stark an eine ständige Kontrolle gekoppelt. Diverse Studien zeigen, dass insbesondere ältere Personen selbst entscheiden wollen, wer ihnen Unterstützung bietet. Smart Home verschafft in diesem Sinne beide Aspekte: es fördert die Autonomie im Vergleich zu einem stationären Aufenthalt, aber es schränkt diese ebenso ein im Vergleich zu einem unkontrolliertem Leben daheim. Der Grad an Respektierung der Privatsphäre der Patienten liegt individuell, je nach Krankheitsbild zwischen den persönlichen Bedürfnissen nach Autonomie und den lebensnotwendigen Maßnahmen im Smart Home. Im Smart Home können technische Systeme in Dienstleistungskonzepte eingebunden werden, die einen persönlichen Kontakt zu Familienmitgliedern, Bekannten oder Betreuern ermöglichen. Für manche Menschen sind die Kontakte über diese Kommunikationsmittel die einzige Möglichkeit, ein Leben mit sozialem Umfeld zu führen.
Ein Problem des Smart Home ist der Aspekt, dass ältere und kranke Personen in ihrem Heim isoliert sind oder abgeschoben werden. Deshalb ist es wichtig, dass die hilfsbedürftige Person durch eine Betreuungsperson unterstützt wird, die die notwendige Zeit für die persönliche Betreuung des Patienten hat. Diese zusätzliche Betreuungszeit soll durch die technische Unterstützung des Smart Home in Routineabläufen kompensiert werden. Ein Patient kann jedoch selber bestimmen, wie und wobei er durch eine Betreuungsperson unterstützt wird, somit kann der Patient seinen Abhängigkeitsgrad selbst definieren.
9.4 Chancen und Risiken
Die Thematik des Smart Home im Gesundheitswesen ist in den vergangen Jahren verstärkt durch in medizinischen Fachgremien behandelt worden. Es existieren Meinungen, dass so ein Konzept zur finanziellen Entlastung im Gesundheitswesen beitragen kann. Weitere Überzeugungen gehen dahin, dass somit die Qualität der Behandlungen gesteigert und die Prävention der Krankheitsrisiken verbessert werden kann. Problematisch sehen die Gremien die Isolation der Patienten und die Sicherheit der eingesetzten Technologien.
In Deutschland sind mehrere Projekte gestartet, deren Aufgabe die Analyse der Effizienz und der Sozialverträglichkeit einer Behandlung eines Patienten in einem Smart Home ist. Spezielle Forschungseinrichtungen arbeiten an Technologien und Unterstützungsmodellen für die Anwendungen im Smart Home. Die Umsetzung dieser fortgeschrittenen Projekte ist nun von den notwenigen, noch fehlenden Rahmenbedingungen des Staates abhängig. Nur durch die finanzielle staatliche Unterstützung der Forschung und eine gesetzliche Absicherung für Smart Home kann ein wichtiger Schritt in eine zukunftweisende Behandlung von Patienten im eigenen Heim durch moderne Technologien erfolgen.
10 Schlussbetrachtung
Die aktuelle Gesundheitssituation und der demografische Wandel in der Bundesrepublik Deutschland erfordern Alternativen bei der Behandlung von älteren und chronisch kranken Menschen. Insbesondere die Behandlung der typischen Volkskrankheiten ist durch längere stationäre Aufenthalte und langwierige Nachbetreuungen äußerst kostenintensiv. Der Ansatz des Smart Home ist eine Option, die Behandlungsprozesse unter finanziellen und medizinischen Aspekten zu optimieren.
Ein Smart Home für Gesundheitsanwendungen kann nur unter Umsetzung und Berücksichtigung der verschiedenen Aspekte funktionieren, dazu gehören insbesondere die individuellen Anforderungen der Patienten und ihre Ängste. Darüber hinaus muss der Gesetzgeber entsprechende Gesetze erlassen, damit Rechtssicherheit zwischen dem medizinischen Personal und den Patienten herrscht. Eine Implementierung der Technologie im eigenen Heim des Patienten ist durch den Vergleich von direkten und indirekten Kosten und geldlichen sowie therapeutischen Nutzen zu prüfen.
Die Dauer des stationären Aufenthalts von Patienten kann verkürzt werden, indem die Überwachung und Nachbetreuung in das Heim des Patienten verlagert wird. Dieses darf jedoch nicht auf Kosten der medizinischen Versorgung geschehen. Vorgestellte Lösungsmöglichkeiten sind:
- Überwachung der Vitalparameter
- Sensordiagnostik
- Automatisierte medizinische Hilfe
- Audiovisueller Arztkontakt
- Telemedizin
Neben der Überwachung und der Therapie ist in einem Smart Home die Unterstützung des Patienten bei den täglichen Tätigkeiten von Bedeutung. Ein Patient wird anders als bei einem stationären Aufenthalt nicht voll versorgt, er hat bspw. sein Essen selber zu zubereiten, das Heim zu reinigen und sich zugleich zu schonen. Vorgestellte Lösungsmöglichkeiten sind:
- Unterstützung durch Verwandte
- Unterstützung durch private Pflegedienste
- Sicherheitsmeldesysteme
- Roboterassistenzsysteme
- Erweiterte Mobilitätsmodelle
Ein wichtiger Faktor in einem Smart Home ist das Wohlbefinden des Patient, um besser genesen zu können als im Krankenhaus. Ein weiterer umfassender Vorteil ist, dass ein Patient, der Zuhause lebt, je nach Krankheitsbild und eigenem Wunsch am sozialen Leben mehr oder weniger intensiv teilnehmen kann.
Nicht jeder Patient kann in einem Smart Home betreut werden, die individuellen Gegebenheiten sind insbesondere zu beachten. Des weiteren dürfen die entstehenden Kosten nicht höher sein als bei einer stationären Behandlung.
Ein beträchtliches Problem ist der Datenschutz und die Datensicherheit. Die Patientendaten sind besonders schutzbedürftig und dürfen nur den autorisierten Benutzern zur Verfügung stehen. Dazu ist eine gesicherte und verschlüsselte Übertragung der Daten notwendig.
Ein Smart Home kann eine Alternative zu der stationären Behandlung sein. Es ist jedoch noch viel Entwicklungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, damit die unterschiedlichen Benutzer mit ihren individuellen Bedürfnissen die Vorteile optimal wahrnehmen können und die möglichen Nachteile bei der Behandlung des Patienten im eigenen Heim minimiert werden können.
11 Fußnoten
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Statistisches Bundesamt 2006, Gesundheit in Deutschland
- ↑ Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.02.2006
- ↑ 3,0 3,1 Telefonischer Gesundheitssurvey 2003, Robert Koch-Institut
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 4,6 4,7 4,8 Statistisches Bundesamt 2006, Gesundheit in Deutschland, Krankheitskosten
- ↑ Statistisches Bundesamt 2006, Gesundheit in Deutschland S.194
- ↑ Krankenhausstatistik (Statistisches Bundesamt), Gesundheit in Deutschland S.162
- ↑ Robert Koch-Institut, Gesundheit in Deutschland
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- ↑ Vgl. King 2003, SMART HOME – A DEFINITION
- ↑ Vgl. Richter o.J., Smart Home / das intelligente Haus - Versuch einer Definition
- ↑ Von Joachim Häcker, Barbara Reichwein, Nicole Turad, Telemedizin
- ↑ 12,0 12,1 12,2 Kerner W, Brückel J, Böhm BO, Definition, Klassifikation und Diagnostik des Diabetes mellitus
- ↑ R. Eberl, A. Kaminski, N. Reckwitz, G. Muhr, B. Clasbrummel Die Televisite als Anwendungsform der Telemedizin im klinischen Alltag
- ↑ Vgl. Erkert 1999, TeleCare und Intelligentes Haus - Intelligente Technik für die Pflege und den Haushalt
- ↑ Insors GmbH o.J., Übersicht Hardwareaufbau Easy by Voice
- ↑ Vgl. Stephan Brandt 2005, Einsatzmöglichkeit und Steuerung mit der Sprachsteuerung
- ↑ Vgl. Dr. Thomas Becks et al. 2007, Ambient Assisted Living Neue „intelligente“ Assistenzsysteme für Prävention, Homecare und Pflege
- ↑ Vgl. Sascha Alexander Martin Bayer 2007, Patient Gesundheitskarte
- ↑ 19,0 19,1 Vgl. Peter Georgieff 2008, Ambient Assisted Living
- ↑ Vgl. Marion Bultmann et al. 2002, Datenschutz und Telemedizin - Anforderungen an Medizinnetze -
- ↑ 21,0 21,1 21,2 Vgl. Prof. Dr. Manfred Broy et al. 2002, Integrierte Gebäudesysteme - Technologien, Sicherheit und Märkte
12 Literatur- und Quellenverzeichnis
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