3D-Fernseher - Ein Vergleich der aktuellen Techniken
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| Name des Autors | Rainer Bommes |
| Matrikelnummer | 221404 |
| Titel der Arbeit: | 3D Fernseher - Ein Vergleich der aktuellen Techniken |
| Hochschule und Studienort: | FOM Neuss |
Inhaltsverzeichnis |
1 Einleitung
In dieser Arbeit geht es um die unterschiedlichen 3D-Techniken, wie der 3D-Effekt jeweils erzeugt wird und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Technik werden genannt. Des Weiteren wird beschrieben, warum der Mensch überhaupt 3D sehen kann und wie der Stereoskopie-Effekt erzeugt wird. Abschließend werden die Potenziale von Kino und Fernseher im 3D-Bereich beschrieben und die unterschiedlichen gewählten 3D-Techniken werden nochmals kurz vorgestellt.
Leider waren die einzelnen Fernseher-Hersteller nicht so freundlich mir genauere Informationen zu Ihren Techniken bereitzustellen.
Die 3D-Technik ist bereits schon mehrere hundert Jahre alt. Diese wurde sogar vor der Photographie erfunden. Leider konnte sich die Technik nie wirklich durchsetzten. Doch mit der Umstellung von Analog zu Digital hat auch die 3D-Technik eine neue Chancen bekommen.
2 Stereoskopie
In diesem Bereich wird der Bereich Stereoskopie beschrieben und erklärt. Die Stereoskopie ist die Grundlage für räumliches Sehen und die räumliche Wahrnehmung von Bildern.
2.1 Definition / Grundlagen
Das Wort Stereoskopie setzt sich zusammen aus den Wörtern „Stereo“ und „Skopie“. Beide Wörter habe ihren Ursprung aus dem Griechischen. (Stereo = stereos, was für hart, fest oder auch räumlich, ausgedehnt steht und Skopie = skopeo, was für betrachten steht)
Die Stereoskopie ist somit ein Verfahren zum räumlichen Betrachten.
Der Stereoskopieeffekt wird mit Hilfe von paarweisen Bildern (Stereoskopische Halbbilder genannt), die getrennt für jedes Auge einzeln dargestellt werden erzeugt. Auf jedem Bild wird jeder Raumpunkt durch korrespondierende Bildpunkte je Halbbild abgebildet und durch die Parallaxe gering seitlich zueinander verschoben.
Das menschliche Gehirn, welches die unterschiedlichen Einzelbilder von jedem Auge mit den unterschiedlichen Raumpunkten empfängt, rechnet die Bilder zu einem Bild zusammen und es entsteht ein räumlicher Eindruck.[1]
2.2 Funktionsweise
Beim Betrachten naher Gegenstände bietet das Sehen mit zwei Augen ein wesentliches Mittel zur richtigen Schätzung der Entfernungen. Mit dem rechten Auge sehen wir einen nahen Gegenstand auf einen anderen Punkt des Hintergrundes projiziert als mit dem linken Auge. Dieser Unterschied wird umso bedeutender, je näher der Gegenstand rückt. Richten wir beide Augen auf einen nicht allzu weit entfernten Punkt, so bilden die beiden Augen-Achsen einen Winkel, der umso kleiner wird, je weiter sich der Gegenstand entfernt. Die Größe dieses Winkels gibt uns daher ein Maß für die Entfernung der Gegenstände. Der Mensch unterscheidet also beim Sehen mit zwei Augen deutlich, welche Punkte mehr vortreten, und welche weiter zurückliegen. Dazu kommt, dass wir nahe Gegenstände mit dem rechten Auge etwas mehr von der einen, mit dem linken Auge etwas mehr von der anderen Seite sehen, und dass gerade die Kombination dieser etwas ungleichen Bilder zu einem Totaleindruck (Berechnung im Gehirn) wesentlich dazu beiträgt, die flächenhafte Anschauung des Einzelbildes hin zu einer körperlichen Wahrnehmung ermöglicht.
Diese Möglichkeit, der Doppel-Bild-Wahrnehmung, hat der Mensch seiner Augenposition zu verdanken. Die Augen sind durch die Evolution, wie bei allen „Jäger-Tieren“ parallel nach vorne gerichtet. Bei den „Flucht-Tieren“ sind die Augen meistens seitlich ausgerichtet, oder sehr flexibel um einen möglichst großen Blickwinkel zu ermöglichen.[2][3]
2.3 Anaglyphenverfahren
Das Anaglyphenverfahren wurde im Jahre 1853 von Wilhelm Rollmann entwickelt und veröffentlicht.
Beim Anaglyphenverfahren werden die beiden stereoskopischen Halbbilder nicht (für jedes Auge einzeln) nebeneinander, sondern überlagert dargestellt. Die jeweiligen Halbbilder werden in Komplementärfarbe eingefärbt, darum bezeichnet man dieses Verfahren auch als Farbanaglyphen-Verfahren.
Die Trennung der beiden eingefärbten Halbbilder erfolgt mit speziellen Anaglyphenbrillen, die mittels zweier gefärbten Farbfolien die Komplementärfarben herrausfiltern und so die Trennung ermöglichen.
Heute wird hauptsächlich das Trennung-Verfahren nach Stephen Gibson eingesetzt, welche die Filterfarben Rot (Linke-Seite) und Cyan (Rechte-Seite) verwendet.[4]
Vorteile:
- In der heutigen Zeit hat das Anaglyphenverfahren den großen Vorteil, das es mit allen Anzeigegeräten/Displays betrieben werden kann.
- Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist die geringe Blickwinkelabhänigkeit.
- Als abschließenden Vorteil ist der günstige Preis zu nennen.
Nachteile:
- Die Hauptnachteile sind der unangenehme Bildeindruck, da die beiden Augen unterschiedlich eingefärbte Bilder wahrnehmen
- und die daraus resultierende schlechte Farbdarstellung.
2.4 Polarisation
Unter Polarisation versteht man das nur die passende Wellenschwingung zum Filter durchgelassen wird. Die anderen Wellenschwingungen werden geblockt. Da das Licht von einer Lampe in komplett unterschiedlichen Wellenschwingungen und Richtungen vom Lichtkörper verstreut wird ist dieses Licht nicht polarisiert. Lichtwellen werden mit Hilfe von Polarisationsfilterfolien gefiltert/polarisiert. Bei einem senkrechten Polarisationsfilter werden, z.B nur senkrecht schwingende Lichtwellen durchgelassen, alle anderen Wellen werden blockiert.
Für die Darstellung von Filmen, wird mit Hilfe eines oder mehrerer Projektoren der Film per Licht auf die Leinwand übertragen.
Normalerweise ist das Licht dabei nicht gefiltert/polarisiert und ist, etwa wie das Sonnenlicht, komplett gestreut.
Das auf der Leinwand eintreffende Licht wird von dieser auf die Zuschauer reflektiert. Auch hier wird das Licht gestreut.
Bei Displays sorgt die Hintergrundbeleuchtung dafür, das die Informationen über das LCD-Panel an den Menschen übertragen werden.
Um die beiden Halbbilder getrennt (linkes Auge / rechtes Auge) wahrnehmen zu können, wir das Licht unterschiedlich polarisiert. Somit wird eine sehr gute Kanaltrennung erreicht. Die Polarisierten Lichtstrahlen werden mit Hilfe einer Polfilter-Brille für das jeweilige Auge gefiltert und das andere Halbbild wird nicht wahrgenommen. Ein Problem besteht in der nicht einheitlichen Verwendung der Filter bei verschiedenen Herstellern von Polfilterbrillen und Projektoren/Displays.[5]
Die Polarisationstechnik im Kino wird im separaten Punkt "3D-Techniken beim Kino" beschrieben.
Bei den LCD-Displays haben sich zwei Verfahren für die Polarisation durchgesetzt:
2.4.1 Panel-Polarisation
Bei der Panel-Polarisation wird das komplette LCD-Panel für das erste Halbbild polarisiert (z.B um +45°). Für das zweite Halbbild wird ein weiteres LCD-Panel eingebaut und komplett entgegengesetzt polarisiert (z.B um -45°).
Die Lichtstrahlen der Hintergrundbeleuchtung werden durch die LCD-Panels unterschiedlich polarisiert und werden polarisiert an den Menschen übertragen. Mit Hilfe einer Polfilter-Brille, welche genau auf die jeweiligen Polarisationen eingestellt ist (linkes Auge / rechtes Auge), werden die unterschiedlichen Halbbilder für jedes Auge getrennt und werden als Einzelbilder wahrgenommen. Durch das Gehirn werden die Bilder zu einer räumlichen Darstellung berechnet.[6]
Vorteile:
- Da jedes LCD-Panel für sich steht und polarisiert gibt es keine Auflösungseinbusen.
- Die passiven Polfiterbrillen sind sehr leicht.
Nachteile:
- Da die unterschiedlichen LCD-Panels direkt übereinander liegen treten bei der Darstellung leichte Farbartefakte auf.
- Die Blickwinkelabhänigkeit ist höher.
2.4.2 Zeilen-Polarisation
Bei der Zeilen-Polarisiation werden die Zeilen des LCD-Panels unterschiedlich polarisiert. Alle geraden Zeilen werden z.B. mit +45° und alle ungeraden Zeilen werden z.B. mit -45° polarisiert. Dadurch geht vertikale Auflösung verloren, von z.B. vorhandenen 1680 x 1050 Pixeln verbleiben 1680 x 525 Pixel.
Bei dieser Technik werden ebenfalls die Lichtstrahlen der Hintergrundbeleuchtung durch das LCD-Panel (mit den unterschiedlich polarisiert Zeilen) unterschiedlich polarisiert und werden polarisiert an den Menschen übertragen. Mit Hilfe einer Polfilter-Brille, welche genau auf die jeweiligen Polarisationen eingestellt ist (linkes Auge / rechtes Auge), werden die unterschiedlichen Halbbilder für jedes Auge getrennt und werden als Einzelbilder wahrgenommen. Durch das Gehirn werden die Bilder zu einer räumlichen Darstellung berechnet.[7]
Vorteile:
- Die passive Polfilterbrillen sind sehr leicht.
- Es wird nur ein LCD-Panel benötigt.
Nachteile:
- Nur halbe vertikale Auflösung.
- Die Blickwinkelabhänigkeit ist höher.
2.5 Shutter-Technik
Bei dieser Methode werden beide Halbbilder nacheinander von Display wiedergegeben oder an die Leinwand projiziert. Zeitgleich sendet das Display/Fernseher oder Projektor per Infrarot ein Steuerimpuls an die Shutter-Brillen. Die Shutter-Brille verdunkelt per Flüssigkristall jeweils synchron zum Bildwechsel eines der beiden Brillengläsern.
Durch die Trägheit des Auges wird dieser Wechsel nicht wahrgenommen und das Gehirn nimmt beide Bilder gleichzeitig wahr und berechnet eine räumliche Darstellung.
Um ein Flimmern für das Auge zu vermeiden muss dieser Wechsel sehr schnell vollzogen werden. Die Shutter-Brillen können beliebig schnell wechseln. Das Problem liegt bei der Bildwiederholfrequenz der Displays. Die heutigen 100Hz Fernseher sind nicht optimal, da pro Halbbild nur noch 50Hz zu Verfügung stehen und somit ein Flimmern wahrgenommen werden könnte. Für eine optimale, flimmerfreie Darstellung werden mindestens 120Hz (60hz pro Auge) benötigt.[8]
Vorteile:
- Keine Auflösungseinbußen, da das Display nur die Halbbilder anzeigt.
- Geringe Blickwinkelabhängikeit
- Sehr gute Kanaltrennung
Nachteile:
- Empfindliche Menschen nehmen (bei geringer Frequenz) flimmern wahr
- Akkubetriebende, schwerere Brille erforderlich
- Höhere Kosten durch die Brille
2.6 Autostereoskopie
Bei der Autostereoskopie-Technik werden keine Brillen benötigt. Das Display stellt zwei unterschiedliche Bilder durch ein Linsenraster oder eine Streifenmaske für jedes Auge separat dar.
Um nun einen Stereoeffekt zu erzeugen, müssen 2 verschiedene Bilder so gemischt werden, das die erste Spalte des linken Teilbildes neben der ersten Spalte des rechten Teilbildes liegt, d.h. ungerade Spalten (1,3,5,...) gehören zum rechten Teilbild und gerade Spalten (2,4,6,...) gehören zum linken Teilbild. Der Effekt ist mit dem von "Wackelbildern" vergleichbar.
Der 3D-Effekt stellt sich nur aus bestimmten Betrachtungsabständen und Betrachtungswinkeln ein, ist der Kopf nicht in der optimalen Position, sieht man Doppelbilder. Die Auflösung verringert sich durch die Verwendung von Linsenrastern oder Streifenmaske stark (etwa um 50%).
Diese Displays werden hauptsächlich im Profi CAD-Bereich eingesetzt.[9][10]
Vorteile:
- Keine 3D-Brillen erforderlich
Nachteile:
- Stark erhöhte Abstands- und Blickwinkelabhängigkeit
- Starke Auflösungseinbußen
- Hohe Kosten
3 3d-Techniken beim Kino
Nach der nur langsamen Umstellung der Kinobetreiber von analog Projektoren zu neuen digital Projektoren bringt die 3D-Technik nun einen echten Mehrwert für die Kinobetreiber in Digital und 3D zu investieren. Laut Jeffrey Katzenberg (Miteigentümer von DreamWorks) gibt es in drei Jahren fast nur noch 3D-Filme im Kino zu sehen.[11] Diesen Trend hat auch das enorme Interesse der Kunden zum 3D-Film Avatar (insgesamt 65% des weltweiten Umsatzes kommt aus 3D-Vorstellungen - in den USA sogar 80%) gezeigt.[12] Durch die neue Technik hat die Branche bereits jetzt große Erfolge in der Bekämpfung der Hauptfeinde (Wohnzimmer & Raubkopien) erreicht. 3D-Filme lassen sich nicht leicht Raub kopieren, oder ab filmen und die 3D-Technik im Wohnzimmer ist noch nicht vorhanden. Des Weiteren wird es noch etwas dauern, bis 3D im Wohnzimmer bezahlbar ist.[13]
3.1 Bevorzugte Technik
Da in vielen Kinos mitterweile ein Digitaler Projektor die Filme an die Leinwand wirft, muss die verwendete Technik leicht mit diesem kombiniert werden können. In den Kinos hat sich die Polarisations-Technik durchgesetzt. Hier wird vor dem Digital-Projektor ein Polarisationsfilter gesetzt, welcher die Lichtstrahlen filtert und gefiltert auf die Leinwand wirft. Damit die Polarisation nicht von der Leinwand wieder aufgehoben wird, muss zwingend eine s.g. Silberleinwand installiert werden. Diese gibt das polarisierte Licht an die Zuschauer weiter.[14]
3.2 Technische Umsetzung
Es gibt mehrere Hersteller für die Polarisationsfilter im Kinobereich. Der größte Hersteller ist RealD. Dieser ist besonders auf dem Amerikanischen Markt aktiv. In Deutschland sind viele Hersteller vertreten. Es gibt keinen einheitlichen Standard für 3D-Kinos. In dieser Arbeit beschränke ich mich auf die Hersteller RealD und MasterImage.
Beide Hersteller arbeiten mit der Circular-Polarisations Technik und setzen eine Silberleinwand voraus.
Dort wird wie oben beschrieben vor den Digital-Projektor ein olarisationsfilter gesetzt , welcher das Licht Circular polarisiert. Um ein Flimmer der Bilder zu verhindern werden die 24 Standartbilder je Auge dreimal hintereinander gesendet. Somit bekommt am 72 Bilder/Secunde pro Auge und ein sauberes Bild.[15][16][17]
Vorteile:
- sehr günstige Brillen
- Durch die Circular-Polarisiation sind Kopfneigung möglich
- nur ein Projektor notwendig
Nachteile:
- Lizenzkosten für Kinobetreiber
- Silberleinwand notwendig
4 3d-Techniken beim TV
Da sich die 3D-Technik in den Kinos durchsetzt und der Konsument verstärktes Interesse an 3D-Medien für zu Hause hat, vesuchen viele Hersteller schnellstmöglich eigene 3D-Fernseher zu vermarkten. Aktuell haben den Start Sony, Panasonic und Samsung gemacht, alle Hersteller nennen das Frühjahr 2010 als Starttermin.[18] Zuerst wird die 3D-Technik im Hoch-Preis-Segment fokussiert, doch ist eine Entwicklung hin zu den Standard-Modellen sehr wahrscheinlich. Auf jeder Technik-Messe ist das Thema 3D-TV immer sehr groß und die Konsumenten werden bereits heute stark umworben.
4.1 Bevorzugte Technik
Alle Hersteller setzen im Gegensatz zum Kino nicht auf die reine Polarisations-Technik, sondern fokussieren die Shutter-Technik. Diese hat sich durchgesetzt, da die neuen LCD/Plasma-Panals/ im puncto Bildwiederholfrequenz (200Hz und mehr) stark verbessert worden und die Darstellung somit flimmerfrei wahrgenommen werden kann. Die Fernseher zeigen mehr und vor allem schnell hintereinander die Bilder und steuern per Infrarot die Shutter-Brillen der Zuschauer. Da die Fernseher ihre Auflösung nicht ändern oder anpassen müssen haben die Bilder eine sehr hohe Qualität.
Sony und Samsung bewerben aktuell ihre LCD-Fernseher.[19] Panasonic konzentriert sich auf die Plasma-Fernseher.[20]
4.2 Technische Umsetzung
Alle Hersteller setzen einen Blu-Ray-Player voraus, welcher die höhere Anzahl von Bildern an den Fernseher überträgt.
4.2.1 Blu-Ray Standard
Im Dezember 2009 ist von der Blu-Ray-Disc-Association eine Spezifikation für dreidimensionale Videos veröffentlicht worden, die den Standard MPEG-4 MVC verwendet, einer Erweiterung des bereits eingesetzten Standards MPEG-4 AVC. Ein Abspielen entsprechender Filme soll auch auf bisherigen Playern, dann ohne 3D möglich sein. Die BluRay bietet mit ihrer heutigen Kapazität von bis zu 50GB ausreichend Platz für das höhere Datenaufkommen von 3D-Filmen. Die Firma Sony hat bei dem neuem Standard darauf geachtet, das die Konsole PlayStation 3 auch 3D-Movie und vorallem Spiele wiedergeben kann.[21][22]
4.2.2 HDMI 1.4
Um die höhere Bilderanzahl und somit die höhere Datengröße vom Abspielgerät zum Fernseher übertragen zu können, müssen die Geräte für 3D den HDMI-Standat 1.4 beherrschen. Dieser implementiert alle nötigen Spezifikationen für die höheren Datenübertragung (z.B: zwingend ein kurzes geschirmtes Kabel) und kann die 3D-Protokolle übertragen.
4.3 Kundenbewertung
Die Computer-Fachzeitschrift C't hat im Rahmen der IFA 2009 441 Besucher zum Thema 3D befragt und die gegebene Techniken von den Besuchern Testen lassen. Die Bewertung der einzelnen Techniken finden Sie in der Tabelle.
Bei den Besuchern hat die Shutter-Technik mit Abstand die besten Bewertungen bekommen[23].
Tabelle:
| Shutter-Technik | 2,1 |
| Zeilen-Polarisation | 2,5 |
| Panal-Polarisation | 3,0 |
| Autostereoskopie | 3,4 |
| Anaglyphen-Brille | 3,8 |
Auf die Umfrage ob die Besucher bereit seien eine Brille vor dem Fernsehr oder dem PC zu tragen, wurde wie in den Grafiken (siehe Grafik:C't befragung auf der IFA 2009) zu sehen ist geantwortet. Dabei fällt auf das ein Großteil der Besucher für einen 3D-Film (58%) oder ein 3D-Spiel (65%) eine Brille tragen würden. Somit hat die 3D-Technik mit Brille bereits eine große Akzeptanz bei den Besuchern/Konsumenten[25].
4.4 Eigene Meinung/Erfahrung
Ich war im Rahmen einer Road-Show bei Panasonic und habe mir im Oktober 2009 die 3D-Technik/Umsetzung anschauen dürfen. Dort wurde ebenfalls die Shutter-Technik verwendet und die Bilder wurden von eine Plasma-Fernseher wiedergegeben. Es wurden Ausschnitte aus dem Kinofilm Avatar und von einer Formel-1 Rennsimulation gezeigt. Besonders die Formel-1 Simulation wurde durch den 3D-Effekt deutlich realistischer. Persönlich kann ich es mir sehr gut vorstellen, das 3D-Spiele (besonders über die Playstation 3 und dem PC) in Zukunft mit Brille gespielt werden.[26]
5 Fazit
Die Umstellung von analog zu digital hat die Darstellung von 3D-Bilder / 3D-Filmen wiederbelebt und die Potenziale deutlich verbessert. Dies beweisen die vielen neuen 3D-Film Produktionen für die Kinos und die immer stärkere Fokussierung auf die Digital-Technik.[27] Des Weiteren sind die Konsumenten bereit für die neue 3D-Erfahrung Geld zu bezahlen. (siehe Kinofilm Avatar)[28] Da sich die 3D-Technik in wenigen Jahren in den Kinos weiter verbreitet und durchgesetzt haben wird, wollen anschließend viele Konsumenten ebenfalls auch 3D zu Hause erleben. Dadurch hat der 3D-Technik-Markt große Potenziale und viele Unterhaltungselektronik-Konzerne wollen auf den 3D-Zug aufspringen.
Leider waren die großen Hersteller nicht bereit weitere Informationen zu Ihren nocht nicht veröffentlichten Produkten zu herauszugeben. Daran sieht man den Starken Konkurrenzdruck unter den Herstellern als erstes einen 3D-fähigen Fernseher auf den Markt zu platzieren.
Da die Shutter-Technik bis jetzt von den großen Herstellern fokussiert werden, wird sich diese Technik im Wohnzimmer durchsetzen. Leider gibt es dort keinen einheitlichen Standard und die Brillen können ggf. nicht untereinander ausgetauscht werden.
Abschließend bleibt zu sagen, das viele Hersteller große Erwartungen in die 3D-Technik stellen und nun massiv im Hinblick auf die Fußball WM 2010 3D bewerben.[29]
Es bleibt spannend ob die Konsumenten die Technik aus den Kinos in die Wohnzimmer holen und bereit sind diesen Mehrwert zu bezahlen.
Des Weiteren bleibt abzuwarten ob "Hollywood" das 3D-Potenzial der Kinos in Zukunft wieder ausbaut, oder ob es bei ein/zwei Erfolgsfilmen bleibt und die Technik wiedereinmal vergessen wird.
6 Fußnoten
- ↑ Vgl. http://www.stereoscopy.com/library/wheatstone-paper1838.html
- ↑ Vgl. http://www.stereoscopy.com/library/wheatstone-paper1838.html
- ↑ Vgl. Kirr 2005
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 22
- ↑ Vgl. www.uni-heidelberg.de
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 22
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 22
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 22
- ↑ Vgl. www-user.tu-chemnitz.de/
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 22
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 15
- ↑ Vgl. www.meedia.de
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2008 Ausgabe 16
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2008 Ausgabe 16
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2008 Ausgabe 16
- ↑ Vgl. MasterImage
- ↑ Vgl. RealD
- ↑ Vgl. www.panasonic.de
- ↑ Vgl. www.sony.de
- ↑ Vgl. www.panasonic.de
- ↑ Vgl. www.bluraydisc.de
- ↑ Vgl. www.sony.de
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 22
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 22
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 22
- ↑ Vgl. www.panasonic.de, Panasonic RoadShow-Termine
- ↑ Vgl. Janssen C't, 2009 Ausgabe 15
- ↑ Vgl. www.meedia.de
- ↑ Vgl. www.heise.de, 3D in der Kneipe
7 Litteraturverzeichnis
Literraturquellen
| Janssen (2009) | Janssen, Jan-Keno: Ganz alt, aber neu, in: C't, 2009, Ausgabe 15, S. 80 bis 92 |
| Janssen (2009) | Janssen, Jan-Keno: Shuttern und Filtern, in: C't, 2009, Ausgabe 22, S. 88f |
| Janssen (2008) | Janssen, Jan-Keno: 3D 2.0, in: C't, 2008, Ausgabe 16, S. 72 bis 74 |
| Janssen (2008) | Janssen, Jan-Keno: 3D 2.0, in: C't, 2008, Ausgabe 16, S. 72 bis 74 |
| Kirr (2005) | Kirr, Jörg-Christian:Stereoskopisches Sehen in verschiedenen Gesichtsfeldpositionen- Psychophysische und elektrophysiologische Untersuchungen, in Justus-Liebig-Universität Giessen 2005 |
Internetquellen
| www.hdmi.org | hdmi Specification: http://www.hdmi.org/manufacturer/specification.aspx, 29.01.2010 15:46 |
| www.bluraydisc.de | Bluray-Disc Konsortium Germany; http://www.bluraydisc.de/ueber-blu-ray, 29.01.2010 17:12 |
| www.sony.de | Sony Deutschland; http://www.sony.de/product/t46-lx-series/kdl-60lx905, 29.01.2010 17:42 |
| www.heise.de | Heise Onlineportal 3D in der Kneipe; http://www.heise.de/newsticker/meldung/Mit-3D-Brille-in-die-Kneipe-918727.html, 30.01.2010 17:00 |
| www.meedia.de | Details zu Kino Zahlen; http://meedia.de/nc/details-topstory/article/avatar-lst-titanic-als-nummer-1-ab, 30.01.2010 17:30 |
| www.stereoskopie.org | allgemeine Steite zum Thema Stereoskopie; http://www.stereoskopie.org/, 27.01.2010 19:30 |
| www.sed-fernseher.eu | Informationen zu 3D-TV; http://www.sed-fernseher.eu/3d-fernseher, 27.01.2010 19:30 |
| www.uni-heidelberg.de | Informations Viedeo zur Polarisation; http://www.uni-heidelberg.de/media/physik/anderthalb.html, 28.01.2010 22:30 |
| www-user.tu-chemnitz.de/ | Informations zur Autostereoskopie; http://www-user.tu-chemnitz.de/~baug/Praktikum/displays/3dzusaetze/stereoskopie_NS4.72_2.html, 30.01.2010 22:30 |
| www.heise.de | Aktuelle Informartionen zum Stand der 3D-Kinos; http://www.heise.de/ct/artikel/3D-Kinos-in-Deutschland-Oesterreich-und-der-Schweiz-301476.html, 27.01.2010 22:30 |
| www.panasonic.de | Panasonic RoadShow-Termine; http://www.panasonic.de/html/de_DE/Presse/Neueste+Meldungen/068+-+2009+-+Oktober+2009+-+Panasonic+entwickelt+50-Zoll-Full-HD-3D-Fernseher/2939352/index.html#anker_2936592, 20.10.2009 15:30 |
| masterimage3d.com | MasterImage, Hersteller für Polfilter in Kino; http://masterimage3d.com/products/cinema-system, 29.01.2010 21:30 |
| www.reald.com/ | RealD, Hersteller für Polfilter in Kino; http://www.reald.com/, 29.01.2010 21:40 |
| www.stereoscopy.com | Allgemeine Seite zum Thema stereoscopy; http://www.stereoscopy.com, 30.01.2010 14:40 |


