3D - Technologien und Möglichkeiten für private und industrielle Konsumenten
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Inhaltsverzeichnis |
1 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | 3D-Koordinatensystem |
| 2 | Dreidimensionale Wahrnehmung |
2 Einleitung
2.1 Problemstellung
Die 3D-Technologie hat in den letzten Monaten einen unerwarteten Wandel vollzogen. Abgesehen von industriellen Lösungen in medizinischen oder architektonischen Bereichen, hat sich der Konsumentenmarkt im privaten Sektor enorm verändert. Das dreidimensionale Sehen ist durch den 3D-Kinofilm Avatar und diversen Produktvorstellungen auf der CES 2010 erst populär geworden. Nachdem die Unterhaltungsindustrie die Akzeptanz der 3D-Technologie erkannt hat, kamen nach und nach 3D-fähige Fernseher, Blu-Rays und sogar Spiele auf den Markt. Die Nachfrage nach diesen Artikeln ist dementsprechend hoch. Doch leider gehören auch diverse gesundheitliche Risiken zu der Nutzung von 3D-Technologien. Diese gesundheitlichen Risiken treten nicht nur innerhalb der Unterhaltungsmedien, sondern auch in allen anderen Bereichen auf, die diese Technologie nutzen. Daher ist es wichtig, den Nutzen mit den dahinter verborgenen Risiken zu analysieren.
2.2 Ziel der Arbeit
Diese Seminararbeit soll einen Einblick darüber liefern, inwieweit die 3D-Technologie im privaten, sowie im industriellen Sektor genutzt wird und genutzt werden kann. Daher ergeben sich aus diesen Analysen weitere, zukünftige Anwendungsmöglichkeiten. Des Weiteren werden grundsätzlich diverse Risiken, die bei der Nutzung der 3D-Technologie entstehen können, aufgezeigt.
2.3 Arbeitsumfang
Die Seminararbeit ist neben der Einleitung und Zusammenfassung in insgesamt drei große Bereiche aufgeteilt. Nach dem ersten Kapitel, der Einleitung, folgen die theoretischen Grundlagen der 3D-Technologie. Hier werden die Darstellung der dritten Dimension und die dazugehörigen Techniken näher erläutert. Des Weiteren werden diverse gesundheitlichen Risiken und Gefahren dargestellt, da diese in der Realität oft unterschätzt werden. Das dritte Kapitel hingegen beschäftigt sich ausschließlich mit den Nutzungsmöglichkeiten der 3D-Technologie im privaten und im industriellen Gebrauch. Hier werden die unterschiedlichen Bereiche der 3D-Technik näher erläutert. Im vierten Kapitel werden dann die möglichen Zukunftsperspektiven der 3D-Technologie aufgezeigt. Abschließend wird innerhalb der Zusammenfassung ein Fazit des Inhaltes gezogen.
3 Theoretische Grundlagen von 3D Technologien
3.1 Darstellung der 3. Dimension
Was genau bedeutet die Darstellung in der dritten Dimension und warum tritt diese immer mehr in den Vordergrund? Bisher waren diverse Unterhaltungsmedien lediglich in der Lage, ein zweidimensionales Bild zu projizieren. Sei es im Kino, im TV oder bei Computerspielen. Der industrielle Nutzen der 3D Technik wurde bereits im Vorfeld immer häufiger eingesetzt. Im Grunde verbirgt sich hinter dem neuen Trend 3D lediglich eine Abbildung des räumlichen Sehens vom menschlichen Auge. Hierzu gibt es unterschiedliche medizinische und psychologische Definitionen, die sich mit dem räumlichen Sehen des menschlichen Auges befassen. Rupprecht schildert, dass mit der 3D-Technik eigentlich nur das Prinzip des menschlichen Sehens kopiert wird. Hierzu werden die beiden Blickwinkel des rechten und linken Auges zu einem Bild mit Tiefe verschmolzen.[1] Somit handelt es sich bei der dreidimensionalen Gestalt der Umwelt um eine gemeinsame Leistung beider Augen.[2] „Die Fähigkeit in die Tiefe zu sehen macht es uns möglich, Entfernungen abzuschätzen und einzuordnen. Beim Menschen übernimmt das Gehirn das Verschmelzen der beiden Bilder.“[3] Weigend erklärt diesen Prozess damit, dass unsere Augen und unser Gehirn so konstruiert sind, dass wir räumlich sehen und denken können.[4] „Jedes Bild, das ein einzelnes Auge über die Netzhaut wahrnimmt, ist nur flächenhaft. Das räumliche Bild entsteht erst im Gehirn.“[5] Poonawalla beschreibt dieses Vorgehen als Interpretationsleistung des Gehirns.[6] Dieser Prozess ist für einen Menschen ein automatischer Vorgang. Jedoch sollte die Voraussetzung für dreidimensionales Sehen gegeben sein. Schrotte beschreibt, dass „zwei annähernd gleich gut am Sehvorgang beteiligte Augen (mit oder ohne Brille bzw. Kontaktlinsen)“[7] vorhanden sein müssen, damit dreidimensionales Sehen möglich ist. Im Grunde lässt sich der Vorgang des räumlichen Sehens anhand eines Koordinatensystems beschreiben (siehe Abbildung).
Die Achsen X, Y und Z beschreiben die unterschiedlichen Dimensionen. Zweidimensionales Sehen wird mit den Achsen X und Y erzeugt. Diese beiden Dimensionen sind beispielsweise beim Fernsehbild oder auf einer Buchseite zu erkennen. Da diese Bilder nicht in die Tiefe gehen, kann unser Gehirn keine dritte Dimension erzeugen. Hier müsste die dritte Achse Z hinzukommen. Diese Achse ermöglicht unserem Gehirn die Interpretation von dreidimensionalen Bildern.
Dieses Verfahren kann anhand eines Beispiels beschrieben werden. „Durch den Abstand der Augen ist die Perspektive für jedes Auge leicht unterschiedlich. Aus diesen Unterschieden errechnet das Gehirn den Tiefeneindruck und fasst beide Bilder zu einem räumlichen Bild zusammen.“ [8] In Abbindung 2 ist zu erkennen, dass beide Augen einen unterschiedlichen Blickwinkel fokussieren.
Durch den Abstand der beiden Augen zueinander, sieht jedes der beiden menschlichen Augen eine Szene aus leicht unterschiedlichen Perspektiven.[9] Die Zusammensetzung der beiden einzelnen Bilder zu einem gemeinsamen Bild erfolgt im Gehirn. „Das Gehirn formt aus beiden Teilbildern ein Gesamtbild. Räumliche Entfernungen und Eindrücke errechnet das Gehirn aus den Unterschieden der Perspektiven.“ [10] All die oben genannten Definitionen und Erklärungen zeigen, dass die Sehkraft des Menschen allein nicht ausreichen würde dreidimensionale Inhalte zu erkennen. Erst durch die Hirnaktivität ist es möglich zweidimensionale Bilder unter Hinzufügen der Tiefenebene dreidimensional darzustellen.
3.2 Verschiedene 3D-Techniken
Eine dreidimensionale Darstellung eines Spielfilms, Computerspiels oder einer industriellen Anwendung kann grundsätzlich in verschiedenen Arten erfolgen. Dieser Abschnitt soll darüber Aufschluss geben welche Möglichkeiten aktuell existieren.
Für die dreidimensionale Darstellung mit Hilfe der stereoskopischen 3D-Technik wird mit Zusatzbrillen gearbeitet. Hier wird in 5 verschiedene Arten unterschieden:[11]
- Anaglyphen Brille
- ChromaDepth
- Polfilter
- Shutterbrille
- Head Mounted Display[12]
Die Anaglyphenbrille oder auch Farbfilterbrille ist ein älteres Verfahren zur stereoskopischen Darstellung eines räumlichen Bildes. Hierbei wird eine Brille mit zwei unterschiedlich eingefärbten Gläsern genutzt. Anfänglich wurden Farbkombinationen aus Rot und Blau genutzt. Auch eine Variante mit einem Rot-Grün-Filter war möglich. Technisch waren beide Möglichkeiten auf demselben Niveau, allerdings war eine Rot/Blau-Kombination nicht so kostenintensiv in seinem Herstellungsverfahren.[13]
Stephen Gibson verbesserte in den 1970er Jahren diese Technik indem er eine Farbkombination mit Rot und Cyan nutzte. Diese auch Deep Vision System genannte Variante hatte den Vorteil, dass es für den Betrachter angenehmer war sich einen 3D-Film oder ein 3D-Bild anzuschauen, da hierbei die Augen nicht so schnell ermüden.[14]
Das ChromaDepth-Verfahren wurde von dem Unternehmen American Paper Optics entwickelt. Es nutzt die Tatsache, dass Farben in Prismen unterschiedlich stark gebrochen werden. In der Spezialbrille sind sehr kleine Prismen verbaut, das darauf fallende Licht wird je nach dessen Farbgebung unterschiedlich stark abgelenkt.
Eine ChromaDepth-Brille besteht zum einen aus dieser Spezialfolie und zum anderen aus einer ganz normalen Klarsichtfolie. Der räumliche Eindruck entsteht nun aus diesen unterschiedlichen Informationen die das Gehirn erhält. Ein Vorteil dieser Technik besteht darin das auch normale Bilder ohne die Zweifarbendarstellung für einen 3D-Effekt genutzt werden können.[15]
Die Polfilter- oder Polarisationsfiltertechnik wird vorrangig für die dreidimensionale Darstellung im Kino und am PC eingesetzt. Auch diese Technik kommt ohne zusätzliche Elektronik innerhalb der Brille aus, wodurch sie sich für den Einsatz im Kino anbietet. Eine Polfilterbrille ist so aufgebaut, dass immer das rechte Auge das Bild des linken und das linke Auge das Bild des rechten Auges sieht. Dies wird durch die jeweils um 90° versetzten Filterfolien erreicht. Zusätzlich werden an den Ausgabegeräten weitere Polfilter benötigt, um für beide Augen unterschiedliche Bilder bereitzustellen.[16] Die unterschiedliche Aufbereitung der Bilder bei der Polarisationsfiltertechnik werden im Kapitel 3.1.2 Film und Fernsehen näher erläutert.
Bisher wurden ausschließlich passive Verfahren, also Brillen ohne jegliche Zusatzelektronik, dargestellt. Die Shutterbrille ist eine aktive Technik um einen 3D-Effekt zu erzeugen. Sie arbeitet mit in die Brillengläser integrierten Flüssigkristallen. Sobald eine Spannung an eines der Brillengläser angelegt wird, wird es durch das Verschieben dieser Kristalle undurchsichtig. Das Abdunkeln der Brillengläser findet jeweils im Wechsel statt. So kann mit Hilfe der Shutterbrille ein 3D-Effekt erzeugt werden. Das menschliche Auge bekommt jeweils kurzzeitig immer nur ein Bild pro Auge geliefert. Im Idealfall arbeitet die Shutterbrille mit 60 Hz. Der Wechsel findet also 60 Mal pro Sekunde statt.[17] Entscheidend für den plastischen Effekt ist die genaue Synchronisation mit der Quelle bzw. dem PC. Zudem kann auch wirklich nur stereoskopisches Bildmaterial betrachtet werden.
Eine weitere Variante sind die so genannten Head-Mounted-Displays (HDM). Diese vor allem in industriellen Sektor verbreitete Technologie, arbeitet mit Hilfe zweier Bildschirme die in einer Brille oder einem Helm integriert sind. Beide Augen des Anwenders bekommen so ihr eigenes Bild. Diese Bilder werden in einem leicht unterschiedlichen Blickwinkel auf das Auge projiziert, womit sich der räumliche Effekt einstellt. Über Sensoren am HDM kann ggf. sogar die Kopfbewegung erfasst und dargestellt werden. Das macht vorranging in Virtual-Reality-Umgebungen Sinn.[18]
3.3 Gesundheitliche Einschränkungen
Das Thema Gesundheit steht natürlich auch bei dem neuen Trend der 3D Technik im Vordergrund. Neben diversen Vorteilen der 3D Technologie innerhalb der Medizintechnik und Unterhaltungsindustrie, verbergen sich ebenso viele Risiken beim Nutzen der neuen angebotenen Bilderwelt. Neben dem Lob des neuen dreidimensionalen Fernseherlebnisses mehren sich die Stimmen, die einen vorsichtigen Umgang mit der neuen Technik fordern.[19] „Sich dreidimensionale Bilder anzuschauen, sei gesundheitlich nicht zu unterschätzen.“[20] Ein Hersteller von 3D Fernsehern klärt in einem Artikel über die Risiken von 3D TVs auf.[21]„Es ist ein durchaus vorhandenes Problem zahlreicher Zuschauer, von 3D-Filmen Kopfschmerzen oder ein Übelkeitsgefühl zu bekommen.“[22] Samsung sieht außerdem einen Zusammenhang zu diversen Krankheitsbildern wie Epilepsie, Schwindel, Muskelzucken oder sogar Orientierungslosigkeit.[23] Ein weiterer Artikel zitiert Michael Rosenberg (Professor für Augenheilkunde)[24]: “Es gibt viele Menschen, bei denen ein kleines Ungleichgewicht zwischen den beiden Augenmuskeln besteht”.[25] Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass das Augenpaar über einen gewissen Zeitraum zusätzlich beansprucht wird.[26] Dies heißt, dass Menschen mit minimalen Sehstörungen beim 3D-Konsum gesundheitliche Probleme erleiden könnten. Besteht die kleinste Überanstrengung der Augen kann dies zu diversen Krankheitsbildern führen.
Neben der dreidimensionalen Kino- und Filmwelt kommen ebenfalls immer mehr 3D-Spiele auf den Markt. Hier haben nicht nur Forscher, sondern auch die Anbieter der 3D-Geräte Bedenken bei der dauerhaften Nutzung von 3D-Bildmaterial. Nintendo geht sogar soweit, dass eine Warnmeldung für den neuen Nintendo 3DS veröffentlicht wurde.[27] Kinder unter 6 Jahren sollten diese Konsole beispielsweise nicht nutzen, da das Sehvermögen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig entwickelt ist.[28] Die Nutzung der 3D-Technologie, egal in welcher Form, kann daher zu dauerhaften Schäden des Sehvermögens bei Kleinkindern führen. Des Weiteren empfiehlt Nintendo die Nutzung des Nintendo 3DS auf eine halbe Stunde pro Tag zu reduzieren, da selbst die Augen von Erwachsenen durch die Nutzung extrem strapaziert werden.[29]
4 Einsatzgebiete von dreidimensionalen Anwendungen in der Praxis
4.1 Privater Einsatz
4.1.1 Spiele
Selbst die Spielewelt profitiert von der Nachfrage nach dreidimensionalen und medialen Inhalten. Das breite Spektrum über PC-Spiele bis hin zu Konsolen, ist mit dem Einsatz von 3D-Geräten gewachsen. Betrachtet man die 3D-Welt am PC, sprechen fast alle Hersteller von der 3D-Vision Technik des Herstellers Nvidia, die es durch den Infrarotanschluss einer Shutter-Brille ermöglicht, dreidimensionale Inhalte wiederzugeben.[30] „Der Grafikkartentreiber wandelt dabei 2D-Material in 3D um, indem er im Spiel statt einem jeweils zwei unterschiedliche Einzelbilder berechnet, also für jedes Auge eines, die nacheinander an den Bildschirm übertragen werden. Er zeigt sie dann abwechselnd an, während im gleichen Rhythmus die Brille jeweils ein Glas verdunkelt. Damit das flimmerfrei passiert, muss der Bildschirm eine Wiederholrate von 120 Hz unterstützen.“[31] Durch die Berechnung von zwei unterschiedlichen Einzelbildern muss der PC natürlich eine erheblich höhere Rechenleistung, besonders im Grafikchip, vollbringen. „Da der Grafikchip doppelt rechnen muss, sinkt die Bildrate bei den meisten Spielen im 3D-Modus auf rund die Hälfte. Sie brauchen also eine sehr leistungsfähige Grafikkarte, damit auch aktuelle Spiele ruckelfrei laufen.“[32] Damit diese Spiele jedoch dreidimensional für den Benutzer erscheinen, ist hier ein 3D-fähiger Monitor notwendig und somit entstehen nicht nur durch das Upgrade der Hardware, sondern auch durch den Kauf der notwendigen Peripherie, Kosten.
Doch nicht nur die PC-Welt kann Spiele in dreidimensionaler Optik neu entdecken. Auch Spielekonsolen wie die Sony Playstation 3 bieten die Möglichkeit, Filme und Spiele in 3D zu sehen und zu spielen. Die Konsole existiert bereits seit 2007 und bleibt durch stetige Weiterentwicklung am Markt bestehen. Durch ein kostenloses Update bietet Sony der Spielekonsole die Möglichkeit, Spiele und Filme dreidimensional wiederzugeben und verleiht der Playstation 3 somit zusätzlich ein Alleinstellungsmerkmal im Konsolenmarkt.[33] Dieses Update ermöglicht dem Playstation 3 Benutzer die Wiedergabe von dreidimensionalen Spielen und Filmen.[34] Damit dies jedoch möglich ist, wird ein 3D-fähiger Fernseher und die dazugehörige Shutter-Brille benötigt.[35]
Auf der CES 2011 wurden dann weitere Highlights der 3D-Technologie vorgestellt.[36] Neben dem 3D-Firmenupdate von Sony wird ein 3D-Headset für die Playstation 3 vorgestellt.[37] „Hierbei handelt es sich um eine Visor-Brille mit integriertem Kopfhörer, […].“[38] „An der Innenseite des Headsets befinden sich zwei Displays, die zusammen ein 3D-Bild erzeugen.“[39] Laut Sony befindet sich dieses 3D-Headset derzeit noch im Prototypen-Stadium.[40] Diese Entwicklung zeigt, dass Sony weiter auf eine steigende Nachfrage nach 3D-Techniken hofft. Ähnlich sieht es bei einem der größten Konkurrenten von Sony aus. Nintendo wird im Jahr 2011 eine neue tragbare Spielekonsole auf den Markt bringen. Eine aktuelle Schlagzeile erklärt einen weiteren Markteintritt zum März 2011. Am 25.03.2011 wird der neue Nintendo 3DS erscheinen.[41] Laut einer Veröffentlichung auf der Nintedo Homepage, ist es mit dem Nintendo 3DS möglich, Spiele in 3D ohne Spezialbrille zu sehen und zu spielen.[42] Somit handelt es sich laut Spiegel um die erste tragbare Spielekonsole mit einem 3D-Bildschirm, inklusive einer integrierten 3D-Kamera.[43] Leider sind zurzeit noch keine weiteren Details zur technischen Funktionalität verfügbar.[44]
4.1.2 Film und Fernsehen
Ein weit verbreitetes Einsatzgebiet der räumlichen Darstellung für Privatanwender ist die Wiedergabe von TV-Inhalten oder Kinofilmen. Dabei ist diese Form von Unterhaltungselektronik längst keine Neuheit, sondern wurde schon vor über 50 Jahren für den Massenmarkt entdeckt. Bereits 1952 kam der erste stereoskopische Kinofilm auf die Leinwand.[45] Die Nachfrage nach dreidimensionalen Spielfilmen im Kinoformat flachte allerdings schnell wieder ab. Danach wurden 3D-Filme für ein breites Publikum fast ausschließlich in den IMAX-Kinos präsentiert. 1992 eröffnete das erste Kino dieser Art auf deutschem Boden in München.[46] IMAX steht für Image Maximilization also Bildmaximierung. Das erklärt sich daraus, dass ein Bild in diesem Format um einiges größer als ein herkömmliches Bild im uns bekannten Kinoformat ist. Die plastische Wiedergabe von Inhalten wird über zwei genau synchronisierte Projektoren und zwei Filmkopien erreicht. Jeweils ein Projektor und eine Kopie des Films für ein Auge. Der eigentliche 3D-Effekt wird mit Hilfe der Polfiltertechnik erreicht. In IMAX-Kinos setzt man außerdem auf eine silberbeschichtete Leinwand. Diese hat den Vorteil, dass hier die Polarisationsebenen vollständig erhalten bleiben. Die Umstände der jeweils doppelt ausgeführten Technik und der silberbeschichteten Leinwand machen die Produktion eines IMAX-Films entsprechend kostspielig.[47]
In IMAX-Kinos werden analoge Medien und Abspielgeräte verwendet. Die deutlich kostengünstigere und technisch modernere Variante sind allerdings digitale Methoden, um den 3D-Effekt im Kino auf die Leinwand zu bringen. So lassen sich Filme für das menschliche Auge flimmerfrei und um einiges kontrastreicher darstellen. So werden nun nicht mehr nur 24 Bilder pro Sekunde angezeigt sondern 48. Für jedes Auge 24 Bilder pro Sekunde. Um ein nahezu hundertprozent flimmerfreies Gesamtbild für den Betrachter zu erhalten, wird jedes Bild genau dreimal direkt hintereinander angezeigt. Daraus resultiert eine Anzeige mit 72 Hz welche für das menschliche Auge als angenehm empfunden wird.[48]
Aktuell sind insgesamt vier 3D-Verfahren am Markt vertreten die sich für den digitalen Einsatz in Kinos eignen.
- Doppelprojektion
- RealD
- XpandD (NuVison)
- Dolby Digital 3D[49]
Die Doppelprojektionstechnik funktioniert in ihren Grundprinzipien so wie in den IMAX Kinos. Der gravierendste Unterschied besteht darin, dass das Filmmaterial nun nicht mehr von analogen Filmrollen sondern von digitalen Filmservern eingespielt wird. Der Vorteil hierbei: Es gibt keine Synchronisationsprobleme mehr, da das Material von einer Quelle eingespielt wird.[50]
RealD ist ein Verfahren welches in vielen 3D-Kinos Anwendung findet. Hier wird ebenfalls mit der Polarisationstechnik gearbeitet. Allerdings existieren zwei wesentliche Unterschiede zum dem bisherigen Doppelprojektionsverfahren. Die Wiedergabe kann über einen Projektor erfolgen. Man benötigt also keine doppelte Ausführung in der Wiedergabetechnik mehr. Desweiteren arbeitet RealD nicht mit einer linearen, sondern mit einer zirkularen Polarisation. Hierbei werden die Einzelbilder abwechselnd linksdrehend und rechtsdrehend polarisiert. Diese Technik besitzt den Vorteil dass die Kopfneigung des Betrachters vernachlässigt werden kann. Bei älterer Technik konnte die Neigung des Kopfes zu unschönen Geisterbildern (Ghosting-Effekt) führen da hier die Polarisierung nicht mehr optimal arbeiten konnte.[51] Zu einem Ghosting Effekt kann es kommen wenn die Bilder die für das rechte und linke Auge durch Timingprobleme von beiden Augen gleichzeitig wahrgenommen werden.[52]
Eine weitere Variante die in Kinos, die auf die 3D-Technik setzen, Einzug hält ist XPAND 3D. In früheren Entwicklungsstadien auch NuVision genannt. XPAND 3D nutzt die Shutterbrille als Hilfsmittel für den Betrachter den 3D-Effekt wahrnehmen zu können. Das Bild wird abwechselnd für das rechte und linke Auge dargestellt. Über eine Infrarotverbindung zu einem Server wird die Synchronisation der Brille gewährleistet. Der große Vorteil dieser Technik ist dass der Kopf frei bewegt werden kann, ohne das die 3D-Darstellung darunter leidet. Bei XPAND 3D wird ebenfalls nur ein Projektor benötigt. Als Nachteil muss allerdings die geringe Laufzeit der Batterien genannt werden. Zudem sind diese Shutterbrillen recht kostenintensiv und müssen regelmäßig gereinigt werden.[53]
Dolby 3D Digital setzt auf eine ganz eigene Umsetzung der räumlichen Darstellung. Hier wird innerhalb des Projektors ein Farbrad genutzt mit dessen Hilfe verschiedene Farbwerte dargestellt werden können. Die Farbwerte werden pro Bild und für jedes Auge leicht unterschiedlich abgebildet.[54] Auch hier muss der Betrachter eine Brille tragen. Diese Brille arbeitet mit Hilfe des Interferenzverfahrens. Sie filtert die Farben heraus, die für das jeweilige Bild und Auge benötigt werden. Bei Dolby 3D Digital wird keine Silberleinwand benötigt und Kopfneigungen sind ebenfalls kein Problem. Allerdings ist diese Technik durch das Farbrad und die relativ teuren Brillen sehr kostspielig.[55]
4.2 Industrieller Einsatz
4.2.1 Medizintechnik
Innerhalb der Medizin werden stetig neue Produkte und Technologien erforscht und eingesetzt. Neben den bewährten Methoden kommt auch hier immer mehr die 3D-Technologie ins Gespräch. Eine mittlererweile gängige Methode ist die Sonographie. „Die Sonographie, oder Ultraschalluntersuchung, ist die Anwendung von Ultraschallwellen zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin.“[56] Doch wie funktioniert diese Technik? Bei der Sonographie wird ein Schallkopf eingesetzt, der Ultraschallwellen aussendet, welche im Körper des Patienten absorbiert oder reflektiert (je nach Gewebeart) werden.[57] Diese Schallwellen befinden sich im nicht hörbaren Bereich des Menschen, da sie sich oberhalb des menschlichen Hörbereiches befinden.[58] Der Schallkopf empfängt die reflektierten Wellen wieder auf und wandelt diese in elektrische Impulse um.[59] „Die reflektierten Schallwellen werden in elektrische Impulse umgewandelt, verstärkt und auf einem Bildschirm dargestellt. Diese zweidimensionalen Bilder vermitteln eine räumliche Vorstellung von der Größe, Form und Struktur der untersuchten Organe sowie der Weichteilgewebe und Gefäße.“[60]
Lange war diese Darstellung nur zweidimensional möglich. Doch auch hier hat die Medizintechnik neue Methoden entwickelt, ein dreidimensionales Ultraschallbild zu erzeugen. Ein neuartiger Schallkopf nimmt drei zweidimensionale Bilder gleichzeitig auf – ein Computer erstellt aus diesen Daten dann das dreidimensionale Bild.[61] Dieses Vorgehen kann beispielsweise bei der Ultraschalluntersuchung einer werdenden Mutter, bei Untersuchung diverser Organe oder gar der Darstellung des menschlichen Körpers eingesetzt werden. „Das Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg arbeitet seit mehreren Jahren an der 3D-Visualisierung des menschlichen Körpers.“[62] Diese 3D-Anatomie wird in diesem Fall mit Hilfe des Softwarepaketes VOXEL-MEN erstellt.[63] „Die Daten stammen vom Magnetic Resonance Imaging (MRI), der Computer Tomographie und dem VISIBLE HUMAN Datenset, das von der University of Colorado und der National Library of Medicine aufgrund von Querschnittbildern des menschlichen Körpers zusammengestellt wurde.“[64] Auf der Homepage der U.S. National Library of Medicine wird das The Visible Human Project® näher erläutert. Ziel dieses Projektes ist es, den Körper eines Menschen anatomisch genau und detailliert als dreidimensionales Ebenbild darzustellen.[65] Diese komplette Entwicklung zeigt, dass die Medizin aufgrund der 3D-Technologie im Stande ist, den menschlichen Organismus dreidimensional darzustellen. Diese Technik erlaubt dem Mediziner Einblicke in den menschlichen Körper und somit diverse Diagnosemöglichkeiten bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern.
Des Weiteren entwickelt die Medizintechnik an einem Verfahren, dass das ‚Head Mounted Display’ (in Kapital 2.3 beschrieben) zur Darstellung von dreidimensionalen Bildern innerhalb des Operationssaales einbinden soll. Um dieses Verfahren detaillierter zu erklären, wird ein Internetartikel der Technischen Universität München aufgegriffen und wieder gegeben. „Informatiker der TU München entwickeln zusammen mit Chirurgen der Chirurgischen Uniklinik ein computergestütztes Visualisierungs- und Navigationssystem, das präziseres Arbeiten bei minimal-invasiven Eingriffen ermöglichen soll.“[66] „Bei der minimal-invasiven Chirurgie [..] kann der Chirurg auf eine große Eröffnung der erkrankten Körperregion oder Körperhöhle verzichten.“[67] Der Chirurg führt stattdessen ein Endoskop ein, durch das er das zu operierende Organ ansehen und in einigen Fällen auch operieren kann.[68] Das oben genannte 3D-Visualisierungs- und Navigationssystem soll dem Mediziner per Knopfdruck ermöglichen, Schicht für Schicht in den Körper, durch die Haut und die Muskeln bis auf den Knochen des Patienten zu schauen ohne mit der Operation begonnen zu haben.[69] „Heutzutage muss sich der Chirurg bei minimal-invasiven Eingriffen (umgangssprachlich auch Schlüsselloch-Chirurgie genannt) noch auf Bildschirme neben dem OP-Tisch verlassen, die ihm mit Röntgenaufnahmen und Kamerabildern des Endoskops den Weg durch den Körper des Patienten weisen.“[70] Daher arbeiten die Forscher daran, dieses Verfahren mit dem 3D-Visualisierungs- und Navigationssystem zu vereinfachen. Die Forscher der Technischen Universität München nutzen hierzu das Verfahren der erweiterten Realität, da hier die Bilder der Wirklichkeit mit Zusatzinformationen aus dem Computer ergänzt und zusammen dargestellt werden.[71] „Das Ziel ist ein System, das dem Arzt während der OP ein dreidimensionales Bild des Körperinneren und seiner Instrumente zeigt – und das nicht auf einem zusätzlichen Bildschirm, sondern direkt beim Blick auf den Patienten.“[72] Hierzu nutzt der Chirurg eine Brille, die mit einem Datenhelm verbunden ist, das Head Mounted Display.[73] Dieses Display nutzt, ähnlich wie die restlichen 3D-Techniken, die natürliche Stellung der menschlichen Augen, da hier zwei Farbkameras leicht versetzt angebracht sind und das Livebild aufzeichnet.[74] Ähnlich wie beim 3D-Fernsehen ergibt das zusammengesetzte Bild eine dreidimensionale Darstellung, da beide Bilder der unterschiedlichen Perspektiven aufeinander gelegt werden.
Die Erklärung des Head Mounted Displays in der Chirurgie arbeitet somit ähnlich wie die anderen 3D-Technologien. Zusätzlich müssen hier weitere medizinische Aspekte einbezogen werden. Diese werden nicht weiter beschrieben, da sie keinerlei Auswirkung auf die Wirkungsweise des Head Mounted Displays aufweisen. Durch den Einsatz dieser Technologie werden zukünftig viele Operationen für den Chirurg vereinfacht.
4.2.2 Architektur und Bauingenieurswesen
Die Architektur, das Bauingenieurswesen, die Automobilindustrie und sogar die Luft- und Raumfahrt, um nur einige Beispiele zu nennen, nutzen bereits seit Jahren die dreidimensionale Darstellung ihrer Produkte. Da hier oftmals lediglich Software genutzt wird, kann hier nicht von innovativer 3D-Technologie gesprochen werden. Trotzdem werden einige Beispiele und Entwicklungszyklen aufgegriffen.
Innerhalb eines Produktentstehungsprozesses sind CAD-Programme nicht mehr weg zu denken. Die ersten 2D-CAD-Programme wurden bereits Mitte der 70er Jahre genutzt.[75] „Durch den Einsatz dieser 2D-Programme wurde der Konstruktionsprozess vom Zeichenbrett den Rechner verlagert, ohne eine prinzipielle Änderung des Konstruktionsvorganges zu bewirken.“[76] Somit wurde der Konstruktionsprozess bereits durch den Einsatz von zweidimensionalen Programmen automatisiert und somit vereinfacht. „Mitte der 80er Jahre fanden 3D-CAD-Systeme Eingang in den industriellen Konstruktions- und Entwicklungsprozess.“[77] Jedoch ist hier zu beachten, dass 3D-Systeme einen gravierenden Einfluss auf den gesamten Produktentstehungsprozess haben, anders als 2D-CAD-Systeme.[78] Dies liegt daran, dass die Konstruktion und Entwicklung des Produktes bereits mit 3D-CAD-Systemen durchgeführt wird und somit eine räumlich orientierte Modellierung entsteht.[79] „Das beim 3D-System entstehende Geometriemodell ist Ausgangspunkt und Bestandteil aller nachfolgenden Rechneranwendungen.“[80] Krause, Franke und Gausemeier sehen das Geometriemodell als Grundlage zur Repräsentation der Gestalt eines zu entwickelnden Produktes.[81] Bei der Erstellung des 3D-Modells lässt sich frühzeitig erkennen, an welchen Stellen Fehlkonstruktionen oder sogar Fehler entstehen könnten. Somit kann der Planungsprozess so oft wiederholt werden, bis am Ende das finale Produkt zur Produktion freigegeben wird. „Der wichtigste Vorteil der 3D-Arbeitsweise im Vergleich mit der reinen 2D-Zeichnungserstellung ist jedoch die Vermeidung des „klassischen“ Fehlers, der bei der reinen 2D-Arbeitsweise leicht auftreten kann [..].“[82] Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Konstrukteure wesentlich mehr Kreativität und Freiheit bei der Erstellung des Entwurfes haben, da sie beim Erstellen dreidimensional denken.[83]
Diese dreidimensionale Sichtweise lässt sich auf viele industrielle Lösungen replizieren, da die Erstellung eines Entwurfes für alle Manufakturen existenziell ist.
5 Zukunftsperspektiven
5.1 Zukünftige Möglichkeiten im privaten Umfeld
Eine der Entwicklungen die zukünftig immer mehr in den Fokus rücken wird, ist die dreidimensionale Darstellung ohne dass der Anwender eine passende Brille benötigt. Im Rahmen der Cebit 2010 wurden zwei vielversprechende Prototypen vorgestellt. Das Frauenhofer HHI und der Elektronikkonzern Phillips stellten einen Fernseher vor bei dem die Möglichkeit geben ist den 3D-Effekt auch ohne zusätzliche Brille genießen zu können. Allerdings von nur neun Standpunkten im Raum aus. Wenn sich der Anwender nicht genau auf einer dieser definieren Punkte befindet, sieht er nur ein verschwommenes Bild. Normale 2D-Darstellungen werden die entwickelte Technik automatisch in dreidimensionales Material um. [84]
Sunny Ocean Studios präsentierte eine spezielle Vorsatzscheibe für Monitore die eine dreidimensionale Darstellung ohne Brille aus drei Metern Betrachtungsabstand ermöglicht. Dieses sogar von 64 Punkten im Raum aus. Für herkömmliches 2D-Material muss allerdings zunächst die Frontscheibe getauscht werden, was die Haptik etwas umständlich gestaltet.[85]
Auch für das Kino wird an einer brillenlosen Zukunft gearbeitet. Taiwanesische und schwedische Wissenschaftler wollen eine komplett neue Leinwand entwickeln. Sie soll sich aus vielen kleinen Prismen zusammensetzen deren Position und Winkel optimal berechnet und dann ausgerichtet wird. So sollen qualitativ hochwertige Betrachtungspositionen für Zuschauer ermöglicht werden.[86] Ein Prototyp ist bereits in Arbeit.
5.2 Perspektiven für Unternehmen
Für industrielle Anwender wurden ebenfalls auf der Cebit 2010 einige interessante, zukünftige Lösungen im Bereich der 3D-Anwedungen in Aussicht gestellt. Gerade im Bereich der Bewegungs- und Gestensteuerung werden hier einige Fortschritte erwartet. So bietet das Frauenhofer Institut mit dem iPoint Control eine Lösung zur berühungslosen Steuerung von verschiedenen Systemen. Gerade für die Medizintechnik ist diese technische Neuerung sehr interessant. So lassen sich beispielsweise bei Operationen, in denen besonders steril gearbeitet werden muss, Geräte und Monitore nur anhand von Gesten steuern. Das System arbeitet mit Hilfe zweier Infrarot-LED Kameras die Bewegungen im dreidimensionalen Raum wahrnehmen und verarbeiten können. Eine Gestik die mit den Fingern ausgeführt wird können verschiedene Funktionen zugewiesen werden.[87]
In eine ähnliche Richtung geht das Free2C_digital System. Hier wird über eine handelsübliche Webcam und einen speziellen autostereoskopischen Monitor Bewegungen des Anwenders erfasst und verarbeitet.[88] Die gewonnen Daten werden dazu genutzt um eine räumliche Darstellung eines Gegenstandes zu berechnen und eine Steuerung über Gestik zu ermöglichen.
6 Zusammenfassung
Die räumliche Darstellung, also das reale Sehen, in der Freizeit erleben zu können, wie z.B. im Kino oder bei Computerspielen ist bei weitem keine Innovation. Bereits in den 1950er Jahren wurden im Kino dreidimensionale Spielfilme gezeigt. Es war allerdings sehr umständlich und teuer diese erweiterte Form der Unterhaltung einzuführen und effektiv zu betreiben. Heute ist die 3D-Technik ausgereifter und vor allem wesentlich kostengünstiger anzubieten. Die eigentliche Technik basiert zum Teil allerdings trotzdem noch auf den Entwicklungen der damaligen Zeit wobei diese nun durch innovativere Methoden ergänzt werden.
Ein negativer Aspekt ist die gesundheitliche Unverträglichkeit der räumlichen Darstellung auf Kinoleinwänden oder zu Hause an dem Fernsehgerät. Nicht jeder Konsument ist in der Lage, auch über einen längeren Zeitraum dreidimensional Sehen zu können. Die zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich zielen darauf ab, diese Einschränkungen zu minimieren. Trotzdem kann man Nebenwirkungen nie zu Hundertprozent ausschließen.
In der Unterhaltungselektronik kann man zurzeit von einem regelrechten 3D-Hype sprechen. Es wird versucht sämtliche Produkte die eine 3D-Darstellung ermöglichen an den Konsumenten zu bringen. Nachdem der Anlauf im Bereich der Computerspieleindustrie zunächst gescheitert war, versucht man es jetzt erneut. Diesmal beschränkt man sich allerdings nicht auf einen kleinen Sektor sondern nimmt den ganzen Markt in Angriff. Es bleibt abzuwarten ob die 3D-Technologie einen ähnlichen Stellenwert einnehmen wird wie das Full-HD-Fernsehvergnügen zurzeit.
Auch im industriellen Sektor gibt es immer neue Entwicklungen und Fortschritte. Gerade im Bereich der Medizintechnik ist die räumliche Abbildung von Patienten von großer Bedeutung. So lässt sich relativ einfach Diagnostizieren ohne den Patienten vorher operieren zu müssen. Zukünftig wird es einem Arzt möglich sein, auch über Gestik und Handbewegungen verschiedene Geräte und Monitore zu bedienen. Im Bereich der Architektur und Automobilindustrie ist es heute schon möglich sich in einer Virtual Reality Umgebung, in einem dreidimensionalen Modell frei zu bewegen. So lassen sich Planungen für Gebäude oder Kraftfahrzeuge begutachten ohne dass ein Spatenstich erfolgt ist oder ein Prototyp entwickelt wurde.
Die 3D-Technologie wird in Zukunft noch für einige Überraschungen sorgen. Zielrichtung der Entwicklung muss es sein, die gesundheitlichen Einschränkungen zu reduzieren und ein 3D-Vergnügen ohne eine zusätzliche Brille zu gewährleisten. Diese Technik wird sowohl im industriellen sowie privaten Umfeld ihren Weg gehen und sich auch mittelfristig durchsetzen.
7 Fußnoten
- ↑ Vgl. Regensburg 3D, Peter Rupprecht: S.2
- ↑ Vgl. Intensivkurs Physiologie, Christian Hick,Astrid Hick S.351
- ↑ Vgl. Regensburg 3D, Peter Rupprecht, S.2
- ↑ Vgl. 3D-modellierung mit Google Sketchup 7, Michael Weigend, S.20
- ↑ Vgl. 3D-modellierung mit Google Sketchup 7, Michael Weigend, S.20
- ↑ Vgl. Alternative Augenheilkunde: Neue Wege zum besseren sehen, Cyrus Poonawalla, S.15
- ↑ Vgl. 3D: sehen, verstehen, zeichnen, gestalten, Siegfried Schrotta, S.7
- ↑ Vgl. http://www.tomshardware.de/dreidimensionales-sehen-ohne-brille-monster-springen-dich-an,testberichte-1114-2.html
- ↑ Vgl. http://www.tomshardware.de/dreidimensionales-sehen-ohne-brille-monster-springen-dich-an,testberichte-1114-2.html
- ↑ Vgl. http://www.tomshardware.de/dreidimensionales-sehen-ohne-brille-monster-springen-dich-an,testberichte-1114-2.html
- ↑ Vgl. http://www.magnus.de/ratgeber/3d-technik-im-detail-erklaert-181874.html
- ↑ Vgl. http://www.optik-visuell.de/brillen/content/farbfilterbrillen.html
- ↑ Vgl. http://www.optik-visuell.de/brillen/content/farbfilterbrillen.html
- ↑ Vgl. http://www.optik-visuell.de/brillen/content/farbfilterbrillen.html
- ↑ Vgl. http://www.optik-visuell.de/brillen/content/farbfilterbrillen.html
- ↑ Vgl. http://www.magnus.de/ratgeber/teil-2-3d-technik-im-detail-erklaert-240241,947.html
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- ↑ Vgl. http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Datenhelm-HMD-head-mounted-display.html
- ↑ Vgl. http://www.rtl.de/cms/ratgeber/technik_computer_internet/nintendo-3ds-konsole.html
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- ↑ Vgl. http://www.computerbase.de/news/consumer-electronics/beamer-und-fernseher/2010/april/samsung-klaert-ueber-risiken-von-3d-tvs-auf/
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- ↑ Vgl. http://www.3d-entertainment.net/3d-gesundheit-kopfschmerzen-3d-kino-risiken-ursachen/10998
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- ↑ Vgl. http://www.rtl.de/cms/ratgeber/technik_computer_internet/nintendo-3ds-konsole.html
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- ↑ Vgl. http://digitalewelt.freenet.de/computerzubehoer/pc/alles-ueber-3d-an-tv-und-pc_2296644_1055046.html#
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- ↑ Vgl. http://www.computerbild.de/artikel/cbs-News-PS3-Sony-Im-Sommer-entdeckt-die-Playstation-3-die-dritte-Dimension-5140005.html
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- ↑ Vgl. http://www.cnet.de/digital-lifestyle/trends-technik/41544381/ces_2011_die_spektakulaersten_neuheiten_aus_las_vegas_auf_einen_blick.html
- ↑ Vgl. http://www.bluray-3d.de/ces-2011---sony-praesentiert-3d-headset-fuer-playstation-3.html
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- ↑ Vgl. http://www.nintendo.de/NOE/de_DE/news/2010/mit_nintendo_3ds_startet_der_spielspass_am_25_maerz_in_eine_neue_dimension_31059.html
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- ↑ Vgl. http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,700946,00.html
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- ↑ Vgl. http://www.heise.de/ct/artikel/3D-2-0-291654.html
- ↑ Vgl. Cyber TV: die Digitalisierung der Film- und Fernsehproduktion,Anja Claudia Todtenhaupt
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- ↑ Vgl. http://siebenfahr.com/WiKu20100210.pdf
- ↑ Vgl. http://www.flimmerkisten.de/ghosting-effekt-3d-fernseher-stoerende-geisterbilder-9436.html
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- ↑ Vgl. http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ultraschall-ia.html
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- ↑ Vgl. Chirurgie, Orthopädie, Urologie, Michael Zimmer, S.23
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