Analyse und Bewertung Cloud Computing Strategie der Firma Adobe
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| Name des Autors / der Autoren: | Britta-Yvonne Jung, Christoph Impekoven, Manuel Reuter |
| Titel der Arbeit: | "Analyse und Bewertung Cloud Computing Strategie der Firma Adobe" |
| Hochschule und Studienort: | FOM Essen |
Inhaltsverzeichnis |
1 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bezeichnung |
|---|---|
| 3GP | 3rd Generation Partnership (Project) |
| AJAX | Asynchronous JavaScript and XML |
| AVI | Audio Video Interleave |
| CAPTCHA | Completely Automated Public Turing Test to Tell Computers and Humans Apart |
| CPU | Central Processing Unit |
| CRM | Customer Relationship Management |
| EMEA | Europa Middle East Asia |
| FAQ | Frequently Asked Questions |
| FLV | Flash Video |
| GB | Giga Byte |
| GUI | Graphical User Interface |
| IaaS | Infrastructure as a Service |
| IDS | Intrusion Detection System |
| IEC | International Electrotechnical Commission |
| ISO | International Organization for Standardization |
| JPG | Joint Photographic (Experts) Group |
| MB | Mega Byte |
| PaaS | Platform as a Service |
| Portable Document Format | |
| PSD | Photoshop Document |
| RAM | Random Access Memory |
| RIA | Rich Internet Application |
| SaaS | Software as a Service |
| SSL | Secure Socket Layer |
| URL | Uniform Resource Locator |
| WMV | Windows Media Video |
2 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Adobe Logo |
| 2 | Umsatz nach Geschäftsbereichen Adobe 2008 |
| 3 | Geograpische Umsatzverteilung Adobe 2008 |
| 4 | Registrierung bei Photoshop express |
| 5 | Upload bei Photoshop express |
| 6 | Bildbearbeitungsfunktionen bei Photoshop express |
| 7 | Browsefunktion in Photoshop express |
| 8 | Übersicht Premiere Express |
| 9 | Einblick in Premiere Express (Music Layer) |
| 10 | Menü Sättigung in Photoshop CS4 |
| 11 | Überblick: Adobe Premiere CS4 Pro |
3 Tabellenverzeichnis
| Tabelle Nr. | Bezeichnung |
|---|---|
| 1 | Auszug aus dem Produktportfolio von Adobe Systems Inc. |
| 2 | Umsatz Adobe Systems, Inc. 2008 |
| 3 | Geographische Umsatzverteilung Adobe Systems, Inc. 2008 |
| 4 | Auszug der wichtigsten Übernahmen von Adobe Systems, Inc. |
4 Einleitung
Cloud Computing ist der Begriff, der seit geraumer Zeit in fast allen Unternehmen der Information-Technologie-Branche thematisiert wird. Die Firma Adobe Systems, Inc. setzt mit ihren Innovationen seit mehr als 25 Jahren Standards in vielen Bereichen. Natürlich widmet sich Adobe Systems, Inc. auch dem Thema Cloud Computing mit sehr großem Interesse. Die neu definierten Rahmenbedingungen für Cloud Computing zeigen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten auf. Die Anwendungen der Firma Adobe Systems, Inc. sind in der Regel Desktop- oder Enterprise-Lösungen, daher muss bei der Implementierung von Cloud Computing Technologie gewährleistet sein, dass die bisherigen Funktionen ihren originären Charakter behalten. Vielmehr sollen Synergieeffekte geschaffen werden, damit Adobe Systems, Inc. weiterhin ganzheitliche Lösungen für seine Anwender entwickeln kann.
Im Zuge dieser Arbeit soll die Cloud Computing Strategie der Firma Adobe Systems, Inc . analysiert und bewertet werden. Ziel soll es sein, die Möglichkeiten der Cloud Computing Lösungen der Firma Adobe Systems, Inc. für den Anwender aufzuzeigen, oder deren Grenzen offen zu legen. Zunächst werden die Begriffe Cloud Computing und Strategie definiert. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte, die wichtigsten Produkte und die derzeitige, finanzielle Situation der Firma Adobe Systems, Inc., folgt eine Auflistung der Cloud Computing Lösungen von Adobe Systems, Inc.. Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten innerhalb dieser Arbeit, beschränkt sich die Analyse auf die Produkte Photoshop express und Premiere express. Dabei wird ein Vergleich zu den jeweiligen Desktop-Lösungen Photoshop CS4 und Premiere Pro CS4 gezogen, um die unterschiedlichen Aspekte zu verdeutlichen. Nach der Festlegung von Bewertungskriterien, erfolgt die Bewertung der Cloud Computing Strategie der Firma Adobe Systems, Inc.. Abschließend wird ein Fazit die erarbeiteten Ergebnisse zusammenfassen und kritisch betrachten.
5 Definitionen
5.1 Cloud Computing
Cloud Computing ist ein Begriff, der bisher nicht eindeutig definiert ist.[1] Dies liegt daran, dass die Unternehmen, die Cloud Computing Angebote zur Verfügung stellen, den Begriff so für sich definieren, wie sie ihn für die eigenen Produkte benötigen. Laut der Experton Group kann gesagt werden, dass Cloud Computing anhand der folgenden Merkmale zu identifizieren ist:
- On-Demand-Sharing von IT-Ressourcen
- IT-Ressourcen in anderen physikalischen Lokationen [2]
Cloud Computing lässt sich in drei Teilbereiche aufteilen, wie auch in der Abbildung zu sehen ist:
- IaaS (Infrastructure as a Service)
IaaS kann mit der Virtualisierung gleich gesetzt werden. Bei IaaS werden virtuelle, externe Server angemietet, dadurch können Onlinespeicher zur Verfügung gestellt werden. Vorallem StartUp-Unternehmen nutzen diese Möglichkeit, da sie noch nicht in eine IT-Infrastruktur investieren können oder wollen. Weiterhin bezahlen Sie nur die Leistung, die sie auch genutzt haben. Anbieter des IaaS sind u.a. Amazon Web Services und Citrix.
- PaaS (Platform as a Service)
Platform as a Service ist dem IaaS ähnlich. Bei PaaS wird nicht nur der Speicher zur Verfügung gestellt, sondern gleichzeitig auch eine Plattform, auf der einfache Anwendungen entwickelt werden können, ohne das dem Entwickler bewusst sein muss, auf welcher Infrastruktur die Anwendungen laufen müssen. Auch hier ist Amazon Web Services vertreten, seit Oktober 2008 bietet Microsoft Windows Azure an, auch Google Inc. ist mit den sog. "App Engines" in diesem Bereich vertreten.[3]
- SaaS (Software as a Service)
Software as a Service bietet Applikationen an, die, nicht wie sonst üblich, installiert werden müssen. SaaS bietet Software im Internet bzw. in der Cloud an. Das Programm wird über den Browser auf dem Server des Anbieters aufgerufen. Salesforce.com bietet z.B. ein CRM-System als SaaS an. Aber auch für Privatanwender gibt es immer mehr Möglichkeiten SaaS zu nutzen. Angefangen bei Adobe Systems, Inc über Google Inc. bis hin zu Microsoft.[4]
5.2 Strategie
Für den Begriff Strategie finden sich diverse Definitionen in der Literatur, doch all diese Definitionen sagen im Kern das Gleiche aus. Die Strategie wird als Maßnahmen zur Erreichung der Unternehmensziele beschrieben. Wenn die Ausrichtung der Strategie bestimmt wird, wird sowohl das eigene Unternehmen, als auch die Umwelt des Unternehmens analysiert. Dabei können die Erfolgspotenziale und die Wettbewerbsvorteile ausgearbeitet und noch weiter ausgebaut werden.[5]
5.3 Adobe Systems, Inc.
Adobe Systems, Incorporated wurde im Dezember 1982 von Charles Geschke und John Warnock gegründet. Der Name Adobe stammt aus dem Spanischen und bedeutet soviel wie Lehmziegel. Der eigentliche Grund für die Namensgebung war allerdings der Fluss Adobe Creek, der hinter dem damaligen Haus von John Warnock im kalifornischen Los Altos floss. Die Gründer waren beide beim Xerox Palo Alto Research Center tätig und beschäftigen sich mit geräteunabhängigen Grafiksystem und Druckverfahren. Während dieser Forschungen entwickelten Sie gemeinsam den Postscript-Vorgänger InterPress. Xerox konnte von den Beiden allerdings nicht zu einer Vermarktung überzeugt werden und daher entschlossen sie sich Adobe zu gründen. Bereits ein Jahr später brachte Adobe die Druckersprache Adobe PostScript® auf dem Markt, die es den Anwendern zum ersten Mal ermöglichte, die Dokumente und Bilder genauso auszudrucken, wie diese auf dem Bildschirm angezeigt wurden. Durch die Lizensierung von Adobe PostScript® bei den Druckerherstellern, nahm der Siegeszug von Adobe durch die Welt seinen Lauf, denn bis heute ist Adobe PostScript® die grundlegende Technologie in Druckern. Nach dem durchschlagenden Erfolg von Postscript widmete sich Adobe Systems, Inc. dem Bereich der Desktop-Anwendungen. Mit Adobe Illustrator® und Adobe Photoshop® wurden zu Branchenstandards im Design-Bereich. Mit den Erfahrungen aus der Entwicklung von Adobe PostScript® und diverser Desktop-Lösungen wurden Adobe Acrobat® und Adobe PDF veröffentlicht, die den Plattform- und Anwendungsunabhängigen Austausch von Dokumenten optimierten. Durch die zunehmende Digitalisierung konnte Adobe Systems, Inc. seine Marktstellung immer weiter festigen, da Lösungen angeboten wurden, die alle Bereiche von der Erstellung bis zur Veröffentlichung abdecken. Besonders durch die Übernahme von Macromedia, Inc. im Jahre 2005 konnte Adobe Systems, Inc. sein Produktportfolio durch ein wichtiges Element erweitern. Die Interaktion von PDF und Flash-Technologie, die beide kostenlos im Internet erhältlich sind, konnte Adobe Systems, Inc. seine weltweite Präsenz weiter steigern. Die ständige Weiterentwicklung und der Präsentation von innovativen Verbesserungen in allen Bereichen konnte sich Adobe von einem Softwarehersteller für reine Desktoplösungen zu einem Anbieter kompletter Enterprise-Lösungen entwickeln.[6]5.3.1 Allgemeines
Heute ist Adobe Systems, Inc. ein international operierendes Unternehmen mit einem vielfältigen Kundenstamm, dessen Produktportfolio in fast allen Branchen vertreten ist. Es haben sich insgesamt vier Unternehmensbereiche gebildet:
- Kreative Lösungen
- Business- und Produktions-Lösungen
- Entwicklungsplattformen
- Druck und Veröffentlichung[7]
Im Laufe der Zeit hat Adobe Systems, Inc. ein großes Produktportfolio für die verschiedenen Geschäftsbereiche entwickelt.
| Produkt | Beschreibung | Markteinführung |
| Adobe PostScript® | Geräteunabhängige Druckersprache | 1984 |
| Adobe Photoshop | Digitale Bilderstellungs- und Bearbeitungssoftware | 1990 |
| Adobe Premiere® Pro | Bearbeitungssoftware für digitale Video und Audio | 1991 |
| Adobe After Effects® | Bearbeitungssoftware für Spezialeffekte in digitalen Videos | 1993 |
| Adobe Acrobat® | Client-Software zur Erstellung von Dokumenten | 1993 |
| Adobe Reader | Kostenlose Client-Software zur Betrachtung von PDF-Dokumenten | 1993 |
| Portable Document Format (PDF) | Offenes Dateiformat | 1993 |
| Adobe Flash | Authoring-Umgebung zur Erstellung interaktiver Elemente | 1996 |
| Adobe Flash Player | Kostenlose Client-Software zur Nutzung interaktiver Animationen in Browsern oder Applikationen | 1996 |
| Adobe Dreamweaver | Webentwicklungs-Umgebung | 1997 |
| Adobe InDesign® | Layout- und Designsoftware | 1999 |
| Adobe Flash Lite™ | Flash-Technologie für mobile Endgeräte | 2002 |
| Adobe Acrobat® Connect™ | Kommunikationsplattform für Webkonferenzen und Online-Zusammenarbeit | 2003 |
| Adobe Flex™ | Entwicklungsumgebung für Präsentationen | 2003 |
| Adobe FlashCast™ | Server-Client-Lösung für Datendienste auf mobilen Endgeräten | 2004 |
| Adobe LiveCycle® | Serverlösung für sichere Abwicklung und Koordinierung von Unternehmensprozessen | 2004 |
| Adobe Reader® LE | Software zur Betrachtung von PDF-Dateien auf mobilen Endgeräten | 2004 |
| Adobe Creative Suite® | Design- und Entwicklersoftware | 2007 |
| Adobe® Digital Editions | Software zum Betrachten und Verwaltung elektronischer Medien (eBooks) | 2007 |
| Adobe AIR | Laufzeitumgebung zur Entwicklung von Webapplikationen | 2008 |
Tabelle 1: Auszug aus dem Produktportfolio von Adobe Systems, Inc.[8]
5.3.2 Zahlen & Fakten
Adobe Systems, Inc. beschäftigt zur Zeit etwa 7.173[9] Mitarbeiter. Der Hauptsitz befindet sich im kalifornischen San Jose in den USA. Von dort aus steuert das börsennotierte Unternehmen sein operatives Geschäft.
Das Adobe Systems, Inc. Jahresergebnis im Jahre 2008[10]:
- Umsatz von 3.579,9 Millionen US$
- Gewinn vor Steuern von 1.078,5 Millionen US$
- Gewinn pro Aktie von 1,59 US$
Gewinnverteilung
Aufgrund der dargelegten Umsatzzahlen von Adobe Systems, Inc. für das Geschäftsjahr 2008, ergibt sich folgende Umsatzverteilung auf die einzelnen Geschäftsbereiche:
| Umsatz 2008 | Umsatz in Millionen US$ |
| Gesamt | 3.579,9 |
| Kreative Lösungen | 2.073,0 |
| Business- und Produktion | 1.064,0 |
| Entwicklungsplattformen | 231,6 |
| Druck und Veröffentlichung | 211,3 |
Tabelle 2: Umsatz Adobe Systems, Inc. 2008
Daraus ergibt sich die, in Abbildung 2 aufgezeigte, prozentuale Verteilung des Gesamtumsatzes von Adobe Systems, Inc. im Jahre 2008 auf die einzelnen Geschäftsbereiche.
Wie Tabelle 3 zeigt, wurde die Hälfte des Umsatzes von Adobe Systems, Inc. im Jahre 2008 außerhalb der USA erwirtschaftet.
| Umsatz 2008 | Umsatz in Millionen US$ |
| Amerika | 1.632,9 |
| EMEA | 1.229,2 |
| Asien | 717,8 |
Tabelle 3: Geographische Umsatzverteilung Adobe Systems, Inc. 2008
In Abbildung 3 wird die prozentuale Verteilung des Gesamtumsatzes von Adobe Systems, Inc. im Jahr 2008 auf die einzelnen geographischen Gebiete dargestellt.
Wichtige Übernahmen
Adobe Systems, Inc. konnte sich über die Zeit durch diverse Übernahmen, entscheidende strategische Vorteile sichern.
| Firma | Datum | Preis in Millionen US$ |
| Aldus | 31. August 1994 | 437,68[11] |
| Frame Technology | 30. Oktober 1995 | 566,57[12] |
| Accelio | 15. April 2002 | 72,00[13] |
| Macromedia, Inc. | 3. Dezember 2005 | 3.573,00[14] |
Tabelle 4: Auszug der wichtigsten Übernahmen von Adobe Systems, Inc.
Aktuelle Situation von Adobe Systems, Inc.
Die Umsatz von Adobe Systems, Inc. aus dem Rekordjahr 2008 konnte im ersten Quartal 2009 nicht bestätigt werden, sowohl der Gesamtumsatz, als auch der Gewinn haben sich im Vergleich zum ersten Quartal 2008 verringert[15]. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass auch Adobe Systems, Inc. von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Marktsituation und ausbleibenden Investitonen seiner Kunden betroffen ist. Adobe Systems, Inc. musste daher auch interne Konsequenzen ziehen und reduzierte zu Anfang des Jahres die Mitarbeiterzahl[16].
6 Analyse der Cloud Computing Strategie von Adobe Systems, Inc.
6.1 Cloud Computing Angebote
Die Firma Adobe Systems, Inc. bietet in ihrem Produktportfolio einige Lösungen im Bereich Cloud Computing an:
- Adobe Photoshop express
- Adobe Photoshop express ist die Cloud Computing Variante der Adobe Photoshop Familie zur Erstellung und Bearbeitung von Bildern. Dabei können die Anwender auf die bewährte Technologie von Adobe Photoshop zurückgeifen und innerhalb der Anwendung nutzen. Dabei kann der Anwender zwischen verschiedenen Varianten wählen. Angefangen von einer kostenlosen Basis-Version, bis hin zu einer kostenpflichtigen Plus-Version[17].
- Adobe Premiere express
- Adobe Premiere express ist die Cloud Computing Variante der Adobe Premiere Familie zur Erstellung und Bearbeitung von Videos und Audio. Dabei können die Anwender auf Funktionen zurückgreifen, die sie aus der Adobe Premiere Familie kennen. Die Zielgruppe für Adobe Premiere express sind Nutzer von Drittanbietern, wie Youtube oder Photobucket. Die Anwender benutzen Adobe Premiere express zur einfachen Bearbeitung und anschließender Veröffentlichung in den genannten Portalen, weil besonders einfach zu handhabende Funktionen angeboten werden, die schnelle und effizient zum gewünschten Ziel führen. Großer Vorteil dabei ist, dass auch unerfahrene Anwender ohne lange Einarbeitungszeiten die Anwendung bedienen können[18].
- Adobe ACROBAT.COM
- Adobe ACROBAT.COM ist eine Plattform zur Erstellung und zum Austausch von Dokumenten. Es besteht die Möglichkeit über Adobe Buzzword eigene Dokumente zu erstellen. Es können aber auch Dokumente in PDF umgewandelt werden. Zusätzlich können Dokumente abgespeichert werden, um diese anderen Anwendern zur Betrachtung oder Editierung zur Verfügung zu stellen. Die Zusammenarbeit kann durch Funktionen von Adobe ConnectNow unterstützt werden[19]. Mit Adobe ACROBAT.COM Presentations ist kürzlich ein weiteres Element integriert worden. Es handelt sich dabei um eine Plattform zur Erstellung und zum Austausch von Präsentationen. Dabei kann der Anwender auf spezielle Layouts und Bausteine zurückgreifen. Die Zusammenarbeit mit anderen Anwendern wird unterstützt, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen[20].
- Adobe LiveCycle ES Developer Express
- Auf Adobe LiveCycle ES Developer Express können Entwickler, die im Adobe Enterprise Developer Program angemeldet sind. Im Zuge einer Kooperation mit Amazon Web Services ist Adobe LiveCycle ES Developer Express im Zuge der Amazon Elastic Compute Cloud verfügbar. Die Entwickler können auf vorkonfigurierten Serverinstanzen zurückgreifen und so sehr einfach Umgebungen für den Test ihrer Anwendungen aufsetzen[21].
- Adobe Flex Framework Technologies
- Mit Adobe Flex Framework Technologies können Entwickler auf eine Vielzahl von Plattformen zur Entwicklung von Anwendungen zurückgreifen. Adobe Systems, Inc. verfolgt dabei das Konzept "Client & Cloud", bei dem die Vorteile der Kombination aus Client-Werkzeug mit einer Cloud-Umgebung genutzt werden können. Mit diesem Konzept soll es möglich sein, innerhalb der Entwicklungsumgebung auf verschiedene Konfigurationen zurückzugreifen, um Anwendungen für verschiedene Endgeräte zu entwickeln. Durch die Möglichkeit der Zentralisierung der Daten, können verschiedene Entwickler auf die Ergebnisse anderer zurückgreifen oder bei Problemen behilflich sein. Adobe Systems, Inc. bietet so eine Plattform zur globalen Zusammenarbeit von Entwicklern und erhöht so die Effizienz von genutzten Ressourcen[22].
- Mit Adobe Flash Catalyst können Daten aus den CS4-Anwendungen importiert und auf einfache Weise für die benötigten Zwecke angepasst werden. Die Ergebnisse können direkt in den entwickelten Anwendungen verwendet und getestet werden[23]. Eine weitere Komponete ist Adobe Flash Collaboration Service steht den Entwicklern eine Plattform zur Verfügung, über die RIAs vereinfacht mit Echtzeit-Social-Network-Komponenten ausgestattet werden können. Dabei handelt es sich z.B. um Funktionen wie VoIP, Webcam, Chat, File-Sharing oder User-Management. Es handelt sich bei Adobe Flash Collaboration Service, um eine Beta-Version, die sich noch in der Entwicklungsphase befindet.[24].
- Adobe Story
- Adobe Story ist eine Plattform zur Erstellung und zum Austausch von Storyboards und Drehbüchern. Die Plattform soll hauptsächlich in der Pre-Production-Phase zum Einsatz kommen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten Nutzer optimieren. Nach den Plänen von Adobe sollen sich zukünftig auch Videos integrieren lassen. Adobe Story befindet sich zur Zeit noch in der Entwicklungsphase und wird voraussichtlich Ende 2009 erscheinen.[25]
Auswahl der Cloud Computing Angebote für die Analyse und Bewertung
Bei der Auswahl der Cloud Computing Angebote für die Analyse und die anschliende Bewertung, muss darauf geachtet werden, dass vergleichbare Client-Lösungen existieren. Außerdem ist es wichtig, Lösungen auszuwählen, die für Standard-Anwendungen genutzt werden. Aus diesem Grund beschränken sich Analyse und Bewertung auf Adobe Photoshop express und Adobe Premiere express. Andere Produkte, wie z.B. Adobe Flex Framework Technologies, haben mit Entwicklern eine andere Zielgruppe.
6.2 Photoshop express
Photoshop express ist über https://www.photoshop.com/landing.html oder über https://www.photoshop.com/ erreichbar. Um Photoshop express im vollen Umfang nutzen zu können, ist eine Anmeldung erforderlich. Es ist jedoch auch möglich, dass man Photoshop express zunächst über den Test Drive testen kann. Im Test Drive stehen allerdings nicht alle Funktionen zur Verfügung.
Die Anmeldung
Die Anmeldung zu Photoshop express ist kostenlos, hierbei handelt es sich um die "Basic"-Version. In der "Basic"-Version stellt Adobe 2 GB Speicher für den Benutzer zur Verfügung. Optional kann man den Speicher auf 20 GB erweitern. Die Gebühr, für die Speichererweiterung, beläuft sich momentan auf $ 19,99 pro Jahr (Stand 26.05.2009). Neben der "Basic"-Version bietet Adobe eine "Plus"-Version an. Die Gebühr für die "Plus"-Version fängt bei $ 49,99 pro Jahr an (Stand 26.05.2009). Die "Plus"-Version bietet zusätzlich, zu denen im späteren Verlauf dieses Kapitels erklärten Funktionen, spezielle Druckvorlagen, Albumschablonen, weitere Effekte und einen Onlinespeicher von 20 GB. In der "Plus"-Version kann der Speicher ebenfalls, gegen eine zusätzliche Gebühr, erweitert werden.[26] Die "Plus"-Version ist nur für Personen verfügbar, die bereits Adobe Photoshop Elements 7 gekauft haben. Dies wird, in den FAQs, mit dem Organizer von Adobe Photoshop Elements 7, der benötigt wird, um alle Funktionen nutzen zu können, begründet.
Um Photoshop express nutzen zu können, ist zunächst eine Anmeldung notwendig. In der Anmeldung müssen folgende Angaben zwingend gemacht werden:
- Vorname
- Nachname
- Passwort (6 bis 12 Zeichen lang)
- persönliche URL (3 bis 20 Zeichen lang)
- Angabe des Landes (momentan ist nur die Angabe "United States" möglich)
- Eingabe des vorgegebenen CAPTCHA
- Bestätigung von Nutzungsbedingung und Datenschutzrichtlinie
Nachdem alle erforderlichen Angaben gemacht sind, wird der Account angelegt. Um die Anmeldung abschließen zu können, verschickt Adobe noch eine E-Mail, in der sich ein Bestätigungslink befindet. Erst nach der Bestätigung kann der Account in vollem Umfang genutzt werden.
Nutzungsbedingungen (Terms of use)
Die Nutzungsbedingungen muss bei der Anmeldung als gelesen und akzeptiert bestätigt werden. Ohne die Einwilligung in die Nutzungsbedingungen kann der Account bei Photoshop express nicht erzeugt werden. Die Nutzungsbedingungen stellen einen Zusatz zu den von Adobe veröffentlichten Allgemeine Geschäftsbedingungen ("Terms of Service") dar.
Adobe System, Inc. gibt in den Nutzungsbedingungen an, welcher Service mit Photoshop express zur Verfügung gestellt wird. Es wird angegeben, dass eine Mitgliedschaft nur zustande kommt, wenn das 13. Lebensjahr erreicht wurde und das bestimmte Angaben, die bereits oben genannten, an Adobe weitergegeben werden müssen. In den Nutzungsbedingungen wird darauf hingewiesen, dass Photoshop express auch über ein Handy zugänglich ist. Adobe weist gleichzeitig daraufhin, dass durch die Nutzung des mobilen Photoshop express-Service Kosten entstehen können und weisen jegliche Verantwortung von sich.
In den Nutzungsbedingungen wird weiterhin erklärt, welche Informationen Adobe sammelt und wie diese gesammelten Informationen durch Adobe benutzt werden. Zunächst werden die Informationen in verschiedene Typen unterteilt. Die erforderlichen, die optionalen Benutzerangaben und automatisch generierte Informationen, die beschreiben, welche Aktivitäten der Benutzer innerhalb von Photoshop express betreibt. Wenn ein Benutzer mit dieser Handhabung seiner Daten nicht einverstanden ist, so wird er von Adobe darauf hingewiesen, sich nicht zu diesem Dienst anzumelden. Adobe nutzt die gesammelten Daten um Benutzerspezifische Werbung zu machen, oder auf andere, vom Benutzer noch nicht genutzte, Funktionen hinzuweisen.
Zusätzlich zu der Nutzung von Photoshop express wird dem Benutzer eine URL zur Verfügung gestellt, die er nur während seiner Mitgliedschaft nutzen kann um z.B. Fotos mit Freunden oder anderen Personen zu teilen. Diese URL darf ausschließlich in Zusammenhang mit dem Service von Photoshop express genutzt werden. Wird die URL missbraucht, behält Adobe es sich vor, dem Benutzer die Rechte an der URL zu entziehen.
Bei Photoshop express ist es möglich, die eigenen Bilder zu veröffentlichen. Benutzt man die eigene Gallerie („My Gallery“), werden die Bilder der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Wird hingegen die Email-Funktion genutzt, kann man der Adressatenkreis eingegrenzt werden. Als letzte Möglichkeit wird die Link-Funktion zur Verfügung gestellt. Durch die Link-Funktion können andere Personen auf den hochgeladenen Content verlinken.
Information, die der Benutzer über andere veröffentlicht, z.B. eine E-Mailadresse, wird von Adobe nur genutzt, um die Kommunikation mit anderen Personen sicherzustellen. Adobe versichert, dass diese Informationen ausschließlich für diesen Zweck genutzt werden. Die Verantwortung für die veröffentlichten Daten liegt in der Hand des Benutzers und nicht bei Adobe.
Adobe Systems, Inc. gibt in den Nutzungsbedingungen an, wie sie selbst und wie andere Benutzer mit dem eigenen hochgeladenen Bildern umgeht. Adobe selbst fordert keine Rechte an den Bildern selbst, benötigt aber Rechte zugesprochen, weil der Dienst ansonsten nicht so angeboten werden könnte, wie es momentan der Fall ist. Sobald die Bilder veröffentlicht werden, bspw. in der eigenen Galerie, können andere Benutzer die Bilder z.B. ausdrucken und runterladen. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem die Bilder nicht veröffentlicht werden.
So wie der Benutzer an Adobe und eventuell an andere Benutzer Rechte abtritt, so werden auch ihm Rechte zugesprochen. Unter folgenden Voraussetzungen, darf der Benutzer u.a. Bilder von Adobe oder anderen Benutzer herunterladen oder drucken. Diese Voraussetzungen sind:
- Rechte sind begrenzt, z.B. für nichtkommerzielle oder firmeninterne Zwecke
- Bilder dürfen nicht verkauft, vermietet etc. werden
- Bilder dürfen nicht verändert werden
- Es dürfen keine Texte oder das Copyright aus den Bildern gelöscht oder unkenntlich gemacht werden
- wenn Inhalte auf einer Internetseite veröffentlicht werden, so muss ein Link zum Photoshop express-Dienst zusätzlich veröffentlicht werden
Des Weiteren wird in den Nutzungsbedingungen angegeben, dass der Dienst 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen soll, jedoch werden mögliche Updates, Wartungen und Reparaturen nicht ausgeschlossen. Zu diesen Zeiten wird der Dienst nicht erreichbar sein.
Die Nutzungsbedingungen geben an, dass von der Art der Mitgliedschaft anhängig ist, wie viel Speicherplatz zur Verfügung gestellt wird. Als Empfehlung gibt Adobe an, dass alle Bilder die hochgeladen werden, als Original behalten werden sollten.
Bei einer höherwertigen Mitgliedschaft fallen Kosten für die Nutzung des Dienstes an. Um die bezahlpflichtigen Dienste benutzen zu können, muss bei Adobe eine gültige Kreditkartennummer angegeben werden. Besteht eine höherwertige Mitgliedschaft, wird diese automatisch verlängert, wenn diese Mitgliedschaft ablaufen würde. Die Mitgliedschaft muss explizit gekündigt werden. Über den Ablauf wird 30 Tage vorher eine E-Mail-Benachrichtigung versandt.
Die Beendigung des Accounts von Photoshop express kann durch den Nutzer selbst oder durch die Adobe Systems, Inc. erfolgen. Wenn man selbst den Account kündigen möchte, muss man eine Telefonnummer in den Vereinigten Staaten von Amerika anrufen. Es besteht keine Möglichkeit, den Account über den Dienst selbst zu kündigen. Der Account kann auch von Adobe gekündigt werden. Dies kann ohne Vorankündigung passieren. Wird der Account von einem selbst oder durch Adobe, weil der Account missbraucht wurde, gelöscht, so wird der Benutzer vorher nicht benachrichtigt. Ist der Account zeitlich begrenzt und läuft aus, so wird eine E-Mail-Benachrichtigung 30 Tage vor Ablauf an den Benutzer versandt.[27]
Datenschutzrichtlinie (Privacy Policy)
Die Datenschutzrichtlinie ist für alle Produkte von Adobe, außer denen, die eine eigene Datenschutzrichtlinie, gültig. Wer nicht mit der Datenschutzrichtlinie einverstanden ist, sollte die Dienste von Adobe nicht weiter nutzen. Adobe hält sich zusätzlich an die Datenschutzrichtlinie der Europäischen Union. Die Datenschutzrichtlinie wird immer wieder aktualisiert und ist nur für diesen Zeitraum gültig. Änderungen werden in der Datenschutzrichtlinie deutlich dargestellt.
Persönliche Daten können jederzeit über den genutzten Dienst, über den postalischen Weg oder über den elektronischen Weg geändert werden. Wünscht der Benutzer die Änderung seiner Daten über den postalischen oder elektronischen Weg, so muss er seinen Namen, seine Adresse und/oder seine E-Mail-Adresse angeben. Wer jedoch Daten löschen will, die verpflichtend sind, kann den bisher genutzten Dienst nicht mehr nutzen. Es werden verschiedene Daten von dem Benutzer gesammelt, z.B. persönliche Daten wie Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse etc. Diese sind zum Teil obligatorisch, zum Teil aber auch freiwillig. Weiterhin sammelt Adobe Daten zum Verhalten des Users in den angebotenen Diensten. Adobe speichert aber auch Daten wie z.B. den Browsertyp, CPU Geschwindigkeit oder auch die übermittelte IP-Adresse. Adobe spricht sich davon frei, dass diese Daten mit einem Benutzer verknüpft werden.
Adobe arbeitet mit anderen Diensten zusammen. Diese Dienste können aus den Adobe Diensten über einen Link aufgerufen werden. Auch dort werden Daten gespeichert. Für diese Datenspeicherung ist Adobe nicht verantwortlich, weist aber trotzdem in ihrer Datenschutzrichtlinie darauf hin.
Adobe nutzt die gespeicherten Daten um z.B. Unterstützung zu leisten oder um gesetzeswidrige Handlungen innerhalb ihrer Dienste zu unterbinden. Des Weiteren werden Daten gespeichert, die u.a. beschreiben, wie viele Downloads stattfinden, welche Dienste genutzt werden oder auch welche Seiten besucht werden. Diese Daten werden nicht benutzerspezifisch gespeichert. Es werden mit den gespeicherten Daten Statistiken erstellt, um die Nutzung der Dienste auszuwerten und ggfs. zu verbessern. Die von dem Benutzer zur Verfügung gestellten Daten können benutzt werden, um dem Benutzer Informationen zur Verfügung zu stellen, z.B. Neuerungen in Produkten oder um dem Benutzer Angebote zu unterbreiten. Dies funktioniert nur, wenn der Benutzer solche Informationen wünscht und diese Option in seinem Account auswählt. Die Zugangsdaten des Benutzers werden geschützt. Er selbst kann sich diese Daten erst nach Eingabe seines Benutzernamens und seines Passwortes angucken. Es wird versichert, dass die Registrierungsdaten auf sicheren Server gespeichert sind und diese nur durch befugtes Personal mit einem Passwort zugänglich sind. Sobald ein Benutzer sich auf öffentlichen Plattformen z.B. Blogs oder Foren äußert, sind diese Daten ebenfalls öffentlich. Es werden Cookies [28] benutzt, um die Aktivitäten der Benutzers zu beobachten. Diese Cookies werden nicht genutzt, um den Benutzer persönlich ansprechen zu können. [29]
Nutzung
Photoshop express kann genutzt werden, um Bilder hochzuladen. Die hochgeladenen Bilder können mit diesem Angebot bearbeitet werden. Des Weiteren ist es möglich Bilder, nur Freunden oder auch anderen Personen, zur Verfügung zu stellen. Natürlich können die Bilder dort auch gespeichert und verwaltet werden. Photoshop express kann von jedem Computer benutzt werden, der einen Browser installiert hat und einen Internetzugang besitzt. Mit bestimmten Smartphones (z.B. mit dem HTC Touch, Palm Treo 750) kann ebenfalls auf Photoshop express zugegriffen werden. Um den Zugriff gewährleisten zu können, muss das Smartphone über eine spezielle Software verfügen, die direkt mit dem Handy heruntergeladen werden kann. Zur Zeit ist Photoshop express nur auf Englisch verfügbar, Adobe äußert im Rahmen der FAQ, dass Photoshop express zwar auch von außerhalb der USA erreichbar ist, dass dies aber mit einem Performanceverlust einhergeht. [30]
Sicherheit
Um die Sicherheit für den Benutzer und seine Daten zu gewährleisten, setzt Adobe, zur Verschlüsselung der Daten, das Secure Socket Layer-Protokoll (SSL) ein[31] Weiterhin wird zum Schutz der Daten auf Firewalls, Intrusion Detection Systems (IDS) [32], SSL-Verschlüsselung und proprietäre Protokolle gesetzt. [33]
Systemvoraussetzung
Für die Nutzung von Photoshop Express ist nicht nur ein internetfähiger Computer notwendig. Der genutzte Computer sollte als Betriebssystem Windows XP oder Vista, Mac OS 10.4 und höher installiert haben. Adobe System, inc. gibt an, dass eine Bildschirmauflösung von 1024x768 Minimum ist. Als Browser sollte, auf einem Windows-Computer, entweder der Internet Explorer 6 oder 7 oder der Firefox 2 installiert sein. Auf einem Computer, auf dem ein Mac-Betriebssystem installiert ist, sollte mindestens Safari 3.0.4 oder auch Firefox 2 im Einsatz sein. Des Weiteren muss der Flash Player 9 installiert sein. Mit diesen genannten Voraussetzungen kann Photoshop express in vollem Umfang und ohne Einschränkung genutzt werden.[34]
Funktionen
- Hochladen von Bildern
- Über die Funktion Upload Photos können Bilder hochgeladen werden. Über den Browser können nur Bilder im jpg-Format hochgeladen werden, wird Photoshop Elements 7 zum Hochladen benutzt, können auch Bilder im psd-Format oder in den Formaten, die Photoshop Elements 7 unterstützt, hochgeladen werden. Die Bilder sollten nur bis zu 10 MB groß sein, anderenfalls werden sie beim Editieren in Photoshop express automatisch angepasst. Über die Funktion können mehrere Bilder gleichzeitig hochgeladen werden. Adobe empfiehlt dabei, dass nicht mehr als 100 Bilder gleichzeitig hochgeladen werden sollten. Beim Hochladevorgang kann entschieden werden, ob man die ausgewählten Bilder in die „Library“, in ein neues Album oder in ein bestehendes Album hochladen möchte.
- Wenn ein neues Album erstellt wird, muss ein Name vergeben werden. Es kann entschieden werden, ob das neue Album für jeden, nur ausgewählten Personen oder niemanden außer einem selbst zugänglich gemacht werden soll. Sobald das Album veröffentlicht wird, egal ob für alle oder nur für eine weitere Person, kann entschieden werden, was die Personen mit den veröffentlichten Bildern machen dürfen. Zur Auswahl steht: Bilder dürfen gedruckt oder gespeichert werden. In dem Auswahlfenster wird auf die Privacy Policy verlinkt. Die Möglichkeit der Albumerstellung besteht auch außerhalb der Hochladen-Funktion.
- Bildbearbeitungsfunktionen
- Für die Bildbearbeitung stehen verschiedene Funktionen zur Verfügung.
- Zuerst muss das Bild, welches bearbeitet werden soll, ausgewählt werden. Über die Menüleiste, die immer unten im Browser sichtbar ist, kann dann der Editierstift angeklickt werden, um das Bild zu bearbeiten.
- In den FAQs zu Photoshop express wird eine Liste einiger dieser Funktionen aufgezählt. In dieser Liste werden folgende Funktionen erwähnt:"
- Ausschneiden und Drehen […]
- vergrößern/verkleinern […]
- Autokorrektur […]
- Helligkeit […]
- Rote Augen entfernen […]
- Kopierstempel […]
- Sättigung […]
- (White Balance) […]
- Glanz (Highlight) […]
- Licht […]
- schärfen (sharpen) […]
- Weichzeichner […]
- Farbtonregelung […]
- Schwarz & Weiß […]
- einfärben […]
- Entwurfs-/Handzeichnung […]
- Deformierung […]"[35]
- Mit der Autokorrektur wird automatisch die Helligkeit und der Kontrast angepasst.
- Mit dem Kopierstempel können unschöne Flecken oder z.B. auch das Datum (das bei Fotos, je nach Einstellung der Kamera, das Datum mitspeichert) aus einem Bild entfernt werden. Um diese Stellen auszubessern muss zunächst eine Stelle im Bild ausgewählt werden, die in der Nähe der zu korrigierenden Stelle liegt. Danach wird die auszubessernde Stelle ausgewählt. Dadurch wird die erste markierte Stelle an die zweite markierte Stelle kopiert. Die Weißbalance wird genutzt um verschiedene Belichtungen in das Bild einzufügen. So kann z.B. das Licht einer Zimmerlampe in das Bild eingefügt werden. Mit der Funktion Glanz können die hellsten Stellen in einem Bild noch weiter betont werden, in dem sie noch heller gestaltet werden. Es ist auch möglich die hellsten Stellen dunkel zu färben, so dass im Bild andere Stellen betont werden können. Mit dem Scharfzeichner-Werkzeug ist es möglich, eine Unschärfe aus dem Bild zu entnehmen. Mit dem Weichzeichner ist es möglich fließende Übergänge auszuarbeiten. Weiterhin kann durch den Weichzeichner der Fokus im Bild auf eine andere Stelle gelenkt werden. Mit der Farbtonregelung können gleiche Farben an verschiedenen Stelle gleichzeitig geändert werden. Mit der Funktion Schwarz und Weiß kann das Bild in Grautöne gefärbt werden, dabei ist es möglich, dass die Grautöne entweder dunkel oder hell dargestellt werden. Mit dem Einfärbe-Werkzeug kann das ganze Bild in einem Farbton eingefärbt werden. So kann z.B. ein Sepia-Effekt in das Bild eingefügt werden. Durch Entwurfs-/Handzeichnung kann ein Foto so dargestellt werden, als hätte es jemand mit der Hand gemalt. Mit der Deformation können einzelne Punkte im Bild verdreht werden. Dabei wird die Art der Deformation gewählt, danach die Stärke der Deformation und als letztes der Teil des Bildes, auf den die Deformation angewandt werden soll.
- Weiterhin stellt Adobe eine Möglichkeit zur Verfügung, mit der Bild verziert werden können. Diese Funktion ist momentan in der Beta-Phase.
- Es ist möglich Texte, Sprechblasen, Klebezettel, Bilder aus verschiedenen Kategorien und Rahmen in das Bild einzufügen. Diese Verzierungen können auch transparent dargestellt werden, wobei es möglich ist, den Grad der Transparenz einzustellen. [36]
- My Library
- “My Library” ist in drei Teile aufgeteilt: In die Bibliothek, die Alben und in andere Seiten.
- In der Bibliothek werden alle Fotos, die hochgeladen wurden, angezeigt. Die Bibliothek ist nochmals unterteilt; in alle und die meist benutzten Bilder. Innerhalb der Kategorie können die Bilder sortiert werden, die Sortierreihenfolge kann selbst gewählt werden.
- In der Kategorie Alben sind alle Alben, die der Benutzer angelegt hat, aufgelistet. Durch ein Schloss vor dem Albumeintrag, wird angezeigt, ob ein Album veröffentlicht wurde oder nur für einen selbst sichtbar ist. Ist ein Album leer, so kann es nicht veröffentlicht werden.
- Wenn ein Album, für bestimmte Personen, veröffentlicht wird, so wird eine URL generiert, die dann weitergegeben werden kann. Es wird eine Meldung angezeigt, die dem Benutzer sagt, dass das Album nicht über die Galerie verfügbar ist, aber dennoch nicht mehr komplett sicher ist. Nachdem das Album teilveröffentlicht ist, ist nicht nur ein Schloss vor dem Album, es wird noch Brief mit angezeigt. So wird deutlich, dass das Album teilveröffentlicht ist.
- Wird ein Album für jeden veröffentlicht, so wird eine Meldung ausgegeben, die dem Benutzer anzeigt, dass das Album ab dem Zeitpunkt für jeden über die Galerie zugänglich ist. Vor dem Albumnamen wird nun ein kleines Bild dargestellt, so wird angezeigt, dass das Album veröffentlicht ist.
- Über den Punkt andere Seiten kann der Benutzer sich bei anderen Seiten, auf denen Bilder veröffentlicht werden können, anmelden. Zu diesen Seiten zählen Facebook, Flickr, Photobucket und Picasa. Sind dort bereits Album erstellt worden, so synchronisiert sich Photoshop express mit der anderen Seite. Über Photoshop Express können Alben in den anderen Anwendungen angelegt werden, des Weiteren können Bilder bearbeitet und verziert werden. Bevor diese Möglichkeiten genutzt werden kann, muss sich der Benutzer an der anderen Online-Anwendung anmelden.
- My Gallery
- In “My Gallery” werden alle Alben angezeigt, die für jeden zugänglich sind. Über die persönliche URL, die bei der Anmeldung festgelegt wurde, kann die Galerie des Benutzers von anderen Personen, auch wenn sie nicht bei Photoshop express angemeldet sind, betrachtet werden. Je nach Einstellung die der Benutzer gemacht hat, kann jeder andere die Bilder drucken oder speichern. Jeder, der auf dieses Album zugreifen kann, kann Adobe melden, ob ein Album gegen die Nutzungsbedingungen verstößt.
- Browse
- Über die Funktion “Browse” kann sich ein angemeldeter User veröffentlichte Alben und Galerien anderer Benutzer angucken. Es können Freunde in die Freundesliste aufgenommen, favorisierte Alben und Galerien gespeichert werden.
- Über die Freundesliste werden automatisch Meldungen verschickt, wenn Alben verändert oder neue Fotos hinzugefügt werden. Dadurch kann der Benutzer Zeit sparen, da er nicht immer wieder Mails verschicken muss um seinen Freunden zu sagen, dass er neue Bilder veröffentlicht hat.
- Da man über Photoshop express auch auf seine Fotos in Facebook zugreifen kann, stellt sich die Frage, ob auch die Freunde aus Facebook in die Freundesliste von Photoshop express übernommen werden. Man kann seine Facebook-Freunde bei Photoshop express einladen, damit sie jederzeit auf dem neuesten Stand ihrer Bilder sind. Auch Freunde haben nur eingeschränkte Rechte auf die Alben. Sie können nur auf Album zugreifen, die auch veröffentlicht sind. Sobald ein Album privat ist, kann nur der Benutzer selbst auf das Album zugreifen.
6.3 Premiere express
Premier express ist im Gegensatz zu Photoshop Express nicht direkt zu erreichen, sondern lediglich über Drittanbieter. Dies liegt daran, dass Adobe Systems hier eine Technologie inkl. Infrastruktur bereit stellt, diese allerdings nur an Unternehmen vertreibt. Das ergibt Sinn, da Benutzer zur Erstellung von Videos häufig auf Bild- oder Videoplattformen wie z.B. „YouTube“ o.ä. zugreifen möchten, um eigene Videos zu erstellen.
Auf die erneute Ausführung der Datenschutz – und Nutzungsbedingungen kann an dieser Stelle verzichtet werden, da diese identisch zu den oben genannten sind.
Nach der sog. „Event Registration“, bei der Adobe neben Angaben zur Person auch Beruf und detaillierte Informationen zur Firma genannt bekommen haben möchte, kann der Benutzer sich ein Tutorial zu Premiere Express ansehen.
Einführungs-Video: http://www.adobe.com/cfusion/event/index.cfm?event=set_registered&id=12345678&loc=en_us (Registierung notwendig)
Bei Premiere Express handelt es sich nach Aussage von Geoff Baum (Technical Consultant, Adobe) um einen konsumerorientierten, innovativen Weg der Videoerstellung und nicht um ein professionelles Videoschnittprogramm. [37] Adobe Premiere Express ist eine Plattform, bei der entweder Endanwender eigene Videos erstellen und organisieren können, oder aber Medien-Unternehmen auf die bestehende Infrastruktur zurückgreifen können. Hier besteht die Möglichkeit zum Customizing der Benutzeroberfläche (siehe MTV), Traffic und Content sowie Nutzerverwaltung bleibt allerdings in der Hand von Adobe.
Zusammen mit Rodrigo Perez (MTV Producer) beschreibt Geoff Baum das Geschäftsmodell von MTV Online. Hierbei hält der Musiksender die Lizenzrechte an Musikvideos und gestattet seinem Publikum die Gestaltung von neuen bzw. modifizierten Videos. Dies geschieht auf Basis von Adobe Premiere Express. Die Benutzer der OnlinePlattform können sog. „Video Remixes“ erstellen.[38]
Ein weiterer Anbieter dieser Funktionalität im Rahmen von Premiere Express ist Photobucket. Photobucket.com hostet für die Nutzer ihren usergenerierten Content welcher von Fotos bis hin zu „rich media“ reicht. Sog. RIAs (Rich Internet Applications) seien in diesem Zusammenhang erwähnt – Premiere Express ist selbst eine RIA. Somit ist Premiere Express ein Dienst zum benutzerfreundlichen Transkodieren von multimedialen Inhalten. Auch Plattformen wie YouTube setzen auf Adobes Lösung „Premiere Express“ – hier wird es Nutzern ebenfalls ermöglicht, eigene Kompilationen zu erstellen. [39]
Die Infrastruktur hinter Premiere Express gestaltet sich dabei wie folgt:
- Frontend/Oberflächen: GUI-Design, Usability
- Storage/Speicherung: Benutzerrechte-Verwaltung
- Backend/Verarbeitung: Konvertierung und Enkodierung von Audio und Video
- Traffic/Datendurchsatz: Multimedia erfordert entsprechende Netzwerkstrukturen, um dem hohen Datenvolumen gerecht zu werden
Der Funktionsumfang von Adobe Premiere Express:[40]
- Editor - Erstellen von multimedialen Inhalten(Videos)
- Sharing – Inhalte Freunden mitteilen
- Playing – simpler Flash Player (FLV Dateien)
- Sponsored Assets – Advertisements ("virales Marketing" soll ermöglicht werden)
Es wird auf den ersten Blick ersichtlich, dass Adobe die Online-Version seines Premieres auf den Web2.0 Markt ausgerichtet hat. Die Steuerung erfolgt fast ausschließlich per Drag’n’Drop und der Funktionsumfang ist überschaubar gering.
Dabei hat ein Unternehmen die Möglichkeit, das Modul „Premiere Express“ in deren Website einzubinden. So wie es bei Photobucket und YouTube derzeit der Fall ist. Eine Besonderheit von PE ist sicherlich dessen Web2.0 Anbindungen wie beispielsweise das Einbinden von Bookmarking-Features und Blog-Verlinkungen. Dies trägt dem derzeitigen Trend zur Verknüpfung jeglicher digitaler Inhalte bei. [41]
Nach einer umfangreichen Registrierung bei Adobe Online bekommt man Zugriff auf diverse weitere Informationen – ähnlich wie bei Photoshop Express verlangt Adobe hier recht umfangreiche Informationen über den jeweiligen Benutzer. Detaillierte Fragen über Firma des Nutzers und dessen Interessen, sowie kommunikativen Gewohnheiten werden von Adobe gestellt. Anders als bei herkömmlichen Online-Registrierungen begnügt Adobe sich hierbei nicht damit, die Felder unbefüllt zu belassen.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Premiere Express eine stark vereinfachte Version der professionellen Videobearbeitungssoftware Premiere ist. Speziell konzipiert und entwickelt für den Gebrauch im Web2.0 und dem Austausch multimedialer Inhalte, eignet sich Premiere Express zur schnellen Erstellung von Videos. [42] Menüpunkt 1 erlaubt dem Nutzer, Fotos und Videos einzubinden und – ähnlich wie bei Premiere – als Set zwischenzuspeichern. Dieser Content kann nun auf eine sog. „Trackbar“ (Timeline, welche den zeitlichen Verlauf des Videos darstellt) per Drag’n’Drop geschoben werden. Wesentlicher Unterschied ist hierbei, dass Premiere Express nur bedingt zwischen Video- und Audiospur trennt und dass nicht mehrere parallele Trackbars möglich sind.
Ein Video wird zumeist aus einzelnen Bildern aufgebaut, sofern nicht ein weiteres Video als Vorlage genutzt wird, sodass diese Bilder nacheinander angereiht auf der Trackbar liegen. Dass Adobe hierbei den Fokus auf Usability legt, wird bereits daran erkennbar, dass einzelne Bilder zeitlich vordefiniert jeweils 3 Sekunden angezeigt werden – der Nutzer muss dies jeweils anpassen, sodass Bild für Bild das Video entsteht. Anders als in Premiere sind hierbei auch keine Effekte, wie z.B. Das „Überblenden“ oder ähnliche möglich. Anschließend wird es dem Nutzer ermöglicht, eigene Texte, Textvorlagen oder sog. „Sticker“ (ähnlich der Stempel-Funktion in Photoshop) hinzuzufügen. Beim Text wird zudem noch zwischen Effekten und Schriftarten unterschieden.
Bei allen individuell hinzufügbaren Elementen können deren Skalierung, Rahmenaussehen und Ausrichtung durch den Nutzer mit wenig Aufwand angepasst werden. Hierbei stellt die jeweilige, zugrunde liegende Plattform (hier: „Photobucket“) die Daten (Templates, Sticker oder Musikstücke) zur Verfügung. Hierbei ist zu erkennen, dass „MTV“ und wiederrum „YouTube“ andere Elemente bevorzugen und somit der Fokus dem jeweiligen Geschäftsmodell angepasst ist. Des Weiteren Besteht unter Menüpunkt 3 die Möglichkeit, den Bildern Rahmen hinzuzufügen, bzw. Layer (aufliegende Schichten) hinzuzufügen. Erwähnenswert hierbei ist, dass neben den statischen auch animierte Rahmen angeboten werden. Trotz der simplen Bedienung hierbei, muss der Nutzer nicht gänzlich auf Optionen verzichten, denn hat Adobe – unter Zuhilfenahme einer Schaltfläche – diverse Einstellungen zum Hinzufügen von Rahmen eingebaut. Unter Menüpunkt 4 findet sich die auditive Unterstützung von Premiere Express. Zumeist von Drittanbietern importiert, kann der Nutzer hier Songs, Jingles oder sonstige Soundeffekte einbinden. Allerdings ist hierbei durchaus störend, dass nur eine Tonspur zur Verfügung steht, sodass Übergänge oder parallele Einspielungen (z.B. bei Synchronisationen) ausgeschlossen sind. Der Nutzer kann zwischen diversen musikalischen Genres wählen und ebenfalls per Drag’n’Drop hinzufügen. Abschließend hat der Nutzer noch unter Menüpunkt 5 die Möglichkeit, Übergänge zwischen den einzelnen Bildern manuell hinzuzufügen. Hierzu kann er aus einer vorgegebenen Menge an Effekten auswählen und separat zwischen den Bildern einfügen.
Zur verbesserten Usability, steht ein „UNDO“-Button zur Verfügung, mit dem, wie in der Standalone Software auch, die letzte Änderung rückgängig gemacht werden kann. Ist das Video soweit zusammengestellt und editiert, kann es per „Preview“-Button in der vorläufigen Version angesehen werden. Die Speicherung des Videos erfolgt mit Druck auf den „Publish“-Button. Nach Eingabe eines Titels, wird das Video von einer flashinternen Engine „kompiliert“ – dies dauert unangenehm lange, da Adobe parallel dazu Advertising einblendet. Nach Erstellen des Videos gelangt der Nutzer wieder in die Übersicht seiner multimedialen Inhalte und kann diese verwalten. Der Funktionsumfang des Video-Editing wird bei Photobucket unter dem Begriff „remixing“ geführt.
Adobe Premiere Express fehlen gegenüber der Stand-alone-Variante einige weitere Elemente von entscheidender Bedeutung. Beispielsweise ist Bearbeitung und Zuschnitt großen Quelldateien, aufgrund der langen Uploadzeiten eher unpraktikabel. Funktionen zur DVD-Verarbeitung fehlen gänzlich und selbst nützliche Features im Bereich des Web2.0 (FLV cuepoints, z.B. für YouTube-Videos) finden sich nicht in der Minimal-Version von Premiere.
6.4 Vergleich mit Photoshop CS4
Photoshop CS4 ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich; als Adobe Photoshop CS4 (PS)und Adobe Photoshop CS4 Extended. Die Version CS4 Extended beinhaltet zusätzliche Funktionen im Gegensatz zur „normalen“ Version. In dieser Fallstudie wird nur auf PS eingegangen, da die Webanwendung Photoshop express keine 3D-Bearbeitung anbietet und da Photoshop CS4 dem Produkt Photoshop express am ähnlichsten ist. PS ist eine Fotobearbeitungssoftware, die auch genutzt werden kann um Grafiken zu gestalten.[43] Verglichen mit Photoshop express kann PS also auch neue Grafiken gestalten. Mit Photoshop express können nur bereits bestehende Bilder bearbeitet werden. Photoshop CS4 kostet in der Vollversion 1.010,31 Euro inkl. MwSt., das Update kostet 296,31 Euro inkl. MwSt.. Verglichen mit Photoshop express in der einfachsten Variante ist der Unterschied der Kosten erheblich.
Systemvoraussetzungen
Um PS auf einem Windowsrechner lauffähig einzusetzen, müssen Systemvoraussetzungen eingehalten werden. Diese Systemvoraussetzungen gewährleisten den einwandfreien Umgang mit PS. Nach Angaben von Adobe sollten folgende Systemvoraussetzungen erfüllt sein:"
- Prozessor mit mindestens 1,8 GHz
- 512 MB RAM (1 GB empfohlen)
- 1 GB freier Festplattenspeicher; zusätzlicher Speicher für die Installation erforderlich (keine Installation auf Flash-Speichermedien möglich)
- DVD-ROM-Laufwerk
- 1024 x 768 Punkt Monitorauflösung (1280 x 800 Punkt empfohlen) mit 16 Bit Farbtiefe
- Einige GPU-beschleunigte Funktionen erfordern Grafikunterstützung für Shader Model 3.0 und OpenGL 2.0
- DVD-ROM-Laufwerk
- Shader Model 3.0
- QuickTime 7.2 erforderlich für Multimedia-Funktionen
- Breitband-Internet-Verbindung für Online-Dienste erforderlich"[44]
Die Installationsdateien für die Software, die auf einem Computer installiert werden müssen, werden auf mehreren DVDs zur Verfügung gestellt, dadurch ist das DVD-ROM-Laufwerk eine Systemvoraussetzung. Dafür ist, im Gegensatz zu Photoshop express, kein Browser und keine Internetverbindung nötig um mit der Software zu arbeiten.
Funktionsumfang
Innerhalb der Software PS stehen viele Funktionen zur Bildbearbeitung zur Verfügung. Wie auch in Photoshop express können Bilder zugeschnitten, vergrößert oder verkleinert, mit einem Kopierstempel ausgebessert oder mit der Autokorrektur bearbeitet werden. Jedoch kann PS bietet noch mehr Funktionen. Fast alle Funktionen, die auch von Photoshop express angeboten werden, sind in PS integriert und können noch detaillierter eingestellt werden. Als Beispiel hierfür kann die Einstellung der Sättigung genannt werden. Bei Photoshop express werden zu dem Originalton sechs weitere Möglichkeiten zur Sättigung der Farben angeboten, bei Photoshop CS4 können 360 Farben, 200 Sättigungsmöglichkeiten und 200 Helligkeitswerte eingestellt werden. Insgesamt sind das 14.400.000 Möglichkeiten die in PS für die Sättigung ausgewählt werden können.
6.5 Vergleich mit Premiere Pro CS4
Adobe Premiere CS4 Pro ist innerhalb des Software-Bundles „Adobe Creative Suite 4 Production Premium“ einzuordnen und stellt ein professionelles Instrument zur Verwaltung und Erstellung von multimedialen Inhalten (primär Video) dar.
Direkt zum Start der Software wird der Nutzer per Dialogfenster aufgefordert, ein Projekt anzulegen – hier können direkt die notwendigen Formate definiert werden. Entscheidend für Qualität und Speichernutzung sind hierbei die Bitrates des Ausgangsformates, welche der Nutzer nach seinem Ermessen anpassen kann. Premiere ist im Vergleich zu anderen Videobearbeitungsprogrammen diesbezüglich recht flexibel und erlaubt viele Möglichkeiten inkl. Einstellungen und Feintuning. Dies ist einer der Gründe, warum sich Premiere insbesondere für den professionellen Einsatz etablieren konnte. Die Benutzeroberfläche ist aufgeteilt in die 4 wichtigsten Bereiche: Medienverwaltung, Videoschnitt- und Preview-Fenster, Metainformationen und Schnittfenster (Timelines für Ton- und Bildspuren).
Nachdem ein Projekt angelegt wurde, beginnt der Benutzer mit dem Hinzufügen diverser Quelldateien, hierzu zählen sowohl Video- als auch Audioquellen. Die Verwaltung dieser findet sich im linken, oberen Fenster. Zur besseren Wiederbenutzung bzw. -erkennung werden farbliche Labels angelegt. Bei den Eingangsformaten der Quelldateien ist Premiere wiederum flexibel und unterstützt alle gängigen Formate von avi über 3gp bis hin zu wmv. Die Ressourcen in Premiere werden übersichtlich aufgelistet und ein Preview-Fenster erlaubt den schnellen Einblick in die jeweilige Quelle. Detaillierte Informationen zu diesen Quellen und zu den Dateien im Schnittfenster finden sich im linken Media-Browser bzw. unter „Informationen“. Hier sind Metainformationen der jeweiligen Dateien gelistet.[45]
Den größten Teil des Programms nehmen die Videoschnitt – und Previewfenster ein, wobei die beiden großen Fenster jeweils Szenen aus dem bereits erstellen Videomaterial abspielen, vergleichen und abgleichen können. Dieser Abschnitt ist ebenfalls für das Erstellen von Übergängen von Bedeutung. Der meist genutzte Teil der Benutzeroberfläche ist das Schnittfenster. Hier werden die einzelnen Video- und Tonspuren verwaltet. Durch Drag’n’Drop können aus den Quellen einzelne Dateien direkt an die entsprechende Stelle in der jeweiligen Spur gezogen werden, wobei Premiere Ton- und Videospur trennt, sofern eine Quelle beides enthält. Beide Spuren können überlagert werden, sodass hier die Möglichkeit zu kreativen Übergängen und Effekten besteht. Bedeutsame Einstellungen wie Lautstärke, Stereo-Verteilung und Höhen-/Tiefenfilter können direkt in der Tonspur vorgenommen werden. Eine rote Linie, quer zum Schnittfenster verdeutlicht die aktuelle Position der jeweiligen Sequenz. Der darunter liegende Zeitstrahl verdeutlicht zudem den zeitlichen Verlauf der multimedialen Objekte.
Die Effekte lassen sich entweder über die Taskleiste oder links neben den Metainformationen einbinden. Des Weiteren finden sich noch diverse Fenster für Effekteinstellungen und ein Audiomixer inkl. Equalizer. Eine besonders innovative Funktion ist die vollautomatisierte Suche nach Sprache innerhalb von Videos. [46]
Ähnlich wie bei Photoshop ist der Funktionsumfang enorm, deshalb fand hier lediglich ein Überblick statt.[47]
Ein wesentlicher Unterschied bei Premiere und Premiere Express liegt in den Mindestanforderungen an Hardware. Die Desktop Variante benötigt mindestens eine 2 GHz-CPU (3,4 GHz für HD-Qualität) und 2GB Arbeitsspeicher und 10 GB Festplattenspeicher. [48]
Premiere Express dagegen stellt keine Hardwareseitigen Minimalvorgaben, lediglich ein aktueller Browser mit Adobe Flash-Plugin der Version 9 ist notwendig.
Auch die preislichen Differenzen seien hier erwähnt: Adobe Premiere CS4 Pro kostet selbst als Studenten-Lizenz $ 349, wogegen Premiere Express kostenlos nutzbar ist. [49] Ohne Rabatt kostet die Vollversion $ 799, ein Upgrade dagegen $ 299. [50]
Der Fokus liegt bei Premiere Express auf Übersichtlichkeit. In kurzer Zeit gelingt es dem Nutzer, simple Videos zu erstellen und das ohne Vorkenntnisse über Videobearbeitung oder – Schnitt. Anders als bei Premiere, denn hier werden Vorkenntnisse des Nutzers benötigt, um einen professionellen Einsatz der Software zu ermöglichen.
Zwar ist die Benutzer- und Menüführung weitestgehend intuitiv aufgebaut, allerdings durch die Fülle von Funktionalitäten für den unerfahrenen Nutzer kaum zu bewältigen. Premiere Express bietet keine Möglichkeit zum (Zwischen-)Speichern von Arbeitsergebnissen, und einige in Premiere unerlässliche Features wie der „Project-Manager“ fehlen bei Express gänzlich.
Abschließend sei angemerkt, dass es von Premiere Express keinen deutschen Ableger gibt, sodass zumindest durchschnittliche Englisch-Kenntnisse notwendig sind.
7 Bewertung der Cloud Computing Strategie von Adobe Systems, Inc.
7.1 Bewertungkriterien
Um eine einheitliche Bewertung der Cloud Computing Lösungen von Adobe erstellen zu können, müssen zunächst Bewertungskriterien gewählt werden. Die Grundlage der Bewertungskriterien liefert die Norm ISO/IEC 9126, welche den Begriff der Software-Qualität definiert. „Unter Softwarequalität versteht man die Gesamtheit der Merkmale und Merkmalswerte eines Softwareprodukts, die sich auf dessen Eignung beziehen, festgelegte oder vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen.“[51] Zu den ausgewählten Bewertungskriterien gehören die Zuverlässigkeit, die Effizienz, die Benutzbarkeit, sowie die Funktionalität[52]. Diese Merkmale werden in Untermerkmale zerlegt, um eine feinere Abgrenzung zueinander zu schaffen[53]. Aufgrund der Definition von Cloud Computing wird darauf verzichtet einen Bezug auf die Wartbarkeit und die Übertragbarkeit der Lösungen zu setzen. Stattdessen werden sowohl die Kosten, als auch der zur Verfügung gestellte Speicherplatz als Bewertungskriterium dienen. Die Bewertung der Cloud Computing-Lösungen von Adobe wird ausschließlich aus der Sicht des Anwenders vorgenommen.
7.1.1 Zuverlässlichkeit
Die Zuverlässigkeit von Software bezieht sich auf die grundlegene Korrektheit eine bestimmte Aufgabe in einer gegebenen Zeit durchzuführen. Dabei kommt es zu folgender Zerlegung in feinere Merkmale:
Reife
Die Reife gibt an, wie häufig es zu Fehlern innerhalb der Software kommt. Je geringer die Fehlerquote, umso höher ist die Reife des Softwareproduktes.
Fehlertoleranz
Die Fehlertoleranz gibt an, wie gut eine Software Fehler oder nicht spezifizierte Zustände verarbeiten kann und gleichzeitig die zur Verfügung gestellten Funktionen aufrecht erhalten kann. Je höher der Grad der Fehlertoleranz ist, desto besser sollte die Bewertung ausfallen.
Wiederherstellbarkeit
Die Wiederherstellbarkeit gibt an, mit welchem zeitlichen und technischen Aufwand nach einem Ausfall der Software, die benötigten Daten und Zustände wiederhergestellt werden können. Je niedriger die Ausfallzeit ist, desto höher ist die Bewertung anzusetzen.
7.1.2 Effizienz
Die Effizienz von Software bezieht sich auf das Verhältnis des Leistungsniveaus der Software in Bezug zu den eingesetzten Betriebsmitteln. Die Effizienz kann in zwei Merkmale zerlegt werden:
Zeitverhalten
Das Zeitverhalten gibt an, wie lang die Reaktionszeiten der Software sind und wie viele Anfragen innerhalb einer definierten Zeiteinheit von der Software verarbeitet werden können. Je kürzer die Zeiten bzw. je höher die Anzahl der verarbeiteten Anfragen, desto besser ist das Zeitverhalten der Software.
Verbrauchsverhalten
Das Verbrauchsverhalten gibt an, wie viele Systemressourcen für den Betrieb der Software verwendet werden. Je geringer die Anforderungen und der Verbrauch, desto besser ist das Verbrauchsverhalten der Software.
7.1.3 Benutzbarkeit
Die Benutzbarkeit bezieht sich auf die Bedienbarkeit der Software durch den Anwender und ist in folgende Merkmale zerlegbar.
Verständlichkeit
Die Verständlichkeit von Software gliedert sich in zwei Bereiche. Zu jeder Software gehört zunächst eine Dokumentation, die möglichst vollständig und verständlich sein sollte. Zudem sollten die Funktionen der Software möglichst selbsterklärend und einfach nachzuvollziehen sein. Je vollständiger die Dokumentation oder je selbsterklärender die Software ist, desto besser ist die Verständlichkeit.
Erlernbarkeit
Die Erlernbarkeit der Software setzt eine möglichst vollständige Dokumentation der Software voraus. Außerdem sollte, über eine, innerhalb der Software aufrufbare, Hilfe-Funktion eine direkte Unterstützung für Funktionen der Software möglich sein. Je vollständiger die Dokumentation oder die Hilfe-Funktionen innerhalb des Software sind, desto besser ist die Erlernbarkeit.
Bedienbarkeit
Die Bedienbarkeit der Software bezieht sich auf die komfortable Steuerung der Funktionen der Software. Die Navigation innerhalb der Software sollte intuitiv sein, damit die Funktionen nachvollziehbar für den Anwender sind. Je komfortabler die Steuerung und je intuitiver die Software gestaltet ist, desto besser ist die Bedienbarkeit.
Attraktivität
Die Attraktivität der Software bezieht sich auf eine ansprechende Benutzeroberfläche. Diese sollte zudem die Möglichkeit bieten einzelne Elemente der Software auf die persönlichen Bedürfnisse des Anwenders anzupassen. Je ansprechender die Benutzeroberfläche gestaltet ist oder je größer der Spielraum für die individuelle Anpassung der Software ist, desto besser die Attraktivität.
7.1.4 Funktionalität
Die Funktionalität bezieht sich auf die Eignung der Software, den Anwender bei seinen Aufgaben mit den zur Verfügung gestellten Funktionen zu unterstützen. Dabei kann die Funktionalität in verschiedene Merkmale zerlegt werden:
Angemessenheit
Die Angemessenheit von Software bezieht sich auf die Implementierung der Menge der Funktionen der Software. Die Software sollte keine redundanten oder unnötige Funktionen besitzen, die dem Anwender keinen Mehrwert bieten. Je angemessener die Auswahl der Funktionen gestaltet ist, desto besser ist die Angemessenheit der Software.
Genauigkeit
Die Genauigkeit gibt Rückschlüsse auf die Präzision der zur Verfügung stehenden Funktionen der Software. Je genauer die Funktionen und die Ergebnisse der Software sind, desto besser ist die Genaugkeit.
Interoperabilität
Die Interoperabilität von Software bezieht sich auf die Funktionen, die den Austausch von Daten zwischen verschiedenen Lösungen betreffen. Diese sollten möglichst korrekt sein und eindeutige Austauschformate bereitstellen. Je besser die Implementerung der Funktionen für den Austausch von Daten , desto besser ist die Interoperabilität.
Sicherheit
Die Sicherheit von Software betrifft in hohem Maße die Protokollierung aller Benutzerzugriffe und Operationen, sowie die regelmäßige Kontrolle der eingegebenen Daten. Auf diesem Weg soll das Auftreten von korrupten Daten verhindert werden. Je sicherer die Daten und genauer die Protokollierung der einzelnen Aktionen ist, desto besser ist die Sicherheit.[54][55]
7.1.5 Kosten
Die Kosten der Software spielen für den Anwender eine übergeordnete Rolle, dabei ist zu beachten, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis der jeweiligen Lösung entscheidenden Charakter besitzt. Je besser das Preis-Leistungs-Verhältnis ist, desto besser ist der Aspekt der Kosten zu bewerten.
7.1.6 Speicherplatz
Der zur Verfügung gestellte Speicherplatz der Software ist ein weiteres Merkmal für die Bewertung der Software, da die Funktionen nicht innerhalb der eigene Hardwareumgebung zur Verfügung gestellt werden. Dieses Kriterium steht im engen Zusammenhang mit den Kosten, da der Speicherplatz auch in das Preis-Leistungsverhältnis einfliesst. Je höher der Speicherplatz in Bezug auf die Kosten, desto besser ist das Kriterium Speicherplatz zu bewerten.
7.2 Bewertung
Im Nachfolgenden wird eine Bewertung gemäß der oben definierten Bewertungskriterien vorgenommen. Dabei wird sowohl auf Photoshop Express, als auch auf Premiere gleichermaßen eingegangen.
7.2.1 Zuverlässlichkeit
Reife
Aufgrund des vergleichsweise für Softwareprodukte eher geringen Leistungsumfang bei Photoshop/Premiere Express, finden sich keine offensichtlichen Fehler in den RIAs. Der Betrieb verläuft reibungslos und insofern kann hier von einem ausgeprägten Reifegrad gesprochen werden.
Fehlertoleranz
Der Upload von fehlerbehafteten Dateien wird bemerkt und es kommt zu keinem Fehlverhalten. Auch die weiteren Funktionalitäten sind nach eingehendem Test nicht fehleranfällig. Bei der (Fehl-)Nutzung der Online-Produkte fällt zudem auf, dass es im Rahmen der Drag’n’Drop Funktionalität nicht zu Fehler kommt, sofern vom Nutzer versehentlich falsche Steuerelemente genutzt werden. Dementsprechend ist die Bedienung fehlertolerant.
Wiederherstellbarkeit
Da die Software nicht „abstürzen“ kann, stellt sich die Frage nach der Wiederherstellbarkeit nur bedingt. Sollte es allerdings zum unvorhergesehenen Schließen des Browsers kommen, sind die vorher eingegebenen Daten nicht mehr verfügbar. Beide RIAs speichern nicht zwischen und demzufolge gibt es hier keine Möglichkeit zur Wiederherstellung der Daten. Allerdings erscheint dies, aufgrund des eher geringen Leistungsumfangs und den recht kurzen Leistungserstellungszeiträumen auch nicht wirklich störend.
7.2.2 Effizienz
Zeitverhalten
Abgesehen von der anschließenden Bild- bzw. Videokonvertierung ist bei den Beiden Online Anwendungen ein ausgesprochen performantes Zeitverhalten zu beobachten. Beide Applikationen reagieren zeitnah auf Eingaben des Nutzers und es kommt selten zu Verzögerungen. Das Zeitverhalten ist daher von besonderem Vorteil gegenüber den Stand-alone-Software-Versionen.
Verbrauchsverhalten
Sowohl Photoshop Express, als auch Premiere Express benötigen geringe Ressourcen. Bei umfangreichen Aktivitäten innerhalb einer RIA (dabei ist es unerheblich ob Silverlight, oder Flash-basiert) kommt es zu erhöhtem Arbeitsspeicherbedarf. Dies ist auch hier der Fall, allerdings wird der Kennwert von 200 MegaByte selten überschritten. Das Verbrauchsverhalten ist im Vergleich zu den Software-Versionen „sparsam“, sodass dieses durchweg positiv zu bewerten ist.
7.2.3 Benutzbarkeit
Verständlichkeit
Beide Online-Produkte verfügen über eine online abrufbare Dokumentation, sodass der Nutzer sich selbst einarbeiten kann – zudem der Funktionsumfang mit lediglich den wichtigsten Funktionen recht beschränkt ist. Durch die Inline-Anmerkungen innerhalb der RIA wird der Benutzer schnell an die Arbeitsweise der Funktionen herangeführt und die Einfachheit bzw. Usability ist ausgeprägt.
Erlernbarkeit
Die Dokumentation der Produkte ist vollständig und gemäß Funktionsumfang angemessen. Eine Hilfefunktion innerhalb der RIAs ist vorhanden und unterstützt den Anwender sofern gewünscht.
Bedienbarkeit
Die Bedienung der Software ist intuitiv und auch mit nur geringem Hintergrundwissen leicht bedienbar. Die Steuerung der Funktionen mithilfe der gegebenen Usercontrols ist übersichtlich und gut gestaltet. Die vorhandene Symbolik ist ausgeprägt und leitet den Nutzer recht bequem durch die jeweiligen Funktionen. Hierbei ist ein Unterschied zwischen Photoshop/Premiere Express bemerkbar: Premiere hat aufgrund des enorm geminderten Funktionsumfang einen Vorteil was die Bedienbarkeit angeht – der stark reduzierte Umfang wirkt sich positiv auf die Bedienbarkeit aus – allerdings leidet letztendlich erstellte Leistung (zumeist ein Video) darunter.
Attraktivität
Die grafischen Benutzeroberflächen (GUI) sind ansprechend und übersichtlich gestaltet. Die Individualisierbarkeit dieser ist bedingt gegeben. So können beispielsweise Steuerelemente nach eigenem Wunsch positioniert und teilweise auch eingefärbt werden. Gerade in Zeiten des Web2.0 sind derartige Anwendungen von enormem Interesse der Anwender. Ohne viel Hintergrundwissen kann Video- und Bildbearbeitung vorgenommen werden, sodass die Ansehnlichkeit ein weiterer Aspekt der Attraktivität darstellt.
7.2.4 Funktionalität
Angemessenheit
Die Menge an Funktionen, die implementiert wurden, wurde an den Umfang der jeweils gewünschten Leistungserstellung angepasst. Premiere Express beispielsweise bietet lediglich die Videoerstellung an, was für die Veröffentlichen in Portalen wie YouTube genügt, allerdings fehlen Funktionen zur intensiven Videobearbeitung, die allerdings auch über den Umfang des durchschnittlichen Nutzers hinausgehen. In den Applikationen finden sich keine redundanten Funktionen, so dass insgesamt von einer durchweg angemessenen Anwendung gesprochen werden kann.
Genauigkeit
Diese Begrifflichkeit ist in Hinblick auf die multimediale Datenverarbeitung schwierig auszuwerten. Grundsätzlich sind die Funktionen den Aufgaben angemessen und die erbrachten Leistungen (Bild- oder Videomaterial) werden zuverlässig erstellt. Somit bewegt sich die hier gegebene Präzision in einem vom Nutzer erwünschten Rahmen und ist somit positiv zu bewerten.
Interoperabilität
Sowohl Photoshop Express als auch Premiere Express unterstützen diverse, gängige Dateiformate, sodass von einer zufrieden stellenden Interoperabilität gesprochen werden kann. Ein direkter Austausch iSv. Schnittstellen findet hierbei nicht statt, allerdings besteht die Möglichkeit erzeugten Content direkt zu publizieren („Sharing“ zwischen den Benutzern).
Sicherheit
Zugriffe der Nutzer werden bei beiden Applikationen protokolliert, zudem erfolgt ein Schutz der Server durch diverse (oben genannte) technische Verfahren. Anders als bei Photoshop Express, ist die Sicherung der Verbindung abhängig vom jeweiligen Drittanbieter (Photobucket bspw. unterstützt keine https-gestützten Verbindungen). Die Datensicherheit ist somit ausreichend gewährleistet. Zum Datenschutz ist zu sagen, dass hierbei primär der Nutzer selbst in der Hand hat, welche privaten Daten er einstellt, verarbeitet und publiziert. Auch aus datenschutztechnischer Sicht sind die beiden RIAs im Sinne der Nutzer und entsprechen gängigen Standards, die sich in derartiger Form im Internet etabliert haben.
7.2.5 Kosten
Das Preis-Leistungs-Verhältnis von Premiere Express ist durchweg positiv zu bewerten. Zwar ist der Leistungsumfang minimal gering, dafür wird diese RIA für den Nutzer gänzlich kostenlos angeboten. Die Preis-Leistung bei Photoshop Express ist differenzierter zu betrachten, da sich hier mehr Optionen ergeben. Zum einen bietet Adobe die kostenlose Basic-Version an, die sich allerdings aufgrund des geringen Funktionsumfanges nur bedingt für vollwertige Bildverarbeitung eignet.
Des Weiteren findet sich die Plus-Version, diese kostet jährlich knapp $50 und ist nur verfügbar für Kunden, die bereits eine kostenpflichtige Lizenz für ein vorheriges Adobe Photoshop Produkt (z.B. Elements 7) besitzen. Insofern ist die hochwertig-professionelle Bildbearbeitung im Web eine eher kostspielige Angelegenheit.
Hier zeichnet sich offenbar die Preisführerschaft von Adobe Systems ab, die aufgrund von qualitativen Alleinstellungsmerkmalen ihrer Produkte eine offensive Preispolitik verfolgen können und diese auch durchsetzen.
7.2.6 Speicherplatz
Bei Premiere Express ist der jeweils zur Verfügung stehende Speicherplatz abhängig vom Drittanbieter (Photobucket: max. 1GB und 25GB Traffic/Monat). [56]
Bei Photoshop Express ist die Speichernutzung für den kostenlosen Account gering, kann allerdings gegen Aufpreis auf bis zu 20GB aufgestockt werden. Die kostenpflichtige „Plus“-Version erlaubt eine weitere Speichererweiterung – gegen Aufpreis. Da es sich bei den hochgeladenen Dateien primär um kurze Filmsequenzen oder komprimierte Bilder handelt, ist der Speicherplatz für den durchschnittlichen Benutzer als befriedigend zu bewerten.[57]
8 Fazit
Diese Fallstudie konnte aufzeigen, dass es nicht nur möglich ist, sondern auch in vielfältiger Weise genutzt wird, Stand-Alone-Software Produkte in das Internet zu verlagern. Wie bei Photoshop und Premiere express auch, nehmen zwar Funktionsumfang und somit die gegebenen Möglichkeiten ab, dies dient allerdings der Usability, sodass auch eher unerfahrene Nutzer leicht damit zu Recht kommen. Die Einstiegsbarrieren werden von Adobe bewusst niedrig gehalten. Immerhin handelt es sich beim „Web2.0“ nicht um einen kurzfristigen Trend.
Adobe stellt mit seinen beiden Produkten voll-integrierte, leicht-bedienbare und mehrwert-schaffende Instrumente aus dem Bereich „Rich Media“ vor. Am Beispiel von Photoshop ist zu sehen, dass Online-Applikationen in Bezug auf Leistungsumfang und Preis-Leistung-Verhältnis durchaus mit ihren Desktop-Varianten mithalten können.
Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass neben Photoshop und Premiere Express noch weitere Online-Anwendungen zum Cloud Computing Portfolio von Adobe Systems, Inc. gehören. Das Produkt "Buzzword" steht dabei in direkter Konkurrenz zu Produkten wie der Textverarbeitung von Google oder der Online-Office-Suite von Microsoft. "Acrobat.com Presentations" dagegen ist mehr als nur eine Online-Erweiterung des konkurrierenden "Powerpoint", denn bei Adobes Produkt hat der Anwender zusätzlich die Möglichkeit, Präsentationen abzuhalten und die Inhalte (inkl. Chat, FAQ und Inhaltsübersicht) mit anderen Anwendern zu teilen. Hierbei handelt es sich somit um ein Netzwerk, was den "Live"-Diensten von Microsoft recht nahe kommt.
Wie weitreichend Cloud Computing Services sein können, zeigt das Produkt "LiveCycle", hier können in Zusammenarbeit mit Amazon die Benutzer eigene Clouds zur Verfügung stellen, dies ermöglicht wiederrum das Durchführen von bspw. Schulungen auf extern ausgelagerten Systemen - ohne dass die zu schulenden Anwender physikalisch im Besitz der jeweiligen Software sind.
Es konnte somit im Rahmen dieser Fallstudie eine direkte Überschneidung mit konkurrierenden Produkten aufgezeigt werden, sodass in Zukunft sicherlich noch mit weiteren Maßnahmen zur Benutzerbindung seitens Adobe Systems, Inc. zu rechnen ist.
Die Bewertung der hier analysierten Produkte fällt durchweg positiv aus. Negativ anzumerken ist lediglich der geringe Leistungsumfang von Premiere Express und die ggf. hohen Kosten bei Photoshop Express. Weitere Cloud Computing Anwendungen wurden im Rahmen dieser Fallstudie zwar nicht näher analysiert, allerdings fällt hier ein deutliches Potential für weitere Innovationen und insgesamt eine zukunftsweisende Entwicklung auf. Die Cloud Computing Ansätze von Adobe Systems, Inc. sind innovativ und zukunftsweisend, wenn auch noch nicht ganz ausgereift. Es ist bereits abzusehen, dass RIA neben Technologien wie AJAX entscheidend für das Web sein werden.
Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass die Bedienung beider Express Produkte von Adobe eine hohe Usability aufweisen, da entscheidend auf simple Oberflächengestaltung und Konzepte wie Drag’n’Drop gesetzt wird.
Bei dem Ausblick über Adobe Systems Cloud Computing Produkte zeigt sich zudem, dass innovative Ideen aufgegriffen und realisiert werden. Bspw. die Anwendung "Adobe Story" könnte sich zu einem effizienten Werkzeug für Regisseure und Autoren entwickeln. Besonderer Vorteil gegenüber herkömmlicher Software: Die Vernetzung der jeweiligen Projektmitglieder untereinander ist im Zuge der Cloud Computing Initiative wesentlich leichter zu gestalten. Die Autoren sehen in diesem Rahmen noch enormes Potential seitens Adobe Systems.
Abschließend sei angemerkt, die Cloud Computing Strategie von Adobe Systems ist zeitgemäß, innovativ und eindeutig ein essentieller Schritt in die globale Vernetzung in Zeiten des Web 2.0.
9 Fußnoten
- ↑ Vgl. Schaffry, Andreas (2009)
- ↑ Vgl. experton-group (2009)
- ↑ Vgl. salesforce (2009)
- ↑ Vgl. o.V. (2009)
- ↑ Vgl. Kutschker, Prof. Dr. Michael; Schmid, Prof. Dr. Stefan (2008), S. 824
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009o)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009p)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009q)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009r)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009r)
- ↑ Vgl. The Alacra Store (2009a)
- ↑ Vgl. The Alacra Store (2009b)
- ↑ Vgl. The Alacra Store (2009c)
- ↑ Vgl. The Alacra Store (2009d)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009r)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009r)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009a)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009g)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009s)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009t)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009u)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009v)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009w)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009x)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009y)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009a)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009b)
- ↑ Sog. "Cookies" sind Informationen – im Internetumfeld eine kleine Datei, die auf dem Client abgelegt wird. In dieser Datei werden Informationen gespeichert, die im Zusammenhang mit der jeweiligen Internetseite stehen.
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009c)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009c)
- ↑ Vertrauliche Daten werden mit SSL sicher über öffentliche Netze übertragen.
- ↑ IDS wird genutzt, um Angriffe von innen (unerlaubte Aktionen von berechtigten Personen) abzuwehren.
- ↑ Vgl. „Adobe uses industry-leading security engineering practices and processes in building its products. With Photoshop.com, security is considered at every level, from the applications to networks to physical facilities. In addition to the latest technologies, world-class security requires ongoing adherence to best-practices policies. When you access our services, Secure Socket Layer (SSL) technology is used for server authentication, helping to protect your data and access. Additionally, Photoshop.com leverages firewall protection, intrusion detection systems, SSL encryption, and proprietary protocols to help protect your important information. The Photoshop.com hosting facilities are also protected by multiple layers of physical security--only authorized personnel may access the facilities and servers.“ übersetzt von Britta-Yvonne Jung Quelle: Adobe Systems, Inc. (2009c)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009a)
- ↑ 1. Crop & Rotate--Turn it, straighten it, crop out the background. 2. Resize--Change the size to fit web or mobile display, to email it to friends and family, or just because you want it bigger or smaller. 3. Auto Correct--Automatic, one-click, optimal lighting and contrast adjustment. 4. Exposure--Change the brightness of the photo. 5. Red-Eye Removal--Removes red eyes caused by some camera flashes. 6. Touchup--Remove scratches and other imperfections. 7. Saturation--Ramp up the colors to blinding brightness, dampen them down to black and white, or anywhere in between. 8. White Balance--Ever notice how people look different inside an office with the ugly fluorescent tubes, as opposed to outside on a bright sunny day? Adjust the white balance and you change the type of lighting in the photo. 9. Highlight--The brightest parts of a photo are the highlights. This control lets you brighten or darken just the brightest part of the photo, without affecting the darker parts (we call those the shadows). 10. Fill Light--If you take a shot facing into the sun, your subject can end up too dark due to the camera's automatic exposure adjustment. Fill Light brightens the dark area without overbrightening the background. 11. Sharpen--It's like putting in your contacts. Suddenly everything comes more into focus. 12. Soft Focus--It's like taking your contacts out. Soft Focus creates a subtle blur for artistic effect. 13. Hue--This one changes all the colors in a photo at once. 14. Black & White--Control how the colors are converted when you change a photo to black and white. 15. Tint--Imagine instead of black and white, you want red and white, or pale brown and white for that old Western look. 16. Sketch--Makes any photo look like you drew it yourself. 17. Distort--Stretch, twist, bulge specific areas of your photos.” Übersetzt von Britta-Yvonne Jung, Quelle: Adobe Systems, Inc. (2009a)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009a)
- ↑ Vgl. Baum, G. (Adobe Systems, Inc.) 2008
- ↑ Vgl. Baum, G. (Adobe Systems, Inc.) 2008
- ↑ Vgl. Photobucket, Inc. (2009a)
- ↑ Vgl. Baum, G. (Adobe Systems, Inc.) 2008
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009l)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009k)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009d)
- ↑ Adobe Systems, Inc. (2009e)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009i)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009j)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009k)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009l)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009m)
- ↑ Vgl. Adobe Systems, Inc. (2009n)
- ↑ Masing, Walter (2007): Handbuch Qualitätsmanagement, 5. Aufl., S. 823
- ↑ Vgl. Malich, Stefan (2008): Qualität von Softwaresystems, 1. Aufl., S. 62ff.
- ↑ Vgl. Lehner, Franz; Heinrich, Lutz Jürgen (2005): Informationsmanagement, 8. Aufl., S. 519
- ↑ Vgl. Malich, Stefan (2008): Qualität von Softwaresystems, 1. Aufl., S. 63f.
- ↑ Vgl. Rezagholi, Mohsen (2004): Prozess- und Technologiemanagement in der Softwareentwicklung, 1. Aufl., S. 37ff.
- ↑ Vgl. Photobucket, Inc. (2009b)
- ↑ Vgl. Photobucket, Inc. (2009c)
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