Analyse und Bewertung Cloud Computing Strategie der Firma SAP

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Name des Autors / der Autoren: Serdar Calik, Markus Möller, Martin Schröder
Titel der Arbeit: "Analyse und Bewertung Cloud Computing Strategie der Firma SAP"
Hochschule und Studienort: Fachhochschule für Oekonomie und Management in Hamburg


Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung

Seit einigen Jahren wird das Thema Cloud Computing zunehmend zu einem beherrschenden Thema, so dass in jüngster Zeit von einem regelrechten Hype gesprochen werden kann. So war es eines der bestimmenden Themen auf der Cebit 2009. Manche Experten gehen davon aus, dass Cloud Computing in den kommenden Jahren die aktuelle IT-Landschaft revolutionieren wird. Aber auch erste kritische Stimmen werden laut. SAP als einer der bedeutendsten Softwarehersteller der Welt bleibt von dieser Entwicklung nicht unberührt. Das zentrale Thema dieser Fallstudie ist, aufzuzeigen wie SAP mit diesem Thema umgeht. Dafür werden die relevanten Produkte aus dem Portfolio von SAP betrachtet und mit Kriterien, die für oder gegen eine Erfüllung von Cloud Computing sprechen, bewertet. Ziel ist es, darzulegen, inwieweit SAP mit seinem Produktportfolio und seinen Aktivitäten für eine künftige Entwicklung des IT Marktes in Richtung Cloud Computing aufgestellt ist.

2 Grundlagen

2.1 Das Unternehmen SAP

SAP wurde von den ehemaligen IBM Mitarbeitern Claus Wellenreuther, Hans-Werner Hector, Klaus Tschira, Dietmar Hopp und Hasso Plattner in 1972 gegründet und ist heute einer der international führenden Anbieter von Unternehmenssoftware. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist SAP der weltweit drittgrößte Softwarehersteller. SAP betreut mehr als 82.000 Kunden in über 120 Ländern und beschäftigt mehr als 51.500 Mitarbeiter an Standorten in über 50 Ländern. Der Hauptsitz von SAP ist Walldorf in Deutschland. SAP erwirtschaftete 2008 einen Umsatzerlös von 11,6 Mrd. EUR.[1]

2.1.1 Geschäftsfelder

2.1.1.1 Produktportfolio

Das Produktportfolio umfasst insbesondere Lösungen für betriebswirtschaftliche Standardsoftware sowie kundenindividuelle Lösungen.

Das Produktportfolio besteht aus:

  • SAP Business Suite
Die zentrale Komponente in SAP Business Suite bildet SAP ERP. Im SAP ERP sind unter anderem die Module für Personalwesen (SAP HR), Finanzwesen (SAP FI), Kostenrechnung (SAP CO), Unternehmenscontrolling (SAP SEM), Logistik (überwiegend die Module SAP PP, SAP MM). Die Module bilden keine unabhängigen Funktionen sondern sind miteinander verzahnt. SAP ERP ist eine integrierte Anwendung zur Steuerung und Optimierung von betriebswirtschaftlichen Kernprozessen (Personalwesen, Finanzen, Controlling). Es stellt somit ein komplettes Enterprise Ressource Planning (ERP) System dar. Die Kernanwendung baut auf der Technologieplattform SAP NetWeaver auf. Mithilfe dieser integrierten Plattform können Unternehmen Prozesse anpassen oder neu gestalten.
Die SAP Business Suite umfasst außerdem die folgenden Produkte:
  • SAP Customer Relationship Management
Stellt eine Anwendung für Customer Relationship Management (CRM) dar. Dazu gehören die Gewinnung und Bindung von Kunden, der Aufbau langfristiger Beziehungen und die Stärkung der Kundentreue.
  • SAP Product Lifecycle Management
In dieser Plattform wird Product Lifecycle Management (PLM) zur Verfügung gestellt. SAP PLM ermöglicht die Verwaltung, Verfolgung und Steuerung sämtlicher Produkt- und Projektinformationen.
  • SAP Supplier Relationship Management
Supplier Relationship Management (SRM) ist eine Anwendung für die Optimierung der Lieferantenbeziehung und Beschaffungsprozesse.
  • SAP Supply Chain Management
Die Plattform stellt eine Umgebung für Supply Chain Management (SCM) dar. Es ist eine Integration aller Partner innerhalb einer Lieferkette. Damit können Angebot und Nachfrage über das Internet synchronisiert werden.[2]
  • SAP Business All-in-One
SAP Business All-in-One richtet sich an Mittelständler mit branchenspezifischen Anforderungen und ist über Vertriebspartner erhältlich. Dabei können sich die Kunden zwischen einer Installation vor Ort und dem Hosting-Betrieb durch einen SAP-Partner entscheiden. Im Falle des Hosting-Betriebs durch einen SAP-Partner wird die Software in externen Rechenzentren von SAP-Experten betrieben, gewartet und überwacht.[3]
  • SAP ByDesign
SAP Business ByDesign ist speziell auf Unternehmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern zugeschnitten. SAP stellt die Lösung im On-Demand-Verfahren bereit, also gegen eine monatliche Gebühr über das Internet, verbunden mit einem Hosting-Betrieb durch SAP.[4]
  • SAP BusinessOne
SAP Business One richtet sich an kleinere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern. Hiermit können betriebliche Kernprozesse wie Finanzen, Vertrieb oder Kundenbetreuung abgedeckt werden. SAP Business One kann im lokalen Softwarebetrieb oder als Hosting-Lösung genutzt werden.[5]
  • SAP NetWeaver
SAP NetWeaver bietet eine einheitliche, auf offenen Standards basierende Technologieplattform für den Betrieb der Unternehmenssoftware.[6]

SAP BusinessObjects

SAP BusinessObjects stellt Produkte für die Business Intelligence her. Dazu gehören Crystal Reports um Abfragen auf Inhalte von Datawarehouses stellen zu können, welches für kleinere Unternehmen entwickelt wurde.[7] Für größere Unternehmen wird das Governance-Risk-Compliance Paket angeboten mit dem unter anderem Risikomanagement und Kontrolle von Geschäftsprozessen erfolgt.[8]
2.1.1.2 Dienstleistung

SAP bietet den Unternehmen zusammen mit zertifizierten Partnern eine Palette von Dienstleistungen. Das Dienstleistungsangebot gliedert sich in die folgenden vier Punkte:

  • Kundenindividuelle Entwicklung (Custom Development)
SAP entwickelt auf Basis der SAP Plattform für seine Kunden individuelle Software nach deren Bedürfnissen.
  • Supportservices
Der Supportservice von SAP beinhaltet einen rund um die Uhr zur Verfügung stehen technischen Support. SAP Enterprise Support ist ein Kern des Support Angebotes. Hinter diesem Angebot steht eine ganzeinheitliche Betreuung der IT-Landschaft.
  • On-Demand-Softwareservices
Mit „on demand“ ist gemeint, das eine Software nach dem One-to-many-Konzept bereitgestellt wird. Hinter diesem Konzept verbirgt sich die Bedeutung, dass viele Kunden mit einer Lösung bedient werden. Mit On-Demand-Softwareservice ist SAP bestrebt bei großen Unternehmen Prozesse zu automatisieren die nicht zum Kerngeschäft gehört. On-Demand-Softwareservices wird bereits in SAP-CRM, SAP E-Sourcing und SAP BusinessObjects umgesetzt.
  • Managed Services
Managed Service ist eine Dienstleistung, die den Betrieb und die Verwaltung von Softwarelösungen für ein Unternehmen übernimmt. SAP Managed Services bietet umfassenden Hosting-und Application Management Service.[9]

2.1.2 Historie

In 1973 wird das Finanzbuchhaltungssystem RF (R/1) fertig gestellt. Die Unternehmen können ab 1975 mit der SAP-Software auch die Bereiche Einkauf, Bestandsprüfung und Rechnungsprüfung abdecken.[10] Mit einer neuen Rechnergeneration von IBM ist es SAP 1987 möglich die Software auch für mittelständische Unternehmen anzubieten. Für die Betreuung der neuen mittelständischen Kunden gründet SAP das Unternehmen SAP Consulting. Die neue Benutzeroberfläche von R/2 wird in 1989 vorgestellt.[11] Auf der CeBIT in Hannover wird in 1991 das erste SAP R/3 präsentiert. Mit R/3 hat SAP das Konzept Client/Server in die Software integriert. Mit R/3 ist es den Unternehmen möglich die Software neben IBM-kompatiblen Rechnern auch auf Rechnern anderer Hersteller zu installieren. 1993 wird zwischen SAP und Microsoft eine Partnerschaft vereinbart mit dem Ziel SAP R/3 auf Windows NT Server zu portieren. SAP und Microsoft stellen 1996 eine neue Schnittstelle zur Verfügung mit der es möglich ist SAP R/3 mit Internet-Anwendungen zu koppeln. Auf Basis der Webtechnologie wird 1999 in bestehenden ERP-Anwendungen das E-Commerce integriert.[12] Die erste Version von SAP Netweaver wird in 2004 auf den Markt gebracht. Bis Ende 2004 wurde SAP Netweaver von mehr als 1.000 Unternehmen eingesetzt. 2007 wird Business ByDesign in New York mit einer Sonderveranstaltung veröffentlicht.[13]

2.1.3 Geschäftsentwicklung

SAP erwirtschaftet seinen Umsatz hauptsächlich durch Software und softwarebezogene Services. SAP konnte seine Umsatzzahlen in den letzten 5 Jahren in beiden Bereichen stetig steigern, wobei im letzten Jahr die Services stärker zunahmen. Dies zeigt auch die nachfolgende Tabelle.[14]


Software Service
2004 2,4 Mrd. EUR 2,8 Mrd. EUR
2005 2,7 Mrd. EUR 3,3 Mrd. EUR
2006 3,0 Mrd. EUR 3,6 Mrd. EUR
2007 3,4 Mrd. EUR 4,0 Mrd. EUR
2008 3,6 Mrd. EUR 4,9 Mrd. EUR

Tabelle 1: Umsatzzahlen SAP 2004-2008

2.1.4 Wettbewerber

Auf dem Markt für Unternehmenssoftware sind die Wettbewerber von SAP vor allem Oracle, IBM und Microsoft. Durch Übernahmen versuchen die Wettbewerber ihren Markanteil zu steigern und ihre Position zu festigen. Oracle übernimmt 2009 Sun um damit das Produktportfolio auf Hardware und Infrastruktur auszudehnen.[15] Microsoft setzt dagegen auf die Übernahme von kleinen bis mittelgroßen Firmen.[16]

2.1.5 Allgemeine Geschäftsstrategie

Zur Stärkung der Marktposition setzt SAP auf organisches Wachstum und will dies vor allem mit dem Ausbau des Kerngeschäfts im Bereich der Großunternehmen und des oberen Mittelstandes erreichen. Ziel ist es, mit dem Komplettpaket Business Suite eine Zunahme an langfristigen strategischen Partnerschaften mit den Kunden zu erreichen.[17] Aber auch im Bereich des unteren Mittelstands sieht man noch großes Wachstumspotential. Dies möchte man vor allem mit Business ByDesign heben. Des Weiteren investiert man neben den genannten Produkten auch in Absatzförderung, Mitarbeiter und Infrastruktur. Auch Partnerschaften sollen helfen vor allem organisch zu wachsen. So entwickelte man mit Microsoft das Produkt Duet und mit IBM das Produkt Alloy.[18] Duet ist das erste gemeinsame Produkt von SAP und Microsoft. Das Produkt unterstützt die SAP Geschäftsprozesse mit Microsoft Office. In den ersten drei Monaten werden 200.000 Lizenzen verkauft.[19] Alloy leistet Ähnliches für die IBM Software Lotus Notes.[20] Gegenläufig zum organischen Wachstum hat SAP im Januar 2008 das Unternehmen Business Objects S.A., ein Anbieter von Business-Intelligence-Lösungen, mit einem Aufwand von 4,2 Mrd. EUR gekauft. Mit der Übernahme möchte SAP eine technische Lücke im Produktportfolio schließen. Weitere Akquisitionen sind nur im Einzelfall geplant.[21]

2.2 Cloud Computing

Aufgrund des noch recht jungen Alters des Begriffs Cloud Computing ist eine exakte, unzweifelhafte Bestimmung schwer zu finden. Es gibt aber eine Reihe von Kriterien, die vielfach übereinstimmend zu den Bereichen des Cloud Computing gezählt werden. Diese werden im folgenden Kapitel einzeln und detailliert erarbeitet, da sie später als Bewertungskriterien für Lösungen dienen, inwieweit jene Lösungen dem Konzept des Cloud Computing folgen. Grundidee beim Cloud Computing ist das flexible und dynamische Bereitstellen von IT Ressourcen wie Hardware oder Software. Kern des ganzen ist die so genannte Cloud, im deutschen Wolke. In Anlehnung an dieses Objekt aus der Meteorologie geht es um das „Verdecken“. Der Anwender bezieht eine Ressource und muss nicht wissen woher diese genau kommt und wie sie exakt aufgebaut ist.[22]

3 Kriterien des Cloud Computing als Bewertungskriterien

Im Folgenden sollen nun die einzelnen Kriterien des Cloud Computing definiert und erläutert werden. Sie werden dann im späteren Verlauf zu den einzelnen Lösungen herangezogen und auf ihre Erfüllung überprüft. Auch wenn die Abgrenzung teilweise fließend ist, sollen die Kriterien im Nachfolgenden zunächst nach der traditionellen Gliederung Hardware, Software, Netzwerk kurz genannt und beschrieben werden. Gemeinsam ist den technischen Kriterien aber das Ziel, die Kosten von fixen Investitionskosten für Lizenzen und Hardware wieder in Richtung variabler Kosten zu verlagern. Dies geht auf der geschäftlichen Seite einher mit der bereits genannten technischen Flexibilität.[23] Insbesondere auf der Softwareseite mit ihren Services, aber, wie später näher erläutert, auch auf der Seite der Hardwarebereitstellung erlangen Service Level Agreements (SLA) eine große Bedeutung. Dadurch, dass durch Anbieter und Nutzer mehrere Parteien beteiligt sind, ist es wichtig festzulegen in welcher Form ein Service funktionieren soll. Dabei stellt sich unter anderem die Frage nach dem wann, wie viel oder wie schnell. Je nachdem wie unternehmenskritisch ein Service ist, kann eine kleine Abweichung von der Erwartung des Nutzers eine sehr große Bedeutung erlangen.[24] Durch die Aufteilung der Provider in Cloud, Software as a Service (Saas) und Internet Provider kann es schwierig bis unmöglich sein hier allseits verlässliche Garantien zu erzielen. Dies resultiert aus der Schwierigkeit der Abgrenzung zwischen den jeweiligen Dienstleistern.[25]

3.1 Hardware
3.1.1 Virtual Server

Grundgedanke bei der Hardware ist die Elastizität mit der Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Dies geschieht mit Hilfe von großen Rechenzentren, in denen viele physische Server gemeinsame Ressourcen bilden. Diese Ressourcen bieten virtuelle Server an, deren Kapazität den Anforderungen entsprechend bemessen sein kann. Dabei muss diese Kapazität im Gegensatz zu der Anschaffung eines eigenen physischen Servers nicht einmalig fest definiert werden, wo sie später nur unter größerem Aufwand angepasst werden kann, sondern ist jederzeit skalierbar. Der tatsächliche Standort und die tatsächliche technische Realisierung ist dem Abnehmer dabei unbekannt.[26]

3.1.2 Distributed Computing

Das gemeinsame Verwenden von Ressourcen ist ein Hauptaspekt der Cloud. Dabei geht es auch darum, dass sich ein und derselbe Prozess der Rechenleistung mehrerer physischer Computer bedient. Dies ist unter dem Begriff Distributed Computing bereits seit den 70er Jahren ein Begriff.[27] So können in einer Cloud für eine kurze Zeit hunderte von Computern für einen intensiven Batchprozess parallel genutzt werden, statt die hundertfache Zeit mit einem Computer zu verwenden.[28] So umgeht man das traditionelle Problem, seine eigene Hardware für Spitzenlastzeiten auslegen, in der übrigen Zeit aber für ungenutzte Ressourcen laufende Kosten tragen zu müssen.[29]

3.1.3 Virtual Storage

Auf der Hardware Cloud kann Virtual Storage angeboten werden. Dieser stellt sich für den Benutzer als statischer Speicher dar, wird aber virtuell genannt, da er nicht einem speziellen Rechner oder einem speziellen Plattenarray zugerechnet werden kann. Des Weiteren ist er skalierbar, d.h. er kann problemlos erweitert oder auch reduziert werden. Durch das Internet ist der Zugriff nicht ortsgebunden, ein entscheidender Vorteil für das Verwenden durch unterschiedliche Services, die wiederum verteilt auf unterschiedliche Orte ausgeführt werden.[30]

Die Sicherheit der Daten muss gegen unbefugten Zugriff, sowie gegen den unwiederbringlichen Verlust geschützt sein. Durch den Zugriff über das Internet sind hier die Bedenken eines unbefugten Zugriffs zunächst größer, wohingegen der Verlust der Daten durch den Zusammenschluss mehrerer Server in der Cloud zunächst mal unwahrscheinlicher scheint. Die Abhängigkeit des Virtual Storage Benutzers von der intransparenten Cloud ist aber offensichtlich.[31]

3.2 Software
3.2.1 Software as a Service

Auf der Softwareseite von Cloud Computing stehen die Services. Die größte Bedeutung hat hier SaaS. Hierbei handelt es sich um Webapplikationen, die inzwischen die meisten Lösungsbereiche abdecken. Charakteristisch ist dabei sowohl deren Installation in der Cloud, d.h. dass es sich hierbei üblicherweise um Drittanbieter Infrastruktur handelt, als auch das Mietpreismodell, welches auf der Zahl der User, der Arbeitsplätze oder der Transaktionen beruht. Durch das Aufrufen der Webapplikation mit einem Browser gewinnt man auf Benutzerseite die Unabhängigkeit vom einzelnen PC Arbeitsplatz in physischer wie auch örtlicher Hinsicht. Alle großen Hersteller von Unternehmenssoftware wie SAP, Oracle oder Microsoft haben mit der Entwicklung von SaaS Lösungen begonnen.[32] Bei SaaS handelt es sich um eine mandantenfähige Web Applikation.[33]

SaaS wird teilweise mit Cloud Computing gleichgesetzt. Die Cloud bezeichnet aber zunächst einmal die Infrastruktur, so dass hier unterschieden werden kann zwischen zwei Providern, dem Cloud Provider, der die Infrastruktur bereitstellt und dem SaaS Provider, der diese Infrastruktur nutzt um seine Applikation bereitzustellen. Der SaaS Provider ist somit gleichzeitig Cloud User, sofern er seine Applikation auf einer Cloud Infrastruktur anbietet.[34]

Durch Verwenden des Browsers kann es zu Funktionseinbußen im Vergleich zu herkömmlichen Desktopclients kommen. Jüngste Entwicklungen im Bereich der Rich Internet Applications (RIA), haben dieses Problem aber stark zurückgedrängt. Techniken wie Asynchronous JavaScript and XML (AJAX), Flash oder OpenLaszlo stellen nun auch dem Anwender eines Browsers Funktionalitäten, wie erweiterte Grafikmöglichkeiten, Offlinebenutzung oder komfortable Benutzerführung zur Verfügung.[35]

Als Nachteil wird ebenfalls angesehen, dass der Austausch von Daten über mehrere SaaS Provider proprietär sein kann, wenn sie keine standardisierten Programmierschnittstellen einsetzen.

3.2.2 Webservices

Webservices als ein weiteres Kriterium des Cloud Computing adressieren dieses Problem. Dabei wird die Funktionalität eines Programms über das Netzwerk angeboten, was die Wiederverwendbarkeit an vielen Stellen und somit eine schlankere Programmierung ermöglicht.[36] Webservices sind schon vor Cloud Computing als einfache und flexible Standardschnittstelle verwendet worden und basieren in der meist verwendeten und akzeptierten Variante auf der Extensible Markup Language (XML) und dem Protokoll SOAP.[37]

3.2.3 Platform as a Service

Platform as a Service (PaaS) stellt eine Entwicklungsumgebung in der Cloud dar. Hier können Anwendungen und Services mit benutzerdefiniertem oder generischem Code erstellt werden, die in der Cloud laufen.[38] Es kann möglicherweise als Ergänzung zu SaaS gesehen werden, um abgewandelte Anwendungen auf den selben Daten laufen zu lassen, wie die vom SaaS Provider angebotene Hauptanwendung.[39]

3.2.4 Automatisiertes Management

Die beschriebene Flexibilität bei Angebot und Verwenden der verschiedenen Ressourcen wäre keine, wäre sie nicht dynamisch. Daher ist eine Grundvoraussetzung für Cloud Computing ein automatisiertes Management bei der Zuweisung von Ressourcen.[40]

3.3 Netzwerk
3.3.1 Internet

Vom Internet hat Cloud Computing seinen Namen, da das Internet häufig als Wolke dargestellt wird, um nicht auf seine Komplexität und seine Vielzahl an Knoten eingehen zu müssen, und dem Internet verdankt Cloud Computing seine Existenz. Der Zugriff auf Services aus der Cloud erfolgt über das Internet und wird daher mit public bezeichnet.[41] Ebenso ist der Reifegrad, den das Internet erreicht hat, bezeichnend für die Existenz von Cloud Computing. Da sind zum einen die hohen Bandbreiten, die bestimmte Services erst möglich machen, zum anderen die Größe der Infrastruktur die einige Internet Firmen erreicht haben.[42]

3.3.2 Zugriffsformen

Es gibt verschieden Zugriffsformen auf die Cloud. Zum einen die erwähnte Public Cloud über das Internet, was bedeutet, dass diese der Öffentlichkeit, wenn auch abgesichert und personalisiert, zugänglich ist. Private Clouds hingegen stellen interne Rechenzentren mit möglicherweise der gleichen Elastizität und Skalierbarkeit dar. Dadurch, dass sie aber nicht der Öffentlichkeit gegen entsprechende Gebühren zur Verfügung stehen, werden sie nicht dem eigentlichen Cloud Computing zugerechnet.[43] Dies wird teilweise anders gesehen, da technische Kriterien ebenfalls erfüllt werden und der Unterschied lediglich in der eingeschränkten Anzahl der Zugriffe und ein Abrechnungsmodell höchstens auf interner Verrechnung beruhen könnte. Ebenso ist der Begriff "privat" fließend. Ist die Cloud einer Branche oder eines Landes bereits privat oder ist der Zusammenschluss mehrerer Unternehmen noch öffentlich?[44] Auch SAP hat die Zielsetzung diesen Unterschied zu beseitigen und dafür die technischen Voraussetzungen zu schaffen.[45]

3.3.3 Abhängigkeit

Aus der zentralen Bedeutung der Internet Verbindung ergeben sich auch eine Reihe von Nachteilen, die insbesondere bei unternehmenskritischen Anwendungen wie ERP Systemen zum Tragen kommen können. Zunächst einmal ist das Arbeiten in der Cloud nicht möglich, wenn die Verbindung zum Internet fehlt, sei es aufgrund eines technischen Ausfalls oder weil es die aktuelle Lokation nicht hergibt. Es wird aber in einigen Fällen bereits an so genannten Offline Lösungen gearbeitet. Ein Beispiel ist Google Gears.[46]

Auch die Geschwindigkeit kann im Vergleich zu herkömmlichen Desktop Applikationen ein bedeutender Nachteil sein. Es existiert dabei eine Spanne von nur in Ausnahmefällen tolerierbar bis hin zur vollständigen Untragbarkeit der Lösung. Der Übergang ist fließend. Dies kann zum einen an einer zu langsamen Verbindung zum Internet liegen, zum anderen in der Tatsache begründet sein, dass sämtliche Bestandteile der Applikation zwischen PC des Anwenders und dem Server über das Netzwerk ausgetauscht werden müssen.[47]

Große Transaktionsvolumina, wie sie häufig in ERP Systemen u.a. zu verarbeiten sind, können über diesen Weg noch nicht transportiert werden. Das macht es notwendig, deren Austausch mit anderen Systemen, wie CRM oder HR innerhalb derselben Hardware Cloud stattfinden zu lassen. Dies wird Ecosystem Cloud genannt und könnte, ähnlich wie die traditionellen Lösungen auf dieser breiten Basis in die Domäne von SAP, Oracle oder Microsoft fallen.[48]

Durch die frühe Standardisierung des Netzwerks, das dem Internet zu seinem Erfolg verholfen hat, tritt der Bereich Netzwerk für sich ein wenig in den Hintergrund und verschmilzt mit dem Bereich Hardware zum Bereich Infrastruktur.[49] Dies zeigt auch, dass der Werbeslogan von SUN Microsystems aus den 80ern „the network is the computer“ heutzutage Realität geworden ist.[50]

3.4 Evolution des Cloud Computing

Microsoft hat unterschiedliche Entwicklungsstufen für gehostete Software definiert. Die erste Stufe bezieht sich auf das traditionelle Application Service Providing (ASP), wobei jeder Benutzer eine eigene Version und eigene Instanz einer einzelnen Anwendung ausführt. In der zweiten Stufe wird die Personalisierung eingeführt, was bedeutet, dass ein und dieselbe Version in unterschiedlichen Konfigurationsstufen ausgeführt wird. Die Konfiguration ist dabei individuell auf den User zugeschnitten. Diese Personalisierung auf Konfigurationsebene entfällt auf der dritten Stufe, hier sind Version und Instanz gleich, lediglich auf Datenebene gibt es Unterschiede zwischen den Benutzern. Dies wird im Gegensatz zur zweiten Stufe allerdings durch Sicherheitsrichtlinien und Autorisierung erreicht. Diese dritte Stufe wird in der vierten dadurch ausgebaut, dass nun wieder mehrere Instanzen gebildet werden, diese im Gegensatz zu Stufe zwei aber identisch sind. Es geht also nur noch darum für eine Anzahl von Benutzern ausreichende und skalierbare Ressourcen darzustellen, diese aber genauso einfach, wie für einen einzelnen Benutzer aktualisierbar halten zu können.[51]

In Anlehnung an Carraro/Chong (2006).Abb. 1: SaaS Maturity Model
In Anlehnung an Carraro/Chong (2006).
Abb. 1: SaaS Maturity Model

3.5 Übersicht

Eigene Erstellung in Anlehnung an: Mulholland et al. (2008), S. 3.Abb. 2: Cloud in Schichten
Eigene Erstellung in Anlehnung an: Mulholland et al. (2008), S. 3.
Abb. 2: Cloud in Schichten

Zur Bewertung ob eine Lösung dem Cloud Computing, wenn auch ggf. nur in Ansätzen, entspricht, seien hier noch mal extrahiert die Erfüllungskriterien genannt. Entgegen der ursprünglichen Erörterung erscheint es sinnvoll diese in drei andere Schichten aufzuteilen:

  • Infrastruktur
    • Virtual Server
    • Distributed Computing
    • Virtual Storage
    • Automatisiertes Management
    • Internet (Public Cloud)
  • Plattform
    • PaaS
  • Services
    • SaaS
    • Webservices
    • Webbasierte Applikation

Allgemein:

  • Variables Kostenmodell
  • SLA

Anhand dieser Kriterien sollen im Folgenden Lösungen und Ansätze von SAP auf deren Relevanz für eine evtl. Cloud Computing Strategie analysiert und bewertet werden.

4 SAP Lösungen mit Cloud Computing Potential

4.1 Netweaver

Der Netweaver wurde im Jahre 2004 in den Markt eingeführt. Zum einen griff SAP damit das Konzept der standardisierten Webservices auf, zum anderen eröffnete es die Möglichkeit SAP ab da auch in Java programmieren zu können. Netweaver ist die Antwort von SAP auf die zum Ende der 90er Jahre aufkommende, zunehmende Bedeutung des Internets. Das Konzept ist eng an das des klassischen SAP R/3 angelehnt. Dennoch ließ sich SAP mit seiner Markteinführung einige Jahre Zeit. Als Fundament enthält er analog zu R/3 einen Application Server, der Web AS genannt wird. Dieser bildet die Abstraktionsebene zu Datenbank, Netzwerk und Betriebssystem und die Basis für die Teilprodukte, von denen einige im Folgenden kurz beschrieben werden sollen.[52]

In Anlehnung an Eisele et al. (2007), S. 408.Abb. 3: SAP Netweaver Komponenten in Schichten
In Anlehnung an Eisele et al. (2007), S. 408.
Abb. 3: SAP Netweaver Komponenten in Schichten
4.1.1 Enterprise Portal

Das Enterprise Portal, das im Rahmen von mySAP vorher separat angeboten und nun in Netweaver integriert wurde, stellt dem Benutzer aggregiert sämtliche portalfähigen Applikationen zur Verfügung. Dabei werden diese zum einen personalisiert zur Verfügung gestellt, zum anderen ist die gleiche Applikation verteilt und somit in mehreren Instanzen nutzbar. Bei den meisten dieser Applikationen handelt es sich um iViews, das sind Mini-Applikationen, die auch untereinander kommunizieren können und somit mit Portlets aus dem klassischen Java Ansatz oder Webparts aus der Microsoft .Net Welt verglichen werden können.[53]

4.1.2 Exchange Infrastructure

Die Exchange Infrastructure (XI) bildet die Enterprise Application Integration (EAI) Komponente des Netweaver. Dabei handelt es sich um eine Einheit, die in einer heterogenen Systemlandschaft die zentrale Schnittstelle bildet, vor allem wird dies mit Webservices erreicht. SAP setzt voll auf einen Service orientierte Architektur, die es Enterprise Service Architecture (ESA) nennt. XI sieht sich hier als einzige, zentral verbindende Komponente nach dem Nabe-Speiche-Prinzip, also als zentraler Verbindungsknotenpunkt, und kann aufgrund dieser Bedeutung innerhalb einer Systemlandschaft entsprechend skaliert werden.[54]

4.1.3 Entwicklungswerkzeuge

Als Basis für die Entwicklungsumgebung dient bei SAP das Eclipse-Framework. Diese, ursprünglich von IBM entwickelte Umgebung, ist durch Plug-Ins erweiterbar. SAP hat hiervon Gebrauch gemacht und speziell auf das Netweaver Konzept zugeschnittene Plug-Ins entworfen. In dieser Kombination entstand das Netweaver Developer Studio (NWDS). Dabei wird das Konzept von Eclipse aufgegriffen, aus unterschiedlichen Perspektiven zu entwickeln. Dies bedeutet, dass sich der jeweiligen Syntax angepasst wird, je nachdem ob man z.B. gerade Java oder XML-Strukturen entwickelt. So dient das NWDS zur Entwicklung von Webservices, allgemeiner Java Applikationen oder der iViews als Portal Komponenten.[55] Enthalten ist das NWDS u.a. im Netweaver Composition Environment (Netweaver CE). Diese Netweaver Komponente erlaubt es, durch Kombination bestehender Applikationen eigene zu erstellen. Dies kann eine Zusammensetzung aus Applikationen, Webservices, Geschäftsobjekten und Oberflächen sein. Im Konzept der SOA wird dies Composite Application genannt. Der Hauptaspekt von Netweaver CE ist dabei der ganzheitliche Ansatz der Integration all der genannten Komponenten.[56]

4.2 Business ByDesign

Business ByDesign ist eine Online-Lösung. Anders als bei allen anderen ERP-Systemen von SAP, beantragt der Kunde hier ein System, welches nur genutzt werden kann, wenn ein Onlinezugriff möglich ist. Der Vorteil ist, dass diese Lösung keine Hardware im Unternehmen voraussetzt (abgesehen von der nötigen Infrastruktur, um auf die gehostete Lösung zugreifen zu können).[57] Business ByDesign fasst viele Anforderungen unter einer Oberfläche zusammen. Zu diesen Anforderungen gehören die Unterstützung der Geschäftsführung bei der Erreichung der Unternehmensziele, die Optimierung der Finanzprozesse, das Customer Relationship Management, das Human Ressource Management, Supply-Chain Management, Project Management, Supplier Relationship Management sowie Compliance Management.[58] Besonders anzumerken ist die Berücksichtigung von rechtlichen Rahmenbedingungen in unterschiedlichen Ländern. Je nachdem, in welchem Land ein Unternehmen durch Business ByDesign unterstützt wird, greifen andere Compliance-Regeln automatisch. Vom Kunden ist daher keine Modifikation mehr notwendig um die Anforderungen des Gesetzgebers in Hinsicht des Reports zu erfüllen. Ein Beispiel ist die Aufstellung einer Bilanz.[59]

4.2.1 Zielgruppe

Kunden, die dieses Produkt einsetzen, bewältigen komplexe Geschäftsprozesse die eine hohe Anzahl von Transaktionen enthalten. Es handelt sich um verteilte Anwendungen, die viel manuelle Arbeit und die Nutzung von Tabellenkalkulationen erfordern.[60]

Unternehmen, die mehrere Standorte mit verschiedenen Unternehmensbereichen haben, sollten nach Auffassung von SAP diesen Dienst nutzen. Des Weiteren können unabhängige Tochtergesellschaften ebenfalls korrekt eingebunden werden. Durch die Bereitstellung des Dienstes via SaaS kann der Wartungsaufwand gering gehalten werden. Die Unternehmensdaten liegen auf Servern von SAP und nicht mehr traditionell auf unternehmenseigenen Servern.[61]

4.2.2 Lizenzmodell

Die Lizenzkosten werden pro Anwender berechnet. Die Summe der Nutzungsgebühren skaliert mit der Anzahl der Anwender unmittelbar. SAP unterscheidet dabei zwischen Basis-Anwendern und Produktiv-Anwendern unterschieden. Basis-Anwender verwenden die Kernfunktionen von Business ByDesign die als unabhängig von der Branche gelten. Es sind Mitarbeiter, die verwaltende Funktionen des Unternehmens inne haben, also die dispositiven, menschlichen Faktoren eines Unternehmens. Die Basis-Anwender haben, auch wenn die Bezeichnung anderes vermuten lässt, die meisten Funktionen verfügbar. Folgende Dienste gehören z.B. in diese Einteilung:

  • Konfiguration von Organisations- und Geschäftsdaten
  • Finanzwesen
  • Internes Projektmanagement
  • Personalverwaltung, Vergütung und Arbeitszeitmanagement
  • Marketing, Vertrieb und Service
  • Vertragsverwaltung
  • Bestellungs- und Bestellanforderungsverwaltung
  • Zusammenarbeit, Groupware-Integration, and Desktop-Integrationswerkzeuge
  • integrierte Analysefunktionen
  • Werkzeuge zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
  • Standard- und Ad-hoc-Berichte, Excel-Berichte, Key Performance Indikatoren und Dashboards
  • zusätzlich dazu sind die Anwender berechtigt die Funktionen der Produktiv-Anwenderfunktionen zu nutzen

Produktiv-Anwender verwenden die von Business ByDesign bereitgestellten Daten in der Produktion. Im Unternehmen werden Sie zu den Elementarfaktoren gezählt. Der Umfang ist im Vergleich zum Basis-Anwender eingeschränkt. Folgende Dienste gehören z.B. in diese Einteilung:

  • Unternehmensportal, Adressbuch und Nachrichten
  • Learning Center und integrierte Lernumgebung
  • Zeit- und Aufwandserfassung sowie Reisemanagement
  • Mitarbeiter-Self-Services, wie z.B. einen Urlaubsantrag anlegen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kosten des Lizenzmodells auf.

Produkt Benutzer-Mindestanzahl Kosten/Monat pro Mitarbeiter
Basis-Anwender 25 133 EUR
Basispaket Lagerverwaltung 1 29 EUR
Basispaket Produktionsverwaltung 1 54 EUR
Produktiv-Anwender 5 9,80 EUR
Produktivpaket Fertigung/Lager 5 5,80 EUR

Tabelle 2: Lizenzmodell Business ByDesign

Es gibt Mindest-Abnahmemengen für Benutzer und zusätzlich buchbare Funktionalitäten. Die Kosten berechnen sich nicht auf die durchgeführte Anzahl von Transaktionen, sondern ausschließlich auf die Anzahl der Benutzer.[62]

4.2.3 Einführung im Unternehmen

Ein komplexes ERP-Werkzeug wird nicht weniger komplex, wenn es als SaaS angeboten wird. SAP unterstützt den Kunden bei der Einführung. Wahlweise kann ein Großteil der Einrichtung unter Führung von SAP-Consultants oder in Unternehmens-interner Regie erfolgen. Die durchzuführenden Aufgaben umfassen die Definition der Prozesse, die Erstellung von Formularen, die Datenmigration sowie das Einbinden von Benutzern, bis hin zur letztendlichen Freischaltung des Systems für den Produktivbetrieb.[63]

4.3 Hardwareplattform IBM

IBM und SAP betreiben eine strategische Partnerschaft die seit 35 Jahren besteht.[64] Am 3.3.2009 auf der Cebit in Hannover haben IBM und SAP eine Demonstration gezeigt. Inhalt war die "Live Application Mobility" am Beispiel des SAP ERP-Systems. In der Demo wurde ein laufendes ERP-System ohne Betriebsunterbrechung auf andere IBM Power6 migriert. Die Technologie für diese Demo ist durch die von IBM geführte Initiative "Reservoir" entstanden. Unter anderem ist auch SAP ein Mitglied im Konsortium.[65] Ziel der mit EU-Fördermitteln unterstützten Initiative ist es, Konzepte für den wachsenden Bedarf an dynamisch benötigter Rechenleistung bereitzustellen. Im Kern wird eine Service Oriented Infrastructure (SOI) beschrieben mit der es möglich ist, Hardwareressourcen global an jedem Punkt bereitstellen zu können.[66] Die Bereitstellung kann dynamisch dorthin verlagert werden, wo Rechenleistung verfügbar ist, selbst wenn diese in anderen Data Centern bereitsteht.[67]

Im Falle der Demonstration wurde die Technik "Workload Partition" (WPAR) von IBM auf der einen Seite genutzt.[68] Mit Hilfe des Adaptive Computing Controller war das ERP in der Lage, Prozesse auf unterschiedlichen Ressourcen ausführen zu können.[69]

4.4 Business Objects

Business Objects stellt Lösungen zur Business Intelligence bereit. Das Produktportfolio besteht unter anderem aus drei Produkten: Business Intelligence OnDemand, Business Intelligence for Salesforce, und Information OnDemand.

Mit Business Intelligence OnDemand wird für den Kunden ein Datawarehouse (DWH) online angelegt. Die Datenquellen mit denen das DWH befüllt wird, können weiterhin im Unternehmensnetz des Kunden residieren. Die entsprechenden Daten werden in die gehostete Lösung übertragen. Dort stehen sie für die typischen Anwendungen der Business Intelligence zur Verfügung. Die Lösung ist laut Anbieter auch für Millionen von Datensätzen geeignet.[70]

In Verbindung mit dem Produkt Business Intelligence OnDemand lassen sich zwei andere Lösungen mit Cloud Computing-Potenzial verbinden: Mit Information OnDemand lassen sich externe Daten mit den eigenen Daten integrieren. Es ist als Zusatzprodukt zu Business Intelligence OnDemand zu werten. Es integriert daher Daten in das vorhandene Online Datawarehouse für die mögliche Verbindung mit eigenen Daten.[71] Business Intelligence for Salesforce ist ein Integrator für die Datenbasis, die ggf. bei Salesforce hinterlegt ist. Mit Hilfe einer Integration der Daten aus der Salesforce Anwendung mit anderen Unternehmensdaten kann so weitere Umsatzmöglichkeiten generiert werden.[72]

5 Analyse und Bewertung

5.1 Aktuelle Strategie

5.1.1 Netweaver Webservices

5.1.1.1 Erfüllung Cloud Computing Kriterien
5.1.1.1.1 Infrastrukturkriterien

Bereits im Jahre 2005 stellte SAP Adaptive Computing Funktionen für seine Netweaver Plattform vor. Diese Funktionen erlauben eine Virtualisierung von Servern aber auch von Speicherkapazitäten. Dazu wird zwischen dem Applikationsserver und den Infrastrukturkomponenten eine Virtualisierungsebene, der so genannte Adaptive Computing Controller, eingeschaltet. Unterstützt werden seit 2006 die gängigen Serverbetriebssysteme Windows, Linux und Unix aber auch Speicherlösungen wie Storage Area Network (SAN), Network Attached Strorage (NAS) oder die Verbindungstechnik Internet Small Computer System Interface (iSCSI). Die Ressourcenverteilung läuft dabei automatisiert im Hintergrund, kann aber über einen Taskplaner gesteuert werden. So können bekannte Verwendungsmuster, wie Massendatenverarbeitungsprozesse in der Nacht oder verstärkte Anmeldeprozesse am Morgen bereits im Vorwege adressiert werden. Um die Applikationsebene flexibel den Hardwareressourcen zuzuordnen, musste SAP den ohnehin eingeschlagenen Weg der Zerlegung seiner stark integrierten Systeme in Webservices konsequent vorantreiben.[73]

5.1.1.1.2 Webservices

Es wurde bereits aufgezeigt, dass Webservices sowohl für SAP als auch für Cloud Computing zentrale Punkte darstellen. So verwendete SAP bereits zur Markteinführung von Netweaver die gleichen Argumente, mit denen heute Cloud Computing gepriesen wird: Wiederverwendbarkeit und schnelleres Reagieren auf neue Marktbedingungen. Unternehmen sind immer stärker dazu gezwungen schnell neue Lösungen zu schaffen. Dabei kommt es darauf an, keine starre Systemlandschaft zu haben, sondern flexibel und möglichst automatisiert auf neue Anforderungen reagieren zu können. Dies wird durch Komponenten erreicht, die als Service fungieren.[74] Je schneller eine neue Lösung integriert werden kann, desto schneller amortisiert sie sich und umso einfacher fällt die Entscheidung für diese Lösung und somit für einen möglichen Wettbewerbsvorteil. Stehen dafür nur proprietäre Schnittstellen zur Verfügung, erschwert das die Integration. Webservices gelten hier als allgemein anerkannter Standard.[75] Dieser Punkt wurde bereits innerhalb des Cloud Computing Kriteriums Webservices herausgearbeitet und trifft auch auf Netweaver zu. Der mehrschichtige Ansatz des Cloud Computing findet sich in Service orientierten Architekturen (SOA) wieder und der SOA Ansatz wird in vielen Fällen als Voraussetzung für den Einstieg in das Konsumieren von Cloud Computing Services gesehen. Zu den intern bereitgestellten Services kommen möglicherweise als erstes extern bereitgestellte aus der Cloud hinzu und arbeiten möglicherweise in Kombination miteinander um so die Vorteile der Wiederverwendbarkeit eigener mit der Wiederverwendbarkeit allgemeiner Services zu vereinen. In dieser hybriden Welt wird die Zukunft gesehen. Es ist vom Einzelfall abhängig ob Services aus der Cloud, d.h. die komplette Software as a Service gepaart mit einem flexiblen Hardware Angebot, intern oder aus einem starren Hosting bezogen werden. Ein Unternehmen kann jedoch die Vorteile einer Cloud mit seiner Serviceorientierung auf der Software Seite nur nutzen, wenn es zuvor SOA eingeführt hat. Um Services wiederverwendbar und somit wertvoll zu machen, müssen diese abstrahiert werden. Die Flexibilität besteht darin, diese je nach Aufgabe jeweils nur zusammensetzen zu müssen. Und hier ist künftig eine große Zahl in der Cloud zu erhalten. Um die richtigen ausfindig machen und sie nicht selbst entwickeln zu müssen, sind in einer gut entwickelten SOA Werkzeuge und Techniken vorhanden. Um diese externen Services aus der Cloud in die Unternehmensprozesse einbinden zu können, sind, wie bereits erwähnt, Standards auf beiden Seiten unverzichtbar. Diese gehen mit einer korrekt implementierten SOA einher.[76] Der Netweaver trägt, wie aufgezeigt, allen diesen Punkten Rechnung, ist in jeder dieser Umgebungen einsetzbar und kann entsprechend skaliert werden.

5.1.1.1.3 Platform as a service

Da Netweaver als Plattform dient und im NWDS eine eigene Entwicklungsumgebung mitbringt, kann es auch als PaaS angeboten werden. Die Firma Mindsquare GmbH stellt dies aktuell als erste unter Beweis, indem sie Netweaver CE auf der Cloud Infrastruktur Plattform Elastic Computing Cloud (EC2) für Test- und Projektphasen anbietet. Auch für den Produktiveinsatz wird Netweaver CE als Plattform bereits angeboten, allerdings greift Mindsquare hier noch nicht auf Amazons Cloud, sondern auf ein konventionelles Rechenzentrum zurück. Dies widerspricht aber nicht der Eignung des Netweaver als PaaS.[77]

5.1.1.1.4 Internet und Webfähige Applikationen

Der SAP Netweaver ist durch seine Portalkomponente webbasiert. Durch sein Rollenkonzept ist der Netweaver in der Lage jedem Anwender personalisiert das zu zeigen, was dieser sehen soll und benutzen darf.[78] Es ist also möglich einen Netweaver öffentlich über das Internet zugänglich zu machen und dennoch einen privaten, geschützten Zugang zu realisieren. Durch seine Portalkomponente und insbesondere die darin enthaltenen iViews ist auch das Kriterium der webfähigen Applikationen eindeutig erfüllt.

5.1.1.1.5 Software as a Service

Wie bereits aufgezeigt wurde, handelt es sich bei Netweaver um eine Technologie Plattform und keine abgeschlossene Anwendung. Da der Netweaver als Platform as a Service infrage kommt, lässt sich daraus konsequent schlussfolgern, dass eine auf ihm basierende Anwendung als Software as a Service fungieren könnte. Diese entspräche, durch die aufgezeigte Instanzierbarkeit in Verbindung mit dem Adaptive Computing Controller, schon der vierten Ebene des gezeigten SaaS Maturity Modells. Es kann aufgrund des Plattformcharakters aber weder uneingeschränkt behauptet werden, dass der Netweaver selbst als Software as a Service eingesetzt werden kann, noch dass das Gegenteil der Fall ist. Daher wird dieser Punkt zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen.

5.1.1.1.6 Variable Kosten und SLAs

Da Netweaver als PaaS, wenn auch nicht von SAP, angeboten wird, ist dies mit einem variablen Kostenmodell möglich. Mindsquare tut dies auch und stellt bei einer kurzen Laufzeit von minimal einem Monat für einen monatlichen Betrag von unter 1.000 EUR ein Netweaver CE zur Verfügung.[79]

Mit Erfüllung des Webservices Kriteriums kommt auch die Bedeutung von SLAs zum Tragen. Unabhängig davon, ob Webservices innerhalb von Cloud Computing angeboten werden oder nicht, sobald mehrere Parteien beteiligt sind, müssen die beiderseitigen Erwartungen an die Webservices in einem SLA festgelegt werden. Dies wurde bereits bei der Kriterienerörterung aufgezeigt.

5.1.1.2 Kriterienerfüllung Übersicht

Nachfolgend noch einmal eine tabellarische Übersicht der Kriterienerfüllung. Dies wird bei den weiteren untersuchten Lösungen beibehalten.

Virtual Server X
Virtual Storage X
Distributed Computing (X)
Automatisiertes Management (X)
Webservices X
Platform as a Service X
Software as a Service (X)
Variable Kosten Modell X
Internet Zugriff X
Webfähige Applikationen X
SLAs X

Tabelle 3: Kriterienerfüllung Netweaver

Zur Erläuterung:
X = Kriterium voll erfüllt
(X) = Kriterium teilweise erfüllt
o = Kriterienerfüllung offen (ungeklärt)

5.1.1.3 Marktreifegrad

Der SAP Netweaver ist wesentlich älter als die Diskussion über Cloud Computing. Dies gilt aber auch für andere Komponenten des Cloud Computing und Produkte die diese repräsentieren. Der Netweaver an sich ist seit 2004, einzelne seiner Komponenten noch länger am Markt verfügbar. Die Stabilität wurde schon kurz nach Markteinführung hervorgehoben. Durch seine offene Architektur wird ein hoher Integrationsgrad erreicht, aus der schon früh eine weiterführende Marktdynamik prognostiziert wurde. Nach seiner Markteinführung wurde jedoch zunächst noch die, nicht gänzlich auf Standards basierende, Java Technologie kritisiert. So wurde bei der Oberflächengestaltung von den als Standard angesehenen Java Server Faces (JSF) und den Portlets abgewichen. Auch der Ressourcenhunger durch die Exchange Integration Komponente, also der zentralen Komponente für die Webservices, galt schon damals als hoch. Wie beim klassischen SAP Produkt R/3 wurde die Existenz vieler Kinderkrankheiten kritisiert.[80] Diese wurden dann von Version zu Version ausgeräumt, wenn auch später noch von Optimierungsbedarf in der Zusammenarbeit einzelner Komponenten gleichen Versionsstandes gesprochen wurde. Inzwischen gilt der Netweaver als erprobte und standardisierte Technologie Plattform mit der große und komplexe Projekte in all ihren Phasen unterstützt werden. Die bereits aufgezeigte Verwendung von Argumenten, die im Zuge von Cloud Computing erneut auftauchen, wird ebenfalls als ausgesprochene Stärke des Netweaver angesehen. So wird ein hoher Integrationsgrad gepaart mit einer hohen Interaktion auch mit Nicht-SAP Produkten und Entwicklungen positiv beurteilt, was aus einer heterogenen eine eher homogene IT Landschaft werden lässt.[81] Im Vergleich zu Produkten des Wettbewerbs werden zwar einzelne Schwächen genannt, jedoch die Vollständigkeit des Produktes gelobt. So wird Netweaver als die kompletteste und am weitesten ausgereifte Plattform angesehen mit Vorteilen in seiner Offenheit bezüglich der Standarderfüllung und den Integrationsmöglichkeiten im Vergleich zu den Produkten der großen Wettbewerber auf dem Softwaremarkt, auch im Bereich Cloud Computing, Microsoft und IBM.[82] Der Netweaver stellt also eine ganz zentrale Komponente im Produktportfolio von SAP dar. Die ausgereifte Unterstützung zentraler Kriterien des Cloud Computing macht ihn auch zu einem zentralen Baustein in der Betrachtung der Cloud Computing Strategie von SAP.

5.1.2 Business ByDesign

5.1.2.1 Erfüllung Cloud Computing Kriterien

Business ByDesign wird auf Servern der SAP gehostet und bildet so einen SaaS. Es ist zu beachten, dass aus Sicht des Kunden SAP virtuelle Server bereitstellt. Die technische Realisierung sieht derzeit eine Aufteilung vor, bei der jeder Kunde seinen eigenen Server erhält. Die Entscheidung von SAP, eine klare Trennung der Kunden auf Serverebene vorzunehmen, ist auch dadurch motiviert, dass der Netweaver selbst eine ressourcenlastige Komponente ist. Ist die Rechenleistung noch klar für jeden Kunden dediziert bereitgestellt, werden die Daten physikalisch gemeinsam auf Plattenarrays abgelegt. Trotz der gemeinsamen physikalischen Ablage kann jeder Kunde nur die eigenen Daten verwenden.[83]

Das Produkt Business ByDesign basiert auf der Netweaver Technologie. Es bildet somit eine Oberfläche um die via Netweaver verwalteten Webservices zentral zusammenzufassen und so für die Anwender benutzbar zu machen. Gleichzeitig zu diesen beiden Eigenschaften sind die Prozesse modellhaft implementiert.[84] Ein Kernaspekt von Business ByDesign ist die SOA-Architektur. Dies ermöglicht die Nutzung von Diensten aus dem gehosteten Bereich, ohne dass der Code der Lösung verändert werden muss. Mit Hilfe des SAP Netweaver Developer Studio sind die Services zu neuen Services mit neuer Funktionalität zusammenzuführen. Die Funktionalität des PaaS ist somit gegeben.[85] Das Lizenzmodell ist mit dem einer Flatrate vergleichbar. Es skaliert mit der Anzahl der Mitarbeiter.[86] Das Kriterium der webfähigen Applikation wird erfüllt, da die Interaktion mit Business ByDesign entweder via Webservice oder mit Hilfe eines Webbrowsers möglich ist.[87]

Details bezüglich des automatischen Managements sowie des Distributed Computing sind auch auf Anfragen hin bei SAP nicht beantwortet worden. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass SAP beide Punkte unterstützt, da Business ByDesign, wie bereits erwähnt, auf Netweaver basiert, welches diese Möglichkeiten bietet. Daher werden die Punkte des automatisierten Managements als potenziell möglich eingestuft. Unklar bleibt jedoch die Zusicherung seitens SAP zu SLAs.

Im Hinblick auf das eingangs erwähnte SaaS Maturity Model, ist deutlich erkennbar, dass es sich bei Business ByDesign um eine Lösung handelt, die auf der vierten Stufe angesiedelt ist.

5.1.2.2 Kriterienerfüllung Übersicht
Virtual Server X
Virtual Storage X
Distributed Computing (X)
Automatisiertes Management (X)
Webservices X
Platform as a Service X
Software as a Service X
Variable Kosten Modell X
Internet Zugriff X
Webfähige Applikationen X
SLAs o

Tabelle 4: Kriterienerfüllung Business ByDesign

5.1.2.3 Marktreifegrad

Business ByDesign wurde 2007 veröffentlicht und gewinnt seitdem weitere Kunden hinzu.[88] Die Pläne von SAP, im ersten Halbjahr 2008 in die breite Markteinführung zu gehen, sind gescheitert. Das damit verbundene Ziel, bis zum Jahre 2010 10.000 Neukunden zu gewinnen ist daher kritisch zu betrachten.[89] Mit genauen Zahlen über die Kundenzahl hält sich SAP bedeckt, doch gibt es Anzeichen, dass die Ziele ernsthaft gefährdet sind.[90]

Vom technischen Standpunkt ist das Produkt solide aufgestellt, bietet es doch durch die SOA eine relativ leicht erweiterbare Architektur. Die Entscheidung von SAP, Kunden vorerst in separaten Servern getrennt zu hosten, muss kein Negativmerkmal sein, wenn die Kooperation mit einem Infrastrukturpartner wie z.B. IBM weiter forciert wird. Dann ist eine dynamische Anpassung möglich, je nachdem welcher Ressourcenbedarf besteht. Ob Business ByDesign auf mittel- bis langfristige Sicht erfolgreich sein wird, ist offen. Die Meinungen über den Ausgang decken das Spektrum von "sehr gutes Produkt" bis hin zu "völlig untauglich um Gewinne zu realisieren" ab. Die grundsätzlichen Aussagen der Experten zeigen jedoch, dass die Technik von Business ByDesign als richtig angesehen wird. Hier ist vor allem die SOA hervorzuheben, nicht minder wichtig ist auch die Skalierung der Ressourcen durch den Adaptive Computing Controller. Weiterhin ist das grundsätzliche Geschäftsmodell offen, muss SAP doch leisten, dass auch kleine Unternehmen in der Lage sind, ihre Geschäftsprozesse auf adäquate Weise in Business ByDesign abzubilden.[91]

5.1.3 Business Objects OnDemand

5.1.3.1 Erfüllung Cloud Computing Kriterien

Als SaaS wird für Business Object OnDemand eine Internetverbindung benötigt. Die gesamte Infrastruktur für Datawarehousing und Werkzeuge um Informationen aus dem Datawarehouse zu extrahieren, werden seitens der SAP gehostet. Das Lizenzmodell sieht vor, dass ein Initialinvestment für die Einrichtung des Datawarehouse entrichtet werden muss. Danach läuft der Dienst monatlich kündbar für eine feste Rate. Die Kosten sind jedoch nicht generell für jeden Kunden gleich, wie dies bei Business ByDesign ist. Vielmehr wird der Preis individuell verhandelt. Eine beispielhafte Installation mit 75 Anwendern und 100 GB Geschäftsdaten kostet 107 USD pro User in zwei Jahren (8.025 USD), eine Installation mit 1.500 Anwendern und 500 GB Geschäftsdaten 47 USD pro User in zwei Jahren (70.500 USD). Das Kostenmodell kann folglich als eingeschränkt variabel bewertet werden.[92] Änderungen am zugrunde liegenden Datenmodell können mit Hilfe der online verfügbaren Entwicklungsumgebung vorgenommen werden. Die Entwicklungsumgebung dient auch der Aufnahme von z.B. Reports, die offline erstellt wurden.[93] Leider sind keine Informationen zur weiteren technischen Struktur sowie SLAs bei Business Objects OnDemand verfügbar. Die Bewertungspunkte Virtual Server, Virtual Storage, Distributed Computing, Automatisiertes Management und SLAs bleiben daher ungeklärt.

5.1.3.2 Kriterienerfüllung Übersicht
Virtual Server o
Virtual Storage o
Distributed Computing o
Automatisiertes Management o
Webservices X
Platform as a Service X
Software as a Service X
Variable Kosten Modell (X)
Internet Zugriff X
Webfähige Applikationen X
SLAs o

Tabelle 5: Kriterienerfüllung Business Objects OnDemand

5.1.3.3 Marktreifegrad

Für Business Objects OnDemand werden laufend neue Produkte herausgebracht. Ein gutes Beispiel dafür ist der Adapter für Daten aus Salesforce.com.[94] Dies kann dafür gewertet werden, dass die technische Basis funktioniert und daher mit Erweiterungen verbessert werden kann. Die Basis wurde durch die Akquisition von NSite 2007 gelegt, die von Business Objects akquiriert wurden um im SaaS-Geschäft Knowhow aufzubauen.[95]

5.1.4 Hardwareplattform IBM

5.1.4.1 Erfüllung Cloud Computing Kriterien

Die Kooperation zwischen IBM und SAP ist detailliert unter zwei Sichtweisen zu sehen. IBM stellt Technologie zur Verfügung die als Virtual Server angesehen werden kann. Mit WPARs wird der Workload, den ein SAP ERP-System produziert, dynamisch verteilt. Ein WPAR kann einen Snapshot des Systemzustands schreiben, welches auf eine andere WPAR übertragen werden kann und dort weiter ausgeführt wird. Dies ist vergleichbar mit dem Setzen eines Sicherungspunktes einer virtuellen Maschine. Dieser Sicherungssnapshot kann ebenfalls auf einem anderen Rechner weiter ausgeführt werden.[96] Durch den Einsatz von "Logical Partitions" (LPARs) ist es möglich mehrere WPARs auf dasselbe LPAR zu verschieben und dort laufen zu lassen. Ein LPAR wird auf einem physikalischen Server konfiguriert. Reicht die Rechenleistung des LPAR nicht mehr aus, so kann die betreffende LPAR auf einen anderen physikalischen Server migriert werden. Die Downtime der Dienste beträgt 2 Sekunden, auch wenn das physikalische Kopieren des LPAR Snapshots deutlich länger dauert.[97] Automatisiertes Management wird realisiert durch WPAR Manager Policies. Dies ist ein Regelwerk in dem hinterlegt ist, welche Bedingungen zu einer Aktion führen sollen. Die einfachste Bedingung könnte lauten, dass ab einem bestimmten Workload eines WPAR dasselbe in ein anderes LPAR transferiert werden soll, was zwar leistungsfähiger, aber somit auch teurer ist. Vice versa bedeutet dies, dass ungenutzte Ressourcen umallokiert werden können. Das heißt, dass lastschwache WPARs auf bereits relativ weit ausgelastete LPARs transferiert werden.[98]

Die anderen Kriterien die für die Metrisierung eines Produkts herangezogen werden, sind in dieser Kooperation größtenteils zu verneinen. Ohne den SAP Netweaver ist es zwar möglich das ERP ähnlich einer Applikation in einer Cloud skalierbar wachsen zu lassen (durch WPAR), die volle Stärke wird jedoch mit dem SAP Adaptive Computing Controller erreicht, der auf verschiedene physikalische Hardware zugreifen kann.

Da die vorgestellte Lösung bis jetzt lediglich für die Organisation innerhalb der Unternehmen vorgestellt wurde, kann nicht von SaaS gesprochen werden. Das jeweilige Unternehmen bietet das ERP ausschließlich für sich selbst an. Die Kosten der ERP-Installation skalieren daher nicht mit der Anzahl an Benutzern, da es sich ausschließlich um Infrastruktur handelt. Es kann jedoch durch geschicktes Workload Balancing erreicht werden, dass bestehende Ressourcen effizienter genutzt werden. Der Internet-Zugriff ist ebenfalls nicht unbedingt notwendig. Dies hängt jedoch hauptsächlich davon ab, wie die Netzwerkstruktur des Unternehmens aussieht. Eventuell ist nur der Zugriff via Internet auf das Unternehmensnetzwerk nicht erlaubt. Sofern sich die Cloud innerhalb des Firmennetzwerkes ohne Internetverbindung dazwischen befindet, ist eine Internetverbindung folglich nicht notwendig.[99] Das ERP-System muss nicht webfähig sein, wie es z.B. bei mySAP der Fall ist. Es kann auch über klassische Client-Server-Architektur zugegriffen werden. Über die IBM-Plattform lassen sich jedoch auch SaaS anbieten, würde z.B. Business ByDesign über diese Methode gehostet werden. Ferner sind auch SLAs denkbar, die seitens IBM respektive des Hosters angeboten werden.

5.1.4.2 Kriterienerfüllung Übersicht
Virtual Server X
Virtual Storage X
Distributed Computing X
Automatisiertes Management X
Webservices X
Platform as a Service X
Software as a Service (X)
Variable Kosten Modell (X)
Internet Zugriff (X)
Webfähige Applikationen (X)
SLAs (X)

Tabelle 6: Kriterienerfüllung Hardwareplattform IBM

5.1.4.3 Marktreifegrad

Die Marktreife ist ebenfalls kombiniert aus IBM- und SAP-Sicht zu betrachten. SAP steht mit SAP Netweaver ein ausgereiftes Stück Software zur Verfügung. Auf der anderen Seite ist die von IBM angebotene AIX 6 Virtualisierung bereits seit 2007 am Markt.[100] Beide Technologien separiert voneinander betrachtet, sind als ausgereift zu klassifizieren. Kombiniert wurden Sie jedoch erst im März 2009.[101]

5.2 Zukünftige Strategie (SAP Research)

SAP Research arbeitet in 13 Standorten auf 5 Kontinenten. Ziel ist es, Technologien zu erforschen, welche noch nicht im Produktportfolio von SAP auftauchen. Diese Technologien sollen daraufhin untersucht werden, inwieweit sie geeignet sind die führende Marktposition von SAP zu verbessern und auszubauen. Dabei wird mit Universitäten, Partnern und Kunden zusammengearbeitet.[102] Die Strategie von SAP im Bezug auf neue Technologien ist, nicht jeden Trend als Erster zur Marktreife gebracht zu haben, sondern diese gewissenhaft zu prüfen, Megatrends von Hypes zu trennen und diese den betriebswirtschaftlichen Anforderungen anzupassen. SAP Research gilt als sehr erfolgreich. Dieser Erfolg erklärt sich mit den inzwischen über 500 Forschern, die in eigenen Forschungsprogrammen arbeiten und mit dem jährlichen, konsequenten Hinterfragen sämtlicher Forschungsprojekte. Dazu wird SAP Research vom SAP Vorstand auch jährlich daran gemessen, ob man einen Megatrend der vergangenen 3 Jahre verschlafen hat. Nach eigenen Angaben ist dies bisher noch nicht geschehen.[103] Ein Beleg dafür ist auch, dass man von der Aberdeen Group zu den weltweit 3 wichtigsten Technologielieferanten gezählt wird.[104]

5.2.1 Internet der Dienste

5.2.1.1 Erfüllung Cloud Computing Kriterien
5.2.1.1.1 Infrastrukturkriterien

Infrastrukturen und Rechenzentren haben eine enorme Bedeutung im Internet der Dienste. Diese werden zunehmend als Service von Anbietern bezogen, die dies als ihr Kerngeschäft betrachten. Folglich ist es nahe liegend, dass dies mit den flexiblen Möglichkeiten passieren wird, die eine Cloud bietet. SAP selbst sieht sein Kerngeschäft als Softwareanbieter. Dennoch hat SAP die Bedeutung von Clouds für das künftige Internet erkannt. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass mit Sorge aufgezeigt wird, dass die führenden Anbieter in diesem Markt mit Google und Amazon derzeit aus den USA kommen und dass nach Meinung von SAP auch nur dort größere Anstrengungen zur Weiterentwicklung solcher Clouds unternommen werden. SAP bringt dies mit dem eindringlichen Aufruf an die europäische Politik und die in Europa beheimateten Telekommunikationsanbieter zum Ausdruck, in Europa ähnliche Anstrengungen zu unternehmen.[105] Dass SAP sich so einer Initiative aufgeschlossen gegenüber zeigt, beweist die Teilnahme am EU geförderten Projekt RESERVOIR in dem es um genau solche benötigten Infrastrukturen geht.[106]

Das Internet der Dienste benötigt die schnelle und flexible Bereitstellung sowohl von Speicher als auch von Datenverarbeitungskapazitäten, was beim Verwenden einer Cloud durch Erfüllung der Kriterien des Virtual Storage und der Virtual Server erreicht wird. Die Verwaltung dieser Ressourcen, wie auch der für die Erfüllung eines Services benötigten Netzwerkbandbreiten müssen mit SLAs abgesichert werden. So ein SLA alleine reagiert aber noch nicht auf Engpässe, dies kann nur mittels eines Ressourcenmanagements erfolgen, das in einer Cloud im Idealfall natürlich automatisiert erfolgt, anderenfalls wäre der gepriesenen Flexibilität und schnellen Bereitstellung, wie auch der Skalierbarkeit nicht genüge getan.[107]

5.2.1.1.2 Webservices

Webservices und die damit einhergehende Service orientierte Architektur stellen das Rückgrat des Internet der Dienste dar. Dabei macht sich das Internet der Dienste das bereits als standardisiert angesehene und weit reichend angenommene Konzept der flexiblen und dynamischen Kombination dieser Webservices zunutze. Erweiterungspotenzial sieht SAP hier in der Kombination mit semantischen Technologien, indem hier Daten aus verschiedensten Quellformaten (Audio, Video, Text) zu gemeinsamen Informationen zusammengeführt werden. Im Zuge der weiter fortschreitenden Bedeutung fordert SAP hier die Industrie auf, weiter an der Standardisierung und Absicherung webbasierter Dienste zu arbeiten um einerseits Vertrauen und andererseits weiteres Potenzial durch einfachere Kombinationsmöglichkeiten zu erschließen. Damit einhergehend sind künftige innovative Lösungen schneller in der Lage ihre Gewinnschwelle zu erreichen.[108] Als Beispiel wird das Buchen einer individuell auf den Kunden abgestimmten Reise angeführt: Der Kunde gibt seine Präferenzen bzgl. Zeit, Ort und Rahmenprogramm an und bekommt daraufhin das für ihn passende Komplettangebot angeboten. Dieses ist im Gegensatz zu vorbereiteten Pauschalreisen aus einzelnen Komponenten zusammengestellt, so wie sie bereits heute einzeln buchbar sind. Der Mehrwert liegt in der automatischen Zusammenstellung. Erreicht werden soll dies über das Vermeiden von Medienbrüchen. Verschiedenste Daten können über Metadaten automatisiert zusammengefügt werden. Für dieses Konzept der Semantik wird noch eine weitergehende Standardisierung benötigt.[109] Neben den vorhandenen technischen Standards zum Konsumieren und Bereitstellen von Webservices wie SOAP oder Web Services Description Language (WSDL) besteht laut SAP vor allem im Bereich der Transformation auf den Bereich der realen Geschäftsobjekte noch Handlungsbedarf. So fehlen auf der Metaebene Standards um verschiedene Dienstleistungen in Geschäftsprozessen in Einklang zu bringen. Diese vereinheitlichenden Informationen, Ontologien genannt, sieht SAP als eine weitere Grundvoraussetzung für das Internet der Dienste.[110]

5.2.1.1.3 Platform as a Service

SAP erwartet im Bereich der Platform as a Service die größte signifikante Veränderung im künftigen Internet. Über die reine Infrastrukturplattform, also die Hardware Cloud hinaus, werden hier Möglichkeiten zur Serviceentwicklung und Serviceerbringung angeboten. Dies bedeutet ein wesentlich größeres Leistungsspektrum als traditionelle Internet Provider oder Cloud (Infrastruktur) Provider der jetzigen Generation anbieten können. Diese Plattformen werden als komplett skalierbar angesehen, so dass sie sich für jegliche Größen eignen. Dem Potential, das sich daraus ergibt, wird im Gegenzug auch ein Risiko zugeordnet: Dadurch, dass hier Infrastruktur aber auch Entwicklungsumgebungen in einer Plattform für alle Größenverhältnisse angeboten werden können, sind auf Anbieterseite Skaleneffekte zu erzielen, die marktbeherrschende Stellungen und somit große Abhängigkeiten auf Kundenseite nach sich ziehen können.[111] Ein weiteres Ziel von SAP ist es, zwar den Charakter des Gestaltens, also die Grundidee der PaaS gegenüber der SaaS, zu erhalten. Dies möchte man jedoch zunehmend vereinfachen, weg vom Programmieren, hin zum Modellieren von Mehrwertdiensten aus bestehenden Services.[112]

5.2.1.1.4 Internet und Webfähige Applikationen

Das Internet der Dienste bedient sich nicht des Internets, wie die bereits vorgestellten potenziellen Cloud Lösungen, es bedient das Internet. Es wird das Internet nachhaltig verändern und prägen. Damit wird es entscheidend zur nächsten Generation des Internet beitragen.[113] Dies zeigen auch verschiedene Hersteller übergreifende Projekte, an denen SAP neben vielen anderen Partnern teilnimmt. So leitet SAP im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft initiierten Forschungsprogramms THESEUS das Projekt TEXO. Dort wird eine Plattform für die Handelbarkeit von Dienstleistungen im Internet entworfen. Da die Plattform den kompletten Lebenszyklus dieser Dienstleistungen abdeckt, also vor der Bereitstellung und Auslieferung auch deren technische Realisierung und Komposition ist dieses Projekt auch ein Beleg für das PaaS Kriterium des Internet der Dienste.[114] Innerhalb des THESEUS Programms werden in weiteren Projekten webbasierende Applikationen entwickelt, die die nächste Generation des Internet adressieren.[115]

5.2.1.1.5 Software as a Service

SaaS ist eine Säule des Internet der Dienste. SAP sieht sich hier auf einem guten Weg und forciert das weiter. Man bekräftigt auf diesem Gebiet klar seinen Führungsanspruch und will das Geschäftsfeld SaaS generell nicht dem Wettbewerb überlassen.[116] SAP geht hier nach einer Gartner Studie von einem Marktwachstum von über 300% in den Jahren von 2006 – 2011 aus. Die Bereitstellung von Anwendungen als SaaS über das Internet wird weiter zunehmen. SAP sieht hier interessanterweise aber auch für kleinere und mittlere Softwareanbieter Potenziale, in dem diese Nischenlösungen als Services basierend auf gängigen Softwarelösungen anbieten.[117] Strategisch passt dies in Verbindung mit der Forderung nach und dem Angebot von auf Standards basierenden Lösungen. Werden doch so die eigenen gängigen Softwarelösungen weiter angereichert ohne den großen eigenen Aufwand des Durchdringens sehr spezieller Geschäftsbereiche erbringen zu müssen. Und wie an anderer Stelle bereits aufgezeigt, gehören Partnerschaften mit der jeweiligen Fokussierung auf die eigenen Kernkompetenzen in SAPs Geschäftsstrategie dazu.

5.2.1.1.6 Variable Kosten und SLAs

Im Internet der Dienste wird die generelle betriebswirtschaftliche Frage des Eigen- oder Fremdbezugs zunehmend damit beantwortet werden, dass Unternehmen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und darüber hinaus externe Anbieter hinzuziehen. Dies wird dadurch begünstigt, dass Dienstleistungen immer schneller und einfacher bereitgestellt werden können. Dies führt unweigerlich zu einer Variabilisierung der Kosten.[118] Alle drei Ebenen des Cloud Computing, nämlich Infrastruktur, Plattform und Services sind im Internet der Dienste erfüllt und können, wie gezeigt, auch auf Mietbasis konsumiert werden.

Im Internet der Dienste können Services aus allen 3 Ebenen des Cloud Computing Modells gehandelt werden. Wie bereits aufgezeigt, erlangen bei mehreren Parteien, die an solch einer Transaktion beteiligt sind, Service Level Agreements eine zunehmende Bedeutung. Dies gilt in besonderem Maße auch für das Internet der Dienste. SAP ist an einem Hersteller übergreifenden Projekt beteiligt, das sich dieser Bedeutung widmet: SLA@SOI. Ziel dieses Projekts ist es, IT basierende Services im Internet besser handelbar zu machen. Dazu sollen diese vorhersehbar, transparent und automatisiert verhandelbar sein. Um dies zu erreichen, soll ein Framework geschaffen werden, das es Teilnehmern erlaubt, eigene Services so zu transformieren, dass diese SLA konform arbeiten.[119]

5.2.1.2 Kriterienerfüllung Übersicht
Virtual Server X
Virtual Storage X
Distributed Computing (X)
Automatisiertes Management X
Webservices X
Platform as a Service X
Software as a Service X
Variable Kosten Modell X
Internet Zugriff X
Webfähige Applikationen X
SLAs X

Tabelle 7: Kriterienerfüllung Internet der Dienste

5.2.2 Internet der Dinge

Im Internet der Dinge werden reale physische Objekt mit einbezogen. Kommunizieren bisher intelligente Endgeräte über das Internet miteinander, werden künftig durch Sensoren oder Radio Frequency Identification (RFID) Technologie auch direkt Informationen über jegliche Objekte der realen Welt übermitteln. Sie werden somit selbst zu Kommunikationsteilnehmern innerhalb von Geschäftsprozessen. Dies wird die Produktivität vieler Geschäftsprozesse wesentlich erhöhen. SAP geht nach einem Forecast von Forrester Research von einem Wachstum von 1,35 Mrd. auf über 7,76 Mrd. EUR im Zeitraum 2006-2012 aus.[120] Neben dieser peripheren Erweiterung partizipiert das Internet der Dinge maßgeblich an dem Internet der Dienste. SAP stellt die Bedeutung des Softwaremarkts für die künftige Generation des Internet heraus. Dieses wiederum basiert auf den beiden Bereichen Internet der Dinge und Dienste. Vielfach werden beide in einem Atemzug genannt. Dies leuchtet ein, da die übermittelten Informationen der realen Objekte letztlich peripherer Natur sind und von diversen Anwendungen lokal oder dezentral verarbeitet werden. Dies wird über das bereits beschriebene Konzept des Internet der Dienste möglich sein. Grundlage für beide bilden moderne Infrastrukturen der in Abbildung 2 gezeigten Infrastrukturebene des Cloud Computing.[121] Eine einzelne Kriterienanalyse soll hier daher nicht mehr erfolgen, da sich keines der Kriterien explizit auf das Internet der Dinge bezieht. Da es sich bei dem Internet der Dinge aber in der Strategie von SAP und im Internet der künftigen Generation um einen Bereich von großer Bedeutung handelt, soll er hier analog zum Internet der Dienste bewertet werden. Nicht zuletzt steigert das Internet der Dinge die Bedeutung des Internet der Dienste auch, da es ohne dieses nur schwer möglich wäre. Ein Beispiel mag dies verdeutlichen: SAP hat eine Softwarelösung mit dem Namen PROVE entwickelt, die vor Produktpiraterie schützen soll. Über die bereits aufgezeigte Netweaver Plattform können hier Dienste bereitgestellt werden die auf eine Objektidentifikation Auskunft über deren Echtheit geben. So kann schon mit herkömmlicher Technik, einem Fotohandy z.B., eine Sicherheitskennung eines Medikaments übermittelt werden um dessen Echtheit zu überprüfen.[122] Es ist leicht vorstellbar, dass dies oder Ähnliches auch mit neuerer Technik, wie Sensoren oder RFID durchführbar ist, dass in Kombination von Objektidentitäten oder –eigenschaften Webservices bedient oder abgefragt werden unter Zuhilfenahme von Cloud Computing Infrastrukturen. Als letzter Beleg für die Integrität von Internet der Dinge und Internet der Dienste sei noch auf das Projekt Industrial Real-world Integration Services (IRIS) verwiesen. Hier will SAP, wie der Projektname schon andeutet, reale Objekte über Schnittstellen wie RFID-Leser in seine Warenwirtschaftssysteme integrieren. Der Schwerpunkt liegt hier zunächst auf Business ByDesign, das als SAP SaaS Lösung auch bereits Erwähnung fand.[123]

5.2.3 Marktreifegrad

Bei diesen Punkten, die von SAP Research bearbeitet werden, handelt es sich generell um Zukunftsperspektiven. Es ist erkennbar, vergleicht man die Punkte mit den bisher vorgestellten, aktuellen SAP Lösungen, dass eine Basis gelegt ist. Es ist auch kein "Big Bang" zu erwarten, also ein Datum in der Zukunft, an dem alles ganzheitlich zur Verfügung gestellt wird. Teile des Vorgestellten sind, vielleicht auch nur in Anfangsstadien, bereits verfügbar. Es wird aber ein Prozess sein, in dem diese Teilanwendungen im Internet erscheinen und dann ihren Durchbruch schaffen und somit das Internet als Ganzes verändern. Welche Teilanwendungen das wann schaffen werden, ist derzeit aber nicht absehbar.[124]

6 Fazit und Ausblick

Viele der einzelnen Komponenten des Cloud Computing, wie z.B. Webservices oder auch Virtualisierung von Hardware, sind bereits vor Aufkommen des Begriffs Cloud Computing verfügbar gewesen. Auch benötigte Grundlagen, wie SOA oder SLAs, die den Services Gedanken des Cloud Computing unterstützen, existieren bereits länger. SAP hat die genannten Komponenten ebenfalls schon früher in seiner Technologie Plattform adressiert und somit hervorragende Grundlagen für nachfolgende Lösungen in Richtung Cloud Computing geschaffen. Dies zeigt SAPs klassische SaaS Lösung Business ByDesign, die auf der Netweaver Plattform basiert. Auch wenn hier aktuell noch Abstriche gemacht werden müssen, wie die Separierung von Kunden auf eigenen Servern oder noch zurückhaltende Marktakzeptanz unternehmenskritische Daten bei einem Dienstleister zu speichern. Kritiker der Lösung, die auf Bugs hinweisen, sollten bedenken, dass ein ERP als SaaS weit komplexer als eine Tabellenkalkulation als SaaS ist.

Generell ist zu erkennen, dass SAP das Thema Cloud Computing bereits intensiv adressiert. So ist es aktuell nicht mehr gerechtfertigt, dass in aktuellen Publikationen, wie den hier zur Herleitung der Cloud Computing Kriterien verwendeten Quellen, nur die absoluten Pioniere auf diesem Gebiet namentlich genannt werden.[125] Für SAP selbst ist das aber nicht von Bedeutung, da es nie deren Ziel war, Erster in einer Technologie zu sein, sondern diese dann am Markt zu platzieren, wenn sie ausgereift ist und damit für Unternehmen betriebswirtschaftlicher Nutzen erzielt werden kann. So lässt man die Pioniere des Cloud Computing im Ranking der bedeutenden Technologielieferanten klar hinter sich und es erweckt nicht den Eindruck als ob sich dies in naher Zukunft dadurch ändern könnte, dass man im Bereich Cloud Computing abgehängt wäre. Dies ist nicht der Fall und konnte hier deutlich aufgezeigt werden. SAP konzentriert sich auch beim Cloud Computing, der ursprünglichen Kernkompetenz folgend, auf den Bereich Software und deckt die Ebene der Infrastruktur schwerpunktmäßig in Kooperation mit IBM ab, aber auch andere Partnerschaften sind hier künftig denkbar, wie der Aufruf im europäischen Raum zeigt. Auf der Softwareseite hingegen verfolgt man ganz klar das Ziel zu den Marktführern zu gehören, was insbesondere den Bereich SaaS betrifft.

Auch für die Zukunft ist SAP mit seiner Strategie gerüstet. In den Untersuchungen zu den künftigen Trends im Internet mit Bezug zu Cloud Computing, dem Internet der Dienste und dem Internet der Dinge nimmt SAP eine führende Rolle ein. Die hohe Zahl an namhaften Partnern mit denen diverse Projekte bearbeitet werden, ist ein Indiz dafür, dass man hier auf dem richtigen Weg ist, seine führende Position am Markt zu verteidigen. Auch in diesem Bereich konzentriert man sich auf die Kernkompetenz der Software. Wie beschrieben, lässt dies alleine hohe Wachstumsraten erwarten. Trotz der fehlenden reinen Infrastrukturangebote auf der eigenen Seite ist SAP mit seinen Softwarekomponenten auf allen drei Ebenen des Cloud Computing bereits vertreten und arbeitet stark an dem Ausbau dieser Komponenten. So sagt auch Lutz Heuser, Vice President SAP Research und Chief Development Architect der SAP, äußerst prägnant: "SAP wird nicht der bestimmende Player beim Bau einer Cloud sein, aber ganz sicher werden wir dominant in Clouds mit unserer betriebswirtschaftlichen Software vertreten sein."[126] Dieser Satz konnte hier eindeutig belegt werden und es wird spannend sein, zu beobachten, wie sich das Internet der nächsten Generation unter Einbeziehung von Cloud Computing und darüber hinaus in der Zukunft entwickeln wird und es bietet sich an, dies weiter zu untersuchen, da im Rahmen dieser Fallstudie nicht alle Facetten berücksichtigt werden konnten.

7 Abkürzungsverzeichnis

AbkürzungBedeutung
AJAX Asynchronous JavaScript and XML
ASP Application Service Providing
CE Composition Environment
CO Controlling
CRM Customer Relationship Management
DWH Datawarehouse
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PaaS Platform as a Service
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SaaS Software as a Service
SAN Storage Area Network
SEM Strategic Enterprise Management
SLA Service Level Agreements
SOA Service orientierte Architektur bzw. service oriented architecture
SOI Service Oriented Infrastructure
SSL Secure Sockets Layer
PP Production Planning
VPN Virtual Private Network
WPAR Workload Partition
WSDL Web Services Description Language
XI Exchange Infrastructure
XML Extensible Markup Language

8 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
1SaaS Maturity Model
2Cloud in Schichten
3SAP Netweaver Komponenten in Schichten

9 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr.Quelle
1Umsatzzahlen SAP 2004-2008
2Lizenzmodell Business ByDesign
3Kriterienerfüllung Netweaver
4Kriterienerfüllung Business ByDesign
5Kriterienerfüllung Business Objects OnDemand
6Kriterienerfüllung Hardwareplattform IBM
7Kriterienerfüllung Internet der Dienste


10 Fußnoten

  1. Vgl. SAP (2009e), S.69 ff.
  2. Vgl. SAP (2009d).
  3. Vgl. SAP (2009j), S. 4.
  4. Vgl. SAP (2009a).
  5. Vgl. SAP (2009a).
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  26. Vgl. Swaminathan (2008), S. 1.
  27. Vgl. Miller (2009), S. 13.
  28. Vgl. Armbrust et al. (2009), S. 7.
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  31. Vgl. Miller (2009), S. 29 f.
  32. Vgl. Swaminathan et al. (2009), S. 5.
  33. Vgl. Miller (2009), S. 29 f.
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  38. Vgl. Mulholland et al. (2008), S. 3.
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  41. Vgl. Miller (2009), S. 9.
  42. Vgl. Swaminathan et al. (2009), S. 4.
  43. Vgl. Armbrust et al. (2009), S. 1.
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  45. Vgl. Rademacher (2008a), S. 5.
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