Analyse von DRUPAL

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Essen
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Content Management Systeme
Autor(en): René Frank, Sven Bockisch
Studienzeitmodell: Tagesstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 4
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
CMS
Content Management Systeme
GNU GPL
GNU General Public License
PHPTAL
Template Attribute Language for PHP
IIS
Internet Information Service

2 Abbildungsverzeichnis

Abbildung Bezeichnung
1
Drupal Logo
2
Drupal Installation
3
Drupal Installation
4
Drupal White House
5
Drupal System
6
Drupal Systemkern
7
Drupal Module
8
Drupal Theme

3 Einleitung

Das Thema dieser Seminararbeit befasst sich mit dem Content Management System, kurz CMS, Drupal und geht dabei in Kapitel 5 auf das Konzept eines CMS ein und widmet sich im Kapitel 6 den Kriterien zur Bewertung eines Content Management System und um im Kapitel 7 näher auf Drupal einzugehen. Abschließend wird ein Fazit über Drupal gezogen.

4 CMS

4.1 Definition

Unter einem Content Management System (kurz CMS) verstehen sich verschiedene Softwarehilfsmittel, mit deren Hilfe Inhalte in digitaler Form (zum Beispiel Texte, Bilder, Video und Audiodateien) dargestellt, bearbeitet und verwaltet werden können.

Dabei soll eine möglichst einfache Bedienung und Handhabung im Vordergrund stehen, auch die Zusammenarbeit von mehreren Anwender ohne große Hürde zulassen.

Es wird dabei zwischen WCMS, Web Content Management Systemen, und den ECSM, Enterprise Content Management Systemen, unterschieden.

Die Enterprise Content Management Systeme werden in Unternehmen zur Darstellung interner Daten und Prozesse eingesetzt und kommen dabei unter anderem im Bereich des Dokumentenmanagement.

Das Web Content Management Systemen hingegen verfolgt im Gegensatz zum ECMS einen anderen Zweck, es geht dabei um die Darstellung und Betreuung von Webinhalten. Es soll dabei möglichst übersichtlich und einfach zugänglich sein, ohne spezielle Kenntnisse von Werbung und Programmierung zu besitzen.

4.2 Aufgaben / Funktionen

Das Grundprinzip eines Content Management System ist die Trennung der Daten, dem so genannten Content, von der Darstellung dieser Inhalte. Ein Content Management System sollte dabei folgende Funktionen bzw. Aufgaben unterstützen und bieten:

  • die gemeinsame Zusammenarbeit an Texten und Artikel
  • den Austausch von Daten verschiedenster Art, zum Beispiel Dokumente und Dateien
  • eine möglichst einfache und zugängliche Bedienung ohne Erfahrungen in Programmierung haben zu müssen
  • eine durchdachte Berechtigungsveraltung (Benutzergruppen, Rollen)
  • Mehrsprachigkeit
  • Versionierung
  • einfache Erweiterbarkeit durch Modularität
  • übersichtliche Verwaltung und Wartung des Inhalts

4.3 Open CMS

Open Source Software ist dadurch gekennzeichnet, dass der Quelltext bzw. die Software für jeden frei zugänglich ist. Für einen Einsatz von Open Source Content Management System spricht, dass die Software ohne Anschaffungs- und Lizenzkosten besorgt und beschafft werden kann und dass Hinzufügen neuer und zusätzlicher Funktionalitäten durch den Anwender selbst erfolgen kann.

Auch die weitere Entwicklung des Systems obliegt somit vielen Nutzern und engagierten Programmierern aus den verschiedenen Communities, um zusätzliche Funktionalitäten einzubauen oder gegebenenfalls Sicherheitslücken zu schließen.

5 Bewertungskriterien eines CMS

Nachfolgend werden die Kriterien aufgelistet, die für die Bewertung von Drupal zum Einsatz kommen. Dabei wurde Drupal in einer eigenen Installation getestet und für die Bewertung herangezogen.

5.1 Kosten

Die Kosten spielen für die Bewertung in Zeiten von knappen Budgets eine große Rolle, dabei müssen die Anschaffungen der Lizenzen, die Kosten der Softwareeinführung und eine mögliche Erweiterung der Hardware berücksichtigt werden. Aber auch Wartungs- und Erweiterungskosten dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden.

5.2 Systemanforderungen

Die Anforderungen an die Systemumgebung eines Content Management System sind entscheidend, es wird dabei eines besonderer Augenmerk auf die Hardwareanforderungen gelegt, da diese oft einen Auswirkung auf:

  • das Investitionsbudget
  • die Auswahl der geeigneten CMS Software
  • Anzahl der zu erwarteten Benutzer, somit
  • der Funktionsumfang des CMS
  • der Umfang der Systemeinführung

5.3 Systemleistung

Die Systemleistung kann bei einem Content Management System über den Erfolg, aber auch den Misserfolg entscheiden. Die Inhalte sollten in einer akzeptablen Zeit dem Anwender zur Verfügung gestellt werden, damit ein solches System entsprechend seiner angewendet wird.

Um diese Performance zu gewährleisten bedarf es einer soliden Hardwarebasis, aber auch die Sprache in der das CMS programmiert ist, kann dazu beitragen die Leistung zu verbessern, andere Merkmale für die Systemleistung können sein:

  • die Art des Inhalts, zum Beispiel Filme
  • Cachingverfahren
  • Verbindung zur Datenbank

5.4 Systemsicherheit

Die Anforderungen an die Sicherheit von Systemen, gerade solche die sich im World Wide Web befinden nimmt stetig zu, dabei gilt es vor allem unberechtigten Personen den Zugriff auf Inhalten und Daten zu verhindern. Da bereis viele User im Internet nur damit beschäftigt sind Sicherheitslücken in Systemen zu suchen und zu analysieren, muss der Entwickler ein Hauptaugenmerk auf die Sicherheit seines Systems setzen.

5.5 Systemfunktionen

Wichtig für ein Content Management System ist die Darstellung und Eingabe der Inhalte, dabei sollte das System möglichst leicht zugänglich für die Anwender sein, aber jedoch die. Für die Betreiber eines CMS ist die Verwaltung im Hintergrund zusätzliche mitentscheidend, dabei geht es um die Benutzer- und Berechtigungsverwaltung und die Verbindungen zu anderen System.

Auch bei sich ändernden Anforderungen müssen die Funktionen des CMS so breit gefächert sein, dass das bestehende CMS weiterhin verwendet werden kann.

5.6 Systemerweiterbarkeit

Damit ein System den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird, ist es wichtig, dass Erweiterungen möglichst einfach integriert, sowie auch entwickelt werden können.

6 Drupal

6.1 Einführung

"Durch die Benutzung von freien Standards und Open Source-Technologien unterstützt und erweitert Drupal die Möglichkeiten des Internet um ein Medium, mit dessen Hilfen geografisch getrennte Mengen und Gruppen gemeinsam etwas erstellen, diskutieren und ihre Ideen und Informationen austauschen können. Mit einem Schwerpunkt auf Gemeinschaft und gemeinsamer Arbeit ermöglicht Drupal die Erstellung flexibler Arbeitsumgebungen, Informationssystem und Communitys." [1]


In einfachen Worten bedeutet dies, dass Drupal die Zusammenarbeit im Internet zum Austausch von Nachrichten, Informationen, Ideen und Dateien in einem möglichst unkomplizierten Weg ermöglichen soll.

6.2 Historischer Hintergrund

"Vor dem Hintergrund der Dynamisierung des Web entstand Drupal."[2]

Abbildung 1: Drupal Logo
Abbildung 1: Drupal Logo

Alles begann damit, dass Hans Snijder und Dries Buytaert Drupal gemeinsam im Jahre 2000 ihren Internetzugang mit einigen Mitstudenten teilen wollten, um Nachrichten und Informationen austauschen zu können, dazu errichteten sie im Universitätsnetz von Antwerpen eine Plattform dafür.[3]


Als Dries die Universität verließ, man aber weiterhin in Kontakt bleiben wollte wurde die Domain drop.org reserviert, ursprünglich sollte es dorp.org sein, aber durch einen Schreibfehler kam es nicht dazu. Die Webseite wurde online gestellt und es wurde schnell zu einem "Experimentierfeld" [4], dabei wurden neue Funktionalitäten besprochen und von Dries Buytaert in die Software eingebaut.[5]


Im Januar 2001 stellte Dries die Websoftware unter der GNU GPL Lizenz der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Idee hinter der GNU Lizenz liegt darin, dass andere Benutzer die Software ausprobieren, verwenden und selbst Elemente neu ent- und weiterwickeln können.[6]


Die Umbennung von Drop zu Drupal erfolgte kurze Zeit später, Drupal bedeutet dabei Tropfen. Der Tropfen ist auch gleichzeitig das Logo von Drupal, dass "Druplicon".[7]. Dabei symbolisieren die Augen das Symbol für die Unendlichkeit, dies soll für die vielfältigen Möglichkeiten von Drupal stehen.[8]


In den Jahren nach der Freigabe der Sourcen für die Öffentlichkeit und dem Aufkommen von Web 2.0 bewies Drupal, dass es den Anforderungen der neuen Webtechnologien standhalten und erfüllen kann.[9]

6.3 Aufgaben

Drupal kann für vielfältige Aufgaben verwendet werden: [10]

  • webbasiertes Community Portal
  • Plattform für Diskussionen
  • Intranetanwendungen
  • private Webseiten und Webblogs
  • Social Network Seiten

6.4 Vorteile

Vorteil [11] Erklärung
Installation
Drupal kann unter verschiedenen Betriebssystemen und Datenbanken eingesetzt werden, dabei ist es nur wichtig, dass PHP lauffähig ist.
Zukunftsorientiert
Drupal setzt akuelle Standards ein und ist somit für neu aufkommende Anforderungen gewappnet.
Eigenentwicklung
Für Drupal können eine Vielzahl an Erweiterungen programmiert und ohne Aufwand implemnetiert werden.

6.5 Nachteile

Nachteil [12] Erklärung
Abwärtskompabilität
Es besteht in Drupal keine Garantie, dass zukünftige Versionen niedrigere Versionen unterstützen. In aller Regel besteht keine Abwärtskompabilität.
Dokumentation
Handbücher und Anleitungen sind oft nur in Englisch verfügbar.
Eigenentwicklung
Die Entwicklung eigener Module ist möglich, aber bei der Einbindung muss darauf geachtet werden, dass Updates von Drupal berücksichtigt werden und die Einbindung in zukünftigen Versionen möglich sein soll.

6.6 Installation

Die Installation von Drupal ist im Großen und Ganzen ohne größeren Aufwand möglich, dabei wird nach der Bereitstellung der SQL Datenbank das Installationsskrpit aufgerufen, welches durch den Installationsprozess führt. Die jeweiligen Einzelschritte sind:

  • Choose language: Die Grundversion von Drupal wird in Englisch installiert, es ist aber im Nachhinein möglich andere Sprachen hinzuzufügen, unter anderem auch Deutsch.
  • Verfify requirements: Im Installationsvorgang werden Anforderungen an die Webumgebung geprüft und getestet, beispielsweise ob bestimmte PHP Parameter gesetzt sind.
  • Set up database: Bei der Installation werden die Zugangsdaten zur Datenbank, wie Benutzername und Kennwort eingetragen.
  • Install site: Die Einstellungen werden gespeichert, die Datenbanktabellen erstellt und etliche andere Aktionen werden automatisch ausgeführt
  • Configure site: Es werden einzelne Informationen zur Webseite abgefragt, wie Titel, Emailadresse, die Administrationszugangsdaten und vieles Mehr.
  • Finished: Der erfolgreiche Installationsvorgang wird mitgeteilt.


Bild:drupal-installation.jpg

Abbildung 2: Drupal Installation[13]

6.7 Benutzerverwaltung

Die Anforderungen an die Benutzerverwaltung sind mittlerweile bei IT-Systemen hoch angesiedelt, somit auch an die Sicherheit für ein Content Management System und insbesondere für Projekte, die ihren Inhalt der breiten Internetwelt zur Verfügung stellen. Drupal sorgt mit der integrierten Userverwaltung für einen bestmöglichen Schutz.

Die Benutzerverwaltung von Drupal setzt auf das Konzept der Rollen, um den Zugriff auf Inhalte zu definieren, dabei können Rollen frei definiert und erstellt werden.

Die Benutzerverwaltung unterteilt sich dabei in folgende Punkte: [14]

  • Benutzer: Administratoren können Benutzer anlegen und verwalten.
  • Benutzereinstellungen: Es werden grundlegende Einstellungen festgelegt, unter anderem Email.
  • Berechtigungen: Für Rollen können Berechtigungen festgelegt werden, zum Beispiel, ob Newsfeed lesbar sind.
  • Rollen: Einer Gruppe von Benutzern können Funktionen zugeordnet werden, um den Einblick in bestimmte Inhalte zu verhindern bzw. zu ermöglichen.
  • Zugriffsplan: Über den Benutzernamen oder IP-Adresse kann der Zugriff auf die Seite verhindert werden.


Bild:drupal-usermanagement.jpg

Abbildung 3: Drupal Installation[15]

6.8 Drupal Community

"Für Drupal 6 haben etwa 900 Menschen Programmiercode zum Core beigesteuert. Das ist etwa die gleiche Anzahl wie beim Linux Kernel. Es gibt mehrere 1000 Module für Drupal und jedes dieser Module hat einen oder mehrere Maintainer, also Menschen, die sich um die Weiterentwicklung des Moduls kümmern. Die Drupal.org Website hat knapp 300,000 registrierte Benutzer." [16]

Die Drupal Gemeinschaft ist eine Sammlung von vielen engagierten Entwicklern, die an der Zukunft und dem Überleben von Drupal gemeinsam arbeiten.

6.9 Drupal Anwender

Ein großer und bekannter Anwender von Drupal ist die Präsentation des Weißen Hauses unter www.whitehouse.gov im Internet. Das Weiße Haus setzt somit auf einen Open Source Standard und setzt darin sein Vertrauen.

Bild:Drupal-wh.jpg‎

Abbildung 4: Drupal White House[17]

Aber auch Künstler wie Christina Aguilera (www.christinaaguilera.com) nutzen für ihre Webpräsentation Drupal, dabei beweist sich wie vielseitig die Gestaltungsmöglichkeiten von Drupal sind.

Weitere Anwender von Drupal sind:

  • www.ubuntu.com: Linux Distribution
  • www.amnesty.org: Menschenrechtsorganisation Amnesty International
  • www.wfp.org: Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen

6.10 Technologie

6.10.1 Architektur

Die Systemarchitektur basiert auf zwei Zielsetzungen, erstens auf eine möglichst geringe Anforderung an die Hardwareumgebung und zweitens auf eine gewissenhafte Programmierung.[18]

Bild:Drupal-system.jpg‎

Abbildung 5: Drupal System[19]

Das System ist dabei soweit aufgebaut, dass es auf vielen Betriebssystemen eingesetzt werden kann, auf denen PHP lauffähig ist. Dabei läuft Drupal am häufigsten auf dem Apache Webserver, aber auch auf dem IIS von Microsoft.[20]

Als Datenbanksystem kann MySQL oder PostgreSQL verwendet werden, dabei ermöglicht die "Datenbankabstraktionsschicht" [21] den einfachen Zugriff auf die Datenbank mit SQL Abfragen.[22]

Die Programmiersprache in der Drupal geschrieben ist, ist PHP, somit eine leicht zu erlernende Sprache, die es ermöglicht ohne größere Lernphasen eigene Module zu entwickeln und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. [23]

6.10.2 Systemkern

Der Systemkern von Drupal, auch Core genannt, ist das Herz des Content Management Systems und liefert Grundfunktionalitäten, die in den verschiedenen Modulen verwendet werden können. Bei der Eigenentwicklung von neuen Modulen wird der Core nicht überschrieben, er wird nur durch den neuen Programmiercode ersetzt.[24]

Einzelne Grundfunktionen des Systemkerns sind unter anderem:

  • Benutzerverwaltung
  • Sessionverwaltung
  • Templateerstellung
  • Protokollierung

Bild:Drupal-core.jpg‎

Abbildung 6: Drupal Systemkern [25]

6.10.3 Module

"Drupal ist echtes modulares Framework." [26]

Ein Framework ist dabei ein Programmiergerüst, das die Struktur darstellt und in dem einzelne Module eingebunden werden können. Bei Drupal sind die einzelnen Funktionen in Module abgelegt und können im Administrationsbereich sowohl aktiviert, als auch deaktiviert werden. So können Webprojekte relativ schlank realisiert werden.[27]

Die wichtigste Module für Drupal sind unter anderem:

  • FCK Editor: WYSIWYG Editor
  • CCK-Content Construction Kit: Um eigene Inhaltstypen zu erstellen.
  • Content Access: Gewissen Inhalten nur bestimmten Benutzern zugänglich zu machen.
  • Poormanscron – Cron-Jobs werden in bestimmten Intervallen automatisch gestartet, zum Beispiel für die Aktualisierung von Newsfeesds.
  • Panels – Für die Erstellung flexibler Seitenlayouts – z.B. mehrspaltige Layouts.
  • (i18n) Internationalization – für die Übersetzung der Inhalte in verschiedene Sprachen
  • Views – Zum Auflisten, Strukturieren und Filtern von Inhalten


Bild:Drupal-module.jpg‎

Abbildung 7: Drupal Module[28]

6.10.4 Themes

Ein Prinzip von CMS ist es, dass die Daten von der Darstellung getrennt zu halten sind. In Drupal gibt es dafür die so genannten Themes, dabei können verschiedene Techniken zum Einsatz kommen, zum Beispiel PHPTAL und PHPTemplate. Ein Theme in Drupal besteht aus drei Ebenen, das Theme selbst, die Themesprache, sowie die Themeengine.[29]

Dabei gibt es vielfältige Möglichen das Design zu ändern, die einfachste ist, die Cascading Style Sheets anzupassen. Aber auch die HTML Ausgabe kann direkt angepasst werden, da alle Themes mit HTML und PHP Code programmiert sind. [30]


Bild:Drupal-theme.jpg‎

Abbildung 8: Drupal Theme[31]

6.10.5 Nodes

Alle Inhalte in Drupal, seien es Texte, Bilder oder Blogs werden als Node bezeichnet und gliedern sich in so genannte Inhalts-Typen. Ein Node hat dabei verschiedene Eigenschaften, unter anderem:

  • Autor
  • Erstellungsdatum
  • Status
  • Sprache

Der Vorteil dabei ist, dass die verschiedenen Nodes somit strukturiert abgelegt sind und damit in Themes beliebig eingeblendet und aufgelistet werden können. [32]

6.11 Bewertungskriterien anhand von Drupal

6.11.1 Kosten

Drupal steht unter der GNU GPL Lizenz und ist somit völlig frei von jeglichen Lizenz-, Anschaffungs- oder Wartungskosten.

Auch in der Projekteinführung von Drupal können Kosten eingespart werden, da ganz individuell einzelne Module hinzugefügt je nach Budget hinzugefügt werden können.

6.11.2 Systemanforderungen

Die Anforderungen an die Systemumgebung für Drupal sind sehr moderat, da bereits bei der Entwicklung darauf geachtete wurde, dass die Software auf möglichst vielen Systemen lauffähig ist. [33]

  • Webserver
    • Apache, ab Version 1.3
    • IIS, aber Version 5
  • PHP
    • ab Version 5.2
  • Datenbank
    • MySQL, Version 4.1 und 5.2
    • PostGRESQL, aber Verison 7.4

6.11.3 Systemleistung

Die Systemleitung kann beim Einsatz von vielen Modulen beeinträchtigt werden, da diese die Datenbank zum Aufbau der Seite mit Abfragen belasten können. In einigen Modulen wird Caching, dies ist aber abhängig vom Entwickler. Natürlich können nur Module eingesetzt werden, die eine besondere Beachtung auf die Leistung legen, aber dies kann dazu führen, dass bestimmte Funktionalitäten nciht zur Verfügung stehen.

Es gibt aber auch bereits in Drupal integrierte Möglichkeiten die Systemleistung zu verbessern:

  • CSS Aggregation
  • Drupal Cache
  • Blockcache

Aber auch über Module kann die Performance des Systems verbessert werden, einige Module sind:

  • Boost: Für anonyme Besucher werden die Seiten statisch abgelegt und belasten somit die Datenbank nicht.
  • Cacherouter: Mit dem Cacherouter kann bestimmt werden, wo der Cache abgelegt werden sooll, zum Beispiel in Dateien oder der Datenbank.
  • Authcache: Arbeitet analog zu dem Modul Boost, funktioniert jedoch auch für eingeloggte Benutzer.

6.11.4 Systemsicherheit

Innerhalb der Drupal Community arbeit ein eigenes Team von Entwicklern an der Sicherheit von Drupal und befasst sich mit allen Fragen rund um die Sicherheit des Systems. Des Weiteren fließen die Ergebnisse dieser Programmierer in die Weiterentwicklung von Drupal ein und es werden in regelmäßigen Abständen Sicherheitsupdate veröffentlicht.

6.11.5 Systemfunktionen

Die Grundfunktionalität von Drupal war und ist der Aufbau und Entwicklung von Communities, um Informationen und Daten weltweit auszutauschen, jedoch ist im Lauf der Zeit eine enorme Funktionsvielfalt entstanden, einige davon sind:

  • Foren
  • Blogs
  • Umfragen
  • Newsfeeds (RSS)
  • Mehrsprachigkeit
  • weite Gestaltungsfreiheit
  • Unterstüztung von Mulitmediainhalten

6.11.6 Systemerweiterbarkeit

Die Basis-Installation von Drupal kann innerhalb kürzester Zeit erfolgen, auf diese Installation kann der jeweilige Entwickler sein Drupal aufsetzen, entweder äußerst schlank oder so komplex wie er es für nötig hält. Dabei kann eine Vielzahl von Modulen hinzugefügt oder mit entsprechenden Kenntnissen können eigene Module entwickelt werden.

Drupal erlaubt so eine offene Nutzung und das flexible Einstellen des Systems.

7 Fazit

Drupal ist auch weiterhin zukunftssicher und bietet dem Kunden bzw. Anwender die Sicherheit für seine Investitionen. Die hohe Zahl der Drupal-Community-Mitglieder sorgt dafür, dass Drupal stetig weiter entwickelt wird, dadurch wird das Risiko im Gegensatz zu kommerziellen Content Management Anbietern, welcher vom Markt verschwinden könnte, minimiert. Auch im Bereich der Entwicklung ist durch den Einsatz eines offenen Standards die Abhängig von bestimmten Anbietern ausgeschlossen und kann somit ganz individuell erfolgen.

Drupal ist ein im hohen Maß individuell anpassbares Content Management System, das ganz auf die einzelnen Bedürfnisse der Anwender angepasst, erweitert und betriebern werden kann.

8 Fußnoten

  1. Vgl. Graf, H. (2008), S. 25
  2. Vgl. Graf, H. (2008), S. 30
  3. Vgl. Graf, H. (2008), S. 30
  4. Vgl. Graf, H. (2008), S. 31
  5. Vgl. Graf, H. (2008), S. 31
  6. Vgl. Graf, H. (2008), S. 31
  7. Vgl. Graf, H. (2008), S. 33
  8. Vgl. Graf, H. (2008), S. 33
  9. Vgl. Graf, H. (2008), S. 32
  10. Vgl. Graf, H. (2008), S. 26
  11. Vgl. www.drupalcenter.de
  12. Vgl. www.drupalcenter.de
  13. Eigene Drupal-Installtion
  14. Vgl. Graf, H. (2008), S. 112
  15. Eigene Drupal-Installtion
  16. Vgl. Graf, H. (2008), S. 34
  17. Vgl. www.whitehouse.gov
  18. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 34
  19. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 34
  20. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 34
  21. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 34
  22. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 34
  23. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 34
  24. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 35
  25. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 35
  26. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 36
  27. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 36
  28. Vgl. www.drupal.org
  29. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 38
  30. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 38
  31. Vgl. www.drupal.org
  32. Vgl. van Dyk, J. K. (2009), S. 39
  33. Vgl. www.drupalcenter.de


9 Literatur- und Quellenverzeichnis

www.drupal.org (2010) www.drupal.org (2010)
www.drupalcenter.de (2010) www.drupalcenter.de (2010)
Graf, H. (2008) Graf, H. (2008), Drupal 6: Websites entwickeln und verwalten mit dem Open Source-CMS. München: Addison-Wesley.
Luhm, T. P. (2008) Luhm, T. P. (2008), Drupal 6 - Das Einsteigerseminar. Redline GmbH / bhv-Buch.
van Dyk, J. K. (2009) van Dyk, J. K. (2009),Das Drupal-Entwicklerhandbuch: Der Praxisleitfaden für Drupal-basierte Webprojekte. München: Addison-Wesley.
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