Analyse von Joomla

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Essen
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Content Management Systeme
Autor(en): Sebastian Jockenhöfer, Ilia Shabon
Studienzeitmodell: Tagesstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 4
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
AMPP
Apache, MySQL, PHP and Perl
CD
Corporate Design
CI
Corporate Identity
CMS
Content Management System
CSS
Cascading Style Sheet
FTP
File Transfer Protocol
GNU
GNU's Not Unix
GPL
General Public License
IIS
Internet Information Services
LDAP
Lightweight Directory Access Protocol
LAMPP
Linux, Apache, MySQL, PHP and PERL
MAMPP
Mac Apache MySQL PHP PERL
MOS
Mambo Open Source
SQL
Structured Query Language
WCMS
Web Content Management System
WYSIWYG
What You See Is What You Get
XAMPP
X (beliebiges Betriebssystem), Apache, MySQL, PHP and Perl
XHTML
Extensible Hypertext Markup Language
XML-RPC
Extensible Markup Language-Remote Procedure Call

2 Abbildungsverzeichnis

Nummer Abbildung
1
Most Commonly Used CMS - Source: 2009 Open Source CMS Market Share Report
2
Funktionsweise eines Content Management Systems
3
Aufbau der Startseite
4
Joomla! - Administrationsoberfläche: Kontrollzentrum
5
Joomla! - Auswahl der Benutzergruppe
6
Joomla! - Verwaltung der Inhalte
7
Joomla! - Extension Manager
8
Standardstruktur einer Joomla!-Webseite
9
Joomla! - Editor
10
Navigationspfad im Joomla!-Frontend
11
Navigationspfad im Joomla!-Backend anlegen
12
Cache-Handler von Joomla!
13
Vergleich von Drupal 6.10, Joomla! 1.5.10 und TYPO3 4.3.3 auf CMS-Matrix

3 Tabellenverzeichnis

Nummer Tabelle
1
Popularität von Joomla! in Jahren 2006 und 2008
2
Minimale und Empfohlene technischen Anforderungen von Joomla!
3
Kosteneffekte von Joomla!

4 Einleitung

In Unternehmen und Organisationen fallen immer größere Datenbestände an, deren Erfassung und Verwaltung kaum noch zu realisieren ist. Gleichzeitig machen Internetauftritte eine effektive und vor allem eine kontinuierliche Datenpflege notwendig. Wie schwer es ist, Inhalte aufzubereiten, aktuell zu halten und nutzbringend einzusetzen, zeigt eine Studie von Zona Research. Wie Zona Research ermittelt hat, verlieren E-Commerce-Unternehmen weltweit mehr als 58 Millionen Dollar pro Monat durch Kunden, die aus Frust über veraltete Webseiteninhalte diese nicht mehr besuchen[1].

Web Content Management Systeme (WCMS) wollen hier Abhilfe schaffen. Sie bieten die Möglichkeit, alle Mitarbeiter eines Unternehmens gemeinschaftlich an der Datenerfassung und -aufbereitung der Webseiten zu beteiligen. Zeitgewinn und Kostenersparnis sind enorm: "Beim klassischem Webpublishing fallen alleine 90% der Kosten für die Wartung und Pflege der Website an...". Außerdem bietet ein solches System die Möglichkeit, im Medium Internet angemessen schnell zu reagieren und die Aktualität des Web-Angebots zu gewährleisten.

Wer über den Einsatz eines Web Content Management Systems nachdenkt, stößt fast automatisch auf den Namen Joomla!. Die technischen Fakten von Joomla! sind schnell zusammengefasst: Joomla! ist ein webbasiertes Content Management System auf Grundlage von PHP und MySQL. Joomla! ist dabei das mit Abstand meist genutzte Open Source Web Content Management der Welt. Dies geht aus der aktuellen "Open Source CMS Market Share"-Studie, die in Zusammenarbeit von CMS Wire und Water & Stone erstellt wurde, hervor (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Most Commonly Used CMS - Source: 2009 Open Source CMS Market Share Report, Water & Stone and CMS Wire (2009), S. 17
Abbildung 1: Most Commonly Used CMS - Source: 2009 Open Source CMS Market Share Report, Water & Stone and CMS Wire (2009), S. 17

Wie die Grafik zeigt, gibt es eine Vielzahl an webbasierten Content Management Systemen. Es sind primär Baukastensysteme für Webseiten, die den Benutzer beim komfortablen Verwalten von beispielsweise Texten oder Bildern unterstützen und zudem eine konsequente Trennung von Inhalt und Layout schaffen. Ebenfalls haben diese Systeme eine Benutzerverwaltung integriert. Damit können Inhalte im Team bearbeitet werden. Joomla! ist außerdem Open Source, kann also vollkommen kostenfrei genutzt werden.

All das sind jedoch keine besonderen Alleinstellungsmerkmale von Joomla!. Im Gegenteil, es gibt Open Source Systeme, die mehr leisten als Joomla!. Das WCMS Drupal hat beispielsweise eine umfangreicherere Benutzerverwaltung. Und Typo3 übertrifft Joomla! im Hinblick auf den Funktionsumfang. Der Nachteil dabei ist: Für eine professionelle Typo3-Webseite, muss eine spezielle Skriptsprache namens Typoscript erlernt werden. Was wiederum selbst für erfahrene Programmierer etwas Zeit benötigt, um sich im Administrationsbereich von Typo3 zurechtzufinden.

Und dies ist einer der wichtigsten Punkte bei der Entscheidung für Joomla! als WCMS: Joomla! ist einfach zu erlernen! Selbst Einsteiger kommen schon nach wenigen Tagen Einarbeitungszeit gut mit der Bedienung des Systems zurecht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Flexibilität von Joomla!. In wenigen Sekunden können neue Elemente, wie beispielsweise eine Bildergalerie, eingebaut werden. Zudem existieren über 5000 Erweiterungen von Joomla!, so viele wie für kaum ein anderes Content Management System. Von der Bildergalerie zum Onlineshop, vom Eventkalender zum Community-Portal. Außerdem können Module mit entsprechenden Kenntnissen relativ einfach dazuprogrammiert werden[2].

In dieser Ausarbeitung geht es darum zu prüfen, ob Joomla! wirklich diese Eigenschaften besitzt. Ist es leicht zu erlernen? Ist es für Unternehmen geeignet? Um dies zu Analysieren, werden zunächst die Grundlagen zu Content Management aufgezeigt. Anschließend werden die Bewertungskriterien für die Analyse erklärt, bevor schließlich die einzelnen Kriterien in Bezug auf Joomla! überprüft werden. Zum Abschluss werden drei mögliche Einsatzszenarien aufgezeigt, in denen Joomla! als eingesetztes CMS auf dessen Tauglichkeit hin beurteilt wird.

5 Grundlagen zu Content Management Systemen

Unter einem Content Management System (CMS), auf Deutsch Inhaltsverwaltungssystem oder auch Redaktionssystem genannt, wird eine Anwendungssoftware verstanden, welche die gemeinschaftliche Erstellung, Bearbeitung und Verwaltung von Dokumenten mit verschiedensten Inhalten (Content) ermöglicht und organisiert. Diese Dokumente können beispielsweise aus Bildern, Videos oder Textinhalten bestehen[3].

Die sieben zentralen Funktionen von CMS sind[4]:

  1. Beschaffung und Erstellung von Inhalten
  2. Präsentation und Publikation von Inhalten
  3. Aufbereitung und Aktualisierung von Inhalten
  4. Management und Organisation von Inhalten
  5. Verteilung und Integration von Inhalten
  6. Verarbeitung von Inhalten (Workflow)
  7. Wiederverwendung von Inhalten

Content Management Systeme entkoppeln die Inhaltserstellung und Webseiten-Programmierung und ermöglichen dadurch einem Autor eines solchen Systems die Bedienung auch ohne spezielle Programmier- oder HTML-Kenntnisse. Das heißt, ein Programmierer und Webdesigner kann sich um die HTML-Programmierung kümmern und der Redakteur kann den Content über einen entsprechenden Web-Browser pflegen, ohne sich um das Layout der Seite kümmern zu müssen[5].

Abbildung 2: Funktionsweise eines Content Management Systems. Quelle: Pintus Media + sience 2005
Abbildung 2: Funktionsweise eines Content Management Systems. Quelle: Pintus Media + sience 2005

Ein Kernprinzip von Content Management Systemen ist die Trennung von Layout und Inhalt (siehe Abbildung 2). Dabei erfolgt die Speicherung der Inhalte unabhängig von Ausgabeformat und Design zentral in einer Datenbank und ist somit nicht mehr wie bei rein statischen HTML-Webseiten direkt mit dem Inhalt einer Webseite verknüpft. Durch das Content Management System werden bei der Generierung einer Webseite Vorlagen (Templates) automatisch mit den Inhalten aus der Datenbank gefüllt.

Durch die Verwendung von Templates ist die Einhaltung des vorgegebenen Layouts sichergestellt. Außerdem wird gewährleistet, dass das Unternehmens-Corporate Identity durchgängig erhalten bleibt und vor unbeabsichtigten Zugriffen geschützt ist. Änderungen am Layout erfordern lediglich die Anpassung weniger Templates, wobei die Inhalte unverändert bleiben.

Für Systeme oder Module, die ausschließlich Web-Anwendungen dienen, wird der Begriff Web Content Management System (WCMS) benutzt. Damit wird der Unterschied zu jenen Systemen etwa im Verlagbereich verdeutlicht die neben dem Web auch andere Ausgabemedien bedienen, wie etwa Print oder Radio[6].

5.1 Marktübersicht Web-CMS

Eine Webseite im World Wide Web lebt von Inhalten und dessen Aktualität. Die Ansprüche der Nutzer zu erfüllen und somit eine erfolgreiche Webseite zu verwalten ist eine immer größer werdende Herausforderung für die Betreiber. Web Content Management Systeme helfen hier. Jedoch ist der Markt solcher Systeme fast unüberschaubar geworden und das Finden eines für die eigenen Bedürfnisse geeigneten WCMS ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Der Markt für Web Content Management Systeme existiert seit Ende der 90er Jahre. Entscheidend für die Entwicklung des Marktes war die Bedeutung des Internets für die Kommunikation mit den Kunden und den eigenen Mitarbeitern. Seitdem wächst die Nachfrage nach Systemen, mit denen sich die wachsende Informationsflut effektiver verarbeiten lässt, und damit auch die Zahl der Anbieter. Es gibt mittlerweile über 500 verschiedene Produkte auf dem Markt und dass in diesem Markt noch Anbieter hinzukommen zeigt die Entwicklungsgeschichte der WCMS. Aus Projekten, in denen Technologien entwickelt wurden, um Webseiten inhaltlich durch die Kunden selbst verwaltbar zu gestalten, sind immer neue Produkte hervorgegangen. Da die projektspezifischen Anforderungen an das Web Content Management sehr individuell ausfallen, sind dadurch auch sehr viele unterschiedliche Produkte entstanden[7].

Nach Aussagen der META Group hatte der WCMS-Markt inklusive Dienstleistungen in 2004 ein Volumen von weltweit 10 Milliarden US-Dollar. Weltweit gibt es rund 250 CMS-Hersteller, die mit ihren Produkten einen breiten kommerziellen sowie einen privaten Kundenstamm abdecken. Sowohl die große Auswahl an Produkten als auch verschiedenste Preis- und Lizenzierungsmodelle machen die Suche nach einer geeigneten Lösung recht schwierig. Die Produktpalette erstreckt sich von einfachen im "low budget"-Bereich erhältlichen Systemen bis hin zu umfangreichen eCommerce-Komplettlösungen ab rund 50.000 €[7].

5.2 Open Source

Wie bereits zuvor erwähnt ist Joomla! ein Open Source Projekt. Open Source Projekte zeichnen sich durch verschiedene Eigenschaften aus, zu denen im Allgemeinen frei zugänglicher Quellcode, das Recht zur Veränderung des Quellcodes, die freie Nutzung der Software und das Recht auf Weitergabe der Software gezählt werden[8].

Joomla! unterliegt der GNU General Public License (GPL) und ist kostenlos erhältlich. Diese Lizenz sieht vor, dass jede Software, die von einer GPL-basierten Software abgeleitet wurde (engl. derived works), ausschließlich unter einer GPL- oder vergleichbaren Lizenz veröffentlicht werden darf. Da Joomla! von dem Ursprungsprojekt namens Mambo Open Source (MOS) abgeleitet wurde und dieses unter der GPL veröffentlicht ist, findet diese Lizenz auch auf Joomla! Anwendung[9].

5.3 Joomla!

Das Web CMS Joomla! ist ein Open Source Projekt, welches 2005 von Miro, dem Hersteller eines anderen populären CM-Systems Mambo gegründet wurde[10]. Joomla! hieß zunächst MOS - Mambo Open Source und entstand zu dem Zeitpunkt, als das Produkt Mambo in eine kommerzielle und eine Open Source Software geteilt wurde. Später mit der Gründung der Mambo Foundation bekam das Projekt den Namen Joomla!. Der Begriff Joomla! ist ein Aufruf aus der afrikanischen Suaheli Sprache, der "Alle Zusammen!" bedeutet.

5.3.1 Entwicklung von Joomla!

Die erste Version 1.0 von Joomla!, die im September 2005 veröffentlicht wurde[11], erfreute sich sofort nach der Erscheinung einer sehr großen Popularität. Am Anfang ging die Weiterentwicklung nur langsam voran. Joomla! erhielt nur selten und meistens unbedeutende Updates. In den nachfolgenden Jahren war das Projekt Joomla! wegen fehlender Updates fast eingestellt worden. Viele Nutzer sind zu anderen WCMS wie TYPO3 und Drupal gewechselt. Erst mit der Erscheinung der Joomla! Version 1.5 (Beta) im Jahr 2006 konnte eine große Anzahl an Nutzern gewonnen werden. In dieser Version wurden solche grundlegenden Funktionen eingebaut, wie Sprachpaketverwaltung, Unterstützung von MySQL, FTP-System, Trennung von Inhalt und Layout. Erst im Jahr 2008 erhielt die 1.5 Joomla! Version den Status "stable". Heute ist Joomla! das am weitesten verbreitete Open Source WCMS weltweit. Die Entwicklung der Popularität von Joomla! nach Veröffentlichung der Version 1.5 stellt Tabelle 1 dar[12].

Jahr Projekte Installationen
2006 1.100 5. Mio.
2008 3.000 20 Mio.

Tabelle 1: Popularität von Joomla! in Jahren 2006 und 2008

5.3.2 Aufbau von Joomla!

Das WCMS Joomla! hat einen klassischen Aufbau der sich in zwei große Bereiche teilt: Frontend - öffentlich dargestellte Inhalte des Systems (public interface) und Backend - die Verwaltungsoberfläche für die Redakteure und Administratoren (administration interface).

5.3.2.1 Frontend
Abbildung 3: Aufbau der Startseite
Abbildung 3: Aufbau der Startseite

Das Frontend ist die Gesamtheit der Webinhalte, die den Besuchern der Webseite öffentlich zur Verfügung gestellt wird. Die Art, wie die Frontend Seiten gestaltet sind und welche Inhalte darauf abgebildet werden, entscheidet darüber, ob eine Webseite erfolgreich werden kann. Deswegen beschäftigen sich die meisten Funktionen von Joomla! damit, den Aufbau des Frontendes zu gestalten.

Eine der wichtigsten Seiten im Frontend ist die Startseite. Hier werden die neuesten und wesentlichen Inhalte der Webseite dem Leser zur Verfügung gestellt. Das Aussehen der Startseite wird im Wesentlichen von Modulen beeinflusst. In der Abbildung 3 kann man gut die einzelnen Bausteine der Startseite erkennen. Umfragen, neueste Nachrichten und Meistgelesene Beiträge sind für die Startseite aktivierten Module.

Von der Startseite aus kann der Nutzer die einzelnen Beiträge aufrufen, über die Menüstruktur in die einzelnen Kategorien navigieren und sich über die per Module bereitgestellten Funktionen weitere Informationen verschaffen, z.B. Suchfunktion benutzen, RSS Feeds aufrufen, erfahren, wer zur Zeit online ist oder an einer Umfrage teilnehmen.

Des Weiteren können die registrierten Nutzer sich am System anmelden. Nach der Anmeldung stehen den Benutzern je nach Berechtigungsrolle weitere Funktionen zur Verfügung. So können die Autoren Beträge verfassen, die später von Redakteuren freigegeben werden.

Wie die Seiten letztendlich aussehen, wird im Backend festgelegt.

5.3.2.2 Backend
Abbildung 4: Joomla! - Administrationsoberfläche: Kontrollzentrum
Abbildung 4: Joomla! - Administrationsoberfläche: Kontrollzentrum

Das Backend, also die Administrationsoberfläche, wird entweder über einen Link auf der Startseite oder dadurch, dass "/administrator" an die URL angehängt wird erreicht. Hier ein Beispiel: http://www.shabon.de/joomla/administrator

Über die Administrationsoberfläche haben die Berechtigten die Möglichkeit das Frontend, das Backend und die Inhalte zu steuern. Über ein Auswahlmenü kann der Administrator die Einstellungen am System vornehmen: Das Aussehen des ganzen System mit einem Template steuern, die Module aktivieren und deaktivieren, Erweiterungen verwalten und Inhalte moderieren (siehe Abbildung 4).

Ein sehr gutes Beispiel für das Verwalten von Joomla! ist die Sprachverwaltung. Das System bietet die Möglichkeit für das Frontend und das Backend benutzerbezogen eine Sprache einzustellen. Zunächst müssen die Sprachpakete installiert werden. Dabei wird zwischen Sprachpaketen für das Backend und das Frontend unterschieden, diese werden separat von einander installiert. Die Sprachpakete sind frei verfügbar und können von der offiziellen Joomla!-Seite heruntergeladen werden. Joomla! unterstützt derzeit 50 verschiedene Sprachen.

Zur weiteren Funktionen des Backends zählt die Benutzer- und Rollenverwaltung. Dieser Bereich wird später im Punkt 7.2 näher erläutert.

5.3.3 Einsatzgebiete

Das WCMS Joomla! wird in vielen Bereichen des Internets eingesetzt. Wie sich die Verteilung auf die jeweiligen Einsatzgebiete verteilt, untersucht in regelmäßigen Zeitabständen das Projekt Joomlashack, das sich mit der Gestaltung von professionellen Joomla!-Templates beschäftigt[13]. Anhand der Umfrage, die von Joomlashack durchgeführt wurde, kann die Aussage getroffen werden, dass kein bestimmtes Einsatzgebiet existiert, für welches sich Joomla! insbesondere eignet. Hier nur wenige Beispiele der Webseiten, die mit Joomla! gestaltet wurden[14]:

Privatpersonen:
Samuel L. Jackson - http://samuelljackson.com/
Organisationen:
Harvard University - http://gsas.harvard.edu
Unternehmen:
Porsche, Brasilien - http://porsche.com.br

6 Bewertungsverfahren

Im Rahmen dieser Analyse geht es nicht darum herauszufinden, ob Joomla! das „beste WCMS“ ist, oder ob Joomla! für jedes denkbare Einsatzgebiet geeignet ist. Weiter nehmen die Autoren dieser Ausarbeitung davon Abstand Joomla!, als eingesetztes Web Content Management System zu empfehlen oder gar vor dem Einsatz von Joomla! zu warnen. Diese Analyse soll einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften von Joomla! geben. Die Analyseergebnisse werden auf drei mögliche Zielgruppen für ein WCMS angewendet: Unternehmen, Organisationen und private Anwendungen. Um dem Leser eine Übersicht über Joomla! zu geben, wurden für das Bewertungsverfahren sieben Analysekriterien ausgewählt. Anhand dieser Punkte kann abschließend gezeigt werden, ob Joomla! für die jeweilige Zielgruppe geeignet ist, indem überprüft wird, ob ein Kriterium erfüllt ist.

6.1 Bewertungskriterien

In diesem Abschnitt werden die einzelnen Bewertungskriterien festgelegt, die Grundlage für die darauf folgende Analyse von Joomla! sind. Die ausgewählten Analysekriterien werden beschrieben und es wird aufgezeigt, wann ein Kriterium durch das Content Management System Joomla! als erfüllt gilt. Damit die Auswertung einerseits nicht zu aufwendig wird und andererseits auch eine klare Bewertungsgrundlage entsteht, sind die Kriterien auf eine Anzahl von sieben begrenzt. Zu den generellen Bewertungskriterien, die bei jedem Content Management System von Bedeutung sind, zählen technische Systemanforderungen, Funktionsumfang, Erweiterbarkeit, Sicherheit der Anwendung, Benutzerfreundlichkeit, Performance und die mit dem Einsatz eines WCMS anfallenden Kosten sowie die Supportunterstützung.

6.1.1 Systemanforderungen

Das Bewertungskriterium „Systemanforderungen“ setzt sich aus den empfohlenen technischen Voraussetzungen, den einsetzbaren Betriebssystemen, den verwendeten Datenbanken und dem Aufwand einer vollständigen Joomla!-Installation zusammen. In der Analyse werden zwei Installationsvorgänge aufgezeigt: Einmal wird Joomla! auf einem lokalen Testrechner installiert und anschließend wird eine Installation bei einem öffentlichen Provider durchgeführt, um ein möglichst realistisches Einsatzszenario zu simulieren.

6.1.2 Funktionen

Dieses Bewertungskriterium umfasst einen Überblick über die zentralen Funktionen von Joomla!, wie die Benutzerverwaltung oder die Erstellung von Inhaltsbeiträgen. Eine umfangreiche Rechtevergabe hilft, um den Worflow bei der Bearbeitung von Webinhalten auf definierte Benutzerkreise einzugrenzen. Da die Zusammenarbeit von verschiedenen Personen eine Kernfunktion des Content Management Systems ist, wird die Funktion der Rechtevergabe und Benutzerverwaltung auf Bedienbarkeit und Funktionsumfang genauer analysiert. Ein weiterer Aspekt bei der Bewertung der Funktionen ist die Pflege und Verwaltung von Inhalten. Dabei wird speziell auf die Möglichkeiten einer dezentralen Pflege und Erstellung von Inhalten über einen Webbrowser eingegangen.

6.1.3 Erweiterbarkeit

Die Erweiterbarkeit von Joomla! an die individuellen Bedürfnisse eines Joomla!-Nutzers wird danach beurteilt, inwieweit die einzelnen Funktionen von Joomla! an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden können. Die Funktionen eines WCMS im Allgemeinen sind sehr vielfältig. Dennoch werden von dem Joomla!-Projektteam, Third-Party Entwickler oder Community-Mitgliedern weitere Funktionen entwickelt und implementiert, die in Form von Modulen, Extensions, Plugins, Templates, Sprachpaketen und externen Komponenten entweder kostenlos oder kostenpflichtig zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Aspekt bei der Bewertung der Erweiterbarkeit von Joomla! ist die Beurteilung des Implementierungsaufwandes bei der Integration neuer Funktionen.

6.1.4 Sicherheit

Mit dem Bewertungskriterium "Sicherheit" soll gezeigt werden, inwiefern das System Joomla! den heutigen Sicherheitsstandards entspricht. Es soll geklärt werden, welche Sicherheitsvorkehrungen standardmäßig von Joomla! eingesetzt werden, um die Daten vor unerlaubten Zugriffen über das Internet zu schützen. Außerdem werden die Einflüsse von Joomla!-Erweiterungen auf die Sicherheit des Systems näher betrachtet, die allgemein häufigsten Angriffsmethoden auf Webseiten aufgezeigt und wie Joomla! gegen solche Angriffe abgesichert werden kann. Da in dieser Arbeit die Software Joomla! analysiert wird, werden Sicherheitsaspekte, wie beispielsweise Einsatz einer Firewall oder Absicherungen des Betriebsystem, außer Acht gelassen.

6.1.5 Benutzerfreundlichkeit

"Die Usability (zu deutsch: Benutzerfreundlichkeit) bezeichnet die vom Nutzer erlebte Nutzungsqualität bei der Interaktion mit einem System. Eine besonders einfache, zum Nutzer und seinen Aufgaben passende Bedienung wird dabei als benutzerfreundlich angesehen"[15].

Eine Internetseite muss bestimmten Anforderungen gerecht werden, um als benutzerfreundlich zu gelten. Die Nutzerfreundlichkeit nach der europäischen ISO-Norm 9241-11 ist das Ausmaß in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.

Die Benutzerfreundlichkeit einer Web-Anwendung sorgt dafür, dass sie intuitiv genutzt werden kann. Ist eine Applikation benutzerfreundlich gestaltet, erreichen die User ihre Ziele vollständig, schnell und sind zufrieden. Eine weniger benutzerfreundliche Applikation hingegen sorgt für Fehler, Nutzungsabbrüche und Frustration.

Laut einer empirischen Untersuchung von Nielsen und Lorangeres benötigt ein unerfahrener Anwender für die Orientierung auf einer Webseite durchschnittlich 35 Sekunden. Sollte der Anwender nicht innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über den Inhalt der Seite und deren Nutzen erhalten, wird die Seite als gebrauchsuntauglich angesehen und verlassen[16]. Zu den Bewertungskriterien der Benutzerfreundlichkeit gehören:

  • Page-Design (Sichtbare Oberfläche)
  • Contentaufbau (Aufbereitung und Darstellung der Inhalte)
  • Site-Design (Seitenstruktur und Navigation)
  • Barrierefrei (Zugangsmöglichkeiten)

Diese vier Kriterien sind für das Gesamtbild der Webseite und ferner für den beim Besucher hinterlassenen Eindruck verantwortlich. Die Beachtung dieser Kriterien ist für ein positives Image entscheidend, welches die User zu weiteren Besuchen animiert, und daher in der vorliegenden Analyse von Joomla! näher betrachtet wird.

6.1.6 Performance

Die Bewertung der Performance erfolgt anhand einzelner Belastungstests, beispielsweise wie lange benötigt das System zur Erledigung eines bestimmten Bearbeitungsschrittes. Ein weiterer Aspekt bei der Bewertung der Performance sind die Verbesserungsmöglichkeiten in Hinblick auf Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit.

6.1.7 Support und Kosten

Die Kosten von Joomla! wurden danach beurteilt, welche monetären und nicht monetären Aufwände bei der Einführung von Joomla! entstehen können. Denn auch wenn die Software kostenlos zu erwerben ist, fallen bei der Einführung und im späteren Betrieb Kosten an. Außerdem werden die Möglichkeiten und eventuell anfallende Kosten des Kundensupports bei Fragen und Problemen bewertet.

6.2 Gestaltung der Bewertungsergebnisse

In Kapitel 7 werden die zuvor erläuterten Analysekriterien auf Joomla! angewendet und bewertet. Anschließend werden die Erkenntnisse der Analyse in Kapitel 8 auf die drei Zielgruppen, Unternehmen, Organisationen und Privatanwender ausgewertet. Bei der Auswahl der Zielgruppen wurden die derzeit wichtigsten Kunden eines CM-Systems genommen. Es soll gezeigt werden, inwiefern sich der Einsatz von Joomla! für die Zielgruppen eignet. Da die drei Zielgruppen jedoch unterschiedliche Anforderungen an ein WCMS stellen und auch innerhalb der einzelnen Bewertungskriterien unterschiedliche Prioritäten gesetzt werden können, kann in dieser Arbeit nur eine grobe Eignung für die jeweilige Zielgruppe ausgesprochen werden. Deshalb wird in dieser Analyse darauf verzichtet, die Bedeutung der Kriterien in ein prozentuales Verhältnis zueinander zu setzen.

7 Bewertung von Joomla!

In diesem Kapitel wird die Analyse von Joomla! anhand der aktuellen Version 1.5.18, mit den in Abschnitt 6.1 beschriebenen Bewertungskriterien durchgeführt.

7.1 Systemanforderungen / Installation

Die technischen Systemvoraussetzungen sind immer identisch, unabhängig von dem verwendeten Betriebssystem (Linux, Windows, Mac).

Joomla! benötigt (Mindestanforderungen)[17]:

  • 15 MB Festplattenspeicherplatz
  • das Datenbanksystem MySQL 3.23.x
  • die Skriptsprache PHP Version PHP4.3.x
  • und einen installierten und funktionierenden Webserver, z.B. Apache ab Version 1.13.19 oder Microsoft IIS.

Wie jedes WCMS benötigt Joomla! einen Webserver. Das kann entweder der kostenlose Apache Webserver oder der Microsoft IIS sein. Bei diversen Windows Server Systemen kann die Komponente Internet Information Services (IIS) nachinstalliert werden. In einem Linux System wird immer der Apache zum Einsatz kommen. Die Daten des Joomla!-Systems werden in einer MySQL oder in einer MySQLi Datenbank gespeichert. Da Joomla! in der Programmiersprache PHP entwickelt wurde, muss der Webserver ebenfalls PHP interpretieren können. Daher muss auf dem eingesetzten Webserver die PHP-Skript-Engine installiert werden.

Um alle erforderlichen Komponenten auf ein System zu packen, bietet sich die Verwendung eines All-in-One-Installationspakets an. Ein recht bekanntes Softwarepaket ist AMPP (Apache, MySQL, PHP and Perl) von apachefriends.org und wird häufig im Zusammenhang mit Joomla! verwendet. Dieses Paket gibt es je nach Betriebsystem in unterschiedlichen Varianten:

  • MS Windows - XAMPP
  • Linux - LAMPP
  • Mac OS - MAMPP

Mit der Installation eines entsprechenden AMPP-Pakets sind alle Voraussetzungen zur Installation von Joomla! erfüllt. Wird das Joomla!-System bei einem Internetprovider installiert, muss geprüft werden, ob die oben genanten Voraussetzungen dort ebenfalls gegeben sind. Um den Aufwand der Installation von Joomla! und die Eignung für die gewählten Zielgruppen zu verdeutlichen, wurden im Rahmen dieser Fallstudie zwei Joomla!-Installationen durchgeführt. Das erste Joomla!-Testsystem wurde lokal unter Microsoft Windows 7 mit XAMPP eingerichtet. Diese Art der Installation hat den Vorteil, dass keine weiteren Kosten entstehen und die Installation sehr schnell ist. Derartige Installationen werden in Unternehmen und Organisationen oft zu Testzwecken eingerichtet, bevor eine Joomla!-Anwendung im Internet veröffentlicht wird. Für die zweite Joomla!-Installation wurde bei einem Provider ein Webspace-Paket mit Datenbank und PHP-Unterstützung angemietet. Dieses Szenario wird bei der Veröffentlichung einer Joomla!-Webseite im Internet standardmäßig verwendet.

Für eine Joomla-Installation sind folgende Schritte erforderlich:

  1. (lokal) Download der aktuellen XAMPP Version (1.7.3)
  2. (lokal) Installation von XAMPP (Apache, PHP, MySQL)
  3. (beide) Download der aktuellen deutschsprachigen Version von Joomla! (1.5.18)
  4. (beide) Joomla! ins htdocs/www Verzeichnis entpacken/hochladen
  5. (beide) Über phpmyadmin eine neue Datenbank anlegen und DB-Benutzer "joomla" anlegen. Alternativ kann auch eine bereits vorhandene Datenbank mit einem vorhandenen DB-Benutzer eingesetzt werden. Dabei sollte bei den Tabellen ein Präfix benutzt werden.

Somit ist eine Serverumgebung gemäß den zuvor beschriebenen Anforderungen eingerichtet und die eigentliche Joomla!-Installation kann erfolgen:

  1. Die Joomla! Installation starten über Pfad: http:// ... /joomla/installation/index.php
  2. Die Sprachauswahl für den Installationsvorgang wird ausgewählt
  3. Die Voraussetzungen für den Installationsvorgang werden geprüft
  4. Die Anzeige und Zustimmung der GNU/GPL Lizenzbedingungen
  5. Die Eingaben zur Datenbank: Typ, Name, Host, Benutzer, Passwort, Präfix.
  6. Die Konfiguration von FTP (optional)
  7. Die Hauptkonfiguration der Joomla!-Seite: Seitenname, Kontaktdaten des Administrator, Beispieldaten
  8. Der Abschluss der Installation und Hinweise
  9. Das Installationsverzeichnis löschen

Hiermit ist die Joomla!-Installation abgeschlossen und der Administrator kann mit der Konfiguration des Systems anfangen.

Von vielen Providern werden vorkonfigurierte Joomla!-Pakete angeboten, die sowohl einen Webserver als auch eine Datenbank beinhalten. Die Installation eines solchen Pakets ist für einen nichtversierten Nutzer sehr komfortabel, aber, da die beteiligten Komponenten wie Webserver, Datenbank oder Joomla! selbst nicht immer auf dem aktuellsten Versionsstand sind, wird in dieser Studie auf diese Installationspakete nicht weiter eingegangen.

7.2 Funktionen

Joomla! verfügt über eine Menge an Funktionen und die Funktionalität des Systems lässt sich aufgrund des modularen Aufbaus, erweitern (siehe 7.3 Erweiterbarkeit). Mehrsprachigkeit, Volltextsuche, Athentifizierung oder die Suchmaschinenoptimierung sind nur wenige Funtkionen von Joomla!. Aufgrund der Vielzahl an Funktionalitäten werden in diesem Kapitel lediglich die allgemeingültigen Hauptfunktionen eines WCMS näher betrachtet.

Benutzerverwaltung
Die Benutzerverwaltung von Joomla! verfolgt zwei Ziele:

  • Sie gewährt unterschiedliche Rechte bei der Nutzung der Administrationsoberfläche
  • und die Benutzerverwaltung erlaubt den Zugriff auf geschütze Bereiche im Frontend. Hier ermöglicht Joomla! auch eine direkte Registrierung über das Frontend[18].

Die Benutzer können entweder von einem Administrator über das Backend angelegt werden, oder ein Benutzer kann sich selbt über das Frontend registrieren (sofern die Registrierung im System eingeschaltet ist). Die Berechtigungen eines Benutzers sind in Rollen beschrieben. Je nach zugewieserner Rolle darf der Benutzer bestimmte Funktionen des Systems bedienen. Folgende Rollen sind standardmäßig bei Joomla! integriert (Abbildung 5):

Abbildung 5: Joomla! - Auswahl der Benutzergruppe
Abbildung 5: Joomla! - Auswahl der Benutzergruppe

Frontend Rollen

  • Gast - darf die öffentlichen Inhalte einsehen
  • Benutzer - darf die nicht öffentlichen Inhalte einsehen
  • Autor - darf eigene Artikel schreiben/ändern und einreichen
  • Editor - darf alle Artikel editieren und einreichen
  • Publisher - darf Artikel veröffentlichen oder verbergen

Backend Rollen

  • Manager - darf Inhalte aus dem Backend veröffentlichen
  • Administrator - darf Benutzer verwalten
  • Super Administrator - darf das System konfigurieren

Die Rollen bauen auf einander auf, sodass eine übergeordnete Rolle die Berechtigungen der untergeordneten Rollen erbt. Ein Nachteil von Joomla! gegenüber anderen WCMS wie Drupal oder TYPO3 ist, dass diese Benutzerrollen nicht geändert werden können. Es können somit auch keine neuen Rollen hinzugefügt werden.

Inhaltsbeiträge
Beträge können von einem registrierten Benutzer, einem Autor, einem Editor oder einem Publisher erstellt werden. Da Artikel von Benutzern mit unterschiedlichen Berechtigungen erstellt werden, ist auch die Veröffentlichung unterschiedlich. Es kann ein einfacher Workflow für die Publikation von Beiträgen eingerichtet werden, indem beispielsweise ein Artikel von einem Editor zunächst erstellt und anschließend von einem Publisher überprüft und veröffentlicht wird. Abschließend kann dieser Beitrag durch einen Manager archiviert werden.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten für einen Beitrag sind:

  • Zuordnung zu einem Bereich
  • Zuordnung zu einer Kategorie
  • Veröffentlichungszeitpunkt festlegen (sofort oder später)
  • Eine Befristung des Beitrages festlegen
  • Wahlweise für öffentlichen, internen oder administrativen Bereich sichtbar machen
  • Eingabe der Metadaten zum Beitrag


Die Beiträge müssen nicht über das Frontend eingegeben werden, sondern können auch zusätzlich aus dem Backend Bereich manipuliert werden.

Abbildung 6: Joomla! - Verwaltung der Inhalte
Abbildung 6: Joomla! - Verwaltung der Inhalte

So hat z.B. ein Manager folgende Möglichkeiten bezüglich Beiträge im Backend (Abbildung 6):

  • Einen neuen Beitrag verfassen
  • Die Beiträge veröffentlichen oder verbergen
  • Die Anzeige der Beiträge auf der Startseite steuern
  • Die Reihenfolge der Beiträge auf einer Seite verändern
  • Den Bereich des Beitrages festlegen
  • Die Kategorie für den Beitrag festlegen
  • Den Beitrag inhaltlich verändern
  • Die Archivierung oder die Entnahme des Beitrages aus dem Archiv vornehmen
  • Die Beiträge endgültig aus dem System löschen


Weitere Komponenten des Joomla!-Systems, wie beispielsweise Umfragen, Banner, Kontakte, Newsfeeds und Weblinks, stellen die sogenannten Kernfunktionen dar. Der Funktionsumfang kann jedoch auch durch Erweiterungen, den eigenen Bedürfnissen entsprechend, angepasst werden und wird im folgenden Kapitel näher beschrieben.

7.3 Erweiterbarkeit

Joomla! lässt sich durch eine große Anzahl an zusätzlichen Erweiterungen ausbauen und somit in seiner Funktionalität steigern. Die Grundfunktionen, die mit der Joomla!-Installation bereits vorhanden sind, basieren größtenteils auf implementierten Erweiterungen. Diese Standarderweiterungen sind meistens nicht deinstallierbar, wobei nachträglich installierte Erweiterungen wieder deinstalliert werden können. Zu den Erweiterungen werden Komponenten, Module, Plugins, Sprachpakete und Templates gezählt.

Abbildung 7: Joomla! - Extension Manager
Abbildung 7: Joomla! - Extension Manager

Erweiterungen können aus dem offiziellen Joomla!-Portal heruntergeladen, von einem Third-Party-Developer kostenlos/-pflichtig bezogen oder eigenentwickelt werden. Die entsprechende Erweiterung wird über den sogenannten "Extension Manager" im Backend-Bereich installiert und in die Joomla!-Seite eingebunden. Wie Abbildung 7 veranschaulicht, kann die Installation eines Paketes durch das Hochladen eines Paketes, das Angeben des Pfades auf dem eigenem Server oder duch die Eingabe einer URL erfolgen. Unter anderem ist es auch möglich, ein Paket als eine ZIP-Datei hochzuladen und zu installieren. Joomla! erkennt das ZIP-Format, entpackt und installiert die Software[19].
Im Folgenden werden die einzelnen Arten an Erweiterungen kurz beschrieben:

Komponenten
Die Komponente ist die komplizierteste Art der Erweiterungen und stellt grundlegende Funktionen für Module und Plugins zur Verfügung[20]. Die Funktionen einer Komponente sind für einen Benutzer nicht sichtbar, da die Wirkung dieser Funktionen erst mit der Aktivierung der entsprechenden Module visualisiert wird. Beispiele für Komponenten sind: Foren, Bildgalerien, Mailfunktionen, Suchfunktionen, Verwaltung von Banner.

Module
Module dienen der Darstellung von Inhalten im Front- oder Backend. Da Module für die Darstellung der Inhalte verantwortlich sind, wurde in Joomla! die Möglichkeit implementiert, einzelne Module zu deaktivieren. So kann ein Administrator ein Modul schnell und unkompliziert abschalten oder für bestimmte Seiten freigeben. Da auf einer Joomla!-Seite in der Regel mehrere Module eingesetzt werden, kann die Reihenfolge und die Positionierung dieser Module über das Backend festgelegt werden. Beispiele für Module sind: Umfragen, RSS-Feeds, "Wer ist online", "Meistgelesene Beiträge", Zufallsbilder.

Plugins
Plugins sind kleine Erweiterungen, die seitenübergreifende Funktionen zur Verfügung stellen. Die Plugings, die früher als "mambots" bezeichnet wurden[21], sind kleine Hilfsskripts die für das gesamte Joomla!-System zur Verfügung stehen. Die Bereiche in denen Plugins eingesetzt werden können, sind: Authentifikation, Content, Editoren, Suche, System und Extensible Markup Language-Remote Procedure Call (XML-RPC)[22]. So stellt das Plugin LDAP-Authentifikation (Lightweight Directory Access Protocol) die Möglichkeit einer Benutzerauthentifizierung über einen LDAP-Server zur Verfügung. Beispiele für weitere Plugins sind: TinyMCE-Editor, GMail-Authentifikation, Cache-Plugin.

Sprachen
Zusätzlich kann ein Joomla!-System, wie im Punkt 5.3.2.2 erwähnt wurde, mit Hilfe von Sprachpaketen an regionale Bedürfnisse angepasst werden.

Templates
Mit Hilfe von Templates kann eine Seite, die mit Joomla! betrieben wird, mit einem einheitlichen Design versehen werden. Die Auswahl an einsetzbaren Joomla!-Templates ist sehr groß und umfasst sowohl die einfachen Standardtemplates, als auch kostenpflichtige und speziell entwickelte Templates, die genau die Vorschriften von Corporate Identity und Corporate Design eines Unternehmens erfüllen. Wie bei den Sprachpaketen, wird auch bei den Templates ein Unterschied zwischen Front- und Backend-Templates gemacht. Die Installation und Aktivierung der Templates wird mit Hilfe des sogenannten "Template Manager" im Backend gesteuert.

Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Komponente "Kuneri Mobile Joomla! (0.9.4)" auf dem lokalen Testsystem installiert. Dieses Paket wandelt eine normale Joomla!-Seite in eine mobile Webseite um. Dabei erkennt ein Mobiltelefon automatisch, dass eine mobile Version der Webseite verfügbar ist und dass diese vom mobilen Endgerät genutzt werden soll. Die Installation verlief dabei ohne Komplikationen.

7.4 Sicherheit

Sobald Joomla! auf einem Webserver im Internet installiert wird, ist es verschiedensten Gefahren ausgesetzt. Es gibt keine Schritt-für-Schritt Anleitung, mit der ein Internetauftritt gegen Hackerangriffe vollständig abgeriegelt werden kann. Zum Einen sind Webserver mittlerweile sehr komplexe Maschinen, zum Anderen laufen auf ihnen individuelle Joomla!-Installationen. Darüber hinaus entstehen immer wieder neue Angriffsmethoden, um illegal an wichtige Informationen zu gelangen oder um der Webseite allgemein Schaden zuzufügen[23].

Von daher ist Sicherheit kein erreichbarer Zustand, sondern ein Prozess. Ziel dieses Prozesses ist es, ein gewünschtes Sicherheitsniveau erstmalig zu erreichen, dieses aufrechtzuerhalten und die Sicherheit insgesamt weiterzuentwickeln bzw. zu verbessern[24].

Aus diesem Gesichtspunkt betrachtet, ist Joomla! genauso sicher, wie alle anderen Systeme. Ob Content Management System, Betriebssystem oder andere Software: Updates verbessern die Sicherheit eines Systems. Das Hauptproblem bei Webanwendungen ist eine unsichere Programmierung der Anwendung. Dabei sind die häufigsten Sicherheitslücken Cross-Site Scripting und das Einschleusen von Code in externe Systeme, beispielsweise in Datenbanken (SQL Injection)[25]. Wird eine kritische Sicherheitslücke in einer Joomla!-Version festgestellt, wird diese Lücke in einer neuen Joomla!-Version geschlossen. Gleichzeitig wird die Sicherheitslücke im Internet veröffentlicht. Durch diese Veröffentlichung ist es unter Umständen relativ einfach, diese Sicherheitslücke auszunutzen. Alleine deswegen sind regelmäßige Updates eines Joomla!-Systems unumgänglich.

Neben der unsicheren Programmierung in Joomla! selber, weist der selbsterstellter PHP-Code einen zweiten Angriffspunkt auf, beispielsweise bei Komponenten von Drittanbietern. Von daher reicht es nicht nur aus, Joomla! aktuell zu halten, sondern auch der Code der Erweiterungen muss fehlerfrei sein. Die Qualität einer neuen Erweiterung sollte vor der Einbindung überprüft werden (Programmcode, vertrauenswürdiger Autor, Bewertung der Erweiterung durch Joomla!-Benutzer)[26].

Neben den Sicherheitslücken im Kontext mit Programmierfehlern, muss sich die Administration auch um die Sicherheit des Systems (Server und Datenbank) kümmern. Dabei geht es vor allem um die Konfiguration und Instandhaltung des Systems, beispielsweise durch entsprechende Sicherheits-Updates. Aber auch Zugriffsrechte der einzelnen Benutzer auf Verzeichnisse werden an dieser Stelle geregelt.

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie, aber durch eine umsichtige Programmierung und regelmäßiges Updaten der Joomla!-Anwendung wird eine relativ hohe Sicherheit erreicht.

7.5 Benutzerfreundlichkeit

Die Benutzerfreundlichkeit von Joomla! wird anhand der vier in Kapitel 6.1.5 beschriebenen Bewertungskriterien analysiert:

Abbildung 8: Standardstruktur einer Joomla!-Webseite
Abbildung 8: Standardstruktur einer Joomla!-Webseite

Page-Design
Bei dem Webseitenaufbau ist darauf zu achten, dass ein durchgehendes Design und Layout für alle Seiten einer Webseite verwendet wird. Dies umfasst vor allem ein einheitliches Farbschema und Logo, eine durchgängige Navigation und gleichausgerichtete Kopf- und Fußzeilen. Joomla!-Webseiten werden mit der Zeit, durch die Hinzunahme einzelner Module und durch die Erstellung neuer Inhalte, immer komplexer und informativer. Dies erfordert eine besondere Übersichtlichkeit der Webseitengestaltung, um dem Benutzer eine einfache und intuitive Navigation auf der Webseite zu ermöglichen. Der Standardaufbau einer Joomla!-Webseite (siehe Abbildung 8) orientiert sich daher an den mit der Zeit entstandenen Standard der Webseitengestaltung. Die Anordnung der einzelnen Menüs erfolgt dabei auf der linken Bildschirmseite. Der rechte Bildschirmbereich kann für Werbezwecke genutzt werden. Hier können Werbebanner, Umfragen und weitere Module platziert werden. Am oberen Bildschirmrand wird standardmäßig in der linken Ecke eine Fläche für ein Logo bereitgestellt. In der Mitte ist Platz für ein weiteres Menü und rechts daneben ist ein Suchfeld eingebunden. In der Mitte des Bildschirms wird der eigentliche Inhalt der Seite dargestellt. Die Anordnung der einzelnen Elemente lässt sich über das Backend relativ anpassen. Es sollte bei der Gestaltung der Seite, aber darauf geachtet werden, dass dem Besucher eine "vertraute" Seitenstruktur präsentiert wird.

Abbildung 9: Joomla! - Editor
Abbildung 9: Joomla! - Editor

Contenaufbau
Der Contentaufbau ist wichtig für diejenigen Nutzer einer Joomla!-Seite, die Texte für die Webseite verfassen und in eine geeignete Präsentationsform bringen müssen. Der Aufbau der Seiteninhalte liegt vor allem in der Hand des Redakteurs. Hierbei sollte der Redakteur die richtigen Inhalte auswählen und enstprechend der zu erwartenden Zielgruppen präsentieren. Bei der Eingabe der Texte unterstützt den Redakteur ein grafischer Texteditor, indem beispielsweise Überschriften formatiert, oder Grafiken eingefügt werden können (siehe Abbildung 9). Dieser Editor arbeitet mit Symbolen, die an Textverarbeitungen (meist Word) angelehnt sind und eine Texterfassung im WYSIWYG-Modus (What You See Is What You Get) erlauben: What you see is what you get - so, wie es im Editor aussieht, wird es auch später aussehen[27]. Der Editor vereinfacht jedoch lediglich die Eingabe von Texten. Die Vorarbeit der Inhaltlichen Anordnung von Seiteninhalten, die Auswahl eines geeigneten Sprachstils und die Glaubwürdigkeit eines Textes muss der Redakteur, unabhängig von dem Einsatz eines CMS, selber sicherstellen.

Seitenstruktur und Navigation

Abbildung 10: Navigationspfad im Joomla!-Frontend
Abbildung 10: Navigationspfad im Joomla!-Frontend

Eine Webseite sollte einem User eine leichte Navigation durch die Inhalte ermöglichen. Daher ist es wichtig, eine geordnete Struktur anzulegen. Der Navigationspfad - häufig auch Breadcrump (engl. für "Brotkrumen") genannt - ist eine Orientierungshilfe im Frontend. Die Besucher der Webseite können dort ablesen, in welcher Navigationsebene sie sich gerade befinden. Die Abbildung 10 zeigt ein Beispiel, in dem ein Navigationspfad und die hierarchische Seitenstruktur aufgezeigt werden.

Ausgehend von der Startseite kann ein Benutzer seinen Weg zurück durch die Seitenstruktur finden, indem der gewünschte Abschnitt angeklickt wird. Für eine verständliche Navigation sollten aussagekräftige Menüeinträge verwendet werden.

Die Erstellung eines Navigationspfades, wie in Abbildung 10 dargestellt, lässt sich mit Joomla! relativ einfach realisieren. Sobald ein Neuer Menüeintrag vorgenommen wird, kann auch gleichzeitig die Anordnung in der Seitenstruktur vorgenommen werden.

Abbildung 11: Navigationspfad im Joomla!-Backend anlegen
Abbildung 11: Navigationspfad im Joomla!-Backend anlegen

Abbildung 11 zeigt die entsprechenden Einstellungen für einen neuen Menüeintrag auf, damit der Punkt "Content 1.5", wie in Abbildung 10 aufgezeigt, entsprechend dargestellt werden kann.

Barrierefreiheit
"Unter barrierefreien Webseiten versteht man Homepages, die von allen Besuchern ungeachtet technischer und/oder körperlicher Hürden ohne Einschränkungen benutzt werden können. Da dieses Ziel im Prinzip nie vollständig umgesetzt werden kann, wird zumeist von barrierearmen Seiten gesprochen. Barrierearme Seiten dienen nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern stellen einen generellen Mehrwert dar, beispielsweise für die Nutzung auf Handys"[28].

Hürden sind dabei beispielsweise:

  • Kontrastarme Seiten für Menschen mit Farbfehlsichtigkeit.
  • Kleine Texte für Menschen mit Sehschwäche, beispielsweise ältere Mitbürger.
  • Bilder für Blinde, die Ihre Homepage mit einem sogenannten Screenreader betrachten.
  • Ignorieren technischer Standards (z.B. Beschränkung auf bestimmte Browser).

Es handelt sich bei den Hürden nicht nur um technische Aspekte. Barrierearmut hat vor allem mit inhaltlichen Aspekten zu tun. Dennoch gibt es einige technische Mittel, mit denen Zugangshürden reduziert werden können:

  • Möglichst weitgehende Trennung von Inhalt und Design (Die wichtigste Voraussetzung ist, dass valides Extensible Hypertext Markup Language (XHTML) verwendet wird und das Layout mit Cascading Style Sheet (CSS) gestaltet werden kann).
  • Veränderung der Darstellungsgröße (Verwendung von relative Angaben zur Schriftgröße statt fixer Schriftgrößen).
  • Alternativtexte für multimediale Inhalte (Multimeda-Inhalte mit Worten beschreiben).
  • Lineare Ausgabe des Inhalts (Nur so können Screenreader die Seite in andere Medienformate umwandeln).

Die Joomla!-Entwickler haben sich im »Joomla Accessibility Statement« dazu bekannt, die Seiten in Hinblick auf Barrierefreiheit zu entwickeln[29]. Ein gutes Beispiel für eine barrierefreie Seite mit Joomla! ist http://www.der-auftritt.de/.

Allerdings ist die Barrierefreiheit zum gegenwärtigen Stand der Entwicklung nur mit etwas Aufwand zu haben. Das Standardtemplate und die Menüs sind in Joomla! mit Tabellen und nicht, wie soeben empfohlen, mit CSS positioniert. Ein relativ einfacher Weg, die meisten Tabellen loszuwerden, besteht in der Verwendung barrierefreier Vorlagen und Komponenten. Um die Barrierefreiheit dieser Templates zu Nutzen, müssen zu den eingebundenen Bildern und Links auch alle nötigen Alternativtexte eingepflegt sein.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die "Sprechomat-Komponente". Zu jedem Inhaltselement einer Webseite kann ein Link zu einem Service namens Sprechomat angelegt werden, der den dargestellten Text als Audiodatei aufbereitet und verfügbar macht.

7.6 Performance

Die Performance einer Software kann schnell zu einem entscheidenden Faktor werden, vor allem, wenn es um die Produktivität geht. Bereits minimale Wartezeiten tragen dazu bei, die Akzeptanz einer guten Software zu verringern. Deswegen gilt es auch beim Aufbau einer Web-Präsenz darauf zu achten, wie leistungsfähig die eingesetzte Software läuft und was man noch zu Verbesserung beitragen kann. Auch bei Joomla! gibt es diverse Faktoren, von denen die Performance abhängig ist. Joomla! selbst stellt keine direkten Anforderungen an die Hardware, stattdessen werden an dieser Stelle die minimalen Anforderungen von XAMPP aufgelistet.

Systemanforderungen (Mindestanforderungen)[30]:

  • 128 MB RAM
  • 320 MB Festplattenspeicherplatz
  • Windows 2000, XP (Server 2003), Vista (Server 2008), Windows 7

Die Inhalte von Joomla! benötigen zur Installation etwa 10 MB Festplattenspeicherplatz. Die an die Hardware gestellten Voraussetzungen sind minimal und können vernachlässigt werden. Wird Joomla! auf einem entfernten Web-Provider installiert und die Inhalte des Systems vermehren sich, muss sichergestellt werden, dass genug Speicherkapazität auf dem Web-Server vorhanden ist.

Die Vorgaben die Joomla! macht, beziehen sich auf die technischen Voraussetzungen an die Software[31]:

Software Empfohlen Minimum
PHP 5.2+ 4.3.10
MySQL 4.1.x + 3.23
Apache 2.x + 1.3
MS IIS 7 6
Abbildung 12: Cache-Handler von Joomla!
Abbildung 12: Cache-Handler von Joomla!

Tabelle 2: Minimale und empfohlene technische Anforderungen von Joomla!


Heutige Bandbreiten der Server und der Clients stellen kein Problem mehr dar. Webseiten mit noch so vielen Flashanimationen und Grafiken werden sogar auf mobilen Endgeräten über Funk vergleichsweise schnell aufgebaut.

Die Performance von Joomla! kann noch optimiert werden, indem der Seitencache-Speicher aktiviert wird. Mit einem sogenannten Cache-Handler (siehe Abbildung 12) können Inhalte der Seiten in einem Browser zwischengespeichert und dadurch erneutes Laden der Inhalte vermieden werden.

7.7 Support und Kosten

Die Anschaffung eines Open-Source-Produktes wie Joomla!, kostet zunächst kein Geld. Der komplette Quellcode bzw. das ausführbare Programm ist, wie es für ein GNU GPL-lizensiertes Produkt üblich ist, kostenlos und auf der offiziellen Joomla!-Webseite frei herunterzuladen. Dennoch kosten die Einführung und der Einsatz von Joomla! im Internet je nach Anwendungsszenario unterschiedlich viel Geld. Die wichtigsten Kostenfaktoren von Joomla! werden in Tabelle 3 aufgezeigt[32]:

Effekte Erläuterung
Initialisierungskosten (Investitions- und Integrationskosten)
Konzeption Erstellung eines Fachkonzeptes für die Joomla!-Lösung und Systemkonzept für Joomla!
Hardware Kosten für den Erwerb oder die Miete von Hardware
Software Kosten für den Erwerb von Software für das WCMS
Lizenzen Lizenzkosten von Software für das WCMS
Customizing Kosten für die Entwicklung und Anpassung der Joomla!-Anwendung auf die individuellen Bedürfnisse
Implementierung Kosten für die Installation, die Tests und den Produktivbetrieb von Joomla!
Integration/Migration Kosten für die Integration von Joomla! und ggf. Migration des vorhandenen Content in die Joomla!-Lösung
Changemanagement Kosten für die Einführung der konzipierten Joomla!-Lösung als auch für die kontinuierliche Betreuung der betroffenen Stakeholder
Schulungen Kosten für die Schulungen und die Erstellung von Benutzerdokumentationen für die unterschiedlichen Benutzergruppen von Joomla!
Externe Dienstleistungen Beratungskosten für z.B. einen Datenschutzbeauftragten
Betriebskosten
Content-Beschaffung Laufende Kosten für die Abwicklung der Aktivitäten des CMS-Lebenszyklus; hierzu zählen das Sammeln, Erstellen, Aufbereiten, Verwalten, Verteilen und Nutzen von Inhalten
Lizenzen Sofern zusätzliche Software erworben wurde, müssen die entsprechenden Lizenzen eventuell in regelmäßigen Abständen erneuert werden, so dass weitere Lizenzkosten anfallen können

Tabelle 3: Kosteneffekte von Joomla!

Auch in Sachen Supportmöglichkeiten, gibt es entscheidende Kostenunterschiede. Es gibt verschiedene Anwenderforen in der Joomla!-Welt, die Support für alle Arten von Erweiterungen bieten. Das offizielle und gleichzeitig größte Joomla!-Forum ist http://forum.joomla.org. Folgende Unterforen sollten regelmäßig überprüft werden:

  • Allgemeine Ankündigungen
  • Sicherheitsankündigungen
  • Sicherheitsmeldungen von Drittanbietern
  • Sicherheitsthemen zur aktuellen Joomla!-Version

Die Ankündigungsforen werden ausschließlich im Falle von wichtigen Meldungen und auch nur vom Joomla!-Team benutzt. Das Sicherheitsforum wird nur bei Aktualisierungen am Joomla!-Kern genutzt. Für Informationen über Sicherheitsprobleme in Erweiterungen von Drittanbietern gibt es ebenfalls ein eigenes Forum speziell für Drittanbieter-Lösungen. Die allgemeinen Themen zur Sicherheit von Joomla! werden im speziellen Sicherheitsforum zur aktuellen Joomla!-Version besprochen. Hier geht es unter Anderem auch um Hinweise zur Sicherheit von Erweiterungen und darum, was dabei beachtet werden sollte[33].

Demgegenüber existieren viele externe Beraterfirmen, die sich gerade auf die Unterstützung und Hilfe für Joomla!-Anwendungen spezialisiert haben. Bei Fragen zur Installation oder zur Implementierung von speziellen Erweiterungen stehen verschiedenste Joomla!-Berater kostenpflichtig zur Verfügung. Bevor jedoch kostenpflichtige Unterstützung angefordert wird, sollte zunächst das kostenlose Angebot in Form von Foren und Handbüchern nach einer Lösung erkundet werden. Denn ein Vorteil von Joomla! ist, dass man vom stetig wachsenden Wissen der weltweiten Community kostenlos profitieren kann.

8 Bewertungsergebnisse in Bezug auf Zielgruppen

Die im Kapitel 7 gewonnenen Ergebnisse werden in diesem Kapitel auf die drei potenziellen Zielgruppen projiziert. Es soll gezeigt werden, ob der Einsatz von Joomla! für die betroffenen Gruppen geeignet ist.

8.1 Unternehmen

Ein Joomla! System kann je nach Größe des Unternehmens sowohl für das gesamte als auch für einen Teil des Unternehmens eingesetzt werden. Für beide Varianten gelten aber die gleichen Faktoren in Bezug auf die Bewertungskriterien.

Die Systemanforderungen von Joomla! sind so minimal, dass das System auch mit einer schwachen Hardware performant betrieben werden kann. Dementsprechend können die Aufwendungen für eine Hardware oder das Anmieten eines Webhosting-Pakets gering gehalten werden. Die geringen Anforderungen und die Möglichkeit von Cache-Handling halten die Performance des Systems auf einem hohen Niveau, sodass die Akzeptanz der Mitarbeiter oder Kunden demgemäß hoch ist.

Der Umfang der Funktionen von Joomla! ist enorm. Ob diese Anzahl der Funktionen für die Ziele eines Unternehmens annehmbar ist, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Mit dem Hinblick auf die Erweiterbarkeit kann die Aussage getroffen werden, dass mit Joomla! fast alle bekannten Anforderungen eines Unternehmens an ein CMS erfüllt werden können. Dadurch, dass Joomla! ein Open-Source-System ist, können unternehmensspezifische Erweiterungen in eigener Regie erstellt werden oder bei Third-Party-Developer bestellt werden. Bemängelt werden bei Joomla solche Funktionen, wie eingeschränkte Workflow Möglichkeiten, fehlende Versionierung der Beiträge, begrenzte Indexsuche, starre Rollenverwaltung.

Ebenso können mit Hilfe von Erweiterungen und Templates auch die Anforderungen von Corporate Identity (CI) und Corporate Design (CD) erfüllt werden. Durch die Anpassungsfähigkeit von Joomla! kann die Bedieneroberfläche so eingestellt werden, dass die Akzeptanz der Mitarbeiter erhöht wird.

Im Punkte Sicherheit entspricht Joomla! dem heutigen Standard. Die Updates stellen sicher, dass die bekannten Sicherheitslücken schnell beseitigt werden. Ein Nachteil entsteht, wenn die zahlreichen Erweiterungen von Drittanbietern ins Spiel kommen. Die potenziellen Gefahren durch die Drittanbietersoftware werden je nach Entwickler spät bis gar nicht beseitigt. Ein weiterer Nachteil ist die Unregelmäßigkeit der Updates für Joomla!.

Die Tatsache, dass Joomla! eine Open-Source Software ist, kann für ein Unternehmen als ein Aspekt gegen diese Software fungieren. Viele Unternehmen setzten bewusst keine GPL/GNU Software ein. Die Gründe dafür sind verschiedener Art: Sicherheitsmängel, Unausgereiftheit der Software, fehlender oder mangelnder Support, lange Reaktionszeiten bei Änderungen oder Problemen. Die Aussage von Dr. Oliver Diedrich ist: "Die größte Schwierigkeit beim Open-Source-Einsatz ist die Integration mit der vorhandenen Software"[34] Viele Unternehmen wollen kostenpflichtige oder eigen entwickelte Software verwenden, um das Image des Unternehmens zu bewahren.

Möchte ein Unternehmen mehrere, voneinander abgeschottete Seiten mit einem gemeinsamen System verwalten, so kann es Joomla! nicht verwenden. Eine Installation von Joomla bedeutet auch ein in sich geschlossenes System. Das bedeutet, wenn die Richtlinien eines größeren Unternehmens besagen, es soll ein einheitliches System mit einer gemeinsamen Verwaltung verwendet werden, kann Joomla nicht eingesetzt werden.

Allgemein kann die Aussage getroffen werden, dass Joomla! in einem Unternehmen unter der Voraussetzung eingesetzt werden kann, dass die Funktionen von Joomla für die Zwecke des Unternehmens ausreichend sind.

8.2 Organisationen

Unter der Zielgruppe Organisationen werden Bildungseinrichtungen (Schulen, Universitäten), Vereine und Communities verstanden. Die Anforderungen einer Organisation an ein CMS sind den Anforderungen eines Unternehmens sehr ähnlich. Jedoch werden an die Bewertungskriterien "Support & Kosten" und "Benutzerfreundlichkeit" höhere Anforderungen gestellt. In Gegensatz zu Unternehmen existieren in Organisationen meistens keine eigenen IT-Abteilungen mit entsprechenden Programmier- und IT-Infrastrukturkenntnissen. Dadurch wird gerade bei dem Einsatz von Software eine einfache Administrierbarkeit erwartet. Durch die übersichtliche Gestaltung des Backend-Bereiches ist es mit geringem Aufwand möglich, aus einer Standard Joomla!-Seite eine an die eigenen Bedürfnisse angepasste Webseite zu erstellen. Diese Aussage trifft jedoch nur auf die bereits in Joomla! integrierten Module zu. Gerade bei speziellen Erweiterungen kann die Einbindung in ein vorhandenes Template aufwendiger sein. Jedoch ist bei Joomla! gerade die große Community ein großer Vorteil. Bei Fragen und Problemen helfen viele freie Entwickler, um ein Problem zu lösen oder um Alternativlösungen aufzuzeigen. Die Kommunikation findet vor allem über Foren, Blogs und Chats statt. Diese Unterstützung ist vollständig kostenlos, was bei Organisationen neben der einfachen Administrierbarkeit auch eine wichtige Rolle spielt. Ein weiterer Grund für den Einsatz von Joomla! bei Organisationen ist, dass keine Lizenzkosten anfallen und dass es kostenlos heruntergeladen werden kann. Eine entscheidende Rolle spielen ebenso, wie in Unternehmen, der Datenschutz und die Datensicherheit. Deshalb sollte das Joomla!-System regelmäßig gewartet werden sowie aktuelle Updates eingespielt und evtl. vom Einsatz der Dritthersteller Komponenten abgesehen werden. Aufgrund des hohen Erfüllungsgrades der einzelnen Bewertungskriterien ist Joomla! für den Einsatz bei Organisationen geeignet. Es muss jedoch im Einzelnen überprüft werden, ob die Gewichtung der einzelnen Bewertungskriterien auf die Organisation zutrifft oder andere Prioritäten gesetzt werden müssen.

8.3 Privatanwender

Privatanwender haben in der Regel sehr individuelle Anforderungen an eine Internetpräsenz. Mit Hilfe von Joomla! können beispielsweise Foren, Blogs, Fotogalerien für eine private Seite eingerichtet werden. Private Internetauftritte erreichen selten die Komplexität von Unternehmens- oder Organisationswebseiten, da unter Anderem weniger Beteiligte an einer privaten Seite mitarbeiten. Die Gewichtung der einzelnen Bewertungskriterien variiert stark mit dem Ziel einer privaten Anwendung. Daher lassen sich nachstehende Aussagen über die Eignung von Joomla! für private Anwender treffen. Alle Bewertungskriterien werden für private Anwender erfüllt. Die Systemanforderungen sind für private Anwender minimal. Die bereitgestellten Joomla!-Funktionen werden im privaten Bereich nur selten voll ausgeschöpft, der Umfang der Benutzerverwaltung reicht für private Anwendungen vollkommen aus. Die Erweiterbarkeit kann eine wichtige Rolle spielen, sofern eigene Komponenten gewünscht sind oder die Vielzahl an Joomla!-Erweiterungen ausprobiert werden soll. Die Benutzerfreundlichkeit ist aufgrund des modularen Aufbaus standardmäßig gegeben. Das vielleicht wichtigste Kriterium für Privatanwender ist der Support und die Kosten. Auch hier spielt vor allem der Aspekt des Open-Source und somit der kostenlosen Verwendung von Joomla! eine mitentscheidende Rolle.

9 Zusammenfassung und Ausblick

Mit statischen Webseiten lassen sich heute kaum noch komplexe Internetauftritte gestalten. Um Besucher an eine Seite zu binden, müssen unter Anderem regelmäßig neue und aktuelle Inhalte geliefert werden. Dadurch steigt der Aufwand für die kontinuierliche Aktualisierung und Pflege der Web-Präsenz und deren Datenbestände. Um die Informationsflut und die Aktualität von Inhalten zu bewältigen, werden vermehrt webbasierte Content Management Systeme wie Joomla! eingesetzt. Es existieren auf dem WCMS-Markt diverse Systeme für die unterschiedlichsten Anforderungen einer Zielgruppen. In dieser Ausarbeitung wurde speziell eines der weltweit am meisten eingesetzten Open Source Content Management Systeme mit dem Namen Joomla! analysiert.

Für diese Analyse wurden zunächst grundlegende Begriffe wie Open Source und Content Management erklärt. Zudem wurde der allgemeine Aufbau eines Content Management Systems aufgezeigt und die bekanntesten auf dem Markt existierenden Produkte erwähnt. Es hat sich herausgestellt, dass eine breite Produktpalette an Content Management Systemen, von einfachen kostenlosen Systemen bis hin zu umfangreichen eCommerce-Komplettlösungen ab rund 50.000 €, vorhanden sind.

Anschließend wurde die Entstehung von Joomla! aufgezeigt und der klassische Aufbau eines WCMS, der sich in zwei große Bereiche, Front- und Backend, teilt, veranschaulicht. Durch die Trennung in eine Administrationsoberfläche und in einen öffentlichen Bereich, lassen sich Aufgaben auf spezielle Anwender besser verteilen. So kann ein Administrator beispielsweise, eigene Erweiterungen entwickeln und über das Backend einstellen und ein Redakteur kann über einen Texteditor im Frontend neue Inhalte erfassen.

Daraufhin wurde das Bewertungsverfahren für die im Hauptteil folgende Analyse von Joomla!, erläutert. Damit die Analyse nicht zu umfangreich wird und im Rahmen dieser Fallstudie umgesetzt werden kann, wurde der Umfang der Analyse in Kapitel 6 eingegrenzt. Es wurden dafür die wichtigsten Bewertungskriterien für den Einsatz eines WCMS festgelegt und erläutert.

Im Hauptteil wurde die eigentliche Analyse anhand der festgelegten Bewertungskriterien durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass die Stärken von Joomla! vor allem in den Bereichen Benutzerfreundlichkeit, Popularität und in den Kosten liegen. Bereits jetzt existiert eine riesige Entwicklergemeinde, die zum Einen das Joomla!-System ständig weiterentwickelt, zum Anderen aber auch neben den über 5000 existierenden Erweiterungen (Komponenten, Module, Templates) immer neue bereitstellt. Da Joomla! ein Open-Source Produkt ist und kostenlos heruntergeladen werden kann, ist dies vor allem für private Anwender und Organisationen ein positiver Entscheidungsfaktor. Wie die Analyse gezeigt hat, ist auch die Frage nach der "einfachen Erlernbarkeit von Joomla!" mit einem "Ja" zu beantworten. Dank eines unkomplizierten Installationsablaufs, einer benutzerfreundlichen Oberflächengestaltung und der Möglichkeit, Inhalte ohne Programmierkenntnisse auf einer Webseite zu veröffentlichen, um nur wenige Beispiele zu nennen, ist Joomla! gerade für Einsteiger sehr benutzerfreundlich.

Joomla! ist jedoch nicht für jeden Zweck geeignet. Größere Unternehmen, deren Fokus auf einer umfangreichen Benutzerverwaltung, Versionierung und flexiblen Workflows liegt, sollten sich nach besser geeigneten Web Content Management Systemen auf dem Markt umschauen. Joomla! verfügt zwar über eine Benutzerverwaltung, jedoch können dort beispielsweise keine neuen Benutzerrollen angelegt oder angepasst werden. Joomla! verfügt über keine Versionierung, sodass ältere Inhaltsversionen bei Bedarf nicht wiederhergestellt werden können.

Um einige der genannten Schwächen abzustellen, arbeitet das Joomla!-Entwicklerteam bereits an Version 1.6. So soll beispielsweise die Benutzerverwaltung in der neuen Version mit neuen Konfigurationsmöglichkeiten ausgestattet werden. Auf Grundlage der analysierten Stärken und Schwächen lässt sich zusammenfassend sagen, dass Joomla! eher für kleine bis mittlere Projekte als für große geeignet ist.

Abschließend darf allerdings nicht vergessen werden, dass Joomla! letztendlich nur ein Werkzeug zur Unterstützung und Optimierung des Content Managements ist. Eine erfolgreiche Internetpräsenz entsteht vor allem durch attraktive Inhalte. Deshalb ist es ebenfalls wichtig, die Inhalte für den Betrachter kreativ und ansprechend, beispielsweise durch interessante Überschriften und Texte, zu gestalten.

10 Einzelnachweise

  1. Vgl. Kraemer (2000)
  2. Vgl. Graf (2008), S. 15
  3. Vgl. Harwani (2009), S. 1 f.
  4. Baumgärtner (2004), S. 15
  5. Vgl. Graf (2008), S. 21 f.
  6. Vgl. joomla-home.de (2008)
  7. 7,0 7,1 Vgl. Zschau (2002)
  8. Vgl. Kempkens (2009), S. 29
  9. Vgl. Harms (2007), S. 18
  10. Vgl. Graf (2008), S. 31
  11. Vgl. North (2008), S. 9
  12. Vgl. Graf (2008), S. 17
  13. joomla.de (2010)
  14. joomla.org (2010a)
  15. Hellige (2008), S. 95
  16. Nielsen (2006) S.30 und S. 54
  17. Vgl. joomla.de (2010a)
  18. Vgl. Hauser (2009) S. 132
  19. Vgl. North (2008), S. 57
  20. Vgl. Graf (2008), S. 169
  21. Vgl. Hauser (2009), S. 211
  22. Vgl. Graf (2008), S. 204
  23. Vgl. Schürmann (2009), S. 605
  24. Kersten (2005), S. 6
  25. Vgl. Hauser (2009) S. 352
  26. Shreves (2010), S. 689
  27. Vgl. Hauser (2009) S. 82
  28. Ebersbach (2009), S. 279
  29. Vgl. joomla.org (2006)
  30. apachefriends.org (2010)
  31. joomla.org (2010b)
  32. Kutsch (2005), S. 152 f.
  33. Vgl. Kempkens (2009), S. 69 f.
  34. Diedrich (2009), S. 5

11 Literatur- und Quellenverzeichnis

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Baumgartner (2004) Baumgartner, Peter; Häfele, Hartmut; Maier-Häfele, Kornelia: Content Management Systeme in e-Education. Auswahl, Potenziale und Einsatzmöglichkeiten, StudienVerlag, Innsbruck 2004, ISBN 3-7065-1968-2
Diedrich (2009) Diedrich, Oliver, Dr.: "Trendstudie Open Source. Wie Open-Source-Software in Deutschland eingesetzt wird", 2009, http://www.heise.de/open/artikel/Trendstudie-Open-Source-221696.html, 04.02.2009 (13:17)
Ebersbach (2009) Ebersbach, Anja; Glaser, Markus; Kubani, Radovan: Joomla! 1.5 Das umfassende Handbuch, GalileoPress, Bonn 2009, 2. Auflage, ISBN 978-3-89842-881-1
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Kutsch (2005) Kutsch, Oliver: Enterprise-Content-Management bei Finanzdienstleistern. Integration in Strategien, Prozesse und Systeme, 1. Auflage, Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2005, ISBN 978-3-8244-8343-3
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Zschau (2002) Zschau, Oliver: Der Markt für Web Content Management Systeme, 2002, http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_268_der_markt_fuer_wcms.html
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