Analyse von Nintex Workflow 2010 auf Basis eines Sharepoint 2010 Systems

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Hamburg
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Geschäftsmodellierung
Autor(en): Marc Sundermann, Sabine Urban, Christian Zimon
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung: SS11
Studiensemester: 2
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin: 18.06.2011
Abgabetermin: 17.06.2011

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung
Bedeutung
AD Active Directory
ARIS Architektur integrierter Informationssysteme
BPMN Business Process Modeling Notation
CMS Content Management System
CRM Customer Relationship Management
E-Mail Electronic Mail
EPK Ereignisgesteuerten Prozessketten
GUI Graphical User Interface
HTML Hyper Text Markup Language
IT Information Technology
LDAP Lightweight Directory Access Protocol
MOSS Microsoft Office SharePoint Server
MSDNAA Microsoft Developer Network Academic Alliance
MT Manntage
MSSQL Microsoft Structured Query Language
ODBC Open Database Connectivity
SAP System Analysis and Program Development
SOM Semantische Objektmodell
SMS Short Message Service
SMTP Simple Mail Transfer Protocoll
SQL Structured Query Language
TCO Total Cost of Ownership
URL Uniform Resource Locator
T-SQL Transact-SQL
WCM Web Content Management
WWW World Wide Web
XSD XML Schema
XML Extensible Markup Language

2 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.
Abbildung
1 Zugriff auf Web Services; nach Brüssau (2005), S. 383
2 SharePoint 2010 Komponenten
3 Befragungsergebnisse der Forrester Research, Inc. Umfrage
4 Nintex Workflow 2010 Logo
5 Nintex Drag&Drop Feature
6 Urlaubsantrag in Nintex Workflow
7 Notensystem - Evaluierung Nintex 1
8 Berechnung Endergebnis
9 History Nintex
10 Nintex Connected Workflow
11 Nintex Connected Workflow - Active Directory
12 Nintex Connected Workflow - Exchange
13 Nintex Workflow Feature - Lazy Approval
14 Nintex Connected Framework - SQL
15 Nintex Connected Framework - CRM
16 SharePoint Infrastruktur der Beispielfirma
17 Stärken und Schwächen der verschiedenen Tools
18 Modellrechnung Kosten pro Jahr
19 Gesamtbetriebskostenrechnung

3 Tabellenverzeichnis

Tabelle-Nr.
Quelle
1 Kriterien Evaluierung Nintex
2 Notensystem - Evaluierung Nintex
3 Kostenaufstellung der Implementierung der Variante 1
4 Kostenaufstellung der zusätzlichen Lizensierung der Variante 2
5 Kostenaufstellung der Implementierung der Variante 2
6 Kostenaufstellung der Supportoptionen
7 Kostenaufstellung der Wartungskosten der Variante 1
8 Kostenaufstellung der Wartungskosten der Variante 2
9 Gegenüberstellung der Gesamtkosten der Varianten
10 Evaluation und Ergebnis

4 Einführung

Unternehmenswelten wandeln sich zusehends. Die Informationsmengen die täglich bearbeitet und verwaltet werden müssen steigen kontinuierlich. Während isolierte Daten nicht mehr zeitgemäß sind, wird an neuen Kommunikationswegen gefeilt. Die Art der Informationsbereitstellung aber auch der Gruppenzusammenarbeit, stellen veränderte Herausforderungen an die Unternehmen dar.


Um auf dem globalen Markt längerfristig Konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Betriebe Ihre Arbeitsabläufe und die dazugehörige Kostenstrukturen optimieren.

  • Es gilt durch Vermeidung von Redundanzen in Prozessen, Datenmengen zu reduzieren.
  • Risiken durch erhöhte Kontrolle und Nachvollziehbarkeiten zu minimieren.
  • Zeitersparnisse bei der Informationssuche aber auch eine Prozessverkürzung durch vordefinierte elektronische Wege zu generieren.
  • Den Verwaltungsaufwand durch den Wegfall von Insellösungen bzw. deren Zusammenführung zu einer einheitlichen Unternehmensplattform zu verringern.


In dieser Umbruchphase haben sich SharePoint Systeme in vielen Bereichen etabliert.

Ziel dieser Fallstudie ist die Analyse des SharePoint Tools Nintex Workflow 2010, hinsichtlich seiner Einsetzbarkeit als Prozessoptimierungswerkzeug in Unternehmen.

5 Grundlagen

5.1 Technologien

5.1.1 Web Services

Ein Web Service gewährleistet die Zusammenarbeit verschiedener Plattformen und Frameworks in denen unterschiedliche Anwendungsprogramme ausgeführt werden.[1] Wobei die Realisierung eines Web Services als reine Programmierschnittstelle zwischen beliebigen Anwendungen anzusehen ist, die selbst nicht über eine Benutzeroberfläche (GUI) verfügt. Web Services ermöglichen […] „eine flexible Integration unterschiedlichster Dienste in einen Geschäftsprozess […]“.[2] Die Ausführung erfolgt als ein zusätzliches oder alternatives Protokoll für einen Anwendungsserver, wobei der Client nur das generierte XML-Ergebnis erhält. Die Interaktion zwischen Client und Web Service verläuft automatisiert und wird in der nachfolgenden Grafik verdeutlicht:

Abb1: Zugriff auf Web Services; nach Brüssau (2005), S. 383
Abb1: Zugriff auf Web Services; nach Brüssau (2005), S. 383[3]

Die Automatisierung wird durch standardisierte Protokolle und Schnittstellen geregelt, die das World Wide Web Consortium konsolidiert hat. Durch die jeweils eingesetzten Standards ergeben sich auch die möglichen Einsatzgebiete von Web Services.[4]

5.1.2 Microsoft Office Suite

Die Microsoft Office Suite besteht aus mehreren Desktop- und Serveranwendungen, die aktuell in der Office 2010 Version (auch Office 14 genannt) verfügbar sind.

Die Komponenten in der umfassensten, der Professional Plus Version sind:[5]

  • Microsoft Word 2010
  • Microsoft Excel 2010
  • Microsoft PowerPoint 2010
  • Microsoft OneNote 2010
  • Microsoft Outlook 2010
  • Microsoft Publisher 2010
  • Microsoft Access 2010
  • Microsoft InfoPath 2010
  • Microsoft SharePoint Workspace 2010
  • Microsoft Communicator
  • Microsoft Office Web Apps

Die Office 2010 Professional Plus Version umfasst alle Office Produkte und ist entsprechend die teuerste Version, die bevorzugt in komplexen - sowie Enterprise Umgebungen eingesetzt wird.

Besondere Erwähnung im Zusammenhang mit der Fallstudie verdient das Produkt InfoPath 2010, dass das Erstellen von professionellen Formularen und Erfassen von Daten mit Hilfe von XML Daten ermöglicht.[6]

Die Formulare können mit Hilfe eines Editors erstellt, angepasst und veröffentlicht werden. Die Erstellung erfolgt zum großen Teil ohne zur Hilfenahme von Programmcodes, da das Programm im Basisumfang schon sehr viele Formularvorlagen bereitstellt. Der Editor erlaubt es darüber hinaus direkte Formatierungsregeln für das Eintragen von Informationen zu setzen, dynamische Adaptierungen von Formularen bereitzustellen und die Informationen während der Eingabe zu überprüfen.[7]

Falls der Standardumfang des Editors nicht ausreicht, können erweiterte Formularfunktionalitäten auch über Visual Studio Tools for Applications programmiert und eingebunden werden.

Die InfoPath 2010 Formulare entsprechen dem ‘‘‘Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) AA‘‘‘ Format, damit ein barrierefreier Zugang ermöglicht wird.

Das Tool ist vorgesehen für den engen Betrieb mit SharePoint 2010, da die entsprechenden Synergien ganzheitlich genutzt werden, sodass auch das Ausfüllen von Formularen ohne Anbindung an das Firmennetz über SharePoint Workspace 2010 ermöglicht wird. [8]

Darunter fallen auch Beratungen direkt beim Kunden vor Ort mit der direkten Bearbeitung eines Antrags oder der Errechnung von Konditionen ohne Netzwerkanbindung an das SharePoint System.

Die Office Suite stellt sich einen elementaren Bestandteil der SharePoint Gesamtinfrastruktur dar, der auch bei Managemententscheidungen in Richtung SharePoint monetär berücksichtigt werden muss.

5.1.3 Microsoft SharePoint 2010

Microsoft SharePoint ist die integrierte Collaboration Plattform von Microsoft. Beginnend mit der Version Windows SharePoint Team Services wurde SharePoint zu einer zentralen Komponente des Microsoft Portfolios ausgebaut. SharePoint 2010 dient als Plattform für die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens und über Unternehmensgrenzen hinweg.[9]

Die SharePoint Plattform vereinigt mehrere Technologien in sich:

  • Enterprise Search
  • Business Intelligence
  • Enterprise Content Management
  • Web Content Management
  • Collaboration


SharePoint ermöglicht den Zugriff auf die oben genannten Technologien von mehreren Standorten und über eine breite Palette von Endgeräten, darunter auch mobile Endgeräte.

Durch die einheitliche Infrastruktur und die Konsolidierung verschiedenster Informationsquellen steigt die Produktivität der einzelner Mitarbeiter und damit des gesamten Unternehmens.

Die Komponenten und deren Definition haben sich in den Versionen immer wieder gewandelt, sodass nun in Version SharePoint 2010 das SharePoint Gesamtsystem in folgende Komponenten unterteilt und von Microsoft wie folgt definiert werden:[10]


Abb2: SharePoint 2010 Komponenten
Abb2: SharePoint 2010 Komponenten[11]

Composites: Im modernen, dynamischen Unternehmen bilden sich ständig neue Anforderungen heraus, denen nicht mit standardisierten Lösungen begegnet werden kann. Ihre Mitarbeiter verlangen mit Recht nach individuellen Antworten auf die Ansprüche ihrer Arbeit – ohne stets und ständig auf die Hilfe der IT-Abteilung angewiesen zu sein. Diesem komplexen Problem begegnet der Bereich „Composites“, der gleichzeitig der IT-Abteilung ermöglicht, diese geforderte Flexibilität auch mit Rücksicht auf Stabilität und Verfügbarkeit der IT-Umgebung zu erlauben.

Sites: Der Bereich „Sites“ bildet sozusagen die Grundlage für die Einsatzfähigkeit von SharePoint 2010 in Bezug auf die optimierte Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Partnern sowie den Austausch untereinander und auch mit den Kunden –sowohl innerhalb als auch außerhalb der Firewall.

Communities: Die Basis des neuen Wissensmanagements. Unter diesem Überbegriff sind alle Technologien zusammengefasst, die es ermöglichen, sich in formellen wie informellen Netzwerken auszutauschen – für sämtliche Anwendungen in Enterprise 2.0, Learning 2.0 oder Web 2.0.

Content: Alle erforderlichen Tools zur Erstellung, Prüfung, Veröffentlichung und Entfernung unterschiedlichster Inhalte sind unter diesem Punkt gebündelt. In diesem Bereich wird nachvollziehbares Dokumentenmanagement (Compliance) und Web Content Management abgedeckt. Funktional beinhaltet dies Dokumenten- und Taxonomie-, Records sowie Web Content Management (WCM).

Search: Um Wissensarbeit effizient zu machen, muss der leichte, schnelle und zielgenaue Zugang dazu ermöglicht werden. Genau dies gewährleisten die Suchmechanismen für Inhalte, Personen und Daten (beispielsweise für eDiscovery). Weitere Vorteile sind die Erhöhung der Web-Umsätze/Verweildauer sowie die Personalisierung von Webseiten.

Insights: Jederzeit, weltweit und ohne Barrieren und Hürden auf Informationen und Daten nicht nur zugreifen können, sondern diese auch weiterverarbeiten und für Analysen nutzbar machen – als Grundlage zur Entscheidungsfindung und für verbindliche Schlussfolgerungen. Das verstehen wir unter „Insights“ – Business Intelligence für jedermann.


Hinter den Einzelbegriffen stehen die Strategien von Microsoft bzgl. des Produkts, so beschreibt die Komponente Insights, den strategischen Ansatz Informationen überall zeitnah zur Verfügung zu haben.

Die SharePoint Plattform wird zusätzlich als Geschäftsprozessmanagement Tool genutzt, dass automatisierte Geschäftsprozesse innerhalb der SharePoint Infrastruktur bereitstellt.

Im Jahr 2009 führte das Marktforschungsunternehmen Forrester Research Inc. unter der Leitung von Derek Miers die kommerzielle Studie „SharePoint And BPM – Finding The Sweet Spot“ durch. Diese Analyse beschäftigt sich mit der Frage, mit welchem Geschäftsprozessmodellierungs-Tool der höchste Nutzwert bzw. grad an Funktionalität aus einem SharePoint-System gezogen werden kann. Dabei wurden in 218 Nordamerikanischen Unternehmen IT-Entscheidungsträger befragt, was für Geschäftsprozessmodellierungs-Tools bzw. Hersteller sie aktuell einsetzen.

“Which vendors do you currently use for business process management software?” (Select all that apply) [12].


AbbX: Forrester BPM Umfrage


Abb. 3: Befragungsergebnisse der Forrester Research, Inc. Umfrage

Grundlage der Befragung waren 218 IT-Entscheider, die Geschäftsprozessmanagement Tools einsetzen.

Das Ergebnis der Auswertung zeigt, dass knapp die Hälfte der befragten Unternehmen Microsoft als Geschäftsprozessmanagement Tool nutzen. In der Forrester Studie kommt Miers zu dem Schluss, dass ein SharePoint System als Stand-Alone-Lösung für die professionelle Geschäftsprozessmodellierung ungeeignet ist und […] “Microsoft itself recommends against use of SharePoints for enterprise BPM solutions (without the addition of a suitable partner product) […]”. Die SharePoint-Plattform ist lediglich auf simple Prozessschritte ausgerichtet. Sie nutzt im Gegensatz zu reinen Geschäftsprozessmanagement Tool vordefinierte Eingabelisten, die sequentiell abgearbeitet werden müssen. Paralleles Abarbeiten von Tasks und paralleles Erstellen von Outputs sind im Standardumfang nicht enthalten. Erweiterte Anforderungen an SharePoint können nur durch Eigenentwicklung und kostenintensive Programmieraufwände abgedeckt werden. Die erweiterte Anbindung von externen Systemen sowie das übergreifende arbeiten innerhalb von SharePoint Sites sind in SharePoint nur zum Teil implementiert. Weitere Geschäftsprozessrelevante Systeme, müssen über aufwendige Schnittstellenprogrammierung angebunden werden. Diese Schnittstellen sind dann meist starr und bei Bedarf aufwendig anzupassen. Diese Zusatzinvestitionen können den TCO enorm erhöhen und somit die gesamte Kostenstruktur eines Unternehmens stark verzerren.

Zusammengefasst zeigen sich folgende Schwächen in der Workflow Foundation:

- die sequentielle Abarbeitung von Prozessen

- die optimierte Abarbeitung,

- das Übergreifende Arbeiten mit Fremdsystemen.

An dieser Stelle setzen Dritthersteller an, um die Lücke zu schließen.

5.2 Begriffserklärungen

5.2.1 Geschäftsprozess / Workflow

Betriebswirtschaftlich betrachtet ist ein Geschäftsprozess, eine fachlich und logisch zusammenhängende Abfolge von Aktivitäten bzw. Aufgaben, die der Erreichung eines zumeist ökonomisch geprägten Betriebsziels dienen.[13] Auf ein Unternehmen bezogen werden darunter Arbeitsabläufe eines Arbeitsprozesses verstanden, z.B. Bearbeitung eines Urlaubsantrages. Laufen Geschäftsprozesse immer nach einem gleichem Schema ab, können diese digitalisiert und als Workflow in Anwendungssysteme integriert werden.[14][15]

5.2.2 Geschäftsprozessmodellierung

Ziel der Geschäftsprozessmodellierung ist eine realistische Abbildung aller relevanten Aspekte eines Geschäftsprozesses.[16][17]

Die Auswertungen die sich aus der Geschäftsprozessmodellierung ergeben, dienen dem Unternehmen zur Erfassung:[18][19]

  • einer einheitlichen Kommunikationsbasis und Dokumentation von Prozessen;
  • der Bewertung bzw. Ermittlung von Kennzahlen;
  • zur Ausführungsunterstützung (z.B. Ermittlung Ressourcenbedarf);
  • sowie der Steuerung in einer Ausführungsumgebung wie dem Workflow-Managementsystem;

Um eine Geschäftsprozessmodellierung durchführen zu können hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Geschäftsprozess in einzelne Sichten zu zerlegen:[20][21]

  • Funktionale Sicht – Aus welchen Aktivitäten und Subprozessen besteht der Prozess?
  • Dynamische Sicht – Wann werden welche Aktivitäten durchgeführt (Steuerung des Prozesses)?
  • Organisatorische Sicht – Wer führt welche Aktivitäten durch?
  • Inhaltliche Sicht – Welche Artefakte werden bei den Aktivitäten wie bearbeitet?
  • Operationale Sicht – Mit welchen Ressourcen werden die Aktivitäten bearbeitet?

Die eigentliche Darstellung der Prozesse wird in standardisierten Modellierungssprachen vorgenommen, wie z.B. der Business Process Modeling Notation 2.0.[22]

5.2.3 Geschäftsprozessmanagement

Abb4: Geschäftsprozessmanagement
Abb4: Geschäftsprozessmanagement

Das Geschäftsprozessmanagement stellt ein Konzept aus Controlling, Führung und Organisation dar. Es soll gewährleisten, dass die Geschäftsprozesse eines Unternehmens sowohl strategischen Ziele als auch die Kundenziele erfüllen.[23] Dabei wird die zentrale Frage gestellt: Wer macht was, wann, wie und womit – und mit welchem Aufwand (Kosten) und welchem Ergebnis (Mehrwert)?“ Das Geschäftsprozessmanagement unterteilt sich in vier Phasen bzw. Bereiche: strategisches Prozessmanagement, Prozessentwurf, Prozesscontrolling sowie Prozessimplementierung. Die Abbildung 4 verdeutlicht, dass es sich bei den Phasen um einen kontinuierlichen Prozess handelt.[24][25]

Ziele des Geschäftsprozessmanagements sind:

Oberziel:

  • Optimierung der Geschäftsprozesse, sowie Steigerung deren Effizienz und Effektivität

Unterziele:

  • Kosten sowie Zeit sparen
  • Informationsgewinnung
  • Usability verbessern
  • Übersichtlichkeit der Prozessstruktur verbessern
  • Verformbarkeit von Prozessen steigern

6 Nintex Workflow 2010

6.1 Hersteller Nintex

Die im australischen Melbourne ansässige Firma Nintex, ist ein Softwarehersteller, der sich speziell auf Erweiterungen der Microsoft SharePoint Plattform spezialisiert hat. 1998 wurde das Unternehmen von Brian Cook und Brett Campbel, zwei ehemaligen Microsoft -Mitarbeitern, gegründet. Die Gründungsmitglieder sind im SharePoint Bereich entsprechend spezialisiert und pflegen intensive Kontakte zu den ehemaligen Arbeitskollegen bei Microsoft. Weltweite Bekanntheit erlangte das Unternehmen mit dem Produkt „Nintex Workflow“ in der Version 2007. Im Jahre 2008 konnte Nintex mit 112 Beschäftigten einen Gesamtumsatz von 15 Millionen US-Dollar verbuchen. Die Firma wirbt damit seit 2001 mit der SharePoint Lösung zu arbeiten. Die Firma Nintex ist zudem Microsoft Gold Partner, das die entsprechende Qualtität der Produkte aus Sicht von Microsoft unterstreicht.[26]

6.2 Tool - Workflow 2010

Abb5: Nintex Workflow 2010 Logo
Abb5: Nintex Workflow 2010 Logo

Das Software Tool Nintex Workflow 2010 bietet eine grafische Benutzeroberfläche für die Erstellung komplexer Workflows. Es ermöglicht Benutzern einfach Workflows auf einer SharePoint Basis zu erstellen und bietet gegenüber dem SharePoint Designer einige Vorteile. Nintex Workflow 2010 verfolgt den Ansatz der Human-Centric Workflows und ist ein AddOn für die Microsoft SharePoint Plattformen SharePoint 2010 Foundation und MOSS2010.[27]

Ein Unterschied zu anderen Tools besteht darin, dass die Erstellung, Programmierung und Überwachung der Workflows über den Webbrowser geschieht, es sind keine speziellen Nintex Installationen auf den Clients notwendig, um alle Features des Tools nutzen zu können. Das Produkt legt Wert auf Einfachheit bei gleichzeitig großem Funtionsumfang. Neben der Erstellung der Workflows inkludiert Nintex Workflow 2010 auch einen Workflow Lifecycle Management d.h., dass Nutzungsintervalle, Statistiken sowie Versionierungen der Workflows genauesten überwacht werden.[28][29]

Die Bedienweise des Workflow Editors ist intuitiv d.h., dass Nintex hohen Wert darauf gelegt hat, dass der Benutzer des Nintex Workflow 2010 System kein ausgebildeter Informatiker sein muss, um die alle Fähigkeiten des Tools ganzheitlich nutzen zu können. Benutzer, auch mit wenig IT Kenntnissen werden in die Lage versetzt, auch komplexe Workflows, die auch Systemübergreifend agieren, in Ihrem Browser per Drag & Drop Feature (siehe Abbildung 6) zu realisieren.[30] Die vorgefertigt ausgelieferten Aktivitäten erlauben es selbst komplexe Workflows inklusive Integration mit externen Datenquellen einfach von Nicht-Programmieren erstellt und vor allem gewartet und erweitert werden. Das Tool nutzt die nativen Funktionen der SharePoint Workflow Foundation und ist vollständig in die bestehende SharePoint transparent eingebettet.
Abb6: Nintex Drag&Drop Feature
Abb6: Nintex Drag&Drop Feature

Das Tool Nintex Workflow 2010 wird in drei verschiedenen Versionen angeboten:[31]

  • Nintex WORKGROUP
  • Nintex STANDARD
  • Nintex ENTERPRISE

Die WORKGROUP Edition ist für kleine SharePoint Installationen geeignet und ist im Funktionsumfang sowie in der Anzahl der SharePoint Webseiten stark limitiert, sodass zum Beispiel die Integration von externen Systemen nicht ganzheitlich unterstützt wird und die Reporting Funktionalität eingeschränkt ist.

Die STANDARD Edition ist für mittlere bis große SharePoint Installationen geeignet und unterliegt keinen Limitierungen im Bereich von SharePoint Webseiten. Der Funktionsumfang umfasst alle Standard Features, jedoch kann die STANDARD Edition nicht mit externen Systemen (Bsp.: Microsoft Dynamics) interagieren.

Die ENTERPRISE Edition ist für große bis sehr große SharePoint Installationen geeignet. Die Version unterliegt keinen Limitierungen, weder in der Anzahl der SharePoint Webseiten noch im Funktionsumfang. Das Tool kann ohne Einschränkungen mit externen Systemen über definierte Schnittstellen interagieren.

Die ENTERPRISE Edition umfasst zusätzlich folgende Funktionialitäten:

  • Delegierung und Eskalation von Aufgaben
  • Zeitgesteuerte Workflows
  • Benachrichtigungen per E-Mail, Instant Messenger, oder SMS
  • Prozessfreigaben durch Nintex LazyApproval
  • Vordefinierte Vorlagen für typische Geschäftspozesse wie z.B. Budgetfreigaben und Urlaubsanträge

6.3 Einsatzmöglichkeiten

Das Tool Nintex Workflow 2010 kann in Unternehmensituationen eingesetzt werden, bei denen Geschäftsprozesse automatisiert betrieben werden. Da Nintex Workflow 2010 eine Erweiterung des SharePoint Foundation Plattform darstellt, sind Unternehmen, die bereits SharePoint im Einsatz haben prädestiniert für den Einsatz.

Typische Einsatzszenarien für den Betrieb von automatisierten Workflows:

  • Urlaubsanträge
  • Reisekostenabrechnungen
  • Raumbuchungen
  • Erstellung von neuen Lieferanten
  • Verwaltung von neuen Benutzerkonten (User Lifecylce Management)
  • Newsletter Versand
  • Dokumentenarchivierung
  • Service-/Helpdesk
  • Risikoüberwachung und Reporting

Die Liste zeigt nur einen Auszug von Möglichkeiten des Einsatzes von Nintex Workflow 2010. Die Adaptierungsmöglichkeit des Tools ist groß, da über den Standardfunktionsumfang Ergänzungen und Schnittstellen programmiert werden können, die dann widerum in anderen Workflows weiterverwendet werden können.

Darüber hinaus ergeben sich auch Mehrwerte beim Einsatz des Tools bei bestehenden Workflow Lösungen. Nintex bietet die Möglichkeite bestehende Workflows zu adaptieren und entsprechend anzupassen. In Unternehmenssiutationen, bei denen Workflows automatisiert stattfinden, jedoch einer hohen Änderungsfluktation unterliegen, zeigt Nintex Workflow 2010 durch die Features Dokumentation, Versionierung und intuitive Bedienung seine Mehrwerte gegenüber bereits implementierten Lösungen.

Auch für kleine und Kleinstunternehmen kann das Tool interessant sein, da wie eingangs beschrieben keine Programmierkenntnisse erforderlich sind, sodass der Einsatz und die Wartung des Tools entsprechend kostenoptimiert möglich ist.

7 Prozessbeispiel „Urlaubsantrag“

Abb7: Urlaubsantrag in Nintex Workflow
Abb7: Urlaubsantrag in Nintex Workflow

An dem Beispiel eines automatisierten Urlaubsantrag - Workflows (siehe Abbildung 7) sollen die Mehrwerte von Nintex in Verbindung mit SharePoint gezeigt werden:

Der Urlaubsantrag wird mit dem Einreichen des vom Mitarbeiter ausgefüllten XML Formulars begonnen. Das XML Formular wird über ein InfoPath Formular auf dem SharePoint Server bereitgestellt.[32]

  • Der User meldet sich am SharePoint an, navigiert zum Urlaubsantragsformular und füllt die Daten aus. Nach Eingabe der Daten bestätigt der User den Antrag mit dem Einreichen-Button.

Das Einreichen führt zum Auslösen eines Action Sets. Das Action Set besteht in dem Fall aus dem Auslesen aller InfoPath XML Informationen, die dann zu einem SQL Query gebündelt werden.[33][34]

Dieses SQL Query wird dann entsprechend über das Nintex Connected Framework an den SQL Server des Unternehmens weitergeleitet, der dann die restlichen Urlaubstage des Mitarbeiters erfragt.[35]

Sobald der Query die entsprechende Information abgefragt hat, wird eine Mail an den Mitarbeiter sowie an den Vorgesetzten mit den generierten Informationen gesendet. Der Mitarbeiter erhält eine rein informative Mail, der Vorgesetzte jedoch eine Mail mit der Aufforderung die Anfrage zu bestätigen oder abzulehnen. Nintex schickt dazu über das Nintex Connected Framework eine Mail über das interne Exchange System.

  • Der Vorgesetzte erhält nun alle relevanten Informationen, um die Entscheidung zu treffen ob der Urlaub genehmigt werden kann. Die Genehmigung geschieht, dann per Formular oder per LazyApproval.[36]

Bei einer Ablehnung des Urlaubs wird der Request Status auf „rejected“ gesetzt und der Mitarbeiter wird über die Ablehnung per Mail in Kenntnis gesetzt.

Bei einer Genehmigung wird ein weiteres Action Set gestartet, dass den Status auf approved setzt. Als nächster Step wird der SQL Server über ein SQL Statement aktualisiert, der Mitarbeiter, die Personalabteilung sowie die Abrechnungsabteilung erhalten jeweils eine Mail über die Urlaubsgenehmigung und abschliessend wird der SharePoint Kalender des Mitarbeiters aktualisiert, sodass sein Urlaub eingetragen und sichtbar wird.[37]

Der Workflow endet damit und die Statistiken werden abschliessend Nintex-intern aktualisiert.[38][39][40]

8 Evaluierung von Nintex Workflow 2010

8.1 Bewertungskriterien

Um eine dezidierte Analyse von Nintex Workflow 2010 durchzuführen, werden aussagekräftige Kriterien aus Anwendersicht definiert, sie stellen sich wie folgt dar:

Bewertungskriterium
Inhalt
Workflow-Umgebung Features und Funktionen, inkludierte Workflows, Funktionalität beim Im- und Export von Workflows
Infrastruktur Systemvoraussetzungen, Integration und Konfiguration an das vorhandene SharePoint System
Anwendernutzen Visuelle Oberfläche: Bedienbarkeit, optischer Aufbau, Bugs
Integration externer Dateien und Systeme Funktionalität und Intigration bei Schnittstellen mit Microsoft Serverprodukten
Dokumentation Nutzen, Verständlichkeit, Umfang, Sprachen und Anwenderfreundlichkeit mitgelieferter Tutorials
Wirtschaftliche Betrachtung Kostensenkungsmöglichkeiten durch Einsatz Nintex/Sharepointsysteme, Amortisation
Unterstützung Supportwege, Antwortzeiten, Community

Tabelle1: Kriterien Evaluierung Nintex

8.2 Bewertung

Die Bewertung erfolgt zur besseren Nachvollziehbarkeit in Schulnoten.

1
2
3
4
5
6
Sehr Gut Gut Befriedigend Ausreichend Ungenügend Mangelhaft

Tabelle2: Notensystem - Evaluierung Nintex


Alle Kriterien werden gleichgewichtet und einzeln benotet. Das Endergebnis ergibt sich aus dem Durchschnitt aller sieben definierten Kriterien (Abbildung 8):

Abb8:Abbildung: Berechnung – Endergebnis
Abb8:Abbildung: Berechnung – Endergebnis

Die so entstehende Note lässt einen Rückschluss auf die relative Vorteilhaftigkeit des Einsatzes von Nintex Worflow 2010 im Vergleich zu anderen SharePoint-Systemen zu. Dabei ist zu beachten, dass die Aussagekraft bei einer anderen Gewichtung der Kriterien durchaus stark variieren kann. Das Endergebnis erhält so keine Allgemeingültigkeit. Ein potenzieller Anwender kann je nach persönlicher Präferenz, bestimmten Kriterien eine ganz andere Gewichtung zukommen lassen.

8.2.1 Workflow-Umgebung

Leicht- bis mittelschwere Workflowprozesse lassen sich intuitiv mit wenigen Klicks abbilden. Das Tool bietet umfangreiche Möglichkeiten um detaillierte Workflows zu modellieren. Bei der Verwirklichung von Unterprozessen müssen jedoch Abstriche gemacht werden, da einige Standard-Visualisierungsmöglichkeiten des BPMN fehlen. Beispielhaft sollen hier Swimlanes genannt werden. Swimlanes dienen bei komplexen Workflows der leichten Vermittlung von Verantwortlichkeiten und der Ermittlung von Prozessschnittstellen.[41] Es können mehrere parallel ablaufende Prozesse, die miteinander interagieren abgebildet werden. Fehler in Prozessabläufen können so leichter aufgedeckt werden.

Insgesamt werden je nach Version bis zu 102 Activities mitgeliefert, die sich in: Benutzerinteraktion, Benutzerkontenverwaltung, Berechnungen, Bibliotheken und Listen, Integration sowie Logik und Fluss, aufteilen. Workflows können zusätzlich im- und exportiert werden. Im Rahmen von Systemwechsel und Reintegration von Workflows, stellt es eine sehr nützliche Funktion dar. Für die Entwicklung eigener Activities bzw. zur individuellen Anpassung, steht das Software-Development-Kit zur Verfügung. Es enthält u.a. eine Dokumentation zu den zu verwendenden Programmierschnittstellen.

Nintex Workflow 2010 unterstützt zudem State-Machine. Dadurch ist es möglich komplexe, zustandsgesteuerte Workflows zu modellieren. D.h. im Gegensatz zum sequentiellen Workflow, kann der Workflow beliebig oft in den gleichen Zustand zurückkehren, bevor er abgeschlossen wird.[42] Siehe auch Punkt 7 Urlaubsantrag.

8.2.1.1 Technologie

Obwohl Nintex Workflow 2010 ein relativ junges Produkt darstellt, ist der Funktionsumfang und die sich dahinterbefindliche Technologie soweit ausgereift, dass das Produkt am Markt angekommen ist und einen gesunden Konkurrenten zu anderen Produkten darstellt. Die normierten Schnittstellen zu anderen Systemen sowie die Implementierung in Sharepoint 2010 funktionieren einwandfrei.

Die Stabilität sowie die Performance des Nintex Workflow 2010 korreliert stark mit dem Wirtssystem SharePoint 2010 und dem, auf Benutzerseite genutzten, Internet Browsers. Da das Produkt stark in der Microsoft Welt verankert ist, werden Systeme, die stark am Markt vertreten sind wie beispielsweise OpenLDAP, IBM Lotus Notes, IBM Lotus Domino, Novell eDirectory oder Novell Groupwise in Nintex Workflow 2010 nicht berücksichtigt.

Weiterhin wird eine Liste von Themen, die dem Support als Known Issues bekannt sind, gepflegt, die fünf Punkte, umfasst, wobei sich drei von den fünf mit Rendering Problemen befasst. Aufgrund der ausgereiften Technologie und der vom BPMN Standard abweichenden Notation wird der Workflow Umgebung ingesamt die Note 2 gegeben.

8.2.1.2 Historie

Das Tool bietet die Möglichkeit den aktuellen Status der Workflows über den Menüpunkt "View Workflow History“ auf einen Blick zu überwachen. Eine Unterteilung erfolgt tabellarisch nach zurzeit laufenden, bereits abgeschlossene sowie abgebrochenen oder fehlerhaften Workflows. Zu den einzelnen Workflows können per Mausklick weitere Details zur Aktions-Historie (Logs von Änderungen), Task-Historie und Workflow Messages angezeigt werden.[43]

Über den Workflow-Viewer ist außerdem das umswitchen auf eine graphische Statistik möglich. Durchlaufende Schritte sind hier farblich hervorgehoben. Visuell ist sofort nachvollziehbar von wem ein Task genehmigt wurde und wo noch auf Reaktion gewartet wird. Dem Administrator wird in diesem Punkt ein gutes Werkzeug zur Überwachung und Testen der Workflows an die Hand gegeben (siehe Abbildung 9).

Abb9: History Nintex
Abb9: History Nintex

Die Historienfunktion überzeugt und es werden keinerlei Funktionen vermisst, entsprechend enthält diese Funktion die Note 1.

8.2.1.3 Prozessverkettung

Mit Nintex Workflow 2010 können Workflows verkettet und somit zu komplexen Prozessen verbunden werden.

Die Workflows können zum Initieren von weiteren Workflows genutzt, respektive den Abschluss eines Workflows bilden, sodass komplexe Prozessverkettungen ermöglicht werden.

Die bestehenden Workflows werden in Action-Buttons aggregiert, damit die Bedienung nicht zu unhandlich wird und sodass z.B. ein komplexer Provisionierungstask leicht in ein Workflow Design implementierbar wird.

Die Prozessverkettung stellte sich als sehr umständlich dar, da das initiale Erstellen sowie die Handhabe sich trotz guter Dokumentation nur schwer implementieren liessen. Daraus ergibt sich die Note 3

8.2.2 Infrastruktur

8.2.2.1 Voraussetzungen

Laut Hersteller sind die Mindestsystemanforderungen[44]:

  • Microsoft Windows Server 2008 oder 2008 R2.
  • Browser Microsoft Internet Explorer 7.x, besser Microsoft Internet Explorer 8 oder höher.

Nachfolgende Software muss installiert und abschließend konfiguriert sein:

  • Microsoft SharePoint Foundation 2010 und / oder Microsoft SharePoint Server 2010
  • SQL Server 2005 oder SQL Server 2008

Der Installations- sowie Deinstallationsprozess konnte im Rahmen dieser Fallstudie nicht getestet werden.

Die Voraussetzungen an die Softwareumgebung entsprechen den aktuellsten Versionen einer SharePoint 2010 Infrastruktur. Das Produkt Nintex Workflow 2010 ist somit nur für den Einsatz in aktuellen SharePoint Infrastrukturen gedacht und gewachsene WSS 3.0-, MOSS 2007 werden nicht berücksichtigt. Ein positiver Aspekt ist, dass die kostenoptimierte SharePoint Foundation 2010 berüksichtigt wird. Den Voraussetzungen wird die Note 3 erteilt.

8.2.2.2 Administration

Nintex Workflow 2010 kann sowohl zentral- als auch webseitenadministriert werden. Diese doppelte Konfigurationsmöglichkeit erhält das Tool durch seine Implementierung auf die SharePoint Infrastruktur. Diese Tatsache sorgt für einen erhöhten Administrationsaufwand während der Einarbeitungsphase, da sich einige Einstellungsoptionen überkreuzen und die Übersicht dadurch verringert wird. Auch die Auswirkung einer vorgenommenen Einstellung (SharePoint Farm oder Website) ist nicht sofort ersichtlich.

Die Administration des Tools stellte sich in der Evaluierung als schwer nachvollziehbar und komplex dar. Erschwerend kommt hinzu, dass die Unübersichtlichkeit der Administration auch zu einem Lizenzbruch führen kann, falls zu vielen Websites das Tool bereitgestellt wird. Insgesamt führte das zur Note 4.

8.2.2.3 Skalierbarkeit

Als SharePoint-Tool ist Nintex Workflow 2010 in die vorhandene Infrastruktur integriert. Die Skalierung erfolgt daher in Abhängigkeit von der SharePoint-Plattform. Das führt unter anderem dazu, das je nach Microsoft SharePoint Edition und den eingesetzten Client Access Lizenzen (Standard, Enterprise etc.) sich auch ein veränderter Funktionsumfang für das Software-Tool ergibt. Das Tool bettet sich vollständig in das Wirtssystem SharePoint 2010 ein und ist entsprechend sehr gut skalierbar. Auch die Skalierbarkeit zwischen den Versionen von Nintex ist klar gegeben, sodass die Note 1 erteilt wird.

8.2.3 Anwendernutzen

8.2.3.1 Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche präsentiert sich nach dem Login übersichtlich und aufgeräumt. Zur ersten Modellierung eines Workflows müssen zunächst Konfigurationen vorgenommen werden. Dies erschwert jedoch den schnellen Einstieg in die Software, da nützliche Hinweise für einen „Quickstart“ fehlen.

Dafür findet sich auf der Startseite ein Link zu der 296 Seiten umfassenden Benutzeranleitung, die u.a. auch in Deutsch angeboten wird. Die Anleitung verlinkt in den einzelnen Unterthemen auf verschiedene Tutorials.

Da einige der Verlinkungen ins Leere verlaufen, erfolgt hier ein Abzug in der Bewertung. Positiv fällt hingegen der Hilfe-Button auf, der auf jeder Seite einen guten Überblick zu möglichen Aktionen bietet.

Ein bekanntes Problem, dass trotzdem nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die fehlende Browserkompatibilität. Nicht-Microsoft Produkte wie z.B.: Opera, FireFox und Google Chrome, unterstützen die in Nintex Workflow 2010 bzw. in SharePoint-Systemen verwendeten ActiveX Plugins nicht.

Der erste gute Eindruck der Benutzeroberfläche wird durch die fehlende Quickstart Implementierung und die Bindung an die empfohlenen Browser gehemmt, dennoch erhält die Benutzeroberfläche die Note 2.

8.2.3.2 Bedienung

In der Menüführung finden sich umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Dies lässt das Tool an manchen Punkten etwas überladen wirken. Teilweise sind die Bereiche unklar definiert, wodurch ein schnelles navigieren durch das Konfigurationsmenü verhindert wird. Der Wiedereinsatz von bereits modellierten Workflows ist nur über Umwege möglich, da diese vor einem erneuten Einsatz jeweils kopiert werden müssen. Ein Pluspunkt erntet die anwenderfreundliche Drag & Drop Funktion im Bereich Workflow. Ein schnelles modellieren wird hierdurch gewährleistet.

Die Bedienung des Tools wirkt sehr durchdacht und bietet die Möglichkeit komplexe Workflows schnell zu entwickeln, dementsprechend wird die Note 1 erteilt.

8.2.3.3 Vorlagen

Das Tool liefert im Standardumfang 102 einzelne Workflow- Aktionsvorlagen, die für die Gestaltung der Workflows genutzt werden. Diese Aktionsvorlagen helfen den Usern die Workflows „from the scratch“ zu entwickeln. Workflow Vorlagen, die einen gesamten Prozess darstellen, stehen erst ab der ENTERPRISE Version des Nintex Workflow 2010 zur Verfügung und dienen nur bedingt als Arbeitsgrundlage und brauchen für den Einsatz in Produktivumgebungen entsprechend umfangreiche Anpassungen. In der STANDARD- und WORKGROUP-Edition des Produkts sind keine Vorlagen vorhanden, sodass der Benutzer ohne Vorlagen auskommen muss. Komplexe Workflow-Vorlagen können im Nintex "Connect" Portal gefunden und eingesetzt werden, jedoch ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Vorlagen noch begrenzt, da die Community sich noch im Wachstum befindet.[45]

Da die Vorlagen für komplexe Workflows nur den ENTERPRISE Kunden vorbehalten sind und diese darüberhinaus noch umfangreich angepasst werden müssen, wird die Note 4 erteilt.

8.2.3.4 Einsatzfelder

Wie in Punkt 6.3 beschrieben bietet das Tool ein breites Einsatzsprektrum für Unternehmen die mit automatisierten Geschäftsprozessen arbeiten. Nach ein wenig Einarbeitungszeit, können Entwickler in ihren jeweiligen Branchenzweig sinnige Workflows modellieren. Das Tool bietet die Möglichkeit sich in vielen Unternehmenssituationen einzubinden und einen entsprechenden Mehrwert durch die Einbindung bestehender und zukünftiger Systeme. Da leider der Anwendungsbereich sich stark auf Microsoft Produkte fokussiert wird die Note 3 erteilt.

8.2.4 Integration externer Dateien und Systeme

Da in Unternehmen heterogene IT-Infrastrukturen für den täglichen Geschäftsbetrieb Einsatz sind, müssen Diese beim automatisieren von Workflows berücksichtigt werden. Das Tool Nintex Workflow 2010 bietet die Möglichkeit die erstellten Workflows auch mit externen Systemen über definierte Protokolle, die einem Industriestandard entsprechen, interagieren zu lassen. Der Industriestandard sind die Protokolle zur Kommunikation, zum Beispiel SOAP, Business Connectivity Services (BCS), REST, SQL, XML, LDAP und ADO.NET. Der Hersteller Nintex wirbt damit, dass eine große Bandbreite von Systemen angesteuert werden können, die in vielen Unternehmen weltweit zum Standard gehören. Eine Auswahl der Systeme mit denen Nintex Workflow 2010 über definierte Schnittstellen kommuniziert sind:

  • Microsoft Active Directory
  • Microsoft Exchange
  • Microsoft SQL Server
  • Microsoft Office Communication Server
  • Microsoft BizTalk
  • Microsoft Dynamics CRM
  • Microsoft InfoPath
  • OracleDB
  • SAP
  • SIEBEL

Microsoft Produkte werden bevorzugt angesteuert, da das SharePoint Subsystem entsprechend in einer homogenen Microsoft Umgebung schon über eine große Anzahl von definierten Schnittstellen verfügt. Zusammengefasst wird die Einbindung der externen Systeme als Nintex Connected Framework.


Abb10: Nintex Connected Workflow
Abb10: Nintex Connected Workflow

Durch die Anbindung der externen Systeme können verschiedenste IT-Infrastrukturen, die im Unternehmen im Einsatz sind, in die Gestaltung der Workflows eingebunden werden, sodass sich die Ausgestaltungsmöglichkeiten der Workflows entscheidend erweitert. Die Anbindung der spezieller externer Systeme erfordert erweiterte Kenntnisse der Programmierung innerhalb des Nintex Workflow 2010 Systems sowie innerhalb der anzubindenden Systeme. So wird zur Anbindung eines SQL Servers die Structured Query Language (SQL) Programmiersprache vorausgesetzt.

Die Integration definierter externer Systeme funktioniert einwandfrei. Es gibt keine Probleme beim nutzen der definiertern Kommunikationsstandard, jedoch werden viele Systeme, die Marktrelevant sind nicht betrachtet, dementsprechend wird die Note 2 erteilt.

8.2.4.1 Microsoft Active Directory

Um die Struktur des Unternehmens abbilden und administrieren zu können, setzen ein Großteil der Unternehmen weltweit den Verzeichnisdienst Active Directory von Microsoft ein. Im Active Directory werden alle relevanten Objekte des Unternehmens abgebildet und verwaltet. Das fängt bei ganzen Standorten an und hört bei Attributen wie beispielsweise den Telefonnummern einzelner Mitarbeiter auf. Weitergehend können verschiedenste Objekte im Unternehmensnetzwerk administriert werden, darunter beispielsweise Benutzer, Gruppen, Arbeitsstationen, Server, Serverdienste und andere Geräte wie Drucker, Multifunktionsgeräte und Freigaben. Über Mitgliedschaften von einzelnen Active Directory Konten zu Sicherheitsgruppen können definierten Benutzern Berechtigungen auf die oben genannten Objekte erteilt werden. Ein Beispiel ist: Durch die Zuordnung eines Benutzerkontenobjekts zu einer Sicherheitsgruppe wird der Zugriff auf die Ressourcen eines Projektes gewährt.[46][47][48][49][50][51]

Durch das Nintex Connected Framework können mit Nintex Workflow 2010 über das Kommunikationsprotokoll Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) Objekte im Active Directory ganzheitlich verwaltet werden.

Dadurch können folgende Szenarien beispielsweise in einem Nintex Workflow 2010 Workflow abgebildet werden:

  • User Lifecycle Management
  • Ressourcenverwaltung
  • Attributverwaltungen
  • Strukturverwaltung


Abb11: Nintex Connected Workflow - Active Directory
Abb11: Nintex Connected Workflow - Active Directory

In der Nintex Workflow 2010 Oberfläche sind Standard Active Directory Tasks abgebildet (siehe Abbildung 11), die es auch Benutzern ohne Programmierkenntnisse erlaubt im Active Directory definierte Änderungen durchzuführen.

8.2.4.2 Microsoft Exchange

Microsoft Exchange gehört neben dem SharePoint System zu den Groupware Systemen von Microsoft. Exchange ist seit der Version 1.0 der Mailserver von Microsoft, der sukzessive zum Industriestandard wurde. Der Exchange Server ist in der Lage neben dem reinen Versenden von Mails auch Funktionalitäten wie Kalenderverwaltung, Aufgabenverteilung, Ressourcenverwaltung, AntiSpam und mobilen Informationsaustausch zu ermöglichen. Auf der Benutzerseite wird Outlook zur Nutzung aller Funktionalitäten eingesetzt.[52][53]

Da die Konfiguration des Exchange Systems im Active Directory angesiedelt ist, kann das Nintex Connected Framework System über die bereits beschriebene LDAP Kommunikation Änderungen im Exchange System durchführen. Neben der LDAP Kommunikation wird auch das Simple Mail Transfer Protocoll (SMTP). Über SMTP können neben reinen Mails auf Funktionsmail wie Kalendereinträge, Termineinladungen und Aufgaben versendet werden.[54] Nintex Workflow 2010 kann über die beschriebenen Kommunikationsprotokolle die oben genannten Groupwarefunktionalitäten teilweise nutzen, sodass folgende Szenarien abbildbar sind:[55][56][57]

  • Automatische Benachrichtigungen per Mail
  • Zuweisung von Aufgaben in Outlook
  • Automatischen Eintragen von Terminen (Urlaub, Betriebsratssitzungen, Events)
  • Automatische Erstellung von Verteilerlisten
  • Automatische Erstellung von Postfächern


Abb12: Nintex Connected Workflow - Exchange
Abb12: Nintex Connected Workflow - Exchange

In der Nintex Workflow 2010 Oberfläche sind Standard Exchange Tasks abgebildet (siehe Abbildung 12), die es auch Benutzern ohne Programmierkenntnisse erlaubt im Exchange definierte Aufgaben durchzuführen.[58]

Neben dem Versenden von Mails, Aufgaben und Kalendereinträgen ist Nintex Workflow 2010 auch in der Lage Mails entgegen zu nehmen. Neben dem reinen Empfangen von Dokumenten und Informationen per SMTP kann das Nintex auch über das Feature LazyApproval Entscheidungen von Managern entgegennehmen (siehe Abbildung 13), sodass auch, wenn ein Outlook Full Client nicht zur Verfügung steht auch Mobile Devices in den Workflow Prozess berücksichtigt werden können.


Abb13: Nintex Workflow Feature - Lazy Approval
Abb13: Nintex Workflow Feature - Lazy Approval[59]

8.2.4.3 Microsoft SQL

Der SQL Server ist das Datenbankmanagementsystem von Microsoft. Der SQL Standard ermöglicht es verschiedenste Arten von Datenbanken auf einem System zu vereinen und zentral zu administrieren. Der SQL Server verwendet für Datenbankabfragen die SQL-Variante T-SQL (Transact-SQL). Weiterhin unterstützt MSSQL ODBC (Open Database Connectivity). Das Nintex Connected Framework ist in der Lage über den SQL Standard frei wählbare Queries (siehe Abbildung 14) auszuführen und das Ergebnis in weiteren Workflow Aktionen bereitzustellen. [60][61][62]

Folgende Szenarien sind durch das Ausführen von SQL Commands in Nintex möglich:[63][64][65]

  • Abfragen von sämtlichen Unternehmensdatenbanken
  • Anpassen der Einträger sämtlicher Unternehmensdatenbanken
Abb14: Nintex Connected Framework - SQL
Abb14: Nintex Connected Framework - SQL

8.2.4.4 Microsoft Dynamics CRM

Die Microsoft Dynamics Produktreihe besteht aus vielen Einzelprodukten für Unternehmenssoftwareanwendungen, darunter auch das Microsoft Dynamics Customer-Relationship-Management (CRM). Das Produkt organisiert die Kundenbeziehungen der Unternehmen und basiert im Gegensatz zu den Vorgängerversionen von Dynamics CRM auf Microsoft .NET, sodass der Microsoft Asimilierungsprozess abgeschlossen scheint.[66][67]

Das Nintex Connected Framework ist in der Lage die CRM Records von Microsoft Dynamics CRM, die Kundeninformationen, einzulesen und ggfs. zu aktualisieren (siehe Abbildung 15), sodass eine teilweise Nutzung des CRMs mit Nintex Workflow 2010 vorgesehen ist.[68][69][70][71]

Abb15: Nintex Connected Framework - CRM
Abb15: Nintex Connected Framework - CRM

8.2.5 Dokumentation

8.2.5.1 Verfügbarkeit

Die Dokumentation wird auf Deutsch sowie auf Englisch mit Nintex mitgeliefert. Diese gibt es in verschiedenen Formaten. Tutorials und Anleitungen werden beispielsweise als PDF-Dateien mitgegeben und entsprechende Hilfedateien mit eigener Indexsuche.

Die Dokumentation ist in vielen Sprachen verfügbar, jedoch gibt es bei den weiterführenden Links die beschriebenen Probleme, dementsprechend wird die Note 3 erteilt.

8.2.5.2 Umfang

Die Dokumentationen weisen einen recht hohen Umfang auf mit folgenden Bestandteilen wie z.b: Installationsbeschreibungen, Benutzerhandbücher und Hilfedateien in verschiedenen Sprachen, SDK-Handbücher, Tutorials, Upgradinghilfen für Nintex 2007 auf 2010 sowie Workflow Add-ons- und Deinstallationshilfen.[72][73] Positiv fällt auf das in der Dokumentation zusätzliche Hilfestellungen zur Verbesserung der Usability aufgetragen werden. Jedoch in Hinblick auf Aktionsbeschreibungen, werden diese nicht hinreichend betrachtet, wie beispielsweise die Beziehung zwischen Web Services und Credentials. Das diese Beziehung mit Authentifikationsmechanismen arbeitet, wird hier nicht aufgewiesen.

Da die Dokumentation sehr umfangreich, detailliert und in vielen verschiedenen Sprachen vorhanden ist, wird tortz der kleinen Mängel die Note 1 erteilt.

8.2.6 Wirtschaftliche Betrachtung

Der wirtschaftlichen Betrachtung kommt eine wichtige Bedeutung zu. Im Jahre 2006 veröffentliche das Economist Intelligence Unit Umfrageergebnisse die hervorbrachten, dass 63 Prozent der mittelständischen Unternehmen klagen, die Lizenz- und Implementierungskosten würden ihre Investitionsbereitschaft ausbremsen.[74] Bevor also ein neues System im Unternehmen integriert wird, sollten entstehende finanzielle Aufwendungen aufgedeckt, analysiert und mit bestehenden Kostenstrukturen verglichen werden. Auch die Frage, wann sich die Investition amortisiert, bedarf einer näheren Betrachtung. Die Amortisationszeit ist ein wichtiger Indikator für die Entscheidung, ob sich eine Umstellung des Systems längerfristig überhaupt lohnt.

Die wirtschaftliche Betrachtung des Einsatzes von Nintex Workflow 2010 wird anhand zweier Modellrechnungen durchgeführt, um die Gesamtkosten zu prognostizieren:

Variante 1: Die Kosten der Implementierung, des Betriebs und der Wartung von Geschäftsprozessen auf einem SharePoint 2010 System

Variante 2: Die Kosten der Implementierung, des Betriebs und der Wartung von Geschäftsprozessen auf einem SharePoint 2010 System mit der Nintex Workflow 2010 Erweiterung

8.2.6.1 Firmenbeispiel

Um die Wirtschaftliche Betrachtung anhand eines Beispiels durchzuführen, wird eine anonymisierte Firmensituation beschrieben: Die Firma besteht aus einer zentralisierten IT Infrastruktur und betreibt eine Private Cloud innerhalb eines hochverfügbaren Rechenzentrums am Hauptstandort. Die insgesamt vier Zweigstellen sind soweit netzwerktechnisch angebunden, dass innerhalb des Rechenzentrums ganzheitlich die Dokumentenablage geschieht. Die Firma hat sich im Juni 2010, nach Veröffentlichung der aktuellsten SharePoint Version, dazu entschieden SharePoint 2010 als Dokumentenmanagement System zu implementieren und betreibt seitdem eine SharePoint Infrastruktur bestehend aus zwei SharePoint Servern und zwei Datenbank Servern (siehe Abbildung 16). Jede Komponente ist zweifach vorhanden, um dem Hochverfügbarkeitsanspruch gerecht zu werden. Die 2100 Mitarbeiter des Unternehmens nutzen seit der Einführungsphase das SharePoint als Dokumentenablage.

Abb16: SharePoint Infrastruktur der Beispielfirma
Abb16: SharePoint Infrastruktur der Beispielfirma

Die Firma hat sich Ende 2010 dazu entschieden, dass das SharePoint 2010 System auch für die Abbildung von Geschäftsprozessen genutzt werden soll. Die Implementierung und Wartung des Systems soll durch einen Microsoft und Nintex Partner durchgeführt werden.

Eine wirtschaftliche Betrachtung kann anhand dieses Firmenbeispiels und der Modellrechnung die Mehrwerte von Nintex prognostizieren.

8.2.6.2 Einsatz Nintex Workflow 2010

Nintex bietet gegenüber den Standard Tools von Microsoft SharePoint die eingangs erwähnten Vorteile. Falls der Kunde sich gegen die Initialkosten des Produkts entscheidet, bleiben dennoch höhere Initial-, Wartungs- und Pflegeaufwände. Die höheren Kosten kommen dadurch zustande, dass tiefgreifendes SharePoint Know How und erweiterte Programmierkenntnisse für die Implementierung der Workflows benötigt wird.

Einfache Workflows, die nur an wenigen Stellen benötigt werden, können mit dem SharePoint Designer ohne Programmierung erstellt werden(abbildung17).

Für komplexe oder oft verwendete Workflows steht Visual Studio zur Verfügung. Dies bedingt allerdings, dass ein Programmierer zur Verfügung steht. Je nach Anforderung wird das Erstellen von Visual Studio Workflows schnell sehr aufwendig und für Anpassungen müssen neue Deployments gemacht werden, sofern der Workflow nicht konfigurierbar programmiert wird.
Abbildung17: in Anlehnung an: Maya Feurer: Stärken und Schwächen der verschiedenen Tools
Abbildung17: in Anlehnung an: Maya Feurer: Stärken und Schwächen der verschiedenen Tools[75]
8.2.6.2.1 Prozessbeispiel „Urlaubsantrag“

Durch den Automatiserungsvorgang eines Urlaubsantrages durch Nintex wird im Allgemeinen der Aufwand für Transfer- Material- und Personalkosten gespart. Dies lässt sich anhand des Vorgangs sehen beginnend mit dem Antrag selbst. Während der Antragssteller seinen Urlaubsantrag elektronisch ablegt anhand eines Formulars und dieses auch über das Netzwerk oder Internet schickt geschieht dies schriftlich mit einigen Verlusten. Es wird Papier verbraucht, Druckkosten entstehen und der Vorgang selbst kostet wiederrum Zeit.

Die Übertragung des Antrags geschieht nach dem alten System per Post, Kurier oder Selbstablieferung und kostet somit Zeit und Transferkosten, während der Antrag über das Netzwerk schnell und kostengünstig verläuft.

Die Beantwortung dieses Antrages über die Personalabteilung oder dem zuständigen Vorgesetzten beschränkt sich nicht auf ein Firmennetzwerk, weshalb dies jederorts bestätigt werden kann.

Nach der Bestätigung müssten diese Urlaubstage über eine Personalkraft der HR-Abteilung in der Datenbank aktualisiert werden, um eine aktuelle Anzahl dieser angeben zu können. Dies kann über Nintex automatisch geschehen, heisst das die Datenbank nach Bestätigung des Urlaubsantrages sich anpasst und die neu berechnete Anzahl der Urlaubstage auswirft.

Somit sprechen eine Vielzahl von positiven Argumenten für die Einführung eines Automatisierten Prozesses zur Abarbeitung eines Urlaubsantrages.

Um dies in Zahlen auszudrücken, wird die Wirtschaftlichkeit in Hinblick auf die Arbeitszeit vor und nach der Automatisierung betrachtet.

8.2.6.2.2 Nintex Showcase

Folgende Unternehmen präsentieren einen erfolgreichen Einsatz von Nintex 2010 in Ihren unternehmen:

  • Georgia Department of Transportation[76]

In diesem Unternehmen wurden Newsletter und Bulletin Reviews über ein automatisierten Prozess ermöglicht.

  • Holland and Knight[77]

Die oben genannte Rechtskanzlei erzielte einen erfolgreichen Budget und Kosten Requisition Workflow.

Die Effektivität des Dokumenten Management zwischen zwei Abteilungen aus dem Hause Siemens wurde erhöht.

8.2.6.3 Implementierungskosten

Die Berechnung der folgenden Werte basiert auf den Vorgaben, dass das System durch ein externes Unternehmen implementiert und gewartet wird. Darüber hinaus soll die Kostenrechnung auf 5 Jahre, eine Abschreibungsperiode, erstellt werden.

Für die Berechnung der anfallenden Kosten wird Tagessatz genommen, der dem Marktüblichen Standard eines Senior SharePoint Consultant entspricht. Der Senior SharePoint Consultant (Skilllevel: IT Berater / Programmierer) kostet das Unternehmen 1.100€ am Tag.

Die Dienstleistungsaufwände sind kalkulierte Werte eines Nintex Partnerunternehmens, das aus Wettbewerbsgründen anonym bleibt.

Variante 1: Bei der Implementierung mit konventionellen SharePoint Technologien ohne Erweiterungen ergeben sich hohe Mehraufwände bei der Schnittstellenimplementierung zu Fremdsystemen wie im Beispiel genannt SAP. Die nachträgliche Umsetzung der verfügbargemachten Fremdsysteme bedeutet bei der komplexen Schnittstellenimplementierung auch erhöhte Aufwendungen im Bereich der Umsetzung und erhöht die TCO Werte.

Implementierung
Kalkulation / MT
Beschreibung
Konzepterstellung 4,5 Workshop zum Prozess und daraus resultierendes Konzept, Betriebshandbuch
Schnittstellen-implementierung 16 Aufgrund der SAP-Anbindung entstehen speziell bei der ersten Schnittstellenanbindung erhöhte Aufwände
Umsetzung 7 Erstellung der Formulare und der Workflows
Schulung 2 Vorbereitung und zweimalige Durchführung einer Schulung für die Einführung des Prozesses und Admin-Einweisung
Initialbegleitung 1,5 Begleitung und Support im Rahmen der Prozesseinführung
Summe (Arbeitstage) 31 -
Kalkulierte Gesamtkosten 37.200 EUR -

Tabelle 3: Kostenaufstellung der Implementierung der Variante 1


Variante 2: Die Softwarekosten sehen laut Preisstand Juni 2011 wie folgt aus:

Lizenzkosten
Anzahl
Einzelpreis in €
Gesamtpreis in €
Nintex Workflow 2010 Enterprise 2 13.550 27.100
Nintex Workflow 2010 Enterprise Software Assurance 1 Jahr 10 3.135 31.350
Kalkulierte Gesamtkosten - - 58.450

Tabelle 4: Kostenaufstellung der zusätzlichen Lizensierung der Variante 2

Bei der Implementierung der Nintex Workflow Umgebung entstehen Aufwände bei der Installation Konfiguration und Implementierung des Nintex Softwaretools. Im Gegensatz zu Variante 1 entfallen vollständig Schnittstellenimplementierung, da diese Teil des Softwaretools sind. Durch die vereinfachte Implementierung reduzieren sich auch die Umsetzungsaufwände.

Implementierung
Kalkulation / MT
Beschreibung
Konzepterstellung 4,5 Workshop zum Prozess und daraus resultierendes Konzept, Betriebshandbuch
Nintex WF 2010 Installation 3 Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme
Umsetzung 5 Erstellung der Formulare und der Workflows
Initialbegleitung 2 Begleitung und Support im Rahmen der Prozesseinführung
Summe (Arbeitstage) 14,5 -
Kalkulierte Gesamtkosten 17.400 EUR -

Tabelle 5: Kostenaufstellung der Implementierung der Variante 2

Die Implementierungskosten fallen relativ gering hoch, da die Lizenzkosten und die Wartungsverträge entsprechend die Initialkosten rapide steigen lassen, da es sich aber um ein reines AddOn handelt, kann dies kürzester Zeit bereitgestellt werden und die tatsächlichen Dienstleistungen fallen gering aus. Note 3 wird erteilt.

8.2.6.4 Unterstützungskosten

Beim Kauf des Produktes werden vom Hersteller zwei verschiedene Supportpakete[79] angeboten. Diese können optional je Produktivlizenz, für ein Jahr gebucht werden. Danach ist ein jährlicher Neuerwerb erforderlich.

Die Supportpakete enthalten folgenden Leistungsumfang:

Angebot
Software Assurance
Premium Support with Software Assurance
New Releases der Software Ja Ja
Email Helpdesk Ja Ja
Eine kostenlose Entwickler-Lizenz pro Production Lizenz Ja Ja
Live Support (Live Meeting und telefonischer Support) Ja Ja
Unendliche Freie Entwickler Lizenzen Nein Ja
Prioritäten / Service Level Agreement Nein Ja

Tabelle 6: Kostenaufstellung der Supportoptionen

Die Kosten für die Softwareassurance für ein Jahr belaufen sich auf 3.135 EUR.

Die Kosten für den Premium Support für ein Jahr belaufen sich auf 1.800 EUR.


Da die konventionelle SharePoint Implementierung einen hohen manuellen Überwachungsprozess voraussetzt, sind mit höheren kalkulierten Werten zu rechnen.

Darüber hinaus bietet der Hersteller Microsoft für die Implementierung von Workflow Foundation Szenarien keine Supportpakete an, dementsprechend entfällt der Supportvertrag vollständig.

Variante 1:

Wartung
Kalkulation / MT
Beschreibung
Betrieb & Überwachung 10 Regelmäßige Überwachung und Verwaltung der Serverfarm, wöchentliche Verifikation der Farmfunktionalität und -status
Laufender Support für ein Jahr 8 First bis Third Level Support
Anpassung der Worklows 15 Anpassung der eingesetzten Workflows
Aktualisierung der Farm 6 Einspielen von SharePoint-Aktualisierungen inkl. Vorabtestung in Vorproduktionsumgebung
Summe (Arbeitstage) 39 -
Kalkulierte Gesamtkosten 46.800 EUR -

Tabelle 7: Kostenaufstellung der Wartungskosten der Variante 1

Variante 2:

Wartung
Kalkulation / MT
Beschreibung
Betrieb & Überwachung 7 Regelmäßige Überwachung und Verwaltung der Serverfarm, wöchentliche Verifikation der Farmfunktionalität und -status
Laufender Support für ein Jahr 4 First Level Support
Anpassung der Worklows 7 Anpassung der eingesetzten Workflows
Aktualisierung der Farm 6 Einspielen von SharePoint-Aktualisierungen inkl. Vorabtestung in Vorproduktionsumgebung
Nintex Workflow 2010Premium Support 0 1.800 pro Server / Gesamt 3.600
Summe (Arbeitstage) 24 -
Kalkulierte Gesamtkosten 32.400 EUR -

Tabelle 8: Kostenaufstellung der Wartungskosten der Variante 2


Die Unterstützungskosten im Vergleich zu anderen Softwareherstellern relativ hoch, das dem Prozessberatungsaspekt Rechnung trägt, jedoch wenn das System die wichtigsten Geschäftsprozesse abbildet, wird die Bedeutung eines definierten Supportpakets umso wichtiger. Die Note 3 wird erteilt.

8.2.6.5 Amortisierung

Anbei die Gegenüberstellung der Gesamtkosten der Varianten.

Beschreibung
Variante 1
Variante 2
Lizenzkosten 58.450 EUR 0
Implementierungskosten 17.400 EUR 37.200 EUR
Wartungskosten jährlich 32.400 EUR 46.800 EUR
Gesamtkosten 237.850 EUR 271.200 EUR

Tabelle 9: Gegenüberstellung der Gesamtkosten der Varianten


Die Gesamtkosten der Variante 1 belaufen sich auf 237.850,00 €, dargestellt durch die rote Linie.

Die Gesamtkosten der Variante 2 belaufen sich auf 271.200,00 €, dargestellt durch die blaue Linie.

Abb18: Modellrechnung Kosten pro Jahr
Abb18: Modellrechnung Kosten pro Jahr
Abb19: Gesamtbetriebskostenrechnung
Abb19: Gesamtbetriebskostenrechnung

Durch das beschriebene Rechenbeispiel sollte die Amortisierungsphase innerhalb der Abschreibungsperiode erreicht sein, sodass die Note 3 erteilt wird.

8.2.7 Unterstützung

8.2.7.1 Partner

Die Firma Nintex versucht über Partnerunternehmen weltweit präsent zu sein und Dienstleistungen neben den Softwarelösungen anzubieten. Die Services sehen neben der Implementierung der Produktreihe auch Beratungen, Schulungen, Wartungen und Geschäftsprozessmodellierungen vor. Die Dienstleistungen der Partnerunternehmen entsprechen dem Qualitätsstandard der Firma Nintex. Mit Stand Juni 2011 gibt es weltweit knapp 70 Partnerunternehmen, die in die Weltregionen Nord-, Südamerika sowie EMEA eingeteilt sind. 29 der Unternehmen sind in Deutschland präsent. Nintex unterhält ein strenges Partnerprogramm, das besagt, dass sich jedes Unternehmen sich gerne bewerben darf, aber nur unter strengen Voraussetzungen bestimmte Unternehmen den Partnerstatus erhalten. Die Strenge zeigt den hohen Qualitätsanspruch der Firma Nintex. Die Anzahl der Partnerunternehmen die seit 2001 den Partnerstatus erlangten, bestätigen den hohen Anspruch.[80]

Das strenge Partnerprogramm zur Qualitätssicherung, sowie die globale Abdeckung mit Partnerfirmen zeigt sich als ganzheitlich und durchdacht. Die Note 1 wird erteilt.

8.2.7.2 Community

Die derzeitige Community von Nintex besteht aus mehreren verteilten Blogs, die sich mit den Themen Rund um die Nintex Produktreihen beschäftigen. Nintex selbst unterhält einen Blog „connect“, der neben den Supportanfragen auch Featureanfragen behandelt.[81] Die Communityeinträge sind hilfreich, geben detaillierte Lösungsansätze und Lösungsideen, die durchaus interessant für weitere Nintex Kunden sind.

Da die Community noch recht jung ist und wenige Mitglieder umfasst, gibt es dennoch viel Inhalt, der direkt eingesetzt werden kann. Die Note 2 wird erteilt.

8.2.7.3 Schulung

Die Partnerunternehmen bieten teilweise Schulungen zum Thema Nintex Workflow 2010 an. Die Schulungen laufen über zwei bis drei Tage und bieten den ganzheitlichen Ansatz zum Thema. Die Schulungen umfassen beginnend von der Installation des Produkts bishin zu erweiterten Skriptsprachen alle Themen die relevant sind für den Betrieb von Nintex Workflow 2010 und die Erstellung von komplexen Workflows mit Hilfe des Tools.[82]

Die Schulungsthemen umfassen im Detail:

  • Grundlagen Windows Workflow Foundation
  • Grundlagen Nintex Workflows 2010
  • Positionierung SharePoint Designer, Visual Studio
  • Workflow – Verwaltung, Status, Aufgaben
  • Bedingungen
  • Workflow Data, List Item Data, Konstanten
  • Timer Jobs
  • Action Set, Template, Snippet
  • Freigabe, Request Data
  • Delegation und Eskalation, Reminder, Report Webparts
  • Hands-On: Workflow Preozessbeispiel
  • State Machine[83]
  • Travel Management mit State Machine
  • InfoPath 2010 mit Nintex
  • Nintex Action Items
  • Workflows Design Pattern

Die Kosten für solche Schulungen belaufen je nach Umfang und Partnerwahl von 700 bis 3000 Euro.

Aufgefallen ist, dass die Schulungsinhalte zu einem Großteil auf den bestehenden Dokumentationen von Nintex aufgebaut sind. Die Dokumentationen umfassen viele Lösungsszenarien, die bei testweiser Implementierung den entsprechenden Lerneffekt erzeugt.

Die Schulungen gehen das Thema ganzheitlich an, jedoch finden sich große Teile der Schulung in den Nintex Unterlagen wieder, sodass auch ein Selbstudium in Frage kommt. Durch die hohe Professionalität der Schulung wird dennoch die Note 2 erteilt.

8.2.7.4 Support-Kanäle und Antwortzeiten

Laut Nintex Supportvertrag werden E-Mail-Anfragen zeitnah innerhalb von 24 Stunden, mit dem entsprechenden Zeitverzug durch die Zeitverschiebung qualitativ hochwertig und lösungsorientiert beantwortet wird. Da die vorhandene Dokumentation, wie beschrieben umfangreich und detailliert ist, werden hauptsächlich Spezialanfragen oder erweiterte Anfragen an den Support gestellt, sodass die Reaktionszeit positiv ausfallen.[84]

Erweiterter Telefon - und Remotesupport ist erst ab einer bestimmten Zuzahlung gewährleistet. Der Support wird auch durch Partnerunternehmen durchgeführt, sodass die Qualität stark variiert. Das führt zu der Note 3.

8.3 Evaluation und Ergebnis

Teilbereich
Note
Workflow Umgebung 2
Technologie 2
Historie 1
Prozessverkettung 3
Infrastruktur 3
Voraussetzungen 3
Administration 4
Skalierbarkeit 1
Anwendernutzen 2
Benutzeroberfläche 2
Bedienung 1
Vorlagen 4
Einsatzfelder -
Integration externer Dateien und Systeme 2
Dokumentation 2
Verfügbarkeit 3
Umfang 1
Wirtschaftliche Betrachtung 3
Unterstützungskosten 3
Implementierungskosten 3
Amortisierung 3
Unterstützung 2
Partner 1
Community 2
Schulung 2
Support-Kanäle und Antwortzeiten 3
Gesamtnote 2,28

Tabelle 10: Evaluation und Ergebnis

Die Evaluierung des Produkts in den einzelnen Teilbereichen führte zu dem Gesamtergebnis „gut“ (2,28).

9 Fazit

Bereits die Vorgängerversion Nintex Workflow 2007 wurde in 2009 durch Schwarzer als Marktreif beurteilt.[85] Die Weiterentwicklung Nintex Workflow 2010 erweist sich, auch aufgrund der Implementierung von neuen Funktionalitäten wie die z.B. die zusätzliche Anbindung weiterer externer Systeme, als ein leistungsfähiges Geschäftsprozessmodellierungstool. Das vorliegende Produkt ist für den Einsatz in mittelständischen Unternehmen gut geeignet, da es die aufgeführten Lücken in SharePoint schließt.

10 Fußnoten

  1. Vgl. Spath et al. (2010), S. 17 f.
  2. Vgl. Becker(2008), Seite 3-16
  3. Vgl. Brüssau (2005), S. 383
  4. Vgl. Schwarzer, S. 21 ff
  5. Vgl. URL 31
  6. Vgl. URL 29
  7. Vgl. Schwarzer (2009), S. 24 ff
  8. Vgl. Microsoft (2010) Microsoft SharePoint 2010 für Administratoren
  9. Vgl. Microsoft (2010): Microsoft SharePoint 2010 für Anwender
  10. Vgl. Krause (2010): SharePoint 2010 as a Development Platform (Expert's Voice in Sharepoint)
  11. Vgl. URL 24
  12. SharePoint And BPM — Finding The Sweet Spot
  13. Vgl. Österle (1995), S. 19
  14. Vgl. Curtis (1992), S. 75-90
  15. Vgl. Heilmann (1999), S. 4 ff
  16. Vgl. Mertens (1992), S.171 f
  17. Vgl. URL 14
  18. Vgl. Rosemann (2008), S. 45-103
  19. Vgl. Keller (1992) , Heft 89
  20. Vgl. Zanker (2007), S. 2 ff
  21. Vgl. Kurbel (1997), S. 66-82
  22. Vgl. Ferstl (1995), S. 209-220
  23. Vgl. Scheer (1998) , S. 29-46
  24. Vgl. Galler (1995), S. 13
  25. Vgl. Galler (1995), S. 20-27
  26. Vgl. URL 9
  27. Vgl. URL 8
  28. Vgl. URL 19
  29. Vgl. URL 20, S. 2
  30. Vgl. URL 20, S. 2
  31. Vgl. URL 21, S. 2
  32. Vgl. URL 1, S. 273 ff
  33. Vgl. URL 1, S. 80 ff
  34. Vgl. Schwarzer (2009), S. 56
  35. Vgl. URL 1, S. 223 ff
  36. Vgl. URL 1, S. 5 ff
  37. Vgl. URL 1, S. 73 ff
  38. Vgl. URL 1, S. 441 ff
  39. Vgl. URL 1, S. 31 ff
  40. Vgl. URL 1, S. 71 ff
  41. Vgl. Gadatsch (2010), S. 70 f.
  42. Vgl. Schwarzer (2009), S. 37
  43. Vgl. URL 1, S. 71 ff
  44. Vgl. URL 2
  45. Vgl. URL 30
  46. Vgl. Michela (2000), S. 1 ff
  47. Vgl. URL 1, S. 82 ff
  48. Vgl. URL 1, S. 160 ff
  49. Vgl. URL 1, S. 163 ff
  50. Vgl. URL 1, S. 204 f.
  51. Vgl. URL 1, S. 379
  52. Vgl. Joos (2008), S. 24 ff
  53. Vgl. Unkroth (1998), S. 3 ff
  54. Vgl. URL 1, S. 264 ff
  55. Vgl. URL 1, S. 188 ff
  56. Vgl. URL 1, S. 233 ff
  57. Vgl. URL 1, S. 250 ff
  58. Vgl. URL 1, S. 168 ff
  59. Vgl. URL 2, S. 9
  60. Vgl. Ruprecht (2006), S. 1 ff
  61. Vgl. URL 1, S. 424 ff
  62. Vgl. URL 1, S. 5
  63. Vgl. Microsoft (1999), S. 2 ff
  64. Vgl. Doberenz (2000), S. 1 ff
  65. Vgl. Kofler (1998) , S. 689 f.
  66. Vgl. URL 22
  67. Vgl. URL 25
  68. Vgl. URL 1, S. 135 ff
  69. Vgl. URL 1, S. 216 ff
  70. Vgl. URL 1, S. 257 ff
  71. Vgl. URL 1, S. 382 ff
  72. Vgl. URL 25
  73. Vgl. URL 26
  74. Vgl. URL 3/4
  75. Vgl. URL 27
  76. Vgl. URL 16
  77. Vgl. URL 17/18
  78. Vgl. URL 19
  79. Vgl. URL 5
  80. Vgl. URL 12
  81. Vgl. URL 23
  82. Vgl. URL 10
  83. Vgl. URL 28
  84. Vgl. URL 5, S. 2
  85. Vgl. Schwarzer (2009)

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