Analyse von OpenCMS

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Hamburg
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Content Management Systeme
Autor(en): Larbi Ben Lekhal, Simon Lammer
Studienzeitmodell: Tagesstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 4
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung
Bedeutung
BITV
Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung
BF
Barrierefreiheit
CMS
Content Management System
CSS
Cascading Stylesheets
HTTPS
Hypertext Transfer Protocol Secure
JSP
Java Server Pages
SSL
Secure Sockets Layer
TCO
Total Cost of Ownership
GUI
Graphical User Interface
W3C
World Wide Web Consortium

2 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.
Bezeichnung
1
Content
2
Content Prozess
3
Der Prozess der Webseitenveröffentlichung mit Hilfe eines CMS
4
Content Life Cycle
5
Workplace Anmeldung
6
Hinweis zum PopUp-Blocker bei der Anmeldung am Workplace
7
Der Explorer zur Navigation im Workplace
8
Möchten Sie das Formular wirklich nochmal absenden?
9
Übersicht zu den verfügbaren Ressourcetypen
10
Erweiterte Eigenschaften eines Ressourcetyps
11
Redaktionskonzept, Content Veröffentlichen
12
Trichter-Test
13
Die Webseite für den Test der Barrierefreiheit
14
Trichter-Test einer von OpenCms erstellen Webseite



3 Tabellenverzeichnis

Tab.-Nr.
Bezeichnung
1
Bewertungspunkte
2
Neue Objekte erstellen
3
Symbole für gesperrte von Ordner und Dateien
4
Symbole für den Bearbeitungsstatus von Ordnern und Dateien
5
Übersicht zu den Vor- und Nachteilen von OpenCMS

4 Einleitung

Die Verfügbarkeit von Informationen und das damit verbundene Wissen als Produktionsfaktor sind im heutigen Wirtschaftleben von immer größerer Bedeutung. Diese enorme Informationsfülle verlangt nach einer effizienten Verwaltung von Inhalten. Content Management Systeme (CMS) sollen die systematische Verwaltung sämtlicher Informationen, wie Texte, Bilder, Grafiken, Video- oder Audiosequenzen – einfach gesagt den gesamtem Content – ermöglichen und zugleich eine optimierte, bedarfsgerechte Publikation für unterschiedliche Distributionskanäle (z.B. Website, Printmedien, CD-ROM, WAP-Device usw.) gewährleisten.

Die vorliegende Arbeit unterteilt sich in zwei Bereiche. Im ersten Themenblock werden aufbauend auf einer Darstellung der Grundkonzepte von Content Management Systemen (CMS), sämtliche notwendige bzw. mögliche Funktionen eines CMS erörtert. Zunächst sind notwendige Kernfunktionen zu erörtern, welche ein innovatives CMS in jedem Fall implementieren sollte. Danach folgt eine Darstellung möglicher Erweiterungen für ein CMS (Digital Right Management, Digital Asset Management, barrierefreier Informationszugang usw.), welche eine zweckmäßige Bereicherung für den Funktionsumfang eines CMS implizieren. Auf Basis der identifizierten Funktionen bzw. Anforderungen erfolgt im zweiten Teil eine Darstellung der Entwicklungsumgebung OpenCms als Beispiel für ein innovatives Content Management System, das diese Anforderungen erfüllt.

5 Content Management System

5.1 Begriffsbestimmung

Um sich dem Thema Content Management Systeme anzunähern, werden in diesem Abschnitt zunächst die im Zusammenhang stehenden Begriffe erklärt. Der zentrale Begriff „Content Management Systeme“ wird so über die zugrunde liegenden Begriffe „Content“ und „Content Management“ erarbeitet.

5.1.1 Content

Abb. 1: Content
Abb. 1: Content [1]

Häufig werden in der Literatur die Begriffe Daten, Information und Wissen verwendet, um den Content-Begriff zu definieren. Zunächst einmal sind Daten nur Rohinformationen, die erst durch Interpretation einen Sinn bekommen und dadurch zu Informationen werden. Information beeinflusst jedoch auch das menschliche Verhalten. Es wird somit zum Wissen, da es auf individueller Wahrnehmung und Interpretation der jeweiligen Information beruht. Interessieren sich viele Nutzer für die gleichen Informationen, wird aus der Information Content. „Mit Content wird umgangssprachlich der Inhalt bezeichnet, der sich dem Betrachter auf einem Informationsträger optisch repräsentiert.”[2] In Zusammenhang mit Content Management ist dieser Begriff genauer definiert werden: „Content (engl. Inhalt) ist Information in strukturierter, schwach strukturierter und unstrukturierter Form, die in elektronischen Systemen zur Nutzung bereitgestellt wird.“[3] Grundsätzlich setzt Content sich aus Inhalt, Struktur und Layout zusammen. Teile des Inhalts werden durch Daten dargestellt, die zum Beispiel in Form von Texten, Bildern, Sprache, Musik, Filmen und Programmen vorliegen. Das Layout definiert, in welcher From Inhalte dargestellt werden. Templates fassen bestimmte Gruppen dieser Darstellungsarten zusammen. Die Struktur gliedert und klassifiziert den Inhalt. Links und Beziehungen ergänzen den Inhalt ergänzt. Gleichzeitig wird somit auf Zusatzinformationen hingewiesen.[4] Durch getrennte Speicherung und Verarbeitung von Struktur, Layout und Rohinhalten wird Content Management erst möglich.


5.1.2 Content Management

Abb. 2: Content Prozess
Abb. 2: Content Prozess[5]

„Unter Content-Management versteht man die systematische und strukturierte Beschaffung, Erzeugung, Aufbereitung, Verwaltung, Präsentation, Verarbeitung, Publikation und Wiederverwendung von Inhalten“.[6] Man erkennt bei dieser Definition, dass es sich bei Content Management um weit mehr als nur die Verwaltung von Content handelt und dass Content Management einen Vorgang darstellt, welcher aus einer Kette von intentionalen Handlungen besteht und damit den Prozesscharakter von Content Management verdeutlicht. Der Content Prozess läuft fließend in verschiedenen Phasen ab: In der Generierungsphase wird der Content erzeugt. In der zweiten Phase, der Organisationsphase, wird der generierte Content in die benötigte Form gebracht. Anschließend erfolgt in der Aufbereitungsphase die Bearbeitung des Contents. Die vierte Phase stellt die Content-Lieferung dar. In der fünften und letzten Phase des Content Prozesses wird der Content navigiert bzw. beim Endanwender dargestellt.[7]

5.1.3 Content Management Systeme

Abb. 3: Der Prozess der Webseitenveröffentlichung mit Hilfe eines CMS
Abb. 3: Der Prozess der Webseitenveröffentlichung mit Hilfe eines CMS [8]

Von besonderer Bedeutung beim Einsatz eines CMS ist, dass nahezu jeder Mitarbeiter Inhalte im Internet bzw. Intranet veröffentlichen kann. Programmierkenntnisse sind lediglich für das Einrichten und die Konfiguration des Symstems notwendig. Für die Eingabe aller weiteren Inhalte steht eine grafische Oberfläche zur Verfügung. Diese Oberfläche wird als Backend bezeichnet, das Ergebnis nach dem Publishing wird Frontend genannt. Das Frontend setzt das CMS aus den Inhalten aus der Datenbank und den Designvorlagen zusammen. Der Inhalt kann theoretisch von jedem autorisierten Mitarbeiter erstellt oder geändert werden. Dies ermöglicht eine dezentrale Arbeitsweise. Beim klassischen Web-Publishing liefern mehrere Redakteure die Inhalte an den Webmaster, der das Design erstellt und das CMs konfiguriert. Er setzt also die Inhalte im Internet um, sorgt für die richtige Struktur, die Präsentation und die Funktionalität, ohne sich jedoch inhaltlich Gedanken machen zu müssen. Die Nachrichten können dann direkt von den Redakteuren eingefügt werden. Dadurch werden Inhalt und Design voneinander unabhängig und können parallel bearbeitet werden. Außerdem können so mehrere verschiedene Inhalte gleichzeitig bearbeitet werden. [9] Da Inhalt und Layout voneinander entkoppelt sind, hält das System keine fertigen Webseiten vorrätig und präsentiert diese bei Aufruf, sondern stellt die Seiten dynamisch aus Layout und Inhalt zusammen. Das Layout wird durch sogenannte Templates vorgegeben. Templates stellen das Grundgerüst für die generierten Webseiten dar. Der redaktionelle Inhalt wird in sich in den Templates befindliche, vorbereitete Bereiche eingefügt. Auf diese Weise kann ein Template für viele Seiten dienen, in denen dann nur unterschiedliche Inhalte an die entsprechenden Stellen eingeblendet werden. Alle Inhalte werden in der Datenhaltung des CMS abgelegt und sind so dauerhaft verfügbar und wohlorganisiert. Hinzu kommt in vielen Fällen eine Unterstützung für Verteil- oder Dialogsysteme, die oftmals Echtzeitcharakter besitzen, wie z.B. Newsfeeds, Foren, Mailinglisten, Wikis, Chats, Videokonferenzen, etc.

5.1.4 Definition Content Life Cycle

Abbildung 4: Content Life Cycle
Abbildung 4: Content Life Cycle [10]

Abbildung 3 zeigt einen möglichen Content Life Cycle. Der Content Life Cycle beschreibt den Lebenszyklus von Informationen auf Websites. Der theoretische Ansatz des Content Life Cycle teilt die Informationsverarbeitung in vier Abschnitte: Erstellung, Organisation, Publikation und Archivierung. Der Ausgangspunkt für den Content Lebenszyklus bildet die Planungsphase in der der gewünschte Inhalt festgelegt und abgegrenzt wird. Danach folgt die erste Phase des Content Life Cycles, die Erstellung. Der Inhalt wird in dieser Phase selbst generiert bzw. von anderen Quellen bezogen, strukturiert und als Komponente zur Verfügung gestellt. In einem zweiten Schritt – der Organisationsphase – erfolgt die Organisation des Inhalts. Er wird in einer passenden Systematik abgelegt, die Qualität und Richtigkeit wird überprüft und Berechtigungen werden vergeben. In der dritten Phase, der Publikation, wird die Information in ihrer Systematik ausgegeben und präsentiert. Im vierten und letzten Abschnitt des Lebenszyklus wird die Information archiviert. Dieser Schritt dient hauptsächlich der Recherche, der statistischen Auswertung und der Wiederverwendung. Als Ausstieg aus dem Zyklus kann die Vernichtung des Contents gesehen werden. Im Normalfall sollte Content aber nicht vernichtet werden.[11]

5.1.5 Einsatz von Content Management

Die Anschaffung eines Content Management Systems lohnt sich insbesondere für die Pflege von Websites mit häufig wechselnden Inhalten. Hier ist der Einsatz quasi unvermeidbar, während ein CMS für die Verwaltung kleiner Webauftritte lohnt sich der Einsatz eines CMS hingegen nicht. Jedoch besteht gerade bei Unternehmens-Websites die Schwierigkeit, dass die Inhalte von technisch nicht ausgebildeten Mitarbeitern erstellt werden. Diese werden anschließend von einem Webmaster eingearbeitet. Kapazitätsengpässe werden durch ein Content Management System verhindert. Vor allem für international agierende Unternehmen oder Unternehmen mit verschiedenen Standorten, die an einer Website arbeiten,ist ein CMS von Vorteil, da die Corporate Website nur von einer Niederlassung aus gepflegt werden muss. Da das System jeden Mitarbeiter je nach seinen Fähigkeiten in den Prozess zur Pflege der Website mit einbezieht, steigt auch die Motivation der Mitarbeiter, eigene Beiträge zu leisten und so die Seiten aktuell zu halten. Wenn es um die Entscheidung einer eigens entwickelten Umgebung oder einer Lösung von speziellen Softwareanbietern geht, greifen Unternehmen oft auf die Standardentwicklung zurück, da diese für die Anforderungen vieler Kunden erstellt und dieses auf lange Sicht gesehen kostengünstiger ist. Ob ein Content Management System eingesetzt werden soll, hängt jedoch nicht von der Anzahl der Nutzer und Bearbeiter ab. Vielmehr sind die Informationsmenge und der dazugehörige Arbeitsaufwand ausschlaggebend.[12] Content Management lässt sich in verschiedenen Anwendungsgebieten einsezten.[13] : Wissensmanagement: Content Management hilft bei der Sammlung, Bewertung, Ordnung und Aufbereitung von explizitem Wissen in der Organisation. Dabei steht vor allem die Modellierung, strukturierte Dokumentation und das Widerauffinden von Informationen im Vordergrund. Electronic Business: Bei organisationsübergreifenden Geschäftsprozessen unterstützt ein Content Management alle beteiligten Personen bzgl. des Zugriffs, der Recherche und der Beschaffung von Informationen zu Produkten und Prozessen. Dies ermöglicht das Angebot eines individualisierten Informationsangebots und somit einer Verbessserung der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Electronic Publishing: Ein Content Management System bietet sich ebenfalls bei der Mehrfachverwendung von Informationen an. Denn die Verwaltung und Strukturierung der Information in verschiedenen Modulen ermöglichen es, dass die Contents flexibel und je nach Bedarf verwendet oder ausgeblendet werden können. Die Anwendung von Content Management lässt jedoch in der Realität nur schwer einem der oben genannten Gebiete zuordnen. Demnach sind die Grenzen zwischen Wissensmanagement, Electronic Business und Electronic Publishing fließend. Bei Intra- und Extranet können Content Management Anwendungen dem Wissensmanagement und dem Electronic Publishing zugeordnet werden.

5.1.6 Nachteile und Zukunft von Content Management Systemen

Content Management Systeme haben auch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Eine Problematik ist die Optimierung von Contentmanagement Systemen für Suchmaschinen wie Google. Die Struktur von Content Management Systemen stüzt sich auf Datenbanken. Deshalb gibt es nur eine Datei „index.php“, die die Ausgabe der Daten steuert. Je nach Unterseite wird eine ID übermittelt. So ist beispielsweise der Dateiname einer Unterseite in TYPO3 „index.php? id=12“, bei einer normal programmierten Webseite hieße der Dateiname jedoch „kontakt.html“. Google hat damit ein Problem. Denn der Googlebot, der die Seiten durchsucht und in den Index aufnimmt, erkennt solche Parameter wie „?id=12“ nicht immer als eigene Unterseite, sondern interpretiert sie als Teil der Seite „index.php“. Somit wird nur die Startseite eines Internetauftritts im Google Index gelistet. Abhilfe für dieses Problematik können Extensions wie „RealURL“ schaffen, die über die Apache Funktion mod_rewrite die Dateien umbenennen. So ließe sich bei oben genanntem Beispiel realisieren, dass die Kontaktseite mit der ID 12 wieder „kontakt.html“ als Dateinamen hat.[14] Aber der wohl größte Nachteil eines CMS besteht darin, dass es immer langsamer ist, als einzelne statische PHP- oder HTML-Seiten. Der Prozess, der vor jeder Ausgabe einer Seite durchlaufen werden muss, nimmt viel mehr Zeit in Anspruch, als wenn die Seite nur vom Browser interpretiert werden muss. Zwar ist die Geschwindigkeit des TYPO3 Kerns inzwischen so schnell, dass der Unterschied fast nicht mehr wahrnehmbar ist, aber manche Extensions wie z.B. der „Advanced Calendar“, ein sehr umfangreiches Kalender System, brauchen sehr lange, bis sie geladen sind. Abhilfe soll hier das interne Caching schaffen. Dabei sollen alle Seiten beim ersten Aufruf in einen Cache geschrieben werden und beim nächsten Zugriff direkt von dort aufgerufen werden. Dieses Feature funktioniert aber nur bei statischen Seiteninhalten. Beim „Advanced Calendar“ z.B. funktioniert es nur bedingt, da jeden Tag ein anderer Inhalt Zukünftig wird das Dateiformat XML einen großen Aufschwung im Zusammenhang mit Content Management Systemen erleben. Denn momentan können XML und die zugehörigen Stylesheets XSL noch nicht in den Browsern dargestellt werden und müssen daher vor der Ausgabe ins HTML Format umgewandelt werden. Wenn dieser Schritt in Zukunft wegfällt kann die komplette Datenhaltung von CMS auf XML basieren. Somit würde ein Austausch von Daten zwischen verschiedenen CMS und unterschiedlichen Webseiten erheblich vereinfacht[15]

6 OpenCms

OpenCms nahm seinen Anfang im Jahre 1994. Alexander Kandzior entwickelte die erste Version zwischen den Jahren 1994 und 1999, während dieser Webseiten für Agenturen erstellte. Im März 2000 wurde die erste, praxiserprobte Open Source Release-Version veröffentlicht.[16] OpenCms wurde seitdem beständig von einer internationalen Community weiterentwickelt und liegt aktuell in der Version 7.5.2 vor. Die Firma Alkacon Software GmbH nimmt bei der Entwicklung eine zentrale und treibende Rolle ein.[17] OpenCms basiert auf Java-Standardtechnologien, wie bspw. JSP, Servelts und JDBC[18]. OpenCms kann sowohl für kleine, als auch große Website-Auftritte verwendet werden. Aus diesen Gründen erfreut sich OpenCms einer weltweit stetig wachsenden Verbreitung.[19] Es wird in Unternehmen, Organisationen und privaten Bereichen gleichermaßen zur Erstellung von Websites eingesetzt, bei denen der Betreiber sich auf die Erstellung der Inhalte konzentrieren möchte und weniger auf die technische Komponente.[20]

6.1 Bewertungskriterien

Im Folgenden wird OpenCms analysiert. Es werden die Kern-Programmteile betrachtet, welche ein CMS ausmacht. Ziel ist es, zu ermitteln, was OpenCms zu bieten hat und wie gut dies umgesetzt wurde. Ausserdem wird versucht die Praxistauglich einzuschätzen. Wobei der Autor der Ansicht ist, dass es nur eine Einschätzung sein kann, weil sich die Praxistauglichkeit i.d.R. erst im Einsatz beweisen kann, im Zusammenhang mit der Sammlung von Erfahrung. In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird auf die Betrachtung der Erweiterbarkeit durch externe Komponenten und die Schnittstellen zu anderen Systemen verzichtet, da der Focus auf OpenCms liegt. Diese Themen wurden nicht übersehen, sondern werden einfach nicht thematisiert und bewertet.

Die Bewertung beginnt mit dem Kapitel "6.4 Funktionalitäten", endet mit dem Kapitel "6.7 Kosten und Support" und erfolgt verbal und ergänzend durch Vergabe von Punkten zwischen 1 und 5. Da es sich hier nicht um einen Leistungsvergleich, sondern um eine Analyse handelt, wird keine Messlatte vorgelegt. Die Punktevergabe erfolgt eher in dem Stil wie überzeugend "der Aufsatz vom Schüler" geschrieben wurde. In die Punktevergabe fliessen ausserdem auch subjektiv gemachte Eindrücke mit ein, die der Autor während der Ausarbeitung dieser wissenschaftlichen Arbeit in einer Live Demo[21] von OpenCms gesammelt hat. Diese Version ist zwar nicht die jüngste, doch genügt der Entwicklungsstand zur Bewertung von OpenCms aus, da nicht einzelne Details betrachtet werden sollen, sondern die Kernkompetenzen.

Punkt(e)
Wertung
Tab. 1: Bewertungspunkte

1
sehr gut
2
gut
3
befriedigend
4
ausreichend
5
mangelhaft

6.2 Systemanforderungen

Ein kurzer Einblick zu technischen Details in OpenCms. Auf den Clientrechnern muss zur Nutzung von OpenCms nur ein aktueller Browser installiert sein. Da OpenCms 100% in Java programmiert ist und auf J2EE Standards basiert, ist es weitgehend plattformunabhängig. Die Templates verwenden das XML-Format, die Funktionalität wird durch Java Template-Klassen bereitgestellt.[22] Betriebssystem: Linux, Windows NT/2000/XP, Solaris (2.7) Webserver: Apache ab 1.3.19, IIS 5.0 Servlet-Engine: Tomcat 4.0 und höher Datenbank: MySQL 3.23.40, Oracle ab 8.1.7 Java VM: ab Version 1.3

6.3 Installation

Die Installation von OpenCms erfordert einen Applikationsserver (z.B. JBoss oder Tomcat) und ein Datenbanksystem (z.B. MySQL). Ein Webserver wird nicht unbedingt benötigt, da die Webanwendung auch direkt über den Applikationsserver angesprochen werden kann. Um OpenCms zu installieren, muss zunächst das OpenCms Paket entpackt werden und die Datei opencms.war in das Deployment-Verzeichnis des jeweiligen Applikationsservers kopiert werden. Die war-Datei wird dann entpackt und in ein gleichnamiges Verzeichnis kopiert. Für Tomcat und JBoss könnte dieses Verzeichnis zum Beispiel folgendermaßen heißen:

Tomcat: $CATALINA_HOME/webapps/opencms/
JBoss: $JBOSS_HOME/server/default/deploy/opencms.war/

War das Deployment erfolgreich, kann die Installationsroutine von OpenCms über folgende URL aufgerufen werden: http://localhost:8080/opencms/setup/ Nun folgen einige sich selbst erklärende Schritte für die grundlegende Konfiguration von OpenCms, wie Angaben über das genutzte Datenbanksystem und eine Auswahl von OpenCms Modulen. Je nachdem, wie viele Module man installiert, dauert die Installation bis zu ca. 10 Minuten. Nach Durchlaufen der Installationsroutine wird der Applikation Server durchgestartet und anschließend kann unter der folgenden URL der Workplace aufgerufen werden: http://localhost:8080/opencms/opencms/system/login/ Der User für den ersten Login ist „Admin“ mit dem Passwort „admin“. Nach erfolgreichem Login öffnet sich ein Popup mit dem Workplace. Damit ist die Installation von OpenCms abgeschlossen

6.4 Funktionalitäten

OpenCms ist bereits seit über 10 Jahre auf dem freien Markt erhältlich und erfreut sich einer stetig wachsenden Community. Ein wesentlicher Faktor ist, dass es bis heute beständig weiterentwickelt wurde und so mit Funktionen aufwartet, die sich dem Niveau lizenzpflichtiger CMS-Systeme annähern. Im Folgenden werden die wesentlichen Funktionalitäetn von OpenCms beleuchtet.

6.4.1 Workplace

Der Workplace ist die "Schaltzentrale" zur Verwaltung der Webseiten[23]. Er kann als Arbeitsumgebung verstanden werden, in welcher alle Funktionen zur Verfügung gestellt werden, die zur Pflege des Content und zur Administration des OpenCms benötigt werden.

Der Zugang zum Workplace ist geschützt. Erst durch Eingabe eines gültigen Benutzernamens und dem zugehörigen Passwort, wird der Zugang gewährt. Nach erfolgreicher Anmeldung öffnet sich ein neues Browserfenster, welches den Explorer enthält.

Abb. 5: Workplace Anmeldung
Abb. 5: Workplace Anmeldung[24]

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass sich der Explorer nicht öffnet. Die Ursache hier für kann ein PopUp-Blocker oder eine Desktop-Firewall sein. [25] Auf dieses mögliche Hindernis wird nach erfolgreicher Anmeldung entsprechend hingewiesen. Wenn der PopUp-Blocker nicht deaktiviert werden kann oder soll, lässt sich der Explorer auch über einen Klick auf "Fenster erneut öffnen" aufrufen. Der Hinweis enthält jedoch keine Informationen über eine Desktop-Firewall, die ebenfalls eine Ursache für das Fehlschlagen beim Aufruf des Explorer's sein kann. (Siehe Abb. 6)

Abb. 6: Hinweis zum PopUp-Blocker bei der Anmeldung am Workplace
Abb. 6: Hinweis zum PopUp-Blocker bei der Anmeldung am Workplace[26]


Bewertung

Da der Workplace eine Arbeitsumgebung bereitstellt, können keine Funktionen bewertet werden. Lediglich das Login kann diesem zugeordnet und bewertet werden. Dieses entspricht der am häufigsten verwendeten Authentifizierungsmethode (Benutzername und Passwort) am Markt. Es gilt als bewährt und kann somit als gängige Praxis bewertet werden.

Die möglichen Probleme mit PopUp-Blockern wurden gelöst, indem das manuelle Öffnen angeboten wird. PopUp-Blocker stellen also kein unüberwindbares Hindernis dar.

Probleme mit Desktop-Firewalls lassen sich nicht ausschliessen und stellen ein Grundsatzproblem bei Anwendungen dar, die über das Internet kommunizieren. Deshalb wurde diese bei der Bewertung nicht berücksichtig.

Punkt(e)
1

6.4.2 Explorer

Der Explorer ist die Basis zur Pflege der Webseiten. Dieser erscheint gleich als Erstes nach erfolgreicher Anmeldung am Workplace. Über ihn sind quasi alle Funktionen in OpenCms erreichbar.[27]

Abb. 7: Der Explorer zur Navigation im Workplace
Abb. 7: Der Explorer zur Navigation im Workplace[28]

Wie in Abb. 7 dargestellt, befindet sich im linken Teil des Explorer's die Verzeichnisstruktur und im rechten der Inhalt des links ausgewählten Ordners. Darüber ist das Menü zu sehen, über welches alle Funktionen erreichbar sind. Ausserdem steht ein Kontextmenü zur Verfügung, welches alle ausführbaren Funktionen direkt ander gewählten Ressource zur Auswahl anbietet.


Bewertung

Der Aufbau ist einfach gehalten, so, dass keine langen Einarbeitungszeiten von Nöten sind, um mit dem Explorer umgehen zu können. Die Aufteilung und Anordnung der einzelnen Elemente erscheint vertraut, da diese denen von Dateimanagern ähneln.

Da der Explorer im Browser läuft und das Menü direkt unter dem Menü des jeweilig verwendeten Browsers angezeigt wird, kann es zu Bedienungsfehlern kommen, weil es optisch keinen auffallenden Unterschied zwischen dem Explorer- und dem Browser-Menü gibt. Dies ist bei Tests sofort deutlich geworden. Sicherlich ein Punkt, an den sich der Anwender gewöhnen muss und der die Bedienung etwas trübt.

Diesbezüglich wurde sogleich ein Test durchgeführt. Im Safari-Browser wurde eine Webseite bearbeitet. Dann wurde provokativ eine andere Webseite, die nichts mit dem Explorer zu tun hat, aufgerufen, um der Fragestellung nachzugehen, ob es dadurch zu einem Datenverlust kommen würde. Um nun wieder auf die noch nicht gespeicherte Webseite im Explorer zurückzukehren, wurde im Browser auf den "Zurück"-Knopf geklickt. Daraufhin erschien die nebenstehende Meldung in der Abbildung 9. Beim Bestätigen dieser Meldung mit "Senden", wurde die zuletzt bearbeitet Seite im Explorer wieder geöffnet. Alle Änderungen waren noch vorhanden. In diesem Test wurde die Gefahr relativiert in die Webseitenerstellung investierte Arbeit zu verlieren.

Abb. 8: Möchten Sie das Formular wirklich nochmal absenden?
Abb. 8: Möchten Sie das Formular wirklich nochmal absenden?[29]

Da OpenCms plattformunabhänig ist und quasi in fast jedem aktuellen Browser läuft, wurde genau dieses Szenario nochmal im Firefox-Browser nachgestellt, um einen Vergleich zu haben. Die Änderungen waren zum Testende ebenso alle noch da. Der Unterschied lag nur darin, dass beim Firefox-Browser keine Meldung erschien, als auf "Zurück" geklickt wurde.

Es ist deutlich zu sehen, dass sich das Verhalten jede nach verwendetem Browser und Konfiguration des selbigen unterscheiden kann. Natürlich darf dies nicht OpenCms angelastet werden, weil es ein vom Browser abhängiges "Problem" ist. Aber darf bemerkt werden, dass dieser Manko bei der browserbasierten Entwicklung von OpenCms in Kauf genommen wurde.

Das Kontextmenü funktioniert nur im rechten Bereich des Explorer's. Im linken wird die rechte Maustaste ignoriert. Dies ist etwas untypisch im Vergleich mit anderen Anwendungen, stellt aber auch keine unüberwindbare Hürde.

Die Darstellung und Bedienung des Explorer's ist gut. Wenn auch kein "no go" aufgefallen ist, so gibt es doch Auffälligkeiten in der Bedienung. Deshalb wurden an dieser Stelle 2 Punkte vergeben.

Punkt(e)
2

6.4.3 Schaltfläche „Neu"

Im Explorer lassen sich über die Schaltfläche „Neu“ alle möglichen Ressourcetypen in OpenCms erstellen.[30] Die Abbildung zeigt das Fenster, welches geöffnet wird, wenn auf die Schaltfälche "Neu" geklickt wurde. Dies ist nur der Einstieg. Nachdem ein Ressourcetyp ausgewählt und auf die Schaltfläche "Weiter >>" geklickt wird, erscheinen weitere mögliche Optionen zu dem gewählten Ressourcetyp inkl. einer Beschreibung. Diese können nach Bedarf auch ausgeblendet werden, wenn sie den Redakteur stören sollten. Wurde ein bestimmter Ressourcetyp ausgewählt, müssen die Eigenschaften bearbeitet werden. Hierbei geht es z.B. um den Titel der neuen Ressource vom gewählten Ressourcetyp. In welcher Position soll es im Navigationsmenü angezeigt werden? Usw.

Abb. 9: Übersicht zu den verfügbaren Ressourcetypen[31]

Abb. 9: Übersicht zu den verfügbaren Ressourcetypen

Bewertung

Der Redakteur wird bei der Erstellung neuer Ressourcen Schritt für Schritt geführt. Zuletzt müssen die Eigenschaften festgelegt werden. Standardmäßig hält es OpenCms minimalistisch. Es werden nur obligatorische Eigenschaften abgefragt, ohne welche die neue Ressource sonst nicht erstellt werden könnte.

Abb. 10: Erweiterte Eigenschaften eines Ressourcetyps
Abb. 10: Erweiterte Eigenschaften eines Ressourcetyps[32]

Alle normalen Eigenschaften tragen eine aussagekräftige Bezeichnung. Bei den erweiterten Eigenschaften ist das jedoch anders. Wie in Abbildung 9 zu sehen, sind die Bezeichnungen zwar eindeutig, weil diese der "[...]originalen Termini der in OpenCms verwendeten XML- Sciptsprache"[33] entsprechen, aber für den normalen Redakteur überwiegend wenig aussagekräftig sind. Hier wird genau Kenntnis benötigt, welche Eigenschaft, welchen Effekt hat. Ausserdem handelt es sich bei allen Feldern um Freitextfelder, die wiederum eine genaue Kenntnis über die setzenbaren Werte und deren Auswirkung erfordern.

Das Erstellen neuer Ressourcen ist nahezuselbsterklärend, soweit die erweiteren Eigenschaften keine Verwendung finden müssen. Dies wird mehrheitlich der Fall sein, weshalb wir zu einem im Regelfall guten Ergebnis kommen.

Punkt(e)
2

6.4.4 Redaktionskonzept

6.4.4.1 "Online"- und "Offline"-Projekt

Das Redaktionskonzept unterscheidet zwischen Content, der öffentlich von Jedermann abgerufen werden kann und Content, der nicht öffentlich zugänglich ist. Bei diesem Content handelt es sich entweder um neuen oder um überarbeiteten Content, welcher noch redaktionell bearbeitet wird und erst später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

Abb. 11: Redaktionskonzept, Content Veröffentlichen
Abb. 11: Redaktionskonzept, Content Veröffentlichen[34]

In OpenCms wird der öffentliche Content in einem "Online"-Projekt und der nicht öffentliche in einem "Offline"-Projekt vorgehalten. Jeder Content kann nur im "Offline"-Projekt erstellt oder bearbeitet werden. Diese Vorgehensweise soll den störungsfreien Betrieb der Webseite unterstützen und helfen Fehler zu finden, bevor der Content veröffentlicht wird.[35]


Bewertung
Im "Offline"-Projekt wird der Content so dargestellt, wie er später online für den Leser abrufbar sein wird. Dies ermöglicht eine vollständige Qualitätssicherung, schon bevor "die Zeitung gedruckt" wurde. Das "Online"-Projekt bleibt für den Leser verfügbar, während die Redaktion im "Offline"-Projekt uneingeschränkt an den Webseiten arbeiten kann. So schafft das Redaktionskonzept eine technische Grundlage für den reibungslosen und fehlerfreien Betrieb einer Webseite.

Punkt(e)
1

6.4.4.2 Realisierung im GUI

Content, der gerade von einem Redakteur bearbeitet, ist für andere zur Bearbeitung gesperrt. Dies verhindert, dass Content durch einen anderen Redakteur überschrieben wird. Wie in folgender Tabelle dargestellt, wird dies in Form eines kleinen Vorhängeschlosses symbolisiert. Wird kein Vorhängeschloss angezeigt, ist das Element nicht gesperrt und kann bearbeitet werden. Besteht die Notwendigkeit mit einem Redakteur Kontakt aufzunehmen, wird der Mauspfeil über dem Vorhängeschloss-Symbol platziert und der gegenwärtig bearbeitende Redakteur wird in einem kleinen Hinweis angezeigt.[36] Alternativ kann auch über die persönlichen Benutzereinstellungen eine Spalte eingeblendet werden, die dann den sperrenden Redakteur anzeigt.[37]

Symbol
Bedeutung
Tab. 3: Symbole für gesperrte von Ordner und Dateien

Bild:Lock_user.gif
Symbolisiert dem Redakteur, dass es von ihm selbst gesperrt ist, weil er es in Bearbeitung hat. Anderen Redakteuren ist die Bearbeitung nicht möglich.
Bild:Lock_other.gif
Symbolisiert, dass es von einem anderen Redakteur gesperrt ist. Eine Bearbeitung ist solange nicht möglich.

Dateien und Ordnern werden bei Änderungen oder Neuerungen farblich von unveränderten Elementen abgehoben, um den Bearbeitungsstand ersichtlich zu machen.[38]

Farbe
Bedeutung
Tab. 4: Symbole für den Bearbeitungsstatus von Ordnern und Dateien

blau

In blauer Schrift werden Ordner und Dateien dargestellt, die neu erstellt oder auf den Server geladen wurden.

rot

Dateien und Ordner, die in roter Schrift dargestellt werden, wurden überarbeitet. Diese sind jedoch noch nicht veröffentlicht, weshalb der Leser noch den vorigen Content angezeigt bekommt, während der Redakteur die überarbeitete Version sieht.
schwarz
In schwarz werden alle Dateien und Ordner angezeigt, die im "Online"- und "Offline"-Projekt identisch sind. Leser und Redakteur sehen jeweils den gleichen Content.

Bewertung

Durch die farbliche Kennzeichnung ist jedem Redakteur sofort ersichtlich, in welchem Bearbeitungsstatus sich Ordner und Dateien befinden. Das Symbol eines Vorhängeschlosses macht sofort den Sperrzustand ersichtlich. Wer, welches Element gerade bearbeitet, wird durch einen kleinen Hinweis ersichtlich, um die Kontaktaufnahme mit dem bearbeitenden Redakteur zu erleichtern.

Mit diesen Mechanismen wird technisch die Voraussetzung geschaffen, dass keine Konflikte bei der Bearbeitung entstehen und nur Content veröffentlicht wird, der dafür "reif" ist. Die Redaktionskonzept ist einfach, deshalb leicht verständlich und wirkungsvoll.

Punkt(e)
1

6.4.5 Veröffentlichen

Das Veröffentlichen beinhaltet das Übertragen von Inhalten aus dem „Offline“-Projekt in das „Online“-Projekt. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, können die Inhalte von der Öffentlichkeit über das Internet abgerufen werden.

Es können Dateien und Verzeichnisse veröffentlicht werden. In diesem Zusammenhang können optional alle Verknüpfungen, alle Ressourcen im Verzeichnis und zusammenhängende Ressourcen mit veröffentlicht werden. „Mit veröffentlicht werden“ soll an dieser Stelle bedeuten, dass es sich hierbei um alle Ressourcen handelt, die mit den ausgewählten Dateien oder Verzeichnissen im Zusammenhang stehen. Diese müssen sich bspw. nicht in dem Verzeichnis befinden, welches veröffentlicht werden soll.[39]


Bewertung

Rein technisch betrachtet, gestaltet sich die Veröffentlichung als sehr unkompliziert. Aber genau das birgt auch eine „Gefahr“ in sich. OpenCms hat kein Freigabeverfahren implementiert. Somit liegt die „Gefahr“ ganz unscheinbar darin, dass durch die Einfachheit event. Inhalt mit veröffentlicht werden, die noch gar nicht hätten veröffentlicht werden sollen. Deshalb muss zuvor eine Abstimmung mit den jeweilig beteiligten Redakteuren erfolgen.[40]

Punkt(e)
2

6.4.6 Editor

Mit dem Editor werden HTML-Dokumente erstellt. In OpenCms gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten zur Erstellung dieser. Die eine nennt sich „Seite nach Vorlage“, die andere „Seite mit Freitext“.

Bei „Seite mit Freitext“ wird ein Editor geöffnet, der CSS unterstützt. Dieser Modus bietet große gestalterische Freiheiten. Die Oberfläche hat Ähnlichkeit mit der einer Textverarbeitung, wie z.B. Word. Daneben verfügt der Editor über eine integrierte Bildbearbeitung und eine Galerie für HTML-Seiten, in welcher Vorlagen gesammelt und daraus wieder verwendet werden können.

Bei mehrsprachigen Seiten kann in der Symbolleiste über ein Dropdown-Feld ad hoc zwischen Sprachen hin- und hergewechselt werden. Wird bspw. von Deutsch auf Englisch gewechselt, so wird im Textbereich sogleich die englische Fassung angezeigt und umgekehrt.

Wird per Copy and Paste HTML-Quellcode eingefügt, kann es dazu kommen, dass dieser nicht korrekt dargestellt wird, weil er nicht ganz standardkonformen HTML-Code enthält. Mit der Funktion „Quellcode bereinigen“ kann dieser mit einem einfachen Klick bereinigt werden. D.h., dass der HTML-Code standardkonform angepasst und im Ergebnis dann korrekt dargestellt wird.[41]

OpenCms unterstützt die Erstellung von barrierefreien Webseiten, indem keine Tabellen für Layoutzwecke verwendet werden.[42] Standardmäßig ist OpenCms so vorkonfiguriert, dass die Schriftgröße und der Schrifttyp für normale Textpassagen (es sind hier keine Überschriften, Aufzählungen o.Ä. gemeint) eine projektweite Gültigkeit besitzen. Dies wurde bewusst so realisiert, weil es den Normen und Standards barrierefreier Internetseiten folgt. Trotzdem besteht die Möglichkeit davon abzuweichen. Hierfür muss jedoch Grundkonfiguration geändert wird.

Überschriften, Aufzählungen, Adressen usw. werden per Formatvorlage formatiert, die Projektweit zu einer einheitliche Formatierung beitragen. Durch Änderung der Formatvorlagendatei können projektweit die Formatierungen mit geringst möglichem Aufwand geändert werden.[43]

Des Weiteren stellt OpenCms folgende Funktionen zur Verfügung, die, nach Meinung des Autors, keiner ausführlichen Erläuterung bedürfen, da diese als marktweiter Standard für die Erstellung von Webseiten eingeordnet werden können.

  • Verlinkungen auf interne oder externe Webseiten setzen[44]
  • Bilder einfügen und bearbeiten[45]
  • Erzeugen ganzer Bildergalerien[46]
  • Dokumente als Download einbinden[47]
  • Tabellen einfügen und bearbeiten zum Darstellen von Informationen, nicht aber als Layout-Instrument für Webseiten[48]
  • Quelltext einfügen und bearbeiten[49]

Bei „Seite nach Vorlage“ werden HTML-Vorlagen verwendet, die formularbasiert vom Redakteur ausgefüllt werden. Der Redakteur konzentriert sich komplett auf die Inhalte, während das System, in Abhängigkeit der gewählten Vorlage, das Layout automatisch anwendet. Hierbei geht es um Überschriften, die Anordnung von Texten und Bildern. Im Prinzip werden bei der Erstellung einer Webseite mit „Seite nach Vorlage“ alle Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, die auch beim Erstellen per „Seite mit Freitext“ angeboten werden. Der wesentliche Unterschied ist die formularbasierte Arbeit, die in gewisser Weise den Redakteur in seiner Arbeit führt.[50]


Bewertung

Im dem Editormodus "Seite mit Freitext" hat der Redakteur zwar mehr gestalterische Freiheiten, als im Modus "Seite nach Vorlage", aber auch nur im Rahmen der Grundkonfiguration und der definierten HTML-Vorlagen. Dies ist ein wichtiger Punkt für die Wahrung des Corporate Design's und der Barrierefreiheit. Es ist als positiv zu bewerten.

Der Modus "Seite nach Vorlage" leistet das Gleiche, nur das der Redakteur die Webseite formularbasiert mit Inhalten füllt. Dies hat den Vorteil, dass so sehr schnell neue Inhalte erstellt werden können. Dies macht bei Seiten Sinn, die von wiederkehrender Natur sind, also immer die gleiche Struktur aufweisen. Durch Ausfüllen eines Formulars werden Informationen systematisch abgefragt, womit der Redakteur in Puncto Vollständigkeit der Seite unterstützt wird. In Stresssituation sicherlich ein ganz wichtiger Faktor. Bspw. Beiträge für Kurznachrichten. Es muss kein Gedanke an die richtige Formatierung verschwendet werden. Der Redakteur erfasst den Text und veröffentlicht diesen.

Bzgl. der Barrierefreiheit muss sich in beiden Modis gleich wenig Gedanken gemacht werden, weil der Editor von sich aus die Inhalte in möglichst barrierefreien HTML-Code umsetzt.

Bei Modis sind gut realisiert und es konnte kein wesentlicher Kritikpunkt gefunden werden, der Gewicht hat.

Punkt(e)
1

6.4.7 Dokumentencenter

Das Dokumentencenter ist eine Datenbank, in welche Dokumente, wie z.B. DOCX, PDF, PNG usw., hochgeladen und aus dieser wieder abgerufen werden können. Das Wiederfinden der Dokumente wird erleichtert, indem der Datenbankinhalt nach Suchkriterien gefilter und sortiert werden kann.[51]

Bei der Erstellung eines Dokumentencenters müssen Einstellungen getätigt werden, die diesem eine Struktur verleihen. Strukturiert wird nach Haupt- und Unterkategorien. Die max. Kategorietiefe liegt bei 2 Ebenen. Die Anzahl der Kategorien ist jedoch nicht beschränkt und quasi „unerschöpflich“. Außerdem ist eine Sortierung nach jedem gewünschten Feld möglich. Z.B. nach Datum, Dokumentname usw. Bei Anlage eines neuen Dokumentcenters sind standardmäßig 5 Hauptkategorien vordefiniert, die erweitert, geändert und gelöscht werden können.[52]

Das Dokumentencenter bietet optional auch einen Disclaimer an. Dieser kann für ein Verzeichnis aktiviert werden. Möchte ein Benutzer in das Verzeichnis, wird zuerst der Disclaimer angezeigt. Nur wenn der Benutzer diesem zustimmt, gelangt er in den Ordner.[53]


Bewertung

Die Möglichkeiten Kategorien zu konfigurieren sind sehr umfangreich. Die Eigenschaften einer Kategorie sind nicht selbsterklärend. Besonders die erweiterten Eigenschaften erfordern genaue Kenntnis darüber, welches Attribut, welchen Effekt hat. Zumal keine vordefinierten Werte bspw. aus einem Dropdown-Menü ausgewählt werden können. Überwiegend handelt es sich um Freitextfelder, die eine zwingende Kenntnis über die verfügbaren Werte und deren Effekt erfordern. Anderen Falls ist die Konfiguration nahezu unmöglich.

Bei der Anlage eines Dokumentcenters sind fünf Kategorien bereits vordefiniert. Diese sollten noch mindestens sprechend beschriftet werden, da der Aussagehalt sonst gegen null geht.

Der Disclaimer ermöglicht es auch Inhalte im Dokumentcenter bereitzustellen, von denen sich der Webseitenanbieter distanzieren möchte. Dies ist sicherlich dann eine sinnvolle Funktion, wenn der Datenbestand um fremde Beiträge bereichert werden soll und zugleich sich rechtlich abzusichern.

Alles in allem macht das Documentcenter einen guten Eindruck. Es ist flexibel einsetzbar. Es können beliebig viele Documentcenter eingebunden werden und diese nach verschiedensten Kriterien strukturiert und durchsucht werden.

Punkt(e)
2

6.4.8 Benutzerverwaltung

Um sich am Workplace anmelden zu können, ist ein Benutzer bzw. Benutzerkonto erforderlich. In der Benutzerverwaltung werden die Benutzer verwaltet, d.h. angelegt, geändert und gelöscht. Nicht jeder Redakteur soll jeden Bereich der Webseite bearbeiten können, weshalb den Benutzern Berechtigungen, i.d.R. indirekt über Gruppenmitgliedschaften, zugewiesen werden, die festlegen, was der Redakteur im Kontext seines Benutzers alles tun darf. Bei den Berechtigungen geht es in erster Linie um die Bearbeitungsrechte der Webseite, aber auch um administrative bzw. funktionale Rechte für das OpenCms. Hierbei ist die Rede von so genannten Rollen.

Um die Administration von Benutzern überschaubar und effizient zu gestalten, werden Organisationseinheiten und Gruppen verwendet.

In Gruppen werden die Benutzer zusammengefasst, welche das gleiche Tätigkeitsfeld haben und somit auch die selben Berechtigungen benötigen. Es ist deutlich effizienter und administrativ übersichtlicher einer Gruppe Berechtigungen zuzuweisen, als allen Benutzern einzeln die selben Rechte zu geben. Wechselt bspw. ein Benutzer den Tätigkeitsbereich, soll dieser die bisherigen Bereiche nicht mehr bearbeiten können und stattdessen nur noch die neuen Bereiche. In diesem Fall genügt es den Benutzer aus seiner aktuellen Gruppe zu entfernen und in die Gruppe aufzunehmen, welche die Berechtigungen für seinen neuen Tätigkeitsbereich regelt. Oder soll einer Abteilung die Bearbeitung einer neuen Seite ermöglicht werden, so wird lediglich die Gruppe berechtigt, welche die Abteilung repräsentiert und so haben mit dieser Berechtigung alle Benutzer der Abteilung die selben Rechte die neue Seite zu bearbeiten.

Bei den Organisationseinheiten wird unterschieden zwischen „Haupt-“, „Unter-“ und „Eltern-Organisationseinheiten“. Organisationseinheiten dienen der Zusammenfassung von Gruppen, Rollen und Benutzern. Bspw. gibt es eine Presseabteilung und eine Abteilung für den Verkauf. In jeder Abteilung gibt es einen Abteilungsleiter, Angestellte, Freiberufler und Praktikanten. So wird nun für beide Abteilungen jeweils eine Organisationseinheit angelegt. In dieser werden wiederum Gruppen und Unter-Organisationseinheiten angelegt, welche die Personalstruktur abbilden. Den Gruppen und Organisationseinheiten werden Zugriffsberechtigungen auf Webseiten und Ausführungsrechte für bestimmte Funktionen zugewiesen. Bei den Ausführungsrechten kann dies über Rollen erfolgen. Rollen enthalten ein Paket, d.h. eine Zusammenfassung von Berechtigungen, die zur Ausführung bestimmter Funktionen in der Organisationseinheit benötigt werden. Z.B. die Funktion des Abteilungsleiters der Presseabteilung.[54]


Bewertung

Die Vergabe von Berechtigungen über Benutzer, Gruppen, Organisationseinheiten und Rollen auf Verzeichnisse, Dateien und Funktionen ist weitverbreitete Praxis und ist selbstverständlich.

Punkt(e)
1

6.4.9 Gültigkeit

Wenn Inhalte nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums aktuell sind oder erst ab einem bestimmten Zeitpunkt, muss eine Terminierung bei der Veröffentlichung berücksichtigt werden. In OpenCms wird dies über die Gültigkeit realisiert, die für jedes Dokument entsprechend gesetzt werden kann.

Bspw. soll ein geplantes Event auf der Webseite angekündigt werden und nach dem Termin nicht mehr angezeigt werden. So wird dem Dokument ein Datum hinterlegt, ab wann es gültig ist und bis wann. Dies bewirkt, dass das Dokument erst bei Eintritt des ersten Termines angezeigt wird und wieder ausgeblendet wird, sobald der Termin vorüber ist.[55]


Bewertung

Dies ist eine einfache und sehr wirkungsvolle Funktion, da terminunabhängig Inhalte erstellt werden können und diese trotzdem erst zum gewünschten Zeitpunkt der Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden. Es muss also niemand an OpenCms angemeldet sein, um das Dokument manuell zu veröffentlichen. Diese Möglichkeit erhöht die Flexibilität bei terminierten Inhalten erheblich.

Punkt(e)
1

6.4.10 Historie

Bei Änderung einer Datei wird nicht die aktuelle Version verändert, sondern kopiert und eine neue Version erzeugt, welche bearbeitet wird und dann als aktuelle Version zur Verfügung steht. So ist es möglich vorige Inhalte wiederherzustellen, als auch bei Notwendigkeit auf frühere Informationen zurückzugreifen. Die fünf letzten Versionen werden in der Historie gespeichert.[56]


Bewertung

Dieser Vorgang geschieht komplett im Hintergrund und beeinflusst die Arbeit in keinster Weise. Erst wenn die Notwendigkeit besteht auf eine frühere Version zuzugreifen, kommt die Historie ins Spiel. Die Historie speichert fünf Versionen. Ob das ausreichend ist, fällt schwer zu beurteilen. Wünschenswert wäre, dass die Anzahl gespeicherter Versionen beeinflusst werden könnte, um diese nach Bedarf zu erhöhen oder zu verringern.

Punkt(e)
2

6.5 Barrierefreiheit

Wie an voriger Stelle beiläufig erwähnt, verfolgt OpenCms gezielt die Erstellung barrierefreier Webseiten, um "[...] behinderten Menschen im Sinne des § 3 des Behindertengleichstellungsgesetzes, denen ohne die Erfüllung zusätzlicher Bedingungen die Nutzung der Informationstechnik nur eingeschränkt möglich ist, den Zugang dazu zu eröffnen."[57]

An dieser Stelle soll die Barrierefreiheit einer Webseite kurz analysiert werden, die durch OpenCms erstellt wurde. Hierzu wird der Trichter-Test verwendet. Auch wenn der Trichter-Test nicht der Betrachtungsgegenstand ist, soll seine Funktionsweise trotzdem kurz umrissen werden, da dieser in der Fachwelt noch ein recht junges Dasein genießt. Im Anschluss erfolgt die Bewertung einer mit OpenCms erstellen Webseite.

6.5.1 Trichter-Test

Der Trichter-Test besteht aus den folgenden vier Schritten und orientiert sich inhaltlich an der BITV:

Abb. 12: Trichter-Test
Abb. 12: Trichter-Test[58]

  1. Markup Validierung[59]
  2. Quelltext Analyse
  3. Allgemeine BF Analyse
  4. Spezielle BF Analyse

In nebenstehender Abbildung wird der Trichter-Test visualisiert. Erklärend schreibt der Autor zu diesem:

"Eine zu prüfende Seite befindet sich zunächst außerhalb des Trichters, noch über dessen Öffnung. Ihr Status hinsichtlich Barrierefreiheit ist noch undefiniert. Ihr Quellcode wird in den Trichter von oben eingegeben und passiert nun sukzessive mehrere Prüfstufen, genannt Filter oder Filter-Stufe. In der Folge werden diese Filter, maximal 4, immer schwieriger zu passieren. [...] Vergleichbar ist das mit einer anspruchsvollen medizinischen Diagnose: Zuerst stellt der Patient als Laie selbst fest, dass „etwas nicht stimmt“. Dann sucht er den Hausarzt auf, dieser überweist ihn zum Facharzt und schließlich wird er beim erfahrenen Chefkliniker vorstellig."[60]

Das Ergebnis eines Trichter-Tests wird abschliessend in den Bewertungen "mangelhaft", "barrierearm", barrierereduziert" und "barrierefrei", wobei Letztere die beste Auszeichnung ist, zusammengefasst.[61]

6.5.2 Test

Zum Test der Barrierefreiheit wird die Webseite "www.zvv.ch/de" analysiert. Diese wurde mit OpenCms erstellt, so in einer Übersicht zu Referenzseiten von opencms.org[62]. Dieser Test ist nicht repräsentativ und hat nur einen stichprobenartigen Charater. Er soll jedoch eine erste Beurteilung erlauben.

Abb. 13: Die Webseite für den Test der Barrierefreiheit
Abb. 13: Die Webseite für den Test der Barrierefreiheit[63]

Schritt 1 - Markup Validierung

Die Markup Validierung hat 10 Fehler und 10 Warnung ergeben. Die Note ist "mangehaft". Nach Definition des Trichter-Tests müsste der Test an dieser Stelle eigentlich abgebrochen werden, weil der HTML-Code fehlerhaft ist. Der Test darf nur fortgesetzt werden, wenn keine Fehler gefunden wurden. Schon hier ist zu merken, dass die Anforderungen von anspruchsvoller Art sind.

Wir sind jedoch großzügig und setzen den Test fort, weil uns interessiert, wie die Webseite in den folgenden Schritten abschneidet. Ausserdem lässt sich nicht ausschliessen, dass diese Fehler event. durch händische Eingriffe in den HTML-Code gelangt sind und nicht durch OpenCms.

Schritt 2 - Quelltext Analyse

Bei der Quelltext Analyse ist positiv aufgefallen, dass keine Tabellen für das Webseiten-Layout eingesetzt werden. Eine Navigation per Maus ist jedoch nur bedingt möglich. Die Hauptfunktionalität, nämlich das Heraussuchen von Verbindungen (Bus/Zug), ist jedoch erreichbar. In Summe kann die Zwischennote + vergeben werden.

Schritt 3 - Allgemeine BF Analyse

Bei der allgemeinen BF Analyse schneidet die Webseite in allen Punkten mit gut bis sehr gut ab. In Puncto Mouseover-Kennzeichnung und Einstellung der Schriftgröße jedoch mangelhaft. In Summe wird hier jedoch noch ein + erreicht.

Schritt 4 - Spezielle BF Analyse

Bei der speziellen BF Analyse konnte ein + erreicht werden. Auch hier fällt die Schwäche der mangelnden Navigation per Tastatur wieder ins Auge.

Ergebnis

Unsere Webseite erhält das Prädikat barrierefrei. Allerdings nicht mit Bravour. Besonders im Bereich der Navigation ohne Maus gibt es Verbesserungsbedarf.

Abb. 14: Trichter-Test einer von OpenCms erstellen Webseite
Abb. 14: Trichter-Test einer von OpenCms erstellen Webseite[64]

Bewertung

Unser Testkandidat hat mit dem Prädikat barrierefrei abgeschnitten. Bei den Tests ist jedoch deutlich geworden, dass die durch OpenCms erzeugten Webseiten nicht gleich automatisch gut, im Sinne von barrierefrei, sein können. Denn einige Punkte kann OpenCms nicht abfangen. Bspw. kann es schwierig beurteilen, ob der Kontrast der Webseite für Sehbehinderte angemessen ist, wenn die Farben herausgenommen werden. Oder wie soll OpenCms beurteilen, ob es zu jeder Grafik auch einen aussagekräftigen Text gibt? Wie soll OpenCms beurteilen welche Elemente einer Webseite ohne Maus erreichbar sein sollen und in welcher Reihenfolge? Diese Liste könnte mit weiteren Fragestellungen dieser Art fortgeführt werden, die auch Redakteure nicht eindeutigt beantworten können und mal mehr, mal weniger intuitiv, oder auf Erfahrung beruhend, eine Entscheidung treffen müssen.

Andere Fragestellungen kann OpenCms wiederum gut "beantworten". Bspw. werden bei der Umsetzung des Seitenlayouts keine Tabellen verwendet, die für Screenreader eindeutig ein Problem darstellen würden.

Es ist deutlich zu erkennen, dass es für OpenCms eindeutige und definitiv nicht eindeutige Fragestellungen bzgl. der Barrierefreiheit gibt. Genau dazwischen liegt Verbesserungspotential. Dem Redakteur wird keine Unterstützung angeboten, die ihm bei der Erstellung barrierefreier Webseiten behilflich ist. Es könnte bspw. eine Checkliste implementiert werden, anhand welcher alle Kriterien systematisch abgehakt werden können. Der Trichter-Test wäre sicherlich als Ausgangbasis für solch ein Vorhaben geeignet.

Unterm Strich werden von OpenCms die wichtigsten, eindeutigen Kriterien bei der Erstellung von Webseiten beachtet und umgesetzt. Es bleibt jedoch noch viel an dem Redakteur selbst hängen, um den Grad der Barrierefreiheit zu erhöhen.

Punkt(e)
3

6.6 Sicherheit

In OpenCms können Seiten auch verschlüsselt übertragen werden. Hierzu wird HTTPS bzw. die SSL-Verschlüsselung verwendet. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit Seite als „Intern“ zu markieren. Das bedeutet, dass diese nur intern, direkt über den Workplace, geöffnet werden können, nicht aber über die öffentliche Webseite.[65]


Bewertung

Nicht jede Seite muss verschlüsselt übertragen werden. Handelt es sich jedoch um Informationen, die schützenswert oder geschützt werden müssen, so lässt sich die Verschlüsselung ohne großen Aufwand aktivieren oder den Zugriff auf den Nutzerkreis vom Workplace beschränken.

Punkt(e)
1

6.7 Kosten und Support

Da es sich bei OpenCms um ein Open Source-Produkt handelt, ist es kostenlos. Es müssen keine Lizenzen erworben werden und es kann ohne Einschränkungen auf so vielen Servern, wie gewünscht, installiert werden.

Dadurch, dass der Quellcode offen liegt, können problemlos Änderungen und Erweiterungen vorgenommen werden.[66] Somit kann OpenCms quasi uneingeschränkt an individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

OpenCms ist zu 100% in Java programmiert. Dies macht die Suche nach einem Partner einfacher, da Java eine weit verbreitete Programmiersprache ist. Professioneller Support ist international erhältlich. Auf der Webseite opencms.org, von der Firma Alkacon Software GmbH, welche, wie schon erwähnt, eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung von OpenCms hat, haben sich aktuell 115 Firmen registriert, die auf OpenCms basierende Lösungen anbieten.[67] Es ist naheliegend, dass diese Auflistung nicht vollständig ist und es durchaus weitere Anbieter auf dem Markt gibt.

OpenCms unterstützt von Hause aus eine Vielzahl von kommerziellen und Open Source-Datenbanken, sowie Betriebsystemen. Deshalb lässt es sich quasi in jede IT-Umgebung integrieren.[68] Möchte bspw. eine Firma im Intranet eine Webseite, zum Abruf von Informationen für Mitarbeiter, integrieren, kann es eine neue Instanz auf seinem SQL-Server einrichten. OpenCms nutzt diese und es müssen keine weiteren Kosten anfallen, weil OpenCms einfach den bestehenden SQL-Server mitbenutzt.

Da OpenCms browserbasiert[69] ist und jedes gängige Betriebssystem über einen Browser verfügt, wie z.B. den Internet Explorer, Firefox oder Safari, müssen keine Aufwende in eine etwaige OpenCms-Installation auf Clients gesteckt werden, mit denen der OpenCms-Content gepflegt werden müsste.

Auch bei einem Update von OpenCms müssen keine Installationen auf Clients berücksichtig werden, die zu einem Konflikt führen könnten. Z.B. durch Inkompatibilität zwischen installierter Client-Version und der auf dem Server laufenden Version. Somit entstehen beim Einsatz von OpenCms im Bereich der Client-Administration keine Kosten.

Wie bei jedem anderen CMS auch, muss OpenCms, nach Auswahl einer Plattform, auf welcher es betrieben werden soll, und Installation, zunächst konfiguriert werden. Dieses kann natürlich durch professionelle Anbieter erfolgen oder auch selbst geschehen. Voraussetzung ist natürlich, dass entsprechendes Knowhow vorliegt. Da OpenCms auf Java, XML, Servlets, JSP und JDBC basiert und dies weit verbreitete Standards sind, stellt die Einarbeitung jedoch keine besondere Hürde dar.[70]

Die OpenCms Community initiiert Veranstaltungen auf der Entwickler, Betreiber und Nutzer zueinanderfinden und sich austauschen können. So fanden z.B. vom 15.-16. Juni 2009 die OpenCms Days 2009 unter dem Titel "Mit OpenCms in der Rezession Kosten sparen" statt.[71] Kosteneffizienz behört zu eines der Kernthemen bei der Entwicklung und dem Einsatz von OpenCms.


Bewertung

Die oben aufgeführten Punkte sprechen eine Sprache für sich. OpenCms ist eine ernstzunehmende, zumindest in der Anschaffung, kostenlose CMS-Lösung mit allen ihren Open Source-Vorteilen. Hinsichtlich Kosten und Support ist OpenCms eine sehr interessante und leistungsstarke Alternative, zu anderen, durchaus kostspieligeren, CMS-Lösung.

Punkt(e)
1

6.8 Vorteile / Nachteile

Tab. 5: Übersicht zu den Vor- und Nachteilen von OpenCMS

Vorteile Nachteile
Die Anschaffung und Updates sind kostenlos.Da OpenCms als Anwendung in einem Browser läuft, kann es zu Fehlbedienungen kommen, da sich das Explorer-Menü nicht von dem des Browser deutlich genug abhebt.
OpenCms ist eine Open Source-Entwicklung und kann, quasi uneingeschränkt, an die individuellen Anforderungen angepasst werden.Die Veröffentlichung beinhaltet kein Freigabeverfahren, welches ausschliesst, dass Inhalte veröffentlicht werden, die noch nicht veröffentlicht hätte werden sollen.
OpenCms unterstützt gezielt die Erstellung von barrierefreien Webseiten.Gehen die Konfigurationen tiefer ins Details, lässt die Benutzerfreundlichkeit stark nach und es werden tiefergehende technische Kenntnisse benötigt.
OpenCms ist plattformunabhängig.
OpenCms ist mit vielen Datenbanken kompatibel.
OpenCms ist quasi uneingeschränkt skalierbar.
Hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit ist zu erkennen, dass dem Anwender die Bedienung bei den Hauptaufgaben möglist einfach und verständlich gestaltet werden soll.
Weitgehend selbstständige Pflege des eigenen Webseitenauftritts möglich.

7 Schlussbetrachtung

7.1 Fazit

OpenCms ist ein vollwertiges CMS-System. Seit über 10 Jahren kommt es in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Durch eine weltweit aktive Community erfreut es sich einer permanenten Weiterentwicklung und hat somit die wichtige Grundvoraussetzung der Praxistauglichkeit erfüllt, die der Zukunftsfähigkeit.

Nicht nur OpenCms selbst ist zukunftsfähig, sondern es leistet auch einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit all derer, die es einsetzen. OpenCms ist kostenlos und entlastet den Kostenapparat eines Unternehmens. Die Anschaffung und spätere Updates belasten nicht den "Geldbeutel".

Dadurch, dass OpenCms eine in JAVA programmierte Open Source-Anwendung ist, kann es nach Belieben quasi uneingeschränkt erweitert werden. JAVA ist eine weit verbreitete Programmiersprache, womit gute Voraussetzungen gegeben sind einen Partner zu finden, wenn Bedarf besteht.

OpenCms ist desweiteren plattformunabhängig und kompatibel zu vielen verschiedenen Datenbanken. OpenCms lässt sich somit kostensparend in IT-Infrastruktur integrieren.

OpenCms ist eine reine Browseranwendung. Dies macht den Einsatz sehr variabel. Bspw. können Journalisten direkt vom Ort des Geschehens Artikel schreiben. Alles was benötigt wird ist ein internetfähiger Computer. Eine Installation von Software ist nicht nötig und es muss auch nicht der eigene Computer sein. Ein Internetcafé tut es auch.

Die Einarbeitung in OpenCms ist moderat. Nicht alles ist selbsterklärend und eine gewissen Grundkenntnis muss schon vorhanden sein. Bspw. ist das Redaktionskonzept Basiswissen. Nur das "Online"-Projekt ist öffentlich abrufbar und das "Offline"-Projekt nicht. Es muss eine Veröffentlichung stattfinden, bevor der Content auch online abrufbar ist.

Bei der Arbeit mit OpenCms fiel immer wieder auf, das bei der Entwicklung an Benutzerfreundlichkeit gedacht wurde. Die Schaltfläche "Neu" ist bspw. der zentrale Einstiegspunkt zum Erstellen neuen Contents. Anschliessend wird der Redakteur durch den Prozess der Erstellung begleitet, d.h. währenddessen ausreichend informiert, um zu wissen was er da tun bzw. tun muss, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Allerdings muss hinzugefügt werden, dass sich dies nur komplett durch OpenCms durchzieht. Wird es spezieller und muss tiefer eingestiegen werden, dann "muss man wissen was man tut". Aber auch hierfür bietet OpenCms eine Lösungsmöglichkeit, indem mit Templates bzw. Vorlagen gearbeitet werden kann. Diesen können die nicht konventionellen Konfigurationen hinterlegt werden, um welche sich der nutzende Redakteur keine Gedanken mehr machen muss. Allerdings müssen diese Vorlagen zunächst einmal erstellt werden. In der Regel sind solche Eingriffe nicht für die Ewigkeit und es müssen irgendwann Anpassungen erfolgen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass OpenCms die selbstständige Pflege einer Webseite ermöglicht. Das steht natürlich auch in Abhängigkeit zur technischen und fachlichen Seite. Bspw. wird für die administrative Einrichtung und Verwaltung Externe Unterstützung benötigt. Für die Pflege des Webauftrittes jedoch nicht.

Das Veröffentlichen von Content ist, rein technisch gesehen, ein einfacher Vorgang mit wenig Aufwand für den Redakteur. Allerdings gibt es keinen vollständigen Schutz gegen die Veröffentlichung von Content, der nicht hätte veröffentlicht werden sollen.

OpenCms berücksichtig, soweit möglich, die Erzeugung von barrierefreien HTML-Quellcode. Dies ist insbesondere für Seitebetreiber von Interesse, die Inhalt geziehlt für behinderte Menschen bereitstellen oder gesetzlich sogar dazu verpflichtet sind.

Punkte

OpenCms wurde in 14 Teilen bewertet und kommt in Summe auf 21 Punkte. Hieraus ergibt sich eine durchschnittliche Punktzahl von 1,5.

Dieses Ergebnis ist sehr gut.

7.2 Ausblick

Verbesserungspotentiel liegt sicherlich in der Bedienerfreundlichkeit, die zwar schon recht gut ist, aber aus erwähnten Gründen doch noch ausbaufähig ist.

Ausserdem sollte an einer Lösung gearbeitet werden, die ausschliesst, dass Content veröffentlicht wird, der noch nicht hätte veröffentlicht werden dürfen.

OpenCms strebt die Erzeugung barrierefreien Contents an. Wie sich im Test zur Barrierefreiheit einer Webseite, die durch OpenCms erstellt wurde, herausgestellt hat, gibt es auch in diesem Bereich weiteres Verbesserungspotential.

Natürlich sollte OpenCms, wie in gewohnter Weise, weiterentwickelt werden, da die technologische Entwicklung im Web weiter forschreitet.

8 Fußnoten

  1. Lohr, Jürgen & Deppe, Andreas (2001): Der CMS-Guide, S. 7
  2. Wilhelm, Stephan; Westkämper, Engelbert; Bullinger, Hans-Jörg; Spath, Dieter: Verfahren zur Einführung eines internetbasierten Content Management für Qualitätsregelkreise in der Produktion. Jost Jetter Verlag, Heimsheim 2006, S.50
  3. Kampffmeyer, Ulrich: Enterprise Content Management - zwischen Vision und Realität. http://www.project-consult.net/Files/ECM_Whitepaper_20031027.pdf, S. 6; Abruf am 12.06.2010, 23.23 Uhr
  4. Vgl. Lohr, Jürgen & Deppe, Andreas (2001): Der CMS-Guide, S. 6/7
  5. Lohr, Jürgen & Deppe, Andreas (2001): Der CMS-Guide, S. 9
  6. Zschau, Oliver; Traub, Dennis; Zahradka, Rik: Web Content Management Websites professionell planen und betreiben. 2. Aufl., Galileo Press GmbH, Bonn 2002, S. 69
  7. Vgl. Lohr, Jürgen & Deppe, Andreas (2001): Der CMS-Guide, S. 8/9
  8. Vgl. Jagiela, G.; Kambouz, S.; Ruppert, P.; Zorembsky, D.: Content Management Syteme, Vertiefungsfach Prozessdaten Verarbeitung. 2001;http://www-1.informatik.fh-wiesbaden.de/~linn/vpdv01/cms/start.htm
  9. Vgl. Laborenz, Kai; Ertel, Andrea; Wendt, Thomas; Dussoye, Prakash; Hinz, Elmar: TYPO3 4.0 Das Handbuch für Entwickler. 2. Aufl., Galileo Press GmbH, Bonn 2006, S. 23-24
  10. Quelle: In Anlehnung an Altmann, Werner; Fritz, René; Hinderink, Daniel: TYPO3 Enterprise Content Management. Open Source Press GmbH, München 2004, S. 33
  11. Vgl. Altmann, Werner; Fritz, René; Hinderink, Daniel: TYPO3 Enterprise Content Management. Open Source Press GmbH, München 2004, S. 33
  12. Vgl. Maas, Wolfgang/ Stahl, Florian (2003): Content Management Handbuch, Strategien, Theorien und Systeme für erfolgreiches Content Management, NetAcademy Press Verlag, St. Gallen, S. 52-54
  13. Vgl. Maas, Wolfgang/ Stahl, Florian (2003): Content Management Handbuch, Strategien, Theorien und Systeme für erfolgreiches Content Management, NetAcademy Press Verlag, St. Gallen, S. 69-71
  14. Vgl. Zschau, Oliver; Traub, Dennis; Zahradka, Rik: Web Content Management Websites professionell planen und betreiben. 2. Aufl., Galileo Press GmbH, Bonn 2002, S. 232-302
  15. Vgl. Zschau, Oliver; Traub, Dennis; Zahradka, Rik: Web Content Management Websites professionell planen und betreiben. 2. Aufl., Galileo Press GmbH, Bonn 2002, S. 332-335
  16. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/support/faq.html, „Wie ist OpenCms entstanden?“
  17. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/news/100119_v752_available.html, „OpenCms 7.5.2 verfügbar“
  18. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/support/advantages.html, „OpenCms trägt zur Senkung der IT-Kosten bei“
  19. Vgl. Alkacon (2010), ebd., „Wie stabil und ausgereift ist OpenCms?“
  20. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/support/faq.html, „Wie stabil und ausgereift ist OpenCms?“
  21. Vgl. Alkacon (2010),http://demo.opencms.org/de, "OpenCms Live Demo Anmeldeformular"
  22. Vgl. Währisch & Feykes, 2002: Content Management mit OpenCms Fakten und Funktionen, S. 11
  23. Vgl. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/workplace.pdf, "1.1 Übersicht der „Komplettanleitung“
  24. Alkacon (2010),http://demo.opencms.org/de, "OpenCms Live Demo"
  25. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., "2.1.1 Login - Probleme"
  26. Alkacon (2010),http://demo.opencms.org/de, "OpenCms Live Demo"
  27. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., "4 Ansicht „Explorer“"
  28. Alkacon (2010),http://demo.opencms.org/de, "OpenCms Live Demo"
  29. Apple (2010),Safari-Browser 4.0.5
  30. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „4.3 Die Schaltfläche „Neu““
  31. Alkacon (2010), http://demo.opencms.org/system/workplace/views/workplace.jsp, "Explorer > Schaltfläche [Neu] > Bitte wählen Sie den neuen Ressourcetypen aus
  32. Alkacon (2010),http://demo.opencms.org/de, "OpenCms Live Demo"
  33. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/strukturierte_inhalte.pdf, "7.1.1 Aktivierung des Kalenders"
  34. Vgl. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/workplace.pdf, "3.1 Projekt „Offline“ und „Online“"
  35. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., "3.1 Projekt „Offline“ und „Online“"
  36. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., "4.2.1 Sperren / Freigeben"
  37. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., "5.2 Registerkarte „Explorer“"
  38. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., "3.2 Änderungen an Dateien, Ordnern und Verknüpfungen"
  39. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „4.5 Inhalte Veröffentlichen“
  40. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., "4.5 Inhalte Veröffentlichen"
  41. Vgl. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/seite_mit_freitext.pdf, „2 Der Editor „Seite nach Freitext““
  42. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „4 Inhalte strukturieren“
  43. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „3.2.3 Besonderheiten und Formate“
  44. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „3.3 Verlinkungen einfügen und editieren“
  45. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „3.4 Bilder einfügen und editieren“
  46. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „3.4.1 Arbeiten mit der Bildergalerie“
  47. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „3.5 Download einfügen“
  48. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „3.6 Tabellen einfügen und bearbeiten“
  49. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „3.7 Quelltext einfügen und bearbeiten“
  50. Vgl. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/seite_nach_vorlage.pdf, „2 Seite nach Vorlage – Was ist das?“
  51. Vgl. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/dokumentencenter.pdf, „2 Das Dokumentencenter– Was ist das?“
  52. Erzbistum Köln (2008), Vgl. ebd., „4 Ein Dokumentencenter verwalten“
  53. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., "4.4 Disclaimer"
  54. Vgl. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/benutzerverwaltung.pdf, „2 Generelle Konzepte der Benutzerverwaltung“
  55. Vgl. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/workplace.pdf, "4.2.12.2 Gültigkeit"
  56. Vgl. Erzbistum Köln (2008), ebd., „4.2.13 Historie“
  57. Juris (2002), http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bitv/gesamt.pdf, "§ 2 Einzubeziehende Gruppen behinderter Menschen"
  58. Michael Meron (2007), Seite 96, "6.1 Überblick"
  59. Vgl. W3C (2010), http://www.w3.org/standards, "STANDARDS - W3C"
  60. Michael Meron (2007), Seite 96, "6.1 Überblick"
  61. Michael Meron (2007), Seite 96 ff.
  62. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/support/references/travel.html, "OpenCms Referenzseiten Reisen / Tourismus / Transport / Logistik", 08.06.2010
  63. ZVV (2010), http://www.zvv.ch/de
  64. Michael Meron (2007), Seite 96 ff.
  65. Vgl. Erzbistum Köln (2008), http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/medien/internet/downloads/dokumentationen/workplace.pdf, "4.2.12.3 Verschlüsseln"
  66. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/support/advantages.html, „OpenCms trägt zur Senkung der IT-Kosten bei“
  67. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/support/solution_providers, „Professionelle OpenCms Lösungsanbieter“
  68. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/support/advantages.html, „OpenCms trägt zur Senkung der IT-Kosten bei“
  69. Vgl. Alkacon (2010), ebd., „OpenCms ist plattformunabhängig“
  70. Vgl. Alkacon (2010), ebd., „OpenCms trägt zur Senkung der IT-Kosten bei“
  71. Vgl. Alkacon (2010), http://opencms.org/de/events, "OpenCms Veranstaltungen"

9 Quellenverzeichnis

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