Anwendungsfelder für Tablet Computing

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Neuss
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Tablet Computing
Autor(en): Marcel B., Martin Th., Melanie W., Benjamin W.
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 2
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
BASt
Bundesanstalt für Straßenwesen
bpb
Bundeszentrale für politische Bildung
CeBIT
Centrum der Büro- und Informationstechnik;
CPU
Central Processing Unit
DRM
Digital Rights Management
EDV
Elektronische Datenverarbeitung
GB
Gigabyte
GHz
Gigahertz
GIS
Geoinformationssysteme
GPS
Global Positioning System
ITO
Indium Tin Oxide
LCD
Liquid Crystal Display
OCR
Optical Character Recognition
OS
Operating System
PC
Personal Computer
PDA
Personal Digital Assistant
RAM
Random-access memory
RFID
Radio Frequency Identification
SAW
Surface Acoustic Wave
SSD
Solid-State Drive
UMPC
Ultra-Mobil PC
UMTS
Universal Mobile Telecommunications System
WLAN
Wireless Local Area Network

2 Abbildungsverzeichnis

Abbildungs-Nr. Abbildung
Abb.1
Einordnung Tablet Computer
Abb.2
On-Screen-Keyboard der Windows XP Tablet Edition
Abb.3
Motion Computing Slate j3400
Abb.4
Apple iPad
Abb.5
HP Convertible TouchSmart TM2
Abb.6
Archos 7 UMPC
Abb.7
Resistiver Touchscreen
Abb.8
Kapazitiver Touchscreen
Abb.9
Wacom Induktionstechnik
Abb.11
Statista Zeitbuget Medien
Abb.11
Home-Bus
Abb.12
Der Einsatzleiter kann seine Einsatzkräfte vor Ort verwalten
Abb.13
Mit Hilfe des Tablets kann der RFID-Chip des Patienten (Armband im Vordergrund) ausgelesen werden
Abb.14
Mit Hilfe der Kamerafunktion kann die Wundheilung dokumentiert werden
Abb.15
Notebook-Beschädigungen im ersten Jahr
Abb.16
Schlaumäuse-Software und Tablet PC, Kinder erlernen die Sprache spielerisch
Abb.17
Techniker mit industrietauglichem Tablet-PC
Abb.18
GIS Convertible Tablet im Einsatz

3 Einleitung

Seit der Markteinführung des Apple iPads im Jahr 2010 erleben Tablet Computer eine Revitalisierung. Tablet Computer sind seither für die breite Masse zugänglich und stellen kein Nieschenprodukt für spezielle Anwendergruppen und Anwendungsfelder mehr dar.

Die Idee, einen Computer per Touch zu bedienen, ist allerdings nicht neu, sondern wurde bereits im Jahr 1993 mit dem Tablet Computer T100X des Herstellers Toshiba umgesetzt. Die Bauform entsprach dem des Slate, wie sie auch noch heute gebaut wird. [1] Die Bedienung war erstmals nicht, wie zu dieser Zeit üblich, mittels Tastatur und Maus realisiert, sondern wurde mit einer neuartigen Eingabe per Stift umgesetzt.

Lange Jahr litten die Tablet Computerhersteller an der mangelnden Implementierung von Software für Touchscreen Technologien, wodurch die Nutzungsmöglichkeiten und somit der Verbreitungsgrad von Tablet Computern stark eingeschränkt wurde. Heutzutage ist die technische Umsetzung und die Software von Tablet Computern jedoch wesentlich ausgereifter. Außerdem ist die Herstellung günstiger geworden und somit ist eine höhere Marktverbreitung gegeben. Aktuelle Betriebssysteme als auch Anwendungssoftware unterstützen die Nutzung von Tablet Computern, sodass deren Nutzung in vielen Anwendungsfeldern Einzug hält. Zusätzlich ist das Interesse der Industrie an der Verbreitung und Vermarktung von Tablet Computern sehr hoch, da diese hier einen großen Absatzmarkt sieht. Eine Statistik der Statista GmbH zeigt, dass sich der Bestand des iPads in Deutschland bis zum Jahre 2012 vervierfachen soll. [2]

Die Fallstudie beschäftigt sich mit den einzelnen Anwendungsfeldern für Tablet Computern. Sie soll aufzeigen in welchem Umpfang und in welchen Bereichen der privaten und Business Anwendungsfeldern Tablet PC schon in Benutzung sind und wo noch Potenziale erkennbar sind.

4 Allgemeine Grundlagen

4.1 Definition Tablet

Abb.-Nr. 1 - Einordnung Tablet Computer
Abb.-Nr. 1 - Einordnung Tablet Computer

Das Wort "tablet", aus dem Englischen übersetzt, bedeutet soviel wie Notizblock oder Schreibtafel, welches auch die Absichten des Tablet Computers widerspiegelt.

Thielsch, Merkle und Holtmeier brachten es in ihrer Arbeit „HR meets IT: Computergestützte Personalauswahl – zwischen Psychometrie und User Experience“ auf den Punkt. Sie sehen den Tablet PC als „eine spezielle Art des Notebooks“ [3]. Denn der Tablet PC ist eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Notebooks, lässt sich jedoch schwer einem genauen Bereich zuordnen. Der Tablet Computer vereint die Funktionen von Laptops, PDAs, Smartphones und E-Reader erweitert durch eine erleichterte Steuerung über das Touchscreen, wie in nebenstehender Abbildung erkennbar [4].

Schon Ende der 80er wurde das Potenzial der Stiftbedienung von Computern erkannt. 1991 brachte Microsoft eine Erweiterung für Windows 3.1 heraus, die eine Bedienung mittels Stift ermöglichte. Obwohl zwischen 1992 und 1994 viele Produkte namhafter Firmen, wie z.B. IBM, Toshiba, Fujitsu und Samsung auf den Markt kamen, waren die Verkaufszahlen gering. Dies lag hauptsächlich daran, dass die Bedienung der Geräte nicht so einfach wie gehofft funktionierte. Die Technik war damals noch nicht weit genug fortgeschritten. 2002 versuchte Microsoft dann ein weiteres Mal die Stiftbedienung zu etablieren, erstmals unter dem Namen "Tablet PC". Jedoch erst jetzt, 8 Jahre später, sorgt Apple mit dem iPad wieder für Aufsehen auf dem Table PC Markt.[5]

Der Tablet Computer ist ein flacher, tragbarer PC (Personal Computer) und bringt im Durchschnitt kaum mehr als ein Kilogramm auf die Waage. [6] Bedient wird der Rechner über den Bildschirm per Fingerberührung oder Eingabestift und kommt bis auf einige Ausnahmen auch ohne Tastatur und Maus aus. [7] Tablet Computer sind batteriebetrieben und arbeiten mit WLAN und Bluetooth. [8] Über eine Dockingstation, welche die tragbaren Computer mit einem festen Netz verbindet, ist es problemlos möglich, Peripheriegeräte, externe Displays und Netzwerke anzuschließen. [9]

4.1.1 Betriebssysteme

Abb.-Nr. 2 - On-Screen-Keyboard der Windows XP Tablet Edition
Abb.-Nr. 2 - On-Screen-Keyboard der Windows XP Tablet Edition

Grundlage aller Anwendungsprogramme ist ein Betriebssystem, welches eine Sammlung von Systemprogrammen beinhaltet als auch die Hardwareverwaltung steuert. Tablet Computer sollten im Idealfall ein Betriebssystem nutzen, das einen nativen Support für die Tablet Komponenten bietet.

Der Softwarehersteller Microsoft bietet seit Windows XP seine Betriebssysteme zusätzlich in einer speziellen Tablet Version an. [10] Die Windows XP Tablet Edition ist in zwei Generationen verfügbar. In Windows Vista und nachfolgenden Betriebssystemen bietet Microsoft einen direkten Support für Tablet Computer bzw. Touchscreen Bildschirme ab einer bestimmten Version an. Die Windows XP Tablet PC Edition wurde im Jahr 2002 veröffentlicht. Ende 2004 wurde sie dan in einer überarbeiteten Version unter dem Namen Windows XP Tablet PC Edition 2005 erneut veröffentlicht. Windows Vista als auch Windows 7 bieten ab der Version Home Premium einen Tablet Support. [11] Bereits angekündigt wurde eine neue Windows Tablet Version, welche ein kompaktes Betriebssystem bieten soll und für die Geräteklasse der Pads entwickelt wurde. [12]

Das durch Apple entwickelte UNIX-Betriebssystem Mac OS verfügt über eine Software namens Ink bzw. Inkwell, welche in der Lage ist, Eingaben von Grafiktablets als auch Touchscreens entgegenzunehmen und zu verarbeiten. [13] Inkwell verfügt über eine Handschrifterkennung für englische, französische als auch deutsche Texte und kann diese in digitale Texte umwandeln. [14] Zusätzlich werden vorgegebene Stiftgesten unterstützt [15], mit denen das Bearbeiten von Texten vereinfacht werden soll. Ebenso, wie in den Microsoft Tablet Betriebssystemen, enthält auch Mac OS als weiteres Feature ein On-Screen-Keyboard. [16] Als Betriebssystem für Internet-Tablets sowie Mobiltelefone setzt Apple auf das eigen entwickelte Betriebssystem iPhone OS, wie es bereits auf den verschiedenen Generationen des iPhones sowie des iPads installiert ist.

Linux Betriebssysteme bieten zum Teil ebenfalls einen Support für Tablet Computer. Dies ist allerdings von der Distribution als auch von der Version abhängig. OpenSuse kann als eine Distribution genannt werden, welche mehrere Tablet Computer nativ unterstützt. [17] Die von Debian abstammende Ubuntu Distribution soll ab der Version 10.10 einen nativen Support für Touchscreen Geräte bieten. [18] Andere Distributionen benötigen die Nachinstallation von einzelnen Paketen, um die Funktionalität des Touchscreens zu unterstützen.

Die Fähigkeit, Tablet Computer zu unterstützen, stellt in den Betriebssystemen lediglich eine Erweiterung eines bestehenden Betriebssystems dar. [19] Typische Zusatzsoftware ist ein On-Screen-Keyboard inklusive Input Panel zur Eingabe von Texten per Touch [20] oder eine Handschrifterkennung per OCR für die Konvertierung von handgeschriebenen Zeichen in eine digitale Form. [21] Typische Eigenschaften des Betriebssystems sind die Interpretation von Gestiken mit dem Stift [22], das Scrollen per Finger auf Multitouch Displays oder die Rotation des Displays entsprechend der Lage des Gerätes. [23]

4.1.2 Anwendungssoftware

Neben dem Betriebssystem oder Software zur Handschrifterkennung kommen immer mehr Programme auf den Markt, die die Tablet-Funktionalität mehr und mehr unterstützen.

Als Erstes sind hier die Office-Anwendungen des Herstellers Microsoft zu nennen. Microsoft Office OneNote zum Beispiel, welches ein Teil der Microsoft Office Suite ist, unterstützt die handschriftliche Notizeingabe. In diesen Notizen kann, auf Grundlage der Handschrifterkennung, welche im Hintergrund durchgeführt wird, jederzeit nach bestimmten Suchbegriffen gesucht werden. Auch die Präsentationssoftware Microsoft Office Powerpoint ist eine Anwendung, die Eingaben von Tablet PCs unterstützt. Die Präsentation kann während des Vortrags bearbeitet bzw. ergänzt werden, indem beispielsweise Skizzen auf bestehenden Folien angefertigt werden. Der Stift des Tablet Computers kann auch den Laserpointer ersetzen und während der Präsentation gewünschte Elemente hervorheben.[24]

Die Corel Corporation ist ein kanadischer Technologiekonzern und stellt Textverarbeitungs- und Grafikprogramme her. Mit der Software Corel Grafigo können mit Hilfe eines Tablet Computers schnell Ideen in Skizzen oder Bildern erfasst werden. Es ist möglich, Dokumente zu kommentieren oder Mind-Maps zu erstellen. Die Software wurde speziell für das Betriebssystem Windows XP Tablet PC Edition konzipiert und ist eine stiftbasierte Grafik-Anwendung. [25]

Seit der Version von 2003 kann auch die Anwendung MindManager des Softwareherstellers Mindjet mit Stifteingaben umgehen. So können schnell Mind-Maps handschriftlich erstellt werden. Zusätzlich gibt es beispielsweise die Möglichkeit, bekannte Methoden wie das Brainstorming anzuwenden und schnell Ideen zu erfassen. [26]

Allerdings werden auch spezielle Anwendungen, z.B. für Krankenhäuser oder Land- und Forstwirtschaft, erstellt und eingesetzt. So sind hier beispielsweise für Kliniken Ashvins Visit und WinDIA Wunddokumentation zu nennen. Der Arzt kann mit Hilfe dieser Applikationen mit dem Patienten direkt am Krankenbett über die Genesung sprechen oder die Wundheilung dokumentieren. [27] [28] In der Forstwirtschaft könnte als Applikation iSiman genannt werden. Die Software kann zur Verwaltung und Analyse der Baumbestände und Grünflächen eingesetzt werden. [29]

Nach und nach werden zunehmend Programme an Tablet Computer angepasst. Die Touchfunktionalität wird zunehmend bei der Entwicklung von Software berücksichtigt.

4.2 Differenzierung Tablets

Der Begriff Tablet Computer umfasst verschiedene Bauformen. Jede dieser Bauformen bietet individuell andere Vor- und Nachteile und wird in verschiedenen Anwendungsfeldern genutzt.
Die bekanntesten Bauformen sind das Slate, der Convertible, das Hybrid sowie der UMPC.

4.2.1 Slate

Abb.-Nr. 3 - Motion Computing Slate j3400
Abb.-Nr. 3 - Motion Computing Slate j3400

Der Slate (engl. Schiefertafel) ist ein Computer, welcher durch einen berührungsempfindlichen Bildschirm bedient wird. Die Steuerung des Systems erfolgt über das Touchscreen in Kombination mit einzelnen Funktionstasten und in Abhängigkeit der Anwendung über ein On-Screen-Keyboard, da keine QWERTZ-Tastatur verbaut ist. [30] Ein Slate besteht im Vergleich zu einem Notebook nicht aus zwei Gehäuseteilen, welche durch Scharniere verbunden sind, sondern lediglich aus einem Teil, bei dem der Bildschirm an der Stelle montiert ist, an der bei einem Notebook die Tastatur verbaut ist. Die Hardware, wie Mainboard, CPU, RAM und Grafikkarte sind direkt unter dem Display verbaut. [31] Aufgrund dieser Bauweise ist ein Slate kleiner und leichter als ein Notebook oder ein Convertible. [32] Durch die kompakte und leichte Bauweise ist das Slate ideal für die mobile Nutzung und ermöglicht auch längeres Arbeiten im Stehen. [33]

Ein Slate verfügt trotz der geringen Größe und des geringen Gewichtes über die Möglichkeit als vollwertiger Computer genutzt zu werden. Dies erfolgt über den Anschluss einer Dockingstation [34], welche externe Displays und Peripheriegeräte wie Laufwerke, Tastatur und Maus mit dem Slate verbinden kann. [35]

Abb.-Nr. 4 - Apple iPad
Abb.-Nr. 4 - Apple iPad

Das Pad (engl. Block) stellt eine neue Gerätegeneration der Slate Tablets dar, welche im Jahr 2010 mit dem Apple iPad [36] (siehe Abbildung Nr.4), sowie dem WeTab [37] vorgestellt wurde. Auf diesen Geräten ist als Betriebssystem eine auf die Hardware angepasste Linux Distribution [38] bzw. im Fall des iPad eine abgewandelte Form des iPhone OS installiert. Anwendungsprogramme, sogenannte "Apps", werden in "App Stores" zum Download bereitgestellt. Für jedes der vorgestellten Betriebssysteme gibt es einen spezifischen "App Store" [39] [40].

Die Bauform der Pads ist der Slate Bauform ähnlich. Als Speichermedium setzen Pads auf Flash-Speicher mit verhältnismäßig geringer Speicherkapazität zwischen 16 und 64 GB. Intel-Atom oder ARM Prozessoren mit einer Rechenleistung zwischen 1,0 und 1,6 GHz werden als CPU verbaut. Das Display der Pads ist multitouchfähig und kann somit mehrere Eingaben zeitgleich entgegennehmen und verarbeiten. Um einen hohen Grad an Flexibilität und Mobilität zu erreichen, verfügt diese Geräteklasse über eine WLAN-Karte und ein UMTS-Modul und ein im Vergleich zu Notebooks oder anderen Tablets sehr geringes Gewicht von < 900 Gramm. [41] [42]

Die hohen Verkaufszahlen des Apple iPads zeigen, dass es einen großen Absatzmarkt für die Geräteklasse der Pads gibt. Apple verkaufte innerhalb der ersten 28 Tage eine Millionen Exemplare der iPads. [43]

4.2.2 Convertible

Abb.-Nr. 5 - HP Convertible TouchSmart TM2
Abb.-Nr. 5 - HP Convertible TouchSmart TM2

Der Convertible (engl. umwandelbar) ist die Kombination aus einem Slate und einem Notebook. Das System verfügt im Vergleich zu einem Notebook nicht über Klappscharniere, sondern über ein Kardangelenk, welches mittig am unteren Bildschirmrand den Bildschirm und den Gehäuse-Body verbindet. [44] Durch diese Technik ist der Bildschirm im Uhrzeigersinn, als auch gegen den Uhrzeigersinn drehbar und kann mit dem Bild nach oben auf die Tastatur geklappt werden. [45]

In dieser Bauform werden die Vorteile eines Notebooks mit denen eines Tablets kombiniert. [46] Der Nutzer hat so die Wahl zwischen einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur in Kombination mit einem Touchpad oder einem On-Screen-Keyboard in Kombination mit einem Touchdisplay. Im direkten Vergleich zwischen einem Convertible und einem Slate wirkt sich das Gewicht des Convertibles nachteilig aus, da das Gerät, bedingt durch die Bauart, zusätzlich über eine Tastatur, ein Kardangelenk sowie einen schwereren und aufwendiger gefertigten Gehäuse-Body verfügt. [47]

4.2.3 Hybrid

Das Hybrid Tablet (engl. Mischform) kombiniert die Eigenschaften eines Convertibles und eines Slates. Der Bildschirm kann wie bei einem Convertible gedreht und rückwärts auf die Tastatur geklappt werden. Die Eigenschaft eines Slates ist dadurch gegeben, dass das Mainboard, die CPU sowie das RAM im Bildschirmteil verbaut sind und somit der Tastaturteil des Computers abnehmbar ist. Durch die hohe Flexibilität des Hybrid Tablet sind die einzelnen Nachteile der Bauformen eliminiert, da das Hybrid Tablet die Funktionen der anderen Bauformen vereint (mit Ausnahme des UMPC). [48]

Trotz der Kombination der Vorteile konnte sich das Hybrid Tablet auf dem Markt nicht durchsetzen. Lediglich der Computerhersteller Lenovo hat für das Jahr 2010 ein Hybrid angekündigt, das Ideapad U1. [49] Es setzt im Vergleich zu bisherigen Hybrids ein neues Hybrid Konzept um, da im Tastaturteil eine leistungsstarke Hardware mit einem Microsoft Windows Betriebssystem verbaut ist und im Displayteil eine leistungsschwache Hardware mit einem Linux Betriebssystem. Im Notebookmodus verfügt das System daher über die Kombination der doppelten Hardware und somit über zwei CPUs und einen doppelten Akkumulator. [50]

4.2.4 Ultra-Mobile PC

Abb.-Nr. 6 - Archos 7 UMPC
Abb.-Nr. 6 - Archos 7 UMPC

Die Geräteklasse der Ultra Mobile PCs (UMPC) wurde im Jahr 2006 auf der CeBIT das erste Mal von mehreren Herstellern zeitgleich vorgestellt. [51] Entwickelt wurde dieses Konzept von Microsoft, um die Lücke zwischen Subnotebook und PDA zu schließen. [52]. Die Bedienung erfolgt wie bei allen Tablets über einen Touchscreen und je nach Modell noch weitere Funktionstasten.

Die Spezifikation sieht ein Gewicht von unter 900 Gramm vor, ein maximal 7 Zoll großes Display mit einer Auflösung von mindestens 800 x 480 Pixeln, ein integriertes Touchpanel sowie Module für Bluetooth und WiFi. [53] Als CPU werden Intel und VIA Prozessoren eingesetzt in Kombination mit Microsoft Betriebssystemen [54] oder Linux Distributionen [55]. Als Hersteller des durch Microsoft definierten Standards sind in Deutschland lediglich ASUS, Fujitsu, General Dynamics Itronix, HTC, OQO, Samsung und TabletKiosk gelistet. [56].

4.2.5 Rugged Tablet

Eine weitere Form der Tablet Computer sind Ruggedized Tablets (engl. widerstandsfähiger). Dies ist eine Geräteklasse, welche in allen Bauformen verfügbar ist und zeichnet sich durch die hohe Widerstandsfähigkeit, Robustheit und eine hohe Schutzklasse aus. Rugged Tablets werden vorzugsweise in der Industrie, dem Bauwesen oder für Anwendungsfelder genutzt, welche nicht dem normalen Büroumfeld entsprechen.

Der Vorteil der nicht zu übertreffenden Widerstandsfähigkeit und Robustheit spiegelt sich jedoch stark im Preis sowie im Gewicht wider. Typische Eigenschaften eines Ruggedized Tablets sind metallische Gehäuse mit verstärkten Scharnieren, vibrationsresistente und abgedichtete LCD Displays [57], SSDs oder erschütterungsresistente Festplattenaufhängungen [58], abgedichtete Tastaturen und Schnittstellen [59], sowie entsprechend hohe Betriebstemperaturen [60].

Exemplarisch können für diese Geräteklasse die Toughbook Serie von Panasonic, das Dell Latitude XT2 XFR oder die Produkte des Herstellers Rugged RPC genannt werden.

5 Technische Grundlagen

Ein Touchscreen ist ein Eingabegerät, welches durch einen berührungssensitiven Bildschirm die Interaktionen eines Benutzers in für das System umsetzbare Eingaben umwandelt. [61]

Für die Umsetzung der Touchscreen Technologie gibt es verschiedene Ansatzpunkte, welche alle auf unterschiedlichen physikalischen Grundlagen und Erkenntnissen beruhen und somit verschiedenartige Vor- und Nachteile für ein Anwendungsfeld mit sich bringen.

5.1 Surface Acoustic Wave

Das Touchscreen-System auf Basis der Surface Wave Technologie (SAW, dt. Akustische Oberflächenwelle) basiert physikalisch auf der Registrierung einer Unterbrechung von Schallwellen. Bei dieser Art des Touchscreens ist eine klare Glasscheibe ohne Beschichtung bzw. Folie auf dem Display verbaut. [62] Durch Signalgeber, welche am Displayrahmen montiert sind, werden Ultraschallwellen in horizontaler sowie in vertikaler Richtung ausgesendet. [63] Diese Schallwellen werden durch Signalempfänger, welche an der gegenüberliegenden Seite des Signalgebers montiert sind, empfangen. [64] Wird diese Schallwelle durch eine Eingabe des Nutzers unterbrochen, so werden die Schallwellen absorbiert und die Unterbrechung durch den Signalempfänger erkannt. [65] Die Daten der Signalempfänger werden durch den Controller des Touchscreens ausgewertet und es findet eine Positionsbestimmung der Berührung statt, wodurch die X- und Y-Koordinate berechnet wird. [66]

Vorteil der Technologie ist, dadurch bedingt, dass lediglich unbehandeltes Glas verbaut ist, eine hohe Transparenz [67], sowie die hohe Robustheit und somit hohe Lebensdauer [68] im direkten Vergleich zu Touchscreens, welche mit Folien arbeiten [69]. Um das Glas trotzdem vor Beschädigungen zu schützen, wird oftmals eine zweite Glasscheibe vor der eigentlichen Glasscheibe verbaut. Durch die Positionsbestimmung des Controllers verfügt der Touchscreen über eine sehr präzise Steuerung. Zusätzlich ist es möglich, hohe Displayauflösungen als Touchscreen umzusetzen. Die maximale Auflösung liegt bei 4096 x 4096 Pixeln [70] und die Displaygröße zwischen 10,4" und 60" [71].

Nachteilig wirkt sich jedoch aus, dass ein SAW Touchscreen lediglich eine Berührung gleichzeitig verarbeiten kann und somit Verschmutzungen und Beschädigungen des Glas die Schwallwellen unterbrechen und zu Irritationen des Controllers führen. Daher kann keine korrekte Positionsbestimmung mehr durchgeführt werden. [72]

Typische Anwendungsgebiete für diese Technologie sind viel genutzte Touchscreensysteme [73] wie Fahrschein- oder Geldautomaten [74].

5.2 Resistiv

Abb.-Nr. 7 - Resistiver Touchscreen
Abb.-Nr. 7 - Resistiver Touchscreen

In einem resistiven Touchscreen sind zwei durchsichtige, leitfähige Folien [75] bzw. eine Folie und eine Kunststoffscheibe verbaut. Diese Folie bzw. Scheibe ist mit dem Halbleiter Indiumzinnoxid beschichtet [76], welches die Eigenschaft besitzt, dass es für das menschliche Auge nahezu transparent ist [77]. Zwischen den Folien sind Spacer Dots [78] verbaut, welche den dauerhaften Kontakt zwischen den leitenden Folien verhindern.

Die leitfähigen Schichten der Folien werden bei einem resistiven Touchscreen unter Gleichspannung gesetzt. [79] Bei einer Berührung werden beide unter Spannung stehenden Schichten durch den Druck der Eingabe punktuell verbunden und es entsteht ein Kontakt zwischen den ITO Folien [80]. Ohne eine Verbindung liegt eine gleichmäßig abfallende elektrische Ladung zwischen den inneren Folienseiten an. Die Position der X-Koordinate wird durch die Spannungshöhe ermittelt. Dies geschieht anhand des Spannungsgefälles [81]. Die Position der Y-Koordinate wird durch eine in Querrichtung gesendete Spannung ermittelt, welche einige Millisekunden später gesendet wird, nachdem die X Koordinate ermittelt wurde [82]. Durch die hohe Reaktionsgeschwindigkeit nach der Ermittlung der X-Koordinate können selbst sehr kurze Eingaben umgesetzt werden [83].

Im Bereich der resistiven Touchscreens wird unterschieden zwischen Four-Wire, Five-Wire, Six-Wire, Seven-Wire und Eight-Wire [84]. Die Zahl spiegelt dabei die Anzahl der Kanäle wider, mit der das Touchscreen mit dem Controller verbunden ist. Die Berechnung der X- und Y-Koordinate basiert jedoch bei allen Varianten technisch auf der Four-Wire bzw. Five-Wire Methode.

Die Vorteile der resistiven Touchscreens ist, dass jede Berührung, unabhängig von der Art der Eingabe, zu einer Eingabe führt und somit nicht nur mit dem Finger bedienbar ist, sondern ebenfalls mit Stiften oder einem Handschuh [85]. Im Vergleich zu der Surface Acoustic Wave Technologie werden Berührungen auch verarbeitet, wenn das Display durch Schmutz, Staub oder Wassertropfen bedeckt ist [86]. Für mobile Geräte ist der niedrige Stromverbrauch [87] sowie die günstigen Herstellungskosten der Technologie oftmals ein entscheidendes Kriterium [88]. Resistive Touchscreens können in Displaygrößen zwischen 3,5 und 21 Zoll herstellt werden [89].

Nachteilig ist jedoch, dass die Genauigkeit der Technologie bei 75% liegt und somit für viele Anwendungsbereiche zu ungenau ist [90]. Das Touchscreen kann jedoch aufgrund der Struktur und Bauweise durch spitze Gegenstände leicht beschädigt werden und ist in diesem Falle unbrauchbar [91]. Die Four-Wire Bauweise hat im Vergleich zur Five-Wire Bauweise einen entscheidenden Nachteil, da die Haltbarkeit begrenzt ist [92]. Die ITO beschichteten Folien können durch starken Druck oder häufigen Gebrauch verschleißen. Die Lichtstärke des resistiven Displays ist wird um 20% bis 25% verringert und die Blickwinkelstabilität lässt stark nach [93].

Typische Anwendungsgebiete der resistiven Technologie sind neben den Tablet Computern noch Navigationssysteme, Spielekonsolen wie das Nintendo DS, Mobiltelefone wie die Touch-Serie von HTC oder Industriecomputer zur Steuerung von Produktionsmaschinen [94].

5.3 Kapazitiv

Abb.-Nr. 8 - Kapazitiver Touchscreen
Abb.-Nr. 8 - Kapazitiver Touchscreen

Die Technologie des kapazitiven Touchscreens baut ebenso wie die SAW Technologie auf einer Glasscheibe auf [95]. Diese Glasscheibe wird im Herstellungsprozess mit Indiumzinnoxid [96] beschichtet, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, auf der Oberfläche der Glasscheibe ein elektrisches Feld zu erzeugen. Um dieses elektrische Feld zu erzeugen, wird an jeder der vier Ecken der Glasscheibe eine Spannung angelegt, welche sich konstant und gleichmäßig über das Glas verteilt [97].

Eingaben werden durch die Berührung des Glases mit dem Finger gemacht. Dabei findet eine Veränderung des elektrischen Feldes statt, da das Spannungsverhältnis sich zwischen den Seiten teilt und ein Ladungsfluss durch den Finger entsteht [98]. Die dadurch auftretende Differenz wird gemessen und der an das Touchscreen angeschlossene Controller bestimmt die Position der Berührung auf dem Bildschirm.

Als Vorteile der Technologie ist zu nennen, dass durch das beschichtete Glas weiterhin eine hohe Bildtransparenz gegeben ist [99] und äußere Einflüsse in Form von Schmutz, Staub oder Wassertropfen die Eingabe nicht behindern [100]. Kapazitive Touchscreens bieten des Weiteren einen hohen Grad an Ablesbarkeit in direktem Sonnenlicht [101].

Durch die Ableitung der Spannung durch den Finger ist ein entscheidender Nachteil der kapazitiven Touchscreens gegeben, da es nicht möglich ist, das Display mit einem normalen Stift oder Vergleichbaren zu berühren [102]. Eine Eingabe mit Handschuhen oder Handprothesen ist nicht möglich, da auf diese Weise kein Ladefluss stattfinden kann. Lediglich eine Eingabe mit einem speziell auf kapazitive Touchscreens abgestimmten Stift oder dem menschlichen Finger selbst ist möglich [103].

Für das zweite Quartal 2010 hat der Hersteller Cypress Semiconductor die Modelreihe "Truetouch" von kapazitiven Touchscreens angekündigt, welche eine präzise Bedienung mit normalen Stiften ermöglichen sollen. Eine Lokalisierung der Eingabe per Stift soll bis zu einem Millimeter möglich sein [104].

Typische Anwendungsfelder dieser Touchscreens sind Smartphones wie das Apple iPhone [105]. Das größte Anwendungsfeld der kapazitiven Technologie sind jedoch Touchpads und Trackpads von Notebooks [106].

5.4 Induktiv

Abb.-Nr. 9 - Wacom Induktionstechnik
Abb.-Nr. 9 - Wacom Induktionstechnik

Die Technik der induktiven Touchscreens wird hauptsächlich für Grafiktablets genutzt, welche dazu dienen, händische Zeichnungen anzufertigen. Bedingt durch die hohe Genauigkeit ist die Anfertigung von sehr präzisen Zeichnungen möglich. Die softwareseitige Handschrifterkennung der Betriebssysteme funktioniert ebenfalls bei Tablets, welche per Induktion bedient werden sehr genau.

Induktive Touchscreens basieren auf den physikalischen Grundlagen der elektromagnetischen Wellen in Kombination mit einer Spule sowie Kondensatoren. Der Touchscreen wird über einen speziellen Eingabestift bedient. Dieser Stift verfügt in seiner Spitze über integrierte Spulen und Kondensatoren, benötigt jedoch weder Kabel noch Magnete. Durch das Display werden elektromagnetische Wellen zum Stift hin gesendet, durch den Stift empfangen und wieder zurückgesandt. Dies geschieht durch horizontal und vertikal ausgerichtete Antennen, welche im Display integriert sind. Der Funktionsmodus der Antennen ändert sich alle 20 Mikrosekunden zwischen dem Sende- und Empfangsmodus [107]. Auf Basis der empfangenen Daten wird die Position des Stiftes eindeutig ermittelt und durch den Controller verarbeitet.

Durch im Stift verbaute Drucksensoren kann zwischen einem Links- und einem Rechtsklick unterschieden werden[108]. Die Eingaben des Nutzers werden durch die Auflage des Handballens nicht beeinflusst, da das Display lediglich auf die Bewegung des Stiftes mit der verbauten Technik reagiert. Dies ist einerseits ein Vorteil, allerdings ebenso auch ein Nachteil, da eine Eingabe ohne den Stift nicht möglich ist.

Im Vergleich zu einem resistiven Touchscreen kann die Oberfläche des induktiven Touchscreens aus robusten Materialien wie Glas gefertigt werden, welches eine längere Haltbarkeit hat als ein Touchscreen, welcher aus Folien besteht. Korrekte Eingaben auf Touchscreen sind auch möglich, wenn das Gerät mit Schmutz, Staub oder Spritzwasser bedeckt ist.

6 Anwendungsfelder

Gerade durch die Ankündigung und den Verkaufsstart des Apple iPad hat das Interesse an Tablet Computern enorm zugenommen.

Im Folgendem werden die Anwendungsfelder von Tablet Computern im privaten sowie im Business Bereich beschrieben.

6.1 Grundfunktionen des Tablet Computing

Die Grundfunktionen eines Tablet Computers sind sehr vielseitig. Die Funktionen gliedern sich im privaten Bereich in Informationsbeschaffung, Mediennutzung und Steuerungstechnik. In der Informationsbeschaffung und Informationsverwaltung werden Tablet Computer zum Lesen von Zeitungen, E-Books, privaten und geschäftlichen E-Mails und zum Verwalten von Kalendern und Adressen benutzt. Unter der Mediennutzung reichen die Einsatzzwecke über Surfen im Internet, Schauen von Videos oder Filmen, Betrachten von Bildern und Fotos oder Hören von Musik und Spielen von Computerspielen. In der Steuerungstechnik werden Tablets im privaten Bereich zum Steuern des Home-Bus-Systems genutzt. [109]
Die Bedienung beschränkt sich dabei meist ausschließlich auf das Display.

6.2 Anwendungsfelder im privaten Bereich

6.2.1 Mediennutzung

Um die Mediennutzung zu erklären, muss man definieren was Medien sind. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung ist der Begriff "Medien" "[..]ein Sammelbegriff für alle audiovisuellen Mittel und Verfahren zur Verbreitung von Informationen, Bildern, Nachrichten etc.[...]"
Auch wird dort ein Unterschied zu den sogenannten "Massenmedien" gemacht, so zählen laut bdp (Bundeszentrale für politische Bildung) "[...] insbesondere die Presse (Zeitungen, Zeitschriften), der Rundfunk (Hörfunk, Fernsehen) und auch [...] das Internet" zu ihnen. Seit Mitte der 1990er Jahre tritt der Begriff der "neuen Medien" immer mehr in den Vordergrund. Er ist für alle elektronischen, digitalen, interaktiven Medien und den Kontext Multimedia und Netzpublikation gebräuchlich.[110]

Die Funktion der Medien beschreibt eine vollbrachte Leistung für die Gesamtgesellschaft, was wiederum Erwartungen und Bedürfnisse hervorbringt. Folgende Bedürfnisse wurden bisher auf verschiedenen Ebenen befriedigt:
Der Wunsch nach schnell zugänglichen Informationen wurde durch das Fernsehen erfüllt, der Wunsch nach Musik, Alltagserleichterung und Kunstgenuss wurde durch den Rundfunk befriedigt, ebenso befriedigen Presse, Kino und verschiedene Webseiten die unterschiedlichsten Bedürfnisse. [111]

Bisher benötigte man für die Mediennutzug unter Umständen mehrere Geräte oder verschiedene Formate. So erhielt man die Zeitung in Papierform per Post oder im digitalen Format, las seine Bücher in Papierform oder in digitaler Form als E-Books auf E-Book Readern, nutzte seinen Desktop-Computer zum Schauen von Videos, Bildern und Filmen oder zum Hören von Musik und nutzte sein Notebook zum Surfen im Internet. Diese Mediennutzung soll nun durch Tablets vereint werden, wie es bereits beim Apple iPad zu sehen ist. [112]

6.2.1.1 Zeitung und Magazine

Laut Focus Online hat "Kaum eine Branche Apples neuem Gerät so entgegengefiebert wie die Verlagswelt."[113] Weiter heißt es, "Immer weniger Menschen kaufen die Druckerzeugnisse, gleichzeitig leiden die Verlage unter einem allgemeinen Rückgang des Anzeigengeschäftes"[114]. Somit könnte Apple mit seinem iPad "die traditionellen Printmedien ins digitale Zeitalter überführen"[115]. Doch nicht nur vom iPad erhoffen sich die Verlage neue Erfolge, sondern auch von weiteren Tablet Computern wie z.B. dem WeTab. [116]

Abb.-Nr. 10 - Statista Zeitbudget Medien
Abb.-Nr. 10 - Statista Zeitbudget Medien

Die Printmedien sollen ins digitale Zeitalter überführt werden. Aktuelle Angebote des Versandhandels Amazon in Form von E-Paper-Abos von großen Tageszeitungen, wie der Frankfurter Allgemeinen, belegen die Umbruchsituation in der Print- und Medienbranche.

Ende 2009 zeigten Präsentationen von multimedialen Magazinen auf Tablet Computern erste Zukunftsausblicke von verschiedenen Verlagen. Das US-Sportmagazin „Sports Illustrated“ beeindruckte mit der Umsetzung seiner Zeitschrift, welche mit dem Finger bedient werden kann. Laut Focus Online setzt "[...] seit „Sports Illustrated“ ein Video mit dieser Demonstration ins Netz stellte, [...] die Medienbranche große Hoffnungen auf Apples Neuankündigung[...]. [117]

Statistiken belegen, dass es eine wachsende Zahl von Benutzern gibt, die multimediale Inhalte, u. a. das Internet immer häufiger nutzen (siehe nebenstehende Abbildung). [118] [119]

6.2.1.2 E-Books

Unter dem Begriff E-Book, abgeleitet von dem englischen electronic book, versteht man ein Buch in digitaler Form, das mit Lesegeräten, sogenannten E-Readern, oder aber auch auf dem PC gelesen werden kann. E-Books besitzen wie normale Bücher auch ein Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen.[120] Ein Vorteil gegenüber normalen Büchern ist, dass E-Books rund um die Uhr von überall aus in Sekundeschnelle im Internet gekauft und heruntergeladen werden können. Im Internet werden sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose E-Books angeboten. Zu den größten E-Book-Anbietern gehören unter anderem Libri, Libreka, Ciando, Galileo Press und O’Reilly-OpenBook-Portal. Durch das sogenannte Digital Rights Management (DRM) ist es möglich, urheberrechtlich geschützte Bücher gegen unerlaubte Vervielfältigung zu schützen. [121] [122]

E-Books gibt es schon fast so lange wie es Computer gibt. In den frühen 70er Jahren wurden Texte wie Anleitungen noch in ASCII Formaten gespeichert. Im selben Jahrzehnt wurde das „Project Gutenberg“ initiiert, dessen Aufgabe das Erstellen einer kostenlosen Bibliothek von Büchern, deren Uhrheberrecht erloschen ist, zu erstellen. Derzeitig sind in der Bibliothek ca. 30.000 E-Books vorhanden. [123]

1990 wurde das E-Book durch das PDF Format, welches von Adobe entwickelt wurde, massentauglich gemacht. Dadurch gibt es einen einheitlichen Standard, der es ermöglicht, auf nahezu jeder Plattform E-Books zu lesen.

Ein weiteres Format, welches besonders durch die Einführung von E-Readern an Interesse gewonnen hat, ist das Epub Format.
Mit entsprechender Software, wie zum Beispiel dem Microsoft Reader oder dem Adobe Acrobat eBook Reader, lassen sich schon seit längerem E-Books auch auf Tablets lesen. [124]

Laut Focus Online war mit der Einführung des Amazon Kindles, das E-Book gesellschaftsfähig gemacht worden. Auch war damit dem iPad ein hohes Interesse als E-Book-Lesegerät gewährleistet.
Laut einer im März 2010 von dem Meinungsforschungsinstitut Ears and Eyes durchgeführten Studie könnten sich 37 Prozent der Deutschen vorstellen, Zeitungen und Bücher künftig in digitaler Form zu lesen. Die Hauptargumente der Befragten waren die Funktionalität und bequeme Handhabung, die Nachhaltigkeit und der Trend. [125]

Im exemplarischen Vergleich von iPad und Kindle als E-Reader wird deutlich, dass das iPad als E-Reader noch Nachteile hat. So hat laut Focus Online das iPad eine schlechtere Lesequalität, auch könnte seine LCD-Technologie und die damit verbundene Hintergrundbeleuchtung störend beim Lesen sein. Zurzeit besitzt das Kindle eine größere Auswahl an E-Books und die iBooks für das iPad sind nur auf dem iPad verwendbar. Jedoch sind in diesem Zusammenhang die Vorteile des iPads nicht zu verachten. Laut Focus Online und Apple besitzt es ein dynamisches Farbdisplay mit hoher Wiederholrate.[126]

Aktuell ist jedoch der hauseigene Buchladen, der iTunes Store, gegenüber dem vom Amazon Kindle im Nachteil, da jeder Anbieter bzw. jeder Verleger sein Produkt als eigene Anwendung bereit stellt. Aus den unterschiedlichen Benutzeroberflächen entstehen Probleme in der Benutzerfreundlichkeit, da sich der Benutzer von Benutzeroberfläche zu Benutzeroberfläche umstellen muss. [127]

6.2.1.3 Multimedia

Unter Multimedia versteht man Inhalte und Werke, die aus mehreren meist digitalen Medien bestehen. [128]

Tablet Computer wie das iPad von Apple eignen sich zum Betrachten von multimedialen Inhalten wie Fotos, Videos und Musik. Gerade das iPad bietet sich aufgrund der Integration von iTunes bestens für die Wiedergabe von Fotos, Videos, Musik und Filmen an. [129]

Dank des Touchscreens und einem leistungsstarken Prozessor ist es Tablet Computern möglich, 3D-Spiele und hochauflösende Filme darzustellen. Die Filmindustrie hofft, mehr Filme per Stream verkaufen zu können, und die Musikindustrie überlegt sich, wie sie das iPad und weitere Tablet Computer nutzen könnte, um zusätzlichen Content anzubieten - und so wieder ganze Alben zu verkaufen, statt immer nur einzelne Tracks.

Aufgrund dieser Möglichkeiten hofft die Filmindustrie Filme per Stream verkaufen zu können. Auch bietet es der Musikindustrie neue Absatzwege.[130]

6.2.1.4 Internet

Tablets bieten Zugang zum Internet, meist über WLAN, Bluetooth oder UMTS.[131]
Aufgrund der einfachen Bedienung von Tablet Computern, ohne zusätzliche Eingabegeräte wie Maus oder Tastatur, ist der Zugang für ungeübte Computernutzer möglich, die die Bedienung eines normalen Computers bisher zu kompliziert empfanden. [132]

Ein Vorteil von Tablet Computern, insbesondere bei dem Apple iPad, ist “der emotionale Effekt” von “Intimität”, der sich beim Surfen einstellt. Webseiten bauen sich genauso schnell auf wie bei modernen Computern.
Tablets kombinieren hohe Auflösungen auf kleinen Displays und Mobilität. So lässt es sich sehr einfach vom Bett oder vom Sofa aus bequem im Internet surfen.[133]

6.2.2 Unterhaltungselektronik

Elektrogeräte, die der Unterhaltung des Benutzers dienen, versteht man als Unterhaltungselektronik. In folgende drei Gruppen lässt sich Unterhaltungselektronik gliedern: Wiedergabe von Ton, Wiedergabe von Film und Fernsehen und Computerspiele.[134]
Hauptzweck von Tablet PCs ist nicht das Spielen von PC Games, doch ist es im Beispiel des Apple iPads auch möglich. PC-Games werden in Form von "Apps" angeboten. Apps sind Programme die auf Smartphones verwendet werden können, wie zum Beispiel dem Apple iPhone oder dem Apple iPad.[135] Derzeitig werden ca. 140.000 Apps im Apple-Onlinestore angeboten.[136]

Eine Besonderheit des Apple iPad ist der Beschleunigungssensor, wodurch bei Rennspielen das Tablet zum Lenkrad umfunktioniert wird.[137]
Apple wertet zudem seine Unterhaltungselektronik durch Apps auf.

6.2.3 Home-Bus Technologie

Abb.-Nr. 11 - Home-Bus
Abb.-Nr. 11 - Home-Bus

Touchscreens lassen sich völlig in das Eigenheim integrieren. Sie bilden gegenüber normalen Schaltern eine alternative Schnittstelle im vorhandenen Home-Bus-System. Dadurch lassen sich mit der richtigen Ausstattung z.B. Licht, Entertainment, Heizung, Rolläden oder Überwachungssysteme bequem steuern. Touchscreens in der modernen Haus- und Unterhaltungsmediensteuerung sind kaum noch wegzudenken. Meist werden Industrielösungen basierend auf kleinen Computersystemen von Herstellern wie Gira und Busch-Jaeger in das Haus integriert. Im Hintergrund laufen spezielle Server, welche die Steuerung der Touchscreens ausführen.
Tablet Computer wie das Apple iPad bilden im Gegensatz zu ihren industriellen Konkurrenten eine kostengünstige Lösung. Mit der entsprechenden Software lässt sich die Steuerung des Hauses auf Tablets erledigen.[138]

6.3 Anwendungsfelder im Business Bereich


6.3.1 Öffentlicher Dienst

Unter der Bezeichnung „öffentlicher Dienst“ versteht man den Arbeitsbereich von Beamten und Angestellten, die der Bund, die Länder und die Gemeinden beschäftigen. [139]

Zum öffentlichen Dienst können zum Beispiel die Tätigkeiten in der Verwaltung, in Schulen oder Hochschulen und in staatlichen Krankenhäusern zählen.

Die Zahl der Beschäftigten ist allerdings rückläufig. Waren 1998 noch 5,1 Millionen Menschen angestellt, so sind es einer Statistik des Statistischen Bundesamtes zufolge 2008 nur noch 4,5 Millionen. Der Großteil der Beschäftigten findet sich im Bereich der Bildung wieder. So sind etwa 30% der gesamten Angestellten im Bildungswesen, in der Forschung und Wissenschaft tätig. [140]

In den folgenden Abschnitten dieser Arbeit werden die Anwendungsfelder eines Tablet Computers im Bereich des Gesundheitswesen, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und im Bildungswesen näher betrachtet.

6.3.1.1 Gesundheitssystem

Dem Gesundheitswesen sind alle vom Staat geschaffenen Institutionen, Einrichtungen und Personen hinzuzählen, die zum Ziel haben, die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten, zu fördern und wiederherzustellen.

Außerdem umfasst das Gebiet des öffentlichen Gesundheitswesens auch die Beratung der Träger öffentlicher Aufgaben in gesundheitlichen Fragen einschließlich Planungs- und Gestaltungsaufgaben, der öffentlichen Hygiene und der Gesundheitsaufsicht. [141]

Krankenhäuser gehören zu den wichtigsten Institutionen des Gesundheitswesens. Etwa ein Viertel der Beschäftigten des Gesundheitswesens arbeiten in Krankenhäusern. Auch der Anteil der Gesundheitsausgaben beläuft sich auf ein Viertel. [142]

Weitere Institutionen, die den Aufgaben des Gesundheitssystems folgen, sind z.B. die öffentlichen Gesundheitsdienste und -ämter, Arztpraxen und medizinische Dienste verschiedener Einrichtungen.

6.3.1.1.1 Elektronische Krankenakte

Die Nachteile einer Krankenakte in Papierform sind klar. Die Akte ist nicht an jedem Ort und nicht gleichzeitig verfügbar, kann verlegt werden, sie kann nicht nach bestimmten Kriterien sortiert oder gefiltert werden und außerdem ist sie somit nicht standardisiert auswertbar.[143]

Neben den Nachteilen können aber auch Vorteile wie leichte Transportierbarkeit, Erweiterbarkeit und Verständlichkeit genannt werden. Zusätzlich ist ein Lesegerät bei einer Krankenakte in Papierform nicht nötig, da die Daten auch ohne Hilfsmittel gelesen werden können.

Im Gegensatz zur Papierkrankenakte liegt die elektronische Krankenakte digital vor. Die Daten der Patienten werden zentral verwaltet und können mit Hilfe von Computern überall abgerufen werden. Die digitale Krankenakte kann beispielsweise krankenhausintern geführt werden, d.h. jede der Abteilungen kann zu jeder Zeit Untersuchungsergebnisse oder sonstige Patientendaten eingeben und auslesen. [144]

Jedoch zeichnet sich der Trend ab, eine einrichtungsübergreifende Patientenakte einzusetzen. Die Ärzte sind untereinander vernetzt und können so Daten über Patienten abrufen, die sie noch nicht behandelt haben. [145]

Tablet Computer können helfen, die Vorteile der konventionellen Krankenakte aufzugreifen, so dass die Krankenakte in elektronischer Form vorliegt, allerdings mit Hilfe eines Tablet PC leicht transportierbar ist. Auch kann mit entsprechender Software die papierlose Akte jederzeit erweitert werden.

6.3.1.1.2 Rettungsdienst

Im Jahr werden durchschnittlich 12,1 Millionen Rettungseinsätze gefahren. 46% davon werden nachträglich als Notfälle eingestuft[146] und die Zahl der Rettungseinsätze ist weiter steigend.

Schon im Jahr 2008 formulierte Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, Präsidentin des Bayrisches Rotes Kreuz, zutreffend: „Umso wichtiger ist es, dass der Notarzt schnell und ohne Umwege zum Patienten kommen kann.“ [147]

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde der Notarzt über seinen Pager (dt. Funkmeldeempfänger) darüber informiert, dass ein Notfallanruf eingetroffen ist. Allerdings musste er zunächst zu seinem Fahrzeug, um zur Leitstelle zu funken, wo genau er gebraucht wird. Somit konnten zum Teil viele Minuten vergehen, bis der Notarzt überhaupt den Weg zum Einsatzort antreten konnte. Detlef Blumenberg, der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschland, kurz des Band e.V., zufolge, ist jede Minute entscheidend. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand z.B. sinkt die Überlebenschance ohne medizinische Versorgung jede Minute um 10 Prozent. [148]

Laut Erhebungen der Bundesanstalt für Straßenwesen in den Jahren 2004 und 2005 dauerte es im Durchschnitt 10,9 Minuten bis ein Notarzt am Einsatzort eingetroffen ist. [149] Auch hier ist die Tendenz steigend. Denn im Jahr 2000 lag der Wert noch bei 8,7 Minuten. [150] Diese wertvollen Minuten könnten durch den Einsatz von Tablet PCs verringert werden.

Der Notarzt wird nun über seinen Meldeempfänger informiert. Gleichzeitig jedoch werden die relevanten Daten über Unfallort oder Patient auf den im Fahrzeug installierten Tablet Computer übertragen, so dass der Arzt die Fahrt schnell antreten kann. Auch dient das Tablet als Navigationsgerät, welches bei ankommenden Informationen sofort die schnellste und direkte Route berechnen und aktivieren kann. Die Zeit, die der Notarzt früher benötigt hat, um die genaue Adresse des Einsatzortes in das Navigationsgerät einzugeben, entfällt damit. Außerdem bekommt der Arzt neben zusätzlich hilfreichen Informationen auch eine eventuelle Verdachtsprognose und kann sich auf den Patienten einstellen. [151]

Am Einsatzort eingetroffen, kann sich der Notarzt sofort auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren. Der Tablet Computer unterstützt ihn bei dieser Tätigkeit. Die Krankenversicherungskarte, zum Beispiel, könnte mit dem Tablet direkt ausgelesen werden.[152]

Sämtliche Papierdokumente und -formulare werden durch den Tablet PC ersetzt. Der ortsansässige Rettungsdienst der Stadt Helsinki z.B. würde dadurch bis zu 41000 Seiten Papier jährlich sparen. [153] Bei anderen Rettungsdienststationen sähe die Situation nicht anders aus.

Auch kann der Notfallmediziner die Erfassungszeit gegenüber Papierformularen deutlich reduzieren. Er spart am Tag knapp die Hälfte des Verwaltungsaufwands. Verbrachte der Arzt einst noch bis zu 2 1/2 Stunden damit, die Daten zu pflegen, so sind das nun nur noch etwa 75 Minuten. Damit spart er nicht nur vor Ort kostbare Zeit, sondern auch später bei der Weiterverarbeitung der Daten.[154]

Doch nicht nur beim Rettungstransport, sondern auch bei der Feuerwehr kommen Tablets sinnvoll zum Einsatz. Auch hier entscheiden Sekunden darüber, ob ein Notfalleinsatz erfolgreich oder erfolglos sein wird. Wie beim Rettungswagen auch, werden nach dem Notfallanruf die relevanten und wichtigen Informationen sofort auf den Tablet Computer im Fahrzeug übertragen.

Abb.-Nr. 12 - Der Einsatzleiter kann seine Einsatzkräfte vor Ort verwalten
Abb.-Nr. 12 - Der Einsatzleiter kann seine Einsatzkräfte vor Ort verwalten

Bisher wurden beispielsweise bei der Werkfeuerwehr der Universität München alle Informationen in sogenannten Alarmordnern gesammelt, um sie dann bei entsprechenden Notfällen dem Einsatzfahrzeug mitzugeben. Dies hatte nicht nur zur Folge, dass die Einsatzkräfte viele Ordner mitführen mussten, sondern auch, dass es viel Zeit kostete, diese nach relevanten Daten zu durchsuchen. [155]

Ist ein Tablet Computer im Fahrzeug installiert, können damit schnell Gebäudepläne abgerufen und Karten über die Standorte der Hydranten vor Ort eingesehen werden. Auch sind Daten über Unfallfahrzeuge schnell abrufbar. So können in kurzer Zeit beispielsweise Airbags und Autobatterien nach entsprechend gefundener Anleitung deaktiviert werden.

Der Einsatzleiter kann bei kritischen Einsätzen die Einsatzkräfte leicht verwalten. Er kann beispielsweise die Atemschutzgeräteträger überwachen und deren Daten auf dem Tablet PC anzeigen lassen. Auch hat er den Überblick, welche Einsatzkraft sich gerade wo befindet. Damit lassen sich die Einsätze gerade auch in High-Risk-Locations leichter koordinieren. [156]

Sind die Notfälle nun erst versorgt, so folgt die Fahrt zum Krankenhaus. Währenddessen kann der Notarzt weitere Patientendaten erheben und sie in die papierlosen Formulare auf dem Tablet eingeben. Ist das Formular vollständig, schickt der Notfallmediziner diese Daten per Email an das Krankenhaus.

Hat das Krankenhaus jedoch keine Möglichkeit, die Daten sinnvoll anzunehmen, so können auch tragbare Drucker zur Hilfe genommen werden, um die Formulare auszudrucken und den Ärzten im Krankenhaus auszuhändigen. [157] Während des Ausfüllens des Formulars am PC wandelt ein Programm die Handschrift des Notarztes in Druckschrift um. Dadurch können die Daten besser weiterverarbeitet werden.[158]

Der Abschnitt „Anwendungsfelder im Krankenhaus“ dieser Arbeit führt weiter aus, wie Tablet PC im Krankenhaus eingesetzt werden können.

Hat der Notarzt seinen Patienten ins Krankenhaus gefahren, fährt er zu seiner Station zurück. Dort angekommen muss er nun Verwaltungsaufgaben erledigen und den Krankenwagen für eine erneute Einsatzfahrt vorbereiten. Hat er bei der Patientenaufnahme einen Tablet Computer benutzt, kann er diese anstehenden Aufgaben schnell erledigen. Mit entsprechender Software kann er einsehen, welche Medikamente oder Hilfsmittel er dem Krankenwagen entnommen hat und kann sie schnell auffüllen.

Die Berichte zum Unfallhergang oder die Patientendaten stehen ihm am Computer zur Verfügung und können dann schnell verwaltet oder an eine zentrale Stelle übertragen werden.[159]Dies kann beispielsweise auch bei der Abrechnung mit den Krankenkassen helfen. Auch können Statistiken erstellt werden. [160]

Das Bayrische Rote Kreuz nutzte auf dem Oktoberfest in München 2006 beispielsweise einen Tablet Computer. Damit ließen sich die Krankentransporte von Patienten koordinieren und frei verfügbare Einsatzfahrzeuge einsehen. Auch das BRK nutzte die Möglichkeit, die Patientendaten schon vorab an das Krankenhaus zu übermitteln.[161]

Doch ist nicht pauschal zu sagen, dass jeder Tablet PC die Arbeit eines Rettungswagenfahrers oder der Feuerwehr erleichtert. Die Anforderungen an einen Tablet Computer, gerade im Außeneinsatz, sind hoch.

Die Werkfeuerwehr der Technischen Universität in München stellte folgende Forderungen an einen Tablet: Er sollte Stürze aushalten, die im Einsatz nicht ausgeschlossen werden können. Der Tablet Computer muss kälte- aber auch wärmeresistent sein und damit sowohl bei sehr tiefen, als auch bei sehr hohen Temperaturen einwandfrei funktionieren. Auch ist die Wetterlage nicht immer sonnig und windstill. Deshalb ist eine weitere Anforderung, dass er auch bei Regen oder Windstaub benutzt werden kann, ohne dass seine Funktionen eingeschränkt sind.[162]

Auch der Rettungsdienst der Stadt Helsinki stellt Anforderungen, denen ein Tablet PC genügen muss. So muss er über ein großes Display verfügen, eine hohe Akkulaufzeit besitzen und möglichst schnell aus dem Fahrzeug entfernbar sein.[163]

6.3.1.1.3 Krankenhaus

Die Rettungskette, also die optimale Versorgung eines Notfalls beginnt mit den Ersthelfern am Unfallort. Dann wird sie fortgeführt mit dem Notarzt. Das letzte Glied der Rettungskette ist die Notaufnahme eines Krankenhaus.

Anknüpfend an den Artikel „Anwendungsfelder im Rettungsdienst“ wurde der Notfallpatient vom Notarzt versorgt und nun in die Unfallstation eines Klinikums transportiert.

Auf dieser Fahrt ist es dem Notfallmediziner möglich, die Daten schon vorab an das Krankenhaus zu übermitteln. Kommt der Rettungswagen nun im Krankenhaus an, so stehen den örtlichen Ärzten schon alle notwendigen Informationen zur Verfügung, um schnell das Wichtigste einzuleiten.

Die Patientendaten sind nun schon über Computer abrufbar. Dies führt zu einer Zeit- und Kostenersparnis und der Patient kann schneller behandelt werden.

Abb.-Nr. 13 - Mit Hilfe des Tablets kann der RFID-Chip des Patienten (Armband im Vordergrund) ausgelesen werden.
Abb.-Nr. 13 - Mit Hilfe des Tablets kann der RFID-Chip des Patienten (Armband im Vordergrund) ausgelesen werden.

Das Klinikum Ingolstadt beispielsweise hat früher alle Daten der Patienten auf Papierformularen erfasst. Diese Formulare mussten dann wiederum in die elektronischen Systeme des Krankenhauses eingegeben werden, welches einen hohen Zeitaufwand bedeutete. Diese Arbeit entfällt mit Hilfe der Tablet PCs und die Mitarbeiter können nun auch effizienter untereinander kommunizieren. Alle Untersuchungsergebnisse eines Patienten werden mit dem Tablet erhoben. So kann jeder Kollege zum Beispiel Röntgenbilder, Blutproben oder Ultraschallbilder, ebenfalls mit einem Tablet jederzeit abrufen. [164]

Damit ist auch die Archivierung der Röntgenbilder nicht mehr ein Aufwand von mehreren Ordnern, sondern diese können mittels Tablet PC an eine Datenbank übermittelt und dort gespeichert. Somit können sie jederzeit und an jedem Ort im Krankenhaus zur Verfügung stehen.[165]

Der Verwaltungsaufwand während und nach einer Ärztevisite wurde im Johanniter Krankenhaus in Bonn betrachtet. Dort führte man ebenfalls entsprechende Tablet Computer ein, um die Ärztevisiten zu optimieren. Schon bei der Patientenaufnahme bekommen die Patienten ein Bändchen mit einem RFID-Chip.

RFID steht für Radio Frequency Identification und kann frei mit Funkerkennung ins Deutsche übersetzt werden. Das System bietet die Möglichkeit, Patientendaten auszulesen und zu speichern. [166] Folglich sind die Patienten überall im Krankenhaus identifizierbar. [167]

Diese berührungslose Technik kann mit einem Tablet Computer ausgelesen werden. Somit ist es dem Arzt sofort möglich, sich einen Überblick beispielsweise über das Alter, das Gewicht oder die Medikamente des Patienten zu verschaffen. Auch können entsprechende Hinweise in der elektronischen Krankenakte eingesehen werden. Hinweise könnten z.B. Laborberichte oder Allergiebefunde sein.

Damit sinkt das Risiko eine Fehldiagnose, denn Fehler des Pflegepersonals bei Patienten im Krankenhaus zählen zu den 10 häufigsten Todesursachen. [168] Und könnten somit vermieden werden.

Nicht nur der Patient ist eindeutig identifizierbar. Auch das Medikament, welches der Arzt dem Patienten verordnet, kann über einen Barcode in den Computer eingelesen werden. Auch Blutkonserven werden erst verabreicht, wenn sowohl der Barcode am Blutbeutel, als auch der Barcode am Armband des Patienten übereinstimmen. [169]

Nachträglich erleichtert dies die Verwaltung und Inventur im Krankenhaus. Der Arzt spart Schreibarbeit und kann sich so mehr um seine Patienten kümmern. [170]

Abb.-Nr. 14 - Mit Hilfe der Kamerafunktion kann die Wundheilung dokumentiert werden.
Abb.-Nr. 14 - Mit Hilfe der Kamerafunktion kann die Wundheilung dokumentiert werden.

Während der Visite kann der Mediziner mit dem Tablet PC Fotos aufnehmen und damit die Wundheilung dokumentieren. Es ist ihm zusätzlich möglich, Videos aufzuzeichnen oder den Tablet als Diktiergerät zu benutzen. [171]

Steht ein medizinischer Eingriff bevor, so muss der Patient ausführlich darüber informiert werden, welche Risiken bestehen, oder ob mögliche Alternativen in Erwägung gezogen werden können. Diese Aufklärung kann nun über den Tablet PC erfolgen, denn auch die Unterschrift auf diesem elektronischen Patientenaufklärungsbogen ist rechtsgültig. Eventuelle Notizen, die der Arzt noch hinzufügt, können leicht in die elektronische Patientenakte aufgenommen werden. [172]

Doch nicht nur in Bezug auf die Patienten kann ein Tablet Computer zum Einsatz kommen. Auch können Pflegeschichten geplant oder dokumentiert werden. [173].

Die Abrechnung kann mit Hilfe der Tablets erleichtert werden. Seit 2004 dürfen Kliniken nicht mehr nach Verweildauer des Patienten abrechnen, sondern die Bezahlung erfolgt nach Art der Erkrankung.[174] Der Tablet Computer kann hier dazu beitragen, eine schnelle Diagnose zu finden und somit die Dauer des Krankenhausaufenthalts verkürzen. Unnötigen Untersuchungen wird dadurch vorgebeugt.

Auch ist es im Krankenhaus üblich, dass die Patienten anhand einer Menükarte entscheiden, welches Gericht sie heute bzw. morgen bevorzugen. Die Wünsche der Patienten können über das Tablet aufgenommen und später schnell an eine zentrale Stelle übertragen werden. Die früher handschriftlichen Notizen müssen nun nicht mehr erneut im Computer erfasst werden.

Nick Volosin, Technischer Direktor eines kalifornischen Krankenhauses, sieht das Potiential von Tablet-Computern im Krankenhaus, speziell die des Apple iPads. Er kaufte im April diesen Jahres testweise drei iPads und stattete seine Mitarbeiter mit diesen aus. Des Weiteren plant er ebenfalls weitere 100 Tablet-PCs bis Jahresende anzuschaffen. [175]

Doch wie beim Rettungswesen schon erwähnt, werden auch im Krankenhaus hohe Anforderungen an den Tablet Computer gestellt.

So sollte er desinfizierbar sein und auch mit harten Reinigungsmitteln nicht kaputt gehen. Die Oberfläche sollte möglichst schmutzabweisend sein. Das Gewicht des Tablets muss gering sein, da Ärzte und Krankenschwestern den Tablet im Krankenhaus herumtragen. [176] Ebenfalls wäre ein Trageriemen vonnöten, welcher den Tablet-PC im Krankenhaus mehr praxistauglicher machen würde. Dazu benötigt der Tablet-PC auch einen stabilen Henkel. Auch Stürze sollten den Tablet nicht funktionsuntüchtig machen.[177]

6.3.1.2 Bildungswesen

Der Bildungswissenschaftler Thomas Seidel vertrat in einem Interview 2008 folgende Meinung zu unserem Bildungssystem: „Das Wissen ist im Netz. Daher ist es unnötig, das zu lernen, was im Netz vorhanden ist. Um diese Arbeit zu unterstützen, benötigt man weniger das klassische Schulbuch, als kleinere, an die Probleme anpassbare Erklärungen und digitale Arbeitsblätter. So wie sie mittlerweile immer mehr von den Schul“buch“verlagen produziert werden.“ [178]

Und genau darin liegt der Ansatz zur Nutzung eines Tablet-PC in der Schule oder in der Universität. Zurzeit liegt Deutschland im Ausbau des Bildungswesens weit hinter Ländern wie USA, Skandinavien und Kanada. [179]

Doch durch leichte und platzsparende Tablet-PCs könnte ein Schritt in die richtige Richtung getan werden. Wenn die Lehrpläne auf die neuen Möglichkeiten abgestimmt werden, so könnte der Unterricht deutlich an Mehrwert erhalten. [180]

Drei Universitäten in den USA beispielsweise haben vor, noch im Jahr 2010 alle Studenten in Vollzeit mit einem Apple iPad auszustatten. Die Seton Hill Universität, die George Fox Universität und die Abilene Christian Universität wollen mit diesem Experiment untersuchen, inwieweit ein Tablet-PC das Lernen im Klassenzimmer oder in der Universität verändern könnte. [181]

Gehören Schulbücher bald der Vergangenheit an? Denn der Tablet könnte diese fast komplett ersetzen. Damit lässt sich das Gewicht verringern, welches die Schüler und Studenten täglich tragen müssen. Gerade für Kinder ist das Transportieren schwerer Schulbücher ein Problem, das ihre Gesundheit nachträglich belastet. [182] Auch der Anschaffungspreis eines E-Books liegt weit unter dem eines gedruckten Buches. [183]

Nicht nur die Schulbücher oder andere Lernmaterialien könnten auf Dauer ersetzt werden. Der Tablet-PC könnte Lehrer auch bei ihrem Unterricht unterstützen. Präsentationen könnten interaktiv gestaltet werden. Damit werden Schüler und Studenten mehr in den Unterricht eingebunden und folgen der Lehrveranstaltung intensiver. Der Tablet-Computer kann an einen Beamer angeschlossen werden und die Präsentation währenddessen mit Skizzen oder anderen Hilfsmitteln visuell aufgewertet werden. [184]

Abb.-Nr. 15 – Notebook-Beschädigungen im ersten Jahr
Abb.-Nr. 15 – Notebook-Beschädigungen im ersten Jahr

Verfügt die Universität oder die Schule über WLAN, so könnten Arbeitsmaterialien jederzeit heruntergeladen werden. Die Schüler oder Studenten könnten orts- und zeitflexibel Emails verschicken oder Dokumente bearbeiten, welche sie nach dem Upload bereitstellen.

Während der Vorlesung könnten mit Hilfe des Tablet-PC die Folien oder Skripte mit handschriftlichen Notizen ergänzt werden. Man kann wichtige Inhalte markieren, Bilder platzieren oder auch bearbeiten. [185] Diese Unterrichtsmaterialien oder Mitschriften von Lehrenden, aber auch Lernenden, könnten dann vervielfältigt werden. [186]

Doch die Anschaffung eines Tablet-PCs ist nicht jedem Studenten oder Schüler möglich. Um jedoch in der Schule damit arbeiten zu können, ist eine wichtige Voraussetzung, dass jeder Schüler einen Tablet-Computer besitzt. [187] Die Marvell Technology Group aus Kalifornien geht diesem Problem auf den Grund. Im März dieses Jahres präsentierte sie einen Tablet-Computer speziell für Schüler und Studenten. Der Preis des Moby-Tablet soll mit knapp 100 Dollar weit unter dem Anschaffungspreis eines iPads liegen, und dennoch soll nicht an Ausstattung gespart werden. [188]

Auch ist es notwendig, dass die Akkulaufzeit lang ist. Denn ein Schüler verbringt durchschnittlich 5,8 Stunden in der Schule. [189]

Liegt es an den Schulen, die neue Lernmethode umzusetzen, so wird das schwer werden. Denn die Schulen haben nur ein begrenztes Budget, um neue Technologien oder Unterrichtsmaterialien anzuschaffen. Auch wird es nicht bei den einmaligen Anschaffungskosten bleiben. T-System hat untersucht, welches die häufigsten Notebook-Beschädigungen im ersten Jahr in der Schule sind. Die Firma kam zu dem Schluss, dass 60% der Schäden aus Stürzen resultieren. Auf dem zweiten Platz folgen Schäden durch Flüssigkeiten mit 30%. [190] (siehe Abb. 14) Dies wird bei Tablet-PCs ähnlich ausfallen. Damit bestätigt sich, dass Folgekosten nicht auszuschließen sind.

Ein weiteres Problem, welches auf die Schulen und Universitäten zukommt, ist die Tatsache, dass nur etwa 50% der Lehrer überhaupt mit Computern im täglichen Leben umgehen. [191] Die Schüler und Studenten hingegen wachsen mit dieser Technologie auf. In einer EU-Studie von 2006 glaubten in Deutschland nur etwa 65% der Lehrer, dass der Einsatz von Computern den Schülern einen Mehrwert bringen würde. In allen übrigen der 27 befragten Ländern waren immerhin 85% davon überzeugt.[192] Entsprechend müssen die Lehrer geschult werden, die Tablet-PCs richtig in den Unterricht einzubinden. Außerdem müssen auch die Lehrpläne angepasst werden, um z.B. das Internet stärker in den Unterricht einbinden zu können. [193]

6.3.1.3 Kindergarten

Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes werden im Jahr 2010 etwa 500000 Kinder unter 3 Jahren tagsüber in Kindertagesstätten betreut. [194] Bildung fängt also nicht erst in der Schule an, denn im Kindergarten wird soziales Verhalten geprägt, Sprachspiele gespielt oder einfach nur die kreativen und kommunikativen Fähigkeiten geschult.

Deshalb startete Microsoft Deutschland im Jahr 2003 eine bundesweite Bildungsoffensive. Bei der Ausschreibung „Schlaumäuse – Kinder entdecken die Sprache“ bewarben sich über 800 Kindergärten. Die gesamte Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Renate Schmidt, der damaligen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. [195] Microsoft Deutschland arbeitet mit verschiedenen Partnern, wie UNICEF, dem Cornelsen Verlag und der ComputerLernWerkstatt der Technischen Universität Berlin, zusammen. [196]

Abb.-Nr. 16 - Schlaumäuse-Software und Tablet PC, Kinder erlernen die Sprache spielerisch.
Abb.-Nr. 16 - Schlaumäuse-Software und Tablet PC, Kinder erlernen die Sprache spielerisch.

Ziel der Initiative ist es, Kinder in sozial schwachen Regionen zu fördern und deren Sprachkompetenz mithilfe moderner Technologien und Medientechnik zu entwickeln. 100 Einrichtungen wurden am Ende ausgewählt und bekamen einen Sprachkompetenzkoffer. Dieser Koffer beinhaltete u. a. einen Tablet-PC, einen Drucker, pädagogische Lehr- und Begleitmaterialien und Lernsoftware. [197]

Mittlerweile ist die Software „Schlaumäuse“ in 2000 Kindergärten bundesweit vertreten.[198]

Die Einsatzmöglichkeiten eines Tablet-PC im Kindergarten sind also unbegrenzt. So ist es zum Beispiel möglich den Tablet-Computer an einen Beamer anzuschließen und den Kindern so, eventuell auch spielerisch, Videofilme, beispielsweise zur Verkehrserziehung, vorzuführen. Die Stiftbedienung ist gerade für Kinder motorisch einfacher und schneller erlernbar. [199] Dies unterstützt das intuitive und spontane Handeln der Kinder. [200] Außerdem fördert der Tablet-PC und die installierte Software das soziale Verhalten der Kinder. [201] Während ein herkömmlicher Computer fest in einem Raum des Kindergartens installiert ist, so kann der Tablet-Computer überall in der Kita zum Einsatz kommen. [202] Die Kinder erlernen spielerisch den Umgang mit dem Computer, was heute nicht mehr wegzudenken ist.

Auch im Kindergarten können E-Books zum Einsatz kommen. Entweder als Bilderbücher oder Bücher, aus denen Erzieher den Kindern etwas vorlesen. [203]

Alles im allen sind Computer auch im Kindergarten auf dem Vormarsch und fördern alle kommunikativen, kreativen sowie sozialintegrativen Bereiche.

6.3.1.4 Polizei und Unfallforschung

Die Grundlage für die Untersuchung von Verkehrsunfällen ist eine wirksame Datenerfassung vor Ort. Bisher füllten die Unfallforscher vor Ort viele Papierformulare aus. Diese mussten später manuell im Computer erfasst werden. Das führte nicht nur zum erhöhten Zeitaufwand, sondern auch zum erhöhten Kostenaufwand. Mit Hilfe eines Tablets könnte die Aufnahme und Weiterverarbeitung der Daten erleichtert werden. Die Daten werden am Unfallort in elektronischen Formularen erfasst. Später wird der Tablet-Computer an eine Docking-Station angeschlossen, und die Daten werden an eine zentrale Falldatenbank übertragen. [204] Auch könnte der Tablet-PC als Kamera zum Einsatz kommen und so den Unfallhergang zusätzlich optisch dokumentieren.

Auch bei der Polizei wäre der Einsatz von Tablet-PC sinnvoll. Die Türkische Polizei führt es seit 2003 vor. Die Streifenpolizisten der sieben der größten türkischen Städte wurden mit Tablet-Computer ausgestattet. Die Tablet-PCs verfügen über eine GPS-Ortung und können via GPRS-Daten an die Hauptzentrale übertragen. [205]

Nicht nur bei der Unfallforschung helfen die kleinen tragbaren Computer. Auch Polizisten können Unfallhergänge dokumentieren, die bisher auf Formularen per Handschrift ausgefüllt wurden. Nun könnten Tablet-PCs zum Einsatz kommen und die Polizisten die Dokumentation von Unfällen in elektronischen Formularen durchführen.

Führt ein Polizeifahrzeug eine Fahrzeugkontrolle durch, so mussten bisher die staatlichen Helfer zur Zentrale funken, um z.B. das Kfz-Kennzeichen zu überprüfen. Dies bedeutet eine lange Zeitspanne, bis die notwendigen Informationen zur Verfügung stehen. Der Einsatz von Tablets könnte hier eine schnelle Lösung herbeiführen. Die Ordnungshüter könnten nun per UMTS die zentrale Datenbank der Kennzeichen auf dem Tablet-Computer abrufen und so schnell die hilfreichen Informationen beschaffen.

So könnten die Polizisten beispielsweise auch schnell die Ausweise und Führerscheine auf Richtigkeit überprüfen.

Kommt es doch zum ernsten Fall, dass ein Zeuge oder Straffälliger vorgeladen werden muss, so wäre dies innerhalb weniger Schritte vor Ort möglich. Die Fahrzeuge sind mit portablen Druckern ausgestattet und können die Vorladungen zeitnah drucken, um sie dann den betreffenden Personen sofort zu überreichen.

Die ortsansässige Polizei der Stadt Cleveland im Bundesstaat Ohio nutzt ebenfalls Tablets. Detective Jon Mott zufolge sind die „Anrufe für Überprüfungen [.] in den letzten 6 Monaten um 38% zurück gegangen“. [206]

Doch auch an den Tablet-Computer im Einsatz bei der Polizei oder der Unfallforschung werden hohe Anforderungen gestellt. Er sollte robust sein und raues Handling überstehen. Auch sollte er bei starkem Schneefall, Temperaturen unter Null oder Regen zuverlässig bleiben.

6.3.2 Industrie

Abb.-Nr. 17 – Techniker mit industrietauglichem Tablet-PC
Abb.-Nr. 17 – Techniker mit industrietauglichem Tablet-PC

Auch in der Industrie werden immer öfter Tablet-PCs für Verwaltungs- und Erfassungs-Aufgaben verwendet. Wegen den speziellen Eigenschaften der Tablet-PC – Mobilität, Konnektivität und intuitiven Bedienung per Stift oder Finger – sind diese besonders gut für die verschiedensten Einsatzgebiete in der Industrie geeignet.

In einem Bericht des Handesblatts von Februar 2010 werden die Vorzüge und Potenziale von Tablet-PCs zusammengefasst. [207]

In dem Bericht wird Mirko Auerbach, Wissenschaftler am Institut für Rationalisierung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen, zitiert. Er sieht besonders in der einfachen Bedienung und der universellen Einsetzbarkeit die Stärken von Tablet-PCs. Besonders gefragt sind spezielle industrietaugliche Tablet-PC-Varianten. Sie sind staub- und feuchtigkeitsabweisend, handlich und sehr robust gebaut – meist mit einem aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung Gehäuse versehen – und damit beispielsweise gerade für die widrigen Bedingungen bei der Nutzung im Bauwesen oder der Logistik geeignet.

Viele der momentan verfügbaren und geplanten Geräte sind mit speziellen Eigenschaften und Peripheriegeräten ausgestattet, die für die jeweiligen Einsatzgebiete ausgelegt sind. Dazu gehören beispielsweise verschiedenartige Lesegeräte für z.B. RFID oder Barcodes, Kameras, spezielle stoßfeste Festplatten, Displays, die für die Nutzung im Freien ausgelegt sind und besondere Haltepunkte für die Montage an genutzte Arbeitsgeräte wie z.B. Gabelstapler. [208]

6.3.2.1 Bauwesen

Unter Bauwesen im Allgemeinen versteht man das Fachgebiet, welches sich mit allen Facetten des Bauens beschäftigt. Darunter zählen die Errichtung von Gebäuden und Bauwerken, alle Bauprozesse, aber auch die Arbeitsbereiche der einzelnen Beteiligten. So können als Beteiligte beispielsweise der Bauherr, die Planer, also der Architekt, und die ausführenden Unternehmen genannt werden.

Zusätzlich gehört zum Bauwesen die Dokumentation von Schäden an Bauwerken oder Gebäuden. Die Firma Endemann beispielsweise ist spezialisiert auf Restaurierung und Konservierung. Früher benutzte diese Stift und Papier, um Bauzustände an Denkmälern oder Gebäuden zu protokollieren. Die Bauzustände wurden vor Ort handschriftlich erfasst und später erneut auf größere Bögen übertragen. Dies führte nicht nur zu Fehlern, sondern auch zu einem hohen Zeitaufwand. Die Firma stellte auf Tablet-Computer um. Dies führte zu einer Zeitersparnis. Baumängel oder Schäden an Gebäuden konnten nun vor Ort in den Tablet eingegeben werden. Mit spezieller Software können bestimmte Bereiche stark vergrößert werden, um die Genauigkeit der Eingaben zu erhöhen. [209]

Mit Hilfe der Kamerafunktion des Tablet-PCs können direkt Bilder von Mängeln und Schäden digital abgelegt werden. [210]

Auch auf Baustellen lässt sich ein Tablet sinnvoll einsetzen. Der Baustellenleiter muss alle Bestände und Abläufe unter Kontrolle haben. Führt ein Ausfall einer Maschine zu einer kompletten Umstrukturierung an der Baustelle, so muss dies schnell und mit möglichst wenig Kosten von statten gehen. Mit Hilfe eines Tablet-Computers hat der Leiter der Baustelle alle notwenigen Informationen jederzeit verfügbar und kann so schnell Entscheidungen treffen. Er kann seine Mitarbeiter planen und sinnvoll einsetzen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden Baustellenberichte, welche täglich ausgefüllt werden mussten und Bestände und sonstige Aktivitäten auf der Baustelle enthält, vom Baustellenchef handschriftlich verfasst. Meist musste der Leiter auf dem Nachhauseweg einen Umweg fahren, um diesen Bericht in der Zentrale abzugeben. Dies bedeutete nicht nur zusätzlichen Aufwand für ihn, sondern auch für die Mitarbeiter in der Zentrale. Denn diese mussten die handschriftlich ausgefüllten Formulare und Aufzeichnungen in den Computer eingeben und digital ablegen. Dies geschah meist erst am nächsten Tag, was wiederum zu einem Risiko in der Projektplanung führen konnte, da nicht sofort über alle Kosten ein Überblick gegeben werden konnte. Mit dem Einsatz eines Tablet-PCs sparen alle Beteiligten Zeit. Der Baustellenchef schreibt seine Notizen und Berichte direkt auf dem Tablet-Computer und kann bei Feierabend die Aufzeichnungen per Email direkt zur Zentrale schicken. Die Mitarbeiter dort müssen die Dokumentationen nun nicht mehr manuell in den Computer tippen, da diese schon im digitalem Format vorliegen. Auf die eventuell weiterhin entstehenden oder entstandenen Kosten kann nun direkt reagiert werden. [211]

Im Garten- und Landschaftsbau werden Tablet-PCs zur Erfassung und Verwaltung des Baumbestandes in Städten verwendet. Durch die von Sachverständigen erfassten Daten ist es möglich, Baumschäden zu erkennen und zu beheben. [212] Auch für diesen Einsatzzweck sind spezielle strapazierfähige und wetterunabhängige Tablet-PCs vonnöten. Eine effiziente Nutzung der Hardware ist jedoch nur mit einer speziellen für die Anforderungen konzipierten Software möglich.

6.3.2.2 Lagerwirtschaft

In der Lagerwirtschaft sind Tablet-PCs und ähnliche Geräte wie beispielsweise PDAs weit verbreitet. Die Geräte haben Barcode-Scanner mit denen die Waren gescannt und die Bestände gebucht werden können. Dadurch ist jederzeit die genaue Lagermenge der Waren bekannt. Und auch beim Versand sind die Wege, die die Waren gehen, in Echtzeit nachverfolgbar. Außerdem ist sichergestellt, dass die Waren den richtigen Bestimmungsort erreichen. [213]

6.3.2.3 Logistik

In der Logistik werden Tablet-Computer vielfältig eingesetzt. Die BNSF Railway Company, die eines der größten Streckennetze in 28 US-Bundesstaaten unterhält, nutzt Tablet PCs beispielsweise bei der Instandhaltung der Güterwagen. Die Geräte werden dabei für die verschiedensten Tätigkeiten genutzt. Die Techniker waren es gewohnt, ihre Arbeitsanweisungen und Notizen mit Papier und Stift zu verfassen. Die Eingabemöglichkeiten von Tablet-Computern kommen diesen gewohnten Arbeitsabläufen sehr nahe. Außerdem liegen die Daten sofort in digitaler Form vor und können dadurch schneller und effizienter weiterverarbeitet werden.

Durch die kompakte Bauform und die einfach Handhabung der Tablet-Computer haben sie einen klaren Vorteil gegenüber Notebooks. Eine Bearbeitung der Notizen in den Güterwagen-Hallen mit einer Tastatur wäre unbequem und schwierig. Durch die hohe Mobilität der Geräte ist es für die einzelnen Techniker einfach, sich von einem Projekt zum nächsten zu begeben. Die Konnektivität über WLAN hilft die Arbeitsanweisungen zeitnah an die Zentrale übermittelt zu können. Wegen der Zeitersparnis ist eine hohe Produktivität durch den Einsatz von Tablet-PCs gegeben. [214]

6.3.2.4 Vertrieb

Der Vertrieb ist ein Bereich des Handels, in der die Zeit eine große Rolle spielt. Die Einhaltung von Lieferterminen ist oberstes Gebot. Gerade im Just-in-time Geschäft sind meist hohe Strafzahlungen im Falle eine Verspätung zu zahlen. Eine schnelle und effiziente Erhebung, Verarbeitung und Auswertung der für den Vertrieb nötigen Daten ist dafür besonders wichtig.

Normalerweise kann im Vertrieb mit der Abfertigung der Waren erst angefangen werden, wenn die Vertriebsmitarbeiter im Außendienst abends die Bestellungen gebündelt übertragen haben. Wenn die Vertriebsmitarbeiter erst spät vom Außendienst zurück kommen und die Daten erst spät übermitteln, dann kann mit der Bearbeitung der Daten erst dann angefangen werden. Die dadurch verzögerte Abfertigung und Verladung der Waren hat eine verspätete Auslieferung zur Folge. Durch die Verwendung von Tablet-Computern ist nun eine kontinuierliche, über den Tag verteilte, und zeitnahe Übermittlung der am Tage aufgenommenen Bestellungen möglich. Die Bearbeitung der Daten und Planung der Beladungen kann also schon frühzeitig angefangen werden. Die Waren verlassen dann rechtzeitig die Lager. Eine rechtzeitige Auslieferung ist sichergestellt. [215]

6.3.3 Außendienst

Die Arbeit eines Mitarbeiters, welcher im Außendienst tätig ist zeichnet sich dadurch aus, dass die Person viel unterwegs ist und arbeiten bei Kunden ausführt[216]. Außendienstmitarbeiter sind häufig in den Bereichen Verkauf, Vertrieb, Service oder auch Beratung tätig[217].
Durch diese Arbeitsbedingungen haben Außendienstmitarbeiter andere, spezieller Bedürfnisse an ihre Arbeitsmittel. Durch die permanente Mobilität ist der Außendienstmitarbeiter auf ein Fahrzeug sowie ein portables Büro angewiesen[218].

6.3.3.1 Zustelldienste

Im Bereich der Zustelldienste werden für die mobile Datenerfassung Tablet-Computer in der Form von Handhelds genutzt. Als Zusatz ist in den Geräten ein Barcode-Scanner installiert, welcher dazu genutzt wird, die für die Lieferung relevanten Daten per Barcode zu scannen. Die Eingabe weiterer Daten erfolgt über ein Touchscreen, welcher i.d.R. durch ein Stift sowie Funktionstasten und einer kleinen Tastatur bedient wird[219]. Ein verbautes Mobilfunkmodul erlaubt es über eine bestehende Mobilfunkverbindung Daten über das UMTS-Netz von den Handhelds für eine zentrale Speicherung sowie Weiterverarbeitung an eine zentrale Stelle zu übermitteln. Die Möglichkeit des Trackings von Lieferungen basiert auf dieser Grundlage. Pakete werden durch einen individuellen Barcode gekennzeichnet und so während der Transportwege identifiziert und Statusänderungen dokumentiert. Bei der Zustellung des Paketes wird der Empfang durch eine digitale Unterschrift auf dem Tablet dokumentiert. Der Barcode in Kombination mit der Unterschrift wird auf dem Tablet abgespeichert und die Statusänderung des Auftrags über Mobilfunk kommuniziert. Die Übermittlung weiterer Daten, wie zum Beispiel des Barcodes und der Unterschrift, kann zu einem späteren Zeitpunkt in der Zentrale über ein WLAN-Netz erfolgen.
Da ein solches Gerät vorzugsweise im Außendienst eingesetzt wird, verfügt die Hardware über ein robustes Gehäuse, welches eine auf die Anforderungen angepasste Schutzklasse aufweist.
Als Beispiel für eine solche Hardware kann das Motorola MC3100, MC7090 oder MC9090 genannt werden. Im Regelfall wird auf diesen Geräten als Betriebssystem Microsoft Windows Mobile bzw. Windows CE eingesetzt. Durch die Nutzung von Tablet-Handhelds sind kostenintensive Sonderanfertigungen nicht weiter notwendig, da die Nutzung von Massenware möglich ist.

Der Arbeitsablauf der Paketzustellung wird durch die Nutzung von Tablets-Handhalds stark vereinfacht, da ein papierloses Arbeiten möglich ist. Die Unterschrift des Empfängers wird direkt auf dem Tablet geleistet und ist somit digital. Dies würde mit einem normalen Notebook oder Handheld in dieser Form nicht funktionieren. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit des Paket-Trackings, welches mittlerweile zu den Standards der Paketzustellung gehört. Jedes mobilfunkfähige Gerät kann diese Aufgabe zwar übernehmen, allerdings würde dadurch ein Medienbruch entstehen, da eine Quittierung des Empfangs dann auf einem Formular oder sonstigem technischen Equipment notwendig ist. Der komplette Livecycle von der Paketannahme bis hin zur Zustellung ist so digitalisiert und enthält keine Medienbrüche.
Die Nutzung von leistungsstärkeren Tablet-Computern könnte weitere Vorteile bringen, wie z.B. die Möglichkeit einer Weiterverarbeitung und Aufbereitung von Daten auf dem Tablet, sowie die damit verbundene Nutzung des internen Speichers.

6.3.3.2 Telekommunikationsmesstechnik

Die Telekommunikationstechnik hat seit den 90er Jahren in allen Wirtschaftsbereichen eine immer größer werdende Bedeutung. Grundlage dieser Technologie ist eine bestehende Infrastruktur[220]. Kupferkabel sowie Lichtwellenleiter stellen dabei die physikalischen Verbindungen zwischen den Kommunikationspartnern dar, wobei mittlerweile vermehrt auf den Ausbau der LWL-Infrastruktur gesetzt wird, da eine Infrastruktur aus Lichtwellenleitern eine höhere Übertragungsrate ermöglicht als eine Infrastruktur aus Kupferverkabelung[221].
Zur Erstellung von Messprotokollen für Datenleitungen werden spezielle Messgeräte eingesetzt, welche die übertragungstechnischen Kenngrößen ermitteln und dokumentieren. Als Beispiel für ein solches Messgerät können OTDR[222] Messgeräte genannt werden.
Im Bereich der Highend Messtechnik werden Spezialgeräte eingesetzt, welche der Slate-Bauform von Tablet-Computern ähnlich sind, jedoch eine höhere Tiefe aufweisen. Der Einsatzort von Messgeräten ist in der Regel nicht an einen Platz gebunden, sondern das Gerät wird vom Techniker im Außendienst mitgeführt. Daher sind diese Art der Messgeräte in Rugged-Slate-Form gebaut und weisen eine entsprechend hohe Widerstandsfähigkeit sowie Schutzklasse auf.
Als Beispiel für ein solches Messgerät kann das FTB-500 des Herstellers Exfo genannt werden[223]. Ein solches Messgerät verfügt über einen modularen Aufbau von Messeinheiten[224]. Hinter dem Display können die Messeinheiten für unterschiedliche Kabeltypen und unterschiedliche Übertragungstechnologien in vorbereitete Einschübe eingeführt werden. Auf diese Weise können die unterschiedlichsten Anforderungen mit diesem Gerät umgesetzt werden.
Der Vorteile dieser Art der Messtechnik liegt darin, dass das Messgerät die Daten direkt speichern kann und eine Weiterverarbeitung möglich ist. Bei Bedarf können die Daten direkt vor Ort vom Techniker über WiFi oder ein Mobilfunknetz zu Kollegen oder dem Kunden weitergeleitet werden[225]. Es ist nicht mehr notwendig, Formulare in Papierform mitzuführen, auf denen die Messergebnisse dokumentiert werden und zu einem späteren Zeitpunkt an einem Computer digitalisiert werden müssen.
Die Implementierung eines solchen Messgerätes ist zwar prinzipiell auch in Notebook-Form möglich, jedoch bietet der Markt diese nicht an, da die Bedienung per Touch ausreicht und eine Tastatur nicht notwendig ist.

6.3.4 Sonstiges

6.3.4.1 Geo-Informationssysteme

Ein weiteres Anwendungsfeld für Tablet-Computing sind Geo-Informationssysteme.

Der Begriff Geo-Informationssysteme ist die Kurzform für Geographisches Informationssystem. Oft wird der Begriff weiter mit GIS abgekürzt. Mit Geo-Informationssystem bezeichnet man die verschiedensten digitalen EDV-Systeme, besteht aus Hardware, Software, Daten und speziellen GIS-Anwendungen. Der Unterschied zu herkömmlichen EDV-Systemen liegt in dem räumlichen Bezug der GIS Daten. Die Verarbeitung, Analysierung und Präsentation der erfassten Daten findet jederzeit mit Bezug zu den geographischen Daten statt. Die Informationen können dadurch besonders anschaulich dargestellt werden. Spezielle mobile Geräte und Tablet-PCs helfen dabei, die Daten direkt vor Ort und mit den genauen Koordinaten zu erfassen.[226][227]

Abb.-Nr. 18 – GIS Convertible Tablet im Einsatz
Abb.-Nr. 18 – GIS Convertible Tablet im Einsatz

Die Geoinformationssysteme werden in vielen Bereichen eingesetzt. So können sie beispielsweise im Tiefbauamt, in der Umweltforschung, bei der Grünflächenverwaltung, in der Stadtplanung, beim Katastrophenschutz und beim Transport- und Verkehrswesen eingesetzt werden.[228][229]

Dr. Hardy Pundt, Professor für Geowissenschaften an der Harz Universität für Angewandte Wissenschaften zufolge sind "mehr als 80% aller Entscheidungen in der Wirtschaft und der Verwaltung auf räumliche Daten und ihre Darstellung angewiesen". Damit spielen erstellte Karten und Pläne eine große Rolle. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass "Menschen [...] visuelle Daten i. d. R. leichter und schneller interpretieren als numerische". [230]

Früher wurden, wie auch schon in anderen Anwendungsbereichen dieser Arbeit beschrieben, die Daten handschriftlich in Papierformularen erfasst. Diese Daten wurden später in den Computer übertragen. Dadurch kommt es zu einer Verlangsamung des Prozesses von Datenaufnahme bis Datenverwaltung. Kommen Tablet Computer zum Einsatz können Fehler bei der Übertragung vermieden werden. Außerdem kommt es zusätzlich zu einer Zeitersparnis, da Doppelarbeit vermieden wird. [231]

Die GPS-Technik (Global Positioning System) macht es möglich, die Daten jederzeit mit einem absoluten Raumbezug zu erfassen. Tablet-PCs werden dabei meist direkt mit einem einsteckbaren GPS-Empfängermodul erweitert. Dieser empfängt dann die Daten des GPS-Satellitensystems und bestimmt den genauen Standpunkt des Gerätes. Diese Daten werden dann mit den vom Außendienstmitarbeiter erfassten Daten verknüpft. [232]

6.3.4.2 Landwirtschaft

Tablet-PCs bieten in den verschiedensten Feldern der Landwirtschaft einen hohen Nutzwert. Die mobilen Geräte werden beispielsweise für die Anbauflächenverwaltung eingesetzt, es können die Werte der Ernteergebnisse berechnet und Düngemitteleinsätze dokumentiert werden und das jederzeit und direkt vor Ort. Mittels Zusatzgeräten wie GPS-Empfänger können Ackerflächen vermessen und Fahrstrecken für Erntemaschinen und Saatmaschinen (Parallelfahrsystem) geplant werden. Tablet-PCs sind gerade in diesen Einsatzgebieten komfortabel und mobil einsetzbar. [233]

Der Landwirt kann sich die Flächen seiner Anbau- und Ackergebiete am Tablet-PC anzeigen lassen und zu jeder Parzelle und zu jedem Flurstück Daten individuell verwalten. Die im Tablet-PC gespeicherten Daten können je nach Anforderung angezeigt, gruppiert und summiert werden. Produktionskosten können für einzelne Flächen, verschiedenen Pflanzenkulturen-/sorten oder dem ganzen Betrieb angezeigt werden. Der Landwirt hat so seine Kosten jederzeit im Blick um seinen Betrieb wirtschaftlich zu führen. [234]

Auch bei der Tierzucht sind die Einsatzgebiete vielfältig. Es können Herdenbücher erstellt, Besamungskataloge geführt und Sauenplaner – ein Programm mit dem alle Säue einer Mast verwaltbar ist - benutzt werden. [235] [236] [237]


6.3.4.3 Tourismusbranche

Auch in der Tourismusbranche finden stiftbasierte Tablet-PCs Verwendung. Die Hotelkette "Four Points by Sheraton Hotels" haben Tablet-Computer im Check-In-Bereich in Benutzung.

Speziell beim Check-In an Hotelrezeptionen helfen Tablet-PCs die Effizienz zu steigern und die Verarbeitung der Daten papierlos zu gestallten. Die Gäste geben ihre Adressdaten samt Unterschrift direkt in ein Tablet-PC ein. Der Check-In-Vorgang wird dabei erheblich beschleunigt. Für eine noch schnellere Bearbeitung ist es möglich, den Ausweis des Gastes einzuscannen und ihn nur die fehlenden Informationen nachtragen zu lassen. Durch die nun komplett elektronisch vorliegenden Daten, ist eine weitere Verarbeitung – für z.B. der Rechnungsstellung - der Daten besonders einfach. Gerade bei Hotels mit sehr vielen Gästen, wäre eine Verarbeitung mit Papierformularen ein kaum zu bewältigender administrativer Aufwand. [238]

7 Fazit

Der erfolgreiche Einsatz eines Tablet-Computers in jedem der oben genannten Bereiche liegt zu einem großen Teil darin, ob es für den Anwendungsfall eine entsprechende Software auf dem Markt gibt oder dies entwickelt werden kann. Des Weiteren muss die Frage gestellt werden, ob es möglich ist, das Tablet sinnvoll in den Arbeitsablauf zu integrieren und ggf. bisherige Medien abzulösen. Ob der bisherige Arbeitsprozess durch einen Tabet-PC vereinfacht werden kann, hängt auch stark von der verwendeten Touchscreen-Technik und Bauform ab. Für einen Architekten beispielsweise, der seine Zeichnungen primär auf dem Zeichenbrett erstellt, kann ein Tablet PC mit Induktionstechnik sinnvoll sein. Ein kapazitiver Touchscreen macht hingegen wenig Sinn, da die Eingabe per Finger erfolgt und dadurch stark von der gewohnten Arbeitsweise abweicht.

Durch die Spezialität der Anwendungsbereiche benötigen viele der Anwendungsfelder eigens entwickelte Spezialsoftware, um einen Vorteil aus der Nutzung eines Tablet-PC zu ziehen. Exemplarisch kann hier die Werkfeuerwehr der Technischen Universität München genannt werden, welche beispielsweise die Nutzung ihres selbst entwickelten Einsatz-Informationssystem bevorzugt, da diese Software speziell zur Arbeit mit Tablet-PCs angepasst wurde.

Tablet-Computer bieten gerade im privaten Bereich besonders vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Dies liegt insbesondere an der mittlerweile großen Vielzahl an bezugsfähigen Applikationen. Diese reichen von multimedialen Inhalten wie E-Books, Zeitungen, Zeitschriften, Filme, Fotos, Musik und Spiele, über Internetnutzung, wie Surfen im Internet und Schreiben von Emails, bis hin zur Steuerung eines Home-Bus-Systems. Durch die günstigeren Herstellungstechniken sind die Tablet-PCs auch für den privaten Gebrauch erschwinglich geworden. Es ist durchaus vorstellbar, dass Tablet-Computer eine ähnliche oder höhere Verbreitung im privaten Umfeld wie Notebooks erlangen könnten. Insbesondere an den Verkaufszahlen des Apple iPad ist eine steigende Verbreitung von Slates im privaten Umfeld abzusehen.

Im Gegensatz zum privaten Bereich werden im Business-Bereich schon länger Tablet-Computer eingesetzt. Auch im Öffentlichen Dienst, gerade im Krankenhaus, erleichtern die Tablet-Computer die Arbeit der Ärzte und Angestellten. Durch die papierlosen Formulare beispielsweise kann der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert werden. Ärzte können nun mit Hilfe der Tablet-PC die Krankenvisite durchführen, den Krankheitsverlauf dokumentieren, den Tablet als Diktiergerät benutzen oder direkt mit dem Patienten die Krankenakte einsehen und besprechen.

Im Bildungswesen werden Tablet-Computer zur Präsentation der Lerninhalte eingesetzt. Der Lehrende kann zum Beispiel diese durch handschriftliche Notizen aufwerten oder mit Studenten interaktiv arbeiten. Außerdem können sowohl Schulbücher als auch Schulhefte durch einen Tablet-Computer ersetzt werden. Durch die geringen finanziellen Mittel im Bildungswesen ist die neue Lerntechnik bisher wenig verbreitet.

Auch bei der Polizei können Tablet-Computer sinnvoll eingesetzt werden. Fahrzeug- und Personenüberprüfungen können jederzeit durchgeführt werden. Polizisten können vor Ort Unfallhergänge dokumentieren und Unfallfotos erstellen.

Die Einsatzmöglichkeiten von Tablet Computer in der Industrie sind vielfältig. Deswegen werden diese derzeit häufig eingesetzt. So werden beispielsweise Inventuren damit durchgeführt, indem mit Hilfe des integrierten Barcode-Scanners die Artikel eingescannt werden. Zusätzlich ist es möglich, Tablet-Computer für die Steuerung und Wartung von Produktionsmaschinen einzusetzen. Im Bauwesen kann der Tablet-Computer zur Protokollierung von Gebäudeschäden oder Dokumentation des Materialbedarfs einer Baustelle eingesetzt werden.

In der Logistik und dem Zustelldienst werden Tablet-Computer für die Auftragsabwicklung und die mobile Datenerfassung per Barcode-Scanner genutzt. Auf Basis dieser Daten erfolgt beispielsweise die Paketnachverfolgung.

Im Business-Bereich sind Tablet-PCs Standard und werden vielfach eingesetzt. Eine weitere Verbreitung scheint wahrscheinlich. Im privaten Bereichen sind Tablet-Computer bisher weniger verbreitet, doch gerade durch die derzeitigen Ereignisse, wie beispielsweise die Einführung des iPad, ist eine zunehmende Verbreitung nicht auszuschließen.

8 Fußnoten

  1. Vgl. erste Tablet-PC
  2. Vgl. Statista - iPad-Bestands
  3. Vgl. Thielsch, Merkle, Holtmeier, Seite 160
  4. Vgl.: Kirchner und Robrecht
  5. Vgl. Geschichte Tablet PC
  6. Vgl. TheTabletStore – Tablet PC
  7. Vgl. Focus – Tablet
  8. Vgl. IT Wissen – Tablet (2010)
  9. Vgl. Vista-Upgrade
  10. Vgl. Windows History
  11. Vgl. Windows Tablet PC Support
  12. Vgl. Microsoft Embedded Compact 7
  13. Vgl. Apple-Inkwell
  14. Vgl. Apple Special-Education
  15. Vgl. Apple Accessibilitiy
  16. Vgl. Apple Accessibilitiy
  17. Vgl. OpenSuse TabletPCs
  18. Vgl. Ubuntu 10.10
  19. Vgl. Windows XP Tablet PC Edition Features
  20. Vgl. Windows XP Tablet PC Edition Features
  21. Vgl. Windows XP Tablet PC Edition Features
  22. Vgl. Windows XP Tablet PC Edition Features
  23. Vgl. Windows XP Tablet PC Edition Features
  24. Vgl. eTeaching – Tablet PC
  25. Vgl. Corel
  26. Vgl. MindManager
  27. Vgl. WinDIA
  28. Vgl. Ashvins
  29. Vgl. Hewson Group, Seite 15
  30. Vgl. Golem - Tablet PC
  31. Vgl. TheTabletStore - Slate
  32. Vgl. Handelswissen - Tablet PC
  33. Vgl. TheTabletStore - Slate
  34. Vgl. Handelswissen - Tablet PC
  35. Vgl. Handelswissen - Tablet PC
  36. Vgl. heise - iPad-Verkauf - 1
  37. Vgl. WeTab Produktspezifikationen, S.2
  38. Vgl. WeTab Produktspezifikationen, S.3
  39. Vgl. WeTab Produktspezifikationen, S.3
  40. Vgl. iPad Apps
  41. Vgl. WeTab Produktspezifikationen, S.1
  42. Vgl. iPad Spezifikationen
  43. Vgl. heise - iPad-Verkauf - 2
  44. Vgl. Hewson Group Whitepaper, S.10
  45. Vgl. Hewson Group Whitepaper, S.10
  46. Vgl. TheTabletStore - Convertible
  47. Vgl. Vista-Upgrade
  48. Vgl. Tablet Hardware
  49. Vgl. Lenovo Ideapad U1 - 1
  50. Vgl. Lenovo Ideapad U1 - 2
  51. Vgl. UMPC
  52. Vgl. UMPC
  53. Vgl. UMPC - Microsoft
  54. Vgl. TheTabletStore - UMPC
  55. Vgl. Archos
  56. Vgl. UMPC - Microsoft
  57. Vgl. Rugged Laptop
  58. Vgl. Rugged Laptop
  59. Vgl. Rugged Notebooks
  60. Vgl. Rugged Laptop
  61. Vgl. IT Wissen - Touchscreen
  62. Vgl. SAW Touchscreen
  63. Vgl. tci - AW
  64. Vgl. tci - AW
  65. Vgl. SAW Touchscreen
  66. Vgl. IT Wissen - Touchscreen
  67. Vgl. tci - AW
  68. Vgl. Nextsystem - SAW
  69. Vgl. SAW Touchscreen
  70. Vgl. SAW Touchscreen
  71. Vgl. Nextsystem - SAW
  72. Vgl. SAW Touchscreen
  73. Vgl. SAW Touchscreen
  74. Vgl. Visam
  75. Vgl. IT Wissen - Touchscreen
  76. Vgl. Connect - Resistiv
  77. Vgl. Uni Protokolle - Lexikon
  78. Vgl. tci - Resistiv
  79. Vgl. LMU München
  80. Vgl. Toms Hardware - Resistive Touchscreens
  81. Vgl. Connect - Resistiv
  82. Vgl. Connect - Resistiv
  83. Vgl. Connect - Resistiv
  84. Vgl. Nextsystem - Analog resistiv
  85. Vgl. tci - Resistiv
  86. Vgl. Toms Hardware - Resistive Touchscreens
  87. Vgl. LMU München
  88. Vgl. tci - Resistiv
  89. Vgl. Nextsystem - Analog resistiv
  90. Vgl. LMU München
  91. Vgl. Toms Hardware - Resistive Touchscreens
  92. Vgl. LMU München
  93. Vgl. Toms Hardware - Resistive Touchscreens
  94. Vgl. Toms Hardware - Resistive Touchscreens
  95. Vgl. Toms Hardware - Kapazitive Touchscreens
  96. Vgl. Toms Hardware - Kapazitive Touchscreens
  97. Vgl. tci - Kapazitiv
  98. Vgl. Connect - Kapazitiv
  99. Vgl. Toms Hardware - Kapazitive Touchscreens
  100. Vgl. LMU München
  101. Vgl. Golem - Truetouch
  102. Vgl. LMU München
  103. Vgl. tci - Kapazitiv
  104. Vgl. Golem - Truetouch
  105. Vgl. Toms Hardware - Kapazitive Touchscreens
  106. Vgl. Toms Hardware - Kapazitive Touchscreens
  107. Vgl. wacom BAMBOO
  108. Vgl. wacom BAMBOO
  109. Vgl. Funktionen des IPad
  110. Vgl. Medien Definition
  111. Vgl. Mediennutzung
  112. Vgl. iPad Features
  113. Vgl. Focus Online iPad
  114. Vgl. Focus Online iPad
  115. Vgl. Focus Online iPad
  116. Vgl. Focus Online iPad
  117. Vgl. Focus Online iPad
  118. Vgl. Statista GmbH Zeitbuget Medien
  119. Vgl. Statista GmbH Durchschnittliche Dauer der Internetnutzung
  120. Vgl. Geld verdienen mit E-Books
  121. Vgl. Dr. Web Was ist… Lexikon: E-Book
  122. Vgl. Libri E-Books
  123. Vgl. Project Gutenberg
  124. Vgl. Microsoft Using a Tablet PC to Read
  125. Vgl. Börsenblatt
  126. Vgl. Focus Online iPad vs. Kindle
  127. Vgl. Focus Online iPad vs. Kindle
  128. Vgl. elearning-concepts
  129. Vgl. Focus Online Medien
  130. Vgl. Einslive
  131. Vgl. Tagesschau
  132. Vgl. Einslive
  133. Vgl. Focus Online, Internet
  134. Vgl. TIS
  135. Vgl. Apple Apps
  136. Vgl. Tagesschau
  137. Vgl. Macwelt Apps
  138. Vgl. Macwelt Haussteuerung
  139. Vgl. Öffentlicher Dienst
  140. Vgl. Destatis - Personalrückgang
  141. Vgl. Ärztekammer Koblenz
  142. Vgl. BpB - Gesundheitssystem
  143. Vgl. EKA
  144. Vgl. TecChannel - EKA
  145. Vgl. TecChannel – EPA
  146. Vgl. Medizin Suite
  147. Vgl. BRK Straubing-Bogen
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  149. Vgl. BASt – Rettung 2004/05
  150. Vgl. BASt – Rettung 2000/01
  151. Vgl. BRK Straubing-Bogen
  152. Vgl. Feuerwehr Lüdenscheid
  153. Vgl. XploreTech - Helsinki
  154. Vgl. Fallstudie - Feuerwehr Dresden
  155. Vgl. Werkbrandschutz München
  156. Vgl. XploreTech - Tilburg
  157. Vgl. XploreTech - Helsinki
  158. Vgl. Werkbrandschutz München
  159. Vgl. XploreTech - Feuerwehr
  160. Vgl. Fallstudie – Feuerwehr Dresden
  161. Vgl. ChannelPartner – Krankenhaus
  162. Vgl. Werkbrandschutz München
  163. Vgl. XploreTech - Helsinki
  164. Vgl. Fallstudie – Klinik Ingolstadt
  165. Vgl. Media NRW
  166. Vgl. RFID Journal
  167. Vgl. Media NRW
  168. Vgl. To Err is Human
  169. Vgl. RFID Krankenhaus
  170. Vgl. RFID Krankenhaus
  171. Vgl. Forum Clinical Pathway
  172. Vgl. Pressebox
  173. Vgl. Universitätsklinikum Leipzig
  174. Vgl. Themenguide Gesundheit
  175. iPad - Krankenhaus
  176. Vgl. Ärztezeitung
  177. Vgl. Ärztezeitung
  178. Vgl. T-Systems - Rückstand
  179. Vgl. T-Systems – Rückstand
  180. Vgl. Nachrichten – Tablet PC
  181. Vgl. Wired – iPad Education
  182. Vgl. Marvell Moby - Netzwelt
  183. Vgl. Marvell Moby - PC-Tipp
  184. Vgl. eTeaching – Tablet PC
  185. Vgl. Universität Zürich
  186. Vgl. Tablet PC - Resumé
  187. Vgl. Nachrichten – Tablet PC
  188. Vgl. Marvell Moby – Netzwelt
  189. Vgl. Kultusministerkonferenz
  190. Vgl. T-System - Bildung
  191. Vgl. T-Systems - Rückstand
  192. Vgl. T-Systems - Rückstand
  193. Vgl. Nachrichten – Tablet PC
  194. Vgl. Destatis - Kinder
  195. Vgl. heise - Bildungsinitiative
  196. Vgl. DieWelt - Bildungsinitiative
  197. Vgl. Kita Bayern
  198. Vgl. ProTAKT
  199. Vgl. ProTAKT
  200. Vgl. Pädagogisches Institut
  201. Vgl. Schlaumäuse - Projekt
  202. Vgl. Schlaumäue - Abschlussbericht
  203. Vgl. Kita Bayern
  204. Vgl. Fallstudie – TU Dresden
  205. Vgl. Handelsblatt - Polizei
  206. Vgl. XploreTech - Polizei
  207. Vgl. Handelsblatt - Tablets in der Werkhalle
  208. Vgl. Handelsblatt - Tablets in der Werkhalle
  209. Hewson Group, Seite 34
  210. Vgl. Bauwesen - Geschichte
  211. Vgl. Eurovia
  212. Vgl. ITRONIX - Gartenbausachverständigenbüro Zorn
  213. Vgl. Case Studies: Warehousing/Retail
  214. Vgl. ITRONIX - Railway Rugged Tablet PC’s
  215. Vgl. Case Studies: Distribution
  216. Vgl. onpulson - Außendienst
  217. Vgl. Arbeitsratgeber - Außendienst
  218. Vgl. Arbeitsratgeber - Außendienst
  219. Vgl. Motorola Serie
  220. Vgl. IT Wissen - Verbindungen
  221. Vgl. Telekommunikation
  222. Vgl. OTDR
  223. Vgl. FTB500 Datenblatt
  224. Vgl. FTB500 Datenblatt S.4
  225. Vgl. FTB500 Datenblatt S.6
  226. Vgl. GIS - Definition
  227. Vgl. GIS - Definition II
  228. Vgl. GIS - Mobile GIS
  229. Vgl. GIS - Definition II
  230. Vgl. Universität Harz
  231. Vgl. Mobile GIS-ArcGIS
  232. Vgl. GIS - Umweltbereich
  233. Vgl. Landwirtschaft
  234. Vgl. Landwirtschaft - Kosten
  235. Vgl. Agroserver
  236. Vgl. Landwirtschaft - PDA und Co
  237. Vgl. Sauenplan
  238. Vgl. Italian hotel chains

9 Literatur- und Quellenverzeichnis

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Apple-Präsentation (2010) ComputerBild, Apple-Präsentation am 27. Januar 2010, 18.01.2010, http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-PC-Hardware-Offiziell-Apple-Praesentation-am-27.-Januar-2010-5011388.html
Apple-Inkwell (2010) o.V.: Mac OS X 10.5 Help, Inkwell, http://docs.info.apple.com/article.html?path=Mac/10.5/en/8138.html
Apple Accessibilitiy (2010) o.V.: Apple Accessibilitiy, Inkwell, http://www.apple.com/accessibility/macosx/physical.html
Apple Special-Education (2010) o.V.: Apple Special-Education, Physical / Motor Skills, Inkwell, http://www.apple.com/education/special-education/
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Archos (2010) o.V.: Archos.com, http://www.archos.com/?country=de&lang=de&title=Anwendungsfelder
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