Beschreibung und Analyse von BPMN 2.0

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Hamburg
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Geschäftsprozessmodellierung
Autor(en): Gregor Münster, Rüdiger Ebel
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung: SS11
Studiensemester: 2
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin: 18.06.2011
Abgabetermin: 17.06.2011


1 Titel

Autoren Rüdiger Ebel und Gregor Münster
Titel Beschreibung und Analyse von BPMN 2.0
Hochschule und Studienort FOM Hochschule für Oekonomie & Management Essen, Hochschulstudienzentrum Hamburg


2 Verzeichnisse

2.1 Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis


2.2 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
ARIS Architektur integrierter Informationssysteme
BPEL Business Process Execution Language
BPM Business Process Management
BPMI Business Process Management Initiative
BPMN Business Process Model and Notation (offiziell), Business Process Modeling Notation (ugs.)
BPMS Business Process Management-System
EABPM European Association of Business Process Management
EPK Ereignisgesteuerte Prozessketten
FOM Hochschule für Oekonomie und Management
GPM Geschäftsprozessmanagement
IAO Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation
IKS Informations- und Kommunikationssystem
OMG Object Management Group
SOM Semantisches Objektmodell
UML Unified Modeling Language
XML Extensible Markup Language
XPDL XML Process Definition Language


2.3 Abbildungsverzeichnis

Abbildung Nr. Abbildung
1 Popularität von Prozessnotationen auf BPM-Netzwerk.de (Stand September 2009)
2 Popularität von Prozessnotationen auf BPM-Netzwerk.de (Stand Juli 2010)
3 BPMN 2.0 Poster
4 Die Basiselemente der BPMN
5 Ein einfaches BPMN-Modell
6 Beispiel eines simulierten Prozesses


2.4 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr. Quelle
1 Kriterien zur Abbildung von Prozessen
2 Kriterien zur Bedienbarkeit von BPMN 2.0
3 Kriterien zu den Kosten der Implementierung
4 Bewertung der Kriterien zur Abbildung von Prozessen
5 Bewertung der Kriterien zur Bedienbarkeit von BPMN 2.0
6 Bewertung der Kriterien zu den Kosten der Implementierung


3 Einleitung

Prozesse und Abläufe wurden schon immer beschrieben oder dokumentiert. So existieren seit langem die EPK (Ereignisgesteuerte Prozessketten) des ARIS-Modells (Architektur integrierter Informationssysteme) für fachliche Modelle und die UML (Unified Modeling Language) oder die BPEL (Business Process Execution Language) für technische Modelle. Es bestand jedoch immer der Graben zwischen Fachabteilung und IT. Kein Modellierungsstandard vermochte sich richtig durchzusetzen.

Doch mit der BPMN (Business Process Modeling Notation) scheint sich der Graben in den letzen Jahren nun endlich zu schließen. Gerade die kürzlich von der OMG (Object Management Group) verabschiedete neue Version 2.0 schürt diese Hoffnung und wird bereits von vielen großen Konzernen unterstützt bzw. eingesetzt. Viele attestieren der neuen Notation bereits jetzt, dass sie das Potential hat, der neue globale Modellierungsstandard zu werden.

BPMN 2.0 besteht rein formal nicht nur aus einer Palette grafischer Symbole, sondern auch aus deren Bedeutungsdefinition und einem Regelwerk. Zudem unterstützt die BPMN 2.0 auch direkt die Ausführung von Prozessen da auch ein Metamodell samt Ausführungssemantik implementiert wurde.

Wie dem Titel zu entnehmen ist, wird diese Fallstudie zwei Kernthemen behandeln:

  • Die Beschreibung der BPMN 2.0: Dies sind alle Felder rund um Geschäftsprozesse, Notationen und die BPMN; daher auch das etwas größere Grundlagenkapitel
  • Die Analyse der BPMN 2.0: Hier werden zunächst die formalen Kriterien zur Analyse definiert und beschrieben. Anhand dieser Kriterien wird im Anschluss die BPMN 2.0 analysiert.

Der Kriterienkatalog soll allgemeingültig und notationsneutral formuliert sein, damit mit diesem auch weitere Notationen analysiert werden können. Dies ermöglicht einen Vergleich der verschieden Notationen mit der BPMN 2.0.

Ziel dieser Fallstudie ist es, herauszuarbeiten wieso die BPMN 2.0 innerhalb eines vergleichbar kurzen Zeitraumes so erfolgreich geworden ist und warum ihr so viel Unterstützung zu Teil wird.

Im Nachfolgenden wird die BPMN 2.0 zunächst beschrieben, im Anschluss werden die Kriterien zu Analyse erläutert und zum Schluss wird die BPMN 2.0 analysiert und bewertet.

Querverweise:

4 Grundlagen

Mit dem nachfolgendem Kapitel soll ein Grundverständnis in den benötigten Themengebieten geschaffen werden. So werden zunächst die Geschäftsprozesse behandelt. Diese werden häufig in Form von Modellen beschrieben und/oder dokumentiert. Hierfür wird eine entsprechende Modellierungsnotation benötigt, z.B. in Form der hier behandelten BPMN 2.0. Um die Modellierung durchzuführen wird häufig das Tool Activiti verwendet.

4.1 Geschäftsprozesse

Wenn es um Effizienzsteigerung bzw. Einsparungen ging, wurden schon immer die in den Unternehmen zu leistenden Tätigkeiten, Aufgaben und Arbeitsabläufe analysiert. Nicht zuletzt beruhen die klassischen Ansätze zur Strukturierung der Unternehmensrealität in der Organisationslehre, die zu den Konzepten der Aufbau- und Ablauforganisation geführt haben, auch darauf. Dort standen allerdings meist einzelne Tätigkeiten und kurze Arbeitsabläufe im Vordergrund, die unter dem Gesichtspunkt der effizienteren Abwicklung bzw. Aufteilung untersucht wurden.[1]

Mit dem Konzept des Geschäftsprozesses verändert sich die Sichtweise. Damit sind längere, zusammenhängende Folgen von Tätigkeiten, die zur Erledigung einer größeren Aufgabe nötig sind, im Fokus. Gegebenenfalls sogar eine Folge von Tätigkeiten, die in Bezug auf das betrachtete Unternehmen abgeschlossen ist. Früher waren die einzelne Tätigkeit, ihr Stelleninhaber und die Einbettung der Tätigkeiten in die Abläufe der Ausgangspunkt. Heute ist der gesamte Prozess der Ausgangspunkt. Hier spielen die klassischen, durch die Organisationsstruktur gegebenen, Grenzen erst mal keine Rolle.[2]

Staud definiert Geschäftsprozesse in Unternehmen wie folgt: "Ein Geschäftsprozess besteht aus einer zusammenhängenden abgeschlossenen Folge von Tätigkeiten, die zur Erfüllung einer betrieblichen Aufgabe notwendig sind. Die Tätigkeiten werden von Aufgabenträgern in organisatorischen Einheiten unter Nutzung der benötigten Produktionsfaktoren geleistet. Unterstützt wird die Abwicklung der Geschäftsprozesse durch das Informations- und Kommunikationssystem IKS des Unternehmens."[3]

Querverweis:
Geschäftsprozesse werden auch an der FOM (Hochschule für Oekonomie und Management) durch den Studiengang Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik behandelt; im derzeitigen Sommersemester 2011 auch in Hamburg (Zugang nur für Angehörige der FOM).

4.1.1 Geschäftsprozessmanagement

Häufig wird die englische Bezeichnung BPM (Business Process Management) synonym verwendet für GPM (Geschäftsprozessmanagement).[4] Nach der EABPM (European Association of Business Process Management) ist GPM "ein systematischer Ansatz, um sowohl automatisierte, als auch nicht-automatisierte Prozesse zu erfassen, zu gestalten, auszuführen, zu dokumentieren, zu messen, zu überwachen und zu steuern, und damit nachhaltig, die mit der Unternehmensstrategie abgestimmten Ziele zu erreichen. BPM umfasst die bewusste und zunehmend IT-unterstützte Bestimmung, Verbesserung, Innovation und Erhaltung von End-to-end Prozessen."[5] Anzumerken ist, dass hier der Begriff „End-to-end-Prozess“ etwas irreführend verwendet wird, da eigentlich „Von Anfang bis Ende“ gemeint ist. Bei GPM geht es also darum, nicht nur Prozessfragmente zu betrachten, sondern den Prozess als Ganzes zu verstehen und ihn entsprechend ganzheitlich zu bewerten und zu optimieren.[6]

Mit der Definition der EABPM wird also ein Grundverständnis für GPM geschaffen, dass für die erfolgreiche Anwendung absolut notwendig ist: Es geht weder darum, Prozesse lediglich aus organisatorischer Perspektive zu verbessern, noch reicht es aus, sie allein durch neue IT zu unterstützen. Es bedarf einerseits der kombinierten Anwendung der Methoden aus beiden Bereichen und andererseits ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der beiden Fraktionen unumgänglich.[7]

4.1.2 Geschäftsprozessmodellierung

Bei der Geschäftsprozessmodellierung werden die vorhandenen oder die neu zu errichtenden Prozesse aufgenommen und dokumentiert. Nach Staud werden damit im Wesentlichen zwei Ziele verfolgt:

  1. Bestandsaufnahme, d.h. die Feststellung, welche Geschäftsprozesse in welcher Form ablaufen.
  2. Geschäftsprozessoptimierung, d.h. die Beseitigung von Schwachstellen, die bei der Beschreibung erkannt wurden.[8]

Beispiele für mögliche Schwachstellen:

  • fehlende Prozessintegration
  • zu lange Transportzeiten von Prozessobjekten
  • zu lange Bearbeitungszeit
  • redundante Tätigkeiten
  • zu hohe Komplexität
  • unzulängliche Prozessverantwortlichkeit
  • fragmentierte Verantwortlichkeiten[9]

4.2 Modellierungsnotation

Um Geschäftsprozesse zu managen und zu modellieren, müssen sie beschrieben und dokumentiert werden. Bei einfachen Fällen wird die Beschreibung in tabellarischer oder geschriebener Form erstellt. Wenn Prozessmodelle erzeugt werden, werden häufig Präsentations- oder Grafikprogramme genutzt. Die daraus resultierenden einfachen Diagramme verwenden zwar schon Kästchen und Pfeile, jedoch folgen Sie keiner bestimmen Methodik. Daher reicht dies nicht aus, um komplexe Prozesse exakt mit allen relevanten Aspekten wie Verzweigungsregeln, Ereignissen, ausführenden Organisationseinheiten und Datenflüssen zu modellieren.[10]

Weiterhin werden auch Prozessmodelle erzeugt, die bewusst syntaktisch nicht ganz korrekt und nicht widerspruchsfrei sind. Es wird jedoch unterstellt, dass der Betrachter schon verstehe was gemeint sei. Diese Annahme ist jedoch gewagt:

  • Ohne die Einhaltung eines Standards, gehen auch die Vorteile eines eben jenen verloren. Warum sollte ein Standard in einer Unternehmenskultur eingeführt werden, wenn sich keiner daran hält?
  • Ungenauigkeiten und Widersprüche bergen immer das große Risiko, dass das Prozessmodell falsch interpretiert wird. Dies ist gerade dann der Fall, wenn ein Modell auf eine andere Ebene herunter gebrochen werden soll und/oder von der IT interpretiert und technisch umgesetzt werden soll.
  • Wenn die Verarbeitung von einem BPMS (Business Process Management-Systemen) übernommen werden soll, wird das Prozessmodell direkt in der enthaltenen Process Engine umgesetzt. In diesem zunehmend genutzten Bereich müssen die Prozessmodelle besonders strikten Anforderungen genügen, da sie nicht von Menschen sondern von Computerprogramm interpretiert werden.[11][12]

Aus den vorgenannten Gründen wird eine einheitliche Modellierungsnotation benötigt. Denn "Eine Notation für die grafische Geschäftsprozessmodellierung legt unter anderem fest, mit welchen Symbolen die verschiedenen Elemente von Prozessen dargestellt werden, was sie genau bedeuten und wie sie miteinander kombiniert werden können."[13] Eine Modellierungsnotation ist also eine gemeinsame Sprache zur Beschreibung von Geschäftsprozessen. So ist jeder, der diese Sprache beherrscht, in der Lage, fremde Modelle zu verstehen.[14]

Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Notationen zur Prozessmodellierung entwickelt. Dabei handelte es sich meist um proprietäre Notationen spezieller Modellierungstools oder Workflow Management-Systeme. Im Bereich der durch BPMS ausführbaren Prozessbeschreibungen gab es Stand 2009 Standards wie z.B. XPDL (XML Process Definition Language) und BPEL, wobei sich letzterer als führender Standard etabliert hat. XPDL und BPEL sind keine grafischen Notationen. Zudem ist deren wesentlicher Anwendungsbereich die Definition automatisch ausführbarer Prozesse. Andere Standards wie z.B. die Aktivitätsdiagramme der UML konnten sich nicht für die Geschäftsprozessmodellierung durchsetzen. Mit der BPMN scheint sich nun erstmals ein Standard für die Prozessmodellierung auf breiter Basis durchzusetzen.[15]

4.3 BPMN 2.0

4.3.1 Ursprung und Entwicklung

Entnommen aus: Freund, Rücker (2010), Seite XIV Abbildung 1: Popularität von Prozessnotationen auf BPM-Netzwerk.de (Stand September 2009)
Entnommen aus: Freund, Rücker (2010), Seite XIV
Abbildung 1: Popularität von Prozessnotationen auf BPM-Netzwerk.de (Stand September 2009)
Entnommen aus: Freund, Rücker (2010), Seite XII Abbildung 2: Popularität von Prozessnotationen auf BPM-Netzwerk.de (Stand Juli 2010)
Entnommen aus: Freund, Rücker (2010), Seite XII
Abbildung 2: Popularität von Prozessnotationen auf BPM-Netzwerk.de (Stand Juli 2010)

Derzeit existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Notationen für die Prozessmodellierung. Sie wurden überwiegend von den Anbietern der Modellierungswerkzeuge entwickelt. Als Notationen mit einem größeren Verbreitungsgrad existieren neben BPMN auch EPK, SOM (Semantisches Objektmodell) und die UML. Weitere Sprachen konnten nur einen geringen Verbreitungsgrad erreicht oder ihr Einsatz ist auf bestimmte Anwendungsfelder beschränkt. UML wurde ursprünglich für die objektorientierte Modellierung von Software entwickelt, und wird nun für die Prozessmodellierung 'wiederverwendet'.[16]

Die von der OMG und der BPMI (Business Process Management Initiative) entwickelte BPMN (siehe o.V. OMG (2011)) ist einer der wenigen verfügbaren Standards, die gezielt für die Prozessmodellierung entwickelt wurde. Denn bei der Entwicklung von BPMN wurden sowohl die Anforderungen der fachlichen Prozessmodellierung, als auch die Belange der informationstechnischen Umsetzung berücksichtigt. BPMN liefert nach Ansicht des Fraunhofer IAO (Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation) einen vielversprechenden Ansatz dafür, die Lücke zwischen der Geschäftsprozessmodellierung auf der einen Seite und der Prozessimplementierung auf der anderen Seite zu schließen.[17] Freund begründet das Interesse ähnlich: "BPMN ist ein Standard und soll eine Brücke zwischen Business und IT schlagen."[18]

Die BPMN hat in den wenigen Jahren, in denen sie existiert, bereits eine große Verbreitung erreicht. Bereits absehbar ist, dass die neue Version 2.0 der BPMN eine ebenso breite Unterstützung finden wird. Im Bereich der fachlichen Prozessmodellierung ist nach Auffassung des Fraunhofer IAO zu erwarten, dass die Verbreitung von BPMN weiter zunehmen wird.[19] "Zahlreiche BPM-Hersteller, allen voran IBM, Oracle und SAP, setzen auf BPMN 2.0 und haben teilweise bereits entsprechende Produkte veröffentlicht."[20] Wie den Abbildungen 1 und 2 zu entnehmen ist, hat sich die Anzahl der Mitglieder auf BPM-Netzwerk.de, die eine Praxiserfahrung mit BPMN angeben, im Vergleich von September 2009 zu Juli 2010 um rund 45% erhöht. Bei der EPK und UML sind es jeweils nur rund 25% im Vergleichszeitraum.[21]

Der BPMN-Standard hat sich in den letzten Jahren zügig entwickelt. Die derzeit aktuelle Version 2.0 wurde im Januar 2011 offiziell verabschiedet. Wesentliche Neuerungen sind:

  • die Erweiterung des Sprachumfangs,
  • die Abbildung (einer Teilmenge) von BPMN zu BPEL,
  • ein XML-basiertes Datenformat zum Austausch der Modelle und
  • eine Ausführungssemantik für BPMN.[22]



4.3.2 Notation

Entnommen aus: o.V. BPMB (2009) Abbildung 3: BPMN 2.0 Poster
Entnommen aus: o.V. BPMB (2009)
Abbildung 3: BPMN 2.0 Poster
Entnommen aus: Freund, Rücker (2010), Seite 21 Abbildung 4: Die Basiselemente der BPMN
Entnommen aus: Freund, Rücker (2010), Seite 21
Abbildung 4: Die Basiselemente der BPMN
Entnommen aus: Allweyer (2009), Seite 16 Abbildung 5: Ein einfaches BPMN-Modell
Entnommen aus: Allweyer (2009), Seite 16
Abbildung 5: Ein einfaches BPMN-Modell

Grundsätzlich liefert die BPMN drei Kernelemente:

  • Eine Palette verschiedener Symbole. Eine Gesamtübersicht ist in Abbildung 3 enthalten
  • Syntax - Die Regeln, wie die Symbole grafisch miteinander verbunden werden dürfen
  • Semantik - Die Bedeutung der verwendbaren Symbole[23]

Wann immer ein Prozessdiagramm in BPMN gezeichnet wird, werden Symbole verwendet, die sich den in Abbildung 4 dargestellten Kategorien zuordnen lassen. Diese Kategorien heißen deshalb auch "BPMN-Basiselemente". Im Prinzip müssen in einem Prozess bestimmte Dinge getan werden (Aktivitäten), möglicherweise aber nur unter bestimmten Bedingungen (Gateways), und es können Dinge passieren (Ereignisse). Diese drei Flussobjekte werden über Sequenzflüsse miteinander verbunden, jedoch nur innerhalb eines Pools bzw. einer Lane. Falls eine Verbindung über Pool-Grenzen hinweg erfolgt, greift man zu den Nachrichtenflüssen.[24]

Weiterhin existieren Artefakte, die zusätzlich Informationen zum Prozess liefern sollen. Aber sie können keinen direkten Einfluss auf die Reihenfolge der Flussobjekte nehmen. Grundsätzlich kann jedes Artefakt mit jedem Flussobjekt verbunden werden, dieses geschieht mithilfe von Assoziationen. Zudem können auch ganz eigene Symbole als zusätzliche Artefakte mit aufgenommen werden.[25]

Mit BPMN 2.0 ist eine gänzlich neue Kategorie hinzugekommen, die sogenannten Daten. Hier geht es um die Erzeugung, Verarbeitung und Ablage von Informationen, welche im Rahmen der Prozessverarbeitung relevant werden können. Die Symbole dieser Kategorie werden daher in der Regel über Assoziationen und Aktivitäten verknüpft.[26]

Das in Abbildung 5 dargestellte Prozessmodell, ist für viele Menschen, die sich bereits mit irgendeiner Art der Ablaufmodellierung beschäftigt haben, unmittelbar verständlich. So werden verschiedene Rollen beschrieben, es gibt Start- und End-Ereignisse, gewöhnliche Aktivitäten und Gateways. Das abgebildete Prozessmodell wurde stark vereinfacht, um ein übersichtliches Beispielmodell zu erhalten.[27]

Da die BPMN-Spezifikationen der OMG (siehe o.V. OMG (2011)) recht aussagekräftig und die vorhandene Fachliteratur (siehe Freund, Rücker (2010) und Allweyer (2009)) sehr ausführlich ist, wird an dieser Stelle, auch in Anbetracht des Umfangs dieser Fallstudie, auf eine detailliertere Erläuterung der einzelnen Notationselemente bewusst verzichtet.

4.3.3 Stärken und Schwächen

Eine Stärke der BPMN ist die Vertrautheit bei der fachlichen Modellierung. Zudem erlaubt es diese grafische Notation, im Gegensatz zu BPEL, dass jede Aktivität einfach verschoben werden kann. Eine weitere Stärke ist die Einfachheit: So existieren nur drei grundlegende Symbole: Aktivitäten, Gateways und Ereignisse, siehe Abbildung 5. Es gibt noch einige verschiedene Subtypen, die aber im Ursprung alle auf den Grundsymbolen basieren.[28]

Zudem verwendet BPMN einige Symbole die ganz deutlich aus dem technischen Bereich stammen, wie u.a.:

  • spezielle Schleifen-Konstrukte
  • Ausnahmebehandlungen
  • Transaktionen

Erfahrungsgemäß fehlen diese IT-nahen Symbole daher eher in den fachlichen Modellen. Experten sind der Meinung, dass diese Symbole auch in der fachlichen Modellierung verwendet werden sollten, um relevante Ausnahmen und deren Behandlung darstellen zu können.[29] Denn das Pareto-Prinzip besagt, dass 20% aller eintretenden Fälle (die Ausnahmen) 80% der Kosten, Verzögerungen und Fehler verursachen. Daher muss die Fachabteilung unbedingt vorgeben, wie mit Ausnahmen umzugehen ist. Und genau dies lässt sich mit BPMN abbilden.[30]

Ein weiterer großer Nutzen von BPMN liegt in der einheitlichen Darstellungsform für Prozesse aller Art. Sie kann dazu genutzt werden, ein besseres fachliches Verständnis der Modelle zu erreichen. Die BPMN kann also als Verständigungshilfe zwischen Benutzergruppen mit verschiedenen Aufgabenprofilen dienen.[31]

Häufig wird kritisiert, dass die BPMN folgende Strukturen nicht oder nur unzureichend abbilden kann:

  • Prozesslandschaft
  • Aufbauorganisation
  • Daten
  • Strategie
  • Geschäftsregeln
  • IT-Landschaft

Die Kernaufgabe der BPMN ist die Abbildung von Prozessen, welche lediglich aus einer zeitlich-logischen Abfolge von Aktivitäten bestehen. Zudem gibt für jedes dieser Themen bereits sehr praktikable und teilweise standardisierte Notationsformen. Weitere Anwendungsgebiete würden den Komplexitätsgrad der BPMN erhöhen.[32]

4.3.4 Ausführungssprache für Prozesse

Die BPMN stellt einen vielversprechenden Ansatz dar. Diese ist insbesondere für die Modellierung ausführbarer Prozesse der Fall, da viele der notwendigen Aspekte bereits mit den Mitteln des Standards adäquat abgebildet werden können.[33] So wurde mit der BPMN 2.0 auch die Definition von ausführbaren Prozessen weiterentwickelt. So gab es früher für zahlreiche Detailinformationen, die für die ausführbaren Prozesse von Nöten waren, keine geeigneten Elemente und Attribute. Zudem gab es an vielen Stellen einen großen Interpretationsspielraum für die Process Engine, wie ein bestimmtes Modell ausgeführt werden sollte. Mit der BPMN 2.0 wurde eine explizite "Ausführungssemantik" definiert. In dieser ist enthalten, wie bestimmte BPMN-Symbole bei Ihrer Ausführung zu interpretieren sind.[34]

Während für die Standardisierung von Schnittstellen von IT-Systemen bereits ein gewisser Standardisierungsgrad erreicht worden ist, kommen für die Ausführung von Prozessen nach wie vor überwiegend proprietäre Mechanismen zum Einsatz. Wie bereits erwähnt schreitet die Standardisierung in diesem Bereich voran. So ist zu erwarten, dass die BPMN selbst in naher Zukunft eine standardisierte Ausführungssprache für Prozesse werden wird. Daher geht das Fraunhofer IAO davon aus, dass demnächst mit den ersten Ausführungsumgebungen, den sogenannten BPMN-Engines, zu rechnen sei. Für den Anwender ist der für ausführbare Prozesse genutzte Standard nebensächlich, da die internen Mechanismen der Workflow-Engine dem Anwender ohnehin verborgen bleiben.[35] Weiterhin wird festgehalten, dass unabhängig von der gewählten Notation, ein fachlicher Prozess niemals per Knopfdruck zu einem Workflow werden wird. Somit bleibt es erforderlich, dass die technischen Anforderungen bewusst in den Modellen abgebildet werden müssen.[36]

4.4 Activiti als typisches BPMN-Tool

Activiti ist eine OpenSource Geschäftsprozess-Modellierungsplattform, die entwickelt wurde, um den Ansprüchen der Entwickler, der Manager und der Anwender gerecht zu werden.[37] Das Team bestand aus Mitarbeitern führender Unternehmen der Java- und Geschäftsprozessentwicklungsbranche wie z.B. Alfresco, Camunda und Signavio. Activiti wurde nach Ankündigung im Mai 2010 final im Dezember 2010 unter der Apache-Lizenz veröffentlicht.

Die Apache-Lizenz wurde ausgewählt, um sowohl eine reine Nutzung im Unternehmen als auch eine Weiterentwicklung und Einbindung in eigene Produkte lizenzkostenfrei zu ermöglichen. Ziel der kostenfreien Veröffentlichung ist eine breite Basis für BPMN 2.0. Denn nur wenn viele unterschiedliche Produkte zur Modellierung auf dem Markt verfügbar sind, kann sich eine Notation zu einem etablierten Standard entwickeln.

Activiti ist eine webbasierte Plattform, die auf Unix- und Windows-basierten Systemen lauffähig ist. Durch die Bereitstellung des Modellierungstools als Web-Applikation kann eine vollständige Betriebssystemunabhängigkeit für die Anwender geschaffen werden. Zudem bietet diese Variante die Möglichkeit des externen Hostings dieses Dienstes, wenn im Unternehmen kein Webserver zur Verfügung stehen sollte. Außerdem ist so eine zentrale Verwaltung der Prozesse gewährleistet, wodurch eine einfache Wiederverwendung bereits bestehender Prozesse ermöglicht wird.

Das Besondere an Activiti ist die Möglichkeit aus den visualisierten Prozessen einen Javacode zu erstellen. Dafür wird ausschließlich ein Compiler mit Unterstützung von XML-Vorlagen, die dann in entsprechende Klassen übertragen werden, benötigt. Diese Ausführungssemantik ist explizit in BPMN 2.0 spezifiziert, so dass auch ein Wechsel der Modellierungssoftware bzw. der Programmierumgebung möglich ist. Am meisten verbreitet ist die Programmierumgebung Eclipse, die eine direkte Schnittstelle zu Activiti und zudem eine Vielfalt von möglichen Plugins zur weiteren Bearbeitung besitzt.

Querverweis:

5 Kriterien zur Analyse


Die Modellierungsnotation BPMN 2.0 ist eine vielseitig einsetzbare Sprache zur Modellierung von Prozessen. Um den Nutzen der BPMN 2.0 für Unternehmen zu analysieren, erfolgt eine Bewertung anhand der folgenden Kriterien zu den Themen Abbildung von Prozessen, Bedienung und Kosten, da eine gute Bewertung dieser Themenbereiche für eine hohe Akzeptanz in Unternehmen zwingend erforderlich ist.

Diese Kriterien werden in einem Kriterienkatalog, der explizite Fragestellungen enthält, zusammengefasst und auf die BPMN 2.0 angewendet. Anschließend wird eine Beurteilung der Fragen anhand jeweils einer der drei vorgegebenen Antworten vollzogen.

In dieser Analyse wird ausschließlich die BPMN 2.0 betrachtet; die Kriterien können aber auch für einen direkten Vergleich mit anderen Notationen wie z.B. UML oder ARIS verwendet werden.

5.1 Abbildung von Prozessen


Anhand dieser Kriterien soll die Portierung der Geschäftsprozesse in das abschließende Prozessmodell geprüft werden. Hierzu gehören vor allem die Umsetzung und Vollständigkeit der Abbildung, da nur so alle eventuellen Aspekte des Prozesses berücksichtigt werden können.

Ein Mangel in diesen Kriterien führt häufig zu einer Abweichung vom Standard, da der Prozess nicht eindeutig modelliert werden kann und somit zu einer potentiellen Ursache von Fehlinterpretationen.

Name Fragestellung Ausprägung Beurteilung
Prozessanalyse Bevor ein Prozess visualisiert werden kann, muss dieser auf seine Struktur und Besonderheiten analysiert werden. Bietet die BPMN 2.0 hierfür Hilfsmittel bzw. Möglichkeiten?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: BPMN 2.0 bietet Möglichkeiten die Struktur und Besonderheiten der Prozesse zu analysieren.

Teilweise: Struktur und Besonderheiten von Prozessen lassen sich teilweise mit BPMN 2.0 analysieren.

Nein: Es ist nicht möglich, Struktur und Besonderheiten von Prozessen zu analysieren.

Prozessvisualisierung Sind die in BPMN 2.0 erstellten Geschäftsprozesse einheitlich oder ist es möglich, einen Prozess mit unterschiedlichen Modellierungen darzustellen?

Einheitlich

Teilweise einheitlich

Nicht einheitlich

Einheitlich: Es gibt nur eine Möglichkeit einen Prozess darzustellen.

Teilweise einheitlich: Es kann leichte Unterschiede bei der Modellierung geben.

Nicht einheitlich: Es ist möglich, einen Prozess unterschiedlich zu modellieren.

Vollständigkeit Prozesse treten in verschiedensten Formen auf, da Sie an die spezifischen Anforderungen bzw. Gegebenheiten angepasst sind. Bietet die BPMN 2.0 für alle verwendeten Konzepte und Bedingungen eindeutige Definitionen?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Alle Konzepte und Bedingungen sind eindeutig definiert.

Teilweise: Die Konzepte und Bedingungen sind nur teilweise eindeutig definiert.

Nein: Die Konzepte und Bedingungen sind nicht bzw. nur kaum eindeutig definiert.

Wiederverwendbarkeit Ist es möglich, einen Prozess bzw. einen Teil eines Prozesses in einem anderen Modell wieder zu verwenden?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Es ist möglich, Prozesse in andere Projekte zu übernehmen.

Teilweise: Prozesse können über einen Export und anschließendem Import in andere Projekte übertragen werden.

Nein: Eine erneute Verwendung von Prozessen in anderen Projekten ist nicht möglich.

Prozesssimulation Kann der dargestellte Prozess anhand der Visualisierung simuliert werden?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Der Prozess kann ohne zusätzliche Hilfsmittel simuliert werden.

Teilweise: Für die Simulation des Prozesses ist ein Hilfsmittel in Form einer Anwendung o.Ä. erforderlich.

Nein: Eine Simulation des Prozesses wird nicht unterstützt bzw. angeboten.

Prozessdokumentation Können die Prozesse nach Abschluss der Visualisierung dokumentiert werden?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Ein Export der visualisierten Prozesse ist ohne Hilfsmittel möglich.

Teilweise: Ein Export ist möglich, es werden aber keine standardisierten Formate unterstützt.

Nein: Ein Export ist nicht möglich.

Tabelle 1: Kriterien zur Abbildung von Prozessen

5.2 Bedienbarkeit


Die Erfüllung der Kriterien zur Bedienbarkeit sind eine Grundvoraussetzung für eine breite Basis an Benutzern und Unterstützern. Diese breite Basis bildet den Grundstein für die Anerkennung und Verbreitung der BPMN 2.0 als Standard der Geschäftsprozessmodellierung.

Im betrieblichen Umfeld entscheidet die Anwendung der BPMN 2.0 über den dauerhaften Nutzen, den die Notation erbringen kann.

Name Fragestellung Ausprägung Beurteilung
Verständlichkeit Ist die Modellierungsnotation allgemein verständlich und nachvollziehbar?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Die Modellierungsnotation ist allgemein verständlich und nachvollziehbar.

Teilweise: Der Aufwand zum Erlernen der Notation ist überschaubar. Die Grundsätze sind allgemein verständlich.

Nein: Eine Anwendung der BPMN 2.0 ist ohne vorherige Schulung nicht möglich.

Schulungsaufwand Benötigen die Mitarbeiter, die Prozesse in BPMN 2.0 modellieren sollen, Schulungen?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Für die Modellierung in BPMN 2.0 sind Schulungen zwingend erforderlich.

Teilweise: Eine Schulung der Mitarbeiter ist sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich.

Nein: Die Mitarbeiter benötigen keine Schulungen.

Anschaulichkeit Ist das fertige Prozessmodell für Laien ohne weitere Erklärung verständlich und der Prozessfluss nachvollziehbar?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Das Prozessmodell ist für Laien ohne weitere Erklärung verständlich.

Teilweise: Das Prozessmodell ist für Laien größtenteils verständlich.

Nein: Das Prozessmodell kann von Laien nicht nachvollzogen werden.

Redundanzfreiheit Für eine fehlerfreie Benutzung der Notation sollte gewährleistet sein, dass für jeden Sachverhalt nur ein Symbol existiert und nicht andere Symbole synonym verwendet werden können.

Ist dies bei der BPMN 2.0 gegeben?

Redundanzfrei

Teilweise redundanzfrei

Nicht redundanzfrei

Redundanzfrei: Für einen Sachverhalt existiert nur ein Symbol.

Teilweise redundanzfrei: Es sind wenige Symbole für verschiedene Sachverhalte nutzbar.

Nicht redundanzfrei: Es sind mehrere Symbole für einen Sachverhalt vorhanden.

Verfügbarkeit von Programmen Sind für die Verwendung der BPMN 2.0 Anwendungsprogramme verfügbar?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Es sind Anwendungsprogramme frei verfügbar.

Teilweise: Es sind Anwendungsprogramme vorhanden, allerdings nicht frei verfügbar.

Nein: Es sind keine Anwendungsprogramme erhältlich.

Verfügbarkeit von Dokumentationen Gibt es frei verfügbare Dokumentationen zur Unterstützung bei der Umsetzung der BPMN 2.0?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Es gibt frei verfügbare Dokumentationen.

Teilweise: Es sind Dokumentationen vorhanden, allerdings nicht frei verfügbar.

Nein: Es sind keine Dokumentationen erhältlich.

Systemvoraussetzungen
Müssen für die Implementierung in Unternehmen technische Voraussetzungen erfüllt werden?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Für die Implementierung sind erhebliche Vorarbeiten zu leisten.

Teilweise: Es sind wenige Voraussetzungen erforderlich.

Nein: Es sind keine Voraussetzungen erforderlich.

Alternativen Werden alternative Notationen unterstützt?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Es ist ohne Probleme möglich, Modelle aus anderen Notationen zu übertragen bzw. einzubinden.

Teilweise: Bei der Übertragung bzw. Einbindung von Modellen aus anderen Notationen kann es zu Problemen kommen.

Nein: Alternative Notationen werden nicht unterstützt.

Tabelle 2: Kriterien zur Bedienbarkeit von BPMN 2.0

5.3 Kosten


Die Kosten tragen, wie schon die Kriterien zur Bedienbarkeit, zu einer breiten Basis zur Standardisierung der BPMN 2.0 bei.

Eine Anwendung bzw. ein Produkt, das auf Grund der Kosten nur einem kleinen Markt zur Verfügung steht, wird meist nur von großen oder auf diesen Themenbereich spezialisierten Unternehmen genutzt. Hierfür sind in der Regel aufwendige Schulungen für die anwendenden Mitarbeiter nötig und auch andere Personen haben bei der Interpretation der fertigen Lösung häufig Probleme.

Name Fragestellung Ausprägung Beurteilung
Personalkosten

Werden für die Verwendung der BPMN im Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter benötigt?

Ja

Teilweise

Nein

Ja: Es werden zusätzliche Mitarbeiter benötigt.

Teilweise: Zusätzliche Mitarbeiter sind nicht zwingend erforderlich, aber sinnvoll.

Nein: Es werden keine zusätzlichen Mitarbeiter benötigt.

Wie groß ist der Aufwand im täglichen Gebrauch?

Groß

Mittel

Klein

Groß: Die Modellierung hat laufend einen sehr hohen Zeitbedarf.

Mittel: Für die Modellierung ist mittlerer Zeitaufwand zu berücksichtigen.

Klein: Die Modellierung der Prozesse benötigt nur einmalig Zeit.

Lizenzkosten In welcher Form werden Kosten für die Verwendung der BPMN 2.0 im Unternehmen fällig?

Keine Kosten

Geringe Kosten

Hohe Kosten

Keine Kosten: Für die Verwendung der BPMN 2.0 werden keine Lizenzkosten fällig. Die Programme zur Modellierung sind kostenfrei verfügbar.

Geringe Kosten: Es fallen geringe Lizenzkosten an.

Hohe Kosten: Die Implementierung ist mit hohen Lizenzkosten verbunden.

Hardwarekosten Welche Kosten entstehen durch die Erweiterung bzw. Anpassung der technischen Systeme?

Keine Kosten

Geringe Kosten

Hohe Kosten

Keine Kosten: Durch die Implementierung von BPMN 2.0 entstehen den Unternehmen keine zusätzlichen Kosten.

Geringe Kosten: Bei der Implementierung entstehen den Unternehmen geringe Kosten.

Hohe Kosten: Die Implementierung ist mit hohen Kosten für benötigte Hardware verbunden.

Tabelle 3: Kriterien zu den Kosten der Implementierung

6 Bewertung der BPMN 2.0 anhand der Kriterien

In diesem Kapitel wird der Kriterienkatalog auf die Modellierungsnotation BPMN 2.0 angewendet.

Die Anwendung der Notation wird beispielhaft an dem Modellierungstool Activiti geprüft, da dieses Programm zum einen vielfältig anwendbar und zudem kostenlos (auch für die kommerzielle Nutzung) verfügbar ist. Ein Programm zur Modellierung der BPMN 2.0 ist nicht zwingend erforderlich, erleichtert aber insbesondere die tägliche Arbeit bei der Visualisierung der Prozesse. Außerdem stehen nur bei der Verwendung von IT gestützten Lösungen Hilfsmittel zur Modellierung zur Verfügung.

Um einen Vergleich mit anderen Notationen zu ermöglichen, werden für jedes Kriterium Punkte vergeben (1/0/-1) nach Reihenfolge der Ausprägungen, deren Endsumme als Vergleichswert herangezogen werden kann.

6.1 Abbildung von Prozessen


Name Fragestellung Beurteilung Punktwert
Prozessanalyse Bevor ein Prozess visualisiert werden kann, muss dieser auf seine Struktur und Besonderheiten analysiert werden. Bietet die BPMN 2.0 hierfür Hilfsmittel bzw. Möglichkeiten? Teilweise: Struktur und Besonderheiten von Prozessen lassen sich teilweise mit BPMN 2.0 analysieren. 0
Prozessvisualisierung Sind die in BPMN 2.0 erstellten Geschäftsprozesse einheitlich oder ist es möglich einen Prozess mit unterschiedlichen Modellierungen darzustellen?

Teilweise einheitlich: Es kann leichte Unterschiede bei der Modellierung geben.

0
Vollständigkeit Prozesse treten in verschiedensten Formen auf, da Sie an die spezifischen Anforderungen bzw. Gegebenheiten angepasst sind. Bietet die BPMN 2.0 für alle verwendeten Konzepte und Bedingungen eindeutige Definitionen?

Ja: Alle Konzepte und Bedingungen sind eindeutig definiert.

1
Wiederverwendbarkeit Ist es möglich, einen Prozess bzw. einen Teil eines Prozesses in einem anderen Modell wieder zu verwenden?

Ja: Es ist möglich, Prozesse in andere Projekte zu übernehmen.

1
Prozesssimulation Kann der dargestellte Prozess anhand der Visualisierung simuliert werden?

Teilweise: Für die Simulation des Prozesses ist ein Hilfsmittel in Form einer Anwendung o.Ä. erforderlich.

0
Prozessdokumentation Können die Prozesse nach Abschluss der Visualisierung dokumentiert werden?

Ja: Ein Export der visualisierten Prozesse ist ohne Hilfsmittel möglich.

1
+3 Punkte

Tabelle 4: Bewertung der Kriterien zur Abbildung von Prozessen

Entnommen aus: Freund, Rücker (2010), Seite 115 Abbildung 6: Beispiel eines simulierten Prozesses
Entnommen aus: Freund, Rücker (2010), Seite 115
Abbildung 6: Beispiel eines simulierten Prozesses

Die formalen Anforderungen an die Modellierungsnotation BPMN 2.0 werden größtenteils erfüllt. Durch Befolgen der gut dokumentierten Verfahrensweise zur Analyse von Prozessen lassen sich auch aufwendige Prozessbeschreibungen gut modellieren.

Insbesondere die Prozessdokumentation mit Unterstützung sämtlicher Standardexportformate und die Möglichkeit Teilprozesse der Modelle wiederzuverwenden ermöglicht es, über mehrere Fachabteilungen hinweg mit identischen Prozessen zu agieren. Außerdem ermöglicht das in BPMN 2.0 neu hinzugekommene XML-Serialisierungsformat eine direkte Umwandlung des Modells in Programmcode. Dadurch steht bereits das Gerüst des Programms und kann somit ohne Missverständnisse programmiert werden. Zusätzlich bietet das XML-Serialisierungsformat die Möglichkeit, die Prozessmodelle in andere Notationen umzuwandeln bzw. in anderen Notationen gestaltete Modelle zu importieren.

Die nur teilweise erfüllten Kriterien können auf Grund der Vielfältigkeit der zu modellierenden Prozesse nicht direkt erfüllt werden, da hierfür eine Standardisierung in der Prozessbeschreibung seitens der Fachabteilungen in Unternehmen zwingende Voraussetzung wäre.

Die Simulation eines Prozesses (siehe Abbildung 6) kann sowohl IT-gestützt als auch nur durch Analyse der Bearbeitungs- und Liegezeiten durchgeführt werden. Allerdings führt dies zu vielen Anmerkungen der einzelnen Prozessschritte und verringert so die Übersichtlichkeit.

6.2 Bedienbarkeit


Name Fragestellung Beurteilung Punktwert
Verständlichkeit Ist die Modellierungsnotation allgemein verständlich und nachvollziehbar?

Teilweise: Der Aufwand zum Erlernen der Notation ist überschaubar. Die Grundsätze sind allgemein verständlich.

0
Schulungsaufwand Benötigen die Mitarbeiter, die Prozesse in BPMN 2.0 modellieren sollen, Schulungen?

Teilweise: Eine Schulung der Mitarbeiter ist sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich.

0
Anschaulichkeit Ist das fertige Prozessmodell für Laien ohne weitere Erklärung verständlich und der Prozessfluss nachvollziehbar?

Teilweise: Das Prozessmodell ist für Laien größtenteils verständlich.

0
Redundanzfreiheit Für eine fehlerfreie Benutzung der Notation sollte gewährleistet sein, dass für jeden Sachverhalt nur ein Symbol existiert und nicht andere Symbole synonym verwendet werden können.

Redundanzfrei: Für einen Sachverhalt existiert nur ein Symbol.

1
Verfügbarkeit von Programmen Sind für die Verwendung der BPMN 2.0 Anwendungsprogramme verfügbar?

Ja: Es sind Anwendungsprogramme frei verfügbar.

1
Verfügbarkeit von Dokumentationen Gibt es frei verfügbare Dokumentationen zur Unterstützung bei der Umsetzung der BPMN 2.0?

Ja: Es frei verfügbare Dokumentationen.

1
Systemvoraussetzungen Müssen für die Implementierung in Unternehmen technische Voraussetzungen erfüllt werden?

Teilweise: Es sind wenige Voraussetzungen erforderlich.

0
Alternativen Werden alternative Notationen unterstützt?

Ja: Es ist ohne Probleme möglich, Modelle aus anderen Notationen zu übertragen bzw. einzubinden.

1
+4 Punkte

Tabelle 5: Bewertung der Kriterien zur Bedienbarkeit von BPMN 2.0

Um eine hohe Akzeptanz der Notation zu erreichen ist eine gute Bedienbarkeit von essentieller Bedeutung.

Für eine Implementierung und Nutzung der BPMN 2.0 sind nur wenige Voraussetzungen erforderlich, da sowohl Anwendungen als auch Dokumentationen frei verfügbar sind, sodass schnell und nachvollziehbar einfachere Prozesse modelliert werden können. Zudem können die grundlegenden Prozesse bereits durch Verwendung von nur wenigen Symbolen, wie die Start- und Endereignisse, Aktivitäten und Gateways, dargestellt werden, wodurch die Interpretation der Prozesse auch für Laien größtenteils möglich ist. Die einfache und verständliche Darstellung bringt gerade den kleineren und mittleren Unternehmen enorme Vorteile, da so der Wissensverlust beim Ausscheiden eines Mitarbeiters bzw. der Aufwand der Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters stark reduziert werden kann. Die Modellierung von komplexen Prozessen bedingt in der Regel jedoch den Besuch von Schulungen oder aber ein intensives Eigenstudium, damit alle Feinheiten der Sprache richtig angewendet werden können. Dass aber auch die Modellierung von komplexen Prozessen möglich ist, ist besonders für große Unternehmen und Konzerne wichtig, da sonst die strategische Ausrichtung des Unternehmens nicht gesteuert werden könnte. Bei beiden Arten, sowohl den einfachen als auch den komplexen Prozessen, ist es wichtig, dass jedes Symbol nur eindeutig genutzt wird, da es sonst zu gravierenden Missverständnissen bei der Interpretation bzw. bei der Umwandlung in Programmcode kommen kann.
Die Unterstützung von alternativen Notationen hat den Vorteil, dass auch bereits bestehende Modelle integriert werden können.

6.3 Kosten


Name Fragestellung Beurteilung Punktwert
Personalkosten

Werden für die Verwendung der BPMN im Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter benötigt?

Teilweise: Zusätzliche Mitarbeiter sind nicht zwingend erforderlich, aber sinnvoll.

0
Wie groß ist der Aufwand im täglichen Gebrauch?

Mittel: Für die Modellierung ist ein mittlerer Zeitaufwand zu berücksichtigen.

0
Lizenzkosten In welcher Form werden Kosten für die Verwendung der BPMN 2.0 im Unternehmen fällig?

Keine Kosten: Für die Verwendung der BPMN 2.0 werden keine Kosten fällig. Die Programme sind kostenfrei verfügbar.

1
Hardwarekosten Welche Kosten entstehen durch die Erweiterung bzw. Anpassung der technischen Systeme?

Keine Kosten: Durch die Implementierung von BPMN 2.0 entstehen den Unternehmen keine zusätzlichen Kosten.

1
+2 Punkte

Tabelle 6: Bewertung der Kriterien zu den Kosten der Implementierung



Der Kostenaspekt ist für die Wirtschaftlichkeitsanalyse einer Investition ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Für die Verwendung der Notation BPMN 2.0 fallen keine Lizenzkosten an. Ebenso ist eine Vielzahl von Programmen zur Modellierung kostenfrei verfügbar. Besonders der Aspekt des Wegfalls der Lizenzkosten ist für kleine Unternehmen ein Argument für die Modellierung in BPMN 2.0. Hinzu kommt, dass die Ansprüche an die Hardware erst mit steigender Benutzerzahl einen eigenen Server erforderlich machen. Vorher kann auf einem bereits vorhandenen PC die Modellierungssoftware installiert werden. Für größere Unternehmen mit vielen und komplexen Prozessen bietet sich eine Weiterentwicklung bzw. Anpassung des Modellierungstools an, um den Prozess der Visualisierung der Geschäftsprozesse zu beschleunigen. Hierfür bietet es sich an, dass viele Programme auch unter der Apache License veröffentlicht worden sind, die sowohl einen kommerziellen Einsatz der Software erlaubt als auch eine Anpassung des Programmes an die eigenen Bedürfnisse. Allerdings sollte bei einer umfangreichen Verwendung der BPMN 2.0 auf Grund des höheren Zeitaufwands über die Einstellung neuer Mitarbeiter und den Besuch von Schulungen nachgedacht werden. 

7 Schlussbetrachtung

Die BPMN 2.0 ist eine Notation, die vielfältige Verwendungsmöglichkeiten bietet. Sie kann bereits bei kleinsten Prozessen, wie z.B. dem Ablauf der Bearbeitung einer E-Mail, oder bis hin zur Modellierung der kompletten Ablaufstrukturen in einem Unternehmen. Bevor die BPMN 2.0 eingesetzt werden kann, muss sie, wie jede andere Sprache auch, vor der Anwendung erlernt werden.

Die Modellierung kleiner Prozesse ist bereits nach kurzer Zeit und meist auch ohne Schulungsaufwand für die Mitarbeiter möglich. Gerade in kleinen bis mittelständischen Unternehmen bringt dies enorme Vorteile. In diesen Unternehmen kommt es beim Einstieg bzw. Ausscheiden eines Mitarbeiters häufig zu Wissensverlust. Ist also eine Modellierung erfolgt, ist ein Wechsel des Mitarbeiters, zumindest aus Prozesssicht, kein größeres Problem, zumal die Interpretation der Modelle auch für Laien größtenteils ohne Probleme möglich ist.

Einen anderen Vorteil spielt BPMN 2.0 bei großen Unternehmen bzw. Konzernen aus. Hier ist eine Modellierung der Prozesse unvermeidlich, da sonst die strategische Ausrichtung des Unternehmens nicht gesteuert werden könnte. In diesem Szenario werden die einzelnen Teilprozesse in ein Unternehmensabbild übertragen. Dieses kann, um die Komplexität zu verringern und somit die Übersichtlichkeit zu verbessern, mit Black-Boxes geschehen. Hierbei werden die Einzelheiten der Teilprozesse auf ein Minimum reduziert und vor allem die Kommunikation der Prozesse (also die Nachrichtenzu- und -abflüsse) betrachtet. Dadurch ist es möglich, einen schnellen Überblick über das gesamte Unternehmen mit seinen einzelnen Abteilungen zu gewinnen. Bei Bedarf können die Black-Boxes wieder zu vollständigen Prozessmodellen erweitert werden, um einen detaillierten Blick hierauf zu erlangen.

Die mit BPMN 2.0 neu eingeführte Ausführungssemantik und der Modelltausch über die XML-Schnittstelle vereinfacht die Umsetzung der Geschäftsprozesse in IT-gestützte Anwendung ungemein. Der Informationsfluss mit BPMN 2.0 über Fachabteilungsgrenzen hinweg wird vereinfacht und standardisiert, wodurch die Missverständnisse bei der Interpretation der Prozesse auf ein Minimum reduziert werden kann.

BPMN 2.0 ist weitestgehend intuitiv bedienbar bzw. leicht zu erlernen. So lässt sich die fachliche Modellierung bereits mit der Nutzung eines geringen Zeichensatzes abdecken. Wobei die technische Modellierung hier die Möglichkeit besitzt, durch die umfangreichen Ausnahmeregelungen, Ereignissteuerungen, Schleifen-Konstrukte und Transaktionen detaillierter zu werden. Fachliche, technische und ausführbare Prozesse lassen sich mit BPMN 2.0 realisieren. Somit ist es mit BPMN 2.0 endlich gelungen, den Graben zu schließen.

Alle vorgenannten Gründe sind primär ausschlaggebend dafür, dass die BPMN 2.0 auf einen solch großen Zuspruch trifft. Dem schließt sich auch das Fraunhofer IAO an: "Die BPMN hat in den wenigen Jahren in denen sie existiert bereits eine große Verbreitung erreicht. [...] Bereits absehbar ist, dass die neue Version 2.0 der BPMN eine ebenso breite Unterstützung finden wird [...]. Im Bereich der fachlichen Prozessmodellierung ist zu erwarten, dass die Verbreitung von BPMN weiter zunehmen wird."[38]

8 Fußnoten

  1. Vgl. Staud (2006), Seite 5
  2. Vgl. Staud (2006), Seite 5
  3. Staud (2006), Seite 9
  4. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 1
  5. o.V. EABPM (2009), Seite 38
  6. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 2
  7. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 2
  8. Vgl. Staud (2006), Seite 17
  9. Vgl. Staud (2006), Seite 17 f.
  10. Vgl. Allweyer (2009), Seite 8
  11. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 11
  12. Vgl. Allweyer (2009), Seite 8
  13. Allweyer (2009), Seite 8
  14. Vgl. Allweyer (2009), Seite 8
  15. Vgl. Allweyer (2009), Seite 9
  16. Vgl. Drawehn et al. (2010), Seite 14
  17. Vgl. Drawehn et al. (2010), Seite 16
  18. Freund, Rücker (2010), Seite XIII
  19. Vgl. Drawehn et al. (2010), Seite 223
  20. Freund, Rücker (2010), Seite XII
  21. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite XI
  22. Vgl. Drawehn et al. (2010), Seite 16
  23. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 10
  24. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 21
  25. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 21
  26. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 21 f.
  27. Vgl. Allweyer (2009), Seite 16
  28. Vgl. Silver (2007), Seite 3
  29. Vgl. Allweyer (2009), Seite 14
  30. Vgl. Silver (2007), Seite 3 f.
  31. Vgl. Drawehn et al. (2010), Seite 223
  32. Vgl. Freund, Rücker (2010), Seite 20
  33. Vgl. Drawehn et al. (2010), Seite 210
  34. Vgl. Allweyer (2009), Seite 12
  35. Vgl. Drawehn et al. (2010), Seite 19 f.
  36. Vgl. Drawehn et al. (2010), Seite 225
  37. Vgl. o.V. Activiti (o.J.)
  38. Drawehn et al. (2010), Seite 223

9 Literatur- und Quellenverzeichnis

o.V. Activiti (o.J.) o.V., Activiti (Hrsg.): Activiti Vision - Activiti mission statement, o.J., http://www.activiti.org/vision.html (13.06.2011, 16:23)
Allweyer (2009) Allweyer, Thomas: BPMN 2.0 - Business Process Model and Notation: Einführung in den Standard für die Geschäftsprozessmodellierung, 2. Auflage, Books on Demand-Verlag, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8391-2134-4
o.V. BPMB (2009) o.V., BPM-Offensive Berlin - BPMB (Hrsg.): BPMN 2.0 Poster, 09.12.2009, http://bpmb.de/images/BPMN2_0_Poster_DE.pdf (27.05.2011, 14:59)
Drawehn et al. (2010) Drawehn, Jens; Drawehn, Jens (Hrsg.); Gayer, Sebastian; Schneider, Patrick; Spath, Dieter (Hrsg.); Weisbecker, Anette (Hrsg.): Marktstudie Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation: Business Process Modeling 2010: Modellierung von ausführbaren Geschäftsprozessen mit der Business Process Modeling Notation, Fraunhofer Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8396-0153-2
o.V. EABPM (2009) o.V., European Association of Business Process Management - EABPM (Hrsg.): Business Process Management Common Body of Knowledge - BPM CBOK: Leitfaden für das Prozessmanagement, Schmidt-Götz-Verlag, Wettenberg Gießen 2009, ISBN 978-3-921313-80-0
Freund, Rücker (2010) Freund, Jakob; Rücker, Bernd: Praxishandbuch BPMN 2.0, 2. Auflage, Carl Hanser Verlag, München Wien 2010, ISBN 978-3-446-42455-5
o.V. OMG (2011) o.V., Object Management Group - OMG (Hrsg.): Business Process Model and Notation (BPMN) Version 2.0, 03.01.2011, http://www.omg.org/spec/BPMN/2.0/PDF (27.05.2011 20:37)
Silver (2007) Silver, Bruce; Bruce Silver Associates (Hrsg.): Independent Expertise in BPM - BPMN and the Business Process Expert - Part 1, 30.10.2007, http://www.sdn.sap.com/irj/sdn/go/portal/prtroot/docs/library/uuid/10852310-ac6a-2a10-02be-d83f4d2dd647 (13.06.2011, 22:42)
Staud (2006) Staud, Josef: Geschäftsprozessanalyse: Ereignisgesteuerte Prozessketten und objektorientierte Geschäftsprozessmodellierung für Betriebswirtschaftliche Standardsoftware, 3. Auflage, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-24510-0
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