Bewusstsein von Gefahrenpotential bei den Nutzern von sozialen Netzen

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Namen der Autoren: Andreas Materna, Ingo Prochazka, Olaf Schamell
Titel der Arbeit: Reputation Management: "Bewusstsein von Gefahrenpotential bei den Nutzern von sozialen Netzen"
Hochschule und Studienort: FOM Duisburg


Inhaltsverzeichnis


ORGANISATORISCHES

1 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
1Types of Engament
2Nutzung von "Sozialen Netzwerken"
3Jeder Vierte stellt persönliche Infos ins Netz
4Die am häufigsten veröffentlichten Informationen
5Datensicherheit im Internet 2008
6Umgang mit persönlichen Daten 2008
7Wichtigkeit von Akteuren für den Datenschutz im Internet
8Erfahrungen mit Datenmissbrauch und Art des Vorfalls
9Welche soziale Netzwerk Plattformen nutzt du?
10Hast du die AGB des Anbieters gelesen?
11Bist du, aufgrund der AGB oder einer Änderung der AGB aus einem Netzwerk, ausgetreten oder erst gar nicht eingetreten?
12Inwieweit beschäftigst du dich mit EDV?
13Private Daten...
14Private Fotos...
15Meinst du, deine Einträge beeinflussen deinen beruflichen Werdegang?
16Bist du der Meinung, dass deine Daten an Dritte weitergegeben werden?
17Hast du bereits negative Erfahrungen durch soziale Netzwerke gemacht?

2 Tabellenverzeichnis

1 Image and reputation

3 Abkürzungsverzeichnis

AGOF Arbeitsgemeinschaft Online Forschung
BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
BMELV Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
ICS Institute of Computer Science
IT Informationstechnik
K.A. Keine Angabe

4 Einleitung

Der Begriff der sozialen Netzwerke wurde ursprünglich als Begriff für die Interaktionen von Menschen genutzt, wobei hier der direkte Kontakt der Menschen und ihre Berührungs-/Treffpunkte sowie ihre gegenseitige Einflussnahme betrachtet wurden[1]. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wird der Begriff "soziales Netzwerk" immer mehr zum Synonym für Internetplattformen bei denen zumeist registrierte User Kontakt zu anderen Nutzern suchen. Der Erfolg solcher Plattformen lässt sich auch anhand der Besucherzahlen ablesen. So gehören Plattformen wie Facebook, Studiverzeichnis und ähnliche zu den zwanzig meistbesuchten Internetseiten aus Deutschland, noch vor den Seiten von Internetanbietern wie T-Online oder 1&1 oder auch vielen Online-Nachrichtendiensten wie der Bild-Zeitung oder der Süddeutschen Zeitung[2]. Bei sozialen Plattformen gestalten Nutzer ihr eigenes Profil welches ihre (Online-)Identität widerspiegelt. Zudem werden Beziehungen aufgrund von sozialen Interaktionen zu anderen Nutzern hergestellt und diese mit Hilfe der Datenbank der Plattform gespeichert. Das hierdurch entstehende Konstrukt der Verknüpfungen der Plattformnutzer zu- und untereinander wird dann als soziale Vernetzung oder auch soziales Netzwerk bezeichnet. Durch diese Vernetzung können dann weitere Funktionen zum Kommunikations- und Datenaustausch genutzt werden, was die entscheidende Weiterentwicklung von bereits zuvor existierenden anderen "Kontaktprogrammen" wie Foren, Chat-Programmen oder Wikis darstellt[3]. Das Spektrum der "Oberbegriffe" aufgrund derer das Interesse der Benutzer geweckt wird um sich anzumelden reicht von allgemeingültigen Beschreibungen wie MeinVZ oder "Wer kennt wen?" bis hin zu sehr speziellen Themen wie Tuningsuche oder Kletterzentrale. Genauso unterschiedlich wie die Themen und Strukturen der Plattformen sind sind vermutlich auch die Gründe aus denen sich jemand bei einer Plattform anmeldet. Von "Ich melde mich an, weil ich schon viel davon gehört habe und deswegen neugierig bin" über "Ich möchte mich von einem Arbeitgeber entdecken lassen" oder "Ich möchte mich bei etwas engagieren" bis hin zu "Ein Freund hat mich eingeladen" sind sicherlich alle Schattierungen vorhanden. Die Teilnahme an einem Sozialen Netzwerk -egal ob im echten oder im elektronischen Leben- ist immer mit der Preisgabe persönlicher Daten verbunden und mit dieser Herausgabe entstehen immer auch Risiken. Die Risiken bei Sozialen Netzwerken in Sportvereinen, Kirchenchören, Lerngruppen oder ähnlichem sind sehr gut überschaubar, da die Mitglieder der sozialen Gruppen meistens persönlich bekannt und die Gruppengrößen verhältnismäßig klein sind. Die Gefahren, die von solchen Netzwerken ausgehen sind normalerweise darauf beschränkt, dass persönliche Daten an Versicherungsvertreter weitergegeben werden oder dass jemand wegen persönlicher Antipathien geschnitten oder verfolgt (Neudeutsch "gemobbt") wird. Wir möchten die Risiken der persönlichen Netzwerke weder verschweigen noch verharmlosen, aber der spezielle Ansatz dieser Ausarbeitung lässt persönliche Netzwerke außen vor und untersucht:

- welche Risiken gibt es bei Internetcommunities (sind diese Risiken den Anbietern bekannt und besteht von dieser Seite die Möglichkeit das Risiko zu eliminieren/minimieren)
- inwiefern sind sich die User der Risiken von Internetcommunities bewusst
- wie verhalten sich die User von Internetcommunities gegenüber den speziellen Risiken

5 Grundlagen

5.1 Reputation im Onlinekontext

Reputation im Onlinekontext ist ein komplexes Konstrukt. Eine allgemeingütige Definition wurde noch nicht gefunden. Es lässt sich in der Literatur eine Vielzahl von verschiedenen Definitionen finden, die zum Teil unterschiedlichste Definitionsschwerpunkte haben. In dieser Arbeit betrachten wir die Reputation von Personen und lassen die Unternehmensreputation außen vor[4].

Eine Sammlung verschiedener Definitionen von Reputation finden sie im Folgenden:

  • Eisenegger, M. (2005). Reputation in der Mediengesellschaft:

Reputation bezeichnet das öffentliche Ansehen, das eine Person, Institution, Organisation oder allgemeiner ein (Kollektiv-)Subjekt mittel- oder langfristig, genießt und das aus der Diffusion von Prestigeinformationen an unbekannte Dritte über den Geltungsbereich persönlicher Sozialnetze hinaus resultiert[5].

  • Müller, J. (1996). Diversifikation und Reputation:

Reputation einer Person oder eines Unternehmens ist das, was andere diesen – insbesondere gestützt auf vergangene Erfahrungen – als glaubhafte Charakteristik künftiger Verhaltensweisen zuschreiben[6].

  • Plötner, O. (1995). Das Vertrauen des Kunden:

Reputation ist ein Konstrukt, „das sich aus der Vertrauenswürdigkeit und der Kompetenz einer Person bzw. Personengruppe zusammensetzt“[7].

  • Ripperger, T. (2003). Ökonomik des Vertrauens:

Reputation ist öffentliche Information über die Vertrauenswürdigkeit eines Akteurs[8].

  • Voswinkel, S. (1999). Anerkennung und Reputation:

Reputation ist eine moderne Form der Anerkennung[9].

Letztendlich ist die Reputation einer Person aber die Summe verschiedener Aktivitäten im Internet.

Abb. 1: Types of Engament
Abb. 1: Types of Engament [10]


5.1.1 Abgrenzung zu Image

Termini wie Image und Reputation werden sowohl in der Sozialwissenschaft wie auch in der Alltagskommunikation häufig sinngleich verwendet. Tatsächlich ist eine Abgrenzung dieser Begriffe sehr schwierig und wird im Kontext "Anerkennung" gesehen[11].

Obwohl die Begriffe natürlich eng miteinander Verwand sind, sind sie nicht gleich. Folgende zwei Aspekte helfen den Unterschied zu erklären:

Image Reputation
Is build Is earned
You have to create and promote an image. It is very much something you build to show others. A reputation is something you gain over time through your actions. It is very much what people see in you.
Is a cost Is an asset
You pay to create it and you pay to project it. The more image-conscious your market, the more it may cost. Reputation has a direct link to the bottom line because organisations with good reputations are likely to attract more customers. It will also act as a buffer.

Tabelle 1: Image and reputation [12]

Image wird daher erschaffen und gewollt nach außen hin dargestellt. Reputation hingegen wird über eine bestimmte Zeitspanne erworben. Es ist das was in einem gesehen wird.

5.2 Online Reputation Management

Wie im Kapitel 1 beschrieben, wird die Reputation erworben. Dennoch gibt es Möglichkeiten den Ruf und das Ansehen einer Person im Internet mittels strategischen oder anlassbezogenen Handelns in eine bestimmte Richtung zu lenken. Dieses wird dann unter Online Reputation Management verstanden.

In verschiedenen Quellen wird auf Reputation Management eingegangen. Herr Sven Geppert hat in seinem SEO Blog den Begriff "Online Reputation Management" verständlich zusammengefasst. Die weiteren Ausführungen basieren auf den Grundlagen "Online Reputation Management", welche 2008 von Herrn Sven Geppert in seinem SEO Blog darstellten werden[13].

Online Reputation Management, kurz ORM, nimmt vor allem in Zeiten des Web 2.0 mit seinen vielen, untereinander verknüpften Diskussionsplattformen, Foren, Wikis und Blogs an Bedeutung zu. Dass jedermann über das Internet Meldungen und Behauptungen - unabhängig von seinem Wahrheitsgehalt - veröffentlichen und verbreiten kann, hat zur Folge, dass auch negative oder sogar falsche Aussagen über Personen, Firmen oder Sachverhalte sehr schnell einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Den damit verbundenen Folgen kann durch ein schnelles und angemessenes Reputation Management begegnet werden.

Online Reputation Management, also die Verwaltung des eigenen Rufs (im Internet) umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die aufeinander aufbauen:

  • Kontrolle und Beobachtung: Über geeignete technische Vorkehrungen, etwa Google Alerts, oder Anfragen in (Blog-)Suchmaschinen wie Technorati sollte ständig geprüft werden, ob der eigene Firmen- oder Personenname in der öffentlichen Berichterstattung auftaucht und in welchem Kontext er verwendet wird.
  • Angemessenes Einschreiten: Sollte der eigene (Firmen-)Name in der öffentlichen Wahrnehmung in kritisches Licht geraten, sollten angemessene Maßnahmen getroffen werden. Kundenkritik etwa kann dadurch begegnet werden, dass der kritisierte Misstand behoben wird. Falschen Tatsachenbehauptungen kann begegnet werden, indem der jeweilige Berichterstatter oder Verbreiter der falschen Information über den wahren Umstand informiert wird.
  • Passende Eigendarstellung: Falsche Darstellungen über die eigene Firma oder Person kann auch dadurch begegnet werden, dass man selbst für eine passende und/oder richtige Darstellung sorgt. Dies sollte auch vor dem Hintergrund geschehen, die richtige Eigendarstellung wirksam in den Suchmaschinen zu platzieren.

5.3 Soziale Netzwerke

In diesem Kapitel wird der Begriff des "sozialen Netzwerkes" - engl. Social Network - definiert und in den Gesamtkontext der Arbeit gestellt. Hierbei wird der Begriff des sozialen Netzwerkes ausschließlich auf das Internet bezogen und nicht ausgeweitet auf Vereine und Gruppierungen des "realen" Lebens.

5.3.1 Definition und Abgrenzung des Begriffs "soziales Netzwerk"

Unter "sozialen Netzwerken" versteht man Webseiten deren Ziel es ist, als Kontaktplattform für bestimmte Menschen zu dienen. Hierbei wird in der Regel ein gemeinsames Interesse der registrierten Nutzer in den Mittelpunkt der Plattform gestellt. Oftmals werden Benutzer aus gleichen Regionen, die gemeinsame Interessen haben, in der gleichen Branche arbeiten, Jobs suchen, oder anbieten, oder einfach nur den gleichen Geschmack haben miteinander vernetzt. Auf diese Weise wird den Benutzern die Möglichkeit gegeben gleichgesinnte zu finden und sich untereinander auszutauschen. Zu diesem Zweck stellen die Benutzer ihr persönliches Profil auf der Plattform ein, sodass es für die anderen Benutzer der Plattform einsehbar wird. Oftmals besteht auch die Möglichkeit private Fotos oder Videos online zu stellen um das persönliche Profil abzurunden. Das Online-Lexikon www.itwissen.info definiert den Begriff des sozialen Netzwerkes folgendermaßen:

"Unter Web 2.0 haben sich Community-Netzwerke gebildet, die als soziale Netzwerke, Social Networks, bezeichnet werden und einen Treffpunkt unter Freunden bilden. Solche Netzwerke sind Beziehungsgeflechte, die von Teilnehmern mit gleichen Interessen genutzt werden und über die diese persönliche Daten austauschen und Beziehungen zueinander herstellen und vertiefen. Es gibt breit angelegte Social Networks wie Facebook oder Myspace, oder auch solche für private oder berufliche Interessen. Für jede Alters-, Religions-, Berufs- oder Personengruppe gibt es soziale Netzwerke, für Studierende oder Schüler, für Kleinkindererziehung oder für ältere Personen, Jäger oder Hundebesitzer. In ihren Netzwerken tauschen die Teilnehmer private oder geschäftliche Informationen aus oder diskutieren gemeinsame Themen. Es geht um Kommunikationspartner, neue Freundschaften aber auch um geschäftliche Interessen. Das Beziehungsgeflecht reicht soweit, dass Suchende einem Teilnehmer einen Kontaktwunsch mitteilen und sich mit diesem vernetzen. Die Mitglieder von sozialen Netzwerken stellen ihr ganz persönliches Profil ins Netz. Sie arrangieren ihre Selbstdarstellung in dem sie in ihrem Netzprofil persönliche Daten, Hobbys, Interessen, Vorlieben und Freunde auflisten und das Geschriebene mit Fotos anreichern. Da das Persönlichkeitsprofil dauernd im Netz steht, wird die Selbstdarstellung bis in kleinste Detail inszeniert. Ein Gästebuch und Kommentare von Freunden, Bekannten und Netzfreunden unterstützt den inszenierten Status.

Social Networks können aber auch Freundschaften und Beziehungen zerstören. Über sie können Konflikte ausgetragen werden mit dem Nachteil, dass sie von vielen Mitgliedern und häufig auch von allen Netzbenutzern beobachtet und kommentiert werden können. Dem Cyber-Mobbing ist durch das Veröffentlichen von peinlichen und diskriminierenden Kommentaren und Fotos Tür und Tor geöffnet und Spannern, Pädophilen oder Sexualstraftätern stehen detaillierte Mitgliederprofile zur Verfügung.

Social Networks unterstützen die Suche nach Freunden und den Aufbau von Freundeskreisen durch diverse Social-Network-Services wie Adressbuchdateien, Hotmails, Twitter, Mitgliederdatenbanken, Mail-Adressen, Kontaktformulare oder digitale Visitenkarten. Bekannte Socail Networks sind Facebook, Myspace, Xing, Linkedln, Stayfriends, Passado, MySpace, StudiVZ und viele mehr."[14]

In dieser Definition wird bereits auf verschiedene Gefahren eingegangen, die mit der Nutzung von sozialen Netzen einhergehen. Auf diese und weitere wird im Rahmen der folgenden Kapitel mit dem Ziel eingegangen das Bewusstsein der Nutzer für solche Gefahren zu ergründen. Dies soll auf der einen Seite allgemein dargestellt werden. Ebenso soll aber auch das Gefahrenbewusstsein der Nutzer sozialer Netzwerke untersucht werden, die Bestandteil des sozialen Umfeldes der Autoren der Arbeit sind. Ziel ist es das Umfeld von Studenten der Wirtschaftsinformatik im Vergleich mit den Internet-Nutzern generell darzustellen. Dabei wird die Frage beleuchtet, ob Nutzer aus dem Umfeld von "IT-lern" einen anderen Zugang zu, bzw. Umgang mit, den Gefahren der Nutzung von sozialen Netzen haben.

5.3.2 Kategorisierung von Formen sozialer Netzwerke im Internet

Für die verschiedensten Teilbereiche des alltäglichen Lebens können im Internet soziale Netzwerke gefunden werden. Die bekanntesten Netzwerke bedienen folgende Kategorien:

- Arbeit / Berufsleben
- Freundschaften
- Hobbies
- Studium / Schule
- Religion
- Musik
- Geographische Gemeinsamkeiten
- und viele mehr.

Da sich die sozialen Netzwerke einer immer größeren Beliebtheit erfreuen und die Zahl der Nutzer stetig ansteigt, kann auch die Liste der Kategorien beliebig lang fortgesetzt werden.

Abgesehen vom eigentlichen Thema, mit dem sich ein soziales Netzwerk befasst, sind sich die Netzwerke sehr ähnlich. Immer wird ein Profil von den Benutzern hinterlegt. Diese können auf verschiedenen Wegen miteinander Kommunizieren. Je nach technischer Ausprägung des Netzwerkes werden dem Nutzer ein oder mehrere der folgenden Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt:


- Mail
- Foren
- Chats
- Gästebücher
- Pinnwände

Die meisten Netzwerke ermöglichen es dem Nutzer zusätzlich auch Fotos und/oder Videos einzustellen. Ebenfalls haben die Nutzer die Möglichkeit sich trotz der Öffentlichkeit des Internets ein gewisses Maß an Privatsphäre aufrecht zu erhalten. Sie können bei den meisten Informationen selbst konfigurieren, ob diese für alle Nutzer der Netzwerkplattform einsehbar sind, oder nur für Personen, die von ihnen autorisiert wurden.

Ergänzend dazu werden stets Suchmöglichkeiten angeboten, mit denen die Nutzer nach Bekannten oder Gleichgesinnten suchen können, um auf diesem Wege mit ihnen in Kontakt treten zu können und sich mit ihnen zu vernetzen. Die meisten Netzwerke werden den Nutzern gratis zur Verfügung gestellt. Die hauptsächliche Einnahmequelle der Betreiber ist dann die Werbung auf den Seiten der Plattformen. Dies ist in der Regel eine große Einnahmequelle, da die Seite zum Teil von mehreren Millionen von Benutzern besucht wird und alle von der Werbung erreicht werden können. Themenbezogene Netzwerke liefern somit zusätzlich eine bestimmte Zielgruppe für gezielte Werbung. Teilweise werden aber auch einzelne Funktionalitäten nur gegen Bezahlung freigeschaltet. Dies ist die zweite große Einnahmequelle, die den Betreibern der Plattformen zur Verfügung steht.

5.3.3 Beispiele soziale Netzwerke im Internet

Es gibt eine große Zahl an sozialen Netzwerkplattformen im Internet. Sie steigt permanent an. Aus diesem Grunde werden an dieser Stelle exemplarisch einige wenige soziale Netzwerkplattformen aufgeführt, die zu den bekanntesten gehören. Genannt seien hier:

- Lokalisten
- meinVZ
- MySpace
- schülerVZ
- StayFriends
- studiVZ
- wer-kennt-wen

All diese Netzwerke erfreuen sich großer Beliebtheit und sehr großer Nutzerzahlen. Unter www.deutsche-startups.de findet sich folgende statistische Auswertung zur Nutzerstruktur der aufgeführten Netzwerke. Die Daten hierfür stammen in dieser Quelle von AGOF:

"Strukturdaten ausgesuchter Social Networks (Geschlecht / Alter) *

Männer Frauen 14-19 20-29 30-39 40-49 50-59 60+
Lokalisten 50,5 49,5 18,5 38,8 19,1 14,8 6,6 2,3
meinVZ 48,3 51,7 14,5 53,8 17,0 9,4 4,3 1,0
MySpace.de 54,0 46,0 23,7 30,3 18,7 16,4 7,6 3,3
schülerVZ 48,9 51,1 57,3 15,7 7,7 13,9 3,7 1,8
StayFriends 48,3 51,7 5,6 18,4 30,5 27,1 12,2 6,2
studiVZ 48,4 51,6 18,8 53,8 11,4 8,3 6,3 1,4
wer-kennt-wen 47,0 53,0 11,5 23,0 26,5 24,4 10,6 4,0

Strukturdaten ausgesuchter Social Networks (Bildung) *

kein oder Hauptschulabschluss Mittlere Reife Hochschulreife
Lokalisten 35,9 41,1 23,0
meinVZ 23,8 51,9 24,2
MySpace.de 29,2 42,6 28,3
schülerVZ 38,9 47,3 13,8
StayFriends 30,1 42,3 27,5
studiVZ 19,5 41,5 39,0
wer-kennt-wen 40,1 39,5 20,5

Strukturdaten ausgesuchter Social Networks (Tätigkeit) *

in Ausbildung berufstätig nicht/nicht mehr berufstätig
Lokalisten 27,0 61,9 11,1
meinVZ 23,4 68,2 8,4
MySpace.de 32,6 55,6 11,7
schülerVZ 60,0 29,6 10,5
StayFriends 9,6 74,5 15,8
studiVZ 41,7 49,5 8,8
wer-kennt-wen 15,1 71,4 13,5
* Quelle: AGOF (internet facts 2008-IV), alle Angaben in Prozent" [15]

Bei den aufgeführten Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die Nutzer der Seiten die Angaben nicht zwingend wahrheitsgemäß gemacht haben müssen. Häufig wird zum Beispiel beim Alter geflunkert. Eine interessante Zahl dieser Statistik ist, dass weniger als 40% der Nutzer von studiVZ, einem Netzwerk für Studenten, angegeben haben, die Hochschulreife zu besitzen. Dies kann bedeuten, dass ein großer Teil der Nutzer nicht studiert, oder dass viele Benutzer hier keine oder falsche Angaben zum Thema Bildung gemacht haben. Ob Benutzer zu wahrheitsgemäßen Angaben zu ihrem Privatleben neigen, oder sich durch falsche Angaben bzw. Verweigerung von Angaben vor den Gefahren von sozialen Netzwerken schützen möchten, soll im weiteren Verlauf der Arbeit beleuchtet werden.

6 Gefahren bei sozialen Netzwerken

6.1 Gefahrenauflistung

"Soziale-Netzwerk-Plattformen erweitern prinzipiell die Palette an Interaktionsmöglichkeiten zwischen Menschen im Internet."[16] Da es sich um Aktivitäten im Internet handelt gibt es generell bei den sozialen Netzwerken nicht nur Gefahren, die die Privatsphäre durch die Veröffentlichung und den Missbrauch von persönlichen Daten betreffen, sondern auch Gefahren die das benutzte Computersystem betreffen. Wenn man diese Unterteilung zugrunde legt ergeben sich grob folgende Unterteilungen:

  1. Gefahren, die die technische Infrastruktur betreffen
  2. Gefahren, die sich auf die Persönlichkeit bzw. Privatsphäre beziehen

ad 1: Technische Gefahren

Die Gefahren für die Infrastruktur sind quasi die gleichen Gefahren, die bei jeder Nutzung des Internets oder der Nutzung von Datenträgern entstehen können. Hauptsächlich sind hier Viren und Trojaner zu nennen. Während im September 2008 Forscher des griechischen Institute of Computer Science (ICS) noch demonstriert hatten, wie mittels einer kleinen Applikation für die Web 2.0 Plattform Facebook ein Rechner in ein Botnetz integriert werden konnte [17] meldete z.B. Rik Ferguson am 01.03.2009 in einem Malewareblog[18] von einer tatsächlichen Bedrohung durch eine Variante des Koobface-Wurms, der sich in sozialen Netzwerken durch vermeintliche persönliche Nachrichten verbreitet, indem die Nutzer durch einen externen Link auf ein vermeintliches YouTube-Video hingewiesen wurden, das zu einem gefährlichen Programmupdate auffordert. Die Bedrohung ist wie hierbei ersichtlich insofern höher bei sozialen Netzwerken als bei sonstigen Internetdownloads, weil es sich bei den Versendern um vermeintlich freundlich verbundene Versender handelt und deshalb das Vertrauen in die Unbedenklichkeit höher ist als bei Daten, die von unbekannten Quellen gesendet werden bzw. bei Dateien, die man sich aus dem Internet lädt. Da es bei Socialen Netzwerk Plattformen zudem auch noch die Möglichkeit gibt in das eigene Profil Programmcode einzubinden um beispielsweise Animationen oder Videos abspielen oder einfach nur um das eigene Profil ansprechender wirken zu lassen ergibt sich eine neue Möglichkeit die Zugangsdaten anderer User auszuspähen indem Cross-Site-Scripting-Attacken durch unsichtbar eingebundenen schädlichen Programmcode ausgeführt werden können[19]. Diese Gefahren wurden auch eindrucksvoll bei der diesjährigen Washingtoner Sicherheits-Konferenz ShmooCon 2009 von Forschern demonstriert[20].

ad 2: Persönliche Gefahren

Zur Nutzung der erweiterten Funktionen von sozialen Netzwerken ist es sinnvoll möglichst viele private Daten zu hinterlegen. Diese werden zentral gespeichert und sind von anderen Nutzern einsehbar[21]. Hierdurch wird die Anonymität, die bei anderen Diensten wie z.B. Chatprogrammen noch vorhanden ist aufgehoben[22] und neue Gefahren, die die eigene Persönlichkeit betreffen entstehen. Dadurch, dass ein Netzwerk zu ansonsten meist unbekannten Menschen geknüpft wird besteht einerseits die Gefahr, dass diese Unbekannten an private Daten wie Adressen, Telefonnummern, Bilder, Kontakte, Vorlieben, Lebensläufe etc. gelangen und diese entweder selber missbrauchen oder an Dritte weiter geben, aber auch durch Funktionen, mit denen man aktuelle Nachrichten über sich selber einstellen kann ermöglichen es -insbesondere, wenn hierbei Abwesenheiten angekündigt werden- Unbefugten sichtbar zu machen, dass ein Account oder sogar eine Wohnung längere Zeit ohne Kontrolle ist. Ebenfalls besteht die Gefahr, dass durch die weltweite Präsens der eigenen Person Nachsteller oder Belästiger, die auch als Cyber-Stalker bezeichnet werden[23], aufmerksam werden und durch die vermeintliche Anonymität des Internets durch E-Mails, persönlichen Nachrichten oder per Instant-Messenger zudringlich werden.

Auch das aus realen Netzwerken wie dem Berufsleben häufig berichtete Mobbing, also das Verunglimpfen und Denunzieren von Menschen durch üble Nachrede und/oder bewusstes und böswilliges Schneiden ist eine Gefahr, die in virtuellen sozialen Netzwerken vorkommt, wie eine Studie des der Internet Safety Technical Task Force belegt hat[24]. Aber nicht nur solche "handfesten" Gefahren können in sozialen Netzwerken lauern. Durch die Veröffentlichung meist sehr detaillierter Informationen nehmen in den letzten Jahren die Fälle des Identitätsdiebstahls immer mehr zu, bei denen Identitäten mit so genannten Fake-Accounts vorgetäuscht werden. Nicht nur wenn es sich hierbei um Profile von angeblich Prominenten handelt, wie beispielsweise im Fall des pakistanischen Jungpolitikers Bilawal Bhutto Zardari[25] wird klar, dass die Weitergabe von Daten an "Freunde" nicht immer dort ankommt, wo sie eigentlich landen sollten, auch bei Menschen, die nicht im öffentlichen Interesse stehen kann der Schaden durch den Identitätsdiebstahl verheerende sein. Zum einen für den einzelnen Bestohlenen, durch Schwierigkeiten in den Bereichen Arbeitsplatz, soziale und berufliche Verbindung und Rufschädigung, zum anderen aber auch auf finanzieller Ebene zum Beispiel durch "Diebstahl von Kunden" und Unternehmensdaten[26] oder auf psychischer, wie im Fall der 13 jährigen Schülerin Megan, die im Oktober 2006 aufgrund einer Abfuhr eines virtuellen Freundes , der in Wirklichkeit eine ehemalige Freundin war, Selbstmord begangen hat[27]. Eine weitere Gefahrenquelle, die häufig unbeachtet bleibt besteht in der Tatsache, dass viel User Daten von sich veröffentlichen, die zwar im privaten Rahmen eine gewisse unterhaltsame Komponente haben, jedoch im weniger privaten Umfeld nicht angebracht sind. Auch die vermeintlich anonymisierte Ablage bei getrennten Plattformen ist hierbei kein sichereres Mittel, da es Mitarbeitern der Univerity of Texas mittlerweile gelungen ist Anwender zu "re-identifizieren"[28]. Häufig bedenken Benutzer von sozialen Netzwerken nicht, dass Fotos, Themenbeträge, Gruppenzugehörigkeiten und Beschreibungen auch von Arbeitgebern, Kunden aber auch staatlichen Stellen gezielt gesucht, von mehreren Netzwerken zusammengeführt und bewertet werden[29]. Das gleiche gilt für die Vernetzung zu anderen Usern und den damit verbundenen Möglichkeiten Daten zu vernetzen. So ist es beispielsweise möglich andere User auf Bildern zu verlinken und mit Kommentaren zu versehen, was die Gefahr der Identifikation eines Benutzers, der selber kaum Daten von sich veröffentlicht hat, stark erhöht zumal die technischen Möglichkeiten der automatisierten Gesichterkennung und damit die Auffindbarkeit von ansonsten anonymisierten Profilen immer größer werden[30]. Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass von Seiten der Plattformbetreibern Gefahren für den User lauern können. Von der Datenweitergabe an Dritte [31] über Abtretung der Eigentumsrechte an Bildern bis hin zu Rechtsverstößen z.B. bei der Löschung von Profilen[32]

6.2 Gegenmaßnahmen

6.2.1 Schutzmassnahmen der User

Generell obliegt es natürlich jedem User selber sich den Gefahren von sozialen Netzwerkplattformen auszusetzen indem er sich bei solchen Plattformen anmeldet. Wer sich jedoch zu einer Anmeldung entscheidet setzt sich diesen Gefahren aus und auch wenn es einen 100%tigen Schutz nicht geben kann, so gibt es doch auch für angemeldete User einige einfache Sicherheitsmassnahmen um die Gefahren zumindest zu minimieren:

  1. Eine Plattform ist nicht generell gut nur weil sie sehr bekannt ist.
  2. Bevor man sich bei einer Plattform anmeldet sollte man sich im Internet umschauen, welche Kommentare von Usern, die Mitglieder, aber auch von ehemaligen Mitgliedern des Netzwerkes zu finden sind.
  3. Das Lesen der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vor der Anmeldung bei Plattformen sollte nicht nur in einem blinden Bestätigen mit "Weiter" sein, sondern AGBs sollten gelesen werden, denn durch die Bestätigung geht man einen rechtsverbindlichen Vertrag ein.
  4. Wenn man sein Profil erstellt sollte man immer daran denken, wer diese Daten sehen kann und was jemand damit machen kann, der einem nicht wohlgesonnen ist.
  5. Untergruppen und Interessen, die man durch seine Teilnahme daran bekundet sind häufig auch von anderen Benutzern sichtbar.
  6. Jemand, dessen Profil "Lieschen Müller" heißt muss nicht unbedingt "Lieschen Müller" sein.
  7. Eine Nachricht, die anscheinend von einem Freund gesendet wurde muss nicht unbedingt von dem/einem Freund stammen und kann genau so, wie jede andere Datei oder E-Mail Schaden anrichten.

6.2.2 Stellungnahme der Provider

Gerne hätten wir an dieser Stelle die Stellungnahmen von Anbietern der sozialen Netzwerkplattformen aus eigenen Erhebungen präsentiert, aber leider haben wir von fast 150 angeschriebenen Plattformen lediglich von den Mitarbeitern der Seiten BlAAbla, Fotocommunity, SchuelerCommunity.com, Abitreff und Autoklicker eine Unterstützung erhalten bzw. angeboten bekommen haben (wobei der detailliertere Kontakt mit den beiden letztgenannten letztendlich leider nicht zustande gekommen ist). Trotzdem möchten wir uns an dieser Stelle für die Unterstützung bei allen fünf Plattformen herzlich bedanken (Eine Aufstellung der angeschriebenen Plattformen finden Sie hier). Die Maßnahmen die uns genannt wurden sind folgende:

  1. BlAAbla:
    • Bildpflicht (bei uns muss jeder deutlich sein Gesicht zeigen)
    • manuelle Prüfung und Freischaltung der Neuanmeldungen
    • Daten wie Geburtstag und E-Mailadresse sind nicht sichtbar
    • das Statement (erweiterte Angaben zum Profil) wird von uns per Hand freigeschaltet. Natürlich kann hier jeder sagen was er will, solange es keine Werbung, E-Emailadressen beinhaltet oder gegen geltendes Recht verstößt.
    • Das Mitglied wird bei uns in JEDER externen E-Mail, die es über neue Nachrichten innerhalb von blaabla informiert, auf das Folgende hingewiesen... Zitat:
      "-------------------------------
      Wer Dir in seiner 1. Mail an Dich gleich eine Telefonnummer
      und / oder Email-Adresse gibt ist NICHT Dein Freund!!!
      Im ersten Fall handelt es sich um eine teure Sonderrufnummer;
      im zweiten Fall soll Deine Email-Adresse zwecks Spam gesammelt werden!
      -------------------------------
      BITTE melde solche Betrueger an: blaabla@kingonly.de
      -------------------------------"

      Da gerade im ganz privaten Bereich (dem Nachrichtenaustausch) nur das Mitglied selbst bei Bedarf handeln kann, ist ein deutlicher Hinweis auf übliche Gefahren sehr sinnvoll.

  2. Fotocommunity:
    "Was ich Ihnen aber im Rahmen Ihrer Umfrage zu unserer Plattform sagen kann, ist, dass wir einen umfangreichen Support aus ehrenamtlichen Mitarbeitern haben, der sich um Probleme und Fragen der User kümmert.
    Diese Mitarbeiter sind meist schon lange Mitglied in der fotocommunity und kennen sich daher innerhalb der community bestens aus. Sie haben im Rahmen ihrer Tätigkeit besondere Rechte, aber auch Pflichten. Alle Anfragen kommen zentral über unseren Support an. Diese Möglichkeit der Kontaktaufnahme findet jeder User u. a. auf jeder Seite unten im Impressum. Danach werden die Anfragen sortiert und ein jeweiliger "Experte" kümmert sich um den Fall.
    Unsere Experten werden "Admins" genannt. Sie schlichten u.a. Streitigkeiten und entfernen Bilder, die entweder gegen gültiges Recht oder unsere AGB verstoßen. Diese User werden persönlich von uns angeschrieben und im Bedarfsfall auch gelöscht, sollten sie keine Einsicht zeigen.
    Wir treffen dabei keine Vorzensur, sondern alles, was hochgeladen wird, ist sofort online. Trotzdem haben wir wenig Probleme mit Datenklau oder Urherberrechten.
    Außerdem reguliert sich unsere community von selbst und User schreiben uns immer wieder an, dass sie auf ein Bild/einen User aufmerksam geworden sind, das/der ihnen komisch vorkommt."

  3. SchuelerCommunity.com:
    Erkannte Gefahren:
    • Spam-User
    • Fake-User
    • Spam-Beiträge
    • Plagiat
    • Sexuelle Belästigung
    • Cyber Mobbing

      Massnahmen:
    • Spam-User: Schutz mittels Software
    • Fake-User: kein Schutz möglich, ausser wachsames Auge der User und Moderatoren. Solche User werden umgehend gelöscht.
    • Spam-Beiträge: Moderatoren, die Beiträge löschen und User verwarnen
    • Plagiat: kein Schutz möglich. Regel, dass IMMER Quellen angegeben werden sollen, wenn Inhalte von anderen Seiten/Autoren übernommen werden
    • Sexuelle Belästigung: Sensibilisierung der User -Elterninformation auf der Page in Vorbereitung
    • Cyber Mobbing: Sensibilisierung der User, Verwarnung/Sperrung der User,
Grundsätzlich werden die Regeln/Normen in den Anmeldebedingungen und Forenregeln festgehalten.

Wie aus diesen Antworten ersichtlich ist sind sich die Betreiber von Netzwerk-Plattformen der Gefahrenpotentiale die bestehen bewusst sind und insbesondere bei einer relativ geringen Frequentierung (Alexa-Deutschland-Ranking[33] der drei genannten Seiten Stand Ende Mai 2009: BlAAbla: 214.956, Fotocommunity: 3.524, SchuelerCommunity.com: 81.883) auf Eigenkontrolle/-meldung durch die User setzt, beziehungsweise auf deren Eigenverantwortung setzt, was letztendlich insbesondere im Gefahrenbereich der persönlichen Bedrohungen auch sinnvoll erscheint. Auch ein Blick in die Nutzungsbedingungen bzw. Community-Ordnungen der drei Gemeinschaften läßt keine offensichtlichen Mängel erkennen, auch wenn das Regelwerk der SchuelerCommunity deutlich kürzer, dafür aber auch der Zielgruppe angepasst verständlicher ausfällt. Was jedoch auffällt sind kleinere Kritikpunkte, wie beispielsweise das Recht der weltweiten Verbreitung hochgeladener Fotos[34] oder die Pflichtangabe eines Lieblings- und eines Hassfachs[35], welches bei der Bewerbung um eine Lehrstelle nicht unbedingt vorteilhaft sein muss.

Eine Analyse der European Network an Information Security Agency (Ensia)[36] hat ergeben, dass von den meisten Netzwerkbetreibern keine verschlüsselte Datenübertragung angeboten wird, was die Übernahme von Nutzerprofilen erschweren würde. Aber auch Eigenverpflichtungen, wie zum Beispiel das am 10.02.2009 von 17 Betreibern unterzeichnete Abkommen, welches den Zugang zu privaten Profilen junger Nutzer über Suchseiten erschweren soll, sind bereits in der Umsetzung[37].

Generell gilt aber, dass die Betreiber lediglich die technische Komponente wie die Kontrolle der Zugangsdaten, die Sicherheit der anvertrauten Daten gegen unberechtigten Zugriff Dritter oder die Umsetzung von Möglichkeiten um die Privatsphäre zu schützen kontrollieren können. Dies ist jedoch insbesondere bei dem Punkt des Privatsphärenschutz ein sehr ambivalentes Unterfangen, da ein zu hohes Maß an Privatsphäre den Mehrwert von sozialen Netzwerkplattformen wett macht und somit für den Benutzer nicht mehr attraktiv ist. Da die Betreiber jedoch in den seltensten Fällen rein carritative Gesellschaften sind wird immer die Bemühung da sein möglichst viele Benutzer zu haben um für Werbetreibende möglichst attraktiv zu sein.

7 Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken

7.1 Nutzung von "Sozialen Netzwerken"

Abb. 2: Nutzung von "Sozialen Netzwerken"
Abb. 2: Nutzung von "Sozialen Netzwerken"[38]

Fast zwei Drittel der Internetnutzer ab 18 Jahren sind Mitglied in einem oder mehreren Online-Netzwerken (63%). An erster Stelle steht dabei Stayfriends: 27% der Internetnutzer ab 18 sind dort eingetragen. Es folgen Wer-kennt-wen? (20%), Xing (15%), StudiVZ (13%), Facebook (10%), MeinVZ (9%), MySpace (8%) und Lokalisten.de (6%). Andere werden nur in geringem Umfang genutzt.

Je nach Art der Community sind die Motive für die Mitgliedschaft sehr unterschiedlich. Die Suche nach alten Freunden und Bekannten ist jedoch bei allen Netzwerken ein sehr häufig genannter Grund. Junge Mitglieder nutzen die Portale häufig auch dazu, sich mit ihren Freunden auszutauschen und die Freizeit zu planen. Die Plattformen werden auch dazu genutzt, sich über z.B. Geschäftspartner, Kollegen oder Bekannte zu informieren. Für jedes zweite Xing-Mitglied ist dies ein Nutzungsmotiv. 78% der Xing-Nutzer wollen zudem Geschäftsbeziehungen knüpfen und 44% versprechen sich davon, ihre eigenen Job- bzw. Karrierechancen zu verbessern. 26% angeln dort nach Aufträgen.

Trotz der zum Teil intensiven Nutzung ist das Vertrauen in die Datensicherheit relativ gering: Weniger als ein Drittel der Mitglieder ist jeweils davon überzeugt, dass die persönlichen Daten bei den von ihnen genutzten Plattformen sicher sind. Darauf wird im Folgenden weiter konkreter eingegangen[39].

7.2 Persönliche Daten im Internet

Eine forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM im Jahr 2009 ergab, dass 23 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren persönliche Informationen wie z.B. Profile, Gedanken und Bilder im Internet veröffentlicht haben. Im Jahr davor waren es noch 18 Prozent. " Unter den jungen Menschen bis 29 Jahre veröffentlichen sogar zwei von drei Befragten Infos über sich im Web ", so BITKOM-Präsidiumsmitglied Kempf[40]. Besonders beliebt seien Steckbriefe in Online-Netzwerken. 16 Prozent der Bundesbürger sind in solchen "Communitys" präsent; bei den 14- bis 29-Jährigen ist es sogar jeder Zweite.

Abb. 3: Jeder Vierte stellt persönliche Infos ins Netz
Abb. 3: Jeder Vierte stellt persönliche Infos ins Netz[41]

Auf vielen Webseiten werden persönliche Daten abgefragt: So gaben 61 Prozent der Internet-Nutzer in den vergangenen zwölf Monaten ihren Namen und Adresse preis, 38 Prozent der Nutzer ihre Kontonummer, Beruf oder Hobbys[42].

Die am häufigsten veröffentlichten Informationen, lt. einer Erhebung von TNS Infratest im Auftrag von Microsoft, sind die E-Mail-Adresse (58,1%), der Name (57,4%), das Geburtsdatum (51,7%), ein Foto von sich selber (39,7%), eigene Vorlieben (38,1%) und Adresse (29,0%).

Abb. 4: Die am häufigsten veröffentlichten Informationen
Abb. 4: Die am häufigsten veröffentlichten Informationen[43]

7.3 Wie sicher halten die Deutschen ihre Daten im Internet

Schon im Jahre 2008 hat eine Umfrage des BITKOM mit Forsa ergeben, dass eine Mehrheit von 57 Prozent der deutschen Internetuser ihre Daten im Internet für sicher oder sehr sicher hält. Nur 32 Prozent der PC-Nutzer hält seine Daten für eher unsicher und 7 Prozent für völlig unsicher.

Abb. 5: Datensicherheit im Internet 2008
Abb. 5: Datensicherheit im Internet 2008[44]

Vor allem Online-Netzwerke besitzen, lt. einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von Microsoft, bei der Frage zur Sorgfalt im Umgang der persönlichen Daten ein sehr niedriges Vertrauensniveau. Nur 8,5 Prozent der Befragten schätzten den Umgang der persönlichen Daten als "äußerst sorgfältig" und "sehr sorgfältig" ein.

Abb. 6: Umgang mit persönlichen Daten 2008
Abb. 6: Umgang mit persönlichen Daten 2008[45]

So ist es nicht weiter Verwunderlich, dass in derselben Umfrage mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung sind, dass die Anbieter von Online-Netzwerken die Rolle hinsichtlich des Datenschutzes nicht gut erfüllen.

Abb. 7: Wichtigkeit von Akteuren für den Datenschutz im Internet
Abb. 7: Wichtigkeit von Akteuren für den Datenschutz im Internet[46]

7.4 IT-Fachleute und ihr Umgang mit persönlichen Daten

Auch IT Fachleute scheinen die Folgen zu unterschätzen, die ein freizügiger Umgang mit privaten Daten auslösen kann. Das hat Symantec bei einer Besucherumfrage auf der InfoSecurity 2009, Europas größter Sicherheitsmesse, herausgefunden.

Ein Ergebnis der Umfrage: 90 Prozent der Befragten wissen, dass es riskant sein kann, auf sozialen Internetplattformen Freundschaftsanfragen von Unbekannten zu akzeptieren. Mehr als zwei Drittel von ihnen geben trotz alledem auch persönliche Informationen wie Name, Anschrift, Alter und Telefonnummer heraus. Damit nicht genug: Von individuellen Sicherheitseinstellungen wie dem beschränkten Zugriff auf persönliche Daten machte fast jeder vierte Befragte überhaupt keinen Gebrauch. So geben sie im Prinzip Hunderten Millionen Mitgliedern die Möglichkeit, auf ihrer Profilseite persönliche Informationen einzusehen[47] . "Die aktuellen Umfrageergebnisse sind vor allem deshalb besorgniserregend, weil die Verantwortungsträger der Sicherheitsbranche die privaten Risiken des sozialen Netzwerkens unterschätzen", sagt Candid Wüest, Senior Threat Researcher bei Symantec. "Obwohl die Fachleute Tag für Tag mit Datenschutzrichtlinien arbeiten, sind sie in punkto persönlicher Sicherheit äußerst nachlässig. Dabei sind erstaunlich wenige Informationen nötig, um fremde Identitäten zu missbrauchen. Der allzu freizügige Umgang mit Informationen im Netz kann so schnell viel Ärger bereiten."[48] Der Symantec-Experte rät deshalb: "Online-Netzwerke erlauben in der Regel genau festzulegen, welche Nutzergruppen welche Informationen einsehen dürfen. Wer solche Funktionen nicht einschaltet, geht ein unkontrollierbares Risiko ein. Nutzer sollten ihre personenbezogenen Informationen im Netz ebenso wertschätzen wie jeden anderen persönlichen Besitz."[49]

7.5 Datenmissbrauch und Datenschutz(bestimmungen)

Obwohl nach einer Microsoft Studie 15 Prozent der Befragten bereits schon einmal vom Missbrauch Ihrer Daten betroffen waren, treffen die Mehrzahl der Benutzer keine Vorsichtsmaßnahmen.

Abb. 8: Erfahrung mit Datenmissbrauch und Art des Vorfalls
Abb. 8: Erfahrung mit Datenmissbrauch und Art des Vorfalls[50]

28 Prozent der Nutzer, die persönliche Angaben im Internet machen, lesen die Datenschutzerklärung der Webseiten-Betreiber nicht. Und jeder Dritte verzichtet auf das Angebot vieler Internet-Plattformen, die Datenschutz-Einstellungen persönlich anzupassen, ergab die Umfrage von BITKOM und forsa[51].

Dabei scheint es nicht am Bewusstsein von Gefahrenpotential zu liegen, welches nach dieser Studie durchaus beim Anwender vorhanden ist, sondern dass das Thema Datenschutz zu zeitaufwendig und komplex angesehen wird. So geben in einer Studie von Microsoft 78,2 Prozent der Leseverweigerer dafür Zeitmangel an, 13 Prozent haben bislang nicht daran gedacht und 14,6 Prozent glauben nicht an deren Inhalt[52].

8 Umfrage - Gefahrenbewusstsein im Umfeld der Autoren

Ziel dieser Arbeit ist es nicht nur, das Gefahrenbewusstsein bei der Nutzung sozialer Netzwerke im Allgemeinen zu untersuchen, sondern die Ergebnisse auch mit eigenen Ergebnissen vergleichen zu können.

8.1 Funktion der Befragung

Eine interessante Vergleichsgröße ist das Umfeld der 3 Autoren dieser Arbeit. Nachdem das Bewusstsein von Gefahrenpotential allgemein, also in Bezug auf den "normalen" Internetbenutzer dargestellt wurde, sollen diese Ergebnisse mit dem Gefahrenbewusstsein von Personen verglichen werden, die selbst im IT-Umfeld tätig sind, in diesem Bereich ein Studium absolvieren, oder aber im direkten sozialen Kontakt und dadurch auch Einfluss von Menschen stehen, die den ersten beiden Gruppen angehören. Daher bietet sich das Umfeld der Autoren an. Ziel ist es herauszufinden, ob sich das Bewusstsein von Gefahren und auch der Umgang mit den Gefahren deutlich von dem des Ottonormalverbrauchers unterscheiden. Generell ist davon auszugehen, dass sich die Zielgruppe der Gefahren stärker bewusst ist, und dass der Umgang mit den Gefahren dadurch geprägt ist, dass Risiken minimiert werden und die Angriffsfläche möglichst gering ist. Schließlich ist das die Personengruppe, die tiefen Einblick in die IT-Branche hat und sie daher auch optimal bewerten kann.

Es wurde eine Online-Befragung durchgeführt, bei der die Zielgruppe 13 Fragen beantworten sollte, die Aufschluss über das Bewusstsein von Gefahren und den Umgang mit den Gefahren geben sollte. Der Fragebogen wurde von den Autoren dieser Arbeit erstellt und ausgewertet. Der Link zum Fragebogen wurde von den Autoren an ca. 100 Personen aus ihrem Umfeld verteilt.

Eingesehen werden kann der Fragebogen unter www.fragebogen-tool.de/f.php?i=10906&c=erkaj.

8.2 Aufbau Fragebogen

Der Fragebogen besteht aus 9 geschlossenen Fragen, von denen eine die Möglichkeit bietet mehrere Antwortoptionen anzukreuzen. 4 weitere Fragen sind offene Fragen. Der Aufbau wurde so gewählt, da geschlossene Fragen zum Einen leichter zu beantworten sind, zum Anderen dadurch auch schneller beantwortet werden können. Wesentliche Fragestellungen die darauf abzielen herauszufinden, welche Gefahren von den Teilnehmern gesehen werden und wie damit umgegangen wird, sind offen gehalten worden. Bei diesen Fragen sollte eine Beeinflussung durch die Vorgabe verschiedener Antwortmöglichkeiten verhindert werden. Darüber hinaus bieten die offenen Fragestellungen auch die Möglichkeit Gefahren zu berücksichtigen, die eventuell von den Autoren noch nicht berücksichtigt wurden.

Der Fragebogen wurde so gestaltet, dass die Beantwortung der Fragen nicht erzwungen wurde. Das bedeutet, dass die Teilnehmer fragen auslassen konnten und den Fragebogen dennoch abschicken konnten. Dabei stand im Vordergrund, dass die Bearbeitung des Fragebogens den Teilnehmern so wenig Umstände wie möglich bereiten sollte. Erfahrungsgemäß führt dies zu einer erhöhten Teilnahmebereitschaft.

Der Link zur Umfrag wurde am 24.05.2009 an die Teilnehmer verschickt. Die Verbreitung erfolgte teils per E-Mail, teils über die Mailfunktion verschiedener sozialer Netzwerke. Im Zeitraum vom 24.05.2009 bis zum 07.06.2009 konnte die Umfrage bearbeitet werden. Die Ergebnisse, die bis zum 07.06.2009 wurden als Abschließende Ergebnisse zur Auswertung benutzt. Der Fragebogen steht generell weiterhin zur Verfügung, Antworten, die nach dem 07.06.2009 eingingen, konnten in dieser Arbeit jedoch nicht berücksichtigt werden.

Der Fragebogen bestand aus den folgenden Fragen, mit folgenden Antwortoptionen:

1. Welche soziale Netzwerk Plattformen nutzt du?

Antwortoptionen (Mehrfachauswahl möglich):

VZ(StudiVZ,SchülerVZ,MeinVZ)
Xing
Facebook
StayFriends
MySpace
Lokalisten
Sonstige
Keine

2. Zur vorigen Frage: Wenn du die Option "Sonstige" ausgewählt hast, nenne bitte die Plattform.

Die Frage konnte mit freier Texteingabe beantwortet werden.

3. Hast du die AGB des Anbieters gelesen?

Antwortoptionen (einfache Auswahl):

Mache ich nie
Überflogen
Durchgelesen
Intensiv damit befasst

4. Bist du, aufgrund der AGB oder einer Änderung der AGB aus einem Netzwerk, ausgetreten oder erst gar nicht eingetreten?

Antwortoptionen (einfache Auswahl):

Nicht eingetreten
Wieder ausgetreten
Weder noch

5. Inwieweit beschäftigst du dich mit EDV?

Antwortoptionen (Mehrfachauswahl möglich):

Ich nutze den PC privat
Ich nutze einen PC beruflich
Ich arbeite im IT-Bereich

6. Private Daten...

Antwortoptionen (einfache Auswahl):

stelle ich erst gar nicht ein
sind nur für Freunde einsehbar
kann jeder einsehen

7. Private Fotos...

Antwortoptionen (einfache Auswahl):

stelle ich erst gar nicht ein
sind nur für Freunde einsehbar
kann jeder einsehen

8. Meinst du, deine Einträge beeinflussen deinen beruflichen Werdegang?


Antwortoptionen (einfache Auswahl):

Ja, positiv
Ja, negativ
Nein
Weiß nicht

9. Bist du der Meinung, dass deine Daten an Dritte weitergegeben werden?

Antwortoptionen (einfache Auswahl):

Ja, das muss ich aber in Kauf nehmen
Ja, ist aber kein Problem
Nein
Keine Meinung

10. Hast du bereits negative Erfahrungen durch soziale Netzwerke gemacht?

Antwortoptionen (einfache Auswahl):

Ja
Nein

11. Zur vorigen Frage: Wenn ja, welche?

Die Frage konnte mit freier Texteingabe beantwortet werden.

12. Welche Gefahren siehst du bei der Nutzung sozialer Netzwerke?

Die Frage konnte mit freier Texteingabe beantwortet werden.

13. Wenn du Gefahren siehst, wie gehst du mit ihnen um?

Die Frage konnte mit freier Texteingabe beantwortet werden.

Abschließend konnten die Befragten noch Anmerkungen zum Fragebogen eingeben, welche allerdings in der Auswertung nicht berücksichtigt wurden.

Im folgenden werden die Antworten ausgewertet. Bezüglich der geschlossenen Fragen werden die Antworten prozentual angegeben. Dies ist bei offenen Fragen nicht möglich. Daher werden wir hier wiedergeben, in welche Richtung die gegebenen Antworten gehen und was dies bedeutet. Eine komplette Liste der gegebenen Freitextantworten kann im Anhang der Arbeit eingesehen werden.

8.3 Zahlen und Fakten

Abb. 9: Welche soziale Netzwerk Plattformen nutzt du?

2. Wenn du die Option "Sonstige" ausgewählt hast, nenne bitte die Plattform.

  • 2 privat betriebene Foren.
  • WKW
  • meinINJOY
  • wer-kennt-wen.de


Abb. 10: Hast du die AGB des Anbieters gelesen?
Abb. 11: Bist du, aufgrund der AGB oder einer Änderung der AGB aus einem Netzwerk, ausgetreten oder erst gar nicht eingetreten?
Abb. 12: Inwieweit beschäftigst du dich mit EDV?
Abb. 13: Private Daten …
Abb. 14: Private Fotos...
Abb. 15: Meinst du, deine Einträge beeinflussen deinen beruflichen Werdegang?
Abb. 16: Bist du der Meinung, dass deine Daten an Dritte weitergegeben werden?
Abb. 17: Hast du bereits negative Erfahrungen durch soziale Netzwerke gemacht?


11. Wenn ja, welche?

  • Man wird von fremden angesprochen, die gleich meinen, ein Freund zu sein!
  • Mobbing
  • Fakes
  • Fotoklau
  • Negative Auswirkung auf den Job wenn private Daten oder Bilder eingestellt werden.


12. Welche Gefahren siehst du bei der Nutzung sozialer Netzwerke?

  • Preisgabe privater Daten an Dritte
  • negative Auswirkungen auf den Beruf
  • Spam
  • Datendiebstahl
  • Mobbing / Stalking
  • Ersatz für das echte Leben
  • versteckte Kosten
  • keine Löschung der Daten


13. Wenn du Gefahren siehst, wie gehst du mit ihnen um?

  • nur wenige private Daten veröffentlichen
  • generell keine Fotos einstellen
  • nur gezielte Teilnahme an Diskussionen
  • Möglichkeiten der Profilfreigabe nutzen
  • Werbung nicht öffnen
  • Kinder nicht unbeaufsichtigt im Internet lassen
  • Verstöße melden
  • Abmelden
  • nicht anmelden
  • Ignorieren


14. Sonstige Anmerkungen

  • soziale Netzwerke sind praktisch um alte Freund wieder zu finden und in Kontakt zu bleiben

8.4 Analyse/Auswertung/Ergebnis

Der Fragebogen wurde von insgesamt 66 Nutzern ausgefüllt. Die Befragung erfolgte anonym und es wurde versucht insbesondere bei den Fragen in denen die Gefahreneinschätzung und -prävention ermittelt werden sollte durch ungestützte Antwortmöglichkeiten keinen Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen. Von den 66 Nutzern sind 58 (=87,88%) bei mindestens einer sozialen Netzwerkplattform (zur besseren Lesbarkeit werden in der Folge hierfür nur noch die Begriffe "Netzwerk" oder "Plattform" verwendet) angemeldet. Die 58 Benutzer beteiligen sich 118 mal an solchen Netzwerken, was im Schnitt rund zwei Anmeldungen pro Befragtem entspricht. Die meisten Anmeldungen sind im der "VZ"te (StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ etc.) mit 71% aller, bzw. 81% der generell angemeldeten Befragten zu finden, was nicht dem allgemeinen Bild entspricht (Vgl. Kapitel 7.1), allerdings daraus resultiert, dass die Einladung zum Fragebogen von den drei Autoren zu einem grossen Teil über das StudiVZ versendet wurde. Ebenfalls entgegen dem Trend ist die am zweithäufigsten genannte Plattform "Xing", die mit 39% (bzw. 45% der Plattform-User) noch vor "StayFriends" (29% / 33%) liegt und was für eine höhere Beteiligung an beruflich orientierten Personen spricht. Zur weiteren Abschätzung der Vorkenntnisse über Gefahrenpotentiale diente die Frage fünf in der es um die PC-Nutzung und berufliche Erfahrung ging. Da neun der Befragten zwar angegeben haben im IT-Bereich zu arbeiten, aber weder privat noch beruflich einen PC zu nutzen, kann davon ausgegangen werden, dass die Frage falsch verstanden wurde, zudem alle neun in mindestens einem Netzwerk angemeldet sind. Daraus ergibt sich eine berufliche PC-Nutzung bei 58 der Befragten (=88%) und einer ausschließlich privaten Nutzung bei lediglich einem Befragten (Die übrigen 7 Befragten machten keine Angaben). Inwiefern sich hieraus ein Volkswirtschaftlicher Verlust durch die Nutzung beruflicher PCs für Netzwerk-Plattformen ableiten lässt ist jedoch nicht Gegenstand dieser Ausarbeitung. Als nächstes interessiert uns die erste Hürde vor Eintritt in ein Netzwerk: Die AGBs. Da hier bereits die ersten Gefahren lauern können indem z.B. die Datenweitergabe, das Nutzungsrecht von Bildern etc. verborgen sein können. Fast ein Viertel der Befragten (24%) gab an, die AGBs grundsätzlich nicht zu lesen und mehr als die Hälfte (55%) liest sie nicht. Interessanterweise gab nur ein Befragter an sich mit den AGBs intensiv beschäftigt zu haben und er gab auch in der folgenden Frage an aufgrund der AGBs nicht eingetreten zu sein. Geringfügig entgegen dem allgemeinen Trend ist der Umgang mit der Veröffentlichung privater Daten und privater Fotos, die explizit getrennt abgefragt wurden. Während die Anzahl derjenigen, die keine Daten und derjenigen, die keine Fotos einstellen mit 19 bzw. 21 annähernd gleich ist -was dem allgemeinen Trend entspricht-, veröffentlichen fast 10% mehr Fotos auch für "Nicht-Freunde" sichtbar als persönliche Daten, was dafür spricht, dass Bilder als weniger kritisch angesehen werden als Adress- oder Geburtsdaten, was dem allgemeinen Trend nicht entspricht (Vgl. Kapitel 7.2). Einen positiven Einfluss auf den beruflichen Werdegang erwarten lediglich fünf Befragte (von denen allerdings nur drei bei der Plattform Xing angemeldet sind). Warum jedoch acht Nutzer denken, dass die bereitgestellten Daten einen negativen Einfluss auf ihren beruflichen Werdegang haben und trotzdem sechs von ihnen weiterhin in Netzwerken (vier von ihnen sogar bei Xing) angemeldet sind ist ein Widerspruch den wir leider nicht aufklären können. Das jedoch gut drei Viertel aller Befragten keine Beeinflussung erwarten bzw. sich darüber keine Gedanken gemacht haben ist sicherlich ein bedenkliches Ergebnis, zumal eben der Gefahrenpunkt "Daten können von Dritten / Arbeitgebern gesehen werden" in der Folge sehr oft genannt wurde. Gegen dieses relativ unbedachte Verhalten spricht dann allerdings ganz klar die Auswertung des Datenweitergaberisikos. Über zwei Drittel (43 von 63) der Befragten, die auf diese Frage geantwortet haben sind sich darüber im Klaren, dass ein Risiko der Datenweitergabe besteht. Lediglich ein Drittel hat sich bislang mit diesem Thema entweder noch nicht befasst oder schließt dieses Risiko aus. Ebenfalls positiv zu sehen ist es, dass lediglich drei Befragte angegeben haben bereits negative Erfahrungen gemacht zu haben, wobei nur zwei dann in der Folge berichteten welcher Art diese Erfahrungen waren. Bemerkenswert ist hierbei, dass der Befragte, der negative Erfahrungen mit Fotoklau gemacht hat angibt Fotos -wenn auch nur für Freunde einsehbar- zu veröffentlichen. Die geringe Zahl der negativen Erfahrungen ist jedoch positives Ergebnis, mit dem im Vorfeld nicht zu rechnen gewesen ist. Auch die beiden abschließenden Fragen nach den bekannten Risiken und deren Handling zeigen ein sehr positives Bild. Zum einen da mehr als die Hälfte der Befragten (39 von 66) hier Angaben gemacht hat, obwohl es Freitextfelder waren, zum anderen aber auch, weil fast das komplette Spektrum der tatsächlichen Risiken erkannt wurde. Abschliessend kann man sagen, dass die Befragung ein positives Bild über das Vorhandensein der Gefahrensbewußtseins ergeben hat.

9 Fazit

Die in der Arbeit dargestellten Studienergebnisse und die Auswertung der empirischen Umfrageergebnisse hat wichtige Einblicke in das Sicherheitsverständnis und –verhalten der Benutzer von Online-Netzwerken gegeben. Grundsätzlich ist die Bilanz positiv zu betrachten. Das Bewusstsein der Anwender für die Gefahren beim Nutzen von sozialen Netzen im Internet ist groß. Die Studie zeigt ein recht umsichtiges Handeln mit persönlichen Daten. Wurde vor einigen Jahren noch sehr sorglos mit persönlichen Daten im Internet umgegangen, hat sich dieses Verhalten gewandelt. Vor allem durch die Verbesserung der Medienkompetenz, das Internet selber und nicht zuletzt durch solche Art von Studien wie diese wurde das Bewusstsein für Gefahren geschärft. Wichtige Schutzmechanismen sind bekannt und werden immer mehr von den Anwendern genutzt. Und das die Anwender diese Schutzmechanismen nutzen wird immer wichtiger, da nicht nur das Bewusstsein für Gefahren bei der Community wächst, sondern auch das Bewusstsein für die Möglichkeiten mit Hilfe von veröffentlichten persönlichen Daten den Nutzern zu schaden.

Dennoch zeigt diese Studie, dass der Datenschutz im Internet kontinuierlich verbessert werden muss. Dieses ist sicherlich auch eine Aufgabe der Politik. Allerdings sind hier Maßnahmen gefragt die positive Ergebnisse für den Datenschutz zur Folge haben und nicht populistische Schnellschüsse die einer allgemeinen Zensur gleich kommt[53] oder gar den bestehenden Datenschutz aufweicht.. Eine bessere Alternative sind so genannte Public Private Partnerships, also bezogen auf das Ausgangsthema, ein kooperatives Zusammenwirken von Politik mit den Betreibern der Online-Netzwerke. Und auch die Betreiber sind gefragt. Die Studie hat gezeigt, dass viele Anwender an dem Thema Datenschutz interessiert sind, aber dieses Thema zu kompliziert und zu Zeitaufwendig ist. So werden zum Beispiel Datenschutzbestimmungen nicht gelesen oder Schutzmechanismen nicht genutzt oder aktiviert, wenn das zu viel Zeit kostet oder zu unverständlich ist. Daher ist es wichtig dass die Betreiber auf die Bedürfnisse der Anwender eingehen[54].

Letztendlich ist aber jeder Anwender für seine Daten selber Verantwortlich und die Politik, der Betreiber und die Medien können nur unterstützend einwirken. Das Bewusstsein für Gefahren ist aber jetzt schon im großen Maße vorhanden, doch fehlt es manchmal an der Umsetzung der Gefahrenprävention.

10 Fußnoten

  1. Vgl. Schenk
  2. Vgl. Alexa
  3. Vgl. Fraunhofer S.10
  4. Vgl. dp-on (2009)
  5. Vgl. Eisenegger, M. (2005)
  6. Vgl. Müller, J. (1996)
  7. Vgl. Plötner, O. (1995)
  8. Vgl. Ripperger, T. (2003)
  9. Vgl. Voswinkel, S. (1999)
  10. Entnommen aus: Wiredset LLC (2008).
  11. Vgl. Voswinkel, S. 23 (2001)
  12. Vgl. Elearn Limited, S.1 (2005)
  13. Vgl. Geppert, (2009)
  14. Vgl. itwissen
  15. Vgl. deutsche-startups
  16. Vgl. Fraunhofer S.10
  17. Vgl. Tecchannel
  18. Vgl. Ferguson
  19. Vgl. Knoke1
  20. Vgl. Shmoocon
  21. Vgl. Fraunhofer S.10
  22. Vgl. Polizei
  23. Vgl. Knoke2
  24. Vgl. ISTTF S.6
  25. Vgl. Focus
  26. Vgl. Gulli
  27. Vgl. Patalong
  28. Vgl. Wissenschaft-Online
  29. Vgl. Billhardt
  30. Vgl. Franz
  31. Vgl. RBB
  32. Vgl. Presse
  33. Vgl. Alexa
  34. Vgl. Fotocommunity
  35. Vgl. SchuelerCommunity
  36. Vgl. Ensia S.6
  37. Vgl. Tagesspiegel
  38. Entnommen aus: ForschungsWerk_Studie2009_Social_Communities (2009)
  39. Vgl. ForschungsWerk Studie 2009 zu Social Communities (2009)
  40. Vgl. Kempf, (2009)
  41. Entnommen aus: BITKOM/forsa Studie (2009)
  42. Vgl. BITKOM/forsa Studie(2009)
  43. Entnommen aus: TNS Infratest/Microsoft(2009)
  44. Entnommen aus: BITKOM Studie (2008)
  45. Entnommen aus: TNS Infratest/Microsoft(2009)
  46. Entnommen aus: TNS Infratest/Microsoft(2009)
  47. Vgl. Internet Security Threat Report (2008)
  48. Vgl. Pressebox Ratingen (2009)
  49. Vgl. Pressebox Ratingen (2009)
  50. Entnommen aus: TNS Infratest/Microsoft(2009)
  51. Vgl. BITKOM/forsa Studie(2009)
  52. Vgl. TNS Infratest/Microsoft(2009)
  53. Vgl. blog.handelsblatt.de, Ursula von der Leyen und der Kampf um das Internet (2009)
  54. Vgl. Jugendschutz SchülerVZ(2009)

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Shmoocon Nathan Hamiel and Shawn Moyer: Fail 2.0: Further Musings on Attacking Social Networks, Februar 2009, http://www.shmoocon.org/2009/videos/Fail20-Hamiel.m4v
Tagesspiegel Der Tagesspiegel: Soziale Netzwerke unterzeichnen Abkommen gegen Cyber-Mobbing, Veröffentlichung vom 10. Februar 2009, http://www.tagesspiegel.de/medien-news/digital/Internet-Cyber-Mobbing;art303,2727825
Tecchannel Tecchannel IT Experts inside: Mini-Programm macht Facebook zu Riesen-Botnetz, Veröffentlichung vom 08. September 2008, http://www.tecchannel.de/sicherheit/news/1771326/mini_programm_macht_facebook_zu_riesen_botnetz/
TNS Infratest/Microsoft Studie: Bewusstseinswandel im Datenschutz, Veröffentlichung vom 30.01.2009, http://www.techfiles.de/presse/pdf/090120%20Datenschutzstudie%2016-Seiter%20RZV.indd.pdf
Voswinkel Voswinkel, Stephan, Anerkennung und Reputation, Duisburg: Habilitationsschrift, 1999
Wissenschaft-Online Wissenschaft-Online: Algorithmus demaskiert anonyme Internet-Benutzer, Veröffentlichung vom 31. März 2009, http://www.wissenschaft-online.de/artikel/987583

12 Anhang: Fragebogen-Freitextantworten

Hier finden Sie eine Aufstellung aller Freitextantworten des Fragebogens.

Frage 2: Wenn du die Option "Sonstige" ausgewählt hast, nenne bitte die Plattform.

  • 2 privat betriebene Foren.
  • WKW
  • meinINJOY
  • wer-kennt-wen.de


Frage 11. Wenn ja, welche? (Anm.: Bezug zur Frage 10. "Hast du bereits negative Erfahrungen durch soziale Netzwerke gemacht?"

  • Man qird von fremden angesprochen, die gleich meinen, ein FREUND zu sein!
  • Mobbing
  • Fakes
  • Fotoklau
  • Negative Auswirkung auf den Job wenn private Daten oder Bilder eingestellt werden.


Frage 12. Welche Gefahren siehst du bei der Nutzung sozialer Netzwerke?

  • es könnten private daten an die öffentlichkeit gelangen.
  • man könnte sich auf "falsche" freunde einlassen, die einen nur ausspionieren wollen.
  • Admins informieren
  • Seperate e-Mail-Adresse für soziale Netzwerke
  • Das private Dinge nicht mehr privat bleiben.
  • Daten fließen in den beruflichen Bereich, man wird gläsern
  • Datenklau
  • Spam
  • Mißbrauch der Daten durch falsche Freunde zwecks Beleidigungen und Gerüchteverbreitung etc.
  • Datenmissbrauch
  • Versteckte Kosten
  • Stalking
  • Datenmissbrauch
  • ungewollte Nutzung durch Dritte (Chef, Geschäftspartner, Werbe-Branche)
  • Datenraub
  • Spam-Flut
  • eventuelles unbewusstes Preisgeben von Passwörtern usw.
  • Diebstahl durch Dritte
  • Der gläserne Internetuser.
  • Durch falsches Nutzen(Saufbilder usw.)könnten zukünftige Arbeitgeber ein schlechtes Bild haben.
  • Man hat keine 100%% Gewissheit, ob die Daten korrekt sind oder nicht.
  • Einige vertrauen einem großem Publikum intime details an, ohne darüber nachzudenken.
  • Ersatz für normale menschliche Begegnungen
  • Fakeaccounts
  • Gefährdung des Datenschutzes, der Nutzer wird gläsern
  • Ich sehe die Gefahr für Kinder/Jugendliche, denen die das wie eine reale, fassbare Welt vorkommt... ist es aber nicht.
  • Ich sehe primär keine Gefahren, da ich meinen Auftritt so gestaltet habe das er mir eher positiven beruflichen Nutzen bringt!
  • Ja, da strotz hohem Sicherheitstandart privates oft an unbeteiligte kommt
  • Jeder kann jederzeit z.T. private Daten ersehen und nachvollziehen, wer sich wo wann aufhält - damit werden Straftaten erleichert, wenn sie auf eine best. Person abzielen.
  • Keine Bilder einstellen
  • Man bekommt zu viel Werbepost
  • Missbrauch privater Daten
  • Missbräuchliche Verwendung von eingestelltem Content
  • Mobbing
  • Auskünfte für zukünftige Arbeitgeber, die positiv und auch negativ ausfallen können
  • Veröffentlichung von privaten Detail, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind
  • Nutzer veröffentlichen zu viele private Daten.
  • Beruf kann durch z.B. veröffentlichte peinliche Fotos negativ beeinflußt werden.
  • Persönliche Informationen sind leicht zu bekommen. Die des "Gläsernen" Menschen besteht
  • Preisgabe von intimen Informationen und sehr privaten Bildern
  • Spam
  • Daten können nicht gelöscht werden und sind noch Jahre später im Internet zu finden.
  • Unwissenheit vieler Menschen.
  • Verbreitung privater Daten an Dritte
  • Datenklau
  • Datenverkauf...
  • Versteckte Perverse!
  • Wenn die falschen Inhalte veröffentlich werden, kann dies negative Auswirkungen auf den Beruf haben.
  • Viele leute geben im Internet zu viele Informationen über sich preis. Dies kann für illegale Machenschaften genutzt werden
  • Zukünftige Arbeitgeber könnten Infos aus sozialen Netzwerken zu einer Persönlichkeitsakte zusammenstellen.
  • Zuviel Sorglosigkeit mit dem Umgang mit privaten Daten, sowohl vom Nutzer als auch vom Betreiber der Netzwerke.
  • Zuviel private Daten können in den Umlauf gelangen
  • das man zu viel von sich preis gibt und diese infromationen in die falschen hände geraten
  • das zukünftige Arbeitgeber durch mein Onlineprofil über mich vor schnell Urteillen
  • keine höchstens Spam, wenn man E-Mail-Adressen angibt. Ansonsten darf jeder gerne alles sehen, was ich angebe :-)
  • keine Privatsphäre
  • veröffentlichung eines negativen Bildes


Frage 13. Wenn du Gefahren siehst, wie gehst du mit ihnen um?

  • 2x überlegen, was man wo postet. ;)
  • Account entfernen lassen
  • Angaben sehr allgemein halten
  • keine persönlichen Daten einstellen, die bspw. den beruflichen Werdegang beeinflussen
  • Daten (so weit man es selber beeinflussen kann) schützen (nur für Freunde sichtbar etc.)
  • Die Menge der angegebenen Daten gering halten. Keine Fremden als Freunde vernetzen.
  • Eigenverantwortlichkeit mit privaten Daten üben.
  • Gefahren nach Möglichkeit auf ein Minimum reduzieren
  • Ich Versuche sie größten Teils zu meiden.
  • Ich achte darauf welche Informationen ich im Netz veröffentliche.
  • Keine peinlichen oder zu persönliche Fotos veröffentlichen.
  • Ich begleite meine Kinder bei der Nutzung und erstelle Regelungen (Anfang, Ende, Zeitumfang)
  • Ich nutze StudiVZ nur noch sehr wenig und stelle keine eigenen Bilder ein.
  • Ich nutze sie erst gar nicht. Ebenso wie keine Payback oder sonstigen Werbemist nutze. Paranoia zahlt sich hier langfristig aus. :-)
  • Ich schmeiße die Werbepost ungelesen in den Müll
  • Ich stelle weder Fotos noch private Infos ein.
  • Ich trage nahezu keine privaten Daten ein
  • Ich versuche die veröffentlichten Informationen auf ein Minimum zu reduzieren.
  • Ich versuche diese Gefahren so gut es geht zu vermeiden (gesunder Menschenverstand). Bisher bin ich damit sehr gut gefahren.
  • Ich würde nur solche Daten einstellen, von denen ich möchte, daß sie öffentlich wahrgenommen werden, z.B. weil ich Reaktionen und Kontakte zu bestimmten Themen wünsche.
  • Ignorieren!
  • Möglichst wenig privates frei geben.
  • Nur das nutzen oder Einstellen was nicht zu unbedingt so schlimm ist wenn es ein dritter sind oder mitbekommt
  • PC ausschalten, Menschen treffen
  • Privatsphäre entsprechend einstellen.
  • Profil löschen
  • Wenn ich denke, eine Netzwerk ist unseriös, melde ich mich erst gar nicht an. Die Foren, in denen ich schreibe, sind zugangsgeschützt. In anderen gebe ich keine privaten Daten preis.
  • gar nicht erst machen
  • ich reduziere die Daten auf das Notwendigste, verände meinen Namen durch Sonderzeichen
  • ich versuche, mein profil nur für bekannte einsichtbar zu halten und stelle nicht alles (besondere Fotos) dort rein
  • immer alles kritisch hinterfragen
  • keine oder sehr wenig persönliches einstellen
  • Mobbinfälle und Fotos melden und entfernen lassen
  • nehme nicht an Social Networks teil
  • nehme sie hin in der Hoffnung das sie mich vielleicht nicht treffen.
  • Keine privaten Daten im Internet einstellen bzw. an ganz wenigen Stellen und nur wenn notwendig...
  • nicht anmelden!!
  • nicht zu viele private sachen online zu stellen
  • im schlimmsten fall plattform verlassen
  • nix :o)
  • trete aus
  • wenns ernsthafte gefahren wären, würde ich soweit gehen, meinen account zu löschen.


Frage 14. Sonstige Anmerkung

  • Das ein odere andere Portal werde ich wieder verlassen
  • Die Fragebogenfrage ist unklar: Die ersten beiden Antworten meinen ja dasselbe. Es müsste eine Antwort der Art geben: "Ja, und das ist für mich ein Problem." Das wäre dann auch meine Antwort. Ansonsten, viel Erfolg für die Hausarbeit!
  • Grundsätlich finde ich soziale Netzwerke eine gute idee. Es ist einfach "alte" Freunde zu finden und auf einfache art und weise in Kontakt zu bleiben. Natürlich besteht die ständige Gefahr des Missbrauchs der Daten.
  • Ich finde eure Fragen irgendwie nicht ganz so gelungen. Bei den AGB fehlt mir die Antwortmöglichkeit "beinahe ausgetreten"; dann "arbeite" ich nicht im IT-Bereich, studiere aber immerhin Informatik; Beruf hab' und suche ich noch nicht, so dass das, was da im Moment steht, meinen beruflichen Werdegang auch kaum beeinflussen wird. Ob meine Daten an Dritte weitergegeben werden, weiß ich nicht, ist mir aber wurscht! Viel Spaß bei eurer Arbeit - eine "Auswertung" nachher würde mich ja schon interessieren.
  • Keine.
  • Viel Erfolg bei der Studie. Ich hoffe ihr teilt uns die Ergebnisse der Umfrage auch mit :-)
  • Viel Erfolg für die Semesterarbeit!
  • Wichtige Daten wie Telefonnummer oder Kontodaten sollte man natürlich nie im Internet "verbreiten". Ansonsten kann ich mit dem Schrott der per Post kommt leben :-)
  • die Frage mit dem beruflichen Werdegang würde ich mit JA beantworten... leider ohne Wertung!
  • keine
  • personen mit roten haaren und über 300 freunden sollte man in solchen netzwerken verbieten!
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