Cloud Computing Strategie der Firma CISCO

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Namen der Autoren:     Thomas Klamke, Carsten Ungerechts, Swen Vollenbroich
Titel der Arbeit:     Cloud Computing Strategie der Firma Cisco
Hochschule und Studienort:     FOM Neuss

Inhaltsverzeichnis


1 Abkürzungsverzeichnis

AbkürzungBedeutung
ARPANetAdvanced Research Projects Agency Network
EMTExtended Memory Technology
IaaSInfrastructure as a Service
PaaSPlatform as a Service
SaaSSoftware as a Service
SANStorage Area Network
SLAService Level Agreement
TCOTotal Cost of Ownership
UCSUnified Computing System

2 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
13-Ebenen-Modell der Cloud-Services
2Cisco Firmenlogo (Quelle: http://www.cisco.com/web/DE/index.html 03.05.2009)
3Logischer Aufbau des 3-Ebenenmodells
4Benutzeroberfläche von WebEx (Quelle: http://sweetrpea.com/images/school/webex.gif 06.06.2009)
5Cisco - Catalyst 6509-V-E (Quelle: http://www.cisco.com/en/US/products/ps9306/index.html 03.05.2009)
6Cisco - Data Center Switch Nexus 7000 (Quelle: http://www.cisco.com/en/US/products/ps9402/ 03.05.2009)
7Cisco - Unified Computing System (Quelle: http://cisco.com 03.05.2009)
8Cisco - UCS 6120XP und 6140XP (Quelle: http://www.cisco.com/en/US/prod/ps10265/ps10276/ucs6100_large_photo.jpg 03.05.2009)
9Cisco - UCS 5108 with 8 Cisco UCS B-Series Blades (Quelle: http://www.flickr.com/photos/25679159@N03/page5/ 03.05.2009)
10Cisco - UCS Fabric Extender Module (Quelle: http://www.cisco.com 07.05.2009)
11Cisco - UCS Blade-Server (Quelle: http://www.cisco.com 07.05.2009)

3 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr.Quelle
1Firmenübernahmen durch Cisco von 1993-2009

4 Einleitung

Das Schlagwort „Cloud Computing“ rast mit enormem Tempo durch die Medienwelt. Hersteller, Anbieter, Entwickler und Anwender erleben derzeit einen regelrechten Hype auf diesem offensichtlich neu entstehenden Teil des IT-Dienstleistungsmarkt. Das Bereitstellen, Hosten und Warten von Anwendungen auf überwiegend dienstleistereigener Hardware- und Serverarchitektur sind hier die häufig genantesten Oberbegriffe. Außerdem werden Schlagwörter wie Virtualisierung und Grid Computing aus der verstaubten Mottenkiste geholt und scheinbar nur mit neuen Aufklebern unter dem Label "Cloud Computing" vermarktet[1]. Allerdings ist auch die technologische Entwicklung nicht stehengeblieben. Einige Aspekte sind sowohl Systemressourcen einzusparen als auch gewisse Umweltaspekte bezüglich Energieeinsparungen zu verfolgen[2]. Steigende Anforderungen hinsichtlich System- und Softwareperformance sowie schnellere Bereitstellung von Anwendungen fordern diese Einsparungen und eine gezielte, komprimierte Umsetzung. Das weiterentwickelte Thema der Virtualisierung, des Grid Computings, des Super Computings oder wie auch immer dieser Hype bezeichnet werden kann, soll also erneut verfolgt und durch weiterentwickelte Technologien verbessert eingesetzt werden[3].


Da der IT-Sektor nach den Jahren der Euro-Einführung und Umstellung sowie dem Jahr 2000 Bug eine Zeit der Flaute erlebt hat, scheint es gerade recht, ein neues intressantes Thema zu pushen, mit dem wieder Geld verdient werden kann[4]. In dieser Ausarbeitung wird darauf eingegangen, was hinter diesem Hype steckt und was Cloud Computing, besonders in Bezug auf die Strategie der Firma Cisco, bedeutet. Denn es ist immer noch nicht ganz klar, was Cloud Computing im Detail bedeutet und wann ein wirklicher Grad der Marktreife erreicht werden kann. Aufgrund des Entwicklungsstatus und der Konkurrenzsituation werden nur wenige Informationen preisgegeben. Auch hierzu werden einige weitere Details folgen.


Es stellt sich zunächst jedoch die Frage, ob es sich um eine neue Technologie oder tatsächlich nur um eine weitere Begrifflichkeit für erneut aufgewärmte Virtualisierungsstrategien handelt[1][5]. In den folgenden Abschnitten wird auf die Begrifflichkeiten eingegangen und an der ein oder anderen Stelle der Versuch einer Definition unternommen. Derzeit werden verschiedenste Strategien der Mitbewerber entwickelt. Einer dieser Anbieter mit eigener Cloud Computing Strategie ist die Firma Cisco.


Um einen Einblick in Ciscos Marktpräsenz und das vorhandene Portfolio zu erlangen wird nach dem einleitenden Abschnitt "Grundlagen des Cloud Computings", eine historische Darstellung der Unternehmensgeschichte gegeben. Dies verdeutlicht Ciscos Stellung im und die Bedeutung für den Markt. Aufbauend auf dieses Fundament wird dann die von Cisco formulierte Strategie "Data Center 3.0" und der Zusammenhang mit "Cloud Computing" näher erläutert. Die von Cisco im Blick auf Cloud Computing angewendete Vorgehensweise wird anhand des Beispiels "Unified Computing System" verdeutlicht. Weiterhin werden die verschieden firmeneigenen Hardwaretechnologien genannt, in den Gesamtkontext eingebettet und eine abschließende Bewertung vorgenommen.


Es wird zudem die Fragestellung behandelt, ob Cisco nur Trittbrettfahrer mit alten Technologien sind oder mit ihrer Produktstrategie Wettbewerbsvorteile schaffen können und sogar als richtungweisende Pioniere ins neue Zeitalter des Cloud Computing eintreten. Dazu analysieren wir die Marktsituation und zeigen eine mögliche Marktakzeptanz auf. Eine denkbare Möglichkeit wäre es, dass die bisher beschrieben Ansätze in eine falsche Entwicklungsrichtung laufen und die entsprechenden Zielgruppen nicht für sich gewonnen werden können. Außerdem soll in der Bewertung am Ende dieser Ausarbeitung verdeutlichen, mit welchen Mitteln und Möglichkeiten Cisco den Weg beschreitet, den aktuell so viele Firmen gehen.


Als abschließendes Fazit wird die zuvor erläuterte Strategie eingeordnet und hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und bisheriger Umsetzung der Hardwarestrategie bewertet. Im Fokus steht hierbei die Frage: "Warum kann sich Cisco mit seinen Produkten und seiner Strategie von den anderen Unternehmen abheben und aus welchem Grund ist dies erfolgsversprechend?".

5 Grundlagen Cloud Computing

Cloud Computing soll den allgemeinen Aufbau der IT komplett verändern. IT-Umgebungen sollen flexibler angepasst und billiger betrieben werden können. Aus diesem Ansatz heraus entsteht heute eine Weiterentwicklung bestehender Technologien, die dadurch ein neues Marktsegment eröffnen. Es ist zu Anfang wichtig zu verstehen, dass Cloud Computing nicht vorhandene Dienste und Dienstleistungen unterstützen, sondern diese komplett ersetzen sollen. So werden zusammenhängende Netze unterschiedlichster Prozesse und Anwendungen, die bisher womöglich auf einer Vielzahl angemieteter, auf der Welt verteilter Server betrieben wurden in die Wolke verlagert und auf virtuellen Servern betrieben und darüber auch auf simple Art und Weise autorisierten Usern zugänglich gemacht.


Jedes an diesem Segment teilnehmende Unternehmen legt, zum momentanen Zeitpunkt der technischen Entwicklung, den Begriff Cloud Computing und die damit verbundenen Inhalte für seine Zwecke etwas anders aus. Dies beruht darauf, dass sich jegliche Prozesse, die in der Wolke ablaufen sollen gerade in der Entwicklungsphase befinden[1]. Mit Veröffentlichung neuer Unternehmensstrategien füllt sich die virtuelle Wolke nach und nach mit Inhalt.


Abb.1 3-Ebenen-Modell
Abb.1 3-Ebenen-Modell

Von kompletten Software-Paketen bekannter Standard-Software bis hin zu vollständigen Betriebssystemen sollen Applikationen künftig über einen Webbrowser angesteuert und genutzt werden können[6]. Die Hardware Infrastruktur scheint jedoch bei allen Unternehmen in ähnlicher Weise aufgebaut zu sein. Diese wird am 3-Ebenen-Modell, das in der Abbildung 1 dargestellt wird, näher erläutert, welches die 3 logischen Ebenen unterschiedlicher Services in der Wolke zeigt. Kurz beschrieben handelt sich im Folgenden um On-Demand-Software, die über On-Demand Hardware bereitgestellt werden kann. Diese Services stehen jedoch in keiner Abhängigkeit. So kann z.B. Software „gemietet“ werden, ohne das Hardware „gemietet“ wird und umgekehrt.


Das Fundament dieses Modells bietet eine äusserst leistungsstarke Hardware-Infrastruktur, deren Vermietung die IaaS-Ebene (Infrastructure as a Service) darstellt. Diese soll künftig Serverlandschaften einzelner Unternehmen ersetzen und in der Regel beim Cloud Computing-Dienstleister stehen. Die zusammengefassten Serverlandschaften werden virtualisiert auf diesen nach neusten Technologien konzipierten Infrastrukturen dargestellt. Diese Infrastruktur kann ebenso wie die anderen Ebenen zur Vermietung bereitgestellt werden.


Die mittlere, sogenannte PaaS-Ebene (Platform as a Service) ist als Plattform zu verstehen, auf der Entwickler unter anderem Ihre Programme und Anwendungen schreiben können. Auf dieser Ebene wird aber auch die Software betrieben, die in der obersten Ebene verwendet wird. Auch diese wird als Dienstleistung zur Verfügung gestellt. Es werden hier also keine Enduser-Anwendungen bereitgestellt sondern komplette Arbeitsumgebungen.


Die obere SaaS-Schicht (Software as a Service) stellt die Anwendungen dar, die auf den Plattformen der PaaS-Ebene betrieben werden. Neben ERP- ,CRM- und SCM-Anwendungen kann auch jegliche sonst denkbare Anwendungssoftware auf dieser Ebene angeboten werden[7]. Anders als beim herkömmlichen Modell, bei dem der Kunde eine Software kauft und auf eigenen Servern betreibt wird diese hier vermietet und ist durch die Nutzung über einen Webbrowser in der Regel Plattformunabhängig[2].


Cloud Computing ist aktuell eher noch als Marketing-Begriff zu verstehen[8]. Zwar steht die grundlegende Infrastruktur fest, doch kann sich noch kein potentieller Kunde eindeutig etwas darunter vorstellen. Klar ist, dass Cloud Computing als eine virtualisierte Bereitstellung von Hard- und Software verschiedenste Prozesse zusammenfassen soll.


Durch diese Virtualisierung wird der Umfang der in den Rechenzentrum der Unternehmen bereitgestellten Server auf ein Minimum heruntergefahren, da man künftig mit einfachsten Mitteln die Chance haben wird, auf alle in der Wolke hinterlegten Daten zuzugreifen. Ebenso soll diese Wolke eine Vereinfachung unter anderem durch zentrale Lagerung aller Geschäftsprozesse und sehr schneller Datenverfügbarkeit bieten.


Die grundlegenden Voraussetzungen für die Nutzung von Cloud Computing Diensten sind lediglich ein Internetbrowser sowie ein, bzw. aus Gründen der Ausfallsicherheit ein zweiter, breitbandiger Internetanschluss mit geringen Latenzzeiten und hoher Verfügbarkeit.


Zu weiteren Voraussetzungen gehören Computercluster, Grid Computing und Utility Computing. Ein Cluster stellt mehrere vernetzte Computersysteme dar, die zum einen durch diese Vernetzung die Rechenleistung deutlich erhöhen und zum anderen das Ausfallrisiko der Hardware minimieren. Sollte einer dieser Rechner aus dieser sogenannten „Serverfarm“ ausfallen wird einfach auf einen anderen umgeleitet, sodass die Bereitstellung eines oder mehrerer Services nicht unterbrochen werden muss. Diese Art eines Clusters wird auch als High Availability Cluster bezeichnet.


Prozesse die eine hohe Rechenleistung erfordern bedienen sich eines Grids. Diese bestehen aus weltweit verstreuten, vernetzten Servern, die über standardisierte Bibliotheken miteinander kommunizieren.

Das Utility Computing ist als Online-Service zu verstehen, mit dem Unternehmen Onlinespeicher, virtuelle Server und Software als gebündelte Pakete anbieten.

Zudem wird es "Cloud-basierende Services Hubs" geben, die beispielsweise Billing, Administration und andere ergänzende Dienste zur Verfügung stellen[3].


Cloud Computing scheint also dadurch keine Revolution zu sein, sondern eher den Charakter einer Evolution zu besitzen. So bedient sich Cloud Computing vorhandener Technologien und entwickelt diese hinsichtlich Hardware, Virtualisierung und Managebarkeit weiter.


Kürzlich wurde dem Cloud Computing das Social Computing für Unternehmen hinzugefügt. Dies bedeutet dass Systeme wie Web Conferencing, Wikis und Blogs, die hauptsächlich der Kommunikation dienen ebenfalls in die Wolke mit eingerückt wurden. Ebenfalls hinzugefügt wurden bereits etablierte kollaborative Geschäftskommunikation wie Projektmanagement, Office Suites, White Boards, Kalender-, Management- und Verwaltungsanwendungen.


Es wird deutlich, dass sich die Definition von Cloud Computing stetig im Wandel befindet. Dies ist dennoch normal, da sich die kompletten Prozesse gerade in der Entwicklungsphase befinden. Jedes an diesem Hype teilnehmende Unternehmen ergänzt Cloud Computing gerade um den Teil, der benötigt wird und definiert Cloud Computing in diesem Moment zumindest für sich selber neu.


5.1 Buzzword Competition

Viele der führenden IT-Unternehmen benutzen den Begriff Cloud Computing als Platzhalter für neue innovative Ideen die viel versprechen aber sich nicht eindeutig klassifizieren lassen. Einige dieser Begriffe die immer wieder synonym für Cloud Computing benutzt werden, haben eine genau so geringe Aussagekraft und bieten viel Raum zur Spekulation. Grid Computing und Unified Computing werden also bedeutungsgleich verwendet obwohl die Bedeutung im einzelnen oft nicht eindeutig ist. Im folgenden Abschnitt haben wir versucht diese sogenannten "Buzzwords" eindeutig zu definieren und den Unterschied zu verdeutlichen:


  • Grid Computing
Grid Computing ist eine besondere Form des Zusammenschlusses von Rechnern zur Bearbeitung verteilter Anwendungen innerhalb eines einzelnen Netzwerkes oder im Internet (offener Verbund). Durch die Einrichtung eines Gridsystems können zum Beispiel alle Rechner einer Unternehmensabteilung zur Bearbeitung extrem rechenintensiver oder speicherplatzhungriger Aufgaben herangezogen werden, ohne dass dies für den einzelnen Anwender direkt wahrnehmbar ist. Das Grid verhält sich dabei wie ein sehr großer Computer (Supercomputer) mit einer Vielzahl von CPUs mit jeweils eigenem Speicher. Die, den Grid-Systemen, zugrunde liegende Architektur wurde unter anderem von Ian Foster entworfen, der das Prinzip der Open Grid Service Architecture (OGSA) veröffentlichte.


  • Utility Computing
Beim Utility-Computing geht es um eine verbrauchsabhängige Abrechnung von IT-Services. Dabei stellt der Service Provider die für einen Kunden erbrachten IT-Servicedienste in Rechnung. Es kann sich dabei um die Anmietung von Speicherplatz oder Rechenleistung handeln, um anwendungsabhängige Berechnungen oder die Bereitstellung von sicherheitsrelevanten Diensten. Ebenso wie das Cloud-Computing bietet das Utility-Computing diverse IT-Dienstleistungen wie die Skalierung von Rechenleistung, die Servervirtualisierung bei der einer Applikation immer ein freier oder weniger ausgelasteter Server zugeteilt wird, optimale Dienstgütevereinbarungen in denen die Kosten und die Dienstgüte festgelegt sind, und vor allem nutzungsorientierte und transparente Kosten, die den einzelnen Bereichen zugeordnet werden können.


  • Virtualisierung
Das derzeit häufig verwendete Schlagwort umschreibt in der Regel den parallelen Einsatz mehrerer Betriebssysteme auf einem Rechner. Es bezeichnet Methoden, die es erlauben, Ressourcen eines Computers (insbesondere im Server-Bereich) zusammenzufassen oder aufzuteilen. Dies wird zum Beispiel durch die Emulation eines kompletten PCs, inklusive virtueller CPU und Festplatte, oder Aufteilung vorhandener Ressourcen, bei denen die Betriebssysteminstanzen auf der Host-Hardware laufen, umgesetzt. Im Serverbereich ist darüber hinaus auch Virtualisierung auf Hardwareebene eine gängige Methode.

5.2 Ziele

Das wirtschaftliche Ziel von Cloud Computing zeigt sich in einer hohen Flexibilität bei geringeren Kosten und Risiken im Vergleich zum eigenen Rechenzentrum. Gerade Startup Unternehmen, die noch kein eigenes Rechenzentrum besitzen oder eine relative kleine IT-Infrastruktur betreiben und vor der unternehmerischen Entscheidung Neuanschaffung von Hardware oder Anmietung von Diensten stehen, können so die in den Cloud-Diensten vorhandene Infrastruktur mit neuster Hardware-, Software- und Netzwerkausrüstung nutzen, und mit sehr geringen internen IT-Ressourcen und ebenso geringen Betriebskosten an den Markt gehen.


Cloud Computing bietet die Verfügbarkeit von leistungsstarken IT-Kapazitäten zu sehr geringen Kosten pro User und Anwendung. Im Vergleich zur herkömmlichen Variante mit unternehmenseigenem Server bzw. Serveranbieter schneidet das Cloud Computing deutlich günstiger ab.


Risiken wie Kapitalbedarf, Implementierung, Betrieb und Wartung für das Unternehmen werden deutlich verringert und besser kontrollierbar. Aufgrund des einfachen Zugangs zum Anbietereigenen Server und den darauf vorinstallierten Anwendungen muss seitens des Unternehmens kein Risiko bzgl. der Verfügbarkeit von Anwendungen mehr bedacht werden. Die gesamte Wartung des Servers erfolgt durch den Anbieter.


Ein weiteres Ziel ist die Senkung der IT-Betriebskosten und den sogenannten Total Costs of Ownership. Der Kapitaleinsatz der Unternehmen entfällt weitgehend. Zudem verringern sich Kosten für technische und personelle Ressourcen.


Die Gemeinkosten der Unternehmen sinken, da die IT-Leistungen nur nach tatsächlicher Inanspruchnahme abgerechnet werden sollen. Dieser Standpunkt ist denkbar dauerhaft zu vertreten. Angesichts der Tatsache, dass Skeptiker trotz der aufsteigenden Innovationschance des Cloud Computing immer noch auf unternehmenseigene Server und auf eine altbewährte IT-Strategie setzen kann hier schon gesagt werden, dass sofern alle rechtlichen Aspekte künftig geklärt sind, Cloud Computing auf Dauer günstiger sein kann.


IT-Kosten sind deutlich besser planbar. Ähnlich wie bei einer Flatrate sind die Kosten für Cloud Computing gegenüber der altbewährten unternehmenseigenen Server-Variante nicht nur günstiger sondern auch deutlich besser planbar. Feste Abonnement-Modelle die Nutzungseinheiten, Größe des Unternehmens oder andere Metriken als Berechnungsgrundlage verwenden unterstützen diese Planbarkeit.


Eigene Server-Kosten für Wartung und Erneuerung der Hard- und Software sinken drastisch. Zu einem gewissen Zeitpunkt bei Nutzung der Cloud Services wäre theoretisch ein Amortisationszeitpunkt im Vergleich zum eigenen Server erreicht. Dennoch fallen beim Cloud Computing diese Kosten für Wartung und Erneuerung der Hardware weg, sodass man die „Dienste in der Wolke“ einfach weiter nutzt, während der Unternehmenseigene Server auch bei Hardwaredefekten repariert werden muss und dadurch zusätzliche Kosten verursacht. Dies kann beim Cloud Computing nicht passieren.


Die Ortsunabhängigkeit spielt ebenfalls eine tragende Rolle. Dieser enorme Vorteil zeigt sich darin, dass zu jedem Zeitpunkt von jedem Ort auf benötigte Daten zugegriffen werden kann. Es ist z.B. bei Geschäftsreisen nicht mehr nötig sein Notebook vorab mit Daten zu füllen, da man von Überall On Demand auf alle benötigten Daten zugreifen kann. Zudem entfallen jegliche Nachfragen zu Statistiken und Übersichten am Unternehmensstandort da jegliche Daten direkt abgerufen werden können. Dies spart nicht nur Personalkosten sondern auch Zeit. Ein Zugang erfolgt über Web via Browser und Web-Services APIs. Insbesondere sowohl mobile Mitarbeiter und Wissensträger als auch Mitarbeiter mit Home Office profitieren von diesem neuartigen System der direkten und unbegrenzten unternehmensinternen Wissenbeschaffung.


Des weiteren werden IT-Aufgaben vereinfacht. Der Cloud Computing-Anbieter betreut fortan Updates, Upgrades, Downgrades sowie neue Releases, laufende Erweiterungen und Fehlerbeseitigungen. Zudem verkürzt sich die Einführungszeit neuer IT-Systeme drastisch, da diese in der Regel auf der Cloud Plattform des Anbieters bereits installiert sind. Die IT-verantwortlichen des Unternehmens klären lediglich noch Beschaffung, Konfiguration und Zugriffsmodalitäten.


Green IT ist hier ebenso ein wichtiger Aspekt. Die umweltschonende Absicht des Cloud Computing ist nicht ausser Acht zu lassen. Ein deutlich geringerer Stromverbrauch sowie ein Rückgang der benötigten Hardwarekomponenten werden angestrebt. Die Virtualisierung ermöglicht es also auf den neu für Cloud Computing ausgelegten Hardwarearchitekturen eine höhere Anzahl an Server laufen zu lassen, als es bisher in einem herkömmlichen Rechenzentrum möglich war. Eine geringere Anzahl an Hardwarekomponenten benötigt weniger Kühlung und auch hierdurch weniger Energie. Anwendungen, die auf verschiedenen Servern verteilt sind können zusammengefasst und auf nur noch einem Server gehostet werden. Folglich wird erneut der Energiebedarf gesenkt.


Zusätzlich wird durch neuartige Hardwarekonzepte eine Emmissionsreduzierung erreicht. Teilweise giftige Stoffe die für die Fertigung von Hardware erforderlich sind, werden durch den geringeren Hardwareeinsatz ebenso reduziert.


Zusammenfassend liegt das Ziel des Cloud Computing also in einer schnelleren Informationsbearbeitung und –beschaffung, sowie in Kostensenkungen in bereits beschriebener Hinsicht. Die Virtualisierung ermöglicht es ortsunabhängig, On Demand und umweltschonender als bisherige Technologien auf alle unternehmenseigenen Daten und Applikationen zuzugreifen, ohne Einbußen in jeglicher Hinsicht der Verfügbarkeit verzeichnen zu müssen[2].

5.3 Potentiale und Grenzen

In diesem Abschnitt werden wir sowohl die wichtigsten Potentiale und Chancen als auch die größten Gefahren und Grenzen von Cloud Computing beschreiben.

Potentiale[9]

  • Kosteneinsparungen der Hardware:
Sämtliche Daten und Programme werden nicht mehr auf einem hauseigenen PC-Arbeitsplatz oder Server abgelegt. Diese werden in die Cloud ausgelagert und von dort bei Bedarf gestartet. Mit Hilfe dieses Verfahrens benötigt ein Rechner weder einen leistungsstarken Prozessor, viel Arbeitsspeicher noch eine große Festplatte, da die Rechenleistung einfach aus der Cloud zur Verfügung gestellt wird. Selbst ein DVD oder CD-Laufwerk für Installationen wird nicht mehr benötigt. Dieses spart somit die Kosten für Hardwareneubeschaffungen (welche in der Regel ca. alle 4-5 Jahre vollzogen werden) ein. Des Weiteren wird die vorhandene Hardware durch die Umverteilung in die Cloud entlastet[10], so dass hier die übrigen Prozesse schneller berechnet werden können.


  • Kosteneinsparungen und Verbesserung der Software:
Software, die aus der Cloud zur Verfügung gestellt wird, ist immer auf dem neuen Stand und hat somit immer das neuste Update. Somit fallen einerseits zeitaufwendige Installationen auf dem Server/Client andererseits entstehende Kosten für den Bezug von Softwareupdates weg. Viele Experten sind der Meinung, dass in ein paar Jahren die „geliehene“ Software aus der Cloud günstiger sein wird als die herkömmlich gekaufte Software. Teilweise bieten schon heute viele Unternehmen z.B. Google ihre Software in der Cloud kostenlos an[11].


  • Verbesserung IT-Infrastruktur
Speziell in größeren Unternehmen spart das IT-Management Kosten in der IT-Infrastruktur ein[10]. So müssen keine neuen Server gekauft werden, wenn z.B. infolge einer Firmenerweiterung, mehr Rechenleistung und Speicherbedarf entsteht. Bisher wurde in solchen Fällen in neue leistungsstarke Server investiert. Mit Hilfe der Cloud kann die benötigte Rechen- und Speicherressource einfach hinzugekauft oder hinzugemietet werden ohne dass an der vorhandenen Hardware etwas hinzugefügt wird.


  • Mehr Speicherplatz
In der Cloud hat man eine nahezu unbegrenzte Festplattenkapazität. Verglichen mit einem heutigen Desktop-PC, dessen Festplattenkapazität in der Regen zwischen 200 – 350 Gigabyte liegt, ist die in der Cloud zur Verfügung gestellte Kapazität von mehr als 1.000.000 Gigabytes ein sehr kleiner Teil. Ein weiterer Kostenfaktor ist hier, dass man nur den Speicherplatz zahlt, den man auch wirklich braucht. Sollte die Grenze des gemieteten Speicherplatzes erreicht werden, so können einfach weitere Ressourcen an Festplattenspeicher hinzu gemietet werden.


  • Erhöhte Sicherheit
Daten werden herkömmlicherweise bei einem Arbeitsplatz-PC auf einer Festplatte gespeichert. Sofern sie nicht redundant als Sicherheitskopie auf einer 2. Festplatte gespeichert werden, würden die Daten bei einem Crash der Festplatte verloren gehen. In der Cloud werden die Daten automatisch mehrfach abgespeichert, so dass ein Verlust so gut wie ausgeschlossen werden kann. Selbst wenn der Arbeitsplatz-PC des Anwenders abstürzt und dieser gerade ein Dokument bearbeitet hat, so bleibt das Dokument in der Cloud auf dem letzten Stand bestehen und kann später jederzeit weiterbearbeitet werden.


  • Kompatibilität
Ein großes Problem der heutigen Zeit ist die Kompatibilität hinsichtlich der verschiedenen Betriebssysteme und Programme. So ist es heutzutage nur bedingt möglich ein Windowssystem mit einem Mac- oder Linuxsystem zu verbinden. In einer Cloud spielt das Betriebssystem keine Rolle mehr, da innerhalb der Cloud alle Dokumente das gleiche Format haben. Gleiches gilt aber auch innerhalb eines Systems. Bestes Beispiel liefert hierzu Microsofts Office Applikation. So können Dokumente, welche mit einer aktuellen Word-Version erstellt wurden nicht ohne weiteres von einer älteren Version geöffnet bzw. bearbeitet werden. Dieses Problem besteht aufgrund der Gleichheit der Dokumente in der Cloud nicht mehr.



Grenzen[12]

  • Internetverbindung
Um die verschiedenen Service-Funktionen des Cloud Computing nutzen zu können, bedarf es grundsätzlich einer Anbindung ins Internet. Diese sollte auch möglichst eine hohe Bandbreite haben, da viele Daten beim Cloud Computing ausgetauscht werden. Sollte man nur über eine langsame Internetverbindung verfügen kann es sein, dass das Öffnen von Programmen oder Abrufen von Dokumenten lange dauert, oder schlimmstenfalls bei totaler Auslastung der Internetleitung gar unmöglich ist. Ferner muss sich das Unternehmen überlegen, ob nicht eine redundante Internetverbindung eingerichtet wird. Denn falls einmal der Provider des Anbieters oder der Internetknotenpunkt ausfällt, so hätte man keinen Zugriff mehr auf Daten oder Programme aus der Cloud und somit im schlimmsten Fall Stillstand im Unternehmen.


  • Langsame Programme
Selbst bei einer schnellen Internetverbindung kann es sein, dass das web-basierende Programm langsamer laufen als vergleichbare Programme, welche direkt auf dem Arbeitsplatz-PC installiert sind. Dies liegt im Grunde daran, dass das gesamte Programm vom Interface bis zu den momentan bearbeiteten Dokumenten ständig in Echtzeit in die Cloud geschickt wird und von dort auch wieder zurückgesendet werden muss, damit immer die aktuellste Version in der Cloud vorliegt. Was passiert, wenn zum Zeitpunkt des Zugriffs der Server des Anbieters eine Datensicherung auf dem Server durchführt? Auch hierdurch könnte eine Verzögerungen erzeugt und der Abruf verlangsamt werden.


  • weniger Features
Heutzutage sind bereits einige web-basierte Programme im Einsatz. Der große Vorteil hierbei ist, dass man keine Installation mehr benötigt, da dass gesamte Programm über einen Internet-Browser zu bedienen ist. Das Programm selber läuft dann über einen externen Server der beim jeweiligen Anbieter steht. Jedoch hat diese Einfachheit auch einen Nachteil. So können z.B. nicht alle Features der Installations-Version im Webbrowser integriert werden. Ein gutes Beispiel liefert Google mit Google-Presentations im Vergleich zu Microsofts Power-Point. Die Basisbedienelemente sind bei beiden Applikationen gleich, jedoch bietet Power-Point eine Vielzahl von Einstellungen und Möglichkeiten, die eine Präsentation einfacher und besser gestalten lassen, auf die man bei der web-basierenden Version verzichten muss.


  • Sicherheitslücken
Das wohl größte Problem des Cloud Computing ist die Datensicherheit. Wie sicher sind meine Dokumente in der Cloud? Besonders wenn es sich bei diesen Daten um vertrauliche Dokumente wie z.B. Krankenakten handelt. Zwar wird von den Anbietern der Service-Clouds eine gewisse Sicherheit angeboten[10], da es aber noch keine wirklichen Tests hierzu gibt, bleibt eine gewisse Skepsis beim Endkunden nicht aus.


  • Verfügbarkeit
Was passiert wenn Daten in der Cloud verloren gehen? Dies sollte zwar aufgrund der Backupsysteme in der Cloud nicht passieren, aber 100%ige Sicherheit kann hier vom Anbieter auch nicht offeriert werden[13]. Es müsste also doch noch ein altbekanntes Backup im Unternehmen durchgeführt werden, welches dann aber wieder eine gewisse Hardware voraussetzt. Und selbst eine offerierte Verfügbarkeit der Daten von 99% kann für große Unternehmen zum Problem werden, da eine Nicht-Verfügbarkeit von 1% einem Zeitraum von ca. 40 Stunden entsprechen würde.

6 Grundlegendes über Cisco

Cisco Systems, Inc. mit Hauptsitz in San Jose (Kalifornien) ist mit 39,55 Milliarden US-Dollar Umsatz (29. Juli 2007)[14] weltweit führender Anbieter von Networking-Lösungen.

Abb.2 Logo der Firma Cisco
Abb.2 Logo der Firma Cisco

6.1 Geschichtlicher Hintergrund

Die Geschichte von Cisco Systems begann 1984. Das Wissenschaftler-Ehepaar Leonard Bosack und Sandy Lerner, beide an der Stanford-University tätig, suchten nach einer Möglichkeit die Computernetze ihrer beiden Institute auf dem Campus zu verbinden. Lerner betreute die Rechner der Business School und Bosack war für das Computersystem des Computer Science Department verantwortlich. Die Computernetze der beiden Institute waren - wie damals üblich - vollständig voneinander getrennt. Im ARPAnet, dem Vorläufer des Internets, gab es zwar vereinzelt Netzverbindungen, doch benötigte man hierfür spezielle, teure Knotenrechner, über die die Universität nicht verfügte. Zur Lösung ihres Problems entwickelten die beiden Wissenschaftler im Jahre 1985 den ersten Router der Welt. Das Bahnbrechende ihrer Idee: Daten konnten sich ihren Weg durch ein Netzwerk selbst suchen. Für das Internet, das damals noch in den Kinderschuhen steckte, war dieses Funktionsprinzip ein entscheidender Meilenstein. Denn auch ohne direkte Leitungsverbindung konnten sich von nun an lokale Computernetze zu Netzwerken höherer Ordnung zusammenschließen. Mit Hilfe dieser Technik konnten sie jetzt nicht nur untereinander in Kontakt treten, sondern die gesamte Stanford-University vernetzen.


Vom Potenzial der Router-Technologie überzeugt, gründet das Ehepaar noch im selben Jahr die Firma Cisco Systems. Der Name bezieht sich auf die letzten beiden Silben von San Francisco, wo das Unternehmen angemeldet wurde. Passend dazu zeigt das Firmenlogo ein stilisiertes Bild der Golden Gate Bridge.


Die frühen Jahre von Cisco waren von Heimarbeit geprägt. 1986 gelang Cisco mit der Erfindung des weltweit ersten Multiprotokoll-Routers der Durchbruch. Dieser konnte erstmals Computernetze mit unterschiedlichen "Sprachen" verbinden. Diese revolutionäre Mischung aus Hardware und intelligenter Software sollte sich bald als Standard für Networking-Plattformen auf dem Markt entwickeln. Das Unternehmen wuchs und schon bald bezog man die ersten eigenen Büros in Menlo Park, Kalifornien. Bis in die 90er Jahre hinein erarbeitete sich das Unternehmen einen Ruf als Hersteller von Routern und Hochgeschwindigkeitskomponenten für Netze.


1987 wuchs die Konkurrenz im Netzwerkmarkt. Um den Marktanteil und die Wirtschaftlichkeit ihrer Firma zu sichern, entschieden sich Lerner und Bosack für eine Finanzierung über Risikokapital. Über 70 Kapitalgeber erklärten das Paar für verrückt. Erst Don Valentine, Gründer und Gesellschafter von Sequoia Systems, erkannte das Potenzial von Netzwerk-Technologien. Der erfolgreichste Risikokapitalgeber der Technologiebranche hatte bereits in Apple und Oracle investiert. Er war bereit, Cisco 2,5 Millionen US-Dollar vorzuschießen. Valentine sorgte für klare Strukturen und eine professionelle Führung des Unternehmens. Mit John P. Morgridge, der zuvor Grid Systems geleitet hatte, stellte er einen erfahrenen Präsidenten und CEO ein. Die Unternehmensgründer Sandy Lerner und Leonard Bosack blieben noch bis Mitte 1990 im Unternehmen und gehörten dem Führungsteam an.


1991 trat John Chambers, welcher vorher mehrere Jahre bei IBM tätig war, der Firma Cisco bei. 1995 wurde er zum CEO und Präsidenten ernannt und begann von da an die strategische Neuorientierung der Firma zu lenken[15]. Statt auf Produkte zielte die Strategie des Unternehmens fortan verstärkt auf in sich abgestimmte Netzwerklösungen. Unter Chambers stieg das Unternehmen zum milliardenschweren Global Player auf. In Deutschland ist die Firma, die 2005 einen Konzernumsatz von 24,8 Milliarden Dollar erzielte, seit 1993 aktiv[15].


Heute ist Cisco der führende Hersteller von Networking-Produkten. Das Portfolio umfasst innovative Hardware und Software für die Vernetzung von Unternehmen und Service Providern sowie Serviceleistungen und Beratung für den Einstieg ins E-Business.

6.2 Marktabdeckung und Position

Cisco ist eines der am schnellsten wachsenden und profitabelsten Computer-Unternehmen aller Zeiten. Zwei Drittel seines Umsatzes erzielt das Unternehmen mit Routern und Switchen. Somit ist man mit einem Markanteil von nahezu 60% weltweit der führende Ausrüster von Netzwerkinfrastruktur. Viele Internet-Backbones sind heutzutage mit Switchen und Routern von Cisco ausgestattet. Aber auch andere Erfolgsbausteine, etwa der millionenschwere Metro-Ethernet-Ausbau in Polen oder das Thema Mobilkommunikation, beispielsweise in Form von Funklösungen für Afrika, lassen die Wachstumszahlen des Unternehmens stetig steigen. Doch die Erschließung neuer geografischer Märkte ist nur ein Baustein des Erfolgs. Schon früh erhob Chambers Investitionen in neue Technologien zum strategischen Prinzip. Bei den zahlreichen Übernahmen der Vergangenheit stand stets das Bestreben im Vordergrund, Produkte mit großem Potenzial auf Zukunftsmärkten zu erwerben. Cisco kaufte fast ausschließlich Technologieschmieden, darunter Firmen wie Linkssys (einer der führenden Hersteller für Heim-Netzwerk-Technologie) und WebEx (Softwareprogramm zur Kommunikation zwischen mehreren Benutzern, welches im Saas-Umfeld eine Rolle spielt). Seit seiner Gründung im Jahre 1984 hat Cisco insgesamt 133 Firmenübernahmen abgeschlossen[16].


Aber Hersteller wie Hewlett Packard haben dem Marktführer schon länger den Kampf in Sachen Netzwerkausrüster angesagt. Aber auch diese müssen sich wohl nun warm anziehen. Denn Cisco wagt sich mit seiner langfristigen Zukunftsvision "Datacenter 3.0" auf in neue Bereiche so wie in das von HP dominierte Server- und Virtualisierungssegment.


Die Frage bleibt zu beantworten, ob sich Cisco mit seiner immensen Marktmacht im Bereich Networking und IP-Telefonie auch im Data Center Umfeld als Key-Player etablieren kann. Falls Cisco es schafft, standardisierte Protokolle zu entwickeln oder zu erzwingen und weitere Hersteller auf den von Cisco in Schwung gebrachten Zug aufspringen, werden wie auch im Netzwerk-Segment viele Hersteller die Techniken versuchen zu imitieren und zu verbessern. Gerade durch den enormen Einfluss, den Cisco durch seine Präsenz in den Rechenzentren besitzt, können die entscheidenden technischen Weichen gesetzt werden. Die beinhaltet unter anderem den sogenannten "Data Center 3.0" Fahrplan, der herstellerunabhängige Protokollstandards vorsieht und auch durchaus ernst zu nehmen ist.


Zahlen & Fakten

Mit der explosionsartigen Zunahme des Einsatzes von Personalcomputern Ende der 80er Jahre investierten Unternehmen mehr und mehr in die globale Vernetzung. Damit stiegen zwischen 1987 und 1989 die Umsätze von Cisco von 1,5 Millionen US-Dollar auf 27,7 Millionen US-Dollar. Der Gewinn im Geschäftsjahr 1989 betrug 4,2 Millionen US-Dollar. Schon im darauf folgenden Quartal wurden 2,5 Millionen US-Dollar erzielt. Am 16. Februar 1990 ging Cisco an die Börse. Ausgegeben für 18 Dollar pro Aktie schloss das Papier am ersten Tag bei 22,25 Dollar. Die Aktie wird am Yorker NASDAQ unter dem Kürzel "CSCO" gehandelt. Heutzutage hat die Aktie einen Wert von ca. 14,00 Dollar.


Im Jahr 2000 war man das Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung und zog damit an IT-Größen wie IBM oder Microsoft vorbei. Gleichzeitig hatte man einen Börsenwert von 555 Milliarden Dollar und war damit kurzfristig das teuerste Unternehmen der Welt. In den folgenden Geschäftsjahren konnte Cisco seinen Umsatz stetig erhöhen, so dass man im Jahr 2008 einen Umsatz von 39,5 Milliarden Dollar erzielte. Das Unternehmen hat derzeit weltweit 65.225 Mitarbeiter [17].

6.3 Kernkompetenzen

Cisco sieht seine Kernkompetenzen als Netzwerkausrüster neben Routern und Switches in den Bereichen Security (Firewall & VPN) und Unified Communications (IP Telefonie & Video-Conferencing). In den letzten Jahren hat man sich in vielen Bereichen stark weiterentwickelt. Stetig war man bemüht sein Portfolio zu erweitern und sich immer den neusten Trends und Technologien anzupassen. Um diesen Trend beibehalten zu können, wurden in den letzten Jahren viele Firmen-Allianzen und Übernahmen getätigt. Zu den aktuell wichtigsten Übernahmen gehören die Firmen Linksys Group [18]. und WebEx, die beide in ihrem Segment als Marktführer hervorgehen. Mit Hilfe der Linksys Group will Cisco auf dem Netzwerkmarkt für private Haushalte und Kleinfirmen Fuss fassen, da man sich bisher eher auf firmenspezifische Netzwerklösungen spezialisiert hat. Seit 2008 wird Linksys nur noch unter dem Namen Cisco geführt. Eine weitere wichtige Übernahme wurde im Jahr 2007 mit der Firma WebEx getätigt. Diese war seinerzeit Marktführer für nachfragegesteuerte Kollaborationsanwendungen und trägt zudem einen entscheidenden Schritt zur heutigen Cloud Computing Strategie der Firma Cisco bei. Ein kleiner Auszug aus der Liste [16] der Unternehmensübernahmen durch Cisco soll einen kleinen Überblick verschaffen:

Datum Firma Technologie
September 1993 Crescendo Corp. Desktop Workgroup Switching
August 1994 Newport Systems Software-basierende Router
Dezember 1994 Kalpana Ethernet Switches
September 1995 Grand Junction Fast-Ethernet-Switches
November 1995 Network Translation, Inc. Adress-Übersetzung/Firewall-Produkte
Januar 1996 TGV Software TCP/IP-Internet- Software
August 1996 Nashoba Token-Ring- Switching
September 1996 Granite Systems Gigabit-Ethernet-Switching-Lösungen
Oktober 1996 Netsys Netzmanagement- und Netzwerkanalyse- Software
Juni 1997 Global Internet Software Group Netzwerksicherheit
Februar 1998 Wheelgroup Netzwerksicherheit
September 1998 Clarity Wireless Corporation Drahtlose Kommunikationstechnologie
Oktober 1998 Selsius Software Netzwerk- Telefonvermittlungen für IP-Telefonie
Dezember 1998 PipeLinks Pionier für SONET/SDH Router, die leitungsvermittelten Verkehr und gerouteten IP Traffic gleichzeitig übertragen.
April 1999 Amteva Technologies, Inc. Anbieter von Middleware-Lösungen zur Vereinheitlichung von Voicemail, Fax und E-Mail über IP-basierende (Internet Protocol) Netzwerke
Juni 1999 Transmedia Communications, Inc. Spezialist für die Media Gateway-Technologie und Voice-over- Packet-Produkte
Juli 1999 StratumOne Communications, Inc. Hersteller von integrierten Hochleistungs-Halbleitern
August 1999 Calista Inc. Lösungen zum Anschluß von Telefonanlagen an eine offene Internet-basierende Infrastruktur
August 1999 Monterey Networks, Inc. Glasfaserinfrastruktur
September 1999 WebLine Communications Software-Lösungen für das Management von interaktiven Kundenkontakten für Dienstleistungen über das Internet und E-Commerce
Januar 2000 Compatible Systems Entwickler von auf Standards basierenden, zuverlässigen und skalierbaren VPN-Lösungen für die Netzwerke von Service Providern
Februar 2000 Growth Networks, Inc. Hersteller von Silizium Konnektoren zur Erhöhung der Übertragungs- kapazitäten in Switches
Mai 2000 ArrowPoint Communications, Inc. Hersteller von Content-Switches zur optimierten Übertragung von Webinhalten
Juli 2000 Komodo Technology, Inc. Enwickler von Voice-over-IP- Anlagen
Juli 2001 AuroraNetics, Inc. Halbleiter-Technologie für Metro-Glasfasernetze mit 10 Gbit/s
März 2003 Linksys Group, Inc. Home Networking
November 2004 Jahi Networks, Inc. Netzwerkmanagement-Lösungen
September 2005 Nemo Systems Entwickler schneller Speicherchips für Netzwerkkomponenten
Juni 2006 Metreos Corporation Anbieter von Lösungen zur Entwicklung und zum Management von IP-Kommunikationsanwendungen
Februar 2007 Five Across, Inc. Führender Anbieter im Marktsegment Social Networking
Februar 2007 Reactivity, Inc. Führender XML-Gateway-Anbieter
März 2007 NeoPath Networks Führender Anbieter von hoch-performanten und skalierbaren Storage-Management-Lösungen
März 2007 WebEx Communications, Inc. Marktführer für nachfragegesteuerte Kollaborationsanwendungen
September 2007 Cognio, Inc. Marktführer und Spezialist für Mobilfunknetzwerk-Technologie
Mai 2007 BroadWare Technologies Inc. Führender Anbieter von IP-basierter Videoüberwachungssoftware
April 2008 Nuova Systems, Inc Start-up Unternehmen spezialisiert auf Data-Center Lösungen
September 2008 Jabber, Inc. Anbieter von Instant-Messaging-Diensten, basierend auf dem gleichnamigen freien Netzwerkprotokoll.
März 2009 Pure Digital Technologies Inc. Pure Digital bietet Video Mini-Camcorder an, die das Aufnehmen und Tauschen von Videos über das Internet revolutioniert haben.

7 Unternehmensstrategie

7.1 Wettbewerbsstrategie

Wie die Technik-Chefin Padmasree Warrior erst kürzlich im Rahmen eines Interviews zum Thema "Cloud Computing" betont hat, fährt Cisco keine "Wir-Auch" Unternehmensstrategie. Ganz im Gegenteil, Cisco entwickelt ganz eigene Ideen und Konzepte, die sich deutlich vom Wettbewerb abheben[19]. Hinzu kommt, dass Cisco nicht zögert interessante und neuartige Technologien sowohl alleine als auch gemeinsam mit Partnern zu entwickeln[20] sowie innovative Technologien fremder Anbieter aufzugreifen und die Firmen, welche diese zukunftsweisenden Technologien entwickeln, aufzukaufen[16] um diese dann in die Gesamtstrategie einzubetten.


Versucht man nun Ciscos Wettbewerbsstrategie in die Wettbewerbsmatrix nach Michael E. Porter einzuordnen, so wird man zunächst feststellen, dass Cisco als Marktführer im Bereich Routing und Switching eigentlich auf eine Differenzierungsstrategie ausgerichtet ist. Es gibt eine relativ breite Nachfrageseite für Produkte aus dem Marktsegment IT-Infrastruktur und Cisco ist in vielen Teilsegmenten Marktführer mit deutlichem Marktanteil. Zusätzlich gibt es nur eine geringe Anzahl von weiteren Anbietern. Durch das überwiegend positives Image, die besonders hohe Qualität seiner Produkte und den hochwertigen Support muss Cisco sich nicht an die Preispolitik der Mitbewerber anpassen und kann seine Preise selber bestimmen. Diese Marktsituation wird als Preisführerschaft bezeichnet die nur auf oligopolistischen Märkten, also viele Nachfrager und nur wenige Anbieter, auftritt. Mit Ihrem breiten technologischen Portfolio und dem wie in Stein gemeißelten Gesetz vom Unternehmens-Präsidenten John Chambers, alle 3 Monate eine neue Technologie zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen, ist Cisco weder Kosten- noch Mengenführer. Viel eher versucht man sich aus der Vielzahl von Unternehmen auf diesem Markt, durch immer wieder neue Innovationen und Ideen, hervorzuheben.


Bei genauerer Betrachtung erkennt man aber, dass Cisco in gewisser Weise auch eine Nischenstrategie fährt. Denn durch die zahlreichen Übernahmen von innovativen und teilweise kleinen Nischenfirmen sowie die damit verbundene Erschließung neuer Märkte, setzt das Unternehmen seine Strategie, eines über die Integration von Nischentechnologien getriebenen Wachstums[15], fort. Damit schafft es Cisco immer wieder neue und bis dahin noch unerschlossene Märkte zu erschließen. Zusammenfassend lässt sich also Cisco als Preisführer mit Differenzierungsstrategie beschreiben, der zusätzlich neue Märkte erschließt und damit auch Kriterien der Nischenstrategie erfüllt.

7.2 Kooperationen und Mitbewerber

Großes Aufsehen hat die aktuellste Produktankündigung von Cisco erregt. Auf der einen Seite aufgrund der Neuartigkeit des vorgestellten Unified Computing Systems. Auf der anderen Seite aber auch, weil Cisco es geschafft hat mit einer Vielzahl von Branchengrößen eine enge Kooperations- und Entwicklungsgrundlage geschaffen haben. Zu den Partnern, die Cisco federführend in das "Unified Computing" Boot geholt haben sind, neben Intel, VMWare und Microsoft auch der Storageanbieter EMC sowie der Hersteller von Managementlösungen BMC Barricade[21]. Jeder dieser Hersteller ist auf seinem Spezialgebiet entweder technologisch führend oder besitzt den größten Marktanteil in dem jeweiligen Segment. Dies wiederum bringt den Vorteil mit sich, dass die jeweiligen Spezialisten aus einem Bereich mit den Spezialisten aus dem anderen Bereich eng zusammenarbeiten können. Zusätzlich wird bei einer solch engen Zusammenarbeit unterschiedlicher Hersteller neben der symbolischen Bedeutung des Schulterschlusses auch aus Sicht der Industriestandards ein wesentlicher Aspekt erfüllt. Sind diese oben genannten Hersteller in der Lage ein System gemeinsam zu entwickeln, das die bisher einzelnen Silos in effektiver Weise zusammenbringt, dann wird das Ergebnis dieser Zusammenarbeit auch als Grundlage für weitere Kooperationen dienen und die damit entwickelten Protokolle als Standards für zukünftige Entwicklungen genutzt werden können.


Aus der Sicht von langjährigen Marktbegleitern stellt sich dieser Umstand als bedrohlich heraus. Denn sowohl HP als auch IBM haben einen großen Anteil im Server-Umfeld und müssen nun Druck von einem aus anderen Bereichen bekannten Mitbewerber, nämlich Cisco, machen. Aus diesem Grund haben sich die Mitbewerber nach anderen Partnern umgeschaut um nicht alleine gegen die geballte Macht an Unternehmen, die Cisco vereinen konnte, zu stehen. Der Trend zeichnet sich ganz klar ab, dass nun auch diese Mitbewerber auf der Suche nach Herstellern sind, die Bereiche anderer Technologien abdecken und damit in die entsprechende Strategie passen.


Mit Ciscos Strategie und der durchgeführten Partnerwahl wurde ein gewisses Qualitätsmerkmal geschaffen. Verschiedene Anbieter, die an Cloud Computing im Allgemeinen und an dem Unified Computing System im speziellen interessiert sind, möchten sich in die Liste der Partner von Cisco einreihen. Dies hat neben dem guten Ruf der Cisco vorauseilt natürlich auch den Grund, dass man technologisch Anschluss gewinnen kann. Außerdem kann es für Unternehmen ein strategischer Aspekt sein, mit Cisco zu kooperieren anstatt sich gegen Cisco aufzustellen.

7.3 Ziele und Zielgruppen

Wenn man das sogenannte "Cloud Computing"-Angebot anderer Anbieter, wie zum Beispiel Google nun mit dem vergleicht was Cisco unter der Bezeichnung "Cloud Computing" versteht, stellt man fest, dass eine andere Käuferschicht im Fokus der jeweiligen Unternehmen steht. Sind für Google neben den privaten Nutzern dieser Angebote auch, zumindest kurzfristig, kleine und mittlere Unternehmen die gewünschte Zielgruppe, so kann man sagen, dass sich für Cisco der Käuferkreis ausschließlich auf Firmenkunden beschränkt. Auf die entsprechenden Hürden für große Konzerne sind wir am Anfang dieser Ausarbeitung weitestgehend eingegangen. Und hier sind vor allem die sogenannten Provider, also die Anbieter von Cloud-Diensten wie sie auf den beschriebenen Modellebenen zu finden sind, sowie die großen Systemhäuser, die diesen Kunden die Lösung implementieren.

Zusätzlich adressiert Cisco auch Firmen, die eigene große IT-Abteilungen besitzen und das entsprechende Potential im Rechenzentrum vorweisen können.

Im Grunde zählen also zu den Kunden von Cisco's Lösung Firmen wie Google, Amazon oder salesforce.com, um nur einige der bekannten Everything-as-a-Serive Anbieter zu nennen. Denn die bisherige Infrastruktur bei den genannten Unternehmen ist häufig heterogen und im Vergleich zu Cisco's Unified Computing System eher schwierig zu managen und zu warten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Rechenzentren der großen Unternehmen, die auf der einen Seite IT-Dienstleistungen anbieten aber auch die Kunden, die andere unternehmerische Schwerpunkte haben, den adressierten Bereich darstellen. Dabei helfen im großen Rahmen die Systemhäuser, die in enger Zusammenarbeit mit Cisco diese Lösungen bei den Kunden platzieren.

7.4 Data Center 3.0

Ciscos allumfassende IT-Strategie sieht vor eine konsolidierte Gesamtstruktur zu schaffen, um so die vorhandenen veralteten Silostrukturen aufzusprengen[22] und in virtualisierte Anwendungs-, Rechenleistungs-, Netzwerk- und Datenverbände zu transformieren. Da auf diese Weise die logische von der physikalischen Plattform getrennt wird, haben Rechenzentren erstmals die Möglichkeit höchst anpassungsfähig auf die wechselnden Anforderungen reagieren zu können. Durch diese enorme Flexibilität erfolgt die Auslastung der vorhandenen Geräte effizienter. Zusätzlich wird stetig, und die Konturen des durchgängig virtualisierten Rechenzentrums sind immer deutlicher zu erkennen, die Anzahl der einzelnen Komponenten reduziert und damit ohne Umweg sowohl Stromverbrauch als auch direkte und indirekte Kosten zur Klimatisierung der Geräte reduziert.


Cisco ist eine der sich am schnellsten anpassenden Firmen weltweit. Wechselnde Anforderungen sowie neue Technologien werden auf ihre Potentiale überprüft, im Bedarfsfall angepasst und in bestehenden Strategien integriert. Eine der großen Strategien ist die Strategie eines konsolidierten Rechenzentrums. Diese Strategie trägt den Namen "Data Center 3.0". Mit dieser Bezeichnung stellt Cisco eine zukunftsorientierte und flexible Vision eines homogenen Rechenzentrums in den Mittelpunkt der Betrachtung. Eine homogene und konsolidierte Infrastruktur bedeutet hier, dass alle wichtigen Bestandteile des Netzwerkes vereinheitlicht von nur einem einzigen Hersteller kommen und somit das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten besser abgestimmt ist. Das Data Center 3.0 beschreibt ein dynamisches, ganzheitliches Zusammenspiel von virtualisierten Anwendungs-, Rechenleistungs-, Netzwerk-, und Datenverbänden also ein durchgängig virtualisiertes Rechenzentrum. Wichtig hierbei ist auch, dass das Rechenzentrum jederzeit mit nur wenigen Handgriffen managebar und erweiterbar sein soll.


Da heutige Rechenzentren höchst heterogen aufgebaut sind und vielfach, sich durch neue Technologien bietende Chancen nicht nutzen können soll eine homogene, konsolidierte, flexible und effiziente Lösung den zentralen Platz im Rechenzentrum einnehmen.


Ein wichtiger Baustein in der RZ-Strategie von Cisco ist das klassische Data Center. Anders als das normale Ethernet-Netzwerk sind die Anforderung im Data Center extrem hoch und es bedarf einer harmonisierten Infrastruktur.


Im Data Center der 3. Generation übernimmt das Netzwerk eine Schlüsselrolle, da es Geschäftsprozesse bedarfsgerecht mit virtuellen IT-Ressourcen versorgt. Es verwandelt Rechenzentren in eine servicezentrierte Hochleistungs-Plattform für alle noch so anspruchsvollen Geschäftsanwendungen [23].


Ziel des Data Center 3.0 ist es, Unternehmen eine leichtere Handhabung ihrer Ressourcen zu ermöglichen. Kosteneffizientere Storage Netzwerke sowie eine erhöhte Datensicherheit und flexible Datenmigration stehen außerdem im Fokus. Die Flexibilität und Geschwindigkeit bei der Bereitstellung von neuen Anwendungen wird erheblich optimiert. Im Data Center 3.0 wird die Komplexität der Infrastruktur reduziert und die Betriebskosten signifikant verringert. Kosten für Netzadapter, Kabel, Strom und Kühlung werden ebenfalls reduziert. Auch der momentan aktuelle Gedanke der "Green-IT" kommt hierbei nicht zu kurz, dann nicht zuletzt verringert die Data Center 3.0-Architektur die Zahl der Einzelkomponenten und drosselt damit sowohl den direkten Stromverbrauch als auch den Kühlungsbedarf – entsprechend weniger CO2 wird in die Erdatmosphäre freigesetzt.

8 Positionierung im Rechenzentrum

Mit seiner starken Ausbreitung im Netzwerksegment und der Philosophie, dass das Netzwerk das Herzstück des Rechenzentrums sei, da dies schließlich alle Geräte im Rechenzentrum berührt und verbindet, hat Cisco einen Standpunkt bezogen von dem aus die Übernahme der restlichen Segmente eines Rechenzentrums mit großem Elan angegangen werden kann. In diese, im vorherigen Abschnitt beschriebene Data Center 3.0 Strategie, fügt sich nahtlos ein weiterer Teilbereich, das Themengebiet Cloud Computing, ein. Ciscos Cloud Computing Vision lässt sich in zwei Ausprägungen darstellen. Zum einen wird ein von Cisco erst kürzlich hinzugekaufter Software-Dienst mit der Bezeichnung WebEx [24] auf dem SaaS-Markt angeboten. Andererseits hat Cisco eine starke Ausrichtung auf die Entwicklung von Hardware und deren Einbettung in bestehende Umgebungen. Der Fokus dieser Studie liegt in dem für Cisco derzeit bedeutenderem Zweig der Entwicklung von Hardwarelösungen und deren Implementierung in bestehende Rechenzentren.


Diese von Cisco entwickelte Cloud Computing Hardware, welche die interne Bezeichnung "Unified Computing System" trägt, wird angetrieben von der Frage "Wie lässt sich das komplette Rechenzentrum virtualisieren?"[19]. Um zu verstehen warum Cisco das komplette Rechenzentrum als weiteres Ziel in den eigenen Mittelpunkt gerückt hat obwohl Cisco schon als Netzwerkausrüster mehr als gut aufgestellt ist, muss man wissen, dass es dort insgesamt fünf zentrale Anforderungsgebiete gibt die aus den drei grundlegenden und den zwei erweiterten Bereichen bestehen. Auf diese Begriffe wurde auch schon in den vorherigen Abschnitten, besonders im Abschnitt Data Center 3.0 eingegangen.


Als weltweit größter Netzwerkausrüster hat Cisco also mehr als nur einen Fuß in der Data Center Tür. Allerdings ist Cisco auf die Bereiche Routing und Switching spezialisiert und will sich noch mehr im Rechenzentrum mit den Themen Rechenleistung und Virtualisierung etablieren[25]. Das Unified Computing System wird bei Cisco als ein Baustein angesehen, der als eine Stufe auf dem Weg zur höher gelegenen Rechenzentrums-Strategie gilt. Um diese strategische Ausrichtung nachvollziehen zu können ist es notwendig, näher auf die Begriffe Rechenzentrum und Virtualisierung aber auch auf das Modell der Dienste aus Sicht der Cloud-Dienste Anbieter einzugehen. Im folgenden Abschnitt werden der Ausgangspunkt sowie die verschiedenen Lösungsansätze näher erläutert.


An Rechenzentren werden die unterschiedlichsten Anforderungen gestellt. Viele Anforderungen werden durch firmeneigene Richtlinien aber auch durch staatliche Vorgaben gefordert. Neben der Datenhaltung und Datensicherheit sind Anforderungen wie Hochverfügbarkeit und Datenschutz die zentralen Aufgaben eines modernen Rechenzentrums. Um diese Anforderungen zu erfüllen ist es häufig notwendig eine Vielzahl unterschiedlichster Geräte, welche unterschiedliche Spezialzwecke erfüllen, anzuschaffen und zu betreiben. Zusätzlich muss aus Gründen der Ausfallsicherheit jedes Gerät redundant verfügbar und betriebsbereit sein. Somit wird zum einen die maximale Auslastung innerhalb eines Rechenzentrums begrenzt und zum anderen wird quasi sinnlos Energie verschwendet um Geräte mit Strom zu versorgen, welche den größten Teil der Zeit nicht benötigt werden. Cisco kann mit seinen Komponenten in den Bereichen Routing, Switching, Security (Firewall und Intrusion Prevention), Datacenter Switches sowie IP-Telephonie einen großen Teil im Rechenzentrum abdecken und damit den Anforderungen der Kunden genügen.


Und genau hier sieht Cisco einen Ansatz, eine so genannte konsolidierte Architektur [19] zu schaffen, die es seinen Kunden ermöglicht Energie einzusparen und die Auslastung im Rechenzentrum zu erhöhen. Dies hat allerdings auch den Vorteil, dass andere Hersteller ihren Platz im RZ für Cisco werden räumen müssen. Die fünf entscheidenden Komponenten, die sich nach Ciscos Einschätzung in eine konsolidierte Architektur zusammenfassen lassen, sind die Bereiche Virtualisierung und Computing, also Rechenleistung, Netzwerk, Speicherzugriff und Managebarkeit.


8.1 Cloud Computing Varianten

Abb. 3  Logischer Aufbau des 3-Ebenenmodells
Abb. 3 Logischer Aufbau des 3-Ebenenmodells


Neben der technischen Aufteilung des Rechenzentrums in fünf erweiterte Aufgabensilos lässt sich Cloud Computing, je nach Sichtweise, in drei bis vier logische Ebenen unterteilen. Da es ein allgemeines Problem der standardisierten Begriffe von Cloud Computing gibt, wie im Abschnitt Grundlagen schon beschrieben, ist es an dieser Stelle nicht verwunderlich, dass auch für die unterschiedlichen Sichtweisen kein verbindliches Modell existiert. Das hier zu Grunde liegende Konzept, auf das auch Ciscos Ansatz beruht geht von nur drei logischen Ebenen aus. Diese drei, in dem Modell Layer genannten Ebenen, bilden diejenigen Service-Angebote ab auf denen Cloud-Dienstleister ihren Endkunden die Cloud-Dienste anbieten können. Die Basis des Gesamtmodells stellt die physikalische Hardware dar. Diese Hardware kann auch gleichzeitig als unterste der drei Ebenen genutzt werden. Grundsätzlich bauen die drei Ebenen hierarchisch von unten nach oben aufeinander auf. Jedoch sind Dienstleister die Services einer höher gelagerten Ebene anbieten nicht darauf angewiesen auch die Dienste der unteren Ebenen zur Verfügung zu stellen. Sicher gestellt werden muss nur, dass die genutzte Infrastruktur den Kriterien des Cloud Computings, also Flexibilität, Erweiterbarkeit, Ausfallsicherheit, und den vereinbarten SLAs entspricht. In den drei Service-Ebenen sind je nach Definition auch weitere Unterteilungen möglich. An dieser Stelle werden aber nur die drei Hauptlayer erläutert und deren Abgrenzungen zueinander aufgezeigt.


8.1.1 SaaS

Durch das große Begriffswirrwarr was durch Cloud Computing und die willkürliche Verwendung der Begriffe von Unternehmen entstanden ist, bekommt man häufig nur den Begriff Software-as-a-Service genannt wenn man nach Cloud Computing fragt. Cloud Computing ist aber vielmehr als nur dieser sich größter Bekanntheit erfreuende Bereich. Neben SaaS gibt es wie weiter oben genannt mindestens zwei weitere Ebenen. Und obwohl der Begriff Software-as-a-Service den größten Bekanntheitsgrad aller derzeit angebotenen Dienstleistungen genießt wird dieser häufig nicht korrekt interpretiert. SaaS befindet sich auf dem obersten Layer des logischen Modells, baut also auf der darunter liegenden Schicht auf und stellt einzelne Programme zur Verfügung.


Abb. 4 Benutzeroberfläche von WebEx
Abb. 4 Benutzeroberfläche von WebEx

Neben den wohl bekanntesten SaaS-Applikation von salesforce.com und googleapps hat auch Cisco seine eigene Software im Angebot. Cisco selber hat im Mai 2007 die Firma WebEx, welche mit 2,6 Millionen registrierten Usern weltweiter Markführer bei On-Demand-Collaboration-Anwendungen ist[26], und damit die gleichnamige Kommunikations- und Kollaborationssoftware-Lösung WebEx [27] gekauft und in das Produktportfolio aufgenommen. Das WebEx Meeting Center ist, wie salesforce.com, eine SaaS-Applikation und ermöglicht es den Teilnehmern, sich auf ganz einfache Weise via Internet zu virtuellen Konferenzen mit Kollegen oder Kunden zusammenzufinden. Jedoch ist WebEx der einzige Anbieter der die Zertifizierungen Web Trust und SAS70 erhalten hat. Diese Zertifizierungen werden für vertrauenswürdigen E-Commerce und gesicherte Kontrollen und Schutzmaßnahmen vergeben. Ein Beispiel: Alle Meetings werden verschlüsselt damit sichergestellt ist, dass Sie auch vertraulichsten Meetings unbesorgt durchführen werden können. Einen Vorteil den das mobile Video-Conferencing mit Cisco WebEx Meeting Center mitbringt ist, dass sind Mitarbeiter von Unternehmen flexibler und produktiver werden und dabei zur Reduzierung von Reisekosten beitragen.


Cisco macht hier jedoch nicht halt und bietet bereits weitere Dienste rund um WebEx an, die sich aber eher auf der darunterliegenden Modellebene ansiedeln lassen. So können Teilnehmer über die WebEx-Plattform weltweit Informationen austauschen, Applikationen teilen und gemeinsam an Projekten arbeiten. Zusätzlich zu der von Cisco entwickelten UCS-Lösung die auf der untersten Ebene ansetzt und den Schwerpunkt in Cisco Cloud Computing Strategie bildet, gibt es Bestrebungen seitens Cisco, die eine deutliche Verschiebung des Fokus auf Software-Dienstleistung erkennen lässt.


Zusammenfassend lässt sich aber die SaaS-Ebene als Service-Ebene beschreiben, auf der einzelne aufgabenspezifische Applikationen zur Verfügung gestellt werden, die überwiegend im Rahmen von Zeitverträgen wie pay-per-use abgerechnet werden.

8.1.2 PaaS

Anhand von WebEx lässt sich erkennen wie schwer die Differenzierung zwischen der Plattform- und der Software-Ebene ist. Cisco hat seinen Aktivitäten auf der SaaS-Ebene mit seinem bisherigen Videokonferenzing-System auf die PaaS-Ebene, also der Plattform as a Service Ebene, ausgeweitet. Auf dieser Ebene, dem mittleren Layer, werden Entwicklungs- und Ablaufplattformen für Anwendungsentwickler von Geschäftssoftware, die als SaaS angeboten werden, zur Verfügung gestellt [28]. Nutzer haben damit die Möglichkeit eine Art Baukasten-System zur Erstellung eigener Software zu verwenden. Außerdem stellt die Plattform sozusagen, dass Betriebssystem der Software dar. Im Falle von Cisco kann auf der SaaS-Ebene die Software gemietet werden mit der einzelne Online-Meetings durchgeführt werden und im Vergleich hierzu auf der PaaS-Ebene dass ganze Videokonferenzing-System, mit dem ein erweiterter Funktionsumfang sowie Manage- und Verwaltbarkeit möglich sind.


Die Differenzierung zwischen Plattform und Software ist häufig nicht sehr deutlich zu erkennen. Das eindeutigste Merkmal der Unterscheidung zwischen PaaS und SaaS ist auf Grundlage des Anbieters der Software zu treffen. In der Regel stellen Anbieter von SaaS-Lösungen Ihren Endkunden eine oder wenige Anwendungen bereit. Dagegen sind Unternehmen die PaaS-Umgebungen anbieten hauptsächlich darauf bedacht Programmierer bei der Entwicklung von Applikationen für SaaS-Dienste zu unterstützen bzw. eine Umgebung zu schaffen in der sich die Nutzer selbstständig bewegen und Veränderungen eigenhändig hervorrufen können.


Bekannteste Beispiele für Web-basierte Entwicklungsumgebungen, also ein Plattform-as-s-Service, ist neben den "Google Apps" [29] sicherlich auch die Entwicklungsplattform von salesfoce.com [30]. Hierbei ist ganz klar die deutliche Nähe zwischen Plattform und Software also PaaS und SaaS zu erkennen. Die Anwender haben sowohl einerseits die Möglichkeit bereits fertige Software als Dienst zu nutzen als auch andererseits die Möglichkeit Software zu entwickeln die dann wiederum als Software-Dienst auf der Plattform des Anbieters betrieben werden kann.

8.1.3 IaaS

Infrastruktur-as-a-Service bildet die unterste der drei Service-Ebenen durch die sich Anwendungen bzw. Hardware, so wie auf dieser Ebene der Fall, in die virtuelle Wolke auslagern lassen. Die beiden oberen Ebenen basieren jeweils auf den darunterliegenden Ebenen, so dass als Grundlage die als IT-Infrastruktur bezeichneten Komponenten genannt werden können. Ciscos Augenmerk liegt stark auf dieser Ebene und im besonderen darauf, Anbietern von Cloud-Diensten die entwickelte Hardware schmackhaft zu machen. Denn alle Anbieter von Cloud Computing Services haben das potentielle Problem geeignete Hardware, die den Anforderungen von Cloud Computing gerecht werden, anzuschaffen und effizient zu betreiben. Dies wiederum bedeutet, dass Cisco selbst keine IaaS-Dienste anbietet. Dies steht im Gegensatz zu den beiden oberen Ebenen auf denen Cisco wie bereits erwähnt die Software und Plattform WebEx anbietet. Allerdings kann auf Grund des schnellen Wandels und der stetigen Anpassung an Innovationen auch kurzfristig von Cisco Infrastruktur vermietet werden. Dies scheint jedoch nicht ganz in Ciscos Fahrplan zu passen.

Cisco bietet mit seinem Unified Computing, was wir später noch eingehend kennen lernen, ein System mit dem es Anbieter von Cloud-Services unterstützt. Häufige Formen des Infrastruktur-Outsourcings, das auf dieser IaaS-Ebene von Kunden genutzt wird, sind Datenbackup und -recovery sowie Archivierung und fristgerechte Vernichtung von Firmendaten. Transparent für die Nutzer bleiben Themen wie Management von Netzwerkkomponenten, Monitoring der Hardware und Austausch von Ersatzkomponenten, die auf Anbieterseite aber zum Umfang der IaaS-Leistungen zählen.


Zum Beispiel können sich Kunden einen Server, gemeint ist also erstmal die Hardware als solches, mieten und sich nach Bedarf mit Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität ausstatten lassen. Auf diesem gemieteten Server, kann der Kunde nach seinen eigenen Wünschen Software installieren (lassen) um darauf aufbauend Anwendungen und Dienste für sich oder eigene Kunden im Internet bereitzustellen. Die Nutzer dieser Infrastruktur müssen die Hardware also nicht kaufen sondern nur mieten. Somit fallen, wie bei Mietverträgen üblich, keine Wartungs- und Reparaturkosten an. Außerdem stellt der Anbieter der Hardware sicher, dass die Verfügbarkeit des Systems sehr hoch ist, was sich zum Nutzen der Kunden in SLAs festlegen lässt. Die Anbindung der Hardware an das Netzwerk und die Erreichbarkeit über das Internet kann zusätzlich über Service-Level festgeschrieben werden. Falls der Kunde, auf Grund wirtschaftlichen Erfolgs, einen Zuwachs von Personal zu verzeichnen hat, kann er sich jederzeit einen weiteren Server zusätzlich anmieten, auf dem dann weitere oder die selben Services zur Verfügung stehen können.


Wenn man die einzelnen Ebenen miteinander vergleicht, kann man deutlich sehen, dass für viele denkbare Anwendungsszenarien unterschiedliche Möglichkeiten bestehen. Für kleine Firmen bietet es sich evtl. an einfach nur einen oder mehrere Services zu nutzen, um so den geringsten Kostenaufwand und damit verbunden aber auch die geringste Einflussnahme auf die angebotenen Dienste zu erhalten. Kunden können sich aber auch bei Bedarf etwas mehr gönnen, in dem sie sich eine Plattform mieten, über die Anwendungen erstellt werden können, also die Applikationen auf der SaaS-Ebene. Der Kunde kann seine eigene Software schreiben und diese dann auch auf Grundlage der Plattform als Software nutzen. Somit ist ein größerer Einfluss vorhanden, zusätzlich damit aber auch ein größerer Kostenblock.


Möchten Kunden einfach Ihre Backup- und Archivierung auslagern lässt sich das genauso gut über IaaS abdecken wie wenn der Kunde einen bzw. mehrere skalierbare Server anmietet auf die er den kompletten Zugriff hat und die beiden oberen Services mit abdecken kann.

8.2 Infrastruktur

Die Grundlage aller sogenannten Cloud-Dienste bildet die IT-Infrastruktur die sich in den Rechenzentren der Dienst-Anbieter befindet. Hierbei spielt es zunächst keine Rolle, ob der Anbieter eine Software oder Plattform als Dienstleistung anbietet. Denn das optimale Zusammenspiel der vorhandenen Hardware ermöglicht es erst, dass die beiden oberen logischen Ebenen im Cloud-Computing-Modell virtualisiert dargestellt werden können und ein fehler- sowie verlustfreier Betrieb garantiert werden kann. Kann sich ein SaaS-Anbieter nicht auf die dahinterstehende Hardware verlassen, kann im Fehlerfall großer wirtschaftlicher Schaden entstehen der sowohl Kundendaten als auch Kundenprozesse betrifft. Damit wären mit den Kunden geschlossene SLAs verletzt und ein wirtschaftlicher Schaden entsteht, der um einiges größer ist als eventuelle Anschaffungskosten von geeigneter Hardware.


Die drei wesentlichen technologischen Bereiche der Infrastruktur im Rechenzentrum, welche unternehmenskritische Daten und Anwendungen berühren und somit den höchsten Status an Verfügbarkeit und Sicherheit besitzen sind die Bereiche Server und Storage sowie das Netzwerk. Diese Komponenten werden je nach Priorität redundant ausgelegt und bei Bedarf in geografisch entfernten Rechenzentren betrieben. Gerade als Anbieter von Cloud-Diensten, hierbei spielt die Cloud-Ebene auf der das Unternehmen seine Dienste ansiedelt keine wesentliche Rolle, sind alle Daten und Anwendungen die über die eigene Infrastruktur verarbeitet werden, also die Infrastruktur des Cloud-Anbieters, kritisch und mit höchster Priorität einzustufen. Denn aus Anbietersicht ist davon auszugehen, dass Kunden gerade bei „Cloud Computing“ auch im einfachsten bzw. günstigsten Nutzungs- bzw. Bezahlmodell einen umfassenden Schutz bestehender Daten, deren Archivierung sowie eine ständige Verfügbarkeit des gebuchten Services erwarten.


Um eine ständige Verfügbarkeit der Anwendungen, eine reibungslose Datenarchivierung sowie einen verzögerungsfreien Austausch der Daten gewährleisten zu können ist ein zweiter Blick auf die eingesetzte Infrastruktur notwendig. Die drei oben genannten Bereiche Server, Storage und Netzwerk stehen nämlich nicht losgelöst nebeneinander sondern gerade erst das Zusammenspiel der Bereiche untereinander trägt einen wesentlichen Teil zum unternehmerischen und somit finanziellen Erfolg oder Mißerfolg des Cloud-Anbieters bei. Um also ein bestmöglichstes Funktionieren innerhalb dieser drei unterschiedlichen Bereiche, die häufig durch Komponenten unterschiedlicher Hersteller abgedeckt werden zu erreichen ist es hilfreich Technologien einzusetzen die sich an weltweit definierte Standards halten und einen möglichst geringen Aufwand in Bezug auf Beschaffungs-, Implementierungs-, und Wartungskosten mit sich bringen. An dieser Stelle scheiden sich allerdings häufig die Geister der IT-Verantwortlichen vieler Unternehmen. Denn es kann sowohl einige Vorteile aber auch einige Nachteile nach sich ziehen, wenn man auf ein Gesamtsystem eines Herstellers setzt. An dieser Stelle soll aber nicht auf die Vor- oder Nachteile dieser strategischen Positionierung von Cloud-Computing-Anbietern eingegangen werden. Allerdings wird aus Sicht von Cisco, im weiteren Verlauf, eine Bewertung folgen, die Ciscos Strategie der Alleinherrschaft im Data Center näher beleuchtet.


Genau mit diesem Ansatz, der die moderne Bezeichnung "Data Center 3.0" trägt, greift Cisco die entscheidenden Kriterien auf die zu einem gut funktionierenden Rechenzentrum beitragen und vereint diese in einer Gesamtlösung aus unterschiedlichen Komponenten[22]. Die Data Center Strategie wird schon seit einigen Jahren bei Cisco verfolgt und wird immer konkreter[31]. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Netzwerkinfrastruktur, die bereits erwähnt Ciscos bestes Pferd im Stall ist, Rechenleistung und Virtualisierung, wo sich Cisco nun mit seinem Unified Computing System als Neuling auf ein bereits hart umkämpftes Gebiet begibt, sowie der große Bereich Storage und das häufig vernachlässigte Thema Management. Hierbei ist festzustellen, dass Cisco neben den drei Schwerpunkten zwei weitere Bereiche, nämlich Virtualisierung und Management, aufgegriffen hat, da es nach deren Auffassung weitere zentrale Punkte sind, die notwendigerweise ins Rechenzentrum gehören.


Durch die bereits starke Präsenz, die Cisco in den Rechenzentren der Firmen besitzt [32] unter denen sich auch der ein oder andere potentielle Cloud-Anbieter verbirgt und den breiten technologischen Bereich der durch Ciscos Produktpalette abgedeckt wird, ist also der neue Weg mit einem weiteren Produkt ins Rechenzentrum eindeutig. Allerdings entwickelt und vertreibt Cisco nur die Hardware, von den damit verbundenen Planungs- sowie Realisierungsleistungen einmal abgesehen, und damit die eigentliche IT-Infrastruktur, auf der dann anschließend, bei den Cloud-Dienstleistern, die verschiedenen Cloud-Services betrieben werden. Die kleine Ausnahme, in Bezug auf von Cisco angebotenen Cloud-Computing-Bestrebungen und deren eventuellen Ausdehnung im Software-as-a-Service-Segment, wurde in einem früheren Abschnitt ja bereits aufgegriffen.


8.2.1 Catalyst Serie

An dieser Stelle soll nun ein tieferer Einblick in zwei wichtige sowohl strategische als auch technologische Eckpfeiler in der für Cisco maßgeblichen Data Center Strategie gegeben werden. Neben dem Unified Computing System, welches in einem späteren Abschnitt noch erläutert wird, hat Cisco in dem wichtigen Rechenzentrum-Segment Netzwerkinfrastruktur einige fortschrittliche Produkte entwickelt. Den Beginn machte die, nun langsam in die Jahre gekommene, Catalyst 4500 Modellreihe. Dieses hochentwickelt System wurde in der Modellreihe Catalyst 6500 fortgeführt. Aus diesem Grund wird hier auch nur diese Produktfamilie vorgestellt.

Abb. 5 Catalyst 6509-V-E
Abb. 5 Catalyst 6509-V-E

Mit dieser Serie von modularen Hochleistungsswitchen sollen Cloud-Service-Anbieter die Möglichkeit haben, eine performante Infrastruktur für die Vernetzung der kritischen Komponenten im Rechenzentrum aufzubauen. Diese Switche bilden somit einen Teil der Plattform, die es den Unternehmen ermöglicht sowohl eine hohe Leistungsdichte auf Coreebene sowie eine effiziente Skalierung, Konsolidierung, Zentralisierung und Virtualisierung unternehmenskritischer Data-Center-Services zu realisieren.


Durch die hohe Dichte an Netzwerkanschlüssen und den hohen zur Verfügung stehenden Datendurchsatz, dass über die neusten Supervisor-Engines auf einem solchen System erzielt werden kann, können die verschiedenen Segmente des Data Centers verbunden werden. In die größeren Modellen dieser Baureihe lassen sich bis zu zwei redundante Supervisorengines betreiben, dies stellt allerdings nur auf die Anforderung der Hochverfügbarkeit ab und bietet keine Leistungszuwächse. Ein anderes Redundanzkonzept, dass an dieser Stelle nur am Rande erwähnt bleiben soll, ist das Konzept VSS 1440. In diesem Ansatz eines High-Performance-Netzwerks bilden genau zwei Cisco 6500er mit einer speziellen Supvervisor-Engine ein logisches Gesamtsystem dar, welches sowohl einen enormen Durchsatz von bis zu 1440 Gbps ermöglicht als auch eine hohe Verfügbarkeit garantiert. Gerade dieses Konzept erscheint in Verbindung mit dem Unified Computing System als eine ebenso performante wie robuste Lösung einer Cloud-Computing-Architektur.


Die modularen und leistungsstarken Catalyst 6500 Modelle bieten also zum einen eine enormen Durchsatz von bis zu 1440 Gbps und unterstützen die aktuellen Supervisor-Engines, also die zentralen Steuerungsmodule auf denen das Betriebssystem läuft, die unter anderem das beschriebene neuartige Redundanzkonzept ermöglichen. Das Betriebssystem auf den Supervisor-Engines ist ebenso modular aufgebaut wie das physikalische Chassis, somit können flexibel Anpassungen an die sich stetig verändernden Bedürfnisse vorgenommen werden. Die Leistungsdichte der Netzwerkanschlüsse sowohl auf der Supervisor-Enginge als auch auf den einzelnen optionalen Modulen geht von 100Mbit bis hin zu 10Gbit. Diese Anschlüsse können aber bei Bedarf zu sogenannten Port-Channels zusammengefasst werden um eine noch höhere Bandbreite zu erreichen. Von noch größerem Interesse innerhalb des Rechenzentrums sind die Anwendungsmöglichkeiten die über die optionalen Module verfügbar sind. Neben verschiedenen für das lokale Rechenzentrum weniger bedeutsamen Protokollen und Anschlüssen lassen sich auf den Catalyst 6500er Modellen zusätzlich nur noch Netzwerk über Ethernet betreiben. Das bedeutet, dass mit der klassischen Netzwerkverbindung, sowohl Kupfer als auch Glasfaser, ausschließlich lokale und weitverkehrsnetzwerke miteinander verbunden werden können. Zur Erweiterung dieser Umgebung, mit in Rechenzentren üblichen Storagesystemen, hat Cisco weitere Produkte bereitgestellt, welche die erweiterten Anforderungen erfüllen. Diese werden nachfolgend dargestellt und weiter erläutert.

8.2.2 Nexus Serie

Um also neben Computernetzwerken auch die ebenso bedeutsamen Speichernetzwerke in den gesamten Lösungsansatz zu integrieren und eine homogene Plattform zu schaffen, hat Cisco die Nexus Modellreihe entwickelt. Anfang des Jahres 2008 wurden die neuen Produktreihen Nexus 5000 und Nexus 7000 vorgestellt. Diese neue Produktlinie lässt sich logisch in die so genannte Data-Center-Klasse einordnen und vereint technologisch die oben genannten Storage- und Daten-Netzwerke auf einer einheitlichen Hardware.

Abb. 6 Nexus 7000 Serie
Abb. 6 Nexus 7000 Serie

Diese Produkte verfolgen, genau so wie die beschriebene Catalyst Serie, den Ansatz einer allgemein bezeichneten Unified-Fabric-Architektur die sich, im Rahmen der Data Center Strategie, als ein wichtiges Fundament erweist[31]. Denn durch die Verschmelzung unterschiedlicher Technologien und Anforderungen auf einem homogenen System entstehen entscheidende Vorteile gegenüber den bisher üblichen heterogenen Lösungen.


Die Nexus Serie bietet einige spezielle Merkmale, die sie im Vergleich mit anderen Geräten deutlich hervorhebt. Das mit seinen technischen Merkmalen beeindruckende Spitzenmodell, der Nexus 7000, besticht zum einen durch seine modulare Bauweise und den enormen Switching-Durchsatz von bis zu 15000 Gigabit/s [33] und zum anderen durch die parallele Verwendung grundverschiedener Übertragungsprotokolle wie Ethernet und FibreChannel over Ethernet[34]. Dies ermöglicht geroutete Speichernetzwerke mit Computernetzwerken auf einem System zu betreiben. Die hohe Bandbreite, sowohl bei FibreChannel over Ethernet also auch bei Ethernet sind 10Gbit möglich, die der Nexus zur Verfügung stellt ist noch längst nicht am technologischen Ende angelangt. Ciscos Technologiefahrplan sieht in den kommenden Jahren eine deutliche Steigerung der Bandbreiten von 40Gbit- und 100Gbit-Ports vor.


Neben den erweiteren Funktionen des Betriebssystem NX-OS und der Unified Fabric, welche den Anschluss von Speicher und Datennetzwerken ermöglicht[34], ist auch die Managebarkeit im Vergleich zu den Vorgängern der Catalyst Serien deutlich gestiegen. Ein weiterer Fokus während der Entwicklung lag neben Sicherheitsaspekten wie Hochverfügbarkeit, und Schutz der Investionen also der Erweiterbarkeit und Ausbaufähigkeit, in der Ausrichtung auf Virtualisierung um die Anzahl der Interfaces die im Rechenzentrum benötigt werden zu reduzieren.


Durch Ciscos Konzept des drei-teiligen Netzwerkaufbaus in Core-, Distribution- und Access-Layer (Core, Aggregation und Zugang), wurden für die einzelnen Bereiche unterschiedliche Modelle entwickelt. Die Modeelreihe Nexus 7000 wird im Core sowie Distribution-Layer zum Einsatz kommen, wobei die Nexus 5000 Serie, sich auf die Layer Access und Distribution konzentrieren wird. Technisch unterstützen beide Modellreihen die Unified-Fabric-Architektur und bieten einen ähnlichen Durchsatz. Größter Unterschied ist der Umfang der Modularität und die Anzahl der verfügbaren Ports.

8.2.3 Unified Computing System

In den vorangegangenen Abschnitten wurde der Bereich Networking angesprochen und mit den Modellreihen Catalyst 6500 und Nexus 7000 näher erläutert. Ein weiterer entscheidender Bereich in Ciscos Strategie ist das Segment der Rechenleistung und damit eingeschlossen auch der Teilbereich Virtualisierung

Es gibt bisher nur wenige große Anbieter von Cloud-Diensten. Zu den bekanntesten Vertretern zählen die Unternehmen Google sowie Amazon. Diese bestreiten in Bezug auf der angebotenen Software- und Plattformendiensten zugrunde liegenden Hardware und Infrastruktur, besonders im Vergleich zu Cisco, eine völlig unterschiedliche Herangehensweise. Cisco setzt auf eine geringe Anzahl von sehr leistungsstarken und ebenso flexiblen, erweiterbaren Servern die sich nahtlos in einen Gesamtsystem integrieren lassen und innerhalb dieses Systems einen geringen Managementaufwand benötigen. Um den Unterschied zu den beiden exemplarisch ausgewählten Unternehmen Google und Amazon zu verdeutlichen, soll an dieser Stelle nur kurz deren Vorgehensweise genannt werden. Anstatt Dienste auf eine geringe Anzahl von Hochleistungsservern zu betreiben wird eine viel größere Anzahl von eher leistungsschwachen PCs miteinander über eine intelligente Software miteinander verbunden. Auf die Vor- und Nachteile der beiden Konzepte soll an dieser Stelle aber nicht eingegangen werden. Die Bewertung erfolgt erst in einem späteren Abschnitt.


Abb. 7 Cisco Unified Computing System
Abb. 7 Cisco Unified Computing System


Das sogenannte Unified Computing System ist ein bislang einmaliger Lösungsansatz einer einheitlichen Gesamtstruktur. Unterschiedliche auf einander abgestimmte Komponenten, welche die hohen Anforderungen des Data Centers erfüllen werden mit diesem System vereint. Dies schließt neben der Rechenleistung und Virtualisierung auch das Management sowie die Verbindung von Speicher- und Computernetzwerken mit ein. Dies stellt einen entscheidenden Schritt ins Ciscos Strategie „Data Center 3.0“ dar. Diese einzelnen Komponenten werden nachfolgend genannt und näher beschrieben.


Abb. 8 Cisco UCS 6120XP und 6140XP
Abb. 8 Cisco UCS 6120XP und 6140XP


Das Kernstück des Unified Computing Systems sind die „6100er Fabric Interconnects”. Diese Fabric Interconnects gibt es in zwei Ausführungen und zwar dem 6120XP mit 20 10GBit-Anschlüssen und dem 6140XP mit 40Gbit-Anschlüssen. Beide Modelle sind auf der nebenstehenden Abbildung zu sehen. Auf Grund der standardisierten Anschlüsse in SFP+ Ausführung sind, wie vorhin schon beschrieben, sowohl Ethernet-basierte Netzwerke, also Computernetzwerke die auch als LAN bekannt sind, sowie „FibreChannel over Ethernet“-basierte Speichernetzwerke, auch unter der Bezeichnung SAN oder Storagenetzwerke bekannt, möglich. Die Fabric Interconnects stellen also einerseits die high-speed Netzwerkverbindung zu den angeschlossenen Chassis und damit den Blade-Servern, auf die beide später noch eingegangen wird, her andererseits bildet ein Fabric Interconnect eine einzige Managementdomäne, in Abhängigkeit der Bestückung an Blade-Servern, für bis zu 320 Server. Somit können bis zu 40 Blade-Server-Chassis logisch und physikalisch miteinander verbunden werden. Zusätzlich ist es möglich über die einheitlichen Anschlüsse und die implementierten Protokolle, sowohl Computer- als auch Speichernetzwerke anzubinden. Auf dem Fabric Interconnect ist die Management Software implementiert, der Cisco UCS Manager, über die sich die angeschlossenen Blades verwalten lassen.


Abb. 9 Cisco Unified Computing System 5108 with 8 Cisco UCS B-Series Blades
Abb. 9 Cisco Unified Computing System 5108 with 8 Cisco UCS B-Series Blades


Als zweiter wesentlicher Bestandteil sind das Blade-Server-Chassis und die Blade-Server zu nennen. Auf der Abbildung ist ein Blade-Server-Chassis aus der Vordersicht zu erkennen in dem sich acht halbweite Blade-Server befinden. Das Chassis bietet neben den Blade-Einschüben auf der Vorderseite noch zwei weitere Einschübe auf der Rückseite die zur Anbindung des Fabric Extender Moduls mit dem Fabric Interconnect genutzt werden.


Abb. 10 Cisco UCS Fabric Extender Module
Abb. 10 Cisco UCS Fabric Extender Module


Bis zu zwei dieser Fabric Extender Module können in ein Chassis eingebaut werden um über die jeweils vier vorhandenen Netzwerkanschlüsse eine Verbindung zu dem vorhin beschriebenen Fabric Interconnect herzustellen.


Abb. 11 Cisco UCS Blade-Server
Abb. 11 Cisco UCS Blade-Server


Als letzter Baustein mit dem auch der Überblick über das Gesamtsystem abgeschlossen wird sind die beiden verfügbaren Blade-Server "UCS B200 M1" und "UCS B250 M1". Speziell diese Blade-Server decken den Bereich Rechenleistung und Virtualisierung ab. Sie sind mit zwei neuartigen Intel Xeon Prozessoren ausgestattet und bieten verschiedene Funktionen die es unter anderem ermöglichen die Leistungsaufnahme bei geringer Auslastung zu drosseln. Weiter verfügen die Blade-Server über jeweils zwei Anschlüsse für lokale Festplatten. Auf diesen Blade-Servern kann über Virtualisierungssoftware verschiedenste Betriebssystemsoftware installiert und betrieben werden. Viel interessanter ist es jedoch, dass die Blade-Server eine von Cisco entwickelte und patentierte Extended Memory Technologie (EMT) besitzen. Diese erlaubt es nämlich ein Blade-Modul mit bis zu 384GB Arbeitsspeicher auszurüsten. Dies ist ein entscheidender Fortschritt gegenüber anderen Blade-Servern. Denn die übliche Grenze einer solchen Zwei-Prozessor-Architektur liegt bei 144GB. Somit lassen sich mit EMT eine deutlich höhere Zahl von virtuellen Servern auf einem Blade betreiben.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit diesem Gesamtsystem die unternehmenskritischen Hauptaufgaben eines Rechenzentrums konsolidiert abbilden lassen. Zu den kritischen Bereichen gehören neben dem Netzwerk und dem Speicherzugriff auch die Bereiche Rechenleistung mit dem Teilbereich Virtualisierung sowie dem Management all dieser einzelnen Bereiche. Die in diesem Abschnitt vorgestellten Produkte und Modelle bieten jeweils auf ihren Einsatzbereich optimierte Funktionen und sind untereinander kompatibel.

9 Bewertung der dargestellten Konzepte

Um eine Bewertung von Ciscos Strategie durchzuführen ist es notwendig ein Trennung zwischen Data Center 3.0 Strategie und Unified Computing Strategie vorzunehmen. Da sich die Unified Computing Strategie im Rahmen der Data Center Strategie entfaltet und einen Weg hin zum Rechenzentrum der Zukunft bildet, müssen also beide Strategie getrennt voneinander bewertet werden. Zuerst gilt es den Markt und Marktsituation zu klären um dann die Akzeptanz der Kunden darauf beziehen zu können. Ein grundsätzliches Problem ist nämlich die Akzeptanz durch Kunden und der damit verbundenden Umsetzung von Projekten innerhalb der innerbetrieblichen Strukturen.


Da die Konsolidierung verschiedener Technologien im Fokus dieser Vision liegt, werden zusätzliche Anforderungen an die Mitarbeiter und das Rechenzentrum gestellt. Wo früher spezialisiertes Fachpersonal für ihren jeweils eigenen Bereich zuständig gewesen ist, müssen nun die Mitarbeiter entweder Fachübergreifend ausgebildet sein oder die Kommunikation unterschiedlicher Betriebsbereiche muss verbessert werden. Mit diesem Aufwand und dem strukturellen Wandel der innerhalb der Kundenorganisation durchgeführt werden muss, bieten sich für den Kunden Fragen die versuchen den entstehenden Aufwand zu rechtfertigen und gegenüber Mitbewerbern eine Differenzierungschance abzuwägen.


Dies könnten also Hinderungsgründe sein, die Kunden dazu bewegen nicht auf eine solche Lösung zu setzen. Allerdings haben diejenigen Kunden die sich bisher wohl gefühlt haben mit Cisco und deren Rechenzentrum mit Cisco Hardware ausgestattet ist die Möglichkeit eine weitere Steigerung der Effizienz zu erreichen. Diese Aspekte werden in den nachfolgenden Abschnitten behandelt. Abschließend wird im letzten Abschnitt ein zusammenfassendes Fazit gezogen.


9.1 Marktsituation

In der momentanen technologischen Umstellungsphase ist deutlich zu spüren, dass Cloud Computing das Potential hat eine revolutionäre Umstrukturierung zu begründen. Der Übergang vom Personal Computer als Mittelpunkt des IT-Verständnisses hinüber zur virtuellen Wolke und dem Internet als neues Zentrum scheint in vielen Bereich eine logische Konsequenz zu sein. Die technischen Möglichkeiten sowie deren Anwendungsfelder sind bislang noch nicht ausgereizt. Viele Unternehmen warten derzeit noch ab und wollen erst später und dann auch nur partiell auf die sogenannten Cloud-Dienste zurückgreifen. Große Befürchtungen in Punkto Sicherheit, Zuverlässigkeit, Rechtssicherheit müssen, aus heutiger Sicht, noch eindeutig geklärt werden. Immer mehr Anbieter drängen auf den Markt der Cloud-Services und wollen sich ein Stück vom bisher noch nicht fertigen Kuchen sichern.


Aus Kundensicht lässt sich sagen, dass tendenziell gerade die kleinen Unternehmen sich trauen eigene Soft- und Hardware gegen die neuartigen Dienste, die in den Wolken existieren, einzutauschen. Die Risiken, die eine kleine Unternehmung eingehen muß werden häufig durch die Einsparungen wieder egalisiert. Aber gerade große Unternehmen stehen in einem besonderen Wettkampf mit Mitbewerbern und sind aufgrund ihrer Größe nicht so flexibel wie kleine Unternehmen. Sie haben keine Chance ein hohes Risiko einzugehen, besonders vor dem Hintergrund der momentan noch nicht vollständig geklärten Rechtslage.


Obwohl große Firmen wie Amazon, Google, salesforece.com und andere Firmen als Anbieter von Applikations-, Plattform- und Infrastrukturdiensten einen großen Schritt in die breite Massentauglichkeit gewagt haben, bleibt vielfach die Skepsis der Nutzer, ob eine Umstellung der altbewährten Lösung für den Alltag wirklich von höherem Nutzen sein könnte[7]. Auch die Anbieter von Hardware, wie zum Beispiel Cisco, aber auch andere Hersteller wie HP, IBM und andere große Produzenten drängen mit neuer, verbesserter oder technologisch veränderter Hardware auf den Markt für IT-Infrastruktur. Auch diese Firmen springen auf den fahrenden Zug auf, um den technologischen Anschluss nicht zu verpassen.


Laut einer Studie von Gartner werden in den nächsten 3 Jahren die Ausgaben für Cloud-Dienste und für die damit verbundenen Anschaffungskosten um 30% steigen[4]. Dies ist umso erstaunlicher, da auf Grund der weltweiten wirtschaftlichen Mißstimmung die Investitionen für übliche IT-Ausgaben rückläufig sind. Die Marktreife von Cloud Computing wird in sechs Jahren erwartet[35] und wird ab dann den Status als Massenprodukt begründen. Von vielen IT-Managern und IT-Verantwortlichen wird Cloud Computing gerade in dieser Phase wirtschaftlichen Abschwungs als Motor für einen Ausweg aus der Krise gesehen[35].

9.2 Marktakzeptanz

Cisco bietet Produkte für Dienstleister an, denkt aber an die Auswirkung für Endkunden. Zum Beispiel spielt in Ciscos Strategie der gesamtheitliche Aspekt der angebotenen Dienste eine wesentliche Rolle. Sollten sich Kunden wirklich für Dienste aus der Cloud interessieren und diese nutzen so muss gewährleistet werden, dass alle von den Endkunden benötigten Dienste auch zur Verfügung stehen[36].


Ein großes Hemmnis für Firmen wird nämlich sein, für verschiedene Dienste unterschiedliche Anbieter zu verwenden. Firmenkunden werden es ihren Mitarbeitern nicht zumuten für Word, Excel und Powerpoint die Services von Google, für die Verwaltung der Kundendaten salesforce.com und für viele andere alltäglich benötigte Firmenabläufe eine Großzahl anderer Anbieter zu nutzen. Dies muss auch mit genau einem einzigen Anbieter möglich sein, um eine breite Akzeptanz im Markt zu erhalten. Kann dieser Anbieter nicht alle Dienste vereint anbieten wird er nicht von den Firmen beauftragt. Dabei spielt aber auch die Transportabilität der Daten von einem Anbieter zum nächsten eine große Rolle.


Zusätzlich sind heutzutage schon viele Anwender von der Flut an Benutzerkennungen und Passwörter überfordert. Die sollen natürlich auch möglichst sicher sein und sind dadurch widerum für den User nur schwer zu behalten, sofern sie nicht beispielsweise auf einem Zettel vermerkt werden. So wird also bei einer Inanspruchnahme mehrerer Dienste, die von unterschiedlichen Anbietern bereitgestellt werden, die Anzahl der Passwörter für den Enduser ein unüberschaubares Maß annehmen. Sind Anwender und Entscheider unzufrieden mit den Leistungen des aktuellen Anbieters so muss es kurzfristig möglich sein, alle Daten aus allen genutzten Applikationen auch zu einem anderen Anbieter ohne Datenverluste zu transferieren und gleichzeitig Kompatibilätsprobleme ausschließen zu können. Natürlich müssen hier Vorkehrungen getroffen werden um Standards zu entwickeln, an die sich die Anbieter der Services auch halten müssen.


Cisco bietet mit seinem Unified Computing System ein offenes Eco-System im Rechenzentrum [21]. Außerdem ist Cisco mit seinem Netzwerkportfolio schon sehr gut aufgestellt und in den meisten Rechenzentren bereits mit Routern und Switches vertreten. Dieser Unified Computing Ansatz richtet sich auch aus Gründen der Kostenersparnis an Cloud-Unternehmen. Denn mit dem Unified Computing System ist es diesen Unternehmen auch möglich eine kosteneffiziente Lösung für Ihre Anwendungen zu nutzen, die im Gesamtverbund gemeinsam mit bisheriger Hardware funktioniert.

9.3 Differenzierungschance

Hat Cisco nun mit seiner Strategie und Zukunftsvision auf Cloud Computing und den Umschwung von PC zu Cloud eine besondere Möglichkeit geschaffen um sich von Mitbewerbern deutlich im Markt abzuheben? Zu betrachten sind hier zwei unterschiedliche Komponenten. Auf der einen Seite hat Cisco es geschafft, eine Hardware herzustellen, die mit deutlich mehr Arbeitsspeicher als bisher ausgestattet werden kann. Somit ist ganz deutlich der technologische Vorsprung zu erkennen. Außerdem vereint Cisco mit seinem Produkt Unified Computing zwei wesentliche Bereiche aus dem Rechenzentrum in einem komplexen Gesamtsystem. Hierbei ist zu erwarten, dass sowohl die Abstimmung aufeinander besser funktioniert als mit vergleichbaren älteren Produkten, als auch die Performance besonders auf Netzwerkseite deutlich gesteigert werden kann. Denn schließlich ist es das Netzwerk, das alle Geräte im Rechenzentrum berührt und miteinander verbindet. Und Netzwerkseitig ist Cisco durch ein hohes Maß an technischem know how sehr gut aufgestellt.


Die andere wichtige Komponente ist die Herangehensweise und die Darstellung der Strategie. Cisco stellt sich sehr deutlich als globaler Key-Player dar und beansprucht somit ein deutliches Gegengewicht zu anderen Wettbewerbern. Die Strategie von Cisco sieht vor, dass die Konsolidierung, also das Zusammenfassen von elementaren IT-Funktionen auf einige wenige Komponenten beschränkt werden wird. Diese komplexen Appliances werden schneller, zuverlässiger und einfacher zu bedienen sein als zuvor. Einen entscheidenden Faktor spielen dabei natürlich die großen Partner, die Cisco für die Entwicklung dieses Gesamtsystems gewinnen konnte. Somit ist zum einen sichergestellt, dass die bislang nebeneinander betriebenen und entwickelten Silos nun auf einem Gesamtsystem zusammen und miteinander betrieben und verwaltet werden können. Zum anderen kann Cisco somit einigen Bedenken entgegenwirken, die hinsichtlich mangelnder Erfahrungswerte auftreten könnten.Gemeinsam mit seinen Partnern wie Intel, Microsoft, EMC, BMC und VMWare hat Cisco federführend ein Team von führenden Unternehmen, die in ihrem jeweiligen speziellen Bereichen technologisch die Spitze bilden, zusammengestellt um ein bislang einzigartiges Gesamtsystem zu entwickeln.

10 Fazit

Cisco begibt sich mit dem Unified Computing System auf Neuland und muss sich gegen alte Platzhirsche behaupten[37]. Cisco hat das Potential, mit seiner Technologie diese Mitbewerber im Rechenzentrum anzugreifen, dass zeigt die breite Ausdehnung in den Bereichen Routing, Switching, IP-Telefonie und Security-Appliances[14]. Durch den hohen Entwicklungsaufwand und den damit verbundenen Kosten, macht Cisco sich allerdings angreifbar, da Nachahmer diese Technologie in kurzer Zeit adaptieren könnten und somit der technischen Vorsprung nicht ausreicht um die Entwicklungskosten wieder einzufahren. Da Cisco als eines der führenden Unternehmen im IT-Sektor gilt und einen immensen Druck auf Markt und Mitbewerber erzeugen kann dürften bislang unbekannte Nachahmer aber abgeschreckt werden. Somit blieben die sowieso vorhandenen Konkurrenten wie HP und IBM, die Cisco mit seiner Strategie ja bereits im Schussfeld hat.


Eine weitere große Frage, wie der weitere Weg von Cloud Computing verlaufen wird, bleibt. Denn derzeit ist Cloud Computing noch immer ein Hype-Thema und es lassen sich keine langfristig gültigen Aussagen treffen. Falls es ein kurzzeitiger Hype bleibt, wird auch das Unified Computing System auf dem Abstellgleis verschwinden. Dies allerdings dürfte Cisco nicht entscheidend treffen, denn bisher hat man sich immer wieder gut auf veränderte Bedürfnisse angepasst. Darüber hinaus gibt es verschiedene Nutzungsmodelle die einen endgültigen Trend nicht erkennen lassen. Anwendungen können in Public Clouds, also in Rechenzentren von IT-Dienstleistern betrieben werden oder im eigenen Rechenzentrum als Private Cloud. Zudem gibt es das Betriebsmodell der Hybrid Clouds. Dabei werden Geschäftsanwendungen teilweise intern im eigenen Rechenzentrum betrieben und verwaltet, teilweise in die "Wolke" verlegt. Dies hat zur Folge, dass die angestrebte Zielgruppe, der Cloud-Service Anbieter nicht eindeutig zu identifizieren ist. Da Cisco sich aber auf einen bestimmten Kundenkreis fokussiert, werden erst im Laufe der nächsten Wochen und Monate weitere Erkenntnisse zu einer exakten Bewertung beitragen können.


Neben den oben genannten Punkten ist aber auch noch der Aspekt der rechtlichen Rahmenbedingungen zu bedenken. Werden gesetzliche Regelungen geschaffen und werden diese die Entscheidungen der Unternehmen beeinflussen, kann ein wesentlicher Grund für oder gegen den Einsatz des Unified Computing Systems sein. Dennoch ist Cisco mit seinem Netzwerkhintergrund sehr gut aufgestellt. Denn die Käuferschicht setzt möglicherweise schon heute Hardware von Cisco ein und weiß wie zuverlässig und hochwertig deren Produkte sind. Außerdem konnte man viele Partner zusammenbringen, die sich an der Entwicklung beteiligt haben und nun diese gemeinsame Technologie voranbringen wollen.


Cisco hat mit also namhaften Partnern eine interessante und fortschrittliche Technologie entwickelt[38][19]. Dieses System läuft allerdings erst bei zehn Prototypkunden und ist noch nicht über den Handel zu beziehen. Weiterhin bleibt die Frage, ob Kunden diesem System ihre unternehmenskritischen Daten und Anwendungen anvertrauen, da Cisco auf dem Virtualisierungsmarkt ein Neuling ist und sich gegen etablierte Konkurrenten wie IBM und HP durchsetzen muss[39]. Grundsätzlich besteht Handlungsbedarf vor allem bei der Standardisierung und Automatisierung von IT-Infrastrukturen. Ebenso müssen Sicherheitsanforderungen erfüllt werden sowie ein sicheres System-Management nach Governance-Regeln mit verbindlichen SLAs[1].


Cisco hat als Marktführer in Sachen Netzwerk eine enorme Marktmacht und setzt somit Standards durch[15]. Dies allerdings lässt Kunden Vor- und Nachteile der Gesamtstrategie abwägen, da diese häufig mehr als nur einen Hersteller im Rechenzentrum bevorzugen. Aber Cisco hat auch erkannt, dass sich das Cloud-Dienst Engagement welches sich momentan schwerpunktmäßig auf das Unified Computing System und am Rande auf die Kollaborations-Software Webex beschränkt, zukünftig nicht ausreichen wird. Es wird bereits mit Hochdruck daran gearbeitet, diesen Mangel zu beseitigen. Dies bedeutet konkret, dass Cisco darüber nachdenkt weitere SaaS-Angebote zu etablieren bzw. einen bereits aktiven Anbieter von Software-Diensten zu übernehmen und in das Portfolio aufzunehmen [40].


Abschließend lässt sich also sagen, dass es für Cisco absolut kritisch ist, dass diese Plattform den weiteren Weg zur Gesamtstrategie “Data Center 3.0” ebnet. Die Übernahme der Kontrolle über das Rechenzentrum ist kein Spaziergang. Obwohl Cisco sich in einer sehr starken Position befindet, gibt es auch andere sehr große Anbieter, die um die Bedeutung des Data Center wissen und das nötige Geld für Forschung und Entwicklung investieren[21]. Zuzutrauen wäre es Cisco allerdings, dass sie, wie in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen haben, einen neuen Weg in der IT einschlagen, diesen Weg erfolgreichen beschreiten um im Endeffekt als Wegbereiter für diese innovative Strategie gelten.

11 Fussnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Vgl. Schaffry, Andreas: Begriffswirrwarr um Cloud Computing
  2. 2,0 2,1 2,2 Sempert, Frank; Zehn Fragen zu Cloud Computing
  3. 3,0 3,1 Schreiber, Manuel: Die nächste Computer-Revolution
  4. 4,0 4,1 Vgl. Hackl, Alexander: Gartner Symposium - Heiter bis wolkig
  5. Vgl. Müller, Dietmar: Cloud Computing ist ein alter Hut
  6. Vgl. Schaffry, Andreas: SaaS-Variante mit Potenzial
  7. 7,0 7,1 Vgl. Schaffry, Andreas: Welche SaaS-Konzepte was taugen
  8. Vgl. Ricciuti, Mike: Cloud computing is 'stupidity'
  9. Vgl. Miller, Michael: Cloud Computing: Web-Based Applications That Change the Way You Work and Collaborate Online, S. 24ff
  10. 10,0 10,1 10,2 Vgl. Schaffry, Andreas: CIOs in Behörden wollen keine IT in der "Wolke"
  11. Vgl. Miller, Michael: Cloud Computing: Web-Based Applications That Change the Way You Work and Collaborate Online, S. 19
  12. Vgl. Miller, Michael: Cloud Computing: Web-Based Applications That Change the Way You Work and Collaborate Online, S. 28ff
  13. Vgl. o.V.: Software-as-a Service: Kunden sollten genau auf die Verträge achten
  14. 14,0 14,1 Vgl. o.V.: Cisco mit neuem Rekord-Marktanteil bei weltweiter Telefonieausrüstung
  15. 15,0 15,1 15,2 15,3 Vgl. Hill, Jürgen: Cisco: Zum Wachstum verdammt
  16. 16,0 16,1 16,2 Vgl. o.V.: Unternehmensinformationen - Übernahmen
  17. Vgl. o.V.: Unternehmensinformationen Cisco Systems Inc.
  18. Siehe http://www.linksysbycisco.com/DE/de/home?CMP=KNC-DE_G_Brand&HBX_PK=linksys&HBX_OU=50
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 Vgl. Hill, Jürgen; „Wir fahren keine Me-too-Strategie"
  20. Vgl. Laube, Helene; Cloud-Computing, Cisco bricht mit alten Partnern
  21. 21,0 21,1 21,2 Vgl. Hill, Jürgen; Womit Cisco HP und IBM im Rechenzentrum angreifen will
  22. 22,0 22,1 Vgl. o.V.: Data Center 3.0 – Cisco treibt Virtualisierung im Rechenzentrum voran
  23. Vgl. o.V.: Aufbau eines skalierbaren Data Centers
  24. Vgl. Miller, Michael: Cloud Computing: Web-Based Applications That Change the Way You Work and Collaborate Online, S. 262
  25. Vgl. Ottomeier, Martin; Cisco bereitet Einstieg in Servermarkt vor
  26. Vgl. o.V.: WebEx stellt neues, flexibles Preismodell vor
  27. Siehe http://www.webex.de/de/webex/company-overview.html
  28. Vgl. Niemann, Frank: CRM-Anbieter CAS bastelt an "Plattform-as-a-Service"
  29. Siehe http://www.google.com/a/help/intl/de/index.html
  30. Siehe http://www.salesforce.com/paas/
  31. 31,0 31,1 Vgl. o.V.: Cisco Data Center 3.0 wird Wirklichkeit
  32. Vgl. Laube, Helene; Cloud-Computing, Cisco bricht mit alten Partnern
  33. Vgl. o.V.: Cisco bringt neue Switching-Plattform für das Data Center auf den Markt
  34. 34,0 34,1 Vgl. Veith, Werner: Der Nexus 7000 von Cisco führt Storage und Ethernet zusammen
  35. 35,0 35,1 Vgl. Lehmhofer, Ernst: Teil 10: Cloud Computing - aktuelle Studien
  36. Vgl. Miller, Michael (2008) - Kapitel: Dark Clouds: Barriers to Using Web-Based Applications
  37. Vgl. o.V.: Cisco bringt das erste Unified Computing System für Rechenzentren auf den Markt
  38. Vgl. Reder, Bernd: Netapp steuert Speichersysteme zu Ciscos »Unified Computing System« bei
  39. Vgl. Laube, Helene; Cloud-Computing, Cisco bricht mit alten Partnern
  40. Vgl. Barnitzke, Armin: Kaufen Google oder Cisco bald Salesforce?

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