Cloud Computing im Vergleich zu Virtualisierung

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Name des Autors / der Autoren: Marcel Naujoks, Christian Nitschkowski
Titel der Arbeit: "Cloud Computing im Vergleich zu Virtualisierung"
Hochschule und Studienort: FOM Essen
Studiengang: Bachelor of Science / Wirtschaftsinformatik, 4. Fachsemester
Name des Betreuers: Prof. Dr. Uwe Kern
Datum der Abgabe: 14.06.2009


Inhaltsverzeichnis


1 Abbildungsverzeichnis

Abbildung Bezeichnung
Abbildung 1 Schematische Darstellung der Anbieter-/Kundenbeziehung
Abbildung 2 Bewertung der Vorteile des Cloud-Modells
Abbildung 3 Schematische Darstellung einer Virtualisierungstechnik
Abbildung 4 Strompreisentwicklung der Eurozone in den Jahren 2004 - 2008

2 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
USV Unterbrechungsfreie Stromversorgung
SAN Storage Area Network
CPU Central Processing Unit
ISP Internet Service Provider
CTO Chief Technical Officer
RAID Redundant Array of Independent Disks

3 Tabellenverzeichnis

Tabelle Bezeichnung
Tabelle 1 Preisübersicht des Amazon-Angebots für den US-amerikanischen Markt.
Tabelle 2 Angebotsbeispiel der Firma DTS Systems GmbH

4 Einleitung

Die Vorliegende Studie betrachtet die Themen Cloud Computing und Virtualisierung. Diese sollen im Kontext einer fiktiven mittelständischen Unternehmung auf Einsatztauglichkeit untersucht werden. Hierzu werden verschiedene für eine Unternehmung relevante Aspekte, wie zu erwartende Potentiale und Risiken, entstehende Kosten und weitere betrachtet, verglichen und bewertet. Auch sicherheitsrelevante Themen finden in dieser Untersuchung Berücksichtigung.

5 Cloud Computing

5.1 Definition

Der Begriff des Cloud Computing ist derzeit oft zu hören und in diversen Publikationen zu lesen.[1] [2] [3] Eine eindeutige, weithin akzeptierte Definition, was Cloud Computing genau darstellt ist hingegen nicht zu finden. Tecchannel.de, ein Internet-Nachrichtenportal zu IT- und artverwandten Themen, sagt hierzu gar "Eine breit akzeptierte Definition des Begriffs Cloud Computing suchen IT-Verantwortliche vergebens."[1]

Verschiedene Anbieter von Cloud Computing Lösungen und Diensten liefern verschiedene Ansätze einer Erklärung, was Cloud Computing darstellt. Diese Definitionen spiegeln jedoch nicht in jedem Fall die selben Konzepte wider. Vielmehr wird Cloud Computing als eine Technologie oder auch ein Geschäftsmodell beschrieben, welches an das jeweilige Produktportfolio des Autors der Definition angeglichen ist. Begriffe, wie "Software as a Service" (SaaS)[4], "Platform as a Service" (PaaS)[5] oder auch "Infrastructure as a Service" (IaaS)[6][7] sind in diesen Definitionen anzutreffen.

Da es bisher keine einheitliche Definition für das Cloud Computing gibt, hat "das amerikanische Beratungshaus Forrester Research [...] 30 Unternehmen [befragt], die sich in dem Marktsegment tummeln, und entwickelte daraus eine Erklärung."[1] Forrester Research gibt an, Cloud Computing sei "A pool of highly scalable, abstracted infrastructure, capable of hosting end-customer applications, that is billed by consumption."[8]

Ergänzend kann die Definition des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Saugatuck Technology betrachtet werden: "Cloud Computing encompasses on-demand infrastructure (compute, storage, networking), and on-demand software (operating systems, applications, middleware, management, and development tools), customized dynamically to fit current and immediate business process requirements, along with the ability to deliver and manage those business processes." [9]

Abbildung 1: Schematische Darstellung der Anbieter-/Kundenbeziehung
Abbildung 1: Schematische Darstellung der Anbieter-/Kundenbeziehung

Zusammenfassend betrachtet ist Cloud Computing also weniger eine Technologie als ein Geschäftsmodell für IT-Dienstleistungen. Im Kern unterscheidet es sich vom bisherigen Rechenzentrumsbetrieb, insofern als das der Kunde keine konkreten Systeme und Kapazitäten mietet. Statt dessen erhält der Kunde Zugriff auf Rechnerressourcen, die dann nach tatsächlicher Nutzung abgerechnet werden. Die Rechenressourcen befinden sich hierbei in Datenzentren der Anbieter, die über das Internet zu erreichen sind. IT-Dienstleister sollen dabei als eine Art Grundversorger, vergleichbar mit Strom- und Telefonieanbietern, auftreten.

5.2 Potentiale

Cloud Computing bietet verschiedene Potentiale. Im folgenden sollen diese genauer betrachtet werden. Bisher war es für Unternehmen notwendig, eigene Rechenzentren zu betreiben oder vertraglich fest vereinbarte Rechenkapazitäten zu mieten. Zum Einen verursacht dies hohe Kosten, zum Anderen sind diese Lösungen unflexibel. Da die Auslastung der verfügbaren Kapazitäten nicht stets gleichmäßig ist, ist es jedoch schwierig die benötigten Kapazitäten zu dimensionieren. Stehen große Kapazitäten zur Verfügung, z. B. auch durch ein eigenes Rechenzentrum, so sind diese oftmals nicht ausgelastet und verursachen relativ hohe Kosten für die Anschaffung und den Unterhalt. Werden die benötigten Kapazitäten zu klein eingeschätzt und ausgelegt, führt dies zu Verzögerungen bei der Verarbeitung der Daten, was wiederum zu erhöhten Kosten durch größeren Zeitaufwand führt. An diesem Punkt setzt Cloud Computing an: Durch den Einsatz von Clouds sollen Kostenersparnisse erreichbar sein. Ariel Silverstone schreibt hierzu: "Generally, the purpose of cloud computing is to avoid the expense involved in building or acquiring the infrastructure."[10] Weiterhin wird auch die erhöhte Flexibilität genannt. Die Zeit zur Einsatzbereitschaft zusätzlicher Ressourcen wird verkürzt, da keine oder nur wenig Planung und Umsetzung durch die eigene EDV-Abteilung notwendig ist. Frank Gens, Senior Vice President und Chief Analyst von IDC nennt diese Flexibilität sogar als den wichtigsten Vorteil: "The number one benefit of sourcing IT from the cloud is speed and ease of deployment."[11] Dabei stützt er sich auf eine von IDC durchgeführte Umfrage. Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen, dass der geringere Aufwand zur Auslieferung neuer Systeme und die zuvor genannten Kostenvorteile, in der Umfrage wurden diese genauer aufgeteilt, die wichtigsten Vorteile des Cloud Computing darstellen.

Abbildung 2: Bewertung der Vorteile des Cloud-Modells
Abbildung 2: Bewertung der Vorteile des Cloud-Modells
[11]

Es werden auch weitere Potentiale, wie die Verfügbarkeit neuester Technologien und fortschreitende Standardisierung genannt, jedoch haben diese eine geringere Relevanz.

5.3 Gefahren

Beim Cloud Computing ergeben sich auch Gefahren für potentielle Kunden, die im folgenden näher betrachtet werden sollen. Ein grundsätzliches Problem ergibt sich bei der Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit. Wie auch beim Outsourcing der eigenen IT an Dienstleister, werden hier in der Regel unternehmensinterne Daten und die Kontrolle darüber an ein drittes Unternehmen weitergegeben. Die Weitergabe dieser Daten an einen Dienstleister wirft unter Anderem rechtliche Fragen auf. Die Haftung für die Einhaltung rechtlicher Vorschriften verbleibt bei dem Eigentümer der Daten, also dem Unternehmen, das seine IT auslagert.[12] Dies beinhaltet die Bereitstellung von Schutzmaßnahmen gegen unberechtigten Zugriff auf Daten sowie gegen Manipulation. Insbesondere beim Cloud Computing ergeben sich hierfür Schwierigkeiten: Dienstleister, die Cloud Computing anbieten, müssen Sorge tragen, dass sie in der Lage sind, zumindest die rechtlichen Anforderungen an die Datenspeicherung zu erfüllen, damit sie für potentielle Kunden interessant sind. Dies ist jedoch oftmals nicht möglich, wofür es verschiedene Gründe gibt:

  • Große Zahl verschiedenster Kunden.
  • Internationale Kunden, mit unterschiedlichen Anforderungen an die Einhaltung von Gesetzen.

Insbesondere der Aspekt der verschiedenen Kunden wirkt sich hier problematisch aus. Beim Outsourcing werden individuelle Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden geschlossen, in denen Haftungsfragen und andere rechtliche Aspekte abgestimmt werden können. Cloud Computing Anbieter sehen sich hingegen einer Vielzahl unterschiedlicher Kunden gegenüber, deren Bedürfnisse nicht individuell berücksichtigt werden können. Schon das Konzept des Cloud Computings IT-Dienstleistungen für die Masse wie ein Grundversorger anzubieten steht einer individuellen Kundenbetreuung im Wege.

Als weiterer Punkt, der von Unternehmen kritisch betrachtet wird, ist die Abhängigkeit von einem Dritten zu nennen. Zwar soll das Cloud Computing auch der Standardisierung der Prozesse und der IT-Landschaft dienen. Die Kompatibilität der derzeitigen Cloud Computing Angebote untereinander ist bisher jedoch nicht gegeben. Somit begibt sich ein Kunde mit der Nutzung der Cloud in eine Abhängigkeit zum Anbieter, bei der es derzeit ungewiss ist, wie sie sich bei einem etwaigen Anbieterwechsel auswirken wird. Sollte sich das Cloud Computing in den nächsten Jahren wirklich zu einer Standardlösung, und somit IT zu einem Verbrauchsgut werden, wird diese Gefahr möglicherweise wegfallen. In dieser Hinsicht ist die weitere Entwicklung abzuwarten.

Darüber hinaus ist auch die Verfügbarkeit der bezogenen Dienstleistungen zu betrachten. Fragen wie "Wie ausfallsicher ist die Verbindung zum Anbieter? Wie ausfallsicher ist die Dienstleistung selbst? Welche Konsequenzen hat es für meine Unternehmung, wenn ein Ausfall auftritt?" sind sowohl für Cloud Computing Nutzer sowie Anbieter schwierig zu beantworten. Durch die Betreuung von großen Zahlen von Anwendern ist es für den Anbieter schwierig, allen Kunden eine zufriedenstellende Lösung anzubieten. Für die Kunden hingegen kann gerade durch die möglicherweise unzureichende Ausfallsicherheit Cloud Computing keine Option darstellen.

Durch die fehlende Praxiserfahrung in diesem neuen Geschäftsfeld ist es für Kunden wie für die Anbieter schwierig, für beide Seiten zufriedenstellende Lösungen zu finden. Es ist allerdings zu erwarten, dass eine Bewährung des Cloud Computings in der Praxis diesen Umstand bessern wird.

5.4 Anbieter

Trotz des noch jungen Marktes um die Thematik des Cloud Computings, gibt es bereits eine Reihe von Anbietern. Interessant an diesem neuen Markt ist jedoch, dass es neben den bekannten Größen auch neue, junge Unternehmen gibt, die versuchen sich mit Cloud Computing im Markt der IT-Dienstleistung zu etablieren. Dabei verfolgen die verschiedenen Anbieter, wie bei der Definition des Begriffes Cloud Computing bereits erwähnt, verschiedene Ziele und Ausgestaltungen der Dienstleistung. Amazon stellt das erste Unternehmen dar, dass mit einer Cloud-Dienstleistung auf den Markt kam. Amazons EC2 (Elastic Compute Cloud) bietet die Ausführung eigener Applikationen auf ihrer Plattform an. Dabei können die zur Verfügung stehenden Rechenkapazitäten ständig dem aktuellen Bedarf angepasst werden.[13]

Auch Google und Microsoft sind bereits in das Cloud Computing Geschäft eingestiegen. Ihre Dienste App Engine (Google) und Azure konzentrieren sich auf das Hosting eigener Applikationen.[14] Zwar bietet Google im Rahmen ihrer Cloud Computing-Strategie auch verschiedene Suchtechnologien an. Dies war jedoch auch schon vor dem Aufkommen von Cloud Computing der Fall und kann so eher als Ergänzung zu App Engine gesehen werden. Microsoft ergänzt das reine Hosting von eigenen Applikationen um weitere Dienste wie vorkonfigurierte SQL-Server, Sharepoint-Dienste und weitere.[15]

IBM bietet mit Blue Cloud ebenfalls eine Cloud Computing Plattform an, geht hierbei allerdings andere Wege als die zuvor genannten Unternehmen. IBMs Angebot konzentriert sich nicht auf das Hosting von Applikationen, sondern stellt Systemmanagement-Lösungen bereit, die dazu dienen sollen eine eigene Cloud Computing-Plattform aufzubauen. Dies ist z. B. Interessant für Unternehmen, die als Cloud Dienstleister auftreten wollen und zur Mittel zur technischen Realisierung suchen.

Die Unternehmen Salesforce.com und 10gen bieten weniger umfangreiche Produkte. 10gen bietet ein Hosting von Webapplikationen auf ihren Servern mit skalierbaren Rechner- und Speicherressourcen. Auch Datenspeicher, z. B. in Form von Datenbanken wird ergänzend angeboten. Salesforce.com offeriert die Nutzung der eigenen CRM-Software, die auf ihrer Cloud-Infrastruktur betrieben wird. Das Angebot von Salesforce.com ist also mehr als eine gemietete Software, denn als Plattform für eigene Applikationen zu sehen. Dies entspricht dem SaaS-Gedanken. Diese Angebote sind insbesondere für kleinere Firmen, die nur einzelne Applikationen und nicht eine gesamte Infrastruktur für eigene Applikationen benötigen interessant.

5.5 Kosten

Die Kosten, die beim Cloud Computing auftreten, unterscheiden sich wesentlich von Kosten bei klassischen Hosting-Angeboten. Die Besonderheit beim Cloud Computing besteht im wesentlichen darin, dass nur die tatsächlich genutzten Rechnerkapazitäten abgerechnet werden. Dies steht im im Gegensatz zu klassischen Modellen zum Serverhosting. Anbieter wie Amazon, Microsoft oder auch Google bieten hierzu Bezahlmodelle nach verbrauchten Einheiten, wie Prozessorzeit, ein- und ausgehende Datenmenge, gespeicherte Datenmenge und versandte E-Mails.[16] [17]

Eine Übersicht über die aktuellen Preise, die von Anbietern, die bereits am Markt vertreten sind, genommen werden, ist aus der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Tabelle 1: Preisübersicht des Amazons-Angebots für den US-amerikanischen Markt
Anbieter Prozessorzeit Festspeicher / GB / Monat eingehender Datenverkehr ausgehender Datenverkehr
< 10 TB / Monat > 10, < 40 TB / Monat > 40, < 100 TB / Monat > 150 / Monat
Google 0,10 USD 0,15 USD 0,10 USD 0,12 USD
Amazon 0,10 USD 0,10 USD 0,10 USD 0,17 USD 0,13 USD 0,11 USD 0,10 USD

[18]

Wie in der Übersicht zu erkennen ist, ergeben sich Unterschiede vor allem beim ausgehenden Datentransfer. Während der Preis pro TB bei Google unabhängig von der Menge der übertragenen Daten ist, erfolgt bei Amazon eine Staffelung des Preises. Dies kann, je nach Einsatzbedarf und betriebener Anwendungen ein Kostenfaktor darstellen, der bei der Planung und Wahl des Anbieters berücksichtigt werden sollte.

Weiterhin ist auffällig, dass die Anbieter eine sehr ähnliche Preisgestaltung aufweisen. Aufgrund solch ähnlicher Preise ist mit einer starken Konkurrenz der Anbieter untereinander zu rechnen. Da es sich beim Cloud Computing um einen sehr jungen Markt handelt, ist hier jedoch noch mit Änderungen zu rechnen. Die Angebote für Cloud-Plattformen sind derzeit erst im Entstehen. So ist eine vergleichende Darstellung mit dem großen Anbieter Microsoft nicht möglich, da für Azure derzeit noch keine Preise zu erfahren sind. Auch werden weitere Anbieter den Markt betreten und für weitere Konkurrenz sorgen, die sich auf die Kostenseite auswirken wird.

6 Virtualisierung

6.1 Definition

In der Informatik wird der Begriff der Virtualisierung für unterschiedliche Konzepte verwendet. In der Fallstudie wird der Begriff wie ihn Fabian Thorns definiert verwendet: "Virtualisierung beschreibt die Abstraktion von Hardware-Ressourcen hin zu einer virtuellen Maschine"[19]. Die Abstraktion findet auf der Abstraktionsebene eines Hostsystems statt. Diese Abstraktionsebene wird in der Regel durch eine Software (Hypervisor genannt) erzeugt. Der Hypervisor stellt einen Schnittstelle zwischen dem Host- und den Gastsystemen dar. Die Ressourcen, die einem Gastsystem zur Verfügung stehen, werden ebenfalls durch diese Software verwaltet. Dabei spielt es keine Rolle welches Betriebssystem auf dem Gastsystem läuft[20].

Die Firma VMWare bewirbt Virtualisierung mit folgenden Slogans:

  • Sie holen mehr aus Ihren vorhandenen Ressourcen heraus: Sie können Ihre gängigen Infrastruktur-Ressourcen in einem Pool zusammenfassen und das überkommene „eine Anwendung je Server“-Modell mittels Serverkonsolidierung durchbrechen.
  • Sie senken die Kosten Ihres Rechenzentrums durch Verringerung der physischen Infrastruktur und verbessern das Server-Administrator-Verhältnis: Weniger Server und zugehörige IT-Hardware bedeuten einen geringeren Platzbedarf und geringere Anforderungen an Stromversorgung und Kühlung. Mit besseren Management-Tools können Sie zudem das Server-Administrator-Verhältnis verbessern, sodass auch der Personalbedarf verringert wird.
  • Sie erhöhen die Verfügbarkeit von Hardware und Anwendungen zur Verbesserung der Geschäftskontinuität: Ganze virtuelle Umgebungen können unterbrechungsfrei und zuverlässig gesichert und migriert werden. So können geplante Ausfälle eliminiert werden und eine schnelle Wiederherstellung nach ungeplanten Ausfällen ist sichergestellt.
  • Sie erzielen betriebliche Flexibilität: Reagieren Sie auf Marktänderungen mit dynamischem Ressourcenmanagement, schnellerer Server-Bereitstellung und verbesserter Desktop- und Anwendungsbereitstellung.
  • Sie verbessern Verwaltbarkeit und Sicherheit von Desktops: Bereitstellen, Managen und Überwachen sicherer Desktop-Umgebungen, auf die Anwender mit oder ohne Netzwerkverbindung von jedem standardmäßigen Desktop-System, Laptop oder Tablet-PC aus lokal oder remote zugreifen können.

[21]

6.2 Potentiale

Es gibt bei dem Betrieb von IT-Infrastrukturen diverse Szenarien, in denen sich durch den Einsatz von Virtualisierungstechnologien Zeit und Geld sparen lassen. Ein Anwendungsfall von Virtualisierung befindet sich in der Schulung. In der Schulung benötigen Teilnehmer identische und neu installierte und vorkonfigurierte Systeme. Je mehr Systeme eine Bildungseinrichtung seinen Teilnehmern zur Verfügung stellt, desto mehr Zeit würde eine komplette Neuinstallation aller Systeme in Anspruch nehmen, um sie für einen neuen Kursstart erneut zur Verfügung zu stellen. Durch ein einmal erstelltes virtuelles Betriebssystemabbild, muss nicht jedes System neu installiert werden. Das Kopieren eines Abbildes genügt, um ein vorkonfiguriertes System bereit zu stellen. Durch Snapshot-Funktionen können aktuelle Abbilder des aktuellen Systems erstellt werden. Diese können jeder Zeit ohne nennenswerten Aufwand wiederhergestellt werden.[22]

Ein weiteres Szenario ist das Virtualisieren von Desktopsystemen. Hierbei befindet sich das Desktopsystem auf einem Server. "Durch die Kapselung der einzelnen Desktops in virtuellen Systemen können die einzelnen Anwender ihre jeweilige Arbeitsumgebung wie einen lokalen Rechner nutzen."[23] Durch das Zentralisieren der Desktopsysteme auf einen Server, verringert sich der Wartungsaufwand. Das zentral gespeicherte Abbild ermöglicht es, neue Software leicht zu verteilen. Ein Austauschen des Abbildes auf den Anwenderrechnern genügt. Auch die Betriebssicherheit erhöht sich hierdurch, da Defekte oder Fehler in der Installation, die im laufenden Betrieb auftreten, durch ein erneutes Beziehen des Abbildes in einen definierten und funktionsfähigen Zustand zurücksetzen lassen. Sollte ein Hardwaredefekt des Hostsystems vorliegen, bleibt das Abbild auf dem Server vorhanden und geht nicht verloren.[24]

Abbildung 3: Schematische Darstellung einer Virtualisierungstechnik
Abbildung 3: Schematische Darstellung einer Virtualisierungstechnik

Bei der Konsolidierung von Serversystemen kann die Anzahl der physischen System auf ein Minimum reduziert werden. Bereits ein Hostsystem mit ausreichenden Ressourcen kann eine Vielzahl bestehender physischer Systeme ersetzen. Auf dem eingesetzten Hostsystem können Monitoring-Systeme[25] eingesetzt werden, um die einzelnen Gastsysteme zu überwachen. Monitoring-Systeme unterstützen den Administrator bei der Wartung der einzelnen Gastsysteme und senken somit die Administrationskosten.[26]

Darüber hinaus existieren weitere Szenarien, in denen Virtualisierungstechnologien sinnvoll einsetzbar sind. Diese sind jedoch nicht Gegenstand dieser Studie und finden daher hier keine weitere Berücksichtigung.

6.3 Gefahren

Bei dem Ansatz zahlreiche virtuelle Maschinen auf einem einzigen Hostsystem zu betreiben, muss auf die Ausfallsicherheit des Hostsystems geachtet werden. Bei einer Vielzahl virtueller Maschinen die den Betrieb eines Unternehmens aufrecht halten, führt ein Ausfall des Hostsystems zum vollständigen Ausfall der gesamten IT-Infrastruktur der Unternehmung. Ein Beispiel für ein Hostsystemausfall ist ein Stromausfall, bei dem das Hostsystem nicht mit einer USV-Anlage[27] abgesichert ist. Alle virtuellen Maschinen auf dem Hostsystem sind nicht in der Lage ohne ihr Hostsystem ihren Dienst aufrecht zu erhalten.

Eine weitere Gefahr bei der Virtualisierung sind fehlerhafte Planungen der benötigten Ressourcen. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Hardware des Hostsystems nur für eine gewisse Anzahl an virtuellen Maschinen ausgelegt ist. Werden mehrere Gastsysteme auf einem Hostsystem betrieben, dass nur über geringen Arbeitsspeicher verfügt, so führt dies zu großen Verlusten bei der Leistung der Gastsysteme und des Hostsystems. Die mögliche Anzahl richtet sich nach den Anforderungen an die Hardware der einzelnen virtuellen Maschinen. Des weiteren gilt es zu beachten, dass bei einem Wachstum des Unternehmens die Erweiterbarkeit des Hostsystems gegeben ist, so dass dieses an die wachsenden Anforderungen angepasst werden kann.

Bedingt durch die Kontrollmöglichkeiten, die das Hostsystem über die Gastsysteme hat, erlangt ein möglicher Angreifer, der das Hostsystem unter seine Kontrolle bringt auch zugleich den Zugriff auf die Gastsysteme. Die erlangte Kontrolle kann z. B. eingesetzt werden um die virtuellen Maschinen herunter zu fahren und somit den Betrieb zu stören. Auch ein Zugriff auf die Daten, die auf den Gastsystemen gespeichert sind, ist vom Hostsystem aus möglich. Ein unberechtigter Zugriff auf die Gastsystem-Daten kann so nicht ohne weiteres festgestellt werden.

Ein weiteres Risiko besteht beim Ausfall des Hostsystems. Fehler in der Virtualisierungssoftware können zu Ausfällen der laufenden Gastsysteme als auch des Hostsystems selber führen.

6.4 Anbieter

Für Software, die zum Erstellen und Betreiben sogenannter virtueller Abbilder benötigt wird, gibt es eine Vielzahl von Anbietern. Darunter befinden sich Namen wie Microsoft (VirtualPC)[28], Sun Microsystems (VirtualBox)[29], VMWare (VMWare Player)[30], Parallels (Parallels Desktop)[31] und weitere.

Die Firma Microsoft behauptet von sich selbst, dass sie "der weltweit führende Hersteller von Standardsoftware, Services und Lösungen"[32] sind. Die Software Virtual PC, die zum ausführen von virtuellen Maschinen dient, soll die Kompatibilität von älteren Anwendungen bei der Migration auf neue Betriebssysteme aufrecht erhalten. Des Weiteren soll die Software ihren Einsatz beim Support und in der Schulung finden.[33]

Die Firma VMWare bietet seit 1998 diverse Virtualisierungslösungen an. Dabei stellt sie sowohl kostenpflichtige, als auch kostenlose Software zum Virtualisieren zur Verfügung. VMWare behauptet von sich selbst, der "führende Anbieter von Virtualisierungslösungen für x86- und Desktop-Systeme"[34] zu sein. Bei VMWare gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Produkten, die sich mit der Virtualisierung beschäftigen. Software zur Serverkonsolidierung von VMWare ist der VMware Server. Zum Ausführen einzelner virtueller Maschinen bietet VMWare den VMware Player an.[35]

Die Firma Parallels wurde 1999 gegründet und bietet seit dem Virtualisierungslösungen an. Folgende Produkte bietet die Firma Unternehmen an:

  • Virtuelle Desktop Infrastruktur (VDI)
  • Automatisierung (Software zur Unterstützung sehr vieler Gastsysteme.)
  • Mac Virtualisierung (Bereitstellung von Mac Umgebungen.)
  • Hoher Virtualisierungsgrad (Virtualisierung vieler Linuxserver.)
  • Konsolidierung (Server und Betriebssystemkonsolidierung.)
  • Entwicklung und Tests (Umgebungen zum Testen von Web-, Server- und Datenbankapplikationen.)[36]

"Parallels ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Virtualisierungs- und Automatisierungssoftware, das Computing für Anwender, Unternehmen und Service-Provider über alle wichtigen Hardware-, Betriebssystem- und Virtualisierungsplattformen hinweg optimiert."[31]

Die Firma Sun Microsystems kaufte im Februar 2008 die Firma Innotec und damit auch die Virtualisierungssoftware Virtualbox.[37] Ein wesentlicher Unterschied zu den bisher vorgestellten Produkten ist, dass die Virtualisierungssoftware Virtualbox eine Open Source Lösung darstellt.[38] Des weiteren wird für Unternehmen Software zur Konsolidierung angeboten.[39]

6.5 Kosten

Für die Virtualisierung werden sowohl Hardwarekomponenten, als auch Softwarekomponenten benötigt. Dabei sollte im Vorfeld einer Anschaffung eine ausführliche Planung der anzuschaffenden Hardwarekomponenten durchgeführt werden. Zum Zwecke einer Serverkonsolidierung, müssen die benötigten Hardwareanforderungen analysiert werden. Die neue Hardware sollte so dimensioniert werden, dass den zu konsolidierenden Servern ausreichend Leistung zur Verfügung gestellt wird.

Mittlerweile gibt es Unternehmen die vollständige Lösungen (Hardware und Software) anbieten.[40] Solche Anbieter planen mit dem Kunden die benötigte Hardware und empfehlen auf Grund ihrer Erfahrungen und den Wünschen des Kunden die passende Software. Für Unternehmen, die zum ersten Mal über Virtualisierung nachdenken, bietet sich eine ausführliche Beratung durch solche Anbieter an. Auch hier ist die Erfahrung des Anbieters ein wichtiger Faktor, um Fehlplanungen und somit unnötige Kosten zu vermeiden.

Im Folgenden zur Demonstration ein Angebot der Firma DTS Systems GmbH:

Angebotsbeispiel der Firma DTS Systems GmbH
Bezeichnung Preis
VMWare Server: 17.838,00 Euro
Garantieerweiterung: 2.388,00 Euro
Garantieerweiterung: 796,00 Euro
Virtual Center / Management Appliance: 3.628,00 Euro
Storage: 41.051,00 Euro
EVA Support: 5.592,00 Euro
SAN Infrastruktur: 5.361,00 Euro
Autolader: 6.176,00 Euro
CarePacks für Libary: 1.790,00 Euro
zusätzlicher Netzwerkadapter: 1.608,00 Euro
VMWare Lizenzen: 11.215,00 Euro
Dienstleistungen: 2.880,00 Euro
Gesamt: 100.323,00 Euro

[40]

7 Vergleich der Konzepte

Nachdem die Grundlagen der Konzepte des Cloud Computing und der Virtualisierung vorgestellt wurden, sollen diese nun gegeneinander abgegrenzt werden. Um einen Bezug zu praxisrelevanten Aspekten zu gewährleisten, soll die Abgrenzung anhand eines fiktiven Szenarios erfolgen. Beide Konzepte werden nach den Gesichtspunkten Potentiale und Gefahren, Kosten und Einsatzgebiete betrachtet, verglichen und in Bezug auf das dargestellte Szenario bewertet.

7.1 Szenario

Das dargestellte Szenario beschreibt ein fiktives, mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Dieses Unternehmen sucht nach Möglichkeiten seine existierende IT-Infrastruktur günstiger und flexibler zu gestalten. Ziel der Umstrukturierung soll sein, die Administration bzw. Verwaltung, die Erweiterbarkeit und Ausnutzung der Systeme zu optimieren. Es wird zudem nach Einsparpotentialen in den Bereichen Wartungs-, Betriebs- und Anschaffungskosten gesucht. Nachstehend wird die derzeitige IT-Infrastruktur dieses Unternehmens, die durch eine alternative Lösung abgelöst werden soll, beschrieben.

Den Arbeitnehmern des Unternehmens werden diverse Dienste, wie z. B. E-Mail, Datenbanken, Virenschutz, Datenhaltung, Webzugriff und weitere, zur Verfügung gestellt. Um derartige Dienste den Anwendern zugänglich zu machen, werden zum Teil hohe Anforderungen an die Hardwareressourcen gestellt.

Auf Grund einer historisch gewachsenen Struktur und dem Bestreben für jeden Dienst eine eigene Ressource verwenden zu können, ist die Infrastruktur stets gewachsen. Das Bestreben unterschiedliche Dienste auf eigenständigen Servern zu betreiben, diente vor allem einem Ausfall aller Systeme vorzubeugen, sollte eine Störung in einem einzelnen System auftreten.

Darüber hinaus besteht eine Bevorratung unterschiedlicher Ersatzkomponenten um den regulären Ablauf im Falle einer Hardwarestörung schnell wiederherstellen zu können. Diese Bevorratung erhöht jedoch den Verwaltungsaufwand enorm, so dass andere Aufgabenbereiche der zuständigen Mitarbeiter in Mitleidenschaft gezogen werden. Um diesem Problem zu begegnen ist ein weiterer Personalbedarf zu decken, was die Verwaltungskosten weiter erhöht.

Um die Wiederherstellbarkeit der Systeme zu gewährleisten, wird jedes System täglich durch eine zentrale Datensicherung gesichert. Bedingt durch eine hohe Anzahl vorhandener Systeme, nimmt diese Sicherung sehr viel Zeit in Anspruch. Um den normalen Arbeitsbetrieb nicht zu stören, können die Sicherungen nur außerhalb der Geschäftszeiten, z. B. in der Nacht, durchgeführt werden.

Des weiteren muss für jeden einzelnen Server ausreichend Speicher, sowohl Festspeicher als auch Arbeitsspeicher, bereitgestellt werden, wodurch ungenutzter Speicher entsteht, der in der Regel nicht anderweitig genutzt werden kann. Für jedes weitere System summiert sich die Menge des ungenutzten Speichers.

Eine Spiegelung der Systeme ist ebenfalls nicht ohne weiteres möglich. Die entstehenden hohen Kosten wären unwirtschaftlich.

Ein weiterer Aspekt sind die Energie- und Lagerungskosten. Diese erhöhen sich ebenfalls mit jedem zusätzlich vorhandenem System.

7.2 Potentiale und Gefahren

7.2.1 Erweiterbarkeit

Die Erweiterbarkeit ist ein wichtiger Aspekt in Bezug auf die derzeit vorherrschende Situation der IT-Infrastruktur. Sowohl beim Cloud Computing als auch bei der Virtualisierung ist diese ein zentraler Bestandteil des Konzeptes. Jedoch ergeben sich durch die technische Realisierung der Konzepte Unterschiede, die bereits bei der Planung Berücksichtigung finden müssen. Insbesondere bei der Virtualisierung ist eine frühzeitige Planung notwendig um die gewünschte Erweiterbarkeit zu gewährleisten. Die Konsolidierung von vorhandenen Systemen stellt einen wesentlichen Einsatzzweck einer Virtualisierungslösung dar. Eine IT-Infrastruktur, wie sie in klassischen Systemlandschaften vorkommt, wird hier in Software abgebildet. Somit ist eine mit dem klassischen Systembetrieb vergleichbare Planung erforderlich. Hinzu kommt eine Planung der Virtualisierungslösung, da diese als zusätzlich zu verwaltende Komponente Einzug hält. Bei der Planung der Hostsysteme ist auf die Erweiterbarkeit der Hardwarekomponenten zu achten. Beispiele hierfür sind Festplatten, Arbeitsspeicher und Prozessoren. Ein Augenmerk ist hier auf die Hot-Swap-Fähigkeiten der genannten Hardware zu richten. Da mehrere Gastsysteme auf einem Hostsystem betrieben werden, würde ein Ausfall dieses Systems zu Wartungszwecken zu einem Ausfall aller Gastsysteme führen.

Cloud Computing hingegen erfordert eine andere Herangehensweise. Im Gegensatz zu einer virtualisierten Infrastruktur werden bei diversen Cloud Dienstleistungen keine vollständigen Systeme gehostet. Vielmehr wird eine Umgebung bereitgestellt, in der eigene Anwendungen ausgeführt werden können. Den Zugang zu der notwendigen IT-Infrastruktur stellt hier der Cloud Computing-Anbieter zur Verfügung, so dass die Administration der bereitgestellten Systeme nicht durch das Unternehmen, welches die Anwendungen nutzt, übernommen werden muss. Es gibt zwar auch Alternativen zu diesem Modell, wie z. B. die Blue Cloud von IBM, jedoch ist dieses Modell für die durch das Unternehmen geplante Umstrukturierung ungeeignet und wird deshalb nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Da die Erweiterbarkeit ein zentraler Bestandteil des Cloud Computing Konzepts darstellt, ist diese Skalierbarkeit besonders unkompliziert und setzt keine spezielle Planung beim Aufbau des Systems voraus.

Mehr Aufwand stellt hingegen die Entwicklung und Bereitstellung der auszuführenden Software dar. Diverse Cloud Computing Anbieter stellen eine Laufzeitumgebung bereit, in der selbst entwickelte Software ausgeführt werden kann. Diese muss unter Beachtung der Skalierbarkeit entworfen werden. Insbesondere muss ein Augenmerk darauf gelegt werden, dass die Software in verteilten Umgebungen genutzt werden kann, da die Erweiterung der Rechenkapazität, wie z. B. bei Amazons Elastic Compute Cloud, über die Zuschaltung weiterer Systeme erfolgt.

7.2.2 Datenschutz

Datenschutz ist ein wichtiges Thema, dem aufgrund gesetzlicher Bestimmungen[41] in Unternehmen ein besonderer Stellenwert zukommen muss. Vergleicht man die Rahmenbedingungen zur Sicherstellung des Datenschutzes bei Einsatz von Virtualisierungstechnologien bzw. bei Einsatz von Cloud Computing-Angeboten, so fällt auf, dass das Thema insbesondere beim Cloud Computing diskussionswürdig ist.

Beim Einsatz von Virtualisierungstechnologien zur Serverkonsolidierung ergeben sich wenige Unterschiede im Vergleich zum klassischen Betrieb mit dedizierter Hardware. Bei der Virtualisierung ist ggf. darauf zu achten, dass durch die Zusammenlegung von Diensten auf eine gemeinsame Hardware größere oder andere Personenkreise Zugriff auf die Datenträger erhalten. Damit werden Daten für Personen zugänglich, die vorher keinen Zugriff darauf hatten.

Mehr Augenmerk auf das Thema Datenschutz muss hingegen bei einer Umstellung auf Cloud Computing Angebote gelegt werden. Wie bei klassischen Hosting-Dienstleistungen, gibt das Unternehmen, dass die Daten erfasst hat zur Verarbeitung und Speicherung an ein anderes Unternehmen weiter. Damit geht ein Kontrollverlust über die Daten einher. Allerdings stellt das Bundesdatenschutzgesetz eindeutig fest, dass die Haftung für den korrekten Umgang mit den erhobenen Daten weiterhin bei dem Unternehmen liegen, dem die Daten gehören. Die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen sollte also in dem Vertrag mit dem Cloud Computing Anbieter entsprechend geregelt werden. Jedoch wird z. B. von Amazon die Haftung für die Sicherheit der gespeicherten Daten ausgeschlossen.[42] Aufgrund der im Internet herrschenden Bedingungen wäre eine solche Haftung für Amazon oder auch andere Anbieter auch nur schwer realisierbar. Im Internet angebotene Dienste sehen sich ständig der Gefahr von Angriffen durch Dritte ausgesetzt. Aufgrund der Vielzahl der miteinander verbundenen Systeme im Internet ist ein Schutz schwieriger zu gewährleisten als es in einem privaten bzw. internen Netz eines Unternehmens möglich wäre. Bedingt durch die Einschränkungen in den Nutzungsbedingungen der Anbieter wird potentiellen Kunden, insbesondere Unternehmen mit Sitz in Deutschland, ein Hindernis in den Weg gelegt. Da die Auswirkungen eines Angriffs oder einer Fehlfunktion der Systeme des Anbieters rechtliche Konsequenzen für das Unternehmen haben können, sollte das Unternehmen genau prüfen, ob die potentielle Kostenersparnis das entstehende Risiko aufwiegen.

7.2.3 Datensicherheit

Bei der Datensicherheit ergibt sich eine mit den Aspekten des Datenschutzes vergleichbare Situation. Das Sicherstellten der Datensicherheit obliegt sowohl beim Einsatz von Cloud Computing-Diensten als auch beim Einsatz von Virtualisierungstechnologien dem Unternehmen, dem die Daten gehören, in der Regel selbst. Mögliche Maßnahmen zur Herstellung der Sicherheit, wie die Durchführung regelmäßiger Datensicherungen, sind wie beim klassischen Rechenzentrumsbetrieb vom Unternehmen selbst durchzuführen. Hierzu ist die Entwicklung einer sinnvollen Sicherungsstrategie notwendig, die sich aufgrund der anderen Rahmenbedingungen beim Einsatz von Cloud Computing oder Virtualisierungstechnologien von der Planung bei herkömmlichen Systemen unterscheiden kann. Auf welche Aspekte bei den beiden Verfahren besonderes Augenmerk gelegt werden sollte wird im Anschluss für das jeweilige Konzept genauer beschrieben.

Darüber hinaus ist auch die Verschlüsselte Speicherung der Daten ein Mittel zur Herstellung der Datensicherheit. Auch für die Verschlüsselung gilt es zu beachten, dass sich das Vorgehen je nach Einsatz eines Konzeptes unterscheiden kann.

Der für die Virtualisierung wichtigste Punkt bei der Datensicherheit ist das Backup. Da die Daten sich weiterhin im Unternehmen befinden, verändern sich die Bedingungen im Vergleich zum dargestellten Szenario nicht. Die Daten werden durch ein Backup vor Verlust geschützt. Eine effektives Backup ist das Spiegeln aller Daten auf ein identisches System, das räumlich vom Hauptsystem getrennt ist. Dabei werden nicht nur die Daten gesichert, es kann auch im Fall eines Ausfalls des Hauptsystems schnell auf das gespiegelte System umgestellt werden und der Betrieb kann weiter fortgeführt werden. Je nach Budget können allerdings auch reine Speicher Systeme zum Backup verwendet werden. Hierbei ist auf den Einsatz geeigneter RAID-Systeme[43] zu achten. Auch das Hostsystem kann als Backup verwendet werden. Dabei sollte auf eine entsprechende Größe des Speichers geachtet werden.

Im Vergleich zum Cloud Computing spielt das Thema der Verschlüsselung keine Rolle bei der Virtualisierung. Zwar ist es, abhängig von den gespeicherten Daten, auch sinnvoll virtualisierte Systeme zu verschlüsseln, jedoch stellt dies wohl eher die Ausnahme dar.

7.2.4 Angriffe auf das System

Eine vorhandene Serverstruktur kann bei der Umstellung auf eine Virtualisierungsplattform prinzipiell unverändert übernommen werden. Dies hat zur Konsequenz, dass bereits getroffene Schutzmaßnahmen erhalten bleiben können und kein weiterer Aufwand notwendig ist. Lediglich die Implementierung von Schutzmaßnahmen für das Hostsystem muss beachtet werden. Die Verwaltung der der einzelnen Gastsysteme wird in Gesamtheit durch das Hostsystem durchgeführt. Sollte ein Angreifer den Zugriff auf das Hostsystem erhalten, so ist er damit in der Lage mehrere Gastsysteme außer Funktion zu setzen, was Abläufe im gesamten Unternehmen stören kann. Auch ist ein solcher Angreifer in der Lage sensible Daten, die auf den Gastsystemen gespeichert sind, einzusehen und zu manipulieren. Es ergibt sich somit ein besonders schützenswerter Single Point of Failure. Da eine IT-Infrastruktur in der Regel über eine Firewall oder vergleichbare Softwarelösungen gegen Angriffe aus dem Internet abgesichert ist, beschränkt sich bei ausreichend guter Implementierung der Sicherungsmaßnahmen der Kreis potentieller Angreifer auf Personen, die vom internen Netz des Unternehmens Zugang zu den Server erhalten.

Im Vergleich stellt sich die Situation bei Cloud Computing Dienstleistungen anders dar. Cloud Computing Angebote sind über das Internet zu erreichen und somit auch durch Angriffe aus dem Internet gefährdet. Bedingt durch die große Anzahl an Teilnehmern im Internet sind hier die Systeme einer deutlich größeren Gefahr ausgesetzt. Eine Firewall, die die Server der Cloud Computing Dienstleistung vor unautorisierten Zugriffen aus dem Internet schützt ist nicht oder nur schwierig zu implementieren. Eine völlige Unterdrückung des Datenverkehrs von Hosts, die über das Internet Verbindung suchen ist nicht möglich, da das Unternehmen selbst über diesen Weg Zugriff auf seine Ressourcen erhält.

Da bisherige Cloud Computing Anbieter, wie z. B. Amazon, die Haftung für unautorisierte Zugriffe und Manipulationen der von ihnen betriebenen Systeme ausschließen, erhält das Thema Angriffe auf das System bei der Planung einer IT-Infrastruktur auf Basis von Cloud Computing eine besondere Bedeutung.

Die Zugriffskontrolle bei virtualisierten IT-Infrastrukturen, die lokal beim Unternehmen betrieben werden, ist mit weniger Aufwand zu realisieren als ein ausreichender Schutzmechanismus für Cloud Computing Dienstleistungen. Unter Betrachtung des Aspekts der Datensicherheit ist der Einsatz von Cloud Computing Lösungen insofern mit einem großem Risiko behaftet.

7.2.5 Investitionssicherheit

Die Frage der Investitionssicherheit ist bei Einsatz von Cloud Computing Technologien derzeit schwierig zu beantworten. Es gibt diverse Anbieter von Cloud Computing Dienstleistungen. Diese Unterscheiden sich sowohl in grundlegenden Aspekten, wie der Unterscheidung zwischen Software as a Service, Platform as a Service oder Infrastructure as a Service als auch in der technischen Realisierung. So verwenden Googles App Engine, Amazons Elastic Compute Cloud als auch Microsofts Azure jeweils verschiedene Programmierumgebungen und -sprachen. Eine Portierung von einer Plattform auf eine andere gestaltet sich somit sehr umständlich. Ein Wechsel des Anbieters gestaltet sich hierdurch als ein sehr umfangreiches Unterfangen mit ggf. weitreichenden Konsequenzen. Zwar ist es sowohl bei Elastic Compute Cloud und App Engine möglich, Anwendungen in der Sprache Java zu implementieren. Jedoch würde ein Wechsel von einer der genannten Plattformen zu der anderen einen großen Aufwand ergeben, da die beiden Angebote jeweils eine eigene Laufzeitumgebung mit einer eigenen Schnittstelle mitbringen, die zur anderen nicht kompatibel ist und somit neu entwickelt werden müsste. Ein weiterer Faktor, der die Investitionssicherheit betrifft ist der Reifegrad und die Marktdurchdringung des Cloud Computing im Allgemeinen. Da Cloud Computing ein neues Geschäftsfeld darstellt, ist in den nächsten Jahren mit starken Veränderungen und Konsolidierungen zu rechnen. Sowohl die Anbieter, die derzeit am Markt präsent sind als auch ihre Cloud Computing-Angebote werden sich noch entwickeln und beweisen müssen.

Die Situation auf dem Markt der Virtualisierungslösungen stellt sich hingegen anders dar. Es gibt nur wenige Unternehmen, die auf diesem Markt als Anbieter auftreten. Diese bieten ihre Lösungen bereits seit mehreren Jahren an, so dass ein gewisser Reifegrad Einzug gehalten hat. Bedingt durch das stetige Wachstum des Virtualisierungsmarktes [44] kann davon ausgegangen werden, dass Investitionen in eine virtualisierte Infrastruktur langfristig nutzbringend sind und gepflegt werden können.

7.3 Kosten

7.3.1 Ökologische Aspekte

Im Zusammenhang mit der sogenannten Green-IT ist eine Betrachtung der ökologischen Eigenschaften der Konzepte Cloud Computing und Virtualisierung ein relevanter Aspekt der Kosten, die beim Einsatz für die IT-Infrastruktur des Unternehmens entstehen.

Zunächst soll die Auswirkung eines Einsatzes von Virtualisierungstechnologien auf die Kosten unter ökologischen Gesichtspunkten erfolgen. Ein Vorteil, der durch die Konsolidierung von Serversystemen entsteht, ist die Reduktion der Energiekosten. Aufgrund des Betriebs einer Anzahl von Gastsystemen auf einem Hostsystem wird zwar der Energiebedarf des einzelnen Hostsystems erhöht. Die höhere Auslastung der Hardware führt zu geringerer Nutzung der Energiesparfunktionen der CPU und der Datenträger. Jedoch entfallen in Folge mehrere physikalisch vorhandene Systeme. Diese haben bei durchschnittlich geringer Auslastung zwar eine bessere Ausnutzung der Energiesparfunktionen der Hardware, allerdings wird der gesamte Energieverbrauch für mehrere gering belastete Systeme insgesamt höher ausfallen als der für ein einzelnes stark belastetes System.

Aufgrund des starken Anstiegs des Strompreises von etwa 73% in einem Zeitraum von vier Jahren, sind die anfallenden Energiekosten ein relevanter Bestandteil der Kosten für den Betrieb der IT-Infrastruktur.

Abbildung 4: Strompreisentwicklung der Eurozone in den Jahren 2004 - 2008
Abbildung 4: Strompreisentwicklung der Eurozone in den Jahren 2004 - 2008

Im Zuge des Green-IT-Trends kann die Verringerung des Energiebedarfs auch werbewirksam eingesetzt werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit endlichen Ressourcen, wie er durch den Verzicht auf mehrere physikalisch vorhandene Server demonstriert wird, kann potentielle Kunden an das Unternehmen binden und somit Kosten für die Entwicklung von Werbe- und Marketingstrategien reduzieren. Darüber hinaus wird nicht nur der Energiebedarf im eigenen Unternehmen gesenkt. Der Energiebedarf, der zur Herstellung und späteren Entsorgung von Hardware benötigt wird, wird ebenfalls reduziert wenn mittels der Virtualisierungstechnologien der Bedarf an Hardwarekomponenten verringert wird.

Der Vergleich zu Cloud Computing-Plattformen ist schwierig durchzuführen. Durch die Verlagerung der für die Anwendungen benötigten Hardware an einen Dienstleister, wird zwar der Energiebedarf für die IT-Infrastruktur des Unternehmens, welches Cloud Computing-Dienstleistungen nutzt, gegen Null reduziert. Jedoch werden die Kosten lediglich in Kosten für die Dienstleistung gewandelt. In indirekter Form werden diese weiter vom Unternehmen getragen. Der genaue Betrag ist im Gegensatz zu dem Einsatz von Virtualisierungstechnologien nicht zu bestimmen. Soll der positive, werbende Effekt des Green-IT-Begriffes für Werbe- und Marketingstrategien des Unternehmens genutzt werden können, ist darauf zu achten, die Einhaltung entsprechender Anforderungen an den Cloud Computing Dienstleister festzustellen. Die tatsächliche Kontrolle über die ökologischen Aspekte der Kosten beim Einsatz von Cloud Computing obliegt nicht dem Unternehmen, welches das Cloud Computing Angebot nutzt.

7.3.2 Anschaffung

Die Anschaffungskosten der beiden Konzepte unterscheiden sich zunächst erheblich. Bei Cloud Computing Dienstleistungen sind die anfänglichen Anschaffungskosten sehr gering. Amazons Elastic Compute Cloud kann ohne fixe Anschaffungskosten bezogen werden. Lediglich die genutzten Kapazitäten werden in Monatsintervallen abgerechnet. Zwar gibt es auch andere Modelle, z. B. mit pauschalen Beträgen pro Monat, allerdings sind diese ebenfalls deutlich günstiger als die Anschaffung von Servern und geeigneten Räumlichkeiten für eine eigene IT-Infrastruktur.

Virtualisierungstechnologien hingegen setzen eine lokale IT-Infrastruktur, bestehend aus Servern, dafür geeigneten Räumlichkeiten und einer Netzwerkinstallation voraus. Neben der reinen Hardware muss auch die Virtualisierungssoftware beschafft, installiert und gewartet werden. Dies verursacht im direkten Vergleich zum Cloud Computing hohe Kosten in der Anschaffung.

Die weitere Entwicklung der Anschaffungskosten verläuft anschließend allerdings sowohl bei virtualisierten Systemen als auch bei Cloud Computing Angeboten annähernd linear. Bei beiden Konzepten ist eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des jeweiligen Systems durch einfachen Zukauf von Komponenten bzw. Kapazitäten erreichbar. Virtualisierte Umgebungen erfordern eine Aufrüstung bzw. einen Austausch des Hostsystems, wenn dieses an seine Kapazitätsgrenzen gelangt. In dem Maße, in dem die Kapazität gesteigert werden soll, kann weitere Hardware angeschafft und ein oder mehrere Gastsysteme anschließend darauf umgezogen werden. Die betriebenen Gastsysteme sind von dieser Änderung isoliert, so dass sich kein Aufwand für Anpassungen ergibt. Lediglich die Einrichtung des Hostsystems schlägt neben der reinen Beschaffung zu Buche. Dies muss jedoch nicht immer der Fall sein, da es auch Anbieter am Markt gibt, die direkt vorkonfigurierte Hostsysteme anbieten. Die Anschaffungskosten nehmen hierbei wiederum einen linearen Verlauf.

Bei dem Aspekt des steigenden Leistungsbedarfs zeigen sich die Vorzüge des Cloud Computings. Zwar verhält es sich hier ähnlich wie bei den Virtualisierungstechnologien. Ein Anstieg des Kapazitätsbedarfs führt zu gleichermaßen ansteigenden Kosten. Allerdings sind die Abstufungen, in denen Kapazitäten erhöht werden können deutlich feiner. Auch die Zeit, in der eine Anpassung an den aktuellen Bedarf durchgeführt werden kann, ist deutlich kürzer. Somit sind kurzfristige Lastspitzen mit geringem planerischen als auch finanziellen Aufwand ausgleichbar.

Neben den Anschaffungskosten für die zum Betrieb notwendigen Hardware und Räumlichkeiten fallen jedoch bei beiden Konzepten Kosten für die Anschaffung von Mitteln zur Datensicherung auf. Bei virtualisierten Systemen ist dies z. B. ein zweites Exemplar des selben Servers, der für die produktive Umgebung eingesetzt wird. Alternativ kann auch ein anderes Konzept gewählt werden, bei dem die Daten des produktiven Hostsystems lediglich auf einem anderen System gesichert werden, welches dann aber nicht mit der Virtualisierungssoftware ausgestattet wird. Damit verringern sich die Kosten für Lizenzen und die Wartung, allerdings kann dieses System dann nicht für die Erhöhung der Ausfallsicherheit genutzt werden.

Auch beim Cloud Computing werden für die Sicherung Speicherkapazitäten benötigt. Es werden Maschinen und Speichermedien benötigt, Räumlichkeiten zur Lagerung der Sicherung ebenfalls. Es handelt sich hier zwar um indirekte Anschaffungskosten von Cloud Computing Lösungen, jedoch müssen diese ebenfalls Berücksichtigung finden.

Allerdings werden Hardware und räumliche Kapazitäten bei beiden Konzepten in ähnlicher Weise benötigt, so dass die Anschaffungskosten bei Cloud Computing basierten Lösungen geringer ausfallen.

7.3.3 Unterhalt

Ein weiterer Bestandteil der Kosten einer IT-Infrastruktur ist der Unterhalt. Da die angeschaffte und eingerichtete IT-Infrastruktur über eine längere Zeit zu nutzen ist, ist ein Aufwand für Wartung der Systeme und Miete bzw. Wartung der Räumlichkeiten, in denen die Systeme betrieben werden einzuplanen. Beim Einsatz von Virtualisierungstechnologien wird sowohl Stellplatz für die vorhandenen, in Betrieb befindlichen Systeme als auch Lagerplatz für vor zuhaltende Ersatzkomponenten benötigt. Dieser fällt zwar geringer aus als es bei einer herkömmlichen Systemlandschaften mit einer Vielzahl an Servern der Fall wäre, jedoch muss diese Anforderung bei der Planung der entstehenden Kosten weiterhin berücksichtigt werden. Gleichermaßen verhält es sich mit dem Aspekt der Erweiterbarkeit. Beim Betrieb einer IT-Infrastruktur kann es nötig werden, die bestehenden Komponenten zu erweitern, z. B. in Form von zusätzlichem Festspeicher. Zwar hat der Einsatz von Virtualisierungstechnologien keinen Einfluss auf die Kosten für die Komponenten oder dessen Lagerung. Allerdings reduziert sich der Aufwand des Einsatzes der Erweiterung. Durch Funktionen, die häufig bei den als Hostsystem verwendeten Maschinen anzutreffen sind, ist es in der Regel möglich die bestehenden Ressourcen durch einfachen Einbau oder durch aktiv Schalten weiterer Datenträger zu erweitern. Der administrative Aufwand, der bei virtualisierten IT-Infrastrukturen anfällt ist durch derartige Methoden eher gering.

Die Unterhaltskosten für eine Cloud Computing basierte IT-Infrastruktur belaufen sich im Wesentlichen auf die Gebühren, die durch das Angebot des Cloud Computing Dienstleisters in Rechnung gestellt werden. Beim Einsatz der Elastic Compute Cloud von Amazon müssen Kosten für die Lagerung und Bereitstellung weiterer Ressourcen nicht eingeplant werden. Lediglich die tatsächlich gespeicherte Datenmenge wird berechnet. Auch sind keine entsprechend ausgestatteten Räumlichkeiten, wie klimatisierte Serversäle, notwendig. Die im Betrieb eingesetzte Hardware wird beim Dienstleister betrieben, welcher auch für die nötigen räumlichen Bedingungen Sorge zu tragen hat.

Als einziger relevanter Kostenbestandteil für den Unterhalt einer Cloud Computing basierten IT-Infrastruktur ist die Verbindung ins Internet zu nennen. Um ein Cloud Computing Angebot nutzen zu können, ist eine Internetverbindung mit einer den Anwendungen angemessenen Datenübertragungskapazität durch das Unternehmen zu beschaffen und vor zuhalten. Je nach ISP und dem Datenvolumen, welches in den in die Cloud ausgelagerten Anwendungen genutzt wird, können diese Beträge einen nennenswerten Anteil an den Gesamtkosten für die Infrastruktur halten.

7.3.4 Personal

Die Entwicklung der Personalkosten bei den Konzepten der Virtualisierung und des Cloud Computings ist ähnlich der Entwicklung der Unterhaltskosten. Beim Einsatz von Virtualisierungstechnologien wird weiterhin eine Anzahl von Mitarbeitern benötigt, die die betriebenen Systeme entwickelt und wartet. Die Anzahl der Administratoren für die Systeme mit den tatsächlichen Geschäftsanwendungen, wie File- oder Mailserver reduziert sich nicht bzw. nicht nennenswert, da sie weiterhin benötigt werden, um die Entwicklung und Wartung der Gastsysteme durchzuführen. Allerdings wirkt sich der Einsatz von Virtualisierungstechnologien durchaus auf das benötigte Personal zur Wartung der Hardware aus. Aufgrund einer Reduzierung der Anzahl von physikalisch vorhandenen Maschinen, sinkt der Aufwand für deren Betreuung. So dass weniger Personal hierfür zur Verfügung stehen muss und die Personalkosten somit reduziert werden können.

Im Vergleich zum Einsatz von Cloud Computing Dienstleistungen wird jedoch für die Betreuung der Systeme ein höher qualifiziertes Personal benötigt. Die Betreuung von Cloud Computing basierten Dienstleistung wird durch den gewählten Dienstleister durchgeführt, so dass auf Seite des Unternehmens lediglich Personal für die Verwaltung der bezogenen Kapazitäten benötigt wird.

Beim Einsatz von Cloud Computing basierten Lösungen als Ersatz für eine klassische IT-Infrastruktur mit mehreren dedizierten Servern ist jedoch ein weiterer Kostenpunkt zu beachten. Im Gegensatz zu einem Umstieg von physikalischen auf virtuelle Maschinen, ist davon auszugehen, dass es bei einem Umstieg auf eine Cloud Computing Infrastruktur notwendig ist, bestehende Anwendungen anzupassen oder gar gänzlich neu zu entwickeln. Hierzu ist es notwendig, Entwickler für die Verwendung von Cloud Computing Plattformen zu schulen und zu beschäftigen, die befähigt sind, die notwendigen Entwicklungen durchzuführen. Um die Skalierbarkeit der Cloud Computing Angebote nutzen zu können, ist es notwendig, dass die verwendeten Anwendungen die Fähigkeit besitzen auf mehreren Prozessoren oder gar Maschinen gleichzeitig zu arbeiten. Eine Software mit diesen Fähigkeiten zu entwickeln erfordert ein hohes Maß an Kenntnissen seitens der Entwickler, was sich auch in den Personalkosten niederschlägt.

Bei der Planung einer Umstellung einer bestehenden IT-Infrastruktur müssen sowohl bei Cloud Computing Dienstleistungen als auch beim Einsatz von Virtualisierungstechnologien die anfallenden Personalkosten Berücksichtigung finden. Sie setzen sich je nach gewähltem Konzept anders zusammen, so dass sich je nach erwartetem Aufwand in der Entwicklung der Software bzw. Wartung der Systeme eine deutlich unterschiedliche Situation ergeben kann. Eine genaue Planung des benötigten Personaleinsatzes ist notwendig um die Total Cost of Ownership bei den beiden alternativen Infrastruktur-Varianten ermitteln und vergleichen zu können.

8 Aktuelle Situation

In der derzeitigen Marktsituation gibt es diverse Anbieter von Cloud Computing Diensten. Diese sind mit ihren Angeboten teils bereits in einer produktiven Phase, in der die Dienstleistungen von Kunden erworben werden können. Ein anderer Teil, dem auch Microsoft angehört, ist bisher noch in einer Vorbereitungsphase: Ankündigungen am Markt aufzutreten existieren, konkrete und erwerbliche Dienstleistungen bisher jedoch noch nicht. Potentielle Kunden stehen, insbesondere in Deutschland, dem neuen Cloud Computing Markt zu erheblichen Teilen skeptisch gegenüber. Zwar schreibt Innovations-Report.de: "Deutschlands Manager diskutieren Cloud-Computing-Lösungen nach wie vor kontrovers. 54 Prozent von Deutschlands CTOs versprechen sich durch webbasierte IT-Lösungen eine Senkung der Fixkosten."[45], jedoch wird darauf folgend hinzugefügt: "Sicherheitsbedenken rund um die Verlagerung ganzer Firmenanwendungen in große Rechenzentren stehen jedoch einer schnelleren Marktdurchdringung vorerst entgegen. Nach Ansicht des US-Marktforschungsinstituts Gartner ist erst ab 2015 mit einer breiten Durchsetzung der Technologie zu rechnen."[45].

Die Ursache für die angenommene Zeit von in etwa 6 Jahren bis zu einer breiten Verbreitung, liegt in der Unsicherheit, die derzeit mit diesem Konzept einher geht. Unsicherheit herrscht in mehrfacher Hinsicht. Ein gewichtiger Aspekt hierbei ist sicherlich, dass es bisher keine eindeutige Definition des Cloud Computings gibt. Ein Umstand, an dem die Anbieter derartiger Lösungen selbst die Schuld zu tragen haben. Die bisherigen am Markt vertretenen Anbieter, wie z. B. Amazon, Salesforce.com oder auch IBM beschreiben ihre angebotenen Dienstleistungen jeweils verschieden von den Angeboten der Mitbewerber. Dies führt bei den angesprochenen Kunden zu Verwirrung über die eigentliche Bedeutung des Begriffs und den potentiellen Nutzen für das Unternehmen.

Weitere Unsicherheiten, die in Verbindung mit Cloud Computing auftreten sind offene bzw. für Kunden nicht zufriedenstellend beantwortete Fragen betreffend der Haftung und der Verfügbarkeit der Systeme. Sowohl bei der Verfügbarkeit der Anwendungen als auch bei der Datensicherheit werden zu wenige Zusicherungen seitens der Anbieter gemacht. Kunden, die Cloud Computing-Dienstleistungen nutzen möchten, haben selbst für die Sicherheit der Daten zu sorgen. Auch auf Service Level Agreements müssen Kunden bisher verzichten, so dass eine nicht kalkulierbare Ausfallquote der Systeme angenommen werden muss. Nicht zuletzt sind Aussagen über die Zuverlässigkeit schwer zu treffen, da es aufgrund des geringen Alters dieses Modells für IT-Infrastrukturen hierzu nur wenige praktische Erfahrungswerte gibt. Anwendungen mit für den Unternehmenserfolg kritischen Daten oder Funktionen sind demnach zumindest derzeit nicht für Cloud Computing Plattformen geeignet.

Speziell deutsche Unternehmen stehen in Fragen der Haftung vor Problemen beim Einsatz von Cloud Computing Lösungen. Das Bundesdatenschutzgesetz schreibt vor, dass der Eigentümer von erfassten personenbezogenen Daten für deren gesetzeskonformen Einsatz und Behandlung zu haften hat. Werden personenbezogene Daten an Dritte zur Speicherung oder Verarbeitung weitergegeben, so verbleibt die Haftung beim Eigentümer der Daten, der nun für den korrekten Umgang damit bei seinem Cloud Computing Dienstleister Sorge zu tragen hat. Da derzeitige Angebote, wie z. B. die Elastic Compute Cloud von Amazon eine Haftung direkt ausschließen, nimm ein deutsches Unternehmen bei Nutzung des Angebots ein rechtliches Risiko in Kauf. Auch in anderen Ländern existieren ähnliche gesetzliche Vorschriften, so dass der Einsatz von Cloud Computing nur für ein begrenztes Aufgabengebiet möglich ist.

Darüber hinaus ist die Investitionssicherheit bei Cloud Computing Angeboten derzeit als gering anzusehen. Bedingt durch das junge Alter des Marktes und der damit einhergehenden Unerfahrenheit der beteiligten anbietenden Unternehmen, ist die Marktsituation in den nächsten Jahren nur schwer zu prognostizieren. Auch ist anzunehmen, dass eine Konsolidierung des Marktes dazu führen wird, dass die Anzahl der Anbieter von Plattformen abnehmen wird. Durch die geringe Kompatibilität der bestehenden Plattformen untereinander wäre ein Wechsel des Anbieters für einen Kunden nur schwer durchführbar und mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Die derzeitige Situation bei Virtualisierungstechnologien unterscheidet sich maßgeblich von der des Cloud Computings. Aufgrund mehrjähriger Entwicklung und Verbreitung von Technologien zur Virtualisierung von Rechnersystemen ist Stabilität in dieses Marktsegment getreten. Es gibt diverse Technologien und Verfahren zur Realisierung der Virtualisierung, deren Entwicklung jeweils in der Regel von einem Unternehmen getrieben und gesteuert werden. Um die Nutzung dieser Technologien hat sich ein Markt mit mehreren Anbietern etabliert, die jedoch statt eigene Lösungen zu entwickeln auf die etablierten Plattformen zurückgreifen. Es hat sich somit eine Standardisierung ergeben, die für potentielle Kunden eine Investitionssicherheit verspricht. Sollte der gewählte Anbieter für virtualisierte Systeme im eigenen Rechenzentrum nicht mehr in der Lage sein, die Anforderungen des Kunden zu erfüllen oder gar vom Markt verschwinden, so ist anzunehmen, dass ein anderer Anbieter gefunden werden kann, der bei der Wartung und Entwicklung der bisherigen Systemstruktur unterstützen kann. Der Umstieg von einem Anbieter zu einem Anderen ist für den Kunden also möglich ohne die existierende Struktur aufgeben und durch eine neue ersetzen zu müssen.

Beim Einsatz von Virtualisierungstechnologien bieten sich Möglichkeiten, die Sicherheit der Daten zu gewährleisten. Einige Plattformen stellen die Funktionalität bereit, während des Betriebs der Systeme eine Sicherung des Systems durchzuführen. Eine Sicherung der virtualisierten Systeme kann im einfachsten Fall aus einer vollständigen Spiegelung des Datenbestands, der auf dem Hostsystem vorliegt bestehen. Eine solche vollständige Spiegelung erfüllt jedoch nicht nur eine reine Datensicherungsfunktion. Darüber hinaus kann das gespiegelte Gastsystem auch genutzt werden um die Ausfallsicherheit der IT-Infrastruktur zu erhöhen. Die gespiegelten Daten können ohne weiteres auf ein weiteres Hostsystem mit der Virtualisierungssoftware kopiert und bei Bedarf dort betrieben werden. Somit besteht eine einfache Möglichkeit die Erreichbarkeit auch bei Ausfall des Hostsystems, z. B. durch Hardwareschäden, zu gewährleisten. Neben der vollständigen Spiegelung ist es auch möglich, die Systeme auf herkömmliche Weise zu sichern, als wären die virtuellen Systeme reale Maschinen. Hierbei ergeben sich jedoch keine nennenswerten Unterschiede zu einer herkömmlichen IT-Infrastruktur mit realen Maschinen, so dass dies keinen Aspekt der Virtualisierungstechnologien an sich darstellt.

Abschließend ist festzuhalten, dass sich in Fragen der Datensicherheit virtualisierte Systeme und Cloud Computing Dienstleistungen für das Unternehmen, welche diese einsetzt, gleichermaßen stellen. Bei beiden Konzepten ist es notwendig ein Datensicherungskonzept vor zuhalten, was zu Ressourcen-Bedarf seitens des Unternehmens führt. Ein wesentliches Merkmal des Cloud Computings ist, dass das Vorhalten von Rechnerkapazitäten für den täglichen Betrieb entfallen kann. Dies steht im Gegensatz zu den Virtualisierungstechnologien. Bei einer auf Virtualisierung basierenden IT-Infrastruktur werden weiterhin physikalische Server benötigt, die durch das Unternehmen beschafft und betrieben werden müssen. Jedoch ergeben sich bei der Sicherung Vorteile gegenüber einer Cloud Computing basierten Lösung. Bei lokal vorgehaltenen Systemen ist die freie Übertragungskapazität deutlich weniger relevant. In den letzten Jahren haben Verbindungen mit dem Internet deutlich an Kapazität gewonnen, auch die Kosten für den Zugang zum Internet sind stark gefallen. Allerdings sind die Übertragungskapazitäten noch immer deutlich geringer als sie es in einem lokalen Netzwerk üblicherweise sind. Dies führt dazu, dass bei der Datensicherungsstrategie bei Cloud Computing basierten Systemen die Übertragungskapazität eine wichtige Rolle spielt. Um den Geschäftsbetrieb nicht zu stören, ist es oft notwendig Datensicherungen außerhalb der normalen Geschäftszeiten des Unternehmens vorzunehmen. Sind die Daten nur über eine Internetverbindung erreichbar, die derzeit nicht an die Kapazitäten einer lokalen Verbindung heran reichen, so kann dies dazu führen, dass das Zeitfenster zur Datensicherung zu klein ist, um eine vollständige Sicherung durchführen zu können. Ein zusätzlicher Aspekt, der bei der Entwicklung eines Datensicherungskonzeptes nicht außer Acht gelassen werden darf sind die entstehenden Kosten für die Nutzung der Übertragungsleitungen. Im Gegensatz zu lokalen Netzwerken müssen die Verbindungen zum Cloud Computing Anbieter nach übertragender Kapazität abgerechnet werden. Bei großen Datenmengen, die, je nach Sicherungsstrategie ggf. mehrmals im Monat vollständig gesichert werden müssen, kann dies deutliche Auswirkungen auf die Kosten haben. Sollten sich die Tarifmodelle der Cloud Computing Anbieter ändern, und eine vom Datenvolumen abhängige Entwicklung der Kosten entfallen, würde das Cloud Computing Modell für Unternehmen an Attraktivität gewinnen.

9 Fazit

Abschließend soll ein Fazit über die Erkenntnisse, die bei der Durchführung der Studie gewonnen wurden, gezogen werden. Die vorgestellten Virtualisierungstechnologien haben eine Marktreife und Verbreitung erlangt, die ausreichend ist um als empfehlenswert zu gelten. Es gibt eine Auswahl an Virtualisierungsplattformen, die in Teilen kompatibel zueinander sind. Ein Markt mit Drittanbietern zur Verbreitung und Unterstützung dieser Plattformen hat sich etabliert. Dies führt zu einer Investitionssicherheit, die das Konzept der Virtualisierung als attraktive Alternative zum herkömmlichen Rechenzentrumsbetrieb erscheinen lässt.

Cloud Computing Plattformen haben derzeit an mehreren Punkten Schwierigkeiten sich durchzusetzen. Zunächst stellt das uneinheitliche Verständnis des Begriffs das erste Hindernis zur weiteren Verbreitung dar. Bevor ein potentieller Kunde sich über die genauen Konditionen eines Cloud Computing Angebots informieren kann, muss dieser sich zunächst informieren, was der jeweilige Anbieter unter dem Begriff versteht und ob das daraus resultierende Angebot überhaupt zu den Anforderungen des Kunden passt. Dies erhöht den Aufwand zur Recherche und führt zu Irritationen beim Kunden. Auch ist in Diskussionen über das Thema zunächst zu klären, was die Gesprächspartner mit dem Begriff in Verbindung bringen, so dass ein Diskurs über die Thematik schwierig ist und möglicherweise von vielen gemieden wird obwohl sie zur Zielgruppe gehören. Dieser Mangel an Standardisierung führt schlussendlich dazu, dass die Anbieter sich selbst Hindernisse in den Weg zum Kunden gelegt haben, die zunächst wieder beseitigt werden müssen. Es ist zu vermuten, dass Cloud Computing Plattformen eine leichtere Markteinführung erlebt hätten, hätten sich die Anbieter auf ein einheitliches Verständnis geeinigt. Die Standardisierung wird zwar voraussichtlich bedingt durch die Konsolidierung des Marktes in den nächsten Jahren und durch die Nachfrage der Kunden nachträglich erfolgen, jedoch verzögert dieser Prozess den Markterfolg des Cloud Computings um Jahre.

Weiterhin ist es vermutlich häufig nicht möglich, Kunden vom Einsatz der Cloud Computing Plattformen zu überzeugen, wenn elementare Aspekte, wie die Datensicherheit, Einhaltung von gesetzlichen Regelungen oder auch einfach nur garantierte Verfügbarkeiten nicht zureichend geklärt sind. Angebote wie Amazons Elastic Compute Cloud werden aufgrund der vorgenannten Probleme kaum für wichtige Geschäftsprozesse verwendet werden. Somit drängen sich Cloud Computing Angebote selbst in eine Nische für unterstützende, aber nicht erfolgsrelevante Prozesse im Unternehmen ab. Lediglich für kleine, junge Unternehmen stellt Cloud Computing derzeit eine gangbare Alternative dar. Zum einen sind gesetzliche Regulierungen, wie das Bundesdatenschutzgesetz, für kleine Unternehmen leichter umzusetzen. Zum Anderen sind die Mengen an Anwendungen und Daten, die in der Cloud gespeichert und von dort gesichert werden müssen eher gering, so dass der planerische und finanzielle Aufwand für die Sicherung ebenfalls gering ausfallen sollte. Des Weiteren bieten Cloud Computing Plattformen die Möglichkeit in der Gründungsphase des Unternehmens auf die Anschaffung einer kostenintensiven IT-Infrastruktur zu verzichten, so dass der Einstieg für das Unternehmen vereinfacht wird.

Obwohl Cloud Computing eine zukunftsweisende Methodik darstellt, ist diese derzeit für viele Unternehmen noch nicht einsatzbereit. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, eine Beseitigung der Kritikpunkte und der Abbau der Skepsis seitens der potentiellen Kunden wird jedoch noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Es ist allerdings mit Sicherheit anzunehmen, dass sich Cloud Computing Lösungen am Markt etablieren werden, da eine Nachfrage nach derartigen Lösungen durchaus besteht. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stellen auf Virtualisierungstechnologien basierende IT-Infrastrukturen für viele Unternehmen, die die Kosten ihres klassischen Rechenzentrumsbetriebs reduzieren wollen, die bessere Alternative dar.

10 Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 Vgl. Herrmann, Wolfgang, Seite 3
  2. Vgl. Computerwoche
  3. Vgl. Müller, Dietmar (2009)
  4. Auch bekannt als Service orientated architecture (SOA), Vgl. Beinhauer, Herr, Schmidt, Seite 20
  5. Vgl. Eymann, Torsten
  6. Vgl. Leach, Jim, Seite 1
  7. Vgl. Nurmi / Wolski / Grzegorczyk / Obertelli / Soman / Youseff / Zagorodnov
  8. Vgl. Staten, James, Seite 11
  9. Vgl. Guptill / West / McNee, Seite 2
  10. Vgl. Silverstone, Seite 2
  11. 11,0 11,1 Vgl. Gens
  12. Vgl. BDSG, §11
  13. Vgl. Amazon
  14. Vgl. Google
  15. Vgl. Microsoft
  16. Vgl. Google Billing and Budgeting Resources
  17. Vgl. Amazon Amazon Elastic Compute Cloud
  18. Die Tabelle enthält die Preise des Amazon-Angebots für den US-amerikanischen Markt. Für europäische Kunden gelten andere Preise. Google trifft eine solche Unterscheidung nicht.
  19. Vgl. Thorns (2008), Das Virtualisierungs-Buch S.19 Abs.1
  20. Vgl. Was ist Virtualisierung
  21. Vgl. Fünf Gründe für Virtualisierung laut VMWare
  22. Vgl. Thorns (2008), Das Virtualisierungs-Buch, Seite 41f
  23. Vgl. Thorns (2008), Das Virtualisierungs-Buch, Seite 43, Abs. 1, Letzter Satz
  24. Vgl. Thorns (2008), Das Virtualisierungs-Buch, Seite 43f
  25. Monitoring-Systeme
  26. Vgl. Thorns (2008), Das Virtualisierungs-Buch, Seite 47
  27. USV Anlagen
  28. Vgl. Microsoft
  29. Vgl. Virtualbox
  30. Vgl. VMWare
  31. 31,0 31,1 Vgl. Parallels
  32. Vgl. Über Microsoft
  33. Vgl. Microsoft Produktpalette
  34. Zitat Abs. 1, Satz 1
  35. VMWare Produkte
  36. Vgl. Produkte für Unternehmen
  37. Übernahme von Innotec
  38. Virtualbox
  39. Weitere Produkte von Sun
  40. 40,0 40,1 DTS Systeme
  41. Vgl. BDSG
  42. Vgl. AWS Customer Agreement, Absatz 7
  43. Vgl. RAID im Überblick und Untersuchung zur Anwendung von Raid-Systemen
  44. Vgl. Servervirtualisierung in Europa 2008
  45. 45,0 45,1 Vgl. Innovations-Report

11 Literatur und Quellenverzeichnis

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