Das eBook als Nachfolger der Printmedien - Eine Untersuchung zu Potential und Hemmnissen elektronischer Literatur
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| Name des Autors / der Autoren: | Leana Witt |
| Titel der Arbeit: | Das eBook als Nachfolger der Printmedien - Eine Untersuchung zu Potential und Hemmnissen elektronischer Literatur |
| Hochschule und Studienort: | FOM Essen |
Inhaltsverzeichnis |
1 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Amazon Kindle 2 |
| 2 | Sony PRS-600 |
2 Tabellenverzeichnis
| Tabelle Nr. | Quelle |
|---|---|
| 1 | Vergleich der technischen Merkmale Kindle 2, Reader PRS-505 und Reader Touch Edition |
| 2 | Vergleich der eBook Formate |
| 3 | Übersicht eBook Plattformen |
3 Einleitung
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit Hemmnissen und Potentialen elektronischer Literatur. Anlass für die Seminararbeit war die immer weitere Ausbreitung elektronischer Literatur. Um die Thematik umfassend darstellen zu können, muss zu allererst die Entwicklung des eBooks als geschichtlicher Überblick aufgezeigt werden. Anschließend wird die technische Umsetzung betrachtet, damit danach ein Blick auf die Ausgabegeräte geworfen werden kann. Es müssen für die Marktbetrachtung auch die Formate berücksichtigt werden.
Eine eindeutige Definition des Begriffs eBook zu treffen ist schwierig. In verschiedener Literatur werden unterschiedliche Definitionen benutzt.
Ein eBook kann zum einen ein elektronisches Lesegerät sein, über das verschiedene digitalisierte Inhalte angezeigt und gelesen werden können. Ein anderer Begriff für elektronische Lesegeräte ist eBook-Reader.
Zum anderen wird eBook im Zusammenhang mit dem Leseinhalt für ein elektronisches Lesegerät verstanden, dies ist die gebräuchlichere Definition.
Dabei muss beachtet werden, dass damit auch die Digitalisierung von Buchinhalten gemeint sein kann, die auf CD-ROMs vertrieben wird. Es muss sich bei einem eBook also nicht zwangsläufig um eine digitale Ausgabe eines Buchs handeln, das nur mit speziellen Lesegeräten abspielbar ist.
In dieser Seminararbeit wird unter dem Begriff eBook die digitalisierte Ausgabe eines gedruckten Buchs verstanden[1].
Auch die Schreibweise von eBooks ist in der Literatur verschieden. So ist die Schreibweise E-Book, EBook oder eBook möglich. Für diese Seminararbeit wird die einheitliche Schreibweise eBook verwendet.
4 Entwicklung des eBooks (Geschichtlicher Überblick)
EBooks im oben beschriebenen Sinne gibt es schon relativ lange auf dem Markt, allerdings konnten diese meist nur auf Computern, Laptops oder PDAs angezeigt werden und man benötigte für die Anzeige der verschiedenen Formate spezielle Software. Das geläufigste Format in den Anfangsphasen war dabei das pdf-Format, das über den kostenfreien Adobe Reader angezeigt werden kann.
Die ersten speziellen Lesegeräte für eBooks kamen 1998 in den USA auf den Markt[2].
Dies waren zum einen das Rocket eBook von Nuovo Media, aber auch der GEB 1100 und GEB 1200 von Gemstar sowie der Franklin eBookman[3]. Zu der gleichen Zeit nahmen auch die Geräte und Handhelds zu, die eBooks lesen konnten.
Aufgrund der Konkurrenz der anderen möglichen Anzeigegeräte und des geringen Lesekomforts der speziellen Lesegeräte konnten sich die speziellen eBook Reader nicht durchsetzen[4]. Die Produktion der Lesegeräte wurde schon nach kurzer Zeit wegen Erfolglosigkeit eingestellt. Das Scheitern der ersten Generation lässt sich vor allem mit dem hohen Preis der Lesegeräte und dem sehr kleinen Angebot an Titeln für die einzelnen Lesegeräte erklären. Hinzu kam der schlechte Lesekomfort und die wenigen Zusatzfunktionen, durch die sich die Lesegeräte nicht genug von ihren gedruckten Konkurrenten abheben konnten.
Danach wurden die meisten eBooks im pdf-Format für mobile Geräte wie PDAs angeboten, bis 2007 die 2. Generation der Lesegeräte durch den Amazon Kindle eingeläutet wurde[5]. Inzwischen haben einige Hersteller z.B. die Firma Sony nachgezogen und ebenfalls neue Lesegeräte mit neuen Technologien auf den Markt gebracht.
Bei den neuen Technologien handelt es sich vor allem um eine neue Displaytechnologie, die den Lesekomfort erhöht. Außerdem wurden die Reader immer leichter und ähneln so immer mehr einem Taschenbuch. Dies alles macht es für die Kunden einfacher, sich für ein eBook zu entscheiden. Desweiteren gibt es die ersten eBook Reader mit Touch-Display, die die Bedingung vereinfachen.
Mittlerweile arbeiten die meisten Hersteller schon an den Lesegeräten der 3. Generation[6].
Bei den Readern der 3. Generation sollen farbige Displays möglich sein, und durch erweiterte Funktionen soll der Lesekomfort noch weiter verbessert werden.
Seit Herbst 2009 bietet Amazon sein Lesegerät Kindle auch in Deutschland an, allerdings ist das Angebot an deutschsprachiger Literatur noch sehr gering und es gibt hauptsächlich englischsprachige Literatur.
5 Technische Umsetzung
In diesem Kapitel soll die technische Umsetzung beschrieben werden, dabei soll vor allem auf die Schwierigkeiten bei der Digitalisierung, die neuartigen Displaytechnologien und die verschiedenen Funktionen der eBook Reader eingegangen werden.
5.1 Digitalisierung der gedruckten Bücher
Um eBooks in verschiedenen Formaten erstellen zu können ist ein Prozess der Digitalisierung notwendig. Dieser ist abhängig vom Ausgangsmaterial des jeweiligen Buches vorhanden ist und beeinflusst so maßgeblich die Qualität des späteren eBooks.
Bei älteren Büchern ist meist nur die gedruckte Version erhältlich, die zur Digitalisierung eingescannt werden muss. Beim Scannen gibt es verschiedene Verfahren[7], um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es ist so möglich einen normalen Scan vorzunehmen, dabei muss darauf geachtet werden, dass die natürliche Krümmung des Buches nicht sichtbar wird, um einen guten Lesekomfort gewährleisten zu können.
Die zweite Variante ist der Aufsicht-Scan, dieser wird vor allem bei alten empfindlichen Auflagen von Büchern verwendet. Bei diesen Büchern besteht die größte Priorität darin, dass Buch nicht zu beschädigen. Dazu wird jede einzelne Seite von Hand eingescannt und zuvor mit einer Glasplatte vorsichtig geglättet, um die Krümmung des Buches auszugleichen[8].
Die dritte Möglichkeit ist der Durchzug-Scan, dieser wird bei Büchern verwendet, die zwar nur noch in gedruckter Form vorliegen, von denen es aber noch einige Ausgaben gibt. Der Durchzug-Scan sieht vor, dass der Buchrücken der gedruckten Vorlagen abgeschnitten wird und so die Seiten einzeln eingezogen werden können. Es ist aber auch möglich, Montagefilme aus der Druckvorstufe über einen Durchzug-Scan zu digitalisieren[9].
Bei allen drei Varianten müssen nach dem Einscannen der Vorlagen noch einige Schritte zur Überprüfung durchgeführt werden. Zuvor muss allerdings die eingescannte Datei in eine Textdatei umgewandelt werden, dazu wird meist ein Texterkennungsprogramm verwendet. Danach muss die Datei von Hand auf Lesefehler überprüft werden, die bei einer automatischen Texterkennung immer vorkommen können. Des Weiteren muss der Text neu strukturiert werden, dass heißt, dass jede Textzeile nach ihrer Bedeutung für das gesamte Dokument eingeordnet werden muss. Zu diesen Bedeutungen gehören zum Beispiel Überschriften oder spezielle Absätze, die von einem Texterkennungsprogramm nicht erkannt werden.
Es muss ebenfalls gewährleistet werden, dass eine Stichwortsuche durchgeführt und ein Index erstellt werden kann.
Am Schluss dieses Prozesses kann eine Konvertierung in das gewünschte Format erfolgen.
Anders ist das Verfahren, wenn das Buch bereits in digitaler Form aus der Druckvorstufe vorliegt. Auf dieser Grundlage ist es relativ einfach ein eBook herzustellen, da die vorliegende Datei meist einfach in das gewünschte Format formatiert werden kann.
Die meisten neuen Bücher werden direkt sowohl als Printversion als auch als digitalisierte Version aufbereitet, um eine spätere Veröffentlichung als eBook zu ermöglichen.
5.2 Technische Hintergründe der eInk-Technologie
Die sogenannte eInk-Technologie findet Anwendung bei allen eBook Lesegeräten der neueren Generation. Mit dieser Technologie ist eine neuartige Display-Technologie gemeint, die den Lesekomfort für die Benutzer von eBook-Lesegeräten erhöhen soll.
Es wird versucht, Papier mit Hilfe von elektronischen Standards nachzuahmen, um ein flimmerfreies Display herstellen zu können[10].
Technisch ist das Display dazu mehrschichtig aufgebaut, und es wird das Verfahren der Elektrophorese zu Hilfe genommen.
Elektrophorese bezeichnet dabei die Wanderung von elektrisch geladenen Teilchen innerhalb einer Trägerschicht. Innerhalb eines eInk Displays werden diese elektrisch geladenen Teilchen zur Darstellung von Buchstaben und Bildern verwendet. Diese schwimmen in einer Lösung des mehrschichtigen Displays und werden Mikrokapseln genannt[11]. Diese Mikrokapseln weisen eine unterschiedliche Ladung auf und sind je nach Ladung entweder schwarz oder weiß eingefärbt. Dies führt dazu, dass durch Anlegen einer Spannung erreicht werden kann, dass entweder nur die schwarzen oder weißen Mikrokapseln an der Oberseite des Displays sichtbar werden[12].
Der Nachteil der derzeitigen Technologie ist, dass nur die Möglichkeit besteht schwarz-weiß anzuzeigen, nicht aber die Darstellung farbiger Bilder oder Texte. An der Herstellung von farbigen Displays wird derzeit noch gearbeitet, sie sind allerdings noch nicht serienreif. Es ist zurzeit vorgesehen, Farbfilter über das Display zu legen, um damit eine Färbung mittels RGB zu erreichen.
Ein weiterer Nachteil ist die geringe Auflösung, die durch die Größe der Mikrokapseln begrenzt wird, da eine Mikrokapsel mit einem Pixel gleichzusetzen ist. Die Auflösung mit 160dpi ist meist noch deutlich geringer als bei hochwertigen Drucken. Auch der Kontrast ist aufgrund der fehlenden Hintergrundbeleuchtung relativ gering. Ebenso dauert das Umblättern mit 0,5 bis 2 Sekunden recht lang[13].
Ein Vorteil dieser Technologie ist, dass das Display kein Licht ausstrahlt und so die gleichen Eigenschaften wie Papier besitzt, sodass auch beim Lesen über ein solches Display eine Lampe im Dunkeln benötigt wird. Dies führt ebenfalls dazu, dass das Display auch bei starker Sonneneinstrahlung nicht reflektiert und ein entspanntes Lesen möglich ist. Es ist ebenso möglich, aus jedem Blickwinkel den Inhalt des Displays lesen zu können[14], dies ist anders als bei LCD-Displays, bei denen sich mit verändertem Blickwinkel das Bild nicht mehr erkennen lässt. Ein großer Vorteil der eInk-Technologie besteht darin, dass nur bei einer Veränderung der Ansicht Strom benötigt wird, die reine Anzeige eines Texts erfolgt spannungslos, sodass lange Akkulaufzeiten möglich sind[15].
Weitere Entwicklungsmöglichkeiten des eInk Displays bestehen darin, dass auch flexibles Plastik anstelle von Glas als Trägermaterial verwendet werden kann. Dies liegt vor allem an der Verwendung von Mikrokapseln, die sich an die Form des Trägermaterials anpassen können.
So können mit Hilfe dieser Technologie nicht nur Displays für eBook Reader, sondern auch große zusammenrollbare Displays hergestellt werden.
5.3 Funktionen
Mit der elektronischen Darstellung von Büchern ergeben sich auch weitere Funktionen, die mit einem gedruckten Buch nicht möglich waren. Dazu gehört die Suchfunktion, die in einigen eBook-Lesegeräten bereits mit integriert wurde. Außerdem ist das Setzen von Lesezeichen oder Markierungen einfacher handhabbar.
Eine auch schon integrierte Funktion ist die Darstellung des Texts in verschiedenen Größen, sodass das Lesen der Texte angenehmer wird. Inzwischen sind auch die ersten eBook Reader mit Touch Displays verfügbar, sodass die Handhabung der verschiedenen Funktionen noch einfacher wird. Insbesondere wird mit diesen Geräten das Markieren spezieller Textabschnitte erleichtert und die Bedingung wird der eines Printmediums weiter angeglichen.
Auch ein Anspringen verschiedener Kapitel und der Wechsel zwischen den Büchern ist einfach möglich.
6 Marktanalyse
6.1 Anzeigemöglichkeiten
In diesem Kapitel soll kurz auf die verschiedenen Anzeigemöglichkeiten für eBooks eingegangen werden.
6.1.1 eBook-Reader
Für die Anzeige können spezielle eBook-Reader verwendet. Diese haben meist keine andere Funktion als eBooks im entsprechenden Format anzuzeigen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass es bislang kein einheitliches Format für eBooks gibt. Deswegen hat oft jede Firma ihr eigenes Format, welches auch nur mit dem von dieser Firma hergestellten Reader gelesen werden kann.
Spezielle eBook-Reader haben viele Funktionen, die auch mit einem Printmedium realisiert werden können. So ist es möglich Lesezeichen, zu setzen und spezielle Textstellen zu markieren.
Durch die zuvor beschriebene eInk Technologie erscheint das Display wie eine Buchseite. Das Display reflektiert und flimmert nicht[16]. Es ist ebenso notwendig im Dunkeln eine Lampe zum Lesen zu benutzen, da das Display selbst nicht leuchtet.
Auch das Format der eBook-Reader passt sich immer mehr einem normalen Taschenbuch an.
Als Zusatzfunktionen bieten die meisten eBook-Reader die Möglichkeit, den Text zu vergrößern, sodass auch Menschen mit einer Sehbehinderung Bücher leichter lesen können.
Außerdem bestechen die meisten eBook-Reader durch ihre große Speicherkapazität und die leichte Bauweise. So ist es mittels der speziellen eBook Reader möglich, sehr viele Bücher auf sehr kleinem Raum überall hin mitzunehmen[17]. Auch versuchen die meisten eBook Reader Hersteller, den Readern ein möglichst buchähnliches Aussehen zu geben[18].
eBook Reader bieten auch die Möglichkeit, abseits des Lesens Funktionen zu nutzen, so ist es beispielsweise mit einigen eBook Readern möglich, Musik abzuspielen oder eine Wörterbuchfunktion ist mit integriert. Geplant ist bei einigen Herstellern auch die Anbindung der eBook Reader an das Internet, sodass eine gleichzeitige Internetrecherche realisiert werden kann.
6.1.2 Software
Um die verschiedenen eBook Formate anzeigen zu können muss nicht unbedingt ein teurer eBook Reader verwendet werden. Es ist auch verschiedene Software verfügbar, mit der eBook Formate beispielsweise auf dem PC angezeigt werden können. Die bekannteste Software ist der Adobe Reader, der kostenlos von Adobe zur Verfügung gestellt wird. Diese Software kann das Format PDF angezeigen.
Das Mobipocket Format kann mit einem speziellen Mobipocket Reader angezeigt werden, dieser ist ebenfalls kostenlos im Internet verfügbar und unterstützt auch die Anzeige anderer Formate.
Auch über den Microsoft Reader ist die Anzeige verschiedener eBook Formate möglich wie z.B. LIT.
Aber auch das favorisierte EPUB-Format kann mit einem kostenlosen Reader inzwischen auf fast allen Geräten angezeigt werden.
Bei der Software muss darauf geachtet werden, dass der Lesekomfort je nach Gerät abnimmt. Hierfür ist die Größe des Displays maßgeblich. Dabei hat auch das Format Einfluss auf den Lesekomfort, je nach Format ist die Anpassung an die Größe des Bildschirms möglich oder nicht. So kann es vorkommen, dass der Benutzer scrollen muss, um eine komplette Zeile sehen zu können. Dies ist gerade bei längeren Texten zeitraubend und unkomfortabel.
Außerdem ist die unterschiedliche Software mit verschiedener Hardware kompatibel. So muss darauf geachtet werden, für welche Hardware wie beispielsweise Computer oder PDAs die Software benutzt werden kann.
6.1.3 Andere Geräte
Es gibt verschiedene andere Geräte, die über Software verfügen mit der man eBooks ebenfalls lesen kann.
Zu diesen Geräten gehören Handhelds, Palms und Smartphones. Diese bieten allerdings weniger Komfort als die speziellen eBook Reader, es sei denn sie haben ein großes Display, wie beispielsweise das iPhone. Die Funktion zum Lesen von eBooks ist bei diesen Geräten nur eine Nebenfunktion, und bei der Anpassung der eBooks an das entsprechende Gerät können meist nur einige wenige Zeilen angezeigt werden. Dies liegt an der geringen Größe des Gerätedisplays. Meist sind auch spezielle Programme auf dem Gerät nötig, um die speziellen eBook Formate anzeigen zu können. Diese sind allerdings für fast alle Geräte verfügbar.
Die Vorteile des eInk Displays, die bei speziellen eBook Readern vorhanden sind, sind bei den meisten anderen Geräten nicht zu erkennen.
Allerdings haben die meisten Menschen die vorgenannten Geräte immer dabei und müssen so nicht ein zusätzliches Gerät zum Lesen mitnehmen.
Allerdings ist es meist nicht möglich, kopiergeschützte eBooks auf Smartphones anzuzeigen, da es in Deutschland noch keine passende Software gibt.
Vor allem das iPhone gewinnt immer mehr an Bedeutung, dies wird vorangetrieben durch das große Touch Display des iPhones. Zurzeit ist zudem ein App mit Unterstützung von Adobe DRM in Planung.
Der Vorteil von nicht speziellen eBook Readern ist vor allem das Farbdisplay, die schnellen Umschaltzeiten und die meist verfügbare Internetverbindung, die einen direkten Kauf eines eBooks ermöglicht.
6.2 E-Book-Reader
In diesem Kapitel sollen exemplarisch die zwei zurzeit erfolgreichsten Lesegeräte für eBooks mit ihren Eigenschaften vorgestellt werden.
6.2.1 Amazon Kindle
Der Amazon Kindle ist ein Reader, der vom Internethändler Amazon seit der Markteinführung im November 2007 angeboten wird[19]. Von der äußeren Erscheinungsform ist der Amazon Kindle ein typischer eBook Reader. Er besitzt ein 6“ großes eInk Display und die Möglichkeit, etwa 1500 Bücher auf dem 2GB großen internen Speicher abzulegen[20].
Der Amazon Kindle 2 besitzt eine Tastatur mit englischem Layout zur Menüsteuerung.
Um Bücher auf dem Reader anzuzeigen müssen diese in einem speziellen Format vorliegen, dem AZW Format[21]. Dieses bildet eine Erweiterung des Mobipocket Formats um einen DRM Schutz[22]. Dieser bewirkt, dass die Benutzerdaten und die Gerätekennung mit einer in der AZW-Datei gespeicherten Lizenz abgeglichen werden. Dies führt dazu, dass eine gekaufte AZW-Datei nur auf einem ganz bestimmten Reader angezeigt werden kann.
Zusätzlich können standardisierte Text- und Bildformate wie TXT oder JPEG angezeigt werden, allerdings keine speziellen anderen eBook Formate und auch kein PDF-Format.
Die Bücher können über ein geschlossenes System zwischen Webshop und Lesegerät gekauft werden[23]. Dazu gibt es am Reader selbst eine drahtlose Schnittstelle, über die Bücher direkt aus dem Webshop bezogen werden können. Diese Schnittstelle ist international nutzbar und es ist darüber möglich, innerhalb von 60 Sekunden die Bücher drahtlos auch ohne PC Schnittstelle zu empfangen[24].
Dazu hat Amazon ein so genanntes Whispernet eingeführt, das eine drahtlose Internetverbindung über das Mobilfunknetz ermöglicht. Über diese Verbindung ist nur der Amazon eBook Shop erreichbar und verursacht keine weiteren Kosten für den Nutzer.
Zusatzfunktionen besitzt der Reader auch, sodass 6 verschiedene Schriftgrößen eingestellt werden können und Notizen, Lesezeichen, Hervorhebungen und eine Suchfunktion integriert wurden.
Das größte Problem für die Benutzung von deutschen Kunden stellt das sehr geringe Angebot an Büchern dar. Bis zum November 2009 sind noch keine deutschsprachigen Bücher verfügbar, während bei der Markteinführung in den USA sehr viele englischsprachige Titel verfügbar waren[25].
Dieses geringe Angebot an Büchern ist auch mit dem sehr speziellen Format zu erklären, sodass deutsche Kunden auch nicht die Möglichkeit haben, Bücher anderer Anbieter auf dem Amazon Kindle anzuzeigen.
6.2.2 Sony Reader
Der Sony Reader PRS-600 ist der Nachfolger des ersten Sony eBook Readers Sony PRS-505. Er verfügt über ein 6“ eInk Display, das über eine Grauschattierung mit 8 Abstufungen verfügt. Der Reader verfügt über einen relativ kleinen internen Speicher von 512MB und reicht etwa für 360 Bücher. Der interne Speicher kann über einen Kartenslot mit Hilfe eines Memory Sticks oder einer SD Karte erweitert werden[26].
Der Sony Reader unterstützt verschiedene geschützte und ungeschützte Formate. Zu den geschützten speziellen eBook Formaten gehört das als Standard angestrebte EPUB Format und das Format BB eBook. Unter einem geschützten Format wird ein Format verstanden, dass über einen DRM-Schutz verfügt und so das Urheberrecht schützt[27]. Wie genau dieser Schutz beim EPUB Format funktioniert ist bis jetzt noch nicht bekannt. Allerdings ist der spezielle DRM-Schutz an den Sony Shop für eBooks gekoppelt.
Zusätzlich können noch standardisierte Text- und Bildformate angezeigt werden wie PDF, TXT oder JPEG. Der Sony Reader versucht, das Originallayout des PDFs umzuformatieren, um sie an die Displaygröße anzupassen[28].
Bilddateien können nur in schwarz-weiß angezeigt werden, allerdings stehen für diese Darstellung 8 Graustufen zur Verfügung.
Die verschiedenen Bücher können nicht wie beim Amazon Kindle über eine drahtlose Schnittstelle übertragen werden, sondern es ist unbedingt ein PC mit einer speziellen Software von Sony notwendig. Das bedeutet für den Benutzer, dass er nicht von überall Bücher kaufen kann, sondern nur an PCs, die über diese spezielle Software verfügen[29]. Ohne diese Software ist eine Übertragung der eBooks auf den Reader nicht möglich. Für den Erwerb von eBooks kooperiert Sony in Deutschland mit dem Onlinehändler libri.de und der Buchhandelskette Thalia.
Als Zusatzfunktionen verfügt der Sony Reader über die Möglichkeit, die Schrift in 3 verschiedenen Größen darzustellen, sowie das Suchen im Text, die Hervorhebung und das Einfügen von Bemerkungen, Notizzetteln und Merkzetteln. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit mp3-Dateien abzuspielen.
Ein großer Vorteil dieses Readers ist die Unterstützung des als Standard angestrebten Format EPUB. So ist es für den Käufer möglich, nicht nur aus dem herstellereigenen Shop Bücher zu beziehen. Der Käufer bekommt die Möglichkeit, auch bei freien Händlern wie libri.de Bücher zu kaufen, die dann mit Hilfe der Sony Software auf den Reader übertragen werden können. Diese Möglichkeit hat zur Folge, dass das Angebot an deutschsprachigen Büchern größer ist und der Käufer so aus einer breiteren Auswahl an Büchern wählen kann.
Vergleich der technischen Daten der eBook Reader:
| Modell | Kindle 2 | Reader PRS-505 | Reader Touch Edition | |
| Hersteller | Amazon | Sony | Sony | |
| Lieferumfang | Kurzanleitung, USB-Kabel, Usb-Stromteil für USA | Kurzanleitung, USB-Kabel, Leder-Etui | Kurzanleitung, USB-Kabel, Stoffhülle, Eingabestift | |
| Display | 600x800 (167 dpi), 16 Graustufen | 600 x 800 (167 dpi), 8 Graustufen | 600 x 800 (167 dpi), 8 Graustufen | |
| Verfügbarer Speicherplatz | 1524 Mbyte | 192 Mbyte | 391 Mbyte | |
| Schnittstellen | Micro-USB, 3,5-mm-Klinke | Mini-USB, 3,5-mm-Klinke, SD/HC- und Memory-Stick-Slot | Mini-USB, 3,5-mm-Klinke, SD/HC- und Memory Stick | |
| Touchscreen/Digitizer/Tastatur | -/-/vorhanden | -/-/- | vorhanden/-/- | |
| E-Books | ||||
| E-Book-Formate | Mobipocket, TXT | Epub, PDF, RTF, TXT | Epub, PDF, RTF, TXT | |
| DRM-Formate | AZW (Kindle) | Adobe Adept (Epub, PDF), BBeB (LRF) | Adobe Adept (Epub, PDF), BBeB (LRF) | |
| Schriftstufen, min. bis max. Größe in mm | 6 Stufen, 2 bis 4mm | 3 Stufen, 2 bis 3,5 mm | 5 Stufen, 2 bis 7 mm | |
| Mitgelieferte E-Books | - | Zwei deutschsprachige Romane | - | |
| Funktionsumfang | ||||
| Bildbetrachter (Formate) | - | BMP, GIF, JPEG, PNG, TIF | BMP, GIF, JPEG, PNG, TIF | |
| Audioplayer (Formate) | MP3 | AAC, MP3 | AAC, MP3 | |
| Notizen (ASCII/handschriftlich) | Vorhanden/- | - | vorhanden/vorhanden | |
| Lesezeichen/Textmarkierungen | vorhanden/vorhanden | vorhanden/- | vorhanden/vorhanden | |
| Sonstiges | Text-toSpeech, englisches Wörterbuch, HSDPA/Edge (Zugriff auf Online-Shop und en.wikipedia.org), Konvertierungsdienst für diverse Text- und Bildformate | - | englisches Wörterbuch, Skizzen-Editor | |
| Messungen, Maße, Gewicht | ||||
| Laufzeit (Seitenwechsel/Audioausgabe) | > 15 000 S./12 Std. (bei abgeschalt. Modem), 2 bis 4 Tage mit UMTS | 6800 S./ 6Std. | 7800 S./ 6 Std. | |
| Reaktionszeit Display in Sek. | 0,8 | 1,2 | 0,9 | |
| Maße und Gewicht | 204 mm x 135 mm x 10 mm, 297 g | 175 mm x 123 mm x 9mm, 251 g | 176 mm x 122 mm x 10 mm, 284 g | |
| Bewertung | ||||
| ... | ||||
Quelle: c't Ausgabe 25 vom 23.11.2009
6.3 Ausgabeformate
Da im Moment noch kein einheitlicher Standard für eBooks existiert, ist es schwierig, alle Möglichkeiten der Ausgabeformate darzustellen. Deswegen wird hier nur der Standard näher vorgestellt, der der wahrscheinlichste ist. Alle anderen Standards sollen kurz erwähnt werden ohne näher auf diese einzugehen. Desweiteren soll in diesem Kapitel auf die Problematik des Urheberrechts eingegangen werden und die Möglichkeit des digitalen Rechtemanagements erläutert werden.
6.3.1 Standardisierung
Zurzeit gibt es noch kein Standardformat für eBooks, jeder Hersteller von Lesegeräten benutzt meist ein eigenes Format. Dies führt dazu, dass der Markt von eBooks und eBook-Reader sehr unübersichtlich für die Kunden ist und Anbieter von eBooks meist mehrere Formate anbieten müssen. Auch die Hersteller der eBook Reader sind dadurch dazu verpflichtet, mehrere Formate zu unterstützen, wenn sie den Kunden eine breite Auswahl an eBooks zur Verfügung stellen wollen. Anderenfalls entstehen abgeschottete Systeme aus eBook Readern und eBooks von demselben Hersteller. Auf diese Weise wird das Marktwachstum gehemmt.
Es gibt 3 wichtige Formate: mobipocket, EPUB und PDF. Das Format mobipocket ist das Herstellerformat von Amazon für das Lesegerät Kindle. Dabei setzt Amazon auf eine komplett geschlossene Infrastruktur, um die Kunden an ihr Lesegerät zu binden.
Verantwortlich für dieses Format ist ein französischer Hersteller gleichen Namens, dieser ist auch der Entwickler des AZW-Formats, aus dem auch das mobipocket-Format entstanden ist[30] . Das Format mobipocket wurde um einen DRM-Schutz erweitert, um es für Amazon zu spezifizieren.
Eine Software zum Lesen dieses Formats steht für PDAs und PCs kostenlos zur Verfügung.
Ein Problem bei diesem Format besteht darin, dass nicht alle Funktionen auf jedem Gerät verfügbar sind. Ansonsten bietet das Format vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, so kann das Textlayout dem Display automatisch angepasst werden und die Spaltendarstellung kann frei gewählt werden[31]. Des Weiteren können die Dokumente mit Lesezeichen, Anmerkungen und farbigen Hervorhebungen versehen werden.
Das Format bietet ebenfalls eine volle Durchsuchbarkeit. Ein Nachteil dieses Formats ist, dass Amazon bestimmen kann, auf welchen Geräten das eBook angezeigt werden kann[32].
Das wohl bekannteste Format ist das PDF-Format. Dieses Format ist den meisten nicht durch seine Verwendung in eBooks bekannt, sondern durch die Benutzung auf dem PC.
Es ist das wichtigste Standardformat für digitale Texte[33]. Die Erstellung eines PDF-Dokuments ist nicht kompliziert und kann von nahezu jedem erstellt werden.
Ein großes Problem bei der Verwendung von PDF ist, dass sich die Größe der Schrift und das Seitenformat nicht der Größe des Displays anpasst, da es nicht für mobiles Lesen konzipiert ist. Einige Lesegeräte bieten jedoch die Möglichkeit, das Originallayout zu verändern. Diese Methode verursacht allerdings einige Fehler vor allem bei komplexen Textstrukturen.
Allerdings kann das PDF auf nahezu jeder Hard- und Softwareplattform ohne Unterschied dargestellt werden, weil alle grafischen Informationen der Quelldatei übernommen werden. Außerdem ist es möglich, auch interaktive Inhalte anzuzeigen.
Verwendet wird das PDF-Format meist für digitale Lehrbücher, Wissenschaftspublikationen und technische Dokumentationen mit vielen Grafiken und Abbildungen[34].
Das dritte Format ist das vom International Digital Publishers Forum (IPDF) unterstützte Format[35]. Die IPDF ist ein Zusammenschluss von Verlagsgruppen, Hard- und Software-Produzenten und Online-Händlern. Die für das eBook wichtigsten, wie libri.de, Amazon und Mobipocket, gehören ebenfalls diesem Zusammenschluss an.Ziel dieses Zusammenschlusses ist die Organisation des Handels und die Standardisierung der Formate.
Dieser Zusammenschluss hat für eBooks den Standard EPUB auf den Weg gebracht, um ein plattformunabhängiges Format zu erreichen. Das EPUB-Format basiert auf XML und ist so für alle Applikationen anpassbar. Das Format stellt ein offenes, von allen nutzbares Format dar. Ziel der Entwicklung ist es, digitale Bücher mit frei fließendem Text zu veröffentlichen.
Der EPUB-Standard setzt sich aus 3 verschiedenen anderen Standards zusammen, die ebenfalls durch IPDF etabliert wurden. Zu diesen 3 Standards gehört der Open Publication Standard (OPS). Dieser beschreibt den Inhalt des eBooks. Das zweite Format ist das Open Packaging Format (OPF), dieses legt die Struktur des eBooks fest und liefert alle notwendigen Metadaten. Das dritte Format ist das Open Container Format (OCF), dieses stellt die Verpackung des Inhalts in einem Container dar vergleichbar einem ZIP-Archiv[36]. Des Weiteren ermöglicht dieses Format die Nutzung eines DRM-Schutzes und kann Bilder und Flash-Animationen integrieren.
Zusätzlich ist es bei diesem Format möglich, Layoutmerkmale fix abzubilden, damit beispielsweise die Original-Seitenzahlen der Printausgabe erhalten bleiben. Da dieses Format ein offenes Format ist, kann jeder seine eigenen Texte als EPUB erstellen.
Die Entwicklung eines einheitlichen Standards soll die Zusammenarbeit zwischen Verlegern, Händlern und Herstellern vereinfachen.
Ein großer Vorteil dieses Formats ist, dass es nicht nur als Endprodukt, sondern auch als Zwischenstufe zur Konvertierung in andere Formate genutzt werden kann. Es kann also als crossmediale Aufbereitung für verschiedene Ausgabekanäle genutzt werden[37].
Zurzeit wird dieses Format schon von vielen eBook-Readern genutzt, so zum Beispiel vom Sony Reader, Cybook Gen3 und txtr Reader.
Eine große Ausnahme ist Amazon, diese verwenden wie bereits beschrieben ausschließlich das AZW-Format.
| Format | Windows | Smartphones | Kindle | E-Book-Reader Epub |
| TXT | vorhanden | vorhanden | vorhanden | vorhanden |
| HTML | Webbrowser | Webbrowser | vorhanden | teilweise |
| Epub | Adobe Digitals Edititons, Calibre, Fbreader, Sony eBook Library, Stanza | FBreaderJ, Aldiko (Andiod); Stanza (iPhone) | -
| vorhanden |
| Adobe Reader, Foxit, GSview | -
| -
| vorhanden | |
| Adobe DRM (Epub, PDF) | Adobe Digitals Editions, Sony eBook Library | -
| -
| vorhanden |
| Mobipocket | Fbreader, Mobipocket Reader, Stanza | Mobipocket Reader, Stanza | vorhanden | -
|
| Mobipocket DRM | Mobipocket Reader | Mobipocket Reader | -
| -
|
| AZW ohne DRM | Amazon Kindle for Windows, Stanza | Stanza (iPhone) | vorhanden | -
|
| AZW DRM (Kindle Books) | Amazon Kindle for Windows | -
| vorhanden | - |
Quelle: c't Ausgabe 25 vom 23.11.2009
6.3.2 Digitales Rechtemanagement
Unter dem Digitalen Rechtemanagement versteht man die Beschreibung, Identifikation, Handel, Schutz, Kontrolle und Zurückverfolgung aller Formen von Nutzungsrechten[38]. Ziel des DRM ist es, auch bei digitalen Medien die Einhaltung der Urheberrechte zu gewährleisten.
Technisch wird beim DRM ein sogenanntes Wasserzeichen in die Codierung und Verschlüsselung mit eingearbeitet[39]. Dies führt dazu, dass die gekaufte Kopie des eBooks immer genau identifiziert werden kann. Es kann allerdings auch dazu führen, dass die Rechte des Benutzers sehr eingeschränkt werden, wenn beispielsweise das Wasserzeichen eines eBooks auf die Seriennummer des eBook-Readers zugelassen ist. Dies führt dazu, dass das eBook nur auf einem einzigen eBook-Reader angezeigt werden kann.
Zudem stellt das DRM Regeln im Umgang mit digitalen Medien auf, sodass die Verleger die Menge der eBooks limitieren können.
Der DRM-Schutz wurde von Adobe entwickelt, mit ihm kann auch die Funktion „Copy & Paste“ verhindert werden. Das bedeutet, dass es dem Benutzer nicht möglich ist, Teile des eBooks zu kopieren und beispielsweise in ein Textdokument einzufügen. Beim DRM-Schutz von Adobe muss der Nutzer ein Konto bei Adobe einrichten, in dem es dann möglich ist, einzelne Lesegeräte für die eBooks freizuschalten. Diesen Schutz benutzt beispielsweise Sony. Dabei wird beim Kauf eines eBooks im Sony Online Shop nur ein Zertifikat heruntergeladen, das mit dem mitgelieferten Programm von Sony den eigentlichen Download initiiert. Erst danach können die eBooks über USB auf den Reader übertragen werden[40].
Amazon benutzt einen ähnlichen Kopierschutz, allerdings ist dabei der direkte Download über das Whispernet von Amazon möglich[41].
Der DRM-Schutz wird nicht nur bei eBooks angewendet, sondern auch bei Software und DVDs. In der Musikindustrie wird diese Form des Schutzes nicht mehr angewendet, da sie zu teuer und unflexibel war. Bei Musikdateien ist es möglich und auch erwünscht, dass diese auf verschiedenen Medien abgespielt werden können.
Durch die großen Einschränkungen, die sich aus dem DRM-Schutz ergeben, befürchten Kritiker eine Gefahr für das Branchenwachstum.
Adobe hat eine Variante des DRM-Schutzes entwickelt, mit dem es möglich ist, das eBook im EPUB-Format auf 6 mobilen Geräten und 6 PCs zu installieren[42].
Am komfortabelsten für den Nutzer sind DRM-freie eBooks, die auf jedem und auch auf beliebig vielen Geräten angezeigt werden können.
6.4 Vetriebsmöglichkeiten
Es gibt verschiedene Vertriebskanäle, über die eBooks veräußert werden können. So ist es denkbar, dass die eBooks direkt im Buchhandel verkauft werden. Dabei ist ein Verkauf über ein Terminal in der jeweiligen Filiale oder eine Bezahlung an der Kasse mit darauffolgender drahtloser Übermittlung des eBooks möglich.
Ein weiterer immer wichtiger werdender Vertriebskanal ist das Internet. Dabei werden die eBooks über Webshops und Internetportale angeboten. Diese unterscheiden sich nur durch das Angebot und ihre Betreiber.
Betrieben werden Webshops sowohl direkt von den eBook-Reader-Herstellern als auch von anderen Verlegern. Die eBook-Reader-Hersteller wollen durch ein eigenes Angebot in einem Webshop die Kunden an ihre Produkte binden[43].
Bevor ein Printmedium als eBook auf den Markt kommen kann, müssen viele Dinge geklärt werden. Es ist wichtig, dass der Autor mit dem Vertrieb seines Buches als eBook einverstanden ist. Für den Vertrag ist es wichtig, die Zustimmung für jede denkbare Nutzungsform vertraglich zu regeln, damit diese Regelungen auch in der Zukunft Bestand haben.
Des Weiteren ist eine Zustimmung des Autors, ob das Buch auch nur in Teilen vertrieben werden darf und ob das Buch im Internet frei zugänglich sein darf, notwendig[44].
Bei Verhandlungen über Ländergrenzen hinweg treten immer häufiger Schwierigkeiten auf, und es sind viele individuelle Verhandlungen nötig, bis die Benutzung eines Printmediums als eBook möglich ist.
Die Vermarktung der eBooks muss auf die verschiedenen Vertriebsmodelle abgestimmt sein. Grundsätzlich gilt, dass es für den Vertrieb von eBooks keine Standardlösung gibt, es sollten so viele Vertriebskanäle wie möglich genutzt werden.
Zuvor muss der Verlag entscheiden, in welchem Format die eBooks angeboten werden sollen, welchen Schutz das eBook bekommen und zu welchem Preis das eBook angeboten werden soll. Diese Entscheidungen sind für viele Verlage noch schwierig, da es bislang nicht viele Erfahrungen mit dem Vertrieb von eBooks gibt.
Außerdem werden alle eBooks zusätzlich auch als Printausgabe angeboten, sodass zudem entschieden werden muss, wann die entsprechenden Formen angeboten werden. So ist es beispielsweise möglich, erst das Printmedium auf den Markt zu bringen und ein gewisses Zeitintervall später auch das eBook oder umgekehrt, um den Erfolg des einen Mediums weiter zu forcieren.
Auch bieten eBooks neue Möglichkeiten die Inhalte zu gestalten und neue Inhalte hinzuzufügen. So können in einem eBook auch Zusatzinformationen wie Autoreninterviews untergebracht werden.
Zusätzlich zu allen inhaltlichen und Vermarktungsschwierigkeiten, müssen Umstellungen innerhalb der Verlage vorgenommen werden. So müssen beispielsweise Mitarbeiter geschult werden, damit sie den Vertrieb der eBooks vornehmen können, eventuell muss die Infrastruktur des Unternehmens an die neue Vermarktungsform angepasst werden[45].
Es ergeben sich zusätzlich neue Möglichkeiten für Unternehmen in den neu entstehenden eBook-Markt einzusteigen, da sich für die Verlage die Frage stellt, ob die Vermarktung komplett intern vorgenommen werden soll oder doch einige Leistungen zugekauft werden sollten oder ob die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern sinnvoll ist[46].
6.5 Entwicklung des Buchmarktes
Mit der Einführung des eBooks gehen entscheidende große Veränderungen des Buchmarktes einher.
Nach der Einführung der eBooks wird die Veränderung des Buchmarkts hin zu einem dreigliedrigen Buchmarkt erwartet. Dieser dreigliedrige Buchmarkt [47] besteht aus verschiedenen Segmenten. Die Segmente sehen vor, dass die Bücher zum einen nur digital erhältlich sind, zum anderen sowohl digital als auch gedruckt erhältlich sind und zum dritten, dass die Bücher ausschließlich in gedruckter Form vorliegen.
Diese Veränderungen des Buchmarkts bergen große Potentiale auch für eine zukünftige Weiterentwicklung des Buches. Es werden vollständige neue Möglichkeiten für den Vertrieb von Büchern aufgezeigt, von denen sowohl Kunden als auch Händler profitieren können. So können die Händler durch den Vertrieb von eBooks Verkaufsfläche sparen. Auch Kunden haben nun die Möglichkeit, Bücher von überall und jederzeit auch außerhalb der Öffnungszeiten zu kaufen und haben direkten Zugriff darauf ohne lange Lieferzeiten.
Durch den Vertrieb von digitalen und gedruckten Büchern werden alle Kundengruppen bedient, auch die eher traditionellen, die nicht auf eine gedruckte Ausgabe verzichten wollen.
Es ist zur Zeit allerdings noch schwierig vorauszusagen, welches der drei verschiedenen Segmente sich durchsetzen und den größten Marktanteil [48] erreichen wird, da noch zu wenige Bücher als eBooks angeboten werden. Zumindest im deutschsprachigen Raum ist das Angebot an eBooks noch sehr gering, eBooks sind zurzeit meist bei wissenschaftlichen Büchern zu finden. Bei einigen Printausgaben wird sogar das eBook auf einer eigenen CD mitgeliefert.
Es ist sogar möglich, dass sich ein eigener Markt für eBooks entwickelt. Dieser neue Markt würde große Potentiale auch für neue Wettbewerber auf dem Buchmarkt bieten[49]. Diese neuen Potentiale werden vor allem durch die technischen Voraussetzungen und Formate geschaffen. Auch die bereits auf dem Markt befindlichen Verlage müssen umdenken, um die neuen technischen Voraussetzungen sowohl für die Herstellung von eBooks als auch für den Vertrieb der eBooks zu erfüllen.
Auf dem Buchmarkt haben durch die Einführung der eBooks auch Online-Händler neue Chancen. Die bisherige Wertschöpfungskette von Verlagen, Druckereien, Bindereien, Buchhändlern und Kunden wird durch die eBooks durchbrochen[50]. Es muss eine neue Wertschöpfungskette entwickelt werden, in der die Druckereien und Bindereien keine oder nur eine sehr geringe Rolle spielen.
Ein großes Problem, dass durch die Einführung der eBooks entsteht, ist das Problem des Urheberrechts. Bei digitalen Medien ist die Kontrolle des Urheberrechts sehr schwierig. Vor das gleiche Problem wie der Buchhandel und die Verlage waren vor einigen Jahren die Musikproduzenten gestellt. Auch sie müssen immer noch für die Einhaltung des Urheberrechts kämpfen. Die gleiche Problematik stellt sich nun für die eBooks, sie soll mit Hilfe des zuvor beschriebenen DRM-Verfahrens beseitigt werden. Allerdings sind, dadurch dass das DRM-Verfahren noch wenig oder gar nicht bei eBooks erprobt wurde, die Buchhändler und Verlage noch sehr vorsichtig und geben dem eBook Markt bisher keine gute Zukunftsprognose. Derzeit gibt es einige wichtige Online-Händler die bereits sehr viele eBooks anbieten. Ausschlaggebend für das mögliche Angebot sind allerdings die Verlage, die die digitalen Rechte vergeben können.
Das Angebot im Jahr 2009 ist noch sehr begrenzt, soll aber in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Laut c’t sind in Deutschland bislang 10.000 eBooks erhältlich, bei diesen eBooks handelt es sich sowohl um Romane als auch um Sachbücher und Fachliteratur.
Ebenso waren in der letzten Oktoberwoche 2009 25% der Titel in der Spiegel Bestsellerliste als eBook erhältlich[51].
Auch beim Preismodell in Deutschland gibt es noch keine einheitliche Regelung, meist sind die eBooks allerdings so teuer wie die aktuelle Printausgabe und nur teilweise bis zu 20% günstiger. Das führt dazu, dass die Nutzer nicht dazu animiert werden, sowohl eBook-Reader als auch eBooks zu erwerben. Dies ist bei eBooks noch anders als beispielsweise bei Musik, dabei sind inzwischen die Download-Portale erheblich billiger als die CD-Ausgaben.
In den USA konnten sich die eBooks und eBook-Reader bereits durchsetzen. Zu vermuten ist, dass dies u.a. auch an der fehlenden Preisbindung lag, sodass eBooks sehr viel billiger als Printausgaben angeboten werden können.
Auch für eBooks sind bereits illegale Portale entstanden, aber auch legal können gemeinfreie Werke kostenlos heruntergeladen werden.
| Name | URL | Formate | Sprache | Beschreibung |
| Beam Ebooks | www.beam-ebooks.de | Epub, Mobipocket, PDF | deutsch | Sachbücher und Belletristik, vor allem Sci-Fi, Fantasy und Gruselromane; große Krimisammlung |
| ciando | www.ciando.com | Epub (DRM), Palm Reader, PDF | deutsch | Spezialbuchhandlung für Fachbücher, vor allem Wirtschaft, Recht und EDV; bietet auch Belletristik |
| Feedbooks | www.feedbooks.com | Epub, Mobipocket, PDF | vorwiegend englisch | E-Book-Community mit schön aufbereiteten kostenlosen Public-Domain-Büchern; bietet die Newsfeeds großer Nachrichtenseiten als Download für E-Book-Lesegeräte an |
| Libreka | www.libreka.de | Epub (DRM), Mobipocket | deutsch | Volltextsuche des Branchenverbands des deutschen Buchhandels; Auswahl an Romanen, Sachbüchern und wissenschaftlichen Abhandlungen |
| Libri.de | www.libri.de | Epub (DRM), Mobipocket | deutsch | Online-Shop mit rund 7500 Bestsellern, Sachbüchern und Klassikern im Epub-Format und 1500 älteren Werken und Nischenbüchern als Mobipocket |
| Project Gutenberg | www.gutenberg.org | Epub, HTML, Monipocket, TXT | vorwiegend englisch | Gemeinnütziges Projekt mit über 30 000 kostenlosen Büchern (Public Domain) |
| Projekt Gutenberg-DE | Gutenberg.spiegel.de | HTML | deutsch | Archiv für kostenlose deutschsprachige Literatur mit über 5000 Klassikern und Gedichten, mit Volltextsuche; bietet auch kostenpflichtige SD-Karten mit ausgewählten Epub- und PDF-Editionen an |
| readbox | www.readbox.net | Epub, LRF, Pocket, Palm Reader, PDF | deutsch | Plattform für eher unbekannte Belletristik-Autoren und –Verlage |
| Txtr | Txtr.com/store | Epub (DRM) | deutsch | Online-Shop mit rund 10 000 deutschsprachigen und 7 000 englischsprachigen E-Books, darunter auch Bestseller |
| Waterstone’s | www.waterstones.com | Epub (DRM) | englisch | Britische Buchhandelskette mit mehreren tausend Sachbüchern und Belletristik, darunter viele Bestseller |
| Zeno.org | www.zeno.org | HTML | deutsch | schön aufbereitetes Sammelsurium von tausenden frei verfügbaren Büchern, darunter Klassiker, Lexika und Sachbücher; bietet Volltextsuche |
Quelle: c't Ausgabe 25 vom 23.11.2009
7 Ausblick
Im Ausblick soll darauf eingegangen werden, wie die mögliche Entwicklung der eBooks innerhalb der nächsten Jahre sein könnte.
7.1 Hemmnisse des E-Books
Für die Ausbreitung des eBooks bestehen bisher noch gewisse Hemmnisse, die die vollständige Durchsetzung verhindern.
Dazu gehört vor allem der Konflikt um einen Standard für eBooks. Bisher konnten sich noch nicht alle Hersteller auf einen gemeinsamen Standard einigen, sodass jeder Hersteller von eBooks und jeder Händler einen eigenen Standard etablieren möchte. Das IPDF wagte einen Vorstoß und entwickelte den EPUB-Standard, der von allen Herstellern und Händlern benutzt werden soll. Zu diesem Zeitpunkt hatte Amazon allerdings bereits ein eigenes Format für seine eigenen eBook Reader entwickelt und hat bisher nicht eingelenkt. Im Gegensatz dazu hat Sony direkt seinen ersten Reader auf Basis des EPUB-Standards entwickelt.
Das Problem bei der Entwicklung der eBook Reader ist, dass die meisten nur bestimmte Formate anzeigen können, sodass es mit alten Readern nicht möglich ist, das EPUB-Format anzuzeigen. Würde nun eine Umstellung auf EPUB erfolgen, hätten die Kunden der „ersten Stunde“ das Nachsehen, und es würden keine eBooks mehr für sie produziert.
Die Interessen, die die Hersteller dabei verfolgen, sind natürlich, dass ein geschlossenes System zwischen eBook-Reader und eBook etabliert werden soll. So würden die Kunden mit dem Kauf eines Readers gleichzeitig an die eBook Angebote des Herstellers des Readers gebunden.
Ein weiteres Problem des eBook Marktes in Deutschland ist das relativ kleine Angebot an eBooks. Dieses Problem hindert viele potentielle Kunden daran, sich einen teuren eBook-Reader anzuschaffen. Die meisten eBooks gibt es im englischsprachigen Bereich, weswegen in vielen englischsprachigen Ländern eine Vielzahl an eBook-Readern verkauft werden. Der Kauf eines eBook-Readers macht aufgrund seines zurzeit relativ hohen Preises zwischen 150€ und 300€ nur Sinn, wenn es auch ausreichend Literatur für das entsprechende Gerät gibt.
In Deutschland hängt dieses geringe Angebot zum einen mit dem Buchpreisbindungsgesetz zusammen. Aus diesem Grund sind eBooks in Deutschland nicht billiger als Printausgaben und animieren die Nutzer so nicht zum Kauf.
Aber auch gibt es Schwierigkeiten mit dem Schutz des Urheberrechts. Es sind viele Autoren und Verlage zurzeit noch skeptisch, inwieweit das Urheberrecht bei eBooks geschützt werden kann. Aus diesem Grund scheuen sich einige, die Rechte für den elektronischen Vertrieb freizugeben. Es wird befürchtet, dass Raubkopien ebenso leicht möglich sind wie in der Musikindustrie. Dieses hätte erheblichen Einfluss auf die Einnahmen der Verlage und der Autoren.
Andererseits hat die momentane DRM-Technologie starke Einschränkungen für die Kunden zur Folge. So ist es bei den eBooks für den Amazon Kindle nur möglich, diese auf einem ganz bestimmten Reader anzuzeigen. Es ist somit für die Kunden nicht mehr möglich eBooks einfach zu verleihen, wie es bei Printmedien möglich ist. Einerseits sind aber auch die Bedenken der Verlage nachzuvollziehen, da die Möglichkeiten der Weitergabe über das Internet vielfältiger sind und die Weitergabe anders als beim Verleihen von Printmedien schneller und häufiger geschehen kann. Es kann sich dabei ein „Schwarzmarkt“ entwickeln, sodass die Verlage große Umsatzeinbußen befürchten.
7.2 Potenzial des E-Books
Die Entwicklung des eBooks birgt viele Potenziale. Das hängt vor allem mit den vielen Vorteilen des eBooks im Vergleich zum Printmedium zusammen.
Dies lässt sich damit erklären, dass die eBook-Reader einem Taschenbuch vom äußeren Erscheinungsbild immer ähnlicher werden. So hat der Leser nicht mehr das Gefühl, ein elektronisches Gerät zu benutzen und der Kunde verliert die Scheu vor der Anschaffung eines solchen Gerätes.
Vor allem die neue Displaytechnologie eInk hat einen großen Beitrag an dem Erfolg des eBooks, da dieses Display ein blend- und flimmerfreies Bild liefert. Die eInk Technologie ahmt eine Buchseite sehr gut nach, sodass der Leser den Anschein bekommt, ein Buch zu lesen. Außerdem erlaubt die eInk Technologie ein Lesen aus jedem Blickwinkel im Gegensatz zu LCD oder TFT-Displays, bei denen der Lesekomfort ab einem bestimmten Blickwinkel abnimmt. Zum Lesen im Dunkeln wird außerdem eine Lampe benötigt, da das Display selbst kein Licht ausstrahlt. Dadurch ist das Lesen eines Buches auf einem eBook-Reader für die Augen angenehmer.
Der Lesekomfort wird auch nicht durch einen schwachen Akku beeinflusst, die neuartige Display-Technologie verbraucht nicht viel Strom. Strom wird nur beim Umblättern der Seiten benötigt, sodass bei vielen eBook-Readern die Akkulaufzeit für mehrere Wochen reichen kann.
Auch die Speicherkapazität der eBook-Reader fasst ganze Bibliotheken, so ist es entweder durch den internen Speicher möglich viele Bücher abzuspeichern oder durch die Möglichkeit den Speicherplatz extern zu erweitern.
Für die Zukunft gibt es verschiedene denkbare Entwicklungsmöglichkeiten. So könnte sich die eInk Technologie hin zu Displays mit Farbe entwickeln. Farbige eInk Displays sind zwar jetzt schon möglich, allerdings noch in der Erprobungsphase und zu teuer für die Massenfertigung. Außerdem bietet die Display-Technologie die Möglichkeit biegsame Foliendisplays herzustellen, damit sind Darstellungen im Großformat an nahezu jedem Ort möglich. Auch der Transport von großen Displays ist mit biegsamen Displays kein Problem mehr.
Eine weitere Zukunftsperspektive ist die Darstellung von Animationen in Büchern und Zeitschriften. Biegsame Displays könnten für Zeitungen benutzt werden, in denen dann Filme oder animierte Grafiken direkt dargestellt werden könnten.
Über die von Amazon entwickelte Whispernet Technologie wäre es möglich, die Zeitungen per Funk zu übertragen und so die Aktualität jederzeit herstellen zu können.
7.3 Fazit
Als Fazit lässt sich sagen, dass in der Entwicklung vom Printmedium hin zum elektronischen Medium viele Vorteile stecken, die sich bis in den Buchmarkt vorgekämpft haben.
Durch die lange Geschichte des Buchdrucks und der Verwendung von Printmedien ist es für die neuartige Technologie nun allerdings sehr schwierig, sich zu etablieren. Dies ist umso erstaunlicher, da viele Printmedien bereits durch elektronische Medien abgelöst wurden wie beispielsweise der Brief durch die e-Mail. Bei der Einführung des eBooks kommt eine Uneinigkeit der Hersteller hinzu, die ihre eBooks und eBook-Reader in unterschiedliche Richtungen entwickeln.
Auch haben die Entwicklungen bei der Digitalisierung der Musikindustrie schlechte Erfahrungen hinterlassen, die nun die Entwicklung auf diesem Gebiet beeinflussen.
Trotzdem bietet das eBook große Potentiale und wird sich wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum durchsetzen können.
Die Verwendung von eBooks bietet mehr Möglichkeiten als Printmedien auch wenn diese das haltbarere von beiden Medien darstellen. Das eBook wird auch nicht das Printmedium komplett verdrängen können, da dies für einige Einsatzgebiete immer noch Vorteile bietet.
Ein geteilter Markt zwischen Printmedium und eBook ist in diesem Zusammenhang wahrscheinlich, auch wenn das eBook innerhalb der nächsten Jahre den größeren Anteil einnehmen wird.
8 Fußnoten
- ↑ Vgl. Henning (2003), S. 46f.
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 10
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 10
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S.13
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 13
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S.14
- ↑ Vgl. Schild (2008) S.25ff.
- ↑ Vgl. Schild (2008) S.26
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 25
- ↑ Vgl. Kipphan (2000) S. 1055
- ↑ Vgl. Lemm (2009), http://www.stern.de/wissen/technik/trend-e-book-lesen-unter-strom-657339.html
- ↑ Vgl. Kipphan (2000) S. 1055
- ↑ Vgl. Barczok (2009) S.141
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 14
- ↑ Vgl. Lemm (2009) http://www.stern.de/wissen/technik/trend-e-book-lesen-unter-strom-657339.html
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 19
- ↑ Vgl. Schild (2008) S.19
- ↑ Vgl. Schild (2008) S.19
- ↑ Vgl. Lemm (2009) http://www.stern.de/wissen/technik/trend-e-book-lesen-unter-strom-657339.html
- ↑ Vgl. Held (2009)
- ↑ Vgl. Schild (2008) S.30
- ↑ Vgl.Schild (2008) S.30
- ↑ Vgl. Schild (2008) S.30
- ↑ Vgl. Lemm (2009) http://www.stern.de/wissen/technik/trend-e-book-lesen-unter-strom-657339.html
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 17
- ↑ Vgl. Kremp (2009)
- ↑ Vgl. Böhner (2009)
- ↑ Vgl. Barczok (2009) S. 144
- ↑ Vgl. Kremp (2009)
- ↑ Vgl. Schütz (2009)
- ↑ Vgl. Schild (2008) S.31
- ↑ Vgl. Barczok (2009) S. 136
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 32
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 32
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 15
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 35
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 36
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 40
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 40
- ↑ Vgl. Barczok (2009) S. 136
- ↑ Vgl. Barczok (2009) S. 136
- ↑ Vgl. Böhner (2009)
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 53
- ↑ Vgl. Schild (2008) S.75
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 79
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 23
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 21
- ↑ Vgl. Schild (2008) S. 49
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 23
- ↑ Vgl. Bucklitsch (2009) S. 23f.
- ↑ Vgl. Barczok (2009) S. 135
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