Das iPAD als Präsentationstool

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Dortmund
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Tablet Computing
Autor(en): Hendrik Preuschoff, Benjamin Taube
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 4
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Motivation

Diese wissenschaftliche Arbeit bietet einen Blick auf das iPad als Präsentationstool. Einführend werden die Entwicklung des Tablet Computings und der Funktionsumfang dieser Technik vorgestellt.

Diese Funktionalitäten bieten ein breites Spektrum an Anwendungsfällen, wovon zwei näher bearbeitet werden. Das Hauptaugenmerk wird hierbei auf dem iPad liegen. Mögliche Konkurrenz-Modelle werden nur oberflächlich betrachtet und nehmen keinen Einfluss auf die dargestellten Szenarien. Für die Szenarien werden neben dem eigentlichen Einsatz sowohl die Aspekte der Vor- und Nachbereitung als auch die ermittelten Stärken und Schwächen dargestellt.

Ein abschließendes Fazit gibt eine kurze Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und bietet darüber hinaus einen kleinen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in diesem Sektor.


2 Begriffsdefinitionen

Im Bereich des Mobile Computings werben mittlerweile neben dem Notebook, dem Netbook, dem Mobiltelefon und dem PDA immer mehr mobile Endgeräte für ihre technischen Fähigkeiten. Eines dieser Endgeräte ist der Tablet Computer, auch Tablet PC genannt. Worum es sich dabei genau handelt, wird im folgenden Kapitel näher beschrieben. Anschließend werden der Funktionsumfang und zwei Einsatz-Gebiete für dieses Gerät vorgestellt.


2.1 Tablet Computing

Der Begriff Tablet PC wurde 2001 von Microsoft eingeführt. Hierbei handelte es sich ursprünglich um das Konzept eines mobilen Computers, der mit einem Stift bedient werden kann. Microsoft stellte eigens dafür eine Betriebssystem-Version bereit, welche die oben genannte Stiftbedienbarkeit ermöglichte. Der Standard sah vor, dass ein implementierter induktiver Digitizer die Stiftbewegungen erfasst und auswertet. Im Jahr 2005 wurde dieser Standard um die Möglichkeit einer Bedienung mit Fingern erweitert. Des Weiteren wird vorgesehen, dass das Endgerät dem Legacy-Free-Design entspricht und eine Möglichkeit zum Wechseln des Bilds in Hoch- und Querformat bietet. Als Gehäuse-Bauformen waren Convertibles, Hybrides, UMPCs und Slates vorgesehen.[1] Auf letztere wird in 3.4 Konkurrenten näher eingegangen.


2.2 Funktionsumfang

Während die ersten Generationen von Tablet PCs Schwierigkeiten haben, die Schreibabsicht des Anwenders von zufälligen Berührungen zu unterscheiden, erledigen aktuelle Geräte diese Unterscheidung nahezu problemlos. Sogar die Erkennung und Interpretation von mehreren gleichzeitigen Berührungen (im Folgenden Multitouch genannt) funktioniert dank des kapazitiven oder optischen Touchscreens. Ein Tablet PC hat in der Regel den Funktionsumfang eines Laptops und ergänzt diesen noch zusätzlich um eine berührungsempfindliche Oberfläche, welche die Bedienbarkeit im hohen Maß erleichtern soll.[2]

Zu den gängigen Funktionen gehören:

  • Bedienung auf berührungsempfindlichem Bildschirm
  • Handschrift- und Gesten-Erkennung
  • Spracheingabe[3]


2.3 Anwendungsfälle

Um die Möglichkeiten unter Verwendung eines Tablet PCs darzustellen, werden im Folgenden zwei unterschiedliche Szenarien vorgestellt. Hierbei wird hervorgehoben, dass dieses Endgerät sowohl im direkten Dialog zwischen zwei Personen als auch im Monolog im Rahmen eines Vortags genutzt werden kann. Wie genau sich das darstellt, wird in den folgenden Kapiteln beschrieben.


2.3.1 Publikumsvortrag (one to many)

Ein Publikumsvortrag soll sich in dieser Ausarbeitung so gestalten, dass eine Person mit einem iPad einem Publikum etwas präsentiert.

Abb. 1: One to many
Abb. 1: One to many
Es wird hierbei das direkte Präsentieren und das Präsentieren über einen Beamer berücksichtigt. Weitere Parameter, wie Lesbarkeit, Geschwindigkeit, Bedienung und Flexibilität werden ebenfalls berücksichtigt werden.


2.3.2 Produktpräsentation (one to one)

Eine Produktpräsentation soll sich in dieser Ausarbeitung so gestalten, dass eine Person mit einem iPad einem Interessenten etwas präsentiert.

Abb. 2: One to one
Abb. 2: One to one
Die Produktpräsentation soll so verlaufen, dass eine Person mit einem iPad seinem Gegenüber mit Hilfe einer App ein Produkt vorführt, direkt auf Änderungswünsche reagieren kann und diese Parameter direkt vor den Augen des Gegenübers eingeben und das Resultat umgehend vorstellen kann. Als mögliche Szenarien werden hierbei Verkaufsgespräche (konkret: in Autohäusern) oder individuelle Beratungen (z.B. beim Innen-Architekten) vorgesehen. In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird ein Verkaufsgespräch in einem Autohaus dargestellt werden.


Wie genau sich dies mit dem iPad gestalten lässt, wird im folgenden Kapitel erläutert.


3 iPad

Das iPad ist ein von Apple hergestellter Tablet PC. Es erschien am 28. Mai 2010 auf dem deutschen Markt und wurde bisher weltweit über 3.000.000 Mal, davon ca. 200.000 Mal in Deutschland, verkauft. Ursprünglich war das iPad für den E-Book-Markt geplant. Jedoch ermöglicht die eingesetzte Technologie ein erheblich größeres Einsatzgebiet.[4]


3.1 Technologie

Das iPad wird wahlweise mit 16, 32 und 64 GB Flash-Speicher hergestellt und von einem ARM-Prozessor (interner Name: Apple A4) mit einer Taktfrequenz von 1 GHz betrieben. [5]

Abb. 3: iPad Maße
Abb. 3: iPad Maße
Das iPad ist 242,8 × 189,7 × 13,4 mm (HxBxT) groß und wiegt 680, bzw. mit implementierter 3G-Funktion 730 Gramm.[6]

Der Akku sorgt unter Belastung für eine Laufzeit mit bis zu 10 Stunden und bis zu mehreren Wochen im Standby-Betrieb. Das IPS-Display ist kapazitiv ausgelegt und unterstützt darüber hinaus Multitouch-Gesten. Die reine Bildschirmgröße beträgt 9,7 Zoll. Neben integrierten Stereo-Lautsprechern und Mikrofon ist weiterhin ein 30-poliger Dock-Anschluss enthalten. An diesen Anschluss können Adapter für USB-, VGA oder SD-Card-Schnittstellen angeschlossen werden. Ein Fach für Micro-SIM-Karten (nur beim Wi-Fi + 3G Modell) bietet zusätzlichen Speicherplatz und darüber hinaus die Möglichkeit AGPS zu nutzen. Zwei Arten von Sensoren runden das Gesamt-Paket iPad ab. [7]

Im nächsten Kapitel werden das Display und dessen Bedienung beschrieben. Anschließend wird ein Überblick darüber geboten, welche Sensoren implementiert sind und welche Funktion diese haben.


3.1.1 Hardware

Das technische Hauptmerkmal vom iPad ist das Display. Es beruht auf der IPS-Technologie, die sich wie folgt darstellt.

Abb. 4: IPS-Technologie
Abb. 4: IPS-Technologie
Sobald Spannung an den Elektroden anliegt, ordnen sich die Kristalle horizontal und somit parallel zum Glaspolarisator aus. Die Folge daraus ist, dass von der Hintergrundbeleuchtung kein Licht an die Oberfläche heran kommt. Der Bildpunkt ist schwarz. Wenn keine Spannung anliegt, sind die Kristalle vertikal angelegt, das Licht kann fast ungehindert durch den Glaspolarisator treten. Die Anordnung der Kristalle ist stufenweise über die Höhe der angelegten Spannung regelbar. Erste Generationen von IPS-Displays hatten aufgrund dieser Technologie bei z.B. Standby-Betrieben, die in der Regel schwarz sind, einen hohen Stromverbrauch, welcher sich in einer kurzen Akku-Laufzeit des Geräts widerspiegelte.[8]


Eine weitere Besonderheit ist die kapazitive Multitouch-Funktionalität. Hierbei wird zwischen zwei dünnen Glasplatten eine Matrix aus gegeneinander versetzten, leitfähigen Streifen gebildet.

Abb. 5: kapazitives Multitouch-Display
Abb. 5: kapazitives Multitouch-Display
Berührt nun ein Finger (oder etwas anderes Leitfähiges) das Glas, verändert sich das lokale Energiefeld und die Position kann anhand der Matrix-Koordinaten bestimmt werden. Die Genauigkeit der Positionsbestimmung ist hierbei abhängig von den Abständen der Streifen.[9]


Ein weiteres Merkmal für den iPad sind die integrierten Sensoren. Im iPad sind sowohl ein Beschleunigungssensor als auch ein Umgebungslichtsensor enthalten. Ersterer misst eine auf eine Testmasse ausgewirkte Kraft, um so Bewegungsparameter abzufragen. Es kann so erkannt werden, ob eine Beschleunigung stattfindet, ob gebremst wird oder die Geschwindigkeit über einen Zeitraum gleich bleibt. Diese Technologie wird auch unter anderem bei Crash-Test-Dummies verwendet.[10] Der Sensor kann darüber hinaus erkennen, ob sich das Gerät im freien Fall befindet, wenn es z.B. herunter fällt. In diesem Fall sorgt der Sensor dafür, dass sich das iPad automatisch ausschaltet.[11] Der Umgebungslichtsensor (auch ALS genannt) sorgt dafür, dass die Hintergrundbeleuchtung bei hellem Tageslicht deutlich heller ist, um dem Anwender ein klar lesbares Display zu bieten. In dunkleren Umgebungen passt der Sensor die Beleuchtung dahingehend an, dass der Anwender nicht geblendet wird, aber trotzdem den Bildschirm-Inhalt deutlich lesen kann. [12]


3.1.2 Software

Das iPad wird mit dem Betriebssystem iOS ausgeliefert. Weitere Software (so genannte Apps) kann lediglich über den hauseigenen Appstore von Apple heruntergeladen und installiert werden. Dies beschränkt zwar die Menge der verfügbaren Anwendungen, hat aber andererseits den Vorteil, dass jede dort eingestellte App vorab von Apple geprüft wurde und somit die Gefahr vor Schadprogrammen erheblich gesenkt werden kann. [13]

Abb. 6: Apple iOS
Abb. 6: Apple iOS
Mit dem neuen Betriebssystem iOS 4.0 beherrscht das iPad das Nutzen von Multitasking und das Verwalten von iBooks. Viele weitere Neuerungen wie z.B. die Möglichkeit über Bluetooth eine Tastatur anzuschließen oder das Nutzen einer Rechtschreibprüfung runden das neue Betriebssystem ab.[14]


Im weiteren Verlauf wird in dieser wissenschaftlichen Arbeit eine App vorgestellt, die aktuell in den USA in den Autohäusern von Mercedes Benz bei Verkaufsgesprächen und Vertragsabwicklungen verwendet wird.


3.2 Bedienung

Die bereits genannten Sensoren und das berührungsempfindliche Display bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie das iPad verwendet werden kann.


Abb. 7: iPad Knöpfe
Abb. 7: iPad Knöpfe
Zunächst hat der Anwender die Möglichkeit, das iPad über einen Knopf einzuschalten. Ein erneutes kurzes Betätigen des Knopfes versetzt das iPad in einen Standby-Modus, ein langer Knopfdruck hingegen schaltet es aus. Des Weiteren kann die Lautstärke über einen Regler eingestellt werden. Wenn das iPad die Applikationen nicht automatisch das Bild ins Hoch- oder Querformat ausrichten soll, kann die Sperre über einen weiteren Schalter aktiviert werden. Das iPad enthält zusätzlich einen Home-Knopf, über den die Startseite des Betriebssystems iOS aufgerufen werden kann. Auf dieser werden sämtliche installierte Apps angezeigt. [15]


Sind keine weiteren Eingabe-Geräte angeschlossen, erfolgt die Eingabe über den kapazitiven berührungsempfindlichen Bildschirm. Das iPad kann zahlreiche Bedienvorgänge automatisch als Geste erkennen. Um welche es sich dabei handelt, wird nun beschrieben.


Abb. 8: Tippen
Abb. 8: Tippen
Das einfache Tippen, z.B. auf eine App auf der Startseite, startet die ausgewählte Applikation.

Das gleiche Prinzip funktioniert auch beim Eingeben von Texten über die virtuelle Tastatur. Näheres dazu folgt im weiteren Verlauf. Aufgrund der Berührung mit dem Finger dient dieser als Kondensator und sorgt für eine lokale Entladung der Spannung, welche aufgrund der eingesetzten Matrix-Koordination direkt geortet werden kann. Anschließend fragt die Software ab, ob auf dieser Koordinate ein Objekt liegt. Handelt es sich um etwas zu Startendes, wird diese Applikation / das Objekt aufgerufen. Handelt es sich um ein Eingabefeld oder Listenobjekt, dann erhält dieses den Fokus für die weitere Bearbeitung.[16]


Abb. 9: Scrollen
Abb. 9: Scrollen
Das Wischen mit dem Finger in eine Richtung sorgt dafür, dass der dargestellte Inhalt in diese Richtung scrollt, sofern möglich. Hierbei erkennt die Software eine kontinuierliche Berührung des Bildschirms im Einklang mit einem Positionswechsel und interpretiert dies als Fingerwisch und führt den Scroll-Vorgang durch.[17]


Abb. 10: Zoomen
Abb. 10: Zoomen
Wenn zwei Finger den Bildschirm berühren und diese dann zusammen- oder auseinandergezogen werden, wird dies als Heraus- oder Hereinzoomen interpretiert. Die Applikation vergrößert oder verkleinert den gewünschten Bildausschnitt, sofern dies noch möglich ist.[18]


Zahlreiche Text-Eingaben werden über die virtuelle Tastatur getätigt, sofern kein Keyboard angeschlossen ist.

Abb. 11: Virtuelle Tastatur
Abb. 11: Virtuelle Tastatur
Das Keyboard-Menü taucht auf, sobald der Anwender den Fokus auf ein Eingabe-Feld setzt oder eine Benutzer-Eingabe erforderlich wird. Der Umfang der Tasten ist stark reduziert. So verbirgt sich z.B. die Eingabe für Sonderzeichen und Ziffern hinter einem Extra-Knopf.[19]


Neben dem Schreiben und dem Lesen von Texten oder Betrachten von Bildern ist auch das Spielen ein möglicher Verwendungszweck des iPads.

Abb. 12: Spiel: Need for Speed
Abb. 12: Spiel: Need for Speed
So kann z.B. das iPad wie ein Lenkrad gehalten werden, um während eines Autorennens zu lenken. Hierfür muss der Spieler lediglich lenken und im linken Randbereich das Display zum Bremsen betägigen. Die Fahrzeuge beschleunigen automatisch, um mögliche Fehlinterpretationen bei gleichzeitigem Berühren des Displays zu umgehen.
Abb. 13: Spiel: Labyrinth
Abb. 13: Spiel: Labyrinth
Alternativ kann das iPad wird wie ein Tablett gehalten werden, um eine Murmel durch ein Labyrinth zu führen.


Die Bedienung ist aufgrund des Displays intuitiv und kabelgebundene Peripherie-Geräte (z.B. Maus, Tastatur) werden für die Spiele in der Regel nicht benötigt.


Anders als auf dem iPhone ist beim iPad die Sprachsteuerung deaktiviert. Die Entwickler von Apple haben jedoch eine Möglichkeit eingebaut, die es ihnen erlaubt, diese Funktionalität bei Bedarf für alle Anwender freizuschalten. Findige Nutzer (so genannte Jailbreaker) haben sich diese Funktionalität in Eigenregie bereits selbst freigeschaltet. [20]


3.3 Schnittstellen

Das iPad besitzt einen 30-poligen Dock-Anschluss, über den ein Adapter für unterschiedliche Schnittstellen angeschlossen werden kann. So kann z.B. ein USB- oder VGA-Anschluss darüber realisiert werden. Auf dem iPad selbst sind diese Anschlüsse nicht enthalten.[21]


3.4 Konkurrenten

Neben dem iPad drängen zahlreiche weitere Tablet-PCs auf den Markt. Zwei davon werden dem iPad gegenübergestellt und abschließend anhand der gebotenen Features bewertet.

iPad Slate WeTab
Ausmaße (BxHxT) 24,3x19x1,3 cm 23,4x15x1,4 cm 29x19x1,3 cm
Gewicht 680g ohne UMTS-Modul

730g mit UMTS-Modul

670g 800g ohne UMTS-Modul

850g mit UMTS-Modul

Akku-Laufzeit ca. 10 Stunden ca. 5 Stunden ca. 6 Stunden
Display 9,7 Zoll 8,9 Zoll 11,6 Zoll
Auflösung (Pixel) 1024x768 1024x600 1366x768
CPU 1 GHz Apple A4 1,66 GHz Intel Atom 1,6 GHz Intel Atom
Speicher (GB) 16/32/64 32/64 16/32
Schnittstellen 3.5-mm Stereo Audioausgang, Mikrofon, weitere Schnittstellen über Dock-Anschluss Kopfhörer, 1x USB 2.0, Dock-Anschluss für: Audio In/Out, HDMI Out und zum Aufladen des Akkus 2 x USB integriert, HDMI, Cardreader, Audioausgang, Multi-Pin-Connector; UMTS-Modell mit Standard SIM Card Slot
Funkverbindungen WLAN 802.11a/b/g/n

EDGE/UMTS/HSDPA Bluetooth 2.1

WLAN 802.11b/g WLAN 802.11a/b/g/n

UMTS/HSDPA Bluetooth 2.1

Betriebssystem iPhone OS/iOS Windows 7 WeTab OS
Preis 499-799€ ab 400€ ca. 460-590€
Verfügbarkeit Deutschland Mai 2010 Juni 2010 August 2010

Tabelle 1: Gegenüberstellung iPad <> Slate <> WeTab


Das iPad hat vorgelegt, die Konkurrenz versucht, die aufgedeckten Defizite in ihrem jeweils eigenen Produkt zu beseitigen und platziert dieses zeitlich gesehen später auf dem Markt. Dem Anwender werden so weitere Zusatzfunktionen geboten. Dies geschieht allerdings z.B. auf Kosten einer erheblich kürzeren Akku-Laufzeit. Während das iPad mit einer Display-Größe von 9,7 Zoll eine Akku-Laufzeit von bis zu 10 Stunden vorweisen kann, ist dazu im Vergleich die Akkulaufzeit der Konkurrenz um bis zu 50% geringer. Ob sich die Geräte mit neu entstandenen Defiziten durch einen erheblich günstigeren Verkaufspreis trotzdem behaupten, bleibt fraglich. Die Bedienung wird vorrangig sein. Und hier hat das iPad den Vorteil, dass es bereits auf dem Markt und über 3.000.000 Mal verkauft ist.

Im folgenden Kapitel werden zwei Anwendungsfälle für das iPad beschrieben und bewertet.


4 Einsatz als Präsentationstool

Der Kern dieser Seminararbeit befasst sich mit dem Thema iPad als Präsentationstool. In diesem Fall wird zwischen den 2 Präsentationsarten one-to-many und one-to-one unterschieden. Unter one-to-many werden Publikumsvorträge verstanden, bei der eine Person vor einem Publikum mit mehreren Teilnehmern spricht. Analog hierzu sind im klassischen one-to-one lediglich zwei Teilnehmer in der Präsentation involviert. Für beide Varianten wird jeweils ein konkreter Anwendungsfall für das iPad vorgestellt. Als Beispiel wurde die App Keynote von Apple und eine Produktpräsentation in einem Autohaus gewählt.

Beide Anwendungsfälle werden in 3 Kategorien unterteilt. Nach Darstellung der Funktionen

  • vor,
  • während und
  • nach der Präsentation

folgt ein zusammenfassendes Fazit mit Darstellung und Bewertung der Stärken und Schwächen des iPads für den gegebenen Anwendungsfall.


4.1 Anwendungsfall 1:Keynote

Das Programm Keynote wird zur Erstellung und Präsentation von Folienpräsentationen verwendet. Es ist Bestandteil der Office-Suite iWork von Apple und für das Betriebssystem Mac OS X verfügbar. Die Funktionen sind vergleichbar mit den bekannten Pendants PowerPoint von Microsoft und Impress der OpenOffice-Suite.[22]


4.1.1 Vor der Präsentation

Für eine Präsentation sind zahlreiche Vorbereitungen zu treffen:


  • Präsentationserstellung

Um eine Präsentation halten zu können, muss diese in der Regel erst einmal erstellt werden. Dies kann auf zwei unterschiedlichen Wegen geschehen:

  • die Erstellung der Präsentation auf dem iPad selbst
  • die Erstellung der Präsentation an einem Mac bzw. PC.


Abb. 14: Dialog-Anzeige
Abb. 14: Dialog-Anzeige
Durch die Finger-Bedienung des iPads ist die Bedienung etwas eingeschränkt. Durch die relativ grobe Steuerung über die Finger, ist die Realisierung von klassischen Menüstrukturen wie an Desktopapplikationen schwierig. Da keine Maus an das iPad angeschlossen werden kann, ist eine einfachere Möglichkeit der App-Navigation nötig. Durch das Tippen auf ein Objekt wird wie in Abbildung 14 zu erkennbar, ein PopUp-Menü eingeblendet. Hier lassen sich die Attribute des Objekts ändern und anpassen. [23]


Jedoch sind dieser Technik auch Einstellungsmöglichkeiten verloren gegangen, sodass die iPad-Version nicht dem vollen Funktionsumfang der Desktop-Variante entspricht. Aus diesem Hintergrund heraus ist es zu empfehlen die zweite Variante zu bevorzugen.

Über Keynote für das iPad lassen sich vorab erstellte Präsentationen wiedergeben. Hierzu ist man nicht an einen Mac gebunden, auch PowerPoint-Präsentationen können auf dem iPad bearbeitet und für einen Vortrag verwendet werden.


Abb. 15: Erstellung Präsentation
Abb. 15: Erstellung Präsentation
Grade in der Praxis ist eine Mischung beider Varianten von Vorteil. Ein Szenario bspw. wäre eine am Vortag im Büro vorbereitete Vorstellung aktueller Verkaufszahlen. Die Folien können bereits vorbereitet werden und kurz vor der Vorstellung können tages- oder stundenaktuelle Werte eingepflegt werden.


  • Datei-Synchronisation

Um vorbereitete Präsentationen auf dem iPad darstellen zu können, müssen diese erst einmal den Weg in dieses finden. Dies kann über eine E-Mail oder über die iTunes-Synchronisation geschehen. Hierzu muss die Datei bzw. der Ordner, in der sie sich befindet, in der iTunes-Funktionalität Dateifreigabe angegeben werden. Nach dem Verbinden des iPad mit dem Rechner und dem Starten der Synchronisation wird die Datei auf das Gerät übertragen. Bei erfolgreicher Übertragung kann die Datei aus der Keynote-App heraus geöffnet werden.[24]


DropBox ist eine weitere Möglichkeit seine Daten zu synchronisieren.

Abb. 16: Dropbox Logo
Abb. 16: Dropbox Logo
Hierbei handelt es sich um einen Web-Dienst in der Cloud. Sobald der Client installiert ist und ein Online-Konto eingerichtet wurde, hat der Anwender die Möglichkeit, seine Urlaubsfotos der letzten z. B. Safari auf den Servern von den DropBox-Betreibern hochzuladen und diese dann von einem anderen Endgerät wieder einlesen lassen. DropBox synchronisiert alle Clients automatisch.

Nutzt ein Anwender nur den kostenlosen und nicht den kostenpflichtigen Dienst, behält sich der Anbieter das Recht vor, sämtliche Daten, die länger als 90 Tage auf dem Dienst verweilen, ohne Nachfrage zu entfernen. Sämtliche hochgeladenen Daten werden automatisch verschlüsselt, jedoch hat der Anwender keine Möglichkeit zu steuern,

  • wo die Daten abgelegt werden
  • wie die Daten verschlüsselt werden
  • mit welchem Schlüssel die Daten verschlüsselt werden.
[25]



Eine Synchronisation über einen USB-Stick ist nativ nicht möglich. Apple hat diese Funktion bewusst ausgesperrt, sodass nur diese drei Möglichkeiten zur Dateiübertragung möglich sind.


  • Präsentationsvorbereitung

Da sich das iPad im Normalfall im Standby-Modus befindet, ist die Startzeit bis zur Präsentation sehr gering. Ein langes Booten und Starten der Software wie bei einem Notebook ist nicht notwendig. Jedoch ist der Gewinn im geringen Minutenbereich.

Abb. 17: iPad VGA-Adapter
Abb. 17: iPad VGA-Adapter
Der Aufbau zur Präsentation ist verhältnismäßig einfach. Nach dem Anschluss des VGA-Connectors über den Dock-Connector lässt sich das VGA-Kabel eines externen Bildschirms (Beamer, TFT, etc. ) an diesen anschließen.[26]


4.1.2 Während der Präsentation

Beim Präsentieren selbst zeigt das iPad seine größte Schwäche, nämlich die Handhabung. Und dies zeigt sich in mehreren Ausprägungen:

  • Form und Haltung

Zu der Natur eines Tablets und somit den iPads gehört seine flache Form. Um während der Präsentation eine angemessene Haltung zum Publikum zu bewahren, wird also zwangsläufig ein Hilfsmittel benötigt. Am Besten geeignet ist hierzu ein Rednerpult. Dort kann das iPad mit einem optimalen Blickwinkel und Abstand abgelegt und bedient werden. Bei der Benutzung auf einem Tisch ist eine Vorrichtung ratsam, auf der das iPad zur Blickrichtung des Vortragenden abgelegt werden kann. Das Halten in der Hand ist nur für kurze Präsentationen ratsam. Hier fallen vor allem das auf Dauer recht hohe Gewicht von 680, bzw. 730 Gramm auf.[27] Zudem ist der Bewegungsradius durch das VGA-Kabel eingeschränkt.


  • Fehlender Moderatorbildschirm

Wenn das iPad an eine zweite Bildquelle angeschlossen wird, ist es lediglich in der Lage, sein eigenes Bild zu spiegeln. Daher musste auf die, für Präsentation sehr wichtige, Funktion des Moderatorbildschirmes verzichtet werden. Es können also keine Notizen, folgende Folien und weitere nützliche Daten angezeigt werden. Besonders für umfangreiche Präsentationen ist dies ein erheblicher Nachteil.[28]


  • Keine Hardwareanschlussmöglichkeit

Beim iPad ist es nicht möglich beliebige Hardware zusätzlich einzusetzen. Dies zeigt sich bereits bei der Dateiübertragung und nicht vorhandenen Möglichkeit eine Datei über einen USB-Stick oder Speicherkarte auf das iPad zu übertragen.[29] Hier zieht dieselbe Problematik. Es ist nicht möglich einen Presenter an das iPad anzuschließen. Somit ist der Referent, sofern er nicht eine zweite Person mit der Navigation beauftragt hat, immer an einen iPad-nahen Standort gebunden. Die Bedienung während der Präsentation ist sehr intuitiv. Nach dem Starten lassen sich die Folien mit einem iOS-typischen Wischen vor- und zurücknavigieren.


4.1.3 Nach der Präsentation

Nach Beenden einer Präsentation kommt es häufig vor, dass die vorgestellte Präsentation den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden soll. Hierzu bietet das iPad folgende Möglichkeiten.

Abb. 18: Export-Möglichkeiten
Abb. 18: Export-Möglichkeiten
  • Per E-Mail senden
  • Auf iWork.com (oder, wie schon beschrieben auf DropBox) hochladen
  • Exportieren


  • Per E-Mail senden

Die E-Mail-Funktion wird über die Mail-App des iPads realisiert. Bei Aufruf wird die Mailapp automatisch gestartet und die vorhandene Präsentation als Anhang angefügt. Diese kann dann an beliebige E-Mail-Adressen bzw. Empfänger versendet werden.[30]


  • Auf iWork.com hochladen

"iWork.com bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Dokumente, Tabellen und Präsentationen aus iWork für beliebige Benutzer auf Macs oder PCs bereitzustellen."[31] Es handelt sich um eine Online-Office-Suit, die an das Desktop-iWork angelehnt ist. Die hochgeladenen Dokumente können über die Webseite bezogen werden. Zudem gibt es eine Kommentarfunktion. Durch diese Methode kann sich der Empfänger der Präsentation sein Format auswählen. Es steht ihm frei eine Keynote-, PowerPoint- oder PDF-Datei herunterzuladen, der Inhalt ist in allen Fällen derselbe.[32]


  • Exportieren

Über die Funktion Exportieren kann eine Datei im lokalen Verzeichnis des iPads erzeugt werden.

Abb. 19: Datei-Export
Abb. 19: Datei-Export
Diese kann über die in Kapitel 4.1.1 bereits beschriebene Methode der iTunes-Synchronisation auf einen Desktop-Rechner übertragen werden. Hierzu stehen das Keynote- und PDF-Format zur Auswahl.


Der Abbau ist analog zum Aufbau ebenfalls einfach. Nach dem Beenden von Keynote lässt sich der VGA-Connector einfach vom iPad abziehen und das iPad in den StandBy-Modus versetzen.


4.1.4 Bewertung von Stärken und Schwächen

Dass das iPad im Grunde ein Konsumprodukt ist, wird bei genauerer Betrachtung schnell deutlich. Der Hauptaugenmerk der Entwickler liegt eindeutig auf der Unterhaltung der Anwender, somit ist die Ausrichtung des iPads klar. Jedoch hat es Apple mit der iWork-Suite für das iPad geschafft, einen Teil der Office-Welt auf dieses Gerät zu portieren. Ein vollständiger Ersatz für ein vollwertiges iWork ist es jedoch nicht. Gänzlich ungeeignet für eine Präsentation ist Keynote jedoch nicht. Für eine kurze Vorstellung einiger wichtiger Zahlen z. B. ist es durchaus geeignet. Zu Bedenken ist allerdings, dass eine Unterlage wie ein Tisch oder Rednerpult praktisch unabkömmlich ist. Zudem sind Notizen ratsam, da es keinen Moderatormodus gibt. Für umfangreiche Vorträge ist es ratsam, weiterhin ein Notebook zu verwenden. Abschließend lassen sich folgende Vor- und Nachteile zusammenfassen:


Vorteile:

  • Änderungen leicht von unterwegs
  • Simpler Auf- und Abbau


Nachteile:

  • Kein Moderatorbildschirm
  • Export nur als Keynote und PDF
  • Umständliche Datensynchronisation via iTunes
  • Keine Presenter o. ä. anschließbar
  • Kein Druck möglich


4.2 Anwendungsfall 2: Verkaufsgespräch im Autokauf

Der zweite Anwendungsfall soll ein iPad-unterstütztes Verkaufsgespräch in einem Autohaus sein. Jedoch lassen sich die Erkenntnisse auch auf viele andere Bereiche übertragen, bei denen persönliche Kundengespräche im Mittelpunkt stehen. Die in dieser Seminararbeit beschriebenen Funktionen haben lediglich Konzept-Charakter als Beispiel, wie solch eine App für das iPad umgesetzt werden könnte. Als Beispiel für dieses Szenario dient eine fiktive App (im folgenden Autohaus-App) mit einem Zugriff auf zentrale Kunden- und Produktdatenbanken über WLAN oder UMTS.


4.2.1 Vor der Präsentation

Als Vorbereitung auf einen Beratungstermin kann sich der Autohändler über die Autohaus-App Informationen zu seinem nächsten Kunden anzeigen. Hier ist denkbar, dass sich neben obligatorischen Angaben auch der persönliche Geschmack des Kunden abbilden lässt. Über einen Verlauf der letzten Autokäufe kann der Händler sich bereits auf Angebote für den Kunden vorbereiten und Informationsmaterial bereitlegen. Über viele Kundenprofile lassen sich eventuelle Gemeinsamkeiten zu anderen Käufern feststellen, die dem Kunden näher gebracht werden können. Somit kann der Händler eine persönliche und individuelle Produktpräsentation für seine Kunden auf- und vorbereiten.


4.2.2 Während der Präsentation

Der große Vorteil des iPads kommt dann bei der Beratung selbst zur Geltung. Das gesamte Gespräch kann nun am Fahrzeug selbst stattfinden. Über die Autohaus-App kann der Händler umfassend über das Modell beraten. Jegliche Informationen, wie Leistungsdaten und Ausstattungsmerkmale sind per Knopfdruck abrufbar. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität der angezeigten Inhalte. Bei Sonderwünschen bei der Farbe oder Ausstattung bspw. kann der Händler dem Kunden noch am Gerät zeigen, welche Auswirkung die Änderungen auf die Optik des Fahrzeuges haben. Falls der Kunde Interesse am Kauf des Fahrzeuges hat kann der Händler in der Autohaus-App eine Probefahrt veranlassen. Um dem Kunden unnötige Wartezeit zu ersparen wird per Fingerdruck eine Nachricht an die entsprechende Abteilung bzw. Mitarbeiter verschickt. Dieser kann in der Zeit, in der sich der Kunde noch im Verkaufsraum aufhält, ein entsprechendes Fahrzeug für eine Probefahrt vorbereiten. Während dieser Probefahrt kann die Produktpräsentation nun fortgeführt werden. Durch das UMTS-Modul im iPad sofern die Informationen nicht lokal gespeichert sind, kann der Händler bei Fragen sofort eine Antwort finden.

Dank der mobilen Technik im iPad können die Produktpräsentationen und das Verkaufsgespräch nun überall stattfinden. Der Händler ist nicht mehr auf Prospekte und seinen stationären PC zur Vertragsaufnahme und Kalkulation von Finanzierungen oder ähnliches angewiesen. Der gesamte Präsentationsprozess kann am Objekt durchgeführt werden.


4.2.3 Nach der Präsentation

Nach der Präsentation des Fahrzeuges hat nun der Kunde die Qual der Wahl. Falls sich der Kunde gegen das Fahrzeug entscheidet, können über das Kundenprofil Kritikpunkte und ähnliches aufgenommen werden. diese können für ein späteres Gespräch benutzt werden.Des Weiteren könnte der Kunde in eine Mailingliste für entsprechende Angebote aufgenommen werden. Im positiven Fall kann über das iPad direkt eine Vorlage eines Kaufvertrages ausgefüllt werden. Falls eine Finanzierung gewünscht ist, kann diese auch direkt auf dem iPad berechnet werden. Hierzu ist dann nicht mehr der Gang in das Büro des Händlers notwendig. Zum Abschluss kann der Vertrag dann via Email oder einer Exportfunktion an ein Hintergrundsystem o. ä. übergeben werden um einen Ausdruck zur Unterschrift zu erstellen. Hier fällt wieder die fehlende Druckerunterstützung des iPads auf. Im Anschluss ist wieder eine Bearbeitung des Kundenprofils möglich.


4.2.4 Bewertung von Stärken und Schwächen

Das iPad ist ein ideales Tool für einen Autohändler. Es ist klein mobil und kann die gesamte Produktpalette des Autohändlers abbilden. Zusätzlich könnte über eine Netzwerkverbindung auf Angebote anderer Autohäuser zugegriffen werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die komplette Beratung am Fahrzeug passiert, kann die Präsentation besser ausgebildet werden. Besonders in einem höheren Preissegment von Gütern ist ein Nutzen zu sehen. Oft haben Autohändler einen festen Kundenstamm, den sie bedienen. Hierzu wären oben genannte Funktionen ideal anwendbar. Abschließend lassen sich folgende Vor- und Nachteile zusammenfassen:


Vorteile:

  • Präsentation und Beratung direkt am Fahrzeug möglich
  • gute Visualisierungsmöglichkeiten bei abweichender Ausstattung
  • direkte Finanzierungskalkulationen möglich
  • Beratung auch außer Haus möglich


Nachteile:

  • Keine direkte Druckfunktion


5 Fazit

5.1 Zusammenfassung

Das iPad hat eine weitere Tür im Unterhaltungs-Markt weit aufgestoßen. Ob es sich langfristig durchsetzen kann, ist zur Zeit noch fraglich. Zunächst sehr pessimistisch erteilte Verkaufsprognosen wurden nachträglich nach oben korrigiert. Das iPad ist nun 80 Tage auf dem Markt und hat sich 3.000.000 Mal verkauft. Aktuell werden die Vekaufszahlen für dieses Jahr in einer Größenordnung bei ca. 5.000.000 verkauften Exemplaren erwartet. Das iPad wartet mit einer Akku-Laufzeit von 9-10 Stunden auf und bietet dem Anwender ein ausgeklügeltes Bedien-Konzept. Einzig allein die Tatsache, dass kein USB- oder VGA-Anschluss enthalten sind, kann den Gesamteindruck etwas trüben. Mit 499 – 799 Euro schlagen die Preise, abhängig von dem gewählten Leistungs-Umfang, zu Buche.

Für den Preis wird viel geboten, allerdings bleiben Zweifel, ob sich das Konzept Tablet-PC durchsetzen kann. In den hier dargestellten Anwendungsfällen weist das iPad Nachteile auf, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Bei der one-to-one-Situation trumpft das iPad zwar ganz klar auf, allerdings ist fraglich, welche Unternehmer z.B. für jeden Berater ein iPad einkaufen. Die Wartung ist intensiv, wenn Updates eingespielt werden müssen, es muss unter Umständen weiteres Personal für die Wartung eingestellt werden und die Garantie des Geräts gilt ab Verkaufsdatum lediglich für ein Jahr. Ein weiterer Punkt ist, dass es zur Zeit nur einen geringen Anteil an gewerblich nutzbaren Apps gibt. Die Apps, die nun mit dem iPad voll zur Geltung kämen, müssen entweder noch entwickelt oder portiert werden.

Die one-to-many-Situation klappt technisch einwandfrei. Das iPad kann an einen Beamer o. ä. angeschlossen und die Präsentation gestartet werden. Einzig die Software macht hier Schwierigkeiten, indem der Moderations-Modus vollkommen fehlt. Zum direkten Zeigen ist das Gerät auf Entfernung viel zu klein.

Für den Heimgebrauch ist die Verwendung ebenfalls eingeschränkt. Beim Surfen fehlt vielerorts die Flash-Kompatibilität. Das Verfassen von langen Texten ist auf Dauer umständlich, die Spracheingabe ist ab Werk schon deaktiviert und neu gebotene Funktionen wie die iBooks können bislang nicht genutzt werden, weil der iBook-Store noch in den Kinderschuhen steckt.

5.2 Ausblick

Während das iPad im Moment noch mehr in Richtung Gadget tendiert, zeichnet sich bereits ab, dass es zu einem ernstzunehmenden Gerät heranreifen wird. Abgesehen von den fehlenden Schnittstellen sind die Defizite in der, teilweise schlecht umgesetzten oder gar gesperrten, Software zu suchen. Da Apple darauf setzt, Web- und Videoinhalte in HTML5 darzustellen, werden auch in Zukunft die angebotenen Inhalte von Adobes Flash-Player weiterhin blockiert werden, solange diese auf den proprietären Standard beharren.[33]

Pionier-Arbeit leistet im Moment Mercedes Benz in den USA. Sie setzen bereits in ihren Autohäusern das iPad in Verbindung mit der App „MB Advantage“ ein. [34]

Abb. 20: MB Advantage Übersicht
Abb. 20: MB Advantage Übersicht
Abb. 21: MB Advantage Account
Abb. 21: MB Advantage Account
Abb. 22: MB Advantage Bezahlung
Abb. 22: MB Advantage Bezahlung


Mit dieser App können schon während des Verkaufsgesprächs Vertragsdaten geklärt und ein Anwender-Konto für den interessierten Kunden eingerichtet werden. Mit dem Konto kann der Anwender schließlich nach erfolgtem Kauf von zuhause aus seine Leasing-Transaktionen betrachten und fällige Zahlungen auch direkt per Knopfdruck tätigen.[35]


6 Anhang

6.1 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
AGPS Assisted Global Positioning Service
ALS Ambient Light Sensor
App Applikation / Anwendung
bspw. Beispielsweise
bzw. Beziehungsweise
cm Zentimeter
EDGE Enhanced Data Rates for GSM Evolution
GB Giga Byte
GHz Giga Hertz
HSDPA High Speed Downlink Packet Access
IPS In Plane Switch
o.ä. Oder ähnliche
OS Operating System / Betriebssystem
PDA Personal Digital Assistant
PDF Portable Document Format
TFT Thin Film Transistor
UMPC Ultra Mobile Personal Computer
UMTS Universal Mobile Telecommunications System
USA United States of America
USB Universal Serial Bus
VGA Video Graphics Adapter / Video Graphics Array
WLAN Wireless Local Area Network
z.B. zum Beispiel


6.2 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr. Beschreibung
1 One to many
2 One to one
3 iPad Maße
4 IPS-Technologie
5 kapazitives Multitouch-Display
7 Apple iOS Logo
6 iPad Knöpfe
8 Tippen
9 Scrollen
10 Zoomen
11 Virtuelle Tastatur
12 Spiel: Need for Speed
13 Spiel: Labyrinth
14 Dialog-Anzeige
15 Erstellung Präsentation
16 Dropbox Logo
17 iPad VGA-Adapter
18 Export-Möglichkeiten
19 Datei-Export
20 MB Advantage Übersicht
21 MB Advantage Account
22 MB Advantage Bezahlung


6.3 Tabellenverzeichnis

Tab.-Nr. Inhalt
Tabelle 1 Gegenüberstellung iPad <> Slate <> WeTab


6.4 Fußnoten

  1. Vgl. Wikipedia.de -> TabletPC
  2. Vgl. ZDNet.de -> TabletPC
  3. Vgl. ZDNet.de -> TabletPC
  4. Vgl. apple.com -> Verkaufszahlen
  5. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  6. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  7. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  8. Vgl. tecchannel.de -> IPS
  9. Vgl. connect.de -> Kapazitives Display
  10. Vgl. Wikipedia.de -> Beschleunigungssensor
  11. Vgl. mysubnotebook.com -> Infos
  12. Vgl. apfelklinik.de -> iPad
  13. Vgl. apple.com -> Apps
  14. Vgl. apple.com -> Software
  15. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  16. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  17. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  18. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  19. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  20. Vgl. touch-mania.com -> iPad Jailbreak
  21. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  22. Vgl. apple.com -> Keynote
  23. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  24. Vgl. apple.com -> Synchronisation
  25. Vgl. dropbox.com -> Infos
  26. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  27. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  28. Vgl. ipad-mag.de -> Info
  29. Vgl. apple.com -> Technische Daten
  30. Vgl. apple.com -> Mail
  31. Vgl. iWork.com -> Info
  32. Vgl. iwork.com -> Info
  33. Vgl. apple.com -> Flash
  34. Vgl. mercedesbenzfinancial.com -> iPad Press
  35. Vgl. mercedesbenzfinancial.com -> iPad Press


6.5 Literatur und Quellenverzeichnis

Referenz Detail
apfelklinik.de -> iPad http://www.apfelklinik.de/catalog/anleitung_ipad_wifi/anleitung_deutsch/step_41.htm
apple.com -> Apps http://www.apple.com/ipad/apps-for-ipad/
apple.com -> Flash http://www.apple.com/hotnews/thoughts-on-flash/
apple.com -> Keynote http://www.apple.com/de/iwork/keynote/
apple.com -> Mail http://www.apple.com/de/ipad/features/mail.html
apple.com -> Software http://www.apple.com/de/iwork/keynote/
apple.com -> Synchronisation http://www.apple.com/de/support/isync/
apple.com -> Technische Daten http://www.apple.com/de/ipad/specs/
apple.com -> Verkaufszahlen http://www.apple.com/de/pr/library/2010/06/22ipad.html
connect.de -> Kapazitives Display http://www.connect.de/themen_spezial/Kapazitiv-Display-als-Kondensator_5785724.html
dropbox.com -> Infos https://www.dropbox.com/features
ipad-mag.de -> Info http://ipad-mag.de/2010/05/31/ipad-am-beamer-eine-halbgare-sache/
iwork.com -> Info https://www.iwork.com/signin/de/
mysubnotebook.com -> Infos http://mysubnotebook.com/2010/01/apple-ipad/
tecchannel.de -> IPS http://www.tecchannel.de/pc_mobile/peripherie/438426/tft_display_panel_ips_pva_tn_blickwinkel_reaktionszeit/index7.html
touch-mania.com -> iPad Jailbreak http://touch-mania.com/2010/05/jailbreak-macht-sprachsteuerung-auf-dem-ipad-moglich/
Wikipedia.de -> TabletPC http://de.wikipedia.org/wiki/Tablet-PC
Wikipedia.de -> Beschleunigungssensor http://de.wikipedia.org/wiki/Beschleunigungssensor
ZDNet.de -> TabletPC http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_software_windows_vista_tablet_pc_lernt_handschrift_des_nutzers_story-39001022-39136612-1.htm
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