Desktop-Virtualisierung auf Smartphones

Aus Winfwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Duisburg
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Dipl-Inf._(FH)_Christian_Schäfer
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Desktop Virtualisierung
Autor(en): Timo Koch, Tim Kellner, Holger Niessing
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung: SS11
Studiensemester: 2
Bearbeitungsstatus: Bearbeitung abgeschlossen
Prüfungstermin:
Abgabetermin:


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

In den letzten 10 bis 15 Jahren war ein rasantes Wachstum, sowohl in den Rechenzentren als auch bei der Anzahl IT-basierter Arbeitsplätze zu beobachten. Heute ist ein Großteil der Büroarbeitsplätze in Unternehmen computergestützt und für immer mehr Aufgabenfelder werden Anwendungen ausgerollt, um Arbeitsabläufe zu erleichtern und Prozesse zu optimieren. Um diese große Anzahl der Arbeitsplätze in den Netzwerken zu verwalten und die unterschiedlichen Anforderungen der Anwendungen im Netzwerk zu bedienen, bedarf es einer Vielzahl von Systemen. Um damit einhergehende hohe Hardwarebeschaffungs-, Administrations- und Betriebskosten zu optimieren, suchte man auf allen Ebenen nach Ansatzpunkten. Zum Beispiel stellt das Outsourcing von IT-Abteilungen und Rechenzentren, sprich das Abtreten von vorher selbst durchgeführten Leistungen an ein externes IT-Unternehmen, eine Möglichkeit zur Kostenreduzierung dar. Doch auch im Bereich der Hardware gab es Überlegungen, wie eine Konsolidierung der Systeme, eine verbesserte Ausnutzung der Hardwareressourcen und daraus resultierend auch eine Senkung der Betriebskosten zu erreichen wäre. Man suchte ein Verfahren, mit dem anders als es bei konventionellen Systemen, mehr als ein Operating System (OS) auf einer Hardware laufen kann.

2 Virtualisierung

2.1 Definition

>>Hinter dem Schlagwort Virtualisierung verbergen sich [..] eine ganze Reihe technologischer Ansätze und Innovationen<<[1] Diese Konzepte verfolgen den gemeinsamen Ansatz, eine Abstraktion der logischen Systeme von physisch Hardwareressourcen durchzuführen.[2] Meist wird mit dem Begriff Virtualisierung ein Verfahren assoziiert, das die Zielsetzung hat, zur Verfügung stehende Ressourcen unter mehrere Systemen oder Anwendungen aufzuteilen und gemeinsam zu nutzen. Anders als bei konventionellen Systemen, steht dem Betriebssystem bei der Virtualisierung die Hardware nicht dediziert zur Verfügung, sondern der Grundgedanke ist, dass mehreren Systeme auf einer Hardware zwar zusammengeführt werden, aber dennoch autark voneinander laufen.

2.2 Formen der Virtualisierung

2.2.1 Anwendungs-Virtualisierung

Die Anwendungs-Virtualisierung basiert auf der Idee, den Benutzern Anwendungen zur Verfügung zu stellen, ohne dass diese auf seinem Endgerät installiert sein müssen. Hierbei unterscheidet man zwischen der server- und clientseitigen Anwendungs-Virtualisierung. Bei Ersterer findet die Installation und Ausführung der Applikation auf dem Server statt (physikalische Ebene), während die Applikationsoberfläche von der Ausführung separiert wird (logische Ebene). Die Befehle, die Benutzer über Eingabegeräte absetzt, werden zum Server gesendet und dort verarbeitet, vorausgesetzt es besteht eine netzwerkmäßige Konnektivität. Bei der clientseitigen Anwendungs-Virtualisierung, das auch als Streaming bezeichnet wird, erstellt der Administrator ein Applikationspaket, das dem Benutzer zentral zum Abruf zur Verfügung gestellt wird.[3] Ohne dass eine lokale Installation der Applikation nötig ist, wird das Paket beim Abruf >>auf das Endgerät übertragen und in einer isolierten Umgebung ausgeführt<<.[4]

Eine Lösung aus dem Umfeld der serverseitigen Anwendungsvirtualisierung ist der Windows® Terminalserver der Firma Microsoft, ein Systemdienst der mit der 2003er-Produktfamilie des Windows® Servers eingeführt wurde und die allgemein auch als Terminaldienste bezeichnet werden. Dabei baut der Benutzer über die Anwendung Remotedesktopverbindung eine protokollbasierte Verbindung zum Terminalserver auf, bei der lediglich die Oberfläche zum Client und die Eingabe zum Server übertragen werden.[5] Citrix XenApp™, ehemals Citrix Presentation Server™, das auf den Terminaldiensten des Windows® Servers aufsetzt und diese um weitere Funktionalitäten, wie zum Beispiel Grafik- und Multimedia-Beschleunigung erweitert, ist als weiteres Beispiel zu nennen.[6]

Durch Anwendungs-Virtualisierung kommt es zu administrativen und sicherheitstechnischen Vorteilen für IT-Abteilungen: Die Anwendungen werden lediglich zentral installiert und gewartet, sprich der Arbeitsaufwand reduziert sich um den Faktor der Systemanzahl, die sonst für die Anwender bereitgestellt werden müssten. Zudem reduziert sich der Sicherheitsaspekt auf das zentrale System, das es mit aktuellsten Sicherheitsupdates und Softwareversionen zu versorgen gilt. Sicherheitskritische Unternehmensdaten verlassen durch die zentrale Bearbeitung nicht das Rechenzentrum und können somit nicht in die Hände Dritter geraten.[4] Des Weiteren entsteht eine kostengünstigere Skalierbarkeit des Systems, da bei höherer Anwenderzahl und zur Performanceverbesserung lediglich ein System aufgerüstet bzw. ausgestattet werden muss.

2.2.2 Desktop-Virtualisierung

Bei der Desktop-Virtualisierung geht es um eine Verlagerung des Benutzer-Desktops, weg von seinem Endgerät hinein ins Rechenzentrum. Die Desktopbereitstellung erfolgt dabei über eine virtuelle Instanz zentral auf einem Server.[6] Grundsätzlich unterscheidet man im Bereich der Desktop-Virtualisierung zwischen den drei Typen Standard-Desktop, Individueller Desktop und Hochleistungs-Desktop, die je nach Art unterschiedliche Bereitstellungsszenarien erfordern. Das Konzept des Standard-Desktops stellt die Brücke zur unter 2.2.1 angesprochenen Anwendungs-Virtualisierung bzw. zum Terminalserver dar, auf dem für den Benutzer ein Standard-Desktop sowie vorinstallierte Anwendungen vorgehalten werden. Eine Abgrenzung zur Anwendungs-Virtualisierung findet bei dem Verfahren des individuellen Desktops statt. Hier ist der Desktop für den Benutzer individuell veränderbar, weil er in einer eigenen virtuellen Maschine auf einem Server läuft und dem User bereitgestellt wird. Die dritte Variante, die des Hochleistungs-Desktops erfolgt auf einem Blade PC in einer Serverfarm. Die Umsetzung erfolgt über eine dedizierte Desktopzuweisung auf ein Blade, das somit seine gesamte Leistung diesem Desktop allein zur Verfügung stellt.[6]

Äquivalent zur Anwendungs-Virtualisierung ergeben sich auch aus der Desktop-Virtualisierung wirtschaftliche und sicherheitsrelevante Vorteile, die sich vor allem durch eine Aufwandsreduktion für die Mitarbeiter und Verlagerung ins Rechenzentrum ergeben. Durch zentrale Managementfunktionen werden Aufgaben vereinfacht und Zeiten für Wartungen und Bereitstellungen neuer Desktops stark reduziert. Die kontinuierliche Betrachtung, Verbesserung und Überwachung sicherheitsrelevanter Aspekte, muss auch bei dieser Virtualisierungsform, allein auf das Rechenzentrum bezogen, erfolgen.[7]

2.2.3 Server-Virtualisierung

Vergleich - Ansätze der Server-Virtualisierung
Vergleich - Ansätze der Server-Virtualisierung [Abbildung 1]

Unter der Server-Virtualisierung versteht man das in der Definition unter 2.1 angesprochene Verfahren, mehrere Betriebssysteme auf der gleichen physikalischen Hardware zu betreiben und die Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Die Systeme laufen dabei gekapselt bzw. autark voneinander in einer sog. >>virtuellen Maschine<<[8] und agieren >>im Netzwerk wie eigenständige Rechner<<.[8] Bei konventionellen Systemen läuft das Betriebssystem direkt auf der Hardware, sprich das System kommuniziert direkt über die installierten Treiber und Schnittstellen mit der Hardware. Bei der Virtualisierung tritt zwischen die beiden Schichten eine >>Virtualisierungsschicht – Hypervisor oder Machine Monitor genannt<<[8], der die Verwaltung der virtuellen Maschinen und die Zuweisung der Ressourcen übernimmt.[9]


Bei der Server-Virtualisierung kommt es zu einer Unterscheidung zwischen zwei unterschiedlichen Ansätzen:

Bei der sogenannten Host-basierten Virtualisierung wird der Hypervisor nicht direkt auf der Hardware implementiert, sondern als Erweiterung bzw. Anwendung in ein vorhandenes Betriebssystem, sprich Host-Betriebssystem installiert. Die als Gastsysteme bezeichneten weiteren Betriebssysteme laufen wiederum autark in, vom Hypervisor erstellten, virtuellen Maschinen. Es entsteht eine dreistöckige Systemarchitektur, was zum nicht unerheblichen Verlust von Rechenleistung führt.[10] Beispiele für Host-basierte Virtualisierungs-Lösungen werden zum Beispiel vom Unternehmen VMware durch die Produkte VMware Server oder VMware Workstation angeboten. Die Firma Microsoft® vertreibt mit Microsoft Hyper-V ein Produkt, dass es sowohl als Host-basierten Hypervisor in Form einer erweiternden Rolle für ihr Serverbetriebssystem Windows® Server 2008/R2 gibt, als auch als Bare-Metal-Hypervisor über eine sog. Core-Edition angeboten wird.

Der zweite Ansatz zielt auf einen Verzicht des Hostbetriebssystem ab, sodass die Virtualisierungsschicht direkt auf der Hardware aufsetzt. Deshalb wird dieser Ansatz auch Bare-Metal Hypervisor genannt. Die Systemarchitektur reduziert sich auf zwei Stufen, so dass weniger Rechenleistung verloren geht und die Hardware effizienter genutzt wird.[10]

3 Smartphones & Tablets

3.1 Definition und Abgrenzung

Laut der CTIA, ein Verbund von Mobilfunkgeräteherstellern und Mobilfunknetzanbietern, ist unter einem Smartphone ein Handy mit Zusatzfunktionen zu verstehen, die über die normalen Telefonie-Funktionen hinausgehen. So stehen dem Benutzer beispielsweise auch Funktionen und Applikationen zum Surfen, Email oder Dokumentenbearbeitung zu Verfügung.[11]


Tablet-PCs , die häufig auch einfach nur kurz als Tablets bezeichnet werden, sind sehr flache tabletartige Computer ohne Tastatur. Sie sind akku- und funkbasiert und zeichnen sich demnach durch eine hohe Portabilität aus. Die Eingabe erfolgt zumeist über das Display, einem Touchscreen, das sich über annähernd die gesamte Fläche erstreckt. Aufgrund der meist nicht vorhandenen Tastatur, liegt der Fokus auf Applikationen, die eine fingerbasierte Eingabe verarbeiten können. Bei LCD-Displays wird zusätzlich noch ein Eingabestift benötigt. Der Funktionsumfang ist dem eines Smartphones sehr ähnlich, allerdings fehlen die Telefonie-Funktionen zumeist. So stehen beispielsweise mit UMTS und Wireless LAN Funktionen zum Datenaustausch zur Verfügung.

3.2 Plattformen

Android System Architecture
Android System Architecture [Abbildung 2]

Mittlerweile haben sich auf dem Markt für Smartphones und Tablets einige Betriebssystem-Plattformen etabliert, die zum Teil auch auf beiden Gerätetypen zum Einsatz kommen. In den folgenden Kapiteln sollen die fünf bekanntesten und für das Thema der Arbeit relevantesten Plattformen gegeben werden.


3.2.1 Google Android

Android ist ein, von der Open Handset Alliance entwickeltes Betriebssystem für Smartphones und Tablet-PCs, das erstmals 2008 auf einem Mobiltelefon zu finden war und auf einem Linux Kernel basiert.[12] Die Open Handset Alliance wurde im Jahr 2007 gegründet, steht unter der Leitung der Google Inc. und besteht aktuell aus 81 Technologie- und Mobilfunkunternehmen.[13] Der Source Code von Android ist offen und für jeden zugänglich.

Ein System-Stack-Diagramm veranschaulicht die Architektur: Der Stack besteht aus fünf Layern: Linux Kernel, Libraries, Adroid Runtime, Application Framework und Application. Wie der Name des ersten Layer es bereits widerspiegelt, stellte ein Linux Kernel in der Version 2.6 die Basis für den Android Kernel dar, der speziell abgewandelt wurde und für Basisaufgaben wie Hardware- und Prozessmanagement verantwortlich ist.

Die Android-Libraries inkludieren eine Vielzahl von Libraries der Programmiersprachen C und C++, um zum Beispiel Media-Funktionalitäten abdecken zu können. Der Android Runtime Layer ist folgendermaßen zu verstehen: Die sog. Core Libraries beinhalten Progammierschnittstellen für Java-Programme. Jede Java-Anwendung erzeugt beim Aufruf seinen eigenen Prozess, der in seiner eigenen Dalvik Virtual Machine läuft. Das Application Framework liefert in der Programmiersprache Java geschrieben Klassen und Services, die zur Applikation-Erstellung benötigt werden.[14] Momentan kommt Android in der Version 3.1 sowohl auf Smartphones, als auch Tablet-PCs auf dem Markt zum Einsatz.

3.2.2 Apple iOS

Das Apple iOS, anfänglich noch als iPhone OS bezeichnet, kam mit der Markteinführung des Mobiltelefons iPhone der Apple Inc. als dessen Betriebssystem auf den Markt. In groben Zügen basiert es auf dem Apple Mac-Betriebssystem Mac OS X und seine Architektur besteht aus vier Layern: Core OS, Core Services, Media und Cocoa Touch. Sowohl der Core OS-, als auch Core Services-Layer stellen hauptsächlich fundamentale Schnittstellen, für zum Beispiel Dateizugriffe, niedrige Datentypen und Netzwerkzugriffe zur Verfügung. Diese sind C-basiert und beinhalten weitere technologische Entwicklungen wie zum Beispiel SQLite.[15] Der darüberliegende Media-Layer, ebenfalls auf C- als auch Objective-C basierend, stellt Schnittstellen für Audio-, Video-, 2D- und 3D-Technologien bereit, um zum Beispiel Animationen oder Audioausgaben zu implementieren. Der vierte Layer im Bunde, der Cocoa Touch, wartet mit dem sogenannten UIKit und dem Foundation Framework auf, den Basiswerkzeugen um grafische eingabegesteuerte Applikationen zu ermöglichen. Für das iOS geschrieben Anwendungen, sind von ihren Entwicklern stets auf der objektorientierte Programmiersprache Objective-C zu entwerfen.[15]

Mobile Betriebssysteme
Mobile Betriebssysteme [Abbildung 3]

Die Version 4.3 ist die aktuelle Version des iOS, während die Version 5 bereits in den Startlöchern steht (Anm.: angekündigt/vorgestellt durch Apple Inc. am 06.06.2011). Kam das iOS anfangs lediglich nur auf den ersten Generationen des iPhones zum Einsatz, erlangte es mit der Markteinführung von Apples neuem Tablet-PCs iPad im Sommer 2010 auch Einzug im Tablet-Bereich, um aufgrund ähnelnder Bedienkonzepte Entwicklungssynergien zu schaffen und Entwicklungskosten zu reduzieren. Applikationen die sich auf dem OS installieren lassen, laufen zwar auf beiden Geräten, werden aber tendenziell gerade hinsichtlich der Größe Ihrer Oberfläche, speziell für einen der beiden Gerätetypen entworfen. Sämtliche kostenpflichtigen, als auch kostenlosen Applikationen sind nur über den von Apple angeboten Online-Store iTunes zu erwerben und herunterzuladen.

3.2.3 Windows Phone

Windows® Phone, in der seit September 2010 auf dem Markt verfügbaren Version 7, ist die Fortsetzung des Smartphone-Betriebssystems Windows® Mobile der Firma Microsoft. Es ist speziell für Multitouch-Displays konzipiert, wobei Microsoft den Hardwareherstellern, die es auf ihren Geräten implementieren, vorgibt dass das Multitouchdisplay mindestens 4 Touchpunkte verarbeiten können muss. Die Oberfläche des Betriebssystems stellt keine völlige Neuentwicklung dar, sondern greift mit dem von Microsoft Zune-MP3-Player bekannten Metro-Interface eine bereits bewährte Technologie auf. Äquivalent zu weiteren Smartphone-Plattformen wie Android oder iOS, steht auch die individuelle funktionale Erweiterbarkeit durch die zusätzlichen kostenlosen oder kostenpflichtigen Applikationen im Fokus. Das Gegenstück zum Online-Shop iTunes von Apple, ist hier der Microsoft Marketplace.

Die für Windows Phone 7 entwickelten Applikationen basieren auf den Programmiersprachen C# und VB Compact .NET und werden über die Technologien Silverlight und XNA aus dem Hause Microsoft entwickelt. Mit Silverlight, eine Technologie zur Erstellung sogenannter Rich Internet Applications, werden auf dem OS sämtliche Oberflächen erzeugt. Darunter kommt ein abgespecktes .NET Framework zu Einsatz, bei dem es sich nicht um die Version handelt, die auch auf PCs unter Windows® zum Einsatz kommt, sondern sie implementiert lediglich für Smartphone relevante Funktionen. Bei dem oben genannten XNA handelt es sich um eine Technologie zur Spieleentwicklung, die auf dem bekannten DirectX aufbaut und Funktionen für Grafikbeschleunigung und 3D-Rendering mitbringt. Erwähnenswert bei den Applikationen sind zwei Aspekte: Zum einen legt Microsoft einen höheren Fokus auf Sicherheitsaspekte und lässt Entwicklern keinen Zugriff auf den öffentlichen Flashspeicher des Mobiltelefons zu. Um Daten auf dem Flashspeicher abzulegen, müssen Entwickler auf den sogenannten Isolated Storage, einen speziell hierfür vorgesehenen und vom restlichen Speicher isolierten Bereich, zurückgreifen. Des Weiteren läuft jede Applikation in einer Sandbox, die sie von den Grundfunktionen wie Telefonie- , SMS- oder GPS-Funktionen separiert. Über sogenannte Launcher im Framework können Entwickler auf diese Funktionen zugreifen, jedoch ist hierfür eine Information des Benutzers unerlässlich. Dieser muss den Zugriff bestätigen, so dass im Hintergrund von einer Applikation zum Beispiel keine Daten verschickt, oder ungewollte Anrufe aufgebaut werden können. Applikationen, die für Vorgängerversionen, sprich für Windows Mobile Editionen entwickelt wurden, sind aufgrund der Einführung der Entwicklungstechnologien Silverlight und XNA nicht mehr verwendbar.

Eine weitere zentrale Idee, die Microsoft mit Einführung der Version 7 seines Smartphone-Betriebssystems verfolgt, ist die Konzentration auf sogenannte Hubs. Mit Hubs lassen sich kontextgleiche Informationen, zum Beispiel Facebook-Informationen gespeicherter Kontakte mit dessen gespeicherten Nummern zusammenführen. Man geht also weg von der Idee der Zusammenfassung funktions- gleicher oder ähnlicher Anwendungen, hin zur kontextabhängigen Zusammenfassung von Themenbereichen.[16]

3.2.4 Blackberry

Die kanadische Firma Research In Motion, kurz RIM hat im Smartphone-Bereich ebenfalls seit vielen Jahren mit seinem Blackberry OS ein multitaskingfähiges Smartphone-Betriebssystem auf dem Markt, das sich aktuell in der siebten Auflage befindet. Es handelt sich zwar um ein kostenloses, allerdings auch proprietäres Operating System, da es speziell für den Einsatz auf den eigens entwickelten Mobiltelefonen ausgelegt ist. Entwickelt wurde es auf der im Mobile-Umfeld verbreiteten objektorientierten Programmiersprache Java®. Für externe Entwickler stellt Research In Motion ein Software Development Kit (SDK), das sogenannte Blackberry® Java® SDK bereit, das die Entwicklung neuer Applikation ermöglicht.[17]

Mit der Eigenentwicklung Playbook ist die Firma RIM aktuell auch in den Tablet-PC-Markt vorgedrungen. Auf ihm kommt jedoch nicht das Blackberry OS, sondern ein speziell für Tablets zugeschnittenes, das Blackberry Tablet OS zum Einsatz. Grundlage hierfür war das ebenfalls von RIM entwickelte Betriebssystem QNX, ein unix-ähnliches Mikroprozessor-Betriebssystem. Auch für das Tablet-OS stehen Entwicklern zwei unterschiedliche SKDs zur Verfügung: Mit dem Blackberry Tablet OS SDK für Adobe AIR lassen sich Applikationen sowohl für BlackBerry Tablets, als auch für stand-alone Computer entwickeln. Das BlackBerry WebWorks SDK hingegen zielt auf die Entwicklung von Webapplikationen, die auf Webtechnologien wie JavaScript® oder HTML5 basieren, ab.[18]

3.2.5 Symbians

Hinter dem Begriff Symbian verbirgt sich ein aus den Mobilfunkgeräteherstellern wie Nokia, Sony Ericsson, Siemens, Panasonic zusammengesetztes Konsortium, das gemeinsam an einer Betriebssystemplattform für Handys und Smartphones entwickelt. Das Symbian OS (Symbian Operating System) bildet somit die gemeinsame Basis für diverse, darauf aufbauende und von den unterschiedlichen Herstellern individuell verfassten, Benutzeroberflächen. Aufgrund Ihrer Bekanntheit und Ihres Verbreitungsgrades, wäre hier die Symbian S60 von Nokia besonders zu erwähnen.[19] Symbian OS soll an dieser Stelle der Arbeit auch nur aus Vollständigkeitsgründen genannt werden. Auf ein detailiertes Eingehen wird aus fehlender Relevanz im Virtualisierungsumfeld bewusst verzichtet. Zwar nahm Symbian OS über Jahre eine marktführende Position ein, musste jedoch zunehmend Marktanteile einbüßen, was aktuell sogar dazu führte, dass Nokia bereits im Mobilfunksegment kooperative Schritte auf Microsoft zugemacht hat.[20] Symbian kommt ausschließlich auf Handys- und Smartphones zum Einsatz.

4 Desktop-Virtualisierung auf mobilen Geräten

4.1 Ein neuer Trend?

Smartphone Absätze
Smartphone Absätze [Abbildung 4]

Die heutige "Mobile Revolution" verlangt von allen Gesellschaftsmitgliedern stets mobil und erreichbar zu sein. Hierbei wird oft auf die Nutzung moderner Informationstechnologien zurückgegriffen. Die logische Konsequenz der technischen Entwicklung und der steigenden funktionalen Annäherung war die Fusion der Gerätetypen Mobiltelefon und PDA. Das Ergebnis ist die Realisierung eines mobilen Endgerätes, das die Vorteile beider Endgeräte vereint: das Smartphone. Es bietet oft eine Vielzahl von Schnittstellen und Funktionen:

  • Integrierte Kamera
  • GPS
  • Telefon, TV, Radio, Musikabspielgerät
  • Videotelefonie
  • Lange Akkulaufzeiten
  • "Apps" (Kleine Anwendungen aus einem umfangreichen Softwareangebot)
  • E-Mail und Organizer Funktionalitäten (Termin-, Adress-, Aufgabenverwaltung, etc.)
  • Internetnutzung
  • W-LAN, Bluetooth, GPRS, UMTS usw.

Die Übergänge sind fließend und können wie folgt beschrieben werden: Ein Smartphone ist jedes Mobiltelefon, das umfangreiche Daten verwaltende Elemente zur Verfügung stellt und jeder PDA, mit dem telefoniert werden kann. In den letzten Jahren stieg der Absatz der verkauften Smartphones rasend an, allein im Jahr 2010 ist nach den Angaben des Hightech-Verbandes BITKOM auf Basis aktueller Daten des EITO (European Information Technology Observatory) eine Steigerung von 34% auf 7,2 Mio. Stück erzielt worden. Für dieses Jahr wird sogar mit einem Anstieg auf 10 Mio. Geräte gerechnet.[21]

Dieser enorme Verkaufserfolg von Smartphones, wie dem iPhone, Blackberrys oder Geräten die auf Windows Mobile bzw. Android basieren, ist vor allem auf das mobile Internet mit günstigen Tarifen und auf eine Vielzahl von Apps zurückzuführen.[22]

4.2 Vom Server zum Mobilgerät

Im Allgemeinen versteht man unter Virtualisierung oft, dass auf einer physischen Maschine (Host) mehrere virtuelle Maschinen (Gast) gehostet bzw. ausgeführt werden. Nun könnte man vermuten, dass dieses Prinzip eins zu eins auf Mobilgeräte übertragen werden könnte. So würde zum Beispiel die Hardware eines Tablet PCs genutzt, um eine virtuelle Maschine auszuführen. Dies ist aber i. d. R. nicht der Fall. Bei der (Desktop-)Virtualisierung auf Smartphones handelt es sich vielmehr um eine Terminalverbindung. Je nach Anbieter werden hierbei der komplette Desktop oder auch nur einzelne Programme übertragen, die Grundlagen sind jedoch gleich. Auf einem Host-Computer wird die Software installiert, dessen Funktionen den Clients zur Verfügung gestellt werden sollen. Hierbei wird den Mobilen Endgeräten lediglich die grafische Benutzeroberfläche übertragen, ggf. werden getätigte Eingaben des Benutzers an den Server übermittelt, der auch die Operationen der Anwendungen und dessen Datenspeicherung durchführt. Je nach verwendeter Lösung werden immer nur die Änderungen der aktuellen Sitzung oder der komplette Bildschirminhalt übermittelt. Letzteres benötigt jedoch i. d. R. mehr Bandbreite. Um diese Datenmengen zeitnah auf den Mobilgeräten darstellen zu können, wird eine gewisse Bandbreite vorausgesetzt. Für die lokale Anwendung ist eine Verbindung per WLAN normalerweise ausreichend. Wer allerdings auch unterwegs auf seine gewohnten Anwendungen zugreifen möchte, ist auf die angebotene Geschwindigkeit und die Netzabdeckung seines Mobilfunkbetreibers angewiesen.

Mobilfunktechnik GSM UTMS LTE
GPRS EDGE UMTS HSDPA / HSUPA HSPA+ LTE LTE Advanced
Downlink 53,6 kBit/s 236,8 kBit/s 384 kBit/s 1,8 MBit/s
3,6 MBit/s
7,2 MBit/s
14,4 MBit/s
21,1 MBit/s
42,2 MBit/s
bis 100 MBit/s bis 1 GBit/s
Uplink 13,4 kBit/s
(26,8 kBit/s)
118,4 kBit/s
(236,8 kBit/s)
128 kBit/s
(384 kBit/s)
1,8 MBit/s
3,6 MBit/s
5,8 MBit/s
5,8 MBit/s
(11,5 MBit/s)
bis 50 MBit/s bis 500 MBit/s
Latenzzeit > 500 ms 300 bis 400 ms 170 bis 200 ms 60 bis 70 ms -/- -/- -/-
Anbieter
(geplant / im Aufbau)
T-Mobile
Vodafone
E-Plus
O2
T-Mobile
Vodafone
E-Plus
O2
T-Mobile
Vodafone
E-Plus
O2
T-Mobile
Vodafone
(E-Plus)
O2
T-Mobile
Vodafone
T-Mobile
Vodafone
O2
-/-

Vergleich der Übertragungsgeschwindigkeiten von mobilen Geräten [Tabelle 1]

4.3 Formen der Desktop-Virtualisierung

4.3.1 Client-Virtualisierung

Microsoft Virtual PC
Microsoft Virtual PC [Abbildung 5]
Client-Virtualisierung
Client-Virtualisierung [Abbildung 6]
Die einfachste Form der Virtualisierung ist die sogenannte Client-Virtualisierung. Hierbei wird der Hypervisor auf einem einfachen Client ausgeführt, so ist es möglich auf einem physischen System mehrere Betriebssysteme gleichzeitig zu betreiben. Diese Methode findet sehr häufig in der IT-Administration Anwendung. Im Bereich Softwareengineering können die Entwickler die Anwendungen so auf einer Vielzahl von Betriebssystemen testen. Diese umfangreichen Testmöglichkeiten werden sich oft auch von IT-Administratoren zunutze gemacht, um Patches, Service Packs so wie Updates vor der Veröffentlichung auf Kompatibilität zu prüfen. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass jede virtuelle Maschine mit einem physischen Computersystem gleichzusetzen ist. Die Hardwarewartung reduziert sich durch die Virtualisierung auf die Hardware des Hostsystems, sprich die Wartungen mehrere Einzelsysteme können konsolidiert werden. Die Betriebssysteme hingegen müssen, wie bei jedem konventionellen System einzeln betreut werden.


Vorteile [23]:

  • Gleichzeitiges Nutzen mehrerer Betriebssysteme ohne Neustart
  • Evaluierung und Testen neuer Betriebssysteme Anwendungen und Patches in einer isolierten Umgebung
  • Schnelles und effizientes Testen von Anwendungen mit einer Vielzahl verschiedener Konfigurationen
  • Einfaches Zurücksetzen virtueller Maschinen auf einen vorigen, stabilen Systemstatus
  • Ausführung von inkompatiblen Anwendungen
    • Windows Anwendungen auf Apple OS
    • Ältere Windows Anwendungen auf Windows 7

Nachteile:

  • Kein zentrales Management
  • Hoher Administrationsaufwand

Einsatzbereiche:

  • Testen von
    • Anwendungen
    • Patches
    • Service Packs
    • Updates
  • Ausführung von inkompatiblen Anwendungen
    • Windows-Anwendungen auf Apple OS
    • Ältere Windows-Anwendungen auf Windows 7

Produkte:

  • Parallels Desktop®
  • VMware Workstation® und VMware Sphere®
  • Microsoft Virtual PC®

4.3.2 Managed Desktop VM

Managed Desktop VM
Managed Desktop VM [Abbildung 7]
Bei der Virtualisierungsform "Managed Desktop VM" wird die virtuelle Maschine ebenfalls, wie bei der Client-Virtualisierung, direkt auf dem Client ausgeführt. Sie wird allerdings durch eine extra Sicherungsschicht erweitert. Durch das Unternehmen werden an zentraler Stelle für die benötigten Einsatzbereiche spezielle Templates erstellt und verwaltet.

Vorteile:

  • Zentrales Management
  • Gesteuerter Dateizugriff
  • Absicherung von privaten Computern mit Zugriff auf Firmendaten
  • Offline Betrieb
  • Ausführung von inkompatiblen Anwendungen
    • Windows Anwendungen auf Apple OS
    • Ältere Windows Anwendungen auf Windows 7

Nachteile:

  • Aufwändiger Synchronisierungsprozess

Einsatzbereiche:

  • Ausführung von inkompatiblen Anwendungen
  • Bereitstellung von Unternehmensanwendungen für externe Mitarbeiter
  • Verwendung bei Außendienstmitarbeitern ohne direkte Verbindungsmöglichkeit zum Unternehmensnetzwerk

Produkte:

  • Citrix XenClient®

4.3.3 Application Streaming

Application Streaming
Application Streaming [Abbildung 8]
Beim Application Streaming werden die vom Unternehmen gewünschten Anwendungen speziell vorbereitet. Dieser Vorbereitungsprozess wird allgemein auch als Paketierung bezeichnet und muss allerdings bei jedem Update oder ergänzenden Installation wiederholt werden. Hiermit wäre auch gleichzeitig das größte Problem des Applikation Streamings angesprochen. Im Anschluss an die Paketierung werden die erstellten Dateien an die Clients verteilt und lokal gespeichert. Dies ermöglicht es auch mit den Anwendungen offline zu arbeiten, sodass keine dauerhafte Verbindung zum Streaming Server erforderlich ist. Sind die Dateien erst einmal auf den Client kopiert, werden diese lokal in einer isolierten Sandbox ausgeführt. Zurzeit ist diese Virtualisierungstechnik eher selten im Einsatz.

Vorteile:

  • Zentrale Wartung
  • Offline Betrieb
  • Durch Sandbox wenig Komplikationen mit dem Betriebssystem oder anderen Anwendungen

Nachteile:

  • Neupaketierung und Verteilung bei Änderung / Updates

Einsatzbereiche:

  • Ausführung von inkompatiblen Anwendungen
  • Bereitstellung von Unternehmensanwendungen für externe Mitarbeiter
  • Verwendung bei Außendienstmitarbeitern ohne direkte Verbindungsmöglichkeit zum Unternehmensnetzwerk

Produkte:

  • Citrix XenApp® Offline

4.3.4 Presentation-Virtualisierung / Server-based-Computing

Server-based-Computing
Server-based-Computing [Abbildung 9]
Die Presentation Virtualisierung (auch besser bekannt als Server-based-Computing) ist die in Unternehmen am meist verbreitetste Virtualisierungslösung. Seit über zehn Jahren hat sich diese Technik auf dem Markt etabliert. Die Basis liegt hierbei im Rechenzentrum, auf den zentralen Servern werden die benötigten Anwendungen installiert, konfiguriert und gewartet. Die Endgeräte stellen lediglich über das Remote Access Protocoll eine Verbindung zum Server her. Als Endgeräte gibt es eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten. Diese reichen von normalen FatClients, bis hin zu UltraThinClients und seit Neustem können auch Smartphones und Tablet-PCs verwendet werden.

Vorteile:

  • Minimierung von Kompatibilitätsproblemen
  • Zentrale Wartung / Administration
  • Keine umständliche Neupaketierung
  • Bessere Resourcenausnutzung als bei Virtual Desktop Infrastructure

Nachteile:

  • Oft keine personalisierten Desktops
  • Ständige Verbindung mit der erforderlichen Bandbreite zum Server erforderlich
  • Keine Offline-Funktionalitäten

Einsatzbereiche:

  • Viele Mitarbeiter die mit der selben, gleich konfigurierten Software arbeiten

Produkte:

  • Microsoft Terminal Server
  • Meta-Frame

4.3.5 Virtual Desktop Infrastructure (VDI)

Virtual Desktop Infrastructure (VDI)
Virtual Desktop Infrastructure (VDI) [Abbildung 10]
Virtual Desktop Infrastructure, oder kurz gesagt VDI, besitzt einen ähnlichen Aufbau wie die Presentation Virtualisierung bzw. das Server-based-Computing. Der gravierende Unterschied liegt allerdings darin, dass jeder Client der sich an einem Server über das Remote Access Protocol anmeldet, einen eigenen virtuellen Desktop erhält. Dieser läuft von den Desktops der anderen Benutzer völlig isoliert, während die Verwaltung jedoch, wie bei der Managed Desktop VM, zentral über eine Administrationsanwendung erfolgt. Vorteilhaft bei der Virtual Desktop Infrastructure hingegen ist, dass die virtuellen Maschinen nicht Ressourcen verbrauchend über das Netzwerk auf die Clientsysteme synchronisiert werden müssen.

Vorteile:

  • Minimierung von Kompatibilitätsproblemen
  • Zentrale Wartung / Administration
  • Keine umständliche Neupaketierung
  • Personalisierte Desktops

Nachteile:

  • Schlechtere Resourcenausnutzung als Presentation Virtualisierung / Server-based-Computing da in jeder Sitzung eine eigenständige Betriebssysteminstanz geladen wird
  • Ständige Verbindung mit der erforderlichen Bandbreite zum Server erforderlich
  • Keine Offline-Funktionalitäten

Einsatzbereiche:

  • VMware VDI

Produkte:

  • Citrix XenDesktop

5 Fallbeispiele

In nachfolgenden Kapitel sollen der Citrix Receiver sowie VMware View , zwei Produkte die im Marktsegment der Desktop-Virtualisierung angesiedelt sind, näher vorgestellt werden. Um sich mit den Produkten auch in der Praxis zu beschäftigen, werden diese auf zugänglichen Endgeräten installiert. Die Wahl fällt hier letztendlich auf das iPAD 2, da nur für dieses beide in kompatiblen Versionen für das darauf zu Einsatz kommende iOS, kostenfrei über den Apple AppStore angeboten werden. Um jedoch die auf dem iPhone ebenfalls installierbare Citrix Receiver Version nicht vollends außer Acht zu lassen, wurde auch hier anfänglich ein Versuch unternommen. Es zeigte sich jedoch schnell, dass auf einem Smartphone wie zum Beispiel dem iPhone, das doch deutlich kleinere Display im Einsatz dieser Produkte größere Schwächen offenbart. So wurde letztendlich davon wieder Abstand genommen. Des Weiteren erscheint das iPAD durch sein Betriebssystem, das wie in den vorigen Kapiteln ausgeführt wurde, auch auf dem iPhone zum Einsatz kommt, als durchaus repräsentative Testplattform. Einzig die höhere Taktung des verbauten Prozessors verfälscht das Ergebnis ein wenig. Diese Erkenntnis sollte bei allen nachfolgenden Ausführungen im Hinterkopf behalten werden.

5.1 Citrix Receiver

Das Unternehmen Citrix hat sich bereits seit vielen Jahren einen Namen in der IT-Welt verschafft. Das breite Produktportfolio der Firma Citrix umfasst in erster Linie Anwendungen für den Virtualisierungsbereich und ist für seine Anwendungsbereitstellung bekannt. Im Bereich der Virtualisierung gibt es keine klare Festlegung auf das Bare-Metal-Verfahren oder auf Hostbasierte Lösungen. Es werden sowohl Produkte vertrieben, die auf einem Hostsystem (z.B. Microsoft Windows) installiert werden müssen, als auch Anwendungen die einen eigenen Hypervisor mit sich bringen. Außerdem gibt es Anwendungen, die die von der Firma Microsoft vertriebenen Produkte, wie den Hyper-V Server, erweitern und so komplexe Konfigurationen im Bereich der Virtualisierung erlauben. Diese Produkte beruhen auf der engen Zusammenarbeit, die die Unternehmen seit vielen Jahren betreiben. In den letzten Jahren rückten die Unternehmen oftmals enger zusammen, um umfassende Virtualisierungslösungen für den Bereich Desktop- und Server-Virtualisierung anzubieten.

5.1.1 Infrastruktur und Protokolle

In vielen Unternehmen werden die Anwendungen auf traditionelle Art und Weise direkt auf den Endgeräten installiert und ausgeführt. Dies bedeutet für die Administratoren, das eine ständige Versionskontrolle durchgeführt werden muss. Durch veraltete Software kann es zu Sicherheitseinbußen kommen, weil die Anwendungen Schwachstellen aufweist, die durch Angreifer ausgenutzt werden können. In neueren Versionen können aber auch Fehler behoben werden, die zum Beispiel zu einer falschen Berechnung führen. Somit ist es notwendig die Software auf einem aktuellen Stand zu halten. Hierbei gibt es zwar bei einer Vielzahl von Anwendungen die Möglichkeit die Aktualisierung automatisch vorzunehmen, aber eine Garantie ist dies leider nicht. Immer wieder kommt es vor, dass Fehler auftreten und ein Update nicht angewendet werden konnte. Es gibt aber auch Fälle, bei denen die einzelne Anwendung oder gar das komplette Betriebssystem nicht mehr lauffähig ist. Hier bleibt keine andere Möglichkeit als eine Fehlersuche durchzuführen und anschließend diesen Fehler zu beheben. Die Gefahr das ein solches Szenario eintritt erhöht sich natürlich mit Anzahl der zu betreuenden Anwendungen.[24]

Bei Citrix XenApp (früher bekannt als WinFrame bzw. Presentation Server) werden die Anwendungen auf dem Server ausführt. Es handelt sich also erst einmal um Presentation-Virtualisierung bzw. Server-based-Computing. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit durch spezielle Zusatzfunktionen die Anwendungen offlineverfügbar zu machen. Auf einem zentralen Server werden die Anwendungen installiert und müssen auch nur noch dort durch die IT betreut werden. Dies gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit der Anwendungen in der richtigen Version und einen komfortablen Zugriff seitens der Benutzer. Dadurch dass die Anwendungen nur auf den Computern in der Serverfarm ausgeführt werden verlassen auch keine geheimen unternehmenskritischen Daten das gesicherte Netzwerk des Unternehmens.[24]

Die Citrix XenDesktop-Editionen[25]

  • Citrix XenApp Fundamentals
  • Citrix XenApp Advanced
  • Citrix XenApp Enterprise
  • Citrix XennApp Platinum

Ein weiteres Produkt aus dem Hause Citrix ist XenDesktop, dabei handelt es sich um eine >>Desktop-Virtualisierungs- und VDI-Lösung (Virtual Desktop Infrastructure)<<[26]. Jedem Benutzer stehen verschiedene Windows-Desktops zur Verfügung, die nach Bedarf abgerufen werden können. Der Benutzer ist hierbei nicht auf ein bestimmtes Endgerät festgelegt. >>Mit XenDesktop kann auf jeden virtuellen Desktop und jede Windows-, Web- und SaaS-Anwendung schnell und sicher mit aktuellen PCs, Macs, Tablets, Smartphones, Laptops und Thin Clients zugegriffen werden.<<[25]

Die Citrix XenDesktop-Editionen[25]

  • Citrix XenDesktop Platinum Edition
  • Citrix XenDesktop Enterprise Edition
  • Citrix XenDesktop VDI Edition

Der Vollständigkeit halber wird an dieser Stelle noch Citrix XenClient erwähnt, hierbei handelt es sich allerdings um eine "Managed Desktop VM"-Lösung. Da sich dieses Beispiel auf die Nutzung von Citrix auf einem iPad bezieht, das den Citrix Receiver verwendet, welcher für den Citrix XenApp und Citrix XenDesktop entwickelt wurde, wird auf eine tiefer gehende Beschreibung verzichtet.

Trotz der Kooperation zwischen Microsoft und Citrix wird für die Verbindung zu einem Xen Produkt nicht das RDP, sondern das eigens entwickelte ICA Protokoll (Independent Computing Architecture) verwendet. Die Vorteile liegen bei komplexen Algorithmen zur Kompression bei der Übertragung des GUI, Benutzereingaben oder von Dateien. So wird erreicht, dass die Performance nicht zu sehr beeinflusst wird.

5.1.2 Anwendungsbeispiel: Citrix Receiver auf Endgeräten

Es wird davon ausgegangen das im Unternehmen bereits eine Citrixlösung implementiert ist und der Zugriff von außen ermöglicht wurde.

Als Erstes muss auf dem iPad eine Anwendung eine sogenannte App installiert werden. Für die Verbreitung diese Anwendungen bietet die Firma Apple den sogenannten "App Store" an, der über 65.000[27] (iPad) / 350.000[27] (iPhone) Apps enthält, die teilweise kostenpflichtig aber auch kostenfrei bezogen werden können. Für dieses Anwendungsbeispiel benötigen wir die kostenfreie App "Citrix Receiver for iPad". Beim ersten Start des Citrix Receivers nach der Installation muss eine Verbindung zu mindestens einem Unternehmensstore hergestellt werden. Diese Stores bilden den Veröffentlichungspunkt für einzelne Anwendungen (XenApp) bzw. vollständige Desktops (XenClient). Für die Einrichtung werden folgende Daten benötigt:

  • Adresse
  • Beschreibung
  • Domäne
  • Kennwort
Installation
Installation
[Abbildung 11]
Startbildschirm
Startbildschirm
[Abbildung 12]
Anmeldung
Anmeldung
[Abbildung 13]
Unternehmensstore
Unternehmensstore
[Abbildung 14]
Arbeitsbereich
Arbeitsbereich
[Abbildung 15]
Microsoft Word
Microsoft Word
[Abbildung 16]

Nach erfolgreicher Anmeldung erscheint nun eine Übersicht der veröffentlichten Produkte. Die Produkte sind in bestimmten Kategorien eingeordnet, die es erlauben eine schnelle Unterscheidung zwischen verschiedenen Produktgruppen zu treffen. Die benötigten Produkte können nun auf einen persönlichen Arbeitsbereich abgelegt werden, damit diese schneller im Zugriff sind. Auf dem persönlichen Arbeitsbereich kann nun ein Produkt ausgewählt werden. Anschließend wird automatisch eine Verbindung zum entsprechenden Server aufgebaut und der Bildschirminhalt übertragen. In unserem Test mit der Democloud, die durch die Firma Citrix bereitgestellt wird, dauert der Vorgang, bis der Desktop Inhalt übertragen wird, 30 - 45 Sekunden und anschließend etwa der gleiche Zeitrahmen bis die Anwendung auf dem Server gestartet wurde. Nach dem das Programm geöffnet wurde erhält man die gewohnte Anwendung auf dem Desktop. Die Steuerung erscheint allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, da es zum Beispiel keine rechte Maustaste gibt und diese erst mit einigen Handgriffen verfügbar ist.

5.2 VMware View

Auch die Firma VMware hat sich mit seinem Produkt VMware View, aktuell in der Version 4.5 verfügbar, im Marktsegment der Lösungen für virtuelle Desktop-Infrastrukturen etabliert. Ansatzpunkt auch beim Produkt aus dem Hause VMware ist das Abrücken von traditionellen Desktop-Clients, hin zu kostengünstigeren virtualisierten Clients. Damit einhergeht eine komplette Veränderung der Administrationsprozesse. Konventionell erfolgte die Installation von Betriebssystemen, Applikationen und Updates auf jedem System für sich. Zwar gibt es auch für diesen Weg unterstützende Automatisierungsanwendungen wie zum Beispiel Softwareverteilungssysteme, jedoch haben diese nach wie vor den Nachteil, dass die Installationspakete über das Netzwerk auf die Clients transferiert werden müssen, was letztendlich zu Lasten der Netzwerkperformance geht. Bei VMware View erfolgen diese Arbeiten auf einem zentralen Server, ohne dass Datenmengen vor der Installation kopiert werden müssen. Lediglich für einen gewünschten Offline-Betrieb muss die virtuelle Maschine gänzlich auf den Client-PC kopiert werden. Auf dem Server werden Templates, sogenannten Parent Images angelegt, die dann für jeden Benutzer geklont und individualisiert werden können. Änderungen und Aktualisierungen sind nur noch am Parent Image durchzuführen und werden dann auf die Klone übertragen. VMware fokussiert sich mit seinem Produkt VMware View speziell auf zwei der weiter oben vorgestellten Formen der Desktop-Virtualisierung. Der sogenannte VMware Client lässt sich nämlich in zwei Modi, einem Online- und einem Offlinemodus ausführen. Ersterer entspricht somit dem Ansatz der Virtual Desktop Infrastructure, während der Offline Modus der Form der Managed Desktop VM gleicht.

5.2.1 Infrastruktur und Protokolle

VMware View Infrastruktur
VMware View Infrastruktur [Abbildung 17]

Eine VMware View-Infrastruktur setzt sich aus einer Vielzahl einzelner Komponenten zusammen:

  • vSphere
  • View Agent
  • vCenter Server
  • vCenter
  • View Composer
  • View Connection Server
  • View Security Server
  • View Agent
  • View Transfer Server

Als Fundament für VMware View kommt das Produkt vSphere zum Einsatz, das früher unter dem Namen ESX-Server vertrieben wurde. Es bringt einen, wie unter der Kapitel 2.2.3 (Server-Virtualisierung) vorgestellten, Bare-Metal-Hypervisor mit, womit gemeint ist, dass die Virtualisierungsschicht direkt auf der physischen Hardware aufsetzt.

Die Verwaltung der über den Hypervisor erzeugten virtuellen Maschinen erfolgt dabei über die Anwendung vCenter, das auf dem als vCenter-Server bezeichneten Verwaltungsrechner installiert ist. Mit dieser Anwendung ist es möglich, eine Farm von mehreren vSphere-Hosts zentral zu steuern. Auch ein Szenario, in dem eine virtuelle Maschine von einem vSphere-Host auf einen anderen im laufenden Zustand migriert wird, lässt sich mit vCenter abbilden. Bei diesem Szenario wird in VMware-Kreisen auch von der vMotion-Technologie gesprochen.[28]

Um die virtuellen Maschinen innerhalb der Infrastruktur mit dem vCenter zentral verwalten zu können, kommt auf jedem dieser Systeme eine Installation des View Agent, eines Softwaredienstes, zum Einsatz. Darüber hinaus wird mit dem View Composer auf dem vCenter Server eine weitere Produktkomponente installiert, mit der es möglich ist, die erstellten Parent Images zu pflegen und bei Bedarf in entsprechender Anzahl zu klonen. Die Child Images sind nachfolgend mit ihren Parent Images verknüpft und erfahren über diese Ihre Wartung.[28]

Die Konnektivität der Endgeräte mit der View-Infrastruktur wird über den View Connection Server hergestellt, der zwischen ihnen als Broker fungiert. Er nimmt Verbindungsanfragen entgegen, authentifiziert den Benutzer und überreicht die Anfrage an die entsprechende Komponente der dahinterliegenden View-Infrastruktur. Für die Authentifizierung der Benutzer bietet der Connection Server eine LDAP-Schnittstelle um an Informationen von Verzeichnisdiensten, wie zum Beispiel die Active Directory Services der Fa. Microsoft, zu gelangen. Des Weiteren verarbeitet er die Auswahl von dem Benutzer zugewiesen Desktops, wobei es sich sowohl um eine virtuelle Maschine, als auch um eine Terminalserver-Session handeln kann. [22]

Der View Security Server sorgt als Firewall für einen ausreichenden Schutz der View Infrastruktur an der Schnittstelle zum Wide Area Network (WAN), in dem er aus Richtung der Clients vor ihr in einer demilitarisierten Zone platziert wird. Sämtlicher aus öffentlichen Netzwerken stammender Datenverkehr kommt wird vom Security Server entsprechend angenommen und weitergeleitet, oder aber abgelehnt.

In Anbetracht der zwei vorher bereits vorgestellten Modi des View Clients, wird die View-Infrastruktur erst durch die Implementierung eines View Transfer Servers komplettiert. Er übernimmt im Szenario, dass ausgewählten Clients virtuelle Desktops auch offline zur Verfügung gestellt werden sollen, alle damit zusammenhängenden Aufgaben. Nicht nur die Überprüfungen der Berechtigungen zum Aus- und Einchecken der Desktops werden von ihm überwacht, sondern er ist auch für die Datenreplikation zwischen der lokalen Instanz auf dem Client und ihrem Gegenstück in der Farm verantwortlich. Auch die Verteilung von Änderungen an den virtuellen Maschinen in der Farm auf die ausgecheckten Maschinen, wird vom ihm übernommen.[28]

Die Kommunikation der View Clients, die über den Broker mit den bereitstellenden Servern in der Infrastruktur aufgebaut wird, erfolgte in der Vergangenheit lange über Protokolle wie das Remote Desktop Protocol (RDP) aus dem Hause Microsoft oder Remote Graphics Software (RGS) aus dem Hause HP. Zwar spielt eine Kompatibilität zu diesen Protokollen auch in den Zukunftsplänen von VMware eine Rolle, jedoch brachte man in diesem Bereich mit dem PC-over-IP-Protokoll (PCoIP) eine Eigenentwicklung hervor. Dieses Protokoll ist speziell für den Einsatz im Desktop-Umfeld konzipiert und bringt daher besonders für Online-Modi-Zugriffe, Verbesserungen für die Grafikübertragung mit sich. Die Arbeitsweise des Protokolls ist, abhängig der für die Übertragung zur Verfügung stehenden Bandbreite, dynamisch. Es erkennt Verbindungstypen und Datendurchsatzraten und optimiert die Übertragung daraufhin. Bei schnellen LAN-Verbindungen nimmt es somit höhere Bandbreiten in Anspruch, als bei Verbindungen die beispielsweise über das WAN zur Infrastruktur aufgebaut werden.[22]

5.2.2 Anwendungsbeispiel

Das folgende Beispiel soll den Ablauf einer Bereitstellung eines mehrfach verwendbaren Desktops für einen Verwaltungsangestellten per WLAN auf einem iPad verdeutlichen (vereinfachte Darstellung):

Am Beginn des Bereitsstellungszenarios stehen Überlegungen des Administrators welchen Umfang und Funktionen des Parent Image für die virtuelle Maschine haben soll. Es folgen die entsprechenden Installationen und Konfigurationen des Parent Images, woraus im Anschluss über den View Composer die entsprechende Anzahl die vorgehalten werden soll, geklont wird. Die Zuweisung, auf welchem vSphere-Host die entstandenen virtuellen Maschinen laufen sollen, erfolgt über im Anschluss über das vCenter. Komplettiert wird die serverseitige Bereitstellung durch die Zuweisung der virtuellen Maschinen an entsprechende Benutzer.

Will der Angestellte nun seine Arbeit auf dem für ihn erzeugten Desktop beginnen, geschieht Folgendes: Als Erstes aktiviert er den WLAN-Adapter seines iPads und startet dann den View Client, der als App (Application) auf seinem iPad installiert ist. In dieser App sind die Verbindungsdaten, sprich die der Name, die IP-Adresse und das zu verwendende Protokoll für den View Connection Server hinterlegt. Der Client initiiert über das PCoIP-Protokoll eine Verbindung zum Broker, der den Benutzer über seine Anmeldedaten über einen Verzeichnisdienst authentifiziert. Bei einer erfolgreichen Authentifizierung wird die Verbindungsanfrage an die zugewiesene virtuelle Maschine weitergeleitet und eine Verbindung aufgebaut. Zwischen dem iPad und der virtuellen Maschine werden lediglich Grafiken sowie Touchpad-Eingaben übertragen. Alle veränderlichen und zu speichernden Daten liegen auf den Speicherressourcen der Serverfarm. Somit gelangen trotz des Einsatzes eines mobilen Endgerätes wie dem iPad ohne Weiteres keine unternehmenskritischen Daten aus dem Unternehmen. Unabhängig davon, dass bei diesem Mitarbeiter das iPad als Endgerät eingesetzt wird, kann die virtuelle Maschine auch in Verbindung mit einem anderen Endgerät wie einem Thin Client erfolgen. Es entsteht somit ein Grad an Hardwareunabhängigkeit.

5.2.3 VMware View auf Endgeräten

Auch bei jedem der drei vorgestellten Modi, muss dem Benutzer letztendlich ein Endgerät zur Verfügung gestellt werden. Mit ihm wird die Verbindung zum Rechenzentrum aufgebaut, um abhängig vom gewählten Modus, entweder die Verbindung zu einer virtuellen Maschine aufzubauen oder eine virtuelle Maschine über einen Synchronisationslauf offline verfügbar machen. Die dabei zum Einsatz kommenden Endgeräte lassen sich dabei in folgenden Gerätegruppen unterteilen:

  • PC's
  • Notebook's
  • ThinClient's
  • Tablet-Computer
  • Zero Clients (Endgeräte, die weder RAM noch Prozessor besitzen)

[22]

Je nach Endgerät erfolgen Benutzereingaben, die zwischen dem Endgerät und der virtuellen Maschine in der View-Infrastruktur übertragen werden, entweder über eine konventionelle Tastatur (zum Beispiel Thin-Client) oder aber über einen Touchscreen, wie er zum Beispiel in einem iPad verbaut ist. Auf Letzterem kommt der Vmware View Client als sogenannte App, als kleine Anwendung zum Einsatz. Diese Apps lassen sich, abhängig von der Plattform, für die sie bestimmt sind, in den unterschiedlichen App Stores online herunterladen. In dieser kostenlos angebotenen App müssen die Anmelde- und Verbindungsparameter der Infrastruktur hinterlegt werden, mit der eine Verbindung aufgebaut werden soll. Als Adresse wird dort die öffentliche IP-Adresse oder eine entsprechend im DNS registrierte Domain des View Security Servers angegeben, der die Einwahl steuert.

5.2.4 Vor- und Nachteile

Für den Einsatz von Vmware View als Desktop-Virtualisierungslösung sprechen eine Vielzahl von Vorteilen. Durch ein gewisses Maß an Hardwareunabhängigkeit steigt die Flexibilität und letztendlich auch die Ausfallsicherheit der Mitarbeiter-Arbeitsplätze. Denn es wird ermöglicht, kurzfristig auf ein anderes Endgerät auszuweichen, ohne auf seine gewohnte personalisierte Desktopumgebung verzichten zu müssen. Zusätzlich wird durch die Unterstützung von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets der Mobilitätsgrad der User gesteigert, die trotz womöglich langsamer zur Verfügung stehender Bandbreite (z.B. Mobilfunk) durch den Einsatz des PCoIP-Protokolls einen bestmöglichen Zugriff auf ihren Desktop bekommen. Auch der ökonomische Vorteil, der durch eine Reduzierung des Wartungsaufwandes erreicht wird, sollte an dieser Stelle angesprochen werden. Größere Änderungen, wie zum Beispiel die Installation einer neuen Office-Version, müssen nur noch an den Parent-Images der VMs durchgeführt werden und werden dann im Anschluss entsprechend auf die Klone übertragen.

Vorteile:

  • Hardwareunabhängigkeit, verschiedenste Endgeräte sind möglich (flexibel)
  • Kaum noch traditionelle Desktop-PC's nötig
  • Zentralisierte Administration der Client-PC's
  • Vorgefertigte Parent-Images (Templates) zum Klonen vorhanden
  • Aktualisierung, Anpassung nur am Parent-Image nötig
  • PCoIP mit verbesserter Grafikübertragung bei Online-Modi-Zugriff
  • Dynamische Bandbreiten-Erkennung durch PCoIP
  • Hohe Mobilität der Benutzer
  • unternehmenskritische Daten bleiben im Unternehmen(Rechenzentrum/Serverfarm)


Doch mit dem Einsatz von Vmware View gehen auch Nachteile einher. Durch die Zentralisierung der Desktops und der Daten ins Rechenzentrum, werden an dieser Stelle erhöhte Maßnahmen für die Ausfallsicherheit der Systeme nötig. Auch durch die Anschaffung der Hardware und Lizenzen an sich entstehen hohe Kosten. Daher ist eine individuelle wirtschaftliche Betrachtung für jeden einzelnen Fall unerlässlich. Abhängig von der Skalierung der Hardware und der darauf laufenden Anzahl virtualisierter Desktops, amortisiert sich die Implementierung dieser Technologie früher oder eben erst später.

Nachteile:

  • Hohe Anforderungen an die Netzwerkanbindung
  • Hohe Ausgaben für Serverfarm(Hardware) und Lizenzen
  • Hoher Stromverbrauch in der Serverfarm
  • Hohe Sicherheitsanforderungen, d.h. sichere Storage Backup- sowie Desaster Recovery Anforderungen und Virenschutzlösung
  • Blackout der Serverfarm führt zu einem Verlust sämtlicher Netzwerkverbindungen, Daten

5.3 Vergleich

Der Vergleich soll zeigen, wie sich der VMware View Client und der Citrix Receiver auf einem iPad verhalten und was sie gegebenenfalls unterscheidet.

Zunächst erkennen wir hier, dass der Citrix Receiver nicht die direkte Desktopumgebung liefert, sondern es werden die einzelnen Anwendungen angezeigt, die dann auf den „persönlichen Arbeitsbereich“ verknüpft werden können. Aus diesem Arbeitsbereich lassen sich die Applikationen dann anschließend starten. Wenn jetzt zum Beispiel das Programm Microsoft Word gestartet wird, lässt sich schon nach kurzer Zeit erkennen, dass sich der Einsatz der rechten Maustaste als sehr umständlich erweist. Denn soll eine Eingabe nichts als Links- sondern als Rechtsklick interpretiert werden, muss dies zuvor in den Einstellungen selektiert werden. Was noch ins Auge des Betrachters fällt, ist die doch recht langsame Geschwindigkeit des Verbindungsaufbaus der hier getesteten Programme. Diese liegen im Bereich von 1-2 Minuten.

Gehen wir nun über zum VMware View Client für das iPad. Nach erfolgreicher Anmeldung am VMware View Connection Server wird dem Anwender zunächst eine Auswahl der für ihn bereitgestellten Desktops angezeigt. Die Möglichkeit wie beim Citrix Receiver ein individuelles Menü zu konfigurieren entfällt. Nachdem man einen Desktop ausgewählt und eine Verbindung aufgebaut hat, sind auf diesem nun die gewohnten Programme wie Microsoft Word hinterlegt. Was schon nach kurzer Bedienung des Gerätes auffällt, ist dass die Bedienung durch die Implementierung der Desktop-Maustasten über das virtuelle Mauspad leichter erscheint. Das eingeblendete Mauspad könnte jedoch womöglich stören, da es einen nicht unerheblichen Teil des Anzeigebereichs einnimmt. Die hohe Geschwindigkeit bei der Übertragung der Eingaben zum Desktop sei an dieser Stelle ebenfalls als positive Auffälligkeit zu nennen.

Der große Unterschied zwischen den beiden Anwendungen liegt darin, dass sich der Citrix Receiver auf die Bereitstellung von Anwendungen beschränkt und diese direkt gestartet werden können. Beim Vmware View Client dagegen wird eine Verbindung zum Desktop ermöglicht, auf dem die Applikationen dann ausgeführt werden können.

Aus dem Praxis-Vergleich resultierend lässt sich zusammenfassend sagen, dass der VMware View Client eine bessere Implementierung der Eingabemöglichkeiten bietet als der Citrix Receiver. Die Geschwindigkeit ist aufgrund der unterschiedlichen zu Grunde liegenden Infrastrukturen nicht vergleichbar.

6 Produkte und ihre Vorteile in der Praxis

Nachfolgend soll an einigen Fallbeispielen gezeigt werden, in welchen Bereichen die Desktop-Virtualisierung auf Smartphones Vorteile bringt.

Beispiel „freier Mitarbeiter“:

Ein Unternehmen beschäftigt einen freischaffenden Mitarbeiter, dem Unternehmensdaten nur visuell zur Verfügung gestellt werden sollen, ohne dass sie das Unternehmensnetzwerk verlassen. Erfolgt der Zugriff auf den bereitgestellten Desktop hierbei von einem mobilen Endgerät aus, gelangt der Freelancer an seine Informationen, während die Applikationen und somit letztendlich auch die Daten weiterhin im Rechenzentrum verweilen.

Beispiel „entwendete Endgeräte“:

Auch im Beispiel, dass einem Mitarbeiter sein Endgerät entwendet wird, ergeben sich durch die Desktop-Virtualisierung sicherheitstechnische Vorteile. Äquivalent zum vorangehenden Beispiel des Freelancers, sind die Daten nicht lokal, sondern im Unternehmen gespeichert.

Beispiel „Update- und Patchmanagement“:

Neben Vorteilen hinsichtlich der Sicherheit von Unternehmensdaten, ergeben sich durch den Einsatz einer Desktop-Virtualisierungs-Technologie jedoch auch Vereinfachungen im Management der Desktops. Updates und Patches werden nicht mehr einzeln auf jedem Client, sondern nur noch auf dem Parent Image installiert. Die Änderungen werden dann anschließend an die Klone, die vom Parent Image erzeugt wurden, übertragen. Der Update- und Patchmanagementprozess gewinnt damit an Übersicht und Kontrollierbarkeit.

Beispiel „Skalierbarkeit bei neuen Mitarbeitern“:

Kommt es zum Beispiel in einem Unternehmen zur Neueinstellung von 3 neuen Mitarbeitern für die Buchhaltung, reduziert sich der Aufwand für die Administratoren erheblich. So können sie auf ein für diesen Unternehmensbereich vorgefertigtes Parent Image zurückgreifen und in kürzester Zeit die davon abgeleiteten Klone den neuen Mitarbeitern zur Verfügung stellen.

7 Fazit

Auf das Thema der Arbeit bezogen, lässt sich schlussfolgernd sagen, dass die Desktop-Virtualisierung, speziell auf mobilen Endgeräten für IT-Infrastrukturen eine ökonomisch und sicherheitstechnisch sinnvolle Ergänzung zur konventionellen IT-Landschaft darstellt. Denn unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit besteht in ihr der Vorteil, dass die unternehmenskritischen Daten das interne Netzwerk nicht verlassen, sondern zentral auf dem Server liegen. Augenscheinlich reduzieren sich die Angriffspunkte damit auf die Rechenzentren der Unternehmen. Was dabei jedoch nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist dass auch die mobilen Endgeräte und die darauf laufende Software durch den wachsenden Marktanteil immer reizvoller für Angriffe oder Manipulationsversuche durch Dritte werden.

Auch die Clients, die den Zugriff zur Infrastruktur ermöglichen, müssen fortlaufend nicht nur mit dem Schwerpunkt Funktionen, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit entwickelt werden. Denn was bringt es letztendlich, wenn die unternehmenskritischen Daten zwar im Rechenzentrum auf dem Storage gespeichert sind, die Client-Anwendung jedoch Sicherheitslücken aufweist und unter Umständen Datendieben Möglichkeiten geben, diese zu entwenden? Mobile Endgeräte partizipieren oft in einer Vielzahl unterschiedlicher kabelloser Netzwerke, sei es das mobile Internet über UMTS oder über einen WLAN-Hotspot an einem öffentlichen Ort. Diese Netze stehen nicht im Einflussgebiet der Unternehmens-IT und müssen für sicherheitsrelevante Überlegungen durchgehend mit einbezogen werden. Dies haben auch die Antivirenhersteller erkannt und forcieren ihre Entwicklungen von Antivirenlösungen für mobile Endgeräte.

Des Weiteren muss lediglich für das zentrale Storage eine Backup- sowie Desaster Recovery-Strategie ausgearbeitet werden. Auch die durch die vielen einzusetzenden Endgeräte entstehende Flexibilität wirkt sich positiv auf die Ausfallsicherheit aus. Tritt zum Beispiel ein Defekt an einem Thin-Client eines Mitarbeiters auf, ist es ihm trotzdem möglich über beispielsweise ein iPad auf seinen Desktop und somit auf seine wichtigen Anwendungen zuzugreifen. Die stetige Weiterentwicklung ihrer Technologie macht Smartphones gerade mit den Clients der Desktop-Virtualisierung-Produkte zu einem sehr mächtigen Instrument. Es fungiert nicht nur als Telefonie-Endgerät, sondern verschmelzt diese Funktionen auch noch mit denen eines Desktop-Arbeitsplatzes.

Diese Symbiose schließt den Kreis zu den ökonomischen Gesichtspunkten: Ist in Zukunft unter Umständen nur noch die Beschaffung eines Endgerätes für beide Aufgabenfelder erforderlich und hilft somit den IT-Entscheidern bei der Verschlankung ihrer Budgets? Eine Frage, die im nächsten Kapitel, dem Blick in die Zukunft, nochmals aufgegriffen wird und durchaus diskutabel erscheint. Was einem Selbst dann bei Tests immer wieder auffällt, ist dass Windows-Anwendungen hinsichtlich ihrer Bedienung über einen Touchscreen noch einige Optimierungen erfordern. Es wird interessant sein zu beobachten, was sich die Hersteller in diesem Bereich, vielleicht auch in enger Zusammenarbeit mit den entwickelnden Herstellern aus dem Virtualisierungs-Umfeld, für diese Problematik einfallen lassen werden.

8 Blick in die Zukunft

Wo geht der Trend hin beziehungsweise setzt sich der Trend der Desktop-Virtualisierung auf Smartphones weiter fort? Wie Marktanalysen von Marktforschungsunternehmen wie Gartner aus den USA belegen, ist ein rasanter Anstieg im Smartphone-Segment zu erkennen und auch in absehbarer Zeit kein Ende in Sicht.[29] Damit einhergehend ist eine steigende Anzahl von in Unternehmen eingesetzten Smartphones, was dazu führt, dass IT-Entscheider sich auch in Zukunft zunehmend Gedanken über eine bestmögliche Integration dieser Endgeräte in ihre Infrastruktur machen werden. Dabei wird wohl auch immer wieder die Desktop-Virtualisierung zu den Diskussionspunkten gehören. Anzeichen, dass man von dieser Technologie abrückt und sich der Nutzungstrend nicht weiter fortsetzen wird, gibt es demnach aktuell nicht.

Es stellt sich vielmehr die Frage, inwieweit die Unternehmen die Infrastrukturen und die damit verbundenen Kosten selbst tragen wollen oder diese Aufgaben in die Hände von Dienstleistungsunternehmen geben. Schon jetzt fokussieren sich große Software-Unternehmen wie Microsoft darauf, Dienstleistungen in der sogenannten „Cloud“ bereitzustellen und so kommt auch das Thema „Desktop aus der Cloud“ immer mehr auf. Es erscheint durchaus möglich, dass die Unternehmen auch Ihre Desktops in die Cloud verlagern werden.[30]

Eine weitere interessante Entwicklungsmöglichkeit besteht aus unserer Sicht im Bereich der Protokolle, die im Desktop-Virtualisierungsumfeld zum Einsatz kommen. Zwar hat VMware mit dem im Verlauf der Arbeit näher gebrachten PCoIP-Protokoll schon im Bereich der dynamischen Übertragungsgeschwindigkeit eine Weiterentwicklung hervorgebracht, die auch in zukünftigen Produkten implementiert werden soll. Jedoch liegt im Bereich der Darstellung auf unterschiedlichen Endgeräten weiteres Entwicklungspotenzial. Gerade weil auf kleinen Endgeräten wie Smartphones die Darstellung des Desktops und der Anwendungen aus dem Windows-Umfeld nicht immer perfekt und leicht zu bedienen sind, könnte eine selbstständige Erkennung des Endgerätes und damit einhergehende optimierte Darstellung über ein Protokoll Besserungen in diesem Bereich bringen. Die Idee ist es also ein Protokoll zu entwickeln, das äquivalent zur Verbindungstyperkennung des PCoIP-Protokolls, den Endgerätetyp bestimmt und diese Information an die Infrastruktur weitergibt. Das Produkt, das den Desktop bereitstellt, optimiert auch die Anzeige beziehungsweise die Darstellung der Anwendungen, abhängig von der Auflösung und Plattform des jeweiligen Endgerätes.

9 Abkürzungsverzeichnis

AbkürzungErklärung
APPApplication, hier: "kleine" Anwendung für Smartphones und Tablets
DMZDemilitarisierte Zone
DNSDomain Name System
GPRSGeneral Packet Radio Service
GPSGlobal Positioning System
HP RGS ProtocolHP Remote Graphics Software Protocol
ICAIndependent Computing Architecture
LANLocal Area Network
LDAPLightweight Directory Access Protocol
OSOperating System
PCoIPPC over IP
RDPRemote Desktop Protocol
SDKSoftware Development Kit
UMTSUniversal Mobile Telecommunications System
VDIVirtual Desktop Infrastructure
VMVirtuelle Maschine
WANWide Area Network
WLANWireless Local Area Network

10 Abbildungsverzeichnis

  1. Vergleich - Ansätze der Server-Virtualisierung
  2. Android System Architecture
  3. Mobile Betriebssysteme
  4. Smartphone Absätze
  5. Microsoft Virtual PC
  6. Client-Virtualisierung
  7. Managed Desktop VM
  8. Application Streaming
  9. Server-based-Computing
  10. Virtual Desktop Infrastructure (VDI)
  11. Citrix Receiver - Installation
  12. Citrix Receiver - Startbildschirm
  13. Citrix Receiver - Anmeldung
  14. Citrix Receiver - Unternehmensstore
  15. Citrix Receiver - Persönlicher Arbeitsbereich
  16. Citrix Receiver - Microsoft Word
  17. VMware View Infrastruktur

11 Tabellenverzeichnis

  1. Vergleich der Übertragungsgeschwindigkeiten von mobilen Geräten, Elektro Kompendium (05.07.2011 18:11) - http://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0910141.htm

12 Fußnoten

  1. Citrix (2007), Seite 1
  2. Vgl. Citrix (2007), Seite 1
  3. Vgl. Citrix (2007), Seite 5
  4. 4,0 4,1 Citrix (2007), Seite 5
  5. Vgl. Terminaldienste – technische Übersicht (2003), Einleitung
  6. 6,0 6,1 6,2 Vgl. Citrix (2007), Seite 6
  7. Vgl. Citrix (2007), Seite 6 f.
  8. 8,0 8,1 8,2 Citrix (2007), Seite 2
  9. Vgl. Citrix (2007), Seite 2
  10. 10,0 10,1 Vgl. Citrix(2007), Seite 3
  11. Vgl. CTIA (2011)
  12. Vgl. Android Developers (2011)
  13. Vgl. Open Handset Alliance (2011)
  14. Vgl. Android Developers Homepage (2011)
  15. 15,0 15,1 Vgl. Apple iOS Developer Library (2010)
  16. Vgl. Webcast: Windows Phone 7 Development (2010)
  17. Vgl. Blackberry Developer Homepage – Blackberry 6 (2011)
  18. Vgl. Blackberry Developer Homepage – Blackberry Tablet OS (2011)
  19. Vgl. GWDG (2011)
  20. Vgl. Heise Online Newsticker (2011)
  21. Vgl. E-Teaching (2011)
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 Vgl. Techchannel (2011)
  23. VMware
  24. 24,0 24,1 Vgl. Citrix XenApp (2010)
  25. 25,0 25,1 25,2 Vgl. Citrix XenDesktop (2010)
  26. Citrix XenDesktop Überblick
  27. 27,0 27,1 Apple (2011)
  28. 28,0 28,1 28,2 Vgl. VMware - View Dokumentation (2011)
  29. Vgl. Gartner (2010)
  30. Vgl. Microsoft Cloud Computing (2011)

13 Literatur- und Quellenverzeichnis

Citrix (2007) Citrix, "Virtualisierung – Lösungsstrategien vom Rechenzentrum bis zum Desktop" (2007), http://www.cancom.de/Portals/0/itsolutions/downloads/Citrix_XenServer.pdf (Stand: 09.06.2011)
Citrix (2010) Citrix, "XenDesktop" (2010), http://www.citrix.de/modules/resource/download/42e11662249530190124ca6ca03b0008/de_XD5_Produkt_Uebersicht_Nov2010.pdf
Citrix, "XenDesktop" (2010), http://www.citrix.de/produkte/xendesktop/ueberblick/
Microsoft - Technet (2003) Microsoft, "Terminaldienste - technische Übersicht" (2003), http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600095.mspx (Stand: 09.06.2011)
CTIA (2011) CTIA, "CTIA Consumer Info – Device Selection" (2011), http://www.ctia.org/consumer_info/service/index.cfm/AID/10354 (Stand: 09.06.2011)
Open Handset Alliance (2011) Open Handset Alliance, "Open Handset Alliance" (2011), http://www.openhandsetalliance.com/oha_overview.html (Stand: 09.06.2011)
Open Handset Alliance, "Open Handset Alliance Members" (2011), http://www.openhandsetalliance.com/oha_members.html (Stand: 07.06.2011)
Android Developers Homepage (2011) Android Developers Homepage, "What is android?" (2011), http://developer.android.com/guide/basics/what-is-android.html (Stand: 09.06.2011)
Google (2011) P.B. (Google), "Anatomy & physiology of an android" (2008), http://sites.google.com/site/io/anatomy--physiology-of-an-android (Stand: 09.06.2011)
Apple iOS Developer Library (2011) Apple iOS Developer Library, "iOS Developer Center" (2011), http://developer.apple.com/devcenter/ios/gettingstarted/docs/ihponeosoverwiew.action (Stand: 09.06.2011)
Apple iOS Developer Library, "iOS Overview" (2010), http://developer.apple.com/library/ios/#referencelibrary/GettingStarted/URL_iPhone_OS_Overview/_index.html#//apple_ref/doc/uid/TP40007592 (Stand: 09.06.2011)
Heise Verlag (2011) Heise Verlag, "Heise Online Newsticker" (2011), http://www.heise.de/newsticker/meldung/Analysten-draengen-Nokia-zur-Zusammenarbeit-mit-Microsoft-1184123.html (Stand: 09.06.2011)
Tom Wendel (2010) Tom Wendel Fa. Microsoft , "Webcast: Windows Phone 7 Development" (2010), http://www.microsoft.com/germany/msdn/webcasts/library.aspx?id=1032465782 (Stand: 09.06.2011)
Research in Motion Ltd. (2011) Research in Motion Ltd., "Blackberry Developer Homepage – Blackberry 6" (2011), http://us.blackberry.com/developers/blackberry6/ (Stand: 09.06.2011)
Research in Motion Ltd., "Blackberry Developer Homepage – Blackberry Tablet OS" (2011), http://us.blackberry.com/developers/tablet/ (Stand: 09.06.2011)
GWDG (2011) GWDG, "Symbian S60" (2011), http://www.gwdg.de/index.php?id=121 (Stand: 09.06.2011)
E-Teaching (2011) E-Teaching, "Mobile Computing Endgeräte" (2011), Avaibalbe: http://www.e-teaching.org/technik/vernetzung/mobile_computing/endgeraete/ (Stand: 05.07.2011)
Apple (2011) http://www.apple.com/de/ipad/from-the-app-store/ (Stand: 11.07.2011)
http://www.apple.com/de/iphone/apps-for-iphone/ (Stand: 11.07.2011)
Techchannel (2011) Techchannel, "Smartphones erobern den Massenmarkt und verbreiten das mobile Internet" (2011), http://www.tecchannel.de/pc_mobile/news/2025743/smartphones_erobern_den_massenmarkt_und_verbreiten_das_mobile_internet/ (Stand: 05.07.2011)
http://www.tecchannel.de/server/virtualisierung/2029337/desktop_virtualisierung_mit_vmware_view_4/index4.html
VMware (2011) VMware, Inc., "VMware View Features" (2011), http://www.vmware.com/products/desktop_virtualization/view/view/features/ (Stand: 10.07.2011)
VMware - View Dokumentation (2011) VMware, Inc., "Vmware View - Architecture & Planning Documentation" (2011), http://www.vmware.com/pdf/view-46-architecture-planning.pdf (Stand: 10.07.2011)
VMware - View Manager Administratorhandbuch (2010) VMware, Inc., "VMware View Manager - Administratorhandbuch" (2010), http://www.vmware.com/files/de/pdf/support/VMware-view401-vdmadmin-DE.pdf (Stand: 10.07.2011)
VMware View - PCoIP-Network-Sizing-Guide (2010) VMware, Inc., "VMware View - PCoIP-Network-Sizing-Guide" (2010), http://www.vmware.com/files/pdf/VMware-View-PCoIP-Network-Sizing-Guide-IG-EN.pdf (Stand: 11.07.2011)
VMware (2011) VMware, Inc., "VMware Workstation 7" (2011), http://www.VMware.com/files/de/pdf/ws_datasheet_de.pdf
Gartner (2010) Gartner, "Gartner Says Worldwide Mobile Phone Sales Grew 35 Percent in Third Quarter 2010; Smartphone Sales Increased 96 Percent" (2010), http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1466313 (Stand: 10.07.2011)
Microsoft - Cloud Computing (2011) Cloud Services | Microsoft Cloud Power" (2011), http://www.microsoft.com/de-de/cloud/default.aspx (Stand: 10.07.2011)
Persönliche Werkzeuge