Einführung eines Business-Collaboration-Solution-Systems in einem mittelständischem Unternehmen

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Name des Autors: Pascal Schilder
Titel der Arbeit: Einführung eines Business-Collaboration-Solution-Systems in einem mittelständischem Unternehmen
Hochschule und Studienort: FOM Essen
Studiengang: Bachelor of Science / Wirtschaftsinformatik, 3. Fachsemester
Name des Betreuers: Dipl-Inf. (FH) Christian Schäfer
Erstellungszeitraum: WS 2009
Datum der Abgabe: 06.02.2010

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung

Aufgrund der stark wachsenden Globalisierung von Unternehmen leidet die Belegschaft, welche sich auf den unterschiedlichen Kontinenten befindet, an mangelnder Unternehmenskommunikation, nicht eindeutigen Standards oder Richtlinien. Der Grund ist häufig die mangelnde bzw. schlechte interne Unternehmenskommunikation in Projekten sowie im Tagesgeschäft. Die dadurch entstehenden Kopfmonopole verstärken das Defizit der Kommunikation. Die Faktoren Arbeitsprozesse, Tagesgeschäft und Ticketsysteme gewinnen an Bedeutung. Mit der Einführung von Business Collaboration Systemen (BCS) werden die oben genannten Punkte in einer zentralen Plattform vereint und für jeden verfügbar gemacht.

Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es das Verständnis und die Wichtigkeit von BCS in der heutigen Zeit näher bringen. Gleichzeitig soll der Einsatz von Freeware im Vergleich zu kommerziellen Produkten betrachtet und gegenübergestellt werden. In dieser Arbeit wird der Begriff BCS definiert und vorgestellt sowie Nutzen und Einsetzbarkeit bewertet.

Im Hauptteil wird eine Gegenüberstellung zwischen zwei konkreten Produkten erfolgen. Das kommerzielle Produkt Participate der Firma Intland Software GmbH und die Freeware eGroupWare der Firma Sylite GmbH. Vor- und Nachteile werden ermittelt und im Ergebnis präsentiert. Am Ende der Arbeit schließt sich eine Fallstudie in einem mittelständischen Unternehmen an, um festzustellen, welche Erfahrungen Mitarbeiter mit einem BCS nach einem einjährigen Einsatz gesammelt haben.

Kernfragen der Fallstudie sind:

  • Wie ist die Akzeptanz des Produktes?
  • Welche Ergebnisse wurden erwartet?
  • Was für Verbesserungen bzw. Maßnahmen können oder müssen...
    • Unternehmen vornehmen, um das Arbeiten mit der Software zu optimieren?
    • die Hersteller ausführen, um die Handhabung mit ihrem Produkt zu vereinfachen?


Im Fazit werden die wichtigsten Punkte zusammengefasst und eine Enschätzung der Zukunftsaussichten von BC-Systemen erläutert.

2 Allgemein

2.1 Vorstellung von BCS und deren Funktionsweise

Die Literatur und das Internet bieten keine allgemeingültige Definition für den Begriff Collaboration. Hersteller definieren diesen Begriff unterschiedlich. Aus Sicht des Autors ist folgende Definition und Zielsetzung am treffendsten:
"Eine Collaboration Software bietet eine zentrale Plattform, um alle Informationen und Prozesse [...] zugänglich und steuerbar zu machen"[1].
Das Ziel eines Collaboration Systems ist es, Prozesse "[...] für alle Beteiligten transparent und kontrollierbar zu machen sowie die Kommunikation in Projekten entscheidend zu verbessern"[1].

In der Folge werden einige für das Verständnis eines BCS notwendige Begrifflichkeiten definiert:

Enterprice Content Management (ECM)

Unter ECM werden "Methoden und Systeme zum Sammeln und Auswertung von Informationen [...] zusammengefasst. Mit ihnen werden alle unternehmensrelevanten Datenquellen zusammengeführt, klassifiziert und bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt, was die betrieblichen Abläufe erheblich verbessert"[2]. Damit hat das ECM die Aufgabe eines, meistens intranet-basierenden Informations- und Ressourcenmanagements. Gleichzeitig stehen hier die Informationen und Anwendungen für alle zugänglichen Portale zur Verfügung[3]. z.B: WIKI, Foren, Workflowmanagement.

Abbildung 1: Darstellung des ALM im IT-Bereich
Abbildung 1: Darstellung des ALM im IT-Bereich [4]


Automated-Lifecycle-Management (ALM)

ALM beschreibt die Zusammenarbeit zwischen den operativen und Entwicklungsprozessen innerhalb der Informations Technologie (IT). Es existiert in den Bereichen Produktion und Entwicklung ein jeweils eigener Lebenszyklus[5]. Der Hauptfokus des ALM beschränkt sich in der Regel auf ein Produkt bzw. eine Produktreihe z.B.: Software, Hardware, Bauteile.


Information Technology Infrastructure Libary (ITIL)

ITIL stellt ein öffentliches, allgemeines und praktisches Rahmenwerk in der IT dar. Im übertragenden Sinne ist die IT innerhalb eines Unternehmens ein Dienstleister, dessen Aufgabe es ist, bei internen Anwendern sowie externen Kunden seine Dienstleistung mit höhster Priorität, zur Verfügung zu stellen. Die Prozessoptimierungen sowie die Einhaltung der Qualitätsrichtlinie und die Steuerung und Optimierung von Geschätsprozessen stehen im Fokus von ITIL[6].

Die bekanntesten fünf - Basisprozesse lauten:

  • Incident-Management
  • Problem-Management
  • Configuration-Management
  • Change-Management
  • Release-Management[7]


Zusammengefasst beinhaltet ein BCS eine Mischung aus den Systemen ECM und ALV. Darüber hinaus bietet es Schnittstellen an, welche für den Einsatz von z.B. ITIL notwendig sind, z.B. Monitoringtools wie Nagios für Störungstickets oder Softwareversionierungstools wie Concurrent Version Systeme (CVS) für Change Requests. Es ist aber zu betonen, dass ein BCS kein vollwertiger Ersatz für der jeweilige Systemprodukte darstellt. Die Umsetzung von ITIL ist eines der Anwendungsgebiete von Collaboration Systemen (CS). Zur Unterstützung werden hier Bestandteile von ECM- und ALM-Systemen verwendet. Eine eindeutige Abgrenzung und den jeweiligen Bedarf kann nicht eindeutig bestimmt werden, was dazu führt,dass ein falsches Produkt verwendet wird, wofür es nicht konzeptioniert worden ist.

Die Abgrenzung der Systeme wird in den folgenden Abbildungen näher dargestellt.

  • ECM - Bestandteile:
Abbildung 2: Überdeckung von BCS und ECM - Lösungen
Abbildung 2: Überdeckung von BCS und ECM - Lösungen [8]











  • ALM - Bestandteile:
Abbildung 3: Einordnung von ALM und BSC
Abbildung 3: Einordnung von ALM und BSC[9]












2.2 Einsatzgebiete von modernen BCS

Wie bereits in der Einführung erläutert können BCS besonders in solchen Unternehmen eingesetzt werden, in dennen die Abteilungen in mehreren Teams unterteilt sind oder Arbeitsprozesse untereinander gesteuert und das Anforderungsmanagement strukturiert. Hierdurch ergeben sich Verbesserungspotentiale in der Koordination und der Effekt der Zusammenarbeit.

Befinden sich Teile des Unternehmens an unterschiedlichen Standorten z.B.: Hamburg, Paris und New York wird der Einsatz eines BC - Systems benötigt um standortübergreifend kontrolliert und effizient arbeiten zu können.

Einsatzgebiete innerhalb eines Unternehmens sind:

  • Kommunikationsmedium (intern und extern über Foren, WIKI, Tickets)
  • Software-/ Produktentwicklung (ALM - Bestandteile: - Anforderungsmanagement, -Entwicklungsphasen, -Changemanagement, -Configuration Management)
  • IT - Tagesgeschäft (ALM - und ECM - Bestandteile: Ticketsystem, WIKI - System, Changemangement, -Dokumentationen)
  • Projektmanagement (Unterstützung des Projektleiters, Ressourenplanung, Projektkoordination)
  • Dokumentationsmanagement (Verminderung der verteilten Datenhaltung, zentrale Plattform)
  • Wissensdatenbank (Auflösung von Kopfmonopolen, Erstellung von Dokumentationen und Arbeitsplänen)


2.3 Anbieter von BC-Systemen

Aufgrund der nicht eindeutigen Abgrenzung zwischen ALM- und ECM-Systemen mit einem BCS hat sich das Ermitteln der jeweiligen Hersteller als schwierig erwiesen.
Mit Hilfe von Literatur konnte die folgende Tabelle einiger Hersteller und deren auf dem Markt befindlichen Produkten ermittelt werden:


Hersteller Produktnamen Internetauftritt
ARCWAY ARCWAY Cockpit http://www.arcway.com
CollabNet CollabNet Enterprise Edition http://www.open.collab.net
Intland Codebeamer und Participate http://www.intland.com
method park project kit http://www.methodpark.de
Microsoft Microsoft Visual Studio - Team System http://www.microsoft.com
microTOOL in-Step http://www.microtool.de
Polarion Polarion for Subversion http://www.polarion.com/
Stylite GmbH eGroupware Stylite 1.6 http://www.egroupware.org bzw. http://www.stylite.de/EGW
Tabelle 1: Übersicht einiger Tool-Hersteller und Produkte[10]

2.4 Anforderungen an ein BCS

Das vorherigen Kapitel hat gezeigt, dass ein BCS nicht nur eigenständiges Produkt ist, sondern auch Inhalte von anderen Lösungen beinhaltet. Auf die Anforderungen an ein BCS seitens des Managements eines mittelständischen Unternehmens wird in diesem Kapitel eingegangen. In Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen wurden die unten aufgelisteten Anforderungen ermittelt und definiert.

Ein BCS besitzt als Aufgabe:


"Das Wissen eines Unternehmens zum Leben zu erwecken!"


Unabhängig von der Größe eines Unternehmens sehen die generellen Anforderungen an ein BCS ähnlich aus. Jedoch lässt sich, wie bereits aufgezeigt, keine saubere Grenze zwischen BCS, ECM, ALM und ITIL-Tools ziehen. In Vorbereitung auf die folgende Fallstudie wird die Darstellung der Anforderungen auf die eines mittelständischen, IT-getriebenen Unternehmens ausgerichtet.

Die Anforderungen an ein BCS ähneln stark denen des größten Informations- und Kollaborationsmanagement Systems der Welt und sind diesem angelehnt – dem Internet. Sie lassen sich in drei Ebenen unterteilen:

  1. Portalauftritt
  2. Suchfunktionen
  3. Prozessunterstützung und -automatisierung


Zunächst wird die Anforderung der Portalstruktur nach betrachtet: Ähnlich Internetauftritten von Unternehmen, Organisationen, Verwaltungen, etc. weltweit sollte ein BCS eine zentrale Plattform bereitstellen, in der Mitarbeiter mit einfachen Mitteln und vielschichtig Informationen und Dokumentationen bereitstellen können. Da üblicherweise die Entwicklung eines Portals in Java, Java Server Pages (JSP), Java Server Faces (JSF), kurz Webserver Framework Technologien sehr aufwendig ist, benötigt man ein einfaches Hilfsmittel, einen Editor für verlinkte Webseiten – ein WIKI.


Ein dauerhafter, unbeschränkter, gegebenenfalls aber auch durch Berechtigungen gesicherter Zugriff auf alle notwendigen und relevanten Informationen muss sichergestellt sein. Wesentlicher Vorteil der Portaltechnologie ist die sehr flexible Strukturierbarkeit der bereitgestellten Informationen. Ähnlich einer Website sind beliebig viele Zugriffspfade („Links“) auf der Start- und jeder Folgeseite möglich und grafisch unterstützt anbring- und darstellbar, eingeschränkt nur durch Lesbarkeit sowie Größe und Fläche der jeweiligen Seite. Enthält die Startseite beispielsweise 20 Links, jede Folgeseite ebenfalls 20, so erhält man mit 2 Mausklicks (ausgehend von der Startseite) Zugriffsmöglichkeiten auf 20³ = 8000 Informationsseiten – ein mächtiges Strukturierungswerkzeug für Informationen. Nicht umsonst gerade deshalb der Erfolg der Hyper Text Markup Language (HTML) im Internet in den letzte ca. 20 Jahren.


Neben der Strukturierbarkeit bereitgestellter Informationen ist die einfache Aktualisierbarkeit mindestens genauso wichtig für den Erfolg eines BCS. Analog zu den Operationen eines Datenbankmanagementsystems Create, Read, Update und Delete (CRUD)[11] möchte der Anwender Informationen anlegen, lesen, aktualisieren und gegebenenfalls auch löschen.


Suchfunktionen unterstützen und erleichtern die Verarbeitung des Wissens in den portalbasierten BC-Systemen. Über die Indizierung mit Schlagwörtern kann mit Hilfe eines entsprechenden Suchalgorithmus jede Information im Portal schnell und einfach auffindbar gemacht werden. Basis hierfür ist, dass das BCS Datenbankbasiert ist.

Die Funktion muss sicherstellen, dass alle relevanten Daten innerhalb des Portals gefunden werden. Gleichzeitig sollen, aufgrund der hinterlegten Berechtigung, Informationen eingeschränkt werden. Das bedeutet, dass nur die berechtigten Ergebnisse angezeigt werden dürfen.


Zuletzt sollten mit Hilfe des Tools und seiner Funktionalitäten Unterprozesse dargestellt werden. Wobei hier nicht nur auf die grafische Darstellung abgezielt ist, sondern von zum Beispiel Ticketsystemen die Prozessabläufe abgebildet und gelebt werden können. Die Prozesserweiterbarkeit durch die Hinterlegung von ITIL, Projects in Controlles Enviroments2 (Prince 2)[12] und Capability Maturity Model Integration (CMMI)[13]


Daneben ist auch grundsächliche Funktionalitäten, wie eine einfache Installation und Wartung, möglichst umfangreiche Standardschnittstellen und zentrale Administrationsmöglichkeit zu achten.

3 Gegenüberstellung von BCS anhand von konkreten Beispielen

Anhand der Anforderungen an einem BCS, welche im vorherigen Kapitel definiert worden sind, findet in diesem Kapitel die detaillierte Gegenüberstellung der im Kapitel festgelegten Produkte statt.

Anhand von konkreten Beispielen soll die Handhabung der jeweiligen Produkte verglichen und beurteilt werden.


3.1 Beispielvorstellung

In der Gegenüberstellung zweier BCS soll die Verwendbarkeit und die Anwendungsfreundlichkeit für die Beschreibung und Durchführung von IT-Projekten verglichen werden.

Das Ziel soll es sein, ein kostenloses Open-Source - Produkt ("Freeware") mit einem kostenpflichtigem Produkt zu vergleichen,um begründen zu können, welche Vor - und Nachteile hierzu existieren, und diese aufzuweisen.


Open-Source - Produkte haben innerhalb der letzten Jahre einen immer größern Stellenwert in der Wirtschaft eingenommen. Aufgrund der Lizenskosteneinsparungen und der Erweiterbarkeit bauen, viele der heutigen BCS auf Open-Source - Komponenten auf[14]

Beim Vergleich von Softwareprodukten sollten die Kriterien

  • Installation (Basis, Ausstattung, Handhabung)
  • Kommunikation (Erreichbarkeit, technische Umsetzung, Möglichkeiten)
  • Koordination und Administration (Aufwand, Möglichkeiten, Bereiche)
  • Kooperationen (Zusammenarbeit, Projekmanagament, Ticketsystem)
  • Dokumentenmanagement (Ablegen, Verwaltung, Zugriff)
  • Informationssharing (WIKI, Volltextsuche)

berücksichtigt werden. Ich werde mich hier hauptsächlich mit den Punkten Kooperation, Dokumentationsmanagement und Informationssharing befassen.

3.2 Vorstellung der einzelnen Produkten

  • Participate

Das Produkt Participate stammt aus dem Hause Intland Software GmbH. Laut den Angaben des Herrstellers ist die Firma Intland der führende Anbieter für Collaboration - Solutions. Es wurde im Jahr 1999 in Deutschland (Stuttgart) von ehemaligen Industiemanagern gegründet.

Bisher wurden zwei Produkte von Intland Software GmbH entwickelt:

  • CodeBeamer (ALM - System)
  • Participate (Buisness Collaboration Plattform)

Folgende führende Unternehmen haben mindestens eines der oben genannten Produkten im Einsatz:

  • Allianz
  • ASUS
  • Bayer
  • Continental AG
  • Dassault Falcon
  • EDS
  • EADS
  • Lufthansa
  • Siemens
  • Sun Microsystems
  • USDA[15]


  • eGroupWare

Das Produkt eGroupWare wurde maßgeblich vom Hersteller Stylite GmbH entwickelt. Die nachträglichen Entwicklungen wurden von eigenen Unternehmen als eGroupWare Community durchgeführt und als Freewareprodukt angeboten. Die Community eGroupWare existiert seit dem Jahr 2000 und erhält Änderungen und Neuentwicklungen verzögert von der Stylite GmbH.

Bisher wird ausschließlich das erste Produkt vom Hersteller konventionell vertrieben, das Produkt eGroupWare 1.6 ist frei verfügbar unter der Berücksichtigung der GNU - General Public License (GPL).

  • eGroupWare Premium Line (ePL) [16]
  • eGroupWare 1.6

Die Unternehmen, welche dieses Produkt einsetzen konnte nicht ermittelt werden. Auf eine schriftliche Anfrage, mit der Bitte um Unterstützung, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Reaktion erfolgt.

3.3 Testkatalog

Der Testkatalog beinhaltet mehrere Bereiche, welche gegenübergestellt werden:

  • Installation (Aufwand, Updateeinspielung, Weiterentwicklungen, ...)
  • Webbasierte Zugriff (Vorraussetzungen, ...)
  • Enthät eine Wissensdatenbank (Erstellung von Testeinträgen)
  • Suchfunktionalität (Dauer, Präsentation des Suchergebisses)
  • DMS vorhanden (Importieren eines Dokumentes, Ändern eines Dokumentes, Löschung eines Dokumentes)
  • Anbindung an Office - Produkten (Produkte: MS-Office, OpenOffice)
  • WIKI-System (Erstellung, Bearbeitung)
  • Administrationsmöglichkeiten (Benutzer - Gruppenrichtline, Neuanlegung eines Benutzers, hinzufügen einer definierten Gruppe)
  • Workflowmanagement (Trackingsystem, Erstellen, bearbeiten, schließen, Handhabung)
  • Projektmanagement (Projektgestaltung, Führung, Ressourcenplanung, ...)


3.4 Gegenüberstellung

In Kapitel 3.2 wurden die zu vergleichenden Hersteller und Produkte vorgestellt. Innerhalb dieses Kapitels werden die oben festgelegten Kritieren anhand von Beispielen jeweils getestet und im folgenden Kapitel präsentiert.

Der praktische Vergleich zwischen den beiden Lösungen werden in 3 Beispielen erfolgen:

  • Beispiel 1: Arbeiten mit dem Taskmanagement (Trackingsystem)
  • Beispiel 2: Arbeiten mit dem WIKI - System
  • Beispiel 3: Dokumentenmanagementsystem inkl. Anbindung von Micosoft (MS) - Produkten


Gemeinsamkeiten: Beide Produkte sind reine Webbasierende Lösungen. Die jeweiligen Produkte können ausschließlich über einen Webbrowser erreicht werden. Ein Offline-Betrieb ist daher nicht möglich. Die gängisten Browser werden von den jeweiligen Herrstellern unterstützt:

  • Internet Explorer
  • Firefox
  • Netscape
  • Morzilla



  • Beispiel 1: Arbeiten mit den Taskmanagement (Ticketsystem)

In diesem Beispiel soll das Verhalten und die Handhabung der jeweiligen Produkte im Bereich Ticketsysteme erfolgen.

Kurze Beschreibung eines Ticketsystems:

In einem Ticketsystem werden Störungen (Bugs), Anfragen oder Probleme erstellt. Dieses erzeugte Ticket wird von einer zugewiesenen Person oder einem Personenkreis bearbeitet.

Der Ticketersteller wird dabei über den aktuellen Stand regelmäßig informiert. Die Änderungen sollen für den Ersteller und andere Personen nachvollziehbar sein.


Auszuführende Tätigkeiten sind:

  • Ticket anlegen, ändern, löschen
  • Kommentar erstellen
  • Anhänge hinzufügen
  • Bearbeitungsprozess durchführen (Erstellung, Annahme, Bearbeitung, Erledigung)


Die zu beobachtende Punkte sind:

  • Handhabung des Ticketsystems
  • Funktionalitäten verfügbar
  • Informationsgrad, Nachvollziehbarkeit


Ergebnis Beispiel Nummer 1

Participate


Jeder Benutzer besitzt auf seiner Startseite eine Übersicht der aktuellen Tickets. Die Anzahl der dargestellten Tickets werden kontinuierlich aktualisiert und in der Übersicht dargestellt. Die Ticketerstellung ist einfach. Die Personen bzw. Gruppen, welche diesem Ticket zugewiesen worden sind, erhalten eine Emailbenachrichtigung. Die Zuweisung der Benutzer wird über ein Textfeld umgesetzt. Während der Namenseingabe findet eine Textvervollständigung statt, d.h. die jeweils passenden Namen werden dargestellt und können ausgewählt werden. Bei einer Änderung eines Tickets werden der Ticketersteller und die jeweils zugewiesenen Personen/Gruppen schriftlich in Form einer Email informiert. Jede Änderung wird revisionssicher protokolliert. Die ausgeführten Tätigkeiten werden dadurch nachvollziehbar gemacht. Beim Ändern werden alle bisherigen Kommentare am Ende eines Tickets angezeigt. Die Möglichkeit einen Anhang an einem Ticket zuzuordnen ist ebenfalls gegeben. Zusätzlich können Kommentare zu den hochgeladenen Dokument hinterlegt werden. Die Möglichkeit Anhänge während der Ticketerstellung ist gegeben. Es ist das Hochladen von bis zu drei Dokumenten gleichzeitig möglich.


(- Hinweis: Im Anhang befinden sich einige Abbildungen zu diesem Bereich - siehe Abbildung 11 und 12 - )


eGroupWare


Das Verfolgungssystem, so wird die Ticketverwaltung genannt, bietet ebenfalls wie das Produkt Participate die Möglichkeit Aufgaben und Fehler zu melden bzw. zu erfassen. Die Erstellung ist ebenfalls einfach. Die Personen bzw. Gruppen, welche diesem Ticket zugewiesen worden sind, erhalten eine Emialbenachrichtigung. In der Verfolgungssystemübersicht werden neue Tickets und veränderte/aktualisierte Tickets, mit einer fett hinterlegten Überschrift besonders hervorgehoben. Bei einer Änderung eines Tickets werden der Ticketersteller und die jeweils zugewiesenen Personen/Gruppen schriftlich in Form eine Email informiert. Die Ticketzuweisung erfolgt über eine Drop-Down - Schaltfläche. Die Möglichkeit einen Anhang während und nach der Ticketerstellung ist gegeben. Es kann ausschließlich ein Dokument gleichzeitig hochgeladen werden. Jede Anpassung eines Tickets wird ebenfalls revisionssicher protokolliert und wie beim Kokurrenzprodukt in einem seperaten Reiter zur Verfügung gestellt.


(- Hinweis: Im Anhang befinden sich einige Abbildungen zu diesem Bereich - siehe Abbildung 17 und 19 - )



  • Beispiel 2: Arbeiten mit dem WIKI - System

Es werden bei beiden WIKI - Systemen die Funktionalitäten und die Handhabung überprüft.

Folgende Tätigkeiten werden auf den jeweiligen WIKI - Systemen ausgeführt:

  • Allgemeines auf WIKI - Seiten (WIKI-Seite erstellen, ändern, löschen, Verlinkung, Suchen)
  • Formatierungen von Texten und Grafiken
  • Hinterlegung von Bildern


Ergebnis Beispiel Nummer 2

Participate


Im Editor gibt es die Möglichkeit drei unterschiedliche Darstellungen anzeigen zu lassen:

  • WYSIWYG (Textformatierungsmöglichkeiten)
  • Wiki – Markup (Darstellung des formatierten Texten im WIKI-Code)
  • Preview (Vorschau der hinterlegten Formatierung)

Die WIKI - Seiten von Participate bieten die Möglichkeit Texte farblich zu Hinterlegen. Verwendbare Farben sind unter anderem „rot, grün, blau, grau, ...“. Die Erstellung von Verkettungen einzelner WIKI - Seiten ist möglich. Dies bietet die Möglichkeit ganze Strukturen an Informationen aufzubauen und miteinander zu verbinden. Tabellen, Überschriften und Diagramme können hinterlegt werden.


(- Hinweis: Im Anhang befindet sich eine Abbildung zu diesem Bereich - siehe Abbildung 13 - )


eGroupWare


Der mitgelieferte Editor besitzt im Gegensatz zum Konkurrenzprodukt eine Ansicht, wo alle Möglichkeiten abgedeckt sind. Die Auswahl unterschiedlicher Textformate ist möglich (z.B.: Verdana, Times New Roman). Während der praktischen Phase ist die Neuanlegung einer WIKI-Seite nicht möglich gewesen. Ausschließlich die Startseite konnte verändert werden, wovon im Vorfeld nicht ausgegangen werden konnte.


(- Hinweis: Im Anhang befindet sich eine Abbildung zu diesem Bereich - siehe Abbildung 18 - )


  • Beispiel: 3: Dokumentenmanagementsystem inkl. Anbindung von MS - Produkten

In diesem Beispiel wird überprüft, welche Office - Produkte unterstützt werden und wie die Erstellung, Änderung und Löschung von Dokumenten innerhalb des jeweils integrierten Dokumentenmanagementsystems möglich ist.

Auszuführende Tätigkeiten sind:

  • Dokumente hinzufügen (Öffnen, Ändern, Löschen)
  • Hinterlegungsmöglichkeiten


Die zu beobachtende Punkte sind:

  • Unterstütze Produkte
  • Änderungsmöglichkeiten
  • Informationsgrad, Nachvollziehbarkeit (Versionisierung)


Ergebnis Beispiel Nummer 3

Participate


Unterschiedlichen Dateien können in einer vorgegeben Verzeichnisstruktur hochgeladen werden. Die Verzeichnisstruktur ist erweiterbar. Jedes Dokument wird versionisiert, das bedeutet, festgehalten wird „wer, hat was, wann, wo und wie“ verändert. Bereits hochgeladene Dokumente sind mit der Funktion „Live-Edit“ direkt editierbar. Zu diesem Zeitpunkt steht dieses Dokument, schreibgeschützt, zur Verfügung. Das gleichzeitige Hochladen, von bis zu 3 Dokumenten, und kommentieren ist möglich. Die Zugriffsrechte werden zentral gesteuert. Die globale Suchfunktion besitzt die Möglichkeit angegebene Suchbegriffe auch innerhalb von Dokumenten zu finden. Das Hochladen der allgemeinen Dateiformate ".doc, .xls, .ppt, .vso, .pdf" sind möglich, genauso wie Open-Office – Formate.


(- Hinweis: Im Anhang befindet sich eine Abbildung zu diesem Bereich - siehe Abbildung 10 - )


eGroupWare


Das Dateisystem, Bezeichnung bei dem Produkt „eGroupWare“, bietet dem jeweiligen Benutzer ein eigenes „Homelaufwerk“. Der Benutzer hat die Möglichkeit, Zugriffsrechte auf eigenen Dokumenten im „Homelaufwerk“ zu vergeben. Die vorgegebene Verzeichnisstruktur ist erweiterbar. Globale Verzeichnisse sind vorhanden und erweiterbar, das Berechtigungskonzept dieser Verzeichnisse wird zentral gesteuert. Das gleichzeitige Hochladen von mehren Dokumenten ist nicht möglich. Das Dateisystem besitzt ein eigenes Suchsystem, wo Unterverzeichnisse einbezogen werden können. Hier werden die Dokumente anhand des Dateinamens indiziert. Die Suche kann ebenfalls über ein Eingabefeld erfolgen. Eine Funktionalität der Versionisierung der hochgeladenen bzw. veränderten Dokumente existiert nicht. Hochladen der allgemeinen Dateiformate ".doc, .xls, .ppt, .vso, .pdf" sind möglich, genauso wie Open-Office – Formate.


(- Hinweis: Im Anhang befindet sich eine Abbildung zu diesem Bereich - siehe Abbildung 20 - )


3.5 wissenschaftliche Auswertung der Gegenüberstellung

In diesem Kapitel werden die erkannten Vor- und Nachteile aufgelistet und bewertet. Die Bewertung findet anhand der praktischen Beispiele statt. Die ermittelten Ergebnisse werden hier kurz dargestellt.


- Particpate -

  • Vorteile:

- Einfache Erstellung von Tickets und WIKI-Seiten

- Simple Auswahl der Benutzer bzw. Gruppen im Ticketsystem (Vervollständigung des eingegeben Namens) simpel

- Hochladen eines Dokumentes während der Ticketerstellung

- Einfaches und gleichzeitiges Hochladen von bis zu drei Dokumenten möglich

- Komfortable Ticketübersicht auf der Startseite (Direkter Überblick)

- Darstellung bestehender Kommentare bei Ticketänderungen (bessere Bezugnahme auf vorherigen Kommentare ist möglich)

- Revisionssichere Protokollierung bei Tickets, Dokumente und WIKI-Seiten (Wer hat Was, Wann, Wo, Wie verändert)

- Verkettung und Formatierung von WIKI-Seiten (Aufbau von Strukturen und Präsentation der Inhalte (Farben, Diagramme, Bilder, ...))

- Verzeichnisstruktur im Dokumentenmanagement vorhanden und änderbar

- Globale Suchfunktion sucht nach Dokumentinhalten

- Direkte Änderung eines hochgeladenen Dokumentes (Funktionalität: LIVE-Edit)


  • Nachteile:

- Emailversand bei jeglicher Veränderung an einem Ticket, WIKI - Seite und Dokument

- Keine Darstellung von verschiedenen Textschriftarten (z.B.: Verdana, Times New Roman, ...)

- Keine Emailanbindung des Benutzers möglich (Medienbruch, zwei seperate Produkte werden verwendet)

- Kein privater Dokumentenbereich verfügbar

- Suchfunktionalität noch nicht optimal (Es werden zu viele Treffer angezeigt, welche den Suchbegriff besitzen, ähneln oder gar nicht enthalten)

- Einsprachig (englisch)


(- Hinweis: Im Anhang befindet sich eine Abbildung zu diesem Bereich - siehe Abbildung 14 - )

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- eGoupWare -

  • Vorteile:

- Einfache Erstellung von Tickets

- Neue oder veränderte Tickets werden in der Übersicht fettmarkiert dargestellt (Direkter Überblick)

- Revisionssichere Protokollierung der Tickets (Wer hat Was, Wann, Wo, Wie verändert)

- Hochladen eines Dokumentes während der Ticketerstellung

- Darstellung von verschiedenen Textschriftarten (z.B.: Verdana, Times New Roman, ...)

- Emailanbindung des Benutzers möglich (Termin und Ressourcenplanung möglich | permanente Synchonisierung mit dem Exchangeserver)

- Finden der hochgeladenen Dokumente im Dateisystem, über die integrierte Suchfunktion (Unterverzeichnisse können bei der Suche einbezogen werden)

- Eigene Benutzerbereiche, für Dokumente, im Dateisystem (Eigene Rechtevergabe)

- Mehrsprachig (Bis zu 34 Sprachen, wobei diese Übersetzungen vervollständigt werden)[17]


  • Nachteile:

- Ticketzuweisung durch ein Drop-Down - Feld (bei 10 Benutzern übersichtlich, für 200 Benutzer nicht verwendbar)

- Emailversand bei jeglicher Veränderung an einem Ticket, WIKI - Seite und Dokument

- Gleichzeitiges Hochladen von maximal einem Dokument an einem Ticket möglich

- Bei neuen Kommentaren sind die vorherigen Kommentare nicht einsehbar, nur durch Umschalten des "Reiters"

- Erstellung neuer WIKI-Seiten nicht möglich

- Dokumentenversionierung ist nicht vorhanden

- Direkte Änderung eines bereits hochgeladenen Dokumentes nicht möglich


(- Hinweis: Im Anhang befinden sich einige Abbildungen zu diesem Thema - siehe Abbildung 15, 16 und 23 - )

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Die gegenübergestellten Produkte zeigen jeweils ihre Vor- und Nachteile. Beide Produkte "Particpate" und "eGroupWare" sind auf Grund des automatischen Emailversands negativ aufgefallen. Das Produkt "Particpate" bietet die Möglichkeit durch die manuelle Deaktiverung der Benachrichtigung einzelner Tickets, WIKI-Seiten und Dokumenten, dies zu verringern. Bei einer hohen Nutzung eines CS, wird die Deaktivierungsfunktionalität keine große Wirkung zeigen aufgrund der Menge.


Das Produkt "Particpate" ist in den folgende Punkten besonders hervorzuheben:

  • LIVE-Edit

Hochgeladene Dateien können direkt angepasst werden, ohne das Dokument herunterlanden, anpassen und erneut hochladen zu müssen. Während des Änderungsprozesses ist das Dokument schreibgeschützt und kann in dieser Zeit ausschließlich geöffnet werden.

  • WIKI-Seiten

Durch die Verknüpfung von einzelner WIKI-Seiten wird schnell Wissen angesammelt und befüllt (ähnlich wie bei Webseiten). Aufgrund der Formatierungsvielfalt (Diagramme, Bilder, etc.) ist das Erstellen und Arbeiten im WIKI äußerst angenehm


Besonderer Nachteile:

  • Emailflut (Information über jede Änderung)
  • Keine Emailanbindung des jeweiligen Benutzers möglich (Ressourcenplanung, Terminplanung)


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Das Produkt "eGroupWare" ist in den folgende Punkten besonders hervorzuheben:

  • Dateimanager

Die Darstellung des persönlichen Dokumentbereiches ist übersichtlich und hilfreich für die eigenen Notizen bzw. Dokumentationen. Die integrierte Suchfunktion im Dateimanager ist sinnvoll und hilfreich, wenn in einem Verzeichnis mehrere Daten vorliegen.


Besonderer Nachteile:

  • Emailflut (Information über jede Änderung)
  • WIKI-System
  • Keine einheitliche Versionisierung


Eine Nachforschung der "Community - Foren" konnte nicht ermittelt werden, was für Schritte notwendig sind, um eine neue WIKI - Seite zu erstellen bzw. miteinander zu verlinken. Ebenfalls konnte festgestellt werden, dass der Punkt Dokumentenversionisierung seit längeren ein Thema der Community ist. Die letzte Anfrage zu diesem Thema wurde im Jahr 2008 erstellt. Ab wann die Funktionalität zur Verfügung steht kann bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.

4 Fallstudie

In diesem Abschnitt sollen die Erfahrungen von einzelnen Mitarbeitern eines mittelständigen Unternehmen ermittelt
werden, welches das Collaboration-Software "Participate" seit etwa einem Jahr im Einsatz hat.
Das Ziel der Fallstudie sollen die folgende Zentralfragen sein:

  • Aktuelle Fakten des BCS (Benutzeranzahl, Gruppenanzahl, Projektanzahl, Anzahl Tracker, Aktivität)?
  • Wie ist die Akzeptanz des Systemes im Unternehmen?
  • Welche Meinungen haben die Mitarbeiter von diesem System?
  • Was für Verbesserungsvorschläge kommen von den Mitarbeitern?
  • Welche Verbesserungen können bzw. müssen vom Unternehmen und welche vom Hersteller durchgeführt werden, um das Arbeiten zu optimieren?


4.1 Auswahl der Fallstudie

Aufgrund der einfachen Auswertbarkeit, Realisierbarkeit und Darstellungsmöglichkeit der ermittelten Werte wurde sich für die Methode des Fragebogens entscheiden. Diese Fallstudie wird im Nachgang dem mittelständischem Unternehmen schriftlich zur Verfügung gestellt, um je nach Ergebnis, eine gemeinsame Startegie zu erarbeitet, um Verbesserungen hervorzubringen.

Anbei der erstelle Fragebogen:

Abbildung 4: Fragebogenvorlage
Abbildung 4: Fragebogenvorlage












4.2 Auswertung der Studie

Es wurden von 45 ausgegeben Fragebögen insgesamt 37 (~82,2%) digital bzw. handschriftlich ausgefüllt zur Auswertung zur Verfügung gestellt. Aufgrund der hohen Bereitschaft zur der Teilnahme an dieser Studie zeigt im Vorfeld, ein großes Interesse der Mitarbeiter an der Weiterentwicklung des Tools.

Der Befragungszeitraum belief sich auf zwei Wochen vom 11.01.2010 bis zum 25.01.2010.


In der Auswertung wird besonders auf die folgende Punkte wert gelegt:


  • Praktische Angaben (Zugriffsrechte, Schulung erhalten, Arbeit vereinfacht)
  • Arbeiten mit dem System (Tagesgeschäft, Projektarbeiten, Dokumentation)
  • Eigene Meinung/Verbesserungsvorschläge


Das besondere Augenmerk liegt auf den Erfahrungen bzw. Verbesserungen der einzelnen Mitarbeitern.

4.3 Darstellung / Präsentation des Ergebnisses

Der Grundsatz "Die Idee ist gut, aber an der Umsetzung habert es", spiegelt in etwa die Ergebnisse der Befragung wieder.

Von den insgesamt 37 eingereichten Fragebögen wurden 25 von Männern und 12 Bögen von Frauen ausgefüllt.

Die Meinungen setzen sich aus 15 verschiedenen Abteilungen zusammen. Von den Befragten sind 19 Personen länger als 5 Jahre im Unternehmen.


Abbildung 5: Auswertung Fallstudie - praktische Daten
Abbildung 5: Auswertung Fallstudie - praktische Daten


Abbildung 6: Auswertung Fallstudie - Arbeiten mit dem System
Abbildung 6: Auswertung Fallstudie - Arbeiten mit dem System





















In der folgenden Tabelle werden die Verbesserungsvorschläge der Studienteilnehmer aufgelistet.


Vorschlag Häufigkeit der Vorschläge
Schulungen anbieten 14
Deutschsprachig gestalten 9
Vereinfachung der Stukturen 6
Verringerung der unnötigen Emails 6
Durch nicht täglichen Umgäng -> schwierige Umsetzung -> verursacht Mehraufwand 4
Vereinfachung mit dem Umgang von Anhängen 2
Definierung von Service - und Reaktionszeiten 2
Bessere Onlinehilfen / Hinterlegung eines Handbuches 2
Einheitliche Strukturierung 1
Mitarbeiter sollen dran bleiben 1
Gleichzeitige Benutzeranmeldungen sind begrenzt -> erweitern 1
Einfache Erzeugung von Diagrammen im WIKI - System 1
Weniger IT - lastige Begriffe 1
Mehr Möglichkeiten zur Individuellen Eingabe (Trackingsystem) 1
Abschaffung / Ausschaltung des Systemes 1
Tabelle 2: Fallstudie: Verbesserungsvorschläge Seitens der Studienteilnehmer


Es ist besonders auffällig, dass fünf Mitarbeiter von insgesamt 37, das Arbeiten, in den Kategorien "Tagesgeschäft, Projektarbeit und Dokumentation" mit dem BCS mit "sehr gut" bewertet haben. Es ist in der Fallstudie ein Widerspruch zu erkennen. Etwa 50% der Teilnehmer, welche keine Schulung erhalten haben, bewerten das Arbeiten mit dem Werkzeug, im Durchschnitt mit "geht so". Dieser Widerspruch wird im Nachgang mit dem Unternehmen diskutiert.

31 Mitarbeiter finden das Programm nicht leicht oder selbsterklärend und nur 15 Mitareiter geben an, eine Schulung besucht bzw. erhalten zu haben.

Laut der Stimmenanzahl ist die Notwendigkeit nach Schulungen die häufigste Antwort im Fragekatalog gewesen. Viele Teilnehmer bemängeln ebenfalls, dass Schaltflächen und Prozessschritte, unstrukturiert, unverständlich (in englischer Sprache) zur Verfügung gestellt werden. Dazu kommt, dass nicht alle Benutzer das Werkzeug nutzen, was zu Unsicherheiten und Ablehnung führt.

Durch die Unsicherheit und fehlendem Verständnis verwenden die Mitarbeiter das Tool nur in Notfällen, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Diese Erkenntnisse werden aus den Studienergebnissen deutlich dargestellt.

Als Reaktion des häufigen Versands der Änderungsmails, werden vom Benutzer automatische Regeln im Emailprogramm angelegt, um den Überblick zu bewahren. Dies führt dazu, dass wichtige Änderungen nicht mehr direkt wahrgenommen werden können. Zu diesem Thema sollte eine generelle Lösung Seitens des Herstellers erarbeitet werden.

Die durchgeführte Fallstudie wurde dem mittelständigem Unternehmen bereits zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit dem Unternehmen werden Strategien entwickelt, um die bemängelten Punkte zu beheben.


Zum Abschluss der Fallstudie werden die aktuellen Fakten des BSC, welches sich seit etwa einem Jahr im Einsatz ist, dargestellt:


Art Anzahl
Anzahl der registrierten Benutzer: 327
Durchschnittliche Anzahl der Benutzer zum gleichen Zeitpunkt: 80
Anzahl der aktiven Projekte: 60
Anzahl der geplanten Projekte: 29
Anzahl der Projekte kurz vor Abschluss: 19
Anzahl der beendeten Projekte: 10
Anzahl der vorhandenen Dokumente: 15.957
Anzahl der Ticketerstellungen: 17.807
Anzahl der erstellten WIKI - Seiten: 19.605
Tabelle 3: Darstellung der aktuellen Fakten des BCS Participate


- Hinweis: Es sind drei Bögen im Anhang zu finden -siehe Abbildung 7, 8 und 9 -

5 Fazit

In dieser wissenschaftlichen Arbeit wurde das BSC erläutert. Es wurde beschrieben wofür es eingesetzt wird und wo die Notwendigkeit liegt. Dabei wurde festgestellt, dass unterschiedliche Anbieter mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf dem Markt etabliert sind.

Anhand der Gegenüberstellung (kostenlos vs. kommerziell) konnte festgestellt werden, dass jedes Produkt seine Vor- und Nachteile besitzt. Freeware – Produkte sind noch nicht auf den technischen und funktionellen Stand von käuflichen Produkten.


Viele BCS werden den hohen Ansprüchen der Großunternehmen bereits gerecht. Jedoch wird ein Standardwerkzeug selten alle Anforderungen abdecken können. Ein Kompromiss muss immer eingegangen werden.

In der Fallstudie stellte sich heraus, dass auf beiden Seiten, sprich Unternehmen und Hersteller, Handlungen notwendig sind, um das Arbeiten mit dem System zu vereinfachen und zu optimieren.


Die folgenden Maßnahmen sind aufgrund der Ergebnisse der Fallstudie zurückzuführen. Es wird hier unterschieden zwischen dem Unternehmen und dem Hersteller.

Unternehmen

  • Informationsbeschaffung (weitere Onlinehilfen)
  • Gezielte Schulungsmaßnahmen
  • Verständnissaufbau
  • Unterstützung des Lernprozesses mit dem Tool (Know-How – Transfer von Mitarbeiter zu Mitarbeiter)
  • Unterstützung durch Geschäftleitung (Standardisierung, Rückradbildung)


Hersteller

  • Emailversandprozess optimieren (z.B.: Einstellbarkeit des Informationsgrades während der Ticketerstellung) [ja = wie bisher | nein = drei Meldungen (Erstellt, Angenommen, Beendet)]
  • Anpassung der Suchmaschinenalgorithmen (Genauere Treffer ermitteln)


Die wissenchschaftliche Arbeit zeigte, dass BCS vielseitig einsetzbar sind. Durch dieses zentrale System behält das Unternehmen den Überblick der einzelnen Bereiche. Aus diesem Grund sind BC-Systeme in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken.

6 Ausblick der Technologie

Der deutsche Markt hatte in der Vergangenheit noch nicht die Notwendigkeit von BC – Systemen, aufgrund der schweren Abgrenzung zwischen ALM- und ECM-Produkten erkannt. Die klassischen Produkte (ALM/ECM) werden sich in den kommenden Jahren auch weiterhin verkaufen lassen. Bei statischen Weiterentwicklungen können sich BCS –Produkte, als wahre Konkurrenten erweisen.


Der Trend von WIKI – Systemen wird sich in professionellen Tools weiterhin fortsetzen und könnte zum Standard in deutschen Unternehmen werden.


Die BCS - Hersteller müssen generell die Punkte, Benutzer- und Administrationsfreundlichkeit sowie den Informationsoverflow (Emailversand) konsequent optimieren, damit die eigenen Lösungen auch in Zukunft erfolgreich bleiben und sich wirtschaftlich expandieren.

7 Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Mühlbauer, Versteegen (2007) Seite 15
  2. Thome, Böhn (2006) Seite 541
  3. VGL.: Rolles (2004) Seite 16
  4. VGL.: Rossberg (2008) Seite 23 - 26
  5. VGL.: Rossberg (2008) Seite 23 - 26
  6. VGL.: Elsässer (2006) Seite 6 - 8
  7. Elsässer (2006) Seite 8
  8. VGL.: Mühlbauer, Versteegen (2007) Seite 22
  9. VGL.: Mühlbauer, Versteegen (2007) Seite 24
  10. VLG.: Mühlbauer, Versteegen (2007) Seite 12
  11. VGL.: Wirdemann, Baustert (2008) Seite 64 CRUD ist eine Abkürzung aus dem Bereich der Datenverarbeitung. "Das Akronym steht für die grundlegende Datenbankoperationen Create (Anlegen), Retrieve (Anfordern), Update (Aktualisieren) und Delete (Löschen von Datensätzen)
  12. VGL.: Hedeman, van Heemst, Fredriksz (2006) Seite 19
  13. VGL.: Chrissis, Konrad, Shrum (2009) Seite Seite 4 - 5
  14. VGL.: Mühlbauer, Versteegen (2007) Seite 26
  15. VGL.: http://www.intland.de/company/about.html Zugriff 2010-01-31 15:45 Uhr
  16. VGL.: http://www.egroupware.org/Home Zugriff 2010-01-31 16:00 Uhr
  17. VGL.: http://www.egroupware.org/languages Zugriff 2010-02-06 15:00 Uhr

8 Quellen / Literaturverzeichnis

Chrissis, Konrad, Shrum (2009) BMary Beth Chrissis,Mike Konrad,Sandy Shrum (2009): CMMI: Richtlinien für Prozess-integration und Produkt-verbesserung, Addison-Wesley Verlag, München 2009, Auflage 1, ISBN: 978-3-8273-2784-0
Elsässer (2006) Wolfgang Elsässer (2006): ITIL einführen und umsetzen: Leitfaden für effizientes It-management durch Prozessorientierung, Carl Hanser Verlag, Auflage 2, ISBN: 3-446-40608-5
Hedeman, van Heemst, Fredriksz (2006) Bert Hedeman, Gabor Vis van Heemst, Hans Fredriksz (2006): Project Management Based on Prince2, Van Haren Publishing, Auflage 3, ISBN: 978-90-77212-83-7
Mühlbauer, Versteegen (2007) Susanne Mühlbauer, Gerhard Versteegen (2007): Enterprice Content Management: Collaboration-Software - Zusammenarbet im Team, 1. Auflage,

Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG, Hannover 2007

Rolles (2004) Roland Rolles (2004): Content Management in der öffentlichen Verwaltung, ELU Verlag, Lohmar 2004, ISBN: 978-3899-36287-9
Rossberg (2008) Joachim Rossberg (2008): Pro Visual Studio Team System Application Lifecycle Management, Springer Verlag New York 2008, Auflage 2, ISBN: 978-1-4302-1080-1
Sprachübersicht der eGroupWare - Community (2010) http://www.egroupware.org/languages (2010-02-06 - 15:00 Uhr)
Thome, Böhn (2006) Prof. Dr. Rainer Thome, Martin Böhn (2006): WISU - Das Wirtschaftsstudium 4,

Hrsg.: Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels, Prof. Dr. Rainer Thome, Prof. Dr. Dr. h. c. Artur Woll, Prof. Dr. Bernd Luderer, Lange Verlag GmbH & Co. KG, Düsseldorf 2006

Tribold - Darstellung ALM (2010) http://www.tribold.com/media/Image (2010-01-12 - 19:30 Uhr)
Vorstellung der eGroupWare - Community (2010) http://www.egroupware.org/Home (2010-01-31 - 16:00 Uhr)
Vorstellung des Unternehmens Intland Software GmbH (2010) http://www.intland.de/company/about.html (2010-01-31 - 15:45 Uhr)
Wirdemann, Baustert (2008) Ralf Wirdemann, Thomas Baustert (2008): Rapid Web Development mit Ruby on Rails, Carl Hanser Verlag, Auflage 3, ISBN: 978-3446-41498-3
Zangemeister (1976) Joachim Rossberg (2008): Nutzwertanalyse in der Systemtechnik – Eine Methodik zur multidimensionalen Bewertung und Auswahl von Projektalternativen. Diss. Techn. Univ. Berlin 1970, Auflage 4, München: Wittemann, ISBN: 3-923264-00-3

9 Abkürzungverzeichnis

AbkürzungBedeutungzusätliche Bedeutung
ALMAutomated-Lifecycle-Management-
BCSBuisness Collaborisation Software-
CMMICapability Maturity Model IntegrationEine empfohlene Vorgehensweise mit dem Schwerpunkt in der Entwicklung. Einsatz in der Entwicklung und Pflege von Produkten sowie Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinaus. Die Beurteilung und Optimierung von Entwicklungs- und Wartungsprozessen wird unterstützt
CRUDCeate Retrieve Update DeleteAkronym für die Datenbankoperationen Create, Retrieve, Update und Delete
CSCollaboration Systemen-
CVSConcurrent Version SystemMöglichkeit Software paralell weiterzuentwickeln, gleichzeitig werden die einzelnen Stände versionisiert.
DMSDocument Management SystemZentraler Bestand von digitalen Dokumenten (Verträge, Schriftverkehr, Dokumentationen)
ECMEnterprice Content Management-
GPLGeneral Public License Betreibung der Software ist kostenlos, alle Änderungen des SourceCodes müssen dem jeweiligen Hersteller / Community mitgeteilt werden
HTMLHyper Text Markup LanguageBeschreibungssprache zur Definition von Internetseiten
ITInformation Technology-
ITILInformation Technology Infrastructure LibaryAllgemein gültiges Rahmenwerk zum aufbau von systematischen Prozessen
JSFJava Server FacesFramework-Standard zur Entwicklung von Benutzeroberflächen für Webapplikationen
JSPJava Server PagesWebserver Framework Technologien auf Basis von Java
MCMicrosoftInternationaler Softwarehersteller
Prince2Projects in Controlles EnviromentsEin Projektmanagementmodell, welches auf auf jegliche Projektart und -größe eingesetzt werden kann. Der Vorgänger PRINCE war ausschließlich für den IT-Bereich einsetzbar gewesen.
WIKIWIKIHypertext-System für Webseiten

10 Abbildungsverzeichnis

Abbildung Nr.Abbildungsbezeichnung
1Darstellung des ALM im IT-Bereich
2Überdeckung von BCS und ECM - Lösungen
3Einordnung von ALM und BSC
4Fragebogenvorlage
5Auswertung Fallstudie - praktische Daten
6Auswertung Fallstudie - Arbeiten mit dem System
7Fragebogen_Feedback_1
8Fragebogen_Feedback_2
9Fragebogen_Feedback_3
10Dokumentenmanagement - Participate_LiveEdit
11Startseite - Participate
12Ticketübersicht - Participate
13WIKI_Editor- Participate
14WIKI - Participate_Grafik
15Benutzeradministration - eGroupWare
16Kalenderfunktionalität (Anbinung Outlook) - eGroupWare
17Ticket bearbeiten - eGroupWare
18WIKI - Editor - eGroupWare
19Bug hinzufügen - eGroupWare
20Dateimanager - eGroupWare
21Zugriffsbeweis_1
22Zugriffsbeweis_2
23Zugriffsbeweis_3

11 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr.Tabellenbezeichnung
1Übersicht der einiger Tool-Hersteller und Produkte
2Fallstudie: Verbesserungsvorschläge Seitens der Studienteilnehmer
3Darstellung der aktuellen Fakten des BCS Participate

12 Anhang

Abbildung 7: Fragebogen_Feedback_1
Abbildung 7: Fragebogen_Feedback_1
Abbildung 8: Fragebogen_Feedback_2
Abbildung 8: Fragebogen_Feedback_2
Abbildung 9: Fragebogen_Feedback_3
Abbildung 9: Fragebogen_Feedback_3
Abbildung 10: Dokumentenmanagement - Participate_LiveEdit
Abbildung 10: Dokumentenmanagement - Participate_LiveEdit
Abbildung 11: Startseite - Participate
Abbildung 11: Startseite - Participate
Abbildung 12: Ticketübersicht - Participate
Abbildung 12: Ticketübersicht - Participate
Abbildung 13: WIKI_Editor- Participate
Abbildung 13: WIKI_Editor- Participate
Abbildung 14: WIKI - Participate_Grafik
Abbildung 14: WIKI - Participate_Grafik
Abbildung 15: Benutzeradministration - eGroupWare
Abbildung 15: Benutzeradministration - eGroupWare
Abbildung 16: Kalenderfunktionalität (Anbinung Outlook)  - eGroupWare
Abbildung 16: Kalenderfunktionalität (Anbinung Outlook) - eGroupWare
Abbildung 17: Ticket bearbeiten  - eGroupWare
Abbildung 17: Ticket bearbeiten - eGroupWare
Abbildung 18: WIKI - Editor  - eGroupWare
Abbildung 18: WIKI - Editor - eGroupWare
Abbildung 19: Bug hinzufügen  - eGroupWare
Abbildung 19: Bug hinzufügen - eGroupWare
Abbildung 20: Dateimanager - eGroupWare
Abbildung 20: Dateimanager - eGroupWare
Abbildung 21: Zugriffsbeweis_1
Abbildung 21: Zugriffsbeweis_1
Abbildung 22: Zugriffsbeweis_2
Abbildung 22: Zugriffsbeweis_2
Abbildung 23: Zugriffsbeweis_3
Abbildung 23: Zugriffsbeweis_3
Persönliche Werkzeuge