Einführung von Typo3 im Firmenumfeld
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Fallstudienarbeit | |
| Hochschule: | Hochschule für Oekonomie & Management |
| Standort: | Dortmund |
| Studiengang: | Bachelor Wirtschaftsinformatik |
| Veranstaltung: | Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten |
| Betreuer: | Prof._Dr._Uwe_Kern |
| Typ: | Fallstudienarbeit |
| Themengebiet: | Content Management Systeme |
| Autor(en): | Jan Philipp Deters, Bastian Bludau |
| Studienzeitmodell: | Tagesstudium |
| Semesterbezeichnung: | |
| Studiensemester: | 2 |
| Bearbeitungsstatus: | begutachtet |
| Prüfungstermin: | |
| Abgabetermin: | |
Inhaltsverzeichnis |
1 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| CAPTCHA | Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart |
| CMS | Content Management System |
| HTTP | Hypertext Transfer Protocol |
| HTML | Hypertext Markup Language |
| IIS | Internet Information Services |
| PHP | Hypertext Preprocessor |
| LDAP | Lightweight Directory Access Protocol |
| ODBC | Open Database Connestivity |
| SSL | Secure Sockets Layer |
| CSS | Cascading Style Sheets |
| TYPO3 DBAL | TYPO3 Database Abstraction Layer |
| FE | Frontend |
| BE | Backend |
| MySQL | My Structured Query Language |
| AD | Active Directory |
| ACL | Access Control List |
| E-Commerce | Electronic Commerce |
2 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung | Quelle |
|---|---|---|
| 1 | Wasserfallmodell | http://www.ibr.cs.tu-bs.de/courses/ss08/sep-cm/group2/350px-Wasserfallmodell.svg.png , 02.06.2010, 22:30 |
| 2 | Spiralmodell | http://www.golesny.de/img/diplom/spiralmodell.gif , 02.06.2010, 22:32 |
| 3 | Beispiel Projektplan | Bludau, 31.05.2010 |
| 4 | Projektmanagement | http://vittra.eq-media.info/uploads/4321a05d74992_Projektmanagement.jpg , 31.05.2010, 19:42 |
| 5 | Zusammenhang der Benutzergruppen | http://www.typo34u.de/typo3temp/pics/e1061952c7.jpg , 05.06.2010, 21:38 |
| 6 | Benutzerstruktogramm | Deters, 02.06.2010 |
3 Einleitung
Die Anforderungen an einen Webauftritt von Firmen steigen stetig. Den Besuchern der Webseite soll ein attraktiver und interaktiver Content geboten werden, um sich ggf. von Wettbewerbern abzusetzen. Im Zeitalter von Web 2.0 gewinnen Systeme zur komfortablen Bedienung, auch für für Firmen, immer mehr an Bedeutung. TYPO3 ist das wohl bekannteste und leistungsstärkste Content Management System (CMS), das zurzeit auf dem Markt ist. Viele Anforderungen an einen interessanten Webauftritt können bereits durch das Basissytem bereitgestellt werden. Doch nicht nur die Komplexität der Technik, sondern auch die der Prozesse, steigt an. Eine Einführung eines TYPO3 Systems ist gekoppelt an Projekte, welche ebenfalls möglichst effizient durchgeführt werden müssen um eine gute Qualität zu erreichen.
4 Grundlagen
4.1 CMS
Ein CMS ist eine softwarebasierte Schnittstelle zwischen Benutzer und Datenbank. Es ermöglicht den Benutzern die Bearbeitung und Erstellung von Inhalten (nachfolgend Content) ohne besondere Kenntnisse von Hypertext Markup Language(HTML),Hypertext Preprocessor (PHP) und Cascaded Style Sheets(CSS). Durch eine strikte Trennung von Assets und Layout können Benutzer selbstständig Artikel mit Hilfe von Editoren betreuen. Mögliche digitale Assets [1] sind neben den gewöhnlichen Webcontent wie Texten, Bildern und Links auch multimediale Assets. Dazu zählen z.B. Flash und andere Audio und Videostreams, sowie Anwendungsassests und transaktionelle Assets, wie die Vergabe von Session IDs im E-Commerce.
Wichtiger Bestandteil des CMS ist die dezentrale Pflege einer Datenbank, die es ermöglicht, dass Assets nicht mehr nur durch eine Person erstellt werden können, sondern durch mehrere im Unternehmen verteilte Benutzergruppen. Der praktische Ablauf gestaltet sich unabhängig von der Wahl des CMS immer gleich. Der Administrator konfiguriert die Funktionen des CMS. Er ist u.a. zuständig für die Benutzer- und Zugriffsverwaltung, die einen entscheidenden Sicherheitsfaktor ausmacht. Ein Redakteur erstellt mittels Editor einen Content, der automatisch in, durch einen Designer erstellte graphische HTML-Vorlagen, eingepflegt und dann veröffentlich werden kann.
Man unterscheidet zwei verschiedene Typen von CMS, dem serverseitigen und clientseitigen CMS. Das serverseitige CMS benötigt eine Programmiersprache, die die Verbindung zwischen den auf einer Webseite getätigten Eingaben (z.B. im Editor) und der Datenbank herstellt. Vorteil dieses Systems ist es, dass Redakteure ortsunabhängig weltweiten Zugriff auf die Daten haben und Content global verwalten können. Clientseitige CMS verwenden ein Programm zum Pflegen des Contents, die anschließend auf den Server hochgeladen werden. Jeder Redakteur benötigt dazu eine lokale Installation auf seinem Computer.
4.2 Einführungsmodelle
Für eine Standardisierung von Softwareentwicklungsprozessen wurden verschiedene Vorgehensmodelle entwickelt. Sie sollen die einzelnen Prozesse transparenter gestalten und einen Leitfaden für das Projektmanagement bieten. Alle Modelle beschreiben die Abhandlung der verschiedenen Projektphasen[2]:
- Analyse
- Definition
- Entwurf
- Implementierung
- Einführung
- Wartung
Gängige Vorgehensmodelle sind z.B. das Wasserfall- oder das Spiralmodell. Im Wasserfallmodell besitzt jede der genannten Phasen einen definierten Start- und Endepunkt, welcher durch Dokumente beschlossen wird. Als elementare Dokumente gelten das Lasten- und Pflichtenheft, in denen die Anforderungen an das Projekt und die erarbeiteten Realisierungsvorgaben verzeichnet sind. [3]
Die Behandlung der Phasen geschieht sequentiell, ein Rücksprung auf die nächst höhere Ebene zur Fehlerbehandlung ist möglich. Dieses Modell ermöglicht es, ein Projekt mit wenig Managementaufwand zu planen und zu kontrollieren. Es bietet sich an, wenn die Anforderungen und der Umfang des Projekts klar bestimmt sind.
Eine Weiterentwicklung des Wasserfallmodells stellt das Spiralmodell dar. Es sieht eine zyklische Wiederholung aller Phasen vor, um sich dem Projektziel anzunähern.
Dabei wird der Entwicklungsprozess in vier Quadranten unterteilt. Am Ende jeden Durchlaufs dieser Quadranten wird der Projektfortschritt betrachtet. Das Ziel des Spiralmodells ist die Minimierung des Risikos und wird in größeren, komplexen Projekten verwendet.
Konträr zu den klassischen Modellen kann die agile Softwareentwicklung gesehen werden. Sie orientiert sich nicht an den genannten Phasen eines Projekts, sondern stellt die zu entwickelnde Software in den Mittelpunkt. Die agile Softwareentwicklung soll die Prozesse verschlanken, leichter anpassbar machen und den Prozess dynamisch ablaufen lassen. Es wird viel Wert auf gute Kommunikation und Eigenverantwortung gelegt, was bei großen Projekten ggf. zu Problemen führen kann.
5 Disposition
5.1 Einsatzbereiche
Aufgrund der flexiblen System-Architektur und der hohen Skalierbarkeit, eignet sich TYPO3 für unterschiedlichste Anforderungen. So können damit sowohl kleine und mittelgroße Webseiten (minor business) als auch komplexe Portale realisiert werden. Bei umfangreichen Projekten mit mehreren Bearbeitern macht sich die individuelle Rechtevergabe, und die Möglichkeit Workflows abzubilden, bezahlt. Die hervorragende Eignung des Systems für den professionellen Bereich wird auch durch den Einsatz bei Großunternehmen bestätigt [4]. In großen Unternehmen (major business) profitiert TYPO3 von seiner immensen Funktionsspanne, zahlreichen Extensions und der nahtlosen Integration in die bestehende Firmeninfrastruktur. Für kleine und mittelständische Unternehmen bietet die Standardinstallation ohne Extensions eine leichter zu administrierende Basis für eine ordentlich Webpräsenz.
5.2 Anforderungen
5.2.1 Technisch
TYPO3 ist eine serverseitige Webapplikation, geschrieben in PHP. Aus diesem Grund sind die hardwareseitigen Anforderungen im Vergleich zu anderen Serverapplikationen relativ gering. So reichen für die Grundkonfiguration 256MB RAM und ein aktuell handelsüblicher Prozessor (z.B. Core2, Stand: Mai 2010). Als Serverbetriebssystem eignen sich Unix, Windows oder Mac. Je nach Anzahl der zu erwartenden Aufrufe der geplanten Webseite empfiehlt es sich, den Arbeitsspeicher um zusätzliche 2GB RAM zu erweitern.
Als Webserver dienen entweder der Webserver von Apache oder der Microsoft Internet Information Services (IIS). Beide sind von der Leistungsfähigkeit nahezu identisch in der Konfiguration. Die Wahl des Webservers basiert auf Unternehmensrichtlinien und richtet sich an der bestehenden Infrastruktur aus. Jeder Webserver hat seine Vorteile, sie unterscheiden sich jedoch im Punkt Kosten. Während der Apache Webserver frei erhältlich ist, stellt der IIS einen Teil der Microsoft Serversysteme dar und ich somit kostenpflichtig.
Bezüglich der Middlware (anwendungsneutrale Programme, die so zwischen Anwendungen vermitteln, dass die Komplexität dieser Applikationen und ihrer Infrastruktur verborgen wird) besteht die Möglichkeit, sich zwischen PHP4 und PHP5 zu entscheiden. Seit TYPO3 Version 4.2.0 wird jedoch nur noch PHP5.2 unterstützt, weshalb empfohlen wird, bei der Installation der Middleware PHP5 zu verwenden, um ein perspektivisch zukunftssicheres und leicht zu aktualisierbares CMS zu etablieren. Bei der Wahl der Datenbank ist TYPO3 sehr flexibel, obwohl die Anzahl der Datenbanken auf 1 begrenzt ist. Seit Version 4.0 ist TYPO3 dank des Datenbank-Abstraktions-Layer für TYPO3 (TYPO3 DBAL) nicht mehr auf MySQL begrenzt, sondern unterstützt ebenfalls Oracle, SQL, ODBC- und LDAP-Schnittstellen.
Für den Client gibt es wenige, technische Voraussetzungen. Es wird lediglich ein PC mit einem beliebigen Betriebssystem und einem graphischen Browser benötigt (z.B.: Mozilla Firefox oder Microsoft Internet Explorer). Aufgrund der Flexibilität spricht TYPO3 eine große Spektrum an Benutzern an.
Für eine möglichst einfache Installation bietet sich die binäre Komplettinstallation XAMPP an. XAMPP ist eine Distribution von Apache, MySQL, PHP und Perl, die es ermöglicht, diese Programme auf sehr einfache Weise zu installieren. Da XAMPP wie TYPO3 auf Linux, Windows, OSX und Solaris verwendbar ist und alle benötigten Komponenten für eine TYPO3 Installation beinhaltet, bietet XAMPP eine optimale Grundlage für TYPO3. In Beuzg auf den die Systemsicherheit bietet es die Möglichkeit, Sicherheitschecks durchzuführen.
5.2.2 Sicherheitsaspekt
Die wichtigsten sicherheitsrelevanten Themen betreffen die Absicherung von Datenbank, Middleware und Webserver. Neben Mechanismen um einen Server zu schützen, muss natürlich auch das benutzte System über ausgereifte Sicherheitskonzepte verfügen, um die Stabilität eines Systems zu gewährleisten. [5]
Neben den technischen Komponenten ist eine Sensibilisierung der Benutzergruppen erforderlich. Durch die verschiedenen an einer TYPO3 Webseite beteiligten Benutzerkreise entstehen für jede dieser Gruppen spezifische Anforderungen, um ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten. TYPO3-Programmierern und Entwicklern sollten schon beim Entwurf bzw. Design der Webseite mögliche Schwachstellen im System bekannt sein. Erforderlich dazu sind fundierte Kenntnisse der inneren Abläufe von TYPO3 sowie die ständige Information in Diskussionsforen, die sich mit den Sicherheitsaspekten von TYPO3 befassen.
TYPO3- bzw. System-Administratoren müssen gewährleisten, dass ein stabiles, sicheres System zur Verfügung steht. Dies geschieht durch die Kontrolle der Logfiles, dem Einspielen von Aktualisierungen und der Bereinigung des Serversystems.
Von enormer Bedeutung ist außerdem die qualifizierte und durchdachte Anlage von Benutzerkonten und der damit verbundenen Rechtevergabe. TYPO3 verfügt über eine umfangreiche Benutzerverwaltung die sowie Frontend (FE), als auch Backend (BE) User verwalten kann. Durch das einfache Gruppieren von Benutzern und das Verwalten von BE-Zugriffen mittels Access Control Lists (ACL) hat der Administrator tiefgehende Optionen zur Umsetzung der Berechtigungen.
Redakteure tragen Verantwortung für die Systemsicherheit, indem sie ihren Arbeitsplatz absichern, sowie die Geheimhaltung von Passwörtern und verantwortungsbewusstem Umgang mit dem System.
Das Basissystem beinhaltet standardmäßig folgende Möglichkeiten zur Absicherung:
- Login Historie
- Beschränkung des Zugriffs von bestimmten IP-Adressen oder Domains
- Testumgebungen vor Veröffentlichung von Content
- Benutzerverwaltung von FE und BE
- Versionierung
- Protokollierung
- SSL-Authentifizierung
- Verbot von Cross-Site-Sctipting
Durch die Installation von extensions lassen sich zusätzliche Sicherheitsfeatures hinzufügen:
- Secure Sockets Layer (SSL) Verschlüsselung für einzelne Seiten
- Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) und Active Directory (AD) Authentifizierung
- Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart (CAPTCHA)
Die verwendeten Sicherheitsmerkmale sind von den Rahmenbedingungen abhängig, welche im Anforderungskatalog hinterlegt sind.
5.3 Entscheidungskriterien
5.3.1 Funktionsumfang
Die Anforderungen an den Funktionsumfang des CMS ergeben sich zunächst aus dem Anforderungskatalog. Sämtliche Funktionen, die genutzt werden sollen, müssen durch das System bereitgestellt werden können. Innerhalb des CMS sollte die Pflege von Content durch verschiedene Benutzerkreise erfolgen. Eine Unterteilung in Redakteurgruppen mit verschiedenen Aufgabenbereichen unterstützt mehrstufige Freigabeprozesse für Content. Die Möglichkeit der Versionierung ist aus mehreren Gründen notwendig. Zum Einen lassen sich fälschlich getätigte Änderungen rückgängig machen, zum Anderen bietet eine Versionierung einen rechts-sicheren Nachweis über Änderungen und den Status der Seite zu einem bestimmten Zeitpunkt. Ebenfalls sinnvoll ist das Content-Lifecycle-Management, welches die Option bietet, Content zeitgesteuert verfügbar zu machen. Optional ist die Anbindung des CMS an bestehende firmeninterne Systeme. So lässt sich z.B. ein Produktkonfigurator anbinden oder der Status von Supportanfragen darstellen. Die Möglichkeit der Erweiterung ist dabei eher für größere Unternehmen interessant.
Sämtliche, genannte Anforderungen werden von TYPO3 erfüllt. Darüber hinaus bietet es durch seine Scriptsprache TYPOSCRIPT die Fähigkeit eigene extensions zu erstellen, wodurch eine individuelle Anpassung ermöglicht wird.
5.3.2 Kosten
Ein maßgeblich ausschlaggebendes Kriterium für die Entscheidungsfindung ist der Kostenfaktor. In der Regel steht ein fixes Budget für ein Projekt zur Verfügung, welches nicht überschritten werden darf. Bei der Planung können Kostenblöcke eingeplant werden, die nahezu unveränderbar sind. Dazu zählen zum Einen die Personalkosten, sofern das Projekt in dem geplanten Zeitraum durchgeführt wird. Zum Anderen die Sachmittelkosten, da für jedes System wird eine geeignete Hardware benötigt, welche entweder bereits zur Verfügung steht oder gesondert beschafft werden muss. Zusätzlich müssen Schulungen für die Mitarbeiter eingerechnet werden, die das System hinterher warten und pflegen sollen. Ebenfalls als fix können die Kosten kalkuliert werden, wenn die Einrichtung des Systems von einem Dienstleister übernommen wird.
Die Entscheidung für ein kommerzielles CMS oder eine Open Source Lösung können als variable Kosten angesehen werden. Der Anforderungskatalog an die Software kann an dieser Stelle unterstützend wirken. Als geeignet wird die Software angesehen, die möglichst viele geforderte Kriterien erfüllt.
Des Weiteren werden die laufenden Kosten betrachtet. Darunter fallen die durch technische Entwicklungen entstehenden Kosten, wie Versionsupdates, Supportkosten (Hotline, vor Ort, Communities) und Kosten für die Anbindung weiterer Extensions an das System. Dazu fallen Kosten an, wenn die Wartung über einen Dienstleister erfolgen muss, weil der interne Aufwand zu groß wäre.
TYPO3 erweist sich als optimal, da es auf der einen Seite mit einem sehr großen Funktionsumfang viele, gängige Anforderungen erfüllt und auf der anderen Seite keine Lizenzkosten anfallen.[6] Dies gilt sowohl für die Basiskomponente als auch für zukünftige Versionsupdates. Mit über 300.000 Installationen und 100.000 Communities [7] bieten diese kostenlosen Support und vielseitiges Fachwissen bei auftretenden Problemen [8] [9].
6 Einführung
Die Einführung eines TYPO3 Systems wird in mehrere Projektphasen aufgeteilt, welche in einem Projektplan ersichtlich sind. Innerhalb des Projektplans werden Meilensteine definiert, die termingebunden sind. Ein Projektplan hilft, die Komplexität des Gesamten zu mindern und dient zudem als Kontrollmöglichkeit bei Abschluss einzelner Punkte. Folgende Punkte sind bei der Durchführung eines TYPO3 Projekts zu beachten:
- Vorbereitungsphase
- Konzeption
- Implementierung
- Produktion
Jede Projektphase lässt sich in mehrere Unterpunkte weiter gliedern. Jede der Phasen kann als eigenständiges Unterprojekt angesehen werden, da sie sowohl einer Personal- als auch einer Sachmittelplanung bedürfen. Die Vorbereitungsphase definiert den Anforderungskatalog an den Soll-Stand. Auf der Basis dieses Ergebnisses muss weiterhin das notwendige Know-how geschaffen und die Hard- bzw. Software beschafft werden. Während der Konzeption wird zunächst ein Grobkonzept erstellt, worin die Bedürfnisse, sowie Content und Strukturen der Webseiten definiert werden.
Im Feinkonzept wird das Grobkonzept detaillierter ausgeführt, zudem die einzelnen Bausteine, Texte & Grafiken des Webcontents genau beschrieben.
In der Implementierungsphase werden alle Punkte aus der Konzeption realisiert. Das TYPO3 System wird in dieser Phase installiert und konfiguriert. Abschließend werden evtl. vorhandene Daten in das TYPO3 System migriert bzw. Drittsysteme angebunden. Zu der Produktion zählen ebenfalls Wartung und Pflege des Contents sowie Aktualisierungen der Software.
6.1 Projektmanagement
Jedem Webprojekt sollten ein solides Projektmanagement und eine klare Vorgehensweise zugrunde liegen. Dabei gibt es kein patentiertes Modell zum Vorgehen, jedes Projekt ist individuell und kann sich lediglich an Grundsätzen orientieren. Das Projektmanagement umfasst die Organisation, Planung, Steuerung und Überwachung aller Aufgaben und ist somit klar von der operativen Projektarbeit abzugrenzen. Eine gute Planung und ein gutes Projektmanagement sind die Voraussetzung für ein erfolgreiches Projektergebnis. Zu Projektbeginn muss das Gesamtprojekt in einzelne Teilgebiete gegliedert werden, aus denen Arbeitspakete resultieren. Sie beschreiben, welche Arbeiten in welcher Reihenfolge durchgeführt werden müssen. Je kleiner die Arbeitspakete unterteilt sind, desto einfacher lässt sich der Aufwand des Gesamtprojekts überblicken. [10]
Die einzelnen Pakete werden Mitarbeitern bzw. Teams zugeordnet, woraus sich eine Kapazitäten- bzw. Kostenplanung ergibt. Neben den anfallenden Hardware- und evtl. Softwarekosten muss eine Ressourcenplanung stattfinden. Eine Möglichkeit dafür ist die Anfertigung eines Balkendiagramms, in dem die benötigten Mitarbeiter kalendarisch erfasst sind. Den zugrunde liegenden Arbeitspaketen können so ein oder mehrere Mitarbeiter für die Dauer des Pakets zugeordnet werden. [11]
Ebenfalls zu Beginn muss ein Projektverantwortlicher benannt werden, der das Projekt steuert und als zentraler Ansprechpartner fungiert. Ihm obliegt die Projektplanung mitsamt der Erstellung eines Projektplans, welcher nach Bedarf angepasst werden muss. Zu den Aufgaben zählt weiterhin das frühzeitige Erkennen von Abweichungen zum Projektplan. Als Kontrollinstrumente dienen verschiedene Anforderungsprofile für die einzelnen Teilbereiche des Projekts, anhand derer sich der Fortschritt ablesen und dokumentieren lässt.
6.1.1 Sicherheitskonzept
Dem System liegt ein Sicherheitskonzept zugrunde, welches, je nach Größe des Unternehmens, an entsprechend weitere Dokumente gekoppelt sein kann. Bei der Bereitstellung eines TYPO3 Systems als Dienstleistung werden Sicherheitsanforderungen an Service Level Agreements gekoppelt. Ein Sicherheitskonzept für die Nutzung eines TYPO3 Systems sollte laut Bundesverwaltungsamt folgende Aspekte berücksichtigen:
- Maßnahmen gegen Systemmanipulationen
- Etablierung von geeigneten Authentifizierungsmechanismen
- Ausfallsicherheit des Systems, Redundanz
- Sicherheit des Systemstandorts
- Datensicherung
- Verwaltung und Verarbeitung von sicherheitsrelevanten Daten
- Einspielen von Updates [12]
Als technische Unterstützung stellt TYPO3 mehrere Dokumente und Checklisten zur Verfügung, wie ein System abgesichert werden kann. Diese beschäftigen sich hauptsächlich mit den Zugriffsrechten und den Einstellungen für den Webserver bzw. den Möglichkeiten des Backups und des FTP Zugriffs. [13][14]
Ein wichtiger Faktor im späteren Betrieb ist zudem der Updatestand des Systems. Neben den Updates für die Basiskomponente muss regelmäßig auf Updates für die verwendeten extensions geprüft werden. [15]
6.1.2 Strukturkonzept
Die TYPO3 Basiskomponente bietet bereits ein Standard-Strukturkonzept für das CMS. Zur späteren Wartbarkeit und Dokumentation muss ein Strukturdiagramm verwendet werden, welches die verwendete Struktur auf allen Ebenen darstellt.
- Organisatorisch
- Redaktionell
- Hierarchisch (nach Abteilungen)
- Themengebiete
Das Strukturkonzept für TYPO3 5.0 ist bereits unter: http://typo3.baiz.org/fileadmin/downloads/t35ui/concepts/T35-Structure.pdf veröffentlicht. Diese vorgegebene Struktur kann übernommen werden, muss jedoch bei eigenen Extensions des Basissytems erweitert werden. Neben der Struktur der Webseite und deren Funktionen sind die Berechtigungen für die Nutzergruppen abzubilden. Zur Dokumentation ist ein Strukturkonzept unerlässlich, da dies sämtliche Zusammenhänge innerhalb des Systems übersichtlich aufweist.
6.2 Contentgestaltung
Bei der Contentgestaltung gilt es, eine strikte Trennung von Layout und Content zu beachten. Das Layout kann aus bestehenden Templates gewählt bzw. modifiziert, oder individuell angerfertigt werden. Bei der Layoutgestaltung sind Rahmenparameter, wie Dokumenttypen bzw. Seitenstruktur, Farben, Auflösungen, Schriften und Sprachen zu hinterfragen. Zudem muss ein Navigationskonzept für die Installation ausgearbeitet werden, worin Navigationspunkte und das Verhalten interaktiver Elemente definiert sind.
Neben der reinen Gestaltung der Webseite muss der Content betrachtet werden. Für die verschiedenen Dokumenttypen können Vorlagen erstellt werden, welche, basierend auf dem Layout, bereits die Struktur, Farben, Schriftgrößen und die verfügbaren Sprachen, vorgeben. Durch das Redaktionskonzept kann der Content dezentral von Mitarbeitern gepflegt werden. Bei jeder Erstellung oder Modifizierung von Content ist eine Dokumentvorlage zu verwenden, damit die Corporate Identity eingehalten wird. Bereits während der Planungsphase sind sämtliche Dokumenttypen zu erfassen, um diesen Fall abzudecken.[16]
6.3 Redaktionskonzept
Als zentrale Funktion bietet TYPO3 zur Contentpflege ein umfangreiches Redaktionskonzept. Vor der Erstellung eines solchen sind interne Vorarbeiten notwendig. Die Arbeitsabläufe müssen so geschlüsselt sein, dass klar erkennbar ist, welche Arbeitsabläufe es gibt und welche Stellen daran beteiligt sind. Anhand dessen kann ein Workflow definiert werden. Dieser beschreibt, welche Rollen es innerhalb des Arbeitsablaufes gibt und welche Rechte benötigt werden, um diese Rolle zu erfüllen. Die Gliederung der Firmenstruktur kann als Vorlage dienen und das von TYPO3 vorgegebene Redaktionskonzept erweitern.
Bei den Benutzergruppen unterscheidet man in erster Linie zwischen BE und FE Benutzern, welche mit unterschiedlichen Rechten versehen sind.[17] Die FE Benutzer übernehmen keinerlei redaktionelle Tätigkeit, sie können sich lediglich auf der Webseite anmelden.
Für das BE wird bei der Installation ein administrativer Benutzer erstellt. TYPO3 nutzt eine Positivliste für die Anlage weiterer Benutzer, somit haben diese zunächst keine Rechte, bis sie in Benutzergruppen aufgenommen wurden. Sie können Mitglied mehrerer Gruppen sein, die Rechte ergänzen sich. Die wichtigste Benutzergruppe stellen die Redakteure dar, da sie Content erstellen, verändern und den Informationsgehalt der Seite bestimmen. Dabei ist klar definiert, welche Bereiche durch die Redakteure einsehbar sind und welche bearbeitet bzw. gelöscht werden können. Dies beinhaltet in der Regel einen mehrstufigen Freigabeprozess für Content. Das Redaktionskonzept sieht eine kollaborative Inhaltsgestaltung durch die Redakteure vor
6.4 Einrichtung Basiskomponente
Die Einrichtung der Basiskomponente beschreibt die technische Umsetzung der zuvor geplanten Arbeitspakete. Zunächst muss das Grundsystem mitsamt benötigter Zusatzsoftware auf geeigneter Hardware installiert werden. Dabei kann sich an die Dokumentation von TYPO3[18] gehalten werden.
Die folgende Umsetzung des Sicherheitskonzepts mit den festgelegten Maßnahmen wird durch eine ausgiebige Testphase abgeschlossen. Ergänzend zu dem Basissystem erfolgt eine Anpassung an die eigenen Bedürfnisse. Ist das Sicherheitskonzept als Meilenstein abgenommen, wird das Strukturkonzept umgesetzt. Die Umsetzung des Contents- und Redaktionskonzepts umfasst zusätzlich die Benutzeranlage samt Berechtigungen. Zusammen mit dem Strukturkonzept kann der Umfang der Aufwendungen erheblich sein. Da für die Individualisierung möglicherweise Expertenwissen in Form von Programmierkenntnissen notwendig ist, gilt an dieser Stelle für diese Punkte zu prüfen, ob die Durchführung durch ein externes Unternehmen zu leisten ist.
Jeder Arbeitsschritt erfordert eine umfangreiche Dokumentation, welche zeitnah angefertigt werden sollte. Die stetige Kontrolle der geleisteten Arbeiten obliegt dem Projektmanager, der die Erreichung der einzelnen Meilensteine sicherstellen muss. Nach Abschluss aller Punkte steht das Basissystem, ohne Extensions, vollständig zur Verfügung. Werden keine Extensions für das System benötigt, erfolgt die Übergabe des Systems an die Qualitätssicherung.
6.5 Schnittstellen
Sollen weitere, eigenständige Systeme an eine TYPO3 Installation gekoppelt werden, ist dies mittels Schnittstellen möglich. Der Quelltext von TYPO3 ist frei zugänglich und standardisiert, somit bieten sich umfangreiche Möglichkeiten für Entwickler. Im TYPO3 Repository stehen bereits zahlreiche durch die Community entwickelte Extensions bereit. Sie können als Zusatz für das bestehende Basissystem gesehen werden.
Das Zielsystem muss vorab geprüft und analysiert werden. Sowohl die Schnittstellen als auch das vorliegende Datenformat sind zu betrachten. Sind diese kompatibel, gilt es, die technischen Voraussetzungen für die Anbindung zu schaffen. Dazu zählt auch die Entwicklung einer eigenständigen Schnittstelle, wenn diese benötigt wird.
Jede Schnittstelle muss ebenfalls eine Testphase durchlaufen in der sie auf Funktionalität geprüft wird. In Bezug auf das Sicherheitskonzept ist der gleiche Maßstab anzulegen wie bei der Basiskomponente. Dies umfasst regelmäßige Updates der Schnittstellen. Einen Leitfaden für User und Entwickler stellt TYPO3 unter folgendem Link bereit: http://typo3.org/teams/security/extension-security-policy/ Für eine nachhaltige Wartbarkeit müssen eigene Schnittstellen ausführlich dokumentiert werden. Dies gilt vor allem bei Versionsupdates bzw. Änderungen.
6.6 Migration
Wenn bestehende Daten aus Altsystemen übernommen werden sollen, muss vorab ein Migrationskonzept entworfen werden. Der Umfang der Arbeiten ist stark von den zu migrierenden Daten abhängig. Wenn außer Content noch weitere Daten migriert werden sollen, so kann der Aufwand erheblich ansteigen.
Für eine mögliche Migration muss eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Daten angefertigt werden. Neben der inhaltlichen Erfassung muss die Struktur der Daten betrachtet werden. Aus der IST Analyse ergibt sich, auf welchem Wege die Daten migriert werden können. So wie bei der Einrichtung der Basiskomponente kann bei der Migration technisches Fachwissen erforderlich sein.
Daher ist neben der Sachmittelplanung ebenfalls eine Personalplanung notwendig. Wenn das notwendige Expertenwissen nicht intern verfügbar ist, fallen zusätzliche Kosten für die Dienstleistung an. Die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Migration umfasst den Aufbau von Testumgebungen und die Anfertigung von Backups, welche für diese Testumgebung genutzt werden können. Nach einer erfolgreichen Migration im Testumfeld kann die Migrationsschnittstelle auf das Echtsystem portiert werden.
Sind sämtliche Daten migriert folgt eine Prüfung auf Integrität. Die Migration beschließt im Gesamtprojekt einen wichtigen Meilenstein vor der Produktivphase.
6.7 Qualitätssicherung
Bei der Erreichung von Meilensteinen sind anschließende Testszenarien unumgänglich. Diese Szenarien müssen vorab entwickelt werden und sind rein zielorientiert. Werden zu dieser Zeit Mängel oder Fehler auffallen, können sie zeitnah korrigiert werden. Stellt sich während des Projekts heraus, dass einzelne Punkte nicht umsetzbar sind, so muss der Projektplan angepasst und die Ziele neu definiert werden. Für eine spätere Abnahme ist dieses von elementarer Bedeutung. Zudem schützt es davor, am Ende des Projekts noch nicht erfüllten Anforderungen gegenüber zu stehen. Die zuvor entworfenen Konzepte werden an dieser Stelle auf Qualität geprüft, woraus sich unter anderem folgende Tests ergeben:
- Sicherheitstest
- Lasttest
- Redaktioneller Test
- Funktionaler Test
- Test der Schnittstellen
Am Ende der Qualitätssicherung steht ein Abnahmetest. In diesem wird schriftlich die Übergabe des Systems vereinbart, bevor es in die Produktion übergeht. Im Anschluss erkannte Fehler werden nicht mehr im Zusammenhang mit dem Projekt gesehen. Dieser Punkt findet besondere Beachtung, wenn die Bereitstellung als Dienstleistung erfolgt ist. Die finale Abnahme bestätigt die Beendigung des Projekts.
6.8 Produktivphase
Als Produktivphase wird die Inproduktionsnahme des Systems bezeichnet. Sie bildet den Abschluss der Testphase, da zu dieser Zeit bereits alle Extensions, Funktionen und Rechte erprobt sind. Die Implementierung des neuen Systems kann auf mehrere Arten und Weisen geschehen. Ob das System schlagartig oder z.B. stufenweise in Betrieb genommen wird, ist stark von den gegebenen Bedingungen abhängig. Auch ein Parallelbetrieb ist denkbar, wenn noch einzelne Teile des Altsystems genutzt werden sollen.
Nach der Implementierung werden vermehrt Ressourcen für die Pflege und Wartung der Webseite benötigt. Der Content muss aktuell gehalten, Benutzeranfragen müssen bearbeitet, und unvorhersehbare Fehler behoben werden. Als zusätzliche Qualitätskontrolle sollten Messinstrumente installiert werden, um Zugriffsstatistiken auszuwerten.[19]
In dieser Phase hat das Marketing die Zuständigkeit für die Bekanntmachung der Webseite. Neben Suchmaschinenoptimierung kann mittels Werbung oder zusätzlichen Top Level Domains der Grad der Bekanntheit gesteigert werden.
Des Weiteren folgen Auswertungen, die das Projekt reflektieren. Dazu zählen die Erfahrungen aus dem Projekt, sowie entstandene Probleme bzw. Problemlösungen. In puncto Kosten, Zeit und Leistung wird der Zielerreichungsgrad bestimmt, was wiederum bei einer Erfüllung durch Dienstleister ins Gewicht fällt. Die Übergabe der Dokumente beschließt die Produktivphase. Elementare Dokumente sind zum Einen die Dokumentation des Gesamtprojekts, zum Anderen ein Abnahmeprotokoll.[20]
7 Bewertung
7.1 Kosten
Die Kostenbewertung orientiert sich an der erstellten Kostenplanung. Somit ist schnell ersichtlich, ob das Projekt den Kostenplan eingehalten oder über- bzw. unterschritten hat. Dabei wird das Projekt in der Gesamtheit betrachtet, umfasst sowohl die Sachmittel- als auch die Personalplanung. Die Sachkosten variieren meist nicht, da die benötigten Lizenzen und die benötigte Hardware vorab als Fixkosten bestimmt werden können. Die Personalkosten hingegen können rapide anwachsen, wenn es zu unvorhersehbaren Problemen in dem Projekt kommt. Somit verlängert sich die Gesamtlaufzeit, wodurch auch die Personalkosten ansteigen.
Daher ist es wichtig, dass der Projektleiter die laufenden Kosten kontrolliert. Kleinste Terminverschiebungen können einen erheblichen Kostenanstieg nach sich ziehen. Der Fortschritt des verbrauchten Budgets sollte dem Projektteam zugänglich gemacht werden.
Das TYPO3 System zeichnet sich durch geringe Anschaffungskosten aus. Neben der benötigten Hardware fallen zunächst keine Software- oder Lizenzkosten an. Sind keine Anpassungen oder Migrationen erforderlich, so bleiben die Kosten und auch der Gesamtaufwand des Projekts gering. In der Folge fallen Wartungskosten an, welche aber durch Personalkosten abgedeckt sind.
7.2 Qualität
Zur Bewertung der Qualität ist es grundlegend, sich an die in der Planungsphase festgelegten Standards gehalten zu haben. Dies gilt sowohl für die Verwendung von Layouts als auch für die Implementierung zusätzlicher Schnittstellen. Generell können mehrere Merkmale für die Qualitätssicherung herangezogen werden:
- Schriftbild
- Design
- Layout
- Benutzerfreundlichkeit
- Funktionsumfang
- Wartbarkeit
Die genannten Punkte können mit der Zielerreichung abgeglichen werden. Zudem kann eine Unterteilung nach Benutzergruppen stattfinden. Die Benutzerfreundlichkeit und die Wartbarkeit werden von Anwendern, Redakteuren und Administratoren anders beurteilt. Bereits vor Beginn des Projekts besteht die Möglichkeit, die zu erwartende Qualität durch die TYPO3 Association zur Qualitätssicherung [21] bewerten zu lassen. Ein Zertifizierungssystem soll zu einer reglementierten Qualitätssicherung führen.
Des Weiteren sollte eine Qualitätssicherung für die Veröffentlichung von neuem Content angewandt werden. Empfehlenswert ist ein mehrstufiger Freigabeprozess für neuen Content. Der Redakteur prüft das Dokument auf Struktur, Content und Design, zusätzlich auf Vollständigkeit [22]
8 Schlussbetrachtung
TYPO3 bietet einen großen Funktionsumfang, wodurch es sich für Webauftritte jeglicher Größe anbietet. Für eine Einführung von TYPO3 ist Fachwissen auf Planungs- und administrativer Seite notwendig.
Im Mittelpunkt der Einführung steht das Redaktionskonzept, welches geplant und durchdacht werden muss. Durch die Verteilung der Wartung des Contents auf mehrere Redakteure kann TYPO3 effizient eingesetzt werden. Daraus resultiert eine nachhaltige Kosten- und Zeitoptimierung.
Aufgrund entfallender Lizenz- und Updatekosten ist TYPO3 eine gute Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen. die Möglichkeit der individuellen Anbindung an Drittsysteme durch TYPOSCRIPT und DBAL macht es hingegen ebenfalls für große Unternehmen interessant, wobei der Aufwand für die Einführung in starker Abhängigkeit zur Unternehmensgröße steht.
9 Fußnoten
- ↑ Vgl. Evaluation von Content Management Systemen
- ↑ Vgl. Stahlknecht / Hasenkamp, 1997, Seite 253 f.
- ↑ Vgl. Din
- ↑ Vgl. Sites made with Typo3
- ↑ Vgl. TYPO3 Sicherheit
- ↑ Vgl. Typo3 Lizenz
- ↑ Vgl. Typo3 Facts and figures
- ↑ Vgl. Typo3 Community
- ↑ Vgl. Typo3Blogger
- ↑ Vgl. Arbeitspakete Projektmanagement, BR-Online
- ↑ Vgl. Projektmanagement Budget, BR-Online
- ↑ Vgl. Maßnahmen Einführung Basiskomponente CMS
- ↑ Vgl. Typo3 Security Cookbook
- ↑ Vgl. Typo3 Security Checklist
- ↑ Vgl. Typo3 Security Bulletins
- ↑ Vgl. Machbarkeitsstudie zur Unterstützung der Informationspflicht
- ↑ Vgl. Mittwald
- ↑ Vgl. TYPO3 Installation and Upgrading
- ↑ Vgl. Phasen Projektmanagement
- ↑ Vgl. Projektmanagement, Projekte managen, Basiswissen kompakt
- ↑ Vgl. Typo3 Qualitätssicherung
- ↑ Vgl. Contentmanagement und Vorgangsbearbeitungssysteme

