Entwicklung eines Geschäftsmodells zum Verkauf von Studentenarbeiten für das iPAD

Aus Winfwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Essen
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Tablet Computing
Autor(en): Fabian van Buerk, André Dujardin, Sebastian Scheffner, Marcel Goralski
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 2
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Thema

»We look at the tablet and we think it is going to fail.« [1] Dieses Zitat stammt von Steve Jobs, CEO der Firma Apple Inc. In einem Interview aus dem Jahre 2003 stellte er die Behauptung auf, dass sich diese, damals sehr neue Bauform von PC's (Personal Computerb) nicht durchsetzen wird. Tatsächlich aber brachte Apple 2010 ein Tablet PC auf den Markt, dass sich in den ersten acht Wochen bereits zwei Millionen mal verkaufte [2].

Dies macht deutlich, wie technische Neuerungen und die daraus resultierenden Anforderungen den Markt und dessen Produkte beeinflussen und verändern. So war im Jahr 2003 der Markt für einen PC, der mittels berührungssensitivem Display bedient wird, noch nicht reif. Obwohl bereits 1998 mit dem Rocket eBook[3] und dem SoftBook[4] die ersten mobile Gerät zum Konsum von elektronischen Schriftstücken auf den Markt kamen, blieb der Erfolg zunächst aus.

In Bezug auf die Möglichkeit, Textinhalte immer und überall zur Verfügung zu haben und lesen zu können, bedeutet dies auch zusätzlich eine entsprechende Infrastruktur zu schaffen, die als Vertriebskanal dient.

Die Bedeutung und Verbreitung von sog. eReadern (electronic Reader), die im weiteren Sinne ebenfalls zur Familie der Tablet Computer gehören, nimmt stetig zu. Allein in den vergangenen zwei Jahren konnte der Umsatz von elektronischen Büchern in den USA im Vergleich von 11,2 Millionen USD im ersten Quartal 2008 über 25,8 Millionen USD im ersten Quartal 2009 bis 91,0 Millionen USD im ersten Quartal des Jahres 2010, um mehr als das achtfache gesteigert werden[5].

Nicht zu letzt mit dem Verkaufsstart des Amazon Kindle im November 2007 in den USA und dem damit von Amazon aus der Taufe gehobenen eDocs Store für digitale Schriftstücke ließen die Nachfrage nach den mobilen Lesegeräten steigen und machten das mobile Lesen von eBooks populär[6].

Die Verbreitung in Deutschland ist aktuell nicht so hoch, wie in anderen Ländern. Vergleichbar werden in den USA weitaus mehr mobile Lesegeräte und damit verbunden auch mehr eBooks verkauft. Dem deutschen Markt wird aber ein ähnlich starker Wachstum wie in den USA zugetraut[7].

Größtenteils sind Wi-Fi- und/oder Mobilfunkchips in den eReadern verbaut. So ist es möglich, überall da wo WLANs und/oder Mobilfunknetze, die mit den Modulen in dem eReader kompatibel und vorhanden sind, Bücher, Zeitschriften und andere Schriftstücke bezogen und herunergeladen werden können.

Das iPad gehört nicht zu der Kategorie der klassischen eReader, die ausschließlich auf das Konsumieren von Texten ausgerichtet sind, sondern bietet ein weitaus größeres Funktionsspektrum. In dieser Fallstudie wird ausschließlich auf die Funktion, digitale Bücher und Dokumente erwerben und darstellen zu können, eingegangen. Apple bietet gleich zum Verkaufsstart ihres Tablett PCs einen eigenen Online-Store, den iBook-Store, zum Vertrieb von digitalen Schriftstücken an.

1.2 Zielsetzung

1.2.1 Kundenorientiert

Ziel der Ausarbeitung des Geschäftsmodells ist es, dem potentiellen Leser einen Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten bereit zu stellen. Die Angebotsvielfalt soll im Verlauf durch Publikation älterer Fallstudien aber auch Ausarbeitungen zu aktuellen, sich in der Diskussion befindlichen, Themen erweitert und aufgewertet werden. Eine möglichst niedrige Zeitspanne zwischen der Fertigstellung und Veröffentlichung einer Fallstudie und der Erscheinung bzw. Bezugsmöglichkeit im Vertriebskanal ist erstrebenswert.

Der Kauf und Download der angebotenen eBooks soll einfach gehalten werden und schnell abzuwickeln sein. Das Angebot soll jeder Zeit und überall via mobiler Datenverbindung oder lokalem Breitbandzugang zum Internet möglich sein. Ein bereits implementiertes und weit verbreitetes Zahlungssystem soll zum Einsatz kommen um den Bezahlvorgang zu erleichtern. Einmal heruntergeladen, sollen die eBooks ohne großen Aufwand vom Käufer verwaltet und durchsucht werden können.

Einmal erworbene Werke müssen vom Käufer zukünftig immer wieder kostenfrei bezogen werden können. Auch dann, wenn die im Lesegerät gespeicherten Informationen über den Kauf, bspw. im Falle einer Neuinstallation des Betriebssystems, verloren gingen.

Voraussetzung für die Nutzung des zukünftigen Angebots ist der Besitz eines iPads und die Software iTunes, sowie ggf. einen Account, der den Zugang zum iTunes-Store ermöglicht.

1.2.2 Anbieterbezogen

Aus der Sicht des Anbieters geht es primär um die Beschaffung der zum Vertrieb geeigneten Arbeiten und die Ausarbeitung einer technisch möglichen Realisierung des Vorhabens.

Bei der Akquirierung neuer Arbeiten ist das Ziel, vorhandene Quellen zu nutzen und neue, durch das Knüpfen von Kontakten und eingehen von Kooperationen und Partnerschaften, zu erschließen. Der Markt für speziell auf das iPad zugeschnittene Literatur befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 06/2010) noch am Anfang und das Angebot ist überschaubar. Durch die mediale Aufmerksamkeit und der momentan stattfindenden Diskussion des Themas, ist das Interesse bei den Anbietern und Verlagen groß, Inhalte für das iPad anzubieten und zu verkaufen. Dieser Vorteil könnte genutzt werden, um bereits etablierte Vertriebswege und Anbieter als neue Partner zu gewinnen.

Desweiteren gilt es, ein passendes Dateiformat für die zu publizierenden eBooks auszuwählen. Da es zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 06/2010) noch keine marktumfassenden einheitlichen Standard auf dem Gebiet der eBooks gibt, spielen die Vorgaben des Herstellers, in diesem Fall Apple, und die Darstellungs- und Interpretations-Möglichkeiten des Lesegerätes, hier iPad, die ausschlaggebende Rolle bei dieser Entscheidung. Von Vorteil wäre es, ein offenes Dateiformat zu verwenden, um Kosten und eventuelle Lizenzzahlungen an Patentrechteinhabern zu vermeiden.

Die unterschiedlichen Quellen bieten ihre wissenschaftlichen Arbeiten in den verschiedensten Dateiformaten an. Um eine einfache, einheitliche und systemübergreifende Verwaltung der eBooks zu gewährleisten, gilt es, diese unterschiedlichen Formate in das allgemein gültige Format der Wahl umzuwandeln. Dieser Vorgang wird auch konvertieren genannt. Die Konvertierung der Quell-Dateien ist ein Kernelement des Geschäfts- bzw. Vertriebsmodells und sollte möglichst wenig Aufwand bereiten. Besonders zu Beginn, bei der Generierung eines Basisangebots von wissenschaftlichen Arbeiten, kann dieser Vorgang einen hohen Personal- und Zeitaufwand bedeuten. Deshalb ist es wichtig, für den Konvertiervorgang ein möglichst automatisiertes und flexibles Verfahren zu entwickeln und den Arbeitsaufwand in Form von Personal und Zeit gering zu halten. Ein weiterer Anspruch an die umgewandelten eBooks, ist, so weit vorhanden, die Einhaltung von geltenden Format-Standards.

Einige Dateiformate, vor allem sog. Auszeichnungssprachen, folgen einem allgemeingültigen Standard. Um eine hohe Qualität der zum Vertrieb beabsichtigten eBooks zu gewährleisten, gilt es, soweit eine solche Möglichkeit besteht, die konvertierten Dateien durch sog. Validatoren gegenprüfen zu lassen. Die Einhaltung der Standards stellt sicher, dass die Schriftstücke auf dem Lesegerät, in diesem Fall das iPad, korrekt dargestellt und interpretiert werden können. Voraussetzung hierbei ist eine vom Hersteller sorgfältige Implementation des gegebenen Standards in Hard- und Software.

Eine inhaltliche Qualitätskontrolle kann an dieser Stelle oder schon im Vorfeld, also zum Zeitpunkt der Akquirierung neuer Arbeiten, erfolgen. Ein ressourcenschonender Ablauf würde die Kontrolle von Inhalt und Formalien zeitlich bei der Akquirierung vorsehen. Um Missverständnisse und rechtliche Folgen zu vermeiden, gilt es, mit den verschiedenen Quellen der wissenschaftlichen Arbeiten zu klären, ob ein Abgleich und eine Plagiatfeststellung bereits durchgeführt wurde. Alternativ könnte eine Software zum automatisierten Auffinden von unrechtmäßigen Kopien oder Plagiaten eingesetzt werden.

Die Kosten des Vertriebs und die darin enthaltenen Ausgaben für die benötigte technische Infrastruktur, sowie alle sonstigen anfallenden Kosten, sollen, gerade zu Beginn der Unternehmung, so gering wie möglich gehalten werden. Eine damit verbundene Einschränkung im Umfang und in der Flexibilität der Administration und Kontrolle sollte in Kauf genommen werden.

Ein weiterer Punkt mit hoher Priorität ist die Vergütung des Angebots und die damit entstehenden monetären Transaktionen. Da die Kontrolle und Administration einer Zahlungsabwicklung über herkömmliche Wege, wie Banküberweisung und Kreditkartenzahlung, sehr personal- und kostenintensiv sein kann, gilt es auch hier eine günstige Alternative zu finden. Von Vorteil wäre die Verwendung eines bereits am Markt etablierten Zahlungssystems, dass weit verbreitet ist, die im Internet gängigsten Zahlungsarten vereint und das Vertrauen der Zielgruppe genießt. Eine Integrationsmöglichkeit in das zu wählende Shop-System, sollte vorhanden oder ohne großen Aufwand möglich sein.

Ein Vertriebskanal, welcher Art er auch entsprechen mag, erzeugt einen Pflege- und Wartungsaufwand. Das Ziel ist es, diesen Aufwand und die damit verbundenen Kosten so gering wie möglich zu halten. Ein Outsourcing der Betreuung von Hardware- und ggf. auch Softwareinfrastrukturen, die zum Verkauf benötigt werden, könnte in Erwägung gezogen werden. Dies ist durch eine Abwägung von Aufwand, Kosten und Nutzen zu entscheiden.

Die zum Verkauf angebotenen digitalen Bücher müssen einfach gelöscht, bearbeitet und ausgetauscht, sowie neue Exemplare schnell zum Kauf angeboten werden können. Eine preisliche Anpassung einzelner Werke oder Gruppen sollte auch während des Betriebs vorgenommen werden können, um bspw. Sonder- und Rabattaktionen durchzuführen. Eine Funktion zum verteilen von kostenfreien Lesemustern oder Rezensionsexemplaren für einzelne Personen oder Personenkreisen wäre wünschenswert und könnte als Werbemittel, zum Zwecke der Erhöhung des Bekanntheitsgrades, eingesetzt werden.

Zum Schutz gegen unrechtmäßige Vervielfältigungen sollen die angebotenen eBooks mit einer digitalen Rechteverwaltung und ggf. auch mit einem Kopierschutz versehen werden. Dabei ist der Einfachheit halber auf bereits existierende und verwendete DRM (Digital Rights Management) Systeme zurückzugreifen und sind diese zu implementieren.

Die Urheberrechte an dem Inhalt der eBooks bleiben weiterhin bei dem Autor bzw. den Autoren. Ist im Folgenden vom Autor oder von Autoren die Rede, ist der Urheber der wissenschaftlichen Arbeit gemeint, die zum Vertrieb vorgesehen ist. Das Recht zum Vertrieb müsste an die zu gründende Unternehmung übertragen werden.

Auf Basis der erworbenen Erkenntnisse wird ein erdenkliches und machbares Umsetzungskonzept ausgearbeitet, welches das Geschäftsmodell zum Verkauf von Studentenarbeiten widerspiegelt.

In einem Small Business Plan soll schlussendlich das unternehmerische Vorhaben zusammengefasst, die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens ermittelt und geprüft, Vertriebskanal und -strategie beleuchtet, sowie Finanzierungsmodelle aufgezeigt werden. Der Business Plan ist ein wichtiges Instrument und ist ein Schwerpunkt dieser Ausarbeitung.

2 Grundlagen

2.1 iPad Spezifikationen

Abb. 01: Apple iPad (Maße)
Abb. 01: Apple iPad (Maße)
Merkmale Angaben
Höhe 242.8 mm
Breite 189.7 mm
Tiefe 13.4 mm
Gewicht
Wi-Fi Modell: 0.68 kg
Wi-Fi + 3G Modell: 0.73 kg
Display 9,7" (24,63cm Diagonale) LED beleuchteter IPS Multi-Touch-Widescreen (1024*768 Pixel bei 132 ppi)
Kapazität 16 GB, 32 GB oder 64 GB Flash-Laufwerk
Prozessor 1 GHz Apple A4 SOC-Chip (Eigenentwicklung)
Wi-Fi und Mobilfunk
Wi-Fi Modell: Wi-Fi (802.11 a/b/g/n) und Bluetooth 2.1 + EDR
Wi-Fi + 3G Modell: UMTS/HSDPA (850, 1900, 2100 MHz), GSM/EDGE (850, 900, 1800, 1900 MHz), Wifi (802.11 a/b/g/n) und Bluetooth 2.1 + EDR
Akku und Stromversorgung Lithium-Polymer-Akku (25 Wattstunden), Aufladen über das Netzteil oder einen USB-Anschluss am Computer
Ein- und Ausgänge
Wi-Fi Modell: 30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhöreranschluss (3,5 mm), integrierte Lautsprecher und Mikrofon
Wi-Fi + 3G Modell: 30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhöreranschluss (3,5 mm), integrierte Lautsprecher, Mikrofon und Micro-SIM-Karten Slot
Sensoren Beschleunigungssensor und Umgebungslichtsensor
Ortungsfunktion
Wi-Fi Modell: Wi-Fi und digitaler Kompass
Wi-Fi + 3G Modell: Wi-Fi, digitaler Kompass, Assisted GPS und Funknetzunterstützung

Tabelle 01: Spezifikationen und technische Daten zum iPad[8].

2.2 iBook Store

Abb. 02: iBook-Store auf dem iPad
Abb. 02: iBook-Store auf dem iPad

2.2.1 Funktionen

Der iBook-Store ist ein Angebot der Fa. Apple Inc. und basiert auf dem firmeneigenen Vertriebskanal iTunes-Store. Der iBook-Store bietet eine stetig wachsende Zahl an Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und anderen in digitalen Formaten vorliegenden Schriftstücke an, die sich über die iBook App herunterladen und verwalten lassen. Ursprünglich zur reinen Verwaltung und später auch zum Erwerb von Musikstücken gedacht, wurde das Programm iTunes mit dem integrierten iTunes-Store nach und nach erweitert. Mittlerweile lassen sich die mit der Einführung der Produkte "iPod Touch" und "iPhone" relevant gewordenen sog. Apps (Applications) darüber beziehen und verwalten.

Ein zusätzliche Erweiterung stellen die eBooks dar. Die zu erwerbenden Schriftstücke werden dort von Publishern angeboten. Zu diesem Zweck ist in iTunes ein Payment-System integriert, welches die Zahlung via Kreditkarte und Online-Payment wie bspw. Click&Buy anbietet.Eine weiter Zahlungsmöglichkeit ist die sog. iTunes Prepaid-Card, diese kann in Fachmärkten zu festgelegten Preisen erworben werden. Nicht alle Produkte werden kostenpflichtig angeboten. Für den Publisher besteht auch die Möglichkeit, Musik, Apps, eBooks, etc. kostenfrei anzubieten. Der eigentliche Vertrieb findet über die Infrastruktur der Fa. Apple statt, weshalb sie auch zu 30%[9] an den Umsätzen beteiligt werden.

Laut eigener Aussage konnte Apple innerhalb der ersten 28 Tage nach Vertriebsstart des iPads in den USA am 03.04.2010 1,5 Millionen eBooks über den iBook-Store vertreiben[10]. Die im iBook-Store angebotenen Bücher liegen in dem open EPUB-Format vor. Das open EPUB-Format nimmt den XML-Standard als Grundlage. Gegen Urheberrechtsverstöße sind die Werke mit einem Kopierschutz bzw. DRM versehen. Bei dem DRM handelt es sich um den von Apple selbst entwickelten "FairPlay"-Schutzverfahren, der auch schon bei dem Video- und App-Angebot im iTunes-Store zum Einsatz kommt[11]. eBooks können sowohl kostenfrei, als auch kostenpflichtig über den iBook-Store vertrieben werden.

Zu jedem angebotenen Buch, ob kostenpflichtig oder nicht, kann der Benutzer eine Leseprobe kostenfrei herunterladen. Der iBook-Store enthält, wie auch schon aus dem Musik- und App-Store bekannt, eine Feedback-Funktionalität. Leser bzw. Käufer eines Buches können anhand eines Bewertungssystems und einem textlich verfassten Kommentar eine Beurteilung des Werkes abgeben. Das Bewertungssystem bietet die Möglichkeit, einen bis fünf Sterne zu vergeben, wobei fünf Sterne für den best-möglichen Wert stehen.

Der Preis für ein Werk wird vom Ersteller bzw. Publishier festgelegt. Der Umsatz geht zu einem bestimmten Verteilungsverhältnis an den Publizier und an Apple. Die von Apple erhobenen Kosten werden als Provision und für die Bereitstellung der Vertriebsinfrastruktur einbehalten. Die heruntergeladenen Bücher werden über die iBook App verwaltet und gelesen.

2.2.2 iBook App

Abb. 03: iBook App (Übersicht) auf dem iPad
Abb. 03: iBook App (Übersicht) auf dem iPad

Die iBook App ist ein offizielles Programm von Apple. Diese App lässt sich kostenfrei im iTunes-Store beziehen und ist auf den ausgelieferten iPads noch nicht vorinstalliert. Mit Hilfe dieser App lassen sich Bücher aus dem iBook-Store beziehen und auf dem iPad speichern. Dazu ist eine bestehene Wi-Fi oder eine Mobile Datenverbindung(GPRS,EDGE,UMTS) nötig. Alternativ können die Bücher auch auf einem PC oder Mac über die Software iTunes bezogen und über ein spezielles USB-Kabel mit Dock-Connector auf das iPad transferiert werden. Einmal erworbene Bücher, sowie alle kostenfreien Angebote, lassen sich immer wieder herunterladen. Außerdem bietet die iBook App die Möglichkeit, die bezogenen eBooks benutzer- und lesefreundlich darzustellen. Die Seiten des digitalen Buches lassen sich sowohl hochkant, als auch vertikal anzeigen.

Abb. 04: iBook App (Buch) auf dem iPad
Abb. 04: iBook App (Buch) auf dem iPad

Apple versucht mit dem Bedienkonzept des iPads, speziell aber mit diesesem Programm, die Lücke zwischen realem Buch und digitalen Textdateien etwas zu schließen. So lassen sich bspw. die Seiten des eBooks auf dem iPad via "Finger-Swipe", ähnlich der Bewegung bei einem physikalischem Buch, umblättern (vgl. Abb. 04). Auch die grafischen Bedienelemente der iBook App setzen auf organische Elemente aus der Realität. So lassen sich die gekauften eBooks auf dem iPad in virtuellen Holzregalen anordnen und die Buchseiten werden mit Papierstruktur unterlegt (vgl. Abb. 03). Über eine Schaltfläche in der Leseansicht in der iBook App lassen sich sowohl Schriftgröße als auch Schriftart ändern. So kann der Leser sich die typographische Darstellung jedes einzelnen Buches so anpassen, dass das Buch angenehm gelesen werden kann. Zusätzlich bietet die iBook App die Möglichkeit, einzelne Wörter auf einer Buchseite zu Markierung und mit dem in das Betriebssystem des iPads integrierte Wörterbuch abzugleichen. Es erscheint eine aus Wörterbüchern oder dem Duden bekannte Darstellung des Wortes und seiner Bedeutung. Eine weitere Funktion der iBook App sind digitale Lesezeichen. Die sog. Bookmarks ersetzen das physikalische Lesezeichen bei herkömmlichen Büchern und vermerken die Stelle, in Form der Seitenzahl, in einem Buch, die vom Benutzer zuletzt betrachtet wurde. Lesezeichen werden für jedes Buch seperat vermerkt.

Im Gegensatz zu den meisten klassischen eBook-Readern mit eInk-Displays(electronic Ink) besteht auf dem iPad die Möglichkeit, Fotos und bewegte Bilder in Form von Videos darzustellen. Durch den Einsatz der LED-Display-Technologie wird dies ermöglicht. Diesen Vorteil nutzt Apple und bietet den Publishern die Möglichkeit, Bilder und Videos in die eBooks zu integrieren. So ergeben sich, gegenüber den klassischen Büchern, ganz neue Möglichkeiten, Inhalte aufzubereiten.

2.3 eBooks

2.3.1 Stand der eBooks heute

Abb. 05: Gesamtverkaufszahlen von eBooks in den USA
Abb. 05: Gesamtverkaufszahlen von eBooks in den USA

Bei der Betrachtung der Entwicklung der Gesamtverkaufszahlen von eBooks in den USA (siehe Abb. 05) fällt schnell auf, dass sich der Markt in den letzten Jahren positiv Entwickelt und auch durch die Wirtschaftskrise keinen Einbruch erlitten hat. Auf der Abbildung 05 ist ebenfals zu erkennen, dass sich im Vergleich der Jahre 2008 und 2009 die Gesamtverkaufszahlen in den USA durch einen regelrechten Boom nahezu verdreifacht haben. Die Gesamtverkaufszahlen vom ersten Quartal 2010 belaufen sich laut IDPF(International Digital Publishing Forum) auf 91.0 Mio, was wiederrum mehr als eine Verddreifachung der Gesamtverkaufszahlen im Vergleich zum 1. Quartal 2009 (25.8 Mio) darstellt[12].

Abb. 06: Umfrage zu eBooks in Deutschland
Abb. 06: Umfrage zu eBooks in Deutschland

Auch in Deutschland ist ein konstantes Wachstum des Marktes zu verzeichnen. Das Gesamtniveau ist hier jedoch deutlich niedriger als in den USA[13]. Dies lässt sich durch die spätere Einführung der deutschsprachigen eBooks und den später gestarteten Verkauf der eReader in Deutschland erklären. Auf den Umfrageergebnissen der Abbildung 06 ist zu erkennen, dass sich der Markt in Deutschland noch am Anfang befindet und dass eBooks hier zu Lande noch relativ unbekannt sind. Mit der Ausweitung des deutschen Angebotes an eBooks und dem erscheinen neuer Lesegeräte, wie z.B. dem Ipad, wäre eine ähnliche Entwicklung wie in den USA möglich.

Abb. 07: Internationale Umfrage zu eBooks an wissenschaftlichen Bibliotheken
Abb. 07: Internationale Umfrage zu eBooks an wissenschaftlichen Bibliotheken

Eine internationale Umfrage an wissenschaftlichen Bibliotheken belegt einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad der eBooks bei deren Besuchern. Hier wissen 84% der Besucher das die Bibliothek eBooks anbietet und beinahe 3/4 der Besucher haben das Angebot der Ebooks bereits genutzt. Besonders häufig werden eBooks dabei zu Forschungs- oder Studienzwecken eingesetzt[14]. Eine Erklärung dafür ist, dass das eBook unter anderem eine Volltext Suche zulässt und es damit möglich ist deutlich effizienter und schneller ein Fachbuch nach den benötigten Informationen zu durchsuchen.


Vorteile Nachteile
Alle Bücher in einem Gerät Kein Einheitliches Format
Leicht und Handlich Abhängigkeit von der Technik
Suchfunktion in Texten Benötigt Strom
Geringerer Preis der eBooks zu Büchern Hoher Preis von Readern
Konfigurierbarkeit von z.B Textgröße, Schriftart an die Gewohnheiten des Lesers Durch Schutzmaßnahmen wie DRM kein einfaches verleihen wie bei Büchern möglich
Schreiben und Speichern von Notizen kein Weiterverkauf der eBooks möglich da diese meißt an den Benutzer Account gebunden sind
Aktualisierbarkeit der Inhalte
Multimediafähig
eBook online kaufen und direkt loslesen

Tabelle 02:Vor -und Nachteile eBooks/eReader vs. gedruckte Bücher

Eines der aktuell größten Probleme von eBooks und den eReadern ist, dass es kein einheitliches Format gibt. Jeder eReader hat hier meißt nur ein Format das er nativ unterstützt. Dies führt auf direktem Wege zu weiteren Problemen, wie z.B. das ein Verlag nicht auf allen Plattformen vertreibt und die Benutzer anderer Platformen so keine Möglichkeit haben, ohne einen mit hohen Kosten verbundenen Platformwechsel an das eBook zu gelangen. Dies kann soweit führen das der Benutzer sogar wieder auf das "Buch" ausweichen muss. Zudem ist ein Wechsel der Platform ist nicht ohne evtl. Verlust von vorher gekauften Büchern möglich. Ein nicht Platform gebundene Shop, müsste daher seine eBooks im Optimalfall in allen Formaten zur Verfügung stellen.

Der Anbieter Amazon versucht diesem Problem entgegenzuwirken. Hierzu portiert Amazon seine Kindle Software kostenlos auf möglichste viele Platformen wie iOS [15] oder Android [16]. Damit sind im eDocs Store gekaufte Bücher auch auf anderen Geräten in vollem Umfang (Synchronisierte Lesezeichen, Notizen etc) nutzbar.

2.3.2 eBook-Formate

2.3.2.1 Open EPUB
Abb 08: Aufbau einer einfachen EPUB-Datei
Abb 08: Aufbau einer einfachen EPUB-Datei

Das Format EPUB ist ein offener Standard für eBooks, welcher 2007 vom IDPF entwickelt wurde. EPUB basiert auf dem freien Standard XML und setzt sich selbst aus 3 weiteren offenen Standards zusammen. Diese sind : OPS (Open Publication Structure) 2.0, OPF (Open Packaging Format) 2.0, OCF (OEBPS Container Format) 1.0[17]. Das OPF 2.0 dient der Beschreibung der Struktur in XML, die OPS 2.0 beeinhaltet die Formatierung des Inhalts und mit dem OCF 1.0 werden alle Datein in einer umbennanten Zip-Datei zusammengefasst und als *.epub gespeichert. [18] EPUB Dokumente werden über (X)HTML (Extensible Hypertext Markup Language) und CSS (Cascading Style Sheets) grafisch aufbereitet.Desweiteren lassen sich Raster- und Vektografiken einbinden. Für den Publisher eröffnet EPUB die Möglichkeit die Dokumente durch ein DRM System zu schützen. Hierbei ist die Wahl des DRM-Systems dem Publisher überlassen, da EPUB zwar DRM fähig ist, aber an kein System gebunden wurde. Dem Leser bietet das EPUB-Format ebenfalls einige Features die unter anderem den Lesefluß gerade an kleinen mobilen Endgeräten deutlich erleichtern. Es ist möglich, die Texte über den Reader auf die eigenen Vorlieben zu skalieren. Der Textfluß ist komplett variabel und richtet sich nach Textgröße und Auflösung. Dadurch das Raster- und Vektografiken verwendet werden passen sich diese auch dem zu Verfügung stehendem Platz an. EPUB ist auch das Format, welches von Apple im iBook Store verwendet wird.

2.3.2.2 PDF

Das Portable Document Format (kurz PDF) wurde 1993 von Adobe Systems entwickelt. Seit Juli 2008 ist das Format PDF ein offener Standard laut der ISO 32000-1 Norm auf Basis von PDF 1.7[19]. Mit PDFs wollte Adobe ein Dateiformat schaffen das Dokumente auf allen Hardware-Plattformen und Betriebssystemen Orginalgetreu darstellt. Dies sollte durch ein standardisiertes Leseprogramm (Viewer/Reader) gewährleistet werden, welches für das Anzeigen der Dokumente benötigt wird. Hinzu kommt das PDF eine auf Vektoren basierende Seitenbeschreibungssprache ist. Durch diese beiden Eigenschaften ist ein Wechsel der Systeme nicht mit Problemen wie fehlender Schriftart oder unterschiedlichen Systemeinstellungen für Zeilenabstände verbunden und die Datei sieht auf allen System so aus wie der Autor sie erstellt hat. PDF's sind vor allem auf PC's sehr verbreitet und lassen sich hier durch die meist hohe, zur Verfügungstehende, Auflösung gut betrachten. Hier lassen sich PDF's auch ganz einfach durch z.B. virtuelle PDF Drucker oder Programme erzeugen und verbreiten. Dies findet seine Verwendung vorallem im Bereich der Online Magazine, diverser Foren oder Blogs. Auf mobilen Endgeräten sind PDF's eher unpraktikabel da sich der Textfluß nicht an die Auflösung anpassen kann und wenn direkt das ganze Dokument vergrößert oder verkleinert wird. PDF Dateien können auf auf dem iPad betrachtet werden. Dies könnte z.B. aus einer Mail oder dem Browser heraus geschehen oder über eine dem PDF Standard entsprechenden Reader App.[20]

2.3.2.3 Mobipocket
Abb. 09: Aufbau einer MobiPocket Datei
Abb. 09: Aufbau einer MobiPocket Datei

Das Format Mobipocket wurde von der französischen Firma Mobipocket SA entwickelt. Mobipocket SA ist seit 2005 eine Tochterfirma des Onlineversandhauses Amazon.com. Das Format basiert auf dem open eBook Spezifikationen und ist gerade auf PDA's(Personal Digital Assistant) und Smartphones sehr beliebt[21]. Mobipocket ist ein binäres Format und bietet ähnliche Vorteile wie das EPUB-Format. Auch hier passt sich der Textfluß an Auflösung und Textgröße an. Über den Reader lassen sich dann aber neben der Textgröße unter anderem auch die Schriftart und der Zeilenabstand festlegen. Mobipocket lässt sich so sehr genau an die eigenen Lesegewohnheiten anpassen. Bilder lassen sich in Mobipocket in verschiedenen Auflösungen einbinden und der Reader entscheidet dann beim Lesen in welcher Auflösung diese angezeigt werden, je nach Bildschirmauflösung[22]. Mobipocket SA vertreibt seine Bücher über den eigenen Onlineshop auf www.Mobipocket.com.

Mobipocket Dateien lassen sich aber auch problemlos mit dem Kindle von Amazon betrachten, da das vom Amazon verwendete AZW-Format auf Mobipocket basiert und hauptsächlich nur eine eigene DRM Technik verwendet. Das AZW Format verwendet Amazon für den eigenen eDoc Store und als natives Format für den Kindle Reader. Durch die Entwicklung und Verbreitung der Kindle App fürs iPad sind somit sowohl Mobipocket als auch AZW Datein auf dem iPad lesbar.

2.3.2.4 (X)HTML

(X)HTML ist eine auf Text basierdende Auszeichnungssprache und ein W3C-Standard. Es ist eine Erweiterung von HTML und beeinhaltet alle Elemente von HTML 4.01. (X)HTML dient größtenteils zur Strukturierung und Aufbereitung von Inhalten auf Webseiten[23]. Durch die immer weiter ansteigende Verbreitung von mobilem Internet durch z.B. Smartphones mit Browsern, wäre eine Verbreitung von eBooks über (X)HTML möglich. Die eBooks würden sich dann durch die Möglichkeiten von XHTML und CSS je nach Endgeräte Typ (Tablet, Smartphone, PC) formatieren und anzeigen lassen. Auch ein fließender Text je nach Bildschirmauflösung ließe sich realisieren. Da aber als Reader Software der Browser zum Einsatz kommt, ist es nahezu nicht möglich, den Inhalt durch DRM-Systeme wie bei EPUB oder Mobipocket zu schützen. XHTML dient aber als Grundlage für diese Formate.

3 Geschäftsmodell

3.1 Akquirierung neuer Arbeiten

3.1.1 Herkunft

Die Akquirierung neuer Arbeiten ist ein wichtiger Punkt beim Verkauf von Studentenarbeiten für das iPad. Es gibt verschiedene Möglichkeiten neue Arbeiten zu akquirieren. Als Startangebot können die Studentenarbeiten der Internetwissensdatenbank Winfwiki herangezogen werden. Das Winfwiki ist ein Projekt der FOM (Hochschule für Ökonomie und Management) und umfasst eine Zusammenstellungung von Studentenarbeiten rund um das Thema Wirtschaftsinformatik. Eine weitere Möglichkeit der aquirierung ist ein Onlinesystem übe welches die Autoren ihre Werke einreichen können.Es sollte zu dem eine Kooperation mit anderen Hochschulen oder ggf. mit anderen Instituten angestrebt werden. Eine kooperation mit Onlineplattformen wie zum Beispiel "diplom.de" würde den Bestand an wissenschafltichen Arbeiten laufend vergrößern.

3.1.2 Qualitätskontrolle

Im Zeitalter des Internets ist die Versuchung groß, geistige Eigentum anderer wie zum Beispiel Bachelor-Thesis, Diplomarbeiten, Hausarbeiten oder eine andere Form von wissenschaftlichen Arbeiten sein eigen zu nennen. Bei digitalisierten Inhalten gibt es keine Verluste wie zum Beispiel beim Fotokopieren, somit ist es eine Leichtigkeit geistiges Eigentum andere zu kopieren und in die eigene Arbeit einzufügen. Das einfache veröffentlichen von wissenschaftlichen Arbeiten in ein Onlinesystem ohne vorherige Qualitätskontrolle ist somit nicht empfehlenswert. Alle Werke die eingereicht werden, müssen einer automatisierten Plagiatsprüfung unterzogen werden, um das Urheberrecht des Autors zu wahren. Ein hohes Maß an Qualität lässt sich durch die Pflicht einer Mindestseitenanzahl der Werke gewärleisten. Weiterhin müssen AGB's(Allgemeine Geschäftbedingungen) formuliert werden in denen Haftungsausschlüsse, Wiederruf-Rückgabe, Mängelhaftung, Garantie und weiteres eindeutig geregelt sind.

3.1.3 Aufbereitung der Arbeiten

Abb. 10: Calibre Screenshot
Abb. 10: Calibre Screenshot

Um die Arbeiten als eBook über ein Onlinesystem anbieten zu können, bedarf es der Konvertierung auf das Standardformat des angestrebten eReaders. Hierbei kommen die folgende Formate in Frage: Open EPUB, Mobipocket, PDF und (X)HTML. Für den Vertrieb von Studentenarbeiten hat sich der offene Standard Open EPUB als der beste herausgestellt, da dieses Format DRM fähig und nicht an ein spezielles DRM-System gebunden ist. Das DRM-System soll dabei die Urheberrechte des Autors schützen indem es das unkontrollierte Vervielfältigen von digitalen Inhalten unterbindet. Es werden dem eBook spezielle DRM Nutzerrechte mitgegeben die gewährleisten, dass der geneigte Leser das eBook beispielsweise nicht ausdrucken oder digital vervielfältigen kann. Die wissenschaftlichen Arbeiten müssen also in das Open EPUB-Format gebracht werden, dabei wird der Rohinhalt mit einigen Metadaten, einem Deckblatt und einem Design zurhilfenahme einer Software (z.B. Calibre siehe Abbildung 10) in das Open EPUB-Format gebracht. Zu den Metadaten gehört auch die sogenannte ISBN (Internationale Standard-Buchnummer), sie ist ein eindeutiges Idetifikationsmerkmal und kennzeichnet somit weltweit jedes Buch[24]. Entscheidet sich der Autor für den Vertrieb seiner Arbeit im Apple iBook-Store, ist eine gültige ISBN Grundvoraussetzung.

3.2 Vertriebswege

3.2.1 Book as App

Der App-Store ist ein Softwareprodukt, dass standardmäßig auf allen iPads (iPhones, iPod Touch) vorinstalliert ist. Er gehört zur Grundausstattung und ermöglicht den Erwerb von Software-Applikationen direkt vom Gerät aus. Die angebotene Software ist innerhalb dieser Applikation in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Dazu gehören Kategorien wie zum Beispiel: "Spiele", "Wetter" oder aber auch "Bücher". Hier finden sich Anwendungen die als eReader fungieren und nur genau ein Buch darstellen. Diese Kategorie entstand noch bevor Apple selbst den iBook-Store ankündigte, und ist bisher (Stand 30.05.2010) für iPhone und iPad Touch besitzer die einzige Möglichkeit, neben dem Betrachten von PDF-Dateien in der E-Mail-Applikation, eBooks auf dem Gerät zu lesen. Die in dieser Kategorie angebotenen eBooks sind in ihrer Funktion meist auf die Darstellung von Texten beschränkt. Mehrwerte, wie ein digitales Lesezeichen oder Notzien gehören nicht oder nur selten zum Produktumfang. Ein weiterer Unterschied zu anderen App-Store Anwendungen ist der durchschnittlich recht hohe Preis. Wie für alle kostenpflichtigen Apps im Appstore fließen 30% des Verkaufspreises als Provision an Apple und 70% erhält der Verkäufer[25]. Hinzu kommt, dass für jedes einzelne eBook ein extra Icon auf dem iPad erscheint und es so bei einer größeren eBook Sammlung schnell unübersichtlich wird. Da jede App ein Packet aus einem Reader und einem eBook darstellt, kommt es bei Nutzung mehrerer "Book as App" Anwendungen zu Redundanzen und unnötig belegtem Speicherplatz durch das mehrfach Vorhandensein von Programm-Code mit ähnlicher Funktionalität. Sollte es einmal dazu kommen, dass ein solcher Reader ein Update benötigt, z.B. aufgrund von Bugfixing, ist eine Anpassung des Readers in allen eBooks, die diesen verwenden von nöten. Durch dieses Update, muss dann jede "Book as App" Applikation einzeln erneut bei Apple in den Approval-Prozess eingereicht werden. Auf dem iPad ist diese Methode, durch den iBook-Store und die Möglichkeit der InApp-Käufe weitesgehend abgeschafft worden (vgl. 3.2.2). Durch die Verwendung des App-Stores sind erworbene "Book as App" Anwendungen an iOS Geräte gebunden.

3.2.2 InApp

Abb 11: Ablauf eines In App Einkaufs für die 1.Methode
Abb 11: Ablauf eines In App Einkaufs für die 1.Methode

InApp Käufe eröffnen den Entwicklern seit iPhone OS 3.0 die Möglichkeit, in einer einmal programmierten App nachträglich oder von vorne herein zusätzlichen Content oder Features einzubinden. Diese sind für den User erst nutzbar, wenn er diese aus der App heraus gekauft hat. Häufig wird diese Technik von Entwickler kostenloser Apps genutzt, da so eine Weiterentwickelung der App nicht nur durch evtl. Werbung finanziert wird, sondern auch über die Erlöse aus dem InApp-Verkauf. Ein weiteres Anwendungsbeispiel hier wäre eine eBook Shop in Verbindung mit einer Reader App zu programmieren, welche kostenlos zur Verfügung steht. Die eBooks werden dann über die Applikation als InApp Kauf angeboten und über den Reader zur Konsumierung aufbereitet. Dies ist z.B. mit der im App-Store verfügbaren Anwendung Amazon Kindle App bereits möglich. Wie auch schon bei den "Books as App" Anwendungen erfolgt die Abbrechnung hierbei über Apple. So werden auch hier 30% des Verkaufspreises als Provision von Apple einbehalten und 70% an den Entwickler ausgezahlt. Apple bietet 2 Systeme der InApp Käufe an:

1.Methode - Built-in Product Model[26]: Bei dieser Methode wird die komplette Infrastruktur von Apple zu Verfügung gestellt. Der Entwickler muss hierbei allerdings die InApp Käufe in der App mit ausliefern. Die in der App liegenden Käufe werden dann erst nach dem InApp Kauf für den Käufer sicht- und nutzbar. Bei regelmässig neuen Inhalten, müsste jedoch jedesmal die ganze App wieder neu eingereicht, von Apple geprüft und das Update vom User heruntergeladen werden. Grade am Beispiel eBook Shop in Verbindung mit Reader App kann es vorkommen das die App viele InApp Käufe(eBooks) mitbringt, aber die Benutzer nur wenige InApp Käufe(eBooks) nutzen und der Rest nur unnötig Speicher belegt. Von daher ist diese Methode eher dazu geeignet, zusätzliche Features in der App freizuschalten und nicht für regelmäsig neue Inhalte.

2.Methode - Server Product Model[27]: Diese methode bietet sich an, wenn ein Entwickler regelmässigen neuen Inhalt für seine App plant. Auf das Beispiel eBook Shop in Verbindung mit Reader App bezogen, spielt diese Methode alle Ihre Vorteile aus. Hierbei werden die Inhalte nicht mit der App ausgeliefert, sondern werden erst bei einem InApp Kauf von einem Server der Entwickler abgerufen und heruntergeladen. So belegt die Anwendung nicht unötig viel Platz, durch nicht aktivierte InApp Käufe. Es ist so auch möglich neue InApp Käufe einzubinden ohne gleich die ganze App einem Update zu unterziehen.

Durch die Verwendung des App-Stores sind die über InApp Kauf erworbenen eBooks an iOS Geräte gebunden und können nicht auf anderen Platformen gelesen werden.

3.2.3 iBook Store

Bei dem Vertrieb der eBooks über den von Apple zu Verfügung gestellten iBook-Store wird auf die Infrastruktur von Apple gesetzt. So muss sich der Publisher keine Gedanken über den Vetrieb, den DRM-Schutz der eBooks oder das Abbrechnungsverfahren machen, da all dies von Apple übernommen wird. Hierfür verlangt Apple, wie schon bei den Apps 30% Provision des Verkaufspreises[28]. Für diese 30% Provision bietet Apple dann auch noch die iBook App als Reader für die im iBook Store verkauften eBooks. Es entfällt also jedweder Programmieraufwand und der Verleger hat eine Reader mit großem Funtionsumfang der auch noch von Apple gewartet und erweitert wird. Um ein eBook bei Apple einzureichen, wird eine Datei im validiertem EPUB-Format vorrausgesetzt, welches über eine ISBNummer verfügt.

Durch die Verwendung des iBook-Stores ist der Benutzer wieder an iOS Geräte gebunden und kann im iBook-Store erworbe eBooks nicht auf anderen Platformen verwenden.

3.2.4 Amazon eDocs Store

Abb 12: Kindle App auf dem iPad
Abb 12: Kindle App auf dem iPad

Bei dem Vertrieb über den eDocs Store von Amazon wird auf die Infrastruktur des Onlineversandhauses aufgebaut. Dieser Store diente im Grunde als Platform für den eigenen Ebook Reader Kindle. Da Amazon aber eine kostenlose Kindle App für die iOS Platform entwickelt hat, lässt sich der Store nun auch als Vertriebsplattform für das iPad verwenden. Hierbei wird wieder sämtlicher Aufwand für den Vertrieb, die Abrechnung und den DRM-Schutz abgegeben und von Amazon übernommen. Hierfür veranschlagt Amazon 65% Provision des Verkaufspreises für sich und zahlt 35% an den Publisher aus. Da dies in einer schlechten Relation zu den von Apple angebotenen 70% Auszahlung an den Publisher steht, existieren Planungen, sich dieser 70% Auszahlung zu 30% Provisionsverteilung anzupassen[29]. Programmier- und Wartungsaufwand entfallen bei diesem Vertriebsweg, da die Kindle App ein eBook Reader mit einem großen Funktionsumfang ist. Es gibt unter anderem Lesezeichen und Notizen, welche auf allen Geräten, auf denen man das Kindle-System nutzt, synchron gehalten werden. Demnach ist der Benutzer auch nicht explizit an das iPad gebunden, sondern kann auf den nativen Kindle Reader oder auch auf andere Geräte ausweichen, solange es dort eine Kindle Umsetzung gibt.

3.2.5 Unabhängiger Online Store

Der unabhängistes und zugleich auch arbeitsintensivste Vertriebsweg, ist der eigene Online Store. Hierzu müsste ein entsprechender Online Shop aufgesetzt und betrieben werden. Dieser kann selber programmiert werden oder es wird auf ein bereits fertiges System gesetzt, welches nur noch mit Verkaufsinhalten gefüllt wird. Bei dem unabhängigem Online Store muss der gesamte Vertrieb, die Abrechnung, die Sicherheit der eBooks und der Server komplett selbst geleistet werden. Dadurch enstehen einmalige- und laufende Kosten die gedeckt werden müssten. Dafür entfällt aber die Zahlung von Provisionen an Firmen wie Apple oder Amazon und es besteht die Möglichkeit, über Werbeeinblendungen im Store Einnahmen zu generieren. Der eigene Store könnte zudem als Plattform für Autoren dienen, die dort Ihre Werke entsprechend einreichen und verkaufen können. Ein eigener Store ließe sich im Hinblick auf verschiedenste Anforderungen anpassen und erweitern. Die Wahl der Formate der vertrieben eBooks lässt sich frei bestimmen und sollte sich auf die 3 großen Formate PDF, Mobipocket und EPUB für den Anfang beschränken. So würde jedes Buch in 3 Formaten auf dem Server liegen und der Benutzer kann flexible das Format herunterladen das er benötigt.

3.3 Vergütung

3.3.1 Bezahlsysteme

Die Studentenarbeiten werden über das Medium „Internet“ vertrieben, welches eine Vielzahl an Zahlungsmöglichkeiten bietet. Wichtig für ein Internetbezahlsystem sind die Sicherheit, die Verbreitung des Bezahlsystems sowie die Nutzungsmöglichkeit für den geneigten Anwender. Man unterscheidet im wesentlichen zwei Bezahlverfahren. Zum einen das klassische Bezahlverfahren „Online kaufen und offline bezahlen“ und zum Anderen das sich immer stärker durchsetzende Onlineverfahren „online kaufen online bezahlen“. Laut einer Studie liegt die Kaufabbruchrate des Kunden bei 80%, wenn nur die Zahlung per Vorkasse angeboten wird. Durch das anbieten weiterer Zahlungsmöglichkeiten wie Zahlung per Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte lässt sich die Kaufabbruchquote reduzieren.[30]

Anforderung an das Zahlungssystem aus...

...Käufersicht ...Verkäufersicht
  • Sicherheit des Zahlunssystems
  • schnelle Ankunft der Ware
  • Unkomplizierte Bedienung
  • Annonymität
  • Sicherheit der Bankdaten
  • Vertrauen
  • Kundenfreundlichkeit
  • geringe Kosten
  • einfach Integration
  • Sicherheit vor Zahlungsausfall
  • wirtschaftlich auch bei kleinen Beträgen(z.B eBooks)
  • gläserner Kunde

Tabelle 03:Anforderung an das Zahlungssystem aus Käufer- und Verkäufersicht

3.3.1.1 Nachname
Abb. 13: Zahlungsvorgang Nachname
Abb. 13: Zahlungsvorgang Nachname

Die Zahlung per Nachname ist allseits beliebt und wird quasi von jedem Onlineversandhändler angeboten. Bei der Zahlung per Nachname werden keine Bankdaten benötigt, die Ware wird in der Regel sofort an ein Postunternehmen übergeben und an den Kunden verschickt. Das Geld wird von einem Postunternehmensmitarbeiter direkt an der Haustür entgegengenommen, dabei entsteht dem Kunden eine verhältnismäßig hohe Nachnamegebühr. Insgesamt ist die Abwicklung der Zahlung per Nachname sehr umständlich, der Kunde kann die Ware nicht genau auf Qualität prüfen und muss zudem den Gesamtbetrag der Rechnung immer bar zur Verfügung haben. Die Zahlung per Nachname eignet sich nicht für den Vertrieb von eBooks, da eBooks für gewöhnlich digital übermittelt werden.


3.3.1.2 Lastschrift
Abb. 14: Zahlungsvorgang Lastschrift
Abb. 14: Zahlungsvorgang Lastschrift

Das Lastschriftverfahren ist laut BITKOM Studie mit 38% das am meisten genutzte Zahlungsverfahren der Deutschen Bevölkerung [31]. Beim Lastschriftverfahren erteilt der Käufer dem Verkäufer die Genehmigung, fällige Beträge von seinem Konto abzubuchen. Dieses Verfahren ist mit einem sehr geringen Missbrauchsrisiko behaftet, eine Rückbuchung ist jederzeit möglich. Jedoch erfordert diese Methode regelmäßige Kontrolle auf seiten des Kunden und gefässtigtes Vertrauen gegenüber dem Verkäufer. Das System ist zudem Kundenfreundlich und einfach in der Abwicklung. Für die Verkaufsabwicklung sind jediglich die Kontodaten zu übermitteln und eine Genehmigung für das Lastschriftverfahren. Verfügt ein Kundenkonto über nicht ausreichende Deckung wird das Geld zurückgebucht und es entstehen zu Lasten des Kunden Rücklastschriftgebühren. Das Lastschriftverfahren eignet sich prinzipiell gut für den Vertrieb von Studentenarbeiten.

3.3.1.3 Kreditkarte
Abb. 15: Zahlungsvorgang Kreditkarte
Abb. 15: Zahlungsvorgang Kreditkarte

»Zwölf Kreditkarten besitzt jeder Amerikaner im Durchschnitt.«[32] schrieb die Welt am 26. November 2008 - Nicht umsonst ist die Kreditkarte in den USA das meist eingesetzte Bezahlverfahren im Internet. In Deutschland ist die Kreditkarte auf dem Vormarsch, 35%[33] der Bevölkerung besitzen bereits eine Kreditkarte aber nur wenige nutzen sie um im Internet etwas zu kaufen. Die Unsicherheit beim Zahlungsvorgang ist der Hauptgrund der Nichtnutzung. Bei der Kreditkarte reicht die Kartennummer und das Laufzeitende um im Internet etwas zu kaufen. Werden die Daten im Internet unverschlüsselt übertragen, entsteht das Risiko, dass diese an unerwünschte Dritte gelangen. Sicherheitstechniken wie SSL-Verschlüsselungen (Secure Sockets Layer) und SET (Secure Electronic Transactions ) vermindern das Betrugsrisiko und gewährlsieten einen umfangreichen Missbrauchsschutz für den Kunden. SSL ist ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung im Internet und bei SET werden alle wichtigen Daten wie die Kreditkartennummer und das Verfallsdatum mit einem RSA (Rives Shamir Adleman) Verschlüsselungsalgorithmus verschlüsselt und vom Karteninhaber zum Händler und dessen Bank via Internet übertragen. Aus diesen Gründen eignet sich das Zahlen per Kreditkarte besonders für den Vertrieb von Studentenarbeiten.

3.3.1.4 Vorkasse
Abb. 16: Zahlungsvorgang Giropay
Abb. 16: Zahlungsvorgang Giropay

Bei der Vorkassenzahlung unterscheidet man die normale Überweisungen von der Überweisung mit giropay. Bei der herkömmlichen Überweisung erwirbt der Käufer einen Artikel und leitet dann die Zahlung bei seiner Bank ein. In der Regel dauert eine Standardüberweisung ca. drei Banktage bis das Geld auf dem Konto des Verkäufers gut geschrieben wird. Erst nach dem Erhalt des Geldes, leitet der Verkäufer den Versand ein. Bei der Überweisung mittels giropay, teilt das giropay-Unternehmen dem Verkäufer sofort mit wenn die Überweisung in die Wege geleitet wurde. Das Geld benötigt noch immer ca. drei Banktage bis zur Gutschrift beim Verkäufer, allerdings erhält der Verkäufer eine Zahlungsgarantie der Bank und kann somit den Versand sofort einleiten. Das giropay-Unternehmen arbeitet direkt mit vielen Bankunternehmen zusammen, wie zum Beispiel mit der Sparkasse Essen. Voraussetzung für die Teilnahme am giropay Verfahren, ist ein zum Online-Banking freigeschaltetes Girokonto bei einer teilnehmenden Bank. Aus finanzwirtschaftlicher Sicht stellt die Vorkasse einen Lieferantenkredit dar, dabei liegt das gesamte monetäre Risiko beim Kunden. GiroPay gewährleistet eine einfache, schnelle und sichere Bezahlung und eignet sich dabei bestens für den Vertrieb von Studentenarbeiten.


3.3.1.5 Rechnung

Der Kauf auf Rechnung ist das käuferfreundlichste und verkäuferunfreundlichste Zahlungsverfahren. Der Käufer kann sich völlig risikofrei die Ware ansehen, sich von der Qualität überzeugen und dann die Zahlung einleiten. Der Verkäufer trägt beim Kauf auf Rechnung das höhere Risiko. Mit 29% ist, laut BITKOM[34], der Kauf auf Rechnung auf dem zweiten Platz der beliebtesten Zahlungsverfahren. Aus finanzwirtschaftlicher Sicht stellt der Kauf auf Rechnung einen Kundenkredit dar, dabei liegt das gesamte monetäre Risiko beim Verkäufer. Der Verkauf von digitalen Studentenarbeiten auf Rechnung ist eher ungeeignet.

3.3.1.6 ePayment
Abb. 17: Zahlungsvorgang ePayment
Abb. 17: Zahlungsvorgang ePayment

Unter ePayment versteht man die elektronisch Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen Verkäufer und Kunden. Der Begriff hat sich aber in der heutigen Informationsgesellschaft mehr und mehr für die Zahlungsabwicklung im Internet durchgesetzt. Weltweit gibt es hunderte ePayment-Anbieter, die bekanntesten sind "PayPal" und "Click and Buy". Unternehmen wie zum Beispiel PayPal aggieren im Hintergrund mit den Banken und übernehmen die komplette Zahlungsabwicklung zwischen Verkäufer und Käufer. Das Zahlungssystem wird dabei direkt in dem jeweiligen Webshop des Händlers integriert. Der Kunde ist bei dieser Art des Zahlungsverfahrens sehr flexibel und Ort sowie Medien unabhängig. Zusammenfassend ist die Zahlungsabwicklung über ein ePayment-Unternehmen bestens geeignet für den Vertrieb von Studentenarbeiten.

3.3.2 Preisgestaltung

Abb. 18: Economics of producing a Book
Abb. 18: Economics of producing a Book

Die New York Times veröffentlichte am 28. Februar 2010 einen Vergleich der Kosten und Gewinnmargen von eBooks und gebundenen Büchern[35].(Wechselkurs 02.06.2010 12:20)

gebundenes Buch eBook I eBook II
Verkaufspreis
21,21€
10,62€
8,18€
Buchhändler zahlt an Verleger
10,63€
7,43€
5,72€
Minus Verlagskosten
Autorenanteil
3,19€
1,26€ - 2,66€
1,43€ - 2,05€
Druck-, Vertriebs- und Lagerungskosten
2,66€
-
-
Bearbeitungskosten*
0,65€
0,41€
0,31€
Marketingkosten
0,82€
0,64€
0,49€
Gewinn vor Überhang**
3,31€
3,73€ - 4,54€
2,87€ - 4,31€

Tabelle 04:Wirtschaftlichkeit der Herstellung eines Buches

*Die Bearbeitungskosten setzen sich beim gebundenen Buch aus Design- und Nacharbeitungskosten und beim eBook aus Digitalisierungs- und Nacharbeitungskosten zusammen.
**Überhang definiert Personalkosten, Miete, Gehälter und mindert den endgültigen Gewinn

Der Vergleich macht deutlich, dass selbst wenn eBooks zum halben Preis der Druckausgabe angeboten werden, der Gewinn immer noch höher ausfällt, als bei vergleichsweise teureren Druckausgaben. Grund dafür ist nicht nur das wegfallen der Druck-, Vertriebs- und Lagerungskosten sondern auch die geringeren Autorenverdienste bei eBooks. Bei einem eBookpreis von 9$ (8,18€) ist der Erlös vergleichbar mit dem der Druckausgabe. Mit dem iPad hat Apple dem eBook zu einer neuen Boomphase verholfen, auf der WWDC 2010 (Apple Worldwide Developers Conference 2010) hat Steve Jobs in seiner Präsentation den Erfolg des iBook-Stores verdeutlicht. Der iBook-Store hält nach den ersten 65 Tagen bereits 22% Anteil am eBook-Markt[36]. Der wichtigste Vertriebsweg der Verlage, die Buchhandlung, hat somit eine starke Konkurrenz bekommen. Einziger Weg "die kleine Buchhandlung an der Ecke" zu schützen, ist wie Mike Shatzkin der New York Times sagte »Wenn Sie möchten das Buchhandlungen am leben bleiben, müssen Sie den Umstieg zu den eBooks verlangsamen. Der einfachste Weg das vorantreiben von eBooks zu verlangsamen, ist sie nicht zu günstig zu machen«[37]

3.3.3 Lizensierung

Urheber eines Werkes ist laut Urheberrechtgesetz(UrhG)§7[38] derjenige, der es geschaffen hat. Im §11 des UrhG heißt es weiter »Das Urheberrecht schützt den Urheber in seinen geistigen und persönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes. Es dient zugleich der Sicherung einer angemessenen Vergütung für die Nutzung des Werkes.«[39] Beim Vertrieb der Studentenarbeiten bleibt der Autor alleiniger Rechteinhaber, der Vertrieb der Arbeit erfolgt dabei über unsere Onlineplattform. Hierbei hat der Autor die Wahl zwischen einem Normal- oder Exklusivvertieb. Der normale Vertrieb beinhaltet die gewöhnliche Provision beim Verkauf der Arbeit, der Exklusivvertrieb ist an einer exklusiven Veröffentlichung auf unserer Onlineplattform gebunden und bringt dem Autor einen Provisionsvorteil. Werden die Studentenarbeiten über den Apple iBook-Store vertrieben, so gelten die AGB's des Apple iBook-Stores[40]. Jedes eBook, was beabsichtigt wird über den Apple iBook-Store veröffentlicht zu werden, muss im EPUB-Format vorliegen und über eine gültige ISBN verfügen. Jedes EPUB eBook muss den aktuellen EpubCheck 1.0.5(Stand 06/2010) erfolgreich bestehen um zugelassen zu werden. Darüber hinaus muss der Autor/Publisher eine gültige US-Steuer ID sowie ein iTunes-Konto mit gültiger Kreditkarte besitzen.

3.4 Small Business Plan

3.4.1 Executive Summary

Mit zunehmend wachsenden Kapazitätsgrößen und kürzeren Ladezeiten aktueller Akkumulatoren und neuen Displaytechnologien[41] wird der Bereich der eBooks auch für Menschen ohne große technische Affinität interessant. Die Flexibilität auf einem einzigen Gerät hunderte Bücher und Zeitschriften immer parat zu haben, ist ein Spiegelbild der heutigen Lebensweise. Der Mensch ist immer in Bewegung und möchte genau so flexibel über die eigene Buchsammlung verfügen können. Mit Hilfe von eBooks ist nicht nur deis möglich, es können sogar jederzeit neue Bücher, Publikationen und Zeitschriften „on demand“ auf den eReader geladen werden. Bereits 1998 gab es erste eReader, Geräte die für das lesen von digitalisierten Texten ausgelegt sind. eBooks wurden allerdings für den breiten Markt erst mit der Einführung des eReads "Kindle" im Jahre 2007 von Amazon interessant und fanden eine nennenswerte Nachfrage. Die Erforschung und Serientauglichkeit von sogenannten stromsparenden "e-Ink Displays" trugen ebenfalls zur Marktakzeptanz bei. So verbesserte sich durch diese Technologie die Lesbarkeit, grade bei starkem, direktem Lichteinfall. Das eBook Marktvolumen betrug im ersten Quartal 2010 in den USA 91 Mio. USD und wuchs so in dieser Periode um 14,7% zu der vorherigen. In Deutschland nutzten bereits 74% der Nutzer von wissenschaftlichen Institutionen eBooks. Während Deutschlandweit unter allen über 10 Jährigen nur 2% eBooks nutzen[42]. Dabei soll eine Gesellschaft mit dem Namen STUDeBooks gegründet werden, Ziel von STUDeBooks ist es eine tragfähige Plattform aufzubauen, mit deren Hilfe wissenschaftliche Arbeiten für iPads vertrieben werden sollen. Wobei die langfristige Planung eine Expansion auf andere Geräte, sowie thematische anders ausgerichtete eBook-Sparten nicht ausschließt. Durch die eingesetzten Dateiformate, ist es den Usern teils schon zu beginn möglich, die Daten auf anderen eReadern zu verwenden. Im ersten Schritt soll der Fokus jedoch auf der Useability und Akzeptanz des Angebotes liegen. Im Vordergrund steht dabei die Geräteplatform des Apple iPads. Dieser Fokus zeichnet sich vor allem durch die enormen Vorteile bei den Vertriebswegen aus. Angebotene eBooks werden als EPUB-Datei angeboten und können über die Hersteller-Software iTunes wie Musikstücke und andere Dateien auf das Geräte geladen werden. Mittels intelligentem Shop-System und Zuhilfenahme von modernen Zahlungsmitteln lässt sich die Auftragsabwicklung ohne Einsatz von Personal leisten. Als einen weiteren Vertriebsweg drängt sich der native eBook-Store des iPads quasi auf. Um wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen dort zu veröffentlichen, gilt es allerdings die Richtlinien des eBook-Stores einzuhalten. Dazu gehört die Aufnahme von wissenschaftlichen Publikationen in das Register der Internationale Standardbuchnummern. Diese Aufnahme in das Register, sowie die anschließende Zugänglichkeit im iBook-Store wird eine der Hauptaufgaben von STUDeBooks werden.

Nach erfolgreiche Etablierung der Plattform lassen sich wissenschaftliche Arbeiten auch von registrierten Autoren in verschiedenen Formaten hochladen. Diese werden dann automatische in das richtige Dateiformat konvertiert und auf der Plattform zugänglich abgelegt. Eine für den fortlaufenden Betrieb notwendige Administration, sowie eine Buchhaltung sind die Aufgabenfelder, die sich nicht automatisieren lassen und damit einen kontinuierlichen Arbeitsaufwand darstellen. Die Finanzierung des Projektes lässt mehrere Möglichkeiten zu. Über auf der Plattform geschaltete Werbung wären Einnahmen im dreistelligen Bereich möglich. Damit gilt das Projekt eher als gemeinnützig, denn diese Mittel reichen allenfalls für die Deckung der laufenden Kosten. Lukrativer erscheint das Integrieren von Werbung direkt in eBooks. Jedoch könnte dies von den Kunden kritisch aufgenommen werden. Weiter ist hierfür eine enge Zusammenarbeit mit Werbungsagenturen notwenig. Auch lässt sich die Werbung nach Kauf des eBooks nichtmehr aktualisieren, sodass der Zeitwert einer solchen Werbung ebenfalls begrenzt ist. Der Inhalt solch einer Werbung an den Inhalt des eBooks anzulehen kann grade bei sehr speziellen Abhandlungen nahezu unmöglich sein. Als optimale Lösung bietet sich der Weg der direkten Zahlung an. Jeder Titel wird mit einem angemessenem Verkaufspreis versehen und vertrieben.

Durch die bekannten Nutzerzahlen lässt sich ableiten, dass es in Deutschland im Jahr 2008 ein Marktvolumen von 1,2 Mio. Personen, ohne Berücksichtigung von Wachstumserwartungen, gab.

3.4.2 Marktanalyse

3.4.2.1 Zielgruppe

EDUeBooks versteht sich als Vermittler. Durch eine einfache Web-Plattform soll es Kunden, sowie Anbietern einfach gemacht werden, ihre Leistung auszutauschen. Als Anbieter sieht STUDeBooks Hochschulabsolventen, die ihre Diplomarbeit, Bachelor-These, Master-These oder Doktorarbeit veröffentlichen möchten. Aber auch andere Personen die eine Wissenschaftliche Arbeit verfasst haben und diese nun veröffentlichen wollen zählen zu der Zielgruppe der Anbieter von STUDeBooks. Da eine Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Arbeit mit nicht unerheblichen Aufwendungen für den Autor verbunden ist und der Markt für das behandelte Thema womöglich ein Nischenmarkt ist, scheint eine Veröffentlichung, auch unentgeltlich, meist nicht Lohnenswert. Hier bietet sich STUDeBooks an und übernimmt die Veröffentlichung. STUDeBooks fungiert dabei als Verleger. Der Autor kann dabei bestimmen ob die Arbeit auch im iBook-Store erscheinen soll. Entschließt er sich für diesen Weg ist lediglich eine geringe Aufwandspauschale zu Zahlen. Dies ist begründet durch die Registration unter einer ISBNummer. Von den weiteren Einkünften die ggf. erwirtschaftet werden, partizipiert er prozentual (vgl. 3.4.2.2 Erlösmodelle).

Als Abnehmer kommen alle Menschen mit einem Interesse an den angebotenen wissenschaftlichen Arbeiten in frage. Notwendig ist jedoch ein Gerät, dass die zur Verfügung gestellten Formate öffnen und darstellen kann, ein so genannter eReader. Dies ist z.B. mit dem iPad, dem iPhone mit iOS4.0 oder aber jedem PC mit entsprechender Software der Fall. Auch andere eReader können das angebotene Dateiformat öffnen. Der besondere Fokus liegt jedoch auf Besitzern eines iPads und damit verbunden auf dem iBook-Store und EPUB-Dateien.

3.4.2.2 Erlösmodelle

Eine Möglichkeit die Kosten zu decken, ist die Schaltung von Werbung auf der Vertriebsplattform. Der Marktführer in diesem Bereich (Google) bietet die Schaltung von "adSense" Werbung an[43]. Die Einnahmen aus sogenannter „Bannerwerbung“ sind abhängig von der durchschnittlichen Besucherzahl pro Monat und der Wahrscheinlichkeit eines Klicks auf das Werbungsbanner. Die Berechnung von durchschnittlichen Einnahmezahlen wird zudem erschwert von unterschiedlichen Vergütungen, je nach Webungsinserat. Im ersten Quartal wird mit einer durchschnittlichen Besucherzahl von 2000 Besuchern gerechnet. Durch geplante Marketingaktivitäten und damit verbundener wachsenden Bekanntheit, ist ein anfangs steiler, später abflachender Wachstum des Besucheraufkommens zu vermuten. Nach nur 18 Monaten sollen sich die Besucherzahlen bereits mit 20 000 Besuchern pro Monat verzehnfacht haben. Weiter wird angenommen, dass ab dem 18 Monat noch 30% der Benutzer neue Benutzer sind. Stammkundschaft wird vermutlich selten bis nie auf eine Werbungsanzeige klicken. Dadurch ergibt sich langfristig eine Neukundschaft von ca. 7050 Besuchern pro Monat. Bei einer Klickrate von ca. 2% und einer durchschnittlichen Vergütung von 20 Cent pro Klick ergeben sich Monatseinkünfte von 28,20€.[44]

Abb. 19: Besucher im STUDeBooks
Abb. 19: Besucher im STUDeBooks

Neben der Werbung auf der Web-Plattform von STUDeBooks besteht auch die Möglichkeit, Werbung direkt in die eBooks einzubinden. Diese Form der Werbung kann mit der Printwerbung in Zeitschriften und Büchern verglichen werden. Aufgrund der hohen Spezialisierung dürfte diese Art der Werbung allerdings schwer vermittelbar sein. Auch der schlechte Grad an Aktualität stellt ein Hindernis dar, denn ist ein eBook als Datei ersteinmal geladen, so lässt sich die Werbung nichtmehr aktualisieren. Ferner macht dies eine ständige Anpassung der eBooks notwendig. Im Falle der EPUB-Dateien stellt dies kein Problem dar. Durch den Einsatz des iBook-Stores kann eine termingerechte Werbungsaktualisierung allerdings nicht sichergestellt werden. Es ist zudem zu erwarten, dass eBooks mit integrierter Werbung vom Markt nicht gut angenommen werden und Frust über ständige Werbeanzeigen den Lesespaß trüben. Dies würde dem angestrebten positivem Gefühl bei der Nutzung von eBooks von STUDeBooks entgegenstehen. Ferner besteht die Gefahr, dass die Werbung nicht wahrgenommen wird.

Nicht jeder Autor möchte sein(e) Werk(e) kostenfrei zur Verfügung stellen. Für diesen Fall soll es möglich sein die eBooks zu verkaufen. Dies soll über ein an die Plattformen angebundenes Shopsystem mit automatisierten Bezahlsystemen ermöglicht werden. Neben dem am Markt etabliertem Bezahlsystem Paypal[45] soll auch eine Vorkassenbezahlung mittels Überweisung funktionieren. Ein vollautomatisiertes System kann dabei die Kaufabwicklung übernehmen. Der Geldeingang wird automatisch überprüft und bei Erfolg wird dem Kunden ein Downloadlink für das eBook via E-Mail zugesandt. Ein Sonderfall ist hierbei der Vertrieb über den iBook-Store von Apple. Hier übernimmt Apple die Zahlungsmodalitäten und überweist monatlich die erwirtschafteten Erträge abzüglich einer Verkaufsprovision, ebenfalls an STUDeBooks.

Eine Refinanzierung der Plattform mittels Werbeeinnahmen scheint sehr unattraktiv. Die Besucherzahlen und daraus resultierenden Umsätze sind zu gering, um die Kosten zu decken. Weder lassen sich davon laufende Kosten decken, noch scheint eine für den Autor kostenfreie Publikation im iBook-Store damit realisierbar. Auch die Werbeanzeigen im Buch werden durch den extremen Nischenmarkt schwer zu vermarkten sein. Als gangbarer Weg hingegen scheint die Möglichkeit, mit einer Verkaufsprovision auf die Werke, eine Refinanzierung des Projektes zu erwirtschaften. Die daraus resultierenden Einnahmen lassen sich jedoch nur schlecht berechnen. Es scheinen folgende zwei Wege möglich.

Wird der Fokus von STUDeBooks auf Kostendeckung gelegt, so wäre eine Einsparung im Bereich der Server Hard- und Software möglich. Die übrigen Kosten ließen sich aus den Werbeeinnahmen finanzieren. Für wissenschaftliche Arbeiten, die in den iBook-Store aufgenommen werden sollen, muss der Autor die fälligen ISBN-Kosten selber tragen. Für diese monetäre Leistung ist jedoch bei STUDeBooks ein Zahlungssystem und eine Buchhaltung vorzuhalten, die für weitere Kosten sorgt. Der Verkauf von wissenschaftlichen Arbeiten sorgt hier allerdings für einen entgegengesetzten Zahlungsstrom. Dies bedeutet ein noch komplexeres Zahlungssystem und damit verbunden mehr Aufwand. Von wissenschaftlichen Arbeiten, die einer kostenpflichtigen Lizenz unterliegen wird also Abstand genommen. Erträge die zu Netto-Gewinnen führen, werden genutzt um einen Teil der wissenschaftlichen Arbeiten für den Autor kostenfrei in den iBook-Store aufzunehmen.

Abb. 20: Variable Provision
Abb. 20: Variable Provision

Sollen mit STUDeBooks hingegen Gewinne erwirtschaftet werden, so scheint es sinnvoll, möglichst viele kostenpflichtige wissenschaftliche Arbeiten für die Plattform zu gewinnen. Weiter sollte trotz der 30% Abschlag auf den Kaufpreis versucht werden, möglichst viele dieser Arbeiten auch im iBook-Store zu platzieren, da dort ein großer Markt erschlossen wird [46]. Zusätzlich wird der Verkauf über die Plattform von STUDeBooks gesondert gefördert. Hier sind nach Einigung mit dem Lizenzinhaber EPUB-Dateien mit einem DRM ausgestattet. Die Kosten der EPUB-Datei kann aufgrund des fehlenden Abschlags von 30% durch Apple auch für den Kunden gesenkt werden. Dies führt zu einem höherem Absatz. Bei beiden Vertriebswegen (STUDeBooks, iBook-Store) behält auch STUDeBooks sich eine geringe Verkaufsprovision ein. Geplant ist jedoch ein variabler Provisionssatz. Wird das Werk öfter gekauft, fließt ein wachsender Teil der Erlöse an den Autor. Dies führt bei wenig gefragten Werken zu einer prozentual hohen Provision für STUDeBooks. Durch die sinkenden Provisionssätze ist die Plattform auch für voraussichtlich absatzstarke Titel und Verleger interessant.

Abschließend kann gesagt werden, dass nur bei einem gleichzeitigem Vertrieb von lizenzpflichtigen und lizenzlosen Veröffentlichungen die Finanzierung des Projektes sichergestellt ist. Die Bereitstellung der Bezahlsysteme, mit allen dazugehörigen Systemen und Instanzen, lohnt sich eben nur, wenn diese auch aktiv genutzt werden. Die Bemühungen sollten bei den Aquisen von neuen Arbeiten, also grade auf lizenzpflichtige, viel Gefragte Titeln gelenkt werden. Totzdem ist es sinvoll, ebenfalls viele lizenzfreie Titel anbieten zu können. Dies steigert die Aktzeptanz beim Kunden und bringt STUDeBooks ins Gespräch.

3.4.2.3 Konkurrenzanalyse

Wettbewerber lassen sich in drei Kategorien aufteilen. Einmal in eBook Anbieter allgemein. Dazu zählt der Verkauf von eBooks aller Genres ohne eine Spezialisierung. Dabei werden meist eBooks in den gängigsten Formaten zum Download angeboten. Eine spezielle Integration oder ein eigener Store, speziell für eine Art von eReader wird bei diesen nicht angeboten. Diese Wettbewerber haben den Vorteil einen größeren Kundenkreis erschließen zu können, jedoch fehlt auch ein Grad an Spezialisierung auf die Plattformen. Des weiteren lassen sich diese eBooks, abhängig vom Format, nicht ohne vorherige Konvertierung nativ auf dem iPad darstellen. Zu dieser Kategorie lassen sich Anbieter wie Beam-Ebooks, Ciando und pdassy zählen.

Die zweite Kategorie umfasst Anbieter mit einem hohen Grad an Spezialisierung auf ein Themengebiet oder eine Plattform. Diese Plattformen bieten entweder einen stark eingeschränkten Produktrahmen, wie z.B. wissenschaftliche Arbeiten oder ein auf ein bestimmtes Gerät beschränktes Angebot. In diesem Bereich aktive Wettbewerb sind u.a. diplom.de, Amazon Kindle Store der „Sony ebookstore“, aber auch Libri.de und Mobipocket.

Die Dritte Kategorie wird durch Plattformen besetzte die eBooks online zur Einsicht bereitstellen. In diesem Segment ist Google mit dem Produkt Google-Books der Vorreiter. Hier lassen sich hunderttausende Bücher ansehen. Je nach Lizenzvereinbarungen sind entweder Segmente oder sogar komplette eBooks lesbar. Der Nachteil hier liegt jedoch bei der Nutzung. Während das Web-Programm auf herkömlichen, mit Maus und Tastatur bedienten Computern, noch recht komfortabel nutzbar ist, kommen grade bei portablen Touch-Geräten kompatibilitäts- und Nutzungsprobleme zum tragen. Während ein iPad eine Internetverbindung braucht um diese eBooks lesen zu können ist dies mit anderen eReadern garnicht möglich.

STUDeBooks visiert das iPad als Nieschenmarkt an. Produkte müssen erst aufwendig in iPad kompatible Formate gewandelt werden. Anders verhält es sich mit eBooks, die in üblichen Dateiformaten bereitgestellt werden. Übliche Dateiformate sind dabei z.B. Word- oder PDF Dateien. Da das iPad in der Lage ist diese Dateien anzuzeigen, ist es möglich auch über diesen Weg Zugang zum iPad zu erlangen. Auch Google Books lässt sich vom iPad aus aufrufen. Allerdings ist die Nutzererfahrung, wie bereits beschrieben, bei diesen Applikationen nicht mit einer nativen eBook Reader Applikation auf dem iPad vergleichbar.

Bei Diplom.de lassen sich wissenschaftliche Arbeiten gegen ein Entgelt als PDF-Datei erwerben. Um diese auf dem iPad betrachten zu können ist es notwendig die Datei per E-Mail an eine Adresse zu senden, die auf dem iPad abgerufen werden kann. Dies ist bei den eBooks von STUDeBooks nicht der fall. Hier wird das eBook bereits in einem iPad kompatiblem Format ausgeliefert/angeboten. Eine Modifizierung der Datei ist nicht notwendig und öffnen lässt sich das eBook auf dem iPad, mit der von Apple bereits werksseitig installierten Applikation, direkt nach Synchronisierung des iPads mit iTunes.

Neben diplom.de zählt auch libri zu den Konkurenten. Dabei ist Libri nicht nur ein eBook Vertreiber. Hier sind neben 140.000 eBooks auch 3 Mio. gedruckte Bücher verfügbar. Die Palette der reicht hier von Krimis über Erotik-Literatur bis zu Sachbüchern. Es kann also von einem Publikumsmarkt ausgegangen werden. Wissenschaftliche Arbeiten lassen sich bei libri nicht finden. Die angebotenen eBooks sind hier im EPUB bzw. Mobipocket Format verügbar. Eine direkte Konkurenz stellt dieser Vertreiber aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Abhandlungen trotzdem nicht da.

Spriger Link ist mir 41.228 angebotenen wissenschaftlichen Arbeiten ( Stand 03.06.2010) der größte Anbieter von wissenschaftlichen Arbeiten. Neben diesen Publikationen lassen sich hier jedoch auch eBooks ohne wissenschaftlichen Hintergrund beziehen. Insgesamt bietet Springer Link momentan (Stand 03.06.2010) ein Angebot von ≈4,7 Mio eBooks an. Diese eBooks werden jedoch wie bei diplom.de als "PDF" Datei angeboten und sind damit schlecht auf dem iPad nutzbar.


Art Name Zielgruppe Anzahl Ebooks
Verlag Campus Verlag Publikumsmarkt Ca. 900
Verlag Droemer Knaur Verlagsgruppe Publikumsmarkt Ca. 100
Verlag Georg Thieme Verlag Fachinformationsmarkt Ca. 100
Verlag Springer Verlag, SpringerLink Fachinformationsmarkt 30.000
Verlag Wiley-VCH Verlag: Inter Science Fachinformationsmarkt 5700
Onlineshop beam Publikumsmarkt 2500
Onlineshop bol.de Fach- & Publikumsmarkt 1900
Onlineshop ciando Fach- & Publikumsmarkt 19000
Onlineshop libreka! Fach- und Publikumsverkehr unbekannt
Onlineshop libiri.de Fach- & Publikumsmarkt 100000
Onlineshop Mobipocket Fach- & Publikumsmarkt 120000
Onlineshop pdassi Publikumsmarkt Ca. 500
Onlineshop diplom.de Fachinformationsmarkt unbekannt

Tabelle 05:Marktübersicht

3.4.3 Break-Even

Abb. 21: Break-Even
Abb. 21: Break-Even

STUDeBooks wird die Plattform sowie die nötigen Leistungen bis zum Marktstart selbständig erstellen und damit den anfänglichen Kapitalbedarf gering halten. Zu beginn ist eine Investition für einen virtuellen Server und damit verbundenes Hosting geplant. Des weiteren sollen ISB-Nummern für eine Publikation im iBook-Store beantragt werden. Anfänglich werden somit 250€ in notwendige Betriebsmittel investiert. Folgekosten von monatlich 39,99€ fallen durch den V-Server, und 1€ für die Eintragung im „Adressbuch für den Deutschsprachigen Buchhandel“ an. Um die Bekanntheit und Reichweite von STUDeBooks zu steigern, werden Werbungskosten in Höhe von 198€ anfallen. Zu geplanten PR-Maßnahmen zählen: Die kostenlose Publikation von den ersten 100 Wissenschaftlichen Arbeiten mit einem Mindestumfang von 60 Seiten im iBook-Store, fortlaufend Pressemitteilungen sowie je an zwei Wochenenden Informationsstände in Berlin, Hamburg, München und in Essen. An den Informationsständen soll sowohl auf das Produkt STUDeBooks aufmerksam gemacht und die Frage diskutiert werden, ob analoge Bücher noch zeitgerecht sind. Dafür werden Auszüge aus aktuell nur als kostenlose eBooks erschiene Werke ausgedruckt und an interessierte verteilt. Diese dürfen nun bestimmen wieviel Sie breit wäre für dieses Werk zu zahlen. Sollte der Preis unter dem Materialpreis liegen, so wird über die damit verbundene Umweltbelastung aufgeklärt. Sollte der Preis die Ausgaben übersteigen, so wird das eBook als kostenlose Möglichkeit gelobt und ihnen nahegelegt. Mit dieser Aktion wird versucht, gerade bei Kunden die eBooks noch nie genutzt haben, die Aktzeptanz von eBooks zu erhöhen und STUDeBooks viral weiter zu vermarkten. Der Leitsatz der hier rübergebracht werden soll lautet: "Schaut mal her, STUDeBooks verschenkt sogar Fachliteratur".

3.4.4 Gründungsteam

Das Gründerteam besteht aus Andé Dujardin, Sebastian Scheffner, Marcel Goralski und Fabian van Bürk. Sie studieren Wirtschaftsinformatik im 2. Semester an der Hochschule für Ökonomie und Management. Gemäß ihrer Schwerpunkte im beruflichem Alltag konzentrieren sich ihre Aufgaben während der Gründung von STUDeBooks. André Dujardin ist technischer verantwortliche und für die Strukturierung der Daten, sowie der Datenbanken zuständig. Herr Dujardin ist weiter auch Hauptverantwortlich für das Marketing von STUDeBooks. Er organisiert, kozenptioniert und betreut die notwenigen Systeme. Sebastian Scheffner obliegt der Entwurf und die Erstellung der Vertriebsplattform von STUDeBooks. Herr Scheffner ist zudem mitverantwortlicher bei der Beschaffung, sowie beim Vertrieb und der Aufbereitung der notwendigen wissenschaftlichen Arbeiten. Marcel Goralski kümmert sich hauptverantwortlich um die Akquirierung neuer wissenschaftlichen Arbeiten. Herr Goralski nutz zudem seine sowohl im Berufsalltag, als auch in der Ausbildung erworbenen Kentnisse im Bereich der Buchhaltung. Fabian van Bürk ist für die Planung der Finanzierung und der Investition zuständig und organisiert die Public Relations. Durch die extreme Ausrichtung der Gründung auf das iPad und das Internet als Vertriebsmedium, sowie den damit verbundenen Richtlinien seitens Apple muss der Systementwicklung eine hohe Bedeutung zugestanden werden. Daher befassen sich alle Gründungsmitglieder mit der Entwicklung und Implementierung der Plattfrom von STUDeBooks.

Die Aufteilung der Aufgaben und Verantwortung orientiert sich an den Qualifikationen und Stärken der Gründungsmitglieder. Alle Gründungsmitglieder haben eine abgeschlossene Berufsausbildung als Fachinformatiker gemein. Während der Ausbildung konnten wichtige Erfahrungen im Bereich der Programmierung und Systemintegration gewonnen werden. Herr Sebastian Scheffner und Herr André Dujardin haben im Verlauf ihrer Berufsausbildung und im Arbeitsalltag praktisches Wissen mit mehreren Programmiersprachen sammeln können. Auch die sichere Verwendung von Datenbanken sowie deren Konzeptionierung und Modellierung sind fester Bestandteil ihrer bisherigen Berufserfahrung gewesen. Herr Scheffner zeichnet sich durch den sicheren Umgang in MySql besonders aus und konzeptioniert daher auch die notwenigen Datenbanken für die Plattfrom von STUDeBooks. Herr Dujardin kann mit seinen vielfältigen Programmiererfahrungen die Planung und Erstellung der Plattfom von STUDeBooks zielgerecht leiten. Herr Marcel Goralski und Herr Fabian van Bürk konnten durch die Beteiligung an Projekten bereits Erfahrung im Bereich der Projektorganisation gewinnen. Herr Marcel Goralski nutzt die dabei erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen um neue Wissenschaftliche Arbeiten für das Projekt zu erwerben. Herr Fabian van Bürk ist aufgrund seines Interesses für Finanzierung während des Studiums verantwortlich für die Planung der Finanzen.

3.4.5 Absatzmarkt

Abb. 22: Verkaufszahlen von eBooks und eReaders Best Case
Abb. 22: Verkaufszahlen von eBooks und eReaders Best Case

Mit dem Unternehmen sollen wissenschaftliche Arbeiten über das iPad als sogenannte eBooks vertrieben werden. In dem Marktsegment der eBooks gibt es bereits eine Vielzahl von Anbietern mit einem breit gefächertem Produktportfolio (vgl 3.4.2.3 Konkurrenzanalyse). Der Fokus bei der Gründung liegt jedoch speziell auf dem iPad und wissenschaftlichen Arbeiten. Zu Beginn des Markteintritts wird durch gezielte Partnerschaften die Marktsituation gestärkt und ein breites Sortiment an Arbeiten zur Verfügung gestellt. Als Partner kommen bereits etablierte Portale wie „diplom.de“ in Frage. Also solche, die noch keinen Zugang zum Nutzerkreis des iPads haben. Auch werden Partnerschaften gezielt mit Universitäten und Verlagen ausgearbeitet. Lukrativ für das Produktportfolio sind gerade Onlinebörsen auf denen wissenschaftliche Arbeiten unter offenen Lizenzen verfügbar sind. Alle aquirierten Arbeiten werden dabei in das EPUB-Dateiformat konvertiert. Ein weiterer Ausbau der Plattform und damit verbundene Vertriebswegen stehen in späteren Entwicklung an. Hier sind vorallem andere Dateiformate als das EPUB-Format angedacht. Der erste Bestandteil der Zielgruppe ist der iBook-Store auf dem iPad. Das Marktvolumen in diesem Segment betrug 28 Tage nach der Veröffentlichung des iPads mit 1,5 Millionen Büchern [47] und einem Durchschnittspreis von 3,99USD pro eBook, 5,985 Millionen USD. Da aktuell nur 8% der angebotenen eBooks kostenfrei zu beziehen sind ist von einem gesamten Marktvolumen von 5,5 Millionen USD auszugehen. Im besten Fall ist bis Mitte 2010 mit 130.000 eReader Käufern zu rechnen. Allerdings ist laut Prognosen [48] davon auszugehen, dass der Markt ab 2013 einen Schub bekommt und ca. 1 Mio. verkauft werden. Pro Jahr werden durchschnittlich von deutschen Buchkäufern 11 gedruckte Bücher gekauft. Damit liegt der Absatz von gedruckten Büchern bei 384 Mio. Stück pro Jahr. Im besten Fall werden Besitzer eines eRaders oder iPads ebenfalls 11 eBooks pro Jahr kaufen. Auf Grundlage dieser Annahmen bestünde in der Jahresmitte 2010 ein Marktvolumen von 880.000 eBooks.

3.4.6 Alleinstellungsmerkmale

STUDeBooks versteht sich als Betrieb handelnd nach dem Mash-Up Prinzip. Dabei setzt sich die Leistung des Ganzen aus den Leistungen aller Einzelkomponenten zusammen. Der Kunde bekommt von den Vorgängen nichts mit und profitiert von diesem Prinzip. Hinter STUDeBooks steckt kein großer Verlag der an feste Verträge gebunden ist, sondern eine auf Kostendeckung angelegte Gesellschaft für wissenschaftliche Publikationen. Die Publikationen sollen dabei allen Interessierten auf dem iPad kostendeckend zur Verfügung gestellt werden. Neben der Veröffentlichung als EPUB- und PDF-Datei, bei der keine Lizenzkosten, außer der für die wissenschaftlichen Arbeiten anfallen, wird es auch möglich sein über den iBook-Store nativ auf dem iPad die Wissenschaftlichen Arbeiten zu beziehen. Der Autor stellt STUDeBooks das Dokument zu Verfügung. STUDeBooks kümmert sich im Nachgang um den Vertrieb: Dieser umfasst die Veröffentlichung von Lizenzfreien Werken im EPUB-, und PDF-Format, als auch die Publikation im iBook-Store. Die Beantragung einer für den iBook-Store nötigen ISB-Nummer übernimmt ebenfalls STUDeBooks. Da evlt. Lizenzkosten und eine ISB-Nummer einen Aufwand für STUDeBooks bedeuten, scheidet eine kostenfreie Publikation im iBook-Store dann aus, wenn der Autor der Arbeit, nicht bereit ist, diese Kosten selbst zu tragen. Für den Kunden sind diese Vorgänge nicht ersichtlich. Damit unterscheidet sich STUDeBooks von bisherigen Anbietern von eBooks wie z.B. diplom.de wo eine Publikation im iBook-Store nicht Bestandteil des Vertrages ist. Auch werden nur in wenigen Fällen EPUB-Datein angeboten. Ein Großteil der etablierten eBook Händler bietet nur den Download als PDF-Datei an. Dem Autor einer wissenschaftlichen Arbeit ist es zudem möglich mit seiner Arbeit Zugang zum iBook-Store und damit verbunden eine ISB-Nummer zu erhalten. Etwaig von ihm festgelegte Lizenzkosten werden mit einem Abschlag von 30% seitens Apple und einem Kostendeckungsanteil pro Stück gutgeschrieben. Durch einfaches Hochladen der Datei, in allen gängigen Formaten, auf der Plattformen der STUDeBooks Gesellschaft ist die Arbeit für den Autor getan.

3.5 Umsetzungsmöglichkeiten

3.5.1 Kostendeckend

3.5.1.1 Vertriebsweg

Ein Weg wissenschaftliche Arbeiten zu vertreiben ist es, einen Dienst zur Verfügung zu stellten, der nur Kostendeckend arbeitet. Bei dieser Form der Publikation scheidet eine Veröffentlichung im iBook-Store von Apple aufgrund der anfallenden Kosten für die Beantragung einer ISB-Nummer aus. Etwaige Kosten wie zum Beispiel Wartungs und Leasingkosten (Serverhardware) können durch Refinanzierungsmaßnahmen wie Werbung gedeckt werden. Eine Möglichkeit kostenpflichtige Arbeiten auf einer Webplattform zu veröffentlichen, wird bei dieser Variante ausgeschlossen. Dadruch wird die Wartbarkeit der agierenden Hard- und Softwaresysteme ebenfalls reduziert. Dies führt zu niedrigeren Kosten. Weiter kann darüber nachgedacht werden, die eingesetzten Server günstig hosten zu lassen. Die bedeutet i.d.R jedoch schlechtere Antwortszeiten der Plattform für den User. Ferner muss berücksichtigt werden, dass ein solcher Umstand dazu führen kann, dass das Angebot vom Nutzer aufgrund der schlechten Erfahrung nicht genutzt wird.

Die zum Vertrieb eingesetzte Software gleicht der eines Online-Stores mit der Ausrichtung auf den Verkauf von digitalen Gütern. Ein Warenkorb-System ist genauso vorhanden, wie die Möglichkeit, die Produktpalette nach bestimmten Kriterien zu durchsuchen. Eine Kategorisierung und Verschlagwortung der einzelnen eBooks zur besseren Orientierung ist sinnvoll. Ein Bewertungs- und Rezensions-System (vgl. amazon.de) wäre denkbar. Zusätzlich könnte den Autoren ein Forum zur Kontaktaufnahme und zum Gedankenaustausch bereitgestellt werden.

Für den Vertriebsweg über die Online-Plattform ist Verwendung von DRM vorgesehen. Im Vergleich zum Vertrieb über den iBook-Store wird jedoch kein Kopierschutz zum Einsatz kommen. Die Implementation eines benutzerfreundlichen Kopierschutzes bedarf zentraler Kontrollmechanismen, die nur mit erhöhtem Aufwand zu gewährleisten sind. Die Einführung einer Kontrollstruktur zur Verhinderung des rechtswidrigen Verbreitens von urhebergeschützten Materials ist damit nicht ausgeschlossen, findet jedoch in der ersten Planung keine Berücksichtigung.

Durch die Umgehung des nativen Vertriebsweges, den iBook-Store von Apple, bedeutet dies für den Nutzer einen Mehraufwand. Die auf den Computer heruntergeladenen eBooks müssen über die Software iTunes in einem seperaten Schritt mit dem iPad synchronisiert werden. Ein Vorteil, der sich daraus ergibt, ist die Verwendungsmöglichkeit der Bücher auf anderen Endgeräten.

Aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich der Vertrieb von kostenlosen Publikationen über den iBook-Store nicht.

3.5.1.2 Bezahlsystem

Ein Bezahlsystem wird bei dieser Variante nicht benötigt. Es werden nur Ausarbeitungen die über eine offene Lizenz verfügen über diese Plattform vertrieben. Die anfallenden Kosten werden über Werbung auf der Plattform-Webseite ausgeglichen. Dafür ist ein Firmenkonto zu eröffnen um anfallende Kosten der eingesetzten Hardware mit den erwirtschafteten Gewinnen aus der geschalteten Werbung miteinander zu verrechnen. Ein Bezahlsystem ist bei dieser Lösung nicht notwendig.

3.5.1.3 Preisgestaltung

Alle auf der Plattform angebotenen eBooks sind kostenlos erhältlich. Das bedeutet für den Nutzer, dass dieser die angebotenen Werke kostenfrei herunterladen darf. Allerdings sind die dort erhältlichen wissenschaftlichen eBooks nicht unbedingt Lizenzfrei. Es obliegt dem Urheber des Werkes, ob dieser die Werke unter einer Lizenz wie z.B. "Creative Commons" (CC) oder "GNU - Free Doc License" online stellen will. Damit kann sichergestellt werden, dass 3. die Arbeiten nicht unbefugt weiterverkaufen. Ein solcher Schutz ist gerade für Studenten die ihre Arbeit gerne kostenlos veröffentlichen möchten sinvoll, da ein Verkauf der Abschlussarbeit bei einigen Unternehmen nicht gerne gesehen wird.

3.5.1.4 Akquirierung

Die Akquirierung neuer Arbeiten sollte zu Beginn auf die vorhandene Quelle des WinfWiki der FOM und die Möglichkeit für registrierte Autoren, ihre Werke über die Plattform einzureichen begrenzt werden. Dabei sollten die wissenschaftlichen Arbeiten im PDF-Format vorliegen. Sind die Betreiber einer solchen Plattform im Besitz dieser PDF-Datei sollte diese in das open EPUB-Format konvertiert werden. Hierzu wird eine Software verwendet, die die Umwandlung automatisiert durchführt und dem Buch einige Meta-Daten anfügt. Durch die notwendige Registrierung kann ein rechtskräftiger Vertrag mit dem Autoren geschlossen werden. Hierbei sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen zu aktzeptieren. Dies ist insbesonders wichtig, um die Haftung für etwaig gesetzeswiedrigen Inhalt und das damit einhergehende Risiko an den Autor durchzureichen. Für ehemalige Studenten kann die Plattform zudem eine attraktive Möglichkeit sein sich und sein Know-How zu präsentieren. Eine Bewerbung mit einem Verweis auf die Plattfrom sowie die dort kostenfrei abgelegte Abschlussarbeit kann sich durchaus förderlich auf eine Bewerbung auswirken, werden doch so ehrenamtliches Engegament sowie Sozialität bewiesen.

3.5.1.5 Dateiformat

Die Entscheidung zur Verwendung des open EPUB-Formates resultiert daraus, dass es sich um ein offenes, d.h. nicht lizenzpflichtiges Format handelt und eine native Unterstützung durch das vom Geschäftsmodell priorisierte iPad erfährt. In der Basis setzt das EPUB-Format auf den XML-Standard, was das Handling und die ggf. notwendig werdende händische Bearbeitung vereinfacht. Open EPUB folgt einem von XML abgeleiteten Standard, weshalb eine zuverlässige Interpretierbarkeit der eBooks auf den Lesegeräten gewährleistet ist. Die Einhaltung des Standards wird bei einem Vertrieb über den iBook-Store seitens der Firma Apple über einen Reviewprozess geprüft[49]. Jedes zum Vertrieb eingereichte Dokument wird dieser Validation unterzogen. Daher ist es sinnvoll, von Anfang an dem Standard entsprechende eBooks zu generieren. Somit lassen sich weitere Verarbeitungs- und Vertriebsschritte einfacher gestalten.

Das EPUB-Format unterstützt die Möglichkeit Bilder und Videos einzubinden und darzustellen. In wissenschaftlichen Arbeiten ist die Verwendung von Grafiken unerlässlich und ist damit eine erfüllte Anforderung an das gewählte Format. Durch die Implementatinosmöglichkeit eines DRM lassen sich Rechtsverstöße durch nicht lizensierte Raubkopien verhindern.

Durch die aktuelle Diskussion und öffentliche Aufmerksamkeit, die Apple, dem iPad und damit verbunden, dem iBook-Store zu Teil wird, bekommt das EPUB-Format Rückenwind und es besteht die Möglichkeit, dass weitere Anbieter von eReadern verstärkt auf das offene Format setzen und native Unterstützung einbinden.

3.5.2 Gewinnoptimiert

3.5.2.1 Vertriebsweg

Eine Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten gewinnorientiert zu vertreiben, lässt sich mit Hilfe des iBook-Stores realisieren. In diesem Fall übernimmt die Unternehmung die Funktion eines Zwischenhändlers oder Verlegers. Sinn und Zweck von STUDeBooks ist es, die vom Autor eingereichten Werke entsprechend den Vorschriften und Formalitäten, des von Apple vorgeschriebenen Veröffentlichungsprozesses, zu erfüllen. Außerdem gilt eine Einhaltungspflicht der von Apple vorgeschriebenen AGB und Nutzungsbedingungen.

Das Ziel ist immer, ein kostenpflichtiges Angebot zu erstellen. Eine kostenlose Veröffentlichung von Arbeiten ist auf Grund der fehlenden Wirtschaftlichkeit ausgeschlossen. Die Nutzung der von Apple bereitgestellten Infrastruktur zum Verkauf der eBooks, erübrigt den Aufbau eines eigenen Vertriebskanals. Die fixen Kosten lassen sich damit minimieren. Die von Apple einbehaltene Provision, beim Verkauf über den iBook-Store, ist berechenbar und kann samt einer Kostenpauschale seitens STUDeBooks auf den Verkaufspreis aufgeschlagen werden. Einnahmen und Ausgaben lassen sich einfach kalkulieren. Auf etwaige Werbemaßnahmen, die zur Verärgerung der Kunden führt, kann verzichtet werden. Eine seriösere Wirkung der Unternehmung ist das Ergebnis.

Bei steigender Nachfrage und Downloadzahlen sind keine weiteren Kosten zu erwarten, da die Last, die auf dem Vertriebsweg von Apple erzeugt wird, Bestandteil der erhobenen Provision ist. Im Falle des Betriebs einer eigenen Vertriebs-Infrastruktur wäre hier mit weiteren Kosten zu rechnen. Die Flexibilität in Bezug auf den Eingriff in den Vertrieb ist, durch die Nutzung fremder Systeme und Kanäle, von der Reaktionszeit Dritter abhängig.

Die native Integration in die Softwareumgebung des iPads bietet dem Anwender einen maximalen Bedienkomfort und stellt eine zentrale Stelle zur übersichtlichen Verwaltung der Dokumente dar.

Die Nutzung des Vertriebsservices von Apple impliziert die Rechteverwaltung und die Einbindung eines Kopierschutzes in Form von DRM. Dazu wird das von Apple selbst entwickelte "FairPlay" DRM genutzt. Der Aufwand zur integration eines eigenen DRM entfällt damit.

3.5.2.2 Bezahlsystem

Die Möglichkeiten zur Bezahlung im iBook-Store werden von Apple diktiert. Neben der Kreditkarte (Visa, Mastercard), lassen sich Finanztransaktionen auch über das Online-Payment-System Click&Buy oder über im Handel erhältliche iTunes Prepaid-Karten vornehmen. Steht einem potentiellen Kunden keines dieser Möglichkeiten zur Verfügung oder ist er nicht gewillt, diesem Diktat zu folgen, ist mit einem Umsatzverlust zu rechnen.

3.5.2.3 Preisgestaltung

Die Kosten, die bei der Erfüllung der Zulassungsbestimmungen des iBook-Stores anfallen, schränken die Freiheit der Preisgestaltung ein. Ein Mindestpreis ist notwendig, um eBooks mindestens kostendeckend anbieten zu können. Dieser Mindestpreis setzt sich zusammen aus den Beschaffungskosten für eine ISB-Nummer und den Arbeitsaufwand für die Aufbereitung und Kontrolle der betreffenden wissenschaftlichen Arbeiten. Diese Kosten sind vorhersehbar und entsprechend einfach zu kalkulieren.

Preisänderungen bei einmal veröffentlichte Werken sind möglich, können aber vom Autor selbst nicht durchgeführt werden. Diese Möglichkeit ist dem direkten Partner von Apple, in seiner Funktion als Verlag, gegeben. Eine vom Autor gewünschte Preisänderung ist nur mittelbar und mit zeitlicher Verzögerung umzusetzbar. Sonder- und Rabattaktionen, sowie die gezielte Verteilung von kostenfreien Rezensionsexemplaren lassen sich nur mit erhöhtem Aufwand realisieren.

3.5.2.4 Akquirierung

Als Quellen neuer wissenschaftlicher Arbeiten kommen das Wiki-Media System "WinfWiki" der FOM und die Möglichkeit für Autoren, eigene Ausarbeitungen über die Onlineplattform einreichen zu können, in betracht.

Teil des Akquirierungsprozesses ist es, die vorliegenden Dokumente vom PDF-Format in das auf das XML basierte open EPUB-Format zu konvertieren. Diesen Schritt übernimmt eine Software. Abschließed wird das eBook um Meta-Daten und einem digitalen Buch-Cover ergänzt.

Um das eBook zum Verkauf im iBook-Store anbieten zu können, ist es notwendig, dem Buch eine ISBN zuzuweisen. Diese wird üblicherweise bei der "Internationale Standard-Buchnummer Agentur für die Bundesrepublik Deutschland" erworben.

Um das Risiko zu minimieren, auf Grund von Formalitätsmängeln im Zulassungsprozess zu scheitern, bietet sich eine Validitätsprüfung der Datei an. Hierzu gibt es entsprechende Programme, die diese Aufgabe übernehmen.

Sollte Apple das eBook zum Verkauf zulassen, wird die Datei mit einem DRM versehen. Dieses DRM regelt die Zugriffsrechte und enthält einen Kopierschutz, der sicherstellt, dass das Werk nur von demjenigen verwendet werden kann, der es auch käuflich erworben hat.

3.5.2.5 Dateiformat

Vgl. 3.5.1.5

4 Fazit

4.1 Vergleich

iBook Onlineplattform Hybrid-Modell Gewichtung
  • Risiko
  • Umsatzpotential
  • Laufende Kosten
  • Aufwand
  • Marktpräsenz
  • Angebotsvielfalt
  • Unabhänigkeit
  • ++
  • +
  • +
  • -
  • +
  • -
  • --
  • O
  • -
  • -
  • -
  • O
  • -
  • ++
  • +
  • ++
  • -
  • --
  • ++
  • +
  • O
  • 0,18
  • 0,26
  • 0,15
  • 0,05
  • 0,13
  • 0,13
  • 0,1
Ergebnis 0,89 0,29 1,25 1

Tabelle 06: Gewichtungstabelle zur Entscheidung des Vertriebsmodells

Legende: ++ = 1 / + = 0,5 / O = 0 / - = -0,5 / -- = -1

"iBook" steht stellvertretend für das gewinnoptimierte Umsetzungskonzept (Vgl. 3.5.2), wohingegen STUDeBooks die kostendeckende Ausarbeitung darstellt (Vgl. 3.5.1). Das Hybrid-Modell verkörpert eine Mischform aus den beiden genannten Variationen.

4.1.1 Risiko

Mit einer Gewichtung von 18% hat der Faktor Risiko den zweitstärksten Einfluss auf die Wahl des Vertriebsmodells. Unter Risiko ist das allgemeine Ausfallrisiko, sowie spezielle Risiken der jeweiligen Unternehmesform zusammengefasst. Dazu zählt z.B. das Ausbleiben von Zahlungen, genauso wie eine mangelnde Käuferereichbarkeit. Gerade für junge Startups ist ein niedriges Risiko durch begrenzte Liquidität enorm wichtig. Ferner entscheidet das Risiko über einen etwaigen Risikobonus, an mögliche Kapitalgeber, da dieser idR. stark eingepreist wird, sollte ein niedriges Risiko angestrebt werden.

4.1.2 Umsatzpotential

Das Umsatzpotential erhält die höchste Gewichtung aller Kriterien. Gerade in der Gründungsphase einer Unternehmung ist es wichtig, schnell kostendeckend arbeiten zu können, oder besser, den Break-Even-Point zu überschreiten. Ziel ist es so, die laufenden Kosten schnellst möglich zu decken und dadruch eine finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Können bereits kleinere Gewinne erzielt werden, besteht die Möglichkeit zu expandieren und den Weg für neue Quellen oder Vertriebswege zu ebnen. Um den Anschluss in diesem schnell wachsenden Markt zu halten, ist das Knüpfen neuer Partnerschaften und damit das Erschließen neuer Quellen notwendig. Solange das Interesse an dem Thema, durch Medien gefördert, groß ist, fällt die Argumentation und Verhandlung mit potentiellen Quellen wissenschaftlicher Arbeiten einfacher. Somit kann unter diesem Punkt auch die Möglichkeit des Wachstums zusammengefasst werden.

4.1.3 Laufende Kosten

Die laufenden Kosten sind, speziell zu Beginn einer Unternehmung, nicht zu vernachlässigen. Prinzipiell sollte das Ziel sein, laufende bzw. fixe Kosten niedrig zu halten. Dies macht zudem weiter von Fremdkapitalgebern unabhängigund so können die Deckungsbeiträge schneller erzielt werden. Aus diesem Grund stellen die fixen Kosten den dritt stärksten Faktor in der Gewichtung zur Wahl der Umsetzungsmöglichkeit dar.

4.1.4 Aufwand

Der Aufwand wird mit einer 5%-Gewichtung als am wenigsten ausschlaggebend bei der Wahl der Umsetzungsmöglichkeit betrachtet. Unter Aufwand sind die personellen Ressourcen zu verstehen. Zu Beginn einer Unternehmung ist die zeitliche Aufwendung in der Regel immer sehr hoch und stellt eine Notwendigkeit dar. Im "Best-Case" wird dieses Engagement durch Wachstum belohnt. Nach erfolgreicher Etablierung am Markt und erwirtschafteten Mitteln kann die Arbeit später auf mehrere Köpfe aufgeteilt werden. Dieser Punkt ist daher in späteren Phasen der Unternehmung neu zu gewichten um etwaige Personalkosten besser zu kontrollieren. Für ein Startup jedoch sollte der erstmalige Arbeitsaufwand kein Hinderniss darstellen. Durch den Einsatz und das Engagement der Gründungsmitglieder wird der Arbeistaufwand so auch keine große Hürde darstellen.

4.1.5 Marktpräsenz

Die Marktpräsenz beschreibt die Reichweite der angebotenen Produkte. Mit in diesem Faktor enthalten ist auch die öffentliche Vermarktung oder PR. Eine weitere Rolle in diesem Zusammenhang spielen die potentiellen Kundenzahlen, die mit dem jeweiligen Vertriebskonzept erreicht und angesprochen werden können. Da es sich bei dem Vertrieb von wissenschaftlichen Arbeiten eher um einen Nischenmarkt handelt, fällt die Gewichtung auf diesen Faktor nicht so stark aus. Jedoch ist eine überdurchschnittliche Marktpräsenz auch im Nischenmarkt wichtig. Daher ist dieser Punkt dennoch stark genug proportioniert, um zur Entscheidungsfindung beizutragen.

4.1.6 Angebotsvielfalt

Unter Angebotsvielfalt ist die Möglichkeit, sowohl kostenpflichtige, als auch kostenlose Produkte rentabel bzw. verlustfrei anbieten zu können zu verstehen. Generell kann eine hohe Angebotsvielfalt als erstrebenswert betrachtet werden. Auch in einem Nischenmarkt gibt es noch Kategorien, die abgedeckt werden wollen. Durch eine hohe Angebotsvielfalt entstehen Seiteneffekte zur Marktpräsez, aber auch zum Aufwand, den laufenden Kosten, dem Umsatzpotential sowie dem Risiko. Mit 13% Gewichtung fließt dieser Punkt daher übermäßig stark in den Findungsprozess mit ein.

4.1.7 Unabhängigkeit

Flexibilität und Entscheidungsfreiheit sind weitere Faktoren, die bei der Entscheidung für eine Umsetzungsmöglichkeit Berücksichtigung finden und werden in der Unabhängigkeit vereinigt. Die Unabhängigkeit bei einem solchen Projekt ist nicht unwichtig. Bei Betrachtung des eBook-Markts auf dem iPad wird hier gerade die restriktive Haltung von Apple gewertet. Weiter ist damit auch eine geminderte Flexibilität bei der Lösungsfindung sowie mangelnde Reaktionsschnelligkeit gemeint. Neben dem iBook-Store werden auch die Abhängigkeit von etwaigen Providern sowie Partner gewertet. Im direkten Vergleich mit anderen Faktoren wird dieser Punkt jedoch zurückgestellt.

4.2 Hybrid-Modell

4.2.1 Vertriebsweg

Der Vertrieb der Studentenarbeiten sollte in kostenfreie und kostenpflichtige Publikationen unterschieden werden. Primäres Ziel ist der Vertrieb von kostenpflichtigen eBooks. Hierfür bietet sich die Nutzung des von Apple geführten und der in die Infrastruktur von iTunes integrierte iBook-Store an. Für die Bereitstellung des Vertriebskanals behält Apple 30% des Umsatzes an Gebühren ein. Zusätzlich fallen weitere Kosten für die Beantragung einer ISBN und die Eintragung in das Adressbuch für den deutschsprachigen Buchhandel an[50][51]. Der restliche Umsatz wird nach Abzug einer Vertriebsprovision (Vgl. 3.4.2.2) auf das Guthabenkonto des Shop-Systems gutgeschrieben. Dieses Guthaben kann dazu verwendet werden, Einkäufe im STUDeBooks-Store zu tätigen oder dem Nutzer, nach Überschreitung eines festgelegten Betrages, ausgeschüttet werden.

Aus wirtschaftlicher Sicht, lohnt sich der Vertrieb von kostenlosen Publikationen über den iBook-Store nicht. Sollte der Autor dennoch Interesse an einer Veröffentlichung seines Werkes im iBook-Store haben, so kann er durch die Begleichung der anfallenden Kosten den Veröffentlichungsprozess zum Vertrieb anstoßen.

Andernfalls bekommt jeder Anbieter von wissenschaftlichen Arbeiten die Möglichkeit, seine Werke über eine Online-Plattform von STUDeBooks, sowohl kostenlos, als auch bepreist, bereitzustellen. Diese Online-Plattform wird durch ein webbasiertes unabhängiges Shop-System repräsentiert. Das eingesetzte Shop-System ist für den Vertrieb von digitalen Gütern ausgelegt und bietet eine komfortable Einbindung eines etablierten Online-Payment-Systems. Bei den potentiellen Nutzern dieses Shops wird nicht zwischen Käufer und Anbieter unterschieden. Nach der Registrierung erhält der Benutzer die Möglichkeit, sowohl digitale Bücher herunterzuladen, als auch seine wissenschaftlichen Arbeiten anzubieten. In beiden Fällen können Zahlungen über das implementierte Bezahlsystem abgewickelt werden. Der Käufer kann zusätzlich via Vorkasse bzw. Banküberweisung seine Rechnungen begleichen.

Die Entscheidung über den Vertriebsweg und die Bepreisung der Studentenarbeiten obliegt dem Autor.

4.2.2 Bezahlsystem

Als Bezahlsystem kommt in der Hauptsache ein Online-Payment-System zum Einsatz. Als weitere Option bietet der STUDeBooks-Store seinen Kunden die Möglichkeit, Rechnungen per Banküberweisung zu begleichen. Zahlungsströme von STUDeBooks ausgehend, werden lediglich über das Online-Payment-System getätigt. eBook Käufe über den offiziellen iBook-Store, werden über die von Apple angebotenen Zahlungsmöglichkeiten direkt an Apple gezahlt. Der über den iBook-Store generierte Umsatz wird von Apple entsprechend unter Einbehaltung einer Provision an STUDeBooks überwiesen. Bei Käufen, die per Banküberweisung bezahlt werden, ist eine manuelle Kontrolle der Zahlungsströme notwendig. Über eine entsprechende Banking-Software ließe sich dieser Prozess teil-automatisieren.

4.2.3 Preisgestaltung

Bei der Preisgestaltung findet eine Unterscheidung statt. Einerseits können wissenschaftliche Arbeiten kostenlos vertrieben werden, andererseits besteht die Möglichkeit, einen Preis für das eBook festzulegen. Dieser Preis ist nicht fix, sondern kann, sofern über den STUDeBooks-Store vertrieben, vom Autor selbst bestimmt, angepasst und verändert werden.

Wird diese Arbeit über den iBook-Store vertrieben, kann der Autor einen Antrag auf Preissenkung bei STUDeBooks stellen, woraufhin STUDeBooks, in ihrer Funktion als Publizist im iBook-Store, dort die Preisanpassung vornimmt. Eine Änderung des Angebots von kostenpflichtig auf kostenlos ist in diesem Fall nicht möglich.

Sollte ein Autor sich entscheiden, seine Werke über den iBook-Store anzubieten, wird von STUDeBooks eine Preisuntergrenze festgelegt, die die Kosten für die Zutrittsbedingungen, inklusive Berücksichtigung der Umsatzbeteiligung von Apple und STUDeBooks, neutralisiert. Um die Preisfindung für den Autor zu vereinfachen, kann ein im Shop-System integrierter Kalkulator den Break-Even für STUDeBooks bzw. den Autor ermitteln und Preisvorschläge anzeigen.

Die Möglichkeit, kostenlose Angebote über den iBook-Store zu vertreiben kann ebenfalls ermöglicht werden, wenn der Autor bereit ist, die in diesen Fall entstehenden Kosten selbst zu tragen.

4.2.4 Akquirierung

Die Akquirierung neuer Arbeiten wird in der Gründungsphase von STUDeBooks auf die vorhandene Quelle des WinfWiki der FOM und die Möglichkeit für registrierte Autoren, ihre Werke über das Shop-System einzureichen, begrenzt. Dabei sollten die wissenschaftlichen Arbeiten im PDF-Format vorliegen. Ist STUDeBooks im Besitz dieser PDF-Datei, muss diese in das open EPUB-Format konvertiert werden. Hierzu wird eine Software verwendet, die die Umwandlung automatisiert durchführt und dem Buch einige Meta-Daten anfügt.

Das weitere Vorgehen richtet sich nach, der vom Autor getroffenen Wahl, seine Arbeit im iBook-Store oder im EDUeBook-Store vertreiben zu wollen. Anderweitig aquirierte Werke werden, außer anders gefordert, standardmäßig und kostenpflichtig über den iBook-Store vertrieben. Fällt die Entscheidung für den Vertrieb über den STUDeBooks-Store, sind keine weiteren Arbeitsschritte notwendig. Das erzeugte eBook fließt in den Vertrieb über das hauseigene Shop-System ein und kann zeitnah auf der Plattform heruntergeladen oder erworben werden. Um rechtlichen Problemen vorzubeugen, empfiehlt es sich, eingereichte oder bezogene Arbeiten zu prüfen um evtl. Plagiate zu erkennen und herauszufiltern. Für den Abgleich und die Prüfung auf Plagiate gibt es spezielle Software, die diesen Prozess automatisiert durchführt.

Entscheidet sich der Autor, sein Werk über den iBook-Store vertreiben zu wollen, sind weitere Maßnahmen seitens STUDeBooks zu ergreifen. Damit das eBook den Zulassungsprozess von Apple erfolgreich durchlaufen kann, muss dem Buch eine ISBN zugewiesen werden. ISB-Nummern werden in Deutschland zentral über die "Internationale Standard-Buchnummer Agentur für die Bundesrepublik Deutschland"[52] beantragt und vergeben. Die ISB-Nummern können einzeln oder bis zu einer Stückzahl von 100.000 aufeinmal beantragt werden[53]. Es besteht die Möglichkeit, die Nummern und dazugehörige Prüfsummen in elektronischer Form zu beziehen. Für den iBook-Store vorgesehen eBooks müssen mit einer dieser beantragten ISBN verknüpft werden.

Ein über den Verlag angebotenes eBook ändert nichts an der urheberrechtlichen Situation. Alleiniger Urheber mit allen Rechten ist und bleibt weiterhin der Autor oder die Autoren. Lediglich die Rechte zum kommerziellen Verkauf müssen geregelt werden. Eine solche Übertragung der Rechte kann über die AGB geregelt werden. Jeder Nutzer, der die Absicht hat, seine Arbeiten vertreiben zu lassen, muss diesen Bestimmungen zustimmen.

Der Urheber bekommt die Möglichkeit, den prozentualen Anteil seiner Umsatzbeteiligung um einen kleinen Prozentsatz zu erhöhen, indem er sich entscheidet, seine wissenschaftlichen Arbeiten exklusiv vertreiben zu lassen. Dieser Anreiz stellt eine Situation her, von der sowohl der Autor, alsauch der Verlag profitieren.

Zur Qualitätssicherung bietet sich an, die fertig bearbeitete Datei über einen EPUB-Validator prüfen zu lassen, um einer Ablehnung im Zuge des Zulassungsprozesses vorab entgegen zu wirken.

Nach erfolgreich durchlaufendem Zulassungsprozess fügt Apple dem digitalen Buch einen Kopierschutz in Form eines DRM an. Hierbei wird das eigens von Apple entworfene und genutzte "FairPlay"-DRM genutzt. Damit wird verhindert, dass die wissenschaftlichen Arbeiten keine illegale Verbreitung durch Raubkopierer findet.

4.2.5 Dateiformat

Vgl. 3.5.1.5

5 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
PCPersonal Computer
AppApplication (dt. Anwendung, Programm)
3GThird Generation (dt. dritte Generation), gemeint ist die dritte Generation Mobilfunkstandards
UMTSUniversal Mobile Telecommunications System, Mobilfunkstandard der dritten Generation
GPRSGeneral Packet Radio Service (dt. Allgemeiner paketorientierter Funkdienst), steht für den paketorientierten Dienst zur Datenübertragung in GSM- und UMTS-Netzen
EDGEEnhanced Data Rates for GSM Evolution, bezeichnet eine Technik zur Erhöhung der Datenübertragungsrate in GSM-Mobilfunknetzen durch Einführung eines zusätzlichen Modulationsverfahrens
eInkelectronic Ink (dt. elektronische Tinte, elektronisches Papier)
AGBAllgemeine Geschäftsbedingungen
CCCreative Commons
DRMDigital Rights Management (dt. Digitale Rechteverwaltung)
eBookelectronic Book (dt. elektronisches Buch)
eReaderelectronic Reader (dt. elektronisches Lesegerät)
GNUGeneral Public License
IPSIn-Plane-Switching
ISBNInternational Standard Book Number (dt. Internationale Standard-Buchnummer)
LEDLight Emitting Diode (dt. Leuchtdiode)
PDFPortable Document Format (dt. (trans)portables Dokumentenformat)
RSARives Shamir Adleman (Verschlüsselungsalgorithmus der nach dem Erfinder benannt wurde)
SETSecure Electronic Transactions
SSLSecure Sockets Layer
Wi-FiWireless Fidelity (andere Bezeichnung für WLAN; Kunstwort in Anlehnung an Hi-Fi)
WLANWireless Local Area Network (dt. drahtloses lokales Netzwerk)
WWDCApple Worldwide Developers Conference 2010
(X)HTML(Extensible) HyperText Markup Language
XMLExtensible Markup Language (dt. für erweiterbare Auszeichnungssprache)
IDPFInternational Digital Publishing Forum, http://www.idpf.org/
OPSOpen Publication Structure
OPFOpen Packaging Format
OCFOpen Container Format
CSSCascading Style Sheets
PDAPersonal Digital Assistent
FOMHochschule für Ökonomie und Management

6 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.AbbildungQuelle
01Apple iPad (Maße)http://www.apple.com/ipad/specs/
02iBook-Store auf dem iPadhttp://www.apple.com/ipad/features/ibooks.html
03iBook App (Übersicht) auf dem iPadhttp://www.apple.com/ipad/features/ibooks.html
04iBook App (Buch) auf dem iPadhttp://www.apple.com/ipad/features/ibooks.html
05Gesamtverkaufszahlen von eBooks in den USAhttp://www.idpf.org/doc_library/industrystats.htm
06Umfrage zu eBooks in Deutschlandhttp://www.twidox.com/file-document/28170/ebooks-und-ereader--marktpotenziale-in-deutschland-2009-kirchner-robre
07Internationale Umfrage zu eBooks an wissenschaftlichen Bibliothekenhttp://www.twidox.com/file-document/28170/ebooks-und-ereader--marktpotenziale-in-deutschland-2009-kirchner-robre
08Aufbau einer einfachen EPUB-Dateihttp://textmulch.de/blog/wp-content/uploads/2009/07/epub-einfach.png
09Aufbau einer MobiPocket Dateihttp://www.mobipocket.com/dev/article.asp?BaseFolder=prcgen&File=mobiformat.htm
10Calibre ScreenshotCalibre Screenshot MAC-OSX-Version
11Ablauf eines In App Einkaufs für die 1.Methodehttp://developer.apple.com/iphone/library/documentation/NetworkingInternet/Conceptual/StoreKitGuide/Overview%20of%20the%20Store%20Kit%20API/OverviewoftheStoreKitAPI.html
12Kindle App auf dem iPadhttp://www.amazon.com/gp/feature.html/ref=kcp_ipad_mkt_lnd?docId=1000490441
13Zahlungsvorgang Nachnamehttp://www.ecommerce-leitfaden.de/images/big/E-Commerce-Leitfaden_Erfolgreich_im_elektronischen_Internet-Handel_Abb4-2_gross_Ablauf_einer_Zahlung_per_Nachnahme.jpg
14Zahlungsvorgang Lastschrifthttp://www.ecommerce-leitfaden.de/images/big/E-Commerce-Leitfaden_Erfolgreich_im_elektronischen_Internet-Handel_Abb4-3_gross_Ablauf_einer_Zahlung_per_Lastschrift.jpg
15Zahlungsvorgang Kreditkartehttp://www.ecommerce-leitfaden.de/images/big/E-Commerce-Leitfaden_Erfolgreich_im_elektronischen_Internet-Handel_Abb4-5_gross_Ablauf_einer_Zahlung_per_Kreditkarte.jpg
16Zahlungsvorgang Giropayhttp://www.ecommerce-leitfaden.de/images/big/E-Commerce-Leitfaden_Erfolgreich_im_elektronischen_Internet-Handel_Abb4-1_gross_Ablauf_einer_Zahlung_per_giropay.jpg
17Zahlungsvorgang ePaymenthttp://www.ecommerce-leitfaden.de/images/big/E-Commerce-Leitfaden_Erfolgreich_im_elektronischen_Internet-Handel_Abb4-6_gross_Ablauf_von_Zahlung_mit_E-Payment-Verfahren.jpg
18Economics of producing a Bookhttp://graphics8.nytimes.com/images/2010/03/01/business/01ebook_g/01ebook_g-popup.jpg
19Besucher im EDUeStoreDokument mit Open Office Calc erstellt
20Variable ProvisionDokument mit Open Office Calc erstellt
21Break-EvenDokument mit Open Office Calc erstellt
22Verkaufszahlen von eBooks und eReaders Best CaseDokument mit Open Office Calc erstellt

7 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr.Quelle
01Spezifikationen und technische Daten zum iPad - http://www.apple.com/de/ipad/specs/ 06.06.2010 20:35
02Vor -und Nachteile eBooks/eReader vs. gedruckte Bücher
03Anforderung an das Zahlungssystem aus Käufer- und Verkäufersicht
04Wirtschaftlichkeit der Herstellung eines Buches
05Marktübersicht
06Gewichtungstabelle zur Entscheidung des Vertriebsmodells

8 Fußnoten

  1. vgl. http://www.macobserver.com/tmo/article/Steve_Jobs_No_Tablet_No_PDA_No_Cell_Phone_Lots_Of_iPods/ - Steve Jobs im Interview mit Walt Mossberg auf der "D: All Things Digital" im Jahre 2003 28.05.2010 15:00
  2. vgl. http://www.apple.com/pr/library/2010/05/31ipad.html 09.06.2010 19:32
  3. vgl. http://wiki.mobileread.com/wiki/Rocket_eBook 05.06.2010 15:27
  4. vgl. http://wiki.mobileread.com/wiki/Softbook_Reader 05.06.2010 15:35
  5. vgl. Quarters 2002 through Q1 2010 http://www.idpf.org/doc_library/industrystats.htm 05.06.2010 13:45
  6. vgl. http://wiki.mobileread.com/wiki/Amazon_Kindle_1 10.06.2010 18:48
  7. vgl. http://pressetext.de/news/090821002/e-books-enormes-marktwachstum-erwartet/?phrase=e-book 09.06.2010 19:24
  8. vgl. Technische Daten http://www.apple.com/de/ipad/specs/ am 02.06.2010 17:30
  9. vgl. http://developer.apple.com/programs/iphone/distribute.html 02.06.2010 13:08
  10. vgl. http://www.apple.com/pr/library/2010/05/03ipad.html 01.06.2010 19:30
  11. vgl. http://www.apple.com/hotnews/thoughtsonmusic/ 09.06.2010 19:18
  12. vgl. http://www.idpf.org/doc_library/industrystats.htm 09.06.2010 08:12
  13. vgl. http://www.lesen.net/ebooks/usa-3x-mehr-ebook-verkaeufe-auf-jahressicht-3191/ 07.08.2010 19:35
  14. vgl. http://www.twidox.com/file-document/28170/ebooks-und-ereader--marktpotenziale-in-deutschland-2009-kirchner-robre 12.06.2010 13:40
  15. vgl. http://winfuture.de/news,55743.html 04.06.2010 17:25
  16. vgl. http://winfuture.de/news,55467.html 04.06.2010 17:30
  17. vgl. http://www.idpf.org/specs.htm 03.06.2010 12:37
  18. vgl. http://open-ebook.de/ebook-format-epub/ 03.06.2010 12:45
  19. vgl. http://www.adobe.com/devnet/pdf/pdf_reference.html 03.06.2010 13:08
  20. Aufgrund aktuell vorgestellter Programmfeatures auf der WWDC2010, die zum Zeitpunkt der Fallstudienausarbeitung noch nicht zur Verfügung standen, bezieht sich diese Ausarbeitung auf die iBookApp ohne PDF unterstützung.
  21. vgl. http://www.mobipocket.com/en/Corporate/AboutMobipocket.asp?Language=DE 03.06.2010 13:24
  22. vgl. http://www.mobipocket.com/dev/article.asp?BaseFolder=prcgen&File=mobiformat.htm 03.06.2010 13:31
  23. vgl. http://www.w3.org/TR/xhtml1/ 08.06.2010 19:32
  24. vgl. http://www.german-isbn.org/isbn_frame.html 09.06.1010 18:47
  25. vgl. http://developer.apple.com/programs/iphone/distribute.html 09.06.2010 17:56
  26. vgl. http://developer.apple.com/iphone/library/documentation/NetworkingInternet/Conceptual/StoreKitGuide/Overview%20of%20the%20Store%20Kit%20API/OverviewoftheStoreKitAPI.html#//apple_ref/doc/uid/TP40008267-CH100-SW13 09.06.2010 17:59
  27. vgl. http://developer.apple.com/iphone/library/documentation/NetworkingInternet/Conceptual/StoreKitGuide/Overview%20of%20the%20Store%20Kit%20API/OverviewoftheStoreKitAPI.html#//apple_ref/doc/uid/TP40008267-CH100-SW14 09.06.2010 17:59Uhr
  28. vgl. http://blog.ebookreader-vergleich.de/2010/03/ebooks-tablets-apple-bringt-mehr-ebooks-aufs-ipad-ibook-store-mit-interessanten-konditionen/ 10.06.2010 10:55Uhr
  29. vgl. http://www.macrumors.com/2010/01/20/amazon-tweaks-kindle-store-royalty-program-ahead-of-apple-tablet-launch/ 10.06.2010 10:54Uhr
  30. vgl. http://www.ecommerce-leitfaden.de/download/ECL/E-Commerce-Leitfaden.pdf S.109 am 02.06.2010 um 09:59
  31. vgl. http://www.bitkom.org/de/presse/49919_48296.aspx 13.06.2010 09:52
  32. vgl. http://www.welt.de/finanzen/article2786963/Kreditkarten-bringen-die-Banken-in-Bedraengnis.html 13.06.2010 11:20
  33. vgl.http://www.ecc-handel.de/visa_und_mastercard_-_kreditkartenzahlung_im.php 03.06.2010 14:31
  34. vgl. http://www.bitkom.org/de/presse/49919_48296.aspx 13.06.2010 09:53
  35. vgl. http://www.nytimes.com/2010/03/01/business/media/01ebooks.html 13.06.2010 11:20
  36. vgl. WWDC 2010 Präsentation http://events.apple.com.edgesuite.net/1006ad9g4hjk/event/index.html 13.06.2010 09:26
  37. “If you want bookstores to stay alive, then you want to slow down this movement to e-books, The simplest way to slow down e-books is not to make them too cheap.”übersetzt von Marcel Goralski, nach Mike Shatzkin chief executive of the Idea Logical Company
  38. vgl. http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__7.html 09.06.2010 17:22
  39. vgl. §11 UrhG http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__11.html 09.06.2010 17:38
  40. vgl. https://itunesconnect.apple.com/WebObjects/iTunesConnect.woa/wo/0.0.0.5.7.7.1 09.06.2010 17:23
  41. vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronisches_Papier 02.06.2010 22:17
  42. vgl. http://www.twidox.com/file-document/28170/ebooks-und-ereader--marktpotenziale-in-deutschland-2009-kirchner-robre 02.06.2010 22:32
  43. vgl. http://www.heise.de/ct/artikel/Googlehagel-290458.html 13.06.2010 11:04
  44. vgl. http://www.google.de/trends?q=ebooks 01.06.2010 23:15
  45. vgl. https://www.paypal-deutschland.de/shops/angebote.html 01.06.2010 23:20
  46. vgl. http://www.apple.com/pr/library/2010/05/03ipad.html 02.06.2010 13:37
  47. vgl. http://www.apple.com/pr/library/2010/05/03ipad.html 31.05.2010 17:40
  48. vgl. http://www.twidox.com/file-document/28170/ebooks-und-ereader--marktpotenziale-in-deutschland-2009-kirchner-robre 13.06.2010 10:58
  49. vgl. http://developer.apple.com/iphone/appstore/approval.htm 13.06.2010 11:00
  50. vgl. http://www.german-isbn.org/pz_preise.html 09.06.2010 20:06
  51. vgl. http://www.german-isbn.org/adb_eintrag.html 09.06.2010 20:07
  52. vgl. http://www.german-isbn.org/ 05.06.2010 20:34
  53. vgl. http://www.german-isbn.org/pz_preise.html am 05.06.2010 um 20:34

9 Literatur- und Quellenverzeichnis

Sortierung Quelle
Koch (2002) Koch, Wolfram, ePaymentsysteme: Bezahlen im Internet 2002, Hessen-media;Bd. 35, S. 4
Dr. Gooß (2004) Dr. Gooß, Barbara: Vetion.de Verlag,http://www.vetion.de/tipinfo/pdf/webweiser/Bezahlsysteme_Vetion.pdf, 02.06.2010 08:54
BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V.,http://www.bvdw.org/mybvdw/media/download/131109-bvdw-leitfaden-sicher-online-einkaufen.pdf?file=858, 02.06.2010 09:08
ibi research E-Commerce in Deutschland, http://www.ecommerce-leitfaden.de/download/ECL/E-Commerce-Leitfaden.pdf , 02.06.2010 10:15
Apple App Store Geschäftsbedingungen, http://www.apple.com/legal/itunes/appstore/chde/terms.html, 03.06.2010 10:58
Apple Apple über Verkaufszahlen des iPads, http://www.apple.com/pr/library/2010/05/03ipad.html 03.06.2010 17:25
Apple Spezifikationen und technische Daten zum iPad, http://www.apple.com/de/ipad/specs/ , 02.06.2010 17:30
Universität Karlsruhe Seminararbeit u.a. über E-Ink, http://www.ipd.uni-karlsruhe.de/~oosem/DB0203/ausarbeitung/moritz_loges.pdf
Kirchner-Robrecht Analyse des E-Book Markts, http://www.twidox.com/file-document/28170/ebooks-und-ereader--marktpotenziale-in-deutschland-2009-kirchner-robre
Google "Google Trends" um Thema eBooks, http://www.google.de/trends?q=ebooks, 08.06.2010 15:41
Paypal Anzahl der Shops in D. mit Paypal möglichkeit, https://www.paypal-deutschland.de/shops/angebote.html, 08.06.2010 15:44
ISBN Preise für ISBN Nummer, http://www.german-isbn.org/pz_preise.html , 08.06.2010 15:59
ISBN Preise für Eintragung ins ADB, http://www.german-isbn.org/adb_eintrag.html, 08.06.2010 15:59
Boersenblatt Marktzahlen für 2009, http://www.boersenblatt.net/334053/, 08.06.2010 16:02
Boersenblatt Zahlen zur Lesegewohnheit auf dem iPad, http://www.hartware.de/news_49243.html, 08.06.2010 16:04
IDPF US Trade Wholesale Electronic Book Sales, http://www.idpf.org/doc_library/industrystats.htm, 05.06.2010 13:45
Distimo Appstore Statistiken, http://www.distimo.com/report/download-latest
Universität Bielefeld (2009) Ernst, Olaf; van der Velde, Wouter: The Future of eBooks? Will Print disappear? An End-User Perspective, http://biecoll.ub.uni-bielefeld.de/volltexte/2010/5004/pdf/ernst_final_rd.pdf, 09.06.2010 18:50
Vieweg Verlag (2007) Rüdiger Grimm und Stefan Puchta, Datenspuren bei der Nutzung von Digital Rights Management-Systemen (DRM) DOI:10.1007/s11623-006-0022-8
Lebert (2009) Lebert, Marie; Project Gutenberg gutenberg.org: A Short History of EBooks, http://www.gutenberg.org/etext/29801, 09.06.2010 18:57
Persönliche Werkzeuge