Evolution mobiler Rechnersysteme - Die Entwicklung vom Portable zum Subnotebook

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Name des Autors: Malte Ney
Titel der Arbeit: "Evolution mobiler Rechnersysteme - Die Entwicklung vom Portable zum Subnotebook"
Hochschule und Studienort: FOM Essen


Inhaltsverzeichnis


1 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
CPU Central Processing Unit
DDR Double Data Rate
IC Integrated Circuits
Li-lon Lithium-Ionen
LSI Large Scale Integration
MS-DOS Microsoft Disk Operating System
PDA Personal Digital Assistent
PDS Processor Direct Slot
QBits Quanten-Bits
SCSI Small Computer System Interface
TFT Thin-Film Transistor
USB Universal Serial Bus


2 Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 LG Subnotebook TX-ADGAG
Abbildung 2 Asus Eee PC 901
Abbildung 3 Elektronenröhren
Abbildung 4 ZX81 von Brite Clive Sinclair
Abbildung 5 GRiD Compass 1101
Abbildung 6 Compaq Portable
Abbildung 7 Gavilan SC
Abbildung 8 TRS-80 Model 200
Abbildung 9 Kaypro 2000
Abbildung 10 IBM Convertible PC
Abbildung 11 Linus Write-Top
Abbildung 12 Atari Portfolio
Abbildung 13 Compaq LTE
Abbildung 14 Apple Macintosh Portable
Abbildung 15 Atari Stacy
Abbildung 16 Macintosh PowerBook 140
Abbildung 17 Apple Newton
Abbildung 18 Apple iBook
Abbildung 19 IBM Thinkpad R50p
Abbildung 20 DELL Inspiron 1525


3 Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Übersicht betrachteter Systeme von 1982 bis 1989
Tabelle 2 Übersicht betrachteter Systeme von 1989 bis 2008


4 Einleitung

Seit Anfang 2007 bis zum Start dieser wissenschaftlichen Arbeit Ende 2008 haben sich viele Veränderungen auf dem Markt der mobilen Rechnersysteme ergeben. Es startete mit der Veröffentlichung von Netbooks der Firma Asustek, die eine Unterkategorie der Subnotebooks darstellt. Die Nachfrage nach Netbooks stieg stetig, so dass viele Online-Shops die Kategorie "Netbooks" in ihren Portalen aufnahmen.[1] Etwa zeitgleich kündigte die Firma Apple den Einzug in den Mobilfunkmarkt im Juli 2007 an und erweckten damit weltweit Aufsehen. So kürte das US-Magazine Times das iPhone sogar zur "Erfindung des Jahres 2007".[2] Ein Jahr später veröffentlichte Apple das dünnste Subnotebook der Welt mit dem Namen "Macbook Air" und mischte dadurch, wie Asustek 2007, den Subnotebook-Markt 2008 erneut auf.[3] Nicht ausschließlich der Aktualität des Themas widmete sich der Autor dieser Arbeit, sondern zusätzlich auch bezüglich der Vorgeschichte mobiler Rechnersysteme. Diese Arbeit soll auf die Fragen eingehen, durch welche Meilensteine der Computerentwicklung Mobilität möglich wurde. Welche Vorfahren der aktuellen Notebooks gab es? Wann und wie stiegen große Unternehmen, wie z. B. IBM in das mobile PC-Geschäft ein? Wie waren die Anfänge? Zuletzt soll anschließend die Frage: "Die Entwicklung vom Portablen zum Subnotebook?" geklärt werden, hierbei ist wichtig anzumerken, dass es sich im Titel um eine Fragestellung handelt und um keine Aussage. Da auch Subnotebooks durch alternative Produkte in Konkurrenz stehen, wie beispielsweise zu Mobiltelefonen, wird darauf am Ende eingegangen.

5 Definitionen

Zunächst wird der Autor eine Definition zu Notebooks und Subnotebooks darstellen, um im weiteren Verlauf auf die Geschichten und Entwicklungen einzugehen.

5.1 Laptop oder Notebook

In dem Zusammenhang mit Notebooks wird, aus der Erfahrung des Autors heraus, oft der Begriff "Laptop" als Synonym genutzt. Würde man eine Umfrage auf offener Straße durchführen, würden viele Leute wahrscheinlich keinen Unterschied zwischen dem Begriff "Laptop" und "Notebook" sehen. Etliche Leute würden wahrscheinlich beide Begriffe gleichsetzen mit "transportabler Computer" oder "kleiner Computer für die Tasche".


Nun sollen jedoch genauere Definitionen der beiden Begriffe folgen. Dazu wird zum Einen ein primär nicht technisch versiertes 24-Bändiges Lexikon und zum Anderen ein technisches Online-Nachschlagewerk benutzt. Das Eine ist das Online-Nachschlagewerk des DATACOM Buchverlags GmbH mit dem Titel "IT Wissen - Das große Online-Lexikon für Informationstechnologie" und das Andere "MEYERS GROSSE TASCHEN LEXIKON" der Meyers Lexikonredaktion.


IT Wissen

Das Online-Taschenbuch beschreibt einen Laptop wie folgt: »Ein Laptop ist ein kleiner, transportabler, akkubetriebener PC, der für den Betrieb »auf dem Schoß« konzipiert ist. Diese leistungsstarken, flachen Geräte, die in einer Aktentasche transportiert werden können,[...] Ein Laptop besteht aus einem Gehäuse, in das der Bildschirm und die Tastatur eingebaut sind. Bedingt durch die weitere Verkleinerung werden Laptops zunehmend durch noch handlichere Notebooks verdrängt.«[4]


MEYERS GROSSES TASCHENLEXIKON

Neben der voranstehenden Beschreibung nun die der Meyers Lexikonredaktion: »Laptop: Kurzbezeichnung für englisch Laptop Computer , von lap "Schoss" und top "Arbeitsplatte", tragbarer, unabhängig vom Stromnetz mit Batterien betriebener Computer von der Größe einer Reiseschreibmaschine und der Leistungsfähigkeit eines Personalcomputers: hat in der Regel einen sehr flachen Bildschirm.«[5]


Fasst man nun beide Beschreibungen zusammen, ist ein Laptop aus dem Englischen frei übersetzt eine Arbeitsplatte für den Schoß, die tragbar, durch integrierten Akku unabhängig vom Stromnetz und durch flache Bauweise zum Beispiel in einer Aktentasche transportiert werden kann. Es stellt dabei einen portablen, also einen handlich transportierfähigen Personal Computer dar, bestehend aus einem Gehäuse mit integrierten Bildschirm und einer Tastatur.

Ein Notebook wird dagegen in beiden Quellen sehr kurz wie folgt defniert: »Notebook, Personalcomputer in Buchformatgröße, kleiner als ein Laptop«[6] und »Ein Notebook ist ein »Notizbuch«, ein akkubetriebener Klein-PC mit aufklappbarem Bildschirm in der Größe eines DIN A4-Blattes mit nur wenigen Zentimetern Höhe. Diese Gerätekategorie löst in zunehmendem Maße die Laptops ab.«[7]

Beide Quellen lassen nun also den Rückschluss zu, dass Notebooks Laptops darstellen, die aufgrund Ihres Formfaktors immer kleiner und handlicher werden - so wie ein, auch wenn es der Hardware aufgrund der Größe etwas schmeicheln sollte - ein Notizbuch.

5.2 Subnotebook

Abb. 1: LG Subnotebook TX-ADGAG
Abb. 1: LG Subnotebook TX-ADGAG

Neben den Laptops und Notebooks wird zudem noch in Unterkategorien wie Subnotebooks unterschieden. Kleinere Notebooks werden als Subnotebooks bezeichnet und haben, gemessen am Bildschirm eine Bildschirmdiagonale von etwa 10- bis 13-Zoll. Notebooks, die wiederum noch kleiner als Subnotebooks sind, werden als Netbooks bezeichnet und haben ein Display von unter 10-Zoll Bildschirmdiagonale.[8] Nun jedoch wieder zurück zu den Subnotebooks: Betrachtet man die technische Grundausstattung eines heute gängigen Subnotebooks, gehört hierzu eine Zentraleinheit (CPU) (auch als Doppelkernprozessor mit über 1 GHz Taktfequenz, großer Arbeitsspeicher, die 2 GB und größer sein kann, eine Festplatte mit 100 GB und mehr und ein DVD-Laufwerk. Die integrierten Displays sind hochauflösend, haben meistens ein Bildseitenverhältnis von 4:3 oder 16:9 und unterstützen zudem Audio und Video. An Schnittstellen sind sie in aller Regel mit mehreren USB-Schnittstellen, Firewire, PC-Card-Slots und anderen Schnittstellen ausgestattet. Für die Kommunikation gibt es neben den drahtgebundenen Anschlüssen, Funkverbindungen mit WLAN und Bluetooth.

Subnotebooks wurden speziell für die mobile geschäftliche Kommunikation entwickelt und haben vollwertige Betriebssysteme, Energiesparsysteme und Li-lon-Akkus (Lithium-Ionen Akkus).[9]

5.3 Netbooks

Abb. 2:  Asus Eee PC 901
Abb. 2: Asus Eee PC 901

Wie oben schon beschrieben, schlüsselte sich der Begriff des Laptop in immer weiteren Kategorien auf. So wurden aus den immer kompakter werdenden Laptops später Notebooks, die wiederrum in Unterkategorien aufgeschlüsselt wurden. Neben den Subnotebooks wurden, wie im letzten Punkt beschrieben, seit 2007 der Begriff des Netbooks immer populärer. Damit wird ein mobiler Laptop bezeichnet, für den vor allem eingeschränkte Funktionalitäten und ein geringer Preis charakteristisch sind. Subnotebooks siedeln sich unterhalb der Subnotebooks an und wurden zum ersten mal im Jahr 2000 von der Firma Psion vorgestellt. Eine Renaissance fand die Bezeichnung des mobilen Winzlings im Jahr 2007, als die taiwanesische Firma Asustek das Modell "eee" veröffentlichte. Die Abkürzung "eee" stand dabei für easy, exciting und economic, also einfach, aufregend und kostengünstig, und spiegelte damit das Netbook-Konzept genau wieder.[10]

6 Wichtige Meilensteine portabler Rechner

Im 4. Kapitel wird der Autor mehrere tragbare Computersysteme aus verschiedenen Zeiten analysieren. Um dabei den zeitlichen Kontext nicht zu vernachlässigen, soll dieses Kapitel eine Übersicht über die allgemeinen Entwicklungen der digitalen Datenverarbeitung geben.

Nach Andrew S. Tanenbaum in "Moderne Betriebsysteme" lassen sich die grundlegenden Entwicklungsstufen in vier Generationen einteilen. Daher werden sich die nun folgenden Unterkapitel mit den einzelnen Generationen auseinander setzen. Zuerst wird der Autor auf die erste Generation digitaler Datenverarbeitung eingehen, den so genannten Röhrenrechnern, dann auf die Transistorenrechner, anschließend auf die dritte Generation, bei denen das erste Mal integrierte Schaltkreise (ICs) verwendet wurden und zuletzt auf die Mikroprozessoren, die noch bis heute Einsatz finden.[11]

6.1 Röhrenrechner

Abb. 3:  Elektronenröhren
Abb. 3: Elektronenröhren

Wollen wir nun die 1. Generation der elektronischen Rechner betrachten, die etwa seit den 40er Jahren auf Basis von Elektronenröhren entwickelt wurden:

Auf der Grundlage des theoretischen Modells des Computers von John von Neumann wurde Anfang der 40er Jahre das Gerät Harvard Mark l und Mark ll in den vereinigten Staaten von Amerika entwickelt. Die Besonderheit hierbei war, dass diese Geräte erstmals mit Elektronenröhren als Schaltelemente ausgestattet wurde. Die mit den Glühlampen verwandten Vakuumteile wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und dienten verschiedenen Zwecken, wie z. B. als Verstärkerelement in Röhrenradios. Das in diesem Unterkapitel eingefügte Bild zeigt unterschiedliche Elektroröhren, die zwischen 1927 und 1960 entwickelt wurden.

Für die Computertechnik waren besonders die Röhrenmodelle interessant, die mit Ihren Anschlüssen die früheste Verwendung einen elektronischen Schalters darstellten. Dabei gab es drei Anschlüsse, bei denen ein Anschluss für die Steuerung zuständig war und die anderen zwei für die Darstellung des Zustandes. Wenn man also an der Verbindung Spannung anlegte, floss Strom durch die anderen beiden Anschlüsse. Programmiert wurde durch Schalter und Steckverbindungen an großen Schalttafeln. Das Speichern eines Programmes konnte nur durch zwei Möglichkeiten erfolgen: Entweder malte man die einzelnen Zustände der Schalttafel auf oder man fotografierte sie. Hierdurch dauerte die Programmierung von komplexeren Programmen durch den hohen Aufwand dementsprechend lange.[12]

Die Erweiterung der Computer mit Röhrenrechnern wurde vor allem durch folgende Entwickler geprägt: Howard Aiken von der Harward Universität, John von Neumann am Institut für Advanced Study in Princeton, J. Presper Eckert und William Mauchley an der Universität Pennsylvannia sowie Konrad Zuse in Deutschland.[13]

Wie an dieser Beschreibung erkennbar, war die Entstehung eines portablen Computers in dieser Zeit noch meilenweit entfernt. Röhrenrechner waren noch deutlich zu groß und stromhungrig, so dass man nicht im entferntesten an kleine mobile Rechner denken konnte. Schon gar nicht an einen kleinen Computer, den man sich heutzutage sofort vorstellt. Über allem stellte sich die Frage: Wer hat schon so viel Geld, sich so ein Rechner kaufen zu können? In dieser Zeit wurde jedoch das grundlegende Fundament der weiteren Entwicklungen gelegt, auf denen die nächsten Generationen aufbauen konnten. Computer waren eher Forschungsobjekte die bis dato nur geringe Verbreitung fanden.

6.2 Transistorenrechner

Die Entwicklung der Transistoren im Jahr 1947 änderte die Computer radikal. Transistoren sind Halbleiterbauteile, die die gleiche Aufgabe wie Elektronenröhren übernehmen, also die gleichen Schaltaufgaben. Halbleiterbauteile bezeichnen Material, das eine Leitfähigkeit besitzt, das zwischen Leitern und Isolatoren anzusiedeln ist. Durch die Transistoren konnte die Datenverarbeitung deutlich zuverlässiger durchgeführt werden und sie hatten den bedeutungsvollen Vorteil, dass die kleiner waren, günstiger hergestellt werden konnten und auch weniger Strom verbrauchten. Ab den 50er Jahren wurden z. B. auch Transistoren in Radios sehr gut verkauft - die so genannten Transistor-Radios. Ab den 60er Jahren wurden zudem die ersten Terminals für den Dialog mit dem Computer entwickelt, bei denen die Eingabe über die Tastatur und das Feedback zuerst über einen Fernschreiber-Endlosdrucker und später über einen Monitor ausgegeben wurde.[14]

Die ersten Transistorenrechner ermöglichten zwar schon die Entwicklung von stromsparenderen, kleineren und günstigeren Rechnermaschinen, die zudem deutlich leistungsfähiger wurden, aber die Vorstellung eines mobilen Rechners war noch in weiter Ferne. Alle Verbesserungen näherten sich zwar schon geringfügig dem Gedanken eines portablen Rechners, dieser war aber noch immer Lichtjahre entfernt. Noch deutlicher wird das durch die Tatsache, dass sich nur große Unternehmen, obere Behörden oder Universitäten Mainframes leisten konnten. Dies sind Rechner, die in speziell klimatisierten Räumen zentral aufgestellt wurden und kommerzielle oder organisatorische Massendatenverarbeitung durchführten.[15][16]

6.3 Rechner mit integrierten Schaltkreisen

Rechner der 3. Generation verwendeten etwa ab dem Jahr 1965 bis 1980 Integrated Circuits (deutsch: integrierte Schaltungen). Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um die Integration von mehreren elektronischen Bauteilen einer Schaltung, die in einem Fertigungsprozess auf einem Trägermaterial aufgebracht wird. Die Herstellung von ICs erfolgt durch, wie schon bei den Transistoren, Halbleitermaterialien wie Silizium. In einer mehrschichtigen Lagenstruktur werden aktive Komponenten wie Transistoren und passive Komponenten wie Wiederstände untergebracht. Der Übergang von Transistorenrechnern zu Geräten mit ICs verlief nach und nach und eher unspektakulär.Ab den 70er Jahren wurden dadurch Computer in verschiedenen Größen hergestellt. So wurden Kleincomputer von dem zu der Zeit führenden Hersteller DEC (Digital Equipment Corporation) gefertigt. Zwar waren die Computer wieder etwas kleiner, hatten jedoch noch die Große mindestens eines Kleidungsschrankes. Kleincomputer waren zwar nicht so leistungsstark wie Mainframes, jedoch konnte man das erste Mal in der Computergeschichte von flexiblen Rechnersystemen sprechen. Diese waren ein in dieser Zeit deutlicher Entwicklungsschub. Hierbei muss jedoch festgestellt werden, dass diese Rechner nur durch LKWs transportfähig waren. Die Verbesserung durch ICs ermöglichte nun auch eine weitere Verbreitung von Großrechnern und Mainframes in größeren Behörden, Versicherungsunternehmen und Universitäten.[17][18]

6.4 Rechner mit Mikroprozessoren

Die offizielle 4. Generation von Computern entstand etwa ab 1980 als der erste Computer mit LSI-Schaltungen ausgestattet wurden. "LSI" steht in diesem Zusammenhang für Large Scale Integration und ermöglichte die Entwicklung von hochintegrierten Schaltkreisen, die mit damals tausenden von Transistoren pro Quadratzentimeter Silizium ausgestattet war. Die reine Architektur war nicht stark von der der Minicomputer aus der 3. Generation unterscheidbar, war jedoch dafür um Weiten günstiger. Nun wurde nicht nur der Einsatz z. B. in großen Unternehmen möglich, sondern auch in Firmen.[19]

Abb. 4:  ZX81 von Brite Clive Sinclair
Abb. 4: ZX81 von Brite Clive Sinclair

Anfangs arbeiteten die ersten Microships, wie z. B. der 4004 von Intel mit 4-Bit Microprozessoren, mit dem schon 16 verschiedene Werte dargestellt werden konnten. Wobei in dem Zusammenhang erwähnt werden muss, dass die ersten Microprozessoren nur in Rechenmaschinen und Ampeln eingebaut wurden. Die Zweckmäßigkeit, einen Microship in Computersysteme einzubeziehen, wurde von Intel erst später erkannt. Durch die neue Entwicklungsmöglichkeit wurde das erste Mal die Idee eines Personal Computers entfacht. So entstand durch viele Informatiker der Firma XEROX die Idee einer graphischen Oberfläche, die heutzutage nicht mehr wegzudenken ist und auch das erste Dokumenten-Verarbeitungsprogramm, das nach dem Prinzip des WYSIWYG (What You See Is What You Get) arbeitet. Durch diese Erfindungen bildeten sich mehrere Firmen, die dann später erst die enorme Nützlichkeit dieser Erfindungen erkannten. Zuletzt erfand Xerox auch den heute in beinahe jeder Firma existenten Laserdrucker, der später durch XEROX patentiert und veröffentlicht wurde. Die Idee, dass jeder Mitarbeiter einer Firma einen Computer zur Verfügung haben könnte, ließ weitere Erfindungen entstehen. So entwickelte sich die Vision eines lokalen Netzwerkes, bei dem jeder Mitarbeiter mit jedem anderen Daten austauschen könnte. Das heute übliche Ethernet und viele Formen des lokalen Netzes entwickelte sich. Einzug fand der Mikroprozessor zuerst durch den Apple ll der 1977 veröffentlicht wurde und bis 1984 in verschiedenen Formen Millionen Mal verkauft wurde. Dieser definierte zu dieser Zeit die Bestandteile eines Home-Computers, die für die nächsten 10 Jahre auch als Standard wahrgenommen wurden. Der Apple II hatte eine integrierte Tastatur, eine Audiokassette und später eine Diskette als Datenspeicher und einen Anschluss für Bildausgabe durch einen gewöhnlichen Fernseher. Private Anwender und kleine Firmen konnten sich damals noch keinen Monitor leisten. Ab 1981 stieg die Großrechner-Firma IBM in das Geschäft der Personal Computer ein und positionierte sich sehr lange als Marktführer in diesem Bereich. 1980 wurde dann von Brite Clive Sinclair ein 8-Bit Homecomputer namens ZX81 veröffentlicht, der erstmals einen mobilen Computer darstellte, der nur 100 £ kostete. Die Ausstattung des Gerätes umfasste 1 kByte Arbeitsspeicher, eine Schwarzweissgrafik und eine Folientastatur. Fast zeitgleich mit dem ZX81 entstanden die ersten 8-Bit Home-Computer, die als Spielekonsole Einzug nahmen und dadurch für den privaten Haushalt sehr beliebt waren. Dazu gehört der Commodore C64, der als wichtigstes Verkaufsargument die Fülle an Softwareauswahl hatte, sowie der Atari 800 XL, für den es zwar weniger Spiele gab, er jedoch dafür besser zu programmieren war.


Mitte der 80er-Jahre wurde der Personal Computer dann nach und nach mit 16-Bit Prozessoren ausgestattet und später zu Beginn der 90er Jahre mit 32-Bit Prozessoren. Wobei der Umstieg gerade den Betriebsystemen Schwierigkeiten machte. Kurze Zeit später wurden durch diesen Umstieg starke Fortschritte im Multimedia-Bereich erzielt.[20] In den letzten Jahren (um 2007 herum) wurde die Verarbeitungsmöglichkeit des Prozessors erneut verdoppelt, neue 64-Bit Prozessoren nahmen Einzug. Dieser Schritt war auch nötig um die mögliche Adressierbarkeit des Arbeitsspeicher von maximal 4 GB aufzuheben.[21]


6.5 Ausblick

Offiziell existiert noch keine 5. Generation der elektronischen Rechner. Dennoch zeichnen sich in den letzten Jahren mehrere Entwicklungen ab, auf die in den weiteren Unterkapiteln kurz eingegangen werden soll.

6.5.1 Einsatz mobiler Geräte

Den Anstoss dieser wissenschaftlichen Arbeit lag genau in diesem Unterpunkt begründet. Es existieren immer mehr mobile Endgeräte, die Teile der Funktionen des universellen PCs übernehmen. Hierzu zählen PDAs (Personal Digital Assistant), Mobiltelefone, spezielle Geräte, die als Armbanduhr oder Gürtel getragen werden oder die direkt in Kleidungsstücken eingebaut sind, aber auch noch viele andere. Dabei wird das Internet allgemein und dies besonders in drahtloser Form immer wichtiger. So werden Mobiltelefone schon seit Jahren nicht nur zur eigentlichen Hauptfunktion des Telefonierens benutzt, sondern auch als digitaler mobiler Kalender, Endgerät zum Empfangen und Schreiben von E-Mails oder auch zum Surfen im Internet. Dies sind Funktionen, die bisher dem Personal Computer in Form eines Desktop-Systems vorbehalten waren. Hierbei wird die Nutzungsüberschreitung besonders sichtbar.[22][23]


Die zentrale Frage ist hierbei folgende:

Welche Endgeräte werden sich durchsetzen und welche aktuellen Geräte vielleicht schon bald überflüssig machen?

Welche Nutzformen werden die einzelnen Produkte für sich bestimmen?


Diese und auch noch weitere Fragen werden erst in Zukunft genau geklärt werden können.

6.5.2 Quantencomputer

Eine weitere Entwicklungsmöglichkeit könnte in Zukunft auch das Projekt zur Erstellung eines Quantencomputers bieten. Die Quantenmechanik besagt, dass ein Teilchen mehrere Zustände zur gleichen Zeit aufweisen kann. Dadurch können sogenannte QBits (Quanten-Bits) codiert werden, die den Zustand "1" oder "0" gleichzeitig beinhalten können. Mehrere unterschiedliche Fälle müssten nicht mehr nacheinander abgehandelt werden, sondern dies könnte zeitgleich erfolgen. Die Quantencomputer könnten einen enormen Verarbeitungsfortschritt auslösen, wodurch die 5. Generation der Computer perfekt wäre.[24]

6.5.3 Künstliche Intelligenz

Die letzte hier vorgestellte mögliche 5. Generation könnte die künstliche Intelligenz ausmachen. Die Idee hierbei ist es, komplexe Gedanken eines menschlichen Gehirns nachzuahmen. So beschäftigt sich z. B. die Technische Universität Wien mit dem sehr neuen Forschungsgebiet "Maschine Perception". Hierbei wird versucht, technische Systeme mit menschlichen Wahrnehmungsvermögen auszustatten. Typische Anwendungsfelder dafür wären beispielsweise Roboter, die Altenheimen und Krankenhäusern assistieren, Gebäudeautomationen und Flughafenüberwachungen. Um diese Vision zu realisieren wird versucht, einige Funktionseinheiten des menschlichen Gehirns in technische Modelle zu übertragen.[25]

7 Geschichte mobiler Rechnersysteme

Im folgenden werden mehrere Vorversionen des Laptops erst tabellarisch gegenübergestellt und anschließend genauer analysiert. Bei der Auswahl der einzelnen Systeme wurde darauf geachtet, einen möglichst umfassenden Überblick zu geben, der den kompletten Zeitstrahl wiederspiegelt.

7.1 Übersicht betrachteter Systeme

Tabelle 1: Übersicht betrachteter Systeme von 1982 bis 1989

Modellname GRiD Compass 1101[26] Compaq Portable [27] Gavilan SC [28] TRS-80 Model 200[29] Kaypro 2000[30] IBM Convertible PC[31] Linus Write-Top[32] Atari Portfolio[33]
Abbildung
Abb. 5: GRiD Compass 1101
Abb. 5: GRiD Compass 1101
Abb. 6: Compaq Portable
Abb. 6: Compaq Portable
Abb. 7: Gavilan SC
Abb. 7: Gavilan SC
Abb. 8: TRS-80 Model 200
Abb. 8: TRS-80 Model 200
Abb. 9: Kaypro 2000
Abb. 9: Kaypro 2000
Abb. 10: IBM Convertible PC
Abb. 10: IBM Convertible PC
Abb. 11: Linus Write-Top
Abb. 11: Linus Write-Top
Abb. 12: Atari Portfolio
Abb. 12: Atari Portfolio
Veröffentlichkeitsdatum Mitte 1982 März 1983 Mai 1983 1984 1985 April 1986 1987 1989
Verwendungszweck Space Shuttle "Discovery" Mission STS-51G am Juni 1985 Portabler Desktop PC Laptop Portabler Computer Laptop Laptop Tablett PC Handheld / Pocket PC
Betriebssystem GRiD OS MS-DOS Gavilan OS/MS-DOS 2.11 Microsoft BASIC im ROM MS-DOS 2.11 MS-DOS 3.2 MS-DOS 3.30 DOS im ROM
Gewicht ca. 4,6 kg ca. 14 kg ca. 4 kg ca. 2 kg 5,5 kg 5,5 kg 4 kg 505g
Prozessor Intel 8086 @ 8 MHz Intel 8088 @ 4,77 MHz Intel 8088 @ 5 MHz Intel 80C8A @ 2,4 MHz Intel 8088 @ 4,77 MHz Intel 80C88 @ 4,77 MHz NEC V20 @ 7,16 MHz Intel 80C88 @ 4,92 MHz
Arbeitsspeicher 256KB DRAM 128KB - maximal 640KB 32KB (fest eingebaut) 24KB, 72KB Maximal 256KB, 768KB Maximal 256KB, 512kB Maximal 640KB 128KB, 768KB Maximal
Display 6-Zoll Elektolumineszenzplatte 9-Zoll Einfarbiger eingebauter Monitor mit 80 x 25 Auflösung des Textes LCD - 66 x 8 Text / 400 x 64 Pixel LCD - 40 x 16 Text / 240 x 128 Pixel LCD - 80 x 25 Text / 640 x 200 Pixel LCD - 80 x 25 Text / 640 x 200 Pixel LCD - 80 x 25 Text / 640 x 200 Pixel LCD - 40x 8 Text / 280 x 64 Pixel
Festspeicher keinen keinen keinen keinen keinen keinen keinen keinen
Interne Datenträgersysteme keins, aber externes Floppydisk-Laufwerk Zwei 320K 5.25-Zoll Floppydisk-Laufwerk Internes 3.5-Zoll Floppydisk-Laufwerk Audio Kassetten Internes 3.5-Zoll Floppydisk-Laufwerk Zwei interne Floppydisk-Laufwerke Internes 3.5-Zoll Floppydisk-Laufwerk Speicherkarten-Slot
Akku nicht vorhanden nicht vorhanden vorhanden vorhanden / 4 AA Batterien 7 vdc 12 vdc vorhanden 3x AA Batterien
Drahtlosverbindungsstandards keine keine keine keine keine keine keine keine
Anschlussmöglichkeiten RS-232/422 Seriell und GPIB parallel port 1 Paralleler Port (für Erweiterungskarten) Video, Seriell und Modem Parallel, Seriell und Modem Seriell, Modem, Bus-Erweiterungen Seriell, Parallel und CRT Display-Adapter Seriell, Drucker und Tastatur 60-Pin Erweiterungsverbindung
Eingabegeräte Tastatur Tastatur Tastatur / Innovatives Touch-Pad Namens "Maus" Tastatur Tastatur Tastatur Art Touchscreen / Eingabe mit einem beigelegten Stift Tastatur
Besonderheiten Erster Laptop der Geschichte PC, der als Koffer transportiert werden kann Internes Modem / / Erster Laptop von IBM Eingabe über das Display / keine Tastatur vorhanden Erster Handheld/Pocket PC der Welt
Preis US$ 8150 US$ 3590 US$ 3995 US$ 999 US$ 1995 US$ 1995 US$ 2795 US$ 399,95

Tabelle 2: Übersicht betrachteter Systeme von 1989 bis 2008

Modellname Compaq LTE [34] Apple Macintosh Portable [35] Atari Stacy [36] Macintosh PowerBook 140 [37] Apple Newton [38] Apple iBook [39] IBM Thinkpad R50p [40] [41] DELL Inspiron 1525 [42]
Abbildung
Abb. 13: Compaq LTE
Abb. 13: Compaq LTE
Abb. 14: Apple Macintosh Portable
Abb. 14: Apple Macintosh Portable
Abb. 15: Atari Stacy
Abb. 15: Atari Stacy
Abb. 16: Macintosh PowerBook 140
Abb. 16: Macintosh PowerBook 140
Abb. 17:Apple Newton
Abb. 17:Apple Newton
Abb. 18: Apple iBook
Abb. 18: Apple iBook
Abb. 19: IBM Thinkpad R50p
Abb. 19: IBM Thinkpad R50p
Abb. 20: DELL Inspiron 1525
Abb. 20: DELL Inspiron 1525
Veröffentlichkeitsdatum 1989 September 1989 Ende 1989 Oktober 1991 August 1993 Juni 1999 Ende 2004 2008
Verwendungszweck Notebook Notebook Notebook Notebook PDA Notebook Notebook Notebook
Betriebssystem MS DOS 2.11 Mac OS 6.04 Atari TOS 1.4 im ROM Mac OS 7.01 bis 7.6.1 Newton OS v1.05 Mac OS 8.6 Windows XP Windows Vista
Gewicht 3 kg 7,4 kg 7 kg ca. 3 kg unbekannt unbekannt 3,2 kg 2,7 kg
Prozessor Intel 80C86 @ 9,54 MHz Motorola 68HC000, 16 MHz Motorola 68000 @ 8 MHz Motorola 68030 @ 16 MHz ARM 610 @20 MHz PowerPC G3 300 MHz Intel Pentium M 1,7 GHz Intel Core Duo-Prozessor mit 2,1 GHz
Arbeitsspeicher 640KB 1 MB, Maximal 9 MB 1 MB, Maximal 4 MB 2 MB, Maximal 8 MB 640KB intern, 4MB durch PCMCIA 32 MB fest - bis 288 MB 512 MB bis Maximal 2 GB 4 GB
Display LCD - 9-Zoll / 80 x 25 Text /640 x 480 Pixel LCD - Schwarzweiss, 10-Zoll mit 640 x 400 Pixel LCD - Einfarbiges 9-Zoll Display mit 640 x 400 Pixel LCD - Einfarbiges 640 x 400 Pixel LCD - 336 x 240 TFT - 12,1-Zoll Display / 800 x 600 Pixel - 4 MB Grafikspeicher TFT - 15-Zoll 1600 x 1200 Pixel - 128 MB Grafikspeicher TFT - 15,4-Zoll Breitbild / 1280 x 800 Pixel
Festspeicher 20 MB Festplatte Interne 40 MB SCSI Festplatte Optionale interne Festplatte mit 20 MB Kapazität Interne 80 MB SCSI Festplatte Flash-Speicherkarte mit 4 MB 3,2 GB Festplatte 60 GB Festplatte 320 GB Festplatte
Interne Datenträgersysteme unbekannt Internes 1,4 MB 3,5-Zoll Floppy-Laufwerk Internes 720K 3,5-Zoll Floppy-Laufwerk 1,4 MB 3,5-Zoll Floppydisk-Laufwerk Flash-Speicherkarte CD-ROM Laufwerk DVD-Laufwerk Blu-ray Laufwerk
Akku vorhanden 6,5-Volt, 5 Amper unbekannt 2,5Ah NiCad unbekannt nicht verfügbar 6600 mAh Li-Ion Lithium-Ionen-Akku mit 9 Zellen
Drahtlosverbindungsstandards keine keine keine keine Infrarot WLAN WLAN, Infrarot, Bluetooth WLAN, Infratot, Bluetooth 2.0
Anschlussmöglichkeiten nicht verfügbar Apple Desktop Bus, 2 serielle Ports, Externer SCSI Port, Externer Floppy-Port und Video Port Joystick/Maus, RS232, Parallel und für Farbmonitor Zwei serielle Ports, Port für Floppy und Festplatten Ein PCMCIA Slot, RS422 und Infrarot USB, Ethernet, VGA-Anschluss, Kopfhörer USB, PCMCIA, Kopfhörer, Modem, Ethernet, S-Video, VGA-Ausgang USB, Ethernet, Firewire, Kartenleser, VGA-Videoausgang, HDMI-Ausgang, Audio-Ein-/Ausgang
Eingabegeräte Tastatur Tastatur und Trackball Erweiterte Tastatur mit Ziffernblock und Trackball Tastatur und Trackball vorne in der Mitte Touchpad mit Stift Tastatur, Touchpad zur direkten Berührung Tastatur, Trackpoint und Touchpad zur direkten Berührung Tastatur, Touchpad zur direkten Berührung
Besonderheiten Erstes Notebook Eingebauter Trackball Erweiterte Tastatur (mit zusätzlichen Ziffernblock) Eingebauter Trackball vor der Tastatur Touch-Screen, eines der ersten PDAs Vergleichsnotebook aus dem Jahr 1999 Vergleichsnotebook aus dem Jahr 2004 Vergleichsnotebook aus dem Jahr 2008
Preis nicht verfügbar US$ 7300 US$ 1995 US$ 2899 US$ 699,99 US$ 1599 US$ 1999 US$ 999


7.2 Systeme im Einzelnen

Um die Geschichte der portablen Rechnersysteme möglichst anschaulich und mit Beispielen darzustellen, werden nun verschiedene Systeme aus unterschiedlichen Jahrgängen betrachtet.

7.2.1 GRiD Compass 1101

Im Jahr 1968 entwickelte Alan Kay das erste Konzept eines tragbaren Computers. Mit dem GRid Compass 1101 wurde dies jedoch erst im Jahr 1982 in die Realität umgesetzt. Interessant ist, dass dies in einer Zeit geschah, bei der offiziell die 4. Generation der Computersysteme aufgerufen wurde. Hierbei wird die Behauptung bestätigt, dass erst durch den letzten größeren Entwicklungsschritt die ersten mobilen Systeme ermöglicht wurden. Der GRiD Compass wird in vielen Quellen als der ersten Laptop der Welt beschrieben. Damals war dieser jedoch noch nicht für den Heimanwender konzipiert, sondern gehörte lange Zeit zur Standard-Ausrüstung im Space Shuttle "Discovery" der NASA in den 80er Jahren. Bei der optischen Betrachtung fällt sofort das Muschelschalen-Design auf, das noch heute bei aktuellen Notebooks Einsatz findet. Das Gehäuse war damals aus einer Magnesium-Legierung und mit dem Schwerpunkt konstruiert, starke Belastungen abfangen zu können. So konnte das GRiD Compass der 60-fachen Erdbeschleunigung wiederstehen. Abschließend ist es wichtig bei dem Compass anzumerken, dass er keinen eingebauten Akku besaß und ein Floppydisk-Laufwerk nur extern angeschlossen werden konnte. Der Laptop hatte zwar schon einen "Festspeicher", also in dem Sinne, dass ein Speicher fest im Gerät verbaut wurde. Denn der Festspeicher mit der Kapazität von 384 Kilobytes war flüchtig, so dass der Inhalt des Speichers nach Entnahme des Stromes nicht mehr vorhanden war.[43]

7.2.2 Compaq Portable

Der 1983 veröffentlichte mobile Computer ist an dieser Stelle nur ein Beispiel für tragbare Computer dieser Zeit. Diesen PC konnte man als Koffer zusammenstecken und transportieren. Wobei das Tragen eines Koffers mit dem Gewicht von 14 Kilo nicht wirklich komfortabel war. Gerade durch den eingebauten Röhrenmonitor war dieses Gerät dementsprechend schwer. Neben dem "Compaq Portable" gab es in der Zeit viele PCs, die auf die gleiche Art umgesetzt wurden. Bei diesem Gerät wurde noch nicht von einem Laptop gesprochen, sondern viel mehr von einem "portablen Computer". Trotz des hohen Gewichts wurde der Compaq gerade an Geschäftsleute verkauft und war auch durch den verhältnismäßig günstigen Preis von 3590 US$ ein gutes Angebot.[44]

7.2.3 Gavilan SC

Zwei Monate nach dem Compaq Portable wurde der Gavilan SC vorgestellt. Mit dem Galvian wurde zum ersten Mal ein etwas kleinerer und leichterer Laptop eingeführt, der mit dem Betriebsystem Microsoft-DOS auch batterie-betrieben lauffähig war. In vielen Quellen wird der Gavilan SC als erster Laptop aufbauend auf den GRiD Compass 1101 gesehen. Gegenüber dem GRiD Compass hatte dieser zudem schon ein eingebautes Floppydisk-Laufwerk und zudem einen eingebauten Akku. Neben diesen großen Veränderungen gab es schon ein innovatives Touch-Pad, das "Maus" genannt wurde und so die Bedienung deutlich vereinfachte, wie auch ein intern eingebautes Modem. Da es zudem noch eines der ersten portablen Geräte mit LCD-Display war, galt es zu dieser Zeit als Hightech schlechthin. Hierdurch konnte durch die Einsparung des Röhrenmonitors ein Gesamtgewicht von 9 Pfund realisiert werden.[45]

7.2.4 TRS-80 Modell 200

Ein Jahr später kam das Modell "TRS-80 Modell 200" auf den Markt, bei dem schon ein kleiner Trend zu erkennen war. Die Batterien wurden zum Beispiel immer kleiner, so kam man bei diesem Modell schon mit 4-AA Akkus aus (auch Mignonzellen genannt). Heute werden diese Akkus vorzugsweise z. B. in Fernbedienungen häufig benutzt. Der TSR-80 war aufgrund des Preises von 1000 US$ wieder etwas günstiger und schloss weitere Käuferschichten auf. Praktisch war zudem, dass mehrere Programme mitgeliefert wurden, die fest im ROM (Read Only Memory) eingebrannt waren. Dadurch wurden Funktionen, wie ein Adressbuch oder Software zur Planung von Aufgaben, bereit gestellt. Erkennbar ist weiter, dass die Bauform immer mehr an die der heutigen Notebooks erinnert.[46]

7.2.5 Kaypro 2000

Sehr erfolgreich war 1985 der Kaypro 2000 Laptop, der durch seine handliche Bauform viele Interessenten ansprach. Der ersten Version wurde ein zu kleiner Bildschirm nachgesagt, der aber in späteren Versionen vergrößert wurde. Aufsehen erregte bei diesem Modell die herausnehmbare Tastatur, die wahlweise im Gehäuse untergebracht oder auch etwas vorgezogen werden konnte. Praktisch, wie auch beim TRS-80 Modell 200 waren die mitgelieferten Programme, wie ein Textbearbeitungsprogramm namens "WordStar".[47]

7.2.6 IBM Convertible PC

Das erste Laptop von IBM wurde im April 1986 mit dem Betriebsystem MS-DOS herausgebracht. Zwar versuchte sich IBM schon zwei Jahre vorher mit dem "IBM Portable" auf dem Markt der mobilen Computersysteme zu etablieren, dabei handelte es sich jedoch vielmehr um einen tragbaren Computer. Dies war eine Art Computer, wie der schon beschriebene "Compaq Portable", der also als Koffer mitgenommen werden konnte und auf Röhrenbildschirme setzte. Beim IBM Convertible konnten optional viele Ausstattungsvarianten hinzugekauft werden, wie zum Beispiel ein internes Modem oder auch ein CRT-Bildschirm Adapter.[48]

7.2.7 Linus Write-Top

Ein neues Konzept der mobilen Endgeräte wurde ein Jahr später mit dem ersten Tablett-PC eingeführt. Das Besondere hierbei war, dass die Eingabe nicht wie normalerweise in der Zeit üblich mit der Tastatur erfolgte, sondern mit einem dem Gerät beigelegten Stift. Da das Tablett ein Touchpad mit Handschrifterkennung besaß, konnte die Eingabe einfach darüber erfolgen. Erkannt wurden neben der Groß- und Kleinschreibung auch Nummern und Symbole. Insgesamt konnte das Write-Top so 75 verschiedene Zeichen interpretieren. Beeindruckend war auch die extrem lange Akkulaufzeit von 5 Stunden. Das Linus Write-Top wurde zu seiner Zeit oft im medizinischen Bereich, wie zum Beispiel in Krankenhäusern eingesetzt, aber auch bei Versicherungen und im Vertrieb.[49]

7.2.8 Atari Portfolio

1989 gab es viele Veränderungen auf dem Markt der mobilen Rechnersysteme. So wurde zu diesem Zeitpunkt der erste Pocket-PC veröffentlicht. Sieht man sich dieses Gerät genauer im Kapitel 3.1 an, so erinnert es stark an die seit 2007 so populär werdenden Netbooks. Man kann wirklich Ähnlichkeiten erkennen; so wurde anfangs dieser Arbeit ein Netbook als preisgünstig, mit kleiner Bauform und reduzierter Ausstattung beschrieben. Das kann im gewissen Sinne auf diese Zeit übertragen werden, auch das Atari Portfolio war sehr klein (wie in der Abbildung zu sehen ist). Ebenso beim Funktionsumfang wurden Einschnitte gemacht, aber dafür war es neben der geringen Größe auch mit 505 Gramm sehr leicht. Gegen den Vergleich spricht jedoch, dass ein Netbook eine kleinere Version eines "normalen" Notebooks ausmacht - beim Atari kann nur von einem Handheld oder auch Pocket-PC gesprochen werden. Wie auch schon bei dem "Kaypro 2000" wurden beim Atari verschiedene Programme mitgeliefert (z. B. Taschenrechner-Funktion, Texteditor oder Adressbuch).[50]

7.2.9 Compaq LTE

Im gleichen Jahr, in dem auch das Atari Portfolio herausgebracht wurde, veröffentlichte Compaq das LTE und damit eines der ersten mobilen Systeme, bei dem die Bezeichnung "Notebook" fiel. Das Notebook Compaq LTE bürgerte zum ersten Mal den Begriff des "Notebooks" ein und führte damit einen Umbruch herbei. Das LTE beschrieb nun damals ein Notebook, dass wie schon beim GRiD Compass ein mobiles Gerät bezeichnete, bei dem der "Deckel mit dem Bildschirm" genau das Gehäuse komplett abdeckte. Nach dem LTE wurde dies dadurch ab 1990 immer mehr zum Standard. Neben dem geringen Gewicht von 3 Kilo hatte das Notebook zudem schon eine 20 Megabyte Festplatte, was in dieser Zeit noch nicht als Standard vorausgesetzt wurde. Langsam erkannte man jedoch die Sinnhaftigkeit eines nicht flüchtigen Speichers, der auch nach Entnahme von Strom weiter im Speicher geschrieben blieb.[51]

7.2.10 Apple Macintosh Portable

Im gleichen Jahr, als auch das Compaq LTE erschien, stieg eine weitere heute bedeutungsvolle Firma in den Markt der mobilen Computersysteme ein. Apple brachte neue Innovationen mit der Einführung des Apple Macintosh Portable ein. So lief nicht wie auch in vielen anderen Systemen eine Microsoft-DOS Version, sondern das Betriebsystem Mac OS 6.04, dass ein neues Bedienungskonzept ermöglichte. Neben der Tastatur konnte die Navigation durch einen sogenannten Trackball erfolgen. Ein Trackball ist ein Eingabegerät, das aus einem Gehäuse besteht, in dem eine Kugel angebracht ist. Bewegt man mit den Fingern die Kugel, so kann dies als Steuerelement genutzt werden. Desweiteren erlaubte der Macintosh den Einbau eines PDS-Slots (Processor Direct Slot) mit dem eine Erweiterungskarte den direkten Zugriff auf den System-Prozessor erlaubt. Durch diese Technologie konnten besonders schnelle und leistungsstarke Erweiterungskarten unterstützt werden. Standardmässig gab es den Macintosh mit einem Megabyte Arbeitsspeicher und einer integrierten 40 Megabyte Festplatte. Da das Gerät jedoch ca. 7,4 Kilo schwer war, stellte besonders die eingeschränkte Mobilität einen großer Nachteil des Systems dar, wie auch der hohe Preis von 7300 US$.[52]

7.2.11 Atari Stacy

Ende des Jahres 1989 wurde ein weiterer Laptop der Firma Atari vorgestellt. Dieser war eines der immer weniger werdenden Geräte, bei denen eine interne Festplatte optional angeboten wurde. Interessanter ist jedoch die Tatsache, dass das Bedienungskonzept weiter verfeinert wurde. Jetzt war der Laptop nicht nur mit einer etwas eingeschränkten Tastatur verfügbar, sondern auch mit Trackball und einem gesonderten Ziffernblock rechts neben der Tastatur. Trotz der Ausstattung war dieses Computersystem um ein Drittel so teuer, wie der einige Monate früher veröffentlichte Macintosh Portable. Ein großer Nachteil war bei dem Laptop jedoch die batterie-betriebene Laufzeit von etwa 15 Minuten.[53]

7.2.12 Macintosh PowerBook 170

Als Weiterentwicklung des Macintosh Portable aus dem Jahr 1989 aktualisierte Apple sein mobiles Notebook durch die neue Macintosh Powerbook 100er, 140er und 170er Reihe. Diese brachte Apple einen sehr großen Erfolg, da sie, gemessen an dem Vorgänger deutlich schmaler, leichter und kostengünstiger waren. So wurden sie schon bereits in den ersten Monaten rum 100.000 mal verkauft. Ausgeliefert wurden die PowerBooks mit einer 20, 40 oder 80 Megabyte Festplatte, je nach Modell und mit einem Arbeitsspeicher von 2 Megabyte, der auf maximal 8 Megabyte erweitert werden konnte. Auch eine aktualisierte Version des Betriebsystems, ab Version Mac OS 7.01 wurde standardmässig mitgeliefert.[54]

7.2.13 Apple Newton

Als letztes Gerät der Kategorie PDA (Personal Digital Assistant) wird der Autor dieser Arbeit auf den Newton von Apple eingehen. Der Newton wurde im August 1993 verkauft und zeigte, wie schon der alte Linus Convertible PC ein innovatives Eingabekonzept. Er war wie auch der Linus Convertible mit einem Touchpad ausgestattet, was aber beim Newton dem ganzen Bildschirm entsprach. Man konnte also einfach mit dem Stift auf dem Display Eingaben vornehmen, entweder über eine auf dem Display eingeblendete Tastatur oder direkt durch das Schreiben von zum Beispiel Buchstaben auf dem Bildschirm. Dies war jedoch mit dem Newton deutlich einfacher und benutzerfreundlicher.

Der Newton von Apple war dafür konzipiert, Informationen zu sammeln, managen und sie auszutauschen. Dies wurde durch bereits installierte Software, wie "Notes", "Names" oder "Dates" unterstützt. Notes war dabei ein Programm, mit dem kleinere Dokumente geschrieben werden konnten, "Names" ein Adressbuch und "Dates" ein Kalender.[55]

7.2.14 Apple iBook

Bei den letzten drei Notebooks, die an dieser Stelle vorgestellt werden sollen, handelt es sich lediglich um Vergleichsmodelle aus dem Jahr 1999. Es hätten auch andere Notebooks aus diesem Jahr Gegenstand der Betrachtung sein können. Das iBook zeigt, dass Verarbeitungsgeschwindigkeit der Hardware sowie die zur Verfügung stehenden Speicherressourcen, sei es im Festspeicher oder im flüchtigen Speicher, stark zugenommen haben. So beträgt die Taktung des CPUs mit 300MHz zu den Notebooks aus dem Jahr 1991 noch 16 MHz. Dies macht die enorme Steigerung der Verarbeitung von logischen und arithmetischen Operationen deutlich. Der Eindruck wird durch die Newsseite www.macophilia.de verstärkt, da diese beschreibt, dass die Verarbeitungsgeschwindigkeit noch im Herbst 2001 auf 600MHz verdoppelt wurde.[56] Die starke Zunahme der Speicherressourcen erkennt man durch die Verwendung eines mind. 32 MB großen Arbeitsspeichers, eines 4 MB großen Grafikspeichers sowie einer Festplatte im Gigabyte-Bereich. Hierdurch bekommt die Verwendung von Multimedia-Anwendung ganz neue Möglichkeiten; gerade in diesen Bereichen, wie z. B. beim Videoschnitt ist das sehr wichtig.[57] Mobilität, wodurch sich Notebooks auszeichnen, wurde durch weitere Standardisierungen begünstigt. Nicht nur stromsparende TFTs zur Bilddarstellung nahmen Einzug, auch die Möglichkeit, Internet über Funk zum Endgerät zu übertragen. TFTs, die mit Dünnfilm-Transistoren arbeiteten, verlängerten durch den geringeren Stromverbrauch die Laufzeit des Akkus und verhalfen dadurch zu mehr Mobilität, ebenso WLAN, da die Internet-Anbindung nun zusätzlich per Funk-Übertragung ermöglicht wurde.

7.2.15 IBM Thinkpad R50p

Das Modell Thinkpad R50p zeigt, wie auch das vorher dargestellte iBook von Apple, den Geschwindigkeitsrausch der einzelnen Komponenten. Der eingesetzte RAM erzeugte durch immer schneller getakteter DDR-Technologie sowie mit 512 bis 2 GB Gesamtspeicher nicht nur Qualität sondern auch Quantität (siehe Modelle in Übersicht). Weitere Techniken begünstigten die Mobilität neben eingebautem WLAN auch mit einer Infrarot-Schnittstelle oder auch Bluetooth, mit der weitere Schnittstellen zur Kommunikation unterschiedlicher Endgeräte ermöglicht wurden. Das Display, das weiter auf TFT-Technik setzte, unterstützte nun mit dem IBM Thinkpad eine Auflösung von bis zu 1600 mal 1200 Pixel, wodurch sich auf dieser Fläche viel Arbeitsplatz ergab. Der weiterhin sehr große Massenspeicher in Form einer Festplatte mit 60 GB sowie eine eingebaute Grafikkarte, die 128 MB bereitstellte, stellt letztlich weiter den Fortschritt, verglichen mit dem Vergleichsnotebook aus dem Jahr 1999, dar.

7.2.16 DELL Inspiron 1525

Um die vorgestellten mobilen Rechnersysteme in Bezug zur heute gängigen Verfügbarkeit von Notebooks entgegenzustellen, hat der Autor ein aktuelles Notebook zur Analyse herangezogen. Wobei angemerkt werden muss, dass diese Betrachtung nur bei der Erstellung dieser wissenschaftlichen Arbeit aktuell ist (15.02.2009). An dem Vergleichsnotebook ist sehr gut zu erkennen, welche Komponenten sich durchsetzen konnten. So gehören nach der Analyse der letzten veröffentlichten Notebooks optische Laufwerke, WLAN-Funktionalität sowie große Speicherkapazitäten, wie beim Inspiron 1525, sei es bei Festspeichern oder auch beim flüchtigen Speicher, schon standardmäßig dazu. Letztlich begünstigt der immer geringere Bezugspreis eine weite Verteilung aktueller Notebooks.

7.3 Trends

Die Entwicklungen zeigen, dass Notebooks zum Datum der Erstellung der wissenschaftlichen Arbeit in immer weiteren Arten zur Verfügung gestellt werden. Anfang 2008 stellte z. B. die Firma Apple ein Subnotebook namens "Macbook Air" vor, das mit dem Spruch "Es ist das dünnste Notebook der Welt" durch die Unternehmensleitung angepriesen wurde. Hierbei soll die Mobilität durch ein Notebook, das also extrem dünn und zudem sehr leicht ist, gestützt werden. Es muss dabei festgestellt werden, dass vor allem durch geringere Ausstattungen der Bau dieses schmalen und leichten Gerätes möglich war. So wurde z. B. auf ein optisches Laufwerk, wie das DVD-Laufwerk verzichtet.[58] Wobei Apple mit der Einführung des Macbook Airs eine Technik mit dem Namen "Remote Disk" vorstellte, mit der Laufwerke im Netzwerk von anderen Computersystemen mitbenutzen werden können.[59]Zwar ist es möglich, auch ein externes Laufwerk anzuschließen, dabei ist jedoch die Frage, ob die Mobilität dann nicht gerade dadurch wieder eingeschränkt wird und den Vorteil kompensiert.

Neben Apple versuchte auch die Firma Asus mit der Einführung eines speziellen Subnotebooks mit der gängigen Bezeichnung "Netbooks" einen weiteren Versuch, den Mobilitätsfaktor nochmals zu erhöhen. Dies führte im Jahr 2007 zur heutigen Etablierung der Netbooks auf dem Notebookmarkt. Wie schon bei der Definition am Anfang dieser Arbeit beschrieben, zeichnen sich Netbooks durch die kleine und leichte Bauform aus und letztlich auch durch den Einstiegpreis von etwa 300 €. Ein Netbook hat zudem auch wie das Macbook Air einen eingeschränkten Ausstattungsgrad. Vergleichen mit dem Macbook Air, ist bei den Netbooks eine minitarisierte Tastatur im Einsatz, die eine kompaktere Bauform ermöglicht.[60]


Neben den verschiedenen Arten von portablen Notebooks entwickelte sich auch das Internet zum besonderen Faktor von Notebooks. Schon seit dem Jahrtausendwechsel wurde drahtloses Internet über WLAN als Option und später als Standardausrüstung eines jeden Notebooks definiert. So konnte der Autor dieser Arbeit keine Notebooks mehr auf dem heutigen Markt (Stand: 15.02.2009) finden, bei dem die WLAN-Funktionalität nicht mehr angeboten wird. Gerade das Internet ermöglicht durch ihre Vernetzung eine große Anwendungsvielfalt für portable Rechnersysteme, wie z. B. der Versenden von elektronischer Post durch E-Mails, Bildung durch E-Learning-Portablen und vieles mehr. Sehr aktuell ist die Meldung, dass Microsoft wie auch andere Firmen wie Apple einen Onlinedienst mit dem Namen "My Phone" anbieten wird.[61]Apple stellte Mitte des Jahres unter dem neuen Namen "MobileMe" einen Dienst zur Verfügung, um Daten durch einen Server zwischen allen Endgeräten, wie dem Hauseigenen Mobiltelefon "iPhone" sowie anderer Computersysteme, abzugleichen. Dabei können Adressbuch-Daten, Mails, Kalender und allgemeine Einstellungen auf allen Geräten abgeglichen werden, um so dem Problem etwas entgegen zu setzen, dass auf jedem Gerät eine andere Aktualität der Informationen bereitsteht. Auch der gemeinsame Austausch wird durch diesen Dienst begünstigt, da Fotos oder Informationen in vordefinierten Layouts online z. B. für Freunde oder Verwandte veröffentlicht werden können.[62] Dass ein großes Unternehmen wie Microsoft in dieses Geschäft einsteigt kann als weiterer Hinweis gedeutet werden, dass davon noch viel Entwicklungspotential ausgehen kann.

8 Aktuelle Varianten mobiler Datenverarbeitung

Abschliessend soll bei dieser wissenschaftlichen Arbeit nun der Frage nachgegangen werden, ob Laptops, die später zu Notebooks wurden und sich nun allgemein zu Subnotebooks entwickeln, in Konkurrenz stehen mit andern mobilen Systemen. In kurzer Form wird deshalb auf PDAs, Mobiltelefone und Tablet-PCs eingegangen.

8.1 Subnotebooks

Seit dem Traumstart der Netbooks im Jahr 2007 sind Subnotebooks wieder das Gesprächsthema. Wie schon in der Definition zu Anfang erläutert, richten sich Subnotebooks allgemein eher an Geschäftsleute mit ihren typischen Anwendungen, wie Office-Programmen und Branchensoftware. Netbooks richten sich dagegen eher an private Konsumenten und werden besonders zum Surfen im Internet, zum E-Mail schreiben und zum Hören von Musik sowie Sehen von Filmen. Hinterfragt werden soll nun aber, in wieweit andere Produkte damit konkurrieren.

8.2 PDA

Neben den Subnotebooks gibt es auch PDAs, kurz für "Persönlicher Digitaler Assistent" , die ein kleines Computersystem darstellen. Sie sind in der Regel etwas größer als Mobiltelefone und verfügen über einen berührungsempfindlichen Bildschirm, über den Eingaben getätigt werden können. PDAs werden, wie der Name schon verrät, als Informations-Assistenten genutzt, für Funktionen wie Adressverwaltung, Terminplanung und einfache Textverarbeitungen.[63]Die Frage, die sich natürlich stellt, ist, ob nicht z. B. Netbooks die gleichen Funktionalitäten etwas besser bereitstellen können und dabei nur etwas größer sind. Diese Vermutung wird durch Quellen wie hier[64] oder hier[65] bestätigt.

8.3 Smartphone

Der Gebrauch der Mobiltelefone, die früher vorzugsweise zum Telefonieren gekauft wurden, wird stetig durch neue Funktionen erweitert. Große Unternehmen wie Google mit dem Google-Handy G1 sowie Apple mit dem iPhone stiegen in den letzten zwei Jahren in den Mobiltelefon-Markt ein.[66] Sie zeigen, dass das Mobiltelefon nicht nur für die Telekommunikation genutzt werden kann, sondern schon einen kleinen Computer verkörpert. Der Umfang der Unterstützten Anwendungsfelder ist so vielfältig, dass schon die typischen Anwendungsfelder eines Netbooks, wie vorhin beschrieben, möglich sind. Bei diesen Mobiltelefonen fällt daher auch oft die Bezeichnung des Smartphone, was ausdrücken soll, das die Funktionen eines PDAs und Mobiltelefons verschmelzen. Die weite Verbreitung und ständige Verfügbarkeit sowie die zahlreichen Mobilfunkverträge erwiesen sich als großer Vorteil der Handys, da neben z. B. freien Gesprächsminuten auch Internet-Flatrates angeboten werden, so dass Smartphones in z. B. ganz Deutschland zu jeder Zeit online sein können. Subnotebooks unterstützen diese Funktion lediglich gegen Gebühren an Mobilfunkanbietern, z. B. durch Multi-Sim.[67]

8.4 Tablet-PC

Der Tablet-PC hat seinen Namen aufgrund der Form und Größe, die so ähnlich ist, wie eine Schreibtafel. Ein Tablet ist ein Personal Computer, der ohne Tastatur und Maus genutzt wird und bei dem die Eingaben über ein Touchscreen mit einem Stift erfolgen. Das Display ist meistens etwa DIN-A4 groß, empfängt über einen Digitalstift gesendete, elekronische Schwingungen und setzt diese in Stiftbewegungen verzögerungsfrei um. Unterschieden wird bei Tablet-PCs zwischen zwei Ausführungsformen: Den konvertiblen, die einem Subnotebook ähneln, mit Tastatur, Trackpad und umklappbarem Bildschirm, oder den reinen Tablets, die auch als "Slate" bezeichnet werden und lediglich aus einem flachen Gehäuse bestehen.[68] Diese Art von Computern stellen eher kein Konkurrenzprodukt zu den Subnotebooks da. Vielmehr werden die Vorzüge, die ein Tablet bietet, in ein Subnotebook integriert, so wie in einem Konveriblen. Auch bei den Smartphones ist dies der Fall, da auch hier bereits viele Modell bereitstehen, die über ein Touchscreen verfügen, sei als Eingabe über einen Stift oder direkt über den Finger.

9 Fazit

Um die Ausgangsfragen in der Einleitung zu vertiefen und dadurch später zu beantworten, startete diese Arbeit mit allgemeinen und technischen Definitionen von Laptops, Notebooks, Subnotebooks und schließlich Netbooks. Dies sollte helfen, diese Begriffe möglichst optimal zu erklären und diese gegenseitig voneinander abzugrenzen. Als Nächstes wurden die offiziellen Meilensteine der Rechnersysteme in Bezug zur heutigen (15.02.2009) Mobilität betrachtet und in Beziehung gesetzt. So wird durch diese Arbeit deutlich, dass die 4. Generation, also Rechner mit Mircoprozessoren, ab etwa dem Jahr 1980 den Startschuss zur Konstruktion portabler Rechnersysteme gab. Im nächsten größeren Kapitel wurde versucht, die Geschichte speziell mobiler Rechnersysteme anhand von Produktvorstellungen ab 1982 zu erzählen und erklären. So wurde auf den ersten Laptop eingegangen, dem GRiD Compass, und auf das Endgerät, zu dem erstmals der Begriff des Notebooks genutzt wurde, dem Compaq LTE im Jahr 1989. Neben den anfänglichen Versuchen der Umsetzung eines Tablet-PCs sowie der PDAs, wurde auch der Einstieg großer Firmen wie IBM gezeigt, die davor auf den Markt der Großrechner spezialisiert waren. Abschließend sollte ein Unterkapitel über die heutigen Trends der mobilen Endgeräte folgen, bei denen aktuelle Entwicklungen aufgezeigt werden sollten. Abgeschlossen wurde die Arbeit über die Beziehung portabler Rechnersystemvarianten, bei der aufgeschlüsselt werden sollte, zu welchen Produkten die Subnotebooks in Konkurrenz stehen könnten und welche Produktentwicklungen ersetzt wurden. Man erkannte, dass PDAs langsam durch Notebooks sowie Smartphones ersetzt werden, sowie dass die Subnotebooks mit ihren Ablegern besonders mit Smartphones in Konkurrenz stehen.

Diese Arbeit könnte noch einmal explizit auf die einzelnen Komponenten und deren Entwicklung in mobilen Rechnersystemen eingehen, dies würde allerdings den vorgeschriebenen formellen Rahmen sprengen. Der Autor versuchte jedoch, einen kleinen Einblick bei der Erläuterung der verschiedenen Produktvorstellungen zu verschaffen.

10 Fußnoten

  1. Vgl. Amazon.de (2008), passim
  2. Vgl. Times (2007), passim
  3. Vgl. Heise.de (2008), Macworld: Apple bringt "das dünnste Notebook der Welt"
  4. Vgl. IT-Wissen (2008), Laptops
  5. Vgl. Meyers Lexikonredaktion (1995), Band 12 Seite 316
  6. Vgl. Meyers Lexikonredaktion(1995), Band 16 Seite 30
  7. Vgl. IT-Wissen (2008), Notebooks
  8. Vgl. IT-Wissen (2008), Notebooks
  9. Vgl. IT-Wissen (2008), Subnotebooks
  10. Vgl. IT-Wissen (2008), Netbooks
  11. Vgl. Tanenbaum (2003), Seite 18 - 29
  12. Vgl. Kersken (2008), Kapitel 1.2.2;
  13. Vgl. Tanenbaum(2003), Seite 18
  14. Vgl. Kersken (2008), Kapitel 1.2.2
  15. Vgl. IT-Wissen, Mainframe
  16. Vgl. Tanenbaum (2003), Seite 19
  17. Vgl. Kersken (2008), Kapitel 1.2.2
  18. Vgl. Heise (2003), Vater der IC wird 80
  19. Vgl. Tanenbaum (2003), Seite 26
  20. Vgl. Kersken (2008), Kapitel 1.2.2;
  21. Vgl. Stern.de (2007), PC-Aufrüstung: Lohnt sich 64-Bit-Technik schon?
  22. Vgl. Kersken (2008), Kapitel 1.2.2
  23. Vgl. Apple.com (2008), iPhone Features
  24. Vgl. Kersken (2008), Kapitel 1.2.2
  25. Vgl. TU Wien (2008), passim
  26. Vgl. Oldcomputers.net (2008), GRiD Compass 1101
  27. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Compaq Portable
  28. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Gavilan SC
  29. Vgl. Oldcomputers.net (2008), TRS-80 Model 200
  30. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Kaypro 2000
  31. Vgl. Oldcomputers.net (2008), IBM Convertible PC
  32. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Linus Write-Top
  33. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Atari Portfolio
  34. Vgl. Computermuseum-München.de (2008), Compaq LTE
  35. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Macintosh Portable
  36. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Atari Stacy
  37. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Macintosh Powerbook 140
  38. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Apple Newton
  39. Vgl. Macintouch.com, Laptops
  40. Vgl. Notebookcheck.com (2008), passim
  41. Vgl. Tecchannel.de (2005), Test: Centrino-Notebooks mit 15-Zoll-Display
  42. Vgl. DELL.de (2008), DELL Inspiron 1525
  43. Vgl. Oldcomputers.net (2008), GRiD Compass 1101
  44. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Compaq Portable
  45. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Gavilan SC
  46. Vgl. Oldcomputers.net (2008), TRS-80 Model 200
  47. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Kaypro 2000
  48. Vgl. Oldcomputers.net (2008), IBM Convertible PC
  49. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Linus Write-Top
  50. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Atari Portfolio
  51. Vgl. Computermuseum-München.de (2008), Compaq LTE
  52. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Macintosh Portable
  53. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Atari Stacy
  54. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Macintosh Powerbook 140
  55. Vgl. Oldcomputers.net (2008), Apple Newton
  56. Vgl. Macophilia.de (2001), iBook Herbst 2001
  57. Vgl. Adobe.com (2008), Adobe Premiere Systemanforderungen
  58. Vgl. Zdnet.de (2008), Macworld: Apple stellt Macbook Air vor
  59. Vgl. Apple.com (2009), Macbook Air
  60. Vgl. 3Networks.de (2008), C'T-Magazin Vorschau
  61. Vgl. Macazin.de (2009), Microsoft verpasst seinem Mobileme-Clone neuen Namen
  62. Vgl. Apple.com (2009), Features von Mobileme
  63. Vgl. IT-Wissen (2009), PDAs
  64. Vgl. Spiegel-Online(2004), Stirbt der PDA aus?
  65. Vgl. Tomshardware.com (2003), Marktforscher: PDAs werden aussterben
  66. Vgl. Faz.net(2009), Google-Handy G1: Es zieht einen in seinen Bann
  67. Vgl. Spiegel-Online (2001), Pro Festnetzanschluss ein Handy
  68. Vgl. IT-Wissen (2009), Tablet-PCs


11 Literatur und Quellenverzeichnis

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Heise.de (2008) C't (Hrsg.): Macworld: Apple bringt "das dünnste Notebook der Welt" (15.01.2008), http://www.heise.de/newsticker/Macworld-Apple-bringt-das-duennste-Notebook-der-Welt-2-Update--/meldung/101840 (14.02.2009, 14:30h)
Heise.de Detlef Borchers: Vater des IC wird 80 (08.11.2003) http://www.heise.de/newsticker/Vater-des-IC-wird-80--/meldung/41825 (06.02.2009, 18:40h)
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