Flexible Displays

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung und Ordnungsrahmen

Ein Display wird als flexibel bezeichnet, wenn die Display-Oberfläche mit einem Biegeradius von <= 500 mm mehrfach verformt werden kann, ohne seine Funktionsweise und Haltbarkeit zu verschlechtern oder zu verlieren. Je nach Verwendung sind auch erheblich geringere Biegeradien notwendig, etwa bei zusammenrollbaren Displays (Biegeradius < 7,5 mm) oder tragbaren Displays in Kleidungsstücken. Zu unterscheiden dies zu der einmalige Anpassung an nicht flache (z. B. zylindrische), Oberflächen, was erheblich geringeren Aufwand bedeutet und weniger Anforderungen stellt.Bei flexiblen Displays sind aufgrund der technologischen Eigenschaften Displays:
- mit einem sehr dünnen Aufbau,
- auf Kleidung tragbar,
- mit einer flexiblen oder geformten Oberfläche und
- mit einer großen Anzeigefläche möglich.[1]
Dies erlaubt neue Einsatzgebiete für Displays, stellt aber auch neue Anforderungen an die Auswahl der richtigen Technologie. Besonders die Materialeigenschaften des Substrates sind in diesem Kontext zu beachten. Hierbei sind die Beständigkeit gegen Chemikalien wie z. B. Ketone, Alkohole, Salze, Laugen und Säuren, die Abschirmung der Transistoren vor Sauerstoff und Feuchtigkeit zu nennen, welche zum Beispiel bei auf Kleidung tragbaren Displays von Bedeutung sind. Außerdem müssen das Substrat und die darauf befindlichen Transistoren auch mechanische Belastungen wie Stauchung, Dehnung und Temperaturschwankungen verkraften können. Bei einem Versuch mit organischen Feldeffekttransistoren (OFET) auf einem 125 µm dicken Polyethylen-naphthalat-Substrat (PEN-Substrat) führten Biegeradien kleiner als 4,6 mm zur irreversiblen Schädigung der Transistoren. Bei der Temperatur ist nicht nur die Betriebstemperatur entscheidend, sondern auch die benötigte Temperatur bei der Herstellung der Displays. Je nachdem welches Substrat und welche Dioden verwendet werden, liegen die Grenzen bis zur Zerstörung der Dioden zwischen 150 °C – 200 °C. Entscheidend für die Haltbarkeit der Displays sind auch die verschiedenen Längenausdehnungskoeffizienten vom Substrat, von der Barriereschicht, der Kathode und der Anode. Bei Schwankungen der Umgebungstemperatur kann es aufgrund der verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten zu einem Bruch in einer der Schichten kommen, welches das Eindringen von Sauerstoff oder Wasser in der organischen Schicht ermöglicht. Dieses führt zu einer Zerstörung, zum Beispiel von organischen Leuchtdioden.[2][3]

2 Technik

2.1 Reflektive Displays

Reflektive Displays benötigen zusätzliches Licht um abgelesen werden zu können. Der Vorteil liegt in dem geringen Energieverbrauch und der guten Ablesbarkeit bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist eine Ablesung problemlos möglich. Der geringe Energieverbrauch resultiert aus dem bistabilen Verhalten der darstellenden Bildpunkte: nur zum Wechseln der Anzeigeinformation wird eine geringe Menge Energie verbraucht. Der Zustand der darstellenden Bildpunkte ist stabil und auch bei Stromausfall bleibt die Darstellung erhalten (bistabil). Die Techniken unterschiedet sich dabei erheblich. Derzeit sind folgenden Techniken serienreif und werden bereits in kommerziellen Produkten verwendet.

2.1.1 Elektrophoretische Displays (EPD)

Aufbau eines elektrophoretischen Displays.
Aufbau eines elektrophoretischen Displays.[4]
Elektrophoretische Displays beruhen auf der Umverteilung von beweglichen, unterschiedlich gefärbten Partikeln durch elektrische Felder. Dabei sind die Hohlräume einer Matrix mit klarer Flüssigkeit gefüllt, in der elektrisch geladene und gefärbte Partikel schwimmen. Die schwarzen Partikel haben eine negative, die weißen Partikel eine positive Ladung. Beim Anlegen eines elektrischen Felds werden die Partikel separiert und sammeln sich je nach Ladung am oberen oder unteren Bereich des Hohlraums. Die Ausrichtung der Partikel beim Anlegen eines Feldes geht nur relativ langsam. Der Aufbau dauert ungefähr 0,5 Sekunden, deshalb ist die Darstellung von Videobildern nicht möglich. Vorteil dieser Technologie ist aber, dass die Umverteilung nach dem Abschalten des Feldes erhalten bleibt, was Displays mit papierähnlichen Eigenschaften ermöglicht.[5][6]

Diese Technik wird von der Firma E-Ink verwendet.[7]

Schematicher Aufbau eines MicroCup Electronic Paper.
Schematicher Aufbau eines MicroCup Electronic Paper.[8]

Sehr ähnlich funktioniert die Technik der Firma SiPix, die diese unter dem Namen MicroCup vermarktet. Im Gegensatz zu E-Ink verwendet SiPix ein geringeres Rastermaß und hat die Technik bereits soweit entwickelt, dass die Displays in Drucktechnik kostengünstig hergestellt werden können. Hier werden keine runden Kapseln verwendet, sonder regelmäßige viereckige oder sechseckige (hexagonal) Zellen (Cups), die mit einer gefärbten Trägerflüssigkeit (derzeit schwarz, rot, grün, blau und golden) gefüllt werden in der sich die elektrisch geladenen weißen Pigmente befinden. Wenn die weißen Pigmente auf der hinten liegenden Elektrode sind, ist nur die Trägerflüssigkeit zu erkennen und stellt somit einen dunklen Punkt dar. Wenn die weißen Partikel an der oberen (sichtbaren) Elektrode sind, verdrängen diese die Trägerflüssigkeit und der Punkt erschein weiß. Auch hier kann durch einen geringeren Elektrodenabstand als die MicroCup-Größe ein Teil der Partikel verlagert werden, somit sind, wie in dem Modell von e-Ink, höhere Auflösungen erreichbar. Der Nachteil gegenüber der Lösung von e-Ink sind die fehlenden schwarzen Partikel, somit ergibt sich ein geringerer Kontrast.[9]

Schematicher Aufbau eines In-Plane EPD.
Schematicher Aufbau eines In-Plane EPD.[10]
Die Firma Canon hat die EPD-Technologie als „in-plane technology“ weiterentwickelt (IP-EPD). Hier werden schwarze Tonerpartikel je nach angelegter Ladung bistabil auf Elektroden gestapelt (= weiß, linke Seite von der Abbildung "Schematicher Aufbau eines In-Plane EPD") oder auf der reflektierenden weißen Flächen verteilt (=schwarz, rechte Seite von der Abbildung "Schematicher Aufbau eines In-Plane EPD"). Der Partikeltransport erfolgt dabei innerhalb einer Ebene (in-Plane) und nicht in Zellen oder Kapseln.[11]






2.1.2 Elektrochrome Displays (ECD)

Aufbau eines elektrophoretischen Displays.
Aufbau eines elektrophoretischen Displays.[12]

Elektrochrome Displays verwenden keine Partikel sondern Ionen, die durch elektrische Ladungen ausgerichtet werden. Durch das Anlegen einer Spannung und das daraus resultierende elektrische Feld werden die Ionen ausgerichtet und das durchsichtige Display wird undurchsichtig. Dieser Zustand ist bei neuen Materialien auch bistabil, der Zustand bleibt auch nach dem Wegfall des elektrischen Feldes erhalten. Im Wesentlichen besteht dieses Display aus einem organischen Material, das eine Veränderung der Absorptions- bzw. Reflexionseigenschaften als Folge einer reversiblen Oxidation oder Reduktion. Ein ECD besteht aus drei Schichten (siehe auch Abbildung "Schematischer Aufbau eines elektrochromen Displays"): Einem PET-Substrat (Plastikfolie), das mit einem organischen Leiter (PEDOT) beschichtet ist. Als zweite Schicht folgt dann das als Folie ausgebildete Elektrolyt, welches mit einer dritten Schicht, einem ebenfalls mit einem organischen Leiter beschichteten, durchsichtigen PET-Substrat, bedeckt wird. Die Gesamtdicke des Displays wird mit ca. 250 µm angegeben.[13] Die Schicht aus PEDOT hat dabei zwei Funktionen: als Zuleitung, um Strom zu der zu verfärbenden Fläche zu leiten und als elektrochromes Material. Um eine Verfärbung zu erzeugen, wird eine Spannung zwischen der oberen und unteren PEDOT-Schicht angelegt. Die positiv geladenen Ionen wandern zur negativ geladenen Elektrode und die negativ geladenen Ionen zu der positiv geladenen Elektrode. An der negativen Elektrode können nun aufgrund der positiven Ionen Elektronen auf das elektrochrome Material fließen und es somit reduzieren (analog zu der positiven Elektrode, an der die Ionen oxidiert werden). Als Folge davon erhöht sich die Lichtabsorption im roten Bereich, das Material erscheint dunkelblau (rechtes Bild von Abbildung "Schematischer Aufbau eines elektrochromen Displays"). Dreht man jetzt die Stromrichtung um oder schließt die beiden Elektroden kurz so läuft die Reaktion umgekehrt ab und das Material entfärbt sich wieder (linkes Bild von Abbildung "Schematischer Aufbau eines elektrochromen Displays").

ePyrus der Firma Siemens (2003).
ePyrus der Firma Siemens (2003).[14]
Durch Aufbringung von Strukturen auf die Substratoberfläche sind auch Displays möglich. Die Firma Siemens hat bereits auf der CeBIT 2003 unter dem Namen „ePYRUS“ verschiedene rollbare Displays auf elektrochromer Basis bis zur DIN-A4-Größe vorgestellt, dieses aber bis heute nicht zur Serienreife gebracht (siehe Abbildung "ePyrus der Firma Siemens").
Elektrochrome Gläser hingegen werden bereits heute schon in der Bauindustrie als schaltbare Fensterscheiben / Glasflächen oder auch Folien verwenden, die wahlweise durchsichtig oder milchig sind.[15]










2.1.3 Cholesteric LCD

Display von Kent
Display von Kent
Die Firma Kent Displays hat die normale LCD-Technik weiter entwickelt und bistabile Displays die ohne weiteren Energieaufwand ihre Informationen halten auf den Markt gebracht.[16]Hierbei ist der Aufbau identisch mit einem normalen LCD, der verwendete Flüssigkristall weist aber bistabile Zustand-Charakteristika auf.[17]

Das „cholesteric liquid crystal“ (ChLCD) muss bei der Verwendung in kleine Kapseln eingeschlossen werden (Durchmesser etwa 10-12 µm), die in einer wässrigen Lösung schwimmen. Das Material ist in zwei Zuständen stabil: „planar“, hier wird einfallendes Licht reflektiert und „focal conic“, hier erscheinen die Kapseln fast durchsichtig und der dunkle Hintergrund wird sichtbar. In der aktuellen Entwicklung ist es gelungen, die elektrisch steuerbare Flüssigkeit, bestehend aus „cholesteric reactive mesogen“ und nicht „reactive cholesteric liquid crystal“ mit einer spannungsabhängigen Blauverschiebung herzustellen. [18]
Somit sind auch farbige, flexible Displays möglich.[19]



2.1.4 Elektrowetting Displays

Grundprinzip von Elektrowetting.
Grundprinzip von Elektrowetting.[20]
Grundprinzip von Electrowetting-Mikrofluidik.
Grundprinzip von Electrowetting-Mikrofluidik.[21]

Eine weitere Entwicklung ist das sog. Electrowetting-Verfahren (übersetzt etwa „elektrischer Kapillareffekt“), das auf der Veränderung von Oberflächeneigenschaften von Flüssigkeitssystemen durch ein elektrisches Feld basiert. Das Grundprinzip ist in Abbildung "Grundprinzip von Elektrowetting" abgebildet: Ein Wassertropfen befindet sich auf einer hydrophoben (wasserabweisenden) Schicht, dass durch ein Dielektrikum von einer Elektrode getrennt ist. Eine zweite Elektrode steckt in diesem Wassertropfen. Im spannungslosen Zustand (linke Abbildung) ist der Wassertropfen aufgrund der wasserabstoßenden Schicht kontrahiert. Legt man jedoch eine Spannung, so zerfließt der Tropfen. Eine weitere Entwicklung führt zu dem Mikro-fluidik-System. Hier fließt ein Wassertropfen in einem Öl von einer Elektrode zu einer zweiten Elektrode und ist in beiden Zuständen stabil ohne ein elektrisches Feld (siehe Abbildung "Grundprinzip von Electrowetting-Mikrofluidik").[22]






2.2 Selbstleuchtende Displays

Aufbau von Monochrom-TFEL-Displays.
Aufbau von Monochrom-TFEL-Displays.[23]

Während alle bis jetzt vorgestellten Displays auf eine externe Lichtquelle angewiesen waren, sind Elektro-Lumineszens-Displays (ELD) selbstleuchtend. Elektro-Lumineszens-Displays (ELD) basieren auf dem Prinzip, das Materialen wie zum Beispiel ZnS:Mn beim Anlegen einer elektrischen Ladung Licht emittieren. Der Aufbau eines konventionellen Thin-Film-Electroluminescent (TFEL) besteht aus einem Leuchtstoff zwischen einer Metallelektrode und einer transparenten Indium-tin-oxide-Elektrode (ITO), abgeschirmt durch jeweils eine Isolationsschicht zwischen dem Leuchtstoff und den Elektroden (siehe Abbildung "Aufbau von Monochrom-TFEL-Displays"). Die Isolationsschichten haben die Aufgabe, den Strom zwischen den Elektronen zu begrenzen, um den Leuchtstoff vor Beschädigungen zu schützen.[24] [25]

Aufbau von Color-TFEL-Displays.
Aufbau von Color-TFEL-Displays.[26]

Durch den Einsatz von verschiedenen Leuchtstoffen und Filtern ist es möglich, verschiedene Farben herzustellen. Die folgende Abbildung "Aufbau von Color-TFEL-Displays" zeigt den Aufbau eines Color-Displays mit nur einem weißen Leuchtstoff und den Aufbau von modernen Color-Displays mit zwei Leuchtstoffen.

[27] TFEL-Displays haben eine hohe Leuchtdichte, ein gutes Kontrastverhältnis, einen guten Sichtwinkel und einen Betriebstemperaturbereich von -50 °C bis +85 °C. Damit eignen sich diese Displays für extreme Umweltbedingungen, wie sie zum Beispiel in der Seefahrt, im militärischen Bereich und im medizinischen Bereich vorkommen. In anderen Bereichen wurden die TFEL-Displays weitestgehend durch LC-Displays verdrängt.

Funktionsprinzip einer OLED mit nur einer organischen Schicht (links) und mit zusätzlicher Lochtransportschicht (rechts).
Funktionsprinzip einer OLED mit nur einer organischen Schicht (links) und mit zusätzlicher Lochtransportschicht (rechts).[28]

Eine weitere Technologie der Elektro-Lumineszens-Displays sind die organischen Elektro-Lumineszens-Displays (OLED). Im einfachsten Fall bestehen OLEDs aus einer organischen Schicht mit geringer Dicke, in die ein Ladungsträger injiziert wird. Auf der Anodenseite wird eine ITO als Kontakt verwendet und auf der Kathode kommt ein Metall mit geringer Austrittsarbeit zum Einsatz, wie zum Beispiel Magnesium. Liegt eine ausreichende Spannung an den Elektroden vor, werden die injizierten Ladungsträger in die organische Sicht transportiert. Treffen ein Elektron und ein Loch aufeinander, bilden sie ein Exziton, das strahlend zerfällt. Um den effektiven Ladungstransport zu ermöglichen, kommen besondere Elektronen- und Lochtransportschichten zum Einsatz. Durch diese Barriere für die Elektronen wird an der Schichtgrenze die Bildung von Exzitonen gefördert (siehe Abbildung "Funktionsprinzip einer OLED..."). [29] [30]

QVGA-FOLED Display mit 100ppi bei 24 bit Farbtiefe.
QVGA-FOLED Display mit 100ppi bei 24 bit Farbtiefe.[31]

OLEDs haben einen Diodencharakter, was einen Aufbau der Displays mit einer Passiv-Matrix möglich macht. Dabei werden die transparenten Anoden und die Kathoden als gekreuzte Leitungen ausgeführt. Die organische Schicht wird dann ganzflächig zwischen den Elektroden aufgeführt. Beim Anlegen einer Ladung auf einer Anode und einer Kathode leuchtet im Kreuzungspunkt die organische Schicht auf (siehe Abbildung 10). Diese Technik lässt aber nur Displays mit geringer Auflösung zu. Eine hochauflösende Strukturierung mittels nasschemischer Verfahren ist aufgrund der hohen Empfindlichkeit der organischen Stoffe nicht möglich. Deshalb werden üblicherweise kom-plexere Aufbauten verwendet, bei denen die Kathode ganzflächig aufgebracht wird und die Trennung der Leiterbahnen durch vorher präparierte Strukturen auf dem Substrat erfolgt, was eine Unterbrechung der dünnen Metallschicht verursacht. Mit derartigen Verfahren wurden schon kommerzielle Farb-Displays mit einer Diagonalen von 2 Zoll bei einer Auflösung von 512x218 Pixel erreicht, welches zum Beispiel bei der Digital-kamera LS633 von Kodak-Sanyo eingesetzt wird. Für Flexible Displays kommen Aufgrund des Aufbaus meist nur die OLED-Technologie zum Einsatz.[32][33]



3 Einsatzgebiete

3.1 Handy & PDA

halboffener Readius von Poymer Vision
halboffener Readius von Poymer Vision

Die Firma Motorola hat 2007 ein besonders flaches und preiswertes Handy mit einem e-Paper-Display herausgebracht (Motofone F3)[34] Die Anzeige ist bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesbar und der geringe Energieverbrauch der Anzeige verlängert die Akkulaufzeit erheblich. Neu wird Mitte 2008 erstmals ein Handy mit flexiblem Display auf den Markt kommen: Das "Readius" der Philips-Tochter Polymer Vision wird mit einem monochromen 5"-EPD von e-Ink ausgestattet sein. Das Display wird dabei um das Handy "gewickelt" und stellt in QVGA-Auflösung (320x240) 16 Graustufen dar.[35]

3.2 E-Book-Reader

Fast alle derzeitig angebotenen Produkte basieren auf der elektrophoretische Displaytechnologie (EPD) der Firma e-Ink. Im Wesentlichen handelt es sich um Displays die von der Flexibilität der Anzeige keinen Gebrauch machen.Die gute Ablesbarkeit bei Sonnenlicht und der geringe Energieverbrauch sind hier die wesentlichen Kriterien für die Wahl dieser Displaytechnik.

3.3 Militär

mock-up eines flexiblen Bildschirmes
mock-up eines flexiblen Bildschirmes

Das Militär, allen voran das U.S. Department of Defense hat, hat grosses Interesse an kleinen flexiblen Displays, die den Soldaten z.B. eine Geländekarte mit aktuellen Satelittenaufnahmen bietet. Die Universal Display Corporation hat hier verschiedene Muster von Geräten mit flexiblen Displays entworfen (siehe auch Bild rechts).

3.4 Markt

Es wird angenommen, dass der Markt für flexible Displays in zwei Marktsektoren wachsen wird: E-Paper-Technologie und konventionelle Anwendungen (Handy-Displays, PC-Bildschirme usw.). Auf E-Paper-Technologie basierende flexible Displays, die 7 Zoll und kleiner sind, werden ab 2008 erhältlich sein. High-End-Handys mit 3-Zoll-Displays und kleinere LED- oder OLED-basierte Displays werden 2011 in den Markt eintreten, OLED-Handys mit flexiblen 4-9-Zoll-Displays sollen ab 2013 erscheinen. Zu erwarten ist, dass flexible Displays, sobald sie über ähnliche Qualitäten verfügen, wie konventionelle Bildschirme, diesen den Rang ablaufen werden. Ab 2016 werden zunehmend LCD- und OLED-Displays mit 10 Zoll und mehr eingeführt, die nicht nur bisherige Displays für z. B. PCs ersetzen, sondern auch zu völlig neuartigen Anwendungen führen. Die Umsatzprognose auf dem Markt flexibler Displays geht von 280 Millionen US-Dollar im Jahr 2010 aus. 2015 sind es bereits 5,9 Milliarden und 2017 12,2 Milliarden US-Dollar.[36]

4 Quellen

  1. Vgl. Crawford, G. P. (2005): flexible flat panel displays, Crawford, G.P. (Hrsg), West Sus-sex (2005), S.1-4.
  2. Vgl. Becker, E. (2006): Technologien für organische Feldeffekttransistoren in der Display-technik, Diss., Göttingen 2006, S.32-37.
  3. Vgl. Crawford, G. P. (2005): flexible flat panel displays, Crawford, G.P. (Hrsg), West Sus-sex (2005), S.12-55.
  4. Quelle: Kamburow, Ch. (2004): E-Paper – Erste Abschätzung der Umweltauswirkungen – Eine ökobilanzielle Betrachtung am Beispiel des Nachrichtenmediums Zeitung – IZT Werkstattbericht Nr.67, Berlin 2004, S.17.
  5. Vgl. Becker, E. (2006): Technologien für organische Feldeffekttransistoren in der Display-technik, Diss., Göttingen 2006, S.76.
  6. Vgl. Crawford, G. P. (2005): flexible flat panel displays, Crawford, G.P. (Hrsg), West Sus-sex (2005), S.369ff.
  7. Vgl. E-Ink Corporation (2003): US-Pat. #7148128 vom 29.08.2003, Stand 21.01.2008
  8. Quelle: SiPix Imaging Inc. (2005): Active Matrix ePaper Displays, Stand 21.01.2008
  9. Vgl. Crawford, G. P. (2005): flexible flat panel displays, Crawford, G.P. (Hrsg), West Sus-sex (2005), S.378ff.
  10. Quelle: Lemme, H. (2003): Displays zum Aufrollen, in: „Elektronik“, Ausgabe 16/ 2003 , Stand 21.01.2008
  11. Vgl. Crawford, G. P. (2005): flexible flat panel displays, Crawford, G.P. (Hrsg), West Sus-sex (2005), S.385ff.
  12. Quelle: Lemme, H. (2003), Displays zum Aufrollen, in: „Elektronik“, Ausgabe 16/ 2003 , S.3, Stand 21.02.2008
  13. Vgl. Lemme, H. (2003), Displays zum Aufrollen, in: „Elektronik“, Ausgabe 16/ 2003 , S.3, Stand 21.02.2008
  14. Quelle: Siemens (2003), Stand 21.02.2008
  15. Vgl. Hartwig, H. (2002), Stand 21.02.2008
  16. Vgl. Doane, J. W., Davis, D., Khan, A., Montbach E., Schneider, T. Shiyanovskaya, I. (2006): 1.2: Invited Paper: Cholesteric Reflective Displays: Thin and Flexible In: IDRC 2006, S. 9ff
  17. Vgl. Khan, A., Doane, J. W., Davis, Zhou, F., Miller, N., Armbruster, R., Nicholson, F., Huang, X.-Y. (2002): 2-2: CTransfective Bistable Cholesteric Liquid Crystal Displays, in: EURODISPLAY 2002 , S. 39ff
  18. Vgl. Xianyu, H., Lin, T.-H., Wu, S.-T. (2006), 4.1: Rollable Reflective Multicolor Cholesteric Displays, in: IDRC 2006, S. 28ff
  19. Vgl. Xianyu, H., Lin, T.-H., Wu, S.-T. (2006), 4.1: Rollable Reflective Multicolor Choles-teric Displays, in: IDRC 2006, S. 30
  20. Quelle: Blankenbach, K., Schmoll, A. (2007), Electrowetting- von der Physik zu Displays, in: horizonte 30, Juli 2007, S. 13.
  21. Quelle: Blankenbach, K., Schmoll, A. (2007), Electrowetting- von der Physik zu Displays, in: horizonte 30, Juli 2007, S. 14.
  22. Vgl. Blankenbach, K., Schmoll, A. (2007), Electrowetting- von der Physik zu Displays, in: horizonte 30, Juli 2007, S. 13ff.
  23. Quelle: King, Ch. N. (o.J.): electroluminescent displays – white paper Planar Systems Inc., S.2., Stand 18.12.2007
  24. Vgl. King, Ch. N. (o.J.): electroluminescent displays – white paper Planar Systems Inc., S.1-7, Stand 18.12.2007
  25. Vgl. Ono, Y. A. (1995): electroluminescent displays, London, River Edge, Singapore 1995, S.7-15.
  26. Quelle: King, Ch. N. (o.J.): electroluminescent displays – white paper Planar Systems Inc., S.8 u. S.9., Stand 18.12.2007
  27. Vgl. King, Ch. N. (o.J.): electroluminescent displays – white paper Planar Systems Inc., S.8ff., Stand 18.12.2007
  28. Quelle: Becker, E. (2006): Technologien für organische Feldeffekttransistoren in der Display-technik, Diss., Göttingen 2006, S.80.
  29. Vgl. Becker, E. (2006): Technologien für organische Feldeffekttransistoren in der Display-technik, Diss., Göttingen 2006, S.79-80.
  30. Vgl. Weis, T. (2002): Leuchtdichte und Kontraststeuerung von Displays bei Verwendung als elektronische Rückspiegel, Diss., Osnabrück 2002, S.22.
  31. Quelle: www.universaldisplays.com, Stand 21.01.2008
  32. Vgl. Becker, E. (2006): Technologien für organische Feldeffekttransistoren in der Display-technik, Diss., Göttingen 2006, S.81.
  33. Vgl. Crawford, G. P. (2005): flexible flat panel displays, Crawford, G.P. (Hrsg), West Sus-sex (2005), S.285-289.
  34. Quelle: http://www.motorola.com/consumer/v/index.jsp?vgnextoid=1889ba753ca90110VgnVCM1000008206b00aRCRD&show=productHome
  35. Quelle: http://www.polymervision.com
  36. Vgl. Sarah Han (2007): Flexible Display Technology and Market (2007~2017), Stand 21.01.2008

5 Abkürzungsverzeichnis

a-Si:H leichtwasserstoffhaltiges amorphes Silizium
AM Aktiv-Matrix
ChLCD Cholesteric LCD
CRT Kathodenstrahlbildschirmen
CNT Kohlenstoffnanoröhren
CTE Coefficient of Thermal Expansion
DSTN Double-Super-Twistes-Nematic
ECD Electrochromes Display
EL Elektro-Lumineszens
ELD Elektro-Lumineszens-Display
EPD Elektrophoretisches Display
FED Feld-Emissions-Display
FLC Ferroelektrischer Flüssigkeitskristall
FPD Flat-Panel-Display
ITO Indium-tin-oxide
LC Flüssigkristall
LCD Flüssigkristalldisplay
LTPS Low-Temperature-Polysilicon
MIM Metall-Isolator-Metall
MOS Metall-Oxid-Halbleiter
OFET organische Feldeffekttransistoren
OLED Elektro-Lumineszenz-Display. organic light emitting diode
OTFT Organic-Thin-Film-Transistor
PDLC Polymer-Dispersed-Liquid-Crystal
PEN Polyethylen-Naphthalat
PET Polyethylen-Terephthalat
PM Passiv-Matrix
PSCT Polymerstabilisierter Chlesterische Textur
QVGA ¼ -VGA, also 320x240 Pixel
STN Super-Twistes-Nematic
TFEL Thin-Film-Electroluminescent
TFT Thin-Film-Transistor
Tg Glasübergangstemperatur
TN Twisted-Nematic
Persönliche Werkzeuge