Geocaching als Marketinginstrument für Location Based eBusiness
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Fallstudienarbeit | |
| Hochschule: | Hochschule für Oekonomie & Management |
| Standort: | Düsseldorf |
| Studiengang: | Bachelor Wirtschaftsinformatik |
| Veranstaltung: | Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten |
| Betreuer: | Prof._Dr._Uwe_Kern |
| Typ: | Fallstudienarbeit |
| Themengebiet: | Location Based eBusiness |
| Autor(en): | Michael Riedel, Uwe Laabs |
| Studienzeitmodell: | Abendstudium |
| Semesterbezeichnung: | |
| Studiensemester: | 4 |
| Bearbeitungsstatus: | begutachtet |
| Prüfungstermin: | |
| Abgabetermin: | |
1 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| GPS | Global Positioning System |
| FTF | First To Find! |
| TKP | Tausender-Kontakt-Preis |
| UMTS | Universal Mobile Telecommunications System |
2 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Verbreitung der Mammut Shoe Chase Geocaches, Verbreitung am 27.05.2010 |
3 Tabellenverzeichnis
| Tabelle Nr. | Quelle |
|---|---|
| 1 | Differenzierung der Behältnisse |
| 2 | Differenzierung der Cachearten hinsichtlich ihrer Marketingtauglichkeit |
| 3 | Werbeseiten im Nachrichtenmagazin Focus |
| 4 | Werbeseiten auf freiepresse.de, 50 % Belegung |
| 5 | Werbekosten im ZDF |
| 6 | Angaben von United_Ambient_Media AG |
| 7 | Fakten und Zahlen Mammut Shoe Chase |
| 8 | Verteilung der Caches auf die Länder der Mammut Shoe Chase Kampagne |
4 Einleitung
Geocaching[1] ist seit mehr als zehn Jahren eine moderne Form der Schnitzeljagd, die sich einer großen Popularität erfreut. Möglich wurde dies durch die Freigabe der Satelliten-gestützten Positionsbestimmung des US-Militärs am 2. Mai 2000 durch die US-Regierung. Die Genauigkeit der Positionsbestimmung beträgt ca. 10 Meter und ist damit ausreichend genau für das Geocaching.
In den letzten Jahren entwickelte sich das so genannte Web-2.0, wodurch Portale wie Geocaching.com u. A. entstanden sind. Es sind weltweit mehr als eine Millionen[2] Geocaches versteckt.
Dies hatte eine große Popularität von Outdoor-Aktivitäten zur Folge. Die Weiterentwicklung von mobilen GPS-Geräten zog einen Preisverfall nach sich und führte zu einer höheren Marktdurchsetzung.
Auch die klassischen Mobiltelefone erfuhren eine Weiterentwicklung, in dem GPS-Modul und UMTS-Empfang möglich wurden. Die Vorraussetzung für Location Based eBusiness entstand.
Dies macht sich modernes Marketing zunutze. Eine Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Marketingstrategien ist für die Werbewirtschaft wichtig, um Geocaching in ihr Kommunikationsportfolio mit einzubinden.
4.1 Motivation
Die Korrelationsbetrachtung virtueller und realer Marketingaktionen ist die Hauptmotivation.
Da Geocaching immer populärer wird, erscheint eine Kombination mit Location Based eBusiness sinnvoll.
Durch die steigende Medienpräsens wird diese Art der Kommunikation für das Marketing immer interessanter. Menschen verschiedenen Alters betreiben Geocaching. Damit ist die Vorraussetzung für eine breite, kaufkräftige Zielgruppe gegeben.
Immer neue, ungewöhnliche Werbemaßnahmen zu kreieren ist die Aufgabe einer jeden Werbeagentur.
4.2 Zielsetzung
Ziel der Arbeit ist ein Vergleich unkonventioneller Marketingmethoden und -taktiken in Bezug auf Geocaching und Location Based eBusiness. An Hand von Beispielen und Analysen einzelner, bereits durchgeführten Geocache-Aktionen wird das Vorgehen solcher Kampagnen beleuchtet.
Die globale Ausrichtung von Geocaching wird ebenso thematisiert, wie auch der Vergleich klassischer mit Online-Medien. Die Synergieeffekte von Web-2.0 und Geocaching sind ein weiterer Schwerpunkt.
4.3 Abgrenzung
Der Umfang dieser Arbeit lässt eine vollständige Betrachtung aller Marketingmethoden nicht zu. Eine Analyse der vorhandenen Geocache-Portale steht nicht im Fokus.
Aufgrund der geringen Anzahl bereits durchgeführter Geocache-Marketingkampagnen ist eine repräsentative Auswertung nicht möglich.
Die Wirtschaftlichkeit von Geocaching-Kampagnen kann nicht bewertet werden, da monetäre Zahlen nicht zugänglich sind.
5 Grundlagen des Geocaching
Geocaching ist die moderne Form der Schnitzeljagd. Das Grundprinzip besteht darin, einen versteckten Behälter, den so genannten Geocache, mittels veröffentlichter Koordinaten zu finden. Wurde der Geocache gefunden, so trägt sich der Finder in das beiliegende Logbuch ein. Es befinden sich verschiedene Gegenstände im Behältnis. Der Geocacher kann einen Gegenstand durch einen eigenen ersetzen. Dies können u. a. Travelbugs oder Geocoins sein. Je nach Größe des Behälters sind mehr oder weniger Gegenstände zum Tauschen enthalten. Hier setzt das Marketing an.
Es werden folgende Behältnisse unterschieden:
| Behältnis | Beschreibung |
|---|---|
| Nano | Kleinstes Behältnis, meist < 1 cm, kein Platz für Gegenstände |
| Mini | Sehr kleines Behältnis z.B.: Filmdosen, wenig Platz für Gegenstände |
| Small | Kleines Behältnis, Platz für kleiner Gegenstände |
| Regular | Standard-Größe eines Behältnisses, der Platz für mehrere Gegenstände bietet, >= 1 Liter z.B.: Tupper(TM)-Dose |
| Large | Größtes Behältnis, der Platz für mehrere, größere Gegenstände |
Größtes Portal: Geocaching.com
Eine Einführung in Geocaching findet man unter YouTube: http://www.youtube.com/v/-4VFeYZTTYs&hl=de_DE&fs=1&
5.1 Positionsbestimmung mit mobilen Endgeräten
Die Positionsbestimmung erfolgt mit mobilen GPS Geräten. Diese lassen sich in 3 Kategorien unterscheiden.
1.) GPS Geräte ohne Kartendarstellung
Bei diesen Geräten kann der User die Zielkoordinaten eingeben. Über eine Kompass- und Pfeildarstellung wird man zum Ziel geleitet. Es ist nicht möglich spezielle geografische Gegebenheiten zu erkennen. Es ist nicht ersichtlich, ob ein Fluss oder ein Waldgebiet durchquert werden muss. Daher werden diese Geräte i.d.R. zusammen mit einer konventionellen Karte benutzt. Die Koordinaten können zudem direkt über eine Verbindung zum PC geladen werden. Der zurückgelegte Weg kann aufgezeichnet werden. Die Geräte werden mit konventionellen Batterien oder Akkus betrieben.
2.) GPS Geräte mit Kartendarstellung
Bei diesen Geräten kann zusätzlich eine digitale Karte angezeigt werden. Diese Karte kann sowohl Straßen, Wege als auch geographische Informationen[3] enthalten.
3.) Smartphones mit GPS-Empfänger
Smartphones können herkömmliche GPS-Geräte ersetzen. Über aktives GPS werden innerhalb von Gebäuden Positionsbestimmungen realisiert. Die Geräte verfügen i.d.R. über eine Verbindung ins Internet und zusätzlich über eine Kamera. Über spezielle Zusatzprogramme können direkte Verbindungen zu den Geocache-Communities hergestellt werden. Der Nutzer kann direkt über Caches in seiner Nähe informiert werden. Die Internetverbindung über den Browser kann für das Lösen von Aufgaben und Rätseln genutzt werden. Über die Geotagging-Funktionalität[4] der Smartphones wird das Kamerabild mit den GPS-Koordinaten verbunden. Die Smartphones haben keine handelsüblichen Batterien- oder Akkuformen, somit können diese unterwegs nicht ausgetauscht werden.
Bereits Wirtz erkannte 2001: "In Europa gibt es bereits heute mehr Mobiltelefonbesitzer als Internet-Nutzer. Die Mobiltelefone ermöglichen auch den potentiellen Nutzern Zugang zum Internet, die bislang über keinen stationären Anschluss verfügen."[5]
5.2 Cachearten
Im Folgenden stellen wir verbreitete Cachearten vor.
| Cachebezeichnung | Beschreibung |
|---|---|
| Traditional | Die Koordinaten des Versteckes werden veröffentlicht. Es kann direkt mit Hilfe des GPS-Gerät gefunden werden. |
| Multi | Die Koordinaten des Zielcaches sind nicht direkt zugänglich. Es muss zunächst der Einstiegscache gefunden werden. In diesem finden sich die Koordinaten der nächsten Station. So wird der Geocacher von einem Cache zum nächsten und schließlich zum Ziel geführt. |
| Mystery / Unknown | Ähnlich wie bei den Multicaches sind die angegebenen Koordinaten nicht direkt bekannt. Die richtige Position wird erst erhalten, wenn ein Rätsel oder eine Aufgabe gelöst wurde. Dann kann wie bei einen Traditional Cache mit der Suche des finalen Versteckes begonnen werden. |
| Earth | Dieser Chachetyp gehört zu den virtuellen Caches. Es ist kein Behältnis vorgesehen. Die zu findenden Stellen sind i.d.R. geologisch wertvolle bzw. interessante Orte. Der Cache gilt als gehoben, wenn er fotografiert und das Bild zusammen mit dem Logbucheintrag hochgeladen wird. |
| Webcam | Gehören zu den virtuellen Caches. Der User stellt sich vor eine öffentliche Webcam. Das entstandene Bild wird von der Webseite, die zu der Webcam gehört, gespeichert und dann in die jeweilige Cachedatenbank geladen. |
| Event | Stellen reale Treffen von Geocachern dar. Auf diesen Events können sich die Mitglieder der Community austauschen. Oft werden spezielle Gegenstände wie Travelbugs oder Geocoins getauscht. |
6 Analyse moderner Marketing-Methoden im Location Based eBusiness
In der Literatur finden sich verschiedene Definitionen von Marketing.
Den Begriff beschreibt Heribert Meffert wie folgt: "Marketing ist eine bewusst marktorientierte Führung des gesamten Unternehmens oder marktorientiertes Entscheidungsverhalten in der Unternehmung"[6].
Laut Zemke sind die Ziele einer Marketing-Kampagne "[...]Akquisition neuer Kunden, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit,[...]"[7]
In den folgenden Kapiteln werden wir moderne und unkonventionellen Marketing-Methoden auf Ihre Tauglichkeit für Location Based eBusiness untersuchen. Des Weiteren befassen wir uns mit der Nutzung dieser Marketing-Maßnahmen in den klassischen Medien.
Die folgenden Marketing-Methoden sind "below-the-line" [8], im Gegensatz zu den "above-the-line"[9] Methoden sind sie nicht immer sofort als Werbemaßnahme zu erkennen.
6.1 Bedeutung unkonventioneller Marketing-Methoden
In den folgenden Kapiteln werden wir die Marketing-Methoden auf Ihre Nutzung in Zusammenhang mit Geocaching beleuchten. Ziel ist es mit einem geringen Budget eine möglichst breite Kommunikationswirkung zu erzielen. Es handelt sich hierbei um Below-The-Line-Marketing. Bereits Edgar K. Geffroy erkannte: "[...] Kunden [übernehmen] in der heutigen Zeit immer mehr die Verantwortung für Produkte und Dienstleistungen. Sie vernetzen sich in Communities. Unternehmen sollten diesem Kundenbindungsfaktor entscheidende Bedeutung beimessen."[10]
6.1.1 Guerilla Marketing
Aufgrund der geringen Kosten für das Verstecken von Geocaches und die Bekanntmachung in Foren und Communities (z.B.: geocaching.com) lassen sich Geocaching und Guerilla Marketing miteinander verbinden.
Definition:
Konrad Zerr von der Hochschule Pforzheim beschreibt Guerilla-Marketing folgender Maßen: "Der Begriff Guerilla Marketing bezeichnet die Auswahl untypischer und undogmatischer Marketingaktivitäten, die mit einem geringen Mitteleinsatz eine möglichst große Wirkung erzielen sollen. Guerilla Marketing hat sich zu einer Marketingmix-übergreifenden Basisstrategie, einer marketingpolitischen Grundhaltung der Marktbearbeitung entwickelt, die außerhalb der eingefahrenen Wege bewusst nach neuen, unkonventionellen, bisher missachteten, vielleicht sogar verpönten Möglichkeiten des Instrumentaleinsatzes sucht."[11]
Jay Conrad Levinson[12] ist Gründer der internationalen Guerilla Marketing Association. Er beschreibt Guerilla Marketing wie folgt: „Guerilla Marketing is a body of unconventional ways of pursuing conventional goals. It is a proven method of achieving profits with minimum money.”
Beispiel:
2007 hat DaimlerChrysler die "Jeep 4x4 Geocaching Challange"[13] Kampagne in den USA auf Geocaching und Guerilla Marketing gesetzt.
Die Aufgabe der Teilnehmer war es, Geocoins[14] zu finden sowie Fotos von der Fundstelle zu machen. Die Seriennummer der Geocoins mussten zur Bestätigung des Fundes auf der Webseite eingegeben bzw. hochgeladen werden.
Die Teilnehmer konnten verschiedene Preise[15] gewinnen.
Die Aktion wurde von Alcone Marketing Group und BBDO Detroit durchgeführt.
Analyse:
Synergie-Effekte von Guerilla Marketing und Geocaching lassen sich wie im Beispiel gezeigt gut nutzen. Das Ausbringen und Verstecken von Caches erfordert sachkundiges Personal. Das Auffinden der Caches muss eine Herausforderung für die Akteure darstellen. Sind die Verstecke aber zu schwierig, so ist die Anzahl der gefundenen Items und somit die Werbewirkung gering. Sind sie zu offensichtlich versteckt fehlt die Herausforderung für die Cacher. Aufgrund des geringen monetären Aufwandes ist der TKP einer solchen Aktion gering.
Es besteht die Gefahr von Ambush Marketing durch Mitwettbewerber, siehe nächstes Kapitel.
6.1.2 Ambush Marketing
Definition:
Im Englischen bedeutet der Begriff Ambush Hinterhalt. Diese Marketingform wird auch als Parasite-Marketing oder Schmarotzer-Marketing bezeichnet.
In der Literatur findet sich folgende Beschreibung: "Ambush Marketing bezeichnet das geplante Bemühen eines Unternehmens, sich mit einem Ereignis indirekt zu assoziieren, um zumindest einen Teil der Anerkennung und des Nutzens zu erhalten, der mit einem offiziellen Sponsoringvertrag verbunden wäre. [16]
Beispiel:
Ein gutes Beispiel für Ambush Marketing ist die Nike Aktion "Go Heinrich Go" zum Berlin Marathon. Im OpenPR Portal[17] findet sich folgende Pressemitteilung von der Agentur evoworkx[18]
"Heinrich ist ein Marathonläufer, der von Nike gesponsert, am Berlin Marathon teilnahm, einem der größten und bedeutendsten Marathonläufe weltweit. Das Besondere daran: Heinrich besitzt das stattliche Alter von weit über 80 Jahren und war der älteste Teilnehmer im Feld. Er hielt durch und beendete den Marathon erfolgreich. Das Resultat: Ein enormer Pressewirbel für Heinrich und natürlich Nike. Das Brisante: Adidas ist mit einem beträchtlichen Budget Sponsor des Berlin-Marathons."[19]
Analyse:
Für Geocaching als Marketing Instrument kann Ambush Marketing zu einem Problem werden. Da die Verstecke öffentlich sind, können geneigte Unternehmen die Caches durch ihre eigenen ersetzen oder in ihnen ihre Marketingbotschaft hinterlassen. Durch solche Ambush-Aktionen kann die Kommunikationswirkung von Geocache-Aktionen geschmälert werden. Es ist aber zu berücksichtigen, dass die User und Blogger über solche Aktionen in den Foren und Communities berichten werden. Diese Berichte können durchaus kritisch ausfallen und so eine negative Kommunikation über die Ambush-Aktion hervorrufen. In der Regel sind große Sport-Events wie z.B. der Fifa World Cup von Ambush-Aktionen betroffen. Bis heute sind keine solche Aktionen in Bezug auf Geocaching und Marketing bekannt.
6.1.3 Virales Marketing
Viral wird häufig mit dem medizinischen "Virus" oder "virusartig" assoziiert. Der Sinn dieser Marketing-Methode ist es, ähnlich der Verbreitung eines Virus für die Verbreitung von Werbebotschaften in Communities, Foren, Blogs oder Sozialen Netzwerken zu sorgen.
Definition:
In der Literatur finden sich folgende Definitionen:
"[...] alle Techniken und Strategien, die genutzt werden, um Menschen zu animieren, angebotene Produkte und Dienstleistungen an andere weiter zu empfehlen." [20]
oder
"[...] das gezielte Auslösen von Mund-zu-Mund-Propaganda zum Zwecke der Vermarktung von Unternehmen und deren Leistung" [21].
Beispiel:
"Mammut Shoe Chase" Kampagne
Die "Mammut Shoe Chase" Kampagne wurde über die Mammut Webseite kommuniziert. Durch den Einsatz des Web-2.0-Arsenals von Blogs, Foren und Video-Plattformen etc. konnte sich die Kampagne virusartig verbreiten. Die Aktion wurde von der Agentur Unic AG[22] aus Bern, Schweiz, durchgeführt.
Analyse:
In Bezug auf Geocaching als Marketing Instrument sind die Geocaching-Communities als Quelle des Viralen Marketings zu sehen. Durch die Berichte des Auffindens der Caches werden weitere Teilnehmer aufmerksam gemacht. So breitet sich die Botschaft über die Caches in den Communities aus.
Durch die Analyse der Forendaten werden weitere Marketingmaßnahmen abgeleitet. Werden die Caches typischer Weise an Samstagen oder Sonn- und Feiertagen aufgesucht, so kann die Produktkommunikation durch Sampling-Aktionen[23] in der Nähe der Caches intensiviert werden.
6.2 Nutzung verschiedener Medien durch das Marketing
Die Auswahl des Mediums, in dem Werbung bzw. Marketingkampagnen stattfinden, ist von großer Bedeutung. Das Marketing muss abhängig von der Zielgruppe[24] und dem zu bewerbenden Produkt die Medien sorgfältig auswählen. Beim Geocaching als Marketinginstrument sind die Zielgruppen und die damit verbundenen Werbemöglichkeiten spezifiziert.
Es handelt sich hierbei um Above-The-Line-Marketing.
6.2.1 Printmedien
Printmedien erscheinen in zeitlichen Intervallen. Daher ist die Wahl der Printmedien für den Marketingerfolg von Bedeutung.
Tageszeitungen sind für kurzfristige Informationen nützlich. Beispiel: "Heute wird 10% Rabatt auf unsere Produkte gewährt." Zeitschriften, auch Fachzeitschriften, sind für größere oder langfristige Kampagnen geeignet. So kann man in allgemein monatlich erscheinenden Zeitschriften auf länger laufende Aktionen hinweisen.
Tageszeitungen werden üblicher Weise nicht von der jüngeren Zielgruppe konsumiert.
Fachzeitschriften sind aufgrund ihres Fachgebietes auf eine bestimmte Zielgruppe beschränkt. Jedoch kann dies auch von der jeweiligen Kampagne gewünscht sein, denn dann sind die Streuverluste gering.
Eine Kosten-Nutzen-Betrachtung ist für den Werbetreibenden bei der Wahl des Printmediums ausschlaggebend. Die Kosten in Printmedien sind im Gegensatz zu den Funk- und Fernseh-Medien geringer.
Die Preise richten sich nach der Auflage und der Verbreitung des jeweiligen Printmediums. Als Vorteil ist zu werten, dass die Verlage Ihre Preisgestaltung transparent machen, was einen Preisvergleich vereinfacht.
Als Beispiel werden im Folgenden die Preis für eine Anzeige im Nachrichtenmagazin 'Focus' aufgeführt[25]:
| Bezeichnung | Wert |
|---|---|
| Erscheinungsweise | wöchentlich |
| Copy-Preis | 3,20 € |
| Verkaufte Auflage | IV/2009: 579.787 (IVW) |
| Reichweite | MA 2010/I: 5,24 Mio. Leser |
| Tausend-Kontakt-Preis | MA 2009/II: 9,08 Euro |
| 2/1 Seite | 95.188,- € |
| 1/1 Seite | 47.594,- € |
| 1/2 Seite | 28.798,- € |
| 1/3 Seite | 20.939,- € |
Ein Hinweis auf eine Geocache-Kampagne in einer Tageszeitung mit hoher Auflage hat zur Folge, dass nur ein geringer Anteil der Leser angesprochen werden. Daher ergeben sich ein hoher Streuverlust und TKP.
In einer regional erscheinenden Tageszeitung ist eine solche Kommunikation erfolgreicher.
Fachmagazine richten sich an eine begrenzte Interessengemeinschaft. Da die Auflage der Magazine meist überregional erfolgt, ist hier der Streuverlust und damit der TKP geringer.
6.2.2 Onlinemedien
Onlinemedien sind die aktuellsten Medien. Minutiös werden im Internet Kampagnen gesteuert und aktualisiert. Nutzer-Interaktion ist hier ebenso möglich, wie auf Kundenwünsche und -Vorlieben zu reagieren.
Bereits Himmer beschreibt dies so: "Die bedeutendste technologische Entwicklung im letzten Jahrzehnt ist die rasche Verbreitung des Internets. [...] Die Auswirkungen auf die Anbieter-Kunden-Beziehung sind beträchtlich und der Kundenkontakt wird zukünftig maßgeblich über das Internet erfolgen."[26]
Dies bedeutet, dass sich heute viele Internet-Portale der Werbung für die Finanzierung bedienen. Hierbei wird eine besondere Art des Guerilla-Marketing (siehe entsprechendes Kapitel) angewendet. Dem Nutzer der Internetseite wird die Werbung quasi untergeschoben.
Frank Patalong beschreibt dies wie folgt: "Der inzwischen 16 Jahre alte Deal zwischen Online-Medien und Mediennutzern lautet eigentlich so: Wir liefern Ihnen kostenfreie Inhalte, und Sie sehen sich dafür im Umfeld Werbung an." [27]
Zwar erscheinen Internetpublikationen wegen des Internets immer global, also mit hohen Streuverlusten. Da dies aber kostenneutral realisiert wird, spielt dieser Fakt monetär keine Rolle.
Gerade kurzfristige und kurzzeitige Werbekampagnen können mittels Onlinewerbung kostengünstig realisiert werden. Immer wieder schalten Firmen eine Internetseite einzig für eine bestimmte Kampagne und einen begrenzten Zeitraum frei.
Innerhalb dieser Zeit wird die Marketingkampagne durchgeführt. Ist sie vorüber, wird die Seite abgeschaltet, oder die Seite bleibt online. Fotos, Videos und weitere Nutzerbeiträge sind somit ein Rückblick auf die Kampagne.
Während der Kampagne ist eine Interaktion mit den Beteiligten möglich. Geocacher können in Blogs ihre Erfahrungen veröffentlichen. Sie können ihren Fund online registrieren, um in den Genuss von Preisen zu kommen. Hinweise auf weitere Caches werden hier ebenfalls publiziert[28].
Online-Werbung ist nicht kostenfrei. Sie kostet zumindest die Gebühr des Webspaces die der Ambiente-Werbung.
Beispiele hierfür sind die Google-Ads, die abhängig vom eingegebenen Suchbegriff Werbung einblenden. Werbung im Internet ist nicht so transparent wie bei den Printmedien. Die Preise für Google-Ads steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung.
Verlagshäuser, die auch eine Onlineplattform betreiben, veröffentlichen zwar die Preise für ihre Zeitungen und Zeitschriften. Über die Werbung des Webportals ist jedoch nur wenig zu erfahren.
Als Beispiel dienen daher die Preise der Internetzeitung 'freiepresse.de'[29]
| Werbemittel | Preis | Tausender-Kontaktpreis |
|---|---|---|
| Half Banner | 420,00 € | 6,00 € |
| Superbanner | 1.120,00 € | 16,00 € |
| Skyscraper | 1.470,00 € | 21,00 € |
| Wallpaper | 2.800,00 € | 40,00 € |
| ContendAd | 1.400,00 € | 20,00 € |
| PR-Anzeige | 700,00 € | 10,00 € |
Der durchschnittliche TKP liegt hier bei rund 18,80 €, also gut doppelt so hoch wie bei den Printmedien.
Dieser doppelt so hohe TKP ist im Verhältnis zu sehen. Die Streuverluste werden reduziert, da interessierte Benutzer eine Webseite zu meist aktiv ansteuern. Am Beispiel von Google-Ads ist die Werbung kontext-sensitiv eingeblendet, so dass auch hier die Information die bevorzugten Interessenten erreicht. Mit Werbung überfrachtete Webseiten werden als negativ empfunden. Dies ist darin begründet, dass ständig bewegende Bannerwerbung das Lesen einer Seite erschwert. Der Benutzer wird die Seite rasch wieder verlassen.
Zielgruppen-spezifische Online-Werbung haben geringere Streuverluste. Die Auswertbarkeit über Klickraten ergibt die Möglichkeit einer besseren Optimierung der Marketingkampagne.
Für Marketingkampagnen mit Geocaches ist die Onlineplattform geeignet:
- Hoher Informationsgehalt
- Interaktionsmöglichkeiten mit der Zielgruppe
- Hohe Aktualität des Inhaltes
- Web-2.0-Funktionalität der Nutzer der Seite
6.2.3 Funk und Fernsehen
Diese klassischen Medien haben den Vorteil, dass sie auch unbewusst vom Konsumenten verwendet werden. Im Fernsehen gibt es häufige Werbepausen.
Die Werbekosten sind von allen Medienarten die höchsten. Hier kommen nicht nur die Kosten für die Werbeminute zum Tragen, sondern auch die Produktionskosten für den Werbefilm sind hoch.
Ähnliches gilt für die Radiowerbung. Bei der Arbeit oder im Auto läuft das Radio im Hintergrund, so dass auch hier die Werbung unterschwellig aufgenommen wird. Dabei sind die Kosten geringer als beim Fernsehen, zumal auch hier die Produktionskosten niedriger sind.
Als Beispiel dient hier das ZDF. Die Preise hängen sehr stark vom Wochentag und der Sendezeit der Werbung[30] ab:
| Bezeichnung | Wert |
|---|---|
| Tausender-Kontaktpreis, 30s | Durchs. 10,83 € |
| 10-Sekunden-Spot im 'normalen Werbeblock' | Durchs. 5.350,- € |
| Vor 'heute' 19 Uhr | Durchs. 5.350,- € |
| Abspann-Splitscreen | Durchs. 13.560,- € |
| Single Spot, 20s, Mo–Fr 16.13 Uhr | Durchs. 7.680,- € |
| Single Spot, 20s, Mo–Fr 19.21 Uhr | Durchs. 17.820,- € |
| Single Spot, 20s, Sa 19.21 Uhr | Durchs. 13.500,- € |
Der durchschnittliche TKP ist hier vergleichsweise niedrig, da das Fernsehen und auch der Rundfunk eine hohe Verbreitung ihrer Werbung haben. Die Wirksamkeit der Werbung ist stark abhängig von der Kalenderwoche und der Tagessendezeit und eventuell dem Event, an bzw. zu dem der gesendet wird.
Funk und Fernsehen wird eine Maßnahme für Geocaching- und Location Based eBusiness unterstützen können. Die Werbung hierfür wird zu einem geeigneten Zeitpunkt und zu einem passenden Event, zum Beispiel Outdoor-Wettkämpfe, gesendet. Da Produkte für Outdoor und Geocaching den Sport gemeinsam haben, ist hier die Zielgruppe mit wenigen Streuverlusten zu erreichen. Daher bietet sich Werbung innerhalb einer Sportveranstaltung an. Jedoch sind keine Beispiele bekannt.
Den zu erwartenden hohen Kosten für diese Art der Werbung steht der hohe Bekanntheitsgrad gegenüber, den Funk und Fernsehen mit sich bringen. Dies ist der Grund, warum Fernsehsender einen hohen Preis für Werbezeiten verlangen können.
6.2.4 Ambient Medien
Bei den Ambient Medien ist das Marketing auf der Suche nach ungewöhnlichen Lokationen für die geplante Werbebotschaft. Die Orte und Verstecke für Geocaches sind von Hause aus schon als ungewöhnlich zu betrachten. Ambiente Marketing wurde von der Agentur Concord aus Großbritannien 1995 als erste Firma definiert. Diese suchte für ihre Out-of-Home-Kampagnen ungewöhnlich Orte, die sich damals noch nicht in die Kategorien der klassischen Außenwerbung einordnen ließen.
Kolja Wehleit definiert Ambiente Media wie folgt: "Ambiente Media sind Medienformate, die im Out-Of-Home-Bereich der Zielgruppe planbar konsumiert werden." [31]
Die Geocoins sind beim Geocaching als Ambient Medien zu sehen. Diese Münzen werden im Geocache versteckt und haben zum Beispiel eine Art Seriennummer eingeprägt. Mit dieser lassen sich dann Wettbewerbe oder Sammlungen durchführen. Hier wird also das Ambiente Media Geocachen und Werbung verknüpft. Zum Einen ist die Zielgruppe 'Out-Of-Home' und bei ihrem Hobby. Zum Anderen kann die Marketing-Strategie ohne nennenswerte Streuverluste wirken. An der später detailliert beschriebenen Kampagne von Mammut (siehe Kapitel Mammut-Kampagne) wird genau dieser Umstand verwendet.
Wichtig für erfolgreiche Ambient-Medien ist, dass das Geocaching nicht primitiv für Werbung ausgenutzt wird. Der Geocacher möchte Spaß am Suchen und Finden haben. Wird er nicht passend gefordert ist er unzufrieden und ein Imageverlust für das ausführende Unternehmen ist die Folge.
Dies bestätigte schon Wehleit: "Sie [Ambient Medien, Anm. d. Autors] verlangen eine sehr viel intensivere Auseinandersetzung mit der Zielgruppe und der Vielzahl der angebotenen Werbemöglichkeiten. Dann allerdings ist der Kampagnenerfolg einer rein klassischen Kampagne oftmals überlegen." [31]
Der Erfolg von Ambiente Medien ist von der Umgebung und der Zielgruppe abhängig.
Beispielsweise veröffentlicht die Werbeagentur 'United Ambient Media' nicht den TKP für ihre Außenwerbemaßnahmen. Dies liegt darin begründet, dass je nach Ambiente nicht vorhersehbar ist, wie viele Menschen die Werbemaßnahme wahrnehmen oder wahrnehmen können. Zum Beispiel ist es vom Wetter abhängig, wie viele Menschen eine im Freibad aufgestellte Werbe-Litfass-Säule sehen. Anhaltend schlechtes Wetter beeinflusst die Werbebotschaft der Litfass-Säule negativ.
Kosten für Ambient Medien: (Entnommen aus [32]):
| Bezeichnung | TKP |
|---|---|
| Junge Gastronomie | 9,20 € |
| Kino | 9,22 € |
| Schulen | 13,16 € |
| Bundeswehr | 19,74 € |
| Disco | k. A. |
| Freibad | k. A. |
| Strand | k. A. |
| Ashboxx | k. A. |
Beim Geocaching treffen diese Nachteile nur bedingt zu, da das Ambiente "Outdoor" Teil der Werbemaßnahme ist. Der Geocacher macht sich ganz bewusst auf die Suche und nimmt auch widrige Umstände und schlechtes Wetter in Kauf.
Im Geocache findet er dann die Werbung, den für ein Gewinnspiel nötigen Geocoin oder hat sich zuvor schon registriert, um an einer Kampagne teilzunehmen.
Es ist jedoch schwer, die Kosten mittels des TKPes zu ermitteln, da er direkt proportional zur Anzahl der Teilnehmer ist.
Eine solche Kampagne muss professionell und zielgerichtet umgesetzt werden um erfolgreich zu sein.
7 Kritische Betrachtung von Geocaching als Marketinginstrument
In diesem Kapitel wird die in den vorherigen Kapiteln begonnene Bewertung der Kampagnen verfeinert. Zielgruppen und die globale Vernetzung durch die Geocaches werden analysiert.
7.1 Zielgruppenanalyse
Geocaching ist ein Hobby für Menschen, die sich gerne draußen bewegen. Geocaching ist also ideal um beim Spaziergang, im Urlaub oder auch beim Sport diesem Hobby nachzugehen. Damit eine Marketingkampagne erfolgreich sein kann, muss sie auf folgende Zielgruppen abgestimmt sein.
Übersicht der Zielgruppen:
- Geocacher
- Anfänger und Gelegenheits-Cacher
- Fortgeschrittene
- Rätselliebhaber
- Outdoor-Liebhaber
- Bergsteiger oder -Wanderer
- Off-Road Motorsportler
- Läufer, Spaziergänger
- Touristen
- Geschäftsreisende
- Urlauber
- Sightseeing
Da es beim Location Based E-Business auch um Marketing geht ist es wichtig, den Geocacher bei seinem Hobby zu unterstützen, dabei zu unterhalten und für das Business den maximalen Nutzen zu erreichen.
Es ist wichtig, eine Kampagne mit Geocaching professionell umzusetzen. Hierzu ist eine Zielgruppenanalyse wichtig, da als Ergebnis ein Profil mit den Anforderungen der jeweiligen Zielgruppe erstellt wird. Anschließend kann die Kampagne geplant werden um mit diesen Informationen einen maximalen Wirkungsgrad zu erreichen.
Hier muss zwischen den oben genannten Zielgruppen unterschieden werden:
Geocacher:
Für Geocacher ist es wichtig, dass der Aufwand, den Cache zu finden, Ihren Vorlieben entspricht. Aufdringliche Werbung wird hier schnell als störend empfunden. Am Beispiel der Mammut-Kampagne wird deutlich, dass eine Kampagne aufwändig und mit Sachverstand angegangen werden sollte, damit sie Erfolg hat. An den Feedbacks der Community im zugleich geschalteten Blog kann nachgelesen werden, ob die Geocacher mit den Orten der Caches zufrieden waren und ob die Kampagne Anklang fand.
Die Kampagne wird also über den Cache selbst realisiert. Wie im Kapitel zu Guerilla Marketing beschrieben, können Geocoins im Cache dafür sorgen, dass Produkte oder Aktionen beworben werden. Dies geschieht sogar u. U. weltweit. Die eigentliche Aufgabe der Coins ist, von Geocache zu Geocache zu reisen und so tausende Kilometer zurückzulegen.
Outdoor-Liebhaber:
Für diese Zielgruppe ist es wichtig zu differenzieren, was das Ziel der Kampagne ist. Werden Outdoor-Produkte beworben, muss darauf geachtet werden, dass die Produkte zum Zweck der Kampagne passen. Die Geocaches werden an mehr oder weniger schwer zu erreichenden Orten versteckt. Die Geocacher können bei ihrem Hobby die Kleidungsprodukte testen und können ein Feedback direkt online geben. Entweder über ein für das Geocachen verwendete Smartphone, oder nachträglich im Internet zu Hause.
Ideal ist also die Kombination des zu bewerbenden Produktes und Geocaching.
Beispielsweise ist zu Werbezwecken am Ladenlokal der Outdoor-Kette 'Mc Trek' ein Geocache versteckt [33]. So können Kunden und Geocacher das Nützliche mit ihrem Hobby verbinden.
Touristen:
Wird mit einer Kampagne versucht, eine Region, ein Land oder eine Stadt bekannter zu machen oder dem Besucher näher zu bringen, werden die Geocaches oder die damit verbundenen Rätsel durch die Region geführt. Damit kommen dann Rätselliebhaber auf ihre Kosten. Ferner wird Wissen über die Region vermittelt, wenn für die Rätsellösungen wichtige Datumsangaben oder Begebenheiten herausgefunden werden müssen.
Es gibt Geocaches, die am Flughafen oder Bahnhof versteckt wurden, auch, um die Touristen an bestimmte Orte zu locken. Im Flughafen Düsseldorf ist ein Geocache mit kleinen Rätseln versteckt[34].
7.2 Bedeutung der globalen Ausdehnung der Geocaches
Geocaching ist ein weltweites Spiel geworden. In allen Ländern, in denen der Besitz und Betrieb von GPS-Geräten nicht strafbar[35] ist, kann Geocaching betrieben werden. Somit können Marketing-Maßnahmen globale Ausmaße erreichen. Die Mammut Shoe Chase Aktion hatte ihren Anfang in der Schweiz. Durch die Fans der Marke Mammut wurde die Aktion weltweit bekannt.
Travelbugs[36] eignen sich gut zur globalen Verbreitung, da sie von einem zum anderen Cache wandern. In den Geocache-Portalen kann der Weg dann durch die User nachvollzogen werden. Sie stellen für einige Geocacher eine besondere Herausforderung dar. Diese Travelbugs können durchaus große Entfernungen zurücklegen. Dabei haben sie meist einen speziellen Auftrag, die vom Ausbringer vorgegeben wird.
Die Reiseveranstalter bieten im Internet schon komplette Geocache-Reisen an.
Den Geocache-Hype nutzen mittlerweile auch Reiseveranstalter und bieten entsprechende Angebote an.
Die Bedeutung der globalen Ausdehnung von Geocaching kann zurzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Jedoch beschrieb die Bedeutung Kollmann wie folgt: "Nicht miteinander kompatible Informationsinseln gehören der Vergangenheit an, erfolgreiche Unternehmen werden Informationen innerhalb ihrer elektronischen Wertschöpfungsprozesse vielmehr auf einer globalen Ebene sammeln, anbieten und austauschen."[37]
7.3 Untersuchung von Marketingkampagnen
Ausgewählte Beispiele sollen zeigen, welche Auswirkungen eine Geocache-Kampagne für das beworbene Produkt haben kann. Hierbei wird der Fokus auf die Art der Umsetzung gelegt und in wie weit moderne Medien ein Rolle spielen.
7.3.1 Öffentlichkeitsarbeit von Kommunen mittels Geocaches
Die 7. Stadtmeisterschaft im Geocaching werden vom 25.-27. Juni 2010 in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden stattfinden. Hier wurde extra ein Portal[38] geschaltet, auf dem Interessenten alle Informationen zu den Teilnahmebedingungen erhalten. Die Idee ist, dass sich einen Tag lang Geocacher an den von der Stadt Wiesbaden versteckten Geocaches versuchen. Als erster Preis wird ein Wanderpokal überreicht. Diese Kampagne, die auch dazu dient, die Stadt Wiesbaden bekannter zu machen, gibt es bereits seit 2004.
Die Teilnahmebedingungen sind folgende:
"Wettkampfregeln
- Ein Team besteht aus 4 bis 5 Teilnehmern inkl. Fahrer.
- Es werden verschiedene Caches ausgelegt, die von allen Teams angefahren werden müssen.
- Die einzelnen Caches vom Start zum Ziel werden ausschließlich zu Fuß absolviert.
- Die Caches sind in einer Maximalzeit zu suchen; bei Unterschreitung wird keine Zeit gutgeschrieben. Bei Überschreitung wird diese aber vom Gesamt-Punktekonto abgezogen.
- Die Caches werden unterschiedlich mit Punkten bewertet.
- Die Punkte errechnen sich aus der Schwierigkeit und Geländewertung und weiteren Kriterien (z.B. Benutzten von Hints, Erreichen von Teilzielen etc.).
- Die Gesamtwertung wird anhand der Summe aller Einzelergebnisse, abzüglich der Zeitstrafen, ermittelt.
- Der Sieger verpflichtet sich, die nächste Stadtmeisterschaft im Jahr 2011 zu organisieren."
Es gibt auf der gleichen Seite die Möglichkeit, sein Team anzumelden, Übernachtungen zu buchen und Kontakt zum Organisationsteam aufzunehmen. Da in den Teilnahmebedingungen erwähnt wird, dass das siegreiche Team die Organisation der nächsten Veranstaltung übernimmt, werden sich die Kosten der Stadt Wiesbaden in Grenzen halten. Dazu trägt auch die Teilnahmegebühr von 15€ pro Team bei.
7.3.2 Nutzung von Geocaches durch Verbände
Bei der Deutschen Wanderjugend ist Geocaching eines von verschiedenen Möglichkeiten, sich draußen zu bewegen. Die Deutsche Wanderjugend bietet u. A. auch Junges Wandern, Tanz, Kultur und Brauchtumspflege an.
Zielgruppe ist hier ein eher jüngeres Publikum, daher hat man auch das relativ neue Thema Geocaching angeboten. Die Internetseite[39] beschränkt sich jedoch eher auf eine Zusammenstellung von Informationen zum Thema Geocaching.
Aktives Mitgestalten einer Schnitzeljagd ist hier genauso wenig zu erkennen, wie das Organisieren durch die Mitglieder. Die Seite listet einige Links zu weiterführenden Informationen auf und erwähnt nur am Rande, die Möglichkeit, Wandern und Geocaching zu verbinden.
Im Gegensatz zum vorherigen Kapitel scheint das Ziel nicht die Werbung für die Deutsche Wanderjugend zu sein. Es werden die Bestimmungen zum Naturschutz herausgestellt und gesetzliche Bestimmungen erwähnt und verlinkt.
Die Seite der Deutschen Wanderjugend enthält wenig eigenen Inhalt und beschränkt sich auf das Sammeln von Informationen anderer Internetseiten und das Verlinken auf diese Seiten.
7.3.3 Differenzierung der Cachearten hinsichtlich ihrer Marketingtauglichkeit
Im Folgenden werden die Cachearten auf ihre Marketingtauglichkeit analysiert.
| Cachebezeichnung | Marketingtauglichkeit | Bewertung |
|---|---|---|
| Traditional | Eignen sich gut, da die Geocacher diese Caches spontan suchen können. | sehr gut |
| Multi | Eignen sich weniger gut für spontanes Geocaching. Der Zeitaufwand ist höher. Es lassen sich so geführte Wanderungen realisieren. Dieses Konzept setzen Kommunen für ihr Tourismus-Marketing ein. | gut |
| Mystery / Unknown | Eignen sich nicht für spontanes Geocaching. In die Rätsel kann die Marketingbotschaft integriert werden. | gut |
| Earth | Eignen sich gut für Marketingaktivitäten, siehe Mammut Shoe Chase Kampagne. | gut |
| Webcam. | Mit Hilfe dieser Cache-Art lässt sich das Auffinden mit einem Bild und dem jeweiligen Zeitpunkt beweisen. Der technische Aufwand ist hoch. Wird zurzeit nicht im Marketing benutzt. | schlecht |
| Event | Da an diesen Events viele Teilnehmer zu erwarten sind, können mit wenig Aufwand viele Personen angesprochen werden. | gut |
7.4 Betrachtung der Mammut-Shoe-Chase-Geocache-Kampagne
Ausgangslage:
Mammut ist ein Bekleidungshersteller für den Outdoor-Bereich aus der Schweiz mit Focus auf Alpin- und Klettersportartikel. Im Jahr 2009 hatte Mammut die Agentur Unic aus Bern, Schweiz, damit beauftragt eine Marketingstrategie zu entwickeln um ihren Footware Bereich zu promoten.
Die Agentur Unic beschreibt die Ausgangslage der "Mammut Shoe Chase" Kampagne auf Ihrer Webseite wie folgt:
"Die Mammut Sports Group passte 2009 ihre Markenstrategie an und integrierte die bisher einzeln geführte Footware-Marke Raichle in den Brand Mammut. Eine großangelegte Kampagne sollte das Interesse und die Aufmerksamkeit für die neue Mammut-Footwear steigern."
Den Lösungsansatz für Mammut beschreibt Philippe Surber [40] wie folgt:
"In Zusammenarbeit mit Unic lancierte Mammut ein medienübergreifendes interaktives Spiel – den «Mammut Shoe Chase». Der «Shoe Chase» ist eine Art Schnitzeljagd, bei der es darum ging, die überall auf der Welt verteilten Caches – von Mammut-Fans versteckte Behältnisse mit Codes – zu finden. Der Dreh- und Angelpunkt des Spiels war die online Community-Plattform das sogenannte «Mammut Basecamp». Die Teilnehmer erfuhren dort, wo die Caches versteckt waren und konnten ihre Funde mit Tagebucheinträgen sowie Fotos belegen. E-Mail-Newsletter, Twitter-Beiträge, eine Facebook-Gruppe und Banner am POS mobilisierten Teilnehmer und begleiteten die Kampagne."
Weiter heißt es:
"Der «Mammut Shoe Chase» steigerte das Interesse und die Aufmerksamkeit für die Mammut-Footwear auf innovative und markengerechte Weise. Die Mammut Fans jagten über 300 Caches nach und setzten sich so auf spielerische Art mit der neuen Mammut-Footwear auseinander. Internationale Medien berichteten über das Spektakel und sorgten so für einen Multiplikationseffekt über die Schweizergrenzen hinaus."
Zahlen und Fakten:
Die Verbreitung der Geocache hatte zum Ende der Aktion eine globale Verbreitung.
Wie im unteren Bild zu sehen, richtet sich die Konzentration der Caches auf Europa.
Abbildung 1: Verbreitung der Mamut Shoe Chase Geocache Verbreitung am 27.05.2010
| Fakten | Zahlen |
|---|---|
| Anzahl Mitspieler, die mindestens einen Cache gefunden haben | 155 |
| Anzahl versteckter Caches | 367 |
Verteilung der Caches auf die verschiedenen Länder
| Land | Anzahl |
|---|---|
| Schweiz | 135 |
| Deutschland | 75 |
| Österreich | 45 |
| USA | 24 |
| Frankreich | 20 |
| Italien | 20 |
| Niederlande | 6 |
| Australien | 5 |
| Kroatien | 4 |
| Andere | 33 |
Quelle: Basecamp Mammut Webseite [41]
Fazit:
Die Best Of Swiss Web
Interactive Campaigns: Bewertet werden in der Kategorie Interactive Campaigns strategische Kommunikations- und Crossmedia-Kampagnen sowie die Qualität von Digital Media beurteilt. Kampagnen also, die mit einem Set kreativer Werbemittel (hauptsächlich online, z.B. Affiliate, SEM, Mobile, Social Media usw) die jeweilige Botschaft der Kampagne innovativ, stringent sowie zielgruppenaffin kommunizieren.
«Die Kampagne wurde in bester Web 2.0 Manier durchgeführt. Die zielgruppengerechte Umsetzung über mehrere Kanäle hat zu einem weltweiten Medieninteresse geführt und den Mammut Shoe Chase zu einem verdienten Kategoriensieger gemacht.»
Jury Best of Swiss Web 2010[42]
8 Fazit
Mit der vorliegenden Arbeit haben wir die aktuellen Möglichkeiten der Verknüpfung von Location Based eBusiness und Geocaching über die Web-2.0-Techniken aufgezeigt.
Wir halten fest, dass bereits Synergie-Effekte von Geocaching und Marketing für solche Kampagnen in verschiedenen Produktbereichen genutzt wurden. Nicht jede Produktkategorie ist für einen Geocache als Marketing-Ansatz geeignet. Hauptsächlich werden Outdoor-Events und die damit verbundenen Produkte beworben.
Diese Kampagnen bedienen sich hauptsächlich der Below-The-Line-Marketingmethoden, wie Guerilla- und Viral-Marketing in Kombination mit Online- und Ambient-Media. Es besteht die Gefahr von Ambush Marketing durch Mitwettbewerber, der vorgebeugt werden muss.
Das Zusammenspiel dieser Komponenten ermöglicht es, mit einem vergleichsweise geringen Budget eine hohe Kommunikationswirkung zu erzielen.
Dabei spielen die Web-2.0-Techniken eine Schlüsselrolle.
Sie ermöglichen die direkte Kommunikation zwischen Kunden und Werbetreibenden. Kunden können die Events mit gestalten und somit für eine hohe Aktualität der Webseiten sorgen. Ist ein Geocache beispielsweise nicht mehr auffindbar, so wird dies zeitnah veröffentlicht.
Durch die Analyse der Forendaten werden weitere Marketingmaßnahmen abgeleitet. Ferner sorgt die Auswertung über Klickraten für eine Optimierung der Marketingkampagne.
Der Wettbewerbscharakter solcher Events sorgt für eine Eigendynamik unter den Teilnehmern und sorgt für weitere Berichterstattung in Medien, wie z. B. in Blogs, Zeitung und Fernsehen.
Die Kommunikationswirkung wird durch die Web-2.0-Techniken besser messbar als in den klassischen Medien.
Dadurch sind Streuverluste gering zu halten und der TKP ist vergleichsweise gering. Eine neue Qualität von Werbung und Kommunikation ist die Folge.
Geocache-Kampagnen müssen professionell und zielgerichtet umgesetzt werden, um erfolgreich zu sein.
Am Beispiel der Mammut-Shoe-Chase-Geocache-Kampagne konnten wir zeigen, dass eine qualitativ hochwertig angesetzte Planung und Durchführung ziel führend ist. Belegt wird dies durch den Gewinn des "Best Of Swiss Web" Award.
Die Entwicklung von Smartphone-Zusatzsoftware [43] und deren Verbreitung wird zunehmen. Daher können zukünftige Geocache-Marketing-Aktionen mit diesen Möglichkeiten unterstützt werden. Wir sind durch die vorliegenden Fakten der Meinung, dass es zukünftig weitere, erfolgreiche Geocache-Kampagnen geben wird.
9 Literaturverzeichnis
| Freiepresse_TKP | Freipresse.de (Hrsg.): Tausender Kontakt Preise (TKP) und Mediadaten für Online Werbung
http://freiepresse.de/FILES/SERVICE/TKP_Preise2010_fpo-atnight.pdf (09.05.2010 16:50) |
| Freiepresse_Wochenpreise | Freipresse.de (Hrsg.): Wochenpreise für Online Werbung (anteilige Belegung),
http://freiepresse.de/FILES/SERVICE/Wochenpreise2010_fpo-atnight.pdf (09.05.2010 16:45) |
| Focus | Focus (Hrsg.): ANZEIGEN-PREISLISTE NR. 21A gültig ab 25.01.2010), http://www.medialine.de/media/uploads/projekt/medialine/docs/bestellung_download/mediadaten/focus/foc_preise_2010_7.pdf (09.05.2010, 13:50) |
| Geffroy | Geffroy, Edgar K.: Das einzige was stört ist der Kunde - Clienting ersetzt Marketing, 16. Auflage, Redline Wirtschaft, Frankfurt, 2005 |
| Himmer | El Himmer, Karin ; Clemm, Cornelia; Mock, Patrick: Marketing Intelligence - Lösungen für Kunden - und Kampagnenmanagement, 1. Auflage, Galileo Verlag GmbH, Bonn, 2001 |
| Klinger | Klinger, Michaela: Virales Marketing - Die Macht der sozialen Netzwerke, 1. Auflage, VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken, 2006 |
| Kollmann | Kollmann, Tobias: E-Business - Grundlagen elektronischer Geschäftsprozesse in der Net Economy, 3. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden, 2009 |
| Langener | Langener, Sascha: Virales Marketing - Wie sie Mundpropaganda gezielt auslösen und Gewinn bringend nutzen, 2. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden, 2007 |
| Meffert | Meffert, Heribert: Marketing: Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung - Konzepte, Instrumente, Praxisbeispiele, 10. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden, 2008 |
| Patalong | Frank Patalong: Warum Online-Werbung wichtig fürs Web ist, 22.03.2010, http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,683579,00.html (14.05.2010, 14:30) |
| Streck | Streck, Alexander; Indset, Anders: Wirksame Kommunikation mit kleinem Budget, 21.09.2006, http://www.openpr.de/news/100984/Wirksame-Kommunikation-mit-kleinem-Budget.html (08.06.2010 18.30) |
| Surber | Philippe Surber: Mammut zieht die Schuhe an - Schnitzeljagd 2.0, http://www.unic.com/ch/de/referenzen/mammut-shoe-chase.filtered.html (05.06.2010, 16:44) |
| United_Ambient_Media | United Ambient Media Preisliste 2010, http://www.united-ambient-media.de/download.php?file=download/UAM_MD_2010.pdf (20.05.2010, 12:27) |
| Wehleit | Kolja Wehleit: Leitfaden Ambient Media, Grundlagen, Fallstudien und Tipps für erfolgreiches Szenemarketing in jungen Zielgruppen, Business Village, Göttingen, 2005 |
| Wiesbaden | 7. Stadtmeisterschaft 2010 in Wiesbaden, http://www.geocaching-stadtmeisterschaft.info/anmeldung.html (05.06.2010, 16:27) |
| Wirtz | Wirtz, Bernd W.: Electronic Business, 2., überarb. und erw. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden, 2001 |
| ZDF | Zweites Deutsches Fernsehen (Hrsg.): Preisliste Nr. 39 ab 1. Januar 2010, http://www.zdf-werbefernsehen.de/fileadmin/user_upload/zdfwerb/pdf/preisliste/preisliste_2010.pdf (09.05.2010, 16:20) |
| Zemke | Zemke, Ron; Anderson, Christin: Umwerfender Service - Die Bibel für den direkten Kundenkontakt, 5. Auflage, Campus Verlag, Frankfurt/Main, NewYork, 2002 |
10 Fußnoten
- ↑ Leitet sich ab vom griechisch geo für „Erde“ und dem englischen cache für „geheimes Lager“
- ↑ 1.092.192 am 06.06.2010 11.45 laut Geocaching.com
- ↑ z.B.: Höhenlinie oder Bewuchs
- ↑ Geotagging ist die Verknüpfung zwischen Orts- und Bildinformationen
- ↑ Wirtz, Seite 44
- ↑ Meffert, Seite 5
- ↑ Zemke, Seite 37
- ↑ nicht klassische Werbe- & Kommunikationsmaßnahmen
- ↑ klassische oder traditionelle Werbe- & Kommunikationsmaßnahmen
- ↑ Edgar K. Geffroy, Seite 198
- ↑ Prof. Dr. Konrad Zerr, Hochschule Pforzheim
- ↑ *1933 in Detroit
- ↑ http://jeep.geocaching.com
- ↑ Geocoins sind Münzen mit eingeprägter Seriennummer.
- ↑ z.B.: 1 Garmin GPS Unit; 5 Runner Up prizes consisting of: Jeep Memory Stick, Jeep chapstick, Geocaching T-Shirt, Jeep Vehicle
- ↑ Dudzik, Seite 27
- ↑ http://www.openpr.de
- ↑ http://www.evoworkx.de
- ↑ Streck, Seite 1
- ↑ Klinger, Seite 13
- ↑ Langener, Seite 25
- ↑ http://www.unic.com/ch/de/referenzen/mammut-shoe-chase.filtered.html
- ↑ Verteilung kostenloser Warenproben
- ↑ vergleiche Kapitel Zielgruppen
- ↑ Focus-Preis-Datenblatt
- ↑ Himmer, Seite 46
- ↑ Patalong, Seite 1
- ↑ Vergleiche Kapitel "Wiesbaden" oder die "Mammut-Aktion"
- ↑ Preis-Datenblatt 'freiepresse.de'
- ↑ vor den heute-Nachrichten, als Unterbrecher in Filmen oder Sportereignissen, etc.
- ↑ 31,0 31,1 Kolja Wehleit, 1999, Seite 32
- ↑ United Ambient Media Preisliste 2010
- ↑ Der Geocache befindet sich bei Koordinaten 51.228530, 6.787699 (+51° 13' 42.71", +6° 47' 15.72")
- ↑ Der Geocache befindet sich bei Koordinaten 51.282674, 6.766005 (+51° 16' 57.63", +6° 45' 57.62").
- ↑ In Cuba ist der Besitz und Betrieb von GPS Geräten nicht erlaubt, siehe hierzu: http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=9&t=4587&start=0
- ↑ Reisewanzen sind gekennzeichnete Anhänger, die mit Hilfe der Geocacher von einen Geocache zum nächsten reisen.
- ↑ Kollmann, Seite 62
- ↑ http://www.geocaching-stadtmeisterschaft.info
- ↑ http://www.wanderjugend.de
- ↑ Philippe Surber, Head of Business Unit, http://www.unic.com/ch/de/referenzen/mammut-shoe-chase.filtered.html
- ↑ http://basecamp.mammut.ch/de/facts_figures
- ↑ http://www.bestofswissweb.ch/bosw
- ↑ Es gibt für alles ein App

