HTML5-Prototyp für Web Präsentation als Alternative zu Powerpoint
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Fallstudienarbeit | |
| Hochschule: | Hochschule für Oekonomie & Management |
| Standort: | Düsseldorf |
| Studiengang: | Bachelor Wirtschaftsinformatik |
| Veranstaltung: | Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten |
| Betreuer: | Prof._Dr._Uwe_Kern |
| Typ: | Fallstudienarbeit |
| Themengebiet: | HTML 5 |
| Autor(en): | Daniel Joester, Ingo Goebel, Dennis Haupt |
| Studienzeitmodell: | Abendstudium |
| Semesterbezeichnung: | WS10 |
| Studiensemester: | 2 |
| Bearbeitungsstatus: | begutachtet |
| Prüfungstermin: | 10.01.2011 |
| Abgabetermin: | 09.01.2011 |
1 Abbkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| Ajax | engl.: Asynchronous JavaScript and XML |
| CSS | engl.: Cascading Style Sheets |
| HTML | engl.: Hypertext Markup Language |
| SGML | engl.: Standard Generalized Markup Language |
| URI | engl.: Uniform Resource Identifier |
| URL | engl.: Uniform Resource Locator |
| W3C | engl.: World Wide Web Consortium |
| WWW | engl.: World Wide Web |
| WYSIWYG-Editor | engl.: What you see is what you get |
| XML | engl.: Extensible Markup Language |
2 Glossar
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Access 2010 | Datenbankprogramm und Bestandteil der Office 2010 Suite |
| Adobe Flash | bekanntes und weit verbreitetes Browser-Plugin, um dynamische Elemtente in Webseiten darzustellen |
| Ajax | HTML-Technik, mit deren Hilfe HTML-Seiten bei Änderungen nicht komplett neu geladen werden müssen, sondern nur die veränderten Elemten |
| Browser | auch: Webbrowser; Programm, um im Internet Webseiten zu betrachen (Beispiel: FireFox) |
| Browser-Plugin | Erweiterung eines Browser, damit dieser zusätzliche Funktionen ausführen kann |
| Canvas Elemente | Bestandteil von HTML5, durch das zusätzliche Zeichenelemente eingebaut werden können (wie Kreise oder Rechtecke) |
| CSS | auch: CSS3; Layoutvorlagen für HTML-Seiten |
| Drag and Drop | wörtlich: ziehen und fallen lassen, grafischen Bedienmethode um mit Objekten, wie Symbole oder Dateien, über eine gedrückte Maustaste zu interargieren |
| Excel 2010 | Tabellenkalkulationsprogramm und Bestandteil der Office Suite 2010 |
| Extensible Markup Language | Metasprache, durch die Auszeichnungssprachen definiert werden |
| Frames | ein definierter Teilbereich einer HTML-Seite |
| HTML | dt. Hypertext-Auszeichnungssprache; textbasierte Auszeichnungssprache zur Strukturierung von Internetseiten |
| JavaScript | Skriptsprache in HTML |
| Konverter | automatisches Programm, das ein bestimmtes Eingabeformat in ein neues Ausgabeformat umwandelt |
| Layout-Engine | Eine Layout-Engine wird von einem Computerprogramm verwendet um Bild- und Textinformation für die Ausgabe am Bildschirm oder anderen geeigneten Medien aufzubereiten. Beispiele sind das HTML-Rendering in einem Webbrowser. |
| Metadaten | auch: Metainformationen; Informationen über Daten, wie beispielsweise der Autor oder ISBN Nummer eines Buches |
| Office Suite | dt. Office Paket; Zusammenstellung von gebräuchlicher Software für das Arbeiten im Büro oder zu Hause |
| OneNote 2010 | Notizprogramm und Bestandteil der Office 2010 Suite |
| Outlook 2010 | Organisationsprogramm und Bestandteil der Office 2010 Suite |
| PowerPoint 2010 | Präsentationsprogramm und Bestandteil der Office 2010 Suite |
| Publisher 2010 | Programm zur Erstellung von Publikationen und Bestandteil der Office 2010 Suite |
| Skriptsprache | Programmiersprache, die vor allem benutzt wird, um kleinere Programme umzusetzen |
| Source Code | dt. Quellcode; Programmcode einer Anwendung oder Funktion |
| Standard Generalized Markup Language | Metasprache, durch die Auszeichnungssprachen definiert werden |
| Uniform Resource Identifier | dt. einheitlicher Bezeichner für Ressourcen; Identifikator für eine Ressource im Internet |
| Uniform Resource Locator | dt. einheitlicher Quellenanzeiger; Untermenge von URI's, meist benutzt um Internetadressen zu benennen |
| W3C | internationale Gemeinschaft die Empfehlungen entwickelt, um das langfristige Wachstum des World Wide Web sicherzustellen |
| Windows | weit verbreitestes Betriebssystem der Firma Microsoft |
| Word 2010 | Textverarbeitungsprogramm und Bestandteil der Office 2010 Suite |
| WYSIWYG-Editor | wörtlich: "Was du siehst, ist was du bekommst"; Editor bei dem man schon während des bearbeitens einer Datei sehen kann, wie die spätere Ausgabe aussehen wird (Beispiel: Microsoft Word) |
3 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| Abb. 1 | Verfügbare Autoformen |
| Abb. 2 | Verfügbare Übergänge |
| Abb. 3 | Referentenansicht PowerPoint 2010 |
| Abb. 4 | Export Funktion in PowerPoint 2010 |
| Abb. 5 | Autoformen in Google Docs |
| Abb. 6 | Formatvorlagen in Google Docs |
| Abb. 7 | Zielerreichung der Lösungsalternativen |
4 Tabellenverzeichnis
| Tab.-Nr. | Tabelle |
|---|---|
| Tabelle 01 | Übersicht der Elemente im HTML-Kopf |
| Tabelle 02 | Übersicht der Microsoft Office Suites |
| Tabelle 03 | Qualitative Auswertung einer Umfrage: Was fehlt Ihnen bei einer Präsentationssoftware? |
| Tabelle 04 | Systemanforderung PowerPoint 2010 |
| Tabelle 05 | Ermittlung der Gewichtungsfaktoren |
| Tabelle 06 | Ermittlung der Ausprägungen der Zielerreichungsfaktoren, Microsoft Powerpoint |
| Tabelle 07 | Ermittlung der Ausprägungen der Zielerreichungsfaktoren, Google Docs |
| Tabelle 08 | Ermittlung der Zielerreichungsfaktoren (Mittel) |
| Tabelle 09 | Berechnung der Teil- und Gesamtnutzwerte |
5 Einleitung
Im folgenden Abschnitt, soll die Themenwahl dieser wissenschaftlichen Fallstudie begründet und näher erläutert werden. Anschließend wird das verfolgte Ziel der Studie dargestellt. Der letzte Gliederungspunkt dieses Abschnittes befasst sich mit dem Aufbau und der Vorgehensweise, wie dieses Ziel erreicht werden soll.
5.1 Begründung für die Themenwahl
Die Auszeichnungssprache HTML ist Grundlage für die Strukturen von Internetseiten im World Wide Web und einer der wichtigsten Bestandteile, damit Webbrowser diese Seiten korrekt darstellen können. Der aktuelle Dokumentenstandard ist HTML 4.01, jedoch wurde schon am 22. Januar 2008[1] ein erster Arbeitsentwurf des Nachfolgers HTML5 von dem World Wide Web Consortium veröffentlicht.[2] Neben einer Vereinfachung des Strukturaufbaus von Webseiten, sollen unter anderem auch Audio- und Videoelemente, die in jüngster Zeit immer häufiger im Internet genutzt werden, leichter in Webseiten eingebunden und von den Webbrowsern schneller verarbeitet werden. Zu diesen neuen Funktionen zählt auch eine neue Struktur, um Webpräsentation direkt im Browser wiederzugeben, was bisher nur über HTML nicht möglich war.
Das am weitesten verbreitete Präsentationsprogramm, ist zurzeit PowerPoint des US-amerikanischen Unternehmens Microsoft. Das Programm wird mit der Microsoft Office Suite mitgeliefert und ist somit auf vielen privaten und geschäftlichen Rechnern vorinstalliert, wodurch es zum De-facto-Standard geworden ist. Um es nach einer zeitlich begrenzten Testdauer weiter benutzen zu können, müssen Lizenzgebühren bezahlt werden. In der derzeitigen Version, PowerPoint 2010, lassen sich Präsentationen nicht nur im Webbrowser anzeigen, sondern auch geringfügige Änderungen online durchführen.[3]
Diese beiden festen Standards sollen als Web-Präsentations Alternativen methodisch und wissenschaftlich untersucht werden.
5.2 Zielsetzung
Ziel dieser Fallstudie ist es, unter Heranziehung einer nicht-monetären Bewertungsmethode, der sogenannten Nutzwertanalyse[4][5], sowie ausgewählter Kriterien zur Beurteilung von Präsentationssoftware, herauszufinden, welche der beiden vorgestellten Alternativen für die Erstellung, Präsentation und Veröffentlichung von Web-Präsentationen die geeignetere ist.
5.3 Aufbau
Zu Beginn dieser Fallstudie werden die Grundlagen der beiden Alternativen aufgezeigt und näher erläutert. Darüber hinaus wird hierbei auf die Historie der beiden Wahlmöglichkeiten eingegangen. Im nächsten Schritt werden allgemein gültige Anforderungen an ein Präsentationstool für die Erstellung, Präsentation und Veröffentlichung von Präsentationen definiert. Folgend werden die Vorraussetzungen und einige ausgewählte wichtige Funktionen von PowerPoint und HTML5 angegeben und erklärt. Die zuvor definierten Anforderungen werden anschließend in eine Nutzwertanalyse übertragen, mit deren Hilfe die beiden Präsentationstools bewertet werden. An Hand dieser methodischen Bewertung wird am Ende der Fallstudie ein Fazit mit einer Empfehlung, sowie aus Ausblick der beiden Technologien begründet.
6 Grundlagen
HTML5 und Powerpoint werden mit jeder neuen Version erweitert und komplexer. Nachfolgend soll auf die Grundlagen der beiden Alternativen für Webpräsentationen eingegangen werden, um ein grundsätzliches Verständnis und einen Überblick über die Thematik zu schaffen.
6.1 HTML5
Ein erster Vorschlag zu HTML wurde im März 1989[6] von Tim Berners-Lee an der Forschungseinrichtung CERN entwickelt. Das ursprüngliche Problem der Forschungseinrichtung war, dass auf Grund der vielen wissenschaftlichen Dokumente und der hierarchischen Struktur ein hoher Informationsverlust innerhalb der Einrichtung entstand. Viele Dokumente und Protokolle wurden für Experimente geschrieben, die allerdings nach geraumer Zeit nicht mehr aufzufinden waren. Lösung für dieses Problem sollte ein verlinktes Informationssystem sein, durch dessen Hilfe man die verschiedenen Dokumente an relevanten Stellen miteinander verknüpfen konnte. Anforderungen an dieses System sollten unter anderem sein:
- Zugang von allen Rechner
- Unabhängig vom Betriebssystem
- Dezentral
- Verlinkung der Dokumente untereinander
Um das Informationssystem aus dem oben beschriebenen Entwurf nutzen zu können, musste ein Browser auf den Clientrechner installiert werden. Dieses Programm hatte nur geringe Systemanforderungen und konnte auf jedem Betriebssystem gestartet werden. Die Server auf denen die Hypertext Dokumente abgelegt werden sollten, mussten untereinander kommunizieren können, damit das System dezentral wurde und eine Verlinkung der Dokumente gewährleistet werden konnte. Schon in einem ersten Entwurf wurde ebenfalls angedacht weitere Medien wie Graphiken in Dokumente direkt einbinden zu können, was jedoch auf Grund der früher noch kleinen und niedrig auflösenden Bildschirme fallen gelassen worden ist. Noch heute gelten diese Mindestanforderungen an das WorldWideWeb.[6]
In den folgenden Jahren wurden diverse Browser entwickelt und eine größere Anzahl an Web Server installiert. Um zu verhindern, dass sich das WWW in kleinere Netze spaltet, wurde im Jahr 1994 das Gremium World Wide Web Consortium, mit Tim Berners-Lee als Gründer und Vorsitzenden, am Massachusetts Institute of Technology, Laboratory for Computer Science in Zusammenarbeit mit dem CERN ins Leben gerufen[7]. Unterstützt wird das W3C von der europäischen Kommission und der U.S. Defense Advanced Research Project Agency. Trotz dieser internationalen Unterstützung und dem Fakt, dass das W3C viele De-facto Standards entwickelt hat, ist das Gremium keine zwischenstaatlich anerkannte Organisation. Daher werden die W3C-Standards auch W3C-Empfehlungen genannt. Auf Grund einer engen Zusammenarbeit mit international anerkannten Gremien, wie der ISO, bilden die W3C-Empfehlungen jedoch häufig die Basis einiger ISO-Normen. Bis heute ist das W3C aktiv und entwickelt HTML stetig weiter. Die aktuelle Version lautet HTML 4.01[8] und ein erster Arbeitsentwurf für die Nachfolgeversion HTML5 wurde am 22. Januar 2008[1] veröffentlicht.[9]
Die Struktur eines HTML 4.01-Dokuments besteht aus drei verschiedenen Teilen[10]:
- Dokumententypdeklaration
- HTML-Kopf
- HTML-Körper
In der Dokumententypdeklaration, welche ganz zu Beginn des Dokumentes steht, wird unter anderem definiert, in welcher HTML Version und Variante die Datei geschrieben wurde und um welchen Dokumententypen es sich handelt. Der HTML-Kopf kann verschiedene Elemente enthalten:
| Element | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| title | Gibt den Titel des Dokumentes an |
| base | Bezeichnet die Basis-URI, oder den Basis-Frame |
| link | Zeigt logische Beziehung zu anderen Ressourcen |
| meta | Enthält Meta Daten |
| script | Kann genutzt werden um Skriptsprachen, wie JavaScript, einzubinden |
| style | Informationen über das grundlegende Aussehen der Seite |
(Tabelle 01: Übersicht der Elemente im HTML-Kopf[11])
Im base-Element wird die Basis-URI, meist eine URL, definiert. Dadurch wird es bei Hyperlinks in dem Dokument möglich sich auf diese Basis-URI zu beziehen um beispielsweise Unterseiten der Webseite über einen relativen Pfad anzusprechen. Das link-Element enthält Informationen über die Verknüpfung mit einer externen Quelle, wie zum Beispiel einem CSS. Zudem kann hier definiert werden, ob das Dokument in einem neuen Fester des Webbrowser geöffnet werden soll, oder in einem vorher definierten Bereich einer Webseite, einem Frame. Metadaten im meta-Element können zusätzliche Informationen zum Dokument, wie den Namen des Autors beinhalten. Bei vielen Webseiten werden hier festgelegte Schlüsselwörter hinterlegt, damit Internetsuchmaschinen den Inhalt des Dokumentes gezielter verarbeiten und mit einem Suchbegriff abgleichen können. Über das script-Element kann auf eine externe Skriptdatei gezeigt werden, oder direkt ein Skriptcode eingegeben werden, der clientseitig ausgeführt werden soll. Dies wird unter anderem für dynamische Inhalte mit Hilfe der Skriptsprache JavaScript genutzt. Mit Hilfe des style-Elements kann zum Beispiel bestimmt werden, in welcher Farbe Überschriften oder definierte Abschnitte dargestellt werden sollen.[11]
Im dritten Teil eines HTML-Dokumentes, den HTML-Körper, wird der eigentliche Inhalt der Datei hinterlegt. Hier lässt sich der Text gegebenenfalls formatieren, damit der Browser diesen später zum Beispiel in fett oder unterstrichen darstellt. Alternativ kann auch auf die im HTML-Kopf definierten Überschriften verwiesen werden.[10]
Von der HTML-Version HTML 4.01 existieren insgesamt drei verschiedene Varianten. In der Dokumententypdeklaration muss angegeben werden, welche Variante im Dokument verwendet wird. Folgend die drei Varianten:
- Strict
- Transitional
- Frameset
Die Strict-Variante zeichnet sich dadurch aus, dass nur die wichtigsten Elemente und Attribute benutzt werden dürfen. Die Designgestaltung, also das Aussehen und die Formatierung der Texte, sollen komplett über CSS Stylesheets definiert werden. Zudem müssen alle Texte im HTML-Körper als Blockelemente definiert sein. Dadurch wird gewährleistet, dass alle zusammenhängenden Texte in einem eigenen Absatz stehen. Für neue Webseiten empfiehlt das W3C diese HTML Variante. Die beiden Varianten Transitional und Frameset ähneln sich sehr. Ein Hauptunterschied dieser beiden zu der Strict-Variante ist, dass viele häufig genutze Elemente, die in der Strict-Variante über die CSS-Deisgn gesteuert werden sollen, in HTML direkt verwendet werden dürfen. Ein Beispiel für ein solchen Elementes wäre festzulegen, dass der Hintergrund der Webseite schwarz sein soll. Texte im HTML-Körper müssen zudem nicht als Blockelemente definiert werden. Webseiten, bei denen der Aufwand zu groß wäre sie in ein CSS Design einzubinden, oder sich schlichtweg nicht lohnen würde, sollten eine dieser HTML-Varianten benutzen. Der Kernunterschied zwischen der Trasitional- und der Frameset-Variante liegt darin, dass bei der Frameset-Variante zusätzlich noch so genannte Framesets erstellt werden dürfen. Framesets dienten in früheren HTML Versionen dazu, Webseiten grob in verschiedene Teilbereiche zu gliedern. So konnte ein Frame „oben“ für eine Überschrift genutzt werden, ein Frame „links“ für eine Menüstruktur und ein Frame „middle“ für die Inhaltsseite.[12]
Im Laufe der Zeit wurde HTML mit weiteren Elementen versehen um zusätzliche Funktionen zu unterstützen, wie:
- Cascading Style Sheets
- Dynamisches HTML
- XHTML
- Ajax
CSS sind eine Weiterentwicklung, die vor allem in der Strict-Variante von HTML 4.01 genutzt wird. Dabei wird eine Trennung von Inhalt und Layout der Webseite vorgenommen. Der Inhalt einer Seite wird in dem HTML Quelltext hinterlegt, wobei im link-Element der Seite auf ein CSS-Design verwiesen wird, das vorgibt wie das Layout der Webseite später aussehen soll. Dadurch wird der Text des Dokumentes erst bei der Anzeige im Browser in die vorgesehen Bereiche hinterlegt. Ein großer Vorteil der daraus resultiert ist, dass der Browser die Webseiten speziell für das Ausgabegeräte individuell darstellen kann und somit auf unterschiedlichen Auflösungen ein vergleichbares Ergebnis erzielt.[13]
Dynamisches HTML ermöglicht einen Webseitenbetrachter während der Anzeige im Browser die Webseite zu verändern. Hierdurch können bestimmte Ereignisse auf dem Ausgabegerät angezeigt werden, die erst bedingt durch andere Begebenheiten oder aber auch automatisch ausgeführt werden. Somit ist es möglich, Menüs ausklappen zu lassen, nachdem man auf einen Gliederungspunkt geklickt hat, oder ein Kontaktformularfeld durch ein anderes Eingabefeld anzupassen. Am häufigsten werden die dynamischen Inhalte der Webseite über die Skriptsprache JavaScript umgesetzt.[14]
Als Metasprache wird bei HTML die SGML verwendet. HTML und XHTML unterscheiden sich darin, dass bei XHTML die Metasprache XML genutzt wird. XML ist restriktiver als SGML, besitzt aber nahezu den gleichen Funktionsumfang. Viele der komplexeren Features können mit Hilfe von XML leichter und mit einem geringeren Rechneraufwand umgesetzt werden.[15]
HTML basiert auf dem Prinzip der synchronen Datenübertragung. Dadurch ergibt sich der Nachteil, dass bei jeder clientseitigen Änderung durch einen Benutzer, beispielsweise über JavaScript, eine Webseite komplett neu geladen werden muss, damit diese im Browser angezeigt wird. Besonders bei komplexeren Internetseiten werden die Server, die die entsprechende Seite hosten haben, unter Umständen sehr stark beansprucht. Aus diesem Grunde wurde eine Erweiterung für HTML entwickelt, die es ermöglicht, nur die geänderten Elemente beim Webserver anzufragen. Diese Technologie nennt sich Ajax, die über JavaScript umgesetzt wird. Ein großer Vorteil der Umsetzung über JavaScript ist, dass kein zursätzliches Browser-Plugin installiert werden muss.[16]
Am 19. Oktober 2010 wurde der achte Arbeitsentwurf zu HTML5 vom W3C veröffentlicht[17]. In diesem Entwurf sind neben neuen strukturierenden Elementen auch neue Funktionen eingebaut worden, die vorher nur mit zusätzlichen Plugins in den Webbrowsern dargestellt werden konnten, zum Beispiel mit Hilfe des Plugins Adobe Flash von Adobe Systems. Durch diese Erweiterung die Ziele von HTML5 umgesetzt werden, wie beispielsweise Webseiten durch Audio- und Videoelemente multimedialer gestalten zu können und auf mobilen Endgeräten mit kleineren Ausgabebildschirmen übersichtlicher darzustellen. Durch die neuen Strukturelemente können Suchmaschinen die Texte der Webseiten besser bewerten und somit genauere Ergebnisse erzielen.[18]
Obwohl HTML5 momentan noch entwickelt wird, unterstützen die verbreitesten Browser schon seit Mitte 2010 einige der neuen Funktionen, die etwas ausgereifter sind und getestet werden können. Darunter zählt auch die neue Erweiterung, Web-Präsentationen direkt im Webbrowser wiederzugeben.
6.2 MS-Powerpoint
Powerpoint wurde erstmals von Microsoft für Windows im Jahre 1989 veröffentlicht, damals als Office Paket zusammen mit Word und Excel. Seit der ersten Version der Office Suites ist Powerpoint somit ein fester Bestandteil des Bundles. Aktuell gibt es die Office Suite in der Version 2010 für Windows und Version 2011 für Macintosh. Das Paket muss zusätzlich zu dem passenden Betriebssystem Windows oder Macintosh gekauft werden. Auf vielen Rechner, die man mit einem vorinstallierten Windows-Betriebssystem kauft, wird eine zeitlich begrenzte Testversion mitgeliefert.[19]
Von der Office Suite 2010 werden drei unterschiedliche Versionen verkauft, die für verschiedene Zielgruppen geeignet sind. In der folgenden Tabelle werden die drei Versionen benannt und deren unterschiedlicher Umfang dargestellt:
| Programm | Office Home and Student 2010 | Office Home and Business 2010 | Office Professional 2010 |
|---|---|---|---|
| Word 2010 | enthalten | enthalten | enthalten |
| Excel 2010 | enthalten | enthalten | enthalten |
| PowerPoint 2010 | enthalten | enthalten | enthalten |
| OneNote 2010 | enthalten | enthalten | enthalten |
| Outlook 2010 | - | enthalten | enthalten |
| Publisher 2010 | - | - | enthalten |
| Access 2010 | - | - | enthalten |
(Tabelle 02: Übersicht der Microsoft Office Suites[20])
Mit Hilfe von Word 2010 lassen sich Schriftstücke, wie Briefe oder Einladungen, erstellen. Excel 2010 wird genutzt um Tabellenkalkulationen durchzuführen und diese Tabellen zu analysieren. Präsentationen lassen sich mit PowerPoint 2010 zusammenstellen. Mittels OneNote 2010 können Notizen und andere Informationen gebündelt werden. Outlook 2010 ist ein Organisations- und Mailprogramm, mit dem man Kalender sowie Adressbücher verwalten kann und e-Mails empfängt oder verschickt. Größere Publikationen, wie Magazine oder Broschüren, lassen sich mit Publisher 2010 entwerfen. Ein vollständiges Datenbankmanagementsystem bietet Micosoft mit dem Programm Access 2010.
Somit unterscheiden sich die Home and Student- zu der Home and Business-Version darin, dass bei der zweiten Suite ein Adressbuch-, Kalender- und Mailprogramm zusätzlich enthalten ist. Damit sollten Personen angesprochen werden, die neben dem üblichen privaten Gebrauch auch ein professionelles Programm zur Organisation benötigen. Zum größten Teil sind dies Selbstständige eines Unternehmens, wie beispielsweise kleinere Handwerksbetriebe. Mit der Professional-Version sollen mittelständische Unternehmen oder Großunternehmen addressiert werden, da für diese das Datenbankmanagement-Programm Access 2010 den größten Mehrwert erbringt.
Das Programm Powerpoint ist in jeder Suite enthalten und hierdurch auf vielen Rechnern, privat sowie geschäftlich, installiert und hat sich auf dem Markt weit verbreitet.[20]
Ein großer Vorteil von Powerpoint ist seine Benutzerfreundlichkeit. Die einzelnen Folien einer Präsentation lassen sich intuitiv über einen WYSIWYG Editor erstellen. Über wenige Mausklicks lassen sich Texte formatieren und Übergangseffekte zwischen den Folien einbauen. Bilder können per Drag and Drop eingebettet werden, und Audio- sowie Videodateien lassen sich mühelos hinzufügen. In der aktuellen Version wurden vor allem Funktionen verbessert oder neu hinzugefügt, damit Präsentationen von verschiedenen Personen bearbeitet werden oder auch auf mobilen Endgeräten betrachtet werden können.[21]
Ein Nachteil der älteren Office Versionen war das proprietäre Dateiformat. Dies war der Grund dafür, dass man ein mit einer Office Version erstellte Datei, nur betrachten oder bearbeiten konnte, wenn man ebenfalls eine Office Version auf dem eigenen Rechner installiert hatte. Alternativ muss der Betrachter eines bestimmten Dateiformats den dazugehörigen Office-Viewer benutzen, der kostenlos im Internet heruntergeladen werden kann. Dadurch lassen sich die proprietären Dateiformate auch auf Rechner betrachen oder ausdrucken, die keine Office Suite installiert haben. Seit der Office Version 2007, wurde dieses propietäre Datenformat von Microsoft aufgegeben und ein neues Format eingeführt, das auf der Metasprache XML basiert. Ab dieser Version können auch Fremdprogramme leichter auf Office-Dateien zugreifen und diese bearbeiten.[22]
Durch die hohe Verbreitung des Microsoft Betriebssystem Windows und die häufig mitgelieferten Testversionen, sind die Office-Programme, darunter auch Powerpoint, zu einem De-Facto Standard im privaten und geschäftlichen Bereich geworden.
In der aktuellen Version von Powerpoint lassen sich Präsentationen auch als HTML-Datei exportieren, wodurch die schon erstellen Folien sich innerhalb kurzer Zeit direkt ins Internet einstellen lassen und als Web-Präsentationen betrachtet werden können. Noch komfortabler ist die Funktion "Bildschirmpräsentation übertragen". Hierbei muss nur noch ein vorher generierter Link zu einer Präsentation ein die Empfänger verschickt werden, und diese können anschließend über den Link die Präsentation verfolgen.[23]
7 Anforderungen an ein Präsentationstool
Mögliche Anforderungen, die eine Präsentationssoftware erfüllen sollte und anhand derer sie bewertet werden kann, lassen sich mit Hilfe von Umfragen zur Usability[24] identifizieren. Tabelle 3 zeigt ein Ranking, absteigend nach Häufigkeit der Nennung, aus einer repräsentativen Umfrage von 2007 und liefert einen Überblick darüber, was sich Anwendern bei einer Präsentationssoftware wünschen.
| Kategorie | Prozent |
|---|---|
| Einfache Bedienung | 17,1 |
| Nichts/Zufrieden | 12,4 |
| Bessere Kompatibilität | 10,2 |
| Bessere Grafiken | 7,2 |
| Referententools | 6,6 |
| Importmöglichkeiten | 6,0 |
| Besseres Layout | 5,6 |
| Formatvorlagen | 5,0 |
| Bessere Animation | 4,8 |
| Bessere Textverarbeitung | 3,6 |
| Sprachsteuerung | 3,0 |
| Einträge während Vortrag | 3,0 |
| Exportmöglichkeiten | 2,8 |
| Bessere Hilfe | 2,0 |
| Geringere Dateigröße | 1,8 |
| Navigation Folien | 1,6 |
| Handoutgestaltung | 1,2 |
| Internetanbindung | 1,2 |
| Zeitersparnis | 1,2 |
| Sonstiges | 4,0 |
Tabelle 3: Qualitative Auswertung einer Umfrage: Was fehlt Ihnen bei einer Präsentationssoftware[25]?
Zur Komplexitätsreduzierung sollen die genannten Anforderungen in Oberkategorien zusammengefasst werden. Hierbei bietet es sich an, die sechs Softwarequalitätsmerkmale nach ISO 9126[26] heranzuziehen, wobei jedoch im Folgenden, aufgrund der Antwortkategorien der Befragten, nur vier der Merkmale (Funktionalität, Benutzbarkeit, Effizienz und Übertragbarkeit) betrachtet werden. Einige der Antworten lassen sich mehreren Merkmalen zuordnen.
1. Funktionalität (Die Fähigkeit der Software, unter bestimmten Bedingungen, Funktionen anzubieten und definierte Anforderungen zu erfüllen.)[27]
- Bessere Grafiken
- Besseres Layout
- Bessere Animationen
- Sprachsteuerung
- Bessere Hilfe
- Geringere Dateigröße
- Handoutgestaltung
2. Benutzbarkeit (Die Fähigkeit der Software, unter bestimmten Bedingungen, verstanden, erlernt, verwendet und vom Anwender akzeptiert zu werden.)[27]
- Einfache Bedienung
- Referententools
- Einträge während Vortrag
- Navigation Folien
3. Effizienz (Die Fähigkeit der Software, unter bestimmten Bedingungen, die benötigte Leistung relativ zu den genutzten Ressourcen zu erbringen.)[27]
- Formatvorlagen
- Zeitersparnis
- Bessere Textverarbeitung
4. Übertragbarkeit (Die Fähigkeit der Software von einer Umgebung in eine andere transferiert zu werden.)[27]
- Bessere Kompatibilität
- Importmöglichkeiten
- Exportmöglichkeiten
- Internetanbindung
8 Präsentation mit MS-Powerpoint
PowerPoint ist eine Desktop Applikation für Windows und Mac mit dessen Hilfe sich Präsentationen erstellen lassen. Es wird in allen Versionen der Office Suite 2010 vertrieben und steht dort neben anderen Standardprogrammen, wie Word oder Excel, zur Verfügung.
8.1 Technische und sonstige Voraussetzungen
Die offiziellen Systemanforderungen für PowerPoint 2010 sind der Tabelle 4 zu entnehmen.
| Kompenete | Anforderung |
|---|---|
| Computer und Prozessor | 500 MHz oder schnellerer Prozessor empfohlen. |
| Arbeitsspeicher | 256 MB RAM; 512 MB für Grafikfeatures und bestimmte erweiterte Funktionen empfohlen. |
| Festplatte | 1,5 GB verfügbarer Speicherplatz |
| Anzeige | Monitor mit einer Auflösung von 1024 x 576 oder höher |
| Betriebssystem | Windows XP (SP3 erforderlich) (32-Bit), Windows 7, Windows Vista mit Service Pack (SP) 1, Windows Server 2003 R2 mit MSXML 6.0 (nur 32-Bit-Version von Office), Windows Server 2008 oder aktuelleres 32- oder 64-Bit-Betriebssystem. |
| Grafiken | Die Grafikhardwarebeschleunigung setzt eine Grafikkarte mit DirectX 9.0c und 64 MB oder mehr Grafikspeicher voraus. |
| Weitere Anforderungen | Features für die Mehrfingereingabe erfordern Windows 7 und ein für Fingereingaben aktiviertes Gerät. |
| Bestimmte Features für die Freihandeingabe erfordern Windows XP Tablet PC Edition oder höher. | |
| Die Funktionen zur Spracherkennung erfordern ein Nahaufnahmemikrofon und ein Audioausgabegerät. | |
| Die Features zur Verwaltung von Informationsrechten (Information Rights Management, IRM) erfordern den Zugriff auf einen Windows 2003-Server mit SP1 oder höher, der die Windows-Rechteverwaltungsdienste ausführt. | |
| Bestimmte erweiterte Funktionen für die Zusammenarbeit erfordern die Verbindung zu Microsoft SharePoint Foundation 2010 oder Microsoft Office SharePoint Server 2007. | |
| Internet Explorer (IE) 6 oder höher, nur 32-Bit-Browser. IE7 oder höher erforderlich, um übertragene Präsentationen zu empfangen. Die Internetfunktionen erfordern eine Internetverbindung. | |
| Internetfax ist unter Windows Vista Starter, Windows Vista Home Basic oder Windows Vista Home Premium nicht verfügbar. | |
| Bestimmte Onlinefunktionen erfordern eine Windows LiveTM ID. | |
| Sonstiges | Produktfunktionen und -grafiken können auf Basis Ihrer Systemkonfiguration variieren. Einige Features erfordern möglicherweise eine zusätzliche oder erweiterte Hardware- oder Serververbindung. www.office.com/products. |
Tabelle 4: Systemanforderung PowerPoint 2010[28]?
Neben den rein technischen Anforderungen gibt es auch die Anforderungen an den jeweiligen Anwender. Zwar ist es essentiell mit den Funktionen von PowerPoint umgehen zu können, aber es ist noch wichtiger gute Präsentation zu erstellen. Das bedeutet Präsentationen zu erstellen, welche optisch ansprechend und für einen Außenstehenden interessant wirken. Trotzdem hat eine Präsentation den Zweck den Referenten zu unterstützen und nicht von den Aussagen, die die Präsentation vermitteln soll, abzulenken.
8.2 Übersicht ausgewählter Funktionen
Die unten stehenden Funktionen wurden aus der Liste der Kriterien der Nutzwertanalyse ausgewählt und spiegeln häufig verwendete Funktionen wieder.
- Autoform
- Microsoft beschreibt Autoformen wie folgt:
- "Alternativ zum Importieren von Grafiken können Sie in Word, Excel, PowerPoint oder FrontPage Zeichnungen auch mithilfe von AutoFormen erstellen. Bei AutoFormen handelt es sich um vordefinierte Formen und Freihandformen, wie Linie, Ellipse, Würfel, Flussdiagrammsymbole, Banner oder Freihandskizzen, die Sie schnell in ein Dokument einfügen und anpassen können."[29] Tatsächlich sind Autoformen ein nützliches Werkzeug um seine Präsentationen z.B. durch Schaubilder aufzufrischen ohne dabei zu viel Arbeit in die händische Zeichnung derer zu investieren. Darum ist es für eine Präsentationsoftware besonders wichtig eine möglichst große Vielfalt an Vorlagen zu bieten.
- PowerPoint 2010 bietet ca. 145 verschiedene Formen in den Kategorien: Linien, Rechtecke, Standardformen, Blockformen, Formelformen, Flussdiagramm, Sterne und Banner, Legenden und Interaktive Schaltflächen.
- Um eine Form in seiner Präsentation zu verwenden, klickt man im Menüband auf die Kategorie "Einfügen" und dann auf "Formen" anschließend sucht man sich die entsprechende Form aus. Danach erstellt man durch klicken auf die Präsentationsfläche die Form.
- Zusätzlich erlaubt es PowerPoint Formen zu manipulieren. Es lässt sich z.b die Farbe, Größe, Umrandung, Ausrichtung verändern.
- Übergange
- PowerPoint stellt ca. 34 verschiedene Übergänge zur Verfügung. Diese dienen dazu, die Präsentation interaktiver zu gestalten, indem die Folien nicht einfach umblättern, sondern durch eine Animation zur nächsten Folie überblenden. Die Gefahr bei Überblenden ist immer, dass die Art des Übergangs zu spielerisch gestaltet ist. PowerPoint bietet aber einige dezent und seriös wirkende Übergänge, die nicht allzusehr die Aufmerksamkeit der Zuschauer beeinträchtigt.
- Um einen Übergang auszuwählen wählt man im Menüband die Kachel "Übergänge" dort sieht man eine Übersicht der verschiedenen Überblenden. Durch Auswahl wird der Übergang auf die aktuell dargestellte Folie angewendet. Es lassen sich auch mehrere Folien oder alle mit derselben Überblende versehen in dem man die Shift-Taste auf der Tastatur gedrückt hält und mit der linke Maustaste mehrere Folien gleichzeitig markiert und wie oben beschrieben einen Übergang anwendet.
- Referententools
- Referentools bieten die Möglichkeit "Ihre Präsentation mit Vortragsnotizen auf einem Computer (beispielsweise einem Laptop) anzuzeigen, während Ihr Publikum die Präsentation ohne Notizen auf einem anderen Bildschirm betrachten kann."[30]
- In PowerPoint 2010 werden die folgenden Features unterstützt:
- Eine Miniaturansicht von Folien, um zum einem die nachfolgende Folie zu sehen und zielgruppengerecht Folien spezifisch anzusteuern.
- Vortragsnotizen, die voher vom Autor erstellt wurden, werden zu der aktuellen Folie angezeigt.
- Die Anzeige für das Publikum kann z.B. bei einer Pause zeitweise ausgeblendet werden.
- Im vorhinein können die Dauer, wie lange die Folien angezeigt werden sollen, definiert werden.
- Formatvorlagen
- "Bei einer PowerPoint-Vorlage handelt es sich um ein Muster oder die Blaupause einer Folie oder einer Foliengruppe, die als POTX-Datei gespeichert wird. Vorlagen können Layouts (Layout: Die Anordnung von Elementen wie dem Text von Titeln und Untertiteln, Listen, Bildern, Tabellen, Diagrammen, Formen und Filmen auf einer Folie.), Designfarben (Farbdesign: Eine Gruppe von Farben, die in einer Datei verwendet werden. Ein Farbdesign, ein Schriftartendesign und ein Effektdesign bilden ein Design.), Designschriftarten (Schriftartendesign: Eine Gruppe von Haupt- und Hilfsschriftarten, die auf eine Datei angewendet werden. Ein Schriftartendesign, ein Farbdesign und ein Effektdesign bilden ein Design.), Designeffekte (Effektdesign: Eine Gruppe von visuellen Attributen, die auf Elemente in einer Datei angewendet werden. Ein Effektdesign, ein Farbdesign und ein Schriftartendesign bilden ein Design.), Hintergrundformate und sogar Inhalt enthalten."[31]
- Es werden nach Installation neun Formatvorlagen angeboten. Darüberhinaus hat man die Möglichkeit eigene Vorlagen zu erstellen und anzuwenden. Im Internet können diese selbst erstellten Vorlagen verteilt und heruntergeladen werden.
- Import-/ Exportmöglichkeiten
- Export
- Nachdem die Präsentation fertig erstellt wurde und man die Datei unter einem anderem Dateinamen oder Dateityp abspeichern möchte, dann wählt man im Menuband "Start" und anschließend "Speichern und Senden". Dort stehen einem klassische Datentypen, wie *.ppt oder *.pdf, zur Verfügung.
- Export
9 Webpräsentation mit HTML5
Webpräsentationen mit HTML5 bedeutet unweigerlich, im Browser zu arbeiten. Dazu verwendet man am besten die jeweilig aktuelle Version seines Browsers, da davon auszugehen ist, dass Browser mit fortschreitender Entwicklung mehr Funktionen von HMTL5 unterstützt.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten eine Webpräsentation zu erstellen. Entweder importiert man eine bereits existierende Präsentation, die mit einem Präsentationsprogramm erstellt worden ist, beispielsweise in Google Docs oder man erstellt eine neue Präsentation direkt im Browser. Zwar ist es möglich Präsentationen durch Programmierung in HTML5 zu erstellen, dies ist aber extrem aufwendig und nicht praktikabel.
Für die folgenden praktischen Beispiele wird als Anwendung Google Docs herangezogen, da dieses sehr fortschrittlich in HTML5 umgesetzt ist.
9.1 Technische und sonstige Voraussetzungen
Es ist schwer zusagen, ob ein Browser ab einer bestimmten Version komplett HTML5 unterstützt, da sich der Standard zum einen noch in der Entwicklung befindet und somit es einige Zeit braucht, bis ein Browser neue Features mitbringt und zum anderen unterstützen viele Browser selbst heutzutage nicht alle bekannten Features. Trotzdem kann man sagen, das folgende Browser in der jeweiligen Version Unterstützung mitbringen, wenn auch nur rudimentär für HTML5, sowie CSS3:
Die benötigten Systemvoraussetzung können je nach Anwendung variieren. Zudem ist besonders, dass HTML5 Anwendungen nicht betriebssystemabhängig sind und somit auch auf Smartphones, Tablet PCs etc. benutzt werden können, wenn diese HTML5 unterstützen.
9.2 Übersicht ausgewählter Funktionen
- Autoform
- Google Docs bietet 12 vorgefertigte Autoformen. Zusätzlich wird die Möglichkeit gegeben eigene Formen per Maus zu zeichnen und in der Präsentation zu verwenden. Man könnte theoretisch jegliche Form abbilden. Zudem erhält man die Möglichkeit die Form in Höhe, Breite und Position zu verändern.
- Übergange
- Zum aktuellen Zeitpunkt, Januar 2011, unterstützt Google Docs diese Funktion nicht.
- Referententools
- Es gibt nur die Möglichkeit die Präsentation an einem Bildschirm im Vollbildmodus anzuzeigen. Eine Nutzung eines weiteren Ausgabegerätes ist nicht vorgesehen.
- Formatvorlagen
- Es werden von Haus aus 15 verschiedene Formatvorlagen angeboten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Vorlagen von PowerPoint hochzuladen und zu benutzen.
- Import-/ Exportmöglichkeiten
- Import:
-
- Für Tabellen: XLS, XLSX, ODS, CSV, TSV, TXT, TSB
- Für Dokumente: DOC, DOCX, HTML, Nur-Text (TXT), RTF, ODT
- Für Präsentationen: PPT, PPS, POT
- Für OCR: JPG, GIF, PNG, PDF[39]
-
- Import:
- Bei einem Import wird die Datei in die jeweilige Google Docs Datei konvertiert und auf dem Server abgespeichert.
- Zudem kann jegliche andere Datei hochgeladen und in der Präsentation verknüpft werden, solange diese eine Dateigröße von 1 MB nicht übersteigt.[39]
- Export
- Exportiert kann die Präsentation nach *.pdf,*.doc oder als *.txt[40]. Zudem besteht die Möglichkeit die Präsentation für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Diese bekommen dann bei Ihrer Veröffentlichung eine eindeutige URL und kann dann entsprechend verteilt werden.[41] Der Empfänger kann die Präsentation dann an seinem Browser betrachten. Der Referent kann zu einer Online Präsentation einladen und die Betrachter durch die Präsentation führen.
- Zusammenarbeiten
- Google Docs bietet ein breites Spektrum, mit mehreren Leuten an einer Präsentation zusammen zu arbeiten. Man kann die Zugriffrechte über einen Google Benutzeraccount einschränken oder verteilt eine URL, die alle Besitzer dieser berechtigt Änderungen vorzunehmen. Wenn mehrere Leute gleichzeitig an einer Präsentation arbeiten, wird den anderen Benutzern angezeigt, auf welcher Folie er sich befindet und welches Feld er gerade bearbeitet. Sollte es zu einem Speicherkonflikt kommen, d.h. wenn zwei Benutzer zur gleichen Zeit das selbe Textfeld editieren und dann abspeichern, wird die jeweils erste Änderung übernommen die zum Server gesendet wird und die Zweite verworfen. Falls der Benutzer, dessen Änderung verworfen wurde, seine Anpassung für richtig hält so muss er diese Änderung nochmal vornehmen. Die Ansicht und Aktualisierung der Folien erfolgt in Echtzeit und automatisch, ohne das der Benutzer seinen Browser aktualisieren muss.
10 Nutzwertanalyse
Die Nutzwertanalyse ist eine multiattributive Nutzenbetrachtung[4], da hier u. a. technische, soziale und psychologische Kriterien, die sowohl qualitative als auch quantitative Merkmalsausprägungen beinhalten können, betrachtet werden. Ziel der Nutzwertanalyse ist die Entscheidung für eine von mehreren Handlungsalternativen, wobei vor allem an mehreren entscheidungsrelevanten Kriterien gemessen wird, die nicht monetär bewertbar sind[42]. In einem ersten Schritt müssen vorhandene oder identifizierte Alternativen bestimmt werden. In der vorliegenden Fallstudie sind diese durch die Themenwahl bereits begründet. So sind sowohl das Präsentationstool Powerpoint, als auch HTML5 als Alternativen anzusehen. Nachfolgend sollen Bewertungskriterien ermittelt werden, die in der Lage sind Leistungsunterschiede aufzuzeigen, um zu einer Entscheidung bezüglich einer der Alternativen kommen zu können. Aus den bereits in Kapitel 7 identifizierten Anforderungen an ein Präsentationstool lassen sich die Bewertungskriterien der Nutzwertanalyse ableiten. In einem nächsten Schritt werden die Gewichtungsfaktoren jedes Kriteriums, durch paarweise Gegenüberstellung und der Aussage, welches wichtiger oder unwichtiger ist, beruhend auf der relativen Anzahl der Nennungen jedes Unterkriteriums, ermittelt. Des Weiteren werden Zielerreichungsfaktoren jedes Kriteriums pro Alternative festgelegt. Die Zusammenführung der Gewichtungs- und Zielerreichungsfaktoren, durch die Multiplikation beider für jedes Kriterium und anschließende Addition für jede Alternative, ergeben den Gesamtnutzwert. Abschließend soll das Ergebnis der Nutzwertanalyse dargestellt werden.
10.1 Aufstellung des Zielsystems
Im Folgenden wird das Zielsystem, bestehend aus der Ermittlung von Gewichtungs- und Zielerreichungsfaktoren, aufgestellt. Zuvor werden die zu Grunde gelegten Bewertungskriterien identifiziert. Wie bereits einleitend beschrieben, werden die Bewertungskriterien aus denen in Kapitel 7 genannten Anforderungen, bestehend aus den Oberkategorien Funktionalität, Benutzbarkeit, Effizienz und Übertragbarkeit, sowie den entsprechenden Unterkriterien, abgeleitet.
10.1.1 Gewichtungsfaktoren
Zur Ermittlung der Gewichtungsfaktoren sollen die Bewertungskriterien paarweise verglichen werden. Die Zahl 2 sagt dabei aus, dass das Kriterium in der Zeile verglichen mit dem aus der Spalte wichtiger einzuschätzen ist, das Gegenteil wird durch die Zahl 0 ausgedrückt. Eine 1 soll bei einer Gleichstellung der Kriterien vergeben werden. Anschließend werden die Zeilenergebnisse addiert und durch die Gesamtsumme dividiert. Die Entscheidung für die jeweilige Zahl wird aus der Anzahl der Nennungen der Befragten abgeleitet. Das Ergebnis der Division spiegelt dann den Gewichtungsfaktor für das jeweilige Kriterium wider, welcher nachfolgend für beide Alternativen in der Nutzwertbetrachtung dient. Tabelle 5 zeigt das Ergebnis der Auswertung.
| Kategorie | Nr. | Kriterien | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Funktionalität | ||||||||||||||||||||||
| 1 | Bessere Grafiken | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 1 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 0 | 1 | 2 | 2 | 27 | 8,8 | ||
| 2 | Besseres Layout | 0 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 0 | 2 | 2 | 1 | 2 | 2 | 0 | 1 | 2 | 2 | 23 | 7,5 | ||
| 3 | Bessere Animationen | 0 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 0 | 2 | 2 | 1 | 2 | 1 | 0 | 0 | 2 | 2 | 21 | 6,9 | ||
| 4 | Sprach- steuerung | 0 | 0 | 0 | 2 | 2 | 2 | 0 | 0 | 1 | 2 | 0 | 2 | 1 | 0 | 0 | 1 | 2 | 15 | 4,9 | ||
| 5 | Bessere Hilfe | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 | 9 | 2,9 | ||
| 6 | Geringere Dateigröße | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | 7 | 2,3 | ||
| 7 | Handout- gestaltung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 4 | 1,3 | ||
| Benutzbarkeit | ||||||||||||||||||||||
| 8 | Einfache Bedienung | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 34 | 11,1 | ||
| 9 | Referententools | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 1 | 2 | 2 | 28 | 9,2 | ||
| 10 | Einträge während Vortrag | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 | 2 | 2 | 0 | 0 | 2 | 0 | 2 | 1 | 0 | 0 | 1 | 2 | 15 | 4,9 | ||
| 11 | Navigation Folien | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 5 | 1,6 | ||
| Effizienz | ||||||||||||||||||||||
| 12 | Formatvorlagen | 1 | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 0 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 0 | 2 | 2 | 23 | 7,5 | ||
| 13 | Zeitersparnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 3 | 1 | ||
| 14 | Bessere Text- verarbeitung | 0 | 0 | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | 0 | 0 | 1 | 2 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 2 | 15 | 4,9 | ||
| Übertragbarkeit | ||||||||||||||||||||||
| 15 | Bessere Kompatibilität | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 32 | 10,5 | ||
| 16 | Importfunktion | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 0 | 2 | 2 | 27 | 8,8 | ||
| 17 | Exportfunktion | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 2 | 2 | 0 | 0 | 1 | 2 | 0 | 2 | 2 | 0 | 0 | 2 | 15 | 4,9 | ||
| 18 | Internet- anbindung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 | 1 | ||
| 306 | 1 | |||||||||||||||||||||
Tabelle 5: Ermittlung der Gewichtungsfaktoren
10.1.2 Zielerreichungsfaktoren
Im Folgenden werden die jeweiligen Zielerreichungsfaktoren der Alternativen ermittelt. Als Skala wird eine Reichweite der zu vergebenen Punkte von 1 (geringe Erfüllung) bis 5 (hohe Erfüllung) zu Grunde gelegt. Die Entscheidungen wurden in der Autorengruppe diskutiert und beruhen auf den in Kapitel 8 und 9 identifizierten Umsetzungen von Funktionen. Tabelle 6 und 7 zeigen die resultierenden Ausprägungen pro Alternative.
| Kategorie | Nr. | Kriterien | Autor 1 | Autor 2 | Autor 3 | Summe |
| Funktionalität | ||||||
| 1 | Bessere Grafiken | 4 | 4 | 4 | 12 | |
| 2 | Besseres Layout | 4 | 3 | 4 | 11 | |
| 3 | Bessere Animationen | 4 | 3 | 4 | 11 | |
| 4 | Sprachsteuerung | 1 | 1 | 3 | 5 | |
| 5 | Bessere Hilfe | 3 | 4 | 5 | 12 | |
| 6 | Geringere Dateigröße | 3 | 2 | 3 | 8 | |
| 7 | Handout- gestaltung | 4 | 5 | 4 | 13 | |
| Benutzbarkeit | ||||||
| 8 | Einfache Bedienung | 4 | 4 | 2 | 10 | |
| 9 | Referententools | 3 | 4 | 2 | 9 | |
| 10 | Einträge während Vortrag | 2 | 4 | 0 | 6 | |
| 11 | Navigation Folien | 3 | 3 | 0 | 6 | |
| Effizienz | ||||||
| 12 | Formatvorlagen | 5 | 3 | 1 | 9 | |
| 13 | Zeitersparnis | 4 | 3 | 0 | 7 | |
| 14 | Bessere Text- verarbeitung | 5 | 4 | 1 | 10 | |
| Übertragbarkeit | ||||||
| 15 | Bessere Kompatibilität | 4 | 3 | 4 | 11 | |
| 16 | Importfunktion | 3 | 4 | 4 | 11 | |
| 17 | Exportfunktion | 2 | 2 | 4 | 8 | |
| 18 | Internet- anbindung | 4 | 3 | 3 | 10 | |
Tabelle 6: Ermittlung der Ausprägungen der Zielerreichungsfaktoren, Microsoft Powerpoint
| Kategorie | Nr. | Kriterien | Autor 1 | Autor 2 | Autor 3 | Summe |
| Funktionalität | ||||||
| 1 | Bessere Grafiken | 3 | 2 | 2 | 7 | |
| 2 | Besseres Layout | 3 | 2 | 2 | 7 | |
| 3 | Bessere Animationen | 3 | 2 | 1 | 6 | |
| 4 | Sprachsteuerung | 1 | 1 | 1 | 3 | |
| 5 | Bessere Hilfe | 3 | 5 | 4 | 12 | |
| 6 | Geringere Dateigröße | 3 | 3 | 4 | 10 | |
| 7 | Handout- gestaltung | 3 | 4 | 3 | 10 | |
| Benutzbarkeit | ||||||
| 8 | Einfache Bedienung | 3 | 2 | 3 | 8 | |
| 9 | Referententools | 3 | 1 | 2 | 6 | |
| 10 | Einträge während Vortrag | 1 | 1 | 2 | 4 | |
| 11 | Navigation Folien | 2 | 2 | 3 | 7 | |
| Effizienz | ||||||
| 12 | Formatvorlagen | 2 | 3 | 3 | 8 | |
| 13 | Zeitersparnis | 4 | 5 | 3 | 12 | |
| 14 | Bessere Text- verarbeitung | 3 | 2 | 2 | 7 | |
| Übertragbarkeit | ||||||
| 15 | Bessere Kompatibilität | 5 | 5 | 4 | 14 | |
| 16 | Importfunktion | 4 | 4 | 4 | 12 | |
| 17 | Exportfunktion | 4 | 5 | 4 | 13 | |
| 18 | Internet- anbindung | 5 | 5 | 4 | 14 | |
Tabelle 7: Ermittlung der Ausprägungen der Zielerreichungsfaktoren, Google Docs
Im nächsten Schritt werden die addierten Ausprägungen (Summenspalte aus Tabelle 6 und 7) durch die Anzahl der Autoren dividiert. Die Ergebnisse werden zur Komplexitätsreduzierung gerundet. Tabelle 8 zeigt die mittleren Zielerreichungsfaktoren pro Alternative.
| Kategorie | Nr. | Kriterien | Microsoft Powerpoint | Google Docs |
| Funktionalität | ||||
| 1 | Bessere Grafiken | 4 | 2 | |
| 2 | Besseres Layout | 4 | 2 | |
| 3 | Bessere Animationen | 4 | 2 | |
| 4 | Sprachsteuerung | 2 | 1 | |
| 5 | Bessere Hilfe | 4 | 4 | |
| 6 | Geringere Dateigröße | 3 | 3 | |
| 7 | Handout- gestaltung | 4 | 3 | |
| Benutzbarkeit | ||||
| 8 | Einfache Bedienung | 3 | 3 | |
| 9 | Referententools | 3 | 2 | |
| 10 | Einträge während Vortrag | 2 | 1 | |
| 11 | Navigation Folien | 2 | 2 | |
| Effizienz | ||||
| 12 | Formatvorlagen | 3 | 3 | |
| 13 | Zeitersparnis | 2 | 4 | |
| 14 | Bessere Textverarbeitung | 3 | 2 | |
| Übertragbarkeit | ||||
| 15 | Bessere Kompatibilität | 4 | 5 | |
| 16 | Importfunktion | 4 | 4 | |
| 17 | Exportfunktion | 3 | 4 | |
| 18 | Internetanbindung | 3 | 5 | |
Tabelle 8: Ermittlung der Zielerreichungsfaktoren (Mittel)
Zur Veranschaulichung der mittleren Zielerreichungsfaktoren aus Tabelle 8 dient Abbildung 7. Hier wird der Zielerreichungsgrad der Kriterien, farbig gruppiert nach jeweiliger Kategoriezugehörigkeit und wie zuvor erläutert anhand einer Skala von 1 bis 5, grafisch dargestellt.
Abbildung 7: Zielerreichung der Lösungsalternativen
10.2 Nutzwertberechnung
Die Berechnung der Teilnutzwerte der Alternativen erfolgt durch die Multiplikation der Gewichtungs- und mittleren Zielerreichungsfaktoren. Das Produkt spiegelt also den gewichteten Zielerreichungsgrad wider. Durch anschließende Aufsummierung der Teilnutzwerte wird der jeweilige Gesamtnutzwert ermittelt, der Aufschluss über die zu wählende Alternative gibt. In Tabelle 9 wird dieser Prozess dargestellt.
| Kategorie | Nr. | Kriterien | Teilnutzen Microsoft Powerpoint | Teilnutzen Google Docs | Gewichtung in % | gewichteter Teilnutzen Powerpoint | gewichteter Teilnutzen Google Docs |
| Funktionalität | |||||||
| 1 | Bessere Grafiken | 4 | 2 | 8,8 | 0,352 | 0,176 | |
| 2 | Besseres Layout | 4 | 2 | 7,5 | 0,3 | 0,15 | |
| 3 | Bessere Animationen | 4 | 2 | 6,9 | 0,276 | 0,138 | |
| 4 | Sprachsteuerung | 2 | 1 | 4,9 | 0,098 | 0,049 | |
| 5 | Bessere Hilfe | 4 | 4 | 2,9 | 0,116 | 0,116 | |
| 6 | Geringere Dateigröße | 3 | 3 | 2,3 | 0,069 | 0,069 | |
| 7 | Handout- gestaltung | 4 | 3 | 1,3 | 0,052 | 0,039 | |
| Benutzbarkeit | |||||||
| 8 | Einfache Bedienung | 3 | 3 | 11,1 | 0,333 | 0,333 | |
| 9 | Referententools | 3 | 2 | 9,2 | 0,276 | 0,184 | |
| 10 | Einträge während Vortrag | 2 | 1 | 4,9 | 0,098 | 0,049 | |
| 11 | Navigation Folien | 2 | 2 | 1,6 | 0,032 | 0,032 | |
| Effizienz | |||||||
| 12 | Formatvorlagen | 3 | 3 | 7,5 | 0,225 | 0,225 | |
| 13 | Zeitersparnis | 2 | 4 | 1 | 0,02 | 0,04 | |
| 14 | Bessere Textverarbeitung | 3 | 2 | 4,9 | 0,147 | 0,098 | |
| Übertragbarkeit | |||||||
| 15 | Bessere Kompatibilität | 4 | 5 | 10,5 | 0,42 | 0,525 | |
| 16 | Importfunktion | 4 | 4 | 8,8 | 0,352 | 0,352 | |
| 17 | Exportfunktion | 3 | 4 | 4,9 | 0,147 | 0,196 | |
| 18 | Internetanbindung | 3 | 5 | 1 | 0,03 | 0,05 | |
| Nutzwert Powerpoint: | Nutzwert Google Docs: | ||||||
| 3,343 | 2,821 | ||||||
Tabelle 9: Berechnung der Teil- und Gesamtnutzwerte
10.3 Ergebnis
Die Lösungsalternative mit dem höchsten Gesamtnutzwert der durchgeführten Nutzwertanalyse ist Microsoft Powerpoint. In Konsequenz fällt die Wahl auf diese Alternative. Jedoch lässt sich erkennen, dass beide Programme bzw. Powerpoint und Google Docs, als Beispiel für eines, dass HTML5 nutzt, hinsichtlich des Gesamtnutzwerts nicht weit auseinander liegen. Dies kann vor allem an dem schnelleren Produktzyklus von Google Docs liegen bzw. der andauernden Verbesserung des (noch nicht finalen) HTML5-Standards und der damit verbundenen Einführung neuer Funktionen oder Änderungen.
11 Fazit & Ausblick
HTML5 bietet ein breites Spektrum an Webpräsentationsfunktionen, die vor allem in Google Docs angewendet werden können. Allerdings ist der Funktionsumfang nicht so umfangreich wie in PowerPoint 2010, das besonders in den Kategorien Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit heraussticht. Das lässt sich dadurch begründen, dass Microsoft durch die lange Historie mehr Erfahrungen mit Präsentationen besitzt. Ein großer Vorteil von HTML5 liegt in der Kategorie Übertragbarkeit, im speziellen in der Kollaboration, also der Bearbeitung bzw. Erstellung, der eigentlichen Präsentation und der späteren Verbreitung. Zwar versucht Microsoft in der aktuellen Version von PowerPoint diesen Bereich weiter zu entwickeln, durch die längeren Softwarelebenszyklen in den Unternehmen, wird es jedoch noch eine Zeit dauern, bis die neuen Funktionen hier ankommen und genutzt werden. Dies sollte bei Umfragen bezüglich der Benutzerfreundlichkeit von Präsentationsprogrammen beachtet werden. Ein Kritikpunkt an Webpräsentationen mit HTML5 ist, dass eine permanente Internetverbindung bestehen muss, um Änderungen an seinen Präsentationen vorzunehmen oder diese zu betrachten. Auf der anderen Seite sind die im Internet abgelegten Dateien von überall abrufbar und gegen Datenverlust automatisch gesichert.
Zusammenfassen lässt sich am Ende der Fallstudie festhalten, dass PowerPoint zur Zeit die professionellere Alternative für Präsentationen ist. In speziellen Anwendungsfällen, besonders wenn die Kollaboration und Verbreitung der Präsentation im Vordergrund steht, ist Google Docs eine interessante Option. Das größte Problem bei HTML5 wird jedoch auch in Zukunft bestehen bleiben, dass nicht alle Webbrowser, bzw. deren Layout-Engines, die Auszeichnungssprache auf die gleiche Weise verarbeiten. Daraus resultiert, dass selbst wenn alle Funktionen in HTML5 theoretisch eingebaut sind, diese von den Browser verstanden und umgesetzt werden müssen. Ein abschließendes Fazit ist somit erst möglich, sobald der HTML5 Standard offiziell verabschiedet ist und die Browser alle Elemente der Sprache verstehen und darstellen können.
12 Literaturverzeichnis und Internetquellen
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http://office.microsoft.com/de-ch/powerpoint-help/hinzufugen-einer-tabelle-zu-einer-folie-HA010354337.aspx, Stand: 08.01.2011 | |
| o. V.: Artikel , Hinzufügen und wiedergeben von Audioclips in einer Präsentation,http://office.microsoft.com/de-ch/powerpoint-help/hinzufugen-und-wiedergeben-von-audioclips-in-einer-prasentation-HA010336707.aspx#BM2, Stand: 08.01.2011 | |
| o. V.: Artikel, Einbetten oder verknüpfen eines Videos von der Präsentation aus,http://office.microsoft.com/de-ch/powerpoint-help/einbetten-oder-verknupfen-eines-videos-von-der-prasentation-aus-HA010374729.aspx#BM1, Stand: 08.01.2011 | |
| o. V.: Artikel, Aktualisieren und Exportieren: Hochladen von Dateien,http://docs.google.com/support/bin/answer.py?hl=de&answer=50092, Stand: 08.01.2011 | |
| o. V.: Artikel, Aktualisieren und Exportieren: Exportieren mehrerer Dateien auf einmal,http://docs.google.com/support/bin/answer.py?hl=de&answer=165320, Stand: 08.01.2011 | |
| o. V.: Artikel, Freigeben: Info zur Freigabe in Google Text & Tabellen,http://docs.google.com/support/bin/answer.py?hl=de&answer=180199, Stand: 08.01.2011 | |
| o. V.: Artikel,Opera-Funktionen,http://www.opera.com/browser/features/, Stand: 08.01.2011 | |
| o. V.: Artikel,Safari Features,http://www.apple.com/safari/features.html, Stand: 08.01.2011 | |
| o. V.: Bild "World Wide Web Consortium Tenth Anniversary" (2005), http://www.w3.org/2005/01/timelines/timeline-2500x998.png, Stand: 03.01.2011 | |
| Pemberton, Steven (2002), XHTML 1.0 The Extensible HyperText Markup Language (Second Edition), http://www.w3.org/TR/xhtml1/#xhtml, Stand: 03.01.2011 | |
| Putzhammer, C., ControllingWiki, Stichwort: Nutzwertanalyse, http://www.controlling-wiki.com/de/index.php?title=Nutzwertanalyse&stable=1, 02.01.2011 | |
| Raggett, Dave (1999), HTML 4.01 Specification, http://www.w3.org/TR/1999/REC-html401-19991224/, Stand: 03.01.2011 | |
| Thielsch, M.T./Förster, N. (2007): Präsentationssoftware: Nutzung und funktionale Anforderungen, http://www.thielsch.org/download/thielsch_2007.pdf, Stand: 01.01.2011 | |
| Thielsch, M.T./Nikolaeva, N./Förster, N. (2006): Usability von Präsentationssoftware, http://www.thielsch.org/download/thielsch_2006.pdf, Stand: 01.01.2011 | |
| van Kesteren, Anne (2010), HTML5 differences from HTML4, http://www.w3.org/TR/2010/WD-html5-diff-20101019/, Stand: 03.01.2011 |
13 Fußnoten
- ↑ 1,0 1,1 Vgl. Forgue, Marie-Claire (2008), W3C Publishes HTML 5 Draft
- ↑ Vgl. Artikel "Mission W3C" (2010)
- ↑ Vgl. Artikel "Features und Vorteile von PowerPoint 2010" (2010)
- ↑ 4,0 4,1 Vgl. Gabler Verlag, Stichwort Nutzwertanalyse.
- ↑ Vgl. Bensberg, Frank (2008), Nutzwertanalyse
- ↑ 6,0 6,1 Vgl. Berners-Lee, Tim (1989), Information Management: A Proposal
- ↑ Vgl. Bild "World Wide Web Consortium Tenth Anniversary" (2005)
- ↑ Vgl. Raggett, Dave (1999), HTML 4.01 Specification
- ↑ Vgl. Jacobs, Ian (2007), Über das W3C - Geschichte
- ↑ 10,0 10,1 Vgl. Artikel "The global structure of an HTML document" (1999)
- ↑ 11,0 11,1 Vgl. Artikel "HTML head Elements" (2010)
- ↑ Vgl. Artikel "HTML-Varianten" (2010)
- ↑ Vgl. Artikel "HTML & CSS" (2010)
- ↑ Vgl. Artikel "Allgemeines zu Dynamischem HTML" (2010)
- ↑ Vgl. Pemberton, Steven (2002), XHTML 1.0 The Extensible HyperText Markup Language (Second Edition)
- ↑ Vgl. Artikel "AJAX Introduction" (2010)
- ↑ Vgl. Hickson, Ian (2010), HTML5
- ↑ Vgl. van Kesteren, Anne (2010), HTML5 differences from HTML4
- ↑ Vgl. Artikel "Facts About Microsoft" (2010)
- ↑ 20,0 20,1 Vgl. Artikel "Office 2010 Suiten vergleichen" (2010)
- ↑ Vgl. Artikel "Die zehn wichtigsten Gründe, PowerPoint 2010 zu testen" (2010)
- ↑ Vgl. Artikel "Word Viewer" (2007)
- ↑ Vgl. Artikel "Problemloses Freigeben von Präsentationen mit "Bildschirmpräsentation übertragen"" (2010)
- ↑ Vgl. Thielsch, M. et.al. (2007) und Thielsch, M. et.al. (2006)
- ↑ Vgl. Thielsch, M. et.al. (2007): 6.
- ↑ Qualitätsmerkmale nach ISO: Funktionalität, Zuverlässigkeit, Benutzbarkeit, Effizienz, Wartbarkeit, Übertragbarkeit. Vgl. Bevan, N. (1999): 90.
- ↑ 27,0 27,1 27,2 27,3 Vgl. Bevan, N. (1999): 93.
- ↑ Vgl. Systemanforderungen für Microsoft Office 2010 (2010)
- ↑ Vgl. o. V.: Artikel Erstellen von Zeichnungen mithilfe von Autoformen (2010)
- ↑ Vgl. Artikel Was ist die Referentenansicht
- ↑ Vgl. Artikel Was ist eine PowerPoint Vorlage
- ↑ Vgl. Artikel Einfügen von Bildern und Clipart Objekten
- ↑ Vgl. Artikel Hinzufügen einer Tabelle zu einer Folie
- ↑ Vgl. Artikel Hinzufügen und wiedergeben von Audioclips in einer Präsentation
- ↑ Vgl. Artikel Einbetten oder verknüpfen eines Videos von der Präsentation aus
- ↑ Vgl. o. V.: Artikel Funktionen von Firefox
- ↑ Vgl. o. V.: Artikel Opera-Funktionen
- ↑ Vgl. o. V.: Artikel Safari Features
- ↑ 39,0 39,1 Vgl. o. V.: Artikel Aktualisieren und Exportieren: Hochladen von Dateien
- ↑ Vgl. o. V.: Artikel Aktualisieren und Exportieren: Exportieren mehrerer Dateien auf einmal
- ↑ Vgl. o. V.: Artikel Freigeben: Info zur Freigabe in Google Text & Tabellen
- ↑ Putzhammer, C., ControllingWiki.

