Lebenserwartung von Datenspeichern
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| Name der Autoren: | Dennis Klümper, Torsten L., Malte Ney |
| Titel der Arbeit: | "Lebenserwartung von Datenspeichern" |
| Hochschule und Studienort: | FOM Essen |
1 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| AktG | Aktiengesetz |
| BSI | Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik |
| CD | Compact Disk |
| CF | Compact-Flash Speicherkarte |
| COM | Computer Output on Microfilm |
| DVD | Digital Versatile Disc |
| EAN | European Article Number (Produktkennzeichnung für Handelsartikel) |
| HD-DVD | High Density Digital Versatile Disc |
| HGB | Handelsgesetzbuch |
| IT | Informationstechnik |
| MMC | Multimedia-Speicherkarte |
| MP3 | Dateiformat zur verlustbehafteten Audiodatenkompression |
| PC | Personal Computer |
| PDA | Personal Digital Assistant |
| RAID | Redundant Array of Independent Disks (deutsch: Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten) |
| ROM | Read Only Memory (Festwertspeicher) |
| SD | Secure-Digital-Speicherkarte |
| SIM | Subscriber Identity Module |
| SMC | Smart-Media-Speicherkarte |
| SSD | Solid State Disk |
| USB | Universal Serial Bus |
| UV-Licht | Ultraviolettes Licht |
2 Abbildungsverzeichnis
| Abbildung 1 | Analoges Signal in Abhängigkeit von zwei physikalischen Größen |
| Abbildung 2 | Analoges Signal |
| Abbildung 3 | Digitales Signal |
| Abbildung 4 | Umwandlung einer Information in digitale Daten |
| Abbildung 5 | Magnetspeicherkarten |
| Abbildung 6 | Diskette |
| Abbildung 7 | SIM-Karte |
| Abbildung 8 | Skizzierung eines inkrementellen Backups |
| Abbildung 9 | Skizzierung eines RAID1-Systems |
3 Tabellenverzeichnis
| Tabelle 1 | Vor- und Nachteile von Klarschriftbelegen |
| Tabelle 2 | Übersicht Flash-Speicher |
| Tabelle 3 | Übersicht über die Arten der Datenträger |
4 Einleitung
Im Rahmen dieser Hausarbeit soll analysiert werden, wie hoch die durchschnittliche Lebenserwartung gängiger Speichermedien ist und durch welche Faktoren und Einflüsse diese beeinträchtigt oder sogar verlängert werden kann. Aufgrund der begrenzten Bearbeitungszeit dieser Arbeit kann leider nicht auf eigene Testergebnisse zurückgegriffen werden - ferner werden diverse Studien und Testergebnisse bekannter Hersteller oder Institute betrachtet und analysiert.
Warum ist das Thema der Lebenserwartung von Speichermedien in der heutigen Zeit überhaupt relevant?
Viele Leute und auch Unternehmen sind sich der Tatsache, dass einmal gespeicherte Daten unter Umständen im Laufe der Zeit unbrauchbar werden können, nicht bewußt.
Dabei sind gerade Unternehmen auch rechtlich dazu verpflichtet für die langfristige Aufbewahrung bzw. Archivierung von Daten Sorge zu tragen[1].
Ein Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Speichermedien zu benennen, die für verschiedene Szenarien, wie z.B. solche Langzeitarchivierungen, am besten geeignet sind.
Vom Aufbau her strukturiert sich diese Hausarbeit wie folgt:
Zunächst sollen dem Leser einige Begriffe anhand konkreter Definitionen näher gebracht werden. Anschließend werden die verschiedenen Arten von Speichermedien benannt und ihre jeweiligen technischen Funktionsweisen erläutert.
Im darauffolgenden Kapitel soll ein Kriterienkatalog erstellt werden, in dem verschiedene Faktoren benannt und erläutert werden, die maßgeblich für die Lebenserwartung von Datenträgern verantwortlich sind bzw. sein können.
Anhand dieser Erkenntnisse findet anschließend die eigentliche Analyse der jeweiligen Lebenserwartungen statt. Wie stark wirken sich die ermittelten Kriterien auf die jeweiligen Funktionsweisen bzw. technischen Eigenschaften der benannten Arten von Speichermedien aus? Welche Vorkehrungen können getroffen werden, um die Lebensdauer der Medien aktiv zu verlängern? All diese Fragen sollen im Laufe dieser Hausarbeit geklärt werden.
Anschließend folgt ein Exkurs in das Thema Datensicherheit. Hier soll dem Leser aufgezeigt werden, wie viele unterschiedliche Datenverlustszeanerien es gibt und wie diesen am besten vorzubeugen ist. Es werden verschiedene Formen von Datensicherungstechniken vorgestellt und erklärt. Wie man diese Techniken im Unternehmen am besten einsetzt, soll anschließend anhand gängiger Datensicherungskonzepte erläutert werden. Als letzter Punkt dieses Kapitels wird der Umgang mit alten Datenträgern und das sichere Löschen von Daten beleuchtet.
Die Hausarbeit endet mit einem Fazit, in dem die gewonnenen Erkenntnisse aus der Analyse zusammengefasst werden sollen.
5 Gesetzliche Vorschriften
Es ist zu beachten, dass eine konzeptionelle Datensicherungs und -archivierungsstrategie eines Unternehmens nicht nur als "Good Will"-Aktion des Unternehmens selbst zu verstehen ist, sondern dass es einige gesetzliche Vorschriften gibt, nach denen Unternehmen sogar dazu verpflichtet sind, für die Speicherung relevanter Daten Sorge zu tragen.
Das Handelsgesetzbuch verpflichtet Kaufleute zur Buchführung und Aufbewahrung von Handelsbriefen, die mit dem jeweils gesandten Original übereinstimmen (§ 238 HGB)[2]. Das HGB gibt den Unternehmen nicht vor, welche Mittel und Techniken diesbezüglich eingesetzt werden müssen, allerdings muss das Unternehmen dafür sorgen, dass die gespeicherten Dokumente unveränderbar, reproduzierbar und jederzeit verfügbar sein müssen. Dabei ist entscheidend, dass eine ordnungsgemäße, qualifizierte und geordnete Ablage sowie sichere Aufbewahrung der elektronischen Dokumente während des gesamten Aufbewahrungszeitraums erfolgt[3]. Das HGB verlangt für Buchungsbelege, Handelsbücher, Inventare sowie Jahres- und Konzernabschlüsse eine Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren, alle übrigen Dokumente, wie z.B. Handelsbriefe, müssen 6 Jahre aufbewahrt werden. Eine Nichtbeachtung dieser Richtlinien kann im Falle eines Datenverlustes nach § 93 Abs. 2 AktG sogar dazu führen, dass die Geschäftsleitung persönlich haften muss, sofern sie nicht beweisen kann, dass alle Maßnahmen ergriffen wurden, um entsprechende Schäden zu vermeiden.
In der Regel spricht man bei diesem Thema von der Revisionssicherheit elektronischer Archivierung. Folgende Punkte müssen erfüllt sein, damit ein Unternehmen von sich behaupten kann, sein Archivierungssystem sei revisionssicher:
- Jedes Dokument muss nach Maßgabe der rechtlichen und organisationsinternen Anforderungen ordnungsgemäß aufbewahrt werden
- Die Archivierung hat vollständig zu erfolgen – kein Dokument darf auf dem Weg ins Archiv oder im Archiv selbst verloren gehen
- Jedes Dokument ist zum organisatorisch frühestmöglichen Zeitpunkt zu archivieren
- Jedes Dokument muss mit seinem Original übereinstimmen und unveränderbar archiviert werden
- Jedes Dokument darf nur von entsprechend berechtigten Benutzern eingesehen werden
- Jedes Dokument muss in angemessener Zeit wiedergefunden und reproduziert werden können
- Jedes Dokument darf frühestens nach Ablauf seiner Aufbewahrungsfrist vernichtet, d.h. aus dem Archiv gelöscht werden
- Jede ändernde Aktion im elektronischen Archivsystem muss für Berechtigte nachvollziehbar protokolliert werden
- Das gesamte organisatorische und technische Verfahren der Archivierung kann von einem sachverständigen Dritten jederzeit geprüft werden
- Bei allen Migrationen und Änderungen am Archivsystem muss die Einhaltung aller zuvor aufgeführten Grundsätze sichergestellt sein[4]
6 Begriffsdefinitionen
Den Einstieg in diese Seminararbeit soll durch die Erklärung zentraler Begriffe geschehen. So werden die Worte "Daten", "Information" und "Wissen" näher erläutert. Ziel ist jedoch nicht nur das gleiche Verständnis zu fördern, sondern vor allem die Zusammenhänge und die Wichtigkeit für diese Seminararbeit heraus zu kristallisieren.
6.1 Daten/Datenträger
In der IT werden Daten als in erkennungsfähiger Form dargestellte Elemente einer Information beschrieben, die IT-Systeme verarbeiten können. Daten sind also Informationen die in Dateien für die Verarbeitung durch den Computer gespeichert sind. Einige Quellen beschreiben die eigentlichen Daten als Buchstaben, Zahlen und Symbole.[5] Andere Quellen stellen die Existenz von Daten an sich in Frage: Denn ob Daten auch als solche wahrgenommen werden, entscheidet letztendlich das Betrachtungsinstrument, welches die Daten empfangen oder lesen kann. Instrumente können danach die Sinne eines Menschen, technische Apparaturen oder auch geistige Instrumente sein. Als Beispiel wird bei einer Quelle angegeben, dass das Gelb einer reifen Zitrone erst durch das menschliche Auge erkannt wird.[6] Mit technischen Bezug erklärt Hansen/Neumann 2005 Daten als Input, die für maschinelle Interpreter besonders geeignet und durch fest vereinbarten Aufbau gekennzeichnet sind. Die Rede ist dabei von formatierten Daten. Geschichtlich betrachtet stellte die Informationsverarbeitung ab den 1980er Jahren Daten durch Textverarbeitungen dar und in den 1990er Jahren zunehmend multimedial. Wobei Multimedia die integrierte Verarbeitung mehrerer Informationstypen versteht, wie formatierte Daten, Texte, Ton und Bilder (Grafiken, Fotos, Animationen, Video-Clips).[7]
Unterschieden wird in analoge und digitale Daten, auf die kurz eingegangen wird. Zwar liegt der Fokus gerade auf der digitalen Speicherung von Daten, trotzdem wird diese Arbeit auch die Speicherung von analogen Daten berücksichtigen.
6.1.1 Analoge Datenträger
Splittet man beide Begrifflichkeiten auf, so stellt ein Datenträger, wie der Name schon selbsterklärend erkennen lässt, Daten auf unterschiedlichsten Medien dar und wird als "zur dauerhaften Aufnahme von Daten geeignetes physikalisches Medium" beschrieben.[8] Später wird eine genaue Unterscheidung vorgenommen und auf die einzelnen Medien eingegangen. Analog bedeutet dagegen, dass sich Größen kontinuierlich ändern. Was dabei betrachtet wird steht dabei nicht im Fokus, so kann es sich um Druckänderungen, Temperaturabhängigkeiten oder Feldstärkenänderungen handeln. Funktional kann die kontinuierliche Darstellung über eine physikalische Größe (y) in Verhältnis zu einer zweiten (x) stehen.[9] [10]
Das nachfolgende Bild soll die Beschreibung visuell verdeutlichen: Man kann sich z. B. vorstellen, dass hierbei Temperaturen über einen Zeitraum gemessen werden. Wichtig ist dabei auch, dass die Darstellung des Graphen kontinuierlich geschieht.
Führt man beide Begriffe wieder zusammen, wird die gerade erläuterte analoge Datenaufzeichnung nun auf Datenträgern gespeichert um den Erhalt der Informationen zu gewährleisten.
6.1.2 Digitale Datenträger
Das Wort "Digital" entstand aus dem lateinischem Wort "digitus" und kann in deutscher Sprache mit "Finger" übersetzt werden. Gegenüber des analogen Signals, bei dem sich die Größen zeitkontinuierlich ändern konnten, geschieht hier die Erfassung durch diskrete Ziffern. Zeitdiskret heisst in diesem Kontext, dass sich zu einem bestimmten Zeitverlauf verschiedene oder auch gleiche festen Werte erfassen lassen. Die erfassten digitalen Ziffern lassen sich anschließend durch Zahlensysteme in IT-Systemen darstellen. Dies ist auch der Grund der Digitalisierung, denn IT-Systeme zur Zeit der Erstellung dieser Seminararbeit benötigen zwingend diskrete Zahlen um diese verarbeiten zu können.[12] [13]
Zur Verdeutlichung folgt eine Graphik zum analogen und digitalen Signal. Dies verdeutlicht durch die direkte Gegenüberstellung die generellen Unterschiede.
6.2 Information
Informationen bilden den Inhalt einer Nachricht in textlicher, graphischer oder audiovisueller Form. Dabei kann die Information das Wissen über Funktionen, Arbeitsweisen, Verfahren und Vorgänge sein.[16] Ergänzt man nun das unter dem Kapitel "Daten" aufgeführte Beispiel um die Information so werden wahrgenommene Daten erst durch Filter spezifischer Bedeutsamkeit bzw. Relevanz schließlich zur Information. Das heisst das z. B. ein Mensch eine Zitrone erst dann sieht, wenn diese einen bedeutsamen Unterschied erkennen lässt. Möglich, dass die Zitrone aufgrund von Irrelevanz übersehen werden könnte.[17]
Interessant ist nach der Beschreibung das nachfolgende Bild. Es wird gezeigt, wie die Umwandlung einer Information in digitale Daten geschieht. Klar wird dabei der Zusammenhang von reinen Daten und den Informationen die daraus entstehen können. Hierbei wird visuell gezeigt, wie Daten in binärer Form den Informationsgehalt "Name", "Adresse" und "Telefon-Nummer" haben können.
6.3 Wissen
Wenn Informationen mit bereits vorhandenen und gespeicherten Wissen in Form von Erfahrungen verknüpft werden, findet die Akquisition von Wissen statt. Stellt man nun den Bezug zu allen oben analysieren Begrifflichkeiten her, kann der Zusammenhang wie folgt dargelegt werden: "Daten sind Zeichenkombinationen, die in Form von Zahlen, Text, Bildern etc. vorliegen [...]".[19] Durch Kombination dieser Daten und Hinzunahme eines Kontextes entstehen Informationen. Werden diese Informationen mit individuellen Erfahrungen angereichert, wird Wissen erzeugt.[20]
7 Analyse analoger und digitaler Datenträger in Hinblick auf ihre Lebenserwartung
7.1 Art der Datenträger
Bevor auf die genaue Lebensdauer der einzelnen Datenspeicher eingegangen wird, soll in diesem Kapitel eine generelle Unterscheidung, sowie dann im Unterkapitel die einzelnen Medien-Arten erklärt werden. Unterschieden werden alle Datenträger nach der Aufzeichnungsform. Neben der Differenzierung der Aufzeichnungsform wird auch nach den jeweiligen Einsatzfeldern selektiert. Hansen und Neumann grenzen in ihrer Publikation "Wirtschaftsinformatik 2" mobile Speicher, Speicher für Programme und Daten, Daten zum Informationsaustausch sowie Daten zur Archivierung ab. Ist bei mobilen Speichern gerade die Portabilität im Mittelpunkt, so liegt bei Datenspeichern für Programme und Daten der Fokus auf der schnellen Zugriffszeit. In diesen Speichern wird zudem zwischen primären und sekundären Speichern unterschieden. Primärer Speicher bildet das Fundament der täglichen IT-System-Anforderungen, Daten werden also ständig verarbeitet und sekundäre Datenspeicher werden zwar regelmäßig, aber weniger häufig als primäre genutzt. Speicher die hauptsächlich zum Informationsaustausch dienen, wie z. B. ein USB-Speicherstick, ermöglichen den Datenaustausch mit anderen Computer-Benutzern - gerade die Kompatibilität zu den meisten IT-Systemen spielt eine fundamentale Bedeutung. Zuletzt liegt bei der Archivierung der Fokus auf hoher Kapazität, hoher Qualität, geringen Kosten pro Gigabyte, hinreichender Datentransferrate sowie der langfristigen Dauerhaftigkeit der Aufzeichnungen.[21]
Als erstes werden bedruckte und handbeschriftete Datenträger analysiert, bei denen die zu speichernden Daten durch Drucken oder manuelles Schreiben von Strichmarkierungen oder Schriftzeichen erfolgt. Dann folgen die magnetischen Datenträger, wo Daten in binärer Form durch magnetische Ausrichtung feinster Metallpartikel auf dünnen, flexiblen oder starren Trägermaterial geschrieben werden. Anschließend werden optische Datenträger thematisiert, bei dem Daten durch Licht oder mittels Laser auf optisch reaktivem Material gespeichert werden. Zuletzt wird dieses Kapitel mit elektronischen Datenträgern abgeschlossen. Die Speicherung erfolgt hier durch das Ablegen von Informationen in Zellen eines Halbleiters.
7.1.1 Bedruckte und handbeschriftete Datenträger
Trägermaterial bildet bei bedrucken und handschriftlichen Datenträger Papier. Problematisch ist der große Platzbedarf bei gleichzeitig beschränkter Datenkapazität. Speicher aus diesem Bereich haben jedoch heute noch ihre Daseinsberechtigung aufgrund ihrer für Menschen lesbaren Ausgabe. Noch bei Fertigstellung dieser Arbeit ist diese Datenaufbewahrung im Alltag gängig. Dies kann aus den folgenden Unterkapiteln erkannt werden. Ihr Vorteil, neben der Lesbarkeit für Menschen, ist auch Option zur Weiterverarbeitung von beispielsweise ausgefüllten Belegen durch IT-Systeme wie Markierungsleser oder auch Klarschriftleser.
7.1.1.1 Markierungsbelege
Markierungsbelege bilden eine typische Form der bedruckten und handbeschriebenen Datenträger. Diese sind typischerweise von Menschen auszufüllen und können danach durch Maschinen eingelesen werden. Die genaue Form ist dabei je nach Anwendung sehr unterschiedlich, neben dem Format können auch die Antwortfelder angepasst werden.[22] Der Aufbau eines solchen Beleges ist gekennzeichnet durch Textfelder und Antwortfelder, deren Position genau für das Lesegerät definiert werden muss. So kann ein Textfeld zum Beispiel eine Frage zu einer Thematik abbilden und ein Antwortfeld die Zustimmung oder Ablehnung hierzu. Die eigentliche Kennzeichnung kann durch Striche oder Kreuze an den vorgesehenen Feldern erfolgen. Vor der Bearbeitung des Belegs wird dieser zuerst von einem Drucker in bestimmten Markierungsbeleg-Blindfarben, die grün, blau, braun, rot und violett darstellen, ausgedruckt und nach Bearbeitung durch einen so genannten Markierungsleser auf fotoelektronischem Weg ausgewertet. Wie schon angedeutet, ist die Information der Markierungsposition und des Belegformats dabei Voraussetzung.[23]
7.1.1.2 Klarschriftbelege
Das Antwortformular eines Multiple-Choice-Tests wird häufig auf Klarschriftbelegen gedruckt, diese sind z. B. in einem Leistungstest bei der Personalbeurteilung an zu treffen. Definiert werden sie als "visuell und maschinell lesbare Papierbelege unterschiedlicher Formate, bei denen die Schriftzeichen aufgrund ihrer Gestaltung optisch erkannt werden."[24] An der Definition erkennt man die Ähnlichkeit zu den Markierungsbelegen. Die Auswertung der Belege wird durch einen Klarschriftleser durchgeführt, der die zu lesenden Zeichen durch Abgrenzung des Kontrastes zwischen den Schriftsymbolen und dem Papier liest. Dabei wird bei dem Einlesen zwischen hell und dunkel unterschieden.
Die anschließende Gegenüberstellung soll die Vorteile sowie die Nachteile von Klarschriftbelegen, aber auch von Markierungsbelegen darlegen:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Datenerfassung auf Urbelegen, so dass kostspielige, langwierige und fehleranfällige Umsetzungsverfahren entfallen | Vorbereitungsarbeiten zeitintensiv |
| Datenerfassung nicht Orts-gebunden | unwirtschaftlich bei kleinen Datenmengen |
| Formulargestaltung anpassbar | Platzbedarf bei Lagerung der Belegen |
| Belege visuell und maschinell lesbar | Begrenzte Datenaufnahme möglich |
| Hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit | Nur einmal beschreibbarer Datenträger |
| Empfindlichkeit bei Transport und Lagerung | |
| Fehleranfälligkeit bei Verschmutzungen | |
| kostspielige Auswertung | |
| begrenzter Zeichenvorrat |
Angelehnt an Hansen/Neumann 2 (2005) S. 103
7.1.1.3 Datenträger mit Strichcodes
Zuletzt sind unter diesem Kapitel Datenträger mit Strichcodes auf zu führen. Diese Speicher enthalten genormte oder herstellerspezifische Strichcodes, bei der die Eingabe optisch über den Hell-Dunkel-Kontrast erkannt wird.[25] Träger der Daten bestehen dabei nicht nur aus Papier oder Etiketten, sondern auch z. B. aus Verpackungen. Sehr bekannt ist bei der Bedruckung von Verpackungen der EAN - also die Etikettierung der 13-stelligen europäischen Artikelnummer auf größtenteils käuflichen Produkten. Neben den einfachen Strichcodes existieren auch zweidimensionale Strichcodes, bei denen die Information durch Strichcodes sowohl in der Höhe als auch in der Breite des Symbols abgespeichert ist. Der Vorteil ist trivialerweise durch Speicherung umfangreicherer Daten auf gleicher Fläche begründet.[26]
7.1.2 Magnetische Datenträger
Nach den bedruckten und handbeschriebenen Datenträgern sollen nun die magnetischen Datenträger analysiert werden. Der generelle Vorteil dieser Medien gegenüber den zuvor beschriebenen ist die größere Speicherkapazität. Auch der Zugriff kann deutlich schneller erfolgen. Das Fundament jedes magnetischen Speichers bildet eine dünne magnetische Schicht, die auf flexibles oder hartes Basismaterial zurückgreift. Dabei besteht die Magnetschicht aus einer Chromdioxid-, Reineisen- und spezieller Metallpartikelbeschichtung, die eine sehr hohe Bitdichte ermöglicht. Daten werden bei diesen Medien generell in fest definierten Spuren niedergeschrieben.[27]
7.1.2.1 Magnetstreifenkarten
Als erstes konkretes Medium soll die Magnetstreifenkarte erläutert werden. Hierzu gehört auch die klassische Plastikkarte: Diese ist klein, viereckig und besteht aus Kunststoff. In der Regel bietet eine solche Karte Angaben zu einem Bezugsobjekt, z. B. einer Person. Neben Schriftfeldern kann sie auch Prägebereiche oder aufgedruckte Bilder enthalten. Binäre Daten können durch Lochung, Strichcodes, Schriften und magnetische, optische und Halbleiterspeicher erfolgen.
Magnetstreifenkarten sind hingehen genau standardisiert und haben die Größe 85,6 x 54,0 x 0.76 Zentimeter. Als Basismaterial wird hierbei Vollplastik oder Kunststoff genutzt. Auf jeder Rückseite ist ein 12,7 Millimeter breiter Magnetstreifen auffindbar, der Daten auf drei Spuren speichert. Schicht 1 und 3 umfassen insgesamt 592 Bits und dienen der Speicherung von alphanumerischen Daten. Schicht 2 ermöglicht das Speichern von numerischen Daten, die 210 Bit ausnutzen können. Im Normalfall können Daten auf der 1. und 2. Schicht ausschließlich gelesen werden, nur die 3. Schicht bietet auch eine Editierungsmöglichkeit. Zusammengefasst lassen sich bis zu 1,394 Bits auf einer Magnetstreifenkarte speichern, wobei die Speicherung bit-/byteseriell möglich ist. Ein typisches Anwendungsfeld ist durch Ausweise, z. B. in Unternehmen oder bei der bargeldlosen Zahlung im Handel gegeben.[28]
7.1.2.2 Magnetbänder
Das Material eines Magnetbandes ist ein dünnes Polyesterband, das auf einer Seite über eine magnetisierbare Schicht verfügt. Noch heute wird aus Erfahrung des Autors dieser Seminararbeit diese Medium genutzt um gerade umfangreiche Datenvolumen niederzulegen. Auf Grund dessen wird dieses Medium für Datensicherungen und Langzeitarchivierung genutzt. Ein Magnetband besteht aus zwei Spulen, eine wickelt das Datenträgerband ab und die andere wieder auf. Dazwischen wird das Polyesterband an einer Schreib-/Leseeinrichtung vorbeigeführt, die über Magnetköpfe verfügt und sich auf die Spuren des Bandes fixiert. Durch bipolaren Steuerstrom verändert sich die Orientierung der Partikel auf dem Band, so dass sich die Oberfläche des Datenträgers modifizieren lässt. Der Lesevorgang erfolgt durch eine in den Kopfspulen induzierte elektronische Spannung, die vom Laufwerk in binäre Signale gewandelt wird.[29]
Die Kapazität solcher Bänder kann sehr unterschiedlich sein, dies hängt von der Aufzeichnungsdichte, der Spurenanzahl und der Länge des Bandes ab. Zudem werden Bandspeicher nach ihrem Automatisierungsgrad unterteilt, wie folgende Auflistung verdeutlicht:
Laufwerk:
- Ein Laufwerk wird entweder zum Einbau in einer Systemeinheit oder als separates Bauelement angeboten
- Automatisierung findet hier nicht statt
Autolader:
- Laufwerk mit mehreren Bandkassetten
- Kassettenwechsel durch Robotereinheit
Bibliotheken:
- Ein oder mehrere Laufwerke mit einer großen Anzahl von Fächern für Bandkassetten
- Automatischer Kassettenwechsel
7.1.2.3 Disketten
Der einmal weit verbreitetste Wechseldatenspeicher war, noch vor der CD, die Diskette. Sie wird aus flexiblen und runden Kunststoffplatten hergestellt und ist nicht nur von einer Seite, wie die Magnetbänder, sondern von beiden Seiten magnetisierbar. Die Speicherung geschieht nicht linear sondern in Kreisspuren. Schreib- und Leseköpfe können Daten auf das Medium schreiben sowie lesen. Um die Daten z.B. gegen Staub, Fingerabdrücke und andere Umwelteinflüsse zu schützen, ist der eigentlichen Träger durch ein Gehäuse geschützt, das mit einem automatischen Verschluss versehen ist.
Die Mitte der 70er Jahre eingeführte Diskette wurde in mehrere Größen hergestellt: 8 Zoll, 5,25 Zoll, 3,5 Zoll und 2,5 Zoll, wobei die größeren Varianten in den Anfangszeiten hergestellt wurden. Am weitesten verbreitet ist die 3,5 Zoll-Diskette, die aus 135 Spuren und 80 Sektoren besteht. Die Kapazität erstreckt sich von 720 KB, 1,44 MB, sowie auf bis zu 2,88 MB. Standardmäßig wurde die Übertragungsgeschwindigkeit von 62,5 KB/s erreicht - wobei über einen USB-Anschluss später auch 0,5 MB/s ermöglicht wurde. Als durchschnittliche Zugriffszeit konnte dabei 100 Millisekunden gemessen werden.[31]
7.1.2.4 Magnetplatten
Bei Fertigstellung dieser Arbeit ist an den größten Computerherstellern IBM, DELL, Acer und Apple erkennbar, dass größtenteils Magnetplatten den Hauptspeicher eines Personal Computers bilden. Die Magnetplatte selbst besteht aus einer oder mehreren übereinander liegenden Platten, die aus Aluminium, Magnesium oder Glassubstrat besteht. Darauf befindet sich eine magnetisierbare Beschichtung, die wie bei der Diskette von beiden Seiten beschrieben werden kann. Der Zugriff wird durch einen, auf den konstant mit hoher Geschwindigkeit drehenden Platten befindlichen Zugriffskamm möglich. Der Zugriffskamm liegt dabei nicht auf der Platte selbst, sondern schwebt mit geringem Abstand auf der Oberfläche, die durch die Drehbewegung auf einem Luftpolster rotiert. Informationen werden, wie auch bei der Diskette, in konzentrischen Spuren gelesen und gespeichert. Bei der Adressierung der einzelnen Speicherblöcke wird neben der Begrifflichkeit der "Spuren", die bereits erläutert wurden, auch von "Zylindern" und "Sektoren" geredet. Nach Hansen/Neumann in Wirtschaftsinformatik 2 stellen übereinander liegende Spuren Zylinder dar. Die kleinste zu adressierende Einheit wird als Sektor bezeichnet und bietet Platz für 512 Bytes bis zu mehreren Kilobytes.[32] [33]
7.1.3 Optische Datenträger
Wenden wir uns nun zu den optischen Speichern: Alle im folgenden genannten Datenträger haben die Eigenschaft, Daten über Licht oder mittels Laser und der damit erzeugten Wärmeenergie zu schreiben und zu lesen. Die Grundlage stellt dabei ein optisch reaktives Material dar. Die Begrifflichkeit des optischen Datenträgers ist insofern ungenau, als dass der Irrtum entstehen könnte, die Daten wären in visuell wahrnehmbarer Form vorhanden, was auch für z. B. bedruckte Datenträger zutrifft.[34] Die jetzt fortlaufenden Unterkapitel werden nun näher auf Medien dieser Art eingehen, aufgrund des extremen Umfangs werden nur die wichtigsten Datenträger betrachtet.
7.1.3.1 Mikrofilm
Diese Medienart gilt als der erste optische Datenträger. Der Mikrofilm besteht, wie schon aus dem Namen ersichtlich, aus Filmmaterial. Durch fotografische Verfahren werden schriftliche und bildliche Informationen stark verkleinert aufgezeichnet.[35] Ein COM-Recorder (Computer Output on Microfilm) setzt dabei die digitalen Daten im Speicher in die zur Ausgabe vorgesehenen schriftlichen oder bildlichen Formen um und schreibt sie auf den Mikrofilm.[36] Die auf dem Mikrofilm befindlichen Daten können, dadurch dass diese analog gespeichert wurden, durch starke Vergrößerung für den Menschen erkennbar gemacht werden. Eingesetzt werden Mikrofilme heutzutage nur noch sehr selten.
7.1.3.2 Optische Speicherkarten
Diese Speicher werden aus Plastik hergestellt und haben die Standardgröße 85,6x54,0x0,76 Millimeter. Zum Niederlegen von Daten wird in diese Plastikkarten ein optischer Speicherbereich implementiert der mit Hilfe eines Lasers gelesen und beschrieben wird. Insgesamt hat diese Karte eine Kapazität von bis zu 4 MB und die Transferrate beträgt etwa 9 KB/s beim Lesen und 4 KB/s beim Schreiben. Der Zugriff kann mit etwa 250 Millisekunden vorgenommen werden. Verglichen mit der Magnetstreifenkarte lässt sich bei der optischen Speicherkarte ein höheres Datenvolumen erkennen. Ein grundlegender Unterschied bildet auch die Eigenschaft zur Datenspeicherung. Zwar ist diese Medium nur einmal beschreibbar, dies lässt sich jedoch in mehrere Sitzungen aufteilen. Bei der Magnetspeicherkarte kann der Speicher auch nach dem Beschreiben noch verändert oder gelöscht werden. Nach Hansen/Neumann lassen sich dadurch mit beiden Datenträgern verschiedene Anwendungsbereiche abbilden.[37]
7.1.3.3 Optische Speicherplatten
Feste, runde Kunststoffscheiben, die lasergenerierte Lichtenergie zum Lesen und Schreiben nutzen, werden als "optische Speicherplatten" tituliert. Das Lesen der Medien erfolgt passiv, Veränderungen von dem reflektierten Licht stellen die binären Daten dar. Zum Schreiben wird unter Verwendung der Laserenergie das optisch sensitive Material verändert. Unterschieden wird in den verfahrenstechnischen Varianten, die leider aufgrund des Umfangs über den Rahmen der Seminararbeit hinaus gehen würden.[38]. Konkret sind hierzu folgende Medien zu nennen:
- Compact Disk (CD)
- Digital Versatile Disc (DVD)
- High Density Digital Versatile Disc (HD-DVD)
- Blu-ray-Disk
Neben der verfahrenstechnischen Sicht muss auch das Kriterium der Wiederbeschreibbarkeit genannt werden. So werden Medien hergestellt, die aus unveränderbaren Inhalten bestehen, aber beliebig oft gelesen werden können. Außerdem gibt es vom Anwender einmalig zu beschreibende Datenträger die anschließend auch beliebig häufig eingelesen werden können, sowie auch wiederbeschreibbare Medien, die beliebig oft beschrieben, gelesen und gelöscht werden können.
7.1.4 Elektronische Datenträger
Zuletzt sollen Datenträger analysiert werden, die in den letzten Jahren immer weitere Verbreitung finden. Der Fokus liegt bei diesen Datenspeichern auf Portabilität, was die Unterkapitel untermalen werden. Auch weitere Anwendungsgebiete, die nicht primär auf die Portabilität ausgelegt sind, erkennt man an dem letzten Unterkapitel "Flash-Festplatten".
Bei allen im Folgenden beschriebenen Festwertspeichern werden Halbleiterbauelemente zur Speicherung benutzt.
7.1.4.1 Chipkarten mit Mikroprozessor
Wie auch bei den Magnetstreifenkarten handelt es sich bei den Chipkarten mit Mikroprozessor um Plastikkarten. Die Besonderheit dabei liegt in dem eingebauten Chip, der neben einem Festwertspeicher auch einen Mikroprozessor enthält. Es existieren zwei Kartengrößen: Zum einen eine im großen Format, die zu der Größe der Magnetstreifenkarte identisch ist und zum anderen eine deutlich kleinere Form, die z. B. als SIM-Karte (engl. Subscriber Identity Module) in Mobiltelefonen anzutreffen ist. Diese Karte gewährleistet die Identität des Nutzers, so dass durch die Berechtigungsprüfung auch Verbindungen bei Dienstleistungen abgerechnet werden können.[40]
Die nebenstehende Grafik zeigt die visuelle Darstellung einer SIM-Karte, welche ein Beispiel für Chipkarten mit Mikroprozessor darstellt.
7.1.4.2 Flash-Speicherkarten / USB-Speichersticks
Betrachtet wird zunächst die Flash-Speicherkarte: Das Medium verfügt über eine sehr kleine Bauform und ist ein externes Speichermedium, das seine Verwendung in Digitalkameras, MP3-Player, Mobiltelefonen und PDA's findet. Die nicht flüchtigen Speicherchips können wahlfrei auf jeden Speicherplatz sofort zugreifen, wobei der Schreib-/Löschvorgang nur blockweise erfolgen kann. Bis zu 100.000 Schreib- und Löschzyklen werden von den Speichern unterstützt. Problematisch kann der fehlende Standard gesehen werden. Hierdurch entwickelten sich viele Arten von Speicherkarten, die sich nicht nur von der Größe unterscheiden, sondern leider auch durch die gegenseitige Inkompatibilität - jede Karte benötigt ihre eigene Schnittstelle.[41] Rasante Verbreitung hat daher auch der USB-Speicherstick erfahren, da auf eine Schnittstelle zurückgegriffen wird, die bei nahezu allen IT-Systemen vorhanden ist, sowie auch darüber hinaus auch z.B. bei DVD-Playern aufzufinden ist.
Zuletzt soll nun eine Übersicht über einige Flash-Speicher gegeben werden:[42]
| Compact-Flash Speicherkarte (CF)[43] | Smart-Media-Speicherkarte (SMC)[44] | Multimedia-Speicherkarte (MMC)[45] | Secure-Digital-Speicherkarte (SD-Karte)[46] | Memory-Stick[47] | xD-Picture Card | USB-Stick[48] | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abmessung: | CF-Typ 1: 42,8x36,4x3,3mm / CF-Typ 2: 42,8x36,4x5mm | 37x45x0,76mm | 24x32x1,4mm | 24x32x2,1mm | Classic/Pro:21,5x50x2,8mm/ Duo/PRO-Duo:20x31x1,6mm | 20x25x1,7mm | Unterschiedlich |
| Kapazität: | Bis zu mehreren GB | 4 bis 128 MB | Bis zu 8 GB | Bis zu 2 GB | Bis zu 8 GB | 32 MB bis 1 GB | 2-32 GB |
| Datenübertragung: | 20 MB/s | 1,5 MB/s | 2,5 MB/s | 25 MB/s | 2,5 MB/s | 5 MB/s Lesen / 1,3 MB/s Schreiben | 15 MB/s Lesen / 13 MB/s Schreiben |
| Besonderheit: | Zwei verschiedene Typen | Einfachere Struktur, daher preiswert | Initiative der Hersteller Siemens, Hitachi u. ScanDisk | Weiterentwicklung der MMC | Entwickelt von Sony und Fujitsu / Memory-Stick PRO von Sony und ScanDisk | Entwickelt von Olympus und FujiFilm; sehr kompakt; Besonders für Digitalkameras | nutzt Standard-Schnittstelle (USB) |
7.1.4.3 Flash-Festplatten
Als letzter elektronischer Datenträger soll nun die Flash-Festplatte betrachtet werden - auch "Solid State Disc" (kurz: SSD) genannt. Auf diese neue Art von Festplatten werden viele Hoffnungen aufgebaut. So wird der Speicher als "Die Festplatte der Zukunft" beschrieben.[49] Der große Unterschied zwischen der klassischen Festplatte zu den neuen SSD-Festplatten ist die Art der Speicherung. Während auf den klassischen die Daten auf einer magnetisierbare Oberfläche gespeichert werden, erfolgt dies bei den Flash-Festplatten auf Flash-Speichern. Aufgrund der Tatsache, dass bei Flash-Festplatten keine Mechanik benötigt wird, ergeben sich viele Vorteile: Der Datenzugriff wird deutlich beschleunigt, durch die Ansteuerung des Schreib-/Lesekopfes auf die benötigte Position entstehen Zugriffszeiten von ca. 5 bis 10 ms - eine SSD benötigt dagegen nur 0,1 bis 0,2 ms. Auch der geräuschlose Betrieb, das geringere Gewicht und der gesunkene Stromverbrauch sind als große Vorteile zu nennen.[50] Als Nachteil werden jedoch noch die geringe Speichergröße und der zu hohe Preis genannt.[51]
7.2 Aufbau eines Kriterienkataloges
In diesem Kapitel wird betrachtet, welche unterschiedlichen Faktoren Einfluß auf die Lebenserwartung von Datenspeichern haben können. Jeder einzelne Faktor kann einen unterschiedlich großen Einfluß auf das Medium haben, entscheidend ist allerdings die Summe aller Faktoren die Einfluß auf die unterschiedlichen Medien haben können. Aus diesem Grund sind bei der Betrachtung des einzelnen Mediums die unterschiedlichen Faktoren in der Gesamtheit Ihrer Wirkung zu berücksichtigen.
7.2.1 Umwelteinflüsse
Im Allgemeinen ist bei Speichermedien auf eine trockene, saubere, wohl temperierte, nicht zu helle, sichere Umgebung zu achten. Datenträger vertragen keine zu feuchte oder zu warme Umgebung. Es empfiehlt sich die Aufbewahrung in einem abschließbaren Sicherungsschrank oder feuerfesten Safe. Diese schützen – zumindest in gewissen Grenzen – vor äußeren Einwirkungen wie Feuer, Hitze, Staub, Licht und Diebstahl. [52]
7.2.1.1 Temperatur
Die angegebene Umgebungstemperatur sollte keinesfalls über- oder unterschritten werden. Ist es zu kalt, kann z.B. die Viskosität des für die Flüssigkeitslagerung der mechanischen Bauteile benötigten Öls steigen. Das heißt, die Mechanik wird zunehmend zähflüssiger und kann nicht mehr richtig laufen.[53]
Es ist zu betrachten, in welchem Temparaturbereich (in Grad Celsius) ein Speichermedium für eine maximale Lebensdauer betrieben bzw. gelagert werden muss.
7.2.1.2 Feuchtigkeit
Neben der Temperatur ist auch die (Luft-)Feuchtigkeit zu betrachten, in der ein Speichermedium betrieben bzw. gelagert wird. Die Speichermedien werden in erster Regel mit Luftfeuchtigkeit in Berührung kommen und nicht mit Wasser in größeren Mengen. Durch Feuchtigkeit/Wasser können Bauteile korrodieren. durch die Korrosion ist es möglich, dass die Daten auf dem Dateträger selbst verloren gehen oder essenziell wichtige Bauteile des Mediums zerstört werden können.
Die Luftfeuchtigkeit ist die Menge des in der Luft enthaltenen Wasserdampfs. Die relative Luftfeuchtigkeit misst in Prozent das Verhältnis des in der Luft vorhandenen Wasserdampfes mit Wasserdampf gesättigter Luft.[54]
Es ist zu betrachten, in welchem Maße die Speichermedien mit Feuchtigkeit in Verbindung gebracht werden können.
7.2.1.3 Mechanische Einflüsse
Mechanische Einflüsse, die auf den Datenträger oder seine Bestandteile wirken, können die Funktionsweise beeinträchten. In diesem Zusammenhang soll nicht betrachtet werden, wie die Widerstandsfähigkeit gegen Großschadenslagen, wie z.B. Erdbeben oder Gebäudeeinsturz, der einzelnen Komponenten ist. Diesen Risiken ist durch geeignete Datensicherungskonzepte entgegenzuwirken.
Ferner ist zu betrachten, in welchem Maße kleine mechanische Einflüsse, wie z.B. Kratzer, die Lebenserwartung des Mediums beeinträchtigen können.
7.2.2 Andere speichermediumsspezifische Einflüsse
Neben den bisher beschriebenenen Einflüssen kann es bestimmte Faktoren geben, die speziell auf das Speichermedium wirken. Zum Beispiel kann UV-Licht auf optische Speicher oder ROM-Speichereinheiten Einfuß nehmen, auf Festplatten hingegen hat das Licht jedoch keinen Einfluß.
Es ist zu betrachten, welche Faktoren spezifisch für die betrachteten Medien großen Einfluß haben können.
7.2.3 Technischer Betrieb
Der Wahl des Speichermediums kommt für die gewonnenen Daten eine ganz erhebliche Bedeutung zu. Sie wird u.a. von Art und Umfang der zu speichernden Daten bestimmt, sowie von der Häufigkeit, mit der Recherchen durchzuführen sind.[55] Es sind neben den Umwelteinflüssen, die auf die Speichermedien wirken, auch mediumsspezifische technische Gegebenheiten für den Betrieb zu betrachten, die die Lebenserwartung beeinflussen können.
7.2.4 Lagerung
Durch lange Lagerung besteht die Gefahr, dass ein Speichermedium korrodiert und die Funktion beeinträchtigt wird.[56]
Es ist zu betrachten, wie anfällig das Speichermedium gegenüber langer Lagerung (ohne Nutzung) ist.
7.2.5 Speicherkapazität
In Rahmen der Betrachtung wird das Volumen der gespeicherten Daten in Byte (B) angegeben.
KB (Kilobyte) = 1024 B
MB (Megabyte) = 1024 KB
GB (Gigabyte) = 1024 MB
TB (Terabyte) = 1024 GB
PB (Petabyte) = 1024 TB
Um die Medien vergleichen zu können, werden die Kapazitäten ggfs. umgerechnet und angeglichen.
7.3 Betrachtung der Datenspeicherarten
In den beiden vorangestellten Abschnitten wurden erstens die Speichermedien in ihrer grundsätzlichen Funktionsweisen beschrieben und zweites Einflussfaktoren beschrieben, die Einfluss auf die Lebenserwartung von Speichermedien haben können. In diesem Abschnitt werden nun die Einflüsse auf die einzelnen Klassen von Speichermedien betrachtet. Ziel ist es, die Speichermedien anhand der Kriterien zu analysieren.
7.3.1 Bedruckte und handbeschriftete Datenträger
- Lagerung / Umwelt
- 20 bis 24 Grad Celsius
- 25 bis 55% relative Luftfeuchtigkeit
- nicht direkt auf dem Fußboden oder an Wänden lagern
- Gefahr einer erhöhten Feuchtigkeitsaufnahme
- Optimal: auf Paletten, in Regalen oder Schränken
- keine größeren Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen auftreten.
- keinem direkten Sonnenlicht aussetzen [57]
- Speicherkapazität
- gering, im Vergleich zu den anderen betrachteten Speichermedien ist die Speicherkapazität bedruckter und handbeschriebener Datenträger auf Grund der Papierformate und des Zeichensatzens gering
- durchschnittliche Lebenserwartung
7.3.2 Magnetische Datenträger
- Umwelteinflüsse
- eine Standardfestplatte arbeitet bei einer Temparatur von 0 bis 60 Grad Celsius einwandfrei, für eine maximale Lebenserwartung liegt die optimale Arbeitstemperatur jedoch bei 35 bis 50 Grad Celsius .[60]
- Einzelkomponenten heutiger Magnetbänder, beispielsweise die Metallpartikel sind sehr robust gegenüber äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit oder Temperaturen, und weder elektronische Flughafenkontrollen noch Beta- oder Röntgenbestrahlung können ihnen etwas anhaben.[61]
- Technischer Betrieb
- die Umdrehungsgeschwindigkeit wirkt sich nicht auf die Lebenserwartung aus
- Problematisch ist der "Stop-and-Go"-Betrieb: eine Festplatte zum Beispiel übersteht 50.000 so genannte Start-Stop-Zyklen (ein Zyklus entspricht dabei dem Starten und anschließenden Herunterfahren des PCs)[62]
- Lagerung
- Festplatten
- Festplatten sehr behutsam behandeln
- Vor der Arbeit entladen (elektrostatische Entladung)
- Festplatten keinen Erschütterungen aussetzen
- 95% Luftfeuchtigkeit nicht überschreiten (nicht kondensierend)
- Lagerung in antistatischer Verpackung [63]
- Magnetbänder
- senkrechter Stand, so dass die Spulachse horizontal gelagert ist
- bei niedrigen Temperaturen (15 bis 19°C) und niedriger Luftfeuchtigkeit (25 bis 35%)[64]
- Festplatten
- Speicherkapazität
- Festplatten: bis 2 TB (zur Zeit am Markt erhältlich)
- Magnetbänder: bis in den 100 TB-Bereich[65]
- durchschnittliche Lebenserwartung
7.3.3 Optische Datenträger
- Umwelteinflüsse
- Im Allgemeinen ist eine Lebensdauer für CD-/DVD-Rohlinge von fünf bis zehn Jahren bei optimaler Lagerung gegeben. Jedoch sind diese Medien sehr anfällig gegenüber Licht und physikalischen Kratzern. Netzwelt.de beschreibt die Erfahrung, die viele Benutzer schon gemacht haben: "Einmal in der Sonne liegen gelassen oder aus Versehen zerkratzt, schon ist die CD oder DVD nicht mehr lesbar oder wichtige Daten zerstört." [68] Um diesen Anfälligkeiten entgegenzuwirken, arbeiten die verschiedenen Hersteller an unterschiedlichen Strategien. Die TDK Corporation hat zum Beispiel ein Verfahren zur Härtung der Oberfläche entwickelt um die Medien resistenter gegenüber Kratzern zu machen.[69]
- Technischer Betrieb
- Zumindest theoretisch verkraften CD- und DVD-Rohlinge bis zu tausend Schreibvorgänge, was in Wirklichkeit aber nur selten erreicht wird. Denn allein das häufige Einlegen ins und Herausnehmen aus dem Laufwerk setzt den empfindlichen Medien oftmals derart zu, dass Daten weder gelesen geschweige denn geschrieben werden können. Leidet ein Rohling tatsächlich einmal an Altersschwäche, liegt es an Materialermüdung.[70]
- Lagerung
- Bei richtiger Einlagerung spielt es keine Rolle, ob eine CD oder DVD horizontal oder vertikal aufbewahrt wird.[71]
- durchschnittliche Lebenserwartung
7.3.4 Elektronische Datenträger
- Umwelteinflüsse
- unempfindlich gegenüber Erschütterungen und anderen Umwelteinflüssen[78]
- Technischer Betrieb
- Ein Chip besteht aus unzähligen, winzigen Speicherzellen mit einer physikalisch begrenzten Lebensdauer. Entscheidend ist die Anzahl der "Schreib-Lösch-Zyklen", sprich wie oft Daten in einem Block gespeichert oder gelöscht werden, das reine Auslesen spielt hingegen keine Rolle.[79] Rechnerisch kann ein Chip "Schreib-Lösch-Zyklen" mehrere hundert Jahre überstehen, jedoch verliert die Speicherzelle nach 10 Jahren ohne Auffrischung ihre Information.[80]
- Speicherkapazität
- bis 512 GB [81]
- durchschnittliche Lebensdauer
- 10 Jahre [82]
7.3.5 Zusammenfassung
In diesem Unterkapitel der Betrachtung der Datenspeicherarten werden die Erkenntnisse zusammengetragen und systematisch in einer Tabelle zur besseren Vergleichbarkeit dargestellt.
| durchschnittliche Lebenserwartung | Speicherkapazität | Faktoren mit starkem Einfluss | |
|---|---|---|---|
| bedruckte und handbeschriftete Datenträger | 20 bis mehrere 100 Jahre | gering | Feuchtigkeit |
| Magnetische Datenträger | Festplatten: 5 bis 10 Jahre Magnetband: bis 30 Jahre | Festplatten: bis 2 TB Magnetband: bis 100 TB | Dauerbetrieb,Wärme |
| Optische Datenträger | CD: 5-10 Jahre DVD: 30 Jahre Blu-ray Disc: 30 bis 50 Jahre | CD: bis 800 MB DVD: bis 4,7 GB Blu-ray Disc: bis 50 GB | Wärme, Licht, Kratzer |
| Elektronische Datenträger | 10 Jahre | bis 512 GB | --- |
8 Datensicherheitsaspekt
Fast jeder Mensch, der regelmäßig mit Computern arbeitet - ob privat oder dienstlich - wird es schon einmal erlebt haben. Daten, die man dringend benötigt, sind plötzlich verschwunden. Solche Datenverluste können verschiedene Ursachen haben: Neben dem unabsichtlichen Löschen einer Datei durch den Anwender selbst oder der logischen Zerstörung einer Dateistruktur z.B. durch einen Programmfehler (Bug[83]), sind es häufig Fehler auf Hardwareebene, die Dateien unter Umständen unwiderruflich zerstören können[84]. Der Verlust einer Datei kann, abhängig vom abstrakten Wert der dort gespeicherten Informationen, unter Umständen sehr teuer sein und eine Wiederherstellung - sofern möglich - kann sehr zeitintensiv werden.
8.1 Potentielle Datenverlustszenarien
Wie unter 8.0 bereits beschrieben, können Datenverluste vielerlei Ursachen haben:
- aktives Löschen durch den Anwender (unabsichtlich oder bewusst)
- logische Zerstörung der Datenstruktur (z.B. durch einen Programmfehler)
- Diebstahl der Hardware (z.B. Laptop) und somit Verlust der Daten
- Hardwaredefekt (z.B. Festplatte, CD oder USB-Stick)
Gerade im Privatbereich kann noch ein zusätzliches, für den Anwender sehr ärgerliches Szenario eintreten. In vielen Desktop-PCs für den Privatanwendermarkt ist lediglich eine physikalische Festplatte verbaut. Durch Fehler im Betriebssystem (z.B. durch unvorhergesehene Abstürze) kann es passieren, dass sich das Betriebssystem nicht mehr laden lässt. Obwohl ein Großteil der Daten wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt noch voll funktionsfähig ist, muss das Betriebssystem in vielen Fällen komplett neu installiert werden. Sofern der Anwender keine Möglichkeit hat die Daten anderweitig zu retten (z.B. durch Einhängen der Festplatte als "Secondary Disk" in einem anderen PC oder mit Hilfe einer Rettungs-CD), wird die komplette Festplatte bei der Neuinstallation formatiert, d.h. die Daten werden überschrieben (mit sehr viel Glück und bestimmten Spezialtools besteht evtl. die Möglichkeit seine Daten nach der Formatierung doch noch zu retten).
Man sieht also, das Risiko eines Datenverlustes ist nicht zu vernachlässigen. Gerade in Unternehmen wäre ein solches Ereignis katastrophal. Deshalb gibt es verschiedene Verfahren der Datensicherung (engl. "Backup"), die im nächsten Kapitel beschrieben werden.
8.2 Maßnahmen zur Datenerhaltung / Datensicherung
In diesem Kapitel werden gängige Begriffe und Vorgehensweisen zum Thema Datensicherung dargelegt und erläutert.
8.2.1 Backup
Der Begriff "Backup" bedeutet soviel wie "Datensicherung" oder "Sicherungskopie"[85], ist in der Sprache der IT aber so verbreitet, dass er auch im deutschen Sprachraum vorwiegend verwendet wird. Unter einem Backup versteht man im Grunde genommen die Sicherung eines Datenbestandes, indem er auf einen oder mehrere physikalisch unabhängige/n Datenträger kopiert wird. Da sich Datenbestände regelmäßig ändern, muss auch das Backup dieses Bestandes regelmäßig vorgenommen werden. In der Regel werden die Datenträger, auf denen sich die Backups befinden, in besonders geschützten Räumlichkeiten aufbewahrt. Für die Einrichtung und Kontrolle solcher Räumlichkeiten gibt es spezielle Empfehlungen (z.B. vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik[86]), auf die allerdings im Rahmen dieser Hausarbeit nicht näher eingegangen wird. Oftmals gibt es solche zentralen Archivierungsstellen[87] an mehreren, räumlich oder geographapisch voneinander getrennten Orten, um im Falle höherer Gewalt (z.B. Naturkatastrophen, Feuer, etc.) den Schutz der archivierten Daten zu gewährleisten. Aufgrund der im Rahmen dieser Hausarbeit festgestellten Langlebigkeit von magnetischen Bändern, werden Datensicherungen in der Regel auf genau solchen Bändern durchgeführt[88]. Das Wiederherstellen einer Sicherungskopie wird in der IT als Datenwiederherstellung oder "Restore" bezeichnet, für das meistens spezielle Programme benötigt werden. Die verschiedenen Techniken bzw. Arten von Backups werden im folgenden Abschnitt erläutert.
8.2.1.1 Vollständiges Backup
Das vollständige Backup oder auch "Fullbackup" sichert bei jeder Durchführung des Sicherungsprozesses den kompletten Datenbestand auf einen oder mehrere Datenträger[89]. Ein solches Vorgehen verlangt bei entsprechendem Datenvolumen sehr viele Speicherressourcen, da u.U. der Datenbestand in vielen verschiedenen Versionsständen vorliegen muss. Das Beschreiben des gesamten Datenbestandes z.B. auf magnetische Bänder kann sehr zeitintensiv sein. Je nachdem welches Zeitintervall im entsprechenden Sicherungskonzept des Unternehmens festgelegt wurde, kann das Fullbackup sogar unmöglich sein (falls die Dauer der Sicherung größer ist als das festgelegte Zeitintervall).
8.2.1.2 Inkrementelles Backup
.
Abb. 8: Skizzierung eines inkrementellen Backups[90] |
Teilweise werden zwischen zwei Sicherungen nur wenige Daten des kompletten Bestandes tatsächlich verändert. Ein Fullbackup würde also einen Großteil der Daten ständig sichern, obwohl sie sich im Vergleich zur vorherigen Sicherung nicht geändert haben. Diese offensichtliche Verschwendung von Speicherplatz erschließt sich auch dem IT-Laien.
Bei der inkrementellen Sicherung wird zunächst ebenfalls eine vollständige Sicherung des Datenbestandes vorgenommen. Diese Sicherung dient als "Basis" für alle kommenden Rücksicherungen (falls nötig). Der Unterschied zum Fullbackup wird beim inkrementellen Backup ab der zweiten Sicherung deutlich. Hier werden nur noch die Daten gesichert, die seit der letzten Sicherung verändert wurden. Technisch möglich ist dieses Vorgehen durch das Setzen eines so genannten Archivbits[91]. Wurde eine Datei verändert, wird dieses Bit auf 1 gesetzt. Die Sicherungssoftware ist so programmiert, dass sie nur Daten mit gesetztem Archivbit sichern soll. Nach der Sicherung wird dieses Archivbit bei den gesicherten Daten wieder auf 0 gesetzt. Wird die Datei anschließend erneut verändert, so wird das Bit wieder gesetzt und dieser neue Stand wird bei der nächsten Sicherung wieder mitgesichert. Dies hat den Vorteil, dass auf den Sicherungsspeichermedien verschiedene Versionsstände von Daten vorhanden sein können. Möchte ein Anwender zum Beispiel den Stand einer Datei von vor 3 Tagen zurückgesichert bekommen, so ist dies mit der inkrementellen Vorgehensweise möglich. Bei der kompletten Rücksicherung des Datenbestandes wird zunächst das Fullbackup zurückgespielt und anschließend die gewünschten Änderungen aus den inkrementellen Sicherungen. Nachteilig wäre ein solches Vorgehen dann, wenn zwischen jeder Sicherung so gut wie jede Datei geändert wurde. So gleicht die inkrementelle Sicherung nahezu einem Fullbackup. Der Vorteil, dass bei diesem Vorgehen bei der Rücksicherung neben dem Fullbackup "nur" die inkrementellen Änderungen mit zurückgesichert werden müssten, wäre in diesem Falle nahezu obsolet, da praktisch zwei komplette Fullbackups nacheinander zurückgespielt werden.
8.2.1.3 Differentielles Backup
Das differentielle Backup ist dem inkrementellen Backup zunächst sehr ähnlich. Auch hier wird ein Fullbackup als Ausgangsbasis benötigt und auch hier wird eine veränderte Datei mit dem Archivbit gekennzeichnet. Der Unterschied ist der, dass nach einer Sicherung das Archivbit nicht wieder zurückgesetzt wird[92]. Dies bedeutet, dass eine einmalig geänderte Datei bei jeder darauf folgenden Sicherung in der jeweils aktuellsten Version mitgesichert wird. Es wird also immer nur die Differenz zum entsprechenden Fullbackup gesichert, was im Gegensatz zum inkrementellen Backup Vorteile beim benötigten Speicherplatz ermöglicht, da neben dem Fullbackup immer nur ein Zwischenstand benötigt wird. Der große Nachteil ist allerdings, dass eben nicht auf solche Zwischenstände zurückgegriffen werden kann. Der Anwender kann also immer nur die aktuellste Differenz zur Basissicherung erhalten.
8.2.2 Redundante Datenhaltung / RAID-Systeme
Festplatten sind auch heutzutage noch das weit verbreitetste Speichermedium im Bereich Personal Computer. Wie im Verlauf dieser Arbeit bereits beschrieben, basieren Festplatten auf ihrer mechanischen Funktionsweise - und sind somit grundsätzlich schon einmal potentiell anfällig gegenüber technischen Ausfällen. Gerade im Privatbereich dient die Festplatte oftmals sogar als das einzige Speichermedium. Programme, Spiele, digitale Bilder oder eventuell Videos befinden sich zusammen auf einer physikalischen Festplatte - und wären im Falle eines Hardwaredefekts allesamt unwiderruflich verschwunden. Privatanwender, die sich dieser Tatsache bewußt sind, sichern ihre wichtigsten Daten auf anderen, meist transportablen Speichermedien, wie z.B. CDs, DVDs oder externen Festplatten. Oftmals wird eine solche Sicherung aber bedingt durch Bequemlichkeit oder Unwissenheit vernachlässigt.
Abb. 9: Skizzierung eines RAID1-Systems[93] |
Eben wegen dieser potentiellen Ausfallwahrscheinlichkeit einer Festplatte ist das Thema der Redundanz sehr naheliegend. Unternehmen besitzen häufig eigene Rechenzentren, in denen die Datenverwaltung gebündelt und mit Hilfe von Fileservern oder Clustersystemen realisiert wird. In solchen Systemen werden häufig so genannte RAID-Systeme[94] eingesetzt, die die Verwaltung redundanter Datenbestände ermöglichen[95]. Es gibt verschiedene Formen von RAID-Architekturen, wobei nicht alle für die Datenredundanz ausgelegt sind. Die Architekturen, die das Data-Stripping, also die Erhöhung der Transfergeschwindigkeiten zwischen zwei oder mehr Festplatten, unterstützen, werden an dieser Stelle nicht näher beleuchtet.
Disk-Mirroring heißt das Zauberwort, was z.B. bei RAID 1-Systemen ermöglicht wird. Hier werden in der Regel zwei Platten oder zwei Gruppen von Platten über einen Controller parallel mit den gleichen Daten beschrieben[96]. Der Vorteil liegt auf der Hand: Fällt einer beiden Platten aus, so befindet sich der Datenbestand trotzdem noch auf der anderen Platte. Einem Verlust der Daten wird also entgegengewirkt, die Mean Time between Failures wird in einem solchen Verbund erhöht[97]. Der große Nachteil ist in den relativ hohen Kosten zu finden, da die doppelte Anzahl physikalischer Datenträger benötigt wird.
Es gibt noch eine Reihe weiterer RAID-Architekturen, die unter anderem mit Hilfe so genannter Parity-Informationen Prüfsummen bilden und Daten auf logischer Basis wiederherstellen können. Auf diese anderen Architekturen soll im Rahmen dieser Hausarbeit allerdings nicht näher eingegangen werden. Dem Leser soll lediglich gezeigt werden, dass es solche Systeme gibt und dass sie im Rahmen der Datensicherung in der Praxis Verwendung finden.
8.2.3 Datensicherungskonzepte
Gerade Unternehmen, die mit sensiblen und wichtigen Kundendaten arbeiten, sollten für ihre Datensicherungen ein entsprechendes Konzept erarbeiten. In Anbetracht der in der Einleitung genannten gesetzlichen Vorschriften kann sich ein Unternehmen bzw. ein leitender IT-Administrator sogar strafbar machen, wenn Daten aus fahrlässigen Gründen verloren gehen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt in der Publikation M 6.32[98] Empfehlungen bezüglich solcher Sicherungskonzepte. Folgende Punkte sollten abhängig von Menge und Wichtigkeit der Daten sowie vom möglichen Schaden bei Verlust betrachtet werden:
- Zeitintervall der Sicherungen (Beispiele: täglich, wöchentlich, monatlich)
- Zeitpunkt der Sicherungen (Beispiele: nachts, freitags abends)
- Anzahl der aufzubewahrenden Generationen (fällt bei der differentiellen Sicherungsstrategie weg)
- Umfang der zu sichernden Daten
- Speichermedien (abhängig von der Datenmenge und den im Rahmen dieser Arbeit analysierten Haltbarkeitswerten, Beispiele: Bänder, Kassetten, CDs oder DVDs, Festplatten )
- Vorherige Löschung der Datenträger vor Wiederverwendung (z. B. bei Bändern oder Kassetten)
- Zuständigkeit für die Durchführung (Administrator, Benutzer)
- Zuständigkeit für die Überwachung der Sicherung, insbesondere bei automatischer Durchführung (Fehlermeldungen, verbleibender Platz auf den Speichermedien)
- Dokumentation der erstellten Sicherungen (Datum, Art der Durchführung der Sicherung, Beschriftung der Datenträger)
Das BSI empfiehlt neben regelmäßigen Komplettsicherungen die Durchführung inkrementeller Sicherungen, z.B. direkt nach dem Anlegen oder Ändern einer wichtigen Datei. Wichtig ist dabei, dass der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt wird.
Es muss regelmäßig getestet werden, ob die Datensicherung auch wie gewünscht funktioniert, vor allem, ob gesicherte Daten problemlos zurückgespielt werden können. Hier sollte im Konzept festgelegt werden, in welchen Zeitabständen solche Tests stattzufinden haben.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der, dass die Anwender über die Art und Weise der durchgeführten Datensicherung informiert werden. Der Anwender sollte beispielsweise wissen, für wie lange Sicherungen aufbewahrt werden.
Vertrauliche Daten sollten vor dem Sichern möglichst verschlüsselt werden - wobei sichergestellt sein muss, dass diese Daten ggfs. auch nach längerer Zeit noch entschlüsselt werden können.
Mit einem vernünftigen und bedachten Sicherungskonzept kann dem Unternehmen bei einem Datenverlustszenario eine Menge Ärger erspart bleiben.
8.3 Entsorgung alter Datenträger - Datenschutz
Nicht mehr benötigte oder veraltete Datenträger können nicht einfach entsorgt werden, ohne vorher die auf ihnen befindlichen Daten zu löschen. Gerade in letzter Zeit war das Thema Datenschutz häufig in den Medien präsent, z.B. als ein Vertreter des englischen Parlaments eine CD mit brisanten Daten im Zug vergaß. Egal ob bei einem Band oder einer Festplatte - das Löschen von Dateien per Softwarebefehl führt nicht automatisch dazu, dass die Informationen tatsächlich vom Medium entfernt werden[99]. In der Regel werden hierbei nur die Zeiger und Indizes auf die Datenblöcke gelöscht und der Speicherplatz wird für neue Daten wieder freigegeben. Die in den Datenblöcken stehenden Informationen bleiben aber zunächst erhalten. Bis diese Bereiche von neuen Daten überschrieben werden kann einige Zeit vergehen. Mit Hilfe bestimmter Tools können solche Daten unter Umständen wiederhergestellt werden.
Ein bewährtes Mittel zur Datenvernichtung ist z.B. das Magnetisieren von Datenträgern, wobei physikalisch die Speicherstruktur zerstört wird. Zur Sicherheit sollte der Datenträger anschließend dennoch physisch zerstört werden (z.B. durch Schreddern). Dies geschieht in der Regel durch externe, professionelle Dienstleister[100].
Eine Alternative zum Magnetisieren bietet das Einsetzen spezieller Tools, mit denen Daten relativ sicher gelöscht werden können. Solche Programme (z.B. Eraser) überschreiben einen Datenträger mit Hilfe spezieller Algorithmen mit zufälligem "Datensalat" - zum Teil mehrere Dutzend Mal. Anschließend sollten selbst die ausgefeiltesten Tools nicht mehr dazu in der Lage sein, die ursprüngliche Datenstruktur logisch wiederherstellen zu können.
9 Fazit
Eine erstaunliche Erkenntnis aus der Analyse ist die, dass - trotz der weit fortgeschrittenden technischen Entwicklung - in der IT verwendete Speichermedien jeglicher Art hinsichtlich der Lebenserwartung aktuell noch nicht mit dem "uralten" Medium Papier mithalten können. Die Übersicht unter 7.3.5. zeigt, dass die Lebenserwartung von Daten auf Papier (handgeschrieben oder bedruckt) bis zu mehreren hundert Jahren betragen kann - vorausgesetzt die dort abgebildeten Informationen können dann noch entschlüsselt werden (Sprache, Schriftzeichen). In diesem Zusammenhang können solche Datenträger durchaus mit elektronischen, magnetischen und optischen Datenträgern verglichen werden. Auch hier muss sichergestellt sein, dass die Daten auch nach langer Zeit noch gelesen werden können. Es würde nichts bringen, wenn z.B. eine neue Art von Magnetbändern theoretisch 1000 Jahre hielte, es zu diesem Zeitpunkt in der Zukunft allerdings keine Lesegeräte mehr gäbe, die diese Bänder auch technisch lesen können. Gerade in der heutigen, technisch sehr schnelllebigen Zeit, gibt es verschiedenste Arten von Speichermedien. Diese werden aber zum Teil nach nur wenigen Jahren schon wieder von neueren Techniken abgelöst und die Produktion technischer Lese- oder Schreibgeräte wird eingestellt. Man kann dies heutzutage sehr gut z.B. anhand von Audiokassetten beobachten. Sehr viele Menschen besitzen noch haufenweise alte Audiokassetten aus den 80er Jahren. Allerdings werden kaum noch entsprechende Abspielgeräte produziert. Obwohl solche Kassetten technisch evtl. noch vollkommen funktionsfähig sind, kann auf die auf ihnen gespeicherten Daten bzw. die Musik nur schwer zugegriffen werden. Diese Faktoren müssen also auch gründlich betrachtet werden, wenn z.B. ein Unternehmen entscheiden muss, welche Datenträger für das firmeneigene Archivierungskonzept eingesetzt werden sollen.
Die Analyse hat außerdem bestätigt, was in vielen Unternehmen auch in der Praxis getan wird: Für die kurzfristige Datensicherung in Rechenzentren, sowie für die Langzeitarchivierung werden häufig magnetische Datenträger, insbesondere Bänder, eingesetzt. Neben der langen Haltbarkeit dieser Datenträger fällt aber auch die große Speicherkapazität ins Gewicht, da viele Unternehmen dafür sorgen müssen, dass enorme Datenmengen gesichert werden. Hier hängen die optischen und elektronischen Datenträger noch weit hinterher. Allerdings muss hier auch bedacht werden, dass z.B. BlueRay-Discs noch sehr neu sind und ihr Stellenwert im Bereich der Langzeitarchivierung noch nicht klar erkenntlich ist.
Gerade die elektronischen Datenträger (z.B. USB-Sticks) haben durch ihre sehr schnelle Zugriffszeit allerdings gewaltige Vorteile im Bereich der kurzfristigen Datenspeicherung. Zudem ist hier von Vorteil, dass sie mehrfach beschreibbar sind und dafür in der Regel keine spezielle Software notwendig ist (anstatt z.B. eine Brennsoftware für CD-R oder DVD-R). Auch hier sorgen technische Weiterentwicklungen dafür, dass die maximale Speicherkapazität regelmäßig steigt. Waren vor ca. 2 Jahren noch 256MB-USB-Sticks die Regel, so sind es heute bereits mehrere GigaByte.
Auch die optischen Speichermedien befinden sich nach wie vor in regelmäßiger Überarbeitung. Man erinnere sich an den Machtkampf zwischen HD-DVD und BlueRay-Disc vor nicht allzu langer Zeit[101]. Es bleibt spannend, wie sich diese Art der Speichermedien in der Zukunft noch entwickeln wird.
Die Ausarbeitungen haben aber auch deutlich gezeigt, dass die Haltbarkeit von Datenspeichermedien neben ihren grundlegenden Eigenschaften auch maßgeblich von den Aufbewahrungs- und Lagerfaktoren abhängig ist. Man kann nicht davon ausgehen, dass die ermittelten durchschnittlichen Lebenserwartungen erfüllt werden, wenn die Medien in gänzlich ungeeigneten Umgebungen aufbewahrt werden. Gerade sehr hohe und sehr niedrige Temperaturen, sowie Feuchtigkeit, setzen allen Speichermedien mehr oder weniger stark zu.
Wegen der bereits genannten Schnelllebigkeit der technischen Welt ist es schwierig, verlässliche Aussagen über die Lebenserwartung von Speichermedien zu erhalten - gerade weil viele Arten noch zu neu sind, um diesbezüglich Praxiserkenntnisse mit in die Untersuchungen einfließen lassen zu können. Deshalb ist es umso spannender, die technischen Fortschritte weiterhin zu beobachten.
10 Fußnoten
- ↑ Vgl. Anduleit (2008), Seite 1
- ↑ Vgl. Anduleit (2008)
- ↑ Vgl. Anduleit (2008)
- ↑ Vgl. VOI (2009)
- ↑ Vgl. Wissen.info (2009), Daten
- ↑ Vgl. Willke (2001), passim
- ↑ Hansen/Neumann (2005), Seite 6f
- ↑ Hansen/Neumann 2 (2005), S. 98
- ↑ Hansen/Neumann (2005), Seite 7
- ↑ Vgl. Wissen.info (2009), Analog
- ↑ Quelle: http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Analog-analog.html
- ↑ Vgl. Wissen.info (2009), Digital
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann (2005), Seite 7
- ↑ Quelle: http://openbook.galileocomputing.de/it_handbuch/fachinformatiker_01_einfuehrung_003.htm
- ↑ Quelle: http://openbook.galileocomputing.de/it_handbuch/fachinformatiker_01_einfuehrung_003.htm
- ↑ Vgl. Wissen.info (2009), Information
- ↑ Vgl. Willke (2001), passim
- ↑ Quelle: http://www.itwissen.info/bilder/umwandlung-einer-information-in-digitale-daten.png
- ↑ Vgl. Zinnen (2006), S. 11
- ↑ Vgl. Wiater, Werner (2007), S. 15f
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 99
- ↑ Vgl. Kehr e. t. (1976), S. 71
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 101
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 101
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 103
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 103f
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 109f
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 110f
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 113f
- ↑ Quelle: http://p3.focus.de/img/gen/A/Y/HBAYnkRJ_48034c682260_Pxgen_r_380xA.jpg
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 118ff
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 123
- ↑ Vgl. Wissen.info (2009), Magnetplattenspeicher
- ↑ Vgl. Hansen/Neumann 2 (2005), S. 141
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- ↑ Vgl. Hansen/Neumann (2005), S.165
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- ↑ Vgl. Mühlenbrock (2003), Seite 113
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- ↑ Vgl. Sienkiewicz (1994), Seite 220
- ↑ Vgl. Sienkiewicz (1994), Seite 221
- ↑ Quelle:http://www.msi.com/uploads/Image/techexpress/mainboard/raid/images/raid1.jpg
- ↑ Redundant Array of Independent Disks
- ↑ Vgl. Sienkiewicz (1994), Seite 154
- ↑ Vgl. Sienkiewicz (1994), Seite 155
- ↑ Vgl. Sienkiewicz (1994), Seite 157
- ↑ http://www.bsi.de/gshb/deutsch/m/m06032.htm
- ↑ Vgl. Mühlenbrock (2003), Seite 115
- ↑ Vgl. Mühlenbrock (2003), Seite 115
- ↑ Vgl. T-Online (2008)
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