Leistungsvergleich Tabellenkalkulation MS-Office, Google Docs und Open Office
Aus Winfwiki
| Name des Autors: | Claudia Scheinpflug |
| Titel der Arbeit: | Leistungsvergleich Tabellenkalkulation MS-Office, Google Docs und Open Office |
| Hochschule und Studienort: | FOM Hamburg |
Inhaltsverzeichnis |
1 Einleitung
In der betriebswirtschaftlichen Praxis stehen laufend vielfältige Entscheidungen an, die getroffen werden müssen. Beispiele dafür können Standortentscheidungen, Auswahl von Lieferanten oder Kaufentscheidungen für Hard- oder Software sein. In jedem Fall sind damit finanzielle Aspekte verbunden, die bei Fehlentscheidungen i.d.R. große Konsequenzen nach sich ziehen. Entscheidungsträger sind somit auf Entscheidungshilfen angewiesen.
In Rahmen dieser Arbeit soll nun eine entsprechende Entscheidungshilfe zur Auswahl eines Tabellenkalkulationsprogramms erarbeitet werden. Zur Disposition stehen Excel 2007 von Microsoft, Open Office Calc und Google Tabellen.[1] Während Calc und Tabellen kostenlos eingesetzt werden können[2], sind für Excel recht hohe Lizenzgebühren zu entrichten. Die Einführung und der Einsatz eines solchen Programms binden darüber hinaus aber auch Personalkapazitäten und die Mitarbeiter müssen geschult werden. Es wird angenommen, dass der Einsatz im Unternehmen erfolgt und damit den betrieblichen Anforderungen genügen muss.[3] Für den Entscheider ist es somit wichtig, nicht nur die monetären Beurteilungskriterien in diese Entscheidung einzubeziehen, sondern auch die qualitativen Kriterien zu beleuchten. Dabei handelt es sich um eine komplexe Aufgabenstellung. Ein Konzept, diese zu lösen, ist die Nutzwertanalyse. Mit dieser Vorgehensweise können vielfältige qualitative Kriterien berücksichtigt und strukturiert bewertet werden.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen nun zuerst die Problematiken und Lösungsansätze bei der Entscheidungsfindung dargestellt werden. Anschließend werden die allgemeine Vorgehensweise der Nutzwertanalyse vorgestellt, sowie Vor- und Nachteile erörtert. Danach soll dann die Nutzwertanalyse auf das konkrete Beispiel der Tabellenkalkulationsprogramme angewendet werden. Zuerst werden in diesem Zusammenhang die drei Alternativen beschrieben. Danach wird ein Kriterienkatalog erarbeitet, der die zu bewertenden Aspekte abdecken soll. Diese Kriterien sind anschließend mit Prioritäten zu versehen, um die Wichtigkeit klar herauszustellen. Die Bewertung der drei Alternativen wird im Anschluss durchgeführt. Damit sind dann alle Daten vorhanden, um daraus die Nutzwerte der einzelnen Programme zu ermitteln. Zu diesem Zeitpunkt steht nun eine Entscheidungsgrundlage zur Verfügung. Abschließend sollen die Ergebnisse noch einmal im Überblick zusammengefasst und diskutiert werden.
2 Entscheidungsfindung
Unternehmen stehen immer wieder vor der Herausforderung, für ein Problem die bestmögliche Lösung zu finden. Mögliche Szenarien können die Auswahl einer Investitionsalternative, Lieferanten-, Dienstleister- oder auch Standortauswahl sein. Im aktuellen Fall soll ein Tabellenkalkulationsprogramm aus drei Alternativen ausgewählt werden. Dazu werden die Werte dieser Alternativen ermittelt und gegenübergestellt. Auf dieser Basis können Vergleiche angestellt werden, die wiederum eine Entscheidung herbeiführen oder zumindest vorbereiten.[4]
2.1 Problematik
Als Basis für eine Bewertung werden qualitative und quantitative Kriterien herangezogen. Die quantitativen Faktoren sind monetärer Natur und damit messbar. Diese zu analysieren stellt als relativ einfach heraus. Es gibt verschiedene Methoden, die angewendet werden können. Häufig ist dies in diesem Zusammenhang die Kapitalwertmethode. Bei der Bewertung von qualitativen Aspekten stellt sich dies schon als deutlich schwieriger heraus, da es keine messbaren Größen gibt, die eindeutige Aussagen zulassen. Vielmehr bildet hier eine oft subjektive Betrachtung die Basis.[5]
2.2 Lösungsansätze
Um dieser Problematik zu begegnen, können die qualitativen Kriterien im Rahmen einer Nutzwertanalyse betrachtet werden. Die einzelnen Eigenschaften einer Alternative bestimmen ihren Nutzwert. Durch eine systematische Herangehensweise und die wohldurchdachte Auswahl der Kriterien, die diese Eigenschaften widerspiegeln, kann die Nutzwertanalyse eine sinnvolle Methode darstellen, um eine Entscheidungsbasis zu erarbeiten. Es werden dabei die Präferenzen des Entscheidungsträgers in den Vordergrund gestellt. Komplexe Alternativen können strukturiert bewertet und damit eine objektive Vorgehensweise gesichert werden.[6] Mit Hilfe der Nutzwertanalyse wird also eher die Effektivität[7], d.h. der Gesamtbeitrag einer Alternative zu gegebenen Zielen, ermittelt. Der Gesamtbeitrag oder auch Gesamtnutzen ergibt sich aus der Summe von Einzelbeiträgen.
3 Bewertungsmethodik
Im Folgenden soll die klassische Vorgehensweise der Nutzwertanalyse beschrieben werden. In diesem Rahmen werden hierbei auch Vor- und Nachteile dieser Methode dokumentiert. Daraus resultierend ergeben sich Gefahren, die der Einsatz der Nutzwertanalyse birgt. Diese sollen hier aufgezeigt werden, um bei der Betrachtung bewusst damit umzugehen. Die Nutzwertanalyse erfordert eine systematische, recht formalisierte Vorgehensweise, die möglichst exakt eingehalten werden sollte. Ziel ist es, den Forderungen nach Objektivität, Stichhaltigkeit und Ausgewogenheit nachzukommen und somit gute Ergebnisse zu erzielen. Das Verfahren sollte möglichst im Team durchgeführt werden, um verschiedene Meinungen einfließen zu lassen. Allerdings ist dies nicht unbedingte Voraussetzung.[8]
3.1 Vorgehensweise
Die Nutzwertanalyse selbst wird nun klassisch nach folgenden Schritten abgearbeitet.[9]
Nachdem die Definition des Problems feststeht, werden als erstes die möglichen Alternativen ermittelt und vorgestellt.
Als nächstes werden Kriterien erarbeitet, die für die Bewertung der Alternativen herangezogen werden sollen. Basis dafür sind die fachlichen Anforderungen. Die Kriterien sind mit großer Sorgfalt auszuwählen, da sie maßgeblichen Einfluss auf den Auswahlprozess haben. Wie bereits erwähnt, sollen qualitative Kriterien einfließen, da diese Gegenstand der Nutzwertanalyse sind. Außerdem sollten sogenannte K.O.-Kriterien möglichst schon im Vorwege gefunden werden. Diese bilden Eigenschaften einer Alternative ab, die diese ausschließen. Selbst ein höherer Nutzwert am Ende würde einen Ausschluss bedeuten. Wenn möglich, werden Alternativen, die offensichtlich K.O.-Kriterien erfüllen, nicht in die Betrachtung einbezogen.
Der zu erstellende Kriterienkatalog sollte als erstes in Oberkriterien gegliedert werden, um die Komplexität zu reduzieren. Danach werden weitere Unterkriterien gebildet, die weiter verfeinern und die möglichst überschneidungsfrei sein sollten.[10] Das Ergebnis ist ein Kriterienkatalog, der hierarchisch aufgebaut ist und somit verschiedene Ebenen an Unterkriterien enthält.
Da nicht jedes Kriterium gleich wichtig ist, sind im nächsten Schritt Gewichtungen vorzunehmen. Diese spiegeln die Bedeutung der einzelnen Kriterien im Vergleich wider. Um die Vollständigkeit und Korrektheit sicherzustellen, müssen die Gewichtungen der Kriterien jeder Ebene in Summe einhundert Prozent betragen.
Nachdem der Kriterienkatalog erstellt und mit Gewichtungsfaktoren versehen wurde, geht es daran, die einzelnen Kriterien für die verschiedenen Alternativen zu bewerten. D.h. es soll der Erfüllungsgrad auf einer Nutzenskala ermittelt werden. Dafür bieten sich die Nominal-, Ordinal- oder Kardinalskala an. Bei der Nominalskala wird bewertet, ob etwas vorhanden ist oder nicht. Die Ordinalskala sagt aus, ob etwas gut, befriedigend oder unbefriedigend ist, während die Kardinalskala Bewertung innerhalb eines Punktebereichs, bspw. zwischen eins und zehn, vorsieht. Entscheidend ist, dass für die Kriterienbewertung eine Skala ausgewählt und beibehalten wird, um konsistente Ergebnisse zu erzielen.
Nachdem die Bewertung erfolgt ist, können nun die Teilnutzenwerte ermittelt werden. Hierzu werden Gewichtungsfaktor und Erfüllungsfaktor je Kriterium multipliziert. Der Gesamtnutzwert der Alternative wird dann durch Addition der Teilnutzwerte ermittelt. Als die vorteilhafteste und erstrebenswerteste wird die Alternative gewählt, die den größten Nutzwert erhalten hat.
3.2 Vorteile
Die Nutzwertanalyse ist eine Methode, die relativ einfach zu handhaben und zu kommunizieren ist. Sie zwingt die Durchführenden zu einer systematischen und strukturierten Vorgehensweise, mit der an das gestellte Problem herangegangen wird. Jede Alternative wird anhand des gleichen Kriterienkatalogs in einer einheitlichen Weise beurteilt. Die Kriterien sind dadurch direkt vergleichbar und damit auch einschätzbar. Ein sehr großer Vorteil ist die Flexibilität und damit universelle Einsetzbarkeit dieser Methode.[12] Es kann so ziemlich alles damit verglichen werden, von der Lieferantenbeurteilung über Investitionen, Bewerber oder Softwareauswahl. Damit ist sie ein wertvolles Hilfsmittel für die Entscheidungsfindung.
3.3 Nachteile
Grundsätzlich ist die Nutzwertanalyse auf das Beurteilungsvermögen des Durchführenden angewiesen, das stark von seiner Erfahrung, Qualifikation und Urteilsvermögen abhängt. Da der Nutzwert aufgrund von Gewichtungen und Punktzuordnungen zustande kommt, enthält das Verfahren ein hohes Maß an Subjektivität. Es besteht außerdem die Gefahr einer sehr schematischen und auf die definierten Kriterien beschränkte Bewertung. Da es keine allgemeingültige Kriterienkataloge gibt, können diese selbst erarbeiteten unvollständig sein. Infolgedessen ist auch immer die Stichhaltigkeit der Nutzwertanalyse beschränkt und mit Unsicherheit behaftet. Hinzu kommt, dass die Ergebnisse stark abhängig sind von der jeweilig eingesetzten Bewertungsmethode. Bei Auswahl einer anderen Bewertungsmethode kann ein abweichendes Ergebnis herauskommen. Der Einsatz dieser Vorgehensweise ist oft sehr zeit- und arbeitsintensiv und sollte deshalb nur bei Problemstellungen mit hoher Tragweite angewendet werden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Nutzwertanalyse ein hilfreiches Mittel darstellt, Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. Allerdings kann und soll sie nicht die mathematisch exakten Verfahren der Investitionsrechnung ersetzen. Sie ist aber gerade durch die Berücksichtigung der ausschließlich nicht monetär quantifizierbaren Aspekte ein breit einsetzbares Hilfsmittel bei der Entscheidungsfindung.
4 Nutzwertmodell
Im Folgenden sollen nun die Tabellenkalkulationsprogramme Excel von Microsoft, Tabellen der Firma Google und das Open Source Programm Calc gegenübergestellt und einer Nutzwertanalyse unterzogen werden. Ziel ist es, eine Bewertung und damit Handlungsempfehlung für die Auswahl einer der drei genannten Alternativen zu geben. Es wird davon ausgegangen, dass das ausgewählte Programm in einem Unternehmen eingesetzt werden soll, welches aktuell Windows Vista als Betriebssystem einsetzt.
4.1 Beschreibung der Alternativen
Bei den drei Softwareprogrammen, die im Folgenden vorgestellt werden sollen, handelt es sich um Tabellenkalkulationsprogramme. Ein Tabellenkalkulationsprogramm ist eine Software, mit der Daten in Tabellenform verwaltet und verarbeitet werden können. Solche Programme bieten u.a. die Möglichkeit, umfangreiche Berechnungen, wie z.B. "Was-wäre-wenn"-Analysen, Szenarienerstellung, Zielwertsuche und viele andere Analysen durchzuführen. Die Änderungen einzelner Parmameter sind sofort ablesbar. Tabellenkalkulationsprogramme sind durch meist umfangreiche mathematische Funktionen, aber auch Filter- und Sortierfunktionen sehr vielfältig und flexibel einsetzbar. Die Ergebnisse können auf verschiedene Arten grafisch aufbereitet werden, wie bspw. in Diagrammform. Im Büroalltag werden diese Programme sehr häufig eingesetzt.
Das Programm Excel von Microsoft gehört zur Microsoft Office Suite, einem weit verbreiteten Bürosoftware-Paket. Die aktuelle Version ist Microsoft Excel 2007 für Windows.[13] Eine Excel-Datei besteht aus Tabellenblättern, die wiederum in Zeilen und Spalten aufgeteilt sind. Die maximale Anzahl der Arbeitsblätter in einer Excel-Datei, auch Arbeitsmappe genannt, wird nur durch die Größe des verfügbaren Arbeitsspeichers beschränkt. Der Standardwert liegt bei 3 Arbeitsblättern. Ein Tabellenblatt kann in dieser Version mehr als eine Million Zeilen und rund sechzehntausend Spalten beinhalten.[14]
Durch Angabe der Zeilen- und Spaltenbezeichung und ggf. der Tabellenblattbezeichnung, kann jede Zelle genau adressiert werden, daraus entstehen sog. Zellbezüge. Diese wiederum können absolut, relativ oder eine Mischung aus beiden darstellen, was beim Kopieren von Zellinhalten eine große Rolle spielt.
In Excel stehen sehr viele Funktionen und Funktionalitäten zur Verfügung, die noch durch VBA-Programmierungen erweitert werden können. Microsoft Excel ist ein proprietäres Produkt, d.h. es ist kostenpflichtig.
Google Tabellen gehört zum Paket Google Text & Tabellen der Firma Google Inc., das Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen ermöglicht. Das Ganze ist webbasiert, d.h. es wird nicht auf dem lokalen Rechner installiert, sondern steht online und damit überall zur Verfügung. Dokumente können dadurch von Anwendern gleichzeitig in Echtzeit erstellt und bearbeitet werden und die Anwender können sich währenddessen über die mitgelieferte Chatfunktion austauschen. Der grundsätzliche Aufbau von Google Tabellen ist dem von Excel sehr ähnlich. Auch hier enthält eine Datei Zeilen und Spalten. Die Zellbezüge gelten hier adäquat zu Excel. Beim Öffnen einer neuen Datei wird standardmäßig ein Tabellenblatt angezeigt. Beschränkungen gibt es bei der Anzahl der Spalten, Zellen und Tabellenblätter. Ein Tabellenblatt kann maximal 256 Spalten enthalten. Bei den Zeilen gibt es keine Beschränkung, allerdings können maximal 200.000 Zellen oder 100 Tabellenblätter angelegt werden. Für die Anzahl der Zellen gibt es keine Beschränkung. Allerdings können maximal elf Tabellen gleichzeitig geöffnet sein, außerdem können nur Tabellen mit einer Maximalgröße von ca. 1 MB in den gängisten Formaten importiert werden[15]
Google Tabellen enthält viele Grundfunktionen, die auch Excel anbietet. So werden zahlreiche mathematische Funktionen sowie Sortierfunktionen angeboten. Außerdem kann man auch hier Diagramme erstellen. Zur Nutzung von Google Tabellen wird ein Browser und eine Internetverbindung sowie ein Google-Account benötigt. Die Nutzung dieser Applikation ist in der Basisversion kostenlos.
Als dritte Alternative soll das Tabellenkalkulationsprogramm Calc, das Bestandteil von OpenOffice.org 3.0 ist, betrachtet werden. OpenOffice.org 3.0 ist ebenso eine Bürosoftware-Suite, d.h. es können damit Texte, Tabellenkalkulationen, Präsentation, aber auch Zeichnungen erstellt werden. Darüberhinaus bietet es ein Datenbankprogramm und einen Formeleditor an.
Eine in Calc erstellte Datei erscheint in der gewohnten Tabellenoptik mit Zeilen und Spalten. Dabei enthält eine Tabelle maximal 1.024 Spalten und 65.536 Zeilen. Calc verfügt über eine große Anzahl diverser mathematischer Funktionen und Assistenten. In der aktuellen Version 3.0 wurden viele, bisher noch fehlende Funktionalitäten, über die Excel bereits länger verfügt, eingebaut, wie bspw. den Solver, der eine Zielwertsuche mit mehreren Unbekannten durchführen kann. Auch Layoutfunktionalitäten, wie z.B. Autoformat oder die Darstellung von Diagrammen ist mit Calc möglich. Da es sich um ein Open Source Programm handelt, unterliegt dieses der "GNU General Public Licence" und ist damit kostenlos einsetzbar.
4.2 Definition von Bewertungskriterien
Nachdem nun die drei zu vergleichenden Alternativen vorgestellt wurden, soll im nächsten Schritt ein Kriterienkatalog erstellt werden. Diese sollen die entscheidungsrelevanten Größen beinhalten. Das Bestimmen dieser Kriterien ist ein kreativer Prozess, für den es keine allgemeingültige Methode gibt. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, die Kriterien so zu wählen, dass diese messbar und unabhängig voneinander sind. Das bedeutet, dass für die Erfüllung eines Kriterium nicht die Erfüllung eines anderen vorausgesetzt wird. Der Kriterienkatalog ist hierachisch aufzubauen und für jedes Kriterium ist eine Definition zu erstellen, die für die spätere Bewertung als Grundlage dient.
Auf der ersten Hierarchieebene wurden zum Vergleich der Tabellenkalkulationsprogramme drei Oberkriterien gebildet, dies sind die technischen, die allgemeinen und die anwendungsspezifischen Kriterien. Der Block mit den technischen Kriterien bildet die Grundvoraussetzungen ab, die für die IT-Abteilung eines Unternehmens von Interesse sind. Der Block mit den allgemeinen Kriterien beinhaltet solche, die in erster Linie auf den Komfort im Umgang mit dem Programm durch den Anwender abzielen. Die anwendungsspezifischen Punkte sollen Beurteilungen der Leistungsfähigkeit in Bezug auf den Umfang an Funktionalitäten, aber auch Eingabe- und Ausgabemöglichkeiten sowie die Möglichkeit der Zusammenarbeit zulassen.
Die o.g. Hauptkriterien enthalten jeweils Unterkriterien, die wiederum teilweise Unterkriterien enthalten, um eine entsprechende Verfeinerung und damit eine Bewertungsgrundlage zu erhalten. Die folgende Tabelle stellt den Kriterienkatalog vor, der entsprechend hierarchisch aufgebaut wurde. Weiterhin wird die Definition der Einzelkriterien vorgenommen, die wichtig für die spätere Bewertung ist.
| Kriterien | Definition |
|---|---|
| 1. Technische Kriterien | |
| 1.1. Systemanforderungen | Läuft das Programm auf den aktuellen Rechnern, die spezifiziert sind durch Intel® Core™2 Duo Prozessoren mit 1,8GHz, 160 GB Festplatte und 3 Gigabyte RAM, Betriebssystem Windows Vista. |
| 1.2. Installationsaufwand | Ist der Zeitaufwand und der fachliche Anspruch für die Installation im eher gering? |
| 1.3. Wartungsaufwand | Werden automatische Updates angeboten und ist sonstige Pflege des Programms notwendig? |
| 1.4. Verfügbarkeit | Steht die Applikation jederzeit zur Verfügung? |
| 1.5. Interoperabilität | Werden wichtige Dateiformate unterstützt? |
| 1.6. Sicherheit | Wie sicher ist das Programm und die Daten? |
| 1.7. weitere Nutzungsvoraussetzungen | Müssen zusätzliche technische Anforderungen erfüllt sein, um das Programm nutzen zu können? |
| 2. Allgemeine Kriterien | |
| 2.1. Benutzerfreundlichkeit | |
| 2.1.1. Benutzerführung | Ist das Programm intuitiv bedienbar und übersichtlich aufgebaut? |
| 2.1.2. Sprachunterstützung | Werden die gängisten Sprachen, wie deutsch, englisch, französisch unterstützt? |
| 2.1.3. Zugänglichkeit | Gibt es für Menschen mit Behinderung die entspr. Eingabehilfen (spezielle Eingabegeräte, Spracherkennung, optische Hilfen)? |
| 2.1.4. Desktopintegration | Kann die Oberfläche der Applikation angepasst werden an Bedürfnisse der Nutzer (bspw. Ein- und Ausblenden von Menüleisten)? |
| 2.2. Dokumentation | |
| 2.2.1. Integrierte Hilfefunktion | Sind Hilfe-Funktionen in ausreichendem Umfang und mit guter Verständlichkeit lokal im Rahmen des Programms integriert? |
| 2.2.2. Handbücher | Ist ein umfangreiches, übersichtliches, verständliches Handbuch vorhanden? |
| 2.2.3. Online-Hilfe | Gibt es Online-Hilfe? |
| 3. Anwendungsspezifische Kriterien | |
| 3.1. Funktionalität | |
| 3.1.1. Formelumfang | Sind die angebotenen Formeln entsprechend umfangreich vorhanden, um wichtige statistische, finanzmathematische u.a. Berechnungen durchführen zu können? |
| 3.1.2. Filterfunktionen | Sind Auto- und Spezialfilter vorhanden? |
| 3.1.3. Analysefunktionen | Sind alle wichtigen Analysefunktionen integriert (wie Pivottabellen, Zielwertsuche, Szenarien, Solver, Teilsummen)? |
| 3.1.4. Diagramme | Gibt es die Möglichkeit, Diagramme zu erstellen und gibt es eine Auswahl an verschiedenen Diagrammarten, werden diese darüberhinaus automatisch bei Änderungen angepasst? |
| 3.1.5. Funktions-Erweiterungsmöglichkeit | Können durch Aufzeichnen von Makros oder durch VBA-Programmierung die Funktionalitäten erweitert werden? |
| 3.2. Leistung | |
| 3.2.1. Startzeit | Ist die Zeit zum Öffnen der Applikation bzw. eines Dokuments als akzeptabel einzuschätzen? |
| 3.2.2. Rechengeschwindigkeit | Geht das Berechnen auch größerer Dateien zügig? |
| 3.2.3. Stabilität | Ist das Programm stabil, d.h. kommen Abstürze eher selten vor? |
| 3.2.4. Dokumentwiederherstellung | Gibt es eine Funktion, die nach unerwartetem Schließen des Programms, wenn die Datei also nicht korrekt gespeichert werden konnte, soviel wie möglich wiederherstellt? |
| 3.2.5. Limits | Sind die Begrenzungen hinsichtlich Datenmengen (Anzahl Zeilen, Spalten, Blätter)und Einschränkungen bei Anzahl von Verkettungen in Formeln oder bei bspw. bedingten Formatierungen so, dass man uneingeschränkt mit dem Programm arbeiten kann? |
| 3.3. Eingabe | |
| 3.3.1. Formalüberwachung/Fehlerüberprüfung | Gibt es eine gut nutzbare Formelüberwachung und Fehlerüberprüfungsfunktion? |
| 3.3.2. Import externer Daten | Werden die gängigen Grafikformate unterstützt? |
| 3.4. Ausgabe | |
| 3.4.1. Layout- und Formatierungsmöglichkeiten | Gibt es umfangreiche Möglichkeiten zum Formatieren und zur Erstellung von Layouts, wie Zahlenformate, Schriftarten, Muster, Farben, Rahmen, bedingte Formatierung, Autoformat, Formatvorlagen u.a.? |
| 3.4.2. PDF-Export | Ist dieser direkte aus dem Programm heraus möglich? |
| 3.5. Gemeinsames Arbeiten | |
| 3.5.1. Schutzfunktionen | Sind Schutzfunktionen, wie Kennwortschutz, Schreibschutz, Blattschutz, Arbeitsbereich-Schutz vorhanden? |
| 3.5.2. Chatfunktionen | Ist der Austausch in Echtzeit mit anderen Benutzern möglich? |
| 3.5.3. Änderungsverfolgung | Gibt es eine Änderungsverfolgung in Dokumenten? |
Tabelle 1: Kriterienkatalog mit Definitonen
4.3 Gewichtung der Bewertungskriterien
Die Vergabe der Gewichtungen ist nun Ebene für Ebene vorzunehmen. Die Knotenpunkte, oder auch Oberkriterien, der obersten Ebene werden nun als erstes bewertet. Es soll das Verfahren der direkten Gewichtung angewendet werden, d.h. die Kriterien werden jeweils in eine Rangfolge gebracht.[16] Das wichtigste Kriterium dieser Ebene bekommt den höchsten Wert, das am wenigsten wichtige den niedrigsten Wert. Die Vergabe der Maximal- und Minimalwerte ist damit abhängig von der Anzahl der Kriterien der jeweiligen Ebene. Konkret bedeutet dies hier, dass für die Kriterien der Ebene 1, d.h. für die technischen, die allgemeinen und die anwendungsspezifischen jeweils Punkte von eins bis drei zu vergeben sind, wobei drei das Kriterium mit der höchsten Bedeutung ist und eins das mit der niedrigsten. Da die anwendungsspezifischen Aspekte, die die Funktionalitäten und Leistungen des jeweiligen Programms widerspiegeln, als die wichtigsten eingeschätzt werden, bekommen diese hier drei Punkte. Die allgemeinen Kriterien erhalten zwei Punkte, da Benutzerfreundlichkeit und Hilfefunktionen aus Sicht des Nutzers als grundlegend und wichtig erachtet werden. Die technischen Aspekte werden hier im Vergleich als am wenigsten wichtig angesehen, da die Voraussetzungen zwar gegeben sein müssen, diese aber nur in der Startphase von größerer, später doch von untergeordneter Rolle sein sollten. Es wird ein Punkt von möglichen sechs vergeben. In der folgenden Tabelle ist dies nocheinmal dargestellt, außerdem ist dort die Transformation der Werte in Prozentwerte zu sehen.
Auf der ersten Ebene bedeutet dies:
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Technische Kriterien | 1 | 16,7 |
| Allgemeine Kriterien | 2 | 33,0 |
| Anwendungsspezifische Kriterien | 3 | 50,0 |
| Summe | 6 | 100,0 |
Tabelle 2: Gewichtung und Transformation der Ebene 1 des Kriterienkatalogs
Für alle Kriterien des Katalogs werden analog Ebene für Ebene die Werte der Gewichte ermittelt. Ist dies geschehen, erfolgt im Anschluss daran die Transformation dieser Werte in Prozentwerte. Dazu werden die einzeln ermittelten Werte in Beziehung zum Gesamtwert gesetzt. Auf jeder Hierarchieebene des Kriterienkatalogs gilt, daß die Summe der Gewichte aller Teilkriterien eines Oberkriteriums den Wert 100 Prozent annehmen müssen.[17]
Die anwendungsspezifischen Kriterien werden in der zweiten Ebene weiter verfeinert, wobei das Hauptaugenmerk auf die Funktionalität gelegt wird. Es sollen alle möglichen Fragestellungen möglichst einfach mit dem Programm umzusetzen sein. Dies erfordert einen Pool an entsprechenden Funktionen und Assistenten. Die Leistungsmerkmale spielen ebenso eine sehr wichtige Rolle, da sie für zügiges Arbeiten unverzichtbar sind. Eingabekriterien werden mit der Priorität drei, Ausgabekriterien mit der Priorität zwei bewertet. Mit nur einem Punkt und damit nicht als zentrales Thema wird das Gemeinsame Arbeiten gesehen.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Funktionalität | 5 | 33,3 |
| Leistung | 4 | 26,7 |
| Eingabe | 3 | 20,0 |
| Ausgabe | 2 | 13,3 |
| Gemeinsames Arbeiten | 1 | 6,7 |
| Summe | 15 | 100,0 |
Tabelle 3: Gewichtung und Transformation der Ebene 2 - Anwendungsspezifische Kriterien
Die Funktionalitätskriterien selbst beinhalten verschiedene Anforderungen. So werden die möglichen Analysefunktionen als Hauptpriorität gesehen. Mit Tabellenkalkulationsprogrammen sollen Daten in erster Linie verarbeitet und analysiert werden. So können diverse Szenarien erstellt und verglichen werden, Zielwerte ermittelt oder aus großen Datenmengen mittels Pivottabellen sehr schnell übersichtliche Berichte erstellt werden. Auch der Formelumfang spielt dabei eine große Rolle, deshalb bekommt dieser die Wichtigkeit vier. Um die Daten im Überblick zu haben, sind Filterfunktionen notwendig, die damit an dritter Stelle stehen. Um die so gewonnenen Ergebnisse grafisch darstellen zu können, sind Diagrammfunktionen notwendig. Sie werden mit höherer Priorität als Funktions-Erweiterungsmöglichkeiten versehen.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Formelumfang | 4 | 26,7 |
| Filterfunktionen | 3 | 20,0 |
| Analysefunktionen | 5 | 33,3 |
| Diagramme | 2 | 13,3 |
| Funktions-Erweiterungsmöglichkeiten | 1 | 6,7 |
| Summe | 15 | 100,0 |
Tabelle 4: Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Funktionalität
Leistungswerte stehen in der Gewichtung der anwendungsspezifischen Kriterien an zweiter Stelle. Aus Nutzersicht sollte die Stabilität eine große Rolle spielen, da unterbrechungs- und verlustfreies Arbeiten eine wichtige Grundlage darstellen. Auch die Geschwindigkeit, d.h. die Berechnungsdauer, ist gerade bei großen Dateien ein Indiz für die Leistungsfähigkeit eines Programms. Kurze Wartungszeiten erhöhen die Produktivität und die Zufriedenheit des Nutzers. Sollte ein Programm doch einmal abstürzen, ist es wichtig, dass die Arbeitsergebnisse seit der letzten Speicherung nicht verloren gehen. Dokumentenwiederherstellung bekommt damit Priorität drei. Mit zwei Punkten wird das Kriterium Limits bewertet. Bei umfangreichen Berechnungen und Aufgaben kann man in Tabellenkalkulationsprogrammen durchaus an die Grenzen der aufnehmbaren Datenmengen oder an die Länge der zu verwendenden Formeln kommen. Die geringste Wichtigkeit erhielt die Startzeit, da der Startvorgang i.d.R. nur einmal täglich durchgeführt wird und damit vernachlässigbar ist.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Startzeit | 1 | 6,7 |
| Geschwindigkeit | 4 | 26,7 |
| Stabilität | 5 | 33,3 |
| Dokumentwiederherstellung | 3 | 20,0 |
| Limits | 2 | 13,3 |
| Summe | 15 | 100,0 |
Tabelle 5: Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Leistung
Anschließend sind nun die Eingabekriterien Formelüberwachung/Fehlerüberprüfung und die Möglichkeiten des Imports externer Daten in eine Rangfolge zu bringen. Überwachung und Überprüfung der eingegebenen Daten ist das hier am höchsten priorisierte Kriterium, da nicht nur bei großen Datenmengen die Überprüfung der Korrektheit durchgeführter Auswertungen und Analysen am wichtigsten erscheint.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Formalüberwachung/Fehlerüberprüfung | 2 | 66,7 |
| Import externer Daten | 1 | 33,3 |
| Summe | 3 | 100,0 |
Tabelle 6: Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Eingabe
Um die eingegebenen und aufbereiteten Daten später entsprechend präsentieren und ausgeben zu können, sind Layout- und Formatierungsmöglichkeiten sehr wichtig und erhalten die höhere Priorität. Der PDF-Export ist eine nützliche, aber im Vergleich weniger wichtige Funktion, da die Ergebnisse auch außerhalb des Programms in dieses Format gebracht werden können.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Layout-/Formatierungsmöglichk. | 2 | 66,7 |
| PDF-Export | 1 | 33,3 |
| Summe | 3 | 100,0 |
Tabelle 7: Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Ausgabe
Bei den Unterkriterien zum Punkt Gemeinsames Arbeiten wurden Schutzfunktionen, wie Kennwort-, Schreib-, Blatt- und Arbeitsbereichschutz, als das Kriterium mit der höchsten Wichtigkeit bewertet. In diesem Kontext spielt auch die Änderungsverfolgung eine große Rolle, sodass die Nachvollziehbarkeit gegeben ist, deshalb werden hier zwei Punkte von möglichen sechs vergeben. Die Chatfunktion ermöglicht den Austausch der Nutzer untereinander in Echtzeit und kann beim Gemeinsamen Arbeiten sehr komfortabel sein. Allerdings wird hier die Wichtigkeit dieser Funktion eher als niedrig eingeschätzt.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Schutzfunktionen | 3 | 50,0 |
| Chatfunktion | 1 | 16,7 |
| Änderungsverfolgung | 2 | 33,3 |
| Summe | 6 | 100,0 |
Tabelle 8: Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Gemeinsames Arbeiten
Die Durchführung der Gewichtung inkl. der Transformation in einheitliche und vergleichbare Werte für die Kriterienebenen zwei und drei der allgemeinen und technischen Kriterien sind ausführlich im Anhang 1 aufgeführt. Die Gewichtungskriterien sind außerdem in der Tabelle 14 des Abschnitts Nutzwertermittlung ablesbar.
4.4 Bewertung der Alternativen
Bisher wurden Kriterien für die Bewertung erstellt und definiert sowie anschließend priorisiert. Im Folgenden wird nun die Bewertung der Kriterien für jede einzelne der drei Alternativen vorgenommen. Ziel ist es, Werte für den Erfüllungsgrad der Kriterien zu erarbeiten, d.h. wie gut wird ein Kriterium erfüllt. Wichtig ist hier nun die Erstellung einer Skala. Für alle Kriterien muss eine einheitliche Skala gelten, um die Bewertung auch gleichartig und dadurch später vergleichbar durchführen zu können.[18] Im aktuellen Beispiel soll nun folgende Skala definiert werden:
- 0 Punkte = Kriterium überhaupt nicht erfüllt
- 1 Punkt = Kriterium nur zu geringem Teil erfüllt
- 2 Punkte = Kriterium ausreichend erfüllt
- 3 Punkte = Kriterium befriedigend erfüllt
- 4 Punkte = Kriterium gut erfüllt
- 5 Punkte = Kriterium sehr gut erfüllt
Es wäre auch eine Skala mit nur drei Abstufungen denkbar. Mit dieser wären allerdings keine feineren Differenzierungen möglich. Mit einer Punkteskala von bspw. eins bis zehn könnte noch genauer bewertet werden, ist aber im aktuellen Beispiel für den Durchführenden eher schwierig realisierbar. Die Bewertung der Kriterien erfolgt in dieser Arbeit anhand vorhandener Unterlagen, z.B. Handbücher oder Präsentationen der Programme durch die Hersteller, andererseits durch Erfahrungen, die aus beruflicher Praxis bereits vorhanden sind oder aber durch Test-Installationen gewonnen wurden.[19] Es soll sich konsequent an die Kriteriendefinition gehalten werden. Es wird nun mit den anwendungsspezifischen Kriterien begonnen, da diese die höchste Priorität einnehmen. Die Bewertung der allgemeinen und technischen Kriterien erfolgt dann analog dazu im Anhang 2.
Bei der Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien erreichte Calc in Summe die höchste Bewertung, knapp vor Excel. Google Tabellen verliert hier deutlich Punkte.
So bekommt Calc mit dem größten Formelumfang die Höchstpunktzahl, während die beiden Konkurrenten mit einem ordentlichen Formelumfang mit gut bewertet werden. Filterfunktionen, wie Spezial- und Autofilter sind bei Excel und Calc vorhanden, bei Tabellen kann nur über eine Funktion recht umständlich gefiltert werden, deshalb erhalten Excel und Calc fünf, Tabellen nur einen Punkt. Ähnlich gestaltet sich die Punktevergabe bei den Analysefunktionen. Hier können diverse Assistenten und Tools bei Calc und Excel genutzt werden, sodass dies mit fünf Punkten in die Bewertung einfließt. Tabellen lässt diese Funktionalitäten in der bisherigen Fassung komplett vermissen. Die Erstellung von Diagrammen ist in allen drei Programmen möglich, die umfangreichsten Möglichkeiten bietet hier aber Excel, das dafür fünf Punkte erhält, die anderen werden mit vier Punkten bewertet. Funktionserweiterungen durch Einsatz von VBA und Makros bieten Calc und Excel, in Tabellen gibt es dafür keine Möglichkeiten. Deshalb bekommen die beiden ersten eine Bewertung mit gut, Tabellen erfüllt dieses Kriterium nicht. In Tabelle 9 sind die Ergebnisse zusammengefasst dargestellt.
| Funktionalität | MS Excel | OO Calc | Google Tabellen |
|---|---|---|---|
| Formelumfang | 4 | 5 | 4 |
| Filterfunktionen | 5 | 5 | 1 |
| Analysefunktionen | 5 | 5 | 0 |
| Diagramme | 4 | 3 | 3 |
| Funktions-Erweiterungsmöglichkeiten | 4 | 4 | 0 |
Tabelle 9: Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Funktionalität
Die Leistungskriterien, Startzeit, Geschwindigkeit, Stabilität, Wiederherstellfunktion und Limits zeigt keine großen Unterschiede auf. Allerdings sind diese Punkte sehr stark abhängig von der eingesetzten Hardware und der vorhandenen Infrastruktur. Beim Starten machte Excel den flottesten Eindruck, Calc benötigt etwas mehr Zeit, bei Tabellen ist nach dem Starten des Browsers die Anmeldung am Google-Account notwendig. Excel erhält deshalb fünf, die anderen beiden Alternativen vier Punkte. Die Geschwindigkeit ist bei den lokal installierten Progarmmen als gut einzuschätzen, bei Tabellen dauert die Berechnung häufig etwas länger, was bei längerem Arbeiten sehr hemmend wirkt. Hier werden deshalb nur zwei Punkte vergeben. In der Stabilität soll Excel 2007 laut Dokumentation[20] deutlich besser geworden sein, auch Open Office publiziert dies. Im durchgeführten Test konnte nichts gegenteiliges festgestellt werden, auch Tabellen wirkte robust. Hier bekamen alle drei Programme eine Bewertung mit gut. Sollte doch ein Programm unerwartet beendet werden müssen, ohne dass man sein Ergebnisse speichern konnte, gibt es so genannte Dokumentwiederherstellungsfuntionalitäten. Diese sind sowohl in Excel als auch Calc implementiert und funktionieren sehr gut. Da Tabellen allerdings mit einer permanenten automatischen Speicherung aufwartet und damit Speicherverluste minimiert, erhält dieses die Höchstpunktzahl. Die beiden anderen werden mit gut, d.h. vier Punkten bewertet, wie der Tabelle 10 zu entnehmen ist.
| Leistung | MS Excel | OO Calc | Google Tabellen |
|---|---|---|---|
| Startzeit | 4 | 3 | 3 |
| Geschwindigkeit | 4 | 4 | 2 |
| Stabilität | 4 | 4 | 4 |
| Dokumentwiederherstellung | 4 | 4 | 5 |
| Limits | 5 | 3 | 3 |
Tabelle 10: Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Leistung
Die Formelüberwachung und Fehlerüberprüfung sind in Excel und Calc vorhanden, es können z.B. Überwachungsfenster für bestimmte Zellen dauerhaft eingeblendet werden. Die Fehlerüberprüfung ist in Excel etwas komfortabler, trotzdem erhalten beide Programme die Höchstpunktzahl. Bei Tabellen konnte keine vergleichbare Funktionalität gefunden werden, sodass dieses Kriterium als nicht erfüllt gilt. Beim Import externer Daten unterstützen alle Alternativen die gängisten Grafikformate. Calc kann hier mit den meisten Formaten umgehen, deshalb hebt es sich von Excel und Tabellen ab.
| Eingabe | MS Excel | OO Calc | Google Tabellen |
|---|---|---|---|
| Formalüberwachung/Fehlerüberprüfung | 5 | 5 | 0 |
| Import externer Daten | 4 | 5 | 4 |
Tabelle 11: Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Eingabe
Layout- und Formatierungsmöglichkeiten bietet Excel am komfortabelsten an. Bedingte Formatierungen können nun sogar ohne Beschränkungen vorgenommen werden, auch Formatvorlagen sind reichlich vorhanden, sodass sehr schnell professionelle Ergebnisse erzielt werden können. Calc steht dem nur in geringem Maße nach und bekommt deshalb vier Punkte. Mit drei Punkten schneidet Tabellen am schlechtesten ab, da die Formatierungsmöglichkeiten doch recht rudimentär wirken.
| Ausgabe | MS Excel | OO Calc | Google Tabellen |
|---|---|---|---|
| Layout- und Formatierungsmöglichkeiten | 5 | 4 | 3 |
| PDF-Export | 1 | 5 | 5 |
Tabelle 12: Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Ausgabe
Beim Gemeinsamen Arbeiten hat in Summe Tabellen die Führungsposition besetzen können. Das Konzept von Tabellen legt seinen Schwerpunkt auch in diesen Bereich. So ist das Chatten und damit der unmittelbare Informationsaustausch in Echtzeit während der gemeinsamen Bearbeitung eines Dokuments möglich. Die beiden anderen Alternativen bieten diese Möglichkeit so nicht. Damit erhält Tabellen die Höchstpunktzahl, während Excel und Calc mit null Punkten bewertet werden. Die Änderungsverfolgungsfunktion ist in allen drei Programmen möglich, um den Überblick zu behalten. Lediglich bei der Schutzfunktion konnte Tabellen nicht mithalten. Hier wurde das passwortgeschützte Speichern eines Dokuments, das nicht für andere freigegeben wurde, vermisst.
| Gemeinsames Arbeiten | MS Excel | OO Calc | Google Tabellen |
|---|---|---|---|
| Schutzfunktionen | 5 | 5 | 3 |
| Chatfunktionen | 0 | 0 | 5 |
| Änderungsverfolgung | 5 | 5 | 5 |
Tabelle 13: Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Gemeinsames Arbeiten
Die Bewertung der allgemeinen und technischen Kriterien ist, wie bereits oben erwähnt, im Anhang 2 ausführlich beschrieben. Im folgenden Abschnitt nun sollen die aus den vorgenommenen Gewichtungen und den Einzelbewertungen der Kriterien die Teil- und Gesamtnutzwerte ermittelt werden. In diesem Zusammenhang werden noch einmal alle Kriterien und Unterkriterien mit ihren zugehörigen Gewichtungs- und Punktwerten aufgeführt.
4.5 Nutzwertermittlung
Nach der Bewertung der Kriterien können nun die Nutzwerte ermittelt werden. Zuerst werden die Teilnutzwerte je Kriterium ermittelt, die später aufaddiert werden und damit den Gesamtnutzen einer Alternative repräsentieren. Die Teilnutzwerte berechnen sich aus den mit den gewichteten Kriterienwerten multiplizierten Punktwerten. Diese sind für jedes Kriterium und jede Alternative zu ermitteln und zu summieren. Der so ermittelte Gesamtwert stellt den Nutzwert der Alternative dar.
Die folgende Tabelle enthält nun den gesamten Kriterienkatalog mit Gewichtungen und Bewertungspunktwerten, sowie den sich daraus ergebenden Teil- und Gesamtnutzwerten.
| Kriterien | Gewichtung | Bewertung | Nutzwert | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 1 | 2 | 3 | Gesamt | MS Excel | OO Calc | Google Tabellen | MS Excel | OO Calc | Google Tabellen |
| Technische Kriterien | 16,7 | |||||||||||
| Systemanforderungen | 10,7 | 1,8 | 2 | 4 | 5 | 3,57 | 7,14 | 8,93 | ||||
| Installation | 3,6 | 0,6 | 3 | 4 | 5 | 1,79 | 2,38 | 2,98 | ||||
| Wartungsaufwand | 17,9 | 3,0 | 4 | 4 | 5 | 11,90 | 11,90 | 14,88 | ||||
| Verfügbarkeit | 25,0 | 4,2 | 5 | 5 | 2 | 20,83 | 20,83 | 8,33 | ||||
| Interoperabilität | 14,3 | 2,4 | 3 | 4 | 2 | 7,14 | 9,52 | 4,76 | ||||
| Sicherheit | 21,4 | 3,6 | 4 | 4 | 2 | 14,29 | 14,29 | 7,14 | ||||
| weitere Nutzungsvor. | 7,1 | 1,2 | 5 | 5 | 1 | 5,95 | 5,95 | 1,19 | ||||
| Zwischensumme | ' | 16,7 | 65,48 | 72,02 | 48,21 | |||||||
| Allgemeine Kriterien | 33,3 | |||||||||||
| Benutzerfreundlichkeit | 66,7 | |||||||||||
| Benutzerführung | 40,0 | 8,9 | 5 | 3 | 4 | 44,44 | 26,67 | 35,56 | ||||
| Sprachunterstützung | 10,0 | 2,2 | 5 | 5 | 4 | 11,11 | 11,11 | 8,89 | ||||
| Zugänglichkeit | 20,0 | 4,4 | 4 | 4 | 3 | 17,78 | 17,78 | 13,33 | ||||
| Desktopintegration | 30,0 | 6,7 | 4 | 4 | 0 | 26,67 | 26,67 | 0,00 | ||||
| Dokumentation | 33,3 | |||||||||||
| Integrierte Hilfefunktion | 50,0 | 5,6 | 2 | 2 | 3 | 11,11 | 11,11 | 16,67 | ||||
| Handbücher | 16,7 | 1,9 | 5 | 5 | 0 | 9,26 | 9,26 | 0,00 | ||||
| Online-Hilfe | 33,3 | 3,7 | 4 | 4 | 4 | 14,81 | 14,81 | 14,81 | ||||
| Zwischensumme | ' | ' | 33,3 | 135,19 | 117,41 | 89,26 | ||||||
| Anwend.spezif. Kriterien | 50,0 | |||||||||||
| Funktionalität | 33,3 | |||||||||||
| Formelumfang | 26,7 | 4,4 | 4 | 5 | 4 | 17,78 | 22,22 | 17,78 | ||||
| Filterfunktionen | 20,0 | 3,3 | 5 | 5 | 1 | 16,67 | 16,67 | 3,33 | ||||
| Analysefunktionen | 33,3 | 5,6 | 5 | 5 | 0 | 27,78 | 27,78 | 0,00 | ||||
| Diagramme | 13,3 | 2,2 | 4 | 3 | 3 | 8,89 | 6,67 | 6,67 | ||||
| Funktions-Erweiterungen | 6,7 | 1,1 | 4 | 4 | 0 | 4,44 | 4,44 | 0,00 | ||||
| Leistung | 26,7 | |||||||||||
| Startzeit | 6,7 | 0,9 | 4 | 3 | 3 | 3,56 | 2,67 | 2,67 | ||||
| Geschwindigkeit | 26,7 | 3,6 | 4 | 4 | 2 | 14,22 | 14,22 | 7,11 | ||||
| Stabilität | 33,3 | 4,4 | 4 | 4 | 4 | 17,78 | 17,78 | 17,78 | ||||
| Dokumentwiederherstellung | 20,0 | 2,7 | 4 | 4 | 5 | 10,67 | 10,67 | 13,33 | ||||
| Limits | 13,3 | 1,8 | 5 | 3 | 3 | 8,89 | 5,33 | 5,33 | ||||
| Eingabe | 20,0 | |||||||||||
| Formalüberwachung /Fehlerüberprüfung | 66,7 | 6,7 | 5 | 5 | 0 | 33,3 | 33,3 | 0,00 | ||||
| Import externer Daten | 33,3 | 3,3 | 4 | 5 | 4 | 13,33 | 16,67 | 13,33 | ||||
| Ausgabe | 13,3 | |||||||||||
| Layout-/Formatierungsmögl. | 66,7 | 4,4 | 5 | 4 | 3 | 22,22 | 17,78 | 13,33 | ||||
| PDF-Export | 33,3 | 2,2 | 1 | 5 | 5 | 2,22 | 11,11 | 11,11 | ||||
| Gemeinsames Arbeiten | 6,7 | |||||||||||
| Schutzfunktionen | 50,0 | 1,7 | 5 | 5 | 3 | 8,33 | 8,33 | 5,00 | ||||
| Chatfunktion | 16,7 | 0,6 | 0 | 0 | 5 | 0,00 | 0,00 | 2,78 | ||||
| Änderungsverfolgung | 33,3 | 1,1 | 5 | 5 | 5 | 5,56 | 5,56 | 5,56 | ||||
| Zwischensumme | ' | ' | 50,0 | 215,67 | 221,22 | 125,11 | ||||||
| GESAMTSUMME | 100,0 | ' | 100,0 | 416,33 | 410,65 | 262,58 | ||||||
Tabelle 14: Kriterienkatalog mit Gewichtungen, Punktwerten und Nutzwerten
Bei den technischen Kriterien erhält hier Calc den höchsten Teilnutzwert mit 72,02, gefolgt von Excel mit 65,48 und Tabellen an dritter Stelle mit 48,21. Die Vorteile ergeben sich in den Bereichen Systemanforderungen, Installation und Interoperabilität im Vergleich zu Excel. Tabellen liegt deutlich hinter den beiden ersten Alternativen zurück, obwohl es in den Punkten Systemanforderungen, Installation und Wartungsaufwand deutlich punktet. Gegen diese Alternative sprechen aber die Sicherheit und Interoperabilität als auch die geforderten weiteren Nutzungsbedingungen, wie Internetanschluss und Account. Bei Betrachtung der allgemeinen Kriterien kann Excel deutlich punkten und erreicht einen Wert von 135,19. Hauptsächlich resultiert dieser Vorsprung aus einem deutlich besseren Teilnutzwert für die Benutzerführung. Calc erhält den zweitbesten Teilnutzwert in diesem Bereich, Tabellen liegt mit 89,26 recht klar zurück. Große Defizite zeigt dieses Programm gegenüber den anderen beiden Alternativen im Bereich Desktopintegration, aber auch in der Dokumentation, speziell im Bereich Handbücher. Bei den anwendungsspezifischen Kriterien, die mit 50% Gewichtung als der wichtigste Bereich angesehen wird, liegen Calc und Excel fast auf gleichem Level. Hier erhält Calc einen Nutzwert von 221.22, Excel von 215,67. Kleine Vorteile erreicht Calc durch höheren Formelumfang, die Möglichkeit des PDF-Exports, die bei Excel nur mit speziellen Add-Ins erreicht werden kann und beim Datenimport. Auch in diesem Bereich ist der Teilnutzwert für Tabellen mit 125,11 deutlich niedriger. Vorteile bietet es gegenüber den Konkurrenten durch die integrierte Chatfunkion und die permanente automatische Speicherung, die sich im Wert für die Dokumentwiederherstellung widerspiegelt. In Summe hat Excel somit den höchsten Gesamtnutzwert mit 416,33 erreicht. Allerdings hat Calc mit 410,65 und damit nur knapp 6 Punkten weniger den zweiten Platz belegt. Tabellen erzielt einen Nutzwert von 262,58 und nimmt damit Platz drei ein.
5 Fazit
Die durchgeführte Nutzwertanalyse stellt eine Entscheidungsvorlage dar, auf deren Basis eine Entscheidung für eine der drei Alternativen gefällt werden soll. Sie beinhaltet ausschließlich nichtmonetäre Kriterien, die hier in die Bewertung eingeflossen sind. Im vorliegenden Beispiel würde die Analyse eine Entscheidung für das Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel unterstützen. Zu beachten ist allerdings, dass, wie bereits erwähnt, die Durchführung dieser Analyse sehr subjektiv beeinflusst wird. Außerdem ist der Nutzwert der zweitplatzierten Alternative nicht wesentlich schlechter ausgefallen. Zu empfehlen wäre in diesem Fall eine Sensitivitätsanalyse. Diese soll zeigen, ob bei veränderten Annahmen, wie variieren der Gewichte und/oder der Punktwerte, die favorisierte Alternative, in diesem Fall Excel, standhält.[21] Abschließend kann man sagen, dass Microsoft Excel ein benutzerfreundliches, komfortables Programm darstellt. Ergänzt durch seinen großen Umfang an Formel-, Filter-, Layout- und Analysefunktionen ist es ein professionelles Tabellenkalkulationsprogramm und damit eine sehr gute Alternative, um im Unternehmensbereich eingesetzt zu werden. Calc ist ein durchaus konkurrenzfähiges Produkt, das in den meisten Bereichen mithalten und sogar übertreffen kann, das aber leider einen "angestaubten" optischen Eindruck vermittelt und in puncto Benutzerführung Defizite aufweist. Google Tabellen ist ein Programm, das im privaten Bereich sehr sinnvoll erscheint, da es viele Grundfunktionalitäten mitbringt. Pluspunkte sammelt Tabellen im Bereich des gemeinsamen Arbeitens mit Chatfunktion und einfachen Freigaben. Für den Einsatz im Unternehmen erscheint dieses Programm allerdings (noch) nicht als geeignet. Es fehlen viele Funktionalitäten speziell im Bereich Analyse. Auch im Punkt Sicherheit dürfte der Einsatz dieses Programms hinsichtlich sensibler Unternehmensdaten eher mit Vorsicht zu genießen sein.
6 Anhang
Anhang 1: Gewichtung der Kriterien
Gewichtung der technischen Kriterien
Hier werden nun die Unterkriterien des technischen Kriterienkatalogs gewichtet und transformiert. Dabei werden sieben Punkte maximal vergeben. Mit der höchsten Priorität wird hier die Verfügbarkeit gewertet, da diese für den Nutzer am spürbarsten ist. Sicherheit folgt hier an zweiter Stelle, da die Daten im Geschäftsbereich sensibel sind und nur für bestimmte authorisierte Leute zur Verfügung stehen dürfen. Der Wartungsaufwand ist mit fünf Punkten bewertet worden, da dieser fortlaufend erfolgen muss und damit Zeit und Kapazitäten bindet, je nach Umfang der notwendigen Wartungsarbeiten. Mit vier Punkten wurde die Interoperabilität eingeschätzt, da es nicht unerheblich ist, wie das Zusammenspiel mit anderen im Einsatz befindlichen Applikationen funktioniert. Die Systemanforderungen wurden mit drei Punkten als eher unerheblich eingestuft. Diese müssen geprüft werden, sind jedoch in heutiger Zeit kein ernsthafter Engpass. Danach folgen weitere Nutzungsvoraussetzungen mit zwei Punkten, die technisch gesehen keine Problematik darstellen sollten und am Unwichtigsten erscheint hier der Installationsaufwand, da dieser einen einmaligen Faktor darstellt.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Systemanforderungen | 3 | 10,7 |
| Installation | 1 | 3,6 |
| Wartungsaufwand | 5 | 17,9 |
| Verfügbarkeit | 7 | 25,0 |
| Interoperabilität | 4 | 14,3 |
| Sicherheit | 6 | 21,4 |
| weitere Nutzungsvoraussetzungen | 2 | 7,1 |
| Summe | 28 | 100,0 |
Tabelle 15: Gewichtung und Transformation der Ebene 2 - Technische Kriterien
Gewichtung der allgemeinen Kriterien
Die Gewichtung der allgemeinen Kriterien erfolgt nun im nächsten Schritt. Auf der zweiten Ebene bedeutet dies, die Kriterien Benutzerfreundlichkeit und Dokumentation gegeneinander abzuwägen. Beide sind unabdinglich, die Benutzerfreundlichkeit steht allerdings vor der Dokumentation, da die Auswirkungen unmittelbar auf den Nutzer wirken. Bei Fragen und Problemen ist eine hilfreiche Dokumentation unverzichtbar, jedoch wird diese nur sporadisch zum Einsatz kommen.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Benutzerfreundlichkeit | 2 | 66,7 |
| Dokumentation | 1 | 33,3 |
| Summe | 3 | 100,0 |
Tabelle 16: Gewichtung und Transformation der Ebene 2 - Allgemeine Kriterien
Die dritte Ebene stellt nun nochmals eine Verfeinerung dar. Die Benutzerführung erhält die höchste Wertigkeit, da sie maßgeblichen Einfluss auf das Handling eines Programmes hat. Drei Punkte werden für die Desktopintegration vergeben, diese sagt aus, wie gut sich die Applikation an an die aktuelle Oberfläche anpassen lässt und wie gut sie sich für den Nutzer in sein Gesamtbild, auch applikationsübergreifend, einfügt. Ein Spezialist möchte mit allen erdenktlichen Funktionalitäten arbeiten und diese angeboten bekommen, während dem Anfänger hier überschaubare, weniger komplexe Ansichten ausreichen. Die Zugänglichkeit, die Möglichkeiten für benachteiligte Menschen wie kontrastreiche Anzeige, variable Schriftgrößen oder Unterstützung spezieller Eingabegeräte beinhaltet, wird mit zwei Punkten bewertet und die Sprachunterstützung mit einem Punkt.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Benutzerführung | 4 | 40,0 |
| Sprachunterstützung | 1 | 10,0 |
| Zugänglichkeit | 2 | 20,0 |
| Desktopintegration | 3 | 30,0 |
| Summe | 10 | 100,0 |
Tabelle 17: Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Benutzerfreundlichkeit
Bei den untergeordneten Kriterien der Dokumentation sind integrierte Hilfefunktionen im Programm als wichtigster Punkt anzusehen, gefolgt von Online-Hilfen und zuletzt den Handbüchern. Auf die ersten beiden kann vom Arbeitsplatz aus zugegriffen werden. Handbücher sind häufig nicht direkt am Arbeitsplatz verfügbar. Hinzu kommt, dass diese oft sehr umfangreich sind und die Suche nach einer konkreten Frage sehr mühselig sein kann.
| Kriterien | Punkte | transformierte Werte [in %] |
|---|---|---|
| Integrierte Hilfsfunktion | 3 | 50,0 |
| Handbücher | 1 | 16,7 |
| Online-Hilfe | 2 | 33,3 |
| Summe | 6 | 100,0 |
Tabelle 18: Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Dokumentation
Anhang 2: Bewertung der Kriterien
Bewertung der technischen Kriterien
Für die Systemanforderungen bedeutet nun ein Wert von null, dass sehr hohe Anforderungen gestellt werden, beim Wert fünf sind diese am niedrigsten und bekommen deshalb den besten Wert. Excel wird hier mit 2 Punkten bewertet, da recht hohe Anforderungen im Vergleich zu den beiden anderen Alternativen gestellt werden, Calc kommt hier mit sehr viel weniger Kapazitäten aus, während Google Tabellen am besten bewertet wird, da nur eine Internetverbindung und ein Browser, wie Internet Explorer 7 unter Vista benötigt werden.[22] Bei den weiteren Nutzungsvoraussetzungen dagegen performt Google Tabellen am schlechtesten, da hier auf Browser und Internet nicht verzichtet werden kann, wogegen die beiden anderen Alternativen ohne diese auskommen. Bei Installation und Wartungsaufwand ähneln sich die Excel und Calc, Google Tabellen bekommt hier Höchstnote, da sich ausschließlich der Serviceanbieter damit beschäftigen muss, d.h. der Kunde immer ein aktuelles Produkt nutzen kann. Dagegen verliert Google eindeutig Punkte bei Sicherheit[23] und Interoperabilität, da es bei beiden Kriterien deutlich schlechter abschneidet.[24] Sensible Daten werden über das Internet geschickt und zumindest zum Teil auf den Google Servern abgelegt, außerdem sind die Dateiformate, mit denen Google Tabellen umgehen kann, zwar die wichtigsten, aber sehr begrenzt. Das neue Excel 2007-Format kann bisher noch gar nicht verarbeitet werden.
| Technische Kriterien | MS-Excel | OO Calc | Google Tabellen |
|---|---|---|---|
| Systemanforderungen | 2 | 4 | 5 |
| Installation | 3 | 4 | 5 |
| Wartungsaufwand | 4 | 4 | 5 |
| Verfügbarkeit | 5 | 5 | 1 |
| Interoperabilität | 3 | 4 | 2 |
| Sicherheit | 4 | 4 | 1 |
| weitere Nutzungsvoraussetzungen | 5 | 5 | 1 |
Tabelle 19: Bewertung der technischen Kriterien
Bewertung der allgemeinen Kriterien
Bei den allgemeinen Kriterien soll nun die Benutzerfreundlichkeit bewertet werden. Eine Punktzahl von fünf bedeutet sehr benutzerfreundlich, während eine null benutzerfeindlich charakterisiert. Excel ist mit seinem neuen Aussehen, das anstelle von Menüleisten sogenannte Ribbons verwendet, sehr intuitiv zu bedienen. Bei Rechtsklick mit der Maus erscheint ein sehr übersichtliches Kontextmenü, das alle wichtigen Funktionalitäten im jeweiligen Umfeld anbietet. Dafür werden deshalb fünf Punkte vergeben. In puncto Benutzerführung und ergonomischer Handhabung hinkt Calc hinter Excel her. Es fehlt der Komfort und die Übersichtlichkeit, weshalb es hierfür nur ein befriedigend auf der Punkteskala erhält. Tabellen ist übersichtlich gestaltet und kann sofort intuitiv bedient werden. Man wird beim Öffnen eines neuen Dokuments automatisch darauf hingewiesen, dass dieses noch nicht gespeichert wurde, findet keine überladenen Menüs, muss aber andererseits bspw. beim Einfügen von Bildern den vollqualifizierten Pfadnamen händisch eingeben. Deshalb wird hier ein Punkteabzug vorgenommen und vier Punkte vergeben.
Sprachunterstützung wird von allen drei Alternativen in den wichtigsten Sprachen geboten. Abzug erhält Tabellen, da bei den Tests öfter in die englische Hilfe verwiesen wurde, was als lästig empfunden wurde. Hier gibt es im Gegensatz zu Excel und Calc einen Punkt weniger, also vier Punkte.
Im Punkt Zugänglichkeit bieten Excel und Calc verschiedene Möglichkeiten sowohl im Anzeigebereich als auch für die Tastaturbedienung. Sie erfüllen somit das Kriterium gut. Bei Tabellen fehlen diese speziellen Features, man kann sich aber durch Anzeige größerer Schriftarten und Farben zum Teil selbst behelfen. Dafür gibt es hier drei Punkte.
Der Punkt Desktopintegration beinhaltet Möglichkeiten zur Oberflächenanpassung der Applikation. So gibt es verschieden Ansichten, wie Seitenlayout, Weblayout oder Normalansicht, oder auch Anpassungsmöglichkeiten für Schaltflächen und Symbolleisten. Excel bietet hier gute Möglichkeiten, erhält dafür vier Punkte. Calc kann ebenso mithalten. Tabellen fehlen an dieser Stelle individuelle Einstellungsmöglichkeiten, deshalb bekommt es hier null Punkte.
Die Dokumentation ist für den Administrator und Anwender ein sehr wichtiger Aspekt. Hier bieten die meisten Applikationen verschiedene Dokumentationen. Während der Programmnutzung wird die integrierte Hilfefunktion normalerweise als erstes zu Rate gezogen. Diese ist bei Excel und bei Calc zwar vorhanden, häufig aber nicht sehr hilfreich. Es werden zu viele Ergebnisse, die nichts mit dem aktuellen Problem zu tun haben angzeigt oder man findet gar keine Lösung.[25] Deshalb werden für beide Alternativen nur zwei Punkte vergeben. Die Google-Hilfe ist recht übersichtlich, ein großer Pluspunkt wird in der Auflistung aller Rechenfunktionen im Überblick gegeben. Dies hilft dem Nutzer, die richtige Auswahl zu treffen. Aufgrund dieses Aspektes erhält Tabellen drei Punkte. Handbücher sind dagegen bei Tabellen nicht zu finden, weshalb das Kriterium als nicht erfüllt bewertet wird. Für Excel und Calc ist sehr viel Fachliteratur zu finden, deshalb für beide eine fünf. Auch Online-Hilfen gibt es in Form von Foren, Help-Centern und dergleichen für alle drei Alternativen, sodass man dort i.d.R. eine Lösung findet. In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse noch einmal zusammengefasst dargestellt.
| Allgemeine Kriterien | MS-Excel | OO Calc | Google Tabellen |
|---|---|---|---|
| Benutzerfreundlichkeit | |||
| Benutzerführung | 5 | 3 | 4 |
| Sprachunterstützung | 5 | 5 | 4 |
| Zugänglichkeit | 4 | 4 | 3 |
| Desktopintegration | 4 | 4 | 0 |
| Dokumentation | |||
| Integrierte Hilfefunktion | 2 | 2 | 3 |
| Handbücher | 5 | 5 | 0 |
| Online-Hilfe | 4 | 4 | 4 |
Tabelle 20: Bewertung der allgemeinen Kriterien
7 Fussnoten
- ↑ Im Folgenden sollen, wenn nicht ausführlich bezeichnet, die Programme mit Excel, Calc und Tabellen bezeichnet werden.
- ↑ Tabellen gibt es allerdings auch für den Unternehmensbereich als integriertes Angebot in Google Apps Professional Edition. Diese Version ist kostenpflichtig und wir pro Nutzer pro Jahr lizensiert. Vgl. dazu die Informationen auf der Google Website unter http://www.google.com/a/help/intl/de/admins/premier.html.
- ↑ D.h. das eingesetzte Programm muss entsprechende Funktonalitäten mitbringen, um die Unterstützung möglichst vieler Fragestellungen zu gewährleisten.
- ↑ Vgl. Adam (1997), S. 413f.
- ↑ Vgl. Adam (1997), S. 412f.
- ↑ Vgl. Preißler (2007), S. 209.
- ↑ Im Gegensatz zur Effizenz einer Alternative, die vorrangig mit quantitativen Methoden, wie der Kapitalwertmethode ermittelt wird.
- ↑ Vgl. Jung (2007), S. 134f.
- ↑ In Anlehnung an: Schulte (2001), S. 235ff.
- ↑ Vgl. Rogler (2002), S. 45.
- ↑ Vgl. Schwarz (2002), S. 297ff.
- ↑ Vgl. Peters/Reinhardt/Seidel (2006), S. 129f.
- ↑ Für Mac gibt es bereits Excel 2008.
- ↑ Die genauen Anzahl der Zeilen beträgt 1.048.576 und die der Spalten 16.384.
- ↑ Vgl. Größenbeschränkungen von Google Tabellen unter: http://docs.google.com/support/bin/answer.py?answer=37603&hl=de
- ↑ Vgl. Herrschaft (2005), S. 53.
- ↑ Vgl. Kargl (2000), S. 164.
- ↑ Vgl. Herrschaft (2005), S. 128.
- ↑ Die Test-Installationen wurden auf einem Rechner durchgeführt, der die gleichen Eigenschaften wie die beschriebenen Rechner, auf denen der spätere Einsatz der Software geplant wird.
- ↑ Vgl. Tittel (2008), S. 14.
- ↑ An dieser Stelle soll auf das Durchführen der Sensitivitätsanalyse verzichtet werden, da dies den Umfang dieser Arbeit übersteigen würde.
- ↑ Vgl. Koch/Richter (2007), S. 42.
- ↑ Da die Daten auf dem Google-Servern gespeichert werden, sollten sensible Daten, zu denen Firmendaten i.d.R. zählen, dort nicht abgelegt werden.
- ↑ Vgl. Behrendt/Zeppenfeld (2008), S. 23f.
- ↑ Diese Erkenntnis resultiert im Wesentlichen aus eigenen Erfahrungen und Tests des Autors. Hinweise darauf auch in: Nebelo (2008), S. 138f.
8 Abbildungsverzeichnis
| Abbildung 1: | Ablauf der Nutzwertanalyse |
9 Tabellenverzeichnis
| Tabelle 1: | Kriterienkatalog mit Definitionen |
| Tabelle 2: | Gewichtung und Transformation der Ebene 1 des Kriterienkatalogs |
| Tabelle 3: | Gewichtung und Transformation der Ebene 2 - Anwendungsspezifische Kriterien |
| Tabelle 4: | Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Funktionalität |
| Tabelle 5: | Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Leistung |
| Tabelle 6: | Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Eingabe |
| Tabelle 7: | Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Ausgabe |
| Tabelle 8: | Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Gemeinsames Arbeiten |
| Tabelle 9: | Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Funktionalität |
| Tabelle 10: | Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Leistung |
| Tabelle 11: | Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Eingabe |
| Tabelle 12: | Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Ausgabe |
| Tabelle 13: | Bewertung der anwendungsspezifischen Kriterien - Gemeinsames Arbeiten |
| Tabelle 14: | Kriterienkatalog mit Gewichtungen, Punktwerten und Nutzwerten |
| Tabelle 15: | Gewichtung und Transformation der Ebene 2 - Technische Kriterien |
| Tabelle 16: | Gewichtung und Transformation der Ebene 2 - Allgemeine Kriterien |
| Tabelle 17: | Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Benutzerfreundlichkeit |
| Tabelle 18: | Gewichtung und Transformation der Ebene 3 - Dokumentation |
| Tabelle 19: | Bewertung der technischen Kriterien |
| Tabelle 20: | Bewertung der allgemeinen Kriterien |
10 Literatur- und Quellenverzeichnis
| Adam 1997) | Adam, D.: Planung und Entscheidung - Modelle - Ziele - Methoden , mit Fallstudien und Lösungen, Gabler, Wiesbaden 1997 |
| Behrendt/Zeppenfeld (2008) | Behrendt, J., Zeppenfeld, K.: Web 2.0, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2008 |
| Herrschaft (2005) | Herrschaft, H.: Beraterorientierte Methoden der Nachfolgeplanung bei familienorientierten Mittelbetrieben im steuerökonomischen Gesamtzusammenhang der Erbschaft- und Schenkungsteuerplanung, Cuvillier, Göttingen 2005 |
| Jung (2007) | Jung, H.: Controlling, Oldenbourg, München 2007 |
| Kargl (2000) | Kargl, H.: Management und Controlling von IV-Projekten, Oldenbourg, München 2000 |
| Koch/Richter (2007) | Koch, M., Richter, A.: Enterprise 2.0 - Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen, Oldenbourg, München 2007 |
| Nebelo (2008) | Nebelo, R.: Bürosoftware im Alltagstest - Open Office 3.0 kontra Microsoft Office 2007, c't, Heft 22, Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG, Hannover 2008 |
| Peters/Reinhardt/Seidel (2006) | Peters, S., Reinhardt, K., Seidel, H.: Wissen verlagern - Risiken und Potenziale von Standortverlagerungen, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. TH. Gabler, Wiesbaden 2006 |
| Preißler (2007) | Preißler, P. R.: Controlling - Lehrbuch und Intensivkurs, Oldenbourg, München 2007 |
| Rogler (2002) | Rogler, S.: Risikomanagement im Industriebetrieb - Analyse von Beschaffungs-, Produktions- und Absatzrisiken, Dt. Univ.-Verlag, Wiesbaden 2002 |
| Schulte (2001) | Schulte, G.: Material- und Logistikmanagement, Oldenbourg, München 2001 |
| Schwarz (2002) | Schwarz, R.: Controlling-Systeme - Eine Einführung in Grundlagen, Komponenten und Methoden des Controlling, Gabler, Wiesbaden 2002 |
| Tittel (2008) | Tittel, J.: Microsoft Office Excel 2007 - Neue Funktionen und Möglichkeiten für den professionellen Einsatz - Technischer Artikel, www.jan-tittel.de/downloads/Microsoft%20Office%20Excel%202007.pdf, 21.11.2008 |

