Möglichkeiten für Personalverwaltung und Ressourcendisposition durch Location Based eBusiness

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Essen
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Location Based eBusiness
Autor(en): Sebastian Pickert, Stella Aden, Thomas Klocke, Arne Wolf
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 2
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

AbkürzungBedeutung
B2BBusiness to Business
B2CBusiness to Business to Consumer
B2EBusiness to Business to Employee
BDSGBundesdatenschutzgesetz
BIOSBasic Input Output System
BNetzABundesnetzagentur
CSDCircuit Switched Data
ESAEuropean Space Agency
EUEuropäische Union
FTPFile Transfer Protocol
GPRSGeneral Packet Radio Service
GPSGlobal Positioning System
GSMGlobal System for Mobile Communications
HDHigh Definition
HSCSDHigh Speed Circuit Switched Data
HSDPAHigh Speed Downlink Packet Access
IEEEInstitute of Electrical and Electronics Engineers
LBSLocation Based Service
MSASMultifunctional Satellite Augmentation System
OSIOpen System Interaction System
PDAPersonal Digital Assist
RFIDRadio Frequency Identification
SchufaSchutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung
TKGTelekommunikationsgesetz
TMCTraffic Message Channel
UMTSUniversal Mobile Telecommunications System
WAPWireless Application Protocol
WCDMAWideband Code Division Multiple Access
WLANWireless Local Area Network
WMLWireless Markup Language

2 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
Abb. 1Apps auf dem iPhone
Abb. 2Meine Stadt Übersicht
Abb. 3Meine Stadt Umkreis
Abb. 4Übersicht eBuissnes und Teilbereiche
Abb. 5Ziele beim Einsatz von eBuissnes
Abb. 6Vorteile des eBuissnes für Unternehmen
Abb. 7Aufgaben der Personalverwaltung

3 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr.Quelle
Tab. 1Übersicht Datenübertragungstechnik und Verbreitung
Tab. 2Fahrtenbuch
Tab. 3Gehaltsübersicht
Tab. 4Gehaltsberechung gesamt
Tab. 5Kostenaufstellung Vorher
Tab. 6Anschaffungskosten TomTomWork
Tab. 7Kostenaufstellung Vorher / Nachher
Tab. 8Einsparungen

4 Einleitung

Mit dieser Fallstudie zum Thema Location Based eBusiness (eBusiness = engl. Electronic Buisiness, elektronische Geschäftsprozesse) wollen wir beleuchten, welche Chancen und Möglichkeiten sich durch LBS (engl. Location Based Services, Standort basierte Dienste) für die Personalverwaltung und Ressourcendisposition ergeben.

4.1 Motivation

Unsere Motivation bei der Bearbeitung des Themas ergab sich aus den Diskussionen zum Themengebiet. Wir haben dieses Thema selbst gewählt, da wir hier ein großes Spektrum an Möglichkeiten für Unternehmen sehen. Für den Bereich der Personalverwaltung ergeben sich Möglichkeiten, um Mitarbeiter effektiver einzusetzen. Im Rahmen unserer Recherchen sind wir auf die Firma Virtic (http://www.virtic.de) gestoßen, wo wir einen interessanten Ansatz gesehen haben. Dort wird die Arbeitszeiterfassung der Monteure (z.B. Handwerker) per Handy durchgeführt. Bei der Buchung mit einem speziellen App (engl. Applikation, Anwendung) auf dem Handy, werden nicht nur die Zeitstempel übertragen, sondern auch die Position. Auf diese Art und Weise kann kontrolliert werden, ob die Mitarbeiter ihre Zeit wirklich auf der Baustelle buchen oder bereits, wenn Sie Zuhause sind.
Gleiches gilt für die Ressourcendisposition. Hier gibt es verschiedene Ansätze. Zum einen kann man durch Positionsbestimmung und entsprechender Software die Kräfte besser einteilen, z.B. das Fahrzeug zum Kunden schicken, dass am Nächsten ist, um Wegstrecke und Zeit zu sparen. Zum anderen kann man über GPS (engl. Global Positining System, golbales Positionierungssystem) seine "Güter" überwachen. Auf Baustellen erhalten Maschinen z.B. GPS-Empfänger und können so überwacht werden. Sollten diese nun gestohlen werden, kann man die Position nachvollziehen und ggf. die Güter lokalisieren und zurückerlagenen.

4.2 Zielsetzungen

Die Vielfältigkeit der Möglichkeiten haben uns dazu bewegt, uns diese näher anzusehen und zu prüfen, was dort heute schon möglich ist, was wie eingesetzt werden kann und was in der Zukunft noch möglich werden könnte.
Zudem ist in der heutigen Zeit der Fokus auf Geschwindigkeit und Sparpotenzial ausgelegt. Dies hat uns dazu bewegt, die Möglichkeiten unter diesem Aspekt zu beleuchten. Wir werden die Möglichkeiten zur Problemlösung und Aufgabenbewältigung herausstellen. Gleichzeitig legen wir Augenmerk auf die Sparpotenziale und Geschwindigkeitsverbesserungen.

4.3 Vorgehensweise

Die Arbeit gliedert sich in 3 Hauptteile. Im ersten Teil gehen wir auf die Grundlagen ein, klären Begrifflichkeiten und werden die Voraussetzungen festhalten, damit man LBS im Bereich eBusiness (engl. Electronic Buisiness, elektronische Geschäftsprozesse) nutzen kann. Zusätzlich beleuchten wir den gesetzlichen und datenschutztechnischen Aspekt der Speicherung von Positionsdaten.
Im zweiten Teil der Arbeit gehen wir auf die Personalverwaltung und die Ressourcendisposition ein. Hier betrachten wir die Aufgabenstellung der einzelnen Bereiche genauer. Erläutern die heutige Umsetzung der ausgewählten Geschäftsprozesse. Anschließend werden wir die Lösungmöglichkeiten mit aktueller Software betrachten.
Der letzte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit einem Fallbeispiel, in denen wir einmal eine Problemstellungen betrachten und gegenüberstellen, was sich ändert, wenn die Aufgabenstellung mit LBS umgesetzt wird. Hierbei werden auch Kosten und Nutzen gegenübergestellt.
Am Ende werden wir unser Fazit zum Thema festhalten und einen Ausblick auf die von uns erwarteten Zukunftsperspektiven im Bereich Personalverwaltung und Ressourcendisposition geben.

5 Grundlagen

5.1 LBS

Um die Arbeitsweise des Location Based eBusiness (Standort basierte Geschäftsprozesse) zu verstehen, gehen wir in diesem Abschnitt auf die Grundlagen des LBS ein.
Zur Bestimmung eines Standortes gibt es mehrere Möglichkeiten. Wenn wir die Vergangenheit betrachten, ließ sich ein Standort nur z.B. über eine Straßenkarte bestimmen. Dies setzt voraus, dass man über eine Straßenkarte des jeweiligen Ortes verfügte oder das es überhaupt eine Straßenkarte gab.
Eine weitere Möglichkeit, seine Position zu bestimmen, bestand darin sich über markante Orte wie Bahnhöfe, Museen etc. zu orientieren. Sollte das Straßennetz wie ein Schachbrett aufgebaut sein, wie es z.B. in New York oder anderen amerikanischen Städten der Fall ist, kann der Standort auch über die Position der Straßenkreuzung (z.B. 6th Ave, W 54th St) bestimmt werden. Eine Standortbestimmung konnte auch über Straßenschilder und Hausnummern vorgenommen werden. Ein Standort ließ sich sogar auf dem Wasser bestimmen, unter Nutzung von Spezialwissen, Seekarten, Lotung und Sextant.

In vielen Fällen ist die konventionelle Standortbestimmung nicht mehr ausreichend, wenn es darum geht einen Standort möglichst genau zu bestimmen, ohne dass auf die örtlichen und geografischen Gegebenheiten zurückgegriffen werden kann oder muss. Unter genauer Standortbestimmung ist nicht nur der reine räumliche Aspekt zu betrachten, sondern es geht auch um die genaue zeitliche Bestimmung. Also greift man auf die heutigen technischen Verfahren zurück, die es ermöglichen, über Dienste wie GPS, GSM, UMTS, WLAN oder Bluetooth und Endgeräte wie Handys, PDAs, Notebooks oder Netbooks eine genaue Standortbestimmung vorzunehmen.

Wenn man die Tatsache betrachtet, dass das Wachstumspotential im Kommunikationsmarkt für Ende 2009 weltweit auf 4,6 Milliarden Mobiltelefonanschlüssen prognostiziert wurde steigt hiermit auch das Potenzial an Nutzern der Location Based Services.[1] Durch das extrem schnelle Wachstum auf diesem Marktsektor sind die Endgeräte zur Nutzung dieser Dienste bezahlbar und für die Endanwender erschwinglich geworden. Es werden immer neue Einsatzbereiche erschlossen. In allen Bereichen des täglichen Lebens finden diese Dienste Einzug. Aus privater Sicht können Eltern ihre Kinder lokalisieren, es wird per Routenplaner die schnellste, kürzeste oder auch staufreieste Verbindung gefunden. Beim Einkauf lassen sich Preise direkt vergleichen und den günstigsten Händler in der Nähe bestimmen. Selbst Werbung kann auf das persönliche Kaufverhalten geschaltet werden. Alle diese Möglichkeiten setzen auf die genaue Standortbestimmung und wären ohne sie nicht realisierbar.

5.2 Anwendungsgebiete und Zielgruppen

Abb. 1: Übersicht Apps auf iPhone
Abb. 1: Übersicht Apps auf iPhone[2]
Abb. 2: Meine Stadt Übersicht
Abb. 2: Meine Stadt Übersicht[3]
Abb. 3: Meine Stadt Umkreis
Abb. 3: Meine Stadt Umkreis[4]

Um Location Based Services nutzen zu können, benötigt man unter anderem ein App. Apps sind kleine oder auch große Anwendungsprogramme, die einem durch dem Umgang mit dem PC, vertraut vorkommen sollten, diese Apps bekommen nun "Beine" werden also mobil. [5]

Die verschiedenen Anwendungsgebiete und Zielgruppen gliedern sich in die Unterpunkte:

Finden:
Wenn wir die Synonyme für den Begriff "finden" als antreffen, entdecken, orten, lokalisieren, ermitteln, ausfindig machen, erforschen, ansehen, identifizieren [6] untersuchen, spiegelt dies das große Angebot an Anwendungsgebieten und Zielgruppen wieder. Betrachten wir den Kreuzfahrtenanbieter Aida. Hier werden Apps für Kreuzfahrtinteressierte angeboten. Es werden Informationen über Deckpläne geliefert und es wird ermöglicht 360° Rundgänge im Innen- und Außenbereich zu beschreiten. Zusätzlich werden aktuelle Positionen der Schiffe, sowie Bug-Kameras angeboten.[7]

Ist man lieber auf der Straße unterwegs, können Staufinder und Routenplaner von Nutzen sein. Auf dem Weg zum Ziel oder am Zielort selbst sind Apps zur Hotelsuche und zum Preis- und Leistungsvergleich hilfreich. Auch der schnellste Weg zur nächsten Tankstelle kann in manchen Situationen sinnvoll sein.
Vergesslichen Menschen kann auch geholfen werden, in dem man sei App fragt "Where Did I Park?" ("Wo habe ich geparkt?") und über eine eingeblendete Wegbeschreibung wird das Auto gefunden. Oder es wird ein Timer gestellt, der auf das Ablaufen einer Parkuhr aufmerksam macht.[8]
Sollte unterwegs mal etwas passieren, können Apps als Notfallhelfer eingesetzt werden. Spezielle Unfallhelfer erklären notwenige Sofortmaßnahmen, bieten Notfallnummern der verschieden Länder an und bei Bedarf werden Hilfskräfte sogar zur Unfallstelle geleitet. [9]

Sollte das Mobilgerät einmal verloren gehen oder einem Diebstahl zum Opfer fallen, bieten diverse Anbieter auch Anwendungen an, über die das Gerät geortet werden kann.
Ein neuer Trend auf dem Ortungssektor ist bei eifersüchtigen Ehepartnern oder Freunden, dass herausfinden wo sich der jeweilige Partner genau jetzt befindet.[10]

Info:
Die Neusten Schlagzeilen, Sportergebnisse, Nachrichten aus Politik und Wirtschaft bitten Apps der gängigen Nachrichtendienste wie stern.de oder N24 an. [11] Auch Börsenkuse und Online-Banking sind heute als App vorhanden.

Werben:
Der gläserne Kunde ist heute schon Realität. Über Payback Karten lassen sich Kaufgewohnheiten von Menschen verschiedener Alters- und Sozialgruppen festhalten und auswerten. Ein Kunde hat ein bestimmtes Kaufverhalten, diese Daten sind gespeichert und durch analysieren kann diesem Käufer gezielt eine Angebot gemacht werden. Beispiel: Ein Kunde kauf, immer eine bestimmte Biomilch. Bringt der Hersteller nun ein neues Produkt (z.B. Biojoghurt) auf den Martk, wird es dem Kunden direkt und persönlich angeboten. Andere Käufer erhalten andere auf Sie angepasste Angebote aber nicht umbedingt diesen Joghurt. Selbst kann ein potenzieller Kunde auch Werbung anfordern. Es fängt beim Baumarkt an, wo man per Knopfdruck die tagesaktuelle Werbung abfragen kann und hört bei der Essensbestellung noch lange nicht auf.

Freizeit:
Wie war der Titel des Songs den man gerade hört? Einfach den Lautsprecher des Mobilgerätes in die Richtung der Musik halten und es werden Infos zum Titel und Interpret bereitgestellt. [12] Für die Gestaltung der Wohnung braucht man nicht mehr vor die Tür gehen, man erstellt ein Foto (vorzugsweise mit einer Handykamera) und kann sich direkt ansehen, wie der Raum mit anderen Wandfarben aussehen würde.

Soziale Netzwerke setzen auch auf LBS, denn heute ist es nicht mehr wichtig zu wissen, wann hast du Zeit, sondern wo bist du gerade. Es wird nicht mehr eine Verabredung getroffen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit, sondern ich sehe wo du bist und ich komme zu dir.

Beispiel:
Als Beispiel sehen wir uns die Seite „meinestadt-dein-umkreis“ und dere App einmal genauer an. Hier werden viele Bereiche des LBS und dem eBusiness und dessen Möglichkeiten abgedeckt. [13]

Durch eine ständig wachsende App Anzahl ist der Markt der LBS Nutzung einem starken Wachstum unterzogen. Hier sehen wir für die Zukunft große potenziale. Sei es die Kindergartengruppe, die mit ihren ersten Mobilen Geräten ausgestattet werden, oder die rüstige Generation der Rentner, die heute über ein großes finanzielles Potential verfügen und in allen Lebenslagen interessiert sind.

5.3 Technische Voraussetzungen für LBS

5.3.1 Techniken zur Datenübertragung

In diesem Kapitel soll auf die verschiedenen kabellosen Übertragungstechniken für Datenkommunikation eingegangen werden. Hierzu wird die Frage gestellt, welche Datenübertragungsmöglichkeiten sich heutzutage am Markt befinden. Ausgespart werden Marktirrelevante Übertragungstechniken und solche, die der allgemeine technische Fortschritt (z.B. deutsches A-Netz, B-Netz und C-Netz) obsolet gemacht hat.

Kommerzielle Mobilfunk-Netztechniken:

GSM (engl. Global System for Mobile Communications, Gobales System zur mobilen Kommunikation): Hierbei handelt es sich um einen Anfang der 90er Jahre definierten Übertragungsstandard für kabellose Sprach- und Datenkommunikation. GSM arbeitet vollständig digital und ist der erste Übertragungsstandard der sog. Zweiten-Generation ("2G"). Es hat sich am Markt als Ersatz für die analogen Techniken der Ersten-Generation durchgesetzt und damit relativ schnell das ältere analoge C-Netz verdrängt. Bei den analogen Vorgängernetzen A-, B- und C-Netz handelte es sich noch mehr oder weniger um Insellösungen und nur wenige Staaten setzten auf dieselbe Netztechnik, was für den Anwender zu wenig Netzkompatibilität mit seinem Endgerät geführt hat, z.B. auf länderübergreifenden Geschäftsreisen. "Zu Beginn der achtziger Jahre zeichnete sich in Europa ein Trend zu vielen nationalen und inkompatiblen Funknetzen ab. Die sieben verschiedenen Mobilfunknetze in Europa machten durch die hohen Gebühren und Gerätepreise das Mobiltelefon für viele Kunden unattraktiv..."[14] Auf dem deutschen Markt wurde GSM im Jahr 1992 eingeführt, anfangs in der Frequenz 900 Mhz, dass sogenannte "D-Netz" der Deutschen-Telekom und das Konkurrenz-Netz D2-Mannesmann. Später folgten die als E-Netz beworbenen Frequenzerweiterungen, die in 1800 Mhz funken. Aktuell gibt es in Deutschland derzeit fünf ausgebaute GSM-Netze, wovon vier kommerziell genutzt werden können. Dies sind D1/T-Mobile, D2/Vodafone, E1/E-Plus und E2/O². Desweiteren betreibt die Deutsche Bahn ein eigenes GSM Netz in den Frequenzen 955 bis 974 Mhz, ohne dabei in der Rolle eines Mobilfunkbetreibers zu agieren.[15] Die für GSM vorgesehene Technik zur Datenübertragung nennt sich CSD (engl. Circuit Switched Data). Diese erlaubt eine max. nutzbare Datenrate von 9,6 kBit/s, bzw. 14,4 kBit/s bei damit allerdings verbundener schlechterer Fehlerkorrektur und häufigeren Blockfehlern. War dieser Wert zu Beginn des GSM-Standards verglichen mit anderen kabelgebundenen Technologien zur Fernübertragung von Datenpaketen noch vergleichsweise konkurrenzfähig, so stieß diese Datenrate schon gegen Ende des letzten Jahrtausends an ihre Grenzen. Die Übertragung umfangreicherer Multimedia-Inhalte auf mobile Endgeräte war mit der CSD-Technik nur mit einer für den Anwender unzweckmäßigen Geschwindigkeit möglich. Als Beispiel sind hier die ersten Gehversuche des mobilen Internets zu nennen. Die 1999 eingeführte WAP (engl. Wireless Application Protocol) Technik zur Darstellung monochromer Mini-Webseiten auf mobilen Endgeräten konnte sich nie vollständig am Markt durchsetzen. Die Gründe lagen in der zu niedrigen Übertragungsgeschwindigkeit, womit keine in HTML codierten Webseiten wie im Internet möglich waren, sondern nur eine Kompromisslösung, in dem auf das WML-Protokoll (engl. Wireless Markup Language) gesetzt wurde. Aus diesem Fehler im Marktstart des mobilen Internets lernten die Netzbetreiber und überbrückten die Zeit bis zur flächendeckenden Verfügbarkeit der GSM-Nachfolgenetze der dritten Generation ("3G") mit weiteren Ausbaustufen und Modifikationen am GSM-Standard. Hier kam es zu mehreren Weiterentwicklungen. Zu nennen sind dort u. A. HSCSD (engl. High Speed Circuit Switched Data) mit einer max. Datenübertragung von 115,2 kBit/s. HDCSD wird in Deutschland allerdings nur von Vodafone-D2 und E-Plus unterstützt. Desweiteren gibt es den GPRS (engl. General Packet Radio Service) Standard, welcher eine max. Datenrate von 171,2 kBit/s ermöglicht. Allerdings stellt dies einen Optimalwert dar und mit steigender Netzlast sinkt dieser Wert signifikant. Abschließend kann man zu GSM sagen, dass dieser Standard eine Erfolgsgeschichte war und weltweit das Mobiltelefonieren und damit auch erstmals die mobile digitale Datenübertragung im gewissen Rahmen für den breiten Massenmarkt möglich gemacht hat. In vielen Entwicklungsländern mit nicht vorhandener oder schlecht ausgebauter Festnetz-Infrastruktur ist GSM sogar die einzige Kommunikationsmöglichkeit. Doch nach über 20 Jahren nach der Festlegung der Spezifikation stößt dieser Standard im WEB-2.0, Multimedia und HD (engl. High Definition) Zeitalter, sowie immer technisch ausgefalleneren Endgeräten, zusehends an seine Grenzen. Darum ist davon auszugehen, dass in westlichen Industrienationen GSM zunehmend an Bedeutung verliert und von dem sich im weiteren Ausbau befindlichen Netzen der dritten Generation bzw. zukünftig auch von den kommenden Netzen der vierten Generation abgelöst wird.

UMTS (engl. Universal Mobile Telecommunications System): UMTS ist als Weiterentwicklung der im Moment eingesetzten GSM-Technik ein System zur mobilen Datenübertragung. Mit UMTS wird erstmals die schnelle drahtlose Übertragung großer Datenmengen möglich".[16] Bei UMTS handelt es sich um einen digitalen Mobilfunk-Netzstandard der sogenannten dritten Generation ("3G"). Dieser wurde von Anfang an mit besonderen Augenmerk auf die Datenübertragung entwickelt und ermöglicht derzeit unter der Erweiterung HSDPA (engl. High Speed Downlink Packet Access) Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 7,2 mBit/s bzw. ohne HSDPA von 384 kBit/s. Im Sommer 2000 wurden für insgesamt 98 Mrd. DM sechs Lizenzen für je etwa 16 Mrd. DM (ca. 8 Mrd. Euro) von der Bundesnetzagentur versteigert. Die erfolgreichen Bieter waren hier T-Mobile GmbH, Vodafone D2 GmbH, MobilCom Multimedia GmbH, O² Germany, Auditorium Investments Germany S.à.r.l. (ein Konsortium aus E-Plus und Hutchison) und der Group 3G (ein Konsortium bestehend aus Sonera und Telefónica). Group 3G verlor später mit dem Ausstieg aus dem deutschen Markt ihre Lizenz und Mobilcom gab seine Lizenz 2003 freiwillig an die BNetzA zurück. Im Bereich zur Vorgängertechnik GSM wurde neben der wesentlich höheren Datenübertragungsrate ein weiterer Mehrwert durch die Funkübertragungstechnik Wideband CDMA (engl. Code Division Multiple Access) erreicht, womit ein UMTS fähiges Endegerät mehrere Datenströme gleichzeitig verarbeiten kann. So kann der Benutzer z.B. gleichzeitig telefonieren, seine E-Mails abrufen und nebenbei über die lokalisierte Ortung über UMTS Basisstationen (Funkzellen) LBS in Anspruch nehmen. Für Oktober 2008 vermeldete das UMTS Forum 230 Netze der dritten Generation in über 100 verschiedenen Ländern mit mehr als 400 Mil. Kunden, von denen 300 Mil. Kunden die UMTS Technik benutzen.[17] Damit ist UMTS die am meisten verbreitete Technik der dritten Netzgeneration. Für den deutschen Markt gab der Branchenverband BITKOM Ende 2008 bekannt, dass es 15,9 Mil. UMTS Teilnehmer gibt.[18] Mit der technischen Weiterentwicklung von Mobilfunkendgeräten und der zunehmenden Verschmelzung der Geräteklassen Mobiltelefon, PDA (engl. Personal Digital Assistent)/Organizer, Smartphone und Tablet stehen in den letzten Jahren auch erstmals Endgeräte zur Verfügung, die sich mit immer größerem Erfolg am Massenmarkt durchsetzen konnten und somit mobile Datenkommunikation und zunehmend auch LBS größer werdenden Kundenkreisen zur Verfügung stellen können.

Andere frei zugängliche kabellose Übertragungstechniken:

WLAN (engl. Wireless Local Area Network): Es handelt sich hierbei um ein lokales Funknetzwerk, um mobile Endgeräte zu vernetzen und unter diesen Endgeräten kabellose Datenkommunikation möglich zu machen. Beim Begriff WLAN ist meistens die zugrunde liegende Technik eines IEEE-802.11x Standards gemeint. "Die Familie der IEEE802.11-Standards definiert vor allem die Bitübertragungsschicht (Physical Layer) und die Verbindungs-schicht (Data Link Layer), das sind die untersten zwei Schichten des OSI-Referenzmodells, sprich: Open System Reference Model".[19] International ist eher der Begriff WiFi anstelle von WLAN geläufig. WLAN-Netzwerke können für die verschiedenen Anforderungsprofile in unterschiedlichen Modusarten betrieben werden. Der Infrastruktur-Modus ist dabei vom Aufbau her mit einem Mobilfunk-Netzwerk vergleichbar. Ein Drahtloser zentraler Zugriffspunkt (z.B. Router oder Access-Point) sorgt hierbei für die Koordination aller mit dem Netzwerk verbundenen Clients. Diese Clients können unterschiedliche Endgeräteklassen sein, z.B. Notebooks, Desktop-PCs, Tablets, Haushaltsgeräte mit WLAN Schnittstelle und mobile Telekommunikationsgeräte wie Handys und Smartphones. Im Add-Hoc Modus hingegen gibt es keine zentrale Kommunikationseinheit, sondern alle Clients sind gleichwertig ausgezeichnet. Dieser Modus eignet sich weniger zum Aufbau komplexer Netzwerke, als vielmehr zum schnellen Datenaustausch innerhalb einer befristeten Verbindung zwischen zwei mobilen Endgeräten. Als Beispiel sei der Outlook-Abgleich von einem Notebook auf ein Smartphone zu nennen. In der Praxis haben sich allerdings einfachere Vernetzungstechniken zum schnellen mobilen Point-To-Point Datenaustausch auf Handys durchgesetzt, die vom Umfang der nötigen Einstellungen her für den Endanwender einfacher zu managen sind, z.B. Bluetooth oder die klassische Infrarot-Verbindung. Der große Vorteil von WLAN Netzen besteht dafür in der großen max. erreichbare Geschwindigkeit zur Datenübertragung. Der bereits in die Jahre gekommene IEEE-802.11b Standard schafft immerhin schon max. 11 Mbit/s. Der neuere IEEE-802.11g Standard, welcher derzeit die größte Endgeräte-Kompatibilität am Markt bietet, kann schon 54 Mbit/s unter optimalen Voraussetzungen übertragen und der neueste am 12.09.2009 von der IEEE verabschiedete IEEE-802.11n Standard kann bei der Nutzung von Funkfrequenzen bis 5 Ghz bereits bis zu 600 Mbit/s maximal übertragen.

Bluetooth: Ist ein Anfang der 1990er Jahre entwickelter Funkstandard zur Datenkommunikation von mobilen Endgeräten über kurze Distanzen. Der zugrunde liegende Standard bildet dabei die IEEE-802.15.1 Spezifikation. Entgegen der allgemein weit verbreiteten Meinung ist Bluetooth keine proprietäre Entwicklung der schwedischen Firma Ericsson, sondern es waren z.B. noch die Firmen Intel, HP, IBM und Nokia mit an der Entwicklung beteiligt. Technisch arbeitet Bluetooth im lizenzfreien Frequenzband von 2.402 bis 2,480 Ghz, womit Bluetooth-Fähige Endgeräte keine spezielle Funkzulassung benötigen. Um Frequenzstörungen durch andere in diesem Band funkende Geräte (z.B. Mikrowellenherde, Funk-Wetterstationen, schnurlose Festnetztelefone etc.) zu vermeiden, wird ein modulierendes Frequenzsprungverfahren genutzt, welches die Frequenz bis > 1000x die Sekunde wechseln kann. Dennoch ist die maximale, mit Bluetooth, mögliche Übertragungsrate im Vergleich mit anderen kabellosen Verbindungstechnologien vergleichsweise gering. So kommt der Bluetooth 1.1 Standard aus dem Jahr 2001 auf max. 732,2 kBit/s und der neuere aus dem Jahr 2004 stammende Standard 2.0 kann max. 2,1 mBit/s an Daten übertragen. Diese Werte gelten allerdings nur unter optimalen Verbindungsbedingungen und solange sich nicht mehrere Geräte einen Übertragungskanal teilen müssen. Hinzu kommt die sehr geringe Reichweite von Bluetooth-Netzen, so das die Verwendung eigentlich nur für den privaten Bereich sinnvoll ist und es nicht viele kommerzielle Einsatzgebiete gibt. So bietet selbst die stärkste der drei Bluetooth-Sendeklassen mit max. 100mW an Funkleistung im Freien unter optimalen Bedingungen nur eine max. Reichweite von 100 Metern. In bebauten Gebieten sinkt dieser Wert noch einmal signifikant. Trotzdem ist Bluetooth heutzutage ein wichtiger Bestandteil der mobilen Datenübertragung und aus Endgeräten wie Mobiltelefonen und Notebooks nicht mehr wegzudenken, da es dem Endanwender eine vergleichbare einfache Möglichkeit zur Einrichtung von mini Add-Hoc-Netzen zum einfachen Datenaustausch zwischen zwei Geräten bietet, ohne das wie z.B. bei WLAN tiefergreifende Kenntnisse für den Anwender nötig sind. Diesen Kundenvorteil beschreibt der Autor Patrick Schnabel wie folgt "Ein Bluetooth-Profil garantiert die Zusammenarbeit von Bluetooth-Geräten der unterschiedlichsten Hersteller. In einem Profil sind Regeln und Protokolle definiert. Der Benutzer hat dadurch den Vorteil, das er zwei oder mehrere Endgeräte nicht manuell aufeinander abstimmen muss. Dabei lässt Bluetooth mehrere Profile gleichzeitig zu".[20]

Abschließend für dieses Kapitel möchten wir mit einem tabellarischen Vergleich die vier relevantesten kabellosen Datenübertragungstechniken in einer auf unserer eigenen Recherche basierenden Tabelle gegenüber stellen.

GSM UMTS WLAN Bluetooth
Verbreitung sehr hoch hoch sehr hoch hoch
Reichweite sehr hoch hoch gering sehr gering
Daten Übertragungsrate gering hoch sehr hoch sehr gering
Kostenlose Nutzung möglich nein nein ja bedingt
Kosten für Netzinfrastruktur sehr hoch sehr hoch sehr gering sehr gering
Lizenz für Netzaufbau nötig ja, mittlere Lizenzkosten ja, hohe Lizenzkosten nein nein
Datensicherheit hoch hoch mittel sehr gering
Positionsbestimmung möglich ja, geringe Genauigkeit ja, gute Genauigkeit ja, mittlere Genauigkeit ja, gute Genauigkeit

Tab. 1: Übersicht Datenübertragungstechnik und Verbreitung

5.3.2 Techniken zur Standortlokalisierung

Für die Standortlokalisierung ist die GPS Ortung die wohl am weit verbreiteste. Sie hat sich über die Zeit als das wichtigste Ortungsverfahren etabliert. Jedoch ist sie nach wie vor ein Nebenprodukt des Verteidigungsministeriums der USA. Seit 2000 bieten diese Signale eine Exaktheit von ca. 10 Metern an, da diese zuvor künstlich verschlechtert wurde. Durch die Abhängigkeit vom Verteidigungsministerium können sich durchaus auch Nachteile ergeben. Außerdem handelt es sich hier um ein Ortungssystem, welches bedingt durch die technische Umsetzung nur im Freien und bei direktem Sichtkontakt zum Satteliten funktioniert. Dies ist und war letztlich die Motivation weitere Ortungssysteme zu entwickeln.

So wurden parallel zum GPS System weitere Ortungssysteme auf Sattelitenbasis entwickelt. Hierzu gehören GLONASS, Euteltracs, Galileo, MSAS und Compass. Das Gegenstück zum GPS der USA ist GLONASS, dies ist das Ortungssystem der russischen Föderation. Eine Vollabdeckung ist bis zum Jahre 2012 geplant. Euteltracs soll eine Lösung für den europäischen Bereich sein, allerdings aufgrund der Ungenauigkeit der Ortung hat es keinen bedeutenden Stellenwert. Das MSAS ist ein japanisches Ortungssystem und seit 2007 in Betrieb, bietet allerdings nur Ortungsmöglichkeiten für den Raum Japan. Unter dem Namen Compass befinden sich 4 geostationäre und 21 weitere Satteliten der Chinesen im Orbit. Unter der Führung der EU und ESA (European Space Agency) wird derzeitig ein Ortungssystem für die zivile Anwendung unter dem Namen Galileo entwickelt, dieses soll nach Fertigstellung ca. 60 Navigationssatelliten stellen. Am wahrscheinlichsten ist die Nutzung der 3 globalen Systeme GLONASS, GPS und Galileo. Bei entsprechend ausgestatteten Endgeräten könnten somit von allen drei Anbietern Signale empfangen und verarbeitet werden. Somit wäre eine sehr genaue Positionsbestimmung und auch eine hohe Abdeckung gewährleistet.
Eine weitere Möglichkeit der Standortlokalisation ist die GSM-/UMTS Ortung. Diese Ortungsmöglichkeit nutzt das Mobilfunknetz, welches auf dem Prinzip von Funkwellen und festen Sendemasten mit den damit verbundenen Endgeräten aufbaut. Somit ist dies eine günstige Möglichkeit der Standortlokalisation, da das Mobilfunknetz bereits vorhanden ist. Nachteilig ist jedoch, dass die Genauigkeit der Lokalisation von den Endgeräten abhängig ist.
Nun gibt es als alternative Technik zur Standortlokalisation die RFID (Radio Freuenzy Identification) Ortung. Vom Grundprinzip her ist diese Variante der Ortung wie die bisherigen aufgebaut, mit dem Unterschied, dass hier die Lesegeräte den Sendemasten entsprechen. Objekte, die mit RFID Chips ausgestattet sind, können geortet werden. Ein mit RFID ausgestattetes Objekt wertet zwar keine Signale aus, aber es manipuliert sie. Diese manipulierten Signale werden vom Lesegerät bzw. von speziell konfigurierten Sendern erkannt und letztlich lokalisiert.[21]

Nun gibt es auch noch die Möglichkeit der Hybridtechnologien. Dies bedeutet, dass ein Endgerät in der Lage sein muss, viele unterschiedliche Signale zu empfangen, wie bspw. GPS, WLAN, UMTS usw. Mit Hilfe aller empfangenen Signale wird eine relativ exakte Standortbestimmung vorgenommen. Die Firma Skyhook hat für Apple eine Software entwickelt, die sich beim iPhone etabliert hat, diese reagiert auf alle möglichen Signale, wertet diese aus und bestimmt den Standort.[22]
Eine weitere Möglichkeit der Standortlokalisation stellt die WLAN Ortung dar. Jedes Gerät, welches ein Signal in einer bestimmten Frequenz ausstrahlt, kann durch Positionsbestimmung und Informationsverarbeitung Geräten zu Ortung dienen. Dieses simple Prinzip wird bei der WLAN Ortung genutzt, um die Position eines Gerätes zu bestimmen. Voraussetzung für die Standortlokalisierung per WLAN ist natürlich ein weit verbreitetes WLAN Netz. Um einen hohen Informationsfluss zu gewährleisten, auch außerhalb von Büro und privaten Haushalt, müssen Funknetzwerke mit hohen Sendeleistungen an vielen öffentlichen Orten installiert sein. Dies macht letztlich eine WLAN Standortlokalisation erst möglich. Bis dato sind exemplarisch folgende WLAN Lösungen entwickelt worden: MagicMap, Ekahau, Microsoft Radar und Fraunhofer Navigator.[23][24][25]

5.3.3 Voraussetzungen für Endgeräte

Um LBS nutzen zu können, müssen Endgeräte bestimmte Voraussetzung erfüllen. Unabhängig davon, ob es sich um Handys, PDAs, Notebooks, Netbooks, etc. handelt, müssen die Endgeräte entweder über GSM, UMTS, WLAN oder Bluetooth verfügen.
Die Verbreitung bei den obig genannten Datenübertragungstechniken ist zwar bei allen verhältnismäßig hoch, dennoch unterscheiden sie sich gravierend insbesondere in der Reichweite. Somit fällt Bluetooth auf die Praxis bezogen schon aus dem Raster, da hier zusätzlich auch die Übertragungsrate sehr gering ist. Aber auch der Bereich des WLAN ist nicht gerade praktikabel, denn es muss zunächst immer ein WLAN Netz verfügbar sein. Hierbei ist das aktuelle Urteil des I. Zivilsenats vom 12.5.2010 - I ZR 121/08 -[26] zu beachhten, welches die Absicherung von WLAN gegen fremde Benutzung festlegt. Insofern bleiben im Wesentlichen GSM und UMTS übrig, die sich auch hervorragend für die Nutzung über mobile Endgeräte eignen, denn sowohl Verbreitung, als auch Reichweite ist hier verhältnismäßig hoch, mit einer damit verbundenen hohen Datenübertragungsrate und Datenübertragungssicherheit. Nachteilig ist hier zu sehen, dass eine kostenfreie Nutzung dieser GSM bzw. UMTS Dienste derzeitig nicht möglich ist. Es steht auch einer weltweiten Realisierung von LBS nichts im Wege, außer gegebenfalls die internationalen Kosten für GSM und UMTS.
Für den Fall, dass eine bestimmte Software auf den mobilen Endgeräten laufen soll, gibt es unterschiedliche Voraussetzungen der Firmen, die diese anbieten. Bezogen auf die Firma Virtic, die sowohl die mobile Zeiterfassung, als auch die Wegeüberwachung als Softwarelösung anbieten, gibt es eine ganze Reihe von Endgeräten, die entsprechend kompatibel sind. Da auch die verhältnismäßig einfachen Endgeräte schon ein recht großes Leistungsspektrum abdecken, stammen viele auch aus dem unteren Preissegment. Die Anschaffungskosten für entsprechende Geräte stellen also auch keine Hemmschwelle mehr dar. Es sollte allerdings neben den grundsätzlichen Voraussetzungen wie GSM, UMTS usw. auch auf andere Eckdaten bei der Auswahl der richtigen Geräte geachtet werden. So ist eine akzeptable Akkulaufzeit nicht zu vernachlässigen, gerade in Verbindung mit dem Einsatz von UMTS. Desweiteren sollte auch auf eine grundsätzlich leichte Bedienung der Endgeräte geachtet werden.
Abschließend kann man sagen, dass heutige Geräte fast zu 100% standardmäßig mit mindestens einem der Komponenten ausgestattet ist, insofern lässt sich zumindest von der technischen Seite LBS hier ohne große Investitionen in Endgeräte zu stecken realisieren.

5.4 eBusiness

Abb. 4: Übersicht eBusiness und Teilbereiche
Abb. 4: Übersicht eBusiness und Teilbereiche
Abb. 5: Ziele des eBuissnes
Abb. 5: Ziele des eBuissnes[27]
Abb. 6: Vorteile für Unternehmen
Abb. 6: Vorteile für Unternehmen[28]

Geschäftsprozesse gab es schon immer. Blicken wir in die Steinzeit zurück, wurde Handel über Tauschgeschäfte wie Nahrungsmittel und Felle betrieben, später wurden Muscheln und Schmuck als Zahlungsmittel eingesetzt. Heute wird dieser Prozess des Handelns auf eine andere Ebene verlagert und setzt keine persönliche Präsens mehr voraus.

Wir sprechen vom eBusiness als Oberbegriff für alle Formen von elektronischen Geschäftsprozessen, die über elektronische Medien, wie z.B. das Internet, getätigt werden.

Der Einsatz von eBusiness hat das Ziel der Optimierung von Geschäftsprozessen, die Erweiterung des Kundenstammes, die Verbesserung des Kundenservices, globale Ausweitung des Vertriebs, Reduzierung von Vertriebskosten und die Erschließung neuer Märkte. Dies setzt eine hohe Aktualität der Informationen, Real-Time-Verbindungen zum Unternehmenssystem und eine steigende Globalisierung vorraus. (siehe Abbildung 5)[29]

Als Vorteil für die Unternehmen kann die direkte Datenerfassung der Kunden angesehen werden, da keine zusätzlichen Personalkosten kalkuliert werden müssen. Durch die Globalisierung ist der Aufbau eines weltweiten Kundenkreises möglich. (siehe Abbildung 6)[30]

Ein Teilbereich des eBusiness ist der Bereich eCommerce (eng. Electronic Commerce, elektronischer Handel). „Electronic Commerce ist ein Konzept zur Nutzung von bestimmten Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Integration und Verzahnung unterschiedlicher Wertschöpfungsketten“[31]

ECommerce beinhaltet die Schwerpunkte:

B2B (engl. Business to Business, Geschäftlich zu Geschäftlich) beschreibt die Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen untereinander. Die Anzahl der Unternehmen, die miteinander in Beziehung stehen sowie die Produktpalletten, sind begrenzt. Nimmt man das Beispiel eines Automobilzulieferers ist, dieser spezialisiert auf einen bestimmten Bereich der Herstellung eines Fahrzeugs. Setzen wir voraus, es werden Türschlösser produziert, so macht es Sinn, Geschäftsbeziehungen mit Automobilherstellern zu pflegen. Die Kommunikation der Unternehmen untereinander erfolgt meist über elektronischen Wege, z.B. über gesicherte Internetportale.

B2C (engl. Business to Consumer, Geschäftlich zum Endverbraucher) beschreibt die Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und den Endverbrauchern. In dieser Konstellation ist der Kundenkreis sehr viel größer als beim B2B, da die Anzahl der erreichbaren Endverbraucher, als auch die Anzahl der Produkte, um ein vielfaches umfangreicher sind. Betrachtet man in diesem Zusammenhang den Onlineshop "Amazon", so spricht dieses Unternehmen durch seine Sortimentauswahl (Bücher, CDs, etc.) einen breit gefächerten Kundenkreis an.

B2E (engl. Business to Employee, Geschäftlich zum Mitarbeiter) sind Geschäftsprozesse zwischen einem Unternehmen und seinen Angestellten. Hierbei bildet das Intranet den Schwerpunkt des Ansatzes. In der Regel haben nur die Mitarbeiter des Unternehmens Zugriff auf das Intranet. Hier können Informationen gezielt und zentral abgerufen werden. Für Unternehmen, die weltweite Niederlassungen besitzen, bringt es den Vorteil, dass alle Mitarbeiter zeitgleich auf dem neuesten Informationsstand gehalten werden. Es gibt innerhalb des Unternehmens keine geografischen Hindernisse für die Kommunikation, jedochb sind sprachlich bedingte Hindernisse möglich. Vielfach wird diese Art der Intranetnutzung auch zu Schulungszwecken eingesetzt und vergrößert die Unternehmenswissensdatenbank.

EProcurement
EProcurement (engl. Electronic Procurement, elektronische Beschaffung) beschreibt laut Dr. Rüdiger Zarnekow "die Integration elektronischer Kommunikationsprozesse in die betrieblichen Beschaffungsabläufe"[32]

An die Stelle der herkömmlichen Beschaffungsmethoden, die meist in Papierform stattfand, wird heute in der Regel der Einkaufsprozess durchgängig auf elektronische Weise durchgeführt. Vorteil ist die Zeitersparnis, über das Internet lassen sich leichter Lieferanten finden, Angebote lassen sich leichter und schneller vergleichen, die Prozesskosten sinken durch schnellere Abwicklung von Bestellungen. [33]

5.5 Personaldisposition

Die Aufgaben der Personaldisposition variieren stark. Der Aufgabenumfang hängt stark von der Größe und Struktur des Unternehmens ab. Herr Prof. Dr. Thomas Bartscher beschreibt die Personalverwaltung allgemeingültig wie folgt "Summe aller administrativen personalbezogenen Maßnahmen im Unternehmen, d.h. Anwendung der Regelungen des geltenden Rechts vom Sozialrecht bis zur Betriebsvereinbarung, Erledigung aller Formalitäten von der Personaleinstellung bis zur Personalfreisetzung, Bearbeitung der laufenden Mitarbeiteranträge, Führung der Personalakten, Führung der Personalstatistik, Abwicklung der Lohn- und Gehaltszahlungen" [34]

Die Personaldisposition stellt einen Dienstleister für das gesamte Unternehmen dar. Sie widmet sich nicht nur den erwähnten Aufgaben, die durch das Gesetz vorgegeben werden, sondern trägt insbesondere auch durch interne Aktivitäten wie Personalplanung, Personalbeschaffung, Personaleinsatz, etc. entscheidend zu Qualitäts- und Leistungsveränderungen bei. Es erfolgt eine enge Verknüpfung der Unternehmensziele wirtschaftlicher und sozialer Art. Der Beitrag der Personaldisposition besteht daher nicht ausschließlich im funktionieren des administrativen Bereiches.

Auch in der Personaldisposition hat die EDV im Zeitverlauf einen immer höheren Stellenwert erreicht. In der Vergangenheit wurde die EDV primär für den Bereich der Entgeltabrechnung eingesetzt. Mittlerweile ist sie in fast allen Aufgabenstellungen der Personaldisposition ein wichtiges Hilfsmittel geworden. Denn insbesondere hier gestaltet man umfassende Datenbestände, die sich problemlos in unterschiedlicher Weise miteinander verknüpfen lassen würden. Dies könnte man bis hin zu einem Ausbau eines Personalinformationssystem nutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand, Entlastung von Routineaufgaben, Verringerung von Fehlerquellen, schnelle und intensivere Informationen, Rationalisierung des Arbeitsablaufes, sowie die Verknüpfungsmöglichkeit der Daten mit anderen Stellen. Letztlich ist auch die Personalplanung, insbesondere die Erstellung von Personaleinsatzplänen und die Personalentwicklungsplanung zur raschen Bedarfsanalyse und Umsetzung ein wichtiges Merkmal der EDV gestützten Personaldisposition.[35]

5.6 Ressourcendisposition

Unter dem Begriff der Ressourcendisposition versteht man das Verwalten aller matereillen oder inmateriellen Güter eines Unternehmens. Aufgrund unserer Aufgabenstellung gehen wir nur auf die materiellen Güter ein. Eine effiziente Ressourcenplanung ist ein entscheidender Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Der Produktionsablauf eines Unternehmens ist der wichtigste Teil der Ressourcenplanung. Hierbei wird durch eine vollständige Integration und Synchronisation aller Prozessdaten eine Echtzeiterfassung, Echtzeitplanung und Echtzeitvisualisierung ermöglicht. Es werden sowohl Bestandsdaten, Plandaten und Prozessdaten erfasst und verarbeitet und genau hier liegt die Problematik.
Die Menge an Prozessdaten nimmt permanent zu, IT Systeme die zum Zwecke der Qualitätssicherung, Nachhaltigkeit usw. eingeführt worden sind, müssen in bestehende Systeme integriert werden. Diese lösen eine enorme Datenflut aus, die in der Ressourcendisposition berücksichtigt werden muss. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein automatisiertes Hochregallager, welches im Betrieb permanent Prozessdaten sendet. Letztlich sind nicht nur materielle Dinge, wie Lagerbestände oder Bestellungen wichtig, sondern auch immaterielle wie Mitarbeiter, deren Einsatz und die optimale Nutzung derer Potentiale. Denn mit steigendem Kostendruck wird eine gute Ressourcendisposition immer wichtiger, gerade im Hinblick auf einen steigenden Kostendruck und immer knapper werdenden Margen. Schließlich entscheidet ein reibungsloser Ablauf, sowie die pünktliche Bereitstellung von Material, Mitarbeitern, sowie die Kontrolle über Fremdleistungen, über den Gewinn und Verlust eines Projektes.[36]

Wir möchten uns jedoch hier insbesondere auf den Einsatz und die Optimierung der Ressource Mitarbeiter konzentrieren. Ziel soll es sein, diese Ressource Mitarbeiter zunächst optimal einzusetzen. Es gibt unterschiedliche Ansätze für diesen Bereich, bspw. für die Arbeitszeitverwaltung im Außendienst. In der Ausgangssituation werden monatlich zigtausende Belege in Form der Stundenzettel von Handwerkern, Leiharbeitern, Monteuren und vielen anderen Außendienstmitarbeitern geschrieben und in ihren Unternehmen zwecks Erfassung und Weiterbearbeitung abgegeben. Diese werden dann in der Regel von Mitarbeitern der Personalabteilung oder Buchhaltung recht mühsam erfasst und weiterbearbeitet. Wenn ein Unternehmen für Ihre Mitarbeiter bzw. Projekte, Begleitkalkulationen durchführen möchte, sind diese Stundenzettel unabdingbar. Für die Mitarbeiter ist die Erfassung sehr umständlich, denn die Stunden müssen exakt den Projekten zugeordnet werden. Dies ist meist mit einem so großem Aufwand verbunden, dass dies bei kleineren Projekten in keinster Relation mehr zum Umsatz steht. Ein weiteres Problem der Stundenerfassung besteht in den nicht exakten Angaben der Mitarbeiter bezüglich der tatsächlichen Stunden. In der Praxis sind hier größere Abweichungen durchaus als Realität zu bezeichnen. Dies verursacht hier einen nicht unerheblichen Kostenfaktor. Zum einen ist der Verwaltungsaufwand für das Erstellen der Stundenzettel recht hoch, womit eine meist verspätete Rechnungsstellung und der damit verbundene Zinsverlust verkettet ist. Im späteren Verlauf unserer Fallstudie machen wir hierzu genauere Angaben bis in den Detailbereich.

5.7 Datenschutz und gesetzliche Bestimmungen

Nachfolgend einige Paragraphen, die sich mit den Thema Datenschutz und gesetzlichen Bestimmungen auseinandersetzen.

Auszüge aus dem BDSG (Bundesdatenschutzgesetz)[37]

§1 Abs.1 Zweck dieses Gesetzes ist den Einzelnen davor zu schützen, dass durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird.
§3 Abs. 1 Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener).
§3 Abs. 2 Automatisierte Verarbeitung ist die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen...
§3 Abs. 4 Verarbeiten ist das Speichern, Verändern, Übermitteln, Sperren und Löschen personenbezogener Daten.
§3 Abs. 10 Mobile personenbezogene Speicher- und Verarbeitungsmedien sind Datenträger, die an den Betroffenen ausgegeben werden oder an anderer Stelle automatisiert verarbeitet werden können...
§4 Abs. 3 Werden personenbezogene Daten beim Betroffenen erhoben, so ist er, sofern er nicht bereits auf andere Weise Kenntnis erlangt hat, von der verantwortlichen Stelle über die Identität der verantwortlichen Stelle, die Zweckbestimmen der Erhebung, oder Nutzung zu unterrichten...
§4f Abs. 1 Öffentliche und nicht öffentliche Stellen, die personenbezogene Daten automatisiert verarbeiten, haben einen Beauftragten für den Datenschutz schriftlich zu bestellen...
§5 Den bei der Datenverarbeitung beschäftigten Personen ist untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). Das Datengeheimnis besteht auch nach Beendigung ihrer Tätigkeit fort...
§19 Abs. 1 Dem Betroffenen ist auf Antrag Auskunft zu erteilen über die zu seiner Person gespeicherten Daten, auch soweit sie sich auf die Herkunft dieser Daten beziehen, die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, an die die Daten weitergegeben werden und den Zweck der Speicherung...

Auszüge aus dem TKG (Telekommunikationsgesetz)[38]

§1 Abs. 1 Zweck dieses Gesetzes ist es, durch technologieneutrale Regulierung den Wettbewerb im Bereich der Telekommunikation und leistungsfähige Telekommunikationsinfrastrukturen zu fördern und flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen zu gewährleisten.
§88 Abs. 2 Zur Wahrung des Fernmeldegeheimnisses ist jeder Dienstanbieter verpflichtet. Die Pflicht zur Geheimhaltung besteht auch nach dem Ende der Tätigkeit fort, durch die sie begründet worden ist.
§91 Abs.1 Regelt den Schutz personenbezogener Daten der Teilnehmer und Nutzer von Telekommunikation bei der Erhebung und Verwendung dieser Daten durch Unternehmen und Personen, die geschäftsmäßig Telekommunikationsdienste erbringen oder an deren Erbringung mitwirken...
§93 Abs. 1 Dienstanbieter haben ihre Teilnehmer bei Vertragsabschluss über Art, Umfang, Ort und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten so zu unterrichten, dass die Teilnehmer in allgemein verständlicher Form Kenntnis von den grundlegenden Verarbeitungstatbeständen der Daten erhalten...
§94 Die Einwilligung kann auch elektronisch erklärt werden, wenn der Dienstanbieter sicherstellt, dass der Teilnehmer oder Nutzer seine Einwilligung bewusst und eindeutig erteilt hat, die Einwilligung protokolliert wird...
§96 Abs. 1 Stammdaten, Verkehrsdaten, Standortdaten und Inhaltsdaten dürfen nur für Zwecke der Besorgung eines Kommunikationsdienstes ermittelt oder verarbeitet werden... Abs. 2 Stammdaten sind spätestens nach Beendigung der vertraglichen Beziehungen mit dem Teilnehmer vom Betreiber zu löschen...

Grundsätzich kann man sagen, dass Personen über Ihre Daten entscheiden dürfen. Somit ist es den Mitarbeitern mitzuteilen, dass man Daten von Ihnen erhebt und welche Daten gespeichert werden. Um sicherzugehen, dass man durch die Erhebung und Speicherung von Daten keine Probleme bekommt, sollte man hier eine schriftliche Vereinbarung mit dem Mitarbeiter und Betriebsrat (wenn vorhanden) treffen.
Gerade Themen wie Lidl[39] oder Schlecker[40] haben hier negativ für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch die Probleme bei REWE, wo die Kunden mit Unterschrift des EC-Kartenbelegs der Datenweitergabe zugestimmt haben,[41] zeigen wie die Regeln des Datenschutzs gerne gebogen/gebrochen werden.
Eine bekannte Sammelstelle für personenbezogene Daten ist die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung)[42]. Hier kann es bei der Masse an Daten zu Fehlern oder veralteten Daten kommen. Die Verbraucher haben nicht nur das Recht auf Datenschutz, sie haben auch die Pflicht, ihre personenbezogene Daten zu kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren zu lassen.

6 Möglichkeiten der Disposition

6.1 Personalverwaltung

6.1.1 Aufgabenstellung

Wir betrachten nun, auf welche Möglichkeiten in der heutigen Personalverwaltung zurückgegriffen werden kann. Welche Komponenten eine Rolle spielen und welche Faktoren in jedem Fall abgedeckt werden müssen. Es werden die Arbeitsabläufe innerhalb der Personalverwaltung betrachtet und welche Position sie im Unternehmen einnehmen. Weitergehend soll dargestellt, werden auf welche Software zur Unterstützung der Personalverwaltung, zurückgegriffen werden kann und wo die einzelnen Schwerpunkte liegen.

6.1.2 Aktuelle Umsetzung

Abb. 7: Aufgaben Personalverwaltung
Abb. 7: Aufgaben Personalverwaltung[43]

In diesem Abschnitt wollen wir auf die Kerngebiete der Personalverwaltung eingehen. Hauptaugenmerk wird auf die definierten Arbeitsabläufe einer klassischen Personalverwaltung gelegt. Es wird noch nicht zwischen einer klassisch manuellen und einer EDV-gestützten Verwaltung unterschieden.

Grundlegend kann man die Prozesstechnischen Arbeitsschritte der Personalverwaltung unabhängig von der unterstützenden EDV-Lösung in sechs Hauptgruppen aufteilen. Diese sind laut Auffassung der PMS-Fulda folgende sechs Aufgabengebiete:[44]

1. Beschaffungsbezogenen-Prozessabläufe mit den Aufgabengebieten der Annahme und Weiterleitung von Bewerbungsunterlagen an vorgesetzte Stellen und der Vermittlung und Bekanntmachung von innerbetrieblichen Stellenbeschreibungen.

2. Freisetzungsbezogene-Prozessabläufe mit den Tasks zur Abwicklung von Kündigungsschreiben, Versetzungen und der Aktivierung von Kurzarbeit für Mitarbeiter/Mitarbeiter-Gruppen.

3. Entwicklungsbezogene-Prozessabläufe, zu denen das Anbieten und Abrechnen von Fortbildungsmaßnahmen gezählt wird, sowie die Unterstützung bei Umschulungen.

4. Einsatzbezogene-Prozessabläufe mit den Aufgabengebieten neue Mitarbeiter einzuweisen und diesen Prozess zu terminieren und ggf. anfallende Mehrarbeit und Überstunden in der Zeiterfassung des einzelnen Mitarbeiters abzurechnen.

5. Entlohnungsbezogene-Prozessabläufe mit den anfallenden Aufgaben, die Brutto- und Netto-Gehälter der einzelnen Mitarbeiter zu ermitteln und die Lohnsteueranmeldung vorzunehmen.

6. Betreuungsbezogene-Prozessabläufe zu denen u. A. die Abwicklung der allgemeinen Betriebs-Kommunikation und die Weitergabe von innerbetrieblichen Anweisungen und Bekanntmachungen gehören, sowie die rechtliche Abwicklung der Informationsweitergabe des Arbeitsschutzes und diverse weitere rechtliche Bestimmungen.

Abschließend betrachtet gilt allerdings auch zu sagen, dass die Art und der Umfang einer Personalabteilung stark von der entsprechenden Unternehmensgröße und der damit verbundenen Mitarbeiteranzahl im direkten Sinne abhängig ist. Die PMS-Fulda sagt hierzu "Wichtiges Kriterium für eine zweckmäßige organisatorische Eingliederung von Personalabteilungen in die Betriebsorganisation ist zunächst die Betriebsgröße".[45] So ist das oben dargestellte Prozess-Rollenmodell eher in Unternehmen zu finden, die eine gewisse kritische Größe überschritten haben und es sich hier lohnt, eine eigne Personalabteilung zu führen, auf die ansonsten keine Rollenfremden-Tätigkeiten mehr fallen und die somit als innerbetrieblicher Dienstleister agiert und die entsprechend auch als innere Kostenstelle aus Betriebswirtschaftlicher Sicht geführt wird. Hingegen in vielen kleinen und mittelständischen Betrieben lohnt sich der Unterhalt einer eigenen Personalabteilung Aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl betriebswirtschaftlich betrachtet nicht und hier ist es zweckmäßiger diesen Aufgabenbereich einer anderen Abteilung oder auch direkt einer einzelnen Person zu übertragen. Bei vielen kleinen Betrieben kann dies oftmals sogar die einzige gemeinschaftliche Sekretärin sein, die sich in einem solchen Kleinbetrieb um sämtliche administrative und buchhalterische Tätigkeiten kümmert.

6.1.3 Software im Überblick

In diesem Kapitel wollen wir auf die unterschiedlichen technischen Möglichkeiten zur Personalverwaltung im klassischen Sinne eingehen. Es wird am Ende dieses Abschnitts eine Beschreibung der Bedarfsanforderung auf die optimale Personalsoftware durchgeführt.

Aktueller Einsatzumfang unterstützender Softwareprodukte im Personalwesen: Derzeit sind vollumfassende Personalverwaltungs-Softwarelösungen gerade in Klein- und Mittelständischen Betrieben eher nicht als Regel anzusehen. Oftmals haben sich historisch gewachsene Insellösungen gebildet. Dort arbeitet das Personalwesen noch mit diversen differenzierten Softwaretools zur Verwaltung der sechs beschrieben Prozessabläufe des Personalmanagements. Desweiteren ist sogar häufiger in Kleinbetrieben keinerlei unterstützende Personalverwaltungssoftware im Einsatz und es wird alles mit relativ hohem manuellem Arbeitsaufwand von der Aufgabengebietsübergreifenden Zentralverwaltung (oftmals in Prägung einer Person) in Form von diversen Verwaltungs-Tabellen und Übersichten erledigt. Hier hat sich Microsoft Excel klar als führendes Tabellenkalkulations-Programm herausgestellt. Dieses Problem führt z.B. auch der Softwarehersteller BITE-Business-IT-Engineers als Kaufargument seiner Software auf.[46] Mag dies in Kleinstbetrieben mit wenig Personal-Verwaltungsaufwand noch durchaus als zweckmäßige Lösung durchgehen, so besteht hier die Gefahr, dass bei einem Wachstum des Unternehmens die Übersicht der diversen Verwaltungslisten schnell verloren geht. Auch sind solche Listen nur sinnvoll einzusetzen, solange nicht mehr als eine Person damit arbeitet - diese Person ist meistens auch der Ersteller der Liste und konnte hier die Struktur nach ihren eigenen Vorstellungen definieren. Eine neu eingestellte Person wird nur mit Einarbeitungsaufwand in solche Fremdlisten reinkommen. Als abschreckendes Beispiel ist hierbei die Firma Fressnapf zu nennen, bei der die Buchhaltung und das Personalwesen nicht mit dem starken Unternehmenswachstum Schritt halten konnten. So wurden bis zuletzt bei Fressnapf sämtliche Verwaltungstätigkeiten noch mit einer großen Anzahl von Excel-Tabellen von einer der Unternehmensgröße nicht mehr angepassten zentralen Verwaltungsstelle erledigt. Dies führte zu hohen Prozesskosten und einer ineffizienten Verwaltung. Die Umstellungsphase dieser Insellösungen auf ein übergreifendes SAP-System dauerte letztendlich zwei Jahre und war mit weiteren hohen Kosten verbunden.

Aufgaben der klassischen Personalverwaltungs-Software: Der Markt für Personalverwaltungssoftware ist recht umfangreich und viele kleinere und größere Anbieter bestimmen das Angebot. Viele Kleintools bieten nur eingeschränkte Möglichkeiten und sind nicht ausbaufähig, dafür aber vergleichsweise preisgünstig. Im Folgenden soll eine Bedarfsübersicht über eine theoretische möglichst allumfassende Verwaltungssoftware für sämtliche Arbeitsabläufe des Personalwesens beschrieben werden. Dazu sei gesagt, diese hier beschrieben "Eierlegende Wollmilchsau" gibt es in dieser Form derzeit nicht, am nächsten kommen noch bekannte Branchengrößen wie Lexware oder das von SAP angeboten Personalwirtschaftmodul.

Erfassen der Grundlegenden Personalstammdaten: Anlegen von Personalakten mit allen wichtigen betrieblichen und persönlichen Kennziffern, Inventarliste und herausgegebenes/verbrauchtes Material, Projekt- und Teamzugehörigkeit, frei definierbare Hierarchieebenen, Verwaltung von Gesundheits- und Führungszeugnissen.

Zeiterfassung und Stundenabrechnung: Differenzierbar auf Projekt- und Teamebene, Überstundenverwaltung und Abrechnung, umfassende Anwesenheitsliste (Funktionen wie aktueller Einsatzort und Unterstützung in Evakuierungs-Szenarien muss gegeben sein, ohne LBS-Anbindung allerdings nur bedingt tauglich), Berücksichtigung diverser Arbeitssonderformen (z.B. öffentlicher Dienst, Polizei und Bundeswehr mit Vergütung von 24 und 36 Stunden-Schichten), Möglichkeit diverse Formen der Zeiterfassung zu wählen (von strikter Stempeluhr bis zur von Mitarbeiter frei einzutragenden Gleitzeit), Verwaltung von Krankmeldungen und sonstigen Fehl- und Abwesenheitszeiten.

Lohn und Gehaltsabrechnung: Umfasst Funktionen wie verschiedene rechtliche Arbeitsformen (400€ Jobs, Teilzeit, Mehrfachzugehörigkeit etc.), erstellen der Steuer- und Sozialversicherungsrechtlichen Meldebescheinigungen, Stundenlöhne und Einmalzahlungen, geldwerte Vorteile wie z.B. Firmenwagen oder Firmenwohungen, Verwaltung der betrieblichen Altersvorsorge, Entgeltabzug, Überwachung des Zahlungsverkehrs, Reportformular zum ausdrucken der Gehaltsabrechnungen, frei definierbare Lohnarten.

Urlaubsverwaltung: Urlaubsplanung und historische Übersicht, Abgleich mit laufenden Projektgeschäft und Berücksichtigung von Urlaubsüberschneidungen, Warnung bei Unterschreitung von personellen Sockelbedarf, Berechnung der Urlaubsansprüche und des ggf. mitgenommen Resturlaubs, Bundesweit hinterlegte Gesetzliche Feiertage und Schulferienzeiten, Berücksichtigung der Personalstammdaten bei ggf. nötigen Urlaubssperren (Anzahl der Kinder, Betriebszugehörigkeit, rechtlicher Mindesturlaub etc.), Erfassen von vergeben Sonderurlauben.

Personelles Beschaffungswesen: Verarbeitung von Bewerbungsschreiben, Erstellen von Stellenausschreibungen, Budgetplanung, Serienbrieffunktion, Verwaltung von Kündigungen und Freistellungen, definierbare Checklisten zur betrieblichen Ersteinweisung neuer Mitarbeiter

Personelles Entwicklungswesen: Verwalten von Personalgesprächen, Skill- und Wissens-Matrix, Verwaltung laufender und geplanter Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen, Unterstützung bei innerbetrieblicher Kommunikation und einfaches auslösen personeller Einsatzprozesse, Übersicht erworbener Zertifikate und Ausbildungen, Aufnahme von Leistungsnachweisen und besonderen Belobigungen, umfangreiche Reportfunktion zur Unterstützung der Entscheidung bei ggf. nötigen Freisetzungsmaßnahmen.

Report und Admin Modul: Frei einstellbare Zugriffs- und Sichtrechte bis herunter auf Abteilungs- und Mitarbeiterebene, umfangreiche Report- und Controlling-Funktionen für die übergeordnete Management bzw. Geschäftsführer Ebene, kontinuierlicher Selbsttest auf den aktuellen Datenbestand und auf die Sicherheitsfunktionen.

Allgemeine Architekturanforderungen: Multi-User Fähigkeit inkl. Client-Server Architektur, Benutzeroberfläche basierend auf Web-Frontend, Rechteverwaltung und Sichtbarkeitsebenen, Modularer Aufbau und Ausbaufähigkeit, definierte Datenbank-Schnittstellen und optionale Einbindungsfähigkeit an CRM und ERP Systeme, skalierbare Architektur und auch bei starkem Mehrfachzugriff hohe Performance, hohes Sicherheitslevel und Verschlüsslung der gespeicherten Daten, optionales Kommunikations- und Konvertierungs-Modul zum Übertragen und Verarbeiten Steuerrechtlicher und Personalrechtlicher Meldungen im jeweils vorgegebenen Übertragungsformat (z.B. EDIFACT, XML etc.), optional angebotene Schulungen und Support-Tickets, modularer Funktionsaufbau und davon abhängige Preisstaffelungen (um möglichst alle Marktsegmente abdecken zu können, vom Kleinbetrieb bis aufwärts zum Großunternehmen), optional angebotene Custom-Programmierung und Software-Factoring (um auch die in Standardversionen nie zu 100% abgedeckten speziellen Kundenanforderungen befriedigen zu können), bei Großkunden Unterstützung in Form von externen Mitarbeitern (z.B. als Leitstelle des laufenden Betriebs oder nur zeitweise, wie bei der Ersteinrichtung und der Migration bestehender Insellösungen), flexibler Aufbau um das gesamte Unternehmen mit ggf. vielen Nebenstellen und Sub-Personalabteilungen darstellen zu können und definieren derer Zugriffs- und Einsichtsbefugnisse.

6.1.3.1 Zeiterfassung

In diesem Kapitel wollen wir auf bestehende Möglichkeiten der Arbeitszeiterfassung eingehen und die mögliche Verbesserung durch LBS-Lösungen, eingehen. Gegen Ende des Kapitels werden wir neu gewonnene Erkenntnisse, die wir durch ein mit einer Personalabteilungs-Leiterin durchgeführtes Interview gewonnen haben, exklusiv veröffentlichen.

Die aktuellen Formen der Zeiterfassung: Hier gibt es viele unterschiedliche unternehmensspezifische Formen der Arbeitszeitabrechnung. Diese sind meist direkt abhängig vom Marktsegment, dem Ausbildungsniveau und dem unternehmenseigenen Leitbildverständnisses.

Im produzierenden Gewerbe ohne Akkordvergütungen sind oftmals feste Schichtarbeitszeiten der Regelfall. Dort bieten sich zur Erfassung der Arbeitszeiten klassische Methoden wie die mechanische Stempeluhr oder deren moderner Ableger mit Chip- und Schlüsselkarten basierten Systemen an. Ebenfalls ist die klassische Anwesenheits- und Apell-Liste ein mögliches Mittel, bei der der Vorgesetzte Schicht- oder Abteilungsleiter den Anwesenheitsstand kontrolliert und zur Auswertung an eine übergeordnete Meldestelle weiterleitet. Alternativ kann auch die direkte An- und Abmeldung der einzelnen Mitarbeiter bei dieser werksinternen Meldestelle erfolgen. Ebenso bieten sich diese klassischen Formen der Zeiterfassung in weiteren Berufsfeldern mit vorwiegend festen Arbeitszeiten an, wie z.B. dem Einzelhandel oder dem Öffentlichen Dienst. Im Bürobereich und vor allem im Dienstleistungssektor hingegen finden sich zunehmend Gleitzeitarbeitsmodelle vor. Hier ist oftmals das freie Eintragen von Projektbuchungen und Arbeitszeitkontingenten dem einzelnen Mitarbeiter überlassen. Dieser bucht seine einzelnen Projekttätigkeiten dafür in vorgesehene Listen (oftmals Microsoft Excel) oder in eigens dafür entwickelte Softwarelösungen. Die tägliche Arbeitsdauer und die Pausenzeiten kann er dabei frei wählen, sofern es hier keine der oftmals anzutreffenden Kernarbeitszeiten gibt. Diese in das Frontend eingetragenen Zeiten werden zum Monatsende von der Personalabteilung ausgewertet und anhand der daraus resultierenden Ergebnisse die Grundlage für zukünftige Einsatz- und Projektplanungen gebildet. Das Problem bei diesem System ist, sofern keinerlei Kontrolle erfolgt, hier vom Unternehmen ein Vertrauensvorsprung gewährt werden muss, der je nach Motivation des einzelnen Mitarbeiters leicht ausgenutzt werden kann. Hierdurch kann es ggf. auch zu einem Sinken der Gesamtmotivation kommen. Zum Beispiel wenn ein Mitarbeiter bewusst Abwesenheitszeiten unterschlägt oder seine Arbeitszeit dauerhaft in eher ruhige Uhrzeiten verlagert, z.B. von 06:00 bis 14:00 Uhr, wodurch der in vielen Branchen arbeitsintensive Zeitraum bis 17:00 Uhr auf andere Mitarbeiter verteilt werden muss. Entgegengewirkt werden kann dies durch stichprobenartige genaue Kontrolle auf Seiten des Personalwesens, oder durch EDV gestützte Lösungen, z.B. Anmeldezeiten auf Netzwerkdomänen oder Exchange-Mailacounts und die dortige Reaktionsgeschwindigkeit. Diese Überwachung muss allerdings klar im rechtlichen Rahmen bleiben und nicht alles was heute im Bereich der Arbeitsplatzüberwachung möglich ist, ist rechtlich auch erlaubt. Noch schwieriger wird die Zeiterfassung und sofern gewünscht auch genaue Kontrolle in außendienstlichen und beratenden Tätigkeiten. Hier gelten z.B. An- und Abreisezeiten als Arbeitszeit und es ist vorher nicht genau planbar, welche Zeitspannen dafür nötig sind oder ob die dafür vom Mitarbeiter gebuchten Zeiten so zutreffend sind.

Interview mit einem Personalwirtschafts-Experten An dieser Stelle werden wir nun ein am 27.05.2010 durchgeführtes Exklusiv-Interview zum Thema Zeiterfassung und LBS-Anbindung veröffentlichen. Interviewpartner war Frau Claudia Bauer, Leiterin der Personalabteilung von ArcMind Technologies - einem mittelständischen IT-Dienstleister innerhalb der Versorgungsbranche. Für die Beantwortung der Fragen und für die daraus gewonnen Erkenntnisse zur derzeitigen Marktakzeptanz möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Frau Bauer bedanken. Der Normal geschriebene Text spiegelt hierbei unsere Fragen wieder, während in dem kursiv geschriebenen Text die Antworten von Frau Bauer schriftlich festgehalten sind:

- Frau Bauer, können Sie uns kurz zum Einstieg die Rolle des Personalwesens innerhalb Ihrer Firma beschrieben und mit welchen Methoden und Tools die Stundenabrechnung bisher von Ihrer Abteilung gemanagt wird?

- Das Personalwesen spielt in unserer Firma eine recht große Rolle, da wir Mitarbeiter sowohl auf 400 Euro Basis haben als auch Azubis sowie Festangestellte. Dazu kommen Kollegen im europäischen Ausland, für die logischerweise andere Regelungen gelten. Insofern muss auf die rechtlich korrekte Betreuung der einzelnen Kollegen großen Wert gelegt werden. Für die Stundenabrechnung hat unsere Firma ein eigenes Stundenerfassungs- und Abrechnungssystem entwickelt, in dem die Mitarbeiter die geleisteten Arbeitszeiten selbst erfassen. Diese Eingaben werden dann von der Personalabteilung ausgewertet.

- Interessant: Ausgehend von dem Ist-Zustand, meinen Sie das eine auf Ortungstechniken basierende Zeitabrechnung Ihre Arbeitsabläufe vereinfachen könnte?

- Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Die Zeiterfassung erfolgt bis heute über Internet auf schnellstem Wege, insofern ist eine auf Ortungstechniken basierende Zeitabrechnung nicht sinnvoll oder effektiver.

- Wäre für Sie dann auch ein allumfassendes Zeiterfassungs-Tool von Interesse, welches neben der Lokalisierung und Zeitabrechnung der einzelnen Mitarbeiter auch die sofortige Kommunikationsmöglichkeit mit jedem einzelnen Mitarbeiter bietet und Wegeüberwachung zur Prozesssteuerung automatisch auswertet?

- Die sofortige Kommunikationsmöglichkeit ist sicher ein interessanter Faktor, da Kollegen öfters nur schwer erreichbar sind. Aber für mich scheinen die Nachteile eines allumfassendes Zeiterfassungs-Tools deutlich zu überwiegen, da ein derartiges Instrument – zumindest in meinen Augen – einer total "Überwachung des Mitarbeiters" gleichkäme.

- In diesem Sinne, glauben Sie denn dass die jederzeit mögliche GPS gestützte Lokalisierung von den einzelnen Mitarbeitern so akzeptiert werden wird oder sehen Sie hier Konfliktpotenzial?

- Ich sehe hier deutliches Konfliktpotential. Von MIR ausgehend möchte ich eine derartige Überwachung nicht, da für mich subjektiv gesehen der Faktor "meine Firma misstraut" mir hier deutlich reinspielen würde. Ich sehe auch keinerlei Sinn in der Information zu wissen, wo sich ein Mitarbeiter aufhält. Er hat seine Arbeit zu erledigen, wie und u.U. wo er das macht, ist seine Angelegenheit, sofern das Resultat erfolgreich ist.

- Haben Sie denn schon persönlich Erfahrungen mit dieser Art der Zeiterfassung gesammelt oder kennen Sie evtl. andere Firmen, die diese Techniken im Feldversuch oder bereits vollumfänglich einsetzen?

- Nein, hierzu kann ich nichts sagen.

- Am Schluss möchten ich Sie noch fragen wie Sie zu folgender Aussage stehen: "Standortbezogene Auswertungen werden von der Öffentlichkeit mittelfristig akzeptiert werden und es wird hier zu einem schleichenden Akzeptanz-Prozess vergleichbar wie aktuell mit den personenbezogenen Daten durch die WEB-2.0 Entwicklung kommen"?

- Es mag sein, dass – wie oft bei unbeliebten Maßnahmen – eine schleichende Akzeptanz auftreten kann. Jedoch würde ich – aus rein menschlichen Faktoren – das Vertrauen als Basis für die Zeiterfassung deutlich höher einschätzen als jede noch so logisch gerechtfertigte "ÜBERWACHUNG".

- Frau Bauer, ich bedanke mich vielmals für das interessante Interview und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!

- Ich bedanke mich auch.

Zusammengefast betrachtet kann man nun sagen, dass das Thema LBS-gestützte Zeiterfassung in der Personalwirtschaft noch auf durchaus auch berechtigte Einwände und Sorgen trifft. Hier gilt es für zukünftige Produkte klare Grenzen in der maximalen Form der standortbezogenen Überwachung zu ziehen und für den Anwender ein gewisses Maß an Transparenz und Datensicherheit zu gewährleisten. Genauer werden wir dazu im Fazit eingehen und zukünftig mögliche Lösungen zur LBS-gestützten Zeiterfassung aufzeigen.

6.1.3.2 Wegeüberwachung

In diesem Kapitel wollen wir, auf die bestehenden Möglichkeiten der Wegeüberwachung eingehen und Möglichkeiten durch den Einsatz von LBS aufzeigen.
Während bis Heute wohl eine Wegeüberwachung eher auf Vertrauensbasis der jeweiligen Mitarbeiter erfolgte oder auf Basis von Tourenplänen der Zentrale, die nicht immer unbedingt effektiv waren, besteht heute die Möglichkeit der modernen Wegeüberwachung. Diese bietet auch neue Möglichkeiten zur Optimierung der Prozesse.
Grundsätzlich eignen sich zum Zwecke der Wegeüberwachung zwei Möglichkeiten, entweder die GPS Ortung von Fahrzeugen mittels verbauter GPS Box in den Fahrzeugen oder die GSM Ortung von Handys.
Mittels GPS Ortung von Fahrzeugen lassen sich die Standorte von Fahrzeugen, Baumaschinen oder sonstige Resourcen mittels GPS Ortung auf wenige Meter genau bestimmen. Die GPS Box sendet Standortdaten auf einen zuvor bestimmten Server. Diese Daten können sofort genutzt werden und eine etwaige Disposition kann somit effektiv gesteuert werden. Die Variante der GPS Box lässt sich in der Regel auch so konfigurieren, dass lediglich Informationen an den Server gesendet werden, wenn bspw. ein bestimmter Radius verlassen wird. Um die Privatsphäre des Mitarbeiters zu schützen, werden die Fahrzeuge in der Praxis mit einem Schalter ausgestattet, mit dem sie die GPS Ortung abschalten und somit quasi auf Privatfahrt umstellen können.
Die zweite Möglichkeit der Wegeüberwachung bezieht sich auf die GSM Ortung von Handys. Grundsätzlich ist die GSM Ortung eine Dienstleistung der Mobilfunkanbieter. Bei einer berechtigten Anfrage ermittelt der Mobilfunkbetreiber, in welcher Mobilfunkzelle sich das Mobiltelefon befindet. Hierbei werden sowohl die Geokoordinaten und Reichweite des Senders übermittelt. Die Genauigkeit der GSM Ortung hängt maßgeblich von der Dichte des Mobilfunknetzes ab. So beträgt der Radius einer Mobilfunkzelle in Innenstädten wenige hundert Meter, in ländlichen Bereichen kann der Radius durchaus mehrere Kilometer betragen. Wichtig ist, dass bei der Handy Ortung eine entsprechende Ortung vom Handynutzer quasi freigegeben werden muss. In der Praxis erfolgt dies mittels einer SMS des Handynutzers an den Provider, als Freigabe, für eine Ortung. Bei den Mobilfunkbetreibern Vodafone und T-Mobile wird der Handynutzer zusätzlich über die Ortung per SMS informiert.[47]
Für beides gilt jedoch, mit Hilfe der Ortung finden Arbeitgeber innerhalb kürzester Zeit denjenigen Mitarbeiter, der einen neuen Einsatzort am schnellsten erreichen kann. Aber eine Wegeüberwachung mittels LBS kann durchaus auch andere Aspekte besitzen, als die optimale Disposition von Mitarbeitern. So kann diese durchaus auch als Dokumentation vor Gericht hilfreich sein. So haben viele Gemeinden, die den Winterdienst durchführen, ihre Streufahrzeuge mit GPS ausgerüstet. Zusätzlich bestimmen Sensoren am Streuteller der Fahrzeuge exakt, wie viel Streusalz auf einem bestimmten Abschnitt gestreut worden ist. Auf diese Art und Weise beugt man etwaigen Klagen von Autofahrern vor, da eine genaue Dokumentation der Winterdienste vorliegt. Als positiver Nebeneffekt ergibt sich dann noch, eine exakte Dokumentation der Leistungserbringung.[48]

6.1.3.3 Optimierung der Abläufe

Eine Optimierung von Abläufen sollte grundsätzlich unter den Aspekten Zeiterfassung und Wegeüberwachung erfolgen.
Insbesondere Unternehmen, die Serviceleistungen im Außendienst anbieten, wie bspw. Handwerksbetriebe, Bauunternehmer etc. haben meist ein Problem gemeinsam. Sie müssen den Einsatz Ihrer Mitarbeiter mittels Stundenzettel dokumentieren, um diese als Nachweis für eine spätere Rechnungslegung für die Kunden zu haben. Aber nicht nur für diesen Zweck, zunächst sind die Zeiten erst einmal relevant, um die Löhne der Mitarbeiter zu ermitteln, sprich die Daten auszuwerten. Und dieser Aufwand kostet viel Zeit und damit auch Geld. Weiter ist nachteilig zu betrachten, dass durch eine mögliche lange interne Verarbeitungszeit der Stundenzettel, Rechnungen erst verspätet an die Kunden versendet werden können. Dies ist dann meistens auch nicht mehr als wirtschaftlich zu betrachten. Ein weiteres Problem besteht darin, die Angaben der Mitarbeiter zu überprüfen, ob sie wirklich korrekt sind. Letztlich erfolgt eine Information erst an die Zentrale, wenn der Mitarbeiter dort anruft.
Und genau dieser Problematik lässt sich mit einer modernen und damit auch mobilen Zeiterfassung und Wegeüberwachung entgegenwirken bzw. sogar lösen. Statt wie bisher umständlich Stundenzettel auszufüllen, werden die Mitarbeiter mit entsprechenden Endgeräten ausgerüstet. Diese buchen dann ihre Arbeitszeiten und ggf. sonstige Daten. Die erfassten Daten werden direkt auf einen Server übertragen. Die Daten stehen dem Unternehmen auf einem Server direkt zu Verfügung und können direkt weiterverarbeitet werden. Insofern hat das Unternehmen nicht nur den zeitlichen Vorteil, sondern arbeitet auch ständig mit einem aktuellen Datenstand. Wenn man nun das Ganze noch mit einem Ortungssystem koppelt, so erhält das Unternehmen auch noch Angaben über den Standort seiner Mitarbeiter. Dies hat einen effizienten Einsatz - sprich eine perfekte Disposition zu folge. Die Mitarbeiter können absolut wirtschaftlich eingesetzt werden, Daten können direkt ausgewertet und dokumentiert werden. Desweiteren wäre ein Handling der Reisekosten, Spesen und sonstigen anfallenden Kosten über ein Ortungssystem möglich. Auch dies hätte wieder das bereits genannte Einsparpotential Zeit und Geld.
Die Arbeitsprozesse des Unternehmens, bezogen auf den Außendienst werden deutlich vereinfacht und beschleunigt. So können letztlich Zeit und Kosten eingespart werden.
Eine mögliche Software, die wir in diesem Zusammenhang betrachtet haben, ist TomTomWork (http://www.tomtomwork.com). Hierbei wird in den Wagen eine GPS-Box eingebaut. Diese besitzt eine Sim-Karte, um die Daten per GPRS direkt an den Server von TomTomWork zu übertragen. Die Box ermittelt die GPS Position und kann den aktuellen Zustand des Wagens (Stillstand, Zündung ein/aus und Geschwindigkeit) erfassen. Die Geschwindigkeit wird hier per GPS ermittelt, also zurückgelegter Weg/Zeit. Durch die integrierte Bluetooth Schnittstelle in der Box ist es möglich diese mit einem TomTom Navigationsgerät zu verbinden. Durch diese Kopplung erhält das TomTom ein neues Menu. In diesem Menu hat der Fahrer nun die Möglichkeit mit der Zentrale zu kommunizieren.
Die Zentrale kann dem Fahrer direkt Aufträge oder Nachrichten auf das TomTom schicken. Der Fahrer kann dann den Auftrag annehmen oder ablehnen. Nimmt er den Auftrag an, wird der Startzeitpunkt als Fahrtbeginn erfasst, die Navigation zum Ziel gestartet und der Zentrale gemeldet, dass er nun einen Auftrag bearbeitet. Kommt der Fahrer am Ziel an, kann er über das neue Menu mitteilen, dass er den Arbeitsort erreicht hat. Nachdem er die Arbeit beendet hat, gibt er über das TomTom an die Zentrale weiter, dass die Arbeiten beendet sind. Nun zeichnet das Gerät Zeit und Fahrt für die Rückfahrt auf oder er beginnt einen neuen Auftrag und die Erfassung beginnt von vorne.
Lehnt der Fahrer den Auftrag ab, dann wird dies der Zentrale gemeldet. Gleichzeitig kann die Zentrale den Auftrag an einen anderen Wagen senden oder dem Fahrer erneut zustellen mit einer Nachricht. Die Zentrale hat permanent den Überblick, wo die Fahrzeuge sich befinden und welche Aufträge noch nicht abgearbeitet und welche in Bearbeitung sind oder wann der Fahrer sein Ziel erreicht. Hierdurch ergeben sich viele Möglichkeiten.
Zum einen kann auf diese Weise der herkömmliche Stundenzettel eingespart werden. Der Handwerker z.B. gibt über das TomTom Fahrzeiten und Arbeitszeiten an. Auch Pausenzeiten können angegeben werden. So ist gewährleistet, dass die Zentrale schnellstmöglich die Zeiten hat.
Durch die Kopplung mit der Navigation hat die Zentrale permanent die Möglichkeit zu sehen, wann der Fahrer das einprogrammierte Ziel erreicht. Dies ermöglicht bei Transportaufträgen die schnelle Mitteilung an den Kunden oder die Anschlußtransporte über Verzögerungen, um frühzeitig zu reagieren.
Die Auftragsverwaltung in der Lösung zeigt die Auslastung der Fahrzeuge und ermöglicht so zu sehen, wer hat freie Kapazitäten und wer ist überlastet. Durch diese Möglichkeit spart man sich das Telefonieren mit dem Fahrer, welcher zur Zeit freie Kapazitäten hat. Gleichzeitig kann man die Fahrerr, die zu lange für einen Auftrag brauchen, ansprechen und mit ihnen klären, wo die Problematik lag.
In der Software kann die Zentrale permanent die Position der Fahrzeuge sehen. So kann auch der nächstgelegene Fahrer angesprochen werden, wenn kurzfristig ein neuer Auftrag rein kommt. So kann die Zentrale entscheiden, ob freie Kapazitäten verwendet werden und dadurch eventuell Mehrwege in Kauf genommen werden oder ob man Kapazitäten umschichtet und um so Wege und Zeit einsparen kann.
Was ein Vorteil dieser Lösung ist, dass sie komplett webbasiert ist. Auf diese Weise kann man sich von jedem PC mit Internetzugang und installiertem Flash-Plugin an der Software anmelden und Verwaltungstätigkeiten ausüben. Gleichzeitig bietet die Software diverse Auswertungsmöglichkeiten, wodurch sie schnell ein Fahrtenbuch, den Stundenzettel der Mitarbeiter oder sogar Listen der Geschwindigkeitsüberschreitungen, erhalten. Auch Auswertungen für Auftragsreport und Eingangs- und Ausgangsnachrichten sind enthalten. Für besonders sorgfältige Auswertungen sind auch Dinge wie Stillstand mit laufendem Motor oder auffällige Fahrmanöver als vorgefertigte Auswertungen möglich.
Alle Auswertungen können per Zeitplan hinterlegt werden und werden dann als PDF per E-Mail zum definierten Zeitpunkt erstellt und versendet. Dies erspart das Einloggen und die Auswertungen können direkt an die entsprechende Abteilung weitergeleitet werden. So kann die Laufzeit z.B. der Stundenzettel massiv reduziert werden, da die Rechnungsabteilung diese direkt nachts erhält und so die Rechnungen stellen kann.
Wem das Web-Interface nicht ausreicht, dem bietet die Software eine Zugriff über WEBFLEET.connect eine Schnittstelle, die über HTTP-requests Datenaustausch ermöglicht. Auf diese Art und Weise kann man seine bestehende Software mit der Verwaltung koppeln. Aufträge können dann direkt aus der Auftragsbearbeitung an die Fahrzeuge gesendet werden.

6.1.4 Probleme und Lösungen

An dieser Stelle wollen wir noch einmal zusammenfassen, welche Probleme der Personalverwaltung unter Einbezeihung von LBS gelöst werden können.

Arbeitszeiterfassung:
Unternehmen müssen für die Abrechnung und Überstundenverwaltung die Arbeitszeit und Pausen der Mitarbeiter erfassen. Dies komplett händisch in Excel zu machen, ist ein sehr großer Aufwand und sollte nach Möglichkeit nicht erfolgen. Im Bereich der Zeiterfassung sind heute viele Lösungen bereits etabliert (z.B. PCS oder Dr. Städtler GmbH).
Um eine Zeiterfassung heute zu lösen, werden meist Chipkarten oder Schlüsselanhänger verwendet. Gleichzeitig bieten heutige Lösungen meist ein Web-Interface, mit dem die Mitarbeiter ihr Stundenkonto einsehen können und Urlaub und Dienstreisen buchen können. Nachteil hat eine solche Lösung bei wechselndem Arbeitsplatz, wie z.B. im Handwerk.
Für solche Fälle gibt es die Lösung der Zeitbuchung per Hand. Dabei ist jedoch das Risko für das Unternehmen, dass der Mitarbeiter Zeiten nicht korrekt bucht. Bei einem Stundenlohn von 14,50€ brutto ergeben sich für den Arbeitgeber mit Sozialabgaben ca. 17,00€ Kosten. Buchen die Mitarbeiter nun pro Tag 5 Minuten falsch, entstehen bei 23 Arbeitstagen im Monat eine Differenz von 1,92 Stunden, was einem Schaden von 32,58 € je Mitarbeiter entspricht. Hierzu kommt dann noch der Schaden für Prüfung und Klarstellung des Schadens durch das Controlling.
Heute wird dies meist über Vertrauen gelöst, jedoch sobald man dem Mitarbeiter Opportunismus unterstellt, können solche Fälle auftauchen. Da dies immer wieder aufkommt, gibt es aktuell Ansätze, dies über LBS zu ändern. Hier zeigte die z.B. Firma Virtec den Ansatz bei der Zeitbuchung über Handy den Standort zu prüfen und so die Fehlzeiten schneller zu erfassen.
Problematisch bei diesem Ansatz ist jedoch die Akzeptanz im Unternehmen. Nach Skandalen bei Lidl oder Schlecker, sind Mitarbeiter nicht unbedingt bereit, sich orten zu lassen, was die Durchsetzung so einer Lösung stark erschwert.

Wegeüberwachung/Personenortung:
Für einen Arbeitgeber ist es wichtig, stets zu wissen, wo sich seine Mitarbeiter aufhalten. Bei Unternehmen mit wechselndem Einsatzort, kann so besser geplant werden, wer zu welchem Kunden fährt, um Wege und Zeit zu sparen. Bei Unternehmen, welche ihren Sitz in einem Hochhaus haben, kann zudem die Evakuierung wichtig werden. Hierbei muss das Unternehmen sicherstellen können, dass alle Personen das Gebäude verlassen haben.
Um solche Fälle zu lösen, ist LBS genau das Stichwort. Durch Ortung kann geschaut werden, wo befinden sich die Mitarbeiter. Sinnvoll in der Arbeitsplanung eingesetzt, ergeben sich so Sparpotenziale für das Unternehmen, da Wege minimiert werden können.
Durch Anwesenheitserfassung kann geprüft werden, wer war zur Evakuierungszeit im Gebäude und sind alle aus dem Gebäude gekommen.
Ein weiterer Faktor sind z.B. die Altenpflege oder Tätigkeiten im Krankenhausumfeld. Hier werden heute schon aktive Systeme als Notruf eingesetzt. Das diensthabende Personal hat einen Sender bei sich, mit dem im Bedarfs- oder Notfall Hilfe angefordert werden kann. Die Kollegen erhalten dann eine Meldung in welchem Zimmer Hilfe benötigt wird, was den Zeitfaktor minimiert. Solche Systeme erfordern jedoch, dass Mitarbeiter genau überwacht werden. Gerade in nicht kritischen Bereichen, wie Büro, wird dies heute abgelehnt, da solche Dinge wie z.B. Toilettengang nicht zeitlich überwacht werden dürfen.

Optimierung der Abläufe:
Dies ist eine Mischung der oben genannten Möglichkeiten. Eine Personalverwaltung will unter dem Aspekt Zeitersparnis und Wegeoptimierung das Maximum an Potenzial erreichen. Da dies manuell ein sehr hoher Aufwand ist, wird hier möglichst oft LBS zu Hilfe genommen.
Die aktuellen Softwarelösungen sind geeignet, um Ortungen und Überwachungen durchzuführen. Dinge wie Auslastung, Zeitaufwand und Entfernung nehmen eine wichtige Rolle ein. Eine Software kann hier eine Entscheidungshilfe sein. Die Anforderungen werden aber noch nicht komplett abgebildet. Das Hauptproblem ist jedoch die fehlende Akzeptanz bei Mitarbeitern.

6.1.5 Zukunftsvisionen

Im Bereich der Personalverwaltung bieten sich unserer Meinung nach technischen Innovationen zu einer Verknüpfung der Arbeitszeiterfassung und Überwachung an. Dies soll anhand von den Beispielen produzierender Industriebetrieb, Büroarbeitsplatz, Einzelhandel, Baugewerbe und Außendienst dargestellt werden.

Fabrik/produzierendes Werk: Hier bietet sich ein sehr genaues Zeitabrechnungssystem basierend auf LBS-Techniken an, welches von der Genauigkeit und der Sicherheit die klassische Stempeluhr problemlos ersetzen könnte. Dafür werden z.B. einfache Chipkarten oder andere technische Endgeräte an die Mitarbeiter ausgegeben, welche durch auf dem Werk verteilte Empfangsstationen genau geortet werden können. Dabei kann auf verschiedene Ortungstechniken zurückgegriffen werden, z.B. die Positionsbestimmung über GPS oder über ein eigenes WLAN-Netz. Betritt nun ein Mitarbeiter mit einem solch ausgestatteten Endegerät das Werksgelände, würde automatisch eine Einbuchung in die Zeiterfassungssoftware erfolgen, bzw. bei Verlassen des Werksgeländes auch automatisiert die entsprechende Ausbuchung. Je nach Tätigkeit können sich hier durch das Computergestützte Auswerten der Wegeabläufe des einzelnen Mitarbeiters auch genauere Produktivitätsnachweise erstellen lassen oder allgemeine Verbesserungen in den Wegprozessen herausfinden lassen. Ein Missbrauch des Systems (z.B. das ein Mitarbeiter das Ortungsgerät seines nicht anwesenden Kollegen mit sich führt) könnte durch einfache Überwachungsalgorithmen vorgebeugt werden. Hier müsste das System bei zwei oder mehr sehr nahe beieinander liegenden Endgeräten Alarm schlagen, sofern diese dieselben Bewegungsabläufe vollziehen. Das gleiche gilt, wenn sich ein Endgerät über einen längeren Zeitraum statisch innerhalb einer festen Position befindet und man hiervon ausgehen kann, dass der Mitarbeiter das Gerät nicht am Mann trägt. Ebenso lassen sich die oftmals unterschlagenen Kaffee- und Raucherpausen so genau von der Arbeitszeit abziehen, in dem z.B. in den dafür vorgesehenen Räumen ein automatisches Ausbuchungssignal installiert wird. Ein weiterer Vorteil dieses Systems wäre es, dass jeder Mitarbeiter auf dem Werksgelände jederzeit genau geortet werden kann. Zum Beispiel, wenn er dringend von einem Vorgesetzten einberufen wird oder als Extrembeispiel im Unglücks- und Evakuierungsfall.

Einzelhandel: Hier bietet sich dasselbe Modell wie im Fabrikbeispiel an. Nur im kleineren Rahmen, da die Betriebsflächen eines Einzelhandelsunternehmens bzw. der einzelnen Filiale in der Regel deutlich kleiner als eines produzierenden Werks sind. Dementsprechend dürften auch die Installationskosten der nötigen Hardware pro Filiale recht überschaubar sein. Hier legt der Einzelhandel jedoch auf sehr geringe Kosten wert.

Bürobetrieb: Im Bürobetrieb könnten ebenso durch Standortermittelnde Empfangsstationen die bestehende Zeiterfassung abgelöst werden. Der Mitarbeiter trägt hierbei seine miniaturisierte persönliche Sendeeinheit am Mann und würde sich bei Betreten und Verlassen seines Büros automatisch in die Zeiterfassung ein- und austragen. Der Nachteil im Bürobeispiel ist allerdings, dass Arbeitszeiten im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe und zum Einzelhandel projektgenau erfasst werden sollen. Sofern dies gewünscht ist, müsste hier für den einzelnen Mitarbeiter weiterhin die Möglichkeit bestehen, seine vergebene Projektarbeitszeit selbstständig ins System eintragen zu können, während seine Gesamtarbeitszeit von der LBS fähigen Zeiterfassung automatisiert erfasst wird.

Außendienst: Hier würde sich eine LBS gestützte Zeitabrechnung wiederum perfekt anbieten. Hierzu würde das GPS fähige Mobiltelefon oder das Navigationssystem seines Firmenwagens an die Zeitabrechnungssoftware angebunden werden. So ließe sich sehr leicht eine Wegeüberwachung durchführen und Reisezeiten genau abrechnen. Auch kann es für eine Firma sehr interessant sein, jederzeit den genauen Standort ihrer Außendienstmitarbeiter orten zu können, um so z.B. kurzfristige Einsatzplanänderungen an den vom Zielpunkt nächstgelegenen Mitarbeiter durchgeben zu können. Ebenso könnte es für die einzelnen Außendienstmitarbeiter von Interesse sein, wo sich ihr nächstgelegener Kollege gerade aufhält, um z.B. kurzfristige Absprachen durchführen zu können. Bei einer zentralen Wegeüberwachung der Firmenwagen würde sich z.B. ein Leitwarte zur optimalen Routenfindung anbieten, so dass, wenn ein Firmenfahrzeug durch einen oftmals nicht über TMC (engl. Traffic Message Channel) verzeichneten Stau aufgehalten wird, eine Warnmeldung an die gesamte Fahrzeugflotte übermittelt wird. Und zu Letzt würde dieses System auch sehr unterstützend beim Auffinden gestohlener Firmenwagen sein. Hier wäre z.B. ein technisches System denkbar, welches neben der Positionsermittlung des gestohlenen Firmenfahrzeugs auch die ferngesteuerte Deaktivierung des Fahrzeugs aus der zentralen Leitwarte heraus anbieten.

Baugewerbe: Auch im Baugewerbe würde sich eine LBS gestützte Arbeitszeitüberwachung perfekt anbieten. Sowohl für den Auftragnehmer zur Überwachung seiner eigenen Mitarbeiter, wie auch für den Auftraggeber des Bauvorhabens, um zu überprüfen, ob die Mitarbeiter, auch wirklich anwesend sind. Dieses Szenario würde das teilweise Lösen der Prinzipal-Agent-Theorie durch den Einsatz von Überwachungsmethoden beschreiben, wodurch der Prinzipal gegenüber dem Agenten durch das Abbauen von Wissensdefiziten seine Position stärken könnte. Die technische Durchführung würde hierbei wie folgt aussehen. Auf dem Bauabschnitt sind je nach Größe eine oder mehrere Ortungseinheiten mit Anbindung an die LBS basierte Zeitabrechnung installiert. Dieses System bucht den einzelnen Mitarbeiter automatisiert ins System ein, sobald dieser den Bauabschnitt betreten hat. Auch lässt sich auf diese Weise die Anwesenheit von Hochlohnmitarbeitern, wie z.B. Bauabschnittsleitern oder Architekten, besser überprüfen. Ebenso kann das System in Unglücksfällen hilfreich sein, ist z.B. ein Mitarbeiter abseits der Pausenzonen über längere Zeit unbeweglich an einer festen Position, würde ein Alarm ausgelöst werden. Auch könnte das System in der Leitstelle Alarm auslösen, wenn für als kritisch definierte Bauprozesse minimale Mitarbeiteranzahl unterschritten wird, so dass dieser Arbeitsvorgang bis auf weiteres geschoben wird oder Unterstützung von anderen Bauabschnitten angefordert wird.

6.2 Ressourcendisposition

6.2.1 Aufgabenstellung

Ressourcendisposition setzt ein hohes Maß an Logistik voraus. Wenn wir von Ressourcen sprechen, kann dies auf Zeit, Güter, Fahrzeuge etc. angewendet werden. Ziel ist es, diese Ressourcen mit möglichst geringem Aufwand einzusetzen, so dass ein möglichst hohes Resultat erzielt wird. An einigen Beispielen und Einsatzmöglichkeiten werden wird dies veranschaulichen.

6.2.2 Aktuelle Umsetzung

In diesem Abschnitt beleuchten wir, wie die Bereiche Fahrtenbuch, Flottenmanagament und Güterüberwachung ohne den Einsatz von LBS umgesetzt werden.

Fahrtenbuch:
Viele Unternehmen haben heute schon die Anforderung, für alle Fahrzeuge ein Fahrtenbuch zu führen. Dies soll zum einem dem Unternehmen die Möglichkeit geben, zu kontrollieren, ob die Fahrzeuge für nicht genehmigte Fahrten eingesetzt werden oder wer zu Zeiten von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, der Fahrer des Wagens war.
Eine Mitteilung des Bundesministeriums für Finanzen besagt: "Die bloße Behauptung, das Kraftfahrzeug werde nicht für Privatfahrten genutzt oder Privatfahrten würden ausschließlich mit anderen Kraftfahrzeugen durchgeführt, reicht nicht aus, um von dem Ansatz eines privaten Nutzungsanteils abzusehen. Vielmehr trifft den Steuerpflichtigen die objektive Beweislast, wenn ein nach der Lebenserfahrung untypischer Sachverhalt, wie z.B. die ausschließlich betriebliche Nutzung des einzigen betrieblichen Kraftfahrzeugs eines Unternehmers, der Besteuerung zugrunde gelegt werden soll."[49] Weiter heist es: "Ein Fahrtenbuch soll die Zuordnung von Fahrten zur betrieblichen und beruflichen Sphäre ermöglichen und darstellen. Es muss laufend geführt werden.
Somit ist es für jedes Unternehmen notwendig ein Fahrtenbuch zu führen. Ein Fahrtenbuch muss mindestens Datum, Kilometerstand Beginn und Ende jeder einzelnen Fahrt, Reiseziel, Reisezweck und aufgesuchten Geschäftspartner enthalten. Zudem müssen Umwege auf der Fahrt aufgezeichnet werden [50]
Wie aus den Anforderungen zu sehen, ist das Führen eines manuellen Fahrtenbuchs mit nicht wenig Arbeit verbunden. Hier zur Verdeutlichung ein Muster für ein tabellarisches Fahrtenbuch:

Privat/Geschäftlich Abfahrt Datum/Uhrzeit Ankunft Datum/Uhrzeit Kennzeichen KM Stand Beginn KM Stand Ende Differenz Name des Fahrers Reiseziel Reisezweck Hinweis Unterschrift
Geschäftlich 20.01.2010 10:00 20.01.2010 10:55 ME-MM 1111 15347.9 15392.3 44.4 Sebastian Pickert Mustermann GmbH Störungsbeseitigung
Geschäftlich 20.01.2010 13:00 20.01.2010 14:21 ME-MM 1111 15392.3 15441,7 49.4 Sebastian Pickert Eigene GmbH Rückfahrt Störungsbeseitigung Stau umfahren

Tab. 2: Fahrtenbuch

Beim zuverlässigen Ausfüllen dieses Fahrtenbuchs vergeht viel Zeit, welche der Mitarbeiter nicht effektiv einsetzen kann. Ohne die Führung eines Fahrtenbuchs ergeben sich für Unternehmen und Mitarbeiter aber große Probleme in der Beweisführung. Es ist also allen Unternehmen zu empfehlen, ein Fahrtenbuch zu führen.

Flottenmanagement:
Flottenmanagement oder auch Fuhrpark-Verwaltung befasst sich mit den Aufgabengebieten Beschaffen, Verwalten, Instandsetzen, Veräußern und Kontrollieren von unternehmenseigenen Fahrzeugflotten. Allgemein gilt es zu sagen, dass es beim Thema Flottenmanagement keine allumgreifende Definition gibt und diese von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich aufgefasst wird. Entsprechend differenziert sind die unternehmenseigenen Umsetzungen bei der Fuhrpark-Verwaltung. Oftmals haben auch Firmen mit einem größeren Bestand an Firmenfahrzeugen keine eigene Abteilung zur Verwaltung des Fuhrparks und dieser Bereich ist einer anderen Abteilung, wie zum Beispiel dem Einkauf, unterstellt. Auch ist es für viele Unternehmen die praktikablere Lösung, das Flottenmanagement auszugliedern, wie z.B. an einen externen Dienstleister oder an eine Leasinggesellschaft. Auch Versicherungsunternehmen, wie zum Beispiel die Nürnberger Versicherungsgruppe,[51] bieten das Verwalten der Fahrzeugflotte als allumfassende Komplettlösung in der Rolle eines externen Dienstleisters, an. Der Bundesverband für Materialwirtschaft Einkauf und Logistik e.V., kurz BME, hat hierzu ein Benchmark zur Messung des Reifegrades des Flottenmanagements innerhalb von beigetretenen Unternehmen aufgestellt. Hierzu vertritt der Verband folgende Aussage: "Das PKW-Flottenmanagement ist traditionell ein Bereich, der durch den Einkauf nicht oder nur teilweise wahrgenommen wird. Oft sind auch das Know-how und die Transparenz auf dem Sektor Flottenmanagement nur partiell im Unternehmen vorhanden."[52] Dem entgegengesetzt haben Logistikbetriebe (z.B. Speditionen, Taxi-Unternehmen, private Postunternehmen etc.) seit je her einen traditionell hohen Bestand an einer firmeneigenen Fahrzeugflotte, da dieser zum Ausführen des Kengeschäfts zwingend erforderlich ist. Für solche Unternehmen ist ein gut positioniertes Flottenmanagement geschäftsentscheidend und ihm wird oftmals intern eine hohe Priorität zugewiesen. Dieses Thema wird heute noch nicht in allen Betrieben aktiv betrieben. Was außer Acht gelassen wird, ist die Effizienz und Auslastung der Fahrzeuge. Ein Außendienstmitarbeiter erhält einen Firmenwagen, der wird beschafft und dann ist das Thema in den meisten Fällen erledigt. Die Nutzung des Wagens wird in diesen Fällen heute meist gar nicht kontrolliert oder überwacht. Auch die Wegeplanung ist Sache des Mitarbeiters.
In Transportunternehmen sieht das schon ein wenig anders aus. Hier müssen die Dispositionsmitarbeiter die Fahrzeuge möglichst effektiv planen. Es wird versucht, keine Leerfahrten zu haben, und den Wagen somit so oft wie möglich im Einsatz zu haben. Um diese Planung zu erreichen, ist viel Papierarbeit von Nöten.
Im Bereich des Handwerks wird ähnlich wie bei den Transportunternehmen geschaut, dass die Fahrzeuge nicht untätig auf dem Firmengelände stehen. Zudem wird bei größeren Baustellen darauf geachtet, dass die Fahrzeuge voll ausgelastet sind. Es muss nicht jeder Mitarbeiter mit dem eigenen Wagen zu den Baustellen fahren, wenn 2 - 3 Mitarbeiter zusammen auf einer Baustelle arbeiten.
Bei Firmenwagen, die von mehreren Personen genutzt werden, muss frühzeitig geplant werden, welcher Mitarbeiter darf wann den Wagen nutzen. Dies hat zur Folge, dass es zu Überschneidungen kommen kann, Verzögerungen wegen Terminüberschreitung und mangelnder Flexibilität, da kein Wagen zur Verfügung steht, wenn kurzfristig einer benötigt wird.

Güterüberwachung:
Eine aktive Güterüberwachung ist heutzutage mit viel Personaleinsatz verbunden. Sollen beispielsweise die Container und Maschinen auf der Baustelle überwacht werden, wird hier ein Wachdienst eingestellt. Dieser sorgt dafür, dass in den Nachtzeiten, wo kein Baustellenbetrieb herrscht, die Baustelle überwacht wird. Dieser Wachdienst ist jedoch recht kostenintensiv, da dort Nacht- und Feiertagszuschläge gezahlt werden.
Bei Gütern, welche transportiert werden ist eine Überwachung nur möglich, indem permanent mit den Transporteuren gesprochen wird (Funk- oder Telefon). Hier ist es jedoch bereits eine gängige Lösung, jedes Gut mit einem Code zu versehen. Dieser Code wird dann an Kontrollpunkten gescannt und dies in eine Datenbank eingetragen. Dieses lässt sich dann über eine Schnittstelle abfragen und prüfen. Dies ist heute bereits bei den Packetzustellungsunternehmen ein gängiger Standard.

6.2.3 Software im Überblick

6.2.3.1 Fahrtenbuch

Fahrtenbuch: In diesem Kapitel wollen wir auf die steuerrechtlichen Grundlagen zum Thema Fahrtenbuch eingehen. Es wird anhand einer umfangreichen Beispielrechnung demonstriert werden, dass die vermeintlich lohnenswerte "1% Regelung" auf privat genutzte Firmenfahrzeuge nicht pauschal zutreffend ist und das sich der Aufwand eines akkurat geführten Fahrtenbuchs durchaus lohnen kann. Am Ende dieses Kapitels werden wir auf Wege zur Vereinfachung der Eintragungen ins Fahrtenbuch eingehen, so dass der Faktor Zeit gesenkt werden kann. Hier werden hauptsächlich ins Fahrzeug integrierte Lösungen eine Rolle spielen und auch der Faktor LBS wird zum tragen kommen.

Das Fahrtenbuch dient dazu, dass alle auf einen Firmenwagen durchgeführten Fahrten in dokumentarischer Form zu erfassen. Ziel ist es dabei, jederzeit zwischen Dienstfahrten, die steuerrechtlich als abzugsfähige Betriebsausgabe gelten und zwischen Privatfahrten, welche steuerrechtlich als nicht abzugsfähiger Privataufwand gelten, unterscheiden zu können. Die eingetragenen Daten können zur Vorlage nach Aufforderung beim Finanzamt, der Polizei oder dem eigenen Betrieb dienen. In Deutschland gibt es noch eine Sonderform des Fahrtenbuchs. Hier kann die Straßenverkehrsbehörde nach §31a der StVZO eine Auflage nach schwerwiegenden Verkehrsverstößen (bereits ab einem Punkt) an den Halter des Fahrzeugs, die Pflicht zum Führen eines Fahrtenbuchs, auferlegen. Sofern der Fahrer, durch den der geahndete Verstoß vollzogen wurde, nicht eindeutig ermittelt werden konnte.

Versteuerung: Wird dem Arbeitnehmer der Firmenwagen auch zur privaten Verwendung zur Verfügung gestellt, muss er alle aus privaten Gründen durchgeführten Fahrten entsprechend im Fahrtenbuch vermerken und als geldwerten Vorteil versteuern. Alternativ kann er die sogenannte Ein-Prozent-Reglung zur Versteuerung seiner Privatfahrten anwenden. Bei dieser Regelung wird ein pauschaler Betrag, der ein Prozent des Brutto Listenneupreises beträgt, als geldwerter Vorteil versteuert. Zu diesem einen Prozent werden noch weitere 0,03 Prozent des Listenneupreises mal der Entfernung der Wohnstätte zur Arbeitsstätte je Kilometer gerechnet. Diese Ein-Prozent-Regelung kann von Arbeitnehmern allerdings seit dem 01.01.2006 nur noch angewandt werden, sofern mindestens 50% der Fahrten als Dienstfahrten gelten. Ansonsten ist immer die Regelung über die ausführliche Dokumentation per Fahrtenbuch zu führen und es kann kein pauschaler Betrag angesetzt werden. Auch wenn das Führen eines Fahrtenbuchs für den Arbeitnehmer sicherlich die unbequemere Lösung ist, im Gegensatz zur häufig gewählten pauschalen Ein-Prozent Lösung, kann sich das Fahrtenbuch dennoch oftmals finanziell deutlich vor dem Pauschalbetrag lohnen, wie wir Anhand einer kleinen Beispielrechnung verdeutlichen wollen:

Herrn Hans Hansmann erhält von seiner Firma einen VW Golf zum Listenpreis von 20.000 € als Firmenwagen mit der Freigabe, diesen auch privat zu nutzen. Die Entfernung von seiner Wohnung zur Arbeitsstätte beträgt 15 KM. Damit ergibt sich für Herr Hansmann ein Betrag von 290,00 € im Monat, den er zu versteuern hätte. Die Rechnung sieht hier wie folgt aus:

(1% + (0,03% * 15)) * 20000€ = 290,00

Diese 290,00 € monatlicher Pauschalbetrag werden Herrn Hansmann als Privatentnahme angerechnet. Im Gegenzug kann er die täglichen 15 KM der einfachen Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als steuerliche Kosten unter der Entfernungspauschale von 0,30 € je KM anrechnen lassen. Somit ergibt sich folgende erweiterte Rechnung

220 Arbeitstage pro Jahr * 15km = 3300km per Anno

3300km * 0,30 € je KM = 990,00 € per Anno geteilt durch 12 Monate = 82,50 € im Monat

Dies ergibt 290,00 € Privatentnahme pro Monat abzgl. 82,50 € angerechnete Entfernungspauschale pro Monat = 207,50 € Steuerbelastung pro Monat. Bei einem theoretischen Steuersatz von 40% ergibt sich somit die Rechnung 40% von 207,50 € = 83,00 € monatlich zu zahlender Steuerbetrag. Hier würde sich bei einer relativ niedrigen privaten Fahrleistung von z.B. 20% pro Jahr und einem an dem sich realen Kosten (Abschreibungen/Unterhalt – in unserem Fall z.B. theoretische 6000,00 € pro Jahr) orientierende Abrechnung per Fahrtenbuch gegenüber dem Ein-Prozent Pauschalbetrag klar rechnen. Für die Fahrtenbuchlösung ergibt sich hier für unseren Herrn Hansmann folgender Betrag:

20% private Fahrleistung * 6000,00 € Gesamtkosten pro Jahr = 1200,00€

1200,00 € / 12 Monate = 100,00 € Steuerbetrag pro Monat

100,00 € * 40% Steuersatz = 40,00 € zu zahlende Steuer pro Monat

Fazit für die Beispielrechnung Hans Hansmann: Hier würde sich für Herrn Hansmann klar die Lösung mit dem Eintragen sämtlicher privater Fahrten über ein Fahrtenbuch lohnen. Denn so würde ihm sein Firmenwagen anstelle von 82,50 € im Monat nur noch 40,00 € monatlich und somit weniger als die Hälfte kosten. Dies würde ihm auf das Jahr gesehen eine Steuerersparnis von 510,00 € einbringen. Bei dieser Rechnung wurde von sehr konservativen Werten von 20000,00 € für das Fahrzeug ausgegangen. Wäre dieser Wert höher und es bleibt bei einem privaten Fahranteil von 20%, würde sich hier die Kostenersparnis noch weiter zu Gunsten dar Fahrtenbuchlösung und gegen den pauschalen 1% Betrag verschieben.

Trotzdem muss man hier die durch das Führen eines klassischen Fahrtenbuchs bei der Hans Hansmann Beispielrechnung noch die durch den erhöhten Zeitaufwand entstehenden Opportunitätskosten mitberücksichtigen, die auf persönlichen Gegebenheiten und Einstellungen beruhen. Entgegengewirkt werden kann dies, indem man dem Fahrzeugführer die Eintragungen ins Fahrtenbuch so leicht wie möglich macht. Hierzu bieten sich Softwarelösungen an. Diese müssen nur die Auflage erfüllen, dass die Eintragungen nachträglich vor Manipulation geschützt sind. Dennoch müssen auch hier die einzelnen Fahrten noch manuell in die zur Erfassung dienende Programmoberfläche, bzw. die dafür vorgesehene Eingabemaske, eingetragen werden. Somit ergibt sich je nach persönlicher Präferenz des Fahrzeugführers durch eine Softwarelösung im Vergleich zum klassischen Fahrtenbuch auf Papierform, nicht zwingend ein Vorteil. Auch ist zu bedenken, dass ein Firmenwagen von oftmals mehreren Personen gefahren wird und sich diese Personen erst mit der Eingabe in das Softwareprodukt vertraut machen müssen, wodurch dem Arbeitgeber unter Umständen Arbeitszeit verloren gehen kann. Schlimmstenfalls wären die Angestellten mit der Eintragung der einzelnen Fahrten in das Software-Fahrtenbuch überfordert und es würde zu Fehleintragungen oder gar zu unterlassenen Eintragungen kommen, womit der Arbeitgeber am Ende des Jahres Probleme Aufgrund des schlecht geführten Fahrtenbuchs mit dem Finanzamt bekommen könnte. Darum sind hier elektronische Komplettsysteme zur Erfassung der deutlich zweckmäßigere Weg. Hierbei wird ein Endgerät fest in den Firmenwagen implementiert, in das über eine einfache Steuerung direkt im Fahrzeug durch den Fahrzeugführer die nötigen Daten und die Kennung, ob Privat- oder Dienstfahrt, eingegeben werden kann. Zwar muss sich auch hier der Fahrzeugführer zuerst mit dem spezifischen System vertraut machen. Doch wären dies einmalige Einweisungsaufwände, sofern innerhalb der Fahrzeugflotte auf dasselbe Endgerät gesetzt werden würde. Das Erfassungsgerät wäre hierbei technisch mit der Fahrzeugelektronik bzw. dem Boardcomputer verbunden und würde Daten wie KM-Angaben und Datums-/Zeit-Angaben automatisch erfassen. Der Fahrzeugführer müsste somit nur noch seine persönlichen Daten und den Grund/das Ziel der Fahrt eingeben. Noch komfortabler wäre es hier, auch diese Daten von einem zentralisierten System eingeben zu können oder das die Flottenverwaltung hier die direkte Oberhand hat und Fahraufträge auf die entsprechenden Mitarbeiter bucht. An diesem Punkt würden sich nun auch LBS gestützte Systeme mit einer Anbindung an das GPS System lohnen. Hierbei können die einzelnen Fahrzeuge jederzeit geortet werden und Fahrten werden im zentralen Verwaltungsserver der Flottenverwaltung gebucht und überwacht. Ebenso können Fahrzeugspezifische Werte, wie z.B. die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit, der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch, die noch mögliche Reichweite, Stand- und Pausenzeiten und die Routenführung an den geplanten Zielpunkt, übermittelt werden. Auch lassen sich so Fahrzeugführer spezifische Auswertungen ergeben, z.B. über den persönlichen Fahrstil des Lenkers oder ob dieser ohne ersichtlichen Grund über eine größere Distanz von der als optimal errechneten Zielroute abgewichen ist. Aus diesen Daten lässt sich ein genaues Wegeprofil ermitteln und so zum Beispiel wie auch im Kapitel Zeiterfassung dargestellt, die auf Fahrten zu Kundenterminen von Außendienstmitarbeitern verbrauchte Zeit als Arbeitszeit verbuchen bzw. davon abweichende Zeiten wiederum ausbuchen. Auch ist im Falle von Pannen, Unfällen oder Diebställen die jederzeit mögliche Positionsbestimmung des Fahrzeugs vom großen Vorteil, um entsprechende Reaktionen einleiten zu können. So kann beispielhaft bei Auslösen der Alarmanlage, der Airbag-Systeme oder bei einer Manipulation an sonstigen Sicherheitssystemen, sofort eine Meldung inkl. Positionsbestimmung an die Zentrale übermittelt werden. Ebenso ist eine kameragestützte Überwachung des Fahrzeugsinnenraums denkbar, um so z.B. den aktuellen Fahrer und die vollzogenen Tätigkeiten überwachen zu können. Hierbei muss allerdings die rechtliche Grundlage im jeweiligen Land gegeben und das System entsprechend flexibel aufgebaut sein.

Abschließend kann man sagen, die elektronisch ins Fahrzeug implementierte Form des Fahrtenbuchs bietet gegenüber der konventionellen Papierform viele Vorteile, was die Erfassung der einzelnen Fahrten angeht. Auch lassen sich mit schon existierenden und zukünftig noch ausbaufähigeren LBS Lösungen diverse Controlling und Überwachungsfunktionen realisieren. Hier gilt es nur aufzupassen, den Bogen nicht zu überspannen und sich über rechtliche Grundlagen im Einsatzland hinwegzusetzen bzw. gilt es auch zu vermeiden, den Mitarbeiter durch ein Gefühl von allumfassender Überwaschung innerhalb des Firmenfahrzeugs ggf. zu demotivieren.

6.2.3.2 Flottenmanagement

Für Unternehmen spielt heute der Faktor LBS eine Rolle und diese wird sich zukünftig mit Voranschreiten der technischen Möglichkeiten noch verstärkt bemerkbar machen. Hier könnte sich zum Beispiel ein Taxiunternehmen, welches seine Fahrzeugflotte konsequent durch Positionsbestimmung navigiert und so eine optimale Wegeführung bei ungünstigen Verkehrsverhältnissen generiert, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz sichern. So könnten sämtliche im Einsatz befindlichen Taxis in der Zentrale an ein Ortungs- und Navigationssystem angeschlossen sein. Eingehende Kundenanfragen könnten nun von der Zentrale an das nächstliegende gerade zur Verfügung stehende Fahrzeug weitergeleitet werden. Oder es könnten sich entsprechende Fahrplanungen mit Anschlussfahrten für ein Fahrzeug generieren lassen. Auch sind gute Informationsquellen und die zeitnahe Weitergabe von gewonnen Informationen wichtig, als Beispiel wäre hier der im Provinzbahnhof wegen einer Panne liegengebliebene Regionalzug oder vergleichbare Szenarien zu nennen, bei denen eine größere Anzahl an Reisenden mit zeitkritischen Terminen plötzlich auf eine Umstellung ihres Reisplans angewiesen sind. Das unternehmerische Ziel hierbei wäre zusammengefasst, größere Standzeiten und Leerstände der Fahrzeuge weitestgehend zu vermeiden und durch die durch LBS verbesserte Flottennavigation einen höheren Kundendurchsatz pro Fahrzeug als die Konkurrenz generieren zu können. Dazu müsste natürlich die zentrale Flotten-Verwaltung und das dort eingesetzte System entsprechend schlagkräftig aufgestellt sein.

Ein weiterer lohnenswerter Einsatzzweck für LBS unterstützte Flottenverwaltung ergibt sich für Autovermietungen. Hier können sich ebenfalls durch die Positionierbarkeit der Fahrzeuge örtlich naheliegende Anschlussaufträge generieren lassen. Auch ist die Überwachung der Fahrzeugflotte für den Vermieter denkbar, zum Beispiel, wenn wie in den Vertragsklauseln bestimmte Länder ausgeschlossen sind und der Kunde plötzlich doch mit dem Wagen die Grenze überschreitet, könnte ihm das im Regressfall leicht nachgewiesen werden. Ebenso kann die Fahrzeugüberwachung zur Abschreckung und Aufklärung von Vandalismus- und Diebstall-Schäden hilfreich eingesetzt werden.

Als letztes Beispiel wollen wir auf Rettungsorganisationen eingehen. Dort kann die von zentraler Stelle geleitete Navigation der Rettungswagen zum aktuellen Einsatzort von lebensrettender Bedeutung sein. So kann in der Zentrale beispielhaft ein eigenes Staumanagement aufgebaut werden, welches seine Daten von den aktuellen Einsatzfahrten der Fahrzeuge bezieht. Das System würde hier Abweichungen nach oben oder unten von der berechneten Fahrtzeit berechnen und darauffolgende Einsatzfahrten ggf. auf Alternativrouten umleiten. Auch können einsatzspezifische Informationen im System vermerkt werden und Langzeitprofile angelegt werden. Zum Beispiel, es wird ein Einsatzwagen zu einer Unfallstelle auf einer größeren Ausfallstraße gerufen, dann ist davon auszugehen, dass sich hier kurzfristig ein Stau bilden wird und diese Route für einen gewissen Zeitraum von anderen Einsatzfahrzeugen gemieden werden sollte. Diese Infos würden mit in die Navigation für darauffolgende Einsatzfahrten fließen. Auch ist hier eine Verknüpfung der Ortungstechniken von Unfallopfer und Einsatzfahrzeug denkbar. Hier könnte man als Beispiel aufführen, ein Wanderer hatte einen Unfall in einem größeren für ihn unbekanntem Waldgebiet und fordert über sein GSM oder UMTS Mobiltelefon Hilfe an, ohne eine ausreichend spezifische Positionsbestimmung geben zu können. Diese Wanderwege sind allerdings oftmals auch nicht in den normalen Navigationssystemen verzeichnet und das Einsatzfahrzeug müsste hier mit klassischen Papierkarten navigieren, sofern diese überhaupt zeitnah herangeschafft werden können. Hier bietet es sich nun an, den verunglückten Wanderer über sein Mobiltelefon mit ausreichender Genauigkeit zu orten und das Rettungsfahrzeug mit realtime Navigation über die Leitstelle zum Einsatzort zu führen.

Abschließend kann man sagen, dass das Flottenmanagement von vielen Unternehmen derzeit noch nebensächlich betrachtet wird. Doch für auf den Logistikbereich spezialisierte Unternehmen kann eine effiziente Flottenführung schon heute den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen. Entsprechde Softwaremöglichkeiten sind heute noch nicht ausgereift und verbreitet. Zukünftig ist durch das voranschreiten von LBS Lösungen zur Flottenverwaltung mit einem stärkeren Augenmerk auf die hausinterne Fahrzeugverwaltung von vielen Unternehmen zu rechnen. Hier ergeben sich für Anbieter solcher Systeme oder auch für Dienstleister, die ein Komplettpaket anbieten können, neue Marktchancen zum Ausbau ihres Geschäfts. Auch für Privatpersonen sind hier zukünftig verstärkte Einsatzmöglichkeiten denkbar. So bieten zum Beispiel schon heute einige Automobilhersteller in ihren Oberklasse-Modellen Systeme zur GPS-gestützten Ortung des Fahrzeugs an. Der Kunde kann hierbei über ein Endgerät (oftmals ein Mobiltelefon oder eine Web-Oberfläche), gewisse Parameter an Informationen jederzeit abrufen. So ist z.B. denkbar, dass der Kunde sein Fahrzeug im Falle eines Diebstahls jederzeit orten kann. Hier zeigt die Markterfahrung im Automobilbereich, dass solche Systeme immer von oben nach unten eingeführt werden. Deshalb kann man zukünftig mit solchen Systemen auch verstärkt in Modellen der Mittel- und Kompaktklasse und evtl. sogar eines Tages in der Kleinwagenklasse, rechnen. Systeme wie das ABS, der Airbag oder das ESP-System haben es hier vorgemacht. Auch wird das Thema Connected-Cars von allen Fahrzeugherstellern als zukünftig entscheidender Trend angesehen und es sind hier diverse Systeme in der Entwicklungsphase. Hierbei würden ebenfalls Techniken zur Standortbestimmung, zum Datenaustausch und zur Kommunikation der Fahrzeuge untereinander, zu Tragen kommen. Die Frage wäre hier abschließend nur, wie viel Überwachung und Eingriffe auf Fahrsituationen der Privatkunde in sein Fahrzeug duldet, so dass er diese Techniken nicht als Bevormundung versteht.

6.2.3.3 Güterüberwachung

Die Güterüberwachung ist heutzutage ein recht großes Thema. Viele Bauunternehmer und Transporteure benutzen die Technik, um Ihre Güter zu schützen. Den Schutz durch GPS Ortung erhalten vor allem wertvolle Maschinen auf Baustellen z.B. Bagger, Container, Fahrzeuge und Kleingeräte, wie z.B. Handys oder Laptops.
Wir betrachten hier eine Lösung, die zur Container und Güterüberwachung eingesetzt wird. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Tatsache, dass die Möglichkeiten der Stromversorgung begrenzt sind. Somit bleibt nur die Lösung einer akkugestüzten Variante. Hier sind wir bei unseren Recherchen auf die Firma Selnex (http://www.selnex.de) gestoßen. Diese Firma bietet GPS Überwachung für Fahrzeuge, Taxen, Container und Güter an.
Bei der Container- und Güterüberwachung wird eine "BlackBox" am Container oder dem zu schützendem Gut, montiert. Diese Boxen haben eine Größe von 69mm*64mm*38mm oder 120mm*64mm*38mm, verfügen über einen Lithium Akku, der Akkulaufzeit von bis zu drei Jahren garantiert.
Die Datenübertragung der Box an den Server erfolgt hier per SMS oder GPRS-FTP. Somit wird hier eine SIM-Karte benötigt, welche eine Datentarif besitzt.
Der Vorteil bei diesem System ist die intelligente Überwachung. Bei Stillstand werden keine Daten übermittelt, womit Kosten eingespart werden. Das Senden wird erst aktiviert, wenn das zu überwachende Gut bewegt wird. Sollte in einem solchen Fall das GSM Netz nicht verfügbar sein, wird die Position und der Weg im Flashspeicher hinterlegt und anschließend bei nächster Möglichkeit übertragen.
Als zusätzliche Option kann auch ein 3-Achsen Beschleunigungssensor integriert werden, dieser ermöglicht dann auch die Alarmierung bei Erschütterung, wobei hier die Grenze eingestellt werden kann. So kann auch eine "Art" Alarmanlage abgebildet werden, die z.B. Demolierung oder Beschädigung der Maschinen oder Container anzeigen kann.
Die GPS-Box arbeitet mit einer Web-basierten Software zusammen, die einen weltweiten Zugang zu den Daten ermöglicht. Hierbei wird die Software auf dem Web-Server des Kunden installiert und dort betrieben. Auf diese Weise kann der Kunde die Sicherheit seiner Daten selbst gewährleisten.
In der Software können alle wichtigen Einstellungen wie Alarmmeldungen, das elektronische Fahrtenbuch, Protokolle oder die Live-Ansicht, abgebildet werden. Auch Softwareupdates der BlackBoxen können von hier gestartet werden. Somit wird der Techniker eingespart, der vor Ort das Update einspielen müsste. Eine wichtige Einstellung ist der GSM-Tarif, hier können die Einstellungen der Übertragung angepasst werden, um dem gewählten Tarif beim Anbieter gerecht zu werden. Auch Einstellungen für das Ausland sind möglich, um eventuell hohe Kosten durch Roaming zu vermeiden.
Bei der Überwachung von Handy und Laptop werden verschiedene Ansätze verfolgt. Zum einen kann man die integrierten GPS Empfänger für eine Ortung nutzen, zum anderen gibt es Softwarelösungen, welche versteckt installiert werden und dann bei Verfügbarkeit der Netzwerkverbindung die Position an den Server übermitteln. Hierbei sind wir auf die Firma Absolute (http://www.absolute.com) gestoßen.
Diese bieten verschiedene Tarife an, um die EDV eines Unternehmens zu sichern und zu überwachen. Im Rahmen der Dienstleistung bietet die Firma auch die Wiederbeschaffung der gestohlenen Ware an, überwacht Login-Versuche oder Abweichungen zum Standort. Ein Vorteil dieser Lösung ist auch die Fernwartung und Steuerungsmöglichkeit, so kann man z.B. aus der Ferne schnell sensibele Daten löschen ohne Zugriff auf den Laptop zu haben.
Wie auch bei der Güterüberwachung zuvor basiert die Software auf einem Web-Interface. Hierbei wird die Software aber nicht beim Kunden installiert, sondern verbleibt beim Dienstleister. Dort wählt man sich ein und die Laptops und Handys kommunizieren direkt mit dem Server vom Dienstleister.
Die Lösung arbeitet aber nicht mit jedem Laptop zusammen, da für die Überwachungsfunktionen spezielle BIOS Versionen benötigt werden. Eine Liste der möglichen Laptops ist auf der Homepage (http://www.absolute.com/de_DE/proucts/bios-compatibility) einzusehen.
Wie zu sehen ist, werden im Bereich der Güterüberachung verschiedene Ansätze verfolgt und sind auch schon umgesetzt. Hier erwarten wir in der Zukunft noch größeres Potenzial, um sogar das einzelne Stück Material auf einer Baustelle zu überwachen, damit Situationen wie fehlene Stahlträger, wie z.B. beim Kölner U-Bahnbau, früher erkannt werden können.

6.2.4 Probleme und Lösungen

An dieser Stelle wollen wir noch einmal zusammenfassen, welche Probleme der Ressourcendispositon unter Einbeziehung von LBS gelöst werden können. Hierbei gehen wir nicht nur auf die aktuelle Umsetzbarkeit ein, sondern betrachten auch die von uns gesehenen Zukunfstmöglichkeiten.

Fahrtenbuch:
Unternehmen sind vom Gesetzgeber aus verpflichtet ein Fahrtenbuch zu führen. Wenn dies manuell erfolgt, braucht dies viel Zeit, und Fehler sind durchaus möglich.
Dies ist heute jedoch schon über eine ganze Hand von elektronischen Fahrtenbüchern zu lösen. Bei den meisten Lösungen wird permanent die GPS Position aufgezeichnet und an einen Server übertragen. Dieser ermittelt so die Fahrtstrecke und speichtert sie nach den Anforderungen des Gesetzgebers.
Da dieser Bereich bereits stark abgedeckt ist, bleibt nicht viel Spielraum nach oben. Möglichkeiten für die Zukunft sehen wir vielmehr in Addons der Lösungen, wie Auswertung der Geschwindigkeit, Wegeoptimierung, Fahrverhalten und vergleichbaren.

Flottenmanagement:
Durch aktives Flottenmanagement im Transportgewerbe kann das Potenzial der Möglichkeiten gut genutzt werden. Um dies auszunutzen, müssen die Strecken, Positionen und Ladungen der Fahrzeuge, korrekt erfasst sein.
Auch hier gibt es schon eine große Anzahl von Softwarelösungen, welche dies für ein Unternehmen abbilden. Die hier gewonnenen Informationen werden für die Folgeplanung der Routen eingesetzt. Zu der Überwachung der Fahrzeuge, kann auch eine Überwachung der Fahrt- und Pausenzeiten erfolgen, wodurch der Arbeitgeber schnelle Übersicht über Verstöße gegen Ruhezeiten hat. Durch LBS kann diese Überwachung nun live erfolgen, da die Daten direkt an einen Server gesendet werden.
Hier gilt das Gleiche wie beim Fahrtenbuch, Potenzial für Erweiterung ist begrenzt, da der Markt die Lösungen schon aktiv umsetzt. Kleine Leistungsmerkmale wie Ladungsüberwachung, Temperaturübermittlung oder Ähnliches können mit einbezogen werden, um den nötigen Vorteil zum Mitbewerb zu erlangen.

Güterüberwachung:
Ein sehr großer Sektor, der sich in zwei Bereiche gliedert. Zum einen der Güterüberwachung bei Transportunternehmen (Container, Briefe, Packete) zum anderen der Bausektor mit größeren Maschinen und Baucontainern. Die Lösungen sind bisher unterschiedlich stark verbreitet.
Im Transportgewerbe ist die Überwachung der Güter bereits stark verbreitet. Hier wird jedoch LBS noch nicht so stark genutzt. Mit der Nutzung von LBS können die Güter genauer überwacht werden. Eine Möglichkeit für zukünftige Erweiterungen wäre die Kopplung mit der Fahrzeugüberwachung, um den Endkunden über z.B. ein Web-Interface die Möglichkeit zu geben, die genaue Position der Ware zu ermitteln.
Im Baugewerbe können durch aktive Überwachung mit kombinierter Alarmierung, Wachleute eingespart werden. Wenn ein Bewegungsensor aktiviert wird, oder über LBS eine Positionsänderung zu einer nicht erlaubten Zeit stattfindet, kann ein Wachdienst informiert werden und muss nicht permanent vor Ort sein.
Durch immer kleiner werdende Empfängertechniken ist hier noch eine Menge Erweiterungpotenzial gegeben, da aktuell nur größere Maschinen überwacht werden. Mit kleineren und günstigen Überwachungseinrichtungen kann dieser Sektor wahrscheinlich optimiert werden.

7 Fallbeispiel

Wir betrachten in unserem Fallbeispiel ein Handwerksunternehmen aus der Elektro-Branche. Das Unternehmen besitzt einen Chef, ein kleines Büro mit zwei Mitarbeiterinnen und sieben Monteuren. Hiervon sind vier Monteure auf größeren Projekten eingesetzt und drei Monteure auf Kundendienst- bzw. Notdiensteinsatz.
Wir legen folgende durchschnittlichen Stundensätze für die Berechnungen zugrunde:

Position Gehalt Stundenlohn
Chef Unberücksichtigt --
Büro 2.000,00 € brutto (40 Stunden Woche) ca. 12,00 € / Stunde
Monteure 2.500,00 € brutto (40 Stunden Woche) ca. 14,50 € / Stunde

Tab. 3: Gehaltsübersicht


Zur Vereinfachung des Beispiels werden hier keine Überstunden oder Feiertagszuschläge berücksichtigt.
Aus diesen Daten ergeben sich folgende Kosten für das Unternehmen:

Jahresgehalt Stundenlohn mit Sozialabgaben
Gehalt für Bürokräfte / Jahr 28.638,00 € brutto (inkl. sozialabgaben Arbeitgeber) entspricht ca. 13,50 € Stundenlohn
Summe für Bürokräfte 57.276,00 €
Gehalt für Monteuere / Jahr 35.797,44 € brutto (inkl. sozialabgaben Arbeitgeber) entspricht ca. 17 € Stundenlohn
Summe für Monteure 250.583,08 €
Summe Gesamt 307.858,08 €

Tab. 4: Gehaltsberechung gesamt


Wenn wir nun betrachten, wie der Ablauf bisher stattgefunden hat, stellen wir folgende Dinge fest:
1. Büroangestellter plant die Arbeitzeiten der Monteure.
2. Büroangestellter druckt für jeden Mitarbeiter die Auftragsscheine und ggf. Routen.
3. Monteur muss Reihenfolge der Aufträge beachten und Zeiten entsprechend einhalten.
4. Monteure müssen ihre Arbeitszeiten händisch auf einem Stundenzettel erfassen.
5. Monteure müssen Fahrtenbuch führen.
6. Büroangestellter muss die Stundenzettel prüfen, einpflegen und abrechnen.
7. Büroangestellter muss das Fahrtenbuch pflegen und abrechnen.
8. Büroangestellter erstellt die Löhne.

Wie wir sehen, ist eine Menge Arbeit notwendig, um die Planung und korrekte Abwicklung der Abläufe zu gewährleisten. Damit wir nun sehen können, ob der Einsatz von einer Softwarelösung sinnvoll ist, haben wir einmal folgende Rechnung aufgestellt.

1. Büroangestellter plant die Arbeitzeiten der Monteure.
Hierfür gehen wir davon aus, dass die Planung recht einfach gestaltet ist und jeder Monteur gut ausgelastet ist. Eine Überlastung oder Überschneidung von Aufträgen findet nicht statt. Aus dieser Annahme heraus ermitteln wir zwei Stunden / Woche als Berechnungsfaktor.
2 h * 13,50 € = 27,00 € / Woche

2. Büroangestellter druckt für jeden Mitarbeiter die Auftragsscheine und ggf. Routen.
In unserer Annahme gehen wir bei den vier Monteuren für größere Projekte davon aus, dass diese immer zu zweit unterwegs sind. Hier werden pro Woche fünf Aufträge gedruckt, da täglich nicht mehr als ein Auftrag anfällt. Somit ergibt sich hier ein Wert von zehn Aufträgen / Woche. Bei den drei Monteuren für die Kundendienstaufträge ist es normal, mehrere Aufträge am Tag zu haben. Durchschnittlich sind das vier / Tag. Somit ergeben sich hier 35 Aufträge / Woche.
Das Drucken eines Auftrags erfordert ca. zehn Minuten um die Maske des Auftrags zu öffnen, den Kunden und die Baustelle zu wählen, eine Notiz einzutragen.
Anschließend wird der Auftrag gedruckt und an die Monteure verteilt. Es ergibt sich folgende Berechnung:
45 Aufträge * 10 min = 450 min / Woche = 7,5 h
7,5 Stunden * 13,50 € = 101,25 € / Woche

3. Monteur muss Reihenfolge der Aufträge beachten und Zeiten entsprechend einhalten.
Hier gehen wir von einem vergleichsweise kleinen Zeitaufwand aus, da das Unternehmen eingespielt ist und die Abstimmung zwischen Büro und Montage gut funktioniert. So ergibt sich pro Monteur eine Zeit von fünf Minuten / Tag. Hier ist ein Durchschnitt angenommen, es gibt also keine Trennung zwischen Großbaustelle und Kundendienst.
7 Monteure * 5 min * 5 d = 175 Minuten
175 min / 60 min * 17,00 € = 49,58 € / Woche

4. Monteure müssen ihre Arbeitszeiten händisch auf einem Stundenzettel erfassen.
Dies erfordert einen verhältnismäßigen hohen Aufwand, da neben dem Auftragsschein des Kunden noch der eigene Stundenzettel für die Lohnabrechnung geschrieben wird. Da der Auftragsschein des Kunden immer auszufüllen ist, wird diese Zeit hier nicht berücksichtigt. Wir gehen davon aus, dass die Monteure einen Stundenzettel mit den folgenden Angaben ausfüllen müssen: Datum, Arbeitsbeginn, Arbeitsende, Stunden, Pause, Kunde, Projektnummer.
Da dieser Eintrag pro Auftrag einmal erfolgen muss, berechnen wir die benötigte Zeit wie folgt:
(35 Aufträge Kundendienst + 2*10 Aufträge Großprojekte) * 2,5 min = 137,5 min
137,5 min / 60 min * 17,00 € = 38,96 € / Woche

5. Monteure müssen Fahrtenbuch führen.
Hier wird im Fahrtenbuch jede Fahrt notiert, wir gehen in der Betrachtung von der Annahme aus, dass keine Privatfahren mit den Fahrzeugen getätigt werden. Das Eintragen einer Fahrt dauert 1,5 Minuten, da folgende Angaben zu tätigen sind: Datum, Fahrtbeginn, KM Fahrtbeginn, Fahrtende, KM Fahrtende, Differenz, Kunde, Auftrag, Zweck.
Großprojekte:
2 Fahrten / d * 5 d * 1,5 min = 15 min
Kundendienst
5 Fahrten / d * 5 d * 1,5 min = 37,5 min
Kosten:
(15 min * 2 Fahrzeuge + 37,5 min * 3 Fahrzeuge) / 60 min * 17,00 € = 40,38 € /Woche

6. Büroangestellter muss die Stundenzettel prüfen, einpflegen und abrechnen.
Da wir hier von einem Handwerksunternehmen ausgehen, wird der Faktor Controlling nicht so hoch angesiedelt. Aus dieser Annahme heraus gehen wir davon aus, dass die Prüfung des Stundenzettels / Mitarbeiter fünf Minuten / Woche einnimmt. Die Abrechnung der Aufträge wird nicht berücksichtigt, da dies bei anderen Lösungen auch erfolgen muss. Der Effekt, dass dies schneller und effektiver erfolgen kann, wird als Bonus gewertet. Da die Mitarbeiter im Büro keine Zeiterfassung durchführen, wird hier in der Berechnung nur der Stundenzettel der Monteure geprüft.
7 Mitarbeiter * 5 min = 35 min
35 min / 60 min * 13,50 € = 7,88 € / Woche

7. Büroangestellter muss das Fahrtenbuch pflegen und abrechnen.
An dieser Stelle gehen wir wie zuvor davon aus, dass der Büroangestellte nur wenig Zeit für Prüfugen, verwendet. Bei den Aufträgen, wird mit Pauschalen gearbeitet, so dass nicht die tatsächlichen Kilometer zugrunde gelegt werden. Somit werden pro Fahrtenbuch fünf Minuten angesetzt.
5 Fahrzeuge * 5 min = 25 min
25 min / 60 min * 13,50 € = 5,63 € / Woche

8. Büroangestellter erstellt die Löhne.
An dieser Stelle gehen wir davon aus, dass der Büroangestellte die Löhne wie folgt erstellt. Aufsummieren der Stundenzettel. Eingeben der Zeit in das Abrechnungsprogramm. Drucken der Abrechnungen. Der Aufwand für das Einpflegung von Urlaub, Krankheit und sonstigen Bezügen wird immer gleich sein, somit wird das hier nicht betrachtet.
Zur Vereinfachung hat sich der Büroangestellte eine Excel-Liste erstellt und muss dort lediglich noch die Stunden pro Tag eingeben. Für die Eingabe gehen wir von einer Minute / Tag / Mitarbeiter aus.
23 Arbeitstage * 7 Mitarbeiter * 1 min = 161 min
161 min / 60 min * 13,50 € = 36,23 € / Monat

Zusammenfassend ergeben sich folgende Kosten (Wir gehen von 4,5 Wochen / Monat aus):

Kosten / Woche Summe / Monat
1. 27,00 € / Woche 121,50 € / Monat
2. 101,25 € / Woche 455,63 € / Monat
3. 49,58 € / Woche 223,11 € / Monat
4. 38,96 € / Woche 175,32 € / Monat
5. 40,38 € / Woche 181,71 € / Monat
6. 7,88 € / Woche 35,46 € / Monat
7. 5,63 € / Woche 25,34 € / Monat
8. 36,23 € / Monat
Gesamt: 1.254,30 € / Monat

Tab. 5: Kostenaufstellung Vorher

Die Summe von 1.254,30 € gilt nun als Indikator für den Vergleich zu den Kosten beim Einsatz einer integrierten Lösung über Location Based eBuissnes. Wichtig ist anzumerken, dass die Zeit, welche hinter den 1.254,30 € steht unproduktiv zu sehen ist. Die Monteure können in dieser Zeit keine Arbeit verrichten und die Büroangestellten können keine Auftragsabwicklung durchführen, da sie mit internen Prozessen beschäftigt sind.

Um die Kosten für diese Arbeit zu senken, wird seitens des Chefs die Integration von TomTomWork angestrebt. Für die Anschaffung entstehen folgende Kosten:

Position Menge Einzelpreis Gesamtpreis
Navigationsgeräte 5 Stück 203,37 € 1.016,85 €
LinkBox 5 Stück 405,86 € 2.029,30 €
Softwareanpassung einmalig 5.500,00 € 5.500,00 €
Summe: 8.546,15 €

Tab. 6: Anschaffungskosten TomTomWork

Die Softwareanpassung betrifft die einmalige Einrichtung der Software für den Betrieb und das Erstellen einer Schnittstelle für die Verwaltungssoftware des Unternehmens. Anschließend werden die Aufträge beim Drucken direkt an TomTomWork übergeben. Zusätzlich werden wöchentlich das Fahrtenbuch und die Stundenzettel per E-Mail an das Büro versendet. Bei der Rechnungsstellung werden die Kilometer und Stunden aus TomTomWork ausgelesen und in der Rechnung verwendet. Monatlich bei der Lohnabrechnung übergibt TomTomWork die Summe der Stunden an die Lohnbuchhaltung.

Durch die Nutzung von TomTomWork entstehen monatliche Kosten. Diese belaufen sich bei der hier gewählten Variante auf 30,82 € / Monat. Es entstehen somit monatlich folgende Kosten:
5 * 30,82 € = 154,10 €

Um nun die Kosten zu vergleichen, müssen wir jetzt noch die Einsparung der Zeiten berücksichtigen. Hierzu verwenden wir die oben erstellten Varianten und schauen was sich geändert hat.

1. Büroangestellter plant die Arbeitzeiten der Monteure.
In unserem Beispiel wird die Planung nicht automatisiert. Somit ist hier keine Einsparung möglich. Es bleibt also bei der bereits berechneten Zeit.
Nacher:
2 Stunden * 13,50 € = 27,00 € / Woche

2. Büroangestellter druckt für jeden Mitarbeiter die Auftragsscheine und ggf. Routen.
Der Büroangestellte muss jetzt keine Routen mehr planen, da die Monteure über ein Navigationssystem verfügen. Somit muss nur noch der Auftrag erstellt und gedruckt werden. Beim Drucken wird der Auftrag automatisch ans Navigationssystem des Monteurs übergeben. Die Ersparniss haben wir mit drei Minuten betitelt.
Nacher:
45 Aufträge * 7 min = 315 min / Woche = 5,25 h
5,25 h * 13,50 € = 70,88 € / Woche

3. Monteur muss Reihenfolge der Aufträge beachten und Zeiten entsprechend einhalten.
Wie zuvor erwähnt, gehen wir von einem gut eingespielten Team aus. Der Monteur muss jetzt jedoch keine Route mehr lesen, wodurch er einen kleinen Zeitvorteil erhält. Dies beziffern wir auf zwei Minuten Einsparung.
Nacher:
7 Monteuer * 3 min * 5 d = 105 min
105 min / 60 min * 17,00 € = 29,75 € / Woche

4. Monteure müssen Ihre Arbeitszeiten händisch auf einem Stundenzettel erfassen.
Da der Monteur nun die Arbeitszeiterfassung über das Navigationssystem erfüllt, braucht er keinen Stundenzettel mehr zu führen. Da die Monteure aber trotzdem die Transparenz fordern, erhalten Sie die wöchentlichen Stundenzettel per E-Mail. Die Prüfung der Monteure erfordert wie zuvor beim Büroangestellten fünf Minuten.
Da dieser Eintrag pro Auftrag einmal erfolgen muss, berechnen wir die benötigte Zeit wie folgt:
Nacher:
7 Mitarbeiter * 5 min = 35 min
35 min / 60 min * 17,00 € = 9,92 € / Woche

5. Monteure müssen Fahrtenbuch führen.
Die Pflege des Fahrtenbuchs entfällt. Das neue System führt ein Fahrtenbuch, welches automatisch die Fahrten als geschäftlich oder privat kennzeichnet. Der Ort wird eingetragen und als Zweck das Projekt. Aus organisatorischen und rechtlichen Gründen druckt der Büroangestellte dieses Fahrtenbuch, unterschreibt es und heftet es zur Aufbewahrung ab. Dies dauert je Fahrzeug fünf Minuten.
Nacher:
5 Fahrzeuge * 5 min = 25 min
25 min / 60 min * 13,50 € = 5,63 €

6. Büroangestellter muss die Stundenzettel prüfen, einpflegen und abrechnen.
Auch hier entfällt der Aufwand fast vollständig. Der Büroangestellte prüft die Übergabe wöchentlich stichprobenartig. Es muss jedoch nicht mehr alles ausgewertet werden, da dies nun automatisiert erfolgt. Wir gehen von einer halben Stunde / Woche aus.
Nacher:
0,5 h * 13,50 € = 6,75 €

7. Büroangestellter muss das Fahrtenbuch pflegen und abrechnen.
Wie bereits zuvor ist dieser Aufwand nicht mehr notwendig. Als Bonus wird nun für jeden Kunden die tatsächliche Kilometerleistung berechnet. Hieraus ergibt sich für das Unternehmen und den Kunden ein Mehrwert. Es zahlt nun kein Kunde weniger als er tatsächlich verursacht. Die stichprobenartige Prüfung erfassen wir hier mit einer halben Stunden / Woche.
Nacher:
0,5 h * 13,50 € = 6,75 €

8. Büroangestellter erstellt die Löhne.
Wie bereits oben erwähnt, werden die Stunden automatisch an die Lohnverwaltung übergeben. Die Zeit für die Lohnabrechnung reduziert sich dadurch auf den normalen Aufwand. Es entstehen keine Prüf- oder Eintragungszeiten mehr, da die stichprobenartige Prüfung zuvor erfolgt ist. Gleichzeitig kontrollieren die Monteure zeitnah die automatischen erstellten Stundenzettel und können bei Fehlern darauf hinweisen.
Nacher:
Keine Kosten mehr.

Zusammenfassend ergeben sich folgende Kosten (Wir gehen von 4,5 Wochen / Monat aus):

Vorher / Woche Vorher / Monat Nachher / Woche Nachher / Monat
1. 27,00 € 121,50 € 27,00 € 121,50 €
2. 101,25 € 455,63 € 70,88 € 318,96 €
3. 49,58 € 223,11 € 29,75 € 133,88 €
4. 38,96 € 175,32 € 9,92 € 44,64 €
5. 40,38 € 181,71 € 5,63 € 25,35 €
6. 7,88 € 35,46 € 6,75 € 30,38 €
7. 5,63 € 25,34 € 6,75 € 30,38 €
8. 36,23 € 0,00 €
Gesamt: 1.254,30 € 705,09 €

Tab. 7: Kostanaufstellung Vorher / Nachher

Wie aus der Tabelle zu sehen, konnten die Kosten / Monat von 1.245,30 € auf 705,09 € reduziert werden. Diese Reduzierung ist tatsächlich sogar noch größer, da der Mitarbeiter nun die freigewordene Zeit effektiv nutzen kann und somit produktiver eingesetzt werden kann. Diesen Faktor können wir jedoch nicht in diesem Beispiel betrachten.

Eine wichtige Frage ist nun, ab wann sich die Anschaffung eines solchen Systems rechnet. Hierfür betrachten wir die Einmalkosten und die Ersparniss.

Einmalige Kosten 8.546,15 €
Monatliche Kosten 154,10 €
Monatliche Einsparung 705,09 €

Tab. 8: Einsparungen

Es ergibt sich also folgende Rechnung:

8.845,15 € / (705,09 € - 154,10 €) = 16,05 Monate

Nach 17 Monaten effektivem Einsatz der Lösung rechnet sich für das Unternehmen die Anschaffung. Ab diesem Zeitpunkt spart das Unternehmen monatlich 550,99 €. In der heutigen Zeit, wo jeder auf Zeit und Kosten achten muss, ist dies schon viel wert. Wenn man nun den Preisdruck in der Elektrobranche betrachtet, ergibt sich ein Vorteil gegenüber den Mitbewerbern, da die jährlichen Gemeinkosten um 6.611,88 € reduziert werden können. Bei den Lohnkosten von 307.858,08 € beträgt dies 2,15%.

8 Fazit

Im Rahmen unserer Betrachtung haben wir untersucht, wie LBS unter Berücksichtigung des eBuissnes im Bereich Personalverwaltung und Resourcendisposition eingesetzt werden kann. Hier haben wir verschiedene Standpunkte betrachtet und können abschließend folgendes festhalten:

Zeiterfassung: Der Bedarf an elektronischer Zeiterfassung ist durchaus gegeben und wird von Betrieben aktiv angestrebt. Eine Einbindung von LBS ist hier kritisch zu sehen. Die Akzeptanz der Mitarbeiter ist nicht durchgehend vorhanden. Der Mitarbeiter als gläserner Arbeitnehmer fühlt sich in seinem Persönlichkeitsrecht eingeschränkt.

Wegeüberwachung: Wie zuvor sind hier viele Einsparpotenziale und Verbesserungen möglich. Doch auch in diesem Punkt scheitert es häufig, da die Überwachung der Mitarbeiter zu zeitintensiv ist.

Optimierung der Abläufe: Grundsätzlich kann durch LBS die Effektivität der Mitarbeiter und Arbeitsprozesse verbessert werden. Wie zuvor scheitert dies jedoch meist an den Mitarbeitern. Hier ist noch viel Aufklärungs- und Verbesserungspotenzial notwendig.

Fahrtenbuch: Gesetzlich vorgeschrieben ist das Fahrtenbuch heute schon der verbreitetse und am wenigsten wachstumsfähige Sektor. Die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der bestehenden LBS Lösungen ist enorm. Jedoch betreiben viele Firmen keine elektronische Fahrtenbücher, was aus Effizenzgründen nicht nachvollziehbar ist. Der Faktor Datenschutz ist hier gewährleistet, wenn das Fahrtenbuch über einen Schalter für Privatfahrten verfügt.

Flottenmanagment: Aktives LBS gestütztes Flottenmanagment kann die versteckten und heute noch meist ungenuzten Potenziale von Unternehmen ausschöpfen. Hier ist die Interaktion noch nicht so verbreitet wie bei dem Fahrtenbuch. Aus diesem Grund sehen wir in diesem Sektor ein enormes Potenzial. Gerade wenn die Lösung Optimierungen beinhaltet, wie Stauzeiten, Auslastungsüberwachung und Wegeanalyse ist hier eine Einsparung möglich.

Güterüberwachung: Durch immer kleinere und leistungsfähigere Überwachungseinrichtungen ist es heute möglich, effektiv Kosten und Personal einzusparen. Sollten nun auch die dafür notwendigen Datentarife kostengünstiger werden, wird auch dieser Sektor ein Wachstum erfahren. Gerade das Schutz- und Überwachungsbedürfnis der Unternehmer ist recht groß, um die vorhandenen Güter zu erhalten.

Was ist technisch möglich und was ist akzeptierbar: Technisch wäre in dem Bereich LBS Überwachung sehr vieles möglich, was derzeit allerdings sozial nicht ohne weiteres durchsetzbar ist und dies vermutlich zukünftig auch nicht sein wird. So würde z.B. ein unter die Haut implantierter Biomechanischer Ortungschip zwar technisch möglich sein, dies aber schlichtweg gegen die allgemeine Definition der Menschenwürde verstoßen. Auch sollte es in einem westlichen Industriestaat nach demokratischen Vorbild auch weiterhin ein "NoGo" sein, die Staatsbürger z.B. über Biometrische Ausweise oder sonstige technische Endgeräte jederzeit orten zu können und zu wollen. Hingegen eine Ortung des Arbeitgebers auf seine Mitarbeiter zur Überwachung und Planung der Zeitabrechnung ist heute schon technisch möglich und im gewissen Umfang auch sozial akzeptiert. Sofern dies im definierten Rahmen bleibt, so dass der Arbeitgeber seine Mitarbeiter z.B. nur über die von ihm gestellten Endgeräte (z.B. Handy, PDA, Notebook, Firmenwagen etc.) orten kann und das auch nur innerhalb bestimmter Tageszeiträume darf und kein allumfassendes Wegeprofil außerhalb der Arbeitsstätte erstellen darf. Was allerdings denkbar wäre gerade bei Tätigkeiten, wo der Arbeitnehmer seine Arbeit nicht fest auf einem Platz vollzieht, sondern mehrmals täglich auf diverse Stationen wechseln muss, hier eine Wegeauswertung zur Verbesserung der Prozessabläufe stattfindet. Oder die einzelnen Ortungsgeräte je nach technischer Ausprägung auch zur betriebsinternen Kommunikation genutzt werden. So könnte z.B. ein einfaches alphanummerisches Display integriert werden, über das wie bei einem Pager von der Leitstelle oder dem Vorgesetzten gesendete Anweisungen empfangen werden. Wenn man dort einen Schritt weiter denkt, könnte man sich auch einen personalisierten Kommunikator pro Mitarbeiter vorstellen, der zur aktuellen Ortungsbestimmung und auch zur Kommunikation des Mitarbeiters mit der vorgesetzten Stelle bzw. seiner Arbeitskollegen dient. Dazu müsste in das Endgerät eine Push-To-Talk Funktion implementiert werden und ein einfaches Zielwahlsystem, um andere Endgeräte zum Kommunikationsaufbau anwählen zu können. Die Alternative zu diesem System wäre es gleich, die gesamte LBS abhängige Zeitabrechnung über spezielle an die Mitarbeiter ausgegeben Mobiltelefone abzuwickeln. Hiermit wären ebenfalls die sofortige Ortung innerhalb des Betriebsgeländes und die Kommunikationsfähigkeit zum einzelnen Mitarbeiter gegeben.

9 Fußnote

  1. vgl. http://www.izmf.de/download/archiv/mobilfunk_spots_Oktober_2009.pdf - Seite3, eingesehen am 14.05.2010 um 12:30 Uhr, UTC+2
  2. vgl. http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-48482.html, eingesehen am 04.06.2010 um 15:00 Uhr UTC+2
  3. vgl. http://itunes.apple.com/us/app/meinestadt-dein-umkreisradar/id304666353?mt=8#, eingesehen am 04.06.2010 um 15:00 Uhr UTC+2
  4. vgl. http://itunes.apple.com/us/app/meinestadt-dein-umkreisradar/id304666353?mt=8#, eingesehen am 04.06.2010 um 15:00 Uhr UTC+2
  5. vgl. http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-48482.html, eingesehen am 04.06.2010 um 15:10 Uhr UTC+2
  6. vgl. http://www.wie-sagt-man-noch.de/synonyme/finden.html, eingesehen am 04.06.2010 um 15:30 Uhr UTC+2
  7. vgl. http://www.aida.de/kreuzfahrt/landingpages/aida-jetzt-auch-auf-dem-iphone.21762.html, eingesehen am 04.06.2010 um 15:30 Uhr UTC+2
  8. vgl. http://www.apple.com/de/iphone/apps-for-everything/around-town.html, eingesehen am 04.06.2010 um 15:30 Uhr UTC+2
  9. vgl. http://www.wuv.de/nachrichten/digital/app_der_woche_unfall_assistent_von_zurich, eingesehen am 04.06.2010 um 15:30 Uhr UTC+2
  10. vgl. http://www.fonert.de/4-handyortung-fur-wen-ist-das-interessant.html, eingesehen am 04.06.2010 um 12:00 Uhr UTC+2
  11. vgl. http://www.apple.com/de/iphone/apps-for-everything/keepingcurrent.html, eingesehen am 04.06.2010 um 15:30 Uhr UTC+2
  12. vgl. http://www.apple.com/de/iphone/apps-for-everything/around-town.html, eingesehen am 04.06.2010 um 15:45 Uhr UTC+2
  13. vgl. http://itunes.apple.com/us/app/meinestadt-dein-umkreisradar/id304666353?mt=8#, eingesehen am 04.06.2010 um 15:45 Uhr UTC+2
  14. Walke (2001) - Seite 135
  15. vgl. http://www.nobbi.com/wiki/doku.php/gsm, eingesehen am 13.05.2010 um 21:37 Uhr, UTC+2
  16. Walke (2001) - Seite 135
  17. vgl. http://www.umts-forum.org/content/view/2522/183/, eingesehen am 13.05.2010 um 22:05 Uhr, UTC+2
  18. vgl. http://www.bitkom.org/de/presse/62013_57785.aspx, eingesehen am 13.05.2010 um 22:12 Uhr, UTC+2
  19. Gier (2006) - Seite 16f
  20. Schnabel(2003) - Seite 152
  21. vgl. http://www.c-lab.de/fileadmin/redactors/data/Services_Downloads/C-LAB_Reports/C-LAB-TR-2009-03_E-CAB-Tracking.pdf, engesehen am 04.06.2010 um 16:45 Uhr UTC+2
  22. vgl. http://www.skyhookwireless.com/, engesehen am 04.06.2010 um 16:45 Uhr UTC2
  23. vgl.: http://www.chip.de/downloads/Ekahau-HeatMapper_36900535.html, eingesehen am 04.06.2010 um 16:45 Uhr UTC+2
  24. vgl. http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.35.7570&rep=rep1&type=pdf, eingesehen am 04.06.2010 um 16:45 Uhr UTC+2
  25. vgl. http://www.blogspan.net/presse/das-southeast-alabama-medical-center-nutzt-temperaturmanagement-lsung-von-ekahau/mitteilung/115302/, eingesehen am 04.06.2010 um 16:45 Uhr UTC+2
  26. siehe http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2010&Sort=3&nr=51934&pos=0&anz=101, eingesehen am 04.06.2010 um 17:00 Uhr UTC+2
  27. vgl.Wirtschaftsinfromatik, Nachschlagewerk für Studium und Praxis, Wolfgang Lassmann (Hrsg.) - Seite 504
  28. vgl.Wirtschaftsinfromatik, Nachschlagewerk für Studium und Praxis, Wolfgang Lassmann (Hrsg.) - Seite 504
  29. vgl.Wirtschaftsinfromatik, Nachschlagewerk für Studium und Praxis, Wolfgang Lassmann (Hrsg.) - Seite 504
  30. vgl.Wirtschaftsinfromatik, Nachschlagewerk für Studium und Praxis, Wolfgang Lassmann (Hrsg.) - Seite 504
  31. http://www.webagency.de/infopool/e-commerce-knowhow/ak981021.htm, eingesehen am 04.06.2010, um 14:05 UTC+2
  32. http://www.ec-ruhr.de/system/files/vortraege/Electronic%20Procurement.pdf - Seite 5, eingesehen am 04.06.2010, um 14:40 UTC+2
  33. vgl. http://prozeus.de/eBusiness/themen/eprocurement/index.htm, eingesehen am 04.06.2010, 14:33 UTC+2
  34. http://www.pms-fulda.de/news/documents/Skript_000.pdf, eingesehen am 16.05.2010 um 11:05 Uhr, UTC+2
  35. vgl. Albert, Günther: Betriebliche Personalwirtschaft, 8.Auflage - Seite 208ff.
  36. vgl. Bitz, Domsch, Ewert, Wagner (2005) - Seite 272f
  37. Siehe http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bdsg_1990/gesamt.pdf, eingesehen am 04.06.2010 um 17:15 Uhr UTC+2
  38. Siehe http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tkg_2004/gesamt.pdf, eingesehen am 04.06.2010 um 17:15 Uhr UTC+2
  39. vgl. http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/mitarbeiterueberwachung-der-lidl-skandal-614772.html eingesehen am 04.06.2010 um 17:30 Uhr UTC+2
  40. vgl. http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/unternehmen/der-spion-der-aus-der-lochwand-kam/1210680.html, eingesehen am 04.06.2010 um 17:30 Uhr UTC+2
  41. vgl. http://www.focus.de/finanzen/news/ec-zahlung-rewe-soll-datenschutz-missachten_aid_511720.html, eingesehen am 04.06.2010 um 17:30 Uhr UTC+2
  42. vgl. http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/beratung/verbraucherrecht/probleme_schufa.html#s13, eingesehen am 04.06.2010 um 17:30 Uhr UTC+2
  43. http://www.pms-fulda.de/news/documents/Skript_000.pdf
  44. vgl. http://www.pms-fulda.de/news/documents/Skript_000.pdf eingesehen am 04.06.2010, 17:32 UTC+2
  45. http://www.pms-fulda.de/news/documents/Skript_000.pdf, eingesehen am 04.06.2010, 17:32 UTC+2
  46. vgl. http://www.b-ite.de/personalmanagement-software/personalmanager.html, eingesehen am 04.06.2010, 17:47 UTC+2
  47. Walke (2001) - Seite 135
  48. vgl. http://www.virtic.com/?u=blog, eingesehen am 04.06.2010 um 19:00 Uhr UTC+2
  49. BMF-Schreiben vom 18.11.2009, GZ: IV C 6-S 2177/07/10004 - Seite 2
  50. Siehe BMF-Schreiben vom 18.11.2009, GZ: IV C 6-S 2177/07/10004 - Seite 9
  51. vgl. http://www.nuernberger.de/produkte/arbeitgeber_und_geschaeftskunden/Kfz_FlottenManagement/index.html, eingesehen am 30.05.2010 um 18:13 Uhr, UTC+2
  52. vgl. http://www.bme.de/Flottenmanagement.291.0.html, eingesehen am 30.05.2010 um 18:31 Uhr, UTC+2

10 Anhänge

10.1 Literatur- und Quellenverzeichnis

IZMF (10-2009) E-Mail Newsletter des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF), Ausgabe 70 - Oktober 2009

http://http://www.izmf.de/download/archiv/mobilfunk_spots_Oktober_2009.pdf - Seite3, eingesehen am 14.05.2010 um 12:30 Uhr, UTC+2

Walke (2001) Prof. Dr.-Ing. Walke, Bernhard: Mobilfunknetze und Ihre Protokolle - Grundlagen, GSM, UMTS und andere zellulare Mobilfunknetze, 3. Auflage, B. G. Teubner GmbH, Stuttgart/Leipzig/Wiesbaden 2001, S. 135
Microsoft Research (2000) Bahl, Paramvir; Padmanabhan, Venkata N.; Balachandran, Anand: Enhancements to the RADAR User Location and Tracking System, 1. Auflage, Microsoft Cooperation, Redmond - Februar 2000
GSM-Kanäle in Deutschland Webseite http://www.nobbi.com/wiki/doku.php/gsm - eingesehen am 13.05.2010 um 21:37 Uhr, UTC+2
Lange (2005) Lange, Olaf: Diplomarbeit Location Based Services am Beispiel eines interaktiven Stadtführers auf Basis von J2ME, Fachhochschule Fulda - Dezember 2005
UMTS-Forum Webseite http://www.umts-forum.org/content/view/2522/183/ - eingesehen am 13.05.2010 um 22:05 Uhr, UTC+2
BITKOM Webseite http://www.bitkom.org/de/presse/62013_57785.aspx - eingesehen am 13.05.2010 um 22:12 Uhr, UTC+2
Gier (2006) Gier, Marcus: WLAN & HOTSPOT Know How, 1. Auflage, UNIKA GmbH Verlag, Köln 2006, S. 16-17
Schnabel(2003) Schnabel, Patrick: Kommunikationstechnik-Fibel: Grundlagen, Festnetz, Mobilfunktechnik, Breitbandtechnik, Netzwerktechnik - 1. Auflage, Books on Demand GmbH Norderstedt, Ludwigsburg 2003, S. 152
Gabler Wirtschaftslexikon Webseite http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/85664/personalverwaltung-v5.html - eingesehen am 16.05.2010 um 10:51 Uhr, UTC+2
Einführung in das Personalwesen Webseite http://www.pms-fulda.de/news/documents/Skript_000.pdf - eingesehen am 16.05.2010 um 11:05 Uhr, UTC+2
Albert (2007) Albert, Günther: Betriebliche Personalwirtschaft, 8.Auflage, Friedrich Kiel Verlag 2007, Bottrop 2007, S. 208ff.
Bitz, Domsch, Ewert, Wagner (2005) Bitz, Michael; Domsch, Michael; Ewert, Ralf; Wagner, Franz: Vahlens Kompendium der BWL,5.Auflage, Vahlen Verlag 2005,München 2005, S.272,273
Personalmanagement Software von BITE Webseite http://www.b-ite.de/personalmanagement-software/personalmanager.html - eingesehen am 24.05.2010 um 19:23 Uhr, UTC+2
Formen der Zeiterfassung Webseite http://www.symposion.de/?cmslesen/q7001006_24090101 - eingesehen am 24.05.2010 um 20:03 Uhr, UTC+2
Mobilfunknetze und Ihre Protokolle Walke, Bernhard: Mobilfunknetze und Ihre Protokolle: 4.Auflage, September 2008, Stuttgart,Leipzig,Wiesbaden 2008, S.172ff.
Einsatzortung Webseite http://www.virtic.com/?u=blog - eingesehen am 30.05.2010 um 15:12 Uhr, UTC+2
Oberste Finanzbehörden der Länder Webseite http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_290/DE/BMF__Startseite/Aktuelles/BMF__Schreiben/Veroffentlichungen__zu__Steuerarten/einkommensteuer/208__a,templateId=raw,property=publicationFile.pdf - eingesehen am 29.05.2010 um 09:25Uhr, UTC+2
ESA - Galileo Webseite http://ec.europa.eu/enterprise/policies/space/galileo/index_en.htm - eingesehen am 29.05.2010 um 09:51 Uhr, UTC+2
Nürnberger Versicherungsgruppe Webseite http://www.nuernberger.de/produkte/arbeitgeber_und_geschaeftskunden/Kfz_FlottenManagement/index.html - eingesehen am 30.05.2010 um 18:13 Uhr, UTC+2
BME Webseite http://www.bme.de/Flottenmanagement.291.0.html - eingesehen am 30.05.2010 um 18:31 Uhr, UTC+2
Selnex Container -und Güterüberwachung Webseite http://www.selnex.de/9036.htm, eingesehen am 05.06.2010 um 16:31 UTC+2
Virtic GmbH Webseite http://www.virtic.com/, eingesehen am 05.06.2010 um 15:14 UTC+2
TomTomWork Webseite http://tomtomwork.com, eingesehen am 05.06.2010 um 13:45 UTC+2
TomTomWork WEBFLEET.connect Webseite http://tomtomwork.com/lib/doc/downloads/de/ttwf-connect-broch.pdf, eingesehen am 05.06.2010 um 13:45 UTC+2

10.2 Gesetz- und Urteilsverzeichnis

Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bdsg_1990/gesamt.pdf, eingesehen am 09.06.2010 um 08:45 Uhr UTC+2
Telekommunikationsgesetz (TKG) http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tkg_2004/gesamt.pdf, eingesehen am 09.06.2010 um 08:45 Uhr UTC+2
BFH-Urteil vom 13. Februar 2003, BStBl II S. 472 http://www.bfh.simons-moll.de/bfh_2009/xx090381.html, eingesehen am 09.06.2010 um 08:45 Uhr UTC+2
BMF-Schreiben vom 18.11.2009, GZ: IV C 6-S 2177/07/10004 - Seite 2 http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/BMF__Startseite/Aktuelles/BMF__Schreiben/Veroffentlichungen__zu__Steuerarten/einkommensteuer/208__a,templateId=raw,property=publicationFile.pdf, eingesehen am 09.06.2010 um 08:45 Uhr UTC+2
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