Möglichkeiten zur Verbesserung des eigenen Internetprofils

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Name des Autors / der Autoren: Jana Giese
Titel der Arbeit: "Möglichkeiten zur Verbesserung des eigenen Internetprofils"
Hochschule und Studienort: Fachhochschule für Ökonomie und Mangement (FOM) in Hamburg


Inhaltsverzeichnis



1 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
1Bedeutung der Online Reputation
2Anmeldung bei Xing.de
3Anmeldung bei Google Mail
4Profil bei Xing.de
5Profil bei StudiVZ.de
6Private Wunschliste bei Amazon.de
7Suchfenster bei Yasni.de
8Suchergebnisliste bei yasni.de
9Einfaches Suchfenster bei spock.com
10Erweitertes Suchfenster bei spock.com
11Suchergebnisliste bei spock.com
12Suchfenster bei 123people.de
13Suchergebnisliste bei 123people.de
14Logo von MyOn-Id
15Administration eines Google Alerts
16Snapshot eines Profils auf Technorati.com
17Allgemeines Logo RSS
18Eye Movement
19Zug
20Whitsunday-Inseln in Queensland, Australien
21Computer-VirusComputer-Virus
22Jimmy Wales
23Barrack Obama

2 Einführung

Im Rahmen des Studiengangs Diplom Wirtschaftsinformatik (FH), an der Fachhochschule für Ökonomie und Management, Standort Hamburg, wurde die folgende Arbeit im Fach Fallstudie 2 erstellt.

In den letzten Jahren ist die Recherche über Personen im Internet stetig gestiegen. Dabei wird Ihre Reputation täglich von Kollegen, Geschäftspartnern und Freunden aufs Neue bestimmt. Abhängig von der Präsenz in der Öffentlichkeit, werden Meinungen zu den Leistungen und Aktivitäten über Personen oder Unternehmen gegeben. Dies birgt Vorteile sowie Gefahren für diese Personen und Unternehmen. Durch Informationen im Web werden Menschen und Unternehmen in eine Situation gebracht, die ihren Werdegang sowohl positiv, als auch negativ beeinflussen können. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wie wichtig die eigene Online-Reputation für jeden wichtig.

Einführend werden in dieser Arbeit Begrifflichkeiten geklärt, sowie auf die Bedeutung und Ziele der Reputation eingegangen. Es wird ferner das eigene Internetprofil, bezogen auf die Daten, Ermittlung, Überwachung und rechtliche Grundlagen beleuchtet. Desweiteren werden konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie das eigene Internetprofil verbessert werden kann. Abschließend werden aktuelle Beispiele aus dem Reputation Management aufgeführt.

3 Reputation Management

Kapitel 3 widmet sich der Klärung der Begrifflichkeiten. Was ist Reputation Management und wo ist der Unteschied zwischen den oft synonym verwendeten Begriffen, Image, Status, Ruf und Reputation. Weiterhin wird dargestellt, welche Bedeutung der Reputation beigemessen wird und welche Ziele dabei verfolgt werden.

3.1 Begriffsklärung

Im Folgenden werden die Begriffe Reputation Mangement, Image, Status, Ruf und Reputation geklärt, da sie oftmals synonym verwendet werden.

3.1.1 Reputation Management

Reputation Management ist eine Methode, die zu nachhaltigem beweisbarem Erfolg führt. Sie sorgt dafür, dass das Bild in der Öffentlichkeit stimmt. Dafür werden langfristiges Denken und Handeln sowie Beständigkeit erfordert. Leider scheint gerade im Geschäftsleben genau diese Beständigkeit zu fehlen. Dennoch gibt es sie und Begriffe wie Fleiß, Ehrlichkeit, Selbstdisziplin, Ethik und Reputation werden seit einigen Jahren immer häufiger im Zusammenhang mit Unternehmensführung verwendet.

Reputation Mangement umfasst demnach alle Aktivitäten die dem Aufbau, der Verbesserung und der Erhaltung einer positiven Reputation dienen. In dieser Fallstudie wird dabei vermehrt auf die Verwendung des Mediums Internet zur Gestaltung der Reputation eingegangen. Zu den traditionellen Aufgaben wie dem Bemühen, Differenzen zwischen den eigenen und öffentlichen Wahrnehmungen zu schließen, kommen die neuen Aufgaben des Reputation Managements. Dazu gehört unter anderem die Beachtung von Multiplikatoren in Social Networks und Blogs.

"Online Reputation Management: Die gezielte Pflege des digitalen Erscheinungsbildes auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, um die öffentliche Wahrnehmung einer Marke in den Online-Medien zu stärken und auszubauen."[1]

3.1.2 Image

Diese Bezeichnung stammt vom lateinischen Wort "imago" ab und bedeutet soviel wie Bildnis oder Abbildung. Ein Image beschreibt die Vorstellung die wir von einer Person, einem Unternehmen oder einem Produkt haben. Es kann sowohl auf Menschen bezogen werden als auch auf Dinge. Alles was wahrgenommen werden kann hat ein Image. Das Land Italien hat beispielsweise das Image des Dolce Vita. Der Aufbau des Image ist die Aufgabe des Public Relations und hat somit in diesem Bereich einen sehr hohen Stellenwert. Das Image selbst ist ein kurzfristiger Eindruck der von einem Menschen, Unternehmen oder Produkt gewonnen wird. Gerade wenn diese in der Öffentlichkeit stehen und kein direkter Kontakt vorhanden ist, dann ist das Bild was mit ihnen verbunden wird meist mit den vor kurzem veröffentlichten Informationen verbunden.[2]

3.1.3 Status

Wird vom lateinischen "status/stare" abgeleitet und bedeutet Stellung, Rang oder Verfassung. Der Status bezieht sich auf eine Person und gibt deren Bedeutung in der Öffentlichkeit an. Status kann durch Leistung erworben, durch Heirat übertragen oder ererbt werden. Historisch hatten bestimmte Gruppen seit jeher einen besonderen Status, beispielsweise Priester und der Adel. In der heutigen Gesellschaft hängt der Status immer mehr von Besitz und Geld ab. Damit können Statussymbole erworben werden, beispielsweise Autos und Kleidung. Diese drücken einen gewissen gesellschaftlichen Rang aus und stehen somit für einen bestimmten Status.

Ein hoher Status wird als sehr erstrebenswert empfunden, denn er steht für Autorität und allgemeine Wertschätzung.

Wirtschaftskrisen, wie sie gerade weltweit zu erleben sind, führen sehr oft zu Jobverlust und das wiederum führt in aller Regel Statusverlust bei den betroffenen Menschen. Daraus resultiert dann die Angst, die von der Gesellschaft vorgegebenen Erfolgskriterien zu verfehlen und somit an Anerkennung einzubüßen.[2]

3.1.4 Ruf

Das Wort "Ruf" hat im Allgemeinen drei Bedeutungen. Zum einen um ein Signal zu geben, also im Sinne von Verständigung bei Mensch und Tier. Zum anderen kann es aber auch der Ruf des Gewissens sein, etwas zu unternehmen. Ruf kann aber auch Reputation bedeuten, also einen guten oder schlechten Ruf haben.[2]

3.1.5 Reputation

"Kommt vom lateinischen "reputatio" und bedeutete ursprünglich Erwägung oder Berechnung, später erhielt es die Bedeutung von Anrechnung oder Urteil der Allgemeinheit über eine Person. Reputation ist unsere moderne Anerkennungsform. Mit ihrer Hilfe orientieren sich heute die Menschen untereinander.“[2]

Das öffentliche Ansehen von Personen und Unternehmen setzt sich aus verschiedenen Einzelimages zusammen, die langfristig zu einem Gesamtbild zusammengeführt werden, der Reputation. Sie entsteht aus sich wiederholenden, beobachtbaren Handlungen und ist eine Anerkennung die über das persönliche Kontaktnetz hinausgehen. Bei Berichterstattung in den Medien entsteht automatisch Reputation, ob beabsichtigt oder nicht.

Anerkennung für regelgeleitetes Handeln im sozialen Umfeld, so genanntes symbolisches Kapital, kann auch als Reputation bezeichnet werden. Es spiegelt die Wertschätzung für einen Menschen oder eine Gruppe. Allerdings kann dieses Kapital nur dann erfolgreich eingesetzt werden, wenn es als überlegen anerkannt wird und eine gleiche Wertebasis vorhanden ist. Die soziale Ungleichheit in unserer modernen Gesellschaft wird durch die Macht des Symbolischen Kapitals legitimiert. Als Beispiel dafür kann aufgeführt werden, dass ein Mensch mit hoher Reputation leichter Zugang zu Förderungsgeldern oder internationalen Jobs kommt, als jemand mit niedriger Reputation.

Um die Begriffe noch klarer gegeneinander abzugrenzen, ist ein bildhafter Vergleich sehr vorteilhaft. Image kann demnach mit einem Girokonto vergleichen werden. Es steigt und fällt kurzfristig. Reputation hingegen lässt sich eher mit einem Sparbuch vergleichen, welches einen ein ganzes Leben lang begleitet. Hier wird das persönliche Kapital für den Berufsweg gesammelt und die Zinszuwächse können als Zuwächse des guten Rufes verstanden werden, welche Sicherheit geben, Türen öffnen und Vertrauen schaffen.

Wenn ein Geschäftsgespräch ansteht und jemand einen schlechten Ruf hat, dann betritt derjenige den Raum sehr unsicher. Aus diesem Grund wird er es schwer haben sich durchzusetzen und die Verhandlungen zu gewinnen, weil demjenigen, der Unsicherheit austrahlt, kein Vertrauen entgegengebracht wird und das ist für eine erfolgreiche Verhandlung unabdingbar. Wer jedoch über einen guten Ruf verfügt, der kann den Raum selbstsicher betreten. Er besitzt also das notwendige Vertrauen und hat somit das notwendige Kapital sich durchzusetzen.

3.2 Bedeutung der Reputation

Welche Bedeutung hat die Reputation und wie ist sie im Alltag zu verstehen. Dazu werden im Folgenden verschiedene Sichtweisen erläutert. Das Bild soll einleitend auf die steigende Bedeutung der Reputation aufmerksam machen.

Abbildung 1: Bedeutung der Online Reputation
Abbildung 1: Bedeutung der Online Reputation

3.2.1 Aus Sicht der Wissenschaft

Die Reputation ist eine noch sehr junge Disziplin und die Wirkungsweise wird aus drei verschiedenen Sichten erklärt. Die drei folgenden Disziplinen tragen dazu bei, die Bedeutung von Reputation im Alltag zu verstehen.[3]

3.2.1.1 Wirkungsweise aus Sicht der Ökonomie

In dieser Betrachtungsweise dient Reputation dazu das Informationsdefizit und die daraus entstehenden Kooperationsprobleme zu lösen. Langfristige Geschäftsbeziehungen werden immer seltener und der perfekte Markt, auf dem vollkommene Transparenz herrscht, existiert nicht.[4]

Mit einer Reputation für besonders hohe Qualität ist es leichter auf dem Markt höhere Preise zu verlangen. Solange die Käufer nicht enttäuscht werden, sind diese auch bereit die höheren Preise zu zahlen.[4]

Die ökonomische Theorie besagt also, dass die Reputation in Geschäftsbeziehungen einen wesentlichen Anteil daran hat, dass Vertrauen entsteht.[4]

Um die Wirkung von Reputation für das Zustandekommen von Kooperationen zu testen, wurden Modelle aus der Spieltheorie experimentell geprüft. Getestet wurden die erfolgreichsten Spielregeln der Vertrauensbildung. Begonnen wurde mit einem Vertrauensüberschuss und das Spiel verhielt sich immer so, wie der Gegner in der Vorrunde. Wenn sich der Gegner also friedlich und kooperativ verhielt, dann reagierte das Programm ebenfalls friedlich. Auf Angriffe wurde mit Gegenangriffen reagiert. Gewonnen haben alle Programme die eine kooperative Strategie verfolgten. Es konnte aufgezeigt werden, dass die Balance zwischen Vertrauen und Kontrolle zum Erfolg führt. Reputation lohnt sich also, weil der dauerhafte Nutzen überwiegt.[4]

3.2.1.2 Wirkungsweise aus Sicht der Soziologie

In der soziologischen Netzwerkforschung wird davon ausgegangen, dass Tauschvorgänge nicht in abstrakten Märkten stattfinden, sondern im Rahmen sozialer Beziehungen. Somit kann Reputation im Netzwerk nur dann förderlich für das zustande kommen des Tauschgeschäft sein, wenn der soziale Anteil genutzt wird. Es wird das Netzwerk, also die persönlichen Kontakte, befragt, wenn Informationen über Geschäftspartner benötigt werden. Diese Informationen dienen der Verbreitung der Reputation. Damit stellt sich die Frage, welche Struktur die Netzwerke haben sollten, um die Reputation am Besten zu verbreiten.[5]

Reputation muss aber nicht ausschließlich durch Netzwerke entstehen, sie kann auch durch Institutionen vermittelt werden. Diese Reputationssysteme sind jedem zugänglich wie z.B. Bewertungen über Hotels oder auch Internet-Auktionsplattformen wie eBay. Diese Wertungen sorgen für eine Rangliste, die von allen eingesehen werden kann. Diejenigen, die gut bewertet wurden, erhalten in der Folge auch die besseren Geschäfte und erzielen höhere Preise.[5]

3.2.1.3 Wirkungsweise aus Sicht der Betriebswirtschaft

Hier wird die Reputation aus Sicht der Unternehmen mit Hilfe der vorherrschenden Managerliteratur untersucht. Demnach stellt sie einen wichtigen immateriellen Wert dar, der den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens wesentlich beeinflusst. Attribute wie Verlässlichkeit oder Glaubwürdigkeit führen dazu, dass die Unternehmen höhere Preise erzielen können. Weiterhin können die Loyalität von Kunden und qualifizierter Mitarbeiter gewonnen werden.[6]

Es wird versucht das Risiko von Reputationsverlust, mit Hilfe von Konzepten wie Corporate Reputation Management, zu minimieren. Hier steht vor allem der Anteil an Reputationen im Mittelpunkt, der über die Medien verbreitet wird. Da sich die Medien immer stärker mit den Führungskräften der Unternehmen beschäftigen, wird die CEO-Reputation des Unternehmens zu einem wesentlichen Kapital.[6]

3.2.2 Bedeutung für die Arbeitswelt

In der heutigen Arbeitswelt kann Reputation zwei Rollen übernehmen: Bürge oder Bürde. Als Bürge gewährleistet sie unseren guten Ruf und verpflichtet sich gegenüber einem Gläubiger (Geschäftspartner) für die Erfüllung der Verbindlichkeiten einzustehen.[7]

Damit die Reputation als Bürge erhalten bleibt, muss der eigene gute Ruf gepflegt werden. Wird das vernachlässigt, kann der Ruf rasch schlechter werden, die Geschäftsbeziehungen erschweren und somit kann die Reputation dann schnell zur Bürde werden. Auch ohne eigenes Zutun kann die Reputation schnell zur Bürde werden, beispielsweise durch Verleumdung.[7]

Laut Michael Hartmann liegt das Schwergewicht für zukünftigen Erfolg in der Herkunftsfamilie, also der geerbten Reputation. In seinen Studien über einen Zeitraum von 50 Jahren kamen die meisten Manager an der Unternehmensspitze deutscher Großunternehmen aus guter Familie. Der Weg von Managern aus weniger gut situierten Familien war mit mehr Anstrengungen verbunden.[7]

Die Bedeutung des Internet darf auch in Bezug auf die Arbeitswelt nicht vernachlässigt werden. Rund zwei Drittel der Gesellschaft informieren sich online und selbst wer nicht im Netz aktiv ist, kann nicht davon ausgehen, dass dort keine Informationen über ihn gespeichert sind. Die Online Wahrnehmung kann große Auswirkungen auf die berufliche Entwicklung haben. Jochen Mai, der Autor der Karriere-Bibel meint: „Unsere öffentliche Reputation ist längst ein entscheidender Teil unserer Persönlichkeit, kurz: Ich bin, wer ich in den Augen der Anderen bin.“[8]

Dadurch, dass sich immer mehr Konsumenten im Internet über Personen, Produkte und Organisationen informieren, entsteht die Reputation immer mehr im abstrakten Raum, ohne persönliche Begegnung. Das führt dazu, dass sich das Reputation Management eines Unternehmens um die persönliche Entwicklung aller Mitarbeiter, die im Internet unterwegs sind, sorgen muss, um letztlich langfristig die Unternehmensreputation abzusichern. Die Verbreitungsgeschwindigkeit von Meinungen stellt eine große Herausforderung dar. Unternehmen die eine Krise verhindern wollen, stellen Spezialisten als Reputationsmanager im Bereich PR oder Marketing ein, die alle relevanten Online-Gespräche ausfindig machen und einen Überblick über die multidimensionalen Kanäle behalten.[9]

Aber nicht nur für Unternehmen wird das Internet immer wichtiger. Auch jeder Arbeitnehmer sollte sich rechtzeitig um sein Selbstmarketing bemühen. Denn heutzutage ist eine Anstellung auf Lebenszeit nicht mehr üblich und jeder muss auf einen beruflichen Wechsel vorbereitet sein. Das Internet bietet mit Plattformen wie Xing diverse Gestaltungschancen die dazu genutzt werden können sich positiv in Szene zu setzen.[9]

3.2.3 Bedeutung für die PR

Im Zeitalter des Internet gibt es keinen Redaktionsschluss mehr. Zu jeder Zeit wird irgendwo auf der Welt etwas zu Marken veröffentlicht. Wenn Personen, Produkte oder Unternehmen dabei beispielsweise ins Kreuzfeuer von Bloggern geraten, wartet niemand auf die Antwort per Pressemitteilung. Mit einer Pressemitteilung würde ein Unternehmen höchstens die Medien erreichen, aber keinesfalls alle Meinungsmacher im Internet, die aber entscheidenden Einfluss auf das digitale Erscheinungsbild nehmen. Es ist dann vielleicht noch möglich mit Pressevertretern Gespräche zu führen und somit offiziell Position zu beziehen, was aber im Umgang mit den Social-Media-Aktiven schnell zur Überforderung der Beteiligten führen kann.[9]

Also müssen die Unternehmen in der heutigen Web-2.0-Welt vermehrt auf die Online-Gespräche ihrer Kunden reagieren. Denn diese Konversationen sind heute längst Bestandteil davon, wie die Marken wahrgenommen werden. Unternehmen sollten also überlegen, ob sie in der Kommunikation mit den Kunden den Umweg über die Journalisten gehen wollen, oder direkt mit den Kunden kommunizieren. Je größer dabei die Angebotsvielfalt ist, desto höher ist die digitale Mundpropaganda. Publikationen in Xing, Facebook oder in einem Blog können durchaus eine herkömmliche Pressemitteilung ablösen. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass diese Online-Aktivitäten nur dann ihre volle mediale Wirkung entfalten können, wenn Journalisten auch Mitglied dieser Medien sind.[9]

Ein gutes Beispiel für das Potential dieser Social-Media-Tools ist der Wahlkampf von Barack Obama, der im weiteren Verlauf dieser Fallstudien genauer dargestellt wird.[9]

3.3 Ziele

Ziel des Online Reputation Managements ist ein strategisches oder anlassbezogenes Handeln, um den Ruf und das Ansehen einer Person oder eines Unternehmens im Internet in eine bestimmte Richtung zu lenken. Dabei geht es darum den Ruf zu verbessern und langfristig aufrecht zu erhalten. Um diese Ziele zu erreichen verschiedene Möglichkeiten ausgeschöpft, wie beispielsweise die Suchmaschinenoptimierung oder Mediaagenturen, auf die im weiteren Verlauf dieser Fallstudien noch genauer eingegangen wird.

4 Das eigene Internetprofil

In diesem Kapitel wird das eigene Internetprofil beschrieben, von der Definition des Begriffes Internetprofil, über die Beschreibung der dazugehörigen Daten, was sie beinhalten und deren optimale Verwendung. Weiterhin werden Methoden zur Ermittlung und Überwachung des Internetprofils aufgezeigt und rechtliche Grundlagen geklärt.

4.1 Definition

In einem Internetprofil werden persönliche und geschäftliche Informationen zu einer bestimmten Person, einer Organisation oder Unternehmung zusammengefasst, die im Internet zu finden sind. Diese Informationen beschreiben und charakterisieren die einzelnen Benutzer.[10]

Die Betrachter des Profils können sich schnell inhaltlich ein Bild über den Internetbenutzer machen und erhalten Informationen über dessen aktuellen Status, wofür er einsteht und was ihn interessiert. Dazu werden Daten, wie angegebene persönliche Informationen, veröffentlichte Einträge, aber auch eingestellte Fotos, Videos und Links zu anderen Webseiten, ausgewertet und betrachtet. [11]

Das Internetprofil eines Nutzers kann prinzipiell in drei Kategorien eingeteilt werden: das Systemprofil, das persönliche Profil und das öffentliche Profil.[12]

Systemprofil

Das Systemprofil beinhaltet jene Daten, die über den einzelnen Benutzer während der Nutzung einer Plattform anfallen, zum Beispiel Daten über Login-Zeiten, Aufenthaltsdauer, Teilnehmerverhalten und Aktionen, die der Benutzer ausführt. Diese Daten entstehen automatisch beim Benutzen der Anwendung und werden weitestgehend unbemerkt vom Anbieter abgespeichert. Sie sind in der Regel nur vom Plattformbetreiber einsehbar.[12]

Persönliches Profil

Das persönliche Profil hingegen enthält alle Informationen, die der Benutzer in den unterschiedlichen Plattformen von sich ablegt. Dazu gehören zum einen Daten, die er angeben muss, wie Benutzernamen und Kennwörter. Zum anderen können optional private Informationen und Adressen abgelegt werden. Die persönlichen Daten können nur vom Benutzer selbst eingesehen und verändert werden.[12]

Öffentliches Profil

Das öffentliche Profil beinhaltet alle Informationen, die der Benutzer freigegeben hat und anderen Mitgliedern der Plattform oder Benutzern des Internets zur Verfügung stellt, damit sie darauf zugreifen können. Hierzu gehören Informationen wie Benutzername, Mitgliedsdauer, Lebensläufe und Qualifikationen, aber auch erstellte Beiträge, Fotos und Videos.[12]

Die öffentlichen Daten werden von dem Profilinhaber verwaltet. Er gibt an, ob die Daten nur bestehenden, ausgewählten Kontakten und Freunden gegenüber sichtbar sind oder ob jeder mit freiem Zugang sie sehen darf. Somit hat der Internetbenutzer Einfluss auf die Daten, die nach Außen gegeben werden und das Bild, welches er damit in der Internetgemeinde hinterlässt.

4.2 Daten im Internet

Dieses Kapitel beschreibt die unterschiedlichen Daten, die von den Beteiligten auf den Plattformen erhoben werden. Es wird untersucht, welche Daten und Informationen erfasst werden und wie man diese bestmöglich einsetzt, um ein positives Bild von sich selbst zu gewährleisten.

4.2.1 Begriffserklärung Daten

Beim Surfen im Internet fallen viele verschiene Informationen von Internetbenutzern an, die ein Internetprofil prägen. Sei es zum einen die Anmeldung an verschiedenen Plattformen oder die Registrierung bei Emaildiensten und Internetforen. Zum anderen werden Spuren hinterlassen beim Kreieren von Inhalten auf Webseiten und Weblogs oder beim Kommentieren bestehender Einträge. Hier kommt es nicht einmal darauf an, welche Informationen die Person selbst über sich publiziert oder hinterlässt. Auch Einträge von Zweit-Personen beeinflussen das eigene Internetprofil.

Beabsichtigt jemand, sich bei Plattformen, wie Sozialen Netzwerken oder Email-Providern, anzumelden, werden vom Betreiber verschiedene Daten verlangt. Ohne Angabe dieser Daten ist der Nutzer nicht in der Lage, sich dort zu registrieren. Bei den Daten handelt es sich meist um den Vornamen, Nachnamen, einer Emailadresse, dem Passwort und einem Usernamen. Optional können auch Geburtsdatum, Land, Telefonnummer und ähnliches mit angegeben werden.

Abbildung 2: Anmeldung bei Xing.de
Abbildung 2: Anmeldung bei Xing.de
Abbildung 3: Anmeldung bei Google Mail
Abbildung 3: Anmeldung bei Google Mail

Diese persönlichen Daten können nur vom Benutzer selbst eingesehen werden. Sie stehen der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung.

Um vor allem aber die Netzwerke sinnvoll und ausgiebig nutzen zu können, ist es nötig, weitere Informationen im Netzwerkprofil von sich preiszugeben. Sie sind meist freiwillige Angaben und können sich, je nach Plattform, unterscheiden. Wer diese Informationen dann sehen kann, entscheidet hier der Inhaber des Profils.

Daten in Xing

Auf der Netzwerk-Plattform Xing.de werden neben den oben genannten, persönlichen Daten weitere Informationen hinterlegt, wie Qualifikationen und Fähigkeiten, Interessen und beigetretene Organisationen. Weiterhin sind auf den Profilen Informationen zum Bildungsweg und Berufserfahrungen zu finden. Es können Kontaktdaten hinterlegt werden, sowie Links zu persönlichen Websites. Um ein Bild der Person zu erhalten, kann ein Profilfoto eingestellt werden.

Neben den persönlichen Informationen kann man das aufgebaute Netzwerk einsehen, sowie einen eingegebenen Freitext über das Mitglied und es können Nachrichten im Gästebuch hinterlassen werden. Das Profil stellt statistische Informationen wie Mitgliedsdauer und Anzahl der Profilaufrufe aber auch Zugehörigkeit zu Xing-Gruppen und Aktivitätsindex zur Verfügung.

Der Profilinhaber kann entscheiden, ob die angegeben Informationen jeweils nur von den Mitgliedern der Plattform Xing eingesehen werden können oder von jedermann, auch außerhalb des Netzwerkes.

Abbildung 4: Profil bei Xing.de
Abbildung 4: Profil bei Xing.de

Daten in StudiVZ

Bei der Plattform StudiVZ sind eher persönliche und private Daten hinterlegt. Neben einem Profilfoto, einer ausführlichen privaten Beschreibung mit kurzem Lebenslauf, den eigenen Lehrveranstaltungen, angehörigen Gruppen und einer Pinnwand sind hier auch bestätigte Freunde aufgelistet. Die Freunde werden nach Hochschulen gruppiert. Es können private Fotos eingestellt werden, auf denen man zusätzlich andere Mitglieder verlinken kann.

Die hier angegeben Informationen können jeweils von den Mitgliedern der Plattform StudiVZ eingesehen werden.

Abbildung 5: Profil bei StudiVZ.de
Abbildung 5: Profil bei StudiVZ.de

Daten zum eigenen Internetprofil fallen nicht nur durch Erstellen und Ausfüllen von Netzwerkprofilen an. Auch beim Veröffentlichen von Weblogeinträgen oder Erstellen von Beiträgen in Internetforen entstehen Daten für das Internetprofil. Hier werden persönliche Informationen und Erfahrungen preisgegeben, aber auch Fähigkeiten und Qualifikationen, Wissen zu bestimmten Themengebieten. Es ist mit zu beachten, dass auch Einträge von anderen Nutzern über einen anderen Internetbenutzer Inhalte schaffen, der später auf dem Profil sichtbar werden.

Das Bereitstellen und Kommentieren von meist privaten Fotos und Videos auf Foto- und Videoportalen wie Flickr und Youtube lässt weitere Rückschlüsse auf eine Person und somit dem Internetprofil zu. Internetkaufhäuser, wie Amazon.de, stellen persönliche Daten öffentlich bereit, sofern dies vom Nutzer gewünscht ist, wie zum Beispiel bei Amazon.de die Wunschliste. Daraus lassen sich Vorlieben und Interessen ziehen.

Abbildung 6: private Wunschliste bei Amazon.de
Abbildung 6: private Wunschliste bei Amazon.de

4.2.2 Datenverwendung

Gerade was eine gute Reputation eines Benutzers im Internet betrifft, sollte man sinnige Daten angeben. Durch außergewöhnliche und seltene Namen wird man eher im Internet wieder gefunden. Die Einflussnahme seiner eigenen Darstellung im Netz erhöht sich somit.[13] Wer ernst genommen werden will, sollte trotzdem auf Profilnamen, die zum Beispiel auf Fantasiecharaktere beruhen, verzichten. Es sei denn, es ist ein Teil der gewünschten Reputation.

Es ist sinnvoll, den eigenen Namen bei den verschiedenen Plattformen im Internet zu sichern. Viele Unternehmen haben ihre Namen bereits vorbelegen lassen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass vermeintliche Stalker Internetprofile von Personen veröffentlichen und diese dort diskreditiert haben. Um diese Profile wieder zu bereinigen, ist viel Arbeit und Zeit nötig. Mit reservierten Profilnamen kann der Internetbenutzer sich davor schützen.[14]

Für Firmen bietet es sich an, bei Emailadressen darauf zu achten, sich einen eigenen Domainnamen zu besorgen. Firmen, die einen Domainnamen von web.de oder Google besitzen, wirken unprofessionell. Genauso sollte es verschiedene Emailadressen für die Angestellten einer Unternehmung oder Mitglieder einer Organisation geben, sowie für die unterschiedlichen Abteilungen. Meist werden hier Vor- und Nachname der Person verwendet oder der Name der Abteilung wie zum Beispiel presse@internetprofil.de.

In Netzwerken sollte man sich nicht davor sträuben, ein großes und umfangreiches Netzwerk an Kontakten aufzubauen. Dadurch ist man im Netz präsenter und zeigt, dass man agil am Netzwerk beteiligt ist. Hier gilt aber nicht, "viel hilft viel". Zu viele Kontakte, bei denen man den Überblick verliert, wirken sich wiederum negativ auf die Reputation aus. Es passiert schnell, dass sich "falsche Beziehungen" unter mischen.[15]

Um den eigenen Widererkennungswert zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Bilder in den einzelnen Portalen identisch abzulegen und die Fotos nicht zu oft zu wechseln. Das führt sonst nur zu verwirrten Nutzern, die sich nicht sicher sind, ob es sich um den selben Menschen handelt.[13]

Verlinkungen der eigenen Profile und Webseiten zu anderen Plattformen und Onlineangeboten erhöhen gerade über die Suchmaschine Google die Suchtreffer auf das eigene Internetprofil.[13]

4.3 Ermittlung des Internetprofils

Um sich ein Bild von einer Person oder einem Unternehmen zu machen, gibt es weitaus mehr Möglichkeiten, als nach deren Namen bei Suchmaschinen, wie Google, zu suchen.

In den letzten Jahren haben sich Plattformen im Internet entwickelt, die sich darauf spezialisiert haben, Internetprofile von Usern zu durchsuchen und die Informationen zentral zur Verfügung zu stellen.

Durch Personensuchmaschinen können Informationen und Daten zu Internetnutzer schneller gefunden werden. Die Ergebnisse stehen meist zentral zur Verfügung, über eine Seite und nicht im Internet verstreut.

Die Erstellung eines Profils bei den Suchmaschinen bietet Anwendern die Möglichkeit, Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie anderen bekannt geben wollen. Irrtümliche und falsche Informationen können herausgefiltert werden. Aber auch neue Informationen, die der Suchmaschine bisher nicht bekannt waren, können hinzugefügt werden. Damit ist eine gezielte Überwachung des Internetprofils möglich.[16]

Im Folgenden werden einige der wichtigsten Personensuchmaschinen vorgestellt.

4.3.1 Yasni

Abbildung 7: Suchfenster bei Yasni.de
Abbildung 7: Suchfenster bei Yasni.de

Yasni bietet eine umfassende Suche nach Personen im Internet. Sie durchläuft Webseiten, Suchergebnisse anderer Suchmaschinen wie Google und Yahoo und Profilseiten von Online-Netzwerken.[17] Alle Sucheinträge werden auf seiner Seite gelistet. Sie umfassen Daten wie „Texte, Bilder oder sonstige Daten, Medienberichte, Netzwerk-Profile oder Forenbeiträge“.[18]

Bei Yasni können eigene Profile anlegt werden, in denen sämtliche Suchergebnisse gespeichert werden. Aber auch eigene Links zu der gesuchten Person können hinterlegt werden. In den Profilen besteht die Möglichkeit die aufgelisteten Links zu filtern, da bei den Suchergebnissen zu einem bestimmten Namen auch Links und Tags auftauchen können, die nicht zu der Person gehören. Damit werden unseriöse Verbindungen vermieden.[18]

Andere Nutzer haben die Möglichkeit nach diesem Profil zu suchen und können somit gleich die richtigen Ergebnisse zu dem Namen finden.[19]

Yasni bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sie wöchentlich über neue Suchtreffer zu dem gesuchten Namen per Email zu informieren.[20]

Abbildung 8: Suchergebnisliste bei yasni.de
Abbildung 8: Suchergebnisliste bei yasni.de

4.3.2 Spock

Abbildung 9: Einfaches Suchfenster bei spock.com
Abbildung 9: Einfaches Suchfenster bei spock.com
Abbildung 10: Erweitertes Suchfenster bei spock.com
Abbildung 10: Erweitertes Suchfenster bei spock.com

Spock ist eine der größten und besten Suchmaschinen auf dem Markt.[21] Dabei nutzt die Suchmaschine eine Kombination aus Suchmaschinentechnologien und Benutzereingaben, um Informationen von Leuten aus der ganzen Welt zu finden. Das beinhaltet die uneingeschränkte Suche der eingegebenen Person auf Webseiten, Profilen in Netzwerken und Blogs. Die gefundenen Ergebnisse zu einer Person werden zu einem Profil zusammengesetzt, „je nach Datenlage, mit Foto, Nationalität, Alter, Wohnort, Beziehungsstatus, sexuelle Orientierung und andere Merkmale“.[22]

Ungewünschte Einträge zum Suchprofil lassen sich vom Nutzer selber nicht ändern. Möchte man Links entfernen lassen, ist man gezwungen, sich direkt an den Betreiber der Suchmaschine zu wenden. Additive Informationen zu Personen hinzuzufügen, ist allerdings gewünscht und kann von jedem Spock-Nutzer durchgeführt werden.[22]

Die einzelnen Informationen der Profile können von den Spock-Nutzern nach Relevanz bewertet werden.[22]

Spock bietet weiterhin die Möglichkeit, sich direkt mit großen englischsprachigen Netzwerken wie MySpace, Twitter und Facebook zu verbinden, sofern die Nutzer bereit sind, ihre Zugangsdaten abzulegen. Regionale Plattformen, wie die deutschen Netzwerke Xing und StudiVZ, finden bei Spock derzeit allerdings noch keine Bedeutung.[22]

Um über Neuigkeiten und Änderungen zu den Personen auf dem Laufenden gehalten zu werden, bietet Spock einen Email-Newsletter und RSS-Feed an, der abonniert werden kann.[23]

Die uneingeschränkte Nutzung von Spock ist allerdings nur möglich, wenn man sich mit einem Einmalbetrag von 19.95 US$ anmeldet.[24]

Abbildung 11: Suchergebnisliste bei spock.com
Abbildung 11: Suchergebnisliste bei spock.com

4.3.3 123people

Abbildung 12: Suchfenster bei 123people.de
Abbildung 12: Suchfenster bei 123people.de

123people ist eine Suchmaschine, die strukturierte Daten von Personen zur Verfügung stellt. Sie durchsucht alle Webseiten nach öffentlichen Eintragungen, Telefonnummern, Adressen, Bildern, Videos und Emailadressen. Der Dienst nimmt dafür andere Suchmaschinen wie Google zur Hilfe, durchsucht Netzwerke, wie Facebook, MySpace und Xing, und Wikipedia-Profile und einiges mehr um relevante Daten zeitnah über Personen zusammen zu stellen. Bei 123people können in eigenen Profilen zu den einzelnen Suchergebnissen weitere relevante Daten zu gesuchten Personen eingestellt werden.[25]

Abbildung 13: Suchergebnisliste bei 123people.de
Abbildung 13: Suchergebnisliste bei 123people.de

4.3.4 MyOn-Id

Abbildung 14: Logo von MyOn-Id
Abbildung 14: Logo von MyOn-Id

MyOn-Id ist an sich keine Personensuchmaschine. Auf MyOn-Id haben Internetnutzer die Möglichkeit, sich ein eigenes Profil, mit der Identität zusammen zu stellen, wie man von Außen hin auf andere Nutzer wirken möchte. Dazu können Links zu Interviews, Blogartikeln und anderen Profilen im Internet wie dem eigenen Xing-Profil eingestellt werden.[26]

Über Suchmaschinen wie Google kann nun das Profil von MyOn-Id gefunden werden und somit die gewünschten Informationen zu einer Person. Der MyOn-Id-Service sorgt dafür, dass die Plattformprofile so optimiert werden, dass sie bei Suchmaschinen gefunden werden. Per Email wird man ständig auf dem Laufenden gehalten, wenn neue Suchtreffer mit dem Namen im Internet zu finden sind.[26]

Es werden zusätzlich Statistiken zur Verfügung gestellt, wie oft der Name im Internet gesucht wurde.[26]

4.4 Überwachung

Das Internet ist heutzutage zu einem der beliebtesten Informationsquellen für jedermann geworden. Jeden Tag werden neue Informationen bereitgestellt. Um diese überblicken zu können, ist ein hoher Zeitaufwand notwendig. Es sind Services entstanden, die dem Nutzer hier viel Mühe ersparen.

4.4.1 Google-Alerts

Die manuelle Überwachung des Internetprofils über Google kann schnell anstrengend und zeitintensiv werden. Daher bietet Google einen Service an, der das manuelle Recherchieren vereinfacht und automatisiert.[27]

Abbildung 15: Administration eines Google Alerts
Abbildung 15: Administration eines Google Alerts

Mit Google–Alerts kann zu bestimmten Begriffen, wie dem Namen einer Person, Unternehmung oder anderen Keywords, der Service in unbegrenzter Anzahl kostenlos abonniert werden. Wenn Google neue Einträge im Internet, in Blog- oder News-Artikeln zu dem Suchbegriff findet, erhält der Abonnent eine Email mit den Ergebnissen.[27]

Der Service kann durch mehrere Parameter gezielt spezifiziert werden. Neben den Suchbegriffen kann hier angegeben werden, welcher Typ durchsucht werden soll und in welcher Häufigkeit die Emails verschickt werden. Die Typen unterscheiden sich nach Google-News, Suchergebnissen aus dem Internet, Gruppen oder allen genannten Typen.

Bei den Suchbegriffen ist es wichtig, aussagekräftige Keywords zu verwenden. Es bieten sich Namen von Personen und Unternehmungen oder von Marken und Produkten an. Auch Namen von Konkurrenten oder branchenspezifische Begriffe sollten bedacht werden.[27]

Wenn Google-Alerts richtig eingesetzt werden, bekommt man ein mächtiges Tool in die Hand, um seine Online-Reputation zu kontrollieren.[27]

4.4.2 Reputation-Monitoring-Tools

Blogs als Informations- und Datenquelle für die eigene Reputation sollten nicht unterschätzt werden. Daher haben sich Reputation-Monitoring-Tools darauf spezialisiert, Blogs nach Informationen zu durchsuchen und entsprechende Ergebnisse aufzuzeigen. Eine der bedeutendsten Plattformen hierfür ist Technorati.[28]

Technorati stellt einer Masse von Internetnutzern aktuelle Blogs und Blogeinträge zur Verfügung. Die Online Kommunikation wird dadurch unterstützt und hilft Bloggern bekannter und erfolgreich zu werden.[29]

Der Blogger hat hier die Möglichkeit zu sehen, auf welchen Seiten seine Blogs verlinkt sind, was die „Autorität[30] steigert. Je höher diese ist, desto beliebter ist der Blog bei den Lesern.

Auch Blogleser haben hier die Möglichkeit, bestimmte Blogs zu ihrem Profil hinzuzufügen. Es kann mit Suchbegriffen nach Blogs gesucht werden, die interessant erscheinen und Informationen zu bestimmten Internetnutzern zur Verfügung stellen.

Der Nutzer hat mit Technorati die Möglichkeit, über neue Blogeinträge auf vorgemerkten Blogs informiert zu werden.

Abbildung 16: Snapshot eines Profils auf Technorati.com
Abbildung 16: Snapshot eines Profils auf Technorati.com

Andere Reputation Monitoring Tools sind zum Beispiel Google-Blogsearch oder Rivva.

4.4.3 RSS-Feeds

Abbildung 17: Allgemeines Logo RSS
Abbildung 17: Allgemeines Logo RSS

Eine weitere Möglichkeit sich über Blogs und deren Einträge auf dem Laufenden zu halten, sind RSS-Feeds.

Um einen Überblick über interessante und wichtige Änderungen und Neuerungen auf den Webseiten und Blogs zu erhalten, werden Nachrichten an die Abonnenten verschickt. Somit ist es nicht notwendig, ständig die Seiten anzusurfen, um nach Veränderungen zu suchen.[31]

RSS-Feeds sind auf XML basierte Dateiformate, die Webinhalte verbreiten. Mit Hilfe von News-Aggregatoren oder RSS-Readern können Internetnutzer die RSS-Dateien herunterladen und lesen.[32]

Die RSS-Feeds können entweder direkt auf den Blogs abonniert werden oder bei einem der zahlreichen RSS-Verzeichnisse, wie www.rss-verzeichnis.de. Um eigene Feeds dort publik zu machen, müssen sie dort angemeldet werden.[33] Anwendungen wie iGoogle von Google bietet ebenfalls Services an, mit denen verschiedene RSS-Feeds gelesen und verwaltet werden können.[34]

4.4.4 Überwachung mit Hilfe von Personensuchmaschinen

Personensuchmaschinen wie Yasni und Spock bieten Profilbesitzern die Möglichkeit an, über neue und geänderte Einträge von Personen oder Unternehmen im Internet über Email benachrichtigt zu werden.

Internetnutzer legen Profile bei den Personensuchmaschinen zu Personen an und können diese abändern. Es können falsche oder ungewünschte Suchergebnisse herausgenommen und neue Informationen hinzugefügt werden. Finden die Suchmaschinen neue Informationen zu Personen, werden diese zeitnah an den Profilbesitzer per Email oder RSS-Feed geschickt.[35][36]

Somit ist eine Überwachung des eigenes Internetprofils möglich.

4.5 Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen gehen auf den Datenschutz, dessen Bedeutung und Regelungen im Inland sowie Ausland und das Publikationsrecht ein.

4.5.1 Datenschutz

Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (im Volkszählungsurteil vom 15.12.1983) ist der Datenschutz ein Grundrecht (Recht auf informationelle Selbstbestimmung). Es wird als allgemeines Persönlichkeitsrecht angesehen und wie dieses wird es verfassungsrechtlich aus Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz hergeleitet. Demnach kann der Betroffene grundsätzlich selbst darüber entscheiden, wem er welche persönlichen Informationen bekannt gibt.[37]

Im Besonderen widmet sich der Datenschutz der Speicherung, Verarbeitung und Weitergabe dieser personenbezogenen Daten. Durch den Datenschutz soll der so häufig zitierte gläserne Mensch verhindert werden.

Die Kontrolle des Datenschutzes übernimmt auf Ebene der Europäischen Union der europäische Datenschutzbeauftragte. In Deutschland, auf Bundesebene der bundesbeauftragte für Datenschutz und auf Landesebene der Landesbeauftragte für Datenschutz.

4.5.1.1 Bedeutung

In Zeiten in denen die Entwicklung der Informationstechnik mit weltweiter Vernetzung, Datenübermittlung und immer neuen Formen der elektronischen Kommunikation rasant voran schreitet, kann sich der Datenschutz aber nicht mit dem bereits Erreichten begnügen.[38]

Der Alltag jeden Bürgers der Bundesrepublik Deutschland wird immer mehr von Systemen wie der Videoüberwachung, intelligenten Chipkarten, elektronischen Ortungssystemen über das Handy, breiter Einsatz biometrischer Verfahren, Genom-Analysen und anderen Neuerungen geprägt. Auch ganz normale Gebrauchsgegenstände werden mittlerweile mit Informationstechnik ausgestattet, die eine Vielzahl von Daten erheben und verarbeiten kann. Diese Daten werden vermehrt über das Internet mit anderen Datenquellen vernetzt. Mit diesen Daten können schon jetzt und in Zukunft in bisher noch ungekanntem Umfang Profile über das persönlichen Verhalten eines jeden Einzelnen erstellt werden.[38]

Durch die Sammlung, Auswertung und Weitergabe von Daten, von den verschiedensten Stellen in Staat und Wirtschaft, kann die Kontrolle über die eigenen Daten verloren gehen und somit auch einen Teil der Selbstständigkeit und Mündigkeit.[38]

Jeder davon Betroffene muss deswegen in die Lage versetzt werden können, auch trotz der neuen Bedrohungsszenarien sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung wahrzunehmen. Um dies zu gewährleisten muss der verantwortungsvolle und zurückhaltende Umgang mit den genannten Daten und vor allem die Kenntnis und Ausübung der Rechte, die das Bundesdatenschutzgesetz garantiert, ausgeübt werden.[38]

Dazu müssen aber die gesetzlichen Bestimmungen, entsprechend der neuen technischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst und weiter entwickelt werden. Es gilt also nicht nur die Rechte und Möglichkeiten der Bürger zu stärken, sondern es muss auch in Verwaltung und Wirtschaft ein Umdenken stattfinden.[38]

4.5.1.2 Regelungen

Dieses Kapitel widmet sich den verschiedenen Regelungen des Datenschutzes.

4.5.1.2.1 Internationale Regelungen

Die OECD veröffentlichte bereits am 23.09.1980 mit den „Guidelines on the Protection of Privacy and Transborder Data Flows of Personal Data“ international gültige Richtlinien. Diese Richtlinien hatten zum Ziel, eine weitreichende internationale Harmonisierung der Datenschutzbestimmungen zu fördern und ungerechtfertigte Handelshemmnisse zu vermeiden. Damit sollte vor allem eine Kluft zwischen den europäischen und US-amerikanischen Entwicklungen verhindert werden.[39]

Ein Jahr später, am 28.01.1981, wurden die Europäischen Datenschutzkonventionen vom Europarat verabschiedet. Sie sind eines der ersten internationalen Abkommen zum Datenschutz und bis heute in Kraft. Allerdings hat sie lediglich empfehlenden Charakter. Die Datenschutzrichtlinien der Europäischen Union hingegen sind die für die Mitgliedstaaten der Eu verbindlich und in nationales Recht umzusetzen.[40]

4.5.1.2.2 Vereinigte Staaten

Die Vereinigten Staaten haben nur wenige gesetzliche Regelungen zum Thema Datenschutz. Etwas vergleichbares, wie das Bundesdatenschutzgesetzt gibt es in Amerika nicht. Für einzelne Teilbereiche, wie beispielsweise den Schutz von Kindern im Internet (Children's Online Privacy Protection Act vom 21. April 2000)[41] und den Krankenversicherungen (Health Insurance Portability and Accountability Act)[42] gibt es gesetzliche Regelungen, aber diese sind eben die Ausnahme. Weitere Gesetze die im Bereich Datenschutz einzugliedern sind, wären der Privacy Act, Privacy Protection Act, Drivers Privacy Protection Act, Electronic Communications Privacy Act, Family Educational Rights and Privacy Act, Gramm-Bleach-Bliley Act und der Social Security Act.[43]

Der Schutz der Privatsphäre wird in den USA nicht ausdrücklich von der Verfassung geschützt. Der eigentliche Schutz wird in so genannten Amendments festgehalten. Die Verfassung selbst bietet weder einen Schutz der Persönlichkeit, noch der Privatsphäre. [44]

Es gibt aber auch Ausnahmen und ein davon ist der Staat Kalifornien. In der Verfassung des Staates Kalifornien wurde in Artikel 1, Abschnitt 1 ein unveräußerliches Recht auf Privatsphäre festgelegt und diese wurde von der Kalifornischen Gesetzgebung weitgehend umgesetzt. Betreiber kommerzieller Internetseiten oder Onlinedienste unterliegen beispielsweise durch den California Online Privacy Protection Act aus dem Jahr 2003 bestimmten Verpflichtungen. Sie müssen personenbezogene Informationen, die sie über ihre Webseiten von Bürgern des Staates Kalifornien sammeln, auf eben diesen Seiten mit einem auffälligen Hinweis über ihre Umgangsweise mit den Daten versehen.

Das vom US-Handelsministerium zwischen 1998 und 2000 entwickelte Safe Harbor-Verfahren dient dazu, die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien der EU-Kommission (95/46/EC) durch US-Unternehmen, im Umgang mit europäischen Geschäftspartnern, einfacher belegen zu können.[45]

Eine Datenschutzaufsicht gibt es in den USA nicht. Einzig die Federal Trade Comission befasst sich gelegentlich mit Datenschutzproblemen. Wenn sich ein Unternehmen nicht an die selbst gesetzten Datenschutzrichtlinien hält, dann schreitet die Federal Trade Comission ein.[46]

Damit die Bürger ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung wahrnehmen können, müssen sie auch hinreichend informiert sein. Dazu bedarf es auch eines Zugangs zu den behördlich gespeicherten personenbezogenen Daten. Dies wird im Freedom of Information Act geregelt.[47]

4.5.1.2.3 Europäische Union

Für die Mitgliedsstaaten wurden in der Datenschutzrichtlinie 95/46 EG vom 24.10.1995 Mindeststandards für den Datenschutz festgeschrieben. Erstellt wurde die Richtlinie vom Europäischen Parlament und dem Europa Rat. Damit sollten vor allem die Bürger vor Missbrauch sensibler personenbezogener Daten geschützt werden. Gerade in Zeiten der rasant fortschreitenden Technologie wird es immer wichtiger personenbezogene Daten zu schützen. Die Richtlinie hatte aber auch zum Ziel, die unterschiedlichen Datenschutzniveaus der Mitgliedsstaaten zu harmonisieren und somit Wettbewerbverzerrungen auf dem EU-Binnenmarkt zu vermeiden. Die Mindeststandards sollten innerhalb von 3 Jahren in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland wurde die Richtlinie im Jahr 2001 umgesetzt.

In Artikel 25[48] wird die Übermittlung personenbezogener Daten in Drittstaaten, die nicht Mitglied der EU sind geregelt. Demnach ist die Übermittlung nur dann zulässig, wenn das Drittland ein angemessenes Schutzniveau gewährleistet. Welche Länder dieses Schutzniveau gewährleistet, entscheidet die Kommission, welche von der Artikel 29 Datenschutzgruppe beraten wird. Diese Datenschutzgruppe setzt sich aus den Vertretern der unabhängigen nationalen Datenschutzbehörden sowie einem Vertreter der Kommission zusammen. Ihre Aufgabe ist es Berichte über den Stand des Schutzes natürlicher Personen, bei der Verarbeitung personenbezogener Daten in der europäischen Gemeinschaft und in Drittländern, an die Kommission zu übermitteln.

Das europäische Parlament und der Rat der europäischen Union haben am 15.03.2006 die Richtlinie 2006/24/EG über die Vorratsspeicherung von Daten, die bei der Bereitstellung öffentlich zugänglicher elektronischer Kommunikationsdienste oder öffentlicher Kommunikationsnetze erzeugt oder verarbeitet werden, erlassen.[49] In dieser Richtlinie werden Mindestspeicherungsfristen von sechs Monaten (Internet) bzw. einem Jahr (Telefonie) eingeführt.[48]

4.5.1.2.4 Bundesrepublik Deutschland

„Das Bundesdatenschutzgesetz in der aktuellen Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 2003 soll dazu beitragen, das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung zu verwirklichen.“[38]

Es setzt die in der europäischen Datenschutzrichtlinie 95/46/EG vom 24. Oktober 1995 gesetzten Datenschutzstandards, die einheitlich für den Europäischen Wirtschaftsraum gesetzt wurden, um.

Der Datenschutz wird auf Bundesebene durch das Bundesdatenschutzgesetz geregelt. Daneben regeln die Datenschutzgesetze der Länder und anderen bereichsspezifischeren Regelungen den Umgang mit personenbezogenen Daten, die in IT-Systemen oder manuell verarbeitet werden. Dabei haben die spezielleren, bereichsspezifischen Regelungen, Vorzug vor dem Bundesdatenschutzgesetzt, da dieses nur ergänzend gilt.

„Zweck dieses Gesetzes ist es, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird.“[50]

4.5.2 Üble Nachrede / Verleumdung

Die üble Nachrede ist eine Form der Beleidigung, bei der eine ehrverletzende Tatsachenbehauptung unter Strafe gestellt wird.

„Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“[51]

Wenn diese Tatsachenbehauptung nicht wahr ist und der Urheber dieser Behauptung das auch weiß, dann handelt es sich um Verleumdung.

„Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“[52]

5 Verbesserung des Internetprofils

In diesem Kapitel werden verschiedene Möglichkeiten erläutert, mit denen das eigene Internetprofil verbessert werden kann und es werden Beispiele aufgeführt, wie zum Beispiel Personen und Unternehmen ihre Reputation auf das Spiel gesetzt haben, oder sie bewusst positiv zum Einsatz bringen konnten.

5.1 Möglichkeiten zur Verbesserung des Internetprofils

Damit im Internet Profile schnell gefunden werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten wie ein Profil verbessert werden kann. Zum einen können Webseiten so optimiert werden, dass sie bei Yahoo!, Google und Co möglichst weit oben in den Suchergebnissen stehen. Es können spezielle Agenturen beauftragt werden, die sich um die Reputation kümmern oder probieren negative Einträge wieder aus dem Internet zu entfernen. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt wie man selber aktiv am Internetgeschehen teilnehmen und sich auch auf diese Weise eine bestimmte Reputation im Internet aufbauen kann. Mehr zu den einzelnen Themen wird im Folgenden beschrieben.

5.1.1 Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung, im englischen Search Engine Optimization (kurz SEO) genannt, bezeichnet die Maßnahmen die verwendet werden können, um einer Webseite zu einer besseren Platzierung in Suchmaschinen zu verhelfen.

Eine Studie der Marketingfirma Enquiro Search Solutions Inc. in Zusammenarbeit mit Didit.com LLC. und Eyetools, Inc. belegt die Relevanz einer hohen Platzierung in Suchmaschinen. Es wurde ein sogenanntes Eye-Tool verwendet, welches die Reaktionen des Auges verfolgt und in diesem Fall aufzeigt, auf welche Suchergebnisse die Personen am meisten schauen. Die folgende Grafik ist ein Beispielbild der Augenbewegungen auf Google. Es zeigt, dass die ersten drei angezeigten Suchergebnisse von 100% der Beteiligten angeschaut werden. Dagegen wird Platz fünf nur noch von 60% und Platz zehn sogar nur noch von 20% der Suchenden angeschaut.[53]

Abbildung 18: Eye Movement
Abbildung 18: Eye Movement

Die Kriterien nach denen Suchmaschinen eine Webseite bewerten und die Relevanz einstufen, sind bei den meisten Suchmaschinenbetreibern nicht öffentlich zugänglich, sondern unterliegen der Geheimhaltung, damit zum Beispiel kein Missbrauch passiert. Auch benutzt jeder Suchmaschinenbetreiber andere Kriterien, diese ähneln sich zwar häufig, sind aber in der Ausprägung unterschiedlich. Dennoch werden von den Betreibern Richtlinien veröffentlicht, nach denen man seine Webseite optimieren kann, um ein besseres Suchergebnis zu erreichen.[54]

Eine Webseite wird immer für die sogenannten Suchmaschinenroboter optimiert. Diese werden auch als Crawler, Bots oder Spider bezeichnet. Dies sind Programme die sich durch das Internet bewegen und den Inhalt von Webseiten auslesen und diesen für die spätere Suche indexieren. Diese Webseiten werden entweder vorher bei den Suchmaschinen angemeldet, oder der Spider kommt eigenständig auf die Webseite durch einen anderen Link.[55]

Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es, dass eine Webseite eine gute Platzierung bei der Suche erhält und somit muss sie sowohl für die Spider gut lesbar und mit allen wichtigen Informationen versehen, als auch für den Endbenutzer ansprechend sein. Suchmaschinen verwenden bei der Suche einen eigenen Such-Algorithmus, der sogenannte Ranking-Algorithmus. Dieser ist eine mathematische Formel die zur Berechnung der Platzierung der Webseite herangezogen wird. Auch dieser Algorithmus ist geheim und bei den einzelnen Suchmaschinen unterschiedlich. Von Google ist zum Beispiel nur bekannt, dass sich der Ranking-Algorithmus aus mehr als 100 verschiedenen Faktoren zusammensetzt.[56]

Um eine Webseite so zu optimieren, dass sie möglichst weit oben in den Ergebnislisten der Suchmaschinen steht, werden zwei Techniken unterschieden, die OnSite-Optimierung und die OffSite-Optimierung.


OnSite-Optimierung

OnSite-Optimierung findet auf der Webseite selbst statt. Zu den wichtigsten Punkten zählen dabei die Webseitenstruktur, die Verwendung von Flash und/oder Java-Applets, die Textinhalte, Hyperlinks, die Verwendung von Java Skript oder CSS, sowie Frames und die Dichte der Keywords. Auf einzelne Punkte wird im Folgenden kurz eingegangen.

Struktur der Webseite

Suchmaschinenroboter haben Schwierigkeiten mit verschachtelten Strukturen, da sie die unteren Ebenen nur schwer erreichen können. Deshalb ist eine flache Struktur bei der Erstellung der Webseiten zu empfehlen. Auch auf die Benennung von Verzeichnissen und Dateien sollte Wert gelegt werden, da diese in Verbindung mit Schlüsselwörtern gebracht werden. Bei der Verwendung von Content Management Systemen sollte darauf geachtet werden, dass nicht der Datenbankschlüssel verwendet wird, sondern zum Beispiel so genannte Mod-Rewrites.[57] Das ist ein Modul für den Webserver welches anhand bestimmter Regeln URLs umschreibt. Das Ziel ist es, dass dynamische URLs wie statische wirken.[58]


Textinhalte

Auch die Textinhalte der Webseite spielen eine wichtige Rolle bei der Positionierung in einer Suchmaschine, da Suchmaschinenroboter nur textbasiert arbeiten. Vor allem die Verwendung von Überschriften-Tags und das Hervorheben ist entscheidend. Anhand von HTML Tags werden Keywords für die Optimierung aufgelistet. Auch Unterstreichungen und fett hervorgehobene Wörter werden berücksichtigt. Mittlerweile spielen Metatags keine so entscheidende Rolle mehr.[59] Zu verstehen sind darunter die Informationen im Kopfbereich eines HTML-Dokumentes.[60]

Keywords

Als Keywords werden Schlagwörter, Stichwörter, oder auch Schlüsselwörter bezeichnet. Sie sind das zentrale Kriterium für die Suchmaschinenoptierung.[61] Die eingesetzte Dichte sollte aber nicht zu hoch sein, da sonst eventuell die Suchmaschinenroboter die Webseite als Spam erkennen und diese dann von der Suche ausschließen. „Eine optimale Keyword-Dichte, […] im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Worte im Quelltext einer Webseite, liegt bei ca. 4-8%“.[62]


OffSite-Optimierung

Bei der OffSite-Optimierung werden Änderungen vorgenommen, die sich auf externe Faktoren beziehen, also nicht auf den Inhalt der Dokumente oder deren Struktur. Das Augenmerk liegt bei der OffSite-Optimierung auf der Verbesserung der Suchergebnisse durch externe Verlinkungen.[63] Suchmaschinen bewerten die Relevanz von Webseiten höher, wenn häufig von extern auf sie verlinkt wird. Dieses wird wird auch als sammeln von Backlinks bezeichnet, also Links die auf eine andere Webseite verweisen. Um möglichst viele Links zu seiner Webseite zu erhalten, besteht die Möglichkeit Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen oder sich in sogenannten Verzeichnislisten einzutragen, die teilweise kostenlos angeboten oder bezahlt werden müssen.


Es kann davon ausgegangen werden, dass die Suchmaschinenoptimierung sechs bis neun Monate dauert, in manchen Fällen sogar bis zu einem Jahr. Die eigentliche Seitenanpassung dauert dabei nur einige Tage, das anschließende Optimieren und Analysieren und das Warten auf die Änderungen nimmt dagegen viel Zeit in Anspruch.[64]

Aber die Suchmaschinenoptimierung hört an sich niemals auf. Da sich die Suchalgorithmen regelmäßig ändern, und natürlich auch die Konkurrenz ein Interesse daran hat, in den oberen Ergebnissen der Suchmaschinen gelistet zu sein,gibt es somit keine Garantie, dass eine gute Position auf Dauer bestehen bleibt. Somit sind eine kontinuierliche Kontrolle und regelmäßige Verbesserung unabdinglich.

5.1.2 Networking

Der Begriff Networking kommt aus dem Englischen und bedeutet Netzwerkarbeit. Gemeint sind damit der Aufbau und die Pflege von Kontakten. „Ein Networker hat ein breit gefächertes Netz an Beziehungen.“[65] Es geht um eine „methodische und systematische Art der Beziehungspflege, die in der offenen Absicht der gegenseitigen Förderung, des Austauschs und des persönlichen Vorteils geschieht.“[66]

Motivationen für das Netzwerken gibt es viele, zum Beispiel um die eigene Karriere voran zu treiben, um die Jobsuche zu vereinfachen, oder auch um neue Kunden von einem Produkt zu überzeugen.

Im Internet stehen verschiedene Networking Plattformen zur Verfügung. Die Plattform XING hat im Jahr 2004 eine internationale Studie durchgeführt mit dem Thema „Kommunikation und Networking im Internet“. Daraus geht hervor, dass zwei Drittel aller Teilnehmer das online Networking als wichtig oder sogar sehr wichtig einstufen. Als die größten Vorteile des online Networkings werden folgende Punkte aufgezählt: „Die Unabhängigkeit von Zeit und Ort, die unkomplizierte Kontaktaufnahme zu noch nicht bekannten Personen, sowie die Beziehungspflege zu Bekannten und Kollegen“. Aus der Studie geht auch hervor, dass immer mehr Geschäftskontakte und –Abschlüsse über Social Communities zustande kommen.[67]

Ein konkretes Beispiel für eine online Networking Plattform ist das Open-Business-Network, welches sich auf der Webseite http://www.open-business-network.com präsentiert. Dort haben Unternehmen die Möglichkeit an einem kostenlosen Business Netzwerk teilzuhaben, können dort neue Geschäftskontakte knüpfen, das Marketing und den Vertrieb optimieren und den Geschäftserfolg durch die angebotenen Services steigern. Es können Pressemitteilungen und Ausschreibungen veröffentlicht werden, Unternehmen können ihre Produkte darstellen und anbieten und es wird ein Seminarshop angeboten, in dem Weiterbildungsangebote für verschiedene Zielgruppen vorgestellt werden.[68]

Vorteile von online Networking sind, dass der Nutzer eine sehr hohe Reichweite hat und branchenübergreifend agieren kann. Es stehen Portale zur Verfügung, die es ermöglich sich professionell zu präsentieren und damit seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Weiterhin ist es möglich sein Kontaktnetzwerk zu pflegen und zu erweitern und Informationen über andere Teilnehmer im Netzwerk zu erhalten.

5.1.3 Professionelle Reputation Management Agenturen

Professionelle Reputation Management Agenturen gibt es mittlerweile viele auf dem Markt. Wir erläutern die Aufgaben mit Hilfe von zwei konkreten Beispielen, zum einen die myON-ID Media GmbH, und die Firma Revolvermänner®.


myON-ID Media GmbH[69]

Die myON-ID Media GmbH hat sich dem Thema Reputation und Identity Management verschrieben und betreibt das Webportal www.myonid.de, welches hilft die eigene Reputation zu monitoren und die berufliche Selbstvermarktung zu vereinfachen. myON-ID steht für „my online identity“.

Das Portal bietet die Möglichkeit ein Suchprogramm zu benutzen, was einem alle Informationen auflistet, die es über einen selber im Internet zu finden gibt, seien es selbstgeschriebene Forenbeiträge, oder Informationen die Dritte über einen ins Internet gestellt haben. Eine Benachrichtigung über neue Informationen im Internet wird automatisch zugeschickt. Benutzer können auch ein eigenes Profil einrichten und dort zum Beispiel Blogeinträge, Bilder, Videos, und Community Profile verwalten. Man kann dieses Profil unter einer eigenen Domain verwalten, wobei man bei der Erstellung auf die bereits gefundenen eigenen Interneteinträge zurückgreifen und man diese entsprechend in das Profil mit einbauen kann. Diese Funktionen werden kostenlos für alle Benutzer zur Verfügung gestellt.

Wenn man sich bei myON-ID für eine Premiummitgliedschaft entscheidet, werden einem zusätzlich unter anderem die nachfolgend beschrieben Dienste angeboten. Man kann die Werbung ausschalten und ein eigenes Logo im Profil verwenden, man kann sich eine eigene Domain aussuchen und bekommt die Möglichkeit eine Werbeanzeige bei Google für sein eigenes Internetprofil zu schalten. Weiterhin kann man die Suchfunktion um mehr Begriffe erweitern und die Suchergebnisse werden alle 24 Stunden aktualisiert.

Zusammenfassend beschrieben sind die Aufgaben dieser Reputation Management Agentur das Monitoring der eigenen Informationen im Internet und zum anderen die Möglichkeit ein eigenes Profil zu erstellen um sich selber besser und effektiver zu präsentieren.


Revolvermänner®

Die zweite Reputation Management Agentur die wir hier vorstellen, ist die Firma Revolvermänner®. Zu den Aufgaben zählt neben Webdesign auch das Marketing Management, welches unterteilt wird in Viral Marketing, Guerilla Marketing, Evangelism Marketing, der Suchmaschinenoptimierung und Reputation Management.[70] Die verschiedenen Arbeiten bezogen auf die einzelnen Marketing Methoden werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Im Bereich Guerilla Marketing, was soviel bedeutet wie, dass man mit ungewöhnlichen Aktionen, geringem Einsatz von Mitteln, eine große Wirkung erzielt,[71] unterstützt die Firma Revolvermänner® bei der Zusammenstellung der Informationen und hilft relevante Faktoren wie zum Beispiel die Zielgruppendefinition und den Produktbereich zu ermitteln, sie helfen bei der „Konzeption einer erfolgsversprechenden Offensivstrategie“[72], planen die einzelnen Phasen und unterstützen bei der Implementierung und anschließenden Erfolgskontrolle.

Zum Bereich Viral Marketing gehören Beispielsweise die Mundpropaganda und das Empfehlungsmarketing. Man möchte bei dieser Marketingform gezielt eine Kommunikation in der Zielgruppe auslösen. Verbreiten tut sich die Botschaft dann schnell durch die sozialen Netze,[73] quasi eine Art Kettenreaktion. Die Revolvermänner® helfen in diesem Bereich bei der Entwicklung und Planung der Kampagne, platzieren sie in den wichtigen Portalen und Foren um die entsprechende Zielgruppe zu erreichen und führen anschließend eine Ergebnisanalyse durch.[74]

Das Evangelism Marketing ist in soweit für das Reputation Management wichtig, weil man unter „Evangelisten“ Menschen versteht, die voll hinter einem Produkt oder einer Dienstleistung stehen und über diese auch öffentlich auf verschiedenen Wegen kommunizieren. Unterstützt wird hier unter anderem bei der Findung der zu vermittelnden Botschaft, mit einer „umfassenden Marktanalyse und Produktpositionierung“, der Netzwerkpflege sowie Kontrolle und Analyse der Kampagne.[75]

Die Revolvermänner® machen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung eine Analyse erforderlicher Daten, planen den Internetauftritt und setzen diesen anschließend um, unterstützen bei dem Aufbau vom Webseiten Inhalt, optimieren das Suchmaschinen Ranking und führen eine Suchmaschinenoptimierung der Internet-Seite durch.[76]

Die Aufgaben im Bereich online Reputation Management liegen beispielsweise im Monitoring relevanter Suchergebnisse in den gängigen Suchmaschinen, im Tracking der wichtigsten Groups, dazu zählen beispielsweise Google Groups, Yahoo! Groups und AOL Groups. Es wird ein persönlich zugeschnittenes Anforderungsprofil erstellt, um eine automatische Suchroutine zu benutzen, der Inhalt auf den Webseiten der Konkurrenz regelmäßig gefiltert, um sicherzustellen, dass diese keine Gerüchte über die eigene Firma verbreitet und im Falle eines Angriffs auf die eigene Reputation verfügt die Firma Revolvermänner® über „einen praxiserprobten Maßnahmenkatalog, der schnell und effektiv greift“.[77]

5.1.4 Werbeagentur

Werbeagenturen unterstützen andere Unternehmen in Bereichen des Marketings, Statistik, Analyse und Planung von Werbemaßnahmen. Dazu gehören vorbereitend die Marktforschung und die Gestaltung der Werbemittel. In der Ausführung schalten Werbeagenturen Werbemittel in Werbeträgern und führen anschließend eine Werbeerfolgskontrolle.

Die traditionellen Aufgaben einer Werbeagentur sind die Bedarfs- und Marktanalyse, die Gestaltung von Anzeigen, Plakaten, Radio- und Fernsehspots sowie deren Verbreitung in den Medien. Zu den traditionellen Aufgaben kommt heute eine Vielfalt sonstiger Aufgaben, wie die Verwaltung der Werbebudgets von Unternehmen, Maßnahmen zur Gestaltung der Corporate Identity bis hin zur Unterstützung bei der Produktgestaltung. Damit sind Werbeagenturen heute das Aushängeschild anderer Unternehmen nach außen. Gerade für kleine Unternehmen ist es von großem Vorteil mit Werbeagenturen zusammenzuarbeiten. Denn um den Unternehmenserfolg mit dem richtigen Marketing zu steigern bedarf es des entsprechenden Know How.[78]

Eine Marketingabteilung mit dem notwendigen Wissen kann sich nicht jedes Unternehmen leisten und einer Studie des Institut für Mittelstandsforschung Bonn zufolge gehören 99,7% aller Firmen dem Mittelstand an.[79] Somit kommt Werbeagenturen eine hohe Bedeutung zu, da sehr viele Unternehmen auf ihr Wissen zurückgreifen. Denn nur mit der richtigen Werbung können gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie wir sie gerade erleben, Unternehmensziele wie Umsatz- und Gewinnsteigerung realisiert werden. Dafür werden ausgefeilte Werbestrategien benötigt, die nur durch professionelle Agenturen durchgeführt werden können.[78]

Auch Unternehmen die eine eigene Marketingabteilung beschäftigen engagieren Werbeagenturen. Die Marketingabteilungen konzentrieren sich immer stärker darauf die Aufgaben zu delegieren und koordinieren. Dies führt dazu, dass der Wettbewerb unter den Werbeagenturen immer größer wird und sie sich auf bestimmte Marketingbereiche spezialisiert haben. Einer dieser Bereiche ist das Internet. Der große Vorteil der Agenturen sind die Spezialisten, die über langjährige Erfahrung auf ihrem Gebiet verfügen und vor allem gute Branchenkenntnisse und Kontakte zu den wichtigsten Medien.[78]

Ein Nachteil kann daraus erwachsen, dass Unternehmen wegen der Kosten häufig die Agenturen wechseln. Dies kann dann dazu führen, dass durch die unterschiedlichen Ideen, Ansätze und Konzepte das Image zerstört wird. Aus diesem Grund ist bei der Wahl der richtigen Agentur darauf zu achten, dass sie und das Unternehmen auch zusammenpassen. Dabei sollten die Kosten nicht unbedingt an erster Stelle stehen.[78]

5.1.5 Weblog

Das Wort Weblog setzt sich zusammen aus den Begriffen „Web“ und „Logbuch“. Oftmals wird auch nur das Wort „Blog“ verwendet.[80] Man zählt sie zu den sogenannten Mikromedien, welche in der Regel von Einzelpersonen betrieben werden. Genutzt werden Weblogs zum Beispiel von Journalisten, Wissenschaftlern, Unternehmen, normalen Bürgern und Fachleuten.[81]

Dem Bloggen, wie die Tätigkeit des Blog-Schreibens genannt wird, wird ein hoher Stellenwert zur Verbesserung der eigenen Reputation beigemessen. Es bietet eine gute Plattform sich selber zu präsentieren und Interessen und Meinungen darzustellen.

Blogs weisen gegenüber normalen Webseiten folgende Besonderheiten auf[82]:

  • Der neueste Eintrag steht meist ganz oben. Das hat den Vorteil, dass neu hinzugekommene Einträge einfach zu finden sind und nicht erste zum Ende der Webseite gescrollt werden muss.
  • Sie werden häufig aktualisiert
  • Blogseiten sind oftmals nicht thematisch sortiert, sondern es ensteht eine lange, fortlaufende Webseite.
  • Blogs können typischerweise direkt kommentiert werden. Diese Kommentare spiegeln häufig die eigene Meinung des Kommentierenden wieder und beinhalten in eher seltenen Fällen neutrale oder sachliche Informationen.


Man kann Weblogs nach Art der Kommunikationsform und des Inhalts in verschiedene Gruppen unterteilen. Nachfolgend werden ein paar Beispiele erläutert.


Warblogs

Diese Blogs setzen sich thematisch mit dem Thema Krieg auseinander. Sie gehen auf Kriegsschauplätze ein und beinhalten eine Krisenberichtserstattung.[83]


Fanblogs

In Fanblogs geht es inhaltlich zum Beispiel um Musikgruppen, oder Sportvereine. Die Blogger sammeln Informationen über ihre Stars und Idole und veröffentlichen diese in einem Blog.[84]


Moblogs

Moblog steht für "Mobiles Bloggen". Der Inhalt dieser Blogs wird von mobilen Geräten wie Handys oder PDAs eingegeben. Meistens handelt es sich dabei um Kurztexte.[85]


Watchblogs

Blogger, die einen Watchblog betreiben, berichten meist über kritische Themen aus den Medien. Es wird versucht ein kritisches und unabhängiges Bild zur Medienlandschaft darzustellen.[86]


Corporate Blogs

Darunter ist der Blog eines Unternehmens zu verstehen, welcher meist das Ziel verfolgt, mit potentiellen Kunden zu kommunizieren. Diese Blogart wird heutzutage aber auch für die interne Kommunikation in Unternehmen verwendet.[87]

Dies sind nur einige Beispiele dafür, in welchen Bereichen Blogs heutzutage genutzt werden können.

5.1.6 Internetforen

Im lateinischen bedeutet das Wort "forum" soviel wie "Marktplatz".[88] Unter einem Internetforum ist also ein virtueller Marktplatz zu verstehen, der eine asynchrone Kommunikation von mehreren Teilnehmern ermöglicht.[89] Diese Form der Kommunikation erlaubt es zu kommunizieren, ohne dass alle Beteiligten gleichzeitig anwesend sein müssen.

Es gibt verschiedene Arten von Foren, von denen einige im Folgenden kurz erläutert werden.


Usenet

Usenet ist die Abkürzung für „User Network“, was übersetzt „Netz für Benutzer“ heißt. Es ist ein weltweit offenes Netz für Newsgroups, welche auch bekannt sind als Diskussionsgruppen oder Foren. Über diese Newsgroups wird der Erfahrungsaustausch zwischen den Benutzern gefördert. Das Usenet ist ein selbständig verwaltetes Netzwerk, welches über Schnittstellen mit dem Internet verbunden ist.[90][91]

Es „ist ein Nachrichten-Verteil-Service, der auf speziellen News-Servern läuft“ Alle Nachrichten im Usenet sind öffentlich zugänglich und es besteht keine Möglichkeit der Kontrolle über den Inhalt der Newsgroups. Es ist den Betreibern lediglich möglich, den Transport bestimmter Newsgroups zu unterbinden.[92]


Mailinglisten

Mailinglisten sind oftmals einem bestimmten Thema gewidmet und technisch von einem Server abhängig. Man versteht darunter automatisierte Email-Verteiler, in denen sich die Teilnehmer freiwillig eintragen. Es werden zwei Gruppen von Mailinglisten unterschieden, zum einen die Newsletter, bei denen ausschließlich der Betreiber berechtigt ist, Informationen an die Abonnenten zu versenden. Und als zweiten Punkt Diskussionslisten bei denen alle Teilnehmer am Informationsaustausch teilhaben können. Für die Benutzung einer Mailingliste ist keine extra Software notwendig, ein einfaches Email-Programm ist dafür ausreichend.[93]


Webforum

Webforen werden ebenfalls wie Mailinglisten zentral verwaltet. Ein Administrator gibt die inhaltliche Struktur und das Layout vor, er kann Beiträge zensieren. Die klassische Darstellungsweise in einem Webforum ist die Baumstruktur, bei der durch eine hierarchische Auflistung ersichtlich ist, auf welchen Beitrag welche Antwort geschrieben wurde. Bei der sogenannten Bulletin Board Darstellung werden alle Beiträge auf einer Seite dargestellt und ab einer bestimmten Anzahl von Beiträgen wird diese umgebrochen.[94]

5.2 Beispiele

Die aufgeführten Beispiele zeigen verschieden Motivationen sich im Internet zu präsentieren. Inwieweit jede Person dem Inhalt glauben schenken kann ist immer eine Frage. Welche wirkliche Motivation hinter einem Internetauftritt steckt ist schwer nachvollziehbar. Dies ist das schwierige für den Nutzer und die Gefahr in eine Spirale der Verleumdung zu gelangen. Auch in der Beschreibung der Beispiele ist es nicht möglich von voller Objektivität zu besprechen. Wie werden Informationen gesucht ? Welche Suchmaschine benutze ich? Welche Schlagwörter gebe ich dabei ein? Welche Farben, Bilder, Schriftgröße etc. sprechen mich an ? Welche Informationen in Foren kann ich glauben? Bei der Beschreibung der Beispiele sollen stellvertretend für sicherlich noch viele weitere Möglichkeiten stehen die aber nicht niedergeschrieben wurden oder totgeschwiegen werden. Einer der sich auf seiner Seite der Aufklärung verschrieben hat ist Malte Landwehr er studiert an der Westfälische Wilhelms-Universität in Münster Informatik.

Die Beispiele sollen nicht den Eindruck vermitteln das es gefährlich ist wenn man der Social Network Comunity beitritt es sei nur darauf hingewiesen das allzu leichtfertige Weitergabe von persönlichen Daten auch die Möglichkeit von Missachtung der selben ermöglichen.

5.2.1 Deutsche Bahn

Abbildung 19: Zug
Abbildung 19: Zug

Quelle: http://klauseck.typepad.com/prblogger/2009/06/bahnpr.html?cid=6a00d8341c2d6d53ef01156fc303a1970cm


Auch vor der Deutschen Bahn macht negative Reputation keinen Halt. Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie der Ruf durch das Aufdecken von Informationen, die mit Sicherheit geheim bleiben sollten, leidet und Nutzer abschreckt, die Angebote der Bahn anzunehmen.[95]

Die Fakten:

1,3 Millionen Euro hat die Deutsche Bahn an eine Agentur bezahlt, um etwas für ein besseres öffentliches Image zu tun.[95]

Bei Unternehmen sorgt die Marketingabteilung für die Vermarktung, auch die des Namens.

Der Bahn-Chef Dr. Rüdiger Grube hat, als raus gekommen ist das 1,3 Millionen Euro an eine PR Agentur bezahlt wurde, den Marketing Generalbevollmächtigten entlassen und eine Stellungnahme abgegeben:[95]

"Diese Form der PR-Maßnahmen lehne ich entschieden ab. Solche Aktivitäten sind mit dem Grundsatz eines transparenten und redlichen Dialogs mit der Öffentlichkeit in keiner Weise vereinbar. Ich werde umgehend im Unternehmen die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen, um auch hier den zugesagten Neubeginn in der Unternehmenskultur zu dokumentieren."[95]

Dennoch heißt es in einem Blog:

"Berlinpolis griff 2007 massiv in die Debatte um die Bahnprivatisierung ein – ebenso in den Tarifkonflikt zwischen der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Insbesondere publizierte die Denkfabrik mehrere Meinungsumfragen zur Bahnprivatisierung und zum GDL-Streik, die zu bahn freundlichen Ergebnissen führten und so in den Medien aufgegriffen wurden."[95]

Der Berliner PR-Firma European Public Policy Advisers (Eppa) sind die 1,3 Millionen Euro zugekommen. Diese PR-Firma hat wiederum die Berliner Agentur Berlinpolis beauftragt, Meinungsbeiträge und Umfragen für die Bahn zu machen, was sie allerdings abstreiten.[95]

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat nach einer Sonderprüfung auf Anraten des Bahn-Chefs herausgefunden, dass von 2.400 Beiträgen in den Spiegel-Bahnforen mindestens ein Viertel der Beiträge im verdeckten Auftrag der Bahn geschah. Mit dem Hintergrund den Bahn-Börsengang positiv aussehen zu lassen und die Forenteilnehmer gegen den Lokführerstreik aufzuwiegeln.[95]

Was bei diesem Beispiel klar wird, ist, dass heimliche Werbung und Forenmanipulation sicher nicht die geeigneten Wege sind, seinen Ruf zu verbessern. Wenn schon jemand bezahlt werden muss, um in einem Forum gute Einträge zu machen, ist es logisch zu fragen, warum die eigene PR das nicht auf "normalen" weg und mit Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten gemacht hat.[95]

Sicherlich ist es leichter einen digitalen "Makel" zu entfernen. Allerdings spricht die Radikale Transparenz mit der häufig dagegen. Aber eben nicht immer. Da alles raus kommt.

5.2.2 Whitsunday-Inseln in Queensland, Australien

Abbildung 20: Whitsunday-Inseln in Queensland, Australien
Abbildung 20: Whitsunday-Inseln in Queensland, Australien

Quelle: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-42153-12.html#backToArticle=622907

Ein Beispiel zu einer bisher vollkommen neuartigen Form des Online Reputation Management hat sich die australische Tourismusbehörde ausgedacht. Sie hat einen Online-Wettbewerb gestartet, in dem der Gewinner 150.000 Australische Dollar (80.000 EUR) Honorar dafür erhält, dass er ein halbes Jahr als Insel-Ranger auf den Australischen Whitsunday-Insel tätig ist. Zu seinen Aufgaben gehören Schnorcheln, Fischen, vielleicht mal den Pool reinigen, Sonnenbaden und täglich in einen Blog schreiben, der über sein Leben auf der Insel Hamilton berichtet.[96]

Die Tourismusbehörde erhofft sich mit dieser Aktion mehr Aufmerksamkeit für die Region und somit auch mehr Touristen. Womit sie allerdings nicht gerechnet haben, war der extreme Andrang. Innerhalb von zwei Tagen haben bereits 800.000 Interessierte die Webseite besucht und sie somit zum Absturz gebracht. Letztlich haben sich mehr als 34.000 Inselfans beworben, um den Zuschlag für den besten Job der Welt zu bekommen.[96]

"Dabei hat es im Lauf der australischen Ausschreibung zahlreiche Pannen gegeben. Zunächst brach die Internetseite für mehrere Tage zusammen, weil der Ansturm zu groß war, was viele potentielle Bewerber frustrierte. Dann mussten die Ausrichter zugeben, dass sie sich das populäre Video einer Frau, die sich ein Great-Barrier-Reef-Tattoo stechen lässt, selbst ausgedacht hatten."[96]

Gewonnen hat der 34-Jährige britischer Sozialarbeiter Ben Southall zu dessen Hobbys Bungee-Springen und Tauchen gehört. Seine Leidenschaft für Queensland und seine Fähigkeit sich Herausforderungen zu stellen, hat die Jury letztendlich überzeugt. Sein Arbeitsumfeld ist eine Villa auf Hamilton Island, die er am 1. Juli mit seiner Freundin beziehen wird. Das einzige was Ben noch fürchtet, ist, dass er den Erwartungen nicht gerecht wird, da seine Schwimmfähigkeiten vielleicht nicht ausreichend sind.[96]

Als letztes kam die Dolmetscherin Clare Wang aus Taiwan ins Rennen. Sie hat sich nicht, so wie alle anderen beworben, sondern wurde von dem Online-Wettdienst PinacleSports über das Internet ausgewählt. Ihre Video-Kurzvorstellung hat die meisten Votes von den Internet Nutzern erhalten. Sie kam unter die letzten 16, die dann auch die Insel kennen lernen durften und letzte Einstellungstests absolvieren mussten. Bei den Tests ging es um Schwimmwettbewerbe, schnorcheln und die Souveränität im Umgang mit den zahlreichen Medienvertretern. Auch eine deutsche Kandidatin, Mirjam Novak aus Erlangen, kam unter die letzten 16.[96]

Der große Erfolg des Wettbewerbs hat auch Taiwan angesprochen, die nun planen eine ähnliche Kampagne zu starten. Die Kampagne zielt darauf ab ihr Land für Touristen interessanter zu machen.[96]

5.2.3 Janet Aronica`s Virus

Abbildung 21: Computer-Virus
Abbildung 21: Computer-Virus

Quelle: http://www.lorm.de/2009/01/29/computer-virus-zerstoert-deinen-ruf-im-netz

Ein weiteres Beispiel handelt von Janet Aronica, die einen Virus auf Ihrer Festplatte hatte und sich darüber im ersten Moment nicht bewusst war. Janet ist jemand der aktiv am Social Networking teil nimmt. Sie hat Acconts bei flickr, LinkedIn, Twitter, tumblr und vielen anderen. So unbedarft wie Janet sich denn Communities angeschlossen hat, so geht es sicher vielen, die durch Freunde oder Kollegen animiert werden.[97]

Im Oktober 2008 hatte Janet Aronica einen Computer-Virus auf ihrem Rechner, der eine Mail an alle Kontakte sendete, die in ihrem Mail-Account existierten. Die Mail verbreitete sich schnell weiter, denn alle Empfänger der Mail hatten wiederum weitere Kontakte in ihrem Postfach, an die ebenfalls eine Mail gesendet wurde. Der Text sah in etwa so aus:[97]

“Hi my name is Mrs. Janet Aronica. You’ve won a bagillion quadzillion dollars. Please just send me your bank account number and pin so I can deposit the money in your account.”[97]

Übersetzt vom Betreiber der Seite.

„Hi, mein Name ist Mrs. Janet Aronica. Sie haben eine Quadrillion Dollar gewonnen. Bitte senden sie mir ihre Kontodaten inklusive PIN zu, damit ich das Geld auf ihr Konto einzahlen kann.“[97]

Diese Mail bekam die Autorin Jane Green und bloggte, dass eine gewisse Janet Aronica Leute abzocke. Als Janet ihren Namen bei Google suchte, fand sie diesen Eintrag auf Platz der Ergebnisliste. Sie schrieb Jane Green an, um alles klar zu stellen:

“Hi, I’m Janet Aronica. There is no Mrs. Janet Aronica. I had a virus in my email account and that is why you got this email. Sorry for any inconveinence that the email caused. I don’t want anything to do with your bank information, but I do want a job when I graduate. This post makes me look like a jerk, and I don’t want HR managers to think that if they Google my name and see this. Please delete this post.”[97]

Übersetzt vom Betreiber der Seite.

„Hi, mein Name ist Janet Aronica. Eine Mrs. Janet Aronica gibt es nicht. Ich hatte einen Virus in meinem E-Mail Account und darum haben sie diese E-Mail erhalten. Ich entschuldige mich für alle Unannehmlichkeiten, die ihnen dadurch verursacht wurden. Ich möchte mit ihren Bankdaten nichts zu tun haben, aber wenn ich meinen Abschluss habe, möchte ich einen Job kriegen. Dieser Artikel lässt mich nicht sehr gut aussehen und ich möchte nicht, dass jeder Personaler, der meine Bewerbung in die Hände bekommt, meinen Namen googelt und dies ließt. Bitte löschen sie diesen Beitrag.“[97]

Innerhalb kürzester Zeit hatte Janet eine Antwort von Jane, dass Sie den Eintrag löscht.[97]

Sicherlich ist das, was Janet passiert ist, eine Seltenheit und nicht repräsentativ für alle Dinge, die einem im Internet im Bezug auf Repuation Managment geschehen können. Es zeigt jedoch, dass durch äußere Einflüsse, die wir nicht steuern können oder nur bedingt, wir der Willkür einiger Computerviren-Ersteller ausgeliefert sind.[97]

5.2.4 Jimmy Wales Erbauer des WIKI

Abbildung 22: Jimmy Wales
Abbildung 22: Jimmy Wales

Quelle: http://valleywag.gawker.com/362730/wikipedia-creator-jimmy-wales-dumps-girlfriend-on-wikipedia

Das Beispiel von Jimmy Wales, dem Urvater von Wikipedia, zeigt, wie die Online-Präsenz der Reputation schaden kann. Jimmy Wales hat mit seiner Freundin über das Wiki-Portal Schluss gemacht. Daraufhin kam es zu einer Hetzkampagne gegen Ihn selbst.[98]

Es begann im Jahr 2006: Jimmy Wales wurde von Rachel Marsen, einer kanadischen Politikerin, angesprochen und gebeten, sich ihres Eintrags bei Wiki anzunehmen.

Wales gab Rachels bitten nach und schrieb:

"In den letzten Wochen hat sich zwischen uns ein persönliche Beziehung entwickelt und ich habe ihr[Rachel Marsden] angeboten mich mit ihr zu treffen und sie zu ihrem Online Auftritt zu beraten. Daher besteht zur Zeit ein Interessenkonflikt, der es mir nicht möglich macht, diesen Artikel zu editieren."[98]

Wahrscheinlich ging seine "Beratung" länger, da sie das washingtoner Hotelzimmer 24 Stunden nicht verlassen haben.[98]

Die beiden wurden ein Paar, bis Jimmy mit seiner Rachel Schluss gemacht hat. Und es in Wiki publizierte, ganz zum Leidwesen Rachels. Daraufhin hat Rachel aus Rache seine Kleidung bei E-Bay versteigert.[98]

"Hi, my name is Rachel and my (now ex) boyfriend, Wikipedia founder Jimmy Wales, just broke up with me via an announcement on Wikipedia. It was such a classy move that I was inspired to do something equally classy myself, so I’m selling a couple of items of clothing he left behind, here in my NYC apartment, on eBay. Jimbo was supposed to come visit me in a couple of weeks and pick up some of his stuff, but obviously that won’t be happening now."[98]

Jimmy Wales hätte sich sicher gewünscht, dass er weniger negative Aufmerksamkeit bekommt, da die Kritik auch auf sein Produkt Wiki und seinen geplanten Angriff auf den heiligen Suchgral von Google mit Wikia Search zurück fällt.[98]

5.2.5 Barrack Obama Online Wahlkamp

Abbildung 23: Barrack Obama
Abbildung 23: Barrack Obama

Quelle: http://www.thewashingtonnote.com/archives/2009/03/eric_schmidts_b

In der Politik wird Reputation Management vielseitig genutzt. Barrack Obama ist einer der ersten Senatoren, der auf Online-Reputation gesetzt hat. 2007 hat er seine Präsidentschaftskampagne mit eigenem Online-Video begonnen. Er ist einer der ersten Politiker, die sich im Social Network über Media-Profile auf Plattformen wie MySpace, LinkedIn, Facebook, Twitter und YouTube anmeldete, um sowohl Präsenz als auch Erreichbarkeit zu demonstrieren.[99]

Obamas Videopräsenz auf der Videoplattform Brightcove sprengte alle Statistiken. Jeder Besucher konnte das Video per Mail verschicken oder auf seiner Webseite einbinden. Die US-Demokraten haben rund 1.200 Online-Videos während des Wahlkampfes produziert. 1 1/2 Jahre nach dem Start seiner Präsidentschaftskampagne haben 58 Millionen Besucher seine Online-Videos gesehen. Sein Facebook-Profil wies mehr als 1,3 Millionen angemeldete Förderer auf, die ihn auch finanziell unterstützten.[99]

Seine Mitstreiter hingegen setzten immer noch auf Fernsehauftritte und klassische Medien Präsenz.[99]

Die neue amerikanische Regierung hat, laut Internetportal, den Anspruch, den Amerikaner die höchstmögliche Transparenz zu bieten, indem auf Obamas Seite die wöchentliche Ansprache gezeigt wird, seine Reisen mit Fotos und Berichten vorgestellt werden und aktuelle Geschehnisse im Weißen Haus publik gemacht werden. Die amerikanischen Bürger haben hier die Möglichkeit, Gesetzestexte zu kommentieren. Jeder Amerikaner kann somit an der Politik seines Landes teilhaben. Partizipation ist eines der Schlagwörter. Es besteht für die Bürger die Möglichkeit, durch die Abgabe ihres Kommentars Einfluss zu nehmen.[99]

6 Schlussbetrachtung

Die Motivationen sich im Internet zu präsentieren sind sehr vielschichtig. Dabei ist es illusorisch anzunehmen, dass Daten, die erstmal öffentlich zugänglich gemacht wurden, später wieder gelöscht werden können. Aus diesem Grund sollte sich jeder genau überlegen welche Informationen er im Internet preisgibt. In der Wirtschaftswoche vom 29.10.2007 wird angegeben, dass die Bedeutung der Online-Reputation zukünftig weiter zunehmen wird. Heutzutage hat jeder die Möglichkeit seine eigene Online-Reputation, mit einfachen Mitteln, zu beeinflussen. Die Antwort auf die Eingangsfrage, ob die eigene Online-Reputation für jeden wichtig ist, lautet also ganz eindeutig: Ja!

"Es dauert zwanzig Jahre, sich eine Reputation zu erwerben und fünf Minuten, sie zu verlieren. Wenn man das im Auge behält, handelt man anders."[100]

7 Fußnoten

  1. Vgl. Eck, Klaus: Karrierefalle Internet, Seite 246
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Vgl. Wieseneder, Susanna: Reputations Management, Seite 38-40
  3. Vgl. Wieseneder, Susanna: Reputations Management, Seite 41
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Vgl. Wieseneder, Susanna: Reputations Management, Seite 42-43
  5. 5,0 5,1 Vgl. Wieseneder, Susanna: Reputations Management, Seite 43-44
  6. 6,0 6,1 Vgl. Wieseneder, Susanna: Reputations Management, Seite 44-45
  7. 7,0 7,1 7,2 Vgl. Wieseneder, Susanna: Reputations Management, Seite 49-51
  8. Vgl. Mai, Jochen: „Schein wird Sein“, in: Wirtschaftswoche vom 29.10.2007
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 Vgl. Eck, Klaus: Karrierefalle Internet
  10. Vgl. Wagner, M.: Business Networking im Internet, 2004, S. 116-117
  11. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 65-66
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 Vgl. Wagner, M.: Business Networking im Internet, 2004, S.117
  13. 13,0 13,1 13,2 Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 67
  14. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 68.
  15. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 67-68
  16. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 159.
  17. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 163.
  18. 18,0 18,1 Vgl. URL: oV: http://www.yasni.de/index.php?action=help, oJ, oS, Stand 12.06.2009
  19. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 163
  20. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 164
  21. Vgl. oV: http://www.spock.com/do/signup/start, oJ, oS, Stand 12.06.2009
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 167
  23. Vgl. URL: oV: http://www.spock.com/about, oJ, oS, Stand 12.06.2009
  24. Vgl. oV: http://www.spock.com/do/signup/start, oJ, oS, Stand 12.06.2009
  25. Vgl. URL: oV: http://www.123people.de, oJ, oS, Stand 12.06.2009
  26. 26,0 26,1 26,2 Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 162.
  27. 27,0 27,1 27,2 27,3 Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 229
  28. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 230
  29. Vgl. URL: oV: http://technoratimedia.com/, oJ, oS, Stand 12.06.2009
  30. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 230
  31. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 233
  32. Vgl. Sauer, M.: Weblogs, Podcasting und Online-journalismus, 2006, S. 41-42
  33. Vgl. Sauer, M.: Weblogs, Podcasting und Online-journalismus, 2006, S. 42.
  34. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 234
  35. Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 164
  36. Vgl. URL: oV: http://www.spock.com/about, oJ, oS, Stand 12.06.2009
  37. Vgl. URL: http://www.datenschutz.de/recht/grundlagen, Stand 08.06.0009
  38. 38,0 38,1 38,2 38,3 38,4 38,5 Vgl. URL: http://www.bfdi.bund.de/cln_027/nn_530434/DE/Themen/GrundsaetzlichesZumDatenschutz/Einzelfragen/Artikel/Datenschutz.html, Stand 08.06.0009
  39. Vgl. URL: http://www.oecd.org/document/18/0,3343,en_2649_34255_1815186_1_1_1_1,00.html, Stand 08.06.0009
  40. Vgl. URL: http://www.coe.int/t/e/legal_affairs/legal_co-operation/Data_protection, Stand 08.06.0009
  41. Vgl. URL: http://www.coppa.org/coppa.htm, Stand 09.06.0009
  42. Vgl. URL: http://aspe.hhs.gov/admnsimp/pl104191.htm, Stand 09.06.0009
  43. Vgl. Müller, Klaus-Rainer: Handbuch Unternehmenssicherheit: Umfassendes Sicherheits-, Kontinuitäts- und Risiskomanagement mit System, Vieweg+Teubner Verlag, 2005, Seite 98-99
  44. Vgl. Lehnig, Kirsten: Der verfassungsrechtliche Schutz der Würde des Menschen in Deutschland und in den USA: Ein Rechtsvergleich, LIT Verlag, Berlin, Hamburg, Münster, 2003, Seite 193ff
  45. Vgl. URL: http://www.bfdi.bund.de/nn_530438/DE/EuropaUndInternationales/Art29Gruppe/Artikel/SafeHarbor.html, Stand 09.06.0009
  46. Vgl. URL: http://www.ftc.gov, Stand 09.06.0009
  47. Vgl. Genz, Alexander: Datenschutz in Europa und den USA: Eine rechtsvergleichende Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Safe-harbor-lösung, DUV Verlag, 2004, Seite 52-53
  48. 48,0 48,1 Vgl. URL: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31995L0046:de:HTML, Stand 09.06.0009
  49. Vgl. URL: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/site/de/oj/2006/l_105/l_10520060413de00540063.pdf, Stand 09.06.0009
  50. Vgl. §1 Absatz 1 Bundesdatenschutzgesetz
  51. Vgl. §186 Strafgesetzbuch
  52. Vgl. §187 Strafgesetzbuch
  53. Vgl. URL: http://www.prweb.com/releases/2005/03/prweb213516.htm, Stand 11.06.09
  54. Vgl. URL: http://www.google.de/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=35769, Stand 13.06.09
  55. Vgl. URL: http://www.lexikon-suchmaschinenoptimierung.de/spider.htm, Stand 13.06.09
  56. Vgl. URL: http://www.lexikon-suchmaschinenoptimierung.de/ranking-algorithmus.htm, Stand 13.06.09
  57. Vgl. A. Opuchlik (2006) E-commerce-strategie: Entwicklung und Einführung, BoD – Books on Demand, S.176
  58. Vgl. URL: http://www.lexikon-suchmaschinenoptimierung.de/m.htm, Stand 13.06.09
  59. Vgl. A. Opuchlik (2006) E-commerce-strategie: Entwicklung und Einführung, BoD – Books on Demand, S.177
  60. Vgl. URL: http://www.lexikon-suchmaschinenoptimierung.de/m.htm, Stand 13.06.09
  61. Vgl. URL: http://www.lexikon-suchmaschinenoptimierung.de/keyword.htm, Stand 13.06.09
  62. Vgl. A. Opuchlik (2006) E-commerce-strategie: Entwicklung und Einführung, BoD – Books on Demand, S.178
  63. Vgl. Yvonne von Bischopinck, Michael Ceyp (2007) Suchmaschinen-Marketing: Konzepte, Umsetzung und Controlling, Springer, S.199
  64. Vgl. J.Winkler (2007) Suchmaschinenoptimierung: So wird Ihre Website von den richtigen Besuchern gefunden, Franzis, S.17
  65. Vgl. URL: http://www.kraus-und-partner.de/1163/Networking, Stand 14.06.09
  66. Vgl. Uwe Scheler (2000) Erfolgsfaktor Networking, S.22
  67. Vgl. URL: http://www.stellenboersen.de/unternehmen/x/xing/070907networking-xing.html, Stand 13.06.09
  68. Vgl. URL: http://www.open-business-network.com/openbn/1254307-274,1,0.html, Stand 14.06.09
  69. Vgl. URL: http://www.myonid.de, Stand 12.06.09
  70. Vgl. URL: http://www.revolvermaenner.com, Stand 12.06.09
  71. Vgl. URL: http://www.guerilla-marketing-portal.de/index.cfm?menuID=87, Stand 12.06.09
  72. Vgl. URL: http://www.revolvermaenner.com/guerilla-marketing.html, Stand 12.06.09
  73. Vgl. URL: http://www.guerilla-marketing-portal.de/index.cfm?menuID=122, Stand 12.06.09
  74. Vgl. URL: http://www.revolvermaenner.com/viral-marketing.html, Stand 12.06.09
  75. Vgl. URL: http://www.revolvermaenner.com/evangelism-marketing.html, Stand 12.06.09
  76. Vgl. URL: http://www.revolvermaenner.com/seo-suchmaschinenoptimierung.html, Stand 12.06.09
  77. Vgl. URL: http://www.revolvermaenner.com/Reputation-Management.html, Stand 14.06.09
  78. 78,0 78,1 78,2 78,3 Vgl. URL: http://www.misterinfo.de/publish/werbung-und-marketing/den-unternehmenserfolg-mit-der-richtigen-werbeagentur-steigern, Stand 11.06.09
  79. Vgl. URL: http://www.ifm-bonn.org/index.php?id=99, Stand 11.06.09
  80. Vgl. Paul Alpar, Steffen Blaschke (2008) Web 2.0 - Eine empirische Bestandsaufnahme, S.19
  81. Vgl. Moritz Sauer (2006) Weblogs, Podcasting und Online-Journalismus, S.XX
  82. Vgl. URL: http://www.abseits.de/weblogs.html#weblogs Stand 14.06.09
  83. Vgl. Moritz Sauer (2006) Weblogs, Podcasting und Online-Journalismus, S.XXI
  84. Vgl. URL: http://wellman.uni-trier.de/index.php?title=Arten_von_Weblogs Stand 14.06.09
  85. Vgl. Moritz Sauer (2006) Weblogs, Podcasting und Online-Journalismus, S.XXI
  86. Vgl. URL: http://www.pixelplaner.com/de/service/glossar/index.html#down_w Stand 14.06.09
  87. Vgl. URL: http://blogretrieval.wordpress.com/blogglossar/ Stand 14.06.09
  88. Vgl. URL: http://www.quickdict.de/showlat.php/8747_lat_de_forum.html, Stand 14.06.0009
  89. Vgl. Stieglitz, Stefan: Steuerung virtueller Communities, Seite 49
  90. Vgl. URL: http://www.kleines-lexikon.de/w/u/usenet.shtml, Stand 14.06.0009
  91. Vgl. URL: http://www.familie-im-web.de/familie/cyberlernen/internet/u/usenet.html, Stand 14.06.0009
  92. Vgl. URL: http://www.it-academy.cc/glossar/U/1907/Usenet.html, Stand 14.06.0009
  93. Vgl. URL: http://www.kbx.de/help/faq/intro/, Stand 14.06.0009
  94. Vgl. Stieglitz, Stefan: Steuerung virtueller Communities, Seite 95
  95. 95,0 95,1 95,2 95,3 95,4 95,5 95,6 95,7 Vgl. URL: http://klauseck.typepad.com/prblogger/2009/06/bahnpr.html?cid=6a00d8341c2d6d53ef01156fc303a1970c
  96. 96,0 96,1 96,2 96,3 96,4 96,5 Vgl. URL: http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,622907,00.html, Stand 13.06.2009
  97. 97,0 97,1 97,2 97,3 97,4 97,5 97,6 97,7 Vgl. URL: http://janetaronica.com/2009/01/24/google-yo-name-son
  98. 98,0 98,1 98,2 98,3 98,4 98,5 Vgl. URL: http://www.lorm.de/2008/03/07/wie-wikipedia-gruender-jimmy-wales-seine-eigene-reputation-zerstoert-hat
  99. 99,0 99,1 99,2 99,3 Vgl. Eck, K.: Karrierefalle Internet, 2008, S. 138.
  100. Vgl. URL: http://www.firstdayblack.com/1004/die-52-besten-zitate-von-warren-buffet, Zitat 14

8 Literatur- und Quellenverzeichnis

Eck (2008) Eck, Klaus: "Karrierefalle Internet", Carl Hanser Verlag, München, 2008
Wieseneder (2006) Wieseneder, Susanna: "Reputations Management", Carl Hanser Verlag, München, Wien, 2006
Wagner (2004) Wagner, Martin: "Business Networking im Internet", Auflage 1, Gabler Verlag, 2004
Sauer (2006) Sauer, Moritz: "Weblogs, Podcasting und Online-journalismus", Auflage 1, O'Reilly, 2006
Mai (2007) Mai, Jochen: "Schein wird Sein", in: Wirtschaftswoche vom 29.10.2007
Müller (2005) Müller, Klaus-Rainer: Handbuch Unternehmenssicherheit: "Umfassendes Sicherheits-, Kontinuitäts- und Risiskomanagement mit System", Vieweg+Teubner Verlag, 2005
Lehnig (2003) Lehnig, Kirsten: "Der verfassungsrechtliche Schutz der Würde des Menschen in Deutschland und in den USA: Ein Rechtsvergleich", LIT Verlag, Berlin, Hamburg, Münster, 2003
Genz (2004) Genz, Alexander: "Datenschutz in Europa und den USA: Eine rechtsvergleichende Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Safe-harbor-lösung", DUV Verlag, 2004
Weigend (2009) Weigend, Thomas: "Strafgesetzbuch", DTV-Beck Verlag, Auflage: 46., (2009)
Gola, Schomerus, Klug (2007) Gola, Peter; Schomerus, Rudolf; Klug, Christoph: "Bundesdatenschutzgesetz", Beck Juristischer Verlag, Auflage: 9., überarbeitete und ergänzte Auflage. 5. Juli 2007
Stieglitz (2008) Stieglitz, Stefan: "Steuerung Virtueller Communities: Instrumente, Mechanismen, Wirkungszusammenhänge", Gabler Verlag, 2008
Opuchlik (2006) Opuchlik , Adam: "E-Commerce-Strategie: Entwicklung und Einführung", Books on Demand Verlag, 2006
Scheler (2000) Scheler, Uwe: "Erfolgsfaktor Networking", Campus Sachbuch Verlag, 2000
Winkler (2007) Winkler, Jan: "Suchmaschinenoptimierung", Franzis Verlag, 2007
Bischopinck, Ceyp (2007) Bischopinck, Yvonne von; Ceyp, Michael : "Suchmaschinen-Marketing: Konzepte, Umsetzung und Controlling", Springer Verlag, 2007
Alpar, Blaschke (2008) Alpar, Paul; Blaschke, Steffen: "Web 2.0 - Eine empirische Bestandsaufnahme", Vieweg+Teubner Verlag, 2008
Sauer (2006) Sauer, Moritz: "Weblogs, Podcasting und Online-Journalismus", O'Reilly Verlag, 2006
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ohne Verfasser o.V.: "COPPA - Children's Online Privacy Protection Act", http://www.coppa.org/coppa.htm, Stand 09.06.0009
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