Marktüberblick und Vergleich freier CMS

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Dortmund
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Content Management Systeme
Autor(en): Kristian Augustin, Tobias Braun, Peter Christiani, Stephan Serger
Studienzeitmodell: Tagesstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 4
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

AbkürzungBedeutung
CCKContent Construction Kit
CD/CICorporate Design/Corporate Identity
CMSContent-Management-System
CSSCascading Style Sheets
CSVComma-Separated Values
GPLGeneral Public License
HTMLHypertext Markup Language
PHPHypertext Preprocessor
RTERich-Text-Editor
SSLSecure Sockets Layer
UTF-88-Bit Unicode Transformation Format
URL Uniform Resource Locator
WYSIWYGWhat you see is what you get
XMLExtended Markup Language

2 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
1Definition von Bereichen eines Content-Management-Systems
2Begriffserläuterung von "Content" in seinen verschiedenen Stufen
3Aufteilung von Content in seine Kernbestandteile
4Content Life Cycle

3 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr.Quelle
1Festlegung des Zielsystems
2Gewichtung des Zielsystems
3Zielerträge Grundfunktionalitäten Joomla!
4Zielerträge Erweiterte Funktionalitäten Joomla!
5Zielerträge Kosten Joomla!
6Zielerträge Weiterentwicklungen Joomla!
7Zielerträge Grundfunktionalitäten Drupal
8Zielerträge Erweiterte Funktionalitäten Drupal
9Zielerträge Kosten Drupal
10Zielerträge Weiterentwicklungen Drupal
11Modulübersicht von Typo3 im Grundzustand
12Zielerträge Grundfunktionalitäten Typo3
13Zielerträge Erweiterte Funktionalitäten Typo3
14Zielerträge Kosten Typo3
15Zielerträge Weiterentwicklungen Typo3
16Zielerträge Grundfunktionalitäten Wordpress
17Zielerträge Erweiterte Funktionalitäten Wordpress
18Zielerträge Kosten Wordpress
19Zielerträge Weiterentwicklungen Wordpress
20Skalierung der Zielerträge
21Nutzwertanalyse Überblick

4 Einleitung

4.1 Problemdarstellung

In der heutigen Zeit dominiert das Internet die Geschäftswelt. Hier müssen eine Vielzahl von Informationen, Dokumenten und Geschäftsprozessen betrachtet, abgebildet und verfügbar gemacht werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und eine ständige und einfache Verfügbarkeit von Informationsaufnahme und -weitergabe zu gewährleisten, wurden sog. CMS (Content-Management-Systeme) entwickelt.[1]

Wie das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation schon seit langem beobachtet, wächst die Nachfrage an entsprechenden Systemen rapide und damit auch die Zahl der Anbieter entsprechender Software-Lösungen[2]. Durch die hohe Nachfrage wachsen sowohl der Funktionsumfang als auch die charakteristischen Merkmale eines CMS stark. Diese können in die Bereiche Content, Management-Prozesse, Systeme und Integration aufgegliedert werden.[3]

Definition von Bereichen eines Content-Management-Systems
Definition von Bereichen eines Content-Management-Systems[4]

Die daraus resultierende Systemvielfalt ist für potentielle Nutzer kaum bis gar nicht zu überblicken. Da sich zudem der Funktionsumfang und Zweck, für den ein bestimmtes CMS entwickelt wurde, mitunter deutlich unterscheiden, sind gezielte Vergleiche vonnöten.

4.2 Zielsetzung

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, eine Marktübersicht bzw. einen Vergleich freier webbasierter CMS zu schaffen. Dies soll anhand für CMS typischen Charakteristiken und Funktionen, beispielsweise der Nutzung von Vorlagen, der Rechte- und Rollenverwaltung oder dem Sicherheitsaspekt geschehen. Die Aufzählung und Erläuterung der Funktionen für ein System werden im Vorfeld allgemeingültig betrachtet. Dadurch soll ein Überblick zu den Standards der jeweiligen Möglichkeiten geschaffen werden. Die Kriterien werden dann exemplarisch für vier Systeme aufgegriffen und verglichen: Joomla!, Drupal, Typo3 und Wordpress. Anhand dieser Systeme können auch Anforderungsaspekte verglichen werden, die bei allgemeinen Überlegungen kaum fassbar sind, wie z. B. Hardware, Support, Service und Weiterentwicklung. Zusammenfassend soll durch eine Nutzwertanalyse gezeigt werden, welches der untersuchten Systeme nach den hier gewählten Gesichtspunkten als derzeitiger Marktführer gesehen werden kann.

4.3 Aufbau

Die Arbeit gliedert sich in drei Schwerpunkte und wird von einer Nutzwertanalyse als Vergleichs- und Bewertungsmethode getragen. In Kapitel 5 werden die grundlegenden Begrifflichkeiten im Bezug auf frei am Markt erhältliche Content-Management-Systeme erläutert, was "freie Software" bedeutet, wie sich Content (engl. für "Inhalt") im Detail definiert und welchen Zweck und welche Merkmale eine Nutzwertanalyse aufweist.

Kapitel 6 greift den fachlichen Schwerpunkt auf, die Beschreibung des Zielsystems der Nutzwertanalyse und die allgemeine Definition und Gewichtung der betrachteten CMS-Eigenschaften. Anschließend werden diese Eigenschaften in den einzelnen Systemen verglichen und bewertet. Den Abschluss bilden eine Übersicht sowie die Erläuterung des Untersuchungsergebnisses.

Die Schlussbetrachtung rundet die Untersuchung ab, stellt das Fazit der Studie dar und gibt einen Ausblick auf die kommende Entwicklung sowie deren Möglichkeiten und Risiken für den technischen als auch den operativen Einsatz in Unternehmen.

5 Begriffsdefinitionen

5.1 Freie Software

Da alle der im Kapitel 6.3 betrachteten CMS insofern als "freie Software" definiert sind, dass sie der GNU GPL (General Public License) unterliegen, wird diese hier als Grundtyp freier Software gehandelt und definiert. Anschließend wird kurz auf die Unterschiede zu anderen, freien Lizenzmodellen eingegangen, um die Besonderheit der GPL als Open-Source-Software herauszustellen.

5.1.1 GNU General Public License

Die GPL gilt als die bekannteste und weit verbreitetste Form von Open-Source-Softwarelizenz und bildet gleichzeitig die Grundlage für die meisten anderen Open-Source-Softwarelizenzen. Entworfen und herausgegeben von der Free Software Foundation, trägt die aktuellste Version der GPL die Nummer 3.0 und wurde im Juni 2007 veröffentlicht. Sie ist allerdings bis heute nicht annähernd so verbreitet wie die 1991 erschienene Version 2.0.[5] Aufgrund dessen, dass alle in Kapitel 6.3 betrachteten CMS der Version 2.0 unterliegen, wird diese im Folgenden näher betrachtet.

Ziffer 0 der GPL legt fest, dass diese auf jedes Programm anwendbar ist, in dem der Rechteinhaber auf die Geltung der GPL hinweist. Weiter werden hier Begrifflichkeiten definiert, welche verschiedene Entwicklungszyklen von Open-Source-Software beschreiben. So beschreibt "Program"[6] das unveränderte Open-Source-Software Programm zum Zeitpunkt einer Lizenzübergabe eines Lizenzgebers an einen neuen -nehmer. Nimmt dieser Veränderungen am Programm vor, wird dieses Programm als "work based on the Program"[7] bezeichnet.[8] Ziffer 1 beschreibt, dass die Weitergabe von Software, Quelltexten und dessen Kopien unter den Bedingungen genehmigt ist, dass jede folgende Weitergabe einen Copyright-Vermerk sowie einen Haftungsausschluss beinhalten muss. Außerdem wird festgelegt, dass die Software als solche kostenfrei zur Verfügung gestellt werden muss. Es dürfen lediglich Gebühren für Zusatzleistungen, Wartung oder das Anfertigen der Kopien in Rechnung gestellt werden. Ziffer 2 stellt einen für Open-Source-Software charakteristischen Teil der GPL dar. Hierin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Lizenznehmer das Recht hat, die Software in Gänze zu verändern. Weiter findet hier das sog. Copyleft Erwähnung, welches sich durch seine strenge Formulierung von vielen abgeleiteten Open-Source-Softwarelizenzen unterscheidet. Das Copyleft der GPL verlangt, dass jede der GPL unterliegende Software bei der Weitergabe an einen neuen Lizenznehmer wiederum ausschließlich der GPL unterliegt. Dies wird von Ziffer 6 nochmals betont und um die explizite Formulierung erweitert, dass der Lizenznehmer keinen weiterreichenden Restriktionen unterliegen darf als der Lizenzgeber: "You may not impose any further restrictions on the recipients' exercise of the rights granted herein."[9] Bei Nichtbeachtung dessen erfolgt umgehend ein in Ziffer 4 beschriebener Verlust des Lizenzrechts für den Lizenzinhaber, wonach er nicht mehr zur Verwendung, Weitergabe oder Veränderung der Software berechtigt ist. Ziffer 3 regelt u. a. ergänzend, dass die Quelltexte mit der Software ausgeliefert werden, oder jederzeit auf Wunsch des Lizenznehmers nachreichbar sein müssen. Ziffer 5 beschreibt den Umstand, dass ein Vertragsabschluss implizit zustande kommt, wenn ein potentieller Lizenznehmer die Software verwendet. Er erklärt sich so mit den Bedingungen der GPL einverstanden. Der Umgang mit Patentfragen ist unter Ziffer 7 geregelt. Ziffer 8 und 9 erläutern das Vorgehen der Free Software Foundation in Bezug auf neue Versionen. Es ist eine definierte Versionsnummer oder den Terminus "any later version"[10] bei Lizenzverweisen auf die GPL zu verwenden, um Software z. B. durch Letzteres immer automatisch unter der neusten Version der GPL zu lizenzieren. Der Umgang mit Situationen, in denen es nötig sein mag, Teile von unter der GPL lizenzierter Software in anderen freien Programmen zu verwenden, wird in Ziffer 10 beschrieben. Ziffer 11 und 12 schließen jegliche Form von Gewährleistung und Garantie sowie die Haftung des Lizenzgebers gegenüber dem Lizenznehmer aus, sofern nicht anders durch geltendes Recht vorgeschrieben.[11] Da die GPL in den USA ihren Ursprung hat, wurde sie auch vor dessen rechtlichem Hintergrund formuliert und veröffentlicht. Daher ist ihre Verwendung in Verbindung mit dem deutschen Recht nicht unumstritten.[12] Obwohl eine ursprünglich von der S.u.S.E. GmbH in Auftrag gegebene und nachträglich überarbeitete deutsche Fassung der GPL existiert, gibt es diesbezüglich keine Verbindlichkeit, was bedeutet, dass nur die englische Originalversion "[...] eine rechtsgültige Festlegung der Bedingungen für die Weitergabe von Software [...]"[13] bietet.

5.1.2 Abgrenzung zu anderen kostenfreien Lizenzmodellen

Neben der GPL existiert eine Fülle anderer Open-Source-Software Lizenzen. Die Betrachtung solcher ergibt, dass sich diese meist darin unterscheiden, welche Rechte der Lizenznehmer an veränderten Versionen der Software hat. So besagt beispielsweise die Mozilla Public License, dass der Quelltext bei Änderungen bestehender Dateien preisgegeben werden muss, Erweiterungen von Funktionalitäten durch neue Dateien aber keiner Offenlegung bedürfen.[14] Neben Open-Source-Software Lizenzen existieren andere kostenfreie Lizenzmodelle, welche beachtenswerte Unterschiede zur GPL aufweisen. Die der Open-Source-Software ähnlichste Form von freier Software ist die Public-Domain-Software, welche ebenfalls die vollkommen freie und unentgeltliche Nutzung der Software gestattet, allerdings meist keine Bereitstellung des Quelltextes beinhaltet und somit auch keine Veränderung der Software durch den Lizenznehmer ermöglicht. Des Weiteren gibt es die sog. Freeware, welche dem Lizenznehmer zwar die vollkommen freie und uneingeschränkte Nutzung der Software erlaubt, die Veränderung dieser jedoch ausdrücklich untersagt. "Zahlreiche Softwarefirmen verwenden Freeware dazu, um auf ihre übrigen Produkte aufmerksam zu machen oder sich eine starke Marktposition zu sichern."[15] Shareware ähnelt diesem Lizenzmodell, dient aber in erster Linie dem Effekt, potentiellen Kunden das Testen der Software zu ermöglichen. Software, die als Shareware gehandelt wird, kann meist nur für einen definierten Zeitraum oder in beschränktem funktionalem Umfang genutzt werden.[16]

5.2 Content

Der Begriff "Content" wird im Zusammenspiel mit Content-Management-Systemen häufig falsch interpretiert. Um dem vorzubeugen, wird der Begriff zunächst auf globaler Ebene erklärt, bevor er im Kontext des CMS definiert wird.

"In der Betriebswirtschaftslehre findet das Begriffstupel Daten, Informationen und Wissen u. a. seit der Arbeit von WITTMANN und der dort enthaltenen Definition für Informationen immer wieder Beachtung."[17] Teilweise wird das Tupel um die Punkte Content (im allgemeinen Sinne), Assets (engl. für Anlage/Vermögen) und Wissen erweitert. Daten stellen die unterste Ebene in der Informationsverwaltung dar. Sie werden als einzelne Bits und Bytes, als Buchstaben oder Pixel definiert und können strukturiert oder unstrukturiert sein. Anders als auf der nächsthöheren Ebene sind diese Daten nicht interpretierbar. Informationen werden aus zusammengesetzten und geordneten Daten gebildet. Sie können zusammenhangslos sein oder in einem gewissen Kontext einen erweiterten Sinn ergeben.[18] "Je nach Betrachtungswinkel [...] hat die Information [...] eine ganz unterschiedliche Bedeutung. Der Informationsgehalt ist ein und derselbe."[19]

Als Content werden zu Objekten zusammengesetzte Informationen oder Austauschgegenstände bezeichnet. Diese liegen in einer Form vor, in welcher sie mit anderen Nutzern geteilt und weitergegeben werden können. Unerheblich dabei ist, ob der weitergegebene Content einen Mehrwert für den Empfänger darstellt. Bewirkt der Content einen Mehr- oder Nutzwert wird von einem sog. "Asset" gesprochen. Ein Asset bietet dem Nutzer meist einen so hohen Wert, dass er bereit ist, dafür zu zahlen oder andere Gegenleistungen darzubieten.[20]

"Unter Wissen sind Informationen als Bestandteil des individuellen menschlichen Bewusstseins zu verstehen. Wissen besteht demnach aus subjektiv interpretierten und bewerteten Informationen, die erst durch die individuelle Verknüpfung mit anderen Informationen ihren speziellen Wissenscharakter erhalten."[21] Da Wissen aus allen Arten von Content abgeleitet werden kann, steht dieser nicht in einer Reihen-/Rangfolge von Content.

Begriffserläuterung von Content in seinen verschiedenen Stufen
Begriffserläuterung von Content in seinen verschiedenen Stufen[22]

Für ein CMS wird Content generell in die drei Bestandteile Darstellung, Inhalt und Struktur zerlegt, welche in Kernbestandteile dargestellt sind.[23] "Besonders dann, wenn Informationen nicht nur für das menschliche Auge bestimmt sind, sondern auch zur automatisierten Weiterverarbeitung (Source Multiple Media) oder Weiterverwendung (Syndication) eingesetzt werden, führt dies zwangsläufig zu einer Zerlegung und separaten Datenhaltung dieser drei wesentlichen Bestandteile."[24]

Aufteilung von Content in seine Kernbestandteile
Aufteilung von Content in seine Kernbestandteile[25]

5.3 Content Management

"Content Management beschreibt die Planung, Verwaltung, Steuerung und Koordination aller Aktivitäten, die auf den Content und dessen Präsentation in Unternehmen abstellen."[26] Die Notwendigkeit zur Verwaltung des Contents ergibt sich aus der oft kaum zu überschauenden Fülle an Informationen. Eine Unterscheidung in Assets und Datenmüll wird ohne entsprechendes Management schwierig. Weiterhin können Informationsobjekte an mehreren Stellen gleichzeitig verwendet worden sein. Ohne eine koordinierte Verwaltung sind alle (Seiten-) Effekte von Änderungen kaum zu überblicken.[27] Dabei ist Content Management deutlich von Content Management Systemen abzugrenzen. Eine effektive Verwaltung von Content ist auch ohne die Unterstützung von Software möglich.[28] Im Normalfall wird jedoch ein Mischsystem zu finden sein. Obwohl eine volle Integration des Content Managements in ein IT-System auf Dauer die Effizienz steigern und Kosten senken kann, ist die Frage nach dem Sinn dieses Schrittes nur im Einzelfall entscheidbar.[29] Zwar kann Content Management nicht redaktionelle oder gestalterische Arbeit verrichten und noch viel weniger die Relevanz von Content beurteilen. Es schafft aber die Voraussetzungen, um diese Aufgaben effizient zu gestalten. Damit erzeugt es keine direkte Wertschöpfung, legt aber die Basis für eine solche. Kommen Möglichkeiten zur monetären Bewertung des Contents hinzu, sowie zur Erfassung der Weitergabe desselben, wird von Asset Management gesprochen.[30] Content Management kann keinesfalls mit Knowledge Management gleichgesetzt werden, sondern ist nur ein kleiner Teil davon, da beim Knowledge Management der Wissen liefernde und strukturierende bzw. empfangende Mensch im Mittelpunkt steht[31].

Content Management sollte folgendes als konzeptionelle Modelle enthalten. Organisation und Rollen, d. h. Zuweisung von Rollen an jeden Beteiligten, um Zugriffe auf bestimmte Bereiche oder Aufgaben zu beschränken. Zum Beispiel die Rolle Autor zur Erstellung neuer Inhalte oder Lektor zur Überprüfung und gegebenenfalls auch Freigabe des neuen Contents. Aufgabe als Aufzählung aller Aktivitäten im Content Management. Prozess, womit gemeint ist, dass entsprechend des Aufgabenmodells Abläufe und die Wege der Informationsweitergabe definiert werden. Diese können sowohl intern zwischen den Angestellten als auch extern gegenüber Kunden gelten. Information als Beschreibung der Gliederung des Contents. Technik mit der Definition der technischen Basis des Content Managements, speziell, wenn ein CMS eingesetzt wird. Weiterhin auch allgemeine Vorgaben, zum Beispiel zum Aufbau von Dokumenten. Und letztlich Benutzer, womit gemeint ist, dass Vorgaben und Mechanismen vorhanden sind, mit deren Hilfe neue Nutzer des Content Managements schnell an ihre Aufgaben herangeführt werden können oder bereits eingearbeiteten Anwendern Hilfe bei ihrer Arbeit geboten wird. Es werden Schulungsmaßnahmen und Arbeitsbeschreibungen wie grundlegende Definitionen oder Abläufe zusammengefasst.[32]

5.4 Content Management Systeme

Christ stellt heraus, dass unter Content Management (Systemen) in der Literatur und der direkten Anwendung in der Regel das Verwalten von Webseiten gemeint ist[33]. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf ebendiesen Systemen. Berchtenbreiter unterscheidet zwischen statischen und dynamischen CMS: Erstere erkaufen Schnelligkeit durch einen Mangel an Aktualität. Zweitere generieren die anzuzeigende Seite erst im Moment des Zugriffs und stellen, wenn auch etwas langsamer, den letzten Stand zur Verfügung.[34] "Content Management Systeme (CMS) sind Anwendungen, die das Erstellen, die Kontrolle, die Freigabe, die Publikation, die Archivierung und die Individualisierung von Inhalten [...] ermöglichen."[35] Dabei werden zum einen technische Grundlagen zum Speichern, Sichern und Veröffentlichen geschaffen, zum anderen wird verschiedenen Personengruppen über ein Rollenmodell die Arbeit an dem Content mit speziellen Berechtigungen wie "neu erstellen, freigeben" usw. ermöglicht. Der Content wird einem Lebenszyklus unterworfen. Es können Wege bestimmt werden, die zwischen Erstellung und Veröffentlichung zu beschreiten sind sowie das Verfahren für Informationen nach der Veröffentlichung und dem Verfall des Informationsgehalts. Hier ist eine Archivierung oder endgültige Löschung denkbar.[36] Zudem sollte der Funktionsumfang eines CMS um Import-/Exportschnittstelle und Versionierung ergänzt werden. Besondere Anforderungen an ein CMS stellt die Suchfunktion, mit deren Hilfe große Mengen Content nach gemeinsamen Aspekten durchsucht werden können sollten. Benötigt wird ein sog. Stemmer, der jedes Wort auf seine Grundform zurückführen kann, um auch dekliniert vorliegende Begriffe bearbeiten zu können, weiterhin ein Synonymverzeichnis, um Content in einem Sinnzusammenhang finden zu können, sowie - falls mehrsprachiger Content durchsucht werden soll - ein Übersetzungsverzeichnis. Für die englische Sprache existiert ein Stemmer-Algorithmus. Da es einen solchen für die deutsche Sprache nicht gibt, können Suchstichworte nur in Grundformen angelegt werden. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch eine akkurate Stop-Liste, die Worte einer Sprache definiert, die bei der Suche zu überspringen sind, z. B. im Deutschen "der" oder "die".[37]

5.5 Content Life Cycle

Unter dem Begriff Content Life Cycle wird der Lebenszyklus von Content verstanden. Jeder Content durchläuft dabei bestimmte Schritte (vgl. Content-Life-Cycle) von der Entstehung bis zur Eliminierung.[38] "Hervorzuheben ist die Tatsache, dass aus dem Content, der den gesamten Zyklus durchlaufen hat, durch die Nutzung neuer Content entsteht, der wiederum generiert werden und in den Kreislauf eingehen kann."[39]

Content Life Cycle
Content Life Cycle[40]

Im ersten Schritt, der Generierung, wird der Content von Redakteuren oder Autoren gesammelt und erzeugt. Teilweise werden Daten auch erst als Content identifiziert. Danach folgt die Organisation aus den vorhandenen Teilstücken. Sie werden indexiert, gefiltert und in die richtige Form gebracht, bevor sie in Schritt 3 für den Kontext aufbereitet und verfeinert werden. Die Distribution beschreibt einen Liefer- oder Freigabemechanismus, auch Workflow genannt, der zur Kontrolle von neuem Content dient. Dieser steht anschließend dem Nutzerkreis zur Verfügung, der ihn für die entsprechenden Zwecke nutzt oder erweitert. Am Ende steht die Content-Reduzierung, welche als Archivieren oder Löschen gekennzeichnet wird. Aus dem Verbund der letzten zwei Schritte entsteht teilweise neuer Content, der den Content Life Cycle wieder durchläuft.[41]

5.6 Nutzwertanalyse

Eine "Nutzwertanalyse ist die Analyse einer Menge komplexer Handlungsalternativen mit dem Zweck, die Elemente dieser Menge entsprechend den Präferenzen des Entscheidungsträgers bezüglich eines multidimensionalen Zielsystems zu ordnen."[42] Die Nutzwertanalyse ist damit ein Instrument zur Unterstützung von Entscheidungen, wenn aus mehreren Möglichkeiten die am besten geeignete bzw. die mit dem meisten Nutzen verbundene ausgewählt werden soll. Die Analyse erfolgt in vier Schritten, dabei werden multiple Kriterien berücksichtigt.[43] Die Nutzwertanalyse ist im angloamerikanischen Sprachraum als Scoring-Modell bekannt[44].

Im ersten Schritt wird das Zielsystem festgelegt. Hierfür gibt es keine festen Regeln, es sollten jedoch nach Möglichkeit alle Ausprägungen erfasst werden, die für die Entscheidung von Bedeutung sind. Weiterhin müssen zu den gewählten Ausprägungen Zielkriterien formulierbar sein. Es sollte die Möglichkeit zur Aufgliederung bzw. Zusammenfassung bestehen und keine Überschneidung oder Wiederholung auftreten. Z. B. könnten bei der Auswahl einer Software die Funktionen, die für den Einsatz benötigt werden oder dem Stand der Technik entsprechen, als Zielkriterien für die Nutzwertanalyse herangezogen werden. Die Ermittlung kann top-down oder bottom-up erfolgen. Das heißt, es werden allgemeine Ziele so weit wie nötig aufgegliedert oder sehr spezielle Anforderungen zusammengefasst. Ein geeigneter Grad von Aufsplittung oder Zusammenfassung ist erreicht, wenn jedem Zielkriterium ein Zielertrag zugeordnet werden kann.[45] Bendisch et al. nehmen die Gewichtung des Zielsystems bei dessen Festlegung vor. Diesem Ansatz folgt auch die vorliegende Arbeit. Die Gewichtung bewirkt, dass Kriterien mit besonderer Bedeutung auch entsprechend stärker berücksichtigt werden. Hierzu werden Kriterien mit Prozentwerten versehen, die in der Summe 100 ergeben.[46] Die Zuordnung der Zielerträge zu den Zielkriterien wird im zweiten Schritt für alle zur Auswahl stehenden Systeme vorgenommen. Dabei beschreibt ein Zielertrag, inwiefern das entsprechende Zielkriterium erfüllt wird.[47] Ginge es zum Beispiel bei Telefonen um die Größe des Speichers als Kriterium, würde die Bewertung mit Begriffen wie "minimal", "ausreichend" oder "sehr groß" getroffen werden können. Im dritten Schritt folgt die Umsetzung der Zielerträge in Zielwerte mittels Skalierung und Gewichtung. Skalierung bedeutet in diesem Zusammenhang, eine Vergleichbarkeit der Kriterien herzustellen, da die Bewertung in verschiedenen Dimensionen erfolgt ist, z. B. "hoch" für Kosten oder "schnell" für Arbeitsgeschwindigkeit. Dazu gilt es, Umsetzungsregeln zu schaffen, die jede Bewertung auf die gewählte einheitliche Skala abbildet. Es können nominale, kardinale und ordinale Skalen zum Einsatz kommen.[48] Konkret werden die Zielwerte ermittelt, indem für jedes Kriterium der laut Skala ermittelte Punktwert gewichtet wird. Hat ein Kriterium zum Beispiel 5 Punkte erreicht und wird dieses mit 50 % gewichtet, ergibt sich ein Zielwert von 2,5. Je nach gewählter Skala stehen im vierten Schritt unterschiedliche Möglichkeiten zur Wertsynthese zur Verfügung. In dieser Arbeit findet eine Rangordnungssummenregel Verwendung. Das bedeutet die Addition aller errechneten Zielwerte. Da mit einer aufsteigenden Skala gearbeitet wird, stellt das System mit dem höchsten Wert die beste Alternative dar.[49] Eine Sensitivitätsanalyse kann bei nahe beieinander liegenden Ergebnissen durch Veränderungen der Gewichtung Klarheit bringen.[50] Die Kritik an der Nutzwertanalyse bezeichnet auch gleichzeitig ihre größte Stärke. Zwar gibt es keine festen Regeln, nach denen die Inhalte festgelegt werden. Aber gerade dieser Prozess erzeugt Diskussionsbedarf und bewirkt eine intensive Auseinandersetzung mit der Problematik. Damit entstehen gesicherte und gut nachvollziehbare Erkenntnisse.[51]

6 Nutzwertmodell

6.1 Festlegen des Zielsystems

Bei der Festlegung des Zielsystems wurde zwischen Grundfunktionalitäten unterschieden, die die wesentlichen Aufgaben des CMS zusammenfassen, erweiterten Funktionalitäten, die für eine sinnvolle Nutzung zwar nicht unabdingbar sind, die Arbeit mit dem System jedoch stark unterstützen können, anfallenden Kosten bei Einführung und Betrieb, sowie Formen der Weiterentwicklungen.

Festlegung des Zielsystems
A. Grundfunktionalitäten B. Erweiterte Funktionalitäten C. Kosten D. Weiterentwicklung
1. Contentarten und -funktionen 1. Mehrsprachigkeit 1. Investitions- und Integrationskosten 1. Updates
2. Template-Technologie 2. Rechtschreibprüfung 2. Betriebs- und Wartungskosten 2. Neue Module
3. Rechte- und Rollenverwaltung 3. Suchmaschinenoptimierung
4. Workflowmanagement 4. Import-/Exportfunktionalität
5. Technologie und Sicherheit
6. Suche
7. Erweiterbarkeit


6.1.1 Grundfunktionalitäten

Dieses Kapitel beschreibt die für die Nutzwertanalyse festgelegten Grundfunktionalitäten, die ein CMS erfüllen sollte.

6.1.1.1 Contentart und -funktionen

Gleich zu Anfang dieses Kapitels bedürfen Contentarten und -funktionen auf Grund der weitgesteckten, allgemeingültigen Definition aus Kapitel 5.2 zunächst einer Festlegung der Einsatzbereiche. Ausgegangen wird hierbei davon, dass es möglich sein muss, Content in angemessenem Umfang vorhaltbar und auffindbar zu machen, wie es z. B. die Orientierung eines CMS in Richtung Dokumentenmanagement bedarf. Des Weiteren muss ein CMS in der Lage sein, diverse Arten von Content (z. B. Texte, Bild-, Audio- und Videoformate) auf möglichst benutzerfreundliche Weise hinterleg- und pflegbar zu machen, um eine Ausprägung in Richtung Wissensmanagementsystem zu ermöglichen.[52] Für den wichtigsten Content-Typen, den Text, findet diese Untersuchung zudem dahingehend statt, ob Inhalt, Struktur, Formatierung und Layout getrennt voneinander editierbar sind[53]. Ein CMS als Redaktionssystem hat ergänzend einen hohen Anspruch an die Contentfunktionen, die sich im Detail aus der Qualität der Implementierung des Content Life Cycle (siehe: Kapitel 5.5) ergeben, aber auch im Zusammenhang mit der Betrachtung des in Kapitel 6.1.1.4 betrachteten Workflows der einzelnen Systeme entsteht[54].

6.1.1.2 Templates

Meistens folgt eine Webseite dem/der CD/CI (Corporate Design/Corporate Identity) eines Unternehmens, weswegen viele Seiten einen ähnlichen Aufbau haben. Ziel eines CMS ist es, mittels einer oder möglichst weniger Vorlagen (den sog. "Templates") alle Anforderungen an den Aufbau einer Webseite abzudecken.[55] So muss bei dem Erstellen einer neuen Seite nicht alles erneut eingefügt werden, stattdessen nur noch nach Auswahl eines Templates der Inhalt gepflegt werden. Elemente wie Kopfzeile, Fußzeile, Navigation etc. finden sich automatisch an den dafür in der Vorlage vorgesehenen Plätzen. Damit wäre es auch möglich, der gesamten Webseite durch Austausch der Templates in einem einzigen Vorgang ein neues Aussehen zu geben, z. B. im Zuge eines Redesigns.[56] Templates erlauben es, das Layout flexibel zu halten. Außerdem kann der Autor mit geringen HTML- bzw. CSS-Kenntnissen einfach Inhalte erstellen, ohne sich mit dem Thema Webdesign zu beschäftigen.[57] Templates können entweder über die Administrator-Oberfläche des CMS, oder über entsprechende Dateien auf dem Dateisystem gepflegt werden. In letzterem Fall ist zum Editieren einer Vorlage der Download und anschließende Upload von Dateien notwendig, d. h. er werden die Zugangsdaten für den Datenzugriff im Serversystem benötigt. Um Änderungen an Templates leichter verfolgen und ggf. rückgängig machen zu können, ist eine Versionierung sinnvoll. Damit ist es möglich, alte Versionen eines Templates wiederherzustellen oder die Unterschiede zwischen zwei verschiedenen Versionen herauszufinden.

6.1.1.3 Rechte- und Rollenverwaltung

Bei einem Webprojekt arbeiten meist verschiedene Leute miteinander. Dies können u. a. Redakteure, Webdesigner und Administratoren sein. Dabei besitzt jede der Gruppen ihre Kernkompetenzen in anderen Bereichen. Daher sollte es im CMS möglich sein, Rollen zu definieren und diese mit bestimmten Rechten auszustatten. So sollte z. B. ein Administrator mehr Rechte besitzen als ein Redakteur, trotzdem sollte dieser problemlos Texte für das Webprojekt erstellen können.

Für diese Anforderung existieren zwei Konzepte. Zum einen das von aufeinander aufbauenden Gruppen, z. B. Benutzer, Autor, Redakteur, Administrator. Je höher eingestuft die Gruppe, desto mehr Rechte stehen den Mitgliedern zur Verfügung. Ein Redakteur besitzt dabei alle Rechte, die auch ein Autor besitzt, und ihm stehen darüber hinaus noch weitere Rechte zur Verfügung. Das zweite Konzept setzt auf ein Rollensystem. Es werden dabei verschiedene Rollen definiert, z. B. Administrator, Chef-Redakteur. Dabei ist jede Rolle mit verschiedenen Rechten verbunden. Die Rolle Administrator berechtigt den Benutzer, nur die Kernfunktionen des CMS zu verändern und anzupassen, er darf jedoch keine Texte erstellen und freigeben. Dies darf hingegen der Chef-Redakteur. So kann ein Benutzer verschiedene Rollen besitzen, die ihm verschiedene Rechte geben. Hintergrund ist, genau zu definieren, welchem Benutzer die Ausführung bestimmter Funktionen erlaubt oder verweigert wird.

6.1.1.4 Workflowmanagement

Das Workflowmanagement ist die logische Ergänzung bzw. Vervollständigung des Rechtemodells, indem es die Arbeitsschritte eines Prozesses zur Bearbeitung von Content über die verschiedenen Berechtigten abbildet. Zwar lassen sich allein mit Hilfe von Rechten implizite Workflows darstellen, ein CMS sollte aber weitergehende Instrumente und Hilfestellungen bieten.

Zschau et al. unterscheiden hier den objektorientierten, den statischen und den frei definierbaren Workflow. Der erste ist jeweils mit einzelnen Contentelementen verknüpft und liefert als Metainformation zum Beispiel den Autor oder den zur Freigabe Berechtigten, wenn ein Freigabezyklus mit Vier-Augen-Prinzip umgesetzt wird. Da jedoch je nach Größe des Teams oder Wichtigkeit einer Aufgabe mehrere Personen und Arbeitsschritte in einem Bearbeitungszyklus integriert sein müssen, ist ein frei zu definierender Workflow ein wichtiges Qualitätskriterium eines CMS.[58] Auch Koop et al. bevorzugen die Anpassung der Workflows des CMS an die Prozesse des Unternehmens, statt der umgekehrten Variante[59].

Das Workflowmanagement soll die Prozesse, denen der Content unterworfen wird, so weit wie möglich zentral verwaltbar machen und automatisiert abbilden. Dazu zählen Zschau et al. Benachrichtigungen. Während aller relevanten Schritte in einem Prozess soll die Möglichkeit bestehen, die Nutzer über Änderungen zu benachrichtigen, z. B. innerhalb eines Freigabezyklus oder beim Sperren oder Freigeben von Content durch einen Nutzer. Dies kann durch eine Benachrichtigung innerhalb des CMS oder außerhalb geschehen. Hier hat sich die Nutzung von E-Mails bewährt, da diese Technologie in fast allen Unternehmen verfügbar ist und die Benachrichtigung dem Nutzer somit persönlich zugestellt wird. Optimal ist die Kombination der internen Anzeige bei Änderungen für im CMS eingeloggte Benutzer mit der externen Weitergabe für solche, die offline sind. Bei externer Weitergabe von Benachrichtigungen ist die optionale Nutzung weiterer Schnittstellen wie z. B. SMS wünschenswert, um auch Personen zu erreichen, die zeitweise keinen Zugriff auf E-Mails haben.

Mittels Statusanzeigen können Nutzer unabhängig von stattfindenden Aktionen die Eigenschaften und den Zustand eines Contents einsehen, z. B. die Sprachversion oder das letzte Änderungsdatum. Es sollten Filter vorhanden sein, um schnell Content in einem bestimmten Status identifizieren zu können, z. B. alle seit dem Vortag geänderten Objekte. Weiterhin sollten Filter dauerhaft gespeichert und aufgerufen werden können.

Idealerweise sollte ein CMS mit einer Projektplanungssoftware kommunizieren können. Mindestens ist die Möglichkeit wünschenswert, Aufgabenverteilungen und -listen bezüglich des Content direkt mit diesem im CMS zu koppeln. Es sollte eine Protokollierung für Content-Objekt geben, so dass nachvollzogen werden kann, welcher Nutzer wann welche Änderungen vorgenommen hat, sowie eine nutzerbezogene Protokollierung auf administrativer Ebene, um die Loginzeiten von Anwendern festzuhalten. Dies kann ggf. auch zur Arbeitszeiterfassung genutzt werden. Im Rahmen eines Mehr-Augen-Prinzips mit Freigabe sollte ein CMS die Möglichkeit bieten, vorgenommene Änderungen vor der Weiterleitung an den nächsten Bearbeiter in dem Kontext zu betrachten, in dem sie später veröffentlicht werden sollen. Eine weitere Qualitätsforderung an ein CMS ist die Möglichkeit, für jeden Benutzer einen Vertreter zu bestimmen, sei es durch den Betroffenen selbst oder durch einen Nutzer mit höheren Berechtigungen.[60]

Riggert führt weitere Kriterien des Workflowmanagements an, die optional zu konfigurieren sein sollten, nämlich die Möglichkeit für einen Nutzer, einen abgegebenen Vorgang wieder an sich zur Bearbeitung nehmen, die Verweigerung der Annahme einer zugewiesenen Aufgabe, die Delegation bzw. das Einfügen einer zusätzlichen Aufgabe und die Möglichkeit eines Vorgesetzten, zugewiesene Aufgaben unter seinen Mitarbeitern neu zu verteilen, um die Auslastung auszugleichen.[61]

6.1.1.5 Technologie und Sicherheit

Bei der Einführung eines CMS ist die verwendete Technologie ein wichtiges Entscheidungskriterium. Für ein Unternehmen kann es von Bedeutung sein, ob eine Oracle- oder eine MySQL-Datenbank benötigt wird, ob PHP oder Java verwendet wird oder ob eine Authentifizierung gegen ein LDAP oder ein Active Directory erfolgen soll. Gerade vor dem Hintergrund der Integration in eine bestehende IT-Infrastruktur muss dieser Punkt so früh wie möglich geklärt werden.[62]

Weiterhin ist die Sicherheit des Systems relevant. Der Schutz sensibler Daten (z. B. Benutzerzugänge und Passwörter) steht an oberste Stelle. Wird ein Passwort im Klartext gespeichert, wird es per MD5 oder mit Hilfe eines einen anderen Algorithmus verschlüsselt? Je sicherer sensible Daten gespeichert werden, umso geringer ist die Gefahr, dass bei einem Einbruch in das System Daten gestohlen werden können. Auch ist bei Open-Source-Systemen, die auf PHP beruhen, darauf zu achten, ob diese für sicherheitsrelevante PHP-Einstellungen, wie "Magic-Quotes" oder "Register-Globals" besondere Varianten benötigen, die evtl. ein Sicherheitsrisiko für das System darstellen können.

6.1.1.6 Suche

Ein zentrales Element jeder Webseite ist die Suche. Diese dient dem gezielten und schnellen Auffinden von Begriffen. Sie befindet sich oft auf jeder Seite des CMS, um dem Benutzer stets ihre Nutzung zu ermöglichen. Die Höhe der Treffergenauigkeit variiert dabei von System zu System. Auch die Art und Weise der Einbindung (z. B. modulare Integration, zentrale Steuerung, Positionierung etc.) wird in diesem Punkt untersucht. Ein weiteres Kriterium ist die Suche im Administrationsbereich. Hier interessieren evtl. andere Suchaspekte. So soll vielleicht nach allen Inhalte gesucht werden können, die ein bestimmter Benutzer erstellt hat oder solchen, die ein bestimmtes Template eingebunden haben.

6.1.1.7 Erweiterbarkeit

Viele moderne Systeme sind einfach und flexibel erweiterbar. Dies geschieht oft über sog. "Extensions" (engl. für Erweiterungen) oder "Plug-ins" (engl. für Zusatzprogramm/Einsteckelement). Diese bieten meist eine kleine, gekapselte Funktionalität und lassen sich einfach und problemlos in das bestehende System integrieren. Geprüft wird hier sowohl die Verfügbarkeit und Anzahl der vorhandenen Erweiterungen als auch die Höhe des Schwierigkeitsgrades, mit dem die Installation und Integration einzustufen ist.[63]

6.1.2 Erweiterte Funktionalitäten

Neben den Grundfunktionalitäten, die jedes CMS beinhalten sollte, existieren noch erweiterte optionale Funktionen. Dazu gehören z. B. die Mehrsprachigkeit des Systems, oder die Rechtschreibprüfung zur Unterstützung eines Autors. Auch der Im- und Export von Daten oder die suchmaschinenoptimierte Aufbereitung der Inhalte spielt hier eine Rolle.

6.1.2.1 Mehrsprachigkeit

In der zunehmenden Globalisierung und Internationalisierung werden mehrsprachig gepflegte Inhalte immer wichtiger. Es wäre wünschenswert, dass das CMS aus diesem Grunde in der Lage ist, seine Inhalte mehrsprachig ausliefern zu können. Dies setzt natürlich die mehrsprachige Pflege der Inhalte durch die Autoren und Redakteure voraus. Untersucht wird hierbei, wie der Autor diese pflegen kann (z. B. 1:1-Übersetzung, modulare Übersetzung einzelner Inhalte etc.). Ein weiterer relevanter Punkt ist die Mehrsprachigkeit des Administrationsportals, Konfigurationsmöglichkeiten, Sprachauswahl etc.

6.1.2.2 Rechtschreibprüfung

Rechtsschreibprüfungen sind für Redakteure eine wichtige Unterstützung. Sie prüfen den geschriebenen Text, möglichst "otf" (on-the-fly, engl. für eilig/während der Eingabe), auf Fehler und markiert diese Stellen. Zu beachten ist dabei nicht nur die generelle Funktionalität, sondern auch der Facettenreichtum, z. B. das Einbinden sprachübergreifender Prüfungsroutinen.

6.1.2.3 Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinen werden zum Aufspüren von Inhalten im Internet wichtiger denn je. Um von Suchmaschinen gut bewertet zu werden, sollte es möglich sein, ein Webprojekt für diese durch das CMS zu optimieren. Wichtig für die Verbesserung eines Webprojektes im Sinne der Suchmaschinen sind dabei sowohl die Offpage-Optimierung als auch die Onpage-Optimierung.

Bei der Offpage-Optimierung spielen u. a. die Verzeichnisstrukturen sowie die Verzeichnis- und Dateinamen, die vom Browser aufgerufen werden können, eine besondere Rolle. Diese sollten sprechende Namen haben, z. B. "http://www.domain.de/ueber-mich/matthias-mustermann.html". Dateinamen wie "ich.html" und "start.html" sind für eine Suchmaschine nichtssagend.[64] Für diesen Fall sollte es innerhalb des CMS möglich sein, angelegte Seiten mit Namen zu versehen, so dass diese sprechend sind. Auch die Verzeichnisstruktur kann relevant und sollte deshalb konfigurierbar sein. Im schlechtesten Falle werden alle Seiten über eine ID referenziert, z. B. "http://www.domain.de/site.php?id=210". So kann eine Suchmaschine nicht erkennen, was hinter dieser URL steht. Da die URL aber für die Gewichtung der Seite bei einer Suche entscheidend sein kann[65], sollte es möglich sein, diese entsprechend der Kriterien der Suchmaschinen anzupassen.

Bei der Onpage-Optimierung (d. h. Anpassungen auf den eigentlichen Webseiten) spielen Inhalte eine Rolle, die mit dem Quelltext der Seite ausgeliefert werden. Neben dem Inhalt der eigentlichen Seite sind der "title"-Tag, verschiedene "meta"-Tags sowie auch die Verwendung von Überschriften im Text entscheidend. Neben einem "sauberen" und korrekten HTML sollte auch die Schachtelung und Hierarchie stimmen. Eine Überschrift erster Ordnung steht dabei vor einer Überschrift zweiter Ordnung.[66] Zu den wichtigsten Optimierungselementen gehört der "title"-Tag. Dieser dient neben der Anzeige in der Titelleiste des Browsers auch der Darstellung eines Treffers bei einer Suchmaschine und beim Speichern einer Seite als Lesezeichen. Aus diesem Grunde messen Suchmaschinen dem Titel der Seite eine sehr große Bedeutung zu.

6.1.2.4 Im- und Export

Eine wichtige Funktion für CMS sind die Import- und Exportmechanismen. Bei Einführung eines neuen Systems ist es zur initialen Befüllung oft notwendig, Daten aus Vorgänger- oder Fremdsystemen zu importieren. Je mehr automatisiert dies funktioniert, umso einfacher und kostengünstiger kann die Migration erledigt werden. Im günstigsten Fall werden standardisierte Formate wie XML oder CSV für den Austausch der Daten benutzt.

Der Export ist relevant, wenn vorhandene Daten auch in anderen Systemen verwendet werden sollen. Dieser Austausch erfolgt in der Regel über den Export von Daten über eine definierte Schnittstelle. Es können XML- oder CSV-Dateien genutzt werden, wobei sich auch Webservices durchgesetzt haben.

6.1.3 Kosten

Bei der Einführung eines bzw. Umstellung auf ein CMS fallen immer Kosten an. Da in dieser Arbeit nur Open-Source-Systeme verglichen werden, entstehen für alle erläuterten Systeme selbst keine Kosten. Für die Umgebung (z. B. Hardware) oder das Personal lassen sich Kosten meistens nicht vermeiden. So entstehen neben den Investitionskosten auch Integrations-, Betriebs- und Wartungskosten. Die Investitionskosten sind durch die Verwendung freier Software oft nicht so hoch. Die Integration in eine Softwarelandschaft und in eine bestehende Struktur, aber auch der Betrieb und die regelmäßige Wartung kosten jedoch Zeit und Geld. Dazu gehören auch laufende Kosten für Wartungsverträge und im Notfall benötigten Support.

6.1.3.1 Investition und Integration

Bei der Einführung eines neuen CMS müssen zunächst die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu zählt die Beschaffung benötigter Hard- und Software als auch ggf. aufkommende Kosten für externe Berater. Weiterhin kommen meist Aufwendungen zur Verwaltung interner Mitarbeiter und externer Dienstleister hinzu. Auch indirekte Kosten wie die Planung und Durchführung von Tests oder die Migration bestehender Inhalte sind nicht zu vernachlässigen. Zusätzlich existieren Aufwendungen für Personal und Weiterbildung.[67]

Zu den Integrationskosten zählen alle Aufwendungen für die Umstellung bzw. Einführung von Systemen und aller im Zusammenhang stehender Aufwendungen. Diese gehören zu den direkten Kosten. Sowohl Ausgaben für IT (Soft- und Hardware), Systemanpassungen, Datenerfassung und -migration als auch monetäre Aufwände für die Veränderung von Abläufen, Prozessen und Schnittstellen sind dem zuzuordnen.[68] Ebenso die zugehörigen Aufwendungen für Personal und Dienstleister. Außerdem entstehen noch indirekte Kosten, die nicht mit der Einführung des CMS entstehen, sondern erst durch die Integration desselben. Dazu gehören u. a. Kosten für die Reorganisation von Strukturen und Prozessen und Beiträge für die Weiterbildung und Akquisition von Mitarbeitern.[69]

6.1.3.2 Betrieb und Wartung

Nach der Einführung des CMS beginnt der tägliche Betrieb. Dabei fallen ab sofort laufende Kosten an. Diese können wiederum als direkte und indirekte Kosten unterschieden werden.[70] Unter direkten Kosten werden in diesem Fall Ausgaben verstanden, die für die Instandhaltung und die Erweiterung der Hard- bzw. Software anfallen. Auch Kosten für Funktionalitätserweiterungen und -anpassungen, für die Server und die Datenbanken oder für das Hosting des CMS sind Teil der direkten Kosten.[71] Indirekte Kosten entstehen durch Anpassungen der internen Strukturen und Prozesse, z. B. die stetige Aktualisierung des Contents und dessen Pflege. Dies sind meist Ausgaben für IT, Personal, Weiterbildung und Reorganisation.[72]

Für die Wartung von Systemen fallen ggf. weiterhin Kosten für Support- und/oder Wartungsverträge an. Da Open-Source-Systeme oft von einer Community vorangetrieben werden, können dies auch Beiträge für die Benutzung eines Support-Forums sein.

6.1.4 Weiterentwicklung

Um nach der Inbetriebnahme des CMS auch weiter auf dem aktuellen Stand zu sein, sollte die Weiterentwicklung verfolgt werden. Dazu zählen sowohl das Erscheinen neuer Releases mit neuen Funktionalitäten, als auch das Veröffentlichen von "Bugfixes", in welchen auftretende Fehler behoben werden. Gerade letzteres in im Open-Source-Umfeld wichtig, da jeder auf die Quellcodes zugreifen, potenzielle Schwachstellen ermitteln und ausnutzen kann. Aus diesem Grunde muss geprüft werden, wie schnell und wie oft neue Releases veröffentlicht werden und wie zügig auf Fehlermeldungen reagiert wird.

6.2 Gewichtung des Zielsystems

Bei der Gewichtung der ermittelten Kriterien wurde den Grundfunktionalitäten eines CMS die mit Abstand größte Bedeutung beigemessen. Diese stellen die über die gesamte Einsatzzeit am häufigsten genutzten und daher für die Entscheidung relevantesten Methoden dar. Da sich das Gewicht auf mehr Kriterien als bei den folgenden Unterpunkten aufteilt, entsteht ein in Summe auf den ersten Blick überproportional erscheinender Wert. An zweiter Stelle folgen die erweiterten Funktionalitäten, die mit 20 % in das Gesamtergebnis einfließen. Kosten spielen eine geringe Rolle, da es sich bei den untersuchten CMS durchweg um freie Software handelt und sich die anstehenden Investitionen somit im Rahmen halten werden. Auch Weiterentwicklungen haben kein entscheidendes Gewicht erhalten, da die Überlegungen für oder gegen ein System anhand des aktuellen Funktionsumfangs getroffen werden muss.

Gewichtung des Zielsystems
A. 60 % B. 20 % C. 10 % D. 10 %
1. 15 % 1. 5 % 1. 5 % 1. 5 %
2. 10 % 2. 5 % 2. 5 % 2. 5 %
3. 5 % 3. 5 %
4. 10 % 4. 5 %
5. 5 %
6. 5 %
7. 10 %

6.3 Ermittlung der Zielerträge

Die Ermittlung der Zielerträge wird für jedes System entsprechend der vier ermittelten Grundkategorien unterteilt. Zur besseren Übersicht folgt jedem dieser Abschnitte eine tabellarisch zusammengefasste Darstellung der Ergebnisse.

6.3.1 Joomla

Im Folgenden wird Joomla! in der aktuellen deutschsprachigen Version 1.5.17 untersucht. Die Installation des CMS benötigt einen Webserver mit PHP und eine MySQL-Datenbank. Es wird das Xampp-Paket 1.7.3 benutzt. Zur Installation wird das Joomla!-Paket in einen Unterordner des root-Verzeichnisses des Webservers kopiert. Der anschließende Aufruf dieses Verzeichnisses per Browser startet einen Ablauf von sieben Schritten zur Konfiguration von Joomla! bestehend aus Auswahl der Installationssprache, Prüfung der Installation, Annahme der Lizenz, Auswahl der Datenbank, Einrichten eines optionalen FTP-Zugangs, Hauptkonfiguration mit optionaler Installation von Beispielinhalten oder Angabe von Migrationsskripten sowie Abschluss mit Sicherheitshinweis zum zwingend notwendigen Löschen des Installationsverzeichnisses.[73]

Joomla! ist prinzipiell zur Verwaltung von Beiträgen in der Form von Zeitungsartikeln konzipiert. Damit steht Content vom Typ Text im Vordergrund, es können aber auch multimediale Typen verwendet werden.[74] Ein Beitrag besteht aus einem Titel, dem eigentlichen Inhalt und Metadaten. Je nach Berechtigung kann zu dem Titel auch ein Alias vergeben werden, der für die Suchmaschinenoptimierung benutzt wird. Der Inhalt kann über einen WYSIWYG-Editor (TinyMCE) oder direkt als HTML formatiert werden. Global lässt sich die Benutzung von HTML auch verbieten oder durch eine Positiv- oder Negativliste auf oder um bestimmte Tags beschränken.[75] Joomla! bietet zur verbesserten Lesbarkeit die Möglichkeit, den Beitrag nur durch eine Schlagzeile anzupreisen, der Klick auf eine "Mehr"-Schaltfläche führt dann zu dem weiteren Text. Dieser kann weiter in Abschnitte unterteilt werden, zu denen Joomla! ein Navigationsmenü bereitstellt. Zudem können Bilder eingefügt werden, die entweder bereits im Fundus des CMS vorhanden sind oder neu hochgeladen werden. Es können Metadaten im Sinne einer Webseite eingegeben werden, die dann in der Form meta name = "description" Verwendung finden sowie Parameter zur Behandlung des Contents durch Joomla! z. B. Publizierungs- und Archivierungsdatum oder die notwendige Zugriffsberechtigung.[76] Grundsätzlich wird Content in Joomla! einem Bereich und darin einer Kategorie zugeordnet. Dieser Aufbau ist fest vorgegeben und nicht abzuändern. Dadurch ist die Gestaltung der Struktur etwas eingeschränkt. Da jedoch die Verlinkung des Contents nicht an diese Struktur gebunden ist, wird der beschriebene Nachteil ausgeglichen.[77] Content kann archiviert und gelöscht werden, was durch eine Papierkorbfunktion unterstützt wird. Eine Versionierung ist jedoch nicht vorgesehen. Zur Verwaltung und Darstellung von Multimediadaten muss auf Erweiterungen zurückgegriffen werden.

Joomla! trennt Präsentation und Inhalt. Für das grundsätzliche Layout werden Templates benutzt. Dadurch ist das Aussehen des Webauftritts leicht veränderbar. Es wird zwischen den Vorlagen für das Front- und das Backend unterschieden. Im Frontend ist auch eine gemischte Darstellung aus mehreren Templates möglich, indem verschiedenen Bereichen eigene Templates zugewiesen werden. Damit lässt sich optisch einfach zum Beispiel eine thematische Gliederung des Contents vornehmen.[78] Templates können auch selbst erstellt werden. Sie bestehen aus Bildern, der Darstellung des Layouts in PHP, Formatierungen in CSS und einer XML-Datei, die alle wesentlichen Elemente zusammenfasst[79]. Zwischen einer normalen Webseite und einem Template gibt es nur einen wichtigen Unterschied: Das Template muss spezifische Platzhalter vorweisen, um Joomla! den Einsatz seiner Module zu ermöglichen. Eine Versionierung von Templates im CMS gibt es nicht und muss ggf. vom Entwickler umgesetzt werden.[80] Im Backend-Bereich können Templates bearbeitet werden. Zum einen sind Zuweisungen definierter Parameter möglich (z. B. Grundfarbe und Breite), zum anderen können aber auch die zugrunde liegenden PHP- und CSS-Dateien editiert werden.[81] Der Wechsel des aktiven Templates ist nur im Backend möglich, eine freie Umschaltung durch den Frontend-Benutzer ist so nicht vorgesehen.

In der Verwaltung der Rechte verfolgt Joomla! das Konzept fest definierter Gruppen. Es gibt davon vier für das Frontend ("Registriert", "Autor", "Editor" und "Publisher") und für das Backend Manager, Administrator und Super-Administrator. Die Rechte werden in aufsteigender Reihenfolge erweitert. Bei der letzten Gruppe sollte Vorsicht walten, da ohne weiteres dem einzigen Super-Administrator die Mitgliedschaft entzogen und somit eine Aussperrung aus dem CMS erreicht werden kann. Falls jedoch direkter Datenbankzugriff besteht, kann das Konto manuell mit den notwendigen Rechten versehen werden.[82] Der Zugriff auf Content ist über die Kategorien "Öffentlich", "Registriert" und "Admin" geregelt. Die Namen sprechen für sich, es kann also bestimmt werden, ob jeder Besucher der Seite den Content sieht oder ob er mindestens Mitglied in einer Frontend- bzw. einer Gruppe ab "Editor" sein muss.[83] Es besteht die Möglichkeit der eigenständigen Registrierung von neuen Nutzern. Bei Freigabe dieser Option kann konfiguriert werden, in welcher Frontend-Gruppe diese neuen Nutzer landen sollen und ob das Konto über eine Aktivierungsmail freigeschaltet werden muss.[84] Zu einer feiner granulierten Verwaltung von Nutzern und ihren Rechten muss auf eine Erweiterung zurückgegriffen werden[85].

Joomla! bietet insofern einen Workflow, als dass neue Beiträge der Gruppen Autor und Editor von einem Backend-Berechtigten freigeschaltet werden müssen. Auch kann bei einem Beitrag ein Zeitpunkt angegeben werden, nach welchem dieser archiviert wird. Beim Entfernen aus dem Archiv landet der Beitrag in einem Papierkorb und verschwindet endgültig bei dessen Leerung.[86] Zum einen fehlt also die Möglichkeit, Workflows frei zu definieren. Hier wäre zumindest ein gewisser Vorrat an möglichen Arbeitsschritten wünschenswert. Zum anderen ist das Konzept der Freischaltung nicht ganz schlüssig. Ein Autor kann seinen einmal freigeschalteten Artikel beliebig verändern, ohne dass der Beitrag erneut dem Freischalter zur Prüfung vorgelegt wird. Joomla! besitzt ein internes Nachrichtensystem für Backend-Benutzer. Darüber werden vom System Benachrichtigungen verschickt, wenn ein neuer Beitrag auf Freischaltung wartet. Jeder Benutzer kann eine Benachrichtigung per E-Mail bei neuen Nachrichten anfordern.[87] Im Backend stehen umfangreiche Filtermöglichkeiten zur Verfügung. Zum einen können über einen Freitext in der Bezeichnung der Elemente gesucht, zum anderen mittels Auswahllisten einzelne Ausprägungen gewählt werden. Zwar ist es nicht möglich, verschiedene Kombinationen dieser Filterelemente als wieder aufrufbare Filter zu speichern. Der letzte Zustand der Filter jeder Seite bleibt jedoch erhalten.[88] Seitens Joomla! können nur fehlgeschlagene Login-Versuche protokolliert werden[89]. Eine Vorschau gibt es insofern, als dass über einen Button die Homepage geöffnet werden kann[90]. Eine Aufgabenverteilung bzw. -listen oder Vertreterregelungen gibt es nicht, neue Beiträge können von allen Backend-Usern freigeschaltet werden. Analog fehlen die von Riggert geforderten Möglichkeiten, als Benutzer einen Arbeitsschritt abzulehnen, zurückzufordern o. ä.

Joomla! arbeitet ausschließlich mit MySQL als Datenbank zusammen und beruht auf PHP.[91] Die Benutzerpasswörter werden mit MD5 verschlüsselt und in der Datenbank gespeichert[92]. Im Zusammenhang mit PHP kann bzw. sollte sogar Register Globals auf "off" stehen. Kritisch zu sehen ist, dass Joomla! bzw. Erweiterungen Probleme im SafeMode haben können.[93] Auf der Startseite des Backends kann geprüft werden, ob das Kernmodell von Joomla! und die Sprachdateien für Front- und Backend aktuell sind. Außerdem kann ein Sicherheits-Newsfeed eingeblendet werden.

Die Suche übernimmt in Joomla! ein Modul, welches wie alle Module auf einzelnen oder allen Seiten eingebunden werden kann. Einige Details wie Vorhandensein, Position der Suchschaltfläche oder Breite des Suchfeldes lassen sich konfigurieren.[94] Der Benutzer kann bestimmen, ob alle seine Suchbegriffe gefunden werden müssen, oder nur einer bzw. der exakte Ausdruck als gültiges Ergebnis gewertet wird. Ebenso können Sortier- (Bereich, Alphabetisch etc.), Konfigurations- und Filterkriterien (nur Beiträge, Weblinks etc.) definiert werden. Die Ergebnisse werden als Liste mit hervorgehobenen Suchbegriffen dargestellt. Joomla! stellt auch Suchstatistiken zur Verfügung, die jedoch standardmäßig deaktiviert sind.[95] Dies gilt für den Frontend-Bereich, im Backend ist keine übergreifende Suche vorhanden. Es können in den jeweiligen Listen (z. B. alle Module) jedoch mit Hilfe von Filtern gesuchte Elemente gefunden werden.

Joomla! lässt sich mit Komponenten, Modulen und Plug-ins erweitern. Dabei sind Komponenten die umfangreichsten Erweiterungen und kapseln komplette Anwendungen, wie zum Beispiel einen Shop. Module ermöglichen die Anzeige von Content im Front- und Backend. Plug-ins führen unterstützende Funktionen aus. Alle drei Typen lassen sich einfach unter Angabe einer Paketdatei, eines Verzeichnisses oder einer URL über die Administrationsoberfläche installieren. Der administrative Bereich bietet auch eine Möglichkeit zur Deinstallation, getrennt nach den genannten drei Typen. Da Joomla! selbst auch nach dem Prinzip der Erweiterungen aufgebaut ist, lassen sich die für das System unerlässlichen Bestandteile nicht entfernen. Es besteht auch die Möglichkeit, eine (für das System nicht relevante) Erweiterung vorerst nur zu deaktivieren.[96] Bei der Deinstallation sollte insofern Vorsicht walten, als dass es hier keine Papierkorbfunktion gibt. Das deinstallierte Element wird direkt gelöscht. Inwiefern die Einträge des Elements in der Datenbank bestehen bleiben, entscheiden die Entwickler der Erweiterung.[97] Da sich die aktuelle Version 1.5 stark vom Vorgänger 1.0 unterscheidet, gibt es einen Kompatibilitätsmodus. Damit kann es möglich sein, für 1.0 entwickelte Erweiterungen weiterhin zu benutzen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall und sollte ausgiebig auf einem Integrationssystem getestet werden.[98] Joomla! stellt ein Framework und eine Anwendungsschicht zur Verfügung. Auf dieser Basis lassen sich eigene Erweiterungen erstellen.[99] Es gibt jedoch eine Fülle fertiger Elemente, die für eine Kerninstallation verwenden werden kann. So bietet zum Beispiel joomla.org knapp 5000 Erweiterungen zum Download an[100].

Zielerträge Grundfunktionalitäten Joomla!
Kriterium Zielertrag
Contentarten und -funktionen angemessen
Template-Technologie gut
Rechte- und Rollenverwaltung schlecht
Workflowmanagement eingeschränkt
Technologie und Sicherheit akzeptabel
Suche gut
Erweiterbarkeit hoch

In der Kerninstallation kann Joomla! zwar mehrere Sprachen für die statischen Elemente wie zum Beispiel Beschriftungen vorhalten. Der Content liegt jedoch nur in genau einer Version vor und die Umschaltung der Sprache ist nur im Backend möglich. Die Sprache für Backend und Frontend kann separat gewählt werden. Es ist auch möglich, eigene Sprachpakete für beide Betriebsarten zu erstellen. Dafür gibt es keine Oberfläche - es genügt, eine vorhandene Sprache zu kopieren und alle Werte zu übersetzen. Vorab lohnt sich eine Recherche, ob die gewünschte Sprache nicht bereits von jemandem bereitgestellt wurde.[101] Für echte Mehrsprachigkeit steht die Komponente Joom!Fish zur Verfügung. Genauer gesagt erweitert Joom!Fish die Übersetzung der statischen Elemente um die Übersetzung des Contents, inklusive Umschaltmöglichkeit im Frontend. Jeder User kann also aus den vorhandenen Sprachen auswählen. Zur Übersetzung sowohl von Content als auch statischer Elemente bietet Joom!Fish eine Oberfläche, in der der Originaltext und eine Eingabemöglichkeit für die Übersetzung dargestellt werden. Jede Übersetzungsversion ist einzeln freischaltbar.[102]

Der in der Standardinstallation vorhandene Editor TinyMCE kann mit dem Firefox spellchecker zusammenarbeiten. Dieser bietet Sprachpakete für die meisten im europäischen Raum gängigen Sprachen. In Joomla! können auch andere WYSIWYG-Editoren eingebunden werden, so z. B. auch JCE, der über eine Rechtschreibprüfung für Englisch verfügt.[103]

Im Bereich der Offpage-Optimierung bietet Joomla! eine Funktion, die jeder Seite einen sprechenden Namen gibt. Dazu kann für einen Beitrag neben dem Titel z. B. auch ein Alias vergeben werden, der dann für den sprechenden Namen der Seite eingesetzt wird. Wenn das CMS auf einem Apache betrieben wird, kann auch die Erweiterung mod_rewrite dieses Servers aktiviert werden. Zudem lässt sich eine Option verwenden, die Joomla! an jede ausgelieferte Seite eine Dateiendung anhängen lässt, die dem Inhalt entspricht. Weitergehende Möglichkeiten bieten Erweiterungen wie smartsef oder sh404SF.[104] Letztere Komponente erlaubt unter anderem Einflussnahme auf die Groß- Kleinschreibung der URL oder den Vorrat der auszublendenden Zeichen[105]. Zur Onpage-Optimierung können globale Metadaten eintragen werden, die auf allen Seiten erscheinen und bestimmen, ob der author- und der title-Tag erzeugt werden sollen. Bei vielen Elementen wie z. B. Beiträgen können zusätzlich spezielle Metadaten hinterlegt werden.[106] Auch hier bietet die Komponente sh404SF Hilfe beim feineren Bearbeiten der Einstellungen. In einer eigenen Metadaten-Verwaltung kann über den Funktionsumfang des Kernmodells hinaus z. B. bestimmt werden, dass die Seitenüberschrift als h1-Tag ausgegeben und bei Auftreten mehrerer h1-Tags alle außer dem ersten in h2 geändert werden.[107]

Die Kerninstallation von Joomla! bringt keine Import- oder Export-Funktionalitäten mit sich. Einige Vorgehensweisen zur Migration von Daten nach Joomla! bietet das Handbuch. MediaWiki, phpBB oder WordPress-Inhalte können leicht übernommen werden.[108] Darüber hinaus finden sich zahlreiche Erweiterungen für den Im-/Export. Z. B. Jix, das den Import und Export von Benutzern, definierten Bereichen und Kategorien sowie der Beiträge ermöglicht[109].

Zielerträge Erweiterte Funktionalitäten Joomla!
Kriterium Zielertrag
Mehrsprachigkeit gut
Rechtschreibprüfung ausreichend
Suchmaschinenoptimierung eher gut
Import/Exportfunktionalität akzeptabel

Die Kosten bei der Einführung von Joomla! hängen stark von der Ausganssituation und dem Einsatzzweck ab. Wenn in dem Unternehmen bereits Server mit ausreichenden freien Kapazitäten vorhanden sind, können auf die Dienste eines Webhosters und die entsprechenden Gebühren verzichten werden. Dies ist insbesondere für firmeninterne Zwecke gut vorstellbar. Soll allerdings eine Webpräsenz für einen Kunden oder der Auftritt der eigenen Firma im Internet gestaltet werden, käme eine Prüfung auf Ausfallsicherheit hinzu, die ggf. von der eigenen Infrastruktur nicht gewährleistet werden kann. Da Joomla! relativ langsam arbeitet[110], wird eine bessere Hardwareausstattung als bei vergleichbaren CMS gewählt werden müssen. So wie bei der Hardware ist beim Personal auch eine "make-or-buy"-Entscheidung zu treffen. Fehlt das Wissen über Joomla! komplett in der Firma und soll ein Webauftritt geschaffen werden, der nicht laufend erweitert und umgebaut werden muss, könnte es lohnend sein, externe Berater für das Projekt einzukaufen. Bei komplexeren Anforderungen über längere Zeiträume könnte entsprechend Personal geschult werden. Bei der ersten Variante müsste im Einzelfall geprüft werden, Drittanbieter für Joomla!-Systeme finden sich reichlich. Im zweiten Fall sind die Kosten für IT-erfahrenes Personal durch die einfache Installation und Erweiterbarkeit vergleichsweise niedrig. Eine Migration eines Alt-Systems kann hingegen mit hohem Aufwand zu Buche schlagen. Im laufenden Betrieb hängen die Kosten zum einen davon ab, ob die Server im Haus oder extern sind. Ein eigener Administrator kann den Joomla!-Server ggf. mit betreuen, ohne dass höhere Kosten als vor der Einführung anfallen, während für einen externen Server regelmäßig Gebühren zu begleichen sind. Die Pflege des Contents ist mit Joomla! nutzerfreundlich und vergleichsweise einfach, deswegen bleiben die Personalkosten in diesem Bereich gering. Zudem sollte das CMS Aufgaben vereinfachen, die bisher mit mehr Aufwand verbunden waren. Diese Ersparnis müsste entsprechend in Betracht gezogen werden.

Zielerträge Kosten Joomla!
Kriterium Erfüllungsgrad
Investitions- und Integrationskosten mittel
Betriebs- und Wartungskosten eher gering

Joomla! wird laufend weiterentwickelt, im April und Mai 2010 wurden drei neue Versionen veröffentlicht, die Sicherheitsprobleme und sonstige Fehler beheben. Parallel dazu ist die Version 1.6 in Arbeit, von der zwei Alpha- und eine Betaversion veröffentlicht wurden.[111] Durch die große Community werden ständig neue Erweiterungen zur Verfügung gestellt.

Zielerträge Weiterentwicklungen Joomla!
Kriterium Zielertrag
Updates häufig
Neue Module häufig

6.3.2 Drupal

Aufgrund dessen, dass sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit die Drupal Version 7 noch in der Alpha 5 Version befindet, wird im Folgenden die Version 6.16 bzw. 6.17 behandelt. Die Unterschiede zwischen Version. 6.16 und Version 6.17 sind für die folgende Betrachtung nicht relevant.

Standardmäßig (d. h. umgehend nach der Installation des Kernsystems Core), bietet Drupal sieben verschiedene Content-Typen in Form von vorinstallierten Modulen an. Hierbei handelt es sich zunächst maßgeblich um textbasierten Content, der keine Möglichkeit bietet, Multimediainhalte wie Videos oder Musik darstellbar zu hinterlegen. Sofern die Konfiguration des Systems es erlaubt, ist allerdings das Hochladen von Dateien möglich. Es besteht die Möglichkeit, autorenspezifische Content-Typen wie Blogs zu hinterlegen, die als Tagebücher oder Journals verwendet werden können. Sog. "Forum Topics" bilden das Gerüst für die Erstellung von Foren. Sie beinhalten Themen, Fragestellungen und Anregungen und können je nach Wunsch hierarchisch organisiert werden. Der Inhalt und somit auch der Asset eines Forums kommen allerdings erst durch den Einsatz sog. "Comments" der im Forum aktiven Akteure zu Stande. Comments bilden im Drupal-Umfeld den Grundtypen des Contents. Des Weiteren ermöglicht der Content-Typ "Page" das Hinterlegen autarker Webseiten, die HTML- oder PHP-basierend sein können und - sofern als Front Page definiert - auch der Gestaltung der von Drupal generierten Seiten widersprechen. Mit Hilfe des Content-Typs "Poll" lassen sich Umfragen gestalten, dessen Auswertung sich nach der Abstimmung auch grafisch vornehmen lässt. "Eine Story-Seite ähnelt dem Standard-Seitentyp, allerdings beziehen sich Stories eher auf kurzlebige Seiten wie für Nachrichten oder Notizen."[112] Der Content-Typ "Book" ergibt sich durch eine Zusammenfassung anderen Contents jeglicher Art. Er wird in Seiten und Kapitel gegliedert und erlaubt das Sammeln von Beiträgen unterschiedlicher Autoren.[113] Unter Verwendung der zahlreichen von der Drupal-Community bereitgestellten Modulen lassen sich weitere Content-Typen hinzufügen. Der Content-Typ "Daily" ermöglicht es bspw., eingepflegten Content erst ab einem bestimmten Zeitpunkt zu veröffentlichen. Acidfree bietet die Möglichkeit, Content-Typen mit Bild-, Ton- oder Videoinhalten bereitzustellen und zu verwalten.[114] Da es in Bezug auf Content in den meisten Fällen noch immer um Texte geht, ist es erwähnenswert, dass das Hinzufügen von Texten, die in jeglicher Art und Weise formatiert sein sollen, in Drupal zunächst HTML-Kenntnisse voraussetzt. Die Konfiguration der Eingabefelder für Content (Comments, Forum Topics etc.) ermöglicht - bezogen auf definierte Rollen - unter Verwendung der Einstellung "Input format" die Auswahl aus den Möglichkeiten Filtered HTML, Full HTML und PHP Code. Filtered HTML entspricht hierbei der höchsten Sicherheitsebene, die nur ein sehr beschränktes Repertoire an HTML-Tags erlaubt.[115]

Bezogen auf das Aussehen der Webseite bietet Drupal flexible Designmöglichkeiten, da dessen Funktionalität vollständig von der Darstellung entkoppelt ist. Es erlaubt das Gestalten der Seiten, also auch das Darstellen der Inhalte, durch sog. Themes. Diese durch CSS-Dateien, Bilder und JavaScript-Dateien festgelegten Darstellungen liegen in großer Zahl zum Download bereit und ermöglichen so eine einfache Anpassung des Aussehens an individuelle Bedürfnisse. Standardmäßig ist ein Theme vorinstalliert, das eine definierte Seitenbreite und variablen Zentralbereich bewirkt.[116] Auf Ebene der CSS-Dateien ist alles editierbar, was der HTML- bzw. CSS-Sprachumfang zu bieten hat. Jegliche Form von Hintergründen, Texten, Aufzählungen, Rahmen und vieles mehr können hierdurch angepasst werden. Für den schnellen Einstieg und die einfache Anpassung des Designs bietet Drupal die Möglichkeit, die Einstellung der Darstellung auch ohne CSS-Verständnis vollkommen webbasiert vorzunehmen. Hierbei wird zwischen globalen und themespezifischen Einstellungen unterschieden. Die globalen Einstellungen beziehen sich übergreifend und unabhängig auf die Anzeigeeinstellungen der gesamten Webseite. Hierbei geht es z. B. um Angaben über das anzuzeigende Logo, das Favicon oder den Namen der Webseite.[117] Themespezifische Einstellungen sind von Theme zu Theme unterschiedlich. Sie erlauben meist einfache CSS-Anpassungen anhand der webbasierten Konfigurationsmaske wie z. B. die Farbschemata der Webseite. Einige themespezifische Einstellungen überschreiben hierbei globale Einstellungen.[118] Meist besteht die Anforderung, dem Content-Management-System ein völlig eigenentwickeltes Aussehen zu geben. In diesem Fall sollten eigene Themes entworfen werden, um sich deutlich von denen der Drupal-Community zu unterscheiden. Zur Erstellung eigener Themes ermöglicht Drupal in der aktuellen Version die Erstellung von Templates in verschiedenen Sprachen wie Smarty, PHPTAL oder PHPTemplate. Da das Templatesystem abstrahiert ist, muss Drupal nur mit der entsprechenden Templateengine versehen werden. Diese Bekanntmachung erfolgt analog zur Installation herunterladbarer Themes bzw. anderer Module. Grundsätzlich empfiehlt es sich, auf das vollständige Neuerstellen eines Themes zu verzichten und stattdessen eines der zahlreich vorhandenen Themes anzupassen. Da eine völlige Neugestaltung eines Themes sich nicht durch reine Anpassung der gängigen Web-Dateien (CSS, Bilder, JavaScript) erreichen lässt, sollte schon hier ein Theme zur Anpassung ausgewählt werden, dessen Template-Sprache den Fähigkeiten der daran beteiligten Entwickler entspricht.[119]

In Bezug auf die Rechte- und Rollenverwaltung verfolgt Drupal das in Kapitel 6.1.1.3 zum Ende hin beschriebene Konzept, welches beinhaltet, dass Rollen mit Rechten und Benutzer mit Rollen ausgestattet werden. Dies hat zur Folge, dass nicht jeder Anwender aufwendig mit Rechten versorgt werden muss, sondern Rechteänderungen an Rollen sich gleich auf alle betreffenden Benutzer auswirken.[120] "Von Haus aus sind in Drupal anonymous user und authenticated user vergeben [...]"[121], welche als Standardrollen fungieren. Hierbei bildet anonymous user den unbekannten, nicht über einen Benutzerzugang verfügenden oder nicht angemeldeten Besucher. Authenticated user hingegen sind zunächst angemeldete Besucher der Seite, welche über einen einfachen Zugang verfügen, z. B. einen gerade neu erstellten. Drupal erlaubt im Administrationsbereich u. a. das Anlegen neuer Rollen wie Autoren oder Administratoren und deren Rechtezuweisung sowie die Festlegung des Verfahrens zur Anmeldung neuer Benutzer, was bereits in den Bereich Workflowmanagement fällt.[122] Darüber hinaus besteht völlig losgelöst vom gerade erläuterten Rollenkonzept die Möglichkeit der Definition von Zugriffsregeln. Diese an bestimme Anwender, Mailadressen oder Computer (IP-Adresse oder DNS) - auch mit Wildcards - gerichteten Regeln sind global, beziehen sich also auf das gesamte System. Hiermit ist es bspw. möglich, ein für ein Intranet bestimmtes Drupal CMS nur für ein definiertes Subnetz erreichbar zu machen.

Wie bereits oben erwähnt fällt in den Bereich der Workflows zunächst die Definition dessen, wie mit der Anmeldung neuer Benutzer umgegangen wird. Nach der Inbetriebnahme der Seite muss entschieden werden, ob ein anonymer Besucher des CMS sich völlig ohne Zutun eines Administrators registrieren kann, ob eine solche Anmeldung der Bestätigung eines Administrators bedarf, oder ob nur Administratoren neue Benutzer aufnehmen dürfen.[123] Da sich aufgrund der Festlegung aus Kapitel 6.1.1.4 die Bedeutung und Qualität des Workflows eines CMS maßgeblich aus der Umsetzung des Arbeitsablaufs im Bezug auf Content ergibt, ist dies hier besonders relevant. Die Verwendung eines reinen Kernsystems (bestehend aus den mitgelieferten Modulen) erlaubt nur eine objektorientierte, primitive, statische Form des Workflows. Hier besteht zunächst nur die Möglichkeit, für jeden vorgestellten Content-Typen festzulegen, ob dieser umgehend nach der Erstellung veröffentlicht wird oder ob ein Benutzer mit der Berechtigung "Inhalt verwalten" diesen zunächst bestätigen muss. Die Möglichkeit eines frei definierbaren Workflows mit Benachrichtigungen, Protokollierung, Vertreterregeln etc. wie in Kapitel 6.1.1.4 erläutert, bedarf der nachträglichen Installation des Moduls Workflow welcher in Bezug auf die Drupal Version 6.x keine Abhängigkeiten besitzt, die über das Kernsystem hinaus gehen und z. B. die freie Konfiguration der Benachrichtigung von Redakteuren über neue Publizierungen sowie andere, frei definierbare Statusänderungen bietet.[124]

Um Drupal betreiben zu können, ist eine PHP-Erweiterung des Webservers notwendig. Es ist unerheblich, ob es sich hierbei um einen Apache Server oder z. B. den IIS von Microsoft handelt. Bestimmte Funktionen sind allerdings für den Apache Server optimiert. Zahreddin erwähnt, dass Drupal mit MySQL, MS Access, MS SQL Server, Oracle und DB2 als Datenpersistenz lauffähig ist.[125] Drupal.org verlangt in der offiziellen Beschreibung der Systemanforderungen allerdings ausschließlich MySQL, PostgreSQL oder SQLite, wobei für die beiden letztgenannten nur eine eingeschränkte Kompatibilität zugesagt wird und SQLite sogar nur für die kommende Version 7 zu verwenden ist. In Bezug auf PHP wird ausschließlich Version 4.4 oder eine neuere Version unterstützt, PHP 5.2.x wird empfohlen. Für die Verwendung des Clean URL Moduls ist außerdem die Apache mod_rewrite Extension notwendig.[126] Bzgl. der Sicherheit des Systems ist natürlich darauf zu achten, dass die für PHP bekannten Sicherheitslücken bspw. durch Konfiguration des Error Reportings oder der Magic Quotes geschlossen werden. Sicherheitslücken in der Drupal-Implementierung selbst (z. B. Cross Site Scripting) sind niemals vollkommen ausgeschlossen und werden regelmäßig durch Updates behoben. Insbesondere solche Neuerungen werden den Administratoren auch vom Modul Update Status gemeldet.

Das Modul Search stellt die Suchfunktion für Drupal zur Verfügung und ist in der aktuellen Version ein Bestandteil der Core-Installation. Hiermit ist es sowohl einfachen Nutzern als auch Inhabern erweiterter Rollen und Administratoren möglich, alle ihnen zugänglichen indizierten Inhalte der Drupal Site zu durchsuchen. Indiziert bedeutet hierbei, dass nur die im Drupal Index enthaltenen Ausdrücke gefunden werden können. Der Index wird von sog. Cronjobs gepflegt, die je nach Konfiguration in regelmäßigen Abständen oder durch manuelles Aufrufen gestartet werden können. Da diese Cronjobs sehr performancelastig sind, empfiehlt es sich, in der Konfiguration des Search-Moduls eine Einschränkung auf eine sinnvolle Menge neuer Inhalte festzulegen. Hierdurch ist es also möglich, zu verhindern, dass das System zu lange mit sich selbst beschäftigt ist und ggf. Zeitüberschreitungen bei dessen Aufruf entstehen.[127] Darüber hinaus lässt die Konfiguration des Search Moduls eine globale Gewichtung von Treffern zu. Durch die numerische Gewichtung kann dem Modul Cron, das sich um die Cronjob-Verwaltung kümmert, mitgeteilt werden, inwiefern z. B. relevante Suchbegriffe, der Zeitpunkt der Veröffentlichung oder die Anzahl der Kommentare für die Positionierung der Funde im Index eine Rolle spielen.[128] Der Administrator kann entscheiden, ob die Suche für den Anwender immer zu sehen oder nur über einen Eintrag im Menü erreichbar ist. Für den Administrator selbst ist sie immer oben rechts in der Ecke zu sehen.[129] Die Fähigkeiten der Suche unterscheiden sich nur wenig von den Suchfunktionen bekannter Webseiten. Suchbegriffe können logisch mit AND oder OR verknüpft werden. Unter Verwendung der erweiterten Suche gibt es dedizierte Felder, deren Eingaben immer mit AND bzw. OR verknüpft werden. Natürlich kann hier auch eine Einschränkung der Suche (z. B. auf eine Kategorie) vorgenommen werden.[130]

Die Erweiterung der Funktionalität ist wie bei den meisten größeren Content-Management-Systemen auch in Drupal durch Module geregelt. Nach der Installation steht umgehend eine Grundmenge von Modulen zur Verfügung, wobei im webbasierten Konfigurationsmenü ersichtlich ist, welche für den grundsätzlichen Betrieb von Drupal nötig sind (Kernmodule) und bei welchen es sich um optionale Module handelt (Erweiterungsmodule), da diese zunächst deaktiviert sind.[131] Die notwendigen Module werden als Systemkern bezeichnet. "Der Systemkern realisiert Basisdienste wie den Zugriff auf die Datenbank und das Dateisystem, er enthält die wesentlichen Funktionen für die Erweiterbarkeit über Module und Themes, die Verwaltung von Nutzersitzungen (sog. Sessions), Menüs und Sprachvarianten (Locales) und bietet Funktionen zu Bildbearbeitung, [...]"[132] und diverse "[...] Vorkehrungen zur Steigerung der Performance für viel besuchte Seiten [...]"[133]. Selbst geschriebene oder von http://drupal.org heruntergeladene Erweiterungsmodule bedürfen vor der Verwendung jederzeit einer Sicherung des Datenbestandes, also der Drupal-Installation und in erster Linie der Datenbank, da deren Struktur durch Fehler in einzelnen Modulen beschädigt werden kann[134]. Obwohl sich Drupal in Zukunft immer mehr dahin entwickeln soll, dass Erweiterungsmodule mit Hilfe von Plug-And-Play-Setups eingerichtet werden können, ist davon auszugehen, dass die herkömmliche Installation in vielen Modulen erhalten bleibt.[135] Diese Installationen sind von Modul zu Modul verschieden und ergeben sich im Detail erst durch die modulspezifische Anleitung, welche immer im Lieferumfang eines Moduls enthalten ist. Die meisten Module verlangen lediglich das Extrahieren eines Archivs sowie das Kopieren dessen Inhalts in das Drupal-Modulverzeichnis. Einige noch nicht mit der Plug-and-Play-Funktion ausgestattete Module verlangen darüber hinaus ggf. noch das Ausführen eines SQL-Scripts. Sind diese Anpassungen vorgenommen, muss das Modul nur noch mit Hilfe der webbasierten Konfigurationsoberfläche aktiviert werden.[136]

Zielerträge Grundfunktionalitäten Drupal
Kriterium Zielertrag
Contentarten und -funktionen umfangreich
Template-Technologie genügend
Rechte- und Rollenverwaltung gut
Workflowmanagement mittel
Technologie und Sicherheit eher gut
Suche gut
Erweiterbarkeit hoch

Die Multilingualität der Oberfläche von Drupal (d. h. alle Textstrings der Webseite ausgenommen des Contents) lässt sich auf zweierlei Wege realisieren und pflegen. In erster Linie wird Gebrauch von Dateien gemacht, die die Endung .po besitzen und Texte der gewünschten Sprache enthalten. Diese können bequem über die webbasierte Administrationsoberfläche hochgeladen und verwendet werden. Viele der nachinstallierbaren Module bringen bei der Installation neue .po-Dateien mit, um die sprachbezogene Anpassbarkeit ihrer Oberflächeninhalte zu gewährleisten. Da viele Module und sogar das Kernsystem nicht komplett in alle gängigen Sprachen übersetzt sind oder manche Übersetzungen vielleicht nicht dem Geschmack des Webseitenbetreibers entsprechen, gibt es die Möglichkeit, einzelne Texte manuell zu übersetzen. Hierfür bietet die Administrationsoberfläche eine Suchfunktion, die das Auffinden von Texten und ihrer Übersetzung erleichtert.[137]

Die Mehrsprachigkeit von Content lässt sich mit Hilfe des bei der Core-Installation mitgelieferten Moduls "Content Translation" realisieren. Ist dieses Modul aktiviert und hat ein Inhaber der entsprechenden Administrationsrolle für einen Content-Typen die Option "Mehrsprachigkeit mit Übersetzung" aktiviert, muss ein Autor beim Anlegen dieses Content-Typen die verwendete Sprache wählen und kann anschließend hierfür den jeweiligen Inhalt zu hinterlegen.[138]

Drupal bietet in der Standardkonfiguration nach Installation des Kernsystems weder eine vorkonfigurierte Rechtschreibunterstützung noch ein inaktives Modul, das diese Möglichkeit ergänzt. Ein hinzu konfigurierbares Modul zur Rechtschreibunterstützung und -überprüfung trägt den Namen Spell Check und ist mit der Drupal-Version 6.x kompatibel. Spell Check benötigt auf dem Serversystem eine Installation der Rechtschreibprüfung Aspell, die wie Drupal der GNU General Public License unterliegt und somit nach der Definition aus Kapitel 5.1 frei verwendet werden kann.[139]

Im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung bietet Drupal alle nötigen Möglichkeiten zur Offpage-Optimierung, um gute Suchmaschinepositionierungen zu erreichen. Die Version 6.x bietet schon in der Kernversion das Path-Modul, das es erlaubt, sprechende URLs zu vergeben und somit wichtige Seiten wie die Kontaktseite besser in Suchmaschinen zu positionieren.[140] Durch die Nachinstallation des Pathauto-Moduls erhält Drupal die Fähigkeit jedem erstellten Inhalt (d. h. auch durch Anwender erstellten Content) aussagekräftige Namen zu geben. Dieser wird dann aus den anzugebenden Seitentiteln gebildet.[141] Meta-Tags können im Grundtemplate manuell hinzugefügt werden, was allerdings nicht sehr komfortabel ist und PHP-Kenntnisse erfordert, sobald z. B. der Seitentitel oder die Seitenbeschreibung hinzugefügt werden soll. Das Modul Nodewords (auch als Metatags-Modul bezeichnet) ermöglicht nach manueller Nachinstallation solche und weitere Suchmaschinenoptimierungen anhand des webbasierten Konfigurationsmenüs. Hiermit ist es bspw. auch möglich, Schlüsselwörter in verschieden Gültigkeitsbereichen zu vergeben oder die Inhalte der Robots.txt zu verändern, um z. B. das gesamte Indizieren der Drupalseiten durch Suchmaschinen zu veranlassen. Darüber hinaus bietet das Metatags-Modul auch die Möglichkeit GeoURLs zu hinterlegen, die wiederum Backlinks erzeugen, was sich äußerst positiv auf die Suchmaschinepositionierungen auswirkt.[142]

Der Export von Daten aus dem Drupal CMS heraus wird hauptsächlich durch das Exportieren der Datenbank auf MySQL-Ebene erzielt. So ist es mit entsprechendem Aufwand möglich, die Rohdaten in alle denkbaren Datenformate zu bringen. In erster Linie geht es hierbei aber darum, Backups für spätere Disaster-Recovery-Szenarien zu erstellen. Der Import vorhandener Daten aus anderen Systemen ist im Einzelfall zu prüfen. Hierzu bedarf es in der Version 6.x des CCK (Moduls Content Construction Kit), dessen Funktionalitäten aufgrund der hohen Nachfrage in der Version 7 maßgeblich in den Drupal Core übernommen wurden. Mittels CCK ergibt sich die Möglichkeit, selbst definierte Content-Typen zu erstellen und diesen Felder vom Typ Textfeld, Auswahlfeld, Audiodatei oder Bild hinzuzufügen.[143] In Verbindung mit dem Modul Node Import, das ebenfalls nachinstalliert werden muss, ist es nun möglich, CSV-Dateien zu importieren und hierdurch vorhandene Daten abzulösender Systeme in Drupal verfügbar zu machen.[144] Hierbei sind natürlich Unterschiede wie z. B. länderspezifische Datumsformate gesondert zu beachten. Nach dem Einspielen eines Backups ist auf jeden Fall eine Neuindizierung der Seite ratsam, um die Suche wieder voll einsatzbereit zu machen.[145]

Zielerträge Erweiterte Funktionaltäten Drupal
Kriterium Zielertrag
Mehrsprachigkeit mäßig
Rechtschreibprüfung gut
Suchmaschinenoptimierung bestens
Import/Exportfunktionalität eher vielfältig

Aufgrund der unterhalb von Kapitel 5.1 definierten Open-Source-Lizenz, fallen für die Anschaffungen dieser Software zunächst keine Kosten an. Auch MySQL, das erste Wahl für eine Drupal Installation sein sollte, unterliegt der GPL Version 2.0 und sowohl PHP 4 als auch PHP 5 unterliegen der PHP Open-Source-Lizenz, die der GPL sehr ähnlich ist.[146] Hieraus ergibt sich eine für die Verwendung von Open-Source-Software typische Kostensituation: Kosten fallen nicht für Software, sondern nur für Hardware und für das das System installierende und wartende Personal an. Kosten für Hardware ergeben sich hierbei hauptsächlich aus deren Beschaffung und Integration. Aufgrund der Schnelllebigkeit der Branche und dem damit verbundenen Wandel, dem ein Drupal CMS unterliegen wird, werden die Betriebs- und Wartungskosten die der Investition und Integration schnell übersteigen. Insbesondere für Unternehmen, die IT- und Softwareentwicklung nicht zu ihren Kernkompetenzen zählen, fallen der Betrieb und die Wartung eines Drupal CMS häufig sehr schwer. Hieraus ergibt sich neben der Beschäftigung externer Hosting-Unternehmen nicht selten auch ein Outsourcing der Instandhaltung. Hierfür besteht am Markt ein umfassendes Angebot an Unternehmen, die solche Dienstleistungen zur Verfügung stellen.

Zielerträge Kosten Drupal
Kriterium Zielertrag
Investitions- und Integrationskosten mittel
Betriebs- und Wartungskosten eher hoch

Da es sich nach dem Open-Source-Paradigma richtet, ist das Drupal Projekt besonders vielseitig. Die Mitglieder der Drupal-Community schaffen ständig neue, nützliche Funktionalitäten und investieren viel Mühe darin, ihre Errungenschaften in zahlreichen Foren und Blogs zu veröffentlichen.[147] Die aktuelle, stabile Release-Version von Drupal ist 6.17 und wurde am 2. Juni 2010 veröffentlicht. Die kommende Version 7 befindet sich aktuell noch in der Alpha Version 5.[148] Nach Zahreddin liegt laut Meinungsumfragen der größte Bedarf der Entwicklungen für Version 7 darin, die allgemeine Benutzerfreundlichkeit und das Erscheinungsbild von Drupal zu überarbeiten. Zudem werden weitere Ajax-Funktionalitäten Einzug in Drupal erhalten und die Installation mit Profilen erleichtert werden.[149] Patches zur Fehlerkorrektur oder Anpassungen von Modulen erscheinen regelmäßig in den modulspezifischen Foren der Drupal-Community. Leider bieten das CMS in der aktuellen Version nur eingeschränkte Möglichkeiten, um Administratoren über solche Neuerungen zu benachrichtigen. Das Modul Update Status ist hierbei sehr hilfreich.

Zielerträge Weiterentwicklungen Drupal
Kriterium Zielertrag
Updates häufig
Neue Module häufig

6.3.3 Typo3

Typo3 ist ein Web Content Management-Framework, das zahlreiche Aufgaben und Möglichkeiten eines CMS für verschiedene Nutzergruppen bereitstellt. In dieser Arbeit wird mit der aktuellen, im April 2010 als "stabil" veröffentlichten, Version 4.3.3 von Typo3 gearbeitet.[150]

Das Typo3 Framework umfasst im Grundzustand neben erwarteten Funktionalitäten, wie dem Erstellen und Anzeigen von erzeugten Seiten, einer Dateiübersicht und generellen Informationen zu abrufbarem Content, auch Module wie eine Content-Versionierung, einen Templategenerator TYPO3 Association oder den Aufgabenplaner. Eine Übersicht der vorhandenen Module einer Standardinstallation bietet die nachfolgende Tabelle. Eine detailliertere Auflistung einzelner Funktionen findet sich auf der Herstellerhomepage.[151]

Modulübersicht von Typo3 im Grundzustand[152]
Oberbegriff Enthaltene Funktionalitäten
Web Webseiten mit diversem Inhalt erstellen und bearbeiten, Vorschaufunktion, Listen- und Informationsübersicht über Webseiten, Zugriffsberechtigungen, Import-/Export, Versionierung, Templating, Papierkorb
Datei Dateiverwaltung (hochladen, verschieben, kopieren)
Benutzerwerkzeuge Aufgaben, Nachrichten, To-Do-Listen, Benutzerprofile bearbeiten, Arbeitsumgebungen (Live, Entwicklung etc.)
Adminwerkzeuge Benutzer erzeugen und verwalten, Erweiterungen installieren, Datenbankverwaltung, PHP- und Typo3-Konfiguration, Installationstool der Standardinstallation, Änderungsprotokoll, Systemberichte (z.B. Logdateien), Typo3-Planer für Systemänderungen
Hilfe Typo3-Hilfe, Modulübersicht und Beschreibungen, Handbücher, Templating und Skripting-Hilfen
Erweitert Verweise bearbeiten, Arbeitsumgebungen verwalten/wechseln, Verschiedene Cachingeinstellungen bearbeiten oder Caches löschen, Letzte Bearbeitungen einsehen (pro Sitzung), Suche, An-/Abmelden

Content kann im Grundzustand Strukturmerkmale typischer Seitenelemente, spezieller Seitenelemente, Formulare oder weiterer Plug-ins annehmen. Über dynamische Links kann Content auf allen Seiten eingebunden oder weiterverwendet werden. Alle Text-Elemente können über einen RTE bearbeitet oder durch einen Verweis zu einer systeminternen/-externen Quelle integriert werden. Die Umsetzung der Style-Elemente erfolgt in HTML, welche von Administratoren im Funktionsumfang eingeschränkt werden kann. Der Benutzer braucht hierfür keine HTML-Kenntnisse, der RTE wandelt Eingaben automatisch im Hintergrund um und zeigt diese während der Eingabe an. Unter typischen Elementen versteht Typo3 normalen Text, Bilder (auch mit Text kombiniert), Aufzählungen und Tabellen. Dateiverweise, Medien (Audio/Video), Menü/Sitemap, reines HTML oder Trenner sind als spezielle Elemente gekennzeichnet. Unter Dateiverweisen wird eine Liste von Dateien verstanden, die zum Herunterladen zur Verfügung gestellt werden. Medien können sowohl Audio- als auch Videoelemente darstellen. "Je nach Format, wird die Datei direkt eingebunden (Textdateien), nur ein Teil (z. B. bei HTML-Dateien der Inhalt des <body>-Tags) oder mit einem Tag (z. B. Flash-Film per <embed>-Tag)."[153] Zu den Formulartypen zählen in Typo3 das E-Mail-, das Such- und das Anmeldeformular. Es wird eine vorgefertigte Seite erzeugt, die vom Autor weitestgehend individualisiert werden kann. Sollte ein anderer Content-Typ benötigt werden, kann dieser mittels der Plug-in Option erzeugt werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass ein Administrator das benötigte Plug-in im Vorfeld nachgeladen hat. Jeder Content kann auf einer Seite oder in einem Seitenbaum, eine Sammlung mehrerer Seiten unter einem Oberpunkt, mit weiteren Optionen versehen werden. Es ist beispielsweise möglich die Anordnung auf der Seite zu variieren (links, mittig, rechts, Rand), die Verfügbarkeit zeitlich einzuschränken, Metadaten für in- und externe Suchen einzugeben, weitere Ressourcen hinzuzufügen oder den Zugriff einzuschränken.

Typo3 unterscheidet zwischen zwei Arten von Templates: zum einen die Dateivorlagen, welche reine HTML-Dokumente sind und Platzhalter für den späteren Inhalt zur Verfügung stellen. Zum anderen die TypoScript-Templates, die die benötigten Daten und Dateien aus der Datenbank mittels TypoScript in eine Dateivorlage einfügen und dynamische Inhalte (u. a. Menüs) zusammenstellen.[154] Für TypoScript-Templates bietet Typo3 sog. "template records" an, um die Erstellung und den Gebrauch von erstellten Seiten zu vereinfachen. "[...] template records enthalten die Informationen darüber, wie sich welche Seite verhält - welche Struktur sie hat, welches Aussehen, ob und wo Elemente angezeigt werden und so weiter."[155] Templates können beliebig komplex werden und sind in ihren Möglichkeiten quasi unbegrenzt. Unter Zuhilfenahme von Erweiterungen können Templates halbautomatisch erzeugt werden, es existieren sogar Templategeneratoren.

Mit Hilfe von Benutzerrechten sind einfache Workflows bereits mit Standardmitteln (Bearbeitungs- und Freigaberechte für Redakteure und Chefredakteure) verwirklicht. Diese Prozesse wurden seit Version 4.x durch sog. Workspaces erweitert. Diese ermöglichen es, dass neue Inhalte im Hintergrund erzeugt, bearbeitet, freigegeben und in einem Vorschauworkspace nochmals in der Gesamtheit der Webseite überprüft werden können, bevor sie auf der eigentlichen Seite veröffentlicht werden.[156] Eigene Workspaces können beliebig hinzugefügt und mit E-Mail-Benachrichtigungen versehen werden, um den Freigabeprozess den eigenen Anforderungen entsprechend zu gestalten. Weitere, komplexere Workflows sind über entsprechende Erweiterungen bereits vorkonfiguriert und können in das Typo3-System geladen werden.

Typo3 nutzt ein mächtiges Gruppen- und Benutzerverwaltungssystem, um Rechte auf Gruppen-, Benutzer-, Seiten- und Bearbeitungsoberflächenebene zu konfigurieren. "Diese Rechte können sehr fein aufgegliedert werden. Es ist möglich, ganze Module zu sperren oder aber nur einzelne Formularfelder. Benutzer können soweit eingeschränkt werden, dass sie nur in bestimmten Workspaces [...] arbeiten können. Auch das Backend kann gesperrt und der User gezwungen werden, im Frontend-Editing-Modus [...] zu arbeiten. Über TypoScript-Anweisungen können diese Rechte verfeinert werden."[157] Die Art des Rechtesystems kann dabei in beide Richtungen führen. Rechte können rollenbasiert (z. B. Redakteure, Chefredakteure oder Bildredakteure) oder aufgabenbasiert vergeben werden, wenn bestimmte Benutzer nur News oder Bilder pflegen oder als Forumadministrator oder Frontend-Editor fungieren sollen. Gruppen können deaktiviert werden. Die Berechtigungen für Dateien und Verzeichnisse werden aus Sicherheitsgründen für jeden Benutzer separat festgelegt.[158] Da Benutzer im Standard nur vom Admininistrator oder anderen Benutzern mit den entsprechenden Rechten angelegt werden können, existiert eine Erweiterung, die Typo3 mit einer Selbstregistrierung versieht.[159]

Als Open-Source-Software ist Typo3 ebenfalls in und für freie Technologien geschrieben. Es basiert ursprünglich auf PHP 4. Seit Version 4.2.0 ist die PHP-Version 5.2 für den Webserver zwingend erforderlich. Als Datenbank wird MySQL ab Version 4.0.18 empfohlen.[160] Einige Erweiterungen können unter Umständen neuere Versionen der Komponenten für den optimalen Betrieb fordern. "TYPO3 ist grundsätzlich auf jedem Webserver einsatzfähig, der PHP betreiben kann. Generell zu empfehlen ist der weltweit meistgenutzte Webserver Apache."[161] Um eine erweiterte Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten wird vom Hersteller empfohlen, die freien Grafikbearbeitungsprogramme GDLib, FreeType, ImageMagick und GraphicsMagick in das System zu integrieren. "Diese Grafikbearbeitungsprogramme sind für den Betrieb [...] nicht zwingend erforderlich, der Erfolg von TYPO3 gründet sich jedoch [...] auf die vielfältigen grafischen Möglichkeiten, die durch den Einsatz von ImageMagick und Co. mit relativ geringem Aufwand möglich sind."[162] Um als Anwender mit dem System arbeiten zu können ist nur ein aktueller Browser mit JavaScript-Unterstützung erforderlich. Zudem sollte ein installierter Popup-Blocker für die URL des Webauftritts ausgeschaltet oder entsprechend konfiguriert sein. In punkto Sicherheit setzt Typo3 im Urzustand auf gängige Standards, die vom Systemadministrator erweitert und angepasst werden können. "TYPO3 unterstützt einen sicheren Datei-Download. Passwortübertragungen und Speicherung (Backend) sind mit MD5 verschlüsselt. IP-Filterung kann für Intranets, Extranets und administrative Bereiche aktiviert werden. Multistatus Login-Benachrichtigungen via E-Mail warnen zuverlässig vor Eindringlingen. Echte Verschlüsselung des Datentransfers wird über den SSL-Standard realisiert."[163] Nach einer erfolgreichen Erstinstallation prüft und weist das System von sich aus auf typische Schwachstellen hin. Der Administrator bekommt Warnmeldungen, wenn das Installationswerkzeug noch aktiv geschaltet ist oder für die Standardbenutzer noch die Standardpasswörter aktiviert sind. Gängige PHP-Schwachstellen in der Konfiguration (z. B. der Parameter "register_globals = On") werden bereits während der Installation behandelt, können manuell jedoch umgesetzt werden. Im Fall einer zu langen Inaktivität wird der angemeldete Benutzer automatisch ausgeloggt und muss sein Passwort zur weiteren Arbeit erneut eingeben. Zur Übersicht dienen dem Administrator ein Protokoll, das Zugriffe, Anmeldungen und Änderungen am System anzeigt, sowie eine Berichtsübersicht, die gängige Einstellungen am System in optischer Form darstellt.

Typo3 bietet in der Grundkonfiguration lediglich eine rudimentäre Suchfunktion an, die vorhandene Einträge der aktuellen Seite inklusive Unterseiten durchsucht. In der Fachliteratur wird bei Ebner[164] oder Ripfel jedoch regelmäßig auf ein Plug-in mit dem Namen "indexed_search" verwiesen, das in der Grundkonfiguration vorhanden, jedoch noch nicht installiert ist. Diese leistungsfähige Suche indiziert manuell oder automatisch neue Seiteninhalte und zeigt dem Benutzer die Ergebnisse an.[165] Die Erweiterung bietet umfangreiche Konfigurations- und Anpassungsmöglichkeiten. Hierunter fallen z. B. Schlüsselwörter nach Prioritäten zu ordnen und beim Suchen zu verketten, das Durchsuchen externer Dateien (doc, xls, ppt, pdf, zip etc.) über das Einbinden weiterer kostenfreier Programme, die Suche nach Wortphrasen (unscharfe Suche) oder sprachübergreifende/-unabhängige Suchfunktionen.[166] Die Suchmaske kann auf der Oberfläche auf einer separaten Seite, auf jeder Seite von Hand, oder über ein Template auf jeder Seite automatisch eingebunden werden[167].

Die Open-Source Gemeinde von Typo3 bietet zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit ca. 4500 Erweiterungen in Form von Paketen, Modulen oder Plug-ins für das System an[168]. Der Umfang einer Erweiterung reicht von einigen wenigen neuen Bildern bis hin zu kompletten Systemteilen, beispielsweise eines Shopsystems. Mit den vorkonfigurierten Einstellungen werden aus Sicherheitsgründen lediglich ein Bruchteil der Erweiterungen aus dem online verfügbaren Extension Repository angezeigt. "Seit der Version 4.0 müssen Extensions zur Qualitätssicherung eine Basisprüfung auf weit verbreitete Sicherheitsprobleme erfolgreich absolvieren. Für eine Freigabe ist die Zustimmung von zwei Mitgliedern des Security-Teams erforderlich. Extensions, die diese Prüfung noch nicht erfolgreich absolviert haben, werden als unsupported gekennzeichnet und in der Standardeinstellung [...] nicht berücksichtigt."[169] Der Administrator kann diese Einstellung jedoch beliebig ändern. Für eine gezielte Suche nach neuen, beliebten oder nach Themen geordneten Erweiterungen bietet sich die Suchmaske der Homepage von Typo3 an. Die Erweiterungen lassen sich bequem aus der Übersicht heraus in wenigen Schritten installieren. Schritt eins lädt das Modul aus dem Repository in die lokale Installation, Schritt zwei installiert das Paket. Bei einigen Erweiterungen können weitere Schritte hinzukommen. Informationen über die Module können jederzeit über einen Klick auf den Titel angezeigt werden und beinhalten "eine genaue Übersicht mit Angaben wie Titel, Autor, Version, aber auch enthaltene Dateien und Datenbanktabellen."[170] Zur Erstellung eigener Erweiterungen gibt es bereits eine spezielle Extension, den "Extension Kickstarter". Dieser bietet ein Grundgerüst, u. a. bestehend aus Informationen, Daten- und Erweiterungsbanktabellen, Menüelementen, Sprachen etc., um Erweiterungen anzulegen.[171]

Zielerträge Grundfunktionalitäten Typo3
Kriterium Erfüllungsgrad
Content sehr gut
Templates ausgezeichnet
Rechte- und Rollenverwaltung gut
Workflowmanagement detailliert
Technologie und Sicherheit gut
Suche befriedigend
Erweiterbarkeit hoch

Sowohl Typo3 als auch PHP unterstützen den UTF-8 (Unicode Transformation Formats) Zeichensatz, welcher die Voraussetzung zur Darstellung vieler Sonderzeichen ist, sowohl an der Oberfläche als auch in der Datenbank. Auch die Datums- und Zahlenfelder sind dafür ausgelegt, verschiedene Anzeigeformate unterstützen zu können.[172] Typo3 bietet mehrere Konzepte für die Mehrsprachigkeit an. Die in der Literatur verbreitetsten sind das One-Tree- und das Two-Tree-Konzept.[173] Letzteres sieht vor, eine Seite bzw. einen Seitenbaum für jede Sprache separat anzulegen. Das One-Tree-Konzept pflegt alle Sprachen innerhalb eines Seitenbaums. Als Übersetzungsvorlage kann der Content aus der eingestellten Standardsprache kopiert und bearbeitet werden.[174] Neben reinem Text können auch Bilder, beispielsweise Sprachflaggen oder Logos von der gewählten Sprache abhängig sein.[175] Um sicher stellen zu können, den mehrsprachigen Content immer einheitlich in alle angebotenen Sprachen übersetzt zu haben, wird eine gesonderte Übersicht angeboten. Diese zeigt für alle mehrsprachigen Seiten an, ob und welche Übersetzungen im System für den Seiteninhalt/-aufbau vorliegen.[176]

Typo3 bietet eine vorkonfigurierte Rechtschreibprüfung in seinem RTE[177]. Diese war aufgrund einer fehlerhaften Implementierung im System auf dem zur Verfügung stehenden Windows-Server jedoch nicht zu konfigurieren. Eine andere Möglichkeit bietet das Plug-ins für den RTE "aspell", welches dort integriert, aktiviert und konfiguriert werden kann. Des Weiteren wird ein anderer RTE Editor "tinyRTE" empfohlen, der diese Funktionalität anbietet. Die Erweiterung aspell funktioniert in der aktuellen Version nicht auf Windows-Servern.

In der Standardinstallation ist die Optimierung für eine Suchmaschine nur zum Teil gegeben. Typo3 erfüllt dabei die Grundvoraussetzungen für ein gutes Ranking in den Suchmaschinen, also fehlerfreien und validen Code, einen performanten Webserver sowie korrektes Error-Handling. Es können Seitentitel und Metatags angegeben werden, die per Erweiterung "metatags" global auf jeder Seite verfügbar gemacht oder mittels "bk_automakemetatags" automatisiert für jede Seite erzeugt werden können.[178] Um die Schlüsselwortliste weiter zu verdichten, kann mit Tooltipps gearbeitet werden. Diese erlauben es, mehr Inhalt auf einer Seite unterzubringen, "der Ihren Besuchern aber trotzdem einen direkten Marktwert präsentiert."[179] Jedoch werden Links nicht mit sprechenden ID's versehen. Mittels Erweiterungen wie "realurl" lassen sich suchmaschinenfreundliche Links generieren[180]. Die Konfiguration erfolgt unter Zuhilfenahme von TypoScript und der mod_rewrite-Konfiguration in der .htaccess-Datei. Um bei der Generierung der Links nicht unnötig und wiederholt Ressourcen zu verschwenden, werden diese in Datenbanktabellen gespeichert. Beim Ändern eines Seitenlinks wird der Link automatisiert angepasst.[181]

Es wird empfohlen, regelmäßig eine Sicherung des Systems zu erstellen. Hierfür wird eine Import- und Export-Funktionalität bereitgestellt. Diese sichert und importiert Daten von Seiten, Seitenbäumen oder ganzen Systemen inklusive wählbarer Tabellen in dem Typo3 Austauschformat T3D. Das Verfahren wird durch einen Assistenten unterstützt.[182] Dieser erstellt eine Vorschau des Exports und kann andere Exporte mit dem aktuellen Stand vergleichen. Vor einem Import sollte sichergestellt werden, dass alle in der Importdatei benötigten Erweiterungen installiert sind, da sonst die Tabellen der nicht vorhandenen Erweiterungen verloren gehen.[183] Exporte in einer allgemeingültigen Sprache wie XML sind zurzeit noch im Alphastadium der Entwicklung.

Zielerträge Erweiterte Funktionalitäten Typo3
Kriterium Erfüllungsgrad
Mehrsprachigkeit gut
Rechtschreibprüfung mäßig
Suchmaschinenoptimierung genügend
Import/Export minimal

Da Typo3 auf Open-Source Technologie setzt, entstehen in der direkten Anschaffung keine Kosten. Unternehmen könnten jedoch überlegen, vorkonfigurierte Systeme zu nutzen, die von professionellen Typo3-Partnern installiert, gewartet und gehostet werden, was wiederum zu Kosten führt. Die Integration in eine bestehende Serverlandschaft kann aufgrund der Standardvoraussetzungen für Webanwendungen ohne große Probleme vollzogen werden. Aufgrund der Komplexität dürften jedoch zusätzliche Kosten für Schulungen unumgänglich sein, um einen reibungslosen Betrieb gewährleisten zu können. Dies wirkt sich zudem positiv auf die Betriebskosten aus, die durch entsprechend geschultes Personal auf ein Minimum reduziert werden können. Die Plattform des CMS kann durchaus alleinstehend betrieben werden, um gängige Prozesse nicht zu belasten, sondern ggf. durch das zusätzliche oder zentrale Angebot zu unterstützen. Firmen, die keine derartige Software- oder Serverlandschaft besitzen und pflegen, sollten diesen Kostenbeitrag nicht unterschätzen.

Zielerträge Kosten Typo3
Kriterium Zielertrag
Investitions- und Integrationskosten mittel
Betriebs- und Wartungskosten eher hoch

"Um TYPO3 hat sich eine große und lebendige Entwicklergemeinde gebildet - ständig werden neue Verbesserungen und Extensions publiziert. In zahlreichen Foren, Newsgroups und Mailinglisten werden Fragen rund um TYPO3 gestellt und (meistens) beantwortet."[184] Typo3 wird von zwei Seiten aus weiterentwickelt. Zum einen durch die offizielle TYPO3-Association (bestehend aus dem Erfinder, langjährigen Mitarbeitern und zahlreichen Entwicklerteams), mit dem Ziel, eine stabile Basis zu schaffen und die Transparenz und Effizienz von Typo3 zu verbessern. Die Entwicklerteams kümmern sich zudem um das Bug Fixing, die Core-Weiterentwicklung, die Sicherheit, das Design, das Content-Rendering und vieles mehr, damit sich Typo3 ständig weiterentwickelt und verbessert. Auf der anderen Seite steht die Typo3-Community, aus welcher eigene Erweiterungen, Bug-Meldungen und Komplettsysteme hervorgehen, die Anwendern zur Verfügung gestellt werden.[185]

Zielerträge Weiterentwicklungen Typo3
Kriterium Zielertrag
Updates häufig
Neue Module häufig

6.3.4 Wordpress

Wordpress ist im eigentlichen Sinne kein CMS sondern ein Weblog. Das "log" steht für Tagebuch und "Web" steht für die Benutzung im World Wide Web. Es bedeutet daher so viel wie Online-Tagebuch oder frei übersetzt Online-Journal.[186] Es besteht im Grundsatz aus der Publikation von Inhalten und Texten, ohne dass der Anwender die Technik bzw. die Programmiersprachen kennt. Die geschriebenen Inhalte erscheinen chronologisch geordnet. Neben den Artikeln, die publiziert werden können, besteht auch die Möglichkeit, Seiten zu erstellen.[187] Diese repräsentieren statische Inhalte, die sich z. B. zur Darstellung eines Impressums nutzen lassen. Mittels dieser Technik lässt sich Wordpress indirekt auch als CMS nutzen, da die Steuerung von Inhalten für Autoren und Redakteure möglich ist.[188] Wordpress unterstützt den Einsatz von sog. Widgets. Dies sind kleine Funktionalitäten, z. B. Suche, Kalender, usw. Früher mussten diese beim Einbinden in eine Sidebar immer auf Dateiebene inkludiert werden. Dies kann jetzt bequem über die Startseite des Admin-Portals, das sog. Dashboard, geschehen. Ein Zugriff auf die Dateien ist somit nicht mehr erforderlich.[189] Die aktuelle Wordpress-Version ist 2.9.2, welche für die nachstehenden Funktionalitäten die Referenz ist[190].

Im Installationszustand wird Content in Form von Artikeln oder Seiten erstellt. Eine Modularisierung zur Nutzung auf mehreren Seiten ist nicht vorgesehen. Diese lässt sich nur mittels Widgets realisieren. Die Content-Pflege der Widgets geschieht meist nicht über das Admin-Portal, sondern direkt in den PHP-Dateien. Alle Inhalte, die über das Admin-Portal pflegbar sind, können über einen RTE von TinyMCE gepflegt werden. Dadurch wird dem Anwender die Möglichkeit gegeben, Textformatierungen ohne HTML-Kenntnisse auszuführen. Ein Editieren des erzeugten HTML-Codes ist für erfahrenere oder geübte Anwender auch möglich.[191] Mittels des RTE ist das Editieren von Text und das Einfügen von Bildern, Flash-Animationen, Medien-Dateien, Tabellen, Aufzählungen und Verweisen (Links) möglich. Das Verwalten von Bildern, Videos und anderen Daten geschieht über ein Medienarchiv, die sog. Mediathek. Hier können Dateien hochgeladen und mit Namen und Beschreibung versehen werden.

Wenn verschiedene Seiten eigene Funktionalitäten bereitstellen sollen, können dafür unterschiedliche Seiten-Templates verwendet werden. Diese bestehen aus Template-Dateien, Template-Tags und ggf. PHP-Code. Seiten können allerdings nicht in die bestehende Kategoriestruktur des Blogs eingebunden werden,[192] sondern nur hierarchisch ineinander verschachtelt werden, um eine Art Navigationsstruktur zu bilden. Eine eigene Template-Verwaltung, die es beim Erstellen einer neuen Seite erlaubt, aus einer Vorlage zu wählen, existiert in Wordpress nicht.

Wenn in Wordpress ein neuer Artikel angelegt wird, bekommt dieser den Status "Entwurf"[193]. Dies bedeutet, dass er angelegt, aber noch nicht veröffentlicht wurde. Für normale Benutzer ist er noch nicht sichtbar und er muss noch publiziert werden. Dies kann je nach Benutzergruppe durch den Autor oder einen berechtigten Redakteur bzw. Administrator geschehen. Wenn ein bereits publizierter Artikel geändert wird, behält er den Status "veröffentlicht" bei, muss also nicht neu freigegeben werden, damit die Änderungen sichtbar sind.[194] Es besteht die Möglichkeit, in Wordpress einen Artikel sofort oder zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu publizieren. Dadurch lassen sich schon im Voraus Artikel schreiben und so datieren, dass sie erst zum gewünschten Zeitpunkt sichtbar werden. Dies ist z. B. für Meldungen sinnvoll, die außerhalb der Geschäftszeiten erscheinen sollen.[195]

Zur Unterscheidung der Rechte, die ein Benutzer haben kann, kennt Wordpress fünf Benutzerstufen[196]. Dabei wird der Anwender genau einer Gruppe zugeordnet. Eine höhere Stufe beinhaltet automatisch alle Rechte der darunter liegenden. Ein Abonnent ("Subscriber") besitzt die Rechte, Artikel zu lesen und Kommentare abzugeben, wenn diese Funktion nur registrierten Benutzern zugänglich ist. Die nächst höhere Stufe ist der Mitarbeiter ("Contributor"). Dieser darf selber Artikel verfassen und seine eigenen geschriebenen Artikel ändern, diese jedoch nicht freigeben. Auch Artikel anderer Benutzer darf der Mitarbeiter nicht editieren. Dem Autor ("Author") ist es neben dem Schreiben von Artikeln auch erlaubt, eigene Artikel freizugeben. Weiterhin darf er auch Dateien hochladen und eigene, freigegebene Artikel wieder zurücknehmen. Der Redakteur ("Editor") darf alle Artikel verwalten und freigeben. Weiterhin darf er Seiten anlegen, ändern und löschen. Außerdem besitzt er die Möglichkeit Kategorien anzulegen, zu editieren und zu entfernen.[197] Die höchste Benutzerstufe ist der Administrator ("Admin"). Dieser besitzt Zugriff auf alle Funktionen und Konfigurationen des Blogs. Er darf Themes bearbeiten und ändern und hat den Zugriff auf die Verwaltung der Plug-ins. Der Administrator-Zugang sollte nur für Änderungen an den Konfigurationen des Blogs benutzt werden, zur täglichen Pflege sollte ein Benutzer mit eingeschränkten Rechten angelegt und benutzt werden.[198]

Wordpress ist ein auf PHP und MySQL basierendes System. MySQL wird als Datenbank mindestens in der Version 4.1.2 und PHP als Interpretationssprache mindestens in der Version 4.3 benötigt.[199] Empfohlen wird allerdings die PHP Version 5.x, da einige Plug-ins und Erweiterungen zu PHP 4 inkompatibel sind und damit nicht funktionieren würden.[200] Wenn sprechende URLs verwendet werden sollen, wird zusätzlich das Apache-Webserver Modul mod_rewrite benötigt[201]. Wenn kein Apache Webserver, sondern ein http-Server eines anderen Herstellers verwendet wird, muss ein entsprechendes äquivalentes Modul installiert sein. Für zusätzliche Erweiterungen (z. B. Captchas) ist es unter Umständen notwendig, dass entsprechende Apache- oder PHP-Module installiert sind. Passwörter werden in der Datenbank, in der durch Wordpress angelegten Tabelle "wp_users" gespeichert und durch einen MD5 Algorithmus verschlüsselt. Eine Authentifizierung gegen ein LDAP- oder Active Directory-System ist nicht möglich. Bei sicherheitsproblematischen PHP-Einstellungen wie "register_globals" oder "magic_quotes_gpc" werden von Wordpress keine Vorgaben gemacht. Es funktioniert mit allen einstellbaren Werten.

Eine globale Suche im Dashboard über sämtlichen Content bietet Wordpress nicht. Dafür existiert im Bereich Artikel und Seiten jeweils eine Suche, die sämtlichen Content unterhalb der jeweiligen Inhalte durchsucht.[202] Somit kann der Autor einen Content leicht finden, wenn er die zugehörige Kategorie kennt. Im Frontend existiert eine Suche, die entweder auf Dateiebene über das Theme[203], oder im Dashboard über die Anzeige der Widgets gesteuert werden kann. So ist die Position und das Design einfach anzupassen. Es wird über alle Artikel und alle Seiten gesucht, welche im Blog angezeigt werden.

Wer Wordpress um Funktionalität erweitern möchte und keine PHP-Kenntnisse besitzt, oder dies schnell und bequem erledigen möchte, kann auf Plug-ins zurückgreifen. Es existieren im offiziellen Plugin-Verzeichnis mehr als 8000 Einträge.[204] Diese lassen sich einfach über das Admin-Portal (unter dem Menüpunkt "Plug-in installieren") suchen und installieren. Sind die gewünschten Erweiterung gefunden worden, muss dem Link "Jetzt installieren" gefolgt werden. Nach Eingabe der Verbindungsinformationen wird alles automatisiert installiert. Anschließend muss die Komponente noch aktivieren werden.[205] Plug-ins, die direkt von einem Hersteller heruntergeladen werden, können nur halbautomatisch installiert werden. Statt der Auswahl eines Plug-ins auf der Suchseite, wird dort diw Schaltfläche "Hochladen" angewählt und es wird der Pfad zu der ZIP-Datei angegeben. Nach der Bestätigung erfolgt der Rest analog zur vollautomatischen Installation.[206] Besondere Plug-ins werden manuell in das Plug-in-Verzeichnis kopiert und anschließend über das Admin-Portal aktiviert[207]. Bei einigen Erweiterungen muss zusätzlich zum Hochladen von Dateien noch Quellcode der Themes angepasst werden[208]. Das offizielle Plugin-Verzeichnis von Wordpress bietet den Vorteil, dass eine Information erfolgt, wenn es von einer Erweiterung eine neue Version gibt. Dies ist unter der Plug-in-Verwaltung im Administrations-Portal erkennbar. Die Aktualisierung erfolgt wiederum völlig automatisch, der Systemadministrator muss nur die Verbindungsdaten zu seinem FTP-Server angeben. Eine manuelle Aktualisierung ist selbstverständlich auch möglich und macht Sinn, wenn an dem Plug-in selbst noch etwas verändert worden ist.[209]

Zielerträge Grundfunktionalitäten Wordpress
Kriterium Erfüllungsgrad
Contentarten und -funktionen rudimentär
Template-Technologie ohne
Workflowmanagement eingeschränkt
Rechte- und Rollenverwaltung schlecht
Technologie und Sicherheit akzeptabel
Suche ungenügend
Erweiterbarkeit mittel

Die Anzeige des Administrationsbereiches von Wordpress muss immer auf eine Sprache festgelegt werden. Eine Mehrsprachigkeit wird nicht unterstützt. Wer diese im Admin-Portal anbieten möchte, muss dieses Plug-in installieren.[210] Die Mehrsprachigkeit im Frontend zu realisieren ist etwas komplexer. Es wird dabei zwischen statischen Inhalten, die in den Templates der Themes stehen und Inhalten, die durch Autoren gepflegt werden, unterschieden. Die Sprache der statischen Inhalte lässt sich mittels Konfiguration in Wordpress festlegen. Dies setzt voraus, dass eine entsprechende Datei in der gewählten Sprache zur Verfügung steht. Aktuell werden rund 50 Sprachen durch Wordpress unterstützt.[211] Des Weiteren dürfen Texte in den Themes nicht im Klartext gepflegt werden, sondern die von Wordpress genutzte Lokalisierungsmöglichkeit mittels der PHP-Methode gettext ist zu nutzen. Anschließend müssen die Texte in der Sprachdatei entsprechend gepflegt werden.[212] Die gleichzeitige, mehrsprachige Pflege von Inhalten ist in Wordpress nicht vorgesehen. Um dies zu ermöglichen, ist der Einsatz von Plug-ins notwendig.

Eine direkte Rechtsschreibprüfung besitzt Wordpress nicht. Der verwendete WYSIWYG-Editor TinyMCE nutzt zur Rechtschreibprüfung einen internen Spellchecker, der nicht Teil des Editors ist und daher nicht direkt zu Wordpress gehört. Neben der deutschen lässt er sich auch noch für einige andere Sprachen (z. B. Englisch, Spanisch, Französisch, etc.) einstellen.

Wordpress bietet sehr gute Voraussetzungen für eine Suchmaschinenoptimierung der Homepage. Es bietet die Möglichkeit der sprechenden URLs. Diese sind standardmäßig nicht aktiviert, lassen sich aber leicht über das Administrationsportal einschalten. Die Struktur der sog. Permalinks kann entweder aus voreingestellten Möglichkeiten gewählt oder mittels Platzhalter selbst nach eigener Vorstellung gestaltet werden.[213] So entstehen URLs, die von Suchmaschinen und Benutzern besser gelesen und interpretiert werden können. Auch der Title-Tag kann bei Wordpress individuell vergeben werden, was eine weitere Optimierung für Suchmaschinen bietet. Für diesen Tag wird in den meisten Fällen der Titel des Artikels bzw. der Seite verwendet.[214] Weitere wichtige Punkte für die Suchmaschine sind HTML-Überschriften verschiedener Ordnungen (h1 - h6). Neben den fest verwendeten h1- und h2-Überschriften lassen sich die restlichen in Wordpress über den WYSIWYG-Editor frei vergeben und individuell bestimmen.[215] Des Weiteren existieren Plug-ins, die die Suchmaschinenoptimierung von Wordpress noch erhöhen können. Diese lassen sich ganz nach Bedarf installieren und verwenden. Sie bieten die Möglichkeit, Kleinigkeiten im Quelltext des Artikels zu korrigieren oder erweitern die Pflegemöglichkeiten beim Erstellen von Seiten und Artikeln um die individuelle Anpassung von Meta-Tags.[216]

Jedes Wordpress System stellt eine Export-Funktion zur Verfügung. Das benutzte Format ist dabei XML. Es besteht die Möglichkeit, Artikel, Seiten, Kommentare, Kategorien, Tags und benutzerdefinierte Felder zu exportieren.[217] Multimediainhalte, wie Bilder und Videos werden dabei nicht berücksichtigt. Auch der Export von Templates und Plug-ins ist nicht möglich, da das Design strikt von dem Content getrennt ist.[218] Wordpress verfügt über eine Import-Funktion. Mit dieser lassen sich Inhalte aus diversen anderen Blog-Systemen (z. B. Blogger, Blogware, LiveJournal, etc.) importieren. Auch Daten aus einem anderen Wordpress lassen sich über den Import-Bereich in das System einspielen.[219] Der Nachteil besteht wie bei vielen vergleichbaren Systemen darin, dass bspw. Bilder und Multimedia-Daten nicht mit importiert werden können[220].

Zielerträge Erweiterte Funktionalitäten Wordpress
Kriterium Erfüllungsgrad
Mehrsprachigkeit rudimentär
Rechtschreibprüfung mäßig
Suchmaschinenoptimierung bestens
Import/Export akzeptabel

Zur Einführung von Wordpress sind mehrere Varianten denkbar. Eine Möglichkeit, die für kleine Seiten von Privatpersonen Sinn machen kann, ist die Nutzung kostenloser Anbietern. Bei http://de.wordpress.com/ kann jeder einen kostenlosen Blog anmelden, der anschließend unter der Domain http://name.wordpress.com erreichbar ist.[221] Eine weitere Variante ist die Installation auf Webspace oder einem Server, der gegen eine monatliche Gebühr gemietet werden kann. Hier müssen nur die Voraussetzungen zum Betrieb von Wordpress (PHP ab 4.x, MySQL) berücksichtigt werden. Die Kosten beschränken sich auf die monatlich anfallenden Gebühren. Die dritte Möglichkeit ist die Installation auf einem eigenen Server. Wenn dieser bereits vorhanden ist, fallen keine Kosten an, sonst entstehen ggf. die Anschaffungskosten für einen entsprechend leistungsfähigen Server. Zusätzlich gibt es immer Aufwendungen für Personal, das zur Einrichtung, Strukturierung und ggf. initialen Befüllung benötigt wird.

Bei Wordpress fallen während des Betriebs Kosten für Betrieb und Wartung an. Jemand muss sich um die Administration des Blogs kümmern. Dieses mehr oder weniger zeitaufwändige Unterfangen wird meistens von einem Administrator erledigt, der auch gleichzeitig die Server betreut. Wenn Wordpress auf einem Webspace oder bei http://de.wordpress.com/ läuft, fallen für die Serveradministration keine separaten Kosten an, da dies über die monatliche Gebühr bereits abgegolten ist. Neben den Kosten für die Administration fallen zudem Aufwendungen für das Erstellen und Warten des Contents an. Die Personalkosten hierfür variieren je nach Anzahl und Größe des Inhaltes. Je mehr Content in das System geschrieben wird, desto höher sind die Kosten.

Zielerträge Kosten Wordpress
Kriterium Erfüllungsgrad
Investitions- und Integrationskosten eher gering
Betriebs- und Wartungskosten eher gering

Wordpress wird stetig aktualisiert und weiterentwickelt. Eine Priorität liegt dabei in der Entfernung von Sicherheitslücken, eine andere auf der Implementierung neuer Funktionalitäten. Die aktuelle Version ist die 2.9.2. Wordpress 3.0 befindet sich aktuell im Beta-Stadium. Zwar war die Veröffentlichung der Version 3 auf den 15.05.2010 datiert[222], fand aber tatsächlich erst am 17. Juni statt. Die Weiterentwicklungen und Anpassungen an Wordpress werden von einer großen Community getrieben, so dass auftretende Sicherheitslücken schnell beseitigt werden können. Über den Globus verteilt arbeiten mehr als 100 Entwickler und Designer an der Weiterentwicklung von Wordpress.[223]

Neu erschienene Versionen lassen sich einfach über das Administrationsportal installieren. Dort wird ein Hinweis angezeigt, sobald eine neue Version erschienen ist. Durch Klick auf einen Link und Angabe der Zugangsdaten für den FTP-Zugang aktualisiert sich Wordpress automatisch. Empfohlen wird ein vorheriges Backup des Systems.[224] Eine manuelle Aktualisierung ist bei Wordpress auch möglich, erfordert aber mehr Zeit und weitergehende Kenntnisse des Systems.

Zielerträge Weiterentwicklungen Wordpress
Kriterium Erfüllungsgrad
Updates häufig
Neue Module häufig

6.4 Skalieren der Zielerträge

In dieser Arbeit wird eine fünfstufige aufsteigende Skala verwendet. Mit dieser werden die Bewertungen der Erfüllungsgrade auf eine gemeinsame Basis gestellt. Damit lassen sich einerseits die Unterschiede der Systeme fein genug abbilden, zum anderen Scheingenauigkeiten vermeiden.[225]

Skalierung der Zielerträge
Kriterum \ Punkte 1 2 3 4 5
A Grundfunktionalitäten
Contentarten und -funktionen rudimentär eingeschränkt angemessen umfangreich sehr gut
Template-Technologie ohne ansatzweise genügend gut ausgezeichnet
Rechte- und Rollenverwaltung nicht vorhanden schlecht mittel gut sehr gut
Workflowmanagement nicht möglich eingeschränkt mittel detailliert sehr detailliert
Technologie und Sicherheit schlecht eher schlecht akzeptabel eher gut gut
Suche fehlt ungenügend befriedigend gut sehr gut
Erweiterbarkeit nicht vorhanden eher gering mittel eher hoch hoch
B Erweiterte Funktionalitäten
Mehrsprachigkeit nicht existent rudimentär mäßig gut exzellent
Rechtschreibprüfung fehlt mäßig ausreichend gut sehr gut
Suchmaschinenoptimierung keine schwach genügend eher gut bestens
Import-/Exportfunktionalität nicht vorhanden minimal akzeptabel eher vielfältig sehr vielfältig
C Kosten
Investitions- und Integrationskosten hoch eher hoch mittel eher gering gering
Betriebs- und Wartungskosten hoch eher hoch mittel eher gering gering
D Weiterentwicklung
Updates nie selten manchmal häufig sehr oft
Neue Module nie selten manchmal häufig sehr oft

6.5 Nutzwert je Alternative

Nach den in den vorherigen Kapiteln vorgenommenen Schritten zur Ermittlung und Skalierung der Zielerträge folgt nun deren Überführung in Zielwerte.

Nutzwertanalyse Überblick
Zielkriterien/CMS Joomla! Drupal Typo3 Wordpress
Gewichtung Zielertrag (skaliert) Zielwert Zielertrag (skaliert) Zielwert Zielertrag (skaliert) Zielwert Zielertrag (skaliert) Zielwert
Grundfunktionalitäten
60,00%
 
(2)
 
(2,15)
 
(2,75)
 
(1,2)
Content
15,00%
3
0,45
4
0,6
5
0,75
1
0,15
Templates
10,00%
4
0,4
3
0,3
5
0,5
1
0,1
Rechte- und Rollenverwaltung
5,00%
2
0,1
4
0,2
4
0,2
2
0,1
Workflowmanagemen
10,00%
2
0,2
3
0,3
4
0,4
2
0,2
Technologie und Sicherheit
5,00%
3
0,15
4
0,2
5
0,25
3
0,15
Suche
5,00%
4
0,2
3
0,15
3
0,15
2
0,1
Erweiterbarkeit
10,00%
5
0,5
4
0,4
5
0,5
4
0,4
Erweiterte Funktionalitäten
20,00%
 
(0,7)
 
(0,8)
 
(0,55)
 
(0,6)
Mehrsprachigkeit
5,00%
4
0,2
3
0,15
4
0,2
2
0,1
Rechtschreibprüfung
5,00%
3
0,15
4
0,2
2
0,1
2
0,1
Suchmaschinenoptimierung
5,00%
4
0,2
5
0,25
3
0,15
5
0,25
Import/Export
5,00%
3
0,15
4
0,2
2
0,1
3
0,15
Kosten
10,00%
 
(0,35)
 
(0,25)
 
(0,3)
 
(0,4)
Investitions- und Integrationskosten
5,00%
3
0,15
3
0,15
3
0,15
4
0,2
Betriebs- und Wartungskosten
5,00%
4
0,2
2
0,1
2
0,1
4
0,2
Weiterentwicklung
10,00%
 
(0,4)
 
(0,35)
 
(0,4)
 
(0,4)
Updates
5,00%
4
0,2
3
0,15
4
0,2
4
0,2
Neue Module
5,00%
4
0,2
4
0,2
4
0,2
4
0,2
Nutzwerte
-
-
3,45
-
3,55
-
3,95
-
2,6

Die Auswertung der Zielerträge zeigt, dass die Systeme nach den definierten Kriterien und der zu Grunde gelegten Gewichtung in einigen Bereichen durchaus ebenbürtig sind. In anderen Bereichen weisen sie hingegen bemerkenswerte Unterschiede auf. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei allen betrachteten CMS um am Markt etablierte Projekte handelt, die in fluktuierenden Communities diskutiert und gepflegt werden, sind die Unterschiede im Bereich der Weiterentwicklungen gering und in Punkten ausgedrückt auf ähnlich hohem Niveau. Einzig Drupal fällt hier aufgrund seiner nicht besonders innovativen Benachrichtigungsstrategie bzgl. Updates, sowie des vergleichsweise anspruchsvollen Nachinstallierens von Modulen unwesentlich negativ auf. Letzteres wirkt sich jedoch deutlich auf die Bewertung im Bereich Kosten aus, wo Drupal aufgrund der hohen technischen Anforderungen für Installationsarbeiten das Schlusslicht bildet. Hier macht Tabelle oben stehende Tabelle deutlich, dass Wordpress besonders aufgrund seiner leicht erfassbaren Strukturierung und der schnell erlernbaren Administration beim Thema Kosten vorne liegt. Im Zielsystem der erweiterten Funktionalitäten weist Drupal dicht gefolgt von Joomla! den höchsten Nutzwert auf. Ein Grund hierfür ist sicherlich die ähnlich große Vielfalt an frei verfügbaren Erweiterungen. Da die hier betrachteten Anforderungen in Typo3 in Einzelfällen nur durch die Beauftragung von Spezialisten erreicht werden können, zeigt sich im Bereich der erweiterten Funktionalitäten der einzige Kriterienbereich, in dem Typo3 eher schlecht abschneidet.

7 Schlussbetrachtung

Abschließend betrachtet zeigen die ermittelten Nutzwerte ein eindeutiges Ergebnis. Führendes CMS nach den benutzten Vergleichskriterien ist Typo3. Zu beachten sind jedoch die hohen Einarbeitungszeiten und der komplexe Aufbau des Systems. Die nachfolgenden Plätze teilen sich dicht beieinander Joomla! und Drupal. Wegen des deutlichen Vorsprungs von Typo3 wurde auf eine Sensibilitätsanalyse verzichtet. Diese wäre allerdings heranzuziehen, wenn nicht der Favorit Typo3 zum Einsatz kommen sollte, sondern eine Entscheidung zwischen den leichter zu handhabenden zweit- und drittplatzierten System zu treffen wäre. Wordpress hatte ursprünglich nicht den Anspruch, ein vollvertiges CMS zu sein und eignet sich daher lediglich für einen Teil der Anforderungen. Dafür jedoch besonders gut und ressourcenschonend. Der Mark freier CMS ist jedoch weitaus größer als die hier analysierten Systeme. Sollten die jeweiligen Wunschkriterien nicht, oder nur ansatzweise erfüllt sein, empfiehlt es sich, weitere kleine und große CMS zu analysieren.

Die stetige Weiterentwicklung wird die untersuchten Systeme voraussichtlich auch in Zukuft Anschluss an neue Entwicklungen, Standards und Techniken halten lassen. Eine Investition wäre damit in keines der Systeme vergebens. Da der Content zunehmend interaktiv in Form von Audio/Video, Flash, dem Web 2.0-Standard und des kommenden HTML5 erscheinen und erstellt werden dürfte, geht die Entwicklung der CMS auch in diese Richtung.

In Zukunft dürften CMS zunehmend die strategische Bedeutung von ERP-Systemen erhalten, wie schon die Arbeit von Schuster et al. herauskristallisierte.[226] "Zur Verarbeitung und Kommunikation von Content auf horizontaler Ebene werden CM-Systeme die Informationsdrehscheibe des E-Commerce bilden. Unternehmenskritische Informationen zur maschinellen Weiterverarbeitung innerhalb von Prozessketten, wie auch die optische Präsentation von Informationen für den Menschen werden durch CM-Systeme transformiert und formatiert."[227] Die Hersteller sollten gängige Webstandards wie XML benutzen um den Content austauschbar zu halten[228]. Auch im Bereich Import/Export wären Standards für die Anwender hilfreich.

Durch die enorme Entwicklung im Feld der freien CMS-Software dürften die Anbieter kostenpflichtiger CMS in absehbarer Zeit zur Korrektur ihres Preismodells gezwungen werden, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Die freien Anbieter werden sich ein Lizenzsystem für eigene sowie externe Dienstleistungsangebote mit und von ihren Produkten überlegen müssen, um der dem CMS zugeordneten "strategischen Bedeutung, Beratungsintensität und Individualanpassungen"[229] gerecht zu werden.

8 Fußnoten

  1. Vgl. Ehlers (2003), S. 1 ff.
  2. Vgl. ebd., S. 1
  3. Vgl. ebd., S. 5
  4. Quelle: Schuster et al. (2001), S. 5, eigene Darstellung
  5. Vgl. Black Duck Software, Inc.(2010), o.S.
  6. Vgl. FSF (1991), o.S.
  7. Vgl. ebd., o.S.
  8. ifrOSS (2005), S. 36 f.
  9. FSF (1991), o.S.
  10. Ebd., o.S.
  11. Vgl. ebd., o.S.
  12. Jaeger et al. (2006), S. 22
  13. S.u.S.E. GmbH (1991), o.S.
  14. Vgl. ifrOSS (2005), S. 3
  15. Jaeger et al. (2006), S. 6
  16. Vgl. Splittgerber et al. (2005), S. 102 f.
  17. Vgl. Ehlers (2003), S. 13; Wittmann (1959) o. S., zitiert nach Ehlers (2003) S. 13
  18. Vgl. Koop et al. (2001), S. 8 f.
  19. Vgl. ebd., S. 9
  20. Vgl. ebd., S. 9
  21. Ebd., S. 9 f.
  22. Quelle: Koop et al.(2001), S. 10, eigene Darstellung
  23. Vgl. Schuster et al. (2001) S. 6
  24. Ebd., S. 6
  25. In Anlehnung an: Schuster et al. (2001), S. 8
  26. Riggert (2009) S. 2; Berchtenbreiter (2004), S. 212; zitiert nach Riggert (2009), S. 2
  27. Vgl. Riggert (2009), S. 1
  28. Vgl. Koop et al. (2001), S. 16
  29. Vgl. ebd., S. 50
  30. Vgl. Riggert (2009). S. 14 ff.
  31. Vgl. ebd., S. 51 ff.
  32. Vgl. Koop et al. (2001), S. 47 ff.
  33. Vgl. Christ (2003), S. 15 ff.
  34. Vgl. Riggert (2009); Berchtenbreiter (2004), S. 224; zitiert nach Riggert (2009), S. 3
  35. Ebd., S. 2
  36. Vgl. ebd., S. 2
  37. Vgl. Koop (2001), S. 60 ff.
  38. Vgl. Ehlers (2003) S. 108 f.
  39. Lohr et al. (2001) S. 7
  40. Quelle: Koop et al. (2001) S. 15, eigene Darstellung
  41. Vgl. Lohr et al. (2001), S. 6 f.
  42. Zangemeister (1976), S. 45
  43. Vgl. Heinrich et al. (2009), S. 380
  44. Vgl. Bendisch et al. (2006), S. 67
  45. Vgl. Heinrich et al. (2009), S. 382 f.
  46. Vgl. Bendisch et al. (2006), S. 68 f.
  47. Vgl. ebd., S. 69
  48. Vgl. Heinrich et al. (2009), S. 383 f.
  49. Vgl. ebd., S. 385 f.
  50. Vgl. Bendisch et al. (2006), S. 71 f.
  51. Vgl. Heinrich et al. (2009), S. 388
  52. Lohr et al. (2001) S. 150
  53. Vgl. Koop et al. (2001), S. 11 f.
  54. Vgl. Lohr et al. (2001), S. 144
  55. Vgl. Schröer (2005), S. 23
  56. Vgl. Krüger et al. (2002), S. 23
  57. Vgl. ebd., S. 23
  58. Vgl. Zschau et al. (2002), S. 229 f.
  59. Vgl. Koop et al. (2001), S. 72
  60. Vgl. Zschau et al. (2002), S. 231 ff.
  61. Vgl. Riggert (2009), S. 71
  62. Vgl. Koop et al. (2001), S. 88
  63. Vgl. Lohr et al. (2001), S. 144
  64. Vgl. Koch (2007), S. 98
  65. Vgl. ebd., S. 47
  66. Vgl. ebd., S. 130
  67. Vgl. Koop et al. (2001), S. 196 f.
  68. Vgl. ebd., S. 197 f.
  69. Vgl. ebd., S. 198
  70. Vgl. ebd., S. 199
  71. Vgl. ebd., S. 199
  72. Vgl. ebd., S. 199
  73. Vgl. Graf (2009), S. 49 ff.
  74. Vgl. Schürmann (2008), S. 85
  75. Vgl. Ebersbach et al (2009), S. 116 ff.
  76. Vgl. Schürmann (2008), S. 104 ff.
  77. Vgl. Ebersbach et al. (2009), S. 108 ff.
  78. Vgl. Graf (2009), S. 208 f.
  79. Vgl. Ebersbach et al. (2009), S. 241 f.
  80. Vgl. Schürmann (2008), S.333 ff.
  81. Vgl. Graf (2009), S. 209 ff.
  82. Vgl. Schürmann (2008), S. 583 ff.
  83. Vgl. ebd., S. 246 ff.
  84. Vgl. Graf (2009), S. 119 f.
  85. Vgl. Schürmann (2009), S. 248
  86. Vgl. ebd., S. 248
  87. Vgl. Graf (2009), S. 213 f.
  88. Vgl. Graf (2009), S. 97 f.
  89. Vgl. Ebersbach et al. (2009), S. 610
  90. Vgl. Schürmann (2008), S. 72 f.
  91. Vgl. Ebersbach et al. (2006), o.S.
  92. Vgl. Ebersbach et al. (2006b), o.S.
  93. Vgl. Schürmann (2008), S. 49 ff.
  94. Vgl. Ebersbach et al. (2009), S. 602
  95. Vgl. Schürmann (2008), S. 163 f
  96. Vgl. Ebersbach et al. (2009), S. 191 ff.
  97. Vgl. Graf (2009), S. 186
  98. Vgl. Schürmann (2008), S. 393 f.
  99. Vgl. Kempkens (2009), S. 41 ff.
  100. Open Source Matters (2010), o.S.
  101. Vgl. Schürmann (2008), S. 307 ff.
  102. Vgl. Ebersbach et al. (2009), S. 619 ff.
  103. Vgl. Ebersbach et al. (2009b), o.S
  104. Vgl. Schürmann (2008), S. 574 ff.
  105. Vgl. Ebersbach et al. (2009), S. 636 ff.
  106. Vgl. Schürmann (2008), S. 571 ff.
  107. Vgl. Ebersbach et al. (2009), S. 638 f.
  108. Vgl. Ebersbach et al. (2006c), o.S.
  109. Vgl. Open Source Matters (2010b), o.S.
  110. Vgl. Schürmann (2008), S. 10
  111. Vgl. Köller (2010), o.S.
  112. Mercer (2006), S. 153
  113. Vgl. ebd., S. 153 ff.
  114. Vgl. ebd., S. 154
  115. Vgl. Luhm (2008) S.119
  116. Vgl. Schettler et al. (2009), S.103
  117. Vgl. Mercer (2006), S. 102
  118. Vgl. Schettler et al. (2009), S.105
  119. Vgl. VanDyk (2009), S. 213
  120. Vgl. Mercer (2006), S. 129
  121. Luhm (2008),S.107
  122. Vgl. ebd., S.108
  123. Vgl. ebd., S.108; Schettler et al. (2009), S.126
  124. Vgl. Schettler et al. (2009), S.129
  125. Vgl. Zahreddin (2008), S. 56
  126. Vgl. Buytaert (2010), o.S.
  127. Vgl. Zahreddin (2008), S. 233
  128. Vgl. Mercer (2006), S. 109
  129. Vgl. Zahreddin (2008), S. 235
  130. Vgl. ebd., S. 235
  131. Vgl. Graf (2008), S. 165
  132. Schettler et al. (2009), S. 2
  133. Ebd., S. 2
  134. Vgl. Mercer (2006), S. 95
  135. Vgl. ebd., S. 97
  136. Vgl. ebd., S. 99
  137. Vgl. Graf (2008), S. 170 f.
  138. Vgl. ebd., S. 89 ff.
  139. Vgl. Atkinson (2010), o.S.
  140. Vgl. Schettler et al. (2009), S.202
  141. Vgl. ebd., S.206
  142. Vgl. ebd., S.204
  143. Vgl. Buytaert (2010b), o.S.
  144. Vgl. Zahreddin (2008), S. 285
  145. Vgl. ebd., S. 233
  146. Vgl. The PHP Group (2010), o.S.
  147. Vgl. Mercer (2006), S.95
  148. Vgl. Buytaert (2010), o.S.
  149. Vgl. Zahreddin (2008), S.54
  150. Vgl. TYPO3 Association (2010), o.S.
  151. Vgl. TYPO3 Association (2010b), o.S.
  152. Quelle: Typo3 Version 4.3.3 "Über Module" Menüeintrag, eigene Darstellung
  153. Feth (2008), S. 304
  154. Vgl. Laborenz et al. (2005), S. 31
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  156. Vgl. Ebner et al. (2009), S. 421 f.
  157. Ebd., S. 401
  158. Vgl. ebd.. (2009), S. 402 ff.
  159. Vgl. ebd. (2009), S. 319
  160. Vgl. Ripfel et al. (2008), S. 34 f.
  161. Ebd. (2008), S. 33
  162. Ebd. (2008), S. 35
  163. TYPO3 Association (2010c), o.S
  164. Vgl. Ebner et al. (2009), S. 277
  165. Vgl. Ripfel et al. (2008), S. 599
  166. Vgl. ebd. (2008), S. 599
  167. Vgl. Ebner et al. (2009), S. 281
  168. Vgl. TYPO3 Association (2010d), o.S.
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  173. Vgl. Feth (2008), S. 623
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  177. Vgl. TYPO3 Association (2010e), o.S.
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  192. Vgl. Alby (2008), S. 98
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  194. Vgl. ebd., S. 126
  195. Vgl. ebd., S. 129
  196. Vgl. ebd., S. 85
  197. Vgl. ebd., S. 185 f.
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  200. Vgl. Simovic et al. (2010), S. 44
  201. Vgl. Inpsyde GmbH (2010c) o.S.
  202. Vgl. Bültge (2009), S. 72
  203. Vgl. Belik (2010), S. 355
  204. Vgl. Simovic et al. (2010), S. 164
  205. Vgl. ebd., S. 166
  206. Vgl. ebd., S. 166
  207. Vgl. ebd., S. 166 f.
  208. Vgl. Bültge et. al. (2009), S. 111
  209. Vgl. Simovic et al. (2010), S. 167 f.
  210. Vgl. Bültge et al. (2009), S. 38
  211. Vgl. ebd., S. 38
  212. Vgl. ebd., S. 218
  213. Vgl. Simovic et al. (2010), S. 374
  214. Vgl. ebd., S. 376
  215. Vgl. ebd., S. 380
  216. Vgl. Alby (2008), S. 133f
  217. Vgl. Simovic et al. (2010), S. 89.
  218. Vgl. Alby (2008), S. 75
  219. Vgl. Simovic et al. (2010), S. 89.
  220. Vgl. Alby (2008), S. 75.
  221. Vgl. wordpress.com (2010), o.S.
  222. Vgl. Inpsyde GmbH (2010), o.S.
  223. Vgl. wordpress.org (2010), o.S.
  224. Vgl. Simovic et al. (2010), S. 362 f.
  225. Vgl. Bendisch et al. (2006), S. 69 f.
  226. Vgl. Schuster et al. (2001), S. 52
  227. Ebd. (2001), S.52
  228. Vgl. ebd. (2001), S. 52
  229. Ebd. (2001), S. 53

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Zangemeister (1976) Zangemeister, C.: Nutzwertanalyse in der Systemtechnik, 4. Auflage, Wittmansche Buchhandlung, München 1976
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10 Ehrenwörtliche Erklärung

Hiermit versichere ich, dass die vorliegende Arbeit von mir selbstständig und ohne unerlaubte Hilfe angefertigt worden ist, insbesondere, dass ich alle Stellen, die wörtlich oder annähernd wörtlich aus Veröffentlichungen entnommen sind, durch Zitate als solche gekennzeichnet habe. Ich versichere auch, dass die von mir eingereichte schriftliche Version mit der digitalen Version übereinstimmt. Weiterhin erkläre ich, dass die Arbeit in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegen hat. Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

11 Arbeitgruppentagebuch

Dieses Arbeitsgruppentagebuch gibt einen Überblick der Arbeit, wie sie in dem svn-Repository abgebildet wurde. Die weiteren Änderungen ab dem Zeitpunkt der Pflege im winfwiki lässt sich aus den Versionen der Seite entnehmen.

Autor Datum Kommentar
christiani 19. Juni 2010 Fußnoten korrigiert.
christiani 19. Juni 2010 Korrektur Anfang/Ende.
serger 18. Juni 2010 Quellen in Fußnoten gepflegt, mit ebd.
serger 18. Juni 2010 Quellen in Fußnoten gepflegt, noch kein ebd.
serger 18. Juni 2010 Fußnoten begonnen.
braun 18. Juni 2010 Letzte Überarbeitung der Kommentare, abschließende Betrachtung vor endgültigem Übertrag ins Wiki.
christiani 18. Juni 2010 Korrektur des Dokuments insgesamt.
christiani 17. Juni 2010 Korrektur bis einschl. 3.1.1.6.
braun 17. Juni 2010 Überarbeitung Teil 2 der Fallstudie, Korrektur von Kapitel 3.1.2.2 bis zum Ende.
christiani 16. Juni 2010 Literaturliste Peter.
braun 16. Juni 2010 Worddokument: Einarbeitung der Korrektur von Kapitel 3.1.2.2 bis Drupal.
braun 15. Juni 2010 Implementierung der Rechtschreibüberprüfung und Korrekturen bis inkl. Kapitel 3.1.2.2 Rechtschreibprüfung.
serger 15. Juni 2010 Ganz kleine Änderungen ab Content, weil doch ein wysiwyg Editor aufgetaucht ist.
braun 14. Juni 2010 Aufarbeitung Dokumentation. Gruppenabsprache und generellen Inhalt besprechen.
braun 11. Juni 2010 Fallstudie Korrekturversion formatiert, erstellt und abgrschickt.
christiani 10. Juni 2010 Anmerkung zu den Kapiteln Nutzwert je Alternative/Schlußbetrachtung.
christiani 10. Juni 2010 Zusammenfassung bearbeitet und in "Nutzwert je Alternative" umbenannt.
christiani 10. Juni 2010 Workflowmanagement: Aufzählung unter Protest entfernt.
christiani 10. Juni 2010 Skalierung der Zielerträge, Tabellenunterschriften Nutzwertanalyse.
serger 10. Juni 2010 Tabellenverzeichnis, Kommentare am Schluss von Tobi.
serger 9. Juni 2010 Nutzwertanalyse - Zusammenfassung.
christiani 9. Juni 2010 Korrektur Definition Nutzwertanalyse.
christiani 9. Juni 2010 Definition Nutzwertanalyse vervollständigt, Festlegung und Gewichtung des Zielsystems.
christiani 9. Juni 2010 Definition Nutzwertanalyse vervollständigt.
serger 9. Juni 2010 Nix eigentlich, nur Anmerkungen.
serger 9. Juni 2010 Kleine Änderungen an den Zielerträgen der Kosten für Drupal.
braun 8. Juni 2010 Angleichen der Nutzwerttabelle an Skalenbewertung; Fehlerkorrekturen in Typo3 Testpassagen; Erste Schlussbetrachung.
christiani 8. Juni 2010 Joomla Kosten.
serger 8. Juni 2010 Drupal Kosten hinzugefügt.
augustin 8. Juni 2010 Anpassung Nutzwertanalyse Wordpress und Excelliste.
serger 8. Juni 2010 Drupal Zielerträge eingetragen. Auch leere Tabelle für die Kosten von Joomla!
braun 7. Juni 2010 Fußnoten, Kommentare und Vermerke für spätere Bearbeitungen überarbeiten und aktualisieren.
christiani 7. Juni 2010 Joomla: Weiterentwicklung weiterentwickelt. Nutzwertanalyse: Skala der Zielerträge.
braun 7. Juni 2010 Schlussbetrachtung und Zusammenfassung stichpunktartig beschreiben.
braun 7. Juni 2010 Überarbeitung in der Gruppe und Abstecken der letzten Punkte.
braun 7. Juni 2010 Überarbeitung der Kapitel 1.1, 1.3, 2.2, 2.3, 2.5, 3.1.4, 3.3.3, Anpassung an die Nutzwertanalyse.
serger 7. Juni 2010 Einpflegen von Suche, Weiterentwicklung, Technologie und Sicherheit und Import/Export für Drupal.
augustin 6. Juni 2010 Wordpress an Nutzwertanalyse angepasst.
braun 31. Mai 2010 Typo3 Weiterentwicklung und Nutzwertanalyse aktualisieren, Templates updaten.
braun 29. Mai 2010 Nutzwertanalyse Update und Typo3 Mehrsprachigkeit und Import/Export.
braun 29. Mai 2010 Typo3 Rechte und Rollenkonzept hinzufügen.
christiani 29. Mai 2010 Joomla: Rechtschreibprüfung, Import/Export, Weiterentwicklung.
christiani 29. Mai 2010 Joomla: Ergänzung Technologie und Sicherheit.
braun 28. Mai 2010 Typo3 Suche hinzufügen und allgemeine Fehler anstreichen/korrigieren.
christiani 28. Mai 2010 Joomla SEO.
serger 28. Mai 2010 Aktualisierung der Nutzwertananlyse_intranet 1_5_office2003.xls für Drupal. Außerdem Drupal Nutzwerte in Fallstudie - Marktüberblick und Vergleich freier CMS_MASTER_Kernlayout.doc aktualisiert.
christiani 28. Mai 2010 Joomla Mehrsprachigkeit.
serger 27. Mai 2010 Korrektur von Ausdrucksweise in Drupal-Content.
braun 26. Mai 2010 Inhaltsverzeichnis updaten.
braun 26. Mai 2010 Typo3 erweitern.
christiani 26. Mai 2010 Nutzwertanalyse teilkorrigiert.
christiani 26. Mai 2010 Begriffserklärung Nutzwertanalyse vervollständigt.
christiani 25. Mai 2010 Nutzwerttabelle ergänzt.
braun 24. Mai 2010 Typo3 Erweiterungen Stand 1.
christiani 24. Mai 2010 Joomla Grundfunktionalitäten inkl. Nutzwerttabellengrundlage
braun 24. Mai 2010 Typo3 Sicherheit fertig gestellt
serger 23. Mai 2010 Einige Korrekturen
serger 22. Mai 2010 Drupal SEO, erste Fassung
serger 22. Mai 2010 Mal eine Form der Tabellendarstellung für die Drupal Bewertung hinzugefügt. Wahrscheinlich die Falsche. Schaut doch mal drüber.
serger 22. Mai 2010 3.1.1.1 Content-Arten und -funktionen hinzugefügt.
serger 22. Mai 2010 Erste Version nach Kerns Anregungen zur Nutzwertanalyse!
serger 19. Mai 2010 Kleinere Anpassungen.
serger 19. Mai 2010 Drupal Rollen und Workflow hinzugefügt. Noch nicht gelesen :-)
christiani 16. Mai 2010 Joomla Einleitung und Rechteverwaltung ergänzt.
christiani 16. Mai 2010 Joomla Rechte und Erweiterungen.
serger 16. Mai 2010 Drupal Modularität hinzugefügt.
augustin 16. Mai 2010 Anpassung Literaturliste.
augustin 16. Mai 2010 Wordpress – Suche.
augustin 16. Mai 2010 Wordpress - Mehrsprachigkeit Literaturverzeichnis.
augustin 16. Mai 2010 Grundfunktionalitäten – Templates.
braun 14. Mai 2010 Typo3 Anfang eingearbeitet.
augustin 13. Mai 2010 Wordpress – Suchmaschinenoptimierung.
augustin 13. Mai 2010 Wordpress – Allgemein.
augustin 13. Mai 2010 Wordpress - Technologie und Sicherheit.
christiani 13. Mai 2010 Workflow Management hinter Rechte/Rollen verschoben und Content eingefügt :)
augustin 13. Mai 2010 Wordpress – Workflowmanagement.
augustin 13. Mai 2010 Kosten und Weiterentwicklung von Wordpress.
christiani 13. Mai 2010 Ergänzung und TODO Web-CMS
christiani 12. Mai 2010 Definition Content Management (System).
serger 12. Mai 2010 Bugs in meinen Texten gefixed.
augustin 11. Mai 2010 Wordpress: Rechte/Rollen.
serger 11. Mai 2010 Mehrsprachigkeit und Modularität von Drupal. Inhaltsverzeichnisse eine Gliederungsebene tiefer gemacht. Können wir gern ändern, aber erstmal ist das übersichtlicher.
augustin 9. Mai 2010 Erste Abschnitte Wordpress.
augustin 9. Mai 2010 Vorbereitung Wordpress.
augustin 9. Mai 2010 Erster Draft – Vergleichskriterien.
serger 7. Mai 2010 Drupal Content Beschreibung hinzugefügt und mit design (Templates) in Fluss gebracht.
serger 7. Mai 2010 Drupal design eingefügt.
braun 6. Mai 2010 Content Life Cycle eingefügt + Update alter Texte.
serger 5. Mai 2010 Drupal Design umkopiert, Quellen nachgepflegt.
serger 25. April 2010 Quellen für GPL sind eingepflegt, nur die deutsche Übersetzung der GPL bleibt zu diskutieren.
serger 24. April 2010 GPL hinzugefügt, Quellen werden nachgepflegt.
braun 24. April 2010 Strukturanpassung.
serger 20. April 2010 Design Eingefügt, 1,5facher Zeilenabstand eingebaut. Inhaltsverzeichnis aktualisiert. Quellen werden zum Schluss erst gepflegt.
serger 10. April 2010 Erste Leere Struktur von Tobi.
Persönliche Werkzeuge