Marktüberblick und Vergleich kommerzieller CMS
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Fallstudienarbeit | |
| Hochschule: | Hochschule für Oekonomie & Management |
| Standort: | Essen |
| Studiengang: | Bachelor Wirtschaftsinformatik |
| Veranstaltung: | Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten |
| Betreuer: | Prof._Dr._Uwe_Kern |
| Typ: | Fallstudienarbeit |
| Themengebiet: | Content Management Systeme |
| Autor(en): | Timo Altenfeld, Thomas Binte, Sven Janosch, Sascha Krinke |
| Studienzeitmodell: | Tagesstudium |
| Semesterbezeichnung: | |
| Studiensemester: | 4 |
| Bearbeitungsstatus: | begutachtet |
| Prüfungstermin: | |
| Abgabetermin: | |
Inhaltsverzeichnis
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1 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung | zusätzliche Erläuterung |
|---|---|---|
| AD | Active Directory | Authentifizierungsserver von Microsoft |
| CMS | Content Management System | Überbegriff für ein Computersystem das zur Verwaltung von Inhalt dient. Bietet dazu weitere Funktionen wie Kollaboration, Prozessabbildungen. Lassen sich in weitere CMS-Arten spezifizieren. |
| CSS | Cascading Style Sheets | Dienen zum Layouten von HTML Seiten. So lassen sich Layout und Content trennen. HTML-Dateien stellen nur die Strukturierung des Dokuments dar, während sich die CSS-Dateien um das Layout der Seiten kümmern. |
| DTD | Document Schema Definition Languages | Dokumententypdeklarationen werden benutzt um bestimmte Datei-typen zu deklarieren. Es werden z.B. bei XML Dateien, die Reihenfolge der Elemente, die Verschachtelung dieser und die Attribute der Elemente festgelegt. So werden aus eigentlichen XML-Dateien z.B. HTML-Dateien und SVG-Dateien. |
| HTML | HyperText Markup Language | Ist eine Auszeichnungssprache, im engeren Sinne Seitenbeschreibungssprache. Browser parsen den HTML-Quelltext und stellen diesen dann als Internet-Seite dar. |
| IIS | Internet Information Services | Ein von Microsoft entwickelter Webserver zur Veröffentlichung von Inhalten im Internet. Läuft nur unter Microsoft Windows. |
| ISAM | Index Sequential Access Method | Eine von IBM entwickelte Zugriffsmethode für Datensätze in Dateien mit sequentiellen und indexierten Zugriff. |
| PHP | rekusives Akronym für Hypertext Preprozessor | Serverseitig-basierte Skriptsprache. HTML-Dateien werden auf Anfrage auf dem Server generiert und an den Client (Browser) geschickt. Bietet den Vorteil gegenüber statischen HTML-Dateien, das Seiten dynamisch generiert werden. |
| WYSIWYG | What you see is what you get | WYSIWYG- Editoren trennen nicht die Bearbeitung von Inhalten und das Gestalten des Layouts. Beim Erstellen des Inhalts kann, bspw. über eine Toolbar, das Layout geändert und auch direkt auf dem Bildschirm angezeigt werden. |
| XML | Extensible Markup Language | Ist eine Auszeichnungssprache zur darstellung Strukturierter Daten. Diese erfolgt mittels Textdateien. Computersysteme können mittels XML Daten austauschen, insbesondere wird XML hierbei im Internet eingesetzt. |
2 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Content Life Cycle |
| 2 | Trennung Content Design |
| 3 | Auswahltool www.cms-vergleich.de |
| 4 | Logo GPL in der Version 3 |
| 5 | Software Architektur Noxum |
| 6 | Homepage Toolbox |
| 7 | Flash Moto |
| 8 | Chartdarstellung der Nutzwertanalyse |
3 Tabellenverzeichnis
| Tabellen-Nr. | Titel |
|---|---|
| 1 | Vergleich Lizenzmodelle |
| 2 | Vergleich Usability |
| 3 | Vergleich Redaktion |
| 4 | Vergleich Benutzer-/ Rechtekonzept |
| 5 | Vergleich Systemvoraussetzungen |
| 6 | Nutzwertanalyse Noxum Publishing Studio |
| 7 | Nutzwertanalyse Webzeugkasten |
| 8 | Nutzwertanalyse mirusys® CMS |
| 9 | Nutzwertanalyse Homepage Toolbox |
| 10 | Nutzwertanalyse Flash-CMS |
| 11 | Nutzwertanalyse Blog-CMS |
4 Einleitung
4.1 Thema der Arbeit
In der heutigen Zeit sind CMS aus der Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Fast jede Webpräsenz im Internet basiert auf einem CMS. Sei es ein Blog- System wie beispielsweise http://www.medienrauschen.de/ oder auch renomierte Nachrichtenagenturen wie http://www.sueddeutsche.de oder http://www.spiegel.de benutzen CMS zur Darstellung aktueller Nachrichten. In Unternehmen werden CMS häufig für das Knowledge- Management verwendet. Dabei können bspw. Wiki- Systeme aufgesetzt werden in denen Prozesse im Unternehmen beschrieben werden, in softwareproduzierenden Unternehmen können CMS der Dokumentation der Software dienen oder es lassen sich ständig ändernde Informationen wie Telefonlisten, Speisepläne der Kantine und Informationen der letzten Betriebsratsversammlung komfortabel zugänglich machen. Nach einer Studie von Forrester Research[1] werden Unternehmen auch weiterhin trotz der Wirtschaftskrise Investitionen im Bereich von CMS-Software tätigen.
Thema dieser Arbeit ist der systematische Vergleich gängiger kommerzieller CMS.
4.2 Ziel und Motivation der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über die zur Zeit gängigsten kommerziellen CMS zu verschaffen und diese miteinander zu vergleichen. Es soll aufgezeigt werden welches CMS für welchen Einsatz am besten geeignet ist. Dabei werden typische Merkmale wie das Lizenzmodell, die Grundfunktionalität, die Architektur und die Contentpflege analysiert und gegenübergestellt. Der Vergleich dieser Kriterien zeigen dem Leser einen Überblick über die vorgestellten CMS.
4.3 Aufbau der Arbeit
Im Rahmen dieser Fallstudie werden gängige kommerzielle CMS dargestellt. Dabei erfolgt eine kurze Erläuterung der Grundlagen, Begrifflichkeiten von CMS und allgemeinen Lizenzmodellen. Dabei werden speziell Lizenzmodelle kommerzieller Software aber auch (um einen "Blick über den Tellerrand zu wagen") Lizenzmodelle freier Software und kurz das Konzept der Eigenentwicklung beschrieben. Im Anschluss erfolgt ein Marktüberlick der führenden Systeme wobei detailliert auf die Systeme Noxum Publishing Studio, mirusys® CMS und Homepage Toolbox eingegangen wird. Des Weiteren werden einige spezielle CMS wie Flashmoto und Typepad® kurz aufgezeigt. Daraufhin erfolgt ein Vergleich der vorgestellten Systeme anhand typischer Merkmale von CM- Systemen. Eine Nutzwertanalyse zeigt einen quantitativen Vergleich. Abschließend soll ein Fazit Entscheidungshilfe für die Auswahl eines CMS bieten.
5 Grundlagen
5.1 Was ist ein CMS?
Ein Content Management System ist ein System, dass den Prozess der kollaborativen Content- Veröffentlichung und - Bearbeitung automatisiert und vereinfacht. Mit Content (zu deutsch Inhalt) ist "eine in sich geschlossene Einheit zu verstehen. Das kann ein Text oder ein Bild sein, aber auch andere Medientypen (Audio, Video etc.) sind denkbar." [2]
Das Grundkonzept eines (Web-) Content Management Systems liegt in der Trennung von Inhalt, Präsentation und Logik. [3]
CMS sind in der Regel dynamische Systeme. Das bedeutet, dass der Content in datenbankähnlichem Format (Datenbankmanagementsystem, XML, Flatfile, ISAM u.v.a.m) gespeichert ist und nur nach Bedarf bzw. auf Abruf in das gewünschte Layout temporär konvertiert und ausgegeben wird. Der Vorteil zu einem statischen System ist, dass eine redundanzfreie Speicherung der Daten ermöglicht wird und dass auch nicht technisch versierte Personen Content erstellen bzw. bearbeiten können[4]. Die Auslagerung des Contents in ein datenbankähnliches Format bringt mit sich, dass Layout und Content strikt voneinander getrennt sind und somit der Vorteil entsteht problemlos ein neues Layout für den gesamten Content festzulegen[5].
Systeme die ausschließlich die Darstellung des Contents im Web anbieten werden auch Web-Content-Management-System (WCMS) genannt. Einer der bekanntesten Vertreter eines WCMS ist http://de.wikipedia.org. Wikipedia ist eine sehr große Wissensdatenbank in der Artikel zu allmöglichen Tehmen und in verschiedensten Sprachen enthält. Die Community pflegt und erstellt Artikel die wiederum von einem Gremium, welches aus ausgewählten Personen besteht, begutachtet und freigegeben bzw. abgelehnt werden.
5.1.1 Begriffsklärung
Im folgenden werden Erläuterungen zu den am häufigsten genannten Begriffen im Umfeld des WCMS dargestellt.
5.1.1.1 Content
Bei einem Web-CMS bezeichnet mit die eigentlichen Inhalte einer Website als Content. Dieser Content unterseilt sich in einzelne Elemente, welche Assets genannt werden.[6]
5.1.1.2 Asset
Bei Assets handelt es sich um die einzelnen Content- Bausteine einer Seite. Sie bilden das eigentliche Rückgrad der Seite und müssen daher hohen Anforderungen hinsichtlich Aktualität und Qualität genügen. Neben den Üblichen (Texte, Graifken, Verlinkungen) und multimedialen Inhalten kann man noch zwei weitere Arten digitaler Assets unterscheiden:[7]
- transaktionelle Assets führen Informationen über einen Nutzer und seine Transaktionen mit der Website mit sich.
- Community Assets sind Assets welche die Benutzer einer Seite selbst generieren, wie z.b. durch einträge in Foren oder Kommentare in Blogeinträge.
5.1.1.3 Content Life Cycle
Das Konzept des Content Life Cycle beschreibt die Stationen die ein Asset oder eine gesamte Seite von der Idee bis zur Löschung während des typischen Publikationsprozesess durchläuft[8]. Die Aufgabe eines CMS ist es den gesamten Content Life Cycle zu unterstützen. Abbildung 1 zeigt eine schmatische Darstellung eines Conten Life Cycles.
5.1.1.4 Templates
Layout- Vorlagen für CM-Systeme werden Templates genannt. Diese bestimmen das Aussehen und die Präsentation der Website inklusive der Quelle des Contents.
Der eigentlich Content bzw. die Assets befinden sich in einer Datenbank oder dem Dateisystem des CMS. Wird eine Seite der Website aufgerufen so wird anhand der HTTP Anfrage Serverseitig die darzustellende Seite ermittelt. Diese wird daraufhin mit den jeweiligen Inhalten aus der Datenbank und den Darstellungsanweisungen des Templates generiert. Diese generierte HTML Seite wird nun an den Browser des Benutzers zurückgesendet und von diesem dargestellt. Soll nun auf einer Website der Content geändert werden. so bedeutet dies nur die Veränderung der jeweiligen Inhalte in der Datenbank. Dies bietet insbesondere dann Vorteile wenn der Content in mehreren Seiten erscheinen soll. Abbildung 2 zeigt das Prinzip der Trennung von Content und Design .
5.1.2 Arten von (W)CMS
Content Management Systeme werden allgemein in folgende Gruppen typisiert: [11]
5.1.2.1 Typisierung nach Verwaltung
Serverbasiertes CMS
Hierbei wird das CMS auf einem Server installiert. Auf diesem Server wird auch die Publizierung der Inhalte ausgeführt. Diese Art von CMS bietet den Vorteil, dass dieses System von mehreren Anwendern gleichzeitig kollaborativ genutzt werden kann. Weitere Vorteile sind die direkte Bearbeitung von Inhalten, Abbildung von Workflows sowie Automatisierung vieler Funktionen.
Clientbasiertes CMS
Hierfür muss das CMS auf einem einzelnen Arbeitsplatzrechner installiert werden. Diese CMS sind meistens einzelne Programme welche die Verwaltung des Contents innerhalb des Programmes leisten. Für die Publizierung erstellt das CMS-Programm dann die fertigen HTML Dateien, welche dann für die Publizierung auf einen Webserver geladen werden müssen. Großer Nachteil bei dieser Art des CMS ist, dass einerseits meistens nicht kollaborativ an Inhalten gearbeitet werden kann und andererseits die Publizierung von Inhalten einen weiteren Bearbeitungschritt beansprucht.
5.1.2.2 Typisierung nach Ausgabe
Statisches CMS
Der Inhalt wird direkt nach seiner Eingabe in das CMS erstellt und so abgelegt. Bei Abfrage dieser Inhalte wird dieser so zum Browser geschickt als wäre dieser manuell erstellt worden. Dies bietet insbesondere Vorteile, da kaum Serverlast generiert wird, da die Dateien fertig vorliegen.
Dynamisches CMS
Die Inhalte des CMS werden nicht in fertigen HTML-Dateien abgelegt sonders erst auf Anfrage des Browsers erstellt. Meistens liegen die benötigten Daten hierbei in einer Datenbank und werden dann zur Auslieferung vom CMS mit Hilfe der Assets in fertige HTML Dateien übersetzt. Dies erzeugt, je nach Frequentierung der Website, hohe Anforderungen an den Server.
Hybrides CMS
Ein hybrides CMS vereint die Vorteile von statischen und dynamischen Systemen. Der User kann entscheiden ob ein Inhalt vom Server generiert wird oder direkt ausgeliefert wird. Stark frequentierte Seiten können so statisch abgelegt werden und erzeugen keine hohe Serverlast und die Seite bleibt stabil. Weiterhin ist darunter auch ein Zwei- Server- Konzept zu verstehen, in dem ein CMS Server die Inhalte erstellt und regelmässig an einen Live-Server sendet, der diese dann statisch ausliefert. Dieses System ist natürlich niemals so aktuell wie ein dynamisches System auf dem die Dateien direkt sichtbar sind.
5.1.3 Nachteile herkömmlichen Web-Publishings
Im folgenden werden einige Argumente aufgeführt warum manuelles Web-Publishing im Unternehmensfokus deutliche nachteile gegenüber Content Management Systemen bietet. [12]
5.1.3.1 Manuelle Website Programmierung
Jede Änderung an der Webseite erfordert einen hohen Pflegeaufwand. Wird z.B. die Navigation geändert, müssten auf allen HTML-Dateien auf denen diese Navigation eingebunden ist diese auch geändert werden. Dadurch erhöht sich auch die Gefahr von Fehler die unbewusst eingebaut werden.
5.1.3.2 Aufwand
Durch die manuelle Programmierung/Publikation der Internetseiten erhöht sich bei jeder neuen Seite im Website-Projekt der Arbeitsaufwand exponentiell. Die fehlende, nicht realisierbare Integration in Geschäftsprozesse führt zur Verlangsamung des ganzen Informationsprozess bei der Veröffentlichung von Inhalten.
5.1.3.3 Qualitätsanforderungen
Durch die vorher genannten Punkte können von Firmen gestellte Anforderungen an Qualität und Aktualität nicht gewährleistet werden. Weiterhin kann auch kein kompliziertes Rechte-konzept im herkömmlichen Web-Publishing abgebildet werden.
5.1.4 Aufgaben eines CMS
Die Aufgaben eines CMS lassen sich in 5 Bereiche Aufteilen: [13]
Darstellung des Contents
Eine der Grundfunktionalitäten eines CMS ist die Trennung von Content und Darstellung. Das heißt, dass der Autor bzw. Redakteur sich nicht um die Darstellung von Artikeln kümmern muss. Das CMS bietet Layout- Templates zur einheitlichen Darstellung des gesamten Contents. Gute CMS bieten darüber hinaus eine Konvertierung für verschiedene Medien (Print, Bildschirm usw.).
Bearbeitung von Content
Ein CMS bietet den Nutzern eine Art der Bearbeitung von Content. Dies kann ein WYSIWYG- Editor oder eine eigene Auszeichnungsprache zur Realisierung verschiedener Formatierungen sein. Zudem ist meißt eine Versionsverwaltung integriert. Zum einen wird die Versionshistorie eines jeden Artikels protokolliert zum Anderen bieten Versionsverwaltungen Mechanismen zur Verwaltung von Konflikten bei Bearbeitung von Content durch mehrere Personen wie zum Beispiel:
- Locking Ein Artikel kann gleichzeitig nur von einem Nutzer bearbeitet werden und ist für alle anderen Nutzer gesperrt.
- Merging Merging erlaubt das Bearbeiten eines Artikels von mehren Benutzern. Die unterschiedlichen Versionen werden von der Versionsverwaltung erkannt und zu einem Artikel zusammen gefasst.
Organisation von Content
Ein CMS bietet die Möglichkeit den Content zu Kategorisieren. Der Content kann in Bereiche und Unterbereiche gegliedert werden. Dies erleichtert die Navigation durch den Content. Ein weiteres Gebiet der Organisation umfasst auch die Indexierung von Content. Besipielsweise kann durch Tagging bestimmter Content mit Stichworten versehen werden um eine Suche zu erleichtern. Zur Organisation gehört auch die Verwaltung von Lebenszyklen des Contents. Es kann festgelegt werden wann der Content veröffentlicht wird und wann er gelöscht werden kann bzw. soll.
Workflow
Bei der Veröffentlichung von Content kann es vorkommen, dass mehere Instanzen diesen Content beispielsweise prüfen, begutachten oder korrigieren müssen. Zur Abbildung dieses Worklfows bietet das CMS Mechanismen. Für die Koordination dieser einzelnen Instanzen ist ein ausgefeiltes Rollen- und Rechtekonzept notwendig welches die Arbeitsabläufe der einzelnen Teams abbildt.
Rechte- und Benutzerverwaltung
Bei kollaborativer Berarbeitung des Contents ist eine Zugriffssteuerung von essentieller Bedeutung. Es muss festgelegt werden welcher Nutzer welchen Content einsehen oder bearbeiten darf. Ein CMS bietet möglichkeiten solche Rechtekonzepte zur erstellen.
5.1.5 Auswahlkriterien eines CMS
Aufgrund der großen Vielfalt an CMS die derzeit auf dem Markt sind ist es umso wichtiger vor der Entscheidung über ein CMS festzulegen was von dem CMS verlangt wird und was es leisten soll. Um genaue Auswahlkriterien aufstellen zu können sollte man die Anforderungen an ein CMS klassifizieren. Die folgenden Auswahlkriterien sind angelehnt an CMSVgl(2010) und JDK(2010):
- Content- Art
- Text
- Multimediale Inhalte (Video, Audio, Bild)
- Multilinguale Unterstützung
- Integration zu Fremdinhalten
- Zufriedenstellende Darstellung
- Dimensionen
- Maximale Anzahl zu verwaltender Seiten
- Maximale Anzahl User
- Content- Erstellung
- Editiermöglichkeiten (WYSIWYG, Auszeichnungssprache)
- Usability
- Navigations- / Suchfunktionen
- Systemvoraussetzungen
- Benötigte Hardware
- Datenbank- oder Textfileunterstüzung
- Unterstütze Datenbanksysteme
- Unterstütze Bestriebsysteme
- Verwendete Technologie (PHP, Perl, Java)
- Homogenität zur bereits bestehenden Infrastruktur
- Hochverfügbarkeit
- Skalierungsmöglichkeiten
- Erweiterbarkeit (bspw. offengelegte API)
- Kosten
- Kosten für Lizenzen (CMS, OS, Datenbanksystem)
- Kosten für Hardware
- Support und Wartung
- Vor-Ort-Service
- Telefon-Hotlne
- Updateaufkommen
- Ausführliche Dokumentation
Ein gutes Auswahltool für CMS bietet http://www.cms-vergleich.de. Abbildung 3 zeigt das Auswahltoll von cms-vergleich.de.
5.1.6 Abgrenzung zu anderen CMS Arten[14]
Allgemeinsprachlich wird unter den Begriffen Content Management System (CMS), Web Content Management System (WCMS) und Redaktionssystem das gleiche Verstanden. Dieses Kapitel soll einen kurzen Überblick über andere Arten des Content Management gegeben werden.
5.1.6.1 Content Management
Dieser Begriff wird oftmals für das eigentliche WCMS benutzt, ist aber im richtigen Kontext gesehen ein Überbegriff unter dem auch das Dokumentenmanagement und Media Asset Management angesiedelt sind.
5.1.6.2 Dokumentenmanagement DMS
Dokumentenmanagementsysteme sind CMS welche der Verwaltung und dem kontrollierten Zugriff auf Inhalte dienen. Hauptsächlicher Funktionsumfang von diesen Systemen sind Speicherung von Dokumenten, sowie Indexierung und Versionierung derer.
5.1.6.3 Media Asset Management MAM
Mit diesem CMS werden Medieninformationen wie Bilder, Videos und Tondateien verwaltet. Ziel ist es, die Wiederverwendbarkeit und Wiederauffindbarkeit von diesen Dateien zu steigern, sowie durch eine Indexierung auch in großen Datenmengen, das richtige Asset zu finden erleichtert wird.
5.1.6.4 Knowledge Management KMS
Bei diesen Systemen wird versucht das vollständie Wissen einer Organisation/Unternhemens in einem CMS abzubilden. Dieses Wissen soll jedem Mitarbeiter zugänglich gemacht werden um optimal aus diesem schöpfen zu können. Im ferneren Sinne können auch Intranet-Systeme als KMS bezeichnet werden. Weiterhin bilden diese Systeme andere Prozesse aus dem Knowledge Management ab, wie Wertschöpfungsketten und Kollaborationsfunktionen.
5.1.6.5 Portale
Portale setzen auf WCMS auf und ermöglichen dem Benutzer je nach seinen Zugriffsrechten Zugriff auf die Daten. Meistens geben diese Systeme dem User die Möglichkeit das Front-End nach seinen Anforderungen zu gestalten.
5.1.7 Schwierigkeiten
Viele Unternehmen denken häufig, dass durch den Einsatz eines CMS der Webauftritt professioneller wird, man eine Kostenminimierung erhält und die Qualität der Inhalte stark gesteigert wird. Dies ist leider nur bedingt korrekt.
Die Anschaffungskosten bei Einführung eines CMS sind im Projektstart sehr hoch. Es fallen Lizenzgebühren für die Software, Kosten für Hardware und die Kosten für die Einführung an. Richtig ist zwar, dass ein CMS sich im laufenden Betrieb amortisieren kann. Jedoch sollte man vor Projektbeginn eine detaillierte Aufwands- und Amortisationsklakulation durchführen um sicherzustellen, dass die Einführung eines CMS sich monetär positiv auswirkt[15].
Eine gute Qualität bzw. Professionalität ist durch ein CMS automatisch nur aus technischer Sicht gegeben. Das Layout ist immer Einheitlich und die Usability/Funktionalität bleibt durch das System bestehen. Was bringt es einem wenn aus technischer Sicht die Qualität sehr hoch ist jedoch der Inhalt nicht aktuell gepflegt wird oder Fehler enthält. Content ist das worauf es bei einem CMS ankommt und sollte dadurch besonders behandelt und qualitätsgessichert werden[16].
Auch wenn ein CMS eine gute Hilfestellung um professionellen Content Management bietet sollte man sich nicht einzig und allein auf das CMS verlassen und bei der Einführung und Pflege professionell an die Sache herangehen.
5.2 Lizenzmodelle
Jede Software die erhältlich ist, sei es auf CD/DVD, einem anderen portablen Medium oder als Downlaod aus dem Netz, unterliegt einem Lizentmodell. Streng genommen legitimiert die Beschaffung der Software (in Form von binaries oder des Quelltextes) nicht die Nutzung dieser. Erst nachdem Erwerb einer Lizenz wird dem Endanwender eingeräumt ein Nutzungsrecht für eine bestimmte Software zu besitzen. Dabei kann eine Lizenz sehr detailliert beschrieben sein. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es eine Lizenz gibt die einfach nur beschreibt, dass man eine Software mit dem Namen "XYZ" nutzen darf. Vielmehr wird beschrieben in welcher Version und in welchem Umfang die Software verwendet werden darf. "Jeder Urheber, der Software entwickelt und in Verkehr bringt, legt mit der anzuwendenden Lizenzform fest, unter welchen Nutzungs- bzw. Lizenzbedingungen die Software verwendet werden darf"[17].
Im folgenden werden drei Lizenzmodelle von kommerzieller, freier und eigens entwickelter Software beschrieben.
5.2.1 Kommerziell
Kommerzielle Softwareprojekte sind Produkte deren Nutzung kostenpflichtig ist. Durch den Erwerb einer Lizenz erhält der Kaüfer das Nutzungsrecht einer Software. Der Ersteller bleibt Uhrheber. Die Lizenzprüfung kann durch die Software selbst erfolgen. Ist die Lizenzgrenze erreicht so kann beispielsweise keine weiteren Installationen vorgenommen werden. Es gibt jedoch auch Hersteller bei denen die Nutzung der Software auf "Vertrauen" beruht. Die Software darf beliebig installiert und genutzt werden. Der Hersteller geht davon aus, das eine entsprechende Lizenz für die Software erworben wird.
Dabei unterscheidet man verschiedenste Lizenmodelle in schwindelerregend hoher Anzahl. Es werden hier die gängigsten dargestellt.
Lizenz pro Nutzer[18]
Bei der Lizenz pro Nutzer wird das Recht erworben die Software mit bis zu einer bestimmten Anzahl von Nutzern zu betreiben. Meißt ist die Anzahl der User in diesem Lizenmodell in Staffelungen gegliedert. Eine strenge Form ist die Named User Lizenz. Die tatsächlichen Anwender werden namentlich genannt. Somit ist das Recht der Nutzung an eine bestimmte natürliche Person gebunden.
Lizenz pro Gerät[19]
Bei der Lizenz pro Gerät wird ähnlich zur Lizenz pro Nutzer die mögliche Anzahl der Installationen festgelegt. Diese Anzahl ist wiederum meißt in Staffelungen unterteilt. Microsoft bietet bspw. eine spezielle Lizenz des Office- Pakets für Studenten an. Laut dieser Lizenz ist es erlaubt das Paket auf bis zu drei verschiedenen Systemen zu installieren [20].
Floating License[21]
Eine Kombination aus den Lizenzen pro Gerät und Lizenzen pro Nutzer kann mit der sog. Floating License (auch Concurrent Use genannt) realisiert werden. Bei der Floating License verwaltet ein Lizenzserver die Nutzung der Software von unterschiedlichen Systemen. Jeder Nutzungsaufruf wird dann, ähnlich wie bei der Lizenz pro Session, protokolliert. Ist die maximale Anzahl an Verbindungen erreicht darf kein Client mehr installiert werden bzw. keine Nutzer mehr im System angelegt werden.
Lizenz pro Session[22]
Unabhängig von der Anzahl der Client- Installationen oder von der Anzahl der Nutzer die die Software nutzen wird in der Lizenz pro Session festgelegt wie hoch die maximale Anzahl gleichzeitiger Verbindung aller Clients zum Server möglich ist. Aufgrund der Beschaffenheit dieser Lizenz macht die Verwendung nur bei Software die eine Client- Server- Architektur aufweist sinn.
Lizenz pro CPU[23]
Die Lizenz pro CPU legt fest auf wievielen Prozessoren bzw. Prozessorkernen (häufig wird ein Prozessorkern als physisch eigenständige CPU gesehen) die Software betrieben werden darf. Es existieren noch einige Sonderarten dieser Lizenz, wie z.B. Lizenz pro MIPS (Million Instructions per Second) oder Lizenz pro PVU (Processor Value Unit).
Volumenlizenz[24]
Bei der Volumenlizenz ist die Basis eine festgelegte Wertemenge. Dabei kann die Werteeinheit variieren. Es kann zum Beispiel ein gewisses Datenvolumen der Datenbank zugrunde gelegt werden. Ähnlich zur Volumenlizenz existiert, vorallem bei CMS, eine eine Lizenz pro Seite bzw. pro Artikel. Hier kann nur eine maximale Anzahl an Artikeln veröffentlicht werden.
Watungskosten
Unabhängig der erworbenen Lizenzen ist es häufig auch üblich, beispielsweise montaliche, Wartungskosten an den Hersteller der Software zu zahlen. Damit erhält man das Recht kostenfrei die Hotline in Anspruch zu nehmen, periodisch Updates der Software zu erhalten oder mit sonstigen Informationen zur Software versorgt zu werden.
Mietlizenz
Bei der Mietlizenz wird das Recht an der Nutzung der Software nicht einmalig erworben. Vielmehr wird das Nutzungsrecht der Software für einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Die Lizenzkosten werden dann in kleineren Beträgen, aufgeteilt in Perioden (bspw. monatlich, quartalsweise oder jährlich) an den Lizenzgeber abgetreten. Die Mietlizenz ist das grundlegende Lizenzmodell von Application Service Providern (ASP). Der ASP erwirbt Lizenzen an Software gegenüber dem Hersteller mit dem Recht diese Software zu hosten und wiederum an andere Abnehmer zu vermieten. Der ASP hostet die Software in eigenen Rechnzentren, administriert die Software aus technischer (in Einzelfällen auch aus fachlicher) Sicht und bietet seinen Kunden einen Zugriff auf das System. Die genaue Spezifikation des Service- Umfangs wird über Servie Level Agreements (SLA) festgelegt [25].
Shareware
Ein im Internet sehr verbreitetes Lizenzmodell ist die Shareware. Software die unter dem Lizenzmodell von Shareware vertrieben werden darf für einen bestimmten Zeitraum kostenlos verwendet werden. Hier liegt es im Ermessen des Autors in wie weit die Funktionalität in der Testphase beeinträchtigt ist. Der Nutzer kann nach der Testphase selbst entscheiden ob er eine Lizenz an der Software erwirbt oder nicht. Man nennt Shareware aus diesem Grund auch try-before-you-buy software. Die Besonderheit an Shareware ist, dass die Software von jeder Persoen weitergegeben werden darf. Es existieren im Internet Seiten die lediglich dem Grund dienen Shareware verschiedenster Autoren zum Download anzubieten. Hieraus ist auch der Name Shareware also Tauschware entstanden. [26]
Im Grunde genommen ist jeder Autor frei in der Gestaltung seines Lizenzmodells, welches einen direkten Vergleich von Lizenmodellen schwierig macht.
5.2.2 Freeware und Opensource
Im Gegensatz zur kommerziellen Software ist die Nutzung von Freeware und Opensource- Software kostenfrei. Bei Freeware handelt es um Software bei der der Autor das Uhrheberrecht an der Software behält. Die Software darf kostenfrei genutzt und weitergegeben werden. Die Software darf jedoch nicht unter einem anderen Namen als den des Autors weiter vertrieben werden. Häufig verbietet der Autor eine kommerzielle Nutzung der Software.
Bei Opensource- Software wird der Quelltext der Software mitgeliefert. Die Software darf nach Belieben verbreitet und verändert werden. Nach einer Veränderung der Software muss dies jedoch explizit, z.B. durch einen Vermerk in der Oberfläche der Software, ersichtlich sein. [27] Eine sehr bekannte und verbreitete Form einer Opensource- Lizenz ist die GNU Public License (GPL).
Die GPL ist die bekannteste Opensouce- Lizenz und ist seit 29. Juni 2007 in der Version 3 aktuell. Eingeführt wurde dieses Lizenmodell 1989 von Richard Stallman dem Gründer des GNU- Projekts. Alle bekannten Anwendungen des GNU- Projekts unterliegen der GPL, so zum Beispiel auch Teile des Linuxkernels. Ein Autor von Software die unter der GPL steht räumt dem Lizenznehmer gebührenfei ein "die Software zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich zugänglich zu machen und darüber hinaus auch beliebig zu verändern."[28] Zuzüglich dieser Rechte ist der Lizenznehmer auch an Pflichten gebunden. Die bekannteste Verpflichtung im Rahmen der GPL ist das sogenannte Copyleft. Mit dem Copyleft verpflichtet sich der Lizenznehmer modifizierte Versionen der Software wiederum unter die GPL zu stellen[29]. Die folgende Abbildung zeigt das Logo der GPL.
5.2.3 Eigenentwicklung
Kommerzielle CMS sind Standardprodukte die ein hohes Maß an Funktionalität bieten und durch Customizing Möglichkeiten bieten das Aussehen oder sogar das Verhalten an die Ansprüche des Kunden anzupassen. Solche CMS können dadurch für kleinere Einsatzzwecke ungeeignet sein und es kann in Betracht gezogen werden ein CMS selbst zu entwickeln.
In folgenden Fällen macht es Sinn ein eigenes System zu entwickeln:
- Es existiert auf dem Markt kein Produkt das die aufgestellten Anforderungen erfüllt
- Die Lizenzkosten sind aufgrund der niedrigen Anforderungen oder des niedrigen Stellenwertes des Systems zu hoch
Ohne Einhaltung folgender Prämissen sollte auf eine Eigenwentwicklung verzichtet werden:
- Die Entwicklungskosten belaufen sich unter den Lizenzkosten eines kommerziellen Systems
- Sowohl technisches als auch fachliches Know- How ist vorhanden oder kann extern erworben werden (Outsourcing)
- Durch die Eigenentwicklung kann die gleiche bzw. eine ähnliche Qualität des Systems erreicht werden wie die kommerzieller Systeme
6 Marktüberblick
Der Markt an CMS Systeme ist sehr groß. Abgesehen von den Open Source CMS Systemen gibt es auch viele Kommerzielle Lösungen. Damit ein Marktüberblick gegeben werden kann werden die Wettbewerbsführer genauer begutachtet, genauso wie einige spezielle Systeme. Im Rahmen dieser Arbeit ist es hingegen nicht möglich alle Kommerziellen CMS Systeme vorzustellen aus diesem Grund wird aus jedem Bereich ein Vertreter vorgestellt. Die Auswahl dieser Systeme hängt mit der Funktionalität und der Technolgie die von den verschiedenen Systeme genutzt werden zusammen.
6.1 Führende Systeme
Alle CMS zu beschreiben würde den rahmen dieser Arbeit sprengen und das Ziel verfehlen aus diesem Grund werden die Systeme vorgestellt die als Marktführer bezeichnetet werden können oder einen besonderen Ansatz verfolgen. Die Auswahl der Führenden Systeme geht vor allem auf die Verwendung von CMS Systeme im Internet zurück die man daran erkennt kann das manche CMS Systeme in dem HTML Code den sie ausliefern Kommentare haben die sie verraten zum anderen auf die Webseite cms-vergleich.de wo CMS Systeme geratet werden können. Als zusätzlicher Auswahl Punkt kommt hinzu das man aus den Verschiedenen Technolgien CMS Systeme vorstellen möchte dies Betrifft System die sich in Form der Lizenz wie Miet oder Kauf unterscheiden zum anderen wie sie sich an Hand der Technologie Unterscheiden ob sie als Komplett Webbasiert oder im Client Server betrieb Verwendet werden. Die Auswahl wurde auf folgene Systeme festgelegt:
- Noxum Publishing Studio
- Webzeugkasten(R) CMS V 7
- mirusys® CMS
- Homepage Toolbox
- Flashmoto
- TypePad
6.2 Noxum Publishing Studio
Noxum Publishing Studio ist ein CMS und Redaktionssystem. Es Zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur Web- Content generieren kann sondern auch die Möglichkeit bietet aus den Abgelegten Informationen andere Medien wie Print Medien oder PDF Dokumente zu erzeugen. Diese Möglichkeit wird als Cross Media Publishing bezeichnet. Noxum Publishing Studio wird von der Noxum GmbH mit sitzt in Würzbung, Deutschland vertrieben. Noxum Publishing Studio wird unteranderem von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG eingesetzt.[30]
6.2.1 Grundfunktionalität
Noxum Publishing Studio wird mit einer Serverversion vertrieben. Die Anzahl der Clients ist nicht beschränkt. Es können demnach so viele Clients verwendet werden wie der Server Leistung bringt. Eine genaue Angabe zum Preis einer Lizenz war leider nicht zu bekommen. Die Firma Noxum bietet weitergehend Schulungen und Support für seine Produkte und so auch für das Noxum Publishing Studio an. Das Benutzerhandbuch istkKomplett und ausführlich und auf die einzelnen Bereiche wie Administrator- und Benutzerdokumentation gegliedert. Eine Dokumentation zur genauen API ist ebenfalls vorhanden, so dass das Produkt von eigenen Entwicklern erweitert und angepasst werden kann.
Zu den Wichtigen Merkmalen, die Noxum Publishing Studio bietet, gehören:
- Content- Export in mehrere Formate
- Eingabe mit einem WYSIWYG- Editor
- Link-Management und Verwendungsnachweis
- Austausch von Inhalten mit verschiedenen Office-Anwendungen duch Copy & Paste
- Versions- und Varianten-Management
- Voll- und halbautomatisierte Publikationsprozesse
6.2.2 Architektur und Infrastruktur
Anhand des Abbildung 6 sieht man die Software Architektur. Alle Daten werden im XML Format abgelegt. Hierzu können eigene XML- Editoren eingebunden werden. Die Speicherung erfolgt entweder in einer Microsoft SQL Datenbank oder in einer Oracle Datenbank. Noxum Publishing Studie basiert auf dem Microsoft .NET Framework. Das System ist durch eine Client/Server- Architektur umgesetzt. Alle Daten liegen in Form von Informationspaketen auf dem Server und können mit Hilfe der Client- Applikation bearbeitet werden. Dadurch werden Redundanzen in den Datenbeständen vermieden. Durch die konsequente Speicherung der Daten im XML Format ist eine weitere Ausgabe des Contents in verschiedenste Formate und Layouts möglich.[31]
6.2.3 Contentpflege
Die Contenpflege erfolgt mit Hilfe der Client Software die der Redatktion zu Verfügung gestellt wird. Die Benutzeroberfläche ist individuell konfigurierbar und kann von den Redaktueren angepasst werden. Die Eingabe des Contents erfolgt mit einem standard XML-Editor. Im Client System kann der Redaktuer sich Vorschauansichten erstellen lassen. Es ist ebenfalls möglich Suchmasken zur Volltext oder Metasuche zur Verfügung zu erstellen. Der Content wird auf Fehler validiert und kann mit Hilfe von DTD's können Schemavorgaben erzuegt werden. Es kann demnach festgelegt werden welcher Content in welchem Format erlaubt ist. Damit Content auch zeitgerecht in anderen Sprachen übertragen werden kann ist ein eigener Übersetztungsmanager in die Software integriert. Damit man auf Unterschiedliche Versionen von Content zugreifen kann ist ein Versionsmanagement ebenfalls in der Software integiert worden. So ist es möglich auf ältere Versionen von Content zurück zu greifen.[32]
Noxum Publishing Studio ist eine Enterprise Lösung die sich vor allem für große Unternehmen eignet die schon Erfahrungen mit Windows Server haben und Lizenzen für diese besitzen. Bei der Einführung einer neune Windows- Server- Insfrastruktur fallen hier noch weitere Kosten an.
6.3 Webzeugkasten® CMS V 7
Webzeugkasten® ist ein CMS was es in zwei Varianten existiert. Uum Einen gibt es eine Kaufversion um diese auf einem eigenen Server zu betreiben zum Anderen gibt es eine Mietversion die auf einem externen Server betrieben werden kann. Das CMS- Backend wir vollständig über den Browser gesteuert und solltet mit den meisten gängigen Browsern funktionieren. Eine besondere Funktion von Webzeugkasten® ist noch das es um verschiedene Module erweitert werden kann. So können Standardfunktionalitäten, wie z.B. ein Gästebuch das auf verschiedensten Webseitet benötigt wird und immer auf dem gleichen Code aufsetzt schnell und einfach wieder verwendet werden ohne das Rad jedes mal neu zu erfinden. [33]
6.3.1 Grundfunktionalität
Webzeugkasten® bietet direkte Interaktion mit einem WYSIWYG Editor, so ist das Bearbeiten von Inhalten für jedermann leicht Verständlich. Darüber hinaus ist die Bearbeitung von Texten für den Benutzer so gestaltet das er direkt auf der Webseite Surfen kann und nach dem Einloggen neben dem Text Bereich einen Bearbeiten- Button findet. Hiermit kann der Benutzer die Webseite direkt auf der Webseite bearbeiten welches eine sehr leichte Handhabung garantiert. [34]
Die Mietversion kostet 199 Euro im Monat. Das Hosting übernimmt die Firma emnicon GmbH, genauere Angaben über das Hosting waren leider auf Anfrage nicht zu bekommen. Bei der Kaufversion des Webzeugkasten® belaufen sich die Kosten auf 3900 Euro.[35] Beide Versionen beinhalten einen Standardumfang an Modulen. Zu diesen zählen unteranderem: Texteditor (WYSIWYG), Templatemodul (Vorlagen), HTML-Snippets (Globale Platzhalter), Bildergalerie (Overlay mit Diashow) und noch weitere mehr. Wenn man noch weitere Enterprise Module haben möchte fallen weitere Kosten an. Zu diesen Modulen gehören z.B. Enterprise Newsletter, Kampagnen Manager, Intranet, Community, Blogs, LandingPage Generator und prozessunterstützende Module. Die emnicon GmbH bietet des weiteren einen Anpassungsservice für die Integration der Webseite. Hierfür belaufen sich die Kosten auf 800 Euro Pro Manntag, ob dieser benötigt wird hängt von der Erfahrung und dem Know-how des Kunden ab.[36]
Zusammfassend erkennt man das der Webzeugkasten® über die folgenden Funktionen verfügt:
- Mögliches Editieren über den Browser direkt im Frontend
- WYSIWYG Editor
- Suchmaschinenoptimierte Inhalte
- Erweiterbarkeit durch Verschieden Module
6.3.2 Architektur und Infrastruktur
Das gesamte Hosting übernimmt in der Mietversion die Firma emnicon auf eigenen Serversystemen. Genauere Informationen über das Hosting sind leider, auch auf Anfrage, nicht zu erhalten. Auf der Webseite http://www.cms-vergleich.de/cms/?s=cmsliste&cid=143 wird aber beschrieben, dass es ein Load Balancing gibt mit dem die Last verteilt werden kann. Hinzu nutzt der Webzeugkasten® Cashing funktionen damit nicht immer alle Daten aus der Datenbank gelesen werden müssen und so die Performance gesteigert werden kann.
6.3.3 Contentpflege
Der Pflege des Content kann nach dem Login direkt auf der Webseite vorgenommen werden. Neben den Elementen die man bearbeiten kann werden dann weitere Symbole zum bearbeiten des Inhaltes eingeblendet. Die Eingabe erfolgt über einen WYSIWYG- Editor der die Eingabe für den Benutzer erleichtert. Ein direktes Publizieren aus Office- Dokumenten ist hingegen nicht möglich. Was auch nicht im CMS enthalten ist eine Rechtschreibprüfung. Was bei der Eingabe über den Browser allerdings auch nicht immer nötig ist, da die meisten Browser eine Prüfung schon direkt implementiert haben oder diese über Erweiterungen nachinstalliert werden können.[37]
6.4 mirusys® CMS
mirusys® CMS wird von Brunner AG vertrieben und entwickelt. Die Firma befindet sich in der Schweiz und beschäftigt sich mit Druck und Gestaltung von Print- und digitalen Medien. mirusys® CMS ist ein System was einen anderes Ansatz verfolgt und zwar kann es nicht auf eigenen Server eingesetzt werden, sondern nur gemietet werden. Dies hat den Vorteil das man sich selbst nicht um Updates oder Sonstiges kümmern muss. Da dies alles vom Provider übernommen wird. Ein Nachteil von solchen Systemen ist allerdings, dass sie auf Dauer Mietkosten verursachen und nicht einmal bezahlt werden können.
6.4.1 Grundfunktionalität
mirusys® ist ein komplett webbasiertes CMS. Das heißt auch die Eingabe des Contents erfolgt über den Webbrowser. Dies ermöglicht auf Clientseite ein Unabhängigkeit gegenüber dem Betriebsystem. Der Preis von mirusys® CMS schwankt je nach Nutzerzahl zwischen 30€ und 100€. Dies beinhaltet auch das Hosting der Seite. Es fällt so also keine weiterer Aufwand für die eigene IT-Abteilung an. Ein automatisches Update innerhalb des Releases ist in dem Preis ebenfalls inbegriffen.[38] Was aber auch bedeutet das bei dem Wechsel auf eine neue Version mit weiteren Kosten zu rechnen ist. mirusys® CMS verfügt über zahlreiche weitere Features wie einer internen Link- Überprüfung. Mit dieser kann verhindert werden, dass Inhalte falsch verlinkt werden. Einen Eindruck® von mirusys CMS kann man sich selber in Form einer Demoversion leider nicht machnen.
Feature Liste:
- Seitenkomprimierung durch GZIP
- WYSIWYG-Editor mit 1:1-Ansicht
- W3C-validierung
- Integration eigener Skripte
6.4.2 Architektur und Infrastruktur
mirusys® CMS ist in PHP geschrieben und speichert die Daten in einer MySQL Datenbank ab. Jeder zugriff auf das CMS erfolgt über den Browser. Mit Hilfe von einigen Javascript Frameworks wird die usebility der Web Anwendung vereinfacht. Eine Client seitige Installtation von Java oder .NET Frameworks ist nicht nötig. mirusys CMS wird laut Hersteller auf einem Redundanten Server System gehostet. Dies bringt der Vorteil mit sich das ein Ausfall der Webseite als sehr gering ein zu stufen ist. Eine Eingenen Datenbank zugriff oder einen FTP Zugang zum Herrunterladen gibt es nicht, aus diesem Grund ist das anlegen von eigenen Backups nicht möglich. mirusys® CMS erstellt aber lauft der Hersteller angaben regelmäßige Backups um vor Datenverlust zu schützen. [39]
6.4.3 Contentpflege
Der Content wird bei mirusys® CMS komplett mit dem Browser eingegeben. Es ist möglich mehere Templates zu konfigurieren und so die Eingabe für Redakteure zu vereinfachen. Die Eingabe erfolgt mit einem WYSIWYG Editor in einer 1:1 Ansicht. Der Benutzer kann also Content einpflegen ohne die HTML- Syntax zu beherrschen. Eine Ausgabe der eingegeben Daten ist so allerdings nicht möglich, es ist hiermit also nur möglich Content für Web zu generieren. Der eingegebene HTML- Code kann direkt mit Hilfe des Editors auf den W3C Standard geprüft werden. Auch mirusys® CMS verfügt über eine Versionskontroll. So können Schritte von anderen korrigiert werden und zu älteren Versionen zurückgegangen werden. Eine komfortables Feature ist außerdem das mirusys® CMS auf Linkänderungen reagieren und sie automatisch anpasst. Dies kommt z.B. vor wenn eine Webseite an eine andere Position verschoben wird. Normalerweise müssen jetzt alle Seiten die auf diese Seite verlinken herrausgesucht werden und aktualisiert werden. Dies ist hier nicht nötig und wird automatisch erledigt. mirusys® CMS bietet auch die Möglichkeit eigne PHP- Skripte als Inhalt einzusetzen um so zum Beispiel dynamische Inhalte aus anderen Datenbanken anzuzeigen.[40]
6.5 Homepage Toolbox
Homepage Toolbox ist ebenfalls ein Mietsystem bei dem der Webserver gleich mit enthalten ist. Homepage Toolbox verfolgt den Ansatz, dass das Erstellen einer ersten Webseite sehr einfach sein soll. Jeder soll mit Homepage Toolbox in der Lage sein sich schnell und einfach eine Webseite zusammen zu klicken ohne HTML- oder CSS- Kenntnisse aufzuweisen. Dies schränkt natürlich die Anpassbarkeit, was erweitertes Design, angeht ein.
6.5.1 Grundfunktionalität
Homepage Toolbox wird zwischen drei Versionen unterschieden die sich nach dem Anwendungsfall unterscheiden. Für eine private Homepage betragen die Kosten 29 Euro im Monat oder 349 Euro wenn man jährlich bezahlt. In der Edition ist ein Webspace von 100 MB enthalten was gerade für den Privatbedarf ausreichen dürfte. Eine Erweitung ist hier nicht möglich. Für gewerbliche Zwecke fallen 49 Euro im Monat oder 599 Euro für ein Jahr an. Hier erhält der Benutzer 500MB Webspace was schon zur Ablage einiger Fotos oder sonstigem Content wie z.B. PDF Dokumenten reichen dürfte. Der Webspace kann hinzu auch noch erweitert werden was dann allerdings zusätzliche Kosten mit sich bringt. Ebenfalls in der Standardedition enthalten ist die Abwicklung von 10 Mailkonten die auf der Domain angelegt werden können und 5 GB Speicherplatz für Emails der Benutzer. Hiermit wird also ein Produkt angeboten was sich gut für den ersten Firmenauftritt einer kleinen Firma eignet. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Domain auch gleich über Homepage Toolbox abzuwickeln. Hier fallen 15 Euro für die Domain an. Als zusätzliche Version gibt es eine Version die alle Features des Standardsystems enthält plus eines zusätzlichen Shopsystems über den man Waren vertreiben kann. Hier liegen die Kosten dann bei 79 Euro monatlich oder 949 Euro wenn man jährlich bezahlt.[41]
Zugang zu einer Demo Version kann jeder bei bedarf erhalten. Diese macht einen netten Eindruck und das Erstellen und Äändern von Inhalten ist übersichtlich und schnell für jeden zu erledigen.
Featureliste:
- Real URL's als Standard
- Automatische Erstellung der von Google gewünschten sitemap.xml
- Darstellung der Website in jedem Browser gleich
- Homepage automatisch W3C konform
- Formatierung aller Texte ohne HTML Kenntnisse
- Template und Design ohne HTML-, CSS- oder PHP- Kenntnisse realisierbar
6.5.2 Architektur und Infrastruktur
Das erstellen einer neuen Seite ist bei Homepage Toolbox sehr einfach gehalten und kann nach einer kurzen Einarbeitungszeit von jedem durchgeführt werden. Beim Erwerb von Homepage Toolbox wird ein eigener Server mit einer fertigen Installation bereit gestellt. Genauere Informationen über die Ausstattung des Servers werden aber nicht getroffen, genau so wenig darüber ob es sich um einen eigenen Server handelt oder nur um eine virtuelle Instanz auf einem System. Bei einem eigenen Server bleiben auch Fragen wie Updates von verwendeten Programmen offen wie z.B. phpmyadmin mit dem man zugriff auf die im Hintergrund verwendeten DB erhalten kann. Ein transparentes Backup vermisst man ebenfalls. Es ist also nicht möglich sich selbst automatisiert ein Backup der Dateien auf dem Server zu erstellen.
6.5.3 Contentpflege
Die zugriff auf das CMS System erfolgt auch direkt über den Browser. Hier kann der Content über einen WYSIWYG- Editor erfolgen. Die Eingabe und Platzierung des Inhaltes ist für jeden Mitarbeiter leicht zu bewältigen. Eine Versionskontrolle der Inhalte gibt es leider nicht genau so wenig wie ein Übersetzungmanagement. Inhalte können aber komfortabel an andere Stellen verschoben werden und Links auf inhalte Platziert werden.
Homepage Toolbox bietet vorgefertigte Module mit dem man verschiedene dynamische Inhalte die auf vielen Webseiten zu finden sind wie z.B. eine E-Mail Kontaktformular umsetzen kann. Hinzu gibt es noch Module für ein Gästebuch oder eine Bildergalierie. Homepage Toolbox hat den Anspruch dem Benutzer ein einfach zu pflegendes System zu geben. Was ohne das sonst nötige IT- Knowhow zu verwalten und zu pflegen ist.
6.6 Spezielle Systeme
Spezielle Systeme sind CMS die sich auf einen Bestimmten Anwendungsfall spezailisert haben. Aus diesem Grund sollen sie hier in einem seperaten Bereich aufgeführt werden da sie aufgrund ihrer Speziellen Anwendungsfall nicht mit den anderen CMS verglichen werden können.
6.6.1 Flashmoto
Flash ist ein properitärer Standard von Adobe um dynamische Inhalte im Web darzustellen. Flash wird häufig dazu genutzt um Vidoes direkt auf Webseiten wiederzugeben. Wie z.B. bei youtube.com. Um Flash im Browser wiedergeben zu können ist die Installation eines Plugins von der Firma Adobe nötig. Dies ist auch der größte Nachteil solcher Lösungen. Wenn es dieses Plugin für eine bestimmte Platform wie z.B. für manche Mobile geräte wie das IPhone nicht gibt können solche Webseiten auf diesen Geräten nicht dargestellt werden. [42] Der Vorteil bei Flash ist hingegen, dass sich Inhalte umsetzen lassen die sich wie Applikationen auf dem eigenen Rechner anfühlen. So können Objekte einfach verschoben werden wie man es von einem Datei Explorer auf dem Desktop kennt oder Inhaltselemente gedreht werden wie man es von Bildbearbeitungsprogrammen kennt.
Ein Content Management System mit dem solche Flash- Webseiten einfach erstellt werden können ist Flashmoto. Flashmoto bietet viele Funktionen unter anderem einen gut handhabbaren WYSIWYG- Editor der in einem PopUp- Fenster angezeigt wird. Damit man sich keine eigenes Template erstellen muss bietet Flashmoto auch einige Templates an die man verwenden kann. Der Preis dieser Templates bewegt sich im Rahmen von 150-250 Euro. Eine Demoversion von Flashmoto ist ebenfalls vorhanden mit dieser kann man sich schnell einen Eindruck verschaffen und wie man auf Abbildung 5 erkennt auch schnell eine erste kleine Webseite erstellen. Flashmoto kostet 199$. Als Download erhält man einfach einige Dateien die man auf einen Webserver ablegen muss. Der Webserver benötigt PHP ab Version 5.2.1. Damit man den Webinhalt bearbeiten kann benötigt man natürlich einen Flash Player dieser ist aber für alle gängigen Betriebsysteme und Browser erhältlich. [43] Als Wichtiges Feature für ein Flashcms ist es, dass es mit Flashmoto möglich ist Seiten zu erzeugen die von Google gut gefunden werden können. In der heutigen Zeit ist es um so wichtiger von eine Suchmaschine gefunden zu werden. Wenn ein CMS nicht in der Lage ist Links zu erzeugen die eine Suchmaschine versteht kann dies einen enormen Wettbewerbsnachteil für das Unternehmen bedeuten. Bei Flashmoto ist es auch möglich eigene Module zu entwickeln und so das System beliebig zu erweitern.[44]
Flashmoto macht einen guten Eindruck und eine Webseite ist, auch ohne HTML- oder CSS- Kenntnisse ,schnell erstellt. Das setzen auf komplett mit Flash erstellte Webseiten birgt aber die Gefahr das es sie auf manchen Mobilen geräten nicht angezeigt werden können da diese kein Flash unterstützen. Manche halten Flash für eine überholte Technologie die in Kürze von HTML5 abgelößt wird.
6.6.2 Typepad®
Blog CMS Systeme sind im Eingentlichen Sinne keine reinen CMS. Sie haben aber allerdings ihre Daseinsberechtigung und dürfen in einer solchen Arbeit nicht fehlen. Blog- CMS bestehen aus einer Software die zum Erstellen eines Blogs gedacht sind. In manchen Fällen ist das Layout eines solchen Blogs aber so anpassbar das der Unterschied zu einer Normalen Webseite nicht mehr sichtbar ist. So können diese Blogs dann als vollwertiges CMS verwendet werden. Ansonsten sind sie natürlich als Blog nutzbar. Der generelle Unterscheid ist, dass sie wie ein Tagebuch funktionieren und es somit immer neue Inhalte gibt die nach Datum sortiert werden.
Im kommerziellen Umfeld gibt es auch eine Software die dieses Möglichkeit bietet und zwar Typepad®. Typepad® gibt es nur in einer Mietversionen und es ist somit nicht möglich die Software auf eigenen Servern zu betreiben. Es gibt drei Versionen von Typepad®. Die Plus Version kostet 8.95 Euro im Monat. Mit ihr können vier Blogs erstellt werden. Gleichzeitig hat man Zugriff auf 1000 Verschiedene Designs. Das Design ist aber nicht selber anpassbar. Im Monat darf man 150 MB an Dateien hochladen. Der Speicherplatz selber ist nicht begrenzt. Als nächste Version gibt es die Unlimited Version hiermiet kann man so viele Blogs erzeugen wie man möchte die auch von verschiedenen Autoren geschrieben werden können. Ebenfalls ist das Design komplett anpassbar. Die Kosten belaufen sich hierbei auf 14.95 Euro im Monat. Es Dürfen 1000 MB an Daten im Monat auf den Server hochgeladem werden. Als Dritte Version gibt es dann noch die Premium Version. Mit dieser Version kann man 2000 MB im Monat veröffentlichen. Als zusätzliche Option erhält man noch einen Prioriy Support. Was bedeutet das sich schneller um die Support anfragen gekümmert wird als wenn man kein Premium Kunde ist. Eine genaue Aussage über die Reaktionszeit gibt es aber nicht. [45]
Mit Typepad lässt sich schnell ein Blog erstellen, dieser ist ab der Ultimate Version auch so weit anpassbar das er an das Design einer Unternehmung angepasst werden kann. Ein richtiges CMS ersetzen kann er aber nicht. Es ist eine Gute Ergänzung für ein Unternehmen was seinen Mitarbeitern ermöglichen möchte Blogs über ihre Arbeit zu schreiben um so die Aussendarstellung der Firma zu stärken.
7 Vergleich
Nach dem ausführlichen Marktüberblick einzelner Lösungen im Bereich der kommerziellen CMS, gilt es die vorgestellten Lösungen zu vergleichen. Hierbei werden die einzelnen Kriterien für jedes CMS genau gegenübergestellt und zum Schluss in einer Nutzwertanalyse einem standardisierten Vergleich unterzogen.
7.1 Vergleichskriterien und Voraussetzungen
Im Rahmen des Vergleiches werden folgende Kriterien zur Betrachtung verwendet:
- Lizenzmodell
- Usability
- Redaktion
- Benutzer- / Rechtekonzept
- Systemvoraussetzungen
Diese fünf Eckpunkte eines jeden CMS stellen das Grundgerüst für jedes CMS dar. Sie machen Unterschiede zwischen den einzelnen Lösungen deutlich und bietet sich so besonders für den in dieser Arbeit angestrebten Vergleich an.
7.1.1 Lizenzmodell
Das Lizenzmodell stellt ein zentrales Entscheidungskriterium bei der Auswahl eines kommerziellen CMS dar. So wird in der Grundform zwischen einer Miet- und einer Kauflizenz unterschieden. Noxum Publishing Studio wird über eine Kauflizenz vertrieben. Man erwirbt die unbegrenzten Nutzungsrechte am Produkt und kauft zusätzlich den Support. Einen einheitlichen Preis für den Kauf einer solchen Lizenz gibt es nicht, sondern dem Kunden wird ein individualisiertes Angebot erstellt.[46]
Webzeugkasten® CMS V 7 kann wiederum in verschiedenen Varianten lizensiert werden. Neben der, vergleichbar zur Lizenzierung von Noxum, erhätlichen Kauflizenz zum Einsatz auf einem selbst bereitgestellten Server, bieten die Entwickler von Webzeugkasten die Möglichkeit das CMS auf einen von den Entwicklern bereitgestellten Server zu hosten und dies auf Basis einer Mietlizenz, bei einer Mindesvertragslaufzeit von 36 Monaten. Die Preise für die Basisversion ohne Zusatzmodule liegt bei der Kauflizenz bei 3900,00€ und bei der Mietlizenz bei 199,00€ pro Monat.[47][48]
Beim CMS mirusys® ist es nicht möglich dieses in einer Kauflizenz zu erwerben. Im Bereich der Mietlizenz bieten die Entwickler 3 verschieden Varianten an. Zum einen die Möglichkeit das CMS auf einem eigenen Server zu hosten und jährliche Mietkosten zwischen ca. 180,00€ (250,00CHF) und ca. 1000,00€ (150,00CHF). Die Preise werden je nach Unternehmensgröße bestimmt. Für wohltätige, kirchliche oder gemeinnützige Vereine berechnen die Entwickler generell die ca. 180,00€, was also die zweite Möglichkeit darstellt. Für ca. 21,00€ (30CHF) hat man als Kunde die Möglichkeit das CMS auf einem von den Entwicklern bereitgestellten Server zu hosten. Vorteil bei allen drei Varianten des CMS mirusys ist, dass die jeweiligen Update- und Supportkosten im Preis inbegriffen sind.[49]
Auch Homepage Toolbox ist nur als Mietlizenz verfügbar. Im Gegensatz zu mirusys hat der Kunde jedoch nicht die Möglichkeit das CMS zu mieten und auf einem eigenen Server zu betreiben. Jeder Kunde erhält einen eigenen Server betrieben von den Entwicklern. Die Kosten betragen je nach Anzahl der Module 29,00€, 49,00€ oder 79,00€ im Monat.[50]
Zu den beiden CMS die aufgrund ihrer Spezialisierung nicht im direkten Vergleich zu den anderen CMS stehen gehört das auf Flash spezialisierte System Flashmoto. Flashmoto ist über eine Kauflizenz erwerbar und wird pro Domain berechnet. Der Preis liegt bei etwas 165,00€ (199,00USD).[51]
Zu den kommerziellen Vertretern der Blog-CMS zählt das System TypePad. Es ist nur in einer Mietlizenz mit Hosting auf den Servern der Entwicklern verfügbar. Die Preise variieren hierbei zwischen ca. 7,00€ (8,95USD) und ca. 25,00€ (29,95USD), je nachdem welche Funktionen man wünscht.[52]
Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen Modelle in einer kurzen Übersicht
| CMS | Lizenz | Preis |
|---|---|---|
| Noxum Publishing Studio | Kauflizenz | individuell |
| Webzeugkasten® CMS V 7 | Kauf- und Mietlizenz | Kauflizenz: 3900,00€ Mietlizenz: 199,00€ |
| mirusys® | Mietlizenz | 21,00€ bis 1000,00€ |
| Homepage Toolbox | Mietlizenz | 29,00€ bis 79,00€ |
| Flashmoto | Kauflizenz | 165,00€ |
| TypePad | Mietlizenz | 7,00€ bis 25,00€ |
7.1.2 Usability
Die Usability ist für die Auswahl eines CMS von wichtiger, meist vernachlässigter, Bedeutung. Wie gut die Usability wirklich ist erkennt man erst wenn man einige Zeit mit einem System gearbeitet hat. Trotzdem soll hier probiert werden Anhand des ersten Eindrucks und der generellen Usabilty- Features einen Vergleich der Verschiedenen Syteme zu geben. Noxum Publishing Studio wird in Form einer Desktop- Variante verwendet, es gibt keine besonderen Unterscheide zu anderen Programmen wie Office- Anwendungen. Durch die Verwendung des aktuellen .NET Frameworks ist das Look and Feel wie bei einer MS Office Anwendung und die Symbole zum bearbeiten werden durch die User direkt wieder erkannt. Auch Menüfunktionen wie Kopieren oder Einfügen finden sich an der Stelle wo es der Benutzer von anderen Anwendungen gewöhnt ist.[53] Bei browserbasierten CMS ist dies anders hier kommt zum tragen das sie nicht Standardansichten verwenden sondern als Applikation in der Browser Applikation genutzt werden. Hier dran müssen sich auf diesem Gebiet unerfahrende Benutzer erst gewöhnen die es nicht gewohnt sind solche Programme zu verwenden. Hier führen die beim Surfen im Web oft verwendeten Vor- und Zurück- Buttons zu komischen Meldungen. Die anderen CMS Systeme werden alle über den Browser bedient. Bei Webzeugkasten, mirusys und Homepage Toolbox hat dies den weiteren schönen Vorteil das man nach dem Einloggen den Content über die Ansicht bearbeiten kann die man auch zum Surfen auf den Webseiten verwendet. Hier wird ein Bearbeiten- Button neben dem Content Element eingeblendet. Mit einem Klick öffnet sich ein Bearbeiten- Fenster idem der User die Modifikationen vornehmen kann und das Ergebnis gleich wieder auf der Webseite sieht. Eine Eingewöhnung in ein anderes Menü ist hier nicht notwendig. Bei TypePad und Flahmoto muss diese Einarbeitung erfolgen.
Um sich einen Überblick über die Usabilty genauer verschaffen zu können ist eine Demoversion von großem Vorteil da es sonst der Vorstellungskraft überlassen ist wie sich das CMS bedienen lässt abgesehen von offensichlichten Merkmalen. Eine enutzbare Demoversion gibt es bei den CMS von Homepage Toolbox und FlashMoto. Bei Homepage Toolbox ist das Editieren der Inhalte sehr intuitiv gelößt da die Bearbeitung bis auf eine Menüleiste, die auf zusätzliche Funktionen verweißt, dem Editieren auf der Webseite angelehnt ist. Bei FlashMoto macht die Bedienung den Eindruck eines Grafikbearbeitungsprogramms bei dem ich Bilder an beliebige Stellen verschieben kann. Das ständige abspielen von Musik (was ausgestellt werden kann) ist für Musik-Fans schön aber für den ersten Eindruck eher abschreckend.
| CMS | Demo | Client |
|---|---|---|
| Noxum Publishing Studio | Nein | Eigener |
| Webzeugkasten® CMS V 7 | Ja / nach 7 Werktagen noch nicht Freigeschaltet | Browser |
| mirusys® | Nein | Browser |
| Homepage Toolbox | Ja | Browser |
| Flashmoto | Ja | Browser |
| TypePad | Ja / mehr Shareware | Browser |
7.1.3 Redaktion
Für die Redakteure ist es wichtig, dass sie Inhalte schnell, einfach und gezielt einstellen können. Im Vergleich der Redaktion der einzelnen CMS wird vor allem darauf geachtet, wie Inhalte eingestellt werden können. Das Werkzeug zum Einstellen der Inhalte oder die Möglichkeiten der Formatierung stehen dabei im Vordergrund.
Noxum Publishing Studio wird über einen zusätzlichen Softwareclient mit Inhalten gefüllt. Jeder Redakteur hat auf seinem PC einen speziellen Client und stellt über eine XML-Schnittstelle Inhalte in das CMS ein. Der Client ist individuell konfigurierbar und enthält eine Versionskontrolle.[54]
Im CMS Webzeugkasten® CMS V 7 wird der Inhalt direkt auf der Seite gepflegt, im so genannten Frontend der Seite die auch der normale Besucher sieht. Dies geschieht unter Zuhilfenahme eines WYSIWG-Editors, der einfache Formatierungen ermöglicht, jedoch z.B. keinen Import von Office-Dokumenten bietet. Ein zusätzlicher Client wie bei Noxum Publishing Studio wird also nicht benötigt.[55]
Die Inhalte in mirusys® werden im Backend, einer speziellen Oberfläche zur Administration des CMS, mit Hilfe eines WYSIWYG-Editors gepflegt. So kann der Redakteur seine Inhalte direkt für das Web formatieren und auf W3C- Konformität prüfen lassen. Eine Pflege über einen Client ist nicht vorgesehen, somit erfolgt die Pflege nur über den Browser. Das Backend bietet die Möglichkeit der Versionskontrolle, so können Redakteure die aktuelle Version des Inhaltes mit älteren vergleichen. Auch ist die Möglichkeit der Erstellung von Templates für Inhalte gegeben. So können für bestimmte Arten von Inhal, Vorlagen erstellt werden, die die Pflege dieser vereinfachen.[56]
In seinem Anspruch an die einfache Gestaltung von Inhalten, ist die Inhaltspflege im CMS Homepage Toolbox gut gelungen. Die Eingabe erfolgt wie bei den CMS mirusys und Webzeugkaten über einen WYSIWG-Editor im Browser. Hierbei ist aber keine Versionskontrolle enthalten und das Anlegen eigener Templates ist auch nicht möglich. Dafür hat der Redakteur die Möglichkeit regelmäßig auftauchende Inhalten, wie Datum oder E-Mail Kontakt per Platzhalter in seine Inhalte einzubauen.[57]
Auch die Lösung Flashmoto bietet allein die Möglichkeit über einen WYSIWYG-Editor im Backend der Seite seine Inhalte zu pflegen. Hierbei hat der Benutzer das Gefühl er würde die Inhalte malen, denn durch die Technik Flash rückt vor allem die visuelle Aufbereitung der Inhalte in den Mittelpunkt. Das Einstellen von Inhalten endet somit immer im Ändern der kompletten Seite.[58]
Das Blog-CMS TypePad setzt, wie alle CMS außer Noxum Publishing Studio, auf einen WYSIWYG-Editor zum Pflegen von Inhalten. Einfache Gestaltungsmöglichkeiten sind auch gegeben. Auch hier liegt wieder die sehr einfach Gestaltung von Inhalten im Fokus, ähnlich wie beim System Homepage Toolbox.[59]
Die folgende Tabelle zeigt in einer kurzen Übersicht den Vergleich im Bezug auf die Redaktion von Inhalten
| CMS | Pflegetool | Versionskontrolle | Gestaltungsmöglichkeiten |
|---|---|---|---|
| Noxum Publishing Studio | Clientsoftware | ja | weit über Durchschnitt |
| Webzeugkasten® CMS V 7 | Web, WYSIWYG-Editor, Frontend | nein | durchschnittlich |
| mirusys® | Web, WYSIWYG-Editor, Backend | ja | über Durchschnitt |
| Homepage Toolbox | Web, WYSIWYG-Editor, Backend | nein | unter Durchschnitt |
| Flashmoto | Web, WYSIWYG-Editor, Backend | nein | speziell Flash |
| TypePad | Web, WYSIWYG-Editor, Backend | nein | unter Durchschnitt |
7.1.4 Benutzer- / Rechtekonzept
Die Benutzerverwaltung ist ein zentrales Element in einem CMS. Sie dient dazu den Zugriff auf Seiten zu regeln. Als ein erweitertes Feature ist die Bereitstellung von Workflows um zu sehen, dass bestimmte Benutzer Inhalt zwar erstellen ihn aber nicht publizieren dürfen. Dies soll dann durch Chefredakteure erledigt werden. Noxum Publishing Studio bietet die Möglichkeit Benutzer direkt aus dem einem Active Directory zu übernehmen. Es bietet ebenfalls die Möglichkeit erweiterte Workflows abzubilden, so dass hier der volle Umfang erfüllt ist. [60]
Webzeugkasten verfügt ebenfalls über ein Rechtemanagement mit dem der Zugriff auf einzelne Seiten und Dokumente beschränkt werden kann. Benutzer können hier ebenfalls bei der Kaufversion aus einem Active Directory importiert werden. Aus Sicherheitsgründen sollte dies nur bei der Kaufversion unternommen werden da sonst die Daten über das Internet übertragen werden müssen und es sich hier um sensible Daten mit Benutzernamen und Passwörtern handelt. Ein Workflow ist nur bedingt vorhanden zum einen gibt es zwar die Möglichkeit einer mehrstufigen Freigabe es ist aber nicht möglich Freigabewege genau zu beschreiben. [61]
mirusys bietet auch eine Einschränkung der Rechte auf Datei- und Seitenebene, eine Anbindung an externe Authentifikationsdienste ist allerdings nicht möglich. Dafür gibt es es aber ein WorkflowSystem mit dem eine flexible Gestaltung von Freigaben vorgenommen werden kann. [62]
Homepage Toolbox verfügt über ein Rechtemanagement welches zwischen Benutzern und Administratoren Unterscheidet. Benutzer können Gruppen zugeordnet werden. Eine tiefere Unterscheidung gibt es allerdings nicht. Die Abbildung eines Workflows ist ebenfalls nicht möglich.[63]
Bei Flashmoto gibt es keine Anzeichen auf ein Usermanagement. Es gibt nur einen Benutzer der alles bearbeiten kann. Somit gibt es es auch kein Workflowmanagement.
Bei Typepad gibt es mehere Benutzer erst ab der Unlimited Version. Eine Anbindung an externe Authnetifikations- Services ist ebenso wie ein Workflowmanagement nicht vorhanden.[64]
| CMS | Benutzerverwaltung | Anbindung Zentraler Authentification Service | Workflow |
|---|---|---|---|
| Noxum Publishing Studio | Ja | Ja, windows AD | Ja |
| Webzeugkasten® CMS V 7 | Ja | Ja, windows AD | Bedingt |
| mirusys® | Ja | Nein | Ja |
| Homepage Toolbox | Ja | Nein | Nein |
| Flashmoto | Nein | Nein | Nein |
| TypePad | ab Unlimited Version | Nein | Nein |
7.1.5 Systemvoraussetzungen
Die Systemvoraussetzungen stellen die letzte Hürde für die Einführung eines CMS dar. Hierbei sind Faktoren wie das unterstützte Betriebssystem, die Spezifikationen an den Webserver, sowie sonstige zusätzliche Programme die auf dem Server zu installieren sind von Bedeutung. Aber auch die benötigte Software und die damit verbundenen Anforderungen an den Client zur Inhaltspflege müssen berücksichtigt werden. Im Vergleich der Systemvoraussetzungen des Redaktions-Clients wird davon ausgegangen, dass dieser bereits einen Browser mit integriertem Javascript besitzt. Davon ist auszugehen, da ein Browser für das Surfen im Internet benötigt wird und Javascript bei Browsern wie Safari, Internet Explorer, Firefox und Opera bereits integriert ist.
Das Noxum Publishing Studio basiert auf dem .NET-Framework. Somit sind das Betriebssystem Microsoft Windows und der dazugehörige Webserver IIS zwingend vorausgesetzt. Die Speicherung aller Informationen erfolgt in eine Microsoft SQL-Datenbank, wobei konsequent auf das XML-Format gesetzt wird. Zusätzlich muss auf Server und Client das .NET-Framework installiert werden, um das CMS sowie den Client für die Redaktion ausführen zu können.[65]
Über das System Webzeugkasten® CMS V 7 sind keine Informationen zur eingesetzten Technologie, sowie den Voraussetzungen an den Server verfügbar. Es wird keine zusätzliche Software für den Redaktions-Client benötigt.[66]
Im Gegensatz zum. ,auf dem .NET-Framework basierenden, Noxum Publishing Studio, wird mirusys® in PHP entwickelt und speichert jegliche Daten in einer MySQL-Datenbank. Dies ermöglicht den Einsatz verschiedenster Betriebssysteme, da PHP und MySQL für die meisten gängigen Betriebssysteme wie verschiedene UNIX-Derivate, Mac OSX, Linux und Microsoft Windows[67][68] verfügbar sind. So ist es nahezu beliebig welcher Server eingesetzt wird. Auch an den Client für die Redaktion werden keine besonderen Voraussetzungen gestellt.[69]
Da beim CMS Homepage Toolbox eine Installation auf einem eigenen Server nicht möglich ist, werden die Systemvoraussetzungen nicht weiter angegeben. Zusätzliche Software auf dem Client wird für die Redaktionsarbeit jedoch nicht benötigt.[70]
Das Flash-CMS Flashmoto kann nach dem Erwerb auf einem eigenen Server kopiert werden. Hierzu wird, wie bei mirusys® auf dem Server lediglich PHP benötigt. Eine Datenbank wird nicht gebraucht und die Dateien werden lediglich in das gewünschte Verzeichnis auf den Server kopiert, was eine Installation unnötig macht[71]. Der Client für die Redaktion, sowie alle Besucher benötigen den Adobe Flashplayer um die Webseite benutzen zu können[72].
Wie beim CMS Homepage Toolbox ist auch beim Blog-CMS TypePad eine Installation auf einem eigenen Server nicht möglich. Darum sind Aussagen zu den Systemvoraussetzungen auf dem Server nicht möglich. Für den Client ist keine zusätzliche Software notwendig.[73]
Die folgende Tabelle zeigt die oben genannten Ergebnisse im kurzen Vergleich
| CMS | Betriebssystem | Webserver | Datenbank | extra Serversoftware | extra Clientsoftware |
|---|---|---|---|---|---|
| Noxum Publishing Studio | Microsoft Windows Server | IIS | Microsoft SQL-Datenbank | .NET-Framework | .NET-Framework |
| Webzeugkasten® CMS V 7 | unbekannt | unbekannt | unbekannt | unbekannt | keine |
| mirusys® | UNIX-Derivate, Mac OSX, Linux und Microsoft Windows | Apache, IIS, LightHTTP mit PHP | MySQL | keine | keine |
| Homepage Toolbox | unbekannt | unbekannt | unbekannt | unbekannt | keine |
| Flashmoto | UNIX-Derivate, Mac OSX, Linux und Microsoft Windows | Apache, IIS, LightHTTP mit PHP | keine | keine | Adobe Flashplayer |
| TypePad | unbekannt | unbekannt | unbekannt | unbekannt | keine |
7.2 Nutzwertanalyse
Eine Nutzwertanalyse bietet einen quantitativen Vergleich von qualitativen Kriterien anhand von festgelegten Gewichtungen. Zur Duchführung einer Nutzwertanalyse werden in der Vorbereitung die relevanten Kriterien mitsamt der korrespondierenden Gewichtungen festgelegt.
7.2.1 Definition der Noten
Die Definition der Noten als Grundlage für die Nutzwertanalyse ist wie folgt definiert:
- 0 bis 3 Punkte: schlecht
- 4 bis 6 Punkte: mittel
- 7 bis 9 Punkte: gut
- 10 Punkte: sehr gut
7.2.2 Definition der Gewichtung
Bei der Definition der Gewichtung wurde Wert darauf gelegt, dass die eventuelle Auswirkung auf eine Kaufentscheidung berücksichtigt wird. Das Lizenzmodell spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für ein kommerzielles CMS. Je mehr Möglichkeiten sich bieten, um so eher fällt die Entscheidung für ein CMS. Somit wird die Benotung des Lizenzmodells mit dem Faktor fünf multipliziert. Das wichtigste Kriterium für den Zuschlag für ein bestimmtes CMS ist die Usability. Die Bedienbarkeit eines CMS macht subjektiv für den Entscheider den größten Unterschied zwischen den einzelnen Lösungen aus. Das zweitwichtigste Kriterium ist die Möglichkeit Inhalte einzustellen. Die Redaktion ist neben der Bedienbarkeit ein zentrales Entscheidungskriterium und für jeden Anwender von Bedeutung. Das Benutzer- und Rechtekonzept kann je nach Anwendungsfall von größerer Bedeutung sein. In diesem Vergleich wird die Bedeutung nicht so hoch eingeschätzt. Durch das häufige Auftreten von Lösungen über ein externes Hosting verlieren die Systemvoraussetzungen an Bedeutung. Darum wird die Benotung nur mit dem Faktor zwei Multipliziert.
- Faktor 5: Lizenzmodell
- Faktor 9: Usability
- Faktor 6: Redaktion
- Faktor 3: Benutzer- / Rechtekonzept
- Faktor 2: Systemvoraussetzungen
7.2.3 Auswertungen
7.2.3.1 Noxum Publishing Studio
| Kriterium | Erfüllungsgrad | Gewichtungsfaktor | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Lizenzmodell | 4 | x Faktor 5 | 20 |
| Usability | 9 | x Faktor 9 | 81 |
| Redaktion | 10 | x Faktor 6 | 60 |
| Benutzer-/Rechtekonzept | 10 | x Faktor 3 | 30 |
| Systemvoraussetzungen | 2 | x Faktor 2 | 4 |
| Summe | 195 | ||
7.2.3.2 Webzeugkasten
| Kriterium | Erfüllungsgrad | Gewichtungsfaktor | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Lizenzmodell | 7 | x Faktor 5 | 35 |
| Usability | 4 | x Faktor 9 | 36 |
| Redaktion | 5 | x Faktor 6 | 30 |
| Benutzer-/Rechtekonzept | 7 | x Faktor 3 | 21 |
| Systemvoraussetzungen | 4 | x Faktor 2 | 8 |
| Summe | 130 | ||
7.2.3.3 mirusys® CMS
| Kriterium | Erfüllungsgrad | Gewichtungsfaktor | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Lizenzmodell | 8 | x Faktor 5 | 40 |
| Usability | 7 | x Faktor 9 | 63 |
| Redaktion | 7 | x Faktor 6 | 42 |
| Benutzer-/Rechtekonzept | 6 | x Faktor 3 | 18 |
| Systemvoraussetzungen | 10 | x Faktor 2 | 20 |
| Summe | 183 | ||
7.2.3.4 Homepage Toolbox
| Kriterium | Erfüllungsgrad | Gewichtungsfaktor | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Lizenzmodell | 6 | x Faktor 5 | 30 |
| Usability | 6 | x Faktor 9 | 54 |
| Redaktion | 7 | x Faktor 6 | 42 |
| Benutzer-/Rechtekonzept | 4 | x Faktor 3 | 12 |
| Systemvoraussetzungen | 4 | x Faktor 2 | 8 |
| Summe | 146 | ||
7.2.3.5 Flash-CMS
| Kriterium | Erfüllungsgrad | Gewichtungsfaktor | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Lizenzmodell | 8 | x Faktor 5 | 40 |
| Usability | 6 | x Faktor 9 | 53 |
| Redaktion | 5 | x Faktor 6 | 30 |
| Benutzer-/Rechtekonzept | 1 | x Faktor 3 | 3 |
| Systemvoraussetzungen | 7 | x Faktor 2 | 14 |
| Summe | 140 | ||
7.2.3.6 Blog-CMS
| Kriterium | Erfüllungsgrad | Gewichtungsfaktor | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Lizenzmodell | 5 | x Faktor 5 | 25 |
| Usability | 5 | x Faktor 9 | 45 |
| Redaktion | 4 | x Faktor 6 | 24 |
| Benutzer-/Rechtekonzept | 3 | x Faktor 3 | 9 |
| Systemvoraussetzungen | 4 | x Faktor 2 | 8 |
| Summe | 111 | ||
7.2.3.7 Übersicht
Abbildung 8: Chartdarstellung der Nutzwertanalyse
8 Fazit
Die Palette der komerziellen CMS ist breit gefächert und führt von Systemen im Enterprise- Segment bis zu Systemem für kleine und mittelständische Unternehmen, die keine eigene Infrastruktur besitzen um ihre CMS zu hosten und deswegen gerne auf Anbieter zurückgreifen die eine Mietversion bereitstellen. Hier gibt es in den meisten Fällen auch kein eigenes Know How über die Technologie zur Erstellung von Webseiten. Aus diesem Grund kommen hier solche Systeme in Frage für die keine Kenntnisse in HTML oder CSS erforderlich sind. Hier können Anbieter aus dem kommerziellen Sektor bei dem Aufbau und der Gestaltung behilflich sein oder Templates bereitstellen die für bestimmte Zielgruppen geeignet sind. Im Gegensatz zu freien CMS bieten Hersteller kommerzielle CMS, im Rahmen von Wartungsverträgen, Support für das eingesetzte System.
Eine abschließende Betrachtung der Seminararbeit zeigt, dass sich für jeden Anwendungsfall ein geeignetes kommerzielles CMS finden lässt. Alle vorgestellten Systeme bieten für ihren Anwendungsfall eine gute Lösung.
Laut der durchgeführten Nutzwertanalyse bietet das CMS Noxum Publishing Studio den höchsten Nutzen. Das Noxum Publishing Studio ist ein Enterprise CMS welches vorallem für große Unternehmen geeignet ist. Die Verwaltung großer Datenmengen mit vielen Autoren ist hier aufgrund der verwendeten Technologie realisierbar. Für den Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen bietet sich mirusys an. Es bietet volle Funktionalitäten eines CMS und ist preislich vertretbar. Unternehmen die keinen großen Wert auf Contentgestaltung und -individuelle Anpassungen legen sondern viel mehr eine kleine Webpräsenz erstellen möchten, könnte Homepage Toolboox an das Herz gelegt werden. Wenn ein effekvolles Auftreten, zur Abhebung von anderen Herstellern, gewünscht wird kann Flashmoto das richtige CMS sein. Für die Professionelle Gestaltung eines Blogs kann Typepad verwendet werden. Obwohl dies auch bedingt mit den anderen CMS mit Modulen oder erweiterungen machbar wäre.
9 Fußnoten
- ↑ Vgl. Fierce(2009)
- ↑ Vgl. GalileoJoomla (2008) Abschnitt 1.1
- ↑ http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_1_content_management_systeme_-_eine_kurze.html
- ↑ Vgl. JDK(2010b) Punkt 1
- ↑ Vgl. JDK(2010b) Punkt 3
- ↑ Vgl. GalileoCMS(2000) S. 39
- ↑ Vgl. GalileoCMS(2000) S. 39
- ↑ Vgl. GalileoCMS(2000) S. 54ff
- ↑ Vgl. Pinuts(2010) S. 6
- ↑ Vgl. Pinuts(2010) S. 5
- ↑ Vgl. Cyres(2010)
- ↑ Vgl. Pinuts(2010) S. 3ff
- ↑ Vgl. GalileoJoomla (2008) Abschnitt 1.1
- ↑ Vgl. Junction(2010)
- ↑ Vgl. JDK(2010c) Punkt 2
- ↑ Vgl. JDK(2010c) Punkt 3 und 4
- ↑ Vgl. EinMalEins(2009) S. 23
- ↑ Vgl. EinMalEins(2009) S. 48
- ↑ Vgl. EinMalEins(2009) S. 48
- ↑ Vgl. EinMalEins(2009) S. 48
- ↑ Vgl. EinMalEins(2009) S. 48
- ↑ Vgl. EinMalEins(2009) S. 49
- ↑ Vgl. EinMalEins(2009) S. 49
- ↑ Vgl. EinMalEins(2009) S. 49
- ↑ Vgl. WiInf(2006) S. 323
- ↑ Vgl. ASP (2010)
- ↑ Vgl. GNU(2010) Punkt 5a)
- ↑ Vgl. GPLOreilly (2005) Seite 1
- ↑ Vgl. GPLOreilly (2005) Seite 1
- ↑ Vgl. Noxum (2010a)
- ↑ Vgl. Noxum (2010b)
- ↑ Vgl. Noxum (2010b)
- ↑ Vgl. emnicon Module (2010)
- ↑ Vgl. emnicon Bedienung
- ↑ Vgl. emnicon Preise Kauf
- ↑ emnicon Preise Miet (2010)
- ↑ Vgl. emnicon Bedienung
- ↑ Vgl. mirusys® Preise (2010)
- ↑ Vgl. mirusys (2010)
- ↑ Vgl. mirusys (2010)
- ↑ Vgl. Homepage TB (2010b)
- ↑ Vgl. Adobe (2010)
- ↑ Vgl. Flashmoto (2010a)
- ↑ Vgl. Flashmoto
- ↑ Vgl. Typepad (2010)
- ↑ Vgl. Noxum (2010a)
- ↑ Vgl. emnicon Preise Miet (2010)
- ↑ Vgl. emnicon Preise Kauf
- ↑ Vgl. mirusys Preise (2010)
- ↑ Vgl. Homepage TB (2010b)
- ↑ Vgl. Flashmoto (2010a)
- ↑ Vgl. Typepad (2010)
- ↑ Vgl. Noxum (2010b)
- ↑ Vgl. Noxum (2010b)
- ↑ Vgl. emnicon Bedienung
- ↑ Vgl. mirusys (2010)
- ↑ Vgl. HomepageTB (2010a)
- ↑ Vgl. Flashmoto (2010b)
- ↑ Vgl. Typepad (2010)
- ↑ Vgl. Noxum (2010a)
- ↑ Vgl. Webzeugkasten (2010)
- ↑ Vgl. mirusys (2010)
- ↑ Vgl.Homepage Toolbox (2010)
- ↑ Vgl. Typepad Pricing (2010)
- ↑ Vgl. Noxum (2010b)
- ↑ Vgl. emnicon Bedienung
- ↑ Vgl. PHP OS (2010)
- ↑ Vgl. MySQL OS (2010)
- ↑ Vgl. mirusys (2010)
- ↑ HomepageTB (2010a)
- ↑ Vgl. Flashmoto (2010b)
- ↑ Vgl. Adobe (2010)
- ↑ Vgl. Typepad (2010)


