Methodisch didaktische Unterstützung der Lehre durch Web 2.0 Techniken
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1 Titel
| Name des Autors / der Autoren: | Oliver Scharnowski, Björn Adloff |
| Titel der Arbeit: | Methodisch didaktische Unterstützung der Lehre durch Web 2.0 Techniken |
| Hochschule und Studienort: | FOM Essen |
2 Inhaltsverzteichnis
3 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| HTML | Hyper Text Markup Language |
| HTTP | HyperText Transfer Protocol |
| IKT | Informations- und Telekomunikations- Technologie |
| IP | Internetprotokoll |
| PC | Personal Computer |
| PDA | Personal Digital Assistant |
| RSS | Really Simple Syndication |
| UMTS | Universal Mobile Telecommunications System |
| URL | Uniform Resource Locator |
| www | world wide web |
4 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Das Didaktische Dreieck entnommen aus "Didaktik und Neue Medien" S.73, Brinn/Meister, 2004 |
| 2 | Das IKT Didaktische Dreieck entnommen aus "Didaktik und Neue Medien" S.73, Brinn/Meister, 2004 |
| 3 | Web 2.0 entnommen aus http://www.webthreads.de/article-data/uploads/2006/04/web20map_de.png |
| 4 | Podcast entnommen aus http://www.podcast.de |
| 5 | Social Bookmark Icons entnommen aus http://www.graphic-host.com/wp-content/uploads/2008/06/web-2-0-social-bookmark-icons.jpg |
| 6 | Tag Cloud entnommen aus http://www.e-teaching.org/news/bilder_blog/wortwolke |
| 7 | Symbol für RSS entnommen aus http://www.premiumpresse.de/unsere-rss-P89.html |
| 8 | Wandel der Lernparadigmen entnommern aus "Lehre im Web 2.0 – Didaktisches Flickwerk oder Triumph der Individualität?", Birgit Gaiser, 2008 |
| 9 | Social Software Dreieck entnommern aus "Lernen und Lehren mit Web 2.0", Bettina DIMAI , 2008 |
| 10 | Sozialer Raum in Plattform-Kommunikation entnommern aus "Collaborative Blendet Learning" S.81, Buchegger, Halwax, Krisper-Ullyett, Ortner, 2007 |
5 Tabellenverzeichnis
| Tabellen-Nr. | Bezeichnung / Quelle |
|---|---|
| 1 | Tabelle 1: Von E-Learning 1.0 zu E-Learning 2.0 / Quelle: Kerres, 2005, S. 6 |
6 Einleitung
6.1 Thema
Das Thema dieser Studie befasst sich mit der Lehre und wie diese methodisch didaktisch durch Web 2.0 Technik unterstützt werden kann.
6.2 Ziel
Das Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchen, ob die Lehre durch Web 2.0 Technik unterstützt werden kann. Zuerst wird eine Einführung in das Thema Didaktik und Lehre gegeben. Danach werden ausführlich die Techniken und Funktionen der Web 2.0 Anwendungen vorgestellt. Danach werden die einzelnen Lehrphasen detailliert betrachtet und mit Social Software verknüpft. Dies soll die mögliche Unterstützung der Lehre durch Social Software verdeutlichen, wie z.B. bei der Recherche von Informationen. Diese Arbeit soll die positiven Aspekte des Einsatzes von Social Software in der Lehre aufzeigen, jedoch auch kritisch die Schwächen und Gefahren hinterblicken.
6.3 Aufbau
Im Rahmen der Fallstudie wird die methodisch didaktische Unterstützung der Lehre durch Web 2.0 Technik (Social Software) aufgezeigt. Dabei erfolgt eine kurze Erläuterung der Grundlagen der Didaktik und der Web 2.0 Techniken. Im Anschluss werden Anforderungen und Ziele des Einsatzes von Social Software in der Lehre vorgestellt. Daraufhin erfolgt die Vorstellung der einzelnen Lehrphasen mit deren jeweiligen Methoden, im Hinblick auf mögliche Unterstützung durch Web 2.0 Technik. Zum Schluss gibt das Fazit einen zusammenfassenden Überblick über den Stand Einsatzmöglichkeiten und unsere persönliche Bewertung.
7 Grundlagen
Um die methodisch didaktische Unterstützung der Lehre durch Web 2.0-Techniken zu beschreiben, wird im folgenden Abschnitt die Didaktik genauer beschrieben.
Der Begriff „Web 2.0“ beinhaltet Verhaltensweisen von Nutzern in Internet-Anwendungssystemen.
Im Folgenden werden Technologien wie Wikis, Weblogs und andere Web 2.0-Werkzeuge in ihrer Funktionsweise dargestellt und aufgezeigt, warum Sie unter dem Label „Web 2.0“ zu finden sind.
7.1 Didaktik
Bereits in der frühen Menschheitsgeschichte existierten didaktische Erscheinungen in der Erziehung als gesellschaftliches Phänomen. Diese bezogen sich auf die Elementarformen des Lehren und Lernens, welche weder voll ausgeprägt noch institutionalisiert waren. Es handelte sich vielmehr um eine Einbeziehung der Kinder in die Tätigkeiten der Erwachsenen.
War diese Einbindung anfangs noch ohne pädagogische Intention, so setzte später eine Entwicklung ein hin zu einer „außernatürlichen“ Umgebung durch Erwachsene. Durch mehr oder weniger bewusstem Vormachen entstanden Maßnahmen über Korrektur und Lenkung und es wurde erkannt, dass „natürliche“ Lernprozesse verbessert bzw. abgekürzt werden konnten, indem verallgemeinerte Erfahrungen an die nachwachsenden Generationen vermittelt wurden[1].
Das Lehren wurde somit aus seinem „natürlichen“ Zusammenhang entnommen und es entstand Unterricht als eine „Kunstform des Lehrens“ [2].
Mit der Institutionalisierung des Lehrens entstand auch die Didaktik als Konkretisierung, Entwicklung und Theoretisierung der ursprünglich didaktischen Phänomene. Vgl. Didaktik lernfeldstrukturierten Unterrichts.
7.1.1 Definition
Didaktik befasst sich zentral mit der Praxis des Lehren und Lernens und ist ein eigenes Wissenschaftsgebiet.
Der Begriff der Didaktik bezieht sich auf eine wissenschaftlich orientierte Bewältigung von Aufgaben des Lehrenden dem Lehrenden gegenüber.
Wissenschaftlichkeit ist dabei notwendig, aber kein zwingendes Muss[3].
Die Didaktik umfasst alle auf den Unterricht gerichteten Entscheidungen, sowie deren Begründungen in Zusammenhang mit dessen Voraussetzungen und dort stattfindenden Prozessen.
Didaktik bezieht sich auf organisierte Lehr-Lernprozesse und steht gleichbedeutend für organisatorisches Handeln. Informelle oder funktionale Lernprozesse nennt man Autodidaktik.
Es wird bei der bildungstheoretischen Didaktik zwischen Didaktik im engeren Sinne und Didaktik im weiteren Sinne unterschieden. Bei der Didaktik im engeren Sinne geht es ausschließlich um den Bildungsinhalt der Vermittelt werden soll[4]. Bei der Didaktik im weiteren Sinne geht es sowohl um Inhalt, als auch auf die Methoden und Medien, die bei der Vermittlung verwendet werden[5].
7.1.1.1 Didaktische Kompetenz
Die Didaktische Kompetenz wird durcht die Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Lehrenden charakterisiert, die inhaltliche Vermittlung und die Förderung des einzelnen Lernenden im Lernprozess steht dabei im Mittelpunkt.
Didaktische Kompetenz kann in verschiedene Teilbereiche aufgegliedert werden. Ein Lehrender muss in seinem Unterricht eine Balance finden, zwischen den Bedürfnissen und Erwartungen des einzelnen Lernenden, der Lerngruppe, der Vermittlung des Wissens, den Forderungen des Lehrplans, den Möglichkeiten für die Entwicklung moderner Lernkulturen und seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen[6].
Da die Lern-Lehrsituation grundsätzlich unterschiedliche und teils sogar entgegen gesetzte Erwartungen und Anforderungen impliziert, gibt es keine „Optimallösung“. Dennoch kann ein positives Lernklima entstehen.
Der Lehrende kann auf der Basis von Erfahrung, professionellem Wissen und Theoriebewusstsein ein möglichst großes Repertoire von Teilkompetenzen und Verhaltensmustern entwickeln, um eigenen oder Anforderungen anderer gerecht zu werden.
7.1.1.2 Didaktisches Dreieck
Das Didaktische Dreieck bildet die Beziehung zwischen Lehrer, Schüler und Lerninhalt ab.
Die drei kausal zusammenhängenden Faktoren im Unterricht sind Lehrende, Lernende und
der Lehr- Lerninhalt.
Der Lehrende wählt den Inhalt im Rahmen des Lehrplaninhalt aus und bereitet ihn methodisch auf.
Der Lernende soll den Lerninhalt erfassen.
Kommunikation beschreibt die Position eines Elements im Verlauf des Unterricht.
Die Kommunikation kann methodisch verändert oder ergänzt werden durch Informations- und Kommunikationstechnologien, was aber nicht zwangsläufig das Verhältnis von Lehrendem, Lernendem und Inhalt verändert.
Die digitale Zukunft mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien in der Lehre ersetzt nicht die analoge Vergangenheit, sondern baut auf ihr auf[7].
7.1.2 Ziele der Didaktik
Didaktik soll für das Unterrichtsziel herausfiltern was von allgemeiner existenzieller, gesellschaftlich anerkannter Bedeutung ist, und somit als lernnotwendig legitimiert werden kann.
Es geht nicht nur darum dem Lernenden die Ergebnisse einer Fachwissenschaft beizubringen, sondern ein von ihm selbst geebneten Weg zum Ergebnis beizubringen, indem er die Bedeutung und Struktur des Ergebnis versteht.
Die Ziele können dem Lernenden durch Begründungszusammenhänge, thematische Strukturierung, Zugangs- und Darstellungsmöglichkeiten (z.B. durch Medien) und methodische Strukturierung näher gebracht werden[8].
Hierbei erhält der Begründungszusammenhang als der Bedeutung des Fachthemas und der Thematischen Strukturierung der Lehrinhalts die Schlüsselrolle. Medien und die Strukturierung der Stoffvermittlung sind notwendige, aber beliebig austauschbare Größen[9].
7.1.3 Methoden der Didaktik
Eine Methode ist das Werkzeug, wie Inhalt vermittelt werden soll.
Die Definitionen des Methodenbegriffs in der didaktischen Literatur sind sehr vielfältig und vielschichtig und zeigen somit die komplexe Dimension auf[10].
Methoden der Didaktik beschreiben Vorbereitungen und Handeln in jeder denkbarer Form der Lehr-Lern-Situation.
In einer anderen Definition umfassen die Methoden der Didaktik die Gesamtheit aller Einzelmethoden zur Erreichung des Lernziels.
In wiederum einer anderen Definitionen sind sie immer wiederkehrende Muster für die Lehraktivitäten Lehrziele und –inhalte zu vermitteln[11].
Losgelöst von der Definition ist es Ziel mit Methoden den Inhalt zu vermitteln und dabei gibt es unterschiedliche Ansätze:
Zum einen sind Inhalte durch Lehrpläne vorgegeben. Diese Inhalte weisen eine zu erschließende Sachstruktur auf, welche es an die Lernenden zu vermitteln gilt.
Der Lehrende hat die Aufgabe mittels methodischem handeln dies Sachstruktur für die Lernenden aufzuarbeiten, so dass die Lernenden diese erfassen und verstehen können.
Hierbei wird unterstellt, dass es sich dabei um passiv aufnehmende Lernende handelt wie es im konventionellen Schulalltag darstellt.
Dem Lehrenden ist es als Aufgabe zugetragen den Sachanspruch so zu organisieren, so dass er es zu den Lernenden transportiert bekommt[12].
In einem anderen Ansatz versetzt der Lehrende den Lernenden in einen individuellen, subjektiven Lernprozess.
In dem Handeln des Lehrenden stehen vielfältige Perspektiven, Inszenierungen und Thematisierungsmöglichkeiten, die der Lernende aufgreifen muss um sein Lernziel zu erreichen[13].
Der Lernende wird sozusagen in einen virtuellen Raum entlassen, der eine Ergebnisoffenheit und- individualität ergibt[14].
Im dritten und letzten Ansatz sind Inhalte geprägt durch temporären Kontext, wie z.B. politische oder kulturelle Prozesse.
Es ist dabei zu berücksichtigen, dass Unterrichtsmethoden Wahrnehmung, Verarbeitung und Einbettung der Inhalte beeinflussen.
Methodische Entscheidungen sind inhaltlich nicht nach- sondern beizuordnen[15].
Der Unterrichtsgegenstand hat keine fest gefügte, eindeutige innere Struktur, welcher dann unterrichtlich in verschiedenen Perspektiven thematisiert werden kann.
Einen Auseinandersetzungsprozess zwischen „objektiver“ und „subjektiver“ Seite ist das methodische handeln des Lehrenden, damit Objekt und Subjekt sich einander entwickeln[16].
Ähnlich dem letzten Ansatz ist das konstruktivistischen Paradigma zu sehen. Das Paradigma besagt, dass Lernen eine aktive Wissenskonstruktion in Verbindung mit bereits bestehende eigenen Werten, Überzeugungen, Muster, Vorerfahrungen und Vorwissen ist. Wie im letzten Ansatz beschrieben begleiten Lehrende die Lernenden nur durch Hilfestellung, Hinweise und Rückmeldungen.
Lernen bedeutet Wahrnehmen, Erfahren, Handeln und Kommunizieren in sozialer Interaktion mit der Umwelt und anderen Lernenden in möglichst realen und verändernden Problemsituationen.
Entscheidend dabei ist, ob es dem Lernenden gelingt, auf sein Lernen eine eigene Perspektive einzunehmen. Zur Perspektive gehören Selbstmotivation, Selbstorganisation, so dass der Lernende sich seiner Muster und Schematisierungen bewusst wird und diese handlungsorientiert entwickelt[17].
Der Lernende muss es auch schaffen Lücken, Fehlstellen, Schwierigkeiten des eigenen Lernens zu beobachten und neue, kreative Wege zu erschließen[18].
7.2 Web 2.0 Techniken
Mit Web 2.0 werden interaktive Communities bezeichnet, in denen die Teilnehmer und Applikationen in Beziehung zueinander treten und ihren Inhalt selbst kreieren.
Ein Teil des Webs hat sich durch die interaktiven Communities und ihren Kommunikationsplattformen so entwickelt, dass der Internetnutzer anhand verschiedener Techniken nicht nur passiv konsumiert, sondern aktiv am Inhalt mitwirkt.
Im Vordergrund steht der Mensch, der mittels Browserapplikation mit anderen kommuniziert.
Web 2.0 Techniken sind Wikis, Blogs, Podcasts, social Bookmark-Netzwerke, weiter unterstützende Techniken wie zum Beispiel Social tagging und RSS-Feeds, sowie mobile Learning mit denen sich dem Nutzer die Möglichkeiten bieten mit eigenen Fotos, Videos, Beiträgen, Weblogs oder Podcast aktiv zu werden.
Bedingt durch die zunehmende Mobilität mittels UMTS-Handys, PDAs und Handheld-PCs öffnet sich Web 2.0 den multimedialen Mobilgeräten.
7.2.1 Definition Web 2.0
Der Begriff Web 2.0 wurde 2004 vom Verleger Tim O`Reilly nach Zusammenbruch der New Economy auf einer Tagung geprägt, indem er Anwendungen wie FlickR, iTunes, Blogs, Wikis und weitere dort zum Web 2.0 syndizierte.
O`Reilly zufolge haben Web 2.0 anbietende Firmen alle gemeinsam, dass sie mindestens eine der folgenden Kernkompetenzen besitzen[19]:
- das Web als Plattform nutzen
- kollektive Intelligenz der Nutzer einbeziehen
- Zugang zu schwer oder teuer zusammenstellenden Daten, die häufig genutzt werden
- Benutzer werden in den Entwicklungsprozess von Software involviert
- leichtgewichtige Modelle bei Programmierungen, Benutzerschnittstellen und Geschäftsmodellen
- Software, die die Grenzen einzelner Geräte überschreiten
Der Begriff der Versionsnummer 2.0 leitet sich von 1.0 ab.
1.0 steht konventionell einen ersten Status, der einem eine gewisse Stabilität suggeriert. Durch O`Reillys Nomensvergabe 2.0, also eine neue Version, erscheint das Web verbessert.
Das Web 1.0 existiert von der Nomensklatur her gar nicht, aber bezeichnet sich durch Merkmale wie E-Mail und statische Webseiten.
Mit 2.0 ist durch O`Reilly keine technische Weiterentwicklung zu sonstigen Softwarereleases gemeint, sondern was sich alles um das bestehende Netz herum entwickelt hat mit wirtschaftlichen Aspekten, sozialen Phänomenen und Partizipationen.
Kritiker behaupten das Web 2.0 greife nur auf Techniken des Web 1.0 auf, so haben diese nicht ganz unrecht. Es ist durch die Interaktion von Benutzern im Web ein neuer gefühlter Lifestyle entstanden, der nicht auf technologischen Errungenschaften beruht[20]. Es ist besser zu beschreiben, dass nun ohne großen technischen Hintergrund des Nutzers Wissen, Meinungen und Informationen weitergegeben werden können.
Das Web 1.0 war zuvor zunehmend durch Webpräsenzen geprägt, die eher statischer Natur waren und ohne Datenbankanbindung.
Welcher technisch interessierte Internetnutzer kam nicht auf die Idee sich eine Homepage zu erstellen, so wie es andere bisher im Netz taten um somit seine Interessen zu publizieren. Jedoch waren sehr viele Seiten davon geprägt, dass sie nur sporadisch mit neuen Inhalten gepflegt wurden.
Im Gegensatz dazu lassen sich Wikis und Blogs aus Nutzersicht technisch einfach nach und nach füllen.
Blogs sind ein sichtbares Zeichen für Web 2.0, denn vorher war es nur per HTML-Code möglich im Internet zu Präsentieren. Man musste findig sein, sich mit der Technik beschäftigen.
Blogs lassen sich beispielsweise durch einen öffentlichen Feedbackkanal kommentieren, was zuvor nur durch Email möglich war. Dadurch entsteht Interaktion und sogar eine mögliche öffentliche Diskussion.
Open-Source Technologien und Interaktionen der Nutzer sind die großen Neuerungen, die das Web 2.0 zu diesem machen lassen[21].
Es ist wie bei den Kernkompetenzen der Firmen, die O`Reilly ansprach eine gewisse Serviceorientierung der geschaffenen Applikationen zu erkennen. Web 2.0 zieht immer größere Kreise. Große Medien machen inzwischen mit beim Web 2.0 z.B. die Onlineausgabe des Spiegel [22]. In den im Internet veröffentlichten Artikeln, werden Kommentarfunktionen wie in einem Blog bereitgestellt, so dass unter dem veröffentlichten Artikel Meinungsäußerung und Diskussion zum Thema einfliessen können. Möchte man im Web 2.0 seine Meinung äussern, ist es wesentlich einfacher, denn damals hätte man voraussichtlich seine Homepage dafür nicht extra angefasst.
Die im Web 1.0 statischen Webseiten weisen zunehmendes interaktives Potential auf, denn Seiten ohne öffentlichen Rückkanal sind durch die Nutzer zunehmend unerwünscht.
Interaktives Potential bedeutet, dass ein Umschwung des passiv Konsumierenden zu einem aktiv Produzierenden entsteht.
Mit Web 2.0 ist ein Rollenwechsel des Webbenutzers zu verstehen, denn die Trennung der Grenzen von Editoren und Nutzern verschwindet.
Technisch gesehen verschwinden seit 2.0 auch Trennungen hinsichtlich lokaler und zentraler Datenhaltung, zwischen lokaler und netzbasierter Anwendungen, zwischen einzelnen Diensten und so genannten Mashups wie z.B. Google sie einsetzt.
Mashups sind Dienste die untereinander agieren wie zum Beispiel Bilder die in Google-Picasa online abgelegt werden, können geografisch in Googlemaps zugewiesen werden und somit Dritten Informationen über den geografischen Ort geben. Diese Informationen lassen sich wiederum in weiteren Webseiten einbauen und verarbeiten, somit mit zusätzlichen Informationen in weiteren Applikationen wie den Google-Calendar verknüpfen.
Ein Angebot bietet allerdings erst dann einen Mehrwert, wenn viele Nutzer sich aktiv einbinden, denn erst so entstehen Contentformate. Diese Angebote können dann kollaborative Teilhabe ermöglichen.
Web 2.0 lebt vom Communities: Texte, Dateien, Music usw. werden ausgetauscht und meist festgehalten, vorausgesetzt die Inhalte können bequem ausgetauscht werden.
Diese Communities bieten einen gesteigerten, beschleunigten Informationsfluss durch ihre Informationsplattformen.
Umso wichtiger ist für den Nutzer die Selbstorganisation geworden, da er sich nun aktiv ins Geschehen des Internet einbringt. Er muss Profile und Verknüpfungen überblicken und beherrschen.
Über diese Communities werden Reputationen gebildet, durch Austausch von Bookmarks, Dateien, Informationen, Bilder, Freundeslisten etc.
Diese Kollaboration verändert aber auch das Transformationswesen, und schafft möglicherweise eine Überforderung des Menschen. Es bedarf der Herausforderung neuer Kompetenzen. Kompetenzen der Anwender in Hinsicht auf Web 2.0 Techniken im Bereich Kommunikation und Technologie als Grundelemente.
Der Anwender muss Kommunikationsbereit sein, was über eine reine E-Mailkompetenz hinausgeht. Er muss nicht nur in der Lage sein E-Mails lesen und schreiben zu können, sondern auch mit interaktiven Elementen zu arbeiten wie z.B. Links im Internet zu verfolgen oder sie sogar in öffentliche Webseiten einzubauen.
Er muss bereit sein zu Kollaborieren, was auf Kommunikationsbereitschaft aufbaut. Zusätzlich muss er bereit sein Technologie zu Organisieren, sie unter Umständen sogar Dritten zur Verfügung zu stellen.
7.2.2 Wikis
Wikis sind kooperativ erfasste Texte auf einer Internetpräsenz.
Sie ermöglichen es unterschiedlichen Autoren, gemeinschaftlich an Texten zu arbeiten. Ziel eines Wikis ist es im allgemeinen Information und Wissen kollaborativ auszudrücken (Kollektive Intelligenz).
Eingestellte Inhalte obliegen nicht mehr der Leistung eines einzelnen Autors, sondern sind meist kooperativ erfasst.
Sie sind Momentaufnahmen und unterliegen einem fortwährenden Wandel, da sich Inhalt und Struktur laufend verändern.
Wikis sind allgemein für jedermann zugänglich[23].
Die Leser eines publizierten Textes greifen zu aller Erst auf die aktuellste Version zu, können aber auch auf ältere und archivierte Texte zurückgreifen um z.B. auf Veränderungen Sicht zu nehmen. Diese Eigenschaft erzeugt eine Transparenz, da sich einsehen lässt wer, wann, was geändert hat. Dadurch wird eine relativ hohe Qualität der verfassten Texte erzeugt.
Innerhalb von Wikitexten können Tags(Schlagwörter) mit dazugehörigen Objekten verlinkt werden. Es werden mit Hilfe von Tags Verknüpfungen zu anderen Dokumenten aufgebaut. Im Regelfall sind viele Querverweise anhand von Links innerhalb eines Wikitextes eingebaut.
Zusätzlich sind auch Such- und Hilfefunktionen zum besseren Zurechtfinden im gesamten Wikisystem eingefügt.
Wikis geben den Lesern und Bearbeitern Anregungen zu einem Thema und ermöglichen Ideenfindungen[24].
Diese Wissensansammlungen werden für den allgemeinen öffentlichen Gebrauch bereitgestellt wie zum Beispiel in
www.wikipedia.de oder für Dokumentationen in Wirtschaft um Projekte wie von der Firma Altlassian
www.atlassian.com oder werden in Wissenschaft, Kultur und Lehre eingesetzt, worauf diese Studie nachfolgend eingehen wird.
7.2.3 Blog
Blogs, ursprünglich Weblogs genannt, sind ein markantes Beispiel für Web 2.0 . Eine genaue Definition über
Blogs lässt sich nicht geben, denn sie unterliegen einem fortwährenden und komplexen Wandel. Zielgerichtet
lässt sich ein Blog in seiner ursprünglichen Ausprägung als Tagebuch und Gästebuch auf einer Webpräsenz
beschreiben. Es sind regelmäßig aktualisierte Webseiten, beginnend mit dem aktuellsten Beitrag auf der
Startseite, dem Ältere folgen[25].
Mit einem Permalink werden einzelnen Blogbeinträgen URLs bereitgestellt. Diese URLs, auch Permalink genannt, helfen dann Benutzern beim direkten Auffinden von Beiträgen und weiterverlinken[26]. Permalinks sollen sicherstellen, dass die referenzierten Objekte zum einen immer über eine einheitliche URL anstatt in verschiedener Form verlinkt werden und zum anderen, dass die Adressen dauerhaft in dieser Form erhalten bleiben.
Der Autor eines Blogs hat geringen organisatorischen Aufwand, der im Gegensatz mit der Einrichtung einer konventionellen Homepage verbunden ist. Er muss sich keine großen Gedanken machen wie Texte, Bilder und multimedialen Inhalten formal in die Internetpräsenz gefüllt werden müssen, denn er braucht kein spezielles Know-how hinsichtlich der technischen Einrichtung, um Online zu publizieren. Bausteinartig werden Komponenten zur Darstellung angeboten, zum Teil kann es sogar soweit gehen, dass sogar die Gestaltung für den Blogpräsentanten von dem Blogprovider abgenommen wird. Bei einem Dienst wie www.blogger.de meldet sich der angehende Autor an und kann sofort loslegen sein persönliches Online-Tagebuch zu führen, in dem er seine Sicht auf ein beliebiges Thema darlegt.
Es ist natürlich die Erwartung damit verbunden, dass dabei möglichst viele Besucher die Seite sehen und ihre Kommentare abgeben. Neben der Reaktion seiner Leser kann ein Blogger, mit Hilfe von Trackbacks Rückmeldungen erhalten, wenn andere Blogger thematisch ähnliche Blogs auf seinen Blog verweisen und damit die Blogs untereinander vernetzen[27]. Blogs sind getaggt, was zum schnellen Wiederauffinden dient, denn Beiträge werden mit Schlagworten versehen.
Das Bereitstellen von RSS-Feeds ist keine Funktion die vorbehaltlich Blogs gehört, trägt aber zur enormen Popularität dieser bei. Mittels RSS-Feeds werden Leser eines Blog, das sie ja thematisch interessiert über neue Artikel in dem
gewählten Blog informiert, indem sie Inhalte nach ihrer Vorliebe abonnieren[28].
Typische Beispiele für Blogs in ihrer Reinkultur als persönlich gefärbte Internet-Tagebücher sind z.B. ein
kurzweiliger Blog eines Deutschen über seine Erlebnisse und vor allem seine sprachlichen Beobachtungen in der Schweiz www.blogwiese.ch/ oder die Erlebnisse eines "Kilo-Killers" www.stern.de/blog/78_50_kilo_to_go[29].
7.2.4 Podcast
Podcast setzt sich aus den Wörtern IPod und Broadcasting zusammen[30]. Das Wort Broadcast engl. für Rundfunk, bezeichnet eine Verteilung eines Inhalts in alle Richtungen ohne bestimmte Empfängeradresse.
Die Fortsetzung des textbasierten Blogs mit multimedialen Mitteln wurde genauergenommen mehr durch Zufall als durch eine revolutionäre Entwicklung der Firma Apple initiiert[31]. Der Ipod von Apple war nach der Jahrtausendwende der Topseller unter den MP3-Playern und wurde zum Synonym für MP3-Player. MP3-Player sind durch den einfach handhabbaren Umgang mit digitalen Audiodateien von PC zu PC und PC zu MP3-Player prädistiniert.
Über neuartige MP3-Player konnten nicht nur Musik, sondern auch Rundfunksendungen, Talk-Shows und Uni-Vorlesungen als zuvor textbasierte Blogs nun auch als Audio- oder Videocast abgespielt werden, die durch das Internet leicht verfügbar gemacht wurden.
Podcasts sind nicht nur auf MP3-Player beschränkt, sondern lassen sich natürlich auch auf jedem PC hören!
Der Vorteil bei den Audio- und Videopodcasts besteht in der asynchronen Kommunikation, denn Sender und Empfänger können zeitversetzt miteinander kommunizieren.
Podcasts finden heute in den verschiedensten Bereichen Anwendung: in Medien, Wirtschaft, Politik und natürlich in der Bildung[32].
Neben Audio- und Videopodcast gibt es den Enhanced Podcast. Der Enhanced Podcast ist ein Audiopodcast erweitert mit zusätzlichen Informationsträgern wie z.B. digitalisierten Folien.
In diesem Schaubild wird verdeutlicht wie Alice einen Audiopodcast an Bob übersendet.
Alice beginnt damit die entsprechende Audiosequenz aufzunehmen und gibt diese als umkonvertierte MP3 im Internet frei. Zusätzlich wird eine RSS-Datei mit eingebunden um die MP3 Datei als aktuellen Audio-Podcast im Internet zu veröffentlichen.
Bob findet, weil er z.B. durch Alice`s RSS-Feed informiert wurde, im Internet ihren Audio-Podcast und läd diesen dann herunter. Er hat nun die Möglichkeit diese heruntergeladene MP3-Podcastdatei über den PC oder MP3-Player zu konsumieren.
7.2.5 Social Bookmark-Netzwerke
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die im Internet mittels Browser-Oberfläche durch gemeinschaftliches von verschiedenen Benutzern indexiert zur Verfügung gestellt und können mit RSS-Feeds verteilt werden[33].
Social Bookmarks dienen der Verknüpfung Inhaltlich ähnlich geprägter Blogs mittels Verlinkung, sowie der Suchmaschinenoptimierung.
Sogenannte Social Bookmark Netzwerke können Linklisten und Nachrichtenmeldungen enthalten, die auch zum Sammeln von Podcasts oder Videos nützlich sein können.
Lesezeichen können je nach Dienst von anderen Nutzern gesucht werden, aber auch von wiederum anderen Nutzern kann die Suche eingesehen werden.
Die Verlinkung der eigenen Blogseite erhöht nicht nur das die Seite in Suchmaschinen eher gefunden wird, sondern erhöht auch die Chance das die Seite von anderen nutzern gebookmarkt wird.
Allerdings verhindern viele Blogdienste das Weiterverfolgen von Weblinks, indem diese mit dem nofollow-Attribut versehen werden, da es auch von einigen Bloggern zu Selbstwerbezwecken missbraucht wird.
7.2.6 Unterstützende Techniken
Im folgenden werden unterstützende Techniken für Web 2.0 Anwendungen aufgezeigt und deren Funktionsweise beschrieben. Sie helfen z.B. dem Nutzer Soziale Netzwerke zu bilden, aktuelle Nachrichten von Websites zu erhalten oder auf Mobilen Endgeräte Social Software zu nutzen.
7.2.6.1 Social Tagging
Gemeinschaftliches Indexieren ist eine freie Schlagwortvergebung, bei der Nutzer von Inhalten die Beschreibung ohne Regeln zuordnen. Die bei diesem Prozess erstellte Sammlung von Schlagwörtern wird Folksonomie genannt, im englischen social tagging. Die vergebenen freien Schlagwörter werden als Tags bezeichnet, welche gesammelt eine Folksonomie bilden[34]. Mehrere Tags können zusammen als Wortwolke (TagCloud) visualisiert werden.
Meistgebräuchlich indexierte Objekte für social tagging sind Blogeinträge, Fotos oder Social Bookmarks.
Die Nutzer in offenen Gemeinschaften agieren dabei ohne festgelegte Indexierungsregeln. Vor allem der Sacherschließung dient dabei das gemeinschaftliche Indexieren.
Das sich nach einiger Zeit von einer großen Anzahl von Nutzern erstellte Schlagwortsystem ergibt einen für Recherchezwecke brauchbaren Kernbestand an Begriffen, die aufgrund schlüssiger Zuordnung entstanden ist.
Die soziale Komponente kommt nun hinzu indem der Anwender sieht wer diese Seite bereits als Bookmark und mit welchen Tags versehen hat oder auch welche Anwender die gleichen Tags gebraucht haben.
Der Kategorisierungsaufwand verteilt sich so auf viele und zum anderen werden bessere Such-Ergebnisse erzielt, wenn die Informationsobjekte auch von denjenigen die sie benutzen kategorisiert werden. Durch die große Anzahl Zahl von Benutzern werden Informationen und Zusammenhänge, die dem einzelnen nicht aufgefallen wären, sichtbar gemacht[35].
Die Seite www.lastfm.de bietet Musik an, auf der der Nutzer aufgrund ähnlichem Musikgeschmack andere Nutzer per Tag sich die Musikliste dieser anhören kann.
Hierbei ist der Vorteil, dass der Nutzer auf Inhalte aufmerksam gemacht werden kann, die mit den herkömmlichen Suchmaschinen so nicht möglich wären.
Weitere Werkzeuge wie RSS-Feed verbessern die Aktualität auf Veränderungen in dem Sozialen Umfeld.
Ein wesentlicher Nachteil der freien Verschlagwortung ist die gegenläufige Entwicklung zum Semantik Web. Das tagging ist durch homonyme und synonyme Begriffe geprägt und spaltet das Web unnötig auf, obwohl Inhalte gleich oder ähnlich sind.
7.2.6.2 RSS
Really Simple Syndication ist eine Technik, die Besuchern einer Website mittels RSS Reader über Änderungen der Website informiert, ohne dass der Besucher die Website besuchen muss. Dies findet Anwendung in News-Publikationen, WebLogs, Wikis und Websites, die häufigen Änderungen unterlegen sind.
Wie der Eigenname RSS schon sagt, handelt es sich um Syndication. Das bedeutet es handelt sich um aggregierte Nachrichten, die dem Benutzer des RSS-Readers zur Verfügung gestellt werden.
Hierbei werden sogenannte gewünschte RSS-News-Feeds vom Leser abonniert und chronologisch aufbereitet zur Verfügung gestellt. Der Leser weist im Prinzip maschinelle Agenten an, die ihm die aktuellen Daten, oftmals mit Hilfe von RDF transportiert, zur Verfügung stellen. Dies ist mit dem sichtbaren Web allein nicht möglich[36].
7.2.6.3 Mobile-Learning
„Lernen WO und WANN immer man will[37].“
Wobei man ehrlicherweise hinzufügen muss, dass das "Wann" oftmals eingeschränkt durch Lehrpläne vorgegeben ist. Die räumliche Restriktion fällt jedoch mit mobile Learning in der Tat weg.
Ziel des Mobile Learnings ist es, das computergestützte und multimediale Lernen um den Faktor der Mobilität zu erweitern und auf Mobiltelefone, PDAs und MP3-Playern umzusetzen[38].
Es ersetzt nicht die konventionellen Lernmethoden, sondern ist eher als eine sinnvolle Erweiterung derer anzusehen. Der Vorteil besteht darin, dass spontan an jeden beliebigen Ort gelernt werden kann.
Voraussetzung ist die Anpassung des Lehrinhalts auf Software so umzusetzen, dass sie für mobile Endgeräte bereitgestellt werden kann.
Der Anwender benötigt in dem Fall des Einsatz ein mobiles Endgerät das dies ermöglicht.
Mobile Learning kann für unterschiedliche Situationen eingesetzt werden.
Einsatzmöglichkeiten des mobilen Lernens[39]:
- Private Weiterbildung: „Lebenslanges mobiles Lernen“
- Berufliche Weiterbildung: z.B. bei Außendienstmitarbeitern
- (Hoch-)Schulische Bildung: z.B. Streaming von Vorlesungen, Unterrichtsbegleitung, Lernen im Bus und Zug, etc.
- Tourismus und auf Reisen z.B. mobile Lerneinheiten zu Sehenswürdigkeiten einer Stadt
- Multimediale Produktpräsentationen
8 Methodisch didaktische Unterstützung der Lehre durch Web 2.0 Techniken
Das Internet hat sich mit unter dem Label „Web 2.0“ vom „Abrufnetz“ zum „Mitmachnetz“ oder – in den Worten des einflussreichen kanadischen E-Learning-Experten Stephen Downes (2005) – vom „Read Web“ zum „Read-Write Web“ gewandelt:
Wikis, Weblogs und andere Web 2.0-Werkzeuge ermöglichen es allen Nutzenden, ohne spezielle technische Kenntnisse unkompliziert Inhalte ins Internet einzustellen. Wie in den vorangegangenen Kapiteln beschrieben bringt die Vision Web 2.0 eine veränderte Haltung der Nutzer/innen gegenüber dem Internet, die sich insbesondere durch eine aktivere Teilhabe und durch die konsequente Verwendung der technischen Möglichkeiten auszeichnet, mit sich. Der Erfolg in der Freizeitnutzung spricht für sich, kann das Web 2.0 und deren Techniken allerdings auch die Lehre methodisch didaktisch unterstützen, bzw. wie würde die gestaltete „Lehre 2.0“ aussehen?
In den folgenden Abschnitten werden Software-Anwendungen, die der Kommunikation und Zusammenarbeit dienen und auf Web 2.0 Techniken beruhen, allerdings auch ältere Dienste wie Diskussionsforen in Zusammenhang mit den einzelnen Lehrphasen betrachtet.
Ziel ist es heraus zu erarbeiten, wie sich der Web 2.0 Trend in der Lehre auswirkt, welche Potenziale die Verwendung von Web 2.0-Techniken für die Lehre birgt und welche Anforderungen damit verbunden sind.
8.1 Anforderungen für den Einsatz
Der Einsatz von Web 2.0 Techniken (im weiteren auch als Social Software bezeichnet) wird derzeit in der Lehre erprobt. In diesem Zusammenhang müssen die Anforderungen für den Einsatz von Web 2.0 erkannt, definiert und umgesetzt werden, damit die Potenziale der Verwendung von Web 2.0 Techniken zielgerichtet und richtig ausgeschöpft werden können.
Eine maßgebliche Rahmenbedingung für den Einsatz und didaktische Veränderung ist der erleichterte und umfassende Zugang zum Internet.
Die Anforderungen an den Einsatz von Web 2.0 Techniken lassen sich von Michael Kerres E-Learning 2.0 Thesen ableiten[40]:
| E-Learning 1.0 | E-Learning 2.0 |
|
Lernumgebung = eine Insel im Internet mit Inhalten und Werkzeugen |
Lernumgebung = ein Portal in das Internet mit Inhalten und Werkzeugen |
|
Lehrperson überführt alle Ressourcen auf die Insel. |
Lehrperson stellt Wegweiser auf, aggregiert Ressourcen. |
|
Lernende nutzen die vorgesehenen Inhalte und Werkzeuge. |
Lernende konfigurieren ihre persönliche Lern- und Arbeitsumgebung. |
Tabelle 1: Von E-Learning 1.0 zu E-Learning 2.0
Die Tabelle fasst seine Beschreibung der Weiterentwicklung von E-Learning 1.0 zu E-Learning 2.0 zusammen. Diese Zusammenfassung zeigt auch die grundsätzlichen Anforderungen an den Einsatz von Web 2.0 Techniken in der Lehre, die man wie folgt definieren kann:
Von geschlossenen zu offenen Systemen
E-Learning 1.0 kann als Ära der Lernmanagementsysteme bezeichnet werden. Nachdem die Phase der ersten Experimente zum E-Learning abgeschlossen war, wurden diverse Systeme entwickelt, die eine technische Infrastruktur für Lernangebote im Internet vorhielten. Mit Web 2.0 geht die Entwicklung nun wieder in Richtung offener Umgebungen. Ein aktueller Trend bei der Weiterentwicklung von Lernmanagementsystemen zeigt auf, dass vermehrt z.B. Wikis, Weblogs, Tagging-Systeme in Lernplattformen integriert werden. Man kann also von einer Entwicklung zu Lehrportalen im Internet sprechen, die Inhalte, sowie Werkzeuge zur Verfügung stellen[41].
Das Rollenverhältnis wird neu definiert
Die ehemals klar definierte Rollenabgrenzung zwischen Lehrenden und Lernenden verschwimmt. Die Veränderung betrifft aber auch räumlich-zeitliche Aspekte, so gibt es das Lernen außerhalb der Bildungsinstitution sowie das Lernen an der Hochschule. Durch die Darstellung von beobachtbaren Lernaktivitäten, z.B. in Weblogs und E-Portfolios, werden nun nicht mehr nur Ergebnisse, sondern auch Lernprozesse öffentlich sichtbar[42].
Datenschutz und Medienerziehung
Im Zusammenhang mit den im Internet abgelegten Erzeugnissen der Lernenden müssen auch Datenschutzprobleme betrachtet werden. So ist Lernenden oft nicht bewusst, wie leicht Äußerungen – z.B. über ihre Professoren – gefunden werden können, die sie innerhalb ihrer Online Community in scheinbar privater Sphäre abgeben. Doch selbst die bewusste Veröffentlichung im Netz ist nicht unproblematisch: unreife Beiträge minderer Qualität, unangemessenen Äußerungen oder überdachte Standpunkte können später nur sehr schwer aus dem Netz entfernt werden, da zahlreiche Suchmaschinen alte Daten archivieren. Eine hieraus generierte Anforderung könnte bedeuten, dass bereits in den Schulen eine kritische Medienerziehung stattfindet, um die Lernenden auf die Interaktion im Web 2.0 vorzubereiten[43].
Medienkompetenz und Bereitschaft
Die Lehrperson muss über eine gewisse Medienkompetenz verfügen und darf nicht zuerst mit den technischen Schwierigkeiten zu kämpfen haben und sich nicht an Methoden festklammern, die sie schon gut kennt. Sie stellt in den Lernportalen Wegweiser auf und aggregiert dort Ressourcen. Aber auch die Lernenden sollten bereit sein, Web 2.0 Techniken zu nutzen und somit ihre persönliche Lern- und Arbeitsumgebung zu konfigurieren. Es ist also eine Kompetenz für die Nutzung verschiedener Tools und Selbstorganisation erforderlich[44].
8.2 Ziele des Einsatzes von Web 2.0 Techniken in der Lehre
Durch die Nutzung von Web 2.0 Techniken, auch als Social Software bezeichnet, können die „neuen didaktischen Methoden“ (u.a. die konstruktivistische Didaktik) verwirklicht und der Lehrende und Lernende besser unterstützt werden[45].
Social Software wird oft als Synonym verwendet, als eine Umschreibung für Softwaresysteme, die menschliche Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit sowie den Aufbau und die Pflege sozialer Netzwerke und Communities unterstützen. Ziel ist es, Kommunikation und Kooperation zu ermöglichen und zusätzlich Personen zueinander in Beziehung zu setzen, abzubilden und zu fördern.
Je nach konkreter Anwendungssituation und Applikation kann Social Software drei Funktionen unterschiedlich stark erfüllen. Sie dient dem Informations- (Finden, Bewerten und Verwalten von Information), Identitäts- (Darstellung von ausgewählten Aspekten seiner selbst) und Beziehungsmanagement (community building)[46].
Diese Auffassung von Web 2.0 und das zugrunde liegende Potenzial von Social-Software-Anwendungen werden in einem institutionellen Lehr-Lern-Setting von einer konstruktivistisch geprägten Didaktik und konstruktivistisch orientierten Methodik unterstützt [47].
8.2.1 Informationsmanagement
Ziel des Informationsmanagement ist es, dem Lernenden den notwendigen Kompetenzen zum Suchen, Finden, Verwenden und Bewerten geeigneter Quellen zu vermitteln. Diese kann er sich durch aktives autonomes Lernen in Lernportalen mit Web 2.0 Werkzeugen aneignen, die durch den Lehrenden zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig sollten die gesammelten Informationen zu Erzeugnissen zusammengefasst werden und mit einer kritischen Medienkompetenz behandelt werden.
8.2.2 Kommunikation
Ein weiteres Ziel ist die Unterstützung der Kommunikation aller Beteiligten in der Lehre. Die Kommunikation der Beteiligten könnte man in verschiedene Gruppen zusammenfassen mit unterschiedlichen Zielen:
Lehrender und Lernende:
Der Lehrende stellt Ressourcen und Werkzeuge zur Verfügung. Seine Aufgabe ist die Unterstützung und die Beratung.
Lehrende und Lehrende:
Der Informationsaustausch zwischen Lehrenden dient der Recherche und des gegenseitigen Austausches von Erfahrungen.
Lernende und Lernende:
Lernende bilden eine Community und nutzen diese als Kooperation zur zentralen Lernmöglichkeit, zum Austausch von Informationen und auch zur Recherche. Dieses Community-Lernen bietet die Möglichkeit Lernende in Gruppen zusammenzufassen um gemeinsame Arbeitsaufträge als Team zu lösen.
Die Kommunikation kann durch unterschiedliche Art erfolgen und wird in den späteren Abschnitten genauer erläutert. Je nach Art der Kommunikation können unterschiedlichste Techniken aus der Web 2.0 Welt eingesetzt werden.
8.2.3 Identitäts- und Netzwerkmanagement
Ziel des Identitätsmanagement ist die Darstellung von ausgewählten Aspekten der eigenen Person. Auch hier kann man den Wechsel der Lernkultur und Perspektive ausmachen, und eine Bewegung hin zu Selbstorganisation und Selbstbestimmung finden.
Das Netzwerkmanagement wird bestimmt durch das Aufbauen und Pflege eines Netzwerkes, auch „community building“ genannt. Ziel ist das Zusammenfassen zu Gruppen um gemeinsame Probleme im Team zu lösen.
8.3 Lehrphasen werden durch Web 2.0 Technik unterstützt
In den folgenden Abschnitten wird erläutert, wie Web 2.0 Techniken die Lehre methodisch didaktisch unterstützen kann. Dies wird anhand einer Strukturierung der Lehre in allgemeine Komponenten und zeitlich aufeinander ab folgende Abschnitte der Lehre vorgenommen, die wie folgt gegliedert sind:
1. Vorbereitung
2. Durchführung
3. Nachbereitung
Diese Phasen sind sowohl für den Lehrenden als auch den Lernenden gleich, jedoch werden innerhalb der Phasen unterschiedliche Rollen eingenommen, die unterschiedliche Funktionen und Ziele besitzen und somit jeweils durch andere Web 2.0 Techniken unterstützt werden können.
8.3.1 Allgemein
Es folgen allgemeine Tätigkeiten, die alle Beteiligten an der Lehre während aller Phasen der Lehre desöfteren oder sogar ständig vollziehen:
8.3.1.1 Kommunikation
Kommunikation findet wie in Kapitel 8.2.2 zwischen verschiedenen Teilnehmern der Lehre statt.
Bei der Kommunkation in der modernen Lehre meint man nicht den E-Mail-Austausch zwischen Einzelpersonen, sondern den schriftlichen zeitversetzten Diskurs auf webbasierten Plattformen. Unter Plattformen verstehen man vereinfacht gesagt alle Systeme, die ein gruppenorientiertes Einstellen und Bearbeiten von Texten im Internet ermöglichen, wie C3MS Systeme (Content+Community+Collaboration Management), Wikis, Weblogs etc. Als Minimalvariante versteht man ein Diskussionsforum in Kombination mit Text-Uploadmöglichkeiten.
Im Gegensatz zur diffusen E-Mailkommunikation bietet eine webbasierte Plattform einen zentralen Ort für Information und Kommunikation und führt zur Entstehung eines transparenten sozialen Raums: Die verfügbare Information ist mit der publizierenden Person verbunden, d.h. mit der Sachebene ist immer auch die Beziehungsebene verbunden[48].
Als ein Web 2.0 Kommunikationsinstrument in solch einer Plattform kann beispielsweise ein Blog bezeichnet werden:
Blogs regen die Lehrmitglieder dazu an, sich über die Inhalte auszutauschen oder sich als Lerner Impulse bei anderen Lernern zu holen. Dies betrifft nicht nur die reine Kommunikation, sondern auch die von Werten, Emotionen und Motivationen[49].
8.3.1.2 Verwaltung
Unter Verwaltung kann man einerseits die Pflege von Kontaktdaten, andererseits aber den gemeinsamen Zugriff auf Daten verstehen.
Ersteres kann und wird zum größten Teil über lokale Anwendungssoftware, wie z.B. MS Outlook, etc. abgehandelt. Bei den Lernenden kommt Social Software in Form von Netzwerkmanagement Diensten, wie z.B. Xing, Facebook, studivz, etc. hinzu.
Der gemeinsame Zugriff auf Daten kann über herkömmliche FTP-Server ermöglicht werden. Eine viel einfachere Möglichkeit stellen jedoch „virtuelle Festplatten“ im Internet dar. So stellt z.B. der Anbieter wie Xdrive7 jedem angemeldeten Nutzer 5 Gigabyte als "virtuelle Festplatte" im Internet zur Verfügung[50].
Aber auch Blogs bieten die Möglichkeit, Dateien hochzuladen. Damit können wichtige Inhalte schnell verteilt werden[51].
8.3.2 Vorbereitung
Für die Lehrphase haben der Lehrende und die Lernenden unterschiedliche Ziele und Aufgaben.
Dies kann z.B. von der Vorbereitung von Lehrveranstaltungen, des aneignen von Vorwissen, der Sammlung von Quellen und Informationsmaterialien, bis hin zu Bereitstellung von Ressourcen sein.
Lehrende:
Der Lehrende muss den zu vermittelnden Stoff sehr gut beherrschen, damit er jederzeit in allen Phasen der Lehre ergänzend und impulsgebend intervenieren kann, um die Qualität der Lehre zu erhöhen.
Lernende:
Auch die Lernenden müssen sich auf die Lehre vorbereiten, sei es aus dem Grund, dass der Lehrende eine Arbeitsaufgabe stellt, oder der Lernende häufig fehlt und somit den zu erlernenden Stoff aufholen muss.
8.3.2.1 Recherchen
In der Lehrphase der Vorbereitung ist es notwendig, sich mit bestimmten Themen und Bereichen des betroffenen Problemgebietes zu befassen.
Recherchieren im wissenschaftlichen Kontext wird folgendermaßen aufgefasst:
- Nachforschen
- sich über etwas informieren, um Bescheid zu wissen
- sich etwas systematisch erschließen
- Hintergründe und Umstände kennenlernen
- sich ein Bild machen können
Social Bookmarking eignet sich gut um neue Materialien zu finden, zu bewerten und in, von den Lernern selbst geschaffene, Strukturen einzuordnen. Bei der Recherche können die Nutzer den Social Bookmark-Dienst zum einen wie eine normale Suchmaschine nutzen und die Archive anderer, aber auch das Web nach bestimmten Schlagworten zu durchsuchen. Zudem können die Archive von Personen mit gleichen oder ähnlichen Interessen abonniert werden, um von Fundstücken anderer zu profitieren[52].
8.3.2.2 Inhaltsvorbereitungen
Der Lehrende bereitet die in der Recherche gefunden Informationen für die Lerner auf. Dies kann er mit Hilfe der folgenden Web 2.0 Techniken realisieren:
1. Wiki:
Der Lehrende stellt den Lernern Dokumente und Links in einem Wiki zur Verfügung. Nach der Lehrveranstaltung können die Teilnehmer während des Lernprozesses diese dann zur Lösung von Aufgaben und Problemen, sowie zur Kompetenzentwicklung nutzen.
2. Blog:
Der Coach bereitet einen Blog vor, der von ihm nach und nach mit Inhalten gefüllt wird. Dieser Blog umfasst die wesentlichen Elemente des Lernprozesses, d.h. die Problembeschreibung, die konkreten Arbeitsaufträge, die notwendigen Materialien, bzw. Links, eventuell methodische Hinweise zum Lernprozess, Reflexionsübungen und die Präsentationsaufgabe für die Lösung. Diese Blogs nennt man auch Webquests und zielen darauf ab, dass die Lerner anhand konkreter Problemstellungen unter Nutzung ihres Netzes Wissen entwickeln können. Blogs eignen sich sehr gut für diese Funktion, weil Einträge einfach erstellt werden können und die Kommunikation der Lerner gefördert wird[53].
3. Podcast:
Der Coach bereitet einen oder mehrere Podcasts mit allen wesentlichen Elementen zum Lehrprozess vor. Meist wird der Podcast allerdings nur ergänzend und in Kombination mit anderen Techniken angewendet, da er relativ aufwändig zu erstellen ist.
8.3.2.3 Verwaltungen und Strukturierungen
Der Lehrende muss oft eine große Anzahl von Quellen verwalten und ständig ein hohes Kompetenzniveau auf dem zu vermittelnen Gebiet aufweisen. Deswegen muss er oft neue Informationen zusammentragen und auswerten. Hierzu kann er durch RSS-Feeds unterstützt werden. Sie bieten dem Lehrenden die Möglichkeit, einfach und zeitsparend eine große Anzahl von Quellen zu verfolgen, da er nicht mehr auf jede einzelne Webseite zugreifen muss, um zu sehen, ob sich Inhalte geändert haben.
Auch Lernende können RSS-Feeds nutzen, um über bestimmte Inhalte auf dem Laufenden zu bleiben. Wenn es zum Beispiel einen oder mehrere Kurs-Weblogs gibt (auf denen z.B. der Lehrende Informationen veröffentlicht), kann die Einrichtung eines Feed-Readers sinnvoll sein um Informationen strukturiert auszuwerten und der Lehre, sowie dem Auftritt zusätzliche Dynamik verleihen[54].
8.3.3 Durchführung
Bei der Durchführung eines Unterrichts kommen traditionell alle Beteiligten der Lehre zusammen. Diese Phase kann mit Hilfe von Social Software/ Web 2.0 Technik stark verändert und neu interpretiert werden.
8.3.3.1 Vorträge
Der Ausdruck Vortrag im Lehr- Zusammenhang wird definiert als eine Rede vor einem Publikum.
Im Gegensatz zu einer Präsentation wird der Vortrag meist von nur einer Person vor einem Publikum gehalten.
Ein Vortrag kann von dem Lehrenden, als auch von den Lernenden gehalten werden mit den unterschiedlichsten Themen und Längen. In der traditionellen Lehre fanden Vorträge meist frontal vor Publikum statt.
Mit Hilfe von Web 2.0 Technologie können Vorträge live über das Internet durch Videokonferenzen, die durch verschiedene Instant Messenger angeboten werden, stattfinden. Diese Messenger sind oft in Netzwerkmanagement Diensten, wie z.B. Xing, Facebook, studivz, etc. integriert.
Eine weitere Möglichkeit einen Vortrag mit der Unterstützung von Web 2.0 Technologie zu halten, wäre der Audio-, bzw. Videopodcast. Diese Technologien hätten den Vorteil, dass der Vortraghaltende den Vortrag einmal aufzeichnet und diesen dann dem Publikum auf einer Lehrplattform zur Verfügung stellt. Der Vortragende spart somit Zeit und kann Fragen zu seinem Vortrag dem ganzen Publikum im Portal beantworten. Der Vorteil der Zuseher und –hörer besteht darin, dass sie sichen den Vortrag öfters anhören können, bzw. den Vortrag pausieren können.
8.3.3.2 Diskussionen
Eine Diskussion ist ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Diskutanten, in dem meist über ein oder mehrere bestimmte Themen gesprochen (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Als solche wird sie in der Lehre oft angewendet, um eine gemeinsame Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden.
Zu einem guten Diskussionsstil gehört neben wechselseitigem Respekt unter anderem, gegenteilige Argumente und Meinungen zuzulassen und genau zu prüfen, anstatt diese vorschnell zu verwerfen. Ein guter Diskutant hört zu, lässt ausreden und ist konzentriert genug, um auf das vom Gegenüber Gesagte einzugehen und seine eigenen Argumente sachlich darzustellen. Im Idealfall ist er gelassen und höflich.
Ein wirksames Hilfsmittel der Diskussion ist es, die Inhalte zu visualisieren. Für einen sachlichen und geordneten Diskussionsverlauf ist es hilfreich, einzelne Diskussionspunkte (Stichworte) für alle sichtbar aufzuschreiben oder in Symbolen und durch bildsprachliche Zeichen zu veranschaulichen (z.B. traditionell auf Flipchart, Pinnwand, Overheadfolie).
Die Visualisierung wirkt als Gedächtnisstütze, versachlicht die Diskussion, erhöht die Aufmerksamkeit, fördert Gelassenheit auch bei kontroversen Diskussionen, unterstützt eine optische Entwicklung eines Diskussionsfadens, entlastet die Diskutanten psychisch und vermindert Missverständnisse. Ein unbewusstes oder ein in manipulativer Absicht gesteuertes Springen im Diskussionsfaden wird mittels Visualisierung sichtbar und kann wertschätzend und die Diskussion fördernd aufgefangen werden.
Der Lehrende könnte über einen Blog-Eintrag, auf einer Lernplattform, eine Aufgabenstellung oder ein bestimmtes Problem darstellen. Mit Hilfe der Weblogseite könnten die Lernenden über Kommentare diskutieren, bewerten und hätten gleichzeig eine Visualisierung. Der Lehrende sollte allerdings als Moderator auftreten und die Regeln der Diskussion überwachen.
8.3.3.3 Präsentationen
Eine Präsentation wird definiert als die Darstellung von Informationen.
In der Lehre wird die Präsentation als eine Methode zur Darstellung…
… durch den Lehrenden:
- zur visuellen Unterstützung eines Vortrages,
- zur Behandlung eines Problems, oder
- zu einer Aufgabenstellung genutzt.
… durch die Lehrenden:
- zur Darstellung von Aufgaben- und Problemlösungen, oder
- zur visuellen Unterstützung eines Vortrages genutzt.
Eine Präsentation kann auch durch Web 2.0 Techniken unterstützt werden, so können zur visuellen Unterstützung z.B. Videopodcasts eingesetzt werden. Auch Audiopodcast können genutzt werden. Dies ist heute allerdings nur in Kombination mit etablierter Präsentationsoftware möglich. Es ist allerdings denkbar, dass solche Präsentationen auf Lehrplattformen mit Hilfe von RSS den Lehrenden aktualisiert zur Verfügung gestellt werden.
Auch ist es denkbar Präsentationen so zu erstellen, dass sie mobile-learning fähig werden. Der Lernende kann also von überall mit Hilfe seines Mobile-Gerätes die gewünschte Präsentation abrufen. So ermöglicht der Einsatz zum Beispiel mobile Lernszenarien. Indem Lernende sich die Audio- bzw. Videobeiträge auf mobile Endgeräte laden, können Vorlesungsmitschnitte an beliebigen Orten verfolgt werden[55].
8.3.3.4 Moderationen
Die Moderation ist eine Methode zur gemeinsamen Arbeit in Gruppen. Das Ziel ist mit allen Gruppenmitgliedern einen gemeinsamen Lernprozess zu gestalten.
Moderation zielt darauf ab, die Kreativität der Teilnehmer zu fördern, Ideen allen zugänglich zu machen, gemeinsam zu Ergebnissen und Entscheidungen zu gelangen, die von der ganzen Gruppe im Konsens getragen und umgesetzt werden. Dabei ist im gesamten Gruppenprozess eine Beteiligung der Teilnehmer zu erreichen, so dass sie engagiert sind, gezielt Aufgaben lösen können, dabei ihre eigenen Interessen verwirklichen können und so weitgehend frei arbeiten. Bedeutsam für das Gelingen sind auch die Atmosphäre, die Rollen in der Gruppe, die Offenheit und der Umgang mit abweichenden Meinungen.
Das heißt: Moderatoren kümmern sich in erster Linie um den sozialen Prozess im Kurs und steuern durch Ihre Postings den Fortgang[56].
Nach dem konstruktivistischen Paradigma tritt der Lehrende als Betreuer und Moderator im Lehrprozess auf. Er wendet diese Methode oft beim Informationsmanagement an. Eine unterstützende Web 2.0 Technologie zu dieser Methode ist das Wiki. Der Lehrende tritt hier als Editor auf und fungiert sozusagen als Coach. Die Lehrenden tragen ihr Wissen zusammen, können sich also selbst verwirklichen und lösen Aufgaben gezielt im Team.
Der Coach stellt in einem Wiki einen Grundstock an Dokumenten und Links zur Verfügung. Diese Basis wird dann von den Lehrenden während der Lernprozesse gemeinsam ausgebaut. In diesem Wiki können dann z.B. Niederschriften eingefügt und gemeinsam weiter bearbeitet werden[57].
Eine weitere Möglichkeit wäre das Bilden von Gruppen in Portalen, die Netzwerkmanagement-Dienste anbieten. Hier können sich Gruppen zusammenschließen und mit Hilfe von Gruppenfunktionen Aufgaben bearbeiten oder Probleme lösen. Meist wird hier auch ein Moderator bestimmt, der das Ziel der gemeinsamen Ergebnisfindung fördert.
8.3.3.5 Selbst-Lehre
Bei der Selbst-Lehre eignen sich die Lernenden Bildung durch ein Selbststudium an. Das Selbststudium ermöglicht z.B. das Studieren neben dem Beruf weitgehend unabhängig von Ort und Zeit. In der Selbststudienphase arbeiten der Lernende mit verschiedenen Lernmaterialien: Lehrbriefe, Reader, Fachbücher, CDs etc. Oft sind diese Lernmaterialien multimedial aufgearbeitet. Es ist denkbar, dass diese Materialien, wie in den anderen Kapiteln, durch Web 2.0 Techniken unterstützt werden[58].
8.3.4 Nachbereitung
In der Phase der Nachbearbeitung geht es darum, dass der Lernende den Inhalt der Lehrveranstaltungen versteht und verinnerlicht. Hierzu muss er einerseits den gesamten thematischen Inhalt verwalten und erfassen. Dies können z.B. Niederschriften, Ergebnisse von Gruppenarbeiten oder weitere zu lösende Aufgaben sein.
8.3.4.1 Inhalte verwalten
Um Inhalte zu verstehen und zu erfassen, bedarf es vorher diese zu dokumentieren und zu verwalten. Dies kann durch verschiedene Social Software unterstützt werden:
1. Wiki:
Nach der eigentlichen Lehrveranstaltung können Wikis zum Erfahrungsaustausch und zum Aufbau eines gemeinsamen Wissenspool der Lerner genutzt werden. In einem Wiki können Niederschriften, Aufgabenlisten, Diskussionsergebnisse oder andere Dokumente abgelegt werden. Aufgrund der Möglichkeit, Dokumente strukturiert zu speichern und zu bearbeiten können alle Lerner immer die aktuellste Version nutzen[59].
2. Blog:
Der Blog kann als Sammlung von Inhalten und Links zu relevanten Quellen dienen, wenn der Lerner in seinem Blog laufend alle Informationen, Erfahrungen, Quellen oder Meinungen sammelt. Der Lerner kann die Links mit Anmerkungen versehen und sie nach seinen Vorstellungen kategorisieren. Auch bieten Blogs die Möglichkeit, Dateien hochzuladen, um z.B. Niederschriften zu verteilen[60].
8.3.4.2 Lehre verstehen/erfassen
Damit der in den Lehrveranstaltung vermittelte Lehrstoff von dem Lerner verstanden und erfasst wird, kann er durch Social Software unterstützt werden:
Blog:
Blogs eignen sich als webbbasierte Lerntagebücher. Der Blog kann dabei zu verschiedenen Arten der Reflexion genutzt werden. Der Lerner legt seine Überlegungen über die Lehrveranstaltung schriftlich in kurzen Beiträgen dar. Diese Anmerkungen werden wiederum von Lernpartnern bewertet und bei Bedarf ergänzt.
Der Lerner kann mit seinem Blog aber auch über seine eigenen kognitiven und emotionalen Lernprozesse reflektieren. Er kann z.B. Lernprobleme oder Lernfortschritte in seinen Blogs thematisieren und mit Lernpartnern diskutieren.
Weiterhin kann der Lerner mit dem Blog seine Wissenslücken transparent machen, da er gezwungen ist, seine Lernergebnisse und Erfahrungen schriftlich zu fassen. Die langfristige Dokumentation macht es möglich, sichtbare Verknüpfungen zwischen verschiedenen Wissenselemente herzustellen.
Der Charakter der Lerntagebücher im Blog unterscheidet sich fundamental von einem Tagebuch in Schriftform, da die Anonymität aufgehoben wird. Deshalb werden Blogs auch in der Praxis meist sehr sorgfältig formuliert.
Weiterhin aktualisiert der Lerner in seinem Blog laufend alle Informationen, Erfahrungen, Quellen und Meinungen, die für seinen persönlichen Lernprozess relevant sind, er generiert sozusagen einen persönlichen Wissensspeicher.
Der Lerner lernt dabei, Wissen zielgerecht zu strukturieren und zu bewerten. Lernpartner, aber auch nicht an der Lehre beteiligte Personen, können diese Sammlung dann bewerten, ergänzen und können die einzelnen Blogs wiederum dazu nutzen, ihren persönlichen Wissensspeicher zu aktualisieren. Damit können Blogs einen gemeinsamen Wissenspool bilden und gleichzeig die organisierte Lehre unterstützen[61].
9 Fazit und Ausblick
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Einsatz von Web 2.0 Techniken in der Lehre bei richtiger Verwendung großes Potential mit sich bringt. Der Einsatz ist allerdings bei den verschiedenen Lehrphasen unterschiedlich sinnvoll. So bringt der Einsatz während der Phasen Vorbereitung und Nachbereitung um einiges mehr an Nutzen als in der Lehrphase der Durchführung. In den Phasen Vor- und Nachbereitung wird vermehrt die Kommunikation und das kollaborative Arbeiten der Beteiligten gefordert, welche durch Techniken wie Wikis, Blogs, etc. sinnvoll unterstützt wird. Bei der Durchführung von Präsenz-Lehrveranstaltungen kann Social Software nur ergänzend unterstützen, um z.B. Medienwechsel zu nutzen. Der grösste Nutzen des Einsatz von Social Software wird dann generiert, wenn die Lehrteilnehmer eine räumliche Distanz aufweisen und ein Lehrportal nutzen. Der Einsatz von Web 2.0 Techniken stellt alle Beteiligten an der Lehre vor gewisse Herausforderungen. So setzt der Einsatz eine Bereitschaft zur Nutzung der Web 2.0 Techniken, sowie Selbsorganisation vorraus. Auch müssen alle Beteiligten ein hohes Maß an Medienkompetenzen mitbringen, denn sonst kann der Einsatz negative Auswirkungen in Bezug auf Datenschutz, sowie persönlichen Informationen mit sich bringen.
10 Anhang
10.1 Fußnoten
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.10
- ↑ Vgl. Klingberg (1972)
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.11
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.11
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.11
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.51
- ↑ Vgl. Rinn/Meister (2004), S.11
- ↑ Vgl. Riedl (2008), S.1
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.15
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.15
- ↑ Vgl. Bonz (2006), S.95
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.16
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.17
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.17
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.18
- ↑ Vgl. Tenberg (2006), S.18
- ↑ Vgl. Stangl
- ↑ Vgl. Stangl
- ↑ Vgl. Alby (2007), S.15
- ↑ Vgl. Medien- und Filmgesellschaft BW
- ↑ Vgl. Kampffmeyer et al. (2006)
- ↑ Vgl. Cappuro (2008)
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.242
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.243
- ↑ Vgl. Alby (2007), S.22
- ↑ Vgl. Alby (2007), S.23
- ↑ Vgl. Alby (2007), S.22/23
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.250
- ↑ Vgl. Rüddigkeit (2006), S.13
- ↑ Vgl. Alby (2007), S.73
- ↑ Vgl. Alby (2007), S.74
- ↑ E-Teaching.org
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.255
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.256
- ↑ Vgl. Alby (2007), S.120
- ↑ Vgl. Uni Frankfurt (2006), S.22
- ↑ Vgl. Uni Kalsruhe (2005)
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.257
- ↑ Uni Kalsruhe (2005)
- ↑ Vgl. Kerres (2005), S.6
- ↑ Vgl. Gaiser (2008), S.3
- ↑ Vgl. Gaiser (2008), S.3
- ↑ Vgl. Gaiser (2008), S.4
- ↑ Vgl. Gaiser (2008), S.4
- ↑ Vgl. Gaiser (2008), S.5
- ↑ Vgl. Richter et al. (2007), S.12
- ↑ Vgl. Weidenmann (1993), S.10
- ↑ Vgl. Buchegger et al. (2007), S.81
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.252
- ↑ Vgl. Rüddigkeit (2006), S.3
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.252
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.256
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.253
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.257
- ↑ Vgl. Gaiser (2008), S.12
- ↑ Vgl. Buchegger et al. (2007), S.59
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.245
- ↑ Vgl. FH Rostock (2009)
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.246
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.251
- ↑ Vgl. Erpenbeck et al. (2007), S.251
10.2 Literatur- und Quellenverzeichnis
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| Bonz (2001) | Bonz, B.: Didaktik der beruflichen Bildung, Schneider-Verlag / Hohengehren 2001 |
| Buchegger et al. (2007) | Buchegger, B./Halwax, J./Krisper-Ullyett, L./Ortner, J.: Collaborative Blended Learning, falcutas.wuv / Wien 2007 |
| Capurro (2008) | Capurro, R.: WEB 2.0 Gesellschaftliche, mediale und politische Auswirkungen, entnommen aus: http://www.capurro.de/web20.html in der Version vom 13.06.2009 |
| Erpenbeck et al. (2007) | Erpenbeck, J./Sauter, W.: Kompetenzentwicklung im Netz, Luchterhand / Köln 2007 |
| E-Teaching.org (2008) | E-Teaching: Podcast, entnommen aus: http://www.e-teaching.org/didaktik/gestaltung/ton/podcast in der Version vom 13.06.2009 |
| FH Rostock (2009) | FH Rostock: Was bedeutet ein Selbststudium, entnommen aus http://www.weiterbildung-rostock.de/selbststudium0.html, in der Version vom 15.05.2009 |
| Gaiser (2008) | Gaiser, B.: Lehre im Web 2.0 – Didaktisches Flickwerk oder Triumph der Individualität?, e.teaching.org / 2008 |
| Kampffmeyer et al. (2006) | Kampffmeyer, U./Hammerschmidt, F.: Web 2.0 und Content Management, entnommen aus: http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_1058-print_web_20_content_management.html in der Version vom 12.06.09 |
| Kerres (2005) | Kerres, M: Potenziale von Web 2.0 nutzen, München DWD / München 2006 |
| Klingberg (1972) | Klingberg, L.: Einführung in die Allgemeine Didaktik, Volk u. Wissen Verlag / Berlin 1972 |
| Medien- und Filmgesellschaft BW | MFG Baden-Württemberg: a digital lifestyle, entnommen aus: http://internet2null.de/2070.html in der Version vom 12.06.2009 |
| Richter et al. (2007) | Richter, A./Koch, M.: Social Software – Status quo und Zukunft. Technischer Bericht Nr. 2007-01 entnommen aus: http://www.kooperationssysteme.de/wordpress/uploads/RichterKoch2007.pdf, in der Version vom 15.05.2009 |
| Riedl (2008) | Riedl, A.: Bildungstheoretische Didaktik, entnommen aus: http://www.lrz-muenchen.de/~riedlpublikationen/pdf/bildungstheoretischedidaktikriedl.pdf in der Version vom 29.05.2009 |
| Rinn et al. (2004) | Rinn, U./Meister, D.: Didaktik und neue Medien, Waxmann Verlag / Münster 2004 |
| Rüddigkeit (2006) | Rüddigkeit, V.: Web 2.0 – das "neue" Internet macht Schule, entnommen aus: http://download.bildung.hessen.de/medien/service_medien/web20/web20-voru.pdf, in der Version vom 07.04.2009 |
| Stangl | Stangl, W.: Die konstruktivistischen Lerntheorien, entnommen aus: http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/LERNEN/LerntheorienKonstruktive.shtml in der Version vom 11.06.2009 |
| Tenberg (2008) | Tenberg, R.: Didaktik lernfeldstrukturierten Unterrichts, Verlag Handwerk und Technik / Heidelberg 2008 |
| Uni Frankfurt (2006) | Uni Frankfurt: Semantic Web, entnommen aus: http://www.dbis.informatik.uni-frankfurt.de/~tolle/Publications/2006/SW_Interest.pdf in der Version vom 16.01.2009 |
| Uni Kalsruhe (2005) | Uni Kalsruhe: Mobile Learning Engine, entnommen aus: http://www.rz.uni-karlsruhe.de/mmt/text.php?id=100 in der Version vom 13.06.2009 |
| Weidenmann (1993) | Weidenmann, B.: Instruktionsmedien. Arbeiten zur Empirischen Pädagogik und Pädagogischen / München. |

