Nutzung interaktiver Werkzeuge während der Lehrveranstaltung
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| Name des Autors / der Autoren: | Marcel Gorjup, Sören Linke,Christine Mühleib, Ekrem Erdogan |
| Titel der Arbeit: | "Nutzung interaktiver Werkzeuge während der Lehrveranstaltung " |
| Hochschule und Studienort: | FOM Duisburg |
Inhaltsverzeichnis |
1 Einleitung
Im Rahmen der Fallstudie II des Sommersemesters 2009 wird das Thema Nutzung interaktiver Werkzeuge während der Lehrveranstaltung behandelt. Die Fallstudie II ist Bestandteil des Studiengangs Diplom Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule für Oekonomie und Management (FOM).
Diese Fallstudie wird sich im Folgenden mit dem thematischen Umfeld rund um das Thema Nutzung interaktiver Werkzeuge während der Lehrveranstaltung im Hinblick zum Oberthema Web 2.0 in der Lehre auseinandersetzen.
In Kapitel 2 wird kurz beschrieben warum das Thema Nutzung interaktiver Werkzeuge während der Lehrveranstaltung bearbeit worden ist und welches Ziel durch die Bearbeitung verfolgt worden ist.
In Kapitel 3 werden grundlegende Erläuterungen zur Thematik der Fallstudie vorgenommen. Zu ihnen zählen eine Beschreibung von Web 2.0 und die Abgrenzung zu Web 1.0 sowie bestehende Techniken, Werkzeuge und Möglichkeiten des Web 2.0. Des Weiteren wird das E-Learning und E-Teaching voneinander abgegrenzt und die Methodik und Didaktik des menschlichen Lernens in Form von didaktischen Modellen und Lernparadigmen beschrieben.
Kapitel 4 stellt interaktive Werkzeuge in Form von Hardware, wie die elektronische Tafeln und Tablet PCs als auch Software, wie Podcasts, Wikis, virtuelle Bibliotheken und Social Networks vor.
Das Kapitel 5 beschreibt in einem ausführlichen Beispiel die interaktive Lernplattform Moodle. Es werden unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, die Werkzeuge und Konfigurationen von Moodle beschrieben sowie der praktische Einsatz in der Lehrveranstaltung. Abgeschlossen wird das Beispiel Moodle mit einer Bewertung und einer Zukunftsprognose.
Die Diskussion über den Einsatz von interaktiven Werkzeugen in der Lehrveranstaltung im Gegensatz zu konventionellen Mitteln wird in Kapitel 6 vorgenommen. Des Weiteren wird die Akzeptanz als auch die möglichen Vor- und Nachteile beschrieben.
Die Fallstudie wird in Kapitel 7 noch einmal abschließend zusammengefasst und reflektiert.
2 Motivation und Zielsetzung
Die Motivation, die sich hinter der Bearbeitung des Themas Nutzung interaktiver Werkzeuge während der Lehrveranstaltung verbirgt, ist das Interesse an neuen Medien zur Vermittlung von Wissen sowie zum autodidaktischen Lernen. Des Weiteren bietet die Bearbeitung der Fallstudie die Möglichkeit das eigene Lernen positiv zu beeinflussen.
Im Verlauf der Fallstudie soll ein umfassender Überblick über die Möglichkeiten, Grenzen und Bedenken über die Nutzung interaktiver Werkzeuge während der Lehrveranstaltung vermittelt werden.
3 Grundlagen
3.1 Web 2.0
3.1.1 Was ist Web 2.0
Der Begriff Web 2.0 wurde nach dem Zerplatzen der Dot-Com-Blase im Herbst 2001 während eines Brainstormings zwischen O´Reilly und MediaLive Unternational begründet. Zu dieser Zeit tauchten in regelmäßigen Abständen interessante Anwendungsmöglichkeiten und Seiten auf, wie zum Beispiel Wikipedia. Da alle Überlebenden der Dot-Com-Blase gewisse Gemeinsamkeiten zueinander aufwiesen, die sich zum damaligen Web unterschieden, schien es angebracht zu sein von einem neuen Web, dem Web 2.0 zu sprechen. Zu Anfang des Brainstormings wurde versucht anhand von Paarungen Web 1.0 und Web 2.0 die Bedeutung von Web 2.0 herauszustellen.
Folgende Tabelle entstand (Auszug):
| Web 1.0 | Web 2.0 | |
| DoubleClick | → | Google AdSense |
| Ofoto | → | Flickr |
| Akamai | → | BitTorrent |
| mp3.com | → | Napster |
| Britannica Online | → | Wikipedia |
| Persönliche Webseiten | → | Blogs |
Tabelle 1: Bedeutung von Web 2.0 in Beispielen [1]
Problematisch war es jedoch eine Klassifizierung der einzelnen Anwendungen nach Web 1.0 und Web 2.0 vorzunehmen. Wie sich jedoch zeigte, wurde Web 2.0 auch als Marketing- Schlagwort verwendet, wenngleich sich die Unternehmen nicht immer über die Bedeutung von Web 2.0 im Klaren waren.[2]
Das Web 2.0 setzt sich aus unterschiedlichen Schlüsselprinzipien zusammen, die O´Reilly und der Technologie Publizist John Battelle wie folgt formulierten:
[3]
- Web als Plattform
- Anwendungen sind datengetrieben, deshalb sind Inhalte im Endeffekt wichtiger als das Aussehen
- durch Mitwirken der Nutzer wird die Vernetzung verstärkt
- Komponenten von unterschiedlichen Entwicklern ermöglichen größere Innovationen beim Aufbau von Seiten und Systemen
- Gemeinsame und verteilte Nutzung von Inhalten und Diensten ermöglichen einfachere Geschäftsmodelle
- Stetige Weiterentwicklung des Softwareprodukts
- Es wird nicht auf die Spitze der Web-Anwendungen, sondern auf die breite Masse abgezielt
Zusammengefasst kann Web 2.0 als eine Technologie beschrieben werden, die sich aus unterschiedlichen Elementen zusammensetzt. Eine treffende Abbildung was Web 2.0 ist, verkörpert Abbildung 1 Web 2.0 Map. Hier wird das Web 2.0 als eine Art Gravitationszentrum dargestellt. In unterschiedlicher Entfernung, je nachdem wie stark sich die Prinzipien und Praktiken an den Kriterien Web 2.0 anlehnen, werden die einzelnen "Planeten des Sonnensystems Web 2.0" dargestellt.[2]
Abschließend ist zu erwähnen, dass das Web 2.0 von seinen Usern lebt und von ihnen aktiv mitgestaltet wird. Ohne sie gibt es auch nicht das Web 2.0, sondern nur die Möglichkeit Webinhalte gestalten zu können.
3.1.2 Abgrenzung zu Web 1.0
Eine Trennung zwischen Web 1.0 und Web 2.0 vorzunehmen ist schwierig, grundlegend können aber unter anderen folgenden Charakteristika unterschieden werden:
| Web 1.0 | Web 2.0 |
| Statisch | Dynamisch |
| Klare Trennung von Anbieter und Nutzer | Grenzen zwischen Anbietern und Nutzern verschwimmen |
| Erstellung von Inhalten durch exklusive Minderheit | Inhalte können von jedermann erstellt werden |
| Nicht vorhandene bzw. eingeschränkte Eingriffsmöglichkeiten der Nutzer | Großes Ausmaß an Aktivität |
| Gestaltung mit Texten und Bildern | Multimediale Gestaltung |
| Schmalband-Nutzung | Breitband-Nutzung |
Tabelle 2: Merkmale Web 1.0 und Web 2.0 [5]
Wie aus der Tabelle 2 zu entnehmen ist, ist das Web 1.0 eher passiv gehalten. In seiner Grundidee war dies aber nicht geplant. Bereits der erste, durch Tim Berners-Lee entwickelte Webbrowser WorldWideWeb (siehe Abbildung 2 Darstellung des ersten Browsers WorldWideWeb), welcher später in Nexus umbenannt wurde, um Verwechslungen zu vermeiden, war bereits mit einem Editor ausgestattet.
Abb. 2 - Darstellung des ersten Browsers WorldWideWeb[6] |
Des Weiteren waren bereits im Web 1.0 Ansätze zu den heutigen Blogs, z.B. unter AOL Hometown, welches am 31.Oktober 2008 abgeschaltet worden ist, zu finden. Mit AOL Hometown war es AOL Mitgliedern möglich persönliche Webseiten zu erstellen und im Internet zu veröffentlichen.
Wie sehr die einzelnen Bereiche des Web 1.0 und Web 2.0 ineinander verschwimmen und was vermeintlich für eine Idee des Web 2.0 gehalten wird bzw. wurde, kann aus Abbildung 3 entnommen werden.
Abb. 3 - Zeitstrahl Webtechnologien[7] |
3.1.3 Techniken von Web 2.0
Zu den typischen Techniken und Anwendungen des Web 2.0 zählen unter anderem
- Abonnementdienste mit RSS/Atom
- Techniken zur interaktiven Nutzung der Webanwendung zum Beispiel durch AJAX
- Weblogs
- Anwendungen für Social Networks
- Webservices
Abonnementdienste mit RSS/Atom
Bei einem Abonnementdienst werden Inhalte von zuvor ausgewählten Seiten abonniert, d.h. die bisherigen und kommenden Inhalte werden automatisch dem Benutzer bereitgestellt, ohne dass er die Seiten nochmal besuchen muss. Dies wird mittels RSS-Dateien realisiert. Jede Datei stellt ein Abonnement dar.
Bei der Bereitstellung von Daten mit Hilfe von RSS spricht man auch von RSS-Feed, was soviel bedeutet, wie die Versorgung (to feed= versorgen) mit Daten aus einem RSS-Dokument. RSS (Really Simple Syndication oder auch Rich Site Summary) ist ein auf xml basierendes Format und somit plattformunabhängig. Mit Hilfe entsprechender Feedreader Programmen werden die aktualisierten Informationen ausgelesen und dem Nutzer bereitgestellt. Des Weiteren ist eine Weiterverarbeitung, zum Beispiel durch andere Scriptsprachen, wie PHP oder ASP möglich.
Für RSS-Feeds existierte bis 2005 keine Standardisierung, sodass jedes Programm zum Erstellen seines RSS-Feeds sich unter mehreren gängigen quasi-Standards entscheiden muss[8]. Schwierig wird dies beim Auslesen des RSS-Feeds durch einen Feedreader. Dieser muss in der Lage sein den quasi-Standard zu erkennen und dem Anwender richtig anzuzeigen. Die Lösung des Problems ist ein Standard namens Atom, welches vom w3c und ietf entwickelt und im Dezember 2005 veröffentlicht wurde.
Den Aufbau eines RSS-Feeds nach neuem Atom-Standard, veranschaulicht folgendes Beispiel[9]:
<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?> <feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"> <title>Example Feed</title> <link href="http://example.org/"/> <updated>2003-12-13T18:30:02Z</updated> <author> <name>John Doe</name> </author> <id>urn:uuid:60a76c80-d399-11d9-b93C-0003939e0af6</id> <entry> <title>Atom-Powered Robots Run Amok</title> <link href="http://example.org/2003/12/13/atom03"/> <id>urn:uuid:1225c695-cfb8-4ebb-aaaa-80da344efa6a</id> <updated>2003-12-13T18:30:02Z</updated> <summary>Some text.</summary> </entry> </feed>
Für ein Abonnement muss man dem Feedreader den Ort des RSS-Feeds mitteilen. Erst dadurch kommt ein Abonnement zustande. Je nach Dienst ändert sich der Weg, wie man zu einem Abonnement kommt.
AJAX
AJAX (Asynchronous JavaScript and XML) ist eine Technik zur Erstellung interaktiver Webanwendungen. Mit AJAX kann ein JavaScript direkt mit dem Server über ein XMLHttpRequest Objekt kommunizieren. AJAX verwendet zwischen dem Browser und dem Webserver einen asynchronen Datentransfer über HTTP Requests, der es ermöglicht kleine Teile von Informationen zu beziehen, ohne dass die gesamte Webseite aktualisiert werden muss. AJAX basiert auf den folgenden Webstandards:
- JavaScript
- XML
- HTML
- CSS
Durch die Verwendung dieser Standards wird die Webanwendung browser- und plattformunabhängig.[10]
Weblogs
Eine Erläuterung der Thematik der Weblogs ist in Kapitel 4.2.3 Weblogs zu finden.
Anwendungen für Social Networks
Eine Erläuterung der Thematik der Social Networks ist in Kapitel 4.2.7 Social Networks zu finden.
Webservices
Unter einem Webservice versteht man eine zentral bereitgestellte Komponente, die eine Abstraktionsebene einer Anwendungslogik darstellt. Mit Hilfe von Internetstandardprotokollen kann auf einen solchen Dienst zugegriffen werden. Das Ziel von Webservices ist die Interoperabilität von Softwaresystemen zu ermöglichen, um unabhängig von Plattform und Programmiersprachen miteinander kommunizieren und arbeiten zu können.[11]
3.2 Das neue Lehren und Lernen
3.2.1 Was ist E-Learning?
E-Learning ist die Abkürzung für Electronic Learning, was soviel bedeutet wie elektronisches Lernen. Was jedoch verbindlich unter E-Learning zu verstehen ist, wurde bisher noch nicht eindeutig definiert. Vielmehr verbirgt sich hinter dem Begriff eine Ansammlung weiterer Begriffe, wie CBT(Computer Based Training), WBT(Web Based Training), Learning Communities, Blended Learning, Rapid E-Learning und als Plattformen für den Einsatz Wikis, Podcasts, Blogs, Social Networks und viele mehr.
Im Folgenden sollen die Begriffe des CBT und WBT genauer beschrieben werden, da sie fundamental für das E-Learning sind.
Eine der Grundformen des E-Learnings ist das CBT, bei dem der Lernende an seinem stationären PC oder mobilen Gerät auf die Lernmaterialien zugreifen kann. Die Materialien werden auf CD-ROM bzw. DVD ausgeliefert oder können von einem Server heruntergeladen und auf dem jeweiligen Gerät ausgeführt werden. Vorwiegend ist das CBT heute als Anwendung zum Erlernen von Sprachen, als Kinderlernprogramm oder der betrieblichen Weiterbildung zuzuordnen.[12]
| Vorteile CBT | Nachteile CBT |
|---|---|
|
|
Tabelle 3: Vor- und Nachteile des CBT
Die heute üblichere Form des CBT findet sich im WBT, bei dem der Lernende losgelöst von einer lokal installierten Software lernen kann. Das WBT ist so zu sagen die Umsetzung des CBT für den Einsatz im Internet. WBT Anwendungen werden über gängige Browser ausgeführt. Im Gegensatz zum CBT ist es mit möglich computerbasierte Kommunikationsformen wie Email, Chat und Newsforen zu verwenden.[13] Somit ist auch der soziale Kontakt zu anderen Lernenden und auch zu einem Tutor möglich, was die Effizienz des Lernens noch steigern kann. Nachteilig ist zu bemerken, dass durch das Problem der zu geringen Bandbreite von Internetanschlüssen in Bezug auf den Einsatz von aufwendigen Animationen und Videos, die WBT Lösung gegenüber der CBT Lösung eingeschränkt ist.[13]
3.2.2 Was ist E-Teaching?
Unter E-Teaching versteht man das Unterrichten unter zu Hilfenahme von digitalen Medien, wie zum Beispiel dem Computer oder Internet. Das E-Teaching erfolgt nicht nur beispielsweise durch das Ansehen einer aufgezeichneten Vorlesung, sondern auch durch das zur Verfügung stellen von Lernangeboten durch den Lehrenden. Unter Verwendung von unterschiedlichen Werkzeugen ist es dem Lehrenden möglich seine Unterrichtsunterlagen so aufzubereiten, dass sie von den Lernenden als E-Learning Angebot wahrgenommen werden können.
Einige Möglichkeiten des E-Teaching sind:[14]
- Lehrveranstaltung aufzuzeichnen (siehe Abbildung 4)
- Lernmaterialien, Tests und Übungsgruppen zu Veranstaltung in einem zentralen Learning Management System zu organisieren und bereitzustellen (siehe Abbildung 5)
- multimediale webbasierte Lerneinheiten (Web Based Trainings) als Selbstlernmaterial zu erstellen und bereit zu stellen (siehe Abbildung 6)
- Lehrveranstaltungen, Seminar oder Besprechung über das Internet mit Audio- und Videoübertragung durchzuführen innerhalb so genannter Virtual Classroom (siehe Abbildung 7)
|
Abb. 4 - Darstellung Aufzeichnungsplatz[15] |
Abb. 5 - Darstellung Learning Management System[16] |
Abb. 6 - Darstellung WBT[17] |
Abb. 7 - Darstellung Virtual Classroom[18] |
Verwendet werden die oben beschriebenen Möglichkeiten bereits von diversen Universitäten, wie von der Technische Universität Darmstadt (http://www.e-learning.tu-darmstadt.de/lernen/index.de.jsp), der Eberhard Karls Universität Tübingen (http://www.uni-tuebingen.de/eteaching/) oder der Technische Universität Kaiserslautern (http://www.uni-kl.de/wcms/eteaching.html). Sie verwenden im Zuge ihrer Lehrveranstaltungen E-Teaching um ihren Unterricht zu ergänzen. Die Universitäten versprechen sich durch den Einsatz von E-Teaching eine Verbesserung der Qualität der Lehre. Der Einsatz reicht von der digitalen Distribution von Materialien wie Vorlesungsskripten oder -aufzeichnungen über die Online-Betreuung bis hin zu digitalen Arbeitsumgebungen für Lern- und Forschungsgruppen.[19]
3.3 Methodik und Didaktik
3.3.1 Didaktische Modelle
Um E-Learning Produkte gestalten und einsetzen zu können, ist es sinnvoll, sich zunächst mit unterschiedliche didaktische Ansätze auseinander zu setzen. Die allgemeine Didaktik befasst sich mit der Wissenschaft der Lehre. Inhaltlich befasst sie sich mit den Fragen nach dem „Was“ und „Wozu“ und der methodischen Überlegung, dem „Wie“ und „Womit“. Je nachdem welcher Ansatz gewählt wird, wirkt sich dies auch auf die Inhalte und die Methodik des E-Learning Angebots aus. Es ist also zunächst genau zu überlegen, welche Zielgruppe mit dem Lernangebot erreicht werden soll. Nachfolgend ist eine kurze Darstellung der bekanntesten didaktischen Modelle zu finden:
Bildungstheoretische Didaktik (1962-1985)
Bei dieser Theorie steht die Auswahl von Unterrichtsinhalten im Mittelpunkt. Diese werden in so genannten Kategorien vermittelt. Durch die Konfrontation der Lernenden mit so genannten Schlüsselproblemen der einzelnen Kategorie wird Allgemeinbildung vermittelt.[20]
Lerntheoretische Didaktik (1965-1980)
Bei diesem Konzept werden die Strukturen des Unterrichts mit Hilfe einer wertefreien und empirisch-positivistischen Methodik analysiert. Durch das Zusammenspiel von Zielen, Methoden und Medien beschrieben, wird der Unterricht gestaltet, wobei gesellschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Der Lehrende wird bei diesem Modell als Profi verstanden, der dem Lernenden zur Mündigkeit verhilft.[20]
Lernzielorientierte Didaktik (1065-1970)
Bei diesem Modell wird zuerst das Lernziel ausgewählt und danach die Inhalte, Methoden und Medien festgelegt, wobei hier Transparenz und Präzision angestrebt sind.[20]
Aufgabenorientierte / handlungsorientierte Didaktik (ab 1980)
Bei diesem Modell steht nicht allein das Wissen im Vordergrund, sondern primär die Vermittlung von Handlungskompetenzen und die Selbstständigkeit der Lernenden. Das Konzept betont einen ganzheitlichen und schüleraktiven Unterricht, bei dem die Unterrichtsprozesse durch die zuvor vereinbarten Handlungsprodukte geleitet werden, sodass ein Gleichgewicht zwischen Kopf- und Handarbeit des Lernenden entsteht. [20]
3.3.2 Lernparadigmen
Neben den oben beschriebenen didaktischen Modellen spielen auch Lernparadigmen für das E-Learning eine große Rolle. Allgemein wird unter einem Lernparadigma die Gesetzmäßigkeit verstanden, wie Lernen stattfindet und wie es unterstützt werden kann. Die bekanntesten Lernparadigmen, der Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus sollen an dieser Stelle kurz beschrieben werden sowie der mögliche Einsatz in einem CBT:
Behaviorismus
Der Behaviorismus sieht das Gehirn als „black box“, bei dem die einzelnen Vorgänge während des Lernens nicht weiter interessieren. Es wird davon ausgegangen, dass das Gehirn nur auf eine bestimmte Art stimuliert werden muss, damit die gewünschte Reaktion, das Lernen, stattfindet. Problematisch ist an dieser Theorie geeignete Stimuli zu finden und sie mit der entsprechenden Belohnung für das „richtige Verhalten“ zu verknüpfen. Ein behavioristisches CBT wäre absolut autoritär in der Beurteilung was richtig und was falsch ist. Eine Problemstellung würde in einem solchen Lernprogramm als viele kleine Teilprobleme dargestellt werden. Nach jedem dieser Teilprobleme würden Kontrollfragen erfolgen. Nachteil an dieser Art der Stoffvermittlung ist, dass komplexe Zusammenhänge nur schwer dargestellt und vermittelt werden können. [21]
Kognitivismus
Der Kognitivismus befasst sich im Gegensatz zum Behaviorismus mit den Abläufen im Gehirn während des Lernens. Je nach Art des Kognitivismus kann das Denken als eine Art Informationsverarbeitung, ähnlich zu der eines Computers, verstanden werden. Die Art des Lernens laut dieser Theorie ist also das Problemlösen. Es sollen Methoden und Verfahren gefunden werden wie eine richtige Lösung gefunden werden kann. Ein kognitivistisches CBT zeigt dem Lernenden, die Faktoren mögliche Probleme auf, die sich aus einer Situation ergeben können und wie diese dann zu lösen wären. Das Finden der richtigen Antwort steht nicht mehr im Vordergrund, sondern eher die Verfahren zur Erlangung von optimalen Ergebnissen. Das Programm steht im aktiven Kontakt mit dem Lernenden und gibt bei Bedarf Hilfestellungen, um das Problem zu lösen.[22]
Konstruktivismus
Der Kognitivismus geht davon aus, dass jeder Mensch seine Umwelt und somit auch die zu lösenden Probleme unterschiedlich wahrnimmt. Somit wird keine Situation durch 2 Menschen gleich wahrgenommen. Das Lernen wird als aktiver Prozess gesehen, bei dem das Wissen aus früheren Erfahrungen bei der Problemlösung herangezogen wird. Eine Software nach dem konstruktivistischen Ansatz wäre beispielsweise eine Simulation, bei der eine Situation in mehrere Szenarien aufgebaut wäre, die sich gegenseitig beeinflussende Faktoren beinhaltet. Das eigentliche Problem muss, bevor es überhaupt gelöst werden kann, zunächst vom Lernenden aus der Gesamtsituation erkannt werden. Durch den Eingriff des Lernenden ergeben sich in der Folge Änderungen an den Faktoren der Gesamtsituation und somit auch eine veränderte Reaktion des Modells. Somit kann sich eine Vielzahl komplexer Zusammenhänge ergeben und somit auch eine Vielzahl von „Lernfällen“. Das Programm steht dem Lernenden als Coach zur Seite und verliert somit viel von seiner Unfehlbarkeit.[23]
4 Interaktive Werkzeuge
4.1 Hardware
4.1.1 Elektronische Tafeln
Seit vielen Jahren ist das zentrale Element eines Frontalunterrichts in den meisten Fällen eine Schreibtafel. Sie ist von allen gut sichtbar vorne im Unterrichtsraum positioniert. Aufgrund ihrer hervorgehobenen Position im Raum, dient sie daher der visuellen Kommunikation zwischen dem Lehrenden und den Lernenden. Dabei sprechen insbesondere visuelle und kinesthätische Lerntypen auf dieses Lehrmittel an, da es sowohl komplexe Sachverhalte veranschaulichend darstellt, als auch vom Lernenden selbst verwendet werden kann.[24]
Die Vertrautheit der Lernenden mit der Tafel als Werkzeug und ihre Einfachheit haben dazu geführt, dass dieses Prinzip bis in das Zeitalter der Digitalisierung erhalten geblieben ist. Die digitale Umsetzung der herkömmlichen Tafel wird je nach Hersteller als Liveboard, Smartboard oder interactive Whiteboard bezeichnet. Im Folgenden werden diese Bezeichnungen synonym verwandt. Dabei handelt es sich um einen sehr großen Bildschirm, der auf Berührung reagiert. Demnach kann das Liveboard sowohl mit dem Finger als auch mit einem elektronischen Stift beschrieben werden. Verbrauchsmaterialien wie die klassische Kreide fallen nicht an. Mithilfe dieser Eingabemöglichkeit lassen sich Gerät und Software steuern. Da das Liveboard an einen PC angeschlossen wird, kann auf diese Weise jede Anwendung auf der Tafel angezeigt und für den Unterricht verwendet werden. Typische Anwendungsmöglichkeiten sind beispielsweise Zeichenfunktionen, Powerpoint oder die Darstellung von interaktiver Lernsoftware. Ein besonderer Vorteil dieses Werkzeugs ist, dass die Tafelbilder als digitale Kopie gespeichert und den Lernenden zur Verfügung gestellt werden können. Somit kann der Lernende seine Aufmerksamkeit auf das Smartboard konzentrieren und dadurch seine Lernfähigkeit verbessern.[25]
Es gibt weitere Vorteile, die sich aus der Nutzung eines Liveboards im Gegensatz zu einer herkömmlichen Tafel ergeben. So können beispielsweise Aktionen wie Zeichnungen schnell und einfach rückgängig gemacht oder verschoben werden. Eine automatische Archivierungsfunktion hilft, den Verlauf eines Tafelbildes lückenlos nachzuvollziehen.
Abb. 8 - Funktionsweise des Smartboards[26] |
Um das Activeboard zu nutzen, sind wie in Abbildung 8 erkennbar drei Komponenten notwendig: das Smartboard selbst, ein Computer zur Steuerung und ein Beamer zur visuellen Darstellung. Damit büßt die elektronische Tafel gegenüber ihrem Vorgänger deutlich an Unabhängigkeit in Bezug auf den Einsatzort ein.
Trotz vieler Vorteile und einer intuitiven Bedienbarkeit, sind viele Computeranwendungen nicht auf die Benutzung durch ein Smartboard ausgelegt. Beispielsweise ist ihre Darstellung nicht optimal oder Schaltflächen zu klein, um sie sinnvoll und problemlos benutzen zu können. Erst durch den Einsatz zusätzlicher Software kann Abhilfe geschaffen werden.[27]
4.1.2 Tablet PCs
Im Gegensatz zu dem beschriebenen Liveboard befinden sich Tablet PCs nicht zentral im Unterrichtsraum, sondern bei den Lernenden selbst. Sie sind eine Art Notebook, jedoch ohne Tastatur und Maus. Stattdessen wird als Eingabegerät ein Stift verwendet.
Die typischen Anwendungen, für die ein Tablet PC genutzt wird, sind beispielsweise das Aufschreiben von Notizen, das Organisieren von Terminen und Erstellen von Zeichnungen. Darüber hinaus eignet es sich zum Lesen von eBooks und direkten Bearbeiten von Dokumenten und Bildern. Beispielsweise kann ein Dokument ohne großen Aufwand direkt im Text kommentiert werden. Durch die geringe Größe und Unabhängigkeit von Stromversorgung kann das Gerät überall eingesetzt werden.[29]
Durch diese Eigenschaften sind Tablet PCs hervorragend als Unterstützung in Lehrveranstaltungen geeignet. Neben der Verwaltung der wichtigen Termine und Vorlesungen können beispielsweise Skripte auf dem Tablet PC gelesen und mit Notizen versehen werden. Dies erspart die Organisation der Skripte in Papierform und den mitunter lästigen, aufwändigen Transport.
4.2 Software
4.2.1 Podcasts
Bei den Podcasts handelt es sich um eine Art Online-Radiosendung über jedwede Themen auf Folgenbasis. Wird eine Sendung veröffentlicht, muss man diese abonnieren, um sie sich anhören zu können[30]. In der Regel ist das Abonnieren von Podcasts meist kostenlos. Abonniert man eine Sendung, werden neue Folgen automatisch heruntergeladen.
Eine zeitliche Beschränkung über die Länge von Podcasts gibt es nicht. Eine Länge von maximal 5 – 10 Minuten pro Folge hat sich mittlerweile etabliert.
Der Begriff Podcast ist ein Kunstwort. Es setzt sich zusammen aus den Teilen „iPod“, dem mp3-Player von der Firma Apple, und „Broadcast“, was für „Übertragung“ oder „Sendung“ steht[30].
Das Podcasting hatte seinen Durchbruch mit dessen Einführung in die Software iTunes von Apple. Damit bot sich den iPod-Nutzern die Möglichkeit durch kostenlose Podcast-Abonnements automatisch ihre iPods zu befüllen[31].
Durch die geringen Voraussetzungen ist jeder in der Lage Podcasting zu betreiben. Nötig dazu ist ein PC mit Internetzugang und ein Mikrofon[32].
Das System von Podcasts basiert auf RSS-Feeds, deren Listenelemente jeweils auf Audio-Dateien verweisen, die über das Internet frei zur Verfügung stehen[31]. Eine RSS-Feed stellt eine abonnierbare Sendung (Podcast) dar.
Die Ortsangabe der RSS-Feeds erhält man über zwei Wege. Die Homepage des Podcast-Autors enthält bspw. diese Information. Auch über öffentliche Podcast-Verzeichnisse, in die sich der Podcast-Autor eintragen kann, erhält man die Information. Ein solches Verzeichnis stellt z.B. die Webseite www.podcast.de dar[33].
Die Feedreader, die spezielle RSS-Feeds für Podcasts auslesen, heißen Podcatcher. Diese Programme lesen den RSS-Feed aus, der über die Ortsangabe ermittelt wurde. Befindet sich am bestimmten Ort tatsächlich ein RSS-Feed, wird dieser abonniert. Fehlende Folgen der abonnierten Sendung, werden vom Podcatcher dem Anwender nach herunterladen bereitgestellt[34].
Der Podcatcher prüft bei jedem Programmstart nach Aktualisierungen des RSS-Feeds. Dazu vergleicht es den im Internet liegenden RSS-Feed mit der eigenen Kopie des RSS-Feeds, die er sich beim letzten Prüfvorgang angelegt hat. Stellt der Autor einer Sendung eine neue Folge bereit, wird dies durch das Hinzufügen eines Listenelementes im RSS-Feed kenntlich gemacht. Sobald der Podcatcher diese Änderung bemerkt, wird die neue Folge aus dem im neuen Listenelement enthaltenen Speicherort heruntergeladen und bereitgestellt.
Erwähnenswert ist eine Funktion für Podcasts, womit man die Inhalte eines Podcasts nach Begriffen hin durchsuchen kann. Dieser Dienst wird über die Webseite www.podscope.com angeboten und beschränkt sich auf englische Inhalte[33].
Seit Einführung der Podcasts haben sich drei Formen des Podcastings herausentwickelt[35]. Der Audio-Podcast ist die originale Erscheinungsform mit Audio-Inhalten und Informationen in Textform über Autor und Titel. Der Enhanced-Podcast wird nebst den Inhalten eines Audio-Podcasts noch mit Bildern, wie z.B. Cover, ausgestattet. Ein Video-Podcast hingegen verweist in seinen RSS-Feed-Listenelementen auf Videodateien anstatt auf Audiodateien.
4.2.2 Wikis
„Ein Wiki ist eine webbasierte Software, die es allen Betrachtern einer Seite erlaubt, den Inhalt zu ändern, indem sie diese Seite online im Browser editieren. Damit ist das Wiki eine einfache und leicht zu bedienende Plattform für kooperatives Arbeiten an Texten und Hypertexten[36]."
Ein Wiki ist darauf ausgelegt den Leser bei seiner Änderung zu unterstützen. Die einfache Bedienung gewährleistet, dass technische Aspekte in den Hintergrund rücken. Inhalte und soziale Zusammenhänge rücken in den Vordergrund[37].
Wichtiges Wiki-Merkmal ist das Erstellen assoziativer Hypertexte (Webseiten) mit Nicht-Linearen Navigationsstrukturen[38], d.h. jede Webseite enthält Verweise auf andere (interne)Webseiten. Es gibt hierbei keine lineare Navigationsreihenfolge. Der Anwender entscheidet welche Seite er als nächstes betrachtet.
Durch die niedrige Schwelle Webseiten ändern zu können, entstehen selbstregulierende Mechanismen. Eine kollektive Intelligenz, die ihre Webseiten verwaltet[39]. Dies begründet sich u.a. durch die Machtfülle, die dem Anwender anvertraut wird.
Die Kernfunktionen, die eine Wiki seinen Anwendern bereitstellt, sind[40]:
- Bearbeiten
- Diskussion
- Vergleichen
- Verschieben und Umbenennen
- Beobachten
- Schützen
- Löschen
In ihrer Zugänglichkeit unterscheidet man zwei Arten von Wikis. Wikis für geschlossene Arbeitsgruppen und öffentliche Wikis. Öffentliche Wikis gestatten jedem Besucher der Website Änderungen durchzuführen. Geschlossene Wikis sind erst nach Anmeldung und darauf folgender Freischaltung zugänglich[41].
Zum Mitgestalten in einer Wiki als Leser, sind ein Internetzugang und ein PC mit Browser nötig. Die techn. Hürde eine Wiki selber aufzustellen ist wesentlich höher. Host-Anbieter, wie man sie für Weblogs kennt, stellen i.d.R. eine kostenlose und fertig installierte Webseite zur Verfügung. Wiki-Hosts gibt es nur rar und sind mit Kosten verbunden.
Mit der Zeit haben sich unterschiedliche Wiki-Formen bzw. Distributionen entwickelt. Beispiele sind DokuWiki, PmWiki, MoinMoin und Twiki[42]. Jede Distribution unterscheidet sich in Ihrer Komplexität, den Funktionen oder ihrer Erweiterbarkeit durch Plug-ins.
Plug-ins sind Zusätze für eine Wiki, die ihre Funktionen erweitern. Ein Liste von gängigen Plug-ins und ihren mitgebrachten Funktionalitäten sind folgende[43]:
- Flickr - Macht die bei Flickr gespeicherten Bilder der Wiki zugänglich
- vShare - Macht Videos auf Videohost-Seiten wie YouTube zugänglich
- GoogleMaps - Vereinfacht die Einbindung von Google-Karten in die Wiki
- Gallery - Ermöglicht Foto- oder Bilderalbum Funktionalität in der Wiki
- Blog - Integriert ein Blog in die Wiki
- Display WikiPage - Ermöglicht die Übernahme von Templates, die das Erscheinungsbild der Wiki verändert.
Die gemeinsamen Kernfunktionen, die alle Wiki-Distributionen dem Anwender bereitstellen, werden nun vorgestellt[44].
Das Editieren stellt die elementarste Funktion eine Wikis dar. Nur wenige Ausnahmefälle existieren in einer Wiki, wo das Editieren verhindert wird.
Die intuitive Erstellung von Links ist ein wichtiges Element, womit die assoziativen Verbindungen unter den Seiten realisiert werden.
Den Bearbeitungsprozess einer Seite wird mittels einer History realisiert. Dieser speichert jegliche Änderungen der Seite, lässt diese anzeigen und gibt dem Anwender die Möglichkeit die gemachten Änderungen rückgängig zu machen (Rollback).
Die RecentChanges geben dem Anwender die Möglichkeit, über Änderung an einer ausgewählten Seite, informiert zu werden.
Um Neueinsteigern den Umgang mit dem Wiki zu erleichtern, besitzen Wikis eine Sandbox (Testumgebung), worin sie, ohne Unheil anrichten zu können, mit dem Wiki neues ausprobieren können.
Um bestimmte Wiki-Seiten zu erreichen, gibt es die Suchfunktion. Dort wird mittels Volltext- oder Titelsuche, dem Anwender die Möglichkeit gegeben, seine Wiki-Seite zu finden.
Die größte Hürde an einer Wiki zu partizipieren stellt die Wiki-Syntax dar[45], d.h. die Notationsregeln, womit Texte verfasst werden. Um Komplexität abzubauen wurde die Syntax bewusst nicht in HTML gehalten. Um das Schreiben zu erleichtern und vieles zu automatisieren wurde eine Wiki-Syntax ausgedacht. Aus Mangel an Standardisierung führt jede Wiki-Distribution eine eigene Syntax. Eine wichtige Hilfestellung stellt von daher der Wiki-Editor dar. Dieser vereinfacht das Erstellen häufig benutzter Bausteine wie Links, Überschriften und Aufzählungen.
4.2.3 Weblogs
Ein Weblog stellt ein chronologisch sortiertes, regelmäßig aktualisiertes Journal dar, welcher im World Wide Web veröffentlicht wird[46]. Stets wird dabei auf der Startseite der jüngste Beitrag angezeigt, gefolgt von den älteren. Erste Weblogs stammen aus dem Jahr 1997. Mittlerweile ist die technische Hürde ein Weblog aufzusetzen, gegenüber der damaligen Situation, auf einen Internetzugang sowie Grundkenntnisse im Umgang mit dem PC reduziert. Es muss keine Software installiert werden. Somit kann man auf fremden Rechnern, bspw. in Internetcafés, sein Weblog pflegen.
Weblogs können von einer oder mehreren Personen geführt werden. Von mehreren Personen geführte Weblogs werden als Group Blog bezeichnet.
Es gibt verschiedenste Weblogs, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben[47]:
- Watchblogs - Beobachten Medien und Firmen kritisch
- Litblogs - Beschäftigen sich mit Literatur
- Corporate Blogs - Firmeneigene Weblogs
- Fotoblogs - Veröffentlichung von Fotografien
- uvm.
Ihre unterschiedliche Bezeichnung hilft bei der expliziten Suche nach diesen Blogformen.
Ein Weblog bietet Funktionen, wodurch sie sich von einfachen Webseiten abgrenzt[48].
Als wichtigste Funktion eines Weblogs wird die Kommentarfunktion der Blogbeiträge gezählt. Ähnlich wie in einem Forum kann man als Leser Blogbeiträge kommentieren. Nur das hier das Thema durch den Weblogger vorgegeben wird. Durch Partizipation wird beim Leser der Reiz geweckt, sich zum Thema zu äußern.
Trackback ist eine Funktion, die prüft, ob andere Blogs auf eigene Blogbeiträge Bezug nehmen. Wird dies festgestellt, wird in dem in Bezug genommenen Blogbeitrag ein Kommentar hinterlegt. Darin wird vermerkt welcher Blogbeitrag darauf Bezug genommen hat.
Permalinks ist die Funktionalität eines Blogs, seine Blogbeiträge über Webadressen aufrufbar zu machen. Dies erspart einem Leser erst über die Startseite zum gewünschten Eintrag zu navigieren. Das Vorhandensein von Permalinks ist die Grundlage von Trackbacks. Durch Verlinken eines anderen Blogeintrags wird automatisch ein Trackback erzeugt.
Eine Benachrichtigung an Weblog-Abonnenten über ein Feed, existiert ebenfalls. Hierbei wird im Feed jeweils ein kurzer Abstrich des Blogeintrags gezeigt. Bei Interesse folgt man dem Permalink im Feed, um den Rest lesen zu können. Voraussetzung um diese Funktion in Anspruch zu nehmen, sind ein Feedreader und die Ortsangabe der Feed-Datei. Diese wird auf der Startseite des Weblogs zur Verfügung gestellt. Der Feedreader hat die Aufgabe die Feed-Datei auszulesen und neue Beiträge dem Anwender anzuzeigen.
Die Abbildung stellt den schematischen Aufbau eines Weblogs dar. Vier Merkmale sind für ein Weblog typisch[50].
Jeder Blogeintrag besitzt eine Überschrift, die zur selben Zeit auch ein Permalink zum Blogeintrag darstellt (Nummer 1 in der Abbildung 10). Alternativ ist ein Blogeintrag über den Link zu den Kommentaren aufrufbar. (Nummer 2 in der Abbildung 10).
Über das Archiv sind ältere Blogeinträge erreichbar. Die Kategorien beherbergen Blogeinträge, die nach selbstdefinierten Kriterien einordnet. (Nummer 3 in der Abbildung 10).
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Blogroll (Nummer 4 in der Abbildung 10). Sie stellt die Liste von Weblogs dar, die der Weblog-Autor selber verfolgt.
4.2.4 Microblogging
Unter Microblogging versteht sich eine Miniatur‑Ausgabe eines Weblogs. Wobei sich die Miniaturisierung auf die Komplexität sowie Umfang der Nachricht bezieht.
Microblogging‑Dienste begrenzen größtenteils den Umfang einer Nachricht auf 140 Zeichen ein. Diese Nachrichten beinhalten keine Audio-, Musik- oder Videoinhalte. Übertragen wird ausschließlich Reintext[51].
Aufgrund des niedrigen technischen Anspruchs einer Nachricht, grenzt sich Microblogging vom Weblog ab. Weblogs sind an ihre Webseite gebunden, d.h. um neue Einträge zu hinterlegen bzw. Weblog‑Einträge lesen zu können, kommt man um den Besuch der Weblog‑Seite nicht herum. Microblogging ist dagegen bei der Wahl des Kommunikationskanals, sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen, unabhängig. Beispiele womit man Microblogging betreibt, sind Software‑Clients, Instant‑Messaging Programme, SMS und Telefonate, die durch eine Software in Text gewandelt werden. Diese Vielseitigkeit des Kommunikationskanals wird von Microblogging‑Diensten genutzt. Diese bieten auf deren Homepages die unterschiedlichen Zugangswege über verschiedene Programme, Plattformen und Geräten zum Microblogging an.
Diese Vielseitigkeit macht den Umgang mit Microblogging für Anwender, sowohl beim Absetzen als auch beim Lesen von Nachrichten, einfach.
Weitere Einsatzzwecke, als über das eigene Tun zu berichten, sind durch die hohe Geschwindigkeit, mit der abgesetzte Nachrichten ihre Empfänger erreichen, denkbar[52].
Als wichtigste Plattform, womit Microblogging erst bekannt und verbreitet wurde, ist Twitter zu nennen. Es bietet die größte Nutzerzahl unter den Microblogging‑Diensten[53].
Die Verwendung von Microblogging bei Twitter dient interessierte Leute mit kurzen Texten über eigene Tätigkeiten auf dem Laufenden zu halten. Solch eine Nachricht wird als Tweet bezeichnet.
Jeder Twitter‑Anwender erhält nach einer kostenlosen Registrierung eine Twitter‑Webseite. Diese Webseite ist von jedem Besucher ohne Einschränkungen einsehbar bzw. von anderen Twitter‑Nutzern abonnierbar.
Die zum Abonnieren benötigten RSS-Feeds bekommt man auf der Twitter-Profilseite, welches man abonnieren möchte oder auf Twitter‑Suchmaschinen.
Die Reihenfolge der Tweets wird blogtypisch chronologisch realisiert, mit dem jüngsten Tweet zuerst und den älteren Tweets folgend.
Twitter zeichnet sich durch ein Übermaß an Drittanbietern aus. Die aufbauend auf den 140 Zeichen mit den unterschiedlichsten Verwendungszecken aufwarten. Als Beispiel ist hier TwitterMap zu nennen, welches Twitter in GoogleMaps einbindet. Hierbei wird in die Nachricht eine Adresse eingefügt, an der die Nachricht erscheint.
4.2.5 Foren
Ein Forum stellt eine Art „Schwarzes Brett“ dar, indem man jedwede Nachrichten hinterlässt, welche wiederum zu Fragen und Kommentaren führen[56].
Zur Teilnahme an einem Forum sind die technischen Hürden niedrig. Ein Internetzugang sowie ein PC mit Browser erfüllen die Voraussetzungen vollends.
Foren sind von ihrer Bedienbarkeit und Handhabe her sehr einfach. Ihre thematische Ausrichtung bestimmt sich am hauptsächlichen Content der Webseite[57]. Beispielsweise von produktorientierte Websites mit zusätzlichem Forum. Dieser unmittelbare Bezug zum sonstigen untergebrachten Inhalt einer Webseite ist das Abgrenzungsmerkmal eines Forums gegenüber einer Newsgroup.
Als generelle Einsatzzwecke für Foren unterscheidet man zwischen einer Diskussionsplattform und einer Plattform zum Austausch zwischen Experten und Nutzern[58].
Die Gliederungsform von Foren werden aufgeteilt in hierarchisch gegliederte Foren in einer Baumstruktur (Abbildung 11), genannt Threaded View und Foren in Listenform (Abbildung 12), genannt Lineares Forum[59].
Die Threaded View erlaubt einem Leser, zu einem bestimmten Forenbeitrag Bezug zu nehmen. Dies geht jedoch auf Kosten der Übersichtlichkeit.
Das Forum in Listenform dagegen ordnet die Forenbeiträge chronologisch je Thema ein. Die Möglichkeit auf einen bestimmten Eintrag Bezug zu nehmen entfällt hierbei.
Funktionen, die ein Forum den Anwendern bieten, sind die Suchfunktion nach Beträgen bzw. Inhalten, Verknüpfungen auf andere Kommunikationsdienste wie E-Mail und Instant Messaging sowie die Kenntlichmachung neuer Beiträge seit dem letzten Besuch[60].
Im Forum gibt es mindestens zwei Rollen von Anwendern. Normale Anwender und Administratoren. Die Administratoren vergeben Rechte an Anwender und löschen bzw. bearbeiten Einträge. Die Kompetenzen eines Anwenders sind in ihrem Umfang von dem Administrator abhängig.
Als Kommunikationsmerkmal des Forums ist die Asynchronizität hervorzuheben, d.h. die Antwortzeit auf den eigenen Eintrag durch andere Anwender erfolgt nicht sofort bzw. synchron, wie es in einem verbalen Gespräch passiert[60].
4.2.6 Chats
Die am verbreiteten Chatformen stellen die Web-Chats und IRC-Chats dar. Web-Chats zeichnen sich durch ihre niedrige technische Hürde aus. Ein PC mit Java- bzw. JavaScript fähigem Browser und ein Internetzugang sind die Voraussetzungen zur Teilnahme an einem Web-Chat.
Die Voraussetzungen für die Teilnahme am IRC-Chat ist die Installation einer IRC-Client Software. Dies ist zwar aufwendiger, bietet jedoch dem Anwender im Chat mehr Nutzungsmöglichkeiten[61].
Chats erlauben den Teilnehmern einen beinahe synchronen Informationsaustausch, wie es im verbalen Gespräch der Fall ist.
Aus diesem Grund stellt die Protokollierfunktion ein wichtiges Merkmal für ein Chat. Es zeichnet Chat-Dialoge auf und stellt sie nachhaltig abrufbar bereit[62].
Chat-Kommunikation findet häufig ohne Medienbrüche statt, d.h. ohne das Verlassen des Chat-Umfelds. Dies wird durch die Unterstützung von Hyperlinks und einer Dateiübertragungsfunktion gewährleistet[62].
Zu den Problembereichen eines Chats ist das schwierige abschätzen der Rede- bzw. Tippreihenfolge. Im verbalen Gespräch hört man, dass ein Gegenüber gleichzeitig wie man selbst zu sprechen beginnt. Im Chat ist dies nicht ersichtlich, da man erst nach abschicken realisiert, dass der Kommunikationspartner zuvor mit dem schreiben beschäftigt war. Es können dadurch unterschiedliche Gesprächsstränge auftreten. Das Aufkommen dieser multiplen Gesprächsstränge sollten vermieden werden[62].
Auch fehlt es im Chat an Gestik und Mimik. Aufgrund dessen ist es im Umgang mit Chats notwendig, schnell und mit guter Ausdrucksfähigkeit zu schreiben. Die Einschätzung von Botschaften wird bei Nichteinhaltung erschwert[63].
4.2.7 Social Networks
Social Networks sind Community-Seiten in denen sich Gleichgesinnte zu verschiedensten Themen zusammenfinden. Dort können sich ihre Mitglieder der Community präsentieren[64].
Zum größten Teil stellen Social Networks ihre Mitglieder in den Mittelpunkt[65].
Der Umgang mit diesen Seiten ist sehr einfach, wodurch lediglich Basiskenntnisse im Umgang mit dem Rechner vorausgesetzt werden. Darüber hinaus ist ein Internetzugang inkl. Browser nötig.
Der Zugang zu Social Networks gestaltet sich sehr unterschiedlich. Die Politik für neue Mitglieder gestaltet sich von sehr restriktiv bis offen. Restriktive Politik entspricht bspw. der Aufnahme alleine von Experten bestimmter Themengebiete. Eine offene Politik besagt die Aufnahme aller sich Anmeldenden[65].
Der Mensch ist in seinem Leben in vielen unterschiedlichen sozialen Netzwerken. Dies setzt sich im Online verhalten fort. Neue Social Networks, die soziale Nischen abdecken, finden trotz der Fülle an vorhandenen Social Networks Mitglieder, die das Bedürfnis verspüren an diesen Netzwerken teilzuhaben[65].
Dieser Umstand begründet die große Palette an Social Networks[66].
Viele Social Networks machen sich die six degrees of seperation Theorie von dem Forscher Stanley Milgram zunutze, der behauptet, dass jede Person über 6 Ecken jede andere Person kenne.
Anhand der Abbildung 13 wird veranschaulicht, wie viele Personen man nur über 2 Zwischenkontakten erreicht.
Zunutze machen sich die Social Networks dass einerseits über die Reklame, wie sie die Abbildung 13 darstellt. Andererseits zeigen viele Seiten bei Besuchen von fremden Profilseiten, den Weg über wie viele Zwischenkontakte diese Person mit sich selber verbunden ist[68].
Die Anmeldung auf Social Networks ist kostenlos. Communitys wie Xing bieten ihre volle Funktionalität erst gegen eine monatliche Gebühr an. Diese Zusatzfunktionen sind besondere Filterfunktionen bei der Kontaktsuche oder beinhalten das Abschalten von Reklame auf der Seite[69].
Unter den Communitys größtenteils eingesetzte Funktionen sind das Gestalten der Profilseite, das Führen eines Gästebuchs, eine Liste aller gemachten Kontakte sowie die Möglichkeit des Nachrichtenversands an andere Mitglieder[64].
Um den Umgang mit den verschiedenen Communitys für die Anwender zu erleichtern, brachte man die sog. OpenID in Rollen. Ihre Aufgabe ist es, bestimmte Stamminformation einer Person zu speichern, um bei der Anmeldung in einer neuen Community dem Anwender die Registrierung zu erleichtern[65].
Für Social Networks gibt es Gesetze, die sie beachten müssen, um dauerhaft überleben zu können. Diese besagt, dass eine Community die Bedürfnisse der Benutzer besser befriedigen muss, als jede andere bestehende Lösung, die das tut. Und wenn keine Lösung existiert, überleben nur Communitys über einer bestimmten kritischen Masse, die als Ersatz andere vorteilhafte Funktionen bieten. Aus diesem Zwang sich ständig weiter zu entwickeln, hat die Facebook Community ihre Pinnwand bzw. Gästebuch überarbeitet. Die Pinnwand wurde dahingehend erweitert, dass sie nun das zentrale Element der Profilseite darstellt und in der Lage ist, Text, Bilder und Videos zu enthalten[70].
5 Anwendungsbeispiel Moodle
5.1 Was ist Moodle
„Moodle war ursprünglich die Abkürzung für Modular Object Dynamic Learning Environment (modulare, objektorientierte und dynamische Lernumgebung)[71]." Heute steht Moodle für eine interaktive Lernplattform, die weltweit verbreitet ist. Moodle soll helfen neue Lernmethoden kennenzulernen und einzusetzen, um die Kreativität und die Aufnahmefähigkeit zu fördern[72]. Die Klassifizierung was Moodle für ein System ist, wie z. B. Course Management System oder webbasiertes Content-Management-System, ist nicht ganz eindeutig. Am ehesten trifft wohl die Bezeichnung als ein webbasiertes Learning Content Management System zu. Moodle ist somit eine Lernplattform für Gruppen und Institutionen, die Lerninhalte erstellen und vermitteln, die den Lernprozess organisieren und betreuen, und die ein Werkzeug zur Kommunikation und zum Dokumenten-Austausch für alle Beteiligten bereitstellen wollen[73].
Moodle hat gute Chancen ein Markenzeichen zu werden. Der männliche Moodle-Benutzer ist ein Moodler und die weibliche Benutzerin eine Moodlerin. Die Idee zu Moodle stammt von dem Australier, Martin Dougiamas, dieser fing 1999 mit der Entwicklung von Moodle an. Die Version 1.0 erschien am 20. August 2002. Die zurzeit aktuelle Version ist 1.9.4. Der Programmcode von Moodle ist Open Source und kann kostenlos von der Homepage heruntergeladen werden. Die Software unterliegt der GNU General Public License.
Die Entwicklung und Gestaltung von Moodle folgt einer bestimmten Lernphilosophie, der sogenannten „sozialen, fördernden Pädagogik“. Das Ziel ist, dass die Lernenden sich aktiv mit dem Lerninhalt beschäftigen und somit ein aktiver Lernprozess einsetzt. Der Lernprozess kommt durch die Interaktion in der Gruppe zu Stande, wobei die Rollen während des Lernens in der Gruppe wechseln können. Zum einen bin ich Lehrer, in dem ich Wissen in die Gruppe hineintrage und zum anderen bin ich Lernender, in dem ich das Wissen konsumiere. Moodle schafft die Voraussetzungen, um einen solchen aktiven Lernprozess durchzuführen. Der Lernprozess besteht z. B. aus Diskussion, das Lösen von Aufgaben und gegenseitige Bewertungen.
Moodle soll nicht allein als E-Learning Plattform dienen, sondern vielmehr als Blended Learning verstanden werden. Beim Blended Learning, was so viel heißt wie vermischtes Lernen, geht es um die Kombination von E-Learning und Präsenzveranstaltungen. Durch Blended Learning sollen die Nachteile der Präsenzveranstaltungen, dass z. B. alle Personen immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein müssen, und die Nachteile von E-Learning, dass z. B. keine sozialen Bindungen zu anderen Teilnehmern entstehen, ausbalanciert werden. Um den E-Learning Prozess in eine Präsenzveranstaltung zu integrieren gibt es drei Szenarien:
- Distribution – E-Learning by distributing
- Kommunikation – E-Learning by interacting
- Kooperation – E-Learning by collaboration
Alle drei Szenarien können durch Moodle unterstützt werden. Bei der Distribution geht es darum Informationen so verfügbar zu machen, dass sie jederzeit abrufbar sind. Als Beispiel könnten Hausaufgaben verfügbar gemacht werden. Bei der Kommunikation geht es darum die Möglichkeit zu schaffen, dass Lernende in eine Interaktion treten, um dann z. B. Probleme die bei den Hausaufgaben entstehen, zu diskutieren oder sich Hilfe zu holen. Bei der Kooperation geht es darum den Lernenden Aufgaben zu stellen, durch die sie neues Wissen entwickeln und dieses präsentieren können.[75]. Wie in der Abbildung 14 zu sehen ist können die E-Learning-Formen abgeändert, vermischt oder in parallel laufenden Veranstaltungen nebeneinander genutzt werden. Die Nutzung von Lernplattformen nimmt weltweit zu, wobei Deutschland in diesem Bereich keine Führungsposition einnimmt. Neben der Lernplattform Moodle, die in Deutschland einen hohen Verbreitungsgrad hat, gibt es noch lo-net und BSCL[76].
5.2 Einsatzmöglichkeiten
Die Einsatzmöglichkeiten von Moodle sind vielfältig. Grundsätzlich kann Moodle für alle Aufgaben, die im Zusammenhang mit Lernen und Wissenstransfer stehen, eingesetzt werden. Es ist in Schulen genauso gut einsetzbar wie in Universitäten. Es kann als reine E-Learning-Plattform betrieben werden, aber auch als Blended Learning-Plattform, wobei das bevorzugte Einsatzgebiet das Blended Learning ist. Wichtig ist, dass beim Einsatz auch eine Bereitschaft besteht, sich auf eine neue Form des Lernens und Unterrichtens einzulassen.
5.3 Werkzeuge in Moodle
In Moodle gibt es verschiedene Arten von Werkzeugen, die bei der Bewältigung von Aufgabenstellungen helfen sollen. Die Werkzeuge werden von den Unterrichtenden in einem Kurs zur Verfügung gestellt. Es gibt in Moodle folgende Werkzeuge:
- Abstimmung
- Aufgabe
- Chat
- Datenbank
- Forum
- Glossar
- Journal
- Lektion
- Hot Potatoes-Test
- Test
- Wiki
- Workshop
- Umfrage
Das Abstimmungswerkzeug wird benutzt, um die Einstellung oder die Position der Gruppe zu einem bestimmten Thema zu erhalten. Das Abstimmungswerkzeug bietet verschiedene Modi an. Ein Beispiel hierfür ist, dass das aktuelle Ergebnis der Umfrage erst angezeigt wird, wenn die eigene Abstimmung durchgeführt wurde. Die Ergebnisse können in die Formate .ods, .xls oder .txt exportiert werden, um sie extern weiterzuverarbeiten.
Das Aufgabenwerkzeug ist ein zentrales Element in Moodle, das sehr häufig benutzt wird. Moodle unterstützt zwei Arten von Aufgaben, zum einen die Offline-Aufgabe und zum anderen die Online-Aufgabe. Bei der Offline-Aufgabe wird lediglich die Aufgabe in Moodle veröffentlicht. Die Lösungen und Ergebnisse der Aufgabe werden allerdings persönlich übermittelt. Der Benefit liegt hier also lediglich in der einfachen Bereitstellung der Aufgabe. Die Online-Aufgabe bietet wesentlich mehr Vorteile. Die Aufgabe wird nicht nur in Moodle veröffentlicht, sondern auch die Abgabe und die Ergebnisse der Aufgabe erfolgen über Moodle. Das hat den Vorteil, dass der Lernende für die fristgerechte Abgabe der Aufgabe zuständig ist und entlastet so den Unterrichtenden. Der Unterrichtende hat zu dem den Vorteil, dass die Einreichung und die Ergebnisse über Moodle dokumentiert werden und so jederzeit transparent nachvollziehbar sind. Auf einen Blick ist sichtbar, wer wann die Aufgaben abgegeben hat. Die Administration von Aufgabenstellungen und deren Bewertung wird durch Moodle wesentlich einfacher.
Der Chat, welcher auch aus der Freizeit bekannt ist, dient in Moodle zur Kommunikation zwischen den Kursteilnehmern. Es bietet sich an, nicht nur einen Chat anzubieten und diesem sich selbst zu überlassen, sondern mehrere themenbezogene und zeitlich begrenzte Chats anzubieten. Der Chat dient in Moodle also eher dazu themenbezogene Problemstellungen zu diskutieren, als für eine allgemeine Kommunikation. Die Diskussionen werden gespeichert und können so nachträglich noch eingesehen werden.
Die Datenbank verwaltet in Moodle Informationen und Dateien. Vor allem zum Suchen nach Informationen zu einem Thema, bietet sich eine Speicherung der Daten und Informationen in einer organisierten Form an. So lassen sich schnell zu einem Themengebiet Informationen und Dateien wiederfinden. Suchergebnisse werden in Listenansichten dargestellt. Zu jedem Listeneintrag gibt es dann wiederum eine Einzelansicht.
Die Foren sind in Moodle eine wichtige Kommunikationsplattform, weil sie den Vorteil bieten asynchron zu sein. Foren sind aus dem Internet bekannt. Sie dienen dem Meinungs-, Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Oft sind Foren thematisch organisiert, um eine gewisse Übersicht zu gewährleisten. Es gibt ein Grundthema, wie z. B. Auto und dann dazu verschiedene Unterthemen. Zu einem Thema lässt sich dann ein sogenannter Thread anlegen. In diesem kann dann ein konkreter Gedankenaustausch stattfinden. In Moodle stehen verschiedene Forentypen zur Auswahl.
- Das Standardforum dient zur allgemeinen Kommunikation, jeder kann so viele Fragen und Antworten erstellen wie er will.
- Es gibt einen Forentyp, dort darf jeder nur genau eine Frage stellen oder eine themenbezogene Diskussion eröffnen.
- Ein anderer Forentyp erlaubt die Diskussion nur zu einem vorgegebenen Thema.
- Beim letzten Forentyp darf ein Lernender erst die Antworten der anderen sehen, wenn er selbst zum Thema Position bezogen hat.
Die verschiedenen Forentypen zeigen, dass sich das Forum zum gewöhnlichen Forum im Internet unterscheidet. Ein wichtiger Aspekt der zu beachten ist, sind die Qualität der Beiträge. Während in Internetforen oft auch falsches verbreitet wird, sollte der Anspruch in einem Forum wo es um Wissenstransfer geht, höher sein. Der Kursverwalter aber auch die Lernenden haben die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Inhalte korrekt sind. In Foren besteht auch die Möglichkeit Dateien anzuhängen. Der Vorteil der Foren ist hier gegenüber den Datenbanken, dass sie schneller eingerichtet sind. Haben allerdings den Nachteil, dass die Anlagen nicht wie in der Datenbank katalogisiert werden.
Das Glossar, welches auch in anderen Bereichen, wie z. B. aus Büchern bekannt ist, dient auch in Moodle dazu Begriffe zu erklären bzw. genauer zu erläutern. Das Glossar wird innerhalb eines Kurses benutzt, damit die Lerngruppe das gleiche Verständnis über gewisse Begriffe erlangt. Der Lernende lernt zusätzlich der Gruppe Begriffe verständlich zu erklären. Oft ist es ein Vorteil, dass die Erklärungen innerhalb einer Gruppe von den Lernenden selbst kommen, weil sie so besser verständlich sind. Die Begriffe im Glossar lassen sich sortieren und durchsuchen. Einen weiteren Vorteil vom Glossar in Moodle ist die Verknüpfung von Wörtern innerhalb eines Textes mit dem Glossar. Ein solches Wort wird im Text als grau hinterlegt gekennzeichnet, durch ein Klick auf dieses landet man direkt im Glossareintrag zu diesem Wort. Das hat zum einen den Vorteil, dass sofort kenntlich ist, dass es ein Wort im Glossar schon gibt und zum anderen, dass man nicht danach suchen muss. Ein Anwendungsgebiet, wo dieses Prinzip auch sehr gut einzusetzen ist, ist der Fremdsprachenunterricht. Hier können für Vokabeln entweder die deutsche Übersetzung hinterlegt werden oder das Wort auf Englisch näher erklärt werden. Hier kann auch wieder nicht nur konsumiert, sondern auch aktiv mitgearbeitet werden, indem die Einträge von den Lernenden kommen.
Das Journal wird in Moodle als sogenanntes Lerntagebuch benutzt. Ein Lernender legt sich ein solches an und bestimmt Verwendungszweck und Bearbeitungszeitraum. Der Lernende kann dann seine Gedanken, Ergebnisse und Erfahrungen in das Journal eintragen. Der Unterrichtende hat auch Zugriff auf das Journal des Lernenden und hat somit die Möglichkeit die Einträge zu kommentieren und auch Hilfestellungen zu geben. Die Einträge im Journal werden nicht mit einer Chronologie versehen. Wird ein Beitrag bearbeitet ist der alte nicht mehr wiederherstellbar. Das Journal soll helfen, das eigene Lernen bzw. den Lernprozess später zu reflektieren. Die Reflexion soll helfen, das eigene Lernen zu verbessern und sich eine Lernstrategie zuzulegen. Als Unterrichtender kann das Journal helfen, das Lernverhalten der einzelnen und der Gruppe zu erkennen und dadurch die Aufgaben an dieses Verhalten anzupassen[77].
Bei der sogenannten Lektion wird der Lernstoff, wie auch aus Büchern bekannt, in kleine Lernabschnitte zerteilt. Bei Büchern wird Lektion für Lektion durchgearbeitet. Am Ende einer Lektion gibt es Kontrollfragen, wenn bei diesen Fragen genügend Punkte erzielt werden, darf der Leser die nächste Lektion bearbeiten. Bei zu wenig richtigen Antworten wird empfohlen die Lektion zu wiederholen. Ein solches lineares Vorgehen ist auch bei Moodle möglich. Das viel spannendere aber ist, dass die Vorgehensweise, wie in Abhängigkeit der Antworten weiter verfahren wird, sehr komplex sein kann. Bei einem Buch gibt es meist nur wiederholen der Lektion oder weiter zur nächsten Lektion. In Moodle sind aber mehr Wege möglich, ein einfacher mit drei alternativen könnte folgendermaßen aussehen:
- Bei einem ganz schlechten Abschneiden der Kontrollfragen, wird alles wiederholt
- Bei einem mittleren Abschneiden werden nur Teile wiederholt
- Bei einem guten Abschneiden wird zu nächsten Lektion übergegangen
Das Beispiel ist nur sehr einfach gehalten, es ist allerdings leicht vorstellbar, dass sich sehr komplexe Szenarien so bilden lassen. Eine Schwierigkeit ist, je komplexer die alternativen Pfade werden, um so aufwendiger wird die Erstellung einer Lektion. Es sollte also ein gesunder Mittelweg gewählt werden, um die Erstellung und damit auch die Auswertung nicht zu kompliziert zu gestalten. Die Lektion steht bei genauer Betrachtungsweise im Gegensatz zu dem Konzept von Moodle. Die Kooperation, Kollaboration und Kommunikation durch die die Lernenden sich den Lernstoff erarbeiten sollen, ist bei dieser Lernaktivität nicht gegeben. Der Einsatz kann dennoch nützlich sein, um dem Lernenden eine Chance zu geben in seinem eigenen Lerntempo sich Lernstoff zu erarbeiten. Der Lernende muss hier nicht auf das Tempo der anderen achten.
Bei dem Hot-Potatoes-Test handelt es sich nicht um ein Werkzeug von Moodle. Hot-Potatoes ist ein Werkzeug, dass an der University of Victoria als ein Autorensystem entwickelt wurde. Ursprünglich wurde das Werkzeug für den Sprachunterricht entwickelt, es lässt sich heute aber auch problemlos für andere Unterrichtsgebiete einsetzen[78].Mit Hot-Potatoes lassen sich schnell interaktive Tests erstellen. Zur Erstellung dieser Tests sind keine HTML, Java oder Perl Kenntnisse nötig. Der Test wird mit dem Programm erstellt und am Ende wird eine HTML Seite generiert, die den Test enthält. Diese HTML Seite lässt sich auf anderen Plattformen einbinden. Mit Hot-Potatoes lassen sich fünf verschiedene Arten von Tests erstellen[79].
- JClose – Bei JClose handelt es sich um einen Lückentext
- JCross – Bei JCross handelt es sich um ein Kreuzworträtsel
- JMatch – Bei JMatch müssen Begriffe per Drag & Drop zusammengeführt werden
- JMix – Bei JMix müssen Wörter zusammengepuzzelt werden
- JQuiz – Der Programmteil JQuiz ist ein Fragen - Antworten Test
Die HTML Datei, die durch Erstellung eines Hot-Potatoes-Test entsteht, kann über ein iframe in Moodle eingebunden werden. Der Vorteil von Hot-Potatoes im Gegensatz zum Moodle-Test ist, dass zum einen die Tests teilweise einfacher zu erstellen sind und zum anderen, dass es JMix und JCross in Moodle nicht gibt.
Der Test ist ein Moodle eigenes Werkzeug, mit dem sich ebenfalls ein Test erstellen lässt. Ein Test kann Multiple Choice Fragen, einen Lückentext, Wahr/Falsch-Fragen oder Fragen die mit einzelnen Wörtern beantwortet werden, enthalten. Ein Test lässt sich als Prüfung oder zur Selbstkontrolle der Lernenden einsetzen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Test zu konfigurieren. Eine Möglichkeit ist festzulegen, ob ein Test nur einmal oder mehrfach durchgeführt werden darf. Eine weitere Möglichkeit ist, dass ein Test nur für eine bestimmte Zeit lang bearbeitet werden darf. Die Konfiguration muss der gewünschten Situation angepasst werden. Der Unterrichtende kann sich jeder Zeit über den aktuellen Stand des Tests eine Auswertung ansehen. Die Auswertung zeigt z. B. wer den Test schon bearbeitet hat und welche Punktzahl erreicht wurde. Der Test in Moodle hat den Vorteil zu einem Test auf Papier, dass der Test automatisch ausgewertet wird und dass die Administration vereinfacht wird.
Bei dem Wiki-Werkzeug in Moodle handelt es sich wie auch bei allen anderen Wikis darum, Texte zu einem Thema zu erstellen, die auch andere sehen und bearbeiten können. Die Texte sollen möglichst schnell und unkompliziert veröffentlicht werden. Keine Veränderung geht verloren. Es wird eine Historie geführt und so können Änderungen auch immer wieder rückgängig gemacht werden. In Moodle kommt das Wiki-Programm Erfurt Wiki zum Einsatz. Ein Nachteil, dass diese Version des Wiki hat, ist, dass wenn ein Beitrag durch mehrere gleichzeitig bearbeitet wird, das Wiki nicht erkennt welcher der aktuellste Beitrag ist. Beim Einsatz von Wiki in Moodle muss beim Anlegen des Wiki eine Entscheidung getroffen werden, welche Zugriffsrechte für das Wiki vergeben werden. Diese Entscheidung kann später nicht mehr geändert werden. Zusammen mit dem für einen Kurs vergebenen Gruppenmodus ergeben sich die in Tabelle 4 gezeigten Kombinationen.
| Keine Gruppe | Getrennte Gruppen | Sichtbare Gruppen | |
|---|---|---|---|
| Trainer/in | Nur der Trainer kann das Wiki bearbeiten, der Teilnehmer kann den Text lesen. | Jede Gruppe hat ein eigenes Wiki, das nur der Trainer bearbeiten kann. Der Teilnehmer kann nur das Wiki der eigenen Gruppe lesen. | Jede Gruppe hat ein eigenes Wiki, das nur der Trainer bearbeiten kann. Der Teilnehmer kann alle Wikis aller Gruppen lesen. Mit einem Listenfeld wählt er, welches Wiki er sehen will. |
| Kurs/Gruppe | Der Teilnehmer kann das Wiki bearbeiten. | Jede Gruppe hat ein eigenes Wiki. Der Teilnehmer kann nur das Wiki der eigenen Gruppe sehen und bearbeiten. | Jede Gruppe hat ein eigenes Wiki, das der Teilnehmer bearbeiten kann. Die Wikis der anderen Gruppe kann er sehen. Mit einem Listenfeld wählt er, welches Wiki er sehen will. |
| Teilnehmer/innen | Jeder Teilnehmer hat ein eigenes Wiki, das er bearbeiten kann. Die Wikis der übrigen Teilnehmenden kann er nicht sehen. | Jeder Teilnehmer hat ein eigenes Wiki, das er bearbeiten kann. Die Wikis der anderen Teilnehmenden, die in derselben Gruppe sind, kann er sehen. Mit einem Listenfeld wählt er, welches Wiki er sehen will. | Jeder Teilnehmer hat ein eigenes Wiki und kann die Wikis aller anderen Teilnehmenden aller Gruppen sehen. Mit einem Listenfeld wählt er, welches Wiki er sehen will. |
Tabelle 4: Zugriffsrechte in Kombination mit dem Gruppenmodi[80]
Der Workshop ist ein sehr kooperatives Werkzeug in Moodle. Das Konzept bei diesem Werkzeug ist, dass auf der einen Seite die Bearbeitung einer Aufgabe erledigt werden muss und auf der anderen Seite die Aufgaben der Anderen zu bewerten sind. Der Unterrichtende hat die Aufgabe dafür zu sorgen Regeln vorzugeben, nach denen die Bewertung durchzuführen sind. Wichtig ist, dass diese Regeln so verständlich und einfach sind, dass sie alle gleich verstehen. Es geht also bei diesem Werkzeug nicht nur darum selbst Aufgaben zu lösen, sondern sich auch mit der Problematik des Bewertens auseinander zu setzen.
Das Modul Umfrage dient dazu innerhalb eines Kurses eine Umfrage durchzuführen, dabei stehen verschiedene Standardinstrumente zur Verfügung. Das Umfrage-Modul ist wesentlich komplexer als das Abstimmungsmodul. Besonders gut kann die Umfrage am Anfang eines Kurses eingesetzt werden, um einen Eindruck der Gruppe zu bekommen und am Ende um den Kurs zu reflektieren[81].
Zwei weitere Möglichkeiten, die nicht zu einer direkten Lernaktivität gehören, sind die Mitteilungen und der Blog. Das Mitteilungs-Werkzeug dient dazu, dass sich Moodle-User gegenseitig Mitteilungen schicken. Der Blog ist eine Art Tagebuch, auf dem der Lernende Mitteilungen veröffentlicht. Beim Blog geht es allerdings nicht darum diese Mitteilungen zu bewerten, wie z. B. beim Journal, das einen ähnlichen Charakter wie der Blog hat[82].
5.4 Konfiguration von Moodle
Um mit Moodle arbeiten zu können, müssen vom Administrator den Usern Rollen zugeteilt werden. Es gibt in Moodle 6 vordefinierte Rollen[83]. Eine Rolle ist die des Kursverwalters, dieser kann Kurse anlegen und verwalten. Der Kurs ist das zentrale Element von Moodle. Der Kurs ist ähnlich einem Klassenraum, hier finden die Lernaktivitäten statt. Nach dem Anlegen eines Kurses können für diesen die in Kapitel 5.3 vorgestellten Werkzeuge eingebunden werden. Die Lernenden können sich zu einem Kurs anmelden, es ist sinnvoll einen Zugangscode für einen Kurs zu vergeben, so dass nicht jeder, außer wenn gewollt, einen Kurs betreten kann. Der Unterrichtende verteilt den Zugangscode nur an die User, die er in seinem Kurs haben will[84].
5.5 Moodle während der Lehrveranstallung
Der Einsatz von Moodle eignet sich vor allem, wie schon zuvor erwähnt, im Blended Learning. Der Unterrichtende hat die Aufgabe zu entscheiden in welchen Situationen Moodle grundsätzlich eingesetzt werden soll und in welchen besser nicht. Moodle ist während einer Präsenzveranstaltung genau so gut nutzbar wie von zu Hause. Der Unterrichtende hat die Aufgabe einen guten Mittelweg zu finden und vor allen die Lernenden von den Vorteilen von Moodle zu überzeugen. Denn wenn die Lernenden schon eine negative Haltung gegenüber Moodle haben, kann das die Lernaktivitäten behindern. Moodle führt dann nicht zu einer Verbesserung des Lernens, sondern zu einer Verschlechterung.
5.6 Bewertung von Moodle
Moodle macht einen ausgereiften und kompakten Eindruck. Das Angebot der Werkzeuge ist übersichtlich und zweckgebunden. Das Tool bietet den Unterrichtenden vielseitige Möglichkeiten der Kursgestaltung. Davon profitieren zum einen die Lernenden und zum anderen die Unterrichtenden. Den Unterrichtenden wird durch Moodle die Administration von Lerngruppen erleichtert. Die Lernenden profitieren von den vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten und der einfachen Möglichkeit auch zu Hause lernen zu können. Der Lernprozess wird für alle transparenter. Die Transparenz bietet die Chance flexibel die Aufgaben und die Lerninhalte optimal anzupassen. Vor allem für das Blended Learning ist Moodle perfekt einsetzbar. Denn die reale Kommunikation kann ebenso stattfinden wie die virtuelle. Die Mischung von Präsenzveranstaltung und E-Learning mit der Unterstützung durch Moodle hat nur Vorteile.
5.7 Zukunft von Moodle
Moodle hat gute Chance sich als E-Learning Plattform zu etablieren. Es besitzt vielfältige Einsatzmöglichkeiten und ist auch sehr flexibel. Die Version 2.0 von Moodle ist für Ende 2009 angekündigt. Der Programmkern von Moodle wird stark überarbeitet. Um Kurse noch flexibler gestalten zu können, soll ein Templatemodell eingeführt werden[85]
6 Diskussion
6.1 Vergleich zu konventionellen Lehrmethoden
Konventionelle Lernmethoden bestehen aus dem klassischen Frontalunterricht mit Unterstützung einer Tafel und Lehrbücher. Diese oft als trocken empfundene Lehre zielt auf eine möglichst intensive und effektive Wissensvermittlung ab.
Neben diesen üblichen Werkzeugen haben auch multimediale Lehrmittel ihren Weg in die Lehre gefunden. An vielen Universitäten bereiten die Dozenten ihre Vorlesungsreihe und ihr Skript in Form einer Präsentation vor, um diese mittels eines Beamers dem Plenum vorzustellen. Dies soll vor allem dabei helfen, schwierige Zusammenhänge verständlich zu visualisieren und dem Lernenden somit die Aufnahme und das Verständnis zu erleichtern. Der Einsatz eines Beamers ermöglicht beispielsweise die Darstellung von Grafiken und dynamischen Schaubildern[86]. Der Lernende ist aber nach wie vor nur passiv an der Lehrveranstaltung beteiligt, da er lediglich dem Dozenten zuhört und Notizen anfertigt. Dadurch ist der Zuhörer zwar anfangs sehr stark konzentriert und wenig abgelenkt, jedoch nimmt die Konzentrationsfähigkeit schnell ab, sodass der zu vermittelnde Stoff nur unzureichend aufgenommen werden kann.
Eine oftmals besonders im kleineren Kreis eingesetzte Alternative zum Frontalunterricht sind Gruppenarbeiten. Diese sorgen für eine aktive Beteiligung des Lernenden am Unterricht und fördern die selbstständige Erarbeitung mit dem Unterrichtsstoff. Doch auch hierbei treten Probleme auf. So kommt es beispielsweise bei der Erarbeitung eines Themas durch eine Gruppe oft dazu, dass einige Gruppenmitglieder den Großteil der Arbeit erledigen, während andere nicht zum Zuge kommen oder sich bewusst zurückhalten. Daraus folgt wiederum, dass sich letztere nicht hinreichend mit dem Stoff vertraut machen. Hinzu kommt, dass manche Themen aufgrund ihrer Komplexität nicht dafür geeignet sind, von den Lernenden selbstständig erarbeitet zu werden.
Auch moderne Lern- und Lehrmethoden setzen darauf, dass der Lernende möglichst aktiv an der Gestaltung und Erarbeitung eines Themas teilnehmen soll. Es gilt das Sprichwort „Learning by doing“. Die in Kapitel 4 vorgestellten Werkzeuge geben Hilfestellung dazu. Zu beachten ist dabei, dass der Einsatz interaktiver Lehrmittel während der Veranstaltung die klassischen Lernmethoden nicht vollständig ersetzt, sondern eine Ergänzung zu bisherigen Möglichkeiten darstellt[86]. Während die hardwarebasierten Werkzeuge vor allem vor Ort eingesetzt werden, kommen die softwarebasierten, insbesondere bei der Vor- und Nachbereitung sowie der Organisation einer Lehrveranstaltung, insgesamt zum Einsatz. Damit gehen moderne Lehrmethoden weit über den Umfang der klassischen Methoden hinaus.
6.2 Akzeptanz der Akteure
Bei der Betrachtung der durch die Benutzer entgegengebrachten Akzeptanz, neuartigen Lehr- und Lernmethoden unter Verwendung interaktiver Lehrmittel gegenüber, erfolgt zunächst die Überlegung, welche Benutzer typischerweise mit dieser Materie konfrontiert werden. Zu den Anwendern der im Kapitel 4 vorgestellten, interaktiven Werkzeuge gehören vor allem Schüler und Studenten, Lehrer und Dozenten, aber auch in betrieblicher Aus- und Weiterbildung befindliche Mitarbeiter und Seminarleiter. Diese Personengruppen lassen sich in die Begriffe „Lehrende“ und „Lernende“ unterteilen. Hinzu kommt der Personenkreis, der für die Einführung solcher Lernmethoden verantwortlich ist. Das können Geschäftsführer und Vorgesetzte, aber auch Schul- und Universitätsdirektoren sein.
Die Darstellung der Akzeptanz aus den Blickwinkeln der verschiedenen Akteure ist für eine umfassende Betrachtung wichtig, da jede Gruppe unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse hat. Diese können mitunter im Widerspruch zueinander stehen[87].
Die Einführung und Anwendung der neuen Lernanwendungen ist maßgeblich abhängig von den verantwortlichen Entscheidungskräften. Sie bestimmen, ob eine Technik zum Einsatz kommt oder nicht. Für sie spielt der Kostenfaktor eine entscheidende Rolle. Da die Funktionalität der vorgestellten Lernwerkzeuge im Wesentlichen von der IT-Infrastruktur abhängt und diese in vielen Bereichen nicht hinreichend ausgebaut ist, können in diesem Bereich enorme Kosten zur Anschaffung und Vernetzung anfallen. Darüber hinaus werden personelle Ressourcen zur regelmäßigen Pflege und Wartung der neuen Technologie benötigt. Neben dem monetären Aspekt sind auch die Offenheit und Erfahrenheit der Entscheidungsträger gegenüber neuen Entwicklungen wichtig, da aus dem großen Angebot der E-Learning-Produkte das passende ausgewählt werden muss. Dazu ist eine hinreichend detaillierte Analyse der zur Verfügung stehenden Produkte notwendig[87].
Wie in vielen technischen Bereichen ist der Erfolg einer Technologie abhängig von der Akzeptanz der Anwender. Bei den interaktiven Werkzeugen im Bereich der Lehr- und Lernmethoden, kommt also den Lernenden eine besondere Bedeutung zu. Der Erfolg oder Misserfolg dieser technischen Hilfsmittel ist hauptsächlich von folgenden Aspekten abhängig:
- Beschaffenheit des Lernmediums
- Bedürfnisse des Nutzers
- Voraussetzungen des Nutzers[87]
Obwohl die Gruppe der Lernenden aus überwiegend jungen und technikvertrauten Personen besteht, findet sich auch hier oftmals Zurückhaltung. Dies resultiert aus verschiedenen, durchaus banalen Umständen. Der klassische Frontalunterricht ist jedem der Lernenden vertraut. Negative Aspekte werden kaum noch thematisiert und als gegeben hingenommen. Bei der Einführung einer neuen Lernmethode hingegen werden deren Nachteile ausgiebig diskutiert, sodass es schnell zu einer Ablehnung kommen kann. Ein weiteres Problem liegt in der fehlenden Motivation der Anwender. Diese liegt natürlich auch bei klassischen Lernmethoden vor. Da die neuen Werkzeuge aber auf Benutzerinteraktion basieren, kommt hier die Motivation der Lernenden besonders zum Tragen. Während regelmäßige Termine und Veranstaltungen aus der Gewohnheit heraus eingehalten werden, kommt es bei der Verwendung interaktiver Lehrmittel schnell dazu, dass der beabsichtige Lernumfang nicht eingehalten wird. Ebenso problematisch können technische Probleme und Inkompatibilitäten sein. Diese führen zu Frust bei den Lernenden, sodass wiederum die Motivation sinkt[88].
Auch bei den Lehrenden treffen neuartige Lehrmethoden zunächst auf wenig Akzeptanz. Da in der Regel eigene Erfahrungen im Umgang mit den Werkzeugen fehlen, sind die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten für sie nicht nachvollziehbar[89]. Durch die Einarbeitung in neue Systeme kommt es zunächst zu einem Aufwand, dem scheinbar kein Nutzen gegenübersteht. Besonders wichtig ist den Lehrenden, dass nicht ausschließlich neue Lehrmethoden, sondern auch klassische Formen, wie Präsenzphasen zum Einsatz kommen[90].
Zur Steigerung der Akzeptanz aller Akteure ist es von Vorteil, wenn bei der Auswahl und Einführung entsprechender Produkte alle drei Gruppen gleichermaßen einbezogen werden[91].
6.3 Vor- und Nachteile der Methoden
Der Einsatz von interaktiven Werkzeugen während der Lehrveranstaltung ist nicht eindeutig positiv oder negativ zu bewerten. Vor der Einführung und Anwendung solcher Lernmethoden sollte klar sein, dass die sowohl Vor- als auch Nachteile haben.
Der Einsatz interaktiver Werkzeuge ermöglicht einen individuellen Lernprozess. Während sich beim klassischen Frontalunterricht jeder Schüler dem einheitlichen Lerntempo anpassen muss, kann der Lernende beispielsweise durch den Einsatz von Podcasts oder Foren für sich selbst lernen und ist somit weniger Stress ausgesetzt. Problematisch hingegen ist der Bedeutsamkeit der Motivation. In einer Gruppe oder Klasse wird man durch andere Lernende motiviert.
Die Möglichkeiten der klassischen Werkzeuge wie beispielsweise der Tafel werden bei interaktiven Mitteln weiter ausgebaut und verbessert. So lassen sich komplexe Sachverhalte durch eine sich entwickelnde Grafik leichter beschreiben oder mittels Simulationsprogramme können Versuche durchgeführt werden, die sonst nicht möglich wären. Es passiert allerdings schnell, dass hier die Technik und nicht die Methodik und Didaktik im Vordergrund steht.
Problematisch sind auch die mitunter hohen Kosten, die durch die Einführung interaktiver Werkzeuge entstehen. Die Rentabilität ist nicht sofort erkennbar und stark von der oftmals fehlenden Akzeptanz der Benutzer abhängig, sodass Investitionen unsicher sind.
Die Anwender der interaktiven Werkzeuge müssen darüber hinaus zunächst lernen, wie die Technik funktioniert. Dem gegenüber steht aber die Möglichkeit der Wiederverwendbarkeit erarbeiteter Ergebnisse und langfristige Speicherung[92].
7 Zusammenfassung und Ausblick
Durch die detaillierte Analyse der Grundlagen zur Methodik und Didaktik und den Bezug dieser auf die in dieser Fallstudie vorgestellten Werkzeuge, lassen sich Empfehlungen zum Einsatz der Werkzeuge ableiten. Dabei muss die Sinnhaftigkeit von Werkzeug zu Werkzeug unterschieden werden, da den Vorteilen stets auch potenzielle Nachteile gegenüber stehen. Das Anwendungsbeispiel Moodle zeigt ein mögliches Szenario und die Verzahnung unterschiedlicher Werkzeuge auf. Letztlich ist der Einsatz der vorgestellten, interaktiven Werkzeuge zur Lehr- und Lernzwecken aber nicht als Substitution, sondern als Ergänzung zu klassischen Methoden zu sehen.
Der Einsatz interaktiver Werkzeuge während der Lehrveranstaltung ist auf dem Vormarsch. Obwohl die Akzeptanz besonders im betrieblichen Umfeld noch gering ist und es nur wenig tatsächliche Nutzer im Rahmen von Lehrveranstaltungen gibt, steigt die Zahl der Interessierten immer weiter an. Es ist zu erwarten, dass die Popularität und die Verwendung zukünftig zunehmen werden.
8 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| RSS | Really Simple Syndication oder auch Rich Site Summary |
| XML | Extensible Markup Language |
| d.h. | das heißt |
| PHP | PHP: Hypertext Preprocessor |
| ASP | Active Server Pages |
| AJAX | Asynchronous JavaScript and XML |
| HTTP | Hypertext Transfer Protokoll |
| CSS | Cascading Style Sheets |
| CBT | Computer Based Training |
| WBT | Web Based Training |
| CD-ROM | Compact Disc Read-Only Memory |
| DVD | Digital Versatile Dis |
| bspw. | beispielsweise |
| z.B. | zum Beispiel |
| PC | Personal Computer |
| i.d.R. | in der Regel |
| uvm. | und viele mehr |
| SMS | Short Message Service |
| HTML | Hypertext Markup Language |
9 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Web 2.0 Map |
| 2 | Darstellung des ersten Browsers WorldWideWeb |
| 3 | Zeitstrahl Webtechnologien |
| 4 | Darstellung Aufzeichnungsplatz |
| 5 | Darstellung Learning Management System |
| 6 | Darstellung WBT |
| 7 | Darstellung Virtual Classroom |
| 8 | Funktionsweise des Smartboards |
| 9 | Darstellung Tablet-PC |
| 10 | Aufbau eines Weblogs |
| 11 | Baumansicht eines Forums |
| 12 | Listenansicht eines Forums |
| 13 | Überblick über das Netzwerk in Xing |
| 14 | Verschiedene E-Learning-Varianten |
10 Tabellenverzeichnis
| Tabelle Nr. | Tabellenname |
|---|---|
| 1 | Bedeutung von Web 2.0 in Beispielen |
| 2 | Merkmale Web 1.0 und Web 2.0 |
| 3 | Vor- und Nachteile des CBT |
| 4 | Zugriffsrechte in Kombination mit dem Gruppenmodi |
11 Fußnoten
- ↑ Holz (2008), Einleitung
- ↑ 2,0 2,1 Holz (2008), Das Web als Plattform
- ↑ Holz (2008), passim
- ↑ In Anlehnung an www.Kosmar.de (2005)
- ↑ Vgl. Hein (2007), S.12
- ↑ In Anlehnung an www.w3.org (1994)
- ↑ In Anlehnung an www.scill.de (2009)
- ↑ Vgl. Tom Alby (2008), S.147-155
- ↑ Vgl. www.ietf.org (Hrsg.) (2005), Examples
- ↑ Vgl. www.w3schools.com (2009), passim
- ↑ Vgl. www.Golem.de (2009), passim
- ↑ Vgl. Bendel / Hauske (2004), S.46
- ↑ 13,0 13,1 Vgl. Schüpbach et al. (2002), S.9
- ↑ TU - Darmstadt (2009a)
- ↑ In Anlehnung an TU-Darmstadt (2009c)
- ↑ In Anlehnung an TU-Darmstadt (2009d)
- ↑ In Anlehnung an TU-Darmstadt (2009e)
- ↑ In Anlehnung an TU-Darmstadt (2009f)
- ↑ Vgl. TU-Darmstadt (2009b), passim
- ↑ 20,0 20,1 20,2 20,3 Vgl. www.e-teaching.org (2009), passim
- ↑ Vgl. Uni-Würzburg (2008a), passim
- ↑ Vgl. Uni-Würzburg (2008b), passim
- ↑ Vgl. Uni-Würzburg (2008c), passim
- ↑ Vgl. Hofmann (2003), S.60
- ↑ In Anlehnung an: ncsu (2009)
- ↑ In Anlehnung an: Steljes Ltd (2009)
- ↑ Vgl. Rebensburg / Mandl (2004), S.275
- ↑ In Anlehnung an: Ihlenfeld (2002)
- ↑ Vgl. Mathews (2004), S.20 f.
- ↑ 30,0 30,1 Vgl. Alby (2008), S.73
- ↑ 31,0 31,1 Vgl. Alby (2008), S.74
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.76
- ↑ 33,0 33,1 Vgl. Alby (2008), S.77
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.76 f.
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.79
- ↑ Vgl. Ebersbach et al. (2005), S.10
- ↑ Vgl. Ebersbach et al. (2005), S.14
- ↑ Vgl. Ebersbach et al. (2005), S.13
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.92
- ↑ Vgl. Ebersbach et al. (2005), S.55-65
- ↑ Vgl. Ebersbach et al. (2005), S.11
- ↑ Vgl. Ebersbach et al. (2005), S.18 f.
- ↑ Vgl. Kantel (2009), S.157 f.
- ↑ Vgl. Ebersbach et al. (2005), S.19 ff.
- ↑ Vgl. Kantel (2009), S.158 ff.
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.21 f.
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.21
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.22 f.
- ↑ In Anlehnung an: www.bizquarium.com (2009)
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.24
- ↑ Vgl. Simon / Bernhardt (2008), S.13 f.
- ↑ Vgl. Simon / Bernhardt (2008), S.15
- ↑ Vgl. Simon / Bernhardt (2008), S.14
- ↑ In Anlehnung an: www.newaeon.de (2009)
- ↑ In Anlehnung an: www.vbulletin.com (2009)
- ↑ Vgl. Häfele / Maier-Häfele (2004), S.41
- ↑ Vgl. Döring (2003), S.70
- ↑ Vgl. Abfalterer (2007), S.59
- ↑ Vgl. Häfele / Maier-Häfele (2004), S.55 f.
- ↑ 60,0 60,1 Vgl. Abfalterer (2007), S.61
- ↑ Vgl. Abfalterer (2007), S.52
- ↑ 62,0 62,1 62,2 Vgl. Abfalterer (2007), S.53
- ↑ Vgl. Beißwenger (2005), S.53
- ↑ 64,0 64,1 Vgl. Komus / Wauch (2008), S.20
- ↑ 65,0 65,1 65,2 65,3 Vgl. Alby (2008), S.118
- ↑ Vgl. Komus / Wauch (2008), S.22
- ↑ www.xing.com (2009)
- ↑ Vgl. Komus / Wauch (2008), S.17-20
- ↑ Vgl. Komus / Wauch (2008), S.21
- ↑ Vgl. Alby (2008), S.119 f.
- ↑ Gertsch (2007), S.33
- ↑ Vgl. Gertsch (2007), S.33
- ↑ Vgl. Hoeksema / Kuhn (2008), S.14
- ↑ In Anlehnung an: Gertsch (2007), S.39
- ↑ Vgl. Gertsch (2007), S.33-39
- ↑ Vgl. Hoeksema / Kuhn (2008), S.28
- ↑ Vgl. Hoeksema / Kuhn (2008), S.40-59
- ↑ Vgl. Gertsch (2007), S.373-375
- ↑ Vgl. Fileccia (2006), passim
- ↑ Quelle: Gertsch (2007), S.387
- ↑ Vgl. Höbarth (2007), S.81-100
- ↑ Vgl. Hoeksema / Kuhn (2008), S.73 ff.
- ↑ Vgl. Gertsch (2007), S.35
- ↑ Vgl. Gertsch (2007), S.51
- ↑ Vgl. Hilgenstock (2009), passim
- ↑ 86,0 86,1 In Anlehnung an: Beuth Hochschule für Technik Berlin (1996)
- ↑ 87,0 87,1 87,2 Vgl. Tergan / Schenkel (2004), S.83 ff.
- ↑ Vgl. Meier (2006), S.280
- ↑ In Anlehnung an: Zehner (2007), S.21
- ↑ In Anlehnung an: Stender (2005), passim
- ↑ Vgl. Tergan / Schenkel (2004), S.89
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