Nutzung sozialer Netzwerke im mobilen Bereich
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Fallstudienarbeit | |
| Hochschule: | Hochschule für Oekonomie & Management |
| Standort: | Essen |
| Studiengang: | Bachelor Wirtschaftsinformatik |
| Veranstaltung: | Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten |
| Betreuer: | Dipl-Inf._(FH)_Christian_Schäfer |
| Typ: | Fallstudienarbeit |
| Themengebiet: | Digital_Lifestyle |
| Autor(en): | Daniela Trojanowski |
| Studienzeitmodell: | Abendstudium |
| Semesterbezeichnung: | WS11 |
| Studiensemester: | 4 |
| Bearbeitungsstatus: | Bearbeitung abgeschlossen |
| Prüfungstermin: | 30.01.2012 |
| Abgabetermin: | 30.01.2012 |
1 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| APP | von der englischen Kurzform für "application" - Anwendungsprogramme für Smartphones und Tablet PCs |
| HW | Hardware |
| iOS | Standard-Betriebssystem der Apple-Produkte |
| OS | Operating System (Betriebssystem) |
2 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Soziales Netzwerk |
| 2 | Kategorisierung mobilerer Endgeräte |
| 3 | Genutzte soziale Netzwerke im Internet – nach Alter |
3 Tabellenverzeichnis
| Tabelle Nr. | Tabelle |
|---|---|
| 1 | Mobile Endgeräte: Vor- und Nachteile |
4 Einleitung
4.1 Problemstellung
Zwischenmenschliche Beziehungen nehmen in unserem Leben in der Gesellschaft eine große Rolle ein, da jeder Mensch innerhalb eines großen Netzwerk aus Freunden, Familienmitgliedern und Bekannten lebt. Die Technologie des Internet eröffnet dem Menschen einen neues Mittel zur Kommunikation und Pflege sozialer Kontakte.
Der Hohe Wettbewerb innerhalb der Telekommunikation, ermöglichen enorm günstige Internettarife, was eine sehr hohe Verbreitung des Internets ermöglicht hat.[1] So ist heute laut einer Studie des IT-Branchenverbandes BITKOM bereits jeder fünfte Bürger online.[2]
Doch die Veränderung der Gesellschaft an die neuen technologischen Möglichkeiten gerade im Internet ist viel außergewöhnlicher. Soziale Netzwerke, nicht der allseits beliebte Kegelstammtisch oder die Pokerrunde, sondern Netzwerke wie Facebook und MySpace, haben sich in den letzten Jahren uneingeschränkt in den Alltag etabliert.
Die Einführung neuer mobiler Endgeräte wie Smartphones, Tablet PCs, Notebooks, etc. entwickelt bei den Netzwerkusern zudem einen hohen Zwang ständig online und stets informiert zu sein.
4.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Zunächst wird der Begriff der sozialen Netzwerke geklärt und definiert. Nachdem die Grundlegende Frage „Was sind sozialer Netzwerke?“ geklärt ist, zeigt diese Arbeit die grundlegenden Nutzungspotenziale sowohl für den privaten Bereich als auch den unternehmerischen Mehrwert. Zum Schluss der Arbeit werden im Zusammenhang mit den Einsatzbereichen der Nutzung sozialer Netzwerke die den Vor- und Nachteile thematisiert.
5 Grundlagen
5.1 Definition und Begriffsabgrenzung:"Soziales Netzwerk"
Unter dem Begriff Netzwerk versteht man in der Soziologie ein Set von Knoten oder Akteuren und deren Verbindung untereinander. [3] Das Wort „sozial“ suggeriert einen Bezug zur Umwelt. [4] Das soziale Netzwerk beschreibt demnach ein Beziehungsgeflecht zwischen einer Vielzahl von Akteuren. Hierbei können die Akteure sowohl Menschen, als auch Institutionen sein, während ihre Verbindung untereinander einen sehr differenzierten Stärkegrad aufweist. [5] Man kann sagen, dass man im Allgemeinen zwischen persönlichen und gesellschaftlichen Netzwerken unterscheiden kann. Anbetracht der technologischen Möglichkeiten gerade in Bezug auf das Internet muss weiterhin zwischen realen und virtuellen sozialen Netzwerken unterschieden werden. Hierbei sind die bekanntesten Beispiele für virtuelle soziale Netzwerke Facebook, Youtube und diverse Internetforen, wo der Kommunikationsaustausch via Internet erfolgt. [6]
5.2 Mobile Endgeräte
Mobile Endgeräte ermöglichen es dem Benutzer drahtlose Netzwerke oder lokal verfügbare mobile Anwendungen zu nutzen. Die Produktvielfalt auf dem Markt ist enorm groß und unterliegt schnellen Innovationszyklen. Hierbei sind die wichtigsten und meist verbreitetsten Geräte Smartphones, Laptops und Tablet PCs. Mögliche Zugangsmöglichkeiten sind:
- Web Browser: Website des sozialen Netzwerks
- Web Browser mobile Version: Mobile Website des sozialen Netzwerks
- App: Vom Anbieter des sozialen Netzwerk entwickeltes App (Nur Tablet PC / Smartphone)
Im Folgenden werden einige mobile Endgeräte etwas genauer vorgestellt.
5.2.1 Smartphones
Mit Smartphones kann man Soziale Netzwerke über drei verschiedene Wege nutzen: Die einfachste Methode ist die Nutzung eines sozialen Netzwerks über den Web Browser. Dazu benötigt man lediglich eine Internetverbindung und einen Webbrowser, der in jedem Smartphone integriert ist oder herunter geladen und installiert werden kann (z.B. Skyfire, Mozilla Firefox, Opera, …). Hier stößt man aber schnell an die Grenzen der Usability, da die meisten Smartphone zu kleine Displays bieten, als dass man eine ordentliche Darstellung über die gewöhnliche Webseitenanzeige des sozialen Netzwerks erlangen kann. [8]
Die meisten Internetauftritte bieten mobile Anzeigen eines Services an. Nutzt man die mobile Version eines sozialen Netzwerks, werden die Inhalte auf die Anzeige kleinerer Geräte optimiert. Funktionen und Inhalte können einfacher gefunden, angesehen und gesteuert werden. Hierzu muss eine solche Unterstützung vom Anbieter des Services gegeben sein. [9]
Am optimalsten nutzbar sind die Funktionalitäten durch die Nutzung von entsprechenden Apps. Hier besteht die Möglichkeit auf verschiedensten mobilen Geräten eine anspruchsvolle Darstellung der Funktionen und Inhalte zu gewährleisten. Hier muss diese App nicht nur vom Anbieter des sozialen Netzwerks zur Verfügung gestellt werden, sondern auch das Smartphone muss die technischen Voraussetzungen dafür leisten. Diese werden nicht zwangsläufig für alle Betriebssysteme bereitgestellt. Mit den weit verbreitetsten Betriebssystemen Android, iOS und Windows Phone 7 ist dies allerdings kein Problem. Durch die Vielfalt der Zugangsmöglichkeiten in Verbindung mit diesem Gerätetyp ist die maximale Mobilität gegeben.
5.2.2 Tablet PCs
Wie auch bei den Smartphones hat man bei den neueren Tablet PCs grundsätzlich dieselben Zugangsmöglichkeiten. Diese sind in der Hinsicht eingeschränkt, dass es z.B. keine Tablet PCs mit Windows Phone 7 geben wird. Hier beschränkt sich der Großteil auf Android und iOS, denn mit Windows 7 Tablet PCs kann man die bekannten Apps nicht nutzen. Durch die entsprechende Größe der Displays von Tablet PCs sind die webbasierten Anzeigen von sozialen Netzwerken enorm verbessert. Hier ist man weniger auf Apps angewiesen, die jedoch auch für die oben genannten Betriebssysteme zur Verfügung stehen. Durch die Größe der Displays sind auch die Geräte größer, was die Mobilität Mobilität einschränkt.
5.2.3 Laptops/Netbooks
Laptops bieten bessere Hardwarekomponenten und mehr Leistung als Smartphones und Tablet PCs, jedoch fehlen in diesem Segment die mobilen Betriebssysteme und die zugehörigen Apps. Zudem bieten Netbooks keine besondere Leistung und sind für einige Flash-basierte Webanwendungen zu langsam. Hier beschränkt sich der Zugriff auf Nutzung eines Web Browsers. Durch die zusätzliche Größe und Gewicht ist die Mobilität deutlich eingeschränkt.
5.2.4 Vorteile/ Nachteile
Die folgende Tabelle zeigt sowohl die Vor- als auch die Nachteile der zuvor dargelegten Endgeräte auf:
| Smartphones | Tablet PCs | Notebook/ Netbook | |
|---|---|---|---|
| Nachteile |
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| Vorteile |
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|
Wenn Mobilität im Fokus zur Nutzung sozialer Netzwerke steht, ist das Smartphone die beste Wahl. Um schönere Anzeigen genießen zu können und wenn die Größe des Gerätes noch den Anforderungen entspricht, ist ein Tablet PC genau richtig. Laptops oder Netbooks bieten in diesem Segment keine signifikanten Vorteile.
5.3 Abgrenzung
Wie dem vorangegangenen Kapitel 5.2 zu entnehmen ist, ist auf Grund der Technologie ein Einsatz von sozialen Netzwerken im mobilen Bereich fast uneingeschränkt möglich. Gerade der Einsatz von Apps ermöglicht auf Smartphone und Tablet PC einen vereinfachten Zugriff. Weiterhin wird in der Fachliteratur zu sozialen Netzwerken nicht zwischen der mobilen und nicht mobilen Nutzung unterschieden.
Aufgrund dieser Tatsache, macht es sich die Arbeit zum Ziel, mögliche Nutzenpotenziale differenziert nach privaten und betrieblichen Bereichen zu identifizieren. Dabei wird berücksichtigt, dass diese Nutzenpotenziale auch in der mobilen Anwendung (durch Apps, Smartphone, etc) Anwendung finden können.
6 Soziale Netzwerke
6.1 Kategorisierung von sozialen Netzwerken
Je nach Aufgabe eines sozialen Netzwerkes können 3 Arten/Formen von sozialen Netzwerken unterschieden werden:
- Wissensnetzwerk
- Leistungsnetzwerk
- Empfehlungsnetzwerk
Oftmals ist diese Aufgabe nicht offensichtlich und kann von den Akteuren innerhalb eines Netzwerkes unterschiedlich gesehen werden. In vielen Fällen sind die Übergänge fließend.
6.1.1 Wissensnetzwerke
Ein Wissensnetzwerk ist der freiwillige Zusammenschluss von Wissensträgern ist ähnlichen Aufgabengebieten (z.B. Mitarbeiter von Forschungsabteilungen; Mitarbeiter, die alle ein bestimmtes IT-Werkzeug für ihre Arbeit benutzen; etc.).Ziel dieser Methode ist, das Know-how einer einzelnen Person auf einem bestimmten Gebiet anderen zugänglich zu machen und somit einen strategischen Vorteil durch das Vorbehalten von Wissen zu erlangen. Der Wissensstand wird innerhalb des Netzwerkes ständig aus- und umgebaut.
Hauptbeweggrund für eine solche Zusammenkunft sind zum einen das persönliche Vertrauen und das gegenseitige Austauschen des wichtigen Gutes "Wissen". Ein weiterer Aspekt liegt darin das direkte Wettbewerber einer Branche Teil eines Wissensnetzwerkes sind und sich auf diesem Wege Wissen aneignen, welches unter anderen Umständen dem Wettbewerber verwehrt wird und somit zu einer schlechtere Position am Markt führen kann.[10]
6.1.2 Leistungsnetzwerke
Leistungsnetzwerke beschreiben die Art von Zusammentreffen, bei denen der Tausch oder Einkauf von Leistungen im Vordergrund steht. Innerhalb solcher Netzwerke können Leistungen aktiv angeboten und bewertet werden. Erst die Zusammenkunft mehrerer Anbieter bildet ein Leistungsnetzwerk. Anwendungsbeispiele finden sich in der Branche Weiterbildung und Versicherungen.
6.1.3 Empfehlungsnetzwerke
Die so genannten "Empfehlungsnetzwerke" werden zum einen von Unternehmen oder Freiberuflern als Empfehlungsplattform genutzt. Über solche Netzwerke können Unternehmen Händler/Dienstleister empfehlen und bewerten deren Dienstleistern. Ein solchen Bewertungsverfahren ermöglicht eine schnelle und einfache Selektion empfehlenswerter Produkte/Händler und Dienstleister. Das Hauptaugenmerk solcher Empfehlungsnetzwerke liegt auf der Stärkung und Förderung des wirtschaftlichen Wachstums und der Vernetzung.[11]
Einen anderen Zweig der Empfehlungsnetzwerke bilden die kommerziellen Empfehlungsnetzwerke wie Facebook oder Xing.de. Im Vordergrund steht hier der Aufbau von Beziehungen bzw. das Kennenlernen neuer Menschen. Hierbei werden über Funktionen wie "Gefällt mir" oder "like it" indirekte Empfehlungen für ein Personenprofil oder aber auch Unternehmensprofile ausgesprochen.[12]
6.2 Einsatz Privaten Bereich
6.2.1 Entwicklung des Nutzerverhaltens
Die neuste Studie der BITKOM (Erhebungszeitraum 10.2011) zeigt, dass 3 von 4 Internetusern an einem sozialen Netzwerk angemeldet sind. Laut dieser Umfrage ist Facebook das meist genutzte soziale Netzwerk, rund 51 % der Befragten besitzen einen solchen Account und 45% derer Nutzen diesen Account auch aktiv. Zwar an zweiter und dritter Stelle, jedoch weit abgeschlagen, folgen StayFriends und wer-kennt-wen. Interessant ist jedoch auch, dass Twitter und Google Plus inzwischen gleich auf sind und sich mit jeweils 6% Nutzeranteil bereits gemeinsam den 7. Platz teilen.
Ebenfalls zeigt die Studie das eine klare Altersverteilung bei der Nutzung von sozialen Netzwerken vorherrscht. Doch man kann sagen, dass soziale Netzwerke vorrangig von jüngeren Personen genutzt. Wie der Abbildung 3 zu entnehmen ist, werden bestimmte soziale Netzwerke vorwiegend von bestimmten Altersgruppen genutzt werden. So sind 67% der Facebook-User zwischen 14 und 29 Jahren alt und User der Netzwerke StayFriends oder wer-kennt-wen älter als 30 Jahre genutzt. Die Altersgruppen ab 30 Jahren nutzen wieder hauptsächlich die Communitee Facebook. Damit lässt sich insgesamt festhalten, dass die Nutzung und Beliebtheit eines sozialen Netzwerkes in hoher Abhängigkeit zum Alter der Nutzer steht.[14]
6.2.2 Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken
Mit der Entwicklung der Technologie Web 2.0 hat die Selbstdarstellung enorm an Bedeutung gewonnen. Jugendliche und Erwachsene präsentieren sich nirgendwo mehr als in den beliebten Onlineportalen wie Facebook, Myspace oder StudiVZ.
Die Mitglieder von sozialen Netzwerken stellen ihr ganz persönliches Profil ins Netz. Sie arrangieren ihre Selbstdarstellung in dem sie in ihrem Netzprofil persönliche Daten, Hobbys, Interessen, Vorlieben und Freunde auflisten und das Geschriebene mit Fotos anreichern. Da das Persönlichkeitsprofil dauernd im Netz steht, wird die Selbstdarstellung bis in kleinste Detail inszeniert. Ein Gästebuch und Kommentare von Freunden, Bekannten und Netzfreunden unterstützt den inszenierten Status.[15]
6.2.3 Freundschaftspflege und Partnersuche
Soziale Netzwerke werden immer mehr und mehr zur Plattform für die soziale Freundschaftspflege. Durch die hohe Verbreitung der Nutzung sozialer Netzwerke ist es den Usern immer einfacher Bekanntschaften wiederzufinden oder neu zu entdecken.
Freundschaftspflege ist einer der Hauptgründe für die Nutzung sozialer Netzwerke im privaten Bereich, dabei liegen die Hauptvorzüge in folgenden Punkten:
- Räumliche Distanz überwinden
- Faktor Zeit - Kariere, Familie und Freunde
- Kommunikationsstil
- Barriere "Aussehen"
- Interessengruppen
Internet Freundschaften ermöglichen sowohl regionale, überregionale, nationale als auch internationale Freundschaften. Dabei spielt es keinerlei Rolle wo sich der "Freund" gerade befindet. Bei der Freundschaftspflege über soziale Netzwerke spielt die Räumliche Distanz keinerlei Rolle. Selbst die Problematik der Zeitunterschiede kann hierbei völlig vernachlässigt werden.
Menschen, die neben einer steilen Karriere Familie und Freunde vereinen wollten, mussten schnell verstehen, dass dies ein unerreichbares Ziel ist. Es blieb Ihnen neben Job und Familie keine Zeit, um bestehende Freundschaften zupflegen. Oftmals brachen solche Freundschaften sogar auseinander. Soziale Netzwerke via Internet bietet Karriere orientierten Menschen eine neue Möglichkeit Freundschaften aufrecht zu halten. Persönliche Treffen werden reduziert und dafür der Informationsaustausch über soziale Netzwerke vermehrt. Diese Form von Freundschaftspflege bietet nunmehr den Vorteil, dass sie nicht so Zeit intensiv sind.
Viele Menschen trauen sich aufgrund Ihres Aussehen oder einer Bestimmten Behinderung nur selten bis gar nicht in die Öffentlichkeit und ziehen sich vollständig von der Gesellschaft zurück. DiesenMenschen ermöglichen soziale Netzwerke eine neue Möglichkeit neue Bekanntschaften zu machen. Es bietet den Vorteil, dass das physische Erscheinungsbild bei der Form der Kommunikation keine Beachtung findet. Die Kommunikation ist in vielen Fällen offener und erleichtert eine gemeinsame Vertrauensbasis für die bevorstehende Freundschaft aufzubauen.
Zudem bieten solche Netzwerke über spezielle Foren (Beispiel: Katzenforen) oder Einstellungen am persönlichen Profil (Einstellung Interessen: Katzen), können mühelos Menschen mit gleichen Interessen gefunden werden. Man findet leicht Themen über die man sich gemeinsam unterhalten kann.[16]
6.3 Einsatz im Unternehmen
6.3.1 Social Media Marketing (SMM)
Annoncen im Internet mit dem Ziel, sich User untereinander austauschen und gemeinsam zu gestalten, nennt man Social Media. Daher ist unter dem Begriff Social Media Marketing (SMM) sämtliche Marketingmaßnahmen zu verstehen, deren Ziel es ist an sozialen Netzwerken teilzunehmen und dabei eines oder mehrere der folgenden Ziele zu erreichen:[17]
- Kundenaquise
- Social Media kann den enormen Vorteil der Neukundengewinnung haben, jedoch sind andere Ziele einfacher und effektiver zu erreichen..
- Imagepflege/-steigerung
- Soziale Netzwerke bieten eine große Fokussierung der Ziel- bzw. Interessensgruppen was kostengünstige und effiziente Imagekampagnen erlaubt.
- Weiterhin kann das positive Auftreten unter der Teilnahme an kostenlosen sozialen Netzwerken das Unternehmensimage stärken oder sogar verbessern.
- Bekanntheit
- Social Media Marketing oder auch digitale Mund-zu-Mund-Propaganda genannt, bietet Unternehmen durch direkte Empfehlungen Ihrer „Freunde“ eine eklatante Steigerung der Unternehmensbekanntheit. Hierbei kann diese Steigerung auch die die Weiterempfehlung einzelner Produkte hervorgerufen werden.
- Markenbildung
- Nutzt ein Unternehmen die dargelegte Kritik zu einen Produkt oder eine speziellen Umfrage, können nicht nur die Produkte beworben sondern auch verbessert werden. Dieser Einbezug der Kritik in die Produktgestaltung fördert zudem die Beliebtheit eines Unternehmens.
6.3.2 Social Media Recruiting: Personalbeschaffung über soziale Netzwerke
Soziale Netzwerke wie XING (mobile Nutzung über eine entsprechende App), ermöglichen Arbeitgebern eine einfachere und kostengünstige Alternative zu traditionellen Stellenbesetzung. In solchen Netzwerken wie beispielsweise Xing, legen die User Informationen zu Ihrer Person und Ihren beruflichen Werdegang dar. Solche Profile können Sich Unternehmen bei der Stellenbesetzung zum Nutzen machen.
Gerade in kleineren Unternehmen kann die Personalsuche über soziale Netzwerke eine attraktive Alternative darstellen, da somit Kosten und Ressourcen eingespart werden. Eine solche Ersparnis beruht auf der Reduzierung der administrativen Kosten. Mitarbeiter über Netzwerke zu suchen ist weniger zeitintensiv, sodass die Arbeitszeit in der Personalverwaltung verringert wird. Weiterhin können Kosten wie z.B. für das Inserieren einer Zeitungsanzeige entfallen. Ein Unternehmen sucht sich Ihr Personal durch Abgleich der Stellenbeschreibungen und der persönlichen Profile der User.[18][19]
6.4 Vor- und Nachteile bei der Nutzung von sozialen Netzwerken
Soziale Netzwerke bergen sowohl Vor- als auch Nachteile, die nicht immer auf dem ersten Blick erkennbar sind. Der Umfang sozialer Netzwerke ist enorm und für manch einen User bestimmen diese sozialen Netzwerke den Lebensalltag. Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile sozialer Netzwerke dargelegt.
6.4.1 Vorteile
Soziale Netzwerke bieten im privaten Bereich hauptsächlich den Vorteil, dass durch die Hohe Nutzung der sozialen Netzwerke die (Wieder-) Findung von Bekanntschaften stark vereinfacht wird (vgl. Kapitel 6.2).
Wie die BITKOM Studie zeigt ist die Aktivität in sozialen Netzwerken (enorm hoch.[20] Dies bietet sowohl im privaten Bereich als Unternehmen den Vorteil, dass die Kommunikationsintensität ebenfalls sehr groß ist. So zeigt sich ein hohes Maß an Feedback Methoden. Privatpersonen nutzen solche Funktionen oft als Bestätigung Ihrer Selbst. Unternehmen hingegen ziehen solche Feedback Methoden bei Ihrer Produktgestaltung heran. [21] Für Unternehmen ist das Marketing innerhalb kostenloser sozialer Netzwerke wie Facebook einer der größten Vorteile. Unternehmen können einfach und schnell ein Unternehmensprofil einrichten und beispielhaft Umfragen zu einem bestimmten Produkt eröffnen, sie können neue Produkte und spezielle Angebote publizieren (vgl. Kapitel 6.3.1).
Ein weiterer Vorteil bietet sich beim Bewerbungsprozess. Unternehmen greifen auf die Darlegen Userprofile zurück und schaffen sich bereits so einen ersten Eindruck des Bewerbers. Über diese Informationsquelle führte bereits bei 47 Prozent der Unternehmen ein solcher erster Eindruck zum Ausschluss der Kandidaten oder der Bewerber wird erst gar nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. [22]
6.4.2 Nachteile
Was für Unternehmen ein Vorteil ist, ist für den Privatmann ein entscheidender Nachteil. Durch das Darlegen seines eigenen Profil in sozialen Netzwerke inklusive aller Interessen, unangenehmer Situationen auf Fotos und eigener als fremden Kommentaren ist privat nicht mehr privat, sondern sind für die breite Öffentlichkeit zugänglich. [23] Ein weiterer entscheidender Nachtteil ist Cybermobbing. Die Hemmschwelle Beleidigungen in sozialen Netzwerken auszusprechen scheint aufgrund der Anonymität viel geringer zu sein. Neben dem Beschimpfungen können Gerüchte und peinliche Fotos veröffentlich werden, die das eigene Image schaden. Insbesondere unter Jugendlichen findet ein derartiges Cybermobbing im Internet statt. [24]
Neben den in Kapitel 6.4.1 aufgeführten Unternehmensvorteilen zur Nutzung sozialer Netzwerke, birgt die Nutzung dieser auch Nachteile. Unternehmensprofile innerhalb sozialer Netzwerke unterliegen einem standardisierten Layout, was die Entfaltung ber der Gesaltung stark einschränkt. Der Wiedererkennungswert eines Unternehmen beruht in der Regel auf ein unternehmensspezifische Corporate Identity.[25]
7 Schlussbetrachtung
Wo liegt der Nutzen sozialer Netzwerke im mobilen Bereich?
Die Nutzung sozialer Netzwerke im mobilen Bereich unterscheidet sich aufgrund des Technologiestandes nur noch in der Darstellung (App oder Browser) der Netzwerke von der Nutzung sozialer Netzwerke an Desktop PCs.
Das Nutzungspotenzial ist bei Weiten noch nicht ausgereift, so zeigen mittelständige Unternehmen trotz der Vielzahl an Vorteilen noch Bedenken gegenüber der Nutzung. [26] Der Nutzen sozialer Netzwerke für den privaten Bereich hingegen liegt eindeutig in der Kommunikation. Freunde aus der Grundschule oder aus dem Kindergarten sind über diese Netzwerke leicht wieder auffindbar.
Trotz all der vielen Vorteile sind sozial Netzwerke mit einer gewissen Vorsicht zu begutachten. Gerade die hohe Mobilität fördert eine gewisse Sucht ständig online und auf dem neusten Stand zu sein. [27].
8 Fußnoten
- ↑ vgl.: JB (2012)
- ↑ vgl.: Süddeutsche (2007)
- ↑ vgl.: Sander et. al (2008); S. 166
- ↑ vgl.: Duden Universallexikon
- ↑ vgl.: Baumöl/Ickler (2008)
- ↑ vgl.: Wodtke (o.J)
- ↑ angelehnt an: Institut für Internet-Sicherheit (o.J)
- ↑ vgl.: IT Wissen (2012)
- ↑ vgl.: Chip Online (2007)
- ↑ vgl.: Enkel (2003), S. 92ff
- ↑ vgl.: BNI (o.J)
- ↑ vgl.: Horizont.net (2010)
- ↑ BITKOM (2011), S.6ff
- ↑ vgl.: BITKOM (2011), S.6ff
- ↑ vgl.: Fritzsche (2010)
- ↑ vgl.: Yager(2002), S.49ff
- ↑ vgl.: Heymann-Reder (2011), S.21f
- ↑ vgl.: Häußling (2009) , S. 213
- ↑ vgl.: Klaffke (2011), S.63
- ↑ vgl.: BITKOM (2011), S.10
- ↑ vgl.: Bauer et. al. (2011) S.265
- ↑ vgl.: BusinessWissen (o.J.)
- ↑ vgl.: Klaffke (2011), S.63
- ↑ vgl.: Frieling (2010), S. 40f
- ↑ vgl.: Stemshorn (2011), S16f
- ↑ vgl.: Unternehmenswelt (2011)
- ↑ vgl.: Frankfurter Rundschau (2010)
9 Literatur- und Quellenverzeichnis
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| Baumöl/ Ickler (2008) | Baumöl, Ulrike; Ickler, Henrik: Soziale Netzwerkanalyse, Enzyklopaedie der Wirtschaftsinformatik, 2008, http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/wi-enzyklopaedie/lexikon/daten-wissen/Wissensmanagement/Soziales-Netzwerk/Soziale-Netzwerkanalyse (27.01.2012, 14:15 Uhr) |
| BITKOM (2011) | BITKOM: Soziale Netzwerke (Zweite, erweiterte Studie)- Eine repräsentative Untersuchung zur Nutzung sozialer Netzwerke im Internet,BITKOM, 2011, http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_Publikation_Soziale_Netzwerke_zweite_Befragung.pdf (29.01.2012 20:20 Uhr) |
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| Yagar (2002) | Yagar, Jan: Ich dachte wir sind Freunde- Wenn Freundschaft weh tut, mvg Verlag,Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-636-06173-9 |

