Open Educational Resources - Potential für die Hochschule der Zukunft

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Name des Autors: A. Werner
Titel der Arbeit: "Open Educational Resources - Potential für die Hochschule der Zukunft"
Hochschule und Studienort: FOM Duisburg


Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung

Eine der neueren Errungenschaften, die durch die weltweite Verbesserung der Nutzung des Internets entstanden ist, sind Open Educational Resources (OER). Im Folgenden wird dargestellt, was darunter verstanden wird, welche Gegebenheiten auf die Entstehung und Verwendung von OER Einfluss nehmen und welches Potential für die Hochschule der Zukunft sie zu bieten haben.

1.1 Open Educational Resources

1.1.1 Definition

Mit Open Educational Resources werden in der Literatur frei zugängliche, kostenlose Lehrmaterialien bezeichnet. Häufiger wird Bezug auf einen Einsatz in der höheren Bildung, beispielsweise an Universitäten, genommen. OER werden aber durchaus auch an allgemeinbildenden Schulen eingesetzt. Die UNESCO definiert OER im Jahr 2003 folgendermaßen: „Open Educational Resources are defined as "technology-enabled, open provision of educational resources for consultation, use and adaptation by a community of users for non-commercial purposes". They are typically made freely available over the Web or the Internet. Their principal use is by teachers and educational institutions support course development, but they can also be used directly by students. Open Educational Resources include learning objects such as lecture material, references and readings, simulations, experiments and demonstrations, as well as syllabi, curricula and teachers' guides.“[1].

1.1.2 Akteure

1.1.2.1 Anbieter

Einige beispielhaft genannte Anbieter von OER sind:

  • MIT (OCW)
  • Carnegie Mellon University (OLI)
  • Tufts University
  • MERLOT
  • African Virtual University
  • Virtuelle Hochschule Bayern

Als Beweggründe für die Teilnahme an OER-Initiativen werden von den Universitäten in der Regel die Bekennung zum Internationalismus, die Unterstützung von Bildung im globalen Zusammenhang sowie auch die Einnahme einer führenden Position im jeweiligen Forschungsschwerpunkt genannt[2].

1.1.2.2 Nutzer

Es gibt wenig konkrete Zahlen zu Anzahl und Herkunft der Nutzer von OER. Auf den Seiten der Tufts University werden für den Zeitraum seit 2005 ermittelte Nutzerzahlen veröffentlicht. Auffällig ist, dass die Nutzer des OCW-Angebots der amerikanischen Tufts University zum weit überwiegenden Teil (fast 60 % aus Nordamerika und Kanada) aus dem eigenen Kulturkreis stammen. Die Zahl der Nutzer aus Kontinenten mit Entwicklungs- bzw. Schwellenländern ist verschwindend gering (Süd- und Zentralamerika knapp 3%, Ost-Europa 2% und Afrika knapp 2%)[3]. Generell werden als Nutzer Studenten, generell Bildungsinteressierte (Life-Long Lerners) und Lehrer, die diese Resourcen für die eigene Lehre nutzen, gesehen.

1.1.2.3 Sponsoren/Fördernde Institutionen

Es gibt mehrere, philantropisch, weltpolitisch geprägte Institutionen oder auch Wirtschaftsunternehmen,die die Entwicklung von OER fördern und/oder finanzieren. Beispielhaft seien hier erwähnt:

  • William and Flora Hewlett Foundation
  • Mellon Foundation
  • Soros Foundations Network
  • OECD
  • UNESCO
  • verschiedene Firmen
  • Weltbank

1.1.3 Angebote

Einen guten Überblick über die weltweit vorhandenen Angebote von OER findet sich in der OECD Publikation „Giving Knowledge for Free – The Emergence of Open Educational Resources“. [4] Bezeichnenderweise wird in dieser Publikation kein deutsches Angebot erwähnt. Eine Studie des MMB Institut für Medien und Kompetenzforschung evaluiert ebenfalls weltweite Angebote. In dieser Studie finden sich einige wenige Angaben zu Angeboten in Deutschland.[5] Insgesamt ist festzustellen, dass es ein unüberschaubares Angebot von Lehrmaterialien gibt, wobei das Kriterium „Open“, im Sinne von kostenlos nicht immer Bestandteil der Angebote ist. Das Online-Angebot der Virtuellen Hochschule Bayerns z. B. ist nur für Studenten des Freistaates Bayern kostenlos, für Bildungsinteressierte aus anderen Bundesländern besteht nur ein kostenpflichtiges Angebot. Die Qualität der angebotenen Lehrmaterialien divergiert sehr stark. Es gibt viele Angebote, bei denen traditionelle Lehrmethoden, wie z. B. Vorlesungen im Internet zur Verfügung gestellt werden (in diesem Fall z. B. als Podcast), ohne dass eine weitergehende Anpassung der Materialien erfolgt. Es finden sich Vorlesungsskripte, die zum Studium ohne die entsprechende Vorlesung nur bedingt geeignet sind. Einige wenige frei zugängliche Angebote von Universitäten im deutschsprachigen Raum, die aber gerade nicht den Hinweis tragen, dass es sich um OER handelt, verwenden teilweise multimediale, auf Online-basiertes Lernen abgestimmte Techniken.[6]

1.2 Rechtliche Regelungen

1.2.1 Geistiges Eigentum

Das neben anderen Rechten zum geistigen Eigentum (Intellectual Property) besonders zu beachtende Recht im Hinblick auf OER ist das Urheberrecht. Diesen Schutz von geistigen Schöpfungen von Personen beinhalten die meisten weltweiten Rechtssysteme. Es soll sicherstellen, dass die wirtschaftlichen Interessen des Urhebers einer geistigen Schöpfung gewahrt bleiben. In Deutschland ist das Urheberrecht im Urhebergesetz geregelt.[7] Das Urheberrecht ist in Deutschland zum Schutz der Allgemeinheit eingeschränkt, z. B. durch das Zitatrecht[8] und durch das Recht auf Privatkopie.[9]

1.2.2 Copyright

Copyright bezeichnet in etwa die Entsprechung des deutschen Urheberrechts im angloamerikanischen Raum.[10]

1.2.3 Creative Commons

Creative Commons ist eine gemeinnützige Organisation, die ergänzend zum Copyright Lizenzmodelle entwickelt hat. Die Lizenzen können individuell verwendet werden, um in abgestufter Form das für den eigenen Zweck passende Lizenzmodell zu wählen. Dies soll dazu führen, dass mehr Werke für die Allgemeinheit verfügbar werden und als Basis für weitere Schöpfung dienen können: "Our tools give everyone from individual creators to large companies and institutions a simple, standardized way to grant copyright permissions to their creative work. The Creative Commons licenses enable people to easily change their copyright terms from the default of “all rights reserved” to “some rights reserved.”" [11]

1.2.3.1 Attribution

Dies ist die weitreichendste Lizenz, sie erlaubt das Vervielfältigen, Bearbeiten, Verändern von Werken, auch für die kommerzielle Nutzung, solange der Name des ursprünglichen Autors genannt wird.

1.2.3.2 Attribution Share Alike

Wie Attribution, nur zusätzlich zur Nennung des Autors muss die entstehende Arbeit unter die gleiche Lizenz gestellt werden.

1.2.3.3 Attribution No Derivatives

Wie Attribution, aber die Veränderung des Werks ist nicht erlaubt.

1.2.3.4 Attribution Non-Commercial

Wie Attribution, aber keine kommerzielle Nutzung.

1.2.3.5 Attribution Non-Commercial Share Alike

Wie Attribution Share Alike, aber ohne kommerzielle Nutzung.

1.2.3.6 Attribution Non-Commercial No Derivatives

Wie Attribution No Derivatives, aber keine kommerzielle Nutzung.[12]

1.2.4 GNU FDL

Die GNU FDL (Free Documentation License) ist eine Lizenz, die ursprünglich dazu dienen sollte, für unter GNU GPL (General Public License)[13]entwickelte Software Dokumentationen herzustellen. Mittlerweile ist die Anwendbarkeit dieser Lizenz allgemein auf Dokumente erweitert worden. [14] Die Lizenz ist vergleichbar mit der Creative Commons Attribution Share Alike Lizenz, da sie ebenfalls weitreichende Rechte zur Nutzung, Vervielfältigung und Veränderung beinhaltet, solange der ursprüngliche Autor genannt wird und das neu entstandene Dokument unter die gleiche Lizenz gestellt wird, wie das ursprüngliche.

1.2.5 Public Domain

Der Begriff Public Domain ist ein Rechtsbegriff aus den Vereinigten Staaten von Amerika und bezeichnet ein Gut, dass keinerlei Rechtsbeschränkungen unterliegt. [15]

1.2.6 Digital Peer Publishing

Die Digital Peer Publishing Lizenz ist eine Lizenz, die speziell zur Verbreitung von wissenschaftlichen Werken in E-Journals dient. Sie soll vor allem den Open Access-Gedanken Rechnung tragen und bezieht sich nur auf die Rechte der Verbreitung und Weitergabe in elektronischer Form. Sie beinhaltet nicht das Recht, die geschützten Dokumente zu verändern und soll sicherstellen, dass die Nennung der Autoren und Rechtsinhaber gewährleistet ist.[16]

1.3 Open Access

Open Access ist eine Bewegung, die bereits seit den frühen neunziger Jahren darauf zielt, Forschungsergebnisse frei zur Verfügung zu stellen. Die Beweggründe dafür sind einerseits die traditionelle Teilung von Wissen innerhalb der Forschung, als auch die Verkürzung des Zeitraums in dem neue Forschungsergebnisse der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können. Die wesentlichen Forderungen und Überlegungen zu Open Access sind unter Anderem in der Berliner Erklärung zusammengefasst[17] Die unterschiedlichen Ausprägungen von Open Access werden nachfolgende erläutert, da insbesondere der sogenannte "Graue Weg" den Bereich OER beeinhaltet.

1.3.1 Aktuelle Praxis

Die aktuelle Publikationspraxis von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen stellt sich wie folgt dar:

  • Dokumentation der Forschungsergebnisse durch den Forscher
  • Qualitätsprüfung (Peer-Review) der Ergebnisse durch Fachkollegen (Peers)
  • redaktionelle Aufbereitung, Herstellung und Vertrieb der Publikationen durch wissenschaftliche Verlage
  • Nutzung der Publikationen durch Dritte (Bibliotheken, Institue usw.) über käuflichen Erwerb der Fachpublikationen (Bücher, Zeitschriften, Subskriptionen usw.)

Aus dieser Praxis ergibt sich das Dilemma, dass Forschung, zumindest wenn es sich um aus öffentlichen Mitteln finanzierte Forschungsvorhaben handelt, im Prinzip doppelt von der öffentlichen Hand bezahlt wird: Einmal bei Ihrer Entstehung und im Weiteren bei Ihrer Nutzung z. B. durch Studenten in den Universitätsbibliotheken, da diese die Publikationen von den wissenschaftlichen Verlagen zu häufig sehr hohen Subskriptionskosten beziehen müssen. Mittlerweile wird von einer „Zeitschriftenkrise“ gesprochen, da die Subskriptionskosten die Etats der Bibilotheken stark belasten. Fakt ist, das die wissenschaftliche Reputation der einzelnen Forscher sehr stark von der Veröffentlichung ihrer Arbeiten in anerkannten Fachzeitschriften und der Häufigkeit mit der ihre Arbeiten in weiteren Forschungswerken zitiert werden, abhängt. Im Hinblick auf Open Access sehen Wissenschaftler möglicherweise die wissenschaftliche Qualität der Veröffentlichungen in Frage gestellt. Eine Studie der DFG stellt fest: „Unter dem Aspekt eines leichteren Zugangs zu wissenschaftlichen Informationen werden die Möglichkeiten einer solchen Rezeptions- und Publikationsweise durchaus begrüßt, unter wissenschaftsorganisatorischen Gesichtspunkten sind viele Befragte eher skeptisch. Bemerkenswert ist, dass die Skepsis um so größer ist, je weniger Erfahrungen mit dem Medium vorliegen. Umgekehrt: Je intensiver Open Access genutzt wird, desto geringer werden die Vorbehalte.“[18] Mittlerweile wurde zur umfassenden Information der Beteiligten (Autoren, Verlage, Bibliotheken) und damit zur weiteren Förderung des Open Access Gedankens die Internet-Platform open-access.net eingerichtet.[19]Als möglicher Ausweg wird in einer von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Studie eine regulatorischer Eingriff auf europäischer Ebene empfohlen: „The following actions could be taken at the European level: (i) Establish a European policy mandating published articles arising from EC-funded research to be available after a given time period in open access archives, and (ii) Explore with Member States and with European research and academic associations whether and how such policies and open repositories could be implemented.“[20]

1.3.2 Grüner Weg

Der grüne Weg bezeichnet die Veröffentlichung der wissenschaftlichen Arbeiten durch den Wissenschaftler selbst in einem persönlichen, fachbereichseigenen oder fachgebietsbezogenem zentralen elektronischen Archiv (Repository), wie z. B. arxiv.org mit derzeit über 500.000 wissenschaftlichen Publikationen. Im Rahmen des Grünen Wegs gehen die Fachverlage vermehrt dazu über, den Wissenschaftlern das Recht zur Zweitveröffentlichung in diesem Rahmen einzuräumen. Die wissenschaftliche Qualitätsprüfung (Peer-Review) findet für diese Archive in der Regel nicht statt. Eine sehr umfangreiche Übersicht über derzeit weltweit bestehende Repositories bietet das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR).[21]

1.3.3 Goldener Weg

Der Goldene Weg ist im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die wissenschaftliche Publikation dem üblichen Peer-Review unterzogen wird, aber in einer Open Access Zeitschrift veröffentlicht wird. Die Kosten für die Veröffentlichung werden in diesem Fall vom Autor getragen, nicht von den Verlagen. Eine Übersicht über Open Access Zeitschriften bietet das Directory of Open Access Journals (DOAJ).[22]

1.3.4 Grauer Weg

Der Graue Weg bezieht sich auf wissenschaftliche Werke, die nicht zum Zweck der Veröffentlichung hergestellt worden sind, wie beispielsweise Prüfungsarbeiten von Studenten.

2 Aktuelle Situation

Bereits im Jahr 2000, wurden am MIT Überlegungen zu OER gestartet. Anfänglich war die Intention allerdings nicht, Lehrmaterialien „offen“ (im Sinne von kostenlos) zur Verfügung zu stellen. In dieser Zeit wurden extrem viele Geschäftsmodelle entwickelt, die durch den Einsatz moderner Internettechnologien erst möglich wurden und eben ein solches Geschäftsmodell war die ursprüngliche Intention. Im Laufe der Entwicklung wurde dann aber das OCW Modell entwickelt und propagiert und zwar mit Fördermitteln von verschiedenen Institutionen (Hewlett Foundation, Mellon Foundation und andere).[23] Auch die UNESCO sah die Entwicklung und Beförderung von OER positiv, da durch sie vor allem der Zugang von Entwicklungsländern zu hochwertiger, höherer Bildung möglich würde.[24]Im Laufe der Zeit ist eine unüberschaubare Menge an Initiativen, Studien und Angeboten zu OER entstanden.

2.1 Notwendigkeit

Analog zum Gedanken des Open Access, sind auch Lehrmaterialien, die an mit Mitteln der Öffentlichkeit finanzierten Hochschulen entstehen, als Gemeingut zu betrachten, daher sollten auch diese von der Öffentlichkeit verwendbar sein. Aus kostengesichtspunkten ist die ständige Neuerstellung von Lehrmaterialien an vielen Hochschulen wenig sinnvoll. Wenn die einmal erzeugten Materialien von vielen wiederverwendet werden können, ergibt dies einen deutlichen Kostenvorteil für die öffentliche Hand.

Vom Standpunkt des Wettbewerbs (national und international) sind diese Materialen aber auch intellektuelles Kapital der erzeugenden Institution: Abgesehen von der allgemeinen Reputation der Hochschule ist auch die Qualität der angebotenen Lehre ein wichtiges Entscheidungskriterium für Studenten, an eben dieser Universität zu studieren und nicht an einer anderen. Trotzdem stellen gerade hochangesehene Universitäten in Amerika diese Materialien frei zur Verfügung, da diese Handhabung auch viele Vorteile bietet. Im Zuge der Globalisierung wird die Reputation dieser Universitäten weltweit verbreitet und sie übernehmen dadurch eine Art globale Führerschaft. Das durch die freie Zurverfügungstellung demonstrierte Bekenntnis zum Altruismus kann durchaus auch ein Wettbewerbsvorteil im Werben um Studenten und Fördermittel sein.

In der Wissensgesellschaft ist es für Volkswirtschaften und Individuen existentiell, die unermessliche Menge an Informationen effizient zu nutzen und einzusetzen. Die sich ständig und extrem schnell ändernden Technologien erfordern die Fähigkeit und Bereitschaft zum lebenslangen Lernen. Ein Weg um diese Kernkompetenz zu unterstützen können OER sein.

Die meisten Industrienationen sehen sich dem demographischen Wandel ausgesetzt: Schrumpfende und überalternde Bevölkerung. Da in der Zukunft nicht mehr genügend junge Menschen innerhalb der Volkswirtschaften mit akademischen Ausbildungen zur Verfügung stehen werden, um das Wachstum zu gewährleisten, sollen Bevölkerungsschichten für akademische Ausbildungen erschlossen werden, die bislang wenig Zugang zu dieser höheren Bildung besitzen (hier werden in der Literatur häufiger Menschen mit Behinderung, Frauen in der Erziehungsphase, ältere Menschen usw. genannt).

Entwicklungs- und Schwellenländern soll durch OER eine qualitativ hochwertige Bildung für ihre Bevölkerung ermöglicht werden. Durch den OER Gedanken sollen die Kosten für diese Länder deutlich geringer sein.

2.2 Schranken

2.2.1 Technologie

Vom technologischen Standpunkt aus betrachtet gibt es zwei wesentliche Hinderungsgründe für OER. Auch in den Industrienationen ist die Versorgung der Bevölkerung mit breitbandigen Internetanschlüssen, die eine Voraussetzung für die Nutzung von Bildungsangeboten sind, die mit multimedialen Inhalten arbeiten, nicht vollständig.[25] In den Entwicklungsländern ist die für den Internetzugang notwendige Infrastruktur entweder kaum vorhanden oder für weite Teile der Bevölkerung nicht zugänglich. [26]Von einem freien Zugang kann aus der Sicht der potentiellen Nutzer derzeit nicht geredet werden. Der zweite wesentliche Bereich aus dem technologischen Betrachtungswinkel ist das weitestgehende Fehlen von international anerkannten und benutzten Standards. Der größte Teil von OER findet sich in nicht ohne Weiteres zu verwendenden Formaten. Häufig ist es erforderlich, bestimmte Hard- oder Software zu nutzen. Eine Weiterverwendung durch Anpassung an eigenen Bedarf ist häufig nicht möglich. Auch wenn quelloffene Systeme zum Einsatz kommen, erfordern diese häufig Expertenwissen um sie verwenden zu können. Das Auffinden von für den eigenen Zweck geeigneten Ressourcen ist durch die starke Verteilung in unterschiedlichen Systemen und eine uneinheitliche bis fehlende Verknüpfung mit Meta-Daten, die die Suche nach OER erleichtern würden, schwierig.

2.2.2 Kultur

2.4.2. Kultur Die weltweite Verwendung von OER wird auch durch kulturelle Gegebenheiten beeinflusst. Es ist nicht ohne weiteres möglich, Lehrmaterialien, die in dem einen Land gute Dienste leisten, durch einfaches Übersetzen in einem anderen Land mit Erfolg einzusetzen. Beispielsweise hat die chinesische Regierung, online-Learning Modelle in China eingesetzt, bislang konnte sich diese Art des Lernens dort aber nicht durchsetzten, vor allem weil es keine Akzeptanz in der Bevölkerung gibt: „…the general result is a lack of credibility for Webbased education across the nation.“[27]In diesem Fall ergibt sich der Mangel von Akzeptanz in der Bevölkerung daraus, dass ein gut funktionierendes, tradiertes und allgemein akzeptiertes Lerninstrument, nämlich der Einsatz des Fernsehens zur Bildung von weiten Bevölkerungsschichten, durch ein neues Verfahren ersetzt werden sollte.

Die Bereitschaft zur freien Verfügungstellung von Lehrmaterialien ist ebenfalls unterschiedlich ausgeprägt, während man in den Industrienationen eine große Anzahl von freien verfügbaren Materialien findet, beklagt die AVU eine starke Zurückhaltung von Institutionen und Wissenschaftlern in Afrika, solche Materialien bereitzustellen: „The AVU has tried to convince institutions and academics to ascribe to the OER Movement, but there is a lot of unwillingness to give up intellectual work for free.“ [28]

2.2.3 Nutzer

Die möglicherweise wichtigste und doch am wenigsten untersuchte Einflussgröße derzeit: "More attention has been paid to supply than to demand for OER".[29]Aussagekräftige empirische Studien über die Nutzer von OER, ihre Beweggründe zur Nutzung von OER und eventuelle Probleme bei der Nutzung von OER existieren nicht. Allenfalls lassen sich Aussagen zu Internet-Traffic der jeweiligen Angebote finden. [30]Aus einer repräsentativen Umfrage unter deutschen Studenten kann man entnehmen, dass im Jahr 2008 genauso wie im Jahr 2004 13% Angebote anderer Hochschulen im In- und Ausland nutzen. Obwohl in diesem Zeitraum die Angebote stark ausgeweitet wurden, ist die Nutzung nicht gestiegen. Als Grund für diesen Effekt wird in der Studie gesehen, dass „…nur die von der eigenen Hochschule angebotenen Übungsformen als unmittelbar studien- bzw. prüfungsrelevant und mithin als erfolgsförderlich eingeschätzt werden.“[31]

OER machen nur dann Sinn, wenn sie benutzt werden. Dies erfordert auf Seiten der Nutzer die Fähigkeit, mit den elektronischen Lehrmaterialien umgehen zu können und überhaupt einen (technischen) Zugang zu ihnen zu haben. Außerdem ist die Bereitschaft erforderlich, sich von tradierten Lehrmethoden (wie z. B. Präsenzvorlesungen in Universitäten) zu lösen. Obwohl die Nutzung von IT und Internet im täglichen Leben mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, gibt es auch in der „Always-on“-Generation keine große Akzeptanz für vollständig IT basierte Lehrmodelle. Nach der ECAR Studie 2008 geben nur ca. 4 Prozent der befragten Studenten an, dass sie ein vollständig IT basiertes Studienangebot bevorzugen würden.[32]. >. Obwohl im Rahmen der OER Betrachtung häufig auf den durch diese erleichterten Zugang auch von Menschen mit Behinderung zu höherer Bildung hingewiesen wird, findet sich keine explizit als barrierefrei gekennzeichnete OER Website. Es finden sich häufiger Angebote, die auf unterschiedliche Weise realisiert sind: z. B.: textbasierte Unterlagen, die auch als Audio-Dateien (bzw. Hörbuch) vorliegen.

2.2.4 Ersteller

Als hauptsächliche Hinderungsgründe für das Erstellen von OER werden sowohl das Fehlen der notwendigen technischen Kompetenz als auch der Mangel an Zeit genannt.[33][34]

2.2.5 Finanzierung

Die Bereitstellung und Erzeugung von qualitativ hochwertigen OER ist kostenintensiv. Die technische Infrastruktur muss bereitgestellt und gewartet werden, auch für die Erstellung und Wartung der Inhalte fallen zumindest Personalkosten an. Häufig ist die Finanzierung dieser Kosten nicht dauerhaft sichergestellt, da viele OER Projekte nur für einen „Anschubzeitraum“ aus Fördermitteln finanziert werden. Nach Ende des Förderzeitraums gibt es häufig Probleme mit der weiteren Finanzierung.

2.2.6 Recht

Im rechtlichen Bereich ist der größte Hinderungsgrund die uneinheitliche Regelung von Urheberrechten und der Aufwand, der betrieben werden muss, um sicherzustellen, dass die OER keine Urheberrechte verletzen

2.3 Treiber

2.3.1 Technologie

Die Verfügbarkeit von breitbandigen Internetanschlüssen wächst weltweit, viele Regierungen haben die bessere Anbindung der Bevölkerung an das Internet zu einer Priorität erklärt. Die Vermittlung von Basis-Fähigkeiten im Umgang mit IT wird ebenso mit verschiedenen Initiativen weltweit gefördert. [35]

Die Verwendung von einheitlichen Standards im OER Bereich wird gefördert. Ein deutschsprachiges Portal zu OER bietet u. A. unterschiedliche Softwarelösungen aus dem Open Source Bereich zum Download an, wie z. B. das häufig eingesetzte Moodle, die einem definierten Qualitätsstandard entsprechen müssen.[36] Ein Modell, um die Wiederverwendbarkeit von OER zu Gewährleisten ist SCORM. Es handelt sich um eine Sammlung von Standards zur Organisation von OER inklusive Metadatenverwaltung und Schnittstellendefinitionen zu Lern-/Content-Managementsystemen. [37]Als weitere Möglichkeit für die Gewährleistung der Portabilität von OER wird XML betrachtet. [38]

2.3.2 Nutzer

Viele junge Menschen weltweit nutzen moderne, leistungsfähige Kommunikationstechnologien (z. B. iPod, Handys, täglich, da sie mehr und mehr erschwinglich werden. Dadurch ist die Bereitschaft vorauszusetzen, diese Technologien auch zum Lernen einzusetzen. Eine repräsentative Umfrage unter deutschen Studenten hat zum Ergebnis, dass Studenten besonders Angeboten die beste Verlässlichkeit zuschreiben, die auf dem „Wisdom of Crowds“ aufgebaut ist, wie z. B. Wikipedia oder Leo. [39]Daraus kann eine positive Haltung gegenüber Inhalten abgeleitet werden, die auf einem „Community-Gedanken“ basieren.

2.3.3 Ersteller

Der Erfolg von Social Networking Sites wie Facebook, Xing oder StudieVZ, bei denen Nutzer weltweit riesige Mengen von Inhalten generieren, sowie der Erfolg von Wikipedia zeigen, dass viele Menschen grundsätzlich bereit sind, das Internet auch zum unentgeltlichen Bereitstellen eigener Arbeiten zu nutzen. Auch die Open Source Szene im Software Bereich ist ein Beleg für diese Tendenz. Die Gründe für dieses Phänomen sind vielschichtig und damit Gegenstand für weitere Untersuchungen. Auf die OER Bewegung sind diese Modelle unter anderem deshalb nicht übertragbar, da die Generierung von Inhalten im OER Bereich nicht aus der Community für die Community entsteht, sondern von OER Anbietern für OER Nutzer. Die Nutzer der Social Networking Sites werden sich aber eher mit dem OER Gedanken identifizieren können, als traditionell geprägte Lehrende, denen diese Art der Online-Zusammenarbeit fremd ist. In Deutschland findet sich das Projekt CampusContent, das im Rahmen des DFG Leistungszentrums für e-Learning eine zentrale Plattform für die Entwicklung hochwertiger e-Learning-Inhalte.[12] betreibt.

3 Potential für die Hochschule der Zukunft

3.1 Bedingungen für positive Entwicklung

3.1.1 Technologie

Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von OER ist das Vorhandensein von geeigneter Infrastruktur auf Anbieter- und Nutzerseite. In den Industrienationen ist diese Voraussetzung mehrheitlich erfüllt, obwohl bei der flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung noch Nachholbedarf besteht. In den Entwicklungsländern muss die Infrastruktur noch deutlich verbessert werden.

Um weltweite oder auch nur nationale Zusammenarbeit im OER Bereich zu verbessern, muss ein einheitlicher Standard entwickelt und genutzt werden. Die am ehesten erfolgversprechende Technologie scheint eine XML basierte Lösung in Verbindung mit quelloffener Software zu sein. Sinnvoll erscheint, die Entwicklung dieser Lösung derart zu gestalten, dass mit wenig Einarbeitungsaufwand Inhalte erstellt werden können

3.1.2 rechtliche Rahmenbedingungen

Um die erheblichen Aufwänd zur Klärung von Urheberrechten zu minimieren, wären einheitliche Regelungen und Lizenzbedingungen wünschenswert. [40]

3.1.3 Lehre

Für die Zukunft wird eine Transformation der Lehre weg von der traditionellen lehrerzentrierten Lehre zu einer studentenzentrierten, individuelleren Lernform.[41] erwartet. OER bieten in diesem Fall den Studenten die Möglichkeit, die zu erarbeitenden Lehrinhalte selbständig nach eigenem Geschmack zusammenzustellen. Nach der ECAR Studie 2008 geben gut 50 % der befragten Studenten an, dass sie gern mit interaktiven Programmen lernen, wie z. B. Spiele oder Simulationen [42] andere Studenten bevorzugen die traditionelle Vorlesungssituation. Insgesamt können OER zu einer Flexibilisierung der Lehre führen.

3.1.4 Finanzierung

In Deutschland wäre eine Möglichkeit der Finanzierung von OER z. B. die Verwendung der Studiengebühren für diesen Zweck. Kommerzielle Institute der Aus- und Weiterbildung könnten OER entwickeln und kostenlos bereitstellen, um über die Qualität des Materials Eigenwerbung zu betreiben. Weltweit betrachtet, ist die Finanzierung insbesondere im Hinblick auf Entwicklungsländer ein großes Problem, vor allem da dort zunächst noch in Infrastrukturmaßnahmen investiert werden muss.Die Erstellung von Lehrmaterialien selbst wird aber kostengünstiger werden, da nicht jede Institution, die Lehre vermittelt, eigene Materialien erstellen muss, sondern auf qualitativ hochwertige, vielfach geprüfte und verbesserte Materialien zurückgreifen kann.

4 Fazit

Ein Teil der sich derzeitig abzeichnenden Entwicklung, Forschungs- und Wissensinhalte sowie allgemeines Kulturgut[43] der Allgemeinheit zur freien Verfügung zu stellen, sind OER. Im Gegensatz zur Open Source Bewegung fehlt es aber bei OER häufig an dem notwendigen Anreiz, diese zu erstellen und nachhaltig zu pflegen. Universitäten müssten also Anreizsysteme für Ersteller von OER einsetzen und die Entstehung und Pflege nachhaltig zu fördern. Wenn man als Ziel von OER betrachtet, weltweit ähnliche Bildungsstandards zu erzeugen, indem man OER für die weltweite Nutzung zur Verfügung stellt, kann man derzeit nicht feststellen, dass dieses Ziel mittelfristig erreicht werden könnte. Wenn man als Ziel von OER betrachtet, die Kosten für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien an Hochschulen zu verringern, so kann dieses Ziel mittelfristig sicher erreicht werden. OER werden sicher ihren Platz in der Hochschule der Zukunft finden, wie sie in auch aktuell schon haben, ob sich dieses Potential ausbauen lässt häng entscheidend davon ab, ob die verschiedenen Hinderungsgründe im Laufe der Zeit abgebaut werden.

5 Abkürzungsverzeichnis

AbkürzungBedeutung
AVUAfrican Virtual University
OEROpen Educational Resources
MITMassachusetts Insitute of Technology
OCWOpen Courseware
OLIOpen Learning Initiative
MERLOTMultimedia Educational Resource for Learning and Online Teaching
OECDOrganisation for Economic Co-Operation and Development
UNESCOUnited Nations Educational, Scientific and Cultural Organization
DFGDeutsche Forschungsgemeinschaft
CERICentre for Educational Research and Innovation
SCORMSharable Content Object Reference Model

6 Fußnoten

  1. von http://www.unesco.org/education/news_en/080702_free_edu_ress.shtml 1
  2. z.B.: http://ocw.tufts.edu/TuftsOER
  3. von http://ocw.tufts.edu/Profiles
  4. kostenfreier Download von: http://www.oecd.org/document/41/0,3343,en_2649_35845581_38659497_1_1_1_1,00.html, Seiten 40 - 46
  5. http://www.mmkh.de/upload/dokumente/OER_an_internationalen_Hochschulen_Jan07_mmb_MMKH.pdf, abgerufen am 29.12.2008
  6. http://www.uni-koeln.de/phil-fak/paedsem/psych/mm_prod/alice/index.html, abgerufen am 30.12.2008
  7. http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/urhg/gesamt.pdf
  8. vergl. UrhG §51
  9. vergl. UrhG §53
  10. http://www.copyright.gov
  11. von http://creativecommons.org/about/what-is-cc, abgerufen am 31.12.2008
  12. 12,0 12,1 siehe http://creativecommons.org/about/licenses
  13. GNU ist ein Akronym für „GNU‘s not Unix“. Es bezeichnet ein Projekt, das zum Ziel hat, ein freies Betriebssystem zu entwickeln. (siehe http://www.gnu.org)
  14. http://www.gnu.org/licenses/fdl-1.3.html
  15. http://www.copyright.gov/docs/domain.html
  16. http://www.dipp.nrw.de/lizenzen/dppl/dppl/DPPL_v2_de_06-2004.html
  17. http://oa.mpg.de/openaccess-berlin/berlindeclaration.html
  18. Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2005, Seite 48
  19. http://www.open-access.net
  20. http://ec.europa.eu/research/science-society/pdf/scientific-publication-study_en.pdf
  21. http://www.opendoar.org/countrylist.php
  22. http://www.doaj.org
  23. OECD, 2007
  24. UNESCO, 2002
  25. 70 % der deutschen Bevölkerung sind 2008 online, davon nutzen nur 60% breitbandige Internetanschlüsse.(TNS Infratest, Initiative D21, 2008)
  26. 2008 sind nur 17,4% der Weltbevölkerung online.
  27. Motlik, 2008
  28. AVU, 2008
  29. Harley D., 2008
  30. OECD, 2007, Seiten 46-50)
  31. Kleimann, B., 2008, Seite 10
  32. Salaway et al, 2008, Seite 58
  33. OECD, 2007, Seite 51
  34. Browne, T., 2008, Seite 27
  35. z. B.: One Laptop per Child Initiative, http://laptop.org/en/
  36. http://www.campussource.de
  37. OECD, 2007, Seite 113
  38. OECD, 2007, Seite 91
  39. Kleimann, B., 2008, Seite 8
  40. OECD 2007, Seite 120
  41. Geser, G., 2007, Seite 117)
  42. Salaway et al, 2008, Seite 12
  43. Europeana stellt derzeit 2 Millionen digitale Inhalte aus europäischen Museen zur Verfügung, weitere sollen folgen: http://www.europeana.eu/portal/

7 Literatur und Quellenverzeichnis

Cornell University, 2008 http://arxiv.org/
TUFTS, 2008 http://ocw.tufts.edu/TuftsOER, abgerufen am 21.12.2008
TUFTS, 2008 http://ocw.tufts.edu/Profiles, abgerufen am 28.12.2008
Salaway et al, 2008 Salaway, Gail, Caruso, Judith B., Nelson, Mark R.: The ECAR Study of Undergratuate Students and Information Technology, Research Study Vol. 8, EDUCAUSE Center for Applied Research, Boulder, CO, 2008, www.educause.edu/ecar, abgerufen am 28.12.2008
UNESCO, 2002 http://www.unesco.org/education/news_en/080702_free_edu_ress.shtml 1, abgerufen am 29.12.2008
Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2005 Deutsche Forschungsgemeinschaft, Albert Over, Friedhelm Maiworm, André Schelewsky: Publikationsstrategien im Wandel, Ergebnisse einer Umfrage zum Publikations- und Rezeptionsverhalten unter besonderer Berücksichtigung von Open Access, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim , Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn, 2005, http://www.dfg.de/dfg_im_profil/zahlen_und_fakten/statistisches_berichtswesen/open_access/download/oa_ber_dt.pdf, abgerufen am 07.12.2008
Hinz, Stier, 2007 Hinz, J., Stier, J.: B.I.T.online - Innovativ, Open Access in der deutschen Bibliotheks- Informations- und Dokumentationsszene, Dinges & Frick GmbH, Wiesbaden, 2007
Max-Planck-Gesellschaft, 2003 http://oa.mpg.de/openaccess-berlin/berlindeclaration.html, abgerufen am 29.12.2008
OECD, 2007 OECD, Hylén, Jan: Giving Knowledge for Free, The Emergence of Open Educational Resources, OECD PUBLICATIONS, Paris, 2007, http://www.oecd.org/document/41/0,3343,en_2649_35845581_38659497_1_1_1_1,00.html, abgerufen am 12.10.2008
United States Copyright Office, 2008 http://www.copyright.gov/circs/circ1.pdf, abgerufen am 31.12.2008
Juris, 2008 http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/urhg/gesamt.pdf, abgerufen am 31.12.2008
Creative Commons, 2008 http://creativecommons.org/about/licenses, abgerufen am 31.12.2008
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