Potenzialanalyse Notion Ink Adam Tablet
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Fallstudienarbeit | |
| Hochschule: | Hochschule für Oekonomie & Management |
| Standort: | Dortmund |
| Studiengang: | Bachelor Wirtschaftsinformatik |
| Veranstaltung: | Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten |
| Betreuer: | Prof._Dr._Uwe_Kern |
| Typ: | Fallstudienarbeit |
| Themengebiet: | Tablet Computing |
| Autor(en): | Alexander Rathai, Parzival Plum, Marcel Colley |
| Studienzeitmodell: | Abendstudium |
| Semesterbezeichnung: | |
| Studiensemester: | 4 |
| Bearbeitungsstatus: | begutachtet |
| Prüfungstermin: | |
| Abgabetermin: | |
Inhaltsverzeichnis |
1 Einleitung
Seit einiger Zeit beschäftigen sich Medien und die Öffentlichkeit verstärkt mit einer neuen Kategorie Computer, den Tablet-PCs. Kleine kompakte Geräte für Unterwegs waren stets im Interesse der Bevölkerung doch erst in letzter Zeit und insbesondere seit der Einführung von Apples iPad kommt dieser Markt so richtig in Schwung. Viele Hersteller sind dazu übergegangen auf den mit rasanter Geschwindigkeit dahinrollenden Zug der Tablet-PCs "aufzuspringen" doch kein Hersteller hat sich bisher als Non-Plus-Ultra herausstellen können. So versuchen einige Hersteller mit spezialisierten Lösungen im Bereich mobiles Surfen, reine Multimediaanwendungen oder vollwertiger Desktopersätze Marktanteile für sich zu gewinnen. Ein weiteres Unternehmen das um die Gunst der Kunden buhlt ist Notion Ink mit dem Adam Tablet. Im Gegensatz zu den bisher erschienenen oder angekündigten Geräten verfolgt das Adam Tablet das Ziel ein Allrounder zu sein, der nicht nur alle denkbaren Bereiche des Tablet Computings abdeckt, sondern deren Anforderungen auch noch preisgünstig erfüllen möchte. Das Adam Tablet erhebt dabei den Anspruch, unter anderem als vollwertiger Notebook-Ersatz zu dienen. Dies verdeutlicht auch schon der Name des Produktes: Adam. "It's not a tablet or a book reader. It's a new species, and we call it ADAM. The first."[1] Diese Arbeit analysiert das Potenzial des Notion Ink Adam Tablet im Hinblick auf die anzusprechenden Zielgruppen und die Merkmale, die nötig sind, um das Produkt in diesem Marktsegment erfolgreich als Allrounder zu etablieren.
2 Grundlagen Tablet Computing
2.1 Begriffserklärung
Der Begriff Tablet-PC leitet sich vom englischen tablet (Schreibtafel, US-Engl - Notizblock) ab. Bezeichnet werden hiermit kleine, handliche Computer, die im allgemeinen keine Tastatur und Maus besitzen und sich entweder mi den Fingern oder einem hierfür geeigneten Stift bedienen lassen. Zu den Vorteilen der Tablet-PCs gehört die erhöhte Mobilität und die Bedienung im Stehen sowie mit nur einer Hand. Auch reine eBook-Reader können zu der Klasse der Tablet-PCs gezählt werden. In letzter Zeit steigt jedoch das Bedürfnis nicht nur unterwegs eBooks zu lesen und zu surfen sondern auch Spiele zu spielen und Büroarbeit zu erledigen. Aus diesem Grund gehen die Hersteller dazu über, immer leistungsfähigere Tablet-PCs zu entwickeln.
2.2 Übersicht Produktmerkmale
| Technische Daten | |||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kommunikation |
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| Display |
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| Speicher |
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| Anschlüsse |
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| Lautsprecher | 2 Stereolautsprecher vorhanden | ||||||||||||||||||||
| Sonstiges |
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| Laufzeit | vorraussichtliche Laufzeit bei Batteriebetrieb: 140 Stunden Audiowiedergabe / 16 Stunden Wiedergabe von HD-Videos | ||||||||||||||||||||
| Software | |||||||||||||||||||||
| Betriebssystem |
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| Softwaremanagement | Android Marketplace (mit Herstellererweiterung) | ||||||||||||||||||||
Das indische Startup Notion Ink Design Labs Pvt. Ltd. [2] mit dem Firmensitz in Hyderabad[3] ist zu dem Zweck der Tablet-Computing Produktentwicklung gegründet worden. Der Gründer der Firma, Rohan Shravan, hat aus der Vision heraus ein Tablet für alle erdenklichen Einsatzzwecke überall nutzen zu können, das Produkt Adam Tablet ersonnen. Seit der Gründung entwickelt das Startup, in Kooperation mit vielen weiteren Firmen, eine Plattform, die möglichst vielen unterschiedlichen Einsatzzwecken gerecht werden soll. Rohan Shavran erkannte, dass der Markt keine Plattform bietet, die alle von ihm gewünschten Einsatzzwecke abdecken kann: '"Out of my college, and I wanted a device to browse internet everywhere, anytime. I wanted to read news, stay up to date with all possible RSS feeds. Read random books, manage my finances. Write blogs. Chart out plans. But this is not what I wanted when I was in college. There I wanted to read economics. See how reactions take place. Design machines in 3D. Design a robot which can be controlled, programmed. Take photographs, edit them, share them. Stay in touch with friends. Send them messages. Watch serials. […] A device, just to realise dreams!'" [4]
Um all diese Eigenschaften zu erfüllen, musste ein bis dato neues Konzept erarbeitet werden: Die Plattform würde genügend Leistungsreserven für in 3D gerenderte Anzeigen oder komplexe Berechnungen haben müssen. Des weiteren würde das Betriebssystem schnell und leicht erweiterbar bzw. anpassbar sein müssen, um den Endanwendern einen hohen Grad an Flexibilität zu ermöglichen. Ähnlich hohe Anforderungen wurden an das Display gestellt. Um stets gut ablesbar und damit auch in hellen Umgebungen einsetzbar zu sein, musste in Kooperation dem Displayhersteller ein neuer Displaytyp entwickelt werden. Das Resultat dieser gesamten Produktentwicklung ist eine zu diesem Zeitpunkt (Juni 2010) einzigartige Lösung. In Zusammenarbeit mit NVidia[5] und Pixel Qi[6] entstand eine Plattform mit einem 1Ghz Dualcore Arm® Cortex-A9 Mpcore™[7] Prozessor[8], der im Rahmen der NVidia Tegra 2-Plattform [9] verbaut wird und einem Display, welches von Pixel Qi gefertigt wird, einen niedrigen Energieverbrauch aufweist und bei beinahe beliebigen Lichtverhältnissen stets gut ablesbar ist und bei der Produktrealisierung verwendet wird.
Größe und Gewicht
Das Adam Tablet wird in einem Gehäuse mit den Außenmaßen 158 * 239mm und einer Dicke von grade mal 13mm untergebracht. Mit allen Komponenten inklusive Akku kommt es auf ein Gewicht von 600-650g. Diese Dimensionen entsprechen den mittlerweile weitverbreiteten Dimension aktueller und angekündigter Tablet-Computer.
Tegra 2
Die verbaute Tegra 2 (Nvidia Tegra 250) Plattform besteht aus mehreren völlig unabhängig voneinander agierenden Komponenten.
Als CPU kommt ein Dual-Core ARM A9 Prozessor mit 1GHz zum Einsatz. Diesem steht eine sehr stromsparende GPU mit OpenGL ES 2.0 Unterstützung, Programmierbare Pixel und Vertex Shader zur Seite. Die GPU ist doppelt so Leistungsfähig wie die Vorgängerversion.
Ebenso findet ein Prozessor der speziell für die Decodierung in Echtzeit und Encodierung von 1080p H.264, VC-1 und MPEG-4 Videos und mehrere Standard-Audiocodecs wie AAC, AMR, WMA und MP3 zuständig ist. Außerdem kann er die Encodierung und Decodierung von JPEG-Daten beschleunigen.
Ein Weiterer Prozessor ist in der Lage, Daten von einer Digitalkamera mit bis zu 12 Megapixel zu mit Bild Verbesserern wie AWB, AF und AE zu bearbeiten.
Als Speicher kommt DDR2 in einer speziellen stromsparenden Version zum Einsatz welcher nur ca. 50% des Stroms von vergleichbarem Desktoparbeitsspeicher benötigt.
Die Tegra 2 Plattform unterstützt einen echten Dual-Monitor Betrieb in Auflösungen von bis zu 1920*1080 per HDMI und 1600*1200 bei Röhrenmonitoren. Sie kann die Bilddaten zu einem Fernseher sowohl nach PAL als auch NTSC-Standard ausgeben.
Display
Als Bildschirm kommt ein Hybriddisplay der Firma Pixel Qi zum Einsatz. Pixel Qi Corporation ist eine Ausgründung aus dem OLPD Projekt[10] welche zum Ziel hatte ein 100$ Laptop auf den Markt zu bringen. Pixel Qi wurde 2008 von Mary Lou Jespen, welche maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war, in den USA gegründet[11] und befasst sich speziell auf die Entwicklung und Herstellung von günstig produzierbaren, energiesparenden Bildschirmen auf Flüssigkristall-Basis. Displays mit Pixel Qi Technologie arbeiten nicht nur mit Hintergrundbeleuchtung sondern auch teilweise oder ganz mit reflektiertem Umgebungslicht und spiegeln wesentlich weniger als normale TFT-Displays. Dadurch sind sie besonders stromsparend und können auch bei direktem Sonnenlicht verwendet werden[12].
| Die drei verschiedenen Display-Modi des Adam Tablet | ||
|---|---|---|
Es wird jedoch auch ein Modell ohne Pixel Qi Display, mit einem normalen LCD-Bildschirm derselben Größe geben. Auch dieses wird mit kapazitivem Multitouch und einer Anti-Blend Beschichtung ausgestattet sein. Das im Adam Tablet eingesetzte Display wird mit einer Auflösung von 1024 * 600 betrieben werden und soll nur wenige Milliwatt Strom verbrauchen.
Speicher
Das Betriebssystem sowie alle anderen Dateien werden auf einem internen Speicher mit je nach Ausstattung 16 bzw. 32 GB Größe gelagert. Erweiterbar ist der Speicher über einen MicroSD-Slot an der Gehäuseseite. Ab der Android Version 2.2 ist es möglich, Applikationen anstatt in die interne Speichereinheit auch auf die eingesteckte Speicherkarte zu installieren[13]. Eine SDHC-Karte besitzt eine Speicherkapazität von bis zu 32 GB, wenn sie nach der aktuellen Spezifikation 2.00 gefertigt wurde[14]. Durch die ebenfalls vorhandenen USB-Anschlüsse ist die Speicherkapazität praktisch unbegrenzt. Der "mobile" Speicher beschränkt sich hier auf 64 GB (interner Speicher von max. 32GB + Speichererweiterung durch 32 GB SDHC-Karte).
Anschlussmöglichkeiten
Das Adam Tablet besitzt drei USB-Anschlüsse der Version 2.0 zum Anschluss externer Peripherie. Über diese lässt sich zum Beispiel leicht eine Tastatur oder eine externe Festplatte anschließen. Für den Anschluss eines Headsets oder externer Lautsprecher bietet es sowohl einen 3.5mm Klinken Stereo Ausgang sowie einen Mikrofon Eingang.
Monitore oder Fernsehschirme lassen sich über einen HDMI-Port anschließen, für den Anschluss eines Computermonitors ist allerdings ein HDMI-DVI-Adapter notwendig.
Neben einem Stromanschluss für ein Netzteil und einem Docking Port für Dockingstationen befinden sich noch ein MicroSD-Slot und ein SIM-Card Slot für die Speichererweiterung bzw. Nutzung von 3G mit an Bord.
Kommunikation
Ein integriertes WLAN Modul gehört eigentlich schon zum guten Ton für ein Tablet-PC. Auch das Adam Tablet bildet hier keine Ausnahme und besitzt ein WLAN-Modul, welches nach 802.11 b/g Standard mit bis zu 54Mbis/s funkt. Um auch an Orten ohne WLAN-Netzabdeckung nicht auf das Internet verzichten zu müssen befindet sich auch ein 3G HSDPA-Modul in dem Gerät. Hiermit lassen sich je nach Provider und Netzabdeckung immerhin bis zu 7.2Mbit/s erreichen.
Für die Kommunikation mit Geräten in der direkten Umgebung des Adam Tablet sorgt ein weiteres Funkmodul welches nach Bluetooth Standard 2.1 mit anderen Geräten kommunizieren kann. Die Erweiterung A2DP von Bluetooth wird auch unterstützt. Mit A2DP ist es möglich, herstellerübergreifend Stereo-Audio-Signale über Bluetooth zu übertragen. Das Adam Tablet funktioniert also mit jedem Bluetooth Headset das auch den A2DP-Standard unterstützt. Ob mit dem Adam Tablet ein Telefonieren möglich ist, oder ob das Headset hier nur zum Musik und Film-Ton hören ist, ist noch nicht bekannt. Da die Telefoniefunktion jedoch eine Grundfunktion von Android darstellt, die lediglich vom Hersteller aktiviert werden muss, kann jedoch davon ausgegangen werden, dass das Führen von Telefonaten möglich sein wird.
Sonstiges
| Neben den Anschlussmöglichkeiten Externer Geräte, bringt das Adam Tablet einige Peripherie auch direkt mit. So sind an der Oberseite eine drehbare 3,2 Megapixel Kamera sowie Stereo Lautsprecher integriert. Als Sensoren wurden zur Positions- und Lagebestimmung ein A-GPS und ein 3-Achsen Beschleunigungssensor sowie zur automatischen Regulierung der Bildschirmhelligkeit ein Umgebungslichtsensor verbaut.
Damit die Bedienung des Gerätes mit den Fingern nicht die Sicht auf die Applikation verdeckt, ist an der Rückseite des Adam Tablets ein Touchpad eingearbeitet. Dieses unterstützt zwar nicht Multitouch, aber hiermit kann effektiv vermieden werden, beim Surfen/Scrollen den Bildschirminhalt mit der eigenen Hand zu überdecken. |
3 Anwendungsbereiche
3.1 Heimanwender
| Ein Tablet-Computer bietet gerade Heimanwendern viele Vorteile bei der Verwendung. Durch das Prinzip eines auf Gestensteuerung ausgelegten Desktops sind die Geräte im Vergleich zu elaborierten Desktoplösungen sehr leicht bzw. intuitiv zu bedienen.
Selbst Laien benötigen im Gegensatz zu voll ausgestatten Desktoplösungen eine nur kurze Eingewöhnungszeit. Die Bedenken des Endanwenders, ungünstige / falsche Konfigurationen durchzuführen sinkt durch die einfache (und teilweise auch einschränkende) Art der Fingerbedienung; Bei der nicht alle möglichen Optionen zur Konfiguration wie zum Beispiel Displayauflösung oder Gerätetreiber angeboten werden müssen. Für Heimanwender, die lediglich die Internet-Funktionen eines Desktops nutzen, ist dieses Gerät somit hervorragend geeignet, da hier einfach der Finger als Mausersatz genutzt werden kann. Anwendungsbeispiele wären zum Beispiel Couch Surfing, Videotelefonie oder mobile Kommunikation. Aber auch darüber hinaus ergeben sich hier noch Verwendungsmöglichkeiten. Durch den sog. E-Ink Modus des 10.1" Pixel Qi Displays und bedingt durch die lange Akkulaufzeit ist das Lesen von eBooks auf dem Gerät 140 Stunden und länger möglich. Für eine Haussteuerung, die das Prinzip intelligentes Wohnen[15] unterstützt, das Abrufen von Rezepten oder die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten wie Videos / Audiodaten oder Streaming-Inhalten ist auch eine Wandmontage des Tablets denkbar. Das Bild verdeutlicht die Idee anhand eines Apple iPads. | |
| Eine Möglichkeit, (Städte-)Navigation sinnvoll zu erweitern, ist Augmented Reality (zu Deutsch: Erweiterte Realität). Hierbei werden dem aktuellen Kamerabild zusätzliche Informationen zu den auf dem Bildschirm abgebildeten Objekten (z.B. Sehenswürdigkeiten) hinzugefügt. Dies ist natürlich auch auf zuvor gespeicherten Fotos mit Positionsinformationen[16] möglich. Um den Standort der Kamera zu bestimmen zu können, wird das interne GPS-Modul verwendet. Die Informationen werden dabei von verschiedenen Internet-Plattformen abgerufen und in Form von klickbaren Tags in das Bild eingebettet. |
3.1.1 Multimedia
| Durch die integrierte Tegra 2 Plattform von NVIDIA ist das Adam Tablet in der Lage, selbst H.264, MPEG-4 und VC1/WMV9 in 1080p flüssig zu decodieren. Der Bildschirm hat jedoch nur eine Auflösung von 1024 * 600 Pixeln so dass für den verlustfreien Genuss von Videos ein externer Bildschirm über HDMI angeschlossen werden muss. Die Akkulaufzeit wird beim Abspielen von HD-Material mit ca. 16 Stunden angegeben. Damit lässt sich das Adam Tablet sowohl als mobiles Abspielgerät als auch als Zuspieler für zu Hause nutzen.
Die interne 3,2 Megapixel-Kamera ermöglicht unter anderem Video-Telefonie via VoIP und eignet sich für die Aufnahme von Schnappschüssen im Alltag, wie sie häufig in sozialen Netzwerken (siehe Social Networking) veröffentlich werden. Für den Ton sorgen zwei integrierte Lautsprecher sowie ein 3.5mm Stereo Klinkenstecker über den externe Lautsprecher oder eine Anlage angeschlossen werden können. Die Tegra 2 Plattform ist leistungsstark genug, um aufwändige 3D-Anwendungen rendern und flüssig darstellen zu können. Dadurch lassen sich sogar aktuelle Spiele (3D-Shooter wie z.B. Unreal 3[17], Strategiespiele wie Command & Conquer - Tiberian Sun[18]) auf dem Tablet ausführen und spielen. Auch hier ist die User-Experience besser, wenn ein externer Monitor sowie eine zusätzliche Steuerung in Form von Peripheriegeräten angeschlossen wird. Es ist zwar möglich mit dem Adam Tablet Musik abzuspielen, aufgrund der Größe wird man dies aber eher als Nebenbeschäftigung, zum Beispiel beim mobilen Mailabruf nutzen. Als portabler MP3-Player ist das Gerät schlicht zu groß und unhandlich, als stationäres Gerät jedoch eine gute Alternative, nicht zuletzt wegen Stereo und HDMI-Ausgang. Eine weitere Denkbare Anwendung wäre, das Gerät als eine Art Universalfernbedienung einzusetzen. Logitech bietet mit seiner Harmony Produktreihe[19] eine Vielzahl von Universalfernbedienungen an, die nahezu jedes Gerät steuern können. Vor Kurzem hat Logitech auch eine App veröffentlicht[20] womit man sein Smartphone in eine Universalfernbedienung verwandeln kann. Einen USB-Infrarotsender vorausgesetzt könnte auch das Adam Tablet als "stylische" Universalfernbedienung dienen. Mit einem USB-DVB-T Stick/Dongle ist es zudem möglich, unterwegs Fernsehprogramm zu empfangen; Somit muss man z.B. auch bei einer längeren Zugfahrt nicht auf seine Lieblingsserie oder die Nachrichten verzichten. Auch die Möglichkeit, das Tablet als Unterhaltungsplattform im Auto zu nutzen, ist durchaus denkbar. |
3.1.2 Internet
Da das Adam Tablet sowohl ein integriertes WLAN- als auch UMTS-Modul hat, bestehen praktisch (fast) keine Einschränkungen beim Zugriff auf das Internet. Auf dem 10.1 Zoll großen Display ist es ab Werk mit einem vorinstallierten Firefox möglich, von überall aus jederzeit eine Verbindung zum Internet herstellen zu können, um im Internet zu surfen, seine Mails abzurufen, zu chatten oder Ähnliches. An der Integration eines Players für Adobe Flash™-Inhalte wird momentan noch gearbeitet, aber es ist damit zu rechnen, dass bis zur Veröffentlichung des Adam Tablets auch dieses Format fehlerfrei dargestellt werden kann. Somit würden dann auch Videoportale, die zur Wiedergabe der Inhalte auf einen Player im Flash-Format angewiesen sind ( wie z.B. YouTube) auf dem Adam-Tablet aufrufbar sein. Es gibt jedoch auch im Android Market eine spezielle YouTube-Applikation, so dass es z.Zt. auch ohne die Unterstützung von Adobe Flash™ möglich wäre, 'YouTube' zu nutzen. Durch das handliche Format und die kurze Zeit, bis nach dem Einschalten der Desktop zur Verfügung steht, lässt sich kurzes bzw. spontanes Surfen im Internet von zu Hause oder Unterwegs kaum besser lösen. Für längeres Arbeiten an großen Dokumenten (Wikis, Emails, Briefe) sollte allerdings eine zusätzlich angeschlossene Tastatur verwendet werden. Die Bildschirmtastatur wird bei der direkten Draufsicht durch die Finger verdeckt, zusätzlich erschwert die fehlende haptische Rückmeldung die Eingabe von größeren Texten. Beim Surfen ist die Bedienung mit den Fingern jedoch kein Hindernis, da auch an der Rückseite des Adam Tablets ein Touchpad angebracht ist, mit welchem man das Tablet bedienen kann.
3.1.3 Social Networking
| Durch eine Vielzahl für das Android Betriebssystem erhältlichen Community-Anwendungen sowie den Integrierten Browser und 3G ist jederzeit und von überall ein Zugriff auf diverse Social Networks wie Facebook[21], studiVZ[22], Xing[23] und andere möglich. Mit der integrierten 3,2 Megapixel Kamera lassen sich kurze Videos sowie Fotos aufnehmen, um diese später zu veröffentlichen. Diese Art von user-generated content lässt sich somit mit nur einem Gerät erstellen. Ein weiterer Vorteil ist der Wegfall der Übertragung der Inhalte auf ein an das Internet angeschlossene Endgerät, um diese veröffentlichen zu können. Auch hier gilt, dass für längere Texteingaben (z.B. während Chats) eine externe Tastatur angeschlossen werden sollte (siehe Kapitel Internet). Hier bietet die Android-Plattform, das das Tablet als Betriebssystem nutzt einen weiteren Vorteil: Facebook[21] stellt ein SDK für die Entwicklung von Anwendungen für die Facebook-Plattform bereit[24]. Das soziale Netzwerke ein häufig genutztes Medium sind, zeigt die Umfrage von Statista[25] aus dem 3. Quartal 2009. |
3.1.4 Sonstige Anwendungen
Neben den bisher aufgeführten Anwendungsgebieten existieren noch einige weitere, von denen hier nur ein paar denkbare Alternativen aufgezählt werden wollen. Mit der integrierten Kamera welche auch nach vorne schwenkbar ist und dem UMTS-Modul ließe sich prima Geotagging oder Anwendung á la Augmented Reality umsetzen. Dabei würde auf dem Display das angezeigt werden, was mit der Kamera aufgenommen wird und mit Informationen aus dem Internet ergänzt werden. Eine Applikation die dieses leistet wäre zum Beispiel wikitude [26]. Der Wikitude Mobile Travel Guide kann gratis aus dem Android Market heruntergeladen werden [27]. Eine weitere Anwendung aus dem Wikitude Projekt befindet sich zur Zeit noch in der Entwicklung und in den USA in der Beta-Test Phase[28]: Wikitude Drive. Bei Wikitude Drive wird das Smartphone (oder in diesem Falle das Adam Tablet) so an der Windschutzscheibe oder auf dem Armaturenbrett angebracht, dass die eingebaute Kamera die vor dem Auto liegende Straße gut aufzeichnen kann. Das Gerät gibt die aufgezeichneten Daten dann 1:1 auf dem Display wieder und ergänzt halbtransparente Navigationsinformationen. So wird die Spur auf der man sich einordnen sollte farblich hervorgehoben und bei mehreren Kreuzungen hintereinander kann man auf dem Display genau sehen, an welcher abgebogen werden muss. Der Klare Vorteil dieser Lösung ist, dass der Autofahrer den Blick niemals von der Straße wenden muss, da er auch beim Blick auf das Display noch den Verkehr im Auge hat. Für Sternenliebhaber interessant sind Anwendungen wie Google Sky Map [29] bei denen man sein Smartphone/Tablet einfach in den Himmel hällt, und die Applikation zeigt die sichtbaren (oder durch Wolken verdeckten) Sternenkonstellationen, Sterne und Planeten in dem anvisierten Bereich an. Places Directory welches auch von Google implementiert wurde[30] zeigt welche Interessanten Plätze wie Restaurants, Kinos, Hotels oder Banken in der Nähe. Es zeigt sowohl die Richtung, die Wegbeschreibung um dorthin zu gelangen, als auch Bewertungen von anderen an. Für Menschen die nicht fähig sind selber zu sprechen gibt es Anwendungen wie das Speaking Pad[31] welche eingegebenen Text laut vorlesen. Natürlich lässt sich diese Anwendung auch nur zum Spaß benutzen.
Alle diese Anwendungen können gratis aus dem Android Market heruntergeladen werden und jeder mit ein wenig Programmiererfahrung kann sich mit dem frei verfügbaren Android SDK[32] relativ leicht eigene Anwendungen schreiben und auf sein Tablet aufspielen.
3.2 Professionelle Anwender
3.2.1 Business
Das Adam-Tablet bietet auch ohne zusätzlichen Docking-Adapter einen nativen HDMI-Port, über den ein Bild mit bis zu 1080p ausgegeben werden kann. Auch sind 3 USB-Anschlüsse vorhanden. Somit erlaubt dieses Tablet den direkten Anschluss an einen stationären und / oder temporären Arbeitsplatz, ohne dass der Anwender zusätzliche Adapter bereitstellen müsste. Die leistungsstarke Grafik-Hardware des Tablet erlaubt sogar das Ausführen anspruchsvollerer Anwendungen. Dazu kann in mit Citrix-Produkten realisierten VDI-Umgebungen die Citrix-Erweiterung HDX[33] des ICA-Protokolls [34] verwendet werden. Durch diese Möglichkeiten sind im Business-Umfeld diese Einsatzgebiete denkbar:
- Arbeitsumgebungen innerhalb einer virtuellen Desktopinfrastruktur (VDI-Arbeitsplätze)
- In diesen Umgebungen wird häufig ein Thin Client (TC) zum Zugriff auf den virtualisierten Desktop verwendet. Dieser TC lässt sich in dieser Konfiguration ausschließlich für den Zweck des Desktopzugriffs nutzen. Das Asset wird häufig ausschließlich zu diesem Zweck beschafft. Der TC ersetzt in diesem Fall einen herkömmlichen Desktop-Computer, da dieser für diese Aufgabe zu viel Energie verbraucht[35].
Ein TC verbraucht zwischen 5 und 20 Watt Energie, während ein herkömmlicher und aktueller Desktop-Computer mit gutem Energiemanagement (z.B. ACPI) und stromsparenden Prozessoren (Cool'n'Quiet™[36] bzw. Speedstep™[37]) für die gleiche Aufgabe zwischen 90 und 100 Watt verbraucht. Eine denkbare Alternative wäre der Zugriff auf die VDI-Umgebung mittels Adam Tablet. Hier wird das Tablet als Desktop-Ersatz an externe Peripherie-Geräte wie Monitor, Maus und Tastatur angeschlossen. Das Tablet wird im Büro-Alltag als PC verwendet und bei Besprechungen / Kundenterminen einfach im Aktenkoffer mitgenommen. Ob hier ein gesamter Desktop oder lediglich auf dem Terminalserver veröffentlichte Anwendungen dargestellt werden ist für die Lösung unerheblich. Ein zusätzlicher Benefit ist der niedrige Energieverbrauch des Tablets im Betrieb. Ein Adam-Tablet (mit abgeschalteter Beleuchtung, in solch einem Anwendungsfall wird wahrscheinlich ein externer Monitor verwendet) verbraucht ca. 10 bis 30 Watt, ist also ähnlich energieeffizient wie der TC. Durch die Vorteile, die das Tablet weiterhin bietet, ist der Mehrwert in diesem Falle enorm. Dies trifft im besonderen zu, wenn der Arbeitsplatz des Benutzers ein hohes Maß an Mobilität bedingt.
- Arbeitsumgebungen, die durch Terminalserver gestützt werden
- Wie im obigen Abschnitt angemerkt, ist es unerheblich, ob ein gesamter Desktop oder nur einzelne veröffentlichte Anwendungen angezeigt werden. Sind es allerdings nur wenige Anwendungen, die Hauptsächlich durch Mausgesten bzw. Fingergesten bedient werden, kann hier kurzzeitig auf den Anschluss externer Peripherie-Geräte verzichtet werden.
- Anspruchsvolle Multimedia-Arbeitsplätze
- Das Tablet kann (einen entsprechenden HDX-Client vorausgesetzt) auch grafikintensive, hochaufgelöste Inhalte rendern und darstellen. Da dies in bisherigen Terminalserver-Umgebungen stets ein Schwachpunkt war, da die Protokolle dafür nicht optimiert waren[38]. Solche Einschränkungen haben bisher verhindert, eine Terminalserverlösung für grafikintensive Anwendungen bereitzustellen, die Bildschirmaktualisierungen von großen Bildschirmbereichen mehrmals pro Sekunde vornehmen. Hier bietet HDX die Möglichkeit, die Bildschirminhalte vom Endgerät rendern zu lassen, anstatt diese hochaufgelöst zum Tablet zu übertragen. Die Tegra2-Plattform des Adam Tablet bietet genügend Ressourcen, um solche Aufgaben übernehmen und flüssig darstellen zu können.
- Als Präsentationsquelle oder Mitschriftplattform in Besprechungen
- Durch die Gestensteuerung kann das Tablet in Besprechungen mit einem Stift oder Fingergesten gesteuert werden und so zu Mitschriften von Besprechungsprotokollen oder Entscheidungen verwendet werden. Extra für diese Zwecke erhältliche Softwareprodukte gibt es für jedes Betriebssystem, diese Software sollte natürlich auf dem Tablet installiert sein. Ein Zugriff auf "eigene" Business-Applikationen, die via Terminalserver veröffentlicht wurden, müssen im ungünstigsten Fall via UMTS-Verbindung hergestellt werden. Diese ist für die schnelle Dateneingabe nicht zuverlässig genug, wenn die Besprechungsräume bei Kunden beispielsweise eine schlechte / ungünstige Empfangsqualität der Funkwellen des Handynetzes ermöglichen.
- Außendienst Mitarbeiter, die selten im Büro sind
- Viele Außendienst Mitarbeiter verwenden eine VPN-Verbindung um sich zu Beginn eines Arbeitstages aktuelle Aufträge auf ihre eigenen Endgeräte zu replizieren und nicht extra ins Büro fahren zu müssen. Dazu gibt die Firma (z.B. Deutsche Telekom AG, DTAG) häufig Notebooks aus, die je nach Modell einen Touchscreen bieten. Diese Geräte sind zusammen mit einem kleinen Tintenstrahldrucker in einem Aluminium-Koffer verbaut. Bedingt durch die kurze Laufzeit eines Notebooks, die im Durchschnitt 2-6 Stunden beträgt und die Wärmeentwicklung dieses Gerätes wäre das Adam Tablet auch hier ein sinnvoller Ersatz. Die Techniker der DTAG verwenden zur Bedienung der Arbeitsoberfläche ausschließlich den Touchscreen des Notebooks, die Tastatur des Gerätes ist durch eine Einlage innerhalb des Koffers verdeckt.[39]
In Krankenhäusern wäre die tägliche, durch ein Tablet unterstützte Arztvisite durch ein Tablet durchaus denkbar. Schon jetzt wird in Krankenhäusern der sog. klinische Pfad durch digitale Patientenakten und Chipkarten im Rahmen der ambulanten Behandlung gestützt. Eine logische Weiterentwicklung wäre es, Patientenakten anstatt an Krankenhausbetten auf einem Krankenhausserver abzuspeichern und zur Arztvisite Tablet-Computer zu verwenden, die die Daten mittels Software übersichtlich und aufgeschlüsselt zur Verfügung stellen.
3.2.2 Lehre / Forschung
Durch die hohe Akkulaufzeit, die Möglichkeit einen externen Monitor anzuschließen eignet sich das Gerät insbesondere als Präsentationsplattform. Auch zur einfachen Dateneingabe bei (Feld-)Versuchen oder der Laborforschung ist es dank des nicht-spiegelnden Display bestens geeignet. Ist entsprechende Software installiert, lässt es sich problemlos als Notebook-Ersatz nutzen. Dieser Zweck war die eigentliche Motivation bei der Entwicklung dieser Plattform. Anstatt ein Notebook zur Bearbeitung der Unterlagen zu verwenden, um diese nachher auf einen Desktop-Computer zu übertragen, dort final aufzubereiten und in den Datenbestand zu integrieren soll dieses Tablet die Funktionen dieser beiden Geräte vereinen. Durch das großzügig dimensionierte Multitouch-Display lassen sich auch direkt während einer Vorlesung Notizen in einem entsprechenden Programm anfertigen und mit Tonaufnahmen sowie Bildern (z.B. von Tafeln) kombinieren. Auch hier treffen die unter Business angegebenen Verwendungszwecke zu.
3.2.3 Sonstige Anwendungen
Durch das Integrierte A-GPS Modul lässt sich dieses Tablet in Verbindung mit der Google Navigation Software[40] auch als Navigationsgerät verwenden. Hierfür bietet sich natürlich eine UMTS-Flatrate an, um die Verbindungskosten der daraus resultierenden Datenvolumina gering zu halten. Diese Applikation lässt sich kostenneutral aus dem Android-Market installieren (vgl. Übersicht Produktmerkmale). Sie wird von Google selbst entwickelt und im Android-Market bereitgestellt[40] . Eine Befestigung des Geräts in einem Personenkraftwagen (PKW) ist möglich, allerdings nur schwer denkbar. Ein Tablet-Computer im Blickfeld des Fahrers zu befestigen schränkt die Sicht sehr ein. Denkbar ist eine Befestigung des Tablets nicht via Saugnapf an der Frontscheibe, sondern eher via Schwenkarm oder Klettverschluss am Armaturenbrett.
4 Bewertungskriterien
4.1 Marktanalyse
Die aktuelle Marktentwicklung zeigt, dass die Hardwarehersteller hier den Wunsch der Konsumenten nach Tablet-PCs erfüllen und diese Nische am Markt von noch keinem Hersteller bedient wurde. Die Verkaufszahlen des Apple iPads zeigen hier deutlich, dass Konsumenten schon lange auf solch eine Plattform warten. Der IT-Analyst Gartner[41] prognostiziert, dass im Jahr 2010 10 Millionen Tablet-Computer verkauft werden[42]. Der Markt entwickelt sich zur Zeit rasant, beinahe wöchentlich wird eine neue Tablet-Plattform vorgestellt. Auf der Computex 2010 in Taipei[43] wurden ebenfalls viele neue Plattformen vorgestellt. Die Übersicht im Abschnitt Wettbewerb stellt die momentan bekanntesten Plattformen und direkten Konkurrenten dar.
4.1.1 Entwicklung
Die Idee des Tablet-Computing ist nicht neu. Schon 2001 hat Microsoft ein nur daumendickes Tablet vorgestellt, das seinerzeit aber wenig mediales Echo erzeugt hat. Die Anwesenden der Konferenz hatten die Möglichkeit, ihre Meinung zum vorgestellten Tablet Computer abzugeben. Das Gerät wurde in 65% von über 150 Feedbackbögen als "Mangelhaft" bewertet. Als Gründe dafür gaben die freiwilligen Tester die langsame und unzureichende Schrifterkennung des Tablets, die fehlende Sprachsteuerung / Spracherkennung und die fehlenden Einsatzmöglichkeiten an. Nachdem Microsoft dieses Gerät aufgrund der mangelnden Nachfrage (Handwriting recognition, which is simply not a compelling feature for us, does not have a good track record. It will take far more than this to make us think about giving up our laptops. [44]) nicht zur Marktreife weiterentwickelte, wurden zunächst konsequenterweise die Notebooks technisch weiterentwickelt. Diese haben in den Jahren danach den klassischen Desktop-Computer nach und nach aus den Haushalten und Firmen verdrängt. Im Jahr 2009 allein stieg der Absatz laut Gartner [41] um 43,4 Prozent auf 49,4 Millionen Geräte. Der Netbook-Absatz hingegen stagniert, da vielen Usern die erheblichen Einschränkungen dieser Geräte negativ aufgefallen sind. So besitzen Netbooks aufgrund des geringen Preises oft relativ kleine Displays, die teilweise die Dialoge der mitgelieferten Software nicht vollständig darstellen können.Parallel zu der Notebookentwicklung entwickelten die Hersteller die Firmenhandys weiter. Gegen das von Microsoft erdachte Konzept, den Desktop auf einem Handy abzubilden und so den Anwender zur Bedienung mit einem Plastik-Stift, dem sog. Stylus zu zwingen, entwickelten viele Handyhersteller entweder Erweiterungen für die Windows Mobile® Benutzeroberfläche, wie z.B. HTC Sense UI [45] oder, direkt durch Apple inspiriert, Oberflächen mit intuitiver Gestensteuerung für ihre Smartphones. Der Fokus bei der Entwicklung wurde hier klar auf die Finger-Bedienung gelegt, so dass aktuelle Smartphones ohne Stifte bedient werden können. Heute sind die Plattformen Android, iPhone OS und Windows Mobile 6 (mit herstellerspezifischen Erweiterungen) mit solchen Oberflächen ausgestattet. Die Bedienung durch Finger-Gesten (und die Erkennung dieser Gesten durch das Betriebssystem) funktioniert erstaunlich gut, obwohl der Anwender ständig auf die eigenen Finger anstatt auf die Anwendungen schaut, wenn er diese bedienen möchte. Apple selbst allerdings hat die Entwicklung eines Smartphones der Tablet-Entwicklung vorgezogen und damit den Markt für Tablet-Computer konsequent durch ein Gerät, dessen Potential des Bedienkonzepts schnell erkannt wurde, vorbereitet. Nachdem die Hardware-Hersteller das Potential des Tablet-PC-Marktes erkannten, entwickelten viele von ihnen sowie mehrere Start-Ups ein Tablet-Computer intern, um diese Entwicklung auf der Computermesse Computex 2010 in Taipei vorzustellen.
4.1.2 Wettbewerb
Der Markt der Tablet-PCs befindet sich momentan in einem starken Wachstum. Immer mehr Hersteller entwickeln neue Tablets und bringen diese auf den Markt. Zur Zeit sind Tablets mit den unterschiedlichsten Betriebssystemen angekündigt. Die Hersteller verwenden iPhone OS, Android 1 und 2 sowie Windows 7 für ihre Tablets. Der Endanwender erhält mit iPhone OS und Android die Möglichkeit, durch den Hersteller geprüfte Software aus dessen Märkten zu installieren. Siehe dazu auch den Abschnitt Android Marketplace bzw. App Store im Kapitel Applikationen. Viele der unten genannten Tablets sind auf der Computex Taipei 2010 angekündigt worden, die Preise, die der Hersteller auf der Computex angekündigt hat, sind daher lediglich als Richtlinie zu sehen und werden daher nicht bei der weiteren Bewertung berücksichtigt werden können. Naturgemäß überschneiden sich die Zielgruppen teilweise. Hier soll zwischen der Zielgruppe derer, die ein Tablet-Computer ausschließlich zwecks Unterhaltung einsetzen wollen und diesen nur zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten verwenden wollen, und der Zielgruppe die solch ein Gerät zur Arbeitsunterstützung nutzen wollen und / oder planen, solch ein Gerät darüberhinaus im Büroalltag einsetzen zu wollen, unterschieden werden.
Im Folgenden sollen einige dieser Geräte vorgestellt werden.
Apple iPad
Als einer der ersten Hersteller von Tablet PCs gilt die Firma Apple[46]. Apple ist die Firma gewesen, die durch eine aggressive Marketingstrategie und ein ansprechendes Design den Hype um Tablet PCs und Tablet Computing überhaupt erst initiiert haben.
Das iPad besitzt einen 9.7 Zoll großen Multi-Touch Bildschirm mit IPS Technologie. Zur Weiteren Ausstattung gehören je nach Modell eine integierte Wlan-NIC nach 802.11a/b/g und n Standard, Bluetooth 2.1 mit EDR, 3G (UMTS/HSDPA) sowie GPS und einen internen Flashspeicher mit einer Größe von 16, 32 oder 64GB. USB-Anschlüsse oder ein VGA-Ausgang sind nur über separat erhältliche Docking Stationen vorhanden. In Deutschland ist es zu Preisen von 499€ bis 829€ erhältlich [47].
Archos 7 Home Tablet
Das Archos 7 Home Tablet verwendet Android 1.5 als Betriebssystem und bietet daher eine ähnliche Softwareaustattung wie das Notion Ink Adam Tablet. Allerdings werden keine UMTS-fähigen Tablets von Archos produziert. Das Archos 7 Home Tablet bietet dementsprechend auch keine GPS Unterstützung. Es ist klar auf die Unterhaltungsfunktion ausgelegt und steht nur im Bereich Unterhaltung und Privatanwendung in direkter Konkurrenz zum Notion Ink Adam Tablet. Das Gerät besitzt einen internen Speicher von 2GB, 4GB oder 8GB. Die 8GB Version wird in Europa für 179€ vertrieben.
Hewlett Packard Slate
Das Hewlett Packard Slate ist aus einer Kooperation von Microsoft und Hewlett Packard entstanden. Ziel der Produktentwicklung war es, ein Tablet zu erstellen dass Windows 7 als Betriebssystem einsetzt und durch die Tablet-Erweiterungen von Microsoft unter Windows 7 mit Fingergesten bedient werden kann. Zwecks Unterstützung von Funknetzwerken ist je eine Schnittstelle für WLAN, UMTS sowie GPS vorgesehen. Das Gerät steht damit in direkter Konkurrenz zum Notion Ink Adam Tablet. Geplant ist, das Tablet mit einem internen Speicher von wahlweise 32 GB oder 64 GB auszustatten und für 549 US-Dollar bzw. 599 US-Dollar anzubieten.
Asus Eee Pad
Jose Liao, Produktmanager für das Eee Pad bei Asus, hat dieses Gerät als "Internet-Surfmaschine, E-Reader und Musik-Player" angekündigt. Das Asus Eee Pad soll in zwei Versionen auf den Markt gebracht werden. Beide Versionen verwenden die Nvidia Tegra2-Plattform. Eine Version wird ein 10"-Display erhalten und Windows Embedded als Betriebssystem nutzen. Die zweite Version (EP121) wird ein 12"-Display verwenden und das Betriebssystem Windows 7 Home Premium einsetzen. Die Plattform soll im ersten Quartal 2011 auf den Markt kommen und 499 US-Dollar kosten. Wie der Produktankündigung zu entnehmen ist, ist dieses Tablet für die gleiche Zielgruppe wie das Archos 7 Home Tablet geschaffen worden:" At the end of the day, users not only have an electronic notepad, but a media player and e-reader as well.[48]. Es steht somit nicht in direkter Konkurrenz zum Notion Ink Adam Tablet.
Lenovo Ideapad U1
Das Lenovo IdeaPad U1 ist der einzige bisher angekündigte Hybrid zwischen Notebook und Tablet-Computer. Das Produkt verwendet 2 Betriebssysteme und Prozessoren für die eigentliche Arbeit. Das Tablet lässt sich aus der Dockingstation lösen und arbeitet dann mit einem Snapdragon-Prozessor und einer angepassten Linux-Distribution namens Skylight mit 512 MB RAM und 12 GB internen Speicher. Im angedockten Modus startet das Tablet Windows 7 und verwendet die in der Dockingstation verbaute Hardware. Im gedockten Modus steht sämtliche aktuell in Notebooks der Businessklasse verbaute Hardware zur Verfügung. Als Schnittstellen bietet das Gerät Bluetooth, WLAN, GPS und UMTS-Konnektivität. Das Gerät soll 1000 US-Dollar kosten, allerdings bietet es für diesen Preis genau genommen auch zwei Computer. Das Produkt steht in direkter Konkurrenz zum Notion Ink Adam Tablet, da es sowohl einen Arbeitsplatz Computer als auch ein Tablet-Computer darstellt. Allerdings ist der Preis zu hoch, um für Privatanwender interessant zu sein.
Fusion Garage Pte. Ltd. - JooJoo
Das JooJoo ist eins der wenigen bereits erhältliches Tablets . Es verfügt über ein 12" Display mit einer vergleichsweise hohen Auflösung von 1366 x 768 Pixel. Die Hardwarespezifikation sieht weiterhin 1GB Ram und ein Intel Atom-Prozessor N270 mit 1,6 Gigahertz vor. Darüber hinaus bietet dieser Tablet-PC einen USB Port, einen Kopfhörer-Ausgang und einen separaten Mikrofoneingang. Es werden alle gängigen Funkstandards wie WLAN 802.11 b/g und Bluetooth 2.1 unterstützt. Der integrierte Speicher fällt mit einer 4GB fassenden SSD recht knapp aus. Das ist aber auch nicht tragisch, da man keinerlei Applikationen auf das Gerät installieren kann. Das JooJoo versteht sich als reines Internet-Tablet und begründet die fehlenden Applikationen damit, dass man mittlerweile über den Browser genügend "Apps" zur Verfügung hat. Das Joojoo kostet laut offiziellen Angaben 359 €. Aufgrund der geringen Hardwareleistung und der Laufzeit von 2-5 Stunden (variiert je nach Nutzung) ist das Gerät ausschließlich für Heimanwender interessant die das Gerät hauptsächlich zum Surfen verwenden wollen.
MSI Windpad
Das MSI Windpad wird in den Versionen Windpad 100 bzw. Windpad 110 angeboten. Die Version 100 verwendet Windows 7 als Betriebssystem, hat 2 GB RAM und eine 32 GB SSD-Festplatte, als Prozessor wird ein Intel Atom Z530 Prozessor verbaut. Die Version 110 besitzt ein 10"-Display und verwendet ebenfalls die Nvidia Tegra-2 Plattform. Als Betriebssystem kommt hier allerdings Android 2.1 zum Einsatz. Beide Tablets sollen zwischen 399 US-Dollar und 449 US-Dollar kosten und Ende 2010 auf den Markt kommen. Das Tablet steht in direkter Konkurrenz zum Notion Ink Adam Tablet.
WeTab
Das WeTab verfügt über ein 11,6 " Display mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln. Als Ressourcen stehen dem WeTab 1 GB Ram und ein Intel Atom N450 Pineview-M mit 1,66 GHz zur Verfügung. Die Schnittstellen fallen vergleichsweise großzügig aus. Neben zwei USB 2.0 Ports, einem integrierten Speicherkartenleser, einem Audioausgang und einem SIM Card Slot bietet das WeTab die Möglichkeit ein externes Display über eine HDMI Schnitstelle anzusteuern. Für die kabellose Konnektivität werden alle gängigen WLAN Standards (802.11 a/b/g/n), Bluetooth und optional 3G (UMTS/HSDPA) unterstützt. Laut Herstellerangaben wird das Gerät am September 2010 in zwei Versionen erhältlich sein. Die Basisversion ohne 3G, GPS und HDMI Port und 16 GB internen Speicher soll 449 €, die Premium Version mit 32 GB internen Speicher 569 € kosten.
Markant an diesem Gerät ist vor allem der hohe Bekanntheitsgrad, der durch mehr oder weniger offensichtlichen Marketingkampagnen hervorgerufen wurde. Durch einen Markenrechtsstreit wurde der Hersteller kürzlich gezwungen den Namen von WePad zu WeTab durchzuführen.
Tablets im Vergleich
| Hersteller | Modell | Erhältlich | OS | CPU | Display | WLAN | UMTS | Bluetooth | Speicher | Kamera | USB 2.0 | HDMI | Akkulaufzeit | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Notion Ink | Adam Tablet | Q3 2010 | Android | nVidia Tegra 2 | 10,1 Zoll | b/g | ja | ja | 16/32 GB | 3,2 Megapixel | 3x | Ja (1080p) | > 16 Stunden | 0,65kg | ca. 300€ |
| Apple | iPad | Mai 2010 | Apple iPhone OS 3 | Apple A4 Prozessor | 9,7 Zoll | a/b/g/n | ja* | ja | 16 / 32 / 64 GB | nein | Als Zubehör und nur mit Einschränkungen verwendbar | nein | 10 Stunden | ~ 0,7kg | ab 499€ |
| Archos | Archos 7 Home Tablet | Oktober 2009 | Windows 7 | Intel ATOM Z515 | 8,9 Zoll | b/g | nein | nein | 60 GB (klassische Festplatte) | ja | ja | nein (RGB vorhanden) | 5 Stunden | 0,8 KG | 179€ |
| HP | Slate | abgekündigt zum 1.5.2010 | Windows 7 | Intel Atom | n/a | n/a | ja | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a | n/a |
| Asus | Eee Pad EP121 | Q1 2011 | Windows 7 Home Premium | Intel Core 2 Duo CULV Prozessor | 12 Zoll | b/g/n | ja | ja | bis 32GB | ja | 1x | nein | 10 Stunden | 671g | 325-400€ |
| Lenovo | Ideapad | DATE | OS | Intel Core 2 Duo U4100 / 1Ghz Qualcomm | 11,6" | ja | ja | ja | 128GB SSD / 16GB SSD | ja | 2x | ja (VGA+HDMI) | 6 bzw. 8 Stunden | 1.5 kg / 0.7 kg | 1000€ |
| Fusion Garage Pte. Ltd. | Joojoo | Mai 2010 | Android | Intel Atom-Prozessor N270 | 12,1 Zoll | b/g | nein | nein | 4 GB | nein | 1x | nein | 5 Stunden | 1,1 KG | 359€ |
| MSI | Winpad U110 | Ende 2010 | Windows 7 Home Premium | Intel Atom Z530 1.66GHz | 10 Zoll | b/g/n | ja | BT | 32GB SSD | ja | 2x | ja | 10 Stunden. | 771g | ~399-499$ |
| Neofonie | WeTab | September 2010 | WeTab OS (Linux) | Intel Atom N450 | 11,6 Zoll | a/b/g/n | ja* | ja* | 16GB | 1,3 Megapixel | 2x | ja | 6 Stunden | 0,8 KG | ab 449€ |
| * Versionsabhängig | |||||||||||||||
4.1.3 Prognose
Die Zukunft des Adam Tablets ist noch relativ ungewiss. Zum aktuellen Zeitpunkt ist weder über den voraussichtlichen Release Termin, die schlussendlichen Kosten für das fertige Produkt oder die Vertriebswege genaueres bekannt. Der noch junge Markt der Tablet-Computer befindet sich momentan im Aufschwung, eine zeitnahe Markteinführung des fertigen Produktes ist in diesem Markt ein unerlässliches Mittel um die Zukunft und den Markterfolg des Gerätes zu sichern. Die meisten bisher veröffentlichten Geräte sind speziell auf einige wenige Kernbereiche fokussiert entwickelt worden. So gibt es Geräte die fast ausschließlich zum Surfen, zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten oder die Büroarbeit ausgelegt sind. Notion Ink geht mit dem Adam Tablet jedoch einen anderen Weg und stellt Hardware zusammen, die universell einsetzbar sein soll. Es bleibt abzuwarten wie die Kunden auf solch ein Gerät reagieren, vorstellbar sind hier zwei Alternativen: Die potentiellen Kunden sehen die Funktionen und Möglichkeiten des Gerätes, denken sich dass das Gerät bei einer solchen Vielzahl an Funktionen und zu diesem Preis die Aufgaben doch niemals zufriedenstellend erledigen kann. Oder aber die Kunden erkennen das Potential des Geräts, geben ihm eine Chance und erkennen dass es durchaus in der Lage ist alle Anwendungsbereiche zufriedenstellend zu bedienen. In diesem Fall ist davon auszugehen das der Markt mehr nach "Allroundern" fragen wird und die Hersteller von den Speziallösungen zu den allgemein nutzbaren Tablets übergehen. Auch der Einsatz als Thin Client birgt viele Vorteile, so verbraucht das Adam Tablet nicht nur viel weniger Strom als ein Desktop PC, er ist zudem auch noch Portabel und kann noch leichter als ein Laptop einfach mitgenommen werden. Es lässt sich daher spekulieren, dass auch Firmen in Zukunft Geräte wie das Adam Tablet vermehrt einsetzen werden, um Rechenkapazität zu bündeln und auf lange Sicht Kosten einzusparen. Das Adam Tablet ist auch keineswegs nur für Computerprofis oder "Freaks" geeignet da die über den Android Marketplace beziehbare Software strenge Prüfungen durchlaufen muss, die sicherstellen das die Anwendung nicht nur fehlerfrei und einfach zu bedienen ist, sondern auch das Gerät nicht beschädigen. Als Mobile Entertainmentplattform kann es außerdem auch andere Geräte ersetzen, um zum Beispiel auf langen Autofahrten die Kinder mit Spielen und Filmen zu beschäftigen. Durch die Zahlreichen Kommunikationsschnittstellen ist hier sogar ein miteinander Spielen auf mehreren Geräten denkbar.
4.2 Softwarebasis
4.2.1 Betriebssystem
Ab Werk wird das Adam Tablet mit einem auf große Bildschirme optimierte Android ausgeliefert werden [49]. Android geht aus der von Google und mittlerweile 72 weiteren Firmen [50] aus der Hard- und Softwareindustrie gegründeten Open Handset Alliance hervor. Es wurde am 5. November 2007 von Google angekündigt [51], basiert auf dem Linux-Kernel 2.6 , ist kostenfrei und seit dem 21. Oktober 2008 open source [52]. Android bringt einen eigenen Marketplace mit auf dem von einer Fülle meist kostenloser Apps gewählt werden kann. Im ersten Quartal 2010 betrug der Marktanteil von Smartphones, die mit Android betrieben werden bei 9,6%. Im Gegensatz zum Marktanteil im ersten Quartal 2009 von 1,6% ist der Marktanteil innerhalb eines Jahres um 8% getiegen[53]. Die IT-Analysten von Informa Telecoms & Media [54] gehen weiterhin davon aus, dass der Marktanteil von Android im Jahr 2012 höher sein wird als der der Firma Apple[55].
4.2.2 Applikationen
Das Notion Ink Adam Tablet verwendet im Auslieferungszustand das Betriebssystem Google Android[1]. Durch Apples Appstore[56] inspiriert hat der Hersteller Google ebenfalls einen Marktplatz als Anwendung in das Betriebssystem integriert, um Anwendungen für Android für alle Android-Benutzer an zentraler Stelle zur Verfügung zu stellen. Der von Google am 22 Oktober 2008 zur Verfügung gestellte Markplatz war der Android Marketplace[57]. Der Android Marketplace bietet Entwicklern sowie Firmen die Möglichkeit, für Android erstellte Anwendungen auf diesem Marktplatz zu veröffentlichen. Endanwender haben hier die Möglichkeit die Anwendungen herunterzuladen, zu installieren und zu bewerten. So ist anderen Benutzern die Möglichkeit gegeben, eine subjektive Meinung im Stil einer Rezension zu lesen. Der Vorteil für den Endanwender ergibt sich aus der Prüfung der Software durch den Betreiber des Marktplatzes unter sicherheitskritischen und inhaltlichen Gesichtspunkten. Bevor eine Anwendung durch den Betreiber eine solchen Marktplatzes veröffentlicht wird, prüft dieser die zu veröffentlichende Anwendung auf die Durchsetzung bzw. Anwendung von genauen Vorgaben bezogen auf die strikte Einhaltung der vom Betreiber geforderten Richtlinien. Die wichtigsten Anforderungen an Funktion und Inhalt lassen sich so zusammenfassen:[58]:
- Eine Anwendung darf das Endgerät in keiner Weise schädigen.
- Eine Anwendung darf die Benutzerdaten eines Endgerätes in keiner Weise beschädigen.
- Eine Anwendung darf keinen illegalen, pornografischen, aufhetzenden oder für Minderjährige ungeeigneten Inhalt anzeigen oder abrufen.
- Eine Anwendung darf keinen übermäßig starken oder unvorhersehbaren Datentransfer initiieren, die zu hohen Rechnungen auf Endanwenderseite führen oder das Mobilfunknetz übermäßig stark belasten.
- Eine Anwendung darf den Betrieb weiterer Applikationen eines anderen Anbieters nicht stören.
Google behält sich das Recht vor, Freigaben für Anwendungen die obige Richtlinien nicht einhalten, auch im Nachhinein abzulehnen, zu sperren und aus dem Android Marketplace zu entfernen.
Der Endanwender hat somit die Sicherheit, nur durch Experten als unbedenklich eingestufte und freigegebene Software an zentraler Stelle gesammelt anzuschauen und bei Notwendigkeit oder Gefallen auf seinem Endgerät zu installieren. Die Entwicklung des Android Marketplace ist beachtlich: Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung, im März 2009, befanden sich schon 2300 veröffentlichte Anwendungen darin[59]. Gegen Ende des letzten Quartals im Jahr 2009 hat Androlib die Anzahl von 20.000 Applikationen gemessen[60]. Im April 2010 waren schon über 50.000[61]Applikationen im Android Marketplace verfügbar. Zum jetzigen Zeitpunkt (Ende Juni 2010) sind über 70.000 Applikationen im Android Marketplace verfügbar.
Da die Plattform ein quelloffenes SDK[62] anbietet, welches auf Java basiert, haben sich viele Entwickler dazu entschlossen, ihre Applikation kostenfrei für Android bereitzustellen, obwohl die einmalige Registrierung als Entwickler bei Google 25 US-Dollar kostet[63]. Der relative Anteil der kostenfrei verfügbaren Applikationen beträgt 61,4%. Die Applikationen des Android Marketplaces sind statistisch gesehen günstiger verglichen zu dem App Store der Firma Apple: Der niederländische IT-Analyst Distimo[64] hat den Durchschnittspreis einer Applikation der beiden Marktplätze bestimmt: Er beträgt im Android Marketplace 3.27 US-Dollar, im App-Store von Apple 3.62 US-Dollar[65].
Durch das quelloffene SDK hat jeder Endanwender, Programmiererfahrung unter Java vorausgesetzt, die Möglichkeit eigene Anwendungen zu entwickeln und auf sein eigenes Android-Gerät aufzuspielen.
4.2.3 Community
Bisher [66] hat sich noch keine aktive Community um das Adam Tablet gebildet. Es gibt jedoch eine Vielzahl von potentiellen Kunden, die auf die Veröffentlichung und den Verkaufsstart warten. Es ist damit zu rechnen, das mit Veröffentlichung des Geräts und des SDKs eine Community entstehen wird, die rasch neue Anwendungen speziell für das Adam Tablet und insbesondere unter dem Standard-Betriebssystem Android entwickeln wird. Diese Vermutung begründet sich unter anderem aus der Tatsache, dass Notion Ink amm 8. März 2010 bekannt gab, dass sie einen Wettbewerb um das Entwickeln von Applikationen für das Adam Tablet starten werden. Dieser Wettbewerb trägt den Codenamen Genesis und zielt damit, wie auch der Name des Tablets selbst, auf die Entstehung einer neuen Art ab[67]. Der Wettbewerb soll zum selben Zeitpunkt starten, an dem das SDK für die Öffentlichkeit freigegeben wird.
4.3 Alternative Betriebssysteme
4.3.1 Google Chrome OS
Das Betriebssystem Google Chrome OS ist das zweite Betriebssystem, dass durch Google initiieret wurde. Chrome OS ist ein auf Linux basierendes Betriebssystem, welches speziell für die Onlinenutzung konzipiert ist. Durch eine strategische Entschlackung des Betriebssystemkerns und die Reduzierung auf eine einzige Anwendung, dem Google Chrome Browser, entsteht ein extrem schnelles, sicheres und überschaubareres Betriebssystem auf der Basis von Linux. Sämtliche Anwendungen, die für den User bestimmt sind, werden innerhalb des Browsers ausgeführt. Dadurch baut Google einen weiteren Layer ein, der es ermöglicht, Applikationen losgelöst von der darunterliegenden Betriebssystembasis zu entwickeln. Alle Applikationen, die bereits für den Chrome Browser entwickelt wurden, laufen ebenfalls auf dem Chrome OS. [68] Daraus resultiert für Applikationsentwickler und Unternehmen ein extrem großer Markt, denn der Chrome Browser ist bereits für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar und erreicht dadurch sehr viele Benutzer. Ein weiter Vorteil ist, dass Google das Betriebssystem unter der BSD Lizenz veröffentlicht hat. Dadurch können „alle“ an dem Projekt mitarbeiten und es ggf. für eigene Zwecke verwenden. Das Projekt ist unter dem Namen Chromium veröffentlicht[69].
4.3.2 Ubuntu
Ubuntu ist ein Betriebssystem, welches wie viele andere Betriebssysteme eine Distribution von Debian ist. Ubuntu verfolgt die Philosophie das für jede Aufgabe genau ein Programm zur Verfügung gestellt wird, um diese Aufgabe zu erledigen. Mittlerweile ist Ubuntu die meistgenutzte Linux-Distribution [70]. Die Distribution wird vom Unternehmen Canonical Ltd. gesponsert. Der Vorteil von Ubuntu ist, dass es voll kompatibel mit der Debian Distribution ist, für die mittlerweile über 28000 Pakete zum Abruf bereit stehen [71]. Außerdem läuft der Linux Kernel auf fast jeder Hardware. Da auch Android auf dem Linux Kernel basiert und mit dem Adam ausgeliefert wird, ist davon auszugehen, dass auch Ubuntu auf dem Adam Tablet lauffähig sein wird. Als Nachteil ist jedoch aufzuführen, dass weder Debian noch Ubuntu für den Einsatz auf Tablet-PCs optimiert sind. Eine Multitouch-Unterstützung ist seit Kernel-Version 2.6.31 vorhanden [72], allerdings dürften einige Vorteile eines Tablets aufgrund der wenigen für Tablets optimierten Anwendungen dieser Linux-Distribution durch eine Installation dieses Betriebssystems auf dem Tablet-Computer entfallen.
4.4 Preis-Leistungs-Verhältnis
Über das Preis-Leistungs-Verhältnis kann bisher nur spekuliert werden, da der Hersteller noch keine offiziellen Preise veröffentlicht hat. Jedoch erwähnte der CEO des Herstellers Notion Ink Rohan Shravan gegenüber der Presse schon des Öfteren einen wahrscheinlichen Einführungspreis von 15000 Rupien[73]. Dies entspräche bei aktuellem Umrechnungskurs ca. 270 €. Sollte das Adam Tablet wirklich zu einem Preis von ca. 300 € mit den oben genannten Produktmerkmalen auf den Markt gebracht werden, so würde dies im Vergleich zu direkten Konkurrenzprodukten für ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen.
5 Schlussbetrachtung
Das Adam Tablet ist ein kompaktes Gerät, welches dank einer etwas dickeren und abgerundeten Seite auch gut in der Hand liegen sollte. Anwender von bisher erschienenen Tablets bemängelten die zu flache und glatte Oberfläche , so dass hier das Potential zur Verbesserung ausgenutzt wurde. Über die Reaktionsfähigkeit und Entspiegelung des Displays kann mangels persönlicher Erfahrungsberichte noch nichts gesagt werden, jedoch wurde es von der Presse bisher immer sehr gelobt. Der Hersteller verspricht, dass das Display vor allem bei abgeschalteter Hintergrundbeleuchtung weitaus weniger spiegelt und besser zu lesen sei als die Displays vieler Konkurrenzprodukte. Das Display ist mit 10.1 Zoll relativ großzügig dimensioniert und erlaubt dank der hohen Auflösung nicht nur angenehmes Surfen sondern auch eine ausgezeichnete Darstellung multimedialer Inhalte. Der Zugriff auf das Internet ist dank integriertem WLAN und UMTS Modul potentiell unbegrenzt möglich. Trotz all dieser Vorteile und Einsatzmöglichkeiten werden wahrscheinlich weder das Adam Tablet noch andere Tablets die Smartphones verdrängen können, da Tablets im direkten Vergleich einfach zu groß sind. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Tablets die klassischen Notebooks insbesondere bei Heimanwendern aufgrund der erhöhten Portabilität und kinderleichten Bedienung verdrängen werden. Die Kombination aus Tegra 2 Plattform zusammen mit einem Pixel Qi Display kann als USP betrachtet werden. Diese Kombination ist die einzige am Markt erhältliche, die sparsamen Energieverbrauch mit äußerst hoher Leistung kombiniert. Kein anderer Hersteller hat bisher ein Gerät mit solch einer Hardwarekonfiguration auf den Markt gebracht oder angekündigt. Auch diese Tatsache mag dazu beitragen, dass die angegebene Akkulaufzeit des Adam Tablets im Vergleich zu den anderen Geräten so hoch ist. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob alle Versprechen bezüglich Akkulaufzeit, Bildschirmfunktionen, Bedienung und Stabilität auch wirklich eingehalten werden können. Dem Anwender wird mit dem Adam Tablet eine Menge Freiheiten gelassen. Kaum ein Hersteller ist gewillt dem Nutzer die Wahl des Betriebssystems zu lassen. Auch dieser Aspekt wird die hohe Verbreitung des Adam Tablets im Kundenzielsegment begünstigen.
Der IT-Analyst Gartner[41] prognostiziert, dass im Jahr 2010 10 Millionen Tablet-Computer verkauft werden[74].
6 Anhang
6.1 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| 3G | Dritte Generation - siehe UMTS |
| A2DP | Advanced Audio Distribution Profile |
| ACPI | Advanced Configuration and Power Interface |
| BSD | Berkeley Software Distribution - Lizenz aus dem Open Source Bereich |
| DTAG | Deutsche Telekom AG |
| EDR | Enhanced Data Rate |
| EIST | Enhanced Intel Speedstep Technology |
| GPS | Global Positioning System |
| GPU | Graphics Processing Unit |
| HDMI | High Definition Multimedia Interface |
| HDX | High-Definition User Experience |
| HSDPA | High Speed Downlink Packet Access |
| ICA | Independent Computing Architecture |
| IPS | In Plane Switching |
| OLPC | One Laptop Per Child |
| PWK | Personenkraftwagen |
| SDK | Software Development Kit |
| TC | Thin Client |
| UMTS | Universal Mobile Telecommunications System |
| USB | Universal Serial Bus |
| USP | Unique Selling Proposition |
| VDI | Virtual Desktop Infrastructure |
| VPN | Virtual Private Network |
6.2 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Notion Ink Adam Tablet |
| 2 | Pixel Qi Display im Außeneinsatz (reflective mode) |
| 3 | Pixel Qi Display mit voller Hintergrundbeleuchtung (transmissive mode) |
| 4 | Pixel Qi Display bei direkter Sonneneinstrahlung (Monochrom) |
| 5 | Zusätzliches Touchpad auf der Rückseite des Adam Tablets |
| 6 | Tablet als Schaltzentrale eines Hauses |
| 7 | Augmented Reality auf einem T-Mobile G1 |
| 8 | Tablet als Unterhaltungsplattform im Fernverkehr |
| 9 | Nutzungsspektrum sozialer Netzwerke Q3/2009 |
| 10 | Citrix-Client unter Android, hier auf einem Archos Tablet |
| 11 | Energieverbrauch von ThinClients und Computern |
| 12 | Microsoft Tablet Computer im Jahr 2001 |
| 13 | Apple iPad |
| 14 | Archos 7 Home Tablet |
| 15 | Hewlett Packard Slate |
| 16 | Asus Eee Pad |
| 17 | Lenovo Ideapad U1 |
| 18 | JooJoo |
| 19 | MSI Windpad |
| 20 | Wetab |
| 21 | Vergleich kostenfreie zu kostenpflichtigen Applikationen im Android Marketplace |
6.3 Quellen- und Referenzverzeichnis
- ↑ 1,0 1,1 siehe Produktübersicht auf der Homepage von Notion Ink
- ↑ siehe Homepage des Herstellers Notion Ink
- ↑ siehe Kontaktdaten Notion Ink
- ↑ vgl. Notion Ink Blog - Where did it start anyway
- ↑ siehe Homepage NVidia
- ↑ siehe Homepage Pixel Qi
- ↑ siehe ARM Spezifikation Cortex-A9 Mpcore™
- ↑ siehe Produktinformationen auf der Homepage von Notion Ink
- ↑ siehe Nvidia Tegra 2
- ↑ siehe One Laptop per Child Projekt
- ↑ siehe OLPC-Mitarbeiterin Nummer 1 startet Projekt "Pixel Qi"
- ↑ siehe Abbildung 4
- ↑ vgl. Android 2.2 Platform Highlights
- ↑ vgl. Spezifikation 2.00 SDHC-Karte, Seite 129 ff.
- ↑ vgl. Homepage intelligentes Wohnen
- ↑ vgl. Geotagging
- ↑ vgl. Artikel Nvidia-Powered Devices at CES Including Notion Ink Slate with Pixel Qi Screen auf www.jarcrib.com, Zeitpunkt des Abrufs: 19.06.2010
- ↑ vgl. Homepage Command & Conquer, Zeitpunkt des Abrufs: 22.06.2010
- ↑ siehe Logitech Harmony Produktreihe, Zeitpunkt des Abrufs: 21.06.2010
- ↑ siehe Logitech Entwicklungsblog: A Peek Under the Hood: Google TV and Logitech Harmony Link, Zeitpunkt des Abrufs: 20.06.2010
- ↑ 21,0 21,1 Homepage Facebook
- ↑ studiVZ Homepage
- ↑ Xing - Social Network for Business Professionals
- ↑ siehe Facebook Entwicklungsblog, Zeitpunkt des Abrufs: 20.06.2010
- ↑ vgl. Soziale Netzwerke - Nutzer pro Monat, Zeitpunkt des Abrufs: 20.06.2010
- ↑ siehe Homepage wikitude
- ↑ Wikitude im Android Market
- ↑ siehe Wikitude Drive: Test Drivers Wanted
- ↑ Google Sky Map im Android Market
- ↑ Places Directory im Android Market
- ↑ Speaking Pad im Android Market
- ↑ siehe Download Android SDK
- ↑ siehe Definition HDX
- ↑ Definition ICA
- ↑ vgl. Desktop Energy Consumption - A Comparison of Thin Clients and PCs, Stand des Abrufs: 20.06.2010
- ↑ vgl. Cool'n'Quiet Technology
- ↑ vgl. What is Enhanced Intel Speedstep® Technology (EIST)?
- ↑ vgl. Bildschirmaktualisierungen sind langsam, wenn Sie ein Terminaldienste-Client in Windows XP verwenden
- ↑ Berugserfahrung eines Autors - Einsatz in Bereich TDN-Customer Suppot
- ↑ 40,0 40,1 siehe Google Maps Navigation für Handys
- ↑ 41,0 41,1 41,2 Homepage Gartner
- ↑ vgl. FAZ Online Auftritt, Zeitpunkt des Abrufs 26.06.2010
- ↑ siehe Homepage Computex 2010
- ↑ vgl. Pen Computing Magazine: A detailed look at Microsoft's Tablet-PC project
- ↑ vgl. HTC Sense Debuts on new HTC Hero
- ↑ vgl. Homepage Apple Inc.
- ↑ siehe Apple Store (U.S) Zeitpunkt des Abrufs: 20.06.2010
- ↑ vgl. Produktankündigung von Asus
- ↑ vgl. Improved Android UI for 10inch devices
- ↑ siehe Homepage Open Handset Alliance (OHA) Zeitpunkt des Abrufs: 20.06.2010
- ↑ vgl. Google unveils cell phone software and alliance
- ↑ Artikel auf Golem: Googles Android ist jetzt Open Source
- ↑ vgl. Gartner-Studie: Gartner Says Worldwide Mobile Phone Sales Grew 17 Per Cent in First Quarter 2010
- ↑ siehe Homepage Informa Telecoms & Media
- ↑ vgl. Artikel auf ZDNet: Android sales to outstrip iPhone's by 2012
- ↑ siehe App Store auf der Apple Homepage
- ↑ siehe Android Market
- ↑ vgl. Android Market Content Policy for Developers
- ↑ siehe T-Mobile Statistik USA März 2009
- ↑ siehe Android Market grows up, hits 20,000 apps milestone
- ↑ siehe Unofficial Android app count reaches 50,000+
- ↑ vgl. Android SDK - Android Developers
- ↑ vgl. Anmeldung für Android Market
- ↑ siehe Homepage Distimo
- ↑ vgl. Link zur veröffentlichten Studie von Distimo
- ↑ Stand Juni 2010
- ↑ Notion Ink Adam Google Development Contest - codenamed Genesis
- ↑ siehe Google Blog
- ↑ Projekthomepage Google Chromium
- ↑ Stand Juni 2010 - siehe distrowatch.com
- ↑ siehe Vollständige Paketliste auf packages.debian.org
- ↑ siehe ENAC's Interactive Computing Laboratory - Linux multitouch support
- ↑ vgl. The Hindu: A smart Adam to chart new territory
- ↑ vgl. FAZ Online Auftritt, Zeitpunkt des Abrufs 26.06.2010

