Potenzialanalyse mobiler CarSharing Modelle

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Düsseldorf
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Location Based eBusiness
Autor(en): Alex Bruckhaus, Andreas Heit und Benedikt Schmidt
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung:
Studiensemester: 4
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:

Inhaltsverzeichnis

1 Abkürzungsverzeichnis

AbkürzungBedeutung
CSOCarSharing-Organisation(-en)
GPSGlobal Positioning System

2 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
1Die Entwicklung der Kundenzahlen von Mobility 1987-2009
2Die weltweite Verteilung von CarSharing-Orgaisationen 2010
3Überblick über die CarSharing-Organisationen in Singapur
4Zipcar Logo
5Zipcar Standorte südliches Manhatten
6iPhone während der Reservierung
7iPhone während einer Nutzung
8Telefonische Reservierung eines smart2go
9Befugnisse der Firmen-Manager
10Der Verlauf des car2go-Piloten in Ulm
11Standortverteilung Deutschland
12Wachstum der CarSharing Nutzer von 1988 bis 2006

3 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr.Name
1Kostenmodell Zipcar New York

4 Einleitung

Es ist der 23. Dezember 2009, ein Tag vor Heiligabend. Ein junger Mann sitzt mit zwei weiteren Personen in einem PKW in Richtung Kiel. Gerade haben sie in Bremen noch Julia abgeholt - die die letzten 300km mit den zwei Männern zusammen fährt. Der PKW gehört dem Fahrer, Joachim (wohnt in Trier). Die drei Personen kennen sich nicht - haben sich auch noch nie vorher gesehen. Sie erfuhren von sich über eine Plattform für Mitfahrgelegenheiten im Internet, welche die Möglichkeit bietet, Mitfahrgesuche oder Mitfahrangebote zu inserieren. Jegliche Kommunikation erfolgte via E-Mail und Telefon. Jetzt fahren sie alle in Richtung Kiel, ihrer gemeinsamen Heimat. Einer von ihnen ist Lennart. Lennart ist 20 Jahre alt, Auszubildender aus Köln. Fast 600 km entfernt von seiner Heimatstadt Kiel arbeitet und lebt er seit August 2009. Als Sohn einfacher Eltern versucht er mindestens drei bis vier Mal pro Jahr in seine Heimat zu fahren um Freunde und Familie zu besuchen. Doch dies ist nicht immer einfach. Die Lebenshaltungskosten übersteigen zunehmend die finanziellen Möglichkeiten des Auszubildenden. Einen privaten PKW kann sich Lennart nicht leisten, sodass für Ihn eigentlich lediglich die Heimreise über Luft oder Gleis möglich ist. Ein einfaches Flugticket Köln-Hamburg-Köln kostet jedoch rund 212 €[1]. Die Bahn bietet die Strecke weit günstiger täglich für 118 € an[2] - Preise die oft für junge Berufseinsteiger nicht möglich sind. Eine Mitfahrgelegenheit bietet dort für 60 € [3] eine besonders preiswerte Alternative. Lennart ist nicht der einzige Profiteur des Arragement. Julia, die zweite Mitfahererin zahlt für die kürzere Strecke lediglich 20 € [3] und Joachim, als Fahrer und Inhaber der PKW kann er durch die Einnahmen laufende Betriebskosten (Wartung und Benzin) bezahlen. Nicht zu vergessen sind auch materielle Vorteile. Zusammen nutzen Lennart, Joachim und Julia lediglich einen PKW (anstelle von drei), was Umwelt und die Autobahn schont.

Dieses Modell des gemeinsamen Carsharing ist nicht auf kommerzielle Zwecke ausgelegt - es soll trotzdem ein Mehrwert aller sein. Der Begriff Carsharing wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder neudefiniert. Die klassische Art und Weise sich den PKW mit Freunden, Nachbarn oder Familienmitgliedern zu teilen bildet den Ausgangpunkt der geschichtlichen Entwicklung des innovativen Carsharings.

Moderne Carsharing-Organisation bieten dem Kunden weit mehr Mehrwert. Zeit, Fahrzeug, selbst der Standort sind zu variablen Faktoren geworden, die jeder Kunde für sich wählen kann. Gemeint ist damit, dass der Kunde sein gewünschtes Fahrzeug je nach Organisation unabhängig von Zeit und Ort bestimmen kann.

Im Rahmen dieser Fallstudie werden Modelle des Carsharings mithilfe mobiler Kommunikationtechniken aufgezeigt. Dabei erfolgt eine Analyse von Markt und Mehrwert anhand verschieden gewählter Beispiele. In einem weiterem Schritt sollen Entwicklungen des Markts erkannt werden, sodass ein Potenzial abschätzbar erscheint. Im Anschluss werden interne und externe Einflussfelder in Form einer SWOT-Analyse aufgezeigt. Im Detail werden dort die Stärken, Schwächen, Chancen und Risikien betrachtet. Abschließend gibt die Schlussbetrachtung einen zusammenfassenden Überblick über die Potenzialentwicklung des mobilen Carsharings.

Zieldefinition

Ziel des Dokumentes ist das Aufzeigen des Potenzials in der CarSharing-Bbranche, die durch den Einsatz vernetzter Geräte, welche untereinander kommunizieren können und so Informationen miteinander austauschen oder welche sich durch eine zentrale Steuerungseinheit stets aktuell und nutzbar halten wächst und neue Möglichkeiten bietet. Ebenso ist Intension dieser Arbeit das Thema CarSharing transparenter zu gestalten.

5 Begriffserklärung

Der Anglizismus „Car-Sharing“ bedeutet frei in die deutsche Sprache übersetzt „sich ein Auto teilen“. Das Verständnis über den Begriff CarSharing ist geprägt von der Bundesanstalt für Straßenwesen, sie beschreiben CarSharing, als eine organisierte Form der eigentumslosen, gemeinschaftlichen Nutzung von mindestens einem PKW. Grundvoraussetzung ist der Abschluss einer schriftlichen Regelung mittels eines Nutzungsvertrages zwischen den beteiligten Parteien über Dienstleistungen und Entgelte von den Nutzern. [4]

Im Folgenden wird CarSharing näher erläutert und von seinem falschem Freund "Autovermietung" abgegrenzt. Im weiteren Teil wird die Entwicklung von CarSharing der letzten drei Jahrzehnten bis zum heutigen Zeitpunkt gezeigt. Die Marktübersicht bietet einen Querschnitt der CarSharing-Märkte in Nord-Amerika, Asien und Europa.


5.1 CarSharing

Die Werbebotschaft und Beschreibung des Bundesverbands für CarSharing e.V. macht CarSharing an fünf Kennzeichen fest: "Autos fahren ohne zu besitzen. Kostengünstig, flexibel, bequem und umweltfreundlich" [5]. Der Nutzer ist nicht im alleinigen Besitz des gefahrenen PKW - er ist lediglich Mieter bzw. Mitnutzer des PKW´s. Im modernen CarSharing ist das PKW Eigentum der CarSharing-Organisation (im folgenden CSO genannt). Kostengünstig: CSO´s werben mit dem Slogan, sie seien kostengünstig, was auch immer kostengünstig genau bedeuten mag. Zu den Tatsachen gehört, dass PKW´s durchschnittlich 60 Minuten am Tag genutzt werden. Die restliche Zeit des Tages warten sie auf eine Benutzung - sei es während der Arbeit, nachts oder beim Einkaufen. Ein Auto kostet auch beim Parken die Fixkosten, wie Pflege, Steuer, TÜV, Versicherung, Wartung, Wertverlust und Zinsen. Vermeintlicher Vorteil beim CarSharing ist, dass die Kunden auch nur die wirklich gemietete Zeit zahlen, alle weiteren Kosten übernimmt die CSO. Das Konzept zur Preiskalkulation der kommerziellen CSO ähnelt sich. Stets exisitert eine Grundgebühr jeweils pro Periode (z.B. pro Monat) dazu addiert werden noch ein Zeit- und ein Kilometertarif.

Daraus ergibt sich: Kosten/Preis= Grundgebühr + gemietete Zeit*x + gefahrene Kilometer*x

Das dritte Kennzeichen von CarSharing ist die gebotene Flexibilität, der Kunde kann frei entscheiden, wo, wann, wie lange und mittlerweile auch welches PKW er benutzen will, solange die CSO die PKW Verfügbar hält. Je nach Größe der CSO bieten diese Fuhrparks, welche vom Kleinwagen bis zum LKW reichen, Informationen über Verfügbarkeit, Ausstattung und Zustand. Mittlerweile erfolgt der Buchungsprozess durch Internetportale oder über Applikationen auf Mobiltelefon. Auf diesem virtuellen Fuhrparks lassen sich auch alle weiteren Informationen rund um die CSO nachlesen. Nach erfolgter Buchung lassen sich die PKW´s nahe dem Wohnort abholen. In Deutschland stehen dem CarSharing zurzeit in 270 verschiedenen Städten und Gemeinden etwa 4600 PKW´s zur Verfügung (Mitfahrzeuge, wie z.B. Fahrzeuge von Sixt, Eurocar oder Avis sind ausgenommen, diese Fahrzeuge werden vom Bundesverband Car-Sharing e.V. nicht erfasst). Bequemlichkeit: Zu den Nachteilen eines eigenem PKW´s zählt sicherlich die Pflege und Wartung. Beim CarSharing übernimmt dies, wie auch alle anderen anfallende Problemen (wie z.B. Versicherung (i.d.R. Vollkasko), Reparatur, Wechsel von Sommer- auf Winterreifen, TÜV oder die Reinigung) die kommerzielle CSO. In der Regel muss das PKW auch nicht selbst betankt werden (Tank-Service oder mit Tankkarte). Als besonderer Service bieten CSO und Gemeinden an viel Besuchten Plätzen eigens für CarSharing-Fahrzeuge Parkplätze an. Das letzte genannte Kennzeichen des Bundesverband CarSharing e.V. ist - Umweltfreundlichkeit da mehrere Personen sich ein PKW teilen, benötigen sie insgesamt weniger PKW´s, weniger Schrott und weniger Energie (Rohstoffeinsatz bei der Herstellung) hieraus könnte die Umwelt entlastet werden[6].

CarPooling

CarSharing wird in verschiedene Formen unterteilt. Zum einen das klassische CarSharing - wobei das PKW von mehreren Personen seriell genutzt wird. Das Pendant hierzu ist die parallele Nutzung des PKW´s von mehreren Personen, auch als CarPooling bezeichnet (Im angelsächsischen Sprachgebrauch ist die Bedeutung genau umgekehrt. CarSharing bezeichnet hier Fahrgemeinschaften, CarPooling hingegen die geteilte serielle Nutzung von Fahrzeugen). Beispiele für CarPooling sind private Fahr- und Pendlergemeinschaften und Mitfahrzentralen auf die im Kapitel 8.1 und 8.2 näher eingegangen werden wird [7]. Eine Unterscheidung dieser Formen ist häufig schwierig, da spezielle Formen sich überschneiden. In einer freien Erklärung des Themas werden die beiden Formen zu CarSharing zusammengefasst.

Im Folgenen sollen beide Begriffe ebenfalls zu CarSharing zusammengefasst werden, um mögliche Nischenprobleme zu umgehen.

Immer häufiger zu beobachten sind darüber hinaus Vereinbarungen mehrerer Autofahrer zur gemeinschaftlichen Nutzung ihrer privaten PKW´s unter dem Begriff "Privates CarSharing" und "Nachbarschaftsauto". In der Regel existiert formal ein Eigentümer eines Fahrzeugs, dieser stellt anderen Personen das Fahrzeug zur Verfügung, welcher für die Nutzung ein festgelegtes Entgelt erhält. in den seltensten Fällen werden Verträge zwischen Privatpersonen abgeschlossen, welche die Rechte und Pflichten der Nutzer regeln[6]. Eine Weiterentwicklung vom klassischen CarSharing ist das in Kapitel 8.3 und 8.4 vorgestellte organisierte CarSharing.

CarSharing vs. Autovermietung

Obwohl sich CarSharing und Autovermietung immer weiter annähern ist hier eine leichter Abgrenzung zwischen den falschen Freunden möglich. Autovermietungen arbeiten mit kurzen Vertragslaufzeiten, sodass Preis und Leistung ständig variieren können, hierfür wird vor jeder Anmietung ein neuer Vertrag geschlossen. Beim CarSharing hingegen existieren Rahmenverträge, welche auf eine längere Laufzeit ausgelegt sind. Ein weiterer Unterschied ist die Mietdauer, welche beim CarSharing wesentlich kürzer Ausgelegt ist, als bei der Autovermietung - selbst eine ein-stündliche Mietung ist möglich. Ein hieraus wesentlicher entstehender Unterschied ist selbstverständlich das Preiskonzept, auf welches an dieser Stelle aber nicht weiter eingegangen werden soll. Weitere Unterschiede der beiden Arten sind nur noch schwierig zu bestimmen , da sich die CarSharing Angebote stetig weiterentwickeln und dadurch denen der Autovermietung ähneln. Standorte zum Abholen und Wegbringen der Fahrzeuge haben sich mittlerweile in Anzahl und Service angenähert, sodass hier auch keine Differenzierung mehr möglich ist.

Als in der Vergangenheit wesentlicher Vorteil von Autovermietungen war die One-way-Buchung[4], dass bedeutete Fahrzeuge konnten an Station A angemietet werden und an Station B zurückgebracht werden. Diesen Vorteil hat sich die CSO der Daimler AG mit dem Pilotprojekt "Car2go" gesichert. Bei dem Projekt Car2go ist es möglich sein CarSharing-Fahrzeug auf jedem x-beliebigen Parkplatz in der Sharing-Region abzustellen und dort oder anderswo ein neues Auto zu mieten. Diese CSO arbeitet komplett standortunabhängig (in Abhängigkeit des Einzugsgebiets des Projekts: Ulm), weitere Ausführungen sind im Kapitel 8.4 zu finden.

Die Konzeptstudie "Mu by Peugeot" zeigt wie verwachsen beide Arten miteinander sind. Peugeot versucht die Kunden mit einer langfristigen Rahmenvertragslaufzeit, mit einem Punktesystem an sich zu binden[8]. Bei Bedarf kann an einen beliebigen Peugeot Autozentrum in Berlin von diesem Punktekonto ein Auto (der hauseigenen Marke) für min. einen Tag gemietet werden [9] [10]. Diese neue Konzeptstudie zeigt, wie sich die beiden Formen des "sich ein Auto teilen" stetig annähren.

5.2 Geschichte

Die Idee von einem gemeinsam genutztem PKW ist sicherlich so alt, wie das Auto selbst. Letztendlich konnte sich die gemeinnützige Schweitzer Organisation "Selbstfahrergenossenschaft" im Jahr 1948 den Eintrag in die Geschichtsbücher sichern, als erste dokumentierte CSO. Die Intension der Genossenschaft war es, da die Lebensunterhaltungskosten enorm gestiegen waren und nicht jeder selbst sich ein Auto leisten konnte - dies wieder machbar zu machen. Ohne moderne Technik und Strukturen wurde der Autoschlüssel stets von Fahrer zu Fahrer weitergereicht. In den weiteren Jahrzehnten entstanden in ganz Europa stetig neue Pilotprojekte, welche den CarSharing-Ansatz weiterführen wollten - jedoch mussten die Projekte immer wieder aufgegeben werden, wahrscheinlich aus dem mangelnden Interesse zu jener Zeit. Meilensteine setzten das ProcoTip-System in Frankreich (Anfang der 70er Jahre) und das Projekt Witkar in Amsterdam (Niederlande, ebenfalls Anfang der 70er Jahre) - Bei dem Projekt Witkar, welches bis 1980 existierte kamen erstmals elektronische Bedienelementen für Reservierung und Rückgabe zum Einsatz. Auch erstreckte sich der Einflussbereich auf mehrere Standorte in Amsterdam.

Der Durchbruch kam letztendlich im Mai 1987 erneut in der Schweiz, als acht Personen die ATG AutoTeulet Genossenschaft in Stans gründeten und beinahe zeitgleich 17 weitere Personen das Unternehmen ShareCom in Zürich (zwei Wochen später) gründeten. Beide Organisationen starteten mit lediglich einem Auto.

Abb. 1: Die Entwicklung der Kundenzahlen von Mobility 1987-2009
Abb. 1: Die Entwicklung der Kundenzahlen von Mobility 1987-2009[11]
ATG und ShareCom trieben in den folgenden Jahren das CarSharing in Europa enorm voran.

1991 schließen die beiden Unternehmen und weitere Gruppen aus ganz Europa einen Kooperationsvertrag zur Europeon Car Sharing - ein Verein, welches den Mitgliedern der einzelnen Gesellschaften erlaubt Fahrzeuge der anderen Gesellschaften über die Landesgrenzen hinaus zu nutzen. Vorraussetzung zur Nutzung war zu dieser Zeit lediglich, dass die Nutzer Mitglied in einem gemeinnützigen Verein waren. Erst ab 1995 richteten sich verschiedenen Unternehmen um und begannen die Idee CarSharing kommerziell zu nutzen. Diese Intension trieb die technische Weiterentwicklung für elektronische Bedienelemente enorm voran. 1997 fusionierten die beiden Schweizer CarSharing Organisation und entwickelten sich zum größten CarSharing-Anbieter der Zeit - "Mobility". Heute hat das Unternehmen 90800 Kunden bei 2300 Fahrzeugen an 1150 Standorten in der Schweiz[11].

In Deutschland entwickelten sich die ersten CSO ebenfalls Ende der 80er Jahre. Die Berliner StattAuto CarSharing GmbH wurde 1988 als erste CSO in Deutschland gegründet. Durch die Fusion mit der Hamburger StattAuto CarSharing GmbH (geführt vom Bruder der StadtAuto Carsharing GmbH) entstand die erste CarSharing-Aktiengesellschaft. Das Unternehmen gehört heute zu einem der größten CSO in Deutschland[12].

Die Marktentwicklung von CarSharing ist bis heute stetig voran gegangen. Im April 2009 entwickelte die Daimler TSS GmbH (Tochter der Daimler AG) das Produkt CarSharing weiter. Was bis zu diesem Zeitpunkt ein von dem CSO-standortabhängiges System war, wurde in Ulm zu einem Pilotprojekt völlig ungebunden an CSO-Standorte entwickelt. Innerhalb des Standgebiets können Fahrzeuge beliebig abgestellt und neu abgeholt werden - die Ortung erfolgt mittels GPS über Internet oder Telefon (Siehe auch Kapitel 8.2.2)[13].

5.3 Marktübersicht

Auch wenn CarSharing-Angebote in der Vergangenheit meist den Großstädten vorbehalten waren, so haben in jüngster Vergangenheit die kleinen Städte aufgeholt. Das "World CarShare Consortion" zählte nach einer Studie 2009 CarSharing-Standorte in 981 Städte in 25 Ländern (weltweit). Das Bild 2. zeigt die weltweite Verteilung. Markierte Flächen stellen lediglich da, dass im genannten Land min. eine CSO vorhanden ist[14].

Abb. 2: Die weltweite Verteilung von CarSharing-Orgaisationen 2010
Abb. 2: Die weltweite Verteilung von CarSharing-Orgaisationen 2010[15][14]

Neben den Industrieländern, wie z.B. Frankreich, England, Deutschland, USA usw. entwickelten sich ebenso in Schwellenländern, wie z.B. Südafrika, Japan, Brasilien, Singapur usw. eigene CSO bzw. westliche Organisationen erschlossen diesen neuen Markt.

Zwei Gründe waren für die anfängliche Verstädterung verantwortlich. Zum einem bietet die Stadt natürlich größeren regionalen Markt mit potenziellen Kunden, sodass das Konzept CarSharing auch Abnehmer fand. Des weiteren haben städtischen Regionen weitaus größere Probleme mit der zunehmenden Anzahl an PKW´s auf den Straßen. Nicht allein die Parkmöglichen sind begrenzt auch belastet die zunehmende Umweltverschmutzung durch Produktion, Nutzung und Wartung der PKW die Umwelt sehr.

Studien rund ums CarSharing zeigten, dass ein CarSharing-PKW bis zu 23 private PKW überflüssig macht. Hier bestehen jedoch regionale Unterschiede. In Nord-Amerika ersetzt ein CarSharing-PKW zwischen 6 und 23 private PKW, in Australien 7 bis 10 und in zentral-Europa 4 bis 10 PKW. Weitere 24,5% in Europa und 35% in Nord-Amerika(beides Mittelwerte) von CarSharing-Nutzern meiden anschließend das Nutzen ihres eigenen PKW. 25%(Europa) und 20% (Nord-Amerika) der CarSharing-Nutzern haben nach der Anmeldung ihr eigenen PKW sogar verkauft . Durch die gemeinsame Nutzung eines PKW und die psychologischen Entscheidungen, welche durch die Situation entstand konnten insgesamt um 44% der eigentlichen gefahrenen Kilometer reduziert werden [16].

Nord-Amerika

In den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada dominieren die vier Größten CSO, sie verwalten 99% und 95,2% der Mitglieder. Nach dem Stand von 2008 umfasst der CarSharing-Markt Nord-Amerikas 318,838 Mitglieder verteilt zu 39,664 Mitglieder auf Kanada und 279,174 Mitglieder auf die USA, 1667 Fahrzeuge von Kanada und 5538 Fahrzeuge von den USA, verteilt auf 32 Organisationen (14 Kanada, 19 USA - das Unternehmen Zipcar ist in beiden Ländern vertreten). Die USA hat zudem das höchste Mitglied-Fahrzeug-Verhätlis, so teilen sich durchschnittlich 40 Mitglieder 1 Fahrzeug. Kanada liegt in dieser Statistik weit zurück auf Rang 6. mit einem Verhältnis von 24:1. Im Vergleich zu den weiteren Märkten zeichnet den Amerikanischen Markt hauptsächlich die von Organisation weitverbreiteten Programme mit den Universitäten aus, welche gezielt durch Kooperationen mit den Universitäten Studenten ansprechen möchten [17].

Asien

Abb. 3: Überblick über die CarSharing-Organisationen in Singapur
Abb. 3: Überblick über die CarSharing-Organisationen in Singapur[18]
Die Entwicklung von CSO erfolgte in Asien erst in den späten 90er Jahren. Ballungszetren haben sich in Japan und Singapur gebildet. Doch auch in weiteren Regionen, wie Kuala Lumpur und Malaysia (10 Fahrzeuge, Mitgliederzahl: unbekannt) existieren kleine CSO. In Japan nutzen 3500 Mitglieder, auf 176 verteilt das Angebot von insgesamt 18 Organisationen. In Singapur sogar 12200 Mitglieder verteilt auf 432 Fahrzeuge von insgesamt lediglich vier Organisationen (Stand: 2006).

Das Verhältnis von Mitglieder-Fahrzeug beträgt durchschnittlich 26:1. Damit entspricht es einem ähnlichen Mitglied-Fahrzeug-Verhältnis wie in Kanada oder Europa. Bild 3. zeigt eine tabellarische Übersicht von den vier CSO in Singapur. In der Grafik zeigt sich die Besonderheit des Asiatischen Raums. Singapur hat über 4,5 Millionen Einwohner und ist ein Umschlagplatz für die weltweite Wirtschaft, doch trotzdem ist ein CarSharing-Angebot größtenteils nicht nötig. Lediglich 38% der Bevölkerung besitzt ein eigenes PKW. Grund dafür ist das überdurchschnittliche Angebot an öffentlichem Verkehrsmittel, so fahren 50% der Singapurer täglich mit Bus und Bahn. Das Angebot der CSO in Asien richtet sich daher verstärkt an Unternehmenskunden. [18]

Europa

Der Europäische Markt wird dominiert von Deutschland und der Schweiz, die Vaterländer des CarSharing´s. 1991 schlossen sich diese zwei und die führenden Carsharing-Anbieter aus Dänemark, Italien und Norwegen zu einer Kooperation als "Europeon Car Sharing" zusammen. Heute umfasst der Markt eine Vielzahl von Ausprägungen des CarSharing´s. Während in Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz vorwiegend private Kunden das CarSharing-Geschäft prägen überwiegt in Österreich und in Schweden das Business-Segment. Deutschland und die Schweiz bilden Ausnahmen für den Europäischen Markt - ihr Mitglied-Fahrzeug-Verhältnis beträgt 33:1 und 36:1 - der Europäische Durchschnitt beträgt 28:1.

Mitte das Jahrzehnts arbeiteten die Hälfte der weltweit-aktiven CSO in Europa, 300 Unternehmen. Weit über 200000 Mitglieder umfasst das Netzwerk der CSO - die Fahrzeugflotte ist ebenso mehrere tausend Auto schwer (genaue Zahlen sind nicht bekannt)[16].

Im Verlauf dieses Dokuments werden einzelne Beispielorganisation auch aus Europa näher vorgestellt, sodass eine Übersicht des Marktes vorstellbar wird.

Ein wichtiger Aspekt bezüglich der Umwelt zeigt uns der französische Markt. Staat, Automobilhersteller und zwei große CSO haben dort eine Charta zur möglichst schnellen Einführung von mehreren 10.000 Elektroautos. Anfang 2010 began das Projekt und soll bis 2020 abgeschlossen sein. Jedes zweite CarSharing-Fahrzeug solle dann ein Elektroauto sein [19].

6 Carsharing Modelle

Das heutige Carsharing lässt sich in klassische Modelle, welche Fahrgemeinschaften behandeln und in Carsharing-Organisationen unterteilen. Carsharing-Organisationen sind gewinnorientierte Unternehmen oder eingetragene Vereine die sich im Gegensatz zu Autovermietungen auf das unkomplizierte Anbieten von Fahrzeugen spezialisiert haben.

6.1 Privates CarSharing

Es handelt sich hierbei um privat organisiertes Carsharing, welches gegebenenfalls durch Portale, auf denen sich die beteiligten Personen austauschen können, unterstützt wird.

6.1.1 klassisches CarSharing

Unter klassischem CarSharing werden übliche Fahrgemeinschaften verstanden, welche gebildet werden um kostengünstiger und ggf. auch ökologischer längere Strecken zurückzulegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Fahrer sich abwechseln können und so entspannter an ihr Ziel kommen.

6.1.1.1 Informationsaustausch

Meist ergeben sich Fahrgemeinschaften spontan aus Personen im näheren privaten oder beruflichen Umfeld. Die klassische Fahrgemeinschaft ist meist regelmäßig aktiv, dies kann der allmorgendliche Weg zur Arbeitsstelle und zurück sein, aber auch beispielsweise jedes zweite Wochenende eine Fahrt zum Tennisspielen. Ein Anbieter einer Fahrgelegenheit oder ein Suchender kann auch eine Anzeige in seiner regionalen Zeitung schalten um in Kontakt mit Menschen zu kommen die das gleiche Ziel verfolgen. Absprachen über Treffpunkt und Zeit werden meist telefonisch geregelt sofern die Fahrgemeinschaft häufigen Änderungen unterliegt.

6.1.1.2 Markt

Vor allem in ländlichen Regionen wo die Ziele meist etwas weiter entfernte Großstädte sind, bieten sich dauerhafte Fahrgemeinschaften an. Aber auch über lange Strecken auf denen die Benzinkosten hoch werden, können die Beteiligten bares Geld sparen. Sobald ein Autonutzer in einem Ballungsraum wohnt oder an einem vorbei fährt kann er Personen mit dem gleichen Ziel mitnehmen, daher ist der Markt sehr groß. Einzig die Organisation der Angebieter und Nachfrager fehlt, siehe dazu 9.2.

6.1.1.3 Kunden

Wie schon angesprochen werden Fahrgemeinschaften häufig von Arbeitskollegen oder Personen im näheren Umfeld einer Person eingegangen. Diese Personen handeln kosteneffizient und umweltbewusst, nicht selten sind es junge Menschen wie zum Beispiel Studenten und Auszubildende die Ihren Geldbeutel schonen wollen.

6.1.2 CarSharing 2.0

Ein interaktives CarSharing Modell stellt seit dem Jahre 1998 die Plattform Mitfahrzentrale.de der Firma MOVECO GmbH dar. Mitfahrzentrale.de ist das führende Internetportal zur Vermittlung von Mitfahrgelegenheit[20].

6.1.2.1 Informationsaustausch

In dem Portal haben die Mitglieder die Möglichkeit Inserate zu erstellen oder nach bereits eingestellten Inseraten zu suchen. Auf diesem Weg werden Mitfahrgelegenheiten vermittelt[21]. Kommuniziert wird per Telefon, E-Mail oder Instant Messaging, Daten diesbezüglich verwaltet das Portal.

Ablauf

Nachdem ein Inserat über eine Fahrt zu einem bestimmten Ort erstellt wurde, können die Nutzer diese über Suchanfragen finden und auswählen. Anschließend kontaktieren sie den Fahrer des Inserats und vereinbaren den genauen Abfahrts- Zielort und Zeitpunkt, sowie den Fahrpreis[21]. Das Stornieren von Mitfahrern ist bis zu 24 Stunden vor Fahrtantritt möglich. Nach Ablauf dieser Frist ist es nur noch dem Fahrer möglich Mitfahrer zu stornieren. Sollte der Fahrer ausfallen, werden alle Mitfahrer informiert und storniert[22].

Kosten

Auf Mitfahrzentrale.de wird zwischen einer kostenfreien und einer Premium-Mitgliedschaft unterschieden[21].

Die kostenfreie Mitgliedschaft ermöglicht es dem Nutzer Inserate zu erstellen, Anzeigen zu suchen, Fahrer zu kontaktieren, Inserate zu speichern, Bewertungen abzugeben und Profilkarten anzulegen und einzusehen[21].

Bei der Premium Mitgliedschaft, die 2,99euro pro Monat oder 19,99euro pro Jahr kostet, ist die eigene Telefonnummer für alle Nutzer sichtbar, was eine schnellere Kommunikation ermöglicht[21]. Weiter im Premium-Paket sind kostenlose SMS Anfragen und hervorgehobene Inserate[23].

Mitfahrzentrale.de bietet außerdem ein freiwillig nutzbares Buchungssystem an. In Kooperation mit der Momax GmbH tritt Mitfahrzentrale.de auf Wunsch als Treuhänder auf und übernimmt für Ausfälle die Kosten. Mitfahrer und Fahrer werden geprüft und geben vor Fahrtantritt ein Zahlungsversprechen ab. Der Mitfahrer zahlt sofort bei Buchung an Mitfahrzentrale.de. Der Fahrer bekommt das Geld wiederum nach Beendigung der Fahrt. Somit ist für beide Parteien eine sichere Leistungserbringung gewährleistet[24][25]. Das Buchungssystem bietet darüber hinaus eine komfortable Übermittlung der Kontaktdaten des Fahrers per E-Mail und erstellt ein Ticket für den Mitfahrer mit allen relevanten Informationen[24][25]. Über das Buchungssystem abgewickelte Fahrten ermöglichen eine gegenseitige Bewertung von Fahrer und Mitfahrer. So werden vom Nutzer schlecht bewertete Fahrer negativ markiert und für schlecht bewertete Mitfahrer wird die Mitfahrt blockiert[24][25]. Je nach Fahrpreis fällt durch das Buchungssystem eine Gebühr für den Mitfahrer an.

6.1.2.2 Connected Cars

Die iPhone Applikation "vonAnachB" erkennt den aktuellen Standort des Nutzers und greift u.a. auf Inserate von Mitfahrzentrale.de zu. Diese sind auswählbar und der Kontakt wird per Telefon oder E-Mail hergestellt[26].

6.1.2.3 Markt

Angebot

Das Angebot von Mitfahrzentrale.de umfasst neben den Nutzer-Inseraten außerdem Inserate des Reiseunternehmens "Berlin Linien Bus"[27]. Ein weiterer Kooperationspartner ist quoka.de. Dort werden die Fahrinserate von Mitfahrzentrale.de in der Partnerrubrik angezeigt[27]. Die Kooperation mit der Hertz Autovermietung ermöglicht es dem Nutzer ein Auto zu mieten und automatisch ein passendes Inserat zu erstellen, sollte seine Suchanfrage keine Treffer zurückgeben[28]. Mitfahrzentrale.de bietet auch Taxizentralen und Omnibusunternehmen an ihre Fahrten zu inserieren und freie Plätze anzubieten. Diese Form der Vermittlung ist für die Unternehmen deutlich günstiger als eine etwaige Werbeanzeige[29]. Passend zur CeBIT im Jahre 2009 kooperierte Mitfahrzentrale.de mit Microsoft Deutschland. Für die Microsoft Developer Network Community wurde eigens eine Plattform zur Verfügung gestellt um Fahrten zur CeBIT zu organisieren[30].

Die Plattform Mitfahrzentrale.de hat über 1 Millionen registrierte Nutzer und täglich über 100.000 aktuelle Inserate wovon wiederum 10.000 täglich vermittelt werden. Sie ist die größte Mitfahrzentrale Europas, verfügbar in 40 Ländern und in 5 verschiedenen Sprachen [31][32].

MOVECO bietet außerdem die Carpoolin-MOVECO-Software zur Einrichtung virtueller Mitfahrzentralen ausländischen Unternehmen zur lizenzierten Nutzung bereit[33].

Nachfrage

Steigende Benzinpreise begünstigten das Nutzerwachstum der Plattform in den letzten Jahren enorm. Die Besucherzahlen waren am 1.August 2008 30% höher im Vergleich zum Vorjahr. Im Juli 2008 konnten auch 19300 Anmeldungen verzeichnet werden, ein bisheriger Rekord (Anstieg um 90% im Vergleich zum Vorjahr)[34].

6.1.2.4 Kunden

Eine Umfrage der MOVECO GmbH, durchgeführt auf Mitfahrzentrale.de über 2 Monate im Jahre 2008, ergab, dass von über 1,2 Millionen registrierten Nutzern 41% weiblich und 59% männlich waren. Der Großteil der Nutzer war zwischen 20 und 29 Jahren alt (45%), gefolgt von 30 bis 39 jährigen (30%). 95% der Nutzer waren Deutsche, 5% Ausländer. Hauptsächlich Angestellte nutzten die Plattform (52%). Auszubildende, Schüler und Studenten machten 24% der Nutzer aus. Hauptgrund für die Nutzung der Plattform war laut Umfrage die Kostenersparnis (85%). Weitere Gründe waren Umweltbewusstsein/-schutz (42%), Unterhaltung während der Fahrt (26%), kein eigenes Auto vorhanden (23%) und neue Leute kennenlernen (20%). Die erhobenen Erfahrungswerte waren zu 30% ausschließlich positiv und zu 50% überwiegend positiv[35].

6.2 CarSharing-Organisationen

Abb.4: Zipcar Logo
Abb.4: Zipcar Logo[36]

Hier werden CarSharing-Organisationen behandelt welche meist gewinnorientierte Unternehmen oder eingetragene Vereine sind.

6.2.1 Standortabhängiges CarSharing

Am Beispiel des weltweit größten CarSharing Unternehmens „Zipcar, Inc.“ wird erläutert wie standortabhängige Modelle aufgebaut sind und diese funktionieren. Zipcar ist ein gewinnorientiertes nordamerikanisches Unternehmen dass in sehr vielen Großstädten der USA, Canada und Großbritannien CarSharing anbietet[37][38][39].


6.2.1.1 Informationsaustausch

Privatnutzer

Als Privatnutzer muss man sich einmalig in einer der nächstgelegenen Servicestellen oder online registrieren[40]. Die Anmeldung ist mit einer Gebühr von 25$ verbunden, jedes Jahr Mitgliedschaft kostet weitere 50$[41]. Der Nutzer erhält eine Kundenkarte und einen Onlineaccount mit dem er Buchungen vornehmen kann. Familien mit mehreren Nutzern können in einem Account verwaltet werden, sodass es auch nur noch eine Rechnung gibt und eine Gesamtübersicht über die getätigten Fahrten[42].

Es gibt ein weiteres Rabattmodell, welches sich bei häufiger Nutzung lohnt. Dabei wird ein monatlicher Beitrag von 50$ berechnet, im Gegenzug werden die Kosten einer Buchung um 10% reduziert. Zudem entfällt bei Abschluss dieses Modells der jährliche Beitrag[41].


Businesslösung

Zipcar bietet auch für Unternehmen ein spezielles Modell an, indem sich ein Unternehmen für einmalig 75$ registriert und jeder Mitarbeiter zusätzliche 25$ kostet[43]. Dabei profitieren Unternehmen allerdings durch günstigere Buchungspreise und fortgeschrittenen Verwaltungsfunktionen im Onlineportal von Zipcar. Jeder Mitarbeiter erhält dabei seine eigene Mitgliedskarte und einen Onlineaccount[44].

Das Onlineportal bietet dem Vorgesetzten der Mitarbeiter beispielsweise die Möglichkeit, Informationen über die Buchungen und Nutzungen der Wagen abzurufen und auszuwerten. Nur der Vorgesetzte bzw. der Verwalter des Firmenaccounts kann Mitarbeiter hinzufügen und entfernen. Mitarbeiter selbst können mit Hilfe Ihres Onlineaccounts lediglich Buchungen vornehmen. Ergänzend können Mitarbeiter bei Buchung einer Fahrt den Grund und weitere Informationen angeben, die zu buchhalterischen Zwecken vom Vorgesetzten verwendet werden können[43].

Die Abrechnungsmethode des Businessmodells wird in zwei Arten unterschieden. Zum einen die direkte Abrechnung auf eine einzige Firmenkreditkarte, wobei der Vorgesetzte die Mitarbeiter zwingen kann vor einem Trip einen Grund/Notiz einzutragen um nachzuvollziehen warum die Fahrt nötig war. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, dass jeder Mitarbeiter seine eigene Mitarbeiterkreditkarte nutzt und somit die Business Zipcar Konditionen auch privat nutzen kann[43].


Universitäten

Zipcar bietet Universitäten ebenfalls spezielle Modelle an, durch welche Angestellte der Universitäten aber auch Studenten preislich profitieren können. Zudem sieht Zipcar einen weiteren Vorteil darin, die Parkplätze eines Campus so zu entlasten[45][46].


Kostenmodelle (Region New York/New Jersey)

Die Kosten pro Stunde und Tag unterscheiden sich nicht nur zwischen Privatnutzer und Business, sondern auch nach der Region in der das Fahrzeug genutzt wird. Die folgende Kostendarstellung bezieht sich auf einen Mittelklassewagen der Region New York/New Jersey, welche durchschnittliche Kosten aufweist. Im Bild rechts wird deutlich wie viele Zipcar Standorte allein in einem Teil von Manhatten vertreten sind.

Abb.5: Zipcar Standorte südliches Manhatten
Abb.5: Zipcar Standorte südliches Manhatten[47]
Privat Business
Anmeldegebühr $25 $75
Jährliche Kosten $50
je Mitarbeiter $25
Stündlich (Mo-Fr) $8
7-19 Uhr (Mo-Fr) $59
Ganzer Tag (Mo-Fr) $69
Stündlich (Mo-Do) $8
Ganzer Tag (Mo-Do) $77
Stündlich (Fr-So) $8
Ganzer Tag (Fr-So) $115

Tab. 1: Kostenmodell Zipcar New York[41][43]


Ablauf einer Nutzung von Zipcar

Abb.6: iPhone während der Reservierung
Abb.6: iPhone während der Reservierung[48]

Nachdem der Kunde registriert ist und seine Kundenkarte erhalten hat, kann er online auf der Webseite von Zipcar oder auf seinem iPhone Buchungen vornehmen[49]. Dies kann er mit Hilfe von einer Suche nach Zeit, Ort, Preis und/oder Automodell durchführen[49]. Im Bild rechts ist zu sehen wie Standorte mit dem iPhone ausgewählt werden können und für die Reservierung genutzt werden.

Wenn der Nutzer eine passende Konstellation ausgewählt hat kann er die Buchung abschließen und muss nichts weiter zu tun. Ab dem Beginn der Reservierung des Autos ist es für seine Kundenkarte frei geschaltet, diese hält er an einen Lesegerät welches sich hinter der Windschutzscheibe des Fahrzeuges befindet und erhält so Einlass[49]. Der Schlüssel befindet sich meist fest installiert in der Nähe der Zündung oder im Handschuhfach. Nach Nutzung des Fahrzeuges wird der Schlüssel an der vorgesehenen Stelle abgelegt und das Auto von außen mit der Kundenkarte verriegelt. Auch innerhalb der Nutzungsdauer kann der Kunde das Auto so verschleißen und entriegeln, allerdings wird der Schlüssel stecken gelassen. Sollte der Kunde über ein iPhone verfügen und die Zipcar App nutzen, so kann er mit Ihr ebenfalls das Fahrzeug verschließen, entriegeln und die Hupe ertönen lassen, sollte er auf einem großen Parkplatz den Überblick verlieren. Vgl. hierzu Bild rechts[50].
Abb.7: iPhone während einer Nutzung
Abb.7: iPhone während einer Nutzung[48]

Bei der Nutzung von Zipcar sind Versicherung, 180 Meilen und alle Tankkosten enthalten. Jede weitere Meile kostet $0.45. Die Tankkosten werden mit der im Auto liegenden Kreditkarte bezahlt[51].

Kurz vor Ende der Reservierung wird der Nutzer auf die Möglichkeit hingewiesen, dass er die Reservierungsdauer verlängern kann, sofern keine anderen Reservierungen vorliegen[50]. Wenige Stunden nach Abschluss einer Nutzung sind die Tripinformationen online verfügbar.

6.2.1.2 Connected Cars

Die Flotte von Zipcar ist stets mit Verwaltungsservern in Verbindung, so werden Daten über die GPS-Position, gefahrene Kilometer und andere technische Daten des Fahrzeuges übertragen. Zudem werden die Fahrzeuge mit den nötigen Reservierungen durch Nutzer versorgt, sodass sie mit Hilfe von RFID-Chips in den Kundenkarten die Kunden identifizieren können und bei einer vorliegenden Reservierung Einlass in das Fahrzeug gewähren[50].

Auch das Öffnen und Schließen sowie das Hupen welches man durch die iPhone App auslösen kann wird durch eine Onlineverbindung mit Zipcar Verwaltungsservern durchgeführt, nicht wie gegebenenfalls anzunehmen durch das iPhone direkt am Auto[50].

6.2.1.3 Markt

Zipcar ist in Nordamerika in 72 Städten vertreten, darunter 3 in Canada. In diesen Städten verteilen sich die Standorte von Zipcars gleichmäßig auf öffentliche Einrichtungen, große Parkplätze, sowie auf Wohngebieten. Über 100 Universitäten in Nordamerika stellen Zipcar Parkplätze und profitieren so von einer Reduktion des Parkplatzbedarfs und Vergünstigungen für Ihre Studenten und Mitarbeiter[45][46]. Insgesamt stellt Zipcar über 7000 Fahrzeuge[52].

Standorte werden zum größten Teil von Unternehmen oder Universitäten gestellt, aber auch private Grundstückbesitzer können einen Standort stellen, sofern er für Zipcar attraktiv ist. Unternehmen wie große Einkaufszentren oder Warenhäuser können davon profitieren vor ihrer Tür Zipcarparkplätze zu stellen.

Über 30 verschiedene Automodelle von Hybrid (Prius) bis Luxusklasse (BMW). In San Francisco stehen reservierte Ladestationen für Zipcars zur Verfügung an welchen die Batterien der Hybridautos geladen werden kann[53].

Im April 2010 kaufte Zipcar die britische Streetcar Ltd., was weitere 1100 Zipcar Standorte in 8 Großstädten Großbritanniens einbrachte. Auch schon vor diesem Kauf war Zipcar in London verteten[38].

David Zhao, Industry Analyst bei Frost & Sullivan erachtet es als sinnvoll in den europäischen Markt einzudringen. Er beruft sich dabei auf eine Studie, welche den europäischen Markt im Jahre 2016 auf 3,2 Milliarden US-Dollar schätzt bzw. 77.000 Fahrzeuge und 5,5 Millionen Kunden. Den größten Marktanteil bietet dabei Deutschland, jedoch befindet sich England in einem starken Wachstum des CarSharing[52].

6.2.1.4 Kunden

Generell können alle Menschen die ein Auto benötigen auf ein Zipcar umsteigen, sofern es in ihrer Nähe entsprechende Stellplätze gibt. Für Personen die Ihr Auto nur unregelmäßig nutzen und wenige Kilometer im Jahr fahren lohnt sich ein Einstieg bei Zipcar sehr früh, da sie so auf fixe Kosten wie Versicherung und Steuern fast gänzlich verzichten. Besonders attraktiv ist Zipcar sicherlich für die Studenten der über 100 Universitäten an denen Zipcar Standplätze hat[45]. Zipcar hat 2010 weltweit über 400.000 Kunden[38][52]. Mehr als 8500 Unternehmen haben bereits einen Zipcar Account und reduzieren somit ihre Betriebskosten und "Carbon Footprint"[54].

6.2.2 Standortunabhängiges CarSharing

Abb. 8: Telefonische Reservierung eines smart2go
Abb. 8: Telefonische Reservierung eines smart2go[55]
Wie bei dem CarSharing Modell der Firma zipcar sind auch bei anderen Anbietern feste Abstellplätze und Standorte für die Automietung und Abgabe die Regel. Die Daimler TSS GmbH - ein Tochterunternehmen der Daimler AG das komplexe IT-Lösungen ausschließlich für Daimler entwickelt - entwickelte mit car2go ein innovatives Konzept, dass ohne feste Stellplätze auskommt[55].

Daimler setzte dieses Konzept am 24.10.2008 in Form eines Pilot-Projektes in Ulm in die Realität um[55]. Genutzt werden hierbei Smart fortwo cdi mit einem umweltfreundlichen Kraftstoffverbrauch von 3,4l auf 100km und einem CO2 Ausstoß von 88g/km. Wo immer ein smart2go frei steht, kann er von einem registrierten Nutzer gemietet und genutzt werden. Bei Beendigung des Mietvorgangs kann das Auto an jedem legalen Parkplatz innerhalb des car2go-Gebietes wieder abgestellt werden. Dieses Angebot gilt 24 Stunden 7 Tage die Woche[55]. Abbildung 8 (rechts) zeigt eine Frau die über das Handy ein smart2go reserviert. Im Hintergrund sind speziell für car2go eingerichtete Parkplätze sowie ein parkender smart2go zu sehen.

6.2.2.1 Informationsaustausch

Privatnutzer

Um car2go nutzen zu können wird ein gültiger Führerschein benötigt. Die Registrierung erfolgt entweder online oder in einer car2go Filiale. Die Registrierung ist kostenlos und unverbindlich. Bei Nichtnutzung des car2go Angebots fallen keine Kosten an[55].

Abb. 9: Befugnisse der Firmen-Manager
Abb. 9: Befugnisse der Firmen-Manager[56]

Businesslösung

Möchte ein Unternehmen car2go nutzen muss zunächst ein Firmen-Administrator ernannt werden. Dies geschieht online, oder in einer car2go Filiale. Er kann die Daten der Firma einsehen und ändern und Firmen-Manager einladen, einsehen und ändern. Der Firmen-Manager kann Mitarbeiter einladen car2go auf Firmenkosten zu nutzen, sowie diese Mitarbeiter wieder löschen. Er hat außerdem Übersicht über alle Fahrten die Mitarbeiter des Unternehmens getätigt haben. Eine weitere zu vergebene Rolle ist der Buchhalter, der ebenfalls Einsicht über alle Fahrten erhält und die Firmenrechnungen verwaltet. Ernannte Manager oder eingeladene Mitarbeiter bekommen bei mangelndem car2go Account eine Einladung per E-Mail sich zu registrieren. Die Registrierung erfolgt wie bei Privatnutzern. Wenn ein Mitarbeiter car2go sowohl privat als auch geschäftlich nutzen möchte bietet car2go die Möglichkeit eines Kontextwechsels.

Die Rollenteilung soll den effizienten Einsatz von car2go im Unternehmen ermöglichen[56]. Abbildung 9 (rechts) zeigt die verschiedenen Rollen mit ihren Befugnissen im Überblick.


Kostenmodell

Getreu dem Motto "as easy as using a mobile phone"[55] ist das Kostenmodell ähnlich wie bei Mobiltelefonen. Die Nutzung der car2go Autos kostet 19cent pro Minute, maximal jedoch 119euro pro Tag. Bei einer Reservierung im Voraus kostet die Nutzung 9,90euro pro Stunde, oder 49euro pro Tag. Die Abrechnung erfolgt in Form monatlicher Rechnungen, wie beim Mobiltelefon[57]. Neben den genannten Tarifen fallen keine weiteren Gebühren an. Sämtliche kosten wie Benzin, Versicherung und Steuern sind im Fahrpreis enthalten[55].

Ablauf einer Nutzung von car2go

Das Lokalisieren und Buchen von verfügbaren Fahrzeugen kann über eine Hotline erfolgen, oder über das Internet. car2go bietet zum einen die Möglichkeit dies direkt auf der car2go Internetseite zu machen, andererseits stehen auch IPhone Applikationen zur Verfügung um Fahrzeuge zu finden und/oder zu reservieren. Hier ist das buchen jedoch nicht möglich[58]. Die gleichnamige IPhone App car2go zeigt neben verfügbaren Fahrzeugen auch Shell-Tankstellen, bereits reservierte Fahrzeuge und spezielle car2go Parkstops an[59]. Die car2go Nutzung beginnt mit dem Halten des Führerscheins, ausgestattet mit dem car2go Siegel das einen chip enthält, vor das Lesegerät hinter der Windschutzscheibe. Sollte das Fahrzeug nicht verfügbar sein, weil es etwa reserviert ist, signalisiert es das durch ein orangefarbenes blinken und geht nicht auf[55]. Durch Eingabe einer persöhnlichen PIN, welche man bei der Registrierung angibt, am Boardcomputer wird das Handschuhfach geöffnet. Dort befinden sich Autoschlüssel und eine Tankkarte, mit der an allen Shell-Tankstellen getankt werden kann. Die Tankzeit wird dem Nutzer in Form von 10 Freiminuten gutgeschrieben[60][61]. Beendet wird der Mietvorgang durch wiederholtes Vorhalten des Führerscheins an der Windschutzscheibe. Abgestellt wird das Fahrzeug entweder auf regulären Parkpläten innerhalb des car2go Nutzungsgebiets, oder an speziell eingerichteten car2go Parkplätzen, wie sie etwa an großen Bahnhöfen oder Flugplätzen eingerichtet sind[55].

6.2.2.2 Connected Cars

Die car2go Fahrzeuge kommunizieren mit einem Zentralcomputer und melden diesem wenn sie gereinigt, getankt oder gewartet werden müssen. Alle Buchungen werden vollautomatisch erfasst, beginnend und endend mit dem Vorhalten des car2go Siegels an der Windschutzscheibe[62]. Alternativ ist aus dem Fahrzeug heraus auch die car2go Hotline erreichbar, um eventuelle starke Verschmutzungen oder ähnliches zu melden[63]. Ausgestattet mit einem Navigationsgerät[61] verfügen die Fahrzeuge über eingebaute GPS Empfänger und können geortet werden. Weiterhin werden alle Transatkionen vollautomatisch erfasst, was wiederum auf Kilometerleistung und Wartungsbedarf durch das Service-Team schließen lässt[64].

6.2.2.3 Markt und Kunden

Abb. 10: Der Verlauf des car2go-Piloten in Ulm
Abb. 10: Der Verlauf des car2go-Piloten in Ulm[55][57][62][60][65][64]

Start des car2go Angebots war am 24.10.2008 in Ulm. 50 Smart fortwos standen den Daimler Mitarbeitern in Ulm für eine erste Testphase zur Verfügung. 500 Nutzer registrierten sich in den ersten 2 Wochen und insgesamt wurden 8000 Vermietungen registriert[55]. Im Februar 2009 wurde der Kundenkreis auf Mercedes-Benz Angestellte der Verkaufs- und Serviceniederlassungen in Ulm ausgeweitet, sowie die Flotte auf 100 Fahrzeuge erweitert[57]. Ende März wurde die Flotte abermals aufgestockt. 200 Fahrzeuge standen nun für alle Einwohner und Besucher rund um Ulm zur Verfügung, was einen Kundenkreis von 120.000 potenziellen Nutzern bedeutete[57]. Nach weiteren 100 Tagen ist die Kundenzahl auf 10.000 gestiegen und mehr als 50.000 Vermietungen wurden verbucht. 85% aller Kunden mieteten dabei spontan ein car2go. [62] Im September 2009 wurde das car2go Angebot auf Neu-Ulm ausgeweitet. Ein zweites Pilot-Projekt startete im November 2009 in Austin, Texas. Am Beispiel der Stadt Ulm erfolgte auch hier eine Schrittweise Einführung. Beginnend mit einer Partnerschaft mit der Stadt Austin wurden zunächst 200 smart fortwos für insgesamt 13000 Stadtangestellte angeboten. Die Partnerschaft stellt eine win-win-Situation dar. Die Stadt Austin stellt spezielle car2go Parkflächen zur Verfügung und im Gegenzug dürfen die Stadtangestellten Geschäftsfahrten umsonst mit car2go erledigen[60]. Als weiteren Partner gewann car2go die Firma LIVESTRONG. LIVESTRONG Mitarbeiter konnten nun auch die car2go Flotte mitnutzen und ermöglichten car2go neue Erfahrungswerte[65]. Nach dem ersten Jahr gab es 235.000 car2go Nutzungen von insgesamt 18.000 Kunden. 10% aller Einwohner in Ulm nutzen demnach car2go wovon die Kunden dieses nutzten um zur Arbeit zu gelanden, shoppen zu gehen, Dienstfahrten zu tätigen oder Wochenendaktivitäten zu unternehmen[64]. Als weitere Partner wurden der Staat Texas, die Entrepreneurs Foundation of Central Texas und die Firma urbanspace gewonnen[66][67][68]. Der Leistungsaustausch beruhte hier auf Freiminuten und Parkflächen sowie Werbemaßnahmen. Am 21.Mai 2010 wurde car2go in Austin für alle Einwohner frei zugänglich. In den ersten 6 Monaten des Pilots in Austin wurden 25.000 Vermietungen von insgesamt 3000 Nutzern getätigt[69]. Abbildung 10 (oben rechts) zeigt den Verlauf des car2go-Piloten in Ulm. Nicht zuletzt aufgrund des stetig wachsenden Angebotes stieg auch die Nachfrage und Nutzung enorm an. Für die Ausweitung des Geschäftsgebiets Nord-Amerika ist die car2go Nord-America LLC zuständig, für internationale Promotion die car2go GmbH.

Daimler startet systematisch Projekte um die CarSharing-Märkte mit einem innovativen Konzept und Partnerschaften zu erkunden und erweitert stufenweise das Angebot. Die Erschließung weiterer Standorte bzw. Städte ist bereits geplant[64]. Ausgehend von einem Testkundenkreis ist nach erfolgreichen Pilotphasen das car2go Angebot jedem Führerscheinbesitzer frei zugänglich[55].

7 Analyse

Innerhalb der einzelnen Methoden wurde bereits versucht einzelne Potenziale zu identifizieren. Im folgenden Kapital soll näher auf einen Gesamtzusammenhang der einzelenen Potenziale eingegangen werden. Weiter Aspekte, wie z.B Umwelt und Politik finden hier Berücksichtigung. Genauere Unterpunkte sollten bei der Ausarbeitung entstehen.

7.1 Marktpotenzial

7.1.1 Aktuelle Marktsituation

Abb.11:  Standortverteilung Deutschland
Abb.11: Standortverteilung Deutschland[70]
In Deutschland steht CarSharing noch in einer Art Entwicklungsphase. Das größte Angebot und die beste Vernetzung dessen bietet das CarSharing der Bahn, welches mit 140 Standorten verteilt auf ganz Deutschland und wenigen Nachbarländern vertreten ist. Jedoch ist das nicht einmal die Hälfte des in Deutschland herschenden Angebotes, der restliche Anteil am CarSharing Markt Deutschlands ist verteilt auf über 100 Kleinunternehmen die regional CarSharing in ihrer Stadt oder Landkreis anbieten. Dies schränkt die Nutzer ein, da sie nur regional agieren können. Bild 11. zeigt die Verteilung der verschiedenen CSO in der Bundesrepublik Deutschland.

7.1.2 Entwicklung

Angebotsanalyse

Am vorgestellten Beispiel Zipcar ist zu sehen zu welchem Umfang und weitreichenden Angebot sich ein CarSharing Unternehmen innerhalb kürzester Zeit entwickeln kann. Zipcar verdoppelt oder verdreifacht seine Kunden jährlich durch Ausbau seines Angebotes[71]. Das Angebot von Zipcar beläuft sich auf über 7000 Fahrzeuge, welche in 72 Städten Nordamerikas großflächig verteilt sind[52]. Zudem hat Zipcar erst vor einigen Wochen sein Angebot, durch den Kauf von Streetcar Ltd., um weitere 1100 Standorte in 8 britischen Städten erhöht. (siehe 8.2.1.3) Mit diesen Werten ist das Angebot der Zipcar Inc. mehr als dreimal so groß wie das des weltweit zweitgrößten Anbieters Mobility aus der Schweiz, mit 1150 Standorten und 2300 Fahrzeugen (gemessen an der Zahl der Fahrzeuge)[11].

In Deutschland ist das Angebot als Gesamtes zu betrachten, da es mehr als 100 CarSharing Unternehmen gibt die meist nur regionale Dienste anbieten[70]. So muss das genutzte Fahrzeug stehts an seinen genauen Ursprungsort zurückgebracht werden und kann nicht wie beispielsweise bei Zipcar an einem anderen Standort in der Stadt abgestellt werden. Das Angebotsmodell der Bahn passt allerdings sehr gut auf die Bedürfnisse eines Geschäftreisenden, der am Bahnhof oder Flughafen ankommt und meist auf CarSharing Standorte der Bahn stößt. Da er wahrscheinlich das gleiche Verkehrsmittel für seinen Rückweg benutzen wird, bietet sich für einen kurzen Aufenthalt hier eine sehr gute Möglichkeit mobil zu sein.

Generell bieten die meisten CarSharing Unternehmungen spezielle Angebote für Unternehmenskunden an. Dies schlägt sich meist in anderen Stundentarifen und transparenteren Abrechnungsmöglichkeiten nieder[43].


Nachfrageanalyse

Weltweit ist eine starke und stetig steigende Nachfrage zu verzeichnen. Aktuell hat Zipcar über 400.000 Kunden, davon ca. 300.000 in Nordamerika (ca. 1% der Einwohner der USA). Genaue aktuelle potenzielle Kundenzahlen für Europa können nur geschätzt werden, da das überregionale CarSharing Netz in Europa noch in den Kinderschuhen steckt. (siehe 9.1.1)

Einen "älteren" Markt hat in Europa nur die Schweiz und Großbritanien. Das schweizer Unternehmen Mobility ist schon seit 1987 tätig und hat aktuell 90800 Kunden, die fast ebenfalls ca. 1% der Einwohner der Schweiz ausmachen[11]. Die von Zipcar gekaufte Streetcar, war mit einer Kundenzahl von ca. 80.000 in nur 8 britischen Städten ebenfalls unter den Unternehmen mit den meisten Kunden[72].

Der Bundesverband für CarSharing in Deutschland zählte Anfang 2008 eine Nutzerzahl von 116.000 als Summe aus allen deutschen CarSharing Unternehmen Kundendateien[73]. Dabei ist festzustellen das 23% dieser Nutzer bereits Businesskunden sind[73].


Trends

Der Markt des CarSharing ist mit einer schweizer Ausnahme verhältnismäßig jung. Der Drang nach günstigeren Fahrzeugunterhaltungskosten und Spritsparenden Fahrzeugen war nie größer. Auch der ökologische Aspekt lässt immer mehr Menschen an CarSharing denken um so ihren Kinden eine gesündere Erde zu hinterlassen. In Deutschland wurden 2008 116.000 Kunden gezählt, dass sind über 22% mehr als im Vorjahr. Das Angebot von Fahrzeugen ist im gleichen Zeitraum nur um etwa 10% gestiegen, was deutlich macht, dass die Nachfrage nach CarSharing in Deutschland stark steigt[73]. Anhand des amerikanischen Marktes lässt sich gut erkennen wie schnell ein CarSharing Unternehmen wachsen kann, wenn es sein Konzept flächendeckend verbreitet. Zipcar Inc. wurde 1999 gegründet und verzeichnet seither jährlich eine Verdoppelung oder Verdreifachung der Kunden. 2003 waren es noch 5000 Kunden, 2009 300.000 und heute im Juni 2010 bereits 400.000[38]. Auch in der Schweiz hat sich Mobility als alleiniger Marktführer herausgestellt, welcher in den letzten vier Jahren einen durchschnittlichen Zuwachs von 7.500 Kunden hatte[11].

Streetcar wurde erst 2004 gegründet und startete mit nur 8 Fahrzeugen. Vor dem Kauf durch Zipcar war Steetcar auf über 80.000 Kunden herangewachsen und hatte Standort in 8 britischen Großstädten.
Abb.12:  Wachstum der CarSharing Nutzer von 1988 bis 2006
Abb.12: Wachstum der CarSharing Nutzer von 1988 bis 2006[15]

Die Zuwächse die diese großen Unternehmen verzeichnen verdanken sie dem Prinzip CarSharing selbst. Ein Kunde möchte unabhängig von Ort und Zeit von A nach B kommen und auf diesem Wege nicht umsteigen müssen, wie es momentan überregional in Deutschland leider noch der Fall ist. Dies kann nur durch ein Flechendeckendes Netz aus Standorten gewährleistet werden, welche zwangsläufig nur einer Unternehmen angehören könnten. Speziell der rasante Erfolg von Zipcar und Steetcar zeigt, dass die Menschen heute schnell zum Umdenken bereit sind, sofern sie ein gutes Angebot bekommen. Aufgrund der Werte von Zipcar und Mobility welche in ihrem Markt bereits eine Kundenzahl von mehr als 1% der Einwohner erreicht haben ist anzunehmen dass in Deutschland ebenfalls solche Kundenzahlen schnell erreicht werden könnten bei einem entsprechenden Angebot. Die zukünftigen Entwicklungen in den USA werden zeigen wie sich ein CarSharing Markt auf längere Sicht entwicklen kann. Europa bzw. Deutschland wird aufgrund des bislang mangelnden flächendeckenden Angebots weiterhin einige Jahre in der Entwicklung zurückliegen.

Die rechts stehende Statistik aus dem Jahre 2006 zeigt die damalige Entwicklung und verdeutlicht das exponentielle Wachstum des Marktes. Zähle man die allein von Zipcar dazugewonnenen 250.000 Kunden seit 2006 hinzu, so könne man die Statistik ohne weiteres mit dieser Steigung fortführen.

David Zhao, Analyst bei Frost & Sullivan beruft sich auf eine Studie der Global Growth Consulting welche besagt, dass CarSharing in Europa bis 2016 ein 3,2 Milliarden $ Markt sei, mit 5,5 Millionen Kunden und 77.000 Fahrzeugen. Er sagt auch, dass Deutschland den wohl größten CarSharing Markt in Europa hätte, gefolgt von England[52].

7.2 SWOT Analyse

Stärken

Der Grundgedanke von CarSharing beruht auf der Entlastung des Verkehrs und somit Schohnung der Umwelt. Umweltschohnend ist eine Hauptstärke des CarSharings. car2go gelang es etwa die Parksituation in Ulm zu verbessern, sowie die Treibhausgas-Emissionen zu verringern. Dies ergab eine Untersuchung der Universität Ulm[64]. Auch die Verleihung des "Clean Air Awards" in der Kategorie "Transportation Efficiency Innovations" zeigt, dass das Konzept aufgeht[69].

Darüberhinaus punktet CarSharing bei dem Thema Kostenersparnis (Siehe Kapital 8). Die Kosten die bei gewöhnlicher Auto-Nutzung eine einzige Person trägt werden beim CarSharing auf viele Leute verteilt. Die Kostenersparnis ist bspw. bei Mitfahrzentrale.de ein Hauptgrund für die Nutzung der Plattform (Siehe 8.1.4.2).

Die CarSharing Anbieter zeigen auch ihre Stärken beim Eingehen auf individuelle Kundenbedürfnisse. So wird mit Universitäten kooperiert um Studenten eine günstige Fortbewegungsmöglichkeit zu bieten (Siehe 8.2.1.1), oder auch spezielle Unternehmenslösungen angeboten (Siehe 8.2.1.1 und 8.2.2.1).


Schwächen

Bislang gibt es von CarSharing-Organisationen kein überregionales Angebot. Der größte Anbieter zipcar bietet ein Standortkonzept, bei dem die genutzten Fahrzeuge an bestimmten Stationen abgestellt werden müssen (Siehe 8.2.1.1). Das innovative car2go Konzept begrenzt das Nutzungsgebiet durch das Abstellen der Fahrzeuge im Nutzungsgebiet, welches bisher auf einzelne Städte begrenzt ist (Siehe 8.2.2.1). Fahrten weiter entfernt von Fahrzeugstationen oder des Nutzungsgebietes sind zwar möglich, resultieren aber letztendlich in Mietpreisen die der von regulärer Autovermietung ähneln.

Die Kostenmodelle sind auch nicht für jede Fahrgelegenheit optimal. Spontane Kurzstreckennutzung von zipcar würde 8$ kosten, auch wenn der Nutzer das Fahrzeug effektiv nur 20Minuten nutzt (Siehe Tab. 1: Kostenmodell Zipcar New Cork).


Chancen

Der Wachstumsverlauf des CarSharing-Marktes stellt für CarSharing-Unternehmen eine große Umsatzchance dar[15]. Steigende Unterhalts- und Nutzungskosten eines privaten PKW kommen den CarSharing-Anbietern zugute.

Als Nebeneffekt besteht eine realistische Chance durch vermehrte CarSharing-Nutzung die Umwelt zu schohnen[64].

Auch die innerstädtische Verbesserung der Verkehrslage und Parksituation darf als Chance aus Sicht der teilweise kooperierenden Städte nicht außer acht gelassen werden[64].


Risiken

CarSharing hat ein Bekanntheitsproblem. Die CarSharing-Unternehmen müssen mehr für ihren Bekanntheitsgrad tun um ihre Angebote erfolgreich zu vermarkten und ausweiten zu können. Nur so können letztendlich auch die Nutzer von einem neuen Verkehrsangebot profitieren[74].

Darüber hinaus steht das CarSharing-Angebot stets in Konkurrenz zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, was unter Umständen zu Problem führen könnte. CarSharing-Unternehmen sind auch auf die Kooperation der Städte und Gemeinden angewiesen. Feste Stellplätze oder besondere Parkplätze sind Teil der meisten Modelle und benötigen die Unterstützung der öffentlichen Einrichtungen (vgl. zipcar und car2go).

Allgemein besteht die Gefahr einer Abhängigkeit bei extrem hoher CarSharing-Nutzung. Ähnlich wie beim Angebot der Deutschen Bahn wären die Nutzer zumindest kurzfristig gezwungen höhere Preise hinzunehmen.

8 Schlussbetrachtung

Der heutige Stand der CarSharing-Branche soll abschließend kritisch betrachtet werden – Aspekte aus Umwelt, Politik und aus dem sozialen Kontext sollen Beachtung finden. Die CarSharing-Branche ist nach ihrer Historie noch sehr jung, sodass viele Erwartungen noch unerfüllt blieben. Getreu den fünf Kennzeichen: besitzlos, kostengünstig, flexibel, bequem und umweltfreundlich des Bundesverbandes CarSharing e. V. (siehe Kapitel 7.1) entwickelte sich der CarSharing-Markt aber bereits enorm.

Bereits 1988 bei dem Start der ersten CSO „Mobility“ (siehe Kapitel 7.2) – waren Fahrzeuge den Kunden gegenüber kein eigenes Eigentum. Trotzdem ist hier eine deutliche Entwicklung erkennbar. Denn auch dieses Eigentum, welches den CSO gehört wuchs in den vergangenen Jahren. Dies zeigt das Angebot des Fuhrparks von Zipcar Inc., wo der Kunde zwischen 30-40 Modellen auswählen kann (Siehe Kapitel 8.2.1.1).

Kostengünstig ist immer relativ gesehen, selbstverständlich existieren in Vergleichsbranchen Kostenführerschaften die selbst ein CSO nicht schlagen kann. Doch bildet CarSharing in Kombination ihrer Werte ein einmaliges Produkt, welches nach Leistung, bei einigen Konzepten sogar pro Minute abgerechnet werden kann (Siehe Kapitel 8.2.2.1) – Konsens der CarSharing-Kostenmodelle bildet in der Regel eine Kombination aus Strecke und Zeit (Siehe Kapitel 7.1). CarSharing macht jedoch nicht für jeden Sinn – eine Fremdbewertung stuft Personen die häufig, längere Strecken auf ihr PKW angewiesen sind als ungeeignet für die Nutzung von CarSharing-Angeboten ein. Bei einer Nutzung von >10000km pro Jahr rät man von CarSharing-Angeboten ab, da die Kosten hier den Schwellenwert übersteigen. Eine Business-Nutzung sei ebenso lediglich bei kleinen- und mittelständischen Unternehmen profitabel [75].

Nicht allein die bereits erwähnte Zunahme der Fahrzeug-Modelle führt zu mehr Flexibilität für den CarSharing-Kunden. Aus Abb.1 ist zu entnehmen, dass auch die Quantität der Fahrzeuge in der Summe zugenommen hat. Abb. 4 zeigt einen Überblick über die Standortverteilung der Zipcar Inc. im südlichen Stadtteil Manhattans (New York, New York). Die flächendeckende Verteilung der Standorte und Kooperationsverträge, wie in Europa der Europeon Car Sharing (siehe Kapitel 7.2) ermöglichen es den Kunden die freie Wahl von Fahrzeug, Fahrzeitpunkt, Fahrdauer und besonders die Wahl des Standortes bei Fahrzeugabholung und –Abgabe (Vergleiche car2go- Kapitel 8.2.2).

Das durchschnittliche Serviceangebot einer CSO umfasst sowohl die Organisation des Tankens, des Reinigens und auch die ständige Verfügbarkeit der Fahrzeuge (siehe Kapitel 8.2) Verschiedene Applikationen für Computer oder Smartphone unterstützen die Informationsbeschaffung des Kunden bzgl. dieser Daten (siehe Kapitel 8.2.1.2). Besonders hervorzuhebende Serviceangebote bieten CSO gemeinsam mit regionalen Partnern an, vorwiegend mit den öffentlichen Verkehrsbetrieben einer Region [76]. Durch die Mitgliedschaft in beiden Organisationen spart man zum einen Geld und erhält dafür den Mehrwert beider Organisationen – eine flächendeckende, bequeme Möglichkeit um von A nach B zu gelangen.

Im Bereich der Umweltfreundlichkeit unterstützt das CarSharing ein Trend aus der Automobilindustrie - umweltfreundliche Mobilität, wie z.B. Elektroautos und hybride Antriebe[77]. Unterstützt wird dieser Trend auch von der Politik. So unterzeichneten am 13. April unter anderem die französische Regierung, die Automobilhersteller Peugeot, Peugeot Société Anonyme und 12 Gebietskörperschaften eine Charta zur Schaffung von Elektroautos und die benötigte Infrastruktur bis zum Jahr 2020. Bis Ablauf dieser Kooperation soll jede Stadt mit 10.000 Einwohnern etwa 800 Ladestationen besitzen. Führend ist auch der von der französischem Regierung unterstützte Kauf von Elektroautos (5000€ Prämie)[78]Die Charta betrifft nicht ausschließlich CarSharing-Organisationen, aber schließt diese mit ein. Das Bemühen anderer Staaten ist ähnlich. Die Resonanz ist an den steigenden Mitgliederzahlen erkennbar, so schaffte es car2go bereits für ihr Umweltengagement Auszeichnungen zu erzielen (siehe Kapitel 9.2). Diesbezüglich sind weitere Projekte zu nennen, wie zum Beispiel „momo“. Dieses Projekt des Bundesverbandes CarSharing e.V., welches in Zusammenarbeit mit Unternehmen und acht weiteren EU-Ländern durchgeführt wird, soll CarSharing für den Kunden und die Umwelt attraktiver machen.[79].

Des Weiteren nähern sich die Branchen von CarSharing und Autovermietung stetig weiter an. Für Aussenstehende sind bis auf die unterschiedlichen Möglichkeiten in der Gestaltung der Mietdauer keine Unterschiede mehr erkennbar. Diese Entwicklung lässt die Branche optisch Wachsen. Autovermietungen versuchen sich an die Werte, wie Flexibilität, Umweltfreundlichkeit und Kosteneffizienz des CarSharing anzupassen. Das Interesse der Automobilhersteller wächst (siehe Kapitel 7.1). Bereits der zweite große Hersteller versucht in einer Konzeptstudie an den Erfolg des „first-come“ der Daimler AG anzuknüpfen. Das zukunftweisende Modell car2go feiert Erfolg um Erfolg. Nach dem Konzept verschiedener Bike-Sharing-Anbieter entsteht in den Pilotstädten Ulm (Deutschland) und Austin (Texas) eine neue Art der Mobilität. Das Prinzip und die Umsetzung der Bike-Sharing-Modelle könnte auch Maßstab des CarSharing sein. Die Vision des Bike-Sharings: Zu jeder Zeit und an jedem Ort, flexibel, bequem und vor allem kostengünstig ein Fahrrad anzubieten haben Gemeinden und Unternehmen in dieser Branche beinahe erreicht. Wesentlichen Einfluss hatte auch hier Entwicklungen der Kommunikationstechnologie (siehe Kapitel 7.2). Einen Meilenstein legte vermutlich die Apple Inc. 2007 mit der Einführung des iPhone[80]. Weitere Entwicklungen auf Basis von Android und Apple bieten heute immer mehr Möglichkeiten zum Informationsaustausch. Produkte die hieraus entstehen: sogenannte „Apps“ helfen Bike-Sharing und CarSharing Kunden u bei Ortung, Navigation, Buchung oder der Informationsbeschaffung.

Diese Entwicklung zeigt, dass sich der CarSharing-Markt stetig weiterentwickelt – auf diese Art und Weise versucht er sein größtes Problem, die mangelnde Bekanntheit zu bekämpfen. Diese wissenschaftliche Ausarbeitung wird, allein durch ihre Präsenz noch mehr Leuten das Thema CarSharing erklären und damit helfen etwas für das Angebot der CarSharing Kunden und für die Umwelt zu leisten.

9 Fußnoten

  1. Vgl. Lufthansa AG - Preisabfrage vier Wochen vor Reisebeginn
  2. Vgl. Deutsche Bahn AG - Preisabfrage vier Wochen vor Reisebeginn
  3. 3,0 3,1 Vgl. MOVECO GmbH - mitfahrzentrale.de - Preisabfrage zwei Wochen vor Reisebeginn
  4. 4,0 4,1 Vgl. bast (2004) S.8
  5. Vgl. Bundesverband CarSharing e.V. Was ist eigentlich CarSharing?
  6. 6,0 6,1 Vgl. Bundesverband CarSharing e.V. Für Gründungswillige
  7. Vgl. PEUGEOT Deutschland GmbH, Wie funktioniert Mu by PEUGEOT?
  8. Vgl. PEUGEOT Deutschland GmbH, Wo kann man Mu by PEUGEOT nutzen?
  9. Vgl. PEUGEOT Deutschland GmbH, PREISE VERMIETUNG "Mu by PEUGEOT"
  10. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 Vgl. Mobility Genossenschaft
  11. Vgl. Greenwheels GmbH
  12. Vgl. Daimler TSS GmbH
  13. 14,0 14,1 Vgl. World CarSharing Consortium
  14. 15,0 15,1 15,2 Eigene Darstellung nach Shaheen und Cohan (2006) S.7
  15. 16,0 16,1 Shaheen und Cohan (2006)S.7-10
  16. Vgl. Shaheen, Cohan und Chung (2009), S. 1-4
  17. 18,0 18,1 Vgl. Shaheen, Barth, A.Fukuda, T.Fukuda (2006), S.6 und S. 1-4
  18. Vgl. Fona (3.05.2010)
  19. Vgl. MOVECO GmbH - Geschäftsfelder
  20. 21,0 21,1 21,2 21,3 21,4 Vgl. Mitfahrzentrale.de - Hilfe
  21. Vgl. Mitfahrzentrale.de - faq
  22. Vgl. Mitfahrzentrale.de - Premium
  23. 24,0 24,1 24,2 Vgl. Mitfahrzentrale.de - Informationen für Mitfahrer
  24. 25,0 25,1 25,2 Vgl. Mitfahrzentrale.de - Informationen für Fahrer
  25. Vgl. Apple iStore - vonAnachB
  26. 27,0 27,1 Vgl. MOVECO GmbH - Pressemitteilung 2
  27. Vgl. MOVECO GmbH - Pressemitteilung 6
  28. Vgl. MOVECO GmbH - Pressemitteilung 8
  29. Vgl. MOVECO GmbH - Pressemitteilung 9
  30. Vgl. MOVECO GmbH - Geschäftsfelder
  31. Vgl. MOVECO GmbH - Firmenprofil
  32. Vgl. MOVECO GmbH - Carpool Software
  33. Vgl. MOVECO GmbH - Pressemitteilung 4
  34. Vgl. MOVECO GmbH - Umfrage
  35. Vgl. Zipcar Inc. Logos
  36. Vgl. Zipcar Inc. Locations
  37. 38,0 38,1 38,2 38,3 Vgl. Zipcar Inc. Acquires Streetcar
  38. Vgl. The Wallstreet Journal
  39. Vgl. Zipcar Inc. Getting started with Zipcar
  40. 41,0 41,1 41,2 Vgl. Zipcar Inc. Rates & Plans
  41. Vgl. Zipcar Inc. FAQ Household
  42. 43,0 43,1 43,2 43,3 43,4 Vgl. Zipcar Inc. Rates and plans for business
  43. Vgl. Zipcar Inc. Getting started with Zipcar for business driving
  44. 45,0 45,1 45,2 Vgl. Zipcar Inc. For university and college campuses
  45. 46,0 46,1 Vgl. Zipcar Inc. Zipcar for Universities case studies
  46. Vgl. Zipcar Inc. Find cars - Manhatten
  47. 48,0 48,1 Vgl. Zipcar Inc. iPhone
  48. 49,0 49,1 49,2 Vgl. Zipcar Inc. How
  49. 50,0 50,1 50,2 50,3 Vgl. Zipcar Inc. Our technology
  50. Vgl.Zipcar Inc. What's included
  51. 52,0 52,1 52,2 52,3 52,4 Vgl. The Boston Globe
  52. Vgl. Zipcar Inc. FAQ Cars
  53. Vgl. Fortune Magazine
  54. 55,00 55,01 55,02 55,03 55,04 55,05 55,06 55,07 55,08 55,09 55,10 55,11 Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 1
  55. 56,0 56,1 Vgl. Daimler AG car2go Businessmodell
  56. 57,0 57,1 57,2 57,3 Daimler AG car2go Pressemitteilung 2
  57. Vgl. Daimler AG car2go lokalisieren
  58. Vgl. Apple iStore
  59. 60,0 60,1 60,2 Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 4
  60. 61,0 61,1 Vgl. Daimler AG car2go faq
  61. 62,0 62,1 62,2 Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 3
  62. Vgl. Daimler AG car2go touchscreen
  63. 64,0 64,1 64,2 64,3 64,4 64,5 64,6 Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 6
  64. 65,0 65,1 Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 5
  65. Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 7
  66. Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 8
  67. Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 10
  68. 69,0 69,1 Vgl. Daimler AG car2go Pressemitteilung 11
  69. 70,0 70,1 Vgl. Bundesverband CarSharing e.V. - Standorte
  70. Vgl. TreeHugger
  71. Vgl. Streetcar
  72. 73,0 73,1 73,2 Vgl. Bundesverband CarSharing e.V. - Jahresbericht 2007
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