Potenziale der Kooperation zwischen Studenten durch Social Learning Plattformen

Aus Winfwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Namen der Autoren: Julia Sukrow, Dennis Schwich
Titel der Arbeit: "Potenziale der Kooperation zwischen Studenten durch Social Learning Plattformen"
Hochschule und Studienort: FOM Duisburg


Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung

Das Internet ist eines der meistgenutzten Medien zur Kommunikation und sozialen Interaktion. Somit gewinnt es auch an Bedeutung im Bereich des sozialen Lernens, z.B. im Rahmen des E-Learnings und im Bereich von sozialen Plattformen. In diesen Bereichen tauschen Menschen Erfahrungen und Wissen untereinander aus. Immer mehr soziale Kontakte werden im Internet geknüpft und vertieft. Online Communities und Plattformen, wie z.B. StudiVZ, erleben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom.

Es gibt eine Vielzahl von Untersuchungen, wie sich diese Entwicklung auf den Menschen und sein soziales Umfeld auswirken. Im Rahmen dieser Fallstudie soll zum einen das Prinzip des sozialen Lernens erläutert werden und zum anderen einige Plattformen vorgestellt werden auf denen ein solches Lernen stattfinden kann.

2 Soziales Lernen (Social Learning)

Soziales Lernen ist der Erwerb von sozialen Kompetenzen und dient als Grundlage für das so genannte handlungsorientierte oder problemlösende Lernen. Der Lernprozess findet in der sozialen Interaktion mit anderen Individuen statt. Kompetenzen werden als „verhaltensregulierende persönliche Potentiale und Dispositionen verstanden, die sich vorwiegend aus der reflektierten Verarbeitung praktischer Erfahrungen entwickeln und jeweils zur Bewältigung verschiedener Anforderungssituationen mobilisiert und aktualisiert werden können“[1].

Man unterscheidet zwischen Personal-, Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz. Bei der Bildung von Kompetenzen steht allerdings immer auch das selbstständige Organisieren und Verwalten von Wissen im Vordergrund. Kompetenzen werden vor Allem durch aktives, tätigkeitsintegriertes Lernen erworben und nicht unbedingt durch das Anhäufen von Wissen. Durch formales Lernen können zwar die Grundlagen für die Bildung von Fähigkeiten, Wertigkeiten, Selbsterkenntnis, Selbstbewusstsein, etc. gebildet werden, Kompetenzen werden jedoch erst im Rahmen des sozialen Lernens erworben.[2]

2.1 Pädagogische Grundbegriffe

Im Folgenden sollen einige Theorien und Begriffe kurz erläutert werden, um den Prozess des Lernens besser beschreiben zu können.

2.1.1 Situiertes Lernen

Die Theorie des situierten Lernens befasst sich mit dem Umfeld des Lernenden. Dabei werden sowohl materielle, soziale und kulturelle Aspekte betrachtet. Eine der Grundaussagen ist, dass Wissen nicht von einer Person zur anderen übergehen kann, ohne aktive Handlung des Lernenden. Das Lernen wird nicht nur als personeninterner Prozess betrachtet, sondern auch die personenexternen Verhaltensdeterminanten werden berücksichtigt. In der Abbildung 1 soll dargestellt werden, welche Aspekte und Aktivitäten bei dieser Theorie Anwendung finden. Es gibt zur Theorie des situierten Lernens keine konkreten Umsetzungsmöglichkeiten, nur die Forderung die Situiertheit des Lernenden zu berücksichtigen.[3]

Abb. 1: situiertes Lernen
Abb. 1: situiertes Lernen[4]

Das situierte Lernen und die Erfahrungen, die damit gemacht wurden, haben dazu geführt, dass das Internet und die neuen Medien nicht mehr länger nur als Aufbewahrungsbehälter für Wissen genutzt werden, sondern als Plattformen um Wissen aktiv weiterzugeben, zu erlernen und gemeinsam neues Wissen zu konstruieren.

2.1.2 Lernumgebung

Der Begriff Lernumgebung ist zu differenzieren vom Begriff der Lernplattform. Dieser beschreibt lediglich den technischen Funktionsumfang einer Software. Die Lernumgebung wird durch folgendes Zitat sehr gut beschrieben:

„Unter einer Lernumgebung verstehen wir die medialtechnische, sozial-kommunikative und inhaltliche (stoffliche) Umgebung für adaptive Lern- und Bildungsprozesse."[5]

2.1.3 Kooperatives (Online-) Lernen

“Collaborative Learning does not just mean that individual learning is enhanced by participation in small groups; it means that it is the groups themselves that learn. Knowledge is a product of the collaboration process: it arises through interaction of different perspectives, heats up in the cauldron of public discourse, is gradually refined through negotiation, and is codified and preserved in cultural or scientific artifacts. Knowledge is not static and other-worldly: it lives, situated—both locally and historically—in groups, teams, organizations, tribes, social networks and cultural flash points.”[6]

Von kooperativem Lernen spricht man, wenn zwei oder mehr Menschen versuchen gemeinsam etwas zu erlernen. Das kooperative Lernen beinhaltet neben Ansätzen anderer Theorien auch die des situierten Lernens. Dabei wird die Auswirkung von sprachlich vermittelter sozialer Interaktion, Reflexion und individuellen mentalen Prozessen betrachtet. Die sozialen und kognitiven Prozesse des Lernens stehen dabei im Vordergrund, nicht das Resultat.[7] Die Lernenden verknüpfen neue Informationen mit Vorhandenen und entwickeln dadurch neue Bedeutungen und Zusammenhängen. Einzelne sollen dazu angeregt werden mit anderen zu kooperieren, um gemeinsam Probleme zu bewältigen.

Ein Computer und das Internet ermöglichen die Effektivität des kooperativen Lernens zu verstärken, indem Inhalte medial dargestellt und den Beteiligten überall auf der Welt zu Verfügung gestellt werden. Außerdem können die Sachverhalte dort direkt kommuniziert werden.

Die Theorie des Computer supported cooperative learning (CSCL) knüpft eng an die des kooperativen Lernen an.

2.2 Soziales computerunterstütztes Lernen

Soziales Lernen kann in vielerlei Formen geschehen, im Rahmen dieser Fallstudie beschäftigen wir uns nur dem sozialen Lernen im Internet. Im Folgenden werden einige Voraussetzungen für soziales Lernen beschrieben.

2.2.1 Soziale Gruppen

Soziale Gruppen unterscheiden sich von Ad-hoc-Gruppen dadurch, dass sie dauerhaft und zielgerichtet ausgerichtet sind. Es gibt 4 Kriterien, die auf eine soziale Gruppe schließen lassen:[8]

  • „boundary (common interest, common idea, common context)“:
Beschreibt die Zugangsmöglichkeiten zu der Gruppe, sowie ihre Abgrenzung zur Umwelt. Innerhalb der Gruppe werden Rollen vergeben. Dies kann formell oder informell geschehen. Eine Rolle ist mit einem sozialen Status verknüpft.
  • “sense of membership”:
Ist das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe. Es gibt viele Möglichkeiten dieses zu erzeugen und nach außen sichtbar zu machen, z.B. Symbole oder Rituale.
  • “ongoing interaction”:
Beschreibt die Kommunikation innerhalb der Gruppe. Durch die Gruppenstruktur ist eine andauernde und fortlaufende Kommunikation möglich.
  • “collaboration, mutural support”:
Wörtlich Kollaboration und wechselseitige Unterstützung der Mitglieder. Gruppen verfolgen in der Regel ein Ziel. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig bei der Erreichung dieses Ziels. Das Ziel einer Lerngruppe ist beispielsweise der Wissensaustausch oder die gemeinsame Wissensgenerierung. Dabei kann die Gruppe die individuellen Leistungen sowohl positiv (social facilitating) als negativ (social loafing) beeinflussen.

Anhand ihrer Größe können Gruppen in Kategorien aufgeteilt werden. Man unterscheidet dabei Groß- und Kleingruppen. Von einer Kleingruppe spricht man, wenn sie weniger als 30 Teilnehmer hat.[9] Bei Kleingruppen findet eine regelmäßige Kommunikation statt. In der Regel gibt es engen Kontakt zwischen den Mitgliedern. Bei Großgruppen werden häufiger Kommunikationsmedien benutzt, um die Mitglieder zu erreichen, da persönliche Treffen oft schwierig zu realisieren sind. Eine Großgruppe kann in Untergruppen unterteilt werden.

Ein weiteres Kriterium zur Abgrenzung von Gruppen ist die Intensität der Bindung. Es gibt Primärgruppen, bei denen eine starke emotionale Bindung zueinander existiert, und Sekundärgruppen, bei denen die emotionale Bindung nur schwach ist.[9] Ein gutes Beispiel für eine Primärgruppe ist die Familie. Es ist jedoch zu beachten, dass die emotionale Bindung zueinander von den Mitgliedern der Gruppen unterschiedlich wahrgenommen werden kann.

2.2.2 Soziale Gemeinschaften und Netzwerke

Den Begriff der Community findet man häufig im Internet, z.B. auch im Zusammenhang mit E-Learning. Im deutschen würde man dies mit einer sozialen Gemeinschaft übersetzen. Dieser verweist auf eine Gruppe mit einer engen sozio-emotionalen Bindung und gehört somit zu den Primärgruppen im weiteren Sinn.[9] Der Gemeinschaftsbegriff macht dies sehr deutlich, da er häufig mit Wärme und Geborgenheit assoziiert wird. Dabei spielt die physikalische Zusammengehörigkeit eine geringere Rolle, als gemeinsame Interessen oder ein gemeinsamer Lebensstil. Die Mitglieder einer solchen Gemeinschaft kommunizieren, auf Grund der räumlichen Trennung, hauptsächlich über Medien.

Neben den Gruppen kann man auch das soziale Netzwerk eines Menschen analysieren. Dieses Netzwerk stellt alle Beziehungen einer Person zu anderen Personen dar. Dabei können auf Grund von verschiedenen Beziehungsklassen (z.B. familiäre oder freundschaftliche Beziehungen) und auch Beziehungsinhalten (Arbeit oder Hobbys) partielle Netzwerke gebildet werden.[10]

Die sozialen Beziehungen innerhalb dieses Netzwerkes werden in 3 Bereiche unterteilt:[11]

  1. Enger Kernbereich = enge soziale Bindungen
  2. Weite Zone = weniger feste Bindungen
  3. Peripherie = entfernter Kontakt

Obwohl zu der Peripherie nur lose Kontakte zählen, spielt sie eine große Rolle. Diese Menschen beobachten und beurteilen die jeweilige Person und prägen dadurch sein Bild in der persönlichen Öffentlichkeit. Außerdem können sie Wertschätzung, Anerkennung und Hilfeleistungen bieten. Dies nennt man auch soziales Kapital. Da Menschen ständig miteinander kommunizieren, gibt es auch indirekte Effekte. Diese können negativ sein, indem z.B. bösartige Gerüchte erzählt werden, oder auch positiv, wenn dadurch neue Kontakte entstehen. Das Internet unterstützt die Bildung und Aufrechterhaltung von sozialen Netzwerken, da es eine Vielzahl von Plattformen für die Beziehungspflege und Kontaktaufnahme bietet. Dadurch erweitert sich die Peripherie eines Menschen.[11]

Da die Peripherie Auswirkungen auf die Identitätsbildung eine Menschen hat und man in einer Community, z.B. einer online Lerngruppe, seine Peripherie erheblich erweitern kann, kann angenommen werden, dass diese das soziale Lernen im Netz fördern.

2.2.3 Nutzen von Netzwerken

Jeder Mensch knüpft Netzwerke, um von Ihnen zu profitieren. Dies fängt schon in der Schule an, wenn man in Erfahrung bringt, von wem man welche Hausaufgaben abschreiben kann. Besonders im Rahmen des Studiums konnten auch wir feststellen, wie wichtig ein Netzwerk für das Überleben an der Uni ist, besonders, da wir ja alle berufstätig sind und z.T. auch schon Kinder haben. Wenn man an einer Vorlesung nicht teilnehmen kann, muss man jemanden finden, der einem seine Mitschriften zur Verfügung stellt. Vor Klausuren werden die Klausuren der Vorsemester untereinander ausgetauscht und Lösungen von Übungsaufgaben verglichen. Für alle diese Aktionen braucht man ein funktionierendes Netzwerk. Dies aufzubauen fällt gerade in unseren Studiengängen schwer, da wir uns meist nur zu den Vorlesungen sehen.

2.2.4 Online Communities und Online Learning Communities

Seitdem es das Internet gibt, gibt es auch Online Communities (zu deutsch Online-/ Internet-Gemeinschaften). Diese erfreuen sich immer noch wachsender Beliebtheit. Wie der Name schon vermuten lässt, benutzen diese Gruppen hauptsächlich das Internet für die Kommunikation miteinander. Dabei werden verschiedene Medien, wie Email, Chats, Foren oder ähnliches, benutzt um Erfahrungen miteinander auszutauschen oder gemeinsam Problemstellungen zu lösen. Die Ausprägung einer solchen Gruppe kann eher formal sein, z.B. wenn sie berufsbedingt sind (Business Communities) oder informell, wenn sie sich auf Interessen oder Hobbys beziehen (Communities of Interest). In Abbildung 2 stellt Herr Seufert verschiedene Arten von Lerngemeinschaften dar und bewertet sie anhand ihrer Formalität. Gleichzeitigt zeigt er auf welche Motivation hinter solchen Gruppen steht.

Abb. 2: Einsatzbereiche von Lerngemeinschaften
Abb. 2: Einsatzbereiche von Lerngemeinschaften[12]

3 Klassische Lernplattformen

Lernplattformen sind Programme, die einem Benutzer Lehr-/Lerninhalte dar- und bereitstellen. „Unter einer webbasierten Lernplattform ist eine serverseitig installierte Software zu verstehen, die beliebige Lerninhalte über das Internet zu vermitteln hilft und die Organisation der dabei notwendigen Lernprozesse unterstützt“[13]. Es handelt sich also um eine auf einem Server installierte Software, die beliebige Lerninhalte über das Internet vermittelt. Dadurch können Lernprozesse besser unterstützt und organisiert werden.

Jede Lernplattform ist meist gleich aufgebaut und beinhaltet 5 große Bereiche[14]:

Abb. 3: Die 5 Bereiche von Lernplattformen
Abb. 3: Die 5 Bereiche von Lernplattformen

3.1 Arten von Lernplattformen

Es werden im Allgemeinen zwei Arten von Lernpattformen unterschieden: das Learning Management System und das Content Management System. Bei Learning Management Systemen gibt es häufig noch die Untergruppe der Learning Content Management System.

3.1.1 LMS

Das Learning Management System, kurz LMS, ist ein Programm, das E-Learning erst populär bzw. funktionsfähig gemacht hat. Hier werden die Lerninhalte, wie die Instrumente für die Lernenden, bereitgestellt. Meistens gibt es hier auch eine entsprechende Benutzerverwaltung.

Von einem LCMS spricht man, wenn sich das System auf das Erstellen, Speichern und die beliebig wiederverwendbare und automatisierte Darstellung von Lerninhalten spezialisiert hat.[15] Dies ist eine Weiterentwicklung des LMS.

Leider wird nur selten in einem Learning Management System die Erstellung von Lernmaterialien ermöglicht. Ideal wäre es, wenn es zu jedem Aufgabenbereich verschiedene Evaluationsmöglichkeiten, wie z.B. Mulitple Choice und Lückentexte geben würde.

Abb. 4: Unterschiede LMS und LCMS
Abb. 4: Unterschiede LMS und LCMS

3.1.2 CMS

Content Management System, kurz CMS, bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie Inhaltsverwaltungssystem.[16] Hier wird für das Internet die Erstellung und Bearbeitung von Inhalten, wie z.B. Texte, Videos und Bildern, ermöglicht und in einem System organisiert. Der Lehrende kann diese CMS, ohne programmieren zu können, bedienen. Daher bieten diese Systeme einen hohen Informations- und Aktualitätsgrad.[17]

Die Autoren brauchen sich nur mit dem Inhalt zu beschäftigen und die Struktur und das Layout dieses Systems sind Aufgaben des Administrators.

Abb. 5: Granularität von CMS
Abb. 5: Granularität von CMS

LMS, CMS und LCMS können meist nicht genau unterschieden werden, der Übergang von einem zum anderen ist fließend. Beinahe jedes System hat eine Schnittstelle mit einem jeweils anderen System, das heißt, dass CMS Funktionen in LCMS Programmen übernommen und angepasst wurden, z.B. bei der Funktion der Wiederverwendung von Inhalten. Bei LCMS wird häufig die flexible Verwaltung von Inhalten gefordert. Hier kann man z.B. unterscheiden zwischen Zielgruppe, Schwierigkeitsgrad oder pädagogischer Ausrichtung.

3.2 Vor- und Nachteile

Vorteile des LMS[18]

Da die LMS Programme überall auf der Welt erreichbar sind und als Kommunikationsmedium dienen, z.B. in Chats und Foren, können Lernende ortsunabhängig in Kontakt treten.

Daher gibt es eine Vielzahl von Vorteilen:

  • die Motivation und die Lernbereitschaft werden gesteigert, da sich viele Gruppen, wie z.B. Übungsgruppen sehr leicht bilden können.
  • es ist leichter geworden die Texte, Bilder oder Videos herunterzuladen. Somit können, ohne großen Aufwand, gewünschte Inhalte gefunden und ausgedruckt werden. Es ist leichter an Wissen heranzukommen.
  • der Nutzer kann sich selbst strukturieren, da es viele neue Möglichkeiten für den Anwender gibt. Z.B. online Vorlesungsverzeichnisse, Kalender, Adressverwaltung, Notensammlung aller Kurse und das online Anmelden zu Kursen
  • der Lehrende kann gezielte Informationen zu einem bestimmten Kurs ins Netz stellen
  • der Lehrende hat die Möglichkeit online Tutorien und damit zusätzliche Lerninhalte anzubieten bzw. er kann gezielter auf für ihn wichtige Themen eingehen
  • bessere Einschätzbarkeit des von ihnen geforderten Wissens der Lernenden durch Online-Tests


Das Beste für den Lernenden ist jedoch, dass er alle diese Funktionen in einem Programm finden kann und nicht viele Programme auf einmal anwenden muss


Nachteile des LMS

Leider gibt es auch einige Nachteile, die nur schwierig, wenn nicht sogar unmöglich zu verbessern sind:

  • es können immer die Server mit dem jeweiligen Programm ausfallen
  • die Navigation von so vielen Programmmöglichkeiten ist nicht immer leicht zu verstehen und muss häufig erst richtig erlernt oder mit einem Kurs beigebracht werden
  • viele Drucken sich z.B. die Skripte trotzdem noch auf Papier aus, da sie dadurch ein besseres Leseverständnis haben. In Folge dessen bleibt der hohe Papierverbrauch bestehen.

Vorteile des CMS

  • das Programm kann beliebig erweitert werden und die Nutzung kann durch viele Anwender gleichzeitig erfolgen
  • die Bearbeitung der Inhalte ist sehr einfach
  • durch die Trennung von Inhalten, erstellt durch die User als Autoren, und Layout/Technik, betreut durch den Administrator, kann alles einheitlich dargestellt werden, da nicht jeder die Rechte des Administrator bekommen muss

Nachteile des CMS

  • Änderungen von Systemen sind nur mit Updates möglich und mitunter sind sie nicht kostenlos
  • wenn die Rechenkapazität im Verhältnis zu den gleichzeitig nutzenden Nutzern nicht ausrecht, kann es zu einer Serverüberlastung und damit zum Serverausfall führen

3.3 Beispiel Moodle

Abb. 6: Moodle Hauptseite
Abb. 6: Moodle Hauptseite

Moodle wurde 1999 in Australien entwickelt. Diese Lernplattform ist auf einem Open-Source-System aufgebaut und für die Installation sind PHP und Datenbanken wie z.B. MS SQL oder MySQL Voraussetzung.[19] Es haben sich schon über 50000 User registriert und es wird in über 200 Ländern eingesetzt. Moodle ist ein LMS Programm, in dem Online-Kurse verwaltet werden können. Es dient zur Unterstützung von Gruppenarbeiten, zur Diskussion in Foren und Chats und zum Überblick über Kursinhalte[20] und wurde speziell für Studenten entwickelt.

Das System wird von jeder nutzenden Instanz individuell installiert, so dass die Anmeldung über die einzelne Hochschule erfolgt. Desweiteren bietet Moodle noch viele Möglichkeiten, wie z.B. das Erarbeiten eines Lerntagesbuches, die Nutzung vom virtuellen Kalender und Umfragefunktionen.

Es wird bei der Anmeldung eine Rollendefinition festgelegt, das heißt es wird geklärt ob man Gast, Kursteilnehmer, Administrator oder Trainer ist.

Bei Moodle kann in jedem Kurs Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt werden und jeder Lehrende kann festlegen wer diesen Kurs besuchen kann. So besteht die Möglichkeit zu beschränken, ob nur angemeldete Studenten oder auch Gäste zu gelassen werden. Außerdem kann man ein spezielles Passwort vergeben, welches meist in der ersten Vorlesung bekannt gegeben wird, das dann den Kurszugang für denjenigen verwehrt, der das Kennwort nicht kennt.

Es gibt die Wahl zwischen verschieden Kurseinstellungen:

  • die wöchentliche Kursübersicht
  • eine thematische Gliederung
  • oder nur ein zentrales Forum

Moodle bietet dem Anwender eine Reihe von Möglichkeiten, das Wichtigste Argument ist jedoch, dass es kostenlos ist und jeder Mitentwickler werden könnte und die Möglichkeit hat Fehler zu finden und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Moodle ist einfach konzipiert, daher gibt es nur geringe Einarbeitungszeiten. Besonders beliebt bei Studenten sind die integrierte Chatfunktion und die Vielfalt an Übungstypen, wie z.B. Lückentexten, Multiple-Choice und Lesetexte.

Ein großer Nachteil ist die nicht integrierte Funktion für Audio und Videokonferenzen.

4 Web 2.0 - das soziale Internet

Ende 2003 tauchte der Begriff des Web 2.0 zum ersten Mal in einer Fachzeitschrift auf. Bereits vorher entwickelten sich nach und nach immer mehr Seiten, die den User zum aktiven Surfen einluden. So entstand im Jahre 2001 die häufig genutzte Online-Enzyklopädie Wikipedia, bei der die User selbst die Autoren der Artikel und somit der Seite sind. Zu dieser Zeit wurden auch die schon länger existierenden Weblogs (kurz: Blogs) populär und immer mehr Menschen taten sich im Internet kund. Im Jahr 2004 folgte dann mit Facebook eine Social Networking Site[21], auf der diese aktiven Surfer sich auf einer zentralen Plattform vorstellen und mit Anderen verbinden konnten. Ebenfalls im Jahr 2004 entstand Flickr, im Jahr 2005 Youtube. Beim Ersten kann der User Fotos, beim Zweiten Videos zur Verfügung stellen, die dann der Rest der Welt jederzeit abrufen kann. Die bisher neuste Komponente des Web 2.0 stellt das Mikro-Blogging dar. 2006 wurde die Seite Twitter ins Netz gestellt. Hier kann eine Person gezielte, kurze Nachrichten an einen Personenkreis schicken, der dies vorher abonniert hat. Alles in Allem hat das Internet immer mehr an sozialen Plattformen gewonnen, die die Menschen mitunter näher zueinander bringen, als dies im Alltag möglich wäre.

4.1 Vorteile der Interaktion

War früher die E-Mail, die Newsgroup oder später das Instant Messaging das Mittel der Wahl, um mit anderen Personen im Netz in Kontakt zu treten, brachte und bringt das Internet immer mehr Möglichkeiten mit sich, um die sozialen Bedürfnisse der User zu befriedigen. Somit wird es durch Web 2.0-Anwendungen einfacher Wissen und Informationen zu erlangen und auszutauschen.

4.2 Beispiel soziale Lernplattform smart.fm

Abb. 7: Startseite smart.fm
Abb. 7: Startseite smart.fm

Die im Jahre 2000 unter dem Namen iknow.co.jp gegründete und Anfang 2009 umbenannte Lernplattform smart.fm verbindet die klassischen Lernkonzepte mit den Möglichkeiten des Web 2.0. Sie ist im Moment die einzige Seite, die sich als reine Social Learning Platform sieht[22].

Die Seite richtete sich ursprünglich an japanische User, die die englische Sprache lernen wollten. Inzwischen gibt sie auch internationalen Nutzern, die der englischen Sprache mächtig sind, die Möglichkeit Japanisch zu erlernen. Je nach Vorwissen kann der Lernende beim Alphabet der entsprechenden Sprache beginnen und sich über einzelne Worte bis hin zu ganzen Sätzen vorarbeiten. Die einzelnen Kurse, bis auf einige wenige Startkurse, werden von der Community erstellt. „The smart.fm platform will enable users to consume, create, re-mix, share, and manage learning content of any kind.”[23]

Das eigentliche Lernen wird von jedem User alleine durchgeführt. Die einzelnen Kurse werden in dem Flashprogramm iKnow! abgehalten, in dem man einzelne Buchstaben, Vokabeln oder Sätze in immer wiederkehrenden Sequenzen lernt. Hier gibt es somit keinen Unterschied zu einer klassischen Learning Platform. Allerdings haben alle Komponenten außerhalb von iKnow! mindestens einen sozialen Aspekt. Wie bereits erwähnt werden die einzelnen Kurse, die danach jeder abrufen kann, von den Usern selbst erstellt. Außerdem besitzt jeder User eine Profilseite, die jeder andere Benutzer besuchen kann, um herauszufinden welche Kurse diese Person lernt, welche er erstellt hat, welche andere Nutzer er verlinkt hat (Freunde), usw..

Zusätzliche soziale Features, die angeboten werden, sind die eingebaute Shoutbox (ein Dienst ähnlich Twitter), das Message Center, in dem die User sich gegenseitig Nachrichten zukommen lassen können, und die Möglichkeit einen abgeschlossenen Kurs zu kommentieren. Weiterhin kann man seinen Account bei Facebook mit dem User von smart.fm verbinden, um hier nicht alle Freudschaftsverknüpfungen neu pflegen zu müssen.

5 Social Networking Sites

Eine Social Networking Site bietet, als klassische Anwendung vom Web 2.0, den Anwendern die Möglichkeit sein eigenes Profil zu erstellen und dieses mit allen bekannten Personen zu verbinden.[24] Außerdem werden Möglichkeiten zum Austausch von gemeinsamen Interessen und Wissen geboten. Jede Site ist hierbei eine geschlossene Benutzergruppe. Bisher gibt es keine Möglichkeiten Verbindungen zwischen zwei Profilen auf unterschiedlichen Seiten (z.B. Facebook und Xing) herzustellen. Ausnahme bieten hier nur die Seiten StudiVZ und MeinVZ, da Letztere aus der Ersten hervorgegangen ist und beide vom selben Anbieter stammen. Es handelt sich quasi um eine Seite mit zwei URLs und einer Unterscheidung über welche URL man auf die Seite zugreift.

Das Profil eines jeden Nutzers ist, je nach Anbieter, stark an die individuellen Wünsche anpassbar, kann jedoch auch aus einer Standardseite mit ein paar wenigen Informationen bestehen.

Social Networking Sites sind individuell gestaltbar und bauen auf 3 Prinzipien auf:[25]

  • jeder User steht im Mittelpunkt und kann von jedem gesehen werden
  • jeder kann sein Profil selbst erstellen und jedem Infos über sich geben, die er geben möchte, und Infos von anderen lesen, die ihn interessieren
  • die User können/müssen sich selbst organisieren, z.B. in Gruppen

Das Hauptaugenmerk der Social Networking Seiten besteht darauf Kontakte zu pflegen, Austausch von fachlichen und informativen Themen zu geben. Es gibt zwei unterschiedliche Richtungen: Die Seiten, die mehr in den Freizeitsektor orientiert sind (z.B. StudiVZ) oder die, die eher für den Beruf genutzt werden (Xing). Doch beide Seiten haben den Vorteil, dass man sich selbstdarstellen und vernetzen kann und das überall auf der Welt. Zur Zeit werden die Userzahlen auf ca. 41,7 Millionen geschätzt und in den nächsten 4 Jahren soll diese auf 107 Millionen User ansteigen.[26]

5.1 Großer Nachteil von Social Networking

Damit solche Seiten funktionieren, muss jeder Benutzer seine wahre Identität preisgeben. Außerdem müssen/sollten persönliche Daten hinterlegt werden, damit die Seite leben kann. Einige Personen möchten dies eventuell nicht jedem zugänglich machen und bekommen von den meisten Seiten die Möglichkeit dies nur für einen bestimmten Personenkreis abrufbar zu machen. Jedoch geben Kritiker zu bedenken, dass der Anbieter einer solchen Seite immer auf alle Daten eines Accounts zugreifen kann und der Datenschutz nicht immer im vollen Umfang gegeben ist.

5.2 Beispiel StudiVZ

Abb. 8: Profilseite StudiVZ
Abb. 8: Profilseite StudiVZ

Im November 2005 erschien die für Studenten bisher populärste Sozial Networking Plattform in Deutschland: StudiVZ. Heute erscheint sie in 5 weiteren Sprachen und hat bisher ca. 13 Millionen User.[27] Die Anmeldung ist kostenlos, seit Neustem wird Werbung auf der Seite angezeigt.

Die Betreiber, heute die Verlagsgruppe George von Holtzbrinck, haben im Februar 2007 SchülerVZ und im Januar 2008 meinVZ gegründet. Hier ist die Besonderheit, dass StudiVZ und MeinVZ miteinander verbunden sind. Ein User aus dem einen Portal kann sich mit Usern aus dem anderen Portal verbinden und auch alle anderen Aktionen durchführen. Bei SchülerVZ findet dies aus Jugendschutzgründen nicht statt.

StudiVZ bietet die Möglichkeit sein Profil individuell zu gestalten und selbst zu entscheiden, was man seinen Freunden bzw. fremden Usern zugänglich machen möchte.

Eine Besonderheit von StudiVZ sind die Angaben von Lehrveranstaltungen. Selbst die Funktion Suche ist vielfältig gestaltet. Man kann nach Profilen, Lehrveranstaltungen und Gruppen suchen und sie bietet eine differenzierte Ergebnisübersicht.

Wenn man sich andere Userprofile ansieht, sucht das StudiVZ nach Verbindungen zum eigenen Profil. Hier kann es passieren, dass man die Seiten der User nur teilweise oder gar nicht sieht. Man kann in den Sicherheitseinstellungen selbst entscheiden, wer die Seite sehen darf und ob dies nur direkte Kontakte oder jeder, der das StudiVZ nutzt, darf.

Sollte ein User auf einen anderen User stoßen, der die AGB nicht befolgt, kann er diesen melden. Falls der andere User einfach nur störend ist, kann man eine Ignoreliste pflegen, die die User enthält, von denen man keine Nachrichten mehr erhalten möchte.

Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit Gruppen zu gründen, Fotoalben hochzuladen, und zu Gruscheln, eine Art „Hallo, hier bin ich!“, was der andere User auf seiner Startseite sehen kann. Dadurch, dass man die Fotos taggen kann, kann man teilweise Freunde schneller finden, da man die Leute auf den Fotos möglicherweise wiedererkennt.

Ein großes Problem von allen Plattformen ist das viele Menschen ihre Profile für alle voll sichtbar lassen, und daher können sehr schnell die Daten missbraucht werden.

6 zukünftige Potenziale des Internets für die Kooperation

Wie sind die Aussichten in die Zukunft, was wird sich verbessern, bzw. welche neuen Denkansätze müssen für folgende Themen betrieben werden?

Abb. 9: Potenziale für die Zukunft
Abb. 9: Potenziale für die Zukunft

6.1 Web 3.0

Seit einiger Zeit fällt immer häufiger der Begriff des Web 3.0. Wie dieses aussehen wird, bzw. welche Techniken hierbei im Vordergrund stehen werden, weiß man noch nicht genau. Allerdings fällt meist in einem Atemzug auch die Phrase semantisches Web.[28] Dies würde bedeuten man will zwischen den Inhalten, Artikeln und Autoren Beziehungen herstellen und zwar auf inhaltlicher, struktureller und kontextueller Ebene. Das schafft die Möglichkeit Inhalte zu bewerten, aber ohne dass dafür ein neuer Autor oder Leser gebraucht wird.[28] Zur Zeit wird alles über die Masse der Anklickseiten gemacht, das heißt, wenn eine Seite besonders häufig angeklickt wird, steht diese auch oben auf der Trefferseite bei den Suchmaschinen. Die Anzahl der Besuche sagt aber noch lange nicht, ob dies auch die richtige Seite für das ist, was man sucht und, ob das, was auf der Seite steht auch richtig ist. Das semantische Web möchte genau dies aber haben, dass die besten Treffer auch oben auf der Seite stehen.

Zurzeit müssen Fragen gestellt werden wie: Was ist wichtiger, der neueste Beitrag oder der am häufigsten gelesene Beitrag? Darauf muss für das Web 3.0 eine Antwort gefunden werden.

In Hinblick auf das Thema dieser Arbeit finden sich nur bedingt Ansatzpunkte. So ist es natürlich von Vorteil, wenn die Ergebnisse, die man auf einer Suchseite präsentiert bekommt, noch passender zur eingegebenen Frage sind, kann dies nur zum Vorteil für den Lernenden sein. Kooperationsmöglichkeiten jenseits des Web 2.0 sind im Moment aber nicht zu erkennen.

6.2 spezielle Social Learning Plattformen

Die oben aufgeführte Social Learning Plattform smart.fm biete ihren Service erstens nur auf englisch und japanisch, zweitens ist sie rein auf Sprache aufgebaut. Ein großes Potential hätte diese oder eine andere Seite, wenn sie dies auf deutsch und für andere Anwendungsbereiche anbieten würde.

Bisher nicht so bekannt, aber noch größeres Potenzial haben OnlineLive Räume. Da erst vor ca. 2 Jahren die Audio/Video Kommunikation kostengünstig wurden. Sie kombinieren Text und Chat auf einer Bildschirmoberfläche mit Audio und Video der Telnehmer/Dozenten. Daher bietet das OnlineLive ganz neue Möglichkeiten, da dann selbst Präsenzveranstaltungen nicht mehr ortsgebunden ist.

Abb. 10: Potenziale für Social Learning Plattformen
Abb. 10: Potenziale für Social Learning Plattformen

6.3 Social Networking Sites

Da immer mehr Menschen von mobilen Endgeräten aus auf das Internet zugreifen, werden auch Social Networking Sites mit der Zeit Applikationen für diese Geräte anbieten. Dann bekommen Funktionen, wie die Shoutbox des StudiVZ (zu Vergleichen mit Twitter), einen noch größeren Stellenwert, da die User jederzeit angeben können, was sie gerade erleben.

Zukünftige Potenziale, die im Hinblick auf das Thema dieser Arbeit von Bedeutung wären, ließen sich auch durch eingehende Recherche nicht ausfindig machen. Hierzu etwas zu schreiben, wäre reine Spekulation.

7 Fazit

Es gibt eine Vielzahl an Programmen im LMS und CMS Bereich und häufig stellt sich nicht die Frage, wer mit welchem Programm das bessere Ergebnis erzielt hat, sondern wie man im Ganzen seine Kurse bestanden hat.

Dennoch wurde in den letzten Jahren die bildungspolitische Frage immer wieder aufgeworfen und nach einer Hilfe zu Unterstützung von Lernprozessen gefordert. Daher wurden die Lernplattformen immer weiter entwickelt und Systeme entwickelt, die Kurse, Seminare und Lehrgänge zur Kompetenzentwicklung und das Austauschen von Inhalten ermöglichen.

Ein großes Problem besteht darin, dass die klassischen Lehr-/Lernkonzepte in Frage gestellt werden und überwiegend nur noch mit Lernplattformen gelehrt bzw. gelernt wird. Aber nicht bei jeder Form von Lernen bieten sich Lernplattformen an. Daher muss in Zukunft besser differenziert, bzw. das Lernverhalten beobachtet werden, um somit ein optimales Lernergebnis zu erzielen.

Da die Mittel, die dem Studierenden an die Hand gegeben werden, häufig nicht ausreichend sind oder nicht in der Form angeboten werden, dass sie den persönlichen Lernprozess unterstützen, hat man durch den offenen Zugriff auf das Internet die Möglichkeit sich Wissen von außerhalb zu holen. Es kann sich sowohl in Communities beteiligt werden, so dass hier ein Wissenstransfer stattfindet oder man sucht sich nur das, was man benötigt.

Problematisch kann dies natürlich dann werden, wenn der Student sich in einem Anstellungsverhältnis befindet und dann firmeninternes Wissen in einer Community nach außen trägt.

Warum sollte man sich überhaupt mit Social Learning beschäftigen? In den Zeiten von Web 2.0 will man versuchen Hilfestellungen beim Lernen zu geben, indem man die Möglichkeit hat sich in Blogs, Wikis, Twitter, etc. in einen Dialog mit anderen Lernen, bzw. Gleichgesinnten zu kommen. Dadurch wird das Internet von den Usern mitgestaltet und es wird immer einfacher an Informationen und Wissen zu gelangen. Leider kann man nicht immer feststellen ob das gerade gelesene auch richtig ist. Daher muss man sich häufig noch intensiver einlesen, um das Richtige vom Falschen zu trennen.

Web 2.0 bedeutet aber auch vernetztes Lernen, das heißt, dass sich Lerngruppen bilden, die weltweit vernetzt sind und die sich nicht nur vor Ort in der Schule oder im Hörsaal befinden. Daher bedeutet Social Learning im Web 2.0 Beziehungen zu knüpfen, etwas über Menschen lernen, mit anderen Menschen lernen, miteinander reden, diskutieren und daraus wiederum lernen. Das eigene Lernen in Blogs und Co. abbilden, es anderen zur Verfügung zu stellen, um darauf aufzubauen.

8 Fußnoten

  1. Dohmen (2001) S. 42
  2. Vgl. Dohmen (2001)
  3. Vgl. Issing; Klimsa (2002) S. 139-148
  4. Stahl (2006) S.204
  5. Ehlers et al. (2003) S. 58
  6. Stahl (2006) S. 220
  7. Vgl. Baker (1999)
  8. Koch (2002)
  9. 9,0 9,1 9,2 Vgl. Döring (2003)
  10. Vgl. Weyer; Abel (2000)
  11. 11,0 11,1 Vgl. Gräf; Krajewski (1997)
  12. Zinke; Fogolin (2004) S.28-38
  13. Baumgartner et al. (2002) S. 24
  14. Vgl. Darstellungen von Baumgartner et al. (2002)
  15. Vgl. Bett; Wedekind (2003) S. 228
  16. Vgl. Friedrich (2006) S.1
  17. Vgl. Baumgartner et al. (2002) S.42
  18. Vgl. Grünwald (2007) S.7f
  19. Vgl. DIALOGE Beratungsgesellschaft (2009a)
  20. Vgl. DIALOGE Beratungsgesellschaft (2009b)
  21. Vgl. Back (2008) S. 3
  22. Vgl. Crunchbase (2009)
  23. Crunchbase (2009)
  24. Vgl. Scott (2007) S. 230
  25. Vgl. Künzler; Iltgen (2008) S. 4
  26. Vgl. Künzler; Iltgen (2008) S. 5
  27. Vgl. StudiVZ (2009)
  28. 28,0 28,1 Vgl. Kollmann; Häsel (2007) S. 239

9 Abkürzungsverzeichnis

AbkürzungBedeutung
AGBallgemeine Geschäftsbedingungen
CMSContent Management System
CSCLComputer Supported Cooperative Learning
LCMSLearning Content Management System
LMSLearning Management System

10 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr.Abbildung
1Situiertes Lernen
2Einsatzbereiche von Lerngemeinschaften
3Die 5 Bereiche von Lernplattformen
4Unterschiede LMS und LCMS
5Granularität von CMS
6Moodle Hauptseite
7Startseite smart.fm
8StudiVZ Profilseite
9Potenziale für die Zukunft
10Potenziale für Social Learning Plattformen

11 Literatur- und Quellenverzeichnis

Back (2008) Back, Andrea (Hrsg.): Web 2.0 in der Unternehmenspraxis, 1. Auflage, Oldenbourg, München 2008, ISBN 3-486-58579-7
Baker (1999) Baker, Michael: The function of argumentation dialogue in cooperative problem-solving, http://newhttpd.vjf.cnrs.fr/umr8606/FichExt/mbaker/publications/ArticlesBakerPDF/1998/1998b.pdf, zugegriffen am 14.06.2009
Baumgartner et al. (2002) Baumgartner, Peter; Häfele, Hartmut; Maier-Häfele, Kornelia: E-Learning Praxishandbuch. Auswahl von Lernplattformen: Marktübersicht - Funktionen - Fachbegriffe, 1. Auflage, Studien Verlag, Innsbruck 2002, ISBN 3-7065-1771-X
Bett; Wedekind (2003) Bett, Katja; Wedekind, Joachim (Hrsg.): Lernplattformen in der Praxis, 1. Auflage, Waxmann, Münster [u.a.] 2003, ISBN 3-8309-1215-3
Crunchbase (2009) smart.fm product profile, http://www.crunchbase.com/product/iknow-2, zugegriffen am 11.06.2009
DIALOGE Beratungsgesellschaft (2009a) DIALOGE Beratungsgesellschaft (Hrsg.): Moodle: Infos zur Lernplattform, http://moodle.de/mod/resource/view.php?id=2043, zugegriffen am 11.06.2009
DIALOGE Beratungsgesellschaft (2009b) DIALOGE Beratungsgesellschaft (Hrsg.): Moodle: Features, http://moodle.de/mod/resource/view.php?id=2122, zugegriffen am 11.06.2009
Dohmen (2001) Dohmen, Günther: Das informelle Lernen. Die internationale Erschließung einer bisher vernachlässigten Grundform menschlichen Lernens für das lebenslange Lernen aller., BMBF, Bonn 2001
Döring (2003) Dohmen, Günther: Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen., 2. Auflage, Hogrefe, Göttingen [u.a.] 2003, 3-8017-1466-7
Ehlers et al. (2003) Ehlers, Ulf-Daniel; Gerteis, Wolfgang; Holmer, Torsten; Jung, Helmut W. (Hrsg.): E-learning-services im Spannungsfeld von Pädagogik, Ökonomie und Technologie: L3- lebenslanges lernen im Bildungsnetzwerk der Zukunft, WBV, Bielefeld 2003, 3-7639-3098-1
Friedrich (2006) Friedrich, Hans Jörg: Content Management mit Plone, Springer Verlag, Berlin und Heidelberg 2006, http://dx.doi.org/10.1007/3-540-28765-5
Gräf; Krajewski (1997) Gräf, Lorenz; Krejewski, Markus (Hrsg.): Soziologie des Internet - handeln im elektronischen Web-Werk, Campus Verlag, Frankfurt [u.a.] 1997, 3-593-35773-9
Grünwald (2007) Grünwald, Sebastian: LMSNews.com als universitäres Projekt – Projektplanung, Durchführung und Abschluss, http://www.imb-uni-augsburg.de/files/LMSNews.com%20als%20universit%C3%A4res%20Projekt.pdf, zugegriffen am 12.06.2009
Issing; Klimsa(2002) Issing, Ludwig J.; Klimsa, Paul (Hrsg.): Information und Lernen mit Multimedia und Internet: Lehrbuch für Studium und Praxis, 3. Auflage, Beltz, Weinheim 2002, 3-621-27449-9
Koch (2002) Koch, Michael: Interoperable Community Platforms and Identity Management in the University Domain, http://www.mediajournal.org/modules/pub/download.php?id=mediajournal-2&user=&pass=, zugegriffen am 13.06.2009
Kollmann; Häsel (2007) Kollmann, Tobias; Häsel, Mathias: Web 2.0 - Trends und Technologien im Kontext der Net Economy, 1. Auflage, Deutschen Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 3-8350-0836-6
Künzler; Iltgen (2008) Künzler, Simon; Iltgen, Andrea: Social Networking - Plattformen und Potenziale, 1. Auflage, Grin Verlag, 2008, ISBN 3-6389-5762-4
Scott (2007) Scott, David Meerman: The New Rules of Marketing and PR: How to Use News Releases, Blogs, Podcasting, Viral Marketing and Online Media to Reach Buyers Directly, 1. Auflage, Wiley & Sons, ISBN 0-4701-1345-6
Stahl (2006) Stahl, Gerry: Group Cognition: Computer Support for Building Collaborative Knowledge, The MIT Press, ISBN 0-2621-9539-9
StudiVZ (2009) studiVZ Limited (Hrsg.): StudiVZ Über uns, http://www.studivz.net/l/about_us/1/, zugegriffen am 11.06.2009
Weyer; Abel (2000) Weyer, Johannes; Abel, Jörg (Hrsg.): Soziale Netzwerke: Konzepte und Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung, Oldenbourg, München [u.a.] 2000, ISBN 3-486-25257-7
Zinke; Fogolin (2004) Zinke, Gerd; Fogolin, Angela (Hrsg.): Online-Communities - Chancen für Informelles Lernen in der Arbeit, Bertelsmann, Bielefeld 2004, ISBN 3-7639-1007-7
Persönliche Werkzeuge