Promotion von Produktdaten bei Google

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1 Titel

Namen der Autoren: Ebru Tirhis, Robert Trojanowski, Falk vom Schemm
Titel der Arbeit: Promotion von Produktdaten bei Google
Hochschule und Studienort: FOM Essen


2 Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis


3 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
CADComputer Aided Design
DBM-SystemDatenbankmanagement-System
CPACost-per-Acquisition
DMSDokumenten Management System
ERPEnterprise Ressource Planning
FTPFile Transfer Protocol
HTMLHyperText Markup Language
NC-ToolsNumerical Control-Tools
PDFPortable Document Format
PDMProduktdatenmanagement
PDMSProduktdatenmanagementsystem
PPSProduktionsplanungs- und Steuerungssystem
ROIReturn on Investment
SEOSearch Engine Optimization
SMLSachmerkmal-Leiste
SSLSecure Sockets Layer
TIFFTagged Image File Format
URLUniform Resource Locator
W3CWorld Wide Web Consortium
XMLExtensible Markup Language

4 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr. Abbildung Seite
1Schnittstellen eines PDM5
2Schema eines Vault6
3Client-Server-Architektur eines PDM6
4Methode zur Optimierung der Einführung eines PDM-Systems7
5Direkte und indirekte Aufwände7
6Nutzen eines PDM-Systems8
7Feed-Format: Beispiel durch Tabulatorzeichen getrennte Datei17
8Feed-Format: Beispiel XML-Datei18
9Vorteile von mehr Transparenz22
10Starten einer Produktsuche23
11Ergebnis einer Produktsuche24
12Ergebnis zu AdWords24

5 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr. Tabelle Seite
1Artikeltypen und Inhalte14 & 15
2Funktionalität der Links und Produkte15 & 16
3Vordefinierte, erforderliche Attribute20 & 21
4Kosten und Nutzen der Google Dienste24 & 25

6 Einleitung

Das Internet als Vertriebskanal gewinnt immer mehr an Bedeutung. Immer mehr Händler verkaufen erfolgreich über das Netz. Auch kleinere stationäre Händler erzielen verstärkt Umsätze über den Online-Handel. Das ist das Ergebnis der Studie "Internet im Handel 2008", durchgeführt vom E-Commerce-Center Handel [1] des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln. [2]

Demnach gewinnt die Promotion der eigenen Produkte im Internet massiv an Bedeutung. Doch wie kann man als Händler möglichst effektiv seine Produkte im Internet vermarkten und was ist dafür alles an Arbeit nötig? Es ist nicht nur durch den Webauftritt des Unternehmens getan, eine sauber strukturierte Produktpalette und die optimale Anbindung an die Suchmaschinen von heute ist essentiell wichtig.

Doch zunächst, was ist Promotion? Und speziell Suchmaschinen Promotion?

Der Begriff Promotion stammt aus dem englischen und im Grunde kann man die Suchmaschinen Promotion auch mit Suchmaschinen Werbung bezeichnen. Natürlich gibt es die verschiedensten Formen der Suchmaschinen Promotion. Zum einen gehört schon der Eintrag bzw. die Anmeldung selbst zur Werbung hinzu, sowie die Optimierung der Webseite, damit diese Suchmaschinenfreundlich ist. Zum anderen gibt es jedoch auch die Möglichkeit innerhalb der Suchmaschine Werbung zu schalten. Diese Werbung erscheint innerhalb der Ergebnisseiten. Hier stellen die Suchmaschinen verschiedene Werbemöglichkeiten zur Verfügung, die im Gegensatz zum „normalen“ Eintrag kostenpflichtig sind. Viele Suchmaschinen bieten ihren Kunden in diesem Zusammenhang eine zielorientierte Werbemöglichkeit an, so dass die Werbung zum Beispiel nur auftaucht, wenn auch nach einem bestimmten Keyword gesucht wurde. Suchmaschinen Promotion bzw. Werbung sollte laufend überwacht werden und ihre Effektivität analysiert werden. Viele Suchmaschinen Optimierungsfirmen übernehmen auch die gezielte Werbung und die damit verbundene professionelle Überwachung. [3]

Möchte man also in der heutigen Zeit erfolgreich im Web für seine Produkte werben und möglichst häufig durch die Suchmaschinen als potenzieller Händler für das gesuchte Produkt genannt werden, so ist dafür einiges im Vorfeld und auch permanent zu tun. Ansonsten verschwindet der Onlineshop des Unternehmens in der Bedeutungslosigkeit bzw. wird erst gar nicht besonders wahrgenommen.

Im Rahmen dieser Arbeit sollen die grundsätzlichen Grundlagen für die Produktpromotion, als auch speziell die Möglichkeiten der Promotion von Produktdaten bei Google erläutert werden. Google ist der Suchmaschinen Anbieter mit dem höchsten Marktanteil in Deutschland, wie auch weltweit. Ebenfalls sollen die Vorteile für den Anwender, also den potenziellen Käufer geschildert werden. Am Ende dieser Arbeit soll der Leser einen guten Überblick über die Möglichkeiten der Promotion bei Google und die im Vorfeld nötigen Arbeiten haben.

7 OffPage-Arbeiten

7.1 Einrichten eines Produktdatenmanagements

7.1.1 Definition Produktdatenmanagement

Produktdatenmanagement ist das Konzept, auf der Basis eines integrierten Produktmodells, Daten und Dokumente zu speichern, zu verwalten und zur Verfügung zu stellen. Auch die Unterstützung insbesondere der Produktentwicklung auf Basis eines Prozessmodells gehört zum PDM. Produktdatenmanagementsysteme sind Teil des betrieblichen Informations- und Koordinationssystems und setzten das Konzept PDM um.

Das integrierte Produktmodell ist eine zentrale Zusammenstellung aller Informationen über ein Produkt, die während des Produktlebenszyklus entstehen. Das integrierte Produktmodell besteht aus Partialmodellen, die jeweils in verschiedenen Erzeugersystemen entstehen, und ergänzenden Struktur- und Stammdaten. Viele standardisierte Austauschformate, wie z. B. STEP basieren auf dem integrierten Produktmodell [4].

PDM-Systeme "sind technische Datenbank- und Kommunikationssysteme, die dazu dienen, Informationen über Produkte und deren Entstehungsprozesse bzw. Lebenszyklen konsistent zu speichern, zu verwalten und transparent für alle relevanten Bereichen eines Unternehmens bereitzustellen." [5] Ein PDMS bildet die Grundlage für ein Gesamtsystem, welches durch die Verbindung von am Produktentwicklungsprozess beteiligten Anwendungssystemen (z. B. CAx-Systeme, Office-Programme, NC-Tools usw.) über Schnittstellen entsteht [4].

Die Schnittstellen im PDM haben die Aufgabe, Daten mit anderen Systemen auszutauschen und sicherzustellen, dass die Daten über Systemgrenzen hinweg konsistent sind und dieselbe Aktualität besitzen. Wie in Abbildung 1 zu sehen ist, integriert ein PDMS – wie z. B. PRO-FILE – alle Autorensysteme, die am Produktentwicklungsprozess beteiligt sind [6].

Abbildung 1: Schnittstellen eines PDM
Abbildung 1: Schnittstellen eines PDM


PDM-Systeme bieten Artikel (Einzelteile, Baugruppen, Produkte), Dokumente und Projekte als Basisobjekte. Auf diese Objekte werden dann die PDM-Funktionen angewandt. Die Grundfunktionen, die ein PDMS bieten sollte sind:

  • Erstellen von Stücklisten (insbesondere Konstruktionsstücklisten)
  • Klassifizierung der Artikel mittels SML (Variantenmanagement und Erhöhung der Übersicht
  • Objektstatus und Workflow (der Status legt fest, wer als nächstes welche Berechtigungen an einem Objekt hat und welche möglichen Folgezustände möglich sind)
  • Versionierung (durch Änderungen an einem Produkt)
  • Benutzerverwaltung und –rechte
  • Sperren von Objekten (Vermeidung von gleichzeitig entstehenden konkurrierenden Versionen)
  • Datenhaltung der Stammdaten / Metadaten in einer Datenbank und der Dokumente
  • Erstellung von neutralen Datenformaten (zur leichteren Austauschbarkeit und Archivierung; mögliche Formate sind für 3D-Modelle z. B. STEP und für technische Zeichnungen z. B. TIFF oder PDF)

PDM-Systeme sind meistens modular aufgebaut. Es gibt ein Basismodul, das um weitere Module ergänzt werden kann, so dass ein Anwender die Funktionalität erhält, die er benötigt. Des Weiteren kann das PDMS später im Bedarfsfall erweitert werden [4].

Zum Speichern der Dokumente wird in PDM-Systemen ein geschützter Speicherbereich eingerichtet. Der Zugriff auf darin befindliche Dokumente ist dann nur über das PDMS möglich, um unberechtigtem Zugriff vorzubeugen und mittels Check-In- und Check-Out-Funktionen konkurrierende Änderungen der Dokumente zu vermeiden [4]. Über die gespeicherten Dokumente werden Metadaten angelegt, welche zusammen mit Informationen über die Artikel, Projekte, Kunden usw. in einer – evtl. verteilten – Datenbank verwaltet werden [7].

Die Datenbank kann ebenfalls geschützt sein, und wird in diesem Fall als "Vault" bezeichnet. Der Bereich, in dem die Dokumente gespeichert werden, wird als "Vault-Location" bezeichnet. Abbildung 2 zeigt den Zusammenhang zwischen Vault und Vault-Location. In der Datenbank wird für eine Zeichnung ein Zeichnungsstammsatz angelegt, welcher ID, Änderungsindex, Namen, Werkstoff usw. enthalten kann. Des Weiteren wird mindestens ein Zeichnungsblatt zu der Zeichnung angelegt, in der die Blattnummer, das Zeichnungsformat usw. beschrieben werden. Außerdem ist der Ablagebereich der zugehörigen Datei im File-System verzeichnet [7].

Abbildung 2: Schema eines Vault
Abbildung 2: Schema eines Vault


Die meisten PDM-Systeme sind mit Client-Server-Architekturen realisiert. Es gibt einen PDM-Server und mehrere PDM-Clients [4]. Auf einem Hardware-Server liegen die Datenbank mit den Vaults für die Metadaten, der Software-Server des DBM- und des PDM-Systems. Die Dokumente selbst sind meistens dezentral auf die Vault-Locations der File-Systeme von Arbeitsplatzrechnern oder, im Falle verteilter Installationen, lokaler Server verteilt (siehe Abbildung 3) [7].

Abbildung 3: Client-Server-Architektur eines PDM
Abbildung 3: Client-Server-Architektur eines PDM

7.1.2 Nutzen

  • Verringerung Durchlaufzeiten
  • Verringerung der Entwicklungskosten und Reduzierung der Teilevielfalt
  • Verringerung der laufenden Kosten durch Beschleunigung der Geschäftsprozesse
  • Vollständige und transparente Auftragsverfolgung
  • Schneller und eindeutiger Zugriff auf vorhandene Daten
  • Sicherheit bei der Änderungs-Verfolgung
  • Automatische Datensicherung und -archivierung
  • Einfache Klassifizierung von Produkten und Komponenten
  • Aktuelle Statusinformationen im Änderungswesen
  • Bereitstellung von Informationen für das Management
  • Aufbau und Pflege einer Wissensdatenbank
  • redundanzfreie Datenablage
  • Klassifizierung der Daten für schnelles Wiederfinden
  • Workflowgesteuerte Verfügbarkeit im gesamten Unternehmen
  • Visualisierung
  • Ausgabe und Weiterreichung von Stücklisten an ERP/PPS
  • Integration DMS Dokumenten Management System
  • Zeichnungsverwaltung bildet Brücke zwischen CAD und ERP

7.1.3 Optimierung der Einführung eines PDM-Systems

Abbildung 4: Methode zur Optimierung der Einführung eines PDM-Systems
Abbildung 4: Methode zur Optimierung der Einführung eines PDM-Systems


Durch analytische Betrachtung der Merkmale Wirtschaftlichkeit, Brauchbarkeit und Akzeptanz eines PDM-Systems können optimale Voraussetzungen bei der Einführung geschaffen werden. Im Folgenden werden diese Merkmale definiert.

7.1.3.1 Wirtschaftlichkeit

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wie bei einer Softwareeinführung in einem Unternehmen üblich, eine Wirtschaftlichkeitsanalyse durchzuführen. Dabei werden Aufwände gegenüber Nutzen gestellt, um eine Kennzahl für die Wirtschaftlichkeit zu erhalten und zu ermitteln, ob die Einführung des Systemes vorteilhaft ist. Um eine detailliertere Aufstellung der Aufwände zu ermöglichen, werden diese in direkte und indirekte Aufwände aufgeteilt. Ein Beispiel findet sich in nachfolgender Abbildung 5 wieder [8]:

Abbildung 5: Direkte und indirekte Aufwände
Abbildung 5: Direkte und indirekte Aufwände


Unter dem Nutzen für das Unternehmen wird in der Regel die Zeit- und Kostenersparnis aus Unternehmenssicht als Kernpunkt verwendet. Allerdings ergeben sich weitere Nutzen, die teilweise nicht monetär ausweisbar sind (vgl. Kap 7.1.2 Nutzen)

Die Entscheidung aus wirtschaftlicher Sicht sollte letztendlich auf das System fallen, welches die größten Nutzen gegenüber den einzusetzenden Aufwänden mit sich bringt [8].

7.1.3.2 Brauchbarkeit

Unter der Brauchbarkeit eines PDM-Systems versteht man die Bewertung der Software Ergonomie spezifischen Kennzahlen wie beispielsweise Usability, Reliability und Flexibility. Anhand dieser Anforderungen die aus dem Unternehmen bzw. von den Anwendern an das PDM-System gestellt werden, wird die Brauchbarkeit ermittelt [8].

7.1.3.3 Akzeptanz

Die Akzeptanz spiegelt in gewisser Weise den Abdeckungsgrad der Anforderungen wieder. Zu jeder Anforderung an ein System gibt es mindestens ein Akzeptanzkriterium. Dieses Kriterium legt fest, unter welchen Bedingungen eine Anforderung als erfüllt gilt [8].

Abbildung 6: Nutzen eines PDM-Systems
Abbildung 6: Nutzen eines PDM-Systems

7.2 Aufbau eines Produktkataloges

7.2.1 Definition Produktkatalog

Ein Produktkatalog (auch Artikelsammlung oder Produktdatenbank) ist eine systematisch geordnete Sammlung von Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen mit einer identischen signifikanten Eigenschaft. Beispielsweise kann ein Produktkatalog alle Produkte einer bestimmten Firma auflisten.

Die Auflistung dieser Produkte oder Dienstleistungen erfolgt meist nach bestimmten Systematiken und Gruppierungen nach Eigenschaften. Dazu dienen meist weiterführende Informationen und Grafiken oder Illustrationen zu den Produkten.

Veröffentlicht werden Produktkataloge auf verschiedenen Medien in digitaler (elektronischer Produktkatalog) oder gedruckter Form. Die geläufigsten sind Erscheinungsformen als ausführliches Prospekt (Katalog) oder in digitaler Form gespeichert in einer Datenbank. Solche Datenbanken werden immer häufiger im Internet veröffentlicht. Onlineshops sind Produktkataloge mit direkter Bestellmöglichkeit.

7.2.2 Nutzen

Produktkataloge sind eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches Organisieren und wirtschaftliches Arbeiten, weil sie letztlich die Konkretisierung des Sachziels – soweit es sich auf die Bedarfsdeckung bezieht – darstellen. Die Dokumentation der Produkte findet ihren Niederschlag in einem Produktkatalog. Produktkataloge setzen sich aus Produkten, Produktgruppen und gegebenenfalls größeren Blöcken, die zum Beispiel als Produkthauptgruppen und Geschäftsfelder bezeichnet werden, zusammen.

Produktkataloge müssen so gestaltet sein, dass sie sowohl für die organisatorische Arbeit, einschließlich der Personalbedarfsermittlung, als auch für alle Teile der Kostenrechnung (Kosten-Leistungs-Rechnung; gegebenenfalls Buchhaltung) geeignet sind. Trotz der unbestreitbaren Notwendigkeit von Produktkatalogen sind hier häufig Mängel festzustellen. Selbst in solchen Non-Profit-Unternehmen, die sich mittlerweile zum Erstellen von Produktkatalogen entschlossen haben, sind immer noch grundlegende Mängel festzustellen.

Dazu gehört insbesondere, dass vielfach keine oder nur unzureichende Verknüpfungen zwischen den Produkten und der organisatorischen Sichtweise (Aufbauorganisation, Ablauforganisation) sowie der Kosten-Leistungs-Rechnung hergestellt wurden.

7.2.3 Grundsätze für das Erstellen eines Produktkataloges

Bei der Definition von Produkten und dem Zusammenfassen von Produkten zu Produktgruppen und höheren hierarchischen Ebenen sind einige grundlegende Regeln zu beachten. Werden diese nicht beachtet, so treten später bei der organisatorischen Gestaltung und bei der Anwendung der Kosten-Leistungs-Rechnung gravierende Probleme auf. Im Extremfall kann es dazu kommen, dass die Produkte ungeeignet sind für eine aussagekräftige Kosten-Leistungs-Rechnung und der Produktkatalog zudem für die Weiterentwicklung des Non-Profit-Unternehmen ungeeignet ist.

Für die Definition von Produkten und das Zusammenfassen von Produkten zu Produktgruppen bieten sich grundsätzlich zwei verschiedene Sichtweisen an:

  • Zum einen kann man die Position der Kunden - im Falle der öffentlichen Verwaltungen: der Bürger - als Ausgangspunkt der Festlegungen verwenden.
  • Zum anderen kann man von den mit den Produkten verbundenen Herstellprozessen ausgehen.

7.2.4 Regeln für das Definieren von Produkten

Eindeutige Abgrenzung zu anderen Produkten

Produkte sollen grundsätzlich so definiert werden, dass sie sich gegenüber anderen Produkten hinsichtlich Art, Eigenschaften, Menge, zeitlichem Verhalten, Zielgruppe oder vergleichbaren Kriterien eindeutig abgrenzen lassen.

Eindeutig definierbarer Herstellprozess

Produkte sollen so definiert werden, dass mit ihnen ein eindeutig beschreibbarer und in seinem Umfang eindeutig definierter Herstellprozess verbunden ist.

Eindeutig definierbare Menge

Produkte sollen so definiert werden, dass sie entweder als Einzelstücke beschrieben werden können oder aber dass ihre Menge definiert werden kann (dies gilt bei "Serienfertigung").

7.2.5 Bilden von Produktgruppen

Grundsätzlich sollen nur solche Produkte zu einer Produktgruppe werden, die gleichartige oder ähnliche Eigenschaften aufweisen.

  • Diese Gleichartigkeit oder Ähnlichkeit kann sich auf die Art der Produkte beziehen, wie sie der Kunde aus seiner Sicht erlebt.
  • Die Gleichartigkeit oder Ähnlichkeit kann sich aber auch auf die Art des Herstellprozesses beziehen, d.h. auf die Sichtweise des Herstellers - in unserem Falle bedeutet dies: die Bearbeitungsweise z.B. von Vorgängen durch eine Verwaltung.

Eine Zusammenfassung der Produkte zu Produktgruppen kann sowohl für die organisatorische Gestaltung, die Kosten-Leistungs-Rechnung als auch die Unternehmensführung von Vorteil sein. Ferner erleichtert sie die Aufgabenkritik, wenn zum Beispiel aus Kostengründen "eine Konzentration auf das Wesentliche" notwendig wird.

7.2.6 Einbinden des Produktkataloges

Die auf dem Markt erhältlichen PDM Systeme bieten in der Regel auch eine Möglichkeit den Produktkatalog über eine Internetfunktion zugänglich zu machen. So ist es nicht nötig diese Funktionalität selber zu programmieren, sondern man muss lediglich in dem bestehenden Webauftritt die Internetfunktion des PDM einbinden. So bietet z.B. das SAP Modul LO-MD-AM genau diese Funktionalitäten an [9].

7.3 OffPage-Optimierungen

7.3.1 Definition OffPage-Optimierung

Unter der OffPage-Optimierung fasst man alle Methoden zur Optimierung einer Webseite zusammen, die nicht direkt vom Seitenbetreiber beeinflusst werden können, sich also nicht am Quellcode orientieren. Sie ist also unabhängig von der Struktur und dem Content einer Website. Beispiel einer OffPage-Optimierungsmethode ist das Linkbuilding, also das Setzen von Backlinks auf anderen Webseiten um die eigene im Ranking zu steigern.

7.3.2 Link-Building

Das Bemühen auf möglichst vielen fremden Internetseiten (möglichst themenbezogen) einen Link auf die eigenen Webseiten zu bekommen nennt man neudeutsch Link-Building. Suchmaschinen, so auch Google, schätzen die Bedeutung einer Website höher ein, wenn sie populärer ist. Die Popularität wiederum kann man z.B. daran festmachen wieviele die Seite gutfinden (dorthin verlinken). Um eine Homepage bekannt zu machen und durch Suchmaschinen als populäre Webseite eingestuft zu werden, ist es deshalb sinnvoll viele eingehende Links auf diese Homepage zu erhalten. Recherche, Anschreiben, Verhandlung und Kontrolle bezeichnet man als Link-Building. Dieser Vorgang sollte konsequent und nachhaltig betrieben werden.

Linkbuilding kann auf drei Arten erfolgen:

  • Tausch mit anderen Seiten
  • Kauf von Backlinks
  • Eintrag in Webkatalogen

7.3.3 Web-Hosting

Nach erfolgreicher OnPage-Optimierung müssen die Inhalte nun auch für das www zugänglich gemacht werden. Dies geschieht Normalerweise über einen gemieteten Webserver. Hier gibt es allerdings große Unterschiede. Wird ein einfaches Webhosting Paket verwendet, handelt es sich technisch gesehen meisten um einen virtuellen Webserver. D.h. andere Webpräsenzen benutzen den gleichen Server für Ihre Webangebote. Ist nun der genutzte IP-Bereich aufgrund einer anderen Webpräsenz, die auf dem gleichen Server liegt oder den gleichen IP-Bereich nutzt gesperrt, so ist auch die eigenen Webpräsenz aufgrund des genutzten IP-Bereichs gesperrt und wird nicht von den Suchmaschinen indexiert. Tritt dieser Fall ein, nützt auch die Beste OnPage-Optimierung nichts, da sie nicht zum tragen kommt. Abhilfe schaffen hier so genannte Root-Server oder Manged Server. Bei diesen Angeboten wird auf einem Server nur eine Webpräsenz gehostet und eine eigene IP-Adresse zugeteilt. Allerdings sind diese Lösungen auch deutlich kostenintensiver [10].

7.3.4 Domain

Domains sollten grundsätzlich einfach und prägnant sein, damit potentielle Kunden sich diese gut merken können und die Fehleranfälligkeit bei der Eingabe der URL in den Browser minimiert wird. Allerdings fließt der Domainname auch in die Bewertung der Suchmaschinen mit ein. Der Domainname sollte hier auch in einem Zusammenhang zu den Schlüsselwörtern stehen, auf die die Seite optimiert wird. [11]

Ein weiteres Kriterium ist das Domainalter. Umso länger eine Domain registriert ist, umso besser sind die Chancen bei den Suchmaschinen ein gutes Ranking zu erreichen. Dies geschieht, da davon ausgegangen wird das sich ältere Domains bereits etabliert haben und neuere Domains sich erst noch etablieren müssen. Wird eine vorhandene Domain gekauft, ist darauf zu achten das diese nicht schon aus dem Index einer Suchmaschine entfernt wurde, z.B. aufgrund von Spam Versuchen eines Vorbesitzers. Die erneute Aufnahme in den Suchmaschinenindex ist zwar möglich, erfordert aber zusätzlichen Aufwand. [12]

8 OnPage-Arbeiten

8.1 OnPage-Optimierungen

8.1.1 Definition OnPage-Optimierung

Die OnPage-Optimierung ist der entscheidene Faktor für den Erfolg einer Internetseite. Neben einem hohen Anteil an qualitativen und ausgebauten Inhalten mit Texten ab 300 Wörtern, sind auch die Validität des HTMLs, sowie die Strukturierung der Seite ein Garant für die Akzeptanz der Suchmaschinen. Der Betreiber möchte zwar nicht zwangsläufig nur Suchmaschinen auf der Seite als Besucher verbuchen, sondern die kaufkräftigen Kunden anlocken, aber ohne den vorherigen Besuch und einer guten Beurteilung durch den Crawler würde sich dieser Erfolg nicht einstellen.

Den wichtigste Faktor stellt dabei die Zeit. Nur über ein langfristiges seriöses Erscheinungsbild und die Bildung eines Jahre andauernde Prozesses des Trust Building werden die Suchmaschinen gute Ratings und somit Top Ten Platzierung für Suchbegriffe geben. Für einen schnellen Erfolg empfielt es sich auch Offline für die Präsens tätig zu werden und an jeder erdenklichen Stelle (Flyer, Auto, Radio oder TV) mit Werbemaßnahmen mit der Domain aktiv in Erscheinung zu treten. Zudem unterstützt dieser Prozess die OffPage-Optimierung durch die Erstellung neuer externer Links.

In Zukunft werden die Kriterien der W3 Organisation weiter verfeinert und mit der Einführung des HTML 5 Standard zudem weitere Möglichkeiten einer Interaktiven Kommunikation zwischen Webseite und Kunden geschaffen. In diesen Bereichen werden die praktischen Umsetzungen weitere Standartisierung für konforme HTML Implementierungen schaffen. Außerdem kann von einer Erweiterung zur Beurteilung des Trust Level ausgegangen werden, insbesondere die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von persönlichen Daten in Scripten aber auch über die verschlüsselte Kommunikation werden zunehmend in den Fokus von Crawler und Suchmaschinenbetreibern kommen und als wesentlicher Bestandteil in die Beurteilung einfließen.

8.1.2 Google Webseiten Optimierungstool

Für die OnPage-Optimierung bietet Google kostenlos das Website Optimierungstool für Unternehmen an. Mit dem Tool soll die Webseite mit den angebotenen Produkten getestet werden auf ihren Inhalt und Design folglich verbessert werden. Zum testen gibt das Unternehmen, auf der webbasierten Benutzeroberfläche des Tools, Alternativen zu dem bestehendem Inhalt und Design ein, diese werden den Besuchern angezeigt, während gleichzeitig überwacht wird welche Kombinationen zu den höchsten Conversion-Raten führen. Nach der Analyse und Auswertung durch das Tool kann das Unternehmen im Bericht erkennen welche Kombinationen zu einer höheren Conversion-Rate führen und die Webseite danach ausrichten [13].

Vorteile:

Erhöhen Sie Ihre Verkäufe und Conversion-Raten. Ermitteln Sie die erfolgreichsten Inhaltskombinationen, die zu Conversions führen und den ROI erhöhen - unabhängig von der Art der Website.

Verbessern Sie die Zielseiten. Verringern Sie die Anzahl von potenziellen Kunden, die Sie wegen ineffizienter Zielseiten verlieren. Mit den automatischen Tests des Website-Optimierungstools können Sie problemlos Ihre Zielseiten entscheidend verbessern.

Steigern Sie Ihre Anfragen. Optimieren Sie Ihre Onlineformulare zur Kundengewinnung, sodass Sie die Daten erhalten, die Sie benötigen, ohne potenzielle Kunden zu verlieren.

Preis-pro-Akquisition (Cost-per-Acquisition - CPA) verringern Nutzen Sie die Tests, um Conversions zu erzielen und den CPA-Wert zu senken.

Verlängern Sie die auf Ihrer Website verbrachte Zeit. Ermitteln Sie den besten Content, wecken Sie das Interesse Ihrer Besucher und erzielen Sie mehr Aufmerksamkeit.

Eliminieren Sie den Unsicherheitsfaktor beim Websitedesign. Warum sollten Ihre Designentscheidungen auf Vermutungen basieren? Nutzen Sie stattdessen empirische Daten von echten Besuchern.

Lassen Sie sich nicht auf Spekulationen ein. Wünschen Sie weitere Informationen dazu, welche Version einer Seite die meisten Conversions erzielt? Führen Sie einen Test durch und lassen Sie die Besucher entscheiden.

8.2 Google Produktsuche

"Google bietet, ähnlich wie auch beispielsweise für Nachrichten oder Bilder eine spezielle Suchfunktion ausschließlich für Shopping-Angebote." [14]. Dieser Dienst von Google entstand 2002 unter dem Namen "Froogle" in den USA [15] und bietet Kaufinteressenten eine Such- und Vergleichsfunktion von Produkten die Online erhältlich sind. Aber gerade für Unternehmen bietet die Google Produktsuche eine Möglichkeit den Online-Absatz ihrer Produkte zu erhöhen, denn mit einem Marktanteil von über 90% in Deutschland und über 60% weltweit [16], ist Google die erste Anlaufstelle für suchende Käufer im Internet.


Google selber bewirbt sein Produkt mit folgenden Worten:

"Die Google Produktsuche ist:

Relevant Die Google Produktsuche nutzt die Google-Suchtechnologie, um Produkte aus Onlineshops aus dem gesamten Web zu finden und zu vergleichen. Sie werden direkt an die Website verwiesen, auf der Sie das Produkt online kaufen können.

Umfassend Über die Google Produktsuche können Sie alles finden - von gewöhnlichen Produkten zum günstigsten Preis bis zu den außergewöhnlichsten Produkten.

Schnell Fast sofort, nachdem Sie einen Suchbegriff eingegeben haben, sehen Sie Fotos von relevanten Produkten und Links zu Shops, die diese Produkte verkaufen. Klicken Sie auf ein Produkt und lassen Sie sich direkt zu der Website leiten, auf der Sie das Produkt kaufen können.

Objektiv Google akzeptiert keinerlei Zahlungen für die Einbeziehung von Produkten in die Suchergebnisse. Die Suchergebnisse der Google Produktsuche werden durch unsere Rangermittlungssoftware erstellt." [17]

8.2.1 Definition Artikel

Bei der Beschreibung zur Google Produktsuche ist oft die Rede von Artikeln bzw. Artikeltypen, hierbei ist Artikel nicht gleichzusetzen mit dem Begriff Produkt. Vielmehr ist Artikel bzw. Artikeltypen als Oberbegriff zu verstehen, darunter fallen u.a. Produkte, Autos, Immobilien, Rezepte, Jobs.

8.2.2 Grundlagen

Um die Google Produktsuche als Händler zu nutzen ist zunächst ein Google Konto notwendig. Mit dem Nutzernamen und dem dazugehörigem Passwort dieses Kontos ist die Anmeldung in der Produktdatenbank Google Merchant Center ebenfalls gewährleistet. Im Google Merchant Center-Konto müssen einige Angaben gemacht werden und die Website-URL registriert werden [18]. Wenn noch keine eigene Webseite besteht zum hosten der Produkte, wird von Google eine eindeutige URL erstellt und gehostet. Diesen Service bietet Google ebenfalls kostenlos an [19].

8.2.2.1 Google Konto

Ein Google Konto ist ein kostenloses zentrales Anmeldesystem, dass einem Zugriff auf diverse Produkte von Google bietet. Dazu gehören unter anderem Google-Mail, Google Groups, Picasa und auch AdWords, Google Checkout und eben das Google Merchant Center. Wenn man sich einmal ein Google Konto eingerichtet hat, kann man sich im nachhinein jeglichen Dienst zu seinem Konto verknüpfen [20].

8.2.2.2 Richtlinien

Die Nutzung der Google Produktsuche unterliegt bestimmten Richtlinien, die die Händler vor der Übermittlung ihrer Produktdaten an die Produktdatenbank beachten sollten. Im folgenden werden die wichtigsten Programm- und Redaktionellen Richtlinien genannt [18]:


Programmrichtlinien

Artikeltypen und Inhalte (Auszug)

Thema Richtlinie
Diskriminierung und Gewalt Artikel und zugehörige Websites dürfen nicht für Gewalt oder gegen eine geschützte Gruppe werben. Eine geschützte Gruppe ist gekennzeichnet durch: Ethnische Herkunft, Hautfarbe, Nationale Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter, Veteranenstatus, Sexuelle Orientierung/Geschlechtliche oder Identität. Dieser Standard gilt für alle Personen, die in Google veröffentlichen möchten, unabhängig davon, ob Google dem betreffenden Standpunkt zustimmt oder nicht.
Drogen Google erlaubt keine Veröffentlichung von Werbung für illegale Drogen oder Gegenstände, die zum Umgang mit Drogen verwendet werden können wie z. B. Salvia und so genannte Magic Mushrooms.
Gefälschte und nicht autorisierte Produkte Google erlaubt keine Veröffentlichung von Werbung für Kopien oder Imitationen von Marken- oder Designerprodukten, von Artikeln ohne Zertifikate, die normalerweise solche Zertifikate benötigen, von gefälschten Autogrammen, gefälschten Briefmarken oder anderen möglicherweise nicht autorisierten Artikeln.
Glücksspiel Google erlaubt keine Veröffentlichung von Werbung für Online-Kasinos, Wettbüros, Buchmacher, Bingoveranstalter und ähnliche Einrichtungen, die hauptsächlich darauf abzielen, die Besucheranzahl für Websites zu erhöhen, auf denen Online-Glücksspiele angeboten werden.
Illegale Waren und Dienstleistungen Jede Veröffentlichung muss unter Einhaltung der Gesetze des Ziellandes erfolgen. Google erlaubt keine Veröffentlichung von Materialien, Artikeln oder Informationen, die illegale Waren bewerben oder illegale Handlungen ermöglichen.
Massenvertrieb Eine Werbung für die folgenden Massenvertriebsprodukte ist nicht zulässig, wenn die ausgesprochene oder stillschweigende Verwendung dieser Produkte unerwünschten Spam darstellt:
  • E-Mail-Listen ohne Entscheidungswahl
  • Feed-E-Mail-Software
  • Feed-Nachrichtenübertragung
Multilevel-Marketing, Affiliates Google erlaubt keine Veröffentlichung von Werbung für Multilevel-Marketing-Unternehmen und/oder Vertriebssysteme oder Unternehmen, die Mitglieder rekrutieren und ihnen Belohnungen für die Rekrutierung weiterer Mitglieder anbieten (Pyramidenschema). Das Übermitteln von Artikeln, die Affiliate-Programme bewerben oder über solche vertrieben werden, ist nicht gestattet. Das gilt ebenfalls für Produktseiten, die überwiegend aus Werbung bestehen und für Seiten, auf denen Werbung die Sicht auf den Artikel behindert.
Nationalsozialistische Gegenstände/Propagandamittel Google erlaubt kein Einstellen von Gegenständen, die den Nationalsozialismus oder extremistisches und/oder verfassungsfeindliches Gedankengut verherrlichen oder verharmlosen. Das Einstellen von Gegenständen, die in den §§ 86, 86a, 130 und 189 StGB genannt sind, ist untersagt. Verboten ist sowohl das Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen oder das Verwenden von Kennzeichen solcher Organsationen. Hierzu zählen beispielsweise, ohne dass sich die Aufzählung hierin erschöpfen würde: Gegenstände, die mit dem Hakenkreuz, dem Symbol "SS", "SA" oder anderen verfassungsfeindlichen Symbolen versehen sind; die verherrlichende Abbildung von Personen aus der Nazi-Zeit; Artikel, die einen Bezug zum Holocaust haben; Bücher und andere Medien, die einen nationalsozialistischen, rassendiskriminierenden, verfassungsfeindlichen oder in sonstiger Weise herabwürdigenden Inhalt haben, einschließlich des Buches "Mein Kampf" von Adolf Hitler und anderer kriegsverherrlichender oder verfassungsfeindlicher Medien. Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Google behält sich jederzeit vor, auch nicht genannte Gegenstände von einer Veröffentlichung nach eigenem Ermessen auszuschließen.
Persönliche Daten Das Veröffentlichen von Inhalt mit Kontakt- oder persönlichen Daten zu anderen Personen ohne deren Genehmigung ist nicht zulässig.
Sexuelle Inhalte und Services (nicht jugendfrei) Google erlaubt keine Veröffentlichung von Inhalten in sexuellen Kontexten. Werbung für Prostitution oder sexuelle Inhalte und anderes nicht einvernehmliches Material ist nicht zulässig. Diese Verbot beinhaltet, aber beschränkt sich nicht auf die Werbung für die Darstellungen sexueller Handlungen von und an Kindern.
Urheberrechtlich geschützte Medien und Software Alle Artikel müssen die Urheberrechte respektieren. Google erlaubt keine Veröffentlichung von Werbung für unerlaubt kopierte Medien, Software oder nicht autorisierte Kopien anderer lizensierter oder geschützter Materialien.
Waffen Google erlaubt keine Veröffentlichung von Werbung für illegale Messer oder Waffen.

Tabelle 1: Artikeltypen und Inhalte


Funktionalität der Links und Produkte (Auszug)

Thema Richtlinie
Sprache Alle Artikel, die auf Deutschland und entsprechende Zielseiten ausgerichtet sind, müssen in Deutsch verfasst sein.
URLs
  • Müssen auf eine funktionierende Webseite verweisen.
  • Die URLs müssen direkt zu den Artikelseiten verlinken, die die Artikelinformationen enthalten. Google gestattet keine URL-Umleitungen.
  • Google erlaubt keine Links zu Zielseiten, die nur nach Registrierung oder Eingabe eines Passworts angezeigt werden können.
Preisangaben
  • Die Preise aller zum Verkauf stehenden Artikel müssen auf Google Produktsuche und auf den Zielseiten in Euro angegeben sein und die gesetzliche Mehrwertsteuer enthalten.
  • Nur Festpreise sind erlaubt, Auktions- oder andere Verhandlungspreise sind nicht gestattet.
  • Produktseiten müssen elektronische Zahlungen akzeptieren und Prozesstransaktionen sollen gesichert (SSL-geschützt) erfolgen.
  • Produktseiten, die zum Kauf eines Produktes eine Mitgliedschaft erfordern, sind nicht erlaubt.
Produkte erscheinen bei Google unter folgenden Bedingungen
  • Die Produkte müssen innerhalb Deutschlands versendet werden können.
  • Die Artikel werden mindestens drei mal pro Woche durch einen Upload aktualisiert.
  • Das Konto hat eine verlässliche Upload-Geschichte ohne Richtlinienverstöße.
  • Der Feed wurde durch einen unserer Content-Spezialisten genehmigt.
  • Produktseiten dürfen nur einen Artikel pro Seite anzeigen.
  • Google erlaubt keine Werbetexte oder Standardklauseln in den Titeln und Beschreibungen Ihrer Artikel. In allen Texten zu den Artikeln muss unmittelbar das jeweilige Produkt beschrieben werden. Angaben zu kostenlosem Versand oder Geschäftsbedingungen dürfen nicht enthalten sein.

Tabelle 2: Funktionalität der Links und Produkte


Redaktionelle Richtlinien

  • Verwenden normaler Zeichensetzung
  • Verwenden von Groß- und Kleinschreibung in üblicher Weise
  • Keine Wiederholgungen
  • Verwenden von richtiger Schreibweise
  • Verwenden von korrekter Grammatik
  • Keine inakzeptablen Wortgruppen
  • Keine unangemessene Sprache


Zusätzlich zu den hier aufgeführten beispielhaften Richtlininen, gibt es noch weitere Arten von Richtlinien, die z.B. Online-Apotheken, die grundsätzlichen Voraussetzungen oder nicht jugendfreie Inhalte betreffen. Ebenfalls in den Richtlinien sind die Nutzungsbedingungen, Urheberrechte und die Datenschutzbestimmungen geregelt [21].

8.2.3 Produktdatenbank Google Merchant Center

Das Google Merchant Center ist die von Google zur Verfügung gestellte Produktdatenbank und dient zum Upload von Produktdaten und dessen anschließender Verwaltung. Durch das hochladen der Produktdaten werden diese der Google Produktsuche und anderen Google Diensten zur verfügung gestellt. Der Upload von Produkten in das Google Merchant Center wird über das Senden von Daten-Feeds realisiert. Eingestellte Artikel können durch den Anbieter mit Attributwerten versehen werden, um ihn bei verwandten Suchen (in Google Websuche oder weiteren Suchergebnissen) schneller auffindbar zu machen. Bei der Entwicklung von diesem Google-Service wurde speziell an die Händler gedacht. Händler können bis zu zehn Feeds mit jeweils 100.000 Artikel pro Feed registrieren, d.h. sie können bis zu einer Million Artikel einstellen.

8.2.3.1 Unterscheidung zur Produktdatenbank Google Base

Das Google Merchant Center ist speziell für Händler gedacht. Es dient ausschließlich zum Upload und dem anschließenden Verwalten von Produkten. Bisher nutzte man dafür das Programm Google Base, welches auch weiterhin existiert, sich jetzt jedoch auf alle Artikeltypen konzentriert, welche sich nicht in das Google Merchant Center hochladen lassen, diese wären z.B. Autos, Jobs, Immobilien, Rezepte. Somit ist das Google Merchant Center als eine Art Ableger oder Weiterentwicklung von Google Base zu verstehen, welche sich auf eine bestimmte Gruppe von Artikeltypen konzentriert [22].

8.2.4 Produktdatenübermittlung und -verwaltung

8.2.4.1 Daten-Feeds

Die Übermittlung von Produktdaten an das Google Merchant Center erfolgt über sogenannte Daten-Feeds (englisch: to feed- Eingabe, Zufuhr).

Die Erstellung von Daten-Feeds und Übermittlung an die Produktdatenbank erfolgt in drei Schritten:

1) Format für die Feeds auswählen und Produktdaten hinzufügen

  • Tabelle (Durch Tabulatorzeichen getrennte Datei)
  • XML Datei


Tabelle - Durch Tabulatorzeichen getrennte Datei

Die Daten-Feeds zur Übermittlung der Produktdaten an die Produktdatenbank können in einer Tabelle, mit einem Tabellenkalkulationsprogramm wie zum Beispiel Microsoft Excel, erstellt werden. Dabei werden die Attributnamen in der Kopfzeile jeweils in einzelnen Spalten eingetragen und die Artikelinformationen (Attributwerte) können nun in die jeweilige Spalte zu dem passenden Attributnamen eingetragen werden. Für jeden Artikel wird dabei eine neue Zeile verwendet. Es müssen alle erforderlichen vordefinierten Attribute aufgeführt sein, weitere für den Artikel relevante Attribute hinzuzufügen ist zu empfehlen.
Nach Fertigstellung der Tabelle sollte diese als durch Tabulatorzeichen getrennte Textdatei (.txt) abgespeichert und für alle zukünftig zu erstellenden Feeds der gleiche Dateiname verwendet werden. Zum Abschluss sollte die Tabelle auf die Formatvorschriften hin überprüft werden [23],

Abbildung 7: Feed-Format: Beispiel durch Tabulatorzeichen getrennte Datei
Abbildung 7: Feed-Format: Beispiel durch Tabulatorzeichen getrennte Datei [24]


Die Formatvorschriften im Überblick:

  • "Die Datei muss aus durch Tabulatorzeichen getrenntem Normaltext bestehen.
  • Die erste Zeile der Datei ist eine Kopfzeile - sie muss durch Tabulatorzeichen getrennte Attributnamen enthalten.
  • Ein Artikel pro Zeile; jedes Attribut in der Zeile sollte durch Tabulatorzeichen vom nächsten getrennt sein.
  • Am Ende einer Zeile dürfen keine Tabulatorzeichen enthalten sein.
  • Fügen Sie keine Tabulatorzeichen oder Zeilenumbrüche in die Attribute selbst ein" [23].


XML- Datei

Bei diesem Format für Feeds werden die Attribute und Produktdaten mithilfe eines Texteditors wie zum Beispiel Notepad erstellt. Hierfür wird über Google die Versionen RSS 1.0, RSS 2.0, Atom 0.3 und Atom 1.0 unterstützt. Dabei werden Content-Blöcke mithilfe von Tags definiert und die Artikelinformationen sind in diesen Tags eingeschlossen [24].

Es bestehen für die RSS 1.0 und RSS 2.0 Versionen drei vordefinierte erforderliche Attribute – title, link, description -, um weitere Artikelinformationen hinzuzufügen kann ein "Google Produktsuche-Namespace" in den Quellcode eingebracht werden. Dieser muss deklariert werden und jeder hinzugefügte vordefinierte Attribut–Tag ein Präfix beinhalten, hier "g". Für benutzerdefinierte Attribute muss ebenfalls ein "Google Produktsuche-Namespace" deklariert werden, hier ist der Präfix "c".
Für die Versionen Atom 0.3 und Atom 1.0 gilt das gleiche Verfahren wie für RSS 1.0 und RSS 2.0. Die Unterscheidung liegt in den erforderlichen vordefinierten Attributen. Atom 0.3 beinhaltet die Attribute – title, link, issued modified- und Atom 1.0 – title, id, link, summary updated- [25].

Abbildung 8: Feed-Format: Beispiel XML-Datei
Abbildung 8: Feed-Format: Beispiel XML-Datei [25]


Zum Abschluss sollten dann folgende Punkte überprüft werden:

  • Der Dateiname muss mit der Erweiterung .xml enden
  • Dateinamen aller erstellten Feeds müssen übereinstimmen
  • Der Google Produktsuche-Namespace muss deklariert sein
  • Die Google Produktsuche- und benutzerdefinierten Google Produktsuche-Attribut-Tags müssen dem in der Namespace-Deklaration enthaltenen Präfix entsprechen
  • Attribute, die keine Werte enthalten müssen entfernt werden [25]


Vor- und Nachteile beider Formate

Die durch Tabulatorzeichen getrennte Datei bietet eine einfache Erstellung und Bearbeitung, sowie einen guten Überblick über mehrere Artikel. Doch beim erstellen können leicht Formatierungsfehler gemacht werden. Während die XML-Datei daher besser ist und man über den Produktkatalog der eigenen Webseite bereits eine XML-Datei über die Produkte generieren könnte, ist technisches Verständnis bzw. eine gewisse Programmierungserfahrung notwendig und die Anforderungen von Google an den Quellcode sind sich anzueignen [26].


2) Daten-Feeds registrieren

Bevor die Produktdaten, erstellt in dem jeweiligen Feed-Format, an die Produktdatenbank übermittelt werden kann, muss sie Google Merchant Center registriert werden. Damit ist das Google System informiert, dass sie eine Feed-Datei erhalten wird und welcher Artikeltyp diese besitzt [27].


3) Daten-Feeds an das Google Merchant Center senden

Die Übermittlung der Daten-Feeds an die Produktdatenbank kann über drei Möglichkeiten erfolgen:

  • Direkt-Upload: Der Direkt-Upload erfolgt über das Google Merchant Center und ist für Feeds geeignet, die kleiner als 20MB sind
  • Per FTP: Dieses Dateiübertragungsprotokoll eignet sich für Feeds, die größer als 20MB sind. Die Dateigröße muss aber unter 1GB liegen. Wofür man seine Dateien in mehrere kleinere aufgeteilte oder im komprimiertem Format kleiner als 500MB senden sollte. Zum übermitteln bei dieser Möglichkeit ist ein FTP-Konto unter Angabe von Nutzername und Passwort zu erstellen. Danach kann zwischen drei Variantn gewählt werden die Feeds an den FTP-Server zu senden. Entweder über ein FTP-Programm, unter Verwendung eines Webbrowsers oder direkt über die DOS-Eingabeaufforderung.
  • Automatischer Upload: Der Automatische Upload wird per Zeitplanfunktion realisiert und eigneit sich für Daten-Feeds die kleiner als 15MB sind. Die Funktion ermöglicht nach einem individuell angelegtem Zeitplan die Feeds automatisch über die Webseite abzurufen und zu verarbeiten [28].
8.2.4.2 Attribute

Zum erstellen der Daten-Feeds ist im zweiten Schritt, wie oben beschrieben, das hinzufügen von Produktdaten notwendig. Diese Produktdaten werden in Form von Attributen angegeben. Hierbei hat Google zu den erforderlichen Attributen, für Unternehmen empfehlenswerte und optionale zusammengestellt, so dass eine breite Masse von eventuell notwendigen Attributen vordefiniert abgedeckt ist. Falls kein vordefiniertes Attribut passend zum Produkt auffindbar ist, kann das Unternehmen selbst einen definieren und an Google senden. Diese werden in der Regel nicht abgelehnt sofern sie den Richtlinien entsprechen [29].

Vordefinierte, erforderliche Attribute [29]

Attribut Format Bsp. für tabulatorgetrennte Datei Bsp. für XML-Datei
beschreibung
Text zur Beschreibung des Artikels. Gleiche Artikelbeschreibung wie auf der Webseite verwenden und an die weiteren Richtlinien halten.
Text, bis zu einer Maximallänge von 10.000 Zeichen. Im Idealfall, mehr als 15 Zeichen und drei Wörter.
Beispieltext: Verwende ich alle Google Dienste die meinen Online-Absatz steigern können?
<description>Beispieltext: Verwende ich alle Google Dienste die meinen Online-Absatz steigern können?</description>
id
Eine eindeutige alphanumerische Kennung für den Artikel, z. B. der interne ID-Code WICHTIG: Wenn ein Artikel mit einer einmaligen ID übermittelt wurde, darf diese Kennung beim Senden eines neuen Feeds nicht geändert werden. Bei nachfolgenden Feeds muss für jeden Artikel dieselbe ID beibehalten werden.
Text
01flx
<g:id>01flx</g:id>
link
Die URL der mit dem Artikel verbundenen Webseite. Diese sollte nicht an eine andere URL weiterleiten, sondern direkt zur Zielseite führen.
URL. (Muss http:// enthalten.)
http://www.beispiel.de/ asp/sp.asp?cat=12&id=1030
<link>http://www.beispiel.de/ asp/sp.asp?cat=12&id=1030</link>
preis
Der Preis für den Artikel. Der Preis müss in Euro angeben werden und die gesetzliche MwSt enthalten.

Hinweis: Nur Festpreise sind erlaubt, Auktions- oder andere Verhandlungspreise sind nicht gestattet.

Zahl
25,00
<g:preis>25,00</g:preis>
titel
Der Name oder Titel des Artikels
Text. Empfohlene Maximallänge von 70 Zeichen.
Personalführung und -management
<title>Personalführung und -management</title>
zustand
Der Zustand des Produktes.
Text. Unterstützte Werte sind u.a. neu, gebraucht und erneuert
neu
<g:zustand>neu</g:zustand>

Tabelle 3: Vordefinierte, erforderliche Attribute

Besonders empfehlenswert ist es, den erforderlichen Attributen noch die Attribute bild url, versand und marke hinzuzufügen.

8.2.5 Weiterführende Produktpromotion

8.2.5.1 Google AdWords

Mit Google AdWords können Unternehmen ihre Werbekampagne in der Suchmaschine Google und der Google Produktsuche erstellen. Damit bietet Google den Unternehmen die Möglichkeit gezielt für ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben und den Nutzer, der gerade nach diesem bestimmten Produkt sucht, so auf die eigene Webseite zu locken [30].

Das Unternehmen sollte mit den relevanten Produktdaten ansprechende Anzeigen erstellen, danach müssen sogenannte Keywords ausgewählt werden, Schlüsselbegriffe die zum Produktportfolio passen. Suchanfragen zu Produkten können dann über die passenden Keywords zugeordnet werden. Dabei unterstützt Google das Unternehmen mit dem Keyword-Tool, hier werden die ausgewählten Keywords auf ihre Häufigkeit bei Suchanfragen geprüft und weitere relevante Keywords vorgeschlagen [31]. Google Adwords ist eine der wenigen Dienste die Google nicht kostenlos anbietet. Kosten enstehen bei diesem Dienst per Preis-pro-Klick Verfahren. Das Unternehmen zahlt pro Klick auf die erstellte Anzeige, dabei kann es ein Tagesbudget festlegen und damit die Kosten kontrollieren. Auch die Anzeigenschaltung zu gewünschten Tagen und Uhrzeiten kann das Unternehmen festlegen. [32] Analysen über den Erfolg der Werbekampagne und Optimierungsvorschläge können Unternehmen mit der Einbindung von Google Analytics erwerben, zudem auf der eigenen Webseite für andere Händler mit dessen AdWords-Anzeigen werben und dadurch Einnahmen generieren mit Google AdSense.

Um den Erfolg der Werbeanzeigen zu steigern bietet Google an, die Produktdaten aus dem Google Merchant Center-Konto mit in die AdWords Werbekampagne einzubinden. Dadurch wird der Anzeigentext mit den Produktdaten aus dem Google Merchant-Konto gefüllt und spezifischer, hinzu kommen die Bilder und der Preis aus der Datenbank. (Momentan ist dieser Dienst nur in den USA verfügbar, allerdings für Deutschland und andere Länder in Planung.)

8.2.5.2 Keyword-Tool

Das Keyword-Tool von Google gehört zum Google AdWords Dienst. Mit dem Tool können für die eigenen Produkte ausgewählte Keywords u.a. auf ihr durchschnittliches Suchvolumen in Google geprüft werden, aber auch auf die Anzahl der Wettberwerber die ebenfalls die jeweiligen Keywords nutzen. Zudem gibt das Tool weitere relevante Keyword-Vorschläge aus, die nach Wunsch direkt mit eingebunden werden können [33].

8.2.5.3 Google Maps

Maps ist das Lokale Branchencenter von Google wo Nutzer nach örtlichen Informationen suchen. Unternehmen können hier einen kostenlosen Brancheneintrag machen lassen und so weitere potenzielle Kunden erreichen [34].

8.2.5.4 Google Analytics

Google Analytics wurde Ende 2005 eingeführt mit dem Ziel, u.a. Unternehmen dabei zu unterstützen ihre Website und Online-Werbekampagne zu optimieren, wodurch die Conversion-Rate erhöht werden soll und somit der Umsatz, Erfolg und der ROI für das Unternehmen steigt. Dabei möchte Google mit diesem Tool für mehr Transparenz und Erkenntnisse über das Nutzerverhalten auf der Webseite sorgen, um diese dann daraufhin zu optimieren [35].

Abbildung 9: Vorteile von mehr Transparenz
Abbildung 9: Vorteile von mehr Transparenz [36]
8.2.5.5 Google AdSense

Über den Google Dienst AdSense kann ein Unternehmen Einnahmen generieren indem es fremde Werbung auf der eigenen Webseite schalten lässt. Die Auswahl der einzublendenden Werbeanzeigen übernimmt Google durch die Analyse der Webseite auf Ihre Inhalte im Vorfeld. Dadurch werden zu dem Inhalt bzw. den Produkten passende Werbeanzeigen geschaltet. Auch wenn das Unternehmen somit selbst nicht bestimmten kann welche Werbeanzeigen geschaltet werden, kann sie über Google direkte Wettbewerber ausschließen lassen [37]. Wie beim Google Dienst AdWords wird auch bei AdSense mit dem CPC-Verfahren gerechnet, nur das diesmal das Unternehmen pro angeklickte AdSense-Werbeanzeige auf der eigenen Webseite einen bestimmten Betrag von Google gezahlt bekommt [38].

8.2.5.6 Google Checkout

Der Bezahldienst Google Checkout kann in das Google Merchant Center integriert werden. Dadurch hat das Unternehmen im Google Checkout Merchant Center unter dem Register "Zahlungseingang" alle aktuellen Transaktion und dazugehörigen Daten zusammengefasst auf einen Blick und kann die Verkäufe darüber bearbeiten und verwalten. Daten wie zum Beispiel die Bestellzeit, die Käuferdaten und das Produkt werden hier angezeigt. Mit Google Checkout kann das Unternehmen einen Kurierdienst wählen, Versandaufträge und Zahlungen unabhängig voneinander durchführen und damit dem Kunden als Service zum Beispiel erst die Lieferung gewährleisten und dann die Zahlung einfordern. Auch vorgefertigte Versandbestätigungen lassen sich über diesen Dienst von Google an den Kunden versenden. Weitere Leistungen des Tools sind unter anderem die vorgefertigten Stornierungsformulare, auch die Lieferung an eine abweichende Lieferadresse, die Änderung der Versandart oder die Zubuchung von weiteren Produkten ist über diesen Dienst machbar [39].

Google Checkout ist aber auch für den Käufer gedacht und stellt diesem folgende Leistungen zur Verfügung:

  • Nutzer können in vielen Online-Shops im Internet einkaufen und alle Bestellungen und Versanddaten in einem Konto verwalten
  • Mit den Google Richtlinien sind Nutzer vor nicht autorisierten Einkäufen mit Google Checkout geschützt
  • Es werden keine Daten zu bisherigen Käufen und auch nicht die vollständige Kreditkartennummer an den Verkäufer weitergegeben
  • Nutzer müssen ihre Emailadresse an die Händler nicht bekannt geben, Zahlungen werden über Google abgewickelt [40]

(Momentan ist Google Checkout nur in den USA und Großbritiannien verfügbar, allerdings für Deutschland und andere Länder in Planung.)

9 Ansicht und Funktionen für Anwender

9.1 Ergebnis in der Google Produktsuche

Auf der Startseite der Google Produktsuche befindet sich die übliche Google Eingabemaske, wie auch bei der gewöhnlichen Google Suche. Unterhalb der Eingabemaske sind kürzlich gesuchte/gefundene Produkte zu finden, welche man direkt selektieren kann und Ergebnisse dazu erhält.

Abbildung 10: Starten einer Produktsuche
Abbildung 10: Starten einer Produktsuche


Bei den Ergebnissen der Produktsuche erhält man auf der linken Seite des Ergebnisfensters Einschränkungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Preis, Marke oder das anbietende Geschäft.

Im rechten Fenster befinden sich die eigentlichen Suchergebnisse der Produktsuche. Über den eigentlichen Produktwerbungen und unter den Produktwerbungen sind weitere Anzeigen (AdWords, siehe 9.2) geschaltet. Die beworbenen Produkte sind ähnlich einer Textwerbung mit Google AdWords gestaltet, sie beinhalten einen Titel, einen Anzeigentext, eine URL. Zusätzlich befindet sich, sofern vorhanden, links von der Anzeige ein Produktbild. Zuletzt befindet sich rechts des Werbetextes der Preis, sowie Händlerinformationen.

Abbildung 11: Ergebnis einer Produktsuche
Abbildung 11: Ergebnis einer Produktsuche

9.2 Ergebnisse durch AdWords

Der Anzeigentext gliedert sich in drei Teilbereiche: Titel, der eigentliche Werbetext und die URL. 25 Zeichen kann der Titel maximal umfassen, 70 Zeichen der Werbetext und 35 Zeichen die angezeigte Werbe-URL. Die gesamte Werbung umfasst somit nicht mehr als vier Zeilen, da auch Grafiken nicht eingebunden werden können.

Es werden auch keine textuell auffälligen Werbetexte zu finden sein, da dies durch die Google-AdWords-Richtlinien untersagt ist und Google sich das Recht vorbehält bei Missachtung die Werbung zu deaktivieren. (Beispiel: !!! GÜNSTIGE Gebrauchtwagen !!!) [41]

Ein Beispiel der Ergebnisse für die Suche zum Schlagwort "Audi S5" ist in folgender Abbildung zu finden:

Abbildung 12: Ergebnis zu AdWords
Abbildung 12: Ergebnis zu AdWords

10 Kosten und Nutzen der Google Dienste im Überblick

Die Tabelle beinhaltet alle Google Dienste die in dieser Arbeit erläutert wurden und soll einen kurzen Überblick über die Kosten in Relation zu den Nutzen für den eCommerce Bereich eines Unternehmens geben.


Google Produkt Kosten Nutzen
AdSense
kostenlos
Stimmt Anzeigen auf den Content der Website ab
AdWords
CPC
CPM
Aktivierungsgebühr 5€
Produktwerbung in der Google Suche, auf Google Werbeschaltungen bzw. in der Google Produktsuche
Analytics
kostenlos
Unternehmenslösung für Webanalysen, für Analysen der Zugriffe auf die Website
Checkout
kostenlos
Bezahldienst von Google zur Abwicklung der Geldflüsse und des Versands
Keyword-Tool
kostenlos
Erstellung umfangreicher und relevanter Keyword-Listen über eine zentrale, benutzerfreundliche Oberfläche
Maps
kostenlos
Karten anzeigen, lokale Anbieter suchen und Routenpläne abrufen
Produktsuche
kostenlos
Produktsuchmaschine mit der Möglichkeit des Preisvergleichs
Webmaster-Tool
kostenlos
Statistiken, Diagnose und Verwaltung des Crawling und der Indizierung der Website durch Google einschließlich Einreichen einer Sitemap sowie Berichte
Website-Optimierungstool
kostenlos
Multifunktionale Unterstützung bei der Erstellung einer besucheroptimierten Website
Website-Suche
kostenlos
Google Suche auf der eigenen Website, intern und extern (Web)

Tabelle 4: Kosten und Nutzen der Google Dienste

11 Fazit

Wie in der Einleitung bereits erwähnt, gewinnt das Internet als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung. Dies wird auch durch diverse Prognosen verschiedener Marktforschungsunternehmen bestätigt. Die Umsätze durch E-Commerce werden auch in 2010 weiter steigen, trotz des Wachstumseinbruchs durch die Weltwirtschaftskrise. Dies zeigt eindeutig, dass es sich für Unternehmen lohnt die Arbeit in eine hochwertige Internetvermarktung zu investieren. Und je besser ein Unternehmen seine Webpräsenz vermarktet, umso eher kommen die Käufer.


Alleine schon durch die verschiedenen Tools die Google für die Online-Promotion zur Verfügung stellt, lässt sich die Wichtigkeit dieses Vertriebskanals erkennen. Durch Googles Vormachtstellung bei der Websuche ist es für Unternehmen sehr ratsam ihren Produktkatalog in die Google Produktsuche zu integrieren. Dies haben bisher laut Untersuchungen allerdings nur ca. 30% der online tätigen Unternehmen getan, so dass dort noch viel Potenzial steckt. Potenzial vor allem für den Kunden, der, je größer die Anzahl der Anbieter ist, auch immer mehr die Gewissheit erlangen kann das gekaufte Produkt für den wirklich günstigsten Preis bekommen zu haben.


Durch den Einsatz eines Produktdatenmanagements ist ein Unternehmen nicht nur für den Onlineauftritt gut gerüstet und bietet den Käufern ausreichend Informationen für das Produkt, sondern optimiert auch gleichzeitig die eigenen Geschäftsprozesse. Alle relevanten Informationen zu einem Produkt sind zentral abrufbar. Bei der Entwicklung neuer Produkte kann leichter auf bereits vorhandene Komponenten o.ä. zurück gegriffen werden. Der gesamte Aufbau hat also weit mehr Nutzen als den reinen Vorteil im Internethandel.


Bei der Erstellung dieser Arbeit ist uns bewusst geworden, von welcher zentralen Bedeutung eine sauber strukturierte Datenpflege und -ablage ist und wie sehr doch die Onlinepromotion mittlerweile in die Vertriebskanäle der Unternehmen Einzug gehalten hat. Wer heute die breite Masse erreichen will, kann dies am besten über einen ausgereiften Onlineauftritt bewerkstelligen. Und durch die überwiegend kostenlos von Google bereitgestellten Instrumente und Dienste ist dies auch ein wesentlich günstigerer Vertriebsweg als beispielsweise die Printmedien. Zudem greift der Produktkatalog im Onlineshop stets auf die aktuellen Daten zurück, was andere Medien nicht bewerkstelligen können.


So gut auch die von Google bereit gestellten Dienste sind, muss doch kritisch erwähnt werden, dass man sich gegenüber Google komplett offenbart. Unternehmen muss bewusst sein, dass durch die Vernetzung der verschiedenen Google Dienste ein umfangreiches Profil des Unternehmes erstellt werden kann. Man muss sich als Unternehmen also entscheiden, ob man die Marktmacht von Google für seine eigenen Zwecke nutzen möchte und ob man im Gegenzug dazu bereit ist so viele Informationen an Google preis zu geben.

12 Fußnoten

  1. Vgl. http://www.ecc-handel.de/internet_im_handel_2008_-_erste_ergebnisse.php
  2. Vgl. http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/Studie-Umsaetze-durch-Internet-Handel-steigen_81240.html
  3. Vgl. http://www.sebcom-online.de/lexikon/suchmaschinen-promotion.html
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Vgl. Arnold, Volker (2005)
  5. Vgl. VDI-Gesellschaft Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb (2002)
  6. Vgl. Sendler, Ulrich; Wawer, Volker (2005), S. 47
  7. 7,0 7,1 7,2 Vgl. Schöttner, Josef (1999)
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 Vgl. Wehlitz, Pamela Andrea (2000)
  9. Vgl. http://help.sap.com/printdocu/core/Print46c/de/data/pdf/ISR/LO-MD-AM.pdf
  10. Vgl. Erlhofer, Sebastian (2008), S. 273 f
  11. Vgl. Koch, Daniel (2007), S. 111
  12. Vgl. Erlhofer, Sebastian (2008), S. 278 f
  13. Vgl. http://www.google.de/intl/de/websiteoptimizer/beginnersguide/
  14. Vgl. Promny, Thomas (2009), S. 30
  15. Vgl. Thor, Alexander (2007), S. 94
  16. Vgl. http://news.worldsites-schweiz.ch/marktanteil-suchmaschinen-in-deutschland-google-bei-93.htm
  17. Entnommen aus http://www.google.de/products/intl/de_de/about.html
  18. 18,0 18,1 Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&answer=160637
  19. Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&answer=160609
  20. Vgl. http://www.google.com/support/accounts/bin/topic.py?hl=de&topic=14122
  21. Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/topic.py?hl=de&topic=24854
  22. Vgl. http://teamblog.tyclipso.net/bDetail/b/Googlestellt-Google-Merchant-Center-vor-1246
  23. 23,0 23,1 Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?answer=160588&hl=de
  24. 24,0 24,1 Entnommen aus http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&answer=160054
  25. 25,0 25,1 25,2 Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?answer=160590&hl=de
  26. Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&answer=160054
  27. Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&answer=160579
  28. Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&answer=160073
  29. 29,0 29,1 Vgl. http://www.google.com/support/merchants/bin/answer.py?hl=de&answer=160083
  30. Vgl. Angeli, Susanne; Kundler, Wolfgang (2008), S. 714
  31. Vgl. https://adwords.google.de/select/KeywordToolExternal?defaultView=2
  32. Vgl. Angeli, Susanne; Kundler, Wolfgang (2008), S. 715
  33. Vgl. https://adwords.google.de/select/KeywordToolExternal
  34. Vgl. https://www.google.com/accounts/ServiceLogin?continue=http%3A%2F%2Fwww.google.com%2Flocal%2Fadd%2Flookup%3Fhl%3Dde%26gl%3DDE&service=lbc&hl=de&gl=DE
  35. Vgl. Aden, Timo (2009), S. 3 ff
  36. Entnommen aus Aden, Timo (2009), S. 11
  37. Vgl. Thor, Alexander (2007), S. 18
  38. Vgl. https://www.google.com/adsense/login/de/?hl=de_DE&sourceid=aso&subid=de-et-bizsols_newF&medium=link
  39. Vgl. Thor, Alexander (2007), S. 69 ff
  40. Vgl. https://checkout.google.com/buyer/tour.html
  41. Vgl. Biermann, Robert (2004), S. 23

13 Literatur- und Quellenverzeichnis

Aden, Timo (2009) Aden, Timo: Google Analytics. Implementieren. Interpretieren. Profitieren: Carl Hanser Verlag, München 2009
Angeli, Susanne; Kundler, Wolfgang (2008) Angeli, Susanne; Kundler, Wolfgang: Der Online Shop - Handbuch für Existenzgründer: 2. Auflage, Markt + Technik Verlag, München 2008
Arnold, Volker (2005) Arnold, Volker et al.: Product Lifecycle Management beherrschen: Ein Anwenderhandbuch für den Mittelstand: Berlin, Heidelberg, 2005
Biermann, Robert (2004) Biermann, Robert: Direktmarketing in Echtzeit - Richtig Werben mit Google AdWords & Co.: BusinessVillage, Göttingen, 2004
Erlhofer, Sebastian (2008) Erlhofer, Sebastian: Suchmaschinen-Optimierung: Galileo Press, Bonn, 2008
Koch, Daniel (2007) Koch, Daniel: Suchmaschinenoptimierung - Website-Marketing für Entwickler: Addison-Wesley Verlag, München, 2007
Promny, Thomas (2009) Promny, Thomas: Online Marketing im Ecommerce – Mehr Umsatz & mehr Gewinn für Ihren Shop: Version 1.1, ohne Verlagsangaben, 2009, http://blog.gimahhot.de/downloads/OnlineMarketingEcommerce.pdf (14.01.2010, 9:29)
Schöttner, Josef (1999) Schöttner, Josef: Produktdatenmanagement in der Fertigungsindustrie: Prinzip – Konzepte – Strategien: Fachbuchverlag Leipzig, München, Wien 1999
Sendler, Ulrich; Wawer, Volker (2005) Sendler, Ulrich; Wawer, Volker: CAD und PDM: Prozessoptimierung durch Integration: Carl Hanser Verlag, München 2005
Thor, Alexander (2007) Thor, Alexander: Guck bei Google! – Das Google Lexikon: Rhombos Verlag, Berlin 2007
VDI-Gesellschaft Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb (2002) VDI-Gesellschaft Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb: VDI-Richtlinie 2219, Informationsverarbeitung in der Produktentwicklung, Einführung und Wirtschaftlichkeit von EDM/PDM-Systemen, Düsseldorf, 2002
Wehlitz, Pamela Andrea (2000) Wehlitz, Pamela Andrea: Nutzenorientierte Einführung eines Produktdatenmanagement-Systems, Herbert Utz Verlag, 2000

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