SaaS Strategie der Firma Google
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| Name des Autors / der Autoren: | Tobias Graupner, Mario Vigilante |
| Titel der Arbeit: | "SaaS Strategie der Firma Google" |
| Hochschule und Studienort: | FOM Duisburg |
Inhaltsverzeichnis |
1 Einleitung
Vom Tellerwäscher zum Millionär, so lässt sich der Aufstieg der beiden Gründer Larry Page und Sergey Brin mit ihrem Unternehmen Google Inc. am pregnantesten beschreiben. Mitte der 90iger Jahre noch als Studenten an der Stanford University eingeschrieben und nur 10 Jahre später auf Platz 13 und 14 der Forbs Liste der reichsten Amerikaner [1].
Das Internet und Google gehört für viele Anwender weltweit eng zusammen. Seit der Gründung entwickelt sich Google rasant und eroberte in kürzester Zeit den Suchmaschinenmarkt und ist seitdem aus diesem Bereich nicht mehr wegzudenken. Google zählt zu einem der innovativsten Unternehmen, welches versucht in immer mehr neue Märkte einzudringen und Konkurrenten wie Yahoo, Microsoft und Co. Marktanteile abzunehmen.
1.1 Ziel
Diese Ausarbeitung befasst sich mit einer Schlüsselfigur des Internets, an einem der aktuell populärsten Themen, dem stark umkämpfte Markt der SaaS-Anbieter. Hierbei steht im Vordergrund, mit welcher Strategie Google auch in diesen neuen Markt zu einer Schlüsselfigur aufsteigen könnte.
Es werden die verschiedenen Ansätze, Entwicklungen und wirtschaftlichen Aspekte der SaaS-Anbieter und ganz besonders von Google aufgezeigt. Zusätzlich wird auf heute verwendete Projekte und deren Verbreitung eingegangen. Ferner wird untersucht ob alte Techniken unter einem neuem Namen verkauft werden, und ob die Produkte von Google wirklich in dem Markt der SaaS angesiedelt sind.
1.2 Motivation
Aufgrund der Tatsache, dass SaaS in den nächsten Jahren zu einem der wichtigsten Themen werden wird, bestand die Motivation dieser Arbeit daraus, einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen der SaaS-Anbieter zu bekommen.
Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Internetriesen Google, der diesen Trend bereits erkannt hat und diesen Markt für sich erobern möchte.
2 Software as a Service - SaaS
2.1 Definition
Software as a Service (SaaS) beschreibt die Technologie beziehungsweise das Geschäftsmodell, Software als kostenpflichtige Dienstleistung über das Internet zur Verfügung zu stellen und ferner zu vermieten. Hierbei wird die Software nicht mehr vom Kunden im eigenen Unternehmen gehostet und genutzt, wie es bei einer On-Premise Sofware der Fall ist, sondern wird vom Dienstleister dem sogenannten SaaS-Anbieter als Online-Dienst nutzungsabhängig gemietet. Zu dem steht nicht mehr die Software im Vordergrund, sondern die Dienstleistung an sich, welche in diesem Zusammenhang mit der Bereitstellung der Software erfolgt. Anders als bei einer klassischen On-Premise Software erwirbt der Kunde für die Nutzung der SaaS-Anwendung keine Softwarelizenz.
Der SaaS-Anbieter stellt dem Kunden typischerweise die notwendige IT-Infrastruktur für die Nutzung der SaaS-Anwendung mittels Internettechnologien im eigenen Rechenzentrum als Dienstleistung bereit. Zudem übernimmt der Service-Provider auch die Installation, Konfiguration und die Wartung der SaaS-Software.
Die SaaS-Anwendung besitzt typischerweise ein Web-Frondend über das die SaaS-Anwender mittels einem Standard-Webbrowser zugreifen können, ohne anwendungsspezifische Software installieren zu müssen. Daneben liegt einer SaaS-Anwendung, typischerweise eine Multi-Tenant-Architektur zugrunde, d.h. viele verschiedene Kunden benutzen gleichzeitig eine SaaS-Anwendung auf derselben IT-Infrastruktur, wobei für jeden Kunden eine Instanz dieser Anwendung bereitgestellt wird, die individuell anpassbar ist. Dies ist auch ein wesentlicher Unterschied zum Konzept des Application Service Provider (ASP), bei dem für jeden einzelnen Kunden eine separate Anwendung auf eine dedizierte IT-Infrastruktur bereitgestellt wird, die auch als Single-Tenant-Architektur bezeichnet wird.[2] Wie auf der Abbildung 1 zu erkennen ist.Abbildung 1: Architektur-Unterschiede zwischen SaaS und ASP
2.2 Voraussetzung
In diesem Abschnitt werden die notwendigen Voraussetzungen, die für SaaS-Anbieter und SaaS-Kunden erforderlich sind, kurz dargestellt.
SaaS-Anbieter
Der SaaS-Anbieter in diesem Zusammenhang auch Service Provider genannt, stellt seine SaaS-Software typischerweise über ein eigenes Rechenzentrum bereit, welches über eine Breitband Internetverbindung verfügt. Aufgrund der Tatsache, dass eine SaaS-Anwendungsinstanz möglichst viele Kunden bedienen soll, benötigt der SaaS-Anbieter eine flexible und skalierbare IT-Infrastruktur. Des Weiteren ist der SaaS-Anbieter für die Konfiguration, Installation und Aktualisierung der SaaS-Anwendungen verantwortlich. Hierzu benötigt der SaaS-Anbieter Verfahren zum automatisierten Installieren und Verteilen von Software, wie dem Provisioning. Da in der Regel bei SaaS-Anwendungen kundenspezifische Daten wie Konfigurations- und Anwendungsdaten beim SaaS-Anbieter liegen, ist dieser auch für die Themen der Datensicherheit und Datensicherung verantwortlich. [3] Die Abbildung 2 stellt ein typisches SaaS Szenario grafisch dar.SaaS-Kunde
Der SaaS-Kunde benötigt in der Regel nur Rechner mit einer Breitband Internetanbindung und einem Standard-Webbrowser. Weiterhin sollte der SaaS-Kunde an die Software nur wenig Bedarf an Anpassbarkeit haben. [4]
2.3 Warum Kunden und Anbieter zu SaaS tendieren (Wirtschaftlichkeit)
Die Entscheidung für den Einsatz beruht unter anderem auf den Kosten. An dieser Stelle kann durch SaaS die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Die traditionelle Art der Unternehmenssoftware, erzeugt einen hohen Fixkostenanteil, der durch den Betrieb eines nicht optimal ausgenutzten Rechenzentrums erzeugt wird[5].
Stefan Schröder, Hauptabteilungsleiter bei der DATEV und Vorsitzender im Arbeitskreis ASP beim IT- BITKOM. „Die Anwender können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, während der Provider den Support für Software und Server leistet." Bei kaufmännisch korrekter Kalkulation würden sich im On-Demand-Modell deutliche Kostenvorteile ergeben. So habe die Münchner Steuerberatungskanzlei Härtl im Eigenbetrieb für zwölf IT-Arbeitsplätze, teilweise mit Zugriffsmöglichkeit aus Heimbüros, jährlich mehr als 35.000 Euro gezahlt. Für das ASP-Angebot der DATEV hingegen fallen pro Platz und Jahr 1.800 Euro an. Die jährliche Kostensenkung liegt demnach bei über 10.000 Euro[6].
Dem gegenüber steht aber eine Untersuchung von Gartner, aus der hervor geht, dass nach etwa fünf Jahren die Kosten für SaaS- und traditionelle Projekte gleich hoch sind. Welches Ergebnis erzielt wird, hängt von verschiedenen Faktoren wie Einsatzgebiet, Erfahrungen der Anbieter, der internen Administratoren und Umfang der gemieteten Software ab[7].
Auf der anderen Seite hat der Service Provider den Vorteil, dass nur eine Instanz der Software gepflegt und gewartet werden muss, wodurch z. B. beim Einspielen eines Updates mehr Kunden auf einmal erreicht werden[8][9]. Das Geschäftsmodell der Anbieter funktioniert aber zum größten Teil aufgrund der Tatsache, dass die Auslastung optimiert werden kann. Dies geschieht z.B. über die Methode, dass verschiedene Anwendungen in einem Rechenzentrum bereitgestellt werden. Dadurch ist es möglich Lastspitzen einer Anwendung durch eine Anwendung mit geringer Last auszugleichen[10].
Wenn der Kostenfaktor nicht als treibender Grund für den Kunden ausreicht, ist es eventuell die Entlastung der EDV-Abteilung, die um den Support entlastet wird, und somit ihr Potential in neue Projekte investieren kann. Zusätzlich gewinnen die Unternehmen dank immer kürzerer Laufzeiten für SaaS-Verträge an Flexibilität[11]. Ein weiterer Punkt der nicht vernachlässigt werden darf ist der, dass sich das unternehmerische Risiko für den Betrieb und die Wartung der Software auf ein externen Dienstleister übertragen lässt. Hierzu werden entsprechende Dienstgütereigenschaften vereinbart[12].
2.4 Trend
SaaS durchdringt die Unternehmen, die sich den neuen Geschäftsmodellen für die Nutzung und den Vertrieb erschließen müssen und stellt sie damit vor neue Herausforderungen und Möglichkeiten[13]. "SaaS ist heute einer der wichtigsten Technologie Trends“[14]. Dies beruht auf der Tatsache das Komponenten für den EDV Sektor immer leistungsfähiger werden. Der einzelne PC-Arbeitsplatz (Workstation) wird immer mehr nur noch als Frondend genutzt, denn eine einzelne Workstation kann die immer weiter steigende Leistung in vielen Bereichen nicht mehr vollständig ausnutzen. Oftmals ist Standard-Software im Einsatz, die immer mehr in das Rechenzentrum rücken, wo aktuell Server oft nur Dienste wie Dateiverwaltung, Druckserver E-Mail usw. anbieten. Durch die Verlagerung der Rechenleistung zurück in das Rechenzentrum, wird die Lebensdauer der Workstation erhöht und die Leistung der aktuellen Komponenten kann optimal ausgenutzt werden.
Die ersten Schritte sind bereits zu erkennen, da nun auch ganze Applikationen angeboten werden. In diesem Zusammenhang wird dann auf externe Dienstleister zurückgegriffen. Dieser Markt soll laut Gartner bis 2012 um 24% pro Jahr wachsen[15] und über den Wachstumsraten für Anwendungssoftware liegen.
Der haupttreibende Faktor ist die Kostenersparnis, der durch verringerten Wartungsaufwand, eine längere Lebensdauer der einzelnen Komponenten und einer optimaleren Ausnutzung von Leistung, Leistungsaufnahme und Kosten erzielt wird.
Weiterhin sind die nötigen Breitbandanschlüsse zu Kosten vorhanden, die einen Kosten-Nutzen Vorteil ermöglichen, denn ohne diese Infrastruktur kann nicht auf externe Dienstleister zurückgegriffen werden Abbildung 4.Abbildung 4: Übersicht der Breitbandsnchlüsse in Deutschland
„Wer eine schnell verfügbare Lösung mit flexiblem Lizenzmodell sucht, findet in der vielfältigen SaaS-Welt sicherlich ein passendes Angebot. Geht es dagegen um Unternehmens- oder Branchen-spezifische Software, die umfangreichere Anpassungen nötig macht, ist die gute alte On-Premise-Variante nach wie vor das Werkzeug der Wahl"[16].
Abbildung 5: Anwendungsbereiche von SaaS
Der Anwendungsbereich für SaaS ist weit gefächert und wird angeführt von ERP und Team collaboration wie in der Abbildung 5 zu sehen ist. Dies beruht auf der Vorreiterstellung der Firma Salesforce.com, dessen Vorzeigeprojekt ERP ist. Salesforce.com verfügt über dementsprechend lange Erfahrungen und betreut Kunden wie Microsoft, SAP und Siemens[17][18].
Ein weiterer Trend ist der, dass Office-Anwendungen gemietet werden. Viele Anbieter entwickeln Anwendunegn in diese Richtung, wobei aktuell zwei Ansätze zu erkennen sind:
- Microsoft versucht mit seinen Live Diensten installierte Anwendungen durch SaaS zu erweitern.
- Andere Anbieter wie Amazon, Google und Co. bieten direkt ganze Anwendungen im Internet zum mieten an. Auf diesem Weg können dann auch weitere Produkte dieser Anbieter verknüpft werden.
Bei dem Trend der Mietsoftware ergibt sich der Vorteil, dass Gruppen nicht nur Berechtigungen zugeteilt werden können, es kann in naher Zukunft sogar zur selben Zeit am selben Dokument gearbeitet werden. Diese Technologie erleichtert zusätzlich eine standortübergreifende Vernetzung durch eine neue Möglichkeit der Zusammenarbeit.
Das größte aktuell zu bewältigende Hindernis, basierend auf der Tatsache, dass gemietete Office-Produkte noch nicht den Funktionsumfang erreichen, wie ein installiertes Produkt. Dies wird durch die Tatsache gestützt, dass die SaaS-Office-Anwendungen noch alle Beta sind.
Des Weiteren ist zu erkennen, dass Firmen kritische Daten und Informationen, auch in verschlüsselter Form, nicht auf einer fremden Infrastruktur speichern wollen. Das Risiko eines unerlaubten Zugriffs auf die eigenen Daten soll hiermit minimiert werden. Eine Vermeidung der Diffusion von Firmengeheimnissen aus dem Unternehmen hinaus ist unerlässlich und ist durch fehlende Kontrollmöglichkeiten nicht gegeben.
Das Thema "Datenschutz und Datensicherheit", sehen viele kleine und mittelständige Unternehmen als Grund gegen SaaS. Aus diesem Grund wird SaaS auch nur bei rund 25 Prozent eingesetzt und eroberte deshalb nur Großunternehmen.
[19][20].
Abbildung 6: Software-Anbieter erwarten, dass Anwenderunternehmen künftig verstärkt in SaaS-Lösungen investieren. Insbesondere CRM-On-Demand sowie der Bezug von ERP- und BI-Software liegen im Trend
Es wird aber darauf hinauslaufen, dass eine gemischte Umgebung in den Firmen sich verbreiten wird. Kritische Daten werden das Unternehmen nicht verlassen. Für die Kostenersparnis und Flexibilität wird Software trotzdem weiter angemietet werden.
Software-Anbieter erwarten, dass Anwenderunternehmen künftig verstärkt in SaaS-Lösungen investieren. Insbesondere CRM-On-Demand sowie der Bezug von ERP- und BI-Software liegen im Trend. SaaS-Lösungen dringen in der nächsten Zeit auch in Anwendungsbereiche vor, in denen bisher On-Premise-Lösungen den Ton angegeben haben.
Noch bietet Google selbst nur eine einzige Anwendung der geforderten Top Dienste an. Im Bereich der CAD Anwendungen möchte Google mit seinem Dienst SketchUp fuß fassen (siehe Abbildung 6)[21].
In dem Zusammenhang ist nicht zu vernachlässigen, dass Google durch den Marktplatz die Möglichkeit gegeben hat, Drittanbieter Software in Apps zu integrieren, wodurch auf weitere SaaS-Angebote zurückegriffen werden kann und nahezu alle geforderten Dienste, wenn auch indirekt, durch Google per SaaS bezogen werden können[22].
In den nächsten Kapiteln wird gezeigt, um was es sich bei Google-Apps handelt und in welchem Umfang Unternehmen und Privatpersonen in diesem Zusammenhang auf die Dienste von Google zurückgreifen können.
3 SaaS von der Firma Google
In diesem Kapitel werden die wichtigsten Informationen über die Firma Google inc. erläutert. Als Erstes wird eine kurze Zusammenfassung über Google gegeben, und der Bekanntheitsgrad untersucht. Im zweiten Abschnitt werden die Dienste, die Google zur Verfügung stellt betrachtet und die für diese Arbeit wichtigen Applikationen im einzelnen dargestellt. Zum Ende diese Kapitels, werden die Strategie und Innovation von Google im Zusammenhang mit SaaS aufgeführt.
3.1 Allgemein
Abbildung 7: Ranking der wichtigsten Google-Anwendungen
Der Name Google, und die damit verbundene Suchmaschine ist für fast jeden Benutzer des Internets in Deuschland ein Begriff, denn nur "0,7 Prozent der deutschen Internetnutzer haben noch nie von Googles Suchmaschine gehört"[23] wie eine Studie von Fittkau & Maaß belegt. Des Weiteren wurde in dieser Studie der Bekanntheitsgrad der weiteren Dienste von Google untersucht. Diese Dienste werden in dem nächsten Kapitel "3.2 Angebotende Dienst" noch genauer erläutert und auf SaaS-Fähigkeiten überprüft.
Abbildung 8: Die Marktforscher von Comscore sahen Google 2008 in fast allen europäischen Ländern auf der Spitzenposition.
Die Idee und das Ziel hinter Google wurde Mitte der 90iger Jahre von den beiden Gründern Larry Page und Sergey Brin in einem Studentenwohnheim der Stanford University entwickelt. Die erste Testversion ging am 7. September 1998 online. Seitdem hat sich das Frontend nur geringfügig verändert.
Die schon damals dahinterstehende Idee spiegelt noch immer die Hauptaufgabe, die sich Google gestellt hat, wieder. Aus diesem Grund beginnt auch das Unternehmensprofil wie folgt: "Das Ziel von Google besteht darin, die auf der Welt vorhandenen Informationen zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen"[24]. In der Philosophie und insbesonders in dem Punkt Zehn Dinge[25] ist noch immer zu erkennen, dass Google seine Hauptaufgabe im Suchen und Finden von Informationen im Internet wiederfindet.
Inzwischen ist Google eine "profitable, auf Suchdienste spezialisierte Aktiengesellschaft"[26], die Dutzende weitere verschiedene Dienste anbietet. Vor allem im hart umkämpften Markt der Suchmaschinen ist Google weltweit Marktführer (vgl. Abbildung 8) und seinen Konkurrenten immer einen Schritt voraus. Der Rang von Google im Suchmaschinen-Markt ist auch an dem Punkt zu erkennen, dass unter anderem der Rechtschreib-Duden und die englischsprachigen Wörterbücher (z. B. Oxford English Dictionary oder dem amerikanischen Merriam-Webster's Collegiate Dictionary) das Verb googeln (sprich: [ˈɡuːgl̩n] „guhg(e)ln“) aufgenommen haben. Seither ist im allgemeinen Sprachgebrauch dieses Werb als Synonym für das Suchen im Web anerkannt.
Der Name Google ist aber, wie eventuell auf den ersten Blick zu vermuten ist, kein Zufallsprodukt, sondern basiert auf dem mathematischen Begriff "Googol". Dieser mathematische Fachbegriff steht für eine 1 gefolgt von 100 Nullen und spiegelt für Google das Ziel des Unternehmens wieder, "die gewaltige Menge an Informationen zu organisieren, die im Web verfügbar sind"[27].
Wie bereits erwähnt und in Abbildung 9 und Abbildung 10 zu erkennen ist, hat sich die Oberfläche der Suchmaschine nur geringfügig verändert. Nach der Suche werden auf der Ergebnisseite zusätzlich am rechten Bildrand kontextsensitiver Werbung (Adword, Wortspiel auf englisch „Adverts“ = Werbeanzeigen und „Words“ = Worte) eingeblendet. Mit der Einführung von Adwords gab Google die Werbefreiheit auf und machte es der Konkurrenz gleich, die schon lange mit Werbung auf ihren Seiten Einnahmen erzielten. Diese Werbung ist noch immer die Haupteinnahmequelle und bildet die Finanzierungsgrundlage für die im nächsten Kapitel vorgestellten Software-Lösungen.
3.2 Angebotene Dienste
Google stellt momentan (Mai 2009) rund 30 verschiedene ApplikationenAbbildung 11: Kostenlose Angebote von Google
3.2.1 Relevante Dienste
Für diese Arbeit stellt sich aber als erstes die Frage, welche Produkte relevant sind und als SaaS bezeichnet werden können. In diesem Zusammenhang soll noch einmal auf die Definition aus Kapitel 2.1 verwiesen werden „Software as a Service (SaaS) beschreibt die Technologie beziehungsweise das Geschäftsmodell, Software als Dienstleistung über das Internet zur Verfügung zu stellen und ferner zu vermieten.“ Unter diesen Gesichtspunkten können einige der Produkte von Google nicht als SaaS bezeichnet werden.
Zudem werden die verschiedenen Angebote zum Suchen von Google Produktsuche, Alerts, Bilder, Buchsuche, Blog-Suche, News, Scholar, Verzeichnis und Video nicht untersucht. In dieser Arbeit soll ein Softwareangebot untersucht werden, welche Desktop-Applikationen ablösen, dies ist bei diesen Diensten nicht gegeben. Auch Youtube, 2006 von Google gekauft und unter eigenem Namen weitergeführt wird aus dem eben genannten Grund nicht Gegenstand dieser Untersuchung sein.
Auch soll auf die Produkte unter Labs erst in ""zukünftige Entwicklungen"" weiter eingegangen werden, da es nicht absehbar ist, welche Dienste in der Zukunft übernommen werden.
An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob Google als "echter" SaaS Anbieter bezeichnet werden kann. Software zur Miete und als Service zur Verfügung zu stellen, legt immer eine entsprechendes Geschäftsmodell zugrunde[28]. Ein Punkt in der Definition eines Geschäftsmodells ist der Ertragshintergrund. Aus diesem Grund werden nur Angebote untersucht, bei den Google direkt einen Umsatz durch Einnahmen bzw. durch Werbung generiert.
Auf der Firmenkundenseite ist eine Verfügbarkeitsgarantie der Dienste und entsprechenden Verträge unerlässlich.
Nach diesen Eingrenzungen bleiben folgende Applikationen übrig, die alle auch kostenlos zur Verfügung stehen[29].
- Google Maps / Earth
Lokale Adressen, Geschäfte und Unternehmen finden.
- Google Mail
Der schnelle Email-Service von Google - mit Suchfunktion und weniger Spam.
- Notizbuch
Sie können Informationen ausschneiden und sammeln, während Sie im Web surfen.
- Groups
Erstellen Sie Mailinglisten und Diskussionsgruppen.
- Kalender
Organisieren Sie Ihre Termine und informieren Sie Freunde über Events.
- SketchUp
Entwickeln Sie schnell und einfach 3D-Modelle.
- Talk
Über den Computer telefonieren und Instant Messages senden.
- Text & Tabellen
Dokumente und Tabellen online erstellen und zeitgleich mit anderen bearbeiten - überall, jederzeit.
- Übersetzen
Lassen Sie sich Webseiten in anderen Sprachen anzeigen.
An dieser Stelle soll auch auf den Web-Browser Chrome eingegangen werden. Denn dieser kann eine Schlüsselposition erlangen, auch wenn er nur kostenlos bzw. unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung gestellt wird und auf den ersten Blick kein Zusammenhang zu SaaS herzustellen ist.
Das Chrome unter einer Open-Source-Lizenz angeboten wird hat den Vorteil, dass Erweiterungen bzw. Browser mit ähnlicher Technologie vorangetrieben werden. Auf der anderen Seite stellt Chrome für Google eine Plattform zur Verfügung, die nicht nur E-Mail- sowie Office-Programme über das Internet abrufbar macht, sondern auch ERP- oder CRM-Anwendungen ermöglicht. Gartner Analyst Ray Valdes bewertet Google Chrome deshalb als strategisches Element im Technologie-Portfolio des Konzerns[30].
3.3 Strategie und Innovation
In diesem Kapitel soll untersucht werden, welche Strategie die Firma Google verfolgt und welche Innovationen langfristig für den weiteren Erfolg der Firma Google beitragen könnten.
3.3.1 Betrachtung und Bewertung der Strategie
In diesem Abschnitt soll die SaaS-Strategie der Firma Google betrachtet werden. Hierzu ist es Notwendig den Begriff „Strategie“ zu definieren.
Laut dem Online-Lexikon Wikepedia wird der Begriff „Strategie“ wie folgt beschrieben:
„Eine Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels.“ [31].
Im Bezug auf die SaaS-Strategie bei der Firma Google, stellt sich demnach die Frage, welche geplanten unternehmerischen Aktivitäten langfristig dem Unternehmen einen Vorteil verschaffen.
Das Unternehmen Google erzielte im Jahr 2008 einen Jahresumsatz von 21 Mrd. Dollar. Hierbei stellt die Onlinewerbung mit weit über 90 Prozent die Haupteinamequelle dar. Nun versucht Google mit Googel Apps auch den SaaS-Markt zu erobern.
Anfangs wurden webbasierte Anwendungen wie Googel Mail den Internet-Anwendern fast ausschließlich kostenlos zur Verfügung gestellt ohne dass scheinbar eine Gewinnerzielungsabsicht dahinter steckte. Diese Vorgehensweise ermöglichte Google, die angebotenen Dienste und Produkte an einem großen Publikum zu testen. Nach Erreichen der Marktreife bot Google seine Produkte auch als kostenpflichtige Dienste an. Diese Dienste werden heute zum Bespiel mit erhöhter garantierter Verfügbarkeit und erweiterte Funktionen angeboten.
Auf diese Weise ist Google in den Markt der kostenpflichtigen SaaS-Anbieter eingetreten um ein zweites Standbein zu etablieren. Noch hat Google mit 3 Prozent einen geringen Marktanteil im Bereich der in Unternehmen eingesetzten Bürosoftware. Hingegen hat der Konzern Microsoft mehr als 92 Prozent Marktanteil[32]. Daher versucht Google unter anderem dem Marktführer Microsoft seine Monopolstellung in den Office Anwendungen streitig zu machen und bietet seine Google Apps zu einem Kampfpreis von 40€ pro Nutzerkonto pro Jahr an[33]. Im Preis sind Google Mail, Google Talk, Google Kalender und Google Text & Tabellen enthalten. Das Unternehmen Google bewirbt diesen Dienst auf seiner Internetseite mit den Argumenten der effektiveren Zusammenarbeit und Kommunikation. Dies alles wird durch Sicherheitsfunktionen und Funktionen zur Richtlinieneinhaltung abgerundet[34][35].
Google hat den Eintritt in den Markt der kostenpflichtigen SaaS nicht nur erfolgreich gemeistert sondern wird bereits als erfolgreicher Vorreiter gesehen, und in einem Atemzug mit Salesforce.com, 37Signals und Zoho gennant[36][37].
3.3.2 Wirtschaftliche Aspekte
Aktuell ist die Haupteinnahmequelle von Google noch immer das AdWord Programm. Angesichts der prognostizierten Marktwachstumsraten von 24 Prozent pro Jahr bei SaaS-Anwendungen, möchte Google sein Geschäftsmodell erweitern. Google bietet bereits Applikationen aus einer Vielzahl von Bereichen an. Mit der Strategie alles aus einer Hand anzubieten ist Google auf dem Weg seine Kunden an sich zu binden um auf dieser Weise weitere Werbeeinnahmen zu erzielen.
Google verfügt weiter über die größten und effektivsten Rechenzentren und kann auf diese bestehende Infrastruktur auf bzw. ausbauen. „Beim SaaS dagegen werden viele Kunden von einer plattformbasierten Lösung über das Internet versorgt. Dadurch wird der Serviceaufwand beim Anbieter gesenkt und entsprechend die Kosten für Anbieter und Kunde gemindert
[38]. Durch diese Vorteile ist es möglich, Anwendungen wirtschaftlicher als die Konkurrenz zu den Kunden zu liefern. Dies ermöglicht in dem Zusammenhang als Ergebnis eine Win-Win-Situation.
3.3.3 Nutzenanalyse
Mit welchen Mitteln Google diese Ziele auf dem Markt der Mietsoftware erreichen will und welcher Nutzen sich daraus ergibt zeigt das folgende Kapitel. Dies wird in dem Kontext betrachtet, welchen Vorteil Firmen und Privatkunden erwerben, wenn diese bereits jetzt auf Google setzen.
3.3.3.1 Google
In vielen Anwendungsbereichen werden die Marktanteile erst in den kommenden Jahren aufgeteilt. Wenn Google sich bereits jetzt am Markt etabliert, muss nicht wieder gegen die „festen Größen“ angetreten werden, so wie es bis jetzt z.B. im Suchmaschinen oder Browsermarkt gewesen ist. Google ist also auf dem Weg, ein möglichst großen Marktanteil mit möglichst vielen Applikationen zu erobern.
„Ein Surfer, der konsequent auf die Nutzung von Google-Diensten setzt, hinterlässt digitale Spuren, nach denen sich zum Beispiel Werber die Finger lecken“[39]. Zu selben Zeit hatte Google den Dienst Writely, erworben, der nun unter „Texte und Tabellen“ bzw. Docs bekannt ist, und es Google erlaubt in Dokumenten der Kunden zu suchen, auch wenn nicht bestätigt ist das dies passiert. Je mehr Dienste Google seinen Kunden nun anbietet, desto detaillierter werden die Profile der einzelnen Nutzer.
3.3.3.2 Privatkunden
In diesem Abschnitt wird eine Nutzenanalyse der von Google angebotenen SaaS-Lösung „Google Apps“ für Privatkunden vorgenommen. In diesem Zusammenhang werden nur einige Vor- und Nachteile der Angebotenen SaaS-Lösungen beschrieben.
Zu Google Apps gehören die Office-Anwendungen wie Google Mail, Google Talk, Google Kalender, Google Sites und Google Text & Tabellen die als Paket angeboten werden. Hierzu bietet Google die Standard- und eine Professional-Version an. Die Standard-Version ist kostenlos, hat aber im Gegensatz zu der Professional Version einen reduzierten Leistungsumfang wie zum Beispiel keine garantierte Verfügbarkeit von 99,9 Prozent oder geringeren Speicherplatz für Emails und ist werbefinanziert.
Für den Privatkunden besteht der Vorteil darin, dass bei der Nutzung einer SaaS-Lösung, wie zum Beispiel „Google Apps“ keine zusätzliche Software installiert werden muss, benötigt wird lediglich ein Rechner mit einem Standard-Webbrowser. Hierdurch hat der Kunde die Möglichkeit von überall, wo Internet mit einem Webbrowser verfügbar ist, seine Anwendungen zu nutzen. Aufgrund der Tatsache, dass die SaaS-Anwendungen im Rechenzentrum der Firma Google gehostet werden, entfällt gänzlich das Installieren oder Warten von Hardware oder Software. Darüber hinaus profitiert der Privatkunde von der hohen Verfügbarkeit der Anwendungen, für die Google als SaaS-Provider zuständig ist. Auch muss sich der Anwender nicht um die Datensicherung bemühen, da diese von Google im eigem Rechnenzentrum übernommen wird[40].
Ein Nachteil ergibt sich unter anderem daraus, dass Anwendungen und Daten nur zur Verfügung stehen, wenn auch Internet vorhanden ist.
3.3.3.3 Firmenkunden
In diesem Abschnitt wird eine Analyse der von Google angebotenen SaaS-Lösung „Google Apps“ für Unternehmen vorgenommen. In diesem Zusammenhang werden nur einige Vor- und Nachteile der angebotenen SaaS-Lösungen beschrieben.
Die Vorteile für Nutzung der Google SaaS-Lösungen bestehen zum einen in der Kostentransparenz und Kostenkontrolle mittels des nutzungsbasierten Preismodells und einer unkomplizierte Lizenzvergabe sowie Kostenersparnis auf Grund des geringeren Bedarfs an IT-Infrastruktur. Zum anderen werden die IT-Abteilungen der Unternehmen durch kurze Einführungszyklen der SaaS-Anwendungen und der Auslagerung von Wartung und Service entlastet. Hierdurch wird der Return of Investment (ROI) für Unternehmen früher als bei einem klassischen Software-Modell erreicht (vgl Abbildung 13.Abbildung 13: ROI im Vergleich zwischen Onpremise und SaaS-Lösung
Im Gegensatz zu den Vorteilen birgt die Einführung für Unternehmen auch Nachteile. Zum einen besteht eine größere Abhängigkeit in der Verfügbarkeit des Internets und zum anderen sind die angebotenen SaaS-Anwendungen oftmals inflexibel bezüglich kundenspezifischer Anwendungsbedürfnisse. Weiterhin können sich Probleme durch die Herausgabe von Daten aufgrund des Datenschutzes ergeben. Auch ist zu berücksichtigen, dass eventuell, das Betriebsinterne Know-how abwandert[41].
3.3.4 Zukünftige Entwicklungen
Was die Zukunft für Google und den Anwender bringt, kann an dieser Stelle nur spekuliert werden, es soll aber eine aus der Vergangenheit resultierende Möglichkeit aufgezeigt werden. Dies beruht auf der Historie von Google, die nicht das Rad neu erfinden wollen, sondern wenn möglich vorhandene Firmen aufkaufen, um dessen Produkte zu integrieren.
Zusätzlich gibt Google uns einen Blick in die Zukunft und lässt Benutzern zukünftige Entwicklungen testen[42].
Aktuell ist die Einkaufstour der Internetriesen wegen der Wirtschaftkrise generell weniger geworden. Microsoft, Yahoo und Google müssen auf die schwierige Marktlage erst behutsam reagieren.
Abbildung 14: Übersicht, welche Unternehmen von Google aufgekauft wurden
Eine Auflistung der verschiedenen gekauften Dienste ist in der Abbildung 14 zu finden. Was folgende Vermutungen aufkommen lässt: Das 2007 eingekaufte Know-how von Marratech und Postini lässt darauf schließen, dass in Google Talk, in naher Zukunft auch Videokonferenzen möglich sein werden. Ob diese Funktion jemals implementiert wird, in welchem Zeitabschnitt und ob es eventuell erst nach der aktuellen Beta Phase sein wird, ist nicht zu erkennen. Dies könnte aber der nächste Schritt zu einem kostenpflichtigen Produkt werden.
Ferner kann spekuliert werden, ob durch Tonic Systems z. B. .docx Dateien in Text & Tabellen verfügbar gemacht werden sollen, um Microsoft keinen Vorsprung zu ermöglichen und das Umsteigen auf die Office-Umgebung von Google zu erleichtern.
An diesen exemplarischen Beispielen ist zu erkennen, dass Google sein Angebot ausbauen wird, in welchem Umfang die kostenpflichtigen SaaS davon betroffen sein werden, ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu erahnen. Dies beruht auf der Tatsache, dass die letzten Dienste bereits 2007 gekauft wurden und bestehende Technologien bereits implementiert wurden.
Besonderes Augenmerk setzt Google auf ihre neuste bereits angekündigte Entwicklung, der auch die Analysten von Gartner durchaus eine gute Chance versprechen. Wave wurde Ende Mai 2009 auf der Google I/O vorgestellt und wird noch dieses Jahr verfügbar sein. Wave stellt eine Art Echtzeit Communikations Collaboration Mashup für den Browser zur Verfügung. Mit Wave ist unter anderem eine parallele Textbearbeitung möglich. "Fast zeitgleich soll Text Buchstabe für Buchstabe auf den Bildschirmen der Anwender erscheinen. Dabei können Nutzer gleichzeitig an einer Nachricht oder einem Dokument arbeiten." "Zwei der erfolgreichsten Wege der digitalen Kommunikation, E-Mail und Instant Messaging, wurden bereits in den 1960ern entwickelt", erklärte Google-Software-Entwickler Lars Rasmussen". Wave ist Googles Weg Kommunikation und Zusammenarbeit auf die nächste Stufe zu heben[43][44].
Google wird aber nicht nur die Suchmaschine und die damit verbundenen Werbungen weiter nach vorne bringen, auch SaaS und Applikationen für den Desktop werden in der Zukunft zunehmen und immer mehr verschmelzen. Aber in welcher Geschwindigkeit und Umfang dies geschieht, ist noch nicht zu erkennen. Weiterhin wird Google versuchen seine Anwendungen immer mehr auf mobilen Geräten verfügbar zu machen und kooperiert hierfür mit HP und RIM[45].
Ob das Vorhaben von Google aufgeht, mit den bestehenden und geplanten Anwendungen eine neue Kommunikationsart zu etablieren, die mobilen Endgeräte zu erobern und den Desktopmarkt zu erschließen, wird die Zukunft zeigen.
4 Fazit
In der vorliegenden Untersuchung hat sich gezeigt, dass es sich bei den meist derzeit angebotenen Google Anwendungen und Diensten im engeren Sinne nicht um SaaS-Anwendungen handelt. Denn wenn man das Kriterium "kostenpflichtige Dienstleistung“ der dieser Arbeit zugrundeliegende SaaS-Definition heranzieht, können viele Anwendungen nicht als SaaS-Anwendung bezeichnet werden, da sie größtenteils kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Zudem konnte aufgezeigt werden, dass Google sich zukünftig nicht nur auf seine Haupteinnahmequelle die Werbung verlässt, sondern mit den angebotenen SaaS-Lösungen wie zum Beispiel Google APS in den lukrativen Markt der Standard Software erfolgreich vordringt
Ein Indiz hierfür ist, dass verschiedene Editionen von Google Apps weltweit tausendfach an Universitäten, in über 500.000 Unternehmen und bei Millionen aktiver Nutzer installiert ist und sich täglich über 3.000 neue Unternehmen anmelden[46].
Auch die Tatsache, dass der erfolgsreichste Anbieter von On-Demand-CRM-Software Salesforce.com seinen Mietern die On-Demand-Office-Suite "Google Apps" als Bestandteil seiner Browser- basierenden Applikationsoberfläche anbietet[47], lässt darauf schließen, dass sich Google auf einem guten Weg befindet, zu einer Schlüsselfigur im SaaS-Markt aufzusteigen. Doch darf Google den SaaS- Trend im Bereich von CRM-On-Demand sowie ERP- und BI-Software nicht verpassen.
5 Fußnoten
- ↑ http://www.forbes.com/lists/2008/54/400list08_The-400-Richest-Americans_Rank_print.html Stand 26.05.2009
- ↑ Vgl. Beinhauer (2008), Seite 88 ff.
- ↑ Vgl. Beinhauer (2008), Seite 89-92.
- ↑ http://www.hft-stuttgart.de/Aktuell/StudentischeProjekte/Informatik/Web2_IBM/Folien_SaaS_Unternehmensanwendungen.pdf/de Stand 05.06.2009
- ↑ Vgl. Beinhauer (2008), Seite 88
- ↑ http://www.saaskon.de/pressestimmen/ Stand: 01.06.2009
- ↑ http://www.silicon.de/cio/strategie/0,39038989,39192196,00/umfrage+soll+man+jetzt+saas+einsetzen.htm Stand: 21.05.2009
- ↑ Vgl. Beinhauer (2008), Seite 94
- ↑ http://www.silicon.de/cio/strategie/0,39038989,39192196,00/umfrage+soll+man+jetzt+saas+einsetzen.htm Stand: 21.05.2009
- ↑ Vgl. Beinhauer (2008), Seite 89
- ↑ http://www.computerwoche.de/1868604 Stand: 01.06.2009
- ↑ Vgl. Beinhauer (2008), Seite 94
- ↑ Vgl. Beinhauer (2008), Seite 96
- ↑ http://www.saaskon.de/call-for-papers/ Stand 26.05.2009
- ↑ Fachzeitschrift: Computer Zeitung 11.05.2009
- ↑ http://www.silicon.de/cio/strategie/0,39038989,39192196,00/umfrage+soll+man+jetzt+saas+einsetzen.htm Stand 26.05.2009
- ↑ http://www.salesforce.com/customers/ Stand 26.05.2009
- ↑ http://www.competence-site.de/komplexitaet_verbesserte_technologien_erfolge_als_saas_treiber.pdf Stand 10.06.2009
- ↑ vgl. Koch, Michael. (2007) S.32
- ↑ Fachzeitschrift: Computer Zeitung 08.06.2009
- ↑ http://www.computerwoche.de/subnet/oracle/1894015/ Stand 09.06.2009
- ↑ http://www.http://www.google.com/enterprise/marketplace/ Stand 09.06.2009
- ↑ Vgl. http://netzwertig.com/2008/11/26/studie-viele-deutsche-kennen-google-reader-und-docs-wenige-nutzen-es/ Stand 10.05.2009
- ↑ Vgl. http://www.google.de/intl/de/corporate/ Stand 10.05.2009
- ↑ http://www.google.de/intl/de/corporate/tenthings.html Stand: 13.06.2009
- ↑ Vgl.http://www.google.de/intl/de/corporate/facts.html Stand 10.05.2009
- ↑ http://www.google.de/intl/de/corporate/ Stand 10.05.2009
- ↑ Mieschke, Lutz. (2004) S.42
- ↑ http://www.google.de/intl/de/options/ Stand 17.05.2009
- ↑ http://www.cio.de/news/cionachrichten/858776/index2.html Stand 10.06.2009
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie Stand: 9.06.2009
- ↑ http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/:Software-Erweiterung-Google-umwirbt-Outlook-Fans/525500.html Stand: 13.06.2009
- ↑ http://www.google.com/a/help/intl/de/admins/editions.html Stand 17.05.2009
- ↑ http://www.google.com/a/help/intl/de/business/applications.html Stand: 13.06.2009
- ↑ http://www.google.com/a/help/intl/de/security/index.html Stand: 13.06.2009
- ↑ http://www.competence-site.de/komplexitaet_verbesserte_technologien_erfolge_als_saas_treiber.pdf Stand 10.06.2009
- ↑ http://www.it-business.de/news/distributoren/channel-services/distributionsvertraege/articles/168040/ Stand 10.06.2009
- ↑ Nowak, Ralf (2008) S.19f
- ↑ http://www.heise.de/ct/Google-und-der-Datenschutz--/artikel/12584 Stand:23.05.2009
- ↑ http://www.google.com/a/help/intl/de/admins/editions_spe.html Stand: 12.06.2009
- ↑ http://www.cio.de/markt/analysen/859875/index2.html
- ↑ http://www.googlelabs.com/
- ↑ http://news.magnus.de/internet/artikel/google-wave-erste-bilder-von-googles-neuer-internet-kommunikationsloesung.html Stand: 09.06.2009
- ↑ Fachzeitschrift: Computer Zeitung 08.06.2009
- ↑ Fachzeitschrift: Computer Zeitung 11.05.2009
- ↑ http://www.imittelstand.de/themen/interviews/it-sicherheit-effektiv-und-kostenguenstig-ins-netz-auslagern_24.html Stand: 13.06.2009
- ↑ http://www.computerwoche.de/knowledge_center/erp/1860936/ Stand: 13.06.2009
6 Abkürzungsverzeichnis
| BI | Business Intelligence (deutsch: Geschäftsanalytik) |
| CAD | Computer Aided Design (deutsch: computergestützte Gestaltung /Konstruktion) |
| CRM | Customer Relationship Management (deutsch: Kundenbeziehungsmanagement) |
| ERP | Enterprise Resource Planning (deutsch: Planung des Einsatzes/der Verwendung der Unternehmensressourcen) |
| ROI | Return on Investment (deutsch: Kapitalverzinsung oder Kapitalrendite) |
7 Abbildungsverzeichnis
| Abbildung 1: | Architektur-Unterschiede zwischen SaaS und ASP |
| Abbildung 2: | SaaS Szenario |
| Abbildung 3: | Marktentwicklung von SaaS |
| Abbildung 4: | Übersicht Internetanschlüsse in Deutschland |
| Abbildung 5: | Übersicht der aktuellen Anwendungsbereiche |
| Abbildung 6: | Übersicht, Erwartungen an SaaS |
| Abbildung 7: | Ranking der wichtigsten Google-Anwendungen |
| Abbildung 8: | Die Marktforscher von Comscore sahen Google 2008 in fast allen europäischen Ländern auf der Spitzenposition. |
| Abbildung 9: | Web-Frontend von Google 1998 |
| Abbildung 10: | Web-Frontend von Google 2008 |
| Abbildung 11: | Übersicht, der Dienste von Google |
| Abbildung 12: | Vergleich, Google Apps Standard und Professional VErsion |
| Abbildung 13: | ROI im Vergleich zwischen Onpremise und SaaS-Lösung |
| Abbildung 14: | Übersicht, welche Unternehmen von Google aufgekauft wurden |
| Abbildung 15: | Logo Google-Wave |
8 Literatur- und Quellenverzeichnis
| Beinhauer, Wolfgang. (2008) | Michael Herr, Achim Schmidt: SOA für agile Unternehmen: Serviceorientierte Architekturen verstehen, einführen und nutzen, Symposion Publishing GmbH, 2008 |
| Koch, Michael. (2007) | Enterprise 2.0 Planung,Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software im Unternehmen, Oldenburg Wissenschaftsverlag GmbH, 2007 |
| Nowak, Ralf. (2008) | Chancen und Risiken von On-demand ERP-systemen in kleinen und mittelständischen Unternehmen: Ansatzpunkte für eine Vermarktungsstrategie von SAP im Mittelstand, GRIN Verlag, 2008 |
| Mieschke, Lutz. (2004) | Strategisches Geschäftsmodell der Informationstechnologieberatung, DUV, 2004 |

