Smart Metering als Bestandteil eines vernetzten Hauses
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Fallstudienarbeit | |
| Hochschule: | Hochschule für Oekonomie & Management |
| Standort: | Essen |
| Studiengang: | Bachelor Wirtschaftsinformatik |
| Veranstaltung: | Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten |
| Betreuer: | Dipl-Inf._(FH)_Christian_Schäfer |
| Typ: | Fallstudienarbeit |
| Themengebiet: | Smart Metering |
| Autor(en): | Steffen Drews, Sebastian Gehrt, Matthias Janert, Jan Lange |
| Studienzeitmodell: | Abendstudium |
| Semesterbezeichnung: | |
| Studiensemester: | 4 |
| Bearbeitungsstatus: | Bearbeitung abgeschlossen |
| Prüfungstermin: | |
| Abgabetermin: | 08.02.2010 |
Inhaltsverzeichnis |
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verbraucht jeder deutsche Haushalt im Jahr durchschnittlich 16.320 Kilowattstunden Energie[1]. Dieser enorme Verbrauch entsteht durch eine Vielzahl von Geräten im Haushalt. Vom Backofen über den Computer bis hin zur Waschmaschine wird in jedem Raum Energie benötigt. Dabei ist seit 2000 der Verbrauch insbesondere bei den Haushaltsgeräten und der Kommunikation gestiegen[1]. Eine mögliche Ursache des Anstiegs könnte die fehlende Kommunikation von zusammengehörenden Geräten, wie dem TV -Gerät und dem Bluray-Player sein, welche nur zusammen genutzt werden können, aber seperat gesteuert (z.B. ein- und ausgeschaltet) werden.
1.2 Zielsetzung
Diese Arbeit soll aufzeigen, wie mit bestehenden, sich entwickelnden und möglichen zukünftigen Technologien und Produkte ein Haus vollvernetzt werden kann. Dabei soll dargestellt werden, wie Smart Metering in diesem Zusammenhang sinnvoll genutzt werden kann und welche Chance und Risiken sich hierbei ergeben. Dazu werden zunächst bestehenden Technologien und Produkte, sowie die Grundlagen des Smart Metering erläutert. Anschließend erfolgt eine Darstellung der Möglichkeiten der Nutzung dieser Technologien und Produkte in einem Haus. Weiterhin erfolgt eine Betrachtung von sich entwickelnden und eventuell zukünftigen Technologien und deren Einsatz in einem voll vernetzten Haus. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung und Bewertung der in dieser Arbeit gewonnen Erkenntnisse.
2 Grundlagen
In folgendem Kapitel sollen die Grundlagen der Seminararbeit vermittelt werden. Zunächst werden die Grundzüge von Smart Metering dargestellt. Gesetzliche Grundlagen von Smart Metering in Deutschland werden ebenso behandelt, wie die Auswirkungen von Smart Metering auf die Prozesskette der Energieversorger. Darauf aufbauend werden Smart Grids erläutert. Um Smart Metering als Bestandteil eines vernetzten Hauses verstehen zu können, werden zudem die Grundlagen von vernetzten Häusern - auch Smart Homes - vorgetragen.
2.1 Smart Metering
Der Ausdruck "Smart Metering" ist ein Kunstwort, bestehend aus den beiden englischen Begriffen "smart" (übersetzt: intelligent/kommunikativ) und "to meter" (übersetzt: messen).
Smart Metering bezeichnet das "intelligente" Messen von Gas-, Strom-, Wasser- und Wärmeverbauch durch eine elektronische Einheit: dem Smart Meter[2]. Im Deutschen werden diese Geräte auch "Intelligenter Stromzähler", bzw. "Intelligente Zähler" genannt[3].
Im Gegensatz zu den weit verbreiteten elektromechanischen Ferraris-Zählern, die an einer sich drehenden Messscheibe zu erkennen sind, arbeitet ein Smart Meter digital. Dabei verbraucht er im Vergleich zu einem Ferraris-Zähler 2,5 Watt weniger Energie[4].
Abbildung 1 zeigt den intelligenten Stromzähler e.on EnergieNavi des Unternehmens e.on. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Ferraris-Zähler, der in Abbildung 2 dargestellt ist, erkennt man die elektronische Darstellung der Verbrauchswerte.
Die Informationen über den gegenwärtigen Energieverbrauch können dabei leicht lesbar auf dem Display des Smart Meters angezeigt werden, außerdem ist es möglich die im Smart Meter gespeicherten Verbrauchsinformationen über verschiedene Kommunikationsschnittstellen von anderen Geräten und Systemen auslesen zu lassen. Dies kann beispielsweise durch ein installiertes Hausinformationssystem, durch den Energieversorger, der die Daten anschließend für den Kunden einsehbar im Internet aufbereitet, oder durch andere Geräte über ein Netzwerk verbundene Geräte geschehen.
Durch die digitale Datenerhebung wird es dem Verbraucher erstmals ermöglicht, seine Verbrauchsprofile zu betrachten und Einsparpotenziale bei seinem täglichen Energieverbrauch zu erkennen.
2.1.1 Auswirkungen auf die Prozesskette der Energieversorger
Das Smart Meter ermöglicht im Gegensatz zu einem herkömmlichen Wasser- oder Stromzähler eine bidirektionale Kommunikation: Strom- und Wasserzähler wurden im vergangenen Jahrhundert durch den Verbraucher oder einem Mitarbeiter des Energieversorgers visuell abgelesen um anschließend die Zählerstände per Telefon/Postweg an den Energieverbraucher weiterzuleiten. Dort wurde der Zählerstand manuell in das System eingegeben und weiterverarbeitet. Smart Meter ermöglichen eine automatische elektronische Erfassung der Energieverbrauchsdaten direkt in das Back Office des Energieversorgers. Zur Übertragung der Messdaten zum Energieversorger ist lediglich ein Internetzugang notwendig, von Computersystemen des Energieversorgers werden die Daten anschließend automatisch weiterverarbeitet. So wird die Prozesskette erheblich vereinfacht, dies führt insbesondere bei den Energieversorgern zu erheblichen Kosteneinsparungen im Personalbereich.
Dies wird in Abbildung 3 deutlich erkennbar:
Auch derzeit werden die Gas-, Wasser- und Stromzähler noch manuell vom Kunden selbst oder von einem Mitarbeiter des Versorgungsunternehmens abgelesen. Anschließend werden die Daten vom Kunden über das Internet oder Telefon an den Versorger weitergegeben. Liest ein Mitarbeiter die Daten von dem unternehmenseigenen Zähler ab, so gibt er diese an die zuständige Abteilung weiter. Erst dann werden die Daten in Systeme eingetragen und weiterverwendet.
Mit Hilfe von Smart Metern, in Abbildung 3 als Kombination von MUC (Multi-Utility Communication, siehe Kap. 2.1.3 "Technische Umsetzung anhand des Open Metering Systems") und den Gas- Wasser- und Stromzählern dargestellt, wird es möglich, die vorherige Prozesskette zu automatisieren. Die Zähler werden vollautomatisch abgelesen und die erfassten Daten über die MUC an den über diverse mögliche Transportwege an den Versorger übersandt, der die Daten anschließend sofort in seinem Unternehmen weiterverarbeiten kann.
2.1.2 Gesetzliche Regelungen
Das Europäische Parlament sah sich, aufgrund des steigenden Energieverbrauchs in Europa (insbesondere hervorgehoben durch eine steigende Nutzung elektronischer Technologien, steigender Zahlen von Einzelhaushalten), den Energieeinsparungszielen und der angestrebten, weiteren Liberalisierung des Energiemarktes durch eine flexible Preisgestaltung für Verbraucher und Produzenten, gezwungen, eine Richtlinie zur Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen zu verabschieden.
Smart Metering wurde mit der Richtlinie 2006/32/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates gesetzlich ins Leben gerufen[8]:
"Die Abrechnung auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs wird so häufig durchgeführt, dass die Kunden in der Lage sind, ihren eigenen Energieverbrauch zu steuern."
Durch diese Richtlinie wurde eine Automatisierung der Energieverbrauchsmessung notwendig. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden bspw. die Stromzähler lediglich jährlich vom Verbraucher oder einem Mitarbeiter des Energieversorgungsunternehmens abgelesen. Dieser jährliche Verbrauch bildete die Grundlage für die monatlich zu zahlenden Abschläge des Kunden. Eine flexible Preisgestaltung war somit weder für Produzenten noch für den Kunden möglich, da dafür eine ständige Überwachung der Verbrauchswerte benötigt wird und eine punktuelle, jährliche Überprüfung des Verbrauchs nicht dazu beitragen kann.
Das deutsche Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung enthält als Umsetzung der europäischen Richtlinie den §21b Messeinrichtungen. Dort heißt es in Absatz 3b[9]:
"Soweit dies technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar ist, haben Messstellenbetreiber ab dem 1. Januar 2010 bei bestehenden Messeinrichtungen jeweils Messeinrichtungen anzubieten, die dem jeweiligen Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln."
Zudem ist der Einbau von Smart Metern in Neubauten und grundsanierten Gebäuden ab dem 01.01.2010 zur Pflicht geworden[10].
Außerdem regelt §40 Absatz 3 des EnWG, dass Energieversorgungsunternehmen den Kunden bis zum 30.10.2010 Tarife anbieten mussten, die den Verbraucher zum Energieeinsparung oder der Steuerung seines Energiekonsums anregen. Dies solle besonders über lastvariable oder/und tageszeitabhängige Tarife geschehen[11].
Smart Metering soll so für einen freien Markt für die oben genannten Dienstleistungen sorgen und dadurch, im Sinne der Kunden, zu niedrigeren Kosten führen.
2.1.3 Technische Umsetzung anhand des Open Metering Systems
Einen weltweiten Standard für den Betrieb von Smart Metern gibt es momentan nicht. In Deutschland haben im September 2009 diverse Herstellerverbände zusammen die europaweit erste Systemdefinition, die mehrere Zählerarten (Strom, Gas, Wärme und Wasser) in ein System integriert, veröffentlicht: Das Open Metering System (OMS)[12].
Die Arbeit an dem Standard begann schon im Mai 2007 durch verschiedene Arbeitsgruppen der Herstellerverbände FIGAWA, ZVEI und der KNX Association, welche sich für diesen Standard zu der Interessengemeinschaft "Open Metering" zusammengeschlossen haben, um offene und herstellerübergreifende Geräte und Schnittstellenstandards und deren Anwendung zu fördern[12].
Ziel der Open Metering Initiative ist es, Spezifikationen zu erarbeiten, die funktional und interoperabel sind, insbesondere wird durch die Initiative viel Wert auf interoperable Kommunikationsschnittstellen von Verbrauchszählern gelegt. Es wird eine medienübergreifende Standardisierung angestrebt, bei denen folgende berücksichtigt werden sollen:
- Gas
- Strom
- Wasser
- Wärme
- Heizkostenverteiler
Das Gesamtziel von Open Metering ist die Förderung von offenen, herstellerübergreifenden Geräte- und Schnittstellenstandards und deren Anwendung[13].
Der Standard beschreibt ein System zum automatischen Auslesen von Zählern (also Strom, Gas, Wasser, u.a.), das Open Metering System genannt wird. Teil des Systems ist ein System mit dem Namen MUC (Multi-Utility Communication), welches ermöglichen soll, dass Zähler, unabhängig von ihrer Hardwarekonfiguration, Daten senden können. Dies kann bspw. die Übertragung des aktuellen Zählerstandes an den Energieversorger sein, damit dieser eine Rechnung erstellen kann.
Die Kommunikation durch das MUC wird in dem Standard in drei verschiedene Ebenen aufgeteilt[14]:
- Bei der primären Kommunikation werden die Zählerstände und Verbrauchswerte ausgelesen und übertragen. Der Standard definiert die Übertragungstechniken und -protokolle zwischen verschiedenen Zählern und der MUC.
- Die sekundäre Kommunikation befasst sich mit der Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit in andere Netze, insbesondere dem Routing über kabelgebundene und funkgesteuerte Verbindungen. Hier ist der Standard jedoch nicht definiert worden, die Hersteller und Energieversorger können hier ihre eigenen Entwicklungen nutzen, um die Daten zu versenden. Der Standard schreibt lediglich vor, dass die Daten in einer der OMS-spezifizierten Datenform übertragen werden müssen.
- Die tertiäre Kommunikation sorgt für die Verbindung von MUC und den Backoffice-Systemen zur automatischen Zählerverwaltung (Automated Meter Management) der Energieversorger. Der Standard legt hier vor, wie Push- und Pull-Verfahren zur Informationsabholung zwischen MUC und AMM zu implementieren sind.
Der Transport aller Daten erfolgt bei dem OMS-Standard ausschließlich über Ethernet und TCP/IP.
In der oberen Hälfte von Abbildung 4 ist die Benutzersicht dargestellt. Der Verbraucher hat über seinen Computer und andere Geräte, die mit einem Netzwerk verbunden werden können, die Möglichkeit über ein standardisiertes TCP/IP-Interface lokal auf den MUC-Controller zuzugreifen. Dies kann bspw. durch eine Anwendung geschehen, die auf einem Computer im lokalen Netzwerk läuft. Theoretisch kann er sogar direkt auf den MUC-Controller zugreifen. Über das Internet kann der Verbraucher sich mit den Zählerbetreibern (Metering service providers) verbinden, um seinen Zählerstand bzw. seine Verbrauchshistorie abzufragen. Dies müsste jedoch nur geschehen, wenn er die Daten nicht lokal durch eigenen Zugriff auf den MUC-Controller speichert und aufbereiten kann. Die Zählerbetreiber geben über eine EDIFACT-Schnittstelle die gesammelten Daten an die Versorgungsunternehmen weiter, um diesen die Abrechnung ihrer Kundenverbrauche zu ermöglichen.
Die untere Hälfte der Abbildung 4 beschreibt das Open Metering System aus technischer Sicht. Der MUC-Controller betreibt seine primäre Kommunikation mit lokalen Zählern, die über standardisierte Protokolle abläuft. Die sekundäre Kommunikation läuft zu anderen MUC-Controllern, wird in dem OMS-Standard aber kaum beschrieben, da hier proprietäre Ansätze der Hersteller zum Tragen kommen sollen. Die tertiäre Kommunikation erfolgt durch den MUC-Controller über die TCP/IP-Schnittstelle, um über das Internet mir den Zählerbetreibern zu kommunizieren.
2.1.4 Weltweite Verbreitung von Smart Meter
Smart Meter sind eine Entwicklung des 21. Jahrhunderts. Bisher haben die neuartigen Zähler nur in entwickelten Staaten Verbreitung gefunden, dies sind bisher Frankreich, Österreich, Ungarn, Italien, Schweden, Finnland, Norwegen, Kanada, die USA, die Türkei, Australien, Neuseeland, Japan und die Niederlande[16][17]. In Abbildung 5 ist die weltweite Verbreitung von Smart Meter dargestellt:
In Deutschland werden Smart Meter gewöhnlich nur in Neubauten und bei Totalsanierungen eingebaut, jedoch arbeiten einige Unternehmen wie RWE (Projekt "Mülheim zählt"[19]), Vattenfall (Projekt "Märkisches Viertel"[20]) bereits mit Pilotprojekten, Yello Strom bietet bereits schon jetzt interessierten Neukunden und Kunden den Einbau eines Smart Meters an[21].
2.2 Smart Grids
Der Begriff "Smart Grids" bezeichnet intelligente Stromnetze. Derzeitige Stromnetze werden lastabhängig geregelt, wobei nur die aktuell anfallende Last betrachtet wird. Durch den Ausbau der Energieerzeugung durch regenerative Energien, wie Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie und Gezeitenkraftwerken sind die Energieversorger unvorhersehbaren Energieschwankungen ausgesetzt. Denn, anders als Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke können die auf regenerative Energien basierenden Kraftwerke nicht ständig ein gleichbleibendes Energievolumen erzeugen, da diese von den Naturgewalten abhängig sind[22]. Um diese Schwankungen auszugleichen, werden intelligente Stromnetze geplant, die einen spontanen Abfall der Stromleistung verhindern und die effiziente Erzeugung von Strom ermöglichen sollen[23].
Um ein optimales Zusammenspiel von Stromerzeugung und Nachfrage zu ermöglichen, werden auch die bei den Verbrauchern eingesetzten Smart Meter genutzt. Die Vernetzung aller Verbraucher und Erzeuger, ein proaktives Betriebsmanagement und die dynamische Anpassung der Infrastruktur sind Kennzeichen eines Smart Grids[22].
In Deutschland gibt es mit "E-Energy - IKT-basiertes Energiesystem der Zukunft" ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), dessen Ziel es ist, den Nutzen von Informationstechnologien im Energiebereich zu erforschen und erproben. Dabei arbeitet das BMWi in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), das Gesamtvolumen des Förderprogrammes beträgt ca. 140 Mio. Euro, mit denen die Bundesregierung bis 2013 sechs Pilotprojekte fördert[24].
2.3 Das vernetzte Haus
Als "vernetztes Haus", oder auch "intelligentes Haus"(Smart Home) werden Häuser bezeichnet, welche mit Hilfe von innovativen Technologien dem Bewohner einen Mehrwert gegenüber nicht technologisierten Häusern einbringen. Dies kann durch die Art der verwendeten Geräte, Technologien und Systeme erreicht werden, welche im Vergleich zu Konkurrenzprodukten von nicht technologisierten Häusern energieeffizienter, komfortabler oder/und wirtschaftlicher verwendet werden. Bei dem Vernetzten Haus wird dies besonders durch die Vernetzung der Haustechnik, von Haushalts-und Multimediageräten bewerkstelligt. Diese werden im Vernetzten Haus mittels eines Bussystems verbunden, um so die Geräte und Systeme zentral verwalten und steuern zu können.
Die Vernetzung kann, neben dem für Computer üblichen Ethernet, auch durch folgende Technologien auch über eine, bzw. mehrere der folgenden Übertragungstechniken bewerkstelligt werden. Dabei handelt es sich meist über Technologien, die die Daten über das vorhandene Stromnetz senden[25]:
- BatiBUS: Übertragungsstandard, der besonders von französischen und italienischen Unternehmen entwickelt und verwendet wird
- Bluetooth: Übertragung von Daten über Funk
- Consumer Electronics Bus (CEBus): Offener Standard, der von Electronics Industry Association (EIA) und der Consumer Electronics Manufacturers Association speziell für amerikanische Gerätestandards entwickelt wurde
- European Home System (EHS): Von der European Home System Association (Mitglieder sind Bosch, Electrolux, Philips und Siemens), soll die Vorteile der erfolgreichen Systeme BatiBUS und EIB vereinen
- European Installation Bus (EIB): Weltweiter Standard, sehr weit verbreitet
- Konnex (KNX): entwickelt von Miele, basiert auf den drei Einzelstandards BatiBUS, EIB und EHS, Ziel ist es einen einzigen Standard zu schaffen
- Local Control Network (LCN): dezentrales Installationsbussystem, welches von der Firma Issendorf GmbH entwickelt wurde.
- LonWorks (Local Operating Network): entwickelt von der Firma Echelon Corp., universell einsetzbares, dezentrales Netzwerk-System , Übertragung der Daten kann über mehrere Medien erfolgen
- Powerline (auch PLC): Sehr weit verbreiteter Übertragungsstandard, bei dem die Daten über das normale Stromnetz, sowohl innerhalb eines Hauses, als auch vereinzelt in Fernleitungen, verschickt und empfangen werden
- X10: Technik aus den 1970er Jahren, wird von EIB verdrängt
- Z-Wave: Funkübertragungsverfahren, das von der Firma Zensys zur Hausautomation entwickelt wurde
- zigbee: Offener Funkstandard, der von der zigbee-Allianz entwickelt wurde, die zigbee-Allianz hat momentan über 200 Mitglieder
3 Das vernetzte Haus
Im Folgenden sollen die aktuellen Möglichkeiten eines vernetzten Hauses dargestellt werden. Dazu soll zunächst dargestellt werden, welche Technologien und Geräte in einem Haushalt genutzt werden. Anschließend sollen Möglichkeiten, diese in einem Haus zu vernetzen, erläutert. Dabei wird insbesondere auf die Aspekte des Komforts, der Sicherheit, der Energie und die durch die Vernetzung entstehende Probleme eingangen. Dies geschieht exemplarisch anhand eines Einfamilienhauses einer vierköpfigen Familie bestehend aus Badezimmern, Arbeitszimmer, Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, sowie Keller und Garage.
3.1 Geräte und Technologien im Haus
In einem Haus lassen sich eine Vielzahl von stromverbrauchenden Geräten wieder finden. Die Anzahl und Art der Geräte sind je nach Familiengröße, Lebensstandard und vielen weiteren Faktoren sehr unterschiedlich. Außerdem ist es entscheidend, wie wichtig die Rolle der Geräte im Leben der Personen ist. In der jüngeren Generation, die mit der Technik gewachsen und in einer Informationsgesellschaft aufgewachsen ist, spielen Geräte und Technologien wie Mobilfunk, Internet und Home Entertainment eine größere Rolle als in einer älteren Generation. Ein wichtiger Faktor für die Auswahl der Geräte und wie diese in einem Haus zusammen genutzt werden, ist der Nutzen den der Nutzer daran sieht. In unserem Fall der vierköpfigen Familie gehen wir von einer modernen Familie mit folgender Raumaufteilung mit den unten genannten Geräten aus.
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Raum |
Geräte |
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gesamtes Haus |
Einige strom-, bzw. energieverbrauchende Geräte lassen sich im gesamten Haus wiederfinden. So sind Fußbodenheizung, Klimaanlage, Heizung, Fenster mit automatischen Jalousien, eine Alarmanlage, sowie Beleuchtung in beinah allen Räumen angebracht. Einige Ausnahme für diese Geräte/Systeme bildet zum Beispiel der Keller, der keine Fenster hat. |
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Arbeitszimmer |
Das Arbeitszimmer dient der Erledigung von Arbeiten im beruflichen Umfeld. Gehen wir davon aus, dass der Vater zum Beispiel Informatiklehrer ist, so muss dieser bspw. Arbeiten und Übungsaufgaben erstellen und korrigieren. Dazu werden Geräte wie PC, Drucker, Scanner, Schreibtischlampe und ein Telefon benötigt. |
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Bad: |
Im Bad verfügt das Haus über Geräte zur Erhitzung des Wassers zum Duschen oder Baden, wie einen Durchlauferhitzer. Außerdem hat die Familie in ihrem Badezimmer ein Radio angebracht, um beim Duschen auch ein wenig Unterhaltung zu haben. |
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Wohnzimmer |
Das Wohnzimmer stellt den Lebensmittelpunkt der Familie da. So verfügt das Wohnzimmer über ein TV-Gerät, einen Bluray-Player, ein WD-TV-System, ein Soundsystem, ein Telefon, sowie verschiedenste Beleuchtungen für Schränke oder Deko. |
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Kinderzimmer |
Die Kinderzimmer stellen den Lebensmittelpunkt für die Kinder dar. Sie sind zu gleich Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer für die Kinder. In den Räumen sind Arbeitsgeräte wie PC und Drucker, sowie Unterhaltungsgeräte wie TV, Bluray-Player, WD-TV, Soundsystem, Playstation und Telefon wiederzufinden. |
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Küche |
In der Küche sind Küchengeräte wie Herd, Backofen, Kühlschrank, Spülmaschine aufgestellt. Zur Unterhaltung ist ein Radio oder TV-Gerät zu finden. Außerdem sind in der Küche viele weitere Küchengeräte, wie Toaster, Mixer und weitere Geräte, die wir in dieser Arbeit der übersichthalber nicht betrachten wollen, untergebracht. |
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Schlafzimmer |
Das Schlafzimmer ist mit einem TV-Gerät und WD-TV ausgestattet. Außerdem sind zusätzlich zu der normalen Deckenbeleuchtung Nachttischlampen aufgestellt. |
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Garage |
In der Garage findet sich - neben der Beleuchtung - ein ferngesteuertes System zum Öffnen und Schließen des Garagentores. |
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Keller |
Im Keller ist der Waschraum mit Wachmaschine und Trockner ausgestattet. Außerdem steht im Keller der Medienserver der Familie, auf dem Bilder, Musik und Filme gespeichert sind. |
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Nicht-raumgebundene Geräte |
Einige Geräte sind nicht an einem bestimmten Raum gebunden. Dieses sind zum Beispiel Laptops, Handys und Digitalkameras. |
Die Liste der Geräte könnte noch um eine Vielzahl weitere Geräte (wie zum Beispiel der elektrischen Zahnbürste oder dem Küchenmixer) erweitert werden. Diese Geräte sind allerdings noch nicht für die Nutzung in einem intelligenten Haus geeignet/relevant und werden daher der Übersicht wegen nicht weiter betrachtet.
3.2 Aktuelle Möglichkeiten
Die einfachste Möglichkeit, Technologien zur Einsparung von Energie zu verwenden, wird zur Zeit meist vor Garagen oder Eingangstüren verwendet. Mit einem einfachen Bewegungsmelder wird gesteuert, ob das Licht für den Besucher oder das heranfahrende Auto ein- oder ausgeschaltet wird.
Das sinnvolle Zusammenschließen von Geräten kann schon seit einer Zeit mit einfachen Mitteln geschehen. Die einfachste Methode ist eine Master-/Slave-Steckdose, bei der mit dem Ausschalten des Gerätes an der Masterdose alle anderen, an den Slave-Steckdosen angeschlossene, Geräte ebenfalls ausgeschaltet werden. Dies ist zum Beispiel für PC geeignet. Wird der PC heruntergefahren und schaltet sich aus, werden alle weiteren abhängigen Geräte, wie Monitor, Drucker, Boxen und Scanner ebenfalls ausgeschaltet. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Geräte nicht im eigentlichen Sinne ausgeschaltet werden, sondern der Strom abgeschaltet wird, was bei empfindlichen Geräten zu Schäden führen kann. Allerdings wird so sichergestellt, dass alle Geräte vom Netz getrennt wurden und keinen Strom mehr erhalten, was zu einer Einsparung von Energie führt. Ebenfalls muss darauf geachtet werden, dass nur Geräte an den Slave-Steckdosen angeschlossen sind, die von dem Gerät in der Master-Steckdose abhängig sind. Diese Methode führt jedoch auch dazu, dass der Anwender nicht mehr jedes Gerät manuell ausschalten muss, bzw. alle Geräte im Standby-Modus bleiben, falls der Anwender diese nicht alle manuell vom Netz trennt. Daher ist bereits eine einfache Steckdosenleiste eine Möglichkeit, einfach Aufwand und Energie zu sparen.
Mit der Zeit haben sich auch diese Techniken weiterentwickelt. So stellt die Firma jbmedia den sogenannten LightManager her. Grundlage dieses Systems ist eine Empfangseinheit, welche über Funk gesteuert wird. Alle weiteren Komponenten, die über diese Funkeinheit angesprochen werden, können dem System zugeordnet werden. In dem System können, mit Hilfe eines Ergänzungsmoduls im Lichtschalter, die Lichtschalter per Funk an und ausgeschaltet werden, bzw. mit einem zusätzlichen Modul auch gedimmt werden[27]. Außerdem können Steckdosen mittels normalen Steckdosen oder einem Zusatzmodul, welches sich in jede Steckdose einbauen lässt, steuern[27]. Zuletzt lassen sich auch die Jalousien, sofern diese elektrisch bedient werden, über dieses System kontrollieren[27].
Der Vorteil dieses System ist, dass auch hier, wie bei einer Master-/Slave-Steckdosenleiste, verschieden System zusammen gesteuert werden können. Jedoch beschränkt sich dieses System nicht nur auf den Strom der Steckdose, sondern es kann auch andere Systeme, wie die Beleuchtung und die Jalousie steuern. Wann was wie eingestellt bzw. an- und ausgeschaltet wird, konfiguriert der Anwender über ein Webinterface am PC. So bildet er zusammenhängende Gruppen, die dann später per einfachen Knopfdruck ausgeführt werden. Sind in unserem Wohnzimmer ein TV-Gerät, ein Bluray-Player, sowie Licht und Jalousien, können wir einstellen, dass beim Drücken des Knopfes, die entsprechenden Steckdosen angeschaltet, die Jalousien heruntergefahren werden und das Licht auf 20 % der maximal möglichen Strahlkraft gedimmt wird. Somit kann der Anwender mit wenig Aufwand mehrere Aktionen, die in einem Zusammenhang stehen, auf einmal erledigen.
Aber nicht nur für den Einsatz bei Multimediageräten ist der LightManager geeignet. Da dieser optional mit einem Wärmesensor ausgestattet werden kann, kann dieser raumtemperaturabhängig, bspw. im Sommer, die Jalousien herunterfahren lassen. Über die interne Zeitschaltuhr kann dieses auch anhand vorgegebener Zeiten passieren und sogar mit anderen Ereignissen (wie dem Einschalten des Lichtes) verknüpft werden. Somit muss nicht an jeder Jalousie eine eigene Einstellung vorgenommen werden.
Ähnlichen Komfort bietet die Logitech Harmony Fernbedienung. Diese Fernbedienung kann auf verschiedene Aktionen programmiert werden, wie "DVD schauen". Hierbei wird hinterlegt, welche Geräte für diese Aktion eingeschaltet werden und auf welchen Kanal diese gestellt werden müssen. Für die Aktion "DVD schauen" kann nun hinterlegt werden, dass sich das TV-Gerät einschaltet, den Eingang auf HDMI-Eingang 1 einstellt, der Bluray-Player anschaltet und das Soundsystem ebenfalls anschaltet[28]. Dadurch werden Geräte, die zusammengehören und in direktem Zusammenhang stehen, mit nur einem Tastendruck sinnvoll ein- und ausgeschaltet.
Diese beiden Geräte bieten allerdings auch die Möglichkeit, sie zu kombinieren. So kann bei einer Logitech Harmony Fernbedienung bei der Aktion "Spielen", neben den Geräten, auch hinzugefügt werden, welche Aktion am LightManager ausgeführt wird und damit, welche Steckdosen eingeschaltet und was mit Licht und Jalousie passieren soll.
Gehen wir anhand von Abbildung 9 von dem Beispiel aus, dass der Anwender auf dem Sofa sitzt und sich nun entscheidet, Playstation zu spielen. So ist dieses mit folgenden Schritten und Ereignissen möglich:
| Aktion | Ereignis |
| der Anwender drückt auf die Taste "Spielen" |
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Eine weitere Möglichkeit ein Haus zu vernetzen bietet ein Medienserver. Lagen bspw. die Bilder und Videos des letzten Urlaubs auf vielen verschiedenen DVDs bei den Eltern und Kindern verteilt und hatte jeder seine eigene Kopie, so können diese auch zentral auf einem Medienserver in dem Keller gespeichert werden. Diese können dann mit Geräten wie Apple TV oder dem Western Digital TV Live abgerufen werden. Durch dieses Vorgehen bleibt dem Anwender das Suchen nach den richtigen DVDs/CDs erspart. Außerdem ist die zentrale Speicherung der Daten umweltschonender, da die Daten somit nicht mehr auf vielen CDs/DVDs für jedes Familienmitglied gespeichert werden, dabei bleibt trotzdem ein die Möglichkeit gewart, dass alle die Daten gleichzeitig nutzen können. Dieses ist auch ein Vorteil gegenüber älteren Mitteln, wie dem Fotoalbum das nur an einem Ort gleichzeitig betrachtet werden kann. Weiterhin ist durch einen Medienserver (je nach Einstellung) auch der Aspekt der Datensicherung gewährleistet. Moderen Medienserver und Netzwerkspeicher bieten die Möglichkeit je nach Anzahl der Festplatten die Daten in einem RAID System zuspeichern und so sicherzustellen, dass bei Beschädigung einer Festplatte weitere Backups vorhanden sind. Dieses ist ein weiterer Vorteil gegenüber den herkömmlichen Mitteln.
3.3 Komfort
Der Komfort ist ein wichtiger Bestandteil für entstehende Technologien. Ein einfaches Beispiel, wie diese Technologien die Arbeit des Anwenders vereinfachen, zeigt das oben dargestellte Beispiel „Einschalten der Playstation“. Dieses funktionierte mit den oben dargestellten Technologien über eine einzige Aktion des Anwenders. Würden diese Technologien nicht genutzt werden, müsste der Anwender folgende Aktionen manuell ausführen damit er die Playstation nutzen kann:
- die Steckdosen für Playstation, TV, Soundsystem und Beleuchtung einschalten
- das Licht ausschalten
- die indirekte Beleuchtung hinter dem TV einschalten
- die Jalousien herunterfahren
- das TV Gerät einschalten
- den Video-Eingang am TV Gerät richtig einstellen
- den Audio-Eingang am TV Gerät richtig einstellen
- das Soundsystem einschalten
- am Soundsystem die richtige Audioquelle wählen
- die Playstation einschalten
Im Vergleich zu den neuen Technologien sind auf "altmodische Art und Weise" nun neun manuelle Aktionen mehr nötig. Somit erleichtern die Technologien dem Anwender die Arbeit und tragen somit zum Komfort bei.
3.4 Sicherheit und Energieeinsparung
Erste Möglichkeiten zur Sicherheit und Energieeinsparung werden mit den oben genannten Technologien bereits ermöglicht. So nehmen wir das Beispiel, das wahrscheinlich jedem bekannt sein dürfte: Man ist auf dem Weg in den Urlaub und überlegt, ob man alle Geräte ausgeschaltet hat. So kann man sich mit einem iPhone und dem JBMedia LightManager über den Zustand seines Haussystems informieren, und - bei Notwendigkeit - die entsprechende Steckdose ausschalten und sicherstellen, dass z.B. der Toaster aus ist. Ein weiteres Beispiel ist der Standby-Modus von Geräten wie dem TV-Gerät. So wird dieses meist nur über die Fernbedienung ausgeschaltet und verbleibt im Standby-Modus und verbraucht weiterhin Energie. Dieses wird mit den oben genannten Technologien verhindert. Diese trennen die Geräte durch das Abschalten der Steckdosen direkt vom Stromnetz und sorgen somit dafür, dass nicht unnötig Strom verbraucht wird.
3.5 Probleme
Auch wenn, wie oben dargestellt, bereits einige Möglichkeiten existieren, ein Haus zu vernetzen und somit Geräte nicht mehr alleine, sondern sinnvoll zusammen zu nutzen, gibt es auch hier noch viel Potenzial für weitere Möglichkeiten. So werden zurzeit Geräte nur für den Komfort zusammengeschlossen, um zum Beispiel nicht mehr den Fernseher und den Bluray-Player separat einschalten zu müssen. Eine effiziente Nutzung und Einsparung von Energie, wie das automatische Abschalten von Geräten, die nicht zwingend Strom benötigen wenn alle das Haus verlassen, oder das Ein- und Ausschalten der Waschmaschine, wenn der Strom gerade günstig ist, sind noch in den Anfängen und nicht weit verbreitet.
4 Vision eines Vernetzen Hauses - Future Home
4.1 Was verbirgt sich hinter dem "Future Home"
In vielen Städten in Deutschland hat die Zukunft in kleinen Feldproben bereits begonnen. Mit dem Haus der Zukunft wollen viele Firmen die Lust auf das neue Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden schmackhaft machen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Konzept?
Durch das stark gestiegene Engagement in der Umweltpolitik und der damit verbundenen effizienteren Ökonomie, ist es das vorrangige Ziel den Energiehaushalt zu verbessern, mehr noch: zu revolutionieren. Hierbei spielt das behandelte Thema Smart Metering eine bedeutende Rolle. Auf der anderen Seite steht der Komfort- und Sicherheitsgewinn[31]. So soll der Bürger nicht nur durch den Einsparfaktor, der sich erst nach einigen Jahren durch stark steigende Energiekosten bemerkbar macht, animiert werden, in die Technologie von Morgen zu investieren, sondern auch durch direkt spürbare Annehmlichkeiten, wie etwa das Regeln der Zimmertemperatur von unterwegs aus. Jalousien, Fenster und Heizung können ferngesteuert so reguliert werden, dass, sobald wir zu Hause ankommen, die bevorzugte WohlfühlAtmosphäre bereits vorherrscht[32].
Die Technik für die Realisierung solcher Visionen ist bereits vorhanden und dank stark verbreiteter IT-Infrastrukturen und sinkender mobiler Internetkosten, spricht dieses Konzept längst nicht nur Wohlhabende an. Die Bundesregierung plant in den nächsten Jahrzehnten die CO²-Emission drastisch zu senken und dabei sieht sie jeden einzelnen Bürger mit in der Verantwortung dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen[33]. Zunächst soll der Energieverbrauch bei den Bürgern gesenkt werden und durch Subventionen bei der Installation von neuen Energietechnologien, das dezentrale Stromnetz, oder auch Smart Grid, flächendeckend zu verwirklichen[34].
Im folgenden Abschnitt soll erläutert werden, wie sich heutige Architekten und die Bundesregierung das Wohnen der Zukunft vorstellen, um der globalen Forderung nach besserer Energiewirtschaft nachzukommen und zugleich das Leben mit mehr Komfort für die Zukunft zu rüsten. Dabei soll getrennt auf die Punkte Umwelt, Komfort und Sicherheit mit Bezug auf die einzelnen Wohneinheiten eingegangen werden.
4.2 Idee und Konzepte
Die grundlegende Idee hinter dem Future Home oder auch dem intelligentem Haus, ist die Vernetzung sämtlicher Geräte, vom Kühlschrank bis zum Garagentor, um neue Wohnstandards für die Zukunft zu entwickeln, zu testen und zu etablieren. Ziel solcher Projekte sind ökonomischeres Arbeiten und Leben, um auf die individuellen Bedürfnisse der Bürger in der Zukunft einzugehen[35].
In diesem Zusammenhang haben zahlreiche Firmenkooperationen seit den 90ern bis heute in Pilotprojekten versucht, solche Konzepte bis zur Marktreife zu erproben und weiter zu entwickeln. Eines der ersten Projekte ist das Projekt "Living Tomorrow", das aus einer Kooperation von über 150 Unternehmen besteht, darunter Unternehmen wie Microsoft, Siemens oder Volvo[36]. Erklärtes Ziel des Living Tomorrow Konzepts ist es, Trends in den Arbeits- und Lebensumgebungen von Morgen zu präsentieren, wobei alle Projektpartner ihr eigenes Know-How einbringen und zugleich von dem Wissen der anderen Firmen profitieren[37]. Das letzte Konzepthaus des "Living Tomorrow" Projekts öffnete im Jahr 2007 seine Pforten und richtete sich vornehmlich an den industriellen Sektor und die zukünftige Gestaltung von Arbeitsplätzen. Das derzeitig laufende Projekt wird 2012 vollendet sein.
Ein ähnliches Konzept startete etwa zur gleichen Zeit wie das "Living Tomorrow" Projekt. Das Team des "inHaus" Projekts der Uni Duisburg-Essen fokussiert sich hierbei auf den Umweltschutz. Durch bessere Energiewirtschaft und der Optimierung von Prozessen und Funktionen in Wohn- und Nutzimmobilien sollen Konzepte für die neuen Wohnstandards der Zukunft erprobt werden. 2001 entstand das inHaus1 und bildet mit dem 2006 errichteten inHaus2 das mittlerweile größte Innovationszentrum für intelligente Raum- und Gebäudesysteme in Europa[38]. Durch ortsnahe Entwicklung können viele Innovationen bis zur Marktreife vorangetrieben werden. Beim "Living Tomorrow" Projekt haben bisher 80% aller Entwicklungen diesen Status erreicht[39].
Aufgrund dieser Erfolgsrate und den zu erwartenden Gewinnen in den neuen Märkten bemüht sich die Regierung, auch weiterhin solche Konzeptprojekte zu fördern. So wurde das "inHaus2" vom Land NRW, der EU und der BMBF bezuschusst[40]. Daher ist ein Rückgang solcher Forschungsprojekte vorerst nicht abzusehen.
4.3 Umwelt
Die in den letzten Jahren deutlich werdenden Umwelt- und Klimaveränderungen zwangen Regierungen weltweit zum Handeln. Auf den UN-Klimakonferenzen in Kopenhagen und Cancun wurden zwar keine verbindlichen CO²-Verringerungsabkommen getroffen, jedoch hat vor allen Dingen Deutschland sich selbst und auch die Bürger mit in die Verantwortung genommen, bis 2020 die CO²-Emissionswerte von 1990 um 40% zu senken[41]. Statistiken haben belegt, dass neben dem Verkehr und der Energiewirtschaft, der drittgrößte Teil der CO²-Emission von privaten Haushalten ausgeht[42]. Dementsprechend ist die Regierung gewillt, mit entsprechenden Förderungen und gesetzlichen Auflagen die positive Entwicklung bezüglich des Verringerten CO²-Ausstoßes weiter voran zu treiben. Die in Punkt 4.2 vorgestellten, finanziell unterstützten Wohnkonzeptprojekte, beweisen das Engagement der EU in den Haushalten eine wesentlich bessere Energiebilanz durch Förderungen zu erreichen.
Thermostatgesteuerte Heizungen bilden dabei den Anfang und sind schon weit verbreitet. Jedoch reicht dies bei weitem nicht aus und das Potential ist damit noch längst nicht ausgeschöpft. Miniwindanlagen auf großen Wohnflächen, Büros oder Agrarflächen und Solarkollektoren für normale Hausdachflächen sollen dabei helfen das Potential von energieautarken Immobilien auszuschöpfen. Heutige Entwicklungen gehen sogar bis zur Realisierung von sogenannten Passivhäusern, die teilweise mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Der Privathaushalt wird so zum Energielieferanten[43]. Diese Entwicklung erfordert die Neukonzeption der heutigen zentralen Stromnetze. Smart Grids und Smart Metering sollen dabei die Lücke zwischen dem zentralen und dem sich entwickelnden dezentralen Stromnetz schließen. In Kapitel 5 wird auf dieses Thema genauer eingegangen.
Aber wie schaffen Passivhäuser eine so enorme Ausreizung des Energiepotentials? Solche hohen Effizienzwerte wie in Passivhäusern werden nur durch einen ausgeklügelten Mix aller Komponenten erreicht. Neueste Baumaterialien, extrem effiziente Haushaltselektronik und innovative Heiztechnologie sind die Elemente aus denen Energiesparwunder realisiert sind. Bei den Fenstern wird anstatt auf die Zweifach- auf die Dreifachverglasung gesetzt[44]. Beim Rohbau finden vorwiegend Holz- und Dämmmaterialien aus kleinsten Zeitungschnipseln Anwendung, die im Sommer die Kälte und im Winter die Wärme fast verlustfrei zurückhalten[45]. Im Nachfolgenden sollen weitere Energieeffizienzmaßnahmen, getrennt nach den Wohneinheiten eines Hauses, geschildert werden.
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Garage: |
Mit leistungsstärkeren Akkus sollen in Zukunft, statt herkömmlicher Verbrennungsmotoren, neue effizientere Elektromotoren für die Mobilität sorgen. Zu Hause könnte dann in der Garage das Fahrzeug an der eigenen Ladestation über Nacht mit dem selbst gewählten Stromtarif aufgeladen werden. Alternativ wird das E-Mobil auch mit dem selbstproduzierten Strom versorgt. Zusätzlich könnte der Akku im Fahrzeug als Energiepuffer im Energienetz der Zukunft, dem Smart Grid, dienen. So könnten bei Spitzenlasten auf das Hochfahren klimaschädlicher Kohlekraftwerke verzichtet werden[46]. |
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Keller: |
Vernetzte Solarthermie- und Photovoltaikanlagen werden in Zukunft das Haus mit Warmwasser versorgen. Alternativ kann, statt mit herkömmlichen Heizkörpern, die Luft mit zentralisierten Lüftungsanlagen beheizt werden, die zugleich Frischluft von außen nachführen. Auch Erdwärme kann zusätzlich zur Wärmegewinnung genutzt werden. Wie effizient dabei vorgegangen wird deutlich, wenn beim Austausch der Raumluft die ausströmende Luft zum Vorheizen der Frischluft genutzt wird[47]. Intelligente Waschmaschinen und Trockner schalten sich, abhängig vom günstigsten Tarif, zur bestimmten Tageszeit selbst ein, um zusätzlich Energie und Kosten zu sparen[48]. |
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Wohnzimmer: |
Sensoren in den Fenstern registrieren ob die Sonne scheint, oder ob es regnet. Weicht die eingestellte Raumtemperatur von der gemessenen Temperatur ab, kann abhängig vom Wetter die Heizung reguliert, oder die Fenster und Jalousien geöffnet oder geschlossen werden. Verlassen alle Personen das Haus für längere Zeit, wird die komplette Heizanlage heruntergefahren und kann Unterwegs von mobil vernetzten Geräten vor Ankunft wieder hochgefahren werden[49]. Zusammen mit den vernetzten Lichtquellen wird so automatisch für die richtigen Lichtverhältnisse gesorgt, das spart ebenfalls Energie. Stromsparende Unterhaltungselektronik bietet zudem Einsparpotential. |
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Küche: |
In der Küche dient der Kühlschrank als allinformierendes Display und warnt vor nicht genutzten Verbrauchern, wie offen gelassenen Kühlschränken im Keller oder hellausgeleuchteten und nicht genutzten Räumen. Auch hier schaltet sich die Haushaltselektronik in der Küche nach Bedarf ein und regelt automatisch die Auslastung[50]. |
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Bad: |
Durchlauferhitzer, kombiniert mit den Photovoltaikanlagen und modernen Wärmepumpen, helfen dabei Energie zu sparen, indem sie nur dann Energie verbrauchen, wenn tatsächlich warmes Wasser benötigt wird. Im Gegensatz zu Heizelementen mit Kesseln braucht diese Technik keine dauerhafte Energiezufuhr um das Warmwasser auf Temperatur zu halten[51]. |
4.4 Komfort und Sicherheit
Um den Konsumenten zusätzlich zum Aufrüsten auf die neuen Technologien zu animieren, wird mit mehr Komfort und Sicherheit in den eigenen vier Wänden geworben. Bekanntestes Beispiel ist hier sicherlich der intelligente Kühlschrank, der nicht nur mit multimedialen Angeboten wie Fernseher und Musik für mehr Abwechslung beim Kochen sorgt, sondern zudem selbstständig online Nahrungsmittel nachbestellen kann, sobald diese zur Neige gehen oder abgelaufen sind[52]. Das online auch Kochrezepte abgefragt werden können, versteht sich natürlich von selbst.
Es gibt jedoch weit mehr Möglichkeiten, die zu einer angenehmeren Wohnatmosphäre beitragen. Zum einen ist da die vollvernetzte Einrichtung, die ,abhängig von den jeweiligen Lichtverhältnissen und Wünschen der Bewohner, vollautomatisch für die passende Beleuchtung sorgt, indem Fenster, Jalousien und Lichtquellen aufeinander abgestimmt werden. Erweitert man dieses System um weitere Sensoren, so könnte die Anwesenheit von Personen in bestimmten Bereichen registriert werden. Bei deren Abwesenheit würde dieser Bereich automatisch ausgeschaltet werden[53]. Die Steuerung dieser vernetzten Systeme kann bequem per Touchpanels, über die multimedialen Geräte im Haus oder über Smartphones mobil gesteuert werden.
Zum anderen wird heute schon der breiten Masse eine ganz andere Dimension von multimedialvernetzten Geräten geboten. Dies fängt beim Fernseher an, durch den man sich bequem von der Couch aus via Internet mit Google Maps oder YouTube direkt verbinden kann. Jedoch ist auch ein komplett zentralverwaltetes System möglich, wo sich alle Inhalte auf einem zentralen Server im Keller befinden und im ganzen Haus unabhängig und von mehreren Benutzern gleichzeitig darauf zugegriffen werden kann. Der Übergang vom Smartphone über den Fernseher bis zum PC wird immer fließender. Bilder und Videos lassen sich direkt, als gehörten sie zusammen, von einem Gerät auf das nächste übertragen und abspielen[54]. Im Nachfolgenden soll auch hier auf den Einsatz in den einzelnen Wohnbereichen eingegangen werden.
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Garage und Keller: |
Bewegungssensoren außerhalb und innerhalb des Hauses lassen niemanden mehr im Dunkeln stehen. Sobald Licht benötigt wird, wird dieses durch Registrierung der Bewegung eingeschaltet[55]. Heute kennt jeder dieses System bereits an seiner Haustür, neben der Nützlichkeit der automatischen Einschaltung des Lichts kann dieser Effekt auch dazu genutzt werden um Einbrecher zu verjagen. |
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Wohnzimmer: |
Der Fernseher ist schon lange kein simples Unterhaltungsgerät mehr. Neben weitumfassenden multimedialen Inhalten bietet er zudem einen vollwertigen Zugang zum Internet und ermöglicht genau wie alle anderen Panels im Haus, die Steuerung der vernetzten Systeme. Die Fernbedienung der zukünftigen Geräte entspricht einem kleinem Touchpanel, ähnlich dem iPad von Apple. Ganze Szenarien lassen sich in diesem Gerät programmieren, so dass sich für Partys, Entspannung oder andere Gelegenheiten vollautomatisch die Licht- und Temperaturverhältnisse anpassen lassen[56]. |
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Küche: |
Über Touchpanels in der Küche lassen sich ebenfalls die Geräte im Haus ansteuern. So kann während des Kochens die Waschmaschine eingeschaltet werden. Danach schaut man noch mal schnell im Internet nach, wie das Rezept lautet und überprüft, ob man alles fürs Wochenende eingekauft hat. Fehlt etwas? Kein Problem. Über E-Shops werden alle Nahrungsmittel nachbestellt. Der Orangensaft, der leer ist, wurde sowieso schon automatisch vom Kühlschrank nachbestellt. Über das Smartphone wurde der Ofen außerdem von unterwegs eingeschaltet, damit er die richtige Temperatur hat, wenn man zu Hause ankommt. |
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Schlafzimmer und Bad: |
Auch im Schlafzimmer sorgen die gleichen vernetzten Systeme von Jalousien, Fenstern, Lichtquellen und Lichtsensoren für die perfekte Wohlfühlatmosphäre, passend für jede Gelegenheit. Zentralgesteuerte Multiroom-Multimedia-System ermöglichen das Hören von Radio im Bad und das Abspielen einer eigenen Musiksammlung im Schlafzimmer zur gleichen Zeit. Gesteuert wird über Touchpanel, Fernbedienung oder Smartphone. Aber auch in Sachen Gesundheit bietet sich die Überwachung per mobiler EKG- und Blutdruckmessgeräte an. Gezielt platzierte Druckpunktmessungen, z.B. vor dem Bett melden den Sturz einer Person direkt ans Krankenhaus[57]. |
5 Smart Metering im Zusammenhang des vernetzen Hauses
Das vernetzte Haus, wie oben beschrieben, mit allen unterschiedlichen Verbindungen zwischen etwa Computer, Haus- und Garagentür, Fernseher, Kühlschrank, beziehungsweise Küche im Allgemeinen sowie Waschmaschine und Trockner, gibt es nun schon seit einigen Jahren, da dies mit fortschreitender Technologie und Internetausbau immer schneller vorangetrieben wurde. Waschmaschinen, Kühlschränke sowie Kaffeemaschinen oder Heizungsanlagen gibt es schon seit längerem mit Netzwerkanschluss und sind somit per passender Software und passenden Endgeräten von fast überall aus steuerbar.
Zum Beispiel können mit Hilfe eines iPads sämtliche Lichter, Fernsehgeräte oder Jalousien gesteuert, spezielle Tag oder Nachtprogramme eingespeichert werden und den aktuellen Bestand des Kühlschrankes abgefragt werden.
In den folgenden Abschnitten soll auf Vorteile für Energieversorger sowie aktuelle und zukünftige Vorteile für Endverbraucher eingegangen werden.
5.1 Potenziale durch intelligente Vernetzung ausnutzen
Zukünftig werden lastabhängige und zeitlich abhängige Tarife weitere Sparpotenziale mit sich bringen. Um aus diesen Potenzialen das bestmöglichste heraus zu holen, sollten Hausbesitzer neue intelligente Zähler mit intelligenter Technik rund um ihr Haus verbinden: Der Smart Meter liefert dann sämtliche Daten über Energiebezug von Energieversorgern, eigene Stromzeugung wie zum Beispiel durch eine eigene Photovoltaik-Anlage (Details unter Punkt 5.3) sowie über den bestellten Tarif und die damit verbundene Tarifstruktur.
Auch das Einschalten und Ausschalten von Tiefkühltruhen erfolgt nicht nur einfach so, sondern beinhaltet ein ausgefeiltes System von Energieeinsparung und die vorhandene Energie so effizient wie möglich zu nutzen. Tiefkühlschränke können die erbrachte Kühlleistung noch einige Stunden halten und verlieren somit nicht sofort ihre Kälte, sobald der Strom durch intelligente Zähler ausgeschaltet wird. Vielmehr soll dabei der Verbrauch der Truhe gezielt gesteuert werden, um alle Potenziale von altuellen Endgeräten auszunutzen. Gerade bei solchen Geräten wie Gefriertruhen kann die verbrauchte Energie optimal genutzt werden, auch wenn der Strom ausgeschaltet ist. So wird das Gerät ausgeschaltet, läuft drei bis vier Stunden ohne Strom und kühlt dennoch die eingefrorenen Mahlzeiten unter optimaler Temperatur, welche sich in den vier Stunden maximal um zwei bis vier Grad erhöht und somit das Frischhalten dennoch gewährleistet. Sobald der Stromtarif wieder in einen günstigeren Zeitraum am Tage oder in der Nacht wechselt, springt die Gefriertruhe wieder an und kühlt runter bis zur optimalen Temperatur. Anschließend beginnt der Kreislauf von vorn.
Smart Meter beinhalten wie bereits zuvor beschrieben, standardisierte Kommunikationsschnittstellen wie WLAN oder Netzwerkanschlüsse, welche einen Austausch sämtlicher Daten der Energie ermöglichen. Sofern künftige Haushaltsgeräte ebenfalls über ein Automatisierungsmodul verfügen, können Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen oder Kühlschränke sowie Gefriertruhen allesamt zu effizienterem und kostengünstigeren Wohnen beisteuern.
Die neuartigen Zähler können zusätzlich als Bestandteil eines intelligenteren und effizienterem Stromnetzes, des Smart Grids (siehe Punkt 2.2), zu Netzentlastungen, Energieproduktion und des darauf angepassten Stromverbrauches beitragen. Die Ziele dadurch sind zusätzliche Energie, Reduzierung der Kosten für Endverbraucher, sowie Stromerzeuger und Reduzierung des CO2 Ausstoßes.
5.2 Was gewinnen Energieversorger durch Smart Meter?
Der Aspekt des Smart Meterings in diesem Zusammenhang öffnet noch weitaus mehr Möglichkeiten sein Zuhause zu steuern, zu überwachen und insbesondere Kosten einzusparen - nicht nur für den Endverbraucher.
Durch die Installation von Smart Metern in ganzen Wohnvierteln oder, wie in Mülheim an der Ruhr, in einer ganzen Stadt, können Energieversorger ihre Ausgleichsenergiemengen und somit ihre betriebenen Netze effektiver durchdenken, planen und die passenden Mengen in die Bilanzkreise einspeisen.
Wie in Kapitel 2.1.1 schon erwähnt, wurde es bisher so geregelt, dass einmal jährlich jeder Haushalt seinen aktuellen Zählerstand per Post, Telefon oder per Eingabe im Internet dem Energieversorger mitteilte. Diese Daten von jedem einzelnen Haushalt mussten anschließend weiterverarbeitet werden, indem eine Gesamtsumme aller Haushalte - getrennt in Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbebetriebe - gebildet und ein durchschnittlicher Verbrauch pro Tag errechnet wird. Dabei spielt die Durchschnittstemperatur des Jahres dieser Region eine wichtige Rolle, denn durch sie wird die Durchschnittsmenge der einzelnen Haushalte weiter berechnet. Doch dadurch konnten und können die Stromversorger ihre Ausgleichsenergiemengen nicht effektiv planen, da in diese Berechnung Faktoren wie Dämmung des Hauses oder windlastige Wohngebiete nicht miteinfließen und somit nicht weniger als geringe Über- oder Unterschüsse an Energie in ihrem Bilanzkreis, also ihrem Versorgernetz in einem Gebiet, vorhanden sind. Dies führt zu großen Abweichungen bei Planmengen und daraus folgend zu unnötigen Kosten für die Versorger.
Die Stadt Mülheim an der Ruhr, in Kooperation mit dem Energieversorger RWE, geht mit einem Pilotprojekt deutschlandweit voran. Dort sollte Mitte 2008 der erste flächendeckende Einsatz von 100.000 Smart Metern - Mülheim hat aktuell ungefähr 170.000 Einwohner und somit würde jeder Haushalt einen Smart Meter bekommen - Energie und Kosten sparen. Die kleinen Zwischengeräte können wesentlich mehr Daten speichern und verarbeiten als die herkömmlichen Zähler[58].
Durch die flächendeckende Ausrüstung jedes Haushaltes mit Smart Metern kann der Stromerzeuger jederzeit Daten abrufen und verarbeiten und so seine laufenden Kosten für Ausgleichsenergie wesentlich senken, da detailliertere Statistiken über die Verbräuche der Haushalte erzeugt werden. Im weiteren Verlauf können Energiemengen effektiver und effizienter geplant und in die jeweiligen Bilanznetze eingespeist werden und überschüssige beziehungsweise fehlende Mengen werden nahezu auf 0 reduziert. Somit reduzieren sich die Kosten für Energieversoger ebenfalls beachtlich.
5.3 Die Vorteile für Endverbraucher
Die wesentlichen Vorteile für Endverbraucher liegen in verschiedenen Bereichen. So soll dieser Abschnitt vorweg außerhalb des vernetzten Hauses beginnen; und zwar in dem Verkehrsmittel von morgen:
Elektroautos werden in naher Zukunft immer weiter verbreitet sein. Die Reichweite der Energiezellen wird stetig steigen und somit werden diese Automobiltypen immer attraktiver für Endverbraucher. Schon alleine bei Benzinpreisen von 1,559€ pro Liter wird der Anreiz immer größer, geschweige denn von den umweltorientierten Aspekten bei Elektroautos im Vergleich zu den heutigen Benzin- oder Diesel-Verkehrsmitteln. Sobald die Reichweite dieser Autos eine für normale Personen akzeptable Höhe erreicht, werden sie den Automobilmarkt übernehmen, wenn man vielleicht für 10€ 500km fahren kann.
Der Gedanke von Smart Metern in Elektoautomobilen ist derjenige, dass zum Beispiel in Parkhäusern oder generell Parkplätzen eine Vielzahl von "Tankstationen", also Steckdosen, vorhanden sein werden, an denen man sein Auto für die Dauer eines Termins oder beim Einkaufen wieder aufladen kann. Smart Meter spielen dabei für die Abrechnung der bezogenen Leistungen die wichtigste Rolle. Diese Geräte werden mit Mobilfunkkarten ausgerüstet und besitzen jeweils eine ID, welchen auf den Halter des Fahrzeuges registriert ist. Somit wird kWh bzw. Sekundengenau pro PKW-Halter abgerechnet und es entstehen für die Städte keine Energiekosten, da jeder seine verbrauchte oder in Anspruch genommene Menge Strom über sich abgerechnet.
Diese Variante der Speicherzelle wird zum Beispiel in teureren Tarifzeiten im Tagesverlauf gebraucht. Die Ladung findet wiederum im günstigeren Tarif statt.
Haushalte und Automobile können zusätzlich mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden. Dadurch werden bei den Endverbrauchern weitere Kosten, abgesehen von der Anschaffung, eingespart und die Energieversorger profitieren ebenfalls. Denn sobald überschüssige Energie durch die Solarzellen produziert wird, bekommt der Energieversorger diese in sein örtliches Netz gespeist. Dies wiederum wird durch den Smart Meter im Haushalt verrechnet und die Ausgleichsenergie des Versorgers wird ebenfalls unterstützt. Somit spart der Kunde durch die Erzeugung seiner "eigenen" Energie und der Stromversorger senkt ebenfalls seine Kosten für Ausgleichsenergie[59].
Die Vorteile von Photovoltaikanlagen im Bereich der Umwelt sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt für die Zukunft, wenn der Großteil aller Haushalte mit diesen Anlagen ausgerüstet ist. Durch diese Aufstockung umweltschonender Energielieferanten können Kraftwerke herunter gefahren, und Emissionen reduziert werden.
5.4 Kritik an das vernetzte Haus mit Smart Meter
Gegenüber den vielen positiven Aspekten, welche Smart Meter und das Smart Home, also das intelligente Haus, mit sich bringen, gibt es natürlich auch negative Gesichtspunkte, die durch die intensive Vernetzung des Hauses aufkommen.
Haushalte können schon jetzt teilweise sehr gut überwacht werden. Alleine die Telefonleitungen und die Internetverbindungen, die ein Haushalt heutzutage aifweist, geben Grund dazu, sich über die eigene Privatsphäre und Datensicherheit Gedanken zu machen.
Der zukünftige Ausbau aller Haushalte mit Smart Metern ergibt einen ganz neuen Punkt der Datenschutzgefährdung. Schon jetzt sind Energieversorger dazu verpflichtet, Neubauten mit Smart Metern auszustatten und es wird auch nicht lange dauern, da wird der Austausch der alten Zählergeräte ebenfalls Pflicht sein. Da die meisten Endverbraucher somit auch die bestmöglichsten Einsparungen mitnehmen wollen, werden alle möglichen Geräte im Haus mit dem Smart Meter verbunden. Energieversorger oder auch andere Organisationen können somit einen kompletten Tagesablauf einer Person nachvollziehen.
Sobald morgens die im Haushalt lebenden Personen aufstehen, sich unter die Dusche stellen und ihr Frühstück mit Toastern, Kaffeemaschine und Backofen beginnen, zeichnet der Smart Meter diese Aktionen mit und versendet diese ermittelten Daten über das Internet an Energieversorger. Der eigentliche Zweck besteht darin, den Verbrauch aufzuzeichnen und so Stromfresser zu identifizieren und den bestmöglichsten Stromtarif des Tages auszuwählen. Allerdings können Internetverbindungen mit Leichtigkeit ausgenutzt und abgehört werden, sodass diese Daten auch in falsche Hände gelangen können. Durch die Aufzeichnung verschiedener Geräte im Haushalte kann man zum Beispiel auch herausfinden, welche Größe der Fernseher hat oder auf welchem Stand der Kühlschrank oder die Waschmaschine ist. Sobald ältere Versionen auftauchen, können Firmen so geeignete Angebote 'zufällig' an den Haushalt senden oder erheblich kriminelle Geschäfte abwickeln. Viele hatten vor 20 Jahren auch nicht daran gedacht, dass es im Internet Geschäftsmodelle geben wird, die mit Sucheingaben und Surfverhalten ihr Geld machen, da sie so passende Werbung schalten können.[60]
6 Fazit
Das Konzept des Future Home zeigt, wie die Smart Metering Technologie dabei helfen kann, den Stromverbrauch als Statistik auf einem Monitor darzustellen. Neben der verbesserten Energiebilanz durch bewussteres Umgehen mit Energieverbrauchern im Haushalt, werden Komfort und Sicherheit gesteigert und mehr Lebensqualität für jede Generation geschaffen.
Ferngesteuerte Fenster-, Heiz- und Elektroinstallationen ermöglichen mehr Mobilität und Sicherheit. Die Mutter muss sich im Flugzeug auf den Weg in den Urlaub keine Gedanken mehr machen, ob sie den Herd oder das Licht angelassen hat. Über ihr Smartphone kann sie dies sofort prüfen und abschalten. Bevor sie wieder aus dem Urlaub zurück kommt, veranlasst sie das Vorheizen des Hauses und das Einstellen der richtigen Lichtverhältnisse.
Aber auch die immer älter werdende Gesellschaft profitiert von den neuen vollvernetzten Technologien. Durch die Integration von Dauer- EKG und Blutdruckmessgeräten, kann zu jeder Zeit die Gesundheit kontrolliert werden. Im Notfall kann über die im Haus integrierten Notfallrufsysteme das nächstgelegene Krankenhaus sofort per Direktverbindung alarmiert werden. Druckmesspunkte in bestimmten Bereichen im Boden, z.B., vor dem Bett oder im Bad, registrieren leblose Körper und können somit auch automatisch den Notruf alarmieren.
Die wohl wichtigste Leistung erbringt Smart Metering im Energiehaushalt. Durch Analyse der Energieverbraucher hilft es dabei, Schwachstellen aufzudecken und durch Maßnahmen zu beseitigen. In Zukunft wird das Stromnetz dezentraler. Konsumenten werden zu Stromproduzenten, Autos in den Garagen zu Energiepuffern. Dieses dezentrale Stromnetz, genannt Smart Grid, erfordert in Zukunft das Abrechnen in sehr zeitnahen Intervallen und damit die Anpassung der Energiekostenstruktur. Das Smart Metering und auch die anderen intelligenten Haushaltsgeräte werden uns dabei unterstützen, so günstig und so effizient wie möglich auf diese strukturellen Veränderungen der Energiepolitik zu reagieren.
7 Endnoten
- ↑ 1,0 1,1 Vgl. Statistisches Bundesamt (2010)
- ↑ Vgl. VDE (2008), S. 44
- ↑ Vgl. ZVEI: Smart Metering - Intelligente Zähler
- ↑ Vgl. Stein, Johannes (2008), Folie 16
- ↑ Quelle: e.on Metering GmbH
- ↑ Quelle: Hager (2011)
- ↑ Vgl. VDE (2008), S. 44
- ↑ 2006/32/EG, Artikel 13
- ↑ EnWG §21b Absatz 3b
- ↑ Vgl. EnWG §21b Absatz 3a
- ↑ Vgl. EnWG §40 Absatz 3
- ↑ 12,0 12,1 FIGAWA, KNX Association, ZVEI (2009)
- ↑ Vgl. ZVEI: Open Metering
- ↑ Vgl. Open Metering (2009), S. 6
- ↑ Vgl. ebd., S. 8
- ↑ Vgl. Kuther, Margit (2009)
- ↑ Vgl. Hartmeister, Moritz (2010), S. 9
- ↑ entnommen aus: Hartmeister, Moritz (2010), S. 9
- ↑ Vgl. RWE
- ↑ Vgl. Vattenfall Europe AG (2011)
- ↑ Vgl. Yello Strom
- ↑ 22,0 22,1 Vgl. Saena - Intelligente Netze & Geräte
- ↑ Vgl. BMWi - Stromnetze der Zukunft
- ↑ Vgl. BMWi - Intelligente Netze und intelligente Zähler - Smart Grids/Smart Meter
- ↑ Vgl. Vossen, Gottfried (2011)
- ↑ http://www.lager7.com/lager7/product_info.php?products_id=67484
- ↑ 27,0 27,1 27,2 27,3 Vgl. http://cms.jbmedia.de/index.php?option=com_content&task=view&id=95&Itemid=74&lang=de
- ↑ 28,0 28,1 Vgl. http://www.logitech.com/de-de/remotes/universal-remotes/devices/5874
- ↑ Vgl. http://cms.jbmedia.de/index.php?option=com_content&task=view&id=95&Itemid=74&limit=1&limitstart=2&lang=de
- ↑ Vgl. http://www.wdc.com/en/products/products.aspx?id=330
- ↑ http://www.intelligenteswohnen.com/iw_de/presse/pressetexte.php?ID=24
- ↑ http://www.focus.de/immobilien/bauen/tid-7108/intelligentes-wohnen_aid_69757.html
- ↑ http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/reden-und-interviews,did=376846.html?view=renderPrint
- ↑ http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/Energietraeger/netze,did=354346.html
- ↑ http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/rz-thema_artikel,-Intelligentes-Wohnen-spart-Energie-und-hilft-Aelteren-_arid,132783.html
- ↑ http://www.livingtomorrow.com/#/en/living-tomorrow/history
- ↑ http://www.livingtomorrow.com/#/en/living-tomorrow/vision
- ↑ http://www.inhaus-zentrum.de/site_de/index.php?node_id=2253
- ↑ http://www.livingtomorrow.com/#/en/living-tomorrow/mission
- ↑ http://www.inhaus-zentrum.de/site_de/index.php?node_id=2253
- ↑ http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/un-klimakonferenz/DE/KlimapolitikDerBundesregierung/klimapolitik-der-bundesregierung.html
- ↑ http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2842
- ↑ http://www.stromtip.de/News/20045/Neues-Passivhaus-mit-Energieueberschuss.html
- ↑ http://www.youtube.com/watch?v=JJ-V70Bn4nA&feature=related
- ↑ http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v1166702dRqqwFw8
- ↑ http://www.zvei.org/vernetztewelten/
- ↑ http://www.youtube.com/watch?v=JJ-V70Bn4nA&feature=related
- ↑ http://www.zvei.org/vernetztewelten/
- ↑ http://www.focus.de/immobilien/bauen/tid-7108/intelligentes-wohnen_aid_69757.html
- ↑ http://www.zvei.org/vernetztewelten/
- ↑ http://www.zvei.org/vernetztewelten/
- ↑ http://www.focus.de/immobilien/bauen/tid-7108/intelligentes-wohnen_aid_69756.html
- ↑ http://www.zvei.org/vernetztewelten/
- ↑ http://www.youtube.com/watch?v=9DJr8QwgLEA
- ↑ http://www.zvei.org/vernetztewelten/
- ↑ http://www.zvei.org/vernetztewelten/
- ↑ http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/rz-thema_artikel,-Intelligentes-Wohnen-spart-Energie-und-hilft-Aelteren-_arid,132783_arpage,2.html#articletop
- ↑ http://www.muelheim-ruhr.de/cms/100000_intelligente_stromzaehler_fuer_muelheim_an_der_ruhr.html
- ↑ http://www.etagreen.com/news/2,655917/%CE%B7-green-1-2010/Smart-Metering,-Impuls-fuer-die-Photovoltaik.html
- ↑ http://www.heise.de/tr/artikel/Die-Datenflutwelle-rollt-865985.html
8 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| BMWi | Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie |
| EnWG | Energiewirtschaftsgesetz |
| FIGAWA | Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. |
| MUC | Multi-Utility Communication |
| OMS | Open Metering System |
| VDE | Verband der Elektrotechnik |
| ZVEI | Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. |
9 Abbildungsverzeichnis
| Abbildungs-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | e.on EnergieNavi: Ein intelligenter Stromzähler |
| 2 | Herkömmlicher Ferraris-Zähler |
| 3 | Alte und neue Prozesskette bei Auslesen der Zählerdaten und Übertragung der Daten an Versorgerunternehmen[ |
| 4 | Übersicht Open Metering System-Standard |
| 5 | Weltweite Verbreitung von Smart Meter |
| 6 | Master/Slave Steckdose |
| 7 | JBMedia LightManager |
| 8 | Logitech Harmony |
| 9 | Beispiel für die Nutzung von Logitech Harmony und JB Media LightManager |
| 10 | WD TV Live |
| 11 | Living Tomorrow Projekt |
| 12 | Vernetzung der Future Homes |
| 13 | Smart Grid als Energienetz der Zukunft |
| 14 | Küche im Microsoft Home Projekt |
| 15 | Vernetztes Haus mit Smart Meter |
| 16 | Energie online überwachen |
| 17 | Photovoltaik mit Smart Meter |
| 18 | Lastprofil eines 1-Personenhaushaltes |
10 Tabellenverzeichnis
| Tabellen-Nr. | Quelle |
|---|---|
| 1 | Geräte im Haus |
| 2 | Aktionen und Ereignisse in einem vernetzten Haus |
11 Literatur- und Quellenverzeichnis
| Kurzverweis | Quelle |
|---|---|
| 2006/32/EG | RICHTLINIE 2006/32/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 5. April 2006 über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen und zur Aufhebung der Richtlinie 93/76/EWG des Rates, abrufbar unter http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:114:0064:0064:DE:PDF |
| BMWi - Intelligente Netze und intelligente Zähler - Smart Grids/Smart Meter | Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Hrsg.): "Intelligente Netze und intelligente Zähler - Smart Grids/Smart Meter", http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/Energietraeger/netze,did=354346.html, Berlin, aufgerufen am 15.12.2010 |
| BMWi - Stromnetze der Zukunft | Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Hrsg.): "Stromnetze der Zukunft: Herausforderungen und Antworten", http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/Energietraeger/netze,did=292512.html, Berlin, aufgerufen am 02.02.2011 |
| Brüderle, Rainer (2011) | Brüderle, Rainer: "Das Energieprogramm der Bundesregierung", http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/reden-und-interviews,did=376846.html?view=renderPrint, Berlin, aufgerufen am 07.02.2011 |
| EA.TV | EA.TV: "Ein Passivhaus in einem Tag",Ein Passivhaus in einem Tag, aufgerufen am 07.02.2011 |
| Eitel Online-Discount | Brennenstuhl Steckdosenleiste SECURE-TEC Master-Slave, http://www.lager7.com/lager7/product_info.php?products_id=67484, aufgerufen am 30.01.2011 |
| EnWG | Energiewirtschaftsgesetz (Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung), Artikel 1 des Gesetzes vom 07.07.2005 (BGBl. I S. 1970, ber. 3621), in Kraft getreten am 13.07.2005, zuletzt geändert durch Gesetz vom 04.11.2010 (BGBl. I S. 1483) m.W.v. 12.11.2010 |
| FIGAWA, KNX Association, ZVEI (2009) | FIGAWA, KNX Association, ZVEI(Hrsg.): "Durchbruch: figawa, KNX und ZVEI einigen sich auf
gemeinsame Open Metering System Spezifikation", gemeinsame Pressemitteilung von FIGAWA, ZVEI und KNX Association, 1. September 2009, Brüssel, Frankfurt, Köln, abrufbar unter https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Fachverbaende/Energietechnik/Brancheninformationen/OMS/PR20090901-DE_allgemein.pdf |
| FOCUS Online (2007) | FOCUS Online (Hrsg.): "Intelligentes Wohnen - Wenn das Haus mitdenkt", http://www.focus.de/immobilien/bauen/tid-7108/intelligentes-wohnen_aid_69756.html, aufgerufen am 07.02.2011 |
| Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.: inHaus-Innovationszentrum für Intelligente Raum- und Gebäudesysteme, http://www.inhaus-zentrum.de/site_de/, aufgerufen am 07.02.2011 |
| SevenOne Intermedia GmbH (2007) | SevenOne Intermedia GmbH (Hrsg.): "Galileo - Das Haus der Zukunft", http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v1166702dRqqwFw8, aufgerufen am 07.02.2011 |
| Hartmeier, Moritz (2010) | Hartmeier, Moritz: "Smart Metering: Hintergrund und Stand der Technik", Departement für Informatik - ETH Zürich, Zürich 2010 |
| intelligentes wohnen (2009) | intelligentes wohnen: "Was ist intelligentes Wohnen?", http://www.intelligenteswohnen.com/iw_de/presse/pressetexte.php?ID=24, aufgerufen am 07.02.2011 |
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