Softwaremanagement in vernetzten Unternehmen

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1 Titel

Name der Autoren: Uwe Tarun, Daniel Schulz, Simon Irmscher, Thorsten Mann
Titel der Arbeit: "Softwaremanagementsysteme in vernetzten Unternehmen"
Hochschule und Studienort: FOM Berlin


2 Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis


3 Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Unternehmens - Geschäftsprozess
Abbildung 2 Unternehmens - Softwarematrix
Abbildung 3 Anforderungskatalog
Abbildung 4 Gerätelebenszyklus ZenWorks
Abbildung 5 Altiris Produktspektrum
Abbildung 6 matrix42 Empirum Management Suite
Abbildung 7 matrix42 Empirum Lizenzmanagement
Abbildung 8 matrix42 Empirum OS Installer
Abbildung 9 matrix42 Empirum Personal Backup Software
Abbildung 10 uib opsi Softwareverteilung
Abbildung 11 uib opsi Konfigurationseditor
Abbildung 12 Konsitenzprüfung visuell
Abbildung 13 LanDesk Management Suite
Abbildung 14 Softwarevergleich nach dem Anforderungskatalog
Abbildung 15 AHP Quadratmatrix der Kriterien
Abbildung 16 AHP Funktionalität der Softwarelösungen
Abbildung 17 AHP Performance der Softwarelösungen
Abbildung 18 AHP Konfiguration der Softwarelösungen
Abbildung 19 AHP Reporting der Softwarelösungen
Abbildung 20 Ergebis der AHP
Abbildung 21 Projektplan

4 Abkürzungsverzeichnis

ASU Arbeitssicherheit und Umweltschutz
CAD Computer Aided Design (Rechnerunterstützte Konstruktion)
CAQ Computer Aided Quality (Computergestützte Qualitätssicherung)
CIM Computer-Integrated Manufacturing
CRM Customer Relationship Management (Kundenbeziehungsmanagement)
DIN EN ISO9001:2008 DIN Deutsches Institut für Normung e. V.; EN Europäische Norm; ISO Internationale Organisation für Normung; 9001:2008 Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem
DOS Disk Operation System
EDV Elektronische Datenverarbeitung
ERP-System Enterprise-Resource-Planning System (Anwendungssoftware zur Unterstützung der Ressourcenplanung im gesamten Unternehmen)
GWM General Works Manager
I/O engl. Input/Output (Ein-/Ausgabe)
IS Informationssysteme
IT Informationstechnik
PC Personal Computer
QM-System Qualitätsmanagement - System
SCM Supply Chain Management (Lieferkettenmanagement)
TOS The Operating System (Betriebssystem Atari)
VAX Virtual Address eXtension
VMS Virtual Memory System
VPN Virtual Private Network
W2K Microsoft Windows 2000


5 Einleitung

Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich mit Problemen des Softwaremanagements in vernetzten Unternehmen und zeigt mögliche Lösungsansätze auf. Zur Betrachtung der Problematik wird die Situation im folgenden Unternehmen dargestellt.

5.1 Unternehmen

Die SMIT Schrittmotoren – Integrierende – Technologie GmbH ist ein kleines mittelständiges Unternehmen in der Metallbranche. Das Unternehmen umfasst die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Getriebe- und Schrittmotoren. Die Einsatzbereiche der Produkte liegen in den Sparten der Garagentore, Gartentore, Treppenlifte und Seilzüge für Bühnentechniken.

Die SMIT GmbH ist mit ca. 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an zwei verschiedenen Standorten, Berlin und Bratislava in der Slowakei tätig. In der Unternehmenszentrale Berlin ist die Verwaltung sowie die Entwicklung und Konstruktion ansässig. Um eine bestmögliche Industrialisierung der neu entwickelten Produkte zu erreichen ist auch ein kleiner Produktionsbereich mit allen produktionsabhängigen Fachabteilungen, wie z.B. Fertigungssteuerung, Auftragsbearbeitung, Wareneingang, Lager usw. angeschlossen.

Der Großteil der Produktion erfolgt im Werk in Bratislava (Slowakei). Mit diesem zweiten Standort ist es möglich, mit Hilfe des dort günstigeren Lohnkostenniveaus, auch mit günstigen Anbietern am Markt konkurrieren zu können. Die Produktverantwortung liegt weiterhin in der Unternehmenszentrale Berlin und unterliegt damit den dortigen Qualitätsstandards.

5.2 Historie

Ein kleiner Ausflug in die Historie der SMIT GmbH soll Aufschluss geben, wie es zu vernetzten Unternehmen und den damit verbundenen Problemen gekommen ist.

  • Gründungsjahre

In den Gründungsjahren der SMIT GmbH, war das mikroelektronische Zeitalter noch in weiter Ferne und rechnergestützte Verarbeitung kaum bekannt. Um die damals schon geltenden Steuer- und Handelsgesetzte für Unternehmungen vollziehen zu können, wurde die gesamte Korrespondenz mit mechanischen Schreibmaschinen bewältigt. Kopien konnten nur durch mehrfaches Abtippen oder mit Hilfe von Durchschreibepapier (Karbonpapier) erzeugt werden. Der Einsatz der Schreibmaschine verlieh den Schriftstücken, ein einheitliches Aussehen und Lesbarkeit. Die Flexibilität der Texte wurde damit auch nicht eingeschränkt, wie es beim Druck in einer Druckerei der Fall gewesen wäre.

Die Schreibmaschinen entwickelten sich in den frühen 1970er-Jahren immer weiter und wurden mit elektrischen Antrieben ausgestattet. Der elektrische Antrieb erhöhte die Schnelligkeit beim Tippen und stabilisierte die Kraft, mit der der Typenhebel auf das Papier schlägt. Damit konnten bei steigender Qualität auch mehr Durchschläge (Kopien) erreicht und ein aufwändiges Kopieren von bestimmten Dokumenten reduziert werden.

In den 1980er-Jahren kamen dann Schreibmaschinen mit Display und Diskettenspeichern zum Einsatz. Die Geräte ermöglichten es Texte, die häufig benötigt wurden, zu speichern, zu editieren und bei Bedarf wieder zu verwenden.

  • Erste Großrechner-Unterstützung

Mit der Verbreitung von Computersystemen und der Notwendigkeit auch andere Aufgaben strukturierter und vereinfachter anzugehen, wurde Ende der 1980er-Jahre ein VMS (Virtual Memory System) Rechnersystem auf Basis einer VAX (Virtual Address eXtention) von DIGITAL (Digital Equipment Corporation) angeschafft. Das war der erste Schritt im Unternehmen zur Vernetzung von elektronischen Systemen.

Die VAX arbeitete vernetzt mit Terminals, die in einzelnen Abteilungen aufgestellt wurden und teilten sich einen gemeinsamen Anwendungs- und Datenserver. In diesem System waren ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) und ein E-Mail System integriert. In den kommenden Jahren wurden mehr und mehr Prozessschritte in dem VMS integriert. Die ständig steigende Menge an Terminals und an Datenmengen, führte zur Erweiterung und Ausbau der Serverhardware. Datensicherheit wurde zu diesem Zeitpunkt schon groß geschrieben und erfolgte nach festgelegten Batch-Jobs auf Bandlaufwerken. Für die Betreuung und Wartung dieser neuen Technologie wurde die IS-Abteilung gegründet. Die Abteilung bestand aus weiterqualifizierten Mitarbeitern der SMIT GmbH, die die Unternehmensprozesse kannten und damit einen reibungslosen Ablauf gewährleisten konnten.

  • Einzug im Produktionsbereich

Durch den Bedarf von Prozessverbesserungen im Produktionsablauf hielt der erste Computer Einzug ins Unternehmen. Neu eingestellte und engagierte Mitarbeiter brachten ihr gelerntes Knowhow vom Studium in die Unternehmung und führten erste Programmierungen mit Hilfe des Atari Rechners durch. Die Struktur dieser Rechner ermöglichte die Steuerung von externen I/O-Karten (Input/Output Karten). Mit der Konstellation aus Atari Hard- und Software (Betriebssystem TOS3.02) wurden dann die ersten automatischen Testeinrichtungen für die Produktprüfung aufgebaut.

Die vorgeschriebenen Abläufe in den Tests, der Wegfall von manuellen Messungen mit Multimetern und Oszilloskopen steigerte die Prozesssicherheit und die Qualität. Die Testzeiten konnten im Durchschnitt um 50% verringert werden.

  • Erste PC-Unterstützung

Anfang der 1990er-Jahre begannen die PCs (Personal Computer) durch den erhöhten Absatz und der steigenden Anbieter in ein erschwingliches Preissegment zu fallen. Immer mehr Privatanwender und auch Betriebe erkannten den Vorteil der elektronischen Speicherung, Verteilung und Wiederverwendung von Daten. Die SMIT GmbH rüstete auf und kaufte 1993 die ersten PCs für ihre Mitarbeiter. Die Rechner vom Typ 386er waren mit dem Betriebssystem Microsoft DOS 5.0 und Windows for Workgroups 3.1 und mit Microsoft WORD 2.0 ausgestattet. Eine Vernetzung war zu diesem Zeitpunkt für die PCs nicht vorgesehen und notwendiger Datenaustausch erfolgte klassisch über Disketten. Damit stiegen die Möglichkeiten den kompletten Schriftverkehr noch besser zu verfassen und zu verwalten. Die Aufgaben des VMS Systems wurden damit vorerst nicht abgelöst.

  • Vernetzung der PCs

Zwei Jahre später wurde für diese Rechner ein eigenes Netzwerk aufgebaut, um auch die Kommunikation zwischen den Rechnern zu ermöglichen und auf gleiche Formulare einfacher zugreifen zu können. Mit der Einführung der Software TeraTerm, ein Terminal Emulator, gab es die Möglichkeit ein VMS Terminal auf den PC Rechnern zu simulieren. Da aber die PC Tastaturen sich von den VMS Tastaturen unterschieden standen nicht alle Funktionen zur Verfügung. Somit wurden beiden Systeme parallel betrieben.

In den folgenden Jahren bis 1998 sind weitere Anlagen mit PCs angeschafft bzw. ausgerüstet worden. Um die gestiegene Informationsmenge bewältigen zu können, wurde auch Investitionen für Supportabteilungen vorgenommen. So dass 1998 schon 56 Rechner mit verschiedenen Betriebssystemen am Standort existierten. Die unterschiedlichen Zeitpunkte der Anschaffung der Rechner führten dazu, dass auf einigen alten Rechnern, die Daten der neuen Softwareversionen nicht lesbar waren. Die bis dahin nicht vorhandene Benutzer- und Rechteverwaltung erforderte steigende Unterstützung der EDV-Abteilung, um z.B. versehentlich verschobene, gelöschte oder geänderte Daten wiederherzustellen.

  • Erste Standardisierung

Damit die Kompatibilität zwischen den Rechnern wieder hergestellt werden konnte, wurde 1998 ein Microsoft Windows NT Server aufgesetzt und alle PCs wurden mit Microsoft Windows NT4.0 ausgestattet. Die Einführung von Domänen-, Benutzer und Rechteverwaltung erhöhte die Datensicherheit im gesamten Unternehmen.

Diese Umstellung erforderte eine starke IT-Mannschaft und hat enorme Ressourcen, sowohl in personeller, wie auch in zeitlicher Form gebunden.

  • Herausforderung Jahr 2000

Mitte des Jahres 1999 wurde von Microsoft auf das Millenniums-Problem hingewiesen. Das Hauptproblem lag daran, dass die Speicherung von Jahreszahlen bis dahin in den meisten Programmen und auch im Betriebssystem selbst im zweistelligen Format (z.B. 98 für 1998) erfolgte.

Das Jahr 2000 würde also mit einem Zeitstempel 00 versehen werden, was aber kleiner als 98 ist und somit vom Betriebssystem als älter angesehen worden wäre. Zur Umgehung dieses Problems hat Microsoft ein Patch für das Betriebssystem rausgegeben. Alle bis dahin verwendete Zusatzsoftware im gesamten Unternehmen, musste auf diese Problematik hin überprüft und upgedatet werden.

Mitarbeiter der IT-Abteilung waren monatelang vor Ort beschäftigt um eventuell auftretende Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu lösen. Zum Zeitpunkt des Jahrtausendwechsels betreuten und überwachten mehreren Mitarbeitern die gesamte IT, so dass am ersten Arbeitstag im neuen Jahr alle Prozesse stabil anlaufen konnten.

  • Abkündigung Windows NT

Nach Veröffentlichung von Microsoft, den Support für sein Betriebssystem Windows NT einzustellen, erfolgte die Umstellung auf Windows 2000. Bei einigen wenigen älteren Rechnern, ca. 20% die Nicht-W2K-kompatible Anwendungen installiert hatten, erfolgte keine Umstellung (z.B. Spezial PCs für Fertigungsmaschinen). Diese Rechner wurden ganz vom Firmennetz getrennt oder mit Restriktionen versehen.

Dies erhöhte wiederum die Vielfalt der unterschiedlichen Betriebssysteme und den damit verbundenen höheren Wartungs- und Supportbedarf. Die Umstellungen der einzelnen Rechner im Unternehmen, wurden vorzugsweise an arbeitsfreien Tagen vollzogen, um den laufenden Betriebsablauf nicht zu stören.

  • Neues ERP-System

Im Jahre 2002 wurde das alte VMS-Rechnersystem und dem darauf installierten ERP ersetzt und gegen das modernen SAP R/3, welches es ermöglicht noch besser mit Kunden, Materiallieferanten und Lieferanten für Subsysteme zu kommunizieren.

Der gesteigerte Leistungsbedarf an Kommunikation und Datenverarbeitung führte zur Einführung von leistungsfähigeren PCs, die wiederum mit dem neueren Microsoft Windows XP ausgestattet waren.

  • Heute

Das Unternehmensbild heute zeigt, dass unterschiedlichste Betriebssysteme und Versionen von Anwendungssoftware im Einsatz sind. Die damit verbundene Bindung von IT Ressourcen, stellt einen nicht unerheblichen Kostenfaktor in der SMIT GmbH und gleichzeitig ein Potenzial zur Verbesserung der derzeitigen IT dar.

5.3 Ziel

Das Ziel für das Unternehmen ist es, mit den vorhandenen Systemen und der damit verbundenen Infrastruktur den Einsatz der Software zu managen. Die Investition in neue Hardware steht hierbei nicht im Vordergrund und soll auf ein Minimum beschränkt bleiben.

Das Hauptaugenmerk besteht darin, eine Lösung zu finden, die Probleme der IST-Analyse möglichst effektiv entgegenwirken zu können.


6 Analyse Geschäftsprozess

Abbildung 1: Unternehmen - Geschäftsprozess
Abbildung 1: Unternehmen - Geschäftsprozess

Für eine spätere, detaillierte Analyse der im Einsatz befindlichen Software, ist eine umfassende Sichtung der Geschäftsprozesse empfehlenswert.
Die SMIT GmbH besitzt gut strukturierte Geschäftsprozesse, die ihre gesamte Wertschöpfungskette abbildet. In Abbildung 1 sind die Prozessschritte aufgezeigt und teilen sich in Management-, Kern- und Supportprozesse auf.

6.1 Managementprozesse

Der Managementprozess umfasst die unternehmensweite Steuerung der Kernprozesse und der unterstützenden Prozesse (Supportprozesse) innerhalb des Unternehmens. Die Hauptaufgaben können in drei Bereiche unterteilt werden.

  • Politik und Strategie
  • Finanzen und Controlling
  • Daten-, Umwelt- und Arbeitsschutz

Die Managementleitung wird gebildet von dem General Works Manager (GWM), verantwortlich für die Produktionsbereiche und dem Leiter Entwicklung & Konstruktion. Beide berichten direkt an die Geschäftsführung des Unternehmens.

Die Managementleitung ist zuständig für die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, sowie für die Aufrechterhaltung des QM-Systems. Weiterführend werden Strategien erarbeitet, um die gesteckten Qualitäts- und Umweltziele in Abstimmung mit den Fachabteilungen realisieren zu können. Zur Umsetzung erfolgt die Bereitstellung von angemessenen Mitteln und Personal in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachabteilungen.

Ein gut ausgebautes Controlling erlaubt jederzeit die aktuelle Unternehmenslage bewerten zu können. Wichtigen Informationen werden allen Bereichen gleichberechtigt zur Verfügung gestellt und sichern so das interne Reportwesen.

Die Unternehmensleitung ist stark engagiert im Bereich Arbeitssicherheit und Umweltschutz und nutzt dafür ihr gut ausgearbeitetes ASU (Arbeits- Sicherheits- und Umweltschutz) -Managementsystem.

6.2 Entwicklungsprozess

Der Entwicklungsprozess ist einer der Kernprozesse im Unternehmen und umfasst vier einzelne Bereiche.

  • Produktplanung
  • Entwicklung und Konstruktion
  • Musterbau
  • Produktzulassung

Die Produktplanung ist zuständig für die Planung und Verfolgung der Projekte, von der Designphase bis zur Realisierung der ersten Vorserien und Pilotserien sowie Freigabe zur Serienfertigung. Es ernennt die Bildung und Leitung eines Entwicklungsteams, sowie die Lenkung und Koordination von Fertigungsunterlagen.

Die Entwicklung und Konstruktion ist maßgeblich dafür verantwortlich, die aus der Produktplanung definierten Projekte zu verwirklichen. Ferner die Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Produkte voranzutreiben. Grundlage sind immer die firmeninternen, selbst definierten, gültigen Richtlinien sowie der externen Vorschriften. Die Aufbereitung aller Unterlagen zur späteren Erstellung der Fertigungsunterlagen wie z.B. CAD-Daten (Computer Aided Design), Montage- und Prüfanweisungen übernimmt ebenfalls einen Großteil der Kapazitäten der Abteilung.

Im Musterbau erfolgen die ersten Umsetzungen der Entwicklung und Konstruktion mit Vorserienmodellen und dem Bau von eventuell notwendigen neuen Werkzeugen. Notwendige konstruktive Änderungen in Funktion und Design, fließen wieder zurück in die Entwicklung und Konstruktion.

Für die Beurteilung auf Einhaltung von Vorschriften ist die Produktzulassung verantwortlich. Sie erteilt Baumusterprüfungen an die entsprechenden externen Prüfstellen und leitet deren Ergebnisse wieder zurück in den Entwicklungsprozess. Nach der Freigabe der Prüfstellen erfolgt die Durchführung von Prozessfähigkeitsanalysen der Fertigungseinrichtungen, die Bereitstellung der Fertigungs- und Prüfeinrichtungen einschließlich der Beschaffung und Übergabe an die Fertigungsbereiche. Vorgaben zur sachgerechten Handhabung, Lagerung, Verpackung und Versand von Bauteilen oder Produkten garantieren fehlerfreie Produkte beim Kunden.

6.3 Produktions- und Vertriebsprozesse

Der zweite Teil der Kernprozesse der SMIT GmbH, umfasst die Produktions- und Vertriebsprozesse, die sich in 6 Unterprozesse gliedern lassen.

  • Angebotsbearbeitung
  • Einkauf und Materialdisposition
  • Warenannahme und Lager
  • Fertigungssteuerung
  • Fertigung
  • Versand

Bei der Angebotsbearbeitung werden von Mitarbeitern die Anforderungen des Kunden auf technische Korrektheit und inhaltliche Vollständigkeit geprüft. Mit Hilfe des vorhandenen Produktkataloges werden technische Machbarkeit, Lieferzeiten und Angebotspreise mit dem Kunden verhandelt und im ERP-System (Enterprise Resource Planning) hinterlegt. Bei Angebotsanfragen, die außerhalb des Produktkataloges liegen, werden die Anfragen an die Entwicklung und Konstruktion weiter vermittelt.

Die Fertigungssteuerung befasst sich mit Prüfung aller benötigten Ressourcen wie z.B. Mitarbeiter, Material, Betriebsmittel, Maschinenkapazitäten um die geplanten Aufträge termingerecht fertigen zu können. Dabei wird auch entschieden, an welchem Standort die Aufträge gefertigt werden. Die Arbeitsvorgänge, der freigegebenen Fertigungsaufträge werden den einzelnen Arbeitsplätzen ressourcenabhängig zugeordneten.

Die Zuständigkeit des Einkaufes ist die Angebotseinholung, der Preisvergleich und die Festlegung der Hauptlieferanten pro Einkaufsteil und der damit verbundenen Aktualisierung der Lieferantendaten. In Zusammenarbeit mit dem Qualitätswesen erfolgt die Qualifizierung von Lieferanten gemäß den Verfahren zur Lieferantenbewertung und sichert so den hohen Qualitätsstandart der angelieferten Waren. Die Materialdisposition überprüft die vom ERP-System generierten Bestellvorschläge und löst entsprechende termingerechte Bedarfe zum Lieferanten hin aus. Auftretende Materialengpässe werden analysiert und unterstützen mit Maßnahmen zur Vermeidung von eventuellen Produktionsstillständen.

Ein qualitativ wichtiger Punkt ist die Warenannahme, die die Vereinnahmung aller angelieferten Materialien übernimmt. Eine umfassende Wareneingangskontrolle, anhand festgelegter Kriterien des Qualitätswesens, verringern Prozessstörungen im weiteren Produktionsdurchlauf. Die Erfassung im ERP-System sichert jederzeit die bedarfsgerechte Verfügbarkeit des Materials. Das direkt angeschlossene Lager verwaltet sämtliche Materialbewegungen und stellt systemgesteuert das erforderliche Material zur Verfügung. Die Durchgängige Nutzung von Barcode- und ERP-System sichern den kontinuierlichen Materialfluss innerhalb der Fertigung.

6.4 Supportprozesse

Die Supportprozesse bezeichnen die betrieblichen Prozesse, die die Kernprozesse unterstützen, aber selbst keinen direkten Nutzen für den Kunden erzeugen. In der SMIT GmbH wurden 6 Supportprozesse definiert und gliedern sich wie folgt auf.

  • Qualitätssicherung
  • Reklamationswesen
  • Rechnungswesen
  • Personalwesen
  • Marketing
  • Kundenservice

Der umfassende Tätigkeitsbereich des Qualitätswesens erstreckt sich über fast alle Prozesse hinweg und stellt mit ihren vielen Schnittstellen die vom Unternehmen erreichte DIN EN ISO9001:2008 Zertifizierung sicher. Das Qualifizierungslabor stellt unter anderem sicher, dass die neu entwickelten Baugruppen und Komponenten den erforderlichen Qualitätsstandard genügen. Ständige Betreuung der Fertigungsprozesse hält das hohe Qualitätsniveau, der produzierten Produkte, aufrecht. Regelmäßig stattfindende Lieferanten- und Erstmusterbewertungen garantieren ordnungsgemäße Materiallieferungen und fördern die Zusammenarbeit mir den Zulieferern. Eine ständige Aufnahmebereitschaft für Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen aus allen Bereichen, steigern die Qualität der Produkte und Abläufe und kommen so dem Kunden zu Gute. Der Einsatz von Prüf- und Messmittel in den Produktionsbereichen stellt objektive messbare Bewertungen zur Verfügung, um auftretende Abweichungen vom Qualitätsstandard rechtzeitig zu erkennen.

Das Reklamationswesen umfasst die Aufnahme und Bearbeitung aller eintreffenden Reklamationen von Kunden. Nach Analyse der Reklamation erfolgt, wenn möglich die Reparatur oder eine entsprechende Ersatzlieferung. Alle erfassten Reklamationen werden auf mögliche Korrekturmaßnahmen zu Produkt- und Prozessverbesserung geprüft und an die betreffenden Abteilungen weitergeleitet.

Das Rechnungswesen teilt sich in Debitoren und Kreditoren auf und ist für die komplette Rechnungsabwicklung der SMIT GmbH zuständig. Die gesamte Rechnungslegung wird vom ERP-System unterstützt und ermöglicht eine ordnungsgemäße Buchführung wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Weiterhin werden Daten aufbereitet, die zur Steuerung und Planung des Unternehmens notwendig sind.

Das Personalwesen hat die Aufgabe, dass freie bzw. neue Stellen mit Mitarbeitern besetzt werden, deren Qualifikation dem Aufgabengebiet entsprechen. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachabteilungen werden Stellenanforderungen festgelegt und Bewerbungsmaßnahmen eingeleitet und ausgewertet. Die Ermittlung von Aus- und Weiterbildungsbedarf garantiert dem Unternehmen steht’s qualifizierte und motivierte Mitarbeiter.

Die Marketingabteilung übernimmt die gesamte Kommunikation des Unternehmens sowohl intern als auch extern. Die Fachabteilung bereitet Pressemitteilungen auf und schaltet gezielt Werbung in Fachmagazinen mit Hilfe eines externen Partners. Weiterhin erfolgen Marktanalysen, um die Unternehmensleitung rechtzeitig über Veränderungen am Markt zu informieren, damit Strategien überarbeitet und wenn notwendig neue definiert werden können.

Mit Hilfe des Kundenservice steht dem Kunden ein Ansprechpartner für alle Belange zur Verfügung. Weiterhin erfolgt die Pflege des Webauftrittes des Unternehmens, wo Kunden unter anderen ein weites Spektrum an nützlichen Informationen, wie z.B. Bedienungsanleitungen abrufen können. Ein kleines Netzt aus Außendienstmitarbeitern ermöglichen den direkten Kontakt mit Kunden vor Ort und erschließt neue Absatzmärkte.

Weitere Fachabteilungen die ebenfalls zu den Supportprozessen gezählt werden müssen, aber im Geschäftsprozess nicht weiter dargestellt wurden, sind unter anderen:
- Archiv, welches sämtliche Standarddokumente, Normen und Rechtsvorschriften archiviert
- CIM (Computer Integrated Manufacturing) stellt die Brücke von den einzelnen EDV-Systemen zur Produktion
- IS (Informationssysteme) Bereitstellung aller Informations- und Telekommunikationstechnologien, Entwicklung, Anpassung und Wartung von Softwaresystemen sowie Verwaltung von Hard- und Software und deren Benutzerberechtigungen


7 IST - Analyse

In den kommenden Abschnitten werden die einzelnen Geschäftsprozesse im Hinblick auf ihre Softwareanforderungen näher betrachtet. Der Schwerpunkt der Analyse wird auf die Kernprozesse des Unternehmens begrenzt. Die Management- und Supportprozesse werden grob angeschnitten, decken sich aber in bestimmten Grenzen mit den Kernprozessen. Ziel wird es sein, Schwachstellen und damit verbundene Anforderungen aufzudecken, die Potenzial zur Verbesserungen für die SMIT GmbH erbringen können und endet in einem Anforderungskatalog für eine Softwarelösung.

7.1 Welche Software ist im Einsatz

Bei der Betrachtung von Software im Unternehmen wird sich die Analyse auf die Hauptanwendungen beschränken. Diverse kleinere Applikationen, die eventuell von Mitarbeitern selbst installiert wurden, stehen nicht im Fokus und fließen nicht in die Analyse mit ein.

In allen Prozessschritten des Unternehmens wird mit Software von verschiedenen Anbietern gearbeitet. Den größten Anteil, der im Einsatz befindlichen Software, kommt aus dem Hause Microsoft Corporation und stellt die Basis der Betriebssysteme und den größten Teil der Anwendungsprogramme für den täglichen Büroalltag zur Verfügung. Die wichtigsten Anwendungen sind dabei Microsoft Word, Excel, Access, Powerpoint und Oulook als eMail-Client.

Zur Steuerung der Produktion und aller angrenzenden Bereiche wird an zweiter Stelle das SAP R/3 Produkt der SAP AG verwendet. Zusätzlich zu den Standardmodulen von SAP ERP (Enterprise Resource Planning) werden die Module SAP CRM (Customer Relationship Management) und SAP SCM (Supply Chain Management) von einigen Prozessen verwendet.

Für die gemeinsamen Verwaltung und Organisation von Besprechungen und Aufgabenlisten, wird zum Teil die Kalenderfunktion von Lotus Notes der Firma IBM verwendet.

Zur Unterstützung im Entwicklungs- und Konstruktionsprozess wird das 2D/3D CAD Programm Solid Edge von Siemens PLM Software (vormals Unigraphics Solutions Inc.) eingesetzt.

Im Qualitäts- und Produktionsprozess wird unter anderen die Qualitätssoftware CAQ.Factory der Firma CAQ AG mit einigen Modulen eingesetzt, weiterhin eine Prüfmittelverwaltung der Firma IBS SINIC GmbH. Als Firmenhighlight kommt im Qualitätsprozess ein 3D Vermessungssystem der Firma TESA Scan 80 Plus mit der Software Pro-Measure/Pro-Composer zum Einsatz.

Zur Bewältigung von Kompatibilitätsproblemen bei Kundenreklamationen, von denen manche Anfragen per eMail mit OpenOffice das Unternehmen erreichen, ist diese Anwendung auf einigen wenigen Rechnern installiert.

Die Anwendung NiceLabel der NiceLabel Germany GmbH wird für die Erstellung alle notwendigen Labels im Produktionsprozess der SMIT GmbH verwendet.

7.2 Managementprozesse

Die Geschäftsführung und unmittelbar angegliederte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verfügen über marktaktuelle Laptops und Desktoprechner. Als Betriebsystem wird Microsoft XP SP (Service Pack) 3 mit unterschiedlichen Updatestatus eingesetzt. Nicht alle aktuell notwendigen Microsoft Patches sind durch ungenügende Benutzerrechte installiert.

Das Microsoft Office Packet 2003 ist durchgängig im Einsatz und stellt die Basis für Emailkommunikation und Versionsgleichheit von Dokumente in diesem Bereich sicher. Zur Verwaltung und Verfolgung von Managementprojekten ist Microsoft Project, sowohl in der 2000er Version wie auch in der 2003er Version im Einsatz. Die Organisation von Konferenzräumen und Meetings, erfolgt mit der Kalenderfunktion von LotusNotes. Mit Hilfe des gleichen Tools werden auch Abteilungsübergreifende Aufgaben verwaltet und verfolgt. Der Zugriff auf entsprechende Daten erfolgt über freigegeben Netzwerk-Shares mit festgelegten Zugriffsrechten.

Die Möglichkeit der Geschäftsführung und einiger Abteilungsleiter sich über VPN (Virtual Privat Network) mit GlobalRemote ins Unternehmen einwählen zu können, steigert die Gefahr von Angriffen über das Internet. Dieses Sicherheitsrisiko macht sofortige Einspielungen von Sicherheitsupdates (Patches) notwendig, die nur mit großem zeitlichem Aufwand erfolgen können.

Zeitnahe Aktualisierungen sind durch fehlende Zugangsmöglichkeiten der Rechner, durch verschlossen Räume und Reisetätigkeiten der jeweiligen Benutzer, kaum möglich.

7.3 Entwicklungsprozess

Der Entwicklungsprozess ist der erste Kernprozess, der genauer betrachtet werden soll. Der umfangreiche Bestand von EDV Equipment mit ca. 50 Rechnern, führt hier zu Abweichungen der verwendeten Anwendungssoftware. In den einzelnen Bereichen sind Rechner mit den Betriebssystemen Microsoft Windows 2000 und Microsoft Windows XP im Einsatz. Die Unterschiede setzen sich in den verwendeten Microsoft Office-Paketen Version Office97 und Office 2003 fort. Hierbei kommt es bei der Bearbeitung von Dokumenten immer wieder zu Kompatibilitätsproblemen zwischen den Versionen und verlängert die internen Prozessabläufe.

Um Entwicklungen planen und koordinieren zu können, hilft der Einsatz von Microsoft Project. Aufgrund von schlecht verteilten Lizenzen von Microsoft Project in anderen Bereichen, steht nicht jedem Mitarbeiter der zu Zugang zur Software zur Verfügung.

Für die Entwicklung und Konstruktion steht dem Personal das 2D/3D CAD (Computer Aided Design) Programm Solide Edge auf den Windows 2000 Rechnern zur Verfügung. Um einen Export zu anderen Anwendungen durchführen zu können, insbesondere für die Bereitstellung auf den CNC (Computerized Numerical Control) Maschinen und der 3D Vermessungsanwendung der Qualitätssicherung, ist ein Rechner mit Microsoft Windows XP aufgesetzt. Dieser Rechner steht allen Entwicklern gleichberechtigt zur Verfügung, führt aber in ungünstigen Situationen zum gleichzeitigen Ressourcenbedarf. Die Verwendung von gleichen Betriebssystemversionen kann hier die Produktivität und Mitarbeitermotivation noch steigern.

Die Anbindung am ERP-System stellt alle notwendigen Informationen über vorhandene Materialien, Stücklisten, Arbeitsgängen bereit und ist für die Preisgestaltung unabdingbar. Zur Produktivitätssteigerung und Austauschplattform im Entwicklungsprozess wird vereinzelt die Anwendung Mindmanager verwendet. Ein Einsatz der Software für den gesamten Entwicklungsprozess und für alle beteiligten Mitarbeiter, ist durch die Versionsproblematik zurzeit nicht möglich.

Aufgrund der unternehmenswichtigen Entwicklungsarbeiten und deren Dokumentation, ist die Datensicherheit ein sehr wichtiger Faktor. Datenverlust der durch Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Anwendungen entstehen kann, muss durch die regelmäßige Einspielung von Patches vorgebeugt werden. Der Zugang zu den einzelnen Rechnern ist der IT-Abteilung durch verschlossene Büroräume und flexible Arbeitszeiten der Anwender erschwert. Dies führt zu stark zeitverzögerten Einspielungen von Softwareupdates vor Ort und erhöht das Ausfallrisiko.

Im Musterbau findet zur Qualitätssicherung der Einsatz eines Qualitätsmanagement Systems CAQ und die Labelsoftware NiceLabel Anwendung. ToolsTalk-Acta erleichtert die Prozesssicherheit für die Produkte zu erhöhen und die Software steht den Mitarbeitern an einem Rechner zur Verfügung.

7.4 Produktions- und Vertriebsprozesse

Den größten Anteil an EDV Equipment mit knapp 90 Rechnern stellt der zweite Bereich der Kernprozesse. Im gesamten Produktions- und Vertriebsprozess liegt wieder ein Mix von Betriebssystemen vor. Während die Produktion, die Warenannahme, das Lager und die Fertigungssteuerung noch mit Microsoft Windows 2000 arbeiten, stehen den restlichen Bereichen das neuere Microsoft Windows XP zur Verfügung. Damit verbunden sind auch die unterschiedliche Microsoft Office Versionen. Der Austausch von wenigen Dokumenten zwischen den Bereichen, führt auch hier zu Kompatibilitätsproblemen, die durch den geringeren Qualifikationsstand der Mitarbeiter, den Supportbedarf der IS-Abteilung zusätzlich erhöhen.

Über alle Prozessschritte hinweg ist der Zugang zum ERP-System SAP gewährleistet und sichert die Steuerung der einzelnen Bereiche. Der Bereich der Auftragsbearbeitung vollzieht ihre Arbeit zum größten Teil mit SAP und den darin einfließenden Angebotsanfragen der Kunden. Ankommende Bestellungen per E-Mail, FAX oder Post, werden von den Mitarbeitern direkt im System erfasst. Für die Steigerung der Kompatibilität mit bestimmten Kunden, steht einem Mitarbeiter das OpenOffice Programm zur Verfügung. Eintreffende OpenOffice Dokumente bei anderen Mitarbeiterrinnen und Mitarbeitern, fordern den internen Austausch mit Hilfe von Outlook und können nicht direkt bearbeitet werden.

Die zur Produktion notwendigen Arbeitspapiere werden von der Fertigungssteuerung mit SAP erstellt und der Produktion übergeben. Weitere notwendige Dokumente werden i.d.R. in Papierversion den Prozessen bereitgestellt. Die Nutzung von Onlinebestellsystemen zu Lieferanten, im Einkauf und der Materialdisposition setzt steht's aktuelle Softwareupdates voraus. Durch fehlende und nicht aktuelle Einspielungen von Patches liegt hier ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Angriffe von Außen vor.

Die im Produktionsbereich verwendeten Rechnersysteme sind im Unternehmen die ältesten, genügen aber den geforderten Leistungsbedürfnissen. Rechner, die sich in unmittelbarer Nähe von Maschinen befinden, unterliegen einem erhöhten Umwelteinfluss und damit einem erhöhten Verschleiß. Der Einsatz von Industrie-PC Systeme an besonders schmutzanfälligen Örtlichkeiten verringert den Wartungsaufwand. Um einen evtl. Produktionsstillstand zu vermeiden, werden Ersatzrechner vorkonfiguriert und bei Bedarf eingesetzt. Diese Maßnahme erhöht zwar die Reaktionszeit im Austausch der Hardware, nicht aber der Software und Daten. Die Widerherstellung des Systems mit aktuell notwendigen Patches, Benutzerrechten und notwendigen Produktionsdaten erhöhen wiederum den Aufwand, den Rechner zeitnah einsetzen zu können. Kritisch wird dieser Umstand, wenn Hardwaredefekte oder Softwareprobleme bei Rechnersystemen der CNC Maschinen auftreten. Diese haben im getaktetem Produktionsablauf einen starken Einfluss auf nachfolgende Prozesse und führen im schlechtesten Fall zum Produktionsstillstand.

Ungenügende Restriktionen der Benutzerrechte im Produktionsbereich, führen immer wieder zu Eigeninitiativen der Produktionsmitarbeiter mit dem Resultat, dass die EDV-Abteilung unnötigen Support stellen muss, damit die betroffenen Systeme wieder lauffähig werden.

Eine Nutzung von Barcodesystemen in der SMIT GmbH erhöht die Prozesssicherheit im Produktionsdurchlauf. Zur Generierung von Barcodes, wird die Labelsoftware NiceLabel in der Warenannahme, im Lagerbereich und im Versand eingesetzt. Im Lager erfolgt ausschließlich die Nutzung von Handhelds mit integrierten Kamerascanner zum einlesen der Barcodes. Ähnliches Bild liegt im Versandbereich vor und wird für das Konsolidieren aller Versandmaterialien verwendet. Die Anbindung am SAP System generiert automatisch Versandpapiere und entsprechende Kundeninformationen. Probleme in diesen Bereichen treten zum größten Teil nur im Hardwarebereich auf und können in kurzer Zeit durch passendes Ersatzequipment behoben werden.

7.5 Supportprozesse

In den vielen verschiedenen Supportprozessen sind knapp 40 Rechner im Einsatz und unterstützen die Arbeit. Den größten Anteil von unterschiedlichsten Softwareanforderungen sind in der Qualitätssicherung anzutreffen. Als Besonderheit zur Sicherung der Produktqualität, wird ein 3D-Vermessungsystem der Firma TESA Scan 80 Plus eingesetzt. Die Mindestanforderungen der Software Pro-Measure/Pro-Composer, an das Betriebssystem, fordert die Umstellung auf Microsoft Windows XP. Aufgrund der nicht durchgängigen Umstellung können nicht alle Mitarbeiter mit der Software arbeiten. Die Nutzung zweier Versionen von Microsoft Office Paket, führt auch hier zu Konflikten die mit vermehrtem Aufwand bewältigt werden müssen.

Ältere Versionen werden auch im Rechnungswesen und dem Kundenservice eingesetzt. Hier kommt es seltener zu Problemen, da der Datenaustausch zu anderen Abteilung sehr gering ist. Die restlichen Prozesse, wie das Personalwesen, das Reklamationswesen und das Marketing verfügen schon über den aktuelleren Softwarestand, Microsoft Windows XP und Office2003.

Die Pflege der Webseite des Unternehmens erfolgt durch die Marketingabteilung. Das setzt in diesem Bereich einen steht’s aktuellen Softwarestand mit allen Patches voraus. Die IT-Abteilung vergibt Personenbezogen die Benutzerrechte auf Antrag. Das hat zur Folge, dass es keine einheitlichen und strukturierten Zugriffsrechte auf die Netzwerkbereiche gibt.

Nicht auf der Prozesslandschaft der Unternehmung zu sehen ist die IT-Abteilung, die dem Gesamtunternehmen natürlich zugehörig ist. Die reichhaltige EDV-Ausstattung stellt sicher, dass die Prozessabläufe trotzt verschiedenster Anwendungen und Versionen, am laufen gehalten wird. Umfangreiche Testszenarien stellen mit hohem Aufwand die EDV-Prozesse in den einzelnen Abteilungen sicher. Die in zwei Schichten besetzte Hotline, versucht möglichst alle Probleme in kürzester Zeit zu lösen, stößt aber an Grenzen aufgrund der Vielfalt der Daten. Die starke Bindung von Ressourcen bei Rechnerdefekten und Widerherstellungen, verlangt nach Optimierung bei der Installation von Neusystemen und der Zurückführung auf den letzten Datenstand. Die Vorbereitung und Durchführung von Softwareupdates erfordert einen hohen personellen Aufwand, um die Menge an verschiedenen Versionen entsprechend testen und einspielen zu können.

Eine der größten Herausforderungen für die IT-Administratoren ist die Pflege und Wartung der firmeninternen Computer und des Netzwerkes. Die Computer ändern sich ständig hinsichtlich der Anforderungen an Hardware und Software. Regelmäßig gibt es neue Updates und sicherheitsrelevante Patches die eingespielt werden müssen. Unregelmäßig, aber doch ständig wiederkehrend kommen neue Versionen der eingesetzten Software auf den Markt. Diese müssen geprüft und bewertet werden, ob die vorhandene Software ersetzt werden muss oder nicht. Hardware muss ausgetauscht werden weil ein PC oder Laptop nicht mehr den Anforderungen entspricht oder er wegen eines Defektes nicht reparabel ist. Das Hardware- und Softwareinventar ist somit einem ständigen Wandel unterzogen. Den Überblick zu behalten, was genau an Softwarelizenzen und Hardware im Unternehmen vorhanden ist und welcher Mitarbeiter gerade welche Hardware und Software an seinem Arbeitsplatz einsetzt, ist daher sehr zeitaufwändig. Der Kaufpreis einer Software bzw. Hardware macht nur rund 20% der gesamten Kosten über den kompletten Lebenszyklus aus. Die anderen 80% der Kosten fallen auf die Implementierung der Hardware, sowie die Zustellung, Aktualisierung und die permanente Unterstützung der Nutzer bei Software. [1]

7.6 Matrixübersicht

Abbildung 2: Unternehmes - Softwarematrix
Abbildung 2: Unternehmes - Softwarematrix

Wie in den einzelnen Prozessbereichen verdeutlich wurde, liegt im gesamten Unternehmen ein Mix aus verschiedenster Software und mit unterschiedlichen Versionen vor. Die Beschränkung dabei lag auf die Hauptanwendungen, und vernachlässigt die diversen kleinen Hilfsanwendungen die von manchen Benutzern installiert wurden.

Zur besseren Darstellung wird in Abbildung 2 ein Überblick, über die eingesetzte Software zu den jeweiligen Prozessbereichen in Matrixform aufgelistet. Dabei sind die einzelnen Prozessschritte den jeweiligen Softwareanwendungen gegenübergestellt. Zur besseren Einschätzung, wie die Verteilung der Ressourcen im Unternehmen vorliegt, ist die Matrix um zwei Spalten erweitert. In diesen steht die Anzahl der verwendeten Rechner, sowohl Desktop PCs wie auch Laptops, in den einzelnen Abteilungen.

Zusätzlich wurden die vorhanden Serversysteme in Anzahl und Bezeichnung aufgezählt.

7.7 Anforderungskatalog

Die detaillierte Analyse der eingesetzten Software und dessen Nutzung in den einzelnen Prozessschritten zeigt auf, dass es einen hohen Bedarf zur Unterstützung durch ein Softwaremanagement gibt. Der schwerwiegendste Punkt bei der Bewältigung der IT-Probleme im Unternehmen ist die Sicherstellung von Softwareupdates. Das damit verbundene Sicherheitsrisiko, stellt die SMIT GmbH vor ein ernstzunehmendes Problem. Hier muss es zu einer automatisierten Lösung führen, die Bedarfsweise Patches auf Rechnersysteme installiert.

Aufgrund der verschiedenen Betriebssysteme wäre hierbei eine breite Palette von Testsystemen notwendig, daher muss die Empfehlung ausgesprochen werden, alle auf einem Betriebssystemstand zu heben. Die Unternehmensweite Nutzung eines Betriebssystems kann dann auch die Versionsgleichheit von Anwendungssoftware sicherstellen. Der Wegfall von Inkompatibilitäten zwischen den einzelnen Versionen der Anwendungen, schafft neue freie Ressourcen in den Fachabteilungen und reduziert den Supportbedarf der IT-Abteilung.

Die zu erzielende Gleichheit bei den Betriebssystemen erleichtert auch die bedarfsgerechte Zuweisung von entsprechenden Benutzerrechten. Aus Sicht der IT-Abteilung reduzieren sich damit administrative Tätigkeiten zur Abbildung organisatorischer Änderungen, wie z.B. Ein-, Austritt von Mitarbeitern, Abteilungswechsel, Änderung der Rolle, Netzfreigaben etc. Für das Gesamtunternehmen erhöhen sich die Sicherheit (schnelle Ausführung von Arbeitsschritten, keine verwaisten Benutzerkonten) und Produktivität (geringere Wartezeiten auf Berechtigungen, weniger Fehlbedienungen) bei sinkenden Kosten wie z.B. keine unnötigen Berechtigungen und damit vergeudeter Lizenzen.

Abbildung 3: Anforderungskatalog
Abbildung 3: Anforderungskatalog

Die Reduzierung von downtimes (Stillständen jeglicher Art) bei eventuellen Hardwaredefekten oder Softwareproblemen, kann durch eine vollständige Automatisierung von Funktionen wie Installation der Betriebssysteme, Verteilung und (De-)Installation von Software und automatischer Speicherung von persönlichen Daten erreicht werden.

Eine Inventarisierung der technischen Ausstattung der Arbeitsplätze inklusive der zugehörigen Peripheriegeräte, schafft Transparenz, Kostenkontrolle und Steuerungsmöglichkeiten für die IT Kosten des Unternehmens.

Zusammenfassend ist ein entsprechender Anforderungskatalog (siehe Abbildung 3) erstellt worden, der mit Muss und Kann Kriterien ergänzt und bewertet wurde.

Um auf die definierten Anforderungen eine passende Lösung zu finden, werden im nächsten Abschnitt entsprechende Konzepte von Softwaresystemen betrachtet.

8 Konzepte von Softwaresystemen

Im Folgenden soll kurz erläutert werden, welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen zukünftig die Software, den Versionsstand und die Updates auf einem einheitlichen Stand zu halten. Um die Computer auf den erwünschten, dem Anforderungskonzept entsprechenden Stand zu bringen und auch zukünftig zu sichern, gibt es verschiedene Verfahrensweisen. Hierzu hat man einerseits beim Vorhalten der Software, also wie und wo die Software gespeichert wird, sowie bei der Art der Installationsdurchführung unterschiedliche Möglichkeiten. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass sich eine andere Projektgruppe damit auseinandersetzt, welche Software in Zukunft welcher Abteilung zur Verfügung gestellt wird, um zukünftig die Nutzung von unterschiedlichen und inkompatiblen Softwareversionen zu beschränken.

8.1 Vorhalten der Software

Unabhängig davon, wie die Installation von Software und Updates durchgeführt wird, ist die Frage wo und in welcher Form diese vorgehalten werden. Die Folgenden 2 Varianten sind dabei möglich.

8.1.1 Speicherung auf portablen Datenträgern

Die Software sowie Updates und Patches sind auf physischen Datenträgern (CD-ROM, DVD, USB-Stick, u.ä.) zentral in Berlin oder an jedem der beiden Standorte vorhanden.

Hierbei ist die Verfügbarkeit jedoch auf die Anzahl der Datenträger begrenzt und bei einmal-beschreibbaren Medien kann der Inhalt nicht aktualisiert werden. Dies ist vor allem bei sicherheitsrelevanten Anwendungen, wie Anti-Viren Software oder Anti-Spyware Programmen, von Nachteil, da diese häufig Updates, am Beispiel der Rapid Releases der Anti-Viren-Software von Symantec[2] sogar mehrmals täglich beziehen.

Bei Software, welche nur mit einer Seriennummer installiert werden kann, ergibt sich das Problem, dass die entsprechende Nummer dem Datenträger beigefügt werden muss.

8.1.2 Zentrale Serverseitige Speicherung

Hierbei werden alle nötigen Dateien zur Installation auf einem über das Netzwerk zugänglichen Server abgespeichert, so dass diese bei Bedarf heruntergeladen werden können. Im Gegensatz zu den physischen Medien ist die Verfügbarkeit nur von der Netzwerkinfrastruktur abhängig.

Dies ist ein immenser Vorteil gegenüber der Lagerung nur auf portablen Datenträgern, da die Dateien zur selben Zeit allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Weiterhin kann durch die Lagerung auf einem Server gewährleistet werden, dass immer die aktuellste Version zur Verfügung steht. Es muss lediglich ein Datenspeicherplatz gepflegt werden in punkto Aktualität. Auch hier stellt sich die Frage, wie mit der Problematik der Seriennummern der Softwareprodukte umgegangen wird.

8.2 Installationsdurchführung

Abgesehen von der Verfügbarkeit der Installationsmedien, kommt es darauf an, wie die Installation durchgeführt wird. Dabei betrachten wir die manuelle Installation, die von einem Servicemitarbeiter der IT-Abteilung oder dem betreffenden Mitarbeiter an dem Computer durchgeführt wird, die Softwareverteilung, welche über das Netzwerk des Unternehmens stattfindet sowie die Pflege und Installation von Programmen auf dem Unternehmensserver.

8.2.1 Manuelle Installation

Eine Möglichkeit ist es, dass der Mitarbeiter selbst für die Installation der benötigten Software sowie ihrer Aktualisierungen verantwortlich ist. Er bekommt den Zugang zur Software, Updates und die entsprechenden Seriennummern. Hierbei kann das Problem auftreten, dass der betroffene Mitarbeiter nicht die benötigten Rechte am Computer besitzt, um Installationen durchzuführen. Dementsprechend müsste er dies bekommen, was jedoch aus sicherheitsrelevanten Aspekten nicht zu empfehlen ist. Ein Mitarbeiter sollte grundsätzlich nur die Rechte bekomme, welche er für seine täglichen Aufgaben benötigt. Davon abgesehen fehlt dem Mitarbeiter unter Umständen die entsprechende Qualifikation, um Installationen durchzuführen.

Auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter der IT-Abteilung die Installationen nach einem Ablaufplan bzw. eines Rollouts (Einführung, Herausgeben einer neuen Version) oder auf Anfrage an den einzelnen Rechner durchführt. Hierbei müssen sich die Mitarbeiter der IT-Abteilung aber jeden Rechner einzeln vornehmen, was aber einen immens hohen Zeitfaktor hat. Bei dieser Variante gäbe es keine Probleme mit den benötigten Rechten, da sich dich Mitarbeiter der IT-Abteilung als Administratoren anmelden können.

Bei beiden Varianten gibt es das Problem, dass für die Zeit der Installation der Mitarbeiter sowie die auf Zuarbeiten von ihm angewiesenen Kollegen nicht arbeiten können.

8.2.2 Softwareverteilung

Unter dem Begriff Softwareverteilung versteht man die größtenteils automatisierte Verteilung und Installation von Betriebssystemen, Software und Updates auf Computern. Die benötigten Dateien werden über das Netzwerk an den betreffenden Rechner verschickt und dann automatisiert installiert. Dazu benötigt man eine entsprechende Softwarelösung, welche die Daten verteilt, Möglichkeiten der Zuordnung und der Paketierung bietet. Bei der Paketierung besteht die Möglichkeit, die Software mit allen Einstellungen und der Seriennummer in ein Installationspaket zu verpacken. Die IT-Abteilung ist für die Pflege der Software und der Zuordnungen verantwortlich.[3]

Bei der Softwareverteilung besteht die Möglichkeit, Software auf drei Arten zuzuweisen.[4]

  • Zuweisung an einen Computer/Computergruppe

Sobald sich der entsprechende Computer am Netzwerk anmeldet, wird die Installation durchgeführt. Dies geschieht noch bevor sich ein Benutzer am Rechner anmeldet. Kombiniert man dies mit einem Wake on LAN, wobei der Computer durch ein Netzwerksignal gestartet wird, kann man die Installationen über Nacht durchführen lassen, was den positiven Effekt hat, dass in das Tagesgeschäft nicht störend eingegriffen wird. Nachteilig ist hierbei das Prinzip des Desk Sharings, bei dem Computer von unterschiedlichen Mitarbeitern genutzt werden, wenn die Mitarbeiter unterschiedliche Software benötigen, da dann auf jedem Computer jedes Programm, und somit jeweils eine Lizenz, installiert sein muss.

  • Zugewiesen an einen Benutzer/Benutzergruppe

In diesem Fall wird die Installation durchgeführt, wenn sich der Benutzer am Rechner und somit am Netzwerk anmeldet. Dadurch entsteht zwar nicht dass Problem, wie bei der Zuweisung an einen Computer, dass jede Software installiert sein muss, dessen ungeachtet kann der Benutzer nach dem Anmelden unter Umständen erstmal eine gewissen Zeit nicht arbeiten, wenn eine Installation gestartet wurde.

  • Veröffentlicht für einen Benutzer/Benutzergruppe

Ähnlich dem Prinzip "Zugewiesen an einen Benutzer", jedoch hat der Mitarbeiter die Möglichkeit selbst zu bestimmen, wann die Installation stattfindet. Hierbei ist aber zwingend darauf zu achten, dass der Benutzer die Installation nicht für immer oder einen sehr langen Zeitraum verschieben kann.

Sinnvoll ist eine Kombination aus allen 3 Möglichkeiten, je nach Software sollte eine andere genutzt werden. Beispielsweise sollten Hotfixes, als Updates welche kritische Sicherheitslücken schließen, auf jedem Rechner sofort und unabhängig vom Benutzer installiert werden oder wenigstens nicht verschoben werden können.

8.2.3 Pflege der Systeme auf einem Server

Ein Client-Server-Netzwerk arbeitet nach dem Prinzip, dass alle Aufgaben und das eigentliche System auf einem Server laufen und die Desktoprechner als Clients lediglich der Darstellung und Datenanfrage regeln. Hierbei besteht die Möglichkeit, direkt die Software und alle benötigten Updates auf dem Server aktuell zu halten. Jedoch ergibt sich dabei die Gefahr, dass bei einem Serverausfall an keiner der Arbeitsstationen mehr gearbeitet werden kann.

8.2.4 Auswahl aus den 3 Methoden

Weitergehend wird, in Hinblick auf den Anforderungskatalog, angestrebt ein Softwareverteilungssystem im Unternehmen zur Realisierung des Softwaremanagements einzuführen. Die Gründe die dafür sprechen, beziehungsweise gegen die anderen Lösungen, sind:

  • manuelle Installationen
    • stören den Mitarbeiter und können mit den vorhanden IT-Mitarbeitern nicht realisiert werden
    • das Vorhalten und Verwaltung von vielen Datenträgern ist aufwändig
    • der Zugang zu einigen Büros ist nicht immer gegeben bzw. Außendienstmitarbeiter sind unterwegs
    • Rechteverwaltung und Seriennummernproblematik
  • Softwareverteilung
    • zentrale Pflege
    • automatisierte Installationen
    • weitere Funktionen implementierbar
  • Client-Server-Betrieb
    • Single Point of Failure - fällt der Server aus, kann niemand mehr arbeiten
    • Software, Netz und Arbeitsstationen sind dafür nicht ausgelegt


9 Marktanalyse

Auf dem Markt existieren viele Software Angebote, die ein umfangreiches Paket für das Lifecycle Management von Soft- und Hardware anbieten. Dazu gehören Anbieter wie

  • Altiris Total Management Suite von Symantec
  • matrix42 Empirum Pro
  • uib opsi
  • LanDesk Enterprise Suite
  • Microsoft System Management Server
  • Novell ZenWorks

Im Folgenden werden die einzelnen Produkte näher beschrieben und anhand des Anforderungskatalogs bewertet.

9.1 Altiris Total Management Suite

9.1.1 Beschreibung

Altiris, 1998 in Lindon Utah USA gegründet, wird seit Mai 2002 an der Börse geführt. 2006 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 15,5 Millionen Dollar bei 229,4 Millionen Dollar Umsatz. Im April 2007 wurde das Unternehmen von Symantec aufgekauft und ist seit dem eine Tochtergesellschaft von Symantec. [5]

Altiris, momentan in Version 6, bietet in seiner „Total Management Suite“ ein umfangreiches Softwarepaket mit verschiedenen Komponenten. Dazu gehören die „Service & Asset Management Suite“, die „Client Management Suite“ und die „Server Management Suite“. [6]

9.1.1.1 Service & Asset Management Suite
Abbildung 4: Gerätelebenszyklus ZenWorks
Abbildung 4: Gerätelebenszyklus ZenWorks

Die Informationen dieses Kapitels sind ausschließlich der Produktbroschüre der „Service & Asset Management Suite“ von Altiris[7], so weit nicht explizit anders gekennzeichnet entnommen.

Mittels der „Service & Asset Management Suite“ können die IT-Anlangen (engl asset) über den kompletten Lebenszyklus hinweg verwaltet werden. Der Gerätelebenszyklus setzt sich aus der Beschaffung, der Identifizierung, dem Imaging (Erstinstallation), der Konfiguration und gegebenenfalls Sperrung, dem Verwalten der Benutzerprofile, dem späteren installieren und entfernen von Software, der Inventarisierung, Reports, Remote-Unterstützung und zu allerletzt der Ausmusterung zusammen.

Die Daten aller IT-Assets werden in einem einzigen Repository, einer zentralen Datenbank, normalisiert und konsolidiert gespeichert. Die eingesetzte Hard- und Software wird automatisch über das Netzwerk identifiziert und die Datenbank aktualisiert. Einzelne Posten, die nicht automatisch durch die Software erkannt werden, können manuell nachgepflegt werden. Die Daten können in Echtzeit abgerufen werden und die Aktualität der Daten ist gewährleistet. Zeit- und kostenintensive Nachforschungen und Nachbesserungen werden reduziert.

Durch den Benutzer selbst installierte Software kann zu einem Sicherheitsrisiko für das Unternehmen werden. Diese Software kann Angriffe von außen ermöglichen, Viren ins Netzwerk einschleusen oder lizenzrechtliche Konsequenzen für das Unternehmen haben. Durch die automatische Erkennung der installierten Software auf allen Rechnern im Unternehmen ist eine zentrale Kontrolle und durch die Deinstallation mittels Remotezugriff eine Wahrung der Sicherheit und der Stabilität des Netzwerkes gewährleistet.

In regelmäßigen Abständen können Reports über die Nutzung der installierten Software generiert werden. Das ermöglicht eine optimale Ausnutzung der im Unternehmen zur Verfügung stehenden Lizenzen. Eine Lizenz, die von einem Benutzer kaum oder gar nicht benutzt wird, kann erkannt werden und an einen Benutzer vergeben werden, der die Software benötigt. Somit sinkt der Overhead an überschüssigen Lizenzen und gleichzeitig die Lizenzkosten.

Die in der Datenbank verfügbaren Daten der einzelnen Benutzers können rollen- oder aufgabenbasiert gefiltert werden. Das bedeutet, dass Aufgrund der Aufgabe oder Rolle, zum Beispiel definiert durch die Abteilung des Mitarbeiters, die Daten gefiltert werden können. Der Mitarbeiter kann nur die Informationen sehen, die für seine Aufgabe notwendig sind.

Durch den schnellen Zugriff auf die relevanten Informationen und die Möglichkeit alle Rechner remote zu erreichen, in Verbindung mit der integrierten Knowledge-Datenbank, ist eine schnelle Hilfe im Supportfall möglich. Die Reaktionszeiten des IT-Supports und die Ausfallzeiten der Anweder-PCs werden minimiert. Somit sinken die Kosten die durch den Ausfall oder der Nichtverfügbarkeit benötigter Software beim Anwender entstehen.

Die „Service & Asset Management Suite“ unterstützt aktuelle Technologien wir XML, Microsoft SQL und Transaction Server, sowie verschiedene Netzwerkprotokolle, wie TCP/IP, um eine optimale Anpassung der Software an das bestehende Netzwerk im Unternehmen zu gewährleisten. Dadurch ist es möglich eine breite Gruppe von IT-Anlagen in das System einzubinden. Dies umfasst neben den Standard-PCs und Laptops WAN-Sites mit schlechten Netzwerkanbindungen und mobile und LAN Clients.

9.1.1.2 Client Management Suite

Die „Client Management Suite“ erweitert die Funktionalität der „Service & Asset Management Suite“ um eine optimale Client Verwaltung. Für die Clients stehen hier die Anwender-PCs.

Oft kommt es vor, das Benutzer genau in dem Moment, in dem eine neue Software bei ihnen installiert werden soll, keine Zeit dafür haben und wichtige Aufgaben dafür unterbrechen müssten. Die „Client Management Suite“ ermöglicht es den Benutzern die Installation zu verschieben und später automatisch durchführen zu lassen. Die aufwendige Zeitabstimmung zwischen IT-Abteilung und den Benutzern entfällt, besonders bei vielen parallelen Installationen, wie zum Beispiel bei einem firmenweiten Rollout einer neuen Software(-version). Durch die automatisierte Installation spielt die Art der Anbindung des Benutzers keine zeitrelevante Rolle. Benutzer mit einer langsamen Anbindung blockieren nicht mehr unnötig den IT-Admininistrator, der mit der Installation beauftragt war. Auch können abgebrochene Softwaredownloads vom Altiris Server an der Stelle wieder aufgenommen werden, an der sie unterbrochen wurden. Ein Mehraufwand für den IT-Administrator und den Benutzer entsteht dadurch nicht.[8]

Eine Hauptaufgabe der „Client Management Suite“ ist die Verwaltung und die Verteilung von Softwarepatches. Durch die hohe Anzahl der vorhandenen Softwarepatches ist es eine zeitaufwendige Aufgabe, diese zu prüfen, zu bewerten und zu priorisieren. Durch die „Client Management Suite“ ist es möglich die Verteilung der Patches nach Paketen und Richtlinien zu steuern. Somit ist es möglich zuerst die Patches auf Testrechnern zu installieren und die Systemstabilität zu überprüfen, bevor die Patches an die einzelnen Anwender-PCs verteilt werden. Somit wird die Gefahr durch einen inkompatiblen Patch das Firmennetzwerk zu destabilisieren oder gar einem Komplettausfall minimiert.[9]

9.1.1.3 Server Management Suite

Die Informationen dieses Kapitels sind ausschließlich der Produktbroschüre der „Service & Asset Management Suite“ von Altiris [10], so weit nicht explizit anders gekennzeichnet.

Die „Server Management Suite“ erweitert die Funktionalität der „Service & Asset Management Suite“ um ein umfangreiches Server Verwaltungs- und Wartungsprogramm.

Die Server Management Suite ermöglicht den Zugriff auf und die zentrale Verwaltung von unternehmenskritischen Ressourcen, sorgt für Konsistenz in der Server-Umgebung, minimiert Sicherheitslücken und bietet integrierte Disaster recovery, dynamische Bereitstellung von Ressourcen und Automatisierung zeitraubender manueller Aufgaben. [11]

Die firmeninterne Netzwerksicherheit wird durch die Definition von Rollen und Bereichen gewährleistet. Durch diese kann zentral definiert werden, welcher IT-Administrator welche Aufgaben auf welchem Server erledigen darf. Unbefugter Zugriff auf die Server wird somit vermieden.

Aber schon bei der Bereitstellung eines neues Server unterstützt die „Server Management Suite“ die IT-Administratoren. Die verschiedenen Programme, die auf einem Server installiert werden sollen, inklusive dem Betriebssystem, Windows wie Linux, und der kompletten Konfiguration, können zu einem Paket zusammengefasst werden, das durch die Suite automatisch installiert werden kann. Der zeitaufwendige und fehleranfällige Prozess der Serverinstallation wird somit beschleunigt. Die Konfigurationen der Server können in Richtlinien gespeichert werden. Somit ist ein späterer Vergleich der aktuell auf dem Server vorhandenen Konfiguration mit der Richtlinie möglich und Konfigurationskonflikte lassen sich leichter und schneller erkennen und beheben.

Ebenso wie die „Client Management Suite“ enthält die „Server Management Suite“ eine zentrales und automatisiertes Update- und Patchmanagement, aber gezielt auf die Anforderungen an Server optimiert. Sollte ein installierter Patch die Stabilität des Servers gefährden ist ein Rollback auf einen stabilen Softwarestand und Konfiguration möglich. Durch das Patchmanagement werden die Testzyklen vor der Patchinstallation und gegebenenfalls vorhandene Ausfallzeiten durch die Patchinstallation minimiert.

Eine der wesentlichsten Aufgaben der „Server Management Suite“ ist aber das Monitoring und Reporting der Server. Wichtige Statistiken und Betriebsparameter können in Echtzeit abgefragt werden und somit Serverprobleme frühzeitig und schnell erkannt werden. Dies wird durch wichtige Diagnose-Tools, wie zum Beispiel Port Scan oder Traceroute, unterstützt. Es kann damit auch leichter identifiziert werden, ob gegebenenfalls vorhandene „Server-Probleme auf der Netzwerk-, System- oder Anwendungsperformance beruhen“ [12]. Durch das automatische Monitoring der Server können bei Überschreitung vordefinierter Grenzwerte die Netzwerkadministratoren unverzüglich, zum Beispiel per E-Mail, benachrichtigt werden. Langwierige Ausfallzeiten werden somit vermieden.

9.1.2 Systemanforderungen

Die „Total Management Suite“ hat folgende Mindestsystemanforderungen. Für den Betrieb des Server ist die Installation des „Altiris Notifiation Server“ notwendig. Dieser benötigt einen Rechner mit mindestens einem Pentium 3 Prozessors mit 800 MHz, 1 GB Arbeitsspeicher, 20GB Festplattenplatz, Windows Server 2000, Microsoft SQL Server 2000 SP3 und Internet Explorer 6 oder höher. Für den Betrieb des „Altiris Agent“ auf den Anwender-PCs wird Windows 95, 5 MB Festplattenplatz, 64 MB Arbeitsspeicher und der Internet Explorer 4 oder höher benötigt.

9.1.3 Zusammenfassung der Funktionalität

Abbildung 5: Altiris Produktspektrum
Abbildung 5: Altiris Produktspektrum
  • Servermanagement
  • Clientmanagement
  • Rollen- und Bereichsbasierte Sicherheitseinstellungen
  • Software-Deployment
  • richtliniengesteuerte Softwareverteilung
  • Lizenzmanagement
  • zentrale Hardware- und Softwareinventarverwaltung
  • automatisierte Update- und Patchverteilung
  • Remotewartung der Anwender-PCs und Server
  • Report und Monitoring
  • Integration aktueller Standards und Netzwerktechnologien
  • geringe Voraussetzungen an Hardware und Drittanbietersoftware
  • breite Unterstützung Betriebssysteme und Drittanbietersoftware

9.2 matrix42 Empirum Pro

9.2.1 Beschreibung

Abbildung 6: matrix42 Empirum Pro Management Suite
Abbildung 6: matrix42 Empirum Pro Management Suite

Matrix42 begann 1992 unter dem Firmennamen „ISM Intelligent Software Management GmbH“ mit dem Import von Software-Lösungen, Consulting-Leistungen und der Ergänzung der Software durch Lösungen von Drittanbietern. Seit 1998 entwickelt das Unternehmen selbstständig die System-Management Suite „Empirum“, basierend auf ihren Erfahrungen und Kundenumfragen. Im Jahre 2000 wurde der Firmenname in matrix42 geändert und 2004 durch die Gründung der matrix42 USA Inc., Atlanta, USA verstärkt. Seit der Markteinführung von Empirum steigt der Marktanteil stetig. Während er 2002 noch bei 5,5% lag waren es 2008 schon 15% Marktanteil.[13]

„Mit Empirum können sämtliche PCs, Server, Konfigurationen und Software-Bestände eines Unternehmens effizient und von zentraler Stelle aus vollständig verwaltet werden (Windows und Linux). […] Empirum bietet die […] Technologie zur vollständigen automatisierten Content- und Software-Verteilung in Netzwerken und über das Internet. Alle Bestandteile einer PC-Arbeitsumgebung – Betriebssystem, Treiber, Applikationen, Druckeranbindung, Policies etc. - sowie sämtliche persönlichen Einstellungen und Daten können mit Empirum komfortabel verteilt, installiert und modifiziert werden.“[14]

Die Empirum Pro System Management Suite umfasst viele Funktionen, wie das Software Management, Inventarisierung, Betriebssystem Installation und das Recovery der persönlichen Anwenderdaten. Optional kann die Empirum Pro Suite durch die Empirum Security Suite, das Empirum Remote Control und das Empirum Easy Recorvery Softwarepaket erweitert werden. Auf die einzelnen Kernfunktionen der Management Suite soll im Folgenden näher eingegangen werden.

9.2.1.1 Software Management

Das Empirum Software Management Paket ermöglicht es die Software auf den unterschiedlichen im Unternehmen im Einsatz befindlichen Geräten, unabhängig ob Clients, Handhelds oder Servern schnell und effizient zu verwalten, ungeachtet ob es sich dabei um ein Software-Rollout, die Installation einer einzelnen Anwendung, von Patches oder Servicepacks oder der Konfiguration der Geräte handelt. Die Verwaltung der Software basiert auf Rollen, die den einzelnen Anwendern zugewiesen werden. So lässt sich schnell und einfach Grundeinstellungen, der Umfang der zu installierenden Anwendungen und später gegebenenfalls Änderungen an der Software oder des Softwarepaketes auf den Anwender-PCs schnell und unkompliziert für viele Mitarbeiter mit nur wenig Aufwand festlegen. Beim Anlegen einer neuen Rolle wird in dieser genau festgelegt welche Software ein Mitarbeiter in dieser Rolle benutzen darf und wie diese Konfiguriert sein soll. Wird ein Mitarbeiter dieser Rolle zugewiesen, wird auf dem dazugehörigen PC automatisch durch das Empirum Software Management die voreingestellte Software auf diesem PC installiert. Wird die Definition der Rolle geändert, kann diese Änderung mit nur wenigen Handgriffen auf allen dazugehörigen Anwender-PCs verteilt werden. Die eigentliche Installation der Software erfolgt voll automatisch und ohne Interaktionen durch den Anwender. Der Anwender kann während der Installation normal weiter arbeiten. Wenn gewünscht kann der Mitarbeiter kurz vor der Installation der Software darüber informiert und ihm die geschätzte Dauer mitgeteilt werden. Die Ausfallzeit durch die Blockade des Mitarbeiters während der Installation und den damit verbunden Kosten werden dadurch fast auf 0 minimiert.[15]

Das Software Management Paket bietet aber auch den Administratoren bei der Planung und Organisation der Installation neuer Software viele Vorteile. So können Abhängigkeiten und Voraussetzung für die Installation festgelegt werden. Nur wenn diese auf dem einzelnen Anwender-PC erfüllt sind, wird die Installation auf diesem auch durchgeführt. Zum Beispiel kann vordefiniert werden das Office nur auf PCs installiert wird das die Mindestvoraussetzungen für einen flüssigen Betrieb der Software erfüllt und gleichzeitig keine äquivalente Software von anderen Anbietern installiert hat. Durch diese Voraussetzungen kann auch vor einem Rollout einer neuen Software im vornherein mit wenig Aufwand geprüft werden, ob die relevanten PCs im Unternehmen überhaupt die Anforderungen für diese Software erfüllen. Eine Software die auf einem zu langsamen Rechner läuft blockiert die Mitarbeiter mehr, als das sie unternehmensfördernd eingesetzt werden kann. Durch die Unterstützung von Wake on LAN kann die Softwareverteilung auch so gelegt werden das sie zu einem Zeitpunkt erfolgt, wo kein Mitarbeiter im Unternehmen tätig ist, zum Beispiel am Wochenende, vor oder nach der regulären Arbeitszeit. Dadurch kann vor allem die Installation von Software, die doch den Mitarbeiter bei seiner Arbeit blockieren würde, so zum Beispiel Betriebssystem Servicepacks, zu einem idealen Zeitpunkt gelegt werden. Der Aufwand und die Ausfallzeit werden minimiert oder entfallen sogar gänzlich.[16]

9.2.1.2 Inventory
Abbildung 7: matrix42 Empirum Lizenzmanagement
Abbildung 7: matrix42 Empirum Lizenzmanagement

Empirum Inventory biete die Möglichkeit sämtliche Hardware und Software relevanten Daten im Unternehmen in einer zentralen Datenbank zu speichern. Die Installation einer Software auf den Clients ist nicht notwendig. Inventory erfasst automatisch über das Netzwerk sämtliche verbaute Hardware und installierte Software. Durch die regelmäßige Erfassung und Speicherung der Daten in der Datenbank wird automatisch eine IT-Inventar History erstellt. So lassen sich illegal installierte Software oder eine unerlaubte Änderungen an der Hardware schnell erkennen. Für diesen Fall ist es möglich einen Alarm zu konfigurieren, durch den ein Administrator, zum Beispiel per E-Mail, benachrichtigt wird. Auch die Häufigkeit der Nutzung einer Software wird erkannt und gespeichert. So ist es möglich die Verteilung von Lizenzen zu prüfen und zu optimieren. Nicht oder kaum benutzte Lizenzen lassen sich schnell und einfach erkennen und an Mitarbeiter verteilen, die sie benötigen. Solche Reports, wie die Verteilung von Lizenzen, lassen sich durch Filter leicht vor selektiert für alle relevanten Informationen erstellen. Sie können auch angepasst, eingeschränkt und anonymisiert werden, um zum Beispiel Betriebsrats- oder Personalratskonform zu sein oder nur für bestimmte Hard- oder Software erstellt werden.[17]

9.2.1.3 OS Installer
Abbildung 8: matrix42 Empirum OS Installer
Abbildung 8: matrix42 Empirum OS Installer

Empirum OS Installer unterstützt die Vorbereitung und Durchführung von Betriebssysteminstallationen auf neuen PCs und Servern, sowie die Einspielung einer neuen Betriebssystemversion auf bestehenden Systemen. Unterstützt werden dabei Microsoft Windows, Suse Linux Enterprise und RedHat Enterprise Linux. Im Softwarepaket befindet sich auch eine umfangreiche Treiberdatenbank, die online jederzeit aktualisiert werden kann. Somit stehen fast alle für die Installation des Betriebssystems notwendigen Hardwaretreiber automatisch zur Verfügung. Interaktionen, die bei der Installation auftreten, können vordefiniert werden und brauchen somit nicht durch einen Administrator vor Ort vorgenommen werden. Dadurch ist eine vollautomatische Installation auf vielen Rechnern parallel ohne viel Aufwand möglich oder Anpassung an die einzelne Hardware der unterschiedlichen Anwender-PCs möglich. Auf unflexible Images, die immer an den Ziel PCs angepasst sein muss, kann verzichtet werden. Dadurch wird die Verwaltung und Vorbereitung, vor allem großer Rollouts neuer Betriebssystemversionen, vereinfacht und beschleunigt. Empirum OS Installer unterstützt, wenn vorhanden, Wake on LAN und PXE-Bootprom[18], wodurch die Installation vor allem von Betriebssystemupdates so geplant werden kann, das kein oder nur wenige Mitarbeiter davon betroffen sind. Das minimiert wiederum die Ausfallzeit und die damit verbunden Kosten durch das Update.[19]

9.2.1.4 Personal Backup
Abbildung 9: matrix42 Empirum Personal Backup
Abbildung 9: matrix42 Empirum Personal Backup

Mit dem Empirum Personal Backup Software Paket lassen sich die persönlichen Daten, Einstellungen und die Konfigurationen einzelner Programme des Anwenders speichern und im Falle einer Migration oder Neuinstallation unkompliziert wieder einspielen. Die Backups der persönlichen Daten der Anwender lassen sich automatisch, zeit- oder ergebnisgesteuert gesteuert auslösen. Vollständige und inkrementelle Backups sind möglich. Das zeitaufwendige konfigurieren, zum Beispiel von E-Mail Accounts, einrichten der Arbeitsumgebung oder wiederherstellen persönlicher Daten, wie zum Beispiel Browser Favoriten, entfällt. Stattdessen können die Daten nach dem Einspielen des Betriebssystems und der Software direkt vom Server abgefragt werden. Der Anwender hat sofort seine gewohnte Umgebung zur Verfügung und ist wieder voll einsatzbereit. Die Ausfallzeit, zum Beispiel durch das Rollout einer neuen Betriebssystemversion, wird weiter vermindert. Der Administrator kann mit wenig Aufwand die Liste der zu sichernden Daten verwalten und aktualisieren. Die persönlichen Daten liegen auf dem Server verschlüsselt vor. Somit ist die Vertraulichkeit der persönlichen Daten gewährleistet.[20]

9.2.2 Systemanforderungen

matrix42 Empirum Pro hat die folgenden Mindestsystemanforderungen. Für den Betrieb ist ein Server mit einem Prozessor mit mindestens 1 GHz, 512 MB Arbeitsspeicher und 40 GB Festplattenplatz nötigt. Auf dem Server muss NT4 Server, Win2000 Server oder Windows2003 mit jeweils aktuellstem Servicepack installiert sein. Zusätzlich ist MS-SQL Runtime 2000 (im Lieferumfang enthalten), MS-SQL 7, MS-SQL2000 oder Oracle 8.1.7 bis 9.2 Vorrausetzung.

Alternativ kann auch Suse Linux Enterprise Server oder Red Hat Enterprise Linux AS 3 mit Oracle Client 9 und DB 8.1.7 bis 9.2 auf dem Server installiert werden.[21]

9.2.3 Zusammenfassung der Funktionalität

  • Verwaltung von Servern, PCs, Handhelds
  • Unterstützung von Windows, Suse Linux Enterprise, RedHat Enterprise Linux
  • Rollenbasierte Software-, Patch und Updateverteilung
  • Installationstiming durch Anwender
  • Software-Deployment
  • unfangreiche Treiberunterstützung
  • Lizenzmanagement
  • zentrale Hardware- und Softwareinventarverwaltung
  • Alarmgenerierung bei unerlaubter Änderung der Software oder Hardware
  • Reporting
  • Sicherung persönlicher Daten

9.3 uib opsi

9.3.1 Beschreibung

Die Firma uib entwickelte „opsi“ seit Mitte der 90er Jahre im Auftrag einer Landesverwaltung. Seit dem wurde die Software ständig weiter entwickelt und liegt momentan in Version 3 vor. „opsi“ ist ein Open Source Desktop Management Software mit freiem Download und Dokumentation. Nur Beratung, Schulung und Wartung durch die Firma uib sind kostenpflichtig. [22]

Das uib Open-Source-Desktop-Managementsystem bietet verschiedene Features zur Verwaltung des firmeninternen Netzwerkes. Diese Features sind die automatische Verteilung von Software und Updates, die automatische Installation von Betriebssystemen, sowie die Inventarisierung von Hard- und Software. Diese Features sind nicht auf einen lokalen Standort gebunden, sondern es werden auch unterschiedliche, räumlich getrennte Standorte unterstützt.

Abbildung 10: uib opsi Softwareverteilung
Abbildung 10: uib opsi Softwareverteilung

Die automatische Software und Update Installation ist eine Client-Server Anwendung. Nach dem Booten des Systems wird vom Client, auf dem Anwender-PC, geprüft ob eine neue Softwareversion auf dem Server zur Verfügung steht und installiert werden soll. Die Installation der neuen Software kann, nach einigen Vorbereitungen, vollständig ohne die Interaktion mit dem Anwender erfolgen. „opsi“ stellt dafür einige Modi zur Verfügung. Das sind zum einen die „silent“ bzw. „unattended“ Installation, bei der die Interaktion einfach abgeschaltet wird und die default Einstellungen der Installationsroutine benutzt wird. Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein Administrator die Eingabe der Installation aufzeichnet und mit auf dem Server ablegt. Diese aufgezeichneten Daten werden dann bei der Installation auf dem Anwender-PC benutzt. Der dritte Modus ist die Interaktivität der Installation nicht abzuschalten, sondern durch den Benutzer abzufragen oder über Drittanbieterprogramme, wie zum Beispiel Autoit [23], vorgegebene Eingaben automatisch einzugeben.[24]. „opsi“ bietet auch die Möglichkeit verschiedene Softwareversionen unterschiedlich zu behandeln. Das bedeutet das gegebenenfalls im Unternehmen unterschiedliche Versionen der gleichen Software getrennt voneinander konfiguriert werden können und so Inkompatibilitäten zwischen Version und Update vermieden werden können.[25]

Besitzt ein komplett neu zu installierender PC ein PXE-Bootprom kann auf diesem das Betriebssystem automatisch über den opsi-Server installiert werden. Unterstützt wird dabei Windows 2000, XP und Vista. Die Installation basiert auf dem original Microsoft Windows Setup im „unattached“ Modus. Die Hardwareinstallation wird durch die in Windows integrierte Hardwareerkennung realisiert. Auf dem opsi-Server können die dafür notwendigen Treiber vorgehalten werden. Steht auf dem Server ein passendes Betriebssystemimage zur Verfügung, kann auch dieses zur Installation des Betriebssystems genutzt werden. Dafür ist es aber nötig dass das Image auf diesen PC Typ abgestimmt ist.[26]


Abbildung 11: uib opsi Konfigurationseditor
Abbildung 11: uib opsi Konfigurationseditor

Das Softwarepaket bietet auch die Möglichkeit die im Unternehmen eingesetzte Hardware und Software in einer zentralen Datenbank zu erfassen. Auf Basis dieser Daten können wichtige Informationen für den Support schnell erfasst werden, ohne dass ein Administrator erst vor Ort prüfen muss welche Hardware und Software der Anwender in seinem PC hat. Mit dem Softwareinventar ist auch ein Lizenzmanagement verbunden. Durch das Softwareinventar ist es möglich die benutzten Lizenzen schnell zu erkennen und Reports über vorhandene und verbrauchte Lizenzen zu generieren.[27]

Die zentrale Komponente des „opsi“ Softwarepaktes ist der opsi-Konfigeditor. Der opsi-Konfigeditor steht als Java Programm oder als Web-Applet zur Verfügung. Es ermöglicht das Management der einzelnen Clients, einzeln oder als Gruppe. Diese Gruppen können auch dauerhaft konfiguriert werden, wodurch Clients rollen- oder abteilungsbasiert zusammengefasst werden können.[28]

9.3.2 Systemanforderungen

Für die Installation und den Betrieb von uib opsi 3.3.1 muss Sun Java 1.6 installiert sein.[29] Sun Java 1.6 benötigt mindestens einen Computer mit einem Pentium-Prozessor mit 166 MHz oder schneller, 64 MB RAM und 98 MB Festplattenspeicher.[30]

9.3.3 Zusammenfassung der Funktionalität

  • automatische Betriebssysteminstallation
  • automatische Softwaredeployment
  • Hardware und Software Inventar
  • Lizenzmanagement
  • Konfigurationsmanagement

9.4 LANDesk Management Suite

9.4.1 Beschreibung

Abbildung 12: LanDesk Management Suite
Abbildung 12: LanDesk Management Suite

LANDesk, gegründet 1985 als LAN Systems, 1991 von Intel aufgekauft, 2002 als LANDesk wieder ausgegliedert. Der Hauptsitz befindet sich seit dem in Salt Lake City, Utah, USA. 2006 wurde LANDesk von Avocent aufgekauft. Die Produkte von LANDesk werden in die ganze Welt verkauft und verwaltet 2008 über 250 Millionen Desktop-PC, Server und mobile Geräte.[31]

Die Informationen dieses Kapitels sind ausschließlich der Produktbroschüre der „LANDesk Management Suite“ von LANDesk[32], so weit nicht explizit anders gekennzeichnet, entnommen.

Die LANDesk Management Suite ist eine Komplettlösung für das Software- und Hardwaremanagement. Mit ihr ist es möglich alle Desktop-PCs, Server, Notebooks und mobile Geräte auf Basis von Windows oder Linux Betriebssystemen im Unternehmen zu betreuen. Sie zeichnet sich dadurch aus das sie sich schnell und einfach in heterogene Netzwerke integrieren lässt und dabei nur einen geringen Bedarf an Netzwerk-, Server- und Personalresourcen hat. Vorhandene Datenbanken, Anwendungen und Dienste lassen sich integrieren und verlieren somit nicht ihren Bedeutung für das Unternehmen. Es werden unter anderem Oracle Database 10g und Microsoft SQL 2005 unterstützt.

Die Management Suite, auf einem zentralen „Core-Server“ installiert, ermöglicht es sämtliche Hard- und Software des Unternehmen zu inventarisieren, Software und Patches zu installieren, deinstallieren oder konfigurieren, Benutzer zu verwalten und zu migrieren. Auch können diverse Reports erstellt und dadurch Prozesse optimiert werden.

Dabei ist LANDesk's Management Suite nicht auf einen Standort begrenzt. Über das Internet ist es möglich mehrere Standorte weltweit zu integrieren, auch außerhalb der firmeninternen Firewall. Zusatzprogramme, wie zum Beispiel eine Sicherung der Verbindung durch eine VPN, sind nicht notwendig. Die Suite ist in der Lage sämtliche eingesetzte Hard- und Software im Netzwerk des Unternehmens automatisch zu erkennen und zu katalogisieren. Es entsteht eine ständig aktuelle, vollständige Übersicht über die vorhandene Hard- und Software mit detaillierten Angaben, wie zum Beispiel der Seriennummer. Unberechtigt entfernte Hardware, illegal installierte oder defekte Software kann durch die umfassende Übersicht schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen zeitnah ergriffen werden. Durch Remote Zugriffe auf die entsprechenden Computer kann unerlaubte Software entfernt, defekte Anwendungen repariert oder konfiguriert und den Anwendern zusätzliche Rechte gewährt oder entzogen werden. Die Wartung sämtlicher Rechner im Unternehmen wird dadurch zentralisiert und der Aufwand durch Automatisierung minimiert. Zusätzlich bietet die Inventarisierung der Software die Möglichkeit ein Nutzungsprofil einer bestimmten Anwendung oder eines bestimmten Rechners zu erstellen. Das ermöglicht die Einhaltung von Lizenzbestimmungen und eine optimale Ausnutzung der vorhandenen Softwarelizenzen.

Die Management Suite bietet ein breites Spektrum an Funktionen und Tools zur Bereitstellung und Verteilung neuer Software und Patches. Um eine sichere und fehlertolerante Verteilung neuer Software oder Patches zu gewährleisten kann diese rollenbasiert vorkonfiguriert werden und automatisch und zeitlich gesteuert durchgeführt werden. D.h. die IT-Administration kann die Benutzer in verschiedene Gruppen unterteilen, denen jeweils eine oder mehrere Rollen zugewiesen werden. Basierend auf der Rolle eines Benutzers kann die Installation von Software priorisiert und gesteuert werden. Zum Beispiel wird die Software zuerst auf einem Testrechner installiert und dann auf den Rechnern von ein paar ausgewählten Mitarbeitern. Erst später wird dann die Software bei allen relevanten Mitarbeiter installiert. Auch die Nichtinstallation kann durch die Rollen des Benutzers definiert werden. Bei der Verteilung der Software unterstützt die Suite verschiedene Technologien zur Reduzierung der Netzwerkauslastung und Ausfallzeiten der Mitarbeiter. Durch die zeitliche Steuerung der Installation durch einen Zeitplaner und den Remote Zugriff, der auch Remote Wake unterstützt, ist es möglich die Installation am Wochenende oder in der Nacht durchzuführen, wo es zu keiner Unterbrechung der Tätigkeit der Mitarbeiter kommt. Um die Netzwerkauslastung über die verschiedenen Standorte hinweg zu reduzieren versuchen die Clients neue Software über 'Dynamic Preferred Server' zu beziehen. Dynamic Preferred Server sind lokale Rechner, auf die einmal das zu installierende Softwarepaket aufgespielt wird und alle anderen lokalen Rechner beziehen die Daten von diesem einen Rechner. Somit wird die Verbindung zum LANDesk-Server, außerhalb des lokalen Netzwerkes, minimiert und eine Performancesteigerung bei der Verteilung der neuen Software erreicht. Besonders unterbrechungsanfällige Schmalband- und Wählverbindungen werden dadurch optimiert.

Zur Softwareverteilung gehört auch die automatische Installation, das Deployment, neuer Systeme. Basierend auf der Rolle des Benutzers des neuen Rechners, wird das entsprechende Betriebssystem und Anwendungen installiert und konfiguriert. Falls der Benutzer schon vorhanden ist, kann dieser durch die integrierte Benutzerverwaltung, auf den neuen Rechner migriert werden. Dabei werden alle relevanten Benutzerdaten, Anwendungs- und Desktopeinstellungen auf den Zielrechner kopiert. Ein weiterer Einrichtungsaufwand durch den IT-Administrator und den Benutzer entfällt.

9.4.2 Zusammenfassung der Funktionalität

  • Unterstützung von Desktop-PCs, Server, Notebooks und mobile Geräte
  • Unterstützung von Windows und Linux Betriebssysteme
  • automatische Inventarisierung
  • Softwarelizenzüberwachung
  • Software-Verteilung
  • Remote-Wartung
  • Deployment
  • Benutzerverwaltung
  • Unterstützung von Intel AMT[33]
  • Unterstützung von Oracle Database 10g und Microsoft SQL 2005
  • standortübergreifend
  • rollenbasierte Verwaltung
  • ideale Netzwerkauslastung durch Dynamic Preferred Server

9.5 Microsoft Systems Management Server

Microsoft Systems Management Server bietet ein umfangreiches Paket zur Hardware-, Software-, Änderungs- und Konfigurationsverwaltung für Systeme auf Basis von Windows. Aufgrund der fehlenden Unterstützung von Linux[34] kommt diese Lifecycle Management Lösung nicht in die engere Auswahl. Die Unterstützung von Linux ist eine Einschränkung der Softwarehersteller. Somit ist das eine Verletzung eines muss-Kriteriums.

9.6 Novell ZENworks

9.6.1 Beschreibung

Novell wurde 1979 in Provo, Utah, USA unter dem Namen Novell Data Systems Inc. Das Unternehmen war ausschließlich als Hardwarehersteller tätig. 1983 wurde das Unternehmen in Novell Inc. umbenannt und veröffentlichte erstmals das Netzwerkbetriebssystem NetWare. In den Folgejahren kamen viele weitere Produkte hinzu. Inzwischen liegt der Hauptfokus auf Linux-Produkten, Verzeichnisdienste und Identitätsmanagement. Begründet ist dieser Fokuswechsel vor allem durch den Aufkauf von Suse Linux AG und Ximian 2003.

2005 verzeichnete Novell Inc. Einen Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar. Allerdings stammen rund 450 Millionen US-Dollar aus der außergerichtlichen Schlichtung eines Streits mit Microsoft. Allein im letzten Quartal 2005 wurden 65.000 Novell Linux Enterprise Server Distributionen verkauft.[35]

Die Informationen dieses Kapitels sind ausschließlich den Produktunterlagen „Modul 3: Windows-Destopmanagement“ von Novell[36], so weit nicht explizit anders gekennzeichnet, entnommen.

Novell „ZENworks ist eine Komplettlösung für das IT-Resourcenmanagement, die es Kunden erlaubt, ihre IT-Landschaft von heute effizient zu verwalten und gleichzeitig eine Grundlage für die Verwaltung von morgen zu schaffen.“[37] Novell ZENworks (Zero Efforts Network) unterstützt mit einem umfangreichen Angebot an Tools Desktop-PCs, Server, Notebooks und Handhelds über den kompletten Lebenszyklus hinweg. ZENworks unterstützt die IT-Administration bei der erstmaligen Installieren, dem Konfigurieren, bei Bedarf sperren oder entsperren von Hardware, bei der Verwaltung von Benutzerprofilen, bei der Installation und Deinstallation von Anwendungen. Zusätzlich können sämtliche Soft- und Hardware inventarisiert und über den Einsatz und die Nutzung Berichte erstellt werden. Auch der Remote-Support und -Wartung der eingesetzten Assets wird durch die Suite unterstützt.

Die Funktionsweise von ZENworks basiert auf einer Richtlinien-Konfiguration. Mittels der Richtlinien wird die Beziehung zwischen den einzelnen „Ressourcen“ im Netzwerk bestimmt. Als Ressource wird die Hardware, die einzelnen verfügbaren Anwendungen, Sicherheitsvorgaben, Einstellungen, Konfigurationen und Benutzeridentitäten angesehen. Durch eine Richtlinie kann definiert werden welche Hard- und Software einem Benutzer benötigt. Durch die richtlinienbasierte Konfiguration von ZENworks muss nicht jedes Gerät einzeln eingerichtet und aktualisiert werden. Den Ressourcen werden einzelne Richtlinien zugewiesen, die automatisch umgesetzt werden. Änderungen an einer Richtlinie wirken sich sofort auf alle zugewiesenen Ressourcen aus. Dadurch wird die Bereitstellung und der Betrieb der IT-Assets im Unternehmen vereinfacht und somit Kosten gespart. Um die Ressourcen effektiv verwalten zu können verfügt ZENworks über eine automatische Geräteerkennung über das Netzwerk. Schnell und problemlos werden sämtliche an das Netzwerk des Unternehmens angeschlossenen Geräte erkannt und mit Detailinformationen im zentralen Inventar abgespeichert. PCs und Server gleichen Betriebssystems oder anderer frei konfigurierbarer Parameter werden automatisch zu Gerätegruppen zusammengefasst. ZENworks verfügt über eine ganze Reihe an vordefinierten Gruppen und Parametern zur Erstellung eigener Gruppen. Durch die Einteilung in Gruppen lässt sich schnell eine Übersicht über die im Betrieb befindlichen Ressourcen erstellen und somit auch der Aufwand für Änderungen oder Aktualisierungen einfacher Abschätzen. Das Deployment neuer Software oder Patches wird durch eine konfigurierbare Bandbreitenausnutzung und Verteilerpunkte vereinfacht. Verteilerpunkte sind Rechner in verschiedenen Bereichen des Unternehmens von dem die nah gelegenen Rechner die Installationspakte herunterladen. Somit ist es nicht notwendig, dass alle von der Aktualisierung betroffenen Rechner auf einen zentralen Server zugreifen um die Pakete zu laden. Die Auslastung des Servers und des Netzwerkes werden optimiert. Die tägliche Arbeit wird durch eine Blockade des Netzwerkes nicht beeinträchtigt oder gar unterbrochen. Die Verteilung wird außerdem durch Checkpoints und automatische Prüfungen gesichert. Eine fehlgeschlagene Installation wird somit schnell erkannt und kann durch eine Selbstreparatur gegebenenfalls automatisch korrigiert werden. Ein Eingreifen durch einen IT-Administrator ist nur in Ausnahmefällen notwendig. Durch „Blackout-Zeitpläne“ können einzelne Geschäftsbereiche in kritischen Zeiträumen von der Aktualisierung ausgeschlossen werden. Nicht sicherheitsrelevante Updates werden in diesen Zeiträumen nicht durchgeführt. Das betrifft zum Beispiel die Finanzabteilung und vor allem Finanzsoftware zum Quartalsende. Durch die Richtlinien ist es auch möglich Testrechner und -benutzer zu definieren, die eine neue Software zuerst ausprobieren, bevor sie firmenweit in Betrieb geht. Probleme und Inkompatibilitäten lassen damit auf eine kleinere Anzahl von Rechnern und Mitarbeitern beschränken. Vor dem endgültigen Softwarerollout, an alle relevanten Mitarbeiter, können diese beseitigt werden und beeinträchtigen nicht den Arbeitsablauf im Unternehmen.

Ein wichtiger Aspekt der IT-Assets im Unternehmen ist die Verwaltung und Migration von Benutzern. ZENworks unterstützt dabei ActiveDirectory [38] und Novell eDirectory. Um die Sicherheit nicht zu gefährden wird nur lesend darauf zugegriffen. Bei der Neueinrichtung oder Migration eines Benutzers auf eine neue Hardware, können alle Rechte, Anwendungskonfigurationen und Einstellungen beibehalten werden oder auf Basis der Richtlinien weitestgehend vordefiniert werden. Die zeitaufwändige Anpassung der Benutzerrechte und die Einrichtung der Anwendungen und Arbeitsumgebung an den Geschmack und Bedarf des Benutzers entfallen weitestgehend.

Novell ZENworks integriert sich vollständig in die bestehende Netzwerkinfrastruktur. Änderungen an der Netzkonfiguration, den Netzwerkkomponenten und an der Firewall sind nicht notwendig.

9.6.2 Zusammenfassung der Funktionalität

  • Inventarisierung
  • Unterstützung von Desktop-PC, Server und mobilen Geräten
  • unterstützte Betrietssysteme: Windows, Linux, Apple Macintosh
  • unterstützte Server Systeme: Windows Server 2000 und 2003, Netware ab 5.1, Novell Open Enterprise Server, Red Hat, SUSE Linux Enterprise Server, Solaris
  • richtlinienbasierte Verwaltung
  • policy getriebene Automatisierung
  • zeitgesteuerte Softwareveteilung mit Verteilungsplan
  • Lizenzmanagement
  • webbasiertes Reporting
  • Remotewartung
  • Software- und Patchverteilung
  • Deployment
  • standortübergreifend
  • Benutzerverwaltung



10 Ergebnis - Auswertung

Auf Grundlage der Marktanalyse soll mittels des Analytisches Hierarchie Prozess (AHP), welche eine von dem Mathematiker Thomas L. Saaty entwickelte Methode zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen ist[39], eine Entscheidung getroffen werden, welches der drei Produkte schlussendlich eingeführt werden und das Softwaremanagement übernehmen soll.

Abbildung 13: Softwarevergleich nach dem Anforderungskatalog
Abbildung 13: Softwarevergleich nach dem Anforderungskatalog

Grundlage des AHP sind die folgenden vier hauptsächlichen Ziele bzw. Anforderungen, welche die Software erfüllen muss.

  • Funktionalität
    • automatische Verteilung und Durchführung der Installationen
    • Kompatibilität zu der eingesetzten Software
    • eigener Paketierer
    • Benutzer(kreis)verwaltung
  • Konfiguration
    • verhältnismäßig unkomplizierte Konfiguration
    • flexible Anpassung der definierten Benutzer und Benutzergruppen
  • Performance

Systemanforderungen müssen von der vorhandenen Infrastruktur erfüllt werden können.

  • Reports
    • Logs über gelaufene Installationen mit Fehlermeldungen, sollte eine Installation nicht erfolgreich verlaufen sein
    • Übersicht über verbrauchte Lizenzen
    • Meldungen bei Software- oder Hardwareänderungen

Nachdem die Anforderungen geklärt sind, ist es wichtig diese paarweise zu Vergleichen, dabei ist darauf zu achten, dass es keine Inkonsistenzen wie zum Beispiel einen Zirkelbezug gibt.

Abbildung 14: Konsistenzprüfung visuell
Abbildung 14: Konsistenzprüfung visuell

Dabei wurden folgende Vergleiche getroffen:

  • Funktionalität ist 3-mal wichtiger als Konfiguration
  • Konfiguration ist 2-mal wichtiger als Performance
  • Funktionalität ist 3-mal wichtiger als Performance
  • Performance ist 3-mal wichtiger als Reporting
  • Funktionalität ist 5-mal wichtiger als Reporting
  • Konfiguration ist 2-mal wichtiger als Reporting


Wie in Abbildung 15 zu sehen ist, werden nach dem paarweisen Vergleich die Daten in eine Matrix eingetragen und einander gegenüber gestellt. Danach wird eine Matrixmultiplikation der einzelnen Kriterien durchgeführt. Aus der resultierenden Matrix wird jeweils die Reihensumme gebildet. Diese wird dann normalisiert, indem die Reihensumme durch die Gesamtheit aller Reihensummen der Quadratmatrix geteilt wird. Somit erhält man die Wertigkeit des einzelnen Kriteriums im Vergleich zu den anderen Kriterien. Alle vier Ergebnisse zusammen bilden den Eigenvektor. Nun wird dieser Schritt solange wiederholt, bis die Abweichung von Eigenvektor zum Eigenvektor der nachfolgenden Quadratmatrix eine selbst festgelegte Grenze, in unserem Fall 0,0001 nicht mehr überschreitet. Dieser wird später bei der Berechnung des Endergebnisses benötigt. Beim folgenden Schritt, wird zu jedem einzelnen Kriterium verglichen, inwieweit die jeweilige Softwarelösung der Anforderung im Vergleich zu den anderen Softwarelösungen entspricht. Somit erhält man für jedes Kriterium eine Reihung der Softwarelösungen (Abbildungen 16 – 19). Im finalen Schritt werden die einzelnen Ergebnisse mit dem Einheitsvektor multipliziert und man erhält eine Reihung, welche Softwarelösung am meisten den Anforderungen entspricht.[40][41] Wie in Abbildung 20 zu sehen ist, hat die Lösung von matrix42, Empirum Pro den ersten Platz des Rankings erreicht.

Abbildung 15: Quadratmatrix der Kriterien
Abbildung 15: Quadratmatrix der Kriterien
Abbildung 16: Funktionalität der Softwarelösungen
Abbildung 16: Funktionalität der Softwarelösungen
Abbildung 17: Performance der Softwarelösungen
Abbildung 17: Performance der Softwarelösungen
Abbildung 18: Konfiguration der Softwarelösungen
Abbildung 18: Konfiguration der Softwarelösungen
Abbildung 19: Reporting der Softwarelösungen
Abbildung 19: Reporting der Softwarelösungen
Abbildung 20: Ergebnis der AHP
Abbildung 20: Ergebnis der AHP

11 Konzept zur Einführung / Umsetzung

In diesem Abschnitt soll ein mögliches Szenario aufgezeigt werden, wie die Einführung und Umsetzung einer Softwaremanagementlösung aussehen kann.

Die SMIT GmbH muss ein entsprechendes Projektteam bilden, dessen Hauptverantwortung in der IT-Abteilung liegen sollte. Die Kenntnisse über die IT-Abläufe und der Infrastruktur, decken frühzeitig Komplikationen auf und erleichtert die Einführung. Ein möglicher Ablaufplan könnte wie in Abbildung 21 aussehen.

Voraussetzung dafür ist eine eindeutige Definition über die Art und dem Aufbau der zukünftigen IT-Infrastruktur und die Spezifikation der Softwarepakete. Zur Unterstützung des Projektteams sollten so genannte Keyuser aus den jeweiligen Prozessschritten benannt werden. Sie können als Testuser eingesetzt werden und gleichzeitig die prozessbezogenen Anforderungen genau definieren.

Abbildung 21: Projektplan
Abbildung 21: Projektplan

Wenn die Anforderungen bewertet worden sind, können passende Softwarepakete oder Softwareimages dokumentiert, erstellt und in einer Testumgebung von Keyusern getestet werden. Dabei sollte großen Wert auf realitätsnahe Tests gelegt werden, die möglichst alle Prozessrelevanten Abläufe beinhalten. Alle Testabläufe müssen dokumentiert werden und zeigen dem Projektteam den aktuellen Stand an.

Für einen reibungslosen Geschäftsablauf während des Rollouts, ist zu empfehlen die Rechner im Austauschverfahren vorzunehmen. Dabei sind alle Rechner mit den festgelegten Softwareimages vorinstalliert und werden direkt vor Ort ausgetauscht. Eine kleine Einführung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleichtert den Einstig und reduziert die Eingewöhnungszeit.

Um Fehler bei der Einführung zu vermeiden, kann auf KnowHow von einem externen Partner zurückgegriffen werden. Passende Partner könnten z.B. die Paketierung von Softwarepaketen übernehmen, die Installation mit vorgefertigten Images vorbereiten und den Austausch der Hardware durchführen.

12 Fazit

Im Verlauf der letzten Jahrzehnte verringerte sich die Halbwertzeit für Hard- und Software sehr stark. Hohe Vielfalt an neuer und angepasster Software soll die Geschäftsprozesse vereinfachen, aber deren ständige Erweiterungen durch Updates und Patches machen die manuelle Verwaltung sehr Zeitaufwendig und damit Kostenintensiv. Manuelle Installationen bergen zudem noch hohe Risiken gegenüber der Datensicherheit. Eine Unterstützung durch eine weitere Software ist die derzeit einzige Möglichkeit, dem drohenden Softwarewust Herr zu werden und den Überblick zu bewahren. Wird die richtige Software oder eine Kombination verschiedener Ansätze ausgewählt, kann dadurch die Performance für den IT-Support in Hinblick auf Fehlerlokalisierung und deren Beseitigung gesteigert werden.

Die Analyse anhand der Firma SMIT GmbH hat ergeben, dass die Software Empirum PRO von Matrix42 am Besten geeignet ist. Für andere Unternehmen, deren Softwareausstattung, Prozesse und Größe sich von der SMIT GmbH unterscheiden, kann das Ergebnis nicht verallgemeinert werden. Empirum Pro könnte bei anderen Firmen überdimensioniert sein oder es fehlen eventuell benötigte Eigenschaften. Deshalb sollte immer für jeden Einsatzbereich mit Blick auf eventuell zukünftige Entwicklungen eine eigene Analyse vorgenommen werden.

13 Literaturverzeichnis

  1. Altiris Datasheet S.1 http://www.symantec.com/content/de/de/enterprise/fact_sheets/b-datasheet_DE_TMS_010607.pdf 10.06.2009 21:18 Uhr
  2. [ http://www.symantec.com/de/de/business/popup.jsp?popupid=sr_help_popup]
  3. vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Softwareverteilung#Zielsetzung_der_Softwareverteilung 21.06.2009
  4. vgl. Folie 5 http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/win2000/material/software/05_softwareverteilung.ppt 27.05.2009
  5. Wikipedia Altiris http://de.wikipedia.org/wiki/Altiris 10.06.2009 21:12
  6. Altiris Datasheet S.3 http://www.symantec.com/content/de/de/enterprise/fact_sheets/b-datasheet_DE_TMS_010607.pdf 10.06.2009 21:18 Uhr
  7. Altiris Asset Management http://ibn-distribution.de/doku/produktinfos/Asset_Management_pdf01d.pdf 10.06.2009 21:23 Uhr
  8. Altiris Client Management S.3 http://ibn-distribution.de/doku/produktinfos/ClientMgmtSuite-200804.pdf 10.06.2009 21:21
  9. Altiris Client Management S.3 http://ibn-distribution.de/doku/produktinfos/ClientMgmtSuite-200804.pdf 10.06.2009 21:21
  10. Altiris Server Management http://www.ibn-distribution.de/doku/produktinfos/ServerMgmt_200804.pdf 20.06.2009 21:26
  11. Altiris Server Management S.1 http://www.ibn-distribution.de/doku/produktinfos/ServerMgmt_200804.pdf 20.06.2009 21:26
  12. Altiris Server Management S.3 http://www.ibn-distribution.de/doku/produktinfos/ServerMgmt_200804.pdf 20.06.2009 21:26
  13. Empirum Broschüre 2008 Seite 1 http://www.matrix42.de/fileadmin/files/Broschueren/Empirum_Broschuere_2008.pdf (auf Anfrage) 20.06.2009 22:35 Uhr
  14. Empirum Broschüre 2008 Seite 2 http://www.matrix42.de/fileadmin/files/Broschueren/Empirum_Broschuere_2008.pdf (auf Anfrage) 20.06.2009 22:35 Uhr
  15. vgl. Empirum Broschüre 2008 Seite 12f http://www.matrix42.de/fileadmin/files/Broschueren/Empirum_Broschuere_2008.pdf (auf Anfrage) 20.06.2009 22:35 Uhr
  16. vgl. Empirum Broschüre 2008 Seite 12f http://www.matrix42.de/fileadmin/files/Broschueren/Empirum_Broschuere_2008.pdf (auf Anfrage) 20.06.2009 22:35 Uhr
  17. vgl. Empirum Broschüre 2008 Seite 14f http://www.matrix42.de/fileadmin/files/Broschueren/Empirum_Broschuere_2008.pdf (auf Anfrage) 20.06.2009 22:35 Uhr
  18. Feature von Netzwerkkarten, bei dem ein Rechner über das Netzwerk gestartet werden kann, auch ohne ein eingebautes Massenspeichermedium. Siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkkarte#Booten_vom_Netzwerk
  19. vgl. Empirum Broschüre 2008 Seite 16f http://www.matrix42.de/fileadmin/files/Broschueren/Empirum_Broschuere_2008.pdf (auf Anfrage) 20.06.2009 22:35 Uhr
  20. vgl. Empirum Broschüre 2008 Seite 18f http://www.matrix42.de/fileadmin/files/Broschueren/Empirum_Broschuere_2008.pdf (auf Anfrage) 20.06.2009 22:35 Uhr
  21. https://www.softwarehouse.de/cgi-bin/product/P14253!SYSREQ 24.06.2009 19:20 Uhr
  22. uib opsi Produktinformation Seite 1 http://download.uib.de/opsi3.3.1/doku/opsi3-info.pdf 18.06.2009 23:31 Uhr
  23. http://www.autoitscript.com/
  24. uib opsi Produktinformation Seite 1 http://download.uib.de/opsi3.3.1/doku/opsi3-info.pdf 18.06.2009 23:31 Uhr
  25. uib opsi Produktinformation Seite 2 http://download.uib.de/opsi3.3.1/doku/opsi3-info.pdf 28.06.2009 23:31 Uhr
  26. uib opsi Produktinformation Seite 2 http://download.uib.de/opsi3.3.1/doku/opsi3-info.pdf 28.06.2009 23:31 Uhr
  27. uib opsi Produktinformation Seite 2 http://download.uib.de/opsi3.3.1/doku/opsi3-info.pdf 28.06.2009 23:31 Uhr
  28. uib opsi Produktinformation Seite 2 http://download.uib.de/opsi3.3.1/doku/opsi3-info.pdf 18.06.2009 23:31 Uhr
  29. uib opsi Handbuch Seite 14 http://download.uib.de/opsi_stable/doku/opsi_handbuch.pdf 20.06.2009 23:58 Uhr
  30. siehe http://www.java.com/de/download/windows_xpi.jsp?locale=de&host=www.java.com 24.06.2009 19:40 Uhr
  31. en.wikipedia.org LANDesk http://en.wikipedia.org/wiki/Landesk 10.08.2009 21:45 Uhr
  32. LANDesk Management Suite http://www.magelan.net/content/download/440/2618/version/2/file/ds_mngtsuite_A4_de_2.pdf 05.08.2009 23:27 Uhr
  33. Intel Active-Management-Technologie unterstützt die Systemverwaltung durch die Erfassung von Software- und Hardware Daten in einem persistenten Speicher (Chip). Dieser Chip ermöglicht den Zugriff auf die Daten auch bei abgeschalteten PC, so lange dieser noch an Strom und Netzwerk angeschlossen ist. Für die Verwaltung der PCs ist nicht mehr zwingend erforderlich das diese eingeschaltet sind. (Quelle: http://www.intel.com/cd/network/communications/emea/deu/203458.htm 22.08.2009 21:30 Uhr)
  34. Microsoft Systems Management Server 2003 http://download.microsoft.com/download/3/b/7/3b7df7d6-3114-45bc-b8c4-b95e5748e54b/SMS_Datenblatt.pdf 10.06.2009 23:33 Uhr
  35. “Novell Inc. Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Novell Stand 02.08.2009 20:45 Uhr“
  36. Novell ZENworks Modul 3: Windows-Desktopmanagement http://www.novell.com/partners/training/academy/2008/pdf/cns_srm_wb_module3_DE.pdf 15.06.2009 23:58 Uhr
  37. Novell ZENworks Modul 3: Windows-Desktopmanagement http://www.novell.com/partners/training/academy/2008/pdf/cns_srm_wb_module3_DE.pdf 15.06.2009 23:58 Uhr Seite 1
  38. ActiveDirectory ist ein Microsoft Verzeichnisdienst, mittels dem die Struktur und die räumliche Verteilung des Netzwerkes im Unternehmen gegliedert werden kann. Das Netzwerk kann dafür in einzelne Objekte eingeteilt werden, wie zum Beispiel Benutzer, Gruppen, Dienste, Server, Freigaben für Dateien, Drucker und Scanner. Einzelnen Benutzer oder Gruppen kann eine Freigabe einer Netzwerkkomponente erteilt oder entzogen werden. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Active_Directory 14.08.2009 00:50 Uhr
  39. vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Analytic_Hierarchy_Process 23.06.2009
  40. vgl. General Studies Projektmanagement - Professor Dr. Ralf Hötling, U.-Folien GS I I Vorgehensmodelle I PDF (grau) V 520.02 Teil c NA 21.11.2008
  41. vgl. Fallstudie "Migration zu einer integrierten Datenorganisation in der MB GmbH (KMU) AHP http://winfwiki.wi-fom.de/index.php/Migration_zu_einer_integrierten_Datenorganisation_in_der_MB_GmbH_(KMU)#AHP 24.06.2009
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