Speicherdienstleistungen im Internet
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1 Einleitung
Die elektronische Speicherung und Bereitstellung von Daten bzw. Informationen ist ein Bereich des Dienstleistungssektors, der in den letzten Jahren einem immensen Wachstum unterliegt. Allein schon die technischen Weiterentwicklungen der letzten Jahre erzeugen immer neue Nutzungsformen. Zum Beispiel ermöglichen mobile Geräte zumindest theoretisch den ständigen Zugriff auf diese Informationen. Diese Online-Datenspeicherung wird mit den ständig steigenden Breitbandgeschwindigkeiten für viele Anwender immer interessanter. Dabei handelt es sich nicht nur um eine weitere Möglichkeit der mobilen Datenspeicherung, wie sie externe Festplatten oder einem USB-Sticks (USB = universeller serieller Bus) bieten, sondern kann auch als Backup- oder Filesharing-System wirksam eingesetzt werden. Durch die Online-Datenspeicherung ist es dem Anwender möglich von jedem Ort aus, wo er eine Möglichkeit hat ins Internet zu gehen, auf die Daten zuzugreifen. Diese eignen sich sowohl für Unternehmen, als auch für Privatanwender. Insbesondere der ständig wachsende Speicheranspruch durch digitale Videodateien oder digitale Fotos lässt den Bedarf an Speicherplatz immer weiter ansteigen. Bei digitalen Multimediadateien sorgt eine immer höhere Auflösung für einen gesteigerten Speicherplatzbedarf. Des Weiteren sorgen mobile Endgeräte in unserer heutigen digitalen und multimedialen Welt dafür, dass viele Menschen ihre Daten immer und überall zur Verfügung haben wollen. Mit dem Aspekt der möglichst überall verfügbaren Daten über das Internet beschäftigt sich diese Arbeit.
Im ersten Teil dieser Arbeit soll ein kurzer Überblick über Datenspeicher im Allgemeinen gegeben werden, sowie ein paar Informationen zu mobilen Speichergeräten.
Im dritten Kapitel der Arbeit werden die einzelnen Möglichkeiten zur Speicherung von Daten extern über das Internet zusammengefasst und analysiert.
Anschließend geht die Arbeit auf ein paar Aspekte des Datenschutzes ein. Im Anschluss an dieses Thema folgt dann ein Kapitel, in dem einige Praxisbeispiele beschrieben werden.
Am Ende der Arbeit folgt das Fazit.
1.1 Problemstellung
Die Problemstellungen die in dieser Arbeit ausgearbeitet werden sind: Was lohnt sich kostenlos oder doch lieber ein Premium-Account? Will man immer eine externe Festplatte mitschleppen oder lieber von überall auf der Welt, wo man internet Zugang hat auf seine Daten zugreifen können? Diese Arbeit möchte die Problemstellungen umschreiben, indem hier verschiedene Möglichkeiten beschreibt, die es gibt zu den herkömmlichen Mobilen Datenspeichern.
1.2 Zielsetzung
Datenspeicherung und Datensicherung sind in der heutigen Zeit besonders wichtig und sollten nicht vernachlässigt werden. Allerdings steht hierfür eine Fülle an Möglichkeiten zur Verfügung. Sicherungen können zum Beispiel auf einer externe Festplatte oder einem USB-Stick vorgenommen werden. Diese zusätzlichen Sicherungen reichen in der Regel aus, wenn der Anwender nicht besonders mobil sein muss. Wenn der Anwender allerdings an mehreren Rechner an verschiedenen Ort arbeitet oder viel auf Reisen ist, dann hat er vielleicht nicht immer den mobilen Speicher mit, auf dem sich die gerade benötigten Daten befinden. Des Weiteren kann es passieren, dass er nicht die aktuellste Version zur Verfügung hat. In diesem Fall erweisen sich diese Formen der Datenspeicherung schnell als unbequem und unzureichend. Warum sollten solche Daten nicht im Internet oder über das Internet erreichbar sein? Mit dieser Frage soll sich diese Arbeit befassen und zeigen, welche Formen der Datensicherung / -speicherung online möglich sind.
1.3 Eingrenzung
Diese Arbeit befasst sich ausschließlich mit elektronischen Speicherdienstleistungen und nicht mit Speichern im Allgemeinen. Speicher für Materie, Speicher für Energie usw. werden in dieser Arbeit nicht behandelt. Im zweiten Kapitel werden kurz einige mobile Speicher beschrieben. Im Allgemeinen geht es in dieser Arbeit allerdings um Speicherdienstleistungen die im Internet angeboten werden. Diese Arbeit befasst sich nicht mit volatilen Speichern[1], da es in dieser Arbeit um Speichermöglichkeiten geht, die eine langfristige Speicherung von unter Umständen wichtigen Daten ermöglichen sollen.
2 Grundlagen
2.1 Datenspeicher
Datenspeicher ist ein Medium zum speichern der Daten bzw. Informationen, dies kann auf die verschiedensten Medien erfolgen, wie zum Beispiel Diskette, Festplatte, Compact Disc (CD), Digital Versatile Disc (DVD), USB-Stick, Bandlaufwerk und Online. Die verschiedenen Online Möglichkeiten werden detailliert unter Punkt 3 beschrieben.
Begriffsdefinitionen:
- Datenverarbeitung: ist das Speichern, Verändern, Übermitteln, Sperren und Löschen von Daten.
- Speichern: ist das Erfassen, Aufnehmen oder Aufbewahren von Daten auf einem Datenträger zum Zweck ihrer weiteren Verarbeitung oder Nutzung.
- Verändern: ist das inhaltliche Umgestalten von gespeicherten Daten.
- Übermitteln: ist das Bekannt geben gespeicherter oder durch Datenverarbeitung gewonnener Daten an einen Dritten.
- Sperren: ist das Kennzeichnen von Daten, um ihre weitere Verarbeitung oder Nutzung einzuschränken.
- Löschen: ist das Unkenntlich machen gespeicherter Daten.
„Speicherdienste: Speicherdienste speichern die ausgetauschte Information und ermöglichen damit eine asynchrone Kommunikation, Sender und Empfänger müssen nicht gleichzeitig online sein. Hierzu zählen z.B. alle Arten von Mail-Diensten und Short Message Services (SMS)“[2]
2.2 Arten der mobilen Datenspeicherung
In diesen Abschnitt geht es darum die einzelnen Möglichkeiten der mobilen Datensicherung kurz zu erläutern. Im Wesentlichen geht es hier um externe Festplatten und USB-Sticks.
2.2.1 USB-Stick
Bei einem USB-Stick handelt es sich um einen Flash-Speicher der in einem kompakten Gehäuse verbaut wurde. Die Daten werden hier auf elektronischem Wege gespeichert. Seine enorme Verbreitung verdankt der USB-Stick den folgenden zwei Aspekten.
- Nutzung der weit verbreiteten USB-Schnittstelle
- sehr kompakte Bauweise, lässt sich bequem transportieren
Laut verschiedener Hersteller besitzen USB-Sticks eine Lebensdauer von bis zu 10 Jahre. In dieser Zeit soll er Speicher ohne Probleme lesbar sein. Für das beschreiben des Speichers garantieren die meisten Hersteller maximal 100.000 Schreibzugriffe für jede Speicherzelle. Inzwischen sind USB-Sticks mit einer Speichergröße von bis zu 128 Gigabyte (GB). Durch entsprechende Software ist es möglich die Daten auf einem USB-Stick zu verschlüsseln. Allerdings kann so ein USB-Stick, aufgrund seiner kompakten Bauweise, schnell verloren gehen. Somit ist seine Größe sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil.
2.2.2 externe Festplatten
Bei einer externen Festplatte handelt es sich um eine Festplatte, die in einem eigenen Gehäuse verbaut ist. Diese gibt es in verschiedenen Gehäusegrößen. Eine Standard 3,5 Zoll Festplatte wird in der Regel über ein separates Netzteil mit Strom versorgt. Kleinere Versionen (2,5 bis 1,0 Zoll) Versionen werden in der Regel über das Anschlusskabel mit Spannung versorgt. Es gibt verschiedene Anschlussmöglichkeiten für externe Festplatten. Sie können über USB, Firewire oder eSATA[3] an einen Rechner angeschlossen werden. Inzwischen gibt es auch Geräte, die sich über LAN oder WLAN in ein Netzwerk integrieren lassen. Somit können mehrere Anwender auf die Daten der Festplatte zugreifen. Die größeren (3,5 Zoll) Festplatten werden oft als Backup-System genutzt und sind nur begrenzt als mobil zu bezeichnen. Üblicherweise werden die kleineren Versionen (2,5 bis 1,0 Zoll) als mobile Speichermedien genutzt. Festplatten der kompakteren Bauart sind inzwischen bereits mit über 1 Terabyte (TB) Speicherplatz zu haben. Festplatten haben eine Lebenszeit von ca. zehn Jahren, wobei diese allerdings von sehr vielen Faktoren abhängig ist (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Dauer der Nutzung usw.).
2.2.3 online Speicher
Bei online Datenspeicher handelt es sich um das Hauptthema dieser Arbeit. Deshalb werden die einzelnen Arten von Online-Speicher in den folgenden Kapiteln genauer beschrieben. Am Ende der Arbeit werden auch mehrere Beispiele dargestellt.
2.3 Zielgruppen
Die Zielgruppen sind private Haushalte und kleine bis mittelständische Unternehmen, die sich keinen eigenen Server leisten können. Da greift man auf die kostengünstigere Variante des Online Speichers zu. Weiterhin gehören sicherlich zur Zielgruppe auch viel reisende Geschäftsleute, vor allem wenn sie in die USA reisen. Denn so können Sie vertrauliche Daten vor dem Zoll sicher, in dem sie diese verschlüsselt Online ablegen.[4]
2.3.1 kostenfreie vs. kostenpflichtige Anbieter
2.3.1.1 Sicht des Benutzers
Es gibt viele Varianten die kostenlos sind und auch einiges bzw. immer mehr an Speichervolumen bieten, meistens gibt es dann auch die Möglichkeit, diesen gegen eine Gebühr zu erhöhen. Bevor man sich einen Anbieter aussucht, sollte man sich ein paar Gedanken machen was man wirklich will, also z.B. Fragen stellen wie: Was genau will man eigentlich speichern? Wie viel Platz braucht man dafür ungefähr? Sollen nur einzelne Dateien gespeichert werden oder sucht man eine Backup-Möglichkeit? Vorsicht ist auch bei kostenlosen Anbietern die in den AGB´s offen zugeben, dass sie E-Mail Adressen zur Werbezwecken speichern und/oder weitergeben.
2.3.1.2 Sicht des Anbieters
Alle Unternehmen streben nach guten Umsätzen und Profitabilität für Ihre Produkte. Der Umsatz ist aber erst dann möglich, wenn die Unternehmen sich auf dem Markt behauptet haben. Mit Bekanntheit steigt meistens auch die Produktverbreitung des Unternehmens. Viele Anbieter werben gerade in der Anfangszeit mit kostenlosem Speicher, den man meistens Gebührenpflichtig erweitern kann. Doch um die Kosten für den kostenfreien Speicher zu decken, werden diese Speicher meistens mit Werbung behaftet. Dazu nähere Erläuterungen unter Punkt 5.
2.4 Technische Eigenschaften
2.4.1 Speicher Anforderungen
Speicher sollen folgende Anforderungen erfüllen:
- Persistente Speicherung: Die Speicherzustände sind zeitlich stabil und reproduzierbar.
- Veränderbarkeit und Lesbarkeit: Der Speicherzustand muss zu jedem beliebigen Zeitpunkt lesbar und je nach Anwendung ein- oder *mehrmalig oder beliebig oft veränderbar sein.
- Adressierbarkeit: Die Speicherplätze sind einzeln adressierbar und eindeutig unterscheidbar.
- Bündelung: Mehrere Speicherplätze sind zu einer Einheit, einem Block zusammengefasst und nur gemeinsam ansprechbar.
2.4.2 Wichtigste Eigenschaften
Die wichtigsten Eigenschaften eines Speichers sind die folgenden:
- Die Kapazität: beinhaltet die mögliche Aufnahme des Speichers, als globales Informationsvolumen in Bits
- Die Zugriffszeit: beinhaltet die Zeitspanne zwischen lese/schreib Anforderung und der Verfügbarkeit der Daten
- Die Zykluszeit: ist die minimale Zeitspanne zwischen zwei Zugriffen, die aufeinander folgen
- Die Übertragungsrate: beinhaltet das, dass ausgetauschte Informationsvolumen pro Zeiteinheit definiert wird und zwar in Bits pro Sekunde
- Die Nicht-Volatilität: sorgt dafür das der Speicher die Fähigkeit besitzt Daten zu bewahren, auch wenn der Speicher nicht mehr mit Strom versorgt wird. [5]
3 Möglichkeiten der Datenspeicherung
Mit der ständig wachsenden Entwicklung von Internet- und Medienspeichern, steigt die Anzahl der Möglichkeiten sowohl Private- als auch wichtige Unternehmens-Daten extern über das Internet zu speichern. Diese Möglichkeiten werden in diesem Kapitel zusammengefasst und analysiert.
Fokus des Kapitels liegt auf bereits Bestehende und Ausgereifte Konzepte, die durch Mehrheit der Benutzer und gegebenen Funktionalitäten aus der Menge herausragen. Dazu zählen z.B. File Transfer Protocol (FTP) Speicher, Virtuelle Speicher die von den E-Mail Dienst Anbietern zur Verfügung gestellt werden sowie Filesharing-Systeme.
Jedes Konzept für sich soll in den Grundfunktionalitäten folgende Kriterien erfüllen:
- Möglichkeit die Dateien jeglicher Art (möglichst uneingeschränkt) auf einem Externen Ort[6] außerhalb des Benutzer Rechners abzulegen.
- Möglichkeit des Zugriffs auf die Ausgelagerte Dateien über das Internet
- Möglichkeit die ausgelagerte Dateien anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen (Sharing).
Zugriffsrechte werden nicht als gesonderter Kriterien Punkt aufgenommen, da je nach Konzept ist die Auslagerung der Dateien für alle Benutzer zwingend[7].
Die erarbeiteten Möglichkeiten werden ohne jede Art von Bewertung dargestellt. Aufgeteilt nach Vorstellung des Konzepts dessen Funktionalitäten sowie Einsatzmöglichkeiten.
3.1 Media Center GMX
3.1.1 Allgemein
Allgemein bei GMX Media Center handelt es sich um Virtuellen Speicher welches unter anderem über WebDAV[8] Standard realisiert werden kann. GMX GmbH bietet für die kostenlose Nutzung 1 GB Speicherplatz, welche als online Festplatte am eigenen Rechner eingebunden werden kann. Diese online Festplatte wird bei GMX „Media Center“ genannt. Diese Art der Speichermöglichkeit bietet den Anwendern unter anderem die Möglichkeit Dateien untereinander auszutauschen, eigene Inhalte zu sichern (als Backup Lösung) oder zwischen mehreren Rechnern zu synchronisieren. Der Benutzer Entscheidet selbst wer und für wie lange den Zugang zu den online gestellten Inhalten bekommen soll. Dies wird über ein Rechtesystem, sowie über den Versand einer Freigabe E-Mail realisiert.
In diesem Zusammenhang allgemein über GMX GmbH: „Die GMX GmbH bietet ihren Mitgliedern einen kostenlosen E-Mail-Dienst, dessen Finanzierung durch Werbeeinnahmen und Transaktionserlöse aus Kooperationen mit E-Commerce-Partnern erfolgt. Die GMX Internet Services GmbH konzentriert sich auf die Weiterentwicklung kostenpflichtiger technischer Mehrwertdienste im Bereich E-Mail- und Messaging.“[9]
Das Konzept der GMX GmbH ist neben den Standard E-Mail - Diensten ein Dateiverwaltungs- Dienst anzubieten. Der Speicherbereich der für die E-Mails im Voraus bei der Benutzer Anmeldung reserviert wird, kann jetzt auch für die Datenspeicherung benutzt werden.
Die Firma hat einmal den Aufwand betrieben und die Schnittstelle von einem Webbrowser zum Dateiverwaltung des Betreibsystems entwickelt und damit Mehrwert bei Speicherverwaltung für sich und für den Benutzer geschaffen. Die GMX Benutzer haben neben den vertrauten E-Mail Diensten die Möglichkeit persönliche Dateien hochzuladen und darauf genau so wie auf die E-Mails von überall zuzugreifen. Interessanter wird das Produkt die "Sharing" Funktion, die Dateien anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen.
3.1.2 Funktionsweise
Diesem Konzept dient die bereits vorhandene Server Farm des E-Mail Anbieters als Grundlage. Hier werden die Benutzerdaten und E-Mails physisch gespeichert. Des Weiteren wird die aufgekaufte oder selbst entwickelte Schnittstelle benötigt. Diese Schnittstelle stellt die Inhalte auf gewohnte Art und Weise dar und bietet dem Anwender zahlreiche Datei Verwaltungsfunktionalitäten. Hier wurde beim Entwicklungsprozess die Benutzersteuerung eines Betriebssystems kopiert, damit der Anwender sich mit bereits vertrauten Steuerelementen konfrontiert sieht.
GMX bietet an dieser Stelle zwei Möglichkeiten die Dateien zu verwalten:
- Möglichkeit 1: Direkt über den Webbrowser. Die Verwaltung - Funktionalitäten werden hier in die dafür vorgesehene Seite einprogrammiert.
- Möglichkeit 2: Über ein so genanntes WebDAV-Client. Es handelt sich hier um eine eigenständige[10] Software die auf dem Betriebssystem des Benutzers Installiert werden kann, Bei der Installation wird ein Windows-Explorer Verzeichnis erstellt. Das erstellte Verzeichnis verweist allerdings auf den online Speicher. Werden die Inhalte in das Verzeichnis kopiert oder eingelegt, werden diese Sofort auf den Online Speicher des Benutzers vom WebDAV-Client übertragen. WebDAV Funktionalitäten bei GMX werden von TeamDrive Systems GmbH bereitgestellt[11].
Das WebDAV-Client steht momentan nur für die Windows Betriebssysteme 2000 und XP zur Verfügung.
Die Verschlüsselung für die Übertragung, Aufbewahrung sowie den Download wird ausschließlich auf dem Benutzer Rechner vorgenommen. "Die Betreiber der WebDAV Server erlangen keinerlei Informationen über die geteilten Daten, da sämtliche Dateien ausschließlich hoch verschlüsselt auf den Server liegen."[12]
Um die Benutzer Dateien bei GMX Hochladen zu können, ist ein Registrierter E-Mail Konto bei GMX nötig. Der Benutzer kann dennoch die Dateien für nicht Registrierte Benutzer freigeben. So genannte "Gastfreigabe". Dies wird über eine E-Mail mit Präpariertem Link zum GMX Speicherort und dem manuell generiertem Zugangscode realisiert.
Der Media Center Dienst steht den FreeMail Nutzern mit 1 GB kostenlos zur Verfügung. Der Benutzer kann dennoch die Speichermenge sowie weitere Funktionalitäten erkaufen. Siehe dazu die Tabelle Übersicht über GMX Media Center Produkte:
| Produkt Bezeichnung | Media Center-Speicher
(Gemeinsam genutzter Speicherplatz für E-Mails und Dateien) | E-Mail Adressen | Preis |
|---|---|---|---|
| GMX FreeMail[14] | 1 GB | 5 E-Mail-Adressen | kostenlos |
| GMX ProMail[15] | 5 GB | 13 E-Mail-Adressen | 2,99 Euro mtl. |
| GMX TopMail[16] | 10 GB Startvolumen
(monatlich 100 MB extra bei Erreichen des Kontingents) | 60 E-Mail-Adressen | 4,99 Euro mtl. |
3.1.3 Einsatzmöglichkeiten
Das Media Center von GMX oder vergleichbare Plattformen (wie GMail, Yahoo, AOL usw.) lassen sich auf sehr unterschiedlich Art und Weise Einsätzen:
Bei der Grundfunktionalität geht es um eine Art Festplatte, die im Explorer einer "normalen" eigenen Festplatte im Rechner entspricht. Allerdings werden die Dateien, die auf diese Festplatte abgelegt werden online gespeichert. Bei GMX Media Center ist der Speicherbereich der für die E-Mails vorgesehen ist gleichzeitig auch Speicherbereich für die Benutzer - Dateien. Dies ist Beschrieben in der FAQ von GMX: "Media Center ist direkt mit Ihrer GMX Mailbox verknüpft, so dass Sie Dateien mit einem Klick an eine neue E-Mail anfügen (Attachement) oder aus einer empfangenen E-Mail in Ihrem Media Center ablegen.[18]
Des Weiteren bietet diese Möglichkeit das Abspeichern von einzelnen Dateien an. Dies kann als Absicherung von wichtigen Dokumenten oder digitaler Bilder dienen. Für die Darstellung aus dem Webbrowser werden allerdings nur die gängigsten Formate unterstützt z.B. Bilder wie *.jpg oder Word Dokumente *.doc.
Diese Plattform ist dafür ausgelegt die abgelegten Dokumente sowie Fotos und Videos mit Freunden zu teilen. Dieses ist über eine einfache Rechtevergabe und präparierte Links, die der Benutzer direkt an einzelne Freunde oder an einen Verteiler weiterleiten kann, möglich. Somit ist es einfacher z.B. die Fotos des letzten Urlaubs untereinader auszutauschen.
GMX Profitiert dadurch beim Anbieten von zusätzlichen Dienstleistungen z.B. GMX Foto-Service, Sofort Druck Funktionen oder Online Album wo der Benutzer für diese Dienste extra zahlen soll. Siehe die Abbildung rechts "GMX Media Center Startseite" dazu.
3.2 FTP Speicher
3.2.1 Allgemein
File Transfer Protocol (FTP) ist ein Standardisiertes Protokoll um die Datenübertragung zwischen einem Server und einem Client zu ermöglichen. Dem Verfahren liegen TCP/IP und RFC 959 Standard zu Grunde. Bei FTP wird Grundsätzlich zwischen dem Download und Upload unterschieden. Der FTP Server stellt einen Software Pool im Internet zur Verfügung, wo jeder Client einzeln auf diesen Pool zugreifen kann. Zudem kann der Anwender Dateien auf dem Server ablegen (Upload) oder runterladen (Download), je nach den entsprechenden Sicherheitseinstellungen.
Für die Übertragung einer Datei mittels FTP werden ein FTP-Server Programm und ein FTP-Client Programm benötigt. Aufgrund der Bekanntheit und weit verbreiteten Nutzung des FTPs ist der FTP-Client heutzutage Standardmäßig in jedem Internet Browser integriert. Der Benutzer merkt deswegen meistens nicht ob der Download einer Datei, die der Benutzer gerade getätigt hat, über eine FTP-Verbindung stattgefunden hat.
Zu einem FTP-Server kann jeder beliebige Rechner im Internet gemacht werden. Voraussetzung ist nur der Einsatz des FTP-Server Programms, das die Anfragen von Clients entgegen nimmt und verarbeitet, sowie physikalisch zur Verfügung gestellter Speicherbereich, ob mit Inhalt oder auch ohne, je nach Zweck des FTP-Servers.
Todd Lammle beschreibt die Vorgehensweise in seinem Buch: "Accessing a host through FTP is only the first step, through. Users must then be subjected to an authentication login that's probably secured with passwords and usernames implemented by system administrators to restrict access. You can get around this somewhat by adopting the user- name anonymous-though what you'll gain access to will be limited."[19]
Um die Daten vom FTP-Server runter oder hoch zu laden wird meistens eine Identifizierung des Benutzers mit Benutzername und Passwort erforderlich. Erst nach erfolgreicher Anmeldung, werden die Funktionalitäten und Rechte auf Speicherbestand zuzugreifen freigegeben. Für den Fall, dass ein bestimmter Inhalt möglichst vielen Benutzern zur Verfügung gestellt werden soll, wird der Aufwand die Benutzer anzulegen sehr groß. Um dies zu vermeiden ist ein "Anonymus"-User bei FTP vorgesehen. Dieser User Login hat meistens sehr Beschränkte Rechte. Meistens ist es dem Anwender nur erlaubt die Dateien herunterzuladen.
3.2.2 Vorstellung
Bei FTP Speicher handelt es sich um eine Möglichkeit die Daten über das File Transfer Protocol aus dem Internet für User zu Verfügung zu stellen. Einer der Lösungen bietet die Firma AVM GmbH mit Ihrer FRITZ!Box Produkt Familie. Es handelt sich hier um DSL Router mit integriertem USB Anschluss, die dem User die Möglichkeit bieten andere angeschlossene USB Geräte über das Internet via FTP zugänglich zu machen.
3.2.3 Funktionsweise
Um FTP Speicher über FRITZ!Box realisieren zu können wird ein dyndns[21] Konto benötigt, um die dynamischen IP-Adressen des Providers durch statische Uniform Resource Locators (URL) zu ersetzen. Des Weiteren braucht man natürlich eine FRITZ!Box mit USB Schnittstelle sowie einen USB-Stick.
Die FRITZ!Box unterstützt in ihren Grundfunktionalitäten das File Transfer Protocol. Mit anderen Worten die Firma AVM hat in ihren DSL-Routern eine FTP-Server Software integriert. Diese erlaubt es dem Anwender, nach der richtigen Konfiguration, den DSL-Router zusätzlich in ein FTP-Server umzuwandeln. Es ist sehr Praktisch da der DSL-Router im Allgemeinen meistens über die Provider Informationen verfügt, dementsprechend wird der Internet Zugang von dem DSL-Router verwaltet. Dies ist vom Vorteil, da an dieser Stelle kein separater Rechner mehr betrieben werden muss um die Daten online zur Verfügung zu stellen. Hiermit wird an der Hardwarebeschaffung gespart sowie zusätzlich der Energie Verbrauch reduziert. Mit Energie Ersparnis sind zwei Punkte gemeint:
- 1: Beschaffung von einem externen FTP-Server entfällt. FRITZBox ist ausreichend.
- 2: FRITZBox bietet intern Energie Spar Einstellungen. Wenn der USB-Stick nicht benutzt wird, drosselt die FRITZBox den Energie Zufuhr zu diesem ab.
Der USB-Stick wird als Datenpool verwendet. Auf ihm können die zur Verfügung gestellten Inhalte abgelegt werden, um sie anderen Personen zur Verfügung zu stellen oder sie von überall über das Internet abrufen zu können. Dieses USB Stick wird an die FRITZ!Box angeschlossen und für den FTP-Zugang aktiviert. Siehe Abbildung "Aktivierung des FTP Zugriffs für den FLashDisk-01"
Im zweiten Schritt wird das Passwort festgelegt um den Daten Pool von unbefugtem Zugriff von außen zu schützen. Wichtig ist dabei festzuhalten, dass dieses Passwort nur für den Zugang zum Datenpool von Bedeutung ist. Nach dem der Benutzer sich durch den Passwort identifiziert hat, kriegt dieser den Zugang zum USB-Stick. Der Inhalt der dann runter bzw. hoch geladen wird, bleibt unverschlüsselt und somit im Netzwerk-Verkehr leicht abzuhören. Um den Datentransfer zu verschlüsseln sollte das Secure File Transfer Protocol (SFTP) benutzt werden. SFTP wird in dieser Arbeit nicht beschrieben.
Im Nächsten Schritt werden die dyndns Konto Informationen in der FRITZ!Box eingetragen. Somit verbindet sich die FRITZ!Box mit dem dyndns Server und Übergibt die dynamische IP-Adresse des Benutzers an den dyndns Server. Es ist die IP-Adresse gemeint welche dem Benutzer durch den Provider jeden Tag von neuem zugewiesen wird. Somit wird die FRITZ!Box über die dyndns Kennung im Internet bekannt und kann über ein festgelegtes Link URL (z.B. Dyndns_Kennung_Name.dyndns.org) angesprochen werden. Vorteil an dyndns, der Benutzer muss nicht regelmäßig änderbare (Dynamische) IP-Adresse kennen um auf seine FTP Daten zugreifen zu können. Wichtig ist nur die dyndns Kennung zu wissen.
Im letztem Schritt Nachdem der USB-Stick angeschlossen ist und als FTP Speicherplatz konfiguriert ist und die FritzBox über die dyndns Kennung angesprochen werden kann, ist der Benutzer in der Lage die Dateien über einen FTP-Client auf den Stick hoch zu laden. Dafür wird ein x-Beliebiger FTP-Client genommen. Bei der Suche im Internet kann der Benutzer einen FTP-Client aus vielen verschiedenen kostenfreien angeboten auswählen. Dieser Client soll dann mit dyndns Kennung, FTP Benutzername und Passwort konfiguriert werden. Erst dann ist eine Verbindung zum USB-Stick möglich.
Nach Erfolgreicher Konfiguration, kann der Benutzer die Daten von überall aus dem Internet auf den USB-Stick ablegen bzw. herunterladen. Um die Daten anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen, sollte ein „Anonymus“ Konto Erstellt werden. Nach außen werden die dyndns Kennung sowie "Anonymus" Passwort (falls Vorhanden) weitergegeben.
3.2.4 Einsatzmöglichkeiten
Für die eigene Nutzung ist so ein System von Vorteil, falls der Bedarf an begrenztem Speicherbereich besteht, der aus dem Internet erreichbar sein soll. Interessant ist diese Umsetzung genauso für die eigene Homepage, wie auch für ein Forum, welches man mit Freunde teilt. Bei Beidem soll man allerdings aufpassen um die Bestimmte Anzahl an Benutzer nicht zu überschreiten, da die ganze Kommunikation über den eigenen Internet Zugang stattfindet. Wenn der Internet Verkehr nicht richtig Verwaltet wird, wird das Surfen aus dem eigenen Netzwerk heraus sehr schwierig werden. Bei einer großen Anzahl von Benutzern sollte ein separater FTP-Server in Erwähgung gezogen werden.
Nicht außer Acht zulassen ist die Komplexität des Einrichtens eines solchen Systems. Die Konfiguration des Systems Bedarf schon durchschnittliche Kenntnisse über die Zusammenhänge von FTP und dyndns. Das System wird deswegen nicht jedem empfohlen. Besonders sollte die professionelle Hilfe gefragt werden, wenn es um wichtige Dokumente geht. Damit alle Rechte richtig angelegt und konfiguriert werden.
Allgemein ist FTP ein sehr gefragtes Protokoll, dass auf vielen Internet Seiten den Download Bereich ermöglicht. Idealerweise einsetzbar beim Transfer von Mittelgroßen Dateien ab 5MB und weniger, wenn es sich um eine begrenzte Anzahl an Empfängern handelt.
3.3 Webhosting
3.3.1 Allgemein
Webhosting ist eine Speicherdienstleistung, welche von den Internet Providern oder spezialisierten Web Dienstleistungsfirmen angeboten wird. Es handelt sich hier um Speicherplatz oder einen gesamten Server der für eine Webseite zur Verfügung gestellt wird. Um die Online Erreichbarkeit der Web Seite Rund um die Uhr zu gewährleisten, muss zusätzlich eine Internet - Anbindung vom Anbieter für diese Webseite gewährleistet sein.
Heutzutage gibt es sehr viele Webhosting Anbieter. Diese Unterscheiden sich in den Dienstleistung Angeboten sowie Kontinent Platzierung z.B. Europa, Asien, Südamerika usw. Die Auswahl der Webhosting Anbieter ist wichtig je nach dem welche Kunden bzw. Benutzer die Webseiten schneller erreichen sollen.
Weitere Optionen für die Wahl des Anbieters sind Dienstleistungen die evtl. angeboten werden sollen:
- Unterstützung von Programmier / Script – Sprachen und gängigsten Protokollen z.B. Perl, Python, Active Server Pages (ASP)
- Unterstützung von Konfigurationsmöglichkeiten z.B. htaccess für Apache
- Unterstützung von verschiedenen oder gängigsten Datenbanken. Z.B MySQL, Oracle, Microsoft SQL Server (MSSQL)
Am besten wenn diese Optionen nach Modulen aufgebaut sind und lassen sich je nach Bedarf freischalten.
Weitere Merkmale sind Einschränkungen bzw. Angebot Volumen:
- Zur Verfügung gestellter Speichplatz
- Erlaubter Monatlicher Traffic Volumen
- Anzahl erlaubten Webseiten unter einem Account
- Anzahl gleichzeitiger FTP Benutzer
- Anzahl E-Mail Postfächer sowie Speicherplatz für die E-Mails
- Anzahl Datenbanken die Erlaubt sind sowie Speicherplatze für diese Datenbanken
- Anzahl gleichzeitiger Prozesse pro Benutzer
- Zur Verfügung gestelltes Arbeitsspeicher sowie die central processing unit (CPU)-Zeit für die Bearbeitung jeglicher Anfragen der Benutzer.
- Geschwindigkeit der Leitung die Mit anderen Anwendern geteilt wird.
- Sowie Preis für diese Angebots Palette.
Um den richtigen Anbieter auswählen zu können, soll jeder Web Seiten Betreiber für sich entscheiden welche Optionen wichtig sind. Anhand der Entscheidung soll die Auswahl getroffen werden. Viele Webhoster bieten mit eingeschränkten Optionen eine Zeitlich Begrenzte Umgebung zum Kostenlosen testen an.
3.3.2 Webhosting Typen
Webhost Dienstleistungen lassen sich aufgrund der Verwaltung grundsätzlich auf drei Typen aufteilen. Im Grunde handelt es sich entweder um einen Teil Speicherbereich eines Servers oder ein ganzes Server, dass dem Web Seiten Betreiber zur Verfügung gestellt wird. Weiter unten eine Auflistung der Grundtypen einer Webhosting Dienstleitung mit deren Vor-/Nachteilen und Einsatzmöglichkeiten.
3.3.2.1 Shared Webhosting Dienste
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesem Typ um einen Web Server der mit den Anderen Benutzer geteilt wird „Sharing“. Bei Shared Webhosting wird lediglich der Limitierte Speicherplatz zur Verfügung gestellt. Der Benutzer hat eingeschränkte Administrationsrechte und darf keine neue Software auf dem Server installieren. Es dürfen nur die Programme bzw. Module benutzt werden die schon vorinstalliert gewesen sowie für den Benutzer freigeschaltet sind. Weitere Einschränkungen liegen an der zur Verfügung gestellten Breitband. Das Breitband wird mit anderen Benutzern Geteilt. Dasselbe gilt für den Random-access memory (RAM) sowie CPU Auslastung und zur Verfügung gestellte CPU Zeit für einzelne Threads.
Diese Art von Webhosting ist Idealerweise nur für kleine und wenig besuchte Homepages geeignet. Zum einen weil der der Shared Webhost meistens entweder für wenig Geld oder ganz kostenlos zu bekommen ist. Zum anderen die Aufteilung ist nicht für sehr viele Web Seiten - Besucher geeignet. Dies wird merklich wenn die Zeit für die Seitenaufbau sehr lang ist. Zu Kritischen Zeiten, wenn zu viele Benutzer auf den Web Seiten von so einem geteilten Hosting sind, kann es zu Server Ausfall führen. Dieser reagiert dann auf Benutzer Anfragen nicht mehr.
Vorteil von so einem System ist zum einem, dass kein Administrativer Aufwand notwendig ist. Zum anderen der Benutzer braucht sich nicht um die Software Updates sowie Server Sicherheit zu kümmern.
3.3.2.2 Dedizierter Webhosting Dienste
Dedizierter Webhosting ist eine bessere Alternative zur Shared Webhosting. Da es sich um einen Eigenständigen Server handelt. Der Benutzer mietet oder Besitzt einen gesamten Server nur für sich selbst. Hier werden alle Rechte dem Benutzer gegeben. Das Bedeutet auch, dass die Installation sowie Konfiguration, Support und Sicherheit bzw. Backups vollkommen vom Benutzer verwaltet werden müssen. Dem Benutzer ist freigestellt welche Software zum Einsatz kommt, sowie welcher Provider den Internet Zugang bereitstellt.
Vorteile solchen Server sind: der gesamt zur Verfügung gestellter Speicherplatz für eigene Zwecke zu benutzen, sowie Arbeitsspeicher und CPU Zeit werden nur von einem Benutzer vollkommen in Anspruch genommen werden können. Das Breitband wird genauso allein für eine gesamte Web Seite benutzt. Das heißt Reaktionszeiten im Vergleich mit dem Shared Webhosting sind schneller.
Nachteile solchen Systems sind: Der Administrativer Aufwand fällt Gesamt auf den Benutzer. Bzw. Web Seiten Betreiber. Des Weiteren der Benutzer ist Verpflichtet Sicherheit bzw. rechtzeitige Updates oder Schließung der Kritischen Lücken auf dem Server zu machen. Konsequenzen für nicht Einhaltung der Pflichten im Schlimmsten Fall können zu den rechtlichen Folgen führen. Zum Beispiel im Falle einer Hackerattacke werden sensible Benutzerdaten geklaut. In diesem Fall haftet der Administrator wenn Bereits bekannte Sicherheitslücke die vom Hacker ausgenutzt worden war mit einem Aktuellen Update geschlossen werden konnte.
Die Kosten Belaufen meistens auf eine Monatliche Rate für die Miete des Servers. Hinzu kommen die Kosten für den Internet Provider und evtl. Kosten für die Eingesetzte Software. Deswegen eigenen sich dedizierte Servern für große Unternehmen oder Web Seiten die einen Umsatz machen z.B. Internet Shops.
3.3.2.3 Managed Webhosting Dienste
Die Vorteile und Nachteile der Shared und Dedizierter Webhosting Dienste sind einsichtig. Von Vorteil wäre für den Benutzer die Zwischenvariante z.B. Genug Breitband und Rechner Ressourcen sowie weniger Aufwand für die Administration. Hier handelt es sich um Managed Hosting. Es ist ein Ganzer Server, wie bei Dediziertem Web Hosting Dienst, dass dem Benutzer zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich aber auch Administrative Dienstleistungen wie Updates, Wartung des Betriebssystems, Wartung der laufenden Software und Backups. Mit anderen Worten gleicher Angebot wie bei Dedizierter Webhosting Dienst plus Hilfestellung für den Administrativen Aufwand. Dem Benutzer werden nicht volle Administrative Rechte gegeben, Es darf z.B. keine neue Software Installiert werden. Der Benutzer wird dadurch zwar mehr Eingeschränkt dafür aber auch mehr entlastet.
Diese Webhosting Dienstleistung eignet sich für die Betriebe die sich auf Ihr Kerngeschäft Konzentrieren wollen und wenig IT Erfahrung haben.
3.4 Virtueller Server
3.4.1 Allgemein
Ganz einfach ausgedruckt handelt es sich bei Virtuellen Servern um bestimmte Software welche die Hardware emuliert. Somit können gesamte Rechner bzw. Server simuliert werden. Das Aufsetzen eines solchen Virtuellen Rechners kann mehrere Vorteile bieten z.B. kann dadurch ein separates Betriebsystem auf dieser Art laufender Hardware installiert werden, oder die Sicherung des gesamten Betriebssystems (Backup) kann auf eine wesentlich vereinfachte Art und Weise durchgeführt werden.
3.4.2 Funktionsweise
Im Grunde gibt es keinen Unterschied zwischen einem virtuellen Betriebssystem und einem echten Server. Gleiche Konfiguration des Betriebssystems, Sicherheits- Updates, normale Software Installation und Wartung sollen gemacht werden. Der unterschied besteht nur darin, dass die vServer die effektive Hardware, mit anderen vServern, falls diese zusätzlich parallel laufen und mit dem echten Server teilen müssen. Der Tatsächliche Festplattenspeicherbereich kann auf zwei Wegen in Anspruch genommen werden. Zu einem wird der Festplatten - Speicherbereich direkt beim Aufsetzen des Virtuellen Servers reserviert. Dies geschieht Mithilfe von Spezielen Dateien die am Anfang bei der Konfiguration einmal erstellt werden. Die Dateien sind dann genau so groß wie der Festplattenspeicher, welcher dem virtuellen Server zur Verfügung gestellt worden ist. Diese Dateien dürfen dementsprechend nicht ohne weiteres gelöscht werden. Um bei dieser Variante mehr Speicher zur Verfügung zu stellen, sollen neue Dateien erstellt werden und an den vServer angebunden werden. Andere Möglichkeit bietet von vorne rein vServer so einzustellen, dass dieser den Festplattenspeicherplatz bei Bedarf automatisch nachrüstet. Falsche Konfiguration kann dazu führen, dass der gesamte reale Speicherplatz ausgeschöpft wird. Dies kann zum Absturz des Gesamten Systems führen.
Arbeitspeicher wird beim Start der vServers einmal reserviert und kann während der Laufzeit nicht erweitert oder verringert werden. Genau so wie das Reale Betriebsystem den Arbeitspeicher beim Booten reserviert. Mit einer Ausnahme, dass beim vServer der zur Verfügung gestellter Arbeitspeicher am Anfang fest definiert sein soll.
Es gibt mehrere Vorteile Virtuelle Server zu betreiben:
- Ausnutzung der Gesamten Auslastung von Realen Servern. Wenn der Server rund um die Uhr Online ist und zusätzlich nur mit geringer CPU Auslastung arbeitet, ist so ein System, im Vergleich zu einem Server mit voller Auslastung, nicht Optimal ausgenutzt.
- Reduzierung der Realen Server und somit auch die Einsparrung bei Beschaffung von zusätzlicher Hardware.
- BackUp ist in wenigen Minuten mithilfe von sogenannten Snapshots des Gesamten virtuellen Betriebssystems gemacht. Bei Snapshots handelt es sich um eine Art Zeitpunkt - Aufnahme vom Zustand des Betriebssystems. Die Snapshots sollen vor jeder wichtigen Änderung bzw. Konfiguration gemacht werden, damit im Falle einer Fehlkonfiguration das Uhrsprungs Zustand wieder herstellt werden kann.
- Wiederverwendbarkeit: Einmal aufgesetzt und konfiguriert, kann die Virtuelle Maschine zu einem auf verschiedenen Plattformen laufen und zum Anderen kann diese einfach kopiert werden um daraus mehr Virtuelle Rechner zu machen. Die Zeit um weitere Rechner aufzusetzen wird hierdurch gespart.
Nachteile von virtuellen Systemen:
- Überschaubarkeit und Server Management von sehr vielen virtuellen Servern sollte gewährleistet sein. Dies bedeutet Systemadministrations Aufwand, welches mit jedem neuem Virtuellem Server wächst, darf nicht unterschätzt werden.
3.4.3 Einsatzmöglichkeiten
Auf Grund einfacher Aufsetzung und gleicher wie bei realem Server Bedienung, lassen sich Virtuelle Server auf verschiedene Art und Weise einsetzen z.B.:
- Um Tests- und Entwicklungsumgebungen voneinander zu trennen oder die Datenbank von dem Programmserver. Generell Programme die sich evtl. Stören werden, können auf unterschiedliche vServer installiert werden.
- für Schulische Zwecken um neue Betriebssysteme kennen zu lernen ohne dafür ein neues Rechner oder ganze Partition zu verschwenden.
- Für Migration oder Update von Altsystemen die schon auf vServern liefen.
Unternehmen die Ihre Server Ressourcen einsparen wollen oder wichtige Programm Abläufe sicherer Gestalten wollen ist die Virtuelle Server Lösung Ideal.
3.5 Filesharing Systeme
3.5.1 Allgemein
Das erste Programm, das als Filesharing System bezeichnet werden kann ist im Jahr 1999 entstanden. Einige Studenten entwickelten ein System, welches es ihnen ermöglichen sollte Musikdateien untereinander auszutauschen. Dieses System wurde kurze Zeit später unter dem Namen Napstar[23] bekannt. Dieser Idee vorausgegangen war die Entwicklung von MP3 (MPEG Audio Layer 3). Einem Standard für die Kompression von digitalen Audiosignalen. Entwickelt wurde dieser Standard am Fraunhofer-Institut.
Beim Filesharing geht es darum Dateien in einem Netzwerk untereinander zu tauschen und somit zu Vervielfältigen. Als Teilnehmer an einem solchen System können Dateien herunter geladen oder anderen Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden. Die Dateien befinden sich, je nach verwendetem System, entweder lokal auf den Computern der Teilnehmer oder auf dedizierten Servern. Um Daten zu tauschen, müssen diese Computer über ein Netzwerk zum Beispiel das Internet miteinander verbunden sein. Für die verschiedenen Filesharing-Systeme muss der Anwender eine bestimmte Software auf seinem Rechner installieren, um Mitglied im entsprechenden Netzwerk zu werden.
3.5.2 Funktionsweise
Die meisten Filesharing-Systeme arbeiten nach einem bestimmten Prinzip.
1. Zuerst muss bei einem Teilnehmer der Wunsch nach einer bestimmten Datei entstehen, die er sich besorgen möchte. Die gewünschte Datei versucht der Anwender dann über eine Suchfunktion zu finden. Dieses ist nicht immer ganz leicht, da sich die Datei nicht immer leicht beschreiben lässt. Deshalb gibt der Anwender Beschreibungen ein, die das System versteht (z.B. ein Schlagwort, das im Dateinamen vorkommen soll). Das Programm sendet die entsprechende Anfrage in das Netzwerk. Als Antwort erhält der Anwender vom Programm eine Liste von zu seiner Anfrage passenden Dateien. Jede dieser Dateien ist im Netzwerk zumindest einmal vorhanden und wird durch eine eindeutige ID identifiziert.
2. Wenn der Anwender meint, dass ein Eintrag in der Liste der gewünschten Datei entspricht, wählt er diese zum Download aus. Nun geht das Programm hin und sucht anhand der ID der gewählten Datei nach potenziellen Quellen für diese Datei. Bei den Quellen handelt es sich um andere Teilnehmer, die diese Datei zum Download anbieten.
3. Mit diesem Teilnehmer nimmt das Programm nun Verbindung auf und bittet sie die ausgewählte Datei an den Teilnehmer zu schicken.
4. Der Teilnehmer hat die gewünschte Datei erhalten.
Viele Filesharing Systeme stehen in Konkurrenz zueinander. Oft unterscheiden sie sich durch die genutzten Protokolle und Topologien. Alle setzten jedoch auf die P2P Technologie (Peer-to-Peer Technologie), wenn es um den Austausch der Daten zwischen den Teilnehmern geht. Die meisten der Systeme verwenden eine hybride Netzwerkstruktur, in der P2P Systeme und andere Topologien gemeinsam genutzt werden. In der P2P Technologie bestehen zwei Architekturen nebeneinander. Ein zentrales Modell, bei dem es sich um ein Netzwerk handelt, das einen Server als zentralen Punkt besitzt und ein dezentrales System, wobei es sich um ein Netz handelt, welches aus vielen Knotenpunkten besteht. Diese beiden Systeme werden in den folgenden Abschnitten genauer erläutert.
3.5.2.1 zentrales Modell
Dieses Modell basiert auf der Tatsache, dass viele Teilnehmer von einem Server verwaltet und bedient werden. Teilnehmer loggen sich zunächst auf dem Server ein, um Zugang zu dem entsprechenden Netzwerk zu erhalten. Der Server verwaltet alle Teilnehmer und alle ihre Dateien und nimmt die Informationen in eine zentrale Datenbank auf. Somit können die Daten eines jeden Teilnehmers durch andere gefunden und herunter geladen werden. Zum finden einer bestimmten Datei schickt der Teilnehmer eine Suchanfrage an den Server und dieser vergleicht die Anfrage mit seiner Datenbank. In neueren zentralen P2P Systemen kann der Server die Anfrage auch an andere Server weiterleiten. Wenn der Teilnehmer mit dem Ergebnis der Suche zufrieden ist, wird zwischen dem Anbieter der Datei und ihm eine Verbindung durch den Server hergestellt und der Datenaustausch findet zwischen diesen beiden Teilnehmern statt. Die Geschwindigkeit, mit der die Daten zwischen zwei Teilnehmern ausgetauscht werden ist von mehreren Faktoren abhängig.
Faktoren die die Geschwindigkeit beeinträchtigen:
- Bandbreite der jeweiligen Teilnehmer
- Anzahl der Verbindungen zu anderen Teilnehmern
Den entscheidenden Vorteil dieser Architektur stellt das zentrale Verzeichnis auf dem Server da, welches ständig mit den aktuellsten Informationen zu den Teilnehmern und denen von ihnen angebotenen Dateien beinhaltet. Dieses System findet heutzutage allerdings immer weniger Anklang. da es wegen der zentralen Server recht einfach stillgelegt werden kann.
3.5.2.2 dezentrales Modell
Das dezentrale Modell ist ein echtes P2P Netz. Im Gegensatz zum zentralen System sind hier alle Teilnehmer „direkt“ miteinander verbunden. Die Kommunikation läuft hier nicht erst über einen Server, sondern findet direkt zwischen den einzelnen Teilnehmern statt. Die Teilnehmer sind in diesem System sowohl Client als auch Server. Sie prüfen und leiten Suchanfragen weiter, während sie zeitgleich eigene Suchanfragen aussenden. Jeder Rechner stellt einen Knotenpunkt dar, der mit weiteren Knoten im Netz verbunden ist. Somit hat der Ausfall eines Knoten keine Auswirkung auf die Funktionalität des rechtlichen Netzwerkes. Die Teilnehmer sind nicht von der Leistung oder dem Ausfall eines zentralen Servers abhängig. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass sich ein Teilnehmer direkt mit dem Netzwerk verbinden kann, ohne erst nach einem freien Platz auf einem Server zu suchen. Durch das ständige An- und Abmelden einzelner Teilnehmer unterliegt das Netzwerk einer starken Fluktuation. Ein neuer Teilnehmer wird mit zufällig ausgewählten anderen Teilnehmern verbunden. Suchanfragen werden zuerst an die Teilnehmer geschickt, mit denen er suchende Teilnehmer direkt verbunden ist und von dort aus an weitere Teilnehmer verschickt. Die Antworten gelangen auf demselben Wege zurück zum suchenden Teilnehmer. Der Austausch der gesuchten Daten erfolgt anschließend aber direkt Anbieter und Nachfrager.
4 Rechte und Pflichten
4.1 Allgemeine Geschäftsbedienungen der Anbieter
Die meisten Anbieter verlangen von dem Benutzer Angaben zur Person. Diese gemachten Angaben über seine Person und sonstige vertragsrelevante Umstände müssen vollständig und richtig sind. Auch die Änderungen müssen unverzüglich gemeldet werden, denn bei Verstoß sind die Anbieter berechtigt die vertraglichen Leistungen sofort zu sperren. Der Kunde darf mit Form, Inhalt oder verfolgtem Zweck seiner Internet-Seiten nicht gegen gesetzliche Verbote, die guten Sitten und Rechte Dritter (Marken-, Namens-, Urheber-, Datenschutzrechte usw.) verstoßen. Insbesondere verpflichtet sich der Kunde, im Rahmen seiner Präsenz keine pornografischen, Gewaltverherrlichenden oder Volksverhetzenden Inhalte darzustellen, nicht zu Straftaten aufzurufen oder Anleitungen hierfür darzustellen und keine Leistungen anzubieten oder anbieten zu lassen, die pornografische und/oder erotische Inhalte (z.B. Nacktbilder, Peepshows etc.) zum Gegenstand haben.
Der Kunde darf keine Daten versenden oder auf einem Online Datenträger speichern, die nach ihrer Art oder Beschaffenheit (z.B. Viren), Größe oder Vervielfältigung (z.B. Spamming) geeignet sind, den Bestand oder Betrieb des Rechenzentrums oder Datennetzes zu gefährden. Für den Fall der schuldhaften Zuwiderhandlung müssen meistens Vertragsstrafen bezahlen, weiter Schadenersatzforderungen vom Anbieter sind nicht ausgeschlossen.
Sofern das Datentransfervolumen (Traffic) oder das Datenspeichervolumen die für den jeweiligen Monat tariflich vorgesehene Höchstmenge übersteigt, können die Anbieter die Seiten und/oder Accounts sperren und/oder vom Kunden für die überschreitenden Volumina ein angemessenes Entgelt verlangen.
4.2 Datenschutz
Bei der Datenverarbeitung müssen aus Datenschutzgründen einige Punkte unbedingt beachtet werden.
- Zugangskontrolle soll dafür sorgen, dass es unbefugten nicht möglich ist Zugang zu Datenverarbeitungsanlagen zu erhalten. Üblicherweise ist hiermit der Zugang zum Rechnerraum gemeint. Dieser ist durch den Betreiber zu sichern.
- Durch Datenträgerkontrolle wird unbefugter Zugriff auf Datenträger verhindert. Dadurch soll das lesen, kopieren, verändern oder entfernen der Datenträger durch Dritte verhindert werden.
- Speicherkontrolle befasst sich mit der unerlaubten Datenverarbeitung auf Speicherebene. Durch diese Kontrolle soll die unerlaubte Eingabe in den Speicher sowie die unbefugte Kenntnisnahme, Veränderung oder Löschung der gespeicherten Daten verhindert werden.
- Durch eine Benutzerkontrolle soll sichergestellt werden, dass Geräte zur Datenübertragung oder Datenverarbeitungssysteme nur durch dazu berechtigte Personen genutzt werden können. Durch verschiedene Identifikationsverfahren soll der Zugriff durch unbefugte verhindert werden.
- Zugriffskontrolle meint, dass die zur Benutzung eines Datenverarbeitungssystems berechtigten Personen ausschließlich auf die Daten zugreifen können, die ihrer Zugriffsberechtigung unterliegen.
- Übermittlungskontrolle ist die Kontrolle zur Überprüfung und Feststellung, wohin Daten übermittelt werden können.
- Eine Eingabekontrolle soll gewährleisten, dass es im Nachhinein möglich ist zu überprüfen und festgestellten, welche Daten zu welchem Zeitpunkt von wem Eingespielt oder genutzt wurden (manipulationssichere Protokollierung).
- Auftragskontrolle soll für die richtige Verarbeitung der Daten sorgen. Daten dürfen nur entsprechend den Weisungen des Auftraggebers verarbeitet werden. Hier ist eine eindeutige Vertragsgestaltung (AGB) wichtig.
- Die Transportkontrolle soll verhindern, dass bei der Übertragung von Daten oder beim Transport von Datenträgern die Informationen von Unbefugten gelesen, kopiert, verändert oder gelöscht werden können.
- Organisationskontrolle meint, dass die innerbetriebliche Organisation so gestaltet werden soll, dass sie den besonderen Anforderungen des Datenschutzes gerecht wird.
5 Wirtschaftlichkeit (Dienstleistungen aus Sicht der Anbieter)
Anhand des Anbieters United-Internet AG
5.1 Daten und Fakten
Die United Internet AG ist mit über 7,9 Millionen Kundenverträgen ein führender internationaler Internet-Service-Provider (ISP). In deren Produktgeschäft richten sich die United Internet AG mit Internet-Mehrwertdiensten an Privatanwender, Small Offices / Home Offices (SoHo) sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese Zielgruppen werden über die bekannten Marken GMX, WEB.DE, 1&1 und united-domains adressiert. Zudem biete die United Internet AG über InterNetX und Fasthosts Ihre Hosting-Produkte auch als White-Label-Lösungen über Reseller an. Im Geschäftsfeld Online-Marketing bietet die United Internet AG Werbe-Kunden vielfältige Marketing- und Vertriebs-Lösungen an. Weiterhin bietet die United Internet AG Display-Marketing über AdLINK Media, Affiliate-Marketing über affilinet und Domain-Marketing über Sedo an. [24]
5.1.1 Produktgeschäft und Online-Marketing
Tabellen zur Übersicht der einzelnen Zweige der United Internet AG [25]:
| Marke | Positionierung/Produkte | Zielgruppe |
|---|---|---|
| GMX | Portal Information-Management | Consumers |
| Web.de | Portal Information-Management | Consumers |
| 1&1 | Portal Information-Management Internet-Access Webhosting | Anspruchsvolle Privatanwender SoHos und KMUs |
| United domains | Internationale Domain-Registrierungen | Mittelständler und Großunternehmen |
| InterNet X | Webhosting Produkte als White Label | ISPs (Deutschland) |
| fasthosts | Webhosting Produkte als White Label | ISPs (Großbritannien) |
| Brand | Services | Target Group |
|---|---|---|
| AdLINK Group Ad´LINKMEDIA | Display-Marketing | Werbetreibende |
| AdLINK Group affilinet | Affiliate-Marketing | Werbetreibende |
| AdLINK Group sedo | Domain-Marketing | Werbetreibende |
5.1.2 Der Zweig GMX
Beispiel die Anfänge des Zweigs GMX: Name: Sehr gut ausgewählt, da kurz und prägnant, dadurch schnelle Verbreitung zur Beginn.
USP (eng. unique selling proposition - veritabler Kundenvorteil ): Freemail Accounts
Schnelle Verbreitung, weil:
- Freemail Accounts
- Eigenwerbung als Anhang in den E-Mails
- Kurzer und prägnanter Name
Finanzierung in der Anfangszeit:
- Werbeeinnahmen auf der Website (Webmailer)
Heute bietet GMX folgende Produkte an:
Kernprodukte im Bereich E-Mail und Messaging:
- GMX FreeMail
- GMX FreeMail mit Plus-Upgrade
- GMX MultiMessenger
- GMX FreeMail mit Comfort-Upgrade
- GMX ProMail
- GMX TopMail
- GMX MultiMessenger
Portaldienste mit redaktionellen Inhalten und E-Commerce-Angeboten
Online-Werbeplattform mit hohen Reichweiten, validen Nutzerdaten und kreativen Werbeformen zielgruppengenaues Online-Marketing
Komplementärprodukt:
- GMX MailDomain
5.2 Profitabilität
In der Anfangszeit werden die Kunden mit kostenlosen Webseiten, Freemails und Online Speichern geworben. Diese werden meistens mit Werbung behaftet und dadurch finanziert. Möchte man die Online Speicher ohne Werbung geniessen, muß man dieses meistens bezahlen. Doch allein davon kann kein Anbieter überleben in der heutigen Zeit. Schaut man sich z.B. den Geschäftsbericht der United-Internet AG [26] an wird einem schnell klar, dass die Unternehmen ihr Produktportfolio ausweiten müssen um auch Gewinn zu erzielen. Aber es gibt nach wie vor Anbieter die nur Speicherplatz zur Verfügung stellen, diese versuchen Ihre Kunden mit den Premium-Accounts zu locken, den man hat meistens bei Premium noch ein paar andere Vorteile, außer Werbefrei. Wie z.B. bei Premium wird eine Verschlüsselung der Daten angeboten, ein kostenloser Support und die Dateitransfer-Geschwindigkeit zum hoch- und runterladen ist meistens viel höher als bei kostenlosen Angeboten.
5.3 Technische Voraussetzungen
Die Anbieter müssen flexibel und auf dem aktuellsten Stand der Entwicklung sein, um ganz vorne mitspielen zu können. Deshalb brauchen sie Rechenzentren, die hohe Standards an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Performance bieten. Das heißt, dass die persönlichen Daten der Benutzer durch mehre Sicherheits- und Backup-Systeme geschützt sein müssen bzw. sollten.
6 Praxis Beispiele
6.1 TeamDrive
Bei TeamDrive handelt es sich um eine Arbeitsgruppensoftware, die von der TeamDrive Systems GmbH in Hamburg vertrieben wird. Es handelt sich hierbei um eine Art „virtuelle Festplatte“. TeamDrive kann entweder als kostenlose Software oder als eine um einige Leistungsmerkmale erweiterte Premium Version erworben werden. TeamDrive ermöglicht es diesen gemeinsam nutzbaren Speicherplatz als ein Laufwerk in das lokale Netz zu integrieren. Die kostenfreie Version bietet 100 MByte Speicherplatz, zudem hat der Anwender die Möglichkeit eigene WebDAV Server einzubinden (z.B. das Media Center bei GMX). Jeder Mitarbeiter der auf dieses Laufwerk zugreift kann mit verschiedenen Rechten, was das Lesen, Schreiben und Löschen von Dateien angeht, ausgestattet werden. Die Dateien werden zunächst lokal auf dem virtuellen Laufwerk zwischengespeichert. Wenn eine Verbindung zum Internet besteht, werden diese lokalen Dateien mit denen auf dem Server synchronisiert. Sollte es hierbei zu Problemen kommen, bringt die Software das nicht von alleine in Ordnung. Der Anwender hat nun die Möglichkeit sich für eine Dateiversion zu entscheiden oder er kann die beiden Dateien zu einer zusammenfassen. Ältere Versionen gehen aber nicht verloren, sondern werden über einen Versionsbaum dargestellt. Dadurch ist es möglich sich auch ältere Versionen einer Datei anzusehen und diese gegebenenfalls zur aktuellen Version zu machen. Eine solche Arbeitsgruppensoftware sorgt dafür, dass für alle Team Mitglieder immer die aktuellsten Versionen verfügbar sind. Spezielle zusätzliche Hardware ist nicht notwendig. Der Hersteller empfiehlt einen Rechner mit mindestens 1 GHz Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher.
Die aktuelle Version 2.1 wurde im März 2009 mit dem Datenschutzgütesiegel des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein ausgezeichnet.
Primär Unterstützt TeamDrive verschiedene Betriebssysteme. Alle Daten werden im Roh Format beim Hochladen auf den WebDAV Server abgelegt. Beim Runterladen werden diese Rohdaten in vom Betrieb Unterstützen Format umgewandelt.
Die Abbildung unten stellt die Funktionalitäten des Programms im Gesamt Überblick dar:
6.2 Rapidshare
Bei Rapidshare handelt es sich um einen Filehoster. Hierbei handelt es sich um einen Internetdienstanbieter, der es jedem Internetnutzer ermöglicht Dateien, wie z.B. Bilder, Filme, Musik und andere Daten und Software, ins Internet zu stellen und dort zum Download anzubieten. Dadurch wird für die Nutzer eine sehr hohe Flexibilität gewährleistet. Momentan kann dieser Dienst unter zwei verschiedenen Domains genutzt werden. Im Jahre 2001 wurde die deutsche Seite www.rapidshare.de veröffentlicht. Etwas später (2006) startete dann auch die internationale Version www.rapidshare.com. Nach Anbieterangaben verfügt Rapidshare über eine Festplattenkapazität von über 4,5 Petabyte (4,5 Millionen GB) und eine Bandbreite von 500 GB pro Sekunde. Finanzieren tut sich das Unternehmen über ein gestaffelter Preis Leistungs- Profil.
Das Prinzip ist relativ simpel. Jeder Internetnutzer kann Daten auf die Server des Unternehmens laden. Nachdem der Upload abgeschlossen ist, erhält der Anwender zwei Links. Mit dem einen Link lassen sich die Daten wieder herunterladen. Mit dem zweiten Link können die Daten vom Anwender auf dem Server gelöscht werden. Mit dem ersten Link können die Daten jedem zur Verfügung gestellt werden, der diese Daten herunterladen darf. Spätestens nach 90 Tagen ohne einen Zugriff werden die Daten durch das System selbstständig gelöscht, sofern dieses nicht bereits durch den Anwender getan wurde.
In einem gewissen Umfang kann der Dienst von jedem kostenlos genutzt werden. Bei einem kostenlosen Upload ist die Dateigröße allerdings auf 100 MB beschränkt. Des Weiteren gibt es eine IP-Adresse bezogene Downloadbegrenzung. Diese verhindert, dass mehrere Dateien gleichzeitig herunter geladen werden können. Weiterhin muss der Anwender eine Wartezeit zwischen den Downloads zweier Dateien hinnehmen. Wenn er sich für einen Premium-Account entscheidet, dann entfallen diese Einschränkungen. Dann können Dateien bis zu einer Größe von 2000 MB geladen werden.
Dieses recht simple Konzept der Datenverteilung ist auch der Grund dafür, dass Rapidshare für die illegale Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material genutzt wird.
Das Düsseldorfer Landgericht hat im Januar 2008 ein Urteil erlassen, dass Rapidshare für die Inhalte der Dateien, die über die eigenen Server getauscht werden, verantwortlich ist. Deshalb wurde Rapidshare dazu verpflichtet die Inhalte der Dateien zu kontrollieren und entsprechende Maßnahmen gegen die illegale Nutzung zu treffen, selbst wenn diese Maßnahmen zu einer geringeren Attraktivität des Geschäftsmodelles führen oder gar zur kompletten Stilllegung führen.."[28]
6.3 E-Mail Anbieter
Heutzutage gehört ein E-Mail Konto, genau wie ein Handy, zu den alltäglichen Dingen, die für die Kommunikation mit Freunden, Kollegen oder Kunden genutzt werden. Für private Nutzer sind in diesem Zusammenhang so genannte Freemail-Anbieter besonders interessant. Diese bieten dem Anwender kostenlose E-Mail-Adressen an, um auf elektronischem Weg Informationen auszutauschen. Im Gegensatz zur Telefonie oder dem klassischen Postweg, lassen sich diese Informationen auf diesem Wege kostenlos verschicken und empfangen.
Allerdings unterscheiden sich die Anbieter teilweise erheblich in ihrem angebotenen Leistungsumfang. Für viele Nutzer spielt der zur Verfügung stehende Speicherplatz eine entscheidende Rolle. Hier variiert die Größe zwischen 12 MB und 1 GB. Einige Anbieter werben sogar mit unbegrenztem Speicherplatz. Dieser Speicher wird zum einen für die im Postfach gespeicherten Mails genutzt, als auch zum speichern von Fotos, Musik und Dokumenten in einem persönlichen Online-Speicher, vorausgesetzt der Anbieter bietet einen solchen Dokumentenspeicher an (z.B. Media Center bei GMX).
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit. Auch hier unterscheiden sich die Angebote. Einen integrierten Spam- und Virenscanner weisen eigentlich alle Anbieter auf. Die verschlüsselte Anmeldung mittels des https-Protokolls ist bei vielen Anbietern standardmäßig inbegriffen oder kann optional erworben werden. Diese sichere Verbindungsart braucht zwar mehr Zeit beim Anmelden, dient aber auch der Sicherheit. Benutzername und Kennwort werden beim Anmelden für die Übertragung verschlüsselt. Finanziert werden diese Kostenfreien E-Mail Konten über Werbung. Meistens werden hierfür Werbebanner genutzt oder eine Mail wird mit kleinen Textanzeigen unterhalb der eigentlichen Nachricht versehen. Durch kostenpflichtige Zusatzdienste kann der Anwender sich Werbefrei schalten. Die angebotenen kostenpflichtigen Zusatzdienste sollten von jedem Anwender genaustens geprüft werden, ob diese wirklich erforderlich sind.
Wenn der Anwender allerdings über mehrere Postfächer bei verschiedenen Anbietern verfügt, dann ist es etwas lästig, sich bei jedem Anbieter nacheinander mit Benutzernamen und Passwort anzumelden. Dieses wird durch Programme (z.B. Outlook oder Thunderbird) erleichtert, die der Anwender auf seinem Desktop installieren kann und die dann für ihn alle Konten nach neuen Mails abfragen und diese gegebenenfalls herunterladen. Üblicherweise erfolgen diese Abrufe mit dem POP3-Protokoll. Für das Versenden von Mails wird allerdings das SMTP-Protokoll genutzt.
| Anbieter | Postfachgröße | max. Anhang | Spam-/ Virenfilter | Verschlüsselung Login/Sitzung |
|---|---|---|---|---|
| AOL | unbegrenzt | 16 MB | ja / ja | zwingend / nein |
| Arcor | 50 MB | 35 MB | ja / ja | zwingend / optional |
| Freenet | 20 MB | 20 MB | ja / ja | optional / optional |
| GMX | 1 GB | 20 MB | ja / ja | optional / nein |
| Google Mail | 7,3 GB | 20 MB | ja / ja | zwingend / optional |
| web.de | 12 MB | 4 MB | ja / ja | optional / optional |
| Yahoo | unbegrenzt | 10 MB | ja / ja | zwingend / nein |
6.4 Wuala
Caleido AG, Buckhauserstrasse 30, 8048 Zürich, Schweiz (nachfolgend "Caleido") hat unter der Bezeichnung Wuala ein System für die Speicherung von Daten entwickelt, welches es Endnutzern ermöglicht, Inhalte dezentral auf verschiedenen Rechnern zu speichern, über das Internet abzurufen, sowie selektiv anderen Endnutzern zugänglich zu machen. Bei Wuala handelt es sich nicht nur um eine Online-Festplatte. Neben Online-Speicherplatz können mit Wuala auch soziale Netzwerke aufgebaut werden. Ein Vorteil für die Nutzer ist die Tatsache, dass keine Software installiert werden muss. Bei der Anwendung handelt es sich um eine Java-Applikation, die über einen Browser aufgerufen werden kann.
Der Online-Datenspeicher Wuala bietet keinen eigenen Speicherplatz an, sondern lebt vielmehr vom Speicherplatz seiner Mitglieder. Jedes Mitglied muss standardmäßig ein GB seiner eigenen Festplatte für das Netzwerk freigeben. Für diesen freigegebenen Speicher erhält er ein GB Speicherplatz in Wuala. Die lokal freigegebenen Speicher werden dann gemeinsam vom gesamten Netzwerk genutzt. Wuala setzt, wie es auch Filesharing-Systeme tun auf ein P2P-System. Die hochgeladenen Dateien werden auf der lokalen Festplatte verschlüsselt und in viele kleine Teile aufgesplittet. Diese Schnipsel werden dann nicht auf einem Server, sondern über das P2P-System auf den Festplatten anderer Anwender geladen. Durch eine 128-Bit AES-Verschlüsselung werden die eigenen Dateien als Backup nochmals auf der eigenen Festplatte abgelegt.
Durch die Technik Erasure Codes wird garantiert, dass Dateien die einmal hochgeladen wurden mit einer Wahrscheinlichkeit von über 99% Verfügbar sind, selbst wenn der Besitzer der Datei offline ist. Laut Wuala reicht für diese Erreichbarkeit eine fünffache Vervielfältigung. Durch diese dezentrale Verteilung im gesamten Wuala-Netz kann kein Serverausfall dafür sorgen, dass Dateien für immer verloren gehen.
Das gleiche Prinzip wird beim Herunterladen einer Datei angewendet. Die im Netzwerk verteilten Fragmente werden auf der eigenen Festplatte wieder zu der hochgeladenen Datei zusammengesetzt. Durch die Nutzung des P2P-Systems können viele der einzelnen Teile gleichzeitig von verschiedenen Festplatten herunter geladen werden. Durch diesen simultanen Vorgang können wohl Geschwindigkeiten von über drei MB pro Sekunde erreicht werden, vorausgesetzt die eigene Bandbreite ist dafür ausreichend.
Jeder Anwender kann zudem ein eigenes Profil anlegen, wo er private Daten, ein Foto, eigene Interessen oder die private Homepage einrichten kann. Zugriffsrechte für die eigenen Ordner lassen sich schnell und einfach über einen Rechtsklick auf den entsprechenden Ordner vergeben.
| Markierungsfarbe | Beschreibung |
|---|---|
| Gelb | Inhalte sind vor den Augen Fremder geschützt |
| Rot | der Ordner wird nur mit ausgewählten Nutzern geteilt |
| Blau | Ordner ist für jeden freigegeben und Sichtbar |
Zudem wird die Funktion der Online-Festplatte um einige Aspekte des Sozial Networking erweitert. Anwender können sich im System zu Gruppen zusammenfinden, Dateien weiterempfehlen, Dateien untereinander tauschen oder die Dateien kommentieren. Anwender können verschiedenen Gruppen beitreten, Inhalte betrachten und kommentieren oder herunterladen. Wobei bei den Gruppen zwischen privaten und öffentlichen Gruppen unterschieden werden kann. Der verfügbare Online-Speicherplatz kann relativ leicht erweitert werden. Für zusätzlich freigegebenen Speicherplatz wird dem Anwender zusätzlicher Online-Speicherplatz zur Verfügung gestellt. Dieser wird nach der folgenden Formel berechnet:
(zusätzlich freigegebener Speicher) x (prozentuale Online-Zeit des PC) = Online-Speicher
Alternativ kann zusätzlicher Speicherplatz auch gekauft werden.
Die Steuerung von Wuala lehnt sich stark an der Bedienung eines Browsers an. Sogar eine Suchfunktion ist im System integriert. Das Hochladen einer Datei in einen Ordner lässt sich bequem per "Drag and Drop"[29] erledigen.
6.5 Humyo
Humyo ist laut eigener Aussage Europas größter Online-Speicherplatz Provider und mehr als 400.000 Privat- und Businesskunden nutzen diesen Dienst bereits. Das Ziel von Humyo ist eine sichere und überall zugängliche Plattform zu schaffen, die es sowohl Unternehmen als auch Privatnutzern ermöglicht, digitale Inhalte zentral abzulegen, zu verwalten und gemeinsam mit anderen zu bearbeiten. Humyo setzt dabei auf die „Drag & Drop“ Technologie, die sich nahtlos in die Microsoft Umgebung integrieren lässt und dadurch ermöglicht immer auf die Dateien zugreifen zu können, auch wenn man offline arbeitet. Des Weiteren bieten Humyo allen Premium- und Businesskunden einen kostenfreien und lokalen Telefon- und E-Mail-Support an. Weiterhin wirbt Humyo damit, dass deren Rechenzentrum in dem ehemaligen Goldbarrentresor der Bank of England steht und dies eins der größten und sichersten seiner Art in Europa sein soll. Nachfolgend möchten wir die angebotenen Leistungen gegliedert nach Business-Kunden und Private Anwender vorstellen.[30]
6.5.1 Business-Kunden
Folgende Leistungen bietet Humyo für Business-Kunden an:
- Schutz – gegen Datenverlust, Diebstahl und Viren.
- Fortlaufende Backups - Die Dateien und Ordner auf dem Computer werden kontinuierlich durch automatische Backups gesichert.
- Viren Scan - Alle Dateien innerhalb des humyo Workspace werden automatisch auf Viren untersucht.
- Verschlüsselung - Alle Daten werden mit einer 256-bit- Verschlüsselung verschickt, genau so sicher wie beim Online-Banking.
- Snapshots - automatisch Kopien erstellen oder alte Versionen der Dateien und Ordner wieder herstellen.
- Zugriff - auf die Firmen Dokumente in einem eigenen, sicheren Online Speicherplatz
- Web-Zugriff – Von überall auf die Daten zugreifen von jedem internetfähigen Computer aus.
- humyo SmartDrive - Integriert sich automatisch auf dem Computer und gibt einen bequemen Zugriff auf alle eigenen Workspace Dateien.
- Synchronisieren - Synchronisieren von Ordner zwischen den Computern und damit Zugriff auf die Dateien, auch wenn man nicht online ist.
- Zugriff via Mobiltelefon - Von überall auf die Daten zugreifen von jedem internetfähigen Telefon aus.
- Zoho Office Anwendungen - Erstellen und bearbeiten von Microsoft Office Dokumenten online, von überall aus, ohne das man eine lokale Software installieren muss.
- Suchen - Die Suchfunktion macht eine Suche nach Dateien innerhalb eines Workspace Accounts kinderleicht.
- Teilen – Der Dateien und Ordner und macht eine Zusammenarbeit mit anderen kinderleicht
- Teamspaces - Geteilte Ordner mit Mehr-Nutzer Zugang ersetzen einen Datei-Server.
- Zugriffskontrolle - Volle Kontrolle über die Zugriffsrechte der einzelnen Nutzer.
- Zusammenarbeit - Mehrere Nutzer, egal ob extern oder intern, können gleichzeitig an Dokumenten arbeiten.
- Dateien teilen – Das Teilen oder Verschicken beliebig große Dateien an Kunden und Partner ist möglich.
- Update Feeds - Änderungen an geteilten Dateien werden immer ersichtlich durch das "Update Feeds".
- Co-Branding – Die Workspace-Bedienoberfläche kann an das Firmendesign angepasst werden.[31]
| Workspace für bis zu 4 Nutzer | Workspace für bis zu 10 Nutzer |
|---|---|
| 100 GB gemeinsam nutzbarer Speicherplatz | 250 GB gemeinsam nutzbarer Speicherplatz |
| Monatlich € 12,99 | Monatlich € 25,99 |
| Jährlich € 129,99 – 2 Monate frei | Jährlich € 259,99 – 2 Monate frei |
Des Weiteren ist es möglich für €64.99 pro Jahr pro zusätzlichen 100GB Speicherplatz und für €76.99 pro Jahr pro extra 5 Nutzer Accounts zu erweitern.
Rundum ein recht gutes Angebot, den dadurch hat man keine Investitionen, außer den monatlichen/jährlichen Beitrag, keine Wertverluste und keine Wartungen für einen eigenen Server.
6.5.2 Privat-Anwender
Anders als bei Business-Kunden bietet Humyo für Privat-Anwender einen kostenlosen Zugang, der aber mit Beschränkungen behaftet ist, wie z.B. Werbung, kein kostenfreien und lokalen Telefon- und E-Mail-Support. Ansonsten bietet Humyo bei den Premium Privat-Anwender gleiche Leistungen wie bei Business-Kunden. Zur Übersicht was einem eine Premium-Mitgliedschaft anbieten wurde folgende Tabelle aufgestellt:
| kostenlos | Premium | |
|---|---|---|
| Verfügbar für | 10 GB - 5 GB für Fotos/Musik/Videos & 5 GB für andere Dateien | 100 GB - für alle Dateien |
| Online Dateizugriff & Bearbeitung (Musik anhören, Video anschauen und Dokumente von beliebigen PC aus bearbeiten | X | X |
| Synchronisieren und erstellen eines Backups aller Daten auf dem Computer | X | |
| Zugriff von jedem Computer oder internetfähigem Telefon aus | X | X |
| Dateiversand zu und vom Online Speicherplatz ist durch eine 256-bit SSL Verschlüsselung gesichert | X | |
| Dateien senden & teilen | X | X |
| Keine Werbung | X | |
| Dateitransfer-Geschwindigkeit zum hoch- und runterladen | 512Kbps | Unbegrenzt |
| Dateien werden gelöscht | länger als 90 Tage nicht eingeloggt | Niemals |
| kostenfrei | € 5,74 pro Monat oder € 57,49 pro Jahr (2 Monate kostenlos) |
Auch hier ist es möglich für €74.74 pro Jahr pro weiteren 100GB zu beantragen.
7 Fazit
7.1 Vorteile
Es gibt keine physische Datenspeicher die kaputt gehen können. Wie z.B. kaputte CD-ROMs, unlesbare Disketten und defekte Festplatten. Der Zugriff der Daten ist weltweit möglich, also überall da wo man einen Onlinezugang hat. Dies ist halt bequemer, weil man keine externen Festplatten mit sich herum tragen muss. Viele der in dieser Arbeit geschriebenen Systeme verfügen inzwischen über einige Sicherheitsvorkehrung, die unerlaubte Zugriffe auf die eigenen Daten sehr erschweren.
7.2 Nachteile
Der Nutzer eines solchen Angebotes sollte jedoch eines nicht außer acht lassen: auch wenn die Anbieter der Online-Dienste versichert die Daten des Kunden nicht anzutasten oder weiterzugeben, absolut sicher kann er sich einfach nicht sein.
7.3 Schlusswort
Festplatten mit vielen Gigabyte gehören nun zur Standardausstattung neuer Computer, das heißt es gibt genügend Platz für alle persönliche Daten wie Dokumente, Fotos, Musik und Videos. Aber wie schon unter Vorteile aufgeschrieben, wenn die Festplatte kaputt geht ist alles weg. Ein sicheres Mittel dagegen sind Online-Speicher. Viele nutzen heutzutage Online-Speicher Angebote um ein paar Fotos aus dem letzten Urlaub und Videos online abzulegen. Aber bisher nutzen wenige Anwender fremde Server um private Dateien abzulegen (z.B. Steuerunterlagen). Das Risiko ist den meisten vor unliebsamen Gästen zu groß, obwohl Passwörter und verriegelte Archive effektiv schützen. Das größte Risiko ist aber meistens die Datenübertragung. Weshalb sich ein Vergleich der verschiedenen Anbieter lohnt und auch meistens die kostenpflichtigen Angebote, da diese meistens über eine Verschlüsselung bei der Übertragung anbieten. Doch unser Fazit ist und bleibt, dass man bei persönlichen oder vertraulichen Unterlagen (z.B. Steuerunterlagen), sicherheitshalber auf einen lokalen Speicher zurückgreifen sollte. USB-Sticks sind mittlerweile auch mit einer Größe von mehreren GB günstig im Handel zu haben. Doch sollte man auch auf die Lebensdauer achten und das die Daten immer aktuelle Abspielformate besitzen. Zum Beispiel die herkömmliche Diskette gibt es nur noch selten und die meisten neue Computer können diese auch nicht mehr abspielen, da sie kein Laufwerk dafür besitzen.
| Medium | Kapazität | Lebensdauer |
|---|---|---|
| Festplatte | Mehrere hundert GB | Maximal rund zehn Jahre, abhängig von sehr vielen Faktoren |
| CD-ROM | 650-900 MB | Angaben variieren von zehn bis 100 Jahren |
| DVD | 4,7 - 17 GB | Vermutlich bis zu etwa 100 Jahren |
| USB-Stick | Handelsüblich bis etwa 8 GB, es gibt auch schon Produkte mit 64 GB | vermutlich bis zu etwa 10 Jahren |
| Externe Festplatte | Mittlerweile gibt es externe Festplatten die bereits einen Terabyte Speicher besitzen | 2 – 10 Jahre |
| kostenlose Online-Speicher | bis 10 GB erhältlich | wen man sich nach 3 Monaten nicht einloggt werden die Daten gelöscht |
| kostenpflichtiger Online-Speicher | ab 10 GB | unendlich |
8 Fußnoten
- ↑ auch als flüchtiger Speicher bezeichnet
- ↑ Jochen Seitz (Autor), Digitale Sprach- und Datenkommunikation: Netze - Protokolle - Vermittlung Seite 24
- ↑ External Serial Advanced Technology Attachment: Anschluss für externe Geräte, der den Datenaustausch zwischen Prozessor und Festplatte erlaubt.
- ↑ http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,533812,00.html
- ↑ Schneider, Werner (Autor), Uwe Schneider, Dieter Werner - Taschenbuch der Informatik 6.Auflage (Stand 2007)
- ↑ gemeint sind Physikalisch vorhandene aber Örtlich getrennte und über das Internet zu erreichende Speicherbausteine. Später Online oder Virtueller Speicher genannt
- ↑ Siehe dazu das Beispiel FilesharingSysteme
- ↑ Web-based Distributed Authoring and Versioning: hierbei handelt es sich um einen offenen Standard, der die Bereitstellung von Daten im Internet regelt.
- ↑ GMX GmbH http://portal.gmx.net/de/unternehmen/gmx/auf-einen-blick/index.html (Stand Mai 2009)
- ↑ Gemeint ist das die Software auch von dritt Anbietern zur Verfügung gestellt werden kann
- ↑ Entnommen aus "Neuer kostenfreier Kommunikations-Service für über 11 Millionen GMX-Kunden" http://dripke.duke2007.taunus.de/euromarcomfile/Pressemappen/TDrive/GMXWebDAV2.pdf
- ↑ Seite 1 des PDF Dokuments http://dripke.duke2007.taunus.de/euromarcomfile/Pressemappen/TDrive/GMXWebDAV2.pdf
- ↑ gmx.net http://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/products/mail/functions/mediacenter?sid=babhdee.1242972464.25382.l7lfro7ii1.71.beb (Stand Mai 2009)
- ↑ GMX FreeMail http://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/products/mail/freemail/classic?sid=babhdee.1242972464.25382.l7lfro7ii1.71.beb (Stand Mai 2009)
- ↑ GMX ProMail http://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/products/mail/promail?sid=babhdee.1242972464.25382.l7lfro7ii1.71.beb (Stand Mai 2009)
- ↑ GMX TopMail http://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/products/mail/topmail?sid=babhdee.1242972464.25382.l7lfro7ii1.71.beb (Stand Mai 2009)
- ↑ Screenshots Media Center Bild entnommen aus http://portal.gmx.net/de/unternehmen/presse/bildarchiv/mediacenter/index.html (Stand Mai 2009)
- ↑ Entnommen aus FAQ des GMX http://faq.gmx.de/datenverwaltung/mc/1.html (Stand Mai 2009)
- ↑ Todd Lammle, CCNA - Cisco Certified Network Associate Study Guide Deluxe Auflage: 5th ed. (14. September 2007) Seite 71
- ↑ Bild entnommen aus http://www.avm.de/PartnerAVM/AVM_Academy/FRITZ_Clips/start_clip.php?clip=fritz_clip_usb (Stand Mai 2009)
- ↑ oder DDNS (dynamischer Domain-Name-System-Eintrag) ist ein Dienst, welches die Domain-Name-Einträge Zeitnah aktualisieren kann. Der Begriff im Kontext steht für die Echtzeit Aktualisierung des Benutzer Domains in Dynamische IP Adresse
- ↑ Bild entnommen aus http://www.avm.de/PartnerAVM/AVM_Academy/FRITZ_Clips/start_clip.php?clip=fritz_clip_usb (Stand Mai 2009)
- ↑ die erste MP3 Tauschbörse im Internet
- ↑ http://www.unitedinternet.de/xml/ui/Company;jsessionid=C4B65AE014EF6EEFDCABB8D8BAA75D00.TC90a?__frame=_top&__lf=PressMailingListIr
- ↑ http://www.unitedinternet.de/xml/ui/Company;jsessionid=5E9B01A99D0F9FF3908DD9C9A46D8F50.TC91a?__frame=_top&__lf=PressMailingListIr
- ↑ http://www.unitedinternet.de/ui/pdf/reports/q4fiscal2008d.pdf
- ↑ Bild entnommen aus Team Drive Handbuch Bereitgestellt bei der Installation (Stand Mai 2009)
- ↑ Urteil vom 23. Januar 2008 (AZ 12 O 246/07)
- ↑ Drag and Drop (Drag & Drop oder Drag'n'Drop) zu deutsch „Ziehen und Fallenlassen“ beschreibt die Methode zur Bedienung grafischer Benutzeroberflächen am Rechner. Es geht dabei um das bewegen grafischer Elemente mittels eines Zeigegerätes. Zum Beispiel kann damit eine Datei von einem Ordner einfach in einen anderen verschoben werden, indem man die Datei mit dem Zeiger über den Ordner schiebt und dann loslässt. Die Datei fällt dann sozusagen in den anderen Ordner.
- ↑ http://www.humyo.de/pages/de/online-datenspeicherung?gclid=COjY29rf_JoCFQEuxwodWi2fcw
- ↑ http://www.humyo.de/pages/de/weitaus-mehr-als-nur-online-speicherplatz
- ↑ http://www.humyo.de/pages/de/online-speicherplatz-pakete-und-preise
9 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| AGB | Allgemeine Geschäfts Bedienungen |
| ASP | Active Server Pages |
| CD | Compact Disc |
| CPU | central processing unit |
| DVD | Digital Versatile Disc |
| eSATA | External Serial Advanced Technology Attachment |
| FTP | File Transfer Protocol (Dateiübertragungsverfahren) |
| GB | Gigabyte |
| MSSQL | Microsoft SQL Server |
| P2P | Peer-to-Peer |
| RAM | Random-access memory |
| RFC | Request for Comments ("Bitte um Stellungsnahme") |
| SFTP | Secure File Transfer Protocol |
| SMS | Short Message Services |
| TB | Terabyte |
| TCP/IP | Transmission Control Protocol / Internet Protocol |
| URL | Uniform Resource Locator |
| USB | universeller serieller Bus |
| WebDAV | Web-based Distributed Authoring and Versioning |
10 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| Abbildung 01: | GMX Media Center Startseite ©GMX |
| Abbildung 02: | FRITZ!Box Fon WLAN 7270 USB Schnittstelle Eingang. |
| Abbildung 03: | Aktivierung des FTP Zugriffs für den FlashDisk-01 |
| Abbildung 04: | Wie funktioniert Filesharing? |
| Abbildung 05: | zentrales Modell |
| Abbildung 06: | dezentrales Modell |
| Abbildung 07: | Überblick über die TeamDrive Funktionen der SharedSpaces Ansicht |
11 Tabellenverzeichnis
| Tabelle Nr. | Beschreibung |
|---|---|
| 1 | Übersicht über GMX Media Center Produkte |
| 2 | Produkt-Geschäft |
| 3 | Online-Marketing |
| 4 | Übersicht über sieben Freemail Anbieter (kostenlose Version) |
| 5 | Übersicht Zugriffsrechte |
| 6 | Übersicht der Kosten für Humyo als Business-Kunde |
| 7 | Übersicht der Kosten für Humyo als Privat-Anwender |
| 8 | Vergleich von Speichermöglichkeiten |
12 Literatur- und Quellenverzeichnis
| Jochen Seitz (2006) | Jochen Seitz; Maik Debes; Michael Heubach; Ralf Tosse: Digitale Sprach- und Datenkommunikation: Netze - Protokolle - Vermittlung, Auflage: 1 (5. Oktober 2006), S. 24. |
| Internet Gurus Guide to FTP | http://net.gurus.org/ftp (Stand Mai 2009) |
| Todd Lammle | CCNA - Cisco Certified Network Associate Study Guide Deluxe: Exam 640-801 [Special Edition] (Gebundene Ausgabe) Auflage: 5th ed. (14. September 2007), S. 71. |
| www.avm.de | http://www.avm.de/PartnerAVM/AVM_Academy/FRITZ_Clips/start_clip.php?clip=fritz_clip_usb (Stand Mai 2009) |
| BDSG | Anlage zu § 9 Satz 1 BDSG |
| www.teamdrive.net | http://www.teamdrive.net/de/home (Stand Mai 2009) |
| www.golem.de | http://www.golem.de/0801/57316.html (Stand Mai 2009) |
| www.rapidshare.de | http://www.rapidshare.de (Stand Mai 2009) |
| www.rapidshare.com | http://www.rapidshare.com (Stand Mai 2009) |
| www.aol.de | http://www.aol.de/ (Stand Mai 2009) |
| www.arcor.de | http://www.arcor.de/ums/ums_index.jsp (Stand Mai 2009) |
| www.freenet.de | http://office.freenet.de/dienste/emailoffice/index.html (Stand Mai 2009) |
| www.gmx.net | http://www.gmx.net/ (Stand Mai 2009) |
| http://mail.google.com | http://mail.google.com (Stand Mai 2009) |
| www.web.de | http://www.web.de/ (Stand Mai 2009) |
| http://de.mail.yahoo.com/ | http://de.mail.yahoo.com/ (Stand Mai 2009) |
| GMX GmbH | http://portal.gmx.net/de/unternehmen/gmx/auf-einen-blick/index.html (Stand Mai 2009) |
| Caleido AG | Allgemeine Geschäftsbedingungen Abzurufen unter http://www.wuala.com/de/about/terms |
| PR-Agentur: euro.marcom dripke.pr | Neuer kostenfreier Kommunikations-Service für über 11 Millionen GMX-Kunden http://dripke.duke2007.taunus.de/euromarcomfile/Pressemappen/TDrive/GMXWebDAV2.pdf (Stand Mai 2009) |
| faq.gmx.de | Wie kann ich auf das GMX MediaCenter zugreifen? http://faq.gmx.de/datenverwaltung/mc/2.html |
| www.wuala.com/de | http://www.wuala.com/de/ (Stand Mai 2009) |

