Touchscreen
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Wie der englische Name schon sagt, ist ein Touchscreen ein Bildschirm, welcher durch die Berührung einzelner Bildschirmteile gesteuert wird. Dies ermöglichen Tastsensoren, die entweder auf dem Bildschirm als Touchfolie aufgebracht oder direkt in das Frontglas integriert sind.[1] Ähnlich einer Computermaus, bei der man über den Cursor einzelne Teile des Bildschirms ansteuert und durch Klicken die Befehle eingibt, werden bei dem Touchscreen die Befehle durch die direkte Berührung des Bildschirms ausgelöst. Ältere touchscreen-fähige Geräte konnten wie die Maus jeweils nur einen Befehl verarbeiten. Beide Techniken nutzen hierbei den Cursor zur Zielsteuerung und als Berührungspunkt. Neuere touchscreen-fähige Geräte nutzen den Cursor nicht mehr, da der Bildschirm mit mehreren gleichzeitigen Berührungen angesteuert werden kann. Damit ist es möglich, Elemente auf dem Bildschirm mit dem bloßen Finger zu verschieben, zu drehen oder zu skalieren. Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Techniken von Touchscreens: die resistiven Touchscreens und die kapazitiven Touchscreens. Hinzu kommen darauf basierende Technologien wie Near Field Imaging, Acoustic Wave oder Infrarot Touchscreen.
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1 Resistiver Touchscreen
Resistive Touchscreens bestehen aus drei Schichten:- einer flexiblen Oberschicht aus Polyester,
- einer starren Unterschicht aus Glas und
- einer Schicht aus nicht leitenden Abstandshaltern,
die die Ober- und die Unterschicht voneinander trennen. Ober- und Unterschicht sind jeweils mit einer transparenten, leitenden Schicht versehen, an denen eine angelegte Spannung ein Spannungsgefälle erzeugt. Durch die Berührung der flexiblen Oberschicht wird ein elektrischer Kontakt zwischen den beiden Schichten erzeugt. Die Auswertung über die Berührung erfolgt durch einen Controller, der auch die Kommunikation mit einem Computer regelt.
2 Kapazitiver Touchscreen
Kapazitive Touchscreens bestehen aus:- einer Grundschicht aus Glas und
- einer durchsichtigen Schicht aus Metalloxid.
An den vier Ecken der Metalloxidschicht wird eine Spannung angelegt, wodurch ein gleichmäßiges elektrisches Feld entsteht. Durch die Berührung des Bildschirms entsteht ein geringer Ladungstransport. Die resultierenden Ströme aus den Ecken stehen im direkten Verhältnis zu der Berührungsposition und werden von einem Controller ausgewertet.
3 Near Field Imaging
Ähnlich den kapazitiven Touchscreens, wird auch bei den NFI-Touchscreens eine:- transparente Metalloxidschicht zwischen
- zwei laminierten Glasplatten
verwendet. Ein Signal wird an die gemusterte leitfähige Beschichtung angelegt und ein elektrostatisches Feld an der Oberfläche des Sensors erzeugt. Sobald ein Finger oder ein anderes Medium, welches eine ausreichend hohe Kapazität darstellt, mit dem Sensor in Berührung kommt, wird das elektrostatische Feld verändert und ein Touchereignis registriert.
4 Acoustic Wave Touchscreen
Acoustic Wave Touchscreens bestehen aus einer Glasschicht, an deren Seitenflächen- Signalgeber,
- Sensoren und
- Reflektoren
befestigt sind. Die Signalgeber senden Ultraschallwellen vertikal und horizontal über die Glasschicht, die Reflektoren verteilen diese Wellen über die gesamte Fläche und Sensoren an den Enden prüfen, ob ein Teil der Ultraschallwellen durch eine Berührung absorbiert wurde. Ein Controller wertet die Änderung der Amplitude der Ultraschallwellen aus und berechnet damit die Position der Berührung.
5 Infrarot Touchscreen
Infrarot Touchscreens bestehen aus einer Glasschicht, die von einem Rahmen umgeben ist. In dem Rahmen befinden sich jeweils auf einer Seite Lichtquellen (LEDs) und auf der anderen Seite Sensoren. Bei einer Berührung wird der unsichtbare Lichtstrahl unterbrochen und von den Sensoren registriert, wodurch der Berührungspunkt ermittelt wird.
6 Quellen
- ↑ Vgl. Stahlknecht, Prof. Dr. Peter und Hasenkamp, Prof. Dr. Ulrich: „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“, Seite 46, Springer Verlag, Osnabrück, Marburg, 10. Auflage (2002)

