Touchscreen-Systeme - Anforderungen zur Durchdringung des Massenmarkts unter besonderer Betrachtung des semi-mobilen Bereichs
Aus Winfwiki
| Name des Autors / der Autoren: | C. Kulok |
| Titel der Arbeit: | "Touchscreen-Systeme - Anforderungen zur Durchdringung des Massenmarkts unter besonderer Betrachtung des semi-mobilen Bereichs" |
| Hochschule und Studienort: | FOM Düsseldorf |
1 Einleitung
"Touch-Screen Technology is the most natural of all input devices - even children can easily learn how to operate them."[1]
Die Berührung ist eine der wichtigsten Sinne, mit denen Kinder ihre Umgebung erfassen. Aus diesem Grund ist es für die Mehrheit der Menschen einfach, die Funktionalität eines auf bloße Berührung des Bildschirms reagierenden Computers zu erlernen. Allerdings ist hier nicht nur eine Leistung des Touchscreens zu sehen, sondern auch die der zugrunde liegenden Software.
Das erste Touch-Prototyp, der Elograph (entwickelt von Samuel Hurst), wurde 1971 vorgestellt[2]. Der erste rudimentäre Touchscreen-PC, der zu Hause eingesetzt werden konnte, war der HP 150[3] aus dem Jahr 1983. Erst um die Jahrtausendwende erschienen Geräte mit Touchscreen-Technologie im Alltag (z. B. als Infoterminal oder Automatenbedienfeld). Der Durchbruch der Technologie ließ jedoch noch auf sich warten. Personal-Digital-Assistents (PDA), Smartphones und Navigationsgeräte machten sie letztendlich massentauglich.
Im Smartphone-Bereich hat sich der Absatz von Touchscreen-fähigen Geräten im Vergleich von August 2008 zu August 2009 um 159% in den USA erhöht.[4] Der allgemeine Smartphone-Markt wuchs in den gleichen Zeitraum um 63%.[4] Hier wird deutlich, dass sich die Technologie immer weiter verbreitet und von den Nutzern immer stärker angenommen wird. Allerdings zeigt eine andere Studie auch, dass nur 47% aller befragten Europäer mit dem gekauften Smartphone so zufrieden waren, dass sie bei einer Neuanschaffung wieder ein Touchscreensystem mit der gleichen Oberfläche bzw. dem gleichen Betriebssystem wählen würden.[5] In dieser Studie sind jedoch deutliche herstellerspezifische Unterschiede zu bemerken. So weist kein anderes Smartphone einen so hohen Zufriedenheitsgrad (im Bereich Bedienbarkeit) wie das iPhone auf; ähnliches gilt für einige Geräte des Hersteller HTC.[5] Diese Erkenntnisse sind zu berücksichtigen, wenn analysiert werden soll, welche Anforderung der Kunde an ein solches System stellt.
So mag das Konzept des Touchscreen schon eine natürlichere Bedienung versprechen, ob das gesamte Computersystem, dieses auch einhalten kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese Arbeit soll sich im Wesentlichen mit Touchscreen-Geräten im semi-mobilen Bereich beschäftigen. Im Folgenden definiert sich dieser Bereich durch folgende Eigenschaften:
- Definition semi-mobiler Bereich
- Displaygröße: ab 8" bis 12"
- Mobiler Einsatz möglich (Akkulaufzeit größer als 3 Stunden)
- Für Touchscreen-Nutzung geeignetes Betriebssystem
- Klassische Geräteklassen: Tablet-PC bzw. Ultra-Mobile-PC (UMPC, siehe Abbildung 1)
Ziel dieser Arbeit soll die Ermittlung möglicher Anforderungen der potentiellen Käufer sein. Welche Möglichkeiten und Einsatzgebiete für Geräte dieser Eigenschaften sind für den Käufer denkbar? Was ist nötig, um Touchscreen-Systeme im semi-mobilen Markt zu etablieren?
2 Grundlagen
Dieser Abschnitt behandelt einige relevante Touch-Technologien und Touchscreen-fähige Betriebssysteme. Die Auswahl wurde so umfassend gewählt, um verschiedene Anforderungen, Potenziale und Problemstellungen darzustellen, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
2.1 Touchscreen-Technologien
Es folgt ein Überblick über einige Technologien zur elektronischen Erfassung von Touch-Ereignissen.
2.1.1 Analog-resistiv
Ein resistiver Touchscreen (siehe Abbildung 2) besteht aus zwei übereinander-liegenden leitenden Schichten (sog. Layern), die durch sehr kleine Abstandhalter (sog. Spacer Dots) von einander getrennt sind.[6] Das obere Layer ist flexibel (z. B. aus Polyester) und kann auf das untere starre Layer (z. B. aus Glas) gedrückt werden.[7] Die mit Indiumzinnoxid-Leiterbahnen beschichteten Layer können mit einer konstanten Gleichspannung angesteuert werden.[8] Diese Leiterbahnen verlaufen in der einen Schicht horizontal und in der anderen Schicht vertikal. Zunächst wird nur ein Layer mit Spannung versorgt, diese Spannung nimmt auf dem Weg durch die Leiterbahn kontinuierlich ab.[6] Bei Berührung des Touchscreen-Display an einer Stelle z. B. durch einen Finger, einen Stift oder einen beliebigen anderen Gegenstand wird die Spannung durch den Kontakt der beiden Layer über die Leiterbahn des anderen Layers abgeführt. Anhand der verbleibenden Spannung lässt sich nun die exakte Position der x-Achse bestimmen. Im zweiten Schritt wird das andere Layer mit Spannung versorgt und der Vorgang wird zur Ermittlung der y-Achse wiederholt.
Durch Ihre einfache Bauart sind resistive Touchscreen-Systeme relativ günstig[9]. Allerdings ist das System durch die flexible Oberfläche einem ständigen Verschleiß[9] unterlegen, so dass resistive Systeme meist nur eine verhältnismäßig geringe Lebensdauer[9] aufweisen können. Damit Touchscreen-Systeme mit dieser Technologie exakt funktionieren, müssen sie gelegentlich kalibriert[6] werden. Hierzu muss der Anwender meist Punkte in allen Ecken und der Mitte des Bildschirms mit einem Stift berühren.
Multitouch ist mit resistiven Touchscreen prinzipiell möglich, jedoch nur mit erhöhtem Kostenaufwand zu realisieren. Aus diesem Grund wird bei Multitouch-fähigen Geräten fast immer auf kapazitive Touchscreens zurückgegriffen. Ausnahme sind Multitouchsysteme für Industriezwecke; diese erlauben Multitouch mit Fingern und auch normalen Handschuhen.[10]
Typische Systeme mit resistiven Touchscreens sind Kopiergeräte sowie einige PDAs und Smartphones.
2.1.2 Kapazitiv
Bei einem kapazitiven Touchscreen (siehe Abbildung 3) wird die Oberfläche des Displays mit einer gegeneinander versetzten leitfähigen Indiumzinnoxid-Schicht versehen. [11] Diese Schicht ist mit Elektroden verbunden, die sich an den Rändern des Monitors befinden. [12] Auf diese Weise wird in der Oberfläche des Monitors ein gleichmäßiges elektrisches Feld erzeugt; die Kreuzungspunkte dieses Gitters wirken dadurch wie ein Kondensator.[13] Die Berührung mit einem Finger bzw. einem speziellen für kapazitive Touchscreens geeigneten Stift führt zu einer Veränderung des elektrischen Feldes durch die natürliche Kapazität[9] des menschlichen Körpers und es kommt zu einer Veränderung der Spannung, die am gegenüberliegenden Ende der X- und Y-Streifen erfasst wird. Die Elektronik misst diese Spannung und ermittelt daraus die Koordinaten des Berührungspunkts.[13]
Kapazitive Systeme sind teurer als resistive Systeme[14], sind jedoch durch ihre feste Oberfläche deutlich robuster.[15] Sie müssen nicht vom Anwender kalibriert[13] werden. Durch ihre exakte Erkennung[15] sind sie besser für Bedienvorgänge[13] wie Scrollen oder Verschieben geeignet. "Sie fühlen sich für den Nutzer insgesamt reaktionsfreudiger und präziser an."[13]
Kapazitive Touchscreen können mit Multitouch-Technologie versehen werden. Zu den Kapazitiven Systemen zählt auch die Near-Field-Imaging-Technologie[16], auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll.
Typische Beispiele für den Einsatz von kapazitiven Systemen sind unter anderem Touchpads (in Laptop-Computern), das iPhone von Apple und diverse andere Geräte mit und ohne Multitouch.
2.1.3 Optisch
Optische Touchscreensysteme können in zwei Kategorien unterschieden werden. Bei der ersten Technik werden Infrarot-Lichtschranken horizontal und vertikal über das Display gelegt, diese bilden ein Gitter.[17] Eine Unterbrechung ermöglicht die Bestimmung der berührten Position. Da diese Technik - aufgrund ihrer technischen Einschränkungen im mobilen Umfeld - für die Aussage dieser Ausarbeitung keine weiteren Nutzwert hat, wird auf eine tiefer gehende Betrachtung verzichtet.
Zum Anderem zählt zu den optischen Touchscreen-Systemen die Erkennung von Fingern oder Objekten mit Hilfe von Digitalkameras. Hier ist beispielhaft Microsoft Surface zu erwähnen. Betrachtet man Abbildung 4, lässt sich die Funktionsweise wie folgt erklären. Bildprojektoren (2) erzeugen auf der Glasoberfläche (1) das Bild. Eine Kamera erkennt Finger und besonders gekennzeichnete Gegenstände und gibt deren Position an das Computersystem weiter.[18] Besonderer Vorteil ist die Mehrbenutzerfähigkeit und die Objekterkennung. Nachteilig erweist sich die bisher sehr geringe Auflösung des Bildprojektors.[19]
Beide Techniken sind für den mobilen Einsatz zu störanfällig (mobiler Infrarot-Einsatz) oder technisch nur schwer realisierbar (Kamera und Projektoren) und daher ungeeignet. Eine näher gehende Betrachtung der MS-Surface-Oberfläche erfolgt im Abschnitt Betriebssysteme.
2.1.4 Induktiv
Diese Technologie wurde nicht primär für Touchscreen-Systeme entwickelt, sondern für den Einsatz in sogenannten Grafik- oder Stifttablets (siehe Abbildung 5). Seit einiger Zeit findet sie aber auch in Touchscreen-Systemen Verwendung.
Ein induktives Stifttablet-System besteht aus einem batterielosen Stift und einer speziellen Unterlage (dem Tablet). Unter dieser Oberfläche werden horizontal und vertikal ausgerichtete Antennen verbaut. Diese wechseln im Mikrosekunden Bereich zwischen Sende- und Empfangsmodus. Der Sendemodus versorgt mit Hilfe von elektromagnetischen Resonanz-Wellen (Induktion) den Stift mit Energie. Durch die dem Stift über eine Spule zugeführte Energie kann dieser nun die Druckstärke (sinnvoll z.B. zur Anpassung der Pinselbreite in Grafikanwendungen) und evtl. angebrachte Schalter (z.B. rechte Maustaste) auswerten. Die Antennen im Tablet können, sobald diese wieder in den Empfangsmodus wechseln, die Position und Daten empfangen.[20]
Die Technologie ist relativ robust, kann aber nur durch einen speziellen Stift bedient werden. Sie ist insbesondere für Freihandzeichnung und Handschrifteingabe geeignet[21] und ermöglicht, Papierinhalte "durchzupausen".
Durch bestehende Patentrechte wird sie nahezu ausschließlich durch den Grafiktablet-Hersteller Wacom eingesetzt.
2.2 Betriebssysteme und Geräte
Es folgt ein Überblick über gegenwärtige Betriebssysteme und Geräte, die über Touchscreen-Unterstützung verfügen:
2.2.1 Microsoft Windows
Seit der 2002 eingeführten Version Windows XP Tablet Edition wird Microsoft Windows mit Touch- bzw. Stiftunterstützung angeboten.[22]
Um die Bedienung auf kleinen Displays (in UMPC) einfacher zu gestalten, wurde für Windows XP das sogenannte Touch Pack eingeführt. Diese spezielle Bildschirmfüllende Oberfläche sollte die Bedienung des Betriebssystems und das Starten von Programmen vereinfachen. Grund hierfür war, dass sich das Startmenü mit Fingern nur schlecht bedienen ließ (zu kleine Menüpunkte). Die eigentlichen Programme blieben aber unverändert.
Diese Technik wurde in MS Surface weitergeführt, so dass ganze Programme explizit zur Fingerbedienung entwickelt wurden. Die Surface-Oberfläche ist ebenfalls lediglich eine Vollbildanwendung; im Hintergrund arbeitet ein normales Windows Betriebssystem.
In Windows Vista und Windows 7 wurden Technologien wie Handschrifterkennung und Gestensteuerung in das Betriebssystem aufgenommen. Insbesondere in Windows 7 verbesserte Microsoft (MS) die Finger-Bedienung durch Vergrößerung von Schaltflächen (siehe Abbildung 13), die Integration von Zwei-Finger-Gesten (wie das Vergrößern eines Dokuments oder Bildes durch auseinanderspreizen der Finger) und die Unterstützung von Wisch-Gesten zum Ausführen von Menübefehlen (siehe Abbildung 6).
Microsoft Surface
Durch den Einsatz von Kameras und Bilderkennung ist das System in der Lage, neben Fingern auch Formen und speziell gekennzeichnete Objekte zu erkennen. Der Benutzer kann mit den Inhalten per Berührung und Handgesten interagieren (siehe Abbildung 7). Die Verwendung von Maus und Tastatur ist nicht vorgesehen.[18] Von Microsoft wird vor allem die Multitouch-Unterstützung und die Mehrbenutzerfähigkeit hervorgehoben. So sind Systeme zur Verkaufsunterstützung denkbar. Der Verkäufer legt das Produkt auf das Display. Das Display zeigt nach der erfolgreichen Objekterkennung die Produktinformationen an. Der Käufer kann sich über das Touchsystem weitere Informationen anzeigen lassen und schließlich mit dem Auflegen der Kreditkarte das Produkt direkt kaufen. Weitere Einsatzzwecke sieht Microsoft z. B. im Hotelgewerbe als Informationssystem und im Unterhaltungsbereich.[18]
2.2.2 Apple iPhone OS
Das iPhone OS wurde von Apple Inc. 2007 mit dem ersten iPhone vorgestellt. Es handelt sich hierbei um ein modifiziertes Mac OS X. Die Oberfläche wurde explizit zur Fingerbedienung gestaltet; so weist der Homescreen (siehe Abbildung 8) sehr große Programmsymbole auf. Außerdem sind Schaltflächen, Schiebeschalter und Drop-Down-Menüs für Bedienung durch Finger optimiert. Der Benutzer gibt Texte über eine Bildschirmtastatur ein (siehe Abbildung 10). Die gesamte Steuerung erfolgt über den Touchscreen und durch einen Beschleunigungssensor. Durch Drehen des Geräts lässt sich automatisch die Ausrichtung des Bildschirminhalts von vertikal auf horizontal anpassen. Hier lässt sich Text einfacher eingeben, da die Tastatur nun breiter dargestellt wird. Schütteln ruft ein "Rückgängig"-Menü auf.
Bilder, Dokumente und Webseiten lassen sich durch Zwei-Finger-Gesten vergrößern und verkleinern. Diese Technik ist im MobileSafari Webbrowser soweit entwickelt, dass durch Doppeltippen auf einen Textausschnitt einer Webseite genau dieser so vergrößert wird, dass der Ausschnitt die vorhandene Bildschirmbreite vollständig ausnutzt.
In diversen Studien[23] erzielt die Bedienungsfreundlichkeit und Handhabung des iPhone Bestwerte. Es erreicht insbesondere aus diesem Grund einen hohen Absatz, obwohl die technischen Spezifikationen von diversen Geräten der Konkurrenz mittlerweile übertroffen werden.
2.2.3 Weitere Betriebssysteme und Geräte
Es sind noch eine Vielzahl anderer Betriebssysteme mit Touchscreen-Unterstützung auf dem Markt bzw. in Entwicklung (z. B. diverse Eigenentwicklungen von Mobilfunkgeräte-Herstellern, Windows Mobile, Palm "Web OS" oder Google "Android OS". Da diese Betriebssysteme im Kern keine großen Unterschiede (weder in der Touchscreen-Technik noch in der Bedienung) zu den vorgenannten Betriebssystemen aufweisen, wird auf eine nähere Erläuterung verzichtet.
Ein besonders erwähnenswertes Gerät ist das Blackberry Storm 2. Dieses Gerät besitzt mit der sogenannten Surepress-Technologie (einer piezoelektrischen Schicht) eine Sonderstellung auf dem gegenwärtigen Markt.[24] Bei dieser Technik wird zwischen Berührung und Drücken unterscheiden; der Bildschirm kann zum Scrollen und Schieben berührt werden, zum Klicken muss spürbar fester gedrückt werden.
Um im Folgenden nicht verschiedene Geräte und Hersteller miteinander vergleichen zu müssen, obwohl zwischen ihnen durchaus kleinere Unterschiede (in Optik und Handhabung) bestehen können, wird das iPhone aufgrund der bereits erwähnten Studien zur Bedienungsfreundlichkeit als Referenzmodell betrachtet.
3 Einsatzgebiete im semi-mobilen Bereich
Gegenwärtig werden Touchscreen-Technologien vor allem in Smartphones, Tablet-PC/UMPC und Embedded-Systems eingesetzt. Ein relativ neuer Trend (seit der Veröffentlichung von Windows 7) ist Einsatz von Touchscreen-Systemen im Desktop PC bzw. in den sogenannten "All-in-One"-PC-Systemen und klassischen Notebooks. Meist werden hier resistive (günstig, Consumer-Segment), kapazitive (selten, meist teuer) oder induktive (Stiftsysteme im professionellen Grafik-Bereich) Systeme eingesetzt.[14] Bei sogenannten eingebetteten Systemen werden Computer in eine andere Technik fest integriert. Sie dienen zur Maschinen- oder Fahrzeugsteuerung oder dienen zur Bedienung von Automaten, Auskunftssystemen, Kopiergeräten oder Wahlmaschinen. Durch intuitive Bedienung werden hier oft Touch-Technologien eingesetzt.
Tablet-PC / UMPCTablet-PCs werden in zwei Gruppen unterschieden. Zum einen die Notebook-ähnlichen Convertable-Systeme (siehe Abbildung 9); diese sind mit einem drehbaren Display ausgestattet und können so zusammengeklappt werden, dass das Display nach außen gerichtet auf die Tastatur geklappt wird. Zum anderen die sogenannten Slate-Systeme; diese bestehen ausschließlich aus einem Display hinter diesem die komplette Hardware verbaut wird. Die UMPCs (siehe Abbildung 1) sind genau wie Slate-Tablets aufgebaut, weisen jedoch eine kompaktere Bauform und ein kleineres Display auf. Allen drei Systemen ist gemein, dass sie mit einem (meist resistiven, selten auch kapazitiven) Touchscreen oder einem induktiven Display ausgestattet sind. Als Betriebssystem wird üblicherweise ein normales Windows-Betriebssystem eingesetzt (oft mit Windows Touch Pack oder einer ähnlich aufgebauten Hersteller-Eigenentwicklung). Diese Geräteklasse deckt sich weitestgehend mit dem hier zu behandelnden semi-mobilen Bereich.
Auf der Comdex-Messe 2001 sagte Bill Gates zu Tablet-PCs: "The tablet takes cutting-edge PC technology and makes it available whenever you want it. [...] It’s a PC that is virtually without limits -- and within five years I predict it will be the most popular form of PC sold in America."[25] Mit dieser Aussage hat Herr Gates nachweislich die Marktentwicklung überschätzt. Bisher blieb der Massenerfolg dieser Geräteklasse, wie auch der im Frühjahr 2006 vorgestellten UMPCs, aus. Lediglich im Unternehmensbereich kann ein gewisser Erfolg nachgewiesen werden.[26] Hier stellt sich die Frage nach der Ursache. Mögliche Gründe auf technischer Seite werden im Abschnitt Gegenwärtige Schwächen und Anforderungen an die Zukunft behandelt. Zunächst sollten aber mögliche und bereits reale Anwendungsbereiche aufgezeigt werden. Ein grundsätzliches Interesse an einem solchen Produkt seitens des Käufer auch im Privatbereich ist jedoch bereits erkennbar.[27] Auf der Consumer Electronics Show demonstrierte Microsoft im Januar 2010 Tablet-PCs mit Windows 7 nur noch unter dem Begriff Slate PCs. Steve Ballmer beschreibt den Formfaktor als "almost as portable as a phone and as powerful as a PC".[28]
3.1 Betrieblicher Einsatz
Bevor sich Technologie in dem Privatbereich etablieren kann, wird diese üblicherweise zunächst im finanzkräftigen geschäftlichen Einsatz verwendet. Der geschäftliche Nutzen in Form von optimierten Geschäftsprozessen, schneller Bearbeitungszeit, höherem Durchsatz oder vereinfachter Arbeit ermöglichen in der Regel hohe Kosteneinsparung oder aber eine Leistungsverbesserung (z. B. Erhöhung der Servicequalität), so dass sich auch hochpreisige Technologien im geschäftlichen Umfeld durchsetzen können. Der Unternehmer erhofft sich üblicherweise einen hohen ROI (Return-Of-Investment) bzw. Kapitalwert.
In einer Studie[29] der RWTH Aachen zeigten sich erhebliche Produktivitätsunterschiede zwischen Maus und Touchscreen bezogen auf die Bedienbarkeit. Gerade ältere Testpersonen (40-75 Jahre) erzielten bei Verwendung von Touchscreen-Systemen eine deutliche höhere Effektivität als beim Einsatz der Maus. Die Studie belegt, dass ältere Personen mit Touchscreen-Systemen sogar leicht bessere Ergebnisse erzielten, als jüngere Anwender (20-39 Jahre) mit der Maus. Aber auch jüngere Menschen erreichten durch Touchscreen-Einsatz eine höhere Produktivität als beim Einsatz der Maus. Einige denkbare Beispiele zur Touchscreen-Verwendung im geschäftlichen Umfeld, sollen im Folgenden betrachtet werden.
Der Einsatz von mobilen Geräten ist bereits gelebte Praxis im Außendienst von Versicherungen, Maklern, Telefongesellschaften oder anderen Unternehmen, die Kunden üblicherweise vor Ort besuchen.[30] Hier werden in der Regel Laptopcomputer zur Tarifberechnung, zur Kundeninformation und zum Vertragsabschluss eingesetzt. Ein Laptop wird meist an einem festen Ort aufgestellt, so dass die Einsichtnahme durch eine andere Person erschwert ist. Ein Gerät des semi-mobilen Bereichs kann herumgereicht werden, während eine natürlichere Sitzhaltung möglich ist. Tabellen, Daten und Grafiken können mit Handgesten angepasst und verdeutlicht werden. Der Vertragsabschluss ist direkt mit Unterschrift auf dem Gerät möglich, die Daten können direkt Online über ein Mobilfunknetz an die Zentrale übermittelt werden. Ein anderes Beispiel sind Journalisten im Außeneinsatz, diese können mit Tablet-Systemen Nachrichten aufnehmen und online an ihre Redaktion übermitteln.[31]
Im medizinischen Bereich werden im manchen Kliniken [32] bereits touchfähige Systeme eingesetzt. Sie können als Notizsystem und digitale Patientenakte vom Arzt mit auf Visite genommen werden. Elektronische Fragebögen vermeiden das Papieraufkommen bei der Anmeldung im Krankenhaus oder beim Facharzt. Befunde und mögliche Behandlungen können dem Patienten plastisch und interaktiv per Touchscreen dargestellt und bearbeitet werden.[33] Es besteht die Möglichkeit über Dockingstationen die Geräte im Büro als normale Desktopsysteme zu verwenden.
Bereits seit längerem werden in technischer Bereichen z. B. in CNC-Maschinen robuste Touchscreentechnologien zur Maschinensteuerung verwendet. Aber auch technische Zeichnungen von Architekten und Ingenieuren sind mögliche Einsatzgebiete. Hier ist oft nicht direkt eine Fingereingabe erforderlich, meist werden Stift-Systeme verwendet, da sie eine höhere Präzision bieten. Die Präsentation von bereits erstellen Zeichnungen und 3D-Objekten ist jedoch über ein Touchsystem realisierbar.
3.2 Bildung
Bevor eine Technologie den Weg in das private Segment findet, muss sie zunächst in einer Gruppe etabliert werden. Üblicherweise finden sich gerade in studentischen und jugendlichen Bereichen die höchste Bereitschaft für den Einsatz von neuen Technologien (Early-Adopter). Die Touchscreen-Technologie wird bereits heute (meist als resistive Systeme) von Dozenten oder Lehrer als Ersatz für Beamer, Overheadprojektoren oder Tafeln verwendet. Durch den Einsatz von Geräten des semi-mobilen Bereichs könnten Studenten auf Mitschriften in Papierform verzichten. Klassische Tastatursysteme wie Laptops haben hier bisher den Nachteil, dass mit ihnen keine Zeichnungen oder Formeln in adäquater Geschwindigkeit geschrieben werden können. Des Weiteren könnte durch den Touchscreen-Einsatz im semi-mobilen Bereich eine neue Ebene des kollaborativen Arbeiten erreicht werden. [34]
3.3 Privatbereich
Es ist bereits eine Vielfalt von potentiellen Einsatzgebieten im privaten Bereich konzipiert worden. Sie reicht vom Touchscreen-Notizbuch[35], der interaktiven elektronischen Zeitung[36], dem Surfpad[37] zum bequemen Surfen auf Couch oder Liegestuhl oder zu einer neuen Art von Computerspielen[38]. Die in den Quellen naher ausgeführten Aspekte, zeigen deutlich die Einsatzmöglichkeiten. Die Technologie hat darüber hinaus das Potential das private Zusammenleben der Menschen grundlegend zu verändern.[39] Fand das digitale Leben bisher meist in getrennten Räumen statt (jeder Computer hatte seinen festen Platz), so ist bereits durch Laptops ein Trend zum mobilen Einsatz und Zusammenrücken in den Familien zu erkennen. Es ist denkbar, dass die digitale Evolution, die die Menschen bisher nur elektronisch zusammen gebracht hat, nun auch in die räumliche Nähe zurückholt. Warum sollte es notwendig sein, in verschiedene Zimmern an verschiedenen Computern zu sitzen? Zumindest können Familienmitglieder wieder zusammenkommen auch wenn sie nicht zwangsläufig auf ihrem mobilen Geräten das selbe machen.[39] Das Potential eines Touchscreen-System ist aber weit größer. Durch Mulittouchtechnologien wie MS Surface sind neue Gruppeninteraktionen denkbar. Früher übliche Gesellschaftsspiele sind in moderner Form auf großen Touchdisplays eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit für eine neue Gemeinschaftlich in der Familie und im Freundeskreis. Dies ist nicht nur für eine Generation denkbar. Studien zeigen das bekannte Bild, dass insbesondere junge Menschen Touchscreen-Systemen sehr aufgeschlossen gegenüber stehen.[4] Aber auch bei Menschen mittleren Alters sowie Senioren gewinnen Touchscreen-Systeme Zuspruch.
4 Vergleich der Technologien und Ermittlung gegenwärtiger Schwächen
Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit den gegenwärtigen Schwächen und vergleicht klassische Technologien mit ihren Touchscreen-Äquivalenten. Es soll versucht werden, daraus im Folgenden Anforderungen für die Zukunft abzuleiten.
4.1 Texteingabe: Tastatur oder Touchscreen
Touchscreen-Systeme verzichten immer häufiger auf eine klassische Tastatur. Im Folgenden soll daher zusammengestellt werden, welche Nachteile dadurch für den Benutzer entstehen.
Für eine klassische QWERTZ-Tastatur sprechen verschiedene Gründe.[40] So lassen sich aller Buchstaben direkt auswählen. Die Tastatur kann mit einer oder beiden Händen bedient werden und eine Bedienung ohne Blickkontakt ist aufgrund des statischen Layouts möglich (sog. touch-typing). Durch den Einsatz aller 10 Finger (touch-typing) ist diese Computer-Schnittstelle sehr performant. Es ist problemlos, möglich mit mehr 100 Anschlägen pro Minute Texte zu schreiben (Training vorausgesetzt); aus diesem Grund eignet sich diese Methode insbesondere für längere Texte.
Ausziehbare Tastaturen werden so in das Gerät integriert, dass der Nutzer eine eingeschränkte bis vollständige QWERTZ-Tastatur aus dem Gerät herausschieben kann. Neben der Mechanik, die hierbei ein Verschleißteil bildet, erweisen sich die Tasten oft als sehr klein und sind in einigen Fällen aus Platzgründen zu dicht nebeneinander angebracht, bieten dafür aber einen physischen Druckpunkt und ermöglichen (nach etwas Übung) eine Bedienung ohne Augenkontakt. Die zu erwartenden Anschläge pro Minute sind je nach Gerät verschieden, die Geschwindigkeit eines geübten Schreibers an einer klassischen Tastatur ist jedoch nicht zu erreichen.
Die zurzeit üblichste Form zur Texteingabe an einem Touchscreen ist das On-Screen-Keyboard (siehe Abbildung 10). Die auf dem Bildschirm angezeigten Tasten können hier je nach Anwendung angepasst werden. So ist wie z. B. im iPhone OS die Anzeige einer QWERTZ-Tastatur, eines 10er-Tastenfelds oder Sonderzeichen üblich. Hier zeigt sich der zentrale Vorteil eines Touchsystems, je nach Anwendungsfall kann das Gerät die Oberfläche und die Eingabemöglichkeiten nach Bedarf anpassen. Des Weiteren kann auf Peripheriegeräte[41], Kabel und Mechanik verzichtet werden. Dies ist im mobilen Bereich nicht zu Unterschätzen. Nachteil bei dieser Methode ist jedoch der nicht vorhandene physische Druckpunkt, so dass die Tasten nicht erfühlt werden können. Dies schließt eine Bedienung ohne Sichtkontakt nahezu aus. Gegenwärtig wird die Bestätigung eines "Tastendrucks" lediglich durch akustische und/oder optische Informationen[41] (aufleuchten der gedrückten "Tasten") dargestellt. Ein Herunterdrücken, wie bei einer normalen Tastatur, ist üblicherweise nicht möglich (Ausnahme: z. B. Blackberry Storm). Zukünftig ist denkbar, dass sich derartige bzw. ähnliche Technologien[42] im Touchscreen Bereich etablieren können. Gegenwärtig ist ein On-Screen-Keyboard folglich nicht zur Eingabe von großen Textmengen[41] sinnvoll. Im semi-mobilen Bereich muss außerdem noch berücksichtigt werden, dass Bildschirmdiagonalen von etwa 10 Zoll kaum für die Bedienung durch Daumen geeignet sind, da der Daumen der Hand, die das Gerät hält, kaum an die entsprechende Taste heranreichen würde.
Eine andere Alternative zur Texteingabe ist die Handschrifterkennung. Diese ist bereits gut entwickelt und funktioniert je nach Handschrift zuverlässig. Hierzu wird ein je nach Touchscreen-Technologie anders aufgebauter Stift verwendet. Die Texterkennung erfolgt in einem speziellen Textfeld automatisch bzw. muss manuell in geeigneten Programmen ausgelöst werden. Eigene Tests der MS Windows 7 Handschrifterkennung (siehe Abbildung 11) zeigen[43], dass einigermaßen deutliche Handschriften zuverlässig erkannt werden. Fehlinterpretationen der Software lassen sich durch Durchstreichen bzw. Überschreiben beheben. Verwackelte Schrift wie zum Beispiel in bewegter Umgebung, in einem Bus oder im gehen ist kaum umwandelbar, so dass die Handschrifterkennung nur an festen Orten erfolgreich eingesetzt werden dürfte. Diese Einschränkung gilt allerdings auch für klassisches Schreiben auf Papier. Bedingt durch die Größe der Texteingabefelder ist eine Eingabe von längeren Texten schwer möglich. Außerdem erreicht die Schreibgeschwindigkeit kaum die Werte einer Tastatur. Ein zentraler Vorteil gegenüber den vor genannten Technologien ist die Möglichkeit zur Eingabe von Skizzen, Tabellen, Graphen und Diagrammen. Diese lassen sich mit keiner anderen Technik so schnell elektronisch zeichnen wie mit einem Eingabestift.
4.2 Steuerung: Maus, Finger oder Stift
Die Steuerung per Maus zeichnet sich insbesondere durch Ihre hohe Präzision aus, dies ist bei klassischen Betriebssystemoberflächen auch nötig, da hier Schaltflächen und Textfelder verhältnismäßig klein gehalten sind. So ist der Mauseinsatz insbesondere auch dann von Nöten, wenn pixelgenaues arbeiten erforderlich ist. Des Weiteren ermöglicht die Maus durch zusätzliche Tasten und Scrollräder, die Nutzung von Kontextmenüs, Sonderfunktionen und eine Vereinfachung der Bedienung. Nachteilig ist die auf Dauer schädigende Körperhaltung[44], der erhöhte Platzbedarf im mobilen Umfeld, sowie eine gewisse Einarbeitungszeit für Einsteiger, die nötig ist um die Maus-Koordination zu erlernen.
Die Touchbedienung erweist sich in der Praxis als intuitiv verständlich und ist unkompliziert zu erlernen, da beim Touchscreen das gewünschte Objekt einfach nur berührt werden muss. Durch die Unterstützung von Mulitouchgesten ist diese in der Lage vielseitige Zusatzbefehle an das Betriebssystem zu übermitteln, außerdem ist die Nutzung durch mehrere Benutzer denkbar. Allerdings weist sie auch einige Nachteile gegenüber der Mausbedienung auf, so ist sie auf Grund der großen Fingerflächen verhältnismäßig unpräzise. Bei der Bedienung decken die Finger bzw. die Hand teile des Bildschirminhaltes ab. Dies führt zumindest zu Sichtbehinderungen und im schlimmsten Fall sogar zu Fehlbedienungen; so ist es möglich, dass die Touchscreen-Technologie die Handfläche als eine Berührung erfasst. Wesentlich für eine akkurate Erkennung der Finger ist die Qualität des Touchscreens (siehe Abbildung 12). Testreihen der Moto Labs mit kapazitiven Touchscreen-Smartphones haben deutliche Unterschiede in der Genauigkeit der verschiedenen Geräte ergeben.[45] Allgemein Betrachtet erweißt sich die kapazitive Touchscreentechnoligen gegen über der resistiven Technologie aufgrund ihrer Robustheit als vorteilhafter im mobilen Umfeld.
Die Stiftsteuerung (sog. Digitizer) vereint die Vorteile beider Technologien. Sie ist immer noch recht verständlich und auf Grund der kleinen Stiftspitze sehr präzise. Dies macht sie insbesondere in CAD-, Grafik- und Zeichen-Anwendungen deutlich attraktiver als eine Maus. Im mobilen Einsatz muss der Stift jedoch mitgenommen werden (meist in Form eines Einschubs im Gehäuse), daraus resultiert jedoch die Gefahr von Verlust und Beschädigung des Stiftes. Insgesamt betrachtet ist die reine Stiftsteuerung umständlicher als die Touchbedienung, da für jeden Befehl der Stift zunächst in die Hand genommen werden muss.
Für den mobilen Einsatz insbesondere im semi-mobilen Bereich scheint der Einsatz von einer Kombination aus Touch (für schnelle und einfache Arbeiten) und aus Stiftsteuerung (für präzise aufwendige Arbeiten) die optimale Kombination zu sein. Wird vom Display die Anwesenheit eines Stifts erkannt, kann die Toucherkennungen automatisch vorübergehend deaktiviert werden. Diese Technik wird bereits z. B. im Wacom Bamboo Pen & Touch[46] einsetzt. Für einfache Bedienung erweist sich die Touchbedienung als Mittel der Wahl; zum Starten von Anwendung zum Scrollen oder Vergrößern ist die Technik bereits etabliert und ausgereift (betrachtet man hier z. B. das iPhone). In Kombination mit Stiftbedienung würde der Nutzwert eines mobilen Geräts deutlich ansteigen, da so auch Freihandskizzen, Zeichnungen und Handschrifterkennung möglich würden.
4.3 Bedienkomfort: Unangepasste Betriebssysteme
"The best user interfaces are those that bring advanced features within the easy reach of inexperienced users."[47]
Bisherige Betriebssysteme sind für die Bedienung mit Maus und Tastatur konzipiert worden. Sie weisen daher für Fingerbedienung zu kleine Schaltflächen[48] auf, sie sind auf Grund von verschachtelten Menüs und umständlich (z. B. durch langes Drücken) aufzurufende Kontextmenüs für den Verzicht auf eine Maus nicht vorgesehen. Durch die hohe Pixeldichte von aktuellen Monitoren sind einfache Schaltflächen (wie "OK" oder "Abbrechen") bereits so klein, dass sie nur noch durch einen größeren aktiven Bereich (iceberg tip[49]) für durch menschliche Finger ausgelöst werden können. Klassische Menüs sind nicht geeignet, da durch Klicken evtl. der darunter bzw. der darüber liegende Menüeintrag ausgewählt werden könnte. Um dies zu vermeiden, müsste die Funktion des Menüs geändert werden. Eine Möglichkeit könnte z. B. sein: Der Benutzer wählt das Menü aus, hält das Display gedrückt, schiebt den Finger über das Menü bis der gewünschte Menüpunkt ausgewählt wurde und lässt zum Bestätigen das Display los. Dies würde den Vorgang allerdings deutlich umständlicher machen.
Funktionen wie "Pinch to Shrink and Spread to Enlarge"[50] sind (seit der Veröffentlichung des iPhones) Kernelemente, um Touchscreen-Systeme intuitiv zu gestalten, da klassische Scrollleisten auf Grund ihrer Größe nur schlecht mit Fingern bedienbar sind. Betriebssystem-Ereignisse wie der einfache Klick, der Doppelklick, der Rechtsklick, Scrollräder oder Tastenkombinationen sind unter Touchsystemen üblicherweise nicht möglich. Daher müssen Betriebssysteme ihre Touch-Äquivalente[51] wie z. B. "Tap", "Drag/Slide", "Flick" (schnelles Ziehen des Fingers über den Bildschirm zum Scrollen) oder "Nudge" (Gedrückthalten zum Verschieben von Objekten) unterstützen und auch so verarbeiten können, wie der Anwender dies von ihnen erwartet. So ist Beispielweise bei der Verarbeitung eines "Flick"-Ereignisse anders vorzugehen als beim Schieben des Scrollbalkens. Um einen flüssigen Bedienablauf zu unterstützen, wird z. B. beim iPhone ein Nachlaufen des Bildinhalts erzeugt.
Windows 7 zeigt bereits einige Verbesserungen der Bedienbarkeit durch Fingerberührung, wie die vergrößerte Taskleiste (siehe Abbildung 12), dagegen sind andere Schaltflächen wie "minimieren", "maximieren" und "schließen" jedoch weiterhin zu klein für eine komfortable Fingerbedienung. In einigen Anwendungen (z. B. Windows Foto-Anzeige) werden Gesten wie "Spread to Enlarge" oder Drehgesten bereits unterstützt. Da dies jedoch als anwendungsspezifische Einzelentwicklungen umgesetzt wurde, können ältere Anwendungen nicht bzw. nur nach vorhergehender Anpassung von diesen Funktionalitäten profitieren.
Des Weiteren wird Vielfach auf Touchsystemen, die eigentlich primär zur Eingabe per Finger oder Stift konzipiert sind, immer noch ein Mauszeiger eingeblendet. Hieraus kann geschlossen werden, dass Microsoft eine reine Fingerbedienung des Desktop-Betriebssystem Windows noch nicht für sinnvoll hält. So werden meist auf UMPCs und Tablet-PCs noch kleine Trackpads von den Herstellern angebracht, um die Ausführung von noch nicht touch-optimierten Funktionen in MS Windows zu ermöglichen.
Diese Erkenntnisse zeigen deutlich, dass auf Systemen in denen Fingerbedienung vorgesehen ist, ein Betriebssystem eingesetzt werden sollte, dass auch konkret für die Bedienung durch Finger konzipiert wurde. Positive Beispiele sind hier Googles Android OS oder Apples iPhone OS.
4.4 Portabilität: Touchscreens im mobilen Einsatz
Während Notebook-Computer klassisch zum mobilen Bereich zählen, sind sie mobil nur eingeschränkt nutzbar; so ist der Einsatz eines Notebook ohne Tisch und Stuhl nur eingeschränkt möglich. Im Gegensatz dazu sind Mobiltelefone, Smartphones und PDAs durch ihre geringe Größe nahezu in jeder Körperhaltung (gehend, stehend, sitzend oder liegend) nutzbar, allerdings aufgrund ihrer geringen Bildschirmgröße für produktives Arbeiten (Erstellen von längeren Texten und aufwendigen Tabellenkalkulationen) kaum einsetzbar. Folgende Tabelle der mobilen Szenarien beschreibt die Einschränkungen der Gerätenutzung je nach Umgebung.
Mobile Szenarien
| Scenario | Posture | Physical freedom | Degree of attention | External interruptions |
| "Business class". Near-office conditions. Long journey by plane or train | Seated, table space available | Full mobility for both hands and arms. Device can be placed on table | Full | None or few |
| "Coach". Limited office conditions. Long journey by bus | Seated, no table available. | Limited mobility for both hands and arms with device in lap or full mobility for one hand and arm, other hand holding the device | Full | None or few |
| "Metro". Out of office conditions. Short journy by bus or subway or standing in line | Standing. | Full mobility for one hand and limited mobility for arm, with the other arm and hand holding the device | Limited | Often. Noisy environment. |
| "Strolling". Full mobility in active environment. Walking down a busy street | Standing/walking | Limited mobility for one hand and arm. Same hand holds and operates the device. | Very limited | Very frequent. Noisy environment. |
Tabelle 1: Mobile texting scenarios.[52]
Hieraus lässt sich ableiten, dass ein semi-mobiles Touchgerät (ohne Maus und Tastatur) durchaus in die Szenarien "Coach" bis "Metro" fallen würde. Eingeschränkt könnte es in den Bereich "Strolling" (Domäne des Handy- und Smartphone-Segments) fallen. Im Bereich "Business class" sind klassische Computer und Notebooks aufgrund des großes Bildschirms und verbesserter Eingabemöglichkeiten vorzuziehen.
Das große Potential eines Touchscreen-Systems dieser Baugröße ist sicherlich der mobile Einsatz, daher sind auch Faktoren wie Lesbarkeit in Sonne und die Resistenz des Displays gegen Fingerabdrücke zu berücksichtigen.
5 Notwendige Veränderungen/Anpassungen
Aus diesen Erkenntnissen leitet sich nun die Frage ab: Wie könnte ein massenmarktfähiges Touchscreen-System im semi-mobilen Bereich aussehen?
Im Technikvergleich der Touchscreentechnologien ist im semi-mobilen Bereich das kapazitives Touchscreen-Display aufgrund seiner Robustheit vorzuziehen. Bei der Displayoberfläche muss der Mobilität geschuldet auf spiegelnde Oberflächen verzichtet werden, um auch bei starker Sonneneinstrahlung Lesbarkeit zu gewährleisten. Eine Beschichtung zur leichten Beseitigung von Fingerabdrücken ist aufgrund der Touchscreen-Nutzung essentiell. Um die Flexibilität der Fingerbedienung sicherzustellen, wird der Einsatz von Multitouch notwendig. Zur Texteingabe ist entweder eine On-Screen-Tastatur und/oder eine zusätzliche ausziehbare Tastatur (bzw. die Anschlussmöglichkeit einer externen Tastatur) sinnvoll. Um die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten zu erhöhen ist die zusätzliche Verwendung eines Digitizers, zur exakten Steuerung und zum handschriftlichen Verfassen von Notizen, zu erwägen.
Die Frage nach einem geeigneten Betriebssystem ist hingegen schwierig. Anhand der im Abschnitt Betriebssysteme ermittelten Umstände kann nur ein für Finger (ggf. auch für Stifteingabe) konzipiertes Betriebssystem eine adäquate Lösung sein. Hierbei wäre zum Beispiel ein stark modifiziertes Windows (mit vereinfachter, vergrößerter und intuitiver Oberfläche) oder ein ebenfalls modifiziertes Android OS oder iPhone OS (höhere Auflösung, Multitasking, Handschrifterkennung) denkbar.
Neben diesen Anforderungen aus der Touchscreen-Technik haben natürlich noch eine Vielzahl anderer Faktoren Einfluss auf das Kaufverhalten der Kunden. Nicht zuletzt wird die Kaufentscheidung an dem tatsächlichen Bedarf des Kunden und vom Preis abhängen. So muss der Hersteller den Wunsch des Kunden nach einer solchen Technologie wecken. Reine technische Aspekte können dies nur bedingt erreichen, dies lässt sich beispielsweise großen kommerziellen Erfolg[27] des iPhone (mit verhältnismäßig schlechter technischer Ausstattung) und am mäßigen Erfolg des Tablet-PC (mit einem herkömmlichen Betriebssystem) erkennen. Dies verdeutlicht den Wunsch vieler Menschen nach einfach zu bedienender Technik.
6 Fazit und Ausblick
Jede Art von Eingabemethode wird von manchen Menschen bevorzugt und von anderen abgelehnt. So gibt es für jeden Einsatzzweck verschiedene geeignete und weniger geeignete Eingabemethoden. Betrachten man jedoch beispielsweise die bereits erwähnte Studie der RWTH Aachen[29], so ist das Potential auf die zukünftige Arbeitswelt unverkennbar. Die dort ermittelten Ergebnisse zeigen eine bedeutende Effizienzsteigerung in allen Altersklassen beim Einsatz von Touchsystemen gegenüber der Maus. So fällt die mittlere Bearbeitungszeit in der Studie beim Einsatz von Touchscreen-Systemen von 1400 ms auf unter 800 ms in der Gruppe 60-75 Jahre. Die Altersgruppe 40-60 erzielt eine Beschleunigung von 1200 ms auf ebenfalls unter 800 ms. Aber auch die bereits im Vergleich schnelle Altersgruppe 20-39 kann ihren Schnitt noch von 800 ms auf etwa 600 ms senken. Zweifelsohne werden noch eine Entwicklungen nötig sein um dieses Potential auszuschöpfen. Hierbei ist insbesondere die Form der Texteingabe noch ein Problem.
Die Touchscreen-Technologie dürfte für die Zukunft noch einige Verbesserungen hervorbringen. Sei es haptisches Feedback in Form von Vibration[47] oder Weiterentwicklungen der Blackberry Surepress-Technologie[24]. Ein weiteres Konzept ist Apples Patentantrag zur taktilen Rückmeldung[53]. Spekulationen über zukünftige Entwicklungen soll jedoch nicht Teil dieser Arbeit sein.
Dass sich Touchscreen-Systeme im semi-mobilen Bereich durchsetzen werden, erscheint dennoch jedoch keine Frage des Ob, sondern des Wann. Die ermittelten Einsatzgebiete sind vielfältig und weisen kommerzielles Potenzial auf. Daher lässt sich diese Frage nach den gewonnenen Erkenntnissen nur so beantworten: Nicht die Hardware allein ist entscheidend (beschriebene notwendige Veränderungen/Anpassungen vorausgesetzt), vielmehr hängt der Markterfolg von der eingesetzten Software ab. Ein Standard-Desktop-Betriebssystem wird sich kaum erfolgreich in einem mobilen Touchscreen-System großflächig vermarkten lassen. Erst ein Betriebssystem, welches alle Aspekte der Eingabemethode Touchscreen berücksichtigt und nutzt, kann so intuitiv sein, wie es der zukünftige Käufer von der Technologie erwartet.
7 Fußnoten
- ↑ Holzinger (2003) S. 387
- ↑ vgl. Elotouch (2009)
- ↑ vgl. Saffer (2009) S. 9
- ↑ 4,0 4,1 4,2 vgl. comScore (2009)
- ↑ 5,0 5,1 vgl. Canalys (2009)
- ↑ 6,0 6,1 6,2 vgl. Rügheimer (2009a)
- ↑ vgl. TCI (2009a)
- ↑ vgl. next system (2009)
- ↑ 9,0 9,1 9,2 9,3 vgl. Smith (2008)
- ↑ vgl. Getac (2009)
- ↑ vgl. Lamelot (2008)
- ↑ vgl. Atterer (2007)
- ↑ 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 vgl. Rügheimer (2009b)
- ↑ 14,0 14,1 vgl. Visam (2005)
- ↑ 15,0 15,1 vgl. TCI (2009b)
- ↑ vgl. TCI (2009c)
- ↑ vgl. TCI (2009d)
- ↑ 18,0 18,1 18,2 vgl. Microsoft (2008a)
- ↑ vgl. Microsoft (2008b)
- ↑ vgl. Wacom (2009b)
- ↑ vgl. Holzinger (2002) S. 161
- ↑ vgl. Anderson (2007)
- ↑ vgl. Koller (2009)
- ↑ 24,0 24,1 vgl. Research In Motion (2009)
- ↑ Gates (2001)
- ↑ vgl. cnet (2003)
- ↑ 27,0 27,1 vgl. ZDNet (2009)
- ↑ Microsoft (2010)
- ↑ 29,0 29,1 vgl. Schlick (2009)
- ↑ vgl. Microsoft (2009)
- ↑ vgl. Verlagswelt (2009)
- ↑ vgl. Microsoft (2003)
- ↑ vgl. HP (2006)
- ↑ vgl. Microsoft (2007)
- ↑ Konzept vgl. Gizmodo (2009)
- ↑ Konzept vgl. Kafka (2009)
- ↑ Konzept vgl. ICD (2009)
- ↑ Konzept vgl. Surfacescapes (2009)
- ↑ 39,0 39,1 vgl. Diederiks (2003) S. 450
- ↑ vgl. Johansen (2003) S. 427
- ↑ 41,0 41,1 41,2 vgl. Saffer (2009) S. 17
- ↑ vgl. Saffer (2009) S. 166
- ↑ Vorführung im Rahmen der Präsentation
- ↑ vgl. Berendonk (2002)
- ↑ Moto Labs (2010)
- ↑ vgl. Wacom (2009a)
- ↑ 47,0 47,1 vgl. Nielsen Norman Group (2007)
- ↑ vgl. Saffer (2009) S. 42
- ↑ vgl. Saffer (2009) S. 43
- ↑ vgl. Saffer (2009) S. 64
- ↑ vgl. Saffer (2009) S. 181
- ↑ Johansen (2003) S. 429
- ↑ vgl. US Patent (2009)
8 Literatur- und Quellenverzeichnis
| Monographien | |
| Diederiks (2003) | Diederiks, Elma; van de Sluis, Richard; van de Ven, Ramon: Sociability and Mobility Conecepts for the Connected Home, in: Carbonell, Noëlle: Universal Access - Theoretical Perspectives, Practice, and Experience, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2003, S. 442 ff. |
| Holzinger (2002) | Holzinger, Andreas: Basiswissen IT/Informatik, Band 1: Informationstechnik, 1. Auflage, Vogel Medien, Würzburg 2002 |
| Holzinger (2003) | Holzinger, Andreas: Finger Instead of Mouse: Touch Screens as Means of Enhancing Universal Access, in: Carbonell, Noëlle: Universal Access - Theoretical Perspectives, Practice, and Experience, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2003, S. 387 ff. |
| Johansen (2003) | Johansen, Anders Sewerin; Hansen, John Paulin: Augmenatative and Alternative Communication: The Future of Text on the Move, in: Carbonell, Noëlle: Universal Access - Theoretical Perspectives, Practice, and Experience, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2003, S. 425 ff. |
| Saffer (2009) | Saffer, Dan: Designing Gestural Interfaces, 1. Auflage, O'Reilly, Kanada, Sebastopol (2009) |
| Schlick (2009) | Schlick, C.: Altersdifferenzierte Adaption der Mensch-Rechner-Schnittstelle, IAW Spectrum, Hrsg.: Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der RWTH Aachen, Aachen (2008) |
| Internetquellen | |
| Archos (2009) | Archos (Hrsg.): Archos 9 PC Tablet, ohne Jahresangabe, http://www.archos.com/products/nb/archos_9/win7.html?country=at&lang=de (29.12.2009, 16:00) |
| Anderson (2007) | Anderson, Nate: What lurks below Microsoft's Surface? A brief Q&A with Microsoft, Ars Technica, 2007, http://arstechnica.com/gadgets/news/2007/05/what-lurks-below-microsofts-surface-a-qa-with-microsoft.ars (29.12.2009, 16:00) |
| Atterer (2007) | Atterer, Richard: Touch Screen Technologien, Ludwig-Maximilians-Universität München, 2007, http://www.medien.ifi.lmu.de/lehre/ws0607/mmi1/essays/Nihad-Zehic.xhtml (29.12.2009, 16:00) |
| Berendonk (2002) | Berendonk, Ulrich: Maus verursacht RSI-Syndrom, Bundesverwaltungsamt INFO 1691 Juni 2002, http://www.dji.de/itgruppe/bva.pdf (29.12.2009, 16:00) |
| canalys (2009) | canalys (Hrsg.): Survey reveals extent of shift in mobile UI preferences, 2009, http://www.canalys.com/pr/2009/r2009111.htm (29.12.2009, 16:00) |
| comScore (2009) | comScore, Inc. (Hrsg.): Touchscreen Mobile Phone Adoption Grows at Blistering Pace in U.S. During Past Year, 2009, http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases/2009/11/Touchscreen_Mobile_Phone_Adoption_Grows_at_Blistering_Pace_in_U.S._During_Past_Year (29.12.2009, 16:00) |
| cnet (2008) | Strömer, Gerald: CeBIT 2008: Computer sind jetzt grün, CBS Interactive GmbH, 2009, http://www.cnet.de/digital-lifestyle/specials/39187957/page/3/cebit+2008+computer+sind+jetzt+gruen.htm (29.12.2009, 16:00) |
| cnet (2009) | Wilcox, Joe: Microsoft tablets start strong in Europe, cnet - CBS Interactive Inc., 2009, http://news.cnet.com/2100-1040-982462.html (29.12.2009, 16:00) |
| Elotouch (2009) | Tyco Electronics Corporation (Hrsg.): History of Elo, ohne Jahresangabe, http://www.elotouch.com/AboutElo/history (29.12.2009, 16:00) |
| Gates (2001) | Gates, Bill: Comdex: Gates foresees 'digital decade', CNN, 2001, http://archives.cnn.com/2001/TECH/ptech/11/11/comdex.gates.keynote/index.html (29.12.2009, 16:00) |
| Getac (2009) | Getac Technology Corporation (Hrsg.): Homepage, ohne Jahresangabe, http://www.getac.com/Multi-touch/index.html (29.12.2009, 16:00) |
| Gizmodo (2009) | Gizmodo (Hrsg.): Courier User Interface In Depth, 2009, http://gizmodo.com/5380626/courier-user-interface-in-depth (29.12.2009, 16:00) |
| HP (2006) | Hewlett-Packard (Hrsg.): The Case for the Tablet PC in Health Care, 2006, http://www.zdnet.de/the_case_for_the_tablet_pc_in_health_care_download-39002355-60160320-1.htm (29.12.2009, 16:00) |
| ICD (2009) | Innovative Converged Devices (Hrsg.): Ultra, 2009, http://convergeddevices.net/products/vega.html (29.12.2009, 16:00) |
| Kafka (2009) | Kafka, Peter: Game On: Time Inc. Shows Off a Tabletized Sports Illustrated, 2009, http://mediamemo.allthingsd.com/20091202/game-on-time-inc-shows-off-a-tabletized-sports-illustrated (29.12.2009, 16:00) |
| Koller (2009) | Koller, Franz; Limbach, Tobias: Studie: Dem Kultobjekt auf der Spur, User Interface Design GmbH 2009, http://www.uid.com/wissen/uid-veroeffentlichungen (29.12.2009, 16:00) |
| Lamelot (2008) | Lamelot, Matthieu: Kapazitive Touchscreens, tom's hardware - TG Publishing AG, 2008, http://www.tomshardware.com/de/Touchscreens,testberichte-240158-3.html (29.12.2009, 16:00) |
| Microsoft (2003) | Microsoft (Hrsg.): Tablet PC Gains Widespread Support From Healthcare Industry, 2003, http://www.microsoft.com/presspass/press/2003/feb03/02-12HealthcareSupportsTabletPR.mspx (29.12.2009, 16:00) |
| Microsoft (2007) | Microsoft (Hrsg.): Case Study: Bishop Hartley High School, 2007, http://www.microsoft.com/casestudies/Case_Study_Detail.aspx?CaseStudyID=201474 (29.12.2009, 16:00) |
| Microsoft (2008a) | Microsoft (Hrsg.): What is Microsoft Surface?, ohne Jahresangabe, http://www.microsoft.com/surface/Pages/Product/WhatIs.aspx (29.12.2009, 16:00) |
| Microsoft (2008b) | Microsoft (Hrsg.): Microsoft Surface Data Sheet [PDF], ohne Jahresangabe, http://www.microsoft.com/surface/Pages/Product/Specifications.aspx (29.12.2009, 16:00) |
| Microsoft (2009) | Microsoft (Hrsg.): Mobile Datenerfassung im Außendienst, ohne Jahresangabe, http://www.microsoft.com/germany/aktionen/partnerfinden/default.mspx?solutionid=565beef3-9979-4d1e-b026-bedf8d17bce1 (29.12.2009, 16:00) |
| Microsoft (2010) | Microsoft (Hrsg.): Microsoft at 2010 International Consumer Electronics Show (Video), 2010, http://www.microsoft.com/presspass/events/ces/videoGallery.aspx?contentID=feature_devicedemo (16.01.2010, 18:00) |
| Moto Labs (2010) | Moto Labs (Hrsg.): DIY Touchscreen Analysis, 2010, http://labs.moto.com/category/multi-touch-sensing/ (10.01.2010, 18:00) |
| next system (2009) | next system Vertriebsges.m.b.H. (Hrsg.): Analog resistive Touchscreens, ohne Jahresangabe, http://www.nextsystem.at/index.php?id=188 (29.12.2009, 16:00) |
| Nielsen Norman Group (2007) | Nielsen Norman Group (Hrsg.): The iPhone User Experience: A First Look, 2007, http://www.asktog.com/columns/070iPhoneFirstLook.html (29.12.2009, 16:00) |
| Research In Motion (2009) | Research In Motion Limited (Hrsg.): Blackberry Strom 2 Specifications, 2009, http://worldwide.blackberry.com/blackberrystorm/storm_specifications.jsp (29.12.2009, 16:00) |
| Rügheimer (2009a) | Rügheimer, Hannes: Resistiv: Touch durch Druck, Connect - Weka Media Publishing GmbH 2009, http://www.connect.de/themen_spezial/Resistiv-Touch-durch-Druck_5785718.html (29.12.2009, 16:00) |
| Rügheimer (2009b) | Rügheimer, Hannes: Kapazitiv: Display als Kondensator, Connect - Weka Media Publishing GmbH 2009, http://www.connect.de/themen_spezial/Kapazitiv-Display-als-Kondensator_5785724.html (29.12.2009, 16:00) |
| Smith (2008) | Smith, Will: White Paper: Touch-Screen Technolog, Maximum PC, 2008, http://www.maximumpc.com/article/white_paper_touch_screen_technology (29.12.2009, 16:00) |
| Surfacescapes (2009) | Surfacescapes (Hrsg.): Dungeons & Dragons: Surfacescape auf Microsofts Surface, 2009, http://www.etc.cmu.edu/projects/surfacescapes/index.html (29.12.2009, 16:00) |
| TCI (2009a) | Gesellschaft für technische Informatik mbH (Hrsg.): Industrie PC: Resistiv, ohne Jahresangabe, http://www.tci.de/Resistiv.887.0.0.html?&L=0 (29.12.2009, 16:00) |
| TCI (2009b) | Gesellschaft für technische Informatik mbH (Hrsg.): Industrie PC: Kapazitiv, ohne Jahresangabe, http://www.tci.de/Kapazitiv.888.0.0.html?&L=0 (29.12.2009, 16:00) |
| TCI (2009c) | Gesellschaft für technische Informatik mbH (Hrsg.): Industrie PC: NFI, ohne Jahresangabe, http://www.tci.de/Near_Field_Imaging_-.889.0.0.html?&L=0 (29.12.2009, 16:00) |
| TCI (2009d) | Gesellschaft für technische Informatik mbH (Hrsg.): Industrie PC: Infrarot, ohne Jahresangabe, http://www.tci.de/Infrarot.891.0.0.html?&L=0 (29.12.2009, 16:00) |
| Toshiba (2009) | Toshiba (Hrsg.): Portégé M750 Series, ohne Jahresangabe, http://de.computers.toshiba-europe.com/innovation/series/Portege-M750-Series/1058917 (29.12.2009, 16:00) |
| Tom's Hardware (2009) | Tom's Hardware (Hrsg.): surface microsoft innards technology, ohne Jahresangabe, http://www.tomshardware.com/de/fotostrecken/surface-microsoft-innards-technology,0101-157012-0----jpg-.html# (29.12.2009, 16:00) |
| US Patent (2009) | US Patent & Trademark Office (Hrsg.): Apple Patentantrag: keystroke tactility arrangement on a smooth surface, 2009, http://appft1.uspto.gov/netacgi/nph-Parser?Sect1=PTO2&Sect2=HITOFF&p=1&u=%2Fnetahtml%2FPTO%2Fsearch-bool.html&r=1&f=G&l=50&co1=AND&d=PG01&s1=20090315830.PGNR.&OS=DN/20090315830&RS=DN/20090315830 (29.12.2009, 16:00) |
| Verlagswelt (2009) | Verlagswelt (Hrsg.): Raschere und aktuellere Berichterstattung dank digitalem Notizprogramm, ohne Jahresangabe, http://www.verlagswelt.de/index.cfm?pid=219&pk=6 (29.12.2009, 16:00) |
| Visam (2005) | Visam GmbH (Hrsg.): Touchscreen Technik, 2005, http://www.visam.de/04_service/touch.php (29.12.2009, 16:00) |
| Wacom (2009a) | Wacom Company, Limited (Hrsg.): White Papers: How the tablets work. Bamboo, ohne Jahresangabe, http://www.wacom.eu/index2.asp?lang=en&pid=34&gm=3 (Support -> Whitepapers) (29.12.2009, 16:00) |
| Wacom (2009b) | Wacom Company, Limited (Hrsg.): Bamboo Pen & Touch, ohne Jahresangabe, http://www.wacom.com/bamboo/bamboo_pen_touch.php (29.12.2009, 16:00) |
| Wacom (2009c) | Wacom Company, Limited (Hrsg.): intuos4, ohne Jahresangabe, http://www.wacom-europe.com/index2.asp?lang=de&pid=37&gm=3 (Company -> Images) (29.12.2009, 16:00) |
| ZDNet (2009) | Beiersmann, Stefan: Umfrage ermittelt großes Interesse an Apples Tablet-PC, zdnet - CBS Interactive GmbH 2009, http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_hardware_umfrage_ermittelt_grosses_interesse_an_apples_tablet_pc_story-39001021-41503135-1.htm (29.12.2009, 16:00) |
9 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| MS | Microsoft |
| OS | Betriebssystem |
| PDA | Personal Digital Assistent |
| ROI | Return Of Investment |
| UMPC | Ultra mobile PC |
10 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung | Quelle |
|---|---|---|
| 1 | UMPC mit Windows 7 | Archos (2009) |
| 2 | Aufbau eines resistiven Touchscreens | TCI (2009a) |
| 3 | Aufbau eines kapazitiven Touchscreens | TCI (2009b) |
| 4 | MS Surface Technik | Tom's Hardware (2009) |
| 5 | Wacom Stifttablett im Einsatz | Wacom (2009c) |
| 6 | Gesten Steuerung in Windows 7 | MS Windows 7 (Screenshot) |
| 7 | MS Surface in Einsatz | cnet (2008) |
| 8 | iPhone OS Homescreen | Apple iPhone 3G (Screenshot) |
| 9 | Convertable Tablet-PC | Toshiba (2009) |
| 10 | Texteingabe per Tastatur in iPhone OS | Apple iPhone 3G (Screenshot) |
| 11 | Handschrifterkennung in Windows 7 | MS Windows 7 (Screenshot) |
| 12 | Touchscreen-Genauigkeit | Moto Labs (2010) |
| 13 | Vergrößerte Taskleiste in Windows 7 | MS Windows 7 (Screenshot) |
11 Tabellenverzeichnis
| Tabelle Nr. | Tabelle | Quelle |
|---|---|---|
| 1 | Mobile texting scenarios | Johansen (2003) S. 429 |

