Umsetzung von Social Shopping mit Magento – Konzeption und Prototyp
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Fallstudienarbeit | |
| Hochschule: | Hochschule für Oekonomie & Management |
| Standort: | Düsseldorf |
| Studiengang: | Bachelor Wirtschaftsinformatik |
| Veranstaltung: | Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten |
| Betreuer: | Prof._Dr._Uwe_Kern |
| Typ: | Fallstudienarbeit |
| Themengebiet: | Social Shopping |
| Autor(en): | Patrick Kuckelsberg, Sebastian Schwendner, Julian Gräff |
| Studienzeitmodell: | Abendstudium |
| Semesterbezeichnung: | SS11 |
| Studiensemester: | 2 |
| Bearbeitungsstatus: | begutachtet |
| Prüfungstermin: | |
| Abgabetermin: | 17.Juni 2011 |
Inhaltsverzeichnis |
1 Einleitung
Der Kunden von heute sieht sich mehr und mehr schlecht beraten von den Vertretern eines Unternehmen. Zum Glück hat das Internet dem Verbraucher eine neue Macht geschenkt. Der Kunde sucht andere Kunden die mit dem gleichem Objekt bereits Erfahrungen gemacht haben. Das gibt dem eventuellen Käufer des Objekts ein besseres Gefühl. Der Kunde fühlt sich durch gleich gesinnte bessere beraten als durch einen Berater oder Vertreter eines Unternehmens. Der Kunde schafft sich selbst einen Markt in dem der Kunde die Macht über die Unternehmen hat.
Diesen Trend nennt sich: „Social Shopping“ In dieser Hausarbeit werden wir das Potential und die verschiedenen Vor- und Nachteile eines Onlineshops beleuchten. Von der Konzeption bis zur Entwicklung des Prototyps haben wir alle Schritte aufgezeichnet und wollen diese Erkenntnisse nun veröffentlichen. Als Referenzshop haben wir Magento gewählt, da Magento ein International agierendes Unternehmen ist. Zu Beginn der Fallstudie war Magento noch zu einhundert Prozent selbständig, seit Februar 2011 besitzt Ebay einen Anteil von 49% und wird bis zum 3.Quartal diesen Jahres Magento komplett übernhemen.
2 Grundlagen
2.1 Social Shopping
2.1.1 Definition
„We are not seats or eyeballs or end users or consumers. We are human beings – and our reach exceeds your grasp. Deal with it.” Levine / Locke / Searls / u.a: The cluterain manifesto S.1[1]
Das Web 2.0 nimmt langsam gestalt an und definiert immer mehr neue Aspekte des modernen Internets. Im Jahr 2000 definierten die Autoren des „The cluetrain Manifesto“ die 95 Thesen der Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden. Das Web 2.0 gibt dem Kunden eine neue Machtvolle Art der Kommunikation, eine Art der Kommunikation die zur Zeit der Massenmedien unmöglich war.
Die Kunden haben schnell erkannt, dass „sie voneinander wesentlich bessere Informationen und mehr Unterstützung erhalten, als von den Händlern und Verkäufern. Soviel zur unternehmerischen Rhetorik über den Mehrwert ihrer Waren“
[2]
'The Cluetrain Manifesto' ist ein Aufruf an die Unternehmen die Stimmen des Marktes zu hören. Die Stimme auf Augenhöhe, die Stimme mit der sich der Markt verständigt, die Stimme die jeder Konsument versteht. Die Unternehmen sollen mehr auf ihre Kunden eingehen und im direkten Dialog zu den Kunden stehen. Die Zeit in dem sich die Unternehmen hinter einer Fassade aus Rhetorik und Marketing verstecken sind vorbei. Die Kunden sind nicht mehr auf die Werbung eines Unternehmens angewiesen, die vernetzten Märkte organisieren sich schneller als die Unternehmen selbst. Rezensionen zu Produkten und Erfahrungsberichte können eine Kaufentscheidung mehr beeinflussen als jeder Millionen Euro teure Werbespot eines großen Unternehmens. Marketing ist nur ein Instrument um die wirklichen Geschehnisse innerhalb eines Unternehmens zu verbergen, jedoch erzeugt genau dieses Marketing ein Misstrauen innerhalb des Marktes und wie jeder weiß lässt sich auf Misstrauen keine Beziehung aufbauen [3]. „Auch bombastische Ankündigungen wie: „Wir wollen die besten im Markt für xyz sein“ [4]“, sind keine Beschreibung einer Position. Der Markt legt die Position eines Unternehmens fest. Die Unternehmen müssen einsehen, dass sie nicht mehr die Machthaber auf dem Markt sind, die Kunden rufen zum Kampf. Ihre stärkste Waffe nennt sich: Social Shopping!
Jahrelang suchten die Konsumenten den Dialog zu den Unternehmen. Der Markt hatte Ideen und wollte Kritik äußern, jedoch wurden die Kunden weder ernst genommen noch gab man dem Kunden die Chance die Kritik zu äußern. „Wir wollen, dass ihr 50 Millionen von uns genauso ernst nehmt, wie ein Reporter vom Handelsblatt!“ [5] Diesen Ruf nach Kommunikation haben die Unternehmen nicht ernst genommen. Der Markt reagierte und schaffte sich ein eigenes Spielfeld auf dem Markt. „Eure überholten Vorstellungen von "dem Markt" haben eure Sicht vernebelt. Wir erkennen uns in euren Entwürfen der Wirklichkeit nicht wieder -- vielleicht, weil wir wissen, dass wir schon ganz woanders sind. Der neue Marktplatz gefällt uns viel besser. Tatsächlich schaffen wir ihn uns nämlich selber. Ihr seid eingeladen, aber es ist unsere Welt. Zieht eure Schuhe an der Tür aus. Wenn ihr mit uns handeln wollt, dann steigt herunter von eurem hohen Ross.“ [6]
In kürzester Zeit bildeten sich Interessengemeinschaften im Internet und die Konsumenten konnten Ihre Erfahrungsberichte zwischen ebenbürtigen Konsumenten austauschen, so wurden neuen Kaufempfehlungen oder auch Kauf Warnungen geschaffen, welche Unabhängig von jeglicher Werbung oder Marketingaktionen geschaffen wurde. Der Kunde kann sich ein neutrales Bild vom Produkt selber machen ohne den Verkaufseinfluss eines Verkäufers ausgehändigt zu sein. Somit war die größte Waffe der Unternehmer auf dem Markt entmachtet. Werbung ist zwar noch ein großer Bestandteil des heutigen Marktes, jedoch erkundigen sich viele Menschen, nach dem sie auf ein Produkt durch Werbung aufmerksam geworden sind, im Internet nach Rezensionen und Erfahrungen. Erst danach ist die Kaufabsicht eines Kunden ausgeprägt und er entscheidet sich für ein Produkt, welches er vielleicht nicht in der Werbung gesehen hat, aber durch verschiedene Berichte von neutralen Konsumenten als das für sich beste Produkt identifiziert hat.
Werbung ist lediglich noch ein Instrument um den Käufer nicht auf sein eigenes Produkt aufmerksam zumachen sondern viel mehr den Kunden für eine bestimmte Produktsparte zu sensibilisieren. Ein Kunde der die Werbung eines Autoherstellers sieht und auch die Absicht hat sich einen neuen PKW zu kaufen, wird sich nicht nur den einen Wagen aus der Werbung ansehen, sondern sich viele verschiedene Wagen des gleichen Typs von verschiedenen Herstellern ansehen um eine Übersicht über den ganzen Markt zu haben. Der moderne Kunde wird dann nach Rezensionen von neutralen Marktteilnehmern einholen um die Fahrzeuge gegeneinander Abzuwägen. Erst danach ist der Kunde mit einer Kaufabsicht ausgestattet und wird sich das Produkt kaufen, welches ihm durch neutrale Meinungen empfohlen worden ist.
2.1.2 Entstehung
Die Entstehung des E–Commerce, welches die Grundlage für das Social Shopping bietet, lässt sich auf das Jahr 2005 zurück verfolgen. Mit der Übergabe des Betriebs des „Internetbackbones“ von der amerikanischen Forschungsgemeinschaft (NSF) in private Hände.
Die Entstehung des E-Commerce und damit auch die Entstehung des Social Shoppings lassen sich am besten anhand einer Chronologischen Tabelle erklären:
1995 Übergabe des Betriebs des Internetbackbones von der
amerikanischen Forschungsgemeinschaft (NSF) in private Hände –
‚Kommerzialisierung‘ des Internets
1995 Gründung der Suchmaschinen Altavista, Lycos und Yahoo
1995 Gründung des Internetauktionshauses Ebay
1995 Der Internetbuchhändler Amazon.com beginnt seinen Betrieb
1996 Gründung des Online-Lebensmittelhändlers Webvan in USA (scheitert 2001)
1997 Start des Pilotversuchs der Deutschen Bank mit E-Cash, elektronischem Geld für das Bezahlen im Internet (eingestellt 2001)
1997 Tchibo bietet sein Sortiment auch im Internet an und rundet damit seine Multichannel-Strategie ab
1998 Beginn des Handels von Strom über elektronische Börsen in Deutschland
1998 Gründung der Suchmaschine Google
1999 Gründung der Musiktauschbörse Napster (2001 wieder eingestellt)
2000 Beginn des Angebots von Arzneimitteln für den deutschen Markt über die Internetapotheke DocMorris.com
2001 Start des Online-Betriebs der Branchenhandelsplattform Covisint für die Automobilindustrie
2001 Das Unternehmen Webvan meldet Konkurs an, E-Cash wird eingestellt, Napster gibt au
2002 Gesetz zum elektronischen Geschäftsverkehr in Deutschland in Kraft getreten
2003 Otto-Supermarkt.de, bundesweit anbietender Internetlebensmittelhändler, stellt sein Angebot ein.
Im Jahr 1995, also sehr früh in der Geschichte des E–Commerce, sind zwei der Erfolgreichsten Social – Shoppingangebote gegründet worden. Ebay und Amazon prägen bereits seit 1995 den Onlinemarkt und bestimmen auch weiterhin Trends und Neuerungen im Bereich des E-Commerce. Andere Projekte wie zum Beispiel Napster wurden bereits nach 3 Jahren wieder eingestellt. Die Zahl der Internetshops und damit der Einstieg von Unternehmen in die Welt des Social – Shoppings steigen schnell. Anbieter wie Magento bieten Neueinsteigern die Möglichkeit, schnell und sicher einen eigenen E – Shop zu entwickeln um somit den Bereich des Social – Shoppings zu betreten.
2.2 Magento
2.2.1 Vorstellung
Magento ist eine Open – Source Plattform, welches Ihren Kunden den Einstieg in die Welt des E – Commerce bietet. Die Urversion von Magento wurde am 31. März 2008 veröffentlicht und hat mehr als 180 Mitarbeiter. Den Hauptsitz von Magento findet man in Culver City, USA. Magento basiert auf einer MySQL Datenbank in dem die Produkte, Kunden und Aufträge erfasst werden. Die Weboberfläche basiert auf einer PHP 5.2.x Version. Neben dem PHP verwendet Magento auch konfigurierbare XML – Dateien. Diese XML - Dateien werden nicht ausschließlich zur Konfiguration der technischen Basis verwendet. Auch die Konfiguration der Schnittstellen werden von XML – Dateien gesteuert um die Darstellung im Front- als auch im Backend anpassen zu können.
Im Februar wurde bekannt, dass Ebay 49% der Anteile an Magento hält. Bis zum 3. Quartal 2011 soll Ebay Magento komplett übernehmen. Magento soll das Herzstück der neuen Ebay Plattform X.Commerce werden. Ebay hatte zuletzt mit einem stark sinkenden Kerngeschäft im Bereich der Auktion- und Festpreishandel zu kämpfen. Magento soll Ebay neue Technologien für die Entwicklung von mobilen Plattformen liefern.[8]
2.2.2 Potential
Magento ist eine Open-Source Plattform, welches Ihren Kunden den Einstieg in die Welt des E-Commerce bietet. Die Urversion von Magento wurde am 31. März 2008 veröffentlicht und hat mehr als 180 Mitarbeiter. Den Hauptsitz von Magento findet man in Culver City, USA.
Magento basiert auf einer MySQL Datenbank indem die Produkte, Kunden und Aufträge erfasst werden. Die Weboberfläche basiert auf einer PHP 5.2.x Version. Neben dem PHP verwendet Magento auch konfigurierbare XML- Dateien. Diese XML-Dateien werden nicht ausschließlich zur Konfiguration der technischen Basis verwendet. Auch die Konfiguration der Schnittstellen werden von XML-Dateien gesteuert, um die Darstellung im Front-, als auch im Backend anpassen zu können. Im Februar wurde bekannt, dass Ebay 49% der Anteile an Magento hält. Bis zum 3. Quartal 2011 soll Ebay, Magento komplett übernehmen.
Magento soll das Herzstück der neuen Ebay Plattform X.Commerce werden. Ebay hatte zuletzt mit einem stark sinkenden Kerngeschäft im Bereich der Auktion- und Festpreishandel zu kämpfen. Magento soll Ebay neue Technologien für die Entwicklung von mobilen Plattformen liefern.
2.2.3 Vorteile
Die Vorteile von Magento liegen klar auf der Design-Ebene. Produktbilder und die Optische Darstellung des Shops bieten ein einladendes Ambiente für Kunden. Die Produktpräsentation steht bei Magento an der obersten Stelle. Die Flexibilität bei der Vergabe von Produktattributen und Vergleichsmöglichkeiten zwischen den Artikeln ist ein weiterer großer Vorteil von Magento und bietet damit dem Kunden die Möglichkeit, sich seinen eigenen Bedürfnissen individuell zu gestalten.
Im Backend ist es von Vorteil, dass die modulare Software-Architektur erlaubt, den Funktionsumfang stetig zu erweitern. Im Vergleich zu anderen Online-Shops wie z.B.: „xt:Commerce“ arbeitet Magento mit übersichtlicheren Menüs, übersichtlichere Auflistungen von Produkten und bietet auf Wunsch eine klare Navigationsstruktur. Die perfekte Produktpräsentation liegt natürlich auch am Layout des Kunden, jedoch bietet Magento auch hier eine gute Ausgangsbasis und Funktionalität. Gezielte Vergleiche zwischen Produkten sind einfach zu erledigen und der Kunde kann dank der „Layered Navigation“ und der erweiterten Suche schnell seine Produkte finden und diese zu vergleichen.
Des Weiteren bietet Magento die Möglichkeit des Multishoppings. Kunden können über mehrere Shops auf die gleiche Datenbank zuzugreifen und können verschiedene oder die gleichen Produkte und Kategorien sehen. Dies ist von Vorteil für die Wartung eines Shops, da wenige Administratoren ausreichen um den Shop zu administrieren.
Der Shop bietet selbst für internationale Geschäfte eine gute Oberfläche, da er in verschiedenste Sprachen übersetzt werden kann.
Somit ist auch das Geschäft im Ausland an den Kunden angepasst und der Kunden kann in seiner Landessprache die Produkte vergleichen und kaufen.
[9]
2.2.4 Nachteile
Nachteile von Magento findet man lediglich auf der Backendseite. Die hohen Hardwareanforderungen für die Datenbank und schnellen Ablauf des Webservers, sowie die relativ hohen Kosten für das Server-Hosting. Der Shop ist mit seinem großen Umfang sehr Komplex und benötigt eine gute Wartung sowie ein fähiges Administrationsteam um den Shop auf dem neusten Stand zuhalten. Die Einarbeitung in den Shop beansprucht viel Zeit, des Weiteren benötigt man fundierte PHP-Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf Entwicklungs-Frameworks. Durch das hohe Augenmerk auf die Produktdarstellung und den Aufbau der Website, kommt es zu einem sehr hohen Pflegeaufwand. Die Pflege bezieht sich nicht nur auf die Produkte, sondern auch auf die Datenbank. Die Datenbank sollte sauber und aufgeräumt sein, damit die Webanwendung für den Kunden schnell läuft. Außerdem fehlen Funktionen wie beispielsweise die Mandantenfähigkeit. [10]
2.3 Entwicklungsmethoden
2.3.1 Gegenüberstellung
Auch wenn Magento und Oxid nicht in einem direkten Konkurrenzkampf stehen, da beide Anbieter nicht auf dem selbem Markt agieren oder nur Teilsegmente gleich abdecken, sollte man dennoch die beiden Open-Source Systeme vergleichen und danach das für sich bessere Produkt wählen. Die Gegenüberstellung wird unter zwei unterschiedlichen Gesichtspunkten erstellt werden. Die Trennung von Wirtschaftlichen und Technischen Aspekten sollten differenziert von einander betrachten werden.
Der Support für Oxid ist besser für deutsche Unternehmen, da das Kerngeschäft von Oxid in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt. Auch der Hauptsitz von Oxid liegt in Deutschland, was einen besseren Support vermuten lässt. Magento hingegen ist internationaler Aufgestellt als sein Konkurrent in Deutschland, die International besser aufgestellt sind. Durch den höheren Bekanntheitsgrad von Magento hat sich auch bereits eine größere Entwicklergemeinde gebildet. Was eine schnellere Innovationsrate verspricht. Je mehr Entwickler sich mit der Materie befassen, desto schneller können neue Module eingebaut werden. Die Anpassungen bei Magento sind bereits in einem gewissen Umfang in der Lizenz enthalten, jedoch werden die Anpassungen nur den USA vorgenommen. Bei Oxid müssen die Anpassungen hinzugekauft werden. Jedoch erfolgt diese Anpassung in Deutschland und man hat eine größere Kundennähe. Sofern man den Unternehmenssitz in Deutschland voraus setzt.
Technisch gesehen sind beide Systeme vergleichbar. Jedoch fehlt bei Oxid die „Layered Navigation“, welche bei Magento implementiert worden war. Die Layered Navigation hilft dem Kunden bei der schnellen Navigation über die Seite und vor allem dient es der Übersichtlichkeit der Seite. Beide Systene haben Schnittstellen um 3.Party Verbesserungen zum implementieren wie zum Beispiel den: „WYSIWYG-Editor“ für die Pflege der Produktdaten. Wobei dieses Feature bereits bei der Kaufvariante von Oxid integriert ist. [11]
2.3.2 Entscheidung
Da wir uns auf Technik und HiFi spezialisieren wollen und dies auf nicht nur auf dem Deutschen- oder Europäischenmarkt, haben wir uns für die Lösung mit dem Magentoshop entschieden.
Ausschlaggebend hierfür waren die Mehrsprachigkeit und die große Entwicklungsgemeinde, welche einen größeren Innovationsreichtum bieten kann als die kleinere Community von Oxid. In erster Linie war es sinnvoll einen Shop zu erstellen, der die Produkte gut zur Geltung bringt und auch dem Kunden eine gute Oberfläche bietet um seine Bedürfnisse zu erfüllen. Wie bereits in der Definition dieser Hausarbeit beschrieben, legen die Kunden einen großen wert auf das vergleichen von Produkten. Magento bietet genau diese Aspekte und eine Benutzerfreundliche Oberfläche welche sich gerade durch die Layered Navigation auszeichnet.
3 Umsetzung
3.1 Entwicklung des Shops
3.1.1 Ideenfindung
Bevor ein Webshop entwickelt werden kann, müssen Ideen gesammelt und Strukturiert werden. Hierbei ist es wichtig sich Gedanken über die später im Shop verkauften Artikel zu machen, in welchen Kategorien man die Artikel anbietet und welchen Kundenkreis der Webshop ansprechen soll. Des Weiteren sollte der Ersteller eines Webshop sich Gedanken zu den Themen Kundenkonten (Anmeldung / Welche Daten werden gespeichert), Zahlungsmittel, Web 2.0 Verwendungen (Bewertungssystem / interaktive Inhalte). Der Aufbau des Shops sollte auch bedacht werden. Hierbei ist es wichtig die gewünschte Zielgruppe durch ein ansprechendes Design und einen durchdachten Aufbau der einzelnen Möglichkeiten anzusprechen.
In der Entwicklung unseres Beispiel Web Shop viel die Ideenfindung im Bereich des Inhalts, also welche Artikel angeboten werden nicht statt, da sie uns von einer Beispieldatenbank vorgegeben waren. Um den Shop umfangreich und mit allen Funktionen die uns diese Version von Magento bietet testen zu können, wurden alle Möglichkeiten in den Bereichen Web 2.0, Zahlungsmittel und Benutzerkontenverwaltung aktiviert.
3.1.2 Festsetzung
Nach der Ideenfindung findet die Festsetzung statt. Bei der Festsetzung werden die vorher definierten Ideen fixiert. Hierbei werden alle gesammelten Ideen festgesetzt und auf die spätere Umsetzung vorbereitet.
3.1.3 Konzeption
Die Konzeption erfolgt nach der Festsetzung der Ideen.
Bei der Konzeption werden die festgesetzten Ideen gegliedert und Strukturiert. Es findet die Planung zur Shop Entwicklung statt, die die spätere Umsetzung der Ideen vereinfachen soll. Später angebotene Artikel werden logisch in passende Kategorien geordnet, der Aufbau des Webshops wird definiert, Kategorien sinnvoll strukturiert und gegebenenfalls unterstrukturiert.
Dies ist mit einer der Wichtigsten Schritte während der Entwicklung eines Webshops. Denn je besser und durchdachter eine Konzeption durchgeführt wird, desto leichter wird die spätere Umsetzung.
3.1.3.1 Grobkonzept nach Magento
Das Konzept im Beispielshop ist recht einfach. Artikel und Artikelinformationen werden aus der Beispieldatenbank importiert. Ebenso wie die Kategorien. Da kein extra Design verlangt wird, wird das Standarddesign verwendet. Benutzer sollen sich Konten erstellen können, einkaufen können und beliebig die Artikel bezahlen. Hierfür sollen alle unterstützten Formen unserer Magentoversion verwendet werden.
3.1.3.2 Nachbearbeitungen des Konzeptes mit Bezug auf Magento
Magento hat das geplante Konzept gut umgesetzt. Durch den hohen Umfang von Magento musste das Konzept nicht verändert werden.
3.2 Einrichtung und Programmierung
Bevor der Webshop entwickelt werden kann, muss überprüft werden, ob das gegebene System die Systemvoraussetzungen von Magento erfüllt.
Hier ist eine Liste mit den Systemvoraussetzungen:
- Supported Operating Systems:
- Linux x86, x86-64
- Supported Web Servers:
- Apache 1.3.x
- Apache 2.0.x
- Apache 2.2.x
- Supported Browsers:
- Microsoft Internet Explorer 7 and above
- Mozilla Firefox 3.5 and above
- Apple Safari 5 and above on Mac only
- Google Chrome 7 and above
- Adobe Flash browser plug-in should be installed
- PHP Compatibility:
- 5.2.13+
- Required extensions:
- PDO_MySQL
- simplexml
- mcrypt
- hash
- GD
- DOM
- iconv
- curl
- SOAP (if Webservices API is to be used)
- Safe_mode off
- Memory_limit no less than 256Mb (preferably 512)
- MySQL:
- 4.1.20 or newer
- InnoDB storage engine
- SSL:
- If HTTPS is used to work in the admin, SSL certificate should be valid. Self-signed SSL certificates are not supported
- Server - hosting - setup:
- Ability to run scheduled jobs (crontab) with PHP 5
- Ability to override options in .htaccess files
Wenn alle Systemvoraussetzungen erfüllt sind, geht es weiter mit der Auswahl der Shopversion. Hierbei bietet Magento drei Versionen an die sich jeweils im Umfang unterscheiden. Die Hauptversion, mit dem umfangreichsten Paket ist die Enterpreis Edition. Die mittlere Version ist die Professional Edition. Die Version mit dem geringsten Umfang ist die Community Edition und wird kostenlos von Magento angeboten.
Überblick über die verschiedenen Funktionen der einzelnen Magento Versionen:
[13]
Wurde sich für eine Version entschieden, geht es an die Entwicklung des Webshops. Hierfür wird das Packet mithilfe eines FTP Programms auf vorhandenen Webspace oder einen Server geladen. Anschließend wird in einem Internetbrowser der Magentopfad aufgerufen und es startet automatisch die Installation. Hierbei werden zuerst grundlegende Einstellungen getroffen. Es wird die Zeitzone ausgewählt, das Land und die Währung, die der Shop später unterstützen soll.
Anschließend muss der Shop mit einer Datenbank verknüpft werden. Da Magento MySQL unterstützt, sollte das Shopsystem auch mit einer solchen Datenbank verbunden werden. Die Datenbank dient als Grundlage für so gut wie alles im Webshop. In ihr sind z.B. Kundendaten, Bestelldaten, Artikelinformationen und Admininformationen hinterlegt.
Dieses Diagramm zeigt die einzelnen Tabellen der Datenbank und dessen Verbindungen untereinander:
Bild:Magento Datenbank.pdf
[15]
Wurde die Datenbank mit dem Webshop verbunden, wird ein Admin angelegt und der Pfad für die Adminverwaltung.
Danach sind die Grundkonfigurationen abgeschlossen und der Shop kann aufgerufen werden.
Für weitere Einstellungen muss im Internetbrowser der Adminpfad von Magento aufgerufen werden. Nach der Anmeldung hat der Administrator vollen Zugriff auf alle Funktionen, die ihm Magento bietet. Dort kann er neue Produkte einpflegen, bestehende Produkte verwalten, Kunden verwalten, Bestellungen bearbeiten und Systemeinstellungen vornehmen.
Das Atmin Panel:
- Funktionen und Möglichkeiten im Admin Panel:
- 1. Dashboard: Im Dashboard wird dem Administrator eine grobe Übersicht gegeben. Es werden die letzten Einkäufe angezeigt, die letzten und die meistgesuchtesten Begriffe und auch Informationen zu neuen Benutzern oder am meisten angeschaute Produkte.
- 2. Sales: In dieser Kategorie kann der Administrator alle Bestellungen sehen und sie weiterbearbeiten. Er kann kontrollieren, ob ein Zahlungseingang stattgefunden hat, und die Bestellung zum Versand freigeben und ganz abschließen.
- 3. Catalog: Dort werden alle Produkte aufgelistet, die im Shop angeboten werden. Jedes Produkt hat eine eigene ID. Der Administrator hat die Möglichkeit neue Produkte in den Shop einzupflegen, vorhandene Produkte zu ändern, oder sie zu löschen. Alle Produkte werden Kategorien und bei Bedarf auch Unterkategorien zugeordnet, die man unter dem Menüpunkt Catalog jederzeit neu erstellen, ändern und löschen kann. Hier wird auch die Verfügbarkeit eines angebotenen Produkts gemanagte. Ist ein Artikel nicht mehr Verfügbar, wird dies automatisch im Shop für den Kunden angezeigt.
- 4. Mobile: Hier wird die mobile Internetseite für z.B. Smartphones gemanagte.
- 5. Customers: Dem Administrator wird die Möglichkeit gegeben, alle Kunden anzeigen zu lassen, zu bearbeiten oder zu löschen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit alle Kunden anzeigen zu lassen, die momentan online sind und sich auf der Website des Shops befinden, oder die Kunden in Gruppen zu ordnen um ihnen z.B. spezielle Angebote zu unterbreiten.
- 6. Promotions: Hier können Regeln zu Preisen definiert werden. Der Administrator kann auf alles einen Rabat geben, oder nur auf bestimmte Artikel Kategorien, oder Marken. Er kann je nach Bedarf die Rabatte aktivieren und deaktivieren.
- 7. Newsletter: Hier können Newsletter erstellt werden, die den Kunden automatisch zugestellt werden. Dabei kann man Newsletter für alle Kunden schreiben, oder nur für eine spezielle Kundengruppe.
- 8. CMS: Der Administrator kann hier die Website managen. Er kann Seiten neu anordnen, Seiten hinzufügen, Anwendung an den Webshop anheften und feste, immer angezeigte Bereiche definieren.
- 9. Reports: Es können alle möglichen Informationen Angezeigt werden. Informationen zu Bestellungen, zum Versand, zu Produkten und dessen Beliebtheit und zu Kunden. Des Weiteren kann man sich Statistiken anzeigen lassen
- 10. System: Im Bereich System kann der Administrator so gut wie alles einstellen und verändern. Dort kann man Backups vom Webshop erstellen, das Design anpassen oder komplett erneuern, Dateien importieren und exportieren, kann die Anwendungen und Hintergrundprozesse kontrollieren und gegebenenfalls neustarten. Auch allgemeine Einstellungen wie z.B. zur Sprache, Lokalisation, Arbeits- und Feiertage und allgemeine Shop Informationen können verändert werden. Auch Zahlungsmethoden können definiert werden. Im Bereich System werden alle relevanten Einstellungen verwaltet.
Ein Bild des Shops:
[17]
Magento für deutschen Rechtsraum einrichten:
Hierfür muss man unter der Kategorie Sales in Admin Panel den Unterpunkt Terms and Conditions. Dort werden jeweils für die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und dem Widerrufsrecht ein Artikel anlegt.
Um diese hinterher auch anzeigen zu lassen, geht man in die Kategorie System und wählt dort den Unterpunkt Configuration aus. Unter dem Punkt Sales wählt man den Punkt Checkout und anschließend Checkout Options. Dort setzt man den Punkt „Enable Terms and Conditions“ auf Yes und es werden nun dem Kunden nach einem Einkauf die AGBs und das Widerrufsrecht angezeigt. [18]
Steuern in Magento einrichten:
Unter der Kategorie Sales findet man den Unterpunkt Tax und Manage Tax Rules. Dort kann man Steuersätze und Steuerregeln, wie zum Beispiel die Mehrwertsteuer, definieren und festlegen und neue Steuerregeln hinzufügen.
Um die Allgemeine Steuerklasse zu ändern, muss man unter der Kategorie System, Configuration den Punkt Tax auswählen. In dem Bereich ist möglich, die Mehrwertsteueranzeige sowie Preisberechnung den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen.[19]
- Shop Beispiele:
- Artikel erstellen:
- Um einen neuen Artikel im Shop anzulegen, muss man sich im Admin Panel anmelden. Unter der Kategorie „Catalog“ „Manage Products“ sieht man eine Liste von bisher im Shop angebotenen Produkten. Um einen neuen Artikel anzubieten, wählt man die Option „Add Product“.
- Zuerst wird die Gruppe des neu angelegten Produkt ausgewählt und bestimmt, ob es sich um ein konfigurierbares Produkt (z.B. Computer mit Konfigurationsmöglichkeit, T-Shirt in verschiedenen Größen), oder um ein festes Produkt handelt (z.B. Handy, Fernsehgerät). In diesem Beispiel wollen wir Schuhe in verschiedenen Größen anbieten.
- Anschließend wird ausgewählt, welche Einstellungen konfigurierbar sind. Hier werden verschiedene Möglichkeiten gegeben wie z.B. Farbe, Größe, Typ und Material. In diesem Beispiel kann man die Schuhgröße und die Farbe auswählen.
- Nun werden grundlegende Informationen zum Name, Model und Steuerkategorie angegeben. Um jeweils zum nächsten Schritt zu gelangen auf „Save and Continue Edit“ klicken.
- Als nächstes wird der Preis festgelegt, eventuelle Angebote definiert und es können Rabatte festgelegt werden, wenn man z.B. mehrere dieser Schuhe kauft.
- Anschließend werden Informationstexte zu dem jeweiligen Produkt geschrieben, die dem Kunden später Inforationen zu den Schuhen geben sollen.
- Nun legt man fest was für ein Typ der Artikel ist. In diesem Beispiel kann man z.B. auswählen, ob es z.B. Laufschuhe, Hohe Schuhe, oder Sneakers sind. Auch das Geschlecht kann bestimmt werden, für wen die Schuhe bestimmt sind.
- Abschließend gibt man noch an in welchem Shop die Schuhe angeboten werden und muss den Artikel auf verfügbar einstellen, da er sonst nicht im Shop angezeigt wird. Bilder können hinzugefügt werden und die speziellen Einstellungen vorgenommen werden. Hierfür kann man unter Custom Options verschiedene Größen und Farben zur Verfügung stellen und diese auch im Preis einfließen lassen (z.B. Schuhgröße 49 soll 20 Euro teurer sein).
- Nun wird gespeichert und man gelangt zurück zur Produktübersicht, in der nun auch der neue Artikel aufgelistet ist.
- Kategorie erstellen und Artikel zuordnen:
- Um eine neue Kategorie anzulegen geht man auf den Punkt „Manage Categories“ unter der Kategorie „Catalog“. Dort werden alle Ober- und Unterkategorien angezeigt. Um eine neue Kategorie zu erstellen drückt man auf „Add Root Categorie“ (Oberkategorie) oder auf „Add Subcategory“ (Unterkategorie). Wir wollen in diesem Beispiel eine neue Oberkategorie erstellen.
- Zuerst wird der Name der Kategorie eingegeben und optional eine kurze Beschreibung und ein Bild angefügt. Im selben Fenster kann man die Kategorie aktiv schalten und sie im Navigationsmenü anzeigen lassen.
- Um dieser Kategorie Produkte unterzuordnen wird der Reiter „Category Products“ ausgewählt. Daraufhin erscheint eine komplette Liste mit allen angebotenen Produkten. Aus dieser Liste werden Artikel ausgewählt und anschließend die Änderungen gespeichert und somit die Kategorie erstellt.
- Kunde anlegen:
- Im Online Shop wählt man unter „Log In“ die Möglichkeit Create an Account aus.
- Anschließend werden allgemeine Angaben angegeben, wie z.B. Name, E-Mail Adresse und ein Passwort.
- Einkauf tätigen:
- Hat man sich angemeldet, kann man Artikel in den Warenkorb legen. Um anschließend zur Kasse zu kommen drück man auf „My Cart“. Dort werden alle Artikel aufgelistet, die man in den Warenkorb gelegt hat. Mit einem Klick „Proceed to Checkout“ beginnt der Kaufprozess.
- Man wird aufgefordert den Namen zu kontrollieren und die Adresse anzugeben.
- Anschließend kann man die Versandoption wählen.
- Danach wird die Zahlungsmethode ausgewählt
- Abschließend werden die Gesamtkosten angezeigt und die Bestellung bestätigt.
- Einkauf als Administrator verwalten:
- Unter der Kategorie „Sales“ „Orders“ werden alle Bestellungen angezeigt. Wird eine Bestellung ausgewählt, kann man diese weiterverarbeiten.
- Es kann eingetragen werden, dass ein Zahlungseingang vorliegt und das Produkt als versendet markieren. Hierfür dienen die Reiter am oberen Rand und die Unterpunkte am rechten Bildschirmrand.
- Artikel erstellen:
Besondere Features von Magento:
Konfiguration von Artikeln von einem Benutzer:
(z.B. Computer-Konfiguration)
Artikelanpassung:
(z.B. Farbe, Größe)
3.3 Testphase
Um den entwickelten Magento-Shop zu optimieren und ggf. grundlegend zu überarbeiten muss dieser Shop getestet werden. Für die Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit müssen die Testkriterien genau definiert werden. Auch sollte der Kreis der Testpersonen genau festgelegt sein. Das folgende Kapitel befasst sich mit den o.g. Punkten.
3.3.1 Entwicklung von Testkriterien
Eine Festlegung der Testkriterien vereinfacht eine Verarbeitung der daraus resultierenden Ergebnisse. Auf diese Weise werden die Ergebnisse Vergleichbar und es lassen sich Trends erkennen. Kriterien für den Test eines Onlineshops könnten z.B. die intuitive Bedienung, Übersichtlichkeit des Shops oder auch das optische Erscheinungsbild sein.
Die Bewertungskriterien sollten an dieser Stelle noch allgemein gehalten werden, damit die daraus resultierenden Fragen freier gestaltet werden können.
Wir beschränken uns bei der Auswahl der Testkriterien vor allem auf funktionelle und technische Kriterien, da das rein optische Erscheinungsbild zwar von uns beeinflusst werden könnte, dies aber den Rahmen der Fallstudie sprengen würde.
Daher werden für uns folgende Kriterien relevant:
- Intuitiv
- Übersichtlich
- Informativ
- Nachvollziehbar
- Vertrauenerweckend
Für uns ist es wichtig, dass der Shop intuitiv zu bedienen ist, denn er muss so aufgebaut sein, dass sich jeder Nutzer auf Anhieb zu Recht findet und seine Bestellung tätigen kann. Wenn der Nutzer im Shop erst nach der Möglichkeit zu Bestellung suchen muss sinkt die Motivation. Ein möglicher Abschluss ist daher unwahrscheinlich.
Eng damit verbunden ist die Übersichtlichkeit des Shops. Alle relevanten Schaltflächen und auch Produkte müssen auf Anhieb zu erkennen sein. Auch darf der Nutzer nicht von Informationen und Produkten „erschlagen“ werden.
Unter die Kategorie des Informationsgehalts fallen Informationen wie die Angabe von Versandkosten und Lieferzeit, Brutto- und Nettobeträge, Bilder zu allen Produkten und Produktbeschreibungen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nachvollziehbarkeit des Produktkaufes. Hier ist es wichtig, dass der Kunde sehen kann, welches Produkt er gewählt hat, welche anderen Produkte in der Auswahl sind, bei welchem Schritt der Abwicklung er gerade ist und wie das System seine Daten verarbeitet.
Zum Schluss sollte gerade ein Onlineshop auch vertrauenerweckend sein. Gerade im Internet ist es nicht schwierig durch den Aufbau eines gefälschten Shops an vertrauliche Daten eines Kunden zu kommen. Dazu zählen der Name, Kontoverbindungen, Adresse, Telefonnummer usw.. Daher sollten Kunden durch die Angabe der Verantwortlichen beruhigt werden. Auch die Angabe einer Kontaktadresse kann schon zur Beruhigung des Kunden beitragen.
Nach der Festlegung der Kriterien ist es nun wichtig, daraus Multiple-Choice-Fragen für die Testkunden zu entwickeln, damit die Antworten statistisch ausgewertet werden können. An dieser Stelle wäre es auch möglich die Antworten der Fragen nicht einzuschränken, allerdings erhöht sich dadurch der Auswertungsaufwand und steht dann nicht mehr im angemessenen Verhältnis zu, Ergebnis.
Jedoch kann es trotzdem passieren, dass es über die Fragen hinaus noch Anregungen oder Probleme gibt. Dies versuchen wir dadurch abzufangen, dass wir ein offenes Antwortfeld am Ende des Fragebogens einrichten. Dort kann dann frei formuliert werden.
Des Weiteren werden die Fragen, die sich mit der Beurteilung des Shops oder einer Funktion beschäftigen, mit einem Notensystem versehen. Dazu wird das allgemein bekannte Schulnotensystem verwendet (Noten 1 bis 6; 1: Sehr gut, 6: Ungenügend).
Die nun entwickelten Fragen werden den Testpersonen ausgehändigt und innerhalb einer festgesetzten Frist von einer Woche zurückgegeben.
Die Testfragen werden anhand der im vorherigen Kapitel erarbeiteten Kriterien aufgestellt. Um die Anzahl der Fragen übersichtlich zu halten wird versucht, sich auf das wesentliche der Kriterien zu beschränken. Der Richtwert wird von der Gruppe selber vorgegeben: Pro Kriterium ist die maximale Fragenanzahl fünf.
Für die Kriterien haben sich letzten Endes folgende Fragen ergeben:
Intuitiv
- Werden Produkte schnell gefunden?
- Sind Hilfsmittel auffindbar / benutzbar?
- Ist der Warenkorb jederzeit sichtbar?
Übersichtlich
- Wie ist die Masse an Informationen?
- Kann die ganze Seite gesehen werden (Scrollen)?
Informativ
- Sind die AGBs einsehbar?
- Werden Versandkosten/-informationen angezeigt?
- Besteht die Möglichkeit zur Bewertung der Produkte?
- Sind Bilder zu den Produkten zu finden?
- Wird jedes Produkt beschrieben?
Nachvollziehbar
- Ist dem Kunden jederzeit klar, wo er sich befindet?
- Ist der Bestellweg nachvollziehbar?
Vertrauenerweckend
- Wird eine Kontaktadresse angegeben?
- Ist ein Verantwortlicher zu ermitteln?
- Sind Mitarbeiter erreichbar (E-Mail oder Hotline)?
Darüber hinaus wird es eine 16. Fragen geben, bei der die Befragten die Möglichkeit haben, mit einem Freitext weitere Anmerkungen und Anregungen zu geben.
3.3.2 Auswahl der Testpersonen
Die Auswahl der Testpersonen ist sehr wichtig dafür, wie repräsentativ die Testauswertungen werden sollen. Da Onlineshops prinzipiell für jeden Internetnutzer zugänglich sind ist es sinnvoll, auch die Testgruppe entsprechend so aufzustellen, dass möglichst viele Altersstufen und Kenntnisstände bezüglich Internet und Computer vertreten sind.
Allerdings sollte trotzdem der Fokus auf erfahrenen Anwendern liegen, um so auch den Vergleich zu anderen Shops besser beurteilen zu können.
Aus Sicht der Gruppe war es sinnvoll für diesen Test nicht die Gruppenmitglieder zu befragen, da bei diesen das Phänomen der „Betriebsblindheit“ auftreten könnte, d.h. eventuelle Fehler werden übersehen, weil das Objekt von einem selbst entwickelt wurde.
3.3.3 Analyse der Ergebnisse
Die Analyse der Ergebnisse wird mit dem Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft® Excel vorgenommen. Da die im Fragebogen hinterlegten Fragen fast ausschließlich mit Ja oder Nein zu beantworten waren ließ sich somit eine einfache Tabelle aufbauen, durch die sich sowohl die gesamten Antworten pro Frage als auch die Summe der entsprechenden Antworten erkennbar wurden.
Die uns nach der Durchführung der Fragebögen vorliegenden Ergebnisse lassen sich im Groben folgendermaßen zusammenfassen:
- Anzahl der Teilnehmer: 16
- Zusammensetzung:
- Unerfahrene Nutzer: 3
- Normale Nutzer: 7
- Erfahrene Nutzer: 6
- Summe der gegebenen Antworten: 240
| Frage | A 1 | A 2 | A 3 | A 4 | A 5 | A 6 | A 7 | A 8 | A 9 | A 10 | A 11 | A 12 | A 13 | A 14 | A 15 | A 16 | Ja | Nein |
| 1 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | 16 | 0 |
| 2 | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | 14 | 2 |
| 3 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | 16 | 0 |
| 4 | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | Ü | 0 | 0 |
| 5 | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | 15 | 1 |
| 6 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | 0 | 16 |
| 7 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | 16 | 0 |
| 8 | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja | 14 | 2 |
| 9 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | 16 | 0 |
| 10 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | 16 | 0 |
| 11 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja | 15 | 1 |
| 12 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | 16 | 0 |
| 13 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | 0 | 16 |
| 14 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | 0 | 16 |
| 15 | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja | Nein | Nein | Nein | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja | Nein | 4 | 12 |
| Nutzer | Erfahren | Normal | Unerfahren | Normal | Normal | Erfahren | Normal | Erfahren | Erfahren | Unerfahren | Normal | Erfahren | Erfahren | Normal | Unerfahren | Normal | 158 | 66 |
Da die Befragung sich nicht nur auf eine Nutzergruppe spezialisiert hat, ist dieses Ergebnis durchaus repräsentativ, auch wenn die Anzahl der Fragebögen durchaus höher ausfallen solle.
Die genauere Betrachtung der Ergebnisse erfolgt im Kapitel „Verarbeitung der Testergebnisse“.
3.4 Verarbeitung der Testergebnisse
Das Ergebnis der Umfrage zeigt der Gruppe, wie gut der Shop aufgebaut wurde. Dabei wurden die Fragen so aufgebaut, dass eine Antwort mit „Ja“ durchweg positiv zu verstehen ist. Entsprechend wird eine negative Antwort als Fehler bzw. Schachstelle verstanden.
Um nun den ersten Eindruck zu den Testergebnissen zu gewinnen wurde eine Summe von den gegebenen Antworten erstellt. Dabei stellte sich heraus, dass 158 Fragen mit „Ja“ und 66 mit „Nein“ beantwortet wurden. Die folgende Grafik verdeutlicht dieses Ergebnis:
Die Bewertung dieses ersten Ergebnisses kann nach Schulnotensystem vorgenommen werden. Nach der gebräuchlichen Struktur (100 % bis 92 % = Note 1, 91 % bis 81 % = Note 2, 80 % bis 67 % = Note 3, 66 % bis 50 % = Note 4, 49 % bis 30 % = Note 5, 29 % bis 0 % = Note 6) würde dies für den Shop die Note 3 (Befriedigend) bedeuten.
Nun muss auf die einzelnen Fragen eingegangen werden, damit eine Begründung für dieses Ergebnis geliefert werden kann.
Durch das nun folgende Diagramm wird die Verteilung der Antworten auf die einzelnen Fragen deutlich:
Die Frage 4 wird in diesem Diagramm nicht bewertet, da es hier um die Übersichtlichkeit des Shops ging. Hier waren die Antworten durchweg positiv, d.h. es wurde in jedem Fragebogen „Übersichtlich“ angekreuzt. Dadurch verbessert sich das Ergebnis des Shops geringfügig.
Durch das Diagramm wird vor allem deutlich, dass die Antworten zu den Fragen sich sehr ähnlich sind. Positiv fallen die Fragen1, 2, 3, 5, 7, 8, 9, 10, 11 und 12 auf, die fast ausschließlich positiv beantwortet wurden. Die fragen 6, 13, 14 und 15 wurden hingegen mehrheitlich negativ beantwortet. Da diese Fragen den Misserfolg symbolisieren wird hier analysiert, warum dort das Ergebnis negativ ausfiel.
3.4.1 Bewertung der Ergebnisse
Um die Ergebnisse bewerten zu können ist es notwendig, dass die Fragen jeweils nach Ihrer Bedeutung für den Shop gewichtet werden.
Hierbei geht es vor allem um die Produkte und den Aufbau des Shops. Da hier der erste Eindruck des Shops entsteht, werden diese Kriterien höher gewertet. Dem entsprechend werden diese Fragen mit 2 Punkten gewichtet, alle anderen Fragen, die sich hauptsächlich mit dem Hintergrund des Shops beschäftigen, werden mit einem Punkt gewichtet.
Somit resultieren folgende Gewichtungen:
- 2 Punkte: Fragen 1, 3, 4, 5, 8, 9, 10 und 11
- 1 Punkt: Fragen 2, 6, 7, 12, 13, 14, 15
Nach einer neuen Auswertung der gegebenen Antworten ergibt sich nun ein neues, gewichtetes Ergebnis:
- Positive Antworten: 266
- Negative Antworten: 70
Verdeutlicht wird die Veränderung zum nicht gewichteten Ergebnis durch folgendes Diagramm:
Es zeigt, dass sich nun das Gesamtergebnis des Shops zum Positiven verändert hat. Nach Schulnotensystem hat sich der Shop von einer Note 3 zu einer 3+ gesteigert.
In Bezug auf die gestellten Fragen kann folgendes beobachtet werden: Die wichtigen Fragen zum Aufbau und zu den Produkten wurden fast ausschließlich nur positiv beantwortet. Dies stellt einen großen Erfolg des Shops dar. Im Gegensatz dazu beziehen sich alle negativ beantworteten Fragen auf die Hintergründe des Shops. Dies erklärt die positive Veränderung des Gesamtergebnisses.
3.4.2 Schwachstellen
Aus der Auswertung der Fragebögen ergeben sich diverse Probleme, die in diesem Kapitel herausgestellt werden. Dazu werden vor allem die Fragen betrachtet, die mehrheitlich negativ beantwortet wurden.
Frage 6 beschäftigt sich mit der Einsehbarkeit der Allgemeinen GeschäftsBedingungen, kurz AGB. Da es sich bei dem Shop um einen Prototyp handelt wurde auf die Erstellung der AGB verzichtet. Eine Erstellung hätte viel Zeit in Anspruch genommen und müsste in einem separaten Projekt erstellt werden, da es sonst den Rahmen der Fallstudie sprengen würde. Eine negative Antwort auf diese Frage wäre hier also durchaus zu erwarten gewesen.
Die nun folgenden negativ bewerteten Fragen beziehen sich alle auf den Kriterienblock „Vertrauenerweckend“. Dieser Bereich zeichnet sich dadurch aus, dass dort persönliche Daten der Gruppe hinterlegt werden.
Bei Frage 13 geht es darum, ob eine Kontaktadresse angegeben wird. Da wir diesen Shop nicht gewerblich nutzen wollen und somit auch keinen Firmensitz haben, war es nicht möglich, in den Shop eine Kontaktadresse zu hinterlegen.
Frage 14 befasst sich mit der Ermittlung von Verantwortlichen im Shop. Da diese Frage eng verknüpft ist mit Frage 13 ist eine negative Antwort an dieser Stelle nicht überraschend.
Die letzte Frage ist aufbauend auf die Fragen 13 und 15, da dort gefragt wird, ob ein Mitarbeiter verantwortlich ist. Da schon diese Fragen negativ beantwortet wurden ist auch hier die gegebene Antwort nachvollziehbar.
3.4.3 Positives
Auf der anderen Seite haben sich auch Punkte hervorgehoben, die ausschließlich positive Bewertungen erhalten haben.
Dazu gehören die Fragen 1, 3, 7, 9, 10 und 12. Hierbei zeigt sich, dass vor allem die wichtigen Funktionen eines Shops erfolgreich umgesetzt wurden, wie z.B. die permanente Sichtbarkeit des Warenkorbes.
Auch Grundfunktionen wie die Angabe der anfallenden Versandkosten sind ebenfalls implementiert. Darüber hinaus wurde darauf geachtet, dass alle Produkte sowohl ausführlich beschrieben wurden als auch Bilder erhielten.>br />
Nicht zuletzt wurde sowohl der optische als auch der funktionale Aufbau des Shops positiv aufgenommen, was sich zum einen darin zeigt, dass dem Kunden jeder Zeit klar war, wie er vorgehen muss, um einen Artikel zu bestellen. Zum anderen wurde der Shop ausschließlich als „Übersichtlich“ bewertet, was zeigt, dass die im Vorhinein überlegten Konzepte sich als richtig herausgestellt haben.
Zusätzlich zu diesen Punkten wurden auch andere Fragen mehrheitlich positiv beantwortet. Beispielsweise ist es möglich, die Produkte im Shop zu bewerten.
3.4.4 Parallelen / Abweichungen zu anderen Shops aufdecken
Für die Gruppe sind nicht nur die positiven und negativen Seiten des Shops interessant, sondern auch, wie er im Vergleich zu anderen kommerziellen Shops auf Magento-Basis abschneidet.
Um nun vergleichbare Magento-Shops zu ermitteln wurden diese auf der Internetseite "Magshops" [22] ermittelt. Auf dieser Seite befindet sich eine Liste der deutschen Onlineshops mit Magento-Basis. Hier wurden nun zufällig zwei Shops ausgewählt.
Diese Shops werden nun nach dem gleichen Fragebogen bewertet, wie es bisher auch der Fall war. Das Ergebnis lässt sich in folgender Tabelle darstellen:
| gourmea.de | ps-wein.de | |
| Frage 1 | Ja | Ja |
| Frage 2 | Ja | Ja |
| Frage 3 | Ja | Ja |
| Frage 4 | Übersichtlich | Übersichtlich |
| Frage 5 | Ja | Ja |
| Frage 6 | Nein | Ja |
| Frage 7 | Ja | Ja |
| Frage 8 | Ja | Ja |
| Frage 9 | Ja | Ja |
| Frage 10 | Ja | Ja |
| Frage 11 | Ja | Ja |
| Frage 12 | Ja | Ja |
| Frage 13 | Nein | Ja |
| Frage 14 | Nein | Ja |
| Frage 15 | Ja | Ja |
Erstaunlicher Weise hat der Shop gourmea.de mit ähnlichen Schwachstellen zu kämpfen wie unser Shop, obwohl diese Schwachstellen bei einer gewerblichen Nutzung nicht mehr existieren dürfen. Es war nicht möglich, die AGB des Shops aufzurufen, da dort nur eine Weiterleitung zur Startseite hinterlegt war. Auch gelang es nicht auf Anhieb eine Kontaktadresse oder einen Verantwortlichen zu ermitteln.
Im Gegensatz dazu schnitt der Shop ps-wein.de durchweg positiv ab, da hier alle geforderten Informationen zu finden waren und auch der Seitenaufbau sehr ausgewogen erschien.
Eine kleine Schwachstelle zeigten allerdings beide Shops: Es war zwar möglich, die Produkte zu bewerten, allerdings nur in Form eines Textes. Eine Kurzbewertung mit z.B. einem Sternesystem fehlte, wodurch es notwendig ist, die komplette Rezension der anderen Käufer zu lesen.
Beim Vergleich unseres Shops mit den anderen Shops viel zu allererst auf, dass sich der optische Aufbau unterscheidet. Zurückzuführen ist dies aber darauf, dass beide Shops von Firmen entwickelt wurden, die sich hauptsächlich mit diesem Thema beschäftigen. Da unserer Gruppe dieses Fachwissen fehlt ist es logisch, dass der Aufbau nicht mit dem der anderen Gruppen übereinstimmt.
Aus Sicht der Funktionalität konnten wir allerdings - bis auf die o.g. Schwachstellen – keine großen Unterschiede erkennen.
3.5 Bewertung
3.5.1 Bewertung
Das Magento Shopsystem ist ein sehr komplexes und umfangreiches Shopsystem mit jede Menge Funktionen. Er ist leicht zu bedienen, sowohl auf der Administrator- als auch auf der Benutzerseite. Artikel können leicht erstellt und geordnet werden, Einkäufe ohne Probleme weiterverarbeitet werden. Auf der Benutzerseite ist der Shop ebenfalls sehr komfortabel. Artikel können leicht gesucht, angepasst und gekauft werden. Alles ist übersichtlich und leicht zu verstehen.
Die Umfrage hat vor allem eines gezeigt: Die Basis des Shops ist gut aufgebaut. Unterstrichen wird dies durch die positiven Ergebnisse in den Bereichen Übersichtlichkeit, intuitiver Bedienung, dem Informationsgehalt und der Nachvollziehbarkeit. Hier wurde durch die Umfrage an vielen Stellen gezeigt, dass Grundfunktionen wie die Sichtbarkeit des Warenkorbes oder der Informationsgehalt zu den Produkten von jedem Umfrageteilnehmer entdeckt wurden. Auch Aspekte wie die Angabe der Versandinformationen oder die Nachvollziehbarkeit des Bestellvorganges haben sich positiv hervorgehoben. Ebenso wurde auch der Gesamteindruck des Shops durch die Antwort „Übersichtlich“ durchweg positiv beantwortet.
Im Gegensatz dazu schnitten nicht alle Testkriterien so positiv in der Umfrage ab. Hier zeichnete sich vor allem der Bereich „Vertrauenerweckend“ durch größtenteils negative Antworten aus. Dabei geht es vor allem um die nicht vorhandenen Kontaktinformationen und die Nichterreichbarkeit von Mitarbeitern des Shops. Dies würde sich bei einer gewerblichen Nutzung allerdings relativieren, da in diesem Fall die Angabe der o.g. Informationen angegeben werden müssen.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Umfrage vor allem ein positives Bild des Shops gezeichnet hat. Viele der negativ bewerteten Aspekte lassen sich ohne größeren Aufwand beheben, so dass – aus Sicht der Umfrage – die Konzeption des Prototyps erfolgreich war.
3.5.2 Probleme während der Bearbeitung
Eines der größten Probleme während der Bearbeitung war die Shopentwicklung. Hier war es sehr schwer, einen passenden und vor allem kostenlosen Webspace Anbieter für unsere Fallstudie zu finden, da Magento sehr viele PHP Funktionen freigeschaltet haben muss, damit der Webshop funktioniert. Ein weiteres Problem war die Datenbank, da diese sehr komplex ist und für Anfänger in der Shopentwicklung so gut wie unmöglich ist selbst zu Programmieren. Dieses Problem konnte jedoch mit einer Muster- Datenbank umgangen werden. Das Problem mit dem Webspace jedoch blieb bestehen, so das wir gezwungen waren, den Shop local auf einem Computer mithilfe von Xampp und Apache aufzuziehen. Somit konnten wir den Shop leider nicht online stellen, sondern nur als download bereitstellen, den man dann local ausführt.
Problematisch war außerdem die Festsetzung der Testkriterien. Hier zeigte sich, dass eine Umfrage, die möglichst viele Aspekte des Shops abdeckte, nur dadurch erreicht werden kann, indem die Kriterien eher allgemein gehalten werden. Wenn die Kriterien weiter konkretisiert werden müssten auch entsprechend weitere Kriterien bedacht werden, wodurch die Anzahl der Fragen ebenso steigt. Das Problem bestand nun darin, ein Gleichgewicht zwischen der Anzahl der Fragen und der Genauigkeit der Testkriterien zu finden, damit der Aufwand den Rahmen der Fallstudie nicht sprengt, aber trotzdem genug Informationen für ein aussagekräftiges Ergebnis zusammen getragen werden können.
Weiterhin war auch die Erstellung der Testfragen ein Problem. Die Fragen mussten möglichst die Kernpunkte der Testkriterien erfassen, aber gleichzeitig möglichst unkompliziert gestellt werden. Da allerdings die Kriterien eher allgemein gehalten wurden, war es schwer die entsprechenden Kernpunkte der Kriterien klar zu definieren.
Die Auswertung der Testergebnisse war jedoch kein Problem. Da die Antwortmöglichkeiten sehr einfach gehalten wurden war es ohne weiteres möglich eine Tabelle aufzubauen, die die Summen der Antworten ausgeben konnte, so dass z.B. aussagekräftige Diagramme oder prozentuale Anteile generiert werden konnten.
Ebenso wenig war es ein Problem, andere Shops mit Magento-Basis zu finden, da durch die Seite "MagShops" [22] ein Index gegeben wurde, der genug Auswahl ließ.
4 Schlussbetrachtung
4.1 Ausblick
Angesichts der Tatsache das Ebay Magento übernehmen wird ist es schwer das weitere Potential des Onlineshops Magento zu erfassen. Mit der Übernahme möchte Ebay sein sinkendes Kerngeschäft kompensieren und in eine neue Dimension des Onlineshoppings einsteigen. Laut einem FAQ [23]zur Übernahme soll der Shop auch weiterhin unterstützen. Das eigentliche Ziel von Ebay ist es allerdings den Shop in das interne Projekt X.Commerce zu integrieren. Sollte dieses Projekt ein Erfolg werden bleibt es abzuwarten ob Ebay einen eigenen Konkurrenten zulässt oder ob es nicht viel mehr zu einer Ablösung von Magento durch X.Commerce kommt. Ebay hat das große Potential von Magento bereits früh erkannt und wird auch jeden Mitarbeiter mit seinem Know-How in das Projekt integrieren. Bis zum 3. Quartal 2011 soll die Transaktion abgeschlossen sein, erst danach ist es möglich den weiteren Weg von Magento genau zu schildern, da bis dahin noch einige Unklarheiten bereinigt werden müssen:
- Wenn X.Commerce online geht, wird Magento als direkter Konkurrent weiterhin auftreten dürfen? - Wie weit wird Magento in Ebay integriert? - Bleibt Magento eine OpenSource – Lösung? - Wird die Entwickler Community weiterhin für Magento entwickeln?
Einige Fragen werden in der offiziellen FAQ bereits beantwortet, jeodch bleibt abzuwarten wie sich das Unternehmen nach der Transaktion weiterentwickelt und welche Freiheiten Ebay zulässt.
4.2 Fazit
Magento bietet den Kunden einen professionellen Einstieg in den Bereich des E-Commerce. Auch der Endkunde kann sich über ein starkes Design freuen. Die Produktdarstellung ist in keinem anderen Shop so gut gelöst wie in Magento. Auch die Navigation zwischen den Seiten ist für den Endkunden, dank der Layered Navigation, intuitiv und vor allem auch übersichtlich. Die technische Seite von Magento lässt auch keinen Zweifel an der Professionalität zu. Die Datenbank basiert auf MySQL und auch die Website wird über PHP gesteuert. Was beides zu den Standards der Web-Entwicklung gehört. Die einzigen großen Nachteile ergeben sich aus dem großen Pflegeaufwand und der komplizierten Struktur von Magento, ist die technische Qualität zu erhalten. Die Administratoren müssen über fundierte Grundkenntnisse im Bereich PHP und MySQL verfügen. Dadurch das Magento eine Open-Source Software ist, steht es jedem Betrieb frei, eigen für Magento zu entwickeln. Die Entwickler-Community die sich um Magento gebildet hat ist bereits eine der größten Communitys in der Branche, jedoch bleibt abzuwarten ob die Gemeinschaft dem Mutterkonzern folgt und auch unter der Kontrolle von Ebay weiterarbeitet. Fazit der Fallstudie ist, dass Magento ein großes Potential im Bereich des E-Commerce hat. Das ist auch Ebay nicht entgangen, wodurch nun die Übernahme vollzogen werden soll, bevor Magento weiterhin im Wert steigt. Wenn die Transaktion vollendet ist wird sich zeigen welche Interessen Ebay an Magento hat oder ob diese Übernahme lediglich dem Zweck der Vernichtung von Konkurrenten gedient hat.
5 Verzeichnisse
5.1 Abkürzungsverzeichnis
5.2 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 7 | Diagramm zur Verteilung Ja/Nein |
| 8 | Diagramm zur Beantwortung der Fragen |
| 9 | Diagramm zur Verteilung Ja/Nein (bewertet) |
| 13 | Magento Versionen |
| 14 | Magento Datenbank |
| 15 | Diagramm zur Verteilung Ja/Nein |
| 16 | Magento Admin Panel |
| 17 | Magento Testshop |
| 20 | Magento Testshop Computer-Konfiguration |
| 21 | Magento Testshop Artikelanpassung |
5.3 Tabellenverzeichnis
| Tabelle Nr. | Quelle |
|---|---|
| 1 | Auswertung Umfrageergebnisse |
| 2 | Auswertung der alternativen Magento-Shops |
5.4 Literatur- und Quellenverzeichnis
| Verweis | Literatur / Quelle |
|---|---|
| sept working papers (2002) | Tilman Altenburg: Chancen und Risiken des E-Commerce für KMU |
| E-Commerce (2004) | Ulrich Riehm: E-Commerce Begriff, Geschichte, aktueller Stand und Ausblick |
| Kassenzone (2010) | Alexander Graf, Social Commerce Definition - Ein Update (2010) |
| Das Cluetrain - Manifest (1999) | Rick Levine, Christopher Locke, Doc Searls, David Weinberger: The Clutrain Manifesto (1999) |
| http://www.magentocommerce.com | 16.06.2011, 15:45 Uhr |
| http://t3n.de | 16.06.2011, 15:45 Uhr |
5.5 Fußnoten
- ↑ The Cluetrain Manifesto, S.1
- ↑ The Cluetrain Manifesto, S.1 These 11
- ↑ The Cluetrain Manifesto, S.2 These 29
- ↑ The Cluetrain Manifesto, S.2 These 24
- ↑ The Cluetrain Manifesto, S.4 These 83
- ↑ The Cluetrain Manifesto, S.4 These 77 & ff.
- ↑ Ulrich Riehm: E-Commerce / Begriff, Geschichte, aktueller Stand und Ausblick, Seite 5, Abbildung 3
- ↑ heise.de eBay übernimmt E-Commerce-Plattform Magento ([1])
- ↑ Magento Vorteile im Überblick [2]
- ↑ Open Source Webshop Magento im test [3]
- ↑ Oxid und Magento im Vergleich [4]
- ↑ http://www.magentocommerce.com/system-requirements , 30.05.2011 08:27 Uhr
- ↑ http://www.hucke-media.de/magento-agentur/magento-versionen-im-vergleich.html , 16.06.2011 15:40 Uhr
- ↑ http://www.magentocommerce.com/wiki/2_-_magento_concepts_and_architecture/magento_database_diagram , 30.05.2011 08:27 Uhr
- ↑ http://www.magentocommerce.com/wiki/2_-_magento_concepts_and_architecture/magento_database_diagram , 30.05.2011 08:27 Uhr
- ↑ Magento Testshop Screenshot (Eigenentwicklung)
- ↑ Magento Testshop Screenshot (Eigenentwicklung)
- ↑ http://t3n.de/news/workshop-magento-fit-deutschen-markt-13-steuern-253265/ , 16.06.2011 15:30 Uhr
- ↑ http://t3n.de/news/workshop-magento-fit-deutschen-markt-13-steuern-253265/ , 16.06.2011 15:30 Uhr
- ↑ Magento Testshop Screenshot (Eigenentwicklung)
- ↑ Magento Testshop Screenshot (Eigenentwicklung)
- ↑ 22,0 22,1 http://www.magshops.de 14.06.2011 13:30 Uhr
- ↑ offizielles FAQ von Magento zur Übernahme [5]








