Vergleich verschiedener Softwarewerkzeuge zur agilen Softwareentwicklung

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Fallstudienarbeit

Hochschule: Hochschule für Oekonomie & Management
Standort: Hamburg
Studiengang: Bachelor Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie / Wissenschaftliches Arbeiten
Betreuer: Prof._Dr._Uwe_Kern
Typ: Fallstudienarbeit
Themengebiet: Agile Softwareentwicklung
Autor(en): Dana Gottstein, René Ave, Tobias Fechner
Studienzeitmodell: Abendstudium
Semesterbezeichnung: SS11
Studiensemester: 2
Bearbeitungsstatus: begutachtet
Prüfungstermin:
Abgabetermin:


1 Titel

Autoren Dana Gottstein, René Ave, Tobias Fechner
Titel Vergleich verschiedener Softwarewerkzeuge zur agilen Softwareentwicklung
Hochschule und Studienort FOM Hochschule für Oekonomie & Management Essen, Hochschulstudienzentrum Hamburg


2 Verzeichnisse

2.1 Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis


2.2 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Bedeutung
ASP.NET ursprünglich ASP+ genannt, (Microsoft) Active Server Page
CSS Closed Source Software
OSS Open Source Software
TRAC Ein erweitertes Protal, Ticketsystem für den Entwicklungsverlauf von Projekten[1]
TRACD Stand Alone TRAC HTTP server
WYSIWYG What You See Is What You Get (zu deutsch "Was du siehst ist was du bekommst")[2]

2.3 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr. Abbildung
1 Scrum Prozess
2 Extreme Programming Prozess
3 klassisches, mehrstufiges V-Modell
4 V-Modell XT
5 Kanban-Modell
6 Agile42 / Agilo, beispielhafte Darstellung der Administrationsoberfläche für Plugins
7 Agile42 / Agilo, Rollen und Berechtigungen auf Module
8 Agile42 / Agilo, Darstellung Objektkonfiguration für Teams mit Beschreibungsfeld
9 Agile42 / Agilo, Auszug aus der Offline Hilfe zwecks Anpassung an das Corporate Design
10 Agile42 / Agilo, Horizontales Hauptmenü
11 Agile42 / Agilo, Suchfunktion
12 Agile42 / Agilo, Linkes Auswahlmenü für den Schnellzugriff auf Aktionen und Reports
13 Agile42 / Agilo, Projekt Ordnerstruktur
14 Agile42 / Agilo, Reporting
15 Inflectra SpiralPlan, Anmeldemaske Inflectra SpiraPlan
16 Inflectra SpiralPlan, Personal Dashboard
17 Inflectra SpiralPlan, Horizontales Hauptmenü
18 Inflectra SpiralPlan, Menüeinträge für Anpassungen
19 Inflectra SpiralPlan, Anpassung der Tickettypen
20 Inflectra SpiralPlan, Anpassung der Prioritätsklassen
21 Inflectra SpiralPlan, MSSQL Im- und Export Tool
22 Inflectra SpiralPlan, Exportergebnis
23 Inflectra SpiralPlan, Schnittstellenübersicht 1
24 Inflectra SpiralPlan, Schnittstellenübersicht 2
25 Inflectra SpiralPlan, Schnittstellenübersicht 3
26 Inflectra SpiralPlan, Schnittstellenübersicht 4
27 Inflectra SpiralPlan, Schnittstellenübersicht 5
28 Inflectra SpiralPlan, Reporting
29 Kanban-Logo
30 Kanban / Simple Kanban, Übersicht
31 Microtool / in-Step V-Modell XT, Microtool, in-Step V-Modell XT - Logo
32 Microtool / in-Step V-Modell XT, Sprachenauswahl
33 Microtool / in-Step V-Modell XT, Menü
34 Microtool / in-Step V-Modell XT, Kontextmenü
35 Microtool / in-Step V-Modell XT, Suchoptionen
36 Microtool / in-Step V-Modell XT, Objekteigenschaften
37 Microtool / in-Step V-Modell XT, Flexibilität
38 Microtool / in-Step V-Modell XT, Versionsmanagement
39 Microtool / in-Step V-Modell XT, Versionsmanagement / Historie
40 Microtool / in-Step V-Modell XT, Anmeldung an der Applikation
41 Analyse nach Kriterien, Auswertung der Softwarewerkzeuge
42 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Benutzerverwaltung
43 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Controlling
44 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Flexibilität
45 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Handhabung
46 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Hardwareanforderung
47 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Konfigurierbarkeit
48 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Methodenübergreifend
49 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Preis
50 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Projektverwaltung
51 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Schnittstellen
52 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Sicherheit
53 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Softwareanforderung
54 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Suchfunktion
55 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Transparenz
56 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Verlässlichkeit
57 Analyse nach Softwarewerkzeuge, Vergleich - Ergebnis

2.4 Tabellenverzeichnis

Tabelle Nr. Quelle
1 Kriterien mit der Gewichtung
2 in-Step V-Modell XT - Schnittstellen
3 Punktbewertung nach den Kriterien
4 Punktermittlung durch Bewertung mal Gewichtung

3 Einleitung

3.1 Vorstellung der agilen Softwareentwicklung

Der Ursprung[3] der agilen Softwareentwicklung befindet sich im Jahr 1999, durch die Veröffentlichung des Buches „Extreme Programming“ von Kent Beck. Scrum wurde 1986 vorgestellt, jedoch bis zur Veröffentlichung von Kent Beck nicht als agile Softwareentwicklung eingegrenzt und verstanden. „agil“ als Begriff wurde im Jahr 2001 in Utah (Amerika) im Zusammenhang mit dem Manifest als „agile Softwareentwicklung“ definiert als:

  • Softwareentwicklung in kleinen iterativen und wiederholbaren Schritten
  • direkte Kommunikation ist effektiver als geschriebene Dokumentation


Agile Softwareentwicklung versucht mit geringem bürokratischen Aufwand und wenigen Regeln auszukommen:

  • flexible - und schlanke Softwareentwicklung
  • kleine Programmierteams (i.d.R. bis zu 8 Personen)
  • agile Verfahren greifen die Vorteile klassischer Verfahren auf und versuchen die Nachteile zu vermeiden.

3.2 agile Methoden der Softwarewerkzeuge

Das Ziel der Fallstudie soll ein Vergleich von verschiedenen Softwarewerkzeugen, zur agilen Softwareentwicklung sein. Die Softwarewerkzeuge können unter anderen den folgenden Methoden[4] angehören:

  • ActiF
  • Adaptive Software Development (ASD)
  • Agile Enterprise (ehemals X Breed)
  • Agile Model Driven Development (AMDD)
  • Behavior Driven Development (BDD)
  • Crystal
  • Design Driven Development (D3)
  • Dynamic System Development Method (DSDM)
  • Eclipse Way Process
  • Evolutionary Process For Integrating Cots-Based Systems (EPIC)
  • Evolutionary Project Management & Product Development (EVO)
  • Extreme Programming (XP)
  • Feature Driven Development (FDD)
  • Iconix
  • Internet-Speed Development
  • Kanban
  • Lean Software Development (LSD)
  • Microsoft Solutions Framework For Agile Software Development (MSF4ASD)
  • Mobile-D
  • Rapid Application Development (RAD)
  • Scrum
  • Test Driven Development (TDD)
  • Unified Process (UP)
  • Agile Unified Process (AUP)
  • Essential Unified Process (EssUP)
  • Open Unified Process (OpenUP)
  • Usability Driven Development (UDD)

Die unterschiedlichen Methoden zeigen in der Analyse jedoch einen differenzierten Leistungsumfang. Für einen objektiven Vergleich der Softwarewerkzeuge und folglich der unterschiedlichen Methoden, muss ein Vorgehensmodell selektiert und angewendet werden. Um einen messbaren Wert zu erhalten, wurde als Vorgehensmodell die Nutzwertanalyse gewählt.

3.3 Zeitbezug

Mit der steigenden Komplexität und Dynamik der Softwareentwicklung, stellen agile Methoden eine Möglichkeit dar, die heutzutage hohen Anforderungen unter stärker Einbindung der Auftraggeber, mit erhöhter Teamdynamik und verbessertem Anforderungs- und Changemanagement, effektiver umzusetzen. Der Anspruch an guter Software und deren Qualität wächst stetig und die Art der Umsetzung rückt mehr und mehr in den Fokus der Auftraggeber, welche immer mehr am Entwicklungsprozess beteiligt sein wollen. Software wird immer komplexer. Von daher ist eine Bestimmung des Leistungsumfanges schwer zu bestimmen in der Projektinitiierung und ergibt sich aus den Erfahrungen, die im Entwicklungsprozess gewonnen werden. Agile Methoden sind eine zeitgemäße Alternative zu klassischen Softwareentwicklungsmethoden, wie z.B. dem Wasserfallmodell. Eine aktuelle Fallstudie von Forrester „Agile Development: Mainstream Adoption Has Changed Agility“ [5] beschreibt, dass immer mehr Unternehmen die Vorteile der agilen Softwareentwicklung nutzen.

3.4 Abgrenzung

Durch die Vielzahl der unterschiedlichen Methoden, erfolgt im Rahmen der Fallstudie die Abgrenzung auf die Vier am häufigsten, mit jeweils einem ausgewählten Softwarewerkzeug zur Methode. Der Rahmen und Umfang der wissenschaftlichen Arbeit begrenzt die Auswahl der zu vergleichenden verschiedenen Softwarewerkzeuge zur agilen Softwareentwicklung. Eine Auswahl wurde primär Aufgrund folgender Punkte getroffen: der Lizenzsoftware (Kosten kurz-/langfristig), Auswahl des Software (in Hinsicht auf OSS [6]/CSS [7]) und die Spezifität (Ausprägung).


  • Scrum (Agile 42 Agilo)


Abbildung 01: Scrum Prozess
Abbildung 01: Scrum Prozess

Scrum beschreibt Prozesse und Rollen, welche einen kontrollierten iterativen Softwareentwicklungsprozess ermöglichen. Entgegen klassischer Methoden, wie dem Wasserfallmodell, berücksichtigt Scrum hoch frequentierte und intensive Veränderungen, die während des Softwareentwicklungsprozesses entstehen. Die Ursachen der Veränderungen sind z.B. neue oder unterschiedlich wahrgenommene Kundenanforderungen, subjektives Empfinden dem Produktergebnis gegenüber, Fehler oder Programmstrukturprobleme. Die Ursachen der Veränderungen werden bei Scrum als Tickets aufgenommen und dokumentiert. Dies begründet, das Scrum unterstützende Werkzeuge üblichen Fallmanagement Werkzeugen ähneln. Klassische Softwareentwicklungsprojekte benötigen, bevor es an die Erstellung von Programmcode geht, eine detaillierte und möglichst interpretationsfreie Definition und Abgrenzung des zu erstellenden Endproduktes. Bei iterativen Methoden nähert man sich dem Endprodukt, durch die Fertigstellung kleiner Teilprodukte, an. Das Endprodukt wird zwar beschrieben, jedoch mit der Erwartung, dass diverse Veränderungen bis zum Erreichen des Endproduktes durchgeführt werden müssen oder gar das Endprodukt ein anderes sein wird, als das was man zuvor beschrieben hat. Bei Scrum wird das Endprodukt, also das Projektziel, in einer Datenbank beschrieben, dem Product Backlog. Besitzer dieser Datenbank ist der Auftraggeber oder im Projekt vertretungsweise der Projektmanager der Softwareentwicklung, der Product Owner. Die Erstellung des Endproduktes wird in kleine Arbeitspakete (Sprints) aufgeteilt und in einer weiteren Datenbank (Sprint Backlog) dokumentiert und verwaltet. Jeden Tag trifft sich das gesamte Projektteam in einer Beratung (Daily Scrum) um den Status bestehender Arbeitsschritte zu besprechen und neue Arbeitsschritte in den Erstellungsprozess zu integrieren.

Die Programmierer bekommen Ihre Arbeitsaufträge durch Anfragen, welche in unterstützenden Werkzeugen, wie bereits erwähnt, Tickets genannt werden oder über Ihnen zugewiesene Sprints. Aufträge, die über andere Wege kommuniziert werden, lehnen die Programmierer ab bzw. verweisen auf den üblichen Workflow der Wertschöpfungskette. Die Einhaltung der Spielregeln innerhalt eines Scrum Projektes ist Aufgabe des Scrum Masters. Darüber hinaus hat der Scrum Master keine weiteren Aufgaben und Befugnisse. Ein unterstützendes Werkzeug muss in der Lage sein diesen Fertigstellungsprozess abzubilden. Im Nachfolgenden wird Agile42 Agilo bewertet.

  • extreme Programming (Inflectra SpiraPlan)

Abbildung 02: Extreme Programming Prozess
Abbildung 02: Extreme Programming Prozess

Extreme Programming ist eine iterative Methode, die Scrum ähnlich ist. Ähnlich wie bei Scrum liegt auch bei Extreme Programming der Fokus auf bessere Einbindung des Auftragsgebers in den Entwicklungsprozess und flexiblerer Umgang mit Veränderungen innerhalb des Entwicklungsprozesses. Der Entwicklungsprozess wird hierfür ebenso in kleine Entwicklungsschritte unterteilt. In einigen Punkten unterscheidet sich Extreme Programming aber dennoch von Scrum:


  1. Immer zwei Entwickler arbeiten zusammen bei der Abarbeitung der Teilprodukte (Pair Programming)
  2. Der tägliche Statusbericht wird im Stehen gehalten (Standup Meeting)
  3. Die Entwicklungsschritte sind zeitlich länger als bei Scrum
  4. Teilprodukte werden sofort nach Fertigstellung getestet und werden schneller in den Produktivbetrieb übergeben (Testdriven Code)
  • V-Modell (in-Step V-Modell XT)

Abbildung 03: klassisches, mehrstufiges V-Modell
Abbildung 03: klassisches, mehrstufiges V-Modell

Das V-Modell wurde entwickelt für Projekte der öffentlichen Hand. Eine Begrenzung für die Anwendung in andere private oder öffentliche Bereiche, besteht nicht. Der Name V-Modell beschreibt selbst die Vorgehensweise. Die Prozessverarbeitung verläuft von links nach rechts und von rechts nach links. Nach Fertigstellung eines Prozesses, werden Informationen der jeweiligen Prozessebene von links nach rechts übergeben.

Abbildung 04: V-Modell_XT
Abbildung 04: V-Modell_XT

Das in-Step V-Modell XT wurde um ein statisches und dynamisches Tailoring, eine V-Modell XT konforme Projektplanung, die einfache Produkterzeugung /-einplanung, sowie um eine geplante und nachvollziehbare Qualitätssicherung, die Versionierung von Projektergebnissen und um ein Risikomanagement erweitert.

  • Kanban (Simple Kanban)


Abbildung 05: Kanban-Modell
Abbildung 05: Kanban-Modell

Kanban ist ein Ansatz aus der Lean Production, der auf die Bedürfnisse der IT angepasst wurde. Üblicher Weise wird an einem White Board der gesamte Projektfluss dargestellt. Nach dem Pull-Prinzip wandern Tasks von Links nach Rechts durch die einzelnen Stationen. Um zu garantieren, dass sich die Teammitglieder ungestört auf einige wenige Anforderungen zu Zeit fokussieren können ist die Anzahl der sich in einer Station befindlichen Tasks begrenzt.

3.5 Selektierung

Die Selektierung erfolgt durch die Berücksichtigung verschiedener Methoden, die Auswahl übergreifenden Hersteller, sowie die Markttiefe/der Bekanntheitsgrad des Softwarewerkzeuges. Die Berücksichtigung von Softwarewerkzeugen mit unterschiedlichem Umfang.

3.6 Methode zur Kriterienermittlung

Die Methode zur Kriterien-Ermittlung orientiert sich an den etablierten Verfahren zur Ideenentwicklung. Die Assoziation (intuitiv, kreativ) der Ideenentwicklung bedient sich unterschiedlicher Arten von Brainstorming. Zur Ermittlung innerhalb der Arbeitsgruppe weist nach dem anonymen und dem didaktischen Brainstorming, das klassische Brainstorming ein Potential für die Kriterien-Ermittlung auf. Jedes Mitglied der Arbeitsgruppe erhält ein Tabellenblatt mit 3 Spalten. Die Bezeichnungen der Spalten werden folgende Bezeichnung beinhalten: die Kriterien, die Beschreibung zu den Kriterien und die Gewichtung. Nach einem definierten Zeitraum, werden die Kriterien in der Arbeitsgruppe analysiert und folgend definiert.

4 Kriterien der agilen Softwarewerkzeuge

4.1 Konfigurierbarkeit

Das Werkzeug sollte in seiner Funktionalität und Skalierbarkeit den individuellen Bedürfnissen des Benutzers anpassungsfähig und dauerhaft speicherbar sein. Vorzugsweise verfügt es über einen Modularen Aufbau, sowie lokale Spracheinstellungen. Die Anforderung, dass sich das Werkzeug den Bedürfnissen des Anwenders anpasst und nicht umgekehrt ist unumgänglich, wenn das Werkzeug eine Arbeitserleichterung darstellen soll.

4.2 Handhabung / Intuitive Bedienung

Eine übersichtliche Oberfläche ist wichtig um den Aufwand der Einarbeitungsphase und Schulungen gering zu halten. Ergänzende Dokumentationen sollten strukturiert und übersichtlich gestaltet sein. Lokale Spracheinstellungen helfen beim Verständnis. Je mehr sich der Anwender mit dem Werkzeug vertraut macht, desto leichter sollte die Bedienbarkeit und damit die Handhabung zu sein.

4.3 Suchfunktionen

Suchfunktionen erlauben das schnelle finden von Projektschritten, Ressourcen, etc. Eine objektübergreifende Suche oder die explizite Auswahl von Such-Quellen kann dem Anwender ein besseres Suchergebnis bieten.

4.4 Flexibilität

Die Flexibilität beschreibt die Funktionalität, Objekten weitere Eigenschaften zu zuweisen. Durch die Zuweisung erhalten Objekte eine höhere Spezifität.

4.5 Verlässlichkeit

Die Verlässlichkeit ist ein wichtiger Bestandteil jeder Software. Werkzeuge unterstützen den Anwender und der Anwender die Werkzeuge. Das Softwarewerkzeug muss verfügbar und funktionsfähig sein. Daten müssen zuverlässig und persistent übernommen werden. Eine Prüfung auf Datenintegrität vermeidet Redundanzen.

4.6 Transparenz

Daten und Funktionalitäten sollten so angelegt sein, dass sie durch den Anwender leicht nachzuvollziehen sind. Das lange Suchen nach den passenden Funktionalitäten, erschwert die Arbeit.

4.7 Methoden-Übergreifend

Sollte sich im Laufe des Projekts herausstellen, dass eine andere als die verwendete Methode besser geeignet sei den Projektverlauf darzustellen, wäre hier die Möglichkeit einer Portierung wünschenswert. In der Praxis wäre ein Methoden-Wechsel innerhalb eines Projekts, möglich - aber eher unüblich. Da es aber auch zahlreiche parallelen unter den verschiedenen Methoden gibt, ist eine individuelle Benutzer-Sichtweise denkbar und würde so den persönlichen Benutzer-Vorlieben entgegenkommen.

4.8 Schnittstellen zu anderen Softwarewerkzeugen

Schnittstellen in Form von Import und Export Funktionen sind notwendig für das Zusammenspiel mit anderen Werkzeugen, die eventuell besser geeignet sind die Projektdaten aufzubereiten oder auszuwerten. Eine Integration von häufig genutzten Anwendungen ist wünschenswert.

4.9 Hardware-Anforderung

Damit mehrere Personen, unter Umständen von wechselnden Standorten auf die aktuellsten Daten zugreifen können bedarf es eines Servers auf den die Software zugreift. Schon kleine Unternehmen brauchen hierfür entsprechende Räumlichkeiten und Wartung. Dies kann schnell zum Kostenfaktor werden.

4.10 Software-Anforderung

Einige Werkzeuge benötigen spezielle Konfigurationen des Betriebssystems oder ergänzende Systemsoftware. Da dies aber in der Regel keinen zusätzlichen Kostenfaktor darstellt und nur bei der Erstinstallation eine Beachtung findet, wurde dieser als nicht relevant im Rahmen dieser Fallstudie abgegrenzt.

4.11 Benutzerverwaltung

Je nach Rolle benötigen die Benutzer unterschiedliche Funktionalitäten. Während der Projektleiter mittels Controlling im operativen Geschäft überwacht, erhält der Programmierer einen Überblick über seine aktuell anstehenden Aufgaben. Diese Grundfunktionalitäten sollten sich in zu definierenden Profilen wiederspiegeln.

4.12 Projektverwaltung

Die Projektverwaltung stellt die zentrale Aufgabe der Softwarewerkzeuge in der agilen Softwareentwicklung dar. Neben dem eigentlichen Projektplan erhält die Ressourcenplanung und eine Abschätzung des Leistungsumfangs an Priorität. Der Grundgedanke der agilen Softwareentwicklung ist der flexible und schnelle Umgang mit sich während des Projektverlaufs ändernden Anforderungen. Demnach ist besonderes Augenmerk auf das Anforderungsmanagement des Werkzeuges zu legen. Wünschenswert wäre zum Beispiel eine automatische Benachrichtigung bei Änderung des Projektplans. Nach der ersten Implementierung der produzierten Software bedarf es einer Versionsverwaltung für nachträgliche Erweiterungen oder Verbesserungen.

4.13 Controlling

Controlling beinhaltet die Erfassung und Auswertung, sowie das Auslösen von Informationen bei der Überschreitung von Grenzen. Komplexe Daten werden vereinfacht in grafischer Form als Status, Fortschritt oder Phase abgebildet. Jederzeit ermöglicht das Controlling ein rasches Eingreifen.

4.14 Preis

Für alle Unternehmen, insbesondere für Kleinunternehmen, ist die Abwägung von Kosten zum Nutzen ein der relevanten Entscheidungskriterien. Besonderes Augenmerk zum Anschaffungspreis, liegt auf dem Lizenzmodell. Modelle mit zeitlich begrenzter Lizenzennutzung, scheinen auf kurzer Sicht günstiger zu sein. Langfristig fallen höhere Kosten an, als bei Modellen mit einem Festpreis, bzw. einer Volumenlizenz. Eine Alternative sind kostenminimale oder kostenfreie Softwarewerkzeuge, mit einer zeitlich unbegrenzten Lizenz.

4.15 Sicherheit

Wie sicherheitsrelevant soll der Zugriff auf die erfassten Informationen sein. Wo und wie werden die Informationen verschlüsselt. Erfolgt eine Verwaltung der Benutzer unter der Maßgabe von Rollen.

5 Nutzwertanalyse

5.1 Gewichtung

Die Gewichtung gibt an, wie stark die Ausprägung der Kritieren durch die Gruppe bewertet wurden.

Kriterien Gewichtung Einstufung
Konfigurierbarkeit 9 hoch
Handhabung/intuitive Bedienung 5 mittel
Suchfunktion 4 mittel
Flexibilität 7 mittel-hoch
Verlässlichkeit 9 hoch
Transparent 8 hoch
Methoden-übergreifend 2 gering
Schnittstellen zu anderen Softwarewerkzeugen 8 hoch
Hardware-Anforderung 4 mittel
Software-Anforderung 1 gering
Benutzerverwaltung 6 mittel
Projektverwaltung 9 hoch
Controlling 7 mittel-hoch
Preis 9 hoch
Sicherheit 5 mittel

Tabelle 1: Kriterien mit Gewichtung



5.2 Agile42 / Agilo



Konfigurierbarkeit


Abbildung 06: Administration, beispielhafte Darstellung der Administrationsoberfläche für Plugins
Abbildung 06: Administration, beispielhafte Darstellung der Administrationsoberfläche für Plugins

Im Administrator-Kontext angemeldet, erlaubt Agilo for Scrum (im Nachfolgenden Agilo geschrieben) neben der Konfiguration der Inhalte von Projektumgebungen, eine sehr tiefgehende Anpassung und Erweiterung von Programm Parametern, zur besseren Einfügung in bereits etablierte Abläufe und Organisationsstrukturen. Agilo lässt sich damit an eigene Bedürfnisse anpassen und in externe, nicht direkt mit Scrum beschriebene, Prozessabläufe, integrieren. Die Methode zur agilen Softwareentwicklung Scrum, welcher Agilo for Scrum als unterstützendes Werkzeug dient, ist detailliert beschrieben, passt sich aber empirisch äußeren Einflüssen und den praktischen Erfahrungen der Nutzer der Methode an, ist also ständig im Wandel.

Abbildung 07: Rollen und Berechtigungen auf Module
Abbildung 07: Rollen und Berechtigungen auf Module

Die Fallstudie von Forrester „Agile Development: Mainstream Adoption Has Changed Agility“ beschreibt, dass viele Unternehmen Scrum als hybrid Methode mit anderen Methoden für Ihre Softwareentwicklung betreiben. Die Möglichkeit Werkzeuge partiell nutzen zu können, je nach Bedarf, ist ebenso wichtig wie die Anpassungsfähigkeit. Agilo kann flexibel über Plugins erweitert werden. Über den Benutzer und Rollenmanager können einzelne Funktionen aus- oder eingeblendet werden.

Abbildung 08: Darstellung Objektkonfiguration für Teams mit Beschreibungsfeld
Abbildung 08: Darstellung Objektkonfiguration für Teams mit Beschreibungsfeld

Zur Förderung der innerbetrieblichen Kommunikation ist die durchgängige Verwendung von einheitlichen Begriffen erstrebenswert. In Agilo können bereits etablierte Bezeichnungen für Objekte wie z.B. Teams, verwendet werden. Darüber hinaus erlaubt Agilo für alle Objekte Beschreibungsfelder, welche nach Wiki Syntax gebildet werden können, also auch Verlinkungen zu Begriffsverzeichnissen ermöglichen.

Abbildung 09: Auszug aus der Offline Hilfe zwecks Anpassung an das Corporate Design
Abbildung 09: Auszug aus der Offline Hilfe zwecks Anpassung an das Corporate Design

Anpassungen der Benutzeroberfläche an das Corporate Design sind ebenfalls möglich und in der Offline Hilfe erklärt.
Agilo erlaubt das Hinzufügen von benutzerdefinierten Feldern in einigen Sichten, je nach Bedarf. Möglich ist die Erstellung von Text- und verschiedenen Auswahlfeldern, welche in Sichten ein- und ausgeblendet und mit verschiedenen Objekten verknüpft werden können. Ist es bspw. Notwendig eine weitere Information zu einem Bugreport zu hinterlegen, so ist die mit den benutzerdefinierten Feldern möglich. Agilo unterstützt als Bedienersprache ausschließlich Englisch. Andere Sprachpakete werden zur Zeit nicht bereitgestellt. Für Projekte aus öffentlicher Hand stellt dies oft ein Problem dar. Der Herstelle Agile42 ist allerdings in Deutschland ansässig.

Handhabung / Intuitive Bedienung


Abbildung 10: Horizontales Hauptmenü
Abbildung 10: Horizontales Hauptmenü

Der Installationsprozess von Agilo ist mit bekannten Installationsroutinen vergleichbar. Überraschungen gibt es nicht. Die Installation erkennt die Betriebssystem Version und gibt Hinweise auf mögliche Installationsprobleme. So wird die Installation unter Windows Vista und Windows 7 erkannt und ein Hinweis eingeblendet, der sich auf die Windows Benutzerkontensteuerung bezieht. Von Vorteil ist es sicherlich, wenn der installierende Administrator Webserver und Netzwerkkenntnisse besitzt. Mit durchschnittlichen Scrum und Englisch Kenntnissen ist die Navigation durch alle Programmbestandteile intuitiv ohne zur Hilfenahme der Offlinehilfe möglich. Das Hauptmenü, welches sich horizontal über den Programminhalten befindet und durchgängig sichtbar ist zeigt mit großen und klaren Symbolen an, was ein Anwender nach der Auswahl zu erwarten hat. Überraschungen sind ausgeschlossen.

Abbildung 11: Suchfunktion
Abbildung 11: Suchfunktion

Alle Inhalte sind leserlich dargestellt und lassen sich in der Darstellungsgröße mit Hilfe des Webbrowsers anpassen. Vertikales Verschieben der dargestellten Inhalte und überlappende Inhalte werden vermieden. Die Dokumentation ist direkt über das Hauptmenü erreichbar und beinhaltet strukturiert Informationen aus der Sicht der verschiedenen Scrum Rollen. Darüber hinaus sind in der Dokumentation auch Hilfestellungen zu den Scrum Workflows enthalten.

Abbildung 12: Linkes Auswahlmenü für den Schnellzugriff auf Aktionen und Reports
Abbildung 12: Linkes Auswahlmenü für den Schnellzugriff auf Aktionen und Reports

Ein vertikales Auswahlmenü bietet schnellen Zugriff auf Aktionen und Auswertungen (shortcuts). Die Inhalte des Auswahlmenüs sind abhängig von den Optionen im Hauptmenü und durchgängig in 4 Überschriften organisiert:

  • Actions
  • Backlogs
  • Tickets
  • Wiki

Suchfunktionen


Bestandteil des horizontalen Hauptmenüs ist eine Volltextsuche, die objektübergreifend in den Meilensteinen, der Offline Hilfe, den Tickets, Quelltexten und dem Wiki nach regulären Ausdrücken sucht und die Ergebnisse hervorhebt.

Flexibilität


Scrum weißt einen hohen Grad an Flexibilität auf. Eine Anpassung oder zusätzliches hinzufügen von Objekten wird ermöglicht.

Verlässlichkeit


Abbildung 13: Projekt Ordnerstruktur
Abbildung 13: Projekt Ordnerstruktur

Das System installiert eine Webserverkomponente, ein relationales Datenbanksystem und mehrere dynamische und statische Webinhalte. Agilo basiert auf der Anwendung Trac[8] und nutzt die gleichen Komponenten. Die Webserverkomponente basiert auf einem lightweight Webserver, dem tracd. Als relationale Datenbankkomponente wird SQLite verwendet. Dynamische Webinhalte werden mit Hilfe der Scriptsprache Python realisiert. Die Stabilität ist abhängig von diesen drei beschriebenen Komponenten. Der Hersteller Agile42 bietet Agilo direkt als Softwareappliance, also als virtuelle Maschine an. durch den Betrieb von Agilo in hochverfügbar betriebenen virtuellen Umgebungen, kann die Verlässlichkeit gesteigert werden.
Alle Projekte werden in separaten Ordnern abgelegt mit der gleichen Verzeichnisstruktur. Eine vollständige Sicherung (Offlinesicherung empfohlen bei SQLite) der Projektordner ermöglicht eine schnelle Wiederherstellung im Fehlerfall.

Transparenz


Bei der Entwicklung von Agile wurde sehr stark darauf geachtet, dem Anwender genau das zu bieten, was er erwartet, nach der Methode WYSIWYG . Die Verhaltenslogik der Anwendung ist nachvollziehbar.

Methodenübergreifend


Ein methodenübergreifendes Arbeiten ist nicht möglich. Für andere Methoden muss ein weiteres Softwarewerkzeug erworben werden.

Schnittstellen zu anderen Softwarewerkzeugen


Schnittstellen besitzt Agilo nicht.

Hardware-Anforderung


Die Hardware-Anforderung liegt clientseitig auf dem Webbrowser. Serverseitig abhängig von den Datensätzen.

Software-Anforderung


Es wird tracd und SQLite benötigt.

Benutzerverwaltung


Agilo ermöglicht eine umfangreiche Verwaltung über einen Benutzermanager.

Controlling


Abbildung 14: Reporting
Abbildung 14: Reporting

Auswertungen der Softwareentwicklungsprojekte sind über das Hauptmenü, über den Menüpunkt "Dashboard", erreichbar.

Sicherheit


Daten aus den Projekten werden nicht verschlüsselt. Trotz einer Benutzerverwaltung weist Agilo in der Sicherheit schwächen auf.

Preis


Unterschiedliche Lizenzmodelle bieten eine begrenzte Benutzeranzahl mit einen begrenzten Nutzungszeitraum zum Kauf an. Nach Ablauf des Nutzungszeitraums muss das Modell bei Bedarf erneut erworben werden. Die Kosten sind kurzfristig überschaubar, langfristig jedoch sehr hoch. Eine Lizenz für 20 Benutzer mit einem Jahr Service und Softwarewartung kostet 1927,80 €.


5.3 Inflectra / Spira-Team


Konfigurierbarkeit


Als System Administrator angemeldet ist das Konfigurationsmenü über einen sonst versteckten Menüeintrag "Administration" zu erreichen. Die Konfiguration ist strukturiert in die Bereiche:

  • Projects
  • Users
  • Incidents (Tickets)
  • Notifications (Benachrichtigungen)
  • Documents
  • Custom Properties (Definierbare Eigenschaften)
  • System
  • Integration

Konfiguriert werden können Projektparameter und Systemeinstellungen. In vielen Administrationsmasken sind Beispiele verfügbar.

Handhabung / Intuitive Bedienung


Abbildung 15: Anmeldemaske Inflectra SpiraPlan
Abbildung 15: Anmeldemaske Inflectra SpiraPlan

Die Grundkonfiguration von Inflectra Spira Team ist an die Methode Extreme Programming (nachfolgend XP genannt) angelehnt. Objektnamen entsprechen dem was XP beschreibt. Über einen Webbrowser wird die Spira Team Anmeldemaske erreicht. Nach erfolgreicher Anmeldung erscheint eine Übersicht (Dashboard) der eigenen Aufgaben, Risiken und Probleme des Softwareentwicklungsprojektes, welche individuell angepasst werden kann. Die Sortierung erfolgt nach der Priorität, welche bei Extreme Programming einen erheblichen Einfluss auf die Abarbeitungsreihenfolge hat. Das klingt zwar logisch, ist aber in anderen Methoden der agilen Softwareentwicklung nicht immer der Fall.

Nach Auswahl eines der zugewiesenen Projekte, erscheint im oberen Bereich der Applikation das vollständige kontextbezogene Hauptmenü, welches sich beim Anklicken oder beim Fokussieren erweitert.

Abbildung 16: Personal Dashboard
Abbildung 16: Personal Dashboard

Die Applikation lässt sich wie eine Webseite bedienen. Mit durchschnittlichen XP oder Scrum Kenntnissen, ist der Einstieg in die Applikation schnell möglich.

Abbildung 17: Horizontales Hauptmenü
Abbildung 17: Horizontales Hauptmenü

Suchfunktionen


Eine Volltextsuche ist nicht implementiert.

Flexibilität


Abbildung 18: Menüeinträge für Anpassungen
Abbildung 18: Menüeinträge für Anpassungen

Das Produkt lässt sich im Administratorkontext eigenen Ansprüchen anpassen. Es bietet die Möglichkeit z.B. eigene Workflows, Tickettypen, Gewichtungen und Benachrichtigungen zu erstellen. Eine Anpassung an das Corporate Design ist nur bedingt möglich.

Abbildung 19: Anpassung der Tickettypen
Abbildung 19: Anpassung der Tickettypen
Abbildung 20: Anpassung der Prioritätsklassen
Abbildung 20: Anpassung der Prioritätsklassen

Verlässlichkeit


Abbildung 21: MSSQL Im- und Export Tool
Abbildung 21: MSSQL Im- und Export Tool

Sämtliche Anwendungsdaten werden in einer Microsoft SQL Datenbank gespeichert. Über das mitgelieferte Im- und Export Werkzeug lässt sich die Datenbankinstanz im laufenden Betrieb sichern und in ein frisch installiertes System zurücksichern.

Abbildung 22: Exportergebnis
Abbildung 22: Exportergebnis

Transparenz


Optionen sind nicht eindeutig ersichtlich. Der Zeitaufwand erhöht sich während der Bedienung.

Methodenübergreifend


SpiraPlan ist in der Grundkonfiguration angelehnt an XP, lässt sich aber auch an Scrum anpassen, da sich beide Methoden ähneln.

Schnittstellen zu anderen Softwarewerkzeugen


Abbildung 23: Schnittstellenübersicht
Abbildung 23: Schnittstellenübersicht

SpiraPlan bietet diverse Schnittstellen zu anderen Werkzeugen. Es ist möglich bei verschiedenen Ereignissen formatierte E-Mail Benachrichtigungen zu versenden. Die SpiraPlan Anwendungsdatenbank kann in diverse Formate extrahiert werden. Zusätzlich bietet der Hersteller auf der Internetseite folgende bereits fertige Schnittstellen an:

Abbildung 24: Schnittstellenübersicht
Abbildung 24: Schnittstellenübersicht
Abbildung 26: Schnittstellenübersicht
Abbildung 26: Schnittstellenübersicht
Abbildung 25: Schnittstellenübersicht
Abbildung 25: Schnittstellenübersicht
Abbildung 27: Schnittstellenübersicht
Abbildung 27: Schnittstellenübersicht

Hardware-Anforderung


  • Requirement Minimum Specification Processor: Windows Server with Intel/AMD x86 or x64 processor equivalent

(Virtual Machines fully supported)

  • Memory: 2 GB minimum, 4 GB recommended Operating

Software-Anforderung


  • Windows Server 2008 R2 (recommended), Windows Server 2008 (recommended), Windows Server 2003 R2 (recommended), Windows Server 2003
  • Windows 7, Windows Vista, Windows XP Professional (Service Packs: Windows Server 2003 SP2+), Windows Vista SP1+, Windows XP Professional SP2+
  • Database: Microsoft SQL Server 2008 R2
  • Microsoft SQL Server 2008 R2 Express Edition, Microsoft SQL Server 2008, Microsoft SQL Server 2008 Express Edition, Microsoft SQL Server 2005, Microsoft SQL Server 2005 Express Edition Web Server: Internet Information Services (IIS) 5.1 or higher Web Browser: Internet Explorer 9.0 (recommended)
  • Browser: Internet Explorer 8.0, Internet Explorer 7.0, Mozilla Firefox 4.x (recommended), Mozilla Firefox 3.x, Apple Safari 3.0+, Opera 9.0+, Google Chrome 6.0+
  • Other Components: Microsoft .NET Framework 4.0 or higher
  • Microsoft ASP.NET 4.0 or higher
  • Microsoft Excel 2003+ (needed for Excel importer/reports), Microsoft Word 2003+ (needed for Word reports), Microsoft Project 2003+ (needed for Project reports)
  • Java Plug-in 1.6 (needed for Screenshot capture applet)

Benutzerverwaltung


Eine Verwaltung von Benutzern, Gruppen und Privilegien ist über die Administrationsoberfläche möglich. Die Auswahl der Privilegien entspricht den groben Menüeinträgen, so dass es möglich ist kontextbezogen Menüinhalte ein- und auszublenden.

Controlling


Abbildung 28: Reporting
Abbildung 28: Reporting

Auswertungen der Softwareentwicklungsprojekte sind über das Hauptmenü, über den Menüpunkt "Reporting", erreichbar.

Sicherheit


Für die Nutzung der Applikation ist eine Anmeldung erforderlich. Passwortbedingungen sind nicht implementiert.

Preis


Es werden unterschiedliche Modelle angeboten. Beispielsweise: 1999$ für 20 User. 1 Jahr Support und Wartung kosten zusätzlich 399$.



5.4 Kanban / Simple Kanban


Abbildung 29: Kanban Logo
Abbildung 29: Kanban Logo
Abbildung 30: Kanban Prozess
Abbildung 30: Kanban Prozess

Simple Kanban bildet die Funktionalität in den zwei folgenden Fenstern ab. Auf der linken Seite die Übersicht des virtuellen Whiteboards und auf der rechten Seite, die Objekte (zur Anlage). Durch den markierten Button, erfolgt ein Wechsel zwischen den einzelnen Fenstern.

Konfigurierbarkeit


Konfigurationen sind generell nicht möglich, da es sich um ein reines HTML-Dokument handelt. Mittels Programmierung sind aber Anpassungen möglich. Stationsüberschriften können schnell im Code wiedergefunden werden und sind so leicht auf andere Sprachen zu übersetzen.

Handhabung / Intuitive Bedienung


Werden neue Task angelegt, so ist es notwendig die entsprechende Syntax zu kennen. Anschließend können diese per Darg & Drop zur nächsten Station gezogen werden. Darüber hinaus hat der Anbieter das Werkzeug auf seiner Internet-Seite ausführlich dokumentiert.

Suchfunktion


Bei Simple Kanban handelt es um eine digitale Visualisierung eines gewöhnlichen White Boards. Eine Suchfunktion ist hier nicht notwendig, da der Anwender alle sich darin befindlichen Tasks vor sich sieht. Darüber hinaus lässt sich die Browser-Suchfunktion Strg+F nicht auf Tasks anwenden.

Flexibilität


Wie bereits unter dem Punkt Konfiguration beschrieben, handelt es sich um reines HTML-Dokument. Erweiterungen sind mittels Programmierung möglich, aber unter Umständen sehr Aufwendig.

Verlässlichkeit


Durch die geringe Komplexität ist das Auftreten eines Fehlers sehr unwahrscheinlich. Problematisch ist die Datenübernahme. Da es weder eine automatische Speicherung, noch einen Speicher-Dialog vor dem schließen gibt ist die Gefahr Änderungen beim Schließen zu verwerfen sehr groß. Darüber hinaus muss jede Änderung in einer neuen Version gespeichert werden.

Transparenz


Die Funktionalität erschließt sich durch den geringen Tiefegrad, beim ersten Betrachten.

Methoden-Übergreifend


Alternativ lassen sich mit dem Werkzeug ähnlich aufgebaute Board andere Methoden visualisieren.

Schnittstellen


Simple Kanban verfügt über keinerlei Schnittstellen. Durch die geringe Speichergröße kann es aber problemlos per eMail verschickt werden oder flexible auf einem Speichermedium von geringer Größe gespeichert werden.

Hardware-Anforderung


Jegliches Medium, das in der Lage ist einen Internet Browser zu öffnen. Somit ist auch eine Betrachtung auf einem Smart-Phone denkbar.

Software-Anforderung


Lediglich ein Internet-Browser.

Benutzerverwaltung


Durch die schmale Entwicklung von Simple Kanban, existiert keine Benutzerverwaltung.

Controlling


Das Werkzeug zeigt immer nur den aktuellen Projektstatus. Eine Auswertung ist auf dieser Grundlage nicht möglich.

Sicherheit


Nicht vorhanden. Eine Passwort-Abfrage oder andere Sicherheitsmaßnahmen sind durch zusätzlichen Programmieraufwand denkbar.

Preis


Das Dokument kann kostenlos aus dem Internet vom Anbieter heruntergeladen werden. Er bietet dort Ausdrücklich die Nutzung zu privaten, wie auch Kommerziellen Zwecken an.



5.5 Microtool / in-Step V-Modell XT


Abbildung 31: Microtool, in-Step V-Modell XT - Logo
Abbildung 31: Microtool, in-Step V-Modell XT - Logo

Konfigurierbarkeit


Abbildung 32: in-Step V-Modell XT - Sprachenauswahl
Abbildung 32: in-Step V-Modell XT - Sprachenauswahl

in-Step V-Modell XT verfügt über eine Vielzahl an Schnittstellen, welche eine Dokumentation und Verarbeitung ermöglichen. Unterstützt werden eine Reihe von Sprachen, welche zusätzlich erworben werden müssen. Als Standardsprachen stehen Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Handhabung


Abbildung 33: in-Step V-Modell XT - Menü
Abbildung 33: in-Step V-Modell XT - Menü

Der Aufbau der Menüpunkte sowie die intuitive Bedienung (der Module) ermöglichen eine leichte Handhabung. Die auf der linken Seite vorhandenen Module, können geöffnet (aufgeklappt) oder zur besseren Übersicht geschlossen (zugeklappt) werden.

Abbildung 34: in-Step V-Modell XT - Kontextmenü
Abbildung 34: in-Step V-Modell XT - Kontextmenü

Kontextmenüs sind klar strukturiert.

Suchfunktion


Abbildung 35: in-Step V-Modell XT - Suchoptionen
Abbildung 35: in-Step V-Modell XT - Suchoptionen

in-Step V-Modell XT beinhaltet eine Volltextsuche, mit unterschiedlichen Optionen. Diese wurde durch das Lupensymbol der Menüleiste des jeweiligen Modul abgebildet.

Flexibilität


Abbildung 36: in-Step V-Modell XT - Objekteigenschaften
Abbildung 36: in-Step V-Modell XT - Objekteigenschaften

Die Abhängigkeit und die Spezifizität der einzelnen Objekte erfolgt durch einen große Anzahl zusätzlichen Attributen. Die Flexibilität der Objekte kann im in-Step V-Modell XT von Minimal, bis hoch Komplex eine Abbildung finden.

Abbildung 37: in-Step V-Modell XT - Flexibilität
Abbildung 37: in-Step V-Modell XT - Flexibilität

Individuelle Anpassung durch Auswahl der Module.

Verlässlichkeit


Abbildung 38: in-Step V-Modell XT - Versionsmanagement
Abbildung 38: in-Step V-Modell XT - Versionsmanagement

Änderungen werden sofort übernommen, können jederzeit Rückgängig gesetzt werden. Die zusätzliche Historie, mit Wiederherstellung einer entsprechenden Version macht in-Step V-Modell XT extrem zuverlässig.

Abbildung 39: in-Step V-Modell XT - Versionsmanagement / Historie
Abbildung 39: in-Step V-Modell XT - Versionsmanagement / Historie

Auflistung der Historiensätze vom jeweiligen Objekt.

Transparenz


Alle abgebildeten Funktionen sind verständlich und erfüllen die erwarteten Funktionalitäten.

Methoden- Übergreifend


Eine Methodenübergreifende Bearbeitung eines Projekts ist bei in-Step V-Modell XT nicht möglich. Es wird für jede Methode eine zusätzliche Software benötigt. Durch die Komplexität der jeweiligen Methods und der mit Ihr abgebildeten Objekten, kann ein Export über unterschiedliche Schnittstellen erfolgen, jedoch ohne die Möglichkeit diese in einer weiteren Methode zu importieren.

Schnittstellen


in-Step V-Modell XT verfügt über eine Vielzahl an Schnittstellen, welche die weitere Dokumentation sowie die Verarbeitung ermöglicht.

Interagtion Import Export
Dokumentation
MS Word Ja Ja Ja
MS Excel Ja Ja Ja
OpenOffice.org Ja
MS Visio Ja
MS PowerPoint Ja
Anforderungsmanagement
microTOOL objectiF Ja Ja Ja
RIF (Requirements Interchange Format) Ja Ja
Projektplanung
MS Project Ja Ja Ja
MS Outlook Ja
SAP Ja
FreeMind Ja Ja
Lotus Notes Ja
Active Directory Ja
MS SharePoint Ja Ja
Versions- und Konfigurationsverwaltung
Subversion Ja
SCC (Source Code Control Interface) Ja
Softwareentwicklung
MS Visual Studio 2010 Ja
Eclipse und Ant Ja
Standardformate
HTML Ja
PDF Ja
XML Ja Ja

Tabelle 2: in-Step V-Modell XT - Schnittstellen

Hardware-Anforderung


  • Pentium IV PC ab 1 GHz
  • mindestens 1 GB physikalischer Speicher
  • mindestens 300 MB freier Plattenplatz

Software-Anforderung


Keine. Die Installation liefert alle benötigten Softwaremodule.

Benutzerverwaltung


Erfolgt über die Einrichtung von Personen und die Zuweisung von Rollen. Die Projektmitglieder müssen sich authentifizieren.

Controlling


in-Step ermöglicht ein intensives Controlling. Hierfür steht ein zusätzliches Modul zur Verfügung, welches Daten vereinfach in Zahlen oder Grafiken darstellt.

Sicherheit


Abbildung 40: in-Step V-Modell XT - Anmeldung an der Applikation
Abbildung 40: in-Step V-Modell XT - Anmeldung an der Applikation

Die Sicherheit beinhaltet eine Verschlüsslung der Dateien, sowie eine definierte Rollenvergabe. Projektmitglieder sehen und können nur einen Einfluss auf die Ihnen durch die Rolle zugewiesenen Objekte nehmen. Der Zugriff auf das jeweilige Profil erfolgt über den Benutzernamen und das Passwort.

Preis


Die Lizenzkosten liegen bei in-Step V-Modell XT mit der Arbeitsplatzlizenz mit ca. 2000 Euro. Die Serverlizenz ca. 4000 Euro. Der Preis ist durch den Grad der Komplexität und der Funktionalität vertretbar, jedoch weit entfernt von einen kostengünstigen Softwarewerkzeug.

5.6 Vergleich

Die folgende Tabelle beinhaltet die Kriterien und deren Bewertungsergebnisse.

Kanban V-Modell Scrum Inflectra
Konfigurierbarkeit 2 8 7 8
Handhabung/intuitive Bedienung 7 6 7 4
Suchfunktion 0 9 6 0
Flexibilität 2 6 8 6
Verlässlichkeit 7 8 7 7
Transparent 6 7 8 4
Methoden-übergreifend 1 0 0 5
Schnittstellen zu anderen Softwarewerkzeugen 0 9 5 7
Hardware-Anforderung 9 9 7 3
Software-Anforderung 9 6 9 1
Benutzerverwaltung 0 8 9 1
Projektverwaltung 3 3 9 8
Controlling 0 8 8 8
Preis 9 2 7 7
Sicherheit 1 9 2 4

Tabelle 3: Punktbewertung nach den Kriterien

5.6.1 Auswertung

Die ermittelten Punkte werden jeweiligen mit der Gewichtung multipliziert und zum Schluss je Methode/Softwarewerkzeug addiert. Die Gesamtsumme beziffert bei einer hohen Punktzahl, ob sich das Softwarewerkzeug - sehr gut eignet, oder bei einer kleinen Punktzahl - eher weniger.

Kanban-Summe V-Modell-Summe Scrum-Summe Inflectra-Summe
Konfigurierbarkeit 18 72 63 72
Handhabung/intuitive Bedienung 35 30 35 20
Suchfunktion 0 36 24 0
Flexibilität 14 42 56 42
Verlässlichkeit 63 72 63 63
Transparent 48 56 64 32
Methoden-übergreifend 2 0 0 10
Schnittstellen zu anderen Softwarewerkzeugen 0 72 40 56
Hardware-Anforderung 36 36 28 12
Software-Anforderung 9 6 9 1
Benutzerverwaltung 0 48 54 48
Projektverwaltung 27 27 81 72
Controlling 0 56 56 56
Preis 81 18 63 63
Sicherheit 5 45 10 20
Ergebnis 338 616 646 567

Tabelle 4: Punktermittlung (Punkt=Gewichtung * Punktebewertung)

5.6.2 Analyse nach Kriterien

Die Grafiken verdeutlichen in welchem Ausmaß die Kriterien durch die Werkzeuge erfüllt werden. Es wird deutlich, dass besonders Scrum nahezu alle Kriterien in gutem bis sehr gutem Umfang erfüllt. Ähnlich, wenn auch weniger stark ausgeprägt trifft diese Aussage auch auf VModell XT zu. Inflectra SpiraTeam zeigt sich deutlich eingeschränkter in seinen Funktionalitäten. Besonders bei Kanban wird der geringe Tiefegrad des Softwarewerkzeugs deutlich.

Abbildung 41: Auswertung der Softwarewerkzeuge
Abbildung 41: Auswertung der Softwarewerkzeuge
Nummer Kriterien
1 Konfigurierbarkeit
2 Handhabung/intuitive Bedienung
3 Suchfunktion
4 Flexibilität
5 Verlässlichkeit
6 Transparent
7 Methoden-übergreifend
8 Schnittstellen zu anderen Softwarewerkzeugen
9 Hardware-Anforderung
10 Software-Anforderung
11 Benutzerverwaltung
12 Projektverwaltung
13 Controlling
14 Preis
15 Sicherheit


5.6.3 Analyse nach Softwarewerkzeuge

Die Analyse über die Softwarewerkzeuge weisen differenzierte Ergebnisse auf. Eine starke Ausprägung der Kriterien über die Softwarewerkzeuge weisen: die Benutzerverwaltung, das Controlling, die Handhabung, die Hardwareanforderung, die Konfigurierbarkeit, die Suchfunktion und die Verlässlichkeit auf. Schwach ausgeprägte Kriterien sind: die Schnittstellen, die Sicherheit, die Transparenz und der Methodenwechsel.

Abbildung 42: Vergleich - Benutzerverwaltung
Abbildung 42: Vergleich - Benutzerverwaltung
Abbildung 43: Vergleich - Controlling
Abbildung 43: Vergleich - Controlling
Abbildung 44: Vergleich - Flexibilität
Abbildung 44: Vergleich - Flexibilität
Abbildung 45: Vergleich - Handhabung
Abbildung 45: Vergleich - Handhabung
Abbildung 46: Vergleich - Hardwareanforderung
Abbildung 46: Vergleich - Hardwareanforderung
Abbildung 47: Vergleich - Konfigurierbarkeit
Abbildung 47: Vergleich - Konfigurierbarkeit
Abbildung 48: Vergleich - Methodenübergreifend
Abbildung 48: Vergleich - Methodenübergreifend
Abbildung 49: Vergleich - Preis
Abbildung 49: Vergleich - Preis
Abbildung 50: Vergleich - Projektverwaltung
Abbildung 50: Vergleich - Projektverwaltung
Abbildung 51: Vergleich - Schnittstellen
Abbildung 51: Vergleich - Schnittstellen
Abbildung 52: Vergleich - Sicherheit
Abbildung 52: Vergleich - Sicherheit
Abbildung 53: Vergleich - Softwareanforderung
Abbildung 53: Vergleich - Softwareanforderung
Abbildung 54: Vergleich - Suchfunktion
Abbildung 54: Vergleich - Suchfunktion
Abbildung 55: Vergleich - Transparenz
Abbildung 55: Vergleich - Transparenz
Abbildung 56: Vergleich - Verlässlichkeit
Abbildung 56: Vergleich - Verlässlichkeit
Abbildung 57: Vergleich - Ergebnis
Abbildung 57: Vergleich - Ergebnis

Der Status "grün" zeigt an, dass der Wert im Nutzen/Gewichtung wie erwartet, oder besser liegt. Der Status "gelb" gibt einen Hinweis auf die Abweichung ins negative und "rot" eine starke Abweichung vom erwarteten Nutzen. Auf der Grundlage der definierten Kriterien, weist das Analyseergebnis starke Abweichungen im Nutzen der Kriterien für die Sicherheit, die Schnittstellen und der Transparenz auf.

6 Schlussbetrachtung

Der Vergleich der Softwarewerkzeuge beinhaltet eine hohe Komplexität, durch die Menge an Kriterien welche zum Vergleich herangezogen wurden. Bestehende Methoden und deren Softwarewerkzeuge zeigen durch die Fallstudie bereits Grenzen auf. Im Bezug auf die Nutzwertanalyse zeigen die Softwarewerkezuge für die agile Softwareentwicklung sowohl Stärken, als auch Schwächen. Der Grad zwischen Komplexität und Transparenz stellt die Entwicklung von Softwarewerkzeugen für die agile Sofwareenticklung vor neue Aufgaben. Die Aufgaben werden je nach Methode und dazu entsprechende Softwarewerkzeug, stärker (wie Scrum) oder schwächer (wie Kanban) ausgeprägt sein. Die agile Softwareentwicklung mittels Softwarewerkzeugen ermöglicht einen kontrolliert-gesteuerten Entwicklungsprozess. Eine Forderung aus der Wirtschaft nach der Verwendung von agilen Softwarewerkzeugen wächst. Aber je nach der Selektion der Methode, steht eine Vielzahl von Softwarewerkzeugen zur Auswahl. Ein Problem für die Zukunft[9] wird sein, eine wohldefinierte Weiter-, bzw. Neuentwicklung der Methoden zu erreichen. Ein Fortschritt der Methoden und deren Softwarewerkzeugen zur agilen Softwareentwicklung kann partiell durch Weiterentwicklung, jedoch gänzlich nur durch eine Neuentwicklung erreicht werden. Mit dem Impuls an der Zeit könnte die Frage nach "agil = 42?" gestellt werden, weil die agile Softwareentwicklung aktuell eine Antwort auf die Frage nach dem Wie zu beantworten scheint. Aus visionärer Sicht wird wahrscheinlich die Entwicklung der Softwarewerkzeuge für die agile Softwareentwicklung, sich in zwei Richtungen bewegen. Eine ohne Tiefengrad, welche in kürzester Zeit (kostengünstig) einen Informationsgehalt liefert und die andere Richtung, welche einen komplex-strukturierten Aufwand erzeugt, bevor ein Informationsgehalt ermittelt werden kann.

7 Referenzen

7.1 Agile42 / Agilo

www.agile42.com (13.06.2011)
www.it-agile.de (11.06.2011)

7.2 Inflectra / Spira-Team

www.inflectra.com (10.06.2011)

7.3 Kanban / Simple Kanban

www.simple-kanban.com (11.06.2011)
www.toolsjournal.com (11.06.2011)

7.4 Microtool / in-Step V-Modell XT

www.microtool.de (30.05.2011)

8 Fußnoten

  1. Trac Open Source Project [1]
  2. WYSIWYG: Erklärung [2]
  3. heise.de: "Agiles Manifest – zehn Jahre später" v. 12.02.2011[3]
  4. Computerwoche.de, Softwareentwicklung: Agile Methoden im Vergleich v. 18.05.2011 [4]
  5. forrester.com, Agile Development: Mainstream Adoption Has Changed Agility, Trends In Real-World Adoption Of Agile Methods by Dave West, Tom Grant, Ph.D. [5]
  6. ZeitGeist- Internet Solutions: Was bedeutet Open Source [6]
  7. OOS Strategieder Bundesverwaltung: PDF Seite 22 [7]
  8. tracd ist ein Standalone Trac HTTP server [8]
  9. Computerwelt.at: Mit Agile, Scrum und Co.: Die drei größten Herausforderungen der IT-Entwicklung v. 17.03.2011 [9]
Persönliche Werkzeuge