Vergleich von Apples App-Store und Googles Android-Market
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| Name des Autors: | R. Navaratnam |
| Titel der Arbeit: | "Vergleich von Apple‘s App-Store und Google‘s Android –Market" |
| Hochschule und Studienort: | Fachhochschule für Oekonomie & Management, Düsseldorf |
Inhaltsverzeichnis |
1 Einleitung
Smartphones werden immer beliebter und verdrängen klassische Mobil- bzw. Multimediahandys. Ein wichtiger Grund für die Beliebtheit der Smartphones, welche standardmäßig mit einem Betriebssystem, Touchscreen, GPS-Empfänger, WLAN, Digital- und Videokamera ausgestattet sind, sind Funktionen wie das Mobile-Surfen, E-Mails, VoIP, Radio, Musik-Player, Videostreaming, Spiele und vieles mehr. Apples iPhone mit dem eigenen Betriebssystem Apple iOS, gilt als Vorreiter in Sachen Smartphone. Als Apples größten Konkurrenten, werden die mit Googles freiem und quelloffenem Betriebssystem „Android“ gelieferten Smartphones gesehen. Anwender können die Funktionen ihrer Smartphones durch sogenannte „Apps“ (Kurzform für Application) weiter ausbauen. Angeboten werden die Apps in sogenannten „Application Stores“, welche wiederum mehr oder weniger der Kontrolle von den Smartphone-Herstellern bzw. von den Betreibern des Application-Stores unterworfen sind. In dieser Fallstudie sollen die beiden konkurrierenden Application Stores, „Android-Market“ (Google) und „App-Store“ (Apple) in verschiedenen Aspekten genauer betrachtet und verglichen werden und letztendlich zeigen welcher Application-Store sich in Zukunft durchsetzen wird.
2 Grundlagen
2.1 Betriebssysteme
Bevor wir uns mit den Application Stores beschäftigen, schauen wir uns eine kurze Einführung der beiden Betriebssysteme Apple iOS und Google Android an.
2.1.1 Apple iOS
Apple bietet für seine mobilen Endgeräte auch ein mobiles Betriebssystem. Das früher unter iPhone OS vermarktete Betriebssystem, welches später in Apple iOS umbenannt wurde, ist auf bestimmte mobile Geräte wie das iPhone, iPod touch und iPad zugeschnitten. Der Quellcode des Betriebssystems ist geschlossen, d.h. niemand außer Apple kann in den Quellcode einsehen. Die aktuellste Version ist iOS4, in der Apple viele Neuerungen integriert hat. [1] [2]
2.1.2 Android
Android ist eine freie und quelloffene Software, welches das Unternehmen Google unter seiner Leitung und in Zusammenarbeit mit der Open Handset Alliance entwickelt. Das Unternhemen Andoid wurde von Google 2005 aufgekauft und bildet die Grundlage der im Jahre 2008 veröffentlichten Betriebssystem Android. Es ist ein „Open Source“ Projekt, d.h. jeder kann in den Quellcode hineinsehen und auch an der Software mitarbeiten. Immer mehr Hersteller von mobilen Endgeräten rüsten ihre Geräte mit dem freien Betriebssystem Android aus. Der Markt für Android wächst momentan sehr stark. Die aktuellste Version ist Android 2.2 (Froyo). [3] [4]
2.2 Application Stores
Nicht nur der Markt für Smartphones boomt, sondern auch der Markt für mobile Anwendungen für diese Geräte. In einem Application Store kann ein Anwender Programme und Spiele herunterladen, die meist von Drittfirmen oder auch freien Entwicklern entwickelt wurden. Nicht nur die Benutzung des Application-Stores ist für die Anwender kostenlos, es steht ihm auch eine ganze Menge kostenloser Apps dort zur Verfügung. Oft sind diese kostenlosen Apps werbefinanzierte Gratislösungen oder Demo-Versionen die durch den Programmierern teils in ihrer Funktion eingeschränkt sind. Um den vollen Umfang des Apps nutzen zu können wird oft eine kostenpflichtige Vollversion angeboten. Meist liegt der Preis für ein kostenpflichtiges Programm zwischen 0,99 – 10,00 Euro. Für Anbieter der Application Stores und Entwickler der Apps entwickelt sich dies zu einer "Goldgrube". Wie bereits in der Einleitung kurz erwähnt, bieten beide Unternehmen ihren eigenen Application Store für die entsprechenden Endgeräten an. Applications laufen nicht auf allen Endgeräten, sondern sind auf bestimmte Betriebssysteme und Endgeräte zugeschnitten. Ein iPhone App ist z.B. nicht auf einem Android-Gerät nutzbar und umgekehrt. [5] [6] [7]
2.2.1 Apple‘s App-Store
Das Programm App-Store wird von Apple seit Juli 2008 entwickelt und wird standardmäßig auf alle seinen mobilen Endgeräten vorinstalliert. Es wurde zusammen mit dem iPhone 3G gestartet und konnte seitdem einen immer erfolgreicheren Zuwachs feststellen. Es ist mittlerweile in 90 Ländern verfügbar. Mit der Einführung des „App-Stores“ gilt Apple als Vorreiter dieser Marktnische. Im App-Store können die Anwender Programme und Spiele, welche allgemein „Apps“ genannt werden, aus dem iTunes-Store (Internet-handelsplattform von Apple) herunterladen, nachdem diese von Apple freigegeben wurden. Der Großteil der angebotenen Apps stammt von Drittfirmen und freien Programmieren. Mit dem App-Store steht den Anwendern ein umfangreiches Download-Angebot zur Verfügung. [8] [9]
2.2.2 Google‘s Android-Market
Der Android-Market ist eine von Google entwickelte Software, die auf alle Android Geräten vorinstalliert wird. Laut Android ist der Android-Market aktuell in 46 Ländern verfügbar. Im Android-Market kann der Anwender nach Programmen und Spielen suchen, diese herunterladen und dann auf den Smartphones installieren. Die Beta-Version des Markets wurde on Google Ende 2008 gestartet und fand sehr schnell Sympathie bei den Anwendern. Seit Mitte 2009 ist ein relativ schneller Wachstum sichtbar. Der Android-Market gilt heute als die größte Konkurrenz zu Apples App-Store. Wie beim App-Store sind die angebotenen Programme fast alle von Drittfirmen und freien Programmierern. Seit kurzem bietet Google auch das sogenannte „Google Apps Marketplace“ an, zu der wir später mehr erfahren. [10] [11]
3 Gegenüberstellung
3.1 Apple‘s App-Store
3.1.1 Zugang
Apple bietet dem Anwender zwei Möglichkeiten Applikationen im App-Store herunterzuladen. Der Anwender kann entweder z.B. mit seinem iPhone über das bereits vorinstallierte App-Store Programm direkt zugreifen oder über den PC die Apps herunterladen, welche dann in die iTunes-Mediathek automatisch hinzugefügt wird. Verbindet man das iPhone mit dem PC, werden die Apps automatisch via iTunes-Programm mit dem iPhone synchronisiert. Man kann Apps direkt via Mobilfunknetz (HSDPA, UMTS, 3G) auf das iPhone downloaden, solange das Downloadlimit 20 MB nicht überschreitet. Ist z.B. ein App größer als 20 MB, ist eine WLAN Verbindung nötig. Anwender in 90 Ländern haben Zugriff auf den App-Store. [12] [13]
3.1.2 Angebot
Die Zahl der Apps die im App-Store zum Download zur Verfügung stehen, wird aktuell auf ca. 225.000 geschätzt, die über 5 Mrd. mal heruntergeladen wurden. Täglich werden neue Apps im App-Store durch Apple freigegeben. Die Programme im App-Store sind sortiert nach den Kategorien: Bildung, Buch, Dienstprogramme, Finanzen, Fotografie, Games, Health & Fitness, Lifestyle, Medizin, Musik, Nachrichten, Navigation, Produktivität, Reisen, Soziale Netze, Sport, Unterhaltung, Wetter und Wirtschaft. Eine nochmalige Sortierung nach „Top-Listen“, „meistgekauft“ und „meistgeladen“ soll dem Anwender eine bessere Übersicht über die Apps bieten und als Empfehlung dienen. Welche Apps in den sogenannten Schaufensterplätzen platziert werden, entscheidet Apple selbst. [14] [15]
3.1.3 Entwicklung
Im Jahre 2008 veröffentlichte Apple die kostenlose Entwicklungsumgebung „iPhone SDK“, welches bei Programmierern große Interesse ausgelöst hat. Entwickler die eigene Apps programmieren und im App-Store veröffentlichen wollen, müssen sich im iPhone Developer Programm registrieren. Damit der Entwickler am iPhone Developer Programm teilnehmen kann, muss er jährlich 99$ bezahlen. Mittlerweile haben sich dort laut Apple über 125.000 aktive Entwickler registriert. Der Entwickler kann selbst festlegen, ob sein sein App gratis oder kostenpflichtig anbietet. Wenn der Entwickler kostenpflichtige Apps verkauft, darf er 70% der Umsatzerlöse behalten, 30% behält Apple für sich. Bei kostenlosen Apps fallen dem Entwickler keine Gebühren an. [16] [17] [18]
3.1.4 Bezahlkonzept
Wie bereits erläutert, kann man im App-Store beliebig viele kostenpflichtige Apps kaufen. Der durchschnittliche Preis der Bezahl-Applikation beträgt ca. $4,01. Laut Apple haben über 150 Millionen Nutzer ihre Kreditkartendaten im iTunes-/App-Store hinterlegt und haben damit die Möglichkeit mit einem Klick zu bezahlen. Apple bietet dem Kunden mehrere Optionen Apps in seinem Online-Store zu bezahlen. Wie bereits erwähnt wird dem Kunden die Bezahlung mit Kreditkarte angeboten, die Kreditkartendaten werden einmalig im Benutzerkonto hinterlegt. Nach jeder Bezahlung wird dann der Betrag automatisch abgebucht. Interessant für den Kunden auch das Bezahlkonzept mit sogenannten iTunes-Geschenkkarten, womit der Kunde seinen Kontostand immer wieder aufladen kann, vergleichbar mit einer Handy Prepaid Karte. Es gibt Karten mit unterschiedlichen Guthaben (15€, 25€, 50€). Die Karten sind in vielen Geschäften erhältlich und werden oft als sichere Bezahloption betrachtet. Mann muss auf dem Smartphone in iTunes angemeldet sein um Apps kaufen zu können, die Bezahlung läuft dann automatisch. Die Möglichkeit Bezahlungen mit einem Klick durchzuführen ist vielen Konsumenten wichtig, weshalb diese Bezahlkonzepte auch sehr oft genutzt werden. Des Weiteren bietet Apple auch das Bezahlkonzept „Click & Buy“ an. Laut PayPal soll es bald auch eine Bezahloption mit einem PayPal Account möglich sein, da aber momentan keine komfortable Lösung vorliegt ist es für den Konsumenten noch nicht interessant. [19] [20] [21] [22] [23]
3.1.5 Qualität
Es sind aktuell über 225.000 Apps im App-Store erhältlich. Täglich kommen viele hinzu. Wie ist jedoch die Qualität des App-Stores und was kann man über die Qualität der Apps sagen. Apple überwacht sein App-Store streng und gibt nur Apps frei, welche Apples Richtlinien entsprechen. So werden viele weniger qualitativen Apps, Apps mit pornographischem Inhalt oder Malware Apps erst gar nicht freigegeben. So versucht Apple die Qualität seines Stores zu gewährleisten. Fakt ist, dass es immer noch zu viele Apps sind und für einen Benutzer unmöglich ist sich über alle Apps zu informieren. Die einzige Hilfe bei der Auswahl der Apps bieten die kategorischen Top-Listen. Doch auch diese enthalten meist nicht mehr als 200 Apps. Für Programmierer heißt es, es ist nicht einfach das eigene App den Top Apps zu platzieren. Entweder muss Apple dieses App dort platzieren oder viele Benutzer suchen gezielt nach diesem App, dass es automatisch unter den Top Apps kommt. Wer es nicht schafft, wird untergehen und vielleicht wird keiner diese Apps bemerken. Das größte Problem im App-Store ist daher das fehlende Marketing. Denn nur wenn der Kunde ein Produkt kennt, wird er danach suchen, ähnlich wie im Apple Music Store. Viele Entwickler, die nun mal keine Marketing Fachleute sind, versuchen dies zu umgehen, indem Sie ihre Apps statt nur 5€ nur für 0,99€ bzw. sogar Gratis anbieten, damit ihr App sich schnell unter den Benutzern verbreitet. Experten raten aber diesen Weg nicht zu gehen, dies verschlechtere erstens die Qualität des Programms, weil der Entwickler nicht mehr qualitativ programmiert, da er versucht die Apps in kurzer Zeit zu programmieren. Zweitens gib es dem Benutzer den Eindruck das App sei nicht viel wert, weil es gratis bzw. billig angeboten wird. Da grundsätzlich Benutzer bereit sind auch mal mehr Geld zu investieren und dafür auch ein ausgereiftes qualitatives Programm zu erhalten. Entwickler sollen daher Apps auch mal teurer anbieten, wenn es das Programm wert ist. Um die also die Qualität der Apps und einen guten Überblick über das App-Store zu gewährleisten, muss sich nicht nur Apple Gedanken machen, sondern auch die Entwickler. [24] [25] [26] [27] [28]
3.1.6 Zensur & Datenschutz
Wie bereits erläutert bietet der App-Store die einzige Möglichkeit um Apps herunterzuladen und zu installieren. Eine andere Möglichkeit will Apple auch bewusst nicht anbieten. Momentan läuft es so, dass Apple vor der Veröffentlichung, die Apps kontrolliert und gegebenenfalls zensiert. Apple filtert alle Apps heraus die nicht den Richtlinien entsprechen, besonders unausgereifte und Malware Apps. Apple legt besonders viel Wert darauf, dass der App-Store frei von Apps mit sexuellem bzw. pornographischem Inhalt ist. Themen wie Sex und Erotik sind von Apple im App-Store nicht gern gesehen. Allein an einem Wochenende werden rund 5000 Apps mit „anstößigem“ Inhalt entfernt. Mit diesem Kontrollkonzept will Apple sich und seinen Kunden schützen. Kritik kommt vor allem von Entwicklern, die jedoch machtlos sind, falls ihr App abgelehnt wird. Kritisiert wird Apples Zensur nicht nur von Entwicklern und Unternehmen, sondern mittlerweile auch von Politikern. So wollen deutsche Politiker prüfen, ob man Apple nicht verbieten kann eine Zensur vorzunehmen. Denn dadurch verschaffe sich Apple auch seine Monopolstellung im Markt, indem bewusst Inhalte und Konkurrenz abgeblockt werden, damit das eigene Geschäft nicht einbricht. So wurden unter anderem vielen Google-Anwendungen keine Zulassung für das App-Store erteilt mit der Begründung: Apples Lizenzbestimmungen würden Anwendungen verbieten, die Apple-eigene Funktionen duplizieren. Das beste Beispiel ist Google Voice, ein VoIP-Dienst, es wurde von Apple abgelehnt mit der erneuten Begründung, diese Funktion sei im iPhone enthalten, jedoch wird von vielen vermutet, dass AT&T, der Exclusiv-Vermarkter des iPhones, Druck machte, weil AT&T hierdurch drohende Geschäftseinbußen befürchtete. Des Weiteren nimmt sich Apple das Recht, bei Notwendigkeit auch bestimmte Apps nachträglich aus der Ferne auf allen iPhones zu löschen, welches der Benutzer aus dem App-Store heruntergeladen hat. Dies wird zentral von einem Apple-Server durchgeführt. [29] [30] [31] [32] [33] [34]
3.1.7 Geschäftsmodell & Umsatz
Apple arbeitet nach seiner Ideologie des geschlossenen Systems. Apple Software ist nur auf Apple Endgeräten verfügbar. Die Apple Endgeräte sind untereinander kompatibel und sehr leicht vernetzbar. Nach außen hin sind die Schnittstellen eingegrenzt. Vielmehr will Apple dem Kunden alle Geräte und Dienstleistungen aus eigenem Hause verkaufen bzw. zentral administrieren. Daher legt Apple neben dem direkten Verkauf von Apple Endgeräten, viel Wert auf den Umsatz durch Apps. Laut der App-Store Analytik Firma Distimo interessieren sich vor allem „Lifestyle“-orientierte Menschen für Apple Endgeräte und meist sind der Großteil der heruntergeladenen Apps Spiele. Schätzungen gehen davon aus, dass Apple mit seinem App-Store ca. 200 Millionen Dollar Umsatz macht. Da Apple keine Zahlen bezüglich seines Gewinns herausgibt, kann nur eine ungefähre Schätzung gemacht werden. Vor allem Entwickler, die ihre Apps im App-Store anbieten, erhoffen sich eine gute Verdienstmöglichkeit, auch wenn die Konkurrenz sehr stark ist. [35] [36]
3.1.8 Alternativen
Der App-Store ist die einzige Möglichkeit Anwendungen für die Apple Endgeräte herunterzuladen und zu installieren. Es gibt keine Alternativen.
3.2 Google’s Android-Market
3.2.1 Zugang
Wie bereits erwähnt ist das Programm Android-Market auf den aktuellsten Android-Smartphones bereits vorinstalliert. Vorrausetzung jedoch ist, dass das Smartphone mit einem Google-Konto verbunden ist. Sobald eine Internetverbindung besteht, kann man über das Smartphone auch schon auf den Android-Market zugreifen. Ein Downloadlimit bei Apps ist nicht bekannt.
3.2.2 Angebot
Die Zahl der Apps die im Android-Market zum Download zur Verfügung stehen wird aktuell auf über 50.000 geschätzt, die bereits über 400 Mio. Mal heruntergeladen wurden. Obwohl das Projekt Android-Market relativ jung ist, kommen monatlich weitere ca. 14.000 neue Apps neu in den Android-Market. Man kann von einem Boom im Android-Market sprechen. Die Programme im Android-Market sind sortiert nach den Kategorien: Anwendungen (Comics, Effizienz-Tools, Finanzen, Gesundheit, Kommunikation, Lifestyle, Multimedia, Nachrichten & Wetter, Nachschlagen, Reisen, Shopping, Soziale Netzwerke, Sport, Unterhaltung, Demo, Softwarepakete) und Spiele (Arcade „ Actionspiele, Gelegenheitsspiele, Karten- & Glücksspiele, Rätsel & Denksport). Jeder dieser Bereiche sind wieder unterteilt in „Top-Bezahlangebote“, „Top-Gratisangebote“ und „Ganz neu“. Welche Apps in den sogenannten Schaufensterplätzen platziert werden, entscheidet Google selbst. Unter Downloads sieht man die bereits auf dem Gerät installierten Programme. Während im App-Store der nur 27% der angebotenen Apps kostenlos zum Download bereitstehen, werden im Android-Market 57% der Anwendungen kostenlos angeboten. Welche Apps in den sogenannten Schaufensterplätzen platziert werden, entscheidet Google selbst. [37] [38]
3.2.3 Entwicklung
Im Gegensatz zu Apples „iPhone Developer Programm“ ist die Anmeldung für den Entwickler im Android Marketplace kostenlos, jedoch muss er einmalig 25$ für die Überprüfung seiner identität bezahlen und daher die Gebühr gut verkraftbar. Jeder kann sich anmelden und entscheiden, ob seine Apps kostenlos oder kostenpflichtig im Android-Market angeboten werden. Bisher haben sich ca. 180.000 Entwickler registriert. Entwickler können auch das von Google zur Verfügung gestellte „Android Develepors Platform“ kostenlos benutzen. Wie bei Apple, darf der Entwickler 70% der Umsatzerlöse aus dem Verkauf seiner Anwendung behalten, 30% behält Google für sich. Bei kostenlosen Apps fallen dem Entwickler natürlich keine Gebühren an. Neben dem Android Marketplace, bietet Google auch das „Google Apps Marketplace“ an, ein Marktplatz für Business-Applikationen. Hier können Softwareunternehmen und Entwickler Zusatzprogramme für Google Apps (GMail, Google Calander, Google Docs, Google Site und Google Talk) entwickeln und veröffentlichen. Laut Google benutzen über zwei Millionen Unternehmen bereits Google Apps. Für Entwickler fällt eine einmalige Gebühr von 100$ an, 80 % aus den Umsatzerlösen darf der Entwickler behalten und 20% behält Google. [39] [40] [41] [42] [43]
3.2.4 Bezahlkonzept
Neben vielen kostenlosen Apps, werden im Android-Market auch kostenpflichtige Apps angeboten. Der durchschnittliche Preis der Bezahl-Applikation beträgt ca. $3,29. Die einzige Möglichkeit Applikationen im Android-Market zu bezahlen bietet ausschließlich das von Google angebotene „Google Checkout“. In Google Checkout Konto kann der Kunde selbst entscheiden, ob er Kredit- oder Debitkartendaten hinterlegen möchte. Den Anwendern die mit Google Checkout bezahlen, fallen keine Kosten an. Alle Einkäufe werde zentral gespeichert und können immer vom Kunden eingesehen werden. Das Bezahlkonzept ist außerdem mit einem Bewertungssystem verbunden, wo Kunden ihre Erfahrungen in Form von Bewertungen hinterlassen können. Wer jedoch Kreditkarte besitzt, kann auch nicht mit Google Checkout bezahlen. Die einzige Alternative für diejenigen die nicht mit Google Checkout bezahlen können, ist die Seite des Entwicklers zu besuchen, dort die Apps herunterzuladen und direkt die vom Entwickler angebotenen Bezahloptionen zu nutzen. In den USA können z.B. Kunden unter anderem Apps über die Mobilfunkabrechnung bezahlen. Auch T-Mobile will diese Möglichkeit bald in Deutschland ermöglichen. Laut PayPal soll es bald auch im Android-Market möglich sein mit einem PayPal Account zu bezahlen, da aber auch hier momentan keine komfortable Lösung vorliegt ist es für den Konsumenten noch nicht interessant. [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50]
3.2.5 Qualität
Wie bereits erläutern kann man im Android-Market ein Boom der Apps feststellen. Hier hat Google genau dieselben Probleme wie Apple auch, der Überblick über alle Apps. Es ist für einen Benutzer unmöglich sich über alle Apps zu informieren und zu beurteilen. Zudem wird von Experten vorgeworfen, dass sich Google zu wenig um die Qualität seines Android-Markets kümmert. Im Gegensatz zu Apple’s App-Store hat Google keine rigide Überwachung über das Android-Market und achte zu wenig auf die Qualität der Apps. Zu erwähnen ist, dass Google die Apps nicht freigibt, sondern vom Entwickler selber veröffentlicht werden kann. Vor allem wird Google vorgeworfen es seien zu viele Apps mit sexuellem Inhalt im Market. Desweiteren wird auch die schlechte Bezahloption im Android-Market und die Tatsache, dass der Market zwar in 49 Ländern verfügbar ist, aber die Entwickler nur in 13 Ländern die Apps anbieten können, bemängelt. Desweiteren gibt es oft Probleme mit den Android Versionen auf den Smartphones, da nicht alle Apps auf alle Apps kompatibel mit allen Android Versionen sind. Auch hier muss daher Google zusammen mit den Entwicklern ein System ausdenken, welches dem Benutzer die Auswahl an guten Apps erleichtert und zudem die Qualität der Apps und des Android-Markets gewährleistet. [51]
3.2.6 Zensur & Datenschutz
Wie auch Apple nimmt sich Google das Recht, Apps aus der Ferne zu löschen. Google hat auch schon Gebrauch dieser Möglichkeit gemacht, dem sogenannten „Remote Application Removal“. In diesem Fall haben Sicherheitsforscher Apps auf dem Market veröffentlicht, um zu zeigen wie einfach und schnell es geht bösartige Apps auf Android-Smartphones zu bringen. Unter anderem wegen der schlechten Kontrolle der Apps im Android-Market durch Google. Google hat diese Apps zwar nachträglich aus dem Market entfernt, jedoch gab es genug Benutzer, welche das App noch auf dem Smartphone installiert hatten. Google musste daher aus der Ferne diese Apps auf den Geräten löschen. Jedoch soll diese Möglichkeit laut Google nicht häufig genutzt werden, lediglich wenn folgende Verletzungen des Android Market „Developer Distribution Agreement" vorliegen oder Bedingungen des Endgeräte-Hersteller verstoßen werden. Unter anderem bei Verletzung der Rechte Dritter, wenn die Apps gegen geltendes Recht verstoßen und pornografische Inhalte oder schädliche Inhalte oder Viren enthalten. Google will hierdurch ausschließen, dass Google selbst bzw. die Hersteller des Endgerätes für eventuelle Schäden durch solche Apps haftbar gemacht werden können. Ein Beispiel hierfür ist das Entfernen des G1 Tethering Apps, welches eine gemeinsame Internetverbindung über WLAN, USB oder Bluetooth mit anderen Geräten ermöglicht, aus dem Android-Market durch Google, da dies angeblich das „Developer Distribution Agreement" verletzt habe. Vermutet wird, dass Google diese Aktion auf Druck vom Provider T-Mobile durchführte, da T-Mobile Umsatzverluste durch solche Apps befürchtete. Google hat auch nochmal darauf hingewiesen, dass man mit Herstellern und Providern zusammenarbeitet und diese solche Apps nicht wünschen und daher solche Apps aus dem Android-market entfernt werden müssen. Des Weiteren wird der Datenschutz in Apps durch Medien bemängelt. Laut einer Studie des Sicherheitsunternehems SMobile Systems legen ein Fünftel aller Andoid-Apps persönliche Daten offen. Dies sind ca. 20 Prozent alle Apps, welche nach der Installation Zugriff auf persönliche oder sensible Daten haben. Sie können auf Emails, SMS, Kontaktdaten und Standortdaten zugreifen. Der Anwender ist nicht in der Lage zu erkennen, ob ein App böse Absichten hat. Im Falle eines Spyware-App ist dieses in der Lage ohne Eingriff des Benutzers beliebige Telefonnummern anzurufen, kostenpflichtige Premiumdienste zu nutzen und allgemein Schaden anzurichten. Google wird daher kritisiert, nicht genug zu tun, um die Sicherheit der Benutzer zu gewährleisten. [52] [53] [54] [55]
3.2.7 Geschäftsmodell & Umsatz
Googles steht hinter seiner Ideologie des offenen Systems. Vor allem mit dem offenen Betriebssystem Android, sowie der Entwicklerfreundlichen Plattform im Android-Market versucht Google den Bekanntheitsgrad zu verbreiten. Vor allem mit der Freiheit der Entwickler im Android-Market versucht Google immer mehr Entwickler anzulocken. Es werden zwar auch kostenpflichtige Apps angeboten, jedoch ist der Großteil der Apps kostenlos. Vor allem die vielen kostenlosen Apps sollen wiederrum Anwender locken. Laut der App-Store Analytik Firma Distimo interessieren sich vor allem Technik- oder Businessbegeisterte Menschen für Android Smartphones und meist sind der Großteil der heruntergeladenen Apps „Produktivitäts-Applikationen“. Der Umsatz durch den Android-Market wird auf ca. 60 Millionen Dollar geschätzt. Google versucht weniger auf direktem Wege Umsatz zu machen, sonder legt vielmehr Wert auf Verbreitung seiner Dienstleistungen. Aber auch mit den kostenlosen Apps macht Google indirekt Umsatz, indem diese Werbefinanziert sind. Mit der Übernahme des Unternehmens AdMob eröffnet sich Google auch eine indirekte Einnahmequelle auch im App-Store von Apple. Das Unternehmen AdMob ist spezialisiert auf Werbung in Applikationen, da viele Entwickler ihre Apps auch im App-Store mit Werbung finanzieren, die von AdMob entwickelt werden, bekommt auch Google automatisch einen Teil am Erlös der Apps im App-Store. [56] [57] [58]
3.2.8 Alternativen
Google erlaubt neben dem Android-Market viele Alternativen. Somit bildet die Android Community und Application Marketplace „SlideMe“ eine gute Alternative. Es gibt viele weitere Alternativen wie „Android Freeware Directory“, „AndAppStore“, „OnlyAndroid“ und viele andere. Jedoch kann man nur schlecht die Qualität dieser Alternativen Marketplaces beurteilen. [59] [60] [61]
4 Vergleich der erarbeiteten Erkenntnissen der beiden Appplication Stores
In Sachen Zugang zum jeweiligen Application Store arbeiten Apple und Google fast identisch. Apple und auch Google liefern ihr Betriebssystem mit vorinstalliertem Application Store Programm. Bei Apple muss der Benutzer mit einem iTunes-Konto verbunden sein um auf den App-Store zugreifen zu können. Bei Google muss der Benutzer mit einem Google-Konto verbunden sein um auf das Android-Market zugreifen zu können. Zusätzlich bietet Apple dem Benutzer offiziell die Möglichkeit die Apps über iTunes auf dem PC herunterzuladen und diese dann mit dem iPhone zu synchronisieren. Lediglich beim direkten Download von Apps auf das iPhone die größer sind als 20 MB, wird eine WLAN Verbindung benötigt. Während beim Android-Market ein solcher Downloadlimit nicht besteht.
Abb.-Nr. 1
Der App-Store ist mit geschätzten 225.000 Apps im Gegensatz zum Android-Market mit geschätzten 50.000 Apps, klar der Spitzenreiter. Auch bei Anzahl der Downloads führt der App-Store mit ca. 5 Mrd. Downloads, während es beim Android-Market ca. 400 Mio. sind. Die Anordnung und Unterteilung der Apps sind in beiden Application Stores recht ähnlich. Lediglich bei der Anzahl der Gratis Apps führt der Android-Market mit 57% kostenloser Apps, während es beim App-Store nur 27% kostenlos sind.
Abb.-Nr.2
Beide Unternehmen bieten den Entwicklern die Möglichkeit sich an einem Entwickler-Programm zu registrieren und dort Ressourcen zu nutzen. Obwohl der Android Marketplace recht jung ist, sind dort bereits über 180.000 Entwickler registriert, wobei es beim iPhone Developer Programm nur etwa 125.00 Entwickler sind. Um Mitglied beim iPhone Developer Programm sein zu können, muss der Entwickler jährlich 99$ an Apple bezahlen. Google hingegen bietet sein Android Marketplace allen Entwicklern kostenlos zur Verfügung, lediglich für die Überprüfung der Identität des Entwicklers wird einmalig 25$ verlangt. Beide Unternehmen behalten 30% aus den Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Apps für sich und 70% gehen an den Entwickler. Recht interessant ist vor allem das neue „Google Apps Marketplace“, besonders für Unternehmen. Hier können Softwareunternehmen und Entwickler Zusatzprogramme für Google Apps programmieren und zur Verfügung stellen. Anders als im Android-Market, darf der Entwickler hier 80% der Umsatzerlöse behalten und nur 20% gehen an Google.
In Sachen Bezahlung ist der Apps-Store kundenfreundlich, da dem Kunden viele flexible Möglichkeiten angeboten werden. Der Benutzer kann im App-Store mit Kreditkarte mittels iTunes einfach bezahlen. Es werden aber auch iTunes-Geschenkkarten angeboten, eine Art Prepaid Karte. Auch das Bezahlkonzept „Click & Buy“ wird angeboten. Im Android-Market hingegen wird nur das Bezahlkonzept „Google Checkout“ akzeptiert. In seinem „Google Checkout Konto“ kann der Kunde seine Kredit- oder Debitkartendaten hinterlegen und so einfach bezahlen. Wer jedoch keine Kreditkarte besitzt kann keine Apps im Android-Market bezahlen und daher muss Google hier flexibler werden und dem Kunden auch andere Bezahlmethoden zur Verfügung stellen.
Beide Application Stores haben das Problem, dass es nicht einfach ist dem Kunden einen guten Überblick über alle Apps zu bieten. Zwar arbeiten beide Unternehmen ähnlich bei der Vorgehensweise der Anordnung der besten Apps mittels kategorischen Toplisten um dem Kunden die besten Apps anzuzeigen, jedoch beinhalten diese Listen nicht mehr als 200 Apps. Um unter dieses Top-Apps zu kommen bieten immer mehr Entwickler ihre Apps sehr billig oder auch gratis an. Diese Vorgehensweise wird aber von vielen Spezialisten kritisiert. Apps die eigentlich 5$ kosten würden, werden von Entwicklern für 0,99$ angeboten nur damit diese Apps unter den Top-Apps kommen. Diese würde aber die Qualität der Apps verschlechtern, da der Entwickler künftig nicht mehr so viel Zeit in die Apps investiert, da sich aufwendige Arbeit sich für ihn nicht mehr lohnt. Desweiteren wird Google vorgeworfen nicht genug auf die Qualität der Apps zu achten. Während im App-Store die Apps erst durch Apple freigegeben werden müssen, existiert im Android-Market eine solche Überprüfung nicht. Jeder kann recht einfach Apps veröffentlichen, obwohl nicht überprüft wurde, ob dieses Apps überhaupt den Richtlinien entspricht. Vor allem wird Google kritisiert, dass zu viele Malware-Apps und Apps mit pornographischem Inhalt im Android-Market vorhanden sind und diese die Qualität der Market sehr verschlechtern.
Dies ist auch der Grund warum Apple keine andere Alternative zum App-Store anbietet. Hierdurch kann Apple seinen App-Store zentral verwalten und alle Apps die nicht den Richtlinien entsprechen aus dem Store filtern. Besonders Apps mit sexuellem Inhalt oder Malware-Verdächtige Apps werden nicht freigegeben. Sehr viele Apps kommen daher erst gar nicht in den App-Store. Viele Entwickler deren Apps so herausgefiltert werden, sind nicht grad erfreut über Apples Vorgehensweise und viele wechseln daher auch zum Konkurrenten Android und versuchen dort ihre Apps zu veröffentlichen, doch Apple bleibt bei seiner Entscheidung auch weiterhin Apps zu filtern um die Sicherheit und Qualität im App-Store zu gewährleisten. Apple will mit dieser Zensur nicht nur die Qualität und Sicherheit des App-Stores sichern, sondern auch die Konkurrenz vom eigenen Geschäftsbereich fernhalten. Das beste Beispiel ist das Entfernen des Apps „Google Voice“, da Apple und sein Telekommunikationspartner AT&T durch solche Apps Geschäftseinbußen der eigenen Produkte befürchten. Apple behält sich vor, Apps von der Ferne zu entfernen, die zwar freigegeben wurden, aber nicht den Rechtlinien entsprechen. Jedoch nicht nur Apple benutzt diese Methode, sondern auch Google. Obwohl Google im Gegensatz zu Apple nicht viel im Android-Market filtert, behält Sie sich auch vor Apps zu löschen, auch aus der Ferne, wenn diese gegen die Richtlinien verstoßen. Da es bei Google keine Kontrolle bezüglich der Qualität und Sicherheit der Apps gibt, wird diese Lücke auch von vielen Entwicklern genutzt, um schädliche Apps oder Apps mit sexuellem Inhalt zu veröffentlichen. Sicherheitsunternehmen „SMobile Systems“ geht davon aus, dass 20% aller Apps im Android-Market direkten Zugriff auf sensible und persönliche Daten haben. Dies wird auch von vielen Spezialisten am Android-Market kritisiert.
Schätzungen gehen davon aus, dass Apple mit dem App-Store ca. 200 Mio. Dollar Umsatz macht. Der Großteil der heruntergeladenen Apps sind Spiele bzw. Lifestyle-orientierte Apps, während die im Android-Market heruntergeladenen Apps meistens „Produktivitäts-Applikationen“ sind bzw. Apps mit technischem oder Business-orientiertem Inhalt. Der Umsatz im Android-Market wird auch ca. 60 Mio. Dollar geschätzt. Apple macht seinen Umsatz größtenteils aus direktem Geschäft, mit seinen Endgeräten oder dem App-Store. Google hingehen versucht weniger auf direktem Wege Umsatz zu machen. Google versucht durch das Verbreiten seines Betriebssystems Android und des Android-Markets, eine breite Masse anzusprechen, diese von seinen Produkten zu überzeugen und schließlich auch indirekt Geld damit zu verdienen. Das beste Beispiel für Google’s Ideologie ist das Anbieten von Werbefinanzierten Apps. Diese Apps werden durch das einblenden von Werbung quasi finanziert. Das Unternehmen AdMob, welches mittlerweile von Google aufgekauft wurde, entwickelt diese Werbungen in den Apps.
Da Google bemüht ist seine Produkte zu verbreiten, ist es auch nicht wunderlich, dass Google viele Alternativen zum Android-Market erlaubt, wie z.B. das Marketplace SlideMe, während Apple keine andere Alternativen zum App-Store erlaubt.
4.1 Wachstum
Apple ist mit seinem App-Store, welches über 225.000 Apps verfügt, ganz klar Spitzenreiter. Jedoch muss man bedenken, dass das Betriebssystem Android recht neu auf dem Markt ist. In dieser kurzen Zeit hat das Android-Market geschafft über 50.000 Apps zu zählen. Allein im Juni 2010 sind 15.288 neue Apps hinzugekommen. Während im Mai 2010 das Wachstum des Application von Apple bei 7% lag, waren es beim Android 19%. Das Wachstum des Android-Markets schreitet wie in der Grafik zu sehen exponentiell voran. [62] [63]
Abb.-Nr. 3
Abb.-Nr. 4
4.2 Zukunftsaussichten
Analysten des Marktforschungsunternehmen Gartner haben festgestellt, dass die Umsätze von Application Stores um rund 50% gegenüber 2009 auf ca. 6,2 Mrd. Dollar zugenommen haben. Sie vermuten sogar, dass die Umsätze im Jahre 2013 auf ca. 17 Mrd. Dollar steigen werden. Die Application Stores haben also in Zukunft eine rosige Zukunft, wobei man beachten muss, dass der Boom der Apps im App-Store bereits vorbei ist. Für den Android-Market, welches momentan einen Boom erlebt, sieht es hier besser aus. Experten vermuten, dass sich der Android-Market sich langfristig an den App-Store annähern wird oder vielleicht sogar überholen könnte, da hier noch reichlich Wachstum möglich ist. [64] [65] [66]
5 Schlußbetrachtung
Obwohl der App-Store mit seinen über 225.000 verfügbaren Apps führt, sieht man dass der Android-Market derzeit am stärksten wächst. Das Wachstum im App-Store ist gering. Das Android-Market profitiert sehr von dem erfolgreichen offenen Betriebssystem Android, welcher sich momentan rasant verbreitet. Abschließend kann man sagen, dass beide Application Stores ihre Vor- und Nachteile haben. Anhand der Ausarbeitung sieht man, dass beide Application Stores ihre Schwerpunkte anders setzen. Man sieht, dass der App-Store und der Android-Market noch sehr unterschiedlich sind. Vor allem bei Spielen führt der App-Store, der Android-Market wiederum bei den Business-Apps. Hier muss der Anwender entscheiden, welche Aspekte ihm am wichtigsten sind. Der eine bevorzugt die Marke, Qualität und Sicherheit des App-Stores, andere wiederum die Flexibilität, Freiheit sowie die große Anzahl an kostenlosen Apps im Android-Market. Beide Unternehmen arbeiten zwar mit verschiedenen Unternehmensstrategien, jedoch ist zu erwarten, dass beide Ansätze sich durchsetzen werden. Langfristig wird Apple das Marktmonopol zwar nicht halten können, aber auch in Zukunft werden beide ihren Wettbewerbskampf auf dem Markt fortsetzen.
6 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| App | Application |
| GPS | Global Positioning System |
| WLAN | Wireless Local Area Network |
| UMTS | Universal Mobile Telecommunications System |
| 3G | CDMA2000 („Dritte Generation“) |
| HSDPA | High Speed Downlink Packet Access |
| VoIP | Voice over IP |
| MB | Megabyte |
7 Abbildungsverzeichnis
| Abb.-Nr. | Abbildung |
|---|---|
| 1 | Store Size (http://www.slideshare.net/distimo/distimo-mobile-20-europe-presentation) |
| 2 | Prozentualer Anteil an kostenlosen/kostenplfichtigen Appplikationen (Grafik Selbst erstellt) |
| 3 | Monatlicher Wachstum der Applikationen im Android-Market (Grafik selbst erstellt) |
| 4 | Store Wachstum (http://www.slideshare.net/distimo/distimo-mobile-20-europe-presentation) |
8 Fußnoten
- ↑ Vgl. Michael Marth (2010)
- ↑ Vgl. Peter Schmidt (2009)
- ↑ Vgl. Peter Schmidt (2009)
- ↑ Vgl. Distimo (2010)
- ↑ Vgl. inside-intermedia Onlineverlag (2010)
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