Vergleich von Smartphone Betriebssystemen

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Name des Autors: Martin Langendörfer
Titel der Arbeit: "Vergleich von Smartphone Betriebssystemen"
Hochschule und Studienort: FOM Düsseldorf


Inhaltsverzeichnis


1 Abbildungsverzeichnis

Abb.-Nr. Abbildung

  • 1 Smartphone Anteil und Umsatz von 2008-2010
  • 2 Das erste Smartphone: Nokia Communicator 9000
  • 3 Symbian V 9.4
  • 4 Blackberry V4.7
  • 5 iPhone 3G
  • 6 Windows Mobile 6.5
  • 7 Android 2.1


2 Einleitung

Momentan werden in jedem Mobilfunkgeschäft unzählige Smartphones angeboten. Der Umsatz von Smartphones ist im ersten Quartal 2010 rasant angestiegen.[1] Sie sind sehr unterschiedlich Ausgestattet und auch in allen Preissegmenten vorhanden. Nicht zuletzt spielen die jeweiligen Betriebssysteme eine tragende Rolle. In dieser Arbeit werden die wichtigsten Betriebssysteme vorgestellt und die jeweiligen Vor- und Nachteile erläutert. Die neutrale Gegenüberstellung soll vor allem bei der Kaufentscheidung eines Smartphones eine Erleichterung sein. Einige Smartphonehersteller greifen sogar auf verschiedene Betriebssysteme mit unterschiedlichen Versionsständen zu. Daher sollte ein besonderer Fokus auf das konkrete Modell gelegt werden. Außerdem gibt es keine Monopolstellung, wie bei den PC-Betriebssystemen mit Microsoft Windows.

Abb. 1: Smartphone Anteil und Umsatz von 2008-2010
Abb. 1: Smartphone Anteil und Umsatz von 2008-2010


3 Grundlagen

3.1 Smartphone

„Ein Smartphone ist ein Multifunktionsgerät. Es vereint den Leistungsumfang eines Mobiltelefons mit dem eines Personal Digital Assistants (PDA). Die meisten Smartphones sind schlanker als PDAs ausgeführt und liegen wie ein gewöhnliches Mobiltelefon in der Hand. Smartphones sind eine Untergruppe der Electronic Organizer und verfügen daher über eine PIM-Funktionalität. Ein sehr wichtiges Merkmal ist auch die Erweiterbarkeit durch Applikationen.“[2] Dies ist nur möglich, durch die Verwendung eines Betriebssystems. Dieses bietet eine offene Schittstelle für Programmierer, um Applikationen einfach einbinden zu können. Außerdem ist die Speicherverwaltung dynamisch gestaltet. Handys verfügen nur über eine starre Speicherverwaltung, und können somit nur kleine und nur sehr geringe Applikationen ausführen. Es handelt sich hierbei um einen sogenannte Java-Midlets (j2ME, Java Micro Edition), die ein langsames Interpreter-Programm ausführt und für die nur ein begrenzter Speicher zur Verfügung steht. Somit kann man sie nicht zu den Smartphones dazuzählen. Dagegen sind Smartphones nur durch den internen Speicher beschränkt. Dieser ist meist durch Speicherkarten erweiterbar.[3]

3.1.1 Historie und Entwicklung

Das Handy entwickelte sich erst in den 1990er Jahren zu einem Handy, wie wir es kennen. Zuerst wurde begonnen, Mobiltelefone in Zügen zu installieren. Diese konnten von den Reisenden der 1. Klasse benutzt werden. Erst 1958 wurden die ersten Telefone in Autos installiert und angeboten. Diese Telefone kosteten damals mindestens die Hälfte des Autowertes. Es wurde also, wie bei vielen neuen Erfindungen, erst nur für reiche bzw. Geschäftsleute erschwinglich. In den 90er Jahren wurden durch das Erschaffen des digitalen Mobilfunknetzes, die ersten Handys entwickelt. Im verlauf der nächsten Jahre bekam das Handy immer neue Funktion mit auf dem Produktionsweg und wurde immer handlicher.[4] Der Preis für Handys viel ebenfalls sehr stark durch die Subventionen und Prepaidkartenverkäufen der Mobilfunkprovider. Heutzutage ist das Handy auf der ganzen Welt verbreitet und es befinden sich momentan über 4 Milliarden Handys in den Mobilfunknetzen. Der nächste zu erwartende, steigende Absatzmarkt sind die UMTS-Datentarifen, da sie vorallem von Smartphones genutzt werden.

Abb. 2: Das erste Smartphone: Nokia Communicator 9000
Abb. 2: Das erste Smartphone: Nokia Communicator 9000

Das Smartphone ist eine Entwicklung bzw. Erweiterung des Handys. Neben den reinen Telefonfunktionen besitzt es auch Personal Digital Assistant Funktionen (PDA). Ein PDA wurde ursprünglich aus dem programmierbarem Taschenrechner entwickelt und wurde dann zu einem kompakten Computer erweitert. Das erste PDA war 1993 der EO440 von AT&T erschaffen worden. Schon 3 Jahre später veröffentlichte Nokia mit dem Communicator 9000 das erste Smartphone auf dem Markt. Es konnte E-Mails und Faxe empfangen und senden und mit einem HTML-fähigen Webbrowser auf Webseiten zugreifen.[5]

3.1.2 Einsatzmöglichkeiten

Ein Smartphone ist ein Allrounder. Es gibt viele wichtige Funktionen, die mittlerweile zum Standardrepertoire gehören. Das Gerät sollte folgende Merkmale aufweisen:

  • Kommunikationszentrale, wie Mobiltelefon, SMS, MMS, E-Mail und Webbrowser
  • PIM (Personal Information Manager) mit Adressbuch, Terminkalender, Aufgabenliste, Notizblock, Geburtstagsliste etc. mit Abgleich mit einer Desktop-Applikation
  • Diktiergerät
  • Datenspeicher
  • Medienfunktionen mit MP3-Player, Radio, Videoplayer, Bildbetrachter, einfacher Foto- und Videokamera
  • Taschencomputer (beispielsweise Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, PDF-Reader, Taschenrechner etc.)
  • Funk-Modem für den PC
  • Navigation mit Navigationssystem und Landkarten
  • Videospiel

3.2 Betriebssystem

3.2.1 Historie und Entwicklung

Das erste Smartphone Nokia Communicator 9000 nutzte das vom PC kommende DOS-basierte Betriebssystem PEN/GEOS, weshalb er hardwareseitig auch fast ein vollständiger IBM-PC im Hosentaschenformat war.[6] Nokia wechselte später auf einen anderen Prozessor für die Communicator-Reihe 92x0, 9300, 9300i und 9500 und bildete hierzu eine Allianz mit Psion und dessen EPOC-System, um Symbian OS zu entwickeln. Symbian wurde neben Windows Mobile immer weiterentwickelt. Es beschränkte sich zuerst nur auf die Bedienung mit Tastatur. Windows Mobile hingegen wurde in tastaturlosen Pocket PCs eingesetzt, die mit einem Stift bedient wurden. Mit dem Marktstart des Iphones wurde 2007 hingegen das Mac OS X Betriebssystem eingeführt. Es wurde speziell für die Eingabe von Fingerberührung auf dem kapazitiven Display angepasst. Der Markt wurde hierdurch völlig neu aufgemischt. Die bestehenden Betriebssysteme wurden sehr häufig auf diese Eingabeform angepasst. Seit dem Zeitpunkt wurden auch komplett neue Betriebssysteme, wie z.B. das Android OS, ebenfalls für kapazitive Displays eingeführt.[7]

3.2.2 Bedienoberflächen

"Es gibt noch einen wichtigen Unterschied zwischen einem Betriebssystem und einer Bedienoberfläche, den es vor der Übersicht zu klären gilt: Ein Betriebssystem ist quasi die Software-Grundlage zur Kommunikation von Mensch und Maschine. Ohne das Betriebssystem läuft nichts und es gibt grundlegende Einschränkungen, die mit einem bestimmten Betriebssystem verbunden sind. So kann man z.B. mit einem Windows Mobile Smartphone nur Anwendungen ausführen, die auch für Windows Mobile geschrieben wurden. Gleiches gilt natürlich für andere Betriebssysteme, die nicht plattformübergreifend funktionieren. Eine Bedienoberfläche ist eine optische und bedientechnische Modifikation an einem Betriebssystem, die aber grundlegende Restriktionen eines Betriebssystems in der Regel nicht aushebeln kann. Eine Ausnahme stellt hier z.B. die Umsetzung einer Multitouch-Funktion mit der HTC Oberfläche Sense dar beim HTC HD2 - normalerweise unterstützt Windows Mobile kein Multitouch. Neben der Sense Bedienoberfläche gibt es z.B. noch TouchWiz von Samsung oder S-Class von LG."[8]


4 Wichtige Betriebssysteme im Überblick

4.1 Symbian OS

„Das Smartphone-Betriebssystem mit der weitesten Verbreitung und der größten Modell-Vielfalt ist Symbian OS. Es gründet auf der PDA-Plattform Epoc der Firma Psion und kam bereits 2001 in frühen Smartphones von Nokia und Ericsson zum Einsatz. Die Weiterentwicklung übernahm Symbian, ein Firmen-Konsortium, zu dessen Gründungsmitgliedern Ericsson, Motorola, Psion und Nokia gehörten. Ende 2008 übernahm Nokia alle Anteile an Symbian und übertrug das nun Symbian OS genannte Betriebssystem an die Non-Profit-Organisation Symbian Foundation, die im Sommer 2010 den gesamten Quelltext als Open Source freigeben will.“[9]„Der Symbian OS Kernel EKA2 verfügt über präemptives Multitasking, Multithreading und Speicherschutz. Der Anwender denkt die verschiedenen Applikationen laufen parallel weiter.

Außerdem können wichtige Dienste priorisiert werden. „
Abb. 3: Symbian V 9.4
Abb. 3: Symbian V 9.4

Die erste Symbian Version kam 2001 auf dem Markt und hieß V6.0. Sie wurde auf dem Nokia Communicator 9210 benutzt. Seitdem wurde das System kontinuierlich aktualisiert und fand vor allem auf Nokia-Geräten Einsatz. Die aktuellsten Versionen sind V9.3 für Smartphones ohne Touchscreens und die Version V9.4 für Smartphones mit Touchscreeens, wie z.B das Nokia N97.[10]Es gibt sehr viele Smartphones mit aktuellen Symbian Versionen auf dem Markt. Die meisten von ihnen sind touchscreenlose Smartphones. Diese gibt es in verschiedensten Ausführungen. Sie fangen bei Business Smartphones an und hören bei Musiktelefonen auf. Die Symbian-Smartphones mit Berührungssteuerung sind stark auf Mulimediafunktionen ausgerichtet, wie z.B eine sehr gute, eingebaute Kamera. An einigen Situationen wird deutlich, dass Symbian urprünglich ein Betriebssystem ohne Touchscreen ausgelegt ist. Es lässt sich manchmal nicht sehr intuitiv bedienen. Es gibt schon vom Werk sehr viele Anwendungen die vorinstalliert sind. Besonders in dem Bereich Organizer gibt es eine Menge an Funktionen. Um weitere Apps herunterladen zu können muss auf dem jeweiligen herstellerspezifischen Appstore zugegriffen werden. Es gibt keinen zentralen Markt, der nennenswert viele Apps zu Verfügung stellt. Die Bedienoberfläche wird durch den Smartphonehersteller angepasst, wie z.B. durch Nokia mit der eigenen Oberfläche S60.[11]

4.2 RIM Blackberry

Der kanadischer Hersteller und Vermarkter mobiler Kommunikationssysteme Research in Motion RIM wurde durch die Einführung des Blackberryproduktes weltweit bekannt.[12]Der Blackberry war 1999 ein Pager zur Alarmierungs- und Nachrichtenzwecke. Zu leistungsfähigen Smartphones wurde er 2002 mit dem BB 5810. „Das BlackBerry besaß eine richtige Tastatur und bot als Besonderheit einen Push-Maildienst, der bis heute zu den besonderen Features von Blackberry gehört.„[13]Das besondere hierbei ist auch, dass ein spezieller BlackBerry Enterprise Server sich um die Datenaufbereitung der eingehenden Mails kümmert und diese in kleinere handlichere und auch komprimiertere Formate an den Blackberry Client schickt. Dieser kann diese Daten mit dem nicht sehr leistungstarkem, proprietärem Java-Betriebssystem öffnen. Hierbei werden auch PDFs und Officedateien angepasst. Deshalb ist auf erster sicht kein leistungsfähiges Betriebssystem, noch eine starker Prozessor von Nöten. Der Blackberry Clients erhalten trotzdem Mediaplayer, Webbrowser und DokumentenViewer, da der Enterprise Server Probleme bei der grafischen Aufarbeitung von Elementen aufweist.
Abb. 4: Blackberry V4.7
Abb. 4: Blackberry V4.7

Die meisten Blackberry werden durch eine fest eingebaute Tastatur bedient. Zur Navigation kommt ein Trackball oder ein Trackpad zum Einsatz. Diese Hauptmerkmale dienen vor allem, E-Mails schnell schreiben zu können und Text schnell lessen zu können.[14]Wobei BlackBerry Konkurrenz von Touchscreen Smartphones bekommen hat. Viele Unternehmen prüfen, ob auch andere Anbieter PIM-Funktionen zufriedend stellend ausführen können.[15] Um den wachsenden Markt von Touchscreen Smartphones nicht zu verpassen, wurden bis jetzt 2 Touchscreen Smartphones von Blackberry auf dem Markt gebracht, das 9500 Storm und der Nachfolger 9520 Storm2.[16]Die Synchronisation von persönliche E-Mailkonten, Microsoft Exchange, Lotus Domino, Novell Groupwise und die eigene Blackberry-Infrastruktur bleibt auch den Storm Modellen nicht vorenthalten.[17]Die Bedienung des Touchscreen bietet eine nicht so intuitive Bedienung, wie vergleichbare Smartphones. Die Geschwindigkeit der Fingerberührung beim Scrollen wird nicht berücksichtigt. Der Lage Sensor ist oft fehlerhaft und die virtuelle Tastatur bietet manchmal einen unkomfortablen Umgang. In dem Blackberry Online Shop können die Anwender mehrere tausend Applikationen herunterladen, die jedoch teilweise sehr teuer sind.[18]

4.3 Apple iPhone

Apple erweiterte 2007 mit dem Verkauf des iPhones seine eigene Produktpalette um die Sparte der kapazitive Touchscreen-Smartphones.[19]Das verwendete proprietäre und von Apple weitgehend geschlossene Betriebssystem iPhone OS basiert auf die Mac-OS-X Version.[20]Das System wurde komplett auf kapazitive Touchscreens ausgelegt und führte seitdem zu einer großen Resonanz von Touchscreen-Smartphones, da es vor allem sehr intuitiv und einfach zu Bedienen ist. Es wird, bis auf eine Taste, komplett über das Display mit Multitouchfunktion bedient. Das System „kann“ seit der ersten Version regelmäßig über iTunes upgedatet werden. Es wurden z.B die Funktionen Copy&Paste und Videoaufzeichnung hinzugefügt.[21]Momentan ist die dritte Version des Iphone OS auf dem Markt, die jedoch im Sommer 2010 durch iPhone OS 4 abgelöst wird und dann auch mit Multitaskingaufgaben arbeiten kann.[22]Das aktuellste Modell 3GS verfügt über Sprachsteuerung, eine gut bedienbare, reichliche Multimediaausstatung, wie z.B. die Ansicht von Bildern oder der i-Tunes Datenabgleich. Jedoch verfügt das aktuelle Top-Modell über nur eine 3,2 Megapixel Kamera ohne Blitz. Auf ein anderes Modell kann durch die eingeschränkte Modellpalette nicht zugegriffen werden.
Abb. 5: iPhone 3G
Abb. 5: iPhone 3G

Es stehen alle gängigen Mailclients zur Verfügung. So ist ab dem Model 3G auch der Exchange Datenabgleich möglich. Das weitere Highlight ist der zentralisierte Appstore. Er verfügt mittlerweile über 200.000 durch Apple überprüfte Apps. Hierdurch werden jedoch einige sehr bekannte Apps nicht freigeschaltet, da sie schon durch das eigene Betriebssystem bereitstehen. Ein Beispiel hierfür ist ein Mailclient eines Drittanbieters.[23]

4.4 Microsoft Windows Mobile

Microsoft brachte 2002 die erste Windows Mobile Version auf dem Markt. Sie stammt von der Windows CE 3.0 Pocket PC Variante für PDAs und beinhaltet die Win32 Programmierschnittstelle.[24]Der Siegeszug der Mobilfunkt-PDAs wurde mit der Windows Mobile 2003 Phone Edition begonnen. Es ist somit eines der ältesten Mobilen Betriebssysteme auf dem Markt und ähnelt sehr seinem großen Bruder, den Desktopvarianten. Es befinden sich sehr viele und unterschiedliche Smartphonemodelle auf dem Markt, wobei überwiegen resistive Touchscreen Smartphones dabei sind.[25]Daher sind viele Bedienelemente auf Stifteingabe über das Touchscreen ausgelegt, wie z.B. bei der Version 6.5. Diese Version wird aber auch von kapazitiven Touchscreen Smartphones benutzt. Eine Abhilfe soll die Windows Mobile 6.5.3 schaffen. Diese Version soll die Eingabe von Fingergesten vereinfachen, ist aber noch nicht sehr verbreitet. Viele Smartphone hersteller haben sich durch die Implementation von eigenen Bedienoberflächen hier Abhilfe verschafft.

Windows Mobile hat traditionell sehr viele Officefunktionen eingebaut. Der Datenabgleich mit Microsoft Exchange Servern klappt problemlos und wird mit Mobile Outlook angezeigt.[26]Windows Mobile beherrscht Multitasking und viele andere Funktionen, wie die Copy&Paste Funktion. Firmwareupdates können über den Mobilfunkanbieter drahtlos installiert werden. Verschieden Apps können seit der Version 6.5 über Windows Marketplace hinzugefügt werden. Diese erweisen sich jedoch als sehr teuer und zu rar.[27]Man ist somit gezwungen auf verstreuten Onlineshops neue Apps zu finden.
Abb. 6: Windows Mobile 6.5
Abb. 6: Windows Mobile 6.5

200 MB Onlinespeicher für PIM-Daten etc. lassen sich mit Windows Mobile System durch den kostenfreien Online-Dienst Myphone synchronisieren und archivieren. Das Gerät lässt sich auch aus der Ferne orten, sperren oder komplett löschen, dies jedoch nur gegen eine Gebühr.[28]

4.5 Google Android

Android gehört zu den neueren Betriebssystemen und wurde von der Open Handset Alliance (OHA) entwickelt, einem Firmenkonsortium, zu dem Gerätehersteller wie HTC, Motorola und Samsung, Software-Unternehmen wie Google und Wind River, aber auch Netzbetreiber wie T-Mobile und Vodafone gehören. Als Basis für Android dient ein Linux-Kernel. Das zu großen Teilen quelloffene, per kapazitiven Touchscreen bedienbare Smartphone-Betriebssystem erlebte sein Debüt im HTC Dream. Mittlerweile sind etlichen Smartphones mit Google-Betriebssysteme auf dem Markt. Die aktuellste Version ist Android 2.1. Sie wird z.B. von dem HTC Desire verwendet, das zusätzlich mit HTC Sense Bedienoberfläche ausgestattet ist und somit sehr variabel gestaltet werden kann und einige andere Funktionen ergänzt. Android wird durchgehend mit dem Finger über die kapazitiven Touchscreen bedient und verfügt bei neueren Versionen Multitouch. Vorinstalliert sind viele Googleapplicationen, wie Google Mail, Maps, StreetViwew, Talk, Kalender und YouTube. Es können verschiedene Mailclients eingerichtet werden. Neben dem POP3-, IMAP4-Serverabgleich ist auch die Exchange synconisierung möglich.[29]

Der Chrome Lite Webbrowser stellt schnell Seiten dar, die auch beim Sliden gerendert werden. Er bietet, neben anderen Funktionen, Flash-Support und Copy&Paste-Funktion viele Features mit sich.[30] Die Applicationen können entweder komplett geschlossen werden oder in den Hintergrund gelegt werden. Somit erhält man einen schnellen Zugriff auf das weiterlaufende App. Einige von ihnen, wie z.b. der MusikPlayer, laufen dabei parallel weiter. Somit ist das Betriebssystem Multitasking fähig. Länger unbenutzte Apps werden automatisch vom Betriebssystem aus dem Arbeitsspeicher gelöscht, um Speicher freizugeben.[31]Die beliebten Apps können im Android Market heruntergeladen werden. Es sind momentan über 50 000 Apps im Market vorhanden. Er zeigt außerdem ein exponentielles Wachstum.[32]System-Updates landen nach Erscheinen via Internet direkt auf den Geräten, so bleiben sie automatisch auf dem neuesten Stand. Allerdings erhalten nicht alle Android-Geräte automatisch ein Update auf die jeweils aktuelle Version. Einige von ihnen haben nicht genügend internen Speicher.[33]Für einige andere Model, wie das Motorola Milestone, sind Updates erst mit Verzögerung verfügbar. Der Grund ist die Anpassung von Benutzeroberflächen der Smartphonehersteller.[34]
Abb. 7: Android 2.1
Abb. 7: Android 2.1


5 Gegenüberstellung

Die Betriebssysteme wurden vorgestellt. Doch wo genau liegen die Stärken und Schwächen der einzelnen OS. Es gibt vor allem verschiedene Anforderungen im privaten und geschäftlichen Bereich. Diese Bereiche werden deswegen getrennt aufgeführt. Im allgemeinen Bereich wird vor allem Wert auf komfortables und schnelles Handling gesetzt, das immer vorhanden sein sollte, egal ob geschäftliche Mails geöffnet werden oder ob Bilder angeschaut werden.

5.1 Allgemein

5.1.1 Bedienung

Es gibt bei der Bedienung von Smartphones verschiedene Sichtweisen. Jedes OS bietet momentan kapazitive Touchscreenbedienung an. Beim OS X und Android wurde jedoch schon bei der Entwicklung diese Steuerung berücksichtigt und dementsprechend sehr gut Funktioniert auch diese Methode am Besten bei den Beiden. Diese beiden Systeme sind nach dem aktuellen Stand weit vorne, wenn es um durch den Finger geschwindigkeitsangepasste Sliden, Multitouch oder auch konsequente und logische Touchscreenbedienung geht.[35]Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit können auch lange Texte problemlos und ähnlich schnell wie bei Tastatureingaben mit dem Touchscreen eingegeben werden. Das Navigieren ist meistens mit Touchscreen noch schneller.[36]Bei Windows Mobile, Vorreiter von resistiven Touchscreens, ist die Touchscreenbedienung jedoch sehr veraltet und bei Symbian ist Umsetzung von Tastaturbedienung in Touchscreenbedienung nicht logisch und konsequent umgesetzt worden.[37]Blackberry bietet mit dem Storm & Storm2 ebenfalls Touchscreen an, jedoch verhält es sich ähnlich wie Symbian. Am Ende ist es immer noch Geschmackssache, welche Technologie vom Anwender bevorzugt wird. Anwender mit touchscreenlose Smartphones müssen jedoch auf viele moderne und bequeme Feautures verzichten.[38]

5.1.2 Oberfläche

Ein Smartphone ist ein Multifunktionsgerät. Daher sollte es auch möglich sein viele Informationen, wie z.B. Kalendereinträge, Aktienstände oder Wettervorhersagen schnell und einfach zu Verfügung zu stellen. Das Smartphone sollte auch daher möglichst sehr individuell einstellbar sein. Hier bietet vor allem Android sehr viele Möglichkeiten mit Widgets oder Verknüpfungen das System nach seinen Wünschen zu gestalten. Symbian bietet mit den verschiedenen Bedienoberflächen, wie z.B. von Nokia S60, auch sehr viele Möglichkeiten und erfüllt seinen Zweck. Bemerkenswert ist hierbei, dass besonders OS X eine sehr statische Bedienoberfläche bietet und die Menüliste bei sehr vielen Icons schnell unübersichtlich wird. Blackberry und Windows Mobile zeichnen sich hier weder mit Plus- noch mit Minuspunkten aus.[39]

5.1.3 Appstore

Die Vielseitigkeit von Smartphone wird unter anderem auch durch seinen Appstore ausgezeichnet. CT Symbian hat jedoch keinen eigenen Store. Die Anwendungen müssen bei dem jeweiligem Herstellerstore, wie Nokia, oder im Internet gefunden werden. Symbian hat einige tausend Apps, jedoch sind sie zu verstreut bzw. erinnern eher an Jamba-Abo-Zeiten. Klarer Sieger ist OS X mit seinen aktuell über 170 000 angebotenen Apps. Android erweitert seinen Android Market rasent schnell und kommt schon auf über 30 000 Apps. CT Blackberry bietet momentan über 5000 Apps an, jedoch sind diese oft zu teuer.[40] Windows Mobile führt mit seinem neu eingeführten Marketplace noch viel zu wenig Programme.[41]

5.1.4 Aktualisierung / Backup

Das OS sollte sich bequem und schnell aktualisieren und zurückspielen lassen.

Blackberry bietet im Internet Softwareupdates an, das über ein USB-Kabel upgedatet werden kann. Falls das Smartphone an einem Blackberry Enterprise Server verbunden ist, wird es sehr einfach und praktikabel. Die Daten können auf dem Server gesichert werden oder es können Updates vom Server per Funk übertragen werden. Somit hat der IT-Administator, im geschäftlichem Umfeld, ohne vorherige Clientkonfiguration, alle Fäden in der Hand.[42] Android bietet ebenfalls Updates drathlos und mit einfacher Installation an.[43]Wer diese Updates als erster haben möchte, kann sie auch über die SD-Karte installieren. Die Einstellungen können auf der SD-Karte gesichert werden. Bislang fehlt jedoch eine PC-Software um diese Dienste über einen Computer ausüben zu können.[44]Windows Mobile OS werden über den jeweiligen Hersteller upgedated. Diese werden meistens über ein USB-Kabel installiert. Wie bei allen anderen OS gibt es auch für Windows Mobile verschiedene Apps um die Benutzereinstellungen zu sicher.[45]Ähnlich sieht es bei Symbian aus. Hersteller, wie Nokia oder Samsung bieten für ihre Symbian-Clients umfangreiche PC-Suiten zum Datenabgleich von PIM-Daten oder für Firmwareupdates an. IPhone OS X setzt hierfür seine iTunes-Software bereit. Mit ihr können auch alle Synchronisationen, Backups und Updates ausgeführt werden.[46]

5.2 Privatbereich

5.2.1 Geräteauswahl

Das beste Betriebssystem nützt nichts, wenn es auf der falschen Hardware läuft. Das Apple iPhone ist ein gutes Beispiel. Auf dem Markt gibt es nur 2 iPhone Modelle, das iPhone 3G & 3GS. Diese verfügen z.B. über keine hochauflösende Kamera, keinen Blitz oder kein OLED-Display. Wenn der Anwender auf eines dieser Merkmale nicht verzichten möchte, muss er sich nach einem anderen Gerät bzw. Betriebssystem umschauen. Das Betriebssystem könnte dann Windows Mobile oder Android sein. Diese OS verfügen über eine große Geräteauswahl in unterschiedlicher Ausstattung und Preisgestaltung. Blackberry hat das gleiche Problem wie iPhone, nur in andere Weise. Es gibt sehr viele Geräte ohne Touchscreen bzw. verfügen über sehr wenige Multimediaeigenschaften. In diesem Bereich ist Symbian besser aufgestellt. Es gibt die unterschiedlichsten Gerätetypen. Es fällt besonders auf, dass alle Touchscreenmodelle sehr Multimediahaltig sind.[47]

5.2.2 Multimedia

Wie schon bei der Geräteauswahl erwähnt, verfügen viele Symbianmodelle sehr viele Multimediafunktionen. Hochauflösende Kamera und Xenon Blitz sind z.B bei SonyEricsson Satio an Board. Es gibt keinen herstellerübergreifenden Musikshop, jedoch gibt es von Anbieter zu Anbieter verschiedene Lösungsansätze. Symbian kann mit dem Realtimeplayer viele Audio- oder Videoformate oder sogar Flashvideos abspielen. Bis vor ein paar Jahren sah es bei Windows Mobile wie bei Blackberry aus. Es gab fast gar keine Multimediafunktionen. Mittlerweile gibt es immer mehr Multimediafunktionen für Windows Mobile Clients. Diese sind jedoch noch lange nicht so ausgereift, wie beim iPhone OS X. Das OS X bietet mit iTunes-Datenabgleich inklusive Cover-Flow-Ansicht und automatischem Playlist-Generator Genius, Musik-Shop nicht nur per PC sondern direkt auf dem Handy, eine große Anzahl an Multimediafunktionen. Eine integrierte Videoschnittsoftware direkt auf dem Handy ist auch dabei. Android bietet ähnliche Vorteile, in Hinblick auf Foto- und Videowiedergabe, wie iPhone, jedoch fehlt z.B. ein Musikshop.[48]

5.2.3 Surfen

Momentan ist das Surfen im Internet mit allen Betriebssystemen möglich. Ganz so bequem wie am PC geht es jedoch immer noch nicht. Neben einer guten und schnellen Software ist hier auch eine hohe Anforderung an die Hardware gefordert. Es ist also eine gute Kombination von Hard- und Software erforderlich um sehr bequem surfen zu können. Dabei hat sich herausgestellt, das folgende Smartphones mit Windows Mobile, OS X und Android hier ganz weit vorne liegen: Das iPhone 3GS bietet, trotz schon einem Jahr auf dem Markt, sehr gute Performance und mit Multitouch Zoom und dem einwandfreiem Scrollen wird das Bild abgerundet. Es gibt jedoch nur ein TFT Display und keinen Flash Support. Das Windows Mobile HD 2 bietet mit seinem riesigem 4,3“ Display gestochen scharfes Bild und bietet dank Drittanbietern auch Multitouch Zoom. Die Performance ist auch dank der schnellen Hardware gut, jedoch nicht ganz so schnell wie bei den anderen beiden Modellen. Als absoluter Browserkönig hat sich das HTC Desire erwiesen. Es bietet durch OLED ein leucht- und farbstarkes Bild. Durch den 1 Gigahertzprozessor und der schnellen Software ist er am schnellsten beim Surfen. Außerdem wird das Bild auch beim Scrollen gerendert und mit Flash angezeigt.[49]

5.3 Geschäftsbereich

5.3.1 Datenabgleich

Windows Mobile synchronisiert einwandfrei Mails per Push, Kalendereinträge, Aufgaben und Kontakten mit dem hauseigenen Microsoftprodukt Exchange Server. Ebenfalls vorbildlich der Datenabgleich mit Windows Media Playern und anderen Microsoft Programmen. Die gute Unterstützung hört jedoch schlagartig auf, wenn die Synchronisation bei Fremdanbietern erfolgen soll.[50] Bei der Konkurrenz und mit den aktuellsten Versionen der Betriebssysteme können nun alle mit Exchange Servern kommunizieren. Lediglich Android und OS X verfügen über keine Funktion um Aufgaben erstellen bzw. replizieren zu können.[51] Generell ist die Exchange-Unterstützung bei Android erst ab Version 2.0 verfügbar.[52] Die PC-Client-Synchronisierung kann auch nur, falls mitgeliefert, über die Smartphonehersteller-Software erfolgen.[53] OS X synchronisiert den Outlookabgleich mit iTunes. Symbian hat keinen eigenen Standard um Datenabgleich betreiben zu können. Die jeweiligen Hersteller bieten eigene PC-Programme an, wie z.B. Nokia PC Suite. Blackberrys verfügen über einen exzellenten Organizer-Datenabgleich. Diese werden von dem Blackberry Enterprise Server, bei Großfirmen, oder von dem Blackberry Internet Service bei Kleinabnehmern komprimiert und anschließend aufbereitet zu den Blackberrygeräten verschickt. Hierbei können die Daten auch z.B. von Novell Groupware stammen.[54]

5.3.2 Sicherheit

Alle Betriebssysteme bieten eine Reihe von wichtigen Sicherheitsfunktionen. PIM-Daten und andere Ordner können verschlüsselt werden. Bei einem Notfall können die Daten inklusiver Speicherkarte aus der ferne gelöscht werden. Die Zertifikatsverwaltung und Gerätesperre gehören ebenfalls zu den Grundsicherheitsfunktionen.[55] Blackberry bietet jedoch noch erweiterte Funktionen an. Besonders erwähnenswert ist die AES-Verschlüsselung zwischen Blackberry Servern und Blackberry Smartphones. Berücksichtigt werden hierbei neben dem Nachrichtentext auch Anhänge und E-Mailadressen.[56] Seit der Symbianversion 9.1 verfügt es ein mehrstufiges, mit Zertifikaten steuerbares Rechtesystem. Das neue Sicherheitsmodell mit dem Namen Symbian Platform Security verfügt über verschiedene Schutzmechanismen, wie z.B. Signierung der Installationsdateien mit einem Zertifikat.[57] Android überzeugt auch sehr mit seinem Sicherheitskonzept.[58] Ein kritischer Punkt ist jedoch der Datenschutz von Google. Es besteht hier ein besonderer Fokus, da seit dem 22.04.2010 bekannt ist, dass Google private W-LAN-Daten gesammelt hat.[59] Kritikpunkte gibt es auch beim iPhone OS. Mehrer Internetquellen berichten von Hackerangriffen auf das System, die die Datenverschlüsselung aufheben können.[60]


6 Zukunftsaussichten

6.1 Betriebssysteme

Viele Smartphone-OS-Hersteller drängen in den nächsten Monaten mit neuen Produkten auf den Markt. Dadurch könnte der jetzigen Vorsprung von einigen OS noch weiter ausgebaut oder auch verringern werden. Microsoft bringt ab Weihnachten 2010 die ersten Smartphones mit Windows Phone 7 herraus. Der Nachfolger von Windows Mobile soll, ähnlich wie iPhone, mehr auf Lifestyle ausgerichtet sein und soll, laut Microsoft-CEO Steve Ballmer, durch das neuartige Hub-Konzept, statt Apps, anderen Betriebssystemen übertrumphen. Die Stärke von Windows Phone 7 dürfte die gute Integration in die Windowswelt sein und durch die weltweite Zusammenführung von Social Networks.[61] Apple bringt mit dem brand aktuellem OS 4.0 auch Multitasking auf das iPhone. Mit dem neuem OS kommt auch gleichzeitig das neue iPhone 4. Es soll somit durch Ordner flexibler zu Gestalten sein, einen zentralen Posteingang besitzen und noch viele andere Features mitbringen.[62] Parallel zu iPhone 4 kommen die ersten Android-Smartphones mit dem neuem OS 2.2 auf dem Markt. Die meisten Android-Smartphones lassen sich, wie die Vorgänger von iPhone 4, auf die aktuellste Version updaten. Die Version 2.2 verfügt über einen Just-in-time-Compilers und soll somit die gesamte Bedienung des Smartphones deutlich verbessern, da die meisten Drittanbieter Anwendungen und viel Standardanwendungen in Java programmiert werden und somit viel schneller laufen. Viele Lücken im Funktionsumfang sollen geschlossen werden. Das Smartphone kann z.B. mit dem neuem System als WLAN-Access Point fungieren.[63] Nokia möchte hingegen zukünftig zweigleisig fahren. Für Geschäftskunden werden die Geräte der E-Series und der X-Series zum Einsatz kommen. Diese sollen weiterhin mit Symbian laufen. Bei den hochperformanten Mobilgeräten Ende 2012 soll kein Symbian OS mehr laufen, sondern die Linux-Plattform Maemo.[64] Die komplette N-Serie soll also schon bald nicht mehr mit dem schwerfälligem Betiebssystem Symbian aufgespielt werden. Nokia möchte mit den anderen modernen Betriebssystemen wie das von Apple OS oder Android mithalten und eine konkurrenzfähige Plattform erschaffen.[65] Blackberry bringt im dritten Quartal 2010 das neue Betriebssystem OS 6. Mit dieser Version versucht Blackberry alle Funktionen des Systems zu verbessern. Die herausragenden Änderungen sind, der schnellere Browser, Multitouch ist jetzt vorhanden und eine generelle Suchfunktion ist eingebaut.[66]Mit dem Bold 9800 Slider bringt Blackberry sein erstes Gerät mit Touchscreen und vollwertiger Tastatur im August 2010 auf dem Markt.[67] Somit bringen alle Betriebssystem-Hersteller für Smartphones in den nächsten Monaten neue Versionen heraus. Es muss jedoch erwähnt werden, dass einige Betriebssysteme, wie z.B. Android 2.2 oder iPhone OS 4 auf einigen Vorgängermodellen installiert werden kann.[68]

Der Trend geht also in Richtung maximaler Funktionalität bei hervorragender Performance in Kombination mit einer sehr guten Bedienung. Kein Hersteller möchte den Anschluß verlieren und somit bleibt dieser Markt weiterhin sehr spannend. Die aktuellen Betriebssysteme werden rasant weiterentwickelt. Das ist vor allem für den Endkunden ein positiver Effekt.

6.2 Virtualisierung

Virtualisierungsspezialist VMware arbeitet momentan an einer Virtualisierungslösung für Smartphones. Es sollen verschiedene Betriebssysteme auf einer Plattform laufen, um z.B. private und geschäftliche Daten zu trennen. Erfolgreich wurde es mit Android und Windows Mobile getestet. Der Anwender soll im laufenden Betrieb zwischen den Systemen wechseln können. Frühestens 2012 wird eine derartige Lösung für den Kunden fertig gestellt sein. Falls so ein Konzept erfolgreich und praktikabel sein wird, könnte es zukünftig viele Vorteile von Betriebssystemen kombinieren.[69]

7 Schlussbetrachtung

Durch diesen Vergleich ist vor allem klar geworden, dass momentan kein klarer Sieger zu erkennen ist. Es ist auch zu differenzieren, ob das Smartphone im geschäftlichem oder im privaten Bereich genutzt wird, wobei die geschäftlichen Anforderungen eher von allen Kontrahenten zumindest ausreichend erfüllt werden. Die Monopolstellung von RIM Blackberry, bzgl. des Datenaustauschs, ist längst dahin. Blackberry Enterprise Server sind sehr teuer und bringen nicht mehr so viele Vorteile mit, wie vor ein paar Jahren. Die neuen Betriebsysteme und Smartphones sind sehr leistungsstark und verfügen über eine hohe Internetgeschwindigkeit. Die Aufbereitung von Daten des Blackberry Enterprise Server verliert immer mehr an Bedeutung. Wer ein Smartphone haben möchte, das viele Funktionen hat, gut zu bedienen ist und auch noch zukunftssicher ist, sollte sich Android und iPhone OS anschauen. Android bietet momentan sehr gute Performance und viel Anpassungsfähigkeit an den Anwender. IPhone OS hingegen ein vorallem zuverlässiges System. Letztendlich kommt es auch auf den Preis und auf die Modellvielfalt an. Hier könnte sogar Android die Nase vorne haben. Symbian ist ebenfalls ein ausgereiftes und mit Funktionen vollgepumptes System, das jedoch durch die konzeptlose, plattformübergreifende Einsatzmöglichkeit und den nicht zentralisierenden Appstores abgeschlagen ist. Generell muss bei dem Betriebssystem auch sehr genau auf die dazugehörige Bedienoberfläche geachtet werden. Es gibt gravierende Unterschiede zwischen den Oberflächen. Ein Beispiel hierfür ist HTC mit der Sense-Oberfläche. Falls das Smartphone diese besitzt, ist eine Integration von Verbindungen zu Social-Networks auf jedenfall vorhanden. Wer auf eine absolut perfekte Anbindung in die Windowsumgebung braucht, kommt um Windows Mobil nicht herum. Alle anderen Kriterien werden ohne Glanz erfüllt. Es ist anzumerken, dass Windows Mobile eine große Modellvielfallt besitzt und dadurch auch einen breiten Markt anspricht.

8 Fußnoten

  1. http://mobile2day.xonio.com/news/news_details.html?nd_ref=48271&n_multi=0&nf_id=0&nt_id=0&f_date_m=04&f_date_y=2010&t_date_m=07&t_date_y=2010&s_text=&from=archive&PHPSESSID=fdd55b2d500be4683e6799b73e43db40
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Smartphone
  3. C’t, 2009, Heft 23 Mobile Trümpfe S.86
  4. http://www.smartphone-nachrichten.de/archives/3
  5. http://www.heise.de/mobil/meldung/Vier-Milliarden-Handys-funken-2009-weltweit-in-den-Netzen-749913.html
  6. http://de.wikipedia.org/wiki/Nokia_Communicator
  7. http://de.wikipedia.org/wiki/Smartphone
  8. http://www.24mobile.de/blog/smartphonebetriebssysteme-im-berblick-android-windows-mobile-iphone-os.html
  9. C’t 2009, Heft 23 Mobile Trümpfe S.92
  10. http://developer.symbian.org/wiki/index.php/Main_Page
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9 Literatur- und Quellenverzeichnis

9.1 Literraturquellen

C't Ausgabe 23/2010, Heise Zeitschriften Verlag

9.2 Internetquellen

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§ 55 Abs. 2 Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien http://www.heute.de/

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